514 ochtterꝛmpter Teiltſcher Perſonen
võ chriſti ge in welchem er die pfennig für die armen leuth behalten: dieſen hatt er fill,burt 1448jar.
ſchweigende genommen/ vnd dem Giſcra ſechs pfennig geſchencket; es hatſich mencklich ab dieſes kindts tath verwunderet/ vnnd hie bey verſtanden/das es ein fürſichtiger freygeb iger Fürſt mit der zeit werden. Es hatt Giſ-cra harnach dieſe pfennig vergüldet vnnd an den half gehencket/ zu eineranzeignng daß jhm der Koͤnig danckbar geweſen: zu nachghenden zeytenhatt er in geleicher mannheit deſſen parthey beſchirmet/ vnnd bey menckli-chem durch fein mannheit ein groſſe authoꝛitet bekommen. Aene. Syluiusin Hiſt. Bohem. cap. 58.
Lonradus J. Apt zu Schuſſenriedt.
5 Onradt Rauber iſt inn Schwabenland erbo-
4 C. vnnd ehrlich aufferzogen woꝛden. Als er
aber ein groſſe liebe zu ſtudierẽ vñ dem Gotts-
dienſt bekommen/ hat er in dem Cloſter Schuſſen-
riedt bey Biberach den Premonſtratenſer Orden
angenommen/ vnnd ſich dermaſſen wolgehalten/
daß er in dem 441 jar nach Ortholphen abſterben
, der 15 vnnd letſte Propſt erwehlet. Zů dieſer zeyt
was das Allgemein Concilium zu Baſel ver ſam-
let. Alſo iſt Conradt auch daſelben erſchinen/ vnnd
.. durch feine tugendten mencklichem bekandt wor,
NLA AZ NV Z den: wie auch die Vaͤttter(ein weyßheit verſtan/
den/ haben fie dieſe Propſtey Schuſenrledt zu einer Aptey erhoͤcht/ auch
Conradten zu dem erſten Apt erwehlet/ darzu mit einer Inflen vnnd ſtab
bezleret. Alſo iſt er mit groſſem lob wider heim kommen/ hatt die überigen
zeit(eines lebens wol außgebꝛacht/ vnd ůiſt letſtlich in hohem alter/ wie er
jar fürgeſtanden/ geſtoꝛben/ vnnd Petrus Fuchs an fein ſtatt Apt erkoꝛen/da man zalt 1475 jar. Bruſch. in Mouaſt. German.
ud olph Biſchoff zu Batzenburg.CG, iſt von juget an in allen freyen kün-
ſten wol vnderꝛichtet woꝛden. Deßhalben als
er durch fein verſtand vnnd from Leit alle an-
deren in ſeinem geſchlecht uͤberwunden/ warde er
erſtlich zu Ratzenburg Thumpꝛopſt veroꝛdnet. Di
ſes ampt hat er loblich verwalten/ vnnd iſt in dem
Thoꝛ allen anderen lang ein gůt exempel geweſen.
Alſo hat ſich begeben/ wie Johannes Preen der Bi
ſchoff im 35 jar geſtoꝛben/ das Luitholph mit al-
MP A ler bewilligäg an fein ſtatt Fürſt erweh let. Er was
.. ein man nach der Apoſtlen art(wie Crantzi us mel
2 6 W det) geſinnet/ welcher durch fein lehr vnd leben ei-nes waren Biſchoffs geſtalt gehabt. Dañ er was Gottsfoͤrchtig/ weyß/ de-
mutig/ milt/ ſchamhafft/ nuͤchter/ keüſch/ auffrecht/ vnd fridſam/ es war -
de kein betrug auß feinem mund vernommen. Zu diſem truge er allezeit einhaͤrẽ kleid auff der bloſſen haut/ damit er(ein fleiſch züchtiget/ vñ dem geiſtvnd er wur ffe. Dieweil aber die Kirchẽ ſchwerlich beladẽ/ vñ verſetzet/ hat erdiſe durch fein haußligkeit wider gelediget/ vn dz jerliche einkom̃en ſehꝛ ge-meret. Es iſt aber fürnem̃lich zu lobẽ dz diſer Joañes in ſeiner e. für diezukünffti-