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Gottfrid Arnolds unparteyische Kirchen- und Ketzer-Historie : von Anfang des Neuen Testaments biss auf das Jahr Christi 1688
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der kirchm in dieser zeit.

, (gemeutert sey nach den Regeln der&dc.' »vacer und ge,ctzcnder Regenten. (u)It.,, Daß in der Römischen krrchen damals'.diewahren lehren behalten/und die-^.tzercyen alle verbannet worden, (x)Daraussie die unbctrieglichkcit des Pabstsziehen «vollen : Und ferner / daß niemandvorn glauben weiter forschen oder dis-putirert dürste/ wodurch sie die freyheitdergläubigen auffheben. (/) Ich will nicht sa-gen/ wie deutlich luttmisnuL befestiget habedie grossen mißbrauche und greuel mit demehe-verbot / mit den gelübden der Mönche undNonnen/mil dem unterscheid der Priester undLayen/und Verweltlichen herrschaffr/ und denordentlichen geeichten der Bifchöffe in weltli-chen dingen. Jr. von der geld-begicrde / ehr-suchtimdschwelgney der gantzen Llerifey/hin-gegen unrerdructung der Layen und ihrer ge-rechlsamm. Nicht weniger wie die Ungerech-tigkeit und gmusamkeir in Verfolgung der blin-den Heyden / Juden und anderer völeker vorrecht und Gottgefällig ausgegeben wird. In-gleichen diewülcrcy gegen alle irrende/ der anihnen verübten raubereyenund feindfeligkeiren.Augeschweigen / wie sehr die abergläubischenZeremonien durch solche gesetze sind bestätigetund fortgepflantzcr worden / als die anbetungder Heiligen / bildcr / und-reliquien / das feg-feuer/dtewahlfahrten/gelübde/fest-tage/kir-cbm-omate und andere unzehliche ncuerun-gcn/wclchcdie PapistsschePheoIoKi undsu.iiümhauifen-wcifeausdemLorxore 7 uri§ 7 u-ftiniani anführen, (z)

(r) Obertus Gifanius» Franc. Balduinus. .<Egid.

1 Perrinus Aromarrensis. Franc. Goinetus. Conr,

, Tiburrius Rango.RicIiardus.Krakenthorpius.Jo.

1 Staden de Justiniano. ( s) Vid. Corn, ii Rpn-thelen in Jurifta Romano* Catholico Colotna:

161S. 8vo. (c 1 . 8. C. dc Summ. Trin. & Novella: IX, (u) L. cic. (x) Novella CXTXII. (y)

; 1 . 4. C. de Trin, (z) Rpntiiclius & JCti Pon-

' tificii universf.

Ig . Ich eile abcrzuden folgenden Kaysern/und bemercke nur mit wenigen von seinenNachfolgern allen in diesem sceulo, daß sie we-niglob auch bey partheyischen Scribenten ha-ben/nachdem überall alles im verderb und elendgleichsam schon begraben lag. Justiniani en-

cfrljustinus C&d'Juftinianus II. hgtke dtttgtitz

von seinem Großvater geerdet / und war so garauffs geld erpicht/ daß er öffentlich eiserne ka-sie» bestellete/darein er das geraubte gold undgeld steckte. Denn er schonte auch nicht dervornehmsten leme und den armen zog er vol-ilßkM.lmds gardie haut über die ohren. (a) Seinetti^iin Gemahlin 8 oxbismochte ein überkluges weibscyn/undrichtctemitihrerthorheitviel unglückm der weit an. Denn als dem bisherigenKayscrlichen 6 enera 1 Rarseti in Italien alleswol von statten gieng/und dieHsfleute darü-ber scheele äugen machtcn/ließ diese ihm sagen/er solle nach Hause komnren/und unter dem frau-engimmer mit helffen spinnen. Worüber die-ser entrüstet ward / und die Uongoharden aus. ....Ungaren nach Italien zog / welche dennunterm könige Alboino in die 200000. starckMlicu. mit sack und pack angezogen kamen / und in I-talien ein neu Königreich anrichteten / welchesüber 202. jähr gestanden hat. .Hingegen be-hielten die Agyser sehr wemg land drinnen/ wcl-

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? a ff stfe öi f Exar fi chi regieren anfiengen. Iabrv(b Justmus aber erkannte endlich seine thor- Mveheit/ und erwehlte Tiberium seinen Hauptman e--arcm.über die guarde zum Nachfolger. Diesen rühmet Tiberi -

mn vonlemergrossenfreygebigkeit/und daß

alles den armen (welches doch meist

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VWtmv ms Justinus zusammen geschar-$ 9 ")üöt/Mgeacht ifyit t>icSophia deöivkllenEssollsich auchoffrgefügetha-ben/ daß er grosse summen gleichsam zur bey-steuer fand / wie bekam ist/baß er den grossenschal; 18 arleriz gehoben; auch unter einem stein /den er wegen des darauff gebildeten creubesauffycben lassen/ eine grosse summa gelbes atffunden, (c) Auch soll er von den Persianernunglaubliche beute gemacht haben / die er sehreingetrieben gehabt, (d) Ob man ihn aberschon als orthodox und fromm preiset/ so ge-stehen doch einige / daß ers in den letzten jährenjo arg getrieben / daß rnan ihn auch vor besessengehalten, (e) Und also ist er gestorben/nachdem er Mauritium auff recommendation der

8oxhia:zuscinemEidamundReichs-co1Ie§enangenommen gehabt, (f)

(a) P. Diaconus Mist. Misceil. XVI. c.29. (b) E-vagr. VI. c. 9.10. Niceph.XVI. c. 37. seqq. Pomp.

Laaus. Egnatius. Appendix Victoris. Volaterra-nus. (c! P. Diaconus, (d) Idem, (c) Suidas.

C f ) Evagrius. V, c. 14 Simocatta III. c. IJ.

Niceph, XUX, c.2. P,La:tus. Egnatius.

Justiaia-aus II.

stitit

17. Dieser Mauritius hatte immer Mitschwe-XIauliritr?..ren kriegen zu thun/theils widerdiePerscr/rheilswider die Avares. Welche letztere er zwar erstschlug 7 hernach aber von ihnen überwundenward/davon seiner ArmcL in die 12002. gefan-gen wurden/und ihrKönigOganus weit undbreitsireiffete. Weilaberdiepcsteinfiel/feil-te dieser nach Hause/ und forderte von Maimtio Will bfc*'vor jeden gefangenen einen gold-gülden zur gelange,rantzion / hernach da es ihm jener abschlug nur ucn nichteinen halben numum. Da ihm derKayser auch^^dieses weigcrte/ließ erdieso 12020. allenieder-hauen. Welches nach.Zonara: bericht ausgcik geschahe. D essernmgeacht man ihn den-noch vor rechtgläubig und fromm rühmete/nurweiter die Cleristy zu frieden ließ/ welche dochhernach bald von ihm absetzte / er mochte so or-.rhodox seynalserwolte. Uberdiesenundan-dern grossen exceilen wurde die Soldatesca undder Hoffst) schwürig/daß mangar einen Haupt-mann Phocam zum Käyscr ausrieff. Dieserpbocarüberrumpelte die stadt/ daraus sich Mauritius g*"'«mit weib und kind in privat-kleidem falviret ,pBhatte. Der Patriarch (iliacus hienge auchnach art der Heuchler denmantel nach demwrn-de/ und erönete diesen Phocam mit seiner ehe-srauenzumKayser. Bald drauffließerMau-citiurnaus der flucht nach ehalcedon bringen/ Ermordetund erstlich sein kleines noch saugendes kind vor ihn mit.des varers äugen zerhauen / daß die milch und t c,m '

das blut untereinander floß. Worauffauchu "

seine gantze übrige tamih e und er selber erstochenward / dernoch mit diesen Worten seine erkant-nüsantaggab: HERR/du bist gerecht/"und deine gerichte sind gerecht. (§)"

Und diesen elenden ausgang hatte ein Mönch Brophe^zuvor verkündiget/der in der stadt mit blossemmungdegen herum liess wid schrie: Mauritius wird^'E-K.k z v.sis