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Tafeln der Geschichte : Die Hauptmomente der äussern politischen Verhältnisse und des innern geistigen Entwicklungsgangs der Völker und Staaten alter und neuer Welt in chronologischer und ethnographischer Ordnung
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Religionen u tt i> Cultus.

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Orient.

Juden.

Griechen.Römer

Orient.

Orient.

Juden

Griechen.

Römer.

Juden.

Jahrevor Christ

Griechen

Römer.

Italien

1000

800

1009 S.iLojio baut den Tempel zu Jerusalem auf.

950 Tod des indisch. Weisen Buddha, des Stifters der dem Brama-dienst gegenüberstehenden Religionssekte der Buddhisten.

900 u. 850 Die Propheten Elias u. Elisa in Israel der Prophet Jon ts in Ninive.

800 Der Prophet Jesaias in Juda.

Seit 1000 constituirt sich Griechenland zu städtischen Republiken: Föderativ Verfassung, verbunden durch die

Nationalspielen, die Nationalversammlung der Amphictyonen, die in Delphi, spät, in denThermopylen über d.ölfentiichen Streitigkeiten zu Gericht sassen von 12 griech. Völkerschaften schickte jede zwei Deputirte.Anlage der kleinasiatischen Colonicen der Griechen, die ebenfalls republikanische Verfassungen annehmen.1000 Ph on bischer Städtebund : Tyrus an der Spitze.

975 Aufstand Jekohbajis : die Reiche Juda u. Israel gethcilt, jenes Erb-, dieses Wahlreich.

888 Lykurgs Staatseinrichtnng in Sparta, die 800 Jahr bestanden, gemischt aus Monarchie, Aristocratie u.Democratie An der Spitze d. Staats zwei Kge, als oberste Anführer im Kriege u. oberste Richter im Frieden ihnen zur Seite ein Senat von 28 auf Lebenszeit gewählt. Edlen, den Geronten, die 60 J. alt sein mussten5 jährl. gewählte Ephoren: sie bildeten das oberste Staatstribunal zur Controle Die Volksversammlung: anihr hatten nur die Spartaner, die Bürger der Hauptstadt, als das herrschende Volk, nicht aber die Lacedämo-nier, die Steuer- tt. kriegsdienst-pflichtigen Landbewohner, als Unterthanen, Antheil Der spartanischeStaat war unter 39,000 Familien gleich vertheilt: 9000 hatten die Spartaner, 30,000 die Lacedämonierdie Ackerportionen konnten verschenkt und vererbt, aber niemals verkauft werden.

888 Dido, aus Tyrus in Phönizien, gründet den Staat von Carthago.

Um 800 Republikanische Confiideration der 12 etrurischen Städte unter 12 Lucumonen, die zugleichOberpriester u. Oberfeldherren waren.

754 Gründung des römisch. Staats durch Rouvlvs u. Remvs er war eine Colonie von Alba longa.Dritthalbhundertjährige Herrschaft von Königen, denen ein Senat von 100 u. später 200 Patriciern zurSeite stand. Vorherrschend aristocratisches Element.

1000 Ausbildung d. Amphictyoncn-Gerichls in Griechenland,

als eines Bundesgerichts, um d. Streitigkeiten d. griech. Völ-kerschaften unter sich zu entscheiden. Zweimal d. Jahrs, imFrühling u. Herbst, war ordentliche Sitzung. Die Entschei-dungen dieses Gerichts galten als unverletzlich.

888 Lykvrg's Gesetzgebung in Sparta.

754 Romulus erste Gesetze in Rom.

700

Um 730 Die Geschichte des Tobias, der mit unter den Gefan-genen von Israel war, die nach Assyrien abgeführt wurden.

716 Nvhia Poupilius, Stift, d. röm. Religion, desCollegiums d. Priest., d. Vestalinnen Gross. Ein-fluss d. Auspicieu u.Augurien bis auf Cicnuos Zei-ten D. Kg. war zugi. Hoherpriester Unter d.Consularreg. ward ein besond. Pontifex maximuserwählt erst August vereinigte diese Würdemit der weltlichen Oberherrschaft wieder.

752 Anstellung zehnjähriger Archonten statt der lebenslänglichen in Athen.

Um dieselbe Zeit: Rildung der griechischen Colonial-Republiken in Unter-Ilalien (Gross-Griechenland)Syracus an der Spitze.

681 Abschaffung der zehnjährigen Archonten in Athen u. Anstellung von 9 einjährigen.

600

500

650 Der Prophet Jüiiemias in Juda.

605535 D. siebenzigjähr. babylon. Gefangenschaft d. Juden.605 Seit d. Zerstörung Jerusalems wird d. Glaube an den einigen Je-hovah durch (/(c Prophet. Daniel u. Jkrismias ins babylon. Reichu. Chaldäa u. durch r/en Prophet. Ezechiel nachEgypt. gebracht.

Um600 D.sibyllin.Rüch. komm, aus Cumäin Gross-griechenl. nach Rom unt. Kg. Tariiuimus Pitiscus.

Um 560 Der Prophet Daniel in der Löw r engrube.

555 ZonoASTEit, Rcligionsreformator in Persien. Feuerdienst derMagier. Ormuzd, Herr d. Lichts, Arimak, Herr der Finsterniss.Zend-Avesta (Das lebend. Wort), das persische Religionsbuch, in5 Tlieilen, unt. denen d. Vendidad. Anouetil du Perron fand eszu Surate in Ostind. u. übersetzte es zuerst ins Franzos. 1771Die Lehre der Magier dauert noch fort bei den Gebern in Persienu. den Parsen in Indien.

Cos-Fvt-Sf. in China. Er brachte die Kings, d. heilig. Bücher derChinesen in d. heutige Form. Pis giebt deren 5: das geschichtlicheSchu-King, das ethische Li-Ki, d. exeget. J-King, d. mu-sikal. Jo-King, u. das lyrische Schi-King. Das Schu-King istin d. Franzos., das Schi-King v. Rückert ins Deutsche übersetzt,535 Rückkehr der Juden aus der babylon, Gefangenschaft.

594 SoLOy's Staatseinrichtung in Athen, zur Democratie hinneigend Drei Classen der Staatseinwohner iBürger, Schutzverwandte u. Sclaven vier Classen der Bürger: die drei ersten mit Vermögen hatten Zutrittzu den Staatsäintern, die unbesoldet waren, die vierte Classe ohne\ ermögen konnte nur au den Volksversamm-lungen u. Gerichten Theil nehmen: ein Alter von 30 J. war hierzu nüthig An der Spitze d. Staats standen 9! jährl. gewählte Archonten: der Archon, der Basileus, der Polemarch u. die 6 Thesmotheten ihnen zur Seite

ein jährl. erneuerter Senat von 400, später 500 Alten aus den 3 ersten Classen der Bürger. Dieser Senat war in10 Ausschüsse derPrytanen getheilt, die der Reihe nach den Vorsitz hatten u. den Senat zusammenberiefen.Alle Staatsangelegenheiten nahm der Senat vorher iuUeberlegung, ehe sie an die Volksversammlung gelangten.555 Gründung der persischen Monarchie durch Cyrus.

550 Ausbildung der republikanischen Verfassung Carthago's seit dem Hause des Mago : Zwei lebenslängliche Suffeten oderKge, die nur die oberste Civilgew alt hatten beschränkt durch einen Senat mit einem engeren Ausschuss, sämmtlich vomVolke gewählt. Die oberste Militainnacht bekleideten die Feldherrn der Republik, denen bei Bündnissen u. Unterhand-lungen mit fremden Staaten ein Ausschuss aus dem Senat zur Seite stand. Hohes Staatstribunal der 100 Männer Aus-breitung der carthagischen Herrschaft durch Colonieen in Africa u. Europa.

550 Der Ccnsus durch Kg. Survius Tullius in Rom : durch ihn ward nach Grösse des Vermögens Tri-but u. Miliz bestimmt. Rom in 6 Classen eingetheilt: die ersten 5 Classen mit Vermögen mussten steuernu. Kriegsdienste tlmn die letzte, die Proletarier, waren frei. Die 6 Classen zerfielen in 193 Centu-rien allgemeine Volksversammlungen nach diesen Centurien auf dem Marsfeld : die erste Classe (mit100,000 Asses, üb. 2000 Tldr., Vermög.) hatte 98, d. übrig. 5 Class. zusamm. nur 95 Centur. u. Stimmen.

510 Einführung des Ostraeismus in Athen: zehnjährige Verbannung übermächtiger Bürger.

510 Rom wird Republik u. ztvar eine Aristocratie unter zwei Consuln: die Patricier, die das connubium,das Recht, eine gesetzmässige Ehe zu schliessen u. eine gens, ein forterbendes Geschlecht, zu bilden,sowie das Recht der Auspicieu, die allein zu den Staatsämtern befähigten, besassen machten allein d.Staatskörper, populus, aus: in ihren Versammlungen, den comitiis enriatis, ward d. Senat u. d. Staats-magistrate ernannt sie hatten alles Land, waren die einzigen Geistlichen des Staats u. Patronen derPlebejer. Diese Plebejer entbehrten der polit. Rechte, waren von weltlich, u. geistlichen Staatsämt.ausgeschlossen, dienten als Soldaten u. Handwerker u. waren als Clienten von d. Patriciern abhängigGrosser zweihundertjähr. Kampf d. Patricier u. Plebejer lim d. polit. Rechte: 500300 vor Christus.500 Hinrichtung des persisch. Reichs durch Dimes Hystaspes : Eintheilung d. Monarchie in 20 Satrapieen u. vollständigej Ausbildung des Serailregiments. Hekodot sagt, dass die Kge von Persien ganz Asien als ihr Eigenthum angesehen hätten

I diese Idee u. der Grundsatz, dass alles Land Eigenth. d. Kgs sei, sind noch jetzt feststehende Sätze bei d. oriental. Mächten.

| 494 D. erst. Volkstribunen w erden in Rom d. Plebejern nach ihrer Entweichung auf d. heil. Berg verwilligt.

492 Die Plebejer erhalten ihre besond. ) ölksversammlung.,die comitia tributa, wo d. Zünfte (tribus) unt.Vorsit z d. Tribunen berathschlagten: hier geschah d. Wahl dieser u. die Anklage aller übrig. Magistrate.

490 Höchste Macht der Ephoren in Sparta.

Das Ileldenzeitalter Griechenlands von den persischen bis zum peloponnesischen Krieg.

486 Das erste agrarische Gesetz in Rom wegen der ungleichen Ländereienvertheilung.

624 Des Archonten Drakon blutige Gesetze in Athen.

594 Sor.oy's Gesetzgebung in Athen neue Einrichtung d.Areopag die Gerichte waren in den Händen des Volks,das selbst zu Gericht sass, oder durch Voikscommissionen, iwie eben der Areopag u. die andern Gerichtshöfe waren,.Recht sprechen liess. '

555 ZoroAster 1 s Gesetzgebung in Persien.

Cosfvcivs Gesetzgebung in China.

550 Pythagor as Gesetzgebung in dem von ihm eingerichte-ten Staate in Grossgriechenland.

i

Um 460 Die Geschichten der Judith u. des Holoeern ns derEsther u. d. Haman unt. d. pers. Kg. ARTixiiiixEsd. Ersten.460 Esiia, Wiederhersteller der mosaischen Religion, Sammlerder Bücher des alten Testaments.

444 Nehemia, Stifter der jüdischen Synagogen, Wiederauf-bauer der Mauern Jerusalems.

Maleaciii, der letzte Prophet bei den Juden.

Sekte der Samariter.

400

Um

300

478 Gesetz in Athen, dem zu Folge gegen Solons Einrichtung auch arme Bürger aus der vierten Classe zuStaatsämtern gelangen sollen dürfen.

470404 Hegemonie von Athen in Griechenland.

446 Die Heirath. zwiscli. Patriciern u. Plebej. in Rom erlaubt. D. Plebcj. erhalt, d. Recht d. Connubium.444 Zeitalter des Pericles in Athen; Demagogen-Herrschaft Aufkommen der Miethsoldaten die Ge-richlsstelleu werden besoldet der Areopag verfällt.

412 Republikanische Staatseinrichtung in Syracus durch Diocles : durchs Loos gewählte Magistrate.

404 Hegemonie von Spartä in Griechen! nach d. Demüthigung Athens im peloponnes. Kriege durch Lysander.

371 Hegemonie von Theben in Griechenland nach der Demiithigüng Spartas durch Epaminondas.

366 Der erste plebejische Consul in Rom.

339 Die Plebejer erhalten die volle legislative Gctbalt: zu den Beschlüssen der Volksversammlungen solldie Einwilligung des Senats nicht mehr erforderlich sein. Dies betraf vorerst nur die allgemeinen comi-tia ccnturiaia doch ward es 286 auch auf die plebejischen comitia tributa ausgedehnt.

338 Untergang der griechischen Freiheit durch Pntuipp von Macedonien.

461 Schwächung der Macht des Areopags unter Pericles |durch Epiiialtes. 1

451 u. 450 Gcietz d. XII Tafeln in Rom (462 hatte dasVolk durch den Tribun Teruntillus Arsa eine be-jstimmteGesetzgeb.verlangt454 erfolgte d. Beschlusseines Gesetzbuchs u. 451 d. Niedersetzung d. Gesetz -1geh.-Commission von 10 Patriciern, den Decemvirn) |Das XII Tafelgesetz enthielt Bestimmungen üb. väterl. sGewalt, Schuldner, Erbschaften (nur sui u. agnati _sol-:len erben, Ausschliessung d. cognaten, der weibl.Ver-!wandten),Verbot d.Heirath. d. Patrie. u. Plebej. Keine|Privileg. AlleProzessesindineinemTagezubeenden.

412 Gesetzgebung des Diocles in Syracus.

366 Bestellung d. Prätors in Rom für Civilstreitigkeiten Rild. d. röm. Rechts durch d. Edicte der Prätoren.339 Doppelte Quelle d. Gesetzgeb. in Rom: d. eigentlLegcs, vomVolkind.Comitien unabhängig vom Senategegeben u. d. Senatus Consulta, d.Verordn. d. Senats.

Lief. I. Taf. III. Cultut-Gesch.