Buch 
D. Iacobi Theodori Tabernaemontani Neu vollkommen Kräuter-Buch : darinnen uber 3000. Kräuter, mit schönen und kunstlichen Figuren, auch deren Underscheid und Würckung, samt ihren Namen in mancherley Sprachen, beschrieben : Desgleichen auch, wie dieselbige in allerhand Kranckheiten, beyde der Menschen und des Viehs, sollen angewendet und gebraucht werden, angezeigt wird / erstlichen durch Casparum Bauhinum D. und Profess. Basil. mit vielen neuen Figuren, nutzlichen Artzneyen, und anderem, mit sonderem Fleis gebesseret, zum andern durch Hieronymum Bauhinum, D. und Profess. Basil. mit sehr nutzlichen Marginalien, Synonimis, neuen Registeren und anderem vermehrt
Entstehung
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1596 D. Jacobt Theodori Zabernaemontant/

A Von den Namen. F Dieſe find von C. Cluſio beſchrieben worden/ de,ExRllenbaum wird Griechiſch genennet Mnjeꝶ. ö. Staud. über einer Elen hoch in der Tür.Latein Alnus. Alnus rotundifol. glutinoſa vi- 3. ö; A Hülfen an der Fruchtridis, C. B. Alnus, Brun f. Trag. Matt. Ang. Dod. ut: ö. 3.. ö z oll n, groß/ dick und inTur. on. Ad. Lob. Cæſ. Caſt. Lug. Thal, vulgaris, ö heil jerthetlet:.; glatt; das NůßleinCluſ.hiſt.] Welſch Alno. Franköfifch Aulne. Niderl. ſt der gemeinen Haſelnuß faſt gleich/ allein Fürger mit

;; einer harten Schalen. Welche bey dem TuͤrcktElſen boom. Boͤhmiſch Vyolffe l Engl. Aller/ Alder. ,,, ein Schlecf achalıe nVon der Natur/ Krafft und Eigenſchafft den.

des Erlenbaums..DL Rinde des Erlenbaums iſt kalter und truckner Das XL. Cap.;Natur/ zeucht auch zuſammen. Von Lindenbaum.Euſſerlicher Gebrauch.. Steinlinden, Tinia mas

B Odonæus meldet/ daß man die Blätter oder.Iz ige Ger Rinde nutzlich gebrauchen koͤnne wider die hi⸗8 A 8.ſchnujſt. gige Geſchwuͤlſt/ onderlich im Anfang der Schwache zZheit/ euſſerlich darüber gelegt. HENSikige Ges Die Rinde mit Waſſer und Wein geſotten und KR Nſchwuiſt bes die Brühe im Mund gehalten/ iſt gut wider die hitzige öZanſfeichs. Geſchwuͤlſt des Zahnfleiſchs und die Schmertzen dersſelbigen/ auch kan man ein wenig Alaun darzu thun/fo ſtaͤrckt es das Zahnfteiſch.Lig und Das Laub in die Schuh gelegt/ und mit barfuͤſſen. Solen darauff gangen/ zeucht aus die Hitz und Muͤ-digeeit der Fuͤß.giöh ver · Im Sommer ſamlet man das Saub frühe, weiltreiben. es noch von dem Thau friſch if/ ſtreuts in die Kammer/ daran behangen die Floͤhe/ alsdann fegt man ſieaus.© Elche brauchen die Frucht iu der Dinten/ an ſtat Jder Gallaͤpffel. 3Das Holtz wird zu Kuͤchengeſchirꝛ gebrauchet/ zuSchuſterleiſt/ Maͤderkümpff/ zu den Wetzſteinen.]

Tonſtantinopolitaniſche Haſelnuͤß.Avellanæ Byzantinæ.der 9 65

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Es Lindenbaums ſeyn zwey Geſchlecht/ eins.\ fo das Maͤnnlein/ das ander fo das Weiblein SpeinlicdenC genennet wird. J. Das erſte Sefchlecht Tiliamas genennet/ iſt ein groſſer Baum/ welcherauch ſeine Aeſt rings herum weit aus ſpreitet: Der tamiſt mit einer dicken/ ſchwartzlechten/ ſcharpffen undſchrundechten Rinden bekleidet. Seine Blätter ſeyndem Ruſtbaumlaub gleich/ aderecht/ und rings um̃herein wenig zerterfft/ welche in der mitten Feine Blaͤß-lein bekommen/ einer Erhſen groß/ darauß kleine Muscken wachſen/ welche davon fer nII. Das ander Geſchlecht iſt allenthalben wol he n.kandt/ und wird Lindenbaum genennet/ oder Linden Edin unbaum Weiblein/ hat einen dicken Stamm mit einer ödicken ſchwartzen Rinden bekleidet/ under welcher eink weiſſes/duͤnnes und jaͤhes Haͤutlein iſt/ gar ſafftreich

und füß, das holz lind und weich. Die Blaͤtter ver⸗ Ingleichen fich dem Epheulaub, ſeyn doch etwas weicher/ i

. und klein zerkerfft. Die Blůt iſt erſtlich grün und mit

. einem Haͤutlein bedeckt/ wann fie aber her ur komĩt⸗.

. fo iſt fie gelblecht. Die Frucht iſt den Epheubeerlein Ve

. gleich/ wañ ſich dieſelbige im Augſtmonat aufthut /f0 N

| fälle runder ſchwarter ſamẽ heraus an geſchmack ſiißBeyde Geſchlecht haben vaſt den Underſcheid/ daß. Conſtanti S hat der Author ein Art Haſelnuͤß abreiſſen das Weiblein Frucht traͤgt und blumen gewinnt/ das| ee rn laſſen/ fo er Avellanas Byzantinas nennet/ Maͤnnlein aber nicht. So iſt das Holtz am männleinniz. und ob mir dieſelbige ſchon unbelant ſeyn/ ha⸗ haͤrter/ knorrechter/ groͤber rotgilblich/ am Weible Nbe ich fie doch herbey ſetzen woͤllen/ damit fie aber weißlichter. Iſt ein ſehr unfruchtbarer haum/ we

vom eſer Finnen erkenne werden. cher feine Aeſt mehr dañ andere haum 1

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