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Von Pomerantzenbluͤhtwaſſer.
Atthiolus vermeldet/ daß man aus den Po-
merantzenbliüht gar ein lieblich wolriechendWaſſer brenne/ welches eine ſonderliche gute Kraffthabe/ den Schweiß mit Gewalt zu fürdern/(wird ſon ·derlich fleiſsig in Italia zu Neapoli und Luca gemacht/da man es Ram pham und Angelicam nennet.]
Es meldet auch P. Camerarius, daß es von wegenSchwangere feines guten Geruchs zu vielen Sachen in Italia ge-Weiber. braucht werde/ und in Spanten gebe man es den
ſchwangeren Weibern in ein wenig Poleyenwaſſer/wenn ſie hart gebaͤren.Von dem Del der Pomerantzenſchelffen.Aut den Schelffen der Pomerantzen kan man auchein Oel hringen/ welches ein Föftlich Werck iſt inKalter Ma. den kalten ſchwachheiten des Leibs/ iſt dem Magen gargen. gut/ er waͤrmet und ſtaͤrcket denſelbigen/ ſonderlich aberDhnmacht iſt es treſſentlich gut wider die Ohnmacht und DatSine tigkeit des Hertzen/ ſtaͤrckt und kraͤfftiget daſſelbige/vertreibet das Zittern und wehret allem Gifft.
Man kan es auch
und Sennadern damit zu ſtaͤrcken und zu erwärmen.
Das XV. Gap.Von Lemonienbaum.Malus lemonea.,. Lemonienba um.
N A
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Echwejſfurdern.
Gleich er-warmen
B
3 It Lemonien werden auch unter das Ge-
ſchlecht der Citrinat gerechnet/ wegen ihrer
Krafft und ihrer Geſtalt/ außgenom̃en daß
fie kleiner ſeyn und langlecht/ haben auch
nicht fo ein dicke Hant oder Rinde/ ſeyn auch ſafftiger/
am Geſchmack ſaur und bleich: der Baum iſt dem
Pomerantzenbaum gantz und gar gleich/ hat dicke/ glat-
le wolrtechende Blätter fein Bluͤhet iſt weiß/ die Aeſtzaͤhe/ blegig und ſtachlicht
Von den Namen. ö
DõJelimenlen heiſt man Griechiſch Uxc n Ac.
Tateiniſchl imonia. Malus Limonia acida, C-
B. Malus limonia, Matt. Dod. Lion. Lug. Caſt. Li ·
mones, Pod. gal. Cord. in Dioſc. Bellon. Tur. Ad.
Lob. ic.& obt Cæſ. Cluſ. hiſt. Limon arbor ex ci-
tri genere, Cord hiſt.. Welſch Limone. Frantzöſiſch
F
D. Jacobi Theodori Tabernaemontan/
Von der Natur/ Krafft und Eider Lemonien. igenſchuft
Je Lemonien ſeyn kalter und truck ner NaturDo ſaur Geſchmact anzeiget. Sie.Krafft wie Citronenaͤpffel/ wie Matthiolus bejeugt/jedoch weil fie ſaur ſind/ ſind fie Fälter und truckner*
Von(imonienſafft und ſeinem| Gebrauch.|Er Limonienſafft diener gar wol wider dier g a er die Mat dDee und Ohnmacht des Hertzens/ ſo von.*fer Hitz herkom̃t/ dann er erkühlet dit groſſt Hiz/ ſin-dert die Gall und gibt dem Hertzen auch ein Krafft/
ſch Aimoen.
G und ſonderlich fo man dieſen Safft mit gBorragen und
auſſerlich gebrauchen die Gleichen
H
K
Ochſenzungenwaſſer trincket. Auff ſolche Weiß gebraucht bekemmt er auch wol und hinderlegt das Zu,
tern des Hergen/ welches auch von greſſr Sig e en RuttnUrſprung bar/ mit Vorragen und Sa f
F urampffer-waſler getruncken..
Welche mit dem priapiſmo geplaget werde iniſollen ihre Speiß jederzeit mit. und a mnienſafft bereiten/ und ſich der ſelbigen gehranchen.
Es werden auch die limonien nutlich geſſen widet umiden Unwillen und Unluſt zum Eſſen/ dann ſie eiſtt mſchen den Mund/ bekem̃t dem Magen wol/ dͤ̃ pſen iiGallen/ und bringen wiederum einen Luſt jum eſen.
Wer auch groß Magen wehe aus Hitz hat/ der gerbrauche ſich fleifsig der Limon ien. ö
Limonienſafft mit Wegwartenwaſſer gebrauchetund geiruncken Fühler die Leber/ und löſchet alle unng-tůrliche Hitz derſelbigen..
Es iſt auch ſolcher ſafft wider den Stein gut/ def kliner die Krafft hat/ fo man Perlen oder Schneckenſcha⸗ 1len darein legt/ über etliche Tag fint fie jerrieben]
In ſuma in allen hitzigen Schwachheiten tes Mar ngens/ der Leber/ der Nieren und des Hertzen/ itte dann öauch in allen hitzigen Fiebern fol man dieſen ſaft denKraͤncken fuͤrſchreiben: Sonderlich aber in den Pe. hiilumlentziſchen Fiebern ſollen fich die Krancken defelbiegen fieiſsig gebrauchen/ dann er gleiche Krafft und Tu, gigend hat/ dem Gifft zu wehren/ der Faͤule zu widerſte i.hen/ uñ das Hertz zu ſtaͤrcken/ gleich wie die Ci ingten
Von Limonienſyrup.2 Us den Limonten wird auch ein Syrup gemacht -
Syrupus de limonib genenntſunè wird von demLimonienſafft[mit Zucker] diſpenſirt.
Dieſer Syrup iſt zu allen oberzehlten Gebrechen/davon bey dem Limonienſafft meldung geſchehen nüßelich und gut/ iſt auch in allen dingen ſtaͤrcker und kraͤfti-ger dann der Citronenſafft/ er Fühler mehr dann der⸗ zulſelbige/iſ ſonderlich gut wider die Haͤulung, wider die WIWürm und andere rohe Feuchten des Leibs: Thut gar Min.wol in den hitzigen ſcharffen und geſchwinden Fie⸗ ihne libern, ſonderlich fo von der truͤtenden Gall ijten Ur derſprung haben/ lindert nit allein die His und den durſt/ſondern ſteuret und wehret auch der wit nden char ·fen/hitzigen und brennenden Gallen. Fuͤrnemlich abetſol man dieſes Syrups in den Peſtilentz ſchen Ficberngar nicht vergeſſen/ und denſelbigen ſtaͤrigs mit Borra-gen und Saurampfferwaſſer zu trincken geben.
Von dem Limonienwaſſer.Atchiolus meldet/ daß man ein Waſſet bren-ne aus dem Safft der Limonen/ welches man
mit den Syrupen vtrmiſche und in den Fiebern u gigetrincken gebe: Soll auch ein Krafft haben die Wurm imm.im Leib zu toͤden.
Dis Waſſer äͤuſſerlich angeſtrichen-Flecken am Leib unter dem Angeſicht.
Magenn he
cher Fühlen
Veftilentiſche Sieben,
vertreibet die gienDerowegen kit.
(uch das ſtolte Weibsvolck ſolches Waſſe gebraucht -
ein ſchönes tlares Angeſicht darmit in machen. la