—S'
'S:
Der sechs und zwanzigste Sommermond.211 .
st Franz Pizarro (1541.)
bizarr«/ ein Bastart, der in seiner Jagend Schweinehütet, und nicht lesen kann, erobert das reichste Königreichder Welt, Peru . Dieser berühmte KriegSmann war,wie Körte;, mit weniger Mannschaft und wider den Willeni seiner Obern, auf diesen Zug ausgelauffen. Atahualpa , der? Jnca von Peru , giebt ihm unter einem prächtigen Thron ,j jn der Mitte vieler tausend seiner Unterthanen Audienz. Der> Pater Valverde hält an den Jnca eine Predigt aus seinemKompendium vom Sündenfalle Adams, von der Mensch«Werbung Christi, von der Statthalterschaft Petri und derHerrschaft der Päbste über die ganze Welt. Atahualza, dernichts versteht, fragt den Pater: wer ihm alles dieses ge-sagt habe? und Valverde zeigt ihm sein Brevier. DerJnca hälts ans Ohr, sagt: er höre nichts: und wirfts andie Erde. Izt giebt der erbitterte Priester das Signal zumAngriffe, ruft die Spanier zur Rache des entheiligten!- Buchs an den ruchlosen Hunden auf; der König wird ge-i fangen genommen, und kurze Zeit darauf gehängt. Pi-zarro bemächtigt sich des ganzen Reichs. Da er aber sichselbst darinnen fest setzen zu wollen scheint, wird er durchdie Verrätherei des Herrera an dem heutigen Tage ermor-det , wie Wallenstein- Pizarro hatte eben so viele Kühn-heit, als körperliche Stärke. Er ertrug die unglaublichstenBeschwerlichkeiten, und führte seine Entwürfe immer aus,weil er sie eben so vorsichtig entworfen hatte, als feurig un-ternahm, Sein Genie trieb ihn zu einer thätigern Lebensart