/L - fLLL Bey den Leich-Begälignusserr zu gebrauchen. V INserMlff stehet m der KrM des AErrn / der Nmmel und Erden erschaffen hat! Amen. Geliebte in dem SErrn! IR haben für dißmaleti dirs Geleithe zu seiner Ruhestätte gegeben N. N. in dem. . . Jahr seines Alters. Auch dieser Todesfall erinneret uns unserer Hinfälligkeit und Sterblichkeit/ und daß wir endlich alle dem Tode und dem Grab müssen zu Theil werden/ welches r Form bey den welches daist das bestimbteHaust als let Lebendigen. Wol recht sagt der Geist GOttes: Der Mensch ist in seinem Leben wie Grast / er blühet wie eine Blume auf dem Felde; Es darff nur ein Wind darüber gehen / so ist sie nicht mehr da / und ihre stcktte kennet man nicht mehr. Alles Fleisch ist Hew/ und alle seine Herrlichkeit ist wie die Blume auf dem Felde / das Hew verdorret / das Grast verwelcket/ denn des HErrn Geist bläset darein. Der Mensch vom Weibe gebohren lebet kurtze Zeit / und ist voller Unruh/gehet auff wie eine Blume / und fallet ab. Wie gar nichts sind alle Menschen/ die doch so sicher leben. So gewiß aber der Tod an sich selbsten / so ist uns doch die Zeit und Stund desselben verborgen / und unser keiner weißt / wie bald wir werden von hinnen scheiden / wol aber daß gleich auff Leich s Degängnujsen. Z auff den Hinschcid folget das Gericht/ und die Seele hingewiesen wird / att den Ort da sie ewig bleibet / biß einmal an dem Jüngsten und Grossen Tag/ da Leib und Seel mit einander wieder werden vereiniget werden/ das allgemeine Gericht der Lebendigen und der Todten folgen soll / da der HErr JESUS kommen wird / und sein Lohn mit Ihm / zu geben einem jeglichen nach seinen Wercken / und nach den Früchten seiner Händen/ nämlich Preist und Ehr / und unvergängliches Wesen denen / die mit Geoult in guten Wercken getrachtet haben nach dem ewigen Leben: Trübsahl und Angst aber über alle Seelen der Menschen/ die da haben Böses gethan. Dahero wir bey Arten unser End/ und die darauffolgende schwäre Re- chenschafft/ samt der langen Ewigkeit bedencken / und durch wahre Büß uny 4 Form bey den und Glauben unsere Hertzen zu Gott schicken sollen/ damit wir von dem Tode nicht unbereitet mögen ergriffen werden! Diese Gnad von dem Barmhertzi- gen GOtt zu erlangen/ lasset uns also mit einander bätten: AHArmhertziger GOTT / Himm- 83 iischer lieber Vatter! Du legest uns aller Orchen Bilder des Todes und der Eitelkeit vok Augen z Es gehet eines nach dem anderen dahin den Weg alles Fleisches. Was ist doch diß Leben anders als ein Dampff / per eine kleine Zeit währet / und bald wieder verschwindet; Das macht dein Zorn / O HErr! daß wir so vergehen/und dein Grimm / daß wir so geschwind dahin müssen / dann unsere Missethat stellest du dir für/und unsere Leich - Begängnussen. 5 sere unerkannte Sünde kombt inS Liecht für dein Angesicht: Aber unser Trost ist / daß wir wissen/ daß die Frommen / so in der Unschuld haben gewandter/ Christlich gelebt/ und in dem HErrcn entschlaffen / selig sind von nun an / und der Seelen nach atsobald zu GOtt kommen/ biß sie dermalen eins an dem lieben Jüngsten Tag / nach Leib und Seel Himmlischer Glori und Herrlichkeit werden theil- hafftig werden / und für feinem Angesicht gemessen Freude die Fülle / und liebliches Wesen zu seiner Rechten ewiglich. Wir dancken dir für all das Gute so du dem Verstorbenen in seinem gantzen Leben biß an sein End erwiesen hast. Erscheine mit deinem kräff- tigen Trost allen denen / die seinen Hinscheid bctrauren. Lehre sie ihre Seelen mit Gedult fasten / und deinem Form bey den 6 nem heiligen Willen in Demuth sich unterwerffen. Erbarme dich auch aller übriger Betrübter / Angefochtener/ Verlassener / Krancker/ Gerbender und Sterbender unter uns / und mache ihrem Leyden und Beschwerden ein seliges End. HErr GOtt! du siehests ia / dann du schauest das Elend und den Jammer/ die Armen beschleus dir/ du bist der Wäyscn Helffer. Q du gnädiger GOtt / bilde uns doch allen unsere Hinfälligkeit und Sterblichkeit wol ein. Lehre uns be- dencken/ daß wir sterben müssen / auff daß wir klug werden / nüchtern seyen und wachen / bey Zeiten der Welt und ihren Lüsten absagen / die Sünde und Eitelkeit auß unseren Hertzen verbannen / und also in wahrer Forcht und lebendigem Glauben/dir dienen mögen alle übrige Tage unsers Lebens. Und Leich - Begängnusien. 7 Und wann einmahl unser letstcs Stündlcin wird vorhanden seyn/ so laß uns / O lieber Datier! allzumal in Christlicher Bereitschafft erfunden werden. Stehe uns bey mit deines Geistes Krafft in der leisten Noth. Erhalte in uns den wahren Glauben an unseren gecreutzigten HErrn JESUM/ und die Hoffnung des seligen ewigen Lebens. Wehre dem Satan/ daß er seine feürigen Pfeil auf uns alsdann nicht loß drucke / und hilff uns also kämpffen den guten Kampff des Glaubens/ getreu seyn biß in den Tod / seliglich überwinden / und endlich die Krön der Herrlichkeit darvon bringen: Erhöre uns/ O du gnädiger GOtt/ umb IEsu Khristt willen/ Amen! 1 MserDatter/derdubistindenHim- len. Geheiliget werde dein Name. Zukomme dein Reich. Dein Will geschehe 8 Form bey den Leich-Begaiignuff. schche auffErden/wie im Himmel. Unser täglich Brodt gib uns heut. Und vergib uns unsere Schulden/wie auch wir vergeben unseren Schuldigem. Und führe uns nicht eyn in Versu- chung/sondern erlöse uns vondemBö- sen. Dann dein ist das Reich / und die Krafft / und die Herrlichkeit / in Ewigkeit / Amen. Er HErr segne und behüte euch. Der HErr lasse sein Angesicht leuchten über euch/ und seye euch gnädig. Der HErr erhebe sein Angesicht auff euch/ und gebe euch seinen Friden. Amen!