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den Schuz Fouquets und Colberts. Durch den lezternwurde ſein Voiſchlag, ei: ie Malerakademie fo wohl in Pa-tis, als auch in Rom, für Franzoͤſi che junge Kuͤnſtler zuſtiften, wirklich ausgefuͤhrt. Der Konig ernannte ihn zuſeinem erſten Maler und Direktor der Gobelins Fabriken.Fuͤr ſein vorn. hmſtes Werk halt man die Ge chichte Alcan.ders, die er im Schloſſe zu Verſailles malte, mit Anſpie-lung auf die Thaten Ludwias.
Sein: Erfindungen ſind gut, und beſonders wußte erdas Koſtume wohl zu beobachten. Die Zuſammenſtellungſeiner Bilder iſt ſinnreich, und der Ausdruk lebhaft. In-deſſen iſts doch iu viel, wenn man ihn den Raphael Frank-reichs nennt. Le Brun ſcheint ſelbſt zu geſtehen, daß leSu ur ihn uͤberrroffen haͤrte, dadurch, daß er bei dem frůh-zeitigen Tode dieſes Kuͤnſtlers, der nie aus Tranfreich kam,Freude bliken ließ. Auch fehlt ihm die Feinheit des Kolo-rits, welches daher kam, weil er von Rom nicht nach Vene-dig gegangen war, um die Farbengrbung der TitianiſchenSchule zu ſtudieren.
——Der dreizehnte Februar.64.Geb. Geoffroy 162.
Geofroy iſt einer der beſten prakti'chen Aerzte dieſesJahrhunderts in Yaris. Seine Staͤrke war Natur wiſſen-ſchaft nebſt Chymie, und er zeichnete ſich durch folgendedrei Punkte ſehr vortheilhaft aus: erſtlich ſtudierte er,nachdem er ſchon zum Doitor ſich qualificiert hatte, nochzehen Jahre Fort, ohne eine Prax s anzunehmen: zweitens,ſympathiſierte er mit ſeinen Kranken fo ſehr, das er durch