und Gebet - Gesänge, welche den i9ten Juny 1791. bey feyerlichem Anlasse d es S ch w ö r t a g e s in der Kirche bey St. Peter vor und nach dem Gottesdienste abgesungen werden, ^-rnrd— unsern würdigsten Vatern des Vaterlandes gewiedmet. <7 -- In Musik gebracht von C h r i st 0 f Kachel. » - ■■ ■ ■ — .--r—' —■ , ■■■:. » mdccxci --- ~ ~~~ Nach dem XXXIII Psalmen Davids. Freuet euch des Herrn ibr Gerechten, danket dem Herrn mit Harrten und Snitenspicl, singet ihm ein neues Lied > er lieber Gerechtigkeit und Gericht; die Erbe ist voll seiner Gute; Himmel und Erde ist durch sein Wort gemacht. - -- :n % tz H Symphonia. Chosus. st -Ä mit uns ihr frohen Chöre, 'Stimmer eure Saiten an; Singt ein Lied zu Gottes Ehre, Singt was Er an uns gethan! Singt wie Seine Allmachts - Hand, Alles Uebel abgewandt, Das so manche Länder drücket Da uns Fried und Nuh beglücket. Da Capo. Chr. R. Duo. Mit tankendem Gemüthe, Erkennen wir die Güte, Die Gott an uns erweißt; Mit Dank erfüllten Zungen, Sey auch Sein Lob gesungen, Sein Name sey gepreißt. Chr. R. nach Gellere. •G===8* I. A r i a. Ein Staat , wenn ihn der Allmacht Hand will schützen, Bleibt ewig fest auf sichern Stützen; Durch frommer Herrscher Mühen Wird Heil im Lande blühen. Drum wohl dem weisen Staate, Wo immer Tag und Nacht, Des Allversöhncrs Gnade, Bey frommen Richtern wacht. würz. II. A r i a. Herr Peter Hagenbach. Gerecht und heilig ist Sein Wille, Und jeder Ausspruch den Er fällt, Der Ausfluß Seiner Seegcns - Quelle Ergießt sich auf die ganze Welt: Er sieht von Seiner Sternen - Bühnen, Das Thun der Menschen - Kinder ein ; Er untcrfcheidct die Ihm dienen, Und die vor Ihm nicht lauter feyn. Spreng. Die Himmel rühmen des Ewigen Ehre, Ihr Schall pflanzt seinen Namen fort; Ihn rühmt der Erdkreiß, Ihn preisen die Meere, Vernimm, o Mensch! ihr göttlich Wort. 2 . Vernimm und siehe, die Wunder der Werke, Die die Natur dir aufgestellt, Verkündigt Weisheit, Ordnung und Stärke, Dir nicht den Herrn, den Herrn der Welt- Er ist dein Schöpfer! ist Weisheit und Güte/ Ein Gott der Ordnung und dein Heil; Er ists: Ihn liebe von ganzem Gemüthe, Und nimm an seiner Gnade Theil. Geliert. Nach der Predigt Sprüche Salomonis. Wo nickt Rath ist, da gehet ein Volk unter, ' Wo aber viel Rathgcbcr sind, da gehet cS wohl zu. I. A r i a. Igfr. Amalia Louife passavant. ^8ätcr Basels Throngcnossen, Die Ihr Amts - Jahr heut beschlossen, Nehmt vor Euren weisen Rath, Nehmt vor jede gute That, Heut den Dank den wir Euch bringen, Und mit wahrer Liebe singen; Vater nehmt ihn huldreich an. Nach würz. I I. A r i a. Igft. Esther Schott. Kommt. Vater, und besteigt, anheut der Ehren Stufen, Besteiget froh ein Amt, dazu Euch Gott berufen; Verwaltet es getreu. Ahmt Euren Vatern nach, die längst ihr Grab bedecket Und deren wahrer Ruhm kein Tadel ja bestecket; Bleibt den Gesetzen Treu. Da Capo. Chr. 2t 7 •s - 1 ■ -> III. A r i a. Igfc. Freyburger. Den Räth und Bürgern unsers Standes, Den Stützen unsers Vaterlandes, Die uns getreu und wohl bewacht, Den Vatern so die Freyheit ehren, Durch Ihre Sorgfalt sie vermehren , Sey auch anheilt ein Lied gebracht. IV. Aiia. Igfr. Dorothea Fasch. Regier uns ferner, Herr, mit Liebe, Durch eine weise Obrigkeit; Daß Sie Gesetze geb und übe, Mit Sanstmuth und Gerechtigkeit; Verleihe, daß aus allen Ständen Gewalt und Unrecht flieh ; Und Fried und Seegen aller Enden, Auf Berg und Hügeln blüh. Chokal. Laß ferner uns Dein göttlich Wort , In Deinen Dienern ehren; Laß sie hier und an jedem Ort, Dein Reich allzeit vermehren; Gieb daß sie uns mit Freudigkeit, Mit wahrer Lieb und Einigkeit, Zu Dir, o Gott! bekehren. C. R. Spreng. 8 ^ 1 T-.‘ 1 1 - 1 2 . Laß hoch und niedre Schulen blüh'n, Gieb daß zu Deinen Ehren, Sie unsre Jugend auftrzieh'n, Nach Deinen weisen Lehren: Den Kindern flöß Gehorsam ein, Laß sie bereit und willig seyn, Die Lehrer anzuhören. Laß Eltern ihre wahre Pflicht, An ihren Kindern zeigen; Laß sie in ihrem Unterricht, Bey Fehlern niemals schweigen. Laß sie bey zarten Jahren schon, Es sey durch Strafe oder Lohn, Starrsinn und Hochmuth beugen. Chr. R. 8 v M p h o N I A. .. Prediger Salomoms, Cap. IX. v. n. Ich wandte mich / und sahe, wie es unter dcrSonne zugebet, daß zum Laufen nicht hilft schnell scim / zum Streit hilft nicht stark seyn, zur Nahrung hilft nicht gesehnt seyn, zum Reichthum hilft nicht klug seyn. Daß einer angenehm sey, hilft nicht, daß er ein Ding wohl verstehe, sondern alles liegt au der Zeit und dem Glück.