Narragonia monachoꝛũ zu tütſch. Hie zeygt ein pfarher ernſtlich an. Von gleißnern/ jung/ alt/ weib/ vnnd man. Wie bſchiſſen vnnd etrogen ſindt. "Und was man übels iñ kloͤſtern finde. Kloͤſter glübd ſampt andern allen/ Mag vnnd ſol man laſſen fallen. Mitt heiliger gſchꝛifft würt wol bezeygt. 8 Allerley leerer vnderſcheydt. ö, ö. Meßleſen ouch zů diſer friſt.⸗ ö. Gar faͤr lich vnnd ouch mißlich iſt..| Zů letſt/ münch nonnen mercken wol.. Wie man kloſter leben beſſern fol. 3 \ BASILE ENSIS/ — . 2); Terminierer vſi MPfarher Term. Gnad her/ gnad herꝛ/ her pfarher/ bonum ſero. Pfar. Semper ſpero liebẽ bꝛůder Sind mir beneneneritis. Term. Deo gratias. Lieber her/ wir ſind arme bꝛůder/ vnd gand vmb vff der terminy/ ſaͤmlend kaͤß/ bittend üch vmb gots willen/ wellend vns hienacht herbergen. Pfar. Gern lieben bꝛuͤder/ ich woͤlte Türcken vnd Juden(ich gſchwig chꝛiſten lüt) vmb gots willen herbergen. Termi. Gott danck üch lieber herr Pfar. Gibt es redlich tip. Ter. Nein es waͤrlich her. Pfar. Was iſt die vrſach? Ter. Ir moͤgens wol gedencken was die vrſach iſt/ die boͤſe Luchery. Pfar. Meynend irs aber? Termi. Ja frylich/ der Luther chůts. Quther. Ich woͤlt das jm̃ got ein. gaͤb/ vnd das er nie vff erdtrich komen waͤre. Das vnglück kompt als von jm. Er hat allen geiſtlichẽ groſſen mercklichen ſchaden gethan.. Mein geyſtlicher vatter n ch beſoꝛg es werd bas beiſſen Dann vnſere di ugend am tag/ wie ein pur an der ſonnen. Term. Daran find fh die Lutherſchen pfarherren. Dan wo wir hin kommen in vnſer terminey/ do die prieſter nit Quteriſch(ind/ finden wir noch gar geſchickte lüt gegen vns/ die vns gern vnd willigklich geben/ zucht vnd eer beweiſen/ meynend ſie habend lück vnd heyl võ vns. Wo aber Luther iſche pfaf ö. ſind/ do ſprechend die puren zů vnns/ wir ſyend ſtarck vnnd jung/ wir ſollen nach dem geheyß gottes im ſchweyß vnſers angefiches das brot nieſſen. Vnd nach S. Paulus leer mitt vnſern haͤnden arbeiten/ wer nit arbeiten woͤll/ der frre, eſſen. 2 — Durch Truckery werden ge offenbart heymli ten nigkeyt die zwůſchen vns geyſtlichen iſt Dann wo vnnd ſoͤlle můſſig lüt nit in der gmeyn tulden. Dergleichen wort treiben die ſchlechten einfaltigen puren vyl. Ja das noch vyl boͤſer iſt/ die alten weiber vnderſtond vns zů rechtuertigen/ vnnd mitt vns zů diſputiern. Mein leybꝛůder darff ſchier nüt me hey; ſchen/ dañ man Berater jm ein karſt in die hand/ vñ lat in laͤr vom hus gon. Es wil ein jämerlichs ding mitt vns geyſtlichen werden. Aber das kompt alles dahaͤr/ dz wir geiſtlichen die leyen zeil wüſſen lan/ & wir in oꝛden chünd vns ſelb den ſchadẽ. Pfar. ol man aber den leyen nit die warheit ſag? Ter. Mein lieber herꝛ/ man můß nit alle ding den leyen fagen/man mag zůnzytẽ wol mitt der warheit hinr am berg halten. Pfar. So wir pfaffen vnnd münch mitt der warheit hinderm berg hebend/ diewyl louffen vns die leyen den berg ab/ vnd ſchlahen vns mit haͤller klarer gſchꝛifft vnnd warheit vmbg maul/ das wir mitt ſchmach/ ſchand/ vnd ſchaden/ voꝛ jnen muͤſſen die warheyt bekennen. Ter. Wo kompt das haͤr den leyen· Pfar. Zeygen jr die vr fach. Ter. Es thůts zům erſten die vnglůckhafft truckerey. Ich meyn das es der boͤß geyſt über vns geiſtlichen crdacht hab Es werdẽ durch den truck alle heymlichen ding allen leyen offenbar. Zům an dern. das vnglück über vns/ dz man all ding tütſch macht vnnd truckt/ do kommend die bůchlin die wider vns ſind/ vnd die gantze heilige geſchꝛifft/ zů den haͤnden den groben leyen/ die den geiſtlichen fynd ſind/ die leſends/ vnnd ſagend alle heimlicheit denen ouch/ die nit leſen koͤnnen. Zům dꝛitten iſt des vnglickhafftigen dings die houpt vrſach/ die vney wir eins waͤren/ vnnd es mitteinander hieltend/ ſo ſchůd es nüt das die leyen die heylige geſchꝛifft leſen. Wir woͤlten jn mit menſchlicher kigheit vnd weißheit bald die ougen verkleybt haben/ das mögen jr wol bei dem gemercken. Dann die weil wir eyns ge; weſen ſind/ habend wir die leyen beredt/ alles was wir nur haben wolten. ꝛc. Sagen mir/ wie vyl fin: dend jr pfrůnd vnd caplany en die jarzeit haben ge: hept/ ehe das die dꝛden mendicantium geſtifft ſind woꝛden: Pfar. Ich find in meinem jarzeit bůch keins über achtzig iar Ter. On im̃. ij. bůch Machabeoꝛum/ das nit de Canone iſt/ finde man in der anne ROH nüt vom ſeelen dienſt vnd fegfür. Jun haben vnſere doctoꝛeg/ als nämlich S. Thomas/ Alexander de Ales/ S. Bonauentura/ vnnd ander mee/ vil vom fegfür diſputiert vn geſchꝛiben/ vnd gar grüntlich mitt ſcharpffer vernunfft vnnd biſtand der poetẽ des philoſophi Ariſtotelis bewert vnd determmiert/ das ein fegfür(ein muß. Vnd da ſie das fegfür bewert haben haben darnach mittel ouch an zeygt/ wie man moͤge den lieben ſeelen hye vff erdtꝛich zehilff kem̃en/ naͤmlich mitt vigilten vnd vil meſſen. Dah r hatt man dañ den erſten/ den ſybenden, den dꝛeiſſigſten begangen/ vnnd jarzeit ge ſtifft. ꝛc. Ir wüſſend wol her pfarher/ das gar noch kein ley nit iſt/ er würt ð pꝛieſterſchafft alle iar/ der iarzeit halb/ etwas ſchuldig. So iſt kein pur ſo arm geweſen/ er hatt jaͤrlich feinen voꝛdern ein herlichg iarzyt begangẽ. So habẽ wir iñ klöͤſtern nit gnůg Jarzʒzeit. Fegfür. dꝛyſſigſten, leſen/ haben offt zwen oder dꝛy ze ſamen muͤſſen chlahen.:c. Jetz haben wir nitt eyn eyntzige meß vm̃ lon zeleſen. Wir werden m můſ · 3 Gleichs vmb ichs ö ꝛc. ö dienſt. len on fi vnd fleyſch ſein. Das got erbarm/ warzů iſts kom̃en ſo in kurtzer zyt. Pfar. Ja mein lieber bꝛůder/ ich můß ouch dick mitt gůten zenen übel eſſen/ dañ die puren ſind ſchamper woꝛden/ vnd wel len nitt mee opffern Ter. Do gieng es wol lieber her/ do jr weltlichen pꝛieſter vnd pfarher vnſer ſach gnaͤmlich vnſer fingen vnd leſen/ vñ vnſere heiligen oͤꝛden) voꝛ den leyen groß hand gemacht/ vnnd vns offt im iar vor dem puren pꝛomoniert. Vnd do wir eyſtlichen widerumb gepꝛediget haben/ wie man fie ſey by ſchwerer todtſund/ den zehendẽ von allen dingen zegebẽ/ vñ die vier opffer vßzerichten/ deßgleichẽ habẽ wir gelert wie man ſolt caplanyen vnd pfruͤnden ſtifften/ vnnd das man ſolt die lieben heiligen eeren vnd anruͤffen/ vnd jnen mit opffern/ ertzen brennen/ walferten/ vñ mit meß laffen leſen dienen. Vnſer bychtuaͤtter habẽ gar ernſtlich nach denen dingen gefragt in der beicht/ den lůten ſchwe re conſcientz gmacht/ jnen zůr bůß vil heiligen fert/ dꝛiſſigſten/ votiuen/ vnd vil meſſen vff gelegt. ꝛc. Do ward vns vnd üch wol geholfen. ga Lieber bꝛůder/ j redend vaſt wol von den ſachen/ wenn es mochte mitt gott ſein/ das man ſolichs gefert tribe. Term. Ja es mag wol mitt gott ſein/ ſo es die heiligen vaͤrter gelert haben Pfar. Wir mogen vff die vaͤtter nit buwen/ wañ ſie etwas on zügniß heiliger gſchꝛifft leeren. Ter. Ich hoͤꝛ wol dz jr ouch Quteriſch find. Pfar. Warin bin ich deñ luteriſch? Lurerifch Ter. Die Luteriſchen kõmen alweg nur mitt der “> = geſchꝛifft/ nemen die heiligen leerer nit an/ glouben nur der gſchꝛifft. Pfar. Bin ich den darumb Lu teriſch/ das ich nur der H. gſchꝛifft gloub/ ſo wil ich Ä RS (wils got uteriſch bleiben ewigklich. Het ich mogen menſchen leer glauben/ wer goͤtlicher ſchꝛifft vngehoꝛig vñ nit gloͤubig gweſen/ ſo wer ih nichie vff S armẽ pfarr/ ſo ich wol ein gůts/ fauls/crägs/ můſſigs/ vnd vols leben gehebt hab/ vñ hets mogen haben. Ter. Lieber her zürnen nit/ vn hand mir nitt für übel /mich bedunckt an üwer red ich fol üch kennen. Pfar. Es mag wol ſein. Ter. Sind jr nitt der/ der bei vns in der obſeruantz ein lange zeit eweſen iſt: Pfar. Ja ich bins. Ter. O Jeſus/ . jr nit conſcientz/ vmb das jr vß dem heiligen oꝛden gangen find: Pfar. Was conſcientz? Gott hat mir die gnad geben/ dzich der goͤtlichẽ gſchꝛifft veſtigklichen glaub/ die hatt mir mein conſcientz zefridẽ gſetzt. Ter. Ach lieber her/ wie hand jr aber üwer ſeelen fo gantʒ ver geſſen. Wüſſen jr nit/ ds S. Franciſco von gott CN. enbart iſt/ welcher in ſym Ein bꝛieff oꝛden verharre/ der werd nit verdampt? Pfarh. wer gůt Nießer mein bꝛůder/ bꝛieff werend gůt. Mir iſt ge w wüſſer des herren eynige verheyſſung/ ſo er ſpꝛicht/ Wer an mich glaubt/ der hat das ewig leben/ Vnd Jo. ʒ. et. 6. wer mein wort hort/ vñ glaubt dem der mi hat/ der hatt das ewig leben/ vnd gat vom tod zům leben. ꝛc. Andꝛe fablẽ gond mich nüt an. Ter. Nie ber voꝛchtend jr aber nitt den grauſamen ſententz des herren/ ſo er ſpricht/ Wee dem/ durch welchen ergerniß kompte Pfar. Meynen jr aber dz ich fo gloubloß ſey/ vnd dem wort gottes nit glouben ſol/ vnd mich( wo ich jemans ergere)nit übel voͤrchten ſolle Ich hoff aber/ das ich niemands(vmb das ich den ſchoͤnẽ orden gelaſſen hab) ergerniß gebẽ hab. Ter. Hieber her/ ſol man ſich aber an En vnd an · 3 u dern geiſtlichẽ oꝛdens perſonen/ die kutten/ klöͤſter/ vnnd oꝛden verlaſſen/nit ergern⸗ 6. Chꝛiſtus vnſer her ſpꝛicht. Matth. 24. das(ich voꝛ dem end/ oder voꝛ dem iüngſten tag vil werde er gern. ꝛc. Da runih das ſich an mir ergern/ zům erſten die gotlofen baͤpPſtler/ die dem woꝛt gottes nit glauben/ acht ich nit vmb ein har. Zům andern/ der münchen v der nonnen ergerniß/ ſchetz ich nice anders/ deñ der Phariſcer/ von denen der her: ſpꝛicht/ ond ſie/ deñ ſie find blind/ Matth. ü. Huch fo geburt jn vß goͤtli cher geſchꝛifft( ſo fie ſich geiſtlich lt achten) zewüſſen die euangeliſch warheit vnd freiheyt/ vnd was , ,, iſt oder nit. Zům dꝛitten/ die dz heilig euan gelium ſelber emſigklich leſen/ oder hoͤꝛen pꝛedigen/ vnnd der chꝛiſtenlichen freiheyt bericht ſind/ ſollend vnd moͤgend ſich an mir nit ergern. Zům letſten bekümmert mich ergerniß deren ouch nit/ denk ſchon das H. euangelium nit reyn vnnd luter gepꝛediget würt/ vnd die der chꝛiſtenlichen fryheit mit! Berıche werden. Dañ es würt alle iar allen menſchen/ zům minſten ein mal/ naͤmlich am vierden ſontag nach der, fürgehalten vnd gepꝛedigt/ der klar heyter text des Hh. euangeltumbꝰ/ do Chꝛiſtus verbüt zeurteylen. Lu. 6. Wer nit vrteiſt/ der er gert ich ouch nitt. Dañ ergernüß kompt vß voꝛlauffenErgerniß dem vrtheyl. Einer můß vo: vñ ehe dz er ſich erger/ kompt vß boͤß vnd ergerlich erkent haben/ ſo er aber nit vrtei voꝛlauf. len ſol/ volgt ouch das er ſich nitt ergern ſoll. Ter. fendem vr Hieber her jr redend fo ernſtlich ic möcht wol ein theyl. früntlichs geſpꝛech mitt üch von diſen ſachẽ haben. | Pfar. Es gefalt mir vßbündig wol/ vnnd es můß hienacht die beſte tracht fein/ die wir eſſen. er. 28 Ter. Ich bitt üch aber/ ſo jr nit wellend vnſer alte lerer an nemen/ jr woͤllend mich mit der jetzigẽ Qu/ teriſchen leeren ouch vnbeküm̃ert lan/. mich berichten mit klarer gſchꝛifft. Pfar. Es gelt wol/ Ich ſpꝛich by der warheit/ das ich ſchier in dꝛyen 6e ren nitt über dꝛü bůchlin ð jetzigẽ lerer geleſen hab/ vñ find die Loci cõmunes Philippi Melãchthonis die ,. gweſen/ die ich mit flyß geleſen hab/ Was in anderthalbem jar vßgangen iſt/ hab ich gantz ö nitt geleſen/ vnd beſonder vom kloſter leben. Bann als bald ich vß der gnaden gottes/ durch Lutherũ vnd be,. in die geſchꝛifft gefůrt woꝛden bin/ hab ich mich aller lerer/ der alten vnnd der nüwen gantz entſchlagen/ vnd geüſſert/ vnnd allein biß vff diſe zeit nur in der Bibel geleſen/ vnd mich beſonder Im nüwen teſtament geübt/ vnnd da ſelbſt erlernet/ was müncheit vnnd nonheit/ ſampt den gelüpten ſind. Derhalb habend kein ſoꝛg/ ich wil mit üch nur mitt heiliger geſchꝛifft machen/ vnnd üch vß der ge; ſchꝛifft der ſachen berichten. Ter. Nun wolan dz iſt mir lieb. ieber mein her/ beſcheydend mich zům̃ erſten der ergernuß halb/ fo jr ſpꝛechen/ es ſoͤlle ch niemand vrtheilen/ darumb fo ſoͤll ſich ouch an üch niemand ergeren. Pfar. Es ſol zům erſten ein jeder Chꝛiſt wůſſen/ das ſich am vſſerlichẽ werck(das nit wider got/ wider glouben/ vnd in ſum̃a/ das nitt wider goͤtlich vnd heili get heaifft iſt) nieman ſol ergeren/ Dañ welcher 5 D am werck/ das nur wider menſchlich ſatzung/ vnd nitt wider gottes wort iſt/ ergert/ der iſt nit beſſer dan die phariſeer vn ſchꝛifft gelerten geweſen find/ die ſich an Chꝛiſto vnd(einen Matt. 2 5. apoſtlen(vum menſchlicher vffſetz walten) geergeret haben. Ich hab mich gemaͤſſiget vnd geüſſert/ wie ich hab mögen vnnd koͤnnenẽ offt wider conſcientz) vnbrüchliche vñ vngwonte( wie wol warhafftige leer ſo ich gepredigt hab/ vff ban zebꝛingẽ/ hab nüt glert/ dz ich mit klarer geſchꝛifft nit habe mögen an zeygẽ/ hat alles nüt geholffen/ Ich hab můͤſſenby den münchen der groͤſt Lutheranus fein/ vmdas ich geſpꝛochen hab/ man ſoͤlle/ was got vñ was ſeelen heil antrifft/ nur allein goͤtlicher geſchꝛifft glauben. ꝛc. Mir habend die můnch nit wellen geſtatten die Euangeliſch warheit vnd Chꝛiſtenliche fryheit mit woꝛten ze pꝛedigen. Darum hat mir gebůrt vnd bin ſchuldig gweſen by verlierũg gottes hulde/ das narren munchiſch kleid von mir zelegen/ vn denen die in des bapſts des endtcriſts kercker gefangen li; gend/ Chꝛiſtenliche fryheyt mitt wercken zů zeygen. Wil ſich nun jeman an mir ergern/ der lůg eben für ſich/ das er nit für ergernuß acht/ das nit er EC iſt. ö. bin nitt ſchuldig für mein eygne perſon/ ic geſchweig zů nutz vnd not meinem nechſten/ Euan geliſcher vnd Chꝛiſtenlicher freyheit vm menſchlicher vffſaͤtz willẽ mich zů üſſern vñ zů entziehen. ꝛc. Des hab ich S. Paulum zům exempel/ Man findt wol das ſich S. Paulus Chꝛiſtner vnd Euangeliſcher fryheit offt geüſſert hat/ Ds iſt aber beſchehen in ſachen/ in welichẽ die judẽ in jrẽ gewiſſen vß dem gſatz gottes biß vff Chꝛiſtum verknůpfft vñ verbunden geweſeu ſeind/ Vnd vmb der en willen die do die Euãgeliſche fryheit/ in die vns Chꝛiſtus dnrch fein tod geſetzt oder berůfft hat/ nit als bald am anfang des Chꝛiſtenlichen glaubens vermercken konden/ gleicher wyß wie jetzund ouch vyl menſchen Euan geliſche fryheit nitt verſtan wellend oder moͤgend/ Dann im̃ fal wo es liebe erfordert/ ſol einer dem andern willfaren/ nitt nur in ſpeiß vnnd tranck/ in zeit vnnd ſtatt/ vnnd in anderen deßgleichen ſachen die nach dem heiligen Euangelion frey gelaſſen ſeind/ ſonder es ſol einer für den andern(gleich wie Chꝛi⸗ Jo. 3 ſtus für alle) ſein leben ſetzen. Man findt aber nie ⸗=* nen das S. Paulus der phariſcer vffſaͤtz halben/ etwas gethon oð gemitten/ vnd ſich Euangeliſcher freiheyt enthalten habe. ꝛc. Die wyl ich nun üch zeygen/ vnnd ein jetlichen berichten wil vnnd kan/ das mein abtretten von dem oꝛden/ wider gottes ſatzung vnnd leer nitt iſt/ ſoll ſich niemand an mir ergern/ Das aber mein abweichen von üwer Bar fůffer ſect nitt wider got/ ſonð nur wider des bapſts gebott ſey/ bezüg ich mitt üwer regel im anderen ca pittel/ da alſo geſchꝛiben ſtat/ Es gezimpt den bꝛůdern(nach dem gebott des herren bapſts) vß diſer geiſtlicheit nit ze gan. ꝛc. Ter. Es iſt war/ es ſtat in vnſer heiligen regel alſo geſchꝛiben. Pfar. So ae nun nur ein gefatz Feber iſt/ gott/ der ſeligen vnnd Jaco.+ verdammen mag/ ſo bindt mich des bapſts gebott zů keyner todſünd. Vnnd ſo der bapſt vnnd ſein anhang jr münchdie ſeind/ die zertrennung vnnd erernuß neben der Euangeliſchẽ vnd apoſtoliſchen eer angericht/ vnnd verderblich ſecten jngefůrt ha bend/ vnnd mir gebotten iſt von ſolchen zů fliehen/ ſoll ſich niemand an mir ergeren/ das ich wider des bapſts des. vnbillichs gebott gethan C fo man gott meer gehoꝛſam fein ſoll dann dem men; Act. 5. ſchen) vnd vß der verderblichen ſect gewichen bin/ Dann wellicher ſich an meinem v5 ergeret/ J der ergert ſich am werck/ das ich got meinem herrẽ ſchuldig vnd pflichtig bin geweſen. Mir würt aber gebotten von ſolchen zefliehen/ durch ſant Paulum ſo er ſpꝛicht/ Ich erman aber üch lieben bꝛůder/ das jr vffſehend vff die/ ſo zertrennung vnnd ergernuß anrichtend/ neben der leer die jr gelert habend/ vnd wychend von der ſelben/ dann ſolche dienen nit dem herren Jeſu Chꝛiſto/ ſonder jrem buch/ vnnd durch Rom 16. ſůſſe pꝛedig vnd bꝛaͤchtige wort verfürend fie die vn: ſchindigen hertzẽ. Item ſant Peter ſpꝛicht/ Es waren aber ouch falſch pꝛophetẽ vnder dem volck/ wie ouch vnder üch ſein werden falſche lerer/ die neben 2. Pet. 2. jnfüren werden verderbliche ſecten/ vñ verlougnen den herren der ſie erkoufft hat/ vnnd werdend über ſich ſelbs ein ſchnelle verdamnuß fuͤren/ vñ vyl werden nachuolgẽ jrem verderben/ durch welche würt der weg ð warheit verleſtert werden: c. Ter. Lie berherꝛ jr dütend(nach meinem beduncken) vnbillich vnd mit gwalt/ die zwen ſetzgemelten ſpꝛüch vff vns geyſtlichen/ Wie wellend jrs mir beweren vnd darthůn/ das wir die ſyent/ die zertrenung vnnd er; ernuß anrichten/ vnd verderblich ſecten neben jn. Pifar. Das wil ich üch fry beweren vnnd zeigen/ Man mag aber zertrennung nitt mercken/ man wüſſe dann/ das nur ein einige/ ware/ heilige Chꝛiſtliche geiſtlicheit/ oꝛden/ oder ſtand in der Chꝛi ſtenheit ſey von got dem vatter angeben vnd beſtaͤtiget/ von dem ſon ingeſetzt/ vom heilgẽ geiſt(durch Paulum vñ ander apoſtlen) in der welt gepꝛedigt/ vnd mit wunderzeichen bewert/ Vnnd das iſt ader nit Baſilij/ Benedicti/ Auguſtint/ o, oꝛden vnd regel/ ſonð es iſt der gemeyn Chꝛiſten ſtand AN 8 da mannach der regel Chꝛiſti/ das iſt/ nach dem hei ligen Euangelio lebt/ vnd lert leben. Diſe geiſtlichheit/ oꝛden/ oder(Fand(ſpꝛich ich) iſt von Feine men; ſchen/ ſonder von gott dem vatter angeben/ in dem: fo der ſon gottes ſpꝛicht/ Mein leer iſt nit mein/ ſon· Joan. 7. der des der mich geſandt hat. Item/ Ich hab nit vo Joan. i. mir ſelber geredt/ ſonð der vatter der mich geſandt hat/ der hatt mir ein gebott geben/ was ich thůn vñ reden ſol/ darumb was ich red/ das red ich alſo/ wie mir der vatter geſagt hatt. Item/ Die woꝛt die du Joan. 17. mir geben haſt/ hab ich in geben. Diſer oꝛden von Chꝛiſto gepꝛediget vnd jngeſetzt/ iſt beſtetiget woꝛdẽ; in dem/ ſo der vatter, Das iſt mein geliebter Matt. 17. ſon/ in dem ich ein wolgefallen hab/ den ſollen jr hoͤren. Diſer heiliger oꝛden iſt von dem ſon gottes jngeſetzt/ ſo er ſpꝛicht zů den apoſtlen/ Gond hin in alle Mar. 16. welt/ vnd pꝛedigent das Euangelium allen creaturen. Hie můß volgen/ das alle Chꝛiſten vß gleicher pflicht/ das heilig Euangelium ſchuldig vñ verbun . eind ,, 3* on vnderſe ö U. ten hat allen menſchẽ/ diſe ſein einige regel für zeha ten/ Vnd heißt die apoſtlen/ das fie alle voͤlcker/ alle Matt. 28. ding die er jnen beuolhẽ hat/ leren ſollen. So ſpꝛicht der herꝛ ouch/ Es iſt einer ewer meiſter/ Chiſſtus/ Matt. 5. jr aber ſeind alle bꝛůder. In dem fo er ſpꝛicht/ Es iſt einer üůwer meiſter/ Chꝛiſtus/ ſchlüßt er vß alle lerer die nit ſein einige/ heilige/ warhafftige leer vnnd regel pꝛedigen va fürgeben. In dem aber fo er ſpꝛicht/ gr find alle bꝛůder/ zeigt er an eynigkeit aller glöͤuigen/ will nur einerley jünger haben die gleich geſinnet ſeind/ dañ er ſpꝛicht zům vatter/ Ich will das Joan. 17. ſie eins ſyend/ wie wir eins ſind. DI eilige geiſtii licheit vnd oꝛden Chꝛiſti iſt durch Paulum/ der mitt Act. 9. dem heiligen geiſt erfült/ vnd ein vßer welt faß Chꝛiſti geweſen iſt/ vnd in welchem Chꝛiſtus geredt hat/ 2. Coꝛ. 13. verkündt vnnd erklaͤrt/ ſo er ſpꝛicht/ Sind gefliſſen zů halten die eynigkeit im gel, durch das band des fridens/ ein leib vnnd ein geyſt/ wie jr ouch beruͤfft Ephe. 4. ſind/ vff einerley hoffnũg üwers berůffs/ Ein herꝛ/ ein glaub/ ein touff/ ein gott vnnd vatter vnſer al1. Coꝛ. i. ler. c. Item/ Denn wir(ind in einem geiſt zů einem leib getaufft/ wir ſyend juden oð kriechẽ/ knecht oð fryen/ vnd find alle mit einem geiſt getrenckt. Itẽ/ Ro. 12. Denn gleicherweiß als wir in einem leib. haben/ aber doch alle glider nit einerley gſchaͤfft ha bẽ/ alſo find wir vyl ein leib Chꝛiſti/ aber vndereinander iſt einer des anderen glid. Diſer geiſtlicheyt Act. 1. pꝛediger vnd zügen find geweſen die andern apoſtlẽ alle/ nach dem f den heiligẽ geiſt empfangen habẽ iſt gepꝛediget von jnen an allen oꝛten/ vnnd der herꝛ Mar. 16. würck mit jn/ vnnd bekrefftiget jr wort durch mit: uolgende zeichen. Diſe geiſtlicheit oder Chꝛiſtner oꝛ den iſt geſtelt vff den glauben/ vñ werden darzů ver bundẽ/ oð thůnd pꝛofeß im̃ touff alle Chꝛiſten. Dan welcher glaubt vnnd getaufft würt/ der würt ſeligDer glaub aber iſt nitt vff Franciſcum/ ſonder vff 1. Coꝛ.ʒ. Chꝛiſtum vñ vff die krafft gottes gegründet/ nitt vff Ro. 1. Franciſci regel/ ſonð vff Chꝛiſti Euangeliũ/ kompt nit vß dem wort Franciſci oð andꝛer menſchẽ/ ſonð Ro. 10. vß dem wort Chꝛiſti. Der glaub aber fol vñ můß geuͤbt werdẽ/ nit in Franciſci vn andꝛer menſchẽ wer; cken/ ſon in dem das Chꝛiſtus gebottẽ hat/ Dañ er ſpꝛicht/ So jr meine gebot haltẽ/ fo bleibẽd jr in mei Joan. i5. ner liebe/ Ir find meine fründ/ fo jr thůnd was ich üch, ee Sum̃a ſum̃arũ/ Es iſt nur ein glaub/ vnnd ein tauff/ Derhalb iſt ouch nur ein ware gemeyne Chꝛiſtne geyſtlicheit oder gemeyne verbüntnuß/ die im touff beſchicht/ vnnd von allen Chꝛiſten in gleicher weiß vnnd pflicht angenomen wirt. ꝛc. Sollichs zeigt ouch an S. Auguſtin gar ſchoͤn vnd weitlöuffig/ im bůchlin von ð waren chꝛiſtnen geiſtlicheit/ Geliebts üch/ ſo leſend S. Auguſtins bůch de vera religione. Jetzund kan ein jetlicher ſehen/ vnd iſt klar/ ligt ouch am tag/ das der bapſt/ ſampt ſeinẽ anhang/ mit üch münchen zertrennung ange richt/ vnnd verderblich ſecten jngefuͤrt habend/ in dem ſo der bapſt diſe eynige chꝛiſtne geiſtlicheit/ deren nun ein herꝛ/ ein glaub/ ein touff/ ein gott vnnd vatter vnſer aller iſt/ in ſo vyl doller naͤrriſcher oͤꝛdẽ oder ſecten hat üch münchẽ laſſen zertrennen vnnd zerryſſen/ vnnd üwer ſelb erdichte/ ſelbs erwelte/ vn gegründte in der gſchꝛifft/ ja wið goͤtliche geſchꝛifft mit baͤpſtlichem oder wie er für gibt) mit apoſtoliſchem/ jch woͤlt gern ſagen mit apoſtatiſchẽ gewalt beſtaͤtiget/ mit gnad vnd Ker, n. aplas reichlich begabt/ wider alle oberkeit üch gefreyt/ von gemeyner gehoꝛſame gezogen/ jm̃ allein vnderthaͤnig gemacht/ die ſtiffter vnd anrichter geheiligt/ oder heilig erklaͤrt/ oder vff Romiſch Canoniziert/ üch ber; ler münch in ein muͤſſigs fuls vnnd traͤgs leben ge; ſetzt/ vnd den armen lůten mit üwerm vnuerſcham . vnd vntraͤglichem gutzlen vnd bettlen vff den als gericht/ do Daßend jr gepꝛediget/ vñ J ſen ſachen geſagtt/ vff das üch üwer bettelſack voll iſt woꝛdẽ/ habend Chꝛiſtum den warhaffttigẽ rechten herren/ vß den hertzen der Chꝛiſtnen menſchen getriben/ den babſt darein pflantzt. Ter. Lieber ber: foͤꝛchtend jr üch nitt/ wañ jr wider vnſern aller heilgſten vatter den bapſt reden: Pfar. warumb ſolt ich mir foͤrchtẽ/ fo ich wider den endtchꝛiſt red? Ter Ach lieber her: ſchwigend vm̃ gots willen ſtill/ ich müßte fin übel entgelten gegen meinen vaͤttern/ weñ ſie jnnen würdẽ/ das ich by üch übernacht waͤr gelegen/ vñ jr aber den bapſt ein endtchꝛiſt ſchelten. 655 Ich weyß es faſt wol/ das üwer vaͤtter mit groͤſſerer gedult moͤgent hoꝛen/ vnd minder bewegt werden/ weñ ſie hoͤꝛen bog marter/ botz wunden/ vñ andere gotsleſterung mee/ dann ſo ſie muͤſſend von jrem abgot dem bapſt offenliche bůbery hoͤꝛẽ ſagen. Woͤllend jr aber geſchrifft hoͤꝛen/ das der bapſt der ehdechaft ſye? Ter. Ja ich wil. Pfar. Nun wolã ich wils nun fürterhmn vßgedingt haben/ das niemand nichts zürnen ſoll. VIun hoͤꝛen was S. Paulus ſpꝛicht vom endtchꝛiſt/ Laſſend üch nieman ver füren in keynerley weiß/ Dañ er kompt nitt(meynt den jüngſten tag) es ſye dañ das zůuoꝛ ð abfal kom̃e vnd geoffenbart werde der menſch der ſünden/ vnd das kind oder ſon der verderbung/ der da iſt ein widerwertiger/ vnd ſich überhebt/ Aber alles das gott oder gottes dienſt heißt/ alſo das er ſich ſetzt in den tempel gottes als ein gott/ vnnd gibt ſich für er ſye gott, Ter. Diſen ſpꝛuch dütend vnſere vaͤtter v den Luther. Pfar. Lieber hoͤꝛend mich/ vnd deñ fo geben jr ſelber ein vrtheil/ ob diſer ſpꝛuch vff den Luther oder vff den. moͤge gezogen werden. ZƷům erſtẽ heißt S. Paulus den endtchꝛiſt einẽ men ſchen ð ſünden. Diſer menſch iſt ja billich der bapſt/ fo er mit feinem gſatz/ geboten/ vñ leer vyl vyl fund macht/ da nach dem gſatz gottes kein ſünd iſt. Itẽ der bapſt heyßt ouch billich ein kind oder ſon der verderbnuß/ ſo er vyl menſchen verderbt hat/ vnnd dem tüfel hüfflich zůgeſchickt hatt/ namlich die/ die jr hoffnũg in ſeinen dollen/ geltſüchtigẽ/ tüfliſchen/ lugen haften aplas ſetzen vnd geſetzt haben/ vnnd die auch/ die wider eygne conſcientz/(eine vnnütze gebott übertretten haben. Wie vyl meynend jr/ das er nur Pfaffen/ Münch/ Nonnen/ vnd pfaffen kellerin an der ſeelen verderbt/ vnd dem tüfel heym geſchickt hatt/ in dem fo er die ee(die ſuſt nach gottes oꝛdnung recht vnd goͤtlich iſt/ vnd ſich niemandt on ſonder gnad gottes enthalte mag) jnen mitt feinem fraͤflem verbott(vnnd wie Paulus ſagtt) mit tüfliſchen leeren vnrecht vnd vngoͤtlich gemacht hat. Item der bapſt iſt ein wi wertiger gottes/ das zeygen an ſeine gſatz/ odnung/ vnd leer/ die wider got: tes ſatzung vñ woꝛt ſind/ Diß wolt ich gnůgſam vñ überflůſſigklich zeigen(wo es not wer)im Decret/ Decretalibus/ in Sexto vn Clementin/ vnd in an: dern baͤpſtlichẽ ſatzungen. Item er erhebt ſich über gott/ dañ es hatt keiner übẽr des andern gſetz/ leer/ oder oꝛdnung gewalt/ er ſye dañ über jn/ Nun gibt der bapſt durch ſeine ſchmeychler vnd baͤpſtler. er hab volkomnen gwalt übers heilig Euangeliũ/ vnd über die gantz heilig w ft e,, volget/ das er ſich über gott erhebt hat. Item er hat ſich ouch erhebt über alles das gots dienſt heyßt/ dann der war gots dienſt iſt der glauben/ über den wil er ouch gwalt han/ ſo er mitt ſampt ſeinen hůren ſchůlen ich ſolt ſagen hohen ſchůlen) vnd conciliabulis/ nüw artickel des glaubens on goͤtliche g hifft/ ge ſetzt hat/ die ich wol wüßte zů zeigẽ/ weñ es not wer. Die feinen articklen wiðſpꝛechen(fo er on geſchꝛi handlet) halt er für kaͤtzer/ verbant vnd verbꝛent ſie mitt gewalt. Item der bapſt ſitzt in dem tempel goti. Coꝛ. 3. tes als ein got/ Dann der tempel gottes(wie Paulus ſagt)ſind wir/ in dem ſitzt er/ fo er mit feinen ey; gnen vnnützen gebotten über vnſer ſeelen mitt gott gleichen gwalt wil haben/ Dan er hat in vyl jaren/ vnd noch jn diſer zeit/ vnderſtanden mitt ſeinem geſatz vnſer gewiſſen(gleich wie gott) zůr totſünden verbunden vnd verpflichten. So iſt ouch am bapſt diß erfült/ ſo S. Paulus am letſten ſpꝛicht/ das. der wiðchꝛiſt vßgeben würt er ſye gott. Dan jr ber; lermünch für ander/ vñ vyl pfaffen mit üch/ haben den bapſt in der gantzen welt für den aller heiligſtẽ vatter/ vnd für einen jrdiſchen gott vßgeſchruwen vñ vßgeben/ ſein vnnützes gſetz ein heilig geiſtlichs recht genant/ ja es hatt alles muͤſſen heilig genent werden/ damit ð bapſt vmgangẽ iſt. Wañ jr bettler münch pꝛedigen/ ſo ſagen jr mitt ſchlechten woꝛten/ Chꝛiſtus ſpꝛicht das/ Aber wo es ſich begibt dz man vom a redt/ ſo ſpꝛechẽ jr/ Der aller heiligſt vatter der bapſt. Ouch ſagen jr/ das oder jhens ſtat im Euãgelio/ So jr aber vß des bapſts gfatz reden/ ſo ſagen jr/ Es ſtat im heiligen geiſtlichen recht. Nun bꝛůð/ was ſagen jr zůr ſachen? Wer iſt nun der endt chꝛiſtſ· Ter. Lieber herꝛ/ ich bin zů vnglert vff diß ſtück zů antwoꝛten/ ich weiß aber wol/ dz vyl vaͤtter vnder vns ſind/ die üch fo gedultig nit gehoͤꝛt hettẽd Münch wie ich. Pfar. Ewer vaͤtter beſchützẽt den bapſt/ beſchützen nitt vm̃ ſeinet willen/ ſonð ſie wüſſend wol/ wañ der den bapſt. bapſt iñ dꝛeck gfallẽ iſt/ Sl ir münch alle beſchiſſen/ darum̃ bittẽ jr barfůſſer Franciſcũ/ vñ die pre, diger Dominicir/ ds ſie den rucken darhinð thůen/) vñ die Batronẽs kirch ze Kom hebẽ/ dañ fie falt/ ſie Lottriſch falt. Ter. Es heißt nit Catronẽſis(ons Latera kirch zů nẽſis eccleſia. Pfar. Es heißt mir Latronẽſis/ eſt Rom. enim ſpelũca latronũ /hoc eſt/ Pape et Cardinaliũ/ quibus peioꝛes latrones non ſunt in chꝛiſtianitate. Ter. Tacete pꝛopter deũ. Pfar. Nun wolã wei: ter/ Das jr münch zertrennũg angricht habẽ/ vnn ewer oꝛdẽ ſecten ſind/ die keiner dinge in der chꝛiſten Oꝛdẽ find heit fein ſollen/ beweiß ich ouch vß dem/ dz S. Pau: ſecten. lus vnð den Coꝛinthern zweyũg oð zertrẽnung/ die gar vyl vyl ringer geweſen/ dañ ewere ſecten ſind/ nit gſtatten wolt/ vnd heyßt ſie(vm̃ dz einer ſpꝛach/ Ich bin Apolliſch/ Der ander Ich bin ö ö Der dꝛit/ Ich bin Pauliſch) fleiſchlich. Diß ſtück Münch iſt fo groß by ůch münchẽ/ dz ſich einer glych ſchaͤmt ſind fleywañ er nur ein Chꝛiſt gnent würt. Der halb heyſſen ſchlich. ir üch faͤlſchlich vn vndillich geiſtlich/ fo jr in ðwwareit/ nach ð leer S. Pauli/ fleiſchlich(ind. Es mag I. Coꝛ. z. zwar niemã leügnẽ/ die oͤꝛden ſind zertrennũgẽ/ ab; ſündꝛũgen/ vñ ſectẽ/ Zům erſtẽ darum̃/ dz jr münch üwer oͤꝛdẽ für ſonð volkõne ſtaͤnd/ neben ð Euãgeliſchen vnd apoſtoliſchẽ leer/ vßgeſchꝛuwẽ/ gepꝛedigt/ vñ vßgebẽ/ vñ üch vom gmeynẽ chꝛiſtnẽ ſtand( vm̃ menſchlicher vffſaͤtz willẽ)geriſſen haben. Zům an: dern/ dz die dzde vnder jnen ſelber zertrennũg ſind/ dan da iſt zweyung in ſpyß/ wyß/ geberd/ übung/ gebet/ ſtatt/ zyt/ kleydung/ vñ in vyl anðn dingen/ die gantz vnd gar jüdiſch ſind/ Vñ iſt die zweytr acht ſo groß/ dz ein münch des andꝛẽ regel oder ſatzung nit Münch darff mit gůter conſcientz annemẽ. Vñ das iſt noch ſeind vn; dz aller boͤſt/ das jr nit glych gefiner(ind/ das doch gleich genoch der leer Pauli gantz vndn chꝛiſten. fein ſoll/ ſinnet. ij / Rom. 15. Dann er gebüt an vyl oꝛten voꝛ allen dingen/ das Philip. 2. man gleich geſinnet ſye/ Nun weyß ich wol das jr vngleich geſinnet ſeind/ Dañ jr ſagend vnd leeren/ die oͤꝛden ſeind nitt gleicher volkom̃enheyt/ Vß welchem volgt deñ/ das einer ſeinen oꝛdẽ den beſſern vñ volkom̃nern achtet/ vnnd ſich alſo dem andern fürſetzt/ das iſt ye alles widers heilig Euangelium/ ja wider alle geſchꝛifft vnnd chꝛiſtenliche eynigkeit. Zum dꝛitten/ vmb das jr münch nit nur allein mitt cerimonien vnd euſſerlicher weiß üch von chꝛiſtner einigkeyt oder geiſtlicheit abgezert/ abgeriſſen/ vn abgetrent/ vnd in vyl den geteylt haben/ ſonð der tüfel hat üch fo gantz vnd gar geblendt/ vnnd zweitracht vnder euch gezetlet/ das in langer zeit kein oꝛdẽ für ſich ſelbs on allein Carthüſer/ wie ich hoͤꝛ) geweſen iſt/ er iſt zertrent vffs hinderſt. Ir(ind boͤſer dañ die henckers knecht geweſen ſind/ die Chꝛiſtũ vmb lon gekrützigt haben/ dañ ſie den vngeneyten geſtrickten rock Chꝛiſti/ by dem(wie jr ſelb pꝛedigen vnd ſagen die Chꝛiſtenliche eynigkeit bedütt iſt/ nit woltend zerteylen/ ſonder gantz rn wellichen rock ſr dollen münch wol in hundert ſtück zertrent/ vñ zů fetzen geriſſen haben. ꝛc. Ter. Herꝛ jr reden zů vyl. Pfar. Wie red ich zevyl/ es ligt am tag dz ich ſag. ꝛc. Ich laß die andern oͤꝛden alle faren/ vnd nim̃ nur ewern oꝛden der erſten regel Franciſci für mich/ dariñ fo vyl zertrennung vnd zerteylung geweſen ſind/ das fie der hapſt Leo der zehend in Bulla vnionis/ ergerlich ſecten achtet/ vnd vnderſtanden hat abzeſtellen biß vff zwo/ nemlich den conuentualem/ vnd den obſeruanten/ vnd diſe(ind minder gleich geſinnet deñ ein jud vnd ein chꝛiſten/ Dañ jr heiligen obſeruanten verdam̃end als juden die eonuentuales/ vnd ſchlachend jn die ſeligkeit gantz ab. Ter. Ja warlich herꝛ/ jch glaub gentzlich wañ ich ein weltlicher barfůſſer wäre/ ich moͤchte nitt ſelig werden/ ich würde dan ein obſeruant. Pfar. Es iſt kein andꝛe vrſach/ dañ dz ſie nit zerſchnittẽ ſchůch tragen wie jr/ jaͤrliche zins vñ gült haben/ das gelt mit eygner hand anruͤren vnd handlen/ das jr nitt thůnd/ vnnd jr(ind doch gar vyl reicher dann fie/ jr habend kein zins/ nem̃end aber den lüten gar vyl meer ab mitt üwerm ſtaͤten gutzlen/ den(fe mitt den zinſen/ Ir habend weder innerliche noch vſſerliche armůt/ dañ jr bꝛingen zewegen mit üwer gleißnery was üch nur gluſtet/ fie empfindend der vſſerlichen armůt faſt wol. Ja jr růrend das gelt nitt an/ aber ewer ſeckelmeiſter find nümer on gelt dz üch gehoͤꝛt. Wañ jr über veld gond /ſo freſſend jr den bettel/ vnd nüt deſterminder fuͤren jr in etlichen pꝛouintzen ein Judas mitt üch/ der hat ein ſeckel mitt gelt für üch/ vff das jr kein mangel lyden. Ir haben zerſchniten ſchůch/ ein par iſt koſtlicher dann der conuentualen zwey par gantzer ſchůch. Wañ jr über feld reitend/ fo habend jr gůtt herlich reitſtifel vnnd ſpoꝛen/ vnnd hencken hoͤltzen ſchůch añ gürtel/ vff das/ ſo jr in die ſtet kom̃end/ ewer groſſe gleißnery moͤgend tryben. Item der tüfel hatt üch ſo gantz vnd gar geblendt/ vnd in die gleißnery verſtrickt/ das jrüch nit ſchem men vnnd got nit foͤꝛchtend/ mit ewer groſſen narheit/ üwere gůten fründ vnd goͤnner die üch beherbergẽ/ wið Euangeliſcher vnd ouch wider ewerer regel fryheit/ mitt vnnützem koſten zů beſ chwaͤren/ Dali fo es im Aduent/ in der faſten/. freitag ii Bꝛuch der iſt/ ſo tragẽ jr flaͤſchlin mit öl by üch/ vff dz alle men oͤſterlichẽ(chen üwer gleißnery vn narheit jñen werdend/ vn barfůſſer. wellen nit mit anðn lütẽ gmeyne. die fie für jr bus gekocht habẽ/ eſſen/ Mã můß mit üch vm̃ ewer gleißnery willen/ nüwẽ koſten/ mů/ vñ arbeit habẽ. Betler(wie jr ſein wellen) ſoltẽ eſſen was jn biderb lüt wol moͤchtẽ geben/ Der üch mitt hunden vß dem bus hetzte/ der chaͤt got ein groͤſſern dienſt/ dan das man üch in ewer narheyt alſo willfaret. Es můß doch ein reicher kouffmã im̃ wirts hus eſſen was jm der wirt furſtelt/ vnd můß es denocht rychlich beza len/ vnd jr betler wellen beſondꝛe ſpeiß vergeben haBen. Nieber mein brůð meynen jr ſag ich etwas vnbillichs? Ter. Nein warlich herꝛ/ Ich bin ſelbs dem weſen nit günſtig/ wir beſchwaͤrẽ über vß mitt vnſerm faſtẽ vnſer geiſtlich vaͤtter/ vnd die vns her; bꝛingẽ. Pfar. Nun wolan wir wellẽ vnſer angefangne matery wið für vns nemẽ. ꝛc. Zům vierden (ſpꝛich ich)heiſſent die oͤꝛden billich ſectẽ/ ṽdas ein Banerheꝛ jctlicher oꝛdẽ feinen banerherrẽ hat/ des ſatzũg vnd leer er nachuolgt/ als waͤre jm̃ die ſatzung vnd leer Chꝛiſti nitt volkõmen gnůg. Item Chꝛiſtus iſt üch nit herlich gnůg/ das jr äh fernen allein ſolten Beriz men/ vñ beruͤmẽ üch oð gloꝛyeren in den menſchen. i.Coꝛ.i. Nun ſpꝛicht S. Paulus/ Welcher gloꝛyern wil/ der ſoll in dem herren gloꝛyern. Vnnd nitt allein find jr münch die zertrennũg angericht habend/ ſonð ſind Münch ouch ketzer. Ter. O, wo mit kom̃en jr? wa ſind ketzer rum find wir ketzer? Pfar. Der vrſach halb/ das die phariſeer(die gwüßlich ð münchẽ voꝛbild vn vo: farn gweſen ſind) zur zeit ð apoſtlẽ für ketz er geacht find woꝛdẽ/ vm̃ dz ſie ſpꝛachend vñ leertend/ es wäre not zůr ſeligkeit/ das man die chꝛiſten nach der weiß Moyſi 3. bſchneiden/ vñ ſie hieſſe dz gſatz Moyſt Act. i5. halten. So nun die phariſeer für ketzer geacht ſind/ Vñ alle leerer/ alt vñ nüw/ münch vñ anð/ einheli klich beſchlieſſen/ welcher da gloube/ das eim chꝛiſtẽ not ſye zůr ſeligkeit( fo es die liebe des nechſtẽ nit erfoꝛdert) die bſchneidũg/ vñdz er halte vnðſcheid der ſpeiß/ der zeit/ der tagen/ vñ anð ceremoniſch wer im gſatz Moyſi gebottẽ/ der ſye ein ketzer/ Vß dem volgen můß/ das alle münch die da glauben vnd leeren/ dz dem ð pꝛofeß gethon hat/ not ſye zůr ſeligkeit dz er fein regel/ oð der regel gebot/ oder werck/ mitt dem Euãgelio haltẽ pflichtig ſye/ find böfer ketzer/ dañ die phariſeer gweſen. Dann die phariſeer habẽ vermeynt/ die werck die jn gott ein mal durch Moy ſen gebotten hatt/ wären not zůr ſeligkeit mit dem Euangelio zehalten/ Ir aber find ſo vnſinnighabẽ ſtaͤts das Euangeliũ ſo offt vn vyl im̃ mul/ vñ werden vnd ſoltẽ der Euangeliſchen warheit vnnd fryheit gar vyl bas bericht fein dann die phariſeer/ vnd glouben denocht vn geben fůr/ es ſye not einem münch oder nonnen zůr ſeligkeit/ menſchen vffſaͤtz mit dem Euange lio zehalten. ꝛc. Ter. Ach lieber herꝛ/ diſe not kompt vß dem gelüpt. Pfar. Eben das iſt ein gewüſſe vrkund/ das alle d2den vñ ſecten zertrennung ſeind/ dann ſie ſind abgetrent vom gemeynen chꝛiſtnen ſtand/ den Chꝛiſtus Jeſus jngeſetzt hatt/ nit nur mitt den leiplichen üßungen vnnd menſchen vffſaͤtzen(das villicht zů dulden wäre) Münch ſonder ouch mitt dem glouben/ das dann die hoͤchſt mitt dem vnd die krefftigeſt vrſach iſt der zertrennung vnd glaubẽ ab der zweitracht/ das iſt dz mittel/ wand/ vñ der zun/ getrent. nemlich die vngleicheit des glaubens vrſach gewe Ephe. ꝛ. m der findſcha ft/ wie Paulus ſchꝛibt/ zwüſchenden juden vnnd heyden/ die Chꝛiſtus durch das blůt hatt abbꝛochen oð hingenom̃en/ vnnd die beyde in eim̃ glauben des heiligen Euangeliums eins gemacht/ beide verſünt mit got in einem leib dur ch dz krütz/ vnd hat die ,, toͤdet durch ſich ſelbs/ vnd frid gmacht. Ter. Sagend mir wie ſind die münch von gemeiner chꝛiſtner einigkeit abgetrent mitt dem glauben? Pfar. Ich ſpꝛich die münch find von chꝛiſtner einigkeit abgetrẽt mit dem glauben/ dañ ſo man ein gmeinen chꝛiſten vñ ein münch oder nonnen zů ſamen ſtelt/ vnd beide gefragt werdend durch was mittel fie glouben ſelig ze werden/ fo folder chꝛiſten/ der nur die regel Chꝛiſti gelobt vñ verheiſſen hatt/ antwoꝛten/ vnnd mag onch in der warheit ſpꝛechen/ er gloubel fo es die goͤtlich ſchꝛifft Act. iz wyßt) allein vß der gnaden Jeſu Chꝛiſti durch den glouben ſelig zewerden/ vnñd nit durch die werck/ ouch durch die werck nit die got gebotten hat/ ſo die heilige geſchꝛifft ſollichs ouch zeigt/ Dañ vß gnad Ephe. 2.(ſpꝛicht Paulus find jr ſelig woꝛdẽ durch den glouben/ vnd. nit vß üch/ es iſt ein gottes gab/ nit vß den wercken/ vff das ſich niemand berůͤme. ꝛc. War iſts aber/ Er(ol vnd iſt ſchuldig/ vß/ oð in ſolli Jo. ʒ. vñ 6 chem glauben/ nitt vmb der ſeligkeit willen die dem glouben verheiſſen iſt/ ſonder ſeinẽ nechſten zů nutz/ vnd zů not/ die werck die got gebüt vnd kein andꝛe ze Deut. 12. thůn. Allein ds ich dich heiß(ſpꝛicht got) ſolt du tůn. Der münch aber der můß vnd ſoll(fo es des bapſts vnd der münchen leer iſth ſpꝛechen vnd ſeinen glauben verjehen/ er gloube nitt/ das er nur allein* gna gnad vnſers herrẽ Jeſu Chꝛiſti/ durch den glauben mög ſelig werden/ er habe deñ fein regel(von menſchen vff geſetzt)die er verheyſſen hat/ ouch gehaltẽ. Dan ʒů jm geſpꝛochẽ iſt(nach der münchiſchen pꝛo feß) Würſtu das halten/ ſo verheiß ich dir das ewi leben. ꝛc. Glaubt ouch/ er ſye nitt allein die were von got gebotten/ ſonder ouch von Franciſco oder von eym andern menſchen ſchuldig by ewiger verdamnuß zethůn. ꝛc. Der Chꝛiſt glaubt(ſo es die heilig gſchꝛfft lert) er werde jm̃ oder durchs Euange⸗ 1. Coꝛ. ı 8. lium f elig/ Der münch glaubt er werd on fein regel nit ſelig. Der Chꝛiſt glaubt/ er ſoll nur Chꝛiſtum den fon gottes/ nach dem geheyß des vatters/ hoͤꝛen/ Matt. 17. Der münch glaubt/ er můß den menſchen ouch hö;— ren. Ter. Wüſſend jr nüt boͤſers von den oꝛden zů ſagen? Pfar. Die oͤꝛden find ouch nitt ſchlecht fe: cten/ wie vndern Coꝛinthern geweſen find/ ſonder wie S. Peter ſpꝛicht/ verderblich ſecten/ die Chꝛi⸗ 2. Pet. 2, ſtum verleugnen/ vnd leſtern den weg der warheit. Derhalb iſts nit on ſonderliche ordnung gottes be; ſchehen/ das die münchiſche vnd ſchůleriſche doctores(wiewol vnwüſſend/ wie Cayphas pꝛophetiziert hat) fürgeben/ der münchen vnd der nonnen pꝛofeß ſye der ander touff. Ter. Das hab ich bißhůr ve⸗ Der anð ſtigklichen glaubt. Pfar. Es iſt leyder war/ Ich touff. woͤlt das ich m erſten touff ertrenckt wer woꝛden/ vff das mich ewer münchen touff nitt berůrt haͤtte/ vnd mir der beſtien(des bapſts) character o maizeychen nit an die ſtirn gmacht worden waͤr/ vnd dz Apoc. 4. ich den wyn des zoꝛn gottes/ von der X Smifchen hů ren nit truncken haͤtt. Sant Paulus ſpꝛicht/ es ſye Epheſ. 4. nur ein touff/ In diſem touff werden die ED got tes toufft/ Ewer touff iſt erdicht von den menſchẽ/ vnd neben der gſchꝛifft jngefuͤrt vnd gelert/ darum Gala. i.iſt es ein falſcher/ gotloßer/ verflůchter touff/ dariñ die kinder des tods vnd verderbnuß toufft wer; den. Ter. Warumbe Pfar. Darum/ dañ glych in dem ougenblick/ fo ein münch oder nonne pꝛofeß thüůt/ ſo verlaßt er fein erſte pꝛofeß/ jm̃ erſten touff Münch gott gethan/ bꝛicht ſein trüw vnnd glouben/ württ werdend meyneydig vnnd trüwloß an 5 wycht von meineidig Chꝛiſto/ dem er ſich mit eydspflicht verbunden hatt z nüm̃er von jm̃ zeweichen/ jm̃ allein zeglauben vnd vertruͤwen/ ſeiner ler alllin anzehangen/ vnnd fein gebott allein zů halten/ vnnd verbindt ſich darüber mitt trüwem eyd/ dem bapſt vnd andern menſchẽ/ das er jr geſatz( zům nachtheyl dem geſatz gottes/ vnnd zů ſchmach dem heiligen Euangelio) vnnd jr tüfliſche leer von der ee vnd der ſpyß annem̃en vnnd halten well/ Verlougnet nit alein Chꝛiſtum/ ſonder er leſtret jn vnnd den weg der warheit. Ter · wier Münch Pfar⸗ Zům erſten/ verlougnet der münch od noñe verlougnẽ Theiſtum/ in dem/ ſo er ſein ſeligkeit nur allein in jm cChiiſtinn vnd durch in ſolt verhoffen wie dañ alle ding durch 66 jn vnd in jm̃ vß dem glouben verhofft ſollẽ werden) loubt durch ſich felber mitt menſchen werckẽ zů erangen/ Dañ der münch voꝛ der pꝛofeß glouben ſol er möge allein durch die gnad vnſers herren Jeſu on wẽrck münchiſcher regel ſelig werden/ Nach der pꝛofeß laßt er Chꝛiſtum faren/ vnnd gloubt er werde felig/ wie jm der menſch oder münch verſpꝛochen hat/ ſo er die regel ghalten hat. ꝛc. Zům andꝛen leſtert ð münch mitt feiner pꝛofeß Chꝛiſtum/ in dem fo er mit wercken erzeigt/ das er ferner goͤtlichen vñ warhafftigẽ verheiſſung nit gloubt/ Dañ Chꝛiſtus jm̃ verheyſſen vnd verſpꝛochen hatt on alle fürwoꝛt die ſeligkeyt/ ſo er ſich nur deß mitt veſtem glouben zů jm̃ verſicht. Welcher an mich gloubt/ ſpꝛicht er/ Joan. 6. der hatt das ewig leben. Diſe verheiſſung vnd zůſagung gottes/ machend alle münch mitt jr münchi{chen pꝛofeß(als vyl in jnen iſt) vnachtſam vnd lugenhafft/ Dan gloubten ſie/ fo vnder Funde fie kein ander mittell zůr ſeligkeit zů ſůchen vnnd an zenemmen/ vnnd andern für zehalten/ on allein glouben/ vertrüwen/ vñ hoffen in Chꝛiſtum/ vnd nur ſein gebott zehaltẽ. ꝛc. Zům dꝛitten/ der münch mit feiner Münch pꝛofeß verſchmaͤcht vnd verkleynt Chꝛiſti Euange⸗ verſchmaͤlium/ in dem fo er gloubt/ vñſolchen gloubẽ mit wor he Chꝛiſtũ ten vñ wercken erzeygt/ Chꝛiſtus habe nit ſo ein volomnẽ weg zůr ſeligkeit anzeigt vñ glert/ als Benedictus os Franciſcus. ꝛc. Vnnd das heyßt den den weg der warheit/ dz iſt/ das heilig Euangeliũ(wie S. Peter ſpꝛicht) verleſtret. Sum̃a/ ſo die münch 2. Pet. 2. vnd nonnen glouben/ dz ſie durch haltũg jrer regel n,, d., vñ ſelig moͤgen werdẽ/ verlougnend . ich Chꝛiſtum/ werffen hinweg(wie S. Pauus ſpꝛicht) die gnad, vñ iſt jn Chꝛiſtus verge Gala. 2. bens geſtoꝛbẽ/ vñ find jre den zertreñung vnd ver; r derblich ſectẽ/ in ſecula ſeculoꝛũñ amen. Ter. Mir nitt amen. Pfar. Amen amen. Hie volgt nun dz ander ouch/ das S. Paulus ſpꝛicht/ das jr mitt zer ⸗ Rom. i6. treñung vñ ewern ſecten oð oͤden ergernuß anrich⸗ Münch ri ten. Ter. Wie das? Pfar. Es iſt überuß erger⸗ chtẽ erger lich in gemeyn voꝛ allen Chꝛiſtnen menſchen/ das jr nuß an. gotloßen münch für geben/ wañ einer der Franciſci regel gelopt hatt das heilig e, n. hielte/ 1 vnd aber Kranciſci regel übertraͤte/ moͤcht nit ſelig werden. Ter. Es iſt war. Pfar. Wer ſoll ſich aber an ſolcher üwer gotloßen/ gotsleſterlichen/ fal ſchen leer nitt übel ergeren? Ter. Es ergert ſich nieman doꝛan.. Da habẽ jr die lüt mit üwerer gleißnery vnd falſcher leer geblendt/ Wee üch. Es iſt zům andern ergerlich vo: ſchlechten einfaltigen chꝛiſten/ ſo fie hoͤꝛen üch münch pꝛedigen/ der ce; lich ſtand vnd ans werck von got jngeſetzt vn gebot ten/ ſye ſo gering vnd vnuolkom̃en/ vnd aber üwere münchiſche dzden oð ſtaͤnd von menſchen jngeſetzt/ vnd werck voñ menſchen gebotten/ ſoͤllen der recht volk om̃en weg vñ mittel zůr ſeligkeit ſein/ Des(ind die ſchlechten einfaltigen menſchen beredt von euch münchen woꝛden/ vnnd haben jren eelichen ſtand/ vnnd gemeyns chꝛiſtenlichs leben/ glych für ein vnnützs ding geacht/ des bin ich bericht vñ habs erfa rẽ/ Dañ es iſt(do ich ouch noch ein kaͤs jeger was) nit nur allein von ſchlechtẽ/ ſonð ouch von gar vyl vernünfftigen lüten(vo: diſem yetzigem 23) offt zů mir geſpꝛochen/ Ach gott/ wie ſollen wir doch ſelig werden/ ſo wir nit ſind ſo in einem heiligen vnd volkomenlichen(Fand wie jr/ vnd thůnd nitt fo gůte werck/ wie jr oꝛdens lt thůnd. Iſt nit das ergerlich zů hoͤꝛen/ das man der menſchen ſatzung über gots ſatzung vn gebott erhebt/ vnd werck von menſchen erdichtet vnnd erdacht/ gottes wercken fürſetzt? Aber diſe falſche opinion oð won vnder den gouchiſchẽ chꝛiſten/ durch üch münch in die hertzen ð men; ſchen truckt/ hat üch vnfi ige münchẽ wyn vñ korn zins vn rent/ gold/ ſilber/ gelt/ fleyſch/ kaͤs/ eyer/ vnd andꝛe ding bꝛacht/ dañ es hat jedermã wellẽ münch oder nonne werden/ oder ſich üwer vnnd der noñen gůter menſchen werck mitt zeitlichem gůt/ ouch mit abbꝛuch ſeins eygnen leibs/ weibs/ vnnd der kinder notturfft/ teilhafftig machen/ vñ von üch münchen den himel e, e, ,. durch üch ſelig werden. Zům dꝛitten/ der bapſt mit üch münchen/ richten er Hünch gernuß an/ ouch vor vernünfftigen juden/ mitt den er gerẽ die dollen oͤꝛden/ dañ es muůſſen ſich die juden ergern/ fo juden. fie hoͤꝛen/ das wir vns für chꝛiſten vß geben/ vñ Chꝛiſtum anemẽ für den ſon gottes/ für vnſern erloͤſer/ vñ für vnſern meiſter/ den wir nach dem gheyß des vatters hoͤꝛen ſoͤllen/ der der weg/ vnd die thůr zur ſeligkeit iſt/ das liecht ð welt/ der jm̃ nachuolget/ der würt nitt wandlen in der finſternuß/ vñ ſein leer nit ſein/ ſonð des vatters iſt.ꝛc. Vnnd dz aber jr münch pꝛedigen/ Franciſcus habe gar ein volkomneren weg zůr ſeligk it beſchꝛiben/ vnd wer jm̃ nachuolgt/ der werde volkom̃en vnd ſelig. Das ergert ouch ein juden faſt übel/ ſo er gehoꝛt das alle münch vnd non nen/ vnnd alle chꝛiſten glouben ſollend/ ſie ſy end ent; lediget oder entbundẽ durch Chꝛiſtum von ð pflicht zehalten vnderſcheyd der tagen/ der zeit/ der ſpeiß/ vnnd andꝛer dingen des geſatz gottes/ vnnd aber jr münch vnd nonnen glouben ſollend/ jr ſyend by tod ſündẽ oder by ewiger verdamnuß ſchuldig schalten vnderſcheyd deren dingen/ nit darumb das es gott geſetzt vnnd gebotten/ ſonder das es vom menſchen gebotten vnd vffgeſctzt iſt. So ergert ein vernünfftigen juden diß noch vyl meer/ ſo die chꝛiſten diß gebott gottes von ð eer vatter vnd můter/ jnen gleich annemen/ vnd ſchuldi m schalte/ vñ aber münch vnd nonnen/ vm J licher vffſ⸗ Ch willen/ durch ii Münch ergerend heyden. Ephe. 4. ire münchiſche/ ja wol tüfliſche pꝛofeß/ ſollend von diſem goͤtlichen gebott gantz vnd gar entlediget oð entbunden ſein. Was wellend ſr hie mitt ewern dollen münchẽ den welt verfuͤrern/ einem juden für beſcheyd geben/ dz er Ua an üwerm münchiſchen affenſpyl nit ergere: An diſem ſtück můß ſich ein heyd nit minder ouch übel ergern/ ſo vatter vñ můter nit eeren vnd nit gehoꝛſam ſein widers gſatz der natur iſt/ Deßgleichen můß ſich ein heyd an üch münchen vnnd nonen vaſt ergern/ ſo er hoͤrt/ das alle chꝛiſten nur ein herrẽ/ ein glouben/ ein touff/ ein got vñ vatter haben/ ſo er ſicht einen barfůſſer/ vñ ein gmeynẽ chꝛiſten am frytag by einander/ vnd hoͤꝛt das der ge meyn chꝛiſten/ on verletzũg ſeiner gwüßne/ oder on ſünd/ nit ſchuldig iſt zů faſten/ vnd aber der münch/ ja der ſchellig obſeruant/ by verlierung gottes huld vnd der ſeligkeit/ vaſten můß/ Wie mag hie der heyd glouben/ das die chꝛiſten ein glouben habend/ ſo der gmeyn chꝛiſt gloubt/ er moͤge on ſünd eſſen/ vnd der münch aber gloubt er möge on totſünd nitt eſſen? Ba rfůſſe: Vñ noch vyl meer würt eĩn heyd geergert/ fo wen vnd Kar; münch/ als ein barfůſſer vnnd ein kartüſer/ by ein; chüſer. Rom. i6. ander ſicht/ das der barfůſſer gloubt/ er moͤge mitt ſicherer conſcientz fleyſch eſſen/ vnnd aber der karthüſer by totſünd ſchuldig. fleyſch zemyden/ vnd doch beyd des geiſtlichen ſtands perſonen wellend , o iſt klar vñ offenbar/ das jr münch die ſind ie zertrennung vnd ergernuß anrichten/ die man nach der leer S. Pauli/ fliehen ſol. ꝛc. Ter. Iſt es nun vß? Pfar. Wir haben die ſach noch nit recht angefangen/ es můß bas. Rond üch nur die wyl kurtz fein. Weiter ſpꝛicht S. Paulus/ Dã ſolche dienend nitt Chꝛiſto/ ſonder jrem buch. Diß ſtück iſt Münch ſo kund allen menſchen/ das es nit not iſt vyl dauon dienẽ jrem zů reden. Es iſt kein gſchlecht vndern chriſten/ das buch. fo über flüſſig in ſpeiß vnnd tranck vnd allen dingen (die dem buch dienen) verſehen iſt/ als eben münch vnnd nonnen/ vnd das vß andꝛer einfaltigen menſchen ſchweyß vnd arbeit. Ir ſeind gewichen vnnd getreten vß der gmeynen bůß/ die got allen menſchẽ Gene. 3. geben hatt/ ſo er ſpꝛicht/ Im ſchweyß deines angeſichts wiirſtu Heilen dein bꝛot/ Vnd habẽ üch ſelbs bůſſen vffgeſetzt vnd peinliche ůbung voñ menſchen erdicht vnd erwelt/ angenom̃en/ gleich wie Baals— prieſter die ſich ſelber ſtachend/ Sitzend in eym můſ 3. Reg. i8. e, ,, leben/ vnd diß was ouch fe boßkeit Sodome. Wo /oder in welchen himel Ezech. 16. werden jr münch kom̃en/ ſo jr vß der bůß(üUch von got vffgeleyt) traͤtten/ vnnd gott dem herren vngehoꝛſam worden find: Zům letſten ſpꝛicht S. Pau lus/ Vnnd durch ſůſſe pꝛedig vnnd bꝛaͤchtige woꝛt/ oder benedeyung/. fie die vnſchuldigẽ her tzen. Ir münch des endtchꝛiſt bottenl mag niemant Münch loͤugnen) habend honigſůſſe pꝛedig von ůwerm af: thůnd ſůſfenſpyl oder dden gethon/ von e ,. dingen ſe pꝛedig. vñ abenteurlichen ſachen an der kantzel gſchꝛüwẽ dardurch jr die vnſchuldigen hertzen/ die vnſchuldigen jugent/ ſchaͤntlich verfůrt haben/ vß chꝛiſtnen/ vnchꝛiſten/ vß kinden a knecht der menſchen/ vß glydern chꝛiſti/ glyd Belials/ vß ſoͤnẽ des lebens vnnd der ſeligkeit/ ſoͤn des tods vnd der ewigen verdamnuß gmacht. ꝛc. Ter. O Jeſus Maria/ was fs jr da? Pfar. Ich ſag die gruntlich warheit/ olche ewer ſuͤſſe pꝛedig habẽ jr ʒům erſtẽ thon mit Münch verkerer gef chufft. Mar. 8. hochbꝛaͤchtigen woꝛten vß Narriſtoteles wyßheit vo der müncheyt vñ ewerer erdichtẽ/ erlognen/ falſchen geiſtlicheit/ groſſe vnd ſubtile ding diſputiert/ ja wol dolliſiert/ haben die oͤiden hoch hoch erhebt/ überuß gelobt/ für den waren/ rechten/ vñ volkomnen ſtand. vnd vßgeben/ dardurch ð gmeyn chꝛiſtlich ſtand vnd geiſtlicheit verkleint vñ verachtlich woꝛden iſt/ als waͤre kein ſeligkeit dann nur iñ oꝛden. Zům andꝛen haben jr ſuͤſſe/ anmutige vñ aber erdichte/ falſche/ vnwarhaffte exempel/ fablen/ vnd troͤum von der münchen vnd der nonnen heiligkeit gepꝛediget/ vñ alſo den vnſchuldigẽ hertzẽ zů gelockt/ vnd fie verfůrt/ beſchiſſen/ vñ betrogen. ZƷům dꝛitten haben jr die ſprüch des heiligen Euan eliums vff ewer verdampte/ verflůch te/ vnnd verderbliche ſectẽ/ falſchlich gezogen vñ bedütet. Ter. Welche ſpꝛüch? Pfar. Zům erſten den ſpꝛuch fo ð herꝛ das volck zů jm̃ berůfft ſampt feinen jüngeren/ vnd ſpꝛicht/ Wer mir wil nachuolgẽ/ der verleügne ſich ſelbs/ vnd naͤm fein krütz vff ſich/ vnd volge mir nach/ Dann wer ſein leben wil behalten/ der würts verlieren/ vnd wer ſein leben verlürt vmb mein/ vñ vmbs Euangeliums willen/ der würt ſein leben behalten. Hie hat der tüfel wer münch geblendt/ das ſie nit geachtet haben/ das der herꝛ nitt jre verderblern fene,(die er nit jngſetzt hat) vermeynt/ ſonder den heiligen chꝛiſtlichen glauben/ vnd den gmey nen chꝛiſtlichen oꝛden/ den nitt Franciſcus/ ſonder er ſelbs jngeſetzt hat/ wie ich ſ ollichs am anfang ge; zeygt hab. Eg kans ein yetlicher menſch ſelbs on ee. wol mercken/ das Chꝛiſtus ſeinẽ gemeynen oꝛen vermeynt hat/ Dann ehe ð her diſe woꝛt Ie, att hatt/ hatt er vo: feinen jüngern verkündt/ er mußte vyl lyden/ vnnd verwoꝛffen werden von den eltiſten vnd hohen pꝛieſtern vñ ſchꝛifftglerten/ vnd tod werden. Als ſolt er ſagen/ Vm̃ meiner warhafſtigẽ leer willen/ vñ vmb der geiſtlicheit willen die ich leer vñ jnſetzen würd/ můß ich lyden/ veracht werden/ vnd ſterben/ vnnd wer diſen meinen oꝛden oð geiſtlicheit annem̃en wil/ der würt voꝛ jm̃ haben/ das er mir im̃ lydẽ/ in verachtnuß/ ja ouch im̃ tod nachuolgẽ můß. Diſem fin möge üwer dolle münch nit wiðſpꝛechen/ dañ die heiligen apoſtlen vnd martrer ſind vmb diſer geiſtlicheit willẽ/ vnd nitt vm̃ menſchlicher regel willen gſtoꝛben. Diſe meynung zcygt an ouch das/ das der her: zů jm̃ berůfft nit allein feine jünger/ ſon der das gmeyn volck ouch/ Vnd ſpꝛicht nit/ wer fein leben verlürt vmb der menſchen vffſaͤtz willen( wie cwere münchen vnd der nonnen reglen ſind)ſonder er ſpꝛicht/ vmb meinen vnd vm̃s Euangeliums wil len. Zům andern dütend ewer doctoꝛes vff die öꝛden vn verderblich ſecten den ſpꝛuch/ ſo ð her: ſpꝛicht So jemand zů mir kompt vnd haſſet nit feinen vat⸗ Lu. 14. ter/ ſein můter/ weib/ kinder/ brůder/ ſchweſter/ vñ ouch dartzů ſein eygens leben/ der kan nit mein jünger. Vnd wer nit tragt fein krütz/ vñ volgt mir nach/ ð kan nit mein jünger fein. Diſer ſpꝛuch glych wie der erſt/ würt nitt vff die münchiſchen ſecten oð oͤꝛden/ ſonder vff den gemeynen chꝛiſtenlichen ſtand von Chꝛiſto dütet/ dañ er redt aber zůr(char vnd zů den jüngern mit einandern. Ouch zeygt ſoͤlches der erſten gmeynen chꝛiſten voꝛbild an. Es hatt muͤſſen men ger(fo er ſich touffen ließ) vatter vnnd můter/ weib/ kinder/ bꝛůð /ſchweſter/ ouch fein eygen leben/ E 2. Thim. 3 Lu. i. Matt. i9. vmb chꝛiſtenlichs glaubens willen laſſen vnd über; geben/ ouch groſſe ſchwaͤre pein vnd marter lyden. Chꝛiſtus will das wir ſeiner leer ſollen nachuolgen/ vnd wer ſolches thůt/ der můß gleich von den gotloßen menſchen verfolgung lyden vnnd warten ſein/ Dañ alle die Euangeliſch oder gottſeligklich leben wellen in Chꝛiſto Jeſu(ſpꝛicht S. Paulus) muͤſſen verfolgũg lyden. Es find dick fo groſſe verfolgung wider alle chꝛiſten erregt woꝛden/ das jr vyl offt hin derſich geſehen haben/ vnd vom ö glouben gewichen Darumb ſpꝛicht der herꝛ/ Wer ſein hand an den pflůg legt/ vñ ſicht zů rugk/ der iſt nit gſchickt zům reich gottes. Hie mit wil ich üch über all ſpꝛüch des heiligen Euangeliums/ die jr vff üwer narrenkj gezogen hand /antwoꝛt geben haben/ vmb der ürtze willen. Term. Es ıft noch ein ſpꝛuch/ vff den wir geiſtlichẽ vnſern grund ſetzen/ vn iſt der/ do 8 herz ſpꝛicht ʒům jünglmig/ Wiltu volkom̃en ſein/ ſo gang hin vn verkouff alle ding/ vñ gibs den armẽ/ fo wůrſtu ein ſchatz im bimelhaßen/ vnd kum̃ volg mir nach. Pfar. A dañ Chꝛiſtus ouch in ein klo? Münch ſind lands herren. fer oder kuthen geſchloffen? Ich ſpꝛich fry vñ trotzlich/ diſer ſpꝛuch den jr hie anziehen/ gat üch münch minder an dañ einen landsherren/ od einen reichen wůcherer/ od ein falſchẽ kouffman/ dañ der meerertheyl aller münchen habend lützel oder gantz nüt zů verkouffen/ oðs hatt einer dy haſelnuß verkoufft/ vñ deñocht nit den armẽ/ ſonð ſeinem kloſter geben/ vñ iſt nach der pꝛofeß(fo er daruoꝛ zeitliches gůts halb ein armer parteckenſchieſſer gweſen iſt) vnder dem . ð Euãgeliſchen armůt/ ein mächtiger lands; er: woꝛdẽ/ als die Benedictiner/ Bernharder/ vñ ander meer ſind/ die eygen lüt vnd land haben vnd beſitzen/ oder iſt vnderm ſchein ð armůt der reicheſt wůchꝛer woꝛden als ſo einer ein karthüſer woꝛden iſt/ Wellicher wůcher iſt im gantzen tütſchen land der ſo e, n. wůcher alle jar jn nimpt/ als nur ein karthůſer kloſter? Ter. Vnd ſind den die karthüſer wůcherer Pfar. Das die karthüſer wůcherer ſind/ darff keiner bewerung/ dañ es iſt offenbar/ vff dz ſie jre menſchliche/ vnnütze/ jüdiſche cerimonien vñ erdichte weiß vñ vffſaͤtz haltẽ moͤgẽ/ übertretten B gebott gottes/ ſo er ſpꝛicht/ Lyhend dʒ jr nüt dar: u. 6. für hoffen. Vnd jr baͤrtelſchen münch/ vnd dem na⸗Baͤrler men ð hoͤchſtẽ armůt/(ind boͤſer worden dan ein falſcher kouffmã iſt/ dañ jr bſchyſſen vñ betriegẽ die lüt nit nur vm̃ zeitlich gůt/ wie der falſch kouffmã thůt ſonð jr betriegẽ vñ verfürt ouch die menſchẽ an der ſeelẽ heil/ in dem fo jr dene die üch zeitlich gůt geben mit ewer eygnen erdichtẽ võ menſchen vffgeſetzten vnnützẽ wercken(die nüt find dan gleißnery) wellẽ zů himel helffen/ vñ ſetzen alſo die ſchlechtẽ gemeine chꝛiſten/ vm̃ dz man üch gibt/ inein falſche vnd verdampte ſicherheit/ dañ ſie laſſen ſich vff üwere mün chifche werck/ Hierũ ſollẽ jr münch üch diß ſpꝛuchs gantz vnd gar nit annemen. Ich wil nun hie vff diß mal vffs kuůrtzeſt anzegeygt habe/ wie jr münch mit ewer gleißnery/ vñ ſuͤſſen/ falſchẽ/ erlognẽ pꝛedigen ſchaͤntlich die vnſchuidigen hertzẽ verfůrt haben. ꝛc. Ter. Da behuͤt vns.. voꝛ. Pfar. Es iſt verſumpt/ dañ jr habẽs ſchon gethon/ was got leyd vñ dem tüfel lieb iſt. Ver. Lieber herꝛ redend nitt fo ernſthafftig/ dañ jr machen mich gantz vnrüwig in der conſcientz. Pfar. Nun ſpꝛicht 4 der heilig 1j ‘ . Durch ſůſſe pꝛedig vnnd benedeyung verfuͤren ſie die vnſchuldigen hertzen. Von diſer bene: Gnad vn deyung dauon S. Paulus hie redt/ iſt die gnad vnd aplaß. aplaß/ den der bapſt üch münchen vnd noñen geben hat/ vnnd find ouch die benedeyung/ das affenſpyl/ yvnd münchiſch geſpenſt/ dz jr münch vñ noñen try; Münch ben/ ſo jr eym oder einer die kutten an thůnd/ vnd ſo ſeind ma; jr vß chꝛiſten/ namalucken oder verleügnet chꝛiſten malucken. machen. c. Ich lob got im̃ hoͤchſten cron/ das ich die ſtund erlebt hab/ dz ich vß des a. gnad/ aplaß/ fryheit/ vñ ewer münchen benedeyung erlößt/ vnnd in ſein vngnad/ bann/ vnſicherheit/ vnd ewer münchen vermaledeyung die jr in üwern capittlen coram malignantium eccleſia tůhnd) gefallen bin/ Jetz wil ich zů dem herrẽ froͤlich ſpꝛechen/ Der: nun Lu. 2. laß deinen diener im frid faren/ wie du geſagt haſt/ Dan meine ougen haben die Euangeliſch warheit geſehen/ vnd hab des bapſts vnnd der münchen beMala. ꝛ. trug/ falſcheit/ vnd lugen erkent. Vermaledeyt iſt der von gott/ den der bapſt der endtchꝛiſt benedeyt. Deute. 23. Vnd gebenedeyt iſt der von got dem vatter/ ſon/ vñ heiligen geiſt/ den der bapſt der endtchꝛiſt/ der Balaam) verbant vnnd vermaledeyt. Ter. Lieber herꝛ/ die geiſtlichen lüt alle halten jre den niet für ſecten(wie jr ſagen)ſonð für verſamlungẽ. Pfar. Es(ind üwer falſchen vnnd kaͤtzeriſchen meynun halbverſamlungen vndern chꝛiſten/ aber nit chꝛiſtẽRoma. 16. liche ſamlungen. Sind neben der Euãgeliſchen vnd apoſtoliſchen leer zertreñung vnd ergernuß vo 2. Pet. 2. den münchen angericht. Sind verderblich ſectẽ von falſchen lerern neben jngefürt. Sind pflanMat. i5.tzungen die der vatter nitt gepflantzt hatt/ Darum werdend fic jetz mitt goͤtl icher geſchrifft vßgerütet/ vm̃ geſtürtzt/ vñ zů nicht gemacht/ Dañ man zeygt mit d gſchꝛifft/ das müncheit vnnd noñheit nüt dan nur gleißnery vnnd des tüfels geſpenſt iſt. Sind Cayphas voꝛhof/ dariñ man Chꝛiſtum verleügnet/ dan mã lert in kloͤſtern/ durch werck from̃/ grecht vnd ſelig werden/ das doch gantz wider goͤtliche ge⸗ Roma. 3. ſchꝛifft iſt. Durch die gnad Jeſu Chꝛiſti im gloubẽ Gala. 2. würt man ſelig. Sind juden ſchůlen/ dariñ man Act. 15. die gwüßne wider heilige geſchrifft vnd Euangeliſche fryheit/ mit vnderſcheid der tagen/ der zeit/ der ſpeiß/ der bekleydung/ vnd andꝛer dingen von mene vffgeſetzt vnd gebotten/ übler martret/ dann die juden/ ſo die juden vndðſcheid deren dingen/ vmb das es got ein mal gebotten hat wie wol vß jrriger meynung) halten/ Doch iſt der juden jrrſal geringer dañ der münchen/ fo die münch mit vnderſchey den menſchlichs gſatz vmgand/ vnd die conſcientzẽ widð gott binden vnnd beſchwaͤren. Sie ſagen fo ein münch oder noñe ſpeiß ißt in ð regel oder ſtatuten verbotten/ thůt ein todſünd/ vnd verunreynigt mit dem das zům mund jngat/ ſein conſcientz oð ſeelen.:c. So ſpꝛicht Chꝛiſtus vnſer herz/ Was zům Matt. i5. mund jngat/ das verunreyniget den menſchen nitt. Vnd S. Paulus/ Dañ alle creatur gottes iſt gůt/. Thi. 4. vñ iſt nichts verwerfflich/ das mit danckſagũg ent; pfangen würt/ dann es würt geheilget durch das wor gottes vñ gebett. Vnd das reich gottes iſt nit Rom. 14. eſſen vnd trincken/ ſonder gerechtigkeit/ frid/ nnd froͤnd in dem heiligẽ geiſt. Wer darm̃ Chꝛiſto dient/ der iſt gott mne, ce den menſchen bewert. en ſind Sinagogen ſathane/ daE iy Diſe kloͤſter vñ dꝛ riñ man vm̃ menſchlicher regel oð vffſaͤtz willen/ wi der gottes gebott vatter vn můter vngehoꝛſam iſt/ 1. Thi. 4. 08, am will ſein/ vnd halt vñ leert man dariñen die tüfliſche leer von der ee vnnd ſpyß Sind die hoffſtat Geeñon/ an deren vatter vnd můter jre 4. Re. 17. kind dem abgot Baal( gleich wie die vnſm̃igẽ juden gethon habe) durch dz für ð vnluterkeit vffopfern. Sind ſpelũcken 08 ſellmoͤꝛder grüßen/ des tüfels metz ge/ dariñ man die ſcelẽ/ die Chꝛiſtus mit feinem blůt erloßt vñ erkoufft hat/ mit menſchen gebotten verderbt/ verdampt/ vñ dem tüfel ʒů geh chickt/ Dã es iſt nit wol moͤglich(ſo ein münch od noñ alle ding ſolt by totſünden ſchuldig fein zehaltten) das jeman jm̃ kloſter möge der verdamnuß entriñen/ Darum find die klöoͤſter jetz zů vnſern zeiten die helle/ Dañ in der helle thůt man nur ſündẽ/ alſo ouch in den kloͤſte ren ſteckend alle winckel vol torfund. Dann wo ein noñe nur ein haſelnuß on vrlob ißet/ thůt ſie ein todſünd/ ſagen vnd leeren der noñen beichtuaͤtter. Wee Der nõnẽ lch jr blinden fůrer. Rum tüfelvñ zerryß den beicht beichtvaͤt⸗ ſtůl/ daruff ein ſolcher ſeelmoͤꝛder ſitzt. Diſe ſeelmoꝛter ſeelmoͤꝛ der ſitzend vff dem ſtůl des tüfels/ der von anfang der. ein ſeelmoꝛð vñ todſchleger iſt. Sie find feine jaͤger/ die jm̃ in ſein garn ſeelen huffig jagen vñ treibend/ Sind ſchaͤdlicher vnnd boͤſer dañ der tüfel ſelber/ ſo er vm̃ übertrettung goͤtlicher gebott/ diſe aber vmb menſchlicher/ vnnttzer/ naͤrriſcher/ doller ſatzung vnd gebott willen/ ſeelen on zal moͤꝛden/ verderben vnd toͤdten. Solch ertzſeelmoͤꝛder muͤſſend die arme ellenden nüñlin zů jrem groſſen ſchadẽ vñ verderbnuß jrer ſeelen/ mitt groſſem koſten ziehẽ/ ſo fie ſelbs vaſten vnnd nitt Aeıfch eſſen/ vñ kum waſſer haben zůtrincken/ můſſen diſe münch des tüfels meſtſüw/ mit fleiſch/ huͤner/ fiſch vnd gůtem wyn alle tag füllen. O kaͤm eineſt der plitzg/ donner/ vnd das helliſch für/ wie über Sodoma vnnd Gomorra/ vnnd verbꝛante alle beichthüſer/ in denen ſollich ſeelmoöꝛ⸗ N der ſitzend. 2c. Die kloͤſter find der phariſeer ver Matt. 16. ſamlung/ dariñ man nur mitt dem ſurteyg glyßne⸗ Lu. i. ry der münchen/ das iſt mitt menſchen gebotten vñ wercken vñ menſchen leer vñgat. Vñ ob ſchon den gemeynen chꝛiſten ein lange zeit das heilig Euangelium vntrüwlich/ falſchlich/ gepꝛedigt iſt woꝛden/ ſo wüſſend dennocht die gemeynen chꝛiſten gar vyl meer vom woꝛt gottes dañ man in vyl vyl frowen kloͤſtern weyß/ vnd wellend dennocht ſich berumen/ ſie haben vatter vnnd můter vnnd alle ding vmbs Euangeliumbs willen verlaſſen/ fo ſr der meerentheyl nit wüſſen welicher der erſt euangeliſt iſt/ vnd wie dz erſt capittel anfacht. ꝛc. Sind des bapſts/ 8 vnreinen endtchꝛiſts pꝛoſtibula/ Molochs vñ eelphegoꝛs tempel/ Sodoma vn Gomoꝛra/ Dañ in kloͤſtern werdend die jungen knaben vnd doͤchteren dem Moloch vnd Beelphego: vnderwoꝛffen/ zů dienen mit jrer vnküſchen küſcheit. ꝛc. Sind ouch der tempel Pantheon /hüſer der abgöͤtter vnnd aß; goͤtterey/ Dan ſelten findt man ein münch oð non; nen/ die luter vnd bloß in got allein hoffet/ Der ein hat S. Eranciſcum für ein abgot vffgericht/ Der ans S. Dominicum Die S. Clara/ Diſe S. Cathariñ. ꝛc. Got ð herꝛ iſt ein ſtarcker eyfferer/ wil nie man by jm̃ lydẽ/ wil ſein eer eym anðn nit gebẽ. Hof nung hoͤꝛt nieman zů/ dan allein gott dem herren. Dañ vermaledeyt iſt ð da hofft in einen menſchen. Hiere. 1. Exo.o. Gleich wie vnſer hoffnung gott den herren allein/ Rom. 10. vnnd fein goͤtliche verheiſſung zů eym gegenwur haben ſoll/ alſo ouch vnſer glauben wůrt nur vffs woꝛt gottes gegründt. Man ſol in denen dingen die die ſeligkeit betreffen od angand/ nieman glouben/ Rom. 3. dañ nur allein dem wort gottes/ Dañ gott allein iſt warhafftig/ vnnd alle menſchen ſind lügner. Die münch vnd noñen glouben nit minder der menſchẽ leer/ dañ dem wort gottes/ ja fie gebẽ groͤſſern glouben den menſchen/ dañ gott dem herren ſelbs/ vnnd das iſt ein ſchaͤntliche gotsleſterung vn abgoͤttery/ das fie achten nit allein jre heilge vaͤtter got gleich ſonð fie erheben ſie über gott. Ter. Herꝛ jr thůnd vns vnrecht/ Warumb oð wen geben wir den menſchen groͤſſern gloubẽ dañ gott? bie Eben dañ ſo üch das klar haͤll woꝛt gottes für gehalten würt wider die müncheit vnd nonheit/ dem jr nitt wider,. moͤgend/ fo ſagen den jr/ jr wellend by dem leiben/ das üch üwer vaͤtter gelert haben/ gotgeb was goͤtliche geſchꝛifft ſage. Ter. Ich thůns nit. Pfar. Ir ſind nice alle münch vnd nonnen. Ter. Das iſt war. Pfar. Die münch vnd noñen achten ouch menſchen vffſaͤtz vnnd gebot den gebotten gottes gleich/ ſo fie fürgeb en/ jrer regel gebott/ vnd jrer pꝛelaten geheyß/ dinde fie zůr totſund/ das iſt aber abgoͤttery/ Dan wo der menſch mit feinen g botten möchte zůr todſünd binden/ haͤtte er gleichen gewalt mitt gott. Zům bſchluß diß theyls ſag ich Mä mag abermals/ ſo ich von üch münchen ſampt ewerem müncheit houpt dem bapſt die zertrennung angericht/ verfry laſſen. derbliche ſecten jngefůrt/ vn Chꝛiſtum verleugnet vnd den weg ð warheit geleſtret haben) Sch in bin/ vnd zůr chꝛiſtenlichen eynigkeyt getretten bin/ Chꝛiſtum den ich verloöͤugnet hab/ für min. erloͤſer vnd ſeligmacher bekeñen wil/ jrſal vnd katze ry gelaſſen/ vnd warheit angenomen hab/ voꝛ der hariſeer ſurteyg/ glyßnery/ oder leer/ nach dem ge eyß Chꝛiſti Lu. xij. Math. xvj. mich fürhin hůten/ vnd nur die Euangeliſch vñ Apoſtoliſche leer annemen/ vnd jren anhangen will/ Vß der pflantzun die gott der vatter nit gepflantzt hat/ getretten/ vñ in ſeinen wyngarten gangen bin/ eins menſchen re gel verwoꝛffen/ vnnd Chꝛiſti regel/ die ich in meiner münchiſchen pꝛofeß verleſtert hab/ wider angenom men/ vß einem mamalucken ein chꝛiſten wort bin/ ſol ſich niemand an mir DO Ouch darum/ dañ die weil jr münch eüwer oͤꝛden für etwas ſonðs vßgeben/ vñ aber eüwer oͤꝛden in den Euangeliſchen vnd Apoſtoliſchen gſchꝛifften nit zeügẽ moͤgen/ von gemeinem chꝛiſtlichen ſtand/ den Chꝛiſtus jngeſetzt hat/ abtrünnig woꝛden/ vñ| rrig lüt vñ kaͤtzer find/ vñ von vylẽ eüch eüwer jrſal mit goͤtlicher gſchꝛifft heyter vnd klar gezeügt würt/ darzů vom jr ſal ab; zeſton täglich ermant werden/ verſtockt vnnd halßſtarck jm̃ jrſal willigklichen blyben/ vnd eüwern jrſal für vnd für bſehirmen/ gebürt mir(nach jnhalt heiliger geſchꝛiffr) einen abtrünnigen kaͤtzeriſchen menſchen( wie jr e, er ein mal vnnd abermal/ ermant{ft/ zůmyden/ it. ij. Ter. Lieber herꝛ jr haben mir fo vyl jetz geſagt/ ſo mir meine vatter nit fi beſcheyd wüſſen zegeben/ würd ich warlich der achen wyter nach dencken. Eins iſt aber das mir noch faſt im weg ligt/ Ich mag nitt glauben/ dag jemand mög ſein gelübt mit ſicherer conſcientz bꝛüchig machen/ chig machen/ vnd nit halten das er got dem herꝛen verheiſſen vnnd gelopt hat/ darumb wolt ich gern võ üch wyter ein bericht habẽ ouch võ den glůbtẽ. Glübd nit Pfar. Ich wil üch ſagẽ geiſtlicher vatter was die brechen. meynũg iſt. Es fol kein münch kloſter oð oꝛden ver; laſſen in der meynũg/ das er welle meyneydig werden/ vnd die 363 die er got dem herrẽ(nach jñhalt goͤtlicher gſchꝛifft)hat ſoͤllen vñ moͤgẽ thůn/ woͤll bꝛe chen vñ nit haltẽ/ do behůt gott mich vñ ein jetlichẽ voꝛ/ ſo doch einer eim ſchwyn hirten ich geſchwig got demherren)billiche vn mögliche zůſagũůg(ouch nach dẽ geſatz der natur) ſchuldig vn pflichtig wirt zů leyſten. Ter. Das iſt doch ouch min meinung. Der ander artickel. Pfar. Nun wolan/ ſo ſye das nun der ander artickel vff üwer fragen oder begeren. Ter. Es gelt wol/ dañ ich begers von hertzen. Pfar. Wir muͤſfen hie drüů ding erkundẽ. Zům erſtẽ/ Vb ſich ein chꝛi ſtẽ menſch über das erſt glüͤbd ſo er im touff gethã) zimpt wyter mit nüwẽ glübdẽ zůnerbindẽ. Zům an dꝛen ob glich wol fry wer glübd zethůn/ welche vmſtẽd deñocht not ſind/ ſo ma glübd tůn wil. Zům dir tẽ was zethůn ſye, fo ſich jemã vergang/ vñ vnzimlich glübd gethan hat: c. Vffs erſt Es muſſend alle münch vñ noñen/ ja alle menſchẽ/ bekeñen/ das vß pflicht des groſſen gebot/ da gott ſpꝛicht/ Du ſolt got, ,. liebhabẽ von gantzem hertzen/ von gantzer ſeel/ von allen krefftẽ/ vnd vo gantzem gmuͤt/ vñ dinẽ nechſtẽ als dich ſelber. Ein. menſc mẽſch der ſich got im̃ tauff ein mal mit eyds pflicht verknijpfft hat/ iſt ſchndig alles das got dẽ her rẽ ge fellig iſt /n ach meynũg vñ ordnũg goͤttes zethůn vn zů volenden on alles widerſpꝛechen Dan vnſer herz ſpꝛicht/ Der knecht aber ð ſeins herrẽ willẽ weyßt/ vnd hat(ich nit bereytet/ ouch nit nach ſeinẽ geheyß gethan/ der würt vyl ſchleg lydẽ muͤſſen Lu. xij. VOL derum̃ vß glycher verbüntnuß iſt ein jetlicher/ alles das got mißfelt/ ſchuldig zemyden. Gottes wolgfallen aber ſtat in feinen gebottẽ/ Mißfallen in feinen verbottẽ/ Sin wolgefallẽ in feinen raten/ Mißſallẽ in dem das er wiðratet/ Sin wolgefallẽ ſtat in dem ouch/ das er lobt vi ſelbs gethan hatt/ Mißfallẽ in dem das er verwürfft vñ ſchilt ꝛc. Sũma/ Ein yet; licher menſch iſt ſchuldig nach dem willen vnd wol gefallen gottes gantz vnd gar zů leben. Es kan vñ mag aber kein menſch den willẽ vnd wolgefallẽ got Der will tes vß jm̃ ſelbs natürlich erkennẽ oð wäflen. Dann gots würt wie wol er in gmeyn natürlichẽ bſchlüßt/ das man vß der ge gůts thůn vnd boͤß myden ſol/ fo weyßt er doch yetz un erzemal nach dem fal in ſondheit eigentlich vß natur keñt. nit/ wag vor gott gůt oð boͤß geacht würt. Verhalb vff das ð menſch eigẽtlich wůßte das wolgefallẽ vñ uch das mißfallẽ gottes/ od das gůt vn das böß ins ſondheit/iſt not gweſen ſagẽ die meiſter) das jm vo gott ein übernatürliche leer gebẽ würd/ Vñ dle ſelb agend ſy ouch) iſt gnůgſamlich in der heiligen bibliſchẽ geſchꝛifft oder Büchern vergriffen. So aber vnſer vernunfft vß jrer bloſſen natur vnnd art nitt gezwungen würt natürlichen zů beſchlieſſen vnnd zů halten/ das das der will vnd wolgefallen gottes ſye/ wie er vns die heilige geſchꝛifft frhaltet/ iſt not Fi nveſter veſter glaubẽ. Der vrſachhalb ſpꝛicht S. Paulus. On den glauben iſt es vnmüglich gott wolgefallen Grũd des Heb.xj. So aber d rechtgeſchaffen chꝛiſtlich glaub glaubens. vff nieman anders dan nur allein vff Chriſtum ge .Coꝛ 3. Gründe iſt/ vnnd nitt vff menſchlicher wyßheit oder vnd. leer/ ſonder vff der krafft gottes bſtee/ vñ die krafft Ro. 1. gottes das Euangelium iſt, darzů d glaub kompt nitt vß natürlichem wüſſen/ ſonð vß dem gehoͤꝛd oð pꝛedig/ vnnd die pꝛedig oder gehoͤꝛd beſchicht durch das woꝛt Chꝛiſti oder gottes/ Ro. x. můß volgẽ/ das nüt fůr den willen vñ wolgefallen gottes angenommen ſol werden dañ nur das/ das mit dem woꝛt got Merck hie tes gezeygt würt. ꝛc. Vß dem züch ich nun ein ſolliche beſchlußred. Ein jetlichs glübd das nach dem > erſten glübd/ im̃ tauff gethan beſchicht/ iſt entweders vnnoͤtig/ oder iſt ſündtlich vn wider gott/ dan alles das mit goͤtlicher gſchꝛifft zeygt würt für den willen oð wolgefallen gottes/ iſt der menſch vß dem erſten glübd ſchuldig zethůn vnnd zů volbꝛingen/ fo fin ſeel/ hertz/ gemuͤt/ vnnd alle krefft/ zm hoͤchſten zů dem willen vnd wolgefallen gottes/ mitt dem gebot der liebe verpflicht vnnd verknüpfft ſind. Es iſt nüt am̃ menſchen fry gelaſſen/ das er moͤchte wyter gott dem herren durch nüwe glübd verbinden. Es iſt nüts hie ſupererogationis. Omnia ſunt iuſti debiti ꝛc. Derhalb iſt es on not/ ja vnnütz/ das ſich ð menſch zům wolgefallen gottes/ das jm̃ goͤtliche gee zeigt/ mit gelübden verſtricke. Wir ſind alle inder gottes im̃ touff durch den glauben woꝛden JIo.j. Ro.viij. Gal.iiij.j. Jo.iij. Darum fol ſich ein ſetlicher chriſten gegẽ got halte glych wie ein from: mes liebs kind gegẽ feinem vatter/ daſſelb halt Fein vnðſcheid vndſcheid der gebot vnd der wercken/ acht die ding die der vatter geraten/ mit exempel erzeygt/ vnd ge lobt hat/ glich ſo groß vñ ſo hoch/ als die er gebottẽ hatt/ jm iſt genůg ſo es nur weyßt das wolgefallen des vaters. Es find knecht vñ nit kinder/ die etwas x necht nur darumb thůnd vmb das es gebotten iſt/ die es vn nit kinſuſt vnðwegen lieſſen. Es ſol ein rechter war er chꝛi der gottes ſten die ding die Chꝛiſtus gebotten oð geraten/ oder mit woꝛten gelert vnnd gelobt/ oð mitt exemplen ge zeigt hat/ on vnderſcheid vnderſten zůuerbꝛingen/ Allein ſol er acht haben welches jn am beſten in got oder zů got richten/ vnd mit got vereynigen moͤge/ vnnd ſeinem naͤchſten am aller nützlichſten macht. Welcher erkeñen mag das er on ee im̃. leben gottes bas gewarten/ der goͤtlichen geſchꝛifft fleiſſi ger obligen/ vnd feinen naͤchſtẽ frylediger gedienen mag/ es 9 mit pꝛedigen oder andrer übung/ vnnd gnad der küſcheit befindt/ der fol küſch bleiben/ doch on ewige glübd/ ſonð fry/ wie jms got fry gelaſſen hatt Math. xix. j. Coꝛ. vi. Ter. Nun haben wir doch vyl glopt in der regel/ das got nienen gebotten noch gelert hat/ vñ wir thůn es vmb gottes willen nach gůter vernunfft vnnd meinung/ woͤlten gern meer thůn den wir ſchuldig ſind. Solt das got mißfallen? Pfar. Es gefalt jm nitt/ Dañ glich wie Was gemenſch ſchuldig iſt alles das zethůn das{m goͤtliche ſchꝛifft nit geſchꝛifft zeigt fuͤr den willẽ vñ wolgefallen gottes/ zeigt/ mißalſo ouch ſol er ſich voꝛ allem dem(es laſſe ſich anſe⸗falt gott. hen gůt vnd heilig wie es woͤlle/ es habs glert vnnd gethan wer da welle/ das jm goͤtliche. nitt zeigt vnd nit lert) huͤten wie voꝛ dem tüfel. Dan fo; es die heilig geſchꝛifft nit jnhalt/ vnd. der. ,»v vff Chꝛiſtum gegründe iſt/ vnd nur das woꝛt gottes zům gegẽwurff hat/ kan vñ mag er/ vñ ſol ouch nit glauden das es gott wolgefalle/ fo ers dañ nit glau bet vñ aber dꝛüber thůt/ ſo iſts ſünd/ Dan alles das nit bſchicht fm glauben oð vß dem glaubẽ/ iſt ſünd. Der vaͤt Ro. xiiij. Ter. Es ſind aber der heiligen vaͤtter re ter regel. glen ouch vß dem heiligen geiſt/ vnnd Befonder vnſers aller heiligſten vatters S. Franciſci regel/ doran wir nitt zwyflend. Pfar. Ja die Bar fůſſer zwyflend nit/ ſuſt zwyflent alle menſchẽ/ waruß wel lend jrs bybꝛingen oder bezügen vñ darthůn. Ter. Vß S. Franciſci legend die S. Bonauentura ge gm hat/ vnd ex libꝛo confoꝛmitatum: c. Pfar. ie eüwer meiſter der bapſt thůt/ alſo thůnd jr ſeine jünger ouch/ der ſelb bewert ſeinẽ entchꝛiſtiſchẽ gewalt/ vnd ſin. weltuerfůriſchs/ ſchantliches/ vnd tüfliſches leben mitt feinem eigneñ gſatz/ vñ gibt jm̃ ſelber zügnuß/ alſo thůnd jr münch ouch darumb iſt ewer zügnuß nitt war. Ir muͤſſend anð zügen fuͤrher bꝛingen den die legend vnnd das bůch confoꝛmit atum iſt. Die legend vnnd liber confoꝛmiChꝛiſtlich tatum hand nun by üch gloubẽ. Es iſt Fryburger regel. müntz/ Ich wil ůch von einer andꝛen regel ſagen. Ter. Vas wil ich gern hoͤren Pfar. Vmb das der menſch nach dem fal in ſeiner verſtentnuß oder vernunfft geblendt vnd na jrrig/ daruß ouch im hertzen vnnd willen boͤßbegirig/ zů boͤſem alweg ge Gen. 6. vñ neygt vnnd verkert iſt woꝛden/(ind die mennſchen 8. vnder dem geſatz der natur in vyl vnd. ruſamẽ jrſal/ ſchãd/ ſünd/ vn abgoͤttery gefallen. erhalb hat gott der herꝛ/ vff das der menſch. . in . . hin nit jrren möchte /jjm̃ ein gewüſſe regel vnd foꝛm zůleben/ ſonder durch Moyſen vnd propheten/ vñ durch ſein ſun Chriſtum anzeigt/ in dem er zů vns am letſten in diſen tagen geredt hat. Heb. j. hat dem menſchen daby gebotten in diſer regel nüt zůmeren noch zůmindern. Deut. iiij. Ouch eygnem gůtgeduncken nit nachzůfaren/ ſonder nur allein das zethůn/ das er jn geheiſſen hat/ Deut. xij. Alſo gantz vnd gar hat got der herꝛ die engel/ die menſchen/ vñ alle ding jm ſelbs vnd ſeiner oꝛdnung woͤllen vnderwerffen/ das er ouch ſeinem eingeboꝛnen natürlichen ſun Chꝛiſto(der weder jrren noch übels wellen hat moͤgen) ein gebot geben/ was er reden vñ thůn Dem fun ſolt Jo. xij. Der ſun gottes iſt ſeins willens nitt ge; gottes iſt waltig geweſen/ dan er ſpꝛicht/ ich bin von himel Fo; gebotten. men nit das ich meinen willen thů/ ſonnder des der mich. hat Jo. vj. Darumb iſt das ein entechꝛiſtiſche K,. vermeſſenheit vnd eytel lugen/ vnglouben/ fraͤuel vnnd abgoͤtterey/ das üwer gotloſen vnd gloubloſen münch vnd baͤpftler ſchꝛeyben/ ſagen vnnd leeren/ der mennſch moͤg vß freyem willen/ gott zů wol gefallen vnnd zů dienſt/ vnnd zů ſeyner ſeelen heyl ettwas/ das jm got weder gebotten noch gelert hat/ thůn/ vnnd zůthůn annemmen/ vnnd ſich ouch mit gelübten dar zů verbinden vnnd verpflichten/ oder mag ſich(ſagend ſye) mitt gelübten verbinden ettwaszůthůn oder ettwas zůmeyden anders/ dann es die heilige goͤttliche geſchꝛifft( darinnen vns goͤttlicher will vnd oꝛdnung angezeigt wirt) jnhalt oder vergriffen hatt/ als ſo einer vß eigner erwelung vnnd eygen eygen willen/ vß dem das jm got geraten vñ fry gelaſſen hatt durch glübd ein geb ots not macht/ wie die thůnd/ die ſich zůr küſcheit(die fry gelaſſen iſt) Was eigẽ mitt ewigen glübden verbinden: c. Ich ſpꝛich fry will thůt. on foꝛcht/ Welcher menſch vß eygner erwelung oð eygnem willen etwas(damit er got hofieren/ vnd feiner ſeelen heil ſůchen wil)thůt oder mydet/ das jn got nit heißt/ nit rat/ nit lert/ od anders den es gott heyßt/ rat/ oder lert/ vnd aber der ſun gottes ſoͤlchs nitt gethan/ nit hat ſoͤllen thůn/ ein ſolcher menſch/ ſag ich/ erzeigt vnd achtet ſich mit der that gewalti ger vñ groͤſſer/ dañ der ſun gottes geweſen iſt/ vnd iſt nüt anders/ dañ ſich mitt dem Lucifer über gott erheben/ got dem herrẽ in ſin oꝛdnung gryffen/ mit dem küng Saul dem willẽ gottes nit wellen volgẽ/ vñ in die fund der abgottery fallen. j. eg. xv. Ter. Võ fry Ja wen wir das nit ſetz glopt/ vnd got vñ den men9 en ſchen verſpꝛochen herren frywilligklich. Pfar. Ir ,, ſind keiner dingen fry etwas zů globen. Es iſt erlogen das eüwer vnnütze ſchwetzer die welt verfůrer ſchwetzen vom fryen willẽ/ oder vom gwalt vnſers| willens. Dann kein menſch iſt nach dem tauff fincs willens gewaltig/ vñ das in zwen weg. Zim erſten der jnnerlichẽ vrſach halb iſt er ſeins willens vnnd der jnnerlichen krefften nit mechtig/ alſo das er vß bloſſer natur on ſonderliche gnad nitt vermag got dem herren geleyſten das/ das er ſol/ vnd wie er ſol/ vnd wie er gern nach rechter vernunfft wolte/ vnd vrtheilt zůchün. Dann dem willen würt die krafft oder gwalt( den er gehabt hat vo: dem fal) benom men vnd verhindert durch die ſünd in deren wir ge fangen ligend/ alſo das ein yetlicher 69 ch. Pauli S. Paulus ſpꝛechẽ můß/ Ich weyß dz in mir(das iſt in meinem fleiſch)wonet nüts gůrs/ Wollen hab ich wol/ aber volbꝛingẽ das gůtt/ find ich nit/ Dañ das gůt das ich wil/)thůn ich nit/ ſonder das boͤß/ dz ich nit wil/ das thůn ich/ o. viij. Von diſer gefencknüß vnſers willens red ich deñocht hie nit Zum andern der vſſerlichen vrſach vñ hindernüß halb/ iſt der menſch ſein ſelbs oder ſeins willens vnd aller feiner wercken vnd uͤbung/ die er vß natur oder vß gnadẽ thůn mag oder laſſen gott zů wolgefallen vn feiner ſeelen zůr ſeligkeit/ nit herz vnd meiſter/ dann er hat ſin er d vnd meiſterſchafft got ein mal im̃ tauff übergebẽ/ derhalb gezimpt jm der ſelb hinfür nümen zůgebꝛuchen. Es. nd die blinden fuͤrer(eüwere münch) zůlaſſen/ das ein Fetlicher menſch/ der ein jünger Chꝛiſti wil ſin/ ſich ſelbs verleugnen/ vnd allem das er hat os beſitzt/ abkünden oder abſagen můß/ ſo vnſer herꝛ die ſchar ſampt ſeinen jüngern oder apoſtlen zů jm berůfft vnd geſpꝛo chen hat/ Wer mir wil nach volgen/ der verleugne ſich ſelb/ vnd nem̃e fin krütz vff ſich/ vnnd volg mir nach: c. Mar. viij. Item Ein jerlicher vnder ůch ð nit abſagt alle das er hat/ kan nit mein jünger fin. u. xiiij. Diß verleugnẽ vñ abſagen můß ye(möge jr münch nit wiðfaͤchten) in der erſten waren/ hei⸗ Sin ſelb igen/ göͤtlichẽ/ vñ chꝛiſtelichen verbüntnuß od pꝛo x fe 8 feß des touffs bſchehen in dem ein jetlicher 2 e n ne angefangen hat/ vnd iſt woꝛden ein junger Chꝛiſti/ vnd iſt getretten in die gmein chriſtlich brůðſchafft vnd geiſtlich eit ꝛc. Was wellend ewer münch vñ die otloſen baͤpſtler/ nach dem tauff im chꝛiſtnen men: ben finden vñ darthůn das er hat/ es ſye. eiblich/ Iyblich oder zytlich/ des er herꝛ vnd meiſter oder gewaltig ſye/ ſo er allem das er hat(wil er ein rechter vnd warer Chꝛiſt ſein) abſagen můß? In diſer heiligen Chꝛiſtenlichen pꝛofeß/ das iſt/ im rouff ſterben wir mit Chꝛiſto. Roma. vſ. Alſo da s wir leben/ doch nun nit wir/ ſonder Chꝛiſtus lebt in vns. Gala. ij. Der menſch iſt jm ſelbs vnd ſeinem eigen willen im touff mit Chꝛiſto gantz geſtoꝛben vñ begraben. Ro. vj. Verhalben gezimpt jm keiner dingen, bey verlie rung ewiger ſeligkeit/ ettwas das got vnd ewige fe ligkeit angat zůthůn oder zůmeyden anders/ dann wie jn örtliche ſchꝛifft heißt vnd leert/ er můß vnnd ſoll ſeins vꝛteyls vnd ſeins willens(in denen dinge en die über jn ſind)gantz oder gar kein acht haben/ k allein vff den willen gottes/ das iſt vff as das jn got leert vnd heyßt/ vffſehen/ vnnd mitt dem ſun gottes/ in allem ſeinem thůn vnd lan e, en/ vatter nit mein/ ſonder dein will beſchehe C uce. xxij. Vnd mit allen waren Chꝛiſten ſagen/ Vatter vnſer der du biſt. ꝛc. Dein will geſchech vff erd wie im himmel. Mathei am ſechſten cap. Welcher nitt nach jnnhalt göttlicher geſchꝛifft ett was thůt oder meydet/ vnd dermeint(einer ſeelen heil darmit zůſchaffen/ der mag vnnd ſoll zů got nit ſpꝛechen/ dein will geſchehe/ ſo er ſein eygen vñ nit den willen gottes thůt/ ja ouch wider den willen oð gebot gottes handlet/ dann es ſteet gar ſtarck vnd veſt wider aller menſchen witz/ bꝛuch vnd leer der ſententz vnnd das gebot gottes/ ſo gott ein mal durch Moſen geNur das ſpꝛochen hat/ Ein yetlicher ſoll nit thůn das jn gůtt gott heißt bedunckt/ ſonnder nur allein das ich jn heyß ſoll er thůn. thůn/ Deuter. am. x. Term. Diſe red. ge. ott bott gat die Juden vnnd das alt geſatz an/ nit vns geyſtlichen in Nüwen Teſtament. Pfar. Chꝛiö im nüwen Teſtament hat diß gebot mit wercken vnd mit woꝛten appꝛobiert vnd er fült/ Zũ erſten mit exempel/ dañ wie jm der vatter ein gebot geben hatt/ alſo hatt er gethon/ Joan. am viertzehenden Cap. Zům andern mit woꝛten vnd gebottẽ/ dañ er hat den. gebotten/ das ſy alle voͤlcker leeren ſolten alle ding die er jñ befolhen hat/ Mat thei am achtvndzweyntzigſten Capi. Nun hat Chꝛi ſtus nüt anders ſinen Jungern befolhen/ allen voͤlkeren zůpꝛedigen/ dann wie jm ouch fein himliſcher vatter befolhen hat zůreden/ Joan. am, vnd das er vom vatter gehoͤꝛt hatt/ dann er ſpꝛicht zů ſeinen Apoſteln/ Alles das ich hab von meinem vatter gehoꝛt/ hab ich eüch wiſſen vñ kund gethon/ Joan. am fünfftzehenden. ien mein himliſcher vatter der mich geſandt hat iſt warhafftig/ vñ was ich von jm gehoͤꝛt hab/ das red ich voꝛ der welt/ jch thůn nichts von mir ſelbs/ ſonnder wie mich mein himliſcher vatter gelert hat/ ſo red ich/ vñ der mich geſandt hat/ der iſt mit mir/ Joan. am achten Ca: pitel. Term. Cieher heꝛr jr gond vyl zů genow vff die geſchꝛifft/ wie kan man alſo alle ding eigent lichen ermeſſen/ Es iſt nit darumb etwas von gott verbottẽ ſo ers nit gebüt? Pfar Was got der her nit gebüt/ das iſt vß krafft diß gebots verbotten/ ſo gott ſpꝛicht/ allein das ich dich heyß ſolt du thůn. ꝛc. Ich wil aber ouch hie vngefangẽ ſein/ ſo ich ſpꝛich/ was nit von gott gebotten iſt/ iſ verbotten/ ich will die ding die gott vnnd der ſeelen heyl antreffend/ ij vnd in Es zimpt eim menvnnd in ſumma/ Alles das den menſchen übertrifft oder über jn iſt/ vermeyndt habẽ. Dañ geſchriben ſtat/ Das dich überhoͤcht/ ſoltu nitt erſůchen/ aber was dir got gebottẽ hat/ ſoltu alweg gedencken ꝛc. Ecc.iij. Darumb werden nit vnnerſtaͤndig/ ſonder verſtendig/ was da ſye des herrẽ will. Ephe. v. Die ding aber die vnð dem menſchen find moͤgen durch in reguliert werden/ Dan got hat jm̃ gwalt geben den ſelben voꝛzeſin/ vnnd nach gůter vernunfft ʒůhandlen. Gen. Ter. Lieber herꝛ/ es mag doch ð menſch des gůten nit zeuil gethůn. Pfar. Sagen an/ were nit des ein ertznar vnd thoꝛ/ der eym zehen 1 verſpꝛaͤche oð verhieſſe zů geben/ dem er vor in hundert, gelten/ vnd die ſelbẽ nit hette noch möchte bezalen· Ter. Wer wolt daran zweiflen er waͤre gwüßlich ein thoꝛꝛ Pfar. Was woͤllẽ den wir vnſinnigen lüt vns mit nüwen. wyter zů etwas verbinde/ ſo kein menſch iſt/ der on ſonðliche gnad das minſt gebott gottes nach feinem goͤtlichẽ willẽ vnd wolgefallen volbꝛingen mag? Ter. Ja warlich her/ jr ſagẽ war., gezimpt gantz über al keim chriſtnẽ menſchen/ über das erſt glübd — ſchẽ glübd im̃ tauff gethã/ nüwe glübd zethůn. Wer aber anðs zethuͤn. thůt dañ jn goͤtliche geſchrifft heyßt vnnd lert/ der würt mitt dem hoffertigen ucifer(der ſich über got erheben wolt) in abgrund der hellen geſtoſſen/ vnd mitt dem. künig Saul/ voꝛdem angeſicht gottes ewigklich verwoꝛffen: c. Term. O Jeſus/ wañ eüwer meynũg die geſtalt hette wie jr ſagend/ wo wurdend dañ alle geiſtlichẽ/ münch/ pfaffen/ vnnd nonnen hin kommen? Pfar. Ich gibs üch nachuolgens zů bedẽcken/ wo der Lucifer vnd küng vnd künig Saul hin komen ſind/ die do witziger fin wolten dan gott. Ter. Ja nach üwer meinung. Pfar. Ir ſollend nit ſagen das es min meinũg ſye/ es iſt dĩe meinung goͤtlicher gſchꝛifft/ jch habs aber voꝛ geſagt/ das jr münch vnd nuñen dem woꝛt gottes vngloubig ſind/ darumb ſind jr gloubloß menſchen/ die nach der leer ſant Pauls vom gloubẽ abtretten vnd gewichen ſind/ vñ den jrrigen geiſtern vndd leer der tüfeln anhangẽ. j. Cozz ij. Ter Ir ſagẽ mir nichts das ich gern hoꝛ. Pfar. jch můß hie üch münchen vnd den nonnen noch ein beſonders liedlin ſingen/ vnd ſpꝛich/ ſo nun ein geſetzgeber iſt/ der ſeligen vn verdam̃en gewalt hat Jac. iiij · vñ jr Der oꝛden münch weder vß dem alten noch vß de nüwen Te⸗ſtiffter ſint ſtament ein bůchſtaben zeigẽ mogen/ das yemand falſch pꝛonach Chꝛiſto/ in dẽ oder durch welchen vns got am pheten. letſten geredt hatt/ Heb. j. künfftig ſye nüwe geſetz neben dem heilige euangelio vffzůrichten/ vñ aber eüwer münchiſche regeln C das moͤgend jr münch nit leugnen) geſetz(int/ die nit minder nach üwer falſchen meinung die gwiſſen binden/ ſeelen ſelig machen vñ verdam̃en/ glich wie das geſetz gottes/ vnd alle nach Chꝛiſto vffgericht ſind/ vnd Chꝛiſtus vnſer herꝛ verkündt hat/ das vnder ſeinem namen werden falſch Chꝛiſtẽ vnd falſch pꝛopheten vffſton/ vñ groſſe zeichen vn wunð thůn/ das in jrſal gefuͤrt werdẽ( wo es müglich were) ouch die vſſerwoͤlten. Mat. xxiiij. Deßglichen ſant Pauls hat verkündt ein künfftigen endtchꝛiſt. ij. Teſſ. ij. vñ ſpꝛicht/ das in den letſten zyten werden ettlich vom glouben ab⸗ z tretten vnd anhangen den jrrigen geyſtern vñ lee;. Tim. 4. ren der tüfeln. Itẽ er ſagt das zů den letſten tagen G ii werden 8 werden grülich zyttung jntretten/ Dan es werden menſchen ſin die von jn ſelbs vyl halten/ die da haben werdẽ das geberd/ das iſt ein ſchin eins gotſeligen wandels( wie die münch) aber die krafft eines waren Chꝛiſtlichẽ vñ geiſtlichẽ lebens werdẽ ſie ver leugnen ij. Tim. ij. Item es würt ein zeit ſein/ das mã die heilſame leer nit vertragẽ würt ij. Tim. iiij. wie jetz ð b apſt vnd feine biſchoͤff thůndꝛc. Item im̃ abſcheid ſpꝛicht er/ Das weyß ich/ dz nach minẽ abſcheid werdẽd vnð uch kom̃en ſchwere woͤlff/ die der herd nitt ſchonen werdend/ ouch vß üch ſelbs werdend vffſtan menner die da verkerte leer reden/ die junger nach jn ſelbs zů ziehen ꝛc. Act. xx. S. Peter pꝛophetiſiert ouch das falſche leerer vnder vns fein werdend/ die verderblich ſecten neben jnfuͤren ꝛc. ij. Pe. ij. Vnd S. Johannes ſpꝛicht/ Dan es find vyl falſcher pꝛopheren vßgangen in die welt/ vnnd der widerchꝛiſt oder. iſt ietz ſchon in der welt j. Jo. ii. Vnnd S. Judas in feiner einigen epiſtel hãt luter abgemalet vnd angezeygt die ſo künfftig find/ die üch münchen gantz vnd gar gleich find ꝛc. Ich hab geſpꝛochen/ ſo jr münch nit zeigen moͤgen vß. geſchꝛifft das nüw gſetzgeber künfftig ſind/ vnd üwer regel gſetz find/ vnd Chꝛiſtus ſampt feinen apoſtlen vns verkündend/ das falſch Chufti/ falſch pꝛophetẽ/ falſche leerer nur Te ſind/ die neben der Euangeliſchen vñ der apoſtoliſchen leer zertrennung anrichten/ vnd verderblich ſecten jnfüren werdend/ fo vergich ich offentlich/ fry/ vnnd mit ſicher er gewüßne /vnnd wil es mit willen nümmer wiðrůffen/ fo ich der goͤtlichen geſchrifft glauben ſol vnnd glaub/ das alle die(es hab ſie der. erhebt erhebt/ heilig erkent/ erklaͤrt/ oder Canoniziert) die regel neben dem heiligen Euangelio geſtifft vnnd anger icht haben/ vnnd mitt jren reglen vermeynt/ gleich wie mit dem goͤtlichen geſetz/ die gewißne zůvahen vnnd zů binden/ ſeligkeit damit zů erlangen/ verdampnuß zůuerſchuldẽ/ ſind ſoͤlich ſtiffter falſch Chꝛiſti/ falſch apoſtlen/ falſch pꝛopheten/ vnd falſch leerer/ vnd jre orden find in der chriſtenheit zertren nung vnd verderplich ſecten wie Paulus vnd Pe: trus ſagend/ vnnd find verflůcht Gal. j. Vnd Chꝛi ſtus vnſer meiſter vnnd her gebüt vns vo: ſoͤllichen lüten zů hüten Matth. vij. vnnd jn nitt zů glauben Math. xxiiij Vnd S. Paulus heyßt vns von fol: lichen fliehen Ro xvj. Vnnd wir ſollend vns mitt mengerley vnd froͤmbden leeren nitt laſſen vmbfuͤren Heb xiij Vnd S. Johãnes redt alſo dar von Ir lieben/ glaubend nitt einem jetlichen geyſt/ ſonð zobierend die geyſter ob fie von gott ſind j. Jo ij. nd in der andern epiſtel ſpꝛicht er/ Wer in der leer Chꝛiſti blibt/ der hat beyde den vatter vnd ouch den ſun/ So jemand zů üch kompt vnnd bꝛingt diſe leer nit/ den nemend nitt zů hus/ vnd grůſſend jn nitt ꝛc. Hie můß nun volgen/ das keym menſchẽ by ewiger verdampnüß gezimpt/ das er nebẽ der regel Chꝛiſti ein andꝛe anneme Vnd noch vyl minder zimpt jm/ ſich mit ewigẽ glübdẽ darzů zeuerbinden Dan wel; cher menſchen regel mit glübden annimpt/ vnd der Euangeliſchen warheit bericht iſt erzeigt mit dem werck/ das er goͤtlicher geſchꝛifft vngehorſam iſt vñ leſtert de weg ð warheit ij. Pe ij. vn gloubt dene ſo er nit glaubẽ ſol. Ter. Lieber herr/ weñ jr ſollich es reddẽt vor vnſern vaͤttern/ ſy wurde all ſchꝛyẽ G ij kaͤtzer kaͤtzer kaͤtzer/ bꝛreñen bꝛeñen. Par. Es ſye katz 08 muß/ bꝛeñen od bꝛatẽ/ fo iſt das die gwüſſe war heit. Ter. Die ſtiffter ð oꝛden find doch heilig geweſen. Der Pfar. Es hilfft hie die heiligkeit nüt Gott weyßt glaub ſtot wol wer heilig iſt. Vnſer glaub iſt vff keynes mennit vff mẽ⸗(chen heiligkeit/ ſonð vff Chꝛiſtum vnnd fin heiligs e. heilig woꝛt gegrůndt. j. Coꝛ. iij. Es hilfft ouch kein wundeit vñ wü werck oder zeychen/ dañ Chꝛiſtus würt zů vylen/ die derzeichen in feinem namẽ gewyſſagt/ die tüfel vßgetriben/ vñ vyl chatẽ gethan haben/ am̃ jüngſten tag ſpꝛechen/ Wychẽt von mir jr übelthaͤter/ jch hab üch noch nie erkant Math. 7. Ter. Nun hat doch Chꝛiſtus vñ ſeine apoſtlẽ ouch zeychẽ gethan. Pfar. Es můß nur zůgnuß vß goͤtlicher geſchꝛifft hie fein. Dañ wo Chꝛiſtus ein heilig aller heiligẽ/ für(ich vß götlicher geſchꝛifft zügnüß nitt hette gehebt/ wer er nitt für den warẽ Meſſtam angenomẽ woꝛdẽ/ Die gſchꝛiff Chꝛiſtus ten aber des alten Teſtamẽts zügend von jm/ Vñ hat ü er wyßt die phariſe er vn gſchꝛifft gelertẽ(die jm vngnüs der gloübig warnn) ʒůr gſchꝛifft/ vñ ſpꝛicht/ Sůchend Jeſchꝛifft in der geſchꝛifft/ dañ jr mey nẽd jr habend das leben vß dem al; dꝛiñen/ vnd ſy iſts die von mit zügt/ vñ Moyſes hat ten teſta von mir geſchꝛiben Jo. v. Alſo redt er ouch zů den ment. zweyen jůngern die gen Emaus giengẽ/ vñ jr hertz mit vnglauben behenckt was/ Ojr thoꝛen vnd eins tragen hertzen zů glauben allẽ dem das die pꝛophetẽ geredt haben/ On fieng an von Moyſe vn allẽ pꝛopheten/ vñ legt jñ alle geſchꝛifft vß die von jm̃ 46 waren. Vñ ſpꝛicht wyrer/ Dañ es můß alles erfült werdẽ/ was von mir gſchriben iſt im gſatz Moyſi/ in den pꝛophetẽ/ vnd in den pſalmen Cu. 24. Es geben fm ʒügnus all pꝛophetẽ ſpꝛicht S. Peter Act. x. Er hat Er hat ouch zügknuß vß dem Nüwen Teſtament/ Zügknuß nemlich voꝛ der geburt võ ertzengel Gahꝛiel Hu. j. vß dem nü 9 der geburt vo der ſchar der Engel Lu. ij Nach we Teſtaer geburt von dem gerechten Simeon/ vnd võ der ment. ee, vnd andechtigen witwen Anna Lu. ij. Im eben von got dem vatter Mat. iij. vñ. xvij. Von Jo anne dem töͤuffer Jo. j. Pon Nicodemo Jo. ii. Do den jungern der Phariſeer Mat. xxij. Vom gemeinen volck oder von der ſchar Mat. xxj. Joan. iiij. Von den knechten der hohen pꝛieſter vnd e,. Jo. iiij. Von feinen er,, o. v. vnd x. Im tod vo der ſounen vnd elementen Li. xxiij. Mat. xxvij. In der vfferſtentnuß von dem Engel Mat. xxviij. In der vffart von zweyen maͤnnern in wyſſen kleydẽrn Act. j. Nach der vffart am Pfinſtag vom heiligen gef Act. ij. Vñ darnach von den heiligen Apoſtlen ct. j. vnd. x. Chꝛiſtus Jeſus iſt der in dem vnns * am letſten vnd zů letſt geredt hat Heb. j. Derhal en iſt niemand vnd mag niemand fein künfftig/ in dem vns got wyter reden wil/ etwas nüwes oder et was anders/ dañ das durch den fun vnd feine Apoſtel gelert vnd predigt iſt woꝛden. Ter. Werdent doch Enoch vnd Helias voꝛ dem end der welt kommen/ find das nit Kranciſcus vnnd Dominicus? Pfar. Ich woͤlt ee ſagen Eraſmus vn CLutherus aber es ĩſt nit not/ dañ ob Enoch vnd Melias künff tig find( wiewol Helias ſchon kom̃en iſt ſpꝛicht der herꝛ Mat. xvij. doch Enoch vnnd Helias/ ſollent nit regel oder nüwe geſetz(wie die ſtiffter der oͤꝛden thon haben) vffrichten/ vnd nitt nüwe leere neben dem heiligen Euangelio pꝛedigen/ ſonnder das geſetz gottes vnnd das heilig i ,, der Bapſt Bapſt mit ſeim vngeiſtlichen vnrecht vnd vnnützẽ tyra nniſchen geſetz vnderdꝛuckt/ vñ die münch mit jren reglen vnd glyßnery verduncklet vnd vnacht bar gemacht habẽ/ wið vff richten ſollent. Welcher menſch gloöͤubig iſt/ der ſicht wol das jetz vyl Enoch vñ Helyas vff erden ſind. Es iſt ein groſſe vermeſſenheit/ jrſal/ vñ blintheit in den münchen vnd ſtifftern der oꝛdẽ geweſen/ das ſie ſo gewaltigklich vß ey gner andacht/ gůt beduncken/ vnnd fürnemen/ on zügnuß goͤtlicher gſchꝛifft ja wið die gſchꝛifft regel vn gſetz gmacht vn angricht haben/ die nit mins als das gſatz gottes die gewüßne bindẽ. Vnd der oͤlgöͤtz der bapſt zů Romſolich regel mitt ſeinem gewalt be ſtaͤtiget hat/ ſo doch Chꝛiſtus nit kom̃en iſt ein nüws geſatz der jüdiſchen cer imonien vnd haltung der vſſerlichen dingen/ wie der münchen regel vnd geſetz find/ ſonder iſt kom̃en das gſatz(durch Mo yſen ein mal gegeben) zů erfüllen vnnd zů erklaͤren/ vnd die volkomenhe it zů zeigen Math. v. vom flůch des geſatz zůerloͤſen Gal. ij. vns zůr fryheit zů berůffen/ allein das wir die fryheit dem fleiſch nit laſſend dienen. Gal. v. fein geſatz nach dem wie es gott durch den pꝛopheten verſpꝛochen hat/ nit vßwendig/ ſonð inwendig zů geben/ vnd in die hertzen der menſchen zů ſchꝛibẽ. Hiere. xxxj. den geiſt zů reichen/ durch wel chen man das gſatz nit vß not vnd foꝛcht/ ſonder vß liebe/ gern/ mit luft vñ froͤuden thůt vnd volbꝛingt. Dan ein frylichen geber hat gott lieb ij Co: ix.hatt das gantz gſatz vñ alle pꝛopheten vff die liebe gſetzt/ Bantz ger Dan an der liebe gottes vnd des nechſten hangt dz ſetz tot vff gantz gſatz vnd die pꝛopheten. Math. xxij. Welicher der liebe. ſeinen nechſtẽ lieb hat/ der hat das gſatz erfült. Ro. xiij xiij. alle gfets werden in einem wort erfült/ namlich/ hab deinen nechſten lieb als dich ſelbs Gal v Ter. Gond doch vnſer regel vnd weſen ouch vff die liebe nach der meynũg Chꝛiſti vnd des heiligen Euange liums Pfar. Ich gſchwig der gemeinen liebe die jr nit halten/ ſo find jr münch einander haͤſſig Wie ſtond jr vnnd die pꝛediger münch gegen einander? ſagend nur/ Wie katz vnd hund. Wie aber jr obſeruanten die liebe vnder einander halten/ das hab ich wol erfaren/ aber ich wils mir ſelb behalten. Sum ma ſummarum/ man bedarff zůr ſeligkeit vnnd zů einem waren volkomnen chꝛiſtlichen leben/ gantz überal keiner münchiſchen vnnd phariſeyſchen reel/ gſetz/ oder leer Derhalb do S Franciſcus gechen hatt/ das jn Italia das heilig Enangelium faſt abgenommen hatt(Dañ je näher Rom/ je boöfer chꝛiſten) vnnd jm̃ got(wie er ſelb in feinem reſtament ſagt) geoffenbart hatt/ er ſolte leben nach der foꝛm des heiligen Euageliums/ ſolt billich by ð ſelbẽ foꝛm oder. bliben fin/ ſolt nit day nüwer reglen oð form zů lebẽ vñ nüw cerimoniſche gſetz gmacht/ vnd alſo mit ſeinen regeln zertrennung vnder gmei nen chriſtnen angericht vnnd ſecten jngefuͤrt/ dann zerteylte vnd vnglyche wyſen/ geberd/ vnnd ſitten/ machend ouch zerteylte vnnd vngleich geſĩte her; tzen vnnd gemuͤt dermenſchen/ ſonder do er Chriſti apoſtel oder bot/ vnnd ein Enangeliſcher prediger fein wolt/ nach dem geheyß Chꝛiſti. Mar xvj gleich wie die erſten waren apoſtlen vnd Euãgeliſche pꝛꝛ Ware pꝛediger gethan habẽ/ nur das heilig Euãgelin luter/ diger le erẽ reyn/ on fein eygen regel(die nüt find dan phariſey das Eunãſche cerimoniẽ jallẽ menſchẽ gepꝛediget vñ mit ſeinẽ gelium. N i meiſter neiſter Chriſto geſpꝛochen haben/ Thůnd bůß/ oð beſſert üch/ vnd gloubend dem Euangelio Mar. j. Dan glouben vnd gehoꝛſam ſin dem heiligen EulGloubẽiſt gelio vnd getaufft werden/ macht allein chriſtẽ vñ ein gab 0 ſelig Mar xvj. Es mag aber niemand glauben/ e werd dañ jm geben vom vatter Jo. vj. Gloub iſt ein bſondꝛe gab des heiligẽ geiſt s. j. Toꝛ. xij. Menſchẽ re gel aber annemẽ vñ ouch thůn/ vñ von vſſen haltẽ mag ein jetlicher on ſonð gnad vß eignẽ natürlichẽ krefftẽ. Derhalb machen ſy nur alyßnery vñ nit ch ſten. Er ſolt nit rottẽ oð ſectẽ an ſich gezogẽ haben/ ſonð gleich wie Chꝛiſtus vñ ſeine apoſtlẽ on vnderſcheid der perſonẽ/ ſolt in gnieynẽ huffen den ſomẽ/ das iſt/ das woꝛt gottes/ gewoꝛffen habẽ/ got laſſen walten/ vñ nit geacht/ ob etlicher ſomen neben den weg vff den A vnð die dden gfallẽ wäre/ vnd ſolt nit vnʒſtandẽ habe mit ſinen reglẽ gůt erdtrich/ dz iſt/ volkom̃en gůt chriſten zů machen/ dañ es gehoꝛt nit nenſchen/ ſonð got dem vatter zů/ der iſt ð ackerman/ der da bereyt durch ſein gnad ein gůtẽ acker/ das iſt/ menſchen die das woꝛt gottes hoͤꝛen vnd behaltẽ in einẽ fynen/ gůten/ reynẽ hertzen/ vñ bꝛingẽ frucht in gedult. Lü. vi. Ter. Nun hat doch S. Johans der toͤuffer ouch menſchẽ bereytet vñ bůß gepꝛedigt/ wie ouch S. Franciſcus zů(einen zeiten ö hat. Pfar; Wie S. Johans die menſchẽ ereyt hatt/ bedoͤꝛfft einer bſondꝛẽ lange erklaͤrũg/ aber ich laß fallen/ vñ ſpꝛich/ S. Johans hat feiner bereytũg vß goͤtlicher gſchꝛifft kũndtſchafft vnd si gnüß gehebt Eſa. xl. darum iſts gůt vnd recht gwe fen. Itẽ er hat bůß gepꝛedigt/ aber kein zertrenung angericht/ vñ kein ſect neben jngefurt/ ſo hatt er on vnðſcheid vnðſcheid vmbs übel gſtrafft/ vnd daran niemans e, n, e,, ſtendẽ den weg zůr beſſerũg zeygt/ Frãciſcus hat ouch bůß gepꝛedigt/ hat aber die groſſen berg nit angeruͤrt/ vñ den ſtarckẽ ryſen vnd S FrãciLöwen nit ins mul griffen/ wie Helias vñ S. Johãs ſcus ſchõt ethan haben/ dañ hett ers gethan/ ſo weren ſeine des bapſts oꝛden nit für ſich gangẽ. Das gůt ſchlecht e,, meñlin het ouch muſſen voꝛ der Beſtiẽ zů Rom nid⸗ Apoc. iz. fallen vñ fie anbettẽ ꝛc. Er ſolt fry mit S Johans dem teuffer zům bapſt/ cardinaͤlẽ/ biſchoffẽn/ vñ ʒů den andern phariſeern allen die ſchon zů feiner zeit vnchꝛiſtlich dem Euãgelio vngemeß lebtẽ) geſpꝛochẽ habẽ/ O du nater geſchlecht/ wer hat deñ ch ſo gewüß gmacht/ das jr entrinnẽ werdẽ dem künffti gen zoꝛn? Sehẽt zů vñ thůnd rechtgſchaffnefrucht der bůß Math. ii. Er ſolt zům üppigen bapſt/ ðſich über küng vñ keiſer erhebt hat/ zeitlich vnd weltlich regiert/ vñ zů ſeinen cardinaͤlẽ vn biſchoffen/ die ſich vnðm ſchaffs kleid vñ geiſtlichẽ namen/ weltlicher fürſtẽ pꝛacht vñ gewalts annemẽ/ geſpꝛoch ẽ habẽ/ Ir wuůſſen das die weltlichẽ fürſtẽ her ſchẽ/ vnd die oberhern farẽ mit gwalt/ alſo ſol es nit(in vnð üch/ fon fo jemã vnð üch wil gwaltig fin geacht/ der ſy der andern diener. ꝛc. Math. xx. weyde die herd Chꝛi E die vnder üch iſt vnd verſehend ſie/ nit genoͤtiget ond ſelb willig/ nit vß ſchantlichs gewünß geſůch/ ſonder vß geneygtem gemůt/ nitt als die herſchendt über das erbe/ ſonder werdend voꝛbild der herd: c. d,. Er ſolt nit beſondere oͤꝛden oder ſtaͤnd der ůßfertigkeit angericht haben/ ſonder eiñ jetlichen in ſeinem ampt/ gwerb/ oder ſtand der anders mit gottes wolgefallen hat moͤgen ſein/ laſſen bleiben/ — vnd ſolt ond ſolt mit S Johannes ʒům erſten in. zů allen geſpꝛocheñ haben/ Thůnd bůß/ welcher zwen rock hat der geb dem der keinẽ hat/ vñ welcher ſpys hat der thů jm ouch alſo/ Zům andꝛẽ zů denen die in gmeinem geſchaͤfft od gewerb oder handtierung ſiten/ Vberſetzẽd die lüt nit mit üwerer handtierüg/ Zům dꝛittẽ ʒů den edlẽ oder kriegßknechtẽ/ Thůnd .. oð. lõd ö. 1 2 rem ſold. Alſo pꝛedigt ð heilig Johãnes/ vnd richter S. Fran. kein dꝛdẽ oð ae an. Lu in S Frãciſcus ſolt wið hat wið dz das decret der heilige apoſtlẽ Act. xx. den chꝛiſtglõͤu decret der higẽ menſchẽ nit nin we joch vff die achſlen vffglegtapoſtlen ¶ oñ nit mit nüwẽ phariſeyſchẽ cerimoniẽ vn vffſetʒẽ gethan.(wie dañ die regel find wyter haben beſchwaͤrt/ vñ alſo die euãgeliſche fryheit vnðtruckt vñ vertilcket ſonð ſolt alle volcker( wie die apoſtlẽ gethan haben) die ding gelert han/ die Chꝛiſtus feinen jüngrẽ befol hen har ʒů leerẽ Math xxvinj deñ fo wer er jetzt nit argwanig/ mocht niemã anðs ſagẽ/ er wer ein warer apoſtẽl oð bot Chꝛiſti/ vñ ein enangeliſcher pꝛedi er gweſen/ ſuſt iſt er jetz argwenig/ vn wirt für ein fa. ẽpꝛophetẽ geacht Ter. S. Frãciſcus vnſer aller hellgiſter vatter hat nach de heiligẽ Euãgelio gelebt/ dañ er ſpꝛicht in ſeinem teſtamẽt/ got hab jm̃ geoffenbart/ er ſolt nach ð foꝛm des heilgẽ Euãgeli ums leben/ vnd er habe ds Euãgeliñ mit kurtzẽ woꝛ ten laſſen anſchubẽ/ vñ ð hapſt hats jm̃ beſtaͤtigt:c. S. Frãci Pfar. Es iſt kund vn offenbar/ dz dere dꝛyẽ reglen regel iſt keine luter vñ reyn Eunãgeliũ iſt/ dañ was dꝛiñen in kemluter gebots oð verbots wyß gſchꝛibẽ iſt/ ſind ð mererteyl Euãgeliũ phariſeyſche vnd jüdiſche od münchiſche cerimo nic oð vffſatz/ namlich vnderſcheid vſſerlichẽ dingẽ/* ouc ouch größlich wis euãgeliſche friheit ſind in die vn Chꝛiſtus berůfft hat In ewer regel find dꝛyerley ge Gal 5 bott/ vñ dꝛyſſig an ð zal/ die alle nach der declaratis der baͤpſt vñ ð vier meiſtern võ Paryß/ vñ noch mei Dꝛiſſig ge nũg ð Bar üffer zůr rorfund Binde/ die nüt ands find bot ð men dañ nur menſchẽ erdichte/ vnnütze vffſaͤtz Vñ was ſchẽ bindẽ in S regel ſtat das vß dem Euãgelio gezogẽ iſt/ nam zůr todlich vſſerliche werck/ dz halt man nach grobem ver⸗ ſünd. ſtand nur vo vſſen phariſeiſch vn judiſch/ was aber ſitlich vñ euãgeliſ* tugẽd ſind/ halt man für rät vn vaͤtterliche ermanũg. Ter. Sol man aber dz S. Frãciſcus in feine reglẽ gebüt nit für gebot annem mẽ vñ haltẽ? Pfar. Es iſt nit ð apoſtlen Bausch ge weſen etwas zů gebietẽ/ das fin krafft vß dem gſatz Der apogottes nit haͤtte/ Sie vnðſcheydẽ jr gůtẽ rät gar fliſ ſtlẽ bꝛuch fig vo den gebottẽ gottes/ Solichs zeygt fyn an die iſt nitt ge; erſt epiſtel zůn Coꝛinthern am vij cap. do ſpꝛicht S. bieten. Paulus /Soͤlchs ſag ich ſpꝛicht er) vß vergunſt vn nit vß gebot: c. Den eelichen gebüt nit ich/ ſonð der herꝛ. ꝛc. Von den junckfrawẽ hab ich kein gebot des herrẽ/ ich gib aber eiñ ratꝛc. Soͤlichs(ag ich üch ʒů üwerẽ nutz/ nit dz ich üch ein(Frick añ hals werff.ꝛ c Suma/ die ware apoſtoliſche wyß iſt/ zů gůtem die menſchẽ früntlichẽ reytzẽ/ bittẽ/ ermanẽ/flehen/ vñ deßglichẽ/ Die baͤpſtiſche vñ apoſtatiſche wyß aber iſt/ mit blitzgẽ vñ doñerſchlegẽ dahar farẽ. Darum S Des iſt üwer regel ins bapſts cantzly geſchmidt woꝛden bapſts art Ter. Die gebot vnſer heiligẽ regel find euãgeliſch/ iſt mit bliDañ S Frãciſcus hat laſſen das Euãgeliũ ſchꝛi⸗ Ken faren ben Pfar. Das heilig Eunãgeliũ iſt vor Frãciſci zyt meer dan eylff hunt joꝛ gſchꝛibẽ gweſe n. Waͤrẽ ſin regel Euãgeliũ/ bedoͤꝛffts nit bſtaͤtigũg võ bapſt 1H liiij ſo es fo es voꝛ gnůgſam von got durch wunder werck beſtetigt iſt woꝛden. Mar. xvj. Item werend fine re gel die erſt oder die ander oder die dꝛit luter vñ reyn Euangeliũ geweſen/ hett niemand bedürffen mitt nüwen gelüdten darzů verbinden/ ſo alle menſchen im touff( wie oben angezeigt iſt). haben das Euangelium zůhalten ꝛc. Ter. Lieber herꝛ was haben jr im touff mögen geloben/ ſo jr den bꝛuch eüwer vernunfft nit gchebthaben? Pfar. Ich hab by mir gehebt vernünfftig vnd gloöubig lüt/ die für mich verſpꝛochen haben/ mich(wo es niemand anders thete) wañ ich zů vernunfft kom̃e/ an touff/ o an die verbindtnuß/ die ſy für mich gethon habẽ zůermanen/ Nun hab ich(nach demich zů vernunfft kom̃en bin) in die verbindtnuß oð gelübt des touffs verwilliget/ vnd wo ichs nit gethon hett/ wolt ichs noch thůn/ jr münch leeren doch/ weñ einer zů jung oder vnwillig iſt/ ſo er die münchiſche pꝛofeß thůt/ mag darnach dꝛein verwilligẽ/ ſo iſt es gnůg. Ter. Ich laß mich des beſcheids wol enuͤgen/ ſagen wyzer. Pfar. Suma ſummarũ/ ich ſag frey mitt dem heilige apoſtel Paulo/ deñ in Chꝛiſto Jh gilt weder kappen noch zypffel/ weder münch noch non; nen/ ſonder ein nüwe creatur/ vñ alle die der Euan geliſchen vnd apoſtoliſchen regel nachuolgen/ über die ſye frid vnd barmhertzigkeit/ vnd über den Iſra el gottes ala. vj. Ter · Die obgemelten ſpꝛüch vs den falſchen pꝛophetẽ/ wellẽ jr ziehen vff die vaͤtter/ ſo ſy wol haß verſtanden werde von den nüwen ler ern/ nmlich vo Luther vñ von feinem anhang. Pfar. Nun wolan min vꝛteyl iſt hie gegen eüch münchen argkwenig/ darumb will ich üwer. vnd die vnd die yetzigen leerer gegen einander heben/ vnnd üch ſelber laſſen vꝛteylen. ꝛc Zům erſten haben die münch mit ſrem haupt dem Bapſt/ wider heilige geſchꝛifft zertreñung in der Chꝛiſtenheit angericht/ vnd verderblich ſecten eingefůrt/ wie dañ ſolliches am tag ligt vnd offenbar iſt allen menſchen ꝛc. Die yetzigen leerer vnderſtond aber mit dẽ waren woꝛt gottes/ alle zertrennung vnd ſecten wider abzůſtellen/ vnnd alle Chꝛiſten nach innhalt göttlicher geKaffe zůr Chꝛiſtenlichen einigkeit widerumb ʒůingen/ Vñ die pflantzung die got der vatter nit ge pflantzt hat/ vßzůrüten. a at. Fp. Ter. Sind dar umb die heilige dꝛden diſe pflantzung. Pfar. Was ſolt es ſunſt anders feinsdan die oͤꝛden find menſchẽ leer vnd vffſetz der menſchen. Nun hat gwißlich der herꝛ by der pflantzung/ menſchen leer/ vffſetz vnnd werck vermeint/ ſo er an dem oꝛt widerfochten vnd verwoꝛffen hat der phariſeer vffſetz vnd leer/ die ſye zům geſetz gottes gethon/ vnd neben zů gelert/ glich wie uch üwer vater vil narrenwerck vnd ſtempeny zům heiligen Euangelio zůgeſetzt haben. Ter Es werden aber die nůwen leerer mit jrem pꝛedigẽ . bꝛingen/ das alle dꝛden gantz abgon wer: den. Pfar. S wee wee des. ſchadens/ weit ſchon alle oͤꝛden/ alle apiſtiſche/ münchiſche vñ nün niſche werck vnnd ůbung abgond/ fo iſt nichts das got vnd der fun gottes geheyſſen/ gelert/ vñ das die heiligen Apoſtel gepꝛedigt haben/ abgangẽ/ ſonder nur der ſurteyg vnd die glyßnery/ oder wie der herꝛ ſpꝛicht/ der phatifcer(wie Bapſt/ pfaff/ münch vñ nonnen ſind) leer wirt abgon/ voꝛ deren wir vns (nach dem geheyß Chꝛiſti Jhůtten follen 03 xvj. ¶MVnd fo der münchen vnd der nonnen ſchyn der hei ligkeit vnd gleißnery(die gott inſonders für ander ſůnd übel haßt) abgetriben würt/ deñ werdend vn; der dem gemeinen huffen die waren chꝛiſten(die vß der gnaden gottes durch den gloubẽ recht geiſtliche menſchen worden ſind) fürher bꝛechen vnd ſchynẽ/ vnnd werdend nit by eygner andacht vnnd by den phariſeyſchen vffſaͤtzen vnd menſchen wercken vnd eygenfündiſchen ůbungen/ ſonder by den wercken vnd uͤbungen die got heißt vnd lert/ voꝛ den andern erkant/ vnd würt an jnen erfült das Chꝛiſtus gebüt vnd ſpꝛicht/ Alſo ſol üwer liecht lüchtẽ voꝛ den menſchen/ das fie u were gůten werck ſehen/ vnd ůwern vater im himmel loben oder bꝛiſen. Math. v. ům andern. Die münch habe von vyl jaren biß vff diſe zeit(das weißt jedermã wol) AriſtotelẽThomã/ Scotũ/ Bonauẽtur am/ Alexan. de Ales/ des bapſt fleiſchliche vnrecht/ vnd ander menſchen thant gepꝛedigt/ dardurch das heilig Euangelium verſumpt vnd veracht iſt worden/ habend ouch vyl artickel vnnd zůſaͤtz/ die kein grund in goͤtlicher gegere f haben/ zům heiligen Euangelio gethan/ ie man nit minder hat muſſen glouben/ als weren ſie gottes geheiß vnd heilige geſchꝛifft geweſen. Die feigen leerer aber entſchlahen ſich des dings gantz vnd gar/ vnd pꝛedigen nach dem geheiß Chꝛiff nur dasheilig Euangelium/ wellen kein artickel der nit in der helligen gſchrifft gezeigt mag werdẽ/ ʒů laſſen/ ſo got verbottẽ hat/ das man zů ſeim woꝛt weð dar zů nach dar von etwas thůn fol. Deut. iiij. ům dꝛitten/ das die münch habend die ſpꝛůwer zů weytzen gemiſchet/ das iſt/ ſie haben neben den . 3 woꝛten woꝛten gottes exemplen/ fablen/ jr eigne troͤum/ vñ heimliche geſicht gepꝛediget vñ gewyſſagt/ vnd ſich für pꝛopheten ertzeygt. Diſe jetzigen leerer aber ſündern ab diſe ſpꝛůwer von dem wort gottes/ ſo es got nit haben wil/ das jemand ſein eygne troͤum by dem wort des herren verkünden fol. Hiere. xxij. Zům vierden. Die münch habẽ des bapſts vñ jrer regel gebot vnd werck nit minder den gebotten gottes glych ,. vnnd pen ewiger verdamnuß doꝛan gehenckt. ꝛcc. Diſe aber ver werffend baͤpſtiſche vnnd münchiſche werck vnd gebott/ pꝛedigend vnd lerend nur gottes vnd ſeins ſuns Chꝛiſti werck vnd gebot. Dann Chꝛiſtus hat ſeinen jüngern oder apoſtlen/ vnnd in jnen allen pꝛedigeren/ gebotten/ das ſie ſoͤllen alle voͤlcker leeren halten alle die ding/ die er jn befolhen hat/ Vnd er wil mit ſoͤlchen pꝛedi6. mit denen die ſoͤlche pꝛediger hoͤꝛen/ ſein/ iß zům end der welt. Math xxviij. Sie leeren ouch das kein chꝛiſtẽ ſich vß eygner andacht zů keinerley ſachen verbinden ſol/ das jn gott nit heißt oder lert. Zům fünfften. Die münch haben(nach inhalt der pꝛophetẽ Chꝛiſti Math. xxiiij) hie vñ da Chꝛiſtũ gezeygt/ namlich in klöſtern/ vnd habẽ gethan glich als ob Chriſtus nienen ſye dañ nur iñ kloͤſtern/ vnd deß habend fie die menſchen ein lange zeit ber edt/ Darum hat/ für eins teyls/ jederman wellẽ münch vnd noñen werden. Die jetzigen lerer aber zeygẽ Chriſtum vn ſeligkeit an keym fonðn ort/ ſonder ſy . ſchniðs/ in s ſchůmacher s hus vñ allẽthale, do mã nach dem Enãgelio glor bt vñ werckt/ — Chriſtus vñ die ſeligkeit glich ze ſůch er vn zůerlãgẽ. — 3615 Zum ſechſten/ die münch vnnd beſonder die das münchiſch vnd nonniſch affenſpil angericht habẽhaben ſchaffskleyder/ das iſt/ groſſe demůtigkeit vñ groſſer ſchyn der heiligkeit von vſſen erzeigt/ vñ ha ben groſſe wunder werck gethon/ der vꝛſach halb (ſpꝛicht der herꝛ) das ouch die vſſerwelten(wo es miüglich wer) in yrrſal gefůrt würden Mat. xxiiij. ſy haben mit dem ſchynder heiligkeit vil menſchen an ſich 3ogen/ Diſe aber tragen kein ſchaffskleyd/ erzeygen kein ſchyn der heiligkeit/ es hanget niemands jrer leer an vnd jrer heiligkeit/ ſonder vmb des waren woꝛt gottes willen(das ſy ſo mitt groſſem flyß her für tragen) dañ jr vil find gůt geſellen/ man acht jrs lebens gar nichts/ ſonder man nimpt war/ ob jr leer Euangeliũ vnd goͤtliche ſchꝛifft iſt/ vnd goͤtlicher ſchꝛifft gemeß/ thůnd ouch kein üſſerlich vnnd lyplich wunder werck/ dañ wo ſy wunder thetten/ werend ſy glych wie die münch(der falſchẽ künfftigen pꝛopheten halb) ouch argwenig/ wiewol die Bepſtler/ münch vnd nonnen ſagen/ wann der Luther vnd die yetzigen leerer zeichen theten/ ſo woͤlten ſy jrer leer glouben/ Die blinden achten nitt das Chꝛiſtus zů den phariſeern geſpꝛochen hat/ das boͤß vnd eebꝛecheriſch volck ſůcht zeichen. Mat. xvj. Ʒum ſibenden/ die münch glych wie die phariſeer habend ſich mitt ſtatt/ wyß/ geberd vnd kleydung/ von gemeiner Chꝛiſtenlicher verſamlung abgeſündert/ vnd vmb ſolicher üſſerlicher vffſetz willẽ/ ſich volkomner ſchetzend/ fliehen vnd verachten die armen ſünder/ jn gebꝛüſt nüt/ dañ das ſy nitt ſagen. Noli me tangere/ quia mundus ſum ego. ꝛc. Diſe aber wellend weder mit kappen/ kutthen/ noch mit platten abgeſündert fin/ ſonder Begeren mit ande; ren Chꝛiſten ein gmemn Chꝛiſtenlichs leben zůfuͤren/ vnd blyben vnder den gmeinen Chꝛiſten/ eſſend vnd trinckend glych wie der herz mit den armen ſünderen/ das doch die phariſeer vnd die glyßner an dem herꝛn für übel namen/ glych wie die münch yetzund ouch diſe für lychtfertig lüt achten vnd vßſchꝛyẽ. ꝛc. Zum achten/ die münch haben ein lange zyt den lüten(wie ſant Pauls ſagt. ij. Timo. iiij.) mit jren troͤmen/ fabelpꝛedigen vnd bycht hoͤꝛen/ die oꝛen ge iuckt/ dañ ſy haben gelert es moͤg der menſch den hi mel mit gelt kouffen/ on alle mů vnd arbeit/ ſo er ab laß loößt/ vnd fo einer ein ablaß bꝛieff hatt/ der wirt am letſten end(got geb was er thon hett) von allen feinen ſündẽ abſoluiert. Haben ouch vil vñ men Baͤpſtler gerley apoſtitzlery/ mit roſenkrentzlin ſpꝛechen vnd iucken die n, e(mit ablaß begabet) den menſchen fürge oꝛen. en gnad vnd ſeligkeit dadurch zůerlangen: c. Das hat deñ den gottleſtern/ den eebꝛechern/ dẽ hůrern/ den wůchern vnd zinßjunckherꝛn/ den kriegern vñ roubern/ vnd den andern lichtfertigen lüten allen die oꝛen überuß geiuckt/ dañ ſo einer ſynen nechſten beleydiget oder geſchediget hat/ an eer/ lb vñ gůt/ wan der ſelb ablaß löͤſet/ ward alles vo: jnen rich; tig. Item ſo einer hundert oder tuſent gulden geſto len oder geroubet/ oder ſunſt mit vnrecht gewoñen hat/ wañ er dem bychtuatter ein dicken plaphart/ vnd ein gulden in ſtock geben hat/ iſt fry abſoluiert worden. Item ſo einer Ihr vmb gelt(wie die pen; Wee den ſioner thůnd) verkoufft hatt/ iſ jm am letſten end penſione(ſo einer ein ablaß bꝛieff gehebt hat) alles verzigen ren. vnd nachgelaſſen/ von pyn vnd ſchuld abſoluiert/ J in vnnd wer(ich in ein münchs kuthen hat laſſen ver: graben/ hatt den dꝛitten teil feiner ſünd verzyhung erlangt. ꝛc. Soͤlch ding hand jr münch gepꝛedigt vn gelert. Iſt jm̃ nitt alſo bꝛůder? Ter. Ja herꝛes iſt alfo wie jr ſagend. Pfar. Die jetzigen leerer aber ſpꝛechen das alles fig ytel narrẽwerck vñ En ge penſt/ ſo es keiñ grund in goͤtlicher geſchrifft hatt/ vnd ſagen der menſch můß vß gnaden voꝛhin glöubig ſin/ vnd darnach die hend ſelber iñ teyg ſtoſſen/ das iſt/ ſelber gůte chꝛiſtliche vnd euãgeliſche werck den himel chůn vnd uben/ vñ nit mit gelt den him̃el vom b apſt kouffen. kouffen/ vñ ſich vff der münchẽ vñ der noñen werck verlaſſen Dan geſchꝛiben ſtat/ Got würt eim jetlichen vergeltẽ nach ſeinen wercken. Math. xvj. Itẽ ſy lerend ouch das man die gotßleſterung/ eebꝛüch/ ouch andꝛe laſter vnd lichtfertigkeit nitt mitt aplas loͤſen/ ſonder mit beſſerung des lebens abſtellen ſol/ penſion vnd krieg vnderwegen lan/ dañ es gezimpt vnd geburt den chꝛiſten nit zů kriegen vnd lůt zůuer Eouffen. Wer ſinen nechſten erzürnt oder beleidigt hat/ ſol ſich mit erſetzung zůgefůgts ſchadens(fo es jm̃ müglich iſt)verſůnẽ/ oð nit ſelig werde. Mat. v. Zům nünden. Die münch haben gelert/ das einer der ſchon rich iſt/ iſt nit ſchuldig ſinem nechſtẽ mit almůſen zehelffen/ es were deñ in letſter not/ d iſt/ ſo er yetz gynet vñ ſterben wil ꝛc. Diſe aber lee rend/ es ſy ein chꝛiſt dem andern(vß dem geſatz der natur vnd vß gebotner liebe) ſchuldig zehelffen/ nit erſt in letſter not/ ſonder in eim jetlichen fal/ in dem er ouch wolt das im geholffen würde. ꝛc. Zům zehendẽ. Die münch habs gepꝛedigt/ geſchriben/ vnd gelert/ man moͤge nach erklaͤn g des Conciliums ʒů Baſel vnd zů Coſtentz/ von hundert gulden fünff ze zinß nemen. Diſe aber ſagẽ/ man ſöͤlle got me gehoꝛſam ſin dañ dem Concilio/ der do ſpꝛicht/ Ir ſollen lihen vnd nüt darfür hoffen. Qiu vj. Ter. Lieber her/ ſolt man eim jetlichen lihen Ob man vnd nüt dar für hoffen/ ſo můßte einer der mit sro einem jetli fer ſchwerer arbeit vnd ſoꝛg für ke vnd fůr ſin wib chen lihen vnd kind erwas zů lybs narũg überkom̃en hat/ das fol. kit den lichtfertigen lüten anhencken/ die wyb vnd ind im bus habe/ vnd aber tag vn nacht bym win ſitzen/ freſſen/ ſuffen/ vñ ſpilen/ mit den S. Paulus verbüt,. zůhabẽ j. Coꝛ. v. die/ ſo ſie nur dꝛy tag kranck ſind/ můß man jn hin vñ har louffen zů entlyhen/ oder man můß jnen almůſen ſamlẽ ꝛc. Pfar. Nein min lieber bꝛůd/ es iſt nit die meinung des heiligen Euangeliums/ das einer vß des andꝛẽ gůt üppigklich vnd vnnütz geleben ſol/ Vie liebe die můß in dem vnd in allen gebottẽ des Euangeliums richter ſein/ ſo das gantz geſatz vnnd alle pꝛopheten vff die liebe gſtelt find. Math xxij. Es můß die glycheit gehalten werden/ in lihen vnnd in almůſen ge ben/ wie dañ ſolichs S. Paulus lert ij. Coꝛ. viij. ım lihen vnd in andern contracten ouch/ was chꝛiſtenliche vnd bꝛůderliche liebe ertragen mag/ iſt nit wi: der diſes gebot. Diß gebot vnd andꝛe meer des heili 35. gen Euangeliums werdẽ gar kum oder gar nümer Oberkeit moͤgen in einen rechten waren chꝛiſtenlichen ſtand můß mißvnd ſchwanck kommen/ die weltliche oberkeit habe bꝛüch abden zů voꝛ vnnd ehe mitt gwalt die mißbꝛüch/ nam ſtellen. lich in ſpyß/ in tranck/ in kleidung/ in hoflicheit/ in allem über fluß vnnd vnnütz em koſten als man yetz gwon iſtdeßglichen offentlichen eebꝛuch/ abgſtelt/ . S ii Sophiſtẽ find 808 chriſten. dañ ſolichs gebůrt jn/ ſo jn der gwalt von gott gebẽ tſt/ vnd ſie tragend das ſchwert vm̃ der übelthaͤter willen Ro xiij. Soͤlich lüt ö ſie dem gſetzt vngehoꝛam find/ ſoͤllẽ nach dem gſetz gſtrafft werde. Ter. er wen würt das beſchaͤhẽ? Pfar. Zwar es gat allgmaͤchlich naher. Ter. Das ſchafft das die ſo ſtraffen ſoltẽ/ ſind ſelber ſtraff würdig. Pfar ö. ſagen leyð war/ darum̃ ſollẽ wir trülich gott für die oberkeit bittẽ/ das er ſie mit ſeinem heilgẽ woꝛt woͤll erlüchtẽ/ jnẽ gnad gebẽ/ vff das fie nach got vñ(ine ebottẽ regierẽ. Ter. Bas wolle wir thůn. Nun f agend wyter. Pfar. Zům eylfftẽ. Die münch ſagend vnd leeren/ ein chꝛiſt ſye nice ſchuldig feinem find gůts zethůn/ es ſye gnůg ſo er jm nur nüt bös thůt. Ter. Ja ich habs in den Sumiſten geleſen. Pfar. Suñſiſten find ſophiſtẽ/ vnd darum find ſie ouch boͤs chꝛiſten/ derhalben ſpꝛechẽ die jetzigen leerer/ der Sum̃iſtẽ leer fie vnchꝛiſtlich vn gotlos/ dañ der her: verbüt nit allein das man den And nitt fol haſſen vnd jm̃ nit boͤß thůn/ ſonð denẽ gůts thůn die vns haſſen/ vnd fůr die bittẽ die vns ,, leſteren/ vñ veruolgen. Math. v. Ter. Wer thůt aber das? Pfar. Wir reden hie nitt von dem das man nit thůt/ ſonder was man zethůn ſchuldig iſt. Zům. So Chꝛiſtus verkündt hatt/ das nach jm̃ falſch pꝛopheten vnd falſche leerer künfftig find/ vnd das darnach voꝛdem end das Euangelin würt gepꝛedigt in ð gantzen welt/ zůr zügnuß über alle voͤlcker: c. Math. xxixij. ſo gebend nun jr vnd ein jetlicher from̃er Yet ein fryes vrtheil/ ob doch die münch die euãgeliſchen pꝛedicantẽ ſind/ die das heilig Euãgelium voꝛ dem end der welt en, oder oder obs die jtzigẽ lerer ſint die man Ruteriſch nen Wer die enet/ die nüt anders begerẽ/ dan das nur das heilig nuãgeliſchẽ euangeliũ allenthalben gepꝛediget werd/ luter vnd pꝛediger rein on alle menſchen zůſetz/ Die biecher laſſen vß⸗ find. gan/ nit in meinung ettwas neüws neben dem PD. euangelio zů leren/ ſonder nur die neüwen leren die von vyl hundert jaren/ durch bapſt/ baͤpſtliche con eilia/ vñ durch pfaffen vñ münchen neben dem MHM. cuang. gelert vñ zůgeſetzt ſint/ gantz vßzůrüten/ vñ die falſchheit des bapſts vñ ſeiner baͤpſtler vnd der münchen/ den gemeinen Chꝛiſten anzůzeigẽ/ vff dz ſy ſich nach dem geheyß gottes/ voꝛ den falſchẽ pꝛo‚on hůten moͤgen. Matth. 7. Term. Es ſindt er pꝛediger vnd pꝛophetẽ als maͤngerley zů vnſern zyten/ dz wir nit koͤnnen wiſſen wem zůglouben ſy/. wie wol ein teyl geiſtlich fein wollen. Pfar. Pꝛo⸗Pꝛophetẽ pheten im nüwen teſtament/ find pꝛediger vñ vßle⸗ im nüwen ger goͤtlicher ſchꝛifft. Vñ darũb můſſent zům erſtẽ teſtament as/ die falſchen pꝛophetẽ ſyn/ die das H. euang. vn Liz. xj. gotz woꝛt falſchlich vnnd vntrülich vßlegen/ wie die I Co 14. baͤpſtler vñ münch gethan haben. Züm andern/ ſo Chꝛiſtus vnſer meyſter vn her/ men ſchen leer ver; woꝛffen hat/ Matth. i5. vñ das H. euang. aller cre atur zu pꝛedigen den apoſteln gebottẽ hat. Mar. 16 vñ alle voͤlcker zů leren alles das er jñ befolhen hat Matth. 2 8 Volget das die alle/ die für die leer vnd ware. wyßheit/ als das euãgeliũ iſt. i. Coꝛ. 2. menſchen klůgheit vñ menſchenleer/ für die gebott . vñ Chꝛiſti/ des bapſts vnd münchen regel ge Ort pꝛedigen vnd leren/ ſind falſch pꝛopheten. ꝛc Suma ſo alle e,. lügner ſind/ volgt auch dz Pſal. ni5. aller menſchẽ leer/ die got vñ ſeelen heyl 66 Die weg ots vn er menſchen. Gotallein leeret vns ſeinen wil len. Pſal.i4ꝛ. ſer boum bꝛingt boͤſe frucht. Mat. 7. Darumb kan on zügnuß götlicher ſchꝛifft/ lügen ſint/ dañ ein bs; vnnd mag kein münch mitt ſeiner regel/ noch kein ander menſch mit ſeiner leer/ vns den weg der war heit vnd ſeligkeit beigen/ vnd vns den willen gottes leeren/ dan die weg der menſchen/ vñ der weg gottes ſind ſo wyt von einander/ als himmel vnd erde. Gott allein leert vns ſinen willen thůn/ das bezügt Dauid/ do er ſpꝛicht. O her zů dir bin ich geflohen/ leere mich thůn dinen willen/ dañ du biſt mein got. Oher/ ſelig iſt der,. den du vnderwyſeſt/ vnd den du lereſt deinen willen oder geſatz. Dermaledy et vñ verflůcht find alle münch vn nonnen/ die ſich mit gottes leer vñ vnderwyſung nit laſſent benůgẽ vnd nemen darneben menſchen leer vnd vnderwyſung an. Ter. Ich ließ gůt ſyn dag ſye die heilige ſchꝛifft pꝛedigeten/ aber ſy verwerffen die heiligen vaͤtter/ concilia/ vnd die oͤꝛden/ vñ der oͤꝛden ſtiffter Pfar. Wie wol Chꝛiſtus Jeſus der(un vñ das wort gottes/ ſo er die warheit ſſt/ gewaltig geweſen wer (als er noch iſt) on zügnuß der gſchꝛifft zů reden vis zů leeren/ deñocht fo bꝛucht er vn fuͤrt wider den tüfel vnd wider alle phariſeyer vñ ſchꝛifftgelertẽ die jm vngldubig gweſen ſint(wie voꝛ anzeigt HE) ſtaͤtz zügnuß ſiner leer/ vß goͤtlicher ſchꝛifft/ Berhalb iſt das der fürnemſten vrſachen eine/ das die. iiij. euan gelia für die ander angenõmen ſint/ dañ ſy(int gar ſchon vñ herlichvßgeſtrichen mit zügnuß des alten teſtaments. Alſo auch vff das S. Pauls vñ die ander apoſtel nit lügner(wie alle menſchẽ fine) erfim den wurden/ iſt in not gweſen ð geyſt der war heit der ſelb iſt jnen verſpꝛochẽ. Jo. i6. geben. Jo. 20. vñ ſint mit dem heiligen geyſt erfült. Act. 2. Dañ wan 6. vß in ſelbs geredt vñ gelert hetten/ wer jr red vñ eer lügen gweſen/ dañ es ſtat ye veſt/ das alle menſchen lügner ſint/ der vrſach halb ſpꝛach der her zů jñ/ Ich wil üch mund vn wyßheit gebẽ/ welcher nit widerſpꝛechen mögen noch widerſtan alle eüwere wider wertigen. Ci. zi. Item wan ſy üch nun über antwurten werden/ ſo ſoꝛgent nit wie jr/ oder was jr redẽ ſollen/ den üch ſol zů der ſtund geben werden was jr reden ſollen/ dañ jr, es nitt die do reden ſonð üwers vatters gef iſt es/ der durch üch redt. Mat. toItem S. Pauls iſt ein vßerwelt faſs Chꝛiſti gewei,. dem Chriſtus geredt hatt. Er hat ſyner leer zeügnüß von S. Peter. ij. Petri. ii. S. Auguſtin über die Epiſtel zůn Galattern am erſten cap. in ſy Merck võ nem cõmentario/acht S. Pauls leer etlicher moß S. Pauherlicher denn der andern apoſtlen/ ſo die andern in 3 leer.. apoſtlen jre leer von Chriſto/ die weil er noch töoͤdt⸗; lich. S. Pauls aber hat ſyne leer vom lutern got/ das iſt/ võ Chriſto/ da er nit meer toͤdtlich was/ erlernet vnd empfangen. ꝛc. S. Hieronymus ſpricht übern. lxxxvj. pſalmẽ/ Das Paulus redt/ das redt Chriſtus/ Vnd wie wol zů der befeſtigung der apo ſtoliſchen leer gnůg wer/ ſo jnen das důch der 9. chten zügnüß gibt/ das ſy vß dem heiligen geiſt geredt habe/ noch dennocht zu gegenwürtiger groͤſ. zügnüß der warheyt(vm das man in jnen en heiligen geiſt geſpůüren moͤge)ſind jre geſchrifen vnd leer ouch gar ordenlich hüpſch vñ fin/ mitt dem alten teſtament/ vnd mit den. üij. Euangelij vß baliert vnd vß bereitet. Soͤlichs findet ein yetlicher flyſſiger leſer der apoſtoliſchen epi ai n So * 9 7 nun Chriſtus Jeſus der(un gotts(der die Warheit iſt) deßgleichen ſin apoſteln/ on zügniß des alten teſtaments/ nit geredt oder gelert haben/ ſo veracht man darumb die heiligen vaͤtter/ die concilia/ vnd die oͤrdenſtiffter nit/ ſo man jnẽ nit glaubt anders/ dañ nur 9 vil yre leer vñ die concilia mit goͤtlicher ſchꝛifft bewert find. Dan on zügniß bibliſcher ges chꝛifft/ ſolll man(was glauben berůrt) niemandt glauben. Soͤlchs wellend die vaͤtter ſelbs/ als ſy es an vyl oꝛten gſchꝛifftlich beweiſen. Ter. Was vn derſcheyd iſt denn zwüſchen der heiligen geſchꝛifft gwüßheit/ vñ der heilige vaͤtter leer? Pfar. Dem dem woꝛt wort gottes vnd göttlicher geſchꝛifft allein/ gehoꝛt gots vmb die eer/ das man ſr vmb yr ſelbs willen glauben ſol ſin ſelbs willen glauben. vnd můß/ Den leerern aber ſol man glauben vmb der göͤtlichẽ gſchꝛifft willen/ wo ſy deren manglen/ iſt darumb niemandt ein kaͤtzer/ der jre leer nit annimpt. Dã vnſaͤlig ſind münch vñ noñen/ die menſchen leer vndtandt/ alter begynen vnd der apoſtü tzler troͤüm/ oder heimliche geſicht vnd exempel/ lieber hoͤꝛend/ dañ das rein/ luter/ klar EuangeliumDer erſt vmbſtandt. Ter. Lieber herꝛ nun gebẽ mir wyter vff das ander obgemelt ein antwezt. Pſar. Ich hab im erſten gnůgſam zeigt/ wiẽ das keinem chꝛiſten zimpt/ über das erſt gelůpt(im tauff gethan) ſich mitt nüwen gelüpten weiter zů cen fe, derhalben das das erſt gelüpt/ die andern alle ontüglich vnd nütgültig macht. Vnd obs ſchon wäre vnd fin möchte nach dem tauff glüßt zethůn/ ſo ſagen doch die baͤpſtler vñ die munch/ das ſo einer i. thůn wil oder pꝛofeß/ ſolle er zům erſten das alt er der iaren/ vnnd bꝛauch der vernunfft haben fol fry/ vngez wungẽ/ wol bedacht/ von nieman hindergangen ſin/ kur tz umb/ er ſoll wüſſen was er thůn vnd laſſen ſol/ vnd wo ſollich vmbſtaͤnd gebreſten(ſagen fie ouch) geltend gethane glübden nüt. Nun wolan/ ich danck den geiſtlichen herren vnd vaͤttern ſolcher leer. So ich nun/ vnd vyl mit mir/ von den münchen/ durch oder mit yr glyßnery/ vnd mit ſuͤſſen aber falſchẽ) predigen vo jren oͤꝛden hindergangen vn verfůrt/ vnd zůr zeit meiner münchiſchẽ pꝛofeß(wie Dauid ſpricht) on verſtand/ glych wie ein roß vnnd maulthier/ vnnd vnwiſſend der euangeliſchen warheit/ vnd chriſtner fryheit geweſen bin/ ſo geltend myne münchiſche glübd oder. nitt dry haſelnußen. Dann haͤtte ich(ja auch die münch vnnd nonnen/ die den Luther im ſenff freſſen wellen) nur gehoͤꝛt das müncheit vnd nonheit nit volkomner vnd beſſer ſtaͤnd waͤrend/ deñ der gemein Sehen ſtand iſt/ Ich gſchwig fo wir gehoͤꝛt/ vnd vns fürgeben wär (wie yetzund beſchicht) das die dꝛden/ der falſchen meynung halb ſo die münch dꝛinnen haben/ wider got ſind/ ich haͤtte/ vnnd fie auch on zweifel kutten vnd klöͤſter laſſen faren/ vnnd nit zům kloſter leben ſo mit glübden verſtrickt. Ter. Warlich her/ wer ich nit ein münch/ ich würde zů ewigẽ zeiten keiner mer. Nun ſagend mir von dem andern vmbſtand ouch/ bitt ich. Der ander vmbſtand. ö Zům andern/ Welcher glübd oder pꝛofeß thůn wil/ ij. q. iiij ſoll fin ſelbs meiſter ſin/ dann des bapſts recht halt monacho jnnen/ das eim münch on ſins abts verwilligung/ nit zimpt gelüpt zethůn/ vnd ſo er giopt ot fir, 3 1. Tim. 4. gelüpt gebꝛochen werden: c. Iſt nun das war/ das gelüpt Couch fo einer ſchon got zů lob vnd zů eren/ etwas verheiſſen oder gelopt hette) die on vrlob eines münchs beſchehen/ nüt gelten/ vñ bꝛuchwirdig ſind/ ſo mögen alle münch vnd nonnen jre münchi ſche vnnd nonniſche gelüpt mitt freüden brechen/ dann ſie find nitt allein on ver willigung vnd vrlob gottes(der über alle aͤbt vnnd über alle creaturen iſt)ſonder ouch groͤßlich wider fine/ in der gſchꝛifft vßgetruckten willen/ bſchehen. ꝛc. Ter. Das wer mir ein ſeltzams/ das ich meine gelüpt ſolt brechen/ die ich ſo herlich verheiſſen hab/ wider oder on vatter vnd můter wüſſen vnd willen/ gott zů lob/ vnnd heil miner ſeelen. Pfar. Wiewol ichs vor genůgſamlich anzeigt hab/ wie das die kloͤſterliche profeß wider gott vnnd fin leer iſt/ fo wil ichs doch hie bas melden. Ein jetlicher münch oder nonn ſo ſy pꝛofeß thůnd/ globend/ das ſie fürhin gott dem herren (vmb ,, ſatzung willen) nice wellend ge; hoꝛſam ſin/ vnnd in ſolcher vngehorſame ſter ben/ vnd ewigklich blyben/ in dem ſo ſie globen(dann jr profeß halts innẽ) ſy wellend(rider gottes gebot) vatter vnnd můter nit mer gehoꝛſam fin. Vnnd ob ſchon einer oder eine mit gunſt vnd willen jrer elteren profeß thůt/ fo l᷑eerend deñocht yr münch/ obs ſchon ouch wider vatter vnnd můter ware/ oder in zʒůkünfftiger zeit wider fie möcht werden/ ſo ſolle er jnen dennocht nit gehoꝛſam ſin/ vnd ſie es nit ſchuldig. ꝛc. Iſt nun Ee vnd ſpyß verbieten ein tüfltſ. leer/ die doch fry von got gelaſſen ſind/ ſo mag ich fry ſpꝛechen/ das diſe leer von der vngehoꝛſa me der elteren dieẽ die münch fürgeben/ vnnd der bapſt beſtaͤtiget/ iſt ein übertůfliſche endtchꝛiſtiſche leer/ ſo doch gott im alten/ vnd Chꝛiſtus im nüwen teſta ment ein beſonder vffſehen vff diß gebot gehapt ha ben. Mocht nit vnſer lieber her zů dem hapſt/ mn chen/ vnd nonnen ſpꝛechen/ glych wie er zů den pha riſeern ſpꝛach. O jr vnſinnigẽ münch vnd glyßner/ 2 übertretten jr die gehot gottes vmb üwer vffſaͤtz willen? Es gezimpt keym chꝛiſten vatter vñ muͤter zůnerlaſſen/ vnd vngehoꝛſam zeſin/ deñ nur allein ſo ſie vns am chꝛiſtnen glauben vnd am heili gen Euangelio hindern/ ſolches zeigen an die woꝛt des herren vor auch gemeldt Qu. ii. vnnd Mar. x. Ter. Wie ſol ich im aber thůn fo ſolichs beſchehen iſt/ vnd ichs glopt habe Pfar. Tretten üwer gotloße münchiſche profeß(wie den tüfel) mitt ef, vnd jr blybend im kloſter oder gangend doꝛuß/ ſo wi derruͤffend vor got diſe vnchriſtliche gotlaͤſterliche profeß/ vnnd bittend gott/ das er üch üwer große torheit vñ blindtheit gnaͤdigklichen überſehe vnnd nachlaſſe/ mitt fürſatz jr wellend fürhin nüt annemen(das gott vnnd ſeelen heil angat)das üch gott nit heißt oder leert. Vnd land üwer vatter vnd mů ter moͤgend jrs zů wegen bringen) wüſſen/ jn ſyend willig vn bereyt/ alle ſtund/ in allen zimlichen vnd billichen ſachen(nach dem geheiß gottes) jnen gehorſam zeſin. Thůnd jr das nit/ ſo werden jr ewig; klich in der kutten verdampt. Ter. Wie kan ich aber ewigklich vatter vnnd můtter gehorſam ſin/ můß ich doch einen ſtand annemen/ in die Ee gryffen/ vnnd verlaſſen vmb der frowen willen vatter vnd můter? Pfar. Bona dies lieber brůder/ das eyner oder eyne vatter vnnd můter e,,. er iiij ſich vereelichet/ das bſchicht nach der regel vñ oꝛdnung gottes/ Dañ es ſtat geſchꝛiben/ Der menſch würt vatter vnd můtter verlaſſen/ vnnd würt anhangen feiner eelichen hußfrowen. Gen ij. Item ſo ſpꝛicht gott zůr eefrowen/ Du wirft fein vnder dem gwalt deins mans Gen. ii. Vnd S. Pam us ſagt/ Ir wyber ſind gehoꝛſam üwern mannen. Ephe. v. Es mag niemandt zweyen herren dienen Matth. vj. Darum̃ fo got heyßt/ das die wy ber den cemannen gehorſam ſyendt/ hat er ſie von der gehoꝛſame der elteren(wo ſie nitt vff ein mal beyden gedienen mögen) entlediget/ das gezimpt aber dem bapſt oð Fr anciſco nitt/ das er vmb(einer regel willen /ſůn vnd tochter wolle ziehen vn freyen von gehoꝛſame vatter vnd můter. ꝛc. Alſo můſſend die knecht ouch jren herren dienen vnd gehoꝛſam ſein/ das bſchicht aber alles nach der ordnung gottes. Epheſ. vj. it. ij.,. ZƷů letſt ſagen die münch/ vnnd die mei; ſter der hohen ſchůlen/ vnzimliche vnnd vnbilliche gelübd ſey man nit ſchuldig zehaltẽ/ ſonder wer ongerechte glůpt thůt oder gethan hatt/ der ſelbig fol rüw vnd leyd darüber haben/ vnd die glübt nit hal ten. So nun die münchiſche glübd vnzimlich vnnd vnbillich ſind/ fo ſols am rüwen vnd leid kein mangel haben/ Dañ mich hatt kein ding ſo hertzlich nie gerüwen/ dañ das ich ein verzwiflůeter münch/ vnd cin mamalugk woꝛden was. Ter. Es falt mir zů noch ein ſpꝛuch vß dem alten teſtamẽt/ fo gſchuben ſtat/ Wan du dem hern dinem got ein glübd thůſt/ fo ſolti es nit verziehen zů halten/ dañ der herz dein got würt es von dir foꝛdꝛen/ vnd würt dir ſünd ſin. Pfar. Wann jr münch mit üwern glübden ins alt ) teſtament teſtament faren wellend/ fo ſpꝛich ich/ das den Juden gebotten was jrem gůt beduncken nit nach zůfaren/ ſonder das zethůn/ das ſie got geheyſſen hat Deut xij. Aber vmb das die Juden geneygt gewe. ſind zůr abgoͤtterey/ vff das ſie nitt(wie ander hey den) den goͤttern glübd thaͤten/ iſt jnen nachgelaſſen geweſen/ das ſie möchten frywilligklich gott dem herrẽ glübd thůn/ doch nur allein die ding moͤchten ſie globen/ die das gſatz vßwyßt vñ leert/ vnd zů etlichen zeiten gebüt zethůn/ naͤmlich opfern. Es mocht einer wol meh: opffern dann gebotten was/ aber an keym andern oꝛt/ vñ ouch nitt von andern thieren/ deñ nur wie es im̃ gſatz bſchꝛiben was. Wo yemand anders glübd gethan hett/ were ſin glübd vnzimlich geweſen/ vnd hette nüt golten. Den Juden was nachgelaſſen/ dz fie mochtẽ den eewybern vmb einer yetlichen vrſach willen ein ſcheydbꝛieff geben/ das iſt vns chꝛiſten verbotten. Dan nur vm̃ einer vrſach willen mag ſich einer nach gott laſſen ſcheyden. Matth. v. vñ. xix. cap. ¶ Item den Jude was nachgelaſſen by dem namen Jottes zů ſchweren/ vff das fie nit by den abgoöͤttern wie die heyden ſchwůrend/ Vns chꝛiſten aber iſt gantz verbotten zů ſchweren. Matth. v. Wellend aber yr münch über eins üwer glübd vffs alt teſtament gründen/ fo muüſſend yr ouch üwer glübd zeitlich vnd mit gelt k loͤſen/ wie dann ſollichs das alt teſtament zůlaßt Ceuitici am xxvij. Vnd wo wellend üwere get ſtliche küſche vaͤtter/ im alten teſtament/ das glübt ewiger kůſcheit zeygen/ ſo das widerſpil dꝛinnen ge botten würt? Gen.. vnd ix. cap. Ter. Nun iſt ye vnnd ye by aller welt gelobt woꝛden die rer eyt Man ſoll ar nitt chweren. Brauch tin Veſtam mit vſſerlicher ewiger küſcheit ouch ge vnd kůſcheit/ ouch vor Chꝛiſtus zyten by den gottes dienern vnd dienerin in bꝛuch vnnd eeren geweſen. . Ja jr finden wol den brauch ewiger küſcheit by den gotloßen heyden/ Dañ(ie habẽ die g Str; der küſch ert. Vnd welche tochter jr vſſer liche küſcheit bꝛach/ heyt by dẽ ward zůr bůß verbꝛent. Was aber heimliche vnrey heiden. nigkeit geweſen iſt/ hatt by den heyden nüt goiten. Alſo, yetz in den klöſtern(do man ſich mitt ewiger küſcheit verbindt)ouch. Dann die royl eyne kein kind offentlichẽ macht/ ſo iſt man leyder küſch/ ſo man aber heimlich kind verderbt/ vnd was heim lich(wie zů Sodom a vnd Gomoꝛr a) beſchicht/ yr merckend mich wol/ das acht man wenig oder gar nüt/ dann es bꝛingt dem heiligen oꝛden kein boß ge; ſchꝛey oder nachteyl. Inen iſt wenig dꝛan gelegen/ ob der tüfel münch vnnd nonnen/ die heymlich nitt küſch fin mögen/ hinfurt. O tüfel tüfel/ wie haſtu fo gantz die kloͤſter mit vnglauben/ glyßnery/ vnd vnreynigkeit beſeſſen. Ter. Wie/ wenn einer die ge; lüpt halten mag/ vnd halten wil Pfar. Ich hab mich voꝛhin deſſen ergeben vn bezügt/ das ich das ſo ich hab mögen vnd ſoͤllen nach dem willen gots/ gott dem herren verheyſſen/ mitt ſeiner hilff vnnd gnaden halten wil Aber die münchiſchẽ glüpt/ hab ich nice mogen noch ſollen globen/ noch vil minder halten/ dann ſie ſind vnzimlich/ vnbillich/ vermeſſenlich/ gotloß/ vnchꝛiſtlich. Ich wil rüw vnnd leyd über mein münchiſche pꝛofeß haben/ vnd wil meine glübd eym alten hund añ ſchwantz binden/ vnd yn an galgen laſſen lauffen. ꝛc. Vnnd ſpꝛich frey/ das alle münchiſche vnd nonniſche regel/ zů denen man m ,,,, ſich mit ewigen glübden verbindt/ ſeligkeit vnd ver damnüß dꝛauff ſetzt/ kom̃en vß heimlichem vns ver boꝛgnem vrteyl gottes/ vom tüfel/ vnnd ſind ein tüfliſch geſpenſt/ durch gleißner vnd falſch pꝛopheten angericht/ oder durch falſche leerer vnd gleißner in mißbꝛauch vnd zům vnchꝛiſtlichẽ verſtand bꝛacht. Dann alles das die eer gotteg/ ſin heiligs woꝛt/ ſeine gebot/ den glauben/ die hoffnung/ vnnd die liebe hindert/ felſcht/ minðt/ ſchwecht/ leſtert/ verachtlich macht/ oder gantz vndertruckt/ vñ die chꝛiſtlich freiheyt zerſtoͤret/ iſt ein tüfliſch geſpenſt. Das find aber des bapſts geſetz/ vnnd alle münchiſche regel/ wie mans ein lange zeit gebꝛaucht hat. Derhalb ſo ſind alle regeln/ vnd des bapſts gſatz ein tüfliſch geſpenſt. Ter. Voͤꝛchtend jr üch nit/ das jr ſo wider die regel reden/ ſo doch vil dꝛiñ ſtot vß goͤttlicher geaer Pfar. Ich laß mich keiner dingen erſchꝛe cken/ vmb das dẽs bapſts vnnd der münchen regel hin vnnd haͤr mitt goͤtlicher geſchꝛifft ge. ſind/ dann do hat ſich der tüfel/ der bot der EM erniß ver wandelt zům engel des liechts. 2. Coꝛ. ii. Das iſt dz ſpeckly/ damitt der Sathanas den münchen vnnd nonnen gericht hatt. Es iſt kern vnder die ſprüwer gemüſchlet/ das got nit haben wil. Hiere. 22. Vnnd iſt das lurer gold in menſchen kat gewoꝛffen. wan des bapſts gſatz vnd der münchen/ vnd der nonnen münchen regel darumb gůt vnd recht weren/ vmb das goͤtli⸗ regel/ vnd che geſchꝛifft dein gezetlet iſt/ můß man zůlaſſen das alter wyder alten wyber ſegen ouch gůt vnd recht waͤrend. ber ſegen. Dan(te Braucht ouch vil heiliger wort vß goötlicher gſchꝛifft/ vnd helffen jrm naͤchſten damit/ vnd wer; dent alſo vom tüfel vnderm gůten(ba betrogen/ ij zwẽ ſtrick des tüfels. Vermeſſenheyt. Verzʒweiflung. ob ſchon die woꝛt heilig ſind/ ſo iſt doch der bꝛauch falch vnd wider got/ darumb ſind der alten wyber ſegen ein tüfliſch geſpenſt. Alſo auch hie. Man verdampt in den regeln das nit/ das vß der goͤttlichen geſchꝛifft gnom̃en iſt/ vnd nach inhalt der geſchꝛifft gebꝛaucht würt/ Man verdampt aber wol den fal ſchen/ gotloſen/ vnd vnchꝛiſtlichen brauch vñ meynung/ ſo die münch vnd nonnen dꝛiñen haben/ vnd jr regel vnrecht vnd wider got bꝛauchend. Term. So hoͤꝛ ich wol/ man möchte dennocht in kloͤſteren vil halten. Pfar. Wie man jetz die münchiſche ve; gel ein lang zyt gebꝛaucht hat/ ſo hat der tüfel groͤſfern nutz vnd gwiñ in kloͤſtern gehept/ dañ in gmeynen frowen hůſern/ wo ouch ſchon zů beyden teylen die perſonen gleicher zal werend. Dañ der tüfel hat nh die můnch vnd nonnen mit zweyen ſtricken gfangẽ/ naͤmlich mit dem ſtrick der vermeſſenheit/ vnnd mitt dem ſtrick der verzweiflung/ Dife zwen ſtrick. gmacht vß falſchem verſtãd oder vß falſcher leer/ vnd vß vnglauben. Der erſt ſtricke ſpꝛich ich iſt vermeſſenheit/ mit dem facht der tüfel die fo ſich die beſten vñ frümſten achten. Dan fo fie groſſen ernſt vñ flyß ankert haben/ vnd der regel wer vnd gebott nach allen jrem natürlichen vermögen volbꝛacht vnd gehalten/ vnd zů jn in der pꝛofeß geſpꝛochen iſt/ Halteſtu diß/ ſo verheyß ich dir dz ewig leben/ ſetzend ſie yr hoffnung vnd ſeligkeit/ ſo ſy ſter ben ſollen/ in ſich ſelb vnd in jre werck/ meynen alſo fie farend gar wol Den fo hat der tüfel(cin fach ge wunnẽ. ꝛc. Ter. Welcher iſt nun der ander(Fricke P far. Der ander Frick iſt verzweiflung/ mitt dem vahet der tüfel die kleynmuͤtigen/ vñ die von natur foꝛchtſam find/ vnd ouch die liederlichen vnd leichtfertigen oder vnachtſamen münch vnnd nonnen. Dann ſo ſie der gotloſen verheiſſung(do zů jnen ge ſpꝛochen iſt/ Haltſtu das: c.) glauben/ vnnd jr hoff nung daruff ſetzen/ vnd aber am letſten end finden das fie die ding nit gehalten/ oder mitt groſſem vn; willen/ oder ſunſt mit kleiner andacht gethan vnnd verbꝛacht haben/ Was ſtot im anders vor dan nur verzweiflung? Es moͤchte die ſeelen kaum jemandt gezelen/ die von den münchs regeln zůgefůͤret ſindt woꝛdẽ dem tüfel? Ter. Ich kan üch nit wider ſpꝛeſpꝛechen Darumb laßt vns nun den dꝛittẽ artickel handlen/ naͤmlich von den dꝛyen hohen glüpten/ dz Die hoͤchiſt/ von Armůt/ Küſcheyt/ Gehoꝛſamkeyt/ denn die ſten glübd find die rechten houptſtück aller geiſtlichen lüt/ vnd der geiſtlifie ſind ouch gegründet in goͤttlcher geſchꝛifft/ als yr chen. den wol wüſſen. Hierumb ſagend mir/ bit ich/ was haltend yr daruon/ bindt üch das glübd der gehorſame nitt? Von der gehoꝛſame. Pfar. Ich bekeñ das ich gehoꝛſame glopt hab im touff/ deßhalb bin ich das glübt der ghorſame ſchul dig ſtaͤt zehalten/ vnd mag niemandt mit mir über diß glübt diſpenſieren/ on allein gott. Ich bin die ge hoꝛſame ſchuldig/ aber nit wie michs Franciſci re: gel/ ſonder wie michs goͤtliche geſchꝛifft leert an vil oꝛten. Ter. Sol man aber nit den menſchen ouch gehoꝛſam ſin? Spꝛicht doch S. Paulus Rom. 13 Der gwalt iſt von gott/ vnd welcher dem gwalt wi derſtat/ der widerſtat der oꝛdnung gottes. Vnnd/ Die obern ſind diener gottes. Pfar. Lieber bꝛůder/ beſehend den text wol/ ſo werden jr finden/ das S. Paulus nit von üwer münchiſ the, von ii weltlicher oberkeit redt. Ter. S. Bernhart ſagt alſo/ Welcher münch fein prelatẽ nitt hoͤꝛt/ der hoͤrt ouch den nit der geſpꝛochen hatt/ Wer üch hoͤꝛt/ der hd: ouch mich/ Vnd wer üch veracht/ der veracht ouch mich. Lu. 10. Pfar. Lieber bꝛůder/ diſe red deütet nitt vff die groſſen feyßten beüch/ die bey der ſchellen oben an ſitzend/ nnen vff die euangeliſche predicanten vnd leerer. Leſend das gantz capitel ſo werdend jr finden/ welche der herz hie nermeynt hatt. Wañ üch üwer pꝛelat das H. euangelium für; halt/ vnd jr nit hoͤren wellen/ ſo hoͤꝛend jr Chꝛiſtum nit/ vnd ſo jr yn verachten/ ſo verachten yr Chꝛiſtũ ouch. Ter. Es falt mir noch ein ſpꝛuch vß goͤtlicher geſchꝛifft in/ fo Chꝛiſtus der herz ſpꝛieht/ Vff Moſes ſtůl habent ſich geſetzt die geſchꝛifftgelerten vnd die phariſeer/ alles nun das ſy üch ſagen das jr halten ſollend/ das haltend. ꝛc. Matth 23. Pfar · Die ſophiſten/ baͤpſtler/ vñ jr münch/ haben bißhaͤr vß goͤtlicher geſchꝛifft ein waͤchſne naſen gemacht. Ir hand die gſchꝛifft nach üjwern koͤpffen/ vnd nice üwer koͤpff nach der gſchꝛifft gericht. Wiſſend jr nit das man vff dem ſtůl Moſidas gſatz gottes die pꝛo pheten/ vnnd nit menſchen gebot vnnd vffſaͤt alle ſabath geleſen hatt! Ter. Ich weiß es nit. Pfar. Neſend die gſchichten der apᷣoſtel am. tz. vnd. 5. ca. Ter Wo wellen jr aber zeygen/ das man vff Mo. ſtůl menſchen vffſaͤtz nit hat ſollen ſagen vnd ge ieten: Pfar. I‚m Deuteronomio am. iiij. iſt gebotten/ das man zům gſetz weder dartzů noch daruon thůn ſol.ꝛc. Ter. Die ding haben vns vnſere meiſter vnd doctoꝛes nit fürgehalten. Pfar. Es iſt leyder war/ ſie haben vns Iriſtotelem vnd andꝛe heyden meer geleſen. Darumb find wir von der geſchꝛifft vnd vom glauben kommen/ vñ find nur mit heydniſcher leer vnd heydniſchen ſitten(die on den glauben nüts dañ nur gleißnery ſind)ſtaͤts vmgan en/ vnd ſind für vnd für gleißner bliben. Term. . mir vff mein frag ein bericht. Pfar.· Welcher menſch in chriſtlicher verſamlũg nach dem willen vnd den gebotten gottes lebt vnd recht thůt/ der würt dem gwalt nüt ſchuldig Dañ der gwalt iſt vmb des gſatzs willen/ dem gerechten aber iſt kein geſatz geben. j. Tim j. Darumb die da recht thůnd/ vnd nach dem euangelio lebend/ hand on mittel nur gott den herren zům obern. Welchen aber lebt dem euangelio nitt gemaͤß/ vnd offentlich ſündet/ der falt vnd würt dem gewalt ſchuldig/ vnd ſol nach inhalt der geſchꝛifft geſtrafft werdẽ. Item welcher in die laſter falt/ die vns S. Paulus erzelt j. Timo. j. der würt ſchuldig dem gewalt/ dem das ſchwert geben iſt. om. iz. Dann den vngerechten vnd vngehoꝛſamen iſt das gſatz geben. Ter. Die obern in klöoͤſtern ſitzend an gottes ſtatt/ vnd ſollent gůt ordnungen nit laſſen abgan/ von heiligen vaͤttern geordnet. Pfar. Jaͤ jaͤ/ es iſt alſo. Ich wolt üch wol ſagen vnd anzeygen(wens die zeit erlitte) wie ſy nitt an gottes ſtat/ ſonder an der phariſeer/ ja an des tüfels ſtatt ſitzend/ aber ich laß jetzemal vmb kürtze willen faren. Mein obrer im kloſter/ hat vns armen feinen vnderthanen( vß des tüfels jngebung) fürgeben/ er ſeye dahin geſetzt/ darumb das er der vaͤtter ordnung handthaben vnd erhal; ten ſolle. So er nun OmU Der vaͤtter ordnung willẽ die ſy dañ für höher achten dan das e, n, r iiij Münchi⸗ wie he ober; iſt/ ja auch des tüfels geſpenſt/ alſo iſt die prelatur eit iſt gar nit e,, ſoll in chꝛiſtlicher verſamlůg pꝛoͤbſt ff den ſtůl Moſi geſetzt iſt/ ſo. ich ſein gantz überal nüt. Man bedarff vmb menſchen vnd 6 riſe Jm. vffſaͤtz willen keiner oberkeyt. Dañ gleich ie müncheit vñ nonheit ein falſch vnnütz ding oder obern habe/ die nit menſchen tandt/ ſonðer die das woꝛt gottes ſagen vnd leeren/ vnd jnen ſole man gehoꝛſam fin. Heb. iz. Sum̃a/ Ich bin bißher eym münch/ der mich nun zůn menſchen wercken vnnd ſatzũg getriben hat/ gehoꝛſam gweſen mit groſſem vnwillen/ hab niemandt doͤꝛffen(ouch fo ichs nach dem gebott gottes ſchuldig gweſen bin) dienen/ vn vß chꝛiſtlicher liebe zwillen werdẽ/ on allein dem er hatt wollen. Darumb fürthin wil ich mit der hilff gottes) nitt allein dem General/ Pꝛouincial/ vnnd dem Gardian/ ſonder aller menſchlicher creatur/ wie mich ſolichs goͤtliche gſchꝛifft leert. i. Pet. ꝛ. mit allem das ich kan vnnd vermag(fo ich nach inhalt vnd pflicht goͤtlicher geſchꝛifft/ in chꝛiſtlicher liebe angelangt vñ erfoꝛdert würd) dienen vñ gehoꝛſam ſin/ doch dem alweg zůuoꝛan/ der min am aller notturfcigſtẽ fein wirt/ fo vnmüglich iſt allen menſchẽ eins mals zedienen vnnd gehoꝛſam zeſin.ꝛc. Ter. r ſolten das voꝛhin bedacht haben/ vnd nit gehoꝛ ame globt han/ fo dürfften jr die glübd jetz nit bꝛechen. Pfar. Ich habs üch doch voꝛ gſagt/ das ich das narrenwerck vnd münchiſch affenſpil/ vß vnwiſſenheit angnomen vnd globt hab. Von der armůt. Ter. Was ſagend jr nun weiter von dem andern glüpt/ nmlich võ der armůt. Iſt man nit ſchuldig armut { J 3 . g aemůt zehalten? Pfar. Euãgeliſche armůt hab ich(vnd alle chꝛiſten mit mir) im tauff globt/ vnnd bin ſchuldig euangeliſche armůt zehalten/ aber nit wie michs leeret die regel Franciſci/ Sonder nach inhalt der goͤtlichen geſchꝛifft/ an vylen oꝛten ange zeigt/ naͤmlich Lu. 1. vnnd. 13. i. Coꝛ. 7. Die rechte ware armůt iſt des geiſts. Matth. v. On diſe innerliche des geyſts armůt/ iſt die vſſerliche armůt(ob ſchon einer oder eyne alle ding hingibt vñ verlaßt vnnd aber fein hertz dem zytlichen anklebt) nüt an: ders dañ nur ytel gleißnery. Es mag aber ouch vß Bloffer natur niemand fin hertz vnd begird von zytlichem gůt abwenden/ Dan der her: ſpꝛicht/ Es iſt lychter das ein kamel gang durch ein nadeloꝛe/ dañ das ein rycher in das rych gottes kom̃e. Qu. i. Got durch ſein gnad můß vnſer hertz vnd begird von al *. n.. 9j ie.. Was 3 en menſchen onmüglich iſt/ dz iſt bei got müglich. ĩ Darum̃ welcher n,(er ſey pfaffs mnünch non/ Was waoder ley durch die gnad gottes im geiſt arm iſt/ der re Armut mag allein in der warheſt mit&. Paulus ſpiechẽ/ ſey · Ich hab alle ding für ſchaden gerechnet/ vnd acht es gar für nut/ vff das ich Chꝛiſtum gewinne/ vnd . werd in jm. Philip. ʒ. Ein ſolcher menſch gebꝛaucht der welt vnd aller dingen nach dem wolgefallen vnd willen gottes/ vnd iſt bereyt alle ſtund alle ſeine ding zůr notturfft vß liebe ſinem naͤchſten MO Welcher aber nur vß natur alle ding über⸗Glyßnery gibt vnd arm iſt/ der iſt ouch nur ein gleißner/ vnd in etlicher Rich vol zeitlicher vñ jrdiſcher begirden/ wie man armůt. en wol gſicht vnd taͤgliche erfarnüß lert/ das man die münch/ die ſich doch der armůt hoch SEN mitsyelichen gůtern nit erfüllẽ vñ erſettigen mag/ Ir bettelſack hat kein boden /ſchꝛeyt. gib. Welcher on ſonderliche gnad zeitlich gůt ver; laßt/ oder verlaſſen vnd übergeben fol/ der thůt es Richtum̃ mit betrůbt em bergen vnd onmůtig/ wie der jüngverlaſſen. ling zů dem derherꝛ ſpꝛach/ gang hin/ verkouff alle ding/ vnd gibs den armen. ic. Matth. J. Mar. io. Wu. is. Ter. Ir machend mir gar noch nüt vß vnſern tugendeñ/ nämlich vß vnſer heiligen gehoꝛfe vnd armůt. Ir muͤſſend dennocht ſagen/ das üſcheyt ein. ſey/ die wir globen vmb gots willen/ vñ jrs ouch globt hand/ Sind jrs nun nit ſchuldig schalten:— ᷣ. Von der küſcheit.. Pfar. Ich vnd alle chꝛiſten menſchen ſind vß dem er ſten glbd(im tauff gethan) ſchuldig küſcheit zehalten/ aber nit nach des bapſts vnd der münchen in jren regeln tüfliſche leer/ ſonder nach inhalt göͤt— licher gſchꝛifft vnd oꝛdnung gottes. Es iſt zům erſt Ware rey ein reinigkeit des hertzens/ zů deren find allle die ſůnigkeyt. lig fein wellend verbunden. Dann der her: ſpꝛicht/ Selig find die von hertzen rein find, den(te werden got h. Matth. 5. Hie můß volgen/ das welcher von bergen nit rein iſt/ der iſt 2 vñ wirt got nit ſchowen. Diſe reynigkeit iſt nit allein wider fleiſchliche gelüſt/ ſonder wider alles dz vnſer hertz vo: got befleckt vnnd verunreiniget/ es ſey was es woͤll für laſter. In dife reinigkeit ſiſt des leibs junck frowſchafft vnd küſcheit nur glyßnery. Die hoͤchſt reinigkeit oder küſcheit iſt der glaub. Widerum̃ die eh vnküſcheit des hertzen iſt der vnglaub/ Des Rec en die geiſtlichen vol vol. Von diſer reynigkeyt chꝛeibt S. Paulus. 2. Coꝛ. i. Zům andern iſt ein üſcheyt/ vnd iſt not denen die in der Ee find. Von denen ſchꝛeibt S. Paulus/ ſo er ſpꝛicht/ Weiter iſt das die meynung/ die do wyber haben/ das ſie ſyen als hetten ſie keyne. i. Coꝛ. 7. das iſt/ Man ſol in der Ee nit wie die vnuernüufftigen chier leben/ vnd vn Küſcheygeſchickte weiß treiben vnnd bꝛauchen/ ſonder der ð eelüten. natur( ſo es noturfft erfoꝛdert)mit aller zucht als vil es müglich iſt)die notturfftige pflicht leiſten/ vñ nit weiter luſt ſůchen. ꝛc. Dan die{ich fo vereelichẽ das fie gots vergeſſend/ vnd ſich gleich wie ein roß vnd maulthier vff den fleiſchlichen luſt geben/ über die ſelbigen hatt der tüfel gewalt. Thobie. 6. Zům dꝛitten iſt ein küſcheit/ da man ſich gantz vnnd gar von den fleiſchlichen wercken entziehen vnd enthal ten můß/ Diſe küſcheit(ſpꝛicht vnſer her) werdend nit alle menſchen faſſen oder begreiffen/ ſonder denen es geben iſt. Marth. 19, Rüſcheit iſt ein beſondie gab. i. Coꝛ. x. Diſe küſcheit ſpricht man)ſey fry . Es mags einer oder eine/ annemen oder aren laſſen/ vnnd ſich vereelichen. Sy iſt fry/ aber denen nur die der gnaden der küſcheyt gewüß ſind/ ſo on die gnad gottes(welcher von den zweyen erſten geſchlechten der verſchnitnen. Matth. i9. nitt angezeygt iſt)hniemandt küſch, ſonder vnküſch iſt/ Küſcheyt vnd mag on bſondꝛe gnad nitt küſch fein. Dann es iſt ein be; ſtot ſtarck vnd veſt wider alle genanten geiſtlichen ſondre vñ der ſententz des herren obgemelt/ als er e Dʒ große gab wort werdend nit alle faſſen. Vnnd der wyß man/ g, hab gwüßt/ dz ich mich anders nit mocht entalten/ got gebs deñ/ Vnd wiſſen was diſe gab iſt/ iſt die hoͤchſte weißheit. ꝛc. Sapien. am ee, cap. 1 Groß meſſenS. Cri⸗ Der heilig jüngling Cryſantus ſpꝛicht/ Der irret/ ſantus. der do meynt mit ſeinen eygnen krefften volkomne uer* küſcheyt erlangen vñ behalten/ es werde deñ durch oder mitt dem tow der gnaden gottes erloͤſchet der flam̃ des por So es nun ein wetßheit iſt/ das man wüſſe/ das küſcheit ein gab gottes iſt/ můß volgen/ das es die hoͤchſte toꝛheit iſt in den münchen vñ non nen/ das ſie, ſind diſer gaben. Vnd ob ſie es ſchon wüſſen/ ſo erzeygend(ie doch mit jrm fraͤulen vñ glaubloſen glübd/ das ᷣ der gſchꝛifft nit veſtigklichen glauben. Dañ wellicher wolt ß vermeſk n,. ſich zů ewiger küſcheit mit glübdẽ verinden/ ſo er veſtigklichẽ glaubt/ er mög on ſonder heit in den gnad nitt ye n ne, d, ,. Er were glübden. deñ voꝛhin nit allein gantz vnnd gar. er gnad haͤtt/ ſonder ouch von got verſichert/ das jm die gnad niemer entzogen wurd. Alle münch vnnd nonnen würdens für ein groſſe torheyt vnd fraͤZuel an eym achten/ der ſich mit glübd zů ewiger gſuntheit verbinden woͤlt/ der nit eygentlich wüßt/ ob er gſund würde fin oð nit. Nun iſt die gnad der küſchheit vil minder in jemands gwalt/ deñocht globent münch vnd nonnen das ſie ewig küſch wellend ſin/ ouch die ſchon keyner gnad befindend. Ter. Es ſchꝛeibt aber gar ein geiſtlicher vatter von vnſerm oꝛden/ Wer nit gnadhat/ der ſol got vmb gnad bitten/ ſo würt jm got gnad geben. Dañ Chꝛiſtus hat verheiſſen/ alles das wir in an, namen werdent bitten/ ſol vns der vatter geben. Jo. iz. Pfar. De fer geiſtlich vatter ſolt aber ouch daby Befchiyben/ as ſo wir nach dem willen gottes bitten/ ſo werdẽ wir erhoͤrt. i. Jo. 5. Syne münch vnd nonnen aber Bietend nitt nach dem willen vnd nach der leer gottes/ ſonder nach jrem eygnen fraͤulen můt willen/ vnd nach des endtchꝛiſts vnd(einer münchen tüfftſchen leer/ darumb verſagt jn gott billich die gnad. Darumb lieber bꝛůder/ hand jr gnad der küſcheyt nit als fie den vnð tuſent ee,. kaum einer hat) fo gloubend Chꝛiſto Jeſu/ vnd feinem botten Pauo/ der do ſpꝛicht/ Beſſer iſt ſich vereelichen/ dañ ge; bꝛent werden. i. Coꝛ. 7. land kloſter/ kutten/ vnd den tüfel allen mitteinandꝛen faren/ vnd lůgend vm̃ cin erſame eefrowen/ vnd laſſend üch in der conſcientz das gotloß tüfliſch glübd aller dingen nitt irrẽ/ dañ es iſt warlich ein tüfliſch geſpenſt/ vnd kompt vom tüfel/ vnnd iſt durch die gloubloſen gleißner in den ſchwanck bꝛacht. Dann diß gloubloß gotloß glübd leert die goͤtlich gſchꝛifft nit/ ſonder fie verdampts/ fo Ee verbieten ein tüfliſche leer iſt. i. Timoth. 4. Snm̃a. So die Ee gotlich vnd Chuſtus werck iſt/ vnd aber die odꝛden die Ee vßſchlieſſen vñ nitt zůlaſfon fo můß volgen/ dz die oͤꝛden tüfliſch vñ des Beials werck ſind. Dañ Belial ſtimpt nit mit Chꝛiſto 2. Coꝛ. 6. Ter. Lieber herr/ mir ligt noch ſtaͤts dz glübd im weg. Pfar. Eüwer glübd im oꝛden ge; than/ gilt nüt/ iſt vntöͤglich/ vnzimlich/ vnd Busch; wirdig. Dan niemand zimpt etwas zegloben/ das über fern krafft iſt. Eccli. 8. Nun iſt ye ewige küſchheit über menſchen krafft. Ich will üch ſagen was der münchen vñ der nonneñ der küſcheit halb) pꝛofeß iſt. Ter. Lieber da ſagend an. Pfar. Wañ ein münch oder non pꝛofeß thůt vnd küſcheit globt/ vnd der gnaden weder vor noch in der pꝛofeß fer det/ der globt vnd verheißt/ das er eur g nit in der u} oꝛdenſin Belials werck. küſcheit Ee /got/ ſonder in der on einigkeit dem Eifel ewig lich dienen/ vnnd jm leib vnd feel vffopffern welleVnd ob ſchon eyner gnad befindt/ ſo iſt er deñocht. des willens vnd meynung(das ſchafft das glübd) ob jm ſchon in zůkünfftiger zeit die gnad entzogen würde/ er welle ins tůfels namen küſch bleiben ine; ternum. Dahaͤr dañ vilicht möchte entſpꝛingen/ ds etwas geſchehen möcht/ das ſchandtlich ware zeſa gen/ wie fie S. Paulus beſchꝛybt. Rom.. Term. Soll dann niemandt küſcheyt globen oder halten? Wie man Pfar. Wer gnad der küſcheit hat/ der bleib fry on not vnd on alle ſoꝛg küſch/ die weils jm dienet zů gů/ halten fol. tem. Wer aber der gnadẽ manglet/der thů nitt wie ich/ ſonder wie jn gott heißt/ vnd goͤtliche geſchꝛifft leert Ter. Ich würd kein rů meer in meiner conſcientz haben/ vnnd würd deñocht nit konnen wüſſen/ wem ich glouben ſoll. Pfar. Ir ſollend keym itzfündigen gſchwetz glouben. Dann was on ge chꝛifft/ mitt menſchlicher ſubtyligkeit vffgerichtet würt vnd pꝛobiert/ mag wider ouch mitt menſchlicher gſchwindigkeit vnd klůgheit vmgeſtoſſen werden. Darumb ſetzend üweren grund nur allein vff klare heilige geſchꝛifft. Ter. Was ſagend jr aber von andern dingen/ als betten/ vaſten ꝛc. in der regel gebotten vnnd verbotten: Pfar. Das ander alles in der regel Franciſci/ es ſey vaſten/ betten/ oder was es ſey/ von jm oder vom bapſt gebotten oder verbottẽ/ acht ich nitt vm̃ ein har/ iſt mir fry/ ich mags halten/ oder vnder wegen laſſen/ wie ichs wil/ gleich wie andꝛe ding die nitt not ſind zůr ſeligkeyt. Dann ich laß mir weder bapſt nach biſchoff/ noch Franciſcus/ die euangeliſche vnnd chuſtliche freiheit nemen/ die mir mein herr Chꝛiſtus ſo theür erkoufft hatt. Gala. 5. Das iſt ein kurtze meynung von den glübden/ vnd von dem münchiſchen vnd noñiſchen weſen mit goͤtlicher gſchꝛifft angezeygt/ vnnd wie die orden(der falſchen meynung halb/ die die münch vnnd nonnen dꝛinnen haben) ein falſch verdampt ding iſt/ vnd des tüfels geſpenſt. ꝛc. Ich wil aber darby/ ouch iñ kloͤſtern/ weder in gmeyn/ noch in ſonderheyt/ nieman verdampt habe. Dar das woꝛt das Chꝛiſtus geredt hat/ wůrt einen yetlichen richten oð vrtheilen am jüngſten tag. Jo. 12: Der vierd artickel. Ter. So yr nun das H. Euangelium fo wol ver; fand/ vnd wüſſen das eynem gloͤubigen menſchen alle ding fruchtbar ſind/ leicht/ moͤglich/ vñ got ge; fellig/ vnd dz des oꝛdens uͤbung mogen im̃ glauben wol geſchehen/ vnd das gwüßne(der ſünden halb) bei allen cerimonien fry bleiben/ Warumb ſind yr dann nit im heiligen oꝛden bliben? Pfar. Lieber mein bꝛůder/ es find etlich vrſachen/ die ſo ein geiſtlicher der ſchon durch das wort gottes ſeins ordẽtz geuert vnd geſpenſt mit ſichrer gwüßne halt/ vnnd gan im orden blibe) nit weyßt vñ nit kan im̃ orden eſſeren/ ſol vnd můß den orden verlaſſen. Term. Welchs find aber die ſelbigen vrſachen? Pfarher. Die erſt vr ſach. ö. Die erſt vr ſach iſt/ das man nit lebt imm orden nach Vrſachen der ordnung gottes. Dann gott hat nach dem val das erlich vnſers erſten vatters Adam/ allen menſchen in jm vß den EIS fürgeſchlagen vnd zůr bůß geben/ dz ſie im ſchweyß ſtern gon. yrs an geſichts/ das brot nieſſen ſolten. Gen. am 3. So iſt der menſch zůr arbeyt geboren g ob. am 5. . ij den. Vnd S. Paulus ſpꝛicht/ So yemant nit wil arbey ten/ der ſol ouch nit eſſen. 2. Theſſal. 3. Item/ Man fol mit den henden arbeiten.. Theſſ. 4 Item/ man fol ſich entziehen võ allen chꝛiſtẽ die do můſſig gond vnnd nüt ſchaffen. 2. Theſſ. 3. Item/ Wer geſtolen hat/ der ſtaͤle nit meer/ ſonder cr arbeite vnd ſchaff mit den haͤnden etwas redlichs/ vff dz er habe zegeben dem dürfftigẽ. Ephe. 4. Qieber bꝛůder/ dunckt üch diſe gſchꝛifft nüt ſin? Ter. Mein herꝛ/ es kan vnd mag nit yederman arbeiten/ oder ſich mit arbeyt begon. Hett ich das voꝛhin gwüßt/ ich wer nit in oꝛden gangen. Es arbeitent doch anderlüt ouch nit all/ ja kaum der hundðteſt arbeitet mit der hand. Wer von Pfar. Es werden von diſer en des gemeynen arbeit ent gebots vßgezogen oder. ſchuldiget die krancken ſchwachen vnmogenden armen menmog wer; ſchen/ die jnen ſelber zů eygner perſon leibs narung loſſen/ zům erſten/ nit mogen gwinnẽ. Dann(ol man almůſen geben Eſaie. 58. Qu. ii. i. vnd. iq4. cap. Zům andern die do land regnieren/ vñ gmeyne ſoꝛg tragen můſſen/ die den gwalt des ſchwerts haben/ Dann jnen ſoll m an zůr notturfft/ tribut/ ſteür vñ zoll geben. Ro. i3. Solchs hat Chꝛiſtus mit exẽpel erzeigt. Matth. am i7. vnd mit gebot beueſtiget. Matth. 22. Zům dꝛittẽ/ die ſo den regenten hilfflich ſind vñ byſtond/ den gmeynen landsfriden hand zehaben/ vffrůr zeſtillen vnd abzenemen/ den boͤſen jrn můt willẽ mitt gwalt zůweren vnnd nit zůgeſtatten. Das ſind die xechtgeſchaffnen edlen/ ritterſchafft/ oder kriegsknecht/ dann jnen fol man ſold gebẽ/ vnd des ſollen ſie ſich benůgen laſſen/ vnd niemand vnrecht vnnd gwalt anthůn. Qu. 3. Zům vierdẽ/ die witwen die alt ſind/ alt ſind/ vnd niemandt haben vnnd verlaſſen ſind/ * ein gemein ziehen/ vnd ſol der biſchoff oder pfarer ſoꝛg für fie haben. 1. Thim. 5. Zům fünfften/ die der gmeyn dienen/ vnd vergand im̃ woꝛt gottes mit pꝛedigen vnd leeren/ vnd ouch die ſich ůbend in goͤtlicher gſchꝛifft mit ſchꝛiben vnd leſen zů nütz der chꝛiſtlichen gemeynd. Dañ die euangeliſchen predi canten/ vnnd die do arbeytend im weingarten des herren/ ſind jrs lons wirdig. Qu. io So wir üch dz geiſtlich haben geſeyet(ſpꝛicht S. Paulus iſts ein groß ding/ ob wir üwer zeitliches oder fleiſchliches ernden oder ſchneiden: Die das euangelium ver; kündẽ/ ſollen ouch vom euangelion gleben.. Coꝛ. 9. So nun ich vnd andꝛe bꝛůð mit mir/ nit fo ſchwach vnd kranck ſind/ vnd in der warheit nit vom erſten geſchlecht moͤgen geachtet werden/ hat vns keiner dingen zimpt im̃ kloſter zebleiben/ vñ vom almůſen vß anderlüten ſchweiß zuͤgeleben. Ich laß mich kei nen bapſt noch münch bereden/ das baͤttlen(denen die jung vnd wol mögen ſind/ vnd aber der gmeind nitt nütz ſind) recht ſeye. Dweil der herz geſpꝛochen hat/ Seliger iſt geben deñ nemen. Act 28. Item/ ſo ich ſampt mynen bꝛüdern die vß dem oꝛden gangen find/ von den andern geſchlechten keinem ſind/ hat vns abermals nit gebuͤrt von der gmeind zeleben/ vnd ſo wir das H. eüangelium nit gepꝛediget/ oder nit haben doꝛffen pꝛedigen/ Iſt nit billich geweſen/ dz wir die leipliche oder geiſtũche ernden/ fo wir die geiſtliche nit geſeyet haben. Vnd ob wir gleich wol das enangelium gepꝛedigt hettend/ ſo zimpt es ſich deñocht nit/ das die euangeliſchen pꝛedicanten von hus zů hus vmlouffend bettlen. Qu. io. a. barfůſſen gebůrt/ nit allein nach der regel Chꝛiſti/ ſonder auch nach der regel Franciſci am. 5. cap. zůarbeiten. S. Franciſcus ſpꝛicht in ſym teſtament/ Ich hab mit meinen haͤnden gearbeitet/ vnnd will arbeiten/ vnd wil das alle bꝛůder arbeiten/ vnd die nit arbeiten koͤnnen/ die ſollens leeren. Vnd ſo vns der lon der arbeit nitt geben würt ſagt er ouch) ſo ſollen wir zůflucht haben oder lauffen zů dem tiſch des herren/ vnd von bus zů hus almůſen hey ſchen. In diſem fal/ ſo eym der lon ſeiner arbeit nit geben Barfůſſe: Türt⸗mgend jr vñ ein jerlicher vmb almnſen gon. ind Finde: Ir barfůſſer/ wellend weder Chꝛiſti/ noch Pauli/ ,, noch Franciſci nachuolger ſein/ darumb ſo ſind yr Belials nachuolger/ ſun/ vnd kinder. Term. Ey lieber her/ j hand vyl zů ein enge cõſcientz im̃ oꝛden gehept. Vnſer vaͤtter ace, Die bꝛuͤder die vm̃s ö conſcientz haben/ find narren vnd fantaſten. Sie ſagend wann ein Clerick die ſiben tagzeit nach oꝛdnung der vaͤtter verbꝛingt/ ob er ouch an got niemer gedaͤchte/ ſo er nur alle woꝛt(wie vnſer Sum̃iſten leeren)geſungen oder geleſen hat/ vnnd ein leyenbꝛůder/ nach der regel ſeine vatter vnſer gantz geſpꝛochen hatt/ die moͤgend ſilber vnnd gold (wañ mans jnen fürſtalte) mitt ſicherer conſcientz eſſen Pfar. Alſo fůrt ein blind den andern der hellen ʒů. Lieber mein bꝛůð/ üwer vaͤtter habẽ in eym groͤſſern dañ das iſt/ das grauſam vnd erſchꝛocken iſt zůgedencken/ kein conſcientz. Von des wegen ich vnd die andern bꝛůder nit habend lenger im̃ kloſter mögen bleiben. Vnd iſt die fürnaͤmſte vrſach gewefen vnſers vßtrettens. Ter. Welche vr ſach iſtse Es doͤꝛfften dennocht redlich vrſachen zeſin. Die ander vᷣrſach. 3 Pfar. Ich vnd die andꝛen bꝛůder haben nit allein muͤſſen wider vnſer gwüßne vß dem baͤttel gleben/ ſonder wir haben vns auch můſſen erneren vnd be gan mit gleißnery/ ſchmeychlery/ triegery/ Simony/ vnd abgoͤttery. Term. Ey jr machends zeuil grob /mit ſolchen groben boſſen. Es find vnlydlich artickel. Ir werdens niemer vff vns bꝛingen ſolich vnredlich ſachẽ. Ich habs myn lebtag nie gedacht zethůn. Meine Bader thůnd ſollichs ding ouch nit/ ſagen yr was yr wellen Pfar. Ich koöͤnde üch die fünff pünctlin gar fyn vßſtreichen. Aber von kürtz wegen hab ich allenthalb vil ſachen laſſen faren/ derhalb wil ich üch hie ouch ein kurtzen bſcheyd geben. Ter. Wolan das gelt wol. Pfar Ir münch( moͤgens nit loͤugnen/ das vnſe re werck(on innerli⸗ Werck on chen geyſt vnnd gnad gottes) nur gleißnery ſind. gnad ſind Dan& Paulus acht feine werck des gſatz(on den glyßnery · laubẽ Chꝛiſtihnur kat/ wie wol er im gſatz vnſtr aͤfdich gwandlet hat. Philip. 4. Item er ſchilt die pha riſeer/ die das geſatz gottes in vſſerlichen wercken gar ſtreng hielten/ vnd ſie doch warend(geiſtlich) dieb/ eebꝛecher/ vnd roͤuber. Ro. 2. die doch ſolliche e, in vſſerlichẽ wercken gemitten haben. Sie ha en aber diſe ding nitt gemitten/ vnd das gebotten geweſen iſt/ nit gethan vß fryem geiſt/ ſonder nur vß eygen krefften/ derhalb ſind jre werck nur gleißnery gweſen. Menſchliche gerechtigkeit ſampt jrn wercken/ hat wol ein lob voꝛ den menſchẽ/ gilt aber voꝛ gott nüt. Ro. 4. Allein die gerechtigkeit vnd die werck gelten voꝛ gott/ die vß reynem hertzen vnnd gůten gwüſſen/ vn vngfaͤrbten glaubẽ,. en. 11 Ter. Ir thůnd eben als hettend wir keinen glauben/ v dem wir ſolche werck thůnd. Pfar. Ir haben S. Peters glauben/ den er hat do er Chꝛiſtum verlougnet. Ich hã üch voꝛhin gnůgſam anzeigt/ was jr geiſtliche für glauben habend/ kurtzumb/ jr find die rechten phariſeer/ die Chꝛiſtus im̃ Euange lio ſtrafft/ vnnd fo gar verwürfft. Ter. Ich mein das mich als vngliůck in üwer hus hab trage/ das ich ſolliches von üch hoͤen můß. Ich wer doch wol vffs ſchloß ʒům junckern gangen/ der halt vns gar Barflůſſer erlich/ vñ hatt vnſern oꝛden inſonders lieb/ deñ wir ädſchaff hand jm ouch ein bꝛuderſchafft bꝛieff geben. Pfar. bꝛůðſchaff Vas! ü 666 TE tem MILE as iſt eben das ich ſag/ d jr ůwere münchiſchen bꝛieffen werck(die doch nütt den gieißnery ſind) in bꝛůderverloufft ſchafft bꝛiefen vßgeben/ vnd triben ſolche ſchmeich ; lery gegen den reichen die üch die hut füllen. nnd ſo es nůt den gleißnery iſt/ betꝛiegẽ jr die lüt damit/ das fie glauben fie habend etwas koufft/ ſo es doch nüt iſt. Soͤlliches thůnd jr als vmb üwers bauchg willen/ der iſt üwer got. Philip. 3. Hoͤꝛend jr nun lie ber bꝛůder/ was üwer 96 iſt? Ter. Ich mag üch ſchier nit meer zů hoꝛen. Ich mein der boͤß geiſt red vß üch. Pfar. Schow ſchow/ wie thůt der obGedult ð ſeruant. Do ſpürt man was jr münch für geiſter geiſtlichẽ · find. Ir(ind dultig/ dieweil üch nüt wider wertige zehanden ſtoßt. Ir thůnd eben wie üwere voꝛfaren die phariſeer Chĩſto dem herren tettend. Da er jn yrn ſchalck hinder den oren zeigt/ konden fie nit me widerſpꝛechen/ deñ das fie ſagten/ er wäre mit dem tüfel beſeſſen. Jo.. Ter Mogẽ wir deñ nitt vn ſer gůt en werck/ init denen die vns gůts thůnd /ceylen? Pfar. Bꝛůder yr jrrend. Es iſt weder in üÿwerm/ noch in üwers pꝛouincials gwalt/ wer gůtewerck (wo ſie anders gůt find)mit bꝛiefen vßzeteilen. Die Chuſtliche liebe teylt vnnd macht gmein alle gůten werck. Vnd Paulus ſagt/ Werck on liebe find got nit gefellig. i. Coꝛ. iz. Wer on liebe iſt/ der hat keinen teyl mit der gehoꝛſame aller vßerwelten. Derhalb zimpt keinem Chꝛiſtẽ gůte werck zeuerkauffen(wie jr thůnd) vnd ouch nitt zekauffen. Das iſt eins der rechten gůten wercken/ von got vffgelegt/ das wir etwas nutzlich ſollend arbeiten. Fer. Ir wellent mich liebhaben mitt arbeiten. Pfar. Lieber bꝛůder/ wellent jr ſelig werden/ fo muͤſſend jr üch warlich nitt mitt dem gwerb(wie jr bißhar ihon hand) neren. Dan het ich meiner ſeelẽ hei hindan gſetzt/ ſo het ich mich mitt gleiß nery ſchmeichlery: c. ouch wol koͤnnẽ neeren. Dan ich bin im̃ oꝛden ſo gſchickt woꝛden /dag ich diſe yetzgemelte ſtückli hab konnen in einer halben ſtund/ mit eim papiſtiſchen werckli fry vßrichten/ Naͤmlich fo man im kloſter oder an; Wie man derßwo hat jarzyt gehalten/ da hab ich im ſchwar⸗meß laͤſe. tzen meßgwand ein wyſſe meß geleſen/ das iſt/ von vnſer lieben frawen oder von em heiligen/ ſoͤlchs gerhan vff dz der(der jarzeit halten ließ) gedacht/ ich laͤſe für ſeine voꝛderen ein ſeelmeß/ vnd vmb ſolichs gůt willig wurd ein gůt mal zegeben /oder zů Hoͤꝛ hie herbſtzeit die maͤß reichlich mit wein bezalen. Was abentenr. es aber nitt ein gůter boß. Die meß hat ein andıer by meinem obꝛen beſtelt oder betzalt/ dem ſelbẽ hab ich ſy nach papiſtiſcher leer)můſſen zůeygnen. Vñ fo aber diſer ver meynt hat/ ich laͤſe m die meß/ iſts Te triegery gweſen. Ich hab dem einen ein collect/ vnd dem andern die gantz meß e,, hingeiij ——— EEE — / | | Meßleſen ein kauffmãſchatz. Münch ben/ vñ alſo mit Judas Chꝛiſtum verkoufft/ iſt Sy mony vnd ſacrilegium/ vnnd vmbs bauchs willen iſts abgöͤttery gweſen. Darum fol ſich nieman an mir ergern/ das ich vß dem oꝛden bin gangen/ vnd von ſolchem ſchantlichen Judas gwerh/ vnd Sys: mons des zaubꝛers hantierung getrettẽ bin. Dañ es iſt zyt das ich bůß thů/ vff dz ich nice in fo groſſen ſünden verderb. Wer ich im oꝛden bliben/ fo het ich mich mit diſer kouffmãſchatz můſſen began · Dan. meß leſen vmb lon(ſagẽ üwer prelaten)iſt ein mit; tel/ damit jr obſeruanten moͤgend üwer s leibs narung gewinnen. Nun gewinne der tüfel an me ner ſtat leibs narung mitt üwerem gotloſen meßleſen. Ter. Es bſchicht leider alſo wie jr ſagẽ/ aber wir muͤſſends thůn/ dann es by vns vnnd allen andern münchen im bꝛauch vnd gwonheit iſt Ouch fo wel; lends die weltlichen võ vns han/ oder ſie geben vns ſunſt nüt. Pfar Das mag üch nit entſchuldigen. Die pfaffen vnd jr münch alle/ noͤgen vß goͤtlicher canoniſcher gſchꝛifft(on welche nüt angenommen noch gloubt 3 werden)nit ein bůchſtaben zeygen/ das ein fegfůr ſey. Deßgleichen mogen jr nit bewy ſen/ ds man Chꝛiſtum vff ein nüws mog für tod vn lebendig in der meß opffern/ ſo S. Paulus ſpꝛicht/ Chꝛiſtus iſt ein mal geopffert/ hinweg zenemen vyler ſünd. Heb. 9. Nit deſterminder nement die pfaffen vnd jr/ für das gotloß meßleſen gelt vnd gůt ja find boſer jr ſind Böfer dann Judas/ dañ er hat Chꝛiſtum nur den judas ein mal verkoufft. Ir aber verkouffen jn taͤglich. ꝛc. Ter. O Jeſus Jeſus/ wie gar mit vnrůwiger co; ſcientz würd ich fürthin meßleſen. Ich hab bißhaͤr all mein troſt vffs meßhalten geſetzt/ hab gemeynt ich thů etwas für anderlür/ fo ich alle tag meßliß. P far. Ich gibs üch 2 Ter. Ich hoff das vnnd anders werde gebeſſert werden. Pfar. Es würt gebeſſert/ aber poſt longum annũ Platonis Ich hab mit vylen bꝛůdern des Generals vñ Pro; nincials capitel gewartet/ vnd verhofft/ es würde diſer vnd andꝛe mißbꝛeüch im oꝛden/ durch ſo geiſtlich vaͤtter(wie jr obſeruanten ſin wellẽ) abgeſtelt vnd gebeſſert/ vñ in dem jetzigen gſchꝛey den ſchwachen ferien, durch zimliche mittel geraten vnnd geholffen. Aber wie aller phariſeer vñ gleißner art iſt/ ſind üwere geyſtlichen vaͤtter ouch verſtockt vñ verblendt biß vffs hinderſt. Sie ſagend die brůder/ * vorm. ſtan nr fragen mit vn* el heſeſſen. Ter. Ja vnſer würdig vatter ſpꝛicht= die Qurerfchen ddr. ſyend mit ö tüfel Befeffen. OHR Pfar. Lieber mein bꝛůder/ ich bitt üch vmb gots tüfel bewillen/ gebend hie vß einem freien hertzen vñ gmůt ,.. ein fry vrteyl/ ob wir mitt dem tüfel beſeſſen ſyend/; fo wir nach innhalt goͤtlicher geſchꝛifft vnd des Hh. Euangeliums handlen. Ter. Her ich bin alwe erſchꝛocken/ weñ ich die wort von jm hab můſſen ho ren. Pfar. Dweil üwere vaͤtter nüt ſchaͤntlichs oder vnerlichs ſunſt von vns gwüßt haben/ ob wir ouch(wie ſie meynen) vnkrut weren gweſen/ fo fol: ten ſie deñocht/ nach iñhalt des enãgeliums/ vff dz der weytzen nit mitt dem vnkrut vßgezogen würd/ beyde miteinander laſſen wachſen diß zů der ernd. Sie ſolten vns(nach S Paulus leer) mitt ſenfftmůͤtigkeit vnderwyſen habẽ/ die ſchwacheit vnfer gwüßne tulden vnd tragen/ Dañ in dem würt das geſatz Chuſti Jeſu erfült/ als do ſtat. 96 am. 6. 1 49 tem fie ſoltẽ mit S. Paulus ſpꝛechẽ/ Wir die wir ſtarck find/ ſollent tragen der ſchwachen gebꝛechlicheit/ vnd nit ein wolgefallen an vns ſelber haben. Es ſtelle ſich ein yetlicher alſo/ das er feinem naͤchſten gefalle zů gůtem/ zůr beſſerung. Ro. 15. Wären Ampt der üwere vaͤrtter geiſtliche lit/ vnd hettent ein chꝛiſtliSbern in chen ernſt zům woꝛt gots vnd zů der ſeel en heyl/ ſol kloſtern. ten im capitel veroꝛdnet han/ das welcher nitt mitt fur conſcientvz trůwte im̃ můſſiggenger oꝛden zele en/ dz der fry ledig hinuß möchte gan/ ſich zeerneren(nach goͤtlichem gſatz) mit ſeiner hand arbeyt. Ter. Es wer deñocht nit vnrecht. Wüſſent jr kein vrſach meer? Die dꝛitte vr ſach. Pfar Die dꝛitte vrſach/ darumb ich von üch gan en bin/ iſt/ Ich hab můſſen bei vnnd vnder denen f vnd wonen/ welche S. Paulus nennet inimicos crucis/ vnd die Chꝛiſtum mit woꝛt en veriehend/ aber mit den wercken verleugnen. ꝛc. Ich hab ouch zů obern gehept ſollich vaͤtter/ die ſich vaſt berůmten zeſin an der ſtat gottes/ die doch(mit der war . zereden) ans tüfels ſtat ſaſſen/ des gwalt fie fo dapffer handthabten. Ter. Warlich her/ vnſere got eleſte⸗ dne. find gar übel an den jetzigen ſachen. Dañ rung. er eyn ſpꝛicht/ das nüw teſtament ſey mit gifft beſtrichen/ der ander ſagt/ man ſoͤls verbꝛennen/ der dꝛitt will mitt vrlob dꝛin ſcheiſſen. ꝛc. Pfar. Das müß got erbarmen/ dz man ſein wort alſo veracht an denẽ oꝛten aller meyſt/ do mang am aller ſcherpffiſten ſolt in eeren han/ dz iſt iñ kloͤſtern. Term. ieber mein her/ wie müßte man aber den ſachen thůn/ dz man gotſeligkich in den kloͤſtern möchte le ben/ vnnd ein Chꝛiſtenliche refo: mation anheben. Ein Ein kurtze meynung wie man klöoͤſter refoꝛmieren ſolt. far. Man müßt vil kloͤſter vnnd ouch hoheſchůen abthůn/ vñ vß etlichen kloͤſtern gmeine zuchthüfer vnd ſchůlen machen(wie vo: alten zeiten bꝛauch g. f en iſt) darinn die voꝛgaͤnger oder pꝛoͤbſt aller ingẽ keyn heydniſche leer/ ſonder(wie S. Paulus leert) nur das woꝛt gottes muſten ſagen vñ leeren. Es iſt ein tüfliſche blintheit/ dʒ vnſer doctoꝛes meynend/ einer der in goͤtlicher geſchꝛifft ein leerer ſein woͤlle/ muſſe voꝛhin die philoſophy oder natürliche kunſt vnd weißheyt geſtudiert haben. Es iſt wider goͤtliche gſchꝛifft. Dañ got verbirgt die ware himli ſche wyßheit voꝛ den wyſen vñ verſtaͤndigẽ. Mach. am. il. Vnd S. Paulus ſpꝛicht/ Welcher ſich vnder üch dunckt wyß ſein/ der werd ein nar in diſer welt/ das er möge weiß fein. Dan diſer welt weiß heyt/ iſ ein tocheyt vor gott i. Co. 3. Vns leert yetz tägliche erfarniß/ das die alten wyber vnnd grob puren geker vnd gelerter find/ vnd meer willen in goͤticher gſchꝛifft/ dañ hin vnd haͤr vff den hohen ſchůlen die doctoꝛes. Darumb wer nott das man in klöſtern heidniſche lectiones abthaͤte. Dañ heidniſche leer hatt bißhaͤr heydniſche hertz/ gemůt/ vnd ſitten gmacht. Man mußte die jugent der dꝛyen ſpꝛachen wol vnderrichten/ vñ darnoch nüt dañ nur heilige goͤtliche geſchꝛifft für halten. Dañ das woꝛt gottes iſt niemer on nutz. Eſa. 55. Item man mußt alle menſchen reglen/ glübd/ jurament/ vnd ſollich narrenwerck gantz vnd gar abthůn/ die jugent des erſten glübds/ im tanff gethan/ dick ermanen/ vnnd nach der eynigen regel Chꝛiſti vnderrichtẽ enn. mẽſchlich oꝛdnung. Dañ man findt in den euangeliſchen vnud apoſtoli ſchen gſchꝛifften überflüſſiglich/ wie man von innẽ gegen got/ vnd von vßen gegen ſeinem naͤchſten/ in woꝛt/ weiß/ vnd werck/ deßgleichen wie ein jetlicher . jm̃ ſelbs recht/ chꝛiſtlich/ vnd tugentſam lebẽ ol. Derhalb kein not iſt/ das man hab menſchen re glen vnd e,, me ,. oꝛdnung die do an: gand vſſerliche zucht vnd erſamkeit/ deßgleich leibuche ůbung vnd geſchaͤfft/ die im hus vnnd in einer verſamlung not ſind(vff das alle ding/ wie ſie S. Paulus lert/ oꝛdenlichen beſchehen) ſolt man ouch halten/ vnd die übertretter nit mit tod ſünd/ ſonder mit zeitlicher pen ſtraffen. ꝛc. Die weltlich oberkeyt ſolt laſſen thůmherren/ choꝛherren/ caplanen/ vnd münch die nit pꝛedigen/ abſterben/ vnd jre zehendẽ zinſen vnnd gülten in gemeinen ſeckel legen/ daruß ouch die pfarhern/ vnnd in kloͤſtern vnd ſchůlen die zuchtmeiſter vñ die voꝛgaͤnger im̃ woꝛt gottes/ mit zimlicher notturfft verſchen/ vnd die klöͤſter in not; wendigem gebüw erhaltẽ. Die vmb der leer willen iñ klöͤſtern weren/ vnd es vermoͤchten/ müßten koſt vnd herberg bezalen. Die kloſter leben verſůcht het ten/ vnd mit gunſt vnd willen jrer eltern/ im kloſter (doch on glübd)jr lebtag bleiben woͤltent/ můſtend eyntweders den anderen dienen/ oder mitt eygner hand jrs leibs narung gwünnen. Vnd wañ jn kloſter leben zů gůtem nitt dienen woͤlte/ das ſie deñ on ſchand vnd ergerniß die klöoͤſter fry laſſen möchten. Denẽ die vnder zwoͤlff oder viertzehen jarn weren/ müßte man můtwill/ fraͤuel/ vnd andꝛe leichuertigkeit/ nitt allein mit worten/ ſonder ouch mitt ſtreychen weren vñ nit gſtatten/ Die eins eltern lebens weren/ vnd wider die regel Chꝛiſti vß bloͤdigkeit ge ſündet hetten/ můßt man mitt ſenfftmutigem geiſt vnder wy fen vnd ſtraffen. Gal. 6. Die wider got vñ chꝛiſtliche liebe(doch heimlich) geſindt hettẽ/ můßt man zům erſt heimlich/ vñ darnach mit zügẽ ſtraffen/ vñ demnach voꝛ der gemeind. Welcher den nitt hoͤren woͤlt/ muͤßte man dinden/ dz iſt/ iñ Ban thůn/ vñ vß der ſamlũg ſtoſſen Match iz. Die wider got offentlich geſündt hettẽ/ můßt man vo: allen ſtraffen/ vff dz die andern ouch voꝛcht herren, 1. Tim. 5. Alſo müßte man mannen vnd frowen kloͤſter refoꝛmieren Ter. Es wer wol ein chuſtliche meynung die jr melden. Wer an Seh fach thůn? dz gene ral cõcilium? Pfar. Neyn/ dañ es würt nüt dꝛuß. Ter. Mußt aber ein gener al capitel des oꝛdẽs die ſachen handlen? Pfar. Ouch neyn. Dañ jr habe in ſyben jaren/ ſechs general capittel gehalten/ vnd vil tuſent gulden dan verzert/ üch ſelber mit gar wy ter reyß/ ouch anderlüt überuß bekümmert/ vnd iſt alles das jr in denen ſechs capitlen vßgricht haben nit dꝛyer haſelnuß werdt. Es iſt ytel narrenwerck/ vnd alter wyber thaͤding/ das üwer vaͤtter In gene; ral capitteln je gehandlet haben. Term. Mußte aber ein pꝛouincial capitel die fach vnðſtan? Pfa. Owe neyn. Dañ do(gleich wie im general capitel) kom̃en die gleißner vnd phariſeer/ die blinden vnnd der blinden fůrer/ populus Gomoꝛra/ zeſamen/ dz ſind die Gardian. Der meerenteyl under jn bꝛingt ein yeder theyl vnð jm ins capitel/ zwen grow efel/ Der ein hatt lange oꝛen vnd yßt habern/ der ander ein beſchoꝛnen kopff/ vnnd trinckt wein. Da gehoͤꝛt man deñ in der ſynagog Sathane nüt en deñ 2 Conciliũ General capitel. Pꝛouincial capitel. Dani. 14. ein münchs oder eſels grůwlichs geſchrey/ welches nüt anders klingt oder lautet/ dan/ Die luter(chen find kaͤtzer/ bůben/ ſchelmẽ/ lecker. ꝛc. man fol fie ver bannen/ verbꝛeñen/ ſtoͤcken/ kerckern/ vß dem land jöuchen/ von einander zertrennen/ hin vnnd haͤr in den conuenten verſchicken/ gen Coſtentz vff die ſchi ben/ oder vnder die floͤchfallen ſetzen/ ſy aller eeren vnd aͤmpter entſetzen/ nitt pꝛedigen laſſen/ dann ſie predigen vß der kuchen vnd vß dem keller. ꝛc. Alſo wůten vnd tobend üwere ſchelligen vaͤtter/ die pꝛieſter Beel/ fo(te zeſammen kommen/ dañ jr maieſt et vnd gloꝛy im̃ kloſter vnnd vff den gaſſen/ wil gemindert werden/ vnnd vil gůter ſchleckli gond jnen ab. Man wil dem pꝛouincial nit meer mit den ſtattkan nen ſchencken. Des volcks groſſer fleiß iſt/ das niemandt ins capittel komme/ der dem H. Euangelio Ein trüwer rat. gneygt iſt. Darumb lieber bꝛůder/ was ſollen ſolch lüt die ſich nur ſelb ſůchen/ vnd nur eygnen nutz vñ eer betrachten jetwas gůts raten? Nein nein/ mitt denen lüten werdẽt jr nüt goötlichs zwegen bꝛingen. Ter. Nun weiß ich ſuſt niemans/ der zür fach gůt wer. Pfar. Mein rat iſt/ jr ſollen got trüwlichen bitten/ dz er welle mit ſeinem heiligen woꝛt die weltliche oberkeyt erlüchten/ dan durch fie müßte es zůwegen bꝛacht werden. ꝛc. Term. Ach lieber gort/ was ſoll ab er ich mich dieweil halten“ Pfar. Ir wen vff die gnad vnnd barmhertzigkeit gottes im loſter bleiben/ got ernſtlich bitten/ vnnd beſſerung verhoffen/ vnd warten/ vnd im kloſter üwer conſcientz von allen menſchlichen vffſaͤtzen fryen vnd ent ledigen/ das iſt/ Ir ſollen der menſchen gebott vnd werck/ wo jr mogen/ heimlich vnder wegen lan/ als da iſt/ baͤpſtlichs gebet/ vaſten. ꝛc. vnd aber die weil etwas thůn das got geheiſſen hat/ vff das/ ſo jr das kloſter etwan hinach wurden verlan/ üch nit ein jrrige conſcientz wider ins kloſter tryb. Es AN vil beſſer voꝛhin im kloſter bleiben/ dañ dꝛuß lauffen vnnd wider kommen. Dañ welchem münch vnd nonnen das wort gottes nit hinderhalten würt/ vnd nit de triben würt etwas zethůn das wider gott vnnd fer nen naͤchſten iſt/ vnd ſeins oꝛdens gefert(on nagen der conſcientz) fry thůt oder vnder wegen laßt/ vnd küſcheyt haltẽ mag/ der mag wol im oꝛden bleiben/ jm̃ ſchadet weder kutten noch kloſter. ꝛc. Vor allen dingen aber můß ein münch vnd noñ(ſo den oꝛden laſſen wil) keins menſchen leer/ er ſey trůb oder ſey luter/ ouch keins vßgeloffnen münchs vnd nonnen exempel zům voꝛbild oder ſchirm für ſich nemmen/ 1 ſol vnd můß nur allein vff die klar vnd haͤlle eilige geſchꝛifft feinen grund ſetzen. Ter. Lieber herꝛ/ ich bitt üch vmb gots willen/ geben mir etliche ſpꝛüch der geſchꝛifft an/ ſo wil ichs jetz an ſchꝛeiben. Pfar. Wo dz ein ley hoꝛt/ ſo muͤßtend wir vns beid ſchaͤmen. Ir geiſtlichen ſoltend die heilige geſchꝛifft vß wendig wůſſen vff eym. iſts leider nit. Nemend ſelber für uch die bi Meck end hie wol yr geyſtlichẽ. l/ vnd was jr do fin Wem ma den/ daruff haltend üch veſtiglich/ on die ſelbig fol; fol glaubẽ lend jr weder mir noch keinem menſchen glauben. Ʒům valete gib ich üch diſe leer. Die weil jr geſund ſind/ vnd noch wol moͤgend/ ſollen jr üch nach allen üwerm vermoͤgẽ in allen chꝛiſtlichen gůten werckẽ üben. An üwerm letſten end aber/ ſollend jr weder üwere boͤſen noch gůten werck meer anſehen/ ſond nur got vm̃ verzeihung bitten/ wider«el ünd/ tod/ 3 hell/ vnd tüfel/ mit dem Wort gots fechten/ vñ üwer ganze hoff zůuerſicht/ vñ vertrüwen/ vff die einige ver ai gottes ſetzen/ vnd üch gantz vnd gar dꝛuff verlaſſen/ ſo der herꝛ ſpꝛicht/ Wer an mich glaudt/ der hat das ewig leben. Jo. S. Ter. Wolã mein lieber her/ gott der danck uch üwer leer. Bittend ouch gott für vns armen bꝛuͤder Pfar. Warumb begeren jr meins gebets/ ſo jr bar fůſſen mich dꝛy fritag für einer baͤnnigen menſchen in üwerem capittel huß verkündt haben/ vnd haltend mich für ein apoſtaten· Ter. Lieber her jr ſyen ins bapſts Ban oder nit/ fo hoff ich doch jr ſyend in gottes bañ nitt/ darum̃ beger ich üwers gebets. Vnd gott der woͤlle üch die liebe/ die jr mir mit üwerem chꝛiſtlichen bericht vñ leer mitgeteylt haben/ ewigklich be lonen/ vnd got der behuͤte üch. 5) Pfar. Lieber bꝛůder/ der frid gots ſey mit üch/ nun vñ zůn allen zyten. Ter. Amen. 2 E83 Warheit bleibt in ewigkeyt. 8 ˖* * Getruckt zů Baſel/ durch Jo. Beb.