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Gottfrid Arnolds unparteyische Kirchen- und Ketzer-Historie : von Anfang des Neuen Testaments biss auf das Jahr Christi 1688
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Ch. i. B. iv. C. iv. vsndenen Lehrern beydenen Gemeinen

Jahr

ooc.

biß

cccc.

Händel

mitArse-

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viant-fuhren urgiret. (m) Andere aber beten# Jahrnen / daß sie ihn noch vieler anderer dinge be# ccc.schuldiget/und den Käyser bcwogen/daß er ihn bißnach Trier ins exilium wegführen lassen / wo- cccc 'bey sie auchanmercken/daß es derKayser wol ^möchte gethan haben / damit einmal friede un-ter der Clerisey würde. Geben also damit zuverstehen/daß an Athanasii gegenwart oderab-wesenheit auch die ruhe oder unruhe der kirchengehangen habe / wie es die Historien ohne denkgeben, (n) Hiezu kam hernach dieses noch/daßAthanasius überführet wurde/wie er nebst demkätzerPhotino auch Marcellum seinen Praece-ptorem auffgenommen gehabt / der dochoffen-barlich ein ctahelhaner gewesen. Daheroman ihn mir samt diesen beyden zugleich auffdem Sirmiensifcfycn synodo Hern ach verdam-mete. (o) An summa, Constantinus M. W Constanti,hstl'te Athanasium selbst in einem bricffan An- w '.irihul

lassen/ er wolte machen/ daß dem Kayser kemgetrayde mehrvon Alexanclria nach Constanti-nopcl geschicket würde / dessen man sich vondortaus erholen müsse. Item, wie er durchgantz Egyptengewisse anlagenverordnet hatte/davon er das geld gewissen Rebellen zusteckte.

Andere klagen übergehe ich/ von denen zu be-dauren ist /daß sie /wie die erzehltcn/zwar vonden Scribentm gedacht/aber nicht nachnorh-durfftgründlich abgelehnetwerden. (d)

(c) Sulpic.us Severus kb.iJ. p. 103. /d; Socrat.l,

c«2j. 27. 29.30. & 3$. Theodolit. 1 . II.

c. 8. Sozom. U.c. 22.23.2f. Rifinusl. c. IJ.

Philostorgius II. c. 12.

14. Die fache mit Arsenio ist betaut / dammlich Athanasii Widerpart eine abgehaueneHand vorgezeiget /und beweisen wollen / sie wä-re von Arsenio , und Athanasius hatte sie zur

zauberey gebrauchet. Da denn einige schrei- ....,, ..

ben/man hätte Arsenium nicht können habhasst toniumdeneinsiedelervoreinenhochmäthigen/Eihn!.

mwhm. CeA Andere! schmähsüchrigen/auffrührifchenundunruhigen

werden / weil er verstecket worden, (e) Andereaber sagen/ er sey öffentlich auff dem concilio $uTyro erschienen/und habe die anklagte zu schan-Synodi sci»t>CTt gemacht, (f) Dieser und anderer Handelmlwegcn wegen stelletederKäyser einen synodum zu c&-angestcllt. fari eil Anno 3 54. sttt / Atlianasius aber erschiene3uc*sa- ujcht man wol meinete / er würde diesegele-

genheit/scine Unschuld zu beweisen/gerne brau-chen. 0) Das jähr darauff ward zu lyrodergleichen angeordnet / dahin er sich gleichsalserstlich weigerte zu stellen/und durch viele dro-hungen desKaysersendlich zu kommen sichge-nöthiget sahe. Allwo unter andern die ankla-ge wegen der begangenen Unzucht vorgegangenwegen der ist/welche auff untersthied liehe art crzehlet wird.unzuchr. H)ie freunde Athanasii wollen/ es harten seineWidersacher einweib auffgestellet/dieihndie hu-rerey öffentlich schuld geben müssen/in der Per-son aber geirrct / daß also die jache öffentlichfalsch befunden worden, (h) Andere hingegenkehrens um/undsagen/Athanasius habe diesesweib angestifftet / daß eshusehium vonhctco-meäia der mit ihm begangenen Unzucht beschul-digen müssen / welches alsbald auff lügen er-tappet/ und Athanasius der Verleumdung über

Tyro.

Beschul

digung

mann/der die gantze Christenheit voller unruheund spaltungen machte, (p) Und in dieser Mei-nung und feindschafft gegen Athauasium starbConstantinus hinweg / dieser aber war kaumvon seinem söhn Constantino aus dem exiliozurück geruffm/ da der lärm zu Alexanclria üb«'ihn auffs neue angieng / und ein solcher auff-^-um«.lauffvon bcydenparrheyen unter dem volck em-ät».stund/daßsehr viel Personen jämmerlich ermor-det wurden. Welches wol ein erschrecklichesspectackel war/ da unter dem schein der reinenlehre beyderseits so Himmelschreyende fünden/ungescheut vorgiengen. Seine Widerpart verG^°sklagte ihn auff dem concilio zuAmtiochia.daßAN"'eran diesem tumult ursach wäre. Er hätte un-ter weges schon bey allen Gemeinen unruhe gc-Aiagrmachet/viel ihrer Verwirrungen halber abgesetzte ubrr ihn.Bischöffe / cie facto, wiederum eingesetzet/zaselbst dasBisthuM ZU Alexanclria mit gkwalteingenommen / ohne daß er jemanden darumbegrüsset gehabt, (g) Dergleichen denn auch Blukn-viel andere von seiner parrhey dißmal verübet jM |cnt *haccen/so gar daß zu Cara un an andern orten in °Egypren / Phcenicien / Pala-stina und Libya

nommen / aber srch alsbald heimlich aus der

stadt gemachet/ (welches Socrates gedencker)auch vondemsynoclo diestrdinge wegen abge-fetzet worden, (k) Welches nach ihrer Mei-nung schwerlich hättegeschehen können/wofcmseine Unschuld mit Arsenii und des Weibes bc-schuldigung so gar augenscheinlich und öffent-lich an den tag kommen wäre/zumal da Diony-üus ein vornehmer staats-mimster als Käystr-licher commistarius dabey faß. Wovvn viel-leicht unten bey den condlüs zu reden seynmöchte.

(e) Socrates I. 27. (£) Theodor. I. c. 23. (gj

Ideml. c.2$. Sozomenus 11. c. 25. (h) Idem

10. Theodor. I. c.30. (1) Philostorgius II. c.

12. (k) Theodoritus 1. c. 29. Socrat.l. c.27.Sozomenus II. c. 27.

Appellati- I s . Nachdem nun Athanasius an den Kay-

on an den serselbst gegangen war/ließ dieser die Bischöf-Kavser. ft zu sich nach Constantinopel fordem/und wöl-ke die parrheyen selber abhören. (!) Da dennetlichesagen/seine gegenpart hatte von den an-dern anklagen allen stille geschwiegen /und nurdie obengedaehten drohungen wegen der pro-!

II c.28. Rufinus !. c. 12. (m) Socrates I.

Rufinus I. c 26. Theodor, i.c. (11) S'ozome-nusll c.27. 1 o) Sulpicius Severus ). c. Socrat.

I.c. 55. 1 I.c. 16. (p) Sozomenus 11 - c ?l. (q)

Idem III. c.2. Socrat. I I.c. 3. Theodor. II.c.i. Philostorg II. c. 19,

16. Darüber wurde nun Athanasio (iber# Aihanasi " smal die entsetzung vomamte/auff dem fynodo wirdM.zu Antiochia zuerkant/ und an seine starr Gre-ggorst's eingesetzet. Seine freunde können auch 1 'nichts dawider stigen / und überlassen es der all-wissenheit GDrtes; sind dabey ungehaltenauff die Arianer und Maceuonianer/ daß sie sol>ehe ärgerliche dinge kund gemacher/ da doch vonihrer parthey eben dergleichen geschehen ivare.

(r) Gleichwie man auch schwerlich in abrede,,.-,.,,,seyn kan/daß über ihn die beyden brüder Con-,stans und Constantiusschrzcrfallen sind/indem l'c.jener wider diesen auff alle weise sich seiner an-nahm /auch dem bruder mir grosser heffrigkeitdrohete/ er wolle ihm ins land fallen /und desAthanafu Widerpart greulich ab straffen / wo-fern er ihn nicht wieder annähme. (--) Ta Actia-nasus selber verließ sich darauff/mid tonte Con­ stantius