Buch 
Der ander Theil Teutscher Nation Heldenbuch : Inn diesem werden aller hochberümpten Teutschen Personen, Geistlicher und Weltlicher, hohen unnd nideren staths, Leben unnd namhaffte Thaten gantz warhafftig beschrieben ... von dem Grossen Carolo ... har, in die siebenhundert jar, biss auff Keyser Maximilian den ersten ... / Erstlich durch den Hochgelerten Herren Heinrich Pantaleon fast auss aller voelckeren Historien ... fleissig in Latein zusammen gezogen, unnd mit sampt aller beschribener personen büldtnussen ... künstlich fürgestellet. Jetzmalen aber von dem ... Authore selbs verteutschet, reichlich gemehret, und gebesseret ...
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4.90 gochuerꝛumpter Teütſcher Perſonen

vs Chriftige den Nůrenbergeren jr hilff bewiſen. Dieſes was ein grauſam̃er erſchiocken-

hurt 1432 jar.

1433.

1433.

licher krieg/ in welchem viel mañlicher kriegs leüth in zwey en ſaren offt miteinander gefochtẽ. Es wurdẽ neün ſchlachtẽ gethon in welchen acht Alberstus obgelegen vn allein die eine verlost. Man hat aber nit kennen fridẽ er-langen/ biß die land ſchafft verbꝛeñet die flecken geſchleyffet/ das viech hin-getriben/ die bauren erſchlagen/ alſo das den ſtreittenden an prouiandt gelt gemanglet. Da warde erſt nach Alberti gefallen der fridẽ beſchloſ-fen. In diſem Albrecht habẽ ſich nicht allen der alten Feldherꝛen Hauptleiten tuget erzeigt/ ſonder es machet fein hoher ſtam̃en/ gerader leyb/ ſchoͤ-ne geſtalt/ ſtercke vn wolredenheit/ daß man jn hoͤher weder ſonſt eine mensſchen gehalten. Deßh alben er bey allen nationen ein ſonderbar gůtes loberlanget/ vnd iſt nicht vnbillich der Teutſche Achilles genennet woꝛden/ indem 1430 jar. Es hat Albertus zwen ehegemahel/ erſtlich Annam ein Hertzogin zu Sachſen/ auß welcher Friderich deß Cazimiri vatter MarggraueBrandenburg / ſo vmb Nůrenburg gewonet/ rboꝛen. Demnach Margaretham ein Margreuin zu Baden/ auß welcher Johannes der Churfürſt ſeinnach fahꝛ am Regiment harkommen. Aen. Syl in Europ. cap. 9. Mon. lib. Ger.

Johannes ein Barfůſſer Wünch zu Baſel .

. Ohañes Gꝛitſch iſt zu Baſel erboꝛen vn wolI 8 SQ] zufferzogennad dieſem zoge er hin vnd wi-. oder auff die Hohenſchůl/ vnd bekame in Philoſophia Theologia cine hohen verſtand. Dañer hat einen guten kopff/ vnd was mit ſonderbarerwolredẽheit begabet. Nach diſem ſtudieret er auchin dem Geiſtlichen Rechten/ erlanget dahar bemencklichem ein groſſes lob. Weil er aber auß defnung deß ewigen leben dieſer welt pomp verachtet/kame er wider in das Vatterland/ name den Bar-, fůſſer Oꝛden an ſich/ vnd ermanet die Münch in diBEE LE(em kloſter zu ſtudteren vn allen tugetẽ obzuligen.Ʒu dreſer zeyt hat das Baßler Concilium angefangen: deßh alben ſich auchdegeben/ weil er in dieſem kloſter zu einẽ pꝛediger geoꝛdnet/ daß er durch ſei-nen eyffer zu dem glaubẽ/ vnd durch fein wolredenheit bald von allẽ gelehꝛten vnd from̃en menſchen gelieber vn gepꝛiſen woꝛdẽ. Er hat auch den Pꝛe-digeren(wie es der gemeine hauffen er foꝛderet) gantz nützliche bücher be-ſchꝛiben/ durch welche ſein nam̃ den nachkommend en bekandt geweſen/ alsnam̃lich Pꝛedig von der zeit vnd den heiligen/ demnach die SFaſten Predig/vnd ein bůch von vnſers herꝛe Gotts leyden/ mit ſampt anderẽ. Er wasKeyſer Sigmund s zeiten verꝛůmet/ da man Salt 1433 jar. Trit. in Script.

Procopius der Behemmen Keldherꝛ.

Rocopius iſt bey den Behem̃en auß edlem geſchlecht erboꝛen/ vnd inPi tugeten wol aufferzogen. Es hat Aqua ein reicher edler Ritter9

ö.

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86enom̃en/ vnd wie er noch ein jüngling/ mit ſich in Franckreich/ Hiſpanien/It alien/ auch letſtlich gen Hier uſalẽ gefuret. Def halbe ſich begebẽ/ da ßerdurch dieſe reißfart ein groſſe erfarnuß bekom̃en/ darzu mañcher ley arbeiterleydẽ muͤſſen. Als er wider in dz Vatterlãd keeret/ iſt er de Ziſea angehangẽ/ ein lauptman woꝛdẽ/ vnd bald ein groſſe anſehen erlãget. Er was vonfeib ſtarck/ mit ð fauſt dapffer/ verachtet alle gefahꝛ: deßhalbẽ jm befolẽer ſolle dz land Merꝛhẽ Jutẽburg voꝛ den feindẽ beſchirmẽ. zu diſer.

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D zu Pꝛag diſen Pꝛocopium feiner ſchweſter ſohn an ein kindsſtart an-