Zur Psychologie des Autographensammelns.
es sich zur Lebensaufgabestellte, jede Zeile von Beetho ven zu erwerben. Als derVerein „Beethoven-Haus “ imMai 1890 in Bonn eine Beetho-venausstellung veranstaltete,um durch die hierdurch ge-wonnenen Mittel einen Grund-stock zum Ankauf von Beetho vens Geburtshaus und zu dessenUmwandlung in ein Museumzu schaffen, stellte Meinertaußer neun Musikautographenneununddreißig eigenhändigeBriefe des Meisters aus, lautererstklassige Stücke.
Eine prachtvolle Sammlungmusikalischer Autographen be-saß auch der KlaviervirtuoseSigismund Thalberg (f1871). In ihr befand sich die„Sonate für Klavier“, op. 27,die „Missa “, der „Chor derDerwische“ (aus den „Ruinenvon Athen“, Originalpartitur),das „Große Trio in Es“ und ein„Lied“ von Beethoven , eine„Arie in C-Moll“ von Gluck ,ein „Solo e pensoso“, Sopran-arie (Originalpartitur) vonHaydn , ein „Quintetto in Es“von Mozart , ein Lied mit Kla-vierbegleitung „Antigone“ vonFranz Schubert,sowie neun-zehn Originalbriefe von Felix Mendelssohn-Bartholdy .