^/tuammassmen
i|
11
I iiiio'iiIIIB II
Emr\o um i|
SMIIM.«» Illll: §fl
-::»»AV!!N.N>..7!..L»^»»- Süll
Ül·^
Iss?: .: Mlh.rniliÄ’lUHinii.··
g&söj
MG-ÄMM
ite:,'!«iiii»i!
orrede
zu der ersten Ausgaab des Baselischen Historischen Lexici.
An achtet gar nicht nöthig zu seyn,bey gegenwärtiger Gelegenheit vondem Nutzen eines allgemeinen Hi-storischen Lexici vieles zu vermel-den. Die Begierde, welche durch-gehends in Europa , wo nur eini-ger Geschmack der edlenWiffenschaf-ten sich findet , nach dergleichenMerck bezeuget wird, so wohl alSdie viele Austgaaben von dieser ArtSchrifflen, m allerhand Sprachen,legen genugsam an den Tag, daß alle Verständige schon längstenvollkommentlich davon müssen versichert seyn. Da nun alsodergleichen Büchcre von so sürtrefflichem Gebrauch und grosserNutzbarkeit für alle Wissens - Begierige sind ; bleibet nichtsmehr zu wünschen übrig, als daß dieselbigen so viel möglich,wo nicht zur Vollkommenheit gebracht, welches bey der über-schwanglichen Menge Sachen und Materien, auch nicht min-der wegen denen unterschiedlichen, und vfftmal gegen einan-der streitenden Erzehlungen , niemal gantzüch zu hoffen ist,jedoch in einen Stand gesetzt werden, dasjenige bestentheilszu leisten, und zu Vermehrung der edelsten HistorischenWissenschafften beyzutragen, was man mit Recht davon er-warten mag.
Es ist nicht schwär zuerkennen, daß uberhaubt zwey Sa-chen nöthig seyen, dergleichen Merck vollständig zu machen.Erstlich, daß alle wichtige und anmerckungs-würdige Articul,welche zur Historie, Genealogie, und Geographie gehören,demselbigen einverleibet seyen: Und andern Theils, daß einjeder dieser Articuln recht ausgefiihrt, nach seinen wichtigstenUmstanden zusammen gefaßt, von allen Fehlern und irri-gen Erzehlungen gcsauberet, und lrtstlich zum besten derjeni-gen , welche die Sachen noch weiter und aus dem Grunderkundigen wollen, auch die vornehmsten Auctores und Bü-cher angezeigt werden , aus denen solcher ausführliche Be-r«cht zu erholen ist.
Ohne jetzund von dem zu reden, was desfahls in andernSprachen gethan worden; so ist ohne Zweiffcl der Vor-schlag ein solches Merck auch in unserer Teutschen Mutter-sprach zu geben , von jedermänniglichen zu rühmen , alSwodurch die heutiges Tages fast aller Ortyen und in allenStanden angezündete löbliche Begierde, von denen vornehm-sten Weltgeschichten, ansehnlichsten Geschlechtern, furtress-Irchsten Lcuthen, merckwurdigsten Ländern, Städten, Völ-kern,, ungenaues und zulängliches Crkanntniß zu haben,auf erne sehr bequeme Weis kan vergnüget, und die Erlehr-nung unzehlicher nützlicher Dingen und Umständen gar nahm-hasst erleichtert werden. Indessen wie ein solches Merck inAnsehung deren vielen sich dabey befindenden Schwäriqkeiten,und fast unermaßlichen Menge der Materien nicht so leichtoder so geschwind zu seiner Vollkommenheit gelangen mag,und dennoch der Nutze aller Lehrbegierigen erfordert, daß
man sich, so viel möglich ist , darnach bestrebe; so ist sichabsonderlich bey einer neuen Austag dahin zu bearbeiten,und mögen sich die noch wohl einige Hoffnung machen, demPublico einen nicht unnützen noch unangenehmen Dienst zuleisten, welche in solchem Fahl ihre Mühe und Zeit gernedaran wenden wollen.
Da nun also auch der gegenwärtige Verleger sich einmalvorgenommen, zu dieser neuen Auflag zu schreiten, so hatman auch sich nicht entbrechcn können^ deme aufsein Be-gehren beyzuspringen, und das mögliche beyzutragen, da-mit das Merck, so wol was die Anzahl der Articuln, alsderselben Ausarbeitung betrifft, um ein nahmhafftes vermehr-ttr, vollkommener und besser von Fehleren gesäuberet, alses zuvor war, heraus kommen möchte. Der Zweck, wozudiese Art Bücher bestimmet sind, erfordert offenbar, daßselbige beydes einen genügsamen, und dann auch einen wah-ren und sicheren Bericht der Sachen in sich enthalten. Obnun denen bisherigen Teutschen Ausgaaben des HistorischenLexici nicht annoch gar vieles abgegangen seye, umb sol-chen Zweck rechtschaffen zu beförderen ; ob selbigein nichtviele neue, und zwar guten Theils wichtige und Lesenswür-dige Artieul können beygefüget werden; und denn auch, obdie alte schou darinn sich befindliche Artieul nicht gar offtgrosser Zusätzen und wichtiger Verbesserungen hoch vonno-thcn haben? mögen alle der Sachen Verständige, und diedas Merck genauer eingesehen, von sclbsten urtheilen; wirdsich auch aus folgendem klar genug zeigen.
Das erste, nemlich die Beyfügung neuer Artimkn , hatja in der That schier nie kein Ende. Dann neben deme,daß in einer so weitläufftigen Materie fast niemal möglich ist,alle dazu dienende Büchere so fleißig und aufmercksam zudurchgehen, daß nicht mehrere langst bekannte Geschichte»,Versöhnen und Oerter annoch ausgelassen werden , welchegleichwohlen mit gutem Recht einen Platz verdienten; so istauch dieses heiter an dem Tag, daß täglich viele Königsund Fürsten , so wol als andere berühmte Leuthe aus die-ser Well Abscheid nemmen, andere auch noch ferner von ei-ner Zeit zur andern empor kommen, und sich gleichsam aufdem Schauplatz zeigen , welche immer Materie zu neuen,und theils sehr merckwurdigen Articuln solches Lexici dar«lieffern. Äobey man dann denjenigen jeweilen solle ver-pflichtet seyn, welche sonderlich dergleichen vorhin wenigbekannte, oder doch in keinem Lexico noch sonst einem an,deren gar gemeinen Buch befindliche Materien auszusuchen,und damit ein solches Merck zu bereicheren, die Muhe nem-men wollen. Der Verfasser dieser Vorrede darff hiervonumb so viel kühner melden,- weilen er für sich sclbsten ausseinen besonderen Ursachen , von denen hernach mit einemWort solle berichtet werden , keinen gantz neuen Artieul, derzuvor noch nicht in dem Lexico, gestanden, auffgesetzt Hot;und er hingegen von denen Aufsaßen, welche zu ansehnlicherVermehrung der gegenwärtigen Ausgaab aus seiner zweyen
t » Gcehr,