Buch 
Der ander Theil Teutscher Nation Heldenbuch : Inn diesem werden aller hochberümpten Teutschen Personen, Geistlicher und Weltlicher, hohen unnd nideren staths, Leben unnd namhaffte Thaten gantz warhafftig beschrieben ... von dem Grossen Carolo ... har, in die siebenhundert jar, biss auff Keyser Maximilian den ersten ... / Erstlich durch den Hochgelerten Herren Heinrich Pantaleon fast auss aller voelckeren Historien ... fleissig in Latein zusammen gezogen, unnd mit sampt aller beschribener personen büldtnussen ... künstlich fürgestellet. Jetzmalen aber von dem ... Authore selbs verteutschet, reichlich gemehret, und gebesseret ...
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Beſchꝛeibuing/ der Ander chell. 489Conradt Biſchoff zu GOſnahurck.|

L* 80nradt iſt auß dem edlen geſchlecht Depff,

e PIE C* erboꝛen/ vnd dermaſſen auffer zogen/

8 5 er durch ſeinẽ hohen ver ſt and vnd from̃e leben

EA. der 0 Biſchoff zu Oſnaburg erwehlet/ zu der zeyt

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, Al als man zu Baſel das Conciliũ angefangẽ. Dama,, len was das Biſtum̃ ſeht vnrüwig/ vnd waren vielö flecken der Kirch en abgezogen. Deßhalbẽ hat Con, RN cadı zum theil durch fein weißh eit/ zum theil durch,(0 ſeine waffen dieſes abghende Biſtum̃ mannlich wi383 ,,. N der auffgebꝛacht/ viel oꝛth eroberet/ wider(eine, feind dapffer beſchirmet. Alſo hat ſich leſtlich bege-. ben daß er friden bekom̃en/ mit groſſem lob einhope alter erꝛeichet/ auch(einen nachfabꝛen ein viel reicher vnd fürnemmerBiſtum̃ ver laſſen/ weder er von anderen entpfangen. Deßhalben warde ernach feine abſterben mit groſſem leid ehꝛlich zu der erden beſtattet/ Conradt von Ritberg an fein ſtatt Biſchoff er weh let. Crantz in Metrop.Albrecht Wargratte zu Brandenburg Teutſche Achilles.

Er wat de moꝛgen vmb ſiben auhꝛ an dem h tag No. 4 uemb. da man zalt 1 414 jar geboꝛen/ auch wie er er-é wachſen mit groſſer ſtercke an leib vnd gemüt bega-bet. Deßhalben warde er von ſeinẽ vatter dem Margrauen zu Biandenburg inn dem guten land/ ſo er

e, m vmb Nuͤrenberg gehabt/ Burgrane geordnet: ſein3.), elcerer bꝛůder ein weyſer Fürſt warde Churfürſt zu,., Brandenburg . Dieſer Albrecht warde von feiner ſuö gendt an in waffen geůͤbet/ vnd iſt harnach in mehrſchlachten geweſen/ weder andere Fürſtẽ zu feiner zeit geſehen oder geleſin.

Er hat in Polãd gekrieget/ in Schleſien geſtrittẽ/ in Pꝛeüſſen ſein leger gelagen/ vnd(eine feind in Behem überwunden: ja es was kein winckel ineutſchem land(als Aeneas Syluius ſchꝛeibt) welchen er nicht inn feinenwaffen durchzogen. Dañ er hatt gewaltige hauffen gefůret/ viel wehꝛh aff-te ſtett eroberet/ vnd die grauſammen feind überwunden. Wann mann an

den feind kommen/ greyffe er zu erſt an/ wann er geſieget/ zoge er zuletſt ab.

So man ein ſtatt geſtürmet/ iſt er offt zu erſt auff die mauren kommen. Eshaben ihm offt die vmbligende voͤlcker einen beſonderen kampff angebot-ten/ welchen er nie abgeſchlagen/ auch alle zeyt ſeinen feind erlegt. Inn denihurnieren/ da man mit ſpieſſen zuſammen gerennet/ warde er allein erfunden/ welchen man nie über das pferd hinab geſtochen/ ob er wol alle die ſogegen jhm gerennet abgefellet: deßh alben er allezeyt inn Thurnieren denSieg erlanget. Er hat ſibenzehen mal allein mit dem Helm vnnd ſchilt be-deckze/ an anderen oꝛthen nacket(nach der alten Teutſchen gebrauch) wisder feine feind ſo jhm außgebotten vnd in gantzen Küriß angethon/ dennſpieß eingelegt/ vnd iſt nie beſchediget woꝛden/ ob er wol allezeit fein wider-parth ab dem pferd geſtochen.

Chriſti Vongeburt 143ijar.

5 7 1 Lbrecht iſt Friderichen ſohn geweſen/ welchen 1733.BEN.. x z 3 Keyſer Sigmund erſtlich auß diſem geſchlechtSe A Ss einen Margrauen zu Bꝛandenburg geoꝛdnet.

Er kame in ein groſſen krieg mit der ſtatt Nuͤrenberg. In diſem ſeind jm Alberti wunfaſt alle Teutſchen Fürſten beygeſtandẽ/ vnd habe har gegẽ die Reichsſtett derbare mañ

den Nuren-

eit.