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Talente waren. Er besaß eine bewundernswürdige Fer-tigkeit, die Gestalt eines Mensche» in wenigen Pinselstri-chen bis zur grösten Kenntlichkeit darzustellen. Sein Stilist edel u >d e> haben, doch ließ er sich zuweilen mit glei-chem Glücke zum Komischen herab, sein Kolorit ist kräftig,feine Zeichnung stolz und majestätisch. .
Der siebzehnte Heumond.
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Krönung Karls des 7ten zu Rheims (1429).
^Lm 1 .14-8 belagerten die Engländer, die einen großenTheil des nördlichen und westlichen Frankreichs besaßen,die Stadt Orkans, und konnten sich von der Eroberungderselben große Progeessen jenkitS der Loire versprechen.Schon wollte die Stadt sich ergeben, als unvcrmuthet einkriegerisches Mädchen sich meldete, die vorgab, Gott habesie abgeschikt, dem König gegen die Engländer zu helfen,und ihn nach RheimS zur Krönung zu fuhren, die mandamals für wesentlich zu einem Könige in Frankreich hielt.Das Sonderbare dieser Erscheinung, der wirkliche Muthder Johanne d'Arc — so hieß sie — die Schaam und derEnthusiasmus, die sie in Karls Kriegern crwckte, nebenbei auch die Uneinigkeit der Feinde mit ihren Bundsge«»offen, alles dieses gab den Sachen Karls eine so glüklicheWendung, daß die Engländer die Belagerung wirklichaufhuben, und das Mädchen von Orkans war so glüklich,dem Könige bis Rheims den Weg durch die Feinde zubahnen, und ihn daselbst krönen zu lassen. Von dieser