Beſchꝛeibting/ der Ander theil.Lriderich III. RBoͤmiſcher Kehſer.., Deren Aüpoldei ſar.
reich/ vnd Cymburgen Hertzog Cüpoldt inDCittauw Dochter ſohn geweſen. Es was dies
ſe Cymburg ein andechtig frauw/ vñ über die maſ-ſen ſtarck/ alſo daß fie offt mit def finger ſchnellungein haſelnuß oder nuß auffgekrachet/ darzu ein na-gel in die wand ſchlagen megen. Er warde vm̃ acht
aur nach mittag am? Septemb. geboꝛen/ da man
zalt i 415 jar/ auch inn allen tugendten vnd künſten
wol auffer zogen. Wie er ſiben jar alt woꝛden/ ſtar-. WW be jhm ſein vatter/ vnd warde er den Fürſten zu Oe-d ſterꝛeich übergeben, bey welchen er auch züchtiglichgelebet. Er bekame das Regiment in der Steürmarck/ vnd fůle ſeinem brůder Albrecht das Elſaß vnd Breyßgauw heim. Dieweil er aber groſſe liebezu der Religion/ vnd ein meßigklich lebe gefůret/ iſt er in dem 1437 jar ghenHieruſalem gefaren die heiligen ſtett heimzuſuchen. Auß der reiß kame erghen Venedig / vnd warde von Paſchali Marpetro dem Fürſten zu Vene dig ehrlich entpfangen/ auch mitt einem ſchiff vnnd ſteürleuthen begabet.Wie er gefund wider heim kommen/ vnnd Key ſer Albrecht ſein vetter ge-ſtoꝛben/ ſo beyd Oeſterꝛeich beſeſſen/ iſt er durch das Teſtament deß jungenkinds Cadislai Vogt worden da man zalt: 339 ſar. Zu dieſer zeit warde erauch durch Friderich den Fürſten zu Tyrol feinem Vetteren dem HertzogSigmunden zu einem fürmünder vnnd Vogt geoꝛdnet. Dann er was vonnatur freündtlich/ vnnd mit groſſer from̃keit bezieret: er verwundexet ſichauch ab allen tugeten in den perſonen/ vnd begab er dieſe reichlich: er kondtezimlich wol Carein/ vnd gebrauchet ſich offt derſelbigen: wöe dann bey demhochloblichen hauß Oeſterteich ein alter gebꝛauch/ daß ſie jhꝛe kinder vnndjunge Fürſten in allen künſten vnd gutẽ ſpꝛaachen für andere auffer ziehenvnd vnderweyſen laſſen. Weil auch in die ſer zeit offt groſſe geſpann vnd erden Fürſten / befalhe er man ſ olle die Rubricas vnd tittel in ein beſſere oꝛd-nung bringẽ/ darzu von der Lehen gebrauch ein neüw büch ſchreiben. Alsaber KReyſer Sigmund vnd Albrecht zu geüdig/ vnd ſein brůder Albrechtdas varter lich erb faſt gar verthon/ iſt er auff der mittleren ſtraaß ver har-ret/ vnnd lieber wellen freygebig dann geüdig ſein. Deßhalben er auch vonetlichen geytig gehaltẽ worden. Er gebrauchet ſich einer getingẽ narung/vnnd haſſet kein laſter mehr dann trunckenheit/ hat auch keinen menſchenlieber dann die nuͤchter gelebet. Deßhalben tranck er wein mit waſſer gemiſchet: es was fein gemein ſpꝛich wort; er welte lieber ein nuͤch tere vn frucht bare frauw/ dann ein truckene fruchtbare haben. Weil er dann einer ſollichen
Wie nun Keyſer Albertus viel zu fru geſtoꝛben/ kamen die Chur für⸗ Friderich
ſten ghen Franckfurdt zuſammen/ vnnd erwehlten einmůtigklich an dem mer ghen
erſten Jenner/ da man zalt 40 dieſen Sriderich zu einem Key ſer. In vol-ere, warde er von Thieterich dem Ertz iſch off von Coln zu Aach ge
roͤnet/ als Ludwig der Cardinal zu Sanct Cecilia vnd deß Baßler Con-cilij Legat/ dieſe wahl vnnd Kroͤnung beſtetiget. Nach diſem zoge er ghenBaſel auff das Concilium/ welches Bapſt Foͤlix vollfuͤret/ der Kirchen jr-thumb zů verbeſſeren: daſelben warde er von dem Concilio vnnd gemeinerburgerſchafft ehꝛlich entpfangen. Wie er ein zeitlang da verh artet/ vnd besgeret die Kirchen wider zů vereinbarẽ/ vermercket er das ein neü wer zwey-
ſpalt in der Kirchen entſthen/ die weil zwen Baͤpſt an wm oꝛthen eier. allen
Von Chriſtil geburt i 456