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Gottfrid Arnolds unparteyische Kirchen- und Ketzer-Historie : von Anfang des Neuen Testaments biss auf das Jahr Christi 1688
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i. B. iv. C. iv. v ondenm Lchrem bey dene n Gemeinen _

»eraiena /worunter er/wie auch unter Juliano I men konte/ brachen etliche Bischosse bic urf«^ 5^Doigieng/ wo» umu » /**i,I taun / er wäre nicht nur ihrer einstun- r-.^-

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und Valente immerzuthun bekam/auchdennei-dischen Eulediurn Bischoffzu Cackarien/der denguten Vatillum UI weichen gedrungen hatte/wiederum bejanfftigte. Nach dessen tod / daLatiliu§zuLa:sarien ihm nachsolgete/ward ervon ihmzumBischoffzuSalirnis verordnet/wcl-ches er aber nicht lang bliebe / und weil er einesstillen lebens gewöhnet war / sich bald davonmachte. Jedochwardervonseinemvaterda-zu gebracht / daß er ihm zu Nazianzo im Biß-thum sich subLituiren ließ. So bald aber seineEllerntodr waren/danckte er «dermal ab/undsetzte sich zuäeleucia in einhauß aileine/ fönteauch aus verlangen G-Ott unverhindert zu die-nen mitkeinem bitlennoch stehen bewogenwer-den/dasamtwiederumanzunehmen. Undhie-zu brachte ihn nicht einige liebe zum fauientzenober andere absichren/sondern der elende zustandderLehrer und gantzen Gemeinen selbiger zeit/daalles in gründ verderbet war / und dem gutenmanne wohl angst und bange dabey werdenmochte/wenn er so viel böses jähe/und dennochnicht helffen/ noch sein gewissen in allem bewah-ren konte. Weswegen er lieber weit davon zuseyn erwehlete/und die wunden der versallencnChrisienheitvorunheilbaransahc/gleichwie esauch wirklich immer ärger und endlich einver-zweiffelt böser schade biß auff die stunde wordenist. (n)

(i>) Gregorius Nyflenus in Vita. Sozomenus.

Theodoritus.

42. Gleichwol muste er noch mehr stürmeausstehen/nachdem ihn GOtt wunderlich nachConstantinopel geführct hatte / woselbst dieArianer vollegewalt hatten/so daß er in einerkleinen kirche öffentlich lehren durffte. Es wah-reteauch nicht lange/ sofiengseine gegen-Par-they an/auff den zulaussdesvolcks/dcn er beyseinem lehren bekam / böse zu werden. Gabeihm daher grosse irrthümer schuld/und wolteihn mitgewaltzumkätzer machen / brachte auchden pöbelwider ihnss sehr in harnisch/daß manihn als einen auffrührer Vorgerichte schleppte/und doch nichts anhaben konte/weil G-OTTmit im spiel war. Hierauff erklärte ihnderBi-schoft V0N AlexandriaPetrus NebstaNdereNZUMBischoffin Constantinopel , dabey cv aber nochviel weniger ruhe haben konte / sonderlich vonder mißgünstigen und bösen Clerisey. Dennda ließ sich bald Maximus , den er zuvor zumChristenthum vermeintlich bekehret hatte/heimlich alldazueinemBischoffordimrö. Nunhatte das volck zwar Gregor Mm sehr lieb/aberviel darunter gaben ihm schuld / er hatte demMaximo selber anlaß zu diesem unternehmengegeben/zumahl da er sich so janfftmäthig undgelindegegmihnauchhernachbezeigte. Dochda man seinen ernst sahe/ daß ervon Constan-tinopel weg ziehen wolte/ hielte man ihn auffalle weise zurücke / wiewol er sich indessen garnicht als ein Bischoff auffführete/sondern miteiner kleinen kirche vorlieb nahm / da er lehrenkonte. Inzwischen fant Theodosius au die re-gierung/der denArianern bald die kirchennahm/und Gregorium Anno z8z.zum BisckoffdurchMeletium von Antiochia bestätigte. Es ließihm aber die gottloseClerisey/ die dochortho-dox seyn wolle / keine ruhe / sondern weil sie ihmweder wegen der lehre noch des lebens beykom-

che von zäun / er wäre nicht nur ihrer einjtim- cccmung erwehlet / weil sie zu langsam kommen bi$wären. Und weil der gure mann des gezäncksmüde war / und sich mit ihnen zu überwcrjsenund zuwehrcnkeine tust harre/danckre er frey-willig ab/ nachdem er 12.jähre dajclbst gelchrethatte. (0)

(o) Auctores i.dem.

41. Unacacht aber er über seine neider undVerfolger/die gleichwohl rechtgläubig hiessen/sich bey dem Kühler harre beschweren/und ihneneinengrossenstreichversetzenkönnen. Zumahler ihnsoungcrnc weg ließ/unvseine gaben u>Mrcdlichkeit wohl kanre: dennoch überwand eralles nnt gedulc / bezeigte in einer öffemlichcnredeseinefreudigkeitdasamcniederzulegon/wices die feinde wolrcn/und sein verlangen GQttin der stille zu dienen. Vermahnere auch diebösen teufe zum fricde/und klagte in unterschied-lichen versen sehr über ihren verfall / dergleichener auch an das arnrc verlassene volck that. Zu-vor aoerverschwieg erseine Meinung nicht/waser von der unruhigen Clerisey und ihren actio-nen hielte/ und nachdem schriebe er an einen vor-nehinen mann ungcscheur/ er wolre nimmer-mehr wiederum auff einen synodum kommen/weil noch kein eintziger wohl abgelauffen ware.Nach diesen abgeiegrcn zeugnüssen machre ermir freudenseinen abschied/da seine feinde nichtwüsten/ wieviel gutcssie ihm durch diese seineVertreibung erwiesen. So begab er sich nunauff ein landgut/das er von seinem varer ercr-bei hatte. Jedoch vergaß er der sorgfalt vordieChristenheitnichtgantz/sonderndienetevie-len mit zuschreiben / rath und that / setzte auchunter andern zu Nazianzo Eulaüum zum Bi-schofsein/nachdem ihm die Gemeine zwarselbstgerne dazu beredet hätte. Die übrige zeit brach-te ermit lauter guren Übungen zu/lcbre insolcherstille / biß ins hohe alter/ und verschied endlichim jähr 3 84. woserne man aber sinnst keine zeug-nüsse vonseiner redlichkeit hätte/soware diesesmehr als zuviel/daß ihm die verderbte Cleriseyso sehr auffjatzig gewesen / und mit so viel ca-lumnim/ intrigvenimö ihren eigenen argernüsjen geplaget/worüber cr m seinen schrifften sogarschmertzlich jammert / und ihre boßheitmitlebendigen färben abmahlct/so daß seine Histo-rie ein epempel ist/ wie es auch nicht einmahlunter denorthodoxis etwas gcholffen/daß ei-ner in allen nach ihren sahen sich gerichtet / son-verndaß dennoch die Clerisey die allergeringstegelegenheir genoinmen / diejenigen zu drückenund fort zu schaffen/welche ihnen wegen ihresexemplarischen lebens und der daher kommen-den liebe bey den leuten ein stäche! in äugen wa-ren. (p)

(?) Gregor. Nysl. Prosper. Suidas. Micron. Ba-lilius & ipse Nazianzenus.

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. 44 . Aus seinen schrifften ist diese schwachheitDchasonderlich anzumerckcn / daß er sich allzusehr der schnW-oratonschen kunst beflissen/und meistens einenjehr hochtrabenden stylum gebrauchet. Wel-ches ihm/wie den andern seines gleichen/nochvon dcmstudiren in den Heydnischen fünftenanhienge/dahero auch die alten schon erinner-ken/daß ers dein -jdeydnischen redner Polemo,m indem chatacteredesst)-'linachthunw0llen/welches denn nicht nur dem Wesen des Christen-thums