em Chriſtliche/ geh hꝛ ond ;. 5: 16—0 “ Benbpredig: Welche Her. IV STVS Pfarherꝛ zu S. Peter in Baſel/ im Muͤnfter diß iSof jahꝛs Chriſiti den 13. Septembris gehalten/ Beh der Begrebnuß der ghriſtlchen ⸗/ Dreh vnd Tugendtreichen Frawen Marig Grynzin/ Amandi Polani von Polans doꝛff/ der H. Schrifft D. vnd in der GJ Baſel hrofeſſoris geweſenen Ehelichen. Haußfrawen. Sampt einem Anhang zweher Troſtſchrifften . Herꝛn D. Joh JacobiGrynzi vnd mandi Polani von Polans doꝛff/ Davon am olgenden Blat. Getruckt zu Baſel/ Durch Konrad Waldkirch. ö. A PERS.. aba z RE . , ö SCH, Difer Leichpredig iſt hinzugeſetzt ein zweifache Troſtſ chrifft: . Die eine, K Weſſen ſich Chriſtliche Eltern zu erinnern vnd zu troſten haben/ wann jhnen liebe Kinder voꝛ jhren Augen kranck ligen/ vnd im HERAN entſchlaffen.. ö Seſtellet durch Hern D. ler. lacobum Mane um. J ie andere begreifft ertich Chrifiliche Nvooſtpuncten Amandi Polani,= Welche er zufoꝛderſt zit u ob, demnach jhm ſelbs vnd andern Leidtragenden zur ſterckung in C be, gedult kurt ö vnd .. Genefeos 35. verſ. 16, ix, ig, 19,20. Ts Nd ſie zogen von Bethel, vnd da noch DI ein Feld Begs war von Euphrat/ da geA bar die Rachel, vnd die Geburt kam fie hart an/ Da es aher jhꝛ fo ſaur ward in der geburt/ ſprach die Hebanı zu jhr: Foͤrcht dir nicht, dann du haſt guch diſen Sohn. Es begab ſich aber als jhr Seel außfuhꝛ e dann fie ſtarb) da nennet ſie hn Benoni: aber fein Vatter nennet Ijihn Beniamin. Alſo ſtarb Rachel/ vnd ward begraben am Weg gen Euphrat/ die nun heiſſet Bethlehem. Vnd Jacob richtet ein Saul auff Aauff jhrem Crab, dieſelb iſt der Grabſtein Rachel biß auff diſen Tag. ©. S iſt/ fromme vnd geliebte Chriſten/ ; d. die gantze hiſtoria des H. Patriarchen A& Jacobs vñ der H. Ertzmutter Rachel zT vie fie durch den H Propheten MoDS ſem auß eyngeben des heſſigen Geiſts ö en verzeichnet woꝛden/ ein klare vnd au.( genſch ein liche beweiſung deſſen/ das (nach außweiſung auch des ſpꝛuchs/ den wir leſen Pſalm. ; 34. Der Gerecht muß vil leiden/ aber der Herz hilfft jm bal 31 auß dem allem) eines gleubigen Menſchen vnd rechtge⸗*** ſchaffenen Chriſten Leben hie auff Erden nichts anders ſeye dann ein tägliche uͤbung vnter dem Ereutz/ vnd ein immerwerende erloͤſung auß dem Creutz, in deren jhm ſtetrs anloß geben werde zu aͤngſtiglichem Gebett/ vnd widerumb zu froͤlicher Danck ag ung/ wie wir diſe ab wechß. A ij lungen 4 lungenauch gespüren hinvndwidsr in den Psalmen des H.Davids. Vnd wann ich solte jetzunderauß diser Ge- fchicht widerholenvnd stucksweiß erzchten /wie manches schweres Creütz dise beyde Ehgcmachr haben müssen auß- stehen/vnd wie wunderbar sie Gott der Herr hindurch geführt / so wurde freilich das sich erscheinen / daß der Herr cor. vnser Gott lusi habe in vnserer grossen schwachheit sein vers. 9. wunderbare vnd gnadenreiche Krafft zu offenbaren. Aber es ist vns dißmalen bey diser Christlichen Leich- versamlung vnd Begrebnus erner Gottseligen Ehren- frawen/an deren wie auch anjhrer Leibsfrucht/vns Gott übermalen einen erbärmlichen/kümmerlichcn vnd traurigen §aal hat erleben lassen/zu thun allein vmb den theil diser Geschichk/denich E.L. hab vorgelesen/von demab- scheidderH.ErtzmutkerRachelrdaichdanndenallmech- tigen Gott bitt/ daß er Gnad verleihen wolle/ damit auß disem etwas den traurenden vnd hochbekümerien zu irost/ vnd vns allen zu nützlicher vnterweisung vnd zur Besserung möge geredt werden. Dbwol aber vil nützlicher Sachen in verleßner Geschieht von vns köndten bedacht werden/ so hab ich mir doch fürgenommen/dißmalen derselben E.L. durch Verleihung Göttlicher gnaden dessen fürnemlich zuerinnern: Was davon gleubigen Leuten zu halten seye/ wann es Khristlichen Weibspersonen in der Geburt mißlingt / also daß eintweder die Mutter oder das Kind/ oder auch wol beydesamen todt bleiben. Von Christentichen Weibspersonen red ich außtru- ckenlich. Dann wann es gottlosen/leichtfertigen vnd vp- xigen schandseekenalso ergehet/darab hat man sich nirzu vcrwun- . 5 verwundern: Ein groſſes wunder iſt es vil mehꝛ/ wañ ſolche Perſonen/ wie es auch zun zeiten geſchicht⸗/ ring jhrer Leibshurde entlediget werden. Darinnen dann Gott der Herꝛ fein Langmuͤtigkeit erweiſen vnd das bezeugen wildaß er jhm ein ander Gericht habe voꝛbehalten/ vo: welchem fund/ ſchand vnd laſter an allen vnbußfertigen recht vnd vollkommenlich ſollen abgeſtrafft werden. Aber wañ es Gotts foͤrchtigen vñ ehꝛltebenden Weibsperſonen alſo beſchwerlich vnd klaͤglich ergehet/ denn gibt es allerley wunderbare gedancken.. Vnſer alte Adam kan für ſich ſelbs vbel ſich ins Creutz ſchicken. Es thut weh wann alſo durch einen geſchwinden vnverſehenen Faal Eltern jhrer lieben Kindern beraubt werden/ oder der Mann einer trewen Gehuͤlffin/ die nit allein im haußhalten gebuͤrlichen fleiß angewendet/ fon: dern auch ſonſt gehoꝛſam vnd tugendſam geweſen/ alſo daß ſie des Mannes Chr hat moͤgen genent werden/ vnd daß auff fie ſich das Hertz jres Manns hat doͤrffen verlaßfen. Sonderlich wann ſoiches beſchicht in beſchwerlicher Geburt/da an ſtatt daß man gehoffet hat erh serben/ man auch in den betruͤbten vnd kuͤmmerlichen Witwenſtand gerahten/ vnd mit der Frucht auch des Stammen(wie man pflegt zu ſagen) beraubt wirdt.. Wann dañ erſt zu diſen euſſer lichen ſchmertzen/ die wir Prou er. 38. Ferſ. iI. Natürlich mögen nennen/ auch kommen innerliche vnd geiſtliche anfechtungen/ vnd der leidige Teufel/ der wo er kan /zuſchuͤrt ons ſchlechtlich deſſen wil vberꝛeden/ Gott meyne es nit gut mit ons oder den vnſern/ vnd was ſich zutragen/ das komme haͤr auß lauter zoꝛn vnd vngnad Gottes; dem es ſonſt ein leichts were geweſen/ mit einem woꝛt nur/ allem voꝛzukommen/ zu jhm habe man ſich deßwegen keiner huͤlff vnd keines troſts zu verſehen. Se . I inj alts alsdann das Hertzenleid allzeit groͤſſer vnd kan man ſich allwegen deſto weniger in die Sedult ſchicken. Darumb fo iſt es nothwendig, daß aleubige Leut diſe & vnd andre dergleichen Hiſtorien in ſolchen fallen jhucn wol eynbilden/ vnd auß denen Was fie halten ollen von ſolchem ſchweren Creutz) lehꝛnen/ der geſtalt bey jhnen ſelbs bedencken vnd abachten. Was vo: diſer zeit begegnet iſt recht fronten Leuthen/ vnd deren halben kein zweifel den daß fie bey Gott in ſonderbaren gnaden geweſen/ auß dem ſelben/ wann es au ch ons oder den vnfren widerfahꝛt(die wir auch/ ob wir ſchon arme ſůnder ſind, doch durch die gnad Gottes ſagen koͤnnen: Herꝛ wir glauben aber kom̃ zu hůlff vnſrem vnglauben) ſollen wir nicht ſchlieſſen, aß drumb Gott owns oder den vnſt en nit wol wolle. Ja wir haben vns auch Epk. 1. V. 5 lacob. ver. 17. Rorn. 8. 28. Hebr. 12. verſ. 6. ab dem ſelbigen mt zu klagen/ Sondern wann wir nach A dem wort Göottes vil meh: dann nach vnſter vernunfftwie wir dann thun ſollen/ woͤllen vrtheilen fo muͤſſen vnd ſollen wir bekennen/ daß es eitel gutthaten Gottes ſehen vnd anzeigungen feiner vaͤtterlichen wolmeynung. Denn Gott der Herz iſt allzeit gegen die/ welche er hm ſelbs angenem gemacht hat in feinem Fuͤrgeliebten, gleich geſinnet, bey jhm iſt kein veraͤnderung noch beſchattigung der verwandlung. Wann er ſchon das rauch gegen fie auſſen kehꝛt zun zeiten, fo aͤndret er drumb fein Hertz nit. Was von jhm aufgelegt wirdt den feinen, das muß gut ſeyn. Dann wir willen daß denen die Gott lieben, alle ding zum guten mitwircken. Vnd welchen der Herr lieb hat. den züchtiget er/ vnd geißlet einen jeglichen ſohn den er annimpt. J. Wann wir nun hierauff die abgeleſene Geſthicht fur vns neiſſen vnd bedencken/ wie Rachel vnd Jacob gegen . oft . 7 Gott geſtanden/ vnd was jhnen begegnet vnd wider fahren ſeye: fo muͤſſen wir bekennen/. Erſtlich/ daß Jacob vnd Rachel recht fromme Leut geweſen/ deren halben nit zu zweiflen/ denn daß ſie bey Gott ſeyen geweſen in ſonderbaren Gnaden. Dann was den Jacob belangt /ſo beweißt diſes fein gantze Geſchicht/ daß er ein ſondrer freund Gottes geweſen. Dann jhm hat ſich auch Gott ſelbs geoffenbaret ohn mittel, nit allein da er ohen auff der Leitern fund, die von der Erden reicht biß an Himel, Gen. 28. da er jhm die verheiſſungen/ die er zu⸗ Gen. 26. voꝛ dem Abraham gethan, hat erneweret/ vnd jhm ver⸗ ale ſprochen/ er wölle mit jhm ſeyn/ vnd jhn behuͤten wo er hinziehe: ſonder auch hernach zu etlichen vnterſchiedenen malen. Gen 31 befihlt er jm er ſolle heimziehen wider in Gen zun ſein Vatterland/ vnd verheißt jhm dabey/ er wolle mit jm ſeyn. Gen. zz leſen wir, wie Jacob auch mit Gott gerun⸗ Gen. 32. v. gen vnd von jhm fen geſegnet woꝛden/ deſſen er den ehren⸗*& led. tittul darvon tragen/ daß er Iſrael/ das iſt ein Vber win der Gottes/ iſt geneñt worden, zur zeugnuß feines Glaubens/ mit welchem er in aller wider wertigkeit ſich veſt an oft vnd fein Woꝛt hat gehalten, Dann der Glauben iſt vnſer ſieg ſagt der H. Euangeliſt vnd Apoſtel Johannes 4 Ioan 3 1Ebiſt s. Vnd damit nit jemand gedencke/ es muͤſſe ſich*. mit dem Jacoh vmh etwas geandret haben/ Er fen nicht meh: fo wol gegen Gott geſtanden/ da er jhn der geſtalt heimgeſucht/ wie es in verleßnen woꝛten wirt vermeldet als aber zuvoꝛ: So haben wirs auch in diſem 35. C ap. daß Geneſt 3: grad eben auff diſer Reiß nit lang vor dem daß fein Hauß*** 8 ſea fraw geſtoꝛben/ Gott der Herz jhm auff ein newes erfchiee nen ſey/ vnd jhm alle vorigen verheiſſungen ernewert vnd deſtaͤtiget habe/ vnd jhm verſprochen/ er wolle feinen Sa men mehren vnd ſegnen/ darauß auch Jacob ein ſolch ver|. trawen *. Geneſ. 29. verſ. 17. Gen. 29. V. 9. 8 trawen geſchoͤpfft/ daß er daſſelbige oꝛt Bethel hat genen“ net/ darumb daß ſich der Herz daſelbſt jhm mit allen gnaden hat geoffenbaret: daß alſo daran nit zu zweiflen/ daß Jachh bey Gott ſeye geweſen in ſonderkaren gnaden. Was demnach betrifft die Rachel iſt auß jhrer Se ſchicht auch das bekannt/ daß ſie nit allein geweſen ſchoͤn von Leib/ ſondern daß fie auth am Gemüt fen geziert ge weſen mit wahrer Gottsfoꝛcht/ zucht tugend ond ehr barkeit. Sie iſt nicht zum muůͤſſiggang vnd faulkeit⸗ oder zur hoffart/ ſondern zur haußligkeit vnd arbeit von jhren Eltern zogen worden/ wie fie dan jhres Vatters Schafen zu huͤten ſich nit beſchweret hat. Wie vernunfftig/ verſtendig ond bſcheiden fie geweſen/ iſt auß denen Hendlen zu ſeGen. 31. hen die Gen zi befl chrieben werden. Sonderlich iſt darinnen erſchienen jhꝛ eyfer/ den fie gehabt zum wahren Gottesdienſt/ nach dem ſie vom Jacob recht vnterwifen woꝛden, daß fie jhrem Vatter dein Laban feine Götzen ent fuhrt/ zweifelt oßn vmb keiner andern vrſach willen/ denn daß fie hieinit jhn von der Abgoͤtterey vnd vom Goöͤtzenzienſt abzuwenden verhoffet hat. Ihren Herzen den H. Patriarchen Jacob/ dem fie verehlichet woꝛden, hat ſie nit weniger dann die Sara jhren Abraham/ hertzlich geliebt vnd geehret/ wie fie auch von jhm geliebt woꝛden Daß alſo auch fie als ein Gottsfoͤrchtige Matron ohn zweifel ein liebe Tochter Gottes geweſen iſt Fürs ander aber muͤſſen wir bekennen auch wann wir die verleſene Geſchicht anfehen/ daß Gott der Her: diſe beyde fromme vnd Gottſelige Ehgmaͤcht mit einem auß der maſſen ſchweren Haußcreutz habe heimgeſucht.. Dann als Gott der Herz die Rachel(die in das ſibend jah: vnfruchtbar war geweſen/ welchs im alten Teſta⸗ment für ein ſchmach gehalten ward/ vnd für cin zeichen Goͤtlichs ; 9 Goͤttlichs zoꝛns(weil Gott dem Abraham verſprochen hat feinen Samen zu inehren) endtlich auff /hꝛ ernſtliches Gebett in gnaden angeſehen/ daß fie ſchwanger worden vnd einen ſohn geboren/ den Joſeph/ iſt fie hergach zehen gantzer jahn wider vnftuchtbar blieben/ welches jhren nit* led. ein ringer Kummer wirt geweſen ſeyn/ biß fie Gott wider erfrewet hat/ daß ſie mit dem andren vnd letſten ſohn/ dem Beniamin ſchwanger woꝛden. Als ſie aber mit demſelbigen ſchwanger gangen/ hat ſie ein Creutz vber das ander gehabt. Gleich anfangs mußt ſie ſampt dem gantzen Haußgeſind jhrem Mann nachziehen auß Meſopotamia in das land Chanaan/ vnd ein ſchwere vnd gefehꝛliche BVeſſe/ die ſich vber die hundert Meil erſtreckt/ thun. Vnter wegen geth es jhren rauch gnug wegen jhres Vatters des Labans der jhnen nachſagt// vñ wegen jhres Schwagers des Eſau/ der dem Jacob voꝛlaͤngſt den Todt geö drewt/ vnd gar ſtarck jhnen entgegen zog. Vnd ob fie gleich wol jhꝛ rechnung ohn zweifel gemacht/ daß ſie woͤlte Hebron oder Bethlehem erꝛeichen/ vnd jhren alten Schwaͤher den haar ſehen an eintwederm oꝛt/ ehe fie Kinds niderfäme fo mag es doch nit ſeyn anderſt den daß ynter wegen/ als fie nur noch ein feld wegs von Euphrat oder Bethlehem waren/ fie vnverſehenlich vnd ſchnell vberfallen wirt durch die vntraͤglichen ſchmertzen der ge burt/ alſo daß ſie auff dem Wege vnter dem freyen Himmel muß gebaͤren/ welche geburt fie fo hart ankommen iſt/ daß Gen. 30. V. Gen. 31. Gen. 32. fie druͤber muſſen sb: Leben laſſen. Vnd ob ſie ſchon von der Hebam̃en getroͤſtet woꝛden damit/ daß ſie diſen Sohn auch werde haben/ hat fie doch mit dem nam̃en Benoniden ſie jhm geben/ gnugſam zu erkennen geben/ nit allein mwie ſawer er jhren woꝛden/ ſondern daß ſie ſich verwaͤgen⸗/ cr werde jhren nit lang nach leben/ oder etwan ein armer Kö getrewen Mutter/ bel manglen. J Wie beſchwerlich diſes newe vnd jhm wol vnverſehene Creutz dem lieben Jacob gfallen ſeye/ das iſt gut zu erachten Dann wie ſawer er fie hab müffen erarnen wie lang Gen 20. er vmh fie hab muͤſſen dienen/ das wiſſen wir auß dem 29. Cap Gen. Sie war ſchoͤn vnd tugendſam/ Jacob war in der Gottsfoꝛcht vnd allen tugenden fuͤrtreffen lich. Vnd wie man gmeinlich pflegt zu ſagen/ je beſſer vnd herꝛlicher die Natur/ je liebreicher vnd beweglicher iſt das Hertz. alſo iſt auß allem abzun emen/ daß Jacob fein Rachel hertz; lich geliebet hab. D wie hefftig wirt dann fein Hertz ver wundet vnd betruͤbet woꝛden ſeyn/ da er einsmals alſo einner from̃en/ zuͤchtigen/ tugendſamen/ fleiſſigen Haußmwmutter iſt beraubet woꝛden/ vnd darzu in Kindsnoten hat muͤſſen. Vhn allen zweifel iſt jm fo weh geſchehen als wann jhm ein ſtuͤck vom Hertzen were hin weg geriſſen woꝛden. Welches fein Leid er auch /- damit es nit täglich erfriſcht vnd erneweret wurde/ durch verenderungt des Namens ſeines ſohns vnterſtan den hat zu miltern. Weil dañ diſem alſo/ liebe Chriſten/ daß ſolchen from: men Leuten/ die Gott ohn zweifel geliebt hat/ als da waren Jacob der H. Patriarch vñ fein Rachel/ ein ſo ſchweres Haußereutz vom lieben Gott iſt zugeſen det worden, ſo ſollen freilich wir/ wann dergleichen vns oder den vnſren auch auff heutigen Tag begegnet/ nit ſagen Gott ſey ons zu wider/ er meyn es mit gut mit vns/ es ſey eitel zoꝛn vnd vngnad was vns begegne/ ſollen deßwegen wider Gott nit murꝛen/ ſonder vil mehꝛ gedencken/ er halte vns wie andre feine geliebten/ er machs mit vns/ wie ers voꝛ vns ge macht hab mit feinen angenemen Freunden, die darumb an ſeiner gnad vnd an ſeinem guten willen ni een, a nd . 10 K. Duͤrfftling ſeyn můſſen auff Erden/ vnd jhren als feiner Bid follen deß wegen vns in die gedult ſchicken. Darzu wir dañ zu allen theilen vnd in allweg groß vrſach haben,. Chriſtenliche Weiber denen es auch darzu kompt/ daß ſie befinden/ ſie můſſen in ſolcher jhnen von Gott auffer legten arbeit das Lehen laſſen/ die haben ehen die rechnung zu machen, welche ohn zweifel Nachel auch wirt gmacht haben, da fie fich ſterbens verſehen. Dann ob gleich wol mit vil davon vermeldet wirt/ was fie in jhren letſten noͤten für Reden triben: ſo iſt doch gut zu gedencken/ weil fie in Gottſelige Matron geweſen fie werde ſich dem lieben. Sort in feinen willen ganz ergeben haben vnd im Glauhben an den verheißnen Mefsiam beſtendig bliben ſeynvnd den Troſt gehabt haben/ daß ſie in jhrem beruff von J. Gott angriffen/ ſeliglich werde von binnen ſcheiden/ vnd K an ſtatt des Irdiſchen zeitlichen ein Himliſch vnd ewigs( Leben empfahen, ond darinnen jhrer ſchmertzen gewiſſe ergetzung finden. Alſo ſollen Chriſtliche Weib sperſonen, 4 die der gſtalt von vn ſrem Herzen Gott angriffen werden 4. gedencken vnd wiſſen/ daß fie in jhrem beruff von Gott. angriffen werden: Gott finde ſie in einem heiligen/ jhm dem Herzen wolgefelligen werck in welchem fie dem rath⸗ K ſchlag Gottes dienen/ vnd deß wegen ein gut Gwiſſen haben koͤnnen/ Ja in welehem fie ſich der gnedigen gegen wertigkeit Gottes zu verſehen haben/ es gehe welchen weg es wöoͤlle/ vnd in welchem ſie ſeliglich werden/ ſo es der will Gottes alſo were/ von hinnen ſcheiden/ fo ſie im glauben an vnſren H. Chriſtum verharꝛ en, vnd in feinem namen dem Himliſchen Vatter jhre Seelen befehlen werden/ wie Paulus zeuget J. Lim 2. da er ſagt: das Weib wirt fe. lig durch Kindergebaͤren, wenn es bleibt im glauben vnd*. in der liebe vnd in der heiligung/ ſampt der zucht. Vnd.| mwarlich wie ein Dapfferer Kriege man nit ehrlicher kan ſter S 12 ben/ weder wann er wider den feind mannlich ſtreitend/ in in der ſchlacht fürs Vatterland oder für die wahre Religion das Leben laſſen muß. Oder wie es ein ſeliger ehꝛlicher todt iſt/ wañ ein beſtaͤndiger Bekenner des H Euangelij vmb der Warheit willen hingerichtet wirt. Alſo kan auch ein gleubigs Weib nim̃erg herrlicher vnd ehrlicher.| voꝛ Gott ſterben/ denn wañ ſie nach dem willen Gottes in der arbeit der geburt jhꝛ Leben laſſen muß. Vnd es iſt wol zu beſoꝛgen/ daß vil Weiber hernach fo ſelig nit ſterben/ als ſie wurden geſtoꝛben ſeyn/ wann fie in der geburt Betten muͤſſen jhren geiſt auffgeben. Welchs alles zu verſtehen mit dem anhang vnd geding/ ſo ſie im glauben bleiben/ v in der liebe/ vnd in der heiligung ſampt der zucht/ wie es zuvoꝛ auß dem H. Apoſtel Paulo iſt anzogen worden, Was aber die Kinder belangt/ die eintweder an der geburt; oder bald hernach oder auch eh ſterben den fie in diſe Sap. 4 veiſ10.& feq. Welt geboren werden: Sollen jhnen derohalben Chriſteliche Eltern nit ſchwere gedancken machen/ ſondern wiſfen vnd erkennen/ daß jhnen Gott wol thuͤe: Als der fie bald vollkommen macht/ fie vilfaltiger angſt vnd noth vberhebt/ der gfahꝛ der verfuͤhrung voꝛkompt/ vnd mit jnen eilet auß diſem boͤſen leben ins ewig vnd ſelig leben/ in das er ſie auß diſer Welt verſetzt durch jhren zeitlichen früen Tod/ als rechte Him̃els pflaͤntzlin. Dann es wiſſen ſich Chriſtliche Eltern deſſen zu erinnern, daß ob ſchon jhre Kinder che daß ſie oꝛdenlicher weiß haben koͤnnen zu m H. 10 an. 3. v. 8. Gen. 17. v.) Tauff bracht werden/ von hiñen ſcheiden/ daß doch Gott der Herz an die euſſerlichen Mittel nit der gſtalt bunden ſey/ daß er nit ohn dieſelbige fein gnadenwerck in den ſeinen verzichten konne. Dann wie der Wind weyet wo er wil/ alſo kan auch Gott wircken wenn/ wo vnd wie er wil, Sie willen auch daß jhre Kinder auch im Gnadenbundt ĩ Gottes Gottes begriffen/ vnd daß auch jhnen zugehöre die verheiſſung des Bunds der gnaden: dergleichen daß Chriſtus der Herz ſelbs die Kindlin hat geheiſſen zu jhm kommen/ vnd bezeugt/ es ſeye feines Hiſſiliſchen Vatters will, nit/ daß diſer kleinen eins verloren werde, Darumw ſie jre Kinder durch jh Gebett/ wann fie auch noch in Mutter leib find/ dem Herꝛn Chriſto zutragen/ vnd nit zweiflen denn daß Gott koͤnne/ vñ nach feiner barmh ertzigkeit woͤlle/ fie heiligen vnd ſelig machen/ wie Joannes in Mutter leib iſt geheiliget worden ob ſie ſchon an der geburt oder wol auch in Mutterleib vor empfangnem Tauff ſterben. CEhriſtenliche Chmaͤnner endtlich haben ſich in ſolchen Faͤlen nach dem Exempel des H. Jacobs zu richten. Ob ſchon derſelbig den tödlichen abgang feiner lieben Rachel anls einer getrewen vnd Gottſeligen Gehuͤlffin hertzlich hat getrawret/ wie gut zu erachten: ſo wirdt doch nit von ñhm gemeldet daß er wider Gott gemurꝛet/ oder mit jhm zůrnet habe. Ja daß er jhm ſelber in feinem leid vnd trawren habe begert abzubrechen damit er das ziel der bſeh eidenheit nit vberfuͤhre/ Das koͤnnen wir dabey abnemen daß er den nam̃en/ den die Rachel ſeinem jungen ſohn geben, hat gedndret/ Vnd nit hat woͤllen daß er hieſſe Benoni/ ein ſohn meiner ſchmertzen/ damit nit durch diſen Namen täglich hm fein Leid erfriſcht vnd ernewert wurde;/ Sondern jhm geben den nam̃en Beniamin/ welchs Ad. 2.39. Marc. 10. 14. Matth. 18. v.14. Luc. 1. v. 41. heißt ein ſohn der rechten hand/ ſich ſelbs damit auffzurichten in(einem kummer/ vnd zu erinnern auch deſſen/ daß er ſich dem gerechten vnd guten willen Gottes mit ge dult ſolle vntergeben. Troͤſtet aber hat er ſich darneben ſeiner abgeſtoꝛbnen Haußfrawen halb/ mit der hoffnung der Aufferſtendtnuß/ vnd des ewigen Lebens/ welches wir dabey abnem̃en konnen/ daß gmeldet wirt/ er habe ein Saul K. B ij auff ge auffgerichtet auff jhrem Bi das iſt/ er hab bren(wie wir ſagen) ein Epitaphiam machen laſſen. Bann was der geſtalt die Alten gebuͤrlicher weiß haben gewendet auff die Begrebnuſſen jhrer abgeſtoꝛbnen/ das haben ſie alles gethan/ die Hoffnung der Aufferſtendtnuß vnd des ewigen Lebens zu bezeugen. Allſo liebe Chriſten/ ob es ſchon natürlich iſt/ vnd nit wider Gott/ trawren/ wann Gott vns entzeucht durch den zeitlichen Todt die die vns nahe zugethan vnd troſtlich waren: fo ſollen doch Chriſtliche rh Eltern vnd Ehleut ſich vo Vngedult hüten nit trawren ver ß. wie die Heyden die kein hoffnung haben, Sondern ſich ſelbs auffrichten durch die gleubige Betrachtung der Fürſehung Gottes/ der es alles mit vns vnd den vnſren anö ſchickt wie es zum beſten geſchehen kan. Vnd durch die ö der zukunfftigen Aufferſtendtnuß vnd des ewigel m wir die vnſren/ deren wir ein kleine zeit nach dem willen Gottes manglen muͤſſen/ werden antreffen/ vnd vns ewiglich mit ihnen voꝛ Gottes ö ſicht erfrewen. Das iſts/ das die gnad Gottes mir wer hen hat. fürzuhalten, bey der Begrebnuß der Chriſtlichen vnd Gottſeligen Frawen ſeligen/ die wie in jhrem Abſcheidalſo auch in jhrem Leben wol mag der H. Rachel etlicher maſſen verglichen werden. Gott hat hren verlihen auch den ſegen/ deſſen die Rachel gmanglet. daß ſie von Ehriſt lichen vnd Gottlieben den Eltern iſt geboren/ vnd von des nen in wahrer erkanntnuß Gottes vntermwiſen/ vnd von jugent auff zur Gottsfoꝛcht vnd aller ehꝛbarkert zogen worden, Dagegen hat er jhren verſagt den Segen daß ſie nit wie Rachel endtlich iſt begnadet worden mit Kindern die ſie hin der jhren in diſem Leben hette gelaſſen/ vnd hat dorh hren ein Seibofrucht beſchert die er aber bald, DO 15. ſampt jhren berůüfft zu einem beſſern leben, Im vbrigen iſt fie geweſen wie Rachel/ jhrem Herın vnd Ehmann ein trewe Gehuͤlffin vnd feine zierd/ſie hat jhn geehret vnd geliebet/ ſie hat Gott gefoꝛchtet/ feinen dienſt jhren laſſen angelegen ſeyn/ ond denſelbigen fleiſſig befucht fein Woꝛt geliebet vnd ſich in demſelbigen gern geuͤbet. Darneben einen füllen, demütigen, ehꝛharn Ehriſtelichen wandel gefuhrt iſt jhrer Haußhaltung wol voꝛgeſtanden: hat ſich auch freundtlich erzeigt vnd fridlteh gelebt mit den Nachbauren. Welches alles vnd was dergleichen mehꝛ/moͤchte anzogen werden/ wie es find Frücht geweſen des wahren Glaubens vnd der Widergeburt darumb man Gott in ſolchem allem die Ehꝛ geben ſoll: Alſo find es geweſen auch ſo vil anzeigungen/ daß fie Gott dem Herzen lieb geweſen vnd daß er fie mit gnaden gement, Deß wegen ob ſchon auch jhren begegnet/ was der H. Ertzmutter Rachel widerfahren, daß es Gott gefallen fie auch in der Geburt als in jhrem Beruff anzugreifen/ vñ auß hiſem zeitlichen chen abzufoꝛdern, fo ſoſten wir doch mit zweiflen/ denn daß jhꝛ vnd jhrer Leibs frucht Seelen, die fie Gott befohlen vnd auffgeopffert/ ſeyen durch den zeitlichen Tod ins ewig Leben newgeboren worden. Zu deſſen hoffnung auch ihre Leichnam jetzt Chriſtlich zur Erden beſtattet werden/ in deren ſie werden ruhen biß auff den tag der allgemeinen Alufferſtendtnuß. Darumb wir jhrenthalben Gott zu dancken ſchuldig find für die reiche gnad die er jhren erzeigt im Leben vnd im Sterben. Den wir auch zu bitten haben daß er ons durch feines H. Geiſtes gnad m Glauben ſtercke/ daß wir daran nit zweiflen/ er meyne es gut ⸗/ geotigeb was er mit ons oder den vnſern furnemme: damit wir alſo deſto gedultiger in allem Leiden vns erzeigen/ biß . wir endtlich von allem vbel erlediget/ auch thenihafftig werden M 16 ES werden der Freuden der ewigen Seligkeit/ durch Jeſum Chriſtum vnſren Herzen vnd Heiland. Amen. ö. Weſſen ſich Chriſtliche Eltern zu erinnern vnd zu troͤſten haben/ wann jhnen liebe Kinder/ ſie ſeyen gar jung/ oder zimlich erwachſen vñ gehoꝛſam/ woꝛjren Augen kranck ligen vnd im Herꝛn entſchlaffen. ,,,, ſollen ſie durch den Glauben erkennen/ Gott der Vatter erinnere ſie ſeiner Liebe gegen vns o Men chen/ welche er alſo geliebet hat/ daß er feines eingeboꝛnen Sohns nit verſchonet/ ſonder jn für vns in Tod vbergeben hat/ auff daß wir durch jn erloͤſet vnd ſelig gemacht w K 1 Joh.3.16. Alſe hat Gott die Welt gelichet, daß er ſe nen eingeboꝛnen Sohn gegeben hat/ auff daß alle die an jn glauben/ nicht verloren werden/ ſonder das ewige Le ⸗t ben haben. Te Kom s 3132. Was wollen wir aber dann zu diſem ſagen? So Gott für vns iſt⸗ wer mag wider vns ſeyn? BWVelcher auch feines eignen Sohns nicht verſchonet hat, Sondern hat jn für vns alle dahin gegeben/ wie ſolte er vns auch mit jme nit alles auß gnaden ſchencken? ö. Gut vnd nothwendig iſt Chriſtlichen Eltern/ daß ſie ſonderlich erinnert werden der vnaußſprechlichen guͤte vnd liebe Gott des Vatters gegen vns Menſchen/ welche er mit dem ewigen Leben zu erfrewen willens ft. t Wenn aber gleubigen Eltern liebe Kinder vo augen kranck ligen vnd endlich ſterben(da fie es gern für ſie erleiden 17 den wurden/ wann es müglich were) haben ſie zu gedencken/ wie groß da ſey die gute vnd liebe Gottes des Vatters gegen vns Menſchen/ die er mit feines Sohns Leiden ond Todt erloͤſet vnd erkaufft hat jme ſelbs zum Eigenlthumb vnd vns zur Seligkeit. Daher es den Eltern gut; pymnd nothwendig iſt/ ſolches an jnen ſelbs erfahren/ auff daß fie auch ſich vnd die jhren/ lehren Gott/ zu feiner ehren/ darzu ſetzen zu einem lebendigen/ heiligen/ Gott wolgefelligen Opffer/ welches da fen jhꝛ vernünftiger Gotles dienſt. Demnach werden ſie ermuntert/ in der vngeferbten Liebe vnſerm Herꝛn Jeſu Chriſto nachzufolgen/ von wel. chem geſchriben ſtehet. ö Gals 20. Ich bin mit Chriſto gecreutziget: Ich lebe aber/ doch nicht meh: ich/ aber Ehriſtus lebet in mir. Vnd was ich jetzt lehe im Fleiſch(oder Leib) das lebe ich in dem Glauben des Sohns Gottes, der mich gelichet hat/ vnd ſich ſelbs für mich dargegeben. J © Eph.s.1.2. So ſeyt nun Gottes Nachfolg er; als die lieben Kinder: vnd wandelt in der Liebe, gleich wie auch Ehriſtus vns hat geliebt/ vnd ſich ſelbs dargegeben/ zu einer Gabe vnd einem Opffer Gott/ u einem guten/liebliDarumb gedencken gleubige Eltern alſo. C hriſtus hat fuͤr vns gelitten/ vnd vns ein Voꝛbild gelaſſen/ daß wir nachfolgen feinen fußſtapffen. Pet. 21. ö Nun hat er aber frey vnd gutwillig/ fur vns/ dem Vatter ſich auffgeopffert: vnd vnſer jeder ſoll ja alſo geſinnet ſeyn wie Jeſus Chriſtus auch war. bhil z. 5. Vnd wiewol ein groſſer vnterſcheid iſt zwiſchen dem Leiden Chriſti durch welches wir erloͤſet woꝛden ſeind⸗ vnd vnſerm/ auch . vnſer Kinder leiden/ welches vns bereitet/ daß wir durch . den k den Todt in das ewige Leben kommen: So dienet doch des Herꝛen Leiden allen ſeinen Dienern vnd Kindern zum guten Exempel/ nach welchem fie ſich verhalten ſollen.. Derhalben zimmet es ſich vns Eltern daß wir gut willlig vnſere Kinder Gott dem Herꝛn/ welcher fie zu ſich in Himel berüffet/ wider zu ſenden/ vnd hiemit beweiſen/ daß auch wir ſelbs bereitwillig ſeyen uns ſelbs im leben vnd ſterben/ dem liebe Gott willig zu ergeben: damit fein guter wille an vns vnd vnſern Kindern erfüllet werde. Denn das glauben wir daß fo wir leben/ leben wir dem Herꝛn: vnd fo wir ſterben/ ſterben wir dem Herꝛen. Rom. 148 Zum dritten/ Werden trawrende Eltern vom H. Geiſt dem rechten Troͤſter/ in alle Warheit geleitet/ vnd vilfaͤltiglichen getroͤſtet/ wie nach folgende Artieul außweiſen/ 1. Ehret Gott vnd redet jhme nicht in feine Gericht: ſonder ſaget m ͤ it dem frommen König Dauid: Ich bin erſtummet/ meinen Mund thu ich nicht auff: Nam zu eie Dann du haft es gethan. Plal 9. 9. Alſo thet jme der gedultig Job als hme/auch aller feiner Kinder jaͤmerlicheer Tod ward verkůndiget/ ſprach er: Ich bin nacket von mei ner Mutter Leib kommen/ nack et werde ich wider dahin fahren. Der Herz hats gegeben/ der Herꝛ hats genom̃en, Der Name des Herꝛn ſey gelobet. Job. 2. Erkenngt, daß der Herz es euch Eltern vnd ewern Kindern zu ſonderm guten alſo habe angeoꝛdnet. So jhe ſeynd in dero zahl die Gott lichen/ fo troͤſten euch deſſen, das geſchrieben ſtehet: Wir wiſſen aber/ daß denen die Gott lieben/ alle ding zugleich. denen (nemlich) die nach dem Fuͤrſatz Gottes beruffen ſeind. Rom. S. 28. 3. Gedencket/ daß es von anfang der Welt/ vi X ben Eltern auch alſo etwan auch befehwerliche fen ergangen. Adam vnd Eua haben erlebet/ daß jhe frommer Sohn Abel von feinem bruder Cain iſt ermoöꝛ det worden. Diß groſſe Leid haben ſie durch den Glauben endtlich vberwunden. 4. Bildet ench wol eyn das erempel der heiligen Jungfrawen Maria welche jren allerheiligſten Sohn Jeſum Chriſtum hat fehen am Creutz hangen/ daran er auch bald geſtoꝛben/ Johan. 9 25.26. Es iſt jhro freilich das ſchwert des naturlichen kummers durch jhre Seel auch damalen getrungen. Luc. 2.35. Ihꝛ Eltern aber pfleget ewer Kindern in jren Bettlein/ nach dem euch Gott ver! eihet: vnd gebet jhnen nicht Gallen mit Eſſig vermenget/ wie aber Chriſto vnſerm Herzen beſchehen igt. ö 5. Betrachtet, liebe Eltern/ wie befümmert jhꝛ auch ſeind/ den Spruch des H. Apoſtels Pauli: Ich wil aber nicht/ lieben Brüder daß jhꝛ nicht wiſſen ſoltet/ on denen die da entſchlaffen ſeind/ auff daß jr nicht trauret/ wie die andern die keine Hoffnung haben. Denn fo wir glauben, daß Jeſus geſtoꝛben vnd aufferſtanden iſt/ alſo wirdt auch Gott/ die da entſchlaffen fand durch Jeſum/ mit jhme führen.. Theſſ. 4 13 15. . Ach lieber ſeind nicht fo betrübt(die hr Chriſten ſeind/ vnd die aufferweckung des Fleiſches vnd das ewige Leben erwarten) fo doch etiwan auch vngleubige Heiden erfunden worden, weiche jrer Kinder abſterben gar dapfer vnd mannlich erduldet haben. Einer/ da jm feines abweſenden Sohns Todt verkuͤndiget war antwortet er: Ich wußte wol daß er ſterblich geboren ward... Marcus Craflus der Romer Oberſter im Krieg wider die Parthier/ als fein ſohn a ,, U legt war/ vnd die Feind des Junglings Kopf an einen Spieß geſteckt/ ſpoͤttiſcher weiß dem Römiſch en Heer ges zeiger. vnd gefragt ward, Ob er nicht edles Stammens vnd Namens were? da ſprach der Vatter zum Kriegs: volck: Das iſt mein beſonder leid/ welches ich allein zu be klagen hab: Aber an ewer Manheit/ Cercke/ freudigkeit vnd dapfferkeit beſteht des Roͤmiſchen Volcks vnd Rhats ehr/ herꝛligkeit vnd wolſtand/ ſo jhꝛ mit ſtreitbarer Hand den Sieg erlangen. Mein ſonderbares Leid ſoll euch nicht kleinmuͤtig vnd verzagt machen z. Schet doch an das Exempel des frommen Königs Da uid/ welcher auffſtund von der Erden(da fein junger Sohn geſtoꝛben war) wuſche vnd ſalbte ſich/ vnd thet an? dere Kleider an/ gienge in das Hauß des Herꝛen/ vnd bet tet an/ vnd da er wider heim kam hieſſe er jm Brot aufftragen, vnd aß. Da ſprachen feine Knecht zu jhm: Was iſt das für ein ding/ das du thuſt? Da das Kind lebte, faſteſtu vnd weineſt: Nun es aber geſtoꝛben iſt, ſteheſt du auff/ vnd iſſeſt? Er ſprach/ Vmb das Kind faſtete ich/ vnd weinet da es lebte. Denn ich gedachte/ Wer weiß ob mir der Herꝛ gnedig wirdt/ daß das Kind lebendig bleibe. Nun es aber tod iſt/ was ſoll ich faſten⸗ Kan ich jn auch wider holen? Ich werde wol zu jm fahren/ Es kompt aber nicht wider zu mir. 2 Sam 1220. Alſo ſollen auch Chriſtliche Eltern auffhoͤren jhre wol abgeſtoꝛbene Kinder zu beweinen/ damit ſie jm nit zu vil thun/ nicht Gott erzürnen mit jhrem vnzimlichen trawren.. 8. Gedencken/ jhꝛ Eltern/ daß jr etwan diſe Kinder gar nicht gehabt/ vnd hernacher vom gnedigen Segen Got tes empfangen/ nit als ein eigenthum̃ das jhꝛ allwegen behalten ſollen: ſonder als ein vertrawtes Depoſitum, ben? gelegtes Gut/ welches ein zeitlang ,, .. ohlen BAR. fohlen zu bewahren/ biß daß es der Her: wider von ewer Hand erfoꝛdert/ daß eüch nicht gebuͤret euch zu verweigern/ jme dem Allerhoͤchſten/ das fein zu wider ſtatten/ vnd zu zuſtellen. Laſſet euch benuͤgen an der zeit/ in welcher euch zugelaſſen woꝛdẽ/ mit den lieben Kindern euch zu erfrewen. Soll euch dann erſt der Heide Epictetus feinen‘ Spruch in die gedechtnuß bringen: Sag doch nieht/ Ich hab etwas liebs vnd guts verloren: Son der ſag vil mehr, Ich hab es dem wider geben/ der mich damit ein zeitlang begabet hatte? Dir iſt ein lieber Sohn/ oder ein zůchtige Tochter geſtoꝛben: Sag recht/ Ich hab ſie Gott wider geben. Wiſſen doch wir Chriſten/ das Epictetus nicht gew iſſet hat/ nemlich/ Gott fen vnſer vnd vnſer Kinder Gott: auch ſeyen vnſere Kinder meh: Gott des Vatters eigen/ dann aber vnſer⸗ Mag er dann nicht mit dem ſeinen thun was er wil? freilich/ ſoll vnd mag er es alles nach ſeinem wolgefallen anoꝛdnen. G 9. Warumb beweinet jhꝛ Eltern fo vaſt diſe wre Kinder/ da jr doch glauben vnd trawen/ daß ſie weder verdoꝛben/ noch verloren ſeyen? denen jr bald nachfolgen werden? Sol man deß wegen vaſt trawren/ daß ſie zeitlicher dann jr in das Vatterland kommen fand? Ich meynte/ man ſolte ſich frewen/ vnd jnen die Seligkeit wol gonnen. Die nach erlittenem Schiffbruch die erſten an das Land gezogen vnd gebracht woꝛden/ haben einen voꝛth eil für denen/ welche noch lang im Waſſer ſchwimmen/ vnd nach dem Landt ein groſſes verlangen haben: Alſo welche eher ins Him̃liſche Vaterland beruͤfft werden/ haben Gott zu dancken/ der fie bald erloͤſet hat auß dem ſuͤndlichen leben vnd deſſen Elend. Warumb trawren dann jr Eltern deſſetwegen/ darumb ewere ſeliglich abgeſtoꝛbene Kinder Gott dancken/ vnd jr mit danckſagen/. en,,. . üj me mel ſeind/ hie auff 89. ſolten 10. Seht aber/ liebe Eltern/ euch wol für/ daß nicht ewer onmäflig trawren vnd weinen fen ein anzeigung/daß jr in guter hoffnung jres Heils vnd Selig keit/ nicht rechtgeſchaffen vnd ſtarck gnug ſeyen. Frewet jr euch in der Hoffnung/ ewer Kinder halben weil ſie noch ſterblich ſeind/ vnd vo: euch/ in des ſuͤndtlichen Lebens arbeitſeligkeit ſich leiden müffen ſampt euch: Warumb frewet ſich dann nicht ewer Hoffnung/ nach dem ſie vnſterblich woꝛden/ vnd allem vbel entzogen woꝛden ſeind 11. Iſt denn darumb/ daß euch Eltern liehe Kinder voꝛ ewern Augen felig lich entſchlaffen ſeind/ bey euch kein einiger Troſt in Chriſto, if kein troſtliche erfrewung meh: der Liebe/ iſt keine gemein ſchafft des Geiſtes vberig? Bekennet jr diſes alles/ daß es freilich noch vorhanden ſey:: warumb weynet jhꝛ denn ohne vnterlaß? 2. Lieber heleidiget doch nicht den Herzen Kefum Chrißum, der fun ge vnd alte Leut außt diſer zeit beruͤffetvnd deſſen gute Macht hat/ mit ewerem zu groſſen vnd vngedultigen wehklagen. Warumb habt jr groͤſſere rechnung ewer fleiſchlichen anfechtungen vnd begirden ewere Kinder im Elend länger bey euch zu behalten/ dann aber fie Chriſto Jeſu gan vnd gar zu laſſen/ daß fie bald im Himmel volllommen vnd getroſtet werden?. 13. Betruͤbet auch nicht den H. Geiſt/ durch welchen jhꝛ verſiglet ſeind auff den Tag ewer Erloͤſung: eben als an fein Troſt nicht krefftiger were euch zu erfrewendenn aber das abſterben ewer Kinder/ euch zu bekuͤrnern. 14. Warumb ſprecht jhꝛ nicht vil lieber mit dem H. Paulo fur euch ſelbs vnd ewere liebe Kinder: O daß nur Chriſtus hohe an vnſern Leibern geprieſen werde/ es beJ hehe dann durch das Leben/ oder durch den Todt. 4 Chriſtus NJ Chriſtus iſt beyde im leben vnd im ſterben vnſer Gewinn. Es liget vns beydes hart an/ wir begeren auffgeloͤſet zu werden, vnd hey Chriſto zu ſeyn/ welches vil heſſer if dann hie auff Erden das Elende bawen. Phil. 1.20. 15. Die Eltern hie auff Erden haben jre geliebte Kinder vil lieber daheim im Vatterland ohne gefahr/ dann aber drauſſen in der fremde/ im krieg/ in leib vnd lebens ſtaͤter gefahꝛ. Warumb wolten dann jhꝛ Eltern lieber daß von wegen ewers luſts willen/ ewre Kinder auff Erden noch leiden: dann daß ſie/ vmb der Ehꝛ Ehriſti wegen/ im Himmel beſſer/ ja zum beſten verſoꝛget ſeyen/ vnd ohne ſůnde leben im ſeligen wolſtand?, 16, Die jhꝛ auch/wann jhꝛ zeit iſt/ ſie ewre Kinder/ vngern Gott wider zuſtellen vnd heimſchicken/ wenn woͤllt jhꝛ lehren euch ſelbs/ da jhꝛ erfoꝛdert werden ins ewi g Leben/ Chriſto ergeben da jhe doch durch des Todes thůren trawet in das ewige Leben eynzugehen? X 17. Wiewol jhꝛ aber eine kurtze zeit ewer lieben Kinder auff Erden entrathen müffet, So nur Jeſus Chriſtus in ewern Hertzen durch den Glauben wohnet: lieber was mangelt euch doch mehr? Iſt euch nicht Jeſus Chriſtus alles? Golz 11. Gedenck ct jhꝛ nicht an den ſpruch: Alle ding ſeind ewer: jhꝛ aber ſeyt Chriſti: Chriſtus aber iſt Gottes. Cors a3. Es iſt gar bald geſch ehen/ daß Eltern jre Kinder mehr dann Chriſtum(wie wol vnwiſſend) lieben: vnd jrentwegen ſich etwa des zeitlichen mehꝛ annemmen/ dann recht iſt So kompt denn der Herꝛ/ vnd nimmet den Eltern die Kinder auß den Augen: daß etwan jene bey ſich ſelbs ſagen: Ach wem haben wir haußgehaltien vnd geſamlet? Wie haben wir vergeblich gedancken vnd ſoꝛgen gehabt Hieher diener/ das Chriſtus Jeſus vnſer Herꝛ ſaget: Wer Sohne vnd Tochtern meh:. ; 24 bet denn mich/ der iſt mein nicht werth. Matth. 190. v.38. 18. Pflegen jhꝛ Eltern auch nicht/ weil ewre Kinder noch leben/ vnd hoffnung iſt daß ſie euch a uff Erden vberleben werden/ das offt ſelbs zu gedencken vnd zu ſagen: Wolan/ wann vns dañ ſchon vnſere liebe Kinder vor augen abſturben/ vnd wir jren eine zeitlang müßten entrahen: So wurden wir ſie doch in der Aufferſtehung wider empfahen/ ſehen/ anreden/ im wolſtand der gerechtigkeit vnd vnſterbligkeit? Koͤnnet jhꝛ dann nicht eben daſſelbige auch zu ewrem Troſt alsdañ erkennen/ wann der Hijſñlliſche Vatter ſie zu ſich beruffen vnd genommen hat? 19. Behertziget doch eigentlich, Daß ewer keines jme ſelbs lebet/ ewer keines jm ſelbs ſtirbet. Lebet jhꝛ/ fo lebet jhꝛ dem Herꝛen: Sterbet jhꝛ/ ſo ſterb et jr dem Herꝛn. Ihr lebet nun oder ſterbet/ fo ſeyt jhꝛ des Herzen, Denn dazu iſt auch Chriſtus geſtoꝛben/ vnd aufferſtanden/ vnd wider lebendig worden/ daß er ein Herꝛ ſey vber die Lebendigen vnd die Todten Rom ic? 20. Zum beſchluß fo bedencken durch den Glauben/ jhꝛ liebe Eltern welche jetzt fo ſchmertzlich trawren/ an das woꝛt des Herꝛn Jeſu: Gott iſt nicht der Todten Gottſonder der Lebendigen: Denn fie leben jm alle. Luc. 20 33 Lehret doch ewere abgeſtoꝛbene Kinder alſo ſchetzen/ wie j Abraham/ Iſaac/ Jacob, vnd alle Außerwoͤlten/ ſo im Himmel feind vnd getroͤſtet werden/ jhꝛ recht achtet vnd ſchetzet, Nun halten jhꝛ diſe nicht fuͤr Todten/ ſonder/ wie ſie voꝛ Gott find/ für lebendige Dann jhꝛ wiſſet daß jhre Seelen in Gott leben: vnd daß Gott vil leichter iſt/ jhre erſtoꝛbene Leib von Todten auff erwecken/ den euch leicht iſt mit ruͤffen ewere in diſer zeit ruhende vnd ſchlaffende Kinder/ auß einem guten ſanfften ſchlaff zu erwecken. So. f i noifjendauBalfo mE MEN, ? Din ſo in Chriſto ſchlaffen: daß ſhꝛ nicht wie die Heiden/ für aller dingen Todte/ verſchetzte/ verloꝛne halten/ von denen jhꝛ kein liebs vnd guts meh: zu hoffen haben: Sonder gedencken jre Seelen leben in Gott jre Leih ſchlaffen vñ ruhen in der Erden, ſollen aber gewißlich aufferwecket werden. Daß ſich an jhnen erzeige das Paulus durch den H. Geiſt bezeuget: Es wird der Leib geſaͤet in der zerſtoͤꝛligkeit/ vnd wirdt au fferſtehen in der vnzerſtoͤrligkeit. Er wirdt geſaͤet in vnehꝛ/ vnd wirdt aufferſtehen in herꝛligkeit. Er wirdt geſaͤet in ſchwachheit/ vnd wird aufferſtehen in krafft. Es wirdt geſaͤet ein Natuͤrlicher Leib/ vnd wirdt aufferſtehen ein Geiſtljeher Leib.. Cor 5.424244 Diſes vnd vil anders ſpricht der H. Geiſt gleubigen Eltern ins Hertz/ auff daß fie jrer abgeſtoꝛbnen Kindern wegen/ trawren als Menſchen/ ſich aber auch troͤſten vnd auffrichten/ als Chriſten.. Zum beſchluß mag nutzlich hie vermeldet werden/ das johannes Baptiſta Folengius, von Mantua, in erklaͤrung des 21 Pſalmens Dauid verzeichnet hat. von einem edlen Herꝛen/ deſſen nachkom̃ne Hertzogen zu Mantua worden: der auch im Pabſtum̃ ſich gantz Chriſtenlich ererzeigt hat/ da jhme zwen junge wolgerathene Soͤhn ge ſchwind mit einandern geſtoꝛ ben waren. Die woꝛt kolen. gi laſſen ſich alſo verteutſchen Betrachteſtu das/ wie manchmal/ ohne vrſach arge vñ boßhafftige Burger wider die allerbeſten Mitburger/ die vm den gemeinen Nutz wol verdienet ſeind/ wuͤren vnd toben? Wo dann ſchon durch vns verboꝛgene fürfehung. ynd gericht Gottes/ entweders man fie mb Hab vñ Gut . bringet/ oder ſie ins Elend verweiſet/ gefaͤnglich eynziehet/ oder auch Gott geſchehen laßt, daß fie vmnbracht werden: So konſien fie doch widerum dahin/ von dannen ſie mit ö jrem 2 26 jhrem erlangen vnd Liebe niemalen waren acſche den: nem lich/ u jrem Haupt Jeſu Chriſto ziehen ſie eyn. Wel cher zwar gewoͤlt hat/ daß ſie auff Erden barumb von boßhafftigen Leuten fo vbel gehalten wurden/ damit wie er ſich gehalten hat( in feinem Gehoꝛſam biß in todt des Creutzes) fie ſich auch lehꝛneten verhalten vnd alſo verhoffeten die ewige Ruhe zu erlangen. Den Creutz vnd Leiden iſt der Wege/ durch welchen wir zu Chriſto kommen. Darumb faͤhlen die gar weit vom ziel/ die jnen anderſt den Weg zum Heil bereiten Ich zwar wann ich ien Men ſchen ſihe/ welcher dem widerw er tiger/ mag, miderfirebet/ daſſelbig zu vaſt beweyner⸗ darwid mmurꝛet vnd zuͤrnet/ vnd dem das Gott wider jn verhenget at w. iderſtehet/ eben den ſelbigen Menſchen/ als den ſo en To ö. mit mitleidenden Threhoffe vnd trawer vil ö J acht lagen, der ein zu Mantua/ der ander zu Venedig diß Le6 ſich nicht entfaͤrbet nicht geweynet nichts | den Himel befehuldiget wie aber vil ſ 8 n pflegen zu thun/ auch in vil gerin t: Sonder in Gott beveſtiget hat er nichts igelegen on Zn en er e... 3 icke ynbrünftiger| ban ſegen K e gefunden Betten. Er ſprach aber/ W m . ſeyn/ dann die ſo mir zum Hiebfien ſe| V4 4. K. D ö welchen ich ober alles ehre vnd liebe/ auffopffern/ oder vbergeben? J V wie war diß ein fi o Gottſelige Akt/ welche außbtache. auß einem Hertzen/ das vom Hnnliſchen Feur(der lieb zu Chnſto) hran de. J SFerners ſagte er: Es ſterben auch meine vbrige Kinder es ſterbe mein geliebte Gmahlin,/ es ſterbe auß mein ganz tzes Geſchlechte, ohne hoffnung einiger Nachkoͤmlinger: Wenn allein mein Herze Jeſus hey mir iſt, vnd mir zu huͤlff kommet/ ſo achte ich des andern wenig. Chriſtus hat fur mich vil grauſamers erlitten. Weiters welchem andern/ gen allein Gott/ hab ich liebe Kinder erzeuget? Wer hat mir die gegeben? Hat es nicht Gott gethan? Ich were gar vnbedacht oder vnſinnig/ wann ich jme nicht gut willig widergebe das Depoſitum, das er mir zu bewahren biß auff feine zeit beygeleget vnd vertrawet hat: da doch Gott anglle zeit fo ein milter Gutthaͤter gegen mir geweſen fie Diß hab ich johan Jacob. Gry n æus, mir felbs vñ im einer Haußfrawen Lauintæ Canoniæ zu troſtlicher erinn rung entwoꝛffen/ damit wir vns dem tigten h gewaltiger Hand da vn ſer liebe Tochter Mar „Amandı bofani geweßne Haußframw, wie vo: zelten Ras chel/ ins ewige Leben beruͤfft woꝛdẽ/ im jahꝛ vnſers Herꝛn Jeſu Chriſti 655 die nacht vor dem zwoölfften tag Seprembris, alhte zu Baſel. Daß auch verzeichnete Troſtarticul andern lieben Mitchriſten/ welchen gleiches widerfehꝛt/ dieſelbigen behertzigen möchten, ſeind fie von mir in der Trawerzelt verzeichnet worden, Es hat aber meinem lieben Gott vnd Vatter alſo wolgefallen/ meine lieben Kin der alle biß an das elteſte/ in das ewige Leben zu beruf fen indifer nige, Im jahꝛ Chriſti 3. gab mir Gott im H. Ehſtand .. OD 1 enen * einen Sohn/ Joſua im H. Tauff genen/ den 3.0 nungs. Den hat Gott zu ſich berüfft deſſelbigen Jars/ den 25. Maij: ſtarb mir auff meinen Armen, vnd ligt zu Roͤtelen auff Kirchhof begraben: ſampt ſeinem roßvatter Pn. Ihoma Grynæo ſeligen. II. Im jar 1573 den andern Julij, ward geboꝛn mein Tochter Maria/ zu Roͤtelen: iſt Herꝛn Doctoris Amandi Polani Chfraw worden, im jar 1596. den 35. Novembris: yynd zu Baſel im Herꝛn entſchlaffen/ den 12.-Septembris, im jar 18053 111. Im jar 674 if meine Tochter Sgleme zn Rotes fen geboren/ js EChriſtinonatsz iſ in Chriſts zu Baſel verſcheiden den 209. Jenner/ im jar 99 K ö den; Octobris iſt zu Baſel geboꝛn r Suſanna: iſti im Herꝛen, n,, im ugs. ö jar 1578. iſt zu Dafel geboꝛn mein toͤchterlein . Ena: ſtarb zu J 1582, 25 Mergenssligtauff S, ES Peters; Kirchhof. wi Im jar 1535. 2z Augſtmonate/ iſ geben mein liebes Toͤchterlein Irene: entſchlieffe aber in Ehriſte hie nn Bafel/imjar 1602, 20 Augſtmonats. Vier meiner lieben Töchtern/ Marg/ Salome/ Su .(anna, Irene⸗ ligen beyſamen in des Munſters hinderſtem Creutz ang, nach außweiſung des Epitaphij: vnfer von denen Gräbern, in welchen auff die Aufferſtehun der Gerechten, ſampt vilen andern warten/ meine lich ö Mutter fuͤnff meiner Brüdern(dann der elteſte vnter vns/ M. Iheophilus Grynæus, ruhet zu Siſſach in der Kirchen) nemlich Simon Med. Doqtor, Thobias, TIhomas Timotheus, Bonifacius: vnd zwo ö Magdalena vnd Anna weiland Her Hans K DIS ., e, erhellen n,, ſene Haußefrawen. Der Namen des Herꝛen ſey. in in Cwigfeit,. Amen. N am n ,,. hn. Troſtpuncten/ welche€ er verzeichnet hat nach dem kodllihen ahgang feiner lieben Haußfrawen Maria Gryn win ſeeligen. a Jewol es eine vermehrung des ſchmertens A X iſt/ das jenige zu ſchreiben was vns. SS G thut vnd kuͤmmert: jedoch weilen wir gemei8 6 niglich vns zu friden geben/ wann wi e. DX onſren trewlich vnd beſtan diglich gedencken die wir nicht verloren haben, ſondern die Gott vo: vns auß diſem Jamerthal zu ſich in die ewige Freud berüfft . hat Sintemal int fe chreiben/ wann. wir vnſer gemuͤt vnd ſin an der Perſon haben, die vns in Chriſto inniglich lieb geweſen iſt vnd bleibet/ es ſich anſehen laſſet/ als wann ſie yns wider lebendig wurde: Als hab ich nach meiner lieben Haußekfrawen Maria Gryn in ſeligen abſcheid auß diſer zeit, etwas verzeichnen woöͤllen/ zuvoꝛderſt Gott zu lob⸗/ mir vnd andern zu Chriſtlichem troſt vnd vermahnung. Wae ſoll ich aber anders verzeichnen/ dann die ſtüſck vnd artickel, mit welchen mich der Vatter alles troſis in mei. getroͤſtet vnd geſterckt hat · D ij nachts 3 O9 Znachts ich mich krenckt vnd gremte/ Seufftzt vnd mein bett durch ſchwemte ö. threnen ohne maß/.. ir aͤngſten vnd beſchweren Macht ich mit meinen zehren Mein lager gar pfuͤzwaß. Mein weinen vnd mein flehen Gatt endlich angeſehen/ MVnd das erhoͤret hat: Was ich von jhm begeret Deß hat er mich gewehret Ja meh: dann ich je bat,. J er der Her: vnſer Gotcha n mit in meinem groſe. ſen Leid vilfaltigen Troſt durch ſeinen heiligen Geiſt in ö. ert gefprochen n ö vnterſchiedlichen oꝛde . the en Die andere dehnung han betrachtung jhrer Perſon. meiner ihrn ö J. Die dritte oꝛdnung faſſe et in ſich die ſtůck⸗ welche auß tung meiner Prrſon vnd anderer leidtragen den u, Zroßpunerenf J en/ gerech hteſiet 31 geheiliget ſind/ die wir auch voꝛ allen andern ſachen von vnſerm huñliſchen Vatter begeren vnd begeren ſollen.. Nun der abſcheid meiner Haußfrawen ſeligen iſt mir nach demſelben heilizſten/ welſeſten, gerechteſten vnd al? lerbeſten wolgefallen, willen rath vnd färfehung Gottes begegnet vnd widerfahren. Dann ich ſoll vnd mag wol erkennen, vnſere zeiten ſeyen in der hand Gottes Pſal.z1. äs er der Her: vnſer Gott ſage, Komet wider jhꝛ Menſchenkinder. Pale 3. Ich glaube auch feſtiglich, fo alle haar auff vnſerm Haupt gezehlet find, alſo daß keines auß denſelben außfallet ohne Gottes willen: ſo nicht ein Spatz guff die Erden fallet ohne den willen vnſers Humm ſchen Vatters: vil weniger hat meiner Haußehren abſcheid auß diſem zeitlichen Leben ohne Gottes anoꝛdnung vnd willen geſchehen koͤnnen.. Darum ſol ich denſelben mit gedult auff vñ annem̃en. 11. Was dns von wegen vnſer vilfaltigen vnd groſſen funden als ein vaͤtterliche züchtigung von onſerm Yi ſtltchen Vatter begegnet, das ſollen wir mit g Ich wil den zoꝛn des Her: en tragen, jhn geſundiget. Mich. JJ Der abſcheid ı„ Haußfrawen ſeligen iſt mir von vegen mein er vilfaltigen vnd groſſen ſunden, als ein vaͤtlerliche zuchtigung von meinem Him̃liſchen Vatter be: egnet: vnd ſage deßhalben mit dem Koͤnig vnd Prophedali r is c, Wer kan feine fh ler merckenn den verboꝛgnen ſünden. Bewahre auch knecht vor mutwilligen fanden/ daß fie nicht vber chen: als dann werde ich vollkommen ſeyn/ vnd gan groſſer miſſethat. Vnd Plal 25 v7 Gedender fünden meiner jugend vnd meiner vbertret3 gedenck aber mein nach deiner gnade A vmb . einer w 32 derner güte willen. vnd Pfalz 1. M 5 6 Ich erkenne meine vhertrettungen/ vnd meine fünde iſt ſterts für mir. Dir/ dir allein hab ich geſüͤndiget/ vnd das boͤſe fuͤr deinen Augen gethan: ich bekenne es/ auff daß du gerecht erkendt vnd geprieſen werdeſt in deinen wosten/ vnd rein ſeyeſt/ wenn du richteſt. Sihe in miſſethat bin ich gezeuget/ vnd in ſuͤnden hat mich meine Mutter empfangen.. III. Welches nur eine abſoͤnderung der Seelen von dem Leib iſt/ aber nicht von Gott vnd der Allgemeinen Chriſtlichen Kirchen, daſſelb ſollen wir freilich gedultig, ich auffn enen. Die find zu beklagen vnd zů beweynen, ſo von Gott vnd der Kirchen Gottes abgeſoͤndert ſind/ wie Cain, wie Saul der König in Iſrael/ von welches wegen At rophet Samnel heftig getrawret, wie zu ſehen i b. z. vnd im 16. Capitel v. 1. wie Abſalom, deſter David beweynet hat/ dieweil er erachin fünden verdoꝛben were, wie zu leſen Aber der abſcheid meiner Haußfrawen ſeligen iſt zwar ein abſoͤnderung jhrer Seelen von dem Leib aber nicht von Gott vnd der Allgemeinen Chriſtlichen Kirchen. Dann ſie durch den zeitlichen tod zu Gott ſhrem hoͤchſten Gut erſt naͤher komen, vnd mit jhm meh? vereiniget /als ten kon 33. tiglich auffnemmen, Dann die ehre Gottes ſollen wir hoher ſchetzen als vns ſelbſt vnd alle die vnſern.. Aber der abſcheid meiner lieben Haußfrawen gereichet zu dem allerbeſten zil vnd end/ nemlich zur ehre Gottes, vnd demnach jhꝛ vnd mir zum beſten. Zur Ehre Gottes dienet jhꝛ abſcheid/ dieweil vns Gott durch denſelben beſtetiget/ er ſey vnſer HER vnd Vatter er habe gewalt mit vns zu oꝛdnen was er wil/ er ſey der Geber des zeitlichen lebens/ er fen auch befugt daſſelb zunemmen/ damit er von jederman gefoͤꝛchtet/ geehret vnd angebetten werde. Meiner Haußfrawen dienet jh: Abſcheid darzu, damit ſie von der ſunden gantz vnd gar erledigt mit Gott jhrem höoͤchſten Gut nun vil mehꝛ dañ hie auff Erden vereinigt, oynd der Seligkeit/ welche fie gehoffer, in der that theilhafftig wurde/ wie zuvoꝛ vermeldet. Mir aber dienet hꝛ abſcheid darzu/ daß ich mich vor Gott demůͤtige/ vnd hm je langer je mehꝛ gehoꝛſam ſeye⸗/ auch meine Sterbligkeit ſtets bedencke, meine tage zehlemich vo: der ſuͤnd hüte/ nach der endlichen vereinigung mit Gott, vnd nach der erlangung der vollkom̃enen Sc lig keit ein ſehnlichs verlangen trage.. J Was die vnſern/ die vns lieb ſind zur ruhe gebracht hat auß der vnruhe diſes irꝛdiſchen weſens/ ſie auch vor . dem künfftigen vngluͤck das vber die boͤſe Welt koñen ſolſerꝛettet/ das ſoll vns ja nicht betruͤben vnd bekuͤmmern. Nun meiner lieben Haußframwen abſcheid hat fie zur ruhe gebracht auß der vnruhe diſes ir: diſchen weſens: er hat fie hingenomfien voꝛ den künff tigen drangſalen/ die ge wißlich nicht außbleiben werden/ weil die fünden je Länger je mehꝛ zunennen vnd gehaͤufft werden. Ihꝛ iſt widerfahren/ was Gott dem König Joſia verfprochen 2. Koͤnig. 22.. 20. Sihe ich wil verſchaffen/ daß du zu Dee Vaͤt . tern verſamktet werdeſt/ vnd in dein Grab koĩeſt im frieden/ damit deine augen nicht ſehen alle das boͤſe das ich vber diſen oꝛt bringen wird. Ihꝛi widerfahren was Jeſa. 57. vñ geſchrieben ſtehet; Der Gerecht ſtirbt/ vnd niemand nun mer es zu Bergen, Guthertzige leuth werden hin. genommen/ vnd niemand achtet es/ daß vo? der zukunfft des boͤſen der gerechte hingenommen wirdt, daß die zum friden kommen/ vnd in jhren ſchlaff kaͤmmerlein ruhen die auffrichtig wandeln. Ih iſt widerfahren das man liſet in der Offenbarung Johannis am 14. capitel/ v3 Ich horet eine ſtimme auß dem Hinfiel zu mir ſagen/ Schreibe, Selig ſind die todten, die in dem Herzen ſterben von nun an. Ja/ ſpricht der Geiſt/ auff daß fie ruhen von jhrer ardenn jhre werck folgen jhnen nach.. J Wer dem Herꝛn gelebt vnd dem Herꝛn geſto: ben in gehoꝛſamlich dem Herrn heim? zan wie der Apoſtel Paulus ſtellen/ deſſ alle ſind. D lehret Rona.4.v.7,8,9. Unſer a keiner ſtirbet jhm ſelber. Dann leber Herꝛn: Sterben wir ſo ſterben wi wir leben oder ſterben/ ſo find wir des Herꝛn. Denn darzu. iſt Ehriſtus auch geſtoꝛben vnd aufferſtanden/ vnd wider lebendig woꝛden, daße er vber todte vnd lebendige herꝛſche. Run hat meine Hauffraw ſeln gen dem Herzen gelebt, yn dem Herꝛen iſt fie geſtoꝛben, dieweil ſie noch in mut+ terlei vnd demnach im heiligen Tauff Gott dem Hern ö. von jhren liehen Eltern auff geoyff rt woꝛden, di em eil fie gefelligen:,. Darumb gebnet mi/ daß ich jhres abſcheids halber a| friden ſey/ vnd dem Herꝛn die ehre gehe/ deſſen wir freilich alle ſnd... Sn 35;. VII Deſſen abſcheid auß diſer Welt an einem ſolchen oꝛth geſchehen, da er in der heiligen Gemein Gottes ges weſen, vnd bey den ſeinigen/ die jhn hertzlich geliebet/ vnd von jhnen in feiner kranckheit alle han dreichung vñ troſtlich zuſprechen gehabt: derſelb ſoll mit Chriſtlicher beſcheidenheit vnd gedult betrawret werden. Die an ſolchen vos ien ſterben da die abgoͤtterey oder falſche jrꝛige Lehren im ſchwang gehen/ da man von boͤſen leuten im Gewiſſen bes befümmert im Glauben ire gemacht wirdt/ oder ſonſt kein huͤlff, kein troſt von niemanden hat/ die ſelben find wol zu beklagen. JJ Aher meiner Haußfrawen ſeligen hat die barmhertzigkeit Gottes verlichen, daß fie jhꝛ zeitlich leben geendet in einer Chriſtlichen Statt, da Gott feine heilige Gemeine hat/ bey den jhrigen denen fie hertzlich lieb geweſen/ die öỹÿjhrer trewlich mit wartung rath vnd that/ mit zu ſprechen | nd BülfFeroftlich zu ſeyn ſich befliſſen. Es iſt an jhꝛ erfurller worden das fie auß dem 23. Pfalm v. 6. mit hert und mwmund offt vñ dick geſagt: Gutes vnd barmhertzi gkeit wer|. den mir folgen mein lebenlang/ vnd ich wird bleiben im auß des Hern ijſerdar. Vnd Pſal. 26. v. 5 Her: ich habe lieb die ſtaͤtte deines Hauſes/ vnd den oꝛt der wohnung deiner ehren. Reiß meine ſeele nicht hin mit den ſuͤndern, noch mein leben mit den blutduͤrſtigen/ welche mit vboſen lücken vmbgehen/ vñ derer hand voll raubgeſchenck iſt. Vnd auß dein Pſalm. 27, v. 4. Eins hab ich vom Herrn gebetten das begere ich/ daß ich im hauß des Herꝛn bleiben möge die tag meines lebens/ anzuſchawen die liebligkeit vnd nachzufragen in ſeinem Tempel. Vnd das BPſal. 3 6.0.8,9,10. ſtehet/ Wie thewer iſt deine güte o Gott d menſchenkinder vnter dem ſchatten deiner flügel yhre zuverſicht haben Sie werden er ſettiget von der fettigö 36.€ h keit 36 ö keit deines hauſes/ vnd auß dem ſtrom dein er wollüſten traͤnckeſtu fie. Dann bey dir iſt die quelle des lebens: in Det nem lie ht laß uns das Hecht fehen. Was ſie von Gott begeret hat/ deſſen hat er fie geweret/ vnd hat fie biß an jhꝛ end in ſeiner heiligen Kirch erhalten VIII. Welches menſchen abſcheid zu ſolcher zeit geſchehen/ da er in feinem beruff gewefen/ darzu jhn Gott verordnet/ vnd deßhalben jhm an feiner ſeligkeit nicht kan ſchaden: deßſelben halben ſoll man ſich nicht Heidniſcher d, 2 Nun aber iſt der abſcheid mein er haußfrawen ſeligen zu ſolcher zeit geſchehen da fie in kindsnothen gelegen vnd zur geburt gearbeitet, vnd alſo in ſhrem beruff geweſenhalben ſolcher abſeh eid an jhrer ſeligkeit keinen ngen ms Man hat ſich diß fals jrethalben zu troͤf alm. 1. 11. gelehret wirdt: Er wird ſeinen Engeln befehl thun von dir, daß ſie dich bewahren auff allen deinen wegen. Es iſt aber gewiß lich wahr/ daß. Gott feine heilige Engel als dienſtbare geiſter auß ſendet zum dienſt vmb deren willen die ererben ſollen die Seligkeit/ Hebr. 1. v. 4. nicht allein im leben/ ſondern auch im tod da fie dann die ſeelen der wahꝛgleubigen in die Him̃liſche freud tragen/ wie das exempel Lazari anzeigt/ Luce. J 1X. Welches menſchen abſcheid auß diſer welt ohne gewaltſame vnd abſchewliche mittel vnd zufaͤlle gefche hen/ denſelben foll man gebürkicher maß/ welche nicht wider den willen Gottes ſtreitet/ betrag wren. Nun iſt zwar meiner lieben haußfrawen ſeligẽ abſcheid auß diſem irꝛdiſchen leben/ klaͤglich vnd ſchmertzlich ge ſchehen als fie zur geburt gearbeitet, vnd darüber jhren geiſt auff geben. Aber das ſoll mich doch i, nicht 37 nicht von boͤſen menſchen/ wie es in kriegen pflegt zu ges ſchehen/ genotzuͤchtiget vnd jaͤmerlich vmbgebracht/ oder ſonſt geſtoꝛben eines abſchewlichen tods/ der einer weib sperſon nicht rhůmlich. Das weib Dathans wie auch des Abirams iſt ſampt jhnen erſchrecklich in fünden von der Erden verſchluckt woꝛden/ Namer. 6. Das Midianitiſche weib welches Pinchas der prieſter ſampt dem Iſraelitiſchen mann in jhrer ſund erſtochen/ iſt eins ſ chaͤndtlichen vnd abſchewlichen tods geſtoꝛben. NJum. 25. S9. Das Leuitiſche weib welches die gottloſen leut auß den Benjaminiten zu Gibea die gantze nacht genotzuͤchtiget if ammerlich geſtoꝛben, davon im buch der Richter am 19 vnd 20. capitel. Voꝛ ſolchem vnd dergleichen ellendiglichem tod hat der guͤtige Gott meine haußfram gnediglich behuͤtet. Derhalben ich wol erkennen mag/ daß ich den Herꝛn meinen Gott mit mein er gedult heiligen vnd preiſen f oll. X. Welche in jhrem abſcheid auß diſer zeit nicht verdoꝛben/ ſondern nur entſchlaffen/ vnd andern heilig en/ die Gott wolgefallen /a Chriſto dem Herꝛn ſelbs gleich wor den/ ober denſelben ſoll man nicht vnmaͤſſiglich trawren. Dann man ſell ſich ſterts deſſen erinnern das der heilige Apoſtel Paulus ſagt! Th eſſ 4. v. 3. Ich wil aber nicht/ lieben brüder, daß ſhꝛ nicht willen ſoltẽt von denen die da entſchlaffen ſind auff daß ſhꝛ nicht trawret/ wie die andern die keine hoffnung haben... Nun iſt zwar meiner haußfrawen ſeligen abſcheid ein ſchwerer kampff geweſen/ in welchem ſie als ein Chriſtin gekaͤmpffet/ Er if aber in warheit auch ein ſchlaff/ mit welchem ſie in Herın entſchlaffen.. SPbꝛabſcheid hat fie der heiligt Rachel gleich gema chtdie auch in kindsnoͤthen ſhren geiſt auff geben/ davon im * apitel des erſten bucht Moſis. Ja ſie iſt gleichfoͤꝛmig . E ij woꝛden \ 38 woꝛden dem cbenbild des Sohns Gottes vnſers Herꝛn Chriſti. Was koͤnnen wir für ein groſſern vn beſten digern troſt haben/ dean daß auch Chriſtus nach dem fleiſch ge ſtoꝛben iſt? So mag ich wol erkenn en/ daß ich vber demſelbigen nicht vnmaͤſſiglich trawren ſolle. w XI. Deſſen abſcheid auß diſem jam̃erthal ein theil der toͤdung des alten Menſchen iſt/ die gantz nothwendig iſt zur vollkommenheit der Widergeburt zum ewigen Leben: denſelben ſoll man mit Chriſtlicher gedult vnd gebuͤrendes beſcheidenheit betrawren. Denn fleiſch vnd blut kan das Reich Gottes nicht ererben, auch wird die zerſtöͤzlig= keit nicht erbẽ die vnzerſtoͤrligkeit/ wie Paulus lehrt 1. Co15.50. Darumb muß ein verwandlung nf ers zerſtoͤꝛs geſchehen entweder durch den zeitlichen tod [che denen widerfahren wird riſti noch auff Erden ſeyn Nun iſt meiner lieben haußframw cheid auß diſen arbeitſeligen leben/ ja freilich ein theil der koͤdung des ale ten Menſchen geweſen/ ohn welche fie die vollkom̃ene widergeburt zum ewigen Leben nicht hette erlangen mogen. Wir wiſſen daß es ein Änderung mit vns geben muß nach dnung Gottes. Wir wiſſen/ daß wenn vnſer ins diſch hauß diſer hütten zerbrochen wird/ wir einen baw von Gott haben/ nemlich ein hauß nicht mit handen ges macht/ das ewig iſt im Himmel, Dann deß wegen ſeufftzen wir, vnd haben ein verlangen mit vnſerer behauſung die vom Himiel iſt, vberkleidet zu werden. So doch wo wir b⸗kleidel vnd nicht bloß werden er funde zen. Dann die wir in diſer Hütten find, ſeufftzen a wir beſchweret find/ dieweil wir nicht wollen entkteid et, ſondern vberkleidet werden/ auff daß das ſterbliche verſchlungen werde ..; von .. K von dem Leben. Der vns aber zu diſem bereitet hat/ das iſt Gott /der vns auch das pfand des Geiſtes gegebẽ hat/ wie der heilige Apoſtel Paulus ſagt 2. Corinth. 5. v. 1.23, 5. Darauß folget nun/ daß ich auch meine Seele mit gedult bewahren ſoll/ und Gottes heimſuchung demütig vñ gehoꝛſamlich auffnem̃en/ vñ Gott in diſem feinem werckwie in allen andern/ loben vnd preifen. _ if her ſind die Troſtpuncten der erſten oꝛd nung. Die andere oꝛdnung haltet in ſich die ſtuck Chriſtliches troſts, welche auß betrachtung der Perſon meiner lieben Haußfrawen herflieſſen/ wie es mit jhꝛ für ein geſtalt gehabt in diſem Leben/ wie es jetzt/ wie ich trawe als ein Ehriſt/ mit jhꝛ beſchaffen/ vnd wie es künfftig mit jhꝛ fur ein zuſtand haben werde.. hre beſchaff enh eit in diſem Leben/ beydes in denen ſachen welche jhꝛ die gnad Gottes verliehen hat in ewigen vnd zeit lichen Gutthaten/ vñ in der beſtimmung des Termins jhres zeitlichen Lebens wie auch in den letſten tagen mit welchen ſie diß Leben geendet, eröffnet folgende nnen, J Wer zum ewigen eben in Chriſto erwehlt iſt che der Welt grund gelegt war wem Chriſtus der Her: geboren wer durch jhn erloßt, in fein Gnadenreich krafftiglich be dem wahren lebendigmachenden Glauben beabt/ voꝛ Gottes Gericht durch den gehoꝛſam Chriſti gerecht geſchetzt durch den heiligen Geiſt widergeboꝛen vnd geheiliget, mit der hoffnung der Aufferſtendnuß des fleiſches von den todten/ vnd des ewigen Lebens geſterckt iſt: deſſelben abſcheid auß diſem Leben ſoll man nicht vngebuͤrlicher weiß beklagen, wie die weiden thun/ die keine nung haben. HaußRun verttauwt ich veſtiglich, auch meine liehe 40 ‚Haußfram ſelige ſey zum eivigen Leben in Ehriſto erwehlt che der Welt grund gelegt war/ auch jhꝛ ſey Chriſtus der Hrerꝛ geboren/ auch fie ſehe durch jhn erlößt in fein Gnadenreich kraͤfftiglich berüfft/ mit dem wahren lebendigmachenden Glauben begabt, vo: Gottes gericht durch den gehoꝛſam Chriſti gerecht geſchetzt⸗ durch den heiligen Geiſt widergeboren vnd geheiliget/ mit der hoffnung der Aufferſtendtnuß des fleiſches von den todten vnd des ewigen Lebens geſtercket woꝛden. 5 Dann wie man auß der Frucht den Baum erkent: alſo hat man auß jhꝛen früchten vnd taglichen reden vnd wercken fie auch wol vnd eigentlich erkennen moͤgen/ von welchen ich mit der warheit zeugen kan als der ich mit jhꝛ nach dem willen Gottes gelebt, vnd eigentlich auff ſhre in vnd laſſen geachtet habe. Nun kan ich das vo? tt le ding bekandt ſind/ ſhme zu Loh vnd ehren, vnd mir in meinem Leid zu troſt/ v erjaͤhen/ daß jhre fruͤchte /jhre reden vnd werck genugſam jre znadenwahl/ kraͤfftigen Beruff zu Ehriſto/ Gemeinſ⸗ chafft mit jhm/ Glauben Gerechtſchetzung vnd Heiligung vnd die Hoffnung des Ewigen lebens bezeugt haben/ in allem was ſie gegen Gott vnd gegen dem Nechſten/ vnd endtlich jhꝛ ſelbs zu erzeigen ſchuldig geweſen. V Was den Hern vnſern Gott belangt/ hat fie ſich gewißlich durch die gnad die jhꝛ verliehen war/ befliſſen jhme zu gefallen/ ſie hat jhꝛ vertrawen auff jhn geſetzt/ hn allein für hh: hoͤchſtes Gut erkenn et vnd gehalten jhn geliebt, gefürchtet/ geehret mit wahrer Demut/ an dachtiger anhoͤrung/ Leſ ung vn betrachtung des Worts Gottes täg licher anrüffung Gottes vnd danckſagung für feine gute thaten vnd bekandtnuß jhres Chriſtliches glaubens.. ‚fie ſich dann auch ohn vnterlaß Jeſu re n,. ;. * ſers einigen getrewen Heilands vnd Seligmachers getroͤſtet/ daß ſie beyde in leben vnd in ſterben nicht jhr/ ſondern fein eigen ſeye/ der mit feinem thewren blut für alle re ſun den vollföritlich bezah let, vnd fie auß allem gewalt des Teuffels erlsſet habe vnd alſo bewahre/ daß ohne den willen vnſers Vatters im Huftel kein haar von ſhrem haupt koͤnne fallen/ ja auch jhꝛ alles zu jhrer S eligkeit dienen můſſe: Darumh er ſie auch durch feinen heiligen Geiſt des ewigen Lebens verſtchere/ vnd jhm foꝛthin zu leben von Hertzen willig vnd bereit mache. Diſes hat ſie zu jhrem troſt offt widerholet. Wann ſie durch Leibs ſchwachheit nicht verhindert woꝛden/ hat fie die offentliche Predigen vnd verſamlungen des Volcks Gottes nicht verſaumpt. Wie ſie dann auch den brauch des heiligen Abendmals/ wann daſſelb in der Gemein Gottes gehalten woꝛden/ nicht vnderlaſſen/ damit ſie den Tod Ehriſti jhres Erloͤſers vnd Seligmachers danckbarlich verkündigte/ vnd den Gnadenbund mit Gott ernewerte/ in welchem ſie durch den heiligen Tauff auffgenommen geweſen vnd ſhren Glauben Liebe vnd Hoffnung mit andern Glaͤubigen bezeugete. Zu hauß hat ſie alle tage entweders allein/ oder mit mir vnd dem Haußgeſind zu moꝛgen vnd zu nachts wie auch zu andern zeiten des tags/ nach dem es Gott verliehen hat jhr gebett zu Gott verꝛichtet: in heilt ger Goͤttlicher Schrifft/ im Catechiſmo/ vnd Marthrerbuch vnd andern nutzlichen Buͤchern mit leſen jhꝛ vbung gehabt: von Goͤttlich en ſachen gerne gefragt vnd ſich mit mir vnterꝛedet/ ſonderlich wenn ſie etwas geleſen oder gehozt/ das ſie nicht verſtanden. Ich bin niemalen kommen/ wann ich gefragt hab/ ob wir mit einander betten vnd lefen woͤlten, daß ſie nicht bereitwillig darzu geweſen weredavon hat fie ſich keine Haußgeſchaͤfft abhindern laſſen/ J 9. F welches dern Leuten. k welches mir fuͤrwar ein groſſer troſt vnd frewd geweſen. Ihre gedult vnd gehoꝛſam gegen Gott hat fie wie einer Thriſtin geburt, erzeiget in jrer ſchweren vnd ſchmertzlichen krankheit, die ſie im erſten jahr vnſerer Ehe außgeſtanden/ wie auch in hertzlicher betrüͤbnuß von wegen des toͤdlichen abgangs jhrer lieben ſchweſter Salome/ welche im Jar 1507 den 20 Januarij auß diſer Welt von Chriſto berüfft worden/ auch hernach in vil groͤſſer betruͤbnuß von wegen des vaſt hitzigen Febers vnd darauff folgenden abſcheids jhrer vaſt lichen ſchweſter Frene, welche im Jar 1602 den 20 Augſtmon. der guͤtig Gott auß diſem jamnlerWas jhren Nechſten belangt hat fie jederzeit ſich alſo/ es die wahre vnd ohngeferbte Chriſtliche liebe, gehe: . nd demut erfoꝛdert verhalten gegen jhre liebe El1 gen mir, gegen jhren ſehweſtern vnd verwandten/ zegen dem haußgeſind gegen den nachbawren vnd anIhre liebe Eltern hat fie gewiß lich in hohem werth gehalten,(onen alle gebůrende ehr bewieſen, fie hertzlich gelieht/ Gott für ſie alle tag trewlich angeruͤfft/ jhnen allen gehoꝛſam vnd kindtliche trewe nach jhrem hoͤchſten vermoͤgen erzeiget fie begert zu erfrewen, ſich gefürchtet fie zu erzuͤrnen. Sie hat ſich ſo nderlich jrer lieben Mutter ge frewet/ vnd jhꝛ begert in allweg troſtlich zu fayrı. Wie fie ſich gegen mir jhrem Ehemann verhalten kan ich ohne ſchmertzen vnd threnen nicht verzeichnen. Dann die betrachtung jhrer from̃keit vnd Gottſeligkeit/ durch welche fie getrieben woꝛden meines geberts zu Gott gehülffin/ vnd das fuͤrtrefflichſte theil der Haußkirchen ſeyn/ ſo wol die betrachtung ſres gantz trewen Herten ohngeferbten/ auffrichtigen/ beſtendigen chlichen lieb H 43. gen mir/ die betrachtung jrer ſoꝛg die fie ſtets für meine geſundheit vnd wolſtand getragen/ bricht mir mein Hertz daß es in mir trawret vnd weynet/ vnd mag wol ſagen wie David im 119. Pſalm v.28. Meine ſeele treufft voꝛ bes truͤbnuß. Dieweil es Gott gefallen/ vnd meiner gnedigen Vberkeit in diſer Ehriſtlichen Statt Baſel ſampt einer Ehꝛwirdigen Regen in der loblichen Vniverſitet geliebet/ mich zur Theologiſchen Profeſſion vnd erklaͤrung der heiligen Schrifft vnd andern Theologiſchen vbungen zu beruͤffen/ vnd aber diſer mein dienſt zur betrachtung des Woꝛts Gottes, zu den Diſputationen zu verfertigung nothwendiger Schrifften/ welche mir der HC RR vnſer Gott in ſinn gegeben für mich zu nenen: Als hab ich der Haußhaltung mich nicht annemnen koͤnnen. Aber meine liebe Haußfraw ſelige hat mir dieſelbe mühe allerdings abgenommen die gantze Haußhaltung mit guter fuͤrſichtigkeit/ mit vnverdroſſenem fleiß/ mit rechter trewe verſehen/ alſo daß ich keine ſoꝛg haben doͤꝛffen. Welches er that geſpuͤret vnd erfahren/ daß Gott bey jh were vnd alles vnder jhren Händen reichlich ſegnete. Sie hat die gantze zeit vnſerer Che fridlich mit mir gelebt/ alſo daß fie fich mit mir niemalen verſunet/ dann wir durch Gottes gnedige regirung vnd verleihung niemaln vneins vnd zu yvnfriden woꝛden. Sie iſt mir ein troſt geweſen in meinem geroſſen kummer/ den ich etlich jar einander nach gehabt/ da ein betruͤbnuß vber die ander mir zukom̃en von wegen der verlaͤſterung der Goͤttlichen warheit/ ſo in vnſern Ges. meinden vnd Schulen gelehꝛt wird/ von wegen des trawgen zuſtands meines geliebten Vatterlands/ von wegen Kine Gefreundten vilfaltigen ſchadens vnd gefahꝛ fo litten/ von wegẽ des tödlichen abgangs meiner hoch. F ij hhrenden ehrenden Fraw Mutter/ Hertha Kominin/ welche den 12. Septembris des alten/ oder den 22. Sept. des newen Calenders des verfloſſenen 1624 ſahꝛs im HERRN entſ⸗ tſchlaffen damit ich jetzt anderer ſachen geſchweige. In ſumma/ Gott hat mich an jhꝛ erfahren laſſen/ was er von einer froinen vnd tugendreichen Chefrawen durch feinen Geiſt in Sprich woͤꝛtern Salomons am ein vnd dreiſſigſten capitel verzeichnen laſſen. Gegen jhren lieben Schweſtern vnd andern gehend ten iſt 6 natürliche zuneigung auffrichtig/ vnd durch den Geiſt Gottes alſo geheiligt geweſen/ daß fie jhnen von grund jres Hertzen alles guts gegunnet/ gewůnſ cht/ vnd allwegen fo vil jhꝛ muͤglich gewefen/ erwieſen: vnemigkeit ehaſſet vñ geflohen dahin geſehen daß alle zuſamen hielgegen einander alle freundtſchafft vbeten.. find hat fie embſiglich zur foꝛcht Got tes zur befuchung der Predigẽ/ zur anhoͤrung des Woꝛts Gottes, zum gebett vnd der danck ſagung gegen Gott/ zu einem Chriſtlichen wandel fo mit vermahnung als mit jrem eignen exempel gewieſen/ Ihnen ſelbs taglich auß heiliger Goͤttlicher Schrifft geleſen/ oder die dien ſte fo es gekoͤnt/ leſen laſſen/ Hat ſie zur haußarbeit fleiſſig ange. ö. muͤſſiggange/ von der hoffart/ vom zancken/ von vnnoͤtigem geſchwaͤtzvnd andern laſtern abgehalten in en jhren lohn/ vnd was jnen ſonſt Gott beſcheret/ helffen zu ehren zichen/ jnen zu nothwendigen Kleidern gern geholffen/ wann ſie anders folgen wollen, Kurtz zu ſagenſiehats mit dem Haußegeſind gut vñ Chriſtlich gemeint. Gegen den Nachbawren hat fie ſich alſo erzeiget/ daß ſie fie alle geliebt habẽ vnd ſich jrer gefrewet. Das weiß ich/ d fie ſich befliſſen/ ſo vil an jren war/ damit friden vnter all , wurde als die ſtets in jremh hertzẽ behalten var . 45 in jrem Mund gehabt was vnſer Herz Chriſtus Matth. Fſagt/ Selig find die fridfertigen/ deñ fie werden Gottes kinder heiſſen. Inen zu dienen iſt fie nach jrem vermögen willig/ in geſpraͤchen mit jnen freundtlich geweſen/ wie fie dann auch ſich befliſſen zu nutzlichen erbawlichen geſpꝛaͤchen vrſach zu geben vnd zu nemmen. Der Armen hat ſie ſich gern vnd trewlich angenommen, jnen geholffen mit ratb/ that vnd troſt/ fo vil jhꝛ die gnad vnd barmhertzigkeit Gottes verliehen.. Was endtlich fie ſelbs für jh: Perſon belangt/ hat ſie ſich mit tugenden/ fo an einer Ehrenfrawen ſchn ſollen⸗/ durch die verleihung des Geiſts Gottes gezieret: ſie hat ſich ſelbs nicht hoch geſchetzt ⸗ ſondern in Chriſtlicher demut/ ſanfftmut/ ſtillem eyngezogenen weſen jhꝛ leben zugebracht/ darzu fie ſich ſelbs ſtets ermahnet mit dem be: hl vnd exempel Chriſti vnſers Herꝛn/ deſſen vermahnung ſie offt vnd vil angezogen auß dem eilfften capıtel Matthei: Kommet zu mir alle die jh: muͤhſ⸗ elig vnd bel den ſeyt/ ich wil euch erquicken. Nemmer auff euch mein joch vnd lernet von mir/ denn ich bin ſanfftmntig vnd von heren demütig, fo werder jh ruhe finden für wre Sec, len/ dann mein joch iſt ſanfft/ vnd mein Laſt iſt leicht. In ihren fehwachheiten vnd fünden deren wir all in diſem Leben vnderwoꝛffen hat fie Fb: ſelbs nicht gwunnen gegeben ſondern dieſelben offtermals beklagt/ vnd ſie täglich Gott abgebetten..t ö Der geſtalt find jhre frucht beſchaffen geweſen daß fie von jrer ewigen Gnaden wahl in Chriſto/ von jrein kraͤff tigen beruff/ von jhrem Glauben in Ehriſtum, von jhrer gerechtſchetzung vo: Gott auß gnaden, von jhrer widergehurt vnd heiligung/ von jrer vnweiffelichen hoffnung pilfaltige kundſchafft gehen. w ). 46. Se Darumb ich dann jhren abſcheid auß diſer welt nicht ſoll Heidniſcher weiß betrawren vnd beklagen.. Der ander Troſtpun ct in der andern oꝛdnung iſt die beſtimmung des termins jhres zeitlichen lebens. Welchem Gott der HE Rin deſſen gewalt alles iſt/ nach ſeinem heiligen willen von ewigkeit her den termin des zeitlichen lebens alſo geſetzt hat/ daß er jhn nicht vberſchreiten kan: deſſen toͤdlichen abgang ſollen wir durch gehoꝛſam des glaubens mit gedult vertragen. A Nun iſt gewiß daß einem jeden Menſchen Gott der Herꝛ/ in deſſen Macht alles ſteh et, nach ſeinem weiſeſten ynd heiligſten rath von ewigkeit haͤr den termin des zeitlichen lebens alſo beſtinfit hat daß er denſelben nicht vberge. Diß bezeuget Job am 12 cap. v. 0,0. Wer hat allem dem/ daß diſes die hand Gottes ele iſt alles deſſen was lebt/ vnd der geſſt ſches. Vnd am i capitel, v Dem menſchen find feine tage gantz gnaw beſtimmet vnd gleich ſam ahgeſchnittem die zahl ſeiner monat iſt bey dir: Du haft jhm ein ziel gemacht, darüber er nicht kommen kan. Dlß erkennt David, vnd ſpricht im zi Pſalmm zu dem Herꝛn, Du biſt mein Gott in deiner hand fü meine zeſten, zu dem ſo die haar vnſers haupts von Gott alle gezehlt ſind/ wie vn ſer Her: Chriſtus bezeuget Matt. “ 40.90.30 Luc, ä. wie vil mehꝛ die tage vn ſers Lebens? Diſes hab ich auch von meiner Haußefrawen ſeligen zu gedencken/ daß derſelben jhꝛ termin von Gott veroꝛdnet, den ſie nicht vbergehen koͤnnen noch ſollen. Ich weiß daß "fie ein menfch vnd deßhalben ſterblich geboren: das iſt gemein mit allen menſchen/ daß fie den weg alles fleiſche gehen ſollen: ja es iſt jhꝛ gemein mit Chriſto daß ſie geſt. ben. Vnd jhꝛ zwar war es nothwendig daß fl ö. Chriſto aber war es micht ö dann nur vmb vn⸗. ſert willen. Der dritte Troſtpunct: in der andern ordnung iſt die Bereitung zu einem felgen abſcheid. Welcher Menſch ſteh jederzeit ruͤſtet vnd bereitet zu ei . ö ſeligen abſcheid auß diſer welt/ alſo daß er mit inner · licher frewde/ die er in feinem Hertz en empfindet/ vnd mit , troſt des heiligen Geiſtes in wahrem Glauben an Jeſum Ehriſtum den ein gen Erloͤſer vnd Heiland diß zeitlich leben endet/ vnd durch den leiblichen tod zum ewigen eben durch dringet⸗ deſſ elben halben ſoll man ſich in Chriſto fein troͤſten. Die jenigen ſind ſehꝛ zu beweynen vnd zu beklagen die in jhren ſuͤnden/ in ver weiſlung an der gnad Gottes, im vnglauben dahin ſterben wie das vnvernunfftig Vieh/ vnd mit leib vnd ſeel verderben. Nun aber hab ich an meiner Haußfrawen ſeligen diß geſpůrt vnd wargenommen/ daß fie ſich jederzeit zu einem ſeligen abſcheid auß diſer welt geruͤſtet vnd bereitet hat. ann wiewol ie zu, ö Bo n zu mir.... r dem tode ich foͤꝛchte mir aber nicht/ dann ich iß daß mir ö nichts ſchade kan/ welchen mir Chridurch feinen tod geheiligt hat. Was ſie in Predigen/ leſung der heiligen S chrifft oder geſpraͤchen gehoꝛt⸗/ in der Bibel geleſen das wider den tod vns troͤat fie daſſelb mit ſonderm fleiß gefaßt: vnd ſonfo offt fie die Hiſtorj vom leiden vnd erben vnſers n Jeſu Ehr ſelbs geleſen oder hoͤren leſen. Wie ſie 48; dann auch ſonſten was zu Chriſtlicher fchz/ warnung/ vermahnung vnd troſt vns furgeſtellt iſt/ fein behalten/ vñ daſſelbe bey jhrer lieben Mutter wann fie einander bes ſucht/ hat zu widerholen pflegen. Wann man jhꝛ zu zeiten angezeigt hat/ daß irgend eine fraw an einem lind geſtoꝛben/ hat ſie es gar ſtarck zu gemuͤt gefaßt vnd geſagt/ Es werde jhꝛ auch alſo gehen. Nachmals aber wenn fie getroſtet/ vnd jhꝛ ſolche ſchwere vnd trawrige gedancken außgeredt woꝛden/ hat fie geſagt/ Es mache es Gott mit jhꝛ wie er wölle/ ſeye fie wol zu frieden fie beſehle ſich jhme. Auß vnderſchiedlichen Pſalmen hat fie jhꝛ ſelbs zu troſt offtermals die ſchoͤneſten ſpruͤch angezogen/ wie auch auß dem Newen Teſtament. Den achten tag Septembris oder Herbſtmongt/ welcher war an eint Sontag/ hat ſie nach eingenonſenem groſſen ſchrecken von wegẽ eines ſchweren Puͤffets fo in jhrer gegenwart vmbgefallen/ ſich gar zu bett gelegt/ ſich je länger je vbler an jhrem Leib empfunden/ faſt keine ſpeiſe mehꝛ behalten vñ nicht ſchlaffen konnen/ wiewol ſie etlich mal geſagt/ Mein hertz ſchlaffert in mir/ ich wolt gerne ein wenig ſchlaffen/ wenn ich nur koͤ/ te. Man hat nach vnd neben der anrüffung der huͤlff Gottes/ trewer Artzte rath gepflegt/ vnd nach dem es Gott vers liehen hat/ gebraucht was man gerathen/ vñ konnen brauchen. Als die ſchwachheit des leibs zugenommen/ hat ſie dick vnd offt geſagt/ Ich foͤrchte mir nicht für dem todder HERRN iſt mein liecht vnd mein heil/ für wem ſol ich mich foͤꝛchten? der Her: iſt meines lebens krafft/ fuͤr wem 1 ſolt mir grawen? Auß dem ſiben vnd zwantzigſten Pſalm. Item auß dem drittẽ Pſalm hat ſie diſen vers angezogen.. Mit herzlicher begier Schrey ich o HE RR zu dir/. Dir meine noth thu klagen/ Kö Vnd , 49 MVnd du erhoͤreſt mich Auß Sion gnediglich/. Thuſt mir kein huͤlff verſagen.. Item auß dem 16. Pſalm: Der HERR if mein erbtheil. Item auß dem 3 Pſalm. Ob ich ſchon wandlen müßte im ſinſtern thal des todes fo foͤꝛchte ich kein vnglůͤck: denn du biſt bey mir/ dein ſtecken vnd ſtab troͤſten mich. Item auß dem so. Pſalm: Ruͤffe mich an in der noth/ ſagt Gott/ fo wil ich dich erhoͤren/ vnd du wirſt mich preiſen. Die gane zeit als wir miteinander gelebt/ hat fie offt wideraͤffert die erſte frag auß dem Heidelbergiſchen Catechiſmo: Diß iſt mein einiger troſt im leben vnd im ſterben/ daß ich mit leib vnd ſeel/ beyde im leben vnd im ſterben nicht mein? ſondern meines getrewẽ Heilands Jeſu Chriſti eigen bin/ der mit ſeinem thewren blut fuͤr alle meine ſuͤnden vollkoͤm lich bezahlet/ vnd mich auß allem gewalt des Teuffels erloͤſet hat/ vnd alſo bewahret/ daß ohne den willen meines Vatters im Himel kein haar von meinem haupt kan fallen/ ja auch mir alles zu meiner Seligkeit dienen muß. Darumb er mich auch durch feinen heilige Geiſt des ewigen Lebens verſichert/ vnd jhm foꝛthin zu leben von herz ten willig vnd bereit macht. Gleicher geſtalt hat fie ſich ſelbs zu troͤſten ſchoͤne ſpruͤche auß dem Newen Teſtament pflegen anzuziehen/ darunder auch diſer: Es ſagt vnſer Her Chriſtus/ Kommet zu mir alle die jhꝛ muͤhſelig vnd beladen ſeyt/ Ich wil euch erquicken. Item/ Leben wir/ ſo leben wir dem HERRN: Sterben wir/ fo ſterben wir dem Herꝛn: wir leben oder ſterben/ ſo ſind wir des Herꝛn. Item/ Chriſtus iſt beyde im Leben vnd im ſterben mein gewin. Das achte Capitel der Epiſtel des heiligen Pauli an die Roͤmer iſt jhꝛ ſonderlich troͤſtlich geweſen/ welches fie außwendig gern erzehlt.;. so Das troͤſtet mich fehz, daß jhꝛ nichts angen em̃ers habe ſeyn koͤnnen/ als wann ich von Chriſto vnſerm Herꝛn mit jhꝛ geredet/ von vnſer Gnaden wahl in hm, von vnſerm kraͤfftigen beruff in jhm durch den heiligen Geiſt von vnferer gerechtwerdung oder gerechtſchetzung vo: Gott/ von vn ſerer widergeburt vñ heiligung/ vom Chriſtlichen troſt in vn ſern widerwertigkeiten vnd drangſalen/ vnd endtlichen im tod. Kö. Den eilfften Septembris nach Mittag hat ſie zu ruhen begert/ vnd hat ohn gefahꝛ drey ſtunden geſchlaffen/ Aber nach dem ſchlaff gar matt vnd ſchwach ſich befunden welches man vermeynet/ ſeye dahaͤr kommen/ dieweil fie. lange nicht geſchlaffen... Nach den achten znachts war ſie auß dem Bett auffgeſtan e,. zu nemmen/ vnd dieweil ſie gar habe ich ſie in meinen armen gehalten/ damit ſie das ſitzen baß erzeugen koͤndte. Nicht lang hernach find ſie die Kinds wehe ankommen/ darumh man deñ ohnverzugenlich jre liebe Eltern vnd hernachmals die Hebam̃ vñ andere Ehrenfrawen geholet/ die dañ williglich erſchienen/ vñ alles was muͤglich geweſen/ trewlich bey jr gethan. Sie hat jhrer ſelbs nicht geſchonet/ ſondern damit ſie das Kind auff die Welt braͤchte/ ſtarck gearbeitet/ daruber ſie in ein ſchwere ohnmacht gefallen/ in welcher man jh; mit allem was muͤglich geweſen zu hůlff kommen: vnd als das Kind jedoch ſchon tod von jhren kommen/ in derſelben ohnmacht jhren geiſt Chriſto jrem Erloͤſer auff geben vmb drey vhꝛ gegen moꝛgen/ vnd iſt alſo in Chriſto in den ſie geglaubt, den ſie geliebt/ deſſen fie ſich inniglich ge,,, 22T Gott hatte es zwar voꝛ meinen augen verboꝛgen/ daß ſihꝛ ſterbſtündlein voꝛhanden were(dann ich neben andern nicht nicht anders gemeynet dann daß nur ein ohnmacht an jhꝛ were/ auß welcher ſie erquickt vnd zu jhr ſelber wider kommen wurde) welches er zweiffels ohne mir vnd jhꝛ zu gutem gethan: Doch hah ich lang zuvoꝛ vnd fürnemlich als ſie in kindsnoͤten gelegen/ ein vngewoͤnliche angſt in meinem Hertzen en groſſe ſchwermutigkeit empfunden/ ſo ein voꝛbott geweſen des hertzleids/ welches nachmaſtẽ erfolget. Vnd ob ſchon mich/ wie wol zu erschtẽ viſe ſcheidung hoch betruͤbet/ fo troͤſtet mich doch/ daß meine Haußfraw ſelige nit ohnbereitet von Chriſto erfunden woꝛden. Noch den eilfften tag Septembris/ nach welchem fie hernach in folgender nacht verſcheiden/ ſagte fie zu jrer lieben Mutter/ Man meynet ich foͤꝛchte mich für dem tod aber ich förchte mir nicht/ Ich wil mit meinem Gott vber die pſalcs. Mawren ſpringen. Vil malen hat ſie geſagt/ Ob ich vao. ſchon nicht vil rede fo hab ich doch Gott im hertzen/ den ruͤffe ich an/ dem befihl ich mich. Dann der groſſe ſchmertzen den fie in der rechten feiten empfunden/ vnd die angſt vnd trucken vbers hertz welches fie ſonderlich klagte/ ließ es jhr nicht zu/ daß ſie lang redte Alſo hat meine liebe Haußfraw diß zeitlich leben ſeliglich geendet den 12 Septebris altes Calenders diſes 1695. jahꝛs Chriſti/ jhres alters im zwey vnd dreiſſigſten jahꝛnach dem wir vom 25 Octobris des 1596. biß auff den 12. Septemhris diſes 160 jahꝛs/ nemlich neun jah: weniger ſechs wochen mit einander in der Ehe gelebt hatten. Derwegen ſoll ich auch diſe enderung mit gedult auffnemmen) als der ich zu gedencken hab an das fo im hundert vnd ſechtzchenden Pſalmen ſtehet v. 5. Thewer vnd koͤſtlich it vo: dem Herꝛn der tod feiner heiligen. ö Der vierdte Troſtpunct in der andern oꝛdnung iſ die betrachtung ſhres K J G jj Wer . 96 Wer in wahrem Chriſtlichen glauben verſcheiden, der iſt für dem vngluck hinweg genon ien woꝛden vnd zur ruhe kommen/ Jeſai. 57. der ſchlafft ſanfft/ Joh. v.11. vnd 1. Theſſal. J. v.13. der ruhet von aller arbeit/ Offen baz. v. 13. der iſt nicht geſtoꝛben/ ſondern lebet Gott/ Luc. ꝛ0. v.35. nicht allein was die Seel belangt/ ſondern auch nach dem Leib welchen Gott fo gewiß aufferwecken wird zum ewigen Leben/ als wann derſelb ſchon lebte: der iſt auß diſer Welt zum Vatter/ in das hauß onſers Hinñ̃liſchen Vatter da vil wohnungen ſind/ gangen vnd verſetzt woꝛden/ Joh. la v. 2x3. der iſt auß den ſehweren banden auffgelößt 7nd zu Chriſto in die freyhelt des Reiche Gottes kommen Philip.. v2. der iſt Foren in das rechte Vatterland nach vollbrachter Biigramſchafft/ 2. Corinth. s. ommen zu der menge viler tauſend Engeln: vnd neinen Verſamlung vnd gemeine der Erſtgen die im Himel auff geſchꝛieben ſind/ vnd zu den geiſtern der Gerechten/ fo vollkommen woꝛden/ Hebr. 12. v. 2.23. zu den heiligen Patriarchen oder Ertzngttern, Propheten/ Apoſteln/Maͤrtyrern vñ Bekennern Chriſti: der hat diſe geringe vnd ſterbliche Hütte ahgel egt/ 2. Petr. 1. 1.14. der iſt kom̃en in die Statt, die die GrundvWſtenen ö. hat/ deren Bawmeiſter vnd Schoͤpff er Gott iſt/ Hebt. a1. v.10. der hat feinen Lauff vnd Kampff vollendet/ vnd erlangt die Kron der Gerechtigkeit 2. Timoth. 4. v3. der iſt eyngefuͤhꝛt zur Hochzeit des Lambs/ in das hĩliſch Jeruſalem/ in die Statt Gottes, welche die herꝛligkeit Bottes hat/ deren Tempel Gott iſt vnd das Lamb die keiner Sonnen noch des Mons bedarff/ daß ſie jhꝛ ſcheinen| denn die herꝛligkeit Gottes erleuchtet fie vnd jhꝛ diecht if das Lamb/ Offenbar.. x, 3. der ſihet das klare angeſicht Gottes/ vnd der Namen Gottes iſt an feiner ſirm rd ;; ar. . K bar, z2 v3. der erfahret in der that das geſchꝛieben ſteh et in der Offenbarung S. Johannis am ſibenden Capitel/ v. t, 14.1516, 17. Und es antwortet der Elteſten einer vnd ſhrach zu mir: Wer find diſe/ die mit den weiſſen Kleidern ſind angethan? vnd woher find diſe kommen? Vnd ich ſprach zu jhm: HC RR du weiſſeſts. Und er ſprach zu mir: Diſe ſinds/ die auß groſſer drangſal kommen find, vnd haben jhre Kleider gewaͤſchen/ vnd haben jhre kleider haͤlle gemacht im blut des Lambs. Darumb ſind fie vor dem ſtul Gottes/ vnd dienen jhm tag vnd nacht in feinem Tempel. Vnd der auff dem ſtul(ige wirdt fie mit feinem ſchatten bedecken, Sie wirdt nicht mehꝛ hungern noch dürften, Es wirdt auch nicht die Sonne auff ſie fallen 05 der einige hitz. Denn das Lamb das mitten im ſtul iſt/ wird ſie weiden vnd leiten zu den lebendigen Waſſerbrunnen/ vnd Gott wird abwiſchen alle threnen von jhren Augen. Diſes alles ſoll nicht allein von heiligen Maͤrtyren verſtanden werden/ die jhꝛ blut vmb Chriſti willen vergoſſen haben/ ſondern von allen rechtgleubigen vnd auſſerwehlten Menſehen. Dann der Elteſte ſagt nicht/ die hre kleider gewaͤſchen vnd haͤlle weiß gemacht haben in jhrem eigenen blut das fie vergoſſen/ ſondern Im blut des Lambs/ das iſt/ vnſers Herꝛn Jeſu Ehriſti/ deſſen blut alle auſſerwehlte vnd rechtgleubige Menſchen reiniget von allen jhren ſuͤnden.. Joh 1 934. J Nun trawe ich/ daß meine liebe Haußfraw in wahrem Chriſtlichen glauben verſcheiden. Deßwegen troͤſte ich mich auch/ daß ſie fuͤr dem kuͤnfftigen vngluͤck hinweg genommen woꝛden vnd zur ruhe kommen daß jhꝛ Leib im Grabe ſchlaͤfft vnd ruhet/ vnd ſicher ligt/ Pſalm 16. v. 9. neben jren dreyen ſchweſtern/ Suſanna/ Salome vnd Irene, daß jre Seele von den heiligen Engeln in die ſchoß G nj Abra Abrahams getragen iſt/ Luc. 6.22. daß ſie Gott lebet/ luce. 20 v.38. daß ſhren Geiſt der Herz Jeſus auffgenommen) Apoſt. geſchicht 7. 59. daß ſie nicht meh: vom HERR? wallet/ ſondern daheimen bey jhm iſt/ Gor. 5 v.. daß fie anſchawet das Antlitz Gottes in gerechtigkeit/ Pſal. 7. v5. ond deſſen an jhrer Seel geneußt das jetzt erzehlt iſt/ vnd alles andern das wir mit menſchlicher zung nicht& zehlen koͤnnen/ wie dann Paulus ſagt 1 Corinth. 2.. 0, 0. daß die ding kein Aug geſehen vnd kein Dh: gehoͤret hatvnd in keines Menſchen Hertz kommen ſind/ die Gott bes reitet hat denen die jhn lieben/ vns aber hat es Gott geoffenbaret durch feinen Geiſßsnt ö Der fünffte Troſtpunct in der andern oꝛdnung iſt ie. der kuͤnfftigen beſchaffen heit/ die wir vnK k _ Deren abfeheid auf diſtt Welt ſol ms nicht zt vaft be truͤben/ welcher Leibe am Jungſten tag gewißlich werden auß dem Stan der Erden auff erweckt vnd mit den See len widerumb vereinigt werden/ vnd fie alsdann gantz vñ gar mit Seel vnd Leib bey vnſerm Herrn Chriſto ſeyn⸗/ vnd vollkom̃lich der ewigen Seligkeit/ Glorj vnd herꝛligkeit genieſſen werden/ alſo daß der Leib nit mehꝛ ſchwach kranck/ in vnehꝛ/ zerſtoͤꝛlich ſeyn wird/ ſondern ſtarck/ gefund/ her: lich, vn zer ſtöꝛ ich, geiftlich vnſterb lich, Cor. 135. V. 42 vñ folgenden. Deren Seel auch nicht mehꝛ vom Leib abgeſondert werden ſolle. Ja ſie werdẽ wider bey vns ſeyn/ vnd von vns nicht meh: geſcheiden werden/ ſondern wir werden bey dem Herꝛn ſeyn allezeit?*. Theſſal. 4.7. vnd wird Gott alles ſeyn in allen. Cor. 5. 28. Und wir werden mit einander die herꝛligkeit Gottes anſchawen⸗/ vnd jhm in ewigkeit ohn vnderlaß leben vnd preiſen in der geſellſchafft der heiligen Engeln vnd aller e,, .- eligen 35 ſeligen Menſchen. Wenn nun diß zerſtöͤꝛliche wird anlegen die vnzerſtoͤrligkeit/ vnd diß ſterbliche wird anl egen die vnſterbligkeit/ denn wird erfüllet werden das woꝛt das geſchrieben ſtehet/ der tod iſt verſchlungen in den ſiegTod wo iſt dein ſtachel? Hoͤlle/wo iſt dein ſieg Aber der fache des tods if die funde/ die krafft aber der ſuͤnde iſt das Geſatz. Gott aber fen danck/ der vns den ſieg gegeben hat/ durch vnſern Herꝛn Jeſum Chriſtum.. Cor.. v.. vnd folgenden. J J. Nun aber wird auch meiner lieben Haußfrawen ſeligen Leib am Juͤngſten tag in der letſten zukunfft Chriſti/ auß dem Grab aufferſtehen, vnd mit der Seelen wider vereinigt das alles erlangen/ ſo jetzt erzehl tiſt. Dann jhre hoffnung die ſie taglich bekennt/ deren fie ſich getroͤſtet/ deren fie ſich mit Chriſtlichem vertrawen geruͤhmet/ wird fie nicht laſſen zu ſchan den werden. Ihꝛ Leben iſt jetzt verboꝛgen mit Chriſto in Gott/ wenn aber Chriſtus, der jhꝛ vnd vn ſer Leben iſt/ wird offenbar werden/ wird fie auch mit jhm offenbaret werden in der herꝛligkeit. Sie wird auch mir an jenem tage vnd jhren lieben Eltern, Brüdern Schweſtern vnd andern Freunden, auch nach dem Leib wider gegeben werden. Deſſen troͤſte ich mich, deſſen frewe ich mich/ als der ich weiß/ daß vnſer Erloͤſer lebet⸗/ vnd daß auch wir leben werden. Bißhaͤr ſind die Troſtpuncten in der andern oꝛdnung. Die dritte oꝛdnung faſſet in ſich die Troſtpunteten/ welche auß betrachtung meiner Perſon vnd anderer Leidtragenden härflicffen. J. I. Deren Gott der ewige Vatter iſt, der feinen eingeboꝛnen Sohn vns zu troſt in tod gegeben hat/ die ſollen ſich deßhalben in der jhrigen toͤdlichem abgang inniglich troſten. Deñ m, . ö. ut — e 566. ſtus mit feinem tod vnd blutvergieſſen beſtetiget hat. Nun glaub ich veſtiglich/ daß auch mein Gott der ewig Vatter iſt/ der vns alſo geliebet hat/ daß er feinen eingeboꝛnen Sohn in tod geben hat: der warlich der vnzerſtoͤrliche/ lebendige vnd vnſterbliche Gott iſt. ö Darumb foll ich mich deſſen in meiner lieben Haußfrawen abſcheid troͤſten.. 11. Denen Chriſtus/ der für vns geſtoꝛben iſt/ alles ſeyn ſoll/ ja auch alles iſt: dieſelben ſollen jhrer abgeſtoꝛbenen halben ſich nicht zu faſt betrüͤben vnd befümmern. Bas aber ſoll Chriſtus der für vns geſtoꝛben iſt/ alles ſeyn/ ja er iſt ons auch warlich alle · K Darumb dann der jenige dem Vatter vnd Mutter ge ſtoꝛben/ zu gedencken hat/ wie im Pſalm. 27. v. 10. ſtehet/ Mein Vatter vnd Mutter haben mich verlaſſen aber der HERR hat mich auffgenommen. Welchen Eltern jhr ſäede Kinder, oder welchem Ehemann feine liebe Haußfraw/ welcher Haußfrawen jhꝛ lieber Ehemañ geſtoꝛ ben haben vrſach daß ſie jhnen wol wol eynbilden das im drey vnd ſibentzigſten Pſalmen v. a5. 26. ſtehet: Wen habeich im Himel t ᷣber dich o Herꝛ?] vnd vber dich iſt niemand an dem ich luſt vnd frewd heit auff Erden. Wann mir mein Leib vnd Hertz verſchmachtet/ ſo iſt Gott der Felß ö meines Hertzens vnd mein theil in ewigkeit. nd das der heilige Apoſtel Paulus ſagt Philipp. 1. v. 2. Chriſtus iſt mein gewin im leben vnd im ſterhen. J 117. Welche durch den heiligen Geiſt widergeboren find zu Kindern Gottes/ vnd von jhm als dem allerbeſten troͤſter geſterckt vnd getroͤſtet werden/ wenn von jhnen liebe Freunde oder auch fie ſelbs auß diſer Welt ſcheiden: die ſollen wol zu friden ſeyn/ Denn jhꝛ habt nicht/ ſagt Pau“ lus/ einen geiſt der Knechtſchafft empfangen widerumb . zur 257 zur foꝛcht: Sondern ſhꝛ habt empfangen den Geiſt der Kindſchafft/ durch welchen wir ruͤffen Abba lieber Vatter. Derſelbige Geiſt gibt zeugnuß ſampt vnſerm Geiſt/ daß wir Gottes Kinder find. Sind wir aber Kinder ſo find wir auch Erben nemlich Gottes Erben vnd miterben Ehriſti. Rom. 8 1.16.17 Nun glaube ich auch vnzweifelich/ daß ich durch den heiligen Geiſt widergeboren bin zu einem Kind Gottes. vnd wird von jhm als dem allerbeſten Troͤſter in meinem Leid getroͤſtet vnd geſtercket. Dan welcher Menſch weißt was im menſchen iſt/ dann der geiſt des menſch en der in Ihm iſt? Alſo weißt auch niemand/ was in Gott iſ dann nur der Geiſt Gottes. Wir aber haben nicht den geiſt der Welt empfangen/ ſondern den geiſt der auß Gott iſt/ auff daß wir wiſſen/ was für gnte ding vns Gott auß gnaden geſchenckt hat: wie der Apoſtel Paulus ſagt 1. Eorinth. 2. w V. Wer der gemeinſchafft der Heiligen theilhafftig iſt/ vnd geneußt auch in vnd nach dem ahſcheid der feinen, der hat ſich dißfals warlich zu troͤſten. Die gemeinſchafft nber der Heiligen diſes oꝛts iſt zum theil, daß auch E hriſtus vil gelitten/ ja vil mehr dann kein anderer Menſch⸗/ynd daß auch andere gleubige Menſchen gleich es Leid erfahren: zum theil/ wann vil lieber vnd Gottſeliger Leute JB: Ehriſtlich mitleiden bezeugen mit den trawrenden X X ö$ . trawren/ jhnen troſtlich zuſprechen/ jhre Liebe, freundſchafft/ trewe zuneigung vnd wolmeynung beſtaͤndiglich gegen den betruͤbten erweiſen/ als die da wiſſen daß es der will Gottes iſt/ daß fie ſich frewen ſollen mit denen ſo ſich frewen/ vnd weinen mit den weinenden. Roͤm. 2 5. Nun geſpuͤre ich in der warheit/ daß auch ich in diſen beyden ſtucken der Gemeinſchafft der. theilhafſ 58— tig woꝛden in vnd nach dem abſcheid meiner lieben Hauß frawen. Denn erſtlich daß mir Gott diſe betrübnuß zuge ſchickt hat fo weiß ich daß mein Her: Chriſtus vnzehlich vil mehꝛ widerwerttgkeit ond betrůbnuß erlitten: alſo daß ich gedultig mit jhm leiden foll/ vnd mich deſſen troͤſten daß ich in diſem fall ſeinem ebenbild gleichfoͤꝛmig werde? Röm. 8. L. 729. Vnd daß meine liebe Haußfraw voꝛ mir auß diſer Pilgramſchafft ins hinfiliſch Vatter land herüfft. wozden/ iſt ſolches auch dein frommen Patriarchen Abraham dem vatter aller Gleubigẽ widerfahren, deſſ⸗ en Hauß fram Sara die Mutter der Gleubigen vo? jm geſtoꝛben/ Gen 23. wie dann auch Jacob der heilig Patriarch ſein er liebſten haußfrawen Rachel abſeheid erlebt. Gen. 33. vnd dem Propheten Ezechiel deſiderium oculorum ipfius, Augen das iſt, fein liebe Chefraw nach dem willen ihm verſcheiden. Ezech 4 v. 6. Auch meinem lieben Vatter Henrico Polano ſind zwo Frawen voꝛ jhm geſtoꝛben/ die erſte mit nam̃en Margareta, im jahr 1553 viertzehen tag vor Johänis Baptiſte; die andere mi namen Anna, im jahꝛ 1558 den 18. Auguſti/ die auch zuvoꝛ ein todes Kindlein gehabt/ fo mit jhꝛ hegrabẽ woꝛden. Ebener geſtalt haben mir Gotts foͤr⸗chtige Männer vñ li be trewe Freunde ſo muͤndtlich/ fo ſchrifftlieh/ daß jhnen gleiches widerfahren/ vermeldet/ mich mit jhrem exempel gu troͤſten. Mit diſen vnd andern hab ich in diſem Leid gemeinſehafft/ vnd gedencke an den ſpruch 1. Petr. 4. 013, Ihꝛ Geliebten/ laſſet euch das nit befrembden/ daß jhꝛ wie durchs Fewer verfucht werdet/ welches euch widerfaͤhtt. daß jhꝛ verſucht werdet als widerfůhꝛ euch etwas nei Fürs ander geſpuͤre ich die gemein ſchafft der Heilige auch in dem/ daß neben meinen freundtlichen lieben Schwaͤ gern vnd verwandten/ alt lebe vnd Horeſtlige Cen ealler . 39 Staͤnde in diſer herꝛlichen vñ loblichen Statt Baſel/ wie auch anders wo /jhꝛ Chriſtlich mitleiden bezeugt haben vñ noch bezeugen/ mich in meinem Leid beſucht vnd getroͤſtet haben/ vnd ſolches noch thun muͤndtlich vnd ſchrifftlichAber ich finde nicht woꝛt/ mit welchen ich gnugſam/ wie ſichs gebůrt/ vermelden koͤnne das Vaͤtter liche vnd Muͤtterliche mitleiden/ fo mein hochehꝛender vnd vilgeliebter Her: Schwaͤher/ vnd meine gleichs fals hochehr ende vnd vilgeliebte Fraw Schwiegerin mit mir haben/ wiewol ſie neben mir für andern alle diſes Leids theilhafftig ſind als Eltern/ von wegen jhꝛ lieben Tochter feligen. Gott troͤſtet mich durch jh: recht Vaͤtterlich vnd Muͤtterlich zuſörechen/ vnd durch jre beſtaͤndige wolmeynung/ freun dt ſchafft vnd gutthaͤtigkeit/ die fie mir auch nach meiner lieben Haußfrawen abſcheid erzeigen vñ erweiſen. Der Herz gebe jhnen/ daß ſie harmhertzigkeit finden bey dem Herꝛn nn jenem tage. . ſeyn ſoll. Deßwegen erkenne ich daß ich gedultig vnd getroſt V. Die Chriſten ſollen nicht trawren/ wie die andern die keine Hoffnung haben. Dann fo ſie glauben/ daß Jeſus geſtoꝛben vnd aufferſtan den iſt/ ſo ſollen fie auch glauö ben/ daß Gott die da entſchlaffen ſind/ durch Jeſum wird mit jhm fuͤhren.. Theſſal 4. v. 13.14. Wir aber ſind Chriſten durch die gnad Gottes/ die vns das verliehen hat: vnd danckſagen dem Vatter vnſers Herrn Yefu Ehriſtt, der uns taugelich gemacht hat zu dem thell des Loſes/ oder zu dem Erbtheil der Heiligen im AUiecht/ welcher vns geriſſen hat auß dem gewalt der Finö. ſternuß/ vnd hat vns verſetzt in das Reich feines fuͤrgeliebten Sohns: in welchem wir haben die Erloͤſung durch ein Blut/ nemlich die vergebung der ſuͤnden. Coloſſ. 1.. w H i 1213. 60 12, 3,14. Gelobet ſey der Gott vnd Vatter vnſers Herren Jeſu Chriſti/ der vns geſegnet hat mit allem geiſtlichẽ Segen/ in den Him̃liſchen! Wohnungen! in Chriſto. Wie er vns dann außer wehlet hat in demſelbigen/ ehe der Welt grund geleget war/ auff daß wir heilig vñ vnſtraͤfflich weren vo jhm in der Liebe: Als er vns zuvoꝛ veroꝛdnet hat zur Kindſchafft durch Jeſum Ehriſtum in jhm ſelbs/ nach dem wolgefallen feines willens: zu lob der herꝛligkeit feiner Gnade/ durch welche er vns begnadet hat/ in demſelben Fuͤrgeliebten/ in welchem wir haben die erloͤfung durch fein Blut/ nemlich die vergebung der ſuͤnden nach dem Reichthumb feiner gnade. Epheſ. ı. v3, 4. 5, 6, 7. Wir glauben daß vnſer Her: Jeſus geſtoꝛben vnd aufferen. Wir glauben die Aufferſtendtnuß des Fleiſches, vnd Bott die vnſern/ wie dann auch vns/ wird mit Chriſto ft die beſitzung des Reichs/ das von anbegin der Welt ons vnd allen andern feinen geſegneten des| reitet iſt. Matth. 2534 Darumb ſollen wir ja nicht trawren wie die Heid en die. keine hoffnung haben. Wem Gott ein Beylage vertrawet hat auff eine gewiſſe zeit/ derſelb ſoll ſich darumb nicht kraͤncken/ wann dieſelb von jhm wider erfoꝛdert wird/ ſondern fie willig lich folgen laſſen. Das iſt die art vnd natur der Beylage,| Es iſt voꝛ Gott vaſt ein ding eine vertrawte Beylage ver laͤugnen/ vnd fie mit vnwillen dem wider werden laſſen deſ n fin; J. w Nun hat mir Gott meine liebe Haußfraw ſelige als ein ö koͤſtliche Beylage/ als ein thewren ſchatz auff eine gewiſſe zeit vertrawel/ wie er ſie dann auch ſhren lieben Eltern als fein Kind, daß ſie es in der foꝛcht vnd ermahnung des Herrn aufferziehen ſolten/ vertrawet hatte. Sie iſt GotJ tes gen. Was fein iſt hat er wider genommen.. Darumb ſoll ich mich/ wie auch jhre liebe Eltern ſich zu friden geben/ daß fie Gott wider von mir vnd jnen abgefoꝛdert. Der HERR hatte ſie jhnen vnd mir gegeben/ der Herz hat ſie wider genommen/ der Name des Herꝛn ſey geb nen, VII. Wem Gott eine Huͤlffe gibt fo lang es jhme dem Herrn vnſerm Gott gefallt der hat nicht vrſach zu murꝛen vnd vngedu tig zu ſeyn/ wañ Gott dieſelbe Hülff nicht laͤnger laſſen will. Denn er iſt der Konig aller Königen/ der Herz aller herzen/ der gewalt hat mit dem feinen zu oꝛonen/ vnd zu thun/ was vnd wann er will. ö Nun hatte mir Gott meine Haußfraw ſelige zu einer Gehuͤlffin gegeben vnd zugeoꝛdnet/ vnd mir dieſelb gelaſſen fo lang es feiner Goͤttlichen Majeſtet gefallen. Diſes erkenne ich/ vnd ſage mit dem Propheten David auß dem 119. Pfalm/v.75,76,77: HERR ich weiß daß deine Ge richte gerecht find/ vnd daß du mich in trewen haſt gedemütiget. Ah laß dein gnad mein troſt ſeyn nach deinem woꝛt/ das du zu deinem Knecht geredt haſt. Laß mir dein barmhertzigkeit widerfahren daß ich lebe: dann ich hab ; 61 tes des Vatters/ des Sohns vnd des heiligen Geiſtes eiluſt zu deinem Geſatzz . VIII. Wer allbereit vil liebe Freunde zu Gott voꝛ jm voꝛgeſchickt hat/ der ſoll ſich auch von wegen der andern abſcheid fein Chriſtenlich in die gedult ſchicken. Dañ wer ſonderlich offt Kummer vñ Leid erfahren/ an dem ſoll ſich freilich erzeigen die warheit deſſen das der heilig Apoſtel Paulus ſchreibt Rom. 5. V. 4. Wir rühmen vns auch der drangſalen/ die weil wir wiſſen/ daß Drangſal Gedult wircket: die Gedult aber Erfahrung/ die Erfahrung aber Hoffnung: Hoffnung aber laſſet 7 zu ſchanden ö 1 ; 62 den. Denn die liebe Gottes iſt auß gegoſſen in vnſern here ‚gen durch den heiligen Geiſt, welcher vn gegeben iſt: das iſt/ die ſůſſigkeit vnd empfindligkeit der liebe Gottes gegen vns iſt in vnſern Hertzen außgegoſſen durch den heiligen Geiſt/ darauß wir wider alle truͤbſalen ein gewiſſen troſt haben. Vnd das der heilig Apoſtel Jacobus ſchreibt am erſten capitel feines Sendbrieffs/ v. 3 Haltet es für lauter Freud, wenn jhꝛ in mancherley verſuchung fallet/ vnd wiſſet/ daß die bewarung ewers Glaubens gedult wircket. Darumb ſagt der Prophet Jeremias in Klagliedern am dritien capitel vam Wol dem Menſchen weñ er das joch des Ereutzes vñ truͤbſalem getragen hat in feiner jugend. Nun hab ich allbereit vil fch? lieber Freunde zu Gott ir voꝛgeſchickt. Denn daß ich nur etlicher jetzt geiſti 1571. den letſten Decembris hat Gon der Valerium den eltern zu ſich beruͤfft: darauff meinen lieben Vatter im jahꝛ 1572 den 7. Februarij: im ſelben jahr zwo meiner ſchweſtern, Catharigam vnd Marinam:; wie auch zuvoꝛ im jahꝛ 1570 den 3. _ Maji meine ſchweſter Sufannam die eltere. Nach diſen hat Gott auch zu ſich beruͤfft meine brüder/ Henricum vnd Georg iunt; vnd im verwichenẽ 1604 jahr den 12,Septem?\ dis altes Calenders/ oder den 22. Sept. newes Calenders meine herzliebe Mutter. Alhie aber zu Baſel meine liche ſehweſtern⸗/ Salome vnd Irene Grynsin. Vnd wie kan ich geſchweigen meines toͤchterlein 6velches zwar auß jhrer Mutter Leib kommen, aber deſſen Seel Chriſtus der HERR es ſeye in der geburt, oder kurtz voꝛ der geburt noch in Mutterleib, als ein junges Pflaͤntzlein ins Hin liſch Paradis verſetzt hat? Wlewol ich diſes mit hetrübeꝰ nuß verzeichnet/ welche die naturliche Liebe gegen denen die mir Gebluͤts halber verwandt ſind/ vervrſachet/ vnd | ſonder 63 ſonderlich wann ich meine geliebte Eltern vnd mein toͤchterlein bedencke/ welches in Mutterleib gelebt/ aber tod auff die Welt kommen: ſo fuͤhle vnd empfinde ich doch in meinem Hertzen/ daß der Furkter von wegen des abſcheids meiner Haußfrawen ſeligen weit vbertreffe/ als mit der ich genawer vereinigt geweſen/ als ſonſt mit keinem menſchen auff Erden/ vnd deren gedechtnuß mich erinnert der vnaußſpreehlichen liebe die Chriſtus der Breutgam traͤgt gegen ſeiner lieben Geſpons vnd Braut der heiligen allgemeinen Ehriſtlichen Kirchen, für welche er ſich in tod gegeben/ auff daß er vns durch fein Exempel lehrete/ daß alſo auch die Männer jhre Weiber lieben als jhre eigene Leibe, wie vns Paulus lehꝛt an die Epheſer am fünfften apitel: Niemand hat groͤſſere Liebe, denn diſe/ daß er fein: Leben ſetze fur feine Freunde. Ih: ſeyt meine Freunde/ ſo jhꝛ thut was ich euch gebiete/ ſagt vnſer Erloͤſer Joh iz 13. zach meinem Herꝛn vnd Heiland Jeſu Chriſto wahrem Gott vnd Menſchen/hab ich zu keinem Menſ chen groͤſſ ve liebe getragen dann zu meiner Haußfra darum mir dan jhꝛ Abſch erkenne aber/ daß mich Got. wo durch die voꝛangezogene erempel meiner noch vor jhꝛ abgeſtoꝛbenen Freunde: vnd ſage zu jhm mit dem Propheten David auß dem 19. Pſalm v. 29. Wenn nit dein Geſatz mein luſt were, ſo were ich vmbkommen in meinem ellend. Vnd v. 32 Keh: dich zu mir vñ erbarm dich mein/ wie du pflegeſt zu thun denen die deinen Nanfien liehen 1X. Wer zu feiner zeit auch zu Chriſto dem HC RRN wird ſeinen lieben Freunden nachfolgen/ der ſoll ſich von wegen derſelben Abſcheid auß diſem Leben fein troͤſten. Denn wir wiſſen, daß alle Creatur mit vns ſeuff tzet/ vnd wie ein Weib in Kinds noͤten ſich H. 64 ge zeit. Nicht allein aber ſie/ ſond ern auch wir ſelbs die wir die erſtling des Geiſtes haben wir/ ſprich ich/ ſeufftzt auch bey uns ſelbs vnd warten auff die kindſchafft/ auff die erloͤſung vnſers Leibes/ wie Paulus reht Rom. 3.*. 2223. Nun werd ich zu feiner zeit/ die mir Gott beſtinm̃t hat ⸗/ auch zu Chriſto meinem HERR* meiner lieben Haußfrawen vnd andern Freunden nachfolgen: Wie ich dann mit auff gehebtem Gemüt warte vnd hoffe/ daß ich in keinerley ſtuck wird zu ſchanden werden/ ſondern daß mit aller freudigkeit/ gleich wie ſonſt allezeit/ alſo auch alsdann Chriſtus wird hoch geprieſen werden an meinem Leibe durch den Tod: denn Chriſtus iſt mein gewin beydes im il leben vnd im ſterben. Philipp.. v. 20,21. X. Wer nicht allein nach der Seel/ wenn dieſelb vom heidet/ zu Chriſto vnd den ſeinen kommet/ ſondern auc ond Leib wann die am Juͤngſten tag in der allgemeinen Aufferſtehung wider werden mit einander vereinigt ſeyn/ wird zu feinen mitgleubigen Freunden kommen/ vnd zugleich mit denſelbigen hingezuckt werden in den Wolcken/ dem Herrn entgegen in den Lufft/ vnd werden alſo bey dem HERRN ſeyn allezeit: der ſoll frei lich von wegẽ des Ab ſcheids der ſeinigen nicht zu hoch be truͤbt ſeyn. Denn alsdann werden die Eltern wider zu h| ren Kindern die Kinder zu jhren Eltern/ die Eheleute/ die Bruͤder vnd Schweſtern vñ alle liebe mit gleubige freund zu einander kom̃en mit Seel vnd Leib. Ja Gott wird bey jhnen wohnen/ vnd fie werden fein Volk ſeyn vnd Gott ſelbſt wird bey jnen wohnen vñ jh: Gott ſeyn. Vnd Gott wird alle threnen abwiſchen von jren augen/ vnd der Tod wird nicht meh: ſeyn/ noch leidnoch geſch rey noch arbeit wird meh: ſeyn/ wie in der Offenbarung Johänis am 2. cap. ſtehet/ v y. D wie wird das eine ſo groſſe freun g, . un . 65 Nun aber glaub ich feſtiglich/ vnd o Gott ſterck vi vermehre in mir diſen Glauben/ daß nicht allein mein Seelwenn dieſelb in dem zeitlichen tod vom Leib ſcheiden wird/ zu meinem HERRN vnd Erloͤſer Chriſto vñ meiner lieben Haußfrawen/ vnd andern gefreundten vñ auſſerwehlten Geiſtern kom̃en wird/ ſondern daß ich auch mit Seel vnd Leib weñ ſie beyd an demſelben groſſen tag der letſten erſcheinung Chriſti vom Him̃el/ widerumb werden vereinigt werden mit einer ewigen vnd vnzertreñlichen Vereimnigungwird zu jhnen Foren vnd zugleich mit jnen hingezuckt werden in den Wolcken/ Dem Herꝛn entgegẽ in den UUufft, vñ wird mit jnen alſo bey dem HC RN ſeyn alle seit. Ich weiß daß mein Erloͤſer lebet/ vnd daß er der letſt auff dem ſtaub der Erden ſtehen wird/ vnd ob ſchon diſer mein Leih verzehꝛt ſeyn wird/ ſo wird ich doch wider erwa⸗ Job 19. chen/ vnd ich wird mit mein? fleiſch Gott ſehen. Ich ſelbs*** wird jhn ſehen/ vnd meine augen werden jhn ſchawen vnd kein frembder. Ich troͤſte mich deſſen daß mein Herꝛ Chriſtus ſagt Joh. 5 v. 24. Warlich warlich ſage ich euch, wer mein woꝛt hoͤret/ vnd glaubet dem der mich geſandt hat der hat das ewige Leben vnd kommet nicht in die verdañnuß/ ſondern er iſt vom tode zum Leben hindurch getrungen. Vnd Joh. 5. v. 9, 0. Diſes iſt der wille des Vatters der mich geſandt hat/ daß ich nichts verliere von allem DE das er mir gegeben hat/ ſondern daß ichs auffer werke am juͤngſten tage. Diſes iſt aber der wille des der mich geſandt hat, daß ein jeder der den Sohn ſihet vnd glaubet an ſhn/ das ewig leben habe/ vnd ich wird ihn aufferwecken am jüngſten Tage. Vnd Joh.. 25 Ich bin die Aufferſtehung vnd das Leben wer an mich glaubet/ der wird leben ob er gleich ſturbe. Vnd ein jeder der da lebet vnd glaubet an mich/ der wird nicht ſterben in ewigkeit. Ich weiß daß . J der ö.. 66 der Him̃liſeh Vatter Chriſtum erhoöͤrt hat/ als er Joh. 17. v. a4. gebetet: Vatter/ ich wil/ daß wo ich bin/ auch die bey mir ſeyen/ die du mir gegeben haſt/ auff daß ſie meine herꝛligkeit ſehen/ die du mir gegeben haſt/ denn du haſt mich geliebet che dann die Welt gegründet war. Ich weiß daß mein Herz Chriſtus feine verheiſſung halten wird/ welche er gethan hat mir vnd allen Gleubigen/ Joh. 14. v. 3. mit diſen woꝛten: Ich gehe hin euch das oꝛt zu bereiten. Vnd wann ich ſchon hingehen werde/ euch das oꝛt zu bereiten wil ich doch widerkommen/ vnd euch zu mir netten, auff daß wo ich bin/ auch jhꝛ ſeyet.. Deſſen troͤſte ich mich in meinem Leid vnd frewe mich in dem HERRN meinem Gott dem ich mich vertrawe/ von grund meines Hertzen, er woͤlle mir verleihen ten namen durch gedult heilige. Groß iſt der HERR/ vnd groß find ſeine werck⸗ Sein Name ſey gebenedeyet vnd hochgeprieſen in ewigkeit/ Amen. Diß ſind die Troſtpunccen/ welche ich GOTT zu do/ mir vnd wollen. du vns alſo geliebet Haft/ daß du nach dem willen deines ewigen Gutthat/ vnd bitten dich von g rund vnſerer Hertzen/ du woͤlleſt vns in vn ſerm vnd der vnſern tod troͤſten mit deinem lebendigmachen · den tod/ vnd durch deinen heiligen Geiſt/ der in dir vnd in vns wohnet/ vnſer ſterbliche Leib wider lebendig machen/ vnd mit dir deinem Himliſchen Vatter darſtellen/ auff daß wir miteinander deine HerꝛJö vnd Menſchen in alle ewigkeit loben vnd preiſen. Amen/ Amen. J. dem ich mich ſtets auff opffere mit Leib vnd Seel/ vnd bite © HERR IE Sw CHRISTE/ diewiger Sohn Gottes/ der Vatters dich für vns in tod gegeben haſt/ dir ſagen wir in ewigkeit lob vnd danck für ſolche deine vnaußſprechliche Trewe vnd groſſe ö ligkeit ſehen/ vnd dich in der heiligen Gemein deiner auſſerwehlten andern Leldtragenden zu Sterckung ond Gedult/ habe verzeichnen.| | EPIGRAMMA k!(. In obitum Chriſtianæ& lectiſtimæ. fo minæ=;| MARIRÆ GRENÆ Æ. MM Uxoris fidiſſimæ;. AMANPDI POLANI A POLANSDORF. UM 8! pretas, ſi ſancka fides, mens conſcia retti,;; Mens ſtudlioſa patris, mens ſtudioſa vir. 4 Her mod ſi poffent immitia frangere leths ela, ſecatyices ve] cohihere manu Mn Ma RKI A tih⸗ putrerent s ſſa ſepulchro,| Ia Mathufaleos vıvere digna dies, J| Spange, Viator, humum rofeı de floris honore.., ö Cra Hintz est, hodie qu roſa verna fanὴ A . Jaroslaus Smirziczius L. B à Smirzicz& c. f.| Ad piam matronam Mariam Polanam, natam Gry næam, hoſpitam ſuam propter pietatem officio ſumq́;& hon eſſiſſimum can. 4| Adgorem arnatam, in Sanctorum con{ortium evo catam.| | | | M. Daſilcis rebar Athenis 8 A Tedicentemibi voce yigente vale:. J Perüm tu Patri citiiss tellure volebas. H Exiread Patriæ regnæa ſuprema tuæ. Cur ita? Sie voluit terr mani gubernans Omnia, ıbı vrt te meliore eat. Quid nos? dum hello at; tumultıhus omnia Hit iR ſit toto tuts in orhe locus: Expeto& exhetto, Dh u s Öquädixeris,horam, Ingrederein requiem, ſerpe probate, meam. Ser. verẽ lugens, Adamus Budovvetz de Budevea, gcc. J ö . VV forent ſegetes, ut floret vinea; vultus ‚ V/ Agricolarum mter ſpem; metunmq; tremit.— Alt ub mox flavis oneratur culmils arıstis ll varumq; ruher Bacchus in orbe tumet,—.|| Shem facies olam prefert, formidinis ex ſors; 35. A Horreda; ante os lag ſemper hahet.—.;|| Sic quog, post longus ‚ubı ſemine tandem.. glifeane Votiyo M a RIAEF furgerecepit agen; 68 In menſcm decimum verfatus(pe, metud, Geſtihas auttam brole videre domum, Sed tamen in caffum. ö perennis Et Matrem& Hætum monte yepente rapit. O dolor!.ö latrimæ g lacrimes 0 dolor gave ſi quid Effemagis lacrımis, eſſe dolore poteft!.. Heic tıbı qui pe nove annoyum hau antummodo frucfus Cum frullu erfbitur Arbor atıpfa ſuo. Sic tamen nim:um noli Ro E R E Jolere: Quin im potiüs gaudıa festa fove. am ſe rusticus ex(ultat, fi quande feracem Rex plantam petut, tran ffuclit mg ſuum: jure n te Regem gratere rehoſtere Regum ö Deli /s, p us quas dei ante fihis. Janus GR ur RKus, Fe MARIA GRTYNEÆEA zam ere mila AMANDun POLANUM A POLANSDORF| Vr, K Olum hars anijmv dimidiara me-. Qa d mea frigidulis yıdua verıt aſſa medullis,. Et tulerit(ummum mon gin ohing diem. Terge oculos. Foſui exuvias& lahr le carnis, Chiritui vines quo prohibentur, onus. Spiritus impur d jam defecacitus amurcde Cumimt, affinfer faudit in arce Mo¶ Net me ter gemini canis indignantiæ roſtra Terrent; nec ſuhter Tartara fur pa Draco.. Cælum habito: hin wominum quantum eff in rebus inan Deſpicio,& tantis gaudia miſta malls.. um hbuſte ridere mei ludibri poſſem,;. Tale fret veftræ ni pier atio obus. Anne thorsplangis ul d tam fetmareceßi? Sum remorata minis, ſum cruciata mini.. Hand fecus ac hon ti qui Humiea marmora verrit, SS Quo citißz tetigit ſirtoya, plaudit acht: 69 Plaudat ovans proper emen ſus ſic tædia vita. Vitæ qui calcat proſheriori iter n te cura gement mordet hectore, prole Non licuit thalamum Jus d reno vare no yl, llt tihi ſuavicolo amplexu faffidia patri, G RX NAEFI curas ut rele varet avis Non opus eſt hominum; non voto vıvıtur iſtola domum Domini. dextera prole heut. NDR us æthere hæc plantaria proferat hort, Nil eſt: incaſzſim, quod cups omne cuis. Sin ſua non ſpargat donaria pro pidus, anne Fas contra juſtum est hiſcere velle patremNec Mufas turbabis, amate, dolori, AL a NDE, Vote tuss nec edas cor; animum; tuum? Quöd mea dum ſondent vrpacem viſcera fætum, k mecum: m cineres jam refolutus abit. Scilitet immundi ne per contagia munpsd Concidat, in cineres jam reſolutus ahit. Qud dico in cine res mecum ſuper aurea cæli Ma nia, Ahrahami julnlat in gremio. Hic; ui fera dies tua claudet lumind ſymno, Et ſol vet vinclis te jn cororeis, Obyia te ,,, A M ANDE, lnter odoratiz halſama jun ta roſi. J= Mceftus F. Heidelbergæ‘Caspar. Deornavıus: Di C mine dum meditor priffi me jungere huffa, — Ignoro an fundam carmına vel lacrimas. Nam ea eic ho ſpitis, mihhn jura henigna, juieti Pri lut& quiequid comjmoditatis erat Difceßit. Qu con pictu gaudetis eodlem Trift bus hic merum thura litate fois. Tu optate ſenex Genitor Grynee, querelis uc ades, hic lacrymis gra igare j᷑u ves. Fr Tu, quem luttus magni pars md vima tangit FEftheram lugensmagne Polane tuam. Mh quoties vidi peftrum, moderammme ſantto, Velle& nolle pari perbetus ire gradu. HWidi hæc,& dixi felix vers ile virùm Vir Cin Deus hui ſociam dat pietate parem. 70 Aft, T1B1 dum fobolis chare jam cura vide ndæ es, Mortus adeſt ſoholec, mortua Adeft genitriæ. Tyiste: ſel hoc hut ſc y lihi leniet astum, Quöd vixiſe piam,& ſanctam obi ſe(cas, Pignus crat no fi: cba rum licet attamen 1h86! Neddendum Do MIN οa pignorgs iſlud erat. Certum est hic nohis quoniam pietate fie] Grata fut, IO V AE gratior illic erit. Diſtichon, annum menſem& diem denatæ denotans. LVX ter qVarta Len] SepteMbrIs VbI ade ref VLget, Chara preCata hae eſt Costa PoLane tlbl. Triſti calamo ſcripſit Joannes Gebhardt Nimiceno- Sileſius. IR OBITVYM O kRNATñISS. ET LECTISSIM AE ; FE MIN AE.. M ARI.& RI NÆER. * JoJacGıiynzi F.. AMANDI POLANI A POLANSDORF ° Conjugis defideratils. IC Lux candıda, candıdumg, dus,. Quo læti ad thalamum ſacratiorem Leto plasıfimus altıüs ſonore,; Joyam conjugio bonum ah recati. O nox lurida, luridum; ſiduus Quo thorum viduum, heu tuam Gpynæam, Bult. blangimus altıüs dolore, J Decus conjugum,& heu decus piarum Nympharum. hen gemitum in ſolentjorem Tristes mgeminanus, atgleffum Singultamus,& entheos amores Raptos juSticiog, preficag Implacabili,& afperä cupreffo Testamur miſeri. O nihil peremne, O nihil dulce, nec integrum mquiete Humano generi datum. rubentens “Aurora 4 IT Auroram nebule integunt, diem Imber eyipit, in yidet.; cælum. Ahlurgant animi valentiores, Et naftri generoſiore flamm Spiritus caleant. beatioris Kyi fecula nos manent, novum Ver il lud vıret,& roſarum honpres Fröndefcunt hılares, redux; Ntan Felicet bonus au ſpicatur annos. Obſervantiæ& ſimpathiæ igitut IL lIaco bus Graſſerus Baſil. :2N. MARIE GRS NR, CO IVG IS J AMANDI POLANE A PoLANSDORF, Luctuoſum obitum chris apa. ö veluti mulier ſua concipit intr· Pectora, mæftitiæ at; oneroſa grapamina Inftus: Herinm uli vita lem jam fatum in lummmisoras Protulit, appulfu felici ab there ſolis, Triftitiam in nebulas tenuat, fumoc; priorem: Sis Maria inter, terreno hoc orbe, doſores, Cum prolem fatagis fæto Coxendice tandem In ſuhera gener are auras, jam deficit æſtuu-In medio,&(dolor beu!) kanti moſiminls zus Fallor? an hoc ip ſo illktxit felicior aura At dies, que ma flitiam dulcedine mutat, . in Hybleı trans formant pocula mellis. Non quidem jn amplexu car Fatris; Vırg eres, aut fragil hunc ımmundum corpore mundum Ancolis: hæc etenim fucatæ gaudia vita, Quo minıme credis, difparent tempore. Cælum Fortunata tenen; love faciem; demuḿ; Jam contemplaris, nullo crucianda dolore. O PDrus I er quando hant nos mgrediemur in arcem® urea alterius legemus ſecula Vitæ! ‘Heidelberg ſcripſit M. Conradus Pfilterus Baſil. CuRONOLO STICHO R Pig, caſt. honeſtiſs. Matronæ, Ma kIR GRYNE££, An ANDI POLANT& POLANSDORF, ; ſacræ Theologie Dodtoris, Ulxoris,& recentis prognatæ filiolæ ſuæ ex hac terrena in æternam habitationem K migrantium, . Annum, Menſem& diem . obitus revelans:.. Bis feX fepteMbrIs Ca@Lo ri faX fVLsIt ab aLto: Gnata obli,& ConIVnX, CLare PoLane th. — Ejuſdem:.. Da ſan Ct Thoblę tag anfleng ⸗t Herꝛn Pol ans Fra Y V ſch V Verſt noth ang leng: Gehar zH Var eln ToChter l eln gel Ch;| Gott fV hrt ſle bey Ins eVV1Ig Rel Ch. _ Hüldericus Frölich Pla.