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Biblia das ist: Die gantze heilige Schrifft / durch D. Martin Luther verteutscht: mit D. Pauli Tossani hiebevor aussgangnen Glossen und Ausslegungen
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Das III. Buch der Maccabeer.

2 In dem aber solches angeordnet ward/ daward ein boßgerucht ausgesprenget wider vnservolck von denen/ die zu solchem bösen führnchmen luft hatten/ ja anlaß dazu gaben/ daß es gescheshen möchte/ als wolten nemlich die Juden sie anshren fagungen verhindern.

3 Aber die Juden hielten allzeit freu vnd festbey den Königen/ doch also/ daß sie Gottdarnebendieneten/ vnd durch seine gebot shr regiment bestelleten/ daher sie dannetliche abschaffeten vnd ausmusterten.

4 Bmb welcher vrfach willen sie bey etlichenverhaffet wurden/ aber sie führeten einen auf:rechten vnd redlichen wandel/ also/ daß sieben jederman einen guten namen hatten.

5 Wiewol die Heyden ihren guten wandel/der ben jederman berühmt war/ gar nichts achgeten.

6 Sondern machten nur viel plauderwerck/vom vnterscheid der religion vnd speisen/ vndsagten:

7 Sie wären weder dem Konig noch der land-schafft treu oder hold/ sondern vielmehr auffsäßig/ vnd widerfesten sich in allen dingen.

Cap.III.

verehren haben sie/ shrer verjähreten hoffartnach den eintritt nicht gestatten wollen/ wieswol sie vnser macht viel zugering waren/ die| wir allen menschen zur freundschafft gebrauchen.

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IS Sie aber haben ihre feindschafft/ diesie gegen vns getragen/ frey an den tag gegesben/ alswann sie es vnder allen volckern alleinwaren/ die wider die Könige vnd shre wolthäterihren kopff funten aufffchen/ vnd nichts billichesnoch rechts leiden.

19 Wir aber haben ihrer thorheit gewichen/vnd wiewol wir mit erhaltenem sieg widerfamen/sind wir doch in Egypten einem jeden mit freund-ligkeit vnter augen gegangen/ vnd haben gethan/was sich hat gebüren wollen.

20 In dem wir aber durch ihre landslcutejhnen allen zu wissen gethan/ daß wir jenes allesvergeben vnd vergessen wolten/ vnd zum theilwegen bündniß/ zum theil wegen vieler tau-send anvertrauter fachen von alters her in willens hatten/ sie auff einen bessern sinn zubringen/ vnd der Priesterschafft theilhafftig zumachen/

Also griffen sie sie nicht mit schlechten schmäh- wiederfah auch das bürgerrecht zu Alexandria

worten au.

s Die griechen aber in der stadt/ die nie beleidiget waren/ als sie sahen/ daß sie dergestaltvnvermuhtlich vervnruhiget wurden/ vnd eingroß zusammenlauffen ward/ konten zwar nichthelffen/ denn es war gar eine tyrannische verfolgung.

9 Doch aber redeten sie ihnen tröstlich zu/ vndliessens ihnen nicht gefallen/ vnd hieltens dafür/ eswürde keinen bestand haben.

10 Dann es würde diß wesen nicht so hinsgehen lassen/ der/ dem nichts verborgenift.

II Etliche auch vnter den nachbarn vnd freunden/ mit denen sie vmbgiengen/ zogen ihrer eglichean sich/ sagten jhnen bey glauben zu/ sie woltenjhnen benstehen/ vnd was zu ihrem schutz dienenwürde/ nichts erwinden lassen.

zulassen.

21 Haben sie es gar anders auffgenommen/vnd aus eingepflanzter boßheit das gute erbietenverschlagen.

22 Vnd wie sie allezeit zum bösen geneigetseyn/ haben sie nicht allein das Stadt- Recht gesringschäßig geachtet/ sondern auch heunlichvnd öffentlich die wenige vnter ihnen/ die sichgegen ons gebührlich bezeigten/ für einen greuckgehalten/ der stetigen meynung/ als würdenwir vmb shres schändlichen lebens willen/ diedinge/ so wir einmal für richtig erfandt haben/ wie-der abschaffen.

23 Auß welchen vnfehlbaren abzeichen wirons beständig bereden lassen/ daß sie in allendingen vns zu wider seyn/ darumb wir vns besorgen müssen/ daß wir etwan/ wann fünfftigem tumult onvermnuhtlich entstehen solte/ wirdiese gottlose leute zu verrähtern vnd Barba-

12 II. Also erhub sich der tyrann in seinen gerischen feinden auffm nacken haben möchgenwertigen guten tagen/ vnd achtete nicht auff ten.die macht des groffen Gottes/ sondern vnterfiengsich in seinem fürnehmen mmer fortzufahren/ vndschrieb wider sie diesen brieff:

24 So haben wir nun hiemit anbefohlen/daß so bald diß schreiben verlesen wird/ shr vonstund an alle die/ so ben euch wohnen/ mitweib vnd findern allenthalben in eiserne fessel

13 Der Konig Ptolomeus Philopatorentbeut den Haupt- vnd Kriegsleuten in Eschlaget/ vnd zur schmach vnd straff vns zu

gypten vnd anderswo seinen gruß vnd allesguts. Vmb vns vnd vnsere sachen stehet es nochwol.

14 Nach dem wir vnseren zug in Asiam ge-than/ ond wie euch selbst bewust/ durch vnsichtbasren beystand der gotter / denselben nach wunsch zuende gebracht haben.

15 Sind wir der meynung worden/ dievolcker in Coclesyrien vnd Phoenice/ nicht mitgewalt der langen/ sondern mit sonderbarer lindigskeit vnd sanffimuth glimpflich zu tractiren vndjhnen alles gutes zuthun.

16 Haben darauff den heiligen häusern in denstädten groß einkommen gemacht/ sind auch dermeynung gen Jerufalem kommen/ allda dentem-pel der heyllosen vnd in ihrem vnverstand immerfortfahrenden leuthen zu ehren.

17 Sie aber haben zwar den worten nachvnsere anfunft gern auffgenommen/ aber in derthat ists eitel falsch gewesen. Dann als wir injhren tempel eingehen wolten/ vnd denselbenmit gebührlichen vnd herzlichen Geschencken

schicket/ damit sie/ als solchen feinden gebühret/mit dem allerschmählichsten todt gestrafft

werden.

25 Dann wir sind der gänzlichen meynung/daß wann diese also dermaleins gestrafft werden/wir forthin in gutem zustand vnd ordnung mitvnsern sachen bestehen werden.

26 So aber jemand sich einiges Juden/ vonden alten biß auff die finder vnd säuglinge/ annehmen würde/ der sol auffs cufferste gestrafft werden/mit seinem ganzen hauß.

27 Welcher aber einen derselben angebenwird/ dem sollen desselben güter verfallen seyn/ vndüber dasselbe sol er noch aus der königlichen kam-mer zwey tausend drachmas bekommen/ vndmit freyheit begabet werden.

2s Der ort aber/ da einiger Jude verborgenwürde/ fol ganz geschleifft/ verbrant/ vnd/ allenmenschen hinfüro zu bewohnen/ vntüchtig gemacht werden/ zu ewigen zeiten/

29 Vnd diß war also der inhalt des ausschreibens.

Das