von drm Königreiche Hmrgarn.
Sigmund / wie bereits oben gedacht/ GrafIohannßen von Alps / erwehlten Königs inHungarn Herr söhn / samt seiner frau Mutterdem Layser Solymann ihr recht abgetretenund zugeeignet haben. Wie weit es durch denzuCarlowih getroffenen ftiedenschluß gediehen/davon sind die covcjikioner oben einbracht wor-den.
Nechji dem pr-etenckret auch der pabst aufdieses Lönigreich/mit dem fürwand/daßRö-nig Steffan i dem stuhle zu Rom das Reichcum omoi jure zu lehn aufgelragen/wie auch daßK.I.s6irl,u;lsichdesPabstesöene6iÄi Xil Va-fallen genennet/ und versprochen/von ihm Cronund Zepter zu empfangen. Dahero auch dieNation solche Hoheit und ober - botmäßigkcitdes Pabsts würcklich sZnosciret / und durch er-bittung gewisser Personen zur Cronfolge viel»Äu; tudmiüioni; exerci'ret hätte. Dieweilaber dieses letztere entweder gar nicht/oder vochnur von einigen KäMmsten geschehen/ das er-stere aber ganh ohne gründ/und von der Na-tion jedesmahl starck widersprochen worden:so pflegt man auf solche xrsccenüoa wenig zureü.Äiren.
Mresse Des Königreichs Mteresse beruhet vornem-
wchs^'^lich darauf/daß man r) der Türckischen / doch^' niemahls recht getreuen nachbarschafft nicht zuviel traue/ sondern die granyen und vormau,ren jederzeit mit gutengarnrsonen tapfernGouverneurs und Lommcndanten wolverwahre/ die National-militz in gutem rsßle-msni^iic-plm und exercicio derwaffen erhalte;sie nach erheischung derer conjunöiuren in ge-wissen örtern carapixen oder csnronmren lasse;die kriegs - Nothwendigkeiten stets in gutem
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vorrath und wesen erhalte, (r)Die provmtzSiebenbürgen gnädig und glimpflich tra-ctire und deren aufalle falle versichert sey.z) Der Republic Polen/wie auch des Mo«scowitifchen Tzaars freundschafft auf alleweist culuvire, um sich derselben bey creig-nerem kriege wider den Tüteten nützlich zugebrauchen. 4) Den noch wenigen übrigenEvangelischen durch allzu hartes tracta-ment keine anlast zum Mißvergnügen undewigrslwn gebe / sondern vielmehr in Hun-garn die drey/ und in Siebenbürgen die vier re-ligionen ungekranckt paßiren laste/ und dadurchmehrvolck ins land ziehe/die wüsten platze wie-derum zu bevölckern/ folglich der (katholischenGeistlichkeit,sonderlich denen Herren Je-suiten/nicht allzu viel gewalt einräume/viel weniger selbige zu grössten gütern undreichrhum kommen lasse; denn es ja wolehe geschehen / daß die Kayserliche Ministri ihrMißvergnügen klagend zu erkennen geben/unddaß sie zu schwach waren/die hitzigen conlilia zudampffen/und s) vorallen dingen mit demRöm. Reich in gutem Verständniß lebe/weil dasselbe sooffcmahls verhütet/ daßHungarn von der Türckischen »nacht nichtgar verschlungen worden; an der wieder-eroberung aber nechst dem göttlichen siegen ei-nen grossen antheil hat. 6 - Es ist auch einnothwendig stück/daß man die Franhosen undPolen nicht zu tiessin die landes--Kires siheuund sprechen lasse/ sondern sorgfältig verhüte/daß ^onssiramen und Malcontenten/daran es/so lange die weit stehet/schwerlich mangeln börs-te/ in Polen keinen unterhalt oder Werbungenfinden.
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B wohl dieses Rönigreich/als ein Reichs-lehn / nichtunbillich zu Teutschlaudoder dem heiligen RömischenReiche Teutscher Nation ge-zogen/und unter der Reichs-Stänoe landschaf-tenmitgerechnet werden können/ sintemahl esrings herum mit Teutschen inwohnern be-schlossen / und auch in dem Königreiche selbstTeutsch geredet / und diese spräche in vielen kir-chen gebrauchet wird/ überdiß auch in vielenstücken der Teutschen art zu leben gebrauchet/und/ welches ein sonderbares ist/ an Verwaltungder höchsten Reichs-amter solcher gestalt mittheil nimmet / indem ein Königin Böhmenunter denen weltlichen Lhur-Fürsten devfürnehmste und erste/auch des Heil.Röm.Reichs Ery-Schencke ist/ unddannenherodie würde eines Reichs - Standes allerdings
Ursachen/«armll Dö-dem zumN. Reich zuinhk» wäre.
auf sich tragt/und vor dem Kayser / und demKaysirl. und des H.Reichs kammer-gerichtebelatiget werden kan. Dahero der Chur->Hrst zu Sachsen A. 1612 gegen die zu Halle mSchwaben versammlete Fürsten dahin antra-gen ließ: Es ist auch etwas fremde zu ver-nehmen/daß man die Tron Böhmen undRayserl. resideng zu praga nmnehro erstaus Teutschland exterminiren will / da dochdie Böhmen mitten in Teutschland gele-gen/von allen OeoArapbi, und koricis V0Veine fürnehme proviny des Teutschlan-des gehalten/auch ein kleKorsms und für«nehm membrum des Heil. Reichs Teut-scher^lation des religions-stiedens fähig/ja die Neustadt Prag von RayserTarl lVzur R eichs-st»dt erbauet und also erhöhetworden / daß darinnen ein Rö»n. Raystrseine Lonuria halten könne. Zu geschwei-
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