M»KMU W8-KPL» MÄM8W k^r'L^ÄLT: .M ÄÄsOZ ALM 'MML WLZZL 4vHL^ LWM -. , Natur Erforschung obliegen / und derselben Geheim. ! x Nisse andere;u lehren fich mtterwindey , in schlechter i s Achtung ist / theils weil ihnen diese Kunst gar unbe. s , greifflich / und ihrer ^rUtorelischen rkilosophie wi- ^ ; drig zu sey« scheinet/ auch derer überaus wenig gefun. ^ ; den werden/ welche wircklich und in der That dasjeni« ! ge erweisen könen/davon die/so von dieser Weißheit ge-^/ , schrieben / so viel sageiis und rühmensmachen- theils ^ s auch / weil täglich viel ebcntheurliche Sophisten und > , Betrieger unter denNamen der Philosophen sich hin ^ , und wieder Herfür thuu/die durch iistigeTückundsrän- ' cke mit grossem Auffschneiden / Schweren «nd anges ' nem- usckener Scheinheiligkeit viel Leute hohes und niedri» ges Standes in grosse mächtige Unkosten / Schaden/ Spott und Äerderb führen und setzen; so sind doch nichts desto weniger (anjetzo der Erfahrung und Au- , genscheinlichen Erweisung / davon zu allen/ auch zu ^ unsern Zeiten selber/unwidersprechljche Exempel Verbanden/zu geschweige,,) jederzeit aller Orten der Welt und unter allen Nationen fürtrefljche und glaubwürdige Leute gefunden worden , welche dieser edlen Kunst ^ mit vernünffttgerHindansetzung aller ungleichen Ur. ' theile cmbfiglich nachgeforscher / und durch des Höch. ^ sien Segen/ und unverdrossenen Fleiß/Mühe und ! Arbeit das in derselben vorgesteckte Ziel erreichet, auch folgends dieselbe durch so unbewegliche und in der Natur selber fest gcgründeteSchlußreden in ihrenSchrif. ten einhellig und vermaffen bekräfftiget hinterlassen, , daß solche alle,ohn Unterscheid/ der Lügen und Thor» t« - hejr zu bezüchtigen/selbst eine grosse Thorheit und utt<- "3 ! verantwortlicheBoßheit seyn würde. Undist/rraun/ 3' ein ungereimter Schluß - Wer dieses oder jenes nicht kr i »veiss/verstchct oder begreiffen kan/frlber nicht gesehen/ u» oder auch, da einige Betriegtr diese geheime Wissen» er . fchasst verdächtig machen , dastelbe sey der Wachest ! nicht gemäß/oder in der Natur gar nicht zu finden / o» 'i- E der sey auch eitel Lügen und Betriegerey/ und deshal- hengantzundgarzuverwerssen. >i» Wir wollen vor dieses mahl uicht weitläusstig und insonderheit die Ausländer anführen/ dievondie» '6 < ser niemahls genug gepriesenen Wissenfchasst gantz d / »veißlich und wol bedächtig geschrieben haben / derer ^ SchrifftenannochinHandenundvonvielenmitNutz ^ l gelesen werden; wie dann unter den Egyptern/Inden ^ und Arabern berühmt find ttermes irirmcZiüu^ ^rfepbms, QKaner, Leber, ^vicenna» R.kz» üs,öcc. Beyden Griechen vemocricuz^ncku^Lcc« Bey den Jtaliänern Xilorienuz komanus» Ibomss lle^guino, Petrus Lvauskerrsrienstz, Lcc. Bey denFrantzosen d^icolausklsmellus, ebristopborur karilicnsts, Oic>ny6us2aclisnsz, Lc. Bey den Spaniern Hrnolllus 6e Vills Nova , Ida^munäus. I.u1Iius, 2cc. Bey den Engeländern läorculsnur, Räcksräus ^nglicus, k.o§erius Kacon, Ounsts-- nus, ili^Lus, und unter andern Nationen dergleichen in grosser Anzahl. Lasset uns allein bey unsern Teutschen bleiben/ ist nicht verhandln der welkbekante Albertus Klagnur^ der edle Lamfpring/GraffLernkaräus, Ureopkrastus karacesüis, und viel andere mehr / diewirumbge« liebter Kürtze willen anjctzo nrit Stillschweigen ü- hergehen / welche allewahre kbilvfopki i wirckliche Besitzer desgebenedeyten Steins öerWeisen/und aller natürlichen Weißheit / und zu ihren Zeiten und an- noch eine grosse Zierde ihres Aattrlandes gewesen/ auch /vondenAußländern selbcrallwege für fürtreff- licke Wunder-Männer gehalten worden- Unter wtlchen aber und zufödcrst der gottselige fromme kra- terösstlius Valenrinus, Benediktiner Ordens k als ein hellstrahlendens Liecht Herfür scheinet / weiche ohn allen Zweiffrl auß sonderbarer Erleuchtung GOttes/ und durch andächtiges Gebet / unverdrossenen Fleiß und vermittelst derselben das nnschätzbahre Kleinod/ den Stein der Weisen und die allgemeine Artzney erfunden i dieseibiqe / wie er hi» und wieder in feinen Unvergleichlichen Schrjfftrnerwehnct/bescssen/ und zu feines Schöpffers Lob/Prcrß uud Ehre/und des Nech- ' MNutz inHeilung schiverer und von andern verlasse« e ' «enKranckheiten/fürnehmiich aber zu der armenTrost i und Erquickung gebrauch«/und damit ein solcher ho« ' s her Schatz und herrliche Gabe des Höchsten bey ihm ' ' nicht vergraben bliebe/sondern der Nachwelt dadurch > fruchtbarltch gedienet werden möchte/Die Bereitung - sothaner Geheimnissen in seinen furtrefflichen Schrif« , » ren/dermaffen gründ-und außsührlich/ jedoch nach ge« ! ' Heimen undgewöhnlichen Gebrauch derWeisen / er» ^ ' kläret und beschrieben / daß dieselbe bii/ich von vielen ^ Verständigen und die Warheit liebenden für andern j geliebet/ hochgeschätzet/ embstg durchsuchet/ und n»it i sonderbahrem Nutz und Vergnügung gelesen wer« den. ; Welches unsdenn Anlaß gegeben und bewogen - . Laß wir dessen Schrifften/ so viel derer zu erhalte» ge« weseu/mit Fleiß zusammen suchen/ durchsehen/die in i porigen cäiclonen befindliche v-seÄc und Mangel ersetzen und verbessern/ und alles in dieft füglich? Form ^ zusammenbringen lassen. Demnach aber Ew. WolEhrcnvest. und Groß« achtb. Gunst, von Jugend apff .v. Wol Ehrendesten und Großachb« Gunst, rvirdiesen umb viel vermehrten und verbesserten 6a- Llium Valeneinum, unter deroruhmwürdigcuNah' wen an den Tag geben, und deroselben, zu sonderbaren Ehren und Gefallen / 6eäiclren und zuschreiben wol« len/der gäntzlicben Zuversicht lebend/ Ew. Wol Eh« renvest. und Grossachtb. Gunst, werden dieses unser Vornehmen im besten vermercke«/und uns mit beharr» sicher Wolgewogcnheit ferner zugethan seyn und bleiben. And thun diesclbige der Gnade und Beschirmung des Höchsten zu allem selbst verlangenden glück« lichen Wolergehen getreulichst befehlen / verharrende Ew.wolEhrenvest. Gwßachb. Gunsten Allezeit dienstfchuld« und willigste Hamburg den > 7. Martii Anno 1677. Johann Nauman und Georg Wolfs Buchhändler. 1 GOGGHGG°:KDKG-IGG G-IKGOGK.'oGGKGGGG Borrede. Darinnen enthalten die Nrsa« che dieser L6icion,undein ^ncomium Wer Schrifftcn 8 ^ 811.11 S schreibet der heilige Lugustinus, daß aller?bilo5opboi-um fürnehmstcs 8cu- clium diesesgewesen sey/ wiemarniehm« lieb glückselig und wol auff der Welt leben müchre / welche Glückseligkeit man f das Lummum bonum oder das höchste und edelste i Gutnennet. ( ^ug.ste Lpiclir.LLtoic.) Nungebühretdieser Titul allein dem ewigen und allmächtigen/dreyeinigcn unsichtbaren GOTT/ i denn §r ist das rechte lummum bonum. Nach weltlichem Verstände aber kau ebener ^ Massen unser uhraiterStetnder Weisen das lummum / bonum genannt werden. Denn / wie in bibro LpocLl^plcos Hermetlz geschrieben stehet/ ist dieses Werck das letzte/ grösseste «nd höchste Geheimniß der Natur / Welches der Unterweisung derer/ die den Stein kennen / den dW gantze WeltwegenseinerKräffte begehret/ und von den Menschen nicht hoch/genug mag geschähet werden. Denn er gibt Gesundheit und Uberfiüssigkeit her Schatze/ Starcket die Traurigen / machtgesun- die Krancken / offenbahret alle heimliche Schätze / uüd Heiler in gemein alle Gebreche«. Durch dieses arcanum haben die?h!lalophr diesteben freyen Mnste erfunden/ und ihren Reich, tbum damit erlanget: Durch dieses hatMostsdie. Geschirr in der Stiffts-HAttcn / und der König Sa- I.omon zum Gotteschienste im Tcnipel viel zierliche Hin, lchei sprtl Aß Mr Gel ich' len» W säg das gen eur habengrosse Thaten damit verrichtet r^sria bloln Schwester ist damit gastfrei) gK Wesen; Abraham/ Isaac/ Jacob und andere Patriarchen haben ihr langes leben und grossen Überfluß des Reichthums davon gehabt / und,alle Hronnuen die es gewust/haben GOTTdamitgedienet / derbal- ben ist seine ErlEmng bester/denn alle Handtkierung mit Gold und Silber« Denn es ist das beste Wsrch unter allen Werchen/ we il alles das/ was der Mensch in dieser Welt von zeitlichen Dingen begehret; kan/ - diesem nicht zu vergleichey ist. . ^ Denn dieser Stein ist bewehrt/vollkommen und «libetrügkich ersrMden worden / und stehet M ihn, ab l lein die Warheit / und ist in seinen Wercken keine (Li- r tzelkcit. Man kan sein Lob nicbtgnugsam außspre- / chsn/nochvon seinen Krasstengnugftm reden / weil < seine ^ As str> wt alc dci gel de, 'S ! Vorrede- Him gute Eigenfchafft und Krasse über -er Me«, scheu Gedancken /. und mit der Zungen nicht außzu- sprechen ist: dailnallerDrngtElZenschafftenwerden W ihm befunden. Dieser arralterStein ist von den alten kliilost,- xhw ein Schatz aller Schätze / und Geheimniß aller Geheimnissen, und vpm Lasilio Valentins (welchen jchvorein recht ^umcnmuncli halte/) Alles in Äl« lem/ Jtem-dergrosseSieinder Welt/lm-eiy Hirn- ^ Ucher Balsam genenyettvprden» ! " Welcher Stein über das nach viel andere un« s tägliche Tugenden mit sich führet / undist dieses nur das geringste/das vielGoldundSilberdadurchkan gemacht / und aste iacurablesmordl damit könne« ! eurirt werden / nach Zeugniß aller warhafftenklü- ! losopkorum Schrifften. ^licnrc! 8enäivnAius schreibet in seinem ^rg- Ssr von den drryen Ansangen alter Dmgt/von un» strm Göttlichen Stein also: Es ist ein Spiegel in seinem Reich / dariMN man die gantze Welt besehen kan/ welcher in diesen ^Spiegel sshet / der kan darmn diedreyTheileder ! Welkheit her gantzen Welt finden und erlernen /und s wird st weise in diesen drey en Königreichen werden/ als äristorcle;und ^viccnnsMvesen/ und Viel an» dcre/welche/ wie auch ihre Vorfahren in diesem Spie- j V stek gesehen haben/ wie die Welt sey erschaffen wer» s den tte. - Eben dieser 8cn s« daß ich mit meinem Munde so weit keine Offenbah« rung mehr gethan habe / und GOtt har mehr Wir« ckung «tun taut« Sie W» Sck weis erste les» den. tzetd diee den* Me cher lobe« Kür G0 rech" ^ von l sien i and. fahr fein ckel tigr fron Sü san> verk Vorrede. 6ung und Wunderder Natur einverleibet/ weder viel tausend Menschen gläuben können. Mir aber ist ein Siegelvorgedrückt , auff Laß andere nach mir auch Wundersachen schreiben mögen/ so da natürlich vom SchöpFcrzugelassen / aber übernatürlichvon deu Un- Weisen gehalten werden/ denn das natürliche hat seinen ersten Anfang vom übernatürlichen / und ist doch alles nichts zusammen denn eitel natürliches zu befinde». Lerns>sr^u8/T'rovilsnuz in seiner Votrede se- , Het diese Worte- So zieret auch die Kunst / wenn die^ompolttiondes warhafftlgenSteins gemacht/ ! den Menschen mit solchem Verstände / daß sich der I Mensch darüber in sich selbst erfreuet/ und mit hrrßli- cher BegierdGOtt für solche Wolthar dancken und loben muß. In Summa/diese Kunst übertrifft alle andere Künste dieser Welt / denn sie ist eine sonderliche Gabe Gattes/ undkönrewohkejnei»bösen Buben t berste reel l sehen möcht/zwivgen, daß er GOtt liebte / und von seinem bösen Aben abstünde. Und derhalben ist ! sie nicht allein sehr nütz/ sondern stesoll auch zu keinem i andern / als zu GOttcs Ehr/unddcs Ncchsten Wol- sahrt gebraucht werden, ! Abgedachter Mcolsu; klamcüu; schreibet in s feinkrVorrede psg,; 5, von diesem Göttlichen Wer- ^ rke diese Wort; So der Stein durch jemand verftr- i tiget ist < so verivandelt er den bösen Menschen in einen s frommen / und reutet von ihm aus die Wnrtzel aller ' Sünde / welche der Geitz ist, machet ihn freygebig/ j sanfftmüthig/frommundGottcsfürchtig/ sobößund , verkehrt er hiebevor auch immer mag gewesen seyn. Denn Vorrede. Denn er wird hinfürdcrs gleichsam entzückt über der grossenGnade und Barmhrrtzigkcu/ die er von GOtt erlanget/ undüber die TreffeftmerSKttlichcnwun. dersamer, Wercke. klorienus P3A.L5. redetvon diesem Wercke also - Inder Stund aber der Zusammenfügung wer- pen diegrösten Wunderwercke erscheinen« 8en6ivoßiu5 pgg. ü^. fuget / daß/da er in den Garten der blelperiäum gckonrmen / ihm Glück gewünschet/und allda einSpiegelgezeiget worden sey/ in dem er die gantze Natur bloß und guffgedeckek sehen können. Eben dieser ^ucor schreibet p-ig. 57. Des künff- Sigen LcbensDerbesscrnng sehe ich für Augen / und erfreue Mich derselben- Ich verwundere mich nicht »nehr/wie ich zuvorn gethan/ warumb die küilolopkj, ßvann ste dergleichen dleäiclk, erlanget / nicht geachtet haben ihr Leben zu verlängern / Sintemal einem jeden VKilolopKo das künfftige Leben also für Augen jst/gleich wie du dein eigen Angrstchte in einem Spiegel sehen kaust. Erscheinet/ daß/odannes l'suleruz in seiner Predigt auffKene6lött des heiligen Abts-Tag auch auff diesesWerck gesehen < da er gedenckez. Dom Wimder grossen Adel und Krafft des nach» lichtn Liechts / Und wie demselben LeneüiÄo gcof- fenbahret worden se» eine Klarheit / darin er die gantze Welt/ ais m emerWgel mit einander versammlet gesehen hat. Weil denn dieses eben der rechte Mittelpunkt Ma alle Weisen zusammen treffen: Als habe ich vor gut geachtet / s-rhanesaußden küilofoplusbeysam' «lenz denK H,lÜlo „achl m"b bitter > ohr>( ko'l" bescb was ture seih Göt chen i ^ irea ^ mch> barl zu« Nil , hab, lwie ge/ sten, i zuni vor« > hiul wer -eni und scht Vorrede. > menzu tragen, und dem guthertzlgen und Mkntineu< denKunstsuchenden dadurch Ursach zu geben , die xk'üosopk'lscbe Schrissttn künfftigerZeit fleiffigerk „ach meiner Dermahnung durchzulesen / undGOtt „,nb Weißheit und umb die Gabe des heil. Geistes zu hjtttn/wie der K-nig Salomon auch gethan hat/denn ' > ohn Gebet und unermüvetem Lesen kan niemand darzu kotlunei»/ noch das Bilde dieses unbefleckten Spiegels beschauen. Wer nun ferner wisse« und erfahren Willi wasin diesem Spiegel,in welchem ihm die ganßeNa- tur entdecket wird,zu sehen undzu erlernen ift/derkauf-- fe ihm das Buch , dessen lieul OffenbahrunA Göttlicher Majestät / darinn wird er Wunders«^ chen und Geheimnissen zur gnüge finden, i! Was aber anlanget den Mann Gottes pr«< ^ trew Latiliurn Vglentlnum,so begehret derselbe nichh ^ mehr vou seinen vilcipuli; , als baß er einen danck» barlichrn Willen von ihnen überkommen möge, wie zu ersehen ist'in seinem Triumph-Wagen ' »U pgg. irz. damit sein Leb mit hohem Schall er» haben / außgebreiter und biß an das Ende der Welt (wiedennunzweiffllch geschehenwird) verbleiben mö« ge/ wenn sie sehe» mit Augen,und mit Hündin anta» sten/sschlen/greiffen und befinden werden/ daß er ihnen ! zum Nutz und Dienst die helle unverfälschte Wachelt ' vorgeschrieben/ und als iin dknckwürdigcs.TestaiiWk Hmttrlaffen habe. Aus jeßerwehnten seinen Worten ist zu etlichen/ weilen feine Scbrifften voller Warhett seyn, und aus dem gesatztku Felß/da alle Weisen zusammen treffen/ und aus welchen man Warheit bauen / lehren und schreibe« kan/geschrieben; Als hm er durch denGeist G-tz Porredr. Gottes gesehen/ daß seine Scdriffttn» inigleichen diese ! hochcble Kunst » bis; ans Ende derWelt verbleiben i würden. Denn er in, eilffren Schlüssel Meldung thue/ , AA Laß er so klar und offenbar » doch stguraie geschrieben habejwie seine Lehrer vor ihn, auch gerhän habe,, »doch Sch aber noch klärer als sie» dessen ich ihm denn Zeugniß chM gebenmuß/wrilen icham »neisien seine Schrisstenvor anderer kl,i!olophenSchrjfftcn nun übervierzigIahr M / gelesen habe/und kan mit Warheit sagen» Laß ich seine lenkt zwölff Schlüssel »uehr dann über hundert mahl durch- > Schi gelesen I also daß ich dieselbe dadurch auswendig kan» uhra! und diesen Nutzen darvon bekommen that» daß,wann ich beyNacht erwachte» ichscinen sinnreichen Schriff» schmi ren desto tieffsinniger nachdenrken/ und dadurch ande« die d, rer ki,;!vkopk,orum Neben besser verstehen tönte. Derohalben ich diesen seligen Mann zu meineni lesen ^rreceprotc indiesem Stück crwchiete» dicwci,erain j Grui allerbesten» hellesten und klaresten vor andern kKUolc»^ ^ kM L> phen geschrieben hat: Wie er selber im Triumph. Wagen gedenckrt. Ick habe, spricht er/ jetzo genug geredt/gnug. sahm geschrieben» auch gnugsam gelchret» so hell und ktar/jasodeuklichibaß mans mit Schrifften nicht besser ausstreichen noch lehren könte» es wäre denn «Lach/ daß einer murhwillig zur Hötlen traben , und darin versincken wolte / dasjenige weiter und offcnbarlicher von sich zu stellen, welches doch von, Schöpffer höch» lich verboten» nicht zu esten vom Baum / so mitten in A.sel den Garten res Paradiescsgcsetzt ward. lesen» UndxaZ.rFi.schrcibcteraiso:2lchGott! was söl ich viel sagen/was soll ich viel schreiben/und was sol Bsspst ich viel gedenckm» ich werde doch zwarmciykr imaAl- ns> cit!r nem sind . durch Vokr»-k käüott und Crnbildnng nach/ sehrwenig Leutt Ustd Ärtzke finden/ so mir hiermnen werden vollständigen ^ Glauben zustellen und dieser Rede/so ich inSchrG Spätern /^an stateines ^staments zum besten treuhertzig entdeckt habe» Es muß aber Hiebey auch in achtgenvmen werden / die treuhertzige Vermahnung des Lalilii Va-- lenrini die er thut an seine vilcipu1o5, Aposiole und Schüler in dem voMgrvssen Stein der uhralten Weisen/mit diesen Worten: Verachte mein Freund auch nicht / Nvch bei- schmähe zu lesen/die warhafftige Schafften derer/ die den Stein vor uns gehabt haben/denn nach der iÜsfenbahrung Gottes/ habe ichs von ihne/und solch . lesen muß vielfältig und ostter geschehen/damit der > Grund nichtvergessenwerde/und die Wachen aste ein Licht verlesche. ^ ^ ^ Den wir Ncruksräu; setzet. 8tucilum keeutt» clüm Ooöiorer, amovet iZnorantiam.LrcLln^i cit liumanum incelleöium äcjverstncoZmtiü»! ncm A lcienrisni cujuslibet rei» Dieser Vermahnung habe ich auch gehW/ und die Bücher der ?tülolooKorum zum östem durchgelesen/und mir dieselbe bekant gemachet., Dieweil mirabek der sehr schöne un änmuthigt 8tylm kratrir öLillüVsIerttin',unfeine würhaffti- ge Schrifften am allerbeste gefiele/ als habe ich auch dieselbige am allermeiste mit grosser Meöwcion gelesen/ un durch Genes Gnade viel Geheimnisse dar- auß erlernet/ und nach vielem bitken/suchen und an« klspffen gefunden den Mittelpunkt/ ungleichen die Dorttde. kKyl,c»UfchrSchlussel/die altePforten derGeheim- niß der Natur aujMliessen/ ^duns den Gesimd- Brunnen eröffnen können. Wie treuhertzig redn er seine viscipulos an/in seinen Triumph-Wagen paZ. 169. solchen Mittel- punct zu suchen/also sagend: O ihr Junger und Apostel meiner Predigten/ nehmet meinen einfältigen Bericht ja recht in acht/ mit scharffey Verstände/ und trag «Verlange nach dem innern Suchen des Mittelpuncts/ welcher im äußern Ansehen nicht kan erkant werden. Und mischt vom groffenSkeinderWei- ^ fen schreibet er also: (mercket es wol) Vergiß darnach deiner fleißigen Arbeit nicht/ stetig zu suchinachder Schrist/setzte aberdeinVor- nemen nicht in eineWanckelmuht/svndern folge dem zesatzten Felß nach/da alle Weisen zusamen treffen. Hiemit stimmet uberein nerntiLrclusi'revi. sanur nn andern Theil seines Buchs / da er also schreibet: JnSumma/wer diekkülolopno! recht verstehet/der sihet vhneBrillen/daß sie in allen Stücken ü- berein und zusammenstimmen/ aber die Unweism UlidlZnoranten ,fv keine 61 ii srtir seyn/schweben in pem ßlschen Wahn/ ob wären siegantz wider einander/und können es in ihrem Ochsen-Gehirn nicht zusammen reimen. , ^ Dieweil ich dennvvn dem hvcherleuchtnen nunmehr seligen Man krstre Lalilio Valenlino so viel guttlnüruÄioner unUnterricht gefasset; Als erkenne ich mich schuldig und pflichtig/seinem Begehren / zu Borkkbe. zu erzeigen/ welches nun darinne bestehet/daß ich bis Beförderung gethan habe/ daß alle feine Schaffte/ so mir zu Handen gekoiüen/un in gar kleine Traeeät-r lein hin undwieder zerstreuet absonderlich zufindett seynd / mochten in ein Volumen zusamen verfasset und getrucketherauß gegeben werde'/ damit der gut» Schrifften bisans Ende der Welt verbleiben mögen. De 5 er merlr'i rt es/dieweil er vor andern sehr schön geschrieben/ un nichts außgelassen hat/wie die andern klülolöpki auß Mißgunst gethan haben. So ist er auch vor andern ein hocherleuchkev Mann im Licht der Namrgewesen/ undderowegen hat er so manniches schönes Buch und PEat auß dem Licht und Brunen der Natur geschrieben/ und durch VerleihungGöttlicherGnad schreiben tönen/ Dieweil er durch den Geist derWeißheitistgelehret und Nachdrucken seyn verfälschet/ auch viel außge- lassen worde/insonderheit in dem Buche vomBerg- Wercke; Als seyn dieselbe nunmehr ausss beste hinwieder ubersehn/ un auß einem msnulcnptv Lom- xiemet und an vielen Orten verbessert w orden» ^lcsniu;, ^cliomanuzZLVxrmicliuz iNlurliL schreiben von dem ersten und zwemenWerck/ das ist von der Vorarbeit und Nacharbeit Un^r andern Philosophen ist niemand mehr/ der von der Vorarbeit gedencken thut/ als ^r-noI 6 u§ cle VjllguoVä in seinem grossen kolAnob-ibri L.Lap. 6 . 7. 5^ biß Vorredi. Lrx.'n. sokanner öe ?a6ua wie auch kiLuz 1 JarioliiLap. A.vionylmn ^acliarius im 6. Lgp. , 6eorZ.kiplLu; in der drittenPforte/und dan dieser ' vLlrüurValentinu; im andern/fünssten und achten ! Schlüssel. Welche erste ^rTparanon oder Berei- ' tung die allerschwereste Sache über alle Dinge der , gantzen Welt ist / wie l^icolaus klamcll in seiner ' Vorrede p.; o.darvvn Jeugmß gibt/welchesBüchs lein ich auß dem Frantzosischen in Teutsch habe vertuen lassen/und ^nno 1665 . zum Truck befördert/ imgleichen den ^rtepkium Lctiortulanum ^nno ?r6L-. Die andernkkiioloplii fangen alsbaldvonder Komposition an/und verschweigen die Vorarbeit/ oder das erste Werck/ wie nemlich der Stein in die fi vierElementa mäste gecheilet/und aufs höchste gerek- , «iget werden / wann das geschehen/so folget alsdann > das zweyte Werck/nemlich die Oomvolnion, wie , Mann und Weib / 861 Le I^una, 8ulplwr Sc lVler- curius, flüchtig und fix werden zuWen gefetztt/ biß es werde ein Edelstein / welches bey den ktiilolöpkir besser ist als Gold/ und höher zu schätzen als Perlen/ denn er widerstehet dem Feuer. Von diesem Edelgestein schreibet kslillur Vs- lenriE daß er rechteswegen keinen andern Nahmen haben kan / denn der grosse Stein verwelk. Item die (LUinta Lllemia seines Wesens: Ein feu- rigs Gold/dasmit Feuer bewehrt ist. kaymunöur Lullius nennet diesen Stein/ das Gold GOTTes. Lallen in dec^urba nenetdenSteisiVenenum tin- zenr oder ein färbendes Gisst. Lusso; in der lur- Dsrretr. k>L nennet den Stein l.spiclsm nummolüm und ein feuriges Gisst. Dieser ksliiiuzVLlentmr aber hat nicht allein , die ersteArbeit in den zwölff Schlüsseln wolmeinent- lich beschrieb?/ besondern auch imTriumph-Wage» des ^nrimonü hat er den gantzen lsborem und die Vorarbeit desl-spiäirklülolookici unter denkro- ccllen des^utimonii un demStein Ißiijz ÜKU53liL tieffsinnig und auffrichtig beschrieben/als wann das ^nrimomum die Vera ^lsteris oder LuHeÄvM rinölunL wäre. Wie er gleichfals auch gethan hat im dritte» Theil von Erklärung der zwölff Schlüssel/da er den P28.I-7- also schreibet: Und wisse daß sich die Alte» beflissen/ die Bereitung des Steins zu beschreiben/ unter der weise der clikiilLtion des Weinsuyd seines Geistes / welche in der Arbeit einandergleichfor- Woraus ein Liebhaber undder KunMchende ersehen kan/daß wirinTeutscherSprachebey diesem fürtreflichen?NlIosopKoLssHioValenriuo die wahre unverfälschte kkilolopluamA/Uckxmiam alsi» hören/sehen und finden/nicht allein in Schrifften/be- ssndern in schönen Uieeoglypinschen Figuren / als wir dieselbe beysammen nicht gefunden haben/weder inLateinifcher / Hebräischer / Griechischer / Egypti- scher/Chaldeischer/Syrischer/Arabischer/Frantzö- Mer/ItalienischerundEnglischerSprache.Dero- wegen diesem seligen geistlichen Kloster Mann die Ehre gebühret/daß seineBücher der gantzen weiten und breitcnWelt durch denDruck ausss neue mögen kund gemacht werden / damit zu federst die Meißheit bz Krafft Vorredt. Krasse und Allmacht GOTTes/zu dessenEhren ich Diese Vorrede gemacht / bekannt/ weiter außgebrei- je- Pbiloftphi furnehmlich geschworen/ solch Geheim- > niß nicht zu offenbaren/ haben sie mit Fleiß mancherley Zeit gemeldet / da sie doch mit einander überein < treffen/und nur eine eintzige Zeit verstehen. > Wenn man nun die Zeit weiß/wenn die ^ Zunälion angangen/so ist das übrige Merck nur ei- ' ne Arbeit derWeiber/und ein Spiel der Kinder/wie lioci-stez iaget/als nehmlich: Ich habe dirdie rechte ^ Eigenschafft unsers meisten Bleyessdas ist/die rech- ^ te Bereitung unserer Materien/ die am ersten l schwartz als Bley erscheinet darnach durch das stete > kochen weißlechtwird) hast du dieselbe recht eiNge- ^ nommen / so ist das übrige nichts/ als ein Merck der ! Weiber/und ein Spiel der Kinder. Mit welchen Worten er zu vetstehengibet/daß ! nach der Vereinigung nichts leichters sey/ als unser Merck/welches warlich wahr ist. Denn es ist als- denn keine andereArbeik mehr nöthig / als daß man ^ > die zwo vereinigten Materien/ so nun allbereit beysammen ftyn/ctiAei-ire und kochte/in des hat man die gttiMsiebeNdenBuchLtlstcoruni: Daß ^luhe lustiger sey/als etwanneineArbeit. Ich habe zwar/wie kurtz zuvor gedacht/die vc- ram MLreriktni viel Jahr vorher gewust/ ehe ich damit habezuWerckgeheNkönnen/undvbichwvl darinnen durch GOktes Gnade einen, zimkichen suceell - gehabt/bin ich doch durch unümbgängliche aufgebürdete Stadtgeschaffte/wie auch nicht weniger wegen Miner eigenen grossen negorien davon leider wie- . Vorrede. il dK du abgehalten worden / daß mir das Ende zu vollfüh. >eim- ren unmöglich gefallen. cher- Denn dieses Werck den i^gpl^em kkiloloplü- uein cum zu verfertigen / erfodert einen ganßen Menschen von allen Menschen abgesondert/damit er an seinem ^on. lsbore nicht möge gehindert werden / wie ^ruoläur tk ei- ^ Villa Nova und mehr andere kkilosopl, l bezeugen, /wie . .-^och ist inir durch GOttes Gnade die Phi- echte losophische Sonne in meinem Berstand je mehr und uchs ""br auffgegangen/daß ich gemercket habe, daß sie offk- -stm «lcchls das Ende vor das das Mittel in ihren Schriff- stöte Een gesetzt / und den Anfang pur! al, Impuro zu scher- tige- den/ und in die vier Element« zu theilen / gantz vorbey k deö gangen und verschwiegen habe«. Es hat «nich gelüstet anhero zu fttz« / was der chäst vortreffliche und sinnreiche kliilolopkur Lcvrgius Lipl-eu; Cso zurZeit kracris Saülii Vslsnkini soll ge» als- lebet haben) in seincrdritlen Pforte / von Scheidung MN du vier Elementen also geschrieben hat. xs§. z 6. bey- ' . ' . i die 3» unser Separation ftyret die Natur nicht/ 8 sa- sondern scheidet der Elementen Lualikät/biß zum vier- 0 lu- den Grad/ so lairge/ biß solche alte verwandelt werden. Die Erde wird zu Wasser in schwartzer und grauer vc- Farbe/darnach wird Wasser zu Lasst/ durch warhaffte j da- weisse Farbe/dann wird Lufft zu Fener/inchr Elemcn- )ar- ta haben wir nicht / darauß wird unser Stern durch eell Kunst lieblich gemacht/ und von dieser Separation ist bür- mehr zu sagen nöthig. :gM Die Scheidung wird gcnandt (wir solche die wie- rlülolopki beschreiben ) eine Zerstreuung obgemeld- dev irr vier Elementen. Aon solcher Scheidung finde , L ich Vorrede. icv eine gleiche Figur/so bey dem Propheten tm Psalmen befindlich. „ ^ Alls einem Felsen hat GOTT klares Wasser -rächt / und eine Menge Oels aus einem harte» Steine. Weiter schreibet 6eorgi'ur D'pirus in diesem dritten Capitel oder Pforte. . , , Es scynd viererlei) ArtdesFcuers/soduwissett ,must/das Natürliche/ Unnatürliche/ und das wider die Natur/ und das Lleni ennsche Feuer/so das Holß anzündet / dieser Feuer gebrauchen wir/ und nicht mehr/'das Feuerwrder die Natnrnmß die Cörper bei^ Ken. Esist der Drache/ wieich dir sage/ so hefftigee brennet/als das höllische Feuer. Das natürlicheFeuer/ist das dritte rvtenfimum, dieses Feuer stecket in eitlem jede» Dinge verborgen/ das zufällige Feuer/ nennen wir das Unnatürliche/ als Aschen-Fener / nnd das Feuer des Lalael zu pu« irekcirea-. PhnjetztgemeldtesKeuer/wirst« nichts zur Fäulung bringen/ damit deine Matcria könnege- scheiden werden / damit sie zu einer neuen Lvnjun. Äion bequem gemacht werde / mache verwegen dein Feuer inwendig im Glase/welches die corpvra hefiti- grr verbrennet als das Elementische Feuer/so du anders nach deines Hertzens ^egierdk aus unserm Ge- hcimnisi/ewiLcii Nutz bekommen wilst/ alsdann wird den! Same faulen/ und auffwachstn durch Hülffe des zufälligen Feuers / daß dieselben darnach natürlich mögen gescheiden werden. Also mustu durch die Pforten der Scheidung kommen / dann kanstu f rner nach der Pforten der heimlichen OvojunÄlvn dich wenden / kodich inwen« dia in das Schloß (merkt es wol) führen wird. Man- Vorrede. «Heines >.. »>^F c«r^^> l ! t. , Unter den kiiii; cloÄrmL und Nachforschen ' Lieser Göttlichen Kunst und Meisterstückes /welches j anders mcht »st/dann ein Geheimniß aller Geheimnis« i sen des HöchstenundgrossenGSttes/möchten viel ,1 gefunden werden/ diegern benachrichtiget seyn wol- ten/ivle ich als ein Kauffmann m diesem grossen und hohen ärcan» gekommen sey ? Denen will ich zur sreundliehen Antwort dieses berichten. .... Erstlich hielt ich mich fleißig zum GchörGötk- liches Worts umb ftkeden HErrn meinen GOtt ->r i suchen«. Dann das Wort GOttes des Allerhöhe- 1 sten ist der Brunn der Weißheit / und das ewige Ge- t bot istjhre Quelle/ 8 ^. t. 5 ., Kcpsulopoli vcrstr/. Die Furcht des HErrn ist der Weißheit Anfang« vei-5 r-. GOTr furchten ist die Weißheit die reich Machet / und bringet alles Gutes mit sich / vrr5 r Dem Gottlosen ist GOttes Wort ein Greuel / denn es ist ein Schatz der Weißheit / der im verborgen ist; Wer aber ein heilig Leben führet / der ist GOLT na^ he. Wer nun Lust hat zur Weißheit / den machet siL zumHerrn/8ak"6.v6rs.^o.rl» ' Zu»n ändern gerieth ich mit zwötn Lcuäiost; jn Kundschafftizwciffels ohn durch Schickung des Aller- > höchsten / und nachdem ich mit denselben eine zeirtang rsnverstrech j vernahm ich aus ihretttlilcurlcn . daß sie in Sprachen und guten Künsten ziemlich erfahren waren/ führeten darneben auch ein ehrbares Leben und Wandel / davon ich weikläusstigern Bericht in der des Büchleins dllLüiai klslnelll gechan hä> Vorrede. ke. Es wollen die ki!ü voÄrinse sich bemühen diß Trattätlcir» zukauffcn/ denn dieser ^uwr einer von den besten 8cribeaten mit ist / und den isxiäem ge. ' macht hat. Bey venselbenGottesfürchtigen 8tll6iostr fand und sahe ich mannig schönes Buch nicht asten Ideologische besondern auch philologische Bücheriwelche ich mir aste mit sehr grosser Lust und Freude zur Hand schaffte/ denn ich hatte GOTT und Weißhrit lieber den» Geld/ achtete deswegen kein Geld. Da ich nun zu »»einen Männlichen Zähren ge» kommen war/ und das drey und dreyßigste Zahr erreichet hatte/gefiel es GOtt dkiri HErrn n,ich in den her- ! ligen Ehestand zu beruffcn/dann durch seine Göttliche - provicicnr kam mir eine He»irath str/welche ichmcht » nußfchlagen tonte / dieweil meine Liebste eine Jung- E stau und eines vornehmen Kaussmgnlis Tochter war/ / und wir uns von Kind auff gekant, und Spie^enof« sen gewesen waren i mit derselben verlobte ich mich im ^ Nahmen GOTTes/ jedoch nicht ohne cons-nr ihrer ! Frau Mutter / und dero beyde Herren Dormünder/ und diß gefchach ^Nk»o ls;6. ?rrmo lebrdgrü , dar« I auffverrejftte ich den sechstel!» k-br. nacher Holland. , ZuVianakoiuend/trassichaneinenvonden be»)« den üuäiostr, der astda bey eniem vornehuren kkilolo- j go und ehymico war / der führete mich in ein sehr ^ grosses l.»l,orswrium , welches mich sehr svimireee und anfrischete / da ß ich noch viel grösser Liebe zu deut - -Kuäio khstologico bekam» / Fünff Tage vor meiner Hochzeit / am Tage da die Hochzeit-Gäste eingeladen wqren/überfiel mich ei» , sehr grsW Unglück / daß miserHauß Abends umb / zehn ' Verttde. ^ zehen Uhr in Brand gerieth , und verbraizdee in ge- schwinder Eil alle das meinige hinwkg/ daß rch nichts «uffdieser Welt behielte/dann mein Leben / und mit jenem rllilosoxkv sagen möchte r vmma mea mei «um Porto. 2 m Femr verblieb ein Diamant Ring/ so ich «och meiner Braut schencken und verehren wolte« Ungefehr fünffWochen nach dem Brande / ward der güldne Ring wiedergefunden / der Diamant- Stein aber , welcher ein hundert fSnffnndvierKig Reichs^Thaler gekostet hatte, war wegen der grossen Hitze daraus gesprungen / und verlohrm geschätzet/ aber endlich durch Scbicknng des Allmächtigen Gottes, der diejenigen so ihn fürchten/ lieben und auffibn bauen, nicht verlassen will/ward das Steinlcin in dem ersten Siebe / da sie ansingendie Kratze zuwafchen/ wieder gefunden, der durchs Feuer schöner geworden/ als er zuvor gewesen wat/darauß spurete ich/daß Gott der HERR mirwiedermnhciffen/ und mich segnen wolle. MeiuenLebens LaufsMim zu beschreiben / so Lay.ich dem begierigen Leser undKlinstsuchenden nicht uriberichtet lassen / daß die jenigen so zu diesem hohen und grossen Geheimniß kommen sollen, vonGOTT j dem HERRN schon von Ewigkeit, nach seiner / grossen Gnade, Liebeund BarMhertziqkeit außersehen , und außerwehlet feyn/wie hiervon dieBsrso sokannis, / rlcinsüllL lauten. ^LpiLesn^Lnsssc exrribus, öarur,niii czuibus l)Ll ür Lzriramms. - c Z Px mgrrlSvönrre ^uos beavie^ Hr krnc sä ^rrem öeüiliLVlL Facrogue sancimilie. DieKinder vor« Ewigkeit aufferkohrn / werden hir ge-bohrn/ wie der Thau des Morgens fallt/ feucht -ieErd/u«» erhält/ wird beschert,und vonGOTTbe*- Mt, Tricon. Unser Weischeit ist alles ein Dingt Welche GOtt der HErr offenbahret hat /wem Er Willi und behält sie auch/wan» fein Will ist. l^orienus. Dann GOtt gibt die Weißheits die da Göttlich und ohne falsch ist » seinen getreuen Knechten,denen / nehmlich / welchen Er von der ersten. Natur der Dinge zu geben verochnet hat l mit seinee wunderbarlichen Stärcke, Dann iin Bor-Jahrauffeinen Sontag Mittag/ kam mein jüngstes Töcbterlcin, ein Kind von vierdtehalb Jahren, und brachte mir die ve- rsm matentzm l-ip I 6 irdkijo sop h ici,u n d fragete »nichj wie dasDinghikste- Ich sagte / es hiesse ein Stein. Da hatte ich nun.weiter meine meältacion vondreser Ip3terla-wie GOtt der HErr in so ein geringschätziges. Ding vor der Wclt/ein so hohes unschätzbares Gutge- leget hätte, lacobKökme l'eutynicur klnlvsopfm; schrei» bet/ Laß dieser Stein in albcrcr Gestalt ist/und hat die, Krafft der gantzen Natur in sich. k-ivrienuL., ÄZanndu dasjenige so du suchest/ indem Drecke finden wirst,so behalt die Hand aus der Taschen (Las ist / so spahre unnöchige Kosten- dann alles Vorrede. alles ivas man tbener kauften und bezahlen muß/ das wird ind»escm Kunst-Stück als Lügen und untüchtig Ding befunden. Leuman in Ler rurKs. Was wir suchen/ das wird öffentlich gar mnb einen geringenWerth verkauf' ftt/und wann mans kenne« , würbensbieKauffleu« nicht so gering achten und verkauften/ aber biß unachtsam und verivorffen Ding haben die?llilosopk,all- wegen geehrt und hochgeacht / und mit allerley Nahmen genennet / und haben gesagt/daß es ftp ei« Stein und kein Stein/und 6umws Lcoti-e. krarcr Lsstllur VsIenlinriz schreibet von dieser Matcria in seinem ^rsüslu von den natürlichen und Übernatürlichen Dingen in, neundten Capitel am E». de also; WelcheMateria össcnbahr ist für aller Menschen Ai-gen/weil aber dreTugenv/ftin vermögen und Krafttschrtieffbegrahen / und dem mchrenrheil un- käntlich/ so wird solche Mattria anch für nichtig und untüchtig aus vichxkennimg geschätzt und geachtet Werden/ biß den Jünger;) des HERNN/so nach E- mahus reiftten/ die Augen geöffnet werden / daß sie am Brodbrechen erkennen / was Wunder über Wun» der der reiche Schöpftet in diegermgfchätzige C«a- tur gelegct hat, der Nahmeheiffer »crw-r. welcher eine fliegendeSchlange in seinem Wapm führet mud zu einem Weibe hak / welche gcnennctwjrd ra,die allerMenschenHertzen erkennen kan / nndist doch alles eines/und ein einiges Hing/ und ein einiges Wesen/' das da gemein ist an allen Enden/und bekent« lich an allen Oertern/ jcderman greiffcts mit Händen/ und gebraucht zu Sachen/so geringschätzig sind/ das ge- t . Dsrttde. ^ . ! geringe achtet erhoch / und das hohe wirfft er hinweg- V Md ist nichts anders denn Wasser und Feuer/daraus ' die Erde mit Zuthun der Lasst gebohren worden./ und ßetzo noch erhalten wird. csliä LUurssarich: schreibet also: Und dieser f Stein wird zu aller Zeitgefundeu/ undan allenOr« ! - iten/ja auch bey allen Menschen/ dessen Erfindung dem > Suchenden keine Beschwerung bringet s er seye wo er wolle. Soisteraucheingeringschätziger/schwartzer- «ud stinckenderStein- welcher nicht theuer erkaufft wird / und ohne einen ist er nicht leichte an, Gewichte/ «nv man nennet ihn den Ursprung aller Welt, denn er bricht Herfür/gleich wie andere wachsende lind grünende Ding. Darumb habe ich Wich mit dem Königlichen Propheten David zu seufftzen und zu sprechen.- Ich will dir daucken HERR unter den Bölckern / Ich Will dir Lobstngen unter den seuten / umb deim Güte/ > «nd mub deine Wunder / die du an den Menschen-; Kindern thust / und insonderheit an mir gethan hast. ^ Dann dieses kain njcht uugcsthr / besondern ' durch proviäenr des grossen GOTTes/daß mein gar l kleines Töchterlcin vor dcrThüc auffdieGassen ge- > hen/und allda hat findev müssen / die rechte htst«rl«rn o der üibjeüum linÄurr, die nicht ungefehr darhin ' kommen war / dieselbe aus dem Koch hchen/und mich »- fragen müssen um den Nahmen des Steins/ dieweil es «in Stein und doch kein Stein ist / nach meines seliger/ kr-L-ccptoriL prarris LZ6Ii! Vaienr/ylLk^chmis^q , prima hsrteria hs^>lciir kll!1oloxllici> ! > v Vorrede. Hiervon puslivlice zu juäiclren^ söfagtich alsoGleich wie in dem LKao dicKrafft dergantzen Natur und des Steins verborgen lieget r Ebener »nassen batvieser selige Mann als ein hierzu von GOTT «usertvehltes Rüstzeug der Hoche^len unverfälschten rkilolopKiL, die Warheit dergantzen Kunst der ^1- ckymi«,so tieffim Verborgen lieget/in diesen wenigen Versen reüö verfasset beschrieben. Solches nun hielt ich für ein gutes Omen, daß so ein gar kleines Kmd/ mir eine solche r^arexism brachte / inwelchcr innerlich eine so köstliche Schnee- wcisse Perle /und ein edler blutroher seuriger Carbun- , M-Stcin verborgen lag. ^ Denn die ^IcK^mia ist nichts anders denn ein Gnaden-Gescheuck/ und eine Gabe des Heiligen Ger- stes/nach Zeugniß lokrinniz^näre« in demBuchhes SpiegclsüberdenTitelvon dtnFälschern / der also spricht r Du soll wissen / daßdic Kunst der ist eine Gabe des Heiligen Geistes. Und im fünfften BuchederOffenbahmngGött- MerMajestät L-p. lor. sprjcht dtrLuror: Die Künste und Wistenheit scynd nichts anders darm lau« ker Gnaden und Gaben des Heiligen Geistes. /oksnnez^erlansur^nglus redet hiervon al« so.- Die verborgeneRede der Weisen kan picht hin. bcrtich seyn / wo die Lehre des Heiligen Geistes wir» chet. ^rnolsus Zc Villa oovn. Damit NUN Niest» Nahme und Gedächtniß immer bleibe auffErden/ so habe ich diß Bkchleingcschriebkn / und mache xs nüt per Hülffe des Heiligen Geistes allen lieben Nachköm- Vorrede. iingenundKittdem GOTTES und dieseredelstm l Kunst, . ' s Es ftsirerver der selige Lsliliug Vglenzwu-, m I Widerholttng des grossen Steins der Uhraltess. Ob ^ auch gleich viel meynen werden/es sey zu lM entdeckt, l unv er durch solches Anrecht viel Sünd aüff Kcb gela» ! den, so soll doch jederman wissen / daßcsdeuAerstock- l ten noch schwer genug seyn wird / zu treffen ihr Su« l chen / denAußerlesenen aber klar ynd leichte. So 1 hat dennoch der selige Mann zum Überfluß eine kur- l He repencion vom lvlercurio, L8ale ge« schrieben. ' Über dem muß der selige Mannnoch imZweif. ^ fel gestanden haben / daßesdenkilürDoÄrmL noch »richt klar genug vorgemahlet / mrd in Schrifften entdecket worden sey/dasselhe zu verstehen < wclchergcstalt «ndrnaffeii/dieverschloffeue/ v.orgeschobene,vielfältige Riegel der Natur zurück 'zuschieben, die Thier, aller < Welk Schätze zu eröffnen/ und die Wiffenschafft aller > stberallsGcheiinniffen zu ergreiffen/unddurchSchärf- ' fungdesArrstandes mit Anhaltunqdes lieben Gebers zu erlangen sey; Devtzwegcn bar er selber einen Lam- l mcurarium über scmc'zwölff Schlüffel geschrieben/ . ümb den Hochgelehrten und vermeynten Klugen diese j Arbeit damit zu-benehmen I Jedoch wollen etzliche . KlkglingenochtiAgtrfc'yn/wiediewahrenkst>lo5oplil, , eabsUistcn und äsagi', Wd haben nicht unterlassen ! können , aus Ehr-Geitz commenrgris über Seine Schriffreu zu/chreiben/-wie solches offenbahr und am Tage ist. . - ^ ^ Iftaber jeinand untekdenkstllosoplil! Aerme. I ^cis derdavrrmchnet/daß.cr miksogrossrrVernunfft ^ und !» 1 b t, l» >« o b t e k i- r > - ^ e i - - t Komr«, Wtz hohem Verstände begäbet sey / in diefek himmrd sehen ü,,d G öttlichen Wcjßheit , derselbe wolle sich bc, lieben kassen/denkiliis öoürinse zum htsten/und gutem Zlnterncht ein Lommeyranum zu schreiben/ überdes LLlllUVssentlniOpulculum, genannt Occulra kllllo» sopklcq ;.-2mgr,ichen wie der Mische Magnet zu ü- berkomirien sty: Dadurch wird er zwciffels ohne/ ein grossesLob und ewigwehrrnden Ruhm / bey allen die« ser hochcdlen Wijsei,schafft Liebhabern / und fleisstgen Nachforschern erlangm« ^!icslged5enäiv'SAiu5 in seinem Philosophie ftben Rätzel.an dir Kinher der Warheir schreibet also r Euch aber sägejch-/ daß ihr.schlechr/ unp nicht zu sehr klug seyd/ biß ihr das Geheimniß erfindet / wann ihr dasselbe habet / muß die Warheit nothwendig folgen/ alskann tvrrdcsench anGcschjckllgkeic nicht erman» geln/ohnzehlig vttl Bücher zuschreiben/ welches drme viel leichter seyn wird / der indem Cenero ist und ein Ding stehet,als dem der aussen hxrumgehet/und nichts als das Hörst,gen hat. . Paß dieses hohe Gcheimniß hen Hochgelähr- ten zu hochdüncket / nimsirt mich gantznicht wunder/ denn dieses ist ein GöMches'Dmg'/ darvon das Fleisch nicht urtheilen kan / derowcgcn deuchts ih« ric» zuhoch/ gleich«lseineNachdEulespreche - Sie tönte des Tages Liecht nicht sehen / weil die Nacht ihr Liecht ist/bey welcher Nacht dasatterhelleste finsterer ist/ dttlndas allerfinsterste des Tages. Darumk «tust man solchen Gesellen sdie nicht GOTTes Ehre/ besondern ihre eigene Ehre/ Stoltz und 'Hochmuth suche») die Flügel beschneiden / und nicht auffs klärest?, chs Maul streichen / denn wem es GOtt gibt/oder ge- Lei, will/ dem istsklar und demlichgknung/lvieSaßlmr Valekttma, bezeug«/ xsg. »78.vonErläuttrungder zwölff Schlüssel. ^ Lano 1670. beförderte ich zum Druck die Da« ttätlein )oksnnl!7lc'lnen6r» ^ncovii äe Lbdsti» L Läoaräi Lellsei, darüber machte ich eine Vorrede/ »ikr warne« darin alle der geheimen und hohenKunst ! Liebhabe« vor den Sophisten und Betriegern/in wel- ! cher Vorrede ich viel Lx-mpU vonden Betriegern ach gefuhrethabe/wohrn ichden guchcrtzigenLeser will gewiesen haben/ ich weiß es ani allerbeften/was die So- xhistenmir vor promlssen gethan haben ; Aber ein gn» . rcr Engel warne« mich beyZeiren/damit ich nicht «m ein mehrers von ihnen betrogen ward. Nrm kan ichnicht unterlassen die Liebhaber dieser Kunst weiter zn berichten/ wasfür ein Ende diese ' Vetrieger nehmen- Ich habe einen gekannt / ndoch nicht ohne meiurn Schadtn / der starb in grosser Ar- muth/Schuid halber ward erin leinemHauft/ indem or soltt begmben werden/pemrrestirek/da muste seine Tochter Rath schaffen/wotte sie seiyerloß seyn- Noch einen habe ich gekannt von den Proceß-, Derkanffern/ den dergerechre GOTT nmgesundem Hertzen Bettlägerig werden ließ/daß er nach gerade dasSeinigeverkauffennud verzehre« müsse/affo daß gantz kein GOTTEs Segen nochGrdeyen bey solchen Leuren ist/ die mit Betrug und glatten Worten NN. fliese Lxemplr führt ich M Lehre «ndV derung zu geben / daß des LaKU» ValeEnni alle seine x > Schrifften auffs neue gedrucket/und in einem Buche » möchten herauß gegeben werden. , Zum andern/ durch was Mittel ich zu diesem r Hohen Geheinmiß und Göttlichen ünäia gekommen k Hin. Zum dritttn/habe ich mdieserBorrede denen Vor» clisci pulis mannichr köstliche Perie und Edel» '' gestein (verstehe/ mannig schönes äiüum und Lehre) . vor Augengeleget und gestellet / auchihnen/sovielmik ^ i vom Höchsten Imperators zugelassen worden/Auzei- » gung gethan / wie einige verschlossene und vorgescho- i bene Riegel vrrNatur zurück zu schieben/nnd dieLhür t > zu aller Welt Schätzenzu eröffnen und dieselbe zu erlangen seyn. Diejenigen so michkennen/ diewill ich gebeten ' haben / daß sie mögen fchweigen'und nrich nicht neu. , ÄorE. Neu/wer mich aber nicht kennet i der forsche nicht nach > mir/ dieweil ich keitt xoücüor des l^apiciis bin/ beson- > dern ein grosser Liebhaber der ewigen göttlichen'Wciß, i htit/undder Warheit/die inl Verborgen liegt.. Denn kein einiger Mensch / so lange ich lebe / wird von Mir mehrers erhalten/denn was Mein kr-cepcor kastliur Vsleatlaur, nebenst andern bewehrten klnlosopkiz of- fenbahrlich in Schtifften nach ihrem Tode den Söhnen der Weißheir hinter ihnen verlassen haben. Denn wie so getreulich hat für andern ?Kllo5o. x>Ni!rrstcrlZs5iUlls Valeminür seine vilcipalos vet- mahnet zur Verschwiegenheit Und Vorsichtigkeit im Reden von diesem Geheimniß/da er sie also unterrichtet/lehret/ und sie darneben gewarnet / in der Erklärung der ZwLlss Schlüssel UM diesen WortiN, ' Also sott du von Hertzen gesinM feyü alle solche h/erzu geschriebene Heimlichkeiten biß an dritt letztes Ende / und In die Grube-hinein verschwiegen halten/ rmdnichts andirverMcrckcn lassen / öder du bist deiN Trüffel in seine Mach, und auffallen deinen Wegen und Stegen beföhlen. Die Ursach solcher Vorsichtigkeit im Redest zeiget ögstiias Valennnus weiter an p3A.räz. Wem j aber die Augen eitimahl geöffnet seyn / der bleibet dar- / nach gerne bey der Warhcit/ und wird so begierig/ die MateriaM zu verbergen/ uüd vor den Bsßhafftigen zu > verschwergen/daß er Tag und Nacht sinnet/ wie er die- - se Materiam vor den Boßhafftigen tt/io Unwürdigen ^ verbergen möge. Inigleichen gedencktt er ferner rin Traciar von I l' N r 5 h i !- - ! s 1 i ß Vorrede. den natürlichen und übernatürlichen Dingen cap. z» Das ist nvnder Weg/ wie der Spiritus Uercurii zu erlangen/ ren ich eröffnet habe / soviel mirvergönnet und zugelassen worden / durch den höchsten lmper» rorem, die Handgriff wein erfinden dieses meines Wercks/ so offenbahr gemacher / wirst» weißlich in ächt nehmen / (ürrize aurLspsmphile) damit du vor mir nicht in derHöllen ei» Bad durch meine treue Warnung erleiden müssest. Auch Beschluß. Wünscheich/ -aßällpNIU Voürilue in meine Kußstapffen treten/ und meinem Exempel nachfolgen möchten / auch sich für den Be- trirgern und Groß sprechrrn fleißig fürseben / so werden sie durch ihr fleißiges bitten/ suchen, nttklopffen/ üuäiren und Wbotiren durch GOttes Gnade auff den richtigen Weg kommen / welchen ihnen die ivah. ren kklloldD gezeiger haben, welches ich ihnen asten aus Ärund meines Hertzens wil gewünscht/ und dieselbe allesämpt in den Schirm des Allerhöchsten befohlen habe«' ., v ' ^ : GOTT der Liebe /der allein werft ist / und der den wahren kkUyloxkrr durch seinm heiligen Geist diese heimliche Weißheit und Wahrheit / als ein GnademGeschenck offcnbahret und gegeben hat/dem sky Ehre durch JESUM CHRIST in Ewig« kest. Amen. h^orlenus» tzs ist dir auch Roch zuwissett / O frommer König/daß dieses Meisterstück nichts anders ist /drst ein Geheimniß aller Geheimnissen des höchsten und grossen GOttes/ bann Er selbst hat diß Geheimniß ' feinen Propheten befohlen / welcher Seelen errrem- lich in das Paradeiß gesetzet hat. Lr Vorrede. Ltxaulopok. Dann GOtt der HErr zeucht etliche aus sei- ! -reu Knechten Herfür / urw liefet ausdie foihmgefäl- iig/daß sie diese göttliche Weisheit/ so dem Mensche« verborgen/suchen sollen/ und wann sie dieselbe gefunden / bey sich aüeinebehalten. Dann dieses ist eine Weisheit/ diethren Herrn abhält von dem Elend die- fer Welt/und führet ihn zu der Weißheit der znkünff- tigen Güter in jenem Leben. er 8jchI^WdüttckemseinVrrstand allein könn'wol ergründen Das hohe Werck / der wirdgewißbetrogen sich befinden/ Wenn ihn des HErren Geist nicht führt/ wird er bey Sonnenschein Verirre«/ und das helle Licht wird ihm doch dunckelseyn. Dem höchsten GOtt im Himmel sts Lob und DMlckgeftrget für sture Weiffheir und Erkäntniß/Halleluja. X ^nno I.VX öc ZrVvlL <übrlscVs. 8vLl SLS 6l.0LlL »L V v L 'L' L L^8ll.II VLL-LMldEl Bencdicliner LMnS/ dem grossen Si Uhralten ÄZrisen- A Mir Menschliche_ Uu Handen stieß/begundt ich ! zu betrachten/aus der Na- tUkÄlödigkeit/ das Elend dieser Welt/ und bewtittet Mit Mit inniglichen die Missethat Unsertt et? ftett Eltern begangen/ Und daß keins BußfertigkeitauffLtden war/ sön< dem die Menschen immer dösek wurden/auch daß daS Ewige den Unbußf fertigen zur Straffe angesetzt / uneki forschlich und ohne Ende wate r Mets A ich ! r Vorrede. ich/sovielichimmerkonte/dem Bö- ^ stn zu entrinnen/der Welt gute Nacht ! zugeben/ und mich GOttzueinem Diener zu versprechen. Wie ich nun eine Zeitlang in mei- uemOrdenwar/unddaSübrigeCag- Werck nach Verrichtung des Ziels/ so ich mir selbsten zu meinem Gebet angesetzt hatte/nicht vergeblich hin- lausten/und meine Gedancken durch Müßiggang in neue Sünde nicht Ursach geben möchten/ nahm ich mir für/die Natur von einander zu legen/und durch solche Zerlegung ihre l Heimlichkeiten zuerforschen/ welches ich dann nach dem ewigen in zeit- lichen Dingen für das Höchste befun- ! den. Und dieweilichviel Bücher in ^ unserm Kloster fände/so durch die ! weisen Meister langst vor mir ge- ! schrieben waren / so die Natur auch k durch ihr Studiren und Ausforschen Z ergründet hatten / gab es mir ein ^ desto v- m !i- g- S/ et H lr e- e t- l- n e - r t ^ > V-rrede. z destopitliMGemüth/auch zu ler- mn/wasstegewuft; Und ob es mir wol säur zuhanden stieß/ demnach alle Ding im Ende leichter / und schwerer im Anfang/sogabmirdoch GOTT / dieweil ich ihn embstg bat/was andere vor mir gesehen hatten. In unserm Kloster hatte ich einen ÄlitrBruder/ welchen der reijsende Stein sehrkranck machte/ und oK darnieder lag- der hatte viel Aertzte ersucht/und zu ihm ruffenlaffen / aber keiner hatte ihm Zu helstcn vermocht/ daß er auch sein Leben GOtt befahl/ und allen Trost der Menschen Hülffe absagte. Dafingichanöie^ttatOnM der Krauter/ich distillirte dieselben / zog auch ihr Saltz aus / und das fünffte Wesen/ konteaber keines finden unter allen/so den Bruder hatte erledigen können/ ob ichMchM vers A » suchte/ 4 V-rrede. suchte/denn sie waren in ihrem Grad nichkhochgenug/solchemUbclzuhelf- ftn/und ich konte kein Kraut mrhrfin- den/ das ich nicht in sechs Jahren utn- gekehrethatte. Da begunte ich meine Gebart-! ckn zu schärffen/ und dem Handei weiter nachzudenckcn/ und befand / daß ich mir auch weiter fürnahm zu erlernen/ und eine Wissenschafft zu überkommendes Grundes / so der Sch öpsfer in die Metall und ^inerati Der Erden gelegt hatte/ und je mehr ich suchte/je mehr ich fand / dann es floß immer ein Brunnen aus dem andern/und GOttgab mir das Glück/ daßichvielerfuhr/und meine Augen sahen der Wunder- Dinge/welche die Natur in die Mineralien und Metallen gepflanßet hatte/ soviel/ daß es den Unwissenden schwerlich zu be- Areiffem V, Unter diesen allen bekam ich ein ' Mine- Vorrede. z Mineral/welches von vieten Farben zusammen gesetzt/und in der Kunst auch gar viä vermag/ dem nahm ich sein geistliches Wesen/ und machte damit meinen krancken Bruder in wenig Tagen gesund : denn dieser Geist war sehr starck / und machte den Geist meines BrrrderS auch starck / denn er betet täglich sei - ne Stunde für mich/biß er starb/dcnn erlebetenochlangehernach/wie er gesund worden/ sein und mein Gebet thät soviel/daß mir der Schöpffer sf- fenbahrete/ unddurä) McincnFleiß sehen ttcß/das auch den Klugen / wie sie stch nennen/verborgen bleibet. Hab dir also diesen Begriff/ und den Stein der Uhralten/ zur Gesundheit und Auffenthalt der Menschen in diesem Jammerthal / uns von oben herab / als Nn höchsten indischen Schatz gegeben/anzeigen/ und A; so 6 V-rrede. so viel mir zugelassen / offenbahren wollen/ wiedulesenwrrst/mcht vor mich/ sondern den Nachkommenden zu gutgeschrieben / da ich Anleitung bekam aus den Schafften viel er- ' fahrner Männer / daß auch aus meinem Bericht der Philosoph! un- terworffen/ welcher sehr kurtz/aber weites JnnhaltS/einen Felß/darauf man Warheit bauen kan / zeitlichen Lohn/mit WünschungdeS Ewigen erlangen mögest/ AMEN. Von m lg r- l6 .'k .f i- Von dem grossen Stein der uhmlten Weisen / 63M Va, lentiniBenedlttimr Ordens. Ch habe in meiner Vorrede/ lieber Freund und Zuneiger der Kunst / Vertröstung gethan/dir und andern/so begierig sind / der Natur E-gcnschafften zu erlernen/und den Künsten von Herhen nachzuforschen / den ' Eckstein und Felß anzuzeigen/so viel mir zu» gelassen/ und von oben herab gegonnet würden/ wor- aus unsere Vorfahren und Uhralten / ihren Stein / den sie vom Höchsten empfangen haben / sich desselbl» gell zu ihrer Gesundheit und Äufferrthalt dieses irrdi- scheu Lebens zu gebrauchen / bereitet haben. Damit ich nun meiner Zusage und Verheiß ein Genügen verstatte/ und dich nicht viel durch der Sophisterei) Irr» - thum in Umschweiff führe / sondern auß dem Fundament dir Yen Haupt-Quell aller Gutthat entdecke. So solt du wissen/ und meine nachfolgende Rede wol in acht nehmen/ so du anders ein Gefallen tragest Kunst zu lernen/ denn viel des Geschwätzes katt ick nicht darthun/ ist auch nicht meine Meynmig/dieweil das wenigste daraus zu lernen / sdndern ich habe sied kmhe Wort/so Grund ich sich haben. ^ Sl4 W» V<-m grastest Steitt Nun sott ihr misten / daß ihrer wenig znr Erreichung dieser Hcrrschafft kommen / ob ihrer gleich noch so viel an unserm Stein auffbauen / dann die rechte , Wiffenschafft und die Erlangung hat der Schopffes ' nicht gemein / svndern etlichen/welche Lügen hassen und Warheitgestatlen / auch der Kunst mit Seufftzen von Hertzen obliegen und nachjagen/ vergönnen wollen/ meistlich aber/die jhn ohn allen falsch lieben / und > darumb bitten. Darumb sage ich dir in lauter Warheit / daß / so du unsern grossen uhralten Stein machen wilt / so folge meiner Lehre / Wd bitte für allen Dingen deinen GOtk/den Schöpffer aller Creaturen / daß er dir dar- zu Seegen und Gedeyen geben wolle. Hast du auch ' gesündiget/fo beichte und thue guts / uny gedencke m deinem Vorsätze / dqß du nicht mehr böst / sondern ! fromb seyn wilt/und daß dein Hertz in allem guten mö, i ge erleuchtet werden/ und gcdencke / wann du zu Ehren gesetzt wirst / daß du dem Armen und Dürfftigen dar- ^ bietest/ ihn auß Elend zu erretten / und mit deiner hülff- jichen Hand zu erfteuen / auffdaß du desto mehr Se- > gen vom HERAN empfangest / und deinen Stuel im Himmel durch Bestätigung deines Glaubens Hberkommen mögest. Verachte mein Freund auch sticht / noch verschmähe zu lesen die warhafftigen Schriffken / die den , Stein vor unsgehabt haben / dann nach der Offen- i hqxung GOttes hab ichs von ihnen / Und solch lesen / fnuß vielfältig und Wer geschehen / damit der Grund ! nicht vergessen werde/und die Warheit wie ein Lischt verlösche. Vergiß darnach deiner fleißigen Arbeit nicht / - flätig deruhralten weisen. - stäüg zu suchen nach derSchrifft/sehe aber dein Vor, h nehmen nicht in einm Wanckelmuth / sondern folge dem gesatzten Felß nach / da alle Weisen zusammen 8 ! treffen / dann ein wanckeihaffttger Mensch gehet n ! den Anrechten Weg / und verirret sich auff der n ! Strassen/auch werden von Leuten / sowanckelhäff- , j tiges Gemüths sind / selten beständige Häuser ge- z Hauet. - . .Dieweil unser Stein der uhralten auch nicht , z wachset aus Dingen/so verbrenNlich sind / denn die, ' - I ser Stein ist sicher für aller Feuers - Gefahr / so magst i du wol unterlassen ihn zu suchen m den Dingen / da , der Natur nicht zugelassen ist/ ihn daselbsten zu fin- ^ ' den. , ! Als wann man sagen wolle / EswereeinVe, . s getabesiMerck / das doch nicht seyn kan / ob gleich eine , Wachsung bey ihm ist/dann mercke/so es umb unsern , > E lein wäre/ wie umb ein ander Kraut / so würde er e leichtlich verbrennen, daß nichts da bliebe / dann unser , j bloß Saih. Undobwol vormirgewesen/dievon , ! dem vegetabilischen Stein viel geschrieben haben / so i solt du wissen mein Freund / daß dir dassetbige sehr > schwer wird zu begreiffen seyn / Dann weil unser / Stein wächset und sich vermehret / so haben sie ihn ei- j ^ neu veaetabilWen Stein geheissen. §. Du solt ftr, ' ner wissen / daß die unvemünfftigen Niere ihres glei, > chen zu keiner Vermehrung bringen können / es geschehe dann aus der Natur ihres gleichen / darumb darffst du den rvarhafftigenStem nicht sirchen/noM>ir zu machen vornehmen / dann auß seinem eigenen Ga, men/ darauß unser Stein selbst von Anfang her ist ge- - machtworden. Daraus nimb ab/und verstehe mein A > Freund, ro Vorn grosien Gteül Freund/ daßdu dir auch keine animalische Seele hier, zu zu suchen erwehlen sollst / dann Fleisch und Blut, ^ wie das vomSchöpffer den Thieren vergönnet und ' gegeben/gehöret auch dm Thieren zu/davon sie GOtt zusammen gebauet / daß ein Thier darauß worden ist / sondern unser Stein/von denUi ralten auffmichgeer, bet / kompt und ist gemacht auß zweyen und einem Dinge/so das dritte verborgen halten/ dieses ist die lau, lere Warheil/u >b recht geredt/dann Mann und Weib ist von den Alten verstanden worden für einen Leib/ nicht äusserlich-n derBeschauung/sondern ihrer ein, gepflantzten Liebe halben/und in Würckung ihrer Na, tur anfangs überkommen / für eines zu erkennen/und wie diese beyde ihren Samen forkpfiantzen und vermehren können/ kan also auch der Same von solcher Materia/darauß unser Stein gemachet/fortgepflanhet vnd vermehret werden. Wann du nun ein rechter Liebhaber unserer Kunst bist / sowirstdudieseRede hochachten/und weißlich bedencken / damit du nicht mit andern blinden Sophisten in die Grube/von dem Feind gegraben/ stächen und fallen mögest. Auffdaß du aber wissest/mein Freund/wo dann solcher Same herkomme / so frage dich selbsten/wozu du unsern Stein zu suchen begehrest / so wird dir selbst kündbar werden/ daß er nirgend dann auß einer Me, tallischenWmhel / daraus auch die Metallen selbst durch den Schöpffer zu gebehren verordnet/herfiiessen muß/wie das nun zugehe/so mercke: Anfänglich , wieder Geist aussdem Wasser fchwebete/und alles mit Finsterniß umbgebcn war/ da ' hat der allmächtige GOtt / dessen Anfang kein Ende hat/ der uhraltttt weist». " l,at/und dessen Weißheit von Anbegin gewesen / und von Ewigkeit herrühret / aus seinem unerforschliü)en Äiaht geschaffen Himmel und Erden / und alles was darinnen begriffen ist/ sichtbar und unsichtbar/wie das Nahmen habenkon und mag / auß nichts / Ommz «nim Dxv; fecik ex nikiio. Wie solch herrlich Ge« schdpffnun zugangen / davon wil ich jeho kein Philo- sophuswerden / dann Schnffk und Glaube muß das richten. In solcher Schöpffrmg' hat nun der Schöpffer einer jeden Natur/ damit dieselbe in keinem Vergang und Abfall kommen möchte / ihren Samen mit gegt' den/daßdadurch eine Vermehrung geschehe / und Menschen und Thiere / Kräuter und Metall erhal, ten würden , und ist den Menschen nicht zugelassen, wider die Ordnung GOTTES / einen neuen Samen seines Gefallens zu machen / sondern nur eine Fortpflantzung und Vermehrungverstattet. Dan« den Samen zu machen/ hat idme der höchste Schöps, fer allein vorbehalten / sonsten were dem Menschen mügiich / auch ein S chöpffer zu werden/welches nicht seyn kan / sondern der Herrlichkeit des Allerhöchsten zugehörig- Nun wisse von diesem Samen so die Metallen wärcken / also / daß ein himmlische Emfliessungdurch l GOttes Nachgeben und Ordnung / von oben herab l fallt/ und sich vermischet mit denSyderiftben Eigen/ i schafften ; Wann nun solche Zusammenfügung ge- / fchicht /so gebähren diese zwey ein irrdisch Wesen/ als / das dritte / das ist der Anfang unsers Samens/seines ersten Herkommens / und dadurch er die Ahnen seiner Geburt beweisen kau / aus welchen dreyen dann entspring it Vom grossen Stern springen und herkommen die Element/ als Wasser/ Lufft und Erden / welche ferner durch dasAetnische Feuer vor und vorwircken / biß sie ein vollkommenes ; zu wegen bringen/welches Hermes und alle für mir/ - weil wir anders nichts mehr finden können / anfangs ! der Mcisterfchaffi her/diedrey ersten Dmgegenannt i haben/und ist befunden worden eine innerliche Seele / i ein unbegreifflicher Geist / und eine leibliche sichtbahre , Anschauung. Wann nun diese drey bey einander wohnen / gehen sie durch die Copulation mit der Zeit p-r Vulcanum in ein greiffliches Wesen / als in ein Quecksilber/in ein Schwefel/und in ein Salh / diese drey / wenn die durch eine Vereinigung in ihre Erhärtung und Coaqulation gebracht/ wie die Natur mannigfaltig würcket/ so wird daraus ein vollkommener Leib/ wie es die Natur erfordert/und sein Samen von» Schöpffer «wehtet und angeordnet ist. Welcher nun den Brunnen unsers Wercks ihn vorgenommen zu suchen / und die Ritterschaffl der Kunst durch einen begierigen Kampffzu erfechten verhoffet / So sage ich dir bey dem ewige.» Schöpffer/daß dieses ist die War, heitaller Marhe'u/daß fi> ein metallische Seel/ein metallischer Geist/und ein metallische Form des Leibes da ist/daß auch ein metallisch Quecksilber/ ein metallischer Schwefel und ein metallisch Salh folgen muß/d» können ja nothwendig nichts anders / dann ein vollkommen metallisch c»rpur geben. Mist du nun nicht verstehen/ was dir zu verstehen gebühret/ss wirst du der Philosoph! nicht zugethan ftyn/oder GOn wird dirs nicht gönnen. Und sage also kärhlich / daß dir nicht wird möglich seyn - das Heyl der Nutzbarkeit in metallischer Form -er rchralttn weijei- r; ! Form zu srlangen/du habest dann die drey vorgesetzten Anfänge ohne Mangel in einem zusammen gebracht/ Dann vernimm ferner also/ daß die Thiere der Erden Von Fleisch und Blut zusammen gesetzt sind/sswol als der Mensch e haben auch einen lebendigen Geist und Athem/so bey ihnen wohnet/ und sie besitzet/ so wol als der Mensch/mangeln aber einer vtrnünffngenSeelen/ damit der Mensch für andern Thieren begäbet ist- Darum/fv die vernünfftigen Thiere durch den Todt ihr Leben verliehren und absterben/ist es gar mit ihnen aUs/und fernes zu allen Zeiten von ihnen Nichts zu hof- fen. - . . . Ger Mensch aber/ so der sim Leben durch den Zeitlichen Todt seinem Schopffer auffopffern muß / lebet seine Seele gietchwol/und wenn er clarificirt wird/ wird die Seele in dem verklärten Leibe wiederum ihre Wohnung machen / alsovaßLeib/ SeeLund Geist Wieder zusaMtnen kommen/und dann ihre himmlische Erklärung erzeigen werden/ die dann in alle Ewigkeit sich nicht wieder separiren werden lassey/rc. . Darum ist der HjeNsch wegen seiner Seelen/ für eine fixe Creatiir zu erkennen/ weil er (ob er gleich dem ausserlichcn Ansehen nach sterben muß) in Ewigkeit nach diescck leben wird. Dann der Todt desMen- fchen ist nur eine Verklärung / daß er durch gewisse xraäur von GOtt verordnet/ von dem ländlichen erls- set/ünd in eine bessere Stät versetzet wird/wetches aber den Thieren nicht wiederfähret/daruni sind sie für un, fixe Creamren zu erkennen/ dannsie haben nach ihrem Absterben ferner keine kelulcitakion zu erwarten/ dieweitsie mangeln der vernünsstigen Seelen / da« »4 Vom grossen Stein für der einige rechte Miktler/GOttes Sohn /.gelitten/ und sein Blut vergossen hat. Ein Geist kan wol Wohnung haben in einem Lsibe,darum aber ist kerne Folgnng/daß er beständig wäre/ ob gleich der Leib mit dem Geist im ruhen ist / mib-der Geist mit dem Leibe von keinemGezänck disputiret/.dann sie mangeln beyde des Stärckern/l>o Leib und Seel zusammen halt und bindet/ und sie für aller Gefahr schuhet und bewahret/ nemlich der zarten / edlen und beständigen Seelen/ dann wo die Seele aus und gar hiuweg/und verlvhren ist / da ist auch nimmermehrkeine Erlösung zu hoffe» noch zu gewamn/ dann ein Ding ohne Seele/ist nicht vollkommen/ das ist das höchste Geheimniß mit/ so ei, mm Klugen und Suchenden zu wissen gebühret/ und mein höchstes Gewissen hatmir Befehlgethan/diß Geheimniß nichtzu verschweigen / sondern offenbahv zu machen/denen/so den Grund aller Weißheit lieben/ und merckemit Fleiß auff meine Nede/daß die Geister in den Metallen verborgen/ungleich sind/ einer flüchti« §er und beständiger als der ander/wie auch ihre See, len und Leiber ungleich sind/und welches Metall die Gaben aller dreyer Fixigkeit beyetnander hat/ dem ist die Skärcke zugelassen/das Feuer zu bestehen/ und alle Feinde zu überwinden/wslches allein in 5ols gefunden wird. l-uo»hat einenfixen Klsrcurium bey sich/darum fleucht sie im Feuer nicht so schnell darvon / wie die andern unvollkommenen Mecallen / sondern bestehet ihrexsmeki im Feuer/, und beweiset solches klärlich durch den Sieg und Überwindung / dieweil der fressende Larui-mn keinen Raub an ihr erjagen kan. ' Die Ertzbulttin Vsnm ist mit überflüßigeli . Farbe -er uhralten Weisen. 15 ,, ! Farbe bekleidetund cingsnommervund ihr meistcrLeib ! ist lauter Tinctur/unü gleich eine solche Farbe / so im e besten Metall auch wohnet, und Uberflüßigkeit halben ix ^ auffroth beweist«, und dieweil ihr Leib aussätzig, kan e die beständige Bnctur keine bleibende'Wohnung in e dem unbeständigen Leibehabm,sondern muß zugleich ) mit ihrem Leibe verschwinden,dann wo der Leib durch - tzödlung verzehret wird, kan der Leib auch nicht blei- , den, sondern muß ausweichen und fliehen, dann die ^ Wohnung ist zerstoret/und mit Feuer verbrand wvr- ^ den,daß ihre State nicht zu erkennen, noch einiger da x ferner wohnen mag,in einem figirten Leibe aber wol), mt sie gerne mit Bestand- z ' Das beständige Saltz hatdemstreitbaren Mar, - ! ti einen hartem strengen und groben Leib zugeeignet . s und verlasscn/daraus die Tapfferkeit (eines Gemüths ' i bewiesen wird,und diesem KriegMursten nicht wol . ' abzugewinnen, dann sein Leib ist hart / daß man ihn , nicht wol verwunden kan. Da aber seine ^apfferkeit mit der Beständigkeit , und der Venu» ihrer , Schönheit in der Mixtur und Evncordanh geistlich l übereinstimmet, so kan noch wol eine herrMe . ^ angestellt werden, dardurch etliche ciave; können zu ^ Ehren kommennrnd der Dürfftige sein Brodt, wann , er zu oberst die Sprossen derselbtgen Lcalr erstiegen, . P^rticulariter erlangen kan, dann die phlegmatische Art, oder die feuchte Natur der muß durch der ! Venus hitziges Geblüt, ausgetrocknet, und ihre grosse Schwache durch das eiserne Saltz corrieirt werden. i . Es ist auch nicht vonnöthen, deltien Samen i in den Elementen zu suchen,dann so weit ist unser Sa« >6 Vorn grossen Stritt mett nicht zurück gesetzt/sondern es ist eine nähere statt/ V darinnen unser Same seine gewisse Wohnung Und hie Herberge Hat/Nur allein/so vu^lercurium,SuIpNur unV zen das Saltz (verstehe der Weisen) dahin rechtfertigest/ daß aus verselbigcn Seele / ihrem Geist und seinem un Leibe/eine gantz unzertrennliche Bereinigung ge- de> schicht/das sich in alle Ewigkeit nicht separiren lässet/ an so ist das Band der Liebe vollkommen zugerichtet/uiiv da die Wohnung der Krone genugsam bereitet/ und wist i wi se/daß solches nichts ist/dann ein lignorischet: Schlüft vo sel/himmlischer. EigenschaM zu vergleichen / und ein fai trockenes Wasser irdischer Substatttzzugethan/ wel, ur ches alles ein einiges Ding ist / aus drehen/ Wehen/ du Und einem herkommen und gewachsen/ kanstdudas La treffen/so hastu die Meisterschaffk schon erste, tten/und C vermähle dann Braut und Bräutigam mit einander/ a» dass sie sich mit ihrem eigenen Fleisch und Blut wohl . sei speisen/ nehren/ NNd durch ihren eigenen Samen um in endlich vermehren. Und ob ich dir aus der Liebe gern tu mehroffenbärenwolte/sohatmirsderSchvpffervcr- F Loten. Darum mir nichts weiters zu reden gebühren E will/auffdaß dieGabe des Höchsten nicht mißbraucht/ -L und ich nicht schwere Sünde zu begehen / eine Ursach st sey / und GOites Zorn anff mich laden/ und gleich V> mit den andern in ewige unendliche Straffe kommen ^ möge. . kc Mein Freund/ist dirs aber noch nicht klar genug u zu begreiffen/ und ich dich auss meine Praetica führe/ K wie ich den uhralten Stein durch GOttes Hülste ge» > st macht/so bewege dieselbige ja wol /und besiehememe st rwötffSchjüssel/ und ließ dieftibige fieißjg mit öffrerek ^ si Wer- ! dekuhkaltmVSeifttt. i- ti/ Verneueruna und thue ihm dann also/wie ich dich all/ nd hie lehre/unddaanparabotischerweift gründlich an/ st/ einStück des allerbesten feinen Goldes/ m und zerlege vasselbige durch die Mittel/ so, die Natur >e, dem kunstliebcnven Mensche» nachgelassen/ von ein, t/ ander/wie ein Artzt des Menschen Lörper zerlegt/und iK dardurch denn innerlichen Leib des Menschen erfahre« ist j will/und macheaus detnem Golde zurück/was eszu- st vor gewesen ist/so wirst» finden den Samen/ den An, in fang/das Mittel / und das Ende / woraus das Gold l, und sein Weib gemacht worden / nemlich aus einem li/ durchdringenden subtilen spinm, auch einer reinen/ lS zarten uud nnbeflecktenSeel?/und einem Wralischen d Salhe und Balsam/ welches nach ihrer Verewigung i -/ airders nichts ist/denn ein Metcurialischeri-'-luor j das- / st . selbige Wasser ward zu seinem eigenen Gott Lstetcueik, l, tu die Schulegefähret/der er'aminirte das Wasser/ N und da ers.recht und ohne falsch befand /da machte er > > Freundschafft zu ihm / lind nahm das Wasser zu der a Ehe / und ward aus ihnen beyden ein Unverbrenntich r 7 Oel / denn der >tetcuriur ward also stvltz, Saß er sich l - selbst nicht mehr kante / er warffseineAdlers Flügel ! » von sich hinweg / und verschlang sechsten den glatten ; i SchwanhSesDrachen/und bore demAstti an zu i kämpffen/ da fordert l^gr; seine Riuerschafft zusam/ zi men/und verschuff/öaß Man htercurilM mustegefan- . / gen nehmen/und in ein Gefasguiß wöhi verwahret be, » > schliessen/und ward ihm Vulcsnus zu einem Stöckmei/ r ster verordnet/aljo lange / biß er vom weiblichen Ge, i ' > Machte wiederum erlöset wurde. - I Me diese GeschichteimLande erfchaü/Sa kamen ! B die > M iX ' »8 Vdm Fk-ssett Steift die Ändern Planeten zusammen/ und hielten Rath/wle sie die Sachen ferner angreiffen sötten / damit man weißlich vyvnHhre/da fing 8skurou; erstlich an zu reden/und thät «ine sehr scharffeRede/auff diese Meynung. Ich. 8-tmnm, der höchste Planet am Firmament/ bezeuge hiemil für euch Herren allzumahl / daß ich der untüchtigste und geringschätzigste unter euch allen bin/eines schwachen zerstörlichen Leibes/ schwar- tzerZarbe/vielerZerbrechlichkeit in diesem Jammer« rhal unterworffen / und doch ein Prüfer Euer aller/ dann ich habe keine bleibende Stare/ und nehme mir mlr weg meines gleichen/dieses meines Elendes ist niemand Schuld/dann Der unbeständige l^ercuriur, dek mir durch seine Verwahrlosung und Unfleiß solch Abelzugefügt. Darum bitte ich euch Herren zugleich/ dieses an ihm zu rächen / und dieweil er schon ins Gefängniß gemorsten vollends zu todten/ und gantz und gar darinnen verfaulen zu lassen/ biß man keine» Tropffen seines Geblüts mehr erkennen kan. Wieaun8--turnu5 seine Rede beschlossen/trat der graue jupirer herfär/und machte seiner Rede mit gebogenen Knyen / und sonderliche Reverentz seines Scepters/einen kurhen Eingang/lobetedarauff des Saturn, seines Mit-Gesellen Anbringen/ und gebot alle diejenigen zu verfolgen/ si> dieses in der Lxecutioo nicht befördern hülffen/und machte htemit ein Ende. Nach diesem kam klar, mit einem blosse» Schwerdt/das war mit Farben wunderbarlich über« zogen/gleich wielauter feurige Spiegel / die gaben sel, tzame abendrhemlfche Strahlen von sich/ und gab das Schwerdt Wi6 nan re- !ey- na» )aß uch allerer/ uit lie- )er ich H/ !e- id e» at it !S !s l- der tthralttttweisttt. ry Schwerdt dem Stockmeister Vuicans, daß er aste demjentgen/so von dem Herren erkannt/nachkäme/und wenn er räercurium getödtet, seine Gebein vollend mit Feuer verbrennete/darinnen Vulcsavr, als ein Nach- richter/willig war zu gehorsamen. « - !>un der Nachrichler sein Amt verrichtete kam ein schon weiß,glänhend Weibs-Bild in lange» Vierfachen Kleidern/mit vielen Mastern durchwehet, getteten, da man sie recht erkante / ward man gewahr/daß es die l.un-1, 8o!ir Haußftauwar, die fiel nieder auffihr Angesicht / und bar inniglichen mit Aelifftzen/und lassen der Thränen , ihren Mann die Sonne aus dem Gefängniß, darein ihn kiercuriu, mitListund Gewalt bewüglicher weise gebracht, und nunmehr auffBefehl der andernPlaneten, beyde bleiben müsten/zu erlosen.Aber Vulcsnu; schlug es gänh- lich ab/dann es war ihm verboten: sondern fuhr immer fort/dem gesprochenen Sentevtz ein Ende zu machen, biß letzlichFrau Venm kam in einem hochrvrhen Ro, cke/mitgrün unterzogen/uberaus schönes Angesichts/ zierlicher lieblicher Rede und holdseliger Gebärde, trugwolriechende Blumen in ihrer Hand/die mensch- lichenAngen in Anschauen/wegen Mannigfaltigkeit der Farben, eine sonderliche Belustigung brachten, drethat m ChaldäischerSprach/eine Vorbitt gegen dem Richter Vulcsno, um die Erlösung / und führrte ihm zu Sinnen / wie die Erlösung durch ein weiblich Geschlecht solle vollendet werden / aber feine Ohren waren zugethan. Indem sich nun diese beyde also bereden / , that sich der Himmel auff/und gieng ein gewaltiges Thier, mir vtelen tausend jungen Thieren heraus/ VWWS B K . MÄ r o v-,n grosien Stern und tilgete die Nachrichter/ that seinen Rachen weit auff/ und verschlang die edle V«nv5 , seineVorbitte- rin/rieff mit lauter Stimme: VonWeibernbmiä) gebohrer, /meinen Saamen haben Weiber weit auß- gecheilet/und damit dieErde erfüllet/ihreSeele istmel- ner zugethan / darum will ich mich! auch mit ihrem Blut speisen und träncken. Und da das Thier dieses laut gesagt hatte / ging es in ein Gemach / und schloß die Thür hinter sich zu/,die Jungen aber folgeren ihm alle nach/und mujten viel mehr Speise haben denn zuvor/ und truncken des ersten unverbrenniichen L>els / und die Speise und den Tranck daueren sie leichtlich/und wurden mehr Jungen denn zuvor / und das geschach so offrer/biß sie die gantze Welt erfüllet Hatten. Wie sich dieses alles nach einander also verlauf- fen hatte/karmn zusammen viel Männer des Landes/ > so aelehrt/und der Schrifft erfahren waren / und be- müheten sich unter einander/aller dieser Geschieht und Rede eine Außlegung zu haben / damit sie auß dem minsten meinen bessern "Verstand kamen / aber keiner unter diesen vermochte solches zu vollbringen / dann sie . waren nicht einerley Gedancken/biß man lehlich sahe > Lrnh^ro kommen einen Many sehr hohen Alters / des Haar und Bartweiß warwieder Schnee/ bekleidet rnitPur'pur.gewand/von oben herab biß auffdieFüs- se/auff seinem Haupt hatte er eine Krone / darinnen in die Mitte zu oberst ein köstlicher Carbunckel versetzet war / in Ver Mitte umbgärtet mit dem Gürtel des Lebens/ der gieng barfuß/ und redete durch einen sonderlichen Geist/ der in thmverborgen war/ und seine Rede ging ihm durch Leib und Leben / daß solches seine ichraltnirvcssett. Seele von Hertzen innen ward. Dieser Mann nun trat auffdie Hohe / undvermahnete dicVcrsamleten Männer still zu schweigen / und ihm fleißig zuzuhören / ^?^!?.L6esand von oben herab / ihnen die vorgesetzte Schrifft zu ossenkinkv-n, ,md ein?K>!olo» .., Wie nun alles Volck still war/fieng er an auff diese Meynung:. ... Wach auff du Mensch/urrd sihe das Liecht / daß olch die Fmsternüß nicht verführe / die Götter des olll) die Finsternüß nicht verführe / die Götter des Gluchs / und diegrossen Gölter haben mir es geoffen»- bahret in einem liessen Schlaff: O wie selig ist der Mensch / der die Götter erkennet/was grosses Wunder sie würcken/und selig ist der , dem die Augen von einander gethan w erden/daß er das Liecht siehet/ so zuvor für ihm dunckel war. Zween Sterne sind den Menschen von den Göttern verliehen / sie zu führen zu der grossen Weisheit / die schau O Mensch gar eben an/ und folge ihrem Schein nach / dieweil in ihnen die Weisheit gefunden wirk' . .Der geschwinde Wgelvom Mittage fristet dem mächtigen ^hiere von Orient sein Hertz «uß seinem Leibe. Macke dem Thiere vom Aussgang auch Flü- gelwte dem Vogel vom Mittage / auffdaßsie.gletch werden / denn das Thier von Aussgang muß seiner H- wen-Haut beraubt werden / und seine Flügel nrüstm wieder verschwinden / denn beyde müssen eingehen in das grosse versaltzene Meer / und mit Schone wieder heraus kommen. Senckedeine unruhige Geister in einen liessen Brunnen/ dem nimmer was gebricht / auff daßsie auch deßgleichenwerden/wie ihre Mutter/die B; dainch > > I V-mgEettSkeL«§ da innen verborgen ligt / und auß dreyen in die Wett kommen ist. Ungerland hat mich erst gebohren / der Himmel Und die Sternen erhalten mich / und die Erde säuget mich. Und ob ich gleich sterben muß und begraben werde / so gebieret mich doch der GÖtt Vulcanus zum andemmahl / darumb ist Ungarn mein Vaterland/ und meine Mutter beschleust die gantze Welt. Wie dieses üngehöretworden war /von den Leus ten/fo zu gegen waren/sprach er ferner also: Mach das höchste zum niedrigsten / das sichtbare zu einem unsichtbaren/Has begreiffliche zueinem un- - begreifflichen/und schaffe/daß wiederumb das niedrige ! erhöhet / außdem Unsichtbarenwiederumb emsicht- ; bares/ und auß dem unbegreiflichen wiederumb «in be- i greiffliches werden muß. Das ist die ganhe Kunst/ gantz und gar vollkommen / ohne einigen Defect und ! Gebrechen- Aber darinnen Todt und Leben/Ster- ! benundAusterstehenwohnet/isteinerundeKugel/dar- l Und wisse/daß dieses nur allein der rechte Weg ist hierzu tüchtig/unsere Cörper zu reinigen/ dann der Leo säubert sich durch das Geblüts des Wolffs / und des Geblüts Tinctur freuet sich wunderbarltch mit der Tinctur des Löwens / denn ihr beyder Geblüt sind in der Gesipschaßfc naher Verwandmß : Und wann sich der Löwe ersattiget hat/ ist sein Geist stärcker worden/ denn zuvor/ undseme Augen geben einen stolhen Glantzvon sich/wie die helle Sonne, sein inners Me- ftn vermag denn viel zu thun / und ist nützlich zu allem dem/darzu man ihn erfordert/ und so er in seine Bereitschafft gebracht wird / so dancken ihm dieMenschen- Kinder / mit schweren hinfallenden Kranckheiten und mehren Seuchen beladen /die zehen aussätzigen Männer iauffen ihm nach / und begehren zu trmckenvrm Dem Blut seiner Seelen / und alle/so Gebrechen ha- der uhralken Weist«. ^7 ben/ersteuen sich höchlich seines Geistes / Denn wer von diesem güldenen Brünnen trmcket, empfindet eine ganheVrrneuerung der Natur / Hmnehmung des Büsens, Stärcke des Geblüts / KrafftdrsHertzenr und eine vollkommene,Gesundheit aller Glieder , sie seyen innen beschlossen,oder ausser dem Letbeempfind-- liü)/Denn es eröffnet alle ^«vor und eoror ' damit das Böse kan außgetriehen werden , und das Gute Lero statt ruhigiich bewohnen kau. Mein Freund soll aber ein fleißiges Aufffthen haben/daß der Brunn deß Lebens lauter und klar befunden werde, Denn keine ftembde Wasser müssen sich in unserm Brunnen vermischen, auffdaß keine Mißgeburt entstehe , und auß einem gesunden heilsamen Fisch «ine Schlange Herfür krieche/ da auch durch Mittelwege eine Schärffe dgrzu gefugt/daduK unser Leib gebrochen worden, so verschaff/ daß alle korrosiv abluirt werde : Denn keine Schärffe ist dienlich den innerlichen Kranckheiten zu wehren,denn das Schärfst dringet durch mit Zerstörung , und würde mehr Kranckheiten gebehren , Sondern unser Brunnen muß ohne Gifft seyn, wlewol Gisst mit GW.muß vertrieben werden. Wann ein Baum keine gesunde wolschmeckende Frucht bringet, so wird er abgeschnitten auff feinem Stamm , und wird ein andere Art besserer Früchte» darauffgeimpffrt, Dann vereiniget sich das Reiß mit dem Stamme / daß auß dem Stamme und seiner Wmtzel mit fampt dem Reiß alles ein guter Baum wird , und nach Begehren seines Jmpffers eine gute gesunde wolschmeckende Frucht herfur giebst. . Sechs Stätte durchwandert der König am himm« r 8 vom grosser, Gterst himmlischen Firmament/aber in der siebenden behalt er stinen Sitz, Denn der Königliche Saal daselbsten ist mit güldenen Stücken behänget. Verstehest du jeho/ was ichrede/sohastdumit dem Schlüssel das erste Schloß erössnet/und den Ris- gel des Anlauffs zurück getrieben. Kanft du aber noch kein Lischt darinnen ergründen / so wird dich auch kein gläsern Gesichte befördern/noch natürliche Augen vermögen zu helffen/ das letzte zu finden / das du im Anfange gemangelt hast. Dann ich will nicht ferner reden von diesem Schlüssel/ wie mich iHu; kspirir» gelehret hak. . ier Ander MWffel. sN den Höfen der Großmächtigen und Gewaltigen / werden vielerley Art der Geträncke gefunden / und doch keines dem andern gleich am Geruch/ Farbe und Geschmack / dann ihreBereitung ist mannigfalr / und werden gleichwol alle getruncken / dieweil ein jedes an seine statt zugerichtet ist/ und zu der Hoffhaltung voanöthen. Wenn die Sonne ihre Strahlen von sich gibt/ und außbreitet unter den Wolcken / so spricht der gemeine Mann : die Sonne zeucht Wasser und es wird regnen/ und so das offter geschieht / gibt es ein fruchtbar Jahr- Einen köstlichen herrlichen Pallast in die Höhe zu bauen / müssen viel mancherley Art Meister undArbeiter ihre Hand anlegen und gebrauchen / «he der Pallast sezieret / und vollkommen geheissen wird. Denn was steinern seyn soll/kan nicht hölhern gemacht seyn- Durch t T ei S< L< der vhralttn weifte -s . ^ Durch den täglichen Ablauff des wütenden Meers und seiner Wiederkunft/ welcher sichaus emgegosjener Liebe/ so es von oben herab aus dem gestirneten Himmel empfangen / also artet und erzei, Let / werden viel mächtige Reichthum den Landen da ;o Von, grossen Stem dadurch bewiesen / denn als offt seine Wiederkunsft geschicht/ bringet es den Menschen zu gut das Seinigs mit. Eine Jungfrau / so man vermählen will/ die wird zuvor-mil Mannigfaltigkeit der Kleidung zum bestenund schönsten geziem/damit sie ihrem Brauti- gam Gefallen bringet/und das Band der Liebe durch ihr herhlich Anschauen Wo tieffrr und brünstiger ein- wurtzeln möge; Und so dieBraul denn ihrem Ehegatten nach fleischlichem Herkommen beygelegt wird/ wird die mannigfaltige Kleidung aller bey und abgelegt/und die Braut behalt keines mehr/denn dieses / so ihr der Schvpffer in der Geburt gegeben hak. ; Also wenn unser Bräutigam Apollo M seiner. ? Braut Diana durch Heyrath soll vermahlet werde»/ müssen ihnen zuvor auch mancherley Kleidung berei- tet/und ihre Häupter und gantzer Lei b mit Masses wol ' ^ gewaschen werdennvelche Master du durch vielfältige Manier der Distillirung zu bereiten erlernen must/ denn sie sind sehr ungleich/etliche hoch/ etlichegering/ darnach man derer bedürfftig ist/gleich wie ich von den vielfältigen Geträncken gesagt habe/ und wisse/ wenn die Feuchtigkeit der Erden auffsteiget/ und derNebel auffgezogen wird/giebt es sich in derHöhe zusammen/ un fällt durch seine Schwere nieder/dadurch dem Erdreich seine verlohrneFeuchtigkeit wiedergegeben wird/ das eravicket dann die Erden/und giebt ihre Nahrung und Fügung'/ daß Laub und Graß aus ihr wachsen könney/darum müssen etliche Bereitung deiner Wasser im distilliren offt wiederholet werden/daß du den Abzug seiner Adelt vielmals wieder Ziehest/und aber, , ^ dar- h« uhralten XVeisi 5* tzavon trribest/gleich wie das Meer 'Erden ßffter verläst und entblvsset/und wie bch es zu seinem gewissen Ziel kommen- Wenn mär» alödenn den P mit vieler Hand-Arbeitung bereite und das gläsern« Meer s-l nenLauß Paliast mit Gütern erfüllet hat/ al nigwvl sicher darein aehen/und st schlagen. Doch mercke mein Freund d der Bräutigam sich mit seiner bloß vermählen muß / dämm m Sachen zum Schmuck ihrer Klei ger Zier ihrer Angesichter wird« mmmen werden/daß sie gantz blo! wie sie bloß gebohren sind / dam ftembde Einmischung nicht möge allerWarhÄÄ dasüberköstssche Wasser / da- duÄrBräutigamstinBad haben sollwost zweyen Fechtern (verstehe von zweyen widerwärtigen Matt, rien) muß gantz klüglich und mit grosser Sorgfältig- keit gemacht werden. Dem ein Kämpffermuß den andern forttreiben/damit sie zum Streitgeschickt werden/und Rinerschafft erlangen können.. Denn es ist dem Adler nicht nütze/ baß er sein Nest alleine in das Alpgehürg mache/ denn seine Jungen müssen erfrieren von wegen des Schnees/ch sich zuoberst der Berge Wenn du aber dem Adler/den alten Drachen/ so seine Wohnung in den Stein»Felsen lange Zeit ge« hg-t/MindenSpelunckenMEkdenjichgus und Königes ret hat/ /und den 4 /^. vLerKo, angauff' ool/ daß ?end und ühereitete uhwendi- ihne>r gelb besitzen/ che durch werden, irich dirm igr htttchraltcn VOeistN» ^ Davon treibest,gleich wie das Meer Euripus die Erden öffter verlast und emblössel/und wieder bedecket/ mtz es zu seinem gewissen Zia kommen.^ . Wenn mal» alsdenn den.Pallast des Komzes mit vieler Hand.Arbeimng bereitet und sezieret yat, und das " Pallast mit Gütern erfüllet hat/alsdenn mag der Kö, schlagen ^ ^llrein gehen, und seine Wohnung auff- . Doch merckemeinFreund dieses sehr wol, daß '«rüutigam sich mit seiner Braut nackend und motz vermählen muß , darum müssen alle zubereitete Sachen zum Schmuck ihrer Kleider und nothwendiger Zier ihrer Angesichter wiederum von ihnen genommen werden/daß sie gantz bloß das Grab besitzen, wie sie bloß gebohren sind, damit ihr, Same durch ftembdeEinmischung nichtm'oge zerstöret werden. Zum Beschluß dieses Sermons sage ich dir in allerWarheit, daß dasüberkostliche Wasser, dadurch der Bräutigam sein Bad haben soll, voü zweyen Fechtern (verstehe von zweyen widerwärtigen Materien ) muß gantz klüglich und mit grosser Sorgfaltig- keitgemachtwerden. Denn ein Kämpffer muß den andern forttreiben/damit sie zum Streitgeschickt werden/und Ritterschafft erlangen können. Denn es ist dem Adler nicht nütze, daß er sein Nest älleine in das Alpgehurg mache, denn seine Jungen müssen erfrieren vsnwegenbes Schnees, fi> sich zuoberst der Berge gesetzt. Wenn du aber dem Adler, den alten Drachen, so seine Wohnung m den SteimFeisen lange Zeit ge« Wl/und indenSpelulicken.der Erden sich gus und em zr V-niArsM Stritt einschleifft/zusetzest/und setzest sie beyde auffden Hör!!, schen Stuhl/so wird Pluio dermaßen zublasen/ und wird dem kalten Drachen einen fliegenden feurigen Geist ausjagen/ welcher durch seine grosse Hitze dem Adler seineFedern verbrennen wirdmiid emcSchwitz- banck bereiten/damit der Schnee am höchsten Gebir> Ze zerschmeltzen unh zu Wasser werden muß/auffdaß das mineralische Bad recht bereiter / und dem König Glück und Gesundheit geben kan. l / , Der Dritte SMffel. Feuer vertilget/und ganh unv ^Ugar verlöscht werden/so man viel Wasser m wenig Feuer g«ust/so muß das Feuer dem Wasser gehorsam seyn/und ihm die Herrschaffl des Siegs zulassen : also muß unser feuriger Schwefel auch durch Wasserzu der Kunst gemacht/überwuMN und erstritt . ten werden/soll anders nach Absche idung r er Wasser/ das feurige Leben unsers Schwefels .Dampff trium- phiren und wiederum obsiegen ; Es kan aber kein Triumph in solchem Vorhaben geschehen / Ls habe dann derKönig feinem Wasser Stärck undKrafft zugeeignet/ und ihm den Schlüssel seiner Hoss-Farbe ü- berantwortet/daß er dardmch zerbrochen und unsichtbar gemacht werde/doch auffdißmahlmuß feine sichtbare Gestalt wieder zu Handen kommen/ aber mit grossem Abbruch seines einfältigen Wesens / und grosser Verbesserung seines Standes. , Ein Mahler kan auffweißgelbe/ und auffgelbe , roch/und gar purpurbraune Farbe wol anstreichen r Und ob wol alle Farben noch. vorhanden / so behält der nhralE doch die letzte/so in ihrem Grad die höchste/.bis äöM tet/ Und doch nicht 'brennen Denn unse z4 V0m grossen Steril brennet nicht/und leuchtet gleichwol ferne. Er färbet. auch nicht/ er sey dann zuvor bereitet / und sechsten ge- färbet mit seiner Farbe, auffdaß er weiter färben kau vo Die schwachen unvollkommenen Metallen. Es ist B aber demseibigen Schwefel nicht zugelassen zu fär- ve den/ es seydann solche Farbe mit grossem Bestand M ihm zugeeignet. Denn der Schwache kan nicht ob- tio siegen,sondern der stärckere behält die Herrschrmg ü- Der den schwachesten / und muß schwach durch das tzei stärckste weichen und nachgeben. Darum behalte auff S Diese Rede folgenden Beschluß und Meynung / ein rie geringes kan einem andern geringen nicht helffcn/noch so - eine Beförderung mittheilen zu seiner Würckung/ ste und ein verbrennlich Ding kan keine Schützling ge- ich Den einem andern verbreunlichen Dinge/auff daß yn es auch nicht verbrennen mag. Soll nun ein Schützer da seyn, der dem verbrennlicken beywohne/ und Dafür erhalte/ so muß der Beschützer erstlich mehr Gewalt haben, dann der/ denerbewahret/undzuvsr S selbst in seinem Wesen mwerdrennlichrnitWarheit K in aller Beständigkeitsich erzeigen und beweisen kün- vo nen - Also wer da unfern unverbremilichen Schwe- S fel aller Weisen bereiten will,der nehme zuvsrAchtung Lkr für sich / daß er unsern Schwefel frche in einem / da au er ünverbrennlich innen ist: welches nicht geschehen D kames habe dann das versaltzene Meer den Leichnam nn Verschlungen / und auch gantzund gar wieder von sich sch außgeworffen / alsdenn erhöhe ihn in seinem Grad/ aliffdaß er alle andere Sternen des Himmels in sei- Äk uer Klarheit weit übertreffe / und in seinem Wesen so all blutreich worden wie derPelican/wenner sich in seine du Brust verwundet, alsdenn ohne. KränGmg seines M Lei- färbet, en Zerr kan ks ist u far- stand )t ob- V ü- hdas rauff / em aioch >ung/ Sge- daß ichu, und nehr uvor rbeit köu- )we- tung da Herr mm sich :ad.l seilt so :kne nes Lei- hertrhralten^e Leibes/seiner Jungen viel ernch Blütspeisen kqn / das ist die N vonFarbedes Scharlachs/und d Blut von vielen geschrieben/ auch, des höchsten Gebieters in unser K> nigin des Heyls bedecket wird/ und tige Metallen können erwärmet v Diesen Mantel der Ehren deMAsttalischen Saltze/welches l Schwefel nachfolget/auffdaß ihm ne/und die fiiegende Krafft des Ve so viel ihm von nöthen/so wird der stesien/demnach im Wasser ertrinc lebendigwerden/auffdaß gleich M werde. . ^ sti seinem Meister/ )rachen- lirmanrel tdie Köe sohl mlk mlischett ll begegn rhmmit/ a Fuchs s Feuev rglichett WZLles Fleisch gebohren aus der Erden/muß zerstö/ AWret, und wieder zur Erden werden/ wie erzM vor auch Erden gewesen - Alsdann giebt das Mischt Saitz eine neue Geburt durch die Himmlische Erwe- ckung- Denn wo erstlich keine Erdenwird/da käst auch kein Äufferstehung folgen in UuserM Mrck- Dann in der Erden stecket der natürliche Balsam/ und das Saltz derer/so da gesucht haben die Wissen/ schafft aller Dinge- . - Am letzten End - Urtheil der Welt/wirb M Welt durch das Feuer gerichtet werden / das züvos aas nichts durch den Meister gemacht ^ .wiederum butchs Feuer zu Aschen werden MG - aus derselben Aschen wirb der Phoenix seine Jungen eOWwie/ ärbet ii ge, i kau s ist für- land tob, g ü- >das auff ein noch ung/ ;ge- daß chü, und iehr W0L cheit kon. we- ung da !hen >am sich ad/ sei, tfo ine ues Leider uhraltenU-eisttt» Z5 Leibes/seiner Jungen viel ernehret/ und voll seinem Blut speisen kqn/ das ist die Rose unserer Meister/ von Farbe des Scharlachs/und das rothe Drachen- Blut von vielen geschrieben/ auch der Purpürmantel Des höchsten Gebieters in unser Kunst/ damit die Kö/ nigin des Heyls bedecket wird/ und dadurch alle dürste uge stallen können erwärmet werden^ < M^'Uel der Ehren verwahre wohl mik Dem Asiralischen Saltze/welch es diesem himmlischen Schwefel nachfolget/auffdaß ihm kein Unfall begeg/ ne/und die fliegende Kraffk des Vogels theile ihm mit/ lo vrel ihm von nvlhen/so wird der Hahne den Fuchs steflen/demnach im Wasser ertrincken/ durchs Feueü lebendigwerden/auffdaßgleich und gleich vergliche« werde. DerVierdteSMüffel. ^MLles Fleisch gebohren aus der Erden/mußzersiö/ WDret / und wieder zur Erden werden / wie er zu/ vor auch Erden gewesen - Alsdann giebt das indische Salh eine neue Geburt durch die Himmlische Erwe/ ckung.^ Denn wo erstlich keine Erdenwird/da katt auch kein Aufferstehung folgen in UvserM Mtzck- Dann m der Erden stecket der natürliche Balsam/ ^ddEMdem/ss dagesuchthaben die Wissen/ Am letzten End .Urtheil der Welt/wird W Welt omch das Feuer gerichtet werden / das zuvor den Meistetgemacht/ .wiederum tzutchs Feuer zu Aschen werden MUß - aus derselben Äschen wird der Phoenix seine Jungen endlichwre, ;6 V-M gr-ssett Gtem sr»^> ^ ! der Herfür brlngen-Denn in solcher Äschen steckt war- > hasstig Verrechte Tartärus/iwelcher muß. auffgeloset des Königlichen Gemachs eröffnet tverden. Neue Himmel und Erden wird gemacht wer- der uhralten AVeisty. Z7 den nach der Verbrennung / und der neue Mensch wird viel herrlicher erscheinen/denn er zuvor m der er* sten Well gewesen/denn er ist verkläret worden. Wenn Aschen und Sand durch das Feuer wol gezeitigt und gar gekochtwerden / so macht der Meister ^ darauß ein Glaß/das da im Feuer hernacher immer bestehet, und an der Farbe einen durchsichtigen Sterne gleich, und vor keine'Aschen mehr wird erkandt, das ist demUnwistenden eine grosse geheime Kunst/ dem Wissenden über nicht, denn es ist ihm durch dre Wissenheit und offter Erfahrung zu einem Hand* werck worden. Auß Steinen brennet der Meister auch Kalck, dWrLLS !an M »«.lstr Mck mchl g-b-°»-i gewesen, welches die Klugen dieserWelt emeThorhett nennen, und achten- für eitetLugen, heissen es em mu ?8 V-m MSsiett Stei'tt Geschöpff/welches dem Sünder von GOtt nicht M ^ x gelassen/und verstchens doch selber nicht/ daß das Ge» r schvpffzuvor gewesen/und der Meister Mein durch den Saamen der Natur seine Vermehrung und Meister» 1 schafft beweiset, . Welcher Meister keine Aschen hat/der kan auch ^ kein Salh machen zu unserer Kunst/denn ohne Saltz kan unser Merck nicht leidhaffng gemacht werden/ Denn die Erhärtung aller Dinge würcktt das blosse Salh allein- Gleich wie da^ Salh ist eine Echallerin aller ' Dinge/und bewahret für derKaule: Also ist dasSaltz ' unserer Meister auch ein Schuh der Metallen/ daß sie t nicht können gar zu nichte gemacht und verderbet wer» l Den/ daß nicht wieder etwas daraus werden solle/ es t sterbe dann ihr Balsam/ und eingeleibier Salh,Geist s vonNatur ab/alsdenn wäre der Leib todt/ und konte <- nichts fruchtbarlches weiter daraus gemacht werden. » Denn die Geister der Metallen wären abgewichen/ i und nur durch natürliches Absterben eine leere todte < Wohnung verlassen/darinnen sein ^eben wieder zu - bringen- , l Mercke aber dieses/mein Lehrer der Kunst/daß ! das Saltz aus berAschen viel vermag/ und sind viel § Lugenden in ihm verborgen; Doch ist das Saltz kein nütze/ es sey denn sein inners herausgebracht und ' umgekehret worden / denn der Geist alleine ists / so ^ da gieht Krafft und auch das Leben/der blosse Leib-er« ^ ' mag hierzu nichts: Weist du brn zu finden/so hasiu - ! das Saltz der Weisen Meister/und das unverbrennli- ! ^ che ^ derrchralttn weist», z? ht zu/ cheDelwarhaffüglich/davon vor mir vul,geschrieben >Ge/ worden, hden ister» Und wären der Meister noch so viel/ So auff mich richten ihre Ziel/ auck So Habens doch wenig dahin gebracht/ Saltz Daß sie ergrnndt mein rechte Kraffr, Den/ »löste aller AmAs Leben in der Erden bringt alles Herfür foauS Zaltz ^Dihr wächst / und welcher da sagt die Erden sey ß sie todt/der redet keineWarheit/denn ein todtes kan einem ver- lebendigen nichts mittheilen/ und der Zugang hat bey / xS Dem Todten ein Ende/denn derGeist des Lebens ist gereist flogen. Darum ist der Geist das Leben und Seele der Mte Erden,welcher in ihr wohnet / und vom Himmlischen )en. und Sydcristhcn in das Jrrdische seineWirckung ein« >en/ pfahst/denn alle Kräuter/ Baum und Mrrkeln/ auch ^,lls Metallen und Mineralien n.-» ..- -....... l Zugang uuv ^'tunruug aus dem Geist der Erden, i tz)enn der Geist ist dasLebennvelcher M DemG^ sttrn aespeisct wird / und ' welcher ferner darin l-ino Nahrung giebt in alle Gewachse/und wie dre Mutter nel Nahrung giebt in alle Gewächse/ und wie die Mutter ihr Kind im Leibe verborgen hält/und durch die Nah* ind rung bey ihr speiset / also speiset auch die Erde sa Die Mineralien / so in ihrem Leibe verborgen lre- . . gen/ durch ihren Geist/ avelchewste Mt obewher-- stu ab empfahct; darum giebt die Erde für sich dre ,li, Kraffcnicht / sondern der lebendige Gk u I/- H in wr hK wohnet; nnd so die, Erde ihres Geistes mangeln solle/ C 4 49 ypmgxosssnGtefli Mre sie dr-yq todt/M köme keim- Nahrung mehr yon sich geben / dieweil ihrem. Schwefel oder Fettigkeit der Geist / welche? die lebendige Krasse erhält/und alle Wachsimg durch das drucrimeamm fort treiht / beraubet wece. Zween -er uhralttri weisen. 4' Zween widerwertige Geister wohnen wol bey, - einander / vertragen sich aber nicht leichtlich zusammen / denn da das Büchsen, Pulver angezündet wird / stiegen die zween Geister / daraus das Pulver gemacht worden , mit einem grossen Gethane und grosser / Starcke von einander/undfliegen in die Lüfft/ daßsie! niemands mehr erkennen kan / und nie.mands sagen kan/wo sie hinkommen/oder was es gewesen / so man Myt durch Erfahrenheit-innen worden / was es für Geister gewesen/ und in welchem Wesen sie gesteckt waren, Darauß soll du wissen / mein Lehrer der Kunst / daß dgsLeben allein ein lauter Geist ist/ und also al« > les/ was die unwissende Welt für todt halt / muß wie- i herum in ein unbegreifflich sichtbar geistliches Leben i gemacht / und darinnen erhalten werden / soll anders / Lehen mit Leben wirckeu / welche Geister sich speisen! und ernehren von dem Himmelthau/ und sind von ei-; nem himmlischen/ elementischen und irrdischenWesen gebvhren/ welches wird jnformir genannt, Und gleich wie das Eisen einen Magneten hat / so thn seiner wunderbarlichen unsichtbaren Lie- ^ be halben qn sich zeucht.. Also unser Gold auch ei- / nen Magneten hat / welcher Magnet ist die erste Materia unsers grossen Steins: Verstehest du ' dlch^meine Rede / ft bist du reich und selig jür aller So man aber dasselbe mitHände antasten will/ so ist Er MchlS 4L Vorn grossen GrÄri nichts begreiffiiches dar/denn der Spiegel / darein ? der Mensch gesehen. Also nun muß von dieser Wa- teria ein sichtbarer Geist außgetrieben werden- wel-> ! cher doch ünbegreifflich ist/derselbige Geist/ sage ich, / ist die Wurhel des Lcbensünser Cörrcr/imdder Lter- curiu5 der Philostphen / darauß das liquorische Wasser bereitet wird nr unser Kunst/ welchen du in seiner Composition wiederumb .mmÄalisch machen / und durch gewisse Mittel / vom niedrigsten biß auffden allerhöchsten Grad in eine überflüßige Medicin bereiten sollst/denn unser Anfang ist ein zugeschlossener be'-> MiffticherLeib / dasMittel ein flüchtiger Geist / und das güldene Wasser ohn alle Corrosiv / davon unsere wrise Meister ihr Leben erlanget: Das Ende aber ist eine überfixr Medicin/ menschlicher und metallischer 'Leiber/so mehr denSngeln als den Menschen zu wissen vergönnet/ wiewo'l auch solche Menschen dieselbe erlangen/ welche durch das hertzliche Gebet / die von GOtt bitten/und gegen ihm und dem dürfftigen Menschen danckbar seyn. Zum Beschluß hierauffsage ich dir warhafftig- sich/daß eine Arbeit auß der andern gehen muß / denn unsere Materia muß Anfangs unsers Wcrcks wol und auffs höchste gereinigt / alsdenn auffgeschlossen und zerbrochen / auch zerstöret / und zu Staub und ^ Aschen werden: Wenn das alles geschehen/so bereite daraus einen fliegenden Geist./ weiß als der Schnee, undinoch einen fliegenden Geist/ roch.als ein Blut, s dieselbe beyde Geister die haben den dritten in sich, l und ist doch nur ein einiger Geist / und sind die drey l Geister/so das Leben erhalten und vermehren, die füg zusammen , gib ihnen / was ihnen an Speiß und Tranch l'eiir ^a- »el- ch/ er- ast rer nd als eis real) re ist ex ist >e n i-' !- a l r ) der uhraltsn weist«. 4; ^rqnck von Natur vonnöthen / unv erhalte sie im Ehebett der Wärme biß zu der vollkommenen Geburt , so wirst du sehen und erfahren / was dir der Schvpffer und die Natur zu wissen vergönnet/und iv>sse/dqß ich meinem Munde so weit keine Offenbad- rung n,ehr gethan habe/ünd GOtt hat mehr Wür- ^unq und Münder der Natur einverleibet / weder vmTausend Menschen solches glauben können; Mir aber ist eju^jegelvorgedrucket/auffdaß andere nach mw auch Wundersachen schreiben mögen / so da natürlich vomSchöpffer zugelassen/ aber übernatürlich VM den Anweist-» gehalten werden. ^ Denn das natürliche hat seinen ersten Anfang vom übernatürlichen/ vnd ist doch alles ntchts zusamm en/ denn eitel natürliches zu befinden. Mr SeDste MZlüssel. An Mann ohn ein Weib / ist ein halber Leib/ und ein Weib ohn einMann ist gleichfalls für leinmLSLL'IZL 2k leben / so ist der. 8b Mchnmg folg? ^urch Ihren Saamen eineVer- Ä Samen aufden Ackerwirfft/ überladen / daß keine vollständige Ist aber des Samens zu we- ün r>i-^.??'5^^ch^unne/ und wächset Unkraut statt/dadurch gleicher massm kein Nutz erfol- Wr fein Gewissen mit keiner Sünde belästigen h 4^ Vom grossen S ein l I ! gen will im Verkauften der Wahre, der soll seinem Neben - Menschen mit gleichem Maaß begegnen, und ihme rechte Elle und Gewichte mittheilen / damit er dem Fluch entrinne / und bey dem Armen ein Danck-Opffer zurichte. In grossen Wassern pfieat der uhralterr Weisels. 45 man leichtlich zu errrmcken, und die kleinen Wasser werden leichtlich vvnderHitzederSonmnausge- ' trocknet, daß siesür nichts zu gebrauchen- , Derowegen zu Eroberung des gewünschten Ziels gar em gewiß Mensur in deiner Zusammensu, gung der Philosoph! iiqvvrisches Wesens, muß m acht genommen werben, damit das grössere den mindern Theil nicht übermänniae / und dardurch verdrucke, daß keine Ausswachsüng geschehen kau,auch das minder dem grössernnicht zu schwach , damit solches die Nebenherrschung erhalten kau, denn zu viel regnen ist der Fru cht nicht nütze, und zu viel Trockenheit bringet keine rechte Vollkommenheit Z Demnach so wem» . rLMrrLLN« ^ k>gma»iMm<^daßdüch«ÄS weissen Schwane Messet werdenchre müssen zusam,^ D Mensich rriödten/Und zugleich wiederum lebendig gt-^ Macht werden /und die Lufft von deN vier Oettern der Wett, Muß drey Theil der beschlossenen Wohnung des feurigen ManNes besitzen? auffdaß der Schwa« Nen-Gesang kan Gehör haben? sein Valsre zu Musici« rem so wird der gebratene Schwan emi Speise des Königs , und der feurige König wird die liebliche Stimme der Königin sehr lieben? und wegen grosser Liebe freundlich zu sich nehmen/und sichanihressaUt« gen,biß sie beyde verschwinden / und in einen Leib ein« gehen. . . ^ Man sagt, daß zween den dritten dämpffen unv erlegen können/sonderlich wann sie Raum haben^me 46 Vd»rr grossen Stein Bvßheit auszugiessen: Hierauff soltu wissen aus rechtem Grunde/daß ein gedoppelterWind muß kom- - wen/ Vulmrnu; genannt/ und darnach ein einfacher Wind/ helftdrorur, die werden von Oriem und Mit/ tage her brausen/und sich bewegen/und so sie alle be- ! teubt werden/daß ihre Bewegung vergangen/uud aus ^ Lufft Wasser worden: so magstu kühnlich tkauen/Laß ; aus einem geistlichen ein leibliches werden wird/und ^ daß die Zahl durch die vierZeiten des Jahrs/im vierd/ ten Himmel/ nachdem die sieben Planeten ihre Herr- schung vollbracht/ dominiren/ und in der untersten - Wohnung des Pallasts seinen Läuft vollenden / und höchstes Examen bestehen wird / so haben dann die zween ausgegangene den dritten gedämpfter/ und ver^ zehret. In diesem ist unser Meifterschafft ein grosses Wissen Vorwochen/ denn die Austheilung und Zusam, mensehung muß recht getroffen werden/ da anders Kunst Reichthum gebühren/ und die Wage durch um gleich Gewichte nicht verfälschet werden soll- lind ist dieses der Felß unsers Inhalts / daß du diß Capitel durch den Himmel der Kunst/ durch die Lufft und Erden/mit dem wahren Wasser und empfindlichen Feuer/ durch Einsetzung gleichmässiges Gewichts/ shne einigen Defect vollenden must/wie ich dir warhafftiggesagthabe» Der / her uhraltsn weisen. Der Siebende E' 47 ^LL tz; 6 lolopnor L natürliche Wärme erhält den Menschen »^rveym Leben/ denn so die natürliche Hitz^abgee mchench hat das Leben ein Ende. . Aas narüriiche Zeuer / so es mäßig gebraucht Schutz für der Kalte/ die Uberflüßigkeit " .. ' ' zet Zerstörung- EsistnichtMb' ! 48 ilA-nr gr-Mn SteM wendig/daß die SvnNe corpöralisch/oder leibhafftig Mit ihrer ganhen Sübstnntzdas Erdreich berühre- ^ sondern ist genugsaM/daß sie von fernen durch ihre i uior und Strahlen/so durch die i-Mxwnj wenn sie auf ! das Erdreich fallen,gestärcketwerdeii / das ihke thue/ denn durch solche Mittel hät sie eKcsKiäw gar genüg/ i saM/chr Amt zu verrichten / Und alles durch ihre Ko- > chüng zu zeitigen/dann durch die Ferne der Lüfft werden die Strahlen der SönneN ist eist EeMperament gebracht / daß ülsö durch Mittel der Äfft das Feuer/ als durch Hülffe der Lüfft/ uNÜ dii Lüfft durch HüM - des Feuers wircken kam l Erden kan ohne Wasser nichts gebähren/und ! Wasser kan ohne die Edden äuch nichts allein erwecken ; Wie nun Erden und.Wasier eines des andern Nicht kan entrathen zu Gebährüng der Früchte r also wenig aüch kan das Feuer der LuN, ünv die Lüfft des Feuers ohne seyn/denn ohne Lüfft kan kein Feuer Lebest ! haben,Und ohne Fetter katt die Lüfft ihre rechte Wärme und Trockenheit nicht erzeigen.. Der Weinstock brdarff in seiner letzten Misse Mehr Sonnenschein und Hitze/denn im Anfang des Frühlings/ uNdso die Sönne irtt Herbst ihre Wär/ ckuNg wol erzeiget,pfleget der Weinstock seinen Söfft kräfftiger Und beffervon sich zu geben/ denn so ihme die WarMe durch Mangelüng der Sonnenstrahlen entzögen wird. IM Winter achtet der gemeine Mann allesWtsehn/ denn die Kälte chak das Erdreich beschlossen/daß nichts aus Hryerfür wachsen kän, so bald aber der Lentz oder Frühling sich erzeiget/ daß die Kälte durch Auffsteigüng der Sönnen gebrochen wird / wird alles wiederum in Leben verkehret,. nie Bäum der uhrglten weisen- 49 hafftig Bäumuvd'Krauter erzeigen ihr Leben / und dieser, erühre/ bvrgene Thiere / so für dem Men Winker geflohen/ ihre rs.- kriechen aus den Speluuckeu und ihren Holen wieder sie auf herfür/allr Gewächs geben einen neuen Geruch von schrie/ M / und wird ihre edleWirckungdurch die schöne genug- liebliche und mannigsslige Farbe ihrer Blüth bewie, ee Ko- Demnach wirckst der Sommer fort/ daß aus st wer- svtcherBluth ein jeder Art Früchte gczeikiqrtwird/ ament lrarauffein reicher Herbst gefallet / der hundÄifältige tzeuer- o sucht bringek/dafür du billig dem Schopffer als der hülffs sicher Anordnung ihr Maaß und Ziel durch die Natur vorgeschrieben/zu dancken. / und Alsowircket nun ein Jahr nach demanöern/ biß erwe/ ^ß dieWelt durch ihrenBau Herrn wieder abgebrochen chen/und die das Erdreich besitzen/ durch die Herrlich, i keirGoltes erhaben werden/aisdenn wird alle irrdijchr sides Nalur zu wircken ein Ende haben/und wird ein himm- Leben lische unendliche an ihre statt die Wohnung besitzen. Watt Wenn die Sonne im Winker lerne von uns rh, ren Gang vollendet/ kau sie den grossen Schnee nicht UiiH - wol zu brechen: so sie uns aber imGommer naher kommt,so wird dir Lufft feuriger/ und wird gcstärcket/ ^ daß der Schnee schmelhenHu Wassi-r werden / und tzaff! llch verzehren muß/denn das schwane muß dem statt ikme cken weichen/und das starcke ligtvben dem schwachen, chlett ^ Also auch in der Mristerschafft des Feuers muß kanü Ordnung gehalten werden / auffdaß der feuchte b btt 'ächt zu schnell vertrockne/auch der Wessen Erd* , ^ reich nicht zu bald zerschmeltze / and auffgelbst werde/ ß die wurdest» aus gesunden Fischen in deinemWaf- cheii sir Scorpion gedähren; sondern will du deiner Arbeit > t,-- , rechter Pfleger seyn/ so nimm das geistliche Wasser/ r . dar. i zo Vorn grosse «Stern darauffder Geist anfangs schwebete / und beschleuß für ihme die Thore der Vestung /denn die lstmmlische Stadtwird von dem an von irrvischen Feinden belagert werden/und dein Himmel muß durch drey Voll, werck und Mauren feste Verwahrung haben/ auss daß nicht mehr denn ein einiger Eingang mitguker Vorwache bestellet wird/alsdann wann solches alles i voübracht/sozünde andas Licht der Meißheit/ mw suche damit den verlohrnen Groschen / und laß Leuch- Arng geben/so viel von nvthen/ denn du solt wissen/ daß ^ Sie kriechende Thiere und Gewürm ihre Wohnung in der kalten feuchten Erden haben/ von wegen ihrer Qvalitat; Dem Menschen aber ist seine Wohnung «uffdem Erdreich in einer temperirten und vermischten Eigenschafft verordnet; Die Englischen Geister , aber/dieweil dieselben keinen irrdischen/sondern Englischen Leib haben/und keinem stindlichenFleisch/wie der ' Mensch/unterworffen/find in einen böhern Gradge- setzet/väß sie Feuer und Kälte beydes in der obern und untern Region ohn einig Hindernüß ertragen können/ und so der Mensch verkläret/ wird er solches den Himmel-Geistern gleich thun kvnnen/GOttaber regieret Himmel und Erden, und wircket alles in allem. Da wir nun unserer Seelen rechte Vorstände? ßyn / so werden wir zuletzt auch GOttes Kinder und Erben werden/ das zu vollbringen / baß uns ietzo »m- müglich; Solches kan aber nicht geschehen/ es werde - dann alles Wasser ausgetrocknet/ und Himmel und Erden/sammt allen den Menschen/dmch das Feüer hingerichtet. l D« ! her uhmltm Werst,r. DA > ! F UM r Lies iren/kan keine fernere Vermehrung und §ork pstanhung bringen / es geschehe berm Anfangs D » Lurch zr vorn grossen Stein Lurch die Fäulung/ auch der Same des Ackers/und al« r les so dem Vegetabilischen unterworffen und zuge- c than/ kan zu keiner Ver Mehrung kommen/denn durch l die Fäulung / und werden auch viel Thiere und Ge- l würme in ein Leben erwecket / allein aus der blossen . < Fäule/ ihre lebende Kraffi undWmckung zu erzeigen/ l welches billig ein Wunder über Wunder der Natur < mag erkannt werden; Doch hat solches die Natur zu- l qclassen/dieweil ihr solche lebendige Vermehrung und ' ErweckukiMres Lebens am meisten in der Erden gefunden undUtzh die andern Element durch spiriluali- scheu Samm dero gestalt erwecket wird. Dieses mMxempeln zu beweisen / weiß das Weib des Dorffmanns am besten / denn sie kan keine Hennen zurHaußhaltung ziehen/ es geschehe denn durch die Faulungdes Eyes/ daraus daöHünleinge- bohren wird. So das Brodt in Honig kommt/ so wachsen A- weisen darinnen/welches auch ein sonderlich !um Natur- für andern ist. Der Bauersmann siehet auch / daß aus stincken- dem Fleisch Maden wachsen/ in Menschen/ Roß/ und anderer Thiere Leiber/wie dann auch in Nüsse tt/Apf- . fcl/ Birn und dergleichen/ Spinnen / Wärme / und was es mehr ist: Und wer kan die vielerlcy Art und Geschlecht der Würmer erzehlen / so aus der blossen Fäulung wachsen. An den Kräutern siehet man gleicher Gestalt/ daß vielerlei) Art Kräuter/als Nesseln und vergleichen mehr an Oertern wachsen / da zuvor kein solch Kraut mehr gestanden / oder sein Same dahin kommen ist/ allein durch die Fäulung. Die Mach deW ist dieses, daß dal- urch Ge> »ssen gerr/ ütue :zu- und ge- lali, das eine enn >se- A- >cu- 'en- md pf- - md inL sen rlt, >en »ut ist, es, »aß der-rrhraltettweistn. daß das Erdreich zu solcher Frucht / derer Oerterge^ , welches die Svde- von oben herab emgegoss !ke/, W" Samen spiriru-ilirer darin gcwür- täulet / s.^Oamen in den Erdreich sich sechsten er- ^iement/2?^^ Würckung und Fotthelffuny der Art d-r iv^^rporalischeMareria gebieret/nach der ^ ' lrlso können die Mra sampt den Ge- ^?bn neuen Samen erwecken, der zuvor ehr gewesen , und welcher Same weiter oum) fernere FMunZ kan vermehret wrrdw; den aber ist so viel nicht zugelassen, daß er neuen 'vamen erwecken kan / denn die Wirckung der Element und das Syderische Wesen stehet nicht in seiner dttvalt zu formiren ; Also wachsen vielerlei) Art «rauter nur auß der Fäukrng. Dieweil aber solches v^r Bauersmann für eitel Gewonheit achtet/und ferner kein Nachdenkens hat/ oderUrsqch solcherMif- ftnschafft ihm einbilden kan / ist es bey dem gemeinen Mann zu einer Gewonheit worden ; Du aber/dem da mehr als einen gemeinen Wissenden zn wissen ae- womnk^ erlernen / wodurchund Erweckung und Geburt auß / nicht zu wissen als eine ^.^obnhm , sondern vielmehr als ein Naturkündi-» ' derkon!^! alles Leben durch die Fauiuns herkommt/wachst und entstehet. «>,6,^ Element für sich hat seine Zerstörung, k^A"Mnb seine Gebährung/denn der Kunstiie- N ^eraus getrieben werden/gleicher Gestalt dieLM in anderndreyenLlementen wohnel/denn keines unter Erde beruhraltmwLlsttt. s> ssek ist nichts , uad kan nichts fortbringen ohne Lufft, das er - Feuer brennet nicht/und hat kein Leben ohne Luffl/das hat Wasser kan nimmer keine einige Frucht befördern hat noch fortbringen ohne Luffr. Ferner kan die Lufft hr§ mchts verzehren / noch eine Feuchtigkeit außlrocknen / iy so nicht dasseibige durch natürliche Wärme'geschaht / »>>,« ,i„n nnd4ik?ärm Die Erde wird durch ihre veworM,»? uuv oeju-wueuc Feuchtigkeit / in eine corrupnon oder Zerstörung bracht, weiches der Anfang ist der Faulung / denn vh- ne Feuchtigkeit/als des Elements Wassrr / kau keine rechte Faulung geschehen; soll nun eine Geburt auß derFaulung hernach folgen, muß dieselbe durcheile rrr-.,a^/ s> Geburt einen lebendigen Athem undBewegungan sich nehmen, kan solck)es ohne.die Lufft mcht geschehen. Denn wo die Lufft nicht varbey wircken solle /und vas ihre auch beweisen,so müstdie erste comssoüno ^ d«s Wesen/daraus die GeburMgcn solre,in sich st v sä V-m grossen Gtertt sien ersticken und verderben / wegen Mangelung der Lufft. Darum nun klarlich zu befinden/und im Grund darzu chun/daßallevollkommene Geburt der vier Ele,. menten mit Nichten entxathcn kan/ und daß immer ein Element in dem andern sein: Würckung und Leben erzeiget / und also rn und durch die Faulung beweisen/ denn ohne dieselbige jetziger Zeit/ und nunmehr nichts kan im Leben gebohren werden: Und daß solches wahr sey/daß zu einer jeden lebendigen vollständigen Geburt und Erweckung aller vier Element nvlhwen« Llg/so wiste: daß wie Adam der erste Mensch aus einem Erdenkloß von dem höchsten Schöpffer formiret ward erzeigte sich doch noch keine endliche Beweisung eines empfindlichen Lebens/ biß ihm erstlich GOlt einen Athem einbließ / da Ward der Erden-Kloß in ein Leben erweckt / in der Erden wär das Saltz/ iä ett» coi-pur, die eindlasende Lufft war der tckrcuriu; , der Geist durch solche Einblasung gab ihm alsbald die > Lufft/> l !; > z8 VsmMsiettGttni nichr mehr Wein / sondern durch die kutrekaüio»' und Fäulung der stetigen Wärme rrsnzmmirr und zu Essig worden / und alles was mit dem Weine oder seinem 5 piritll extrskirl und circulirt wird / hat viel ein andere Eigenschafft und Würckung- Denn fg >^./r. das Virrum ^nrimonii mi t Wein oder 8p»ntv vmi - «xrrakirt wird / machet es viel 8 eäe; und Stuelgan- ge/auch eine grosse Erbrechung über sich / denn es ist noch ein Venenum , und sein^Zifft ist noch nicht zerstöret und zerbrochen. S/aber das Glaß vom Ln- »imonio gemacht / mit gutem Millirtem Eßig auß- gezogen wird / gibt es eme schöne Lx^aKion sehr hoher Farbe / alsdenn denEßigim k. »^.abgezogen/ und das gelbe PulverUbleibt / durch offtere Distil- lation eines gememenWüssers/wolabgesüsset / daß die acsto 6 t ->5 aller wieder davon kommet. So hat man einsüsses Pulver / welches keine Stuelgänge mehrmachet / Hadern ist ein herrliche Medicin zuge- braucheu/ so da/ihre mit Verwuberung beweiset, und billig für ein htlrscuium klechcill- mag gehalten werden. Diekk wunderbarliche Pulver resolvirt sich auch in/oLv Kumicl» in einem ligvorsin , welcher ohn aller? Schmerhen und Wehetage in LKirurgis das seine thut. Davon nun genug. Und dieses ist das Haupt < Stück zum Beschküß dieser Rede zu mercken, das himmlische Geschöpffge- bohrev/ dessen Leben durch die Es erhalten / und durch die vier Elements gespeiset wird / muß sterben / demnach verfaulen. So das geschicht, werden die Hürr durch Mittel der Elernent/denen es befshlen/den verfaulten.Cörper wicherumb ein Leben eingiessen, daß dat ster ger wo Hi irrl fü, die un sch ter du nu he in hil ge> tet sic all fe, da chi « der uhralten Merftn. 59 üio» ' das denn wiederumb ein Himmlisches/so in der hoch- und st^tt statt des Firmaments seine Ksbilsrion auffschla- . yhxx gen wird / darauß werden kan. So das vollbracht t viel worden / so wirft du sehen / daß das Jrrdische voin in so Himmlischen mit M und Leben verzehret / und der irrvssche Leib in ein himmlisches Wesen entgangen. gan- es ist er Neundte MKlüssel. zer- .^8)lLr höchste Planet des Himmels / Zseurous /^n- genannt / hat in unser Meisierschasst die ge- ringschahigfte surorität / und ist gieichmol der . hg, fürnehmste Schlüssel der ganhen Kunst / ist aber auff , die niedrigste Staffel gesetzt / und kleinestes Ansehen unserer Kunst zugeordnet / ob er auch wo! durch seinen ..n schnellen Flug sich in die höchste Höhe über alle Liech- kgt ter auffgelchwungen hat / so muß es doch in Abschnei- düng seiner Federn / biß zu der ailerniedrigsten Schei- ae, nung gebracht / und durch seine Vrrderbung in Ver- mtz hesftrung kommen / damit schwach in weiß / und weiß .... in roth gebracht werde/ auch durch den Lauffder ganhen Welt Farbe / die andern Planeten durchlauffen, hiß zu der übrigen Hofe, Farbe des triumphirenden . Königes. Und sage also/ob 8ammu, für aller Welt ^ geringschätzig angesehen/und für geringschätzig geach, tet wird / so hat er doch solche Krafft und Stärcke in E W/ daß / wo sein herrlichsWesen/ welches ist über e, I alle Massen eine unbegretffliche Kälte/ in das lauffende ^ feurige metallische cor^uz getrieben wird/ daß solchem ^ das lauffende Leben kan benommen / und zu einem sol, ^ i chen schmeidigen Leibe werden / wie Lsrurnur selbstm n / l ist / doch viel einer besseren Beständigkeit unterworf- 6» , l! Vorn grosser« Stein ' dan Hei dur j>! ! i ««<»»' I i » fen, welche Veränderung auß^lsrcurio , 8uipkurs und 8sie ihren Ursprung / Anfang und gewisses Ende hat- Dieies wird nyn mancher schwer erachten ru verstehen/wie es dann auch ist. Aber dieweil die Ma- ^ trria gering,jö muß derVerstand scharffund hoch seyn, ' da« der uhralten weist«. 6r damit ein ungleicher Stand in der Welt bleibe'/ die Herren von den Knechten zu unterscheiden/ und sie durch Dienung können erkannt werden- Aus dem 8acurns kommen vielerlei? gestalt Farben Herfür / so durch Bereitung und Kunst gemacht werden/als schwartz/grau/weiß/gelb und roth / und was mehr vermischete Farben daraus kommen / also muß die Materia allerMeisen auch viel Farben über- wrnden/ehe der grosse Stein zuder gewissen gesetzten Vollkommenheit erhaben wird. Denn,so esst dem Feuer eine neue Porten des Eingangs eröffnet wird/ st offt gibt solches eine neue Form und Gestalt Der Kleidung zur Äusbeut/biß der Arme selbst Reichthum erlanget und überkommen/und keiner Entlehnung mehr bedürfftig ist. .. ^> Wenn die edle Veau, ihr Königreich besitzet/ und nachGewvnheit des Königlichen Hofes die Aem---5^ ter nach Gebühr austheilet/ so erscheinen sie in ihrer ^ Herrlichkeit/und die Mulles tragt ihr eine schöne Fah-'^ ne für/von rother Farbe/darauffist gemahlet dieLKs- rics; in grünen Kleidern Überaus schone/und an ih, ' rem Hose wird für einen Hoff.Meisterge- braucht. Und wenn er sein Ampt vollbringet / so tragt ihm ^üroyolma eine schwartze Fahne für/ darauff ist kiN«gemahlet ingelb und rother Kleidung/ stpirer mit seinem Scepter muß das Amt eines Marschalks verrichten; ,kcchorica trägt ihm eine Fahne von grauer Farbe für/ darauff ist gemahlet die 8p» zier, lich mitFarben geschmückt; ^lsrr verstehet alleKrieas, Sachen/und fähret das Regiment mit feuriger Dürftigkeit/ und trägt ihm Leometria eine blutige Fahne für/ darauff ist «Mahlet die kommä» mit rothem 6r vomgwssm Stellt Gewand beneidet. ' Ivlercutiur ist aller Tanßler,und tzM trägt ihm für die Fahne von allen Farben zusammen W gesetzt Lrickmsrlcs, denn er ist nicht auszurechnen,dar, S> auff ist gemahlet Ismpsrgktis von Farben wundem barlich. So! ist ein Statthalter des Königreichs/und Zu tragt ihm für Lrammatica eine gelbe Fahne/darauff ist der Zuüiris gemahlet in güldenen bücken: Welcher A «Statthalter/ober gleich mehr gehorsam hat in seinem N Königreich, so hat doch die Königin Ve»m durch den zw übersiüßigen hvchleuchtenden Glanh ihn geblendet ein und überwunden: L^una aber erscheinet auch , und all tragt ihr für WsIeÄics eine Silber-Farbe weißgläm sgr tzende Fahne/darauffistgemahletkruäencia-mttHim- st-, melblauer Farbe angestrichen. Und dieweil der i.u- na ihr Ehemann gestorben,so hat sie das Amt ererbet, yr daß sie wird forthin die Königin V«nu; nicht mehr regieren lasten, denn sie ha! Recheuschafft von ihrer «« Haußhalmnggefordert, alsdenn wird ihr der Canhlee ^ Hülfferzeigen / daß ein neu Regiment wird auffge, richtet, und sie beyde über die edle Königin regieren , werden; verstehe, daß kein Planet den andern von U seiner Herrlichkeit, Amt/Herrschafft und Gewalt muß abtreiben und entsetzen,daß die besten unter denselben allen das höchste impermn, erhalten,und mit der besten beständigsten Farbe mit ihrer ersten Mutter ihn zugethan, aus angebohrner Gtandhafftigkeit, Lieb und ! ^ Freundschafft im Siege obliegen. Denn ist die alte « Weltvergangen , und eine neue Welt an die Stars « kommen, und hat ein Planet den andern spiritualisch rni verzehret, daß nur die Stärckesten durch Speise der tu- andern geblieben sind, und zwey Md drey durch eins in Wn überwunden worden. ^ . Zum ! -er uhralte» Weift». 8 z . Zum endlichen Abscheide hiemuffsolt du aller- r/uno dingvernchmen/baßdusoltauffzieheki diehimmlische nmen Waze/ den Widder/ Stier/ Krebs / Scorpion/ und /dar, Stembock. Der ander Seite derWage soll duauff- ,, k* lesen d-N Zwilling/ Schütz/ Wassermann/ Fischund /E Jungfrau: denn verschaffe/daß derGoldmche Löw '.2 derJungfmuen ii^en Schoß springe/ so wird solch Theil der Wage überhandnehmen/ und dem andern rÜÜ Lettin derSchwere überlegen seyn/ laß denn die ven zwolffZerchen des Himmels mit dem sieben Gestirn i» , OE» einen Gegensthei»! gerathen / so wird nach Erfüllung Weit Farben/eine endliche conjrmÄion und Zu- ltm. sammenfägung geschehen/daß dasgröste zum gering- ^ sten/und das geringstezum allergrösten kommen wird. bet/ Lehrer fge- ren >on >uß >en ien ge- nd sie >te ch er is n Wenn dastünd der gantzen Welt Natur/ Nur bloß allein in einer Figur/ Und könt durch Kunst nicht anders werd» Kein Wunder findt man dann auff Erdn/ Und dke Natur nicht zu beweisen/ Dafür dochGOttisthoch zupressen. Der Zehende EMffel. unserm Stein/durch mich und lang für mi «^gemacht/sind beschlossen alle Element« / all mineralische undmeraüische Gestalten/ ja alle gu- lirsc» und Eigenschafstender gantzen Welt/ den in ihm muß gefunden werden die aUersrösseste und g< 64 Vom grossen Stein che wattigste Hih. Denn durchsein grosses,innerliches Fr Feuer wird der kalte Leib des Sarurni erwärmet / und gu> durch solche Entzündung in das allerbeste Goldver, wb ändert. Es muß in ihm auch gefunden werden die al- du> lergrösseste Kalte/ dieweil durch seinen Zusah gemildert wird der hitzige Grad Venus, und lebendige Klei-- de' cunus cosgulin wird/ und gleicher Massen durch sei- un ne Erstarrung zu gutem beständigen Gold werden un muß/ die Ursachdessetbigen ist, daß alle solche Eigen, de, schafften unserer Materia des grossen Steins durch die Natur eingegosten ist. Welche Eigenschafften köi durch die graäu, igni, ausgekocht und gezeitiget werden müssen/ biß sie die allerhöchste Vollkommenheit ser erlangt haben,welches ehe nicht geschicht/es habe denn üb der BergAema in Sicilien ausgebrannt / und gar w< keine icheS und ver, ieal- Mil- sei- rden gen- urcb ssten ver« >heit stnn gar eine der nhralte» Werstit. 65 keine' Kä lte mehr «ufi dem gedichten hohen Gebirge »'/perborcum gefunden wird/wklchen Ort man auch kiliäum nennen mag. Alles Obst/so es für seiner vollkommenenReiffe abgebrochen wird/ ist untüchtig und wirdwelck/das man dasselbe mit Nutz nicht wol brauchen kan. Auch so der Hafner selsse'Wahr durch das Feuer nicht ge« nugsam brennt und gahr machet/wird die Wahr nicht tüchtig zu gebrauchen/denn sie ist nicht genugsam durch das Feuer gezeitiger. Also auch mit unserm Llixir muß wahrgenommen und fleißig gemercket werden/daß man ihm seine rechte Zeit vergönnet/ undjanicht für dersi Wen seine Wolfarthabstricke/ damit ihm keine falsche Aussage zugemessen / und ihm die Schuld der Unwurdigkeit auffgewickelt werde. Denn so die Bluth abgebrochen wird/ hat man wol zu erachten/daß hernach keine Frucht davon wachsen kan. Darum ist eilen nicht Zut zu der Meisterschoss / denn ein eilender Mensch wircket selten etwas gutes in der Kunst/ sondern wird durch eilen mehr verderbet denn gut gemacht. Darum soll sich kein Suchender durch Begierde verführen lassen/etwas für seiner Zeit anzunehmen und abzubrechen/ damit ihm derApffel nicht entfalle/ und nur den leeren Stiel darvon in Handen behalte/ denn in Machest / so unser Stein nicht gnugsam ge- zeiliget wird /. so wird er auch nichts zeitiges wircken können. Im Wassergrad wird die Materia auffgeschlof- sen / und durch die Fäulung vereinigt / in dck Aschen überkömmt sie dieBlüth der Früchle/durch den Sand werden alle Uberflüssigkestm ausgetrocknet./ das be- >. 8 stän^ 6S Von, grossen Greür ständige Flammen^Feur aber bringt beständige Reif- D> ft/sammt seiner Fixigkeit/nicht dasmanMarienbad/ ^ Noßmist/Aschen und Sand nach einander haben/und d nothwegen brauchen muß/sondern daß die graclu, ch upd das Regimen igniz allem dero gestalt muß vollfüh- Ä ret werden: Denn der Stein wird gemacht in einem C leeren Ofen/dreyfacher Bewahrung/feste verschlossn/ h> eingesperret/und durch stetigsFeuergekochet/biß alle Nebel und Dünste verschwunden/und das Kleid der . Ehren mit trefflichen Glantz erschienen/und auff einer statt zu unkerst des Himmels verharren/ und Müssend « stehen bleiben wird- Und wenn dieArme des Koni- L ges nicht mehr über sich reichen können / so ist die Herr- , lichkelt der Welt erstritten. Denn der König ist " ewigwahrender Beständigkeit worden / ^11, Gefahr wird ihm mehr schaden/ dieweil er unüberwindlich ^ worden ist. Hierzu sageich also: Wenn dein Erd- > ^ reich in seinem eigenen Wassr auffgelöset ist/so trocks " ne das Wasser durch das gebührliche Feuer gantz und ^ §ar aus/so wird die Luss ein neu Leben anblasen / und wenn das Leben wieder leibhafft gemacht/ so hastu eine Materia/so rechtswegen keinen andern Nahmen haben kan / denn der gross Stein der.Weit/welcher menschliche und metallische Leiber durchgehet/ wie ein Geist:istemeUniversal-^s^icinohne Mangel/ denn sie treibt das böse aus und erhält das gute / ist auch eine Verbesserung/daß das böse zugleich mit dem guten gut werden muß/ seine Farbe zeucht sich von des durchsichtigen Rothe auffdie dunkelbraune/von der Rubinfarbe auff Granaten/und in der Schwere ist er mächtig und überwichtig. Wer solchen Stein überkommen / der dancke dem er re v< «Z in m s-> N Ut deruhr/ keif- Den; höchsten Schöpfte lbcid/ Himmlischen Balsam/ /und Nechstetvdaßerdenstl chem Auftenthalt dieses lfüh- Welt alsdenn hernach inem GOlt sey für seine unar Gn/ hochgelvbet in Ewigkeit i alle L Der Eilf 67 Hm nen lttt- mep ^ge. ade send öni- >erro gift fahr >lich ?rd- ocks und lind' ?ine ha« ! her ein >nn tch ;u- )ev >ee er ke m ^ >M)En Eilfften S6)i fers ^Wvgrossen Steins w »iß also fürhalten und kundt EswohneteimM M- ker/OrpkeurgcnaNdt/d und an allem Vcrmvgei rine leibliche und natürliche < Wt/ zu der Ehe erwehlet/ für 1 md angenommen/ dieweil^ überkommen möchte/un' daßerstme Schwester; er mit embstgen Anhaltei ren/und durchBitttezu verleihen wolte/seiner^ Und indem er eins Schlaffumbgeben und im Traum ein fliegender nannt,der Mund rührL sehr warm/und sprach;, Ritter viel Königreiche u undmächtigeHerrschaft E ^ ^' ihr aß/ lag H- >en len m ;e« en 'er «U hem 6S stän ft/sii Rok noth ugd retn leere eingl Nei Ehr, statt^ stehe grsn lichk. ewig' wird word reich rieba Sara wenn Mati den k mensc Geist sie tr< eine 2 tengu durch! Stritt »ringtbeständige Reif-' dasmanMarienbad/! ch einander haben/und. ndern daß die gr-iclu, w gestalt muß vollfüh- »ird gemacht in einem »rung/feste verschlossen/i .-euergekochet/biß alle >en/und das Kleid der schienen/und anst einer ^ harren/ und lauffend n dieArme des Könk- Annen/so ist die Herr- Denn der König ist vorden/ kein Gefahr eil er unüberwindlich lso: Wenn dein Erd- auffgelöset ist/so trock- rliche Feuer gantz und Leben anblasen / und gemacht/so hast» eine andern Nahmen ha- einder.Weit/weicher er durchgehet/ wie ein ohne Mangel/ denn ;it das gute / ist auch ! zugleich mit dem gu- be zeucht sich von des ickelbraune/von der in der Schwere ist er Rudi. mächtig und überwichtig. Wer solchen Skein überkommen/der dancke dem ke!f- >bad/ /und inett^ ssm/^ ! alle! > der!, iner ^ sind ^ öni- err- gift NHL , l!Ä> ^t'd- >ck- IN- ind >ine ha- her ein nn rch >u- lev ee er ke derrchralten weisest. 67 Dem höchsten Schöpffer aller Creaturen / für sv!ä)en Himmlischen Balsam/ und bitte für sich und,seinen sechsten/ daß er denselben gebrauchen möge zu zeitlichem Auffemhalt dieses Jammerthals/ und in jener- Welt alsdenn hernach ewige Wolfarch haben möge. GOtt sey für seine unaussprechliche GabermLGnade hochgelvdetm Ewigkeit,Amen. Der Eilffte SZlüffel. ?En Eilfften Schlüssel der Vermehrung unsers »grossen Steins will ich dir durch ein Gleichniss also fürhalten und kündbar machen. Es wohnete im Morgen,Land ein herrlicher Ritt ler/OrpKeur gcnandt/der war an Gut Überaus reich, und an allem Vermögen sehr mächtig / der halte seine leibliche und natürliche Schwester / kuriöice genandt, zu der Ehe erwehlet/ für seine Haußi-Frau erkandr und angenommen/ dieweil er aber keine Erden mit ihr überkommen möchte/und der Sünde Ursachzumaß, daß er seine Schwester zmn Weib erwehlet hatte / lag er mit embsigen Anhalten dem Höchsten stetig fürOH- ren/ und durch Bittle zu erlangen / ob er ihm Segen verleihen wolle/seiner Bitte Genügen zu vergönnen. Und indem er einsmahls mit einem sehr tieffett Schlaffumbgeben und eingenommen war/da kam im Traum ein fliegender Mann zu ihm / klr«bu» ge- riannt/dergriffund rühret sesne Füsse an / die waren sehr warm / und sprach zu ihm ^Nachdem du edlek Ritter viel Königreiche und LanM auch viel Städte undmächtiseHmschaffkn durchwanvettW/ anst E z-' ' HM» 6r V-m grosser» Sttitt dem wilden Meer viel Gefahr erlitten / im Kriege so viel erstritten, daß du zu einem Ritterlichen Stande erkohren, und für allen andern dir vergönnet worden/ dieweil du auch im Kampff und Thurnier manch Speer gebrochen, und offter der Danek dir durch das wür- der uhraltenweiferr. 69 würdige Frauen,Zimmer zugesprochen worden / So hat mir der Vater im Himmel befohlen / dir anzuzei, gen / daß dem Bitt Gehör und Verstattung bey chm erlangt hat/ darumb soltdu nehmen das Blut aus; den ner rechten Seiten , uud das Blut auß der Unnen Seilen deines Weibs,auch das Blut/so deinem Vater und deiner Mutter in ihre nHerhen gesteckt / sind natürliches Rechts nur zweyerley / und doch nur einerley Blut / die vereinige zusammen und laß sie alsdenn wiederum eingehen in die'Kug'.l der sieben wessen Meister, ganh bloß beschlossen , so wird der gebshrne Großmächtige gespeiset mit seinemFleisch/und getrau- (kel mit seinem Blut der Ehren: Wenn du das recht machest / so wirst du viel erben / und ei"unzemiche Schaar von deinem Leib gebohren/hmterlassen, Doch wisse / daß der letzte Same in der achten Veriayrung der Zeit/wie dein erster Same / darauß du anfänglich gemacht bist , seinen Laust zum Ende bringen wird, Thust du das öffter, und fangest von neuen an alle mahl/so wirst du sehen Kindes Kind , daß die grosser Welt auß Gebährung des kleinern ganh und gar wird erfüllet werden / auffdaß dem Schöpffer sein Himmelreich vollkommen besessen wird. Wie dieses vollendet war, flog kö«bur wieder hinweg,und erwacht der Ritter , der stund auffvon seinem Bette,und wie er dem alle« nachkam, wie ihm befohlen war, hattederRitterln alle seinem Vornehmen nicht allsiiMück und Heyl / sondern GOtt beschnitt ihm mit feiner Haußftauenviel Leibes'Lrben, Sie erlangten auch ferner durch ihres Vaters Testa- «lenrein.denckwüKiMNahmen , und die Ehre der , Er ^lit- !ti 7« Vbm grasten Gtem Ritterschaff bleib bey ihrem Geschlechte / mit Reich- ,thumbfürundfür. Mein Lehrer derKunst / bist du nun Welbvtt- ständig/so darffstdu keiner Außlegungund lnrerprc- rLüon mehr. Da dir aber solcher Verstand mangelt/ so gib nicht mir die Schuld / sondern deiner Unwissen- ' heit sechsten / dann mir ist weitere Eröffnung des ! Schlosses verbotten/das muß ich halten/und demsclbi- ^ gen gehorsamen. Dem es aber der Allmächtige be- ! scheren will /. ist es deutlich uud klar genügsam geschrieben/und noch klarer, daß es schier niemand glauben kam Denn ich habe dm gantzen LÄum titzursrc und nach Brauch geschrieben / wie meine Lehrer vor mir auch gethan habenund aber noch klarer / denn ich habe nichts verborgen / hast du das Fell der Trübigkeit abgezogen von deinen Augen / so wirst du finden dasjenige / so vietLeftrcht / und wenig gefunden Habens Denn die Materia ist allerdings genandt / auch der Anfang/so wol das Mittel/ fampt dem Ende angezei- §et worden. Der Ulvölffte SZlüffe!. AMJn Fechter/ der sein Schwerdt nicht wol brau- chen kau/dem ists auch nicht nütze / denn er hat deu Brauch desielben Nutzbarkeit nicht recht erlernet. Denn so ein ander / so sich desSchwerdkS besser Lenner gebrauchen kau/gegm ihm in Vorsehung kömmt/ muß er untüchtig geschlagen werden. Wel- . eher aber die Fecht-Schulemit allen Meister-Grissekr wol erlernst/sägt denKranh davon. AG werAeich eine Timtur dmch Verleihung t-ver- rprc- igelt/ issm. des selöi« sbe« hrie« wen und mir ha« ikeik >as- )en- der zel« deruhraltenlVeifttt. 7 l allmächtiges Segens erlanget und überkommen hat/ und daneben nicht wissen wird zu gebrauchen/ eben solchen zu helffen seyn wird/wie vom Fechter erzehlet/ so sein Schwerdt ihm in die Hand gegeben / mchc zu gebrauchen weiß. Dieweil aber dieses der zwolM E 4 u>'.d / - 7 L V-m grossen Stern und als mein letzter Schlüssel/ zu endlicher Absolvi« nmg meinesBuchs ist/ will ich dich zwar weiter gar ^ in keine Philosophische verblümte noch figürliche Re- l de führen/sondern ohne einigen Defect diesen Schlüst ! sei der Tinctur mit vollständigem warhafftigen Pro- ! ceßoffcnbahren. Und darum gehorche meiner nach- nachfolgenden Le hre also: ^ Wann die Medicin und zugerichtet wolbereikev i Stein aller Weisen / aus der rechten Jungfrauen- ^ Milch gemacht worden / und vollständig bereitet ist/ . so nimm derer ein Theil / des allerbesten und feinestm Golde 6/durch den ämimonium gegossen / und pur- ! gire drey Theil/ das schlage ganh dünne/ als immer t möglich ist zu schlagen: Thue es zusammen in ein Ge- j schirr, da man Metallen in zu schmeitzen pflegt/ gib ihm l anfänglich ein gelmdes subtil Feuer zwölffStunden/ , alsdann laß sie fliesten drey Tag und Nacht conri- »ue. so istdas purgiere Gold und Stein zu lauter eitel Medicin worden / gantz subtiler spiritualischer und durchdringender Eigenschaffl. Denn ohne Ferment des Goldes kan der Stein nicht wol wircken / oder sei- ! neTmcturerzeigen / denn es subtil und durchdringend. So es aber mit seines gleichen ftrmentirt und ! versihtwird/ alsdenn hat die gemachte Bnctur einen E Emgang oder Jngreßerlanget in das anderzuwir« ^ cken Nimm aisdenn des zugerichteten Ferments ein ß Theil auffrauftnd Theil irfl Flusse derer Metall: so du ^ 1i»gü en wilk/so wisse in der höchsten aller Welt War- ^ hrir und Rede / daß solches alles zu gutem beständigen ß Golde wer den muß: dann ein Leib begreifft alsdenn z gern wiederum einen ander« Leib / ist er gleich nicht s seines gleichen/so mußer doch durch Krafft und Ge« - walt ' der «rhralten weisen. 7; walt ihm zugefügt / wiederum!) zu seinesgleichen wer- den/smtemahl doch gleich von seines gleichen gebühren worden. Wer dieses Mittel gebraucht / dem werden alle Beständigkeit offenbar werden / die Vorhöfe des Saals haben am Ende alsdenn ihren Außgangund keiner Creatur ist diese Ssbtilikät zu vergleichen/denn sie alles in allem / so natürlicher Art und Herkommen nach/ als in der Welt unter der Sonnen maMfun« den werden/ in sich führet und besitzet. O Anfang erstes Anfangs / bedencke das Ende / O Ende letztes Ende / bedencke den Anfang / und lasset euch das Mittel befohlen seyn/ in allen Treuen. So wird euch GOtt Vater / Sohn und Heiliger Geist geben was ihr an Geist/ Seel und Leib bedurjstig seyn werdet.' Os l?rima klarerm lmpiäls kkilolbpkiei. ;Jn Stein wird funden/ ist nicht theur/ k Auß dem zeucht man ein flüchtigs Feur/ i Davon der Stein selbst ist gemacht, Von weiß und roth zusammen bracht-! . Es ist ein Stein / und doch kein Stein/ In ihm wirckt die Natur allein/ Daß daraußspringt ein Brünnleinklar/ Er tränckt sein fixen Vater gar/ Verschlinget ihn mit Leib und Lebn/ Biß ihm die Seel wird wieder gebn/ Und ihm sein flüchtig Mutter gleich Worden in feinem Königreich. Er G der irhralteil weifitt ^ 7; walt ihm zugefügt, wiederumb zu seit hen werden, sintemahl doch gleich von seiner .n gebühren worden. . Wer dieses Mittel gebraucht, -erden alle Beständigkeit offenbar werden , orhofe des Saals haben am Ende alsdenn tl Hgang und keiner Crealur ist diese Ssbtilirät ? eichen,denn sie alles in allem, so natürlicher Ar herkommen nach / als in der Welt unter der 1 magtzefun« den werden, in sich führet und besitze O Anfang erstes Anfangs, be v ! das Ende, O Ende letztes Ende, bedrucke den A. ^ z, und lasset euch das Mittel befohlen seyn, in allen «reuen. So wird euch GOtt Vater, Sohn und Heiliger Geist geben was ihr an Geist, See! und Leib beduWg seyn werdet.' Oe l?rima barerm I^Lpläis kkilolöpkiel. zJn Stein wird funden, ist nicht theur/ '. AußdemMchtmaneinflüchtigsFeur, - Davon der Steln selbst ist gemacht, ^ und roth zusammen bracht.! . Es »st em Stein, und dach kein Stein, In ihm wirckt die Natur allein, Daß daraußspringt ein Brünnlein klar, Enranckk sein fixen Vater gar, Verschlinget ihn mit Leib und Lebn, ' Biß ihm die Seel wird wiedergebt!/ Undjhm sein flüchtig Mutter gleich Worden in feinem Königreich. E 5 G j 74 Vom Frosten Steril der lchraltm Meisett. 4 Er zwar auch selbst an Starck und Macht 4 Erlangt hatviel ein-grösser Krafft. j Die Sonn im Alter übertrifft/ j i Ihr fliegend Mutter zugericht / .4 Durch Vulcanum also/doch ist zuvorn 4 Der Vaterdurch den Geistgebohm- ! Leib/Seel und Geist m zweyen steht, 1 Darauß die gantze Sach hergeht. 4 Kommt nur auß einm/und ist ein Ding, ! - Flüchtig und fix zusammen bind. ' Sind zwey und drey/und doch nur eins, 4 Verstehst dus nickte so triffst du keins. Adam seh in ein Wasserbad, j' Darinn Veaurihrögleichen hat, ss Welchs hat bereit der alte Drach, ' Da er verlohr sein Stärck und Krafft. ! Ist nichts/spricht der kbilolopbu;, x Denn ein zweyfach^lsrcunuz. ! Ich sag nichts mehr/es ist genandt, ss Woldem/der solchs hat recht erkandt. jj> -Suchs darinn/werd nicht müd noch matt, k«tU5 agee ' nachstmerxurj6c3ttoadeserstenScdlüsselsmuß auff> und aelöset/ und in einem subtilen Kalck gebracht werden/ wie du im vierdken Schlüssel zu listn/und bann solchen ein Kalckdurch denSalh-Geist übergetrieben/und wie» liex der niedergeschlagen / und durch die keverbcratiori Itia zu einem subtilen Pulver gemacht/ so kan denn sein ei» die ' LM Schwefel desto baß eingehen in sein eigen Wesen/ sa- und sich mit ihme befreunden/dann sie lieben sich wun< He derbarlich/ so hasi du zwo Substantz in einem/und helft as ^ci-cmius der Weisen,und ist nun em einiges Wesen/ e» das ist das erste Ferment. r- Nun folget vorn Schwefel auch »/ weiter. H , is .EUEinen Schwefel soll du suchen in gleichem Me> Wvml!/ den soll du/ wenn das Metall durch gesche- ^ heue Reinigung und Zerbrechung voriges Feuers z und Keverberalion bereitet / ohn alle Corrosiv § wissen von seinem Leibe auszuziehen/ welche Mit" , ^ tel ich de^n Verschwiegenen auffgeschrieben / auch im , ' dritten Schlüsse! gedencke/denselben Schwefel soll du , - hernacheraufftöstn m seinem eigenen BlW/daraus , er zuvor mit seiner Fixigkeit sechsten gemacht ist/ nach . sei- ! i ! i t zo Wiederholung' des 'grossen seinem Gewichte im sechsten Schlüssel angezogen / so > ^ hast du den rothen Löwen mit dem Blute des grünen Löwen gespeiset und auffgelöset/ dann das fixe Blut d« des rothen Löwens ist gemacht aus dem unfixen Blut ^ s^ desgrünen Löwens/darum sind sie einer Natur/und das unfixe Blut macht auch flüchtig wiederum das fi« M xe/ und das fixe macht entgegen hinwiederum bestäm ti, dig das flüchtige/ wie es für seiner Aufflösung gefun« ' tr den worden/laß dann zusammen in gelinder Wärme Ä stehen/biß der Schwefel alle auffgelöst worden/so hast ^ du das ander Ferment/ den fixen Schwefel mit den ^ d< unfiren gespeiset/ wie alle plülolopki sagen neben mir/ ss> dasselbe wird dann mit hintu vmi übergetrieben / roth d, als ein Blut/und heist üurmn parÄdils, darinnen keine 8' rs u »o- si g r> fl d 6 tl r d - GteittSderUhraKm. - 8r / so ' lE machen beydes zugleich nach Bereitung/ darzu »en essollgebrauchtwerden/welcheszwarein Geheimniß Zlut der Natur/ und eine Verwunderung der Philosophie ^lut schen Kunst ist. ^ ' und Ein Mensch/ so eine Zeit Wem trmckt./ und l fi- aus seinem Urin ein klar Satz gemacht wird/ist fluch, an/ tig/und machet andere fixe Ding auch flüchtig / und um treibet sie mit uber/aber figirt nicht; Und ob wol der me Mensch nichts denn Wein getruncken./ daraus das äst Salh aus seinem Urin gemacht/so hgt es doch eine an, )en dereArt/alsdasSalhausdemWeinstem/dennes ir/ ist eine rrammmarion in des Menschen Lrtb geschehen/ rth daß aus dem.vegetabilischen/ das ist/ aus dem Wein- ine geist/ein animalischer Salhgeist worden / gleich die m. Rosse von Hadern/ Heu und. dergleichen in Zuveh, mung ihrer Stärcke eine Verwandlung verursachen/ ^ am Leibe fett werden/und Fleisch daraus machen. I, tem/eine Biene macht aus dem edlesten der Blumen und Kräuter Honig: Also auch von andern zu verste, hen/ der Schlüsscl und Ursach bestehet allein in der putrikaüion und Fäulung/ daraus solche Scheidung ^ Mtz rransmurakio seinen origincm hak. ^ Der gemeine Saltz,Geist / welcher zwachmch sonderliche Gelegenheit meines letzten Berichts aus, getrieben wird/macht Gold und Silber/so ihm ein gs- / ringeO.vantitität vomDrachen'Geiste zugefügt wird/ c, flüchug/lolet sie auff/und treibt sie hoch in den Scham ' bel des Helms/gleich wie der Adler mit dem Drachen- ,, Geist/so in den Steinfelsen aus und einschlM/ auch thut; Da aber etwas mit Saltze/ ehe sein Geist vW Leibe- gesondert/geschmeltzet wird/Wrk§ vielmehr dann es flüchtig machet- F Die >- » 8r wisdecholmrg des grossen Dieses sag ich auch / da der Geist dis gemeinen! ^ Saltzes mit dem 5?iriru des Weines vereiniget / und! r zum drittenmahl mit ihm überzogen wird/so wird er! k suffe/und verlieret seine Schärffe. Dieser pr-panr- d rs Lpirikus greisst das Gold auch nicht mehr corjror 2 ll- ^ t^ rer an / sondern so er auff einen subtilen bereiteten i n Gsld-Kalckgegossen wird / zeucht er aus seine höchste d Färb und Nöthe/wel6)e/da es recht gemacht wird/^ b die weisst reine l.uaa in solche Farbe bringen kan / wie ^ sein voriger Leib gewesen / davon er zuvor genommen ! d ist/ der vorigekeib kan seine Farbe durch dieBulschafft I ei decanreihenden Vcnurauch wieder bekommen/ weil i er von seinem Herkommen und l^m, als von ihrem - U Geblüts mit gebühren worden/ davon nun jetzo nicht > weiter zu disputiren nöthig. ki Mercke aber/ daß derSalhgeistauch die !> a zerstöret / und in ein geistliches Wesen bringet/ mei-1 di vemBericht nack)/ nach ftrner pr-parsiion, daraus > !)< hernach diel-unspotabi!» kan bereitet werden/ wer- cher Geist der i.unX dem Gold,Geist zugeeignet wird/ ni als Mann und Weib/ durch die Lopulsrion und Zu- ^ samMnsügung des Geistes Kisrcurü oder seiner Oels. E Der Geist steckt im l^ercurio , die Farbe such im Schwefel / und die Loggulanon im Saltze/ sb § hast du drey Dinge / so ein vollkommenes wiederum «j können gebühren/ das ist/der Geist im Golde mit sei- nem eigenen osto ftrmentirt: Der Schwefel in der ge edlen venerischen Eigenschasst uberfiüßig gefunden/ der entzündet das fixe Geblüt von ihr gebohren: Der ye Geist aus dem Philosophischen Salhe gibt viSo- ^ nsmund Siegzu der Hatte/ wiew-l der Geist des Weins Steins der Uhraltttt. 8; inm! Weinsteins und der Geist des Urins neben dem rechnn- ken äcelo viel vermögen/ dann der Geist des Eßigö ist d er > kalt/ so ist der Geist des lebendigen Kalcks sehr hitzig/ »jr- darum wird es für eine widerwärtige Natur Mal« -üli. ten/wie es dann auch befunden wird; Zetzo hab ich eten nach dem rechten Philosophischen Brauch geredt/ hste dann es will mir nicht weiter gebühren/jedcrmann zu ird/ berichten/wie die Thüren inwendig verriegelt sind. wie ^ Dieses sage ich zum Valecs getreulich: suche nen deine Materia im metallischen Wesen/mache daraus äfft einen Klercui-ium, den fermentire mit seinem eigenen oeil Schwefel/und mit dem Saltze bring es in Ordnung/ :em tteibs in einem herüber / conjungir alles nach seinem cht Gewichte/ so wirds eins / so aus einem zuvor auch her konnnen/das coagulir und figir durch stetige Wärme/ w, ^ alsdann augmentirs und fermentirs noch einmahl zum ui-! dritten/durch Lehre meiner zweyer letzten Schlüssel/ss rus hast du und wirst finden das Ende und Final deines >el« Begehrens: die Tinktur zu gebrauchen hat in Glejch- rd/ niß mein zwölffter Schlüssel durch einen gewisse« Zu- Proceß seinenLauff vollendet. OLOLrakM. ich ^AUm endlichen Anhang aber muß ich dir vermel- im s^Mven/ baß aus dem schwachen Ssmmo und "" dem gütigen jupiter auch ein Geist über sich kan aus- 'kr getrieben werden / welcher hernacher ineinrechtsüß u/ Oel/ als sein edlestes bracht wird / welche Medicin er dem lauffenden gemeinen wsrcurio fein Leben parti- 0' rukrirer mit Bestände benehmen / und in Verbesse« ^ ' F r ' runs 84 Wiederholung des grossen rung bringen kan/ wie in meinem Büchlein gleich falls gelehrt. ä v O l ? l 0. §^s?Ann dn nun also die Materla hast/ so nimm OAA demnach nur allein das Feuör in acht/ wie du dasselb regieren sollest / dann daran ist endlich am meisten gelegen/am Ende des Wercks / dann unser Feuer ist ein zelnem Feuer/ und unser Ofen ist ein gemein O- fen: Und ob wol die vor mir gewesen/ geschrieben / daß unser Feuer kein gemein Feuer sey / so sage ich dir doch in der Wachest/ daß sie nach ihrer Art alle Geheimniß verborgen gehalten / dieweil die Materia schlecht und das Merck geringe/ so durch Regierung des Feuers allein befördert und offenbahr gemacht wird. Lampenfeuer mit Spirstu vini ist kein nütze / dann eine überschwengliche Unkostwmd dadurch gewircket/ Roßmist ist ein Verderb/und kan dir Materia durch keine vollkommene Zraöur absolvier werden. Viel Ofen mancher Hand Art ist aber nichts/ dann m unserm dreyfachen Ofen werden nur allein die grsäu, nach gewisser Mensur gehalten / darum laß dich keinen Schwätzer in vielenOfen irrig machen/ dann schlecht ist unser Ofen / schlecht ist unser Feuer/ und schlecht ist unser Materia / und das Glaß ist dem Umkreiß der Erden zu vergleichen. Mehres Berichts des Feuers / seines Regiments und des Ofens / be- darffst du garnicht. Dann wer die Maleria hat/ wird ihm wol ein Ofen finden/wer Mehl hat / kan den Back-Ofen auch finden / daß er für das Brodbacken nicht sorgen darff. Keine SteirisderUhraKyl. 85 Keine sondere Bücher ist noht davon zu schrei» den/allein die Regierung dir Hitze nimb m acht/ d^ mitdukaltund warm zu unterscheiden weist. du das/so hast du dasWerck vollendet/ und die Kunst zum Ende bracht / dafür der Schvpffcr aller Ä^atur hochgelobt in Ewigkeit/Amen. I. um WWMÄK Wiederholung des grossen EU VomOvecksilber. » S find vielerley Art des Qvecksilbers. Der 1 ^ercrknur auß dklN snimslischen UNd vexe- rsbüifchen ift.nur ein küwur oder Rauch um be, Der Grunde, Sterns der uhralteti. 87 begreifliches Wesen , es werde dann solcher Rauch gefangen/ und zum Oel gebracht. Das Quecksilber aber auß den Metallen hat ein andere Eigenschafft/ wie dann auch auß den Mineralien/ob dasselbe auch wol einen Rauch zu vergleichen/ so ist es dock begreiflich und lauffend/Aber es ist jederzeit ein ktercuriuz besser und edler denn der aridere : dann der auß dem Golde ist der beste unter den Metallen / darnach der auß dem Silber / und also fort an/wie dann ihre Saiia und Schwefel auch ungleich find; Unter den k-ineralil,», hat der auß dem Venere s den Preiß, gleich tvie der Sulpkur auß dem Vitriol deu ! Vorzug hak für arrdrrn Mineralien. Das Quecksilber der Metallen ist heiß undtro- cken/kalt und feucht/Dann es begreiffrinsich alle vier Eigenschafften. ^ Es werden aus dem QvecksiiberrWunder-Artz- ueyenbereitct / vielcrley Geschlecht/Form und Gestalten / Darumb erzeigen sich auch viel Tugenden aust ihm / und ist mr Qvecksilbcr das höchste /rrczaum menschlicher Gesundheit mit verborgen / doch nicht rohe zu gebrauchen / Sondern muß zuvor in seine Vereiifchafftgebracht werden/ als in seine Llsemiam, Er wird lublavirt durch das Kupffer, Wasser / und wird weiter in ein Oel gebracht/auch wird emOelfük sich darauß gemacht chne Corrosiv / lieblich und wol- riechend / mancher Hand Oel / mit Zusatz zu vielen Dingen zu aebmuchen/können auß ihme bereitet werden. Mit Zusah des Goldes wird er auch in ei, r-c Bereitschafft gebracht / wannzuvor auß ihnen ein ^m3lg->ma gemacht ist / Item ein prLcipirsr in einem Wüsstr/ darinnen er sich gaytz grün v wie ein F 4 schor 88 Wiederholung des grosse ,1 schöner Schmaragd oder Chrysolitsolvirt/der fluch« tige dienet äusserlich allein , es sey denn durch Mittel «ine Scheidung getroffen / und er in emem subtilen klaren lüquorem und rothen braunen Pulver/ mit Ab, legung seiner empfangenen Lorrvsiv / zuvor gebracht werde/so kan er sich auch beweisen. Der fixe aber in, nerlich/ wie ich vermelde. Es wird auch das O.vecksilber nach seiner Rei, nigunq mit dem Geblüt der venerischen Eigenschafft pr-xcipirirc , und mit dlstillirtem Esslg wol abgesot, temzu Benehmung seiner Eorrosiv / NimbseinGe, wichteinacht / und brauchö wie einem Achtegebäh, ret/ so thut er das seine wol, doch ist er in seiner Würs ckung dem fixen noch nicht gleich erhöhet, seine coagu, larion findet man im Samrno , seine Geschmeidigkeit gibt sich an Tag,wann ihm sein Leben abgeranbet wor, Den , die Farbe trägt er selbst bey sich auff weiß und' roht/doch kan er , da solcher in seine fixe coagulation in ein Missen Leib bracht worden, durch daSKupffer« Wasser auch gefärbet, und wann er zum Gold bracht/ durch das Spißglaß erhöhet worden ; Und ob wol der blutdürstige eiserne Haüptman mit feinem Spieß dem k^-rcui-io viel zusetzt / so kan er ihn doch allein nicht gar überwältigen / wann ihm nicht der alte La- wrnur zu Hulffkömpt, und Jupiter mir seinem See, pter Frieden gebeut. Wann aber ein solcher Proceß garyollbracht/ so hat der Engel Gabriel disStärcke desHErrn / und Uriel das Licht Gottes/dem demütigen Michaeli Gnade erwiesen/auff daß Raphacl die höchste Artzney recht gebrauchen kan/ und dieselbe Arhney Maacha mit keinem Vortheil kan überwunden werden. So viel sey vom klcrcurlo gere dt, dann r fläch« lMltes subtilen nitAb- ebracht rberin, :rRei, »schafft bgesot, inGe, gebäh, Wär- :oagu- Vigkeit twor- ßund lation lpffer- rächt, b wol allein teSL- Sce- roceß arcke rmü- »hael selbe vun- >6NN ich Sterns der uhralten. sp ich wil jeßo von hinnen mich auffschwingen , M an einen andernOrt fiiegen/da Frost und Hitze besser zu vertragen ist. Don dem Spießglaß. rLeich wie einem Baumeister schwerlich füre fället/den Circkel gar außzulernen / sintemahl ihn der ^rcbiteÄu; ^ekovs viel Kunst vorbehalten ; also ist das Spießglaß auch schwerlich mit allen Heimlichkeiten gar außzuforschen / dann seine Tugend ist munderbarlich, und seine Krafft mächtig, die Farbe/die in ihm steckt/ist mannigfaltig , sein ro, her Leib ist gtfftig , sein Menüs aber wiedcrflrebet demGifft/gleich demQvecksilber, daskanderuner, fahrneArht nicht begreiffen noch finden, der wissende Acht aber glaubet es durch die Offenbahrung vielfältiger Erweisung. Diß Mineral hat viel Kiorcuriun, , auch viel Schwefel und wenig Saltz , darumb es spröde und ungeschmeldig: Dann die Geschmeidigkeit ist nicht bey ihm, wegen der kleinen gvamität seines Saltzes, seine meiste Freundschafft ist wegen des kiercurii dem Larurno zugethan, dann das Bley der Philosophen wird auß ihme gemacht/Aber von wegen des Schwe < fels dem Golde, dann es reiniget das Gold, und lässet nichts böses bey ihme, gleiche Würckungist in ihme, so er nach seiner Bereitung zu dem Menschen gebraucht wird, er fleucht gar hinweg im Feuer , und bleibt auch beständig im Feuer, darnach ein rechter Proceß mit angestellet und vollführet wird: Sei» fliegender Geist ist gifftig, und purgirt mit Beschwer §5 rung, j zs Wiehech-krmFdesgr-sieir » : kling/ nicht ohne Schaden des Leibs / seine bleibend e ! Firiokeitvurairtauch / aber n i ckt nach voriger M ev- ! nrmg/ bringt keinen Stuelganq / s ondern suchet nur dle^MW est / wo di e auch amutreffen / dan n e§ dürckwanveMm aantze n M/ sampiallenNieder n/ l undMetkem b öi-s/ treibet das arae auß und ma chet ! VerbWung. ! Summa/ derämimonium ist ein Her- ! r< mit der Medicin/auß ihm wird auß Weinstein und > Saltz ein König gemacht / so man dem Spießglaß im i ! schmeltzen etwas vom Stahl, Eisen zugibt / gibls j durch einen Handgriffe einen mundcrbarlichen Ster- ? nen / so die Weisen vor mir den Philosophischen Si- gnat- Stern geheissen haben: diesen Stern zu etlich mahlen mit den kalten Erd, Saltz geschmeltz / wird gelblicht / ist einer-fturigen Eigenschafft wunderbarli- cherWirckung: Es gibt solch Saltz darnach auch einen liqvorsm, und ferner ein unverbrennlich Oel nach Art seines Gebrauchs. Darzu kan man aus dem gemeinen keZulo des Spießglases gar schone herrliche Blumen oder klare; bereiten / roht / gelb / und weiß/darnach das Feuer in seinem Regiment gehalten wird : Diese Blumen' extrahirt/ und in die ausgezogene Krafft für sich allein »hn ftembden Zusatz oder Vermischung herüber ge» trieben ein Oel / ist auch wunder sicher Wirckung/ ^ Wie auch solche Lxcrs-Iio mitkdem Eßig wol auß dem echten Spießglaß oder dem kegulo geschehen kan / nimruet aber länger Zeit/ und ist nicht so gut/als «ach voriger Bereitung. /vr^//^. Es wird auch / wenn es zu einer kbMrs worden/ per 5c ein Glaßdarauß gemacht / WiMKuvei- mm leiben d? LDey- chetnur Wn es lieber n/ Steins der uhralten. EMHM imachte EchlüAMn^ /n. Dun g zugeb rauchen?. Nß Pulver aber resolvirt / hmetMeWünden ohne Schmerh und Ei fer; a uch ln Her- durch einen subtilen Ha ndariff/ gibt ein stßOel/da- ein und von zu re d en w eiter mcht nöhtig. zlaß im . Durch das kalte krdsaltz wird das Spießglaß (v ' gibls a uch gesch meltzt/ sölvirt / und ein Zeit cum lpiri cu vi Ster- »i 6iMrirc, gibt ein weiß Pulver / He/und ln feiner en Si- WurckuM kräfftig / bann es vertreibet die Frcmtzs- r etlich senMMtalle Apostemat des LeMundMvielEu- / wird senden : Lerne aber das Spießglaß sebst bereiten / rbarli, greiffs an mit Händen / und erforsche seinen Grund / luch ei- si> wirst du Wunder über Wunder finden / dann mir li nach wil nicht zustehen wegen meines Gewissens/ alles klar zu machen / dann es möchte mir auch von den Achten / lo des so viel Unkosten erlitten / und durch ihren sauren ertlo. SchwcißdieKohlenzumöffternumbgewand/einen Feuer Verdruß bringen / ihnen das Brod zu entwenden; ümen' darumb lerne auch, wie meine Vorfahren / und suche allein wie ich gesucht habe / so wirst du auch ergründen / was tr ge« andere gelehret haben. ?ung/ Auß dem ^ntimomo wird auch mit Zusah der l auß Kiegenden Drachen ein Oel gemacht / dasselbe zum hetzen drittenmal reÄiKcin, so ist es bereit; und wann gleich t/ als der Krebs noch so böse / und der Wolffnoch so beißig / so müßen sie doch mir allen ihrem Geschlecht / es seyn wor- Fisteln oder alte Schaden / wie sie Nahmen haben/ wei- vergehen und entfliehen/sonderlich das Püi oerlein der nem flie- yr LViederhsluttg desZrosieNl fliegenden Drachens mit dem Löwen-Blut bereitet- drey oder vier Gran / nach Eigenfchaffl der Person/ und der Kranckheit darnebe« gebrauchet. Auß diesem Oel kau auch mehr gemacht werden / mit Zusatz eines Wassers von der Steinschlangen / und nothwendigster Würtz / nicht die aus Jndia bracht wird / dasselbe Pulver hat auch Macht und Stärcke von sich zu geben/ zuvergewaltigen/ viel offene langwirige Kranckheiten. . ' Ein Bluttoht Oe! wird auß Spießglaß/ lebendigem Kalck / Salarmoniaco und gemeinem Schwe- felgemacht/ hat sein Lob in alten Schäden auch offt erwiesen/wie dann auch durch das Steinsaltz oder das gemeine Saltz ein herrlich roht Oel auß ihm mit gross ser Gewalt und langer Zeit des Feuers getrieben wird/ der äussernArtzney zugehörig. Durch den Geist des Weinsteins und Lalmisc: wird nach etlicher äigerixung einer gewissen Zeit auß dem /Vntiknoma ein 8ul>UmLr gemacht / welcher durch gemein Eisen in lebendigen ^eecurium verwandelt wird; diß O.vccksilber aber auß dem Spießglaß ist von vielen gesucht / aber wenig hab en es noch machenkönnen / darum!) ist fein Lob nichtweitauß« kommen / vielwemger seine Wirckung und Tugend fern befand gemacht: Wer ihn aber recht weiß zu pr-- cipiciren/w!L ich anzeige/ der hat aber einen Pfeil zum Zweck vieler Sachen getroffen. Es ist nicht nöhtig den brennenden Schwefel zu beschreiben / oder wie er auß dem'Spießglaß bereitet wird/zu lernen / dann es tst leicht und Mbekandt/aber seine k'jxakion und Erhöhung des Grads ist noch heimlich und für vielen verborgen: Da aber auß ihm ein Steins der Uhralccn. 9; 'eitel- tu; Ost gemacht wird /und solvirest darinnen sein ei, rson/ gen Schwefel/und stgirest solches zusammen/ ^ so hast du abermahl eine Zlrtzney vieler TugendeN/kein Kraut wer- lmveracht / doch ihnen weit vorgezogen in Tugend/ und fel imdlbirr Wlrv/M!t jammtdem ^vcimollio, ven et.> offe- liche Stunden im Wind-Ofen gut Feuer geben / und. ! was bleibt / mit Lstillittem Essig ausgezogen seist j iben, Salh/svhastudas§3!?bi!osopboi-um,so das O.var, ! hwe, tan und alle andere Geschlecht der Fieber/allein eine !! »offt Arhneyistgnugsam zueuriren. ^ : das Ein Essig wird arrs dem /lnn'morno auch gema- ' gross chel/in der Saure/wie ein ander gemein Essig- So i )ird/ vun in demselben Essig sein eigen Saltz auffgelvsct ^ und zusammen durü) die vistillarioQübergetrieben 1 nisc wird/so ist der Eßig geschärfft/ und eine treffliche Herr- auß liche Kühlung in hitzigen Geschwülsten/ und andern ! chex hitzigen Zufallen der Wunden / sonderlich wann er vex, mit der snims 8sturiii zu einem llaAuemo gemacht >ieß, wird- loch Die Lstennaaber oder das fünffte Wesen des >uß« Spießglasis ist nun die höchste Artzney und das edle.' end ste und subtileste/ so darinnen gefunden wird / und ist das vierdle Theil einer Universal-i/lsäicia, seine um Bereitung sey bedeckt/ sein Gewicht stehet in drey ^ Granen/ vier Instrument« ist das Werckzeug seiner lzu > Bereitung/ und der Ofen das fünffte / darinnen Vul- nee caau; wohnet/ die Handgriff und die Regierung des der Feurs geben die Ordnung, ich Ihr Atttzte/ seyd ihr klug und wolverstandkg/ so M suchet die Mney/darinnen steznAchenist/ und am em t -!>'l 94 wtedorhsluttg des grossen besten und kräfftigsten funden wird; Ich will ietzo nicht mehr vomSpießglaß reden/ sondern abbrechen mit schweigen/und weiter Urtheil hicvon Justimano dem Richter befehlen. Von dem Kupffer-Wasser. ^^Ann nun äpollo zu erbitten wäre / mir Erbar, b^mung zu erzeigen / und seinen blut» zu verstatt ten/ mir helffen zu beschreiben Kunst und Weißhcit/ ss walt ich der Mverr» ein Opffer thun/damit die Göt- ter.dcs Verstands eine Dancksagüng/für ihre ausgetheilte Gaben vermercken möchten/und von einem mineralischen Wesen schreiben/ welches von allen Sal- tzen am höchsten ist ausgesetzt/ durch die Eigenschaffe der Natur zu zeigen viel Heimligkeuen über die Ver- nunfft fast unbegreiffiich/welches von langer Zeit her Kupffer-Wasser ins gemein genannt worden. Und damit der Verstand kündbar werde / so spll ein jeder wissen/und warhafflig also berichtet seyn/ daß der V i, Mol zween Geister hat, ein weisten und ei n mben : der welsse Geist ist der weisse Schwefel auffweißder rothe Geist ist der rothe Schwefel auffroth ; Hast du nun Ohren zu hören/ so höre- Merck fleißig und vergiß nichts/dann diese Rede haben einen weilen Umbgriff/ und ein jedes Wort hat mehr dann einen Lentner im Gewichte. Der weisse Lpirieu, ist sauer/ und machet annehmlich zu essen/machet auch dem Magen eine gute Dauung. Der rothe Spirirm ist noch saurer/ auch im Gewichte schwerer als der weisse/darum muß länger Hitze gebraucht - Et mit >em ar- at- '.so -t- ;e- ü- »l- fft r- er >d er i, ir >s t e r t GreittS der Uhralrem 95 braucht werden in st mcr Distillirung/ dann er ist fixer in seinem Grad; Aus dem weissen kau durch dieDrstil, lation des Sulpburi» i-uo« eine I^ung poksbllir gewacht werden: desgleichen so das Gold irn Geistdes gemeinen Saltzes zerbrochen und geistlich gemacher wird/durch dieDistillirung/und sein Schwefel ihm benommen/ unddemrolhen Spinn» nach seinem gewissen Gewichte zugefügt wird/ daßersichsolvircn möge/ alsdenn purristcirel eine Zeitlang mit Spirira vi- mihmezugeseht/weireräig-rircgelinde / und soöffter davon gezogen/blß nichts mehr im Grunde bleibet/ so kanst da ein surumpoksdils machen/ davon vielBü« cher voll geschrieben sind/ die wenigsten aber recht befänden werden. Merck aber/ daß der rothe Spiritus von seiner Schärfst muß corrigirct und in eine Süsse gebracht werden/subtil durchdringend/ liebliches Geschmacks/und am Geruch wohlriechend. Jetzo hab ich dir viel gesagt / das ich nicht Willens war/der süsse Geist aber wird aus dem Schwefel des Vitriols gemacht / welcher brennet wie ein ander Schwefel/ehr und zuvor er verstört! wird/ dann der Schwefel aller Weise«/merckewcht,dessen Anfangs er ein Gebahrer ist/brennetmit Nichten/ seine Berei, tung ist nicht nöthig furzuhalken / dann es ist leicht, . ' und bedarffnicht viel Mühe noch Unkosten / wie man aus dem Vitriol einen brennenden Schwefel machen soll- Diß süsse Oel istnundie LlLmisdes Vitriols/ ein Artzney in das Wunder,Buch, die dritte Seulen derganhen Arhney. Das Saltz wird aus dem Colchotar gezogen/ und iq dem Mhen oder .rveisien Hel auffgelöst / oder §L Wiederholung desgr-sjerr in beyden zugleich/ und wieder distillirt/ La es mir Vs. , vere ksrmeotirtwird / thut es das seine wol/ dann es 1 gibteine Medicin/ so das reineEisen in remKupffer ^ im Flusse kinßirek. . ^ Der Colchytar des Schwefels sgiebt ein recht ^ Fundament der Heilung verdorbener Wunden/die ^ da sonsten schwerlich in Heilung können gebracht wer- ^ den/und was kein Heilung wegen langwieriges Ver- y derben an sich nehmen will / gibt der Colchotar einen ^ Eingang / und setzt einen neuen Grund/ nicht daß der « Colchotar das vermag/sondern der Geist zusamnsssei, « nem Saltze/sind Meister/so bey ihnen wohnen. Aus Kupffer und Grünspan wird ein Vitriol ^ gemacht/sehr hohesGrads/und in seiner Färbung gar weit ausgetheilet/ auch wird aus Eisen ein Vitriol ge, macht seltzamerEigenschafft/dann Eisen und Kupffer sindfo nahe einer Geburt und Geblüts/wie Mann und Weib zusammen gehörenWnd diese Heimlichkeit ^ soll verschwiegen bleiben/ und doch gemercket werden/ ^ dieweil viel daran gelegen ist. >, Da der Vitriol mit dem Salmiac angegriffen ^ wird/ steigt jn der Sublimation der brennende Sul- ^ pbur auff mit sammt seinem ktercurio, dessen doch weck «8 nigist/ dann der Schwefel ist am meisten bey ihm. " Da nun derftlbige Schwefel vorn Adler wiederum befteyet und loß gesprochen wird/ kan durch den Spiri- ^ rum vini eine Medicin daraus gemacht werden/ s! wie ich dich gelehret habe; Ob auch gleich ein näherer Weg ist/ den brennenden Schwefel aus dem Vitriol Z zu machen/ als in seiner Niederschlagung auff vorher- ^ gehende Solutioa, durch das Ssl oder li^uorem lar- ^ «rj, auch wol durch Bereitung einer gemeinen Lau« Skenrsder Uhralten- 97 m aus Buchen Aschen / so ist doch dieses der beste/ Es Ursachen/ daß das Lorpli! Vitrioli durch den p» k Schlüssel des Adlers desto baß eröffnet worden; Und >eckt ^ wol viel mehr Heimlichkeiten in dem Vitriol ver- , di» Morgen sind/ so ihreWürckung in der That mit sampr der Tugend ausbundig machen/wie v«nu, und r^ar, im Geiste der Warheit bezeigen, auch 80! und lE !NS>, seständig seyn/ so bin ich doch ietzo nicht der Meynung dep EvollständigArtzney-Buchzujchreibrn/und in ss»«- sti Erzehlung zu thun / mit gwssem Lob des Vitriols/ ' sondern habe genugsam und allbereit mehr denn zu viel ,-iol geschrieben; lerne und forsche auch/so wird sich dcrVi- aae ^ol als seinen eigenen Meister sechsten loben/ und dir ae. Ein vollständiges Artznry-Buch zum dritten Theil al- !er Kranckheiten durch seine Namr fürfthreibcn. ' Dstses sag ich dir über noch am Ende, daß keine -°eit kalte noch feuchte Eigenschafft einiges Wesens an ihm z«, gefunden wird/ sondern er ist sehr hitzig und trocken in seinergantzen8ubaa»tz unbQvalital/ darum kaner, Durch sein überschwengliches FeuerandmDmge auch ,,, erhitzen/ auskochen und Wich zu einer vollständigen ' Aeiffe und Uberflußigkeit bringen / durch anhalten des m Feuers, neben gewisser Zeit. ^ Und was ich dißfalls schreibe/ist m'cht auffeinem rj. vermeinten Gmnd aus ander Leut Schriffken zusam- ^ wen gebettelt/ sondern durch meine Erfahrenheit viel/ faltig enmesen/hal mich die Natur zu einem Wahrsa- yr gergemacht durch Verleihung des obersten Schöpf/ fers, auffdaß die edle eingepflantzte Natur durch ihren r. vckcipulum getreuen Schutz undrechtes Zeugniß ha- venmoge. / en ünd sage dieses zum Gedächtniß/ daß so ksri« G - die ?8 Wisherholuug des grosse», die edle 8sKnam ohne Anfechtung bewahren kan/da/ mit die edle Stadt Troja von den Griechen nicht mehr' zerstöret wird / und kriamuz mit ktensl3o dardurch nicht betrübet/so wird ttsötar und Kokille; wol einig werden , zw erwerben das Königliche Geblüt ohne Krieg/und besitzen die Monarchie mit Kindes,Kind/ und allen Nachkommenden zur Erweiterung ihres Landes mit mächtigem Reichthum / dafür sich kein Feind weiter darffvermerken lassen. Vondemgeiminen Schweftl. gemeine gebräuchliche Schwefel ist noch <^nichtin seinem Grad so vollkommen erhöhct/unö und zu der Reiffe gebracht/wie er im Spießglaß und Vitriolgefunden wird: Nun wird ein Oel p-r ts daraus gemacht/zu den faulen stinckenden Wunden/ tödtet auch die Würme/fo darinnen wachsen / synder- - lich wenn das Salh vom Schwefel/dessen Qvcmli« tät sehr klein ist/darin» auffgelöst worden ist. Ein Balsam wird auch davon gemacht/ mit Baum« oder Wacholder,Oel/wie ingleichcn mit dem weißen 8piriw des Terpentins/ist roth an der Farbe/ undgeschicht/ so die üore; des Schwefels durch ein Colchotar des Vitriol» gemacht / und eine Zeitlang im Moßmist/oder fonsten damit werden/ derselbe Balsam ist inwendig wol zu gebrauchen den Lungen« süchtigen/ sonderlich aberwenn er zuvor mit dem Geist des Weins e tliche mahl reLtiLcirk, überzöget» undtepa - ritt wird/biß er hlutroch worden/denn dieser Balsam erhält für Fäule. Die Huintg LsseKusLuixliun, geschicht aus sei- Skekns der Uhralken.' 9 § seinen Minercl/daß ein SchwefelrKißgestbssen wild/ nehe^ MeinGlaß gethan/ und ein simck Scheid,Wasser urch von Vitriol und Salpeter darauffgegossen wird/und miI solvirt was sich solviren will: Darnach das Wasser chne abgezogen/ und was bleibet/ wol abgesüßt / und revcr- ind/ bcriret/ biß hoch roth wird / da geuß 8xiricum vini irres auff/ und «xcrLliir.sijne Tinctur davon / darnach aaff kein eine Zeit in pelicsao circnlirc, biß die ellencia 8ulpburir, sich alle abgesondert hat/ und fett wie ein Baumöhl unter dem 8pir>ru vini liegen bleibt / dann sie ist ziemlich schwer/ ihr Gewicht istauffstchs Tropssen in der Würckung befunden worden : In dicler Lss-nua 8ul- >och pliurir Myrrhen/ Aloen/ und andere Gewürtz eine Zeit und cliZerirc, zcuchtihre Würckung in sich/und ist ein Bai« und sam/daskeinFleischnoch irgends änderst/ so der gu- r ls rnfaÄivn sonst unterworssen/ zu einer Faule kommen ien/ last/darum er von den Airengenannt worden öalsgmur )er- moituorunn nti- Und will also hiemit vom gemeinen vcrbrennli- chen Schwefel beschlofftn haben / wiewol noch ein mit' Oeldarans gemacht wird / auchsehr nützlich befnn- em den / Laß d« r Schwefel durch ein sehr hoch Jnsiru- be/ ment mit zimlichenFeuer über sich getrieben w!rd/dar^ ein nach durch lange Zeit sich in loco Kumiäo in ein Oel ^ im odcri.iguoeem verwandeltzdieweil aber nicht meinJn», lbe tentist/Weitläufftigkeit zu gebrauchen/so wil ichs hier-, en- bey bewenden lasien.Aus dem ZememenSchwefel karr ;ist auch eine Leber gesotten werden/daß emeMlch daraus geniachtwird/ingleichen mitLemöhlm ein roth oi-v >m nm kein verwandelt/ und viel mehr fachen aus dem Schwefel zur Artzney können prLpärirl werden/ so us haben ddchVie stör«, sein Oleumund LLncra den ei- G r Vor- ,oo Wiederholung des Ar-sien Vorzug/sammtdem rothen und weissen fixen Zinnober aus ihm gemacht/weil seine gantze Tugend in de- nen gefunden wird. Von dem lebendigen Kalcke. lebendigen Kalcks Heimlichkeiten istnvH ^swenig bekannt worden / oder die dagewlsseErfindung seiner Eigenschafft erlangt haben : aber ich sage dir in Warheit aller Warheit/ daß derKaick un» achtsaM und gleichwol viel in ihm steckt / bedarffabrö eines klugen und beständigen Meisters/ aus ihm zu.' bringen/ das in ihm vergraben liegt / ich meyne seinen reinen Geistvon ihm auszusagen / welcher den Ktine. rslibu, in der Seit,Linien mit Schwägrrschafft verwandt/ und alle mineralische flüchtige Geister katt binden und bleibendhelffenmachen/ bannesist ein feurig Wesen/ hitziget/durchkochet und zeitiget aus in kurtzer Zeit/darzu sonsten viele Jahre gehören/es thvts aber sein grober irrdischcr Leib nicht/sondern sein Geist der thms/soaus ihme getrieben wird; dieser Geist hat Gewalt und Macht andere Geister mehr zu binden/ und standhafftig zu Machen: Dann mercke/ daß dieser Geist die Krebs,Augen aufflvst/ so wo! einen liguorem aus den Chrisiallen auffschleust/ dieses zusammen recht in eine Unität bracht / per morlum clittil- »stiowr (des Diamants und andere dergleichen Steine will ich nichtgedencken/) zerbricht alle Steine der Blasen/und relolvi« die aaäo, an Händen und Füssen/daß kein Podagra da ferner wohnen kan noch mag/ wie ich meinen vertrauten Oiicipulumgelehrek habe/und mir der gelehrte Cantzler unsers großmäch- tie P ur 2 se E 3 m te d h i ii i r r ? 1 l Steins der Uhraltm. »ar o- tigen Käyftrs noch täglich dancket / neben andem Personen mehr. Der lebendige Kalck wird gestärcket / feuriger und hitziger gemacht / durch den reinen unverfälschten Wein-Geist/ weicher offter von neuen darauffgegost - sen und wieder abgezogen wird / darnach das weisst ch Saltz vom I'srtsro darunter gerieben / sampl seinem A Zuschlage / welcher dochtodtundfürsichnichts halten ch mrgj so bekommst du einen sehr hellischen Geist/dahin-- kl» ier viel Kunst verborgen und begraben ligt> Und wie dieser Geist zu überkommen / zeig ich dir an / das be- hatt/und mmb zum Valete für gut. ^ Don demArsenico. ltt ?K8)Er ^rlcmcus ist dem klercurio und ^Nki- in mokio gleich wie ein Dnnekhard in der in FreundschaM angewand / gifftig und fluchtig 's in seinem ganhen Wesen/ wie die vorigen zwey auch, st in seiner Farbe ist er außrvendig in der Offenbarung st weiß/gelb und roch/inwendig mit allen Farben gezie/ i* ret / gleich seinen Metallen / die hat er durch Nächst zwang des Feuers verlassen müssen. Erwirb lubümirc n für sich ohne Zusatz/und auch mit Zusatz virlerlcy Ma« - „irr. Allein so er durch Saltz und den Mattem auff, getrieben wird / ist er durchsichtig wie ein Crystakl » anzusehen- Abersein Gisst ist noch bey chm/und zum e Zusah der Metallen gar nicht tüchtig /> dieweil auß > .. ihm die geringste Qvantität zu finden / Metallen zu i verändern. k Die Schlange des Erdreichs kan ihn wol der- ' l Massen in ihrer Vereinigung des Feuers bürden/doch l G; mcht ror Wiederholung des grossen nicht gar bezwingen / damit ein Medicin auß ihm für fei Menschen und Viehs werden kcm / und weiter mit de dem Salh eines Steins des Vegetabilischen ver, du mischt / das ist / mit dem 'Isrkaro, sich einem Oel wl gleichförmig macht ausserhalb der Wärme / das in an grssien Gebresten und unheilbaren Wunden Bewei, erl jung thut / auch der betrieglichen Ve»u; einen Rock T zu ihrem Schmuck bereiten kan / damit die Unflätig, ar keil uM ihr falsches Hertz durch ihre wanckelhafftige be Diener offcnbahr werde / ohne Gewinn/ mit Nach, de theil und Schaden. Wann ich /miiivonwm und Glattem zum Ke Gesellen habe/daß ich durch sie erhöhet werde/biß auff W die Spitze Olympi,so geb ich einen Ruhm an Durch- tzi sichtigkeitund Farbedem/ soausOrientkompt/nicht n geringer zu vergleichen. Da aber ich durchs Creutz ch probieret werde / so fall ich ab wie ein Blume / so nach C der Schrifft abgehauen wird und verwelcket/darumh ; für senden gefährlich. Wer meiner Umgang Hasen kan, mit der gehe zu meinen angewandten Fremden. Kaust »er- du aber mich ihnen vergleichen/ daß ich Erde mit ihnen )el werden kan/alsdarm solljedermann bekennen/ daß ich - in aus ihrem Geblüt gebühren / wiewol schwerlich ist zu »ei- erheben / aus einem Hirten ein König zumachen, ock Dieweil aber die Alt-Vater ausSchäffem gebühren/ ig- auch zu Königin worden/wil! ich kein Urtheil vorschrei- ige ben/wasrecht oder unrecht auff diesem Blat zu fin« ch- den. Diß hab aber in acht von mir / daß ich ein giffti- M §er flüchtiger Vogel bin / habe verlassen meinen qe- uss neuesten Freund/und mich abgesondert wie einAussa- ch- tziger/der von aller Welt verlassen ist. Heile aber cht meinen Gebrechen zrwor/sv kan ich wieder gesund ma« utz chen/der meiner bedürfftig ist/ damit mein Lob durch -ch Gifft bestätiget/und mein Nahme zu ewigwahrender nb Gedächtniß dem l^arco Lurtio, dem Vaterland zu nrr Ehren/mit Nichten etwas nachzugeben hat/ so wird am ich Ende befunden werden / wie Hmmihai und Scivia zu verglichen worden. ie- -K? ^ ^ ^ Von dem Salpeter. je- es ZKWch Element« werden in mir am meisten be- ee «WL funden/ als Feuer und Lufft/Wasser und Erden ^ am wenigsten/ darum bin ich feurig/ brennend und flüchtig. Dann ei« subtiler Geist steckt inmir/ dem ik kllli-curio bin ich gäntzlich zu vergleichen/mwendlA ch heiß/auswendigkalt/ schlipfferigund gantz deiWNde kv miszulreiben meine Feinde. Meinhöchstsr Feind iß . gemernek Schwefel / und dsch Mein bester Freund/ Ä G 4 dÄW r»4 wrederholuttA des grasten dann so ich durch ihn gereiniget werde / und geläutert vn durch das Feuer/ so stille ich alle Hitze des Leibes ttuien d- und aussen / und bin die beste Artzney mit/ wider die . höchste gifftigeKranckheit der Pestilentz auszuziehen und zu wehren. . Meine Kühlung ist äusserlich viel trefflicher L denn des 8amrni, mein Geist aber viel hitziger dann ^ einig Ding. Ich kühle und verbrenne/wie.man mich haben will/rmd darnach ich bereitet werde. he Wann Metallen sollen zerbrochen werden/ muß zu ich seyn ein scciäei», ssnsten kan kein Triumph erhal- di ten werden / es nehme ihm auch einer vor di« gröste di oderkleinesteMateria. Ausserhalb meiner Zerstö- ne ^ rung bin ich ein Eiß/wenn ich aber snsromirt werde/ se , ! bin ich ein lauter höllisch Feuer. Da nun kluro den m ! (lerbemm bezwingenkan/daßerinderJnsui^Kul« w ! wiederum seine Wohnung haben muß/ der kan dann g : Der VeuureinStück der Liebe abjagen / damit sich n ! r^sr, ergeben / und mit der t.uua in Reichthum leben 'j kan/auch der Krone des Zhren-Königs in Form / Ge- fi m staltund Negiment/auch in Würde und Ehre gleich- li fvrmig wird erhoben werden. ? ^ Wannwirmein Ende bescher« ist/so muß mei« g ä! ne Seele mitKlugheit von mir ausgetrieben werden/ i> ik! . dann thu ich alles/ was in meinem Vermögen ist / al-> v Is! leinkanich imGrunde mir Bestände nichts verrich, d ten.Meine Butschaffr aber ist ein ftölich Weib/da ich r D mit der in Freundschafft vermahlet werde / und unser v Beylagerinder Höllen gehalten wird/daß wir beyde ^ c wolftbwitzen. So wirfftdassubtile allen Unflat von ! z ' uns aus/ daß wir KindermitReichchum verlassen/ ? und Steins der Uhralten und in unserm todtenCvrper derbes den wird/so wir in unserm Testament Von dem Salarmor r»5 zefun« )chlüs- arumb en von mauß< rbricht sie mit erMi- <:en mit :e / da -Wär- zSaltz rwird/ ZAx Er Salarmoniac ist nicht der c sei mit auffzuftl)liessen die M wird er einem flüchtigen Voe hen Alten/ ohne Bereitungist nicht zurichten. Dann er zerstöret sonst n die Metallen / dann er gut machet/ durch das Rauch,Loch/die Tinctur r neralien/und etlicher Metallen / kan seinen geschwinden Federn biß auff! man viel Schnees zu finden pflegt in me des Sommers- Da er mit dei a uffaetrieben wird/so rein iMerM und sau ber zuLebrauchen. . Werda vermeynt auß diesem wartze, p gatttz flüchtig ist/ Metallen zu verändern/ der trifft es war, jich nicht / denn so viel ist ihm nicht verliehen. Aber Metallen zu zerstören / und solche zu der Veränderung geschickt zu machen / da findest du Meisters genug in ihm / dann ohne Bereitung kan kern Metall verändert werden- Meine höchste Kunst so in mir steckt / ka» durch ldblikniren und «menriren auß mir gebracht werden. Allein die höchste Heimlichkeit findest du/ wenn ich mit der »ysträ vereiniget / daß ich von ihr auffgeftessen und verschlungen werde / daß ich mit ihr zu einer Wafler-Schlangen worden / so hab ich der Nymphen Bad bereitet / und Macht überkommen/ G 5 !vä WLedSchSluiiA des grosictt des Königs Krone zu verfertigen, daß solche mit Edel, Meinen gezieret/und ihm mit Herrlichkeit karr auffge sitzt werden. t!r' ' l P' >! l Von dem Weinstein. )Jeses Saltz wird nicht in das Buch der Mi, neraliengefthrieben / sondern ist gezeuget auß Vegetabilischen Samen, hat aber solche Kraft von seinem Schöpffer überkommen / daß er ein Wun, der Liebe und Eigenschafft zu den Metallen überkomm men / es macht siegeschmeidig/die l.una reiniget es/ daß sie weiß wird / und eine aclämones ihm dienlich mit einverleibet/ und seine Zeit stigerirt mit den Mineralien oder Metallen / alsdann Lblimirtnndvivi6- circ , werden sie alle in lebendigem l^ercurium gehen/ Welches ihm kein Vegetabilisch Salh mag gleich thun/ das laß ein Wunder seyn / und wird so bald kein weiser Redner an Tag gebohren werden/ der feine Heimlichkeit alle wird erlernen können. Den Stein der Wei» sen aber auß ihm zu machen / kan nicht statt finden / dann er ist Vegetabilisch / und wird ein solches m ihm nicht funden. Allün in der Medicin ist er ein guter Acht/innenundaussen / da sein Salh geistlich wird undjuffe / si zermalmet er den Stein in der Blasen/ und eröffnet wieder die hatte Lc»a§uiativn des Po- dagrams in allen Gliedern. Eusserlich macht sein. gemeiner Spiritus-, so zu derAuffschliessungdcrMe, lallen auch gebraucht wird / ein Grund miheilbahrev Schäden/als Fisteln/Krebs/Molffund dergleichen/ Mhrweiß ich vomlsrtaw nicht zu schreiben / dann Sterns der »hralttn. 107 weil cr sich abgesondert hat / so hat er fein edlestes im Wein gelassen. Von dem Essige.? ' S kan fast in der Alchimey und Artzney nichts ftuchtbarliches bereitet werden / darzumandes Eßigs Hülffe nicht begehren müste. Darumb hab ich ihm sein Lob nicht entftemdden wollen/ sondern in diß Buch/ als ein scciäe«5, mit anhängen wollen. In der Alchimey beweist er sich in.derFäuiung oder pum5iÄion der Metallen und Mineralischen Dingen. Er wird auch gebraucht zu Außzkehung ihrer L5- lenr. Färb und Bnctur / so sie zuvor bereitet sind, gleich wie der Spintu; des Weins zu den VegetZb-ü- schen/dieselbe zu extrabiren/gebraucht wird. In der Artzney gibt er sein Lob nicht geringer von sich / dann er b enimbt d asMie^WLLmumrLi« neu / und i>1 ein Leparakor und Scheider / auch uimmet er d en Win DMMund CorroM und figirt das flüchtige / daß vielem Gisst dadurchZewehm.wird / wie ich dich in .- meinem Büchlein vom Glase des ^klumomi berich «^^- tet bab e- Er wird auch innerlich gebraucht/ daß viE^- Actzneyen mit ihm Menschen und Wiehe eingegeben werden. Eusserlich wird er in kikiaen Gesch wülsten und mehr hitzigen Sa chen / zu einer K ühlung überae- schlaae n7"MrWein - Geist und der Eßig thun viel zur Artzney und Alchimey/ sie kommen auch beyde auß demRebenholh/nnd sind eines Wesens- Aber durch die emrifsÄion des Essigs haben sie widerwärtige Mh ^ ivz Wredech-lung des grossen !! und ungleiche Naturen überkommen / wie ich in mek- ! i nem Ll-LÄaru und kuttz hiebevor in diesem Bericht n! auchgemelderhabe. > Ich muß dir aber dieses kündig machen/daß diß nicht der Ess-g ist der Philosophen / sondern unser Es" ^ sigisteinanderGetränck / nemlichdie Materm selb" sien/dann der Stein der Weisen wird aus dem Azoch der Weisen gemacht/welcher durch den gemeiner, di- 's DiüirtenAzvth / auch den8pirirum vini und andere !j' Wasser mehr zuvor muß bereitet und in eine gewisse E j Ordnung gebracht werd n. , W Merck dieses zum Gedächtniß / da der distillirte ^ reineEMauffden zerstörten 8aeurnum gegossen/ und j-l in der Wärme der heiligen Marien erhalte,, wird / ?! so verläuret er feine Säure gantz und gar / und wird j i fusse wie ein Zucker/ dann des Essgs zwey oder drey -heil davon abdistillirt / und in Keller gesetzt / so wirst du schöne weisst durchsichtige Steine finden / gleich den Einstallen/die seind ein vornehme Löschung und Heiligung aller verbrandten und entzündten hitzigen Gebrechen : Weraber auß solchen Eristallen ein rohtOel bereiten kan / der gieß es auff einen Kteecu- rivm, den die Venuz pr-ecipikirt hat/undmacks ferner wie stchs gebühret: Triffst du dasselbe Stück/so wird dirwever8ol noch l^uas wehren können / Reichthumb zu gewinnen. Von dem Weine. )Er rechte vegstahili5 wird im Weine ^gefunden / als dem edelsten Wesen aller wach- sen- senl iey Ale Vis i Steins der Uhralten. ro§ Ariden Dinge. In seiner Eigenschafft wird dreyer- ie»Art Saltzes/ dreyerlcyArtdesblercurii'.und drey, «rley An des Schwefels gesunden. Das erste Saltz steckt im Nebemholh/ so das zu Äschen gebrannt/ und darnach ein Lauge darvvn gemacht/ daßseinSalh außgezogen wird/ und coagu- lirr, das istdas erste Saltz. Das ander Salhwird im ^rcsrogefunden/so derselbe auch geäschert wird/ darnach zeuch ihm siinSaltzauß/ resolvirsund eoa,. guürs zu etlichen mahlen/ biß es genugsam clariLcirr worden. Das dritte Saltz ist dieses / da der Wein Willirt wird/ so last er 5ece, dahinden/die zu Pulver gebrandt / so kan man mit warmen Wasser auch sein Salh außziehen/ und hat gleichwol ein jedes Saltz seine sonderliche Eigenschafft und eLcscism,iniOo- ircraber stehen sie in einer Concoroanh/dann fie kommen alle außeinerWurhel. Also hat er auch dreyer- lkyArtdes^tercurü, und dreyerley ArtdeSSchwefels; Die erste Fettigkeit wird auß dem Stocke gemacht/ das ander Oel auß dem rohen Isrcsro.daS dritte ist das oleum vini. Der Geist des Weins hat eine wunderbare Ei- genschafft/dannvhne ihn kan keine rechte tinüura 8o- lir ausgezogen/ noch ein rechtes summ psrabilegemacht werden/aber wenig wissen den Weingeist recht zu machen / vielweniger auszugründen leine Eigen- schafft. > Vielerlei) Wege sind versucht wordeki/ den Wein- Geist ohne Verfälschung zu erlangen / als durch viel, terley Instrument« und Distillirens durch Metallische Schlangen/und viel seltzamer Erfindung/ auch Lurch uo wüderholuttA dss grossen > durch Schwämme/ Papier und andere Gelegenheit. > Etliche haben den rcÄckcirken ^randt-Weinin der grossen Kälte frieren lassen / vermeynende die ?blegma werde )U Epß/und der Spiritus bleibe rsiolvirc und offen/der Grund aber ist bey dem allen nichts. Den rechten Weg aber ihn zu bekommen/lehre ich dich am ' Ende meiner Handgriffe/ dann er muß subtil seyn/ durchdringend/ ohne einige PKlegms,sonderngaritz rein/lüffkig und flüchtig/daß ihn auch die Lussk/Magnetischer Art nach zu sich ziehen kan/ darum soll man s ihn wol verwahren zu behalten / seine Wärckung ist durchdringend und kräfftig/sein Gebrauch aber mannigfaltig. Drey Dinge sind/so die edelsten Creatu-! reit der Wett sind/ welche sich auch wunderbarlichMd hefftig lieben. U-ter den ^nimgübus ist es der Mensch/dann i aus stiner wird der Animalische Stein gemacht/ und die kleine geringe Welt wird in ihme begriffen- In den L^ineralibur ist das Gsld das edelste/dann seine Fixigkeit bringet Beweiß seines adeli- chen Stamms uns Geschlechts. In Seit , bus aber hab ich gesagt/liegt begraben der i §e»bilir. Nun bebet der Mensch das Gsld und den Wein für allen Geschlechten ves Gcschöpffs/ so mit Augen übersehen werden. Das Gold liebet den , Menschen und den Wein / dann er last sein edelstes j dem WeiN'Geiste gern folgen/daß einTranck daraus gemacht wird/ der dem MmschenKrafft undErlänge- ! gerung seines Lebens gibt. Also liebet der Wein den Menschen und das Gold/ dann es vereiniget sich mit derlinäum Solls hertzlich gern/ vertreibet alle Me- lan- er iA > f- ! 1 / > tz 1 F ^ - - i t '! ß ! . ! i Gm'ns der Uhpalem. iu lancholey und Traurigkeit/ erquicket und erfteuet des Menschen Hertze. Wer nun öiese drey Steine hat/ Vermag kühnlich sagen / er habe die Steinedcs Uni« Versals/davon viel geredt wird/und geschrieben wor- den/ aber das hundert lausende Auge noch nicht gest, hen. Denn diese Steine erjüngem Menschen und Vieh/ die aussätzige Metallen bringen sie zurecht/ und machen alle unfruchtbahre Bäume und wachsende Kräuter fruchtbar/ und neuer Geburt/ daß rein Menschliche Vernunfft wol fassen noch begreifst« Van- Da ein rcLiLcirtes Hgus vitLvder Brandt- wein angezündet wird/mit einer Flamme/ so scheidet . , sich der !» 1 ercuriu« und der Lulxkur veget->bll>s Vsn-77^ einander/ der Schwefel brennet Mh hitzig/ dann es ist ein lauter Feuer/so fleuget der zarte r^crcuriu, hinweg in der Lufft / und gehet wiederum in stin Gisor. Wer aber den feurigen Geist beschliessen Mh gefangen nehmen kan/der mag sich rühmen / er habe ein Mittersiückm der Lhymischen Feldschlacht erhalten, und eine ViölorE und Triumph vieler Wissenschafft mit Ehren exstrilten/dann dieser vcAcrsbiljsche feurige Schwefel ist allein der einige Schlüssel/ den melalli, schen und mineralischen Schwefel auszuziehen von ihren Lorponbur. Hiemitbefchliesse ich mein Buch/und was darinnen geschrieben / ist nicht aus wehnen/ wie etliche i Aerßte thun/gegründet/die daschreiben/diests Kraut ist kalt und feucht/ oder warm und trocken / im ersten i r r wiederh. des gr des Steins der Uhrale. andern/ oder dritten grgllu, Lc. und Habens doch nicht sechsten erfahren oder gesehen/ sondern nur allein in andern Büchern gelesen/ so schreiben sie dasselbe also siach/ und machen ihnen durch cc>li,Z>rung vieler Sachen ein groß Buch und ein Nahmen- Meine Sach aber ist sehr kurtz begriffen/ hat ihren Bestand aus eigener Erfahrung und selbst Wissenschafft/ und solche meine Erfahrenheit wird auch wol obsiegen und die Feldschlacht erhalten/ gleich wie die streitbaren /V- men msrover aus ihrer Fürsichtigkeil dem Streit oblagen undUberwinder waren-Der ewige Himmel. Geist er- gvicke uns an unserer Seelen/ daß wir nach dem irr, dsschen die rechte unverfälschte Htmmel,Strasse wandeln mvgen/Amen. . VL , och -Oder A Von der klemm Welt des lsr Menschlichen Leibes/ 'ne kr. L^8Lll Benedictiliex Ordens. nd Was solche in sich hält/ worW A Msam« ^ . mengebauet/und was ihr gantzerBegrUviid Inhalt' en vermag/ samt-HM -Undtz irNd"''- >r« Ausgang/ « A^en/ so den Grund der Weißheke lieben/ das vornehmste/und zu wissen höchlich von Nöthen, l^2s/ H VL «-'4)ZK VL luickocozuo. °>i ... ^ da M^LleKunstsuchende der begehrten Weißheit sol- Ei KMien wohl mercken/und von mir Geistlichen/ den» B< viel vorn Höchsten/ die Natur zu offenbahren / durch fan sein Anhaltendes Geber vergönnet worden / dieses dm wol betrachten/ .daß sichder Lerb des Menschen regier wSi ret/und ein Nachfolger ist der grossen Welk. Darm grc das kleinere folget billig dem grösten/ und das kleincste wu Und geringste wird vom Zrössesten und mächtigsten re- die gieret- ' . ^ Es begreifft aber die. grosse Welt in sich drey G- Stuck/ so ary höchsten sind/ daraus die andern her- Luj kommen/ als gccillsntig, Dana anfänglich wird be- Gi irachtet die Materia und Forck dieser Welt / welche die Materia aus lauter nichts in eine Form gesetzt wird/ du> und ward solcher r^aten-, alsbald durch den Schöpft fer eine Ordnung/wie sie regieren solle/vorgeschrieben/ srr als sie in Leben und Verstand kam- Solche Form pb! nun und ^lateria ist Erden und Wasser. Dann in der Ar Schöpffungward durch die Leperatiov des Wassers Du von der Erden in die Form und kiateris-alö eins durch tät -wey zusammen gehörige vollnbracht/daraus alle an« tro dere Thiere und Gewächse ihren Anfang haben / und durch dieaudern zwey nachfolgende ihr Leben gewir- dir cket/ als durch Lufft und Feuer / welche zwey auch zu« cd« sammeu gehören. Die Materia oder Form ist nun Fc die Erde / in der Erde istdas Saltz/ dann die Erve ist koi das cvrpu,, asto auch die kleine Welt des Menschen. du Dann erstlich ist der Leib auch die Form oder Mate- w, ria/ dieweil aus der Erden ward die Form gemacht/ li0 und die Mtma war nicht vollkommen/ biß erstlich en ve ^kicrocolmo. uz die andern baczri kamen/ durch die Ordnung GOttes/ da ward dieForm vollkommen und lebendig befunden, fül- Solch Leben bekam nun die Form oderMareria durch em Bewegung/ die Bewegung bekam ihren ersten An- rch fang durch die Lufft/ und die vollkommene Fertigung ses durch beqveme Wärme und Hitze/ so in der Lufft beste- weglich beschlossen wird/da ward durch die Lufft die >nn grosse Erden zur Fruchtbarkeit verursachet / dann sie ste ^ wurden offen/ und bekamen Raum zu gebähten durch re- die Bewegung. Da nun die Erde schwanger gieng/ und ihren ,'ey Samen mercken ließ/durch ihre Wässeriokeit/da gab er- Lufft und Hitze in der untern und obern Region des x- Gestirns/daß ihre Geburt eine Folge überkam / damit he die Blüt könte auffgescblsffen / und die gefitzte Frucht d/ durch Auskochrmg der Warme gezeiriget werden. ' >f- Die Wärme oder Hitze ist ein lulpkunscher heif» n/ ser Geist/welcher die überflüßige grobe aguosuät und m plilegmacische Mattria/so m dergenergriouzu vie!/ er Anfangs in der Erden/ehe die Lufft ihreMitherrschung rs durch Berührung dessen mit haben kau / zur Wpsrüui- H tät ihrer Geburt mit auffführet/ als eine Medicin aus« n« trocknet. ,d Also ist das andere Hauptstück des kiicwcotml r- die Bewegung oder Kloblljraz, dann durch natürlff u che Lufft und Hitze gleicher Massen die ^sceria oder n Form des ^icroeokmi allererst eine Bewegung best kommen / dann die Materia war ohn Leben / welche r. dmchHitze demnach in ein Leben erwecket ward. Das !- war nun 8piritu; vikali, empfindlich / der ein mensch- 7 lieber Schwefel-Geist ist/und durch Wärme den Leib ) entjündet/fiint Ubtrstüßigkeit des irrdischen auSttock, e H » um ,i6 Os Ivlicrocolmo. riet/ durch das subtile seines Wesens / und den groben Leid tn stetiger Bewegung regieret/dann nach Abster-s bung der Warme hat die Kälte die Uberhand/ der Geist des Lebens istgewichen / keine Empfindlichkeit luden Puls,Adern wird gespüret/ sondern ein todter Cörper wird an statt des-Lebens in Abweichunq des warmen Schwefel Geistes befunden/das solider Verständige nun für ein Geheimniß achten. Da nun durch die ersten zwey Elemente» / die Materia undForm für Augen gesetzt war/ und seine wobilirarem oder Bewegung / durch die zwey letzten Elemeuta/durch das Licht/ auch überkommen / da war gleichwol noch keine Vollkommenheit der grossen ÄZelt beweißlich/ noch Fruchtbar zu mercken/ wann nicht der Schöpffer eine weitere Vermehrung ihres Samens der Erden vergönnet hatte/so wo! denFrüch- lenals den Thieren / dann GDtt gab der Erden e 8 imaginstioa oder Einbildung alles Geschlechts Samen/ jedes nach seiner Art/ Herfür zu bringen/da ward die Erde schwanger durch die Einbildung ihr von Gott gegeben / die Erde brachte den Samen durch ihre Feuchte zum Augenschein desMcnschen/und dieWär, rne zeitigte und kochte ihn biß auff diese Stunde. Also'auch/da die Mareria und Form des^i- crocolmi für Augen war/ aus Erden und Wasser ge, > macht und vorgestellt,da kam das Leben durch die ein, blasende warme LufftdesSchöpffers/und erwärme- te das kalte irrdische Wesen/ und gab ihr Wärme zum Leben und Bewegung/ das war die Seele / das ist der rechte SuIpliurNominiz, geistlich/ unbegreiff, lieh/und durch seine eigene Wirckung empfindlich zu spüren. Wie bist Erl ru^ solc Fl« vor ner brc ein zuc bai 8le der tät Nl »rr Er ste de! wi de dr be di m ln N ve l^i'crocolmo. n/ »den Wie dieses alles vollbracht/gab GOtt die Ein- bildung zum guten/ durch vollen Verstand dem Men- «A schen /' daß er durch seine »mg^makion alle Tbiere der Erden erkennen / und jeden seinen eigenen Nahmen zuertznen und geben kondte / gleicher Massen er durch ^ solch?Einbildung sein Weib erkennen lernele/ daß sie Fleisch und Bein von seinem Leib entsprungen. .. Da warmin allererst ein vollkommener Mensch vorhanden, dann die Materia ward formirt als in ei- nem begreifflichen Leibe. Die Form war ins Leben bracht durch die Seele / und diesen beyden warweitev 5?^ ein subtiler Geist der Einbildung und aller Erkäntniß zugegeben / welches anders nichts ist/dann ein unsicht- ^ bare unbegreiffttche Gestalt / als ein Werkmeister / ^ gleicher weise im Sinn alles zu formiren / welcher in Ich- her obern Region des klicracolmi seiner Volarili- ^ tät nach / seine meiste Wohnung hat / und mag billig / I^srcurju! livs invihbili; csrgOriz liums- I ni genennet werden: Die Form und Makeria ist ftrdisch, das Leben steckt in der Bewegung / und das ^ Erkäntniß alles Verstandes zürn guten und bpsen stehet in der scharffen/peculakion und Einbildung . des klicrocolmi, was über diese drey Theil befanden wird / das wirsst die Natur als ein ca«lavervon sich/ ^ denn es ist nur gva6 mvnstrum , welches von diesen dreyen ein Absonderung und für ein cgxm wormum befunden wird ue Wann jeho der verklärte Helias zur statt were / ^ die ^stra reden Wirten/ und die stillschweigende Natur mit Zungen begabt were / so dörfft ich kein Zeugniß i" binfürter einführen/ dem Ungläubigen/ der diese meine Rede nicht nach Verstände m achtgenommen; denn H; so . Os k^icrocolmo. so der Mensch mit Blindheit besessen / so karr er keiner D' Schrifft ein Urtheil zufallen / aber Verstand richtet der mit Äedu-t/uiid die Weisheit scheidet sich selbsten von mu der Thorheit durch eigene Erfahrung. '« die DerSpiricus vitslir oder der lebendige GM in tvd dem Menschen ist beweglich / durchwanden alle nic! Gliedmassen desselben - und ist darinnen empfindlich / hei doch unbegmfflich / und welchem Glied er entzogen wird/durch Zufalle/das ist dann tödllich/und kan ande- un' rer Gestalt kein Leben noch Bewegung einiges Füh- <2 fchsn ist/ als im übrigen Fleisch / L-ib und Gebein /da so findet sich das Salh/ als das dritte auch. ' L> Das Saltz gibt nun seinen edelsten 5p>rimm zur Nahrung demGeblüte/welcheSaltzigkeitauch darin.' d> uen geschmecket wird / und sich daraus in den gantzen Nl Leib austheilet/und erkalt den menschlichen Leib als ein Balsam auch für aller Fäule / und ist gleich ein n Band und copulatioa , damit der Ivisrcurius oder A Spiritus vitalis mit dem Balsam in dem Fleisch desto u langer seyn / und in einem bey einander wohnen kan. « Dann Ve^licrocolmo. 119 Dann indem Saltze steckt ein Geist/ welcher alle av« dere kMw-in ihrer Würde und üam beschützen muß. Was ferner befunden wird in dem Leibe/wanü diese drey ihm abgetheilet und entzogen worden/ist ein todtes Weftn/wie ich zuvor erkläret / welches auch zu nichts nütze / noch zu einem guten kan gebraucht wer, den- _ Wie sich nun diese Vereinigung/Vsminirunz und Regiment im Menschen erhält- Also auch in Metallen/ KUmeralieli und Kräutern sich jedes erzeiget und befindet/damit ein vollständiger Leib seyn/ leben/ bleiben und erhalten werden kan. . Gleichermaßen einsdemandern im Menschen nachfolget und Verordnung gibt. Also geschlcht auch in andern unvernünfstigen Thieren/nach ihrer Art und Eigenschafft- ' Als eine Kühe ist -mmalisch/ihre Speise von dem Grase ist vegetabilisch/ das vegetabilische wird in dem Leibe der Kühe durch die Wärme puttiäcitt, durch die putnfaÄlOngeschicht demnach eine iejini-qrion, denn die Fäulung ist ein Schlüssel aller Auffiösung und Scheidung- Wannnun die Scheidung geschicht/ so gehet der subtileste Geist/ der subtileste 8chpbur, und Las subtileste Saltz des vegskabilifchen, Wesens aus dem Grase in alle Gliedmassen / und den ganhen Leib der Kühe/ der Geist regiert das Thier/ der Lulxkur ei? nehrts/und das Saltz erhälts. Wann das vollnbracht/ so theilet die Natur weiter Gaben aus/ und machet eine neue Scheidung/ als was die Kühe durch UberflDgkeit nicht an sich nehmen/sondern von sich lassen/und ferner austheilen muß/das ist Milch / die. Milch ist nnn ein ammaU- H 4 scheS 5 r»S Vs t^icrocosmo. schesMHn/so aus dem veAscsbüischcn tksnrmuttkt worden. Aus der Milch folget aber eine andex^eScheidung durch das Feuer/welches doch moäice mM gehalten werden. Denn der subtileste Geist der Milch mit sammt dem 8ulpkun steigt empor/ wird abgenommen/ und ein cosFulikte Fettigkeit daraus gemacher. Das andere wird aber durch Mittel gescheiden/nie- dergefchlagen/und wiederum eine Scheidung dadurch gemacht/das ist eine andere Losgulatis , daraus die Menschen Speise zu wegen bringen / was in diesem überbleibt/wird durchs Feuer gesotten oder gekocht/ gibt aber eine Scheidung/doch wenig/ist magerer als die vorigen zwey / über dem allen bleibt letzlich eine a-zuolitatoderWässerigkeit / dienetzu wenig nutzes/ dann der 8pjricu! sammt dem outrimeato, ist ihm aus vorigen separacionibu» unterschiedlich alles entzogen und benommen worden. Nach diesem wirfst die Natur durch weitere p»- tnKSioa ein ander grobes sulpbunschesund 5slisches Wesen von sich/so seinen lebendigen Geist von neuen herzeiget/ als das äusserste per Srercus, der giebt fine Nahrung abermahls dem Erdreich, machet durch sein Schwefel und Salh/ welche in ihrem Wesen grob und fett/das Land fruchtbar/ bringts in Verbesserung/ und giebt neue Frucht/da wird wiederum eineNahmng oder Speise aus dem /VoimÄÜschen in das VeZskMljsche; Hieraus wstchst nun Weihen und andere Frucht/ davon das Hnimslische aus dem VLZsrübil.-Hep aber mahls muß Halten werden- Also folg sich, neu gen lich sol unl W 8u! se, die nor un sch ist^ ka Ur wi ^ 8a ur zu se C ! w ! rh al i w ! ^ vs kticrooolmo. Irr ltirt folget immer eine Natur der andern nach/unerforscht sich/unbegreiflich / und so noch zur Zeit dem gemeinen Mann / dem die Natur nicht zu erlernen angele- mg gen/unbekantlich/ auch von ihm vielmehr für ungläub- ten lich geachtet wird. mit Damit ich aberwieder des Menschen gedencke/ en/ so hat der edleste Geist des Lebens seine Herrschung >et. und Wohnung am meiste y und starekesten im Her- ne- tzen-mensch icheu Leibes / als am edelsten Orte'/ der cch Tulpkur bomini; aber gibt solchen Geist eine Spei- die se und geistlichen Zugang zu seiner Erhaltung durch :m die Lufft: Dann wann die Lufft dem Menschen bebt/ nommen wird / so muß der Geist des Lebens ersticken / rlS und weicht unsichtbar ab / so ist der Todt Les Men- ne schen schon erschienen : Der edelste Salh-Geist aber !s/ ist ein Lorilervstiv aller beyder/sein edelster Geist Zeus her durch und durch / sein gröbste Materta aber seines en Saltzes wirfft er von sich in der Blasen / daflelbe aber hat eine 8pirimm sonderlicher Art und Operation , Und wasvom Saltze durch die Blasen außgehet/das a. wircket die Warme wieder/ und gibt einen neuen Files gang/daß auch der Zugang des Saltzes im Mensthen u- unerschöpfflich ist/er sterbe dann gar ab/ daß sein Leib bt zu Aschen gebrandt / und das übrige resiäuum außer gezogen werde. Gleich Exempel / nimb vorfallen» e- Saltz der Mineralien/ die da wieder durch die Wär- cs l me wachsen/ coazuliren / und sich durch die Wassere rigkeit außziehen lassen / wie insonderheit am meisten n alle gemeine Salh und Salpeter Erdreich dessen Ge- n , wißheit machen/ und also weiter Exempel jetzo unnöh- n ! tiggeachttt werden. ö H 5 Drr irr Deklicrocotrno. Der Geist des Lebens hat seinen Außgang irr die andere Glieder auß demHertzen / als in Bein / Arm und den gantzen Leib der Bewegung: Dann in ^ Kranckheit und Zufällen ist er schwach / und kan der Nlensch durch Verhinderung solcher Zufäll sein voll- E ständige Stärcke und Krafft nicht vollbringen; Da V sich aber der Mensch vollständig in Gesundheit befin, Ee det / und den Leib mit.den vegetabilischen 8pititibu;, kUN als auß dem Brod und andern Früchten/ insonderheit und aber auß dem Weine sich speiset und alimemiret /so wird der Leib stärcker/ dann der Spiritibu; vital» wird ^ mächtig durch solch nmnmeatum und überfiäßig / daß er an einer statt nicht gesämget / sondern durch A Uberflüßigkeit alle Gliedmasien durchwandert / sich W dareitl theilet/und seine Wmckung erzeiget/und so das ^ Hertz matt / so ist eseinZeichen / daß der lebendige Geist nicht alimsmitt und sehr schwach/darauß andere lödtliche Kranckheiten bald das Ende geben und be- fchliessen/dann i§ui5 ist nicht vollständig/und muß auß- . ^ gelbschetwerden. rrr Das Feuer im Hertzen und die natürliche Wär- ^ me wird durch die Lufft erhalten / welche in ihr doch «u wohnen muß / welcher Luffc Hüiffe am meisten die ^ Lunge bedarff/ die Leber muß Lufft haben / sonst kan w! sie nicht lachen / die Miltze muß Lufft haben / sonst ^ bringt ihre Bewegung viel Stechen und grosse ^ Schmertzen / am meisten aber wird der rechte Sitz^ ^ der Lufft in der Lungen offenbahr / da solche in Man? ke gelung und Gebrechen geraht , ist dieses die Ursach, ,c> daß ihr das 8s! keinen reckten Beystand leistet / dar- N umb gehts auch in die Faule / das Blut und Eyter S' von I)e Kticrocotnio. irj is von ihr außgeworffen wird / Da ist nun corrupüo n / 2 e^i; , darauß kan der 8pir>tu5 vital» keine rechte in Nahrung finden/ sondern muß darben / Dann das -er 5al kan seine conkrvstionem nicht vollbringen / »8« und der Lulpkur und Zugang der Nahrung ist )a verstopffk / und nicht vollständig / darauß folget n, Schwindsucht / Verdorrung des Leibes / Verzeh- § , rung des Fleisches / und Außirocknung des Marcks eik und Geblüts. so Das Salh«Wesen oder Salh niß / und machtFreundschafft mit dem 8pirim virr- !i und seinem nucrimsnro dem bulpkur« , daß also rin vollständiger Leib wird; Und da einiger Gebrechen vorfällt / durch Wirckung und Entziehung des Ge- h siirus / auch durch unordentlich Leben / Speiß und e Sranck / und andern Ungelegenheiten mehr / daß ei, n tilge corruption e»ttpfindlich / so ist die Natur nicht ; vollständig in ihrem üawm gebracht worden / so muß e der wissende Artzt Achtung und Erforschung des Ge- ^ brechens halben / die Natur in acht nehmen und er- kennen / von welchen diesen dreyen abgesagt der Z«< , fall der Kranckheit herfleust / auffdaß mit vergleiche« - gebührlichen Mitteln ihm kan begegnet werden/dann r gleich muß mit seines gleichen vertrieben werden / und » mit ir^. k)s ^icrocolms. mit keiner Widerwärtigkeit/ als Hitze mit Hitze/ Käl-> te mit Kälre/Steehcn mit Stechen / denn eine Hitze zeucht die ander an sich/eine Kälte die ander / wieder Magnet das Eisen- Also/ stachelichteümplicia können stechende Kranckheiten vertreiben / und gifftige kimeraliL können giffllge Zufall wieder heilen lind zu rechte bringen / wann sie in ihre Bereitung bracht sind. Und ob wol unterweilen äusserlich eine Küiung gebraucht und untergeschlagen wird / so sag und rede ich doch als ein l'lülalopllus und Erfahrner der Na» tur / daß gleich mit seines gleichen in der Wurhel und dem Grunde muß gesucht und außgetrieben werden/ soM anders ein rechter Artzt bin / und wahre Ärtzney verstehe. Wer dessen keinen Grund hat / oder solches nicht inachtnimmt / der istkeinrechterArtzt/mag auch mit Stillschweigen sich keiner Artzncy rühmen/ weil er weder kalt noch warm/weder trocken noch naß / recht zu unterscheiden weiß / dann Wissrnsthafftund Erfahrenheit / neben gründlicherErkündigung der Natur/ machen einen beständigen Artzt / zuförderst nechst dem Schövffer / durch dessenWeißheitalles herrühret/ Anfang/ Mittel und Ende. Darnach nach Anrussung des innerlichen Gebets zu dem Schöpffer / folgen die natürliche Mittel und Artzneyen/welche in ihm seibsten am höchsten ge> funden werden/der andern Thiere gedencke ich hiermit nicht / Metallen und Mineralien folgen nach / dann in Gold/Silber und andern Metallen / biß auffs siebende und letzte/stecket ein vortreffliche Kunst / sonderlich welMercuriu! in allen regieret / aber meinem mehr und lind beul vori lisch! bill W. steu den den nio Ivic bey sin'l ihn kor M pri an un tss si^ de M tu do do st' wl vc kücrocslmo. irz Md am meisten/als in andern befunden wird-Ssge- ^ den die t»lmerslia auch das Ihre von sich. Dar.njdie . vorigen sieben sind auch anfänglich nur einer minera« lisihenSubssgntz gewesen. 'iinÄura Soli; neben dem Huro und I.UN3 po!3- dili vermögen viel / Ivrercuttur regiere! die kleine Welk/ was aber inden allerbesten Metallen und edle- stcn Steinen gefunden wird / das kan aus den ^U- tieralibus gleicher Massen zur Noth auch bereitet wer- den. Daim die vollkommenen Metallen sind aüs ^ den K4iners!ibu5gewachfen/als aus Virriv!, Hmim». nio und andern/Vririv! ist 5ulpkur, /rmiuwnium ist, ^ ^ Uercunuz, das Saltz als die Vereinigung wird in ^ beyden gefunden/ so sie beständig gemacht werden/ ,, sind sie den besten Metallen gleich / dann sie sind aus ihnen gebohren und geschaffen / die .Vlinersl-a sind , kommen aus den cribux ?ri»c-i^ü5, so wohl als die l , . Metallen/ dierria pnnc.pia kommen her aus ihrer j , prima maceria» primum cm genannt/ welches ist Nichts i ^^ anders dann ein wässeriges Wesen/ trocken erfunden/ , und keiner kisceria zu vergleichen/ die da gewachsen' ist/und erhalten wird durch die vier Element/ welche " sich aysdem Syderischenernehren/ dieses alles hat der Schöpffer aus nichts also geordnet/auff das der Mensch nicht allein auffdas Jrrdische sehen und Ach/ ^ tüng gebe» soll/ sondern auch das Himmlische / als das übernatürliche zugleich erkennen muß/darum auff A daß der Glauben oben schwebe / auch in etlichen über- sehen und greiffen den Vorzug habe/und erhalten / werden möge. Welcher Arht dieses nicht verstehet / der soll für ic , keinen' »r6 V, ^licrocolaic). keimn Artzt gehalten werden/ dann GOtt/ Missen- schafft und Natur machet den Artzt/wie ich zuvor offe gcsaget habe/und nicht viel Schwatzens ohn Wissen, heit/ wiewol gelehrter und erfahrner Leute Schriffien viel Beförderung darzu erweisen und bringen. Und in Summa/es kan menschliche Vernunfft noch der Arht nicht genugsam fassen noch begreiffen/ viel weniger erörtern/ ausgründen noch auslernen/ was für Arhney aus dem Kiicrocolmo kan bereitet werden/dann in ihme stecket vollkommene Heilung aller Gebrechen/damit gleiches mit seinesgleichen vertrieben und geheilet wird. Der ktercuriu» mrcrocosmi ist ein lebendiger/undegreifflicher undfiiegender Geist/ wieichge- lshret. Der Balsam des Menschen trocknet aus die Wasser-Sucht / und das cisriücirts 8sl heilet die Schwind-Suchk/ und m Lpilspti-j wird sich sein Lob sechsten ans Licht bringen/und da ein süsser wolriechen- der Spirikus ohne Corrosiv lieblich aus ihm bereitet wird/ ist er nicht geringer/ und giebknichts zuvor dem ^uro porabili, was die Gesundheit im Menschen belanget/und weiter nicht/sonderlich den Aussatz zu vertreiben/die geringen Kranckheiten/so im niedrig-ngra- chr stehen/ will ich geschweigen/und dißmahl nichts weiters gedencken/danner kan zerbrechen den Stein in der Blasen/und alle salische verderbte Kranckheiten können durch ihn wiederum zurecht gebracht werden/ so ihn der Meister recht zu bereiten/ und der Artzt recht zu gebrauchen weiß- M wf beb Be we, lew geb ne^ dig der n« ges det me wi ein feö S" Das dr' de A VSj w< sai m tio Os klicrocoimo. i »7 Das ist mein Beschluß hiermit auffdie kleine st Welt/ welches auffwenig Blätter geschrieben / aber ^ in feiner Auslegung weitsinnig/ und viel Pergamens n bedürffig/daß t^aceria oder 5orm->, mobilirsz oder die Bewegung/lmsgmscio oder dieEinblidungVollkom, st menheit machen: Dann da solche beysammen in rech- r, tem Mittel stehen/einen vollkommenen Lautenschläger ,/ geben/dann ohne Materia oder Form des Leibes/oh- k ne Bewegung der Kräffte/ und Mcmgelung voilsian- I, diger Gedancken/ wird der Orptteuz seine Harffen auff - dem Delphin zy keiner rechten Melodey richten können. Wie im Mcnschen/aiso auch m Metallen/der , raercmlu5 im Golde ist dieBewegung/so der Leib auff- , geschloffen und zerlegt wird. Der äulpbur ist hihrg/ aus einem Einers! flüchtig ausgetrieben und 6§irr, e der trocknet aus die plilegmsusche i^una, und erwäv- . mer dieselbige / daß ihre Seele ihm gänhlich gleich > wird. ^ - Inder Materia und Form stecket ein Saltz/das t eine Losgularion giebt des Leibes/ was nun über dies , fes ist beym Golde/das thue weg/dann dieScheidung - giebt die Offenbahrung. , Die limplicia erweisen sich ebener Massen / ihrer dreyer anfahenden/Form und Gestalt des Krauts oder der Blumen ist die Garens sichliglich und greiffliches i Wesens/ darinnen steckt und wird befunden sein ^ vegelsbltisches Saltz/alseine Laatervstiound Bewahrung / der Geschmack des Krauts ist sein Balsam / davon das Kraut sein nutnmeulum zu 'vollkommener Wachsung haben kan/ der Geruchist fiüch- > tig in jedem Kraute undBlflme»l/und gar seistlich/dar- um ! »rZ Oe I^llcrocolmo. umb der Spiritus in dem Geruch sich am mehrern ver/ mercken läft/ welcher den Balsam durchdringet / und jemen Geruch/er sy lieblich oder nicht / mit aus ihm als ein Ltlencm durchführet/ daß die funffSinne des Menschen innen werden / und ausgründen können. Was ich mehr geschrieben/ darfür dancke ich dem HERRN/so am höchsten wohnet. ' Hierausi wün, sche ich einem jeden weiter die Gnade und den Segen GOTTES des Schöpffers aller Creatoren / so werdet ihr allesammt in jenem ewigen/ und in diesem vergänglichen / zeitlichen und irrdichen Le,> den/selig/weise und reich, AMEN- Von c»i -r ? S -- L3 D(-ry)O !k, OL 1 Ü Oder Von der grossen HcimWkeit der Wett/und ihrer Artzney/dem Men- schen zugehörig/ kr. 8^8ll.U himmlische Offenbarung zweyerley LKH-" ^>^oker/ und aller Geheimnissen der ganhm ^e6i- cin und Artzney/ so ein wunder bahres Or^num ist der kleinen Welt/innen und aussen/ das ist/ in dem Leib/ und ausser gemeiner Wunden / auch meistenteils der»/so aus Leibeö-Schäden entstanden/ und von innerlichen Zufällen ihren Ursprung haben/ zu gebranchen/kommt heraus einer Wurtzel/doch unterschiedlicher Bereitung und Gebrauch/ denn was innen/ kan den äußern/ und das äussere dem innern nicht verglichen werden/ was die Bercuschaffr in der Würckung anbelanget/ aberin derFormund Ma- teria stnd sie mit einem Urtheil verglichen. Und daß ich meinen Neben-Christen recht berichte / so bekenne ich offendar/daßzwo Medicinen sind/so alles heilen ohne Unterscheid/ und sind von einem gemacht / die eine heisset die dienet innerlich / die andere wird mit ihrem rechten Nahmen genannt/ zu den äußerlichen Gebrechen eine Cur und Hinneh- mung/ und mag wol beydes für emeÄrtzneyerkanm und genannt werden / allein daß die Unterscheidung stehet in der Bereitung/ wie sie nun beyde in ihre op-- »nun müssen gebracht werden / sott du aus meinen I Hand- l ;s Von der grossen Herrlichkeit- Handgriffen erlernen/ dann sie müssen zuvor recht er/ kannt/ und ihre Natur muß ausgegründet werden/ w'.ewkl ein einige Materia ist/so ich mitNahmen wil/ itglich enldeckt/niemand esgemein zu machen / nach Brauch der Alten vor mir / zu dem Ende daß ich ein täglich Gebet verhoffe / zu Erlösung meiner Seelen/ damit ich möge auffgenommcnwerden in den Gar/ trn/ da unsere erste Eltern innen geschaffen worden. -<« Nun solt du wissen/daß sie beyde aus einer ^ rsna gemacht werden/ wie ich dir kund gethan. Innerlich zu gebrauchen wird die l^sreria zu allerhand Hinnehmung der Gebrechen pum6ciret/lc^- k-rel/und durch die sprgirische Kunst auffs höchste ge- remtget/ und in ftine höchste stall der Artzney gebracht/ durch die Fixigkeit seiner eigenen Natur/ so das Feuer zeitigen und zu wegen bringen muß/dann eine gewesene gifftige/flüchtige Eigenschafft muß durch bleibende zugerichre Standhaffligkeit alle böse unreine Geister ausweiden / sie saubern / fegen/und beqvem machen/ damit eine gute Natur / eine willige/reine Herberge bewohnen kan/dann diese zubereitete Artzney halt ihren ! Lauffund Brauch/ wo sie was arges findet/ daß sie eine Rächerin ist/dasselbe zu vertreiben und auszutil- gen/damitsie die Wohnung allein besitzet/dann sie kan niemand neben sich dulden/ so einiger Unreimgkeit zu beschuldigen. die kl-clicill ist inwendig ein Universal/ wie äsä auswendig ist/ dann sie reiniget alles Geblüt des Menschen/ säubert dasböse gäntzlich hinweg/ stärcket das Hirn/Hertz/ Magen und alle Glke- der/gibt gut Geblüt/erweilertdie Gedächtniß/er setzet Äl ei er p- A al S' A w 9 d si h b b si k n r d r c c r l s t t der Veit/und ihrer Artzttep. r; r alle Gebrechen der drey ansagenden Dinge/ so eines eingefallen warc/und wiederbringet alles verderben/ es ist ein rechter Schlüsse!/ dadurch der gantze Leid zu peaccriren auffgejchlossen wird / dann es muß weichen Aussatz/Wassersucht/Schwindsucht/ Podagra und alle Krankheiten Zenei-Mer, rvie sie auch immer ent- springen oder Nahmen haben mögen. Dann keine sündliche Natur ist sogäntzlich gefallen/ daß sie nicht geistlich einen Trost zur Seligkeit / und leiblich eine Artzney zur Gesundheit von ihrem Schopffer zu ge- warten halte/welches allein stehet in der Eckanmiß der Natur/und wissender Erfahrenheit der Mittel / da- durch solcher zu helffen- . Ich habe ietzo geredet von denen Kranckheiten/ so etliche unheilbar nennen / zu andern Kranckheiten hatmanauch mancherley andere Mittel/ welche nicht beschrieben sind an diesem Ort/sondern befehle dieselbe zu gebrauchen/ wie ich sie insonderheit mic Buch» staben verzeichnet/ und in einem eigenen Büchlein er» kläret. Dieses aber jage ich von der meiner Erfahrnen und «-xpenmemirlen Artzeney, daß sich nichts vor ihrverborgcn halt/ dieweil sie eine durchdringende Sucherin ist aller Gebresten/sie durchwandert denLeib geistlich wie ein Nauch/und dringet durch alle Kräder und Fleisch des Menschen wie ein subtiler Balsam / und bringet wieder zurecht was verlohren war/ durch seine Saltz Krafft/ alles. Ich kan mein nicht weiter rühmen/dieweil seine Tugend sechste« ein Lob gibt allen Krancken/ so durch seinen GebrauchGesundheit erlqnget haben. Dann wer mich recht erlangen wird, dem bin ich I - Atz- i z r Vsndergrosiett Helmüchkeie Lirtzueyzu der Gesundheit gnugsam überfiüßig. Dam» kerne Zunge ist ss hoch begäbet gewesen / und noch im Leben zu befinden/ mein Lob genugsam auszureden/ wir solche befunden worden/der Gebühr nach zu prei- sen. Gleich wie die Kranckhelten zu unterscheiden / ss A.ccl6Lntiit sind des Leibes/doch jede Kranckheit nach ihrer Art: Also sind auch viel Arhneyen /welche zu jeder Kranckheit in ipecie vorzukommen/ auch ihre Wir- ckmrg denselben Kranckheiten zu helffen geschaffen. Diese Artzney aber/so gencrslirsrdmchdripget/ ist einer himmlischen und SyderischenQvalitat und Ei, genschafft/ aus den Elementen entsprungen/ und aus den drey anfahenden gebohren/dieselbe Geburt gehet aus dem Oemro,ihrem Herhen/ in dengantzcr. Um« kreiß des Grckels/ und erfüllet alles/das in dein ^icro- cokno eine vollständige Artznsy ausgegossen / und befunden wird warhafftig/welche Tugend und Krafft du an meinem Nahmen bloß / aber an Lernung meiner Bereitschafft und des Gebrauchs überflüssig befinden wirst Mein /^8L ist also in der Wirckung befunden worden/ äußerlicher Schäden / langwieriger Mäh- rung/darin viel Äertzte zum Zweiffel und gar Curloß gerathen/ undnochMneWissenschafft haben erlangen mögen/ dann sie costsumirt alle böse Geblüte/ so in dieFauliing entgangen/oderkünffcig eingehen mochte/alle in zu Leibs-Schaden inwendig zu gebrauchen/ weil es verzehret und austrocknet den Brunnen/ daraus alle Leibs-Schaden entspringen/ und ihren Ursprung genommen/ und ergäntzet das verdorbene/ daraus, herkdriurie«/ Fistel/ Krebs/ Wvlff/ Sierey/ Oel- 1 r s ,s k v r r d t r r c 5 der welL/ttnd ihrer Artzney. r;z mr Oelschenckel / Wurm und Löcher vielerley Art / an >m , welchem Glied und Ort auch des Menschens etwa n/ sich ungesundes inwendig herauß vermercken last/oder ei, Hon offenbahrel hat durch Langwierigkeit/und durw > keinen Artzt seiner Mittel und übergelegte Pflaster/ !s welche viel zu schwach/ kan Hülffe haben/ muß fliehen ch und zurück weichen / dieweil es eine genügsame Hei^ ie/' lung alleine derer aller ist. Zu den gemeinen gestoche, lr- nen oder andern gehauenen und verletzten Wunden / m darffman sein gar nicht/dann es ist ihnen viel zu krasse i» tig in seiner Wirckung / dieweil viel gelindere Artz. ii- neyen im niedrigen Stande befunden werben / solche >s zu vertreiben und zu heilen / welches äusserlich durch et Balsam/ Oel und Pflaster / inwendig aber durch ^ Pulver und Trancke geschehen kan/ jedes bereitet an >- seinem Ort/ darzu solches geschaffen / und stine Wir. - ^ ckung erweisen kan. ^ u > Was außwendig in Gebrechen der Wunden k auffgclegr wird kan keinem Schaden zu Hülffe kom. a wen / der seinen Ursprung von innen hgt / welches Le bEchäden sind / dann der Artzt muß Erfahrung t haben zu heilen die Leibs»Schaden / und zu ergrün. > den ihren Ursprung / so wol auch gemeiner Wunden r und ihrer Zufälle / darauff muß er Erlernung ma, ' chm / auß gewissem Grund /. und ein Unterscheidung > und Hülffe der Artznep zu treffen wissen / dann alle > . Leibs-Schäden und Flüsse kommen allegefampt auß ^ einer Korruption , so Ursach bringet zu einer Form der Fäulung'/ darumb müssen sie durch Mittel curi. rrtwerden/so ihnen starck und widerstrebe^kölinen/ und muß doch eine Freundschafft zu der andern ver. einiget werden / als in.dieser Materia / so vom Ge. Iz schlecht r?4 V-N der grossett Heimlichkeit schlecht geschehen muß , welche alle drey 4 Dinge des ersten Wesens in einer Zusaimnenfügimg ^ durch Mittet und Hülffe der Natur zum höchsten H voUirändrg und als überflüßig erlanget hat / damit a ihre Heilung und Cur den Grund suchen , und in dem l Grund sein Evamen vollbringen kan. In den ge, ^ t< metmnWunden darffman der nicht liederlich/wann f nicht Zi.fälle zu Handen stossm , daß böses zu bcförch, r ten/dann da richte der Balsam allein aus / gvs6 v xkur, der sä'.iffnget das Fleisch , das die Natur ihre s Heilung,so sie verborgen mit und bey sich trägt / selb, o sten erweiset und vollbringen kan / dieweil die Natur d durch die Ärhney nur eurer Speise/ davon sie erhalten und errichtet w'rd.'bedurfftig ist. b Darumd so kaucke mtr billig / und GOTT zu, § förderst imHimmel/der ich bete/und wtznrye innerlich l und äuff rlich / und lehre dich förder / alles was an? t dere vor mir verborgen gehalten / zu heilen wunder, 1 darlich und gründlich / das i-> keinem Welscheu Holtz i noch Kraut zu finden / dieweil außländtsche Men, t scheu ihrem Himmel nach / auch Außländische Arh, j neyen haben, unsr Himmel aber dieser Oerter/ gibt i unser Schwachheit ohne Zuthun frembder Kräuter nach unser Oomplexior» , genügsame ^lellicsmeQ-- ! 13, welche doch wenig erkennen / sintemal)! die Ersah, rung in dem unerfahren Dvctor zu gering / er lerne dann und erforsche ein mehrers / wie aridere vor ihme. Darumb bleibe ick bey meiner Arhney kttäl. /riz und eines Nahmens ihres Geschlechts, dar, suß mich die Natur zum Acht gemacht, dieweil sie sich biß zu dem gesetzten Ziel menschliches Absterbend in ihrer Kcaffk und Tugend / wider alle vermryme ' Hoff^ -er we/t/Md ihrer Aryne--. »rey Hoffnung vielfältig erwiese», / und ihren Sieg und rng Triumph mit R'tterschafft der Ehren gegen ihre sten Feinde in allen Kampff-Slücken erhalten hat / damit mit alle Welt gesehen/daßdiese be»)de Medicin »m l^und ^8^ aus einem Geschlecht und aus einer Ma- ge,' teria sind gemacht und bereitet »vorder» / daß man besinn funden/und noch täglich befinden »vird/daß sie in Zens- ch- r«, Ms in fein vollkommenen gi-aäum setzen kan / die- ^ I- weil sie aus dem cemro geschaffen/und wiederum Las >re c:«ntruw, als ihreWurtzel unvermerckt karr erhalten/' lb, auch zu rechte bringen/ innen und aussen zu dem Ende/ cur darnach und darzu es bereitet wird. len Hiermit befehl ich dem Leser/ dem ichs rreuiich in Handgriffen zu wissen gemacht / alle Wolfimh / zu lu- glücklicher Bereitjchafft/und höchster Gesundheit/ ch das Merck wird seinen eigenenMeister durch Brau- n- chnng der Mitlel-und rechter Bereitung zu Erhal»u»zg :r- der Gesundheit sechsten loben: Und sage dir endlich ltz undbeschließUch /zu einer Nachnchtung also - Daß n- nemlich zu einem rechten »vahren Artzt un d I'hiloso^bo tz- gehören fürnemltch vier Stücke / so anders der Artzt bt vollkommen sey», und geheissen werden soll- er Das eine ist/ daß er alle seine Vornehmen an- a. sahen soll mit dem Gebet/ und flüssiger Anruffung zu h- GQtt/dem höchsten himmlischen r^eclico, daß er ihm »e seine Gnade/Weißheit/ Verstand und Segen zu sei- e. nem Vornehmen geben wolle / daß solches glücklich k gedeyen möge/ damit jederman sehen möge/ was seine c- Allmacht dem Endlichen Menschen zu gute verlieben, e und dadurch herrlich gemacht / und er für solche Gut- l/ that möge gelobet und gepreiset werden/auch darneben Von der grossen Heimlichkeit sein Leben und Thun in Gottesfurcht und Eßbarkeit > ^ anjielle und vollführe. , ! Zum andern/muß auch der Acht lernen eigentliche gewisse Erkäntniß der Kranckheit und Gebrechen ; zuerkrn. eirund zuunterscheidemauchmitwas Mittel >. i er ihnen zu begegnen und vorzukommen / dann. in der ! - E>k'uMiß stecket der Hauptzweckmit/soder^cäicu; > > wlss. n joii/dann ohneErkäntniß deöGebrechens istzder i Artzl nicht vollkommen / dann die Eomplexian des M< usichen muß in acht genommen / und der Ursprung der Kranckheicergründet/und die Mittel der Hülste l mit Fleiß erwogen und odserviret werden / damit der ! Kranckheit nichts widerwertiges auffqeleget/dadurch I sieinwekternVerderb/als einen Feind gefübret/fon« i dern vielmehr durch beqveme annehmliche Medicin/ i - so der N nur gewogen/und der Krcmckheit zum besten !, ! kommen möchte/m ihre Wtederbriagimg gesetztt / werde. , s Zum dritten / gehöret darzu auch vielfältiges s> sieissiges Lesen vielerley Schafften der Allen Weisen/ so vor uns gelebet haben/ und erwege solche wohl Mit öffterer Wiederholung; Mercke auch iu jvtcher Erneuerung ihr emhelligeö Gemüth/ dasiesainintlich l zumZiel treffen / so wird ein jeder / so Verstand hat/ » / gut und dose / und das Sophistische von der War« heit im Grunde zu unterscheiden lemen/ dieweil die i! Alten vor uns auch viel gutes gervust/ und bekenne/ 1 daß ich meinen Grund aller Wissenschafft aus ihnen ! gelegt habe/ welches mir auch zu Gemüth gangen/an- ! dem förder einen Eckstein e hinterlassen / damit die ! Wahrheit durch weitere Schrifft befestiget / und der ! Grund leichter / klarer/ auch Heller und mit rnekrer ' ! Wis- der welt/und ihrer Artzney. -z? t I Wistenschafft vffenbahr durch mein Schreiben gemacht werde. ' Aumvierdten / mußderkbilofopKurdieZerle« > ! gunge aller Dinge erlernen/damit er erkundigen kan/ l >. was innen und aussen in ihnen begriffen ist / damit er ' i > das G'ffr/und auch dagegen die Arhney erlerne zu ge, ^ brauchen ; dann gehöret mn manchcrhand Arbeit/ wie er die Metallen / Mineralien / Kräuter und die Hmmaiissollauffschiiessen / iepariren/erhöben/und zu dem endlichen Gebrauch p^anren. Wer diese Stücke erlernet / der kan alsdann von allen Dingen weißliche Rede vollführen/ und den Grund mit War, heit bestätigen; Andere aber / so sich der Arbeit schä- men und verdrossen lassen / können sich solches Grün« i des nicht rühmen / viel weniger vertheidigen / weil !, durch viel ungereimtes Vorschreiben ihre Sache zu H einem Handwerck worden / sonderlich weil sie sich s nicht befleißigen was mehrers zu lernen / welches ich s> mich doch nicht schäme / ob ich gleich viel erfahren/so ' lerne und eifahrc ich doch noch täglich / daß ichmeh, rers erkundige / wett die Natur rund ohn Ende/untz ^ mit Außlernung nicht kan begriffen werden / auch un, möglich wegen kmhe menschliches Lebens / daß einer i wiidgefu'chenwerden/sich zu rühmen / denSchuel, sack gar an die Wand zu hangen/daß nichts mehr dar, innen zu finden/ das er nicht ergründet hätte. Und in Summa / so steht der Segen und Vergünstigung von GOtt in dem Gebet; in Erkäntniß desGebre, eben wird gelernet die Anordnung der Ours, im lesen die Nachrlchtung / und auß der Arbeit die Crgrvn» düng. Wer diese vier Stücke wol lernet/und mit der ' Vernunfft fasset und in acht nimbt/dermagsicheinen I 5 Mei- i r; 8 Vonder grossen Heimlichkeit: Meister rühmen der Artzney / weil sich die Proben mit der Erweisung bestätigen werden/und nicht Meinem ungelehrtenHandwerck mir Schimpfs vhneHülffzu Grund versincken. Meine Artzneyen werden sich durch Gottes Hülfferweis n / nach rechter Bereitung und Gebrauch / daß jederman bekennen muß, daß Gottes wunderbahre Schöpffung ihre Gaben empfangen / solches zu verrichten / das von den Unwissenden und Kleingläubigen nicht begriffen wird / durch Ersah, renheit aber wird der Glaube bekräffiget von Tag zu Tagt/damit der Mensch dem Allerhöchsten ein stätigS Lob bereite/und die Natur möge durch ihre Offenbah- rung erkandl und gepriesen werden / dafür alle / so in dem Umbkreiß der Erden befunden / nichtgenugsam Vollmacht zu gebührlicher Danckbarkeit ergreiffen können; so viel mir aber möglich zu thun / wii ich den HErrn Tag und Nacht rühmen / und ist unmöglich / ihm dasselbe anderwerts zu vergelten. Ader am letzten zu reden / da du mir anders folgen wirst/so lerne, daß du durch herhliche Bitte / durch fleißiges Lesen / Nachforschung zu ergründen die Natur / und durch fleißige Arbeit vieifältigihre Zerlegung alles dasjenige von dem ewigen GQtt erhalten wirst / darinn die höchste Weißheit in indischer Herrliykeit/ neben der edlesteu Gesundheit des menschlichen Leibs / fampt Reichthumb dieses zeitlichen Lebens verborgen ligt. Ich muß aher noch mehrern Bericht thun / damit diese Erklärung und Anzeige vollkommen möge erkandt werden auß diesen Ursachen: dann es geschicht offt / und wird vielmahls ein groß weitläufftig Ge» schwatz und wunderbahre viGutstio» in den Schu- der welt/und ihrer Aryney. kn gehalten / von den drey ansehenden Dingen aller Dinge/worauß der Himmel gemacht/ und worauff die Erde mhet und ihren Sitz hat / auch wie dieEle- menra worden / das Firmament seinen Anfang überkommen/neben vielerley Meynung der Metallen,Mineralien , Kräuter und Bäume / dero Eigenschaft/ ten/wie solche entsprungen, darzu wie der Mensch und andere Thier anfänglich ihre Form und Wesen erlanget,auch wissen sie all ihr Leben, Krafft / Tugend und Wmckung durch Gedancken außzugründen. Aber du Kind der Weisheit köre mir zu / und nimb in acht meine Lehr und Rede, daß all ihr vermeyntrs Vvr- bringen meisten Theils lauter nichts ist / und außUm ver jiand und keiner Gewißheit kan geredt werden/weil fiedurch Unerfahrenheitkeinen Grund gelegt, noch rechte Erörterung in der ilewonüraeioa erlernet/ dann Gedancken sind zollfrei) / sie fliegen in den Himmel, und steigen auch in das innerste der Erden / und wann die Erfahrung und die klare i^roba mit den Gedancken nicht überein kommet / so können die Gedan- ckcn wett fehlen / und stehen ganh bloß in einem ver- meynten Wahn, als wann der 5pecu!ator sagen muß/ das hatt ich nichtgemeynet / daß ich meine Sinyung nicht solle also im Merck richtig befunden haben /dar- umb sind vsstmals des Menschen blosse Gedancken einem Traum zu vergleichen,der auch vlelmahl und zum meisten fehl schiest/weil öffier die 8-tisksÄioa der Einbildung nicht folgen karr,weil die Einbildung das Wesen der Natur noch nicht vollkommen durch Erlernung rrgm'dtthat. Mein Meister eines Handwercks / lichtet ihm auß ein kunstreiches Merck zu machen / Schlag-Uhren i g -> Von der grofsttt Heimlichkeit renzu bereiten/von Mttallen künstliche Arbeit zu voll« führen / oderwie man fugen wolle / von dem ersten Wagner/ so die Räder zusammengezimmert: Da aber der Lirckel undO.uadrant in solcher Einbildung durch Hand - Arbeit mchl hat können ins Merck gerichtet werden / daß die Vollkommenheit des Begehrten für Augen grc ifflich kan fürgestellet werden/so blei, bet die Einbildung mahn und leer / und kan für keine vollkommene Kunst erachtet noch bewiesen werden; al, so auch hierinnen die Er käntniß anderer Heimlichkei. ten der Natur/ so sich nicht alle mit Händen tasten lassen / wie die vorigen Haudwercke zu lormiren/ sondern ein mehrers zu erlernen bedürffen/durch andere weitere Mittel/diedenUnerfahrnenselhambedüncken / weil kein experisntz von ihnen begehret wird. Ja/sage ich, viel fürtrefflichen Fleiß erfordert es dasjenige auß ih, neu zu bringen / zu erforschen und außzukündlgen/was in ihnen verborgen ligt / und was auß ihnen kan ge, macht werden / welches dann durch die Scheidung und Kparationgeschehen muß/ daß die Natur zerlegt/ und ihre Art des guten und Bösen erlernet wird / was jede Natur in Lentro ßeneralitcr vermag/ und was in fpecievonihraußgchet Darumb istdie grosse und kleine Welt / ja auch alle Dinge/so auß ihn wachsen / und neben ihn befunden wird / einem runden C'.i ckel/ darinnen in msclio chas Omrum ist / zu vcr>lnchen/man wende den Cir- ckel wohin man wolle / so bleibet er rund an allen Enden/und bleibe das Cenerum unverruckt. Also muß der wahre PKilolopKu; auch'das Oea. -mim jederMateria recht wissen/welches in jcdemWe, sen unverruckt muß stehen bleibe» / das Wesen aber kan der Welt/und'ihrer Artzney. 14 t kan ersinnst Wender; wie er will/ und daraus machen allerley Art und Könn / darnach ihm seine Kraffc und Tugend von oben herab eingegofstn worderr: Als ich» sage ich also zur Merckurig: Ich nehme eine naNuliche Sache für mich/ und schliche die mist durch einen Schlüssel/der das Mittel ist der Zerlegung / undfor« sche darinn durch die Proba des Feuers/ das ein Me;» ^ ster ist aller was aus ihisskan gemacht j werden/ da firld ich vsst so viel Wunder und Eigen- > schaffk/das ich zuvor mcht-mit gedaucken angerühret/ ^ vieiweniger erfahren/ mün machet aus natürlichen Dingen Pulver/Oel/Wasser/Saltz/fliegende Gei- ! ster und Nebel/da siehet man in Bereitung Wunder über Wunder/daß alsdann in der OiMlsliomviger». i rung und kurriLcirung gesehen und erfahren wird. ! Dä werden befunden und gesehen viel spirimalische ! und corpol-glische Farben/ so wunderlich mit selhamer Erzeigung erscheinen/dann schwarz dann grau/ dann weiß /. dann blau/grün/gelb/roth und blitzblau/ mit Widerschein/eingesprengrerfeui iger und abendtheur- licher Farben mancherhavdArt/nicht wol alle zu beschreiben/und den Unerfahrnen ungläublich/ wie zuvor gemeldet. Aus diesen Bereitungen folgen nach die Arten ihrer Erzeigung/ eines wird corroüvisch und scharff/ eines lieblich und gelinde/eines sauer/ das ander süß/ darnach jedes bereitet wird. Darnach gibt es auch von sich gut und böses / Gisst und Artzney/ dann aus dem guten kan wol die höchste Gisst/ und aus der höchsteuGsst die beste und höchste Artzneygemacht werden/welches man sich zwar gar nicht muß verwundern lasseu/weil dieses allein zu formtreu in der Bereitung stehet- Und ob wol jeder MMlchrtrr in seinem 141 V-,1 der grossen Heimlichkeit ^ Kopfffolches nicht begreiffen kan/so ist es doch wahr/ und wird Wachest bleiben/dieweil sich die Natur durch ihre Erfahrenhestalso offenbahret. Es kan kein Blinder sagen / wie der inwendige > LeibdesMenschen beschaffen/der sehende Artztaber/ so erden Leib s^wmirc und zerlegt/so kan er dann allererst aus dem Grund und Fundament urtheilen/ wo dasHertz/Hirn/Leber/Lung,Blasen/Nieren/Magen, Jngrweid und alle Adern sitzen/ wo es hin gehörig/ und was es für eine Gestalt hat. Zuvor aber/ ehe die Eröffnung und Zerlegung ge- schehen/ists ihnen verborgen gewesen/ gleich wie der Bergman des suchende« Ertzes/durch die Berge nicht sehen kan/was er für Reichthum der Metallen zu ge, warten/ sondern rr muß das Gebürge zuvor eröffnen und emblössen/und denn/ was er darinnen sind«/ voll/ ständig probieren/durch das Feur/ so kan er dann wissen mit Wachest/ was er in seiner Rechnung für Aus, deut zu hoffen oder zu gewarten habe: Also muß es auch in allen andern Sachen geschehen / wer ein Nachkündiger will mit rechtem Titnl seyn/ sonst acht ! ich keinen Schwätzer / Vernicht aus Erfahrenheit re- ' der/dann seine Rede sind dahin gegründet/ wie der Blinde von der Farbe disputirct/lernet aber mein vi. Ipmacor, und suche zuvor den Grund mit Augen und Händen/ so die Natur verborgen mit sich bracht/so kaust du weißlich reden mstVernunffcund Verstand/ und auffunüderwindlichc Felsen bauen. Ohnedas aber wirst du bleiben ein vergeblicher' phamasirender Schwätzer/ dessen Rede ohne sx^c nentzauffSand gesetzt/ welche von den Winden leichtlich können beweget/ und letziich gar umgestos- ftll ! l, r ex d v d u d u a u 8 S ri d s u n b d b ri d vi so A ^ der Welt/und ihrer Artzmy. »4, ' sen werden. Welcher Grund der Wissenschafftmuß I erlernet werden / wie erkläret/ durch jedes Dinges Zerlegung / 1»psrsric,n und anaromia » welche nun durch dieDistlllation offenbahr und bekannt gemacht wird: da werden geschieden die Element« jedes besonder/da wird ergründet/was kalt und feucht/warmund lroeken ist: Da lernest du erforschen die drey ansähe live Dinge/ wie der Geist vorn Leibe abgesondert/ sein Wasser und Oel von jedem sonderlich kan gescheiden, und jeder Mater!« sein Saltz vorn todten Leichnamb ausgerogen/und wiederum ein Geist daraus gemacht. wird/ auch wie diese drey demnach abermahis conjun- 8>rr»und durch das Feuer wiederum in ein Leib können gebracht werden; Darzuwird erlernet/ wie jedes nach seiner lepsrsuoa, und hernacher in abermahli- cher conjulläion, zu allen an feinem Drt / dürzues dienlich/nützlich und wohl könne gebraucht werden/ welches ohne diese Mittel sonsten nicht geschehen kan; Dann zuvor in der ersten Schöpffung ist der Mensch irrdisch / terrestrisch und grob / aber wann durch den I Todt/Seel/Geist undLeib gesondert werden/ in der ! Erde verfaulet/und er/wenn der Höchste sein Gericht wird halten/ wiederum aufferstehen wird/daß Leib, Seel und Geist zusammen kommen/nach dem Glauben und der Schafft/so wird der Leib nicht mehr irr- disch wie zuvor/ sondern gantz himmlisch und verkläret befunden werven/leuchtende wie die Sterne vom O- rient/und die Sonne/wann alle Wolcken verschwunden/klargesehen wird. Also gehets hier auch zu/wann die Jrrdigkeit zerbrochen/ zertheilet un gesondert wird, so werden die drey anfallende Dinge von dem todten Wesen allererstvffendahrel/ das tvdie wird verlassen »44 V§N der grossen Heimlichkeit die lebendige Kraffc aber kommt dadurch zu ihrerVoll/ ^ kommenheir / dann ihre Verhinderung ist abgelegt ^ worden/ damit ihre Tugend in der Würckung sich er- Ä weisen kan. In solcher Scheidung und Djfenbah» ZI rung nun wird allererst kündbar/ was die drey l-rin- lr> «pül sind/ davon viel Geschwätzes vorläufst / nemlich 6l einMrcuriu;,eil, Schwefel und ein Saltz / jedes nach ^ str Art seines Wesens / wer dieses nicht erachten will o« wahr zu seyn /der mag fahren an das Ende der Welt A da wird er dann alles innen werden/ was sem Unglaub w durch tauben Verstand nicht hat begreiffen können/ w wermich aber durch Schwatzen ein besserS lehren will/ der soll mich mit Worten nicht allein ersäktigen/ son« uc dern die Beweisung soll darneben beweißltch gemacht ^ werden/ dann ohne das bin ich nicht schuldig ftemden E Worten Raum zu geben und Glauben darauff zu ft, ui tzen/ sondern ich muß hierinn Handlung in acht neh- ke men/wie Thomas der Zwölffen einer/ der die 6«moa. u ürscion auch haben wolle / wiewol ich des Thomä hier wol geschweige» solle. Weil aber geistlicher und weltlicher Unglaube durch eine Kkuffr unterschieden/ ^ hab ich meinem Gimükh kein Gewissen dieses anzu» ^ ziehen vorgeschrieben/sintemahl in Himmlischen und v Jrrdischen ein grosser Unterscheid ist / was den Glau- § ben und das greiffliche Wesen belanget/ wie auch in st Svderischeuund Jrrdischen auch ein Unterscheid zu finden/dann das Syderifthe wird allein durch scharffe ^ lmüAiliÄkion und Huljfe der /^rirlimetics vblervi- ti retund'ergründet. Das Jrrdische aber zu ergründen/ da gehöret zu SpecuUüo und 8epsr-iio, durch die u Lssecularion geschicht das Vornehmen/ und durch die E Sepsrscron die Lernung. Das erste ist geistlich/ dann v der der welt/ünd ihrer Artzney. »45 I, ker Geistdes Menschen ruhelnicht/fondern begehret 1t Mehr geistlich Eigenschafften aller Dinge weiter zu er« > gründen/ dann ein jeglicher Geist zeucht immer seines gleichen an sich/ wie ein Liebhaber/ das ander aber ist irrdisch/dann der irrdischeLeib scheidet durch dieHand, h ^ griffe den irrdischen Leib von den geistiichen von ein« h ander / damit eins für dem andern km erkannt wer, z den- Weil dann die Seele in beyden gewiß wachaff, k tig sich erwLiset/so ist sie auch warhafftig in allen/dan» , sie bindet das Himmlische und Indische zusammen / wie ein Band/wann aber das Himmlische und Irr« , dische geschehen werden / daß die Seele ihren Leich« » nam auch verlassen muß / so hast du sie alle drey bloß t allein jedes gesondert und gefangen / die nach rechter i, Erkändtnlß und Zusammensetzung einen solchen tri, » umphirenden und clarifieirenden Leib wiederum geben , können/ welcher in viel tausendfältiger Verbesse- . rung wird befunden werden/weil das grüste vorn Irr, l dischen abgelegt worden und verschwunden: Denn , wann Himmel und Erden durch das Feuer gesthmol, , tzen werden durch ihren Schöpffer/ so wirb dem Irr- , dischen das gröbste durch das Feuer benommen / und , dann durch solche Auslegung mit dem Himmlischen s auffeinen Stuel in gleichen Grad erhöhet/ und eben- i mäßigeLMia gesetzt werden: Dann eines ist alles durch : emes geschaffen/jedes ist alles durch einen angeordnet; ! Und wiewol durch die Sünde durch einen Menschen alles verderbt zum Tode, so ist doch solches alles durch einen Menschen wiederum verbessert und gut ge- macht zum Leben/und verstehe/daß hiernechst auch der einige Schöpffer durch das Feuer alles richten / und daß aus allen wiederum ein einiges werden muß. K Das r 46 Von der grosien Heimlichkeit Das wird nun seyn das himmlische Wesen/ dem das Indische gewichen/durch das Feuer/ und die ewige Giori und Herrlichkeit dem Teuffel/und der Todt Raum gelassen/und dieAuserwehlten ansehen werden mit Verwunderung die grosse Majestät und Herrlichkeit GOttes/ welcher in einem Göttlichen Wesen/ und in drey unterschiedenen Personen/ Alles in Allem jst/und alles geschaffen hat; Also haben die drey Per, sonen in der Gottheit uns Kleingläubigen in ihrem un, zertrennlichenWesen vorgebildet/ und was ihrGe- fchöpff und Ordnung ist/uns durch ihre unerforschli- ehe Weißheit zu erkennen geben/ dann uns Menschen ists zu schiver/ und auch em mehrers zu lernen nicht zugelassen / dann G-Ott will GOtt und Schöpsser bleiben/und wir Menschen sollen uns an den Gaben/ eins verliehen/ begnügen lassen; Aber hiernechst wird dasjenige erfüllet werden im schauen/ so durch die Pro, Meten und Apostel propheceyet/ angezeigt und be, Hhrieben/und dieser Zeit auch allein im Glauben beru« het; Darum sollen wir uns ietzo begnügen lassen/was «ns durch die Natur/durch des Schopffers Erkänt, niß sichtbar gewacht worden. Das andere unbegreiff- liche/da nur der Glaube richten muß/ wird hiernechst lm Beschluß der Welt Ende auch erfolgen. GOtt gebe uns allen die wahre Erkämniß/ zeitlicher und irr, bischer Güter. Hiermit aber sage ich also am letzten Ende/daß dieses die gcmhe Kunst und dasgantze Fundament aller Philosophischen Rede ist/ darinnen steckt und gesuchtwird dasjenige/ so viel begehren/ und grosse Mühe/Fleiß und Unkosten sich nicht dauren lassen/ nemlich zu bekommen Weißheit und Verstand / langes Alter/ G-, G Nr scl Nl! ur A be Ei ih> re scl ge ch A ih in ril d< re ai d! sl dl E ei Ni ti > der H)elt/unö Hrer Artzttey. »47 Gesundheit rmd Reichthum dieser Welt in kmtzen Worten begriffen/als Exempels weise: Erstlich soll du wissen/ daß ich dir von dental» mslibu; ein solch Exempel anzeigen will/ welches schlecht und einfältig für Augen/aber in der Nachsuv nring scharff und weitsinnig. Eine Henne legt ein Ey/dasselbige Ey wird durch die Wärme in ein Form und6o3ßul3üolloderHäriegebracht/ durch weitere Wärmegehet das §y in eine Fäulung/dawird dasselbe corrumoirt/ durch solche ^ukrissÄion nimmt da§ Ey ein neu tzsnur an / daß ein neu Leben wiederum M ihm erwecket/und ein junges Hünlein daraus gebotn ren wird/und wann das Hünlein vollkommen/ so fthliessen sich die Schalen der Eyer auff / wissen und geben sich von einander/ daß daß Hünlein daraus kriechen kan; dieselbige Geburt / wann stein ihrreiffes Alter kommtwermehrel sie sich weiter/ imd bringet abee ihr Geschlecht zu fernerer Vermehrung. Also hilffr immer eine Natur ihres gleichen förder/ und -irr sich weiter ia inöni'mm. Es ist aber zwar daß Ey nicht prima mareria des Hanen oder Huris / sondern die prim-i mmeria ihres Fleisches ist der erste Sperma oder Samen / daraus das Ey in ein Form eingangs» oder worden / so durch gleichmäßige Natur durch beyder Bewegung zusammen getrieben und vereiniget worden/ daraus demnach durch die Wärme das Er- / und weiter das Eyabermahl durch die Wärme in em purrefZÄE eingangen/und ein neue Geburt offenbahret/welchs neue Geburth ihres gleichen derogestalt immer vielfät/ tig fortpflantzen und vermehren kan. Also auch mit den Menschen / dann es kan ein K - Mensch r 4 8 Von der grossen Heimlichkeit ! Mensch allem keine Geburt zu wegen bringen / es sey dünn ihr Saame beyderley Mannes und Weibes zu/ sammen vereiniget worden/dann nach solcher Zusanr/ ^ mensctzung kan durch das nummentum des Leibs u,ch ^ stetenatürlicheWarmesolcher beyder Saame/so ns "E «isittro für eine Natur erkannt w;td/em n-.u Lebeni überkommen / daß wieder Menschen daraus werden/ ^ ^ die «dermal'ls ihren Samen forkpflantzen können/ ^ durch solch M-ttel ist die gantze Welt mit Menschen ^ erfüllet wocdett/dann solcher i'perma bomwi; ist das al- leredelste subtileste Geblüt/weisser Eigenschafft/dar n- ^ nender äpirilu; vikslir wohnet welcher durch Bewe- m gunq zusammen getrieben wird; Wann dann solcher 5! Same in beyder Geschlecht der Menschen durch An- ^ reitzungundGebehrungderLust zugleich vereigttwor- ^ den/ und die Naturen nicht corrumpirr oder ssnstes ^ widerwertig streiten/so wird solcher Samen dann/wie ^ eben angezeigt/ durch die Wärme im Leben erhallen/ ^ unddur ch denZugangin Mutttr-LeibbißzuderReif- ^ ft und Vollkommenheit gespeistt / das wieder ein ^ Mensch.w,rb/so aber Menschen vermehren kan. Und ^ das sey von der animalischen spermatischen Maleria ^ Sesagk. ; Der vegetabilische Saam ist nunmehr auch ' greifflich und sichtbar gemacht worden / welcher von , : jedem Geschlechtedes Krauts oder Früchte gesondert/ > ' und in die Erde zur Vermehrung fortgepfiantzt wird/ ! ! welcher Saame dann anfänglich in der Erden versau- ' len muß und dann durch mittelmäßige Feuchte gespeiste wird / biß solcher vegetabilische Same wiederum durch bequeme warme Lujst seine gleichmäßige Art zur Vollkommenheit gebracht hat. Also werben alle s i der Welt/rmd ihrer Aryney. 149 alle Vezetsirilia durch ihren Samen vermehret/ uns m, beyihremGeschlechterhalten/oaraußaber anfänglich jjy der vegetabilische Same worden / ist ein anders / ig! nemtich ein geistliches Wesen / oder ein Syderische Einfliessnng / davondie Erde eine imaginaliva über, >^/ i kommeit/und mit einer k^ace j - schwanger wird / dar, auß durch Hülffe der Elementen etwas werden muß. ey Welcher Form nun eines Samens das Erdreich nach il, seiner Artund Gelegenheit des Himmels / der Iw^ics- 6on nach am besten begierig wird/ dieselbe Form nimt „ sie dann am ersten an/und macht ein Geschlecht dar, ^ auß / welches seinen greiffiichcn Samen zu weiterer x,, Vermehrung i-i seiner Gcdährung mitbringet,daraus x- der Mensch weiter ein Künstler werden kam dann der »» Mensch vermag so weit nicht/das zu thun / wie die i» Natur durch Emfliessung von eben herab/eincn neuen y/' Samen z« formiren / sondern nur den formirten Sa, f, mcn zu vermehren. . , Von den Metallen und ktineral.en berichte ich > dich also / daßein einiges allmächtiges Wesen ist/ss ^ von Ewigkeit herrühret / und biß in Ewigkeit bleibet/ " welches ein Schönster ist Himmels und der Erden- b Nemlich die ewige Gottheit in drey unterschiedenen ^ doch unzmrennten Personen / welche drey Personen . . in der Gottheit ein vollkommenes Göttliches Wesen . ist/wie vor gemeldet/ und oh ich schon bekenne solche ^ drey Personen / so bekenne ich doch und ist nicht mehr , dann ein e iniger GOTT m einem Wesen. Also nun , sage ich dieses nur zum Fürbilde des ersten Samens . der drey anfahenden Dinge/ daß der erste Anfang des Samens Metallen zu gebühren / in der Erden gewtr« tketwird / dMchdie lmorerlionund iirstuentzSyderi, . A ; scher 15« Von der grossen Heimlichkeit scher Sigmschafft / die gehet von dem obern in das umere/als in den Bauch der Erden / und würcket für, und für Wärme darinnen mitHülff der Elementen/: denn sie müssen beyde zusammen seyn/das Syderische gibt die Einbildung / daß die Erde zu der Empfang, > nißgeschickt und schwanger wird / die Elemenmneh- ren und speisen solche Frucht / und bringen sie fort! durch stetige warme Eigenschafft biß zu derVollkom, ^ menheit / das irrdische Wesen gibt darzu die Form r Also wird anfänglich der metallische und nmerelische Samen gewircket / nemlich auß einer Syderische» Einbildung / Elementarischen Würckung und irrdi, fchen Form/das Syderische ist himmlisch , das Ele, rmntalifche geistlich / und das Irrdische irrdisch oder leiblich , die drey nun machen auß ihrem ciemro das erste Wesen des Metallischen Samens,welches demnach die ?bi!olj,lu weiter ergründet haben - daß auß diesem Wesen eine Form der Metallischen rüsten» worden , begreifflich von dreyen zusammen gesetzt- als einem metallischen Schwefel himmlisch / einem metallischen lüetcurio geistlich / und einem mecalli- schen Salhe leiblich / welches durch Auffschlicssung der Metallen gefunden wird / dann die Metallen und rüinersli» müssen wiederum!) durch rülnerslia zerbrochen und auffgeschloffen werden, denn die XlinerL- lia sind eben des Geblüts/, der Eigenschasst / undder Namr, so die Dietallen auch sind / allein daß sie noch nicht genug gezeitigt! sind zu der cosgulstion , und mögen für umrisse Metallen erkandt werden, dieweil in ihnen der Geist eben so mächtig metallisch befunden wich/ als in den vollkommene» Metalle». Dann Me< -er Welt/ und ihrer Aktztte?. r 5 r Metallen können zerbrochen und zu Mineralien leichtlich gemacht werden/ und auß den Mineralien werden Artzneyen bereitet / so Metallen zeitigen und verändern können / das muß obtervirr werden: dasge- fchicht nun / wann der Geist / die Seel und Leib ge- scheiden / und wieder rein vereiniget werden: Wann dann die übrige Jrrdigkeit weggeschafft / so folget die vollkommene Geburt und die vollkommene Festigung durch Wärme das ihrige zu vollbringen / welcher Geist / welche Seel und welcher Leib anfänglich in ihrem ersten 8 perma ein himmlisches Wasser gewesen / welches die drey gebohren / und auß welche« dreyen ein metallischer Schwefel / ein metallisches Quecksilber / und ein metallisches Saltz worden / die haben in ihrer Zusammensetzung einen vollständigen/ sichtbahren greifflichen Leib gemacht: erstlich einen Mineralischen/ und darnach einen Metallischen durch die Syderische Einbildung angefangen / durch die Elementa außgckocht und gezeitigrt / und durch die irrdische Substantz förmlich und materialisch gemacht. Wann nun solche Leibe der Mineralien oder Metallen zurückgebracht werben in ihren ersten Anfang / so wird sich der himmlische 8 'perms erzeigen und vffenbahren geistlich / daß ein Jrrdisches auß dem Geistlichen werden muß / durch die eopulstioa und Ausammensügnng der Seele / welches das Mittel- band ist ihrer Vereinigung / ein Artzney darauß zu machen/zu erlangen Gesundheit/ langes LebemMer/ Weißhett/Verstand und Reichthumb in diesem ver sanglichen sterblichen Leben/ das ist dann der rechte K 4 wah, , ;r Von der grossen Heimlichkeit wahre Sperma der Philosophen / von ihnen lange ge- sucht / und nicht erkandtworden / und tzas Liecht van vielen zu sehen begehrt/und eben die erste Klarer,-,, so aller Welt offenbahr für Augen ligt / und doch von de» wenigsten erkandt/und darzu an allen Orten sichtbar erfunden wird / nemlich Klercnnu;, Schwefel und Saltz/und etn mmeralisth I^m; oder metallisch Li-^vor, als das Omrum von einerForm abgeschie- den / und von diesen drey anfahenpen gemacht wor- ! den. Der himmlische Artzt/der ewige Schöpffer und unerforschliche Brunn der Gnaden/ und Vater aller Weißheit/ als Vater Sohn und Heiliger Geist meiner Gottheit/lehre uns warhafftig erkennen / seine Wunder und grosse Thaten mit schuldiger Danckbar- keit gegen solche unverdiente Wolchaten/ und mache uns zu reichen Muerben seiner ewigwährenden Gü-, ter, daß wir nach zeiklicherOffenbahrung / cmchdie Hmmlische Schätze mit rechtem Liecht suchen / erkenne«/ uno ewiglich mit allen Außerwehlten besitzen mö, gen / da die Glori und unaußsprechliche Herrlichkeit kein Ende haben wird/welches allein durch den Glaubet, an den Seligmacher erlangt wird / zu Beweisung seiner Fruchte, auch durch Liebe des Nechsten / und Hülffe des Armen/ mit einem unsträfflichen Leben und gebührlichen Gehorsam gegen G-Ott muß be- weißlich gemacht werden. Ein der welt/und ihrer Artziey. M, M' AJn Vsvu, Jagtkstangestellt, Fängt der Hund/so wird nicht all §>r Haasjetzo/das sag ich zwar/ Das wird kisrcurim wol gewahr / Dann wann Veiin, beginnt zu rasen, So macht sie grausam viel Haafen. Drumb bewahr mit deinem Schwerdt/ Daß v«nur nicht zur Huren werd. K 5 l?4 V-n der Awssttt Heimlichkeit! Der kKilo5opku8 spricht also: Sonn/ein König dieser Welt/ Die l>una dem Geschlecht erhält/ L4ercurius eopulirt euch fy,'/ Ohn Veaur Gunst schafft ihr avs nichts / Welch Zartem hat zum Mann erkvhrn/ sov» Genad sey n icht verlohrn/ Damit 8-tturnll! alt und greiß / In vielen Farben sich erweiß: Won schwartzauffweiß/von weiß zu roth/ AuffSteltzen steigt er in den Todt / Und läufft gerad ins Leben zu/ Dann hat er Fried und gute Ruh. Ruff grüne Frau: Ach lieber Sohn / ümimoaium hilffmlr Beystand thun/ Und edles Saltz/ hilffmir doch wehren/ Daß mich die Würmer nicht verzehren. rUnffBücher hat unszugericht - Moses allein / duxch Gottes Gedicht / Die weniger Zahl sein Büchern folgt/ Was da geboten ist seinm Voick/ Drey Patriarchen stumm / Erklärens mit in einer Summ: Ein Zeuge redt mit höchster Stimm/ Wer gar nichts gilt ist leer im Sinn: FünWg ist mehrdenn Fünff dieZahl, Und sind doch nur zween überall: Tausend beschliessens End zugleich/ Wer diß versteht der ist gantz reich: her welt/und ihrer Artztte?. FünffDing im Leben solchs offenbahren / Undfünffim Todt dabey auch waren/ Viere die sprechen das Urtheil aus/ Das einig allein richt nur den Strauß/ VI18.WI.L7lU. (S lUs Venus Lieb mach dir ein Stein / Und treib daraus den Geist allein/ Moth/dickund ttüb/gleichwieein Blut/ So KlEm gar zerbrechen thut/ Darauß mach wieder einen Stein / Gleich wie zuvor gar überein: Darinn steckt Kunst und Wunder groß/ Zu kleiden dieweiß l-uns bloß/ 8ol kan ohn ihn auch nichts mehr schaffen / Das macht klercurium gar zum Affen: Kaust du die Sache recht bestellen/ So werden sie das Urtheil fallen. Allein außmirkanstdu nichts machen/ __ So dienet zu metallischen Sachen: Seh nur das zu/das ich purgir/ Und mach kiercurium zu einm Oel / Laß klartem mit dem Adler streiten / Vereinig uns dann zu beyden Seiten/ Daß ein Vertrag werd anffgerichu So beweiß ich dann/auffdaß man ficht/ Wie Ich die l-una kan bezwingen/ Daß man auß Silber Gold kan bringen, r§6 von der grasten Heimlichkeit VulZare. ' Th bin ein lauter brennend Feuer/ Komm auß Bergen ungeheuer/ Metall thu ich gar ganh zerstören/ - Ihr Gschlecht kan ich mit mir ernehren. So ich bereitet werde fein / Thu ich was in der Medicin / Wergseht hat aber seinen Sinn/ Au hoffen auff Metall Gewinn / Der mag in andern suchen ichts/ Bey mir wird funden hierzu nichts. Allein wer etwas will gradirn/ Der kan auß mir auch etwas führn. ^Ein Nahme, heisset Hütten-Rauch / ^ Und bin ein gissliger böser Schmauch Hab mir gar nichts mehr anzumaßen/ Weil Ich mein Orpo, hab verlassen/ Drumb kan mich niemand wieder zwingen/. Daß er mich zu eimn Leib wolt bringen. Da aber Zch verlier den Gisst/ Durch Kunst und rechte Handgriff/ So kan Ich Menschen und Vieh curiren Auß böserKranckheitofftmahls führen/ Doch,bereit mich recht/ und hab gut acht, Daß du haltst mit mir gute Wacht/ Sonst bin Ich Gisst und bleibe Gisst/ Das manchems Hertz im Leib absticht. der Wele/lmd chrer Artzne^. t?lnn mir die Flügel brechen ab/ Ulü werd bereit rum Wasser«Bad/ Mit meinemFeinde der Erden/ Ss kan ein solches aus mir werden, Daß ich zerbrech Metall Gestalt, Und treib sie alle mit Gewalt, Der ^srtarur muß darbe» seyn, So wird daraus ein t^ercuriu; sein: Mehr kan ich zwar nicht bringen dir. Denn Lol und l-una sind nicht in mir. > Zn Balsam bin ich wunderbar, s Was im Adler wird gefunden klar, Das steckt in mir auch gantz und gleich, Sonst mach ich kein Metallen reich, Dann daß ick sie allein zerbrech, Purgw und sauber ihr Geschlecht, Zieh auch aus ihr Färb und Tinctur, So ick süß bin und gar nicht säur. Der Weingeist macht mir angst und weh, Das zeugt ^urumporsbils. 8LI-?L7LK. MAJn Wunder,Salh bin ich auffErderv WM M eins gleichen wirb kaum gesehen werden, Okn mich kan man schier nichts verrichten, All Sach muß ich mit belffen schlichten. Der ^, r r8 von der Frosten HöimKchkeic k Der Adler mein nicht kan entrathen/ ß ' Wann er Metalln gedenckt zu braten - "E Gemein Saltz kan ohn mich nichts enden/ ;! Wann sichs schon gar von mir wolt wenden, j! Mein Form ist schlecht ein lauter E»ß/ Darin» findst du ein höllfthen Geist/ i ! In welchen beyden die Natur Erweiset sich in viel Figur. E' l! l! ^ DMEgstabilisch thu ich mich nennen/ ««»Die starcken Weine mich wol kennen/ Wann mich die andern Saltz addirn/ So thu ich sie zum Schlüssel fähr«/ Durch meinen Geist/ daß sie sich rächen/ Und all Metallen gar zerbrechen: Das fuhr ich mit mir aus der Erden/ Daß sie ak zuQvecksilber werden; Das thut kein Kraut mehr in der Welt/ Die Natur hat mirs zwar zugestellt: Solch Freundfchafft und solch grosse Thaten/ Der tausend Mensch kans nicht errathen. V-ttd«riEtzensch. der 7. Planeten- Y, Von der Melstersmafft der sre^ den Planeten/ihrem Wesen / EigenscyaK ttn/Krafft und Lauff: Auch ihren verborgenen Geheimnissen und Verwunderung. Vondem ersten und höchstenPl^- ueren Lswrkv. HA Lh komm vom höchsten Himmel her/ . UZL Und Deine oben wett unv fer/ i Daß man mich kaum erkennen kan/ JmSinn bin ich ein Wundermanlv > Hab gar ein melancholisch Art/ Davon hab ich mein greisen Bart/ Der Sambstog ward mirzugechan/ Wie er sein Nahm'n von mir bekam: ^ Mein Lauffder istganh Circkelring/ i Drnselbn in drejssigJah'm vollbring/ FünffTag/ sechs Stund gehörn auch harz«/ Noch kan ich k)aben keine Ruh/ Der Steinbock und der Wassermann/ Die zween sind mein Unterthan/ Ein schön Granat-Stein klar und HM Gab mir mein Engel Oriphiel. Zch sitz und rechne Tag und Nacht/ Wie ich viel Gut bekommen mag/ Wie thun die alten Geitzigen gleich/ Die nimmer können werden reich: Drum i6s Von den Ergensthaffcett Drum helft mein Kunst Astronomey/ Zu rechnen was für Färb ich sey ; Da findst du schwartz/weiß/gelb und roth/ Bestehen ab'r nicht in der Noth. Mein Geist ist süß/kaltwie ein E>ß/ In rauben/stehlen hab ich Pretß. Da g'bunden aber-wird der Geist/ So thu ich auch was ich verheiß: Kan zähmen/ ändern, und auch bmden/ Das sonsten alles bleibt dahinden. Lille, die Tugendreich solchs lehrt/ Wie ich im Alter ward bekehrt; Mein Stelhen warft ich von mir weg/ Daß ich ohn sie greng meinen Weg; Ein rothes Oel damahls draus war/ ?er excrsÄionem vftenbar/ DMirt darnach gantz lauter hell/ . Das Band klercurmm bald und schnell/ So fix und standhafft seinen Geist/ Gleich wie das feine Silber weiß/ Daß solchs zu einem Pulver war/ Entgangen aller Sorg und Gfahr; Doch mmm dir gantz und garzu Sinn/ Daß kein gemeines Ble» ich bin/ Sondern viel einer andern Art/ Wie dir mein Büchlein offenbahrt ; Bereit aus einem Mineral/ Rechnest du recht, triffst du die Zahl; Zu probirn bin erkohren ich/ Wer mich besteht/ behält den Stich/ Und kan den Himmel nicht erlangen/ Davon ich zwar.bin ausgegangen; Versieben Ich ririrdas flüchtig all zmechr/ Das danck mir alten gresten Knecht; Infixen Metallen bin ich ein Todt/ Und führe sie in Anest und Noch: Aber wer mich recht sucht und kennt/ Geb ich genug biß an sein End. Mein Sense schacffhaut alles ab/ Hiermit sag ich der Welt schab ab, Don dem andem Planttw ^ r? ^jOVL. Und sonderlich bey den Donnerstag Für andern ich geehrct warb; Den Tag ich stekigs noch erwehl/ Mein <§Ngel'heist ^scbsriel, An meinem Hoff hab ich viel Lenk/ Soallvonmir begehrn Ausbrut/ Zur Haltung ihr Hauff/Hoff und Tisch/ Mein Unterthan sind Schütz und Fisch. Recht sprich ich Reich und Armn SeMrW Wann ich sitz in der Andre nh; Drum mir der Scepter zwar gebührt/ . khscorics mein Zunge fuhrt/ Und seht mir auff ein Lvrbeer.Krantz/ Geziert mit Rosen gar und gantz: Darzu ein schöne güldne Krön/ Versaht mit dem lopaholi, Damit man sieht/daß ich ein Herr/ Dieser verlast mich nimmermehr; 8 - tör V-I1 den Er'getisihaffterr Ich kleide weiß/ gelb und blau / In Winterszeiten auch wsl grau/ Mein Reisverricht ich also gsthwind/ In zwöiffJahren mein Lauffvollbring» Wer da ist fern und weit betankn/ Der findt mein Schatz in Enzelland: Da Miß ich fahren über Meer/ Das Wasser ist gesaktzen sehr. Mein Geist/ mein Seel/ und auch mein Leid/ Künstlich subtil von einander scheid/ Und füg sie wieder gar. in ein/ Mach sie zu einem Pulver klein; Vermische recht nach dem Gewicht/ Andern Metallen recht zugericht/ So wirst du dach» befinden recht/ . Daß ich ein Herr/ und nicht ein Knecht : Sondern alles gleich mit vermag/ Was GOktunds Glück vergönnet hak. Drum halte jovem recht in ehrn/ Er kan dir alles guts beschehrn. Von dem dritten Planeten ich die gantze Welt durchz-g/ ! Mit meinem langen Spiesse hoch/ Und manchen Krieg lieffauff und nieder/ Darnach auch kam M Hause wieder/ Brachtest um ein gute Beut/ Da kohren mich alle KrieLesleut/ Für einen Hauptmann in das Feld/ Von mir wslr jederman hab'n Geld« der sieben planeres). Das brachte mir gar manchen Strauß / Groß Glück und Unglück stund ich aus/ Da Samuel der Engel gut/ - Mich damahls nicht gehabt in Hut/ Ich wäre lang in Todtgerathen/ Und geben einen Höllen-Braten/ Aber ich sag noch Lob und Danck/ Mein'm GOtt/ der mir den Engel fand/ Und ob gleich Widder/Scorpivn/ kriege sind mein Unterthan/ So haben sie doch manchen Griff Am Zuge wider mich gericht: Und da sie mir nicht warn entgangen/ - Ich wölk sie an die Bäum lan hangen. MeinSchwerdk ist eitel lauter Stahl/ . Und blinckr wie ein Rubin so klar/ Der auch darin versetzet ist/ ' Dasseib gar manchen Mann auffftrst/ Dringt durch männlich und unverzagt/ Durchaus nach keinem Menschen fragt» Bey Iriedsns Zelt bin ich nicht froh/ Mein Tugend heist porcimilo, Wann ich bracht werd um Leib und Lrb'n/ So will ich all mein Güter geb'n Meiner Frau Königin bochgebvhrn/ Veau5 gantz milde auserkohrn/ Die mag solchs ferner thun verehrn/ Wem sies am liebsten will zukehrn/ Mein edelst Kleid das ist gantz roth/ Wie Purpur,Färb bekleidet hoch/ Daraus wird eine Axtzeney/ Bereitetzu viel Sachen frey/ i64 von den Ergensthaffteii Doch ich allem kan nichts verrichten/ Wann mein Geselln nicht bey mir pflichten/ Dann unser mehr muß seyn zn Hauff/ In zwey Jahren ich meinen Lauff Gäntzlich vollend und thu vollführen/ EhichdasEndkan Molviren. Auffeinen Dienstag hab ich Macht/ . Daß mancher Mensche gar nicht acht ; Kein Flügel sind mir angebslM/ Sie werden mir denn auserkohrn/ Daß ich mit fahr in Lust; und Wind/ Da die Berge am höchsten sind: Auch da der Himmel hat ein End/ Und mich denn wieder nieder send: Mach aus mir gleich ein Wind und Geist, Der Vcnu; mich gänhlich verheiß; Dann wirst du sehn obs sey erlogen. Daß 5'oiund ^ulia sind betrogen. Doch muß ich seyn standhafft gemacht, > Soll ich vollführen meinen Pracht. Von dem VlerdtM Mmtett 801 . L. »ä^Je ganhe Welt mit meinem Schein ««B Geb ich Leuchtung allein gemein, Beyd böß und fromm die blick ich an/ Und sehe keine Perfohn an, Mein Lauffichalsobald verricht, Drum man solchs gar kan sehen nicht; In Hundert sechhtg und'fünffTag, In solchrngar vollbringen mag. Auch Versieben Planeten. Auchkan wol werdnaus meinem Kleid/ ! Ein Wasser herrlich zubercit, Das in gar kurtz geringer Stund Manchn Menschen macht frisch und gesund Der Schlüssel aller Heimligkert, An mir allein gänhlich nur lcit Der mir auß Gottes Gnad Gewalt, I Vom Engel ^licliäe! zugestallt, ! Mein Kunst gehört zur Lramm-irics, Liß recht im Buch/so findst dus da, ' Dann wirst du mirwahr müssen geben, Das Mma noch ist am Leben , Undjederzeit noch schwebet oben. Wiewohl sie offtmahls wird betrogen; Mein Sohn führt ein Carfunckel-Stein, So nicht tederman ist gemein: s Wenn Jch Rath halt mit Potentaten, , Ist mir der Sonntag stets gerathen. Löse ouffmeinen fixen Leib, ! Und daraus ein vtsecurium treib- Und gib ihm zu des Weibes Blut , ' Davon Ich siibsten hab mein Gut, ' Speiß uns beyde mit Salh ganh recht, Die zugehört meinem Geschlecht, So wirst du finden in dem Sinn, Ob Ich nicht rechter König bin. O Mond,es ist mein höchste Bitt, Daß du mich wollst verlassen nicht, Weil Venu; schon ist auffdemPlan, Dein Zier und Schmuck zu ziehen an, ss Wiewol wir beyde sämptlich gleich VonJhr gestertund worden reich: L; r M Von den Er'MschafsiM Dem dencke nachgantz fleißig stet, Daß laß Ich dir hm zumValet, Von dmr fllnfften Plamtm Er Venus-Stern mein Nahme heist, «Wo Mein Würckung ich stetig beweiß Bey denen, so sind meine Kind, Undgschossen von Minm Sohne blind; Der Oupiäo Anfangs ward genandt, Sein Pfeil fliegen in alle Land, Das zeigen Mann und Weiber zwar/ So sichderLieb ergeben gar/ Die Hiu6c ist mein freye Kunst / Die Ich regier durch Liebes,Brunst/ Mit Saiten,Spiel beweiß ich das / Drumb heist mein Tugend ckantss^ Ich speiß mich gern mit gutem Wein, Und muß steligs in Freuden seyn, M Kurtzwrst so man kan erdrücken, An meinemHof gehnallin Schwenckek. Mein himmlisch Hauß istWag und Stier/ Die Ich in meinem Wapen führ, Mein Lauffam hohen Firmament, In dreyhundcrt fünMig Tag vollend r mein Engel ist, ^ Der mist) bewahrt für aller List: Hat mir geschenckt ein Edlen-Stem,' So daGchmaragd helft mgemeim . Durch der sieben plätteten. , 167 Durchsichtig/grün/ lieblich von GlaH/ 1 Bin ich von Farben gar und gantz/ ^ j' Doch steckt in mir ein rother Geist/ . Kein Nahmen weiß ich wie er heist/ - Den ich pon meinem Mann bekam, ! DemstreitbamXlsrriiobesam/ ^ Da ich noch war ein Mineral/ Der Erden zu vergleichen gar/ Nun bin ich aber ein hihigS Feuer/ , Ein Artzeneykräfflig und theuer/ Dazu mich hat Gewalt gebracht/ ' Daß ich erlangt ein neue Krafft/ Den Mem/so ich blaß mitMacht/ » Wann davon mnckt der alte Drach/ So geb ich ihm ein neue Seel/ , Und werde gar ein herrlichs Oel, Daraus ein imLlur wird bereit/ Mit seines gleichen hoch bekieidt/ ! So färben kan das weiß in roth/ Solch fires Pulver hilfst in Noth: Mein Bräutgam ist die klare Sonn/ ^ Davon bekomm ich Freud und Wonn, Und er von mir hinwiederum/ Stärck/Machtund Krafft/und auch Reichthum/ Solch Erb und Gut bekommt mein Sohn/ Und buhlet mu dem kalten Mohn; Er wärmt der Luna ihren Leib/ Auffdaß da schwanger wird das Weib/ Und hinterlassen kan ein Zucht, Mitvielunjahlbar guter Frucht/ ! ' L 4 Dr ' -6K VSttdettEigettsGaffrM ! Der Tausend' wirds nicht würdig seyn / Mas in mir steckt fürgroß Geheim: l Das hier zu guter Nacht ich sag / ! M Der Freytag hat sein eigen.Tag: i Drumd last Frau VcnuL nurpassiren/ ! Sie kan dich noch in Reichthum führen. Von dem sechsten Planeten klLKOUKIO. ?> WAEn Mittwoch'n Zwar hab ich erkohm/ Wie Ich anfänglich war gebohrm Gabbaldder Erden gute Nacht/ Und nach einm höhern Stande tracht :- Verließ sie damahls gantz und gar/ Ob gleich diefelb mein Mutter war/ Und suchte Freundfchafft in der Lufft/ Flog bald davon durch Wind undDuU. All Farben/so sind in der Welk/ Mein Mutter hat mir zugestellt: Drnmb gab mi> Raphael ein Erystall/ Dar.außzu machen was ich woll/ Weil solche nimmt all Farben an/ Soman nickt all erzehlen kan: JungftauundAvilling Habens vollführt/ Das die Erystall coagulirt: Raphael gäbe aber Macht/ Mich wiederin kk-i'curjum bracht: Kalt ud warm ist alles in mir/ > Versiebe,» Planeten. »6- BingareinabendtheurlichMann/ Daßmanmichnichtanßrechnenkan/ Dann wie ich hielt ein vilcipün, ^rirkimetic war der Schüler mein / Der all sein Kunst von nur mir bat Empfangen durch Gottes Genad/ Mein Gang verricht Ich auff der Fahrt In dreyhundertfünfftzigTag / Und wann die Welt war noch soweit/ Mit vielen Künsten zubereit/ So wird kein Mensch den grossen Stein Machen/Jch muß auch dabey seyn. Versteh/du seyst Herr oder Knecht/ Merck auff/vernimb mein Red ietzt recht/ Und hab wol acht auffmeinen Sinn/ Gemein Qvecksilber Ich nicht bin/ Gebohrn von einer edlen Art / Eh Ich zu einem Adler ward/ Jetzt hab Ich Flüge! wunderbar/ An Händ und Füsstn/Häupt und Haar/ Darzu auch an mein'm gantzen Leib Bin Ich mit Federn ganh bekleidt. Da nun ein Mensche wär so klug/ ^ > Der mit Verstand und gutemFug/ , , - ! Verschaffen kont mir abzuschiessen/ ! Der wird mein trefflich wol gemessen/ Und haben könt mehr Gut M Geld / Als glauben möcht die gantze Welt/ Viel Leute aber diese Schrifft i Verspotten werden/wrssen nicht/ Was Anfang/Mittel oder End / ' Ehesieerfahrn/wasJchvollend. ' Lr Ich ! !7« Von Herr ErtzsttschaWm Ich wil mich nun auffschwingen thun / Von hinnen in den höchsten Thron / Und wieder steigen zu der Hellen/ Zu meinen andern sechs Gesellen: Wilzufehn/wiesein'mjeden geht/ Ob er auch Frost und Hih besteht: Auch ob sie mich treu! ich wollen pflichten / Daß ich das höchste kan verrichten/ Und da mich dann der König bchält/ So bleibt er Herr der gantzen Welt; Das kan Küpen« auch gelingen/ Drumb magst du wol das Oeöo singen. Don dem siebenden Planeten -Ami ich nicht wer ein weiblich Bild / DemKömg zugethan so mild / Wowolt doch bleiben sein Geschlecht? Daß ich erhalten muß sein Recht. Mein kalter Leib ist wunderbahr/ Den mir erwärmt der König klar/ Darzu Venus Ameihung gab / Daß ich erstlich mein Will'n drein gab/ Gabriel mir Verkündigung ihm/ Daß ich dem Königvertobet ward / Und brachte mir ein Stein so theuer/ In Gold gefaßt/war ein Sapier, Ducchsichtig/blau von Färb geziert / Des Königs wegen mir verehrt/ Und 7 der sieben Planeten, Und sagt mir bey der Treue mein/ Daß ich des Königs Weib soll seyn: D arauffsolt Ich mich rclok'iren / In all sein Gnt woit er mich führen/ Mein beste Kunstdie brauch Ich da/ Welche helft ViqleÄicg, Und re> wie einem Weib gebührt/ kmclencia mich inüjmirr, Vc< meß lhn zwar mein edlen Leib/ V>ß un^' der Todt von einander scheid/ Und ?dch vollbracht mein Lauffgar hah/ Geschicht in zwanhig sicbenTag/ Sieben S'und und zwantzig drey Minut/ Den L irchel gantz durchiauffis gut/ In neunzehn Jahren auffdem Plan/ Dann sah ichs wieder auffs neue an/ Und wann Ichs rechne umb und umb/ So komm ich alle Monath rumb. Mein Seel-mein Geiß und meinen Leib Hab Ich meinm König zugeeigril/ Dastelb anffeinen Montag war/ Wie Ich Ihm zugesaget gar. Dem Menschen bring Ich grosse Krafft/ So ich porsbil werd gemacht. ! Bin innen blau/und aussen weiß/ Wann Ich erlang den fixen Preiß/ So kleidet mich Venu; zu Hand / In Scharlach und Purpur-Gewand/ Das sie doch von dem hak Erlangt/ durch Bitt und grosse Gnad. Und ch man Spieß-Glaß wolle fragen/ So würd her Sublim auch was sagen/ , 7 r. Von dc,i ErAensch.der 7.s)lanetm. Hienck nun scheide Ich von hinnen / Ein ander mag auch etwas finden/ Zuletzt macht man doch das Gelagk/ Lxiw; »Äs probat, Das ist stetig gewest mein Reim / Bey Tag und auch bey Mondesschei». Flieg Ich gleich durch das Firmament/ Endlich find sichs doch bald am End. Oder Von der heimlichen Wunder-Geburt der sieben Ulaneten und Metallen/ kratris LnMii Vulentini, Bmedictimr Ordens / neben einer Taffel der gantzen Philosophischen Weiß- heit. Kurtze Vorrede Auss die heimWe Wunder-- Geburt der sieben Planeten und Metallen. Cd habe mir zwar vorgenommen zu bescher!, den mch GOnes Ordnung der kkulvtoxkis und Kunst der wahren cabala einfältig nach geringelwVerstande meines Gemüths / wie die sieben Planeten und Metalle,n anfänglich sind gebohren worden / wie sousten andere Poeten für mir auch gethan-Aber nicht der Meynung,/ dasselbe zu deuten aufZimberey/ und einen gottlosen Mhrjstlichen Ver, r?4 Vorrede. Verstand/sondern zu dem Ende/daß Weißheit über Weißhrit/und weltlicher Verstand sich darmmnzu ersehen/spiegeln und scharffen mochte/etwas zu lernen und auszugründen/ durch die Specuiakioa und ihre Nachforschung/ damit Mochte offenbahr gemacht werden/ daß die Welt nicht zuvor in acht genommen/ oder gantz und gar nicht verstanden hatte. Damit ich aber einen Anfang des Wercks mache/Lurch diese Vorrede / ( däsander ist in abgetheiletwor« den) So saget unser Erlöser und Eeltgmacher Christus selbst im 6. Capitel Zohannis: Die Wort / die ich rede/sind Geist. Item : Das Fleisch ist kein nü- ! tze/ rc. Und ferner: Der Geist tsts/ der da lebendlg ^ machet. Daraus folget/ daß der Geist das Leben ist/ und nicht das Lorpm, dieweil das Loi-pm nur ist die Form und Wohnung/darinn das Leben wohnen kan.§ Ich sage fernekalso/daß drey Ding sind ^ die ein vEommenes gebohren haben/ das ist/ See!/ Geistund Leib/die Seele ist geistlrch/ der Geist ist für und in sich selbst geistlich/ und das Lorpu; muß auch geistlich werden/ so anders ein geistliches rechlli ches Leben folgen soll; was über dieses ein groberLeib/ und sich erzeiget ausgetheilet/das ist die Form/ dar, innen diese drey Geister sicherweisen können / daß sie lebendig sind/ wie am Ende dreTaffelber kkilolo- pkiz wird bezeugen. Und dieses ist wahr und gäntz, lichwahr/ daß kein Geist regieren noch herrschen kan in andern / weiter noch beschlossen und gefangen liegt in seinem zugeordneten Leibe: So bald er aber entbunden wird der Bürde / bekömmt er Macht Vorrede. i?s und Gewalt weiter zu dienen / und dasjenige zu ver, richten/was seinem Amt aufferleget und befohlen wor, den / welches kein rechter Mlojsxbur entsprechen wird. ' So will ich auch nun weiter wahrsagen / weil ai, les der Geiftausrichten muß/dann die Echöpffungge, schach aller Dinge allein aus dem Geist GÖM/des HErrn Himmels und der Erden/ sichtbar mMnsicht, dar/dann ohne seinen Geist geschach nichts/MNr ausbließaus seinem göttlichen Munde / da wurden auch hernachergeschaffen allerley Thiere / wachsende Früchte und Metallen/ sammt Gestirne und Firmament/welche Schöpffung der lebendige Geist GOk« les des Schöpffers Herfür brachte in eine Form/Leben und Wirckung der Tugend. Alsohabe ichmindleAnkunffeunS Geburt der sieben Planeten und Metallen einfältig fürgestel- let nach ihrem Wesen und Herkommen / wie andere der Nettesten auch gethan/doch nicht hoch verborgen/ sondern Lmxlicirer, ob jemand zu finden / der die Merckung ihrer Nutzbarkeit erlernen möchte. Denn aus diesem kurtzen Gedichte ist zu lerum viel Weiß, heikund Verstand / der Grund des Fundaments liegt Parabols-weise hierinnen begraben / und das Licht der ganhen ErLantniß zur Gesundheit und langem Leben/und Reichthum / stehet hierinnen m diesem Buch beschrieben; viel Werdens aber halten für unweiß / der mehrer Theil aber für Thorheit gäphlich; Aber doch werden sich die wenigsten finden/ denen OHtt verliehen hat/ Verstand/ Weißheit und > s«!.' l 176 von der heimlichen wundWAebvrk und Kunst/ daß sie Uberwinder daraus werden Mr chrer Feinde. Od ich auch wol keine Ordnung hier- Innen nach der gewissen Zahl hatte/wie andere in nach» folgenden Planeren/ wie solche von ihnen gelaht werden/so laß dichs nicht irrig machen/ dann ich folge mei- nen Wegen/ und ist ohn Ursach ( so wichtig sind) nicht geschehen. Der Gnaden-Tchron GOttes des Schöpssers seyvffenallen Bußfertigen/ mir wahrer Reue zu der ewigen Seligkeit / Amen. c § i r r n d ii - Das Erste CapW. WleMercurius ist Mohren worden. ! h ! 2 r iv Je mein Alter nächst sich zum Ende/ -aß ich fast die gantze Welt durchzs- ^ gen war/ und alle Ende rings herum durchwandert hatte / und gedachte ^ Ruhe und Friede ohne Zanck zu best, ^ tzen/dafiel mein Weg durch Egypten, ^ das sehr fruchtbar ist/ und treffliche Gold-Wasser ^ durchstrichen/hatte ich viel Anliegen/zu betrachten ^ der Welt Heimlichkeit / und ckchmirte' mit mir ^ sechsten: da chätsichder dlilu; auff/ und gieng her» aus ein grausamer unüberwindlicher Wind, der. ^ machte grosse Balgen / am Gestade und Port des < Was- Mr >hr, ach- ver- ner- des >re^ e/ o- m re s, v k n e l ' e / der sieben s)!attete>nmd Metallen. ,77 Wassers/und warffheraus an das Land eine mächtige Schlange/die liannte sich selbsten Orcacl-L, die that ihren Rachen weit auff/ da bließ der Wind einen feurigen Dampffund Rauch aus ihrem Rachen/ den sie w.eit auffgesperret hatte/ und die E-chlange war ge, neigt/ mich zu verschlingen. Aber ich bat GOTL / daß ich enttann/ und verbarg mich eilend fl r der Schlangen auff einem Felsen/ der sich ho l, auffthät in die Lufft. Da begegnet mir ein wundcrbarl-cher Mann/hieß O-chj-m, der ein Wahrsager seyn solle aller verborgenen Geheimniß/der hatte einen Diener/ hießlinel-der lehrete den Oe-lipum, denAufflösirder -Geheimnisse/seinen Herrn/wie er die Schlange zähmen/ und in seine Gewaltbringen solle/ daß sie ihm /Unterthanseyn mäste; da fiel veöipm nieder sammt - seinem Diener / und beteten an tnnigiichdenVulcg- num,dereinGOttwar desFeuers/daß die Schlan, ge durchs Feuer möchte verzehretwerden. Welcher Bitte sie Vulcanmgcwehrttemndes geschach/Laß ei» Brausen vom Himmel ka»n mir Donnern/Blitzen und Wetterleuchten/ und erschienen viel Figuren und Bildniß am Himmel / und sonderlich siund am Firmament ein klarer Heller Regenbogen viel Stunden von mancherley natürlichen Farben / die nicht alle zu behalten waren/ und die Winde gierigen sehr starck/ daß sich alle kicmem-i bewegen mnsten/darob öle Wassersschlange mächtig einsitzend ward/undwie die Wasser-Schlange ihren Rachen weit anffspmete/ strich ihr der Wind so g wältig in den Rachen / daß die Schlange für todt ersticken muste: und wie kein Nebenan der Schlange mehr gespüret war/ weil ihr M Le- 17 8 Von der heimlichen wimdergebttrt Leben aus dem cbsosgieng/da kamen vier Engel her/ ab aus der Region des Höchsten/und hiessen : Uriel,^ i Gabriel, MciiseI,kLpk3c!; die hatten drey Diener/ « 2apkiel, ^sälrie!, Lamscl , dlt da stetig sttid für deM^ < Angesicht des HErrn/und liessen einen von oben her/ ; 'ab aus der Höhe / der nannte sich l^ux muntli,nach^ i Lateinisther Sprache: dem stellten sie zu die erstickte« , Schlange/die konte er nichtgnugsam erwärmen/ daß ! sie lebendig worden wäre. Aber es war ein Arabischer« » Prophet/ der nannte sich Dran , der warff dir todte ! Schlange in das Licht der Welt/ und das Licht ver< i brannte die Schlange zu Aschen/die Asche nahm man ^ auff für Heiligthunv und opfferte sie auffdem Altar/' ' den i-ucpiäcu; zu seinem Begräbniß erbauet / und in ! der Kirchen krolerpins im Morgenlande auffgerichtet ' hatte: da kam ein Geist/hieß^6, derbließauff die Asche mit Gewalt mitten im Tempel/da der Altar ^ stund des Opffers/ und der Athem war sehr wann / so bald regele sich die Aschen wieder/und ward ein leben, big Thier draus/darob sich viel hohe Leute verwundert len; viel Federn hatte es an Armen und Beinen - der Kopffwar auch mit Federn sezieret/ und zwo mächst, ge Schlangen hatten seinen Leib umfangen biß oben aus; die Füsse waren mitSchlangen umgeben/die Fit, tigehiengen an seinenBeinen/und allesLandvolck/und die Inwohner verwunderten sich ob dem Thiere / und niemand wüste ihm einen Nahmen zu geben. Da geschach schnell ein Blihen von oben herab / und rieff eine helle verständliche Stimme darein: Ihr sollt euch nicht verwundern/wie das Thier helssen soll - Ich bin eine schnelle Bothschafft/euch zu verkündigen die neue -er sieben Plätteten und Metalles Y- her^ Nähre/m»d mitI)heißet8rei!bon, ein Both abgefer- ^riel, tiget aus dem Höchsten/zu verkündigen den Nahmen ener/ ^ des Thiers und seiner Natur / die da wird seyn von denk GOtt jn yje Welt/vmi dem Himmlischen in das Sy- her/ derische/ von dem Svderischen indasElemenrischr/ nach» undvon dem Elementischenindas Zrrdische/ Las ist tickte» nun jetzo die begreiffliche Welt/und was aus mir ge- daß bohren worden/das ist ein fliegendesWeftn/ so in aller scher^ Sprache der Well für einen Gott gehalten wird/und todte heißet dieses Thier Ktercuriun-ein schneller Both/ da- I ver« durch alle heimliche Brirffe ganh behend können zu- man «echt gebracht werden. Wie dieses alles ergangen Iltar? war/ gab sich Himmel und Erden von einander / und >d in die Elements fugten sich wieder zusammen /damit die chtet Wohnungder Pflantzung nichtzerstöret ward/ und aujf Iviercuriurwar nun ein beweglicher Geist / sichtbar lltar' und unsichtbar / greifflich und ungreifflich/und ver- a/so mochte alles zu thun/was andern unmuglich: Aber ben, er machte Freund schafft,und liebte sich wunderbarlich lder/ mit andern; Also hatten die elemerita klercurium : der gekochet/in Form gebracht, undzu einem greulichen chti- Wesen gemacht. Duftr Ltercuriu; ward genannt sben in seiner Tauffe ein »ermApbrockk, that sich um/und Fit- bewarb siü) um weitere Buhlerey zu seinem Glucke / /und und gab Anleitung/andern Göttern ein Heil zu erja- und gen/zu gut ihren Nachkommenden: denn dieser^» Da wspkrollik muste nachgeben den Göttern/ und das rieff Gluck andern weiter befehlen/ dieweil seine Regie- :uch rung durch den ersten Anfang ein Ende genommen bin hatte/ und alle / so dem k^ercuno beförderlich gewehrte ftn waren/ verschwunden Angesichts/ dann seine Gel äh. M r HM r So V-rr der Heimlichen wnndergchurt burt war vollbracht/und durch den ersten Tag erfüM worden. Das ander Capitel. Von der Geburt Sammt. Göttin des Glücks nach Mit/ ^Mitternacht in dem sehr hochgelegenen kalten Gebirge bey der Insel , die hieß Vetta, die hatte raercunum zum Vater / und einen Gott zum Manne genommen / der hieß , diese beyde hatten niemands um sich / dann sie waren alleine/sie ritte« jagen/und assendieWurtzeln des Erdreichs!/ damit sie ihren Leib für Hunger ernehren möchten: Ihr Ge- tranck war sehr schlecht/und wann sie kranck wurden/so stoß ein Sauerbrunnen mitten in einem Gewildniß Lurch ein warmessieinigtGebürge l-erfür/ der führt »nit sich Artznep/ dadurch sie konti.'n gesund werden/ die Kleidung an ihnen war ftyr geringe/und nicht feiste zusammen gewebet/ darum sie vor Frost vielmahls grossen Anstoß und Gebrechen erleiden mu- Aen /vb sie gleich indische Götter waren. Und es Wettet schön klar und heile war/und es war im Len- hin/ daß man vermercken mochte/ wie die fruchtbaren Bäume ausschlagen wollen/da kam der Abend her, dey/da o«lu5 müde war/dann der Himmel ward mit einer schönen Abendröthe bekleidet. Wie sich nun . Loelu, zuRuhe begab unter den Thau des Himmels/ kagerauffder Erden/ daß ihn die warme Lufft überstreif der sieben Planeten und Metallen. »s«' streichen konte/da berieff cr die Göttin Veüa, fein Weib/ daß sie siü) entblößen und zu ihm legen muste/ das Werck der Liebe zu pflegen/ da ward die Göttin schwanger von c«lc> ihrem Manne / und wie sie die Geburt bey sich iragt/da tvard sie gelüstern einer lus- senSpeise/welche doch nicht wohl zu bekommen war zu derselbigen Zeit / und ihr Mann wüste nicht wie er ihm thun soite. Was geschach aber / es gieng c«lur abermals aus/sich zu ergehen/ und nachdem Wildesich umzuthun / und führet die Göttingantz bloß bey der Hand/da that sicheln sehr hoher runder Berg auff/qläntzend/ wie ein schöner Edelgestein/ und wie ein Spiegel,der da Feuer von sich giebst /und floß Honig und Milch daraus. Und siehe/ es kam ein Ungeheuer/sehr greulicher alter und heßlichee Gestalt zu den Göttern/und sprach sie an mit scharffen Worten : Was sie in ihrem Gemüth zu vollbringen Willens wäreN' das wüste er wohl/und nahm von dieser Milch und Honigs / so aus dem Berge kommen war/ und sprach zu ihnen: Mich heist kaunu;, und bin älter dann ihr/darum weiß ick auch mehr dann ihr beyde/ so folaet mir aber nach/und gehorchet meiner Stimme/ was ich euch verkündigen werde/ allein niemand rede mir ein/es kostet sonsten euer beyder Leben/daß ihr forthin zu ewigen Zeiten keine Götter mehr seyn werdet/da sbwiegen sie beyde/da riefferzu drey mahlen: Das Licht der Weißheit sey mit mir und Lurinome, da kam ein grosser Wind/ darin flog ganh behend und schnell ein Manns-Perssn/ der war ein Diener des Ungeheuers / trug in einer Hand zween harte Steine/ unom derandernHandeine Fackel/schlug die Steine M z zu- r 8r Von der heLml. UAundergebmt zusammen/daß lauter Feuer heraus gieng/darein bließ er mir seinem scharffen Athem/daß das Feuer ein Lohen gab/und A Fackel anzünden konle. Wie diß geschehen war/machten diese das Feuer immer grösser/ und bliesen frisch zu/ sitzten einen Topffvon Glaß ge, f macht zu dem Feuer / und kocbeten die Milch und das r Honig/ und braueten rothen Wein daraus / der war e fo süsse/daß ihm nichts zu verglMen war/damit spei, r fettn sie die Göttin Veü«., hielten sie warm und wohl i zugedeckt biß zu ihrer Geburt/ ihren Leib zu ringsher, , umsalbetensiemitMeerzwiebelsafft/ somitEßigbe, , reitet war / und satzten <-'«!« einen Kranh auff von , vielen Farben/den er der Göttin zu Ehren trug. Und > wie die Göttin Volk die Speise versuchte / tonte sie i sich kaum genugsam ersattigen/ denn sie war sehr an- . nehmlich. Und der Koch kannus lud einen Gast noch < zu der Speise / den nannte er Serpennger , der muste Las Nachtessen mit verzehren/und wie sie am besten in Frölichkeit leben/und ein groß Säitenspiel in derLufst gehöret hatten/da kam die v«ka ein Wehe an/daß ihre Geburt zu Tage eilete/aber weil niemand dawar/ Der sich ihrer in der Noth von Herhen annahm / ließ sich Lerpenetzsr gebrauchen /des lohnet ihm die Vek» treulich/ sie wolle ihn nicht wieder wandern laffen/son- Lern begäbet ihn reichlichen mit guten Geschenkten/ fchenckt ihm ein Silberstück zur Kleidung / das sie zuvor felbsten niemahls getragen. Und wie das Kind offenbar ward/sv war es ein schwartzer Wurm. Dieftn Wmmmff geschwind ein flüchtiger Geist./ der war gantzfcurend/ in ein Ohr / da verwandelt sich der Wum m eine andere Gestalt, ksunur aber ward dem der siebe« Planeten lind Metallen. r8z dließ vom e«lv gebeten / daß er das Kind zur Tauffe tra- l Lo- gen muste / welches sein eigener Diener mit Wasser »ge- degoß/und das Kind ward sZiurnuz genandt/ welcher Or/ Nahme durch die garitze Welt außgeruffen ward. bge, lind es ward dem Kinde eine Wärterin zugegeben-? das die seinerpflegen solle/die hieß plejsäer, die that ihren Sachen kein Genüge / sondern verwarlvset das Kind mit unrechter Speise und Trancke/ daß sie es nicht vechkauffbringen konte / denn es war gantz böse/ zornig und neidisch durch vieles Leid/so ihm zugefüget ward, ward auch an einem Beine lahm und untüchtig/ daß man ihm eine Stechen anlegen muste /damit man das hincken so eigentlich nicht erkennen solte ;was ihm aber im Grunde abbrach/das nahm er in die Hohe/als im Haupte zu / dann in seinem Gehirn ward er gelehrig , verständig / weise/ klug und vorsichtig / daß er auch rm Kriege meistes Theils alle Feinde überwinden konte, biß auff zweene Herren der Welt«me an Reichthum/ Gewalt/ Herrlichkeit/und Macht überlegen waren / dieweil im Mutter - Leibe / und hernacher viel an ihm versehen und verwahrloset war / daß er sich nicht gantzlich rächen konte. Also ward Laturour gebohren und zur Welt gebracht/der hernacher viel gelehrter Leute gemacht hat. Wie Burnus nun ansi'eng sechsten zu regieren/da verlohr sich kaunu§ und sein Ge»> sell / und c«luz mit der Vek-, flogen zusamt in die -berste Legion der Lufft/ und hatte der an, der Tag ein Ende, war spei, vohl lher, ;be, von lind ! sie anroch uste nin ufft nh- )ar, ließ eks ön- 'en, zu- oft stn sar der ird M4 Dar r §4 Von der hemrl. wundergeburd Das dritte Capitel. Wie Jupiter gebohren worden. 8skurnuü allein in der ganhen Welt irre gieng/und sich an keinem zu ergehen noch zu er? freuen hatle/nahm er ihm für/eine Bulschafft zu erwehlen/wo er auch sich ersättigen und etwa an fernes gleichen zu erfreuen haben möchte : Undwieder dritte Bchcr anbrach der Weißhert und des Verstandes/lag 8-.msnuzauffeinemReise^Bette/streckte seine Stechen in die Höhe / und schlug sich mit Gcdancken- Da fand sich ein Engel zu ihm / hieß (.beru; , der brachte eine schöne Jungfrau an der Hand/die nandte er Opi;, war des Larurni leibliche Schwester / vom Vater und Mutter gebohren / allein nach dem Lamr- ! no war sie in der Lasst empfangen worden/ dann es sol- tc ein Königlich Geschlecht aus ihr herkommen. Wie 8arumu5 den Engel sahe/stund er von seinem Bette auffmitderseltzamenStechen / thäteinReverÄih gegen dem Engel / und entzündet sich sechsten inniglich in Liebe gegen seiner Schwester/die ex doch nicht kandte / und auä) nicht wohl in acht nähme; dieweil aber die Begierde sehr groß war/seinen menschlichen Willen nach Lust der Natur zu vergnügen/ wüste er nicht/ wie ihm geschach: die grosse Weißheit seiner grauen Haar enssanck ihm gantzlich/derweisse Kopffkam in Unverstand / also daß exmchr einem Unsinnigen/ denn einem ! Verständigen ähnlich war./ da kam ein Lieckt vom j Himmel mit einem grossen Glanh/das war beschlossen j in eine runde durchscheinende Kugel / das konte sehr wol > irre rer- äfft an der an- eine keil. der, >dte? om! Dr- ! svl- > 6ie rtte sein te/ die len ote >ar ernt M en hr ol ^ der sieben Planeten und Metalle«. l»5 wol und mit Bescheidenheit reden/sieng an und sprach: O Saturne/ der du ietzo der Klugeste dich.dünckest zu seyn in der Welt: Ich bin geschickt vom Höchsten dir zu vermählen die Liebste/welche Opi; genandt wird/ und deine allerliebste Schwester ist/ welche dir nun zu deinem he, hen Gemahl soll vertrauet werden O wolle GOtt / sprach Ssrurnu,, daß du ietzo wahr redtest/ damit ich aus Bekümmerniß kommen mochte / das wolle ich dir wol vergelten/ es wären denn keine Götter mehrauff Erden; damuste 8srurm„ seine Hand dar, reichen/und Opi5 auch/un alssbald erschein eine Jungfrau/ die war von dem Königlichen Hofe und Geblüt des Königes von Orient/und leitete einen alten Priester an der Hand in geistlicher Kleidung: vertrug in einer Hand ein Buch / und in verändern einen Königlichen Scepter/ den stellte er dem Lmurno freundlich zu mit gutthätigen Worten / und da es ihr beyder Wille war/ gab er sie in aller Freundlichkeit zusammen/und vermählet sie / und befahl ihm den Scepter / welcher mit Silber und Gold überzogen war/ und pro- pheceyet ihnen beyden: daß sie einen Sohn gebaren würden in kurtzer Zeit/ dem selten sie den Scepter zustellen / denn er wurde ein gutthatiger Mensch werden gegen alle seine Feinde ;wie auch geschacd/und der erste Anfaber werden zu herrschen/und zu besitzen Königliche Wurde / und ohne Schwerdt regieren. Wie diese Rede geschach/da war es sehr warm Wetter/und der Priester versprach sie ehlich zusammen/und es steig aus der Neffe des Erdreichs ein sehr warmer Nebel vom Niedergang nach Morgenland / daß die Welt damit erfüllet ward / der hieng schaben an/ daß ein M ; grvf- ii i! ?! l j s -86 Von der hem^rchen MunderZeburt grosser Regen fiel auff das Erdreich / der verschwand und ward wieder / und die Stralen der Sonnen trockneten leichtlich die Feuchtigkeit gar aus/ wie das ge- fchach / daß das Kind in Mutterleibe keine Feuchtigkeit mehr empfand / und brgunt Hunger zu leiden / gleng die Frucht zum Ende / denn die Welt begehrte stchzumehren/ und der dritte Tag derWeißheit war vorüber; und man fand auffeinem Berge vor Zeiten ein sehr hohes und altes Schloß / mit Steinen zierlich zugerichtet/darinnen war ein Buch gefunden worden/ sehr tieffunter der Erden/ darinnen geschrieben war/ daß von dem Smurno ein Scepter solle verlassen wer- ! den / auff seine Kindes,Kind und alle Nachkommen: j doch solte zuvor Samrsu; durch grosse Kälte / und ! denn durch grosse Hitze darnach viel Anstoß erleiden/ i welche Prophecevung hat erstlich müssen erfüllet wer- i den / denn die Geister der Hollen sind Meister / daß sie Kalte und Hitze machen können. Lehlich nun legte sich Op>5 nieder auff einen Berg/ hieß erbba, da viel salhi- j ge Brunnen waren/ und ihr Mann Burnus berufst ihr zum Beystand ein Weibsbild/hieß»irmael, war ! aus einem Lande bärtig / da der Berg /z rarst in liegt/ da sich dieArcba des HErrn auffnieder ließ/so er durch > Noch hat auffbauen lassen / die war ihr beyständig ^ in ihrer Geburts- Noth. Und oss- stieß an eine Ohn- i macht nach der andern / daß sie ihr Mann Lawrnur ! stetig angiessen muste mit Stärck,Wasser / die da ge- > macht waren von starcken geistreichen Sachen , von der Königin /Uma, auß dem Kraut jak, so starckee war denn kein Oly auff der Welt; da empfand die cr^Stärcke/ und durch Krnfft gebahr sie den Sohn l der sieben Planeten und Metallen. 1 87 lovem, verein Wahrsager ward des Gestirns/ und machte viel verborgene Sachen offenbar. Er war ein Gott genannt/er ehrete Frauen und Jungfrauen / und war ein gütiger friedfertiger Königin der Welt: Gab auch/wie er zu Verstand kam/ und im Alter zunahm/ allen Reichthum / und begabete sie mit Gütern / daß sie ihm ewig müssen Dancksagen/ und sein Scepter führete er mit Ehren und Würden / und theikte (eine Gaben aus gulthälig gegen jederman. Das vierdee Capitel. Wie Mars und Venus als Zwillinge ihre Geburt erlanget haben. !Je die Erde noch nicht bewohnet / und der Geist ^ Gottes seine Schöpffung vollbracht hatte: Da kamen zusammen von den vier Oertem der Welt vier geistliche Männer, die da mit Nahmen hiessen : c'kerub, Ikarlir, Lriel und 8eruplr, die hatten durchsichtige Kleider / angemacht aus dem Enalie sehen Gewand / nicht gewircket/ auch nicht genährt noch gewebet / sondern von Natur zusammen gantz gewachsen/die hatten vier Bücher/darinnen stund ge, schrieben dieWeißheit aller Weißheit der Welt / und waren sieben Wörter: istrZZrsmsron , jgcbpbiel, Larrsbel, Llsob, 8erepbim, lapbtbartbaralb, 8ce6- pgrssmolk; Davon cksputirten diese Männer / von der rechten wahren Meynung dieser Wörter / und sie funden so viel/daß diß nur ein stutziges Wort war/ und hieß 8osc, denn die andern waren alle von diesem leben/ i8S Von der heimlichen wunderAeburk lebendig worden. Da beschlossen die vier Weisen ei, nen Rath/daß sie die vier Winde der Welt für sich be- scheiden wollen/ihren Rath mit anzuhören über die ^ Schafften/ daraus ein Zanckmöchte vermieden bleiben. Da erschien ein geschwinder Engel vom Him, mel/der hieß 0m, der hieß sie alle stillschweigen/ und erböte sich in das Firmament zu fliegen / und ein Urtheil aus dem Gestirn zu holen/ und seine Geschwin, digkeit war schneller denn der Wind/und behender den der Menschen Gedancken sind/ und er fuhr auff in die Höbe/und kam für ein Hauß/das war auffgebauet allenthalben durchsichtig. Uno wo mans ansah / da war es an einem Ort wie am andern / der Grund des ! Hauses stund auffgrossen Flügeln / die schwebeten in der Lufft auff einer runden Kugel: das Dach war mit Wolcken bedeckt/und die Fenster,von Feuerstralen zu- j gcricht: wie nun der Engetanklopffet mireinemSta- ! de/ der von wohl-riechenden Holtze MNd ausgedrehet ! war/ so kömmt ein sittsamer Mensch allein heraus, ^ und fragete den Engel Dm, von was Geschlecht er wäre. Und er antwortet ihm - Ich bin von den zwölff ! Geschlechten : ^lalckiclael, /ztirioäel, /^mbriel, Ivlu- riet, Verckiel, Ü^mslicl, 2uriel, ksrctuel, Gänsekiel, ! ^NLeh ttsmdiel.N-lriel. Und ttNahM ihn bey der ! Hand / und küsset ihn / denn er war auch aus diejen ! Geschleckten/ und er sagte zu dem Engel: Dieser Häuser sind sieben/aber ich bewohne nur eines/denn die andern gehören meinen Gesellen: ich will aber mit dir ein wenig reden von der Warben / damit du den Männern/so dick ausgeschickt / Büthschafft zurücke bringen kanst. Ich bin sugicer, ein Gott / und habe nicht lei, be, die lei- im, md Hr- »in, )en die uet da »es in nit ;u, g- )et is/ er lff ! u- -I. i er ^ en i er m iit en ke be ht der sieben Planeten und Metallen. »8s nicht lange gelebetin der Welt/ und diesieben Wörter/ und das einige Wort / die haben michauffdie Weltaevracht/und saget den Männern / daß ichjehy die Göttin Juno "gedenckezu einem Weibe zuhaben/ damit ich nicht allein im Obergesum herrschen mögs/ Und Erben erwecken kan zu Gesellen/damit die sieben Wohnungen nicht aussterben/und daß sie mir meine Braut zuführen wollen / und Glück wünschen zu ewigem Heil und Wolfarth/und mir zweiffelt nicht/wenn ich die zwölffGeschlechte meiner Geschlechte auffzeich- ne« werde / so werden meine Erben die sieben Bürge wol besitzen durch Hülste und Rath der vier Männer/ und das ist die Offenbahrung des Worts und der sie, den Wörter. Und alsbald zog Jupiter fein Gewand aus/und flöhe mit dem Engel zu der Erden/und ihre fliehende Zukunfft konte man von ferne sehen durch die riufft. Wie nun Jupiter mit dem Engel die Erden berühret/ ward ibm alsbald ein zierlich Zimmer ringe, than/das hiessen sie äv->6, darein gieng Jupiter allei, Ne/ und hatte keinen Diener/ denn der Engel war Tk>orhüter/und verwahrete das Zimmer für derTbür/ darinnen blieb Jupiter einen gantzen Monat allein/ doch ward dem Hüter die Zeit nicht lang. Wie nun der Monat zum Ende liess/ rieff Jupiter dem Engel zu/er solle drey himmlische Posaunen nehmet»/ und ein Horn in die Hand/und solle erstlich in das Horn blasen auffrlchtig nach dem Himmel/und darnach in die Posaunen auch blasen nach den vier Haupt-Win- den der Welt zu dreyen mahlen/ und darnach rüsten mlt Heller Stimme- Die Hand des HERRN hat mich anfänglich gemacht/ der HERR Zebaoch sey Von -er heimlichen wuudergebvrt sey mit mir. Wie das geschach/siehe da kamen die viek Männer ck.erub, 'rkarlis, /Vriel und 8erupk, und gien- gen nach dem Gemach/da Jupiter innen war/ und so bald sie der Gott ersähe/ gieng er ihnen entgegen/UM fieng und hertzer sie freunc lich/und redet mit ihnen von hohen Dingen aus dem Gestirn und Firmamenl/unv die Männer nahmen den jovem mitten zwischen sich/ neben dem Kugel/ und spatztereten in ein sehr lustiges Thal/ welches da genannt ward Hiericho/ und zeigten ihm Rosen/ so nimmer verwelcken und blühen zu allen Zeiten/die ihm sehr wohl gefielen/ und dem Engel be- sah! er/ daß er etliche abbrechen muste / und der Engel hieß die Blumen pei-pem-,, und opfferte sie der Göttin j I»no auffbemBrautstuel/undda sie spatziercn gien- gen/das war bey einem sehr treffen stillftchendenWas, ^ ser/welches einem ziemlichen Meer zu vergleichen war ^ in derGröffe/da sahen sie heraus steigen aus derBeffe des Wassers einen Fisch mit einem MenschemKopffe/ ' der hatte zween Schwantze/ und sahe einem Weibes- Bild ähnlich: so sagete derEngel'.cs wäre eineWaffer- Göttin/ und nannte sie 8uccuk>3, die sprang heraus/ und kämpffte ritterlich/ denn sie wolle den Jovem mit sich ziehen/und ihr denselben vermählen lassen: das ersah ein Drach, welcher aber die Höhe des obersten koli durchflogenhatte / und kam mit einem schnellen Fluge dem sovi zu Hülffr/und entsetzte ihn ritterlich/ stieß die Succuda zu Boden/daß ihres Gebeines nicht davon kanudarnach nahm er den jovem zu sich in einen Pallast/der da wohl verwahret war / und da jupiter- mevnet/erwäre am allersicherste/so machte derDrach ein Feuer/ und führete ihn mit sich oben durch die der siebe» planere» »»d Metalle». 19» Feuermauer zum obersten Theil des Hauses hinaus/ dmob zwar jupirer erschrack/ doch ermannet er sich/ und blieb auffderZinnen des Pallasiö stehen/ und be, sann sich/was ihm weiter zu thun seyn welce/ damit er sich in seine vorige Freyheit bringen mochte/denn er die sunonem mit Liebe empfangen hatte. Wie die vier Männer dieses Unglück wahrnahmen / weineten sie bitterltch/daß ihnen die Thränen auff das Erdreich sielen/ und beschlössen einen Rath / wie sie allem Unglück vorkämen/daß Jupiter möchte bewahret werden/ biß er Hochzeit halten möchte mit seiner Gemahl / und sandten einen Vogel aus/der hatte keine Beine/ und schwebete stetig in der Lufft/derhatte langeFedern/die sich ausbreiteten/daß ihn der Wind tragen konte / und derselbe Vogel war aus den warmenLandern vonMit- tage/den heißen sie /^ustrsst,Verwüste Briefe wegführen/ und viel Bau-Leute beruffen eine Festung zu ma, chen/darinncn lupnsr möchte sicher seyn/ und sie daueren eine hohe Zinne von Mauren/ die war aus dem Steine auffgeführt der Tvpafien/ darinnen fupirsr wohnen muste auff Erden. Diese Wohnung besaß lupicer allein zweene Monat/da that er sich herfär, undbegehrteHochzeitzumachen/under schickte aus die vier Männer/ und ließ Kundschafft holen/wo suno anzutreffen Ware :Es kamen aber ungleiche Proben ein derZeitung/ denn ihrer etliche schlugen nicht recht zn/ da macht sich Jupiter selbst auff/ daß er das Land finden mochte/da j ullo innen wohnete/und es begegnet ihm ein mächtigstarckEinhorn/ das liess gerade demsovi zu/ neigete das Häupt/und erzeigte sich als ein Zeichen der Gnade/ darob sich lumr-rer-- freue- - r-r V-ttder heiml. U)undergeburt freuete^ indem sb folgete dem Einhorn nach eine üdee, aus schone Jungfrau/die satzte sich nieder für Müdigkeit, und das Einhorn legete der Jungfrauen ihr Haupt in ihren Schooß/ und entschlieft/ und wie Jupiter zusähe/ gefiel ihm die Jungfrau sehr wohl/ und ward gewahr/daß es die Juno war / seine liebste Göt-! nn/derer er zu einem Gemahl begehrele/ und Jupiter gab dem Einhorn Wein zu trincken, und Zucker zu essen/und machte Freundschafft zu ihm/daß daöEinhorn ihm gnädig war/und ließ ihm nachfolgen die schöne Junonem: da er mit seiner Juno zu Hause kam/ bestallen die vier Männer einen andern Mann/der hieß Lar, der berieft zu sich die zwölffGeschlechte seiner Geburt, daß sie einen Beystand leisten zu derHochzeit, und die vier Männer waren auch zur start: der Engel vm hatte sein Horn und die Posaunen/ und bließ wieder ins Horn/ daß dasVolck hauffen-weisezusammen kam/den verkündiget er die Mahre der neuen Hochzeit/und begehrete ihr Gebet, da fiel der ganhe Umbstand cuff die Knie/ huben ihre Augen auff/ Mld ihre LefftzenseufftzetentieffausdemHertzen/da erschien eine Turteltaube mit bläulichen Federn, und brachte Verlaubniß von einem/ der hieß innus.daßes nunmehr vergönnet, und die Zeit wäre, daß Jupiter ihmr die Junonem vermählen möchte; ?rl„u5 war ein Herr vom Auffgang biß zum Niedergänge, und H nus erböte sich der ^opulsrion. Da ward eine Anordnung gemacht von den vier Männern/ daß die zwölffGeschlechte sechsten erscheinen musten/und Jupiter zog an sein bestes Gewand, und der Engel führe, le ihm die Braut entgegen, da ward eine zierliche Re. 8öt- plter u efi> horn )öne be, dersiebeü Planeten und NetälleN. i KZ aber, ^ gehalten hon der Göttin konunse j die der Zunottt rvig- beysiändig war mit liessen Reden/ die sie offt wieder- n ihr Mete/und Zuno hat einen Unt'rrvck unter sich von Ju, Silberfatb/aberZupiter ein Wammest von rötheti und! Scharlach weich und geschmeidig / wie mans an hetz Könige Hofe zu wagen pfleget. Da es nun Zeit war/ kam der ENgel, brachte dem Iövi dieBraut entgegen/ sagte sie auffeinen Stuel/ der war Mit zinnern Füssen auffgesaht/und oben mit rochen Ech begossen/ daran viel Bilder erhaben stunden,und sthenÄe ihr hie Ro- . „ sin/ so er in dem Thal Jericho gebrochen hatte, zu ei/ hieß 'lier -ierde und Geschenck derMöraemGabe/ Und zeit/ ngel nie- am« uen nhe Ulld )ien chte une »ns werden der Morgenländer / welche ftinö Erben beD >ln- hm sollen :^u Em ^ Wahrzeichen schicke ihm der vre Fürst aus MMNaM einenAdler/hakauff er sich se/ Zu, tzen/uttv die Morgenländer überschweben solke i bett re, verwahret er sehr wol/uNd liessfein fleissg warten Mit He. Speiß und Tranck: Und der Diener/ soauffitziMak, de ieie/ dem der Adler befohlen wm/ hatte einen Wem- . ^ M «-» die vier Männer führeten den Bräutigam zu der Braut in Beyseyn der zwvlffGeschlechte; Assobald tratlnnur auch cherzu/ und gab sie ehlichzusammen im Nahmen der Philosophischen Einigkeit: da ward alles/was zürHerrlichkeik der Festtage gehöriaL und alles Volck war seht sivlich / und thaten Brand- Lpsserzurichten/und schick-en sie in den TeMUek ftii-- auffden Altar. Da ek nun gen Himmel aesichwit 194 V-»tder herml. wundergeburt 4henNahmen/undhießauff deutscher Sprache-, der Herr vom Paradies, /upicsi- konte dem Gesandten kein Geschencke geben auff dißmahl zur Verehrung/ wegen seiner Armuth / sondern bat um Verzeihung '«ich oii-rüon, daß seine Kinder wol solches entrichten würden: darob der Abgesandte auch wol zu frieden war, und zog nach seinem Lande seinem Herrn wieder -u sagen/ und alles Hoff'Gesinde scheid ab/ so auffder Hochzeit war; die zwölffGeschlechte zogen auch in ihre Heimat/ und die vier Männer waren nichts mehr nütze zu der Sache: so schwang sich der Engel via hin,! weg/ daß niemand weiß wo er hinkommen/und wo sei, rie Geburt her gewesen ist: aber irinu, hatte einen Saainen in einerBüxen von Holtzgedrehet/den warff -er Mschendie beyde Eheleute/ wünschte ihnen Glück und Segen/ sichte sich auffeinen Wagen/ da gierigen Dier Schwanen für und vier Leuen/ und fuhr auch da, Don / daß supircr und suno gar allein blieben. Da banste lup.ccr eine Capelle in einen sehr dicken und grossen Wald/ der hieß olis, und die Capelle weihete rr in der Ehre der heiligen Königin und Frauen L- Miris, die eine Königin aus kalonkz war/ und that viel gutes den Armen / denn die simo war nicht räch, gierig/sondern erbarmet sich jederzeit über die dürffti, ÄeMenschen/da lederen sie in grosser Einigkeit' bey, fammen eine gute Zeit. Und wie sie in Einigkeit lehrten/ da ward sunc» schwanger von ihrem Gott unter dem Baum tter5a, bey dem Brunnen tteiin im chchal der Heiligen/da viel heilsamer Kräuter wach, , seky zu der Gesundheit und Auffenchalt des langen Lebens/ und suno führete ein ftiedsam eingezogenes Leben für und für/und viel heilige Leutebefitchrensie aus : der idten mng/ hung cheen ieden jeder fder n ih, nehr hin, »sei, inen »gen »da, Da und hete L- chat ach, ffei, >ey, kle, un, im ich, . Le, ke, lus em der siebe,Planeten und Metallen. 195 dem göttlichen Stamme / und da sie befand die Zeit ihrerGeburt/ betete sie inniglich/öaß ihr Hälfte vom Himmel wieverfahren mochte; Und was Zeschach ? die Fenster des Himmels thäten sich auff/ und esoieng einWribeSbild von oben herab/die hatte sehr scharffett Verstand/die hatte GOtt aus Vorsichtigkeit dahin geordnet/die thäte Handreichung/ daß Juno gebäh, renkonte/und sie gebahr einen jungen Sohn/der war frech im Ansehen/und ein Panier sührete er in siineu Hand des rechten Arms/ darauff stunden seitzame CKarsÄerer, daß man absinden konte / daß Juno einen Kriegs'Held gebohren hatte zur Welt: und wie Juno den Söhn gebohren hatte/ ward sie erschreckt durch ein Tieger-B)ier/daß sie mächtig kranck ward/ und in solcher Kranckkeft lag sie dreh ganker Monat/ da kam ein kleines Mannlein aus dem Geschlechte der kiZmeea, und brachte eine Wurtzel/ die man nennt in frembden Ländern/die schnitt er klein / und- ' goß Menschen,Harm dawuff/und gab sie Junoni zu trincken/denn sie kochte sie bey dem Feuer; so bald die Juno den Tranck vernahm/ so gebahr sie aber eitt ander Kind/das war eine ^ochker/von weiblichen Oe>^ schlechte : das gab groß Streit unter den Gelehrteck wegen dieser Zwillinge! dcr Sohn hatte Kriegisthe Sitten/der ward auffgenvmmen von den Inwohnern/ und sie nannten ihn hartem ; die weibliche Frucht der Tochter ward von der Göttin Mra veau, genannt/ und die Göttin Mi-s nahm sie zu sich/und zog sie auff in Wollüsten fleischlicher Begierde biß zu ihren Zah» rrn des Alters/da sie durch einTestamentalle ihreGü, rerüberkam; durch solch MittelwardktElrnd^ vmzmMeltgebohren/ die regierten hemachEaby N » AM Van der heimlichen Wundergeburt Jupiter flöhe mit Junonein das Gestirn / und suchten ihr Hauß / wie der Jupiter zuvor verlassen hatte? und machten eine neue Ordnung / wie oben zu Herr, scheu wäre Mit Nutzen / damit Feuer/ Wasser/Lufft und Erven weiter bestehen mögen/und diese Geschieht verliess sich/dch zweene Tage darüber zugebracht wor- den/uud der vierdte und fünffte Tag ihr Ende darüber beschlossen. > 'l .. >>"'>> > . Das föriffte Lapitel. Wie 8oi und l.una gebohrm find. -Je fünssTagevorüber waren/ und der sechste >Tag sich vermercken ließ durch Klarheit der Sterne/kamen die Götter der Weißheit zusammen/ und berathschlagten sich/ einen Weg zu finden/ dadurch sie viel gutes ausrichten/und einen immerwährenden Nahmen in der Welt verlassen möchten; und wurden einig/eine schöneMilche Stadt auffzurich- ten/davon alle Welt zu ewigen Zeiten wüste zu sagen: Und sie erwehleten unter sich / und worffen auff vier Werckleute zum bauen/darunter der vornehmste hieß Solon.ein fürtrefflicher Mann/und der gelehrteste L- llroloZmunter allen Göttern/ der hatte einen Circkel/ damit er seinen Bau abmaß/ der liess in die Runde/ daß nichts daran mangelte / das zu viel oder zu wenig war: Und der kucket ward gemacht von einem roth- braunen Jaspis/ und war also geformt/ daß er sieben Spitzen chatte/lck mitten einen rundenApfel/und wo er ihn hinwmid/da war ergerecht/undein Winckelmuß/ das war von Helffenbeiwda theilet ermit ab den tzg?- flrsneulum.und die dreyspltzige Vergleichung gantz kunsi» -er sieben Planeten urch Lllletallett. j h, klinstreich/und die Stadt war also abgerisien / daß sie e- kein Wind bewegen konte: Denn wo der Wind her- !' r- striche / und van welcher Ecken er kam/ hatte er seinen i > st ptbstoß/daß er nicht hassten konte daran/ da thäten die ^ n st Götter alle zusamt Handreichung / daß die Stadt ' x, bald auffgebauet wurde: die Mauer ward von Dia- :r mant/und die Dächer von Rubinen auffgeföhret: und wie die Stadt aller fertig war/ ward sie genormt Die, - spiter; und nullen in der Stadt richtete man auffeine überaus künstlicheSeule/die war rund/ und gewun» den wie cineSchnecken/darauffsahte mandas Bild- niß ^pollinis, daß man ihm Ehr erzeigere; das Bild war gegossen von einem unkenntlichen Erhe / welches Tuba! am erste« antraft: inwendig war es hohl / die Seule aber war von einemStein gemacht/so amBer, ge Llbanogebrochen war; undwie Mars erjuhr/ der . nunmehr ziemlich erwachsen war / daß die Götter eine s solche Stadt zugerichtet hatten/ trachtete er darnach/ wie er die Stadt gewinnen und sie beherrschen möchte; verwegen machte er ihm selbsten feurige Schwerster, die muste ihm r^ulciber helffen schmieden: und wie die Schwerster fertig waren/schrieb er in ein Land / das hinter der Mildniß liegt/ an ein Weib/ die hieß die solle nach Mittag ziehen/und ihm Hälftezuführen; dir kamin ein Land/ das hieß 8cen», da waren treftli- che grosse Riesen innen/da vermochte, daß der Riesen drey mit ihnen zogen/ denen gab Klar; jedem der feurigen Schwerster eins / und richtete ihn Flügel zu/und zogen mit ihm hin für die Stadt / und wie sie dabin kamen/und kssanvermeynte grosse Feindschajst zu sinden/siehe/da kamen ihm alle Götter entgegen/und wünschten ihm Gutthat/und empfiengmihn sebr Nz freund- , ?8 Von der heimlichen Wundergeburt: freundlich/darob erzitterte für ihrer GütiMt/ Daß ihm das Schwerd zur Erden sanck/ und ver/ stummet/ und konte kein Wortreden / sondern erde/ müthigle sich / und gierig mit den Göttern nach der Stadt/ denn alle Thoren waren ihn geöffnet worden. Da wurden die Riesen ergrimmet mit Zorn / daß sie di rStadt nicht stürmen durffren mit gewehrter Hand/ und forderten ihren Sold; Ktai-r aber gab ihn freund/ Uchen Bescheid/baß sie wiederum heim ziehen sotten/ denn er ihr auffdißmahl nicht mehr bedürfftig wäre/ er wolte sie aber zu gelegenerZeit reich begaben; da liessen sich die Riesen weisen / und zogen wieder in ihr Land/da sie herkommen waren. Klar; aber ward von allen Göttern ganh herrlich begleitet durch das Thor zu der Stadt/ und die Götter katten sechs andere bestallt / die trugen einen Himmel zugericht von rothen und meisten-Lammet über ihn her/der da mit Gold/ Silber/ Perlen und allerley Eoel-GeMn aufgestickt war/ und eine grosse Menge der Guarde liess formn und hinken/es trug ihm auck der Götter einer/mit Na/ men Arur , «in Schwerd für / und rttoel»u5/eiir son« derlicher Gort/ leitete ihm ein fliegendes Pferd nach mir einer schönen Fahne/darauff war gemahtet ein Leue auff einer Seiten / und auff Verändern Seiten ein Pelican / dem schwcbete einich«»« über dem Häupte/und in der circumkerentz stunden diese Wor/ te: klohim» vergab, 6srviel, und wie Mars mitten in der Stadt.Gassen gieng / und beleilet war/ dakam er auff eine verborgene FalbBrück/und da sich die Brü/ cke nieder gab / siel er hindurch hinter sich in ein tieffer Wasser / daß man ihn nicht zusehen vermochte; das WaM aber roch sehr übel/ und halte einen Gesianck / ver sieben plannen und Metallen. ! daß niemand darbty verharren konte; da rieffMars ! die andern Götter um Hülffe an: da sandten sioeinerr - aus/derwarGerson acnannt/der bracht eineLciter aus ! Holtzgemacht / soauffdem Berge Oiympi gewachsen ! war: und die Leiter halte sieben Staffeln / und jede. Staffel harte zwölffElen, die thaten die Götter zu» samen / und legten die Leiter an/ welche an zweyenHa» cken hieng/ und brachten mit Muhe und Gefährden ! . Martem aus der Beste des Wassers; so bald Mars- ! empor kam / da kam ein weisser Vogel aus einem Lau» i de/ da jetzo America lieget / und brachte einWaffer m> einem durchsichtigen Glase / das war aus einer Schlangen gemacht / die sie allda Moly nannten,von einerGöitin zugericht, Narisa am Bach Potina,der? Vogel aber hieß Assiser, damit wuschen sie den Martem ganh sauber und schön, daß sein Harnisch gantz- rein war,und glintzend wieein Spiegel, und führten den Martem also hin für einen grossen Pai!ast,der mir lauter güldenen Stücken umhänget war; und siehe / wie Mars nahe kam dem Pallast, da gieng ihm entgegen die Göttin Mira / so Venerem erzogen/ und bey ihrer Hand führet«, und mit ihr viei Jungfrauen des Glücks / alle lieblich geziem mit köstlichen Kleidem und wolriechcndenlBlumen: die Venus ward angethan mit lauter Gold und Silber, und ihr GeschmuE war mit EdebGesteinen geziem: Mars aber gieng in einem stalen Wammest,das war auch mit Gold gefüttert, und seine Stieffeln waren aus Silber, Leder ge, macht, da fuhme Mira dem Marti die Venerem ;u mit grossem Gethone der Musica, Las lieblicher in der Welt niemals war erhört wordeis an irgend einem Königlichen Hofe von menschlicher Stimme, Jnftrrr- N 4 men, >1 xso Vsir her heimlrcheir wuirdergeburs menten und Vogelgesang: visaL trug derVeomM eine brennende Fackel und ein runden Apffel/unv haue Viel Kranke zu verfchencken auff ihrem Häupte/ da stund ein Mensch auff aus einem Grabe / der war lange Zeit todt gewesen/ der ward von den Göttern ge, yandtkurur, der rieffaus unter derGemeine/dqßje- dermqn zusehen wslte/ da trat einer unter den Göttern berfür/ her süsrromm hieß/ der nahm den planem zu sich/und gieng mit ihm der Venen auch entgegen: ran» ftaUke die Jungfrau auffeine Seite und SiKlronM die Götter auff die andere Seiten unter den blossen freyen Himmel / daß jederman wol sehen möchte / da steig ein Bildnis aus der Erden / das war wunderbar- sich anzusehen/hatte kurhe Beine/ ein langes Angesicht mit schrecMcheu Augen / und seine Arme waren lang / der ganhe Leih aber reichte biß von der Erden in die Wolcken des Himmels/ das Bild hieß /sK?l. denn es kam erstlich von oben herab in das Erdreich/ das trat hinzu/ und fördert sie beyde allein / jedes insonderheit. Und weil das Bild ehrwürdig war/ musten sie ihm deichten/und nach der Beichte gab dieses Bild die beyde zusammen / welches in einem Augenblick ge- schqch / und wurden hingeführet in ein Gemach / da es zugerichtet war mit dem guten Geruch des Indianischen Balsams / und jederman lebte inGreuden/ und währe!- dieHochzeit zwe? ganheMonat/ daß niemand für Freude und Wollust zu bleiben wüste / das Gemach war lauter Edel-Gesteine/ und das Braut-Bette von eilet silbern und gülden Stücken gemacht/und hie Nacht-Fackeln waren zugerichr yon wolriecheu- hen Gcwürnen/und liehkiche Wasser waren außgegost st» ßr die l öst hlffk / und das Gemach ward verwahret/ m. kon um um der hat her wu Fsi Unl laß fchl avl au< spa Tl: Bl hat daj 8it< ab' mb der -er sieben Planeten und Metallen, rs i M/daß sie in zwey Monaten niemands überlauffen konre/da pflegten diese beyde zusammen Der Liebe/affen unterdessen Adlers,Fleisch/Unb truncken Löwen,Blut/ und htelkensich in der Stille/ waren verschlossen/biß der Sommer herbey trat / daß alle Früchte verblühet hatten / da machte ihm Mars ein Fenster vssen/ und herleff die Seinigen/ob sie noch am Leben wären / da wurden ake Leute wach/und jederma» wartete auffmit Fleiß/ denn sie hatten noch keinen Verdruß erlitten; Und nach diesem berieffMars den Wächter des Pal, lasts bey seinem Nahmen : »slo komm herzu / und schleuß mir auffdas Thor des Gemachs / denn ich bin allhier müde; da war »elo willig / und eröffnete die Thür/ die sonst fest verriegelt war/ und ergieng her, aus mit Venere seiner liebhabenden Gemahl / und spahierten eine gute Zeit herum in einem warmen Thal/da brachen sie Schwefel-Rosen und silberfarbe Blumen / und wie sie der Rosen und Blumen genug hatten / da kam Mars / und danckte den Göttern ab / daß sie heimkehren möchten / auch segnete er kurum Litscromin und klirs mit weinenden Augen ; jakel aber ward gebeten / daß er langer bey ihm bleiben möchte/und indem fand blar, einen grossen Schatz/ den hatte Vem» hiebevor in den Berg viaculto begraben/ den nahm er heraus/ und gab ihn dem Weibe /irlaci, diemuste lhn halb behülten/die andere Helffte aber sollen sie den dreyen Riesen bringen in das Land 5cena ,und ihnen solchen zumSold entrichten/das geschach: wie aber die andern Riesen im Lande innen worden/daß ihnen so ein grosser Schatz von dem btsr- rc bey derwar eingeschlcktworden/da schwuren sie zusammen/ und erschlugen sammt den dreyen r»r V-tt der heimlichen Wundergeburt: Riesen/ und wie man Außbeute halten solte des Scha> tzes / da wurden die Riesen unter sich selbste» uneinig / schlugen sich mit Keulen von Eichen gemacht/und mit höltzem Hammern / die waren sehr groß / daß ein solcher Auffruhr und Todtschlag geschach/daß viel tau/ send Riesen im Lande erschlagen wurden / samt Weib und Kind: da wurden ihre Gebein zusammen gelesen / und in einen Berg begraben/der helft Veluvi»;, da sie anfiengen zu brennen mit Feuer biß zu ewigen Zeiten. Demnach lebte Mars und Venus in guter Einigkeit beysammen etliche Monat / und die Ve, nus gieng schwanger / macht Speise von den silberfarben Blumen / und kochte Gettäncke von den Schwcfel'Rosen/davon sie und ihr Mann sich nehre- lenz denn sie brauchten sonst keinen andern Tranck/ auch kein ander Speise/und lebtensehrwohloh» Sorgen/und es trug sich zu/daß für dem Hause Martis ein Getümmel entstund/und es waren Feinde ins Land kommen - die liessen Lermen schlagen / daß eine-grosse Empörung gehöret ward: da liess Mars unbeyacht- sam hinaus den Lermen zuzusehen / da ward ereilend und schnell mit vietenFernden umgeben/die fliesten ihn mit Lantzen / und machten ihn ein hart Gebiß ins Maul / daß er nicht reden konte/ und wanderten mit ihm an das rothe,Meer/ da warffen sie ihn hinein / daß er allda ersäuften muste / und nachdem er ersoffen war/ erhebet ihn ein mächtiger Wind heraus / und fähret ihn zu dberst der,Region/da sein-.PMast war / da blieb er immer Meine / und schlieft' einen gantzen Monat / die Zeit über stund die gute Venus in grosser Trübsal und Traurigkeit / dasssie ihren einigen Herrn Kerlohren hatte durch Raub / von dem sie schwanger wor- der siebenplaitttenund Metallen, ro; worden war. Wie nun Venu; also mit Trübsal um- geben war/ kamen zwey Weiber zu ihr/ die eine hieß l-uciters, die andere Aurora, die waren abgesandt ihr zu warten/und sie blieben bey ihr sieben und zwanhig Tage/und trösteten sie mit allem Fleiß; da begehrte Veour sehr frühe für der Sonnen Auffgang einen Stui/da legten sie Küssen auffvon weisser Leinwand/ und die Vcnurgerieth in Schwachheit; da schickten die Weiber hin zu einem alten Toctor/ hocherfahren indem Gestirn / verhieß nicko», der richtete einen Tranck zuvon einem mächtigen Kraut/ sonnch Auffs gang der Sonnen gefunden wird/das nannte der vo- Sor in seiner Hebräischen Sprach ^mor, der Tranck war weiß wie Mlch/und so bald sie den Tranck zu sich nahm/ daß er besser sie erwärmete / denn ward es mit der Venen besser/ undgebahr eine Tochter/ die hatte ein Zeichen mit am Angesicht/und sie gieng noch einen Monat.'da ward ihr wieder wehe in ihrem Leibe; da schickte sie aber zudem alten Arht/ der nahm darnach die WurheldesvorigenKrauts/ und bereitete einen andern Tranck daraus/welcher roth war wie Blut/ den tranck dievenm,und so bald gebühr sie nach dreyen Tagen wiederum einenSohn/leiblicher Gliedmassen/ überaus schönes Angesichts / und seine Augen waren so klar/daß Menschen Augen nicht vermochten dieselbe anzuschauen noch mit ihrem Gesichte zu überwinden/ und es war grosse Freude in der Welt bey allen Göttern/und wie die Geburt zur Welt erschienen war/ sandten die zwey Weiber/l.ucikrs und Furors/ «inen fliegenden Bothen aus/das war einKnabe/ den sie am Gestade des Wassers funden/ der nannte sich ävo- nsnob, der flöhe hin mit Briefen / die waren mit ro- r»4 Vs» der heim!. Wundergeburt rothen Buchstaben auff einen weißen reinen Boden geschrieben in Chaldäischer Schrifft/ doch in die Lufft/ und brachte dem Klarn die Zeitung seines Gemahls; da begabte klar; den Knaben mit gutem Bothen» Brod/ und gab Befehl / daß zweene abgefertiget wur» den hierunter / ein Mann und Weib / der Mann war ein geistreicher Ritter/ hießkolmm, das Weib ward Lcilla genandt/ die fuhren herunter mit dem Knaben/ ukd besuchten die Venercm, und gaben den Kindern Nahmen/den Knaben hub der Ritter auff in die Höhe/ und hieß ihn 8olem, denn er solle Leuchtung geben / und ein Herrscher werden der ganhen Welt Die Scills aber hieß die Tochter l.unam, denn sie solle gehorsamen und unterthanig seyn ihrem Bruder /.und sie blieben beysammen / biß 8ol und b.uns verständig wurden; darnach verliessen sie diese / als den andern Zwilling / so grbohren war / und üvonsnol, bekam von der Vera» auch ein Geschenck / daß er gute Zeh- rung haben konte: eolinur und 8cills aber nahmen Veaersm naü) dem Kindelbette/ da bestallte ihn labet einen Wagen / darauff fuhren sie geschwind davon / und labet brachte sie für dem Pallast / da Mars innen war / der nahm sie auff in sein Hauß/ und knliaus und 5cillä auch danckten ab / wie sie Vencrem überliefert hakten ohne Spetß und Tranck/nnd dessen Klan, sein Gemahl wieder über- Also war 8c>! und lbuna darnach Regenten der Welt nach ihrer Gebmt/Lie lebten in grosser Einigkeit / und theilcten aus ihren Dienern mächtig Reichthum in allen Landern / biß sie auch -wiederum abgefordert worden in die Höhe ihrer Wohnung. In dieser Zeit war der sechste und siebende Tag vergangen/und die Weißheithatteein Ende W> >en ls; lir^ ae rv n/ rn ö- 1/ >ie e- id ig n n )- n el ! / ! ct n - n n h r - der sieben platteren und MeeaHm. roz dem der ersten Welk/ und es kam und fieng an eine ueue Weißheit zu regieren in der andern Welt. Das sechste Capitel. Wie 8oi und i.uüL eine Zeit beysammen blieben, und beschlossen, zu hinterlassen einen unvergänglichen Nahmen. dieses vollbracht worden war, und lK^8ol«nd I^una das Regiment führeten, da sahen sie, daß auffErden alle Bvßheit im Schwange gienge/und gedachten durch ihren Rath ein Gedächtniß zu Machen, das sie hinter sich verlassen möchten: denn weil sie Mannbar worden waren, gedachten sie die Welt zu verlassen, undinihrHaußder Höhe einzukehren, welcher Luffk der obern sie besser denn der untern gewöhnet waren , uns alsbald waren viel Diener da, die Rath zu dieser Sachen gaben, und hülsten treulich, und sie beyde zogen ihr beste Gewand ün/und schmückten sich zum herrlichsten, denn sie waren Willens gäntzlich, eine neue Hochzeit anzustellen: da ward em Bad zuvor zugerichr von dem alten Lno. Io5,dmlnnen wurden viel lrefflicher guter Kräuter ge. tragen von den Weibern / so unter dem Nor-iroms vraconi;wohneten/und ein alterMann hieß llrluz,der trug Wasser zu,denn beyde Hände waren ihm gerecht, und ein Löwe trug ihn zuTranck,daß sie sich in derHitze erqvick.n mochten; den Tranck hatte der Löwe zuge- richt wtS seinem eigenen Blute, und Hertzstärckung ward ihnen gereicht aus Marcipan, so von einenHim- welbrodgebacken, des meisten Bluts des grünen Lö- wens. e ro6 V-n der heimlich. tVundergebtirk wens/ wie sie das zu sich genommen hatten / so schickte der Sonnen Mutter herunter zweene Geister/einet hieß Urlr, der ander aber Lplsnclor, die nahmen sie beyde aus dem Bad und skchreten sie nach dem Himmel/da empfiengm sie drey Engel/die wurden genannt 8omy, »sly und , die richteten ein warmes. Bet«' te zu/darinnen sie 8olcm und l^uasm legeten / und das Bette ward vermacht/ daß keine Lufft sie anwehen konte; und wie sie am besten lagen/da kamen Mörder des Lands/ derer waren zweene / die konten fliegen wie andere Vogel/der eine hieß 8clun, und der ander 6ki- ro, die raubeten diese beyde aus dem Bade / und füh- reten sie auffcinen sehr hohen Berg/da machten sie ein Feuer/und wurffen diese beyde darein / und verbrannt ttn sie nackend milHoltz von 8olu zu Aschen ganh und gar/ da nahmen die Umstander die Aschen / und begruben sie in die Erde am Gottes Acker/ welchen 8ilon gebauet katte zu einem Begräbnis'-der Pilger/ und siehe/drey Tage lag die Aschen in der Erden/und nicht länger: da kamen vier Thier gekrochen/ eines aus der Erden/das ander aus der Lufft/ das dritte aus dem Feuer/und das vierdte aus dem Wasser/ und bliesen in ein Rohr/ da erhuben sich die todten Cörper/ und rothes Blut floß aus ihren Hertzen/das strichen sie ihnen in ihrer. Mund: und ungefehr kam ein schlim, mer Esel/und tranck des BluteSvon den todten Leich- > namen/und der Esel starb alsbald/ und lag einMonat ! begraben in der Erden/ und er tvard verwandelt in ei- ^ nm lebendigenHirsch in derErden/und dieHörner wa- ^ ren von lauter Golde/die hatten unzehlich viel tausend j Ende überkommen/ und wie der Hirsch das Licht er- ^ sah/daß er lebendig war worden/da liess er fürFreudsn mit -er sieben Planeten und Metallen. 207 mit seinen güldenen Hörnern in einem grämn Wald/ der war so Mit und groß wie die ganhe Welt/ und eS stallten ihm nach unzchlich viel Jäger/ ihn zu sahen/ und läufft auch noch im Walde / daß ihm die Jäger nachstellen biß auff den heutigen Tag; und wie der Cörperalso noch todt lag/da kamen drey Engel/und hatten drey Balsam in Krägen/ damit strichen sie an den todten Leichnam/ da regtestch der Leichnam/und kam zu ihm ein Ausschuß der vier Personen aus den Elementen / der war allein und war der fönffte/ von vieren ausgangen rund diese einige Person nahm Oel/ Wein und Fleisch/und gab dieses den Cörpern zu mn- cken/und ließ sie darauffruhen/da emzündte'sich ein innerlich lebendiger Geist in den Cörpern sechsten / und machte einen bewegenden Wind/der die Cörper auff- n«hm/und fuhrete sie in die Höhe des Firmaments/da die andern ihre Gesellen auch wohncten. Da besassen sie ihr Hauß/ und herrstheten über avrs/dem Hirsch ward aber solche Krafft und Tugend verlassen/wer aus seinem Hertzen ein Vlutstrvpfflein bekommen kvnte/das ward frisch und gesund von aller Kranckheit/und kein Gut noch Reichthum mangelt ihm aühier/weil Vulcsam noch Odem hat durch seinen feurigen Geist / dasselbe gar zukvchen/und eine ge Webe Ep-lse daraus zu bereiten: das war also id. i re Vcrlassenjchafft ihres unvergänglichen Nahmens. Dem höchsten GOtt im Himmel sey Lob und ! Danck gesagt für seine Weißheit/ und daß wir solche ! recht mögen gebrauchen / und in Ewigkeit/ als die i AAH ^erlassenschafft/erkennen und behalten. ^ AMEN- roiL VLV 6I.VLl^. roz V-N der heimlichett wuttdergeburb InmumLapientiL eütimorOa- wini. ^ Nun wirvheknachtt gesatzt die Taffel/darinneti der Anfang/das Mittel und das Ende/als der rechst warhaffte Grund aller Philosophischen Weisheit begriffen ist. Darinnen die höchste Arhney zurGesund- heit/langwierigem Alterund Reichthum menschliches Lebens kürtzlich und summariter begriffen ist. Anfang/Mittel und das End/ Steht alles in-GOttes Händ/ ! Gesundheit/ Reichthum und langes Leben > Kan er allein uns allen geben. Der allmächtige und ewige GOr t,dessen Anfang kein Endechat/und dessen Weißheit von Ä ibegin gewesen/und von Ewigkeit herrühret / hat aus seinem unerforschlichen Rath geschaffen H .rnmel und Erven/ vnd alles was darinn begriffen ist/sichrbar und unsichtbar / wie das Nahmen haben kan oder mag / aus ylchts/denn aus ausgegangener Krafft/welcher durch ein einiges Wort alles vollbrachte/Was die göttliche Hü Prei rio, 8ub Ais ser, Er! Eir Eil Eil un1 unl vor N beschlossen ha> te/ und das Wort hieß kläl, diesem nach bat GOtt hinförder der Namr/dadurch sie ferner würcken/ sich mehren und generiren kan / eine natürliche Geburt und Zusammcnfägung gegeben / welche durch Würckung und Hülffe eines des andern alles gebühren. re/ ssl> der sieben Planeten und Metallen, r o- Welches nun herkömmt aus einer Himmlischen inüuentz und im-xAuS welcher Ver, preMon , elemenlischen opers. Mischung entspring liori und Wurckung indischer /gen demnach die L- §ul>üsntzundÄ 6 eseN. stomenra. ^ > diegebahren dann durch Hälffe des Au, Als Was» >ers/ welches in diesen dreyen Elementen sir/ Luffl / .als eiri Lcciöenz, für das vierdtezu rech- Erden, /neu/heimlich verborgen liegt/durch siedi- ", ge warme Zusammenkochung. l ^inr Aeel wie gehen denn )in einen t^ercurium, in Geist -durch die e'o- reinen 8ulxkur -»und in EmLelb Zpulstwn reinst. Diese drey zusammen gesetzt geben ein perkeä und vollkommen cotpur, es sey auch was es wolle/ und wie es die Natur erfordert hat / und fein Saame von GOtt angeordnet ist. Nun sind alle Dinge dek gantzen Welt gttheilet in drey Stücke / die Welsen genannt > ^mM3l!L,VeAewl)!liLUNdM- ! nerslin. r. Die /rvimaliz begreiffen unter sich alle We- ! re/Menschen/ Gewürm/ Fische/ Voocl/ und was der» ! selben Art zugethan / von Fletsch und Blut herkom- , men/und einen lebendigen Odem hat. n. Die Umcrsiia besreiffen unter sich alle Me« > ^ . O lallen/ 2ic> Von der heimlichen wrmdergebvtt rallen/Ertz/Mareasit/Kobold/Talck/Aincken/blenden Kieß und Steine/sie sind edel ober unedel/ und in summa alle Mineral», und alle das Geschlecht/ dasdensei/ Den zugehörel und anhängig. !l!. Die VeZerabiliL bcgreiffen in sichalle Bäume/Wurtzel/ Kräuter/ ihreSaamenund Früchte/ such was von ihnen herkommt / oder kommen mag/ Nichts außge schlössen. In diesen drey Stücken nun ist alles mit begriff Len/was indergantzenMeltist. Nun haben die änimalia ihren sonderlichen Säumen / welcher ist einer ipsrmanschen Ludstantz rund Wesen von einer pituitischen Eigenschafft/so Fleisch und Blut gebühren/zusammen gesetzt/ welches Ist seine prima mareria und erster Saame / durch him- lische Einfliessung aus den Elementen von GOtt ge- ^ schaffen / gegeben und gewircket worden durch die Natur. , Die Vegetabilia haben ihren Saamen auch sonderlich von GOtt nach ihrer (Qualität / Form und Eigenschafft/welchen Samen ihn der Schöpffer impri- Wirt hat/ und von einer himmlischen und syderischen . Jnfluentz und Elcrnentischer Wachsung und Zuneh, mung / von oder aus dem Erdreich sruchtbarlich em< psangen/ unddadurchzü gebühren ferner angeordnet worden. Die kliaeralia haben nun auch ihren ersten Saamen vonGOtt empfangen/welcherSaame nun seinen chrixiaem hat aus den gestirnten Himmel durch die himmlische Jnfluentz und syderischeimprelston, aus einer liqvorischen luffiigenkbstantz.durch einen mer- d, cc pj W UI A ol N1 K ai lu U> F cr w §l C p! ir cr di cd C so der dkr sieben Plätteten uttd Metallen. rir des irrdischen Saltzes in ein perfekt und vorkommen corpu; gesetzt und eingangem Soll nun dieser Geschleuste eines zu weiter Fort/ pflantzung und Augmentation oder Mehrung kommen/so müssen sie wiederum in ihren eriienSaamm und primam mareriZm gesetzt werden« Als so d>! dis Metallen verändern/vermehren/ und zu einer Dtutuk , oder ^piäe piiilolopkico bringen wllft/ so mustu dir metallische und mineralische Form erstlich durch die Kunst der Alchimey wissen zu separiren/ solviren unv auffzuschliessen/nemlich/daßdascorpus durch die lucici, cozAuIgkio, kublimscio, calcinaiio, reverberätio, und dergleichen wiederum aus einer corporsUscheü Form gebracht werde In einen kvts^curium, 1 die müssen also lepsnrt und geschieh 8ulpburund> den werden ein jedes infondrrp 8s>sm» ) heit- Diesesgehetmmandersnichtzu/ denn denniek<« cmialischen Geist und die suiphurischrSeele samtdem , weissen Saltz wiederum durch die spargirische und Alchimistische Handgriffe in eine l-qvorische lüfftigö ' Substanhbringen/ welches nichts anders denn ein , philosophisch Wasser/ in welchen» alle Elementa/ und z-choderst alle himmlische / demnach elementischö und i in dische guaütste^ beschlossen und verborgen liegen« ' Denn der mercumiische Geist ist kalt und.ftucht/ss ist die sulphurische Seele warm Und trocken/und ist M chcr l.iguor denn die rechte prima materG und erste Same der Metallen und Mineralien/welcher t-iguok- so er nach Philosophischen Brauch mit seinem kermMt O - jst» rl r Von der heimlichen wunderFeburt der ie. zusammen gesetzt/und durch d es Vuicanl Kunst zu der' ; ^ rju6;uLmxer5e6tioa in eine fixe Medicin bracht / der 4 wahre l.apirkbiIo5c)p!rorumgebo!)ren wird. Dieses ^ ^ aber solm nun mercken zum Ende und Moral dieser , ^affel/daß alle Mineralien und Metallen eine einige i Materien haben/daraus sie gebohren sind: und wer solche recht kennt und in acht nimmt/ dem ist nicht nö/ - Ihig / die Metallen so weit in Zerstörung zu bringen/ ( und durch die Zlementa zu jultiUciren / und ihr erstes Wesen der Wurtzel zu suchen: sondern es will einem t, §eden/so der Wcißheit anhanget/und zu lieben begehr ^ ret/alleine obliegen/ demselben güldischen Magneten nachzuforschen / daß er ihn recht erkennen möge/ so wird er solches in einem einigen Dinge/und in einer eil» nigen Materia dieselbe Wurtzelfinden/ daß unter hundert taufenden schwerlich einer solches gläuben wird/ dieweil die rechte Wurtzel unachtsam/ dem Volck für sehenden Augen unkantlich/und ohne vielfältig «wie- ' seneProbe dem Menschen im finstern verborgen ist; denndieganhe Weltfiehetsund kennets doch nicht. GOTT gebe Licht und Schein dort zu der Himmlischen ewigen Klarheit / und in dieser Welt Weißheit zu der indischen Verständniß zu allem guten. OLO. > Von ! Bonden natürlichen und iiberna- Auch Von der ersten Tinktur/Wirr- ml und Geiste der Metallen und Mineralien/ wie dieselbe empfangen/ ausgekocht / ge- vohren/verandert und vermehr retwerden/ Treulich eröfsttek durch Benedictiner-Ordens. Das erste Capitel. Jeweil ich mir vorgenommen habe/jetzo M schreiben von der ersten TincW/ - Wurhel der Metallen/ und der Mine-- . rasten/ und von dem geistlichen Wesen einen Bericht vorzustellen/wie die Metallen und Mineralia anfangs geistlich empfangen/ und leibhaffng gebühren werden - . Ais ist vor. nöt'aen anfänglich eine Rede von mir zu thun / und zu verständigen durch' einen Sermon/ daß aste Ding in zweyer O; Stu- ri4 Von den natürlichen Stücken erfunden werden/ als da sind natürlich e/und übernatürliche Dinge; Und was sichtbar / greifflich und förmlich ist/das ist natürlich: was aber unbe- greiff-ich/geisilich und spiritualischist/das ist übernatürlich/ sondern muß durch den Glauben ergriffen und gcrichret werden/als da ist die Schöpffung/ und zufor- derst die Ewigkeit GOttts/so unendlich/ünerforschlich und unermeßlich ist/solches kau die Natur nicht fassen/ noch mit ihrer menschlichen Vernunfft begreiffen. Das istnun übernatürlich / was die Vernunfft nicht fassey/sondern durch den Glauben ergreiffenmuß/wel- Ws nun eine himmlische Sache ist/ und gehöret zu LerTheologia/ welche die Seelen urtheilet. Es gehören auch ferner zu den übernatürlichen Dingen die EngesGOttesdeoHErrn/ weiche elarificirte Leiber haben / und dasjenige durch Zulassung ihres Schöpf, fers vslüibringen/ dassonsten keiner Creatur mehr möglich zu thun/ dieweil aller Weit Augm verborgen ist ihre Wercke/ so sie beweisen/wie ingleichen der höllischen Geister und Trüffel ,hre Wercke auch verborgen sind/welche ihnen durch Verhängniß GOttes des Allerhöchsten zugelassen werden. Vor allen a- der werden die grossen Thaten GOttes also befunden und erkannt / daß sie übernatürlich von keines Men, schen Gedanckenkönnen gemlheilet und begriffen wer- Len/als da istlnsoNdecheltdie grosse Gnade GOttes und Gutthat/ so er den Menschen durch seine grosse Liebe mittheilet und wiedsrfahrcn lasset / die zwar niemand hegreifflich ermessen noch erkennen kau/ und andere grosse Wunderthaten mehr durch Christum un» HmErlöser und Seligmacher/zur Bestätigung seiner Mnnchtnnd Herrlichkeit/ unterschiedlich und öffter und ÜbeiMtirrlichSN Dingen. ri) emiesen: Als da er vom Tode aufferweckt hat Leu Lazarum/desJatri Tochterlein / des Obersten an der Schule / fs wol der Wittwen Sohn zu Nain. Er hatte die Stummen und Sprachlosen redend /, die Tauben hörend / und die Blinden sehend gemacht/ weiches nun eitel übernatürliche Dinge seyn/ und wa- ßNLlia wie denn seine Empfängnis auch Außer- stehung/ Holle und Himmelfartb der Natur zu ließ und verborgen/welches alles nur durch den Glauben erlanget wird. Es gehöret auch zu denübernatürlräienDingen die Himmssarth Eliä und Enochs ; Jnglcichen die Entzückung des heiligen Pauli/welcher biß Luden dritten Himmel tm Geist entzückt ward. Ferner geschehen auch viel übernatürliche Dinge durch dke lmaZi- N3kion, Traum und Gesichte/wie offter viel Wunder durch die Einbildung gewirckt wird. Wie die bunten Schaaffe worden nach den bunten Stecken, so zum Wasser geleget waren. Den Weisen im Morgen- Lande gab GOtt sonderlich ein im Traume/daß sie nicht wieder zu Herode lencken sollen. So haben auch ihre drey Personen/und ihre drey Gaben/ Gesthenck oder Nun«» einen sonderlichen geheimen 'Verstand/ so wohl auch der übernatürliche Stern. Und ist zwar dieser Traum auch nicht natürlich gewesen/welcher des Pilati Weib begegnet war/ der unsern HErrn und Seli'gmacher JEsum Christum fälschlich zum Tode urtheiiete. Das Gesichte der lieben Enge!/so den Hirten bey der Geburt Christi erschien; Und den Weibern/ so bey dem Grade des HLrm waren/ seinen Leib zu besehen / wo sie ihn. O 4: W r l6 Van den natürlichen hm gelegthatten/kan nicht für natürlich geachtet wer/ den. So sind auch viel übernatürliche Dinge mebr durch die Weissagung der lieben Propheten und Hei- ligenßffter geschehen; So war die Stimme des EM da er zu Bileam redete/auch der gemeinenNatur nicht > gemäß/wie ebener Massen die Auslegung derTraume/ so Joseph that/ über die Natur waren. GOTT behütet auch durch seine liebe heilige Engel mqM chesmahl für grossem Unfall/und errettet uns aus Nothund Gefahr/ so natürlich sonsten unmöglich wäre. Dieses alles nun/und was mehres ist/ gehöret zu der ikeologia und dem Himmlischen / darauff die Seele ein Auffsehen haben soll. Diesem folgen nun weiter nach die übernatürlichen Dinge der sichtbaren Geschöpfte GOttes/als wir befinden/sehen und spüren an dem Firmament/Planeten und Sternen/ samt den Elemenien/die auch über unsre Vernunfft sind/ allem ihren undLauffdurch dieSpeculsüoa der Rechnung in achtnehmen / dasgehöret nunindie Mronomig.und ist ein sichtbares / doch unbegreiffli- ches Wesen/ so ihre Würckung und vp-rsnon magnetischer Art nqch verrichtet/und viel Wunder ebener mass n daraus gesunden und gespürrt werden/ so gantz übernatürlich sind/und verstehe also/daß der < Himmel wircket in die Erde/ und die Erde giebt co» l rchcwdenh den Himmlischen ; Denn es hat die Erde auch sieben Planeten in sich / welche von den sieben Himmlischen Planeten gewircket und gebvhren werden/allein durch eine.spiritualische ober geistliche lmprezsion und Emgieftung/wie denn die äüraalle und übernatürlichen Dingen. r 17 ^meralis wirckejü/ das gehet nununbegreifflichund geistlich zu/darum ist es für unnatürlich zu erachten, derogestalt wie zwey liebhabende Menschen: Die Menschen sind sichtbar/die Liebe aber unsichtbar/ so sie zusammen tragen. Der Menschliche Leib ist geistlich und natürlich: Die Liebe aber unsichtbargeistlich/ unbegreifflich und übernatürlich/und nichts anders/ dem, einer Magnetischen Anziehung zu ver, gleichen: Denn He unsichkbahre Liebe/ so durch die Im«g>n3lion geistlich an sich gezogen worden / durch Begierde wird vollendet durch die Vollcnbringung. Ebener Massen/wenn hat derHimmel «ine Liebe zu der Erden, und die Erde eine Liebe / Zuneigung und zffeüion zu dem Menschen/ als die grosse Welt zudek kleinen/weil die kleine Welt aus der grossen genommen ist; Und wann die Erde durch Begierde ihrer unsichtbaren Imagination solche Liebe des Himmels au sich zeucht/ so geschicht dadurch eine Vereinigung desObernindasUntere/wieMannundWeib/so zusammen geachtet werden für einen Leib/und nach solcher Vereinigungwird die Erde durch solche Eingies- sung des obern Himmelsschwanger/und sähet an eine Geburtjugebähren/ darnach die Eingiessung geschehen/welche Geburt nach der Ewpfängniß durch die Element« ausgekocht/und zu Vervollständigen Reiffe Meltigel wird / welches nun in die übernatürliche Dmge Mltgezehlet und erachtet wird/wie das übernatürliche Wesen in das natürliche seine Wirckung vollbringet. Es werden auch unter die übernatürliche Dinge gezehlet alle magische und cabalistischr Sachen/ s- derselben unterworfn/ welche aus dem Licht der Q 5 rech- ris V-ndeiiir«türk'cheri rechten Crkäntniß gehen/nicht die/welche aus SupeM nun und Aberglauben/auch nicht auffeigene 6oaju- rs tion und unbillige Beschwerung / wie die Trüffel^ Banner im Brauch haben / gehen. Sondern ich meyne allhie eine solche wie die klagt auöO/ rlent gehabt/ so aus Eingebung GOttes/und der rech^ ten zugelassenen Kunst geurcheilet haben/und auch eine! solche/wie die Alten für uns gehabt/und beyden Egy- ptern und Arabern im Brauch gewesen. Ehe die Schriffc erfunderr worben/haben sie durch 6§n->,Cha- racteres/und dergleichen ihre Sachen notirt/observirt! nnd behalten können. So sind solche Segen zu ge, ^ brauchen auch nicht verbothen / welche Christus der § Sohn GOttes sechsten gebraucht/wie die Schlifft sa>! get: Und er nahm die Kindlein/ leget die Hände auff sie/ und segnet sie. Was aber in diesem sonsten wider GO tt und sein Wort/die sind billig zu verwerffen/und nicht zuzulassen/ dennsie sind nicht göttlich/sondern teuffelisch. Aber solche übernatürliche Dinge/ so GOtt und seinem heiligen Wort nicht zuwider/ die i gehören unter die KlaZiam, die da ohne Verletzung der > Seelen ist. > Was die Vikanss, Gesichter und anders anbelanget/denn solche den Heiligen GOttes öffters bege- ^ gnet/bleibt billig auch / nnd wird mit untergezehlet/ ! dero Dnige/so da unnatürlich siM Denn altes was der Mnsch spcculirt/und durch den Sinn begreiffen muß / ist übernatürlich. Dargegen alles was der Mensch angreiffen/sehen und fassen kan/ ist natürlich. Zum dritten/so bcstehet das dritte Theil der na- i türlichen und. utMnatürlichen Dinge in der Medicin oder ' und übematlrrll'chett Dingen. ri- oder Artzeney,eines jeden seiner Tugenden und Krafft, welche Medicin eines jeden Dinges muß zuvor von einem anschauenden, greifflichen, natürlichen Leibe ausgetrieben/und in eine geistliche verbesserte, übernatürliche Würckung gebracht werden, dämir der Gnst, wel6)er dem Leibe anfänglich eingegossen und vergönnet worden,entbunden,und zuwirckenpenLtrirenkan, wie ein geistliches Wesen, und spnuualisch Feuer/dem seine Lufftlochergelassen,zu brennen, und keine Verhinderung haben kan/so das brennende Leben ersticken, dampfen und verhindern köntc/we!ches sonsten/da die Scheidung der Seelen und Geistes vorn Leibe zuvor nichtgeschicht,keineÖperation mit Krafft und Nutzender Nothdurfft nach erfolgen kan, denn alles was sichtbar anzugrejffrn/undunaescheidensteibhafftig / ist natürlich und corporalisch. Sobald aber die Scheidung geschehen,so gehet daeLebendige von den Todten ab,bekömmt seine vollständige Operation und Wir- ckung,und weil das natürliche Oorpu; abgesondert / so ist das spmtualische Wesen zu penetriren loß gemacht, und zu einer geistlichen, übernatürlichen Medicin worden. Und in Summa alle Dinge, nichts ausgenommen so man greiften und tasten kan, sind natürlich, muffen aber übernatürlich gemacht werden, wenn man sie zurArtzney bereiten will,denn das übernatürliche hat allem in sich die lebendige Krafft zu wir- cken/und das natürliche hat nur eine todte begreiffliche Denn da Adam geschaffen ward, war er todt, und hatte kern Leben einiger Tugend-So bald aber der wtrckende .lebendige Geist zukam,da bewieß er seine lebendig? Krafft und Vermögen durch übernatürliche Verwunderung,und sind also m jedem Dinge das.na- lür- rrc> Vdtl den natürlichen türliche und übernatürliche als eines copulire und in ihrer Wohnung zusammen verbunden/damik ein jedes vollkommen seyn mag. Denn alle Dinge dergantzen Weit/ so geschaffen/sind etliche übernatürlich allein/ als was Seelische und geistliche Sachen belanget/ et/ Uche aber natürlich und übernatürlich zugleich/ was die Elements und das Firinament belanget.Desglei/ chen die Mneralia/ Vegetabilia und Animalia/ welches nun erkannt und befunden wird/ wenn diese von einander geschieden werden/daß die Seele von dem Leibe ausfähret/und der Geist seine Seele verlassen/ und den Leichnam eine leere Wohnung bleiben läst. Und solt nun auch werter verstehen/ und in acht nehmen/daß die grosse und kleine Welt aus einer prima msrerls gemacht / kormirr UND geschaffen durch ein unermäßliches allmächtiges Wesen / zu der Zeit im Anfang/ da der Geist GOttes auff dem. Wasser ichwebeke/welcher von Ewigkeit ohne Anfang gewesen war. Die grosseWeit/alü Himmel undErden aber war am ersten.Demnach ward die kleineWelt/als der Mensch von der grossen genommen/ daß das Wasser abgesondert ward von der Erden/das Wasser war die Materia / darauffder ewig,wahrende Goues-Geist jchwchete; Aus drr edelsten Erden / als ihr gmnraLs- lentia,ward die kleine Welt formirt durch die aguoll- tat/so noch b ey der Erden war/und war alles natüi? lich allein: Ader nach Einblasung des warmen cwtk/ liehen Odems kam alsbald das übernatürliche darzu/ daß also natürlich und übernatürlich verknüpfst und verbunden waren. Die grosse Welt ist zergänglich/ wiewol kine neue Erden oder Welt werden wird/ die kleine Wels aber cwig/die grostezergängliche geschas' ! fem nicf Ge des Hi nac ulli we i die G> dci M ni> l da kl< ! l re so S' so d< f' d § r i l und übernatürlichen Drngen. »2 t feneWeltwird wiederzunichtS werden/ wie sie aus nichts gemacht/ aber die kleine Welt wird durch den Geist Gottes claniicirc werden / weit derselbe solche besitzet / und aus dem vorigen irrdifthcn Wasser ein Himmlisches verklärtes Wasser machen / so wird darnach folgen / daß prima msreris zu der ulrima und ulcim» materis wieder zu der prima mskeria abgewechselt hat und worden ist. Die Ursache nun/ daß die grosse Weltzergänglich, ist diese / daß der Geist Gottes seinen Sitz und Wohnung nicht behalt in der grossen / sondern in der kleinen Welt ;denn der Mensch ist ein Tempel des Heiligen Geistes / so fern er nicht sechsten verunreiniget zu dem Höllischen Feuer/ damit ein Unterscheid wird / und bleibe also in der kleinen Welt/welche er nach seinem Ebenbilde form,« ret / und zu einem geweihetcn Tempel gemacht hat/ sonsten ist auch alles in der kleinen Welt/was in der grossen befunden wird. Nemlich Himmel und Erden, samt den Elementen/und was ihn anhängig, und aus dem Firmament zugethan ist. Man befindet auch / daß in der erstenSchöpf, sung, so aus nichts vollenbracht / drey Dinge entstanden Ew seellMes / geistliches und sichtigltcheö Salh: Diejc drey gaben ein vollständig und perftct greifiieyev und förmliches (Corpus aller Dinge» 2a welchen insonderheit alle vier Element« vollkommen befunden werden, wie ich m mememSchretben allbereit/und insonderheit/ da ich «lc Klicrocolmogeschrie- Len/Erzehlungund Berichtgethan. Damit ich aber noch ein wenig weim Bericht thue, rrr V-ttdm natürlicher- thue/ von natürlichen und übernatürlichen Dingen / beyde geistlich und leiblich. So wird befunden / daß das Cananäische Weiblein/von ihren zwolff-jährigen Blutgange gesund ward / durch ein blasses Anrühren / da sie nur das Kleid des Sohnes GOttes berührete/ welche ihre Kcanckhe't natürlich/aber ihr Medicamen^ iumübernatürlich war/ weitste durch den Glauben die Hülste demHErrn Christo abgewonnen hatte. Desgleichen sehen wir ein trefliches / hohes übernatürliches Wunder, Merck an den dreyen EanuM/als Savrach/ Mesach und Abednego/soin den feurigen Ofen geworffen wurden / aus Befehlich desKönigesNcbucad,Nezar/und doch durch Gottes Mittel unverschret - wunderbarlichen errettet wurden/Dan.?;. Ebener maßen ward die Verwirrung der Zun, gen und Eingiessung der mancherhand Sprachen / so in der närrischen Erbauung des Thurms zu Babylon geschach / welcher biß in den Himmel solle auffge- fähretwcrden/für ein übernatürlich Wunder und b-li- raculum erkannt. Ferner war das auch ein übernatürliches Zei, chcn/das; die Zsraeliten lwie die Hunde mit den Zungen Wasser trincken musten / so da wider das Kriegs, Volck der Midiauiter aus Gottes Befehlich streiten sollen. So war die Außschickung der Tauben aus der Archa Noa/so ein grünes Oel, Blat in ibrem Munde zu einem Gnadenreichen mit sich brachte/eine Göttliche übernatürliche Bvthschafft. Daß der Heil. Gottes, Mann Moses mit seinem Stäbe auff einem harten Felsen schlug/und der Steinfelß Wasser von sich geben muste/war über die Wd übernat ürlichen Dinge». ,2; menschliche Vernunfft / wie denn dieses übernatürlich war / daß das gesaltzene Wasser zu einem süssen Trinck-Wasser werden muste. Wie ingleichen der trockene Durchzug der Jsraeliten durch das rothe Meer. ,Auch daß der Stab Aaronis grünet / eitel übernatürliche Dinge waren. 'n Summa/daß Christus der ewige Sohn Gottes durch den versiegelten Leicbstcin aus dem Grabe sich erhub: Den zweyen / wie sie nach Emaus gien- gen/eil chren: Durch verschlossene Thür den Jungem sich ossenbarote/war alles Göttlich und übernatürlich: Derer Krempel dann noch viel aus der Heil. Bibel konten angezogen werden/ weiche ich aber um Kürtze willen-etzo unterlasse. blnter die übernatürlichen Dinge werden geur, theuet alle Berazeichen von leiblicher Erscheinung der Geister/Bilder/Berg-Männlein und Zwergen / die da vielfältig/sichtiglich sich erzeigen/und Anzeige geben/Glücks und Unglücks/Verderb und Reichthums/ so wol auch alle Figuren der Ertze und andere Form!, rung/welchc in der Erden gesunden werden/von Mensche n/Fischc und andere Thiere, durch die non der drey anfahenden Dinge gebildet und gcfor- dav Erdreich und andere Elementa r ausZekocht worden/darunter auch gehören dle der Erden /und solche Dinge / die ^WissenZeiten findet/ vonwun- derbarer F orm und Mamer/und die nach derv verlauf- Wrenselt nimmer können gefunden werden/und doch über eure andere Zeit gewiß wiederum sich erzeigen md anzutreffen seyn. Hieher gehören auch alle Gesichte / so durch r?4 V-ttdennaturkchm Wasser / Spiegel/ Crystallen und andere Mittels schehen / auch so durch 8igil!ea und ckaraAsre, zu, geben / welche doch so unterschieden sind / denn etliche sind allein natürlich/und geben doch übernatürliche Gesichter von sich; Die andern aber / so durch be- schweren zugehen/ sind weder natürlich noch überna, lürlich/sondern Teufelisch/ darum gehören sie unter die Zaubercy, und werden billig allen frommen Amsien verboten rauch werden billig alle solche Mittel, so wi, der die heilige Schriffc/Gotles Wort und seine Gebo, ten Muffen / von den wahren natürlichen Cabaiisten verworffen und widerleget; und sage dieses darum / daßmaneineu gewissen Unterscheid, und einegewisse Ordnung zu finden wisse der natürlichen/übernatürlichen und unnatürlichen Dinye. Ebener mästen gehören unter die übemarürli- chenDinge alleW'asser,Geister/a!s dieSyrene/Suc, cub-e/ und andere Wasser,Nymphen / und was ihnen zugethu -: Dergleichen die Erdgeisier/auch die/welche in der Arfft wohnen / sich hören / sehen, und vernehmen lassm/bißweilen den Todt verkündigen, oder einen an, dem Unfall, auch unletweilen Reichthum und Glück an gewissen Ocrtern anzeigen durch ihre Erscheinung/ darunter nun auch die Feuer-Geister gehörig / so sich in Feuer-Gestalt / und in Form eines brennenden Lichtes erzeigen: welches nun alles Geister sind / und un, greifliche Leiber haben, doch nicht solche Geister / wie die rechten höllischen Geister / die den Menschen nach ihrer Seelen streben/ als dem ewigen Kleynod/ wieder höllische Lucifer der Teuffel und sein Anhang furg, Elen sin, Wc weil nun sian derti von seht! Wer ünn W tcr den fos sink sich W Heu zog der ehe D S Ihm/ die mit ihm verflossen worden, sondern es sind solche Geister / die da über die Natur dem Menschen g-t die die Fe bei blc / > e e - e ^ »! l, - i/ n l- / n '/ ig !d- r- Und übernätüriicheü DtiWN. ^25 sürgestelltzur Verwunderung/und sich allein ausdctt Elementen erhalten/ und sich daraus nehren und speu sin/ aber hiernechst in Ausshoren dreser »rrdischen Welt auch mit vergehen und verschwinden werden/ weil keine erl'oßte Seile in ihnen iju Hiervon ich nun weiter ieho nicht will reden / sonde rn solch e Um^ stände wettläuffüger zu vffenbähren / biß M einer andern Gelegenheit sparen und auMMenwill/daich von den VilwMus,' Gesichten und geistlichen Erscheinungen derselben einen sonderlichen Bericht thun werde/welche von dem meisten Theil der Welt fuv Unnatürlich geschätzt werden/ und doch natürlich in der Warheit find; Aber übernatürlich werden sie in ihrer Wirckung und tvunderbahren ^lum erfun- Damit ich mein Vornehmen welteibej^tige/ so sage ich also; daß auch viel Dinge mder Artzney zu sindensind/wekcheübernatürlich ihre Wnckung von sich geben / erzeigen und vollbringen / nach mogneüL scherForm und Art/ nükwirckende durch eMe ansier henve spirimallsche KküW södurck die Lässt an sich ge/ zogen wird / weit die Lässt das Medium ist Zwilchen derÄttzneyunddetn Schaden oder GebrecheN/gtei^ eher massen/wie sich der Magnet jederzeit nach feinem Vittags'Sterne sehnet und wendet/ obgleich solcher SternvieltaüsendMeileNvvnihm / so ist doch die geistliche Wirckung und Liebe so mächtig zwischen diesen deydcn/daß sie durch das Mittclband/ als durch hie Lufft zusammen gezogen werden / in einer so grossen Ferne und Weite; weil solche anziehende Kraffk aber bey den Leuten ins gemein bekannt/so ist es nur zu eii>er blossen Gewonheit worden/wirb auch allem dasur^ 2L6 Van den natürlichen achtet/und ferner keine Verborgenheit /, wodurch che wirckende Kcafftihren Ursprung hat/ in acht g^ rwmmen/gleicher Massen können Schaden und brechencuriretundgeheiletwerden/ obgleich solches Mensch/ der so preßhafsiig isi/und d er Artzt/eine gross! Ferne von einander sind/nicht durchSegen/Bcschw^ rer:,und andere unbillige verdothene Mittel/ so widet, GOtt und die Natur lausten / sondern durch stlc!/ Mittel/darinnen die Magnetische anziehende Krass stecket/solches zu vollbringen- Als wann ein Ve^ wundtcrvon bannen zeucht / und lässet das Waffe->/ damit er verwundet/oder von seinem Ge'vlür/so aus dct verletzten Wunde gelausten / dem AM/und dann voi> ihm recht und durch gebührliche Mitte! damit verfall ren wird/wie man eine Wunde zu verbinden pfleget/H so wird er ohn allen Zweiffel warhaffug gesund / und l ist keine Zauberey/sondern allein wird soiche Heilung! wollenbracht durch anziehende Krafft derArhney/wel< che durch das Mittel der Lustt dem Schaden zuges führt/und damit gereinigek wird / die geistliche Oj>e»- «on zu vollbringen. Diese Reden werden manchem schwer düncken/ Md unmöglich seyn deeNarur / und viel werden sa^ gen/dieser Bericht läufft wider die Natur/ dadurch werden noch erweckt hiernechst viel Leute/ so solches disputsren/ und einen Streit gegen einander führen > werden/obs natürlich oder nicht/ ob es möglich oder nicht/ oder ob diese Lura eine Zauberey/ die will ich äst so entscheiden/ daß diese Lurs natürlich ist/aber die Lura, wiesle wircket/ übernatürlich und geistlich/ weil sie allein bloßdurch eine anziehende/unbegreiW v ss- Lk k ß .x, >ch sH el/j nv r.g! ei- ;L>j cu- Und übt'rttaküriiHett DmZ'-tt. rL/ cheWeist zpgehet/und daß diese Weise zu heilen auch kklNk3/n^,»k esi)!kf?I fer/und sein heiliges und allein seltginachen^.-^^ läufft. Sondern allein naturlK/ aus ubewa türlichen/unsichtbmen/unbegreiffl.ichen/ getst.-MN an ziehendenKraffl/wclche ihren originem uNdUr,pumg aus dem Sydenschen empfangen/und ihre Wurcrung durch die Elementa verbringe!. ^ ^ Letztlich sparobir ich gleichsails/daß diese Lura r.me äuberevist/sm,^-' ir-n-.'-n, vas, ohne Verhängnis, und zu gnädiger AulaMng des lieben GOttesmcht möglich zu Äühbrmgen P» Es wäre noch vk! zu schreiben von dieser Magnett^ Wen'lcsrm/mVerhümugaber allerhand Irrthums L'wsicn , und stille styweWn, biß ich ä-nüri>culiL N3rur.I>b^. vrer V2N dkN nattick- chen WunderEerckeu der Welt etwas gedeuEcN werde. . . Die groben unverständigen ingvü-ä, die sich doch klage Meister düncken der kbilosvphj, unö rinKchek Mensch/so nicht vollkommen seine Sinne Hat/Miß kei^ .^ - lichenwvhlzuciillin^Mnwlssen- ^ , Pr rr8 Vsnderi»i Demnach denn dieBncmr des Goldes in keinem ü- ! berflüßiger/als in statte unLVcner- gefunden wird/als Manu rmd Weib - werden ihre Leiber zerstöret / und ihrer Bnctur Geist von ihn außgetrieben / welche das auffgeschlossme Gold blutreich/ und durch ihre Speise und Tmnck flüchtig macht; Derentwegen das fiüchtige Gold / wann es ferner Speise und Tranck er- sättiget worden/sein eiaenGeblüte an sich nimmt/durch seine selbst innerliche Hitze außtrocknet/mit Hülffe und Zuthuung drs Vaporischen Feuers/ und ist wieder ei- ^ m Uberwindung/welche gantz fix und der höchsten Beständigkeit machet / daß das Gold eine überfixe Ktesti- cin wird/und wegen überflüßiges Geblüts kein Lorpn, gebeir kan/ es werde ihm denn wiederum ein überflüssig carpur zugeschlagen/darinnen sich das übrige fixs Geblüt außtheilet / welches zugeschlagen metallisch ren-Kleid verliehet und mitgetheilet hat/und der König hinwiederum seinen Dienern von seinem , Königreich/ wenn er zuvor die Steuer und den Tribut von den Unterthanen eingenommen / kan Erbcheil und beständige Hvf,Kleidung austheilen , auff daß der Herr und Knecht zugleich bey einander bleiben können; und laß dich gar nicht wundern / daß der Könige Entlehnung von seinen Dienern bedarff/weil ihre Lei- . her unfir und unbeständig sind / denn sie nehmen viel an/und können doch wenig Glauben halten: Da aber der König dessen cheiihaffug werden kan / kan er Hitze und Frost besser öbcrwinden/denn die aussätzigen Metallen/ und wird demnach durch solche Annehmung ein. Herrscher und Überwinde« p-rrcicularner aller anderer/mit grossem Sieg und Triumph des Reichthums, und der Gesundheit zum langen Leben. Und vtthoffe/. du wirst also von diesem naimlichen und übernatürlichen, Bericht/und der erstenTinctur-Wurtze! der Metallen und Mineralicn/zumAnfang genugsam verstanden haben / worauf der Eckstein gchtzt / und der reckte Sech in genere gegründet / darinnen die Natur ihre heimliche tieffverborgene Gabe versetzt und vergraben- / hat/nehmlich in die feurige gefärbte Geister/welche, i Farbe sie aus dem Himmel des Gestirns / durchMir- ! Kuntzder Elementen/ überkommen/ und demnachwm her färben und figiren können / das zuvor ungefärbet. und unfir war / weil der l.una das Kleid der güldenen « Krone mangelt/ samt der Fixigkeit / wie denn dem P 4 Salm, i r;r Vandeirnatürirchen ) Saturns/Aovi und Mercurio gleicher Müssen; Und ^ Ein ? ob wol Mars und Venus der Kleidung nicht bedürft ' - Hl ^ sig/sondern solche den andern fünffen mittheilen kön* j tlg gen: So sag ich doch/daß sie ohne den Löwen/weil sie l au ^ mit der FiMeit ihres Mercurii und her Geschmei- ^ U ^ digkeitihres Saltzes nach Nolhhurfftnicht versehen/ i Ä ' gar nichts außrichjen können / etwas mit Reich* j > ^ thum zu erjagen / es sey denn / daWe der Löwe im ^ ^ Streit überwunden/haß sie auf beyden Theilen tri« i ^ s! uwphiret haben / und sämtlich zugleich in merck* ^ i! ä liche Verbesserung kommen sind / welche Verbesse* ' ^ L ! rung in dem Signalstern oder ihrem Magneten ver^ ^ !, / borgen liegt/ daraus alle Metall ihre Gaben ftlbsten ^ ^ i empfangen baden. Nun wil ich fortfahren/undm i 5, !! ! strecis zu der Geburt schreiten/und zu der Zenersrion 7 i ^ wie der/LrcN-ru; seine Kraffc erweiset / außgeust/ und ' 6 zu TageWinet / dardurch alle metallische und mi- ? yeralifche Form sichtig vorgestellt/und durch die mi- ! tj nerqtische/unbegreifliche/fliegende Feuer-Geister > L ^ förmlich / greiflich/ und leibhafftig gemacht werde: ,> ^ ^ Und verstehe nun ferner derentwegen also/mercke mit i > ' Fleiß darauff/und nimm in acht/daß du das Wichtige f '' picht fahren last mit Vergessenheit/noch das Nütz- -- " sichste überstehest / und dargegen das blosse Schreiben ! ' § > yach der lange ohscxvirest/und den Hauptzweck über* v - gehest; denn was ich hierinnen schreibe/wird das hdch- ' i. ; sie für das geringste/und das geringste für das höchste ' ^ ? Geheimniß von vielen unzweiflich geschätzt und dafür I ' ' begriffen werden, ! - ' Nun solt dn anfänglich wissen/daß alle Metallen ; ' i M WlM der Erden eine einige Materia/und eine ' i ^ ^ . ' - UM > m»d übematürllchm Dinge»:. r;z ! tinigeMumMben / dadurch sie in Zensre allzusamt ! ihre Empfängniß erlanget/u»»d vollständige/letbhaff- j tige Geburt überkommen; Über solche Materia / so ! i aus dem cienkro gehet / theilet sich anfänglich aus in j drey S tücke/ein leibhaftiges zu wegen zu bringen/und ! eine gewisse Form eines jeden Metalles; Die drey Stücke nun werden durch die Element« nur gespeiste in der Erden aus ihrem Leibe / und alimentirc, biß sie , ^ vollkommen werden: Die Materia aber / so aus dem 6enrw herkömmt/ ist durch das,Syd?rische gebildet / > durch die Elementa gewircket / und durch das irrdische formirt / und ist eine bekanlliche Materia / und die ! wahre Mutter der Metallen und Mineralien / und ist - , eine solche Mater« und Mutter/daraus der Mensche / selbst empfangen / gebohren / erhalten/und leibhafftig - > gemacht worden/ und ist gänhlich der Mittel-Welt >' ru vergleichen; denn was in der grossen Welt ist / das ! ist in der klemm: was in der kleinen Welt ist / das ist auchindergrossen;Alsowasindergrossenundkleinen , . >' Welt zugleich ist/das wird auch in der Mittel-Welt f funden/ welche die grosse und kleineWelt züsammen ? setzt/und ist eine Seele/welche den Geist mit dem Leibe ' s. vereiniget und copulirr. Solche Seele wird ver- ^ glichen dem Wasser/ und ist auch ein rechtes wahres j, Wasser/ doch nicht also / daß es netzet wie ein ander ' !Masser/sondern ein Himmlisches Wasser/ trocken in ,» einer metallischen liquorischen Substantz erfunden / > und ist ein seelisches Wasser/ so alle Geister liebet/ und sie mit ihrem Leichnam vereiniget/ und in einvoltstam - diges Leben einführet / darumb wird billig erfunden - Wd beweißlich dargetkan/daß das Wasser eine Mut- - P r tch 2Z4 Van dm natürlichen ter ist aller Metallen/ welche durch das warme lufftige Feuer / als den Minium Lulpkur», erwärmet wor, den/daß durch seine Außkockung der irrdische Leib leb- hafft gemacht/darinnen das Saltz beweißlich erfunden wird / so für der Fäule erhalt /damit nichts durch die corruprion kan verzehret werden. Im Anfang und Geburt nun wird das Quecksilber am ersten gewirckt/ weiches mit einer subtilen dosAÜlgtion noch offen ste- het/weil ihm wenig vomSalhe mitgetheilet worden/ daraus beweiset es mehr einen geistlichen / denn einen irrdischen Leib: dieanl ern Metallen aber/ so alle aus seinem Wesen folgen / und mehr Saltzes haben / dadurch sie iebhafft'.g werden / folgen alle diesem nach/ lind sahe NUN an erstlich 6e 8piricu ^ercurii. Das dritte Capitel. OL 89IR.IH1 ^ L L- 6 u 8. l I. ich wol einen sonderlichen sr^lum führe zu schreiben/der manchen düncken wird selßam zu seyn / und auch selham wird vorkommen in sei, nem Kopffund Gedancken/so hat es aber doch Ursache genugsam: Ja sage ich genugsam / daß ich bey meiner Erfahrenheit bleibe / und achte ander Geschwätz nicht viel/ weil dasselbe in meiner Wiffenschafft verborgen ist/und allezeit sehen für boren gehet/und der Grund für dem Ungrunde das Loh erhalt. Darum sage ich nun ' daß alle sichtbahre begriffliche DiiW aus dem 8^1' und übernatürlichen DlNZen. rzz Spiritll ^crcurii gemacht sind / welcher allen indischen i Dingender gantzenWelt vorgehet / und alle Dinge sind aus ihm gemacht/und haben allein ihren Ursprung von ihm/ denn in ihm wird gefunden alles/ so alles ver« richten kan / was der Aunsitiebende zu suchen begehrt - «r ist der Anfang zu wbMl die Metall/wenn erzuei- , nem geistiichen Wesen worden / welches ist lauter ^ Lufft/und fleucht hin und wider ohne Flügel und »stein bewegender Wind/welcher nach seiner Außjagung von seiner Wohnung durch den Vulcanum in sein CK 305 getrieben wird / da er wiederum denn eingeht/ und sich relolvirc in die Gementa/daervon dem syrischen Gestirn auff und an sich gezogen wird nach Magnetischer Art/aus Liebe/daraus er zuvoraußgan- gen und gewircket worden / dieweil er seines gleichen Hern begehrtund an sich nimmt / da aber dieser Spinn» / ^ercun: kan «Mmwund leibhafft gemacht werden,! so cesolvirc er sich in ein corpu--, und wird zu einem kla, ren und reinen durchscheinenden Wasser/welches das i wahre tpiricuslische Wasser / und die erste Kkercurial- s VZurhelist deri^inergli-n,.geistlich, unempfindlich/ ' »nverbrennlich / ohne einige Vermischung der indischen --guttat, und ist das HimmebWasser, davon sehr viel geschrieben worden / denn durch diesen 8piritum I^srcurii können ohn einig corro- 6v zerbrochen / aussgeschloflen / und ia primam pisrcnam relolvirc werden, alle Metallen / da es nöthig / dieser Spinm; erjüngert Menschen und Viehe gleich dem Adler / er conlumirc alles böses, und führet ein langes Alter zu einem Leben. Dieser Spiritus Uercui-ü' ist der Haupt - Schlüssel meiner r;6 V-»l den natürlichen andern Schlüssel / davon ich im Anfang geschrieben / i darum will ich ruffen : Kommt her ihr Gesegneten des HErrn / lasset euch salben mit Oel/ und erqui- ! cken mit Wasser / und balsamirt euer Cdrper / daß sie nicht faul werden/ übel riechen und stinckm / denn das Himmlische Wasser ist der Anfang/ und das Oel das Mittel / demnach es nicht brennt/ weil es aus einem geistlichen Schwefel gemacht worden. Und der Salh, Balsam ist licblich/der mir dem Wasser durch das Oel vereiniget wird/ davon ich hernacher abermal weulaufftige Erzehlung thun will/ wenn ich von ihnen etwas schreibe/und zu reden gedencken werde. Und daß ich weiter erkläre / was Splritur klee- curii für ein Wesen/ klatcria und Form sey/ so sage ich/daß sein Wesen ist Seelisch/ seine Materia geistlich/ und seine Form irrdisch/ so doch durch ein un- begreiffliches muß verstanden werden- Dieses sind zwar scharffe Reden und Wort / und viel werden gc- dencken: dein Färbringen ist eitel einerley / und sind jeltzame Außgösse/.sowunderbarliche Gedancken machen ; das ist wahr / seltzam sind sie/und wil auch hinwiederum selhame Leute erfordern / so solche Rede verstehen; Es ist nicht eine Schrifft für die Bauren / wie sie den Wagen schmieren sollen: auch nicht eine Rede für diejenigen / so keine Wissenschafft der Kunst haben/ ob sie gleich noch so gelehrt wären/ wie sie sich düncken; Diesen acht ich aber allein für gelehrt/ der nechst GOttes Wort die irrdischen Dinge / so mit der Vrrmmfft müssen geurtheilet werden / durch hie yrahre Erkäntniß grünet / und auß dem Lischt das und übernatürlichen Dingen. r;7 Finstere lehret erkennen/ und dsS Gute für dein Bö, sen zuverwerffen. Was erfodert nun den Anfang dieses Geistes des O.vecksilbers/ das istumwthig dir zu wissen/ weil dir solches keineHütffe nochNutzen bringen kan,allein die-! ses vernimm, daß sein Anfang ist übernatürlich aus i dem Himmlischen, Svderischen und Elementischen, - von Anfang der ersten Schöpffung verliehen ferner in . ein irrdlsches Wesen einzugehen. Weil aber dieses nolhig/wre dirzuwissen gethan, so laß das Himmli, sehe der Seelen,und faß es durch den Glauben, das Syderische laß auch zu frieden, weil solche Syderische impi-ttlion« unsichtbar und unbegreiffiich sind - die / Elemente, haben den 8p>rimm durch das nurrimen- - turn auch schon vollkommen zur.Weit gebühren, dar- - tun gehe ihr auch müssig/sintemahl der Mensch keine Elemente machen kau, sondernder Scbopster allein, und bleib bey deinem gemachten 8piriw, so schon förmlich und unförmlich, begrifflich und uabegreiffich, und doch sichtlich vorgestellt ist. So haftu primE w-usnam genugsam/ daraus alle Metallen und Mine» r« gewachsen sind, und ist ein einiges Ding, und ei, nc solche Mamia, welche sich mit dem Schwefel des folgenden Capuelsvereiniget/und mit dem Galtz des funssten Eapuels in eine Loagulacion eingehet, daß ein Leib daraus wird, und eine vollkommene Aeheney und Medicin aller Metallen, nicht allein zu gebühren Anfangs in der Erden, als in der grossen Welt, sondern auch durch Hülste des vapori- fchen Leides zu verändern und zu tmnrmmirew 2)8 Vossdett natürliche ji samt der ^uFmclltLkion m der kleinen Welt. Und i laß dir solches nicht seltsam seyn / weil es der Höchste zugelassen / und dir Natur dasselbe vorgenommen j hat. > i Viel Leute der Welt sind/so solches nicht glauben/ ! und für umnüglich achten/ vernichten und sichelten solche klytteria, die sie'mit Nichten verstehen/üie mögenE- sei und unverständige Narren bleiben/so lange biß die Erleuchtung hernach folget/welche ohne den Willen EOttes nicht geschicht/sonvern verbleiben wird biß zu dcrVcrhängniß.Aber verständige und erfahmeMen- ! schen/so den Schweiß chres 'Angesichtstreulich ausge- I gossen/wcrden mir Zeugniß gnugsam geben / und die l Warheit bestätigen und also constcmiren/ daß sie für- l wahr aläuben und halten können/ daß alles/was ich schreibe/m diesem Wachest sey; So wahr als Himmel und Höllen den AuserwelstttN lamt den Verdammten zum Verdienst Gutes und Böses vorgestellt und verordnet ist. Jeho schreibe ich mir den Handerr nicht allein/ sondern Ginn/ Muchund Hertz treibet michdarzu/ und reihet mich an/ daß viel dünckende/ hocherieuchte/vermeyM Weitverftandige diese Geheimniß Hassen/nriden/lästern/schmähen/schänden und verfvi-zen/biß auff die äusserste Schale/oder biß zu dem inneren Kern/ der seinen Anfang und Origsnem auS dem clsmro hat- Aber ich weiß gewiß/ es wird eins- mahls die Zeit kommen/wann meinMarckvcrschwun- Den/ und meine Beine ausgetrocknet sind / daß sich Leute meiner in der Gruben von Hertzen annehmen / uriddaesGOtt zugelassen/aus dem Tode gern rä- » chest ! und nbemaErlichen Dingen. > chen wollen/ aber cs wird nicht seyn können: darum habe ich ihnenSchrifft hinterlassen/dadurch ihr Glaube und Zuversicht ein Siegel der Gewißheit und ! der Warheit haben wird/von mir zu zeugen/was mein letzter Wille und Testament gewesen/so ich denArmen und allen Liebhabern der Geheimniß gesiiffret. Ob nur wol nicht gebühret hätte/ soviel zu schreiben/so habe ich doch ohne Verletzung meiner Seelen nicht Hinterhalten können/ einen Blick und Schein durch die Wvlcken Zu jagen/damit der Tag mag gemerckel/und die finstere Nacht samt dem trüben und dunckeln Regen-Wetter vertrieben werden. z Wie nun der LreK-us weiter wircket durch den Spiritum ktcrcuril in der Erden / oder in den Adern der Erden/ so solru also beuchtet seyn: daß/nachdem berspinru.chsche Säumen durch die Impressen des GejtimSvsn oben herab gebildet / und durch die §le- Enka gespeisel worden / daß soicher Saame worden, Und in ein i^rcunalisch Äöasscr sich verkehret/ wie anfänglich die grosse Weit auch aus nichts gemacht ward/ dum daß der Geistauffbem Wasser schwebe, tc/ da muste e-iie hnnustische Warnre das kalte wässerige und urdische Gescdöpffm ein Leben erwecken / in der grossen Weit war es die Kraffr GOttes / und die Würckung der himmlischen Lichter / in der riemen Welt auch die Krafft GOttes/ und die Mürckung durch leimn göttlichen und heiligen Athem in der Erden zu wircken. Weiter Mb d'er'ALMWtge/ und fatzte Mittel ein solches zu vollenbrmM / daß , ein Geschvpffin das andere zu wircken Macht über- kem- r r »40 von den natürliche,r kommen/und eines dem andern Beförderung IHM solle- alle, Wercke des HERRN zuvollenbringen und auszurichten. Also ward der Erden durch die Lichter des Himmels eine Emsticssung verstattet/ zu gebahren eine innerliche Wärme/gleichfalls auch zu erhihen und auszukochen/ was dem Erdreich zu kalt war/wegen seiner Waff-rigkeit/als einem jedem Gcschöpff ein sonderlich 6enur nach seiner Art/ daß also durch den gestirnten Himmel erwecket wird ein subtiler Schwefel-Dampff/nicht der gemeine/ sondern ein anderer clarificirker/rewer und purer Dampf/ vonanöern abgcsondert/welcher sichmit der msrcu- rialifchenSubUantz vereiniget/ durchweiche warme Eigenschafftin langer Zeit die Feuchtigkeit so übertrüge ausgetrocknet wird/ und wann dann die seelische Eigenschafft darzu kömmt/weiche das corpu- und den Balsam giebet der Erhaltung / und zuvor auch durch die 8pirttU3lische und herrsche Emfiiessnng in das Erdreich wircket/ so wird eine Gebu rr v-r Metallen daraus: wie dann die Vermischung der drey Ausätzenden gefallet/ und welches das meiste unter diesen dreyen an sich nimmt / darnach gefallt das dorpur. Ist aber der 8s>iriku; klsrcurü gerichtet und geartet von oben herab auff die Hnimalia, so wird ein animalisch Wesen daraus: gehet er wegen ferner Verleihung auffdie Vegeeabilia , sowirddaraus ein vegetabilisch Werck; fallt er aber wegen seiner emgegossenen Natur zu den Mineralien,so werden wineralia und Metallen daraus/doch hat ein jedes seinen ünterscheid/wie siegewircket werden/ die nralia vor sich/ die Vegtztabilia auff eine andere Art und rmr aus tig lun gen uni ley hei der rer mr nie vir gel fen Q da sch ka INI sul ne dc de kli B !ir und übemaeärlicheij DWeir. 24- Vn- Fürm für sich/und die ^linewiia für sich / ein jedes auffeinen sondcrnWeg/davon in specis gar weitlaust- l>g zuschreiben/und eine grosse unterschiedliche Erzeh» lung zu thun wart« > Aühier möchte nun mancher/wie nich' unbillig/fra/ ! gen/wie dann solcher Spirimr ketercurri zu überkommen ; und zu erlangen siy/oder wie er zu machen/ austwascr- . leyWeise und Wege er zu bereiteu^aß er die Kranck- i heilen vertreiben, und alle Metallische Geschlechter aermaen.k>^n-«/-l-:- ^ ... .«lvtt>«ttlrrnk>lien>iL)cnzu>)rvu»i» ren/durch die ersarmutskinü und Vermehrung ihres Saamens verändern kan ; Hieraust wird manches mitVerlangenwarren der Antwort/ die ich ihm doch nicht vorenthalten will/ sondern treulich entdecken / so vielmic durch GOttes He bot/Gericht um, Urlyetl zugelassen und vergönnet w okden/ dieser gestalt und mas- ^'' Nimm im Nahmen des HERN einrötheS QveMver-Ert^ Mich anzusehen dem Unnützer, UNS ' das beste Gow-Ertz/ so du haben kanst/die reibe gleiche schwer rein zusammen/ ebe sie einiges Feuers cheil- hasstig worden / geuß kakaliff ein Qleum tviereu- xii, per le gemacht/aus dem getNeinen MristcirtLN Un8 sublimikten Qvecksrtber/ stellshin/ und dtgerirs eine ,1 Monat/ so hast» eine LMaLio, so mehr himmlisch denn krdM ist: die LnksHis distiliir gemach ab ist dem Bad der heil. Zungstauen Maria/ so gehen dit klilegma lstrüber/ und das schwere LUeumbleibekaist Boden / so alle Metallen m momema in sich nimmt; zudem geuß dreymahl so viel spirimm vml, siM- tirKinPeilkan/bißblMoth worden/ unk eine Ms Q -r.p VSttdettttatürk'chett Süsse überkommen/der niemand nichts gleichen mag: Den Lpiritum vilii geuß ab biß auss den liguorLlM und geuß neuen darauff/und wiederhol sooffcer / biß Die rvl-nLna ailermit übersättiget/ süß und rubinrolh Durchsichtig/das thue demnach zusammen/was über-' gestiec-cn/genß cmff calcinirten1ar»rum, und distil, lirö w! der Aschen starck ab/so bleibt der Spinm; vini l!N lurrary dahinten / aber der Spiritus Xlercutii Kehrt herüber z Wenn dieser Lpiriku, Ltercuni m>t DttN, Spirim 8ulpkurir 8olir permilcirr wird sammt feinem Saltze/ und bringest sie zusammen in einem «snjunAil-t herüber/ daß sie in intmitum nicht können aeschicden werden/der hat ein solches Merck/ da Dass'lbe mit dem Golde durch die Sokuuvn stur Ferment nach gewisser Mensur und gesagtem Ziel über, khmml/und in selneReiffe vollständig zu der pluhuM- xerfeÄiou gebracht wird/ de-m nichts zu vergleichen ist/ zuBerhüiung Kranckheit und, Armuths / und zu einer reichen überflüssigen Ersetzung des Leibes und der Güter. Das ist nun der Weg/ wie der Spiritus r^ercuni zu erlangen / den ich eröffnet habe / so viel Mir vergönnet und zugelassen worden/durch den hoch, sten lwpsratorsm, die Handgriffe mein Erfinden die, ses meines Wercks/so offenbar gemacht/ wirstu weiß, lieh in acht nehmen/damit du für mir nicht in der Hollen ein Bad durch meine treue Warnung erleiden Müssest/ dieweil die wahre Eröffnung des Thors/so zudem Königlichen Hofe zugelassen/ nur durch einen Schlüssel geöffnet wird/so alle Kranckheiten curirt/ es sey Wasscrsucht/Schwindsuchk/ Podagra/ Stein/ Falkndsucht/ Schlag/Aussatz/und wie sie Nahmen ha, / v- Mb ubematurlrcheii DrUZert- haben' in genere, auch curirt diß l^eNium alle Ge« schlrchtderFrmitzvserr/unv alle alte langwiwZeSchä- den/eö sey gleich Wolff/Sirey/ Flechten/Wurm/ Fisteln/ Krebs und umftejstnde Löcher / wie ich dir oft l fenbahrtund nichts verhalten habe^ Endlich Merck ^ Wvnimminachl/ daß du suviel und Nicht mehr kund- ° bar machen wollest/ dennweilüus dem 8pirltn !>tsrLii- ^ rii alle Kunst ihren Anfang hüt und herstellst /. welcher durch den geistlichen Schwefel erquicket/und ich Leben erwecket wud/daß ein Himmlisches zugleich aus ihnen wird/und mit und durch das Salh werden sie leibhafft und förmlich/ hxx Anfang aber verSeelen/des Geistes und des Leibes/ laß ein Magneten seyn und bleiben/ wie er dann auch ist/und für nichts anders kan erkannt werden^ Das ist aber die endliche Sümma/daß ohne dem Spiriru ^-rcurii, tvelchec allein der wahrä Schlüssel ist das corportzlische Gold potshils zu machen/ der l.3x>i, kKilosoxNorum nimmermehr kan gemacht werden. ^ . ! Bey solchem Urtheil laß eo auch belvenöen UNS ! beharren/und schweig stille/ denn ich will sechsten jchS ! nicht Miter redeu/weii Mir und dir durch deU ordent- ! lichen Richter Stivschcheigen aufferlegt'jst/ Und befiel ^ pie Lxecutioll dir sechsten /und das Nachsuchen einem andern / der die Sache zu recht noch Nicht ^ «Miesen hat« - r j4 Von -s,r natürliche,r Das vierhte Capitel. Vom Kupffer-Geist. ?KD§r Venu5-Stem ist schwerlich und nicht wol «Dauszmechnen/ wie mir alle ^ckemacici und ! üronomi müssenBeweißgeben/ denn seinLauffhat eine andere Gelegenheit/ weder bey den andern sechs Pkanetengefunden wird: darum ist seine Geburt auch eines andern / weil die Geburt der Venen; die erste 'Eassel hesitzet nach dem Xici-cuno, was die Geburt der Metallen b-langet ; Der ^ercuriu; macht thätig/ die Venu; aber reihet an/und giebt Lust und Begierde samt der Schönigkeit/so Ursach darzu geben/ wiewöl ich mich für keinen ^lironom..m erachte/ noch ausgebe für einen/ dem die Nechnunge des himmlischen Lauffs bewüst/ weil ich in meinem GOites- Hauß die Zeit mit beten zubringen soll; Doch damit ^ die übrige Zeit auch nach Verrichtung der Andacht . nicht vergeblich ablausten möge/ habe ich mein Ziel in Erfahrung der natürlichen Dinge / mich .darinnen zu üben und vollends hinzubringen/mit angesetzt und vor- , genommen: Also ist auch nicht wohl auszurechnen/ wasaus derVonuremstchet/erwächftund herkömmt/ oder woraus sie emftanden/erwachsen und herkommen ist/weil sie überflüssig bekleidet/was sie selbsten nicht bedarff/und dargegen mangeln muß / dessen sie wol bedürffig wäre in der Beständigkeit. . ! Du soll aber berichtet seyn/ daß die Venu, durch men himmlische» Suiplmr bekleidet ist / welcher den Giantz G C de w, V ehl s.-/ all rei bei ko ste de, ter be ka> du Mt wc stä Ur Er ge! liel erl un ist 5ä- Zerr,, ili» :s- nit ' cht. in zu »e- , rn, ' nt, >en cht )0l ch ' en ntz vnd äbemätürttchm DiyAM. Glantz der Sonnen weit übertriffi / demnach mehr Schwefel überfiüßiger bey ihr denn im Golde befunden wtrv/daß aber eine Wissenschafft erlanget werde , was die Materia desselben Goldfchwefels sey,so in der Venus überfiüßlg wohnet und herrschet/ und von welchem von mir so groß Geschrey gemacht wird, so wis- ss/daß es auch ein fliegender sehr hitziger Geist ist, der alles durchgehen und durchdringen kau, auch zeitigen, reisten und «Eschen, daß der Unerfahrne nicht gründet , als die imperleÄen Metallen in vollkommene. 3/tzo fallt eine Frage für unter der Hand / wie der Geist des Kupffers andere impertrÄ« Metallen voll- kommen/und zu der Reiste bringen kan,da er doch selb- sten bey seinemLeibe unperfeL,unvollkommen/und unbeständig ist/der soll Antwort Haben: wie ich schon off, ter angezogen,daß dieser Geist bey dem Kupffer keinen beständigen Leib zur Herberge besitzen noch bewohnen kan. Darum wenn die Wohnung verbrand wird durch das Feuer, sogehetderGast mit hinweg / und muß die Herberge verlassen mit Ungedult , denn er wohnet darinnen wie ein Miedling, aber in dem beständigen fixen Leide des Goldes hat er Schutz und tlcten6on , daß ihn niemand außjagen kan / ohne das Urtheil eines sonderbaren Richters, weil er als ein Erbe in die Wohnung gesetzt, und eine Wurtzel eingeschlagen durch seinen beständigen Leib/daß er liederlich nicht oußzujagen ist. Die'NnÄursso diev-nur erlanget, wird auch im Starre ebener masten gefunden, und noch kräfftiger, höher und herrlicher, denn klar, ist der Mann, undVeouz das Weib, welches ich mehr gemeldet habe,da ich von ihnen schriebe. Solche Q tij aur r^6 Vdtt den natürlichen üur ist ttLäirr M Grünspan / auch wird sie funden im Vitriol als einem I^lmer3i, da ein eigen Buch von M könte geschrieben werden. Und in diesen Dingen aiß len wird ein 8u!ptzur funden/ der brennet / und noch ein fn Lulpliur oder Schwefel/der brennet M)t/das ist ein > ich wunderbarlich Merck / der eine 8ulpkur ist weiß / der ^ O ander aber roth in der würckenden Gebährung /der i. ^ rechte wahre Lulpbur aber ist unverbrennlich / denn > ^ er ist ein lauter wahrer Lpincur, daraus das oleum > M jocombuülbüe bereitet wird / und ist eben der 5 ul- ' pbur, davon der Goldschwefe! aus einer Wurtzelge/ macht und worden. Ich eröffne viel Heimlichkeit / das wol nicht , nv seyn solte/wie soll ich ihm aber thun/alles zu verschweiß ^ gen ist auch nicht zu verantworten / doch Masse ist zu A allen Dingen Zut / wie du in meinem letzten Bericht . M der kror-Mtion in acht zu nehmen hast / da du meiner - ^ Mte nicht vergessen wirst. ., ^ Diesen Schwefel mag man wot helssen und - str täuffen dsn Schwefel aller Weisen / weil alle Weiß« tu heft m ihm gefunden wird / hiß auff den klercuriai- , Geist/ derihmevorgeht/und mitihmezugleich/ samt dem 82t k^artiz durch geistliche Vereinigung muß ' zusammen gesetzt / daß drey in einen Verstand gera- ' rhen und in gleiche Mürchung erhöhet werden. l^ndentsteh« dieser Geist-Schwefel ebener Massen und gestalt aus der obcrn^cg'pn , wie der üpi- ^ ^ rituMercurü entspringt/aber mit einer andern Weise ^ und Art/darmit das Gestirn eine Scheidung beweist vl m firen und WfiW / w Zefärbten und ungefärbten su «» 7 '' Di« " und überMmlt'cherr Dingen. 247 Die Färbung steht allein im Geist des Kupffers/ wid seines Ehegattens am meisten/ und ist ein lauter Dampff/ stinckend und übelriechend in seinem An- , sang. Und dieser Nebel muß reiolvnc werden llguori- ' damit das stinckende/ unvcrbrennliche ^ Oeldarauskan berenetwerdeu/ welches doch seinen Anfang exivrarke nehmen und haben muß. Solch ! L)ei veremlc!et sich gerne mit dem8virikuklcrcunj,und i nehmen es alle MetallLeiber geschwind zu sich / wenn ' sie erfluch bx. ciket sind nach aller massc meines Be- , nchlS derSch?ü,sti. > allhierkcine Ordnung der Planeten/ l und mchtunbülia ohne Ursache / denn ich folge ihrer Vedurt nach/ dasist die Ordnung / darnach ich mich richte/ well die Vcnm viel 8ulxkur hat/ istsie desto schneller ausgekocht und gezeitiget worden neben dem kl-il-cs für ändern Metallen/ aber weil ihnen beyden der unbeständige ^r-rcuriun zu wenig Hülffe erwies sc n/demnach ihrn für dem überflüssigen Schwefel harter zu wircken keinen Raum gelassen / haben sie keine Ve,besserungihrerunfixen Leiber erlangen und über- kommen können. Allhier will ich dir nun ein Geheim- , Molarem daß das Gold/Kupfferund Essen ei- ' ^^^chwefel/ eme lmcmr und eine klarst ihrer lvelche teerig der linöfur ist diEbel und Rauch / wie dir oben vorge- i da alle Leiber durchgangen und ?nÄrÄdanst du ihn gefangen nehmen und schabest lhn durch den Geist/ so in dem 8al ^ankge- Mdenwird/undvereinigestdennden Lginrum k/«r- Mrii damit nach ihrem Gewichte/ säuberst sie vonaller Q 4 ^ Um »48 Vs»tden natürlichen UureiniMt/ Laß sie ohne alle corrogv lieblich und wolriechend werden/so hast» eine solche kteckcm.dek auffderWelt nichts zu vergleichen/ da solche mit der hochgläntzenden Sonne si-rmencisr wird/so haftn einen Eingang gemacht/durchdringend zu wircken / und alle Metallen zu verändern. O ewige Weisheit von Anbegin! wie soll dir doch gedancset werden für solche grosse Geheimniß/ welche doch die Menschm-Kinder so gar nicht in acht nehmen/ und durch den grossen Haussen verachten/ dasjenige zu erkennen/ was du in pie Natur verbog AM geleget hast? sie sehens für ihren Äugen und erkcn, nens nicht'/ sie Habens in Händen und begreiffens nicht/sie gehen damit um/und wissen nicht was sie haben/ und was sie machen / weil iimen das innere ver, borgen ist, llnd will dir endlich in der Wachest und durch die Liebe GOttes dieses noch offenbaren/ daß die Wurtzel des Philosophischen Schwefels/ der da ein himmlischer Geist ist/mit der Wurtzel des geistli, chen übernatürlichen >tercuri,, so wol der Anfang des 5pincu3l,schen Sa!tzes in einem ist / und in einer r»i3lens gefunden wird/ daraus der Wein/der für DirLe wM/aemachtwird/und nWk m vielen Dm- Aen/ ob glelchder H4crcunu! für sich von allen ktiiloto- und der Schwefel für sich/neben dem Saltze insonderheit angezogen wich/ daß der kt?rcuriur in einem/der Schwefel in einem/und das Saltz in einem Kefünden wird. So sage ich dir doch/daß solches nur KuffihreUberflüss-gkeitzu verstehen/ welches inredem AM meisten gefunden wich, und psrciculariker ttr viel Wege mit Nutzen kau gebraucht und bereitet werden zu > und übernatürlichen Dingen. *49 ru der Arhney und Veränderung derMetallen/allein daß Universal , als der höchste Schatz der indischen Weißheit/und aller drey anfahenben Dinge/ist ein «inigr-Ding / und wird in einem einigen Dinge zugleich funden und heraus gezogen / welches alle Me, tallen zu einem einigen machen kan. Und ist der wahre Lpirilu; ^lercuril und Lulplvvrir , samt dem geistlichen Salhe zugleich vereiniget/ beschlossen unter einem Himmel / und wohnhafftig in einem Lei, be/und ist der Drache und der Adler/ er ist der König und der Lvwe/es ist der Geist und der Leichnam/so den Leichnam des Goldes färben muß zu einer klechcm, damit er überflüßige Macht überkömmt/ andere seine Mit,Gesellen zu färben. - -l) lu geleanete Ärheney / von deinem Schdpffer gegeben: O du himmlischer Magnet der Krosten anziehenden Liebe r O du gültige lLubstantz der Metallen/wie groß ist deine Krafft/wie umrforsch, lich ist deine Tugend/ und wie tapffer »stdeine Stand, hafftigkeit / wol ist der hie aujf Erden / welcher dein Licht mit Warheit erkennet/das alle Welt nicht in acht nimmt/keine Armuth wird er spüren/keine Kranckheit wird ihn rühren/und kein Gebresten wird ihm schaden biß zrUxm gesetzten Ziel des Todes / und biß zu der lehtcnStunde/so ihm von seinem Himmels,Köni- geangesehtwird. Es ist nicht müglich/daß alle Zun- -E .2? Menschen so viel zu Wege bringen können / die Wetßheit zu verkündige» / so in diesem Schätzt Brunnens gelegt ist / alle Redner müssen darob ver, stummen und zu schänden werden / ja erschrecken und kein Wort sprechen können / wann sie diese ubernatur- Qz licht rzs V<-u den natürlichen liche Herrlichkeit anschaue» und erkennen würden: und ich erschrecke für mich sechsten / wenn ich dar- . an gedencke / daß ich so viel offenbahret habe. Ich , will aber verhoffen/ meinen G -O T T zu erMten / . , daß er mir dasselbe für keine Todt - Sünde zurechnen . wolle / weil ich das Merck in feiner Furcht angefangen / durch seine Gnade erlanget / und ihm zu Lob oft ! fenbahrel habe. > Ach du heilige immerwährende Dreyfaltig- ^ ^ keil ! Ich sage dir Lob / Ehr und Preis mit Hertz und Mund , daß du mir vffendahr gemacht hast die grosse Weisheit dieser indischen Well / nechst deinem Göttlichen Worte / daraus ich erkannt ! habe deine allmächtige Krafft und übernatürliche . Wunder / welches die Menschen nicht erkennen , wollen ; und bitte dich inniglich / gieb mir ftr- j ner Verstand und Klugheit / daß ich ihren Ge- brauch und Nutz mit stetigen Danck-Opffer für , dir zu der Christlichen Liebe meines Nechsten /und , zu meiner Wohlfarth geistlich und leiblich in Tu- gend und Krassc gebrauchen möge : damit dein ^ , Nahme herrlich gemacht / gcehrct und gepreiset , , werde /-wegen aller deiner Geschöpfs im Hirn- j j mel und auff Erden. Und meine Feinde ^ ^ kennen mögen - daß du ein HERR voller l ^ unendlichen Wunder bist / damit sie cinsmahls ; auch W Busse und zur Bekehrung kommen/und , in der Unwarheit der Finsterniß nicht versin- < cken mögen. Das helffe mir und uns al- , len , GOTT Vatei; / Sohn / und Heiliger ' Geist/ / f- > und übernatürlichen Drngm. »5^ Geist , in seinem höchsten Thron / Glori v Tüncht und Herrlist)keit über alles erhaben / Dessen Weißheit kein Anfang noch Ende hat , und für welchen alle Himmlische / indische und hold» sche Lreawren mit Furcht erzittern müssen Hoch- gelobt in alle Ewigkeit! Amen. O SeraphinO Cherubinwie groß sind deine Wunder und Thaten , siehe deinen Knecht an mit Gnaden/und laß dich erbitten von deinem Zorn, daß er diese Offenbahrunggeschrieben hat. Nun soll der Leser van der Geburt des Kupffers weiter wissen und also wei chen: daß das Kupffer ge, bohren wird aus vielem Schwefel, sein ^rcurm; und Salhaber bey dem Kupffer stehen meiner Gleichmäßigkeit, sintemahl dessen keines weniger oder mehr in der Vu-Mtttät gefunden wird ; weil nun der 8ul- pbur in der Menge den kisrcurium und das Saitz überwindet, entstehet daraus eine grosse färbende Nöthe/welche grosseRöchedasMetall eingenommen/daß der r^ercuriu; seine Fixigkeit nicht vollenbringen kön- nen, daß einsixer Lorpuz aus ihm hätte können gebühren werden. Mercke undverstehe also mit dem Kupf- fer/daß der Vsnus seine Gestalt des Leibes also bewand sey / wie um einen Baum, so viel Harh in und mit sich führet, wie der Lerchenbaum, der Kien- Fichten- und Tannenbaum, neben andern Geschlechten der Bäume mehr, welches Harh nun des Baums sein Schwer fel lst/den er zu Zeiten auch wegen seiner Uberfiäßigkeit seitwärts von sichHussthst, und nicht aller vertrage« §a«- ,;r V-rrdenttqssörllcheir kan. Ein solcher Baum nun/so mit vieler Festigkeit rmßirt worden durch die Natur und Außkochung der Element« / brennt bald und gern/ «stauch nicht schwer / und nimmer so mehrhafft als das Eichemund dergleichen hart Holtz / welches dicht und compsS und seine t'oror und Schweiß-Locher nicht so offen hat/wie Die Art des leichten Holtzes / daß der Schwefelüber, l ßüßig herrschen könte / darum aber hat das Eichen, Holtz desto mehr Klercunum, und ein besser Saltz we, der das Fichten, Kien, noch Tannen, Holtz hat / und jolch Holtz schwimmet auch nimmer so gern auff dem Wasser empor als das Tannen-Holtz-weil es verbun, den und compa/l zugeschlossen/das die Lufft leicht zu ttagen verhindert wird. Also auch nun von den Metal, len zu vernehmen/als insonderheit vom Golde/welches Wege seines vielen fixen/wol,außgezeitigten/und reiffen Quecksilbers einen gar dichten/festen/compsäsn,fixen/ unübenvindlichen Leichnam hat / dem weder Feuer nochi'Wasser/ weder Lufft/noch einige Verfaulung der Erden Schaden zufügen kan/ weil seilte Schweiß, Löcher verschlossen / daß die versehrende Kraffl der . Elementen ihnen nicht Schaden beybringen können/ welche Fixigkeit und dichte compsLe Zusammenfü, gung einen Beweiß von sich giebt seiner natürlichen Schwere / so in andern Metallen nicht kan bewiesen werden/welches also zu spüren/nicht allein inLluftzie, hung seines Gewichtes mit der Waaen/sondem befindest solches auch also:Wenn du ein Scrupel rein Gold auffeinem Centner lebendig Quecksilber legest/ so fällt es bald zu Grunde /da dargegen alle Metallen so schwer/ solche auch auffdasQuecksilbergelegetwer, ;it 'S ht »d ,d ie r, ^ n, e, ,d in r- iU 1, !S N 1/ er 'S er >/ ü, n n e, i- ld tt so r- r/ und übematürk'chen Dingen- 25; den/empor schwimmen und nicht zu Boden fallen/weil ihre Luftlöcher weiter zertheilet siud/ daß sie d>e Lufft oder der Wind zu trageu/durchgeben kan. WaS nun weiter in der Artzeney und Medicin den 8?iritum Vevsr,5, oder cuprl betrifft/so soll» endlich in achtnehrnrn und observiren/ daß er durchs aus in feiner Tugend und Krafftganh heilsam untz hochmihlich gespüret wird/nicht allein dieser Lpiriwr, welcher >n pnmoLore liegt/ sondern auch eben derselbe Geist/der in ultims^steria gefunden wird; seine Tugend/Krafft und Wirckung ist/daß er im Auffliei- gcn der Mutter für allen - ^i-clicLmennr den Preist hat: wider die hinfallende Sucht ist psrnculariksr seines gleichen noch nicht erfunden worden/wie solcher Lp.nru, ingleichen die Wassersucht auszutrocknen/ eine sonderliche Gabe empfangen hat/ er erhalt das Geblmsür Fäule/ und verdauet alles/so dem Magen entgegen zugestanden/zerbricht den Stein/messen Art er ist. AeusserliÄ) in Wunden aber macht dieser 8p,. ricu!«incl> Grund zu heilen den Scheiden d^oli INS t3ll. xere.von langen Aeitenher also genannt ; lind kein alter Schade mag sich verwahren noch zu schützen ihr Übel/daß dieser 8pir,ru, nicht angreifft/und einen Grund der Heilung vorstellt; äusserlich bringet er eine Reinigung/ und sucht den gewissen Kern / da die Heilung und die wirckeudc Arhney hassten/und ihren Anfang haben kan; Innerlich gehet aber dieser 8pi- rikur durch und durch/und sucht alles aus / was arges lm menschlichen Körper,ist gleich dem edlestenWund- tranch/kein/^pustemz wird für diesem Geist bleiben/ dasvvnihm nicht reformirt würde. Summarttet aber/ r54 V<-»tdelittaemÄchekr aber/so sage ich/nimm dcu8pirimm Vsner,'s recht irt acht/so wird er innerlich und äusserlich sich dermassen mit Verwunderung erzeigen/und erweisen/das von vielen unglaublich überalle Natur wird erachtet werden; blndsoviel vom 8gintu Velleriz. Schließlich und letztlich/so soltu vom Geist des Kupssers-also verständiget seyn/daß dieserGeistist ein hitziger Geists durchgehende/und suchende/verzehret alle böse Feuchtigkeit und übrige klllsgms inMenschen ünd Metallen/ und mag billig unter die Krön der^sUlci» mit gezehlet werden - er ist sehr feurig und scharff/un- verbrennlich/ darum kan er auch als ein Geist unförmliche Dinge pstticulsriter helffen feurig machen/ auskochen und zeitigen rund bistuein rechter Narur- kundiger/so laß dir diesen Lpirituin und Geist besohl len seyn / er wird dich in allen Nöthen der Gesundheit und des Reichthums mitnichten verlassen / so ftm du ihn recht observirest/ und lecnnäum justkism exe, qvirest. Ich will vechoffen/mein Russen und Begehren wird einmahl stattfinden/und Gehöre haben bey vielen/so die Natur in acht nehmen!/ und mit sehnen auszuforschen und auszulernen Verlangen tragen/ darum werden sie ihre Sinne sschärffen/ die Augen auffthun/und den Ohren Verhör gestatten/ daß ein solches aus meinem Bericht werde erlernet werden/ das niemahls in acht genommen noch recht erlernet lvorden/weiches in diefemGeist des Kupffers gefunden wird/innerlich und äusserlich / wer da meine Schrift- ten nichtmercken/ observiren/ verstehen oder recht in acht nehmen kan/der wird nicht viel Heimlichkeit ergründet/ noch mit Bestand rmd Machest ohne mich s d § ic 8 c § l ! Ze! jed che chg und übernatürlichen DiNAen. 2 5s ^«^??a"c^bren/soichnichtweiß/ so bitte zu verschweigen/ so so« werden mit tausendfältiger Schöpffer! ' ^ befehle dich hiemit dem Höchsten Vernunfft kan nicht allzeit begreiffen An ! riz pruclen«2m, der dritte zu der Medicin , der vierdte will gar ein kbilolopkuz allein bleiben. Über dieses ^ sind viel Ingenia zu Handwercken geneigt undgena/ ' ^ turt: Als einer wird ein Mahler/der andere ein Gold/ ^ schmied/ dieser ein Schuster/ jener eist Schneider/ ein ^ Bildschnitzer/ und so fortan/ mannigfaltig und uner- zehlich: Dieses alles nun gefallt aus der lnstueutz des ^ Gestirns/daraus die lmagin-icion gestärcker und tun. I «litt wird übernatürlich/ darauff sie zu beharren eirt> schlvffen/wie auch befunden wird/was ihm derMensch ! einmahl im Sinn vorgenommen / und > einen Grund daraufgebildet hat/daß ihm dasselbe niemand abwen- ^ Den noch wehren kan/ beständig darauff zu verharren/ ^ ausgenommen derTodt/der alles am letzten beschleust. Alsoauch von den cliymicin und Alchymisten zu ver^ . stehen/welche m derNatur-Heimlichkeitgerathen/daß sie nicht gern abzulassen gcderickcn / sie huben dcnnme ' cley 8e> >ere und !en/ hett Sen lche »urt >det ucli" 1u- cdte etes ma^ old-- 'ein >er^ des surrend und übernatürlichen DinJön. r s/ Natur gar ausgeforschet/ gäntzllch L^loiv-rr, und zum Ende gebracht/ wie doch nicht wol gcjchehen kan. Glercher.Weise versiehe nun von den Metallen auch/nachdemdieEmgiessung und Einbildung von oben herab geschieht/ also geschieht auch d'.e Form/ ob wol die Metallen zugleich Metallen geheißen werden/ auch zugleich Metallen sind/so wirstu Loch verstanden haben durch vielerlei) Sinn der Mersichen / so auch Menschen aus einer Materia zugleich / daß virlerley und unterschiedliche MemUen seyn konnen/wclcheMc, talleine hitzige und trockene/eine kalte und feuchte/die andere eine vermischte cowxkxivn und Natur an sich genommen haben / darum/ weil das Metall Klar«, für andern durch ein grobcsSaltz in der meistenQuan« tuatin seinem 6r3M or6>niret worden/ so wird auch der härteste/ ungeschmeidigste/gestrenge und grooeste > M an ihm gefunden/dm ihm die Namr also zugeeignet und vergönnet hat: des r^ercuni lst am wenigsten bey ihm/ Leö Schwefels mehr / und des Salhes am Misten / darum und aus solcher rckxmr und Verm.l« st!)ung seinleibhaffriges Wesen entstanden/und in die und oen- ren/ nseü kdrmig ; Mein so terr echte wahre bpincur ex kssne 3L kan-LMM-°w: S-sag- ich diri„ Mr W«heik mdltchln ^«khnl,düß Era» . yder l^mncse xgentiL mit lsiintu vini emoenomMM eust. dem MenschenMith/ Hertz vrre und Stnn/keuie Furcht wird funden wider oder gegen /daß E feine Keinde/ es erwecket in ihm ein LöwemHertz / r die und erhitzet einen Kampff und Streit mir der-n-rs Na^ R rr» rjS Vvtt den natürlichere zu erjagen und zu vollbringen. Wenn die Lonjun- h üio ^l-irkjz und Venen; in gewisser Lonüelistion rechk u getroffen werden/ so haben sie Glück/Sieg und Über/ ^ Windung in Liebe und Leid/ im Streit und Freud / und ri werden doch einig bleiben/wenn sie gleich die gachr n Wclrzum Feinde undGegentheil hätten; weil ich aber k> ein geistlicher Mann bin/ mich der Geistlichkeit untere geben/und meine Seele GOtt befohlen habe / ohne lc Anreitzung menschlicher Begierde/und Anreitzunadek ^ Lüste un Fleisch/weil dieselbe unerlaubt/ einen Weg ? zur Hollen: Gottes Gebot/Furcht und Nachlaß aber ^ des menschlichen Willen/ so durä) seine Gebotzuge/ " iasscn/ einen Weg zum Himmel bereiten / wenn sie in A d er rechten Anruffung und im rechten wahren Glanz ^ den an den einigen Gnadenihron/Mittler und Patron ^ JEsum Christum unsern Seligmacher verharren- ^ Durch diesen 8pirimmund Geist werden alle martia* ^ lische Kranckheiten wunderbarlich vertrieben, rurirt ^ und geheilet. Als da ist die v/lentena, oder rothe Ruhr/oderder Durchbruch/die Kranckheit der Wei- u der/ xievkruumgenannk/weiß und roth /alle Bauch* n flösse und offeneSchäden an Schenckeln/Beinen und d dem gantzenLeibe/sammt alle den Kranckdelten/imierN ^ « und äussern/ wie sie auch immer heissen mögen/ da dek ^ ^ blutige Mars Ursach zu gieb et und ereignet/welche ich' ° allhie in Zeaera mit Nahmen zu erzehlen unterlass n! " will/und ohne das von den verständigen kisclic» und Aertzten erkäntlich und bekäntlich ist/solche Gebrechen H und Kranckheiten / so dem Marti und seiner suckäst 4- Äion unterworfn sind. So der spinn» des Ei* ^ sens recht erkannt wird/ so hat solcher spinn» eine ge* Heime recht lber- mnd rntzr aber Mi? ohne jdek Des aber uge^ rein lau- rrott rett- -tia^ irirt oche Lei- lich^ und lerni dek :ich' an» he" Ei- ge- und übernatürlichen Dingen. rsZ hMeHZerwandiniß mitdem 8piriw Venen;, daß sie in einem conhmZirc werden können / daß eine einige Materia aus ihnen beyden wird/ gleicher Wirekung, Form/ Sudstantz und Wesens / welche auch gleichmässige Krankheiten hriien/ wachen Und vertreiben können/so wol die Particularitäten der Metallen in Veränderung zu bringen mit Nutzen/ Lob und Überschuß: Es soll aber ptopriö der Mars also observirk werden mit sammt seiner Tugend/daß er in seiner cor- poratischen Form allein Hai einen indischen Leib/ und kan gebraucht werden zu vielen Sachen / zu Verstellung desBlutes/äusserlicheriWunden/ zmGradi- rung der k.un-e, und innerlich zur Verstopffung des Leibes, das aber nicht jederzeit nützlich ist/beyde an des Menschen Leibe innen und äusserlich, so woi dn Metallen aubelanqet zu gebrauchen, dieweil per 1e ohne bewuste rechte Mittel, so die Natur in ihrer geheimen Wisienschafft hat/nichr viel nutzes zu erlangen. Noch eins muß ich jetzo fürhalten/daß der Magnet- und das wahre Eisen in leiblichen Krankheiten fast einerley Nutz ausrichten/auch fast einerleyNmur in sich haben und mit sich fuhren, wie ihm im himmlischen/ geistlichen und elementischen Verstände ist zwischen dem Leichnam/seiner Seele und dem dawus dieSeeleund der Geist gangen ist,der Leichnam hüt sich aErcompolltton am letzten befunden. Wie soll man es nun machen/ die unverständigen groben Gesellen werden es nicht begreiffen, diL Halbverstandigen werden es nicht macht nehMn? was ich schreibe, und die Ubernaturverstäntzige wer- denzuvieldranklügeln; damußichnunRatMM- ;6c> V-tt den natürlichen und wolle gern finden/ daß ich diese überklüglinge Leu' ^ walle zu Freunden behalten möchte; Das will ich dich ^ nun hiermit lehren und unterrichten/ und bald verstau * diqen/Mkl! das Argument seine Beschluß-Rede / und - den Sente-ntz selbsten erklaretund von sich giebt: da» ^ um bleibet die kelolulion offen/und kau zu keinem U» ^ the-l des Verstandes weiter / denn für sich sechstel! erkläret und resolv-ret/ behalten noch angedeutet wett „ den. Am letzten behalt dieses hierauffm diesem Capfi !- tel/daß keine Haushaltung mit Bestand kan verrichtet werden in Einigkeit zweyer Eheleute/ da eins nach !- Ori-m, die ander Part ihren Wagen nach Occiöenk L wenden und anspannen will/denn sie werden ungleich/ - dero gestalt/den Wagen in gleichem Gewicht anzi» c henkönnep/daraus einegrosseUneinigkeit und Ve» « Hinderung entstehet/ dasjenige zu erlangen / welches * man wol gemeiner hatte; Sondern da sonsten treue ^ Eheleute ihre Haushalt recht mit Bestand vollfüh- . ren wollen/ so müßen sie eines Geistes/ eines Sinnes/ ^ eines Gemüths/und einer Tugend seyn/ alles zu voll- - bringen/was ihr beyder Sinn/Herh und Gemüth ist/ § eines in das andere zu wircken / so anders Liebe und 6 Treue soll verständig seyn. Aus Mangelung dieser < Stücke eines/ so sind die iria principis nicht recht bey einander/denn der kwrcuriu; ist verzagt/ und zu wenig/ wegen der Beständigkeit und Standhafftig- keit:der8ulpburistzuwenig/erka»,denLeibder Liebe ^ nichterwarmen/weilsiezugarsehrverloschenist/und ' das Saltz hatauchNichtseins rechte beqveme natür- ^ liche Art/ sondern zu hart und viel / demnach es eine ; harte und übematürllcheri DlttFen. r 61 e darte cloagalacioll macht / scharff ist und beisset/weil h dich solches durch Treue und Standhafftigkeit sich nicht rstau, "weiset. Also gehets icho auffder Welt zu/und die , und W-elt gehet ieho irre und schwanger mit solcher llntu, .V, .x, gend/dennwenig istBeständigkeit/kiein die Liebe/we, nlg die Treue. Idsteil Dieses pkilolophischexxcmplum verboffe wird mir wer/ ^ gut gehalten werden / weil Svrach die gure Treue ^und Boßyeit eines falschen Weibes lobet und schilt/ kavi/ tllw beydes zu unterschiedener Weise Allein hiermit ichtek sugo lchdem sein Valet/daß niemandes das Ur- nach theil einerley Sachen zu unterscheiden weiß/denn wer iöenk sie dißfalls in acht genommen/ ihre Natur und Eigen- 'eich/ scl^lft erlernet und erfahren/ auch daßersie rechter« wie/ Eannt und ausgegründet hat. GOtt der himmlische )?er/ ^üter/ und die ewigwährende und von Anbegin her, lebes kommendeKrafft/scheideuns alsomderGsstalt/daß reue d" irrdische vergängliche Leib die himmlische/ geistli« lfübe ^/unvergängliche Erklärung wiederum erreichen, ^es/ begreiffen und annehmen möge! Amen. !)oll, M agstu Mich Wissen Nicht allein/ »ist, U ch so schaffmir ein Hülffen rein. und A icht denn und höre was ich saq/ leset S o findsturecht was ich vermag. > zu 7— -— -^-. --— iebe - tzas'-'ßchste Capitel. K ^ DonM Geist WGöldes. ine Klarheit vL8 Himmels hat 'mir ieho Bellt- ^KHßhlich gethan / meiner Feder zu gebieten / eine R ; Sa, l r6r Von den natürlichen ' Sache zu entdecken der Tapfferken und des Bestand ^ des/weil die Sonneist ein brennend verzehrendes Feuer/ heiß und trocken / darinnen eine rechte wahre Kraffk stecket aller natürlichen Dingen/ welche Krafft ^ der Sonnen wircket Verstand/ Reichthum und Ge/ v sundheit. Mein Gemüth wird fast betrübet / und H mein Geist wird erschrocken in sich sechsten/ ein solches offenbarlich an Tag zu geben/ das für mir nicht offen-' ^ Larlich ingemeingewesen ist/ und lautbar zu machen/ « welches in der Treffe mit grosserGeheimniß verborgen ^ 7! gelegen. Doch so ich in mich sechsten schlage/ und gehe " in mein Gewissen / so habe ich keine Aenderung finden ^ nochergreiffenkönnen/ mein Gemüth zu brechen/und . in einander Vornehwenzu bringen/welches eine Ur^ . sachgebenmöchte aller Verhinderniß/doch will ich ree ^ denmit Bescheidenheit und st! reiben mit Verstand/ !- damit kein Übel erfolge: Sondern vielmehr eine dancke; ^ bare Nutzbarkeit erjagen möge / welches ich nach Art ^ nnd Gelegenhell vorgebildet / wie die kkilotoxtu für ' mir gethan. , S o mercke nun und gieb deinem Sinn vollstäw , dige Gedancken/ und entschlage dich aller frcmbden . Sachen/ ja zu deiner 8x>ecu!stiov-her Philosophey ^ nicht dienlich; Sondern vielmehr ein Verderb erwee cken des Nutzens/ darnach du nmEwfigkeit gestre/ , der hajk/ und soll wissen/ wenn du ein hertzliches Seh* - nen und mächtiges Verlangen trägest / zu überkom- , wen den güldischen Magneten: daß dein Gebet zuföre derstrechkZegenGOtk/inwahm Erkämniß/ Reue/ Leid/undrechterT emnth angewendet werde/zu ertzys «m md M UM die drey unterschiedene West / fi> ^ ' ' »nid übernatürlichen Dingen. rs; an^ menschlicher Vernunfft unterworffen sind: als da ist des die überhimmlische Welt/ darinnen die rechte unsterb- hre liche Seele ihren Sitz und Resident) neben ihrer er- aK jten Ankunfft hat/und ist nach Gottes Schöpfung die Ne, erste bewegliche Empfindlichkeit, oder die erste bewe- M gende empfindliche Seele/so das natürliche Leben von kes esnem übernatürlichen Wesen gewircket hat / und ist solche Seele und solcher Geist die Wurtzel und der en/ Brunnanfanglich/und die ersteCreAur / st in einen ten ^Leben entstanden / und das primum mobile, darüber che unter den Gelehrten / Woikiugen / so viel disputirens ,e„ gewesen. nd Folgend so nimm die andere himmlische Welt auch in acht / und observir sie fleißig/ denn darinnen re- re, gieren die Planeten / und das gantze himmlische Geld/ )ilm hat in jolZ-em Himmel seinen Lauff/ Tugend und, ck, ^ Krafft / und vollbringen den Dienst darinnen / dar- lrt ^ uach sie von GOtt gesetzt sind / und wircken in solchem. Lr Dienste durch ihren Geist die Klmemlia und Me- lallen. ^ Demnach sogehet aus diesen zwo unterschiedlichem " die Welt/darinnen beoriffen und beftmden wird7was. ^ die andern zwo gewircker haben / als die überhiwmli, ^ sehe und himmlische Welt / und aus der ersten über- himmlischen Welt entstehet der Brunn des Lebens k,, und der Seelen / aus der andern himmlischen Welt ^ . das Licht des Gestirns, und aus der dritten Welt das ' - unuberwindltche himmlifthe/doch empfindlicheFeuer, E, daraus das grcjstiche austgekocht wird / diese drey htL- ^ xerien und buhkautz gehen und gehähren nundk Fcrm ; des Metalls / unter welchen Metallen allen das Gold R 4 den 2 6^. Von dett natürlr'Heir ! ; den Vorzug hat / weil dicsyderijHe und elemeutifche ^ l Mluckung den kkercurium in diesem 8/etal! desto i voUjrändtger zu einer satten und gnugsamen Reissc ! außgekochkuadgezeitlget hat. Und zu gleicher weise wie der Männliche Saa» men einfällt in die Mutter / und das dlentteuum bee rühret-welches seine Erden ist/der Saame aber/so aus Dem Manne gehet in das Weib/ist von dem syderie schcn und elcmentischen in beyden gewircket worden/ das sie vereiniget und durch die Erde gespeiset werden zu der Geburt. Also verstehe nun auch / daß die Seele der M/ lallen/ so durch eine unempfindliche/ unsichlbare/unbe, greiffliche / verborgene / und übernatürliche himmli/ sche Lompolicinn, als aus Wasftr und Lufft/ welche aus dem OüLv; förmlich worden / empfangen / dem/ nach weiter durch das himmlische eiememtsche Lischt i und ^euer der Sonnen außgckocht wird /dadurch daS ! Gestirn dieKraffte bewegt/wenn seine Warmeimin/ s nern der Erden/als in der Mutter gespüret wird/denn durch die Wärme der wirckendcn Eigenschafft des obern Gestirns wird das Erdreich entschlossen und aufgethan / daß ihr eingegossener Geist der Erden eine Nahrung und nucrimencum von sich geben und et/ was gebähren kau: Als Metall/ Krauter / Baum und Thiere/ da ein jedes insonderheit seinen Saamen zu weiterer Vermehrung und äugmcmmion mit sich bringet/ünd wie ermeldet/gleichermassen die Menschen spirirualischund himmlisch empfangen/ welcher Seel und Geist / durch Speisung des Erdreichs in dem - Leibe der Outter/ förmlich erzogen wird zu der Voll, kom« ' und übernatürlichen Dingen. 26 5 kommenheit: also gleichermaßen in allen Stücken von den Metallen und ktinerslien zu mercken und zu verstehen ist. Dieses ist aber die rechte Heimlichkeit 8olir oder des Goldes: Nemlich/ dich durch ein Exempel und Gleichnis zu bcrichren und zu verständigen / daraus zu finden ist der Natur Möglichkeit/ und ihr Ktvüenuln derosestalt: Es ist bewejßlich/daß das himmlische Liecht der ^^unenfeurigen Eigenschaffl ist / und eines ftu- k^n Lesens / so ihr durch einen himmlischen/ fixen uno beständigen Schwefel - Geist von GOtt dem Al- lechochsten/a!s Schvpffer Himmels und der Erden zu Erhaltung ihrer Sudstanh / Form und Leibes verliehen ist - welches Geschöpffdurch seinen schnellen beweglichen Lauss/ durch solche Schnelligkeit von der Lufft in stetig, währender Erzeigung embrand und angesteckt wird/welche Anbrennung/ so lange der Lauffwähret/ und die ganhe geschaffene sichtbare Welt beständig verharren und bleiben wird/ nimmer verloschen noch in einiger seinerKrafftabnehmen wird/ weil keine ver- brennliche Materia vorhanden, so ihr zu geben/durch welche Verzehrung das grosseLiecht des Himmels in Abnehmung gereichen tönte. ^ Also nun ist das Gold von dem obern seines We, stns dermassm außgekocht/ gezeitigetund zu einer sol, st^unuberwindlichen Natur worden/ daß ihm mchtß schaden kan im geringsten / weil das oberfixe Gest'rn das untere durchgangen hat/ daß das unterfixe Gestirn aus Eingiessen und Verleihung des obern seines gleichen mit Nichten weichen darff/ sintemal das R 5 untere r und übematörkchett Dinge«. 269 Geblüts und bringet Lust, Frölichkeit und Begierde ^Menschlicher Aar eitzung der natürlichen Beltedung. Dadie Lüenria per lamm mit der l'WÄuc coratlorum vermischet, und diesem «eistlichen Gold, Wesen in gleichem Gewicht ^wimürirr und zugeschlagen wird, auff zwey Gran seines Gewichts zu gebrauchen und in acht zu nehmen, der mag kühnlick vertrauen und mit der Wachen berichtet seyn , daß lhin kein einiger Unfall natürlicher Kranckheit zuVer- lctzung seiner Gesundheit Schaden zubringen wird, begeMn noch wjedersahren könne / weil im Gold, Gestt dle Naturaliern stehet, alle Schwachheiten zu veiandern, wegzunehmen, und in Verbesserung zu bringen, ygß vollkommener Leib ohne einige Kranckheit erkannt wird. Die czmnra Lllcmw der P^len siärcket das Hertz, und machet einvollständig Gedächtniß der fünffSinnen- Die imclur.i coral- lvrum vertreibet allcsGifft,sammt den hvsenGeistern/ die das gute fliehen- Älso kan die Seele des Goldes in Wasser verkehrt, die geistliche Wesenheit der Per» leu/und der Suiphur derCorallen in einem vcreik'iael, ein solches verrichten,das der Natur fonsten nicht wol zu glauben ; werl aber die Erfahrenheit solches erwie- Leben billig, und gchct auch billig allen-^ertzstarekunaen mit Ver» >7»°«- "7 Wu°d.L M°°" si- mkgm sie wollen. Ich bin ein geist- 6/istlichen Stand unterworssen/ und mit demgeistl, göttlichen Eyd dem Benedktiner- Vrden zugethay/aus solchem Orden erlange ich durch mein r?O VSlldcn natürlichen mein innerlich Gebet/Tröstung und Zusage göttliches Worts/ein Labsal meiner Seelen / aber in leibhaffter ! Anfechtung meiner Schwaäiheit/ und meiner Mit- ! brüder habe ich keine bessere Starckung durch ^ GOttesSegen erfunden und gebraucht/ als diese drey eompolüa vereiniget. GOtt gebe / segne und ver» mehre solche Kraffc und Vermögen biß an daß Ende der zeitlichen Welt/das die Menschen mit dem Tode zugleich verwechseln müssen. O du güldische Krafft ^ deiner Seclen/O du güldischer Verstand deines Geistes/ O du güldische Wirckung deines Leibes; GOtt der Schöpffer bewahre dich/und gebe allen irrdischen > Crealuren/so ihn lieben und ehren/ das wahre Ver- > ständniß aller Gaben / damit dein Wille geschehe im Himmel und auffErden. UnddasseyvsndemGeist des Goldes setz» genug eröffnet biß zu der Wieder- I knufft Heliä. i Hierauffsetze ich einen kurhen Proceß. Nimm ^ einen L^iritum 8aHs, damit excrabirUNd zeuch NUs den Lulpliur 8c»Ii',, das Oleunt Lali's scheide davon übe/ und rectificir den 8ulpbur 8oli; cuM Lpintu vjn^ daß er lieblich wird ohne corrosiv. Demnach nimm das rechte «i-wm virrivli, so aus dem Vitriol des GrünPans gemacht/ sowie darinn Mattem/ mache wieder einen Vitriol daraus/und resolvir ihn abermalig) in ein nleum, oder 8pinmm, den rectificir inglei- chen/ wie zuvor/cum8pirituvini, conjungir sie und zeuch den 8plricum vini davon ab/ die Materia/ so trogen bleibet/ resolvir in 8piricu Ktercuni, nach rechtem Gewichte / eirculirs und coagulirs / wenns fix > rmd übematürliche» Dinge». r?» und beständig wirdohneAuffsteigeN/sohastueineArh- neyzu tmZiren/Mensthen undMetal!/ wenn sie mit xr-parirtem Golde fermealirr wird- t Das siebende Capitel- ^ BonderTincturLunD. ! A^Je Tinctur und der Geist des Silbers erwei- ^ ^ «»Dsel seine Farbe auffHimmelblau/sousten ist er i - ein wässeriger Geist/ kaltund feuchte/ und nicht so ^ j hitzig m seinem Grad / als welcher im Golde Xisrii, l und Venen; gefunden wird/ darum ist die l-uns mehr phlegmatisch denn feurig/ wiewol sie durch das Feuer ! aus ihrer wässerigen Sublkntz in eine Loaguiarion bracht worden/ welcher gestalt die Metallen ihre far- ^ bende Geister und eoagulaNon überkommen: giei- ! eher mass-n haben auch die Steine HreFstigkeit/Har- ! . ke und Farbe erlangt/als aus einer In6uentz: In dem Demant wird ein fixer coaglilirter klercurius fü' /den/ darum ist er fixer und härter / und kan also nicht zerbrochen werden/wie die andern Steine. So wies in dem Alubin sunden die UnÄura tvsarri;, oder der Lulpbur des Eisens. In dem Schmaragd der 8ulpbur Venen;. In dem Granat die .^nima 5a- l tumi. In dem Zinn die Bnctut / so in dem Stein ! des ^palii gefunden wird. Und die Crystall wird I dem ^ercurio Vulgi zugeeignet / und in dem 8apbir wird der 8u!pbur und die Dnölur l-uaar gefunden/ doch jedes insonderheit nach feinem Wer- r/r Verben natürliche,r stand/Und nach seiner Art/ und in den Metallen auch nach ihrer Form und Geschlecht/und wenn dem Saphir seine blaue Farbe benommen und ausgezogen wird/ so ist sein Kleid von dannen/und sein ander Corpus istweiß gleich einem Demmu/doch beraubet allein der Härte / so in dem Demant gefunden wird/gleich/ wenn dasGold seiner ämms auch verlustig wird/giebt es ein weiß Corpus und einen fixen weissen Gold-Leib/ der von dem suchenden Studenten/ und von den Jüngern der Kunst eine l-una üxagetaussr und .geneimt wird. Darum soltunun verstehen und mercken / daß gleichwie von dem Steine des Saphirs dir angezeigt worden/ etwas zu begreiffen: ebener Massen soltu lernen im Gegentheil/wohm meine Rede auffdie Metallen zu erlernen anzudeuten ist. Denn dieser blaue Geist ist der Sulphur und die Seele/ daraus dasSllbcr nun sein Leben empfanget/ beyde in der Erden und oberhalb der Erden/ durch Kunst/ und die weisst Tinctur des Silbers/ aufs weiß steht in der magnetischen Form des einigen Dinges und Geschöpffs/darinnen das krimum Las surf auch gefunden wird. Ach ihr hochbegabten Redner/ wol bleibet hie eure Stimme/ diß Geheimniß zu erklären / und ihr vermeynteu Namrkündiger / euer Schlifft und Bericht des Verstandes/ auch ihr Aertzte / wo ist euer Meynung hingeflogen/ etwas über Meer von ferne zu holen/ damit ihr die Wassersucht und alle lunsrssche Kranckheiten heilen wollet/ihr werdet sagen/diese rnei, ne Rede sey euch zu finster: ist dem also/ so zündet an das irrdlsche Licht/ und suchet und schämet euch nicht Freund, > irH ;en or-l ein ch/ -bt id, in- Mt aß >gt :r- ü- id u- ch iß cs ch ie >r e- :r u >e i- N 't Und übömaturllchett Dingen. 17; ^reundschafft zu machen mit dem Vulcano, und lasset kuch nichts verdrießen, so werdet ihr durch Verleihung des ewigen GOttes befinden/ daß der Geist des Silbers in sich führet die Wassersucht zu heilen und zu vertreiben,gänhlich allein,wie derGcistdesGoldes und ^!crcl.°-Z:dieSchwindsuchkwegnehmen kan in der Wmhel/daß auch das cenemm solcher Keckheit nicht mehr kan gefunden werden. Daß aber die Nu- na in den Adern der Erden mit einer hitzigenSubstantz und Qualität nicht also versehen in ihrem Grad, sondern emer wässerigen Art umerworffen : solche Schuld lege auffdas grosse Licht des Himmels / wei, ches seiner wässerigen Einfliessung halber solche Ei« genschafft in das andere Geschopffund in den andern Planeten der Erden, als in vasSilber gepfiantzethat. Und ob wol das Silber einen fixen W-reutium oder «in fixes Qvecksübrr mit sich führet, so in ihm gcdöh« reu,so mangelt ihm doN) der hitzige fixe Schwefti/wel- - cher ftine kklegm-, nicht recht austrocknen und verzehren können, "darüber sie keinen compacten Leib überkommen,es geschehe denn nachmals durch Kunst der kleinen Weltund weil der Leib nicht compact wegen der großen wässerigen Substanh, so sind ihre l-oei nichtrechtverwahret/nvch beschlossen, das konäu- zu ^ bestehen, und einen Kampffauszuhalten venFein« den, welche Tugenden im Golde aber aller erfunden > werden müssen,da anders das Gold alle Feinde über« ) winden,undalle Lumina ohne Mangel bestehen soll. , Alle Sachen im Anfang sind schwer / wenn sie ^ aber zum Ende bracht werden,so sind sie leicht zu verstehen und zu begreitfen/ wenn du den Spielte«« unS S Vit -74 VStt den natürliche,» die -rnimL i^unT recht in acht nimmst/ und auch recht erkennen lernest/so kanst du das Mittel der Arbeit recht begreiffcn/wie sie das Ende ihrer Nutzbarkeit von sich gcbcn soll/darum will ich dir ietzo ein Exempel für- halten/und dich durch deine Bauren-Regel verständig gen/daßdu zu begreiffen hast und nachzudencken von einem Kinderspiel auffeine hohe und wichtige Sache/ solche mit Nutz auszuforschen und vorzustellen / als ärmlichen: Es wird von einem gemeinen Bauers-Mann auff einen wolgedüngten und zugerichteten Acker aus- geworffen der Saame des Leines/oder der Leni-Saa- nie/welcher Lein-Saame nach seiner kucrifaQion aus der Erden durch Wirckung und Forthelffung der Elementen Herfür kceucht/und eine Materia des Flachses für Augen stellt/fammt seinemSaamen/so eraugmeng litt mit sich bringet/welcher Flachs ausgeraufft/ und von seinem Saamen abgesondert wird. Eskana-! der zwar solcher Flachs mit Nutzen zu keiner Arbeit j gebraucht und bereitet werden/es sey denn/ daß solcher Flachs anfänglich durch das Wasser erfäulet uttd pu- irilicire wird/durch welche purrikaÄio sich das Lorpu; erschleußt und einen ingreL seiner Nutzbarkeit übere kömmt und erlanget / und nach geschehener Fäulung und Auffschliessung wird der Flachs wiederum durch Hie Lasst und Sonne ausgetrocknet/ und wiederum durch solche OaßulLcion reirerirr und abe bracht in ein förmlich Wesen/damit weitere Arbeit aus ihm er/ folgen kan. Dieser bereitete Flachs wird demnach gedacht/ geklopfft/zerbrochen und geschwungen/ letzlichauch durch und übernatürlichen Dinge«. r /z durch dieHechelgezogen/ damit sich purum sb impuro, das reine von dem unreinen / und das grobe von dem subtilen scheiden kam welches sonsten ams prseparatio. vem oder für der Bereitung mit Nichten geschehen kam oder zu wege bracht werden mag: demnach wird der Flachs gesponnen zu Garn/ das Garn wird gesotten in Wasser ob dem Feuer/oder sonsteü eingeäschert / und . wird bey dieWärme gestellt/ dadurch eine neue Rei- nigung geschicht/ damit die Trübigkeit und überflüssige Unartvollend abgesondert und geschieden wird/ und nach rechter Auswaschung wird das Garn getrocknet/ dem Werckmeister überantwürtet/und Tuch daraus gewebet; dieses Tuch wird aber Weiter durch öftrere Anieckungdes Wassers clarckcirl und weiß gemacht/ zerschnitten von dem Schneider und andern Leuten/ und zu fernerer Nutzbarkeit des! Haußhaltens ange- wandt; Und wenn solch Leinen.Gewand gantzlich zerrissen und zu nichte gemacht worden/so werden Malten Lumpen und Hader colligirt/gesammlet/ und in die Papir-Mühlert überantwortet/ da der Meister Papie daraus bereitet und machet (wie denn das Papir weiter demnachkan gebraucht werden.) Wenn nun das Papir auff ein Metall ovev Glaß gelegt/angesteckt und verbrannt wird / so gehet der vegetabilischEercuriu, aus demPapir in vieLusst und fleucht darvon/das Salh bleibt in der Aschen/ und der brennende Sulphur/was sich im verbrennen nicht fogeschwinde verzehren kan/ resolvirt sich in ein Oel/ welches eine am Aktzney den dunckeln gebrechlichen! Augen ist; Dieses refolvirte Del hak eine treffliche Feistigkeit in sich/ welche Fettigkeit die Materta O » ' -es 276 Von den natürlichen des Pappirs/ von Anfang seines ersten Saamens des Flachses Mit sich gefähret hat/und sich also die ulnma msceriades Flachses/ als das Pappir/hinwiederum in mLlsririm, als in eine fette Sulphunsche ^ OiitätdesFlachs-Saamensresolvirenmuß/ sammt' Scheidung seines klercurii und Saltzes./ daß aus dem letzten das erste/als der Grund offenbar gemacht/ und aus dem ersten die Tugend und Wirckung er-' kann! wird- Obwoldiese erzehlte Lario grob undm'chtsubtil/ so sotm doch daraus erkennen lernen/ was da subtil und heimlich ist/ denn den unverständigen Leuten muß das subtile durch grobe Exempel eingegossen werden/ damit sie zulernenhaben das grobe abzulegen/ und das subtile anzunehmen. Siehe/gleicher Massen versteh > he) daß die prima mareria der Metallen muß obser^ Mt/erkanntund ergrundetwerden/durch die Offen- bahrung ihrer ultima materia, welche ullima matei-ia, als dasind die vollkommenenperfecten Metallen/muß voneinander geschieden / separirt u.nd zerlegt wer- ^ den/ daß sie gantz bloß allem für den Augen des ' Menschenö erscheinet; So kan aus solcher Zerlegung . äusgeörteri und gelernet werden/was die prima ms« i teria im Anfange gewesen/ daraus die ultima ge, i macht worden. Und nimm ieho mit diesem Bericht der l-uua für gut; Ich hätte wol noch viel zu reden/ich , wills über hiermit auffdißmal bewenden lassen/ biß zu einer andern Zeit. Und bitte dich inniglich/und ermähne dich bey deinem Gewissen/daß du alles/ was ich dir offenbahret habe/aller dero Buchstaben/ so zwischen dem ^lpba und Ome^a im Mittel begriffen i » es na IN he^ nt' us >t, r-» il/ til >ß 1/ >d , und übernatürlichenDrlZen. 277 sind/ in acht nimmst / und eine Verwahrung habest aller Rede und Schrifften/ damit du keine Abbitt dei. ner Sünde / und eine stetigwährenbe Rache in Ewig- keit erleiden müssest. Und eröffne dir endlich noch dieses also: Nimm den Himmelblauen Schwefel des Silbers/so Vertun» ausgezogen worden/und mit L?i- ricu vini reÄikcirt worden/ den lolvir nach seiner l^len- lurindemweissen8pirituvitrio!i, und indem wolrie- chendenSpirlru^ercurii, und coagulir sie zusammen durch die kixario iZniz, so hast du die Misse Tinctur in Händen / samt aller ihrer Artzney- kennest du aber ihr aller l'nmum mobile, so ist es unnothig/ weil du das Merck aus einem vollbringen kanst. e- i re r- Das achte Capitel. Bericht von der^mma oderTinctur des Zinns. ^Er gütige lupiler hat fast das Mittel innen unter allen Metallen / er ist nicht zu hitzig noch zu kalt/nicht zu warm noch zu feutt)t/des vurii hat er nicht uberfiüßlg / und des Schwefels ist am wenigsten bey ihm/weiß in seiner Farbe befunden / - doch übertrifft eines daß ander in den mbu; princi- pür, wie-in seiner Zerlegung rechter wahrer Erkündi- gung der Natur offenbarlich erfunden worden. Zlus solcher Lompolttion und aus solcher Vermischung der drey anfaheyden Dinge ist ge.bohren und wird ge- wircket/ und in ein Mtall coagulirc.und zur Reiste' - S; o Z/A von den naoärlrchsn Vollkommenheit bracht: Der Zupirerein Gott des l Friedens/ein Regent der Gütigkeit/und einHerrschek und Besitzer der Mittel» kcßion, was seinem Stand/ Wesen / Beruff/Tugend/ Form und Substantz anbe- langet/denn er hält das Mittel/und kan keine Kranck- heit sonderlich smfallen / daß jupicer ein sonderlich Verderben bringen könte / wenn leine Artzney mollics gebraucht wird / nicht überflüßig »m Gewichte / auch wird für mmöthig erachtet / da seine Artzney nicht re. guimetwird/ daß er unberuffen zu fremden Sachen zu sämiiMriren sey / sondern wird billig bey denen geblieben / da der Leib und seine Kranckheit mit dem Ober-Geftirn/und seiner Hülffe eine Gleichmäßigkeit haben/in Tugend/Krafftund Wirckung/undalsozu, fammen in ihre Fügung überein stimmen, daß mit Nichten einige Widerwärtigkeit in der Operation zu spüren / noch in der würckenden Natur befunden wird. Epiker sein Geist wird also befunden/ daß er zu der Metallen Geburt gar mit nichte» zu entrathen ist / wie lngleichen kein einiger Geist aller Metallen kanzurü- ^ cke gehalten werden-wetl sie nothwendig von dem niedrigsten biß zu dem höchsten Grad zusammen stim- i inen und übereinkommen müssen/ wie ein Metall voll- ! kommen in der grossen Erden / so wol in der kleinen ' Welt der krsnzmutsnon und Vermehrung erfolgen soll. Verstehe dieser Gestalt und Massen / daß alle s es l her ld/ deck? ich ice rch reell eil IN eit u- üt ru d. er ie ü- l e- l- l !- ! n ' le n f r r und übsmnrArlichm DiNM- 279 daß Laturiw; die Oberstatt der höchsten ir-g-on, dar» inner, die älira regieren/und das Gestirne seinen Lauff verrichtet/bewohnet. ^ Die Geburt des Zinns in« und ober der Erden wird also zu Tage bracht/gleichwie der Mensch und andere Thiere von der Milch der Mutter anfänglich erzogen und gespeiset werden/ und keine Speiseauff Erden gefunden wird/das Mn Menschen beqvemer wäre zu ihrer Aufferziehung/ als die Milch/ denn ihre Besserung ist misten theils ein snimalischer 8 ulxluir,fo das autrimentum giebt. Gleicher gestalt und mästen wird das Zirm durch seinen metallischen Schwefel/ welcher ihm auch amannchmlichsten/aespeiset und erzogen/und nimmet mehrHitze und Wärme inund an sich weder der Sa- lurnus/ darum wird der jupirer auch mehr ausgekocht und gebraten/dadurch sein Leib auchsixer uny beständiger wird in dem Grad des Saltzes- Er schafft in seiner Herrschaft und Regierung? daß ein gar Regiment gehalten und in seinem Gerichte jedermangutrechigeboren wird. Der Geist des Zinnes istein Beschützer aller Gebresten und Zufällen/dadurch die Leber versehm oder in Gebrechen gebrachen möchte/vonNatur istseinGeist am Geschmack dem Honig zu vergleichen/sein^iercurms,wenn,cb flüchtig gemacht wird/so gewinnet cEÄne gisstige Ei^ genschaffr/ denn er purgirt hefftig /"und dringet mit Gewalt durch / darum nickt jederzeit zu rathen / daß sein auffgeschlossenesO.vecksilber für sich also schlecht hingebraucht werde / da aber eine (HorreÄio vorgehet/ S 4 m rgo Von dm riatm-Kcheri ! in deinen Gebrechen und Kranckyeiten zu gebrauchet soscmerlnüuenhohneMittelunterworffen sind/ das ist/wenn dem Cedekiel seme^gifftige Fiächtiakcit be/ mmmen und in eine bessere fixe statt/so dem Gisst wie' derstrebek/gesetzt wird- Diese Beschreibung wird der gemeine AB! nicht verstehen / weil eine solche Kunst mnd Wisset! schafft Nicht in dem blossen Geschwätz/sondem aus der! Erfahrenheit hergehet: in den Reden hat der gemeine ^ Artzk seinen dusgang und den Grund/ unsere Bereit j lung derArtzney aber hat aus dem GeschwätzHren Anfang/und aus der gewissen kroba.so das ihre mit Erfahrenheit erweisen muß/allererst den Grund/ welcher auffharte Felsen gesetzt durch die Hand-Arbeit/ jeneraher auffein bewe yendesRohr und lauterSand/ darum wird billig das feste unbewegliche/so mit Händen der Natur gemacht/den blossen Reden/so nur aus unbeständiger fanlastrender st-eculsnon herfieust/bil- ,ig vorgezogen/weil das Werck jederzeit den Meister !obef. Ich rede jetzo zwar nicht nach meiner Poetischen Art/oder auffeine solche Weise/wieich memen 8ry- lnm gerichtet/da ich von der Wunder-Geburt der stehen Planeten in meiner acculta k'mlolbxki-i zu Ea- ge geben / auch nicht nach Magischer oder Caballi, stischer Art noch Gebrauch / vielweniger oblervir ich den ^erhoctum, so da die geheime/vervvrgene/überna- türliche Künste gelernet und mit Fleiß gemercket haben. Als da ist die »yöromsnci- 1 , Lrom-Ntia, 6eo" Manria , , Igigromanlics und dergleichen'. Sondern mein Vornehmen und lmem tst seho also eil/ )as^ be-! Vl- rtzt m- )er> en lit i el- it/ d/ > n- ! >6 I l' j -e n - - l und übernatürlichen Dingen. rz i ^ geschaffen und setz» dahin gerichtet / der Natur Heimlichkeit zu entdecken/daß solches alleKunstlieben- de und Kinder der suchenden und begehrten Weißheit durch Gottes Segen / Gnad und Zulaß wol begreif fen/observiren/ mercken/ und auch nach fleißiger ob- ssrvalion etwas nützliches lernen und behalten können/ was in zweyen Stücken die Geburt der Metallen in der grossen und in der kleinen Welt anbelangt / so wol auch was die wahre Arhney und solche metallische und mineralische Form in ihrem innern mit sich führen / welche ergriffen und beweißlicl) gemacht werden durch Zerlegung/ daß ihr erster Anfang in drey unterschiede liehe Dinqe Notorium dargestellt wird. Alsdenn wird die Natur entblößet / daß die Scham durch Ab. legung der zeitlichen Kleider entdeckt / und alle geheime Tugend / Krafft und Wirckung zu der menschlichen Gesundheit offenbahrct wird. MemeVerfolger und unverständige Aertzte werden jehv vorgeben: du sagest mir viel von Gänsen / und kenne die Enten noch nicht/ wer weiß obs wahr ist/ was alles in deinem Schreiben für wahr geschrieben wird/ich wil bey meinen Sachen bleiben/die ich erfahren habe/ und bey allen meinenMitgesellen und Aerhten im schwänge gehen/ so bleibe ich unbetrogen / und weiß gewiß / daß ich keine Muhe bedarffetwas neues zu lernen. Wer eines solchesVomehmens nun jst/der wird wol bey den Enten bleiben / und keiner gebratenen Gänse würdig werden / zu erlernen was die Natur verborgen führet. Dieses bekenne ich aber mitWarheit/und bezeuge Ls mit der höchsten Dreyfaltigkeit / und rede fol- Sr r8r Von dcir natürlichen ches mir Verlust des edlesten geistlichen Kleinods/ daß alles was ich geschrieben habe / undjrtzo auch hierin- nen schreibe/alles Warheit ist/und anders in der War- heil nicht wird gefunden werden- Daß aber ein jeder Verständiger/ und ein guter gemeiner Mann/so wol , und zufvrdcrst die da Hasser und Verfolger sind dieser j Geheimniß / meine Schnfften nicht aller hell und klar ^ verstehen werden / da kan ich leider nicht zu/erbitte du ^ deinen GOtt um Gnade/und ihr Verfolger um Verzeihung / arbeitet ohn Verdruß/und leset mit Ver- ! nunfft/so wird euch rein Geheimniß vorenthalten werden / und ganh leicht zu erforschen gelingen. Und ermähne darauff weiter / daß der Erfinder dieser Gottes - Gabe dem Schöpffer für allen Dingen ohne Ablaß Tag und Nacht dafür dancken wolle / mlt aller Ehrerbietung und schuldigem Gehorsam / aus Grund seines Hertzens / dieweil kein gnugsamer Danck durch einige Creamr wird können zu wege bracht und erlan, getwerden/ das dieser Gutthat ein Genügen erstatten möchte/darum der Fleiß durch die wahre Emsigkeit nach Vermögen zu erkennen. Ich habe das meini- ge gethan / welches ich gegen GOTT und der Welt , zu verantworten gedencke/ denn was meine Augen gesehen und meine Hände getastet/ neben der Vernunfft nnbetriegüch ergriffen / das wird mir in diesem Leben niemand abjagen/außgenommen derTodt/welcher ein Scheider ist aller Dinge. Diese meine Stimme hat zwar keinen Zwang gehabt von sich außzugiessen / was hierinnen von mir geschrieben worden: was ich abergethan/ist auch nicht aus Fürwitz geschehen / noch aus Ruhm des zeitlichen wah- i und Übernatürlichen Dingen. 28; währenden Ruhms, sondern es hat mich darzu gen8- lhiget der Befehl Christi des HERRN/ daß stme Herrlichkeit und Güte in ewigen und zeitlichen Sa« chen keinem Menschen sollen verschwiegen bleiben: > sondern zu Lob / Ruhm / Ehre und Preiß seines heili« I gen immerwährenden Nahmens / damit derselbe we- gen seiner hohen Allmacht durch Bestätigung grosser Wund «thaten hochgeehret / erkennet und in seiner ^ Majestät erhaben und offenbahr gemacht werde. Zu ! dem andern hat mich auch verursacht die Christliche Liebe des Nechsten / demselben gutszu beweisen / und meinen'. Feinden gleich dadurch glüende Kohlen auff ihre Häupter zu sammlen. Und lehlich/daß auch alle Widersach er erkennen möchtcn/was andere gegen mir für Irrwege gangen / und in der Natur Verborgen« heit am warhaffligsten geschrieben haben / ob ich am ' verdammlichsten/ oder sie am gerechtesten zu urtheilen sind.Und daß auch zu dem die höchste Geheimniß nicht gäntzlich im finstern ersticken/ noch in überschwelgten Wassern ersiniffen möge: sondern durch den rechten Glantz des wahren Lichtes aus den Sümpffen und faulen Teichen des Idiotischen Hauffens erlöset/ und durch eine Außbreuung eines gewissen/wahren und rechten Bekantmß viel Zeugen überkommen möge / mir in Schrifften der Warheit nachzufolgen. In meiner Herrjchafft werden mir zugeeignet unter den zwölff Zeichen des himmlischen Gestirns der Schütz undIisch / aus dem Fisch bin ich gebohren / weil ich in WasserigkeitfurmeinemLebengewesen- DerSchütz aber hat mir den Pfeil zum Hertzen geseht/daß ich meine Wasserigkeit verlohren/ und durch Hitze würdig I. > l i. r 8 4 V-tt hennatürlrchett war der trockenen Erden/und ob wol anfänglich die Erde durch das Wasser in eine weiche 8ubÜ3„tz gerathen/so sott dü doch vernehmen/daß durch die außge* trocknete warme Lufft das Wasser verzehret worden/ daß alle weiche Garens der Erden vergangen / und. durch solche Außtrocknung der Harte würdig wor/ den. Daraus du Lernender / auch du Vielverständi, ger mit Fleiß okser vircn und wol in acht nehmen solst/ daßdas Zinn allen vier Elementen/ sowol die andern vornehmsten Planetenunterworffen/welche Elemen, tajihr cemrum von oben herab empfangen haben/ und gleich andern gebohren. Am Ende mach ich dir aber zu wissen / und thue dir kund: da du dem gütigen^ovi sein Salh und Schwefel außzcuchst/ und lässest SLmrnum damit wo! fliessen/so nimmt derSscurau, einen fixen Oorpu, an sich/ reiniget sich und wird klar durch dasselbe / und ist eine gäntzliche Veränderung und trsiumukskio, warhafftig desBleyes in gut Zinn / wie solches zum höchsten in beständiger unverfälschten ?rob-> kan erfun, den werden. Und ob wol dieses unwarhafftig dich bedüncket / sosolt du doch mercken / weil das ssl^ovi, allein durch seinen Schwefel mehr leibhafftig gemacht worden / daß es auch in gleichem eKcsciam und vim ^enccrancii überkommen den Sarurnum ,al§ das gering' ste/flüchtigste Merall/ auch in Verbesserung zu seines gleichen zu bringen/wie du in Warheit.befinden wirst. i c § c i f l r ^ i l ^ s i - e ! c . 1 l i . z l und übernatürlichenDingen. rS) Das neundte Capitel. Don drmäpiritu Saturn i / odcrTinctur des Bleyes. -WEr 8-tmnu, zu gebähten fein Metall, das ! «^bBley, ist am ^)ber,Himmel gesetzt über alle ! Sternen. In dem Untertheil der Erden aber begreifst er den niedrigsten und allerschlechtesten Grad, - gleicher Weise wie sich das oberste Licht des Saturni ^ in die höchste Höhe aller himmlischen Lichter auffge» ! schwungen hat, also haben sich auch nach ihm geart, - und die Natur zugelassen und vergönnet, daß sich ihre Kinder der MUrnS-sgion durch den Vulcanum zu j ihres gleichen c als der Larurnu, bewogen worden) begeben müssen/ denn das obere Licht giebt darzu Ur- l fache/und hat gebohren einen unfixen Leib des Lamr- ni, so mit offenen Schweißlöchern durchzogen und ' eröffnet worden / daß die Luffl solchen Salurnischen ! Leib durchgehen/ daß ihn die Lufft emvor bnit-n i aver vurw uuv s^ur, ,vrn wicyer Leid nicht cowpaÄ ! seinerUnsinskeit halber schnell kan angegriffen wer, , den und zergehen muß/das muß durch einen/ der Er, ' forschung erlangen will/allcrdlngsgemerckek werden, ! > dieweil ein großer Unterscheid ist der fixen und unfixen > Leiber: Und was solche Ursachen sind ihrer Beständigkeit und Unbeständigkeit. Und ob wol der Lsruc- > nur für andern Metallen einer sonderlichen Schwe, re, so mercke doch, wenn sie zusammen ausgegossen werden nach ihrer Vereinigung im Flusse, so geben sich rßä Vs«r de,i ttütürlrchen sich die andern Metallen jederzeit zu sinterst/ wie ii» Durchgirsien des /rncimomi mit andern Metallen auch ebener mästen geschicht/daraus bchndlich/daßdst andern Metallen gleich durchfalien »»nd compactek sind/ denn der gute Saturnus zuwege bringen kan/ weil derselbe allen andernMetallen weit weichen muß/ Raum verstatten/und keine Überwindung b/ybringett kan/ sintemahl er mit den unfixen/ unbeständigen Metallen zusammtverschwinden und verzehret werde» muß: denn es sind alle drey gröbste Eigenschafften aller drey anfahenden Dinge in thm/und weil jeinSaltz Zantz flüßig ist für allen andern Metallen und Planeren. Also ist auch sein Leib fläßiger/ unbeständiger/ unfixerund flüchtiger/ denn kein metallischer corpu» mit sich bringet. Wie Saturnus zu seiner rc§ene- rsnon schreitet/ so soltu also wissen zu gleicher Weise/ wie das gemeine Wasser durch die natürliche Kälte durch Veränderung des obern Himmels gezwung u wird/ daß ein coagulirt Eiß daraus entspringt / ingiei, , chen wird ebener Massen beweißlich gemacht / daß .ve, j gen der grossen Kälte des Saturni/so in scinemSultze für andern Saltzen gefunden wird / der GaturnuS auch coagulirt und leibhafft gemacht worden/ das Wasser,Eiß resolvirt sich durch Wärme/wie auch -er coagulirte Saturnus durch das äthnische Feuek ! flüßig gemacht wird. Des ^tercurü ist am meisten ! bey ihm/doch unbeständig und flüchtig/des Schwe- ! fels am wenigsten/darum auch der kleinen Qvantität - nach sein kalter Leib nichtzu erwärmen/und des Sal- ' tzrs am wenigsten/doch flüchtig/ sonsten wäre das Eisen flüßiger und, geschmeidiger denn das Bley / wenn ^ iin -lett die crek an/ uß/ gett 'le, )en al" tltz ne/ er/ liest/ iite » ei, ce, tze us as ich rek en >e/ ät il, ri/ IN rs «nd öberiatvrlichett Dmgm. 287 dasSaltz die Geschmeidigkeil samtdemFluste Mine bringen könte/ weil das E:stn mehr Salh denn kein Metall sonst«« mit sich sühm/demnach eirlUnkerscherd in diesem zu bchnden / somustuden Unterscheidauch mercken und behalten/wie die Metallen zu unterscheid den sind. Es haben zwar alle kKlioLpKi neben mir geschrieben/daß dasSaltz diecosgulstiongeben/ und das <üorpu; eines jeden Metalls: und das ist wahr/ doch durch ein Exempel zu beweisen/ welcher gestalt und Massen solche Andeutung zu verstehen. Daß das Blumen plumotuln, oder Federweiß für ein lauter Salh geachtet/und daftwbeweißiich gehalten wird/ und dem Eisen dieser gestalt zu vergleichen / welch Salh des Federweissesdoch als eine ki-rerj- und un, fiüßig gtejch oem Eisen erfunden wird. Dargegen der Vitriol als auch ein Saltz sich in kleiner (^usmität erweiset/doch flüßiguud offen/ darum auch sein Saltz so eine harte Losgulsrion nicht geben kan seinem zu, geeiqneten Metall/ wie das andere/ ob gleich alle §--!ts der Metallen aus einer gewissen Wurtzel und aus «memSaamengewachsen / so ist doch gleichwol ein Unterscheid ihrer drey anfahenden Dinge auch in acht zu nehmen/ gleich auch zu oblerviren und zu behalten Eem ä>raut für dem andern/ ingleicksu ein Mensch für andern Thieren und Vieh, ihrer ^ii- tat/Ursprung und drey anfahenden Dingen ein linker, scherd gefunden wird/da ein Kraut mehr dieses / das andere mehr eines andern Geschlechts begäbet ist/ Atem) von den Menschen und den Thieren geredt und ebener Massen und Gestalt zu verstehen geben- Die Xai' r8S V-irderitttItürIlcherl /uüma des Bleyes ist einer süssen Eigenschafft/ wie denn die des Zinns ebener müssen auch ist/ und nochsüssrr/ daß ihr schier mag nichts verglichen wer, den/wenn sie zuvor zum höchsten durü) die separauc, gereinigetworden/daß das reine von demumeinen wohl abgesondert worden/damit in der Wirckung eine vollständige Vollbringung erfolgen kcni. Sonsten ist der Geist des Bleyes von Natur kalt und trocken/ darum widerrath ich/daß er von Mä nnern und W ei, dem nicht viel gebrauchtl werde / denn ess ^rkaltttdie , liehe WirckunZWUbrl Mli^ka i^;. der Miltze und der Blasen schaffe erauch nicht viel Rath/ sonsten aber zeucht er an sich die MegmatsscheArt/so bey denMen, sehen viel Melancholey erwecken/ denn der Saturnus ein Regent ist/ und ein Acher^clZnciioiicu;, davon und dadurch der Mensch in stlner^LlancKo!,« gestär, cket wird; darum so sein Spirirus gebraucht wird / so zeucht ein melancholischer Geist den'andern au sich/da, durch der menschliche Leib seiner eingegossenen Melan« choley entbunden und erlediget wird. Aeusserlich ist die Lnims 8acurni also heilbar in allen Schaden/ sie sind alt oder neu/gestochen/gehauen/overvon Natur durch Mittel zngefallen/das ihm baldkeinMemllwird „achthun können / und ist eitle Kühlung in allen hihi, gen geschwollenen Glievmassen; aber auszuetzen und einen Grund zu sehen aller Heilung in allen verdorbe, nen Schäden/ so ihren Zugang von innen haben / da hat die edleVemrs den Vorzug/ weil sie in ihrem We^ sen hitzig ist auszutrocknen/der Saturnus aberdarge, gen kaltinseinemWesen befunden wird. Das und übsmaturlrchm Dirtgm. Das himmlische Licht der Sonnen ist viel hitzi- Kkr/denn das Licht des Monds/ weil der Mond viel kleiner ist demj die Sonne/ und den achten Theil der Grosse in den Circkel begreifst der Messung und Aus- kheilung: und wenn der Mond in solcher Glosse des achten Theils die Sonne übertreffen könte/wie bis Sonne den Mond/ so mästen alle Früchte und Ge- wachse des Erdbodens verderben/ und würde sieiios Winker seyN/und zu allen Zeiten kein Sommer ei fun> den werden: Es hat aber der ewige Schvpsser hier- innen eine gewisse Ordnung und G'cseh seinem Ge- schvpffwol fürgeschrieben/ daß die Sönne am Tage und der Mond des Nachts Leuchtunggebcn/ und allen Crealuren bedienet seyn sotlew Die Kinder/s6 derJnfluentz des Saturni zugethan sind/sind Melan- cholisch/uufteiindlich/sictig murrende/wie die alten geizigen Leute/ die ihrem eigenen Leibe nichts guis die, ! ten/und nimmer können satt wrrden/zicycn ihre Leibs t ^ grosser Arbeit/ schlagen sich mit Grill-N und Ge- ^ daneben/ und werden selten frollch sich zu ergehen mit I andern LeNkenMtcli auch nicht groß der nmümcderl Liebe schonet Weibs-Bildcr. . Und in Summa/so sage ich dir / baß SaturnNs seine Geburt uberkommmen hat aus wenig Schwefel/ wenigem Salhe/und viel unzeitigen groben Metcus rio/welcherMcrtmius ist zu rechnen ein Schaum/ welcher aUffdcM Wasser schwebet geg?'N dein. MEr- cmio/ welcher in sole gefunden wird/ und einen sehr htt, ! Wen. Grad in sich hat: darum auch der Mercurms ! Watumi/wegen der grossen Kälte/ nimmer sö.ein fti/ T sches Vdir den nakurilchen schesiauffendes Leben hat/als der/ welcher aus dem Golde gemacht wird/weil mehr Hitze in ihm gefunden/ darvsn das lauffende Leben seinen originem hat.'Dar- nur auch in der untern Welt des kleinen Vulc.-.ni wahr zu nehmen ist in der ^ugmenrLtion und Veränderung der Metallen/ Wie ich diese rria principia des Saturnibeschrieben/wegen ihrer Ankunfft/ Art/s und Lom^Kxion. Und soll ein jeder wissen/ daß keine» Veränderung einiges Metalls aus dem SaturnM- folgen kan/wegen seiner grossen Kälte / allein vorhe- halten deiEercunum vukZi zu coaguliren / weil der kalte Schwefel des Bleyes den hitzigen lauffendew 5p!rimm des Quecksilbers dc'mpssen und benehmerr' kan/wenn der Proceß reü)t angestellt wird ; darum zu obiervi'rennicht unbillig/ daß der Uecboäus al- , so gehalten wird/damit die mit der UmÄica t öbereinstimme/und in gewisser Mensur und Evr- Lantzgusurnnen treffen. Darum soltu den Sarur- num nicht gänWchverwrrffen/noch allerdings spott- lich zurücke stellen / weil seine Natur und Tugend . noch nicht vielen bckämitlich worden t denn der Stein, d er We isen hat seine n ersten 'Anf a ng seiner h inunl!- s chenhochglänkenden Far be alle rne aus diesem Me- . M und^UMMsiiMWMWtM/MlL ihm cherSMWl überantwortet der^LLstätchigkeit durch ^LkMiMisa, dieweil a us de m gelb en kein ro thes werden kan / es sey denn zuvor a us dem Anfang des schwachen ein wMs gemWsworden.' Ich hatte noch von vielerlei) und nach der Länge zu handeln von vielen Wuudrrwercken der natürlichen und übernatürlichen Dinge - dieweilmich aber andereArbeit daran lir 11/ r- ni r> i.i t/ , W» f- !> e< rr u n i- ce r> t- d n. i< >i b s s L rr > n > Und übernatürlich en DknKeN. 2 9 ; an verhindert hat/erne längere Srzehlung zuthun/,so ^'e ich auffdißmahl hieraus einen Beschluß diejes Tractats machen wollen / Und das ändere von der heimlichen Verborgenheit der Mineralien soll gespa- rct werden zu meinem Vornehmen/da ich hernacher schreiben werde meinem sonderlichen t->be1i voll dem /wrimonio, Vitriol/ Schwefel/Magneten/ tinv wMe insonderheit für andern beaabek seyn/Und än« hangig denen / daraus Gvid ünd Silber ihren Anfang/ Mittel und Ende/ sammt der wahren ir-mzmu- rsrion und Veränderung haben/psrcicul^rlker, welchg ihre Tugend/Kräffke und Vermögen sie empfangen aus einemDinge/darinnen diese alle unsichtbar zu gen; weil aber die Tugc nd sein Vermögen unöKrafft sehrtieffbegraben/unddcm mehreNcheil unkaNntlich/ lo wird solche Makeria auch für nichtig und untüchtig aus Nicht-kerwrmg acfttzt und geachtet/ biß den ftr in die geringschätzige Cremm gclegce hat; der Na- ^ me heißet «erme5, welcher eineflieaende Schlange in i seinem Wapen fuhret/und zu einemWeibe hat/welch^ ' genennetw'.rd^broäit3, die aller Menschen HerM erkennen kan/und ist doch alles eines / und ein einiges Ding/ und ein einiges Wesen / das da gemein ist an allen Enden/und bekänttich an allen Oertern/ jeder-» man areiffetsmstHänden/ mdgebrauchts zu Sachen/so geringschätzig sind r das geringe achtet er hoch/ 29, von den natürlichen rc. und das hohe wirfst er hinweg/ und ist nichts anders denn Wasser und Feuer/daraus die Erde mit Zuthun der Lufftgebohren worden/ und ieho noch erhalten wird. DemHöchstenseyDanck für seine Gaben/ und sey ieho genung offenbahret / was mein Vornehm wen gewesen anzuzeigen in diesem irLürru, und scheid hiemit also von hinnen/im Scheiden wird sichs alles finden. cs ! in ^ l i,/ ' l)' ! li> agen riumph - Des LLSIl.Il VL- Benedi'ctiner Ordens/ -llen/so den Grund der uhr alten Medicin suchen / zu gut vorgestellt. rp-i- Trürmph-waZen s-ll ÄL^iM DMtz !SAI A5> kk^ki8 L>8H.II v^. i UL^F-Idll. i^) Raülmz; Valsnkinu! z SlN Bruder des geschwornen Ordens 8. Lene- . 2«^L- Mj, eine kurhe Erinnerung zu dem guther- tzigen Leser/was einem jeden Lp^xyro, wel- cher mit höchsten Seufftzen der wahren Künsteln be- i gieriger Verjanger ist / zu betrachten uyd obzuliegen ^ hoÄinöthig / nachfolgender mästen: Ehe und zuvor ich dieftüUKeü recht anfahe zu beschreiben / und Erzeh^ iung zu machen/ bißzuder endlichen Abstlvirung / hab i. ich nothwendig erachtet / eine Erinnerung vorher zu i thun/ was eurem gottt fluchtigen Lpagyro zu misten ' hoch nörhig/worauffer seinen Felß bauen soll/damit die ^ Häuser von den ungestümen Winden nicht beweget/ ! viel weniger aar über einen Hausten mögen gesiosseu ) werden /die da stuften auff solche Felsen zu bauen/ ei- ' nengewisssn Grund haben sönnen. ! Denn ich/als ein Kloster-Mann/acbte solche für hochnöthig/ und wird auch wolhschnöthia bleiben/ ! WM ich Mtz dMr sey Heintz oder Cuntz/ Hansel oder > Hans/ r IN e- l> n >- ch h- ' ch l. ch i- n !' je ^ t/ . n.! i- ! ir i, l >r des Amimdmi. Hans, nimmer «Hier mit Augen gesehen werden, und mit deni Tode eine Abwechselung spalten da ben/daßsolche Grdächtnch ssteichwol nach uns,E)^rr zu Ehren, in dieser sändlichen Welt veryarre uuu Ucr» be/seine Majestät und Herrlichkeit dadurch zu obserm ren, in acht zu nehmen und derselben durch genug,ame Parirung Folge zu leisten- Denn mein Stand e^or, -ertvirl einen andern Geisi/wederder gememeWe^ Stand. In solcher meiner Betrachtung aber habe ich er, gcntllch befunden fünffStücke, so aw vornehmsten sind, und so da allen Suchenden der Wußhut uns, Kunstliebenden zu erforschen obliegt. Als barst, Ak lich die Anruffuna zu GOTT'.Zum andern/dle Befrachtung des Wesens: Zum dritte», die wahre unverfälschte Bereitung : Zum vre^ Md zumfnnfflen, die dÄchbarkelt. Ss.che sunff Stücke nun muß ein .ieder und wnhr^^l- ionsten ohne das kaner n.'chtvEommen seyn, noch -vollkommen für einen wahren SpZg^roevkannt-tver- den. . , Darum wollenwir uunluehranfahen, undnach rinarrder von solchen. Stücken ein wenig Erzählung thun,damit aus solchemein gantz Merck m Zeners und un-vLrlälitce kau zu Tage scheinenmnd ein vollkommen Opu5 dadurch beweißlich gemacht werden. Die WrruffungzuGQltnun,' mußdmch eine himmlische Andächtigkeit , aus Grund- eines remen, wahren Hertzens und unverMschten GewMus , ohne Ehrgrihl Heuchelet),-und anderer Mchbrsnchege« . ' ' .. T fr-'^ - " ^ ry6 Trr»mph-LVage»r schehen / als da sind Hochmuth / Stoltz / Hossarll Pracht/ weltliche Üppigkeit/ Unterdrückung des Lir« wuchs und anderer Tyranney/ und dergleichen dew anhängigen Sachen / welche Mißdräuche nun gäutz/ lieh und allerdings müssen aus dem Hertzen und feinet > Wurtzelausgefeget undgereinigetwerden/ auffdaß/j wenn erden GnadenchronzuderLeibs^Gefundhelter/! langen will/das UE»am von dem gutmWeitzen aus/' geraufft/ und ein wvhlgeschmücktcr heiliger Tempe! > bereitet worden, Dennwachich! warlich! ja sag ich ^ warlich!Zokt last nicht mit sich spotten/wiedie Well^ flirgeuiidvermeyntemitzverständige Menschen meynen, Nein! Er will. angeruffen in wahrer Furcht/ und für einen Schöpsser erkanntftyn/mit gebührli/ chemschuldigen Gehorchm und herhkcher Bittsoh/ nung. Wie auch nicht unbillig/weil vcrMeusch nichts hat/denn was ihm von seinen lieben allmächri/ gen Schöpffer verliehen wird / der ihm gegeben hat Leib M'o Leden/den Geist darinnen zu wircken/unhdit > edle zarte Seele; Und zu Erhaltung dessen ferner aus Gnaden mitgetheilet/sein ewiges wahres göttliches Wort zu einer Svrise unser geistlichen Seele zu der ewigen SeiiLkeit, Darneben hat er auch dem Leibt 'Unterhaltung verordnet durch zeitliche Spciß und ILrünck/Kleider/SchueundandereNothdurfft/ der» - her Musch nicht e.ntrmhen kgn/welches er nun alles und zusicherst aus derwahren/demüthigen/iuniglicheN Hertzruffung don dem alleraltesten Vater/ welcher Himmel und Erden/ sichtbar und unWtbar/ das Firmament/ Element und alle Gewächse und Lrea- sinen erschaffen ha t/ erlangen muß- Denn zwar ist , W Miß u?.L weiß fürwahr / daß die wahre Ahnen des Antrnrsnil. rg/ Eck» Gottloser erlangen / viel weniger kosten wird das fechte unwandelbare süsse Himmel-Brod der Ewigreit. Darum sy folge dieser Lehre am ersten und vor.. Nehmlichsten/das' x,n dein Vornehmen und Vertrauen auffGOtt den Schöpffer sehest/ihu darum bittest und amuffest/ daß Er wolle seinen ewigen Segen darzu verleihen / damit dein Suchen in Gottesfurcht angefangen werde/und du dadurch zu der verhelfenden und begehrten Weißheit kommen mögest. Denn die Kurchtdes HErrn ist der Weißheit Anfang. . Welcher Mensch nun einen solchen Vorsatz hat !" llichen das imIrrdischen das höchste ist / nehmlich: dre Erkanmiß alles guten seiner Creaturen / so der Höchste mildiglich mitgetheilet den Menschen / ivelche denn stecken und befunden werden/ wegen ihrer wür, ckeuden Kräffee, in Sremen/Krautern / Wurtzeln, cZamen/T'oleren/Gewächsen/Mineralien/Metallen/ und was dessen mehr ist/ der setz alle weltliche Gedan« cken zurück/ laß fahren was ihr anhängig / und warte allein hoffentlich der Erlösung von Hecken / bitte ru G 6>tt mit Demuth/ so wird er auch wol von der Hoffnung entlediget / und der wahren Erlösung endlich wurdlgwerden / daran kein Mensch mit Nichten verza- gennochverzwelffelnsoll/denneristallemderG^^^^ dcc daLrael erlösen kan von allen seinen Feinden; warhaffiig thun / und gutwillig zu Merck richten gegen allen denjenigen/so Ihn kertzlich rüstet ^ und mit seufftzendem Gemüth am Als» kan nun die erste Lehre und Vermahnung T 5 M r§8 Tmmrph-Wägett anders nicht besser/denn durch das Gebet bestätigt werden / welches heist und ist InvocLuo O^l, die Aw ruffung zu GOtt : doch muß die tnvoc-lrio und An- ruffung nicht gesthehen aus Glechnerey/ oder aus einem betrregtichen Hertzen/ sondern also und gleicher Formans einem Grund/wie derHäuptman that zu Capernaum/ aus festem Glauben und wahrem Vertrauen/ auch wie das Cananeische Weiblein ihr geilen Herfür brachte / darnach auch Christlicher Liebe wegen / wie dem Verwundten begegnete auff dem Wege nachJericho/da ihm Oel mrbWcin in seine Wunden gegossen/ auch befohlen ward / seiner zu pflegen / und zahlete der Samariter alle Unkosten ab / und befahl weiter seiner zu pflegen. Wenn eine solche Anruffung nun gkschicht / darinnen betrachtet wird die Christliche Liebe seinem Nechsten mitzutheilen / welches er durch das Gebet zu erlangen vcrhoffet/ dem wird sonder Zweiffel auch wiederfahren/was sein emb, siges Bitten suchet und begehret: nehmlich ein gewünschtes Ziel/darnach er zn Wessen vorgenommen/ und eine Endschafft seinergesatzten Hoffnung der Gesundheit und des Reichthums. Dieser wahren Anruffung zu dem lieben GOtt folgetnun nach der Ordnung die Betrachtung eines zeden Dinges; das ist so viel gejagt/daß alles anfänglich wol muß betrachtet werden / nemlich die Umstände eines jeden Dinges/was seine t^sceriZ und Form/ woraus dasselbe seine Würckmig überkommen / wodurch sie eingegossen und einverleibet / auch wie sie aus dem Syäsristhen empfangen / durch die Elements wircket/ und durch die drey ausätzenden Dings geboh-- Mj und förmlich gemacht worden- Angleichen wie cincs ein« gen kerl^ Ntei dac rnJ Mc: Im gei der gei cke tra li; un> nir riü scr rui fte irir G vo ste Nil T ur «r ;et! lir^ n- ! ej, >er zu > r- ! de l m ic > c- , / ! >e ^ v: , ! n )- ! ?- ! / . > > t i ö i -» ! , / . des AmimomL- rz^ eines jeden Dinges sein Leib wiederum kan rücklich gemacht/das >st/resolvirt werden in seine primam ma- rer, 3 lii,oder erstes Wesen / wie ich denn in den andern weinen Schafften dessen allbereit unterschiedlich gedacht hab / damit aus der ullima mareris die prima mareria , und aus der prima materia wiederum die ulciML marcn» melden kalt- X Diele Betraü)tung nun ist die erste nach der V Invo^cion zu GOlt / welche himmlisch ist / und ist geistlich zu verstehen : denn die Betrachtung eines je- ^nges Gelegenheit wirb außgegründet durch geistliche Gedancken des Mensckens/welche Gedan- cken aus der 5peculation herfliessen/und ist solche Betrachtung nun zweyer!«): Eine ist möglich/ poslibi- die andere aber imposlibilis, unmöglich. Die unmögliche steht in überflüßigen Gedancken / die da nimmermehr etwas wirckliches aus der Natur verrichten können/und da keine greiffliche Form des Wesens ist. Ais wenn ein Mensch betrachten wolte/auß- zuforschen und zu ergründen die Ewigkeit des Höchsten/ welches nicht seyn kan / sondern ist nur v-mum Sc iriaae »und eine Sünde in den Heil. Geist/die wahre Gottheit anzugreiffen / so unermeßlich / unendlich und von Ewigkeit her gewesen ist / und ein Lxamsn zu stellen auffden unerforsthlichen Rath ihres Geheim, nisses- _. Die andere Betrachtung aber eines, reden Dinges steckt und beruhet in der Möglichkeit. Das ist nun Iksaria, nemlich / was sichtbar ^ und greiflich/auch ein zeitliches förmliches Wesen hau s aüßzügründen / wie ihm fortzuhelffen ist durch seine ; Zerlegung / daß ein jedes Corpus seinen Nutzen von - W Tr:mns)H.N)a§en sich geben kan/was in ihm ist/ gut oder böse/ Gisst oder Artzney / wie das Ungesunde von den Gesunden zu scheiden ist / auch wie sein anzustellen / und seine Zerstörung und Zecbrechung vorzunehmen/da/ mit jullo kimlo ohne falsch und Sophisterei) purum sb impurc, kan geschieden und scpanrc werden / welche Scheidung nun geschehen kan durch vielerlei) > Hand-Arbeit/vielerley Wege und Mittel/dero etliche j in derErfahrenhcit aeinein/Gliche aber nicht gemein , seyn: als da geschjchtvnrch calciniren/sublimiren/re- ^ verberiren/ciceuliren/putrificiren/digeriren/distilliren/ ^ cohibiren/sigiren/und LerZleichen/welcheZraclu5 allzu- ! mal nach einander in der Arbeit erfunden / gelernet/ ergründet/ und offenbahr gemacht werden / daraus be- ^ weißlich wird/was fix oder unsir/was weiß/ schwach / j roth / blau oder grün ist / und so fort an : da an-! Vers der Künstler recht damit umgehet / und die Be-' irachtung wol anlegen wird. Denn die Betrachtung kan wol einen falschen Grund haben/ und fehlen / wenn sie die Landstrassen nicht treffen würde/ dargegen aber die Natur darum mit Nichten fehlen noch irren kan/wenn ihr anders recht vorgestanden wird von dem Haußhalter/dem ste unter die Hand gegeben; fehlest du nun / daß die Natur nicht entbunden und loß- gesprochen wird ihres Leibes / darinnen sie gesanglich enthalten wird und angebunden / so lerne die Ibco- r riam besser / und erachte dem Handel gewisser nach/ auffdaß du Grund haben kanst/und eineGewißheit der Scheidung aller Dinge / daran das Höchste unv am meisten gelegen. . ! Also ist nun der ander Grund der kKUochp^ die Bettachtung eines jeden Dinges / und eines jeden We- 2Le äers GL and weil Lch nötl der nac B. W' un' reii svb Ar V zu, de ro! T sic sei w w de S« >der izu lind da/ um )el- 'ley j che j ein i re, - en/ l zu,' et/ tz/ in, )e, n/ en en ni est ss ch >/ -it >V » a N -esAtttmwtttt. zor Lesens/welches genannt wird iti der Natur (^onfl. ö-rskio, denn es heißet: Suchet zum ersten das Reich b-Ottes und seine Gerechtigkeir / nemlich ?er invoc-,- l'onsm, oder durch die Amuffung/ so wird euch das andere alles zufallen: nemlich / barauff der Mensch weiter indem zeitlichen nachtrachtet/ und ihm zu seiner Leibs. Nahrung und Auffenthalt der Gesundheit von böthen. , ^ Wenn nun die Betrachtung emes jeden Dm, ges recht ergründet worderr/welches/ wie zuvor ermel, der, anders nichts ist denn ikevris, so folget diesem nach die rechte wahre Bereitung/ welche rechte wahre Bereitung durch die Handarbeit muß vollzogen / und Zu WerE gerichtet werden / damit etwas thätliches und würckliches hernach folgen möge. Aus der Be« reilschgfftkömmt her die Wissenschaft/ nemlich eine solche W-ssnschass/ daraus man allen Grund und Gelegenheiten der Arhneyen lzabcn kan. Die Hand, Arbe-t geschicht durch eine fleißige Anwendung; Die W-ssnschafft aber bringt sein Lob durch Erfahrung/ zum Unterscheid dieser beyder/daß eines v"r dem an« dem in gewisser Tugend kan erkannt werd'cn/ ifl-äna- Hand.Ärbeit gibrzu Tage/wle alle Dmge können nvtorjz, beweuchch und und vorgestellt werden/ die Wis. senschasst aber giebt zu Tage Praxis und den rechten wahren unverfälschten Grund/darüus ein rechter und wahrer pmöticu! werden kan/ und ist anders nichts/ und Bestätigung/das die Hand«Arbe>t etwas gutes offenbahret/unv die verbor, flene geheime Natur heraußer bekandt und beweißlich öemacht Hut zum guten« Denn wie matt in geistii« eben ;c>r Triumph,wage» chen Seelen,Sachen den Weg bereiten muß gegen dem HErrn/auch also in diesen Dingen ein Weg vor, her muß eröffnet und bereitet werden/ damit der Pfad rechtgekroffen/und zu de:' zeitlichen Gesundheit ohne - Zrr-und Bey,Wege mit Nutzen gewandert werde: das istNUN prseparLtiö. Wenn nun deine Bereitung geschehen/ nemlich die Absonderung desGmenvomBösen/welches durch die Aufffchliessung geschehen muß./ so must du denn- nach den Gebrauch in acht nehmen des Gewichts/daß du dsrSachen nicht zu viel noch zu wenig thust/welches du in dcr Würckung kanst merckenund observiren/ ob die Arhney zu starck oder zu geiinde/auch ob sie nützlich oder schädlich seyn wolle: welches denn ein Artzt zwar vorhin wissen soll/und.dessen einen Grund haben/ will er ihm nicht einen neuen Kirch/Hoff zubereiten / mit Verlust und Verderb seiner Seelen/ und mit Unter-- gang seines guten Namens. Nachdem' die Wirckung eiugangen ist / sich aus, zubreitenund anszütheilen in alle Glieder des Leibest zu suchen dcn Gebrcä)en/darzu sie angeordnet und ge, braucht wird/so folgt hernach endlich die Nutzbarkeit/ als das lehte/das dadurch erkannt wird/was die Wir« ckunggutS zm Nutzbarkeit bracht. Denn es kan wol eine Sache oder Artzney würckrn zum Schaden/ und nicht zum Guten/ welches der Kranckheit eine Widers wämgkeit/ und mehr ein Gifft denn eine Artzmy zur Gesundheit seyn würde- „ Darum so muß ein jeder mit Fleiß darauffwol Achtung geben / wegen der Nutzbarkeit/ daß solches gemercket und auffgeschriebLn werde/ damit dieselbe Nutzbarkeit nicht vergessen / sondern an andern auch kou, tön N, we sitzt ter terj alle vb! inn dar sot we zer keil gre serl S we sich tee der de der tru S der V ein im Un nei i des Antmrsmi. ;o; ! können gebraucht werden. Es muß auch dieses in der ^ Nutzbarkeit/ so wol auch in dem Gebrauch gemercket ^ werden/ ob der Schaden offen sey/oder nur inwendig sitze uncröffnel / denn es ist ein grosser Unterscheid uu, ter offenen und inwendigen Gebrechen/ auch ein Unterscheid ihrer Mittel der Artzmy. Darum muffen alle Kranckheuenwol erkundiget werdenim Grunde/ vbsie äusserlich allein können geheilek/oder obsievon > innen heraus müssen getrieben werden. Denn da das Lsncrum der Kranckheit inwendig zu befinden/ so muß eine Suchung geschehen durch die Artzney, welche solch Lenrrum inwendig suchen/ angreiffen/ zertheilen und restauriren möge/ sonst wird der Acht keine Frucht schaffen/ wenn er das csmrum nicht er, sreiffen würde. Auch so soll ein jeder Acht wissen/ daß keine aus- serlicbe Kranckheit/ so von innen ihren Ursprung und Sitz hm/soll durch äusserliche Mitte! zurück getrieben werden,denn es würde bald folgen Verderb und letz- s !ich der Todt. Ebener Massen als wenn man dieB'-ü- i teeines Baums,so er heraus zu Tage vorgestellt/wie- j derum zurück treiben wölke nach stimm Kern / so wür- ! tze zwar nicht allein keine Frucht folgen können von ^ der Blüte: sondern da der Saffk wider die Natur ge- i trieben würde zurück zu seinem Kern / davon solcher ^ Safft ausgangen durch das nucrimenrum der Er- > den/so würde in der gezwungenen conjunÄMn oder ! Vereinigung dem Baum kein Nutz erfolgen / sondern ! eimErstickima/wegm dessen/daß seineFeuchtigkcit kei- , neu Ausgang haben kome. Darum hals einen treffen , Unterficherd/mn die gemeine/ftische/gehauene/gestoche, m oder geflossene Munden/als gegen den altenSchä- drn zog. Triumph,wägen den/fo aus Leibs-Schaden von innen entstanden. Die frische Wunden können nur durch äußerliche Mittel curirtund geheiletwerden/ welches mir den Leibes- Schädenauchnichtseyn kan / sondern müsse» nebelt der äusserlichenUberfthlagung / so von Oeten/Pflastern/Salben und B'-lsamgeschicht/ auch von innen curirt werden / damit anfänglich derQvellgestopfft wird/davon der Wassergang herfleust; wenn denn solcher O.vell ausgetrocknet/ so wird der Fluß auch aussen bleiben/ undsich der Schade durch rechte Speist zucmerHcilung leichtlich begeben. Das ist keine Kunst/eme gemeine frische Wunde zu heilen / welches wo! ein jeder Baut mit einem Stück Speck verrichten kau; nein/sondern das ist eine Kunst/ allen Zufällen zu begegnen/wenn solche in den Wunden mit zufallen/und den Brunnen oder den O.vell auszucrock- nen/darausdieLeibs-Schäden entstanden. Ichs russe ich her zu mir alle Acrhte der Welt/ und welche sich mehr der Artzney unterfangen/ die ihr euch schreibet voäorn, Meister und Aertzte beyder Arhneyen/welches verstanden wird innen und aussen/ nehmet euren Titul der Ehren nach wohl in acht/ und bedrucket euer Gewissen/ob ihr solchen Titul von GOTT habt/ oder nur allein pro 5orma euch dessen wegen der hohenEhre gebrauchet/denn es ist ein grosser Unterscheid zu curiren / innen und aussea/ wie angezeiget worden / so weit als Himmel und Erden/ wie man sagen möchte/ von einander ist; Habt ihr emen Titu! aus GOTT angenommen/sö wird euch auch der Ewige Beystand leisteu/Segen/Glück/Heil/ Wvifarth tmdGrdeyen geben; ist er aber angenorneli hnl bra fall hüll stur fett soa sich das che> geb ster kön Zn ant Gr ihn Sc Acl wü sich« aus un! M an< lall nie! der we Ku Lief Die littel besten )fla- meii 'pfft enn aus«' )erst eine Hes ich- fal- zu- ock- !elr/ die >cy- Nil- .hr/ )0N seN cos» anen, fhr üch eil/ icn md desAntim-Nli. Vd erdachtausserhalbGOTT, allein zu den Mißbrauch desEhrgeihes/so werdet ihrHerrengewang fallen / und euch sechsten das ewige unauchrMA höllische Feuer bereiten/denn er sagt der Htzrr Ly«. sius unser Erlöser ;u seinen lieben Jüngern: Ihr he i srt mich Meister und HErr/ und thut recht daran. Äl» so auch ein jeder/ welcher seinen EhreN-Tuel recht an sich nehmen will/bedencken soll/daß er auch recht thue, das ist so viel: Er soll seinen litulnm nicht mißbrauchen/ nicht mehr von sich halten und ausgeben/ d emi er gelernet hat/wer sich beyder Artznev Lehrer und Meister schreiben will / der muß auch beyde Artzneywohi können und geiernet haben / beyde innen und außen. Innen die Gelegenheit^ Leibes, p» auch, von welchr,vermeynterLbirurßu, und lehre loser Titelmann der Artzney/ darinnen du dich doch sechsten ausrüstest für einen Meister und Lehrer ? Wie nun Herr vaAor ? Wie nun Herr Meister undÄrtzt? Ich bitte dich abcr/werde nicht zornig noch verdrossen über dieser meiner Rede und Meynung/denn du wirst Mr freylich und in Warheit bekennen müssen/dieses: so ich dich viel um grosse gehauene und gestochene Wunden fragen werde/daß so viel Bericht und juckoi- ren im Gehirn stecken wird / wie einem Hünen/ vee den jungen Knaben in das /z- l, c Buch gemahlct.- Darum rath ich treulich all ihr Gelehrten / hoch und niedriges Standes/trachtet zuförderst / vermöge ieüers Gewissens / welchs solchs von euch Meistern und Lehrern erfordert/auffdie Lermmg/ welche in der Bereitung steckt/ und demnach auchauff den G» brauch/so werdet ihr euch den zugemessenen Titel mit Ehren geben: den Menschen mit festem Vertrauen in der Warheit und in der That zu Hülste kommen/ und dem ewigen Schöpffer aus rechtmäßigem He» Hen dafür dancksn können. Ausser aber dessen allen soll sich zwar ein jeder gantz und sehr wohl bedenckemwas ihm zu thun oder zü lassen/und ob er den angenommenen Titel mit Recht öder Unrecht gebrauchen möge. Denn wer da einen des Aittrmomr. ^ltel Mit BilliMt an sich nehmen will / der Muß sollen Timlum auch recht verstehen/ und warum er solchen an sich genommen aus gutem/satten/ reinen/ unverfälschtem Grunde zu antworten wissen. Denn es ist zwar nickt genug/daß der Meine Mann sagt: das ist ein grosser Dreck/ mit Züchten anzumelden für ehrlichen Ohren/er stincket trefflich, und sehr ubel/und weiß nicht darneben/ wodurch derübel- riechende Gestanck verursacht wird / ob gleich vek Mensch/welcher vielleicht eine liebliche / annehmliche/ wohlzugerichte und wohlriechende Speise zuvor ges- sen/und hernacher davon einen übelriechenden stincken- den Dreck verlassen/sondern er muß Ursach desGrun- des anzeigen/wodurch die gute wohlriechende Speise in eine solche widernatürliche Gelegenheit gerathen/ welches nun eine Ursach ist die natürliche pmMÄion und Fäulung. Und im Gegentheil ists zwar auch ebe- nermassen bewandtum allewohlriechendeDinge/unV was den srommikus verwand und zugethan/ nickt allein schlecht in acht zu nehmen und zu verstehen / was der Geruch ist: sondern es will einem jeden/soda liebet die wahre Philosophi/obliegen und gebühren/ sich zu erkundigen und nachzuforschen / was derselbe Geruch sey/ und woraus er seine Krafft empfangen/ auch wortnnen sime^ugendzu einem Nutzen kau beweglich werden / denn es geschichr/daß ein üdelriechen» . der Dreck/as Erdreich lunget/ fett machet und Nahrung giebt/daß erne edle wolriechende Frucht dadurch wachffrtnd zusage kommet: welches nun viel Ursachen hüt/und alles anzuzeigen von der wunderbarlicheu Formirung und Veränderung der Naturen eine itt Manders/ mlte emgroß Buch auffjuschtkibener- ^8 Tnomph-Wagett fordern. Die vornehme Ursach abrr/olcher Veränderung durch Abwechselung ist diese/daß -ligekio und .,-uririjüio die vornehmsten Haupt-Schlüssel darzu sind/ indcck das Feuer und Lufft eine Zeitigung verur, sachen/damit aus Wasser und Erden eine rrZnrmurs. erfolqen kan; das ist nun «sich eine gewisse Veran- cung/daß aus einem Baurrndreckekan einwohlrie- llo deru! chender Balsam/und wiederum / ein lieblicher Bal- sam zu einem sttnckenden Bauren,Dreck werden. Ja/ wirst du sagen/ du bringest mir I lächerliche Bauren,Auffzüge/und grobe Unbehauene Höttzer ein zu einem Exempel- Grob sind sie fürwar/das sag ich sechsten / aber ein jeder Verständiger wird den Sachen wol weiter nachzudenken wissen/wie er dreftnBaurn- Dreck urtheilen soll: wie aus einem hohen ein niedri- Kcs/und aus dein Niedrigsten das allerhöchste kan gemacht werdenzals aus Artzne» Gisst/ etnv wieoerüm aus Giffc ArtzneyMs einem sässenein bikters/saures und/6tt-c»6v,uNdaus dem corroüvein anders gutes Ding dargegen. . Ach du lieber GQtl/ die Natur will ja von uns Menschen nicht alles lassen ausgrüblen/ weil du die Zeit kurtz hast angesetzt dem menschlichen Leben/ uud Du rechter Richter dir auch viel vorbehalten hast/damit der Menschen« Verwunderung hüben möge deines Geschopffs / Darüber du sechsten ein Urtheilsprecher M Mcirer sehn wilst rverleyhe mir Gnade / daß ich meinen Heyland iMHertzen fest behalten möge blß au mein letztes Endr/damit ich neben der zeitlichen Gesundheit Und der Nahrung/ so du mir mildigtich mitgetheilet hast/auch die ewige Seelen-Gesimdheit und Reichchum erlange« möge/ daran ich dann gar nicht zu fc! C Kci ft> al ge lic ar m Ut m ick. w ko se> stc Z. si' U! vc in d« in lic w m vl bc ran- unv arzu rur, urs- rankte- Salden. Raunet- elb- Hen nn- dri- ge- um lres >tes Ms die md mit irs her ich an Ze- üt- nd Ht ift -es Antim-m'i. zweiffele, weil du den rechten wahren Seelen,Schwell für mich armen Sünder am Stamm des heiligen Creutzes aus grosser Lied uns Erbarmung vergossen dost/ welcher himmlische Seelen,Schwefel demTeuf- fel zu einem Gifft/uns armen sündhafftigen Menichen aber zu einer höchsten Artzney worden. Meine Mir,Bruder curir ich durch das Gebet geistlich/und durch ordentliche Mittel der Artzney leib, lich/so will ich auch vcrhsffen/sie werden vor mich auch geistlich wachen/daß ich mit ihnen/ und sie mit mir die ewige Hütte» GOttesdes HErm bewohnen/ und endlich besitzen mögen. Jetzo höre ich auff/ und komme wiederum zu meiner kbilo5opki3 des/imimvmi, nehmlich/ so will ich den Leser verständiger haben/ daß alle Dinge der weltwirckenden und lebendigmachenvenGeister in sich haben/ w in den Leibern wohnen/ sich aus ihnen speisen, nehren und erkalten/ die M-m-ms sind ohne Geister nicht/welche Wohnung bey ihnen suchen/ durch Zulassung und Verhangniß des lieben GOttcs/ sie seyn dann boß oder gut. D.e Menschen und alle Thier haben einen lebendigen wkckendenGeist in sich/ und wann solcher abweichet/ so ist ein todter Leichnam vor Augen; Die Krauter und alle Gewächse haben in sich einen Geist der Gesimdheit/sonsten könten sie zu der Artzney nicht gebraucht noch bereitet werden. Also ingleichen die Metalla und Mineralia ihre unbegreifliche Geister in und mit sich führen/ darinnen befunden wird am meisten ihre Tugend und Krafft des Vermögens/ was sie dißfalls ausrichten können; dann ohne Gelsi ist ein jedes Ding tvdt/vnd kan für keine tc- bendmachende Wirckung erkanntwerdcn- Also ver- U ; siehe zio Tnlmrph-N)6 andern Geister aber/welche nicht reden körn > nen/sind diejenigen/welche in Thieren / als Menschen ! Wd vergleichen wohnen/auch in Kräutern und allen wachsenden Dingen/so wol auch in den Metallen: hm ' H?N aber gleichwol ih r verborgenes/wirckendes Leben M sich/ W?lchc fichoWHMch machen zu Tage durch chenl »aus un<-! »eine eden > er in tbar stig/ e in Nei, stel- luch den erde :rd- > rei^ > sich! i nd/ i 8e- ob sie/ »es »err len >a, en ch >r§ dcsAtttrm-M. n i ^)re Wirckung / so sie mit und in sich führen / und be- ^eißlich erzeigen ihrer machender Gesundheit/ wenn solche durch Mittel der Kunst aus ihnen getrieben / und von ihren Leibern abgesondert und gescheiden wer- den- Also nun und ebener Massen beweist der wircken- de Geist und die wirckende Krasst des /^nrimonu feine Gaben auch/ und theilet sie aus unter die Men« schen / wenn es zuvor zu penetriren und durchzuwirken von seinem Leibe entschlossen/und von seiner An»- dinduyg loß gezehlt und frey gemacht worden / zu ge- brauchen / darzu ihn der Meister geordnet Hat in dcr ^rLp»3tic>n, stutcmahl Vulc-inus und der Meister übereinstimmen müssen/ das Feuer giebt die Scheidung zu der muckenden Krafft / und der Meister for- mirt die Materia. Ms ein Schmid braucht nur ein einiges Feuer/auch ist das Eisen seine einige Materia/ daraus er alles anordnet / mancherhand Sachen und Instmmcnka förmlich zu machen :Jeho macht er ein Brat,Spieß/bald ein Huffeisin/jetzo ein Hacken/bald em anders / und so fort an/ da ein jedes genützct wird/ darzu solches vom Dreister bereitet worden/und ist doch einerley Metall/und einerley Zeug zu solchen gesehn, id, ten Materien gewesen / welche doch gebraucht werden zuunlttschl'edenenNützungm. Jng'.eichen aus dem Spießglaß viek-riry Hand-Arbelt/und vielerley Nutzung aus ihm kau ge/ vramt werden: der Meister ist der Schmidt zu formt- u nd den Gebrauch. . Ach GOltach HErrhätte die toll e unverstän- U 4 dige z,r. Trrmnph>wageii digr Welt rechte Ohren / und ein rechtes Gesichte/ »nd wahren Verstand/ nicht allein anzuhören/waö ich schreibe / sondern auch Erkäntniß des Innern / und Missruschafftdes Gebrauchs/ sie würden freylich die ungesunde Grundsuppe nicht verschlingen/ sondern zu den frischen Quellbrunnen treten / und zu trincken begehren den Back des Lebens; darum soll die Welt dieses wissen / daß ich noch viel hochgelehrte M ister zu Narren, und dagegen viel arme verachtete / suchende / bertzbegierigeSchüler zu Lehrern machen wil/mit der That und in der Wachest; und wil alle seuffhende Menschen hiermit cstirt und vorgeladen haben / mit stoischem Herhen/ sicherm Geleit und gutem Gewiss sen/daß ick ihnen hiemst versprechen thue/da sie wollen Nachfolger seyn meiner Lehre / und meiner Schriff- ten/und meinen Bericht in acht nehmen, so werden sie erlangen das jenige/ was sie vyn Herhen wünschen: mejnLob im Grabe werden sie empor heben / und meinen zeitlichen Nahmen erlängern durch ein immerwährendes Gedächtniß / weil der Erdboden unver- ruckt wird stehen bleiben, Wer aber nach meinem Tode leben wird / und ein Gefallen tragt/eme vihm- rstiya mst mir anzustellen in meiner Schule / dem werden meine Schrissten Antwort gnugsam geben / und bin-dessen gewiß / daß meine Schüler keiner Gutthat vergessen werden/ zu erhalten das impsrium der Wachest / das für ihnen und mir zu Unterdrückung dex Lugen jedttzeitgeweftn ist/nudnoch ferner bleiben Wird/Hiß ans Ende der Welk, - - . Essyüderguchertzige/wolmeineudeundKunst- fuchende weiter berichtet seyn von dem Lneiamnio. glaß; dssAnrimomr. hte/ sich und bdie :nzu »be^ Veit er zu ide, ^der nde mit ivip llen iff- ,sie en: »ei- lererem glaß: Einer ist schön rein, und einer guldischen pro. pl-etät und Eigenschafft; derselbe, welcher einer gut, dischen Artist, hat viel hiercurmm, ein anderer hat Viel Schwefel, derselbige ist der güldisthen comple- »ioa nicht so nahe verwand, als der vorige, witscht nen lang weißgläntzenden Spitzen erzeigend und durchzogen. Darum ist einer besser denn der ander zu gebrauchen in der Artzney und Alchimey, gleich wie das Fleisch der Fische gegen anderer Tbiere Fleisch zu vergleichen,ob es gleich beydesFleisch ist und heisset/so ist doch zwischen diesem Fleisch ein grosser Unterscheid ; also ist es ebener Massen um den Unterscheid desSpießglaßes. Nun ferner soll der Liebhaber der Künste wissen, daß eine grosse Versamlung und eine grosse Menge der Leute schreiben von der innerlichen Gutthat des ^nrimomi, der weniger Theil aber wird befunden,so den rechten wahren Grund seines Vermögens »echt erlernet hat, und das jemge gefunden, durch welch Mittel er solches empfangen; weil denn ihr Thun nur auffWorte gerichtet, bleibt solches in einem Umrund bloß stecken, und verlieren den Preiß, den sie sanften durch solch Schreiben zu erlangen verhoffens gewesen. , Vornehmlich aber von dem ^neiMKlo zu schreiben, bedarffund erfordert ein grosses Nachdrucken, ein weitschweiffjg Gemüth, und eine vielfältige Lernung stinerpr-parglion, des gewissenZiels, darinnen die Nutzbarkeit gefundenwird/damitduem ge. wisses Urtheil fällen kaust ohn einigen Zweiffel, was gut oder bose/wasGifft oder Artzney sey; denn es zwar' nicht eine geringe Sach, «in rechtes Examen auffden Us ^a- z l 4 Trurnrph«wa§en ^nümonium zu stellen / dadurch sein Westn zu ei> gründen/und seine endliche Wissensthaffr durch Miß zu erfahren und außzuforsthen / damit ihm sein Gisst (darüber viel Urm fahrne raffen und schreyen) beuom«' men / und in ein verbesserke stakt der Arhney ohne Gtfft kan verseht/bereitet und gebraucht werden. Es sind viel ^N3!omici gewesen / so hin und her gesucht / und den^acimoaiumdcrmassenzermartert/ zerquälet und zwplagthaben/ daß auch dasselbe nicht alles tlüt Worten kau beschrieben / viel weniger von Leuten kau gegläubet werden/und haben doch in der Warheit wenig nutzbarliches funden und außgerich^ tet/wei! sie nicht nachhangen dem rechten Ziel /darum haben sie denselben vermeinten suchenden Ziel auch , nicht treffen können / weil der Weg zum Schüssen ! mir fchwarher Farbe vor ihren Augen verdunckelt ge^ Wesen / daß sie ihn »licht recht haben können obkrvi. , ren/erkennen und in acht nehmen, , Vornehmlich aber ist der ^mimomum zu ver, i gleichen einem runden Lirckel oder Ende: wie denn der t Ivisrcurm; auch ist: von allen Farben zustimmen, ge? > setzt/und je mehr darinnen gesucht/ je mehr daraus er- ' funden und gelemetwird/so andersdamit rechtprocc- äirt und verfahren wird ;und in Summa/ er ist mit Nichtenaußzulernen von einem Menschen allein / von wegen Küche der Zeit feines Lebens / er ist Gisst und '> die höchste Gisst mit: auch ist er ohne Gisst / und die höchste Arhney mit/innen und aussen zu gebrauchend . welches mancher / der für Blindheit nicht wol sehen kan/für ungläublich / Thorheit und Eitelkeit erachtet Wch juäicirek/ welches man aber solchen Leuten von we< l gen Unwissenheit zu gute halten / und ihrer nicht Ler, . nung i el> kleiß Sifft om^ her ert/ ichk >on der ich/ um ich en ge^ Vl- w, er >e- ;x, e- >it >n id ie >'/ n rt g desAEm-rm. vung wegen / zu keinem psrgen muß gezogen werden: das höchste aber ist an denen zu schelten / daß sie gar nichts in solchen und dergleichen Dingen zu lernen begehren. Der hat vier guslirsrn und Ei- genschafften in sich / er ist kalt und feucht / hitzig und trocken, er reZulirr sich nach den vier Zeiten des Iah,! res, auch ist er flüchtig und fix: das flüchtige ist ohne Gisst nicht / das fixe aber ist aller Gisst los; gezehlt und » — ^ stehen/was sie schreiben oder geschrieben haben; und istder^mimoniumfür ein Wunder »Thier zu erkem nen / wird auch also befunden / und eins fürder sieben Wunder»Merck der Welt zu halten: sintemahl kern. einiger Mensch anhero für mir zu befinden gewesen, und dieser meiner jetzigen Zeit zu befinden / der daseid Vermögen/seine Tugcnd/seine Krafft/seine Operation und Wirckung endlich außerlernet, und daß er alles sein Vermögen gewißlich ergründet, damit in ihm nichts befindliches mehr seyn mochte einer Wissen» schafft/so die Erfahrenheit nichtzu Tag bracht. Und wem im Fall ein solcher Mensch / wo müg, lich/zu erfinden wäre/ dem wurde billich vergönnt und zugelassen / daß er auf einem rechten Triumph,Wa- l gen eingeführet wurde / wie hiebevor den grossen Monarchen und streitbahren Helden wiederjahren/welche irefliche v.üonz,, Sieg und Überwindungwidev E ^ Feinde erhalten und ausgestanden haben- Ich achte aber nicht / daß vielen Meistern wird Beschwerung aufferlegt werden/einen solchen Wagen zu bereiten. Es find die Mezstcr dieser Welt meistentheils m Wen z>6 Trrmnph--N) Schöpffers vergessen hat mit dem Danck-Opffer/ s Las allen sötte vorgehen/und die Liebe desNechsten zu» i rücke setzen/ so greiften sie dem Rosse vergeblich in Mund / daß sicmicht erkennen können sein Alter ober ! Jugend/noch seinVermögen/so wenig als die Hoch, zeit-Gaste zu Cana in Galiläa erkennen konten das Wunderwerck des HErrn Christi/ da er aus Wasser i Wein machte: daß es Wasser gewesen war/das wu, ^ sien sie wohl/schmeckten auch und erkannten/ daß aus j solchem Wassrr.Wein worden war - das Mitte! aber/ wie rS zuaangen/ war ihnen verborge,i/beim der ewige ' Heyland/ ja unser Seligmacher und Erloftr/GOttes Svhn/JLsus Lbrisius/bchielt ihm solches übernarür, !r6)cs Wlmdcr zu Bestätiglmg seiner Allmacht allei, ue für. j Also sag ich auch nun/ daß da jedem gebühren . will zu suchen dir Khüena und Geheimniß/sy' der Schönster in seine Geschöpfs / in ein jedes insonder- heit/geleactHar: welche aber doch/wie vorgemeldt/un, glaublich zu erlangen seyn wird/ alles auszulernen / zu i erforschen noch zu ergründen'/ gleichwie ander Wun, > der des HErrn mehr: doch ist dem Menschen mit nich, j. ren darinnen zujuchen verboten/ weil er so viel durch Fleiß und embsiges Nachsinnen zu erlernen hat / daß > er sich nicht zu beklagen haben wird / daß ihm einGee drech zugestanden/so ihm eine Verkürtzung und Ab, bruch zi8 Triumph-Wagen bruch seines Reichthums und der Gesundheit gethan- sondern sich dessen vielmehr zu ergehen und zu erfreu, en, daß ihm in allem seinem Suchen ein solchs wieder, fahren/dafär er in allewege billig seinem Schvpffer zu vancken hat. Wer nun des Vornehmens ist/ein rechter komicu.-i zu werden in dem änrimomo, der muß in acht nehmen: Erstlich die Zerlegung und Auffschliessung des Torpers/ daß er solche am rechten Ort angreiffe/ und den rechten Weg für sich nehme/ damit er nicht in falscheÄeyWege seits-ab verführet werde. Zuwandern/ muß ermerckenundobsel-viren/ das Dezimen oder das Regiment des Feuers/ daß er den Sachen nicht zu viel oder zuwenig/ nichtzu heißedrr zu kalt thue/denn an dem Feuer das Haupt, stuck mit gelegeg: damit die lcbsndigcnGeister heraus getrieben/loß gemacht/ und zu wircken entbunden wer, den/auch solche tvürckende Krasst nicht zu Tode vrr, c brand / noch gär verrohren wird. . i Zum dritten/muß er den utum und den nützlichen . Gebrauch obkerviren und begreissen / daß er die ge- ^ wisse Mensur ausgründe: wie ich zuvor denn allbereit in den fünffHauptstücken/wasdißfallszu der wahren Alchimey gehörig,Anzeige gethan: allein daß ichs jetzonurParabols Weise wiederhole.^ In der Zerlegung wird die Haupt,Sache vsrge- - stellt/ unddurch das Feuer wird sie ausgekocht zu der Nutzbarkeit: ebener Massen wenn ein Fleischhauer einen Ochsen abschlachtet / uudzertheilt stückweise von einander: der Mensch aber dessen nicht recht gemessen kän/es werde DääN solch Fleisch gahr gekocht durch sie '-'Hitze des Antnrrdijn'. Zi- Hitze des Feuers/ durch welches Mittel dem Fleische Einers he Substantz benommen/ und zu einer nutzbar ren Speise bereitet wird» Denn so der Mensch das rohe Fleisch ohne die Gahrkochung essen würde aus Hunaer/würde ihm solches vielmehr einGifft/denn eine Artzney seyn/ sintemal die natürliche Wärme des menschlichen Magens viel zu schwach / ein solch grob rohe Lörpu; zu zeitigen und zu verdauen. Ebener gestalt und Massen/kanst du mem lieber Freund cnuesi sen/dieweil der ^nrimonium viel ein grösser Gisst/und einen gröber« mineralischen Leib an sich hat/ als das animalische Fleisch; wie ich dir durch ein gemein gwv Exempel angemeldet und zu verstehen geben/ so-würde er auch viel schwerticher also rohe/ ohne einige Berei, kung/8czi3rütiov und Garkochung zu gebrauchen seyn/ sondern dermaßen ein Gisst bleiben/daß der schnelle i^ödt derArhney ein Ende machen wurde. Darum so muß für allen Dingen dem Hmi- maaio sein Gisst benommen/ und also mit idm pro. ctzMrr und verfahren werden/daß er auch in Ewigkeit nimmermehr wiederum zu einem Gisst kan gebracht werden: gleicher gestalt und Massen/ wie der Wein/ wann erzuEßig einmahl worden/ durch die purok- üion oder Faulung zu allen Anten keinen rechten Lpiricum vini von sich giebt/ sondern istEßig und bki- dekEßig: und hinwiederum: so der 8piricu; votn Weine abgetrieben wird/ allcine durch die v.-nü-,. uon,daß die äguolstät oder Wastrrkeit vom Geist abgesondert worden/und derselbe Weingeist demnach m semeexaieation gebracht worden/ so wird auch m Ewigkeit kemEßig daraus/ und wann er hundert und mehr 3>ghr stünde / sondern bleibt Lpirlrur v>nr z-o Triumph, wagen per le und kan nicht zuEßigwerden/ noch wie vor ge, meivt/der8pikllur /^ceki wiederum zum Spiriru vini. Das ist nun eine wunderbare Art einer trsmmmation des Weins in Eßig/ daß ein anders daraus worden/ welches sonsten in seinem vegsr-ikilischen Weftn zuvor dasselbe nicht gewesen; und gehtim Müliren des Weins der Spiritus am ersten/ da aber der Eßig über- zogen wird per Millslionem, so geht die Wasserkeit am ersten/und der Spirimr am letzten: wie ich an sei, nem Ort zuvor allbereit Erwehnung gethan / da ich von diesem Exempel auch geschrieben; darum macht der 8pinm; vim flüchtig/ Weiler sechsten flüchtig ist an ihm sechsten/ der 8 pirim, des E ssigs abe r fiairt und m^btb eständiaalleÄctzneyinLLiQLrLliLii und Ve^e- »Men,daß sle fixe Dinge angreisftiMnd fixeKranck, heilen vertreiben können. Söschs observil- und Merck mit Fleiß/denn an LiesemHaupt-Schlüsstl ist viel gelegen. Also nun der /imimonium auch muß zugerich- tet werden/welcher seinen eigenen Eßig bey sich trägt/ baß ihyi sein Gisst gar benommen / und in eine solche Medicin oder Artzney bracht wird/die hinfurder kein Gisst mehr erweiset noch an sich nimmt / sondern vielmehr alle Gisst vertreibet und für ihr fliehen muß. Die Bereitung nun des äntimonii steht allein und beruhet in den Schlüsseln der Alcbimey / dadurch derämimoniumauffgeschlossen/ zerlegt/ zertheiltund gescheiden wird ; als da ist ö-ilcinstio, Keverbc^kio, Subümario , wie die zuvor Erklärung gemacht worden. Itemsein Essentz zu exrrakiren/ auch in Ki-r-. carmmzu vivistciren/ welcher ^tercurim darnach in ein fix Pulver muß pr-ci'pirjxt werdendoch kau r v ^ k! st ^ ei u k, ' st rl n u g di 2 E li. a> v ai rg I S« ! ci « l ^ ^ " desAndimdNu. ;rl Kunst und Geschicklichkeit auch wol ein Oel dar- A6 gemaü)t werden, welches die neue unbekannte Kranckheit gar verzehren kam so in jetzigen Kriegszu, 8en m diese Lande eingeführet worden durch die Galli- er/und was wehr solcher Dinge und Bereitung sind/ so ex srce 8pi>ßyricg und ^Ickemis herfliessen. Als zu ^ einem Exempel: wenn der Künstler aus Gersten, . Weihen oder anderem Geträidig ein Bier bereiten und brauen wjü/so muß er diese 6rsUu, zuvor allevdll- kommen durchlauffen/ehe er die edleste Krafft und Es- stntzdaraus zwingen/und zu einem wirckenden Trance bringen kan. Dem: anfänglich muß er das Ge- W.idMehmen und einweichen in Wasser etliche gewisse Zm , biß es dessen genugsam hat sich zu ent- Wliessen/wie ich im Lelgio und Lnzlia.da ich noch jun, ger war/mitFleiß ermerckct - das ist nun anders njchts, ^ denn eine putrifLÄion oder Fäulung» --'^7/ ^ - Wenn solcher Schlüsseivoynbracht/solast erdas Wasser davon ablauffen/ und schürt das eingeweichte^-/^ Getraidig dick beviammen / und last es aber ein Zeit liegen, biß sich solches in sich selbsten entzündet/ und auswächst in einander durch die Wärme: das ist denn vigeüio, wann solchs auch voüeubracht/ so wird das gewachsene Getraidig aus einander gebrochen, und durch die Lufft oder Wärme des Feuers wiederum ausgetrocknet und dum gemacht,das ist seine reverbe- rgkio und coagulätio. ^Diesem foigetnach,solche gedorrete zuMlch- te Frucht auffdie Mühle geschält, klein zerschroten und gemahlen wird, welchs nun ist seine vegetabilische cal. cinstio.' ' Aussdieses alles geschichrdas Brauen, durch ;rr Triumph-Wagen die Kochung des Feuers/daß durch solche Mittel der edleste 8p>rim;aus der Frucht excrskirt, und ins Wasser ausgezogen wird / welchs aber ance rionem, nicht hatte geschehen können: und wird das wilde Wasseralsozu Bier gekocht und gahr gesouent Das ist dann die cHltilUric» in der grossen Form. Dek Hopffen/ftz dem Biere zugegeben wird/ ist sein vegetabilisch^!, und ein xrTservanv, damit das Bier erhall tsn wird für der neuen Fäule und andern Feinden- Von solchem Brauen wissen nun die Hispanier und Jtali nicht viel so hab ich oberhalb Rheins/ im hohen Deutschland/meinesVaterlands nicht viel erfunden meiner Landsleute / so dieser Sache kündig gewesen waren- Wann dieses alles also vollbracht und bereite? worden / so geschieht durch die Liuritlario eine neue SeparLkio, daß man dann solchern gebrautem / zuge-l -Lichterem Getranck ein wenig Heftn zusetzt, weiche Dem Bier eine innerliche Entzündung bringt/daß sichs in sich sechsten erhebt / und eine Absonderung und. Scheidung geschieht des trüben dem klaren/und deS^ unreinen von dem reinen durch seine Verjährung/ dadurch demnach das Bier allererst seine vollständige Wurckung überkömmt zu psnemxen und dasjenige zu vollenbringen/ darzu und zu welchem Ende dasselbe allminiilriret worden/ welches aber sonsten zuvok nicht geschehen kan / dieweil der würckende Lpinmr durch Die Umeinigkeit sein Amt zu bollnbrtngen verhindert wird: wie dann ebener Massen und ingleichenr am Weine befunden und gespüret wird / daß derselbe ge für seiner Verjährung/ehe die Unreinigkeit dadurch von ihm abgesondert wird/sein Amt zu wircken / nicht s st p d LI S st s tt er n ft si» ejW > ins ) das Uten/ Dek getM rhale ideii- und ohen nden esen ceitet neue^ >ugee -lebe sichs und desk dae dige nigr ss-l' lvok üur -er/ »erst lbl- >rch chk ss des Aritim-mr.. ;rz s° vollständig verrichtennochvolibringen kan/wie nach "er Absonderung und Scheidung'xurisbimpum, welches nun alles durch die Erunckenheit beweißlich gemacht.wird/ da man siehetund beflndet/daß neu un/ vergohren Bier/und neuunvergohrner V ein/ keinen Svirimm der'operation von sich giebt-alö nach ihrerEr- läurerung/davonnun icho nicht weiter zu reden. Auffdiefes kan abernrahls eine neue Scheidung angestellt werden/ durch eine vegetabilische 8ub'ims« tiov, als daß der 8pitiru8 des Weins oder des Biers abgesondert/und durch die OWllEn in einen änderst ^ranck/als in vinum -iräen;, bereitet wird ( wie danst aus derselben hinterlassenen Heftn auch kan gemacht werden) wann das geschicht/so ist die wirckende Kraft allein von seinem Leibe abgesondert 5 der s^iriw; ist durchs ^euer ausgezoaen/und hat eine todte wässerige Wohnung veriasseu/Varinnen er zuvor semen ruhigli/ chen MH gehabt. , Durch die rcÄistc3no des Brandtcwems ge- schlchtdieexalrorio, daß er durch bssters abziehen und sonderliche Handgriffe gantz rein und pur/ ohne einigt pliiegma noch -lyuolstac in die Enge gebracht wird/ da demnach ein Maß mehr verrichten kan in der Wir/ LkuUg/weder zuvor in zwantzig und vielmehr Masse» geschehen können. Dann er macht ehe truncken / ist schncli/stuchtig und ganh subtil worden / durchzudrin/ genundzuwircrem Sich nun lieber Suchender der Kunst/wünn du wilt g-lehrtg werden durch meine Schrifften/ und ZU erlangen vcr hoffst Reichthum und rechte wahre Artz/ ney aus dem ^nkimonio zu überkommen/so nimm die/ sevorgejchriebene Meynung wohl Macht/ dann es ist X s W ;r4 Triumphwagen keinBuchstab darinnen/welcher versehentlich geschrien ben/und nicht sonderliche Deutung hätte / dich etwas > zulchren. Ja sag ich/viel Worte werden inmemen > Sckrifften hin und wieder vielfältig funden/ da sie der j Künstler könt in acht nehmen und recht erkennen lcc^! mn/in welchem Fundament die rechten Haupt-Zwe^! tke begraben liegen/er würde sich mit nichte» verdrieß! sen lasten / die Blätter offtmic stetigem Lesen umzm ^ wenden / und ein jedes Wort mit einer Gold,Croneu auffzuwegen/dann du solt vernehmen: ob wol meine Exempel grob und bäurisch sind/ so ich dir vorhalte/ so haben sie doch viel groß und wichtiges in sich. Ich wis zwar meinen SchrWen kein Lob zueignen/ wie mir dann auch nicht zustehen noch gebühren will: in Verrichtung aber der That/wann die Würckung offenbar gemachlwird/werden sie ihren Ruhm sechsten zu ge bringen. Und daß ich grobe Exempel'allegire - hab ich zu dem Ende und darum gethan/als aus Vorsatz / weil des Hntimonü Krafft und rechte Tugend liess verborgen stecken / und liess in der Heimlichkeit müssen gesucht werden/ daß ich dirdesto baß durch solche grobe Exempel Anleitung und Jngang geben möchte/ob du desto ehe den Sachen nachkommen / den Anfang am rechten Orte fassen/ und dein begehrtes Suchen zu rinem gewünschten Ende mochtest völlenführen. Dann es ist um den ^arlmomum bewandt/ wir um einen fliegenden Vogel/der da in der Lufft schwer bet/und nach Forttreibung des Winds sich kehren und wenden kan/wohiner will: Also istin dtesemFallder Mensch zuvergleichen der Lufft oder dem Winve/wel- chee ch w ur er ih> m nr cu R zn all er da ge> T Ur G lst hei bcj B ba V vir als dal the ach ebc D chrie- lwas! einen! e dttj i ler> Zwe/ »rieff mzu/ onen »eine e/ so wiSi mir > V-r-! >bar! La^ ^ « >ru veil >or., Kerbe dir rni r«r -ie >e- rid er rl- ek -esAitr'ni-m'i' 3»? ^er den ^nrimonium auch sirrttreibenkan/ wo er hin Wil/ und kan ihn nieder setzen auffeinengewissnOrt r>nd Stelle / die erihm erwehler und außgesonnen hat: er kan ihn roch/ gelbe/ weiß und schwach machen/wie er ihn haben wil / und demnach er sein Feuer in acht nimmt und verwahret / in dem alle Farben in dem an. rimonio bewe lßllch erfunden werden/ wie in dem hter- curio,darvb sich niemand verwundern darff: dann die Natur hat viel zugelassen / das noch weder meinem/ zweyen/ dreyen / oder mehrTagen/ von mir und dir alles wird erlernet werden. Wann ein Ungelehrter em Buch anflehet / so weiß er nicht / was solche Schüfst in sich hält / imv was darinnen geschrieben stehet / dann es ist für seinen Au. gen verborgen/ und siehet es an/ wie eine Kühe ein neu ^hor: wann aber der Unwissende eine Lehrung und Unterricht überkömmt / des Verstandes und seines Gebrauchs/so achtet ers nicht mehr für Kunst/sondern ist ihm gemein worden/daß er dcnHandelwol versteh hen/und dieNutzbarkeit durch semeAussinnung fassen/ bcgreiffen und erlernen kan/aO daß ihin im gantzen Buch nichts heimlichs kan verschwiegen und vorenthalten bleiben / denn er hakjetzogelernet, sechsten den Verstand zu lesen/was darinnen geschrieben ist- Gleicher und ebener Massen ist der /mrimo- vivm ein Buch/sür welche / die da nicht lesen können / also ermähne ich sie nun aus treuhertzigem Gemüth, daß alle die jemgen/ so seiner Nutzbarkeit gedencken theilhaffttg zu werden / ansahen seine Buchstaben in acht zu nehmen / lernen und erkennen und außzuspre. chcnrdamit ihnen daskesey gemein gemacht/und in der Schulen von einer Daß zu der andern steigen und ver- X ; letzt ;r6 Triumph,Magert h, sihrwerdenmögen/därinnennundie rechte Erfahrung! bi ein Rectorsiynsvirv / ein fu Dann ihr Acrtzle. ihr müsset ja bekennen / daß chr- der Meynung seyd/das Arge// davon dieKranckbeit herkommt/ in ein besscrs wiederum zubringen ; Nun wolan/ ist dem also/ so werdet ihr auch cediren und nachgeben müssen/ daß auch das Arge/so in dem steckt- und befunden wird/ daraus die Medicin soll bereitet we: den/iu ein bessrs zuvor kau gesetzt werden / damit dasselbe seine Wirckung mit Ehren in Tugend und Krafft desto baß mit Nutzen und ohne sorgfältigen Schadenvollnbringenkan; weil aber die Experientz und die Wissenschafft des Processes auch noch vielen u- bekant/wirdderwenigsteHauffstandhasslig behar- ren/und meine Meynung vertheidigen helssen/ die ich jeh fürgebe/ und werden sich dengröftea und meisten A 4 v 1 ' z,8 Triumph, wagen Haussen überruffen lassen: Gifft/Gifft/ Gisst! wie die gottlosen Juden Lrucikge über Christum unsern Erlöser und Seligmacherausschieyeten / und liessen ihn für die höchste/ ärgste/ vermaledeyteste/ schändlichste GW aus/ da er doch die edle/hochste/ herrlichste / und aüerköstliche Seelen,Arhney war/ uns zu erretten von Sünde/Tod/Trüffel/ Holt und allem Unglück: ob gleich solches die hochgelchrtenPhariseer und Schrifft- gelehrten nicht annehmen und verstehen wolten/so war es doch wahr/und wird und muß Wachest bleiben biß an das Ende der Welt/und in alle Ewigkeit: dawider weder Teuffel/Todt/noch einige Creatur/ja die Pforten der Hollen sechsten nichts werden noch vermögen auszubringen/ solches umzustossn; also verhoffich/ und bin gewiß/ daauch gleich noch so viel Schreyer/ Storger/ Landfahrer / und haußsitzende voüorer, Aertzte/und alle/so sich der Medicin und Arbney rüh, men und befleissen/ebener Massen schreyen und rüsten ^rucikgs und Zeter über den /rnkimonium.so wird er doch für ihnen/und denselben unerfahrnen Aerhten allen/weil rchietzo mit den frommen/wahren r^cclicir. so sich nicht schämen mehrers zu lernen/nicht äispucire/ wol bleiben/ und wird mit seiner Musst und Macht/ nach vorhergehe-iderBereitung alle seine Feinde überwinden und unter die Füsse treten: da dargegen die unverständige falsche Urtheilsprecher und hochtrabende , Blutschreyer des HErm Christi/neben den unzeitigen/ verstockten Verdämmern des äneimoni,, so von ihnen i aus unerkannter Wahrheit ausgegossen wird/ZN ' Grunde vergehen/stucken undvertrincken müssen. Ach ihr grossen Dsctoreö/ und hochvermeynte kdle >-rlö, ihn Hste und von ob ifft, var biß ider sorgen ich/ -er/ re5, üh, fen >er al- :»» re/ bt/ er- in^ de n/ en r» te c- des Ant-lni-ttii. Gelehrten / die ihr die grossen Herren / Monarchen/ Käysir, Könige, Fürsten und Potentaten dieser Welt perlusäiren und überreden wollet; Ja sag ich, warnen, sich wol-fmzusehen, dieser und dergleichen Artz" ney müßig zu gehen, und im geringsten nicht zu gebrauchen, denn sie seyn ganh schädlich / gifftig und fähriich; wie lächerlich mir das vorkömmt, darffich nicht wol von mir schreiben, und schweige, weil ich sehe und spure, daß solche vermeinte hochweise , klug, dunckende Leute allein auß dem Grunde ihres Wahns hergehen / und keine obtervLrion mehr halten, anderer Dmge/r»e sie zuvor nicht erkant,noch wahrgenommen haben; darum können sie anders auch nickt urtheilen. Und da es möglich wäre, daß ein Mensch ein solch Gisst zu sch nenommen/als wann er jeho bersten wür- de/wolt ich ihm durch Gottes Hütff ein Gegen, Gisst eingeben' so von mir zugericht, auch in stetiger Bereit- schafft mit grossrrBeliebniß mir lassen befohlen seyn/ daß in ccncinenle, und von Stund an sonlchenGtsst allen einWiderstand thun und hinweg getrieben werden soll. Obgleich du Herr Doctor, der es nicht verstehet /solches nicht warmmst noch erkennest, und für nichtig, El, und unwarhofftig erachtest; da liegt mir am wenigsten an / ich weiß das meine/ GOtt Lob/ zu vertheidigen / und wil es mit der gewissen Pröba be, weißlich machen / denn ich kabs erfahren /sechstengemacht,bereitet und geordnet,dessen ich im Fall von vie< len Personen ein gewisses Zeugniß habenkönte. Und wann ich mit einem solchen Doctor/ der seine pr-parstioner eigens Person nicht zugericht, weiß ;zc> Triumph,Magett sie einem andern allererst befehlen / in der rechten Schule 6ist>uliren solle/fo bin ichgewiß/ich woltein der -Ordnung für ihm primum locum wol erhalten/daß er mit Schanden unten an sitzen solre: dann er kennet sein eigene Sache nicht/ was er seinen Krancken und Patienten g^mimstrirt; Er weiß nicht ihre Farbe / ob sie weiß/ schwarz-roth/ gelb/ grau oder blau sind/ ob > seine Medicin trocken oder warm / kalt oder feucht ist / er hats alleine nur in Büchern gelesen/ und bleibt in ! seiner langwieriger Posseßion ve! gua6, begehret wer- ^ icr keines Rechtens mehr. O barmherhiger GOtt / wie geht es immer zu / wie nehmen solche Leute ihr Gewissen in acht/wie werden ihre Patienten versorget ! O weh über weh! zur Zeit des Gerichts werden sie den Außgang finden und recht erfahren/ in wen sie gestochen. Geld meinen sie/ lind anders nichts mehr / dann wann sie sich ihres Be- , ruffv liessen ein Ernst seyn / so würden sie Tag lind ' Nacht trachten / mehrers zu erjagen und zu erstr eiten ? ^ damit ihr Lob in grossem Beruffkommen mochte; weil ihnen aber die Arbeit säur eingeht/ so lassesssik es über- hin rauschen/ bücken sich / und vertheidigen ihre Lur mit einem guten Mund, Geschwatze (doch mit bösem Gewissen/und ohne Grund) dabey lassen si: eswenden und bleiben. Die Kohlen sind seltzain bey ihren/ darum bedürffen sie ihrer auch wenig / und sparen das ' Geld darfür/ welches sie wol besser anwenden können. Vulcaaus ist bey ihnen nicht zu finden/ denn ihre Drstlk, lir-Ofen stehen in derAvvtheck/ da sie selten hin und bey lammen/ein Zetlekn kans alles verrichten / darauf das Lecipe geschrieben stehet/welches der Gesell in der > desAttk'monü. Apo heck mit seinem Klänge aus dem Mörftl ji offen Ach HErre GOtt wende doch die Zeit/ und gieb ein Ende der Hoffart: steure den Bäumen/ daß-sie ntch imHimmel wachsen rundchen grossenRiesen/daß sie acht alle Börge über einen Haussen tragen mögen: undaieb doch Beystand/ die dich treulich mennen/ daß sie sir den Verfolgern und Hassern bleiben können. -' Ich will alle meine Mitbrüder in diesem unserm Clokervermahnen/daß sie neben mir Tag und Nacht betai sollen wegen der Verfolger der wahren Arhney / daß sie GOlt erleuchten wolle von ihrem Irrthum abzustehen / die Herrligkeit Gottes in seine Creatur einverleibet erkennet! mögen / auch der hellen klaren ÄNdieNH zu verstatten / daß Innerliche zu veckehen durch angreiffen und ^nsrowisnr, das rm anffersten sonst tieff verborgen und verdeckt stecken bleibt : ver- hoffe auch der höchste Himmel.Furste / ein Schopffev und Erhalter aller Creaturen/sichtbar und unsichtbar/ werde unser Gebet erhören : und so es bey meinem unk meiner Mitbrüder Leben nicht geschicht/so kan nach unser aller Tode die Bußfertigkeit erfolgen: darzu GOtt Gnade gebe / daß die dicken dunckeln Fell dev Augen aller feinde mögen abgezogen / und sie durch rechte unbetriegliche' Erleuchtung den rechten Groschen zu finden ein klares Gesicht überkommen mögen/ darzu ihnen der ewige GOtt seine Gnade und Barm- hertzigkeit verleihen wolle. Amen. Damit ich auch nun / wie nicht unbillig / dieweil ich entschlossen bin / ein ganh außführliche Meynung des^ntimomi zu Tage zu geben / anfänglich von dem Namen dero Materia etwas sagc/so soll mandas odev dchs i I ! ;;L Trlvmph-MaAM i diefts wissen: daß diese Materia von den Amben ist ^ in ihrer Sprache lange Zeit / nnd von Alters gemnnt worden Asinat: dir Chaldaer Habens 8übium mitu' litt. Zn der Lateinischen Sprach hat Mans blßauff den jetzigen schwebenden Tag ^neimonium.ge)ets<> > ftn. Die sich aber der unsern Deutschen Muter- Sprach allein einfältig befleißen/ haben dieselbe Na- reria für ein Spießglaßaußgeruffen zu nennen/amritten Ursachen / wert solche Materia spießig / und ein Glaß daraus zu machen ist/für sich/und auch mitZu- satz vielerlei) Farben/so in dem ^mimonio stecken/rnd ausdem ^utimomo können gemacht werden. Darum soll sich ein jeder dahin richten/und als» ein'Uttheil fällen / dieweil die Araber Chaldäer und diejenigen / so die Lateinisch Sprach von Geburt ererbet/ den ^Ntimomum in acht genommen / neben den Deutschen und andern Völckern mehr / daß sie verge, bens das ^ntimonium nicht respeetirt ^ sondern also und dermaßen observirt/daß sie seinen Gebrauch/ ebener Massen seine Tugend belangende / werden in acht genommen haben :dch cher demnach durch cü fallende Ketzerey sein Lob und Tugend hinwiederum zerstöret und zn Grunde gangen sey / daran ist gantzlich kein Zweiffel/ solchs zu glauben/denn durch vorsatzige Ver- druckung der Feinde kau die rechte Warheit wol einen Schaden und Schiffbruch empfaben / sintemahl der Teuffel gar viel vermag / aus Verhängniß Gottes des Allmächtigen / wegen unserer Sünde und Blindheit. Denn der Satan / welcher dem menschlichen Geschlechte zuwider/ und daß die Warheit der rechten Medicin möchte hinterlassen und gar zurückgetrieben Wechemjs gantz und gar zu Grunde versincke n/braucht c r r 5 r r s r f r 5 1 1 L r r r r ^ I des Antim-rrü. zn aV seinVrrm'ogen Wd List/und last an ihm nichts er- Lindem damit die Herrlichkeit des ewigen GOttes nicht zuTage bracht,seine eingcpflantzte Gutlhatkein Danck>Opffer empfangen kan/ und dem Menschen die natürliche Hülste abgeschnitten würde- Dieweil aber nicht nöthig,daß ich eine eigene sonderbare Disputation über den Hnrimonlum anstelle seines Nehmens halber/weil der Nahme nichts giebt noch nimmk/ sondern das Lob allein in der Bereitung st"st der Glechet gestalt und ebener maßen wie die Seiffe aus DckMinwand und anderer Materia alle Fettigkeit anichziehenund auswaschen kau: ob zuvor die Seiffegleich ein fettes Wesen und eine feite Mattria gewesei aus Talch/Baumbl und andern Zusätzen be- rettetnordeu: jedoch weil durch die Siedung der Sriffu/indem sie gekocht worden/ eine leparsrio und andmBereitung erfolgt / darzu das Saltz die meiste Ursackgeben in der Scheidung: Also auch im Nahmen OOties kan ebener gestalt und '.nassen ein Gisst durchlorhergehendeBereitung/ daß die Makeria nicht nchr Gift sey/sondern ein Arhney die ander Gift an sicknchmen/ausziehen/ abwaschen und hinwiederum eire gesunde statt vorstellen / wie sie zuvor für ihrer Unreiiigkeit gesund erfunden worden. > - Damit ich aber den GrunviiebenSen der Artzney/ und dirUnwissenden Ursach gebe zu erkennen der Na« tur Ge'egenheit/undwasböß oder Gisst oder ein an« j ders sey. so will ich dir durch etliche Exempel ctwaS ! fürhalter/'vadurch die Warhcit bewiesen/ consirmirt ^ und bciäligct: die Unmarheit/so die hochtrabende Aertzte lurch Uufleiß und Nachlässigkeit noch nicht er« , funden haben/ klar, hell/und zu Tage offenbarlich gemacht w'rd. Nemlich: Mmm ein geftornesEv/ so indersehrkaiftn ^ j Winters-Zeit geftoren / wirffs oder legs in sehr kalt Wasser/laß dmnn liegen sein Zenlana/so wird sich der Frost ansvcm Ey ausziehen/das Essandie Schale des Eyes anlegen/ und zu seiner vorigen Gesundheit kommen. ' 'L r. ^ Also 1 z;6 Trümiph-W/M» Also auch/ wer ein erftornes Glied übekommt/ säume sich nicht / schlag ein kaltes SchnesWasset darüber/ so zeucht eineKälte die andere an sch/ unvj wird das Glied gesund, ^ Jngleichem/ wer da im Gegentheil gross Hitze - hat/der schlage über die hitzigen Glieder/davo, verZus stand entsprungen/eine hitzige Maleria/neulich ei^ neu guten hochreüiücirten Spiritumvini, Weiher ein lauleic.Feuer ist / oder die yuintam ellemiamiuiplm- ns, wird gewißlich befinden und spüren/daß ede Hitze die ander an sich zeucht/ magnetischer Art unl Form nach/ begebet sich mit der Hitze seines gleich«/ und giebt dem entzündeten Gliede nicht'allein Liiderung/ sondern auch seine vorige ksksurarioa. Auff daß ich aber mein Vornehmen mt vielen andern Exempeln eonfirmire und bestätige / sogcb ich dir/als nemlich dir Leser für/ ein ander richtig,lewehrt ! Stücke zu einem Beyspiel: Nimm ein Froschleich / so im kiarcio ingef. hr« ^Klich sich offenborlich zu Tage giebt/ legs auff in Brer/ c, ^-und trockne dasselbe aus an derSonnen: weind isge, Wehen/ so stoß dasselbe zu Pulver/ streu es dm Men« sehen indieBiß/welche ihm von giffligenNatern und Schlangen entstanden sind / so machts einen gewissen Grund der Heilung/damit andere klsäicairentL und Artzneyen/ ferner darzu verordnet/ heilen können. Wie denn auch das Froschleich genommen / ein keines Tuch zum vfftern damit angestrichen und tro, cken werden lassen/denn in Stücklein geschnilten/unö an Schaden qeiegt/thuts ebener müssen- Damit ich dich aber mit weitern Exempeln zum GrundederÄParheit führe/so nimm eine lebendige ^ IMt/ rssek und >lße Zu- eiern ba- itze >rm md ng/ l des AtttlMSN». 8^ngeKrvte/die dürre zuvor «uffan derSonnen/dentt ^.n einem verschlossenen oder zugemachten Topff zu A- schen vcrbrandt r wenn das geschehen/so reibe diever, brandte r^skensm klein/leg solches auff einen Verursachten giffkigenSchaden/so wird eine (Midie andere ausztehen/und an sich nehmen warhafftig. Warum ? Denn durch die Verbrennung der Kroten/wel- cbesihre L-Icillglio oder Ascherung ist/ wird die Krafft yssenbahr und wirckende / daß gleich seines gleichen/ remlich em Glffr die and er / warhafftig an sich ziehen , kan. ' --»e»». i. ^ ^ , Eine solche krafftige/mekckliche unwandeibahre Gewißheit nimm von diesen gifftigen Dingen / so dir und andern vorgestellt/gewiß und warhassr-g zu einem EMpel: und welche die Pestilentz überkommen/dw vdscrviten solchs auch mit Fleiß/so wird jederman dieses befinden/daß alles dasjenige wahr seyn wird/ was ichdir'vcrlassen und vorgeschrieben/ allein das Mrum 8vliz,und der8pirikur i^ercuWdarneden gebraucht/ erhallen viel Dinge in dcrPest.lcntz / sintemahl der Spiritus kviercurn seines gleichen auch an sich zeucht/ als ein cura und anziehende Krafft aller Minen Kranckheiten. Aber weil das /rlkum 8ol>,, daraus gleichwie aus einerw rckmden lebendigmachenden Senne/alles gcbohrenwird m gcnereunivsrssiikLt, alles übertrifft/ so will ich die höchste wirkende Natur bewenden las- jen m der Krafft des Goldes/ das iii/ in ihrem ^strv, daraus sieund alle Metallen und Mnttalia ansang, lichihre Erstgeburt und Fonpflanhung der Genera- kisn empfangen haben/davon weiter kan gmvt rver, P SE z;8 TriUnchh.wügen den/wennlch dir das /rttrum solüauffdein höchst^ Gewissen werde offenbarlich machen. . . In diesem Begriffnun/wird ebener Massen wol in acht genommen und observirt das /Viuimomum oder Spießglaß / weiches gleiche Wirckirng neben dtM. Golde verbringt/was das corporalische Gold vec/ mag; sein Mmm aber.das fechl ich dißmahl nicht a>N Denn ich weiß ohne das sehr wohl/daß ich für ihm EnN fetzung/Furcht und Zittern haben muß; Wrewol ich ^nrimonium vielen Haupt-Sachen dcrArtzney/weitt -a sag ich/weit vorgehe: jedoch kan ich zwar umverO licer nichtverrichten dasjenige/was das /lümm 8oln , vermag/ und mit himmlischer Erzeigung der Wacheik mit sich führet: das /^ltrum t^ercurü laß ich zurück/ weil ich so wol als sie/aus einem gezeuger/aber wegen der himmlischen durchdringenden Wirckung, dem ^ Lti» 8o!i; alle Herrschafft überlassen muß. Meine Schrifften und meine Bücher folgen im/ mer eins dem andern nach durch die Erfahrung/ als^ wie; ein Erh immer dem andern nach/seine Gutthat s belangende/Miß observirt/in guter Hut und Achtgt/ i halten/ and fleißig durchs Feuer cumjuNicioprobirl ^ werden seines Halts. . Also auch diese meine Sache/dieses mein Vor/ btingen/diese meineSchrifften/ und diese meineMedsi tin/P dem gewissen Ziel und ScopomußindieSchtN i le geführeMetden/da anders Reichthum den rechten erblichen Sitz erlangen/ und Ruhm mit Ehren von cher angestellten State wegbringen soll. Wetchs vul- csnu,alleitte wird seyn/ sich zu rühmen für einen Met/ ster in feinem Element des Feuers. Nemlich/peinem chsies n wol ivdck ! denr, ^ ver^, ttan/ Enr^ ,l icS weit/ erlÄ' Soli/ rhrit cüh/ egeit uuN als > M, tg^ »biet Zor- edi- chu- stet» vl)l» /ui- ret- >em !M- des2hitr'monli. Z;? Exempel/ und zu einer unleugbahren/stheinbahren/gc- wjßeu Proba darzu thun/ als dieser gestalt: wenn das harte Stahl-Eisen/ mit andern festen und hartenFeu- cr-Steinen aneinander angestosseri und geschlagen worden/ so erwecket ein Feuer das andere/ durch die harte Bewegung und auslohende Entzündung. Derverborgene Schwefel/ oder das verborgene Feuer/wirv vffenbahr durch die harte zuschlageneBe- wegung/und wird durch die Luffc entzündet/ daß es wirckltch und empfindlich brennen kan/ das Saltz bleibt in der Aschen zurück/und der Klercurm, fleucht davon/zugleich mit dem brennenden Sulpkurs. Alfa versteh auch hiervon/daß das ^numonium durch Mittel muß angegriffen werden/daß der Mer- eurius von feinem Schwefel/ von seinemSalbe durch Entscheidung ihrer Mittel/welche die Natur zugelassen/sörder ftparirl werden. ... Gleichwie nun das Feuer/so verborgen lMM seiner Materia/es werde denn offenbahr und beweis lich gemacht/ nichts fruchlbarliches und standhaffti- ges/wie man sagen solte/oder etwas thätiges ausrichten kan :Also auch alle Arhney/sie werden denn zuvor vom groben abgeschieden/rectific-rt/ und also entledi» get/clarifi'cirt/beweißlich erfunden und zugericht/ damit alle Ä6ell erkennen kan/ daß die 5e^grakiopuriaf> impuro geschehen/der Berg abgesondert von dem reichen ErhMetall/ und einer gewissen unverfälscht Ausbeutzuverhvffen/auch lehlich mitWarheit zu erwarten hat/ welches ehe nicht geschehen kau/den» wenn das Feuer durchMittel zu wircken/erstlich ervff- Z4v Triumph-Wagen Summariter aber/so sag ich also/wie es um den ^nrimomumbewandtist/folgender gestalt und also'. Alks was verborgen ist in Heimlichkeit/ ist eineKunst/ so lanae soichs verborgen bleibt: so bald aber dieselbe Meünlichkeü offenbar worden/so hat die Kunst einEm Le und ist zu einem Handwerck worden/ wie ich in meinen andern Büchern auch gelehret habe. AIS j wenn eine Biene den Honig aus den Blumen zeucht/ durch Kunst/so ihr der Allmächtige durch Verleihung «eingegebcn/darinnenKrafft/SaffkundStärckungder Medicin steckt/dadurch beweißlich gemacht wird die Artzney. ^ Hier entgegen nun kan aus dem jussen wolschme-' Lkenden Honig die ärgeste Corrosiv und Gifft bereitet > werdrn/welchs zwar niemand glaubt/denn diejenigen/ so solchs erfahren/ auch niemand in acht nimt/denn die ^ esmikFiriß mercken ^ Damm der Honig nun nicht zu verachten noch j zu verwerffen/daß er w/acn seiner edlenSüßigkeit/ ein Verftörung scyn solle seiner Artzney/ wenn ein Corro, ^ siv aus ihm bereitet wird / sondern daß ihn der uner,! sahrne Artzt nicht zu bereiten weiß: also will ich/biß zu der Erlösung des Jüngsten Gerichts/ den unverständigen unbekannten Aertzten auch etwas anheim im BuseM gestellt haben/denn der Honig wird also bereitet: Aus derunvernünfftigen Thiere Überfluß werden die Matten / Wiesen oder Aecker mit Fettigkeit versorget/ da wachsen aus vielerlei) Blumen/Kräutek ' und ander Gewächse / die das Erdreich empor giebt ! Und'zu Tage erscheinen last: aus solchen Blumen/ Kräutern und Gewächsen saugen die Bienen das ed- WevonihmEn- chin AIS! »chk/ j ung >der die > me- ^ ltet l >en/ >die ' och j ein uo- k >er-! rzu än- im :ei- er- !eit m/ re- ti» des Antim-ttÜ. Z4» r»tio und zenerario eines in das andere/ nemlich eine andere Speise/ Form und Geschmack der voriger, nichtgleich/das ist Honig. Aus solchem Honig wird dem Menschen eine zierliche/zenliche/annehmliche Speise bereitet/zu vie- len Sachen und Dingen dienlich/ auch wird und kan aus dem Honig ein solches Miges Wesen bereitet werden/das Leuten und Vieh/Menschen und Thieren zuwlderund hochschädlich. Darum bedencke mein lieber Naturkändiger/ wer du bist/du seyst jung oder Alt/gelehrt ober ringe- lchrt/reichvderarm/ein Handwercks.Maun / oder wer du sonsten bist/ so folge mir und der Namr/ich will dich ohne falsch / und mu gantzem Grunde der Wachest verständigen/wer barecht ober unrecht habe/unS dich das Gute von dem Bvsen/imglekchen das Höchste von dem Niedrigsten scheiden lernen. , Aus dem Spießglaß zwar / wird und kan eine Arhney bereuet werben/in dem erstlich alle seine Gisst verändert und rranrmurirk wird in eine Arhney/ daß er alle Schäden austilgen und verzehren kan / ja durch- dringen/wie einFeuer dmchdringel/zeitiget und aus, kocht- Darum so wisse / daß der muß bereitet werden m einen warhaffligen Stein/ welcher gleich ist einemFemrinderWirckung/wieich jehoge- lügt hade. tvlkd Quinta cüenÜL des Spießglases von mir genannt der Stein igm?» wenn sie ersinch zu ihrer Coagulativn geführet worden : und wennunserSrein lznir recht bereitet wird/ wie ich am Ende dieses HaHa» weiter schrewen werde/so ist seine Arhney derjenigen zu vergleichen / so alle ^ , böse Tn'vMph^wagM böse Feuchtigkeit kan verzehren/reiniget das Geblüt auffsemen höchsten 6rs nach der Suchung gebrauchen / so habt ihr euer Amt ^ verrichtet/das übrige befehlet GOtt/der wird dasGe- > Deyen geben/und euch in keinem Fall mit nichte» hülff- s loß lassen- Ihr faule Gesellen/Schlänge! und Ba- chanten aber/die da nichts gedencket weiter zu lernen/ und die Hände nicht gern mit Kohlen besudeln wollet/ - MhMnicht/auffdaßihrauchmchtweiker Ursach er- ! yecket ! >eb!ät ljeni, »den r/der, lwe,, )Uest' und rvor des >ah- den :ha« sol- ju- )ei- . ! ihr > nd ^ >en ^ as ^ er- - 'a- es i ch! nt ^ e- > s r- ? V.! k, ' !- ! t ^ deeAntjm-M. 34) decket über euch e!n Sendenh zu fällen / den eure Kindes, Kinder in ein unvergleichliches Buch schreiben Mochten. Gn jeder Acht muß aber f'r allen Dingen mit sonderbarem Fleiß darauffachiung geben und bedacht seyn/daß er der Natur nichts zuwider anordne; das ist soviel gesagt,einwiderwartige Cura brauche in seinem Vornehmen da er gesinnet ist /*? und der Meynung entschlossen / zu suchen hinwiederum die verlohnte Ge, rem e^Mur die ander leichtlich »um Vertrag a n„ek, in en / wer sie aber in der DillillLcion un iren/conjuv' Z D Lnb vereinige n kan /-nach rech tem^Philosovbi- MMDebrauch/der kan in vielen Dingen noch wol «was wurckliches mit ihnen außrichten. ^Tlelcher gestalt muß das Oel oder der iiguox t-n»ri, und ein säur Eßig von gutem Weine ange- stellt / verglichen werden/ denn sie hassen sich auch zustimmen / daß eins das ander fliehen will/ wie Wasser und Feuer / da sie doch erstlich von einer Garens herkommen. , EWA« der Artzt bedachtsam seyn / in feiner anstellenden Cura/^ave Umstände heg Pmienten richtig außfragem: solche Außftage demnach wol cmssideri- ^Mittel vornehmen / dadurch das werdcn/damit keinVerderb aus 6^ich als wenn man Essen in einem starckenWasser auflöset oder solvirt/undgeust demnach ein Weinstein, Oel eilend darzu/ so würdest du za zwar dem Glaß nicht leichtlich ganh behalten, sondern dle widerwärtige Naturen stossen Feuer von V 4 M Z44 Triumph-Wagen sich aus / wie Büchsenpulver thut. Hievon weiß nB berDoctor im langen Peltz nicht viel zu sagen, denn weil er davon nichts weiß/so muß er sich mit stillschwcu genbchelffen. Ach ihr armen elenden Leute! ihr unerfahrnt Aertz'e und verweynte Doctores/ so da lauge grosse Necepm schr »den / auff langes Papier und grosse Zettel: Ihr Herren Apothecker / die ihr grosse Töpffe voü kochct, wie sie an der grossen Herren Höfen zum Feuer / viel hundert Menschen damit abzuspeisen beygesetzet werden ; oie chr lange Zeit blind gelegen / last doch eure Augen schmieren,und euer Gesichte dalsami, ren / auf daß ihr von euerm überzogenen Fell der Blindheit möget entlediget / und den waren Spiegel des klaren Gesichts erlangen und überkommen : (bar/ zu euch GOtr seineGnadverlethenmöge) daß ihr dte Wunder GHrtes lernet erkennen/und die Thaten des Höchsten in acht nehmen/ auch die Liebe des Nechsten Key euch inbrünstiger eimvurtzeln möge/ zu suchen und zu forschen die wahre Artzney/ so,der Himmel,Fürst von oben herab / durch seine allmächtige Hand / und imrrforfchliche eMgwährende We'ßheit eingebildet/ geformt und mitgetheilet hat, seinem edlen Geschöpss/ dem menschlichen Geschlecht zum besten/zu einer ge, Wissen Hülff und Rath m den höchsten Nöthen zu der Gesundheit. Ach du armer/elender / stinckender Mdensack! -u armer Erdenwurm und elende Creatur /was er, s achtest du hoch bey dir ftlblien, der du nach der Hülsen tappest / und lässest den Kern unachtsam sichren / »np nicht gedenekest/ deinem Schöpffer/der dich nach si" ^ nim Antlitz gebildet hat/ dafürzu dancken/ ch>d be« s ßmikr Heus hwei, »rosse »rosse I'psft zum bkys last imi, der egel >ar, dte des len ind rst nd u/ sf, >e, ec k! r, n l> -» t s des AneimsHÜ. ?4s wissest dich mit nichttn seine übernatürliche Wunder und grchmächtigeThaten zu erkennen / gehe doch zu, rück/undschlagr in dich wer du b»st/ mahle dich fein artig ab / und mach ausdirselbsten cinConterfacturNnd Bildniß! auff daß du dich wegen deiner Undanckbar, keil für ilm schämen kanst/ von wegen dessen / daß du nicht gesichk hast/was GOtt dem Menschen zum besten in seilen erzeigten Wolthaken verborgen / ringe, gössen un) einverleibet seinem Geschöpfs / damit du ihm mit äncm wolgefälligen Danck-Opffer hattest begeMn bauen. Nun muß ich jeho stillschweigen/ solch Elend zu beweinen / und solcher Blindheit / darinnen bre Welt irre geht um sich verführen läst/damst ich keine Thrä- nen falleniHe/ und mein Schreiben verderbt werde/ deren ich mich denn schwerlich enthalten kan. Ich bin ein geisilicher Mann / dem geistlichen Stand und Orden averdinge einverleibet: wie ich mich denn solchemSiand auchmitHertzund Mund/ so lang der Höchste meinen elenden Leiblm Leben er, hallen wird / untergeben: darum muß ich auch Gedult tragen/und anders nichts von mir Meiden/ denn was weinOrdenmitsichbringt/erfordert/ und geistlichen Männern gebühren will / sonsten wolle ich meine Stimme Heller klingen lassen/und meinen Posaune« Scholl harter von mir außblafen / da ich zu einem weltlichen Rochier erkohren worden/ob ichAudientz erlangen und überkommen tönte bey den harthörigen Leuten/welche noch zur Zeit die Wachest nicht erkennen wollen/ sondern dieselbe ohne Ursach fälschlich und lugenhaftig/aus Unverstand helffen verfolgen/lästern, ^ 5 schma- l ;4 solre / ein Bergschwaden / welcher durch die 8yäer» ^ von oben herab gewircket/ und ferner demnach durch ( die Element« in ein förmliche Coagulation auöge, ^ kochtworden. ? Es soll aber ein jeder wissen / daß der /entimo- ^ "E „' einem solchen Gestirn seichWescn/Tue > ^ gend / Krafft/ Würckung und Qualität empfangen/ anfangs einer Wurhel und einesÄLescns / gleich der ^ lvtcrcurim vulgi auch empfangen / doch einer härtern Coagulattvn/ sintemal er in ein angreiffende Erstar» rung bracht worden / welches dem ^--rcurio vulgi, d vivo,oder lvlercurio currenri noch mangelt. DieUrsachaber dessen ist allein/daß er ein gr'ost .s sere Substantz desSaltzes aus den tribmprmcipii, an sich genommen / wiewol des Saltzes unter den m. i»u, pi-incipiir lnoch am wenigsten bey ihm befunden wird /so hat er doch mehr Saltzwestn an sich gelogen/ ->« drr v°>ri daraus tzm Mr ZL ^ latiouentstanden/dieweil das Salh die Härte giebt in allen fingen / weiches dem gemeinen ^lercurio aber mangelt/ und wenig Salh hat/ darum weil ein hitziger ^ Schweftl.Geistlhmeinverleibetunsichtbarekweise, ^ erhalt er sich ftlbsten im Flusse/ und kanzukeiner Coagulatmn bracht werden/ es geschehe ihmdenn ein. § Znsatzder andern metallischen Geister/ welche in dee > Mutter des Saturn« am kräfftigsten und mächtig- ^ sten für den andern außgegossen ist/ und ohne solch- . nicht geschehen kan/er habe denn den Stein der Wei« ' sen : l r! Z4s Triumph-Wagen senselbsten/ dadurch er seiner drey anfahenden Dingt nach/in ein gleichmäßige Loncordantz gesetzt wird/und einen solchen Lei^berkemmen/ der sich schmeltzen/ tteiben/schlagen/ messen/fliessen und löten last/ gleiche sa>y andere Metallen : sonsten »st der ^l-rcuriu, ein lauffender klercu lus , und bleibt ein XlercuriuL , so lange biß ihm sein Lauffbenominen wird. Darum alle animqliz und vegorsdilia viel zu schwach/daßsie ihnin eine fix blechende / geschmeidige Erstarrung bringen/wie etliche vergeblich meynen und suchen / weil sie nicht metallischer Art sind: denn der Xlercuriu, ist ein lauter Heuer durch und durch / dar< um er auch von keinem Heuer kan verbrandt werden/ kein Feuer greifft ihn an / gänhlich in Zerstörmrg zu brrngen/entweder er fleucht schnell davon/ resolvirt sich spirttualisch in ein okum jncombuüchii« , oder bleibt nach seiner Fixation beständig/daßkeinem Menschen möglich thm weiter abzubrechen. Meine nur so ferne / was aus dem Golde zu machen/ das kan auß ihm auch gemachtwerden durch Kunst / denn er nach seiner rechten Coagulation dem Gelde gleich in allen Dingen/ weil er mit dem Golde aus einer Wurtzel/ aus einem Stamm und aus einem Herkommen ist. Dieweil aber mein propollwm und Vornehmen jetzo nicht ist/von dem r/lercuno weiläufftigerzu reden und vi5x>ut->uone» einzuführen / sondern nur fchlechtund limplicirer/doch aus wahrem Grund und Bestand/das rechte Fundament des ^ntimooü zu beschreiben /so will ich den kiercurium fahren lassen / und weitere Erzehlung einfuhren von dem /Vnumo- mo; was ich aber von dem^ei-cuno Gleichriißweise zü einer Anleitung und wettern Nachdrucken erkläret / des Atttnn-mr. Assist umsonst Zwar nicht geschehen, sondern auffdenAn, fangdes Lorimvaii zu verstehen welcher: wie zuvor dir kund gethan/ mit ihm zugleich mercurinlisch seinen ori- L>ns-v empfangen. « Dieses soll du nun aljo mit Fleißobserviren/ wercken/ verstehen/ und M deinen Gedanck-n wobt auffzeichnen/daß alle ^ineralia, so wohl die Metalle»/ gleichfalls und ebener mästen aus einem anfallenden Dingesind gebohren und generirt worden/dasselbe ei, wge Ding nun ist nichts anders denn ein rechter Schwaden/welcher aus dem Element Erden durch das Obergestirnausgetrieben wird/ats durch ein s», dorische DistlIIation der grossen Welt/ welche spdqr^ sche warme Eingiessung von oben in das untere durch ihre luffrige feurige Eigenschafft vperirt und würcket, daß eine Tugendund Krafft-geistlicher unsichtbarer weise eingepflanzt wird// welcher Rauch demnach sich im Erdreich resolvirt und gleich zu einem Master auff, schleust/aus welchem mineralischen Wasser ferner alle Metallen gewmcket und gczcitigel werden zu ihrer Vollkommenheit/und wird ein solch Metall daraus, oder auch ein solch Mmeral/dcmiach das meiste unter den tribuL prmcipm die Herrfchung üderkommen/dar- nach hat es viel klercurjum, Sulllkur und 8al, oder wenig Ivlcrcurium, 8ulpburund 8sl, oder sind nulcirc in einer ungleichen Abtheilung des Gewichts: Laß also etliche Metallen dadurch fir werden, etliche aberunMdastst/etliche beständig/etliche aber flüchtig Eisen/Zchn/Ble'l^ ^ Gold/Silber/Kupffer, Es wird auch wol ohne die aeivMn Metall ein Wintkül gebohren aus den rrlbu; pria c »Ü5, nach Auß, ! ! Zso Triumph,wagen Austheilungdes ungleichen Gewichts der drey anfa^ henden/als Vitriol, H-nimonium» und anders mehr/ alsKobolt/Zincken, Marchasit/oder Mißmuts oder sonsten ein ander ^Qrum, und mehr ander^Minerae lia ohnnökhigzu Verhütung weitlaufftiger Erzehlung syes anzumelden. Dieweil aber das Gold in seinem Xüro und Anfang aisobaid inficirt worden / und eine Zuneigung empfangen eines perKSern 8ulphun,,und' pcrfsÄern diercurji, weder in den andern Metallen und Mineralien / so ist auch seine wirkende Krajfk weit und vielmehr mächtiger in der Ausrichtung/wedee die andern Kräder Metallen: darum wird indem Mro Soli,, alles dasjenige allein und vielmehr befunden/ wegen semer?ilii^u3mperfüäiion ; Ich meyne- wenn solches in seine Zeitigung' durchs Feuer vorher gebracht worden/ das ssnsten in den andern Metallen und Mineralien zusammen in einem Haussen befurv ^ den wird; Allein es ist einMineral, welches ich off- O ter angezogen und^emUdethM/darmnen wird der Sulpliur 8'o!i5 eben somachligund. starrk/und Ndchstar/ cker und mächtiger fun den/als im Golde selbsten, wie dtnn anchzweyerley Geschlecht-der Metallenssüideu werden/darinnen solche mächtige Herrsckafften tri- rzmphiren,davon mir nun ieho weiter zu reden nicht gebühren will, sondern bleibe bey dem Wesen des^nci- monil billig, darum ich ietzo zu schreiben angefangen habe. Nun istder^ncimonilimein Ertz aus seinerN Bergschwaden in ein Wasser gangen / welche Syde^ rische geistliche Ausgelnmg ist nun das wahre Lrum Lliumonii, welchs Wasser durch die rs, aus dem Element EOen/ darnach durch das Element mfa, »ehr/ oder >erM ung rienr eins und' Ilerk äfft ldee >em un- >ne/ her l!en un, off. der ar/ vie )en tri- ge- ,ci« ;eti )e. löte, !Nt desAtttim-mr. ? 5 r Me« lßwr, so in der Lufft wohnet / ausgetrocknet und förmlich durch die Coagulanon zu einem greifflichen Msen befinden wird/ daraus der ^mimonmm form, iiMworden/das meiste SulpKui-, danach die Neben- herischungdermeisten Geburt Kisrcuri,, und daswe, nigße ist Saltz / doch hat der ^nnmonium soviel Soltz zu sich genommen/daß er seine harte ungesihmei- digcForm dadurch erlangen können. Brocken hitzig/ oder warm tst seine meiste (^lität/ kalt ,und feucht ist am wenigsten in ihm/gleich wie der t^ercuriu; vulg,, uu^vas corporalische Gold auch mehr in Hitze denn in Kalte erfunden werden. Das sey mm also genugsam gesagt von der wäre. naund drey anfahenden Dingen des ^nnmonü,wie erdurch den /^rcbeum in dem ElementErden perfi- cm worden/dieweil aber dem Kunstliebenden am wenigsten daran gelegen/ was ietzo.meine vorgebrachte philosophische Rede beweißltch dargcthan/ oder sich zum Theil die meisten gar nichts bekümmern lassen/ in welchem cemru das^-trum Lmimonii eigent- Uch beruhet / overaus welcher Wurtzel solches her- sieust: sonderndenNuhundden Gebrauch vielmehr ^lernen mochten/wte und welcher gestalt und Massen der ^nnmonmm zubereiten/und in seinen rechten llsmm zu ordnen/ damit er seine Tugend vermer- cken mochte/ neben der Krafft und Wirckung/ davon ffo vielgelchrieben / und noch heutiges Tages gesund ^"kun?^!.!^'^ou Rejcheu und Armen / von ?m/?r!mw^Ä^^Elehrkenund Nngelehrttn/ und e^es gnugsamen ÄstattenS Swsser w-itfchwerffen, der z 5» Triumph-Wagen der Rede umführen/und eine verdrossene AuffhaliuE verursachen/sondern ihn einfältig berichten des am tzest Wesens des Spkeßglases/ so viel ich aus ihm erfinden ^ können durch meinen Fleiß/ welchen ich denn vielfältig angesetzt an das Spießglaß/ welcher doch untrüglich ist auszulernen/wegen Kstrtze des zeillichcnLebms: l denn es folget in decBereitung des^attmomi imner ' ein Wunder über das andere/ein Grad nach dem an- ^ dern/und eine Farbe nach der andern / auch eine Lu- gend/Krasst und Wirckung nach Verändern. ' Vornehmlich aber/so ist der^nclmonium ein lau- ^ ter Gisst/ und nicht ein geringes/ kleines und niedriges ' Gisst/ sondern ein sehr hohes vornehmes Gisst/ drrch > und durch/ und zwar das atlergrösts Gisst mit/damt ! man Menschen und Vieh zum Tode hinrichten kan: ' darum und aus denen Ursachen schreyet der gemeine i Pöbel/unverständige Aertzte/ und dermehrerTH-st Leute/so nicht ftmdirt/ und Grund der wahren > ein und Artzney haben / Gifft/G>ffc/Gisst! ja Gisst ist ^ im Spießglaß oder ^nrimonio, wie ich zuvor auch gc- l ruffen habe; darum rathen wir mit nichte» / solches k zu brauchen/denn es bringt Gefahr Leibs unvEebrns- ^ Also und ebener Massen warnen die Aertzre / soa«dek > ! grossen Monarchen/ Potentaten/ Fürsten und Herrest^ ^ Höfen sind/ihre Herren/den ^mimoliium nichtzuge/ brauchen; auch so schreyen andere mehr Leute det ^ Hochgelehrten auffden Schulen/sehet euch für und « brauchet kein Spießglaß / dann es ist nichts denn last« ' ter Gisst. ; Diesem folgen nach/ die in den geringsten Stav/ ' ten wvhnen/und verwehren den Gebrauch des - «pomr- t > liungc- chcs k!!-> Idtt reu/ lge^ vet unv laü« iäv, ritt' des Antrmsrtt'i. ^vnü, davon und von solchem überschwenglichen Muffen wird bewegt der meiste Hauffder Leute / daß der ^ntimonium blß zu meiner Zeit kein Gehör überkommen / sich zu wagen auff eine Arhney mit festem Vertrauen,welche doch überschwenglich/ unaussa- genve in ihm gefunden wird; denn wahr/ sag ich/ und wahr ist diese meine Rede: Ja sag ich noch einmahl/ wahr ist mem Schreiben, ^ wahr als GLtt eini Schvpffer ist aller sichtbaren Dinge / Himmel und Erven, aller Creaturen/ und was da mehr immer mag erkannt und begriffen werden/daß keine höhere Artz- E Erder Sonnenstrahl und Leuchtung, mit be- sindilchwird erwiesen seyn/darinnen ein Haupt»Säul mit Warheit reichlich mit kan erörtert werden, als im ^numonio rechtmäßig kan dargethan werden / mit gewissen Proben. . ^ ^ Als merck und vernimm/ mein Kmd/meine Rede, und du Leser meine Schrifft/ihr WelttKlugen obser- vi« mitFleiß meine gewisse exxerimentirte Erkündt- gung des ^arimonii, denn meine Tkevriz gehet aus der Natur, uns meine prsÄica darauff aus der ge- wOnErfahrung/welche vielfältig unzehlicher Massen erwielen/und mit grosser ungläubiger Verwunderung ihren .Nuhenvon sich gegeben. und Habs vorher avbereit in diesen meinen Schriff, E-inm^n^^v/auch nichts anders für seiner ^ und bey sich führe / wie dem dasselbe wahr ist; aber du Meister wer du bist,du seyst Doetor oder nicht,Magister/ Baccalaureus/ oder ein anderer Artzt vhne.Grad/ du ligest tieffsinnig begraben 3 in ?54 Trlumphrwage«, in der Kunst/ oder bist in ander Wegeprivilegirt/ dek du also unbedachtsam/ ohne Erkundigung der War, hrit in Tag/wahnsichtiger Weise nach/also raffest und einen Widerschall ausholest/ höre mir auch ein wenig zu/und vergiß mit Nichten darüber deiner Rede / und vernimm was meine Lehre ist/ die ich ietzo zu dir sage/ -rnttmomum ist Gifft/ darum hüte sich jedermau solchsnichtzugebrauchen? nem/nicht also Herr Do^ rtor/Herr Magister/ Herr Baccalaureusoder Artzt im rothen Hut/ der beste Tyriac wird aus GtU vek sorglichen Schlangen gemacht Mrur genannk/davon er seinen Namen überkommen/darum brauch ihn bep Leib kein Mensch/denn es ist Gisst darinn. ' Wiegefällt dir dieser Bericht uyd dieser Klang f in Ohren? nach der rechten wahren Bereitung des Spießglases wird durchaus kein Gifft mehr befunden/ denn es muß der ämimomum gantz undgarumge- wandt/ducch dke'spagirisch? Kunst / und aus dem Gifft «ine Artzney werden / gleich wie von dem Gifftgesagt worden/so von der Schlangen il^ro genommen/ und zu dem Tyriac gebraucht wird; außer der Bereitung aber/ wirst du aus dem äncimomo.gar keinen Nutzen noch Hülffe zu der Artzney/ sondern Schaden und andere Angelegenheit erjagen. Werdanunwiü ein v-scipulu,werdendes^a- rimonii , der muß nach Verrichtung seines Gebets nnd hertzlicher Anruffung zu GOtt/ für allen Dingen zu dem Vulcano in die Schule gehen/der da ein Mei- fier/kr«ceptor und Lehrer ist aller Geheimnissen / wel, cher doch von den dunckenden Weltklugen verachtet/ vernichtet und verspottet wird/ indem sie durch Un, fleiß und grosse Jauligkeit kein Geheimniß vow ihm des AnektirSM'k. , ;§5 Erleruet/und alle' Offenbarung durch solchen ihren Un/ stciß zmück gehalten worden - sintemal keine Artzney der sanhenWetl/ ohne den Vulcnnum kan bereitet wer- den/ es mag die unverständige unsinnige Welt auch gleichausschreyen/und fagenwas sie will- Aussdaß ich aber nunmehr zu den Processen schreite,und zu der Bereitung des ^nrimonü, denn ich wlll hmforder auffdiegrossen Schreyer/ Pracher/ unnütze Plauderer / und Verächter des Antimon» nicht viel geben/ sie machen denn ein bessers beweißlich zu-Lage/so dem nmiknanio vorgehet/ sonderlich weil aus demAntimonio gleiche Ärheneyenzu machen / so im Golde und tviercuni vulgi stecken / sausgenom- mettdas^ürutn 8oli;) daraus das Änrum pvlsbile» zum Aussatz/ und Spiriru; klercurii , die höchste Artzney Wider die neueFrantzosen-Kranckheik/und viel anders mehr kan bereitet werden/ ob sie es / die Ver- ächter/gleich nicht wissen / nicht verstehen noch aus, gründen können/venn wer ein Ding nicht gelemet/dcr kan auch darüber nicht mcheilen/gleich dem unver, nünfftigenThiere des Esels/welcher den Schaf-Hirten nicht wol inkiwiren kan/wie er seine Sackofelffen stimmen/und aust eine gewiss Melodn) anstellen soll, ^ dieweil ers stlbsten noch nicht gelernet hal/den rechten Thon m gewisse Gedancken zu fassen. . Darum kan kein Urtheil mit gestand von eini-' gem Menschen gefallt / «och im Grunde dargethan werden/solcher Mensch, als der Unheilcr / habe denn zuvor seine 8ruclin und dcrmassen angewandt / zu ur< kheilen aus derSchrifft/ was recht oder unrecht, und was er/der Hochgelehrte / jeder Parthey zrrbiüi» stn soll/weiches in dieser Facultät durch die Schrifft 3 r und 5 6 Triumph-Wagen und angreiffendesWercks/auch zuvor muß erlernet. > werden. x Ehe ich aber zu den Processen schreite/ so möchte, wol mancher sagen/wie es doch zugehen möchte/ dadurch solch Gisst der Mineralien / so wol auch ander gifftige Dinge mehr verursacht werden/ und was des GiffteSWesen/ auch woraus die Gisst eines jeden Dinges feinen Ursprung haben möchte/zu dem auch/ wie solche Gisst zu benehmen/darzu/wie solches Mine-. ral zu guter Gesundheit und Entledigung seiner Gisst/' mit Nutzen/ ohne Gefahr und unsorglichmöge g<- s braucht werden/dem will ich hiermit also kmhlich und einfältig darauffrelpoväiren und Antwort geben: daß die Eingiessung des Giffts zu betrachten / folgender Massen in achtzu nehmensty/nemlich natürlich und ü- bernatürlich. ' Die erste Ursach aber/daß GOtt der oberste Megent des Gestirns/und Schöpffer Himmels und der Erden/ uns vorgestellt hat empfindliche Gisst in seine Kreaturen/und vornehmlich in die Mineralien/ tst diese mit anfänglich Gottesches Schöpffers Ordnung/Wunder und großmächtige Thaten dadurch zu beweisen/die er uns Menschen vorgestellt zu erkennen/ und zum gewissen Unterscheid des guten und bösen/gleich wie er unsim Gesetz vorgeschrieben hat das Erkantniß/wqs ein Mensch thun oder lassen soll/nem- lich das Gute anzunehmen/und das Böse zu fliehen. Wie dem ebener gestalt und mästender Baun» mitten im Paradieß unsern ersten Eltern vorgestellt., j ward: der rechte Gebrauch ward angeordnet zum gu- «n/der Mßbrauch «bergab einen Fall zum bösen,die- i wen w A da «i> w ur Ä dc no ge A Sll Sli d< e he sa le> Ä dr w ar er M des Antim-nii. 357 weil dadurch GOttes Befehl gebrochen ward zum Verderbnüß und allen Argen/das ist eins. „ , Zum Andern ist dieses die Ursach / den Unterscheid des Guten und Bösen dadurch zu fassen / und daraus endlich zu lernen/wie das Bvse zu meiden/ und «in Verbesserung an die statt zu bringen / denn GOtt will ja dieMenschen nichtigern inWerderb versincken/ und gäntzlich umkommen jlassen ? sofern daß sie vorn Basen abstehen und zumr BeMuug schreiten sollen, damit ihr Verderb derSeclenmöge errettet werde»:. Also hat er uns Menschest» / seinem Geschöpfs nach / durch sonderliche GleichrO ebener mästen fur- gestelit/ Mund döse / welcheOin einem Gev^deS Worts/ und in einer Würckustg desGeschopffs zugleich befundenwird / zu erwehlen/ was nützlich und gut der Gesundheit / auch zu vermeiden / was arg und s )§dstch^ wird auch Gi sst gewircket^UK das GeWn/M^MMeMMe v^stlioner und und Sternen gesche- hen/daWrMl^Elementa-n6cirnyerden/ daßsie Urs fach gebahren können in der kleinen Welt/ zurPesti- ientz und vielen andern Migen Keckheiten mehr / «uvaua/vv» v«> Kometen zu verstehen. . ^ Zum Vierdten / so wird auch Gisst .gewttcket durch Streuung zweyer Wiederwertiakelten / cus wenst mancher ausZorn/ Traurigkeu oder in grosser Sitz ttistch/entzundet sich dadurch ein Gisst zum Tode. ES ist auch dieses zu einem Exempel für ein Gisst anzuziehen: wenn einer mit einem Waffen mordltch entleibet wird/so ist es sein Gifft/indemsolche Wasser, mißbraucht worden/ braucht er aber das Waffen s; zum 5i8 ^Trrumph-Wagen zum Schütz und zü Rettung seines Lebens / darzu es denn auü) erfunden worden/so ist es seine Artzney. Endlich,so ist die Ursach des Giffts beweißlich auß der Natur / yerogcsta'.t was der Natur widerstreb bet, das ist Gitst/weil selche seiner Natur zuwider ist/' als wenn Leute etliche Speiseifnicht vertragen könnrni so ist solche Speise chnen ein Gisst/dennsie ist derNa- tue zuwider: darenlgegen abrr/so da Beliebung zu solcher Speisen,tragen^dener, ist sie eine Artzney. Vornehmlich aber wird alle Gisst an sich gezogen in der Erden/ als ein mercurialifch Wesen (ich reise jetzo von dem Gisst der Mineralien) welches noch in einerunzeitigen/ mreissen und unausgekochten Form / st) der Natur zu entgegen strebet/und schwerlich zu ver- dauen/weileiusolchMekcmialischeöWesenundMa- teria nicht rechrpersicirt und außgekocht worden zu der! Zeitigung/ darum dmchdrmgersdenganßtn Leib/ als' ein rohes/unzeitigs/unverdauliches Mineral. Ebener Massen als wenn das Getreidig schlecht rohe vom Menschen solte gebraucht werden / wärds schwer vorfallen/ dem Magen solchs zu ertragen / ohne sonderbare grosse nachfolgende Schwachheit des Leibes/dieweil die natürliche Wärme viel zu geringe/ das? selbe zu feiner .yeMgsamen Außkochung und Perfektion zu bringen/ sondern der Weihen /welcher durch das Feuer der grossen Welt retff gemacht / muß erstlich durch das kleine Feuer weiter gekocht werden / daß ihn die kleine Welt verdauen kan/ wie zuvor von der Gar- kochung desFleisches eingeschrieben wordemAlso hiermit auch zu verstehen / weit der ämimonmm nochMs fix und whe/und in der Erden zu keiner Fixigkeit auß- ''.ekocht worden - so ist der Magen des Menschen m Gleich- Mich rstre- er ist/ anen/ Na, »sott gezo/ chre, chiö >rm/ ver/ Ma/, tder i /als! lecht irds chne Lei, dai? cti- das lich ihs irr- m- in . ' deoAntrm-Nli. 35- Gleichnißviel zuschtvach / ihnzuvertragen/und bey sich'zu behalten, wie denn augenscheinlich in gewisser Erfahrung auch beweißlich / daß alle purgirende Sachen,es sind Mneralia, Animalia oder Vegetabilia, noch glfftiges Wesens sind/wegen ihrer Art der flüch- Materia/so noch bey ihnen in der ^leDbtrhand hat/ welcher flüchtige 8pi- 6>ebtanders,tvas er beym Menschen find/ nicht also zu verstehen/ daß jeho all- wird zu vertreiben dadurch / oder anzugreifen durch dieses Mittel dieWurtzelderKranck- hert/londern dasselbe muß die Fixigkeit zu wege bringen eines jeden Dinges; denn alle Arhneyen/ so figirt/ oder zuvor fix gemacht worden/suchen die fixeuKranck« «leiten, und treiben sie aus rsäicslicer, welches aber die urifixen purgierende Arheneyen nicht thun können/sondern sind nur zu vergleichen einem 8?ol>o oder Raub/ oder einem Wasser / welches nur mit Gewalt eine Strasse durchführet / und das andere Erdreich mit Nichten verletzet. > b eteten Artzneyen bringen keinen buESMve fies und andere Mittel, suchen den Hülsen oder. das leere gtssttge / unfixe / vurgirende Sachen d-Ü des Unflats auskleiden, MNHK 0°°»°-° °« reder wissen, er sey groß oder oder alt, oder wer solcher sey , oder mit * Prahmen verzeichnet, daß die gifftige Unremigkeit «tmrmonio Mß Mtz and gar ausgenommen wer/ Z 4 dew z6» Triumph-Wagen den/ ehe er eme rechte Medicin mit gutem Gewisser» und Titel kan erriannt/oder da für erkannt werden., So muß nun in acht genommen werden die Scheidung des Lmimooü, des Guten vorn Bösen/ des Fixen vorn Unfixen/ mrd die Arhney von der Gisst zu clittivAuiren/so anders Nutzen mit Ehr und Watt heiterfolgen soll/welches nun anders nicht kan erlangt werden/denn durch das Feuer/das-ist/durch dieSchei- düng des Vulcani, welcher ist ein Meister aller solchen Dinge/denn was Vulcsnu; in dergrossenWelt zurück gelassen/unzeitig/dasmußin der kleinen Welt durch den andern neuen Vulc-mum ersetztwerden/damit das unreiffegezeitiget und durch die Hitze vollend ausgekocht wird / durch die Scheidung des reinen vorn unreinen. Darüber verwundere sich nun niemands'/ das Reine von dem Unreinen/das Gisst von dem Ungifft zu ftpariren/ oder eine Artzney durch Feuer zu bereiten undzureitisen/denn solchsbeweist sich selbsten/durch die tägliche Erfahrung in der Proba und in der ileibli- chen Anschauung der Farben/ so aus dem Feuer kommen/denn durch die Scheidung und durch das Feuer/ daraus die kinno gewircket wirv/wird das Gisst hinweg genommen/und eine Veränderung/mit Abwech- selung desBösenund Gutenandie statt gesetzt / wie > zuvor gedacht: darum ist das Feuer die Scheidung des Giffts von der Arhney/und des Guten vom 'Bö- fen/ welches keinwahrerArht im Grunde zumBee ^ weiß mir Zeugniß geben kan noch barst / er habe denn i mit dem vulcaoo neben mir auff brüderliche Liebe j und Freundschasst getruncken / und ein rechtes liebha- cheukts Höllenbad gehaktem dadurch die Braut aller Un- sisser» ' en. n dir ösen/ Gisst Dar/ langt chei- chen «rück urch das sge- un, e, ^ des AntimSrin. ?6i Unreinigkeit entladen/und mit ihrem eigenen Bräutigam ein rechtes Ehebett beschlaffen kan. Ach du weltkluge Spitzfindigkeit/ die dieses mein Schreiben nicht betrachtet / oder gfinh und gar nicht verstehet z wustcstdujeho was ich ^ / undwasFip oder unfix hejAt/ auch was dtz Bedeutung mit sich dringt desScheidens/dks Reinen von den Unreineti / du wurdest freylich vil l Dinges vergefftn/andere Nar, M^^^/ darauffdu jetzo dein Datum gejeht/ an die xvand hencken/und mir allein folgen/denn in mir/dem Hntlmonio sag jch / findest dtt einen klürcuririm, ^'k^'UNd einSsl, so zu der menschlichenGclund- heit jmd angeordnet/ am höchsten mit / der Klercmiu;. «MtimkeLulo, derLulpKur in der Rothe/ und das SM in der hinterstelliqen fchwartzen rerrs ; wenn diese drey Dinge recht separirt / und hinwiederum unircwerden können/ «lebicomore nach der Kunst / daß einFixation vhnGifftregierenkan/der kan sich demnach wol mit Marheit und Ehren rühmen / daß er den Stein tgms erlangt habe, welcher aus dem Spießglaß kan gemacht werden zu der Gesundheit des Menschens/und zu der zeitlichen Nahrung mit Nutzen xzn.cul-n.rer , denn m dein Spießglaß wirst du finden alle Farben der Welt/schwarh/weiß/ roth/ grün / blau/gramgelbe und andere vielmehr unglaubliche vermischte Farben mehr/welche unterschiedlich zubereiten/ unterschiedlich zu erkennen und unterschiedlich zu gebrauchen sind/ein jedes in seinen Lr-uum, darzu die ^ordmmg^geschlcht/uud wie solche Anordnung recht Darum so will ich seho Crzehlung unterschiedlich thun/ wie die Arhncy zu bereiten / das GiK-P vtt- Z 5 ttO ;6r Triumph,wagen treiben / die Fixigkeit zu Merck zu richten / und die rechte Zexarsrio anzugreiffeo ist / damit das Böse geunterdruckt/ und das Gute zum Sieg mit erhaben werde-1 ^ .Der Kuustliebende aber soll nun weiter ver- mercken / daß die Tugend des Lnumoni, keinem edlen Gesteine in Sxscie Mine kan verglichen werden / wie. sonsten die Metallen zu conferiren sind/ sondern er hat durchaus!aller Steine Tugend univerlHircr in sich / welchs seine Farben beweisen/ welche durch dieRe» gierung urid Anstellung des Feuers von sich außgeust/ und beweißlich zu Tage gibt. Seine durchscheinen, deRothe wird zugeeignet dem Carbuneulo/ Rubin/ und Lorallen / die Weiße dem D emant und Cristall/ die blaue dem Saphir/die grüne dem Schmaragd/dke gelbe den, Hiachzmchen/die schwache dem Granae/der von Natur me Schwäche heimlich in sich verborgen tragt. Und nach den Metallen wird die Schwache ge« gebewund zugeeignet dem Saturno/ die Röche dein Eisen/die Gelbe dem Golde/die Grüne der Venen/ die Blaue dem Silber / die Weiße dem Ktercmio, und andere vermischte Fachen dein lovi. Gleich wie nun alle cyior« und Farben des -zvümonü, in Mn Steinen und Metallen außführ* sich befunden werden/also erzeigen sich auch alle Vircu- te5,undKräOe derArtzency in ihm / gleich den Farben/welche alle indem älttimynio befunden werden; solcher Farben aber nur aller außzugründen/ ist un, müglich einem Menschen allein solches bey ftiner Leb- zeik zu vollenbrmgen/ denn die Zeit des menschlichen r r d i r i deeAtMmonn. zö? Lebens ist viel fll kurh alles anßzulemen/ durch Arbeit / was die Natur verborgn mit sich gebracht. Emsmahts wird durch und in der Bereitung des^akimoaii ein säur liguor per äiGIlstionem außge, trieben/wie eln rechter unverfälschter Eßtg- Auffeinen andern Weg wird eine solche hohe durchscheinende Rothe bereitet / süß und lieblich / wie ein klarer geläuterter Honig oder Zucken. Bald wird er in Bitterkeit zugerichtet wie die Vermuth. In ander Wege stharff, zu vergleichen in einen rechten Salh-Oel. Also folget immer eine Natur in die andere: Zehs wird er auffgetrieben in das Olympische Geburge, durch die 8ublimÄüo°» als ein fliegender Adler/roth, gelb und weiß ' ^ per öekenlum getrieben / gibt auch von sich sonderliche eoior-s und Bereitung / wie denn auch durch dkkeverberstioo , denn wird auß ihm einMe^ tall/gleich dem gemeinen Bley. Ein schön durchsichtiges Bloß, roch/ gelb/ weiß, sthwartz und anderer Farben mehr / welche Gläser denn nicht rathsamseyn aller zu gebrauchen in der Artz- yey / sie sind denn zuvor in ein ander Epamen kommen- ^ ^ Es resolvtrt sich der ^nnmom'um auch in viel felhyme wunderbare oks, de»o denn sehr viel und mannigfaltigsind / mitZusatz und ohne Zusatz/ das ist alleine per l- ohne Vermischung anderer Dinge / dero etliche innen/etliche aber nur ausser in Leibs,Schäden und gemeinen Wunden zu gebrauchen sind. Er gibt auch wunderbare LxtrLüioan, welche itch 1 ! ;ä4 Triumph-Wagen sich in Farben also erzeigen / daß wo dc^ vraculum ^poüinj, nach heydnischer Artweissagenlsolte/ gnug« sam zu thun haben würde/seine seltzame Mwechfelung der Natur / durchdie Pforte des Feuers eröffnet/ alle zuerzehlen. ' Ein lebendig Quecksilber wird auch aus ihm gr« macht/ dergleichen ein Schwefel / welcher da brennt j wie anderer gemeiner Schwefel / daß man Büchsen^ ! Pulver daraus bereiten kan. Jtem/ein rechtes wahres , natürliches Salh/und andere Dinge mehr. . , Darum so will ich jetzo ansahen / und weiter von seiner Zurichtung und Bereitung des Spießglases reden / als da ist sein Lssevua, sein r^sMerjuar, sein srcaaum, elixir, undParticular-^inetuk/die duin acht am letzten auffnehmen, und mtcFseiß wirst ver, mercken/ da ich von dem Stein ign» und seiner Be, reitung schrtfftliche Erzehlung thun werde / neben andern vielen Secreten und Heimlichkeiten/davondie Weitgar wenig gewust/oder gar nicht in achtgeuom- I men/weil die Egypker/Araber und Chaldäer ftr langer Zeit abgestorben / welche mit diesen Künsten um, ! gangen / so zu der wahren und rechten Häupt-Qüell i der unverfälschten Arhney gründlich und ohne falsch / I vielfältig können gebraucht werden. Darum so mercke nun fleißig / und vbservir mit tieffennachsmnigen Gedancken/alle Bereitung nach« ' einander / wie ich dir solche offenbaren werde / dero zwar keine ohne Nutz abgehen wird / ein jede aber/ wie fie in ihrem süeu angeordnet worden / denn die fixe Medicin des ämimomi treibt aus die fixen eingerifst« nen Kranckheiten/die unfixe aber/alsder rohe ^nrimo- «mm, uns Mcht oas p-L^rure ^spiexglap Ar»>rv , uluM znug^ elung /alle ngs< ennt hstn^ hres von ases sein uin ver- Le, an- die >m- an, >m, iell i nkt ch- ro >ie pe e- i» de^ Antrm-nn. zs- net/ewfflietund purgirtallein den Venkrlculum , unh lästdenGrundder Krankheit dahinden sitzen. Jetzs aber will ich ansahen von der pr-p-rsrion aller Sachen des Anlimonti/und von allen Schlüssln seiner Bereitung ein Anzeige geben/welche nun «us dem Feuer als eine neue Ge burl zu Tage wird offenbaret und vorgestellt/^ in dem Beruff/darzu sie von dem lieben GOtt ihrem Schbpffer angeordnet. Solche Auffschliessung und Bereitung des Mine- rM ^mimonü, geschicht auffvielerleyMege und .Weist/ durch die, Ordnung des Feuers und vielfälti, gen Handgriffe/daraus denn die Wirckung der Artz neu/samt der Tugend/Krafft und Farbe herstellst M entstehet.' Dieweil denn der ämimomum eine rohe Achwärhe mit weisser eingesprengter/^ vermischter _. vderAescherung/nach folgender maßen: Nimm des allerbesten Ungerifches oder ande- ^ res Spießglaß/sb vu bäben kanst/und reib solchs klein auffeinem Stein/sv subtil als dasselbe immer gesche- ' henkan odermag/undegreisslich/wenn das geschehen/ so lege solchen klein-geriebenen /rmimonmm gantz . dünne von einander/aüsgebreitttauffein fiaches/brei- tes/ rund oder viereckig erdenes Gefäß/ welches um . und um einen Rand hat/ ungefehr zweyer Zwergfin- ger hoch/dißerdeneGefäßsetzauffein Calcinir-Ofen/ mach anfänglich ein gelindes Kohlfeuer darunter/ und wenn du sehen wirst/ daß der /rmimomum ansahen will zu rauchen/ so must du mit eisern Krücklein den ämimomumvor und vor/ stetig ohn einiges Auff- hö. z66 Triumph-waM hören umrühren/unv solange anhalten/ biß der Ami- monium mit Nichten imgeringsten mehr raucht / odek ' einiger Dampff/so von ihm ausgehen mochte / zu spüren/da es sich nun im calcimren zutragen würbe / daß das Spießglaß/wie die Knoten zusammen sich an ein/ ! ander hencken Und ballen würde/ so soll dieses gemer- j cketlwerden/daß du denn den /^rcimomumvom Feuer abheben/ kalt werden lassen/und von neuen gantz klein ! und subtil reiben/ wieder auffs Feuer sehen/ umrühren ! und cslciniren wie zuvor/damit muß nun so lange an- I gehalten werden mit umrühren/reiben/ calcimren/ biß ' der Lacimoniuw, wie zuvor ermeldet/ keinen Rauch von sich vermerken last/ auch nicht mehr zusammen laufft/und an der Farbe weißlichwordcn/wie eine reine meiste Aschen/so ist die cslcin-ma des recht vollnbracht. Demnach nimm diesen calclnirten /lotimvnium» j thue ihn in einen Schmeltztiegel/ welche die Goldschmiede brauchen lm Feuer zu Silber und Gold/ und l seh ihn für den Blaßbalg/ oder in einen Wind-Oftn t welcher sehr starck treiben muß/ und gib ihm eine solche Hitze und Feuer/daß der calcinikte ^ntirnomulN wohl fliesse wie Master/gantz lauter und rein. Wenn du nun die gewisse Proba wissen wilt/ wenn das Virruin ülmmotti, recht und seine durchsichtige Farbe überkommen/jo greiffmit einem langen kalten Eisen in den Tiegei/so hängt sich das v.rum an das Eisen/ das schlag ab mit einem Hammer/ ist es schön klar und durchscheinend gegen dem Tage / so ist esgerecht/ und hat das Glaß vom /lncimomo seine rechte Gähre überkommen/denn es soll der Leser / und anfahrnde oisc^ulur in dieser Kunst wissen (denn ich des Anrim-nil. ^7 schreibe dieses nicht dem langwierigen erfahrnen Meistern für/welche in der Kunst die Hitze des Feuers vielfältig erlitten/weil es gemein und gering ist'/ ein Glast aus dem ^ntimonio zu mächen/sondern den ansahen, denGtudenten/Jungrrn und begierigenNachfotgerri - der haginschenFacultät)daß ein jrdesGlaß/ es werde ! gemacht woraussolchssey/aus Metallen oder andern ! Dingen/rechte vollkommene Gähre haben muß/ so es anders recht wircken/ktaren durchsichtigen Schein er, ranM/und weitere Bereitung zu der Artzney überkommen soll. Welche durchscheinende reine Zeiti, gung allelne wircket der Vulcsuur, in der verborgenen > heimlichen Natur/das soll nun ein jeder wissen/ mer, «kenund behalten. Wenn nun der ^anmonium also im Tiegel zu einem Glase worden/so nimm einMessings breites flaches Becken oder Schüssel/mach dasselbe zuvor warm ^ über dem Feuer/sonstwird es um steh springen/ und seuß den Lvnmonmm also darum aus/so dünne du kqnst/so wirst du also ein schön gelbes durchscheinendes klares vitrum oder Glast h'aben/welchs der besteWeg ! ist / das Vitrum äntimonii per 5e ohne einigen Zusatz zu machen / auch hat diß Vitrum die beste Krafft und Tugend bey und in sich/ weiter nach seiner Bereitung zu wircken/ und wird dieses VKrum von mir genannt das reine Glast , dim-eil die andern durch Zusatz des Lorrsr und anderen Sachen und Zuschlägen mehr gemacht worden. Als nimm rohen ^lltimonium ein Theil, Ve- vedisch LcrrrLrzweyThetl/dieses reib unter einander/ Aue es m einem Schmeltz-Tiegel /. und laß solchs im Teur wol durch einander lauter fltessen in einemWmd, Ofen. ;6z Tn'»mph-WöFen Ofen oder vor dem Gebläfi/letzlich geuß es aus in ein 1°r warmgemachtemeßinge Schüssel gar dünn/n :e zu-' S vor mit dem andern vmo gelehret/so wirst du ein ! >ai schön roth durchsichtiges Spießalaß finden wie ein ^ Sej Rubin, da du anders mit den gebührlichen Handgriff ! nir feit rech^verfahren und umgegangen hast, welche ru-j «u beäo auß diesem rothen v«ro cum s^imu vmi kan 6" ausgezogenmnd zu einer sehr nützlichen hohen und be, weißlichen wirckenden Medicin gebraucht werden/ j durch die Lircuktion des Feuers der langen Zeit. l all! Also nun kan man auch ein feines weißgläntzendeS j "'s, Glaß aus dem ^nnmoniovieser Massen und Wege l nach seiner vorgesahten Vermischung machen. !'o- Nimm klein gerieben odergestossen Spießglaßein > K Theil/darunker reibe guten schonen Venedischen kor. ra, vierTheil/nach seiner Vermischung lhuc dieseMa- j vor teria aller zusammen m einen Schmeltztiegel , und laß ^ ^ sie wohl fliessen, so wirds anfänglich gelblich, wenns ' 5" aber lange im Feuer stehet, so verleurct sich die gelbe, und bekommt eine schöne weisse Farbe, daß daraus i A wird ein weisses Glaß,welche Proba man init einem ! . 7 " Hissn Drat, damit man kalt in Tiegel Miste, wie zu- vorhin angemeldet,erfahret/wenn seineFarbe vollkom- ' ^ memuudseineGaregezeitigetworden. l ^ Es werden zwar auff mancherley Art/Weise/ ; ^ ,e/und unreklikber warmen nU erblind Klakaeiial- on> «LSss>.-L«!z»L ^ L ZSSLP-L.-.-S« Ä - Verdruß des weitlauffttgen Lesens geführet werde, son- i i ein -e zu- »u ein e ein Mist ; ru» ikaN v be, cden/ ndeS vege ßein 6or- Ma- )laß mns Übe/ muS nem ezu- °om- des Antzimdnü'. ;6- sonderlich weil nunmehr im Vitts Mine/ so aus denk Spießgläß gemacht wird,die Haupt-Farbe zu.MAn-. fangr/ncMlich die dutscheinenve rothe zum Theil vor««" gestellet rvorden/die schwache Farbe/ so der Äntimo-> nium anfangs für der Bereitung bey sich getragen / ist - «ulimchralldereitdurchö Rauchiochhinweggeflogen/ spirimalrscher Weise/weiln in derselben spirituaüschen uu^uüdabgetilgetwird/wiewvldasVilrukn^müvo- , "1^0/ biß zu dieser Meiner Bereitung/ seines ! GMtv noch mcht gänWch enmvmmenssondern dessen noch vlei mund beysich verborgen rrägt/bakumso will Mun nach gehabenem Anfange pergiren und fort- . fahren/und weitere Entdeckung ündOffenbahrung dir vorschreiben/wie.di'estGifftdem Glast zuentnehmen/ Mdener lerne Zunge ton gemaeylwero/ und Ur- - fache überkomme/ihr VerläubmßHberstatten/damit- mein Lob mit hohem Schall erhüben / ausgebreitet/ und biß an das Ende der WeltWe denn unzweifflich ' geschehener!)) einen danckbaritcheM Willm von) ^?inen Dtsclpuüs überkommen möge/ wenn sie sehen ^AugenMnd Mit Händen antasten/ fühlen/ greiffen MDsindett werden / daß ich ihnen zum Nutz und vsnsti- von seinem NiMM tz ch< TWmph/llVaAett Nimm des rcmen Glases vonj dem Antimonio/ 'wie ich dich denn gMMdübe zu machen/ ohn einigen «/Zusatzoder Lomposition/ reibs subtilundklein/unb^ ^greiffilch wie ein MHI/thue solchs in ein Glaß mir ei< nem flachen Boden/welchs ein Kolbenglaß genannt ! wtrd/geuß darauffcrnen guten schärften wol rectifici^ ^ ten/diMirten Eßig/und stells in gelinde Warme/ode^ Sommerszeit an die Sonne/schweagealle Tage eiis A zweymal wohl durch einander / und laß in solcher ge' 'linden und subtilen Wärme stehen und digeriren / biß dj. der Eßigsich so schon hochgelbe gefärbt auß die Nöthe/ wie ein schön klar durchgegossen Gold/demnach wenli un solches vollenbracht/sogenß die LxcraÄiu ttb/schün,rttii Q, und klar/und geuß andern oder neuen Eßig darauf ve, stells alt die Wärme/und extratzir wie znvsr/geuß abe» bö ab / undprocevir oder wiederhol das auffgieften unll. stx erttahiren. so offt und lange/biß sich kein Eßig gar m>s ein »lichten mehr färben will/so nimm denn die gesammlett^ Ertractio/filtrir sie klar durch / thue sie in ein Glaßs Kvlben/fetz einen Helm darauff/ und distillir aus dein br« Bade der heiligen keuschen Jungfrauen Marien de» ^ Eßig herunter/biß ein rothgclbes/trockenes Pulver de>/l st>> hmden bleibt. ^ kle Auff dieses Pulver geuß zu etlichen mahlen ei'l> km reindistillirtRegemwasser jedesmal von neuen/ uni> diWirs wiederum davon/so kömmt die iicerollcar ggk wieder davon/und bleibet ein süsses liebliches Pulvet ^ Dieses Pulver reib sehrklein auffeinem ! «der Marmor/welchesGlaß oder Marmor zuvor an^ Lewärmet sey / thue es aber in ein neuest Glaßköiblem rgeuß darüber drey, Finger hoch den besten . V noniol ilüge.li! /rmbe^ nir ei< MMlt r/odet rgeciu )erge/! 1/ biß lröthel! wel'F >n,rei>i traust ßabe» n UNt>- arm>s Mlett. Glaß' >6de>i> en de»^ er ;n ei>' / ru^ ,s aF .utvek Glaß! oran< lbleist rirua» VtlU desAmnn-ttii. >7! z vini, auffs höchste rectificirt / so man haben kan / ftells s aber in die LLarme/wie zuvor/so wird sich die Bnclur u des Gpichglases ausziehen mit Verwunderung, L/, schön hoch und roch / und lästerliche 5sc«r oder tcrram dahinden sitzen. ^ ^ „Diese Eptraetio ist,üß , lieblich , und ein sol, ^ che Arhney - welcher ohne Erfahrenheit wenig zu ^ glauben. sj . Diefsc« so dahiuden bleiben/behalten die Gifft? die EMaelioaber nimmt allein in sich die Arhney/wel- ßf cheArtzney befunden ist worden / ein Artzney innen s! und aussen / in Menschen Und Vieh/ denn dich Lxrr»- ^ ölio aufs einmahl eingenommen drei; oder vierGren/ ! vertreibt Aussah / und die Frantzvftn / reiniget alles ,, döse Geblüt / steuret der Mlancholen / ^ und wider- i strebt aller Gisst/und wer da engbrüstig'jr / undmit s einem keichenden Athem und Seitenstechen behaffktt, j der wird endlich erlöst durch diese Artzeney / und viel E Wunder mehr t Hut diese Mcdicm / so sie recht ge- ^ braucht wird in ihrer -Ordnung. e Das vorige gelbe Pulver / ehe dasselbe mit dem ß spiricu vini noch einmahl extra Hirt wird / reibet man ' i klein/auffeinem gemachten warmen Stein/ und mmt harte gesottene Eyer / die werden gleich in der Länge durchspalten und voneinander geschnitten / die gelbe Dotter nimm heraus / und leg in die Grüblern des Weißeyes diß extrahirte gelbe Pulver vom' Vmo Lmimomi, stellsaneineftuchtestatt/ oder in Keller etliche Tage/ so solvirtsich das Pulver / und wird ein ^ gelber i.-guor daraus. ^ Dieser wunderbahre l^iguor heilet alle Esche ««LunWl und offene Schäden / so er Anfangs dabey aä ij se, z?r Trwniph,N)Mn HebrauAmd mdieWunden gWcheü WrDenm^> wi einem subtstenFederlem/und mit einemgpten Su^. on oder andern krs-lerv-mv-Pflastcr verwahret und ver>, vci bunden wird; keine Wunden last er in die pun-iL^i'! de, on einfallen / auch keine mit Erster umerlauffen/ so^ l pe> dern es werden alle frisch gehauene / gest offene oder gc< na stochene Wunden damit ohne Erster undBchwulst ge' i heilet/zu einem solchem Grunde/ daß da billig/ der d§ ^ tu, Himmel und Erden geschaffen/und die Ärtzney deneil! ^ eiuverleibet/darüb er zu loben und zu preisen P. ! Jnallenalten langwierigen Hosen umfressendeN' Schäden brauche diese Eztraction oder diesen kaliä- do wum /Uirimoruj» er wird dich gar gewiß in keine n Nö^ - N then verlassen/sondern wirst nach nur vielmehr selb/ ^ sten ein Lob seiner Tugend beschreiben / was er kan und vermag/ zu gebrauchen in der ausserlicheuArtze/ W ney/denn Wolff und Krebs müssen für ihm weichen/ M Syrey und Oelschenckel groß und klein verschwinden/ ^ umftessende Löcher vom Wurm durchnagen und ^n ^ durchgeritten von hinnen fliehen / und der vorigen gee habt«,, Gesundheit Raum lasteu/und dero hinwieder^ s um Herberge verstatten bey ihr einzukehren/ wenn er ^ ^ ferner Fff-igkekt rrach recht innen/ und was andere ge/. buhrendeMitlet anbelanget / von aussen gebraucht ^ Das Vitrum Lmimonü wird durch mich auch . in zweyerley Weise in ein skamgebracht/vurch l^ bersteigung derDistillation/wiemM.sousten nennet xer slembicum, also : M - Nimmdas Glaß/soausderMinera/oder/"s > W dem.Ertz desAntimonit gemacht worden/ gantz MN er, rttksthen/und tMhirs MYemEßig/ so da diMrt vrc ^ wo" en-lM Stich' vet/ i/soü< )crgc^ tlstge^i ZerdO'. denei>! l. enden' källä- »Nö> selb/ c kan Artze/ ichen/ irden/ und. in ge/ eder/ - nnek ^ eege/, aucht' auch chÜ^ ennet. .aus > Kein Mrt wo»^ des Antimon rr. z?; worden/ulwhMrarWiWwenn der Eßkg wiederum davon abg-zogen/und abaeMrvorden/ nul einem rct, rren fp-rin'. vn, zum anoem mahlaußgezogen worden / so sol man dieselbe EMction wol verschlossen pelicamrenund circuliren einenganhellMonat / dar, nach nut emem sondern" HandgriM über distiüiren per l- ohn ewigen Zusah/ so wirft du eine liebliche/ susse / wunderbahre Arheney/iudcrForm eines scho« yenrothen Oels / überkommen / aus welchem weiter der gemalt wird- . : ^ - -Öel ist NUN die (^intLxssearjA , so aM höchsten von dem AntiMünio-kan geschrirbm wer- den wie iy rnejnem vorigen Bericht/ dauchÄuch kürtz^ sunffte vannnLst VuiMut- wvyner^- ^erueyk va, vtererley BercitüngvorsemerVoUkommcnheit müssen gebraucht werden/ ünb das fünffte ist die Nutzbarkeit/ und die Anordnung des Wercksim mensch- kichen Leibe/Als: u - ^ Die ersteArbeit ist Calcinatio/und die Schwel- hung zum Glase. Die andere Digestiv/dadurch dieExtrchirung verbrachtwlM. Die dritte jstCöagulatiö. > ^ Die i-iechre vekillgriü m ein oleum, darinnen allererst das subtile vom groben gescheidenwird/ und WEkiLcheidung folgt demnach die FiMio / WchHie letzte Coagulcttion/daLurch Eich die Ma- reria zu einem durchscheinenden feurigen Steine gesucht wirW denn nach allen zu wircken in deMetal- a a iij len 574 Triumph-Wagen ' Lenmuß'kermenürrwerden/tzon wegen seiner penetti^ dt rendenEigenschaffr/doch nicht so hoch/ wiederuralk^ fei Stein/der ^3pir kKilo 1 ob>iOrum, dieweil er kern lluN §e ' Versal/sondern nur und allein p-irticulariler rinF>rc, ltt Davon am Ende nun weiter/da von dem Steinlgn^ ch gehandelt wird. ' sa Dieses vorige übergetriebene oleum nun / rich ar tetaus alles/was da einem l^eäico hoch zu wissen vo» de nöthen/und rakhsam seyn wlll in seiner Lui-a, sein ei Wichte erfordert für seiner Loggulation aÄ)tGran^ ^ mit klarem lautem Mein eingenommen / erjüngess Den Menschen/und entlediget lhn von aller Schweb w mäthigkeit/ als wär er neugrbohren/ und alles was da s« am menschlichen Cbrper ein Zunehmens hat dek ni Wachsung an Haaren und Nageln/verandern sich vc fallen ab und aus/und erjängern sich wie der Phoenh ge (da anders ein solch erdichteter Vogel in der Welt ist bl dieweil ichs nur erzehle durch ein llmilicuelmem) hurcß m das Feuer thut, und ist diese Artzney viel weniger sei verbrennen/weder die Federn sind von dem unbekans d< ten 8sl^maa6l'o. Denn sie verzehret alle Zufalle nr des Menschen Leib/gleich einem verzehrendem Feuer/ w welchen sie auch zu vergleichen ist/ säubert aus und dr get alles böses von ihm hinweg/ vertreibet auch alles' ^ was daTrmckgold vertreiben kan/allein das^Nw^ Ä 80ÜL gehet allen Artzneyen der Welt ftw/ wenn dasse> ni be recht bereiter wird zu seiner vollkommenen FixatiM! gr denn das /zllrum 8ol» und das Altrum k^ercurii, so Nt auch gar viel entspringen aus einem Geblüt ihrer vt rer/und aus einemQvell der lebendigmachenden Ge m simdheit. . - w Man darff sich auch mit Nichten besorgen/ das ve des AttchiMü'. 275 c ?«tr»Si«» ämimoaii, ium Acecoäilkillato, und c ural serner cum loiriru vini, zum reinesten/ und subtil aus. n um' gezogen/und weiter zum höchsten per Vulcanum exal-- cin§>rc, tuet in einerley Wege purgire - und Erwcckung matt IZn" che vuler (dtuclgcmqe/otz^. einiges Erbrechens / nern/ - ^ Nicht/ sondern tte-dt per ch-Zorem ^ ^ ^ ein Wunder ift/ dieWurtzel mvo^ ^^Mckhett!,inweg/UUddrMStreK3urstjonem,tzher Ä-» w-sSmchZch!>i-m.lit üngech Das gemeine Vitrum des Amimomi aber/ chwer^ wird klein gerieben / davon ein sechs Gran ohngefthv ?! WM'/nach Starcke der Natur/ und mit ein we- ^ ?!! k ^ ^ der Wärme auff eine Nacht extrahirt/ n sich/ darnach fein sauber/csin und klar abgegossen / und eru- hoeE Zegeben/purgirt ziemlich zu etlichen Stulgängen/auch »elt ist/ bringets unterweilen einen Vomicum und Erbreü)cn - / i)UM mit unter / welches die unzeitige msrcuriaiische Zigen- iger zö schafft macht , so sich noch in und bey dem Virro auff» >ekan/ hält / als mag ein jeder verständiger Acht sechsten in Nie ili.' und bey sich abnehmen/ urtheilen und railMlaaen, 5euec/ meerdas Vnrum.daersolchsjafür eine ge- nd )a brauchen woltc/cxEmire/und recht chcunönm juMi- n damehrMenschen in der s/ ^^eiterobliegen will/ indem ich )ajfil nulitalles alle»» / auch unmöglich Kärtze halber er- S , naß tür!?"? ?u^ordnet und bereitet werden / ob ich zwar v.^p vernen Leib nicht erkant/und zuvor mit dir/demnach du , aa iiij noch Triumph,wagen Das gemeine Wtrum Antimomi wird auch durch einen Zusah herüber in ein gmes lobhaffkiges Dleum bracht/ so auch ohne Schaden und guten Nutz zu gebrauchen/zu der Hinfallenden Sucht/und wie ich kürhlich nach diesem berichten werde. . Das Wtrum oder daß Glaß wjrV zu dem allere kleinesten/als immer muglich/gerieben/ dcnuach wird darauffaegvsstn ein ausgepreßter Safftvon den um zeitige» Wmnrauben; mit diesem Safftwirddas NemgeriebeneMmmin einLrKolben / mit einem fla-. chen Boden wMvexlutirt/auffetliche Tage. digcrirt/ vnd denn trocken Len> Saffl. davon abgezogen/ dem- «ach zweytnch! so schwer, clarificirter Zucker darunter gerieben/ mir 5pirÄu s?cri.wohl angefeuchl /und distil« lirs im Namen desMmächtigemdmch einen Aetor- ten/zukcht galchstarck/so wirst du ein roth F>el bekommen/weiches du mit 8§irku,zzlM zu der Durchsichtig« kett clarifieiren must.. Sei» Gewichte ist abgetheilet aufseine kleine Qvamität / nützlich zu gebrauchen erfunden. . -., .... . ^. Diesem Oeswird ein Zusah/von ein wenig des Spikirur LUz gethan /. und auff einen chereilen subtilen Goldkalck gegoWn/welcher zuvor durch sein bereitetes Master (das ich in meinen andern Schafften allbe- restgelehret habe) über den-Helm getrieben worden/ nimmt allem an sich die 'Tinctur des Goldes / und last ^dasLorpuruntMsegMeasiegen«)-., ! Weitn eine solche geschehen / so mu- ste.ich zwar viel Pergament habem zu beschreiben alle Hemu H E G le icy allere ^ wird AM- I)Üg, s thei, chen nu- alle im- dwAnsLMM'L- ?77 ..Wü derNatur,sv heraus übtt menschliche Gedancken slcherweisen. .. Ich sage Wr Nur allem zumMtzt/ W er Mine Vorschläge Philosophisch inachtneme, die Arbeit an- greiffe / und die Bereitung verführe zumGebrauch/ wird er täglich sechsten immerdar mehr Lob finden/ uO mehrMirckung erkennen lernen/weder ihm zuvor kein archer Artzthat vorschreiben können. Wenn du den ^mimoniüm nun so Mit gebracht / und recht getroM hast / 'darinnen du weißlich handeln must, und die Sache weitläufftrgbcdencken lernen/zu erfahren mit dir Arbeit/ so magstdu dich wot rühmen seines ^agilleril/dab du Hagek.hast^ nicht vielen bekandi noch gemein- ' . ^ ° ' . Und dieses ttLxNerium nun wird pernnsart mit der toluriön oder tiaSar-t 6«^Uoram^''U«d eingeben mit einem starckeri KrafstwaW /Hut Münder üderMzunder in durchreGnden KraNckherten/wetche mitBlutaußgeführet werden, und Eeiü/ wüS-'dem Geblüt durch unreMeZufalle zu Handen DNn Möchte / wehret dieses ^Naerium ,-macht ftoltch DaS Hertz / erwecket Keuschheit undFrömmiqkeit/ und macht in Summa den MenMn gantz leicht M allen seinenvormhmenden Sachea. ' ... Für alle fticheWoithaten svä-MandemSchö- pffer und Erhalter aller Dings stdWitmitSeufftzen von Herhen dancken, daß er uN armen schwachen Creawren /die wir an Seel und Leib kraück uadge- brechlAM/so gnädig angeftheü - MpOydea Mittet gegchM / und in aVLn'Mthm «buGTrostM Rettumwiederfahrett lastett.") ;78 Triumph-Wagen Nun will fortfahren / und von dem kreano des Spießglaßses auch etwas reden/doch kLrtzlich. Nimb ^nkimonium , klein gerieben und subtil ^ unbegreifflich ein Theil/ und ein SalH/ heist Salsrmo' nisc , komptauß^rmsma , die miscir klein gerieben untereinander/thue sie in einen Retorten / und disttllir l sie zusammen herüber / was da herüber gestiegen/da geuß ein gemein distillirt Regemvasscr auff/so zuvor wann gemacht worden / und süssc das zugeschlagene Saltz wiederumb davon ab/damit keine Schärsse dabey bleibet / so bleibt dir dasSpießglaßdahindenli- gen wie schone reine weißgläntzende Federlein/diefelbe ^ trockne gelinde an subtiler Wärme/ thue sie in ein Lire culir-Glaß oder Pelikan / geuß darüber ein 8p-nrum ! vicrioli desweissenund bestenrectificirt / stelishinzu circuliren / biß sichs wol conjungirt oder unirr hat/ demnach distillirszusirmmen herüber / geuß ein Spin- rum vim darzu / und circulirs zum ündsrnmahl / so wird eine Scheidung geschehen / dielen so sich sehen/ scheid davon ab / das wahre /rrcanum aber bleibt vereiniget mit dem Spirituv-m und Vitriol ; wenn du solch Lrcanum noch-einmatrectificirst/ so isteinTropf mächtiger zu gebrauchen / mit Rosenwassrr einzunehmen /weder sonsten ein gantz voll gekochter Topffkräu-' ter macht Lust zu essen/ corrigirt den Magen / und verzehret darinnen das Böse / vertreibet Schwermuht undMelancoley/gibtgutGeblüt/und guteDauung/ zu der auWeigenven Mutter und der Oolic.-, ist es ein sonderbahrer Schah / solche zu stillen/kan mit keinem Gelde bezahlet werden/ wiedenn dieses Lrcainim ein sonderliches Lob darinnen erweiset. Dem^csno des ^ntlmonü folget in der Ordnung nachstin Eli- Pi ei si si- h ft n n si N o d d n k u c r r § I t t r t 1 r s r o des subtil crmo- ^ jeden! Wir! n/ da § zuvor ^ vgene le da«' icnli- :se!be >Liw irum! an zu hat/! chiri- > > so > !hen/ kver- adu 'ropf nsh^ rau-' I ver- > auht rng/ sein! nem . ,ein :2«c» > Eli- ^ . xik ^ des AriÜm-riir. Z79 pir / das mach also : Nimb im Nahmen GOttes einen reinen Berg^ntimonium , den reib klein/und sublimir ihn mit halb so schwer hÄlarmomac , was siblimirt hat thue in ein Glaß-Rekorten / undtreibs herüber in ein Vorlage zum dritten mahl / die ksc«, scheid jederzeit davon / lehlichsüssrdenLLlZrmomsc woldavanab / und reverberlre die Materia des/^mi- mon.i wol verschlossen mit gelindem Feuer nicht zu starck getrieben / biß sie werde wie ein Cinnober- Erh; wenn das geschehen / so geuß einen starekendistillirten Wein < Essig darauss / und cxtrahir seine rucecünem» den Essig zeug ab , biß zum letzten ein Pulver bleibt/ das muß im Bad unser lieben Frauen geschehen/ denn mit 8piritu vini aber eztrahirt / daß die kscsr davon kommen/so hast dudieextrsÄiorem und klar. Wenn das auch geschehen / so thue diesen 8piri- tumvimineinGlaß-Kolben, mit sampt derExtra- ction / thue darzu ein wenig der tinLlura Lorallorum, und dertZuintLessrnriLvon derRebarbara / gib einem Menschen davon eindrey oder vier Tropffen/gibt gelinde Secier, und purgirt ohn einiges Reissen / wenn du recht damit bist umbgangen in der l^rsevLrsttvn, macht Leichterüng des Geblüts / und ist eine gute Artz- uey allen denen/so da begehren subtile Stulgange. Es mochte aber wol einen Arht verwundern/ wie Liese Arhney gelinde Secier qchen könte, weil der Ln». monium sonsten ein durchdringende wissende Materia ist/und die Rehebarbaraihm zugegeben wird/ wel< che?sr5eauch etnpurgixende Krafft hat / der lasse sich nicht wundem / denn der /Vntimoamlrl wird durch solch Mittel also aetödtet / wegen seinergifftigen pur- Sirenden Eigenschafft/ daß eryißfalö nichts angreiffen ?8o LTrmmph-Wägen kan; so bald ihm aber ein pur^n, von den ümplici- ^"'? HL zilgrHWnHird/ so hat allein dasselb zu öffnen 'und außzutkeibeUstlner Narur nach/Kraffc und Ge< ^ walt; der zugrrichlt bereits ^mimonium.aber darss j " «sich inrerim mit dem Magen / zu der Austreibung ?' nichts bemühen/ sondern hat und bekommt desto besser Lernißin ander Wege zu wircken und umzuschauen/ erdenn ohne Anstoß das ftinige desto besser verrichten 7 kan. , , / Und glaube mir ein jeder Mensch/diewel ich kein UrsachderTrängniß überkommen/ dieses von mir zu schreiben / daß dieses zugerichtet Elipr den Leib Lurch gehet und reiniget/wie das Golodurch das Gpießglaß gereiriiget wird von seiner Unsaubrigkeit/ ünd> wenn alle Sachen und aller Gebrauch der Tu- -end nach derLänge sotten aufgeschrieben werden/ so wüste ich den lieben GOtt im Himmel anlangen und hitten/daß er mir dißfalls ein länger Leben verstatten wolle / seine unendliche hohe Wunderihaten weiter zu - rühmen / außzuforschen/ und nach der rechten Erler- .. . .! /und Ihm ebener HWWEhlHürlWcke»mchchlen.-rs ^ AUdass ich nüü ftrneriein Genügen thue pr vo N vü de be ge tei ge ih Fi dc> sü sr; S« gee des.Antin,»tt». Zebühren will von frembden Sachen zu urtheilen/wel, ^ ehe ausser meiner Erfahrung sind / sondern befehl die- ' selbe einem andern Richter/ welcher durch seineWM - auch etwas gelexnet/ weil keinem MnWn Ml snM lich ist / im Larimoülo auszulernen/ tzjey-B dieZeir. dcö menschlichen Lebens kurtz und sehr rund/und ohne . Ende /^ t. wie ich ««bereit zuvor Bersnurdniß gethan)" auch täglich und immer etwas neues darinnen gefun- . ^ den wird. . > .l Es soll. aber ein jeder Mensch wissen/daß der ^mimoniuw, oder das Spießglaß nicht allein das Gold säubert/purgirt/und von allen zugelctzren frem, . den Sachen und andern Metallen entlediget und frey i wachet/ sondern thut folches ebenec massen/ vermöge seiner eingegoffencn Kraffc m Menschen und dM ,. und daß ich solches mit einem sehr groben Exempel probire/so soltu berichtet seyn/ wenn crn)eder HM,,,. vater/er sey Bauer oder Bürger / jem^Lich zu einer. Mästung aufflegen wiü/und sonderlich das SchWW aKeNndsle damit purgiren / bekonnnen sie. nWtW, leMdnÄMilNiWM zuMn/Hudr'rn nehmen, aesMnMu MLeV/ünd da einige binreichgkett bG > - Wen) esssry ander Ledmvder anderen Oertern/ und Finnen haben / so vertreibt es svlchs/ Laß dieFmneq dadurch ausgetrocknet und vertrieben werden. Dieses ist zwar ein sehr grob Exempel zu alleMfl^ für den Ohrin grvßmqchtiger Leute/ aber ich hadr M i seSallein zu dem Ende auffgesckrichen/damttaucyM... setneinrMm undtzaye, wMm.dk ;8r Trrumph-wäM pliilosopl'.ia in seinem Gehirn zu weit entfessen und gelegen/ augenscheinlich befinden möge im Merck/! Warheit und der That/ was ich ihm dißfalls durch ein Exempel vorgestellt/ damit meinen andern Schrifften/ in Venen ich etwas subtiler geredt / desto baß möge Glauben zugestellt und gegeben werden. , Dieweil aber unter menschlichen und viehischen Lerberst ein grosser Unterscheid und Differenh/ist mit Nichten zu rathen /von mir vielweniger zu dem Ende angezogen und aüssgezeichnet worden/ daß dergleichen he ungekockte Speise vertragen und in ihrem Magen verdauen können/ weder die zarte Natur und Eöm- plexion des menschlichen Eörpers.' Darum / wer das Spkßgla'ß recht und mit Nutzen gebrauchen will/sol! erstlich erfahren syn/uud anfänglich wol erle'rnet haben seine Bereitung/ und demnach in acht zunehmen wissen/nach ftmer Berej- Lei hitz au de, Se< wc au eir tze di< öl ge /»> ve fii nc w er de li< starckoder schwach/ -damit der Ärtzt nicht strauchele noch falle/vielwen igec mehr verderbe / denn gutes bey seinen Patienten verrichte/ ich meine setzo den .Gebrauch seines Gewichts / darinnen das höchste Meister-Stück mir begriffen ist. Wennabereine weitlaufftigeSchEtaus meiner Erzehlung'werden wolte/ alles mit Umstanden «nd Exempeln zu approbiren/ als will ich von dieser Rede abbrechen/ und weiter zu einer anhern Bereu, läng schreiten/und verzeichnen die Fixigkeit des ä-r'. eimovii, darum es also bewandt wie um denWein/' UklHem da ihm sein Lpiritur entzogen / und von dem ! re dc de rie T Ei und ,'erck/ dein fien/ möge chen mit ^nde chcir eben ero, om, mit und und uei, all/ x hele ! bey Seiet- nei- den eftr rest-. ^ri' -in/' eraur den entzündeten Gliedern zugesiandru an sich / darcnt, gegen/ .da aus dem Wein ein sam Essig angestellt worden/ kühlet derselbe Eßig im Gegentheil innen n d aussn des Leibes/ unangeschen/ daß sie beyde zugleich eines Grschiechts/Herkommens / und aus einer Wm- hei gebollreu worden / Ursach und dich zu berichten ist dieft/dassdes Essgs Anstellung alleine geschicht p-r «rigettiosem, dadurch eine pm/Lüia des Weins erfolget/ neben 'vegetabilischen Fixation / dare.itge. genahttd-r andereBemtungdes W-imGeisteö zu, Zchet durch die AdsoEng der DiManon/ oder vegetabilischen Sublimation/ dadurch der 8?ir!tuL siüchtig wird/also und ebener mästen / demnacy und nach welcher Ordnung der ^mimon-um bereitet tvird/nach dieseinunü nach solcher Ordnung/ theilet er auch seine Gaben aus wuuderbarltch / und fastets den menschlichen Verstand zu hoch und unbegreiff- Uch. , . Seme Fixigkeit nun/ die ich aMr anst diesem Blat meyne/wird also zugerichtet und bereitet: Nimm Spiesrglaß/ so viel der Künstler will/ das reib gantz klein und subtil; Wenn du solches kleine Pulver hast/ sothueesineinKolbcnglaß/ und geuß darauff ein starck Lgus ton, daß solchs sechs Zoll/ dem Meßstab nach/darüber stehe/und stells hin in ei, rw subtile gelinde Wärme/ zu ertrahiren auff zehen Tage lang/ganh wol verlutirt und verschlossen / solche EMlttvZkuß YkMligch qb/ fein sauber und lein/und Z84 ' TrkmWhWMen,4 filtrir sie/damit alle te«r und alleUnreiniclkeittn davon Uh kommm. . ^ ' zn Wem solche Arbeit geschehen/so thue dke Extra/ dir ction in ein Glaß/und distillir das Scheidewasser/odct au das starcke Wasser/so man forr heisset/ in derwc scheu oder Sande/gantz trocken davon äb / so bleibet sor ein gelbes Pulver von demSpießglaßim Grund/ darauffgeuß ein DMir«Wasser/fo von dem Regest > -8 ouffgesammlet worden/ darauff/ fetz es mit solchen! Glase wieder auffeine stetige Wattire/ so wird des "" Kunstsuchende überkommen eine schöne rothe Extra/! ction/solcheExtraetion fittrirDvcl) einmahl/ und distil/, lir das Wasser in Lalneo ^ä^^ abermahlich trocken > koi davon ab/so bleibt ein rothes Pulver dahinden / auss solches rothe Pulver geuß von neuen einen starcken dst stillirken Eßig/ so vokkWeingemacht/ so wird derselbe Eßig mit der Zeit in^er Wärme hlutrorh / und lässet A weiffeivce; dahinden/diesen Eßig dkstillir wieder aus der Aschen davon/so bleibt wieder ein rothes Pulver/ dasselbe rothe Pulver reverbcrir drey Tagelang äst einander/ohne AuffWens/mit einem offenen Flam/ . mea-Feuer/und zeuchihm zum letzienntah! seine KiN/. ctur aus cum 8pirim vini, oder mit dem Wein-Geiste/ so bleiben wieder fece, dahinde« / die.scheid dar/ von. ' ' / ^^ Wenn' das alles vollnbrachtdU'chssolche M beik/ so distillir den Wein»Geist in unserliebenFpaueu Bad auch endlich davon / so bleibt ein rothes /. Des/ A beständiges Pulver dahinden/ welchs das seine mit «rosservermercklicher Verwunderung lhut/eingenom/ ^ mtnauffeinmahleinhalbO.ventlein/deö TageE^ »> c M/ÄbendsMvrWs und Mittags/akch wol offter r «» >un» davB> >er.A» »leibet iruliv/' legest/ lcheni :d dek ?xtra< vcken :n dst rftlbt lasset : aus river/ ngast iiarm dar> :auest desAntlmonü. ;8; W Mehr schabet keinem Menschen/vertreibet alles ZkirunnenBiunm Leibe/eröffnet ohn allen Schabe.» die gefährlichen ^poüemsrs mit derZeit/unv treibet sie aus/ curlrekdieFranhvsrn-Sucht rallicaliker. macht wachsen neue Haar/ und macht fast Den Menschen mit sonderlicher Auffmerckung neu geschaffen. ^ .^ewnl ich denn jrho nun eine Anzeigung und Leucht gethan eines sixenPvlvcksaus dem Spieße ö^pZumachrn/sowoiauch einer EMaction/fo gantz "ü, a ^ gebrauchen / so will ich auffdißrnahl davon adiasten/und hüifbrder von den storibu- oes /tmimomi nnekurtzeErzchiungchun/welche denn m vielWege können zugerichtet und bereit« werden. ^ Hiervon weiß nun dex grosse Hausse nicht viel zu reden und zu antworten/ weil er das Handwerckzu diesem und dergleichen Stücken nicht gelernet handelt weniger Hauffaber/als da sind Jünger/ Apostel und Nachfolger derWhren spargyrischen Kunst / werden dieses mein Schreiben besser betrachten und in acht Nehmen/ und ein ander fuMemm und Urtheil bararrff zu fallen wissen/allein sag ich euch/ meine lüde Jünger mEpostel/wollet ihr meine Nachfolger seyn / so rieh/ metanfänglich mein Lrcutzauff euch/ und ktdcr wie ich gelitten/lernet Verfolgung zu erduiden/wie ich gethan / und arbeitet wie unsere Vorfahren neben mir/ haltet an mit dem Geber stetig für den Ohren des re nsti na«" vrey- ssster M Allmächtige ^ nicht verlassen/ wie er mich denn auch Lvadigilch erhvm hat/dessen mein Hertze danckbar ist «lleStunden/undmir meine thränende Äugen Zeug, bb Äuss ;8ä Trünnph,N)a§e„ Auffdaß ich aber meinen Bericht vollstrecke/die sto. rc; ^nrimonii zu beschreiben/ so soll der KunMebendS Jünger wissen/ daß die rechten Blumen des Spieß- glases nicht nuffeine Art/sondem auff viel Art/Wcift und Wege können bereiter werden/ nachdem solch» einem jeden wahren bekannt/ etliche treiben sie unter sich/ mit dem Salarmoniac vermischet/aus dem Retorten-Gefaß/ süssen den Salmiac wiederum dar- von/und halten viel darob/solche störe; werden in einer schönen hochweissen Farbe erfunden. Andere haben Instrument«/sonderlich darzir fornnrt und zugerichtet/nstt holen Wmdröhren/ damit der Anlimonium Lustt haben kan / über sich zu steigen. Aber andere halten die Sublimation mit star- ckem Feuer/haben drey Helmen übereinander gesetzt/ machen weisie/gelbeundrothe störe; auffeinmal/ wel-! chen wegen ich dann in Gleichnis'/ Wd ebener Massen nachgangen/daß ich keinen Fehl darinnen jemahls gebühren. . Meinen Weg aber/zu der Arhney anzuzeigen/ wie meinellorc; mit Nutzen angewandt/ und in der wirkenden Krafft erfunden worden/ist dieser/daß ich diervthenSores^ntimonil vermischlhabe/ unter den Colchotar des Vitriols / und zum drittenmahl damit sublimirt/ so steiqt die estentia Vicrioli mit auff/ und werden d ie störe; kräfftiger; wenn solchs vollnbracht/ so ertrahir solche störe, mit 8pirim Viai, so werden sich 5ecer undHefenjehen/und davon geben und absondern/die scheide der Meister davon ab / und distillw den Lkintum villi , oder des Weins auch im Fr^men- s c t r 1 k ß h ci d Si ui N1 ci m m H lie F! in leide, 60 wi B leilo-! xlwe pieß- Lcift )S er, :nsie chem darin ei- >nrzt» da- l) r» l star-' setzt, wel- Ten ^ Segen, der, ßich den unit UNv lcht, den s ab°» Mir ren- Sad hes Autmidnn. Bad der heiligen Jungfrauen davon, biß ein trocken Pulver bleibt/d :s sind meinezugerichteMeitetiorer, someinen Brüdcrn/und andern Kranckm durch mich angeordnet und gegeben worden/ so mich in ihren Nöthen erfucht/solche zu trösten wegen meines geistlichen Amts an der Seele/ und wegen ihres gewissen Vertrauens auff mich gesetzt an ihrem gebrechlichen Leibe- Dre 6ors, purgiren gelinde, geben nicht über- stuffigeLeaer, haben viel drep-und viertägliche kebre» hinweggenommen und absolvirt/neben andern Gebrechen, da ich denn willens bin/und mir durch Hülffe des HErrn meines HeyländesJEsu Christi, und seiner: werthen lieben Mutter Marien vorgenommen / ein denckwurdiges Testament zu stifften/ und in meinem Merzn hinterlassen/ aller Euren / solch vollnfubret, und glücklich vollendet/ damit ich dem lieben GOTT mir angenehmer Danckbarkeit begegnen mochte/und eine solche Dancksagunc: zu erkennen gebe / daß auch Meine Nachkommen prüfen können die innerste Wdl- Meinung meines Hertzens/ gegen dem Höchsten im Himmel/ und sie gleichfalls die Wunderthatendes lieben GOttes erkennen möchten/ so ich durch meiner, Fleiß aus der Natur gezogen, welche erdochkicffuui) in der grossen Geheimniß darinnen hat vergraben lassen. Dieses aber soll der Leser noch bewachten/wegen der Sublimirung des Antimonii/ welches hernach er 6ore; genannt werden/ daß es also darum beschaffen wie um ein Master / welches auff einem sehr hohen Berge seinen Auslauffgewinnt. Nun möchte mancher wol also urtheilen den Uu- b b ij tt c/ ;88 Triumph-Wagen terscheid der Wasser/daß welche entspringen auffden höchsten Bergen/ und da es möglich seyn könte / daß höhere Berge in der Welt wären/so könte doch wol dasselbe hinauffkommen/wie denn auch defindlich/daß auffden höchsten Bergen gemeiniglich Wassr und Brunnen befunden werden und entspringen. Etliche andere Wasser müssen in der sehr hohen Treffe des Erdreichs allererst durch Nachgraben ihrer Quellen halber gesucht werden / zum Unterscheid sag ich dieses/daß die Wasser.Mutter des Erdreichs an vielen Orten mächtiger erfüllet vom Reichthum des Massers/als an andern Orren/indeme alle Elcmema ein jedes seine sonderliche Mutter hat/ mächtig oder schwach zu gebähren / aus dem Syrischen/ daraus die Element« sechsten entspringen und gedohren wcr* den. Wo nun solche Mutter mächtig und starck im Erdreich/da jaget sie ihren Samen auch krasstig und mächtig von sich aus/durch einen mächtigen Drang/ biß auffdas Alpische hohe Schwelher^Keburge/ oder in das oberste Gebäu des Thurms zu BabylomWel* che Unverständige m ine jehigeRede anhören/die wer* tzen reden/ich seyni^t klug von Sinnen/oder habe zu vielgetruncken des ssisseu Weins/ wie den lieben Jüngern und Aposteln des HZrrn JEfu Christi/ unsers Heylandes/auch fälschlich Schuld gegeben ward. Also und ebener müssen ist es um die Sublimer* tion aller Dinge bewandt/vaß/ gleich wie die Wasser/ deren etliche / und die meisten auffden höchsten Bergen/gesunder und frischer erfunden werden/ als andere in den Gründen/durch Nachsincken und Graben/ eröffnet und gefunden. des Antimon«. ? zz- Jngleichem / so die Materien durch Zwang und Drängniß des Feuers/ in die Hohe üuffgetrieben wer-» den/auffdie Berge der alten Wkisen/so lange fsrr mir ihr Leben geendet / so bleib die rerra, so nicht viel nu- het/dahinden/bißauffdasSaltz/ d^s sonderlich auch kau exrrahirtwerden zu seinem Gebräuche / und gibt eine Scheidung / dadurch das Gute.von dem Bösen/ das Reine von dem Unreinen / das Grobe von dem Zarten / das Subtile von demdas.zricht Subtil ist/ und die Gifftvon derArhney kan erlgntwerderr. Wir armen Menschen / werden wegen unserer Sünde aühier durch den Todt/den wn wol verdienet/ in dasZrrdische/nehmiich/das Erdreich/eingcsaltzen/ biß so lange wir wol durch die Zeit putrificiret werden und verfaulen / und denn hinwiederumb / und endlich durch das himlische Feuer und Wärme aufferweckt/ rlarificirt und erhaben werden / zu der himmlischen Sublimation und Erhöhung /.da alle 5ecc; , Sunde und Unreinigkeit abgesondert werven / und wir Kinder GOttes und des ewigen Lebens nmdeu/harzu mir und andern GOTTbelffe gnädiglich. Md wii in solcher starckerrHoffnung seyn / es werde mir niemands dieses E^mpel von der geistli, chcn und weltlichen Vergleichung/als die himmlische Erhöhung und zeitliche irrdisiche Sublimirung für urnecht anziehen/dann was ich gethan / ist ohn Ur- sach nicht geschehen / inhem ich sousten ohne das wol für mich selbsten auszurechnen weiß / was weiß oder schwarh/oderob das Wetter dunckel / trüb öderem Sonnenschein am Himmel ist / darum will ich abbrechen / und im Amimoirio eige ändere Bereitung suchen. bd lij Es ;§o Tnunipl>wilZett Es soll meinAünger und Apostel / ja mem getreuer Nachfolger der Kunst dieses berichtet seyn / und nach wahrhäfftiger philosophischer Lehr und Un- terrichtung treulich vermercken / daß alleEplractio, nes aus dem Antimvnio''/ so wohl auch aus allen andern Sachen in der Wuckung / einen grossen Unterscheid haben/welcher Unterscheid nicht ist in der Maleria / noch durch, die Materia erkandt wird / daraus sie gezogen worden/sondern bestehet und bleibet «kleine in der Bereitunh und in dem Zusatz / damit aus der Makeria dieKmjftaußgezogenwird / weiches zwar Die Erfahrenheit alles mit sich bringt. Und zu einem Exempel sag ich also / daß alles dasjenige / es siy aus dem Antimowo oder sonsten aus andern Dingen / so mit dem 8piricu vi», ausgezogen worden / viel ein andere Art undWirckung hat/ als andere Dinge und Sachen / so mit einem guten scharffen Essig extrakirt worden. Die Ursach dessen hab ich albereit in meinen an- dernSchrifften zuvor ermeldt und angezogen / und ist die Hauptfach dessen / daß alles/was mit dem Spirim vini cpträhirt wird/ treibet mächtig die Stuelgange/ was anbelanget den Antimonium und andere pur- glrende Sachen mehr / in den Kräutern / Wurtzeln/ Samen-und dergleichen / verstehe allhicr den ersten Anfang ihrer Außziehung. - Dargegen aber/was M dem Wein-Eßigauß- gezogen wird / bringt nicht Seäe; solcher gestalt / sondern stopfft vielmehr und halt zurück durch ein son- derbahres Mittel/ daraus das Flüchtige in ein Fixigkeit bracht u nd verwandeltwird. Dieses 8ece?cum und Geheimniß / ist zwar. tteff- -esAitrnr-nn. M ' trefflich und sel-r hoch zu halten/aber niemand ist oder doch gar wenig Leute sind, so solchs in acht nehmen, denn viel Dinge sind verborgen, und sehr tieff begraben liegende in Diesem Geheimniß/welchs viel Herren und Diener, ja viel hochdünckende Weltkluge Witz- verständige nicht in acht genommen haben, biß auff diesen Tag. Es geschicht aber die Ausziehung des ^vnmcmii oder Gpießglafts/auffzweyerley Weg,Art undWci- ft, nemlich durch den Essig, und durch den Geist des Weins/denn der Essig giebt VeOopffung/so treibt der 8i-iriM5vim per 5eDen uri»3m mächtig fort und befor, dert ihn,so wol auch die Stulgange/wie allbereit ietzo, und so wol auch schon angemeldet worden, und sonderlich, da ich in meinen zwölffSchlüsseln dessen vermeldet habe,daß die Extraktion aus,dem virro vesSpieß- giascs noch ziemlich purglre, vargegen aber die Ex, traetiv aus dem Glase des ^mimonii, mit dem Eßig geschehen/nicht pucgire/welchs denn wahr ist/und nicht erlogen; solche Erfahrenheit nun gieb! einem Ursach nachzichencken,damit die Natur einen Fortgang gibt, und eiste Gebährung zu einem wahren klülotopko. Nun ist dieses zwar ein grosses Wunder,daß- was einmal cum Spiricu vini anfänglich und zum er- sten mahl ausgezogen wird, einer purgirenben Eigen- schafftist. Da aber das vicmm ^ntimonü mit dem^ce- tv äikMaro anfangs extrahirt wird-, und wenn der Eßig abgezogen worden, und noch einmal durch den? Wein-Geist separirt wird zum andemmahl, söistdie! purgirende giffcige Art und Natur auch gäntzlich hinweg und verlohren/ und nichts im-geringsten mehr zu, bb iiij sM« ;yr Triumph,wagen spüren noch zu finden / fvfich anmassen möchte einer durchdringendenKrafft/soviel die Beförderung der Stuhlgänge antrifft/allein durch den Schweiß und andere Mtel/unb sonderlich durch den Speichel und Auswerffen des Mundes/ thut es das feine wol/ sucht/ wo etwas zu finden Meintget das Geblüt/ heilet die Lungensuchr/und ist gut den Engbrüstigen/ und die einen keichendenAthem haben/und inSummaes dienet zu vielen Gebrechen/ auch stillet^ den bösen Husten/ wcss'n Art solcher ist/und ist gleich als. eine wunderbare Medicin und Artzney. r Es wird auch eine Lxkrsüio also zu- gericht/ daß der ro he ämimomum oder das rohe Spießglaß klein pulvcrisiret wird/ und einen starcken distülirten Essig darauffgegossen/nichtdengemeimn Eßig/fondem einen solchen Eßig/ der da aus seiner ei- genenMneragezogen wird/stells zusammen hin in ein subtile SotmemWärmewol verschlvssn/so wird nach ziemlicher langen Zeit der Essig blutroth sich färben/ solche LxcraÄio klar abgegossen/ und durch ein grob Papir oder Filtz durchgehen lasten / und noch einmal aus dem Sande übergetrieben per slembicum, giebt wunderbahre Oolor«;, und mit Lust anzusehen ein sel- hames Gesicht in seinem übertreiben ; solch Oel wird lehlich blutroth/und-last vielfecerdahinden/dieses Oel ist zu vielen Gebrechen hochnöthig und heilsam/ ja ganh nützlich zu gebrauchen. Denn in dem Aussahwird befunden ein sonderbarer Preiß/und emsonderbareS Lob/seiner hochnühli- chen Krafft und Tugend. Die neueKranckheit der Kriegs-Leute in dieser Zeih/ rürtzl.'ch eingesprengt/ wird dadurch ver- i ^ . reh- des Antimon«. ;y; ' lehret und ausgetrocknet / and thut Wunder über Wunder / allein daß derArht den Gebrauch in acht nimbl in vielen Sachen / seiner Versuchung und vor, nehmenden Meynung/daß er zuforderst die Bereitung recht trifft und erlernet/ und den Nutzen durch den Gebrauch mit allem Fleiß unverdrossen außforschet und recht in achr ninit/durch keine Vergessenheit. Weiter wird auch noch ein ander cxtraüio des Spießglases also bereit: Nimb ein SpiHglaß im Namen des HErrn/ und auch gleich soviel rohen Weinstein / diese reib ganh klein unter einander/diese Stück thue in einen wolvermachken^opff/welcher die Ge'ster nicht durch- dringen last / und glüe solche Materia wol zusammen auß/biß der »rcaru, ganh darben verbrandt ist / welchs in einem Wind,Ofen bereitet wird. , Solche außgeglüete Materia reib klein / geuß gemein Wasser darauf/so warm gemacht/lauge dieselbe Materia auß / lo wird ein Leber daraus / wie solche t für langen und sehr alten Zeiten von unsern Vorfahren auch ist genant worden. Solche Leber truckne/thue sie in ein Lucurbit / und geuß einen reinen wolgeschei- den Spintum vim darauff/ und distillir in unser lieben Frauen Bad den Lpirkum vmi wiederum davon / daß nur der dritte Theil davon dahinden übrig bleibe / wenn zuvor derselbe 8pii-iw; vini 'mit der LxtraSiol,» durch ein grob Maculatur durchgangen ist; diese »- trsQio ist auch noch wol zugebrauchen / doch moäicc, , dennsiewil mit Bescheidenheit gebralicht werden/und ist ein sonderbahre Verwunderung in diesem wol ab« zumercken / daß der abgezogene 8piritu, vmi sich nicht wil hinwiederumb vereinigen und cynjunßiren mit bb v der ;94 Trmnrph-Wögm der rohtsnLxcraäion , davon er abgezogen Wochen/ sondernsicherobemanderwieWasierundOel/so sich - nicht ferner vermischen wollen. ' So aber dieser abgezogene 8pinm; vln! auff ei, l ne frische Leber gegossen wird / so zeucht er von neuem i auß/ undsolchs auffdie vorige cxcr.-rÄioabermahlich i gössen/oder zu derselben / wilsich abermalichund in, > gleichem nicht mifciren lassen / darob sich höchlich zu j verwundern / und wol für ein Wunder kan und mag erkantwerden / doch wer kau die grossenWundercha- ten GOttes alle erzchlen/und j» acht nehmen die Ga- ^ den des Schöpffers.so Er durch unerforschliches tieffes > Nachsinnen in feine Lrcaturen gebildet und gepflan, ' hethat. Ich Habs zwar vorher gedacht der extrsüion, ^ so auß dem Vltro /zmimoml gemacht wird durch den. ^ Esstg/undauch fo wol durch den Spirltum vmj. > l Dieses aber sag ich / wenn solche exlrsüion. mit dem Essig aufgezogen / und der Essig im Frauen,' s Bad abdistillirt wird/und demnach das nachständiges ^ Pulver in loca Kumiclo resolvirt wird in einem li- > guorem gelber Färb / so thut er Wunder über Wun, der in frischen Wunden und alten Schäden / ja mehr Wunder/denn ich schreibendarffnochkan/erlästim- geringsten keinenZttfalleinwurtzeln / erwehret allen Zufällen/ sie heisscn wie sie wollen/ und lassmi! Nichten zu einige Fäulung und Putrifactlon der frischen Schäden ; so thut zwar die andere excraclio auß die/ sem Pulver / ehe die 8oiut,on vorgenommen mit dem 8plriku vini,das ihre auch / u nd wil mit Nichten andern . Achneyen etwas nachgeben / in Gebrechen der innern ^ Arhney.' desAntltnsm'i. Diesen Weg der Bereitung hab ich öffter an- gezogen in meinen vorigen Schriffttn/ so wol auch in diesem Bericht des ^ntimonij.zum Überfluß wieder- hvlt/indem ich weiß/yoas Nutz'und Heimlichkeit darinnen verborgen ligt / darum wil vrrhoffen / es werde dem Schüler keinen Verdruß ^ Hertzen jagen / die vffrere Wiederholung und Abwaschung meiner Schriffteu/ so treuhertzig eröffnet/ und wolmeinend zu Tage geben. Denn alles was ich schreibe/ geschickt nicht ohn Ursach/sondcrn meine Worte sind kurh/ und halten einen grossen Umgriff in sich / ob sie gleich vielfältig/ und zum offtern wiederholet werden ; dem Unerfahr- nen bringen meine Rede wenig Verstand / dcn Kin»' dem und Unmündigen durchauß keinen Nutzen / dem wahren vsscipulo,Jünger und Apostel aber / viel un- > Lehlicher Wvlfahrt. . ' , Es ist noch eine extraÄio auß der Erfahrniß ' vorhanden/so da geschicht per Zgu-lm e-lusticam , als i nehmlich solcher gestalt und maffen. ' Nimb guten Vitriol /, und 8al commune , In ^ gleicher Viele oder QUantitat/ und Willir per latur , ein Wasserdavon/ wenns starck durch Anhaltendes Feuers fortgetrieben wird/ sokömpt eln Materia/wie ein dünne Butter/oder grünlich Baum Oel/Yas wird sonderlich auffgehaben/ und zum Gebrauch cklgeord- n« und gespart/biß zu seiner Zeit. Den Todten, Kvpff aber reib klein / «nd solvir ihn in einen Keller zu einen Wasser / solch Wasser fae he besonder rein auff/und filtriert klar durch einPapir. ! Ntmb diesem nach / guten ^mimomum, auß . ungarn ist der beste/dsn reib klein/thtre ihn iffein Glaß M -j-ä Triumph-Wagen mit einem flachen Boden/geuß dieses Wasser dar- auff/ stells in die Warme/wenns s ine Zeit gestanden/ so wirds anfänglich wie einAmctist/ Violenbraun/ wenns so weit gebracht so balt an mit siarckem Feuer/ so wirst du eine durchsicktlge blaue Saphir'Farbe überkommemauß diese'rSaphir,Farbe schlagt sich nieder ein weisses Pulver / durch AuMssung einet gemeinen Wassers/eingenommen/ ist eben der Wirkung/ wie die rohe exrraäio des Virri ^ntimonü beweiset / nehmlich durch den Stuigang / und gibt auch nm ei, NM vvmimm. Die vorige 8ü!acio im Keller auß dem Todtem Kopffgenommen/dünn Eiseulamciim darinnen gesotten/ traosmukirr dlk Zartem warhassjgen in Veuerem, wie die Erfahrenheit mit sich- b-mgcn wird. Nun mercke und vernimb weiier : Nimb des öberd Wirren Oels oder Wassers / wie zuvorin die, fem Proceß vermeldet / geuß auff einen Lrocum Klar- ti,, so mit Schwefel auf die Rothe reverderirt worden/setz an die Wärme/so zeucht solchs dem Marti sein Bnctur auß / blutroth / solcher exrraÄioa nimb ein Theil / der rohten LxkraÄion ^Ntimomi so mit dem Salpeteraußgebrandt/ und mir dem8p>r-m vinlbe, reitet worden / drey Theil / des Klercmii ein- tzeln durä) die Röhre eingervorffen / auff ein Theil/ desgleichen Gvlbkalck in diesimagua cautiica sslvlrt ein halben Theil/alles dieses geuß zusammen darnach so muß dieses abgezogen werden / wen es zuvor rein und klar abgegossen worden,im Sande mirzimlichem starrten Feuer / so gehts nickt aller über/ sondern/s hleibt eine schöne rohtfipe lolmion im Grunde dahin, ten/zu gebrauchen in lang wirigc u offenen Schaden / ! < l i > i > l i i ! des Antrmsnii- ;^7 darinnen solche einen Grund setzt mit Verwunderung. Der Todten-Kopff/ so dahindea bleibt/giebt einen solchen scharffen llguorem, wenn solcher resolvirt wird >n loco lmmiäo, dem schier kein zu vergleichen ist in ftmer Schärffe. Von diesem will ich nun ablassen/und weiterRe- deund Vermeldung thun/ wegen eines weissenHul- vers/so auch aus den» Spießgläß bereitet wird nehmlich dieser gestalt: Nimm einen guten reinen ^ncimomum, so aus ^ Ungern bracht wird/und in solchen Oertern der Berg- wercke gefallen/ der muß gantz klein gerieben werden und so viel gutes reines Salpeters darunter / welcher keine Uneinigkeit mehr bey sich hat/ und zum drittenmal wol/ und mit allem Fleiß geleutert worden/ diese Cemposmvn wird ausgebrannt in einem verglasten Neuen Topffc/darinnen keine Fettigkeit kommen/in einem Circkel Feuer/nicht auff einmal/ sondern eintzeln nach einander eingetragen / welches die altespargirl- scheSchülerverpl>ffen.heissen/d.inrmh wer sich dieser > Ding nnterwinden wrll/solche ihre selhame Art zu reden erlernen muß / welche sonst jeden Bam en Tölpel nicht gemein in seiner Erfahrung und Experientz. Wenn nun wiche Verpuffung vollbracht/so reib die harte Materimso ,m Topffe bleiben wird/ sehr klein ^ undgeußdarauff/ in einem verglaßtenGeschirr/ gemein Wasser/so znnlich warm gemacht/zu ellich mäh, len davon abgössen/ wenn sich die Materia gesetzt hat/ damit der uderige Salpeter davon komme / letzlich trockene die Maleria/ und reib aber so schwer neuen Salpeter darunter / wie die Materia im Gewichte noch auskragen mochte/ das wiederhole also zum drit- ^8 TnittNph,wogen renmal/letzlich reib/was überblieben/klein / geuß den besten 8pirirumvilli darauff/ und circulirs einen Mo^ nat/wol verschlossen in einem Cukurbit/ oder circul-i- rori», Wenns heraus gegosien wird/ so brenn neuen Spirimm vim darauffab/zum neundten oder zehenden mal/wenn solche Arbeit auch vollenbracht/ so trockne das Pulver gelinde/und glüe dasselbe aus/gantz wol/ ^ ^ auffeinen gantzen Tag/in einem Tiegel/ darinnen die H k >! Metallen zum Fluß im Feurgebracht werden/ und die 8 - '. Goldschmiede gebrauchen, ßj Dieses Pulver resolvirl in einem feuchten Ort/ k! ! auff einer steinern oderGlaß-Taffel/oder in hartgesot- i tenen Eyer/Gruben/so wird ein li^uor daraus/welchee ! ' sich in der Wärme abermahlig) aiisirocknet/und zu ei^ s nem Pulver wird. ! Dieses Pulver zwar thut und richtet aus viel j ^ treffliche Wirckung/so da in gewisser Proba erfunden - worden / und ohne Erfahrniß anderer Leute nicht wol i mögengeglaubtwerden/alleines erzeiget sich nicht in ^^ schneller Würckung/ sondern da ihm Zeit und Raum ! - ! zugelassen und verstattet wird/so bringt die.exosnen. r -; ^ t>3 seine Wunderrhalen/Krafft/Wurckung/ und seine j! Tugend/samt allen/was sein Vermögen schaffen kan/ ^ i ftlbsten zu Tage. ! i Wer mit einen inwendigen Hpollemsre im t t K; Leibe verhafft/ der brauche diefts zugerichke weiße fixe ! ? i l Pulver des Spießglases in einem 8piriru vmi, oder k s't einem andern reinen unverfälschten Wein/ des Tages U j zu fünffoder sechs mahlen eingenommen/ jedesmal ein ! G s Viertheil von einem O.vimlcjn auff einmal/ er wird r 1 befinden warkafftiglich/ daß ihm sein innerlicher Ge- ' l l brechen wird geöffnet/ und alles mit der Zeit das ge< ^ ^ jam, desAtttütt-Ml'. Z99 sammlete Geblüt ausgerrieden werden/ ohne einigen Schaden und Gefahr seines Lebens und Gesundheit. Welcher Mensch auch mir der neuen Kriegs» Sucht inficirt und inwendiges Leides beladen wäre/ der brauch ebener Massen dieses Pulver/ wie ietzo vor» geschrieben/so wird er befinden/Laß alles arges in seinem gantzen Leibe ersucht und heraus getrieben wird/ macht neue Haar/ und giebt in solcher Kranckheit ei ne neue Gestalt/ darod sich billig und wol zu verwundern/ macht auch ein gut und Hin gesund Geblüt/ und verrichtet viel Guts/dWMmir ietzr in Eil/wie denn wol billig seyn solte/nichtMHkan erzehlet noch beschrieben werden. Ich kan zwar diese Dinge nicht alle hell und dermaßen entdecken/daß ein anderer nuraus meinen Schrifften ein gewaltiger Acht werde/ ohne Verdruß und Mühe/traye dessen auch/ wie nicht unbillig / Bedrückens/ daß ein jeder BauremKnechk des reinen Weitzenbrods/zum weissesteu und besten ausgebacken/ gemessen solle/ varum er noch niemahls gedroschen/ Und seinen Flegelmit Arbeit angelegt hätte. Ich fahre ietzo viel zu fern in das leere Feld/ dar, innen die allen Weid.Lem ihre Lerchen fangcn/und die Jungen ihnen bald nachfolgen wollen mit ihren Garnen/denn mein Lc^luL ist fsnsten Zeucht/ wie alle meine Schafften dessen Zeugniß mehr denn ^ gnugsam geben müssen/auffeine sonderbahre Art/ wieandere kkilolo- xki für mir auch gethan. Daß aber nunmehr auch Processe mit unter- lauffen/ darinnen meine kbilosoxkiL eine Änderung gebieret/darob sich der Leser meiner Bücher und Schussten nicht verwundern muß/sintemal ihm sehr sei- 4 oo Triumph-Wagen seitzam vielleicht vorkommen möcht/solche Aenderung/ ^ dem gebe ich diesen Bescheid und Antwort / daß die PhitosophischeRede vielem anders ist/als ein ander § ^ede/so bloß und rein ohne einige Entdeckung/ durch j einen Proceß vorgeschrieben wird- Darum mercke ^ den Unterschetd/und verdenck mich hierinnen nicht/daß ' ich seitwärts abgewichen bin/ aus der Ordnung / was ^ den 8rx!um betrifft der phllolopkia, und denn auch 1 der Bereitung/ was sonsten die Proceß mit sich drin« ' gen / denn in der Philosophischen Rede must du u» ^ theilen/abnehmen und lernen / was der Ibeoria zugehörig/ aber der Proceß neben dem satten vollständigen ' Bericht/lehrt die Praxis, dakum müssen auch unvee« j ' fälschte/ einfältige/satte und wolgegründte Wort ge- > brauchtwerden. , . ^ . Es wird auch em Balsam gemacht / aus dem ! ^ Spießglaß/ zu vielen beschwerlichen Kranckheiren/!' ? gantz nützlich zugebrauchen/aber nicht aus dem rohen ! ^ Lntimomo, sondern aus seinem reZulo, daraus der ? klsrcuriur Lntimomi lebendig kan gemacht werden/ > . dieser Art und Weise nach: i ^ Man nimmt gut Ungerisch Spießglaß/und auch ^ so viel rohen Meinstem/und halb lo viel Salpeter/die- " se Stück zusammen klein gerieben / und in einem ^ Wind-Ofenwol fliesten lasseu/und diesem nach / ause ! > gegossen in ein Gießbuckel/und er kalten lassen ss findet man einenreguium,der wird also zum dritten/ und ' ^ mehrmahlen/ mit Weinstein und Salpeter geläutert ' durch dasFeucr / so wird er schön weißglantzend w'e ^ ein rein abgetriebenes Silber/so sein Fulmen bestand v! den/und sein Bley überwunden hat. . . ^ Dieser wird klein gerieben/und em ^ des Atttrm-nü. ^or Älaß gethan/und darauffgegossen ein Oleum/uoi^s- n.oder geuß darauff den Spirirumvom Terpentin/ welcher am erjien herüber steigt in der lMillsciomund gantz lauter Piwie ein BrunnemWasser/ftellöhm wol verschlossen ins Frauen-Bad/ in subtile Wärme/ sowirdDer8piritu5 oder vaö Wacholder-Oel blut- roth/das geuß ab/und reetificirs mit dem spinm vmi, hat glelche Tugend und Krafft/ welche der öalstsmu« . !>^^ch^mag/wieich denn dessn gedencken Eoe/da ich vom Schwefel auch etwas schreiben werde/öleweii diese auch fastgleiche Bereilschafft ha- Diesen Balsam mit warmen Wein auff drey overvlerTropffengrdraucht/inder Woche nichtmehr denn dreymahl, heile! die Lungensucht / vertreibet das Stichen und den schweren Athem; auch ist er nützlich ru gebrauche»zu der Echwindsuchl./Seitenstechen, und wer miteinem alten dürren langwierigen Husten bchaffket. ^ Es werden auch viclerley Art der Oel aus dem Epießglaß gemacht/ ellistse sürsich oderptt le,und dlm ewigen Zusatz/andere aber und viel Geschlechte mit Zusah/ und haben doch nicht gleiche Wirckung/ sondern einjedesOelhm feine sonderliche Krafft und Tugend/ darnach solches bereitet worden. Und erzehle dir Mv biß Gleichnis'/daß vieler, ley Thiere gefunden werden/ so sich allein In der Erden erhalten/ als da sind viel kriechende Thiers von Mmmenund Schlangen Und andere Art/ der» auch vißweuen neue Geburien sich aus der Fäulung erwei- ien/ welche zuvor niemahls mehr sind erkannt worden, andere aber wohnen itn Wasser/als da sind die Ke- ee schkch, 4or Triumphwagen > Blechte allerley Art und Fische; noch andere schweben und fliegen in der Lufft/ als vielerlei) Gestalt dck Vogel. ^ Etliche speisen sich aus dem Feuer / als der Säe l lamander/und werden noch viel wunderbahre Thier« in den hitzigen Ländern und Inseln gefunden/ welche ' diesen Vvlckern unbekaw / so allein ihr Leben erlän/ gern aus der stetigwährendcn Sonnenhttz/welche/ so bald sie in eine andere Luffc bracht werden/des Todes seyn und sterben - Also auch/da der ^nrimomummit einem wasserigenZusatz bereitet wird/hat er eine andere ArtundCompleM an sich genommen/ zu wircken/ denn die Artseiner Bereitungdurchs Frur allein. Und ob wpl alle seine Bereitung durchs Feuer geschehen muß/ohn welchs Mittel seine Tugend son- ^ sten nicht kan offenbahr werden/ so mercke dost) und , vernimm dieses/daß der Zusatz der Erden gleichfalls eine andere Wirckung zeiget und offenbahrel/ als fon, z sten der Zusah des Wassers mit sich führet/mgleichem z auch / wenn das Spießglaß alleine für sich im Feuer ^ durch die Luffk kan erhaben und ferner bereitet Werder/ j daß ebener «raffe und gestalt eine andere Tugend/ eine , andere Krafst und eine andere Wirckung erfolget/ ^ weder zuvor in seinen andern gedachten prs-parslio- , uibur. » , Das erste oleum ^vtimoüll nun für sich ohn j allen andern Zusatz und Addition sampt dem wahrest l 5ulpkur zu machen/ ist dieser Weg / daß das Ungar/' t sche Spießglaß gantz rohe genommen und klein geriet ^ den wird / thue es in ein gläsern Cucurbit mit einem x flachen Boden/ und geuß darauff den rechten wahrest > Lßig der Philosophen / welcher Eßig mit seinem ^ 5-K- hier lchr ärv /st» dcS mit sere eure son- und alls son- )eM mek Sen/ eine get/ ,iiv' ohn )ret» ^ rrie» aen» irrn aertt hetz AmimHNki' 42; ^alhr grsihärffet worden/ vermach den CucnrbWhr fest und wol/und stell ihn hin in ein Roßmist/ oder in Las Bad unser Liehen Frauen / und laß putrificireu viertzig'Tage / so wird sich das clorpu« entfch icssen/ und wird der Eßig dlutroth werden; denselben Essig gcuß ab/und gcuß andern Effrg darauff/biß sich nichts mehr färben will/ so filtrir den Eßigklar durch ein Filtz oder grob Papier/thue ihn wieder in ein rein Glaß/wie zuvor/und strlls aber hin/ wol zugeschlossen und vermacht/zu putrisieirenviertzig Tage/ wie vorhin/ inS Lälaeum ^Isrise , oder 6mum c^uinum, st) eutsthleust sich das Lorpur von neuen/und wird die Materia iM Glase so schwarh wie Dinten oder Cchusterschwärtzc, wenn du das Zeichen hast/so ist die wahre 8olmio vollendet/ dadurch die Scheidung der Element weiter «folgen kan- . . . , Diese schwache Materia thue m em ander Kol» Hssigklar/und bleibt ein ungestalle Mareria im E?run» dedahmden/ denreibkiein/snssesie rMl nb/ mit rci, nemdistillirten gemeinen Regemvasser; wenn das ge- schehen/so trockne sie gelrnde/chne sie in eine OrculLw- «um, mit einemfehr langen Halse < das Ciin»i2lorj. «inmuß haben drey Absähe oder Bauche/ als wenn drey Kugelauffemander gemacht/ dochmuerschied- lich/ wie die Sublimswrrs mit dem /^luclel zu seyn Pflegen / und zuletzt mit einem lanaenHalß / wie dir Violen seyn) und laß stehen härmn in gelinder War- me zween Monai/ wennduMvor einen L^incum '"ni auffs höchste gebracht/ darauff gegossen hast/ die kinÄuram ^ncimonü mituber/und scheiden sich die 1 Elements von einander / und du wirst deinen-»lembi- > cumsehen/ und dein vorgelegt Glaß mit Verwunde- > rung anschauen/ als wären solche von lauterm durch- ! scheinenden Golde gemacht worden/am Ende werde,; - aberetliche fece5dahinden bleiben/aber doch lehr we-» > nig / und die Goldfarbe verleimt sich in den Gläsern > gäntzlich/ die rothe übergestiegene Materia aber thue l heraus/und geuß sie abermahlig in dasCirculir-Glaß/ i und laß noch zehnTag undNacht für sich allein liehen/ ^ so geschichteine Scheidung durch solche Emulation/ ' denn das oleum /^ntimonii ist schwer worden dm t durch/ und scheidet sich ab von dem 8pirim vini , und ^ fallt zu Grunde/und der Spiricur v-m ist abermahlig l klar worden/wie im Anfang stines Gebrauchs/ und i schwimmet ob demOele empor/welche seltzameSchei- düng nuneinegrosseVerwundemng ist der Natur/ s das Oel scheid demnach ab von dem 8pintu viai,durch z «in SepsracoriumoderScheldeglaß. l Dieses Oel ist demnach einer sonderbaren gross s sen neue zvilst strich noch esar- a ein statte re ist auff rrgr« ;rA- vini hdie mbi- lNde- nch- rden ! Werfern thue llaß/ Yen/ kion/ da« und uny Hei- tur/ nch rossen des Amrm-NÜ. 405 9n ungläubigen Süsse, welcher da nichts zu verglei- rhen ist, ist lieblich zu gebrauchen/und alle Lorrosiv ist Vsn ihm abgeschieden. > ^De^ Menschen Gedancken können nicht gläu- bm noch durch anschliche Vernmfft fassen / was rmglaubltcher Wirckung / mächtiger Krafft und ^ dieses edle Königliche Oe! ist, Ehab tch ihm keinen andern Namen geben tön, neu, denn heisst diesen 8ulsih. Venen; meinen L.asa- vitL , sintemal er viel durch Gottes Gnad und ^/An abgerichtet hat, nechst der Hülffe desAU- «mu-r oenMenschen neuerGedurt und MgertL-cyops, sUNg / reiniget d^s Geblüt / mitderrinüuracorallo. rum vermischt und eingeben/rcmiget auch den Aussatz, und verrtreibt tmgleichen alle Müdigkeit, so durch unrein Geblüt eingewurtzelt wäre/ wehret der Melanco- leyundTraur-gkeitdesHertzens/starcketdieGliedmas- se n und das Hertz, vornemlicl) mit dem der Perlen gebraucht, und macht ein gut Gedächtniß, in der höchsten Ohnmacht ist kein edler Acht erfunden worden, denn mit gleich st schwer des besten Zimmers- Oel vermischt / und auff sechs Tropffen in Mund auff die Zunge genommen, und die ellLmi-des Saffrans in die Naßlocher und auffdie PulßMern gestrichen. ^ iNOtt was soll ich viel sagen/was soll ich viel schreiben/und was soll ich viel gedencken.ich wcrde doch zwar immer Imagination und Einbildung nach sehr wenig Leute und Aertzte finden, so mir hierinnen voll« ständigen Glauben zustellen dieser Reden / so ich in ec; SE- 4->6 Triumph-Wagen Schafften hinterlassen / und'memen Jüngern/Apo/ ! stein und Schülern an statt eines Testaments / zum - besten treuhertzig entdeckt habe. AndrreLeute aber/so -je Wunder-that zuvor erkandvund akbereitdas Vermögen vielfältig in der Warhc il befunden habe »/werden solchS bester in acht nehmen / solchem weitem Glauben MMcllen / und mir noch für solche.Gut- ' that / so'auß GOttes Nachlaß und Schvpffung der < . 'Natur einverleibt und emgegossen worden / ich aber ' solche Krafftund Tugend entvlösset / und als auß ei- ' nem ti-ffen verborgenen Gefängniß herauß gereichet j' und entlediget / zu einer freyen Wtrckung/wenn ich m ! ' dir Gmbe lige mid faule / Konor^ce erweisen / und ! sich mitgrvsserDanckbarkeit erzeigen. ' 1 Die andere Arl und Meise/baS Spießgiaß für sich l ohne Zusatz über den Helm zu treiben / - ist diese: Es i wird ein rsZulm auß dem ^nrimamo gemacht mit i « ^ Weinstein und Sa inner / wie ich dir zuvor allbereit ^ j Berichtgethan/ und solchen Weg vo rgefthrieben ha- z be/derselkewird klein gerieben/ und in ein groß Glast ^ ! gethan / und in ein Mich gelind Feuer m ein Sand« ! i Eavev gesetzt/ so wird sich das Spießgtaß chblimireu- ^ l was sich Lblimirt, dasstreiche alle Tage wiederumb 2 mit einer Feder ab / daß der bublimsc wiederumb zu . Grunde fallen muß/das laß so lange stehen, und wie- ! e derhotdieseArbeitsoofft/bißfichnichtsmehrKibUmi. . r reu will / sondern alles im Grunde unauffgeftiegen ' bletbt/ so hat sich der ^mimorrii sechsten per l« ^ r Diesen reihen Fnee^itst nim herauß / und reib ^ ihn > kpo, zum :r/so 8er« ver- tern )ut- ! der rber zeichet . hm und sich Es mir reit ba- laß nd« > m/ md zu, >ie- - Nl- >e» eit ^ er- ' !ib htt des Antimonn. 407 Ehn kiekn/leg ihn in einen feuchten Keller/ auff einen zaubern gla"«n Stein/und laß ihn darauff liegen / ein Zanh halb ^ayrr letzlich wird sich auch der k^cipir-ie ansahen zu retolviren in einen schönen rothen liguoren,, die torra davon bleibt dahinden ver, a, resolvirrsich aueme ; diesen!i- ^iar durch / und thu ihn in ein Kolben/ ük kin - bm-, davon ab/biß auffdie Dicke/ und ^dek in Keller/ so werden die schönet, Crystallen , pudere ab von der phieZm3,sie sind durch- El! - rother Farbe vermischt/ wenn sie aber WMahl geläutert werden/ so werden sie weiß/und X,v>ivann das.wahre rechte §sl ^nrimonü, wie ich x!^lnehr denn zu einem mahl gemacht habe/ das »rockne/ und nimm drey Theil Venerischen Trippel darunter/und tre-bs mitstarckemFeuer/sogeht erstlich «in weisser Spiricu;. demnach ein rother Geist/ welcher sich aber auch weiß resölvtrt/ diesen spimum r<-Ä,5cik ganh gelinde und subtil in Lslneo licco oder Xl.irit, so hast du ein ander Oel aus dem 8sl ^nrimonü, weiß übergetrieben/ist aber bey weitem nicht würdig eines solchen Lobes/wie das vorige Oel / so aus der rotben Tincturdes Spießt Dieses Oel nenn ich mehr einen 8pimum, denn na<^übeMkrieb^ Form end Art ?'^"Iiebern / so wol auch knallen ftinLob össter erwiesen/hat grosse Beförderung gethan zu der Zerbrechung des Bla- senstelns/fordert den Harn/dienet zum Podagra/ reiniget alle alte rmifreffmde Schäden / so lange Zeit « c 4 ge- 4 «8 Triumph-Wagen gewehret/und ihre Wirckung aus dem i^rre haben äusserlich darauffgestrichen/auch reiniget solcher 8pi- I rituz 8ali5 /^nrimomidasgantze Geblüt / wie das 8sl ^uri thut/ und ob er wol zu mehren Kranckheiten nutz- barlichgespüret worden/ so ist er doch so vollkommen nicht wie das vorige ermeldte rothe vleum des Spieß- glqses/darinnensein Lulpkur jstzum höchsten gcbracht gereiniget und abgesondert/ wie schon erzehltworden/ darum will ich weiter hiervon zu reden stillschweigen und abbrechen. Dieweil ich denn nunmehrvon dem Schwefel und Saltz des Spießglases geredtund geschrieben/ wie sie gemacht müssm werden zu einem Oel und 8p>. riru in der Artzney am höchsten/ mit Nutz zu gebrauchen/ so will ich auch nunmehr weiter schreib en/und ferner einErzehluW machen von demMercurro und seiner Arhney/so darinnen vergraben und verborgen liegt. Zuvor aber hab ich dich gelehrt/ wie du einen Regulumsolstmachen aus demSpießglaß/ desselben Kümgeswirdgenommen acht Theil/ clarificirt und sublimirt Saltz/ sö aus des Menschen Urin gemacht worden ein TlMl/8-1 ausArmenia ein Theil/ und Weinstein,Saltz ein Theil / das mische alles zusammen/ was die Saltze alle sind / geuß einen scharffen Wein-Eßig darauff in einem Glase / verwachs wohl mit demluto derWeißheit/und.digerir die Salia also mitdemEßigeauffemenMonach / in stetiger Wär' me; letzlicd thue solch alles in ein Kylbenglaß / und dü pillir den Eßig ab tn der Aschen/ Daß die Salia twcken dahinden bleiben r wenn dqsgeschehen / so misthe drey TheilterrL.VeneriLNL darunter/ und treibsmitstar- ! ckrm Feuer aus einem Retorten/so wirst du einen des Antimon«. 4->p wunderbaren Sxincum überkommen / denselben Geist Zeußauffven getriebenen kegulüm des Spießglases - und pumfim denselben damit zween« Monat/ lctzlich distillir den Eßig gelinde ab/ und was dahinden bleibt/ da mische viermal so schwer Sraal feilack unter / trelvsmlt aller Gewalt des Zeuels herüber/ durch ei» / so führen die Spiritus b-,!,;, so am letz» ^ / den lvlercurium in Gestalt eines ^d"Ab ^Ntt Über : du soll aber ein groß Glaß voll ^aners vorgeleget haben / so gehen die Geister den tDaitze m das Master / der Xlercurius aber läufft zu» lammen und wird im GrundZ des Glases / zu einem wahren lebendigen blcrcuno. Sihe/alsokan der kunstftchende Jünger / eine« ^lsrcurium (Hurrenrew zu Wege bringen / auß dem ^nrimonio , darnach so viel von laugen Zeiten her/ an viele Oertern der Welt/ gejkrebet haben. Seine Nutzbarkeit nun / und wie dieses O.veck- Über weiter in der Arhney mit Lob kau gebraucht werden / will ich dir auch weiter auffzeichnen / Und mit Schriffren hinterlassen: Nimb imNamen GOttes dieses O.vecksilbers em The'l/trEdurch emLeder/geußdarau^ ten Vitriol^Oels/zum höchsten rectifi cirt / vier Theil / zeuch das Oel davon ab (so bleiben die Geister des Oels bey dem^srcurio,treibsstarck / so wird sich et- was subii miren / denselben Sublimst thue wieder zu der rerra tm Grunde / geuß wieder so schwer neu Oel dar- auff/und lubllm« wie zuvor / das wiederhol zum dritten mahl. Zum vierdten / thue den Sublim«, so auffge- stiegen / wieder zu der rerra, und reibs zusammen/d« cc? wird 4io Triumph,MaALk wird so schön und rein seyn / wie ein Spiegel oder §ry, stall / und thu es in ein Orculstonum , geuß aber so viel Vitriol -Oel darauff/ und dreymahl so viel Lpiri. rum vini, circulirs biß ein Scheidung gefchicht / so wird stch der Nörcuriur mit der Zeit in ein oleum ro- sol viren/und oben aufflögen wie ein Baum,Oel/wenn das geschehen / se i^psru dasselbe oleum darvon/und thu es in ein ander Cirrulir,GIaß/ geuß einen scharffen distiU'trterr Essig d arauff/ und laß stehen zwanhig Tage ungefehr / so überkömpt das Oel seine Schwere wie, der/ und fäStzu Boden / uNd was giffrig ist/bleibt im Eßig/ welcher ganh dunckel und trübe wird. Das ist nun eine grosse Heimlichkeit/ so fast dee Natur gantz und gar zu entgegen ist/ daß diesesOei.' erstlich empor schwimmet / und darnach wiederumb ! schwer zu Grunde gehet. Merck aber / daß das oleum Vitriol, auch schwer l ist / und weil der l^ereuriu; in seiner Scheidung noch k nichtgänhlich rein./ so trägtes ihn empor/ wenn aber > die leichte Unreinigkeit ihmdurch die Essig benommen ' wird/sosolche in sich nimbt / sobekömptdasOetsem : rechtponäurwiedemmb/wird«owpsS, und fällt zp z Grande. ! Das ist nundas Oel/ gemachk auß demO.veck/ > filber des Spießglasts / welchs die vierdte Säule ist i aüer Arheneyen. ! Moblstduntzndu Aussätziger/ ick witdirMit-» tek schaffen zudeinerGesundheitrdiesesOeldienetw^ der den Schlag/ starckt das Hirn / macht Sinnreich/ und erwecket die lebendige Geister des Gehirns; wer dieses -Oel eine Zeitlang täglich braucht / welcher Mensch mitGebresten behafstet ifl/dem fallen auß und akHaar Cry, »er so /'s» mrc- venn >/unV rffen "age wie, leibt der Oel. umb Kweo noch aber men lseitt lltzp »eck- leist wi> ich/ wer cher und »aar oes^ntmwttü. 8>? ab Haar undNägel / und macht ihn jung geschaffen; das gantze Cieblut des menschlichen Leibes wird da, durch gereimget unddurä)gangen/daß alles böses von ihm außgefegel und außgetrieben wird/ die KranMeit der Gallier neulich auff uns aeerbet / ist ein Kinder- Spiel/damit solche durch dieses Mittel und durch die, sr Arhney m Grunde kan außgetrieben werden, Und w.^anter zu reden/sosag ich also / daßdiestArtzney Vieles 4)els mehr Lob hat / denn solches mit Preiß der Zungen erzchlt / noch mit der Feder seines Lobes knn be^chkit!>ön werden. ^ .Ach dummer stinckenderMadensnckund Er, denkloß/ wo Kleist du doch so weit zurück mit demem Danck,Opffer gegen deinem Schöpßer und, Aner Arhney/ dir vergönnet durch seine gnädige Zulassung/ lhr hochtrabende Meister bey der Artzney/ kommt doch her zu mir / als einem geistlichen Clostermann und Diener Gottes/ich will euch offenbahr machen / was eure Augen zuvor nicht erkam/und will euch den Weg des Heyls zeigen / welchen ihr zuvor und für diesem nicht in acht genommen habt: ist aber jemand unter euch/welcher alle diese Rede und meine Art der Bereitung besser verstehet/der ftbweig bey Leibe Mt/und lege kein Schloß für seinen Mund/denn ich lernens halber auch bier bin/und scbäme mich nicht / etwas wel- ters zu erforschen / und das Liecht förder zu begehren, das ich zuvor noch nicht möchte erkandt haben/weil ich viel und offtermals erwehnet habe/ daß einem Menschen unmugltch ist / alles außzugründen / was die Natur heimlich verborgen bey sich trägt / wegen Kär- tze seines Lebens- Welcher Meister aber weniger denn ich erW- !- !?!>>! 4-r, Trmnzph-Ul)agm ren / und kein vollständiges Verständniß meiner Schrifften hat / der schweige/ wie ich ihm rathen will/ stille / und unterfange sich keiner Besserung meiner Schriften/ undtadele dasjenigenichtmit einem ungereimten Geschwätz und vergeblichen vielfältigen Worten / darzu er noch niemals in die Schule gcfüh- ret/noch der Rechtsgelehrken ihres Processes unterrichtet worden; denn meine Termini sind viel einer andern Art / als derer d-e gegen mir jm Streit sich erweisen/ und sich darzu der Arbeit schämen / Bäume zu pflan- ßen/und mit gute* Frucht zu impffen/damit sie auff den dürren wilden Bäumen sitzen bleiben/und auff kernen grünen wolschmeckenden und gesunden Zweig ver zahn men Garten,Früchte kommen mögen. Ach du Mensch mmfahrner Künste / urtheile doch nicht für der Hand /und verdamme doch dasjenige nickt/ welches deinen Gedancken unbekandt/ und in deiner Lernung noch niemals ergriffen worden. Es spricht zwar mancher unbesonnener Mensch / die Fisch im Wasser erfrieren: derselbe redet nur bloß auß Unverstand und Narrheit / sintemahl solchs nicht kan beweißlichMi Tage,Lischt in Warheit erwiesen werden/ denn kein Fisch im Wasser kan erfrieren/ sondern wenn ja die grosse Winter-Kälte regieret/und die Wasser mit täglichen Auffhauen des Eises / fleißig verwartet werden/ so wird kein Fisch abständig wegen der Kälte; daß aber.die Fische strrben/wenn solche Er- dffnung derTeiche und andererWasser nicht geschicht- j ist allein dieses die Ursach / daß ihnen durch die Nickt- > Eröffnung des Eises / die Lufft entzogen und abgestrt- j tket wird / daß sie ersticken müssen wegen MangelunA dekLufft '. denn sa beweißlich kan dargethan werden- >einee »will/ leinev unge- ltigen jkfÜhi rrich- ndern eisen/ )flan- lffven :emen rzah^ ctheile isjeni- lind ist: msch/ rbloß l nicht vieftst i,sow nd dit fleißiS vegest heE^ chicht/ »ick^ gestrp zelunS irdest/ daß des Antrmsm'i. 41; daßkeinetn Thier ohne einige Lufft das Lehen kanver- k-altetwerden/weimihm solche benommen wird Darum die F,sthe, ^ dem Eise und unter dem Eise gefunden werden-in der sehr scharffen und grimmigen Wmters«Kälte allein erjlickt, und nicht brost oder Ursach der Kälte erftoren- wle dle Unwitz,gen vermeinen. , und gleicher Massen/ wie dieses Exempel v gezogen worden/sag ich auch/zu dem Ende muß dem L-n rn weitergrossen unübershwenglichenNu- gebühren, aus den Bergen heraus zu reichen, auch huffllocher durch Arbeit des Bergmans anfängt uch gemacht/und denn weiter durch Wassr,Lufft und S.euer/als Mittel der Hülffe/bereitet werden/ damit stlne Fruchtbarkeit im E rdreich nicht ersticke/ sondern vurch vielfältige fleissrge Bereitung des Achtes offen, oargeinüchlwerde, zu seiner verkostenden Verbesserung der Kranckheit/darzu er die Suchung vornehmlich für sich genommen- . O du elender Mensch/ der du den Hrikimomuki, vernichtest/und ihn für blosses Gisst ausrnffest bey ie- dermänniglich, wobleidtgiun deine Kkerorica oder Rede-Kunst/damitdu dich verantworten töntest'aber wellduwederweisi noch schwach, weder grün,'roth noch gelbe verlrehi ft /wie der Handel uüd die Sache anzugmffen/das E pießglaß zu rechtfertigen,viel weniger seinen hohen Nutz, Tugend und Gebrauch zuvor m gmngstmnkEHO, sofchMigest dlldilligM und last diese und Schretb«»/wegen deiner lln« erfahrenheit/uber dlch Hinrauschen/ wie einen starcken Ä>asserstrom, so von dem Winde mit Wellen auffge- nteden wlrd/denn du mochtest dich sonsten befürchten, wenn H14 Triumph-Wagen wenn solche Wind-und Wafferwellen überhand neh/ men würden / dckß dein baufälliges bodenloses -Schiff end lich gantz und gär vcrsincken und zu Grunde gehen möchte. Solcher Gefahr lnZeiten nun vorzukommen/so ruff deinen schlaffenden Meister um Rettung und HülffbeyZeiten an/wie die Jünger ^ unsers Erlösers und Heylandes JEsu Christi thaten / da sie ihr Wer- derben befürchten/ aber nicht aus einem Wissenden/ sondern aus einem reinen wahren Herhen/ ohne Heu- cheley/ so wird dir die Erlösung und Errettung auch unzweifflich hernach folgen/ auffdaß du scheu / spüren und vernehmen wirst in aller Warheit/daß dir Wind und Meer gehorsam seyn, und alles zu einem guten und gewünschten Ende bringen muß. O GOtt/wenn doch der Mensch also gesinnek wäre/etwas durch Fleiß undMühe zu erjagen/so würden ihm ohneZweiffel die Götter des Glücks/ und d e Götter der Künste/ Wvlfarth verleihen/ mittheilen und verstatten/damit solcher Jünger und Nachfolger der Künste gewißlich zu befinden habe/daß ihm in sei- nem'gewünschten Kunst,Hause und embsiger begehrter Wohnung der Gnaden/ Glück/ Heil widerfahren wird/auffdaßer selbsten empfindlich vernehmen / befinden und zu spüren haben kan eines gewissen Grundes und eines satten/unbefieckten und beständigen Ecksteins / darauffdie rechten Lager ihren gewissen Sitz haben könnem und würde viel unnützes Geschwatz/so durch böse Rede und Workgezänck vielfältig bey den Krancken/und in den Schulen getrieben wird / ohne Grund wol dahinden bieiden/und der Stillschweigende mit dem offenen Munde eine Abwechselung halten/ hffent- r 7 i L r r -es Äntr'nrSttw ziz ^stentM durch eme gewisse Erfahrung zu bestätigen/ daß ein steinernes Schloß und Pallast nichts) bald durchs Feuer kan angezündet und verbrennet werden/ als ein TaubemHguß von Stroh gemacht/ oder ein altes höltzernes Storchnest/so von Jahren zu Jahren/ Don der Sonnen,Hitze ausgetrocknet worden. -L> ihr Jünger und Apostel meiner Pre digten/ nehmet meinen einfältigen Bericht ja recht in acht/ Wit scharssem Verstände / und traget Verlangen nach dem mnern Suchen des Mittel,Puncts/ welcher im auffern Ansehen nicht recht kan erkannt werden / stellet seiner fugend undKrafftnach/mitfleißiger Auffwars tung/wie ein Weidmann nach dem Wilde/nchMet die -rechte Spur des Schnees macht/ damit ihrsolche um terscheiden kdnnrt/und von euch kein Hirsch für ein Rede gefangen/noch ein Hase für einen Fuchs/ in feinen Fußstapffev aus Mißverstand imurthetien. möge er< funden mid erkannt werden / werffet/uer Netz recht aus / so werdet ihr gesunde Fisch-Zuge vollbringen nach Wunsch euers Begehrens: stellet euer Wendr und Garne wie sichs gebühret/ und bindet recht auff eure Lockvbge>/so wird der Vogelsteller seine Lust mit Nutzbarkeit vollbringen. . Und in Summa/ hiermit eine endliche Erinne, rung und Vermahnung einem jeden Sricheuden vor- Wellen,sosag ich also: Zeuch meinlieber Weidmann deine Garne und Federlappen rechtnach demWinde/ wie sichs gebuhret/und duSchiffmann/ nimm recht in acht deinen CompaH, der du zu Tag und Nacht auff dem weiten Meer fahrest/und Wer und vielfältig von den ungestümen Winden hin und her geschlagen und getrieben wirst/jhwird dirs nimmer fehlen/ daß du end- 4'6 Trkumph,1lVaFM endlich etwas fangen/noch deinS6)iffmit hohemNtch deinerWahren aus weiten Landen vergeblich an den Pott ausführen sollest. Nun wassoll ich viel sagen/ und was soll ich viel Zeit ««nützlich vexspilden und hinbringen / ein leeres Stroh mit unnützem Geschwätz zu dreschen / wie soin stev der gemeine Brauch bey den sophistischen Schwätzer in sich hält/wiewol doch meineWort jedei- zeit also von mir durch meine Schafften angeordnet worden/daßwenig Buchstaben beyseit leer abfallen/ und gantzlich verlejchen/daßsie nicht einFüncklem des Nutzens bloß und leer von sich lassen sollen/ und eint gewisse Lehre und Unterricht in sich halten und mit sich führen/daß die Zeit meines Schreibens/ zum Theil ei/ nerSrgetzung angewendet worden- Darum so will ich wiederum einen Schritt zurücke thun/und nach Art der Freyfechter/ eine neue Schule in das l.3borarorium bringen/ nemlich/ voll., äussern Sachen/zu verstehen in einer solchen Mei^ nung/ünd von einer solchen Bereitung/wie das Spiß/' glaß im Zurichten auch beweißlich kan vorgestellet werden/einem gründlichen mächtigen Beystand aus/ fuhrijch zu beweisen und'darzustellen in der Ärtzney/ von offenen auswendigen Schaden und Gebrechen/ welche Schäden sich vielfältig und unterschiedlich er/ wiest»/auch die Arhney unterschiedlich kan darge/: than und erwiesen werden; darum so will ich einen! Slnfang machen/und meine Proceß-Rede kürhlich mit ^ Worten entdecken / wie die Arhney zu gebrauchen/ und auch mit heilsamer vortrefflicher Nutzbarkeit;N I bereiten sey. l Mein Jünger und lehrender Schüler der Kunst/ deist emNnö Hände» l ich viel nleetts wiestll» lstischeri rt'jedek» eordnet bfallen/ lern des nd eine mit sich Heiles Schritt e neue >, Volt,, Mei- Spiß» estelict d aus- chnep, echen/ ich er- -arge» ^ eine» chmit rchen/ i ^eirzit i ! wirst/ des Atttimonrü 4l7 der -»einen Lüsten trägst/die heimliche Ausforschung der Natur zu ergründen-unv dir liess verborgene Ge- HcUens und des Unsterns so sag ich dir al,v: , Nimm des besten Ungarischen Spießglases em Theil, Speise,Saltz, öder dessen aus dem Berge ges -iegen/ausgrgraben/den haidenTheilchu uncebrand- reu Tvpffex«Thyn darunter gerieben sechs Theil/und viftiUirs gar starckvhnAuMren / mit langwierigem Feuer, st wich endlich ein Oel herüber steigen, dem zeuch ab seine M-ema Lurch dre viM^nondaßein ttvrken roch Pulver daraus wird, im Grunde des Cu- rurbics/daMe Pnwer klein gerieben, emm Marmor resolvirr,so harman einen rechtenM-vurch» MigenWund.Balsaw/wrlcherv^ und Wund,Artzney wett ubermfst . sonderlich gebraucht in langen ossenen Kranckheiten, daran dir ge- Nreinen Aerhre mit ihren Pflastern, Salben, .Orlea und Banden, in grosser Erfahr und Zweiffe! gestan- drn/auch mttSpvttuudSchtMPff, dem Roß den Zaum wiederum annehmen, den Sattel entblößen, und in den vorigen Stall, daraus solches ausgerüstet/ einziehen müssen. Meine Art zu reden hält ichs nichts anders, denn «in geistlicher- Clvster»Bruder kan nicht alles so Heu entdecken und beschreiben,wie es wol seyn solre, M dir Nothdurffk inglrichem erstdem wvite/wetl ihm solche Umstände der WelbHändrl Liest verborgen, Wäs cher terminm anbelanget, -aß dieselbe durch ihn nich» können Kmnsiitsk) der Gebühr nach, zu Ee dm- srchanweidWMwüö m solchem versäumet, vm» 48 Triumphwagen er/ daß solchs ihme zu gute gehalten/auch zum beste» vcrmerckt/und darenrgegen sein geistl. Stand / darin, neu ereinemjeden Christen zu Tag und Nacht wüster, tig zu dienen/sein anerbotene Dienst fteywillig / als zu jederzeit hiermit will dargestellet haben/ dasselbe in an, Der Wege durch sein innigliches Gebet zu vergelten. Dieses Oel ist zwar und vomemltch in vielen wichtigen Sachen gantz heilsam/ und im Grunde der alten langwierigen Schäden also erfunden worden/. Daßihm dißfalls fast nicht viel Stücke Vorgängen/so für ihm den Prciß uud rechten Ruhm erstritten/allein das Oel/so da mit dem gemeinen Apochecker-Lublimze in seine Bereitschafft bracht wird/ ist ebener müssen und noch fast in einer hohem und mrhrern Wircknng erfunden worden/sonderlich und zu wehren den Molffund Krebs/samt dem Schaden/^toü ms c 2 »- 8«,-» genannt/betreffende/ in gemeinen Fisteln und reitenden Wurmlöchern aber/hat das vorige Oel grosse Verwunderung und Erweisung mit emer solchen viel/ faltigen Erfahrung/ die da gar unglaublich erachtet! waren/gethan/ und nicht alle von mir ietzo angedeutet werden in diesem meinem Schreiben / daß mancher ^ mir eine sonderbare Ehrgeihigkeit/ und einen sonder/ baren suchenden Ruhm dadurch zu urtheilen möchte/ Den ich zuvor niemahls bey Leb,Zeit meines Fleisses gesucht/noch vtelwen'ger im geringsten begehret habe/ und auch noch biß auffdiese Stünde begehre/ alsdenn mir helffe GOtt und feine werthe Mutter- j , Berichtedarauffalso: Nimm geködtes O.vcck/ silber/ so in der Apotheckenzuverkauffen/ und schön > gläntzend und rein sublimirt worden/und guttsSpieß/! glaß auch soviel/ die reib unter einander?und distilstr PS st! 'tM M'iN- !üftr> üszu a alleren, ielerr ! der :den/ i./so ckein imae UM ck'.'g dcN k2U- ) re:> cosse siel-' Hirt utet cher der, hre/ OS rbe/ eM! eck, M ieß, l illie' sie des AmrmHttü'. ' ' sre durch eine Netorten/welcher die Geister hält / zrim dritten mal/Wd recnsicirsolchOel mitdem Geiste des Weins/so ist es sertig/und wird biutroth, erstlich aber ijt es wttße und gesteht wie Eiß odergeronnene Butter. Dieses rothe O-l also zugerichtct/hak Wundes getrleven und ausgegossen in vielen Dingen/darzu die YMM svnsten kein gewiß und fest vertraute Zulassung vergönnet einiges Glaubens/zu der verhoffcen Besse- ^?6ckber doch so Hut Wirckrmg/ Tugend und Krafft/ " , endem Vermögen dasjenige jederzeit erwiesen in Mistandlger Verbesserung des argen zum guten. Mit Zusatz wird auch noch ein ander Ocl bcrei, tetzudenausserlichen Wund,Schäden / gieichfalls vrelsaltig nm Nutzen befunden: daß genommen wird Dpleßglaß ein Theil/Schweftl einTheil/Armenisch- Saltz/odergargeläutertUrln-Saltz ein halb Theil/ . und lebendiger Kalck zwey Theil/treib.dasvlcum starck/ was sich sublimm/ reib umerdas cI^ucmor- wum, geuß das Oel wieder darauff/ und treibs zum dritten mal herüber/ so ist das Oel ftrlig. Wem alte Schaden gnntz und.gar keinenGmnd der Heilung annehmen wollrn/der brattche dieses Oel/ denn es rst sehr starck/klästtig und durchdringend/ und setzet einen gewissen Grund/ wie das oicum Vimoli ssnsten auch thut / damit eine gewisse Heilung herna, cher folgen kan. Ein wuiiderbarlicher Balsam zu alten Schaden hochnutzllch zugebrauchen/ wird von etlichen zusammen gesetzten Stucken bereitet/ darzu dasSpießglaß auch gebraucht wird. Nimm Schwefel für'Untzcn/ das laß zergehen MffememZrllndmKdMeucr/thue darein ein kalb hh r . MrO 4!S Triumph-Wagm Pfund Qvecksilber/ rührs um/ und so lange mit einem Holtze stetig untereinander/biß es zu einerMassawor,! den/dieselbe Masia reib klein/ denn steift zugerichtet ^ worden auffArt uud Weift/wie man denZinnober zu ' machen pfleget: reib darunter vier Untz Spießglaß/ vier Untz rothen Lrl'emcu:n,(Hrocum stattn zwey Untz/ und Ziegelmehl acht Untzt/ diese Stück thue also zu, stimmen in einen gläsernen Kolben / und lubl-'m-r sie/ wie man mit solchen Sachen der Handgriff pfleget urnbz.ugehen/ so wirst du Rubinen bekommen in sol, cher Sublimation/die denen ausOrienl nichts zuvor geben/ allein wasanbelanget bloß ihre Farbe/ denn sie haben keine Fixigkeit/ sondern sind gantz flüchtig/ und fliegen im Feuer schnell darvon. I Diese Rubinen nun werden abgescheiden von s dem Zinnober/so im sublimiren mit auffgestiegen/al, i lein/die reibe der Künstler klein/ und excrskir siemit, einem ftharffen distillitten Wein-Eßig: wenn solche' Arbeit geschehen/ so zeuch den Essig ab in kaineo^ r«e, gantz gelinde/so bleibt ein Pulver dahmden^ das/ z selbe Pulver abermahl klein gerieben/wie zuvor in ein anderGlaßgethan/uud zum andernmahl extrahirc mit einem Wetn^Geiste oder 8plritu viai, so bleiben kece, dahinden/ die werden davon abgescheiden / diese extwÄio also mit dem Spirimvini meinem Glase wohl vermacht/ digerire gar gelinde im Frauen-Bad auffeinen Monat / letzlich denspirlmm desWetn^ , auch wiederum davon abgezogen / wiemitdemEßig zuvor geschehen/ das hinterstellige Pulver thu in einen runden Boden oder Schalen/so von einem Glaßkost ben abgeschnitten worden/stells im Keller in ein Ge, faß/so zuvor mit Wasser angefüllet worden/daß das ! Glaß des AtttimHttü. 4" Glaß darauff schwimmen kan / wie ein Schifflein/st> wird sich das Pulver im Glase in kurtzen Tagen / und ln weniger Zelt resolvtren / und «in schöner klarer durchscheinender li^vordaraus werden / welcher li- ^vor abermchlich nützlich und heilsam zu gebrauchen ist'«^Euenundalten Gebrechen / und ist ingleichem Wund - Balsam in solchen Gebresten zu Ä?!AE.^iIejne bloß darin angestrichen/und ein ge- ^'^.ilchpflaster übergeschlagen / es wird keinen ^mmojj iassen/aljein in gemeinen offenen S6)äden/ w ^Awtriggewesen/ und sönsten keine Heilung durch anoereMlrel mitnichten an sich nehmen wollen. - Die Leib«Schaden aber/ so von innen ihren Ursprung haben/ sind an diesem Ort nicht mit begriffen iwch gemeiner/ sondern da gehöret ein mehrerS zu/sol- Me in Heilung zu wiederbringen / und in ihren vorigen Stand zu sehen / welches mit gutem Bestand/ohn inwendige Mittel der Artzney / nicht geschehen kan / dadurch die Zugänge außgetrocknet / und das Lemrurn des Schadens / in der rechten sitzenden Wurhel vertrieben wn-v, da denn in dieser Wett zu unsern Zeiten sehr wemg Meister erfunden werden / so dieses m acht rM^nVsthwibe ^^^^rncken/davon ich jehs Wenn der Mensch betrachtete den elenden jäm- merltchen Zustand unsers Lebens / dadurch wir durch den Fall ""lerer ersten Eltern kommen/ und wegen der Erhmnde/so durch solchen Fall auff uns crerbet/so vie- lemCreutz / Trübsal / Angst undNohtunterworffen sind / ja mu Krankheiten und vielfältigen Gebrechen offtmals beladen werden/so würde er mehren Fleiß anwenden / und seiner Zeit gebrauchen/ zu suchen seines ^ .dd; Nech- 4rL Triumph,Mägen Neusten Heyl und Wolfart durch die Christliche Liebe/die ihm von dem hohen Himmels, Dürsten auß schuldiger Pflicht besohlen und ausserlegt ist/weii aber der grölte und meiste Hausse ihre Zeit mit andern unnütze» Sachen verspielen und hinbringen/und die.Ar, beit ihnen zu säur und schwer eingehen will / bleiben sie bey ihren alten Schein / und lassen das Fleisch dagegen fahren / damit sie ihre Finger nicht beschmieren/ noch chre Hände besudeln dursten : damit kein Theu, rimgimLande entstehe / wegen derSeiffenbey den , Krämern und Kausslemen / damit sie sich wiederumb ! reinigen und abwasihen möchten. Wir arme Menschen haben doch nichts eigenes j auffdieser Welt / dessen wir uns berühmen und mit- ! nebwen tönten/sondern sind nur arme Pilgram / und ! unsers HErrn Gottes Lehn, Leuie, / welcher uns alle > Gütermno was wir haben / nur zeitlich biß zu unser« ! Absterben aus Gnaden geliehen lM/darumb möchten wir uns also verhalten/beyde geistlich und leiblich/wie. das getreuen Lehn-Leuten gegen ihrem Herrn / mit > Danckb arkm eignet und gebühret/und mit gutem Ge, wissen an jenem Tage/wenn ih.n alle solche, Lehn,Güter wiederum zurück anheim fallen / und Er der himii- sehe Haas;»Vater die Haußrechnung von uns abfordern wird/ bestehen mögen / und wir nicht durch unsere Sünde und Undanckbarkeit in dem finstern Kerckee der Trübsal und O.vaa!, da nichts denn Zähnklap- peru seyn wird / mögen gemorsten werden. Wenn solchs ein jeder Mensch also betrachtete/ fo wäre nicht Wunder / daß sein Hertz nimmer an Sündezuwircken gsdenchen möchte / und seinem Be- ruffoblieKtte/damit er srinerg Neben - Christen damit ! dir/ v liehe auß rbee un- Ar, li sie rge. :en/ )eu, Seil > iinb! nes nit- und alle !r« ten vie. init 9 e- )Ü« ili- or- erö ker >p- e/ an >e- n't ^e- dcsAntmr-ttu. 4^z dienen könte/aber da dencket die Welt jeho wenig/oder lvolgar nicht an / sondern trachtet nur nach Geld und Gut/es geschehe oder gehe auch mit Recht / Unrecht oder Gewalt / da fragt der Gewaltige nicht nach / und der Gemigehilffk auch darzu/und billigt das Unrecht/ damit er des grossen übelaewonnen Guts auchgenicft jen moge / und als ein Knecht seinem Herrn treulich <»-!->«» helffm. , ^cheizu/sag ich,daß euch nicht chimahl dir Kno» Halse stecken bleiben/und die Fischgräten das ^.rtzabirechen mögen. ' . Es HM aber kein Vermahnen / und die Welt «ck tet alle solche Verwöhnung für eile!/ und treibt nur oamlt jhron Sport ; denn da ich einsmahls meine »chivere Reift nach S>Jacob vollnbrachre/ welchen hiiligenOrtzu besuchen/ ich als ein Pilgram dem lieben GOkt ein sonderlichs Gelübte gethan hatte / und vmncinenswar / wie mirGOttwiederumb in mein Kloster balff/ dafür ich ihm denn noch dancke biß auft Segenwarcige Stunde ; Es selten sich viel Leute mir Unr dieZeir gefreukt / rindGOttgedanckthaben/we- Sen des Heiligthums/ so ich damahls mit mir brachte / A'-d unserm Kloster / den Armen und manchglich zu ^'-ost und Hülff/einen ewigen Namen ausdieftm zeit- "chsu Jammerthalgemacht aber es funden sich we- ^lZ/so. sich j„ ihrem Leben befterten/md mit Dancksa- Lunggrasn den lieben GOtt/solcher Gutthat halben/ . ^mercken liessen / sondemdie Menschen nahmen im- Spoit / Schand und Laster / wrlchs der fircFen End-Urtheil alles finden wird zu Nun hievon genug vor dißmchl/ und lehre hier- Sd 4 von i 4-4 Triumph-Wagen vönab/und wit nun weiterreden / und ferner Bericht , vomSpießglaß thun. Es wird auß demSpießglaß noch eineArhney bmitet/darauß ich gefunden / daß sie in entstandenen , Fiebern/wrs Art Auch solche seyn , ein reifliches und ^ hohes außgericht hak / so wol auch in Zeit der Pesti- l lentz / nrmiich daß der ^nrimooium gantz klein zmie- ' ben wird/darnach in ein Glaß gethan / und also in eie nem Retorten starck mit den» Feuer übergetrieben / ohn allen AusahMy. dritten oder vierdtenmahl / in ein groß vWelegtes Glaß/ so wird am letzten darauß ein rolstes Pulver/dasselbemitememscrm eptrahirt/dieselbe extrqcimeircuiirmit gelinden Feuer/ aufzehrn Tage lang /alsdann M>ttir den Essig davon/und was zurückbleibt/ muß mit einem sonderlichen Handgriff vollend herüber getrieben werden in ein oleum, dasselbe Oet wird weiter circulirt und pellicanirt / biß die Feuchtigkeit davon abgangen/und wiederum zu einem Pulver worden/ wenn anfänglich der Wg davon ge- fcheiden worden durch die vMtllsrioa , und das letzte Oleum in einer neuen Vorlage gefangen worden. Dieses Ocls auffvier Gran eingcnommmen mit einem g,am,rten Wasser von Cardobenedicten / und darauffwarm zugedeckt / und wol darauffgcschwitzet / kurirkdasander/dkitte und viertägige Fieber/ in gleichem Gewicht gebraucht mit einem 8pi»m vini, oder einen WWrtmWeM'Essg / nachdemdiePestilentz muFroit oder Hitz anfänglich sich erzeigt hat / ist in ^ mercklicher^vgend erfunden worden / zuVertrei- s bung derselben / Wie denn in unserm Kloster meiner ^ Mitbrüdrrdrey / so auf gleiche Zestan socher Seuche ^ sich fast dem Ts2e ergeben / undgantzlichihrTesta- ' n ri ih zr re tr> ei vi ih ei, he he kei W Le eir ich de rre sa> de ch, re, mi hei de» vi« pei desAtttt'm-ttü. 4» 5 inent beschlossen/glücklich durch solch srcanum sind cu- riret und erlöset worden/darüber sie bewogen / daß sie ihr Vornehmen auch mehr zu meiner Arhney / weder zuvor mercklich gestärckt haben, darneben mir mit ih rem Gebet und täglicher Hand« Arbeit, nach Verricht tung uk>!ers Gotkesdiensts / fleißig beygesprungen, und eine solche Hulfferwiesen / baß sie letzlich neben mir vielfältig Erfahrung erlangt / und diesem nach, durch ihren und meiner Mit-Brüder angewandten Fleiß in einem Jahr mehr erfahren worden in der Natur und Heimlichkeit, weder zuvor in langer Zeit nicht geschehen können , dafür ich ihn auch gedancket biß in mein höchstes Alter, und wolle ihnen auch solche Dauckbar, keit vollend erweisen auß Grund meines Herhens, die - weil sie folchs wol «mb mich und andere viel Christen, Leute mit grossen Treuen verdienet haben. Weil aber ihr Leben für mir sich geendet , und ein Abwechslung mit dem Tode gehalten hat,so befehl ich ihre Wiedergeüung dem höchsten Ueäico und dem Acht,so im Himmel seinen Sih yat,der wird mei, neu Mit, Brüdern im Himmel unzweiflich ein gnug, satne Erstattung thun, damit sie sich zu erfreuen haben des ewigen Himmel-Lohns / so ihnen in diesem zeitli, chen Leben abgeschnitten, und von unverständigen Leuten nicht wiederfahren können. Noch ein Wund- Oel wird aus dem Spießglaß, mit einer Vermischung bereitet, also/und wie ich dich hernacher lehre und vorschreibe: Es wird genommen ämimomum, Schwefel, Salpeter, gleich viel nach dem Gewichte/verpuffs unter einer Glocken, wie das oleum sulsskwrk» oder das Schwefel,Oel, wie solchs per campsaam gemacht wird; welcher Brauch dem dd; .. bey 4-6 Trmmph-wÄActt bey den Alten vor langer Zeit hero bekandtgewesen; Loch mcrck/Laßes am besten ist/ unL der rechte Weg / daß du an statt der Glocken ein Helm brauchest über Mengen/ daramem Vorlage gelegt/ lo bckömpt man mehr Oel denn sonsten/ ist an der Farbe wie ein ander gend/seine Kräfftr weiter außzustrccken / als das ge, . meine Wund/Oe! aus dem Schwefel thut/ inwendig wirds gebraucht den Lungensüchtigen / aussen aber wehrets allen faulen Schäden und stinckendcn Löchern/so in die?um'k3 zy dem Krebs / welcher meiststhciis im Angesicht des, n r> fi fi a d ft n s< ei vi F E de S? L'o wi tio süj lin an! kar Zei sei. ver hep :sen; Seg/ über man nder ;ge, ndig aber Lö- idig opf- rne- )en/ >lln- hä- )irS >der ein inff am cie- >la- ken auf aß/ ck. an nd cht desAtttinu-ttü. 4^7 des edlesten Geschöpffs Gottes sich erweiset , oder in . der, Brüsten der Frauen zu Tage außbricht. Es were von diesem Balsam auch noch wol mehr zu reden und weitläufftiger zu schreiben / aber ich trage Bedrucken darinn/damit der ungekhrte Mann, so nichts hiervon weiß/nicht sagen / noch der sophistische Schwätzer rühmen möchte/ und etwas über mich außgstssen / Laß ich des Schreibens/ ihrem Unverstände nach/zu viel wachen / und weitem Bericht auf dieses Pergament verzeichnen möchte/ weder ich sechsten nichtfunden/ und nur durch blosse Gedancken mir eingebildet. Weiter wird ein Oel gemacht/diestr gestalt/.daß. ein Theil des Spießglases subümrrt wird mit dem vierdten Theil des armenischen Saltzes/mit gelindem Feuer / führt das Sältz den Schwefel auß dem EpH ßgtaß mlt aussän dieHöhe bluwoth/denn rech LenSubllUnt klemv.ist des Spicßglases ein Pfund geno mmen worde n in der Arbeit/ so reib darMterzelsN Lch'hs^linmoniummnösublimir ihn noch einmahl nutz WczMrgesMm. Dieser Sublimat gibt sich in ein schöne Solu- tion an ftuä)ten Oertern / sonsten aber nim ihn / und süss das Saltz wiederumb davon / und trockne ihn ge- Unde/ss hast du einen Schwefel / so da brennt wie ein ander Schwefel / der da gemein in den Apvthecken ge- knufft wird / denselben Schwefel cxtrahir durch die Zeit mit einem distillirten Wein,Eßig/ und zeuch ihm sein Tinctur auß / den Eßig in dem Bad der heiligen Jungfrauen zuvorgelinde abgezogen / und das Pulver/ so dahmden bleibt/ mit einem subtilen Handgriff herüber gezogen ; Trifft der suchende Künstler dieM §eg 428 Triumph-Wagen Weg recht / so hat er aber ein vortreffliches süsses Oel lieblich und ganh gelinde zu gebrauchen / ohn einige korrosiv und Gefahr: heilet dieLungensucht/ verlrei, bet das Seiten,stechen/und wer einen schweren Athem hat / der nimt es ein des Morgens auffzwey Gran in einem Llixir -oder 8ssirjcu vilii, so wol auch des Abends/wenn man wil schlaffen gehen/es vertreibt die Engbrüstigkeit und gibtBeförderung/ daß alle Unrei, nigkeit und Schleim von der Brust weg und außge, trieben wird / und hat mir sanften auch vielfältig bey- gesprungen/daß ich wol nicht gemeynet hätte. Weil ich aber in den andern Bereitungen des Spießglases solche Tugenden / darinnen sich dasselbe ebener Massen erwiesen und erzeigt/beschrieben/hab ich für nnnvthig erachtet / solchs alles zu repenren / und zum ostern zu wiederholen/ indem ich merckliche Für cht getragen / es mochte solchs dem Nachsuchenden ein Verdrieß bringen / und ihm durch eitel einerley Vor, bringens/seltzame Nachgedanckm erwecken. Der l-igvor aber auß diesem Schwefel des Spießglases/wie ich zuvor gedacht / dienet zu der äusseren Arhney/ und hat auch öffter viel guts geschafft / er benimmt alle Uneinigkeit derHaut / und wenn ein wenig ol«um tsrtari darunter gegossen wird / so ver, treibt und heilet er die Flechten in den Händen / zum öfftern damit angestrichen / auch machls ein klare ^ Haut/und vertreibt den Erbgrind- ! Es wird der Schwefel des Spießglases auch noch auffein ander weise zugericht und bereitet: als das Hmimomuni klein gerieben / auffzwo Stunde lang/ oder etwas langer wol gekocht wird in einer scharffen Zgugen/von Aschen des BüchemHoltzes/ danach ein l a h a <° ti M d. st- Nl t'c ph de eti E lrc Leiht de- au ihr sen sol> da- Ler grc diß der nac Oel nige :lrel, hem min des >tdie nrei, lßge- bey- > des selbe dich und lncht i ein Lor, des äus.- rffr / nein Verbum klare auch sdas ang/ >rffen chcin Harsi des Atttltnsnil. 429 fcharffen Eßig darein gegossen/wenn der gesottene ^mimllnium rein durchfi tttrt worden / so fällt der Schwefel nieder gantz roth/ die pklegmageuß davon ab/und trockne das Pulver gelinde/diß Pulver extra, hir mit distillirtem Essig/ und zeuch ihn seine Tinctur aus/ allermassen verfahren/ wie wir dem vorigen (Schwefel/ und mein Oel bracht/ durch die Eiiia. ««nist/ nicht vergebens/ allein das vorige Oel hat mchr Krafftund Gewalt in sich / weil sein Leib durch das Armenische Saltz besser auffgelöstund enkschlosi sen worden/Anfangs feiner Sublimation. Nun ist noch mehr uachständigvon dem Lnelmo- ni« zu beschreiben/nemlich drey Stücke/ so gantz wich, tig und hochnöthig einem SpsZyro, Artzt und rdilost,. pbo zu wissen , als die Bereitung des Essigs/ so aus der Einers seines Ertzes gemacht wird: zum andern etwas anzumelden von dem Philosophischen Signal, Stern/ und auch demnach eine Erwehnung vorzu, tragen / von dem Bley der Philosophen/darob viel Leute höchlich gehalten/und vermeidet haben/durch ihre selbst Beredung und Einbildung der Zpeculscioa» den wahren und rechten l^ercurium derWeiftn daraus zu machen/ welchsdoch nicht seyn kau/ sintemal)! ihm so viel durch GOltes Anordnung nicht zugelas, sen/daß in dem Spießglaß oder aus dem Spießglaß solcher ^ercurim kan befunden / noch bereitet werden das Qvecksilber oder primum ear md erste Wasser der Metallen/ so vollkommen sind / und daraus der grosse Stein der alten Weisen zu machen ist/sondem diß prinmm en; und solcher Same wird In einem andern Mineral gefunden: darinnen / metallischer Art nach/ die Wirckungnoch höher als in dem Spieß« Triumph-Magen gkaß gefunden wird. Aber parriculsriter eine« voll- ständige» Nutzen zu schaffen,-chut sölchs das seine wol/ vernimm auch desgleichen/was die innere und äussere Medicin und Arhney betrifft/ist solchs eine Säule mit aller Apothecken/wenn es recht zuvor bereiter worden, wie ich denn vielfältig und öffter erwehnct und an nichts mehr mangeln will/denn allein an diesem / daß der Künstler unterscheiden lerne die Art der Metallen und Mineralien/ so wolganh fleißigobservir und in acht nehme die Bereitung des Spießglases/ so wol auch seines Gebraüchs/und alsdenn kan das vollständige Errd,Urtheil hernach folgen/ und zuvor nicht ehe. Darum so will lieh meiner Zusage und meiner Vertröstung fernerund weiter Genügen nachgeben und verstatten/ und meinen Jüngern und Ollcipuli; in- Semeforder/ihrem Begehren nach/ fleißigen Unterricht mittheilen/ damit die endliche wahre Scheidung des Guten vom Bösen kan in acht genommen und erkannt werden: und will zuforderst nun einen Bericht anmelden von dem Philosophischen kcerc/- so aus dem Spießglaß zu machen ist. Das Erh/ daraus der ^nrimomum geschmeltzt und rein geläutert wird/muß gantz subtil und klein zerrieben werden/dieselbe geriebene Klarerm, thu mein rundGlaß / daseinPhioigenannt wird/mit einem sehr langen Halse/geuß disriilirt Regen,Wasser dar- auff/auffdieHelffte des Glases angefüllt/stells wol vermacht hin in Roßmist/ zu pulrificiren/biß das Ertz an- säht zu gahren/'Und einen Schaum bekömtnt über sich zu steigen/so ist es Zeit heraus zu nehmen/weil solchs ein Zeichen ist/daß sich.dfls entschlossen: dar. Sl so Ä eb dc dc w N W! ne da ho dei C1 rei La ble ein mc uri> S sta unl < gen M gen mit run von still des AlM'msnii. 4Z r Diese cügcrir:.: klaren.! auu thue in ein Kolben» glaß/ und zeuch ganh wol verschlösse» das Messer ab/ so wird es ein wenig säuerlich sihmecken/und wenn das ! Wasser alles herüber/ so starcke das Feuer / so geyet ^ ein Sublimat hcrnach/den reib unter die kces, und Miß das Wasser wieder darauff/und zeuch ihn ab/ so wild das Wdjssr scharffer / das muß so Wer wiederholet - werden/biß das Wasser so säur wird/ wie em anderer scharffer MillirterWein-Eßig/und des Sublimats wird innner weniger. Wenn du solchen scharffen Eßig hast/ so. nimm neu ander Spießglaß des Ertzes/wie zuvor/undgeuß darauff'diesengemachten Eßig / daß er drey Finger hoch darüber gehe/thue es in ein Pelican/und laß es in derWarme stehen auffzwölffTage lang/so wird der Eßig roth und vielmahl saurer denn zuvor/ den geuß rein ab / und Mülirjhn per le ohneZusah aus dem üalneo so geht der Eßig klar / und die Rothe bleibt dahindeu/ solche mstss-ir-cu vm> cxtmbirr , giebt eine gureMeviciu: den Eßig aber rsÄlllcir noch einmahl in dem Lotus», daß die pbleZms davon komme/ und solvir oder loß am letzten darinnauffftin eigen Salh / als in acht Lothen zwey / und treibs darnach starck aus der Aschen/ so wird der Eßig nochstarckerv und seine Tugend bekommt mehr Krafft und Vermö- t gen. l Dieser Eßig kühlet trefflich und wol / nicht nach gemeiner Art eines andern gemeinen Eßigs /, sondern mit gnugsamer Verwunderung und grosser Erfahr rung/sonderlich in Stillung des kalten Brandes / so vom Büchsen'Pulver feine Entzündung hat/ auch ! stillet erandere erzürnte Schäden und Glieder / wnm 4Zr Triumph-Wagen er mit -er änima 8arurni angerieben/ und zu einem voZsemogemacht wird/ äusserlich Überschlagen. MitEndivieu«Wasser gemischt/und des ausge- branten fixen gemeinen Salpeters/ mit dem Schwe, fei gemacht/darein gethan und gebraucht/ zertheilet die Bräune/löschet ab ihre mächtige Hitz/ und stillet das entzundte Geblüt. Zn Pestilentz-^eiten gebraucht / innen eingenommen/ also einen Löffel voll auffeinmahl/und aussen auffdie Pestilentz-Beulev übergeschlagen mit Tücher von Leinwand / zeucht aus die Gisst/ und kühlet vortrefflich/doch merck/ wenn du solches äusserlich gebrauchen willst/auffdiesen Weg/so vermisch dieses mit dem dritten Theil Wasser/so von den Leichen der Frösche aebrandr und distillirt worden. Viel Leute haben sehr viel und hoch gehalten auffden SiMtstern des Spießglases: und viel Leute haben sich trefflich und sehr hoch bemühet / solchen Stern zu machen/also daß viel Künstler keinen Fleiß gespart haben/ ihn zuwege zu bringen/welchen etlichen solchs gelungen. Andern aber ist ihr Vornehmen versuncken in die Tieffe-des Wassers/ und sind fast alle der Meynung gewesen/dieser Stern sey die rechte disreria, daraus derl^pi-r l^bilolopkorum kön- te gemacht werden / aus dieser Meynung und ihrer Einbildung/ weil ihnen die Naturalso sechsten zu einem Stern gezeichnet/ so könten ihre Gedancken auff keinen Irrweg verführet werden? Ich sage aber stein darzu/ denn siagehenweikab/ solche suchende Men- ^ schen/von dem rechten Wege der gebahneten Strasse/ und versteigen sich zu hoch auff-je Felsen und Stein- klippen / darauffdie Gemsen und Steinbvckeähre desAtitl'monü. 4;z Wohnung / und die Raub,Vögel ihren Ausflug ha- den; es ist diesem Stern so viel nicht nachgelassen wvrden/ein solch Vermögen in ihm zu finden/ noch ein solchen edlen Stein aus ihm zu machen. Dieses aber sag ich/ daß eine gute Medicin und Artzney in chme verborgen liegt und aus ihm kan gemachtwerden/ der Stern aber wird also zugericht: ES wird genommen Spießglaß/ so aus UngartikZE: kommt/ zwey Theil/ Staat ein Theil/ dieses wird ge- jchmolhen mit vier Theil gebranntem Weinstein/ und denn in einGießbuckel gegossen/welcher von denGold- schmieden gebraucht wird / wenn sie Gold purgiren/ wenns kalt worden / so thut man den regulum heraus/ und scheidet ihnabvom Schlacken und Fluß/dessen regulum nimm und reib ihn klein/und was er im Gewichte ausbringet/so seh ihm dreymal so viel gebrand- ten Weinstein zum andern mahl zu/und fchmeltz ihn/ wie zuvor/ und geuß ihn aus/ das wiederhol zum dritten mahl/ so reiniget sich der ksgulur, und wird schön kein; und mercke/ wennvu in der Schtnelhung recht damit umgehest/ und brauchst den rechten Handgriff darzu/welcher das Meisterstück ist/ so wirst du einen Stern überkommen/ schon hoch und weißglühend/ gleich dem feinen abgetriebenen Silber / und also abgetheilet mit kknterscheid/als wenn ihn der beste Mahler mit allem Fleiß durch seinen Deckel ausgetheilet hätte. Dieser Stern wird mit Salmiac in die Sublimation bracht gantzroth/ denn die tmÄum steigt empor; wenn solcher Sublimat hingelegt wird/ so gibt er sich in ein liqvorisch Oel / welches viel guter Tugend hat in der Wund,Arhnep. ee Es 4)4 Triumph-Wagen §6 wird dieser kszuiur oder Signak«SterN/ auch mit derSletmSchlangen zum offtern durch das Feuer gebracht/als»daß ersieh lehlich gar darinnen verzehret/undsich'gäntztichzu der Schlangen gen ließ und einverleibet; wenn das geschehen/ so hat knr Kunstsuchende eine V.'ateria/so gantz feurig und hitzig ist/und ist an dem/ daß vielKunstindiesem begraben b liegt: die bereite Materia resolvn t sich auch in ernOel/ dasselbe Oel muß denn durch die Distillation übergetrieben/und hernachmals reÄiücirr werden/ daß es rein und gantz lauter wird. Dieses Oel kan auch sicher und ganh wol im Leibe gebraucht werden / doch mit grosser Voi sichtigkeit und Bescheidenheit/und die Woche über zweymahl nicht/und nicht mehr denn drey Tropffen auffeinmahi inzwey Nutzen Wein/ oder einem andern bequemen distiliirten Kräuter-Wasser / nachdem zu was Ende solches soll gebraucht werden. Darum ein jedevArtztder Kranckheit Ursach/ neben Vermerckung der Lomplcxioa des Patienten/ in acht nehmenmnd zuvor erkennen soll/ auffdaß er sei» ne Mittel desto sicherer demnach gebrauchen kan. Dieses ist einer sehr grossen Scharffe / und steckt vielWunder dahlnden/die da nicht nöthig sind alle den Unverständigen auff einmahl zu offenbahren: sondern es müssen auch etliche Künste zurück bleiben/ damit auch Hrcgna UNd^lylleris dem kt»ilo5obbo bleiben/ welcher solche Geheimniß auszugründen viel saure Arbeit zum vjstern und täglich angewendet hat; wer , aber in meine Fußstapffen treten will/ der lasse sich der Mühezu suchen nicht verdrießen/ sondern thue / wie ! ich gethan habe/ so wird er auch überkommen dasjeni- - L SF N H da ja ra Nl! H ha au er> se G de ge sie un 1° ul ne ar w m ch r>< ar he errr/ das inen >IIek d^r itzig !bcn )el/ rge- i es Lei- keit ahk >ahi neu nde ich? en/ sei» M :rn mt m/ >re »er er >ie >i- itt des Mtr'mMi. 4^5 JE/düs ich ftlbstcu zum offtern begehttt/UNd Mich von Hertzen darnach gcsehnet. Ich habe dir zum Anfang genug vorgeschrieben das Enve daraus zu suchen/viel aber sind verblichen/ ja sag ich/ viel werden durch den zeitlichen Todt hinge- raumt/ die so weit den Anfang in ihren Lehr^Jahren mch"^?ichen/ sondern sind zuvor abgestorben/ ehe die D»lsterjchafft von ihnen erlangt worden ; darum so habe ich ein Buch zum Anfang hinterlassen wollen/ Evaß meine nachfolgende Schüler so viel Zeit der ersten Erfahrung nicht nöthiq/und sie desto cbe zu dem gewünschten Ziel kommen Mochten/ mir dafür / nechst ^Ott/zudancken. ^ In diesem Oel wird auch noch ein grosses Mn- derwerck befunden/ nemlich: daßDieses Oel durch lange Zeit der Circulirung die Kristallen angreifst / wenn sie zuvor auff drey Tag und Nacht calcinirt worden/ und zeucht aus ihnen das Salh; wenn das geschehen/ so wird das Oel noch einmahl durch eine Retorten übergetrieben/so hat man eine solche krässlige Artz< ney/so denBlasenstein wunderbahrlich zermahlet und auckreibet/ und sonst viel Dinge kräfftig verrichtet.. Nun von dem Bley der- Philosophen auch etwas zu melden/so soll ein jeder wissen/so da begehret die Natur zu erforschen / daß der /rnkimokiiumdemge- meinen Bley sehr nahe verwandt und zugethan; gleicher gestalt und Massen wie ein Baum/ der seines übe- eigen zuviel habenden Harhes oder Resin/ welche des Baums Sulpliu-- ist/seitwärts von irchaußstöst / wie an dem Kirschbaum und andern Bäumen mehr zufes hen/ so ein solch dergleichen gumm» von sich gebe,v oe » ln- 4;ä Triumph-Wagen iuqleichem anderer Baume Art/ wegen ihres über^ siü,;>gen bereun, ein Neben-Gewächf^ zu Tag« ge^ den und von sich aussiossen / welchs solchen dem a«^ Lern gemeinen Gewächsen undFrüchte derselben/ wc/ der an der förmlichen Gestatt noch Krasst zu verglci^ chen/sondern hat gai'h und gar eine andereEiZenschafft wie an Eichen und Aepffel-Baumen zu sehen /welche solche Bastarten und Kionilra von sich ausgeben. AlsonungebieretdieErdenauch viel Mißgeburten dergleichen/welche in der Scheidung von den reinen Metallen abgesondert und ausgeworfen werden. Wenn denn der ämimonjum eine sonderbahre Verwandnißhgtmit dem Ssrurno, aber wegen feines zuviel habenden Suhkutt von ihm ausgestofen worden/daß er sein geschmeidig corpu? in der Geburt zur Vollkommenheit nicht erlangen können / hat der Hnu- moni'um ein Mineral bleiben müssen/ weil die grosse Ubetfiüßigkeitfeines vielhabenden hitzigen Schwefels gesieget und überwunden hat/daß sein ^«rcurius durch Mangelung der Kälte/ welche dadurch zurüek getrieben worden/zu keiner Coagulation/ noch einem schmeidigen Leibe kommen können. Wetter nun sag ich also / daß das Bley im Spießglaß nichts anders ist? denn sein eigener ksgu- lus» welcher noch keine Geschmeidigkeit überkommen/ und wie ich zuvor ermeldet/wenn der kegulur und der Stahl durch ihre Schmelhung zusammen vereiniget werden/ und zu einem Stern gemacht worden / daß denn viel Leute sind/so den Stein der uhralten Weisen daraus bereiten wollen/welch- doch allbereit von mir widersprochen worden. Abtd NX ich «tl w> pe km ni, s°l dr de au ge w! N dr N C dc gl d> N< di ui w über* )« 8^ n i/ wc- rglci- chasst »elche ebur- arei, den. »ahre .'ines wor- t zur inkj. rosse ssels irius rück nem -im -surrn/ der j iget daß Zei- -on btk ! des AntrmSNli 4 7 Aberwas fürArhneyen daraus könnenLemacht werden/ hast du für diesem kürtzlich angehört / darbe» ichs denn dißmahl auch will biethen und wenden lassen. Die Ursach nun / daß der kcgulu; für ein Bley erkannt wird/ist diese/daß da der ktegulur genommen/ welchen der ^urimomum in seinem virro von sich gibt per 5 e, und in einen wolvermachten Tigel gethan / s» km Feuer beständig ist/ und sehst ihm zu das 8al Ssrui - ni, und läßis im Flosse stehen iin Wind-Ofen / wenn. solchs zuvor mit dem Saltze cementirt worden auss drey Stunden lang /und darnach heraus genommen/ ßnstderkegulu; geschmeidig worden / und schwerer denn vorhin: denn er hat vorn Spirim 82U5, welchs ihn» auch die Geschmeidigkeit geben/ Zuwachsung empfangen / daß das corpu» nunmehr compact und schwerer worden. Darum so sag ich also: daß kein grosser Unterscheid ist zwischen demSignat-Stern und dem Bley des änc-monu, welches doch von den meisten/ als für zwey unterschieden wird / sintemal^ der Signat- Skern/ wie auch das geschmeidige Bley beyde aus dem keguio des Spießglasts gemacht / und auch zu gleicher Arhney können bereitet werden / wie ich dir denn gnugsam gesagt habe. > Hiermit will ich nun abbrechen / und für mich nehmen/was der Stein igm; genannt sey, wenn ich diesen nachfolgenden ^ppenllicem erkläret habe. GOlt gib deine Gnade/und eröffne die Herhen und Ohren der Harthörigen/ und gieb ihnen deinen Segen/daß sie dich auch in deiner Allmacht undVer- wundemrig der Natur erkennen mögen/zu deinem^ob/ ee ; Ehr <-8 Triumph-w.iAen Ehrund Preis/und zu der Liebe / Hülff/ Trost und Glärcke des Nechsten/und aller krancken und gebrechlichen Menschen zu Wiederbungung ihrer Gesundheit. Amen. L?kkNOIX. AM Mch so vernimm auch , daß dasSpießglaß ' loch zu viel andern Dingen mehr gebraucht wirb: AIs zu den Schrifften/ so in den Druckereyen ! gebraucht werden- ^ Auch so wird in gewisser Oonaellation und Zu- ! fammenfügung der Planeten/eine Mixtur der Metallen mit dem Antimoniogemacht/daraus Siegel und ' ck-rLölers, gegossen werden / welche sonderliche Tugenden haben sollen/auch werden aus solcher Mixtur Spiegel bereitet/vielfältiger seltzamer Gesichterund Eigenfchafft. Auch werden Schellen und Glocken daraus ge.» gössen/welch e wunderbarlichs Thvns/auchMenschen- B'lder/ und andere viel Dinge mehr. Weil aber solche Dinge der Arhney nicht zugethan und verwand/auch meiner Regel / Orden und Beruffnichtö zu schaffen giebt/ bleib ich billig bey mei- ' ner Vocativ», und befehle diese Dinge einem andem Meister/welcher da besser damit umzugehen weiß. Anfangs wie mich empfing die Erden/ Nur aus dem Himmel ich must werden; Lxeulick auch halffdaß ich gebohrn/ Issoa geduMltauöerkohrn. Min desAtttt'm-nir. 4Z? ^lein Kmfft n"r gab der SonnewHitz / Ohn welches Feur kein Blut ich schwitz: dr>mb kluro zum Gesellen dein / im Streit laß ihn Lalfääoi-seyn- Vulc-ll beweiß sein rechte Ehr / r^leikusalem dir danckt denn sehr» WondemTriumph-WaaendesAn- rimonii / und was der Stein r§ni§ftt> LZe ich rinsmahls von meinen überflüssigen " Gcdancken, und durch das innigliche Gebet, welches ich zu GOtt im Himmel that/ von a^ !en weltlichen Händeln ablolvirr war / nam ich mir vor/geistliche Lmfalle zu berrachten/und welche nöthig seyn möchten / der Naturen Gelegenheit nachzuforschen. . , Also beschloß ich bey mir sltllge zubereiten / da- m't ich in das Ober-Gestirn fliegen kvnte / jolchs zu be- ficlreigen / wie der lcaru, und sein Vater v-clalus auch soA gerlmn haben: wie die Poeten vor langer Zeit davon geschrieben. Wie ich aber zu nahe der Sonnen kam/ wurden mein Federn von der.grossen Hitze versehest und abge- brandt / daß ich von dem Obern in das unterste liesse / Meer herunterstürhen müssen; weil ich aber den hoch- i sten GOTT m meinen äussersten Nöthen anrieff,! ward mir eine Arrlffe zugesand vomHimmel/ dadurch j ich Errettung uberkGn/aller meiner Gefahr und Ver- dechniß/denn ein Engel kam mir zu Hülss/ welcher dem ee 4 Mas- ,44» Triumph-Wagen ! Wasser gebot still zu stehen: und es that sich auffeine grosse Treffe eines sehr hohen Berges/darein ich nachmahls ging/und besehen wolt darin/ob es möglich wäre/wie die Menschen-Kinder reden/ daß eine Freundschafft und Gemeinschafft von dem Obern in das Untere avare / auch ob die obern Stern von ihrem Schbpffer solche Gewalt hatten überkommen / in der Erden ihres gleichen zu wircken. Indem ich nun alle Erkundigung einnam / so befand ich soviel / daß es warlich und in der höchsten und grosten Warheitwar/alles dasjenige/so die alten kr-ccproresfüruns längstgeschrieben und hinterlassen hakten ihrenZüngern und Schülern / die da warhaff- tig Verlangen tragen eine Nachfolgung anzustellen/ und einen Grund dadurch zu bekcäfftigen dafür ich meinem allmächtigen Himmel-HErrn/ wie nicht unbillig/ mit Hertz und Mund hohen Danck sage/ für feine unergründte Wunderthat. Ich befände aber küetzlich / daß alle innerliche Berg-Gewächse auß dem Obergechrn außgegossen worden / und ihren Anfang überkommen auß einem wässerigen Dampfs / Rauch oder Wasser-Schwaden/ welcher ferner durch lange Zeit von dem Gestirn gespeiset / und durch die Elements zu einer greifflichen Form gemacht worden : dadurch nun solcher Dampff außgetrocknet/ daßdieWässerigkeit ihreHerrfchafft verlohren / und das Feuer nach dem Wasser / durch Hälfft der Lufft/dteOberhand erhalten/daßeinmahls auß Wasser Feur / und auß Feuer und Lufft Erden worden / welche doch noch in allen Dingen der Welt unemscheidiich für ihrer Separation bey einem jeden leibhafften Dmge erfunden werden. de> r»! er rik l8 E 3 «> ih, , m> ric ftt i al! he «i fu E> des Antimon». 44' Das ist nun die Erste kklPs aller Dinge der Mit, nemlich Wasser, weiches durch Außtrucknung des Feuers und Lufft zur Erden worden- Dieweil denn nun jetzo bey mir beschlossen wer. den , den Stein ixvi, zu beschreiben, welcher auß dem äntimonio zu machen ist , und wie seine Bereitung zuge bt, so will von Nöthen seyn für allen Dingen weil > er nlcht allein die Menschen, sondern auch pascicuia- riker die Metallen curirt , was eigentlich der Stein Igv» sey, uuch von seiner Berg-^reria, und ob ein Stein ohn e bigrerl-,kan gemacht werden, oder nicht. ! Item,von dem endlichen Unterscheid der Steine/ und > wie vielerley Arten derselben befunden, und zuletzt von > ihrem Gebrauch. > . Zu diesem meinem Vornehmen nun verleihe mir der Geist des Himmels, daß ich rechtschaffen be- richte,doch so viel mir gebühren will: so will ich verhof- fen der ewigen Absolution, von meinem obersten Beicht-Vater / welcher da unendlich besitzt den Gna« ' demThron von Ewigkeit,und von allen DingenZeug- ,iß geben wird, wenn der endliche Sententz, und das , - letzte End-Urcheil über alle Menschen der Welk, ohn I einige kroreüauon und ^pxeUsklon erfolgen wird. V Anfänglich und für allen Dingen nun solt du !. also wissen und berrchtet seyn : daß die rechte wahrtz ' Tinctur des ^nnmonii, welche ist eine Menschliche ! und Metallische Lur,, nicht gemacht wird auß dem ro, > hen geschmeltzten Spießglase, wie dasselbe bey den ; Xramern und m den Apvthecken angetroffen und gefunden , sondern sie wird aus der Einers oder aus dem ' Ertz gezogen / wie dasselbe auß den Bergen gereichet ee r wird/ 4-tr Triumphwagen wild/und zuvor in rincm Glase gemacht worden; wie aber solche extraÄio zugeht / daß ist das ganhe Meisterstück und die gantze Kunst: wer sol6)e recht treffen wird / derkan reich werden an seiner Gesundheit und an seinem Gute. Du solt mein Leser aber dieses recht wol vermer- cken und mit Fleiß in acht nehmen, daß die zugenchle figirke / beständige i'mQur des ämimonü , oder Stein igms, wie ich ihn nenne / ein lauter durchdrin, gendes/geistlichcs/feurigs Wesen ist/so da in eine coa, gulirte ^lateria brach: worden/zu vergleichen demSa- lamander/welcher im Feuer nimmer verbrennen mag/ sondern wird durch dasselbe geläutert und erhalten- Es tinZirr aber der Stein igms nicht universaler , wie der exir kbilolopkorv« , deraußdem Goldwesen gemacht wird: nein/so viel ist ihm nicht zugelassen zu vollbringen in seiner Krafft : sondern er nn- ^irc parcrculariter , NtMlich Lunam in Solem , NL, den dem Zinn und Bley / klsrrem und Venerem last er wol bleiben / denn was vißfalls in der Scheidung auß ihnen kan zu w ege bracht werden: auch kan dieser LinÄur ein Theil über fünffTheil nicht trsnxmutiren, so da beständig bleibt im Laturno , dem Hnrimomo selbjien/im Quartiern und Coisritz / da dargegen der rechte uhralte grosse Stein der Meisen unzehltch viel thun kan / dergleichen kan er in seiner Hugmemsliuri so hoch nicht bracht werden / Loch ist das Gold rein und beständig. Die Berg, Garens darauß dieser Stein oder DnÄur gemacht wird/ ist nun anders nichts / dem wie ich dir angemeldet habe/ftin eigen Ertz des Spieß/ glasss/auß demselben nun wird er gemacht. ' Wie vie keifen and irr, chte der ein, oa, §a, ag/ ver-> )em tzu- rinne, last ung ieser ren, rmo der viel klon rein oder denn pieß/ desAntiMdttii. 44? Wie er aber nun gemacht wird / auch was seine Tugend / Krafft und Vermögen/ solt du bald hernach vernehmen. Weiter soll der Leser vermercken / daß da mancher Hand Art von Steinen gefunden werden/so da ein- ßncr, lEttculariker, dennallesire Pulver/ so da kingi- ren / heiß ich Steine / doch civgirc immer einer höher weder der andere- Ais erstlich der i-api; ?b>Iotö^ho - rum, welcher für allenden Vorzug hat: dem folget nach die kinÄura 8olis : und I-UNL auff weiß / Scc. weiter die tinüura Vitrioli oder Vencrirdesgleichen dietinÄur-i Harris: welche bende die rinälur^m 8oli, auch in sich haben/ wenn sie vorher zu der Fisation beständig gebracht worden. Diesem folgen nach die tinüurs iovi,und§3tur- w,zu der Loagnlationdes !4ercurii, und demnach die riuLura ^ercuril felbHen. / Das ist nun derUnterscheid und die viele derSte'i« Ne und Tincturen/welche doch alle auß einem Samen und auß einer anfänglichen Mutter sind 'Zenenrr worden/ darauß das wahre Universal ingleichemher» ^ geflossen/und ausser diesen ist keine metallische linÄur mehr zu finden: ja sag ich in allen Sachen / sie heissen auchwie sie wollen; andere Steine/ sie sind gleich edel oder unedel/die fechten mich jeho nicht an/wil auch jetzo von ihnenuichts sagen noch schreiben / weil sie weiter keine Tugend mehr haben/ denn zu der Artzney: so will ich ebenermassen / der Animalischen und Vegetabilischen Steine auch auff dißmahl nicht gedencken /in, dem sie nur zu derArtzney angeordnet / und kein Me, tallisch Merck verrichten können / ein einige Kräfft von sich zu Zeben/welch Vermögen aller / beyde der tz l 444 Trmniph,wagen Mineralischen , Animalischen und Vegetabilischen Steine , zugleich und über einen Haussen mis^e kkilvlopbic» erfunden wird- Die 8slm aber hab^n keine Macht zu unsren/ sondern sind nur Schluss l zu der Bereitung der Greine / sonsten für sich ftlbji vermögen sie nichts / allein was die metallische und mineralische 8alia anbelangt (ich redejeho eiwas / wenn du mich rechtverftehen wirst, was ich unter den mineralischen Saltzrn für ei, nenUnterscheid meyne) die sind mit Nichten zu errathen nach zu vrrwerffen zn der Bnclur, sintemahl man ihrer in der Lompolaton mit Nichten entrathenkan/ denn in ihnen wird gefunden der herrliche Schah / dadurch alle Fixigkeit sampt dem Bestände seinen origi- nem und rechtes wahres Fundament hat. Es möchte nun mancher fragen/ dem ichsolchs nicht für unbillig zuzuurtheilen wüste, und sagen, ob auch ein solcher Stein ohne Materia könne gemacht werden ? Ich antworte Nein, denn ein sedes Ding muß seine Klarerem haben, doch unterschiedlich: die ^nimsiis für sich / die Ve^erabilia für sich , und die kimerslia für sich : allein diß oblervir und mercke ganhwol mit Fleiß , daß kein Lorpn!? ausser der ker. mentLrion, derer ich am Ende des Wercks , anbelangend die Bereitung des grossen Steins, nichts entra- ten kan/da ich anders Metallen mit Gewinn zu verändern gedencke,nütze ist zu einem einigen Steine/ob woi anfänglich ein corporalische Form, und ein corporali- fches Wesen / sichtbar und begreifflich genommen wird,so muß doch auß einem solchen förmlichen We- sennur ein himmlisches, geistliches,spiritualisches Gesicht , weil ichs jetzo nicht wol anders zu nennenKW? --- auß, icle en, z. kei- ein l igt >en ei, :a, an n/ ' ^a, ! hs ob ht )ie )ie n- ^ a, ^ n- l ol li, l en ! e- i des 2lntrmomr. 445 ausgttrieben werden / so demselben Leibe durch die / Hr^zuvor eingegossen/und durch die EleMcnta ferner Sewürcket und ausgekocht worden/ welches geistllche Wesen hinwiederum durch das kleine Feur/und durch Regierung und Anordnung,des,xiicrocosmi, zu einer begreiffiichen/ fixen/ beständigen/und unverzchrenden MtUena gretfflich und von neuen förmlich muß ge, bracht werden. Ich rede jeho ohne Gedancken in das freye offe- ne Feld, hatt ich Witz und Verstand/ so würde ich etlicher Massen meinen Mund so weit nicht auffsperren/ »M Meinen Händen ein Gebot verschaffen/einen Stillstand mit Schreiben zumachen. Aüss Tinkturen nun der Metallen müssen also zu« gerichtet und bereitet werden/ daß fie eine sonderbare Liebe zu den Metallen wagen / und eine grosse Zuneigung und Begierde sich mit ihnen zu vereinigen und in Verbesserung zu bringen/gleich einem Exempel zweyer herhbrünstigen Menschen in der flammenden Lieb-/ > da wederRuhe noch Rast gefunden wird: solche zwey liebhabende Menschen kommen denn der angezündten Natur nach zusammen uich verbringen ihren Willen: alsd-mm»sM,rAtt-Imgmghabmsi-Rch-,lmd lmmchi-ns,ch°achS°tt-»W°MMdSusagm>sfti. lies Segens- ^ Es ist der Mensch viel feltzamen und gefährlichen Krcmckhenen unterworffen/ so da wol etlichen die Klaffte der Naturganhlich schwächen und benehmen: denselben Kranckheuen nun kan durch Gegenmittel also begegnet werden/daß ihm/dem Menschen zu recht geholssen/und er zu seiner vorigen Gesundheit kömmt. , Die ! 446 Tnmnph-VSaM Die Liebe übertrifft alle andere Gebrechen unv Kranckheiten/denn ihr mit Nichten kan aeholffcn wer- / den/denn durch Mittel ihres gleichen/so beyder Nam, / ren Begehren ist / welches alleine ausgelöschet wird - durch den verbrachten Willen der entzundern gefaß- > ! ten Begierde; solches zwar wird diese jetzige Stunde l noch manche bezeugen müssen / was die Liebe thut/ l dennsiefichtzwarnichtallemdieJungenan/sondern l auch die Men/welchegantz brennen/toben und wegen der Liebe in ihrem Alter also wüten/ daß sie gantz und gar zu Narren darob werden' Es reguliren sich auch andere natürliche Kranck* Heiken nach der complsxion des Menschens/setzen einem Menschen auch heffciger zu weder dem andern: , die Liebe aber hält gantz und gar rm geringsten mit Nichten keinen Unterfcheid/sondern wenn sie ankommt/ da gehet sie gleich durch/ bey Reich und Armen / alten und jungen Lcuten/und befürchtet daraus keines Fallstricks/wie arg der auch seyn möchte. In andern natürlichen Schwachheiten und Zu* ' fällen empfindet der Mensch nur etliche Glieder/ so da ^ Schmertzen erleiden und damit eingenommen worden / und haben die übrigen Giiedmaffen gleichwohl I unterdessen Ruhe und Friede; aber die Liebe mkcire ! und nimmt ein den gantzen Cörper/ mit seiner gantzen ! Substantz/Wesmund Form / nichts ausgeschlossen l > im geringsten: denn das Hertz wird also durch Brunst ; unerfüllt/ daß eine Austhcilung erfolgt in alle Adern ! und Gliedmassen des gantzen Leibs: Und daß ich also ! sage/wenn bieLiebe recht eingewurtzelt/benimmt sie al- - le Vernunfft/Ginn und Gedancken/und vertmt sicl) der Mensch also und dermassen , daß er alles vergiss/ > ^ HN- ! ' - 7 ^-^ ^ des A'M'mSnii. 4 -7 hindan seht und in dicSchanhe schtägt/gedeuckt weder an GÖtt/stinWori noch Vcrheissuttg/ viel weniger j anseinenZorn/DrauungundStraff(ichreVcieho all, , hier/wenn eine unordentliche / verbothene Liehe arige- ^ zündet worden) und in Summa/ der Mensch last sich ' nicht davon abwenden noch zurückhalten / man ver» I> gißt seinesAmtS/Vmiffs und LonUmon, alle treue , Warmng achtet er für ein Gespötts / daß er der Ei-- > tern/Obrigkeit/ noch anderer wolmeynenderLcuteRe« de/soeSgargulmitihmmeynen/ machtnimmt/ noch ? ihnen einig Verhör gestaltet: also benimmt die Liebe manchem also und dermaßen sein Gesichte/daß er sein eigen UngAk nicht erkennen kan. Item/ macht ihn , taub/daß ftm Gehör gänhlich zugeschlossen wird gegen alle diejenigen so ihn für seinem Schaden/beyde Leibs und der Seelen/treulich warnen. /Die Liebe benimmt auch manchem Menschen sei,> nen natüclichenSchlaf/daß er weder Tag noch Nacht ruhen kan/dergleichen auch den Appetit und Lust zum ' essen/kanvtelmahlfürLiebeö-Angst/MarterunDQval > weder essen noch trinckcn: auch läst mancher von sei- r nem Bcruff und Handwerck ab / last alles stehen und ttegen/gedruckt an keine Arbeit/ weder an Lesen noch Sludiren/und laufft nur der eiteln Liebe nach. Viel fallen auch darüber in grosse Beschwerung/ , Traurigkeit und melancholischeGedancken/ sonderlich wenn es ihnen nicht bald gehen will/ wie sie gern wol- ! ren/nach ihrem Sinn: verzehret sich darüber / daß er htngeht wle ein Schein eines Lichts: und mancher komnitderLlebe halben umLeibundLeben/welchsmit vielen Exempeln zu bewehren. ! Aber der Mensch Mets Ms nicht/ und be- 448 Triumphwagen trachtet keine Gefahr/ sie treffe an das Leben oder den Leib/saauch die Seele darzu/wclchs denn erschrecklich zuhören. Nun hiervon gnug/ denn ich bin ein geistlicher Mann / dem da gebühren will/ solchen Handeln im Herhen nicht Raum noch Statt zu vergönnen : wie ich mich denn auch ohneRuhm/dieZeit meines Lebens/ solcher Brunst entschlagen habe/ biß auffietzige Zeit/ und hinförder weiter meinen HErrn bitten und anruf- fen will/ daß er mich bey meiner lieben geistlichen Braut der heiligen Christlichen Kirchen erhalten wolle/ dero ich mich denn gantzlich mit einem treuenge, schwornen Eyd untergeben. Ich ziehe und allegir aber dieses nur dahin/ als zu einer Andeutung/daß aHeTincluren auch eine solche Beliebung haben müssen zu den Metallen/da sie anders von ihnen in rechter wahrer Freundschafft sollen angenommen/ und in durchdringender Liebe in Verbesserung kommen. Nunwollen wir zu der Bereittmg schreiten dieses Steins/ und den Gebrauch sparen biß zuletzt. Dieweil denn dieser Stein einer läutern durch, dringenden/ feurigen Eigenschaffc ist/auch durch das Feuer ausgekocht und gezeitiget wird / gleich wie auch andere Dinge der Welt/ doch unterschtddltch/ein jedes nach seiner Art/ dieweil auch unterschiedene Feuer gefunden werden. Als erstlich ist ein himmlisches Feuer von GOtt angeordnet/ dadurch entzündet wird die Liebe und das höchst- Vertrauen zu unserm wahren GOtt im hoch/ sten Thron/ als der ewigen/heiligen/ unzertrenmen Dreyfaittgkeil : auch r» der Gnade und Barmhertzig- des Antimon«. 44- > heit unsers Erlösers JEsu Christi in unserm Hertzen/ welches Vertrauen aus angezündter Liebe/ unsntm- wermehrbekriegen/ noch in einem einigen Nothfall verlassen wird/unsere Seele zu erretten vom äussersten Elend und Verderben. ' Das ander Feuer ist Elementisch / welchs die Sonne wircket / und erwecket alles zur Reiste in der grossenWelt. .Das dritteFeuer ist Corporalisch/ dadurch alle Speisen und Arhneyen ausgekocht und zugerichtet ! werden/welche alle Menschen/ beydes zur Gesundheit i und zur Speise in aller Welt nicht entrathrn können, i 7 Über dieses finden wir auch in der H.Schkistt/ daß/wennGOtt sein letztes Gericht halten wirb/zuvor ' die sichtbare vorgestellte Welt! durch das Feuer soll i verzehret werden; was nun solches für ein Feuer seyn > wird, das stellt man der Majestät des Allerhöchsten j ungeurtheilt anheim. , , ^ ' Es wird iam letzten auch noch eines Feuers itt GOtteS Wort gedacht/ nemlich des ewigen Feuers/ i das da in der ewigen/unavffhörenden und unendlichen . Hölle derVerdammten zu ihrer Pein wird gebraucht/ undzu derStraffe/Marte?/Angst und O.vaal/ durch Verhängmß des lieben GLttes angeordnet wo,den/ / - so wol auch allen Trüffeln und Verdammten seibsten/ dafür uns nun der Allmächtige gnädig behüte; Auch jederman/ und alle Cregturen des menschlichen Geschlechts ermähne mit lebendiger Stimme im Gebet täglich anzuhalten/ auff daß eines jeden sein Beruff i imÄmt und Leben übereinsume/und also erhalten wer-' de/ daß uns GOtt für solcher unendlichen Pein f s MM ! 45 « Lruimph-VStitzm Marter/so ohn Ende und Auffhören immerdar währ ren wird/gnädig behüten wolle. Es soll aber ein jeder wissen / daß msser Stein/ ?Zn>5genannt/muß ausgekocht undgezeiliget werden Durch das corporalische Feuer in der kleinen Welt/wie 'andere Speisen und Artzneyenmchr müssen zugerichtet werden/denn da das Feuer der grossen Welt auff, höret zu wircken/da sänget der Xlicroco5mus an eine Neue Geburt zuwircken / darum soll sich zwar kein Mensch verwundern dieser Auökochung. DttWeitzen istaugmentirt und gezeitiget worden diirch das Elementische Feuer der grossen Welt/ Durch das Corporalische Jener derkleinen Welt aber wird allererst eine andere neue Auskochung und Zeiti- Sung verbracht/ damit der Mensch zu seiner Auffmk- haltung desselbigen Segen weiter gebrauchen kan/ da- rnit das letzte und kleineste/welchs aus dem grossen und ersten gewircket worden/ das seinige vollbringen kan. Das rechte oleum daraus der Stein/ lznir genannt/bereitet wird/ist überaus einer -grossensüssen Eigenschafft/und wird von seincr rerrL also abgeschieden und geläutert / daß so ein Glaßlein E desselben an die Sonne gesetzt wird/ so theilet dasselbe vielfältige und tvunderdahre Strahlen von sich aus/dermassen und also/aiö wenn viel unzehliche feurige Spiegel in einem Zimmer oder Gemach vorhanden wärcn/Nubinrvtl) gläntze/ und anderer wunderbahren Farben mehr. Nun hormein lieber Kunstsuchender/ und der du die Warbeit lieb hast, und etwas zu lernen gedenkest/ und begierig bist Wetters zu erfahren / also: Nimm im Mhtnen des Höchsten SpießglaA .Ertz/ des Antimon»- 4 ;t Erh/ so naä)der Sonnen Auffgang gewachsen ein Theil/SalMer der da gut und reine ist auch einThetl/ reibsalles klein/ und mische folchs unter einander/ .denn stells in ein ziemlich Feuer/ brenns oder glües zusammen aus nach dem Handgriff/we ichs dasMeister- stück tst/so bleibt dir eine Materia zur braunen Farbe geneigt/die mach zu einem Glase/ dasselbe Glaß reib aber klein/ und eMahir die hvchrothe Tmctur daraus mit einem reinen/guten und schaffen distillirten Essig/ aus seiner eigenen r»i>ner3 gemacht; den Essg zeuch üb durch die OWliation, in kslneo ^griL,so bleibt ein Pulver dahinten/ das «Mahne noch einmahl cum 8pi^ ritu vini, zum höchsten gebracht/so bleiben tece; dahin- reu / Und hast eine überaus schöne rothe LxrraÄioä fuß und beblich/ in derArtzney hochnützlich zu gebrauchen. Das ist nun der>eme8ulpbuk^nki'monii,zum höchsten separirt. Hast du dieser Lxrrsötion 2 . Pfund/ sonimmacht LothSsiüänkimomi,wie iä) dreh gcleh- rethäbezumachen/geuß diese LxcrsÄiondamnff/nnd eirculirö wol zusammen/ einen Monat zum wenigsten/ wohl verschlossen/ so wird sich das 8->l vereiniget haben MitderLxtrselionSuIgkuri'z; hat es t'ec« gesetzt/so scheide sie davon ab/ und cliMür erstlich den Spirirum vini davon/in dem Bad der Heil- Jungfrauen Marien/ das Pulver/so dem Künstler bleiben wird / treib mit starckem Feuer/ so gehet mit grosser unglaublicher Verwunderung vielerlei) Farben ein liebliches süsses oleumherüber/gantzdurchsichtig/ roth in seiner ke- lolutiem.drß oleum reüikicir abermalich in kglneo!v!a- ri-e, damit der vierdte Theil davon kömmt / so ist es gerecht. f f r Wenn 4sr Trl'uttiph'WaAett Wenn das auch geschehen und vollbracht/ so nimm den lebendigen^lercnriumdes Spießglases/ wie ich dich denselben zu machen auch gelehrt habe/ und geuß eiknoth Oleum vttrjoli darauss/ aus Eisen gemacht/ und zum höchsten rettificirt/ das ckMUrab im Sande von dem kiercurio, so bckönnnl der Kunst- suchende einengantz herrlichen schören prsecipirm, der schölier nie gesehen worden/ in einer lu blichen Farbe/ und in vielen langwierigen offenen Schäden und Kranckheiten sich erweiset in der Heilung: denn er trocknet hefftig aus die zufallenden Feuchtigkeiten/ daraus die Ktarciglische Kranckheiten entspringen/dar« zu denn der Spinru; vomOelmächtig hilfft/ welcher bey dem lvlcrcurio dahinten bleibt/ imd sich mitlhme vereiniget. Dieses l'kTcipirat nimm ein Thcil/und des vorigen Qels ein Theil/von dem süsse gemacht, L^uß zusammen/und seh in eine Phiol ein/ wohl zugeschlossen/so wird sich der kr-rcipilst tNs oleum auffiö- sen mit der Zeit in steter haltenden Wärme und figi- rerv auch werden die pKlezmZ durch das Feuer verzehret/ und letztlich zu einem rothen/ trockenen / fixen und flüssigem Pulver werden/welches sich mitkeinem Rauch wird vermercken lassen. Mein lieber Jünger / Apostel oder Künstler der Geheimmß/ich will rcho reden nach Art und Weise der Propheten/und sage also: Wenn du deine Stucks der rlulofopKiL so weit zum Ende hast/neben vollbracht terArbeit des ärmmomi, «strich dir ieho und' hiermit vorgeschrieben/so hast du eine r^eöicm zu Menschen und Metallen/sie ist fuß und lieblich zu gebrauchen ohn einigeGefahr/sWMchdurchdringend/ und macht durch- i m r ch i nß f' )t/ s ab st- . >er >e/ nd er n/ rr- j. er s ne l en ;c- ' lö- gi, lind m i )er rer »er H- ! nit ! en hn j Ht -esAtttimdM'i. 45; durchaus keine 8eäL5, macht Verbesserung und treibt das Arg« hinweg; gehest du recht damit um / so wird sich diese Medicin wol verlohnen an deiner Gesundheit und der zeitlichen Nahrung / daß du keinen Mangel befindenundspürenwirst in dieserWelt - dafür du kein Danck.Opffer wirst finden können / eine solche Gutthat zu vergelten/ Ach GOtt! ich rede jetzo mit betrübtem Gemüth/ und wle ein geistlicher Mann / denn ich weiß nicht ob m) recht öd« unrecht khue/ob ich zu viel / oder den Sa- wen zu wenig thue: ich stclls zwar dahin/uud einem jeden anheim/ihr Jünger und Nachfolger/versucht euch auch wie ich gethan habe/treffet ihr den bweck/so dan, cket GOtt und mir / als euerm Urrece^con und Schul- Lehrer / gehet ihr aber zu den Irrwegen / und bevsests ab/ daß ihr den wahren Pfad nicht treffet/so bleibet für euch/ und behaltet die Rache sechsten / falltt euch selb- sten das Urtheil für/und lasset mich zu frieden/denn ich bin nicht schuldig daran euers Irrens. Ich habe jetzo gnug gerM/ gnugsam geschrieben, und auü)gnuasam gelehret/so hell und klar/ ja so deutlich/ daß mans mit Sclmfften nicht besser ausstreichen noch lehren köntc/es wäre denn Sach/daß einer muth- willig zur Hollen traben / und darinn verstncken wolle / Das jenige weiter und also von sich zu stellen / welches doch vomSchopffer höchlich verboten, nicht zu essen von dem Baum / so mitten in dem Garten des Paradieses gesetzt ward, darbey will ichs jetzo auch bleiben und bewenden laffen/biß zu fernerer Gelegenheit eines andern Urtheils / was mir in dem weiter möchte verstattet werden/ was ich dißfals hinfürderst thun oder lassen möchte/darum so wil ichs jetzo nachlassen von diesem/und hiermit zu dem Gebrauch schreiten. ff z D« 454 Trürmph-WaFeft s Du soll wissen mein lieber Nachfolger / Jünger ^ und Lerner der Kunst / daß der Gebrauch steht in An, sehn der Persohn und Observirung der Complepion/ was die menschliche Gesundheit anbelangt / darum must du zusehen / daß den Sachen nicht zu viel ober zu ! wenig geschieht/der Namr nicht zu viel oder zu wenig ' guMelegt werde: doch schab diese Medicin mit nich, !- ten / wenn gleich etwas zu viel sömmMrirel würde / ^ denn sie hilN zur verlohrnen Gesundheit/ und wieder, i strebet dem Gsst. ! Allein dieses bericht ich dich / daß drey oder vier ^ Gran gar gnugsam seyn aufeinmahl/allem Übel abzu- j helffen/ gebraucht in einem Spirieu vtni, so durchwein, !. dert dieser Stein oder diese Tincrur alle Gliedmaffen desganhenLeibes/ und überirisstviel anderesrcans, I» nimmt hinweg die Schwindsucht / desgleichen allen >. Zustand / so von der Lungen seinen Ursprung hat/ ver, ' treibt den schweren Athem/und den Husten / und wird der Aussatz insonderheit damit cumt/und die Kriegen Sucht ber Frantzosen: die Pestilenh hat eine mächtige Zuflucht zu dieser Artzney/die Gclbe.Sucht/Wasser, Suchk/und alle 5 eb ^8 werden wunderbarlich damit außgetrieben / vertreibt das eingenommene und empfangene Gisst / und ist gut den jenigen zu gebrauchen/ welche ein pkilrram überkommen/ auch starcket es alle Gliedmassen/das Hirn Haupt/und was solchem mehr verwand und zugethan/ ist gut dem Magen / auch der Leber/Heilet den Gebrechen/so von den Nieren ernstem, > Yen/ und seinen Ursprung genommen /reinigetdas böse !. Geblüt/ und vertreibet alle böse Feuchtigkeit/ auck zer, ! mahlet diese imÄurs. änrimomi denBlaftn'Stein/ ! und tteidek ihn mächtig aus / und HM / wenn die Harn- er n, !l/ m zu 'S h- e/ r- er litten 2, en r- rd r- ge r- ,it n- n/ lle hr er ii- se r- n/ re l i» desAmim-ttü. 455 Harn,Gänge von dosen Winden übersetzt werden. Die lebendigen Geister bringet sie wieder / curirt das Aufsteigen der Mutter- Jtem/wiederbringet die Verstopfung der Weiber-Flüsse/und so dieselben zu sehr überhand genommen / so verstopft sie solchs/giebt Nrsach zur Fruchtbarkeit/ und macht einen guten gesunden Saamen in Mann und Weibern.. Aeusserlich Keilet und vertreibet dieser Stein/ kgm, gmannt/(doch inwendig gcbraucht/undbeqvemePfla, stcr äusserlich überschlagen) den Krebs/Wolf Fistel und Sirey/ auch alle Flechten/Zitrachteu/den reilerl- den Wurm/ und was mehr von unreinem Geblüt verursacht worden: dergleichen curirts die Kranckheit und den Gebrechen/ me csngerc genannt- Und in Summa zu reden/so ifdieser Stein ej, ne Hülfe/als eine Partikular,Tiuctm / fast zu allen Mängeln und Gebrechen/so durch Zufall den mensch, liehen Cörper begegnen möchten/ welches die Erfahrenheit sechsten geben/und den Weg zeigen wird/ so du anders ein wahrer Artzt von GOtt gesandt/ und zu einem Artzt berufen bist. Jetzoavili ich nicht mehr schreiben von demämi- momo, denn mich hedeucht/ich habe den Sachen für meine Person gnugsam gethan: kömmt ein anderer nach mir/der thue das Seine auch/ damit die für der Welt Ende/s- GOtt zugelassen/ offenbar wer- den/zu siincm Lob/und.Erhaltung der Gesundheit. Hiermit schweige ich still/ und trete eine Zeitlang wiederum in meinen geistlichen Orden / biß. ich meine pbilolo^üsm ferner ergreife/ von andern Pi n gen mehr zuschreiben/wie dennn nunmehr folgen wird mein gewünschtes Vornehmen durch Zulaß GOttes des ff 4 Him- k. n tz E. ,rE^- -...'S«-' Sq^lks>» Sk/M ß 4s6 Tnltmph-Wa§r n des Attdrm-nr'k. Himmels-Fürstens/einAnzeig-undBeschreibungfer» verzu machen/ wie ich vorlägst vertröstet/ von dem Schwefel und Masneten/ihrenAnfang/Krafft/Wir- ekung und fugend, Der ewige Himmels-Fürst geb uns zeitliche Gesundheit/neben und zuförderst der Ewigen/ in jenem Leben zum Trost und E-qvickung unserer Seelen/der immerwährenden Freuden--Saals / Amen. Also beschließ ichhkmitmeinen IraSarum von hem Spießglaß / und was ich mehr von dem rothen oleo des Spießglases geschrieben/ so aus dem hoch, sten gereinigten Schwefel gemacht worden/so wol auch von dem 5?lritu, so der stet worden aus seinem Salhe/das nimm in acht/und vergleich diesen letzten Bericht damit/ so ich dir von der Bereitung dieses Feuersteins vorgeschrieben; wirst du darinnen deine Gedancken mit Klugheit schärften/ so wirst du aus dieser Vergleichung die Vereinigung zum Ende wol finden/ denn es ist ein Fundament / ein Grund/ und einerley Freundschafft/dadurch das Heil erworben/ und der fliehende Hirsch mir fröltchem Nachjagen ereilet wird, Wasser/Feuer/Lusst und Erden/ Muß alls zu Staub und Aschen werden/ Und was aus ihnen gchohren/ Ist alles zugleich zeitlich vrMren/ Ohne GHltes groß Barmhertzigkeit/ Die wahret biß in Ewigkeit- Dero der Mensch geneust allein/ Dmm solln wir ihn stW danckbar seyn. t» on Besonderes Register Über das erste Theil der Lhy- mischen Schritten krams La- MValentim. > ^>elum kkilolopkorum acerrimum. 4vr l vimfigirt. zro ^ und oleumlsttsri vereinigen. 54; ^ceti cooüöerario is g»o 6 t 6 xio veßetsbilir. >z 8 Z ZAI Adler. ; 1.81.96.» 9s. »47 älckymiü soll fünffStÜcke wissen. ry; soll zuforderst die Gesundheit suchen. Alles in allem. rr.rz.75 Alles hat der Mensch von GOtl. »96 Alten haben vtel guts gewust. iz6 Alte Schäden zu heilen. 407.418.419.426. ^natomia ist aller Dinge Richter. 14;. z ol.zsz Anfänge. ir.i; /^nimL 8awrvi. ^nimslia. ro9.rro.r4s.z48 Animalisch. 9.10.147 Steine. 44; Anmffung Gottes ist das erste Stück dem Lps^ro nöthig 8lz5.r9s.z85 ^alimonu ^cetum. 9z zrs.z6z.z9r.4zo ^ostomia. ^rcana. ,64.; 78 liegen tieffverborgen. z»4 ff zO> -^ Register /^ntimonü bsllämnm« z7r.4oo.4or.4r7.41- Bereitung. zro.;;r.;6s.;7Z.4sr Lslcinstio. zro.z6z.z66 coagulskio. Z7Z ^sANIatio. ^igslLo. -57? Llixir. ;64;7S-;7- Lklevkis. 9;-;^4 LxrraÄio. ;7i.;75';9l.;?6 cum Lpirim vini Lc scero. ;8.Z9l kxrrLÄioac; vLrii colsr». Aore;. 9o.Z86.z87 6xi« 91498 üorum kxorum oleum- z?8 Gebrauch. 4;8 Geist verrichtet alles/ muß entbunden seyn- r» ssnerscio. Z4§ Kraffc übertrifft alle Edel,Gesteine- r6r Leber. Z9Z l-iepor. Z7l Lob. ;6- !6sßiü«rium. ;64.Z77 mercuriur. 9r.zro.Z6l. Z64.4oo.4oS.4v9.4ry pr-cipiratiiz. 45- _ Nahmen. Ll.rr- . Natur ist gqntzlich zu erforschen. z ^ r-s-zg l »lesvsna. r Y4'4- 4^5 oleum. 90.91. vr.z;.z»?.z6r.z6;.Z74.4i7. 4'S 6ulce. 45l per ls. 9z.z6z.4or ksrüeuiar. 464 ^n- i. -es ersten Theils. üntimonnkr-psrstio. 4»r ^er viam kumiäsm. 46» kulvis 6xus. Z8Z ist ohn Gefahr zu gebrauchen. 9- purßsn,. ;p6 qusiirLkez. ;,z (>uinrL LUevtla. z/z ^egulug 90.400.406 6xu;. 406 8a>. ;6i.z 64.407 8sl» Zpiritu;. 407.408 Signatstem. 9» 8oIurio. 4c»r 8u!phur. AL.Z6 » .z64.4r7.4sr ex viero ^rer 8piritum vint. Z7V linÄurq. ;6z.;68 ; 69 .; 7 t- 404 - 4 r 7 - 4 r 8 . 44 r Varire prseparatione;. 40L Vielerlei) Nutz zu den Künsten. 4; 8 Vitrumalbum. ;68 Mit Zusatz. Z67 xert'e. 90466.Z67 variicoloriz. zzr.z6z.z6g Unrechte Arbeiter. ;o? Ursprung. ;57-Z4y.;;o.z;6 Zerlegung. ;o8.;6» ^Ntimymo muß seinGifft benommen werden. Z'4- . z19.zr6.z4r.z79.z9l -ntimonmm. 155Z;9.Z47-;5r.4zä Antimonium ist ein Herr in der Medicin. 9» jst ülercurii». ,rx 85 ist wunderlicher Mrckung. ist unterschiedlich. i ReFkster ^mimonium giebt Reichthum und Gesundheit. ZIS ! ist Gisst. 8 - Z'4.U5-;lk'Zr6.Z5r.Z;z ist einem Vogel und Buche gleich. ^ 43*4 ^ ist eines von den sieben Munderwercken. ;>; ist dem ^lercurio vulgigleich. Zl 4 .z 47.349 ist die höchste Arhncy. ;i4'M ist ein runder Circkel. zi4 : hat gleiche Wirckung mit dem Golde. zzz hat mehr Saltz denn der k^ercurius. z,/ hat viel 8ulpkur,mehr kicrcurii denn Salh/ist sehr trocken und hitzig. zrr hat alle Farben der Welt. ;rs.z<5i.z6r hataller Metallen Tugend. ;6r ! hat allen Geschmack/suß/saur/bitter/saltzig. z,s ^ tlxum pellikmorho; 6xor. 9o.z59.z64 ^ nonkxumpurzscrsntllmventriculum. z6z purgiret die Schweine und vertreibet die Finnen. )8l lulrlimstum per sscenlum Lc öelcenlum. ;6z Apollo. Zo ^poüems. -l-Z98 ! ^4llLkoru5Sc spirimrvini Vereinigung. 343 Xgua foruz lolviret keinem, der mit klarte niedergO schlagen/chut grosse Schlage. 34; permsnenr. 45 Arbeiten muß man nach der Schrifft. 8yr8r.;8z - ^rckseur. 2zr.rz9.zzl - ^rsenicicarmen. i;6 Oel. lo» Rubin. rar Schluß-Rede- lor Wirckung. »or ^ ^r- ! des ersten Theils. ^rlrvicu, ist dem Klercurio und ^atimomo gleich. MiK, roi.io^ Arhney wie sie ein Giffk werde. ;o 8 Arht- . i24.ir6.roz.;4Z.Z44;54 und kwiolo piiuz soll vier Stücke wohl verstehen. »st elneausserlicheUniversal-Artzney. li-.izo.iz; und ptralajs sind zwo Artzneyen/die alles heilen. l ZZ werden aus einer ^sleria bereitet, » 9 . i zo. Asche. z 6 ^llrumSoljz. Z) 7 -ZjS'Zso. zxx. ^ncilnonü. rrL.zzo.zxr cevkrum. Z 5 l ^tercurii. ;; 8 - Z74 Auflösung der Metallen. ^uAmenrsiio. 147 ^urum pOkabile. 80 . 95 . HO. lü; ürexstlrololir. ^ Ausländische Menschen haben ausländische Artzneyen io 8 Zr.z; ,95 l rS 371 . 400 . 417 . 4,9 4°r vonndchen Az-w,. W Ad des Königes. ^ derNympfen. Balsam des Menschen. Lsllamurn Lnrimonii. virre. vulnsrarium- LMmur mortuorum. b- Barbirer sind der^eäicorumKnechte und Meister. Z 05 .Z 0 L L-Liü Fleiß in Erkundigung des Hntimomr. Z )8 Gs«k. ? > Register Gottesfurcht. ;°>8Z46. ;77485.;8^.4" Lob. Z80.416 Mit-Brüderstnd Lbymici. 4r; -Orden. rL-. 294.445 Reise. zr« SchriNen. 77.; 12.324.^8 sollen offt gelesen werden. z 97.; 9- HiesrisLckraÄü:z. zz) Vaterland- Zrr Wallfarthnach St. Jacob. 42z Bereitung der Arhney des drittes Stück- zoi Berggewächse haben ihren Anfang aus dem Gestirn. ^ 44 -> Betrachtung des Wesens ernes jeglichen Dinges, rpz. 299 Beyder Artzney Ooäorcr. ; 04.; 05 Bley ausdem Hnkimoaio. 4);. 446.4Z7 in Zinn zu verändern. r84 Der Philosophen wird aus Spießglaß gemachr. 4 r-. 4 ;r Bleyes Geist. 288 Blüthe nicht! vor der Zeit abzubrechen. 6z Bxodt laufft dem Einhorn nach- Z; 4 Brunnen muß lauter und ohne Gisst seyn- 27 F^^leinstio ^nkimomi, ;ro.z6z.;66 Christi Blut ist der Seelen,Schwefel. 32- 6os§ulakioü steckt im Saltz. 8r 6otcorbsr. 96 Cvlllillsrslioa der Natur. zo i - Cvrper wie zu reinigen- r 6 Corporalisch Feuer- 44.9- 4;o Kreaturen haben einen wirckenden und lebendigina, chenden Geist. zio. zu. des ersten Theils. ^^stsllorum Lolurio. 4zs Euren der Kranckheiten sollen vom LxaZyro verzeichn nel werden. zor Olsaa. ;a - oiZeMaisiderSchlüsselderArhney- Zoz D«ÄSch>N^'^gi«l-stn. Der Ander. r« Der Dritte. -r Der Vierdte. DEUmffte. . Z Der Sechste. 4z Der Siebende. " 47 Der Achte. 5191 ^er NeulMe. 59 Der gehende. 2 ; Der EWe. 67 . Der Zwölfft«, 70 Drache. Blut. Geist. Dreyerley edleste Creatnren der Welt. GJlenist nichtgmzu derMeisterschafft. Element sind stets beysammen. Elementisch Feuer- Llixir. Erde. sieben Planeteninihr. ist nicht todt. Geister/Erdmännleia- 65 ;;; 54.55.5644° 4 -V 65 z64.473.47- i» r- r rz. rr^zrc» Er, Register Eröffnung des Himmels. r- EßigwirdausWem. z- der Weisen. ic >8 ist eine treffliche Kühlung in den hitzigen Geschwülsten. 4 ' Lgirr. Zrv der gemeine ist nicht der Weisen Eßlg. 10S Eßig über Bley gegossen verlieret seine Schärffe. zoz Essigs Nutz. in/. ;rs EusserlicheKranckheiten/sovon innen entsprungen/ wie die zu curiren. i;; EpempelvonderLiebe. 445.446 LxrrsÄio ^nrimoaii per rsrrsrum Präparat. zz> Z per 8pirimm vini. ^ Z90 kxrrsÄionum äistsrentia;. zgo Ey ist nicht^die prima Ivlareris des Huhns. »4! i Arben. Farbe ist im Schwefel. Fäulung. Ferment desSteinssder Weisen kermenr-irio des Steins lgais. Feuer der Weisen, gibtdie Scheidung, ist ein Meister aller sxsmmum ist unterschiedlich, des Jüngsten Gerichts. Feuer« Geister- Regiment. . . Mische erfrieren nicht im Wasser/sondern ersticken. 41 r 4 >; FixuudunfixeArhneyen. 4 ' 1 a- r 47 8 r 51.55. 56.57.81.ra7 7 r. 8 a 84 zn.zöo ' 4 » 448 449 rr4.rzr.rlc> ;»8 r? ;7 roS rchi« 4 ' ;ro io8 ;«Z ;rs gen, n; 446 ;-o 14 t » 47 8r ;«7 .8c» 147 84 ' ;6o ' 4 ' »49 ;rs ;»8 -j.tr 4«; des erfreu Ehsris. klvksr änttmorui auffallerley Arten zu bereiter!, z 8 6 percolcotar vicriolt. jS6 Frantzoftn. pt.zrr. 454 Frvsckleich heilet HO. . ;;6 Frost vertreibet Froste ' ^rähre eines vollkommenen DlttM Zöf ^GebrauchdeSStetns igüi^ . 4 ) 4-455 .. der Athney ist des 8^» vietdtes Stück. ; 0 r Gedancken können fehlen. Gedulk. ;85 Geist. - 4L. 8r. 145-t5t^74 aus dem pbijükplMeti Sache giebt viLvrism zu derHärte. wucket. Geister aller Lreaturen wicht förmlich Noch verstand, lich/sondern wirckenv- . i' " Geister haben alle CreaMeti und ist ihr Leben. ; oA unterschiedlich Und zweyerley. 14 Geitz der Afchytni>ren/die tm ^«timonio Nach Nelch, thum suchen. Ztz Gelehrt^ L;ä Geruchs Ursachen ^7 Gewicht. 4^46 GO eine Artzney/und kan Gisst vertreiben. «41.1,6. M und böse. , Z;5 , wird vertrieben atisszweyerley Weife. ß;6.;;4 werden. Glaß. § 7 . SS Register Gleiches wird von gleichengebohren. 7; mit seinesgleichen vertrieben- 1rz.124.zr6 Gold. 265.267. ZZO das flüchtige. . . rza Geist. »6r Kalck. 78 kan nichts entrathen. rz» muß zerleget werden. »7 Goldes Aufflösung.» , 78 I»1ercuriu5. 289 und 8ulpkur per 5 rÄ. z 5 a mehr hitzig denn kalt- Tmctur. l?6 GOtt soll man für allen Dingen um die Wissenschafft anrüsten. 8- r68.781.296.297.; 85.414 Gottlosen erlangen die wahre Artzney nicht. »56.297 Grauer Wolff. ^6 Grausams Thier verjagt den Nachrichter. 29 Grosse Heimlichkeit derWelt und ihre Artzney. 129 Grosse und kleineWelt find aus einer Materie- »»s Grünspan. ^46 Grüner Löwe. ^82 Güldischer Magnet. 265.267.268 ^Andarbett/deS drittes Stück- zor I^ermspkrollir. ^7^ Himmlisch Feuer. 448 Hirsch. rc>6. ro/ Hitze vertreibtHche. z;6. Honigs Materie. ,4s des erstm Theils. Hdnig wird ein cokroüv und Gisst durch die Bereit tllNg. Z4ö.Z4t )Nnerlicher und äusserlicher Kranckheiten Unter, l°v,5 Geist.' Rede. ^ _ Tinctur. , b wird gebessert durch die rkeoris. ; os w'-«s-bch«». MAlck. Heimlichkeit ist wenigen bekannt- i ss Kalte vertreibet Kälte. ;- Register kiiüoiöxliorrim. 442-444 vsZetabilir wird lmWein gefunden- iv 8 . - »v L,3^iäüM^rL^3ratt0. 445 cinAsnkiuwältkeremiL. 44 ^. 448 ' Leben. 4''5! Leib. lqz.ist I.eo. r 6 . 6 ;. 8 ö.Lc> 5 .r;r .,49 Liebe Vermögen. 445-44^-447 Li^aor/tmimoalivulnersriur. 27>-Z?4 cum olec« rartgri. 428 Lows/der grüne. 8v.ro; rothe. 80 kufft-Geister. r, 4 .;io Lufft ist das Mittel zwischen derMmy üud Schaden. rrz.rrS Luna. 1 p. 6 ;. 8 'l 70 ' Lx». - 7 t j>otgbst». 5^-p4 DnÄur. 2/l hat einen fixen t^ercunum. r/; t.unse Beständigkeit lind Veoeri« Schönheit machen eine schöne Ktulic. ^5 l^unre plilegmarische Feuchtigkeit muß durch der Vene- r» hitziges Geblüt außgetrocknet werden- l 5 X/s/i.crocolmuz. »-^-jvtaKnsIlS O»i. Magnet. dergüldische. Magneten-Geist- r^aZistenu« ^ntilsooL. irH.rro.rz; r.; Lr;.r;r.r4Z.re- Llr. r6z.»67 4l r>8 Z64.Z77 Mann des erskenTheüs- Mann eines sehr hohen Alters und mit schneeweissen Bart. ^ Marienbad. Mars. r8.äi.83.l6r.ip7.i98-245.rZ7'r;- iaVenerem. Z96 und Venu!, wie die gebohre«. ! 87 sind Mann und Weib. 245 ^artirSal. 147.^87 d'piriruz. ' r;7 8ul^ur. 247 Bnrkur. -47-255.44; Materia des'Steins iß»»- 44^ des Steins der Weisen. 73-29! in Metallischen Wesen. 8z-r-, ist schlecht. ^latcriL ui kc>rm>5. 4? !4eciici war'N vor Zeiten Chirurai. ;ox Ivleclicursoll die Bereitung der Artzney und derselben Gebrauet) wissen. r;6.ZOz r4ecti?u; soll der Natur nicht zu wider thun. r;L. z 4; Ivlellicorum jüaicia vom ^ncimöiuo werden wieder- leget. Z4L Meisterschafft der sieben Planeten. i;§ Meister und Vulcsnu; muffen überein stimmen. ; 11 sillensch ist viele» Kranckheilen unterworffm. 445 Mensch ist unter den Thieren der Vomehn»ste.- nc>. Menschen Elend. zrl.zrr (427 haben unterschiedliche Zuneigungen. r>ä MenschlicheVrrnunfft kan nicht ausgründen dieAch- ney/soausdem^icrocoüno zu machen ist. "ä Uercuriicosgulatio. 8;.88-,47 M ^ntuuouio piLcipitärio. 4'? gg Z G-- Register Geburt.' oleum. prsecipi'tstlo. Lpiritur. contra xekem. ist der wahre Schlüfiel. linöturs» Uekcukjv». smmalir. ^nkimonii. cogFulstus per Ssturnum. ^uplicawz. des Goldes, ist anfangs Wasser, hat 8oij; Eigenschasst« hitzig/trocken/kalt und feuchte, ist lauter Feuer. wctallomm. microcosmj. von coagulatur abkaue metsUir. kliiiolöphorum, wird nicht aus dem Signak-Stem. regiert die kleine Welt. in allen Metallen, wird ein vleum iacomdustibils. vegetabili,. Metallen und Mineralien haben Geister, haben einerley Materie. rir.241.247.449 haben ihren Saamen. -64. sind unterschiedlich. 257.30? werden alle ex sstro Zeaenret. «6.2,7.;;/ so zerbrochen sollenwerdev/ istSalpekerein ömr. l-?4 wer, 176 78 87.88 rZ4.r;s.r4l. 243.299 24 ». 24 ; 44z 17.62.168.177 85 87 . Zäl. 400.407 Z 47 74.78 5 » 78 Z48 87 ?48 8 o.,;z rrs Z 47 4r- 78 429 rr5 »4 17 8 § Ziy des ersten Theils > werden durch Mineralien auffgeschlossen. iso werden aus Schwaden, Z49 Dketallischex Saame kan ohne Fäulurig nicht verweh, retwerden. 57-»5» Metallischer Schwefel/ i^ercuriur und SM giebt ein vollkommen corpur. » r^licrocolmu;, was er in sich halt. n4.roo.rz; klicrocotmum sollen Kunstsuchende wohl verstehen. "4 Milch. »1- ^merZlka. roy. ricr. ;i^ Mineralien sind mit den Metallen einerley Natur. r-o.Z4- ^lordi rzclicem extirpar meäicgmenli llxits;. Z5- Eiterig und Geheimnisse soll jedweder suchen- r 17 (A2lchrichters,Amt. ^Nachrichterwird vertilget. r» NaMr irret nicht. zoo ist unergründlich. 4Z IZ7 so gefallen / hat Trost und Arhney von ihrem Schöpfferzugewatten. soll man folgen. ;4l Niemand soll sch schämen zu lernen. >L7 Nutz der Arhney/ der fünffte Punct dem Lpag^rozn wissen. s" 5^§en. 46.84 ^ Vielheit ist nichts. 84 Oleum/Vntimvmiexvitro. 37^ poväeroüun. . 424 »nvulneribui. ;7» SS 4 Realster -c wercnrii üil-limati, 4-8 Mit Zusatz, perle concrg pcftem öc fehre;, 424 durch Salmiae- ;?8 aus dem Sigyatstern, 4ZZ. 4^4 fuiirnm, lncymhustihjle, ,7- ?46 ex marke, 24? säljr ^nrrmonü, HIeum >4ercnrii ^ntiwonü. 4^7 4-A virri ^nümonii, Z4? ^Feumg fliehet das Einhvm. ^4 ^ pkalaja ist eine innerliche UniveM.Kchiein. ,r-. khilikLÄ wich für sich ein Giaß, ^hilolophj Lärmen. Philosophische Matt- khoenix, Podagra, poäsZrrci noch, StetnS sZni;, ^rims msteria iachäi, plchylopIM, der Metallen, ' ^rlipum ens, ryobile^ no.iz, r?4 40 «, z; t SO. 427 ^ 4 yq> 4 ^ 0 . 45 t irs 215 . rz? rre- 429 ^.277 t'rme'pia, 144 ^rovocM.o ^cöi'corun^. ,76. ;o4 xurßänus ntechcamerttq ex WMMuj! L veMtahliil-uk, . r -9 MßE proper WrcNtMytznsixM, . - ^r- ' Pur- des erste« Theils- ^Ulpurmqrttel des Königes. Z5 t'urr^ 5 aÄ,osi lsi ein Schlüssel derArßney. ;o8 ist Ursache des bösen Geruchs. ;«7 k/rvteckv's scheidet die Geister. ; 1! QZ^b»- ->7-r--.-4 dtt Wnsm. L nichts nütze in der Arßmi). 8? ym oasrwchsle ^rc-aum menschlicher Gesundheit lnchm. ^ 87 Spießglas von vielen gesucht. -r -^.vecrsuber mit lebendigen Schwefel imbibirt giebt das 8s! kbilolöplwrum- 434 cunret guarrsnam und alle Fieber- 5! -i^velle aller alten Schäden. 304 Humcs elsencia ^„limoau. Z7) AEgierung der Hitze soll man wol in acht nehme«, im Menschen ist gleich der Regierung in Metallen und Krautern. rteßulur ^ncimonii. f^srki; ÜeÜ3kU8. Reich will alle Welt werden. Roßmist. ist ein Verderb. Rother Lüw. ^8al srmoniac. ist ein Schlüssel. SS 5 er- 50400.406 4r;-4^ Zl» §4 8s zse ;S4» 407 57 wx rer, Register reinigen. 8 ->l asti^Is. communs. 8alis der Metallen sind aus einer Wurtzel. Lslium utür ia arte. - ' d Salpeter- hat zwey Elemente in sich. Saltz- coaguliret. Lgiret. rinZiret nicht, der Herrlichkeit, der Mineralien, der Weisen. hat dem l^lsrü einen harten Leib zugeeignet. ,5 Salh-Geist. 81.g2.n9. m dersüsse. 8r Saame der Metallen. 221.429 Saamen zu machen hat ihm der Höchste allein vorbehalten. ir ist dem Menschen nicht zugelassen. 5; Satan mißgönnet uns GOttes Gaben. zzr S-curnur. Z9.88-159.r8z.28 5.286.2,88 290 kkilolopliorum, 4;; 125 15 i;7 287 444 loz. 1 o 4 .tr>. 175 10; 118-121 287 Z-.444 444 54 444 ? 8 - 82 . 9 ? Laturni Lvilqs. csrwen. cr^llalli. Geburt. ^Isrcuriur. vlsum. 8pirim!. TinÄurs. 288 159 108 igo.rz l.289 r8S 108 285. r88 ivZ. 185 Schei- 1TZ ;; 157 rS7 »44 175 iv; rrl r87 »44 »44 54 »44 -9! '5 rrl 8 - »r? or- I! ?; ;zr 9 a 88 >59 ->8 89 89 08 88 85 ev -es ersten Therls. Acheidung. » 4 r, 4 ;.l 44 .ZO 2 .;or Schlange des Erdreichs. i c>, Echiiffim V-- Alim soll man flnßlg l-s-m >;« Schw-st^ , z..! 4 . 7 S.,s Balsam. y8-99 --EM °«A. ' K 98-- ^^ venerischen Eigenschafft gefunden. 8 r Dmöv-x. Fso Siebt einen guten krsüicum. ^>eeie. 145.157.2;; oep^ratio puri ab impuw. r 4 r. 14 z.r 6 o.z 69 . ; 8 - S'gnatstem. r;r Hmi/oonii. 92 .4r^4;Z-4;4-4Z6.4Z)s ist nicht die Materia lapiäir. 4 r 9 . 4 zz. 4 z 6 146 und I.UNS wie die gebühren. 106 8olulic» 8olir ^nkimonii. . 8pAMrnz soll fünffStäcke Wissen. ro; Sp°°°>.„° de« Mmschm ist möglich und mmSgli». lau imu. Tperma« Spießglaß. «MLSr mereurü ex süry 8vili. Z2S l5> «9 89 3?! 427.408 rer, Register zerstöret die l-unsm. steckt in dem klsrcurio. 8piritu; vmi äeüiiiacio tsu exallLlro. macht flüchtig, vertreibt Hitze. undLizuil korc siud einander widerlich. vitulis. sr 8r ^ ZrZ ;ro ;;6- Z8Z Z4) n8 ^ 1 ^ri SteinlZmzwas ersey. z6i.Zt;.4;7.4;o.44;-4;r was und wie viel er nogiret. termenracio. ist gleich dem suro potLdili. , prse^arLkio. virsr UNd ulu;. Stein der Weisen, begreifft alle Elemente in ihm. ist nicht aus verbrennlichen Dingen, ist nicht aus vielen Dingen, ist gemacht aus zwey und «nem. 442 ?74 Z4L z41.44r.15o 454.45^ 66. r<)0 6; 9 24z 10 wird gemacht aus einer metallischen Wmtzel. 10 Sterns der Weisen Anfang. 290. r?« Steinschlange. - 4Z4 Lublimstlo. ' ;8§ Lulpliur. ,r7 ^Mimonii. 19t.z6l.z64. 427. 428 .^ntlmoainst in der Nöthe- ;6l 8olis wird in einem Mineral besser befunden. Z5^ vulgäre. 150 Zul^liuris. snims. 24? XnlimonüsxcrLÄio «x vitro. Z69. ellsncis. 98.^- Zoll! sxcrsÄia. r/S 1, l'j Vc Ve Ve ! ^ ' Vi! ! Vi, des ersten Theils. /^rtsrur. ^-Isrrsricarme«. 8slir 8piriw5. °rkeor >2 aller Dinge/worinn sie siehet. giebt gute krgxin.' r.unök. - 43 tt»LcVeneri,. 8olis öc bvvL. des Goldes ist in blatte und Vea^re. linÄuren baden alle eine Mutter. tragen Liebe zu den Metallen. Imüm-Wurhelder Metallen. ;6 >!ck 8 o ryo.zok L 7 » » 4 ; 44! r;v 44 ^ 445 r» 9 - 44 r V^poi-osifch Feuer. V^etsbilis. L,v. 442448 Vc§ec2d4ijcherSaame. '48 Vegcr 3 b>l>sche Steine- 9'444 Venus. 6l.y6.l5Z.l66 144'188 bat einen himmlischen 8ulsskur. L44 ist mit überfiüßigrr Farbe bi kleidet. ,4 in einem rothen Rocke mit grün überzogen, ,9.6k VcnsrisLeib istaussatzig. »4 Rede in Chaidäischer Sprache gegen Vulcsvum. rp tzsMitus. ! 'Äermehrung. ' ViniciLriticanvirel« ! Vicriol. ! aus Eisen ^ aus Grünspan. hatvielHeimligkeiteninsich- hat zween Geister. r?; Zr 57.67 ' grr r 54 .t ;5 96.270 96.170 97 94 ist Register ist sehr hitzig und trocken. 9 / c «> ist äulplrur. c Viti-loll corpu, wird durch den Adler erössnet. -7 c LlUmia. 95 , Lob. 9/ Oel. S 5 i ' §sl. 9 ? Sulpliuk. 78.94. 9z.o6.r46 susser 8piritltt. 55 ^ liniHurs. . 44;'! L 7 Vüri ^nrimonü extraÄio per lpikitum vini öc scs- tum. ; 69.-70 Vjlrum^NtimoaüglbuM. z6Z hat viel Haupt,,'Farben in sich» ;6p ist nicht ohne Gisst. ;6z» mit Zusatz. ;67 perle. z66.;6/ purgirtMgendes Nerrurii. Universal,Medicin. 66 Stein. m Unreine Dinge gehöreN.nicht zumWerck. - -4 Unverbrennlich Oel. 17. ro.90 Unverbrennlicher Schwefel. Z4 Urin,Geist. zr Vulesnu; istdes^ercurn Stockmeister. / »7 ist der Schlüssel und scheidet die Materie» Z54 ist der Richter aller Dinge. ;;8.;6» ist ein Meister/kr-cepcoc und Lehrer aller Geheim^ Nissen. ;^4 istzweyfach. ;6o und,der Meister müssen überein kommen. Wal^ 2 2 2 9 2 2 2 2 .2 A r§6.;54 9 44* rz; rr4>Zla ;r;-Z88 r;;.rZ4 Z88 des ersten Theils. YQAHre Anruffung Gottes. ^Wanckelmuthzu meiden. Wasser ist die erste Materie alter Dinge- Wasser das nicht netzet. Geister. . Wurter. aller Metallen, und ihre Quell- Feuer und Erden werden durch Vulcsanm ein sreisiiches Wesen. Weiblich Geschlecht erlediget >ter«urium aus dem Stock. Mein. *°8 Geist. !oy.m.;8? hatdreyerleySalh. und Gold wird vor allen andernDingengemvet tw WeinsundEßigs Unterscheid. Weinstein,Saltz. 8«.w6-io- Geist. ^ ^ geboret nicht zu den Mineralien. »v6 > WeifferSchwan. 4?- Welt ist dreyerley. 26- ! Wenig kommenzu dieser Herrschafft und warum 7 i Wc rck der Weckn ist schlecht- 84 ' Wer Mehl hatkan leicht einen Backofen finden. 84 . Wissmschaffl und Erfahrenheit machen einen Artzt- ^4 Worte ohne Bcweisuua ist nicht zu glauben- 144 Wunden und alte Schaden zu heilen. z->4-;7'-)94 Wunden so frisch zu heilen ist keine Kunst. ^04 Register des ersten Theils- Wund,Athney ist zum schlimmen Handwerck wot^ den. zoz Wundergeburtder sieben Metallen. 17; O Erlegung aller der Erden, der Natur. Zinoberso roth. so weiß. AlNNs Anima. TinÄur. j 7 . 140 .^ 5 54 ^ I40. rZi-ryq ioo . lös L 77 Ende des ersten Theils. Benedictum (Adens/ Wymischer Wchrifften Vorrede und Eingang k^^Hi.18 L^81LII Väl.^xi 1X1. KMMM'UM Vorrede und Eingang Oräinis KeneäiÄini. Emnach die Zeit vorhandcn/daß Ich durch Gottes meines SchöpfferS und seines lieben Sohns JEsu Christi willen mein Laboratorium allhie auff dieser zergängltchen Welt Messe und von demselben irrdischen zu dem wahren himmlischen l-gkorswrio zuappelliren von Eng zu Tag/ja von Stund zu Stund / schreiten / da das End.vorhan- den / mein Leben durch das gesetzte Ziel des obersten Gnaden- ThronsJEsuChristi zu Messen / und ich nachdem wahren Htmmel-Brod der ewigen Seligkeit / da Reichthum und ewigwehrende Freude die Fülle und unauffh'vrlich ist / täglich seufftze/und herzliches Verlangen trage / hat mir zugleich gebühren wollen/und in meinem Gewissen für hochnöthig gefühlet und betrachtet/eine Christliche Versöhnung/mit meinem Neben-Christen/ in dieser Welt letzt lebenden/ und nach mir kommenden / anzustellen / damit meine Seele m Ruhe und Gedult der'Absonderung meines UebenGottes/ das Himmlische Paradiß und Wohnung zu gewarten habe/ und in das Buch des Lebens eingezeichnet zu werden/ Tag und Nacht in Bmit- Aa schM 2 Vorrede sihcGscye. Bey welcher Erwegung dann ich mich ' zugleich erinnere aller meiner Schrifften/die ich hiebe- vorn/ wie die Menvor mir auch gethan / habe auffge- schrieben und zu Tage geben alle Geheimniß der Natur/die ich den äruztm und Kunstsuä)enden begierigen Diftipuln/undsicißigen Nachforjchern derer Geheimniß zum besten vsseubähreu und hinterlassen wil? so viel mir ftlbften von dem Höchsten 8pagyro und himmlischen Kleäico gcoffenbahret und verliehen / dann auch vergönnet lind hinterlassn würden. Als habe ich zugleich solcher oblervation nicht mit geringer Anhaltung meines Gewissens / zu Beförderung der Christlichen Liebe/mir auch ferner fürgensm- men / und Vermög meiner Verheissung und Zusa- gung/ durch die Natur und des Künstlers nothwendige wissende Handgriff eine weitläufftigere und noth- ! > wendigere Erzehlung zu machen / und aus dem Grund der Wachest zu beschreiben / zu entdecken und durch verständliche Rede kündbar zu machen: Welcher ge^ sialt tind massendie verschlossene/ vorgeschobenevielfältige NiegclderNatur zurück zu schieben/ die Thür aller Welt Schätze zu eröffnen/und die Wissenschaff- ' ten älier'über alle Gcheimnüssen zu ergreMn / und durch Schärffung des Verstandes / mit Anhaltung des lieben Gebets zu erlangen seyn. Ob wir wol weder Zwang noch Trans vorgefallen /viel weniger durch eigen Ruhm und Üppigkeit ich Verursacht/oder angereitzetworden/einigen Buchstaben auffzuschreiben Md hinter mir zu lassen / hab ich ^ do'ch betrachtet den Jammer und Elend dieser West/ darinnen die Kinder der Dunckelheit und Finsterniß verfallen / ja schier gantz und gar zu Grunde geh^- >, Tr. Kr^liln VsleNNni. ; GOtt Wie wird meinGemüth bctrübet/wann ich bedrucke die Thorheit dieserschnödenWclt/nnd die Blindheit aller ihrer Kinder / die sich doch für bcch und verstarwrg achten / auffhohen Schulen gewesen / And darauffin ihrem Kinn viel Verstand tz>> s-nschafftgiebet und verleihet /weder die andern meme Schrifften / darinnen sich zwar so ganh dmmel mchr geschrieben / noch mich solcher Subtilheit gebrauch« / wie die Alten (so ihr Leben vor mir beschlossen) gethan, als wil dieses Buch auch viel einen andern Ort zu verwahren / darinnen es der bösen schnoden W, . . borgen gehalten rverdenmöchte/erfordern.W Mtmitmirsollvergraben/unddenWurMM^^^^ LL7LLE°m^ Zeitlicher mrd eher an den Tag kommen werden- Du soltauchwissen/ duseyeft wer du wollest/ der wen und gelangen wirst/ der du es findest / daß solches änderst mchtgeschehen wird/als durch den Wiüen und sonderbare Vorsehung und Bemffung der Heiligen ^beygelegt / nebe« dem/ das darbey. tst/so doch ohn ljrsachnrchLgeschehen/dasselbiaezu hinterlassen / wem es vv» der Göttlichen Allmachrverli^ in 6 Vorrede hm / gegönnet und bescheret seyn wird- Denn mir wil keines weges gebühren / Gottes Geschöpffund Geheimniß/welcheolme das allzusehr verborgen / und wegen Eüberey und Boßheit der sündigen Welt / auß dem Liechdin die Finsterniß getreten/vollend gantz Neydharten gestnnet/sondern einBnckderWarheit/ und des hellen Himmels hinter mir zu lassen / undGe- wisten-s wegen gebühren wollen / das Pfund/so mir gantz ohnverdienet von dem Allmächtigen gegönnet' und offcnbahr gemacht worden / wiederum aller gestalt also nieder zulegen/ ihme hmwiederumb in seine getreue Hand zu überanttvorten und in Schutz und ßeißigeVorsorg/Bsrwahrung und Fleiß zu befehlen/ dem sey es auch hiemit befohlen biß in alle Ewigkeit- Dann ich als ein Closter-Mann / und unwürdiger Diener der Göttlichen ohnendlichen Dreyfalugkeit/ bekenne/und sage / daß ich in Wiffenschafft derer ohn- endlichen Geheimniß / Zerlegung der Naturen / Ver-- besserung und Veränderung ihrer (Qualitäten / zu reichlicher Unterhaltung dieses Lebens/ und Erkantniß der wahren von GOtt geordneten Artznep/damit ich meinem Neben-Menftden allen und icden/ so meiner hierinn begehret/biß auffdieftZeik hülflich erschienen/ auch serners biß an-mein letztes Ende nicht unterlassen wil/rrimmermehr so weit gelanget und kommen wäre / da mir nicht durch Gottes sonderliche Güte/Gnad und Barmherzigkeit viel Bücher/die von den alten Meistern/ so längstvormirmitTodabgangen /.geschrieben und hinterlassen /bescheretgewesen/ die mir nicht mit weniger Freude und herhricher Dancksagung rst GOlt/in diesemmeinemEloflerwunderbarlicher weife/ kr.Lüliltt Valentini. 7 st / und allermeist durch die Vorsehung GbM zu Handen kommen / und sonderRuhm meinem Neben, Christen / st viel gutes bewiesen / als nur immer Menschlich und möglich gewesen / die mirs cmcyMvr« . derst aber GOtt biß in die Grube gedancke» hahcu- Nun ich aber nicht mehrHaußhalter seyn kau/ in, vem ich das mehre gethan / ein ander mag es anstmcm Fleiß auch nicht crlpmden lassen / st bsschle ich solche, weine-trepeHaußhaliung GOtt wieder in irinEl'd Hand / Allmacht und treue Verwahrung/ !!l'd uber4 antworte seiner Göttlichen Glori / Macht und Herr-» lichkeit an statt des Schlüssels M Haushaltung alle. seine mir verliehene Myvlleria, allhie aWgeschriehen /. wieder in seine Vcrwattschasst / diestwcumdmemcU Eobt ftruers zu verleihen / wen sein Gotti>cher-DM darzu erkohrenund auserwehlt/unddaes.zumrejle z mir Erkäntniß seines lobwürdtgen licher Dancksagung/ Dienstamd mit Vermeidmigweltlichen Prachto/^toltz/Hoffar^ Ilpviakoitund Bcrmcsstuhcic/ Geitz / Wollüstenunh Verachtung angewendet:md verliehen seye. ^NCH HErr/ AümWigev GOtt/ Barmherhigey AWgntiger Vater deines lieben emgebohrneK Sohns JEsu Christi/dcr du allein bistderKErrZe, hasch / ein Anfang aller Dlyge / die durch dein War? gemache sind/für welchen; alle Himmlische MdHoM sche Creaturen erzittern und erbeben mMn:^W wer elender Mensch / Sünder und Erden--Wurm / Lancke dir mir meiner lallenden Zungen aus dem innersten Cemromelnes Hertzens/daß du mir hastW Ast iv sthm , i > s Vorrede sehenWeisheit/ und die gröstenGeheimnissen deiner ! erschaffenen Heimligkeit/ und Schätze dieser Welt/ ! nechsi deinem Göttlichen seligmachenden Wort / daraus ich erkennen lernen deine allmächtige Krafft und Wunder Dir sey ewiges Lob / Ehr und Ruhm und aller Preiß/ von Ewigkeit biß in alle Ewigkeit/ daß du mir neben der Gesundheit und der Nahxung verliehen hast Krafft/Stärcke und Vermögen / meö ne Neben -- und Mit« Christen / brüderlich und Christlich in ihren Nöthen und zugestandenen Schwach/ ! heiten/nach meiner Menschlichen Mögligkeit mit der- ! nen Geheimnissen / und Göttlichen gesundmachenden heylwertigen Artzeneyen / nach ^geistlicher Tröstung ! an der Seelen / leiblichen zu stärcken. HErrdein ! allein ist die Krafft/ die Macht / und die Herrlichkeit/ ^ dein istallein der Ruhm/Edr/Preiß und Danckbar- l keit/für alle deine mir bewiesene Gnad undBarmher- Higkeit/ darinnen du mich biß in dieses mein letztes Alter und höchste Schwachheit erhalten hast ? Ach du GOTT aller Gnaden / und Heyl alles Trostes/zörne nicht mit mir / daß ich dir Allmächtigen wahren Sch öpffer lsscmit den Schlüssel deiner Haußhattung auff dieses Pergament verzeichnet/ in deine Hände/ wie mein Beruffund Gewissen erfordert und haben wil/überantworte undWieder.zustelle/mitwelchemdu mich die längste Zeit meines Lebens / biß dahero hast lassen Haußhalten/ und durch deine Göttliche Vorsehung zudeinemDienerundHaußhalterberuffenund ' versehen hast /auch michvielfältig gentesse.n lassen der ! edlen sussen Fruchte / so du in deiner Speiß,Kammer gesaMlet/ biß an meiv vorstehendes letztes Ende/ so ^ /? unmehr O HErr ist deinen Händen stehet. Jchbitte dich kr, LalllüValemim. 9 dich umb des theuren Verdiensts JEsu Christi willen/ komm nun wann du witt/schleuß mein Hertz ein/ nimm meine «Seele zu dir in deinen Himmlischen Gnaden- Thron / und laß sie dir in deine Hände gnädiglich befohlen seyn/mein getreuer GOtt/der du sieam heiligen Creutz mit der allerköstlichsten beständigsten Tinctur / dem wahren Blute deines heiligsten Leichnams / erlösethast/ so habe ich wol gelebet hier auff dieser Erden/ Dem Leibe gieb eine stille und sanffre Ruhe/ biß an den Jüngsten Tag / da Leib und Seel wieder zusammen kommen und auff Himmlische weise componirr werden / denn ich begehr nunmehr auffgelost zu werden und bey meinem HERRN Christo zu seyn / das ver- helffe mir und allen Christgläubigen / die allmach- lige/heilige und Himmlische Dreyfaltigkett / Amen/ von Herhrn/Amen. Damit ich nun zu meinem propolno schreite/und einenAnfang mache meines fürgenommenenWercks/ so soll du / wenn dir G.Lm dieses mein Buch durch seinen tteuen Raht und Willen wird zuschicken / und dich finden lassen / thme zuforderst / und für allen Dingen ohne Auffhvren und Nachlaß / mit Mund und Herhen danckbar seyn/demnach ihn bitten/daß Er dir auch vergönnen und verleyhen wolle Gnad und Seegen samt gesunden Leben/ alle eingezeichnetePuncta/ so zu deines NechstenWvlfahrt und Gedeyen reichen/ glücklich zu vollbringen / und nach den Handgriffen/ die W dir deswegen / und zu keinem andern Ende / nachfolgendes lehre / und fürschreibe/ zuxt-psrireo, daMdu aller deiner Arbeit rechterAyfänger/ Mittler und Ender seyest / darneben verschleuß deinen Mund/ und bestätige in deinem Hertzen gantz gewiß / Aav kei- -'4 eo Vorrede keinen Menschen dieser boßhafftigen/undanckbahrm und falschen Welt/ solche myüeria zu vertrauen/viel- weniger theilhafftig zu machen / denn so es der Allmächtige einem andern hätte wollen gönnen/hätteErs für sich sechsten wol/nnd ohne dich / durch andere Mittel und Wege/ verleihen können / und nicht an dich gelangen lassen. Darum siehe zu/versnche GOTT dei-, uen HErrn nicht / dann Er ist der / so sich nicht spotten last/ biß von Hertzen verschwiegen / und betrachte zum Westen die Straffe Gottes / deren kein Mensch ent- lanffenkan/bleibe in gutem Vorsatz/und siehe nicht al- leinchchm/ wie du daraus viel Gold und Silber/ Reichthum und Eitelkeit erlangen mögest/ sondern laß- dir zuforderst und vor allen Dingen/so darinnen ge-. fchriede/nichks nöthigers noch gelegeners seyn/ als wie du deinemNeben,Menschen mit Hülffund Rath des Gesundheit nützlich erscheinen mögest / so wirst du ein Danck'Opfferzurichten/daß dir GOtt mehr wird gerben / und ossenbahr-en / weder du iemalen vermeynt hättest. Derohalbea/ undzu diesem Ende / an statt eines vollkommenen Arhney^Buchs /und wie ich selber gar viele Menschen/ biß auffgegennrärtige Stunde glück-- lich in ihren zugestandenen Gebrechen geholffen und eurirt, Habich am Ende dieses Buchs die hochedle Ar- tzeney mitangehenckt/ die ichdir hiermit / nebenallem anderem/ soindieftmBuch verzeichnetund beschrie- den/auffdein allerhöchstes Gewissen/ja auffLeib und See! befehle/und wil befohlen haben. - Wirst du nun dieser treuen Warming / Leren ich dich nichts weniger hin und wieder im Anfang/Mittel/ Ende / auch anderer Oerter MsBuchs erinnern I?r. LsLIü Valerltim. kl werde/emgedrnckftyn/ und fleißig nachkommen / so wirst du GOtt niä)t gnugsam bancken können/ für alles das/so dir durch Verleihung Gottcs/aus diesem Buch wird kund und offenbar werden- Hingegen aber / so du wider meine neue Warnung und päterlicheVermahnung streben wirst / diese Geheimnisse / so auch den Hochgelehrten verborgen / in die frembden Hände kommen lassen / so sehe dich für vor GOtt/ und gib mir die Schuld nicht/ gedencks auch änderst nicht/ als daß du unversöhnlich seyest/abgesondert von allen denen/die in Christo leben und sterben. . , . ... - ^ Bey diesem Urtheil laß ichs bleiben und bewenden / und befehle die kxecmion dem Obersten / so im Himmel wohnet/ und ein Straffer und Rächer ist überall !eSündr/LasterundVerbrechung. , .. Dieweil ich aber nothwendig erachtet/ diese meine Erklärung und Außlegung anderer meiner Schafften dergestalt zu beschreiben / und mitExempelu dar- zuthun und zu beweisen/ bäumt ein jeder / deme es voni GOtt cheilhafftig wird/ kan ermessen, verstehen und ergründen den wahren Anfang / das wahre Mittet/ fampt dem wahren Ende aller erschaffenen Dintze : Als habe ich mir fürgenommen/ den Anfang zu machen / und nothdurfflige.Erzehlung zu thun / von dem Ursprung/Anfang undWesenheit der Mineralien und Metallen / daraus solche hochedle und kostbare Medicin neben der Gesundheit zum langen Leben und über- schivenglichen Reichthum der restlichen Nahrung kommen und entspringen / nemlich wie die mmerali» und meralls ihren Anfang erlangen / unddann-fol- Zends zu Tag gebracht werden/damit der künstlichen- de fieW ir Vorrede befleißige Nachforscher und Jünger die ganßeNatur und ihren Umgriff zuvor und ehe er einigeHand.anle- ge/wol lerne erkennen/ und ihm bekund mache / so wird alsdann immer eines dem andern nachstießen / Kunst auß-und durch Kunstgebohren werden/ biß endlich altes dasjenige mit Freuden gefunden und erjagt / nach welchen mit grossem Verlangen gestrebet und gefeuff- hetwird. Als wil ich dieses mein Buch abtheilen in v. Theil/ da dann ein jedes insonderheit hinwiederumb feine gewisse Lapies und Stück haben wird. Meinen 8^- !mn belangend/laß ich billich an diesem Ort fahren/ und rede wie einem Bergmann gebühret / nach Art und Eigenschafft der Bergwerck/ und nicht der Kunst/ auch nicht nach Poetischer Art noch Zierlichkeit der Wörter und des Klangs: Dann . Im erstem Theil meines fürgenommenenWercks wil ich zuforderst allerLinge beschreiben / die Art / Natur und Eigenfchafften aller Bergwercke / darinnen «unerslia und Metalls wachsen / von dem ersten Sa^ men / Geburt/ Qualität und Eigenschafft / so wol von der Auß-und Einwitterüng. U. Der ander Theil sol seyn etlicher Massen eine recs- silularioa und Wiederholung des Ersten Theiles / dabey zugleich mit erzehlet werden svl/ die Gelegenheit der Gebürgt/Gesteine/Gänge und Kläfften / dersel/ den anhangenden Safften/ Krässten und Würckung/ als an Gold / Silber / Kupffer/Eysen/ Zinn / Bley/ Quecksilber UNd der Mineralien. tu. kr. kakln Valentin,., IZ III. > Im dritten Theil wird erkläret und mit ausdrücklichen Buchstaben / ohn einige 6e5cü und Verduncke- lung/das Universal dieser gantzen Welt/beschrieben/ ! wie alle rbilosvpbi für mir / neben mir / und nach mir / den grossen uhralten Stein der Gesundheit und deS Reichthums gemacht haben / woraus er zu machen mdLUch / jümpt vollkommener Erklärung meiner zwolffSchlüssel/ und den Nahmenunserer Materien. IV. Im vierdten Theil beschreibe ich dir alle Particu- laria der Metallen / welches für dem andern begäbet / und aus welchem / neben vollkommener Gesundheit, Nutzen und Vortheil der zeitlichen Nahrung allhicr auffErden und diesem Jammerthal zu erlangen / samt allen und ieden darzu gehörigen Handgriffen / dersel- k den pr-pararion und Zubereitung: Welcher vierdte Theil von mir titulirt und genennet wird/-Handgriff' kratri; Laklii Valentin,, darinnen UNtektviksen wird/ wie alle Metallen und taugendliche mineralia parricu- larirer zu ihrer höchsten Berettschaffl können gebracht werden. V. Im ßnfften Theil habe ich mit ang ehenckt die übernatürliche / hochtheure Wunder-Ärtzeney aller . Metallen und Mineralien , so wol anderer Dingen/ > von GOtt dem Allmächtigen Schöpffer Himmels / ! Erden / und aller Lrealuren / dem presthafften Men- , Den zur Gesundheitund langem Leben / angeordnet/ ( und aus Gnaden verliehen. GOtt ! M *4 K AU OTT der Vater und Trost alles Heils und Barmhertzigkeik / der von Ewigkeit zu Ewigkeit lebet / und erhaben ist über alle Creamren / verleihe Mir zu diesem meinem Vorhaben Gnad und Segen / daß ich also schreibe/ daß es nicht allein ein jeder verstehe / sondern auch Gottes ohnendliche Barmherzigkeit / sampt seiner gnädigen Erlösung spure / erkenne und stets behertzige / seinen SchöpfferTag und Nacht anrüste / ihme ein brünstiges Hertz zu verleihen / und alle seine Sinne zu richten/ daß er diese edele Geschöpst GOttes / und übernatürliche grosse Geheimnüsten der Natur und ihrer Zerlegung änderst nicht anwende / /als zu der grösten Ehre Gottes / und Nutz aller frommen Christen 7 Das verleihe abermals GOtt Vater / Sohn und heiliger Geist auß Gnaden und Barmhertzigkeik/Amen, ! . ! l Das Dan'nmn angezemet werden die Bcrg--Wcrcke / deren Ursprung / Natlw und Eigenschafften in nächstfolgende Lcwitel abgetheilet. ' - VL , / Lltzl-lOLL HUILKLO, ! Oder ^ > Von demMetakl - FerA ! Das i. Laplke!. Icweil das MttMtiderLkeM der Erden / eben-so wol / als.andere i Lreatmen hiervben von GEH dem Schopffer Und HLttn erschaffen / ist: ihme auch ebenso wol/ als andern Cre- . i Auren seine Fruchtbarkeit in seineitt i Saamen eingepffanhet worden / ohne. welche sonstm ! der Saamen nicht konie wachsen und zunehmen. I Denn man findet offt einen Saamen / der nicht ^ fruchtbar ist / darumb daß er diese Fnrchibmkeit nicht harz l 1 i6 Des i. BuHs r. Capitel. hat/folget derhalben daraus/ daß diese zwey Ding/ Saame und-Fruchtbarkeit unterschiedlich seyn. Wenn man aber ganh subtil erforschen wil diese i Fruchtbarkeit und was fle wol seyn mag / thut man > dieses am gewissesten und besten / wann man das Le, ^ ^ den und Todt aller Creamren zusammen halt; dann ! der Todt ist nicht fruchtbar/sondern das Leben/das da ! lebet/denn dasselbe reget und beweget sich. Man er« § fähret aber in aller Arbeit / die man mit den Metallen ! fürnimt / daß da nichts flüchtigers und stübigers seyn > l mag/dann das Metall / also auch sich nichts subtilers i ! reget und beweget: Was aber solches regen und be- s wegen seye / wil ich allhier das Ferch der Metallen nennen / seines stätigen Fortfahrens und ohnauffhör, , lichen bewegens halben; weil aber dasselbige in den Metallen nicht sichtbar ist / sondern erzeiget sich auff ^ zweyerley weise/wil ichs bey dem alten Nahmen blei, ^ den lassen / und das Wegen das lubricum, das Regen , aber das volarile des Ferchs nennende seyn lassen; denn auch mit ihren beyden Stärcken und Kräfften / ' . verbringet es alles in allen Dingen/daß es in seinem ! ! Merck zu seiner selbst Vollkommenheit / Reinigkeit i und Beständigkeit bedürfftig ist/und haben sol. ^ Da nun das Ferch ein allezeit lebendes und fort^ ; farendes Ding ist/ möchte sich einer wol wundern/ i wie es dann eine Gelegenheit hatte / mit dem Me- . rall / vas für unsern Augen und Händen gehandelt i und gebraucht wird ; dasselbe ist nun hart und cos- , xulirc; ob dasselbige auch lebendig oder todt wäre ^ und also fort ;unv ob auch das Leben oder Ferch in eu nem Metall könne getüdtet werden / (das denn un- § niüglich ist ) wie es zugienge ? Darauff ist nun yn. iese >au Le, mn da er- len yn irs >e- s en >r, en >ff ei, en >1/ m eit t- rr/ 2 - -lt 3 - re ü- n, m in l Von den, LNetall'Ferch. e? ^rin einfältiger Bescheid/ daß ein Metall wohl leben, W seyn kan/so es ruhet/gleich so wohl/als wann es wa« ^ei/oder sich reget / nnd ist abermühls ein Unterscheid Zu machen unter dem Tod der Metallen/ und unter ihrer Ruhe /, denn der Todt trifft nur die corpars, da ei- ; aber in der Ruhe istdasDing ^i^dendlg;denndas Ferch kan nicht untergehen; ^.x'"?^ünneincorpu8 eines Metalls vorhanden ist/ joljt es sichtbarlich in zweyerley Weise vorhanden. . ist in liguiäo, das stehet man / wie es hin und <>- Zet / und wenn es durch eine frembde fchädli- getrieben wird/ sowird es vollste, und fleugt -Oder ist in costzulaw vorbanden/ darinnen ruhet Eö ^solange biß eswieder in liguiZmn gebracht wird: und solche zweyerlcyWeife währet/so lange ein coi-pur fahret/wann aber ein corpur hinweg ist / und ist in ein edlers/oderunedlcrs gestiegen/so ist das Ferch oder Leben auch mit hin: Wilst duderhalben ein corpu; haben oder behalten/so habe aufdas Ferch gute Achtung/ denn wo du es aufbringest/ und jagest mit Unverstand / so geschicht es mir Hlbgang des corpori;,darinnen es ist/ denn es zeucht nimmermehr leer aus/sondern es schleißt und führet immer einen Ferch nachdem andern ab/ und führet es hin/ biß zuletzt nichts mehr da ist. Wie es aber mit derBewegnis und Ruhe des Ferchs zugehe / und wie es die Natur zu der Ruhe bringet / muß man fleißig Achtung haben/mitsonder- bahrenFleiß und Auffmerckung / dann dieseibige steif, stgeWiffenschafft zeiget es/daß es ein unterschiedliches Ding ist umb das Ferch/Saamen/und corpm, dann du handelst mit demSaamenwie du wilt / so wird Bb der- r§ Des». Buchs r. Laprtet derselbe nicht volstil», es wäre wider seine Art/ wie du hernach an seinem Ort hören wirst; Desselbigen gleichen auch das Lorpu,; sondern allein das Ferch-denn so dudenFerch fügest mitseinerSpeiß/ sosiarckestdu das gantze Merck nicht anders / als wie eine Mutter ihrKmd/dassiewol speiset und trancket/so ruhet es de- - sto besser/also auch das Ferch. Dahero ihrer viel (die nur auffdrn Saamen / oder anffdas Corpus Achtung Leben / und wissen umb das Ferch keinen gründlichen Bescheid) das Corpus verliehren/ dammb daß sie der . Natur Prsgreß nicht halten / und das hinderst zu fsr, derst färnehmen und angreiffen. Solche Ruhe aber und Schlaffdes Ferchs ist darzu auch dienstlich / daß ein corpus nicht verzehret werde / wann es in seine . Vollkommenheit kommen ist/denn so lang es wachet/so » lang verzehret es/wann es aber ruhet/so stehet esHick/ . re/und währet/und da es gar keine Speise zu verzehren' ' hat / so greiffk es sein eigen Lorpus an / biß es dasselbe ^ gantz hin verzehrt/ und endlich sich erhebtund an ein ander Ort begiebtt- Dahero auch die Schätze oder Pagamrnt/wsnn sie vergraben sind / endlich auffwctt chen/ ihre Korpora verzehren und zu Staub machen/ Laß von ihnen nichts dann ein blosser Stein oder Fluß übrig bleibt/wie dann an vielen Orten zu sehen ist. Odrr i Von des Metalls Saamen. I 8S5)Lle/so von demSaamenbcMetallen geschrieben H ZWHaben / sevnd darinnen einig / daß sie sagen/ der, ' mnnnlicheSstamen hesMeWs sey derSchwe rdu l leimn idll «er de- 'die Mg he» der fo» ?. der daß nne . t/so - ich^ ^ iren''' elbe ^ lein »der wa^ en/ iluß 'best der we- fei/ V-ndesMekrllsGaamett. 19 ' fek / und der weibliche der Mereurius. Das will "un nach seinem Verstand verstanden seyn/und nicht k'er gemeine sulpkur und Mereurius darvor gehalten seyn / denn es ist der sichtige Mereurius mcrallum, ein corpui vor sich denen sieben cioi-po- ribus; ran derhalben kein Saamen seyn / so ist er auch kalt/ und kan die Kälte allein auch kein Saame nicht styn: So ist der Sulpbur des Metalls Speise/ wie ran er denn ein Saamen seyn ? jadeö Saamen verzehret den Lulpliu», wie solte denn ein Saamen den an- ^"verzehren ? was weite für ein Lorpus daraus wer- ven / Darum ist es weit gefehlet / es nach gemeinem -verstand zu verstehen / sondern der Saamen aller coiPMlim ist der l^cicvriu; cvrgorum, der von Natur ver^ilerhitzigste ist / darum wenn der Mereurius coi-Mrum in einem Merck ist und hat Speise genug, so treiben allezeit sechs Mercmii ein Lorpuz Herfür / was es dann für eins aus den scchftn sey/ darnach sie im AuAoder Abstciaen seyn. Dieweil dann solcher Mercurii sieben sind / halb männlich/halb weiblich / begiebt es sich/wo der Saa- weüvsncn, und ki3M5 den Vorzug haben / daß sie rm männlich corpu, 8vli5 auffbrmgen / wo aber der Saame Lammi und I«vi; Uberhand behalten / daß sie ern weiblich <^orpu5 zu wegen bringen / so l.uns genen- net wird; Mercurins hilfftzu beydelr Seiten- Also geschieht auch mit den andern Corporibu,: Sie sind aber allezeit und in einer ieden Arbeit alle beyemander / denn sie lassen sich nicht theilen/wie es dann auch recht ist/dann was wolt für ein corpm daraus werden ? denn die Natur hat perseölacor^ora, ob sie wol wiederum müssen in sich selbst zergehemftpnd sie Bbif iW Lo Des l'Buchs r. Capitel ^ doch in ihrer Zeit vollkommen/ dann was wäre das füö «in Saame/wann ihm etwas solle fehlen an irgends ^ einem Glied in feinem Eörper? ! Darümb hat auch ein jedes corpm feinen aanheU ' Saamen/uud daher hat die tranrmütatio ihrenGrund/ ^ Aufmnd Absteigung der Metallen könte sonsten nicht - geschehen / wo sie nicht in dem Saamen einander ver- wandt wären / denn daß einer sagt / Silber sey kein ^ Gold/käs glaubet ein Bauer auch/ denn er siehet es/ ^ aber daß Silber und Gold einen Saamen haben/ der im Auffsteigen das Silber zu Golde machet / und im . Absteigen zu Kupffec /, das glaubet der Bauer nicht / . L enN er hat des SaaMens keinen grändlichenBericht/ ^ wie der aus einem corpore in ein anders gehen muß / sonst ist er nicht fruchtbar/ erkalt auch natürlich nicht ohn ein corpu, seyn / darinnen ruhet er ^ was aber das ohnförmliche corpu; der Metallen sey? ehe denn es durch die Speise Krankst und zubereitet wird/ gehören darzu sieben unterirrdische natürliche Stück / als nemlich «-EitteErden / r. Strnt- / Z- Erdasche/ ^ 4.. ErdsnflvfltS Glast / 5. Das Erden MM / 6. Die Er-enfärb / 7. Der Erden Rüst. Diese > . alle sind des eorpnri'z Materien , und wie die Erde des Menschen Xiareria ist / Daraus er von GOtt gemacht / i und darzu er wieder werden muß / also relolvirea sich > endlichen auch' alle eorpom wieder darein / welcher Bergmann darum Bescheid weiß / den halt ich auch i für einen rechten Bergmann / denn es seynd gar wenig die diesen Bescheid wisieN/ob sie gleich täglichen damit umbgehen/und ob man schon sagen wolle / sie verstüm t den es wohl/ so ists doch in Warhcit nichts / will ge- j schweigen/daß sie es selten wissen r« gebrauchen. r» V<-ii des Metalls Saamerr. yens dahoromik umechten.Namen Zwisten von dem Nutzen nichts/ darumd verstürtzen sie esofftausder Hallen/die werden endlich gut Larvon/ie älter sie werden/das mag ein Leder wohl dedencken/und diesem LiN richt nicht feind z noch undanckbar dargegen ftyn. Man mag allhier auch die?K,loso^o! wohl entschuld Ligen/als hätten sie auch etwas darvon gewust. Aber wo stehet das. geschrieben / einen r^ercunum cor^oriL aus derErden z Nuß z Stein z Giaß rc. zu suchen und zu finden? dahrro auch das künstliche prvbiren/daraus mclnvirt, infuliginirt, iavilnrr entstehet; Ist vero- wetzender Saamen der Metallen so wohlvvllkvmUch and käntlich/ als das Ferch unsichtbar. Wo blerben aber diese/ so da wollen der Natur nacharbettenz uns kennen deren keines z Wissens auch nicht zubekommen z dann muß es die Kunst über sich nehmen z und sue falsch ausgemffen werden z und allezdie hamtt umvg^ den; aber was thut der Unverstand mcht? Es ist auch vhnmsglich ein corpur zubekommen ohneSaammzso Weniaals einSaamcnohne seineFruchtbarkett-.Dar- umb so siehe dich fleißig umb nach demselben in seiner kelulurion , so findest du has Lorxus in der 8.oäuüion- Arbeit mit Freuden« Es ist aber nicht die geringste Arbeit/ wie etliche der uhralten Philosophen gesagt/ die es eine doppelte Arbeit genennt haben/ dann also sagen sie: Es muß zuvor das Metall durch die Hand des SchmeMs / darnach durch die Hand des Alchimisten gangen seyn/ tvan man will mit der künstlichen Arbeit den Saamen hernach erkennen lernen / was ist das änderst gesagt / als daß die kefoiuflon zweyerley seye; Einn da vw klsahrne Schmeltzer das ^ rr Des r. Buchs z. Capitel nacions naturali in äuÄile bringet / V0N demselben kommet aller Unflat bm ; Darnach so kommt der Be ^ chimist/brinZet das Lo^u, wider zurück in seine eine- j rem, caicem i lau'cem , virrum, colorem, lüligincm , subtürranea;, darinnen ruhet und last sich dann der ^ Saame der Metallen und das Ferch ftuchtbarlichen sehen und fünden in dem Corpore , und sich rclluciren in ein sinritualisch Wüster oder primam msreriain » nach der Art und Eigenschafft des Metalls / ja also ganh künstlich in seine natürliche Anfänge scheiden - und clivirürsn, nach Brauch und Inhalt der Alchimü » sten Kunst / davon folgends an seinem Ort mehrer und klarer soll gesagt werden/wann ich von den Mnersli- bus reden und handeln werde. Oder Von der Metallen Speise. KbJewol eshiehero nicht gehöret/ wie dietvlm-- ralia sosslüa unter der Erden gemacht wer- den/doch so würcket und macht sie die Natur aus der Erden feuchten Säfften/und Bergwaxen/öie« selben seynd darnach der Metallen Speise/ nicht die gesottenen hieroben; darum so du hieroden zu deiner Nacharbeit in den Metallen wölkest solche gesottene zuschlagen in ihrer corporalischen Form vhncmffgr- iost/sowirstdu umsonst arbeiten/ und wo nun solche kosstlia sind / da seynd auch Bergwercke/ wo nicht nahe darbey/doch ja nicht weit davsn/dasselbige zeigen alleBergwercke an/als in Ungarn seynd die allerfchön< sten/ rmd bestm/ Schwefel / Alaun / und Vitriol-« B-rS' va»t der.Metallen Speist. r> Aergwttck: Also auch hart umb den Harß herumb / Gqlh / Wictriol rc. Also umb Goßlar, Mannsfeld, > »eüerftld , also auch umb Schwatz in Etschland, die schönen Salh - Bergwerck zu Lall , auch da findet ' man Schwefel überall sehr schön : Du must aber ,^plcht gedeneken, daß sie dieselben d^merslis also grob ^öchttn / stndxxs, sie prTvarirsn sie Mor / welo Eme schone Arbeit ist, ein Mnsrsl so hoch m ore^ zu bringen, die denn halb Metallisch seyn, »o ivexsich ^,in e§ durch Metall geschehen / daß das > .7^'E genommen / zurück in ein Mineral relluört » UNL aus denselbigen hiinersl klarer bereitet werden, ua siehest du,wie sich dieNatur lasset fürsichmnd dann M) Wider hinter sich zmück bringen, bis in ihr erstes passer , Schwefel und Salh. Viel machen solche «orer auch wol, aber ohne Metall / daß lang so gut mcht ist / als nach voriger Meynung, dann das oleum » waus einem Victriol, der aus einem Kupffer ist kom/ wen , ist viel besser und krafftiger, ja tausendmal köstli^ cher in seiner Würckung/als das,so aus dem gemeinem Victriol gemacht wird, der von der Natur noch nickt , wiewol der Ungarische Victriol in ftlnerWurckung und Tugend uiannigsaltig / kräss, , ?^atlg, auch genug erfodert wird / aus , Ursachen/daß er von Natur mehr erhöhet, zu grösserer -^mckenheit und Reyffe gebracht worden , weder , o»e andern, genannten, denen dieser allen zuvor gehet, und sie wen übertrifft; Und durch solche prs-paracioir wnnen sie die wmerzjjz gemessen, und ihre Lust stär, - Wann man? etwas machen mll/das den Metallen stu tüchtig seyn, so muß es aus MrtMn/mtt Mtallen/und durch meczlls geschehen, B b iitj vas r4 Des r - ^chsLaprtes das ist warst ch der rechte und einige Weg und Grifft darauff der üoi-um mineralium Härte zu treffen ist / das ist nicht eine schlechte Kunst/nimm allezeit davon/ und thue nichts dazu/ das ist die Kunst / nicht den Ab, gang / der ist denn und bleibet gesttten Minerale, der bezahlet dir die Mühe; Also lerne arbeiten ; Solche Höre;werden osst gediegen gefunden/sonderlich in Um gärn und Wallachey / so schon/ als nimmermehr ein roth güldenes Ertz/wie ein Crvstai! durchsichtig rvth/iff gut Gold und Silber/nachdem sie gefaxbet seyn/ und es gehet ihm wenig ab / das ist eine vornehme Wissen, sch afft / und eine Kunst und Nachdenckung das Glast hart zu machen / dann daraus emsprinM es / daß die- ! fe Gläser unter derSrdin das Metall zurichten/ dar, innen es sich silbsten formirlich machet und formiret/ darzu niinmt es nun nichts/als des Klarcain;; Und wie tvist du argumsmiren den in einem solchen halben Me, tall / und halb miacraliichen Glase ? Das heist cum , «ecalli; in l^stalla ; Denn daß du Nimmst ein anders , Wn Hojh Unrght kommet aus dem. Mißverstand der win-ra- s liurn, dann die gesottenen seynd ein schädliches Gisst / i lind Etzwasser der Metallen/wie man es dann hieroben ! es; W >n/ üb, der che ' ein /ist >nd m, laß ^ ue- ! ar, et/ vie üe, > iw . rrs . lo-. die 5s- )hk >en »es ley rs- , ^ i >en a- ' let . :s; ' V<-rr de^rNetnNenSpeist. rZ es; So ftynd die andern, so da schon anzusehen seyn bey den Metallen / und daran kleben die ärgsten GM derstlbigen/dann so bald sie kommen / zünden und rieh* ten sie die schädlichen Sätze zu/und ist umbsonst/ob siel gleich die Form und Gestalt noch haben und behalten; Denn wie ein vergtffter Mensch gleichwol eines Men, silM Gestalt hat/so ist derselbe doch vergjfftct / und stecket auch andere an; Gesetzt/wann es schon zu einem ^lverck wurde / so ists doch leer/und nichts drinnen. Arese gar eigentliche Auffmerckung nun will beyalleir ^ergleuthenund Laboranten sehr nöthig seyn / dann Da sie nicht darauffmercken/ tbun sie nicht allein dem Werck/ sondern auch ihnen selbsten Schaden / dann Das Metall wird nicht allein flächrig/wo man ihm das ^oth zusetzet/sondern auch das da bleibet / wird sehe d'wgeschmeidig/und leidet stetig einen Abgang/ so lang es unter demHammer ist/dan derSaame wird schlieft slg in den corgori'bu;; So mögen nun die Arbeiter Luschen / wann sie esmitdemFeuerangreiffen/ wiees ihnen mit der Bergsucht lohnet/man siehet und erfahret es / wie sich vas Gisst oben an die Oefen / und in die Oeftnbruche und Ritzen anbencket/ Hütten-Rauch draus wird/und in Summa überall Schaden zufüget, me man dann solches zum öfftern erführet. Es unterstehen sich nicht mit kleinern Schaden beyde ihrer und aller Wahren / so damit sollen gear, Keilet werden/ ihrer sehr viel/ und wollen aus demÄnß, Geiß solcher klmersiien etwas nützliches ausrichten; Sieden derhalben Schwefel/ Alaun/ Vitriol/ und er, stäncken sich darmit/ daß sie wenig gesunde Tage haben/nehmen noch mehr Kych darzu/die verstehen nicht, -aß die kolllliL, wenn sie außgesogen sind durch dir Bb v Wift r 6 Des I. Buchs 4 . Capitel Witterung der Metallen / sie also die Gisst oder den ! Koch von sich scheinen und seichen/den Dreck kleben sie noch an das Metall/ oder die kece; lulturum, die Laie; , oder der t-ilum tcorlD L cxcrsmeneL fliesten also in den semischen und wilden Safften aus der Er, den/oder werden in die Erden hinein eingetrocknet/ f daraus zwinget mans dann / alles/so damit gearbeiz wird/verkreher es. VL Okkicinä Oder Von der Metallen Werckstatt» 8MLle natürliche Wercke haben ihre sonderliche i ZMb sügliche statte und Stellen / darinnen sie a» beitemistaber «e eine Statt so tieff/darinnen etwas herrlichs und kbsilichs gemacht wird / ist auch et« wan eiu Wcrckieug/der ß) abentheurlich/ und Maks- rien/die so ohnkäntlich seyn/sv s ynd sie in dieserWerck- statt vorhanden. Und was zum ersten belanget das Lob dieser Werckstatt/ so ist sie gleich als eine Kirche/ . darinnen der Saame und das Ferch dem cvrpori ge, traut werden / darinnenessm/ ruhen und arbeiten sie/ > dahin bringen sie alles was in der Erden schönes/reines und lustiges seyn mag^davon kleiden sie sich/daselbst ist » ein ander Feuer / Wasser/ Lufft und Erden / denn was f darinnen verfertiget ist/ das kan man hieoben/ oder mit Hälfst des untern Lufsts kaum wieder von einander bringen / ist es anders / und soll von einander gebracht werden- / das siehe und erfahre es an dem ^ercurio metsllo. Wiederumb was solche Härte machen / das kan man Vdn des Metalls Werckstattt r? l man nickt trennen/ wie dann au dem Golde zu sehen / bei» wie beständig ist es in dem Feur/dieses alles ist der un, nie lern Werckstatt Hitze und Kälte Schuld / welche sie den Metallen mittheilet/ und an ihnen befestiget/dann §x, sie ist der Erden Sleinfeste / die den Metall ihre frei, er/ . "erne Krafft giebt / wird dargegen hol und gewinnet . Gruben/die sie also mit dem Metall endlich füüet/nicht anders wie die Biene ihre Zellen mit Honig füllet / biß sie endlich allgemach zertrennet / und in den Schlich Angeführt wird. Denn der ErdemSteinwirdindev Erden nicht verzehret/ dann er ist ein Satz/ läst nichts weder ein noch aus/ daher ist der Unterscheid zwischen den Erden,Stein und Erdfest, Steine/ welcher einer der Metall Werckstatt iji/der ander aber ihr Tvdt und >r^ Wßer Untergang und der Bergwerck Hindernis r So sol auch keiner nimmermehr sprechen / daß da ein Stein solle solche Hih und Kälte zugleich in sich ha- den / und jetzt eine geben / und die andere verbergen; dannwannerdie.köchstemetLiiLln derArbeithat/so verbirgt er die.Hitz / und so er die geringen hat / so ver- ,, birgt er die Kälk/damit er allenthalben helffen kan/das ' i jst ftm Zeug/Hitz/Kält/des untern Steines/ die denn ., alle danieden ächerlä seyn/ wie hierüber uns collsä». Die tthigen / heutigen / bethorten und unverständigen ^ Alchimisten/so die Natur nicht erkennen nock in acht ! nehmen / haben so gar seltzame inNmmem-, und ' Werckzeug / darneben machen sie allerley v^a. wie sie nur ein jegliches erdencken können/aber der Natur t nach können sie wenig/ denn dieselbe hat nicht acht auff , , die mancherley Formen / sondern nimmt an statt der, selbigen einen tauglichen und wehrhafften Zeug / der ihr indem Merck hält/ die Forma gibt sich wolselbst nach » r 48 Dss.l,Bpchs 4 . Capitel nach seinen angeordneten Saamea / das kommt abey ^ ^ alles daher aus unnützer Arbeit und Unverstand / das ? man nicht vomiöthen achter/eine Wissenschafft zu ha- ! i ben/umb des Bergwercks Bescheid. i Was aber der Zeug sey/den sie darzu gebrauchet/ i > auch wie sie Ordnung damit halt/das solle ich wol all-- ! > hie melden/wils aber an einem andern Ort thun/da ' ^ mag mans suchen und in acht nehmen. Es sagen ' und schreiben die / welche sich die allerverständigstm ^ düncken lassen / uud meynen es sey umsonst / auffMa- ! thematische Weiß der oberen Sternen warzunehmen/ nach Zeit / Tag und Stunden zu arbeiten / das ist wol - etwas / aber nicht viel noch fest gegründet; Dieses aber ist gewißlich wahr / daß so du dem gemeinen Brauch nach arbeitest / änderst dann wir pflegen/ dei- i uem Kopff nach / so arbeitest du auch umsonst: Es ' ist aber sehr wol zu unterscheiden zwischen den obern ; Sternen / und der Metall -- Sternen/wie die leuchten / - und ihre illfluemr haben in ihre corpors : Dann was die obern anlangt/ haben sie ganh eine besondere inkluenrr mit ihrem lumms und moru, so haben, j die untern merM auch ihre besondere instueim aus ! ihren Sternen / und hat also ein jeder Himmel seinen . besondern Lauff und mitrumenm, an welchen man ' der Sternen Ort kan hegreiffen und erkennen / du folt billig bedencken / daß es muß eine besondere Meynung haben Mit einem gantzen opsco üellato corpo- ^ rc, und wider eine andere Meynung mit einem cor- > vor« luciclo, dqrumb so lasse dich die Mühe und Arbeit nicht verdrießen / will du hie etwas erfahren r ' Dann ich mäste gar ein groß Buch schreiben/wann ich > hell gantzen Umbgriff der Bergwerk und alle Ge« VonderMetallen Aus-und Einzug- 29 ep 'Heimnisse uud Wunder unter der Erden solte beschreib rs den und anzeigen/ und wäre daran nickt genug/daß ich r- ^ sie nennete/sondern müste auch beweisen/daß das jeni- Ze alles/so ich ihnen zueignete / gewiß und nicht anders k, ware/das wurde ein groß Buch werden/derer Dinge/ I- die ich nur erfahren / will geschwrigen derer / davon ich a noch M Zeit keinen Bescheid zu geben weiß. Daß n ^ 'wurdeviel schreibens nehmen einem ieglichenUnver« n ^ ständigen seinen Kopffzu ändern / und gescheyd zu ma, t« ! chtnEgeschweigen der Materien/ denen ich noch kei« v neu Namen zu geben wüste/und doch ke nme/denn es ist )l ' keiner unter alten Menschen ? der in dieftr Mlem Er- s den-Schul ausgelernet hätte / und allhie muß ich son- n derlich anzeiaen/wie es dann eigentlich anhero gehört/ i, ^ daß nemlich kein Buch in der Welt kan geschrieben s werden / darinnen die Handgriff alle und iede / als n - wunderbahr and seltzam es in Arbeiten offtermahls , l erfordern/ konten vermeldet und erlernet werden/ derv- N halben der Künstler nach so vieler Andeutung Übst e wissen muß/wie die Arbeit anzugreiffen/unü deroselben n , mit Geschickligkeit vorzustehen / dieselben von fick K selbst erlernen/ und in die Hand nehmen ; So weise n > «un emen allhie in der natürlichen Arbeit hinein in n ! die Gruben / daseldsien suche er / wie ich auch gethan u habe / und lasse ihm einen ehrlichen Bergmann t und nicht einen Schwätzer / Lügrner / und selbst ohnwissen- ^ den) einen solchen Zeug zeigen. Es wolle jehund .. ^ gerne iederman reich seynohne Arbeit/ist aber doch § nicht möglich / und wenn ich der beste Mahler wäre / r ' einem des Zeugs Gestalt abzumahlen / daß er es ver- h § stunde / er muß es sehen und in den Fäusten kennen / § und alsdann sich der Arbeit unterfangen / ich weiß was zc> Des I. Buchs 5. Capitel was in ein Buch gehört / das hab ich hineingebracht/ und hierinnen treulich gethan. VL L6LL88I0l und solches seine ^ dünne^komo; haben, ^ch bin aber derMeynung nicht/ daß es durch den Erd-Boden in die Lufftausziehen solle/und darinnen!>erum fliegen und stieben/und darnach wieder hinein ziehen/das schickt sich nicht; Dann es hat in dieser Lufft nichts natürlich zu thun / es werde dann durch uns heraus gebracht / so hat es dann eine andere Gestalt/ von welchem Auszug ich auch allhie nicht will verstanden haben / denn so zeucht es gar feiten / und streicht zu Tag aus / sondern es gehet durch die Erden/ die ihm offen stehet / nichtwie wir es grerffen und sehen / durch Kläffte und Gänge allein / denn die Erde ist dem Ein-und Auszug offen/wie den Fischendas Mast ser/und den Vögeln die Lufft / so lang biß es kommt in seirMetsll Steinftste / welche Steinfcste ein ander Ding ist denn Der Erden-Stein/dennwo eö denselbi- §en trifft/,gehet es umb / so lang biß es wiederum seinen Gang findet / wie das Wasser umb einen Stein und nicht durchstießet / in seinem Stein aber dableibt es/ und nimmt auch von ihm die Stärcke / wird darinnen zu einem Corpore, und wie es in dem Auszug von einer Metaliftste / oder feinet Steinfeste / wenn sie auch ist s ausgesogen und durchboret/mdie andere / sie fiye wie ' weit sie wslle/zeucht/und das Cubricum zu sich nimmt / als wann ein Vogel die Beine zu sich zeucht / wenn er fleugst / sonst wann es etwau damit anstreichet / so verlieret es etwas von dem Lerere, so last es in sei- / mm Zr Des r.Btkchsö.Capitel ^ ^ nem Einzug das lukncum wider in seine Krafft und , Würckung kommen / dann wenn?es beydes beysam- , wen ist/so kau das Metall zunehmen/ darnach so zeucht ! es wunderbärlicher Weise die Speise zu sich/und ver- ! mehret sich wieder/ und ist sich wol zu verwundern/ daß > in solchem Einzug / wann das lubricnm ie langer re j , näher zu seiner Werckstatt kommet/ie mehr es sich fort ! > wieder häuffet und stärcket/ biß endlich in der Merck« ! statt wiederum die Arbeit bestättiger. Solche Stär- i ^ ckung aber kan man anderer Weiß nicht deuten noch ; erlernen / denn daß es das ^lercurium mstulium ^ macht/ denn es gibt sich zum allerersten in demselbigm in dasliguiclumein/daselbst nimmt eshernach alles/ ! und coagulirt UNd congelirr sich , nachdem die cor- xora männlich oder weiblich seynd / biß es endlich in ' corpu; iixum loliclum Loii; bracht Wird- Die- ser Einzug macht einen Ort der Erden ganh edel und . fruchtbar/ist auch/ sonderlich wann es das auffsteigen- l. veErtz im Merck hat/daselbst eine gar gesunde Lufft/ und wo man denn oben mit dem schmelhen / und Engen Rauch nicht selbst die Luffc verunreiniget/ so ist da« ! selbst gut wohnen. > Es gibt auch zu verstehen die ganheNacharbeit/wis man das gantze Merck soll anstellen / damit das Ertz bleibe und nicht erwache / sondern sich in seinen Fluß ! gebe/ und allezeit gern bey seinem corpore bleibe / denn es zeucht nichtgerne wiederum aus/ wannes einmahl recht eingezogen ist/und sich in die Arbeit gestellet hat/ ^ denn es ruhet nicht in seinem Ort / wie dann auch in ^ seinem ganhen Zeug nicht/sondern es arbeitet allezeit/ und gibt sich fein zu sehen / was der Schließ und Flug ' ist / und wie sich derftibige selbst begibt in ein fbE csr- lM- ichk >er- )aß rw fort rck« ar- och j um ! zen ^ es/ ! or« > in >ie- >nd ruft/ fti- vlS '-ch Ivß nn rhl rt, in it/ ug >» V-ttderMetaNenFlusilmdHarte. ^ zz corpM vder Erden, Saltz / welches er so lang rühret und reget/ sich drinnen weihet und schleppet/biß er ein corpu8 KhUlöum bekommet / darnach ein corpu; ter- reurn und immerfort hoher und härter bracht wird. Und das heisiet recht Xlercurmm coggulirea , con- ßeliien.Ncimälrsn Md Lgiren ,so gibt er etwas. Das ändere co3gulirell hat keinen Bestand/ sonderneö reget und beweget sich bald widerumb / und ist also con- 8elm nichts werth / denn es hat und gewinnet kein corpmausdensiebenen- VL kL80l.UH0Kle KLVUcilOdtL ^ Oder Von der MetallmFluß und Hätte. befindet ßch/daß die natürliche Hitze ein Ur- fach ist alles Flusses der Metallen/weil nemlich der Saame der Metallen an ihm selbst gantz hihig/auch das Fcrch/dicweii seine zwo Eigenschassceir hitzig sind ; denn das Fliegen ist fürwar der Hitze Schuld/ so ist das Regen und Wegen oder l^ubricum auchhitzig/bieweil es oelichtiss/vielmehraberwirdeS bitziger/wann es in seineWerckstarr kommet/dann die- feiblge/weü sie auch hitzig ist/ßärcket sie noch mehr/da- her ist es in seinem Merck hitzig / und solches dedarffs auch wol/dann zum ersten könte es nicht in sein Orpus etwas mehrers bringen/wann es nicht flüßig und weich wäre; es bringet aber nichts hinein/es seye dann durch diese drey Hitzen gangen / und durch diescibigen ge- rechtferttgetworden/dann versuche es und schlage ihm sonsten ein fiußigDingzu/ das da nicht zuvor durch Lc die Des l. Buchs 6. Lapr'cel tzrsse drey Hitzen gangen/sb es das Metall wird Glich, > men / es thut es nimmermehr. Zum Zandern müssen ! sie den Fluß auch haben der Reinigung halben / denn eSdesflüßigenArt ist / daß es an die Ende auffresset/ was ihme nicht dienlich ist zu demselben Weg und Werck/so es für hat. Solcher Fluß aber ist üuter, schiedlich von dem andern künstlichen Fluß/da man das Lorpur allein flicssen tast / oder schmeitzet / wie der Schmeltzer thut / wann er die excremenca hieroben Larvon scheidet/ derun die Natur schmeitzet danieden . vichtalso/ sondern wie das Korn hie wachst/so last sie ! DasKorn und Spreu unter einander/und ist also ein grosser Unterscheid zwischen unserm Schmelhen und Der Natur,fliessen/denn da wir auch lerneten eineMn- terscheid zu halten zwischen denFlüssen und Schwel- tzen/würden wir viel weniger Abgang spüren.Achmuß auchallhiergedencken- daß man sehr grschäfftig j>t Mir dem 3MS pvrsblii, wie man dasselbige möge zu Wege bringen/da ssnden sich ein Haussen Meister/die wollen fliesten das noch nicht superfeine Metall / das noch excrcmemorum cincrcm , oder Wvl Was är- gers/einen dvstnGiffk/bey sich hat:Nehmenderhalben eorrogvische Wasser / oder Eßig/agua VÜL und ds- -rengleichen; aber sage mir/ was nimmt die Natur/ wann sie wilsiu gefroren Wasser wieder in Fluß bringen ? sie nimmtja nicht solche Ding/sondern allein eine Hih darzu. Darum so thu ihm auch also/wann duwilk das Metallische Corpus, wie es durch die Natur vollkommen gemacht/ und uns durch Schmelhen und 6- oirsn an den Tag geben / nehmen / und zurück in seine erste ütarensm bringen und rslölviren , so erwecke Das FeH/ so hast du ein jegliches evchu; wstMcum ich- > M i mn ! sei- i Md i ter- ! mri , der j I sie l em I ud Inlet- uß ist zu die as w- er; )s- :r/ ! lN- ne ilk ll- 6 - ne ke V-n der MstaUm Auß und Härte. zx Mübste, und wenn es rein und superfein ist gemacht/ so hat es kein excremenrum mehr/ es hat Mich keinen schädlichen Gisst mehr/ und laß den Zusatz der corrosi- visch'en Dinge bleiben/ der Fluß solcher Materien /die hätten / dieselbige muß nicht von aussen verstanden werven/ wie unsere hieroben/ dannwann ein Lorpur hart soll werden / so härtet man es von aussen/ dassclbi- ge thut die Natur nicht/ sondern sie härtet den Saa- Ei oder den ^lsrcurium corpvri; , alsdann so leger sich der Fluß/und wird eine solche Härte darauß/ drme das Schnreltzen hieroben keinen Abbruch thun kam ÄZann ein Wasser gefrieret / so verharschet es ein wenig/ und immerfort/ biß es gantz zu Grunde gefrcmet/ aber hie gestehet es von innen heraus / daher» lernet man den schonen rmd herrlichen Grund der grajest» die den 8 cui-pQnz angreifftn/ und ein natürlich Kr«- Mm luper üralum machen / denn so sind die Metallen zusammen gebracht / und also muß man ein künstlich ÄLerck hern-zch bringen / und dahero kommt auch der Grund / das Z mei-Mum zu lahmen nnd zu legen/ und das N' bncum zu sangen und zu beschlagen. Man muß aber nicht drucken auff solches Harten /M da man ein Eisen hämn mag wie Stahl/ und wieder« umb weich machen/ wie Zinn/ das heist nur eine dichte Harte/ die das corsiuz geschmeidig behält / und so, hart bey einander/ da ihme das Ober Feuer nicht scha, den mag / denn alle Härtenhieroben kan man imFeur wieder ablassen / abcr Liese nicht / denn sie stehet hrero- brn alle Proben aus: darum wie die Härte / so hieroben geschlcht/ die coi pora im Wasser harret/ also zuwider muß man das Wasser / das in denen cvr^onbur mrtMcir ist/ heraus bkirtzen /so wird es hakt- dem Ce'j wie z6 Des r. Bachs 7. Capitel wie die Lufft/ so in der Erden ist/ härtet die Erden / daß sie Erden bleibt/und nicht zu Steinen wird/ also auch Lieseibige das Wasser / daß es nicht zu Haussen laufst/ ^ und zu Perlen oder Edetgesteinen wird / wie man sie dann daraus machen mag / wenn man die Luffc heraus hat. Wie man aber das innerste Feur aus den M- tailis bringet/das ist das allerhöchste Stück/aber wol zubegreissen/ anscmemOrtzufindcn/daichvonder- ! gleichen Sachen schreiben / und weiter Erzehlnng ! thun werde. Ich nenne es an diesem Ort/wie Bergleuten gebühret / deren Reden ich mich ietzund auch gebrauche / die Ruhe/ da solches Feuer/das also zwischen dem pi-ojeli lieget / ganh auszeucht / und nichts > hinter sich läst / das ist / wo das l.ubricum oder das ^ Vvlacils gleich bey einander ist/und solches hebet/und bringet es Herfür und feget es aus. An dem Manns- < feldischen Schiffer siehet man/ daß das VolanI- dahin ist / und das I.ubricum»denn da ist der Unflat noch zwischen dem xrojett , und ist kein schönes reincS ' Werck/sondern ein gemengtes. Oder Don der Metallen Auff-und Absteigung. )Iese neue Weise von dem Metall zu reden und zu schreiben / verursachet die Erfahrung/ denn des Ferchs erste immerwährende Einfahrt mehret und starcket zum ersten in der Werckstatt und Wkric» von der MeEenAuff-mtd Abster'gUttg. ;7 ^scrice denJcor^orum, biß so lang Lk in seine volle brasst kommet / wann er nun gantz kräffng und wächtig in sich worden ist/ hebet er allgemach an/sich in ein c'orxm zu kleiden/ und zum ersten nimmt erdas allergeringste an sich/ das er auch von erst ableget/welches dann geringlich geschicht/ wie der bloß ist / denn kein corpuz unter allen geringer abzulegen ist / denn das (lorpu! L / dann es so dünne ist / daß man dassel, ve/wle einen schönen Leib durch klare Schleyer-Leiu-- wand siehet/ und durch seinen Leib auch seineGeistlich- keit. Sein geistlicher Leib ist das L mcrzilum oder/wie ich es b'" " ^ uerodersonde- l'Er Leib.^ .... .^....Nacharbeiten anzeiget und weiset / denn er macht aus der subtilesten Erden dafselbige sein Kleid dem 6 / nach dem steil M er hoher / und gibt ihm ein harter Md besser Kstid/ das ihm nicht so leicht als des v/ aber doch ja *nit so geringer Arbeit abzuziehen ist / welches dann aus der Arbeit des Z coworum herkommt/ denn der 8 eorgorum ist von wegen seines Flusses dasallerhihig- ste/wie er im ^bezeuget in demAuffsteigen / daß er ihm aus der Erden seinen Leib einen äschen Leib machet/ daher dann der N-sehr äschen und spröd ist/ und hebtanzuklingenwegen des Metalls / ob erwotnicht fest ist / dennoch allernächst daran sol mcorgmircwer- den/denn er klinget was düsterer und dunckeler/denn er ist'dem Eisen etwas ferner/ und dem 8 etwas näher der Hitze halben. Da mercke nun bey diesem Metall im ausiieigen/daß es liegt an derAeschen mit und durch des V Wasser gereiniget / wird aber nicht hieroben aus der Aschen und aus dem Salh oder Erden-Was. ser oder b Wäger/und aus dem Sand oder Stein Cc iij ch zz Des i - Buchs 7. Lapiesl ein Glaß? Was ist aber das reine Untcr.Erden,G!aß/ das nicht zubricht/klinget/hauet den Stahl oder Ei, sen/over das corpu; x-si,rk!5, weichcs/da es den ktercu- riamcerrporum bey sich hat / kan es Nicht anders ge- nennet werden denn Eisen / darum hakes den Klang/ Laßes Stein ist/und doch Glaß. Denn siosse Stein und Glaß zusammen / laß sehen / ob es nicht klinget. Diß hat aber die Natur zu Haussen gest offen / wo man ks anstost/jo klinget es/es ist aber sehr dicht / Mannes Lauter ist / darum!) ist es sehr fest / und darumb hat es hier einen andern Stein oder Sand/ den es in solcher Arbeit mischet mit der Aschen / und mit dem Salh- Wasser / zum Glaß der Erden / ederDuncke!, Glaß/» Festen Eisen: darum sage mir / wann Man hier ein rechtschaffenes Metall oder Erd-Farbe / ja ein Metall, sklbs relolvitt zur Farbe / und bringet es in ein Glaß/ giebt es ihm nicht eineFarbe ? ja tränn/ derohalben so kan bald aus 'dem Eisen ein - werden / wie dann das natürlich geschicht / da ihm ein solche nie, rallische Farbe eine scharffe Lauge in Ungarn ein, bringt/ daß das beste Kupffer daraus wird / doch behält es Vie Glasigkeit noch / wiewol sie von der Farbe etwas ist getrucket worden durch diemLrcurioxcorpo- rum, denInfluß/deu sie haben / den edlem sie immer, fort zur Geschmeidigkeitund Beständigkeit/ habe de- rohalden hier acht auff diesen Farbenzeug / den du bey solchem corpore findest in dieser Wei'ckstatt außberei, tet / die bringet dir ein solches ^zum Kupffer mit grossem Gewinn und Überfluß« Thue nun diese Farben hinweg und schaue / weil der Z corxorum durch so viel Misse coi-por-, hatge, Zangen / und jMmerdav einen schonen weissen Ruß von der Metalle-r Arrff-rmh WM§et». g- nach den andern gefangen / sonderlich den höchste» Farben - Ruß und den beständigsten / wie schön bekleb derer sich darinnen / und macht ein schönes und reines corp«s i.unL daraus / denn solche Materien alle zu Nuß gemacht und eleviret/ ist das beständige corpus der , darein kleidet er sich so hart / daß man ihn nicht heraus brennen mag / denn es ist siebenmahl herdurch/durch die allergröste Unter--Hitze gangen/die die corpore zerstöret / so da zerstörlich seyn / wo sie mcht dem 8 cvrporum dicht incor^orirc seyn rmd werden / über das denn nichts hat zu regieren über das Feuer der oberen und unteren Element / auch nicht der mittlern : Darum so schaue/wie die Natur so hubjch lZbcirirct und steiget / da sie das gantze cor- PU5 i.anX calcinirt, solcher Kalck ist nichts Zanders dann ein corpar G / und die Nnctur und färbende Rothe bekommet es von der Vollkommenheit undHo- heil/ die das Feuer hat/und ihr verleihen kan/diesel- bige Farbe muß es behalten/ biß es wiederum herab stelzet/ denn daß das Feuer zwingen kan/ ist nichts. Was aber das Absteigen belanget / hast du bald aus diesem Auffsteigen zu ersehen / denn daß dieses der Unterscheid ist / daß es mrAuffsteigen die Bncturzuvor, bekommt/ ehe denn das Lorpur,da aber verlcurer sie sie eher/ daher dann diese absteigende Ertze viel unvollkommener sind/denn die auffsteigendm. 4 ° Des k. Buchs 8 Capitel OL K.LZklk^N'rL, -l)der Von dem lebendigen Ertze. )Jeweil man aber mit der Bcrgwercks Arbeit der Namr einen Einfall thut/ so bekommt man auch mancherleyMttall/und hat man derohal» den einen Unterscheid unter ihnen machen müssen / da/ mit man nicht Schaden und Abgang leiden dörffte in derArbeit.Denn wie ein jedes seinen sonderlichenNa- men und Eigenschafft hat in der Arbeit/ also hat es auch seine sonderliche Arbeit / auch auf eine sondere Weise läst es sich finden/auch mit der Ruthen ausgehen. Dann daß man das Metall zuunterscheiden weiß an den Farben / ist wol eine feine Erkänt- nis / als Rothgülden-Glaß-Erß/ grün/schwach Erh rc. aber dennoch weiß man doch nicht so gantz gründlich feine Arbeit. Damit mir im Schmeltzen nichts abgehe / so ist solche meine Erkäntnis diese / daß ich eines Eches Eigenschafft lerne wissen/ehe es heraus gehauen wird / weil es noch unter der Erden ist / an seines Witterung/ denn kein Ech oder Metall wittert/ als allein unter der Eeden/ ob es gleich oben wittert / so ist es doch eine schwache Witterung/die nicht weit von seinem corpore gehet/ damit schlaget die Ruthen auch auff die oberssme»!!-, und dos ist der grösscsie Vortheil / denn mit einem Feuer witternden Kie»il in das lohe Feuer/und die Feuer - Rost und die groben Seiger giebt anders nichts denn Flug und Schließ/ ja dreyerley Schaden : Denn zum ersten fleucht nicht allein dazumal viel hin von dem M-wu / sondern lt l. ! ce ^ 's« N t- ü H tz i n ! ß i s i- , !> , ' k t - !- V»N dem lebendiges Ertze. 4» dern das bleibende wird auch flüchtig / so offt es hernach wird umgeschmelht , verleuret man davon. Zum andern wird das überbleibende auch ohnge- schmcidig und ist ihm kümmerlich zu helffen. Zum dritten brennet man die elsvirtsn Mineralien dahin / die sonsten zu der Nach-Arbeit ein grosser Vortheil waren/auch inderArtzney/dennsiestlbstvonder Na- tur ausss höchst und bestprT^arirt sind / darum denn mancher / so andere minerslia darzu nimmt zu seiner Ä Lach - Arbeit / umsonst und vergeblich arbeitet: denn auß dem Goßkarischen vi-3rol,der bey dem Silber oder Bley im Bttgwerck wächst / und da also hoch xr-eparire ist / kan man ohn allen Zusatz Kupfferma- chen/aus dem man denn wieder einen Victriol machen ran / und darnach ein Oleum, mit dem man das kocla- K^heilet/solte man nun denselben also boßlich mildem Silber wegbrennen / das wäre ja grosser Schaden. Nenne ich derhalben unterschiedlich ein Metall/ das da zu und von sich wittert/ doch daß die Zuwitterung stärcker ssye / ein lebendiges Metall / von wegen der Eigenschaffc des Lebens,denn was da athemet/das ist lebendig, die Witterung aber ist dem Athem zu vergleichen/solches Metallals einAthem/nimmt stracks zu wie ein junges Kind von zehen zu zehen Jahren/ also steiget dieses auch/biß es in seinem höchsten Stand und clorpu; kommet/ olsdenn bekommet es einen andern Nahmen/und hat also/wie zu greiffen/ einen grossen Unterscheid in der Arbeit von einander / sonderlich voa einem Todten / dasselbe ist nun hier wol zu bedencken/ denn solcher Unterscheid giebt eine schöne reine Arbeit/ und hierein gehören alle gemenyte Ertze/die da nicht eher als im scheiden (wie gebräuchlich ist) voneinan- Cc v der 4 » . DesBrrchs 8- Capitel ^ der getheiietwerden r Als in Ungarn hat. man überall Guldig Silber / das ist/ darinnen G ist/ das da an seiner Farbe und Schwere rein ist/ es hat nichts verrohren / sondern es ist noch im Werck/ und so mans nicht . verstöret hätte und zu unrechter Zeit gewonnen / so wäre das Silber gantz zu S worden/ wie denn dem- selbigen Silber sehr gering und leicht zur Höhe und , rerkeWon kan gehvlffen werden / und fünften auch an sichfelberbesser istin das Pergament / und in der ce- ' msvrZtwn besser zu gebrauchen / wie dann die Kupffer zu MannSstld sonderlich seyn/die viel besstr in ' derArbeit/ als andere Kupffrr / denn es ist ei n klei ner MaWl/daßße Mt gantz seLM^stherMchen. ^ Aber das ist das beste / daß sie sehr satte Farben ha- . bm/und haben sie nicht verkehren/wie die eieÄi-g ,Md sofort mit den, andern auch tz das ist aber wolzu wer- . cken / daß solche Erbe die EigenOajst haben /daß das mehrereLorpu; imSchmeitzendaS mindere gantz rein verbieget / man steht es nicht/ wirb seiner auchiiicht gewahr/denn im Scigern und Scheiden/ da wird mans, ' gewähr / so kan man es also wissen / weil es noch unter. > der Erden ist / dann ist cs ein wikterendes Ertz / so ist es' gewiß ein solch gemängtcs/aufdiese Weise/wie ich jetzt ü habe gemeldet / darssst du ihm ohne Proben das vertrauen/obgleich derKuchen eine gantz stlbcrneFarb hat/ oder eine gantz kkwfferne / daraus siehet man nun hie auMscheinlich/wie die Natur ein Orpu; suAmennrt, von dem unterstemtmmer hinauff/ schlägt das unter- . sie dem obersten zu/ doch in einer gantz verblümte Wei^ I se/denn die verstorbenen ^orpo -2 bringen immermehe tz darzu dem Corpm.und machen es in dem 8 schwerer/so kömk dan die Speise darzu/das ist/diekr^-rirc-n . Von dein todten Metall. 4^ ucr 2 liZ,,jnV geben dieTinctur/nichts anders dann eine Speist gut Blut giebt/ daher kommen/ und styndklo- re; minersiium, wer sie aber solcher gestalt nicht wil kennenlernen / der wird sie ssnstcn nimmermehr erler, nen/denn diß ist die rechte Färb laicht eine Schminke vberein loh und bübisch album oderrubsum. 26ann also eincsfolchen gemangten hohenErtzes schöne durch, sichtlgr Stuffeu brechen / möchte man es noch wol für außschreyen / aber lwproprre, denn es Mssen und leuchten darinnen die Farben so schön derrnch drirch einander als ein ckr^loliruz oder ein schöner ämbra oder durchsichtiger Bernstein. c7^?r/7'H VL ^Ll-^L.L.0 LXSklk.^Xl'rL 7 Oder Von dem todten Metall. auch gethan/ daß sie ;u ihrer verordneten Zeit und Stund an ihrem verordneten Leibe auch abnehmen und sterben: Denn wenn die Natur mit des Metalls corporebiß an das Gold kommen ist/ so steigets dann in Mangel der NahmngHungerö halben wieder herad/bckommr eme ftärckereVonwitterung/und wird aus derjelbeu Zuwüterung eine Vonwitterungund eine Feurwitieruug von einer Lufftwitterung. Da nmr- einem Metall dreVonwitterung stärckrr wird Laiml die Zuwikkerung/ so steigets allgemach herab/und nim-i met ab / das nennet man alsdann ein todtes Erh oder! Metall/ denn es stirbt ihm immer ein äusserlich Lorpu, nach dem andern ad/biö es endlich von einemOrtgantz auß,- '14 Des i. Buchs ?. Capitel ! «außzeucht mit seinem Ferch und Saamen- Solche ^ Witterung erkennet man nun an eines ieden sondcrlie . chen Ruthen / und hat nun dieses auch seine sonderliche Art und Arbeit/ dann beyde an diesem und dem ie- « bendigen ist ein grosser Gewinn / und schaue eben/ ^ wann ein Metall aus seiner Vollkommenheit wieder- ! umb herab erstirbt in ein ander Corpus, so geschieht ihme gleich wie einem Menschen/ber da verleuret seine < i leibliche Farbe/ darnach auch sein Corpm, das ist die Schwere / und wird also das Gold nicht zu güldigeni Silber/sondern zu einem elcÄro, das ist/zu einem D / j welches dre Farbe verlohren hat. Solches ist ein grosi« ! fes Probier-Stücke/daß man ein solches Silber.Gold j erkenne vor dem rechten Silber / denn es wird besun- > den / daß es schwerer ist denn arider Silber / dann das ? Corpus hat es noch / und nur allein die Farbe verloh, ^ ren. Noch ein feines Kunflstückiem ist es / daß man »- > dem Löcher die erstorbene Färb wieder erwecken und > fix zustellen und geben kan. Im suma/irü Scheiden be, l ! hält es alle D Art an sich/ also ists auch gethan mit dem > - Rothsilber/das seine Farbe verlohren hat/und sich also ' i mit dem Kupffer verglichen und eingelaßen/ daß es in i einem Corpore wol erstirbet; Dieses Silber nun aus Dem Kupffer zu bringen / und ihme wiederum!) seine fj'ondere eigene Farbe zu geben/ ist eine grojse Kunst/ ' l die die Schmeltzer nicht wissen / sondern gehöret in die I Ehimische Kunst und i^boiIcorium. Wievielwer- j den nun solcher eieÄra verkauffct für Silber und l < kupffer / da es mancher weiß / und kaufst sie mitgros- l s'rmGewinn/alsogchetesmitallenMetallenzu. Ast Hi ; nicht wahr/ daß alle Ungarische Eisen spröd ftvn/ w a> et N n 2 cl f u s k t s < < > VsttdewtHdtmMerail. 4Z was ist die Ursache ? das weisst Kupffer/das nicht her.» aus ist/wann daffelbige heraus kömwt/wie es dann an etlichen Orten künstlich kan heraus gebracht werden / wird nicht ein solch Eisen und Stahl daraus / dessen Harte nicht besser kan gefunden werden? denn daraus machet man Sebel und Pantzer/ die durch keiner'ley A?».^derGeschütz mögen zewennetoder zerbw» ch-n werden/und seynd auch leicht.Ja wenn dasKupf- roth wäre/ hätte es keine Irrung/ so kö nte bringen/weilesaber weiß ist/und last Mnicht milden Händen und bey derFarben fajssn/s» n-> 'öln nicht denn mit Kunst und mit Vorth eil veyrommen. Also gehet es denn auch mit dem Umgirst- M zu / wenn man wil Kuvffcr und Eisen umgiessen pochen, Speise / Ledeter Zeug machen/ somußuian ^.diesem Metall darunter nehmen / denn eö machet esioerflußig/ dieweil es endlichen selbst darzu wird/ w^mlich zu einemZeuge/daraus man kan eiftmeOefe n/ ^.vpffe/ Kugeln giessen/ welches man Lebetcr heisst 1/ Beiffen, Zinn / macht alles flüßig / denn eö steh;et tzlIluß herab / der bey ihm krassiger ist / denn ine Harte / dieselbkge hates besser und starcker im kill,' lMagt man ihm sonss. n oder Dornet / darumb dciß esrm^Iuß herab »uZmn oder Wißmuth selber wird'/ dammb Mbteö denFluß besser undannehmlicher/und sind die SalesoderProbterWasserviel öffentliche« und kentlicher darinnen/ denn in denSaliburderM- n-rabum dledahernichtvreltöglrchen sind. Ich habe offt gesehen / wenn man wil einen Zeug geschmeidiger machen /daß man hat aus den mmrralibm Kraulern oder Sassen vielgebraucht. A ist yielnaher zn hekom- 46 Des i. Buchs y.Lapr'ksI bekommen / dann thue ihm also: Nimm den Zeug oder das Corpus eines absteigenden nechsten Ertzes / und schlagdemseibigen des nechften herab Metall zu/die- I weil es endlich selbst gautz darzu fleuß und wird / so ! fiost es von Stund an den Zeug / das dann nicht ein ^ kleines Kunststück ist / und ekvü-t darzu die Farben > , in dem andern Metall/deme eszugeschlagen wird/ ma- ^ che aus dem Wißmuch / Spißegraß / Zinn und Bley ! . ein corpu;, und schlag das zu mit einem wenig unge-1 j ^ schmeidigen Kupffer / du solt fthen/ob es nicht fein rein darnach fliestet / fleust es doch/ wenaman nur ein sprü- ^ ds Zinn zuschlaget. Mercke auch / daß tm Absteigen - die 8 und ihr lubricum Platz haben / dann einem § schiupfferigen Dinge ist ehe und leichter etwas abzu, l jagen/dann einem hatten/ja es last immerdar selbsten i i noch etwas hinter sich liegen/so thun sie mit ihren Fm> ! l den den corporibur. welche sie immer also ablegen / ! ^ da sie im Auffsteigen mit ihrem Vol-mli das corpü, - zu sich nehmen/und eleviren, aufdaß du wissest/ wann . du emes Zeugs bey der Hand hast/ undlwilt in der . - j Nach»Al beit hinnach/zu welchem du dich halten must/ ' ' zu dem iubnco oder zu dem volatil,, denn chiese zwo ^ Hände müssen LirHülffe thun/deuen rnust du den Zeug zu pkLpsriren, wilt du ein 6orpu; hinauff/oder her- ^ ab kommen/gib auch acht auffden Fiuß in diesem Me, ! tall/der ist mehr offen dann die Härten/denn die Far- I - den / wenn sie anfangen zu entgehen / dir so sonst stä» s , ' cken/ so wird derZcug auch fiußiger/und gehet ; . zusammen/mehrdenninden , ! ^ lebendigen. VL kiLiäi^v kUS.Och Oder Don dem feinen Metall. ^ >ALAnn das Metall/ es seye imBüffwderHbst/i- L§ Min seinen sieben 87 Üsm 3 riKu;, oder Stav- , ^ Den ist / st ruhe t es/ und läutert sich / biß rs stch i endlich in ein ander begiebt. So einer dann em ! solches Ertz antrifft / das ist das allerreimste Metall / so man auff der Welt bekommen und haben MG/solches nennet MMwolkieoben bey unsern SchMvchern superfein-. Wer unser Superfeinen/ daä »och rMn Brauch gewesen / ist gegen diesem em umemDmg/ ^ denn da esnmindemLäuternumb Ms-ErmenGran s fehlet / so ist es noch nicht recht; Solches MetallM l nun / wie es wol zu erachten/ sehr gut uudseM ew.g gehet ihme nichts ab in aller Arbett/ alle superfeinen mag/ so kau mau noch kuuev feiner machen / als das G / denn das Gochgrelfflher- 's nach kein Element mehr an / daß es lhm etwas kante abnehmen / und zu einem holio machen/ oder nicht!, gen- Das Silber zu Markirchen in Lothringen ist also Werfern und rein von allen andern Metallen / denn ! das heist eigentlich superfeinen/ wann ein Wetali rein ^ ist von allen andern Metallen/ denn daß es fonsten un, ^ rein ist von den excrerssneo, das ist ihm wol zu MU- ! den/und schadet ihm an den feinennicht / ss findet man i auch in allen Silber Bergwercken vsst eim soiche na- ! türliche Prob eines reinen und feinen Ertzes / das man ! M bald pMn mag /und ob manes gleich muß um- 48 Des i. Buchs io. Capitel schmeltzen seines lpolü halben / oder wegen Verfremd den Farben und Blumen/die es hat / so geschieht es doch sehr leichtlich / und giebt darnach einen feinen Um lcrricht/ wie man die Berg-Farben sol zu wegen drin, gen / als Lasur / Berggrün / wann sie gleich im Berg/ Glaß stehen / denn solche Farben ja ultramarin / die stehen gerne bey diesem reinen Erhe/ ob sie sich gleich nicht bald eraugnen / denn in dem Sude / darinn ein Metall gar rein ist/ destomehr giebt es von sich selbst natürlichen den 8 corpori,, und es sey im Äuff-oder Absteigen/nimnit dann derselbige ein ander corpus an sich/und dahero ist denn nun offenbar/ wenn man denselben hernach in der künstlichen Nach-Arbeit haben und treiben will aus einem corpore in das andere/wie man ihn bekommen mag / und wie man das corpur, darinnen er ist/ und daraus er kommen sol / zurichten sol/nemlich rein und superfein muß es seyn. Man st/ he t an dem Wasch-Gold/sonderlich in der Walachey/ darinnen es am averreinesten ist / wie derselbige 8 me- tsllum sein corpar ableget / und der 8 corporis aus dem 8 mecallo, das D so fein zustimmen sondert in em dicht corpu; undKönig/so siehet man auch im Gulden/ wie er anhanget so fest/und fehlet nur ein wenig/ daß er nicht -mZmenkirr, allein an dem st>oiio,das da denn hindert / fünften trariLmutirt und slevirc es sich / wann das eine corpuz auch wachend gemacht würde / denn ein wachender und schlaffender Leib die richten nichts aus / sie wüsten bevde wachen / wenn aber bey solchem ansieden einerley Metalls/als desWasch-Goldes nur einkleine Unreinigkeit/das ist/ein frembdes corpu- va/ bey ware/so könte es nicht zusammen gebracht werden/ wie du im vrrguldensiehest / darumb so solt du hie wol rr nb- ! es ^ chp rg- die ^ ach : ein Ibst ^ der l an » en- ^ >en vie u»7 ten si> ey/ kis- lUs em ^ en/ « ;c« l nn i nn s nn ! )ts lllv > !N/ >ol V-n demfeLnett Metall. 4 - Mercken / und verstehen lernen / wie der cyrxvwm lnerzlücoi-um Art siye / UNd was die elevstion hin^ dert und mehret/ einerley kan man zusammenbringen Mallen / und einerley auch nicht das ist/ wie ichs all- hie einerley nenne / den Nahmen nach ( corpore no- tninerenur.) Jn dem L metallo siehest du wie hart dcr^ st lbige bey einander ist in dem Fluß / daß man ihm den o.wv mehr nehme» man / dosicidige ist alles der Rei- v^elt Schuld/ denn es ist kein ander Metall bey ihm / sy bald ihm aber nur ein corpus mcc-rilicum beykom- wetz so bald istes schon ruhiggemachk/ es sey was es für eins wolle. Dahero siehet man/ wie man die ms- tsii-i zu Ruhe bringet aus ihrerArdeit/ nemlich so sie zuvor rein seynd / dann in einen reinen Zeug kan man bringen/alles was man bringen sol/ denn du wirst dessen innen an dem 8 wcr-,llo vi vo , den kaust du seiner Reinigkeit halben nicht sehen/ denn emerEercunum corpori; kan man nicht sehen / dann in seinein Fluß oder in seiner Härte. Nun ist das 8 meesllum der Fluß der cor^orum 8 / das ist / wenn das 28asser darzu kommt / oder der 8 corpot-um Met3llorum ins Wasser hinein kommen ist/ an statt des Lufftes/ did sonst in dem Wasser ist/Lann dencke/was für eine grosse Kunst/doch leicht zu thun/mag seyn/ daß man aus ei-, nem Wasser den Wind kan bringen oder die Lufft / und einen andern Klercvrwm kan drein bringen / bringest du die Lufft / die in der Erden ist/aus der Erden, und an statt derselben den 8 coryorum metallorunl hinein/so hast du einen 8 m coLZuKro, daher siehe wy du ihn solst coaguiiren / aber cmff ein andere Art und Weise / die da nicht so gar leichtlich zu begreiffen / gemein und bekund ist , bringe mir einen andern L cor- Dd vorum 5» Des i. Buchs,!. Capitel pQcum an statt des Meer. Wassers indas Wasser / so hast du ein schönes Perlin / wmb venselbigen 8 co^o- rum und bring ihn in eine Erde / die rein ist / an statt der Luff/ so hast du ein rein Edelgeftein / als du haben sossr/ und nach derLandö tt!/wie die Erven ist/eine Karde / oder gibihme die Farbe / das ist auch nicht schwer zu thun. Solche und dergleichen Stücklein kommen alle in und aus der Reinigkeit/ und giebt die natürliche Arbeit solchen Grund alle mit einander / die Leute tauaen nicht viel / die den wahren Nl»Io« Laschst alles böses nachreden/ wegen ihrer herrlichen inventionsn von den dreyen psincigiis , aus denen solches alles kommet/ versuche es so wirst du sagen / daß -es-wahrsey. OL ktSHstlstO lkLkUKL),' Ober Von dii/ da gehet es wol hin / wiewol nm schwerer Unkost/aber die j Ssötrg zu finden / und dichlben durch die Seiger heraus em'g >icht I rum som' cheit den» bei- .ncn bin, iich* 7 da rdie her- MS Von dem unreinen Metall- 51 ant! zu bringen/das ist wol ein anders probieren/so wol E gantz nnd gar ein anders Schmelhen- Es können nnch wol verschlagene Artisten gantz leicht vorgeben/ ne wollen aus Eisen Silber machen / oder ausKupst ftr/ja wann es zuvor oarbey ist,/als in Schweden/der allezeit Silber bey sich / so treiben sie ^ ^ und verbrennen das Eisen / und de- ^ - Thun sie aber das auch an den Step- n ,us lassen sie wol bleiben. Darümb hüte ^./^u^lchenBetnegern/undmercke daß die Natur yn.n-tlich bey ihrem Merck bleibt/ da sie im Auf- uuv -absteifn immer zwey/ auch osstmals dreyErtze .^^^ünder hat/ dardey sie die Nacharbeit zu verste/ ^ Klebt/noch phantisirt man hierobm auff ein ande- re urt/ und beweiset doch nichts. Solle ein Fuchs »acht mehr Löcher haben denn eins/ chle er denn hat/ und solle GOtt der HErr nicht auch auffvielerley wel- st ein Ding wissen hinaus zu arbeiten / aber wer derselbe ist/der ein aridereAri wcis/Ver beweise es auch/wie dieses die Naiür beweiset. Siehe nun an fast alle B-rgwerek die in seyn/so wirst du unreine Erbe k ^ ^ umcht sie die Natur bey uns / so och kund ist und erfahren/ beweist du mir eine an-' dere / so wü ichs auch dafür halten und dir beyfnllen: auch dieses der andere Grund/daß die mersll-r auffund ab in einander zu ihrer Vollkommenheit stei- sÄ jedes eine gantz sondere Arbeit und Mg hatte/ so dvrffte man so viel Mühe und Arbeit Acht im Schmelhen / daß man es von einander brächst. Denn Stein und Hoch ftynd böß zusammen zu VNMl/ denn sie gehören nicht zujammeu/ seynd stin- Dd >j der- 5 r Des l. Buchs n. Capitel derliches Zeuges/ aber diese / weil sie bald zu Haussen kommen / muß man sonderliche Arbeit und Noch mit ihnen haben/darum daß sie zu Hausse gehören. - Dar/ umd schaue nur fleißig auss die corpora auff zwey- erley Weise/ so hast du keinen geringen Bericht. Zum ersten / wie und mit wasserten Feuer du die Aschen von dem Ruß scheidest / so hast du Don lernen zweyerley Metall scheiden; Erden von der Farbe: so hast du aber zweyerley / und also fort an. ZuM andern so hab acht auffden Fluß/daß du das kalte Feuer mit dem warmen treibest / und das warme mit dem kalten / so wirst du in aller Marheit die corpo^ können scheiden von den ^lercurü;, so hast du alsdann schon die mekZÜri gc- schieden ohne Verlust und Abgang / und gewehnc dich nicht darzu und sty sorgsam wie du wollest so viel Na, wen behalten/diechieBergieuke fuhren/denn dieseibe/ch sie den Ertzen geben sind falsch den corporibur zugeben/denn diese / so nach Klüsscen und Gangen bauen / heißenden Zug der cor^rum nach den Berg-Arten/ und Unterscheiden darinnen / wie man unter dem Finden. Gesang thut/aber unnühitch: Darumb nenne du ihn nach der sieben corpomm Art/ und lerne ihn pr-rpa- rircnchaö ist dir viel nutzer. Man legt grosse Unkosten auss die scharffen Mass r/ damit man die h ohem von einander bringt / man thut es auch / wie mcm es da nennet im Guß / aber es ist nicht gut/ denn die Wasser bringen grossen Gisst in die Arbeit/ besser ist es gethan mit einer Augen oder scharffen Wasser/ das nicht so gisfiig ist / die bey den reinern Metallen sind / die lerne man darfur machen.Es ist auch ein andere Ari des unreinen Erhes / davon ich hin und her hab Meldung LttiM/bey dem die Bergschlaeken seyn/ davon zulesen istbey! Von demumemett MetMl. f; istbeydem Sinrer/aber es ist ein Unterscheid des Sin- Ars und der Schlacken / dann der Schlacken ist was rvrnigers/doch wird er endlich zu Sinter. Solche Schlacken macht das kalte Feur/ mieden Sinter das warme Feur/ oder die Vre-jines mrk-illo- E. »kalte Schlacken aber sind sehr übel von e-n ^ bringen/ denn sie kommen von dem kal, ...oWeur des Zher/ denn wie der Sinter von den n her kommet / so seynd diese Schlacken auch Seta Nun findet es sich / wannZran die ^wiacken haben wil/ mit einen andern Zeug weder ^ m zugehörel / und gebühret / so erwecket man den ^ , das ^^n bey dem Merck nichts anders/ denn der Schließ und Fluß / gehöret derowe- gen eine besondere Arbeit darzu im Schmeltzen / denn wenn du die Schlacken füglich kanst weg bringen / so ranst du etwas mit dem 8 Metall enden und verrichten um leinem Feur/ denn mit kaltem Feuer rundzugehen/ m nicht so bräuchlich/unv sehr künstlich. Etliche Berg- Leute nennen es ein Mißpockel / nochim Lri, geben ihm etliche auffLatemisch den Nahmen/ wahr ist es, Zeknupffet / man kan ihn kaum gewinnen 2 , Mn' SenlGn/ und ist zumletzten auch von allen Metallen das Spießglaß übel zu bringen (cx- ^k>wG) und ohne Schaden / doch mit einem Vov- theil thut mmr das sehr herrlich/wenn du nur weist des /vnrimonii Eigenschafft / denn es ist und gehöret zu- Dlelch zwrschen die Zinn und Bley / wie der Mißmut',) oder unter und zwischen das Zinn und Ei- sen / oder der Mrßpockel zwischen das Eisen und Kupf- fer/dreser Bencht duncket mich schierzu viel seyn / das weiß ich/ daß er (»yem der mit Schmeltzen kan umbge, hen/genugist. 7 ^ Dd nj - 54 Des r. Buchs ir. Capitel VI ?L«.kLcHO, Oder Von dem vollkommenen Metall. K^sVErwolte wissen / was G oder C wäre / oder . sonst ein Metall/ wann man sie nicht in ihrer Vollkommenheit crkennere / denn wenn sie Vollkommenheit crkennere / denn wenn sie , vollkommen seyn / so spüret man sie / wann sie ihre > , Färb/ ll-r Gewicht/ ihr Geschmeidigkeit/ Fluß und ' . Härte yaben; Und solch vollkommen Metall hat die ' ^ Natur auch gantz und gar gediegen Herfür gegeben / ^ , denn so schon vollkommen / rein und gediegen D findet ^ man in Ungarn, in dem weissen Qwarts/ das man als- ^ bald brechen kan; Also auch Silber /Kupffer und ist dieses der Unterscheid unter den vollkommenen und rei- rien/daß die Metall zuvor» müssen vollkommen seyn/ ehe sie rein werden: Kan derohalben ein vollkommenes , Ertz seyn / das nicht rein ist / wie man denn solchen i Mangel sehr findet an vielen unsern Metallen / die wir ja so bald vollkommen haben / als andere Galione;, ' Aber gcmh rein / das düncket Mch / mangelt uns / der liebe GOtt belffe zur Besserung. So ist nun bey Diesenr Metall dieses wol mercküch / daß ein corpu; zuvor muß vollkommen seyn / oder in seine Vollkom- ' rmnheit muß gebracht werden /ehe dann es fix wird / und hier liegt vir l an / daß man recht verstehe / was fix seye- Ein corpu5 , wann es seine Tinktur und seine schwere / oder graclacion recht hat / so sind doch noch viel , Hindernissen und Unreinigkeit / da kommt dann die ^ Arbeit / das,die Natur anfangt die zwey zu eopuliren / . tinctuc oder . hrer i sie ihre > und die en/ idek ' cils- >ifl rei- yri/ nes hm wir L5, ' is/ )ey zrr- nr- ' d, B l N, ^ Vondsniv-llk-mmettmMskäU. s; ^iuetur und ßraäscion , und macht und bringt das ^Etai! in seine Reinigung / und diese Reinigung ist vlr 6x3üon,dennmn ist auch fix. Und wisse/daß dieses ^ r Eirund zum ersten ist / das corpu;, und das ist ein Secrsc, darein Muß ich bringen die Dnctnr nnd graäst'On Wie ich kan/nnd nehme ich dem D seine ^in- ^uc/ wie man dann wol thun kan/ so ist es ein L!e- ,.^'Mddaöist cinWasser/ denn in einem Wasser ^o.wajsmg bleibt sie/darnach nehme ich We seine wcywere / und bringe sie in ein ol-um , oberm-einen > und bleibt das coi-pu? gleichwol / denn im -uuisjteigen leget der klercuriu; das cor^ius.zum er- sten g.eich ein junges Kind dahin / so kommt als- oann die Schwere und machet es gleichsam stehend/, und so das lu'o.-icum darzu kommt / auch gehende/ darnach kommt das volmis mit der Tinctur/ und verbrlm M das andere alles/was es bedarff zu seiner. VoN.< ronimenheit. Und was narret nur die Vemunffc her- nach / weiln sie der Natur Wege und Stege verachtet/und nicht wahr nimbt; dami siehe/ sie bringtaantz abendtheurlicher weise ins Knpffer die Rohte / und machetMeßing daraus/aber nicht fix/ sie bring"t au^ em «Lum drein / ist auch nicht fix / denn sie meinet es nicht recht/ es ist nur eine Farbe / die sonst alle Ertzs gerne annehmen/ abermchlfix/ daim man werbt ste in Holh oder Steinkohlenfeur leicht alle hinweg/ darum uegt sehr viel daran/daß man die corpora recht lerne er- rennen/denn in der rssolmiou lernet man fein eines vollkommenen reinen D?etalls Eigenschasst/was seine cor- purchnüur.Saltz und serneSchwere ist/und sonderlich »van man mit Fleiß erweget/aller cor^ommTheilung/ MchM derThjmiste/wie sie fein artlich und eigentlich Dd inl yiesrl- 56 Des n Buchs rr. Capitel selben theilen / nennen und heissen den unzeitigen sturi- tum einen istirituV ^ercuni, die vollkommene Tim etur einen lulpliur oder snimam , die Schwere aber das 8g> oder corpu;, dann hernach auch die Nach-Ar' beik bezeuget/ daß solche Sxation nicht allein beständig ist im Feuer und allen scharffen Wassern / sonderlich des S / welches dann nicht so unkvstlich ist / als die andern 2-gurtorc, aber besser m der Schmerdtgkeit ohne schliß /gKer wie man es fonsten nennet ein Quartier; So bestehet es auch im Lcmcnc, denn es kommt aus demselben/darumb ist sich zu verwundern/ daß man sehr offtso wunderlich davon redet/und weiß doch niemand keinen rechten Bescheid davon zu geben/ wo es doch herkomme; Es kommt aber daher / daß einer den andern abhöret oder ablernet/und weiß darnach so viel Grund als der erste / dann er weiß dem Wercke / so es ein wenig versetzet und Hindernis gewinnet./ weder zu rahten noch zü helsssn/ und wann man etwas machen wil/ das beständig sey in der Artzeney / so ist solch Metall am besten / gleich wie ein Kraut oder eine Wurtzel wann sie reiff oder zeitig ist / man zemeibt die andern alle umbsonst/ wann man sie nicht in die Vollkommenheit bringet / und halt diesen xrogr« » dann wie kau man einem Metall sein corpn; nehmen/'das kein cor- xu5 in sich hält / viel weniger die rechte Bnctur / ehe sie in das corpur kommen ist / Man bekommt wol die Tinktur/ aber nicht alle Farben seiner Tinkturen / da muss duwolachtungdarauffgeben/denndasistdie grösseste Kunst- Eines muß ich allhie vermelden / damit die jcnige/ die so sehr nach Gold nnd'Geld trachten und lechtzen / (daß Gottes Geheimnis fein überall zu sehen / wann man es recht gegen die Schrifft hält) auch eine» Bericht V-n den unv-Uk-mmenett Metall. 5? Vericdt haben/dcr da geistlich ist in einenso hoch weltlichen Ding/wann man ein solches Metall aus der Erden und seiner Wcrckstatt / gleich als einem Menschen hat in ein anderLebe geschickt/so bleibet und lebet es ohn alle Speise / und ist doch nicht todt / sondern lebendig / ob es schon nicht arbeitet / so ruhet es doch / und kau sehr bald wieder erwecket werden : Also hoffen wir auch / daß uns in jenem ewigen Lrben / dn SilbrMum exSabZcbo ist/ auch (doch viel herrlicher) geschehen soll / ob uns GOTT gleich zu seinem Lob brauchen wird/wie wir allhie des Metalls gebrauchen/ wird er uns doch ni-cht verbrauchen/ sondern ehren/ viel hoher als wir die Metallq. ^///. Oder, Von dem unvollkommenen Metall. unvollkommene Metall / ist unter allen Metauen das wildeste/denn bev demselbiaen ist noch alle Uneinigkeit mit sammt denÄer- Mschungen/ so selhani Minander, wie man dann jonsken vflrget / oftl em Metall - Merck von vielen stucken zusammen zu setzen / daß denn dergestalt noch niemand rechtkennet noch weiß was es ist / darinnen findest Su pr-epsnrcs und UNpr-epEs Zeug beyem- ander Mittler) corporum: Wilst du nun solchen Zeugt hmbrmgen/ und das Metall peinigen/ so mustdu derk vnprapamten Zeug zuvorher abwaschen / und nicht «bwsten / darnach must du ein besondersFeuerauch chaben / aujf die unpräparirten/ und must so garnicht Dd v in- Üjl ' il 5 3 Des i. Buchs h. Capitel in diesem auffden Zeug sehen / also wo! als auffs Metall/ das noch gantz zärtlich und jung ist. Es stehet aber diese Unvollkommenheit in neun unterschiedlichen Stücken / die must du wol bedencken/ und ein jedes gantzvor dich uchmen/und darinnen handelnwiechchs .gebühret/ soll anders dem Ertz oder Metall kein Schaden wiedersahen. Zum ersten besiehe wol/ ob das Ertz imSkuff-vdek Absteigen sey / so kanst du ihm an der Farb und seinem santzcn corpore leichtlich heiffrn/ denn einem solchen Metall so da auffsteiget/ must du an dem 5oI,'o seine Hülste thun/dem absteigenden aber an dem ipoliosson- sten fleugt es hin / denn es ist noch nicht ausgemacht air feinem rechten Ort und an seiner Werckstatt/ und ist solch Metall gleicher Gestalt; Also soll sich einer etwas versuchen/und in drr Nacharbeit desto kecker uydge, trvster werden. Zum andern / must du auff die Speise / die da noch nicht wol verdauet ist ( wie ich reden mag ) ach- tung geben / das; du derselbigcn forthetffest unter Die DaUUNg / sonst können diefexcremcnta nicht wol davon kommen / das wäre bann Ursach der Wgeschmeidigkeit. Zum dritten must du auffden Fluß gute Achtung haben / daß du denselben freyest/wie an einem rohen/ Das da selbst noch ftüßig ist/ dann wo man die Flüsse Mnh alle beyde öffnet/so kau man darnach schwellst chen dies lben zu Haussen bringen: Denn ein neuen Mfiüßigen Zeug und die Z corporum , die ohne das fiüßig sind/.auflösen /.macht nichts denn Sinter und Gestübe- kill m Van dem um-oUksnimetterr Metall. ;? Zum vierdten vergiß der Härte nicht / sondernde, drucke firiß^gdarbey, in weichem Grad des Äuff-oder Absteigeus es ist / damit du ihm seines oorpor» gleichesFeuer geben kanst, denn ein ander Feuer dienet zu den cinenduk, ein anders zu den lbligiaibu;, ein anders zu den calciniren, so kanst du fortkommen / so du vereidigen cvrpvrumeigensticheBcschaffenheit weist, sonst lhusttzu nicht recht/denn es wird sprod/und fieugt lndemumgiessen. sum fünffkcn so unterscheide wol unter den beyden unvoükommenheiten/dann daher bat dieses Eri- oder Metall seinen Nahmen/ denn die eine ist des co» die andere des Zeugs, und nimb für dich erstlich den Zeug, und schaue daß dudemselben heiffest mit der , dem cnrpori aber hilff damit, daß du Am wehrest den Fluß in ein anders, und treibest den Schwaden/sonst gehet der Saamen und das Ferch. Zum sechsten, so siehe aufdie zwey Feuer/so die Na- lurhat, daß du denselbigen tn den-orporidu; nicht zu nahe kommest / dann alle deine Arbeit richte zum Theil an diele ureäintt, und füge ihn'mit deinem Feuer m dem Zeug des cochori; , damit sich die ureäine; desto, besser starckrn mögen und bleiben, so magst du am besten dieses Merck erlangen- Dieses kalte und heisse Feuer k nrct nicht iederman. Zum siebenden/so hastduwvi einen Bescheid zu ler, neu, der Farben halben der^ieärorum, daß du nicht S vor L dahin gebest / aus Unverstand der schlaffen, den Farben halben, die du erwecken soll imAbsieigen/ oder wenn du im Auffsteigen dieselben stärcken und behalten soll. ^ Die Mahler haben einen Grund, das heißen sir erhöhen und schattiren/ das must duhie in den 6o . Des i. Buchs i;. Capitel den corvvrH>uz verstehen /wann sie vollkommen seyn / dechalden so trenne die ccirjiorg. Zum achten / siehest du bey den Mahlern / daß matt die Farben mit Wasser oder Oel mischet und auff- trägt / so lerne das Wasser wol zurichten / daß du die Farben eintranckest/ das ist ein Metall-Wasser! von scharffer Lauge / damit du einbeissen magst ohne Untergang der Farben / was du für eine haben will- Wirst du sonsten ein ander Wasser darzu brauck-en/ als dieses/ so ist alle deine Arbeit umsonst/mit dem Oel aber kühle ab/so bleibt sie rein/und hast das kolium sehr Zestarcket. Zum neundten und letzten / so siehe und habe gute achlung die Metall einzuschiaffern/daß sie der Speise nicht mehr achten. Solches alles was darzu gchö- ret/findest du wol genug bey diesem Zeug/oder janicht weit davon / oder kanft es sonst nicht leicht darzu brin, gen / allein daß es alles unvollkommen isi/.darumb so hilff ihm / du hast die halbe Arbeit der Natur zum Vortheil. Es wird offc sein Jammer gesehen/daß man so gar viel edles und köstliches Zeuges hat hinge- brandt/der da zu viel guten dienstlich gewesen wäre/ da man also nicht achtung darauffgegeben: Und in diese Metall gehören schier die andern alle / dann selten findet man ein ganh vollkommenes Metall / dem man mchtmäste darzu helffen. Wer nur ein wenig darum weiß / du thut es mit grossem Vortheil und meh- rernNuhen/dann die Vollkommenheitmuß zuvor bey Handen seyn / soll man was reinigen/reinlich ma- - chen / oder fig hinein bringen / es sey die Farbe oder die Schwere- V-n dem SeiAeirMetall. ^ vs VLLvI^U^l. Oder Von dem Seijsen Metalle lAnn unsere obere Elementen nicht auch kön- ^ ten einen Metall machen/und hatten solches ss scheinliü) offenbar und rein bey uns anr^az/ wer vsolre sich dann unterstanden haben/ em Metall zuarbeiten? Denn meines Erachtens hat °um ersten GOTTdl- M-Usch-N,u s-lch-m s-f»lM/°amach imm-i w-j»r -ur-mErtz «der M-lall/dchr» ausslreicht. dcrolmlben wie aüch unter der Erden die grosse Hitz und Kälte eine Ursachdcscorpo^ der Metallen / nachdem sich: aber ^rcselbeHttz du.c die cor^ors sehen last/ oder die Kalte/ w ist auch da» corpu;: Je tieffer die Hitze oder Kalte m LMM or. pore , je schönere Farben es hat / und tst es also / und recht neredet/ was aber solü)e Hih und Kalte hreroben seyn/und was sich hieroben dem Planeten zachem / daß soll ich wol hie dieses Orts gar deutsch heraus sagen/ das hiesse eine gebratene Taube msMaul gelegt / weil ich es aber wie die Natur und andere gelehrte Leute/ welchen ich hernach kriechen will/ hin und wieder Stückweise thue/wird es ein fleißiger Leser und Arbeiter wol wissen zu suchen / denn ich hie nicht will ern Schlaraffen Land machen / sondern fleißigen Lerchen dahin helffen zeigen / dahin sie längst gerne gewesen wären/was zu erlangen/ darnach sie^esianden Habens Zum ersten aber / wann das Ferch ausziehet /und durch die Erden mit dem Saamen hinfahret m seme 6 r Des l. Buchs 14. Lspktol Stein-feste Werckstcm/ so fähret es auch zu Zeiten heraus / so fern seine Witterung kommen mag / ehe und dann sie geschwächt und gelegt wird / und dieweil es allezeit mit sich des reinesten Metalls führet / und die obern slemema die Kraffc haben/wie sie denn selbst häuffig behäufft sind / daß sie Haussen / (denn wo die Elementen bey hauffseyn/alda machen sie eincorpm) so tringen sie dem Ferch etwas ab / das häuftet sich dann und fält/ wie es nun fält/ so bleibtes liegen/der- halben auch die Körner so ftltzam Gestalt haben/dann etwan seynd sie rund/eckicht/etwan langelechtw.Allda- hero kommet auch das Metall/ so im Sand auff der Erden gefunden wird / erwan fallet es in das Wasser / nachdem es an seinenQrt ist erhäschet worden/ aber am allerliebsten ist es in den Seiffen / daher» es dann den Nahmen bekommt: Seiffen aber seyn» Erdfar- dichte Quellen / an welche sich das Metall gerne leget / die Quellen von unten auf/ und findet man sie offlgantz vergüldet / dann sie werffen Zapffen solcher Farben über sich auff- Hier in diesen Landen sind solche Quelle» unten an den Füssen der Berge / aber in den Alpen seynd sie oben / unsern Seiffen gleich umgekehret / daran klebet dann der Ferch/das beyhin fähret/oder die Lusst die es ihm almmget. Nun ist solches alles gelegen an den metallischen Wassern / wie dieselben sind retolvirr, m ihren 8i>!ibus,also haben und nehmen sie das Ferch gern zu sich/oder des Ferchs und Gaumens Metall/ daß es mit sich ausführt / das bestehet dann für das beste Zinn / das Zinn auff den Seiffen / darum!) aber daß sie führen einen Eisenschlich/ welches Schlich/ von dem Seissctt Metall. s; Schlich / daher ich dann glaube / das; das Zinnen her, romrnen sey; Dns Schwefel. Wüster/weil es einen Manen Sicher Schlich führet in den Seiffe»/in U»- Sam leget sich das Gold'ganh hübsch daran / daher denn das gülden kommen ist / denn das Ferch und der Saarnen stlhren den >4ercurium cnrporum damit p/p u" ." / es denn hieoben bey uns auch thut/ °°u^°Z'.'LÄL ersten / ist das Wasser seine Hindernis / Wasser ist da weichet das Ertz / daß es wird '^rissen / wie man dann solch Seiffen Ertz selten. ^ ^ den S eistenfindet / sonderlich auffden ho-. ^ ^ttgen < Seiffen : sonder» in den Flüssen und Nasser»/ dahm denn die Quellen endlich ihr Wasser Ech geben / und sonderlich wird es ln den grossen Listen dahin gesühnt ^ ^d abgewaschenoder ge, rissen. ' Zum andern / so ist dieser Schlich auch nicht seine rechte Werkstatt / dann er ist nicht in dieser Eiemcmen / da denn die sonderliche W-rckstmt derMetallen ist: und fast auffdieie Weist Län^ern^^'Ech alle in Europa/aber in andern n ' Metall uicht/ober sehr we, mg srmMet man m den» Sande / oder Tam-Erden dev allerhöchsten Metal-s/ das denn ein andere Mey- stund die besten/denffsie am liess- fien chey dem Metall seynd / und da man ihnen auch Wt dem Feuer zu nahe kommet / st fliehen sie mit dem. Ferch ^4 Des i. Buchs tz. Capitel Ferch dahin / von grosser superfeine wegen : Wenn derhalben das sehr schwere Ferch und Saamen der Metall so ganh hitzig wird/ in beyden seinen Hitzen/ in seinem Werck/sonderlich im Absteigen/so stärckc es sich .gewaltig/im verzehren wird es den obern Klercurü; der Erden/ und ihrem Zeuge etwas naher verwandt/ dar/ umb es sich zu ihnen gesellet / und überkommt das sah/ ren wiederumb/ und das isi der Grund des über sich fahrens / ausserhalb der Werckstatt / so dringet ihm dieser t^ercuriuz hieroben viel gutes Dinges ab / bis er ihn wieder unter sich treibet und sich von ihm scheidet/ solches scheiden kostet dem untern Klercuno sein corpus , das legt er darnach also an die Wasser in den Stein-Seiffen- ^ V x Oder Von der Elnwittmmg. ist wol ein fejn Ding / nach Kläfften und Gangen bauen /denn es läsi sich dafür ansehen und glaubest / daß darinnen die Witterungen mehr sollen ihreMus-und Eingang haben/denn durch die gantze Erden/wiewol es nun auch daselbsten ausgehet/ so ;st es doch nicht der natürliche Gang der Witte, rung: Denn ob wol der Leib durch die poror offen ist / so athmet er doch dadurch nicht/auch nicht durch via Ohren oder andere offeneLöcher/der Stock wittert und nicht die Gliedmaß / denn wenn die Gliedmaß ab sind vom Stock / so sind sie todt. Aber demnach es sonderlich und köstlich ist / daß man so weit rundgehet/ da man doch viel näher könte darzu kommest zum Metall / gleich als wenn einer zum Brunnen Von derEinwitterunIl' 6s ven wolte, nnd gieng den Masserstrdmen nach, durch Ee Brunnen/ da man doch den Fußsteig viel richtiger kommen kbnte : Also ist es auch mit der Wil, lttung gethan/dann die Dampff/ Broden und Dün- )!e liegen drinnen/ und hindern die Witterung vielmehr/ denn daß sie dieselbe fördern sotten: Darumb sehe man nurnichk auff die Kläffte und Gänge/ som auffdte Witterung / so dadurch die ganhe Erden j?^ttrelchet seinen Strich-/ denn dieselbtge hindert dW nicht / wie uns wol beduncken möchte / dusolt wissen / daß allein die Erhe wittern unter ,.^^den/und dieselben Witterungen sevnd ordentlich unterschieden. Daß ist aber sonderlich zu mer- / daß die Erhe von unten heraus wittern / wo 'a x ^ ^ tage / und zu der Erden heraus / und das m der Unterscheid unter der Witterung und. unter dem Dampff / Dunst und Modem/derselbe gehet Eigne oder schicbs und die Quere/wie er zukommt / von der Seiten und weiten / nicht anders denn die Sonne und Sterne hier ihre Strahlen und Witte, ruug herab Schnur gerichts werffen/ nicht schrimbs/ daher sie denn auch einen Unterscheid haben vordem Winve/dergehetauchwo erzukommt. Jstderohal- ^ - Einwttterung zu reden / wann Krafft gehet / was sie anzeige / und bedeute / dreselve wird dem Metall zugeschickt von der obern Sonnenstrahlen / dardurch sie kan be- kommen/wassie haben soll/ und bedarsszu ihrem Auff- enthalt und Wurckung / die fähret die Speise zu / und treibt alles unter srch dem Metall zu / und den untern Planeten / doch» mcht ferner / dann auff die Erden / vher durch die i j as aß nd >re-> er- -richt lNN cht >in det we - die > um l »er- > sie- ^ »ree l sie- i /so ^ )!e- . ün- die l lan j nen ! /so j ley/ !>et- ! >rn- , )ihe l ser- i lüm cher ! Von der Auswitterung s- aber solcher Hitz in der Zeug / der da denselben statt S>edk/denn die Ure^ine; machen envas/aber dasFeuer ^rjtorel es / und können die Ureciin» seyn ohne das Feuer: Die Uyraiten kbilsfavlii nennen es coeleiier Lc ' dann man siehet an dem S wol / daß nichts mag abgewinnen, denn allein « ÜÄ - kan es aber nicht verzehren / so kan es dem ail->»>>"^s tl)un/ das kalte Feuer/ dann daß es ihm Harte bringet/däß ist wol ein fein Ding/ab cr beud-cÄ^ er istdramb kein Silber worden / diese ... x -iLUcerungen / ober-und unter / eimund aus/ ist tl' kü^cä"/ und ist nicht alleinihre Eigenschafft/daß , ^Metall und Ertz also anzeigen und kundbahr sondern sie durchgehen die Erden / daß sie ma-tzu Steinen werde / sondern fein lucker auffeinan- ver dleibe/und daß sie rein sey/ dann sie fegen die Erde/ wre der Sonnen Witterung hieroben den obern Platz / und wie dieselbrqe Witterung hieroben -Emd/Nebel/Regen/Ne-ff, Schnee bringet und ver« Ursachet/ also auch die untere Witterung in der Erden Dampff,Broden/Safft/Machs/AmcrLHen, Seif- "us ihren Gaamen das S/E wer >'len Verstand hat dieser untern und mereoren ' der kan allerley ge» ^ ^ach.Arbe>t machen / dann die Kunst gehet ? "uffdem Fuß nach. DieselbtZe Aus,und Emwltterung/ ob sie wol eine ieakiche Nur eine halbe ^r vielfältigen Arbeit halben/ die sie trei« den / denn wo diese nicht trieben unter der Erden, so er- siarrete alles / wie so die Lufftsich reget hie bey uns/ das haben die alten kbiiolopiü wol bedacht/ haben der« Ee iij hal- 7« ' Des i. Buchs 17. Capitel halben ^olum einen GOtt der Winde in einem ge wohnende erdacht / daß auch Winde zum Theil ihe - ren Ursprung daher haben / damit anzeigen wollen. Weiter so geben nur die Ur,äiner Witterungen / ? Denn an der Sonnen Hitze siehet man/wie davonalleS erstarret; so siehet man an des Mondens Kalte / wie es alles conAskrc wird / und zu Hausse gefreust / da Darff sie kein Zeug nicht darzn/ dann sie nimmt nicht Feuer / wenn sie hie bey uns im Sommer so hitzig ist/ s so nimmt sie auch nichts zur Kälte/damit sie das Mass s ser zusammen harschet; wie man denn etwas nimmt zu ^ einem Köten : also auch die untern Ur-öMe; wircken ^ ohne Zuschlag der Materien des Feuers/daher aus ih/ ! rer Werckstat/soviel diesclbigen Ureäine, belanget/die ^ Witterung kommt / und kein Dampff; das sie aber ! verzehren an den icorporibur, daher kommen die ' Dampffe / wie an der Sonnen und Sommer, Hitze !? Lee Hegerauch / und in der Winterkälke der Tufft; ^ Solche Auswitterungaber/weil sie der Sonnen Hitze ist zu vergleichen / wie dieEinwitterung desWimers ! Kälte/ist leichtlich zu verstehen/und man siehet es auch ; an dem Wercke / was sie thun/ daß eine solche Hitze i Durch ihren Rauch ein fließendes Ertz und also einab/ ^ nehmendes macht / wie hinwiedcrumb eine Käue u Durch ihren Tufft ein hartes steigendes Ertz / und also 1 Mzustehmeudes/wie dann hieoben bev uns daß Skiffen Ertz dasselbige gmitz klar und deutlich bezeuget. t ^ i i il)- - lem en/ ! -lies wie ^ da licht ;ist, Säst ! ,t;s - cken : sih< > t/die ; aber ! die l Sitze l/ ffr; : sitze ners ! mch i 5ihe.i lad/ jl ^ältL si also ; - l c^- i Vott der Bc-wittewstg, v e e 8 c: Oder VondcrBeywitteruttg: ^rgleuche / weil sie diese Witterung bey der Nacht sehen auffahren / wie einen Lohe/ owi.. ^lten sie allein dieselbe und sonst keine/ für eine IsWerung/ daß doch keine rechte Witterung für sich ^ Mdern nur eine Beywitterung ist und genen- mr werden mag / dann sie brennet die cxcremencs hm- ^eg/ wtewol nicht ganh/ sondern was an ihnen ohn- »uchstg und gifftig ist / reiniget dieLufftvon demselhi- Zen Gestanck/ dann wo wolle der Schwaden sonst auskommen/ wann er nicht zum Theil durch dieses nicht vom Feuer herkommet / wie die natürliche Hitze bey dem Menschen ohne Feuer / denn wo hat die Natur Kolsn bey dem Ech/und ist doch hitzig/wo ist etwas Haussen blasen daß es gestehen solle ? Nein es ist ein ander Ding/ eine Kalte ohne Frost /wie denn die Per- , lendasselbige zeugen / ich nennees Ureöin», oder eine Wärme ohne Hitze / ja solche Hitz und Frost/machet dem Feuer seine Speise / leidet es nicht bey sich / umb oder neben sich / darumb wenn du ein Metall bringest in sein selbst Hitz und Kälte / nicht mit Feuer/ oder kalten Feuer/ so hast du schon einen Grund zu der Nach- Arbeit / soysten ohne das hast du noch nichts studiret. Diese Beywitterunz greifst nur das Band an / mit welchem das Metall schafftet ist / zu allem dem / was ^ bey und neben ihn ist / wann es ausgedienet hat / und ! nicht mchrnütze ist. Denn die gifftige Bande muß al« so diß Feuer reinigen / fast in allen Materien die unter l der Erden ihre peckÄton oder Arbeit haben / dieses H Feuer reiniget die Lufft / bricht die zween Sätze des j Dampffes und des Wetters / dafür man denn sonst z nich t arbeiten mag. Die Bergleute freuen sich dessel- bigen auch deßhalben sehr / denn es führet die Lufft ' hübsch . der Aw aber :am ^tte. älsie kan den. kan r die ditze Na. was i ein per. eine chet rmb 'gest kal, ach- iret. rnik vas und ?a!. nter eses des onst M. 'ufft dsch VsttderNefwrttettMA. hübsch aus / denn es macht und bricht auffden Stein, iah daher es dann seinenUrsprung hat/denn wenn sol. chs Dämpfst so Zar zehe werden / und gerathen an das solch Feuer innen verborgen ist / ss A'A^Eraus / und zündet immer fort / biß es einen demselbigen denn die Lufft au6) her. also diese zweene Sahe Heber. Dieses U aber abgerichtet auffden Schwaden / denftl. verzehret es/ und sucht ihn ganh fleißig/ denn m ' "die Art/dgß er alleFeuer/als siecht/oder ^^atz'Fcuer vonHoltz/damit man doch dieSteiu.e ^or.k/alle außlejchet/damit er sich räche an dem Feuer/ o, An, den Schaden thut/ so lefchet er akcs aus/was kr ieschen kan/so eineFeindschaffl hat er mitdemFeuer. Dtefes Steinstuer ist auch daher zu loben / daß wir sonsten kein Feuer könten haben / und mit uns tra. gen denn in einem solchen Stein/darin ruhet es/ und verzehret nichts und wenn der Stein nicht tunckel wäre / sondern sichtig oder durchsichtig, so kvnte man die Funcken darin sehen / wie man sie dann mit dem Eisen oder tLtahl daraufler schlagt/ daher denn etliche Stei. ne auch leuchten/ daß sie durchsichtig seyn/ als die Car. » funcke / wiewolman bey uns einen hohen Rubin dar. , für haltenwrl/aberunrecht/denn man kan solchenPv. ' Menwoi reu,!gen/ ohne Verlust des Feuers oder Fun, ckesiFeuers / und daß es darzu den Stein nicht verzeh- re/sondern trete nur zu hauff/und wenn man einen Zeug ^"balt/ daß es muß zünden. Solches Feuer hat vergraben gehabt / und noch für em heiliges tzund,Feuer gehalten. Ader die Kunst 'st nunmehr gar dahin / die Welt ist ihr nicht mehr wehrt/ stehet aber den Künstlern wie mehranderver, Ee v ' xan. 74 Des i. Buchs >s. Capitel Zangene Stücke offen und frey / sie wieder zu erlernen»! Thut es nicht ein schöner herrlicher Cslceöonim, ein durchsichtiger / gieb ihm ein kolwm innen / das da nicht Metallisch ist/ sol es nicht leuchten wie ein Lischt/ auch bey der Nacht? Solche Witterung macht auch die Stein, Kohlen unter der Erden/ und das Sanxuir vi-scom'z , denn es feuert die kimeralia., daher sie- dann einen guten und gesunden Ruch auch bringet jndie Erden; Das alles / so sie ausgerichtet hatund noch vielmehr/so dann zeuchtsie zu Tage aus /und last sich bey der Nacht kennen. vL ryQio er 8?oi.io , Oder Von dem Schimmer und Glimmer. l -WdAs andere / das die KKtsllL augenscheinlich ^ OU zeigt und unterscheidet / ist die Farbe. Nun ^ hat es ein Gelegenheit mit den untern Farben / ? daß sie nicht kentiich styn können / ihrer Dunckelheir - halben / darinnen sie natürlich seyn/ sie werden denn «rhöhet und in em rolium gebracht/oder durch e>n 5 oli- um erhöhet/ wie dann ein dunckel und nicht durchsichtig folionr dasselbige thut bey den Edelgestemen in luci- > 60 öc lranzluciöv- corpore , so MUß es hier SM dtlkchj scheinend lvüum thun irr opaco corpore , als denn die mettlta seyn / die scheinen gleich als der Mond / der sein Lischt hat Widersinns hinein ins corpur , wie dann das foliumdasstlbige heraus giebt von demcor- pore. > Nun ist ein solch kolinm oder Schimmer sehr künstlich zu machen/aber die Natur zeiget es an/daß ^ Von dem Schimmer und Glimmer- 7; es doch aus dem volsrili zu bekommen / denn ob schon dieses wahr ist / daß das volaülc anders nichtdann in seinem 6-miae L corpore zu bekommen und zu be, schlagen ist/ soists doch bald da mit sambt dem corpore. Denn wer des kolium« Art nicht weiß/ der ran weder in dem Fluß noch in der Härte nimmer, mehr kein Erh oder Metall in seine wahre Tinctur düngen. Dieses toli»»» Art aber ist/ daß es so ^unnistalsje ein Blat suffderWelt magseyn/ von welchen Blättern dann ein Metallisch corpm ist zu Hausse gesetzt. Die vermeinten Alchimisten haben viel zu thun/ mit ihrem ttrgtum tuper ttratum, hier aber ist es natürlich dünner als das geschlagen Gold / und das Heister man perl'picuitarem opacsm. ein eingebrachtes tolmm, iiicht hinan vergüldet oder versilbert aci curem. Solches kvliam macht ein Metall / denn giebst du ihm ein rothes folium,so ist es Golv; ein weijsts/so ist es Silber/ und hat doch ein Unterscheid vom corpore, denn im corpore muß es seyn / denn es giebt auch ein Theil mit der Schwere / oder figirt die Schwere / denn wie du mit einem Nagel ein Eisen zusammen wettest/ so körnt des Nagels,Schwere auch zum Eisen/und ist Doch was anders /denn die Schwere an ihr feibst-Su- chedas kot'mm zuvor/ darnach sehe das eorpu, dar- auff wiltu .eleviren- Wjlt du aber nieder steigen / so mmh das lpolium »und setze das corpu, auchdarauff/ solche Farbe und kolium oder toolium ist ein Metal» lisch Ding/ das ein corpu, färbet / wie es sol gefärbek seyn / was eines jeden Kleid sey/ ist sehr ofst überall gesagt. Wenn ein Metall wil nieder steigen / so be- komk eme dunckle Farbe/und bleicher/ und für das toll'' 76 Des i. Buche i8- Capitel ^ Lolium ein st-olium, denn er leget immer ab / wie es im Auffsteigen anleget und erhöhet. Die Bergleute haben schier eine gleiche Weise zu reden von ihrem Glaub und Blende; Es ist/wie ich ein Gleichnüs geben möchte von einem Feuer /das in seiner Gluth und Flamme ist / so ist erst der Schimmer und hernach die Amern / und das Väsel ist das Holium. Man last sichbedäncken/ hette man nur Gold/man wolte solch Ding alles gerahten / aber ohne das kau man es nicht machen. Lernezuvorkoliren und Holiren/sokanst du Das Metall darauffsetzen / ohne das nicht. Solchen Schimmer und Glimmer siehet man/ wenner gesehet jst/abrr die Läuterung siehet man nicht/wie die Witterung. Je näher nun ein solcher Glimmer dem Auß, zuge ist/ denn er sich immer in ein absteigend Ertzbe- giebst/ iegiffngererwird/ biß ihm die Gifftbenom- men wird/ durchs Feuer und Wasser/ alsdann gesellet cr sich wieder zu dem Saamen/ denn aus dem Säumen kömmt der Schimmer her / und aus dem Schimmer wird der Glimmer. Hier steckt wol ein feines Künstlern zu «ngirea höher / durch den Schimmer/ wenn man ihn luden Glimmer bringt/ aber es giebt immer eine Erkäntnis die andere/ und wteman an ei, ner Blende und Glantz siehet und erfahret/ daß kein Schwaden nicht vorhanden ist / also auch spüret man es auch an diesemGlimmer und Schimmer in seinem speculü und Nacht-Lichtern/ solchen Schimmer und Glimmer zu prapariren/ das bald ansehe und wieder abgelöset werde/das ist das allergröste/denn er seht mit dem höchsten Gisst ab/ der unter der Erden ist/ also setzt er auch an und muß emriechen. Was aber des ^cu- rü Ruhe für ein grosser Gisst ist / sonderlich unter der Erden ! es rute :em ge- md die löst »ich cht du het te- iß, be- m- llet ra- m« ics -r/ -bt ei- -in an !M nd »er iit tzt u- er m VonLemRußundAsthm. 77 Erden / zeigen die unheilsamrn Kranckheiten an / die heraus folgen / und-dieses izt der erste Stein / wenn war, j,, der Nach, Arbeit was anfangen wi! / daß du wissesteLchlMmer und Glimmer aus demMetall zu Ä'nnünÄ > E Metalle lassen ihnen die fünff Stü- K Eschtedentlich nehmen, i. das e->rpu5!' r. die Glimm-! ^ ^Schwere / 4. den Schimmer/ 5. den seun ^^r es wilMuhe damit färgenommen bräuchljch ^st Zusatz / der da bey uns hie oben c?^?ur' M kd1I_l6I!§e L? LIWLKL, Oder Von dem Ruß und Aschen. iAr da den meisten Ruß der Metallen belan- ' get / der da gar ein köstlich Silber , Kleid ist / wenn man ihn nur einbringet in die Kl-rcu- r>u», ist stch zu verwundern/daß der Metallen untersten cvrporum corruprion die höchste» geben / Und aus dem obersten wiederum die untersten werden. Wo man nun solche Ruß findet / da ist auch gewiß Metall vorhanden/ schöner aber und natürlicher hab ichs nicht gesehen / als er in der Steyrmarck bricht/ daraus man daselbst guten Stahl machet/in der Wallachey bricht er bey dem Silber / wahr ist es/ daßdiß das allergewisseste sey in der Metallischen Arbeit/ so wol in der natürlichen/als in der Nach-Arbeit/ das tzemVolck amallervhnglaublichsten ist: Wiederum daß das allerargeste und ungewisseste/ das am aller öffentlichsten ist/ und das man kan und weiß / vielleicht daher/daß man das rechte nicht kan. ' Rillt t 78 Des i. Buchs 19. Capitel Nun muß man mit Hülffc der urecknum außer allen kicrcuriis den Ruß bringen/ sage mir nun welches Kleid und welches Metall giebt es am besten / ich muß sagen des Saturn,'. Denn ein Erden / wenn man zu- zündet/ so giebt sie ein Rauch/ das ist/ ein solchen Rauch / denn je dicker der Rauch ist / je rüstiger er ist. Aber so vicl ich habe Bächer'gelesen / und so viel ich Laboranten gesehen/ haben das nicht getont/ und du sindest es doch bey dem 8'atlirno, aber du wüst ihn vorhin zur Erden machen. Das ist der ganhe Grund/ was wilst du sonst zünden zur Aschen / und zu Nuß machen? da hast du es beydes oder alle drey innen/ Ruß / Aschen / und Erden/und das vierdte die Kohlen , .oder die Farben. Hie muß ich aber das melden / das die gemeinen Laboranten weynen/ wann man von L corporum redet es sey das L metallum pr-eparirc, oder von den Lalibug coryorum,es sey Saltz wie unser gemein Saltz/ es muß ihn allenthalben gleich seyn / also auch die Ruß und Aschen / da doch ein weiter Unterscheid ist/ denn Ho lh oder Stein,Afthen ist viel ein ander Ding/denn der Metallen Aschen und Ruß an Färb und Gestalt und vielmehr an der Krafft und Macht. Dershalben . muß man in solchen auffdie Krafft und aufdas WercL sehen/daher entstehet ihme dann der Name / du kanst ihn nicht einsprechen oder ein llisimtiren/ oder ein arbeiten / und wann du und alle die dir nachfolgen hundert Jahr daran arbeiten/ es heist nicht ein Arbeit/ sondern eine Nacharbeit. Diese Gestalt hat es auch mit der Aschen/denn wenn lnan die Erde/Lie Metallische Erde meyne ich/ arbeitet / wie sie die Natur in der Arbeit für hat/svfieuchkderNußoben/ die Fmb bleibt mitten/ rat- ches unß lM Hen r er viel unv ihn ind, Kuß len, )len nen um den ütz, Kuß entt enn lall den erck mst bei- Sekt >exn der rve für len, lttd V-ndem^nß undAsthen- ?? md dieAschen unten, und ein jegliches sonderlich dm- mne-Denn hat nicht die Aschen die Ss!» ? haben nch die Farben vle^ul^kurz? hnr nicht der Ruß den «urium ? denn wie derjenige oben hmauß wil / Ml o er Ruß auch- So legt sich die imÄur überall an,me ein Öel/ krmcht ein wie die corpors und halt jtelchun- Die s-ler aber weil sie Wasser sey /ruhet das L>el ger, ne darauff, und ist also das unterste. Die Bergleute haben auch in den Klafften und Gangen ihr !>angeudes und liegendes/darmnenaua) wol was zustutzen ist, aber dahin geboret grosse Muhe und Gefahr/desGiffteshalben. Ärankanölelchtec bekommen/denn in den natürlichen krummen Ofen, dmRuß und auchdieAschen/denn^ ZNiZLSLVZS-- ILLNVLSLGS Juden sie mit grosser Muhe uuch darinnen zu Zelten etwas , damit sie nicht gqnh umbsonst arbeiten. Es läst sich solche Asche des H sehr schon sehen , ehe dann sie höher kommt, und in MC verwandelt wird, denn bald nimmtsteeinSpießglaßansich/dasseibtge hat nun das gestorne Wasser oder congelins des v auch mit, darumb ist es eine reine Proba auffalle Me - ralleu/und wäschet liess. Darnach giebt es auch einen reinen WißmuH/ -l— her ist grob / und hat ein coagutircWassertz beysich das sich auch mit seinem mvssen Gewinn finden lasset/ bey den Metallen , n-alm sie zurück in ihre erste 8c> Des!. Buchs Capitel - riam, gebracht worden/darnach erst giebt es sich lM ^ auffindie Glaß - Metallische Arbeit / da höret die M ^ beit derAsthen auff; es haben vor langer Zeithcro die . Alchimisten/ wie auch noch täglich/ zu diesen jetzigen . unsern Zeiten viel zu thun gehabt mit ihrem Salh/ wie . sieallecorporawvllmpotabiliLmaäen/dasiesiezlst ' ; vor haben zu Salhen gemacht: hier aber wäre eine !. ^ Weise aus den c/nenbu;, welche cinerc; dann läle; ge/ > , ben/aber es ist vergeblich/dann die cineres sind nur lee/ . ^ re Kleider/(darinnen der Geist ruhet/) so das bckleide/ ^ te bedeuten und anzeigen / und in welche sich das Ers ^ ; bekleidet/wenn es wil herfür an den Taggehen. Es > r ist ein ander Ding um die porakilig, man muß es in die ^ j xurabilia bringen/ das ist MNH eine frembde Weife/ r aber recht ist es auff diese/sotruro haben wollen/denie ' selben giebt die Natur ihre Kleider darfür; es schlupfft ^ hinweg ehe man seiner gewahr wird/das cor^>m meine , ich/darumsihauesicißigauffdiecorgors. ^ ; OL 80 VZL r r Oder » t Von dem Schlich und Laugen. . , i S muß die Natur in ihrer Arbeit immer Zu und 8s Abgang haben/ dann wie hieroben nicht allein im Schmeltzen abgehet / sondern auch unter > ^ dem Hammer/ also geschicht auch unten.in der Erd en: ; . Wie man aber den Abgang unten inderErdenioa ^ . Urnen kennen / und demselben wie die Broiamlem ^ .die igest wie eine lee- ide/ Es rvie !ist/ )ew lpsft eine VWdemGchlich»ndLa»S^ . Lernst an dem Schlich / den sie außmrfft/ daststvas Gesteine/ das sie/die Natur/ außgesogenhatmMer Arveit/und das dabey abfällt / wennesmchnmt wce- M gefüllet ist / und dann auch etwas von dem Ertz mit/fo nennet man dasselbige billich Schlch/Mil stch» also abschkichet von drm Merck / ^ gehet heim»m> . hm;WoMnlvlcherSchlichist/^ i Denn dnsechige bricht ad vvndem Zeug / und aus der ' Merckstatt /darinnen die wer-«. arbetM md da» - ihre verrichten / und ist solcher SckM eme gewm Anzeigung, daß allda Metall vorhanden. De»M am allen Gejchnren / wre mu».... ^ - -'7— ich nicht viel auffdie Form/sondern am »euge ist es am allermeisten gelegen. Man hat sv . ....^..^^.pEmk/ruAieaeln doch halte . Zeuge ist es am allermestten geiegr». ,, i viel Mhe hiß man rechtenZeugbekommk/zu Tiegeln UndCapellen/ da wil man es mit gebrandten Beinen l und Reb-Ascl)en ansrichien/jst allesumbsonst. Richte dir diesen Schlich zu / und kreuze ihn wol: Man wil und llein vier ;en: r soll stein ^.HuZ aber Dmeihetmcht/ sondern hält fester/'uns ^ Bergieme haben ihn lieb/ von wegen des Metalls/das er mit sich führet/ aberwenn rchchn soll überall bekommen wogen/wenn ich arbei- sty Mlr/ss wolle ich «M das Metall / k darinnen Kf M 8r Des i. Buchs ro. Capitel ist/ gerne gönnen / und man kan ihn Loch nicht so ganß wol kennen/ und bey dem Metall / wozu er dienlich ist / und zu welcher Arbeit / es ist ein Mittelding zwischen dem; Glase und der Thamerden/ darumb ist er sehr bräuchlichen; denn das Metall thut kein gut in unsers Gläsern/ es zubricht sie/ das siehet man wol wenn mas sie wil in die llore, bringen / so verzehret die ändert Metallische Erden die Erde oder Thamerde / darumb Mieser Schlich gleich ein Mittelding sehr nöthig zur Arbeit. Also auch die Lauge / oder das Metallische Was ser ist auch eine gewisse Anzeigung des Metalls / denn Es relölvirc sich immerin der Arbeit und von der Ar/ beit etwas abe von den Metallen / das dann des Schmack und Tugend hat / denn wie ich habe gesagt / da ich von der Speise der mineraliea geredet habe/wö miner-il-r follilis seyn/ da ist gewiß ein Bergwerck/ also wo nun solche minsralia seyn / so finden sich in>/ mer mehr/ sie relolviren sich bald in Wasser oder iu Laugen / denn das ist der Unterscheid zwischen dem > Wasser und der Laugen/Waster giebt allein das mine- ^ rrle.so geben die mettlla die llorer darein/ daraus wirb dann eine Lauge / was nun beyde solch Wasser und , Laugen thun/ Das erfähret man wol/ dieweil sie die A'! r« vderFarben Erh verborgener weise ssühren/ denn das Lemem oder Laugen zur Schmölnitz in Ungarn / das zerftist das Eisen zu Schlich / und somandensel» bek Eisen-Gchlich ausdemTrog wieder heraus ninst > und umbgeust/ so ist es gut 2/ eS seynd solcher Laugen ^ noch mehr/aber man achtet ihrer nicht / auch ist das V i eilte Anzeigung eines sehr reinen Mineral» , dann man sehe die ^ zu Goßlar an/wieeinen schonen remen, st/ >el< ehk rrs la" elt zuk äst )es gt/ w» ck/ ltlV -ilk ^ LM! , ne-' >ird > ^ rnv ^ go- ! enli rn/! lsel'! iwks gen ^ V»ndemSHlichMdL-rM«!?len, den die Beywitterung ma/' chet/ der ist ja grciflich / kanclich und sichtig/ daß ihn ^ «in ieder Berg-Verständiger kennet / aber der Meta^ /. ^ Smter ist auch wol bey den Schlacken/ aberunkänt/ ^ ^ lich / daher die Schlacken spröde seyn / sonsten könre ^ man sie schmieden/oder sehr dicht giessen/wie man sich k- ^ dann etwan hak unterstanden zu thun / man hat qbek ! ^ diesen Sinter nicht können hinweg bringen. Abek ^ unter der Erden / bey den Metallen/ auch bey der Lau" § gen / Met man ihn zu Zeiten gantz reine / und ist allek ^ FstcherMr dir Melgßm yder Atze sind/ außgenom- ^ v-n Sinter tmd Schwaden. 85 wendaß er leer ist/denn zum ersten schmieretttme 6» ne Bery-Seisten/ist aber keine mcht; sosiehet er auch dem Gölv'Kalck ganh gleich / oder wie ich sagen jolte / Mehr einem Gold-Kalck-Steim So ist er auch «er unv iveisser als kein 'Litauischer Ruß / tast avee nichts insichbringen/wiederwarhasstige. Wetter^ der so gantz leer ist/so zeucht er aüe schadlicheHber^ustt P- vnd atlen GW an sich / daher er sehr hübsch reuckt / ich halte ihn für ein schön Lerosrncum , der 2iuer Macht seinen Stein daraus / denn Wer b:ß m ow ThamErden bringet diesen Sinter - Staub UE t »rrung. ManfindetihnüberallmdenB^WcrM «twan wie Stein -- Mehl / aber es »swn anderDings hat keuchte in sich. Dieser Smtc^^^ Lers ab von den Metallen / ehe denn du GO^,da am allerletzten hinziehen/ legensichauchmch . A-id vder Silber-Metall mit sich führet / dieser aber ist em abqeftimtes und abgeschemntes lrrLtsches Pulver von Allem Metall« Was da aber den Schwaden belangt / so ist e« ein gar schöner Bericht des Äbscheides des Saa, »nens/und aller corpowm Arbeit / denn wennesauff/ höret zu arbeiten/und hat keine Speiß mehr/rvederdec »nineräliumnoch der corporam, und hat sichnun ver Schimmer in den Glimmer ganh begeben / Ew t - MN der Schimmer von dem Saamen dahin- lolche^ !I t >>! !!! z6 Des »Buchsis. Capitel met/denn dahin wieder zu kommrnhat er seinen SinA wo er verwegen hinkommet / da er etwas findet / so sich . reget und weget / das todter er/ und sich selbst zugleich mit/reiniget sich darinnen / da leget er die Gisst nieder/ und kommt endlich wieder zu dem Gaamen in dir Werckftatt/ und hilfst wieder ankleiden und einträte cken / und wird wiederum!) das Band: wo nun solcher ' Gisst ist / weiß man auch / daß Silber oder Metall da ' gewesen ist/aber an dem Ort nimmer da er außgezogen : ist / sondern es ist ein andersworden/ denn näch eines jegliches corxori; gantzen Untergang und seines sonder , lichen Schimmers/wird nach dem Abriß einsonderlv > cher Schwaden / bis auffden lehren / der ist der allere heffrigste und sichtigste / dann er liegetwie ein Spiegel i auf dem Wasser/und giebt sich auch gerne in die omri- ments, daher kommt er denn bald / so er nicht kan ane derSwo den Gisst lassen / wenn er ihn dahinein gekeget ^ hat/wieder zu den Metallen/ daher dann auch die nu- rrimellkL sehr vergiffket werden Wider ihre Art / daß er , aber so hin und her wiederfähret/ das thut er darumb / weil er den Saamen und des Ferchs in sich hat/und ist seine Untugend / denn der Saame muß etwas haben / darein er sich leget/ist es nicht ein corpur,von den sieben corporibub der Metallen/so ist es ein solcher Gisst/oder Schwaden/das ist fern exuvium^darirmen er sich auff« » enthalt/biß jhme denftlbigsn die Beywitterung ab- , dringet/ die ist sein Todt- Nuwist ader gleichwol diß ! ein sehr herrlichDingdesNatMdaß nichts nicht so f böseist/es istzüwas gut/ denn wodieser schädlicher Gisst nichtwäre / so käme das Unter < Feur nicht soM Hauff/ das sonst zerstreuet lieget/ und ftget dieses Gisst aus.Mit sammt allen aridern schädlichen Dampffer,' > und ! ur de L tv L de ül dr d< er ei. d. d. L e, 2 F t> e r ritt/ VsnderFeur,Rachen. z? und Bravem/ der da viel böses verursachet/beydes an An guten Erhen / und auch an den armen Arbeitern. Aenn wo dre Lufft durch das Feuer nicht grretmgek bald aller gifsiig/ von wegen der DuF^und lstsich zu verwundern/ daß das Ferch und übr^^? von sich lassen das Gut / das ist/ dar dnü den corporrbur noch bey sich haben? den ZEnrewMetall / denn diesen schädlichen Gisst, er«,'N" endlich nichts nehmen kau /denn dasFeu- eke allen/ denn es endwtschet dem Feuer vx l.ucLr^ix vik.6Ul.L5 Oder Von derFeur-Ruchen. VK^Er da wil mir Ruthen umbgehen, der muß /^ner Pdantasey nachgehen / und wie Es stimm Sinn etwas neues in 8 »an der Nalna , was b>°Mtz belang« / anffdia , ! uchmng geben, und ist sonderlich diese - Lrnn»?.^bEauffdiewirckendezusich ziebendeWit- l r! / «WE/ dem wenn dieselbe starck und kräff- zundet/ ss thut sie doch durch ihrs Denn wie ! ^ §8 Des«. Buchs rr. Capitel lermssauch an dieser Ruthen / die marr muß angGa- Det stecken/ dieselbige löschet sie aus / da ihr kein Ober* Lufftnsch Wind kan Schaden zufügen / dann dieses unserOber-Feur kan nichtin die Erden hinein/esver- löschet/ denn stossest du ein Lischt an einen Stein odtk Erden/ so loschest du es aus/also zeucht sie dasselbe aus' Denn es kan nicht hinein fallen; So zeucht es auch zs sich das kwtrimentum, davon diese Ruthen brennet/ Das sauget sie ganh rein aus. Es ist aber fein zu st* Heu / an dieser Rüchen Zeug/ daß auch eine Fettigkeit seyn kan/die nicht brennet, wie dann der Schwaden auch ist/ der löschet die Lichter aus durch sein Gisst/ Doch auff eine andere Weifst unter der Erden; Also thut die Witlttungchier oben der Erden auch auffems sondere Weifte; Von solchem Feur wissen nicht viel Berg-Leute/und ist doch daß ich wüste/das einige Mit- ^ tel die Gnwitterung zu vernehmen/und ist dieses Feur- Merck das/so außgezogen und exkkLkui-c wird/zu vielen Sachen im Berg-Merck / zu den Metallen in der Nach, Arbeit sonderlich dienstlich / davon an seinem -Ort: denn Feur mit Feur auszukundschaften/ ist nicht «in geringes Stück/ und tast sich doch das Unter,Feur anderer Gestalt und Meynung nicht beschlagen. Dasselbige haben die alten weisen Lehrer undScri- benten an viele» Orten ihrer Bücher angezogen/ da sie lehren/was hieroben für Elemente/ den Untern so wol als den Himmlischen fügen/ und dabey sich vernehmen lasstn/ denn durch diese mitlere Elementen müssen wir Der obern Arafft so wol als der untern innen werden / Denn sie sind der AMur, der die untern groben Lribev Der obern SeelenPeiniget in allen Wercken,sonst tonte mcWn derTiefft stinen Fortganghaben/ und z» der Von her Kure-Ruchrn. 8 g drr ÄkZäEung muß es also feinen Mittel-Zeug haben/ als ein ßiulinum oder Band / denn Feur mu Feur zu binden/ isteinwundrrbarlich Ding zu hören / und ist doch wahr / denn daher kommt auch des ewigen Feuers,Behaltung / das immer brent/denn sie muffen alle drey bey einander seyn/denn das oberste ist das Liecht- F«uer/so ist Metall das Lohe-Fem/und das untere das Brenn, Feuer / solches werden wir auch sehen an jenem Tage undmjenrm Leben/daß GOkt das Brennen wird absondern von dem Lohe/deun wann es lohet/ so verzehret es/so würde die Hölle bald verbrennen / so wird es auch nicht helle seyn / sondern Finsternis / denn das Lischt wird GOM seinen Außerwehlten geben, weiches ohne Lohe und Brand ist / aber hie konformes nicht von einander seyn, sol anderweitem Feuer seyn / und »st eines fein und gerne beydem andern/ so rst auch eines dem andern züwider / wenn man es verkehret- An dieser Freund, und Feindfchaffc der Elementen muß man etwas lernen / und cs auffaüen Bortheii suchen/ sonderlich was da verborgen / und ohnsichtbar- lichgehet- ^ Weil nun das Unter, Feur gerne brennet, und den Brand mit sich bringet von wegen der Säffte und schweren Fettigkeit/ kanftdu sonder Zweiflet wol vermerkn/ woraus die Natur dir SWe und Wachs machet/die sie aus den wachsenden Dingen undFeuch- tigkeiten hier bekommet/daran sie sich gerne hieoben le- get/die sie sonsten hinab zu sich zeucht in dieSrden / wo du sie nur hre ein wenig zurichtest / so kanst du das Feur fern zu dem Zeuge der Ruthen brMgcn/ und also dir Einwittemng / die ein wenig einen andern Unterscheid hatvou demFeuer/v-n welchem sie doch herkömmt/em K f v wem i l?!' Des r. Bachs rr. Capitel wenig comgiret durch die Metall / bey denen es ein wenig gedämpffet ist / spüren und ausgehen/kanman doch gleicher weise was machen/ wie du denn auch vernehmen wirst im Blancken - Feuer / daß man kan das Lischt in einen Zeug bringen / ohne den Brand / wenn es nur sein kolium hat / auch in op»co corpore , das dann auch ein schönes Künstlein ist/ein K>lium in eis OPLCUM corpur zu bringen / daß es einen schönen hellen Schein und Lischt von sich giebt. Solcher Zeug aber wird zugerichtet von etlichen Saamen und Schösserlingen etlicher Bäume/ die man zusammen stoßet / und in Wachs iacorporirt/ss sie zuvor sind gestoßen worden und ihre Qeligkeit heraus gebracht / denn dieselbigen Oele widerstehendem Winde/ denn sie lassen denftlben durch. Er kan sich auch an sie nicht legen / denn sonderlichen ohne das schadet der Wind dem Saamen so sehr nicht als anderem Gewächse / es bliebe sonstwenig Saamens in feinen Krajsten /daher denn alle Saamen ölicht/undwas man mit Oele über- geust/ lästLufft oder Wind der gröber ist/ nicht gerne hinein. Das melde ich deshalben / wenn diese Ruh,, tenaußleschtt/daß du nicht mögest gedencken/ als hatte es eine andere und ftembde Lufft außgeleschet / und picht die Witterung. Ja wenn man dieses Oel auch sonsten in eine Fackel einbringet/ so le, scher sie schwerlich aus vom Winde. we uv> br< nel wo teri an dar die Set siel ists alft wei bre> 3«r kön get/ law Van der Brand,Antheil» n///- VL Vlv.6UI.L QL^vL^rL« Oder Von derBrand-Ruthm. . Jewoi vaß Ruthen gehen bey vielen Leuten m ein Mißbrauch gerathen ist/und dadurch abscheulich worden / so ist es doch nichtsdesio weniger eine gründliche Art die Mtava außmehm und zu erkundigen / wann es natürlich iind recht ge brauchtwird, denn es ist wahr und kan nicht geleug- rLSLLSSSSS» SASSLSSS'Lx si-w"k^«Namm«^^äu"ck-n»onUMdt, ^ istx-b°»sÄ/ daßsi- M«l°»ff>h«W->s-, m» also diese Ruche angluhet / darbey man denn gewiß weiß/daß ein lebendiges Metall vorhanden ist. Diese Ruthe / sol sie!g!ühen und nicht leuchten / brennen oder flammen / so muß sie'einen besondern Zeughaben / der solch ihr Feuer an sich nimmt / sonst kirnte es nicht nützlich seyn/ dann was die Ruthe belanget/so istes nursinStock oder Stab einer halben Elerr lang - von einem harten Holtz gemacht / als / vor» Eichen oder andern harten Mtz/daran ist mm dev ! Zeug.gemacht /wie man ein Bech Hartz oder i an eine Fackel machet/ dieser Zeug aber muß von m- ! mr Fettigkeit seyn/keines Thiers/Baums oder a^em -r Des r. Buchs rz.Lapr'M Dinges / was oben oder auff der Erden ist / denu solche Witterung zündet es/ denn sie iststarck/ daher kein Talch/Wachs/Bech oder Hartz nicht taugt/ auch kein minergl, denn es wurde solcher Athem dem Metall selbst seine Speist zünden und verbrennen / sone dern es muß ein Kalck der Erden styn/der sähet so bald solche Hitze/und brennet wie ein Kalck hie oben von der Hitz und Feuchtigkeit / und fället also heiß von der Ruthen herab / dieser Kalck/also hieroden'durch die Witterung gebrennt/ist sehr dienlich zu vielen Sachen darnach. Diese Witterung aber greifst darumb nicht andre Oelichkeit oder Bergwaxigkett/denn wie sollest«, sten die Speist der Mineralien können auffkommen / die daraus werden ; die Berg - Leute nennen es ein Spath/ ist ein rechter Mordcl oder Spaar - Kalck der- Erden/ er wird aber nicht unter der Erden angegrist fen/weil er viele und grosse Feuchtigkeiten bey sich hat- Daher man meynet / und sonderlich die Gelahrten/eS seye ein llnter-Erd,Marmel/ es ist aber keiner / denn er bestehet hrevbenim Wetter mcht/trocknet aus / daß er sich auch endlich von diestrWitterunganzünden lasset- Die grossen Berge in Norwegen / und in Schwe, den / die voller Spath seyn greiffen solche Ertze an / und glimmen sie hin/daß sie gantz hol werden : Wann sie stammeten und sobald verbrenveten/wäre derselbe ggntze -Ort Landes hin / denn st bald das Erden/ Master heraus kommt auß diesem Spath / und kommet die Lufft auch heraus /die da getrocknet hat/ muß demselbigen nach diese Witterung und Feur hinein Kommen und zünden. -. Man mag aber etwas mehr darzu thun/damitman tze» aM Aicy Me- son- bald von »der . die Herr i ^ M ^ svll- j >en/ ! ^ein ^ !dey ' !k>ft ! hat- ves nek ßer sset- wenn/ anrr efel- )en- )M- nuß »ein lEM zuvor hinweg ist/ er wäre ,on,r reu» ^ Es sind aber s?euer«Steine / oder Horn«—. -. «e/denthutsie nichts; denn einFeur-Steinthmdem andern natürlichen nichts. Dieweil aber diese Witt^ wngvonder Seiten herkommt/ und wieder von sich Siebt , wie der Saamen zu sich zeucht/ so ist sie sehr hi- ^darumb sie denn nm da ist/ daß sie offne und breche Her Werche ^Witterung eine Panden; wo diesilbige Ersehet ist/sokau das Merck nicht arbeiten/oder ru- Ilkn/ i7«Z!t^,v>in^ tadks^k!iereres beito -<«>tlerung/unvyengrM)U"v^^»«^'>- ^an denPrv-jest-Zeuggewohnet/dennrWet es also zu inner der Erden / macht ihn so dünne als die /Uomoz, wie ich denn denselben Zeug den /iromir vergleiche/ denn auch die krow« durch diese Witterung hieoben 'werden zugenchr/ sonsten kanten sie nicht also gezogen . werden / und wenn auch nichts nicht des Ferchs Gegenwärtig^ beweiset-/ so zeigtt es an dieseWitte- rung,-denn des SaamensWitkerungdreK-eifft diesen Aeuqandieser Ruthen nichtan/er iftvielzu schwach. Man Honte über diesen Zeug ssnsten nicht legen sderhinheben/woman ihntncht an eineRuthenma- chete / da mußman ihn jneorporiren mit solchen Sachen,brechn stareken /zu empfangen diese Witterung / so siehet man/wre er gluet und zersteubt/und wie siarck dleseUnterwtttemng ist, denn sie mit grosser Gewalt Sehet. Was folte doch svnsten die Ursachseyn in Un» >/tK n—, ki, » d si V! t< d V si e si c t S d h s , ist) Het, hone hin- ieftc ldee lach bst, ehr/ rzei, §rd- Ser, Ate,, der-,' ,en, > von! lben »den, ^tsie Än, nes >e», an» die- Vsnder Spring,Ruchett. diesenztuchtdieseWitterunguntersich/wied^ Mt das Eisen zu sich zeucht, also dieses Erh-E^ SUNgs.WinerungdenMarcasiten, denndes Marca- siks Art und Eigenschafft ist diese Reinigungs^Mttte, rung zu stärcken, wie man denn auch nicht besserjuper, seinen mag/als mit dem Marcasit ein ieglichcv Mttau mit seinem besondern;Da nun zweyerley Marcasiten ftyn/einerhie oben der vreäinum oder ober Elementen» Hih,und einer der untern, so thut man solches Marca, fits Schlich oder kleinen Staubes ein wenrg, wrezu» vor gesagt, an die SMender Ruthen, da man sie zu Haussen sehr/sobrichtdieWitterungdieRuthen, und macht daß sie von einander springt/denn me man wenn man schmeltzek, den Erh oder MetaUzweyerley Schlacken muß zuWagen, eine obere und eiue untere, daß es besser blicken kan,somußman auch h»e ersehen, daß es bey diesen Reinigungen odersuperfemnM fchichr. Weil aber die Marcasit auch (sonderlich dre obern,sokentlicheraisdie untern) der Vre6mumMe, tall U ren, seynd sie sehr rem und sem, heißen darumb dem Merck sehr zu seiner Reinigkeit,dann man siehet, wann man eine reine Säure in den Teig bringet, so sämetesbald, also ist es mit dem Erhauch,es liegt an einen kleinen Zuschlag, daß man das ErtzlN seinehvch» ' ste superfeine bringe- Man beklagtsich wie der Mar, casit so grosse Arbeitbedarff, ehe man ihn zu recht und rüge bringen mag, aber man weiß den rechten Handgriff nicht , denn dieses alles nenne ich Handgriffe, damit man durch ein Vortheil und Kunst der Natur heißen kan,darumb schlage ihn nur (da er ein wenig in seiner Röste geröstet hat) einenMetall'vderErtz M das du superfeinen M , und stehe, ob du ihnmchr aw» -s Des l. Buchs r4-LapA«I bald zu gute bringest. Ich solle wol allhier aberinahlek- nes jeglichen Erhes und Metalls sonderlichen Marca- fit erzehlen, es ist aber in der Nach, Arbeit zu wisset» nicht vonnöthen; so sollms auch billich die Berg«Leut/ so damit umbgehen /wissen/sie Wissens aber nicht/son/ dern haben offt etwas in Händen/ und wissen doch ' nicht was es ift/drnn sihe/was ist desEisens Marcasit/ ist es nicht'derMagnet ? desGoldes/ist es nicht derl^- i »uli? also von allen andern auch ein sonderlicher: Was sol ich doch so grob darvon reden/ in die Gruben hinein ! und arbeite/und nim diesen Bericht mit ins Hertz/ss ' wirst du allezeit klüger herauff fahren / und wirst mir i Sancken. i Glaub mir/ das Ertz oder Metall kreucht-mit seiner j Witterung hcrumb/suchet und holetwas ihm dienet zu > seiner Arbeit/es seo in einer/ was es für eine seyn mag/ ! Liese Reinigungs Witterung aber zeucht zu sich/muer - sich / denn die niedere pralle! unter sich von einander / l dann sie ist in ihrerArbeit/und d edarffdarzu dcsMar, l casits / dem sie seine Krafft entzeucht / wo sie eintrifft / l denn der Marcasst gehöret nicht mit unter die Steine/ l darirme er wächst ; Er wird auch nicht resolvirt in Aschen oder Ruß / sondern in Schlich und Wasser/ darum begiebt er sich auch natürlichen unten hinein/ l nicht oben hinaus / darzu hilffc ihn denn diese Witte- ^ rung; dennwo es nicht natürlichen Grund hat / sonderlich mit den Ruthcn/da hüte man sich dafur/und ist ! auch kein Glück babey/so man gleich damit etwas auß- richtet und außgehet; Man brauchet solche Ruthen ! auch zum Schatz-Graben: Demi wenn ein Metall > wieder in dieEröen kommt/ so hebt es wieder an zu , tvichkN/Md sich zu rtinigen / bekömmt derhalben eine j solche ! so! tt» Ob rr> ker 8l« hi< litl nei zu wt vb «n uu wc da A dai die Ski Mr fen Lut Lei ei, rasest ut/ on/ i »ch ' sit/ ! ^3- !as rin so nie; iek z« lg, ! rek r/ l U'- ! ft, ! re/ l in k r/ ^ n/ ! te- ^ ist ß' en M zu ne Von der Spring,Ruche», o> solch e Witterung auch/die ich eine ReiniMgs-Mlt- trrung nenne / die greifftt diese Ruthen an / wiewol es "Uch hernach die andern üngrciffk / darnach es aus der Ersten Läuterung oder Reinigung in eineArbeit geirrten ist. , Es treibet das Metall mit solcher-Witterung gleich emen Pracht/ und walte sein cvrpu, auch gerne bu/lnen lassen/ und also dem Menschen nütz- "^."AU'ehe es denselben wieder ableget/und in eine ü!? Nebelt gehet. Darümb ist solches Metall nicht ^"achten / und solche Rüchen lieb zuhalten; dem »a.» v^Mndoch nur für eine Mühe/ ehe man hie- ^?.EmMelaü reiniget/ und trifft es dennoch selten/ EMe Ruthe könte man es ersehen ohn alle Mühe mwProbierunz; Man siebt hieoben/ daß ein Zeug/ was es für einer sey vom Metall/ ehe er erwärmet, W er einen andern Rauch von sich giebt/ so thun diese Metaue auch / daß sie in ihrer Arbeit eine sonderliche Witterung von sich geben; eine sonderliche auch in hrerReiniauug; das ist aber sonderlichM Mercken/ daß keine Witterung nicht ist / außgenommen eine / die da natürlichen außgehet und wieder zu sich gezogen wird / dte andern alle holen was zum Wercke / oder lesen was davon / dann wie kLmrn sie sonst arbeiten / es zum Wercke dienstlich ist / wie die alldem Witterun» srn hvlen/lveg führen alles das/so schädlich ist. WR daselbst hin nicht siehet / der Meyner und hält es für eine lautere Gauckeley mit Rüchen umbzugehem Gg 98 Des i. Buchs rf. Capitel VL rukcn^^, Oder Von der Schlag-Ruthen. WH-eichwie einem natürlichen Menschen sein nm rürlicher Athem aus, und ein -ehet/ so ist diese Witter ung auch/ denn sie führet die andern alle. Ein Athem des Menschen/ wann er Wein trim! cket/ so riecht er Weinig/ oder sonst nach einer hart/ riechenden Speise/ also führet dieser Athem alle ande- j re Ruch, Witterung in und mit sich aus dem Leibe/ > denn also nenne ich alle andere Witterung / denn! der natürliche lebendige leere Athem / der die andern führet/von dem Ferch und dem Saamen in seiner Ar/ beit herkömmt. Also hat er auch keine andere Schlage. Ruthen / als ein Jahr - Gewächs einer Stauden/das man sonsten ein Sommer,Latten nennet/ diese schnei/ den die Bergleute nach gemeinem Gebrauch ab/ und sehen also auffGottes Berath (wie man saget) da/ HM / schlüget sie/so ist esgut/schlüget sie aber nicht/so' giebt ers seinen unglückhafftigen Händen oder sonstett ! dem Unglück schuld / damit er überfallen ist/und mey/ net daher/ feiner Hände Arbeit sey nicht gesegttet/demi s aus falschem Wahn meynet der Mensch immer seine' Geschickligkeit hindere oder fördere ihn/und nicht Got» tes Gabe und gnädiger Segen/und derMeisteHauf/ fen/als Unverständige/ weiß nicht/wonach die Ruthetz schlagen / tragen sie doch unter dem Gürtel / oder auff dem Hut / und bewahren sie heilig / nachdem je eines Men grossen Aberglauben hak zu seines mmen nnv inch diese dem trin« -art» nde- ibe/ renn dem! Ar»! lag», /das^ »nei»' und ^ da» ^ t/so! sten i lenn eine Hot» ruf» hetz ruff inee rnd W Von der Schlag, Ruthen. 5- dmsstigen Hand/ darein ihm doch GOtt genug gege, hat / wann er dasselbige nur ordentlich und ver- riunffkig angriffe. Nun »st abermals wol zu mercken / daß eine jede LuNKresondereWürckung ^t/ sonderlich an tüffci,' / denn auch bey den Mronomi; oder Dfft uiÄ^ndieBäum und ihreZrüchte der - uno zeucht denSafft zu sich^ «Pch°b«schM-m-ThnUMELcki>I>^ der obernLufft, davme sie dann wur««^ ' ^ alles guts/Laub und Früchre/wie man dann sieye - ... Ull veu PtrvM,r/rc>ien«/ vic ll-a chen den Stock und die Früchte besser/ darnach smckei solcher Sassk/ zu seiner Aeü auffgrzogen /immer allgx, Nigch durch die unterhihige Lufft / und ist sonderlich ihr Futter und ihr ArbewZeug alle lüfftige Ding. Derohalben / so du eine solche Ruthen / sonder, lieh eines Kernbaums/ als Haseln/ nimmest / der dann eine sonderliche annehmliche und übersüße Frucht bringet/ und Sasst hat/ zeucht sie denselben unter sich / daß die Rüchen sincken und schlagen muß / da beginnet sie den Safft heraus zu saugen / wenn die Ruthe ihren Gang recht stehet; das Wenden aber von oben biß auffdieftn Stand/da die Ruthen stehen bleiben / heist des Erhtes Stand/die sofern schnür aerichts gehet. . Diese Rurhen nun zrucht die Witterung natür« ichngchdem ScMjsmch/ daß sich auch Die Ruthe Lu der Witterung und der Erden »iederdiesm und GgÜ W Lös Des r. Buchs r 5. Capitel mit gehen Muß / sie wäre dann'gänhlich fest angepM cket / sie zeucht aber nicht schlimm / denn solches Gang ist der Witterung nicht eigen, weder der ober» noch der untern / sondern der mmel/ welches ein Wind heisset/der ist weder zu diesem noch zu jenem nutz/wittert nicht/ sondern daß er bald zu hauffstecket die Bäu- me/machet Holtz.Rinden; darna ch er gut oder böß ist/ thut er diesen Ober-oder gerade Nieder-Witterunge» Schaden oder Frommen : Und diesen Unterscheid mercke wol / denn daher gehin die Flüsse auch und die Härten/ es thun es auch die Gipffel der kleine» Mandel-Baum/ diese Gipffel oder Bäume aber thu» -es nicht/ die da Kern haben /kleiner denn die Früchte / als Aepffel / Birn / sondern deren/ da die Früchte eitel :Kern sind / und eine harte Hülfen / denn auch solche ^Schalen und Baum-Ajchen/ja alles das sie an sich haben/ ist ganh lüfftig und feurig / welches dem Metall ' sonderlich eignet zu ihrem Merck/ denn man auch die ' besten und beständigsten Zünd, Kohlen daraus ma- -chet/und seynd gantz leicht. Es dienet in Summa sonderlich zu den Metallen/ wie man an der Nach-Arbeit hieoben siehet/und erführet; und hie soll du auch weiter lernen/ daß es solches thut von wegen der hitzigen Lufftigkeit oder hohe» Oeligkeit / oder leichten Oeligkeit / die solche Bäume haben. Mas es wolmehr möchten für Bäume thun in der Nach,Arbeit zu allerley Zeug / den man bedarff Materien daraus zu machen / da seynd der Alchimisten - Bücher sonst ggx voll / doch vergebens /aber sonderlich seynd sie täglich zu? Wirckung des Stein- Oels; Aber daselbst von/ wenn ich werde einmahl von MlB r s c l r l L s s f e r L Z rar V-nder Bebe-Airchrn. wich GOtt in frischer Gesundheit und Leben / wil sch Vermeidung thun. Die Berg - Leute nehmen diese Rüchen gemeiniglich / und gehen Kläfft und Gange darnach aus/ ist aber auch natürlichen/ daß die Witte, rung mehr und grösser außzcucht/da der Boden zerriß' sen und offen ist / denn da er gantz ist / wiewol aus solchen zuspakerm Klüfften / ob sie M mitFeulen gefüllt seyn / mehr Dampffund Bredem heraus kommen / dem, der Witterung zuträglich sind / und der Ruthen schädlich an ihrem Gange / doch laß ich es hinstmchm Md straffe es nicht / doch wo die Dämpffe schwerer seyn / kanst duerachten, daß sie der Witterung und also dem Rüchen,Gang Schaden thun/ doch wer da mit sonderlich die Gänge außgehcn damit/ derseldige habt acht auffeinen sonderlichen Gang / den sie führen , denn es ist ein ungleicher Gang/ letzt bald erhebt er sich Eilend / denn fället er flugs/und zeuchtsich nicht fein Aleich/wie man einen Bogen mit einer Winden gleich spannet / sondern wie die Dünste / Bwdem und Dampffeheraus knMcht fallen, Md der Ruthen ihren GanS-brechen- PZ vi.L6Ul^ ik.Lkiy^rr.'r»- Oder ^ VonderBebe-Rmhem l D nun Witterungen oben oder unten zu häuf- r ftn treffen/ Winde und Dampsst/so hast duzn erachten / daß es eine Kunst seyn wil / ems Witterung unter diesen zu erkennen / dann der Oe Gs iij her, ,! i- !.! - A rsr Des r. Nttchs r6. Capitel ^ Ober. ErdemWitter ung ist sehr starck/so ist derUnttk- r Erden Witterungauchstarck/dassiehetund erfahret r man an ihren Arbeiten und Wercken wol; Nun c ist der Wind auch starck/desgleichen auch der Dampf/ h wo sie nun zu Haussen kommen./ daß man dennoch kan « durch eine Ruthen die Witterung/ so man habenwil/ c erkennen / das ist sehr künstlich. Und solches zeiget , k diese Bebe-Ruthen an/dieselbe muß man nun von ei- ! s nem Blech eines Metalls machen/ alsStaals/ und > r muß sie stecken als einen Puschen unter die Tham,Er, - ! den/wo aber sich die Tham - Erden endet / allda gehen . « dieselben Witterungen zu Haussen / und reget sich diese ! s Ruthe / zittert und flattert / das sie sonsten nicht thut: t denn siehe / es lassen sich die r->äü luperiomm öcinks- ! riorum corporum nicht ausshalten / als in dem b Merck / dann in den Witterungen haben sie ihrauff- ' r und abfahren / und lassen ihre Farth nicht hindern / t nichts nicht/denn diesen Ruthen,Zeug/und ist wie ein ' r Knotten an einem Stock / oder ein Kernstock an einem >. « Rohr / da in demselbigen Rohr umen und oben die l c Lufft kan hin kommen/ dieser Zeug ist nun voy dem ele- ! i üro gemacht / der ist von dem allerbesten und feinesten ! s Silber^Zolde dünnenBlattlein gezogen/und in einen ! r gläsernKopffgsthan/der denn diese Witterung nicht . I hindert/denn sie läft sich nicht hindern /wie etwan ein ! s Geschirr/das man hieroben macht/daruMb siehe/wenn i du darin» zu hoch treibest/wie du bestehest/ wo du nicht l Zeug nimmest von Unter, Erden-Zeug/davon ich baß i danieden Meldung gethan habe. l Die Stärcke/die, du bey der Schlag, Ruthen hast , wahrgenommen/ wenn eine Lufft,Witterung vorhan- , den ist / siehest du/wie diese Muthe bebet/dann die ume, , refäh- ' ro; litt- hret l^un npf, kan wil. rge^ iei- und Er- hen iese ! m: > ! >em affin / ein >em l. die :1e- ien V ' len l icht ein ! :nn icht )stß äst l UI- l lte- äh- I , VorrderBebe,Ruche». ^ fahret auffund rühret/ so fähret die obere hernieder / und rühret auch / denn sie ermuntert gleich dasFerch und den Säumen an demMetall. Es siehet ein jeglicher wol in den Hewulcken/ was es für ein fahren/und ^ ^ ruckLn daittt ein Schnee oder ein ovenhimuffk??^^ esreiffwird/das sich den mit hat, also geschicht es auch hiero, sie ^ ^ Wlkterung/die aus der Erden zeucht/ehe obern Witterung hinein begeben / so den"cL'.^lvor abgekncttetund ümgewaicket wer- , sahret noch etwas hshers davon/ und geräth zu iieb k« ^EZen oder Schnee/Thau und Reisten/ ehe es einander theilet/ so wird es wieder nützlich un» ^'"dieser Lufft-Wer-ckstatt, und zu den Metallen bin» c ' barumb was da nun Metallisch ist /dassel- r>i c^- ^ sich recht darzuschicket, und sich wieder an v'E Witterung hängt/ und wieder hinter mitzeucht, *ailMge Metallische leichte ist es / oder bas volgtile, ^.as da w'ederumb zu einem l.ub«co wird / und als zu Etner Kraffr / die da svl den corpori helffen ; so stuft es «l,okrumbher^b/nichtwiedjeLujstfähret/sondcm wie es zufallt. Rühret derhalben das Metall an/wolte sich gerne anhangen/aber es kan nichk/denn der kiercu- NU5 corporum ist zu tieff/und wenn es gleich Yttrium «Si-r-'LSNLiS dem haltest/ undwäreda mchtsvon ^wegtes sich doch von oben, jetzt von unten, UlchtwtederWindfähret,ob einer sonst hie- »verf zugegen war; das nenne ich fönst die Stand- Gg Lv > Ruthen/ r 04 Des » Buchs r 7. Capitel Ruthen/denn sie stehet wol nicht / aber sie fähret als» hin und wieder/ höher soll sie nicht / liefferkansie auch uicht/denn alsbald sie tieffer kan/ so hanget sie sich an Sie Witterung/die ich Unter-Witterung nenne. Da* her sieht man / wie viel saure und schwere Arbeit die Natur hat mit der Witterung/ Dampften und Bro« den der Metallen/ ehe sie dieselben zubereitet/ daß sie et, was dienstlich seyn/und haben dennoch nochGluck/sol« len sie in der untern Werkstatt nicht verhindert wer, den durch die Sätze/ daß es also nicht gar zu leicht zu, gehet/wie es ihm wol ein jeder träumen läst/Gold und Sicher zu machen / ob gleich die Kunst am Tage / und der Natur kau nachgearbeitet werden von verständigen Gelahrten; es wil Mühe darzu gehören / und gute Ordnung gehalten seyn/und einen solchen Mann ha* Hen/der nicht leichtfer'igist/wie ihr dann nur gantzzu, viel seyn / die sich dasselbige zu wissen Merfanzm / darumb so treffen sie es such wie die Knh das Mäuse* Loch< d« a, bi A dc d< ko b< d< er u> UI di te th te di S> se! m fe VN VIK6UI.ä Oder Von der Unter-Ruthen. die Witterung eine sonderliche nnd hcfftig, fahrende Krafft habe/ herab oderherauff/ und die Mt durch einigen Widerstand kan auff- gehalten werden /j zeiget alles Gewächs auff dieser Welt an/ auch alleFruchtbarkeit/denn es sey« Regen oder Uebel/was.es sey / das auff. dieser Welk uns der ! I h! m rx w di tz E ei h V§nderU»itMRuchm. l°5 dttEvnnensthein auffhäll/so kan uns doch nichts nicht ^uffhalten die Witterung, die gehet durch/ daß dieselbe aber schwach wird an ihrer Fruchtbarkeit / ist der Mittel-Luffr schuld , als da ein Schuß von einer Buchsen weit gehet, wird er endlich durch die Lufft, dadurch er gehet, gekühlet, darumb kan der Strahl unter der Erden, weil er dunicden nicht ranwircken, sowvlals hieroben, auch nicht so frucht- ^ ^doch thut er das seine, und gehet hinab i« -«Ki da cchält er und erwecket das Feuer, da V°ven mit demselben Las seine auch ausgerichtet, dieser Sonnen, Strghl der allergrössests uno herrlichste,der da muß alles außrrchten,nicht allem vroven mit seinem Liechk aller Sternen Liecht erhalln,sondern uns Menschen auch das Tage-Liecht mit, »hellen, und darumb alles lebend machen und erhalln, befruchten mit seiner natürlichen Wärme durch vte Hitze,die M ihr natürlich ist; Durch diesen Strahl giebt es stithersum ignem in die Erde hinein, der auch sehr grossen Vortheil thut/und vielDings erhält,dieser, nun führet und stvsset an / und reget alle Ding, die da feiner Art seyn, als sonderlich die Metalla, da man sie hlerobenkeinundftin hat, hält sich gleich dran auff und stutzt, daher dannchie Ruthen ihreAnkuK hat; denn gleichwie du zu einerZeit siehest dieSonne(gleich, me man sagt) WcGr ziehen, so haben die Strahlen diese Ark/und diefeWitterung, daß sie die Metall tref, unter sich schlagen, darumb so nimmt man eine Schlag-Ruthen/und last ihr oben über das Zwissel einen Stock drey Daumen laug im Abschneiden, und , hollert den Kern daraus , und thut ein superftin O > mein, so stvst diese Witterung, die da hineju gehrt/vie^ ! Kg» ß I io6 Des i. Buchs r/. Capitel ^ se Ruthen hin/wo da ein Erh ist. Solches aber ge, die schicht derohalben / daß die untere Witterung des Er, Fl hes auch daselbst ist / und hergeqen fähret / dieselbe ve nimmt diese Witterung also/und führet sie wiederumb ^ wi hinab mit sich / darumb drucket sie auch das Metall an un der Ruthen unter sich/als wolle sie es wieder hinein zu ^ den Haussen bringen / dann diese Witterung ist die ' au Vergleichung und copulation der Witterungen/denn da der Strahl muß hier auff dieser Erden empfangen / da darinnen er arbeiten sol / denn er bringet keinen Regen ge! auffErden/sondern der Erden-Rauch/der da auffstei, de get/den macht er zu N^en/Schnee und Reiff/und z da bringt ihn auffdieErden / und begeustsiedamit/ also j un thut er auch milden Erden-Dampffen/die da durch dre , m Witterung der innern Metallen werden verursachet / A wenn sie herausskommen /so macht er sie oben wieder, w umb schwer/ und doch also schwer / daß sie können hin- ? D ein kommen zu dem G/ und ihm helffen in seinem ! be fruchlbariichenWerck. Wenn er dann in solchem » di Merck ist/und hat dieselbe verbracht/so trifftdann ein eü solcher Metaü-Regen/wie ichs nennen mag/das Me, j ur tall auch / und schwerst es / und reget das Ferch in sei, < le; nem lubncochas zuvor in seinem volLtili geruhet hat/in s der copuianon , und treibet es unter sich / denn der ! Strahl stosset nicht / sondern er hilfft den volsrili, daß i es sich gleich wieder ermuntert in dem lubnco, und zeucht also die Ruthen mitunter sich / viel hefftiger als sie sonsten thut an der Schlag,Ruthen/die das Metall ' nicht anrühret/sondern nur die blosse Witterung / die » da noch nicht ist veredlet worden durch die Witterung. ' Solche Witterung möchte man wol nicht unbillich nennen einen Metallischen fruchtbaren Regen / der ^ die- - Vdtt der Unter,Ruche». 107 ^ dieselben so gar hübschlich erquicket / aber es ist kein > Fluß nicht / sondern nur eine Witterung / die da so >e veredletist durch die Sonne. Ärußmanderhalben b l wissen /, dieweil auch die Berg-Leute / die nach Klufft n und Gängen bauen / in ihren Büchlein / die sie davon u lassen außgehen, die da sonsten nicht zu tadeln waren / ie auch das vermelden/ daß die Sonn durch ihre ivfluentz n , das Gold würcke/zeigen aber nicht an/welcher gestalt/ /. ' das sie doch auch sollen gemercket haben. Aber sie n gehen und richten ihren Weg nur dem Lompaß nach / i- ^ der sol sie führen / der führt sie denn auff seine Art / d, h daß sie so müde werden / daß sie vfft darüber beilegen/ i> j und sagen darneben aus den Büchern der Astronom ^ ' E/ daß die Planeten auch dasselbige thun / und die ^ r Witterung auch angreiffen/und dieselbigen nützen sehr/ " ^ welches wol wahr ist; Aber wie dasselbige mit dem " Metall geschicht / des wissen sie nicht Bescheid zu gell 1 ven/denn diesttbige Art bringet uns die Ober,Rüchen/ l » die den Planeten, Strich und Strahl führet; und ist l eine besondere feine Art dieselbige Ruthen zu kennen - I und zu gebmucken/denn das Probieren dienet nicht al* - l lezett auffalle Erhe / aber das ist gewisser/und so viel in l j dieser Ruthe/die dem corpori immerdar zu seinem r ! hiffl/ biß es gantz zu Kräff, ß ; len kommt in Gold. »ss Des i. Buchs r 8. Capitel VL oövrä vlKLUi.^. Oder Von der Ober-Ruthen. LUTAs da die Planeten belanget / darumb sie auch Stell- Lrrriticse heissen / und nicht einen stetigen richtigen Gang haben mit dem Firmament/ wie die andern kleinen Sternen an demselben : Also sind die Metallen alle mit ihren corpore bur auch gesinnet/ dann sie bleiben nicht in ihren cor. poribv!, sondern wie sie steigen oder fallen / welches ich dann dem seltzamen mom vergleiche der obern Sternen/alsobekommen sie auch einen Leib / das sie eben so führet und färbet/ das ist der Saamen und Nis Ferch / das damehren Theil ist der Sonnen Art /wie dann die Planeten mit der Sonnen auch ihre sonderliche Vereinigung haben in mom L lamme, das ich Danieden vergleiche/und heiße es lubncum Sc volsti- l»,denn der momr istlubrico;,so ist das Wllch volr-, tile proprer corpu;. Nun ist diese Ruthe den Planeten zugetheilet/ die hencken ihre corpors dem Gaamen mit an/ so lang die grosse Witterung der Sonnen still schweiget / und sich darinnen verdunckeln läftj/ wie, dann dirselbige auch etwas leiden muß / wenn sie die Erden nicht be- fcheinen mag vor dem Regen/ Nebel/Schneeoder Wollen/ so lange biß sie durchbricht und auffgehet. Also sind diese corpore auch zerganglich in diesem obern soviel oderviel ehedaniedentn ihrer Ar- V-n der Ober,Rüchen. r o- beit r Muß man derohalben Line solche Ruthen/ die ich hie eine Ober, Ruthen nenne / haben / daß sie die Gegen - Witterung oder die raäiv5 resiexor des Metalls / die si« von der Sonnen empfangen/ und wieder gestär- cket/durch den Boden herauffgiebet / biß an das hüs- ma.es seyewie hoch es wolle. Das ist nun auch eine Ruthe eines mn»»,» oder Häftln Jahr-Gewächs / dieauch von der Zwife! on an dem Stamm.- Ende drey Fingerlang hol ist / dann der Kern muß heraus.seyn / und ein 8 merM- «u, darein gethan werden / drey Gersten - Körner schwer, diese Witterung reget die Ruthe von unten ouff über sich/dcks ist derselben Ruthen Art / dabey weißest du / daß das Metall ein schwaches corpu; hat/ das ist / daß der obern Planeten/als des Goldes und des Silbers Leib nicht vorhanden ist/ denn es fehlet ihnen noch an der Hitze des obern Planeten der Sonnen und nicht der untern/darumb ist des L mehr danieden / rühret derhalben die Witterung des ludrici besser den 8 in der Ruthen / und wil es nicht zu sich haben / sondern stvst es über sich / denn es ist ihm zu seinem Merck nicht nöthig / sondern der ander Leib und haben also an der chnvollkommenm Materi die Planeten ihre Arbeit und influentz mehr/dann an dem vollkommenen «orporechann die Sonne kleidet den 8 corpori, nicht/ sondern der I6ercuriu! 8yäu5. der dann die andern alle mit sich hat in der Arbeit/zudem finden sie sich allezeit am nächsten / außgenommen G und L/ Die nehme ich aus zu dieser Ruthen/ dann ob diese wol auch Pla- neten/sind sie doch mit einer vollkommenenWitterung an ich -st/ ist )es cht as es lso es rls es a, cht zu n. ne ! be hurn ch nn rtz ch ch Von dem Dampff-Say. '» noch nicht wissen drein zu schicken, daß ich ihn hätte können außgehen, ich meyne den ^«rcurium l^ckal- lum, denn der ander ist in, und bey allen Metallen / an seinem eigenen Leibe wittert er nicht- Daher ich es halte, baß er darum alsolubricur ist; chenn die Witterung / glaube ich/sey ein Getriebe, welches wann er dasselbige ablegt/ wie du es in den Bergfetten oder Schwaden zu ersehen hast , so ist es ein greulicher Sah / der die Witterungs-Krafft sehr auffhält/daß sie nicht wircken mag / also viel Bescheids ist natürlichen mit den Ruthen / was aber andere Leute damit thun, weiß ich nicht/denn so es nicht natürlichen ist/so begehr ich es nicht zu wissen / und kan erachten, es habe mancher frommer Berg-Mann einen Abscheu daran/daß ernicht damitwil ümbgehen noch zu schaffen haben. VL VäkOkwU8 HUlescLnrl. vus» Oder VondemDamiOSatz. zS hat das Berg - Merck auch seine natürliche Hindernis, wie denn alle Ding auffErden, denn es ist ja wahr und man erfahret es, daß aue Ding der Zergänglichkeit unterworffen seyn, denn auch die Metallen verwesen in ihren corponbur, und tragt sich auch bey den Metallen zu. Laß sie an ihrem kalten und heissenFeuer leioen/daM verdampfft/v cr- dunstet/und verbradmet werden: denn also nenne ichs, wann.ihr Dampff Kunst schwer wird, «nd kan «r Des i - Buchs ry.Espl'tel nicht oben hinaus kommen / in solchen Dampfs kan auch niemand seyn oder bleiben/nicht änderst / als in einem Keller / darinnen der Most und das neue Bier gäret/ da last der Brodem kein Lischt nicht bleiben von wegen der Dicke / die nicht so bald durch die Lussr kan / sie muß sich zuvor legen und erleichtern. Solcher Abfaum / darnach dann der Dampfflast fallen/ den nenne ich csriem, der ist wieemWmm-Meel- und ist auch ein besonder Sah / viel ein ander Ding/ denn das Stein-Marck/ denn bassclbige haben die Steine natürlich und rrsolvirt sich endlich in Master / das thut dieses nicht / sondern bleibet stets ein trockenes Pulver/ ist doch schwerer dann die Berg-Aschen - dann dieselbige ist leicht und resolvirt sich auch in As, j Las thut dieses Mee! auch nicht / und istweitermit solchem Saltz gelegen / daß es ein gesunder stinckendeir Dunst ist / als wenn einem Mensch Lung und Leber faulen/die fümehmsten Glieder/die da athmen/ das ist ein greulicher Stanck/ ersticken also die Sttze und werden Fäulen daraus / dann sie können nicht natürlich weder unten noch oben wegtreiben. Das Ferch auch/ es sey in welchem Theil des Äbercks es sey / so nimmt Lesseldigen Merckes ein reines Theil mitsi'ch hin / das Ferch urste Schwaden darzu/und desselben mehrer - Und zeucht aus / daher kommen die Seiffen - Kupffer / Silber rc. und Eiftn/derhalben alle müssen außziehen/ ehe sie in ihre perfection kommen» Solcher Dampss kommt / wenti man etwan st» harte Gestein hat / daß man mit setzen muß / das erwecket und giebt denn bösen Dämpff/ der verstilt sich / und bleibet an einem Art liegen / wird schwer und Vermehret sich / dann des bösen ^lagt sich immerdar bi. 0 B B v,< tvi de> svk lie dt< üb un T vd jä, da er ist A D ter da de tal WL ein ew )ei «l« W r,2 kan lsin Vier «den zollen/ eel, ng, idie ser, >cke- ien, le5^ solider rber sijk ver, :lich uch, nmt das cer, fek, hen, iift ser- ich, Vers rd 6 r Von dem Dampff,Satz' bielzu Haussen, (wie man siehet, wann man ein D im V resvlvirt, und stehen last, wie sich die unreinen Bergarten von dem Wesen des D absondern / und zri Boden setzen /) sonderlich lassen sich die LxcremenkL lneraliorum gern darzu gebrauchen, wann sie nur ein wenig durch die Hitze zum Glimmer kommen, die ge, den einen überaus bösen Dampff/ daß ein Mensch ak sobald tödtlich ersticket. Es verhelffen auch darzu die veralten Minem- Uen/was sich nicht zuMaffer resolviret,sonderlich aber die 8vccina, wenn sie verderben wollen, stincken sie übel/und werden dämpssig, alsdas 8znguis v^coni;, und die Stein »Kohlen, die dämpffen sehr / solcher Dampff aber ist nicht so sichtiglich / als der Rauch oder Dampffhieobrn/sondern wie ein Dunst von dem jährenden Wein / wenn er jahret/leidet er kein Lischt, dammb ist ihm kein Berg - Mann zu geschwind / trifft r/w!e denn/was man aus dem Ruß für ein schädlich Eh-Wasscr/das sich anlegi/machen kan, zeigen in der Artzncy an alle Wasser/so man damit «leviret,sonderlich was oben in des Magen/Mundes/ W- -er Himuslium Manckheiten verhandelt sind, s ' E Ll> denn > lis Des >. Bochs 19. Capitel denn der Dampffist der Pfeil/ den die Lufft scheust/ und der gute oder vergifflele Strahl/denn die Lusst kan sich nicht vergifften lassen / so wol als das Herhe Kranckheit leiden/ es ist nur das Peesten oder der bö« se Dampff/der darinnen ist/der bringet den Schaden / drumb sterben die Leute nicht alle / denn in die derselbe böse Dampff kömmt/ denndesLuffrs müssen wir alle geleben / die ist nicht/kan auch nicht böse werden/dar« umb hüte dich für demDampff/oder derselbigen Lufft« Gestbosi/dcr darinnen so Schaden thut? umbchie Lufft dancke GOtt/derselbigen must du geleben; die so den« selbigen bösen Dampffdem Gestirn zueignen/die thun nicht so gar übel/ denn sie regieren auch mit ihrem Schein/und meistern solche Dampffe/ hindern einander mit ihrem Gana/ verkehren und verändern die Witterungen / dahrr denn solche Dämpffe viel oder weniger werden / wie in den LclipKbur geschicht; denn wenn der Gestirne Witterungen den Untern Lufft Nicht können regieren/so erheben oderstärcken sich ssolche schändliche und gifftige Nebel und Dämpffe: Also auch wenn die Nebel und Dampffe des Untern« Gestirns auch verhindert werden durch die Feuer und Stein, Sähe / so richten sie auch solchen Dampffan unter der Erden / und sonderlich dieser Sah /demnach er luffciq ist/ist er sehr schäolich/denn er streichet ' herumb/und verstopffet sehr / da er vf- - fen seyn solle. er G vei Ze> gl< üb die fak der her Ma ttzo setz bey Unk den sch« legt G-l dch) tust/ tkan »ertze rbö« den/ ^ stlbe ; calle , dar« ' W- Mt , den« thun -rem i ein-- ^ ndie > oder cht; item! pffe? kern«, !UNV ffa« nach l Von dem Wetter,Satz. VL »äQirv incisusv, n; Oder Von dem Wetter-Satz. . ^ lAs böse Welker / wie man es denn nennet / ist ein argerSah/der nicht allein den Arbeitern Schaden thut , sondern auch den Ertzen dann. er leget ihnen die Witterung / das ist den Ertzen ein Gisst, wenn sie in ihren Mercken natürlichen also verhindert werden: Wie sich aber die Witterung legen möge/ ist sehr wol zu mercken, denn sie ist zu der, gleichen einerLclipllchieroben/ ob wol derStral/so über sich geht / feinen Gang behält , so halt ihn doch dieWitterungaüff/ daß er dasselbigeOrtmuß umb- fahren/ehe aber das gefch icht, so weicher der Ferch und der Saame/und last das Merck also steinern werden/ denn endlich wird dasWcrckzu Flüssen. Denn daher kommen die Uüsse/unv das ist ihr Uhrsprung, aber Man siehet der Flusse-diel und mancherley : das ist aber »bol zn mercken,daß das Wetter darumb Wetter Hers- sttcdüß es nicht also eine lautere Lufft ist wie hieroden bey uns, sie führet,immer etwas mit sich, das da dicker Und dem Mensche« schädlicher ist/als die Lufft hiev, den, dann unter der Erden zu wohnen, ist uus Men« schen nicht befohlen, aber wem seine Arbeit also ausser, «A.st/mag vor gut. nehmen / und sich dem lieben GOtt befehlen , dem) ohne Seuche kommet er nicht davon,wenn aber nun solche Lufft schwer wird von we« MdesDampffs/derSteine/odeMsMassers/denn diese verderben WeWnZweWGang / so heist es ein Hh >j Met, 4r6 Des ».Buchs ;o. Capitel Wetter-Satz / dasselbige mercket man an deme / matt kan kein Liecht darmne brennendbehalten / denn die schweren Dampffe löschen aus wie ein Wasser, und ersticken endlich den Menschen auch: Darumb w«ntt man dieselbigsn spüret / so fahre man nur schnell und bald auff/denn es wil nichts guts daraus werden. ES schadet aber sonderlichen dem Nmrimenc -der der Speise der Metallen / denn sie resolvirtsie- Denn leg> ? oder Alaun in Wasser / so zergehet es als« bald / da kanesdannnichteleviren/ und sich darvon mehren/ wie man dann aus demselben Safft/ wenn er gleich aufgestiegen ist / oder aus der Erden gesotten/ darinn er getrocknet ist / nichts guts machen kam denn seine Blumen sind hinoeflosiet/darumb so müssen die Metallen/sie ftynd in welcher Arbeit sie seyn / wieder herab / ihre corpora angreiffen / und also endlich ver« gehen und auffahren / darumb nenne ich ihn einen Satz/denn er verseht und beraubt sie der Speise/ davon sie sich nähren sollen / so verhindert er auch die Ar- Leiter/daß sie nicht hinein kommen / bey Verlust ihres^ Lebens. Denn .alsbald sich die grausame Kalte hinein: leget / sobald giebt er sehr fährliche Kranckheiten ;legt sich die Hitze hinein/so giebt es auch seine sondere; denn in diesem Satz können die bösen Dünste allen Schaden thun / denn durch das Wetter kommen sie in den Menschen/ darumbftll man sich wol fürsehen/ daß man sich nicht in ein solches gefährliches Wetter begebe/ als in ein vergifftetes und aussätziges Haus/ sondern sage es zuvor, hi'ffc nichts / daß du dick viel pulverst und vexierst/es HM für diesem Satz nichts/ denn sein Bruch / den schicke du zuvor.hinein/ uyh setz? rein aus, darnach Mch/dWfft ist sonderlich dar-' - »" ru re m di ih m Ä L -w -di si« Lc he r° dt L' m ei so so lv L, hi de A so ran die md mn j md >ene sie- rls- von ner en, enn die der lernen da- Arrest >e»!1: egt mn Hasen >aß on, ul- ts/ lenk, zu !! Van dem werter,Sätz. 4», zu verordnet / daß sie ftgen soll/das Feuer das verzehret wol, und macht so dünne durch den Dampff/ Ruß und Asche/ daß es die Lufft heben mag / endlich muß es die Lufft verbringen / es sey / wie ihm wolle / wo sie nun ehren Gang nickt hat / so verwesen dieselbigen/werden jlinckend darinnen/ und richten nichts guts an/ sonder, eich wo das Wasser auch kein gut nickt thut/ denn ge, eneiniglich sind diese drey Sätze bey einander / der Wasser-Satz/der SrcimSatz und derWettor«Satz. Denn das hrisset schier eigentlich der Wetter«Satz /. wo ihn das Wasser nicht hinaus fordert / sondern wenn es zu zähe und schwer worden ist; Oder wenn sie 'die Steine nicht durch sich fahren lassen/ so bleiben sie also besitzen / biß endlich das Feuer könrmt: Denn das Feuer/das die gröste Stärcke hat,das muß endlich sieben / und ein Loch in machen / dadurch es hinaus kommen mag / es ist gar bald geschehen und gethan , daß m der Erden ein solcher Fall geschickt / und eine Hindernis fürfällt/ wo es offt in einer Holen also eine Zeit verstecket bleibet/ und fähret endlich etiva durch einen Erdboden heraus-so kau es so bald nicht auff, fö darffes eine solche Pestilentz an einen Ort bringen s° plötzlich / daß man grosse Klage führet/wie dcmn etwa« m Siebenbürgen geschehen/da die Leute gesund ous den Häustrn gehen / und in solcher Lufft bald lobt hinfallen / wissen nicht/ wie ihnen geschieht/ nichts anders denn in der Gruben/wenn sie von demselblgeq Wetter hingeratet werden urplötzlichem; Darum!» sol man solche Satze gerne heiffeu heben/ ehe denn sir zu solcher Krafft kommen/und lo grauem Scha- den zufugen/das man dann gar wol thun kau- Hh iiz ^ j! jij. rr 8 Des i. Buchs; i. Capitek vL cioix klLULbico. Oder Don dem Stein-Satz. »Ann die Lufft so ganh aus einem Stück reiner " Erden ist / so wird zuletzt ein Stein daraus. Es seyn» aber mancherley Steine / nachdem auch mancherley corpore in der Erden seyn / unange, fehen/daß es alles Erden heist / je langer aber diese ma- terig liegt/je härter und fester sie wird/da kan man einen solchen Stein mit keinem andern Ding nicht heben/ dann mit Feuer/ das alsdann die Erden angreifst und endlich verzehret / denn es ist und wird zur Erd-Festm der Erden/wie eines Fisches oder Fleisches Festen seyn die Nippen und Beine / die wird der liebe GOlt auch Endlich heben mit Feuer. Die Alten haben daher»ih, reLeiber verbrennet/ dann obwolen das Fleisch in dse Erden bald verfaulet / so liegen doch die Beine langer/ und ihre beste Verwesung ist das Feuer/darinnen wer, destsie zu Aschen/und ist eine Erd-Aschen. ' Solcher Satz schadet nun dem Metall / daß es ihm auch die Witterung nicht lässet/ ohne welche es nicht lebendig seyn Mag/ sondern mußaußziehen/ das ist/ ersterben / dann es kan nichls dadürch/ wie durch die Erden/ die durchgehen die Witterungen / wie hie die Sonnen,Strahlen mit ihren Wmckungen/diese Lüfft erfindet sich aber wie man kein Fisch ohne Grad findet / denn er ist der Erden Festung / wenn es hieoben zu Tage ausbucht/so giebt er gute Weh-Steine und Schlaff-Steine oder Probier, Steine / er löst kein iner ms- )em ige, ML- nest en/ ! ind! ks« ! ey» ^ uch , ih- . dse >er/ er, es es las ^ :ch hie ^ ese ad en nd äst :in von dem GkeimSatz. «- kein Wasser in ihm/da bleibt es gern bestehen/kansich nicht einlassen/unddurchdringen / aber er hat in sich das beywilternde Feuer/aber äilp-i-1um,wenn sich der- halben die Berggifft oder Fett hinan leget/ so zeucht es sich darein/denn es ist des FeuersNahrung/unb fähret heraus / verzehret es/ darnach wischet es oben mit ei, mm Loche zu Tage aus / darnach hebt sich denn der Stein zu rären und zu milmern/ und das ist sein Todt/ so muß man ihm auch beykommen / wenn man ihn he, ken wil. Es ist auch solcher Horn-Stein ein gut Le- msnr, das man den Merter heist / zu allen Gebäuden / die da sollen beständig seyn an Wassern /denn er leidet keines/ und lastes nicht in sich/ das siehet man w»l an den alten Ruinen des Coloßi / der Pyramidum/des Eichelsteins zu Maynh / darzu ist warlich ein solcher Merter / den man nicht untermischen muß mit Sand / sondern mit andern Wassern/mit Wein-Wasser/wie derklilug, davon Pe6»nniu5 sagte r Viuum quseric'» , Helium lisberi;^; oder andere eisinsaurige Äbasser. Der Thurm zu Babel ist darumb zergangen / nicht des Elements halben/ sondern die Ziegel die stehen im Wasser nicht; die Piramides stehen noch von wegen des guten Zeuges/und andere feste Gebäude/ ttüe die Ruinen zeugen / die da sind von wegen der Zer, siorüng undAbreissung/ oder durchErdbeben eingan, gen/welche denn letztlich diesen Sah hebet- Dieses ist aber der Unterscheid unter dem Stein, Satz/ und un, ter dem Stein, Meel/ daß diesen Stein nicht hebet/ wenn er wil hart werden / der zuvor gsr ein edler Slein/und den die Lufft hat durchgehen können/ grwe« sen ist/seht aber hebt er an und wird ein Horn, Stein daraus/das Meel aber ist/wann er nun wil zergehen Hhiv und § l i) !H l!'I rrs Des > Buchs; i. Capitel und zerfallen/luttd in sein Alter kommen ist/ganh zu' Slallb wird. Die Arbeiter wenn sie muss n mir Hoitz setz n/habcn sie gross Noth, ehe sie ihn gewinnen, und wenn er doch an diese küsst kömckt, so ist er bald mürber und zufällst endlichen selbst. . Sicher aber-gehöret, daß man einen Unterscheid erzähle des Untern, und Obern - Gesteines / die' denn' demBergwerck zum T^heil hinderlich und förderlich seyn, wiewol zu ihrem Merck, daß sie sollen zunehmen in der Erden, aber in der Nach, Arbeit dienet kein Stein überall darzu, dann sie haben kein nucnmentum bey sich/so müssen sie auch verderben, und wenn sie wmdig werden,so schadet es den Metallen,denn sie hindern ihren offenen Paß zu den nmnmemig, daß sie uichtkönnen so frey dadurch kommen / und sie selbst die Steine verderben das outi-imenkum- durch ihre Hitz und Kalte, und geben viel Ursache zumFluß, daß wie, - der Saffl daraus wird, und saurer,böser,dem Metall schädlich , denn der Klß verderbet den Schwefel schändlich, wie du denn siehest, wie« Schwefel bey sich dar, und «mehret sich auch gleich davon, wie denn die Humm M der Bienen Honig verzehren, daher denn etliche Berg,Leute wollen den Schwefel aus sol, eben Kiß gewinnen / und wissen nicht, daß er noch ein schädlicher ist/den bey denMetallen/denn die Metallen ziehen dennoch das beste heraus,und lassen den spröden Gisst darinemDieSteme aber könen von ihrer einigen 'harten Hitze, und heissn Feuers wegen das beste nicht also heraus ziehen, als die Metallen, die da auch durch die kalte Hitze dass lbige thun; Nun ist ja kund/daß ein eorpu;,das da grün ist, stincket viel sehrer, denn ein dürres. So stincket derhalben ein solches excremen- tvm, Vvnderwassr-Noch. kum, das da beyden Steinen ist/viel sehrer; darumb so sird sie viel schädlicher den Metallen mit ihren saus erstinckenden Müssenden Gisst / den« jv man eben denjeibigen dorrenden Metallen im SchmelhM nimmt. Dieser Unter-Kitz / und der eine Metallische Farben hat/ift auch ein böftr Saß-Gifft / dieser Ursache halben der Metallen, Spaat auch / dieweil er ein Untermarmel ist / doch so hat erden Unterscheid von dem rechten Obern - Marmel / daß er nicht also feucht ist/und schüßig/ und schier als ein halbes Mehl ijü darumb es denn auch seht. Und so viel von dem Stein, Sah/ derben Metallen sehr Schaden thut/ denn sie Mb auch mit in den Steinen- VL 51.^6815 SULL'Lk.kädlLir, l' Oder . ^ Von der Wasser- Noth.' -M2ls ist nun/das mir so übel gefällt an den Klüf, EL ttn und Gangen/Gebauen/die Wasser,Notlv _, dann solches ist ohne läugnen offenbar /daß die Klüfft und Gange der Erden die Wasser führen / bey, des das Jag,Wasser und das Grund,Wasser/so man sie nun öffnet / so macht man sie gange/ und stärcket sie vielmals zum Untergang guter Bera-Mercke. De, whalben solte man nach meinem Räch umlencken/und mchtzum Erh eineSchiffartanrichten/es istnichtviel anders / als wann man zu den menschlichen Hertzen v)0lte raumen/und man stenge an derPulS-Ader an/an Der Hand / ynd metzelte durch dengantzen Leib hin, Hh v durch irr Des r. Buchs ;r. Capitel durch / da würde mau ein fein B>ut-Bad anrichten- Aberes wäre besser gerad dem Fuß «Steig nach zu dem Brunnen/und nicht dem Fluß der Krümme nach/ s> käme man viel eher dahin. Die Wassere Noth findet sich sonst eher und mehrer/ dennesgutist/ und verderbct/darumb was da durch dasWasser dem Erh Schaden zufügen mag/ es seye durch dasHage,vder Grund -Wasser / das heist eine Wasser, Noth ; Ich wil hie der Gebäude verschweigen / die es doch endlich auch verderbet/und ist unter allen Sätzen keiner nicht/ derben Ertzenmehr Schaden thut/dann dieser / denn ^ es ist ncht der.Erke nurriment oder Speise / dienekgär ! nichts darzudas Wasser/ es treibt nur auff undavä» ! schethinweg / wie seine Art ist/ erschöpsset der Berg- ^ Herren Beutsn/es wird mit der Zeit/wenn es lang stc, hen soll/ sehr gifflig. Nun ist zweyerley Wusse'r m der ? Erden / das Tag, Wasser und Grund, Wasser '.das Eag,WasserschadetdenGebäuden gar nicht/sondern es istmehr eineHülffe / denn es verschlicht viel Dinge , hin / und hebt aüffden Künsten offrmals das Grund, Wasser/Mein Väßman es nur nicht lasse zu Gründe > Wasser werden/ dann das Grund, Wasser thut ! Schadeu/daß es nicht ablausten kan /oder daß' es von ' unten herauffquillet aus seinen c^r^is, gleichwie ! auch das Feuer/denn diese beyde schaden dem Metall/ l wie auch alle dem/ das auf der weiten Welt ist. Denn diese zwey Element halten sich alle gar liest in der Er« den zerstreuet/ und werden durch die Witterung erhe/ . bet und getrieben / daß sie also ihren Fortgang haben / ^ wie man das besser an keinem Ort der Erden sehen und erfahren mag/als in den Bergen. Denn man weiß oben/der auff der Erden ist / des Windes, Noth / d. si ih bt er di m zu di ta w he ar G So tr< w> ni, ab sekj sch laj ka G. S die gri lac ttic V-tt der wasser-NSth. ' r; des Feuer und Wassers Stand nicht/denn da sichren sie/die Außgänge aber siehet man/ aber darunter seynd ihre Stände/wiewol unsichtig/aber doch weiß man sie beyläuff'g/denn man kan sie treiben. Man siehet/wie es schwitzet aus dem Marmel das Wasser/oder wie es die Luffl hinein dringet / oder darzu wird. So sieht man auch / wie die Witterung in den harten Steinen zu Feuer wird/ denn man schlagt es herauö/daher dann die ureöilis, kommen/ die da durch ihre Krafft die Metall machen aus dem Erden,Zeug. Wo nun des Zeuges der Erden so viel hin ist/daß da Löcher werden/so füllet das Wasser bald zu / wie dann das Feuer bald. wieder da ist / und füllet des Wassers Spund zu / daher der Stein eine ewige Veränderung ist / so wol als ! andere Dinge; Solche Löcher nun oder Sumpffe /> . Gallen / sind Masters, Noth / kömmt zumahl Tag- Wasser darzu/ so ist der Schaden grösser/ dasselbe ist gar kein Nutz bey dem Grund,Wasser / denn es vertreibet es sehr/und macht es gifftig. InUngarnhates > wol so grosse Noth nicht / denn des Tage,Wassers ist f nicht so gar viel da/denn das Erdreich ist voll Kakkes; ^ aher die andern in Bohmen und Meisten / die leiden . sekr grosse Hindernis / die Böhmischen im Lande sind ! Wer Untergängen / daß mau das Wasser zu sehr hat . lchseu aufgehen / und die Kunst nicht gebessert und erhalten. Die Berg -Wercke in Etschland des grossen > Gebirges halben kan man besser verstellen / denn die Stollen, Gebau sind oben nicht so gar unköstlich /als ^ die Kunst / und liegt das Ertz nicht so gar liess im ?lb- E Lrund / als bey uns lm ebenen Lande ; In der Wa- ! lachey liegt ^ Gebirge viel besser zum außfliesten / ! tiicht so gar tleffsschußig/ sondern flctz und schremö/ daß -l,! ,24 Des I. Buchs;z. Capktel sich das Masserdarmneri / gleich als in Ccmalen roh- rcn mag / das ist ein grosser Vortheil zum Berg- Wkck / giebt derhalben das Wasser sehr grosse und viel Bäume/darumb ist das gantze Land fruchtbar und Weidreich und sehr Metallisch; denn die Brunnen fähren das Wasser ab/darumb seynd sie auch gemeiniglich alle voll Metalis/und seynd die Wasch,Merck alle sehr gut / wie bann darnach hinein dasselbe gantze Gebirge/ denn sie fliesten durch Metallische Oerter/ da sie immer wegwaschen; das dann auch ein Beweist ist/daß das Wasser den Metallen Schaden zufüget; auch so legt sich in solche Unter, Wasser oder Grunds Wasser gen,e das klercurkum metsllum.dasselbige findet rnan auch darinnen/ davon auch «räche meynen/ es wachse darinnen/ aber es istnicht/ denn es ist gerne in solcher Schwere/ und sucht seinen Stand der ureäi- vum. PL LLVlUä Oder Von dein Berg »Fette. MlXUn ist noch eine Fettigkeit unter der Erden Key EH den Metallen / die da kein Schwaden ist/ ist auch kein Stech. Oel/p-rro!eum oderbr-pkr-, sondern das die Metalla geben und haben/nicht viete in ander Dmg als die Bei g,Seiffen: Aberrs hatvon der Griffen einen Unterscheid/ dann dieSeiffe bren, net nicht / das aber brennet, und giebt doch keine Lohe oder Siecht nicht/ und areWauch neben sich nichts an/ als allein das lautere Metall/ und wenn diß Fett nicht Von dem N«§,Fern. rrz Ware/ sokbnte das Metall weder auff. oder absteigen; das verzehret sich am erstm/ wie in einem Menschen das Fette zu erst verzehret wird / ehe dann das Fleisch. Diese Fertigkeit ist bey dem Erh'/ und wann sie über- Hand nimmer/ so verzehret sie das Metall gantz/ und verdämpffet dieWitterung auch/denn ist das oirum so krWig, daß es den Ruch des Weins oderTrancks nicht aus einem Geschirr läst / darauff es gegossen wird / so kan diese Fettigkeit auch des Ertzes Leib ver- Wiessen/ daßkeineWitteruughiyundberkan: das kan sich aber leicht zutragen / wenn die Erhe verbräm chen werden / und begjebt sich dieseldige Fettigkeit dahin/dahin sie nicht kommen soll.. Solche Fettigkeit unter dieser obernFettigkeitArt ftarcket das kalte Feu, er / die es perst und springet ab / ist auch außgesau- Zet / als wenn ein Ding außgefroren ist / daß es weder Ruch noch Schmack hat / es erhebet sich aber in der Erden/wie das Krötengerecke/oder verKröten-Saa- men/ist auch ein sehr schädlicher Gisst und Sah/denn es thut dem Saamen grossen Schaden / wo es über- Hand nimmt / hat aber einen Unterscheid von dem Schwaben/denn der Schwaden Mächtig / und ist kein Satz nicht / sondern nur eine vergifftete Mittels / so ist das Fette ein Satz / der da lieget / und der Witterung Schaden chut/und ist schier zu rechnen unter die leer; und schweren Dämpffe und Wetter K6i- me» ; wiewoi es aus den Steinenund aus Den Lxcrs- rventirgieich a ls ein Todten-Schweißist; es ist nicht Mchtlich hinweg zu bringen/wie dann solche Fettigkeit ww^bleim thut/es piagetsonderlichdirBley-Berg« WE sehr / die in solchen Fetten verbrennen / drur; «stiegt M ilM/wir «WHM/ und vertreibet das irr- Des i. BuchsCapitel irrdische corpu;, tunckelr dcn Glantz / macht ihn gantz ^ zu einem Teige / wie eine Seiffen/aber es ist keine/ « denn es kan keine Skiffe nicht seyn unter der Erden/ ^ man solle sie wol eine Unter-Seiffe nennen/die das be, k ste Metall verderbet/und so ist sie/und siehet auch/wie , h die Ober, Seiffen sehen/ darumb nenne ichs auch eine ( >Erden,Fett/oder eine Teig'Er, ^ ven. In der Gr In der Graffschafft Schwarhburg am Wer, r ' ckeröberg hats viel derselbigen Fetten / ist wie ein 4 / - Quecksilber / schimmert und färbet schon roth wie ein e Dvlus oder Ocker/dieselben Farben hat es auch in sich ^ ! gefast/und mnn kan sie heraus bringen / und hat gantz r schöneGlanh,Flam!ein in sich / ich kan es nicht anders i ! nennen/denn ein verdorbncs Quecksilber-corpur, aber ^ « i «mZinn-Glan^Bley-Glantz/WißniuthoderSpieß, ! l Kiaß/ bann dieselben greifft es all- an / und dieweil sie 1 ! nicht kömienvor dieser Fettigkeit.ihr corpiu ablegen/ ' s ! und es erhöhen in ein anders/sogeschichts/daß ihre ver, ; ! dvrbene sf>oli3 so schändlich werden/und so schmtrbig/ i t !. daß es ein Unflat ist/daß die guten Erhe also sollender, , ! - derben/und da sonst alle Fettigkeiten konven durch das i I Feuerzugerichtet werden/ist dieft eine solche wider, j i Mnstige Art/daß sie sich gantz nicht lästmelftern-On- '! dern behalt .ihres l^ercurii Art an sich/wenn aber fol, i che Fettigkeit nicht zu einer Fettigkeit wird awdiesen ! Metallen/oder der Saamen nicht den Vorzug hat/so ^ wird daraus ein volacils und schändlicher Räuber. Wie man dann siehet an dem /lmimonio, daß es hin, ' Weg brennet / das ich muß den Lxcremtzlitir lubricij l vergleichen /. das so scdmirbig ist/ und diese Fettigkeit-/ daß es sosehr raubet bey dem /vumwmo, das ist das . E Von dem Berg-Fette. OlH rxuvwm volstitir, und -wird das Metall des kier- ine / cnrü,wenn es zergehet in dem Bley oder Zinn / oder zen/ Wlßmudt zu einen solchen fetten / oder harten raube, benden Metall'Hartz/ das so feftanklebet/und nicht wie hin w>t/ohne das bersten/das es mit sich hinweg nimt ; !Me Solche exuvis fliesten auff dem Wasser / darinnen Er, das Quecksilber ist und lieget / daraufffeimbt es sich also/ daß mans herab schäumen kam wenn es aber ge- irr, rath in ein Lelticht Ende/so richtet es eine solche Berg^ ein ! Fettigkeit zu/auffdaß einer nicht dachte/es wäre etwa ein , eine solche Fettigkeit wie ein Schmeer: Es ist eine ich ganh schmierigte Erden/gleissende als eine Salbe/rvth ntz und auch braun schimmericht / gleich als wäre Queck- :rs stiber und gestoßen Talch oder GMß darein gestreu- >er et; In derOastein/ Bvheimb und SiMenbürgen ist. dessen sehrviel/ auch zu Goßlar/ Schlackenwald / und sie wo die Quecksilber oder Bleybergwerck seyn! - Wo n / ^ solche Fettigkeit vorhanden / da sind die Bergwercke :r, gewesen/und sind dahin; das ist das kxuvium, das sie ;/ . hinter sich lassen/wo das also uberhand nimmt / so ist r- ' das Metall versessen 's ' L7. r- 1 , vx ri.U08.IKU8 r Von den Mssm. !Ann das Ferch und der Saame aus einem l Wercke durch die Satze/ wie die auch seyn / weichen müssen / und nicht natürlich außzie- ir8 Des r. Buchs 4 z. Capitel Leut Flüsse/ ob sie wol nicht wissen/wo sie herkommen / daraus kan man alsdann nichts machen / sie sind wol fiüßig/wenn sie insFeuer kommcn/aberman kan nichts darein bringen / dann sie lassen keine küsst nicht in sich, und was in der Lufft ist/ das sie mochte edler machen; dann es ist ein seltzam Ding in der Natur / wann etwas gutes wird aus einem corpore getricbe/sovderlich mit Gewalt/so wil es nicht wieder hinein / dann wann einem Menschen das Leben genommen ist/ das kan man ihme nicht wieder geben/der Cörper nimmt es Nicht mehr an/wenn er gle ch natürlich gestorben ist, GOtt aber ist es wol möglich. Aber ich schreibe hier nicht von Wunder-Zeichen/sondern was natürlich ijk und aus Erfahrung lasse ich billich das andere ringe, stellt bleiben; Und das ist sehr seltzam / baß dascorpi» der verstorbenen Metallen so schon ist/ da doch andere corporn verwesen und zu nichte werden / wie es dann endlichen mit der langen Zeit auch wol mit ihm geschieht/ .aber todt ist es so schön/als irgend ein Glaß , behält auch noch etwas Farbe / sonderlich wann es ist marcasitisch gewesen / dakero dann die Farben der Marcasiten zu erkennen^dann man findet feine grüne/ blaue / weisse/braune Fiüsie / wie die 6 -rrer kiekallo. rum gewesen seyn / die dann aus dreyen corporidu, gezogen seyn. Sie möchten für Edelgestein vertuschet werden / aber sie sind zu weich und verzehren sich Woben / wie dann aller Unterstein Art ist / wann sie an die Ober.Lufft kommen / darumb haben die Alten lieber mit Ziegel oder gebrandten S teinen Woben Festungen und beständige Gebäu machen wollen/ denn mitUnttt'Erdlsteinen;Feld,Steine haben eine andre reM/seyn gut in Grvlid/ dan« sie halten oben und unke di Ä dc Ä S sck m dc m w w er l do E dr he Ai he > w ab ! m w de ab etl bl Se sie Von der Unter-Rüchen. i; o ttn. Also wils GQtt unverkehret haben / und sind dich Flüsse ein Mittel zwischen den Steinen und Marcasiten. Diese Art haben auch diese Steine / daß sie keine Witterung paßiren lassen durch sich / dar- . umb sind sie der MckallenTod und ein Saß. Man schlägt sie offt d;p. Metallen zu / daß sie an sich ziehen > etlichen Unflat / und denselben in ihrem Fluß von dem Mercke bringen / aber sie thun es nicht/ sind nicht gute Schlacken / sondern sie brennen das Erhmehr / und schaden ihme/ denn was des Erhes natürlicher Freund nicht ist/ und sich mit ihm etwas zu vergleichen stehet / dasselbe alles thut Schaden / und raubet / darumb so muß man nicht so urtheilen; Was fleust / das wollen wir dem Metall zuschlagen / das nimmt im Fluß hin/ was bey dem Metall schädlich ist. Darumb schaue ein jeder fleißig zu / was er für Schlacken gebrauche/ > daß dem Metall damit auch nicht Gewalt geschehe; Es fleust der Kiß auch / der ein Sleinharter und verdorbener Safft ist/ aber es ist dem Ertze auch kein Nütze/ er verderbet; varumb hüte man sich auch darfür- Alsvbald verlieren solche Flusse ihreFarbrn/ und gan- henSchückim Feuer/ darinnen sie doch sollen hübsch . werden/wie dann daeGlaß wird/dem sie ähnlich sind/ aber es geschieht nicht/denn es ist ein verdorben Ding/ und wird ein Stein - Mehl daraus/das daweiß ist/ wenn mans zum höchsten brennet/ist nirgend zu besser/ denn zu Jnstrmnrnten/darinnen man was zurichtet / als Tiegel/ Capel.cn/ auch Ziegel zu.Ofen/ darinnen etliche Feuer mögen unverrücklich bey'ihren Wesen vleiben/denn wenn esgemengetwirdrNit etlichen Zeuse/ lastes nichts nicht in sich/der Schlackenzeug/ der neust auch wol/aber er säufst andernZeug zu viel in sich/ Ji dar/ rjs Desi-B»chsz4. Capitel darumbtaugergantz nicht zu den Instrumenten oder Rüstungen/darinnen man schmeltzet/ csläst sich aber mehr auffdie giasichte Art ein Zeug daraus brennen/ darinnen man distilliren karn und ist dem wol zuver- gleichen, aber es ist nicht durchsichtig/zeucht nichts in stch/läst auch nichts in sich verderben/ denn es hat keine xoror nicht / giebt überaus schone Kruge/Kolben und Helm/sie halten in allein Feuer/wenn sie gemischt seyn mit Erden oder Thon/ so fliesten sie nicht/ ob sie schon giäen / denn in derObem-Arbeit sehr viel an solchen Geschirren gelegen ist. Ich halte in Summa nichts nicht von den seltzamen Formen der-Ofen / oder Geschirren der /Ucblmiz, sondern von dem Zeuge / ist der gut / so kan man was gutes darinnen machen. Denn viel gutes Brods verdirbet in einem bösen Ofen / und durch einen bösen Meister. Es hat GÖtt dem Berg- Merck sehr viel gutes Zeuges gegeben / davon sie sich wol nähren können/warm sie fleißiger darauff Achtung gäben / und nahmen dieweil mit demselbigen vor gut/ wenn sie ja nicht können so bald zum Erh koni« men. Nähmen dieweil die Neben, Speise oder die Berg, Arten für sich/ und machten ihnen dieselbige zu Me/wie es denn seyn solle / biß man zum Metall wie, der käme / aber es muß nur alles Metall seyn. Das Himmel.Brod lochte auch nicht in der Wüsten/ es selten nur Hüner und Fische seyn / die Töpffe voll. Traun Wein und Korn ist auch Metall/denn mau kansdarfür bekommen- und in solchem Geschirr köntt .man offtermals mehr Metall behalten / das manson- sten im Ofen last Hinrauchen / aber was thut der Aeitz nicht und die liebe Fauligkeit. L4- oder aber reu/ ver^ ts in 'eine und seyn chon chen chts Gelder >enn und erg- sich !lch- vor om« rdie ezu vte- 2as ' es roll- nan -nie for/ r Von dem Stein,MehV v L <ü ^ K r L, rzr Oder Von drin Stein.Mehl. zS ist auch himbm in dieser unfern kußkju erste hen/ daß kein Dampffoder Wind nicht umb, sonst auffsteigt/ er resolvirr sich wieder in ein ander Merck / daher kommen so viel mereors; eben solche Meteors hat die innere Ecden auch / dann der Dampff/ der da von der Feuer,Witterung der Ertzen ^er Metallen auffsteiget / der giebt dieses Stein- Mehl/wo es dann hinfällt/da milbet es mehr/und wird Mr viel/giebt einen schädlichenSotz/wann essich an «ie Ort begiebt/da Erhe seyn/sonderlich da sie im Sluff, steigen ftyn/hinderl an derFarbe; An demMaansftl- Men Schiefer siehet man es, da -s sich zwischen die Fache des Ertzes hinein gelegr hat/ daß man es nicht woi kan heraus bringen /vann es raubet sehr / und verzehrt den Schimmerund Glimmer/denselbtgen siehet es nach/ so lange es im Wercke ist/ und man kan seiner schwerlichaanh loß werden / daher man dann desse!bi> gen Ertzesoder Metalls viel verleust/dann seines Feuers Art nach/ wenn es darzu kömmt/ macht es volarile wieder / und klebet an/brennet hart/ und führet mit sich nin/sonderlich das Angeschmochte. Es machet das Stein, Mehl eine Kütte mit dem Stein, Marck/ und wacht eine Art eines Marmels / das man den ^opff- Stein heist/oder einen ^oblir, einen zwyfachen Stein/ aber er ist dunckel und überaus fest / giebt alle Streich Teuer / dem es ist vas Mrfemigste / untz also die A- Ii ij M, ,z; Des 1. Buchs; 5. Capitel sche / der Stein ist dasselbe Mehl / so ist dasMarck das allerweicheste / und klebt gar gerne an den Kiß- ling/denn daraus kommt es/dann wann ein Feuer oder Dampffan einen Kißling kommt/und brennet ihn / ss wird das aussen / die Schalen / zu solchem Mehl / das Wasser aber tritt hinein / sonder lieh / so er innen was i hohl ein wenig gewesen ist/ und reistet das inyere zu sichzuMarch/ sonderlich aber das gar äusserste kallt Feuer/ dann Hitze und Kälte muß es danieden thun/ die seynd nicht so temperier als hieoben / wo sie nun ^ anstoßen/ und ihre Strahle hinwerffen/ da werden sol- ^ che Mehl und Marck von derselben Hitze und Untere ^ Kälte; wie dann auch die Sonne/da sie hinsticht/ und ^ ihre Strahlen wirfft/ auch das ihre thut/ das ich die > obern Ureäine; nenne; Es haben aber solche Strahl len ihren untern Außgang aus den Metallen/ die kalten aus den kalken/die hitzigen aus den hitzigen/ wo sie nun z einen betreffen/der Hute sich / wie sie dann auch solchen Schaden thun an den jungen Früchten der Erden/ als an den Steinen / Wassern/Lufft/ kömmt nun einer mit hinein in das Unglück unter der Erden / und be/ kommt einen Schuß/der nehme für gut/und sehe wie er denn sein loß werde / er gehe lieber aus dem Wege/ und lasse den Stein schiessen/ daß er Mehl und Marck gebe; Solches Mehl aber das verstopftet die l'oro5, und machet den Wetter-Satz / daßdie Lüfte nicht her» nacher kan/ denn es kan es auch das Feuer nicht heben/ und ftist den Stein immerdar hernach / so arbeitet das SteimMarck von innen heraus/biß sie endlich zusammen kommen/und einen solchen selhamen Töpener Mehl machen / raspen in sich die untern Kißling / grob und klein / die sich endlich in ihnen auch verzehren / und ^ wer- al W ^arck Kitz- odet i/sö das was! :e zu kalte )un/ null 1 sol/ ^ atcr/ ^ UNd ^ > die^ rah/ rlkeu nun ^ cheu ven/i üuer j > be-»i >ie el l ege/ l !arck rar» herben/ eitet !)zu- euer Mb und, wer/! VSlMem Stein.Mchl. r; 4 werden zu kleinern Sand/ denn das Wasser verführet den/so bald denn der Topffin einem Marmel verwandelt wird/ so hebt er vom Sand an Wasser zu haben / und verzehret denKiß/ der darinnen ist / und verfleust ihn/daß endlich ein Pimbs,Stein daraus wird/(so siehet er/ wenn er denKiß heraus verrohren harz) er ist aber kein rechter Marmel der Topfst/ sondern ein 8pu- ^"^undBey,Marmel/aber ein böser Satz/wie du jetzt «ach der Lange hast gehört/dann so verleuert sich end, nch das Stein,Mehl und wird zu einem Stein,Satz; Es kan kein Stein - Satz werden / es muß denn zuvor das Wis^ gemacht seyn/ denn es tilget es sehrer denn '^llhieher gehörten auch wol die Talcken/ aber well ich davon an einem andern Ort gedencken werde/ wil lch es allhie lassen anstehen/doch ist es auch ein Mt, "Mund ein solches Mehl/ hat aber von den andern Mchien diesen Unterscheid/ daß es mehrgerichtet ist zu dem kalten Feuer / darinnen zerschmeißet es wie ein Schnee/da der andere auch wol/ und resolvirt sich ehe zu Wasser als zu Mehl / dann dieser wird nicht eher Mehl als Wasser/ sondern Wasser aus dem corpi». Solches Mehl/wann es etwa weniger ist dann des Marckes/so giebt es ein schön Eiß / gantz durchsichtig / das man vltrum /Uexrmärioum oder Marien, Eiß rennet/läst sich aber in den hihigenFeuern nicht mei, stern/aber in den kalten Feuern zergehet es/und ist sehr schädlich den Metallen / auch die Kohlen desselbigen kalten Heuers/ die dann auffhalien den kalten Fluß des natürlichen Wassers/ und machen grosse Was, sirs,Noth/wo sie seyn / spröden sehr das Eisen / und Sachen die Eisen-Stein sehr schüßig/ ein sonderer har, Jiiij ter i ;4 Des». Buchs; 6. Capitel j ler Sah auffdas Eisen und Stahl/daß auch seinethä!/" den die Berg«Wercke zergehen / wie dann geschjcht zä Stoibers. VL srl^odie, Oder Von dem Selb-Gebläse. )As Selb, Gebläse ist nun ein Instrument / welches das böse Wetter / oder die versetzte ! Lufft wiederum!) zu recht bringet / dann eins > versetzte Lufft machet nicht Stein / es würde denn sonst tilles zu Stein / worinnen dieselbe ist / sondern da wird l i ^ Olao / daß man gantz wunderliche Dinge hat können ' ! Michten in solchen Hüten oder Knöpffen / ist derowe, ^ l sen solcher Zeug rauh sehr nütz zu dem bösen Wetter / : ! dasse!bigefortzu brins«a ; denn du mustes auffzwey, i .! «rley Weise furbrmgen/dttH du Zweckest unvbrin, , gest in eineGestllschafft/ehe denn esheraus kömmt/daS ' den/ also d an >ffen -alte rgu, t/rs hin- das cheS den hzu aus ölte ein ufft um Her ölte Zn, ers de, >aß B? im i» >en ? Vsndem Brech,Zeuge. izg thutdasFeuer und Lufft/die da in demHut oderKnopff in^ensriret wird aus dem Wasser / das drinnen ist. Und ist dieses die Art der Kugel / wie sie aussen hiero, den kan angestellet und gebraucht werden/ nieden aber kan man dieses nicht thun/sondern die Natur hat selbst derer gestalt ein solch Gebläse;» ihremFeuer. I)L 1'UI.H, Oder Von demBrech-Zeuge. Onderlich kommt dieser Sah / dendasBrech, 8 Feuer haben sol /von bösen Rauch / daß wann das Gestein hart ist / so macht man Feuer mit Holh/da zeucht sich dann derRauch zumStein, Feuer, tvlrd dick / und so denn derLuccinorum Dampffund andere sonsten mehr darzu schlagen/ so wird ein solches Gisst daraus / daß man den Ertz muß zu Hülff kommen, es vergehet sonsten/ denn derRauch leget einen solchen Kobalt, Ruß an das Ertz, die es auffetzen und verzehren. Da gehört nun auch eine Kugel darzu/die da rund und hol ist/und hat ein Loch / da ein grosser Fe, vcrkihl hinein kan kommen, denn sie muß auch dicht vermacht seyn/ daß kein Lusst hinaus oder hinein kam« men kan/dieselbige Kugel fülle man mit guten Buch- sen-Pulver/umbklcibe sie mit Baumwollen, die im Salpeter gesotten ist/alsdann tauche sie in ein zerlassen Pech / darein ein wenig Schwefel gcstreuet ist, solche Kugel zünde an / und laß sie in einen Schacht hinab, «der stäche sie in einen Stollen / wenn sie abgehet / s» Zi v trei. r;8 Des i. Buchs; 7: Capitel treibet sie den Dampft heraus /.'nicht allein mit deck Rauch/der dem untern zuwider ist/ sondern auch mit ! dem Stoß/ denn es thut einen gar harten und hefftigeu ! Sioß : Ich mit auch eine solche Kugel zurichten zu > Wasser/und dieselbe an einem Instrument ins Was- ! ser lassen/ da mansch für grossen ungeheuren Fischen ! zu befürchten/die unter dem Wasser einen so grausamen Stoß thut/daßdie Fische/ wosie nichtweichen/ j grossen Schaden leiden/und vieltodt bleiben; man hat ! auch wol Zeug /den man darein thut / so nicht stoßet / > sondern nur außbrennet/unddiesem Sah auch Scha- > den thut/ und denselben hebet/ man muß aber unter diesen zweyen Zeugen eine solche Auffmerckung haben/ wie die Ober, Gebau ftyn/.ob sie alt oder neu/ damit ! man ihnen nicht Schaden thue/denn es reisset auch ein ! wemamit. Sie ist abersonderlich nütze/alte Gebau i zu bcfahrm/ daß man zuvor einen solchen Füriauff Herschicket/ damit man erfahre/ob auch etwas brechen - wü/oderob böses Wetter verbanden ist/dennman er- ' fähret es/wcnn man zmAußfahrt ein brennendesLiechd > stecket/ da sie schon darinnen gewesen / die Kugel/ oder so was bricht / so höret mans: Wenn man aber das r Pulver hinein thut in die Kugel / muß es solches Pul- ! verseyn/dasdaniLtpIahet/denndasplahendePul- ! verdienet hierzu nicht/aus vielen Ursachen/ dasmuß man nunzurichten mit und aus riechendem Zeuge. !- Darumb nenne ichs aber Buchsen.Pulver/ daß mau es zu den Büchsen auch brauchen kan / daß sie nicht knallen.- So brauchet man auch solches Schießen und Stössen des großen Geschützesgegendas Wetter/das .. zertheilet es. Es legen auch offt die Berg, Leut viel Echand M die sg-ötra unter der Erden / die sich denn m -eck mit gen ,zu ras, hen >sa, en/ hat et/ Hüter en/ nik ein ! au ! uff en - er- cht > )ev aS s ltl, l ss, ! H ^ ,e. in ht id ck el ^. n VondemNrech^euAe. i;y in solchen Sätzen sehen lassen/ da hilfst dann das Feuer wol zu/dann ob wol die Geister n icht aussm bleiben/ kan man doch so^eböse Lufft von dannen fein zutrei, den/ wie es dann sonst die Witterung thut ausser lie an, dere Weise/und kau ihnen ihr Merck / sie also die Leute zu schüchtern und zu erschrecken machen/ verderben/ob man ihnen gleich nichts anhaben mag; Man soll auch hernach/wann man mit demStein-Feuer hat den Weg gebrochen/und das Grobe hingerichtet/das so gar dicke unzche ist/ ein Rauch»Feuer zurichten, das nianmithjnein in die Grübet, bringet/ damit dasübri, -e/wassich von solchen Knall und Stoß hätte in die Lufft geleget/keraus gerilger mag werden/(oder auffge, «hetz oder von demselbigen der Gisst benvmmen)wenn tiran anderwege wil e in Gebau wiederumb anfangen/ und bestätigen / darinnen die Bauleute auch ihrer Geradheit zum wiederstehen ein grosses Verlangen / denn rauchet man ein Haus aus von wegen eines bö, ffn Dunstes/oder ein Gemach,darinnen man wohnen wil / vielmehr diese Gemach/darinnen man arbeiten Wil/als bey und in einem frembden Element. Denn vffters/was man einem nicht kan beybringen im Essen und Trincken/ das bringet man ihm in einem guten Geruch bey / denselben soll man durch das Feuer und durch ein solches zünden in derErdenvertreiben- Dar, zu dienen nun die Mineralien/und sonderlich die foßili, en/die smd zum allemmesten/ die andern Mucken viel sichrer. So habender Cananiter Land die Juden aus, gebrand von dem Zaubcrstanck; in der Kirchen thut mans auch von wegen des Athems vieles Volcks/dentk da viel Athems zusammen kommt/ da wird also endlich ein i 4 i Des i. Buchs;8-Capitel ein zeher Dampffund Dunst/den kan man nicht best ser denn mit solchem Feuer-Rauch vertreiben. Es dienen aber sonderlichen darzn / zu den Kline- rzl-bu;, auch von etlichen Thieren / die Hörner/ Klau, en/ desgleichen Haar/ das feget sonderlich die Unter- Gemach wol / auch von den Bäumen die Blatter / wenn sie dürre sind / damit man denn auch versehen / und die Waffr kühlen mag. Svl man derhalben i die Rauche nicht so gar verachten/und dafür weiß nicht was im Maule kauen/das vergehet bald. veckä.'i'Lkx, ! Oder ^ Von dem Blanck-Fener. -WYJeses Feuer bedarffnichts zu seiner Speise/ son- dern es leuchtet im finstern/ je finsterer es ist / je besser und Heller/ist ein sonderliches Feuer und Hülffe des Bergwercks / und man könte wol so viel entbehren / daß man es zurichten könte / wann man die Unkosten rechnet/ die auffdas Talck oder Brenne- ^ werckgehen / als Oly an manchen Enden/ denn man kaufft es geringer/giebt auch keinen Rauch und starcket . den Dampff / dasseldige wird hübsch in eine glastrne , Kugel gebracht / unter ein verhorntes Gehäuse gesetzt / daß ihm weder Wasser noch Sand/so von der Arbeit von den Steinen wegfpringet/Schaden thut/ so giebt es auch nur in derArbeit einen Schein undLiecht nicht weiter hinter sich. Ist derhalben einem Berg-Mann sehr nöthig zu wissen / daher ist auch der Grund auff V-ndemBlanck-Auer. 14- die Nacht -oder Metall-Spiegel / darnach sich zu rieh - ten/welches ein sonderlicher Griff isr/dmn darein kommen die Metall-Witterungen und Nach,Witterungen zusammen/ hat auch seine sonderliche Jnstrumen- ta/ darbey man sie kennen mag/dann wo sie zusammen kommen/und die Tag-Witterungden Platz hat / so wittert es zu Tag aus / und leuchtet aus der Erden/ das heißen die Bergleute eine Metall,Witterung/ist Wol rechl/aber der andern vergessen sie / denn sie ist nur eine halbe Witterung; so aber die Nach - Witterung den Platz behalt / so siehet man es in diesem Spiegel und Liechte/und darnach sie sich zu erkennen giebt/ darnach hat sie ein Werck für / und ein Metall ist vorhan- dfn; es leuchten die Metall / ob sie gleich vor uns mcht so scheinen / wie dannnuch das faule Holh/denn sie ruhen nicht / sonderlich wenn sie an ihrer Arbeit siyn/ aber sie müssen ein Widerscheinen des Wercks haben / das ist nun dieses Siecht. Es wirffe aber keine raäioz wie das Taae-tziecht oder das faule Holtz/auch wie ein Spiegel / sondern es empfähet dasselbe auch Von einem solchen verbunekelten Siecht- Man siehet aber sehr schöne Witterungen darinnen / ober derAnsternis Siecht ist gar ein seihames stecht,- du kaust sehen darben / und ein anderer/der fünss vdersechs Schritt davon ist/ der siebet es nicht/ noch dich darzu nicht/solche Augen haben die Katzen/Hund und Wolffe auch/daßsie dich damit sehen können/und , si^ »dmn die Nacht hat eben so wol ein Siecht/ als der Tag/wte es dann an diesen corponbu, zu se- hen tst/ die ihr Siecht empfangen von diesem Nacht- Stecht / denn so sie selbst diese Kraffr hätten / so spargir- ren sie ritäim, das thun sie nicht/ denn das zeuget nun die r 4r Des l. Nüchs;s. Capitel die Erfahrung, daß in der Erden das clilfiersi» tzm, ist. Nun ist ja nock nicht das Lischt von dem Feuer geschieden/wenn sich aber solches Zustromes Keuer- Liecht finden >äst / so leuchtet es, das muß man aber Lurch einen solchen Spiegel oder Liecht zuwegebrin- ! gen / thun es doch auch etliche Krauter/daß sie bey der Nacht hieoben leuchten / nicht wenn die Nacht helle ! ist,daß sie ihr Liecht empfiengen von den Sternen,son- ! Lern von dem Feuer,das in den Steinen ist,denn sol- ^ ehe Kräuter wachsen wol/aber sie leuchten nicht,sie sind denn bey denFelsemdie da offen ften stehen,und Feuer- Steine haben, oder da Metall zu Tage außstreichen / denn hat das Stahl und das Eisen kein Feuer? sie Habens freylich, dieweil sie es aber besser hiehaussm haben, so glaubt man es nicht, daß es die andern haben, dann es können es die Leute nicht so offenbahr sehen; l schlag nur ein Holtz und Eisen zu Hauff, es giebt lang ! kein Feuer: aber mit einem Stein, so hast du Feuer, ! und siehest es, da dn es sonsten an einem andern corpo. i rc nicht finden kaust. Dieses Liecht nun ist zweyerley, das erste leuch- ! tet also zugerichtet in einer Kugel durch etlicher Fisbe oder Würmer, Höltzer und Kräuter Säffie, die so di- i siilliret seyn, und die vistilisrion hinein gethan wrrd j in ein rein Cristallin Glaß, das giebt so em schön Liecht l unter der Erden, da man nun ein 8 Wasser darzu s thut, dererhohet diese Wasser der Krauter und Wür- ! wer und Höltzer sehr hoch hreoben in dieser Finsterniß, die man Nacht heißet, es thut es sonst wol auch §m Tag / aber viel besser in der Finsternis ves Ab- i arunds/ darinnen das Feuer verborgen ist/ und muß ^ durch euer, aber i drin, ! -der helle ! son« > sol. ! sind uer, en/ Hahnen/ en; > wg >er/ ! xo- ! ich, > .be di- ^ lrd j cht t rm !/ ur, i er- >' ich > lb- i uß ' ich VdttderNer§/Rütt. 14; durch solchen Zeug und Instrument aufferweckrt werden- Das andere ist nun der Spiegel/ der solches Lischt annimmt / und giebt die heissen oder kalten Feuer zu verstehen / davon nicht ein jeder Bauer oder Berg, Wann weiß/ denn wie die im Spiegel leuchten/so sind die Feuer / so ist dasErtz: Im menschlichen Leibe süh, m man sie wol/und sind die Kranckheiten darnach ge- nennet/ader man siehet es nicht/das ist aber d er Unterscheid unter der Kugel und unter dem Spiegel / wie auch hiervben/ ich kan wol sehen alle Glieder an mir / aber mein Mgesicht nicht / so sehe ich wol das Lischt/ was aber dieses Liechtes Sonne ist/die ihmSchem slevet/die sehe ich nicht- UM. VL Oder VonderBerg-Mtk.' )Ie beste Rettung/die man in derWassers-Noch b thun ton / stund die Brunnen / denn wo sie außbrechen/fuhren sie dasWasser mit sich heraus und hinweg / sonst ist keine bessere nicht und nähe, re/dann der Kult/daß man die Tag- AZ§W versehe, daß sie nicht können fort kommen / und solches Fortst« hen Mehr viet Frommen/ dann es macht nicht allein das Wasser schleimig und zähe/sondern es schwemmet ! --45 Des i Buchse- Capitel man es nichtgerne haben wil/und da es nicht dienstlich ist: Wan n man dann das Tag - Wasser also verküt, tet/ daß es nicht kan zum Sumpff fliesten/kan man bald unter sich ftncken / und das Grund-Wafler auß, sümpffen/je tieffer man aber sencket / ie mehr Lieselbie gen Grund - Wassers, Quellen auch auff die Seiten kommen/biß sie auch zu Tag-Wasser werden/oder sich versetzen lassen / wie die Tag-Wassers-Gange/ denn auffSeiten / oder wo es die Gebau nicht hindert / und wo man die Getrieb nicht hat/ an denselben Ortenal^ len kan man verkütten/ so seyn die Gebäu auch auffallen Gängen/ Kläfften und Berg-Wercken zu sehen und vor Augen / darffhie nicht davon was sagen/ denn Meinen Lustdarzu habe/das Versetzen ist viel besser/ und mit der Kälte. , > Man muß aber zu solcher Kutt denselbigen Zeug nehmen/ der kein Wasser nicht hindurch läst/ als da ist das Stein, Merck und zehe Thun/ das aus flüßiger Materie wird/ als da Blut ist/ auch aus demKäse/ wenn man allen guten Safft heraus hat bracht / alle Kalck und Merder aus den Feuer, Steinen gebrand / feister Thon oder Ziegel - Erde / alle halbgebrandte Topffer.Zeug/dcr sich noch brechen last/darzu von den Bäumen die weichen Blätter/die da Nüsse haben als Buchen/Eichen/Haseln/rc. daraus mag man ein Kult machen/und verstreichende Kläffte und Gängen/dar, auff ich doch halte so viel ich soll; sosind sie doch gewiß die Röhren und Canalen/die das Unter,-ErdemWas, ser führen/ ob sie gleich zu Zeiten Ertz haben / so gehet doch dasselbige offt auffdie Unkosten / die man darauff wendet/ehe man das Wasser heraus bringet/das man öffnet- Man kan aus dem Käse / wann er ausgesotttn ich üt, an ch- bi- 2n ich rm nd al- allen nn er/ ug ist ;er st/ Ue d/ )te Ns ütt grüß äst uff an !en VonderBerg-Räte. »45 tst / eine sonderliche Härtigkeit machen / die das Wasser sehr matt machet/ und hart an sich halt die Steine zu Ende umbher umb das Mundloch. Es dienet aber/ ehe denn man einen Kütt machet / ein Satz dazu / den man hineinthut/ ein Wollen darein genehtt/ und ist nur eine Fettigkeit eines Thiers / das man wol haben wag/so wird das Unter-Oder-Berg-Wasser zu Eiß/ darauffkan man darnach besser kütken/und ist selbst ein Kult; denn so last es sich auch kütten/itt den Welschen Gebirgen / da dann sonderlich alles dem unsers, Berg- Merck zugegen ist; denn da die Seiffen hie bey uns an den Füssen der Berge sind/da sind sie daselbst oben/ m sind von Grund,Wasser / daselbst versetzen sich die Quellen mit Eiß / das denn harte wird wie Cristall/ das heist man Glitzer/ein Unter, Erden-E,ß/denn tvenns lnrr seinen Grund hat / so wird es endlich gar sehr hart / und man kan doch seinen Zeug sehr wvl kennen/und denselben der Natur nachmachen. Also werden endlich die untern Wasser/wenn sie künstlich verkütter werden / und wird solch Zeug darzu gethan von Glitzer, oder daraus derselbige wird. Und was mangelt der Natur / daß sie nicht ihrUnter-Gebau so seste gestellet hüt als die Qber-Tebau ? und was gehet der Kunst ab / daß sie dasselbige nicht hinnach tönte thun / wann sie sich darumb annimmt ? Man verstellet Nut dem Blut- Stein die Blut, Quellen dem mensch- nchen LAe. So ist das Wasser in Böhmen im ^arls-Bade so heiß / daß man balve/so es heraus kvmmt/Säue darinnen brühet/ nach legtes eine Kütt/ hrH/ daß es seinen Lauff damit selbst stopffet / und Kk noth- 1^6 Des i. Bttchs 4D. Capitel nothhalben muß an andern Orten auffbrechen. Wel/ > chen Stein denn man den Bader-Stein nennet/ oder > Lieselbige Kütt / und herlek/wenn man ihn zu Pulver ^ üösstt/ die Pferde / wem sie die Sattel auffgcoruckct ^ yaden; Lines solches Kutten Zeug ist.auch nicht böse! ^ zu den Unter-Wassern. Nachdem auch der Marmel ! ! Sttm/sowolderunterdecErden/alsderdroben/al/ ^ > iezeit schwitzet/ ss ist es auch ein seines Stücklein/wie ^ ein Grund auff ihn kan gemacht werden / damit - man darnach auff ihn gülden kan / oder was für eine ! Farbe es sey/darauffbringen.Solches thut man aber/! i La man ihn zu Noth c-mrenket oder brennet/und ttei/ > ! bet also das Wasser hinter sich / so wol als man kan /" i Mö die Löcher füllet man aus mit Kütt/ als auch mit' ^ Stein-Mehl/und gebrandt Bein/denn wenn das zu-> sammen kömmt/ mit Leim von Fischschupen gesotten / / ! giebt es eine solche Trockene / darauffman darnach ^^ mahlen kan. ! VL IKUVL, ^ Oder . > Von dem Satz-Zeuge. 1 ZJeweil schier nichts mehr ist / welches den ' Berg-Wercken grösser Hmdernüs thut / als das Wasstr / kan man ihn allein nicht genug/ sam webren mit der Kütte/ sondern da es allbereit ss gar zugeschossen ist / daß es muß mit Untergebäuen ab/ geführet werden/als mit Stollen/ daselbst ist es ein grosses und gefährliches Bauen / die Durchschlage -»-Machen / soll man sie brechen / so kostets viel Leute / , , ' odtk Del- oder ilvcr rckct böse mel- /al- uvie Mit eine der/ ttei- 'an/ mit ;zu- len/ >ach V-tt dem Sätz Zeuge. 147 vder eine grosse Unkost/ derohalben muß man krachten und darauff bedacht' seyn/wie mandiestibigen Durchschlage brenne/ denn man kan eiil solches Feuer zurichten / das da hindurch etzet und zermalmet den Stein und zerftist, ihn so klein / daß das Wasser endlich hindurch bricht/ und ohne Schaden der armen Arbeiter / die da offt sonsten ihren Geist darüber auffge- ben und ersauffen müssen; Mit solchem Feuer hat man auch/wie ich es gesehen habe / grosse Stein in Messenden Wassern dmchehet / daß man sie leichtlich Darnach mögen sprengen/dann es ist ein Eh, Feuer/ Das mau mit einem Kult kan oben verstreichen oder Durch einenCänal hinab in einem Werck vergiessen/ Daß ihm das Wasser keine Hinderniß zufügen mag / Mann es gleich etliche Lachtern hoch drüber zusammen Muge / es ftist immer mehr fort / lind nimmt seine Stärcke von dem/va's dadu:ch brennet als.vomStein/ Md dringet unter sich/ raucht auch nichts/sondern sein Rauch gehet in demselben Feuer nicht auff / denn «s ist ein flüßiges Etz,Feuer / und ist nicht allein gut DasWaster mit hinweg zu treiben / sondern weil es Den Stein angreifst / so ist es auch eine Zurichtung/ Daß man Löcher hinein ehe» mag mit ganh geringer Mühe / darein man darnach eiserne Biechle'in üegen lnag / ssnd mit Kutten einen grössern Abbruch thun/ Den man sonst nicht mildem Eisen thut/ da mau dran bricht und pickt/biß man offt ein klein Stücklein herab kan gewinnen/ sonderlich wenn die Kemp versthiessen/ auffdaß man der grausamen Unkost der Satz - Feuer abkömmt/damanofftersvielKiaffternHoltzverbren- «et/ehe man eine gelreuge Schalen hinweg bringet/ ^richtet einen Gestand Davon an / und beweget ei- - Kk ss , ' Mir 148 Des t. Buchs 40. Capitel nen solchen Gisst / daß zu erbarmenist/ offt macht man Neben, Gestein reg und loß/ daß der Berg die armen Arbeiter an der Arbeit todt schlägt / so faul werden die Festen/ denn das Feuer schertzet nicht. Es srynd etliche Säfften/wenn man dieselben seudet/ daß sie hart werden/und mischet sie mit ungelöschten Kalck - Steinen / so zünden sie und brennen so starck/daß sie das Gesteine sodurchbvhren/ fotieffmanesundsogroßLochalS man haben wil/ und wird der Stein so loß/ als eine Aschen/ dardurch das Wasser endlich fallen kan / man muß aber ein Röhrlein von Holtz oder anderm Zeug / so hoch das Wasser auffgestiegen ist/ hinein biß auff den Boden sehen und sencken/ unten das Loch an der Mohren mit Pech Vergüssen / daß kein Wasser hinein mag / und dieses Zeuges hinein thun / kleine Küglein angezündet oder angeglimmet / so ftist es hinab / biß «sgantz zum Stollen hinein kommet/daß mans siehet/ and sogroß und weit ist/so groß das Unter, Loch an der Röhren ist/das denn grösser seyn soll als das ob ere / wenn man alsdann die Röhre wieder avßhrbet / und dem Wasser Raum giebt zum Loch / so laufft das Wasser ab/ist eine fchöneKunstauffdie Durchschlage. ! Man kan auch einen Bohrer richten auff ein Tag- > Wassers -Rad / und einemDurchschlag bohren / eS j muß aber ein sonderlicher Zeug darzu seyn / denn hat > man vor Zelten können die Sagen brauchen/ die man ! jetzunder auff Mühlen richtet / solle man denn nicht f auch einen Bohrer richten können / aber es ist ein wenig grösser Muhe. Löchert man doch die Evelgestei- ne / die da viel harter seyn denn die Erdfesten- Die , Manßfeldische Bergleute nennen ihre Bergarten sehr ! Hübsch / der Arbeit der Natur gemäß. Denn das VondemHebe-Zeug- »4- «an Ober-Thril unter der Tham,Erden nennen sie die Fernen vell,denn sie es auch darinnen/ die rechte Erden/ ist/ die i die man Erden nennen soll; darnach kommen sie auffGe- liche stein; die ersten nach der Erden nennen sie ein Dach- ver- Merck/denn es decket die andern alle. Solch Dach- len / Merck wird gern vollend zu Stein / darnach nennen stei- sie das dritte Nachwerck /denn das läst sich leicht »als Hkben/ist ein rein Gestein. Darnach kommt das Loch- eine Merck / das man setzen muß und löchern / und das ist nan das harte Gestetn/das man brechen muß / daran pro- ug / viere sich einer / so kan er was in den andern Schäch- aujf Darnach so kömmt man zum Schlftr/oder zum der Mwiederumb darnach auffden Letten/unter dem rein «chifer rc. darnach so liegt auch das Mtallrc. biß M. her/ VL an irr/ md )as >ge. ag- 'es hat -an cht -e- ei- )te hr as er Oder Von demHebc-Zeug^ iAn erfähreies/ daß dasWetter alleDing he> bet/ nicht allein die künstlichen / sondern auch die natürlichen / denn an den künstlichen Gehauen erführet mans/ daß dasselbe / welches nicht im j Wetter stehet/ dennochmcht bleiben mag / geschweige s dann/das tmWind und Regen muß bloßstehen/daher kommet das tägliche bessern an grossen Gebäuen. Was geht auff dem grossen Thurm zu Swaßburg nur Flick- Geld ?und Habet ihm doch nicht/ denn das i Wetter bringet ihm sein Alter und Untergang. Man liehet es auch an anderer trrfiicher Gebäue Unters« .g Kk iij uav !?o Des i. Buchs 4k. Capitel > und Ruinen; wenn man nun das Wetter auch hierein bringen mag in den Abgrund / so thut es daffetbigs auch. Daher ist auch ein Grund/ daß dieGebäue unter der Erden verfallen/ darumb/ daß ihn das Obere Wetter hinein Schaden thut- Es ist ein Ort in Zips / heist die Topschau / da streichet der gediegeneStahl zu Tag aus / und siehet derselbigeOrtwie ein stählerner Berg/und man kan s mit keinem Zeuge keine Schalen herab gewinnen / wenn es aber einen Winter und Sommer in Hitz und Frost also gestanden hat/sv gewinnet man eine Schalen herab zwe'yerFiager dick/da siehet uö erfahret man/ daß das Wetter auch den Stahl hebt / was solte es denn dem Stein nicht thun / wie man dann erfährst/ wann dieSchnee, Ballen von demBerg herab fallen , umb Saltzburg und gantz hinein in der Steyermarck/ daß sie offt Stücke Felsen mit sich herab werffen/groß . als die Häuser/welche alle sind durch dte'Hitz und Kälte ermürbet worden. Damit man aber mag also Schalen gewinnen von harten Gestein / sind dieselbe > gen also heben und hindurch kommen / sind solche Schalen - Zeuge sehr gut / und seynd auch nicht sonn/ - köstlich und schädlich/als wenn man sie mitHoltz-Feu- er heben soll. l Hannibal/da er über das Welsche Gebirge ziehen solle / goß er scharffen warmen Eßig anst .das Gebirge/damit tilget er grosse Steine/frischt mlv . mürbt sie / daß sie mürbe wurden/ daß sie sich in kurhek . Zeitftist arbeiten liessen/also thut das Oel auch/wer es recht machen kan; wenn man nun mäste Eßig haben ^ von Früchten/als Bier/Wein/vderObst/ das wäre > sehr unl'östirch / derohalben kan man wol zu solchem i Fürhüben einen guten Eßig machen aus Cistern Wasser/ lerelri! ibige bäue ^ )ber> / da ^ iehet! i kan ^ ien/. und cha- nan/ e es ret/ rlleir irck/ stoß. ^äl/ also M lche un/ em 8e^ mss mv her :es >eu ke em !rrr r/ Von dem Hebezeug. r/i . Wasser/da man ihn abftudt mit ein wenig Hom'g/un d wacht ihn warm / Lerselbige treibet das Feuer hinter sich / das in den Stein ist / denn es seyn gemeiniglich Horn-Steine oder Feuer,Steine / und mürdet also Schalen davon. So machet man auch ein Stein» Oel/daß man weder desMaum-Oels/noch sonst eiiies andern bedarff / auch nicht Las dlapbm, allein aus Steinmarck oder gcbrandtenKißiingSteinen/wenil^i wan solche Wasser-Eßig darüber geujr/ und sonst viel^ mehr Schreck-Wasser/ damit man die allerhärtesien Steine schrecket und sprenget / sonderlich die Feuer, Steine; Es giebts die Natur / daß man mit den Steinen so muß umbgehen/ denn siehe nur den Kutt und das Etz,Wasser an / was es thun kan einen Tufft, PimsemStein aus/wie ein Bienen,Wachs / und den Tufft,Stein wie einen vielfarbigen Marmel/ siehe aber wol die Wasser an/und die Schlich/darinnen der Pims ist/ so wirst du finden/ was es für Laugen sind. > Man findet Land / sonderlich da viel Salmker innen ist / da gantz keine Stein sind noch wachsen können/ wie bald kan man ein solch Wasser wärmen / und «inen Guß damit über die Stein thun / ist doch solcher Zeug allezeit bey dem Berg-Werck wol zu siuLeu. Unü woraus macht man den ersten Salniter / denn aus ' der allervermodersten Stein/Erden? demisieistmcht des Saluiters halben unfruchtbar / sondern daß die Erde nur ein verfaulter Stein ist / zuvor eissharter Steingewesen/ sonst mäste der Schaaf- Mist auch unfruchtbar seyn/ daraus man ihn seudet / wenn er nur auffeine Mßige Erden kömmt/und gefeuchtet wird/ Kk iv oder l 5 r Des l. Buchs 4 r. Capitel o der auffeinen Letten. Daher nimm solchen Mist und Letten / und seud ihn durch einander / und gieß ihn aus auff einen hatten Stein / du solst sehen / wie er mürbe fvl werden. Das istjaalles besser/denn dasHoitz, das sehr theur ist/und machet böse Wetter. Man siehet auch an den warmen Bädern wol/ was die Warme thut/und wie sieeinkreucht/auflöfet/wegwa- schot/denn sie lasset nicht nach/sie fahret ein/und weichet die Sleine/was aber das Wasser ist/das sie warm führet / siehetman an denSchlich wol/ und fleustuns also für der Nasen für / und zeiget uns die Natur den Vortheil/wie man zu ihr kommen soll / und zu ihren Schätzen/ohne solche Gisst und sehr harte saure Arbeit und Unkost. L^?r/7' L2//. VL V0K0NL, Oder Von dem Berg-Fraß. M bringst Die allergrösseste Mühe / die über den Menschen im Berg,Merck gehet/daß man aus demBerg-Werck außfordere und außzie- he die Stein/ Sand und allen Unflat/der zu nichts nütze jssauffdaß man tieffer kommen mag/ hieroben heif- sel man es Schutt / in Schiffen heist man esBallas- Nun ist es'eine geringe Kost / daß man ihn auflöse und zertrenne ihn mit einem Stz, Wasser/ das kofletnicht viel/ wenn man es nur recht mit vomimmet / daß man zum ersten das flöffet/was am allerleichtesten ist/wenn nun dasselbige hin ist / so ist dem andern auch leicht zu helf- V-n dem Berg,Fraß. »5 ? kelffen / denn man muß die Erven nicht ansehen wie das Graß / denn der Erden ist am wenigsten in der Erden/sondern es sind allerley darinnen/ als Salh/Säf» tk/ Wachs/ minersliA, Steine / und die Erde ist das wenigste/ und doch das edelste/ denn das ist das cor^u, der kieraliorum , daraus werden gemacht olle metallische Leiber. Nun wenn man anhebt an den 8-li- bur, in wasserley Gestalt sie sind / so resolviren sie sich Zar bald durch ihre Etz - Wasser / denn die Grund- Wasser thun ihnen nichts/ daraus werdende conlyli-. öirel.und empfangen ihre Stärcke/ seynd nun die 8sle, davon/und seynd die Sässte vorhanden/die versinken Mch gar bald/tzenn ein sössrr Safft kan nicht Bestand yaben/wann ihnen dasSaltz entgehet/von Stund an Wird ein Mehl draus / dasselbe etzt man auch bald hinweg mit dem Grund - Wasser, Die Wachs und Bunins geben Kohlen / und brennen alsbald hin / wo sie von ihrem Saitz und Sässten kommen. Darnach kömmt es an die mmeraii«, die sind auch bald rh. folvire, wiewol man sie nicht so hin reiolvltt, sondern behält/sie sind des Ertzes/ darnach man nicht suchet etc. Darnach kommt man in die Steins/ die kan man gar ^>!d in die Milbe bringen/ so führen sie die Wasser im Schlich hin /und was W ich viel sagen / das seynd die natürlichen Waschwerck/ die die Natur zeiget / denn s st greifst sie es an / wenn sie die Erden außhölert / und ! man muß doch das Metall von allen solchen Unflat absaubern hieoben / wann man anders künstlich damit ^ umbgehen wtl / denn darzu seynd die Rosten / und k darnach das Feuer; Nun kan man danieden allethun / wenn man der Natur einwenig hilfst / das man , leicht zu wege bringen kan; Richtet man doch hieobm Kk v der r54 Des». Buchs 4 r. Lapke! der Unter,Arbeit ein Etz-Wasser zu / das die Metallen angreifst und hinetzet. Solle man denn den allere schlechtsten Stein nicht können wegbringen ? Was sind die scharffen Laugen denn ein gemachtes Etz- Wasser von Mineralien und diesen allen Letzt erzehlten Materien zu Hauff mitsamt den metallischen corpori- trm.das da Cement heist in Ungarn/ und greifft das al- lerungeschmeidigste corxur unter allen metallischen cor- poribus an/ das Eisen und den Stahl mit seinem kalten Feuer/ und flöst es so klem/wie ein Wurm-Mehl/ ja endlich resolvirel es dasselbe zu eiteln Wasser ? Da man nun ein solches Wasser / das leicht zu machen ist / wie jetzt vermeldet/hat/so eher man eitlen Haussen Berges oder Schutt hinweg / daß es nicht zu sagen ist. Was thun die Regen, Wasser nicht / da die Salh- Wasser in der Erden sind auffgestiegen/wann die Erde dürre ist worden zmd gantz keinen Safft mehr hat? Ist i nicht der Safft inlauter Ober - Salniter verwandelt ^ worden und durch die Sonne auffgezogen/ da es einen Regen gieb: / setzet es sich nicht in die Erden / daß man ! offt/wie in Francken/auffdem Felde etliche Fuder Eisen,Steins greupicht aufliefet/ und auff die Hammer . verkaufst. Auch in Thüringen / da man ihn von we- ' gen der Erden / die auffgezogen ist durch das Saltz von der Sonnen / nicht sehen noch finden kan / Denn . wenn sich die Erden setzet/ und das Saltz zerschmoltzen / ist / und hinweg geflost / so dann findet man ihn weit ' -überder Erden liegen; darumb istdasRegen-Wajstr ' eine rechte Ehe auffdas Saltz / frische oder saure esein mit ein wenig Rettig, Safft / und geuß einen Kübel . voll über «inen grossen Haussen Berg oder Schutt - Mrzs / ob du nicht wirst den vierdten Theil in einer ^ Nacht Mtt »Her, Das Etz, fiten >ori- sal, cor- llken Da ist, Zer, > ist. alh- ?rde Ist Veit nen narr Einer we- altz enfl tzen oeit >eitt bei E ner chk V-ndemLche/FeuÄ'. -75 Nacht verlohren haben. Wirst einem einen Schnitz von einem Rettkqe in einen Wagen voll Saltz/ und stehe/ was er in Tag und Nachr behalten soll. Nun sind viel schärffere Dinge,aber nicht alles auffeinmal, sondern das thutk/wann man das obere zu dem untern kau recht gebrauchen : Mit Säfften hat es auch eine schlechte Weise / was zerrühret und zermilmet sie, thut es nicht der Schwefel, welcher der Säfften Gifftist. c^?r ?7 M/. Oder Von demLohe-Feüer. )Jeweil man zu und in der Metall- Arbeit Feuer bedarff/als sonst zu keinem andern in derWelt, so muß man den Unterscheid, der da hernach vermeldet, finden und stellen, den ihr die Natur also stellet, und dadurch das Metall aus so viel mancherley /Materien der Erden machet, denn dieses Element (Feuer) was es ergreifst,läst es ungemeistert nicht,'es Zeucht jW die Haar und das Fell ab. Soll man der, halben zum ersten des Feuers Eigenschafft wol wissen. Denn zum ersten so leuchtet das Feuer, und dasselbige Lischt thut keinen Schaden, sonsten schadete es auch seinem corpori, sondern allein dem , was es beleuch, tet; denn ob dasselbe schon auch lischt ist, doch so über, leuchtet diß Lischt die andern alle, denn die andern alle vhn eines / das ist das Nacht - Lischt, haben sonst alk ihren Schein von diesem, sonsten körnen unsere Augen i »r* DeSl.Bschs4;.Capktel bey der Nach! sehen/ das thun sie nicht; Was nun. das Lischt bey den Metallen HM/ oder die Lohe/ die das Metall nicht rühret / sol man wissen; die Metalle/ welche einen dünnen Leib hqben/als 8^/v/Wassermann / Fisch / sollen in solchem Lohe geschmeltzet werden / Loch daß sie die Lohe nW rühret/ sondern die Hitze/denn die Lohe Atzet sehe und bald/ daher man die Hfen-Töpffe/ und was man hxennm wil / mit solchem Feuer brennet, Auch dienet es zu den wenn man dkftihigen kochen wil / als Saltz / Alaun / Schwefel / da dienet die Lohe zu/ dann alsbald sie derselben Hitze empfinden/so bakdserschliessin sie sich/und werden fiußig / legen ihres Leibes sichtiglichen Ad- fchaum ab / und behalten den reinen / doch zarten/ der denn in der Kälte und Nasse zunimmt in der Lufft / daher wächset das Bley/so in den Canalen und auffden WächM lieget. Solch Ruß- Feuer ist nicht zu des Metallen sonst nütze / denn her Ruß von dem Feuer/ , derlstderMtallHmdemng/ wie du geboret hast »so i ist auch die Aschen nichts mtköglichs / die aus diesem ! Feuer kömmt / darumb herst man auch das/ so ich i lstum nenne / oder exuvium, Bley - Asche / die Ksvon . demZmnundBisy wirfft/ so wirU es auch von dem Mißmut und Spießglaß einen Ruß: jedoch ist es nutze zu andern mchrWercken / der Metall als zu dem Schmaltz und andern Farben/dsch weil es den untern Metallen Fluß giebt/ ist es nicht zuverachten; MB ' wil wol dleHbem / sonderlich den Zeug des KupfferS / MeßingsMd GlockenMpeise damit dereiten/abee es »Dird die Speise davon spröde / denn die Aschen bleib» linder Speise/daher springen sie gerne/ und diealleA Mönsten Kupffer, Roßlem werden zu Ruß / daß off» s NUN. e/dlö ttalle, Raffer/ leihet rndie >n die chrm ihr», aun, :der, >/und Ade /der ,dm fden l »den uer, von. dem nrr, )rnl kern ^ M i rö/ xtS Von dem Lohe,§euer. 15, rln VZerck bald dürzu erkaltet/in Summa/dle außigen Metallen geben Asthen nicht heraus wie die innern, darauff hat man keine achk/darumb werden sie auch in diesem Feuer nicht gerechlftrliget / wo man sie nicht in den Räuber darzu bringet,in diese Glut/ und wil c^Ici- niren / das doch zu den Metallen nichtgutist, denn in Summa / alle Roßlein kommen hinweg / oder der beste Kern / man brauche den cs!«m hernach / wozu man auch wil. Es ist ein Safft- Feuer dieselbigrn hu zwingen, denn sie haben die Gelegenheit/daß sie m einem langkochenden Feuer alle Fettigkeit hinweg lassen, die ihnen denn dieltet zu ihrer cosgul-moa, oder corpur.undje grösser, geschwinder, je besser, sonst Wessen sie die Pfannen / und treiben nicht also in das Merck/ sondern auffdie Metall/ darinnen sie gekochet werden/ dazu sind sie gut. DieweissenEisen-Röß- >ein in der (Kteyermarck sieb« man in diesem Lohe- Feuer dahin fahren / denn wo der Kern in einem Metall nicht bleibt/und das Rößlrin, was soll denn für ein Metall werden ? Man siehet es in den Kohl-Feuer/wie es sich erhebt / und zum Merck hinunter beglebt mit den Schlacken ? Was solle es aber thun/wenn die Lehr den Schlacken angreifst, und brennet ihn, so fähret denn das Rvßlein auch weg. Muß man drrhalbm das Rvßlein in guter acht haben, welches der König des Metalles ist, und dem das ganhe corpur hemach zeucht. Man hat viel Wesens mit dem Lroco ^tsr» r». oder mit seinem Rvßlein, und ist wahr; aber durch das Feuer jagt man ihn hinweg, wiewoleSdee rechte crocu, Kiom, auch nicht ist, dieser, den maa m gemein dafür halt und ansehet, sondern der da s» buchtet in dem Merck, wo man es ansticht, oder der r§8 Des i. Buchs 44. Capitel da so funckelt und hinzeucht/ wenn man ihn über die Lohe hält. Darum!) sey man mit den hohen Metals lenzufticüen inLiefts grosse Feuer zu bringen/denn die schönsten Nößlem verderben drinnen/ die dann die Geschmcidigkeitdes Melnüesseynund derKem/ son-' Lern man thue hinein die geringen / den da weniger ab-> gehet/ denn denen andern. Denn von einer großen Flammen Hitze zergehen sie / und gestehen alsobald wieder/ wenn vieselbige Hitze vorbey/ je länger man sie im Feuer seud/ je mehr sie Aschen geben und Ruß / das ist ihr Todt und Untergang/ doch also / daß sie die Flamme nicht auch angehe/sondern in irrdenen Topf, fen/oder von Leimen darzu gemachtenOfen/die von solchem Feuer bald verhitzigen/ denn das thut man bey dem klsrcurio, 8smrno, auch bey dem A/.und Was, sermann/auHFisthen- OL I6NL Oder ^ v Von dem Rost-Feuer. ;As nun zu Aschen und zu Ruß geneigt ist / ' sonderlich das excremenr der Metallen / mid die LxuviL der corporum , die meynen die Schmelher mit diesem Feuer ohne Schaden herab zu -ringen/ denn sie schüren ein groß Holh- Feuer unter/ röstenund braten also das Metall/daß es (wie sie me»* «en) nichts desselben bey sich behalten soll/ wie jetzt ver, -neidet/ und ist nicht ein anders Feuer / ja eben eins/ Kas sie zum harten Gesteine gebrauchen / wenn sie dasi VsndemR-ff-Auer. -5- selbige setzen in den Gruben /rühren dasselbige/ daß man es desto leichter mir dem Eisen gewinnen mag. Aber darinnen sind sie weit von, rechten Wege / daß' sie alle jolche gewonnene grobe kiesige Ertze also rosten / denn sie. haben einen grossen Unterscheid unter etnan- Ler/und das kommt daher alles aus Unwissenheit die» ses Feuers/was es kan und vermag. Denn rösten ist das schier als uukerkvtig worden ist / daraus denn endlich Steine und Metall zu Steinen werden. Darum!) p ist es nicht viel ein ander Feuer / denn so man in die KE,Ofen machet/darinnen man den Stein würbet/ lvas beinen ist bey den Metallen/es wäre aber nicht 1o schädlich / wenn es den Stein allein hinweg nähme/ wie es denn wol thäte / wenn er beyseits lege / und das Erh auch auff einen andern Ort / daher man denn/ wenn es sichtig/ also körnicht lieget / das schören dafür für die Hand nimmst/ das istviel besser / aber dieweil «6 eingeschmeichet bricht/und sehr dünne / so nimmt es viel Ertzes und Metalles mit hin / sonderlich weil das Feuer alles bey einander führt. Daher denn abermals zu sehen und zu erfahren ist / daß da nicht ein Mffer Nutz darbey lst/wenn das Ertz noch viel Zuschlage bey sich hat/ und soll rein werden/ wie vielmehr lchadet man,ihm / wenn man ihm noch viel Raub- Wag zuschlagt. Darumb istdiesesFeuer auch nicht recht zu den Metallen / dann ob ihnen wol das Holtz« Feuer nicht sonderlich Schaden thut / so giebt es doch vte StelmHihe/die den Metallen der Todt ist/wie du, «rress solt in den warmen Feuer/noch dennoch muß» «.)<»» sen ,6s des i. Bochs 4 4. Capitel sen die besten Schlacken nur eitel Steinefrun/ und je brennender/ je ärger/je besser man sie doch hält / wie denn dasselbe der Stein/ den man zuschlagt/anzeiget/ der in seinen Fluß den Brand hinein bringet / der her/ nach im Guß sich wol findet /ivenn man ihn in die Hand,und Lohn/Arbeit bringet.^Darum istsole > ches Feuer ein böses Feuer für die Metallen / die da doch anzeigen /weil an ihnen selbst nichts brennet /und man immer zuschüren muß / daß sie darzu keine natütt liche Arinukh haben/viel weniger sich alsoflüßigen md verschmeidigen lassen / denn eine solche Vor/ arbeit ist sehrschädlich/so ist sie auch daher schädlich/ > daß sie die Metall pr-pstirr zur Mevsuov i machet sie ! bloß bey ihrem Lxuvio, denn daraus machet sie es aus ! dem lnrluvio, und wiewol es eine schlechte pkLpsrario» ! ist/ so ist sie doch schädlich und nunützlich. Als wenn ich wolle einem ein Kleid anziehen / und zöge ihm der/ halben das seine aus/ liesse ihn so lange nackrt stehen/ biß ich dasselbige holte; ich solle dasselbige vor ihm in Verrath haben/oder solle ihm das alte verweile an/ lassen/so erfröre oder erstickte er mir nicht; Söge- schicht es da auch/ ettvas ctttblossen und nichts anders anlegen / denn daß ich venneynce damit zu csiciniren / und den cslcem darnach einzusetzen / das ist gleich eine Nutz »Arbeit/ als wolte ich den Xlercuriumcoaguli-' renvor sich selbst / das solte darnach sehr gut Silber seyn/als solte Las der ealx cor?or» seyn / das ist denn jd weit gefehlet/als behielte ich den Schwantz von e!/ nem Vogel in derHand/und er .wäre mit den Flügeln dahingefahren / denn den Lalcem kterallomm zuse/ hen/der in die Metallen gehöret/ .ausserhalb des , curücorporum , oder dem gantzen corpore, oder lN /und / wir ^ eiget/! e her/ in die - solle da /und j atür- ßigen Dor< »lich/ er sie ,auS irio» oenn ! der^ ! hen/ j mia ean- )ge- der- ren/ eine ;uU-> ilbek >enn reb' gela ns" Herrin sti- Dott dem ^ost-^eULt. 16 t seinem corpore, das ist so möglich / als solle klercu- eiu; cn3ßularu» Silber seyn. Es gehet anders zu mit dem calce , cinere , tulißins , csiors, denn Ulan druckt. Und das sage ich wohl im Grunde / wo das Rost,Feuer allezeit in einer Stärcke gleich regieret würde, es bliebekein Metall in dem ganhen Ertz; düsi «ssberfein ein wenig blendet/ ist mehr des ungleichen Feuers Schuld / denn daß es solle dem Metall dienlich >eyu/hie wil ich des grausamen Gesiancks geschweige n/ den es Herfür bringt von den excrcmemi'sMich von den derdordenen sauern ^merallbur - eingetrockEen Eafften, die es angreifftmit Hinrauch / welches denn die Berg, Kranckheiten/ die man sonsten danieden in den Schachten holen solte / hinauffbringet/ daß nicht Ein die Arbeiter in der Gruben / sondern auch die Schmcltzcr vor dem Feuer ihren Theil von dem Feuer bekommen. Denn ob es wol nicht auff die Metall gerichtet ist/sondern auffdie Berg-Arten/und wilde Gestein/das darneben und darbey ist/so ist doch das ein grosser Unverstand/daß man an einen solchen un, reinen Ertz / dos dann darein gebracht wird / nicht rum wenigsten ersehen kan/wie zum ersten das Ertz mächst/ und wie angeschmeichet es nur lieget / und wie M hart es an denselben klebet/ ehe es die Natur davon ohn Schaden bringet, und ohne Rost-Feuer/ denn solle sie also rösten unter der Erden,so wollen wir nicht v'el Metallen / sondern vielmehr EtcimKohlen und Kalck-Steine haben/wie dann hievben auch das beste hinfleugt. A ^ '6r Des i. Buchs 45. Capitel ^ <7.-7?///- .VL/7 ^ OL IL^i; Oder i Von dcm Glile-Fmer. 7 ^E^Zcses Feuer ist auss die corpora metallorurn s ^Wogerichtet/ die es verzehret durch ihr selbst darzu ! geneigte Materien / die sie bey sich haben / darum ich ^ dann sehr viel von diesem Feuer halten muß/ und wer- ^ den Liecorpors.dieda bleiben/gar geschmeidig/die ex-. u,i-> bleiben mir auffdem Platz/ und ist das allerbest ! anthuen/ daß sie durch das glüen von sich ablegen/al- > les das hinweg soll/das ander das bleibet; Noch besser aberwäre es/man thäte dasselbe zuvor in ein Wasch- ! werck/damit dasselb/was das Master ohn wenigerN - Sch»aden hinweg nehmen konte/daß es dasselbige thä-, ! le/ehe und dann man mit ihm zum ersten also in das > Feuer eilrte/denn es sey wie ihm sey/nachdem dasFeu- l jst/so greifft es an. Ich kau die Slüe nicht tadeln/abee daß dasselbige eben in der Glüe mit hingehet/ das da nicht soll darbcy seyn/ dasselbe ist zu viel / und raubtzt/ denn der Ruch gibt es/ wenn eine Glüe mehr minerae lisch reucht/denn metallisch / so ists schon üms Metall eines Theils geschehen. .Denn siehe an das Eisen/ das giebt sein Lxuvium, und auch das Kupffer seines Sinter oder Schlackcu/wenn es aber schrecket/so ran? betesündverzehret das Eisen/ darum sind bey ders i Eisen die Stein,Kohlen/ die so viel Schwefel haben/ rächt guk/sie brennen das Eisen/raubens hin/daß ein eitel Simer bleibt/ das istSchade/ ich halte nurD das gewisseste / daß MM deren Dings eines nicht / üllem orum ! )arzu n ich wers ie eichest n/al- -esser aschiger» thä,. i das? §eu- vber s da abgl/ >era/ letall isew inerr rass der» den/ i»el- rfüe licht «ei» Vd» dem G!üe,Fetter. r6z Meinden Metallen/daraus man gutes bringen will/ s^ndemauchKräutern/Wmhei-vStciü tt/und der, Lkeichcn nicht rnfchiagen/oder sie ins böse Jeucrbtir!- gen soll- Also lobe ich hier auch das Gluen/ da man/ wie zu Maunsfeld geschichk / ein Haussen Ertz zusammen schuttet/uud zündet es an/iäst es hernach fein selbst. Mrcheinander glüen/was darinnen weggiüen so«. Das thut das Me tall in Schweden auch vonder Hitze der Sonnen im Sommer/da flenst es dann hübsch, r» hauffe/und reiniget sich so schön/ Laß es wol auff die letzte superfein wird/ von solchen halte ich viel / aber ausgenommen diesen zweyen Metallen/ Kupffer und Eisen/ist nicht Rath/ daß man die andern offen glue/ vv wol Gold und Silber auch sich glüen lassen/so ist es doch so gar köstlich nicht. Die andern aber! alle giu- sich nicht/ berhaiben müssen sie hin/ wo sie beyden andern sind/und gerathen mit in diesetbige/ desselbigm S'eichenauch die und die schwachen Metallen. Es ist aber ein vuppelt Glüe»Feuer und zwey-, «rley Glüen zu dem Metall von nöthen /die eine Glüe istdieft/wiezu Vwn.nßftld/damanmit eineMStroh- wisch die Haussen Schiftr ansteeket/und last sie glüm- wen in sich selbst/lmd glüen/wif ein Haussen Kohlen/. da das Ertz glücnd wird / das glüen soll/ in eisern oder. kupffern Geschirr / die da nicht fliesten/ wenn Metall darinnen ist/lass n es auch nicht heraus/das darinnen ss/welches nicht jederman bewust ist / denn wie du Wnst in einem zinnern oder bleyern Tapste oder Pfannen ein Wasser sieden/daß der Tvpff nicht zerschmel- tzet/also auch kanst du/ so du ein Metall glüeft in cisem j Kx kupffern Gefässe/sonderlich das Kupffer/nicht zu- ! 'chnieitzm. _ ' Ll ij Ms 164 Des r.BuchS4o. Lapr'tel . Das ander Glüen ist mit grossem Verlust der Metallen / und Unkosten der Geschirr/ wo du glüest in dem Räuber / in gläsernen oder andern Thonen» ' Geschirren / welche ob sie wol mit Schlag von Eisen , oder Äupsstt gestäi cket sind / so sti-d sie doch / wrnir die grosssHitze kommt/nur viel schmcltziger/und dienen al» so nicht zum Metall. Thon / Glaß / Schlack ist kein Metall mehr / darumb so leidet das Metall darinnen ^ Abgang / und last sich nicht darinnen meistern; dar, i umb so schaue eben/ was es für ein Metall sey / das du i wilt handeln / aussdaß du ihm ein rechtschaffen Feuer gebest. Dieses ist nun das allerbeste Feuer zu den Metallen / und in ihrer irarirmurakion denn du siehest es auch an den allerhartesten Metallen/die da in j dem glüen ihre corpora ablegen / denn sage mir / was ist ,ein cc»rpu8 eines Eisens oder Kupffers / denn sein Schlacken und sein ^nima oder die Tinktur / die gehet dahin/wie du es im Flusse fein siehest/wenn du sie in ei» neGluth wirffest/ wie sie hinfleugt mit einem Lohe/ darumb muß man sie duppelt haben / die dienet auff die Metall/auffdaß man sie kan zu recht arbeiten. Sonst ist die Giüe auch wol nütze / als auff die corpora derSteiue/ dieselbe machteszucalcc, aber die, da bißher haben die cZlc« kiecsilorum gemacht , in der einfachen Glut/ dieselben haben nur der Lxuvio- rum corporum calcer bekommen. Darumb darff es weder sie selbst noch andere verwundern/so sie nichts gutes geschafft noch ausgerichtet haben. Denn dclsi cke ihm ein jeder selbst recht nach/was das calcin»- ren im reverber, im offenen Feuer / dasselbe harte glüen/ da die Geschirre unddarzu die irrdenen nicht vLrlutiret/.thunoder erhalten sollen/ wenn der ^ercu- ^ . Von dem Ey-Feuer. 1^5 »in; erhitzet ? In Summa er fähret heraus / wo er nicht durch die poroz kan kommen / so zerstoßet er die s Gefässe/ wie denn gemeiniglich in den gläsern Geschir- , ren geschieht / es hält kein Imum nicht / man muß ei» lmum darzu machen von den Metallen / soll es Hai- > ten / und man wil rechtschaffen caiclairen / und das ^ ist die allergröss-ste Kunst mit diesem Feuer.umbzu, l Zehen. > Oder Von dem Etz-Feuer. -^DJefts Feuer muß man mit unter die kalten Fei - er sitzen/öenn sie verzehren/und istnun dasver- zehren in dem kalten Feuer / denn dasselbe hat Ärt (l!ödtlsMUkk / es leuchtet und brennet / sein brennen aber ist ehen / und in dem ist esbesscr denn andereFeuer/daß es nicht gar zu Aschen brennet/sondern nur das ccn-pus gank ru Schlich machet / das man sonst mit grosser Mühe , wchs vermöchte mit feilen zu solchen Spänen ziehen / denn es löset die Bande aussder/ltomorum,daraus es ist zusammen aesetzet worden. Denn eben so wol 2toml unter der Erden sind/als oben/welche die Witte- > wng führet zu dem corpore,und stärcket und mehret eS davon / solches bringet nur dieses Feuer von einander/ und ist doch wunder/daß sich das Wasser nicht Decket davon/oder sich vermekret/das Eh-Wasser meyne ich / ? sondern es nimmt an seiner Kraffi abe/ dieweil es auch ! L! iij durch r 66 Des >, Buchs 46. Capitel durch des Küttö Wasser vermehret wird/ daszthut ihm denn Schaden/ wiewol es dastelbige einseudct/ sder'ausdrennet. Und wie ich viel halte von dem Nassen-Roft/öder derWasse»Rvst/davon dieBerg- leuce nicht wollen wissen; so halte ich von diesem Etz» Feuer viel mehr/denn von dem groben brennen/und dem groben Schmeltz-Feuer. Diese Etze greifst mir ja an das/was sie soll/und darauffsie einer richtet/und picht zugleicb alles/denn man kan ein EwFeuerftar- Lken/daß es Gold angreifst und last das Silber zu frieden/ und das Minerale corpu;, das dabey ist/ es sey gut oder böse / hart oder weichHinwiederum kau rnans auch richten an das Silber/ daß es dasKupf- fer nicht anrühret/und alles/was sich darzu geschlagen hat/alio auch das Kupffer; aber man meynet vielleicht die Unkosten seon zu groß/ich meyne aber hie nicht die Scheide Wasser oder ag^forc, die so mit grossen Unkosten und so mit grosser Gefahr werden zugerichtet und verbraucht/sondern mit andern Bescheid/ wie viel hundert Tonnen köstlichesScheide-Wassers/ daß ich hie nur einen Ort nenne/ laufst einen Tag umsonst zu Goßlar aus dem Berge / das man darzu nutzen köme/auch zu demselbigenErtze / das man muß Mit so gar grossen Unkosten Holtzes halben auffheben; Man giebt Erden hin und her wieder zu Mineralien und sendet sich damit/ und zu hudelt sich damit gegen Semfelbrgen/daäalso selbst dahinfieust/vergeblich/vaß alle mmskalSiedebergwerck da zu rechen ftyn/als kleine Trvpsslein oder Regen«Wasser gegen den grossen Flüssen/die da Ströme führen. Man dürsfte es nicht rn Kolben machen/ man tönte es rvol Kübel voll machen, §s haben die Laboranten eine, lange Zeit um- VsndemEtz.FeE- 167 Langen mit solchem Feuer/aber ich wolts viel darauff verwetten/ ob sie wüsten/ was es für eins wäre. Es traqt sich wol mehr zu/daß einer lange mit einem Din- 8e umgehet/und weiß keinen rechten Bescheid/ darum stehet recht im 6eneü, daß Adam/wie er ein D-ng hat genennet/ so war es auch. Mit Lampen« ^euer gehen sie auch um / und wissen doch nicht/ was Lampen/Feuer ist. Also gehen sie auch mit Etz-Fcm- d dieses Feuer löschest/wie du thun must/so körnn« das Metall so lauter Herfür/ so schön es ist im Merck zu Hausse kommen/ und diß ist ein herrlicher Grund zu Ll iiij des ,68 Des s. Buchs 47 -Capttel des kalten Feuers Härten. Aber also muß es thun / da sie zuvor herab bracht hat / was ihr schädlich/das ist eine geschmeidigeHärte/wie dann die Hitze dassel- bige alles auch thut / aber die Hitze ist mehr dienstlich die cni-pora zu rcinigenund anzugreiffen/ dieses aber die giutins, und müssen dochbeyde herab / darumb weil diß Feuer das leichteste angreifst / darumb nenne ichs leichterer/ dieweil es nicht ist 6elubKantiacorpo> ris, das xlutinum , also soll es auch vor dem warmen Feuer zuvor hergehen. Denn so sich das warme Feuer legt in die giucina, so greifst darnach es das Corpus mitan/ undrichtetshin/ denn die Hitze jagt das kalte Feuer/ und das darinnen lebet / den Saamen. PL , Oder sie ist, setz < Lar - che> ind i, ein. ten/ nich muf ehe. Keu war dem , ^äf !> Es i, wan Von demLampm-Feuer. ^Jeses Feuer dienet darzu / wo man öffentlich und nicht verlutirt mit den Metallen umbge- hen wil / daß man es gebrauche / auffdaß das Metall nicht vcrstaube/und das beste nicht hinweg flie, ge/denn du hast vernommen/ daß es in den Lohe nicht ränge. Nun sind die gemeinen LampemSchalen von Glaß/die man in eine thoncrne Schalen sehet/nnd die voll Asche oder Sand ist / last also etwas einen Schweiß von sich gcben/in welchenSchweiß/meynen ihrer schrviel/cmpfahe das Metall oder eines von dem andern sein corpus, diese rrsll^mmÄtion vb sie etwas bewährts ist/lasse ich an seinem Ort bleiben/ und weiß sie ches! baust sonde er/tt "ennr thm i wila einbri bring, sich r« "erc/a Telötel wvlw l. iltnehl un/ das sittlich iber IMl) nne PO' nen eu- pus rlre ich ;e- as Seht >n ie !N n n s ß e Von dem Lampen,Feuer. 169 sie nicht zu loben / aber so viel die Wärme anlanget/ ist sie nicht zu tadeln / und sollen die Metalla alle also gehandelt werden- In diesen zweyen Feuern der Ehe / und auch der Lampen / wann man sie wölke in derArtzncy gebrau, cheii/ waren sie meines Bedünckens weit besser / dann in die Rost oder in den blossen Lohe/da lügen sie nicht em. Man wil es ja für ein ^rgumencir- Feuer hasten/aber ich lasse es bey feinen Würden / das Feuer ist dicht zu straffen / aber dienet es ja zu den Metallen / so Miß man ja mit demselben anderer weise umbgehen/ man sie hinein bringet / wenn man sie aus dem Eh» Neuer bracht hat/ denn so Märe es wol zu leiden / aber man müste gleichwol eine andere Schale dw zu haben/ venn die gläsern/ denn dieselben sind mehr auf die , gaffte und Wasser zugerichtet / denn auffdie Metall, l 'ö.s ist auch sonderlich dieses Feuer zu gebrauchen / so ! Man was löten oder schweisien wil / so thut es ein solches Feuer / denn es wollen die Metallen nichtalso zu ^ Hauffs gebracht seyn an einem grossen Glut-Feuer/ . sondern an einen solchen kleinen subtilen warmen Feu- i er/ wie dann dieses in den Lampen zugerichtet ist. Ich ! m»me aber ein solches Löten / nicht wie man hiersben ! lhut m der: Arbeit der Goldschmiede/ sondern so man , Mil anheben / und den KLercurium recht in ein corpu, s einbringen/und also eine rechte ilugmemskion zu Wege ! fingen / daß er nicht durch das warme Feuerwieder ^ nch rel'olvirs , Ulld seine ^inÄur und ^racl3tion VSk- ' 'lere/auch sein corpus, darein er sich begeben / und ein- ' blöket hat / das ist eine der höchsten Künste/und ob ! ^ol was gelegen ist an den Stücken/die man mit dar- ? ^ nehmen muß/so ist es doch am meisten an demFeuer/ Ll v -äst r/s Des k. Brichs t Läpktel dasselbe recht zu regieren/gelegen / das thut nun dieses/ j das da gleist) einer Hennen/daß einem lautem Metall nicht so bald in einem grossen Feuer/ wie Schaden thut/sondern mit einer laulichten Hitze/dasselbige ld-, tel/ strecket und zusammen halt/wie dann auch dem Ey ^ geschicht/ daraus ein starckes Hünlein kommen soll/ , das demnach nicht zufleuft. Wo bleibt nun calcin».! ren/dasselbige ist ja gar umsonst/ denn es last sich der r^srcuriuz nicht calciniren/ das ist/ der Samen muß doch darbey seyn/ calcinixest du nun ein corpu;, so ist es schon verderbet / wenn es von seinen Samen kommen ist. Wiltdu nun ein todt coi-pnz wieder lebendig machen/ in dem daduwilt einen lebendigen Samen geben/warum löst du denn das corpus zuvor nicht le/ ben/da es lebendig war/es liegt an dem Samen/der! nimmt nicht die alten corpors an sich/ wie du meynest; I todten lebendig zu machen/das unterstehe du dich nicht/ das ist allein GOttes Merck/ aber einen lebendigen höher zu bringen/das ist dir wol zugegeben von Geltes wegen/darun, so schaue/daß du nicht in dem/da dn ein Metall willst höher bringen mit der Arbeit/ein todt Feuer darzu brauchest; als wenn du ein Ey m ei>^ heisseGluth schürest/so bratest du es/ aber brütest es > nicht; also gib auch acht auff das Feuer/ und brinS auch hinein/was du hinein bringen soll/ lebendig/ st' wol die miner-lli.1 als die denn es wäre ja wol der Metallen Halden nicht so gar gethan/die köntes noch wolein wenig mehrHitze ausstehen/ohne Scd^ den/ dennderSamen der ist ja harter Natur/ unv findet nicht so bald im Feuer/aber es ist um das Blt>' zuthun / wie ichs hier nennen will/ oder um des Zuschlag aus den mmerzlibu;, daraus denn uiH du, M da arl Ma lich der alle nie! tall den coi- wei esl daß Seh, gar rech Az lvor dgßt thtttt vasc dieses/ Netall haden ige ld^ ? :mEy! msoll, i ilcinl- > ch der j u muß bist es mmen »endig lacken cht le^ li/dek ckesi; nicht/ i >diyeN ^ ? ckadn : ?ntovt nei^ lest es bring ig, ' awot bntelt Lchl" , und Blnt a des i und durch Von dem kalten Feuer. 171 durch Hülffe des Samens der Leib/den man siehet/der Metallen werden soll/ derjelbe leidet die Hitze nicht, darum denn auch der Leib und Gefasst, darinnen sie arbeiten sollen , gleichwie einer Frauen Leib etlicher Massen El kalter ist/denn des Mannes, also einer laue lichten Warme bedürfftig ist und haben muß, soll anderweit die Frucht wol auffkommen, und das Ferch allenthalben gleich arbeiten können, und soll das Feuer ckcht allein dahin verstanden werden/daß es denMe- tollen, oder dem Metall zu schwach wäre, denn es ist oem Metall starck genug, das darein gehöret/und dem corpore, da es zu,und ablegen soll ' schier gar zu starck, ^Ennmari nicht? recht gleich das Feuer hält, man kan bald verderben. Ich habe solche Lampen gesehen, W sie etliche Laboranten haben in dem Kachel-Ofen gehabt, da ist esganh verdorben, dann iehund ist es Mzu heiß, bald gar zu kalt worden, solches heist keine rechte gleiche Brüt-Hihe, und zeuget auch endlich mr ganhes Merck, daß da nichts in solcher Lampe» worden ist, daß man nicht recht damit umgangen- VL I6NL kkISlOO, Oder Von dem kalten Feuer. Ichs ist gar ein wunderliches Feuer, davon -ich gar wenig gründliches die Tage meines Le- bens gelesen habe, ob es aus Unverstand sey, faß man sein so wenig wahrgenommen, oder man qn Mi verzagt hat,ist mir nicht wissend, dann das ist es, "as cvaguliret/das ist,so hart machet/daß es das andere Feuec 17 r Des l. Buch§4§. LapLte! Feuer nicht kan verzehren/denn schmeißen kan eswol/ das Werck aber verzehren ist ihme unmöglich/ und hat seine Würckung gleich so wol in derLufft/als das warme Feuer / darinnen übet es seine Stärcke und Macht/ und ist die einige äußerliche Prob seines Fluß fes das Metallum 8 / das ist stößig / eines kalten Flusses / denn die andern Flüsse stim alle warme Fluß fe/wtlt du es nicht glauben/ so greifst darnach/ dagegen des warmen Flusses Harten beißet die congeianon/ denn da ist eine der andern zuwider / härtet die eine / so weichet die andere / diesen Unterscheid must du gründ/ lich wissen / und ein jeder der da wil mit metallischen Schweißen und Flüssen umbgehen. auf ueß Wir mir des so n so!, alle seö> porl Ha Nun Nun ist es ein grosses / ein solches Feuer wissen zu halten / oder wissen zu wege zu bringen/und ist nicht künstlich geredt gar so hin m ßenere , was cxcerst" ve kalt ist / das ist der Todt / ja des temperirten corpo' rl;, aber findet man doch wol Thiere/die da leben in garkalten und warmen Feuer/denn dem Leben wost len so gar nahe kommen / und davon reden / ist so wol unmöglich als von G -L> TT zu reden / dar/ umb so siebe rechtaussdie6e6mtion, -zuanlum bum/' na racio aü'egui polest, stehet von der?luI<)lopbia ) und das zeiget dieses Feuer an / das das kälteste ist/ und lebet für sich selbst gleich- so wol / und ist als die leblosen Creanrren / und löse mir diesen Knoten iM Berg-ÄLerck mit Verstand auff / das Go'-d ist beständig / und last sich in unserm Feuer nicht zwingen/ das ist wahr/und zeugen es alle diese/so damit umb/ stehen. Nun ist dieses auch wahr / wann es in seinem /IHN- die! die > cvrp k-ler sie jj dem Nach es in ein? 6». puln was Wort wolc ilcher dlrtd durch swol/ -/und ls das j ke und ? Flus- kalten Flüst «gegen uion/ ne/so ründ- ischeri nicht cer6" >en in wost 'st so dar^ awä" kia > List/ sdie nirN l be- aen/ mb^ iLlN Von dem kalte,i §euer. r?; aufffteigen auff das höchste / vvllkommneste und rei- Neste kommen ist / so steiget es wiederum!) hinab / und wird zu Silber / dasselbe wird zu Kupffer- Sage wir / thut es nun der Unterhitze Feuer nicht- so muß es ja das kalte Feuer thun-das istwahr/dannesre- lvlvirc sich zum ersten wiederum!) in seinen 8 - das ist des kalten Feuers Fluß/ ergreifst ihn nundasselbige/ so muß er fliesten in allen corponlmr >fieust er dann, so legt er nicht allein das unterste / sondern auch das aileroberste corpu? ab / darumb so mercke auss dieses obersten Feuers Natur, mercke auch auffder co» ^rum Natur, das corpur der Metallen ist nur aus Haut oder eine Haut/ die da wunderlich den Kiercu- "um hält / und casZuüret; Nun ist die Haut / wie vle^leclici sagen / aus der Saamen Art/schlägt man d'e Haut emzwci) / so kommen erst die Feuer in ein j , und thun das ihre, das ist so wol wahr in den i ^wtslii, chs in den cvrporiduz Lllimsncrum, denn I sie ist gleich so rvol in dem Lufft/ als die Hitze; Nachdem aber nun ein corpur darnach zubereitet ist / dar- ! Nach w ticket dieser eine ; c-ricinire ein car^ur » und sehe ! es in eine kalte fturigeLuffnund schaue/ob du nicht bald Eig kalt Feuer fleißiger Klarer,-, hast in primo gra- ' Weil aber dieses Feuer sonderlich eine gr-eclir- > polirammakeriamhat von dem Sanw.cn / so schaue/ l was es in den Metallen am allem, eisten angreiffc/nnS > worinnen es seine meiste Krafft hat; Nun kaust du f wol glauben / was da am allermeisten an dem Mensch- j «chen Leibe Haut macht / das thut auff eine sondere Art das auch in den Metallen / eskan aber keine Haut durch die K'tzney wieder gantz werden, sondern es ' wud 174 Des I. Buchs 4 8 . Capitel wird wol etwas wieder hart/ an der Haut statt/darum, ist es unmöglich/wenn die Haut oder das cm-pu, der Metallen entzwey ist/ es muß ein anders werden,daher stärEedie cranzmurstion oder elevzcion der corporum merallicorum .weiles unmöglich ist/ein zerrissen cor. PU 8 wieder zu flicken/ sondern leichter ist ein neues zu machen/ so folget daraus/ was die fixation Klercurü ja, in Gold und Silber/oder die coggularion, daß also dieses kalte Feuer das höchste ist/der Metallen Llevsti- on zuständig allein/ denn es auch in seiner Auswitterung viel auffdieftn obern Erdboden ausrichtet/ denn mnn findet keinen Stein/er hat etwas Metalls oder Ethisch in sich / denn so wircket das Feuer/ wie vielmehr aber in seiner rilitemLeibes-Werckstatt/denn das thut es/ daß da das Metall unter der Erden in seinem Fluß bringet/ ja es hilfst auch in dem warmen Feuer auffsemeArk, daß da dasselbige warme Feuer nicht j mög im Fluß stehen unbewogen- Ja es scheidet mit > dem Fluß auch in dem warmen Feuer, denn es ist endlich Feuer-rothund hilfft zu dem Tode der corporum, ' damit, daß es von ihnen weichet- Ich nenne sie Feuer,als einer der auch nicht ein wenig ausgestanden hat i in der Berg-Wercks,Schule, euer Nacht-Licht, das , an allem Zeug, den das Ober,Feuer zu sich nimmt/ brenncr/alö da thut das faule Holh/ auch sonsten viel Drnge/sonderlich derer Wärme und Fische/ die da gerne im Abgrund und der liessen Kälte wohnen, und gehen,die da denn auch die Edelgesteine/M da leucht > ten, blasen und machen- Es ist aber alles Samens rechtes corpu,, der. da/(nachdem ein coi-pu;auffder Welt soll seyn ) Ss- felllS »arurir, » der daher OMM Von dem warmen Feuer. 17 5 seüigundförmigift/unangesehcn/was wir für einen Philosophischen Unterscheid darunter halten / darum aw-l) dafür nichts beständiZliches sehen und verstehen niögen/saher des Irrthums voller Grund rc. t cor- >es zu niig/ rasso evsti- Oder vitte-» denn oder viel/ »das inem ieuer nicht 'mit end/ mm, 5eir- -hat das »mt/ viel va und der ge/ IliS Don dem warmen Feuer. ^Jeses warme Feuer nun, wie das kalte eine ^Ursache ist der Haut aus dem Samen; also zerreisteß hj-sts Feuer/ ob es schon dasselbige nicht Meine Weise oder auff eine Zeit thut/ so nimmt es lhm doch seine Weile und Arbeit darzu. Darum so lerne also eines jcdenFeuers Art rechtschaffen bedenken; dieses Feuers Gelegenheit ist nun mancherley, varvvn du dann zuvor genugsam vernommen hast, M man es solle beschlagen/jetzt in Kohlen / in Holtz/ ln Pech/Oel/und in Summa in allem/ was sich hiervon bremen last/das meyne ich nun/ wiewo! ich hier von der Wärme allein rede/ die denMetallen nützlich ist zu ihrem Fluß/deun in demselbigen reinigen sie sich/ wte du droben gehöret hast. So ist nun den Metallen/welches wohl zu mercken/keine Hitze oder Feuer l Nichtgut/das da mit seiner Stärcke das Werck rüh- i ret/sondern es muß gesch ehen in äuplici vssculo, das ! Nenne ich aber ein doppelt Geschirr/ da das Feuer das ^ ^rpurnicht anrühren mag, sondern das die Hitze , - ilaccke. Das ist nun «in Anderer Unterscheid unter' ! - der 176 Des i.NuKs 4?-Capitel der Wärme/ denn eine Hitze'ist nicht gut/ das ist / wo das blosse Feuer einen nahe rühret/da brennet es/wie dann auch die Sonne thut / wenn sie in der höchsten Brunst ist; sondern wo sie wärmet / das ist/ da et> was darzwischen ist / als da ist das Wasser/ damit ich der Hitze des Feuersund auch des Wassers ge, messen mag / warm; also ist auch eine Wärme / wenn ich das Metall in einem Geschirr habe / daß mir des, selben Geschirrs Hitze dem Metall die Wärme mit, theilet / das thut nun des Glases oder Thones War, me wol/aber sie ist schadlich/denn sie ist nicht voll/ son, dem leer eines solchen Zeuges / derda sötte dem Metall dienstlich seyn/und auch was stärcken/nicht die Hitze/sondern die Wärme- Darumb siehet man/ wie ich offt gesagt habe von dem Gefäß der Alchimisten/ daß sie doch nicht gantz beysammen sehen auffdie Malerin des Zeuges/sondern nur auffdie Formen/wie viel Schnäbelund Bauche sie haben sollen / nichtwiesie die Hitze dämpffen und unterschiedliche Wärme ge, den mochten / darum sie dann auch wenig außrichten/ den 8pinmm und <)uinr3m elleatiarn zu excrJliirsn, mögen sie wol zum Theil dienen/ das ist aber nicht metallische Arbeit/ soudern zu schwach darzu. Die Etz- Feuer sind demErtz oder den Metallen zuträglicher/ denn sie greiffen an dem Ertz die Metallenan / und lassen das andere dem Feuer / darumb daß sie auch ei>^ verborgene Warme haben/und nicht eine Hitze/die >>a schaden thut. Denn eine bloffeHitze dierichketmrr Schaden und Unfug zu; Man ist nu im distilliren etwas naher kommen / da man hat die Hitze gedämiHk «istSand/Asche/ Hammerschlagrc- und die Warme erg vde inr die. me star frey fen seä> das ches dad "ich Feu das Glu nicht tigetz auch hin/ denn alleii denci du ei, Acht t/wo !/wie chsten da et^ )amit !s ge^ wenn r des" ! mit« Där, /son» Metall ;Hi- /wie sten/ Ma- eviei »je sie e ge/ hten/ ren > tM^ cher/ eilie je da tnuk !«et, B' ^ 4 - Von dem warmen Feuer. t 77 we gestärcket/ aber so viel hat man im Metall sich nicht bedenken können/ daßesdaselbst mehr hätte von Nöthen gechamsonderlich seine Hitze gedämpffet/unddie Wärme gestärcket mit einem corpore» damit eswäre frieden gewesen/und souderlich der Saam?n oder der K4ercuriu8, denn alsbald die Hitze den Xt rcurium ergreifft/so bleibt ernicht/odergieblsich in den Fluß/ oder in das luöricum, und also in ein cospur»^>ndsrll in das volsriis, daran verdirbt er wie ein corpm.wenn vle Hihe sein rohes Fleisch ergreiffk. Es ist das war» tue Feuer auch darum/daß dieWärme mehr muß sei:/ standen werden/ denn die Hihe/ und sonderlich das steye Feuer/das daran schlaget/oder darein es geworfn fen wird/ oder darunter/ und dazwischen es also muß beängstiget werden/ daß sein ja nicht viel bleibet/Lenn ^ls thut die Hitze/wenn sieüberhand nimmt. Sol, ches haben auch die Schmeltzer wohl verstanden/ die das Erfrischen haben darunter bracht/auff daß es Mtgantzundgarzu Boden gehet/und ist also dieses Mer auffdas corpu; mehr gerichtet/ denn auffalles/ vas bey dem corpore neben ist/als da sind die Fetten/ Bluten/ Floß/ denn dieselben gehören in dieses Feuer n>cht/eS greifftS wol an/aber dasselbige Neben.unflä« tig '6 greifft darnach in und mit der Hihe das corpu» auch an/und treibet denn den Saamen und dasFerch mn / darinnen / und damit fähret eßdenn auch hin; denn dumustdascorpu;nicht also verstehen/ daß es > allein seineArt hat/ der Saamen auch / sondern das ! Mcke allezeit in aller Arbeit/ die du für hast/daß so l vu einem zu viel thust/ so thust du es allen/wo du also ' »cht acht darauffMbst/ in deinem Merck einem jeden Srm ein r ?8 Des » Buchs 49 . Capitel ! ein recht Feuer giebst, so behältest du nichts von dem ! ^ii gnnhen j Mc Und so viel hab ich wollen in dieses Büchlein ! ^ bringen / nnd berichten von der Unter - Arbeit / web» ! ^ kommen/die dann diesrArbeitimmcranff dem Fuß ! ... nachgehet/ und ist unmüglich / auß andern Verstände ! "ij er-vas sruchrbarüches können vorhaben / m-d zu gu, , Rt ten Ende bringen / ohne was du mit grossem Ver- ' stand des Bergwercks unternehmest/nach diesem mei- i- nem Grunde/weme damit gediener ist/dem fty es hoch- l Kchengegönnet/Amen. ! concl.u 8 io ttUjU 8 oeLLis. Die Summa dieses ganhen langen Ser.non? ' vorn Berg-Merck ist alles natürlich wem Berg- Merck zu verstehen. Wil man aberhernach in der Arbeit/ das ist/in/ckckimia etwas nützliches machen / so muß man der Natur folgen / denn ohne die kau nichts fruchtbarltchcögewircket werden / wie disM^ tallen g-nenret / gespeiset / coaguliret und stgicel t werden von der Natur/und ein jegliches durch seinen eigen Saamen/ vollkomMN oder unvollkommen prst* pariret wird ; Also und gleicher Gestalt muß eist Nach»Arbeiter durch den Saamen der Metallen we unvollkommene Metallen speisen/und höher bringen / wil'er sieanders zu Frommen und Nutzen machen/ das ist nunM viel: Löse hinwieder auff die Metall« > Don dem wärmsrr Attek. ^79 dE j dM's kalte Feuer/und durch kein anders / NiduK. ^ wcnkire die undoüwmmeuen mttdenvsiikommenkn- lchiein ' lpt'lse fie mirdenl tDNÜMM 8oÜ8 vel!_2.rK, und cva- wci, > ^ch'e und figi> c sie dann durchs das warme Feuer >kekek, "ach rechten Sliten und Gebrauch der Natur,so wer- ^ den sie pechciret in wahrer Vollkommenheit Soli, eiren, r.unT. ° Fuß! / Preist / Ehr / Ruhm und Herr- star.de Meit sey dem obersten Berg-Meister und zu gu- Regenten / durch dessen Worr und Willen Ver- alles gernacht / geordnet / und umer-^ förmlich worden/ ! Amin. d Ende des ersten Buchs. (i8o) Ar Des;. Buchs 2,Capitel Dingen ftuchlduriich fürgesteür/ als hat er auch solche! seiue mächtige Ehr und Allmächtigkeil an den Metals! len und Mineralien färgewiesen und;» erkennen gege^ den/ damit wir alle von demselben zu lernen / als wie i die zwöiff Sibyllen grwetssaget/vvn der klaren/wah' i renuudeinigen Sonnen der Gerechtigkeit und War- heil/darinnen ruhen / nach den zwöiff 'Pforten der, Himmeln/und nach den zwölff Monaten/ beweglich! und unbeweglich/ sichtig und unsichtui/vor GOllcs > Thron stehend die sieben Ertz-Engel/Nach ihnen / die' siebenPianetcn/(A/C-undSternen/ mitdensieben! Mttailen-Gebürgen voinhrer Eigenschafft/als Gold/ Silber/Kupffer/Eiftn/Zinn/ Bley/O.veckji!bcr/dar- nach Vitriol/Antimor.ium/ Schwefel/ Wißmuth/ Äobolt/ Mann/Galtz/samt allen andern Verg-Gee l wachsen; Damit nun in demselben das rechte Leu- trum oder Kitte! zu ergreiffen/ so hat GOttdie erste - Scheidung/wie geschrieben stehet: Der Geist des HErm schwebet auff dem Master: verrichket/und ist das gantze Elemenkische corpu; der Erden ein Master > gewesen/aber des HErrn Zebaochs Geist hat es zer^ theilet/und die Erden aus der Trübigkeit des Mast sersformirct/samt allen Früchten der Metallen/ und die jemals in der Erden erschaffen und gebohren / dir ^ sennd Wasser gewesen / und können auch wieder is ; Wasser und Massers-Gestalt gebracht und verkehret werden: So seynd auch alle Ding in allen/ durch BeyhülffderElementen/wie in der Erden/so wt'l auch ^ ausserhalb/in allen ihren animalischen und vegembil^ ! schen Früchten/ der Bäume/ Kräuter,Gewächs/man- , -cherley Geschlecht der Thiere / Vogel/FWuM Meerwtmdcr; ja alle Ding kommen aus dem erstes .. Wasser/ 2 v dl h. öi E bi dl le> ch de S O er, A A. M >vi Te du, len Ja die big nig w ttle, vn; au; sich h solche Metals ^ngege- als wie n/walst War-: ien der oealicv )Ottes n / die »siebest Gold/ er/dar/1, imukh/ s g-Ge- > e Leu' leerste - ist des' und ist ^ Lasset' es zer/ Mast / und / die i der ist ^ kehret durch ! tauch ! gbili- man- ! ) und l -rstest z aistr/ ! V-tt allAemeinen wurckungen. r z; Wasser / nach dem Geist des HErrn/und den erste« von Ewigkeit herausgehenden vollkommenen Wesen/ daraus alle andere Ding/gefärbte und ungefärbte/ harte/weiche/ kleine/ grosse Arten und Naturen gebildet worden / wie nach den zwölffSteinen indem Schildlcin ^sronis, den Menschen nachdem Ebenbild GOttes beschaffen/ daß Adam / des H. Geistes burch ewige Weißheit Erfüllung/durch und in ihm al- stM/nach der OrdnungMelchizedech/ allen Menschen Angegossen worden/und der Allmächtige GOtt/welcher ist der erste und der letzte/der Anfänger und En- Der aller Dingen/der seine Gaben gesetzt in Zeit und tnnd/ und Jahre/ wann und wie sie nach seiner Ordnung im ewigen Räch beschlossen/geschehen und ergehen sollen/der hat auch dazumal sein allerheiligstes Mitlel/wieerAbradam/ Jsaac und Jacob/ so wol Mvsen/ Aaron und Melchizedech sezieret/ und viel Menschliche Geschöpffgebenedeyet/ wie er die von E- ^vizkeit nach seinem Wolgcfallen bedacht / in ihr ein Termin zu verändern: Also hak der allmächtiaeGOtt/ durch seinen unerforschlichen getreuen Rath undWil- lenz auch uns zu gut und zu Auffenthaltung in diesem Jammerthal das liebe Berg-Werck zugleich mit in vle Erden gelegt und geschaffen/auch unendlich dassel- vlge verbessert und erhöhet/ daß wir dahero nicht wenig Ursach haben ihn von Hertzen zu loben und dafür dancken. Nun kan die gnädige Vorsehung GOttes dem Menschlichen Geschlecht/ nach Erkanntniß GOttes vnd seines Worts / ja nichts iiebers und nühlichert guffEiDcn gebttt/dann Weißheit und Verstand/wie d»e Juden auch bcdünckm liessen/sie hätten daran Mist iiij kei- rZ4 Des r. Buchs zLäpitel keinen Mangel. Aber wie ohnerkanntlichen dieBerg^ Arten zum Theil den Bergleuten seynd/ also unbe- kandt war ihnen auch der Messras/ und die heilige Schrifft.Derohcübru seynd aus ihrem gelobten Land die besten Handstein und Bergwerck/ samt allen zeitlst chen und ewigen Gaben auffuns letzten geerdet / und wir seynd die ersten/und sie die letzten worden/biß ihnen der Himmel wieder erösstiet wird / alsdann solche Kreaturen auswendig und inwendig zu überkommen/ Uno mit den Metallen zu gebrauchen. Wann ein fruchtbares Gestein ist/ da werden auch in ihren Mitteln ihre Würckungen erkanntlich befind den/ wie vjü findei man Gummi und Hartz an den Bäumen auffErden/da immer eines schöner/durchs sichtiger/härter und milder/ als das andere / unter dem Geruch zu erkennen/und am Geschmack zu schmecken: Aso sollet ihr Berg-Leute obnnachlästiq in Einfall dahin wachten / wie man dem Bera-Werck auff das nächste kan beykommen/darinnen G Ott und die Na« tur so richtige Wege geleget hat. c^?u7- ///. Vsn dem D/ feinem Gestein/ Würckung/ An und streichenden Gängen. l As O wird gewürcket inseiuem eigenen -stein/auffGänqen von der schönsten Muttek per remesten und beständigsten Erden/ von dem aller^ , vollkommlichsten Salh/ Schwefel und 8^ gereim i get von allen seinen 5sc,lmr, und ohnreinen l stern/mit Zufügung drs natürlichen hochgeläutertt" HM i c h st d si 'd a a li b 6 d a> n E st Berg« unbe- j »eilige j Land zeitig und ihnen solche men/ auch efun« ven urch- den» An: lda- das Na« g/ Ge« s ^tttk -ini« Sei« - rttN )itN« : VandemGald/ stü»en» Gestern rc. -8; Himmels/weiß,gelb / und rothen Schwefel-Erden/ nach feuriger Natur der Sonnen/ uns so hoch bestän« dig/dasda nichts ist unter allen Metallen / das höher/ gediegener und schwerers Leibes seye/ aus einer goldigen Materta/ da keine Feuchtigkeit innen ist / die im Feuer konte verzehret werden / auch keine ohnbeständi- se/wasserige Feuchtigkeit. Darum dann alle Element »um gleichesten darinnen verbunden seyn / die wegen I sicher ihrer Vereinigung ein solches beständiges cor- gewürcket haben/und gleich durch gefarbet / biß in Arund/aiie Theile zugleich/ mit seiner ewigwährenden ^ltrinforben/durch die höchst und klärlichste Verbindung seiner reinen Erden/ 5uis,bur und 8« und thut ^ samt seinem Vitriolischen Wesen alles das/was die Gunter den Sternenwürcket/denn von Natur her ist es alles goldig/was ihm zu und auffallen Seiten anhanget/dämm last es sich auch in den allerbestenge- schmeidigsten Steinen und Gangen finden / welches dasSchiefer nicht thut/als dasWachs mit grüngreis- fiqenGä-gen und Fällen/und ist in dieser Welt diesem Edelgestein nichts mehr zuverglelchen/ als die Krafft ' der Sonnen- Darnach wird das edle Gold-Gestein auch an etlichen Orten verdunckell von auswendig- auhnnqender Vermischung der Berg-Ärt / daß es et- ucheSchief rundSpermeüberkommet / ist ihme a- der in seiner Natur schädlich/ und so hoch es mit Tu- senden von GOtt seinem Schöpffer versehen ist/ noch dennoch demüthiget es sich/ und last sich in armen ohn- ansehnlichen Bergsteinen finden/darinn es viel an sei- dem Grad verieuretan Farben/wie an dem Streich- ^tein zu sehen ist/daß es dißweilen mit Silber/ Aupb , >kr/Zinn und anderem Gestein vermischet ist/ welches M v aber n >> i § 186 Des r. Buchs z. Capitel ^ aber doch alles von ihm künstlich kan abgetrieben und > geschieden werden/daß es durch ein geringes Mittel in einvollkommenes Wesen und Stand gebracht wird; Das Gold«Ertz von der Natur gemeiniglich gewür, cket/ tngleichen auch auffden CreuH"Gangen/am Ta- ge/und in grosser Tieffe/gediegen/rein und lauter / wie es vor andern Metallen einen Vorzug in seiner Beständigkeit/also hat es auch einen mehrern und grossem Gewalt seines Mittels in diesen Besten / darinn wird es eben so wol bißweilen in einem gefunckelten/ ! oder geäugleten Jaspis/mit Kiß angeflogen/in seinen ! Gängen untermenget / da dann gemeiniglich und nicht ohne Ursach Vitriol-Kiß häuffig gefunden wer- ; den/welcher Vitriol dann auch unter allen -andern der beste ist/ und um der Ursach willen der aus Ungarn den Vorzug hat für den andern allen/ wie in beweißli» - cher Proba genugsam bekannt/und dargethan werden konte. Bißweilen werden auch in seinen Gesteinen , und Gängen Flüsse gesunden von mancherley Far- . ben/die alle mit Gold unterwachsen/daß sie mit Feuer ^ müssen gezwungen werden. Darbey dann hoch von - uvlhen/ daß es mit solchem Feuer vermittelt und ange- > ordnet werde/wie in dem ersten Theil dieses Buchs , gelehret und geschrieben/ und gemeiniglich seynd es > dieZwitter undZirn-Steine/ die dann nachmals ge- i pücht/zu S6)lich gemacht und geschmeltzet werden. Das Gold wird auch gewürcket in stehenden s Gängen und auff Flächen/in stinezn Gebürge/ gilbig/ ^ qvärtzig/und eisenschüssigen Sande / und wird gantz ^ gediegen/ in Kläfften angewachsen / doch allezeit nahe ! Sey Kißwercken gefunden / bißweilen auch in einem Leber, . t und > lm i rd; )ür, La- wie Neros- inn lenz ^ neu ! wd j Wieder arn ßli- : den gen ^ ar- . uer , on ! ge- > Hs . es ! ge, < V-tt dem Geld/ seinem Gestein rc. 187 Leber-farben Jaspis oderFcuerstein/ bißweilen in ei* nem Hornstein weißkißigundweißgoldiger Färb/als ein Süber/oder weiß Kupffer-Erh/darinnen flam, wicht und angeschlagen/auch härig und Mich: Es wird auch meinem spatigen Kalck-Stein gewürcket und graußig mit schwarhlichten Aeuglein vderQvä, h- iw angesprenget/gekörnct und getröpffelt/in den subti, lesten festen Gesteinen/wird auch mit eisenmahlichteri hängen durchwittert ausgcwürcket befunden / so mit schonen Blumen/gelbcu und sthwartzlichten Witterungen am Tag ausstossen. Es wird auch gefunden ln einem strippigten Sehicfer-Werck/ in schönen läutern Gängen / die mit einem blauen Hornstein und Schiefer vermischt feyn/auch in kißigen glitzigenGan- Seü wird es härig und gediegen gewürcket. Man findet auch in etlichen Theilen flache Qvarh,Flöhe/ darinnen in allen Kläfften angeflogen Gold gewürcket ist/ mit grünen greiffen und Eisen-Mahl vermenget/ bißweilen auch in einen viereckigten Eisen-Schuß oder durchlöcherten Qvarhdrüssen/ doch allermeist in greis- sen/zu Zeiten wird es in einem braunschwarhenGang gediegen gefunden/ so werden auch etliche Gold- Gäng und Golv-Erh sehr mineralisch und vitriolisch Sekunden,wie dann insonderheit Nngarn davon zu sage» wissen wird. t8S Des r.Nuchs 4 Lapittl Don dem Silber-Ertz / seinem Gebürge/ Würckung/ Art/und streichenden Gänzen. /AsSilber-Crtz wird auch gewürcket in seinen »eigenen Stetn/auch von einer gantz vollkomme, neu Natur und einer schönen edlen Erden / und aus dem beständigsten klaren 8ulphur, seinen Saltz und 8/ welches sich in Vermischung mit kräfstiger Verbi», düng zusammen füget/also / daß es-wenigers Grads als des Golds erscheinet/ und doch nach dem D das al- lerbeste und beständigste Metall ist/ unter den andern nachfolgenden allen/also/daß es auch wenig Abgang an der Verbrennlichkett leidet/und durch sich oder an, dere Metall» aus dem Feuer gebracht und geschehen werden kan / daß ihme sein natürlich wolgefthickt Ge, stein/das natürliche Silber-Gebürg/ verursacht/ fol, get gleichwol dem himmlischen Einfluß / und Nacht, Licht dem ( Darum dann auch in den mitternächtigen Ländern dke meisten Silber Gäng gefunden werden: denn wie der (zur rechten dies/ und seinen Schein von ihr erlanget/ also und gleicher gestalt haben die Silber-Gang und Silber- Gestein zur rechten die Gold-Gänge / daß also der edlen Konigin l-unsri- verglichen wird eine Wurtzel/ davon der Gold,GanS^ desto mehr Stärcke und Vermögen in seiner Vernst, chungüberkommt/und dieselbige Gebürge von ihren Wurtzeln erlanget; Auch haben die Alten sehr wun, Lerltche Tugenden geschrieben und phiiosophiret / als Wie sie eine ftuchlbahre Liebhaberin und eine Ehe--Ge, t yic g«. men »me, aus idL^ bin, ads sal" dem lang an" iden Ge- fol" rcht, »gen )en: dein die die arise anS^ cml^ ,rcN -un" 'als G«, nah^ V-n dem Siiber-Ertz. »8- «rahlin des Golds, welches dann auff die untere und obere Metall-Arbeit kan verstanden werden, dieweil nach dem Gold nichts beständigem jst,als dasSii" ber mit seiner Vollkvmmenheit,darum dann auch die" se Silber. Gänge mehr mit klaren und wrissen Flüssen und Vergadern, oder Vergärten umgeben seyn/ Dann die Gänge,darinn der rolheBerg-Schwefel und Die roth,gelben Säffte des edlen Golds wachsen und Zebohren werden. Das Silber.Metall.Erh wird össter in seiner rothen Guldigkeit gewürcket, daher sich dann dasselbe besser ergiebt, als das ander, daß man wol einen Be> weiß und Augenschein haben kan, so man ihme reckt Am Nach seiner Ordnung. Also ist auch das weisse Gold.Ertz allein natürlich gefärbcl von dem weissen Kupfferglanh, welche die Gebürge und Gänge wegen ihrer Speise der völligen Mineral,Ursachen, wie mit demGlantz'Erh allein die schwartzenDämpffsich aufblasen,und zehren von dem Wißmuth, Bley undZinn- Gebürg/darinnen sich die Mineral, so an die T Gang streichen,begierlich erquicken , also wird auch das beständigste und gediegneste Silber,Erh von seinem pur lauteren vhnvcrmischlichcn eigenen Stein mit Ver, «dlung der bösen Stellen, Mittel und Werckzeug; welches Silber. Ertz in feinem schönsten Geschmuck, nächst dem Gold die merckliche fugenden hat, und nachdem hernach vom Einfluß des Himmels, und Verwandlung, manch und vielerley Geschlecht und Arten der Sicherstem von den Ursprüngen ihrer hoch" sten finirten Reinigkeit absteigen. Demnach so bringen und fähren sie auch herfue mcht gllein.vermischticheHäUe, Kammemuud Berg- Ke mir solchen Farben gefunden werden/ je mehr sie ge- wracket haben. Es finden fich auch Silber > Gänge und Ge^ bürge/die führen fmnehmlich an einander drey Farben/ nach dem Regenbogen/ da immer eine Farbe härter oder milder/danv die andere durch die Natur würdet / vorsichtiglich und gar ordentlich / wie dann alles eines vordem andern kan erkannt werden an ihren oußgehenden Streichen und Fällen / samt ihren , ^eburg besonders fürfallen. Don dem Kupffer-Ertz / seinem Gestein/ Würckung und streichenden Gängen. Küpffer- Ertz wird gewürcket in seinem ei- BkA gencu Gestein von gutem reinen Saltz/ und I äberhitzigem brennendem Schwefti / durch Himmlische imprctllon in allen feinen Theilen / durch und durch gantz roch gefärbet / nicht gar von übriger Feuchte entbunden / in Vergleichung Kupffcrs mit vem E>ftn / denn sie einander gar nahe befreund seyn/ dieweil sie ihre Wohnungen und Häuser an einander seietzt haben/ derohalben auch eines in das andere gar "lchtlich ju verwandeln. rk„ Dieses Metall -Erh wird viel in schieftrkgen Slvh-Wercken/das grunkißtg ist/ gewürcket / offr in ei- «errochen oder braunverkleideten Gejtalt und Form / "^chKalckweiß inischwarh und gelbenSchiefer,Wcr- cken r - r Des r. Buchs 5 . Capitel cken ersehen / auch kölicht in grünen kißichten Gänsen auffzweyerieyArt, ganghafftig m-d flötzweffe, eines Theils mit mancherley rothen und braunen Arten / steinköhlig und grün beschlagen/ etliche lasurige/ Kupf, ferglästige/kißige und eisenschlüßige / oder mit einer weissen Speise. Das Kupffer, Ertz in Gängen ist offtmahlS reich an Gold und Silber , nachdem es mit einem artigen Zech, Gestein umbgeben / auch mit gäng, würdiges Steinen verfast , dafern in seiner Nähe nicht andere Metalla oderMineralia daran stossen / die es veretzen und verzehren / so ist das Kupffer-Erh auch ein Schiefer-Werck/mit vielen Lauben,Gebürg vermistl't / welches durch schlechtes Schmcltzen so!, chcr?'Kupffer meyne ich / schwerlich herausgebracht wird / giebt auch viel Hissn und vhnzeitige Kupffer, Speiß / welche das Kupffer im rösten sehr raubet und vhngcschmeidia wachet / aber die gewinn,reichsten Kupff-r,Erh findet man in Orient , in Ungarn, in Böbeim und Schlesien / auch Thüringen / Hessen und Voigtkand: Solcher weist findet man um Traut, lenau, darinnen es allenthalben flbhweiß bricht / m>t einem Sand,Ertz in liegenden, und wo es gantz hefft'S sen auch sonst alle geröstet werden- An etlichen Orten bricht es gantz rein blau"1chie/ lerig und braun, oder rothlicht / kupfferglästig mit er, nem Berqgrün, zuweilen weißgoldig, das nennet man ein weiß Kupffer, Ertz, wird aber weiß nach wurM! cher Vermischung / dieweil es nach seiner Deren" Lmrg viel Silber und Eiey an sich nimmt; ft briw^ laen mes ten/ upf, !lner chls nem !ing- iähe sen/ Ertz >ürg so> acht ffer- und ,sten /in rsseli nun ni>t M uen, nüsi Hie/ irei/ «an ckti' rini- l)tts Van demRupffer-Ertz. 19; Mich gelbliche und lasurig/ grünkißig/ auffFlotzen/ und schwebenden GängeN/in Kalck W reiner Kißlenstein gewükcket / Mes nach Akt rrn§ Faturder Gebürg/ und ist fürnehMch wÄ D Ks^ i ^n/wrilndisKupffer/Lrtz -^^ -94 Des r. Buchs 5.Capitel Mischten Schwefel haben/ daß sie sich gern zu den un/ tcm Metallen einlassen/und in ihren Gesteinen vereinige«/ darum die grünkißigen Kupffer-El tze / so in den dürren dkyschieftrigenGängen einen schwarhenMöl^ den fähren/mineralisch ftyn/undaar nicht silber,reich Mch reich spcissrg/von ohnzeitigen Eisen und vvllkome menenKupffer-Ertz beschlagen / oder ohnbeschlagen/ so sie mächtig und ferner abgesondert seyn von dürren Mineralischen Schieferen/ seyn sie reicher an Gold einnehmen / denn sieH-eichen gem an die Gold, und Bley/Gesteine/oder Spreßglasig Erhqebürge / so wo! auch an die Eisen« und Silber,Gesteine. So fim detmanauchfehrkißigeund mächtige Gänge/ die da wineralsafftig seynd/von Vitriol und Schwefel/ei/ nes Theils von Alaun und Federweiß; Diese haben gemeiniglich die besten und allermeisten Äupffer,gän/ ge/ die am wenigsten umänderen Metallen vermischt/ «ls da seynd die Kalck-und Dusst-Stem/darinnen die schwartzen Flötz und Schiefer-stein brechen/seynd grün beschlagen und milder Art/wie um Eißleben und Mannsfeld/dieselben Bergleut nennen ihre Unte^ schiedligkeiten sehr hübsch und fein nach der Nat.^ Diejenige aber in Missen wissen allerwenigstem» für das ander zuerkennen / als den obern Theil dsk ThaM'Erden nennen sieFevell/ darinnen auch rechte Erde ist/darnach kommen sie auffdas Gestein das nennen sieDach.Werck/dann es decket die anvE alle/und werden gar zu Stein. Das dritte/ daraust sie kommen/nennen sie Nachwerck / dann es last wA leicht nacheinander auffheben/und ist rein / darm kommen sie auffLoch-Werck/ daS man lschen unv w, un voi S de> S che br< Gl mc I die i the pa ^ der hat ' Vi Dri kün vsst hur kost wei Go den W Wr tlM; bey kräf hen nurri »erei- nden Möl- -reich lkonv ggen, Errett Nolv :bürg > unv t/ so ofin- )ie da 'el/ei/ >abeN >aän^ lischt/ envie seynv > unv intern nldek h die 'Lein/ nvek^ irnack >nd!-' tzest VondemKupffer-Ertz» i-5 henmuß / und ist das harte GestUn/welches drecken Muß. Darnack so kommensie auch auffden Schiefer/ und zuletzt unterdem Schiefer auff das Sand.Ertz/ tviewol es auch bißweilen am Loch-Werckübrr dem Schiefer ist angewachsen/und also kommen sie wie, daran den B)am. Erden. Darnach liegt auch der Schiefer und reicheste Kupffcr-Ectz an Silber-Brü- Mn / auch auff den Lvartzen oder hornsteimckten braunlichten Gebürgen / die dann sonderliche artige b)old-und Silber-Gänge haben/darunter findet man mancherley Gestaldwie ein jede zu erkennen ist. Als in Ungarn und Kärndten geben ihre Gäng avergeschmeidigsten Kupffer-Ertz/ welche man kyeurerundlicberzahlt/alsdie sonsten in gantz Europa brechen/ wie dann die Mineralia irrst) sonderlich Vitriol daselbst einen Vorzug vor andern allen bat, neben dem Indem in demselben Aitriol die gantze Natur biß zum Ende ihrenAnfang/ Mittelunv virrE hat/welches den wahren Natur- kundigern wissend genug ist/ und die Erfahrenheit zum vfftembezeugethat. Zetztrede ichttwas/wäreVer, tiunfft und Verstand zugegen/ so würde mancher Unkosten und saure Arven neben der anten Zeit verspüret merdm/und das kömmt nur deW /daß solche nahe bey G.Wbrecheri/und bey denselben Gebürgen/dadie Er- Mwitsolchem goldischcn Samen geschwängert ge, sMenwirL/.auch.üch,deroselbenSpeiß in vielen sub, MnMreiulüimgengLbrauchelDann die Schalung der Mineralien/ so wol auch ihre Geburt/stund Aden vollkommenen Metallen viel besser / hoher, mistiger und würcklicher unter beyden vostkomme- 'm Metallen/ dasern man änderst der Natur reckt Nn ij «ach 19 s Des r. Buchs 6 . Capitel nach wandeln will/wie es die Alten erfahren und pro, biet haben; so wird man einen merklichen Umer, scheid finden unter den Mineralien/ so von Gold- oder Si!bel>Gebürgen/oder zum Theil von den Kupffer, Gebürgen herkommen/ dann es seyn Mineral oder. Metall/so hat ein jedes seine sonderliche Natur und Wesen/ darunter etliche Berge grünechkig gehen/ pm Tag bleichen / und bey den andern Metallen brechen/ ihre Stein aber seyn allermeist fast den Bley- Steinen gleich/doch einergröjstr/ milder/härter dann der ander/ auch trüblicher und grünlicher und dergleichen. Von dem Eisen-Ertz/ seinem Gebürg/ Würckung/Stöcken/Flößen/ und. Gängen. )§r Eisen «Stein und Eisen-Ertz wird gewür- -cket in seinem Berg-Stein in VergleichunS himmlischer impr-Kon denn er ist terril)-^ ein grosser Kriege-Herr und Mittel/ dalN , man andere bezwingt/aus einemlpröden/ irrdischem unreinen Schwefel/ gefäulten Salh und groben»' Welche drey Principal.Stück in seinem Verbinde» viel Irrdigkeit einmischen/ darum ist das Eisen m» Feur schwerlich zu erweichen/und führet auch viel UN raths in ihm desSchwefelswegen/wte es auch vor an dem Metallen einen hochrochen lebendigen Geist ^ welcher so er dem Marti genommen wird/ so>st^ Eisen auch mit dchty./ und wird wiederum ein , ?ig! ilecj Nsc bur senr von wcl ball geb dar aus h.n MI! t id pro- Umer- ), oder lipffer- l oder. r und gehen/ enbre- Bley- rdnn» ergieß )Ükg/ ;ewü^ ichunS erib>i? dakN't isckM benÄ' lindes »n tun etM' »oran st da" lftl^ Von dem EistnEktz. r-7 ^rrdigkeit verlassen. Das Eisen läst sich auch mir ändern Metallen nicht leichtlich vermischen / und im Guß vereinigen. Der Eisen-Stein hat dreyer-ley Ausführung und unterschiedliche Theil in seinem irr- bischen Ertz/nemiich des Magneten/ ein Metall,Erh lebendig/welcher die Arthat von L vivo,daß er mit denr Eisen mußGemeinschaffr halten/mit seinen Feil- Spanen erfrischt und erneuert werden / darinnen er als ein Igel liegt/ und vom O in der Natur mit Herr- uchen Gaben und Adamanliftben Tuqenden versehen und begabt/daß er an einem Ort an sich zeucht / und um andern Orr von sich bläst/welche Tugenden in ih- *ue können vermehret und gestärcket werden; Es ist elii rechtes Vorbild des gerechten Urtheils /weiset Nach der Sonnen die rechte Stund wcorporcdes Kompasses zu Wasser und Land. . Zum andern des Staäls/ des härtesten und gerei- Men/geschmeidigsten Eisens/ vyn seiner eigenen "echten Ziehcstatt/ darinnen er gedicht lieget/ auffdas Lsschmetbigste in allen seinen Theilen zusammen gebunden wird/welchcn man gern in allen seinen desEi^ Uns Wercken vsmen an die Spitze stellet. Zum dritten folget das gemeine Eisen,Ertz/ ss von seinem jüdischen Schwestl zusammen geordnet/ welchedreydem ersten «rfahrnenNatmkündigerThu^ bEain/demBersmeister/eineguteNachdenchungge- hüben/der leine drey Anfang in allenDingen gemacht/ darnach er auch dieGebmg inunterjchiedlicheTheil ^gemessen tMdari» er solcheMetall-Erh/denEiscn- ^tcin erstlich/auffvielerley Weise gewürckel gefun- ^5 hat/n emiich auffstchenden Gängen und Flohen/ Mlleu und eigenen Stöcken / gefärbet nach den vier Rn iij Ete- rys Des r. Buchs 6. Capitel Elementen und Farben des Regenbogens ; Dar/ nach hatr! zum richtigsten betrachtet seine Blumen/ unter eines leben Gestein seiner Art nach/ wie und aus welchem der Eisen, Stein'am besten st» zu brennen und zu schmeltzcn / und was allerhand vor Merck/ Zeug möchten dazu gebraucht werden / wo er arn beitändigsten gewürcket/ dann er giebt aus seinen Ge> bürg dreverley Wildniß/ die wol darzu dienen zu brau/ chen/ alsnehmlich dieGlaß-Köpsse/ und seynd als esn spitziger Blut-Stein, brechen auch pöckelt/ grob wie ein Hirnschädel / auch schalenweiß und braun/ stutzig/ etk ehe seynd wetsseDörnbin/wie dasHoltz/ varauff Abraham seinen Sohn Zsaac opffern wolre. Zum andern den Braunstein/ daraus man Glaß und Eisen,Färb machet. Zum dritten ein kemicht Eisen, Feyl im Flötz/ Merck/welcher so hartist/ daßmanihnmit grosser Gewalt kaum abbrechen mag / oder zurecht bn -gelt kan, und nachdem berEistnstein seine Vollkommen/ Heu hat / so bricht er stückweiß durch das Gestein und Felsen hinweg daß man gantze Berg Eisen, Stein findet / wie das Ellen - Ertz in Steyermarck zu seh^ ist / aber der beste Essen, Scein ist schwach oderrow^ braun / auch bißweüen etwas gelblicht/ und etlich^ Kirschbraun aussFlötzenund Stöcken / eines schwach/ derb undkleinspißig/etlichergelbkötirich^ welä)er unter denen allen giäntzet wie Kupffer - St^n von braunen schwartzen Spat / und schön gespiegm / etlicher als geschieden Flöh-Werck/ durchs gantze G* bürg hinweg / etlicher kotrricht und haarichl in Letten und Felde»/ den man allein den Trieb nennet / als oe Zoldschadlichste Sand/Sleili / dann er giebt am me^ sie ste sch da un in un G au etl br. ali un un rir, R str die Kr ivi Mc Vd zer da Sie S an ab. iis ; Dar/ umen/ lud aus rennen Werck/ er am en Ge> /braM nd als / grob braum Holtz/' volre. > ,Glaß Von dem Eisttt-Ektz. ersten Schlacken und am wenigsten Eisen. Etliche steckt schuttweiß in dM grauen Letten/dergiebk das geschmeidigste Eisen / aber etwas braunfarb / gleichwie das kleine Schlich - Merck ist. Es bricht auch guter Eisenstein in dem Dufft Stein,und Kaick-Gebürgen/ und der meiste ganghafftigsteauff stehenden Gängen ittgtteßsalivigen Talckstein; Die grobe Klufft^Stern Flötz^l grosser' ri iges nmen^ :inund, Sreis >E r roch^ tlichek theils rrich^ Steia egelk / ;e> kettelt üsdf „mest siea ^eburqen mrffwärtsan seinen Schiefern; Er bricht auch gcrn in den Vor/und Nach-Gebürgen / da auch Etlicher liegtabgewaschen / unter denRosten wie ein «raun Gewvlb / und am Tage ist kein Ertz so gemein als Eisen, Ltciv/demnach er ander Gebürg annimmt und hindurch setzt/ also offt verwandelter seine Färb und Natur/als nach ihm erfolgen Glaß-KvpstH^m.i- Braunstein / Oscmund/ Bolusmit samt dem 'Mel - Stein und Eisen - Schal/ die alle noch des Eisens Natur an sich nehmen/wie dann der C'isemStein viehochstenMetallaan sich nimmt / Goid/ Silber/ Kupffer / Zinn und Bley/ davon er sprvd und ohnartig wird / aberGold und Silber schaden ihm nichts / die Zachen ihn geschmeidig / welcher nun Kupsserflößig/ mit aenngen Metalls-Arten vermischt ist/ der ?Erfaütquch leichtlich; Es thutsauch der Eisen-Kiß/ "aß eraus vielen Gängen auch einen mächtigen Kiß ^bs/ zum Theil durchaugelt/gleich einem schwartzen Schiefer neben dem Eisen,Siein/auch einer vor dem Ackern gröber und subtiler Eisen giebt. Aus solcher "Verwandlung hat Tubalkain der erste Berg-Meister .^genommen / daß das Gestein würcklich ist/ wurck- "Mr/ mächtiger und wichtiger Ursachen/demnach er Nn w sich s! rvs Des r. Buchs 6. Capitel sich umgesehen und befunden/ daß die Kalck-Stein/ darinnen das Eisen-Ertz ist/solche Strich seynd/ daraus man nicht den Kqlck zu Mauren bringen und brennen kan/sondern wie eine andere Art des Tupff- pder Topffsteins/ wie auch dieKqlck-Stein/ zu brennen dienstlich seyn/ und zu seinem Schmeißen zuträglich befunden wird/ also hält sich der Eisenstein gesel- lisch allen Gesteinen/metallischen und mineralischen/ wie die m den gemeinen zu Mußbach durch alle Bley; ein Mittel ist zwischen das Kupfferschüssige Eisen/liegt allein nur daran/ daß man mit schmeißen recht wisse und lerne umzugehen / demnach auch vieler Orten Herrschafften ihre Unterthanen abrichten / zu gemeinem Nutz ihr Eisen-Berg-Werck zu finden und auff- zubringen. Also ist das Eisen das erste und letzte Berg-Werck/ein vornehmes Metall/ dessen nicht viel Kreaturen entrathen können/ als des nothwendigsten/ damit man alle Ding aus-und inwendig der Erden bezwingen mag und überkommen/und den Brauch/ darzu esallenthaiben dienstlich ist/mag niemand ergründen/denn man täglich immer mehr darinnen fin- det/und sich viel zuträgt/darzu man das Eisen bedarss Es nimmt das Eisen auch gern die geschmeidige wandlungan/ davon etliche der Alten gesagt undge- schriebet! haben: Unser Eisen wird von dem Magnet- Stein gezogen: Und viel nützlicher Merck thut es is her Freundschafft des Kupffers / das ihme nahe verwand ist/desgleichen unter dem Gold und Bley/ dann damit werden die herrlichstenAlcali/ die anderenCrea- lkuren in vielen nützlichen Dingen hülfflich lindes spr eßlich erscheinen / wie von ihnen die PoettU geschrieben/ und mancherley wunderbahre Paraboleu dem > )tein/ / darrt und 'upff- bren» icräg- gesel- sehen/ Lley; i/liegt wisse )rten emei- auff> letzte t viel isten/ rcdeN ruch/ >d ernst^ )arss' >Znet- ?si>t r verdank Lrea- nd^ M geboten dem V-tt dem Blex-Ertz. ro! dem Eisen zulegen-daß also alles in allem/so man seine fugenden/Natur und Würckung alle begreiffen solle/ein weitläufftiges Schreiben verursachen würde: Aber ietzo haben seine Gesteine auch vielfältig abge-< nommen/dessen in etlichen Ländern zum Theil allbereit erfunden wvrden/wie dann auch andere Gesteine der Metallen abnehmen/ ohn allein Gold/ Silber/ Kupffer und Bley behalten die Vielheit übttdenUm- kreiß der Erden. Vom Bley-Ertz/ seinem Gebürg/ Art / und streichenden Gängen. in Vergleichung '^/himmlischer lmprezllan des schwachen und "alten v / aus vhngekochten wässerigen Schwefel/ Unreinem L und Saltz. Erstlich wird in gemein eine seine brüchige ausschimmerigeBley-Farb im Ertz ge» würckt/das nennet man Glantz / das bricht in viele« Aestemen/reich an Gold und Silber / giebt grosse beständige Berg-Werck/dann etlicheBleystein sind sehr vrelt/weil die gläntzigen Ertz darinnen vermischt wer- mit Kiß oder Marcasiten/zum Theil gläsig / roth- Suldiq/tveißgüldig/silberig/ kupfferglasig/und kupffe- A- Etliche Bley'Ech werden blaufarb/weiß Vurch- uchtiq/einem geschossenen Lolu, gleich: Etliches ven>Stein»Saltz und Alaun gleich/etliches grün dun- ^elfarb/gleich den grünen Flüssen/die in einem gelbe«, ^ver leimfarben Schlam areissg liegen/ etliche braun-- Nn v schwach/ rsr Des r. Bttchs 7- Lüpfte! schwach/ gelbroth wie ein Mennigfarb/etliches rein und gediegen/ etliches eingesprengt und schwebend/ der meiste Theil in einer mißpuckelten Blende/die hart mit Qvärtzen und Blumen vermengt seynd. Es bricht auch auffstehenden und fiachschwebendenGän- gen/und wird dißweilen Stöckweiß gewürcket in etlichen Schiefer-Gebürgen/dae-ttiches Bleyweiß durch das ganhe Gestein hinweg lieget/etliches wird glantzig in einem Katckgestrin/oder sehr silberreich / auff mächtigen Spat-Gängm- Es sind auch zweyerley Spat/ denn die Silber-Gänge haben einen indischen vermischten grobem Spat/weiß/ rothgoidig/ rothspiegelt und schwer. Dagegen haben die Bley-Gang einen subtilen / leichten und gespiegelten geringen Spat/ welcher ein Ansehen hat wie der Glanh auff den Gold- Berg-Wercken/derist einer schönen weißglänhenden Art- Das Bley-Erh wird mancherley Gestalt gewür/ cket/und in Farben verwandelt nach Gestalt der Bee- ge/sonderlich in den Berg-Arten des Glantzes. Dann nachdemSsturnu;unten liegt/ oder anderen unter- worffenist/sohat der Glanh nicht Macht v zu brin^ gen zum S/ein ohnvyllkommrie Berg-Art/ die entw^ der zu hart ist/oder sonst ohngeschickt/ so ist der no6u; 8 ein Mißpuckel/ der hart geknüpffet ist/ aber zum weichen/ so ist es ein Wasserbley-Glantz/dereninGold- safften undZinn-Gebürgen zu finden s«-n/ ein schlecht des Eiftnglanhes/oder Eiftnmals / wiewol des' Eisen,Glanh schwerer und spröder seiner Jrrdigke» wegen ist/ welches in das Mittel hält/ der weder weich noch zu hart/und der aiäsiq ist / weißgoltM rothgoldig/und fällt in den besten Metalis-GebürM- HM V-ndemBlexEktz. rc>; Die rechte Bleyg>antze und Ertze aber geben halb oder den dritten Theil Bley/ wenigmit andemMetallen vermischt/und so der andern Metallen eines im Glantz gefunden/ die Oberhand und den Vorzug behalten und haben können/ so seynd es nicht rechte einfältige Bley-Gäng/ sondern das Bley hat sich mit demGold verglichen und vereiniget/ daß es vermischte Stein sind/dann die Gesteinder Bley-Gebürg seynd viel Wunderlicher mit sonderlichen Zufällen. Also werden auch alle Metall/ wie dann mglei- chen allhie das Bley/auff ihren Fallund B'ncknach himmlischer Einbildung durch den Allerhöchsten begäbet/daß sie den andemMetallen unterwokffen/und vb-rste Probiern seyn sollen / mit ihren wesentlichen Früchten. Dann es menget sich gern von der Natur in ander Metall/als auch seines Gesteines Arten/ samt den Blattern / Stammes und Wurtzeln in ein andere Gestein der Erden/daß also der v nach sei, nem Grad und Macht der höchste ist/mit einer besondern Zertkeilung in allen seinen Wercken/ darinnen er sich mit einer edlen durchsichtigen Seelen verkläret sehen läst/und rinnet in den mit seiner lusse hinein/welches das Gold allein lieben solle/das sefthicht demnach nicht ohn Ursach/ dann nach seiner wichtigen Schwere giebt er die leichtesten remeäia allen schwermüchigem Geblüt und Dingen. Wie die himmlischen astrs ungleich/und das Gewülck darunter mit allere Farben ist; Also auch eines reiner und geschmeidiger dann das ander/ als dann Engeland beweiset/ und Villach an seinen Bley-Steinen. Dann we Bley-Ech/so mit andernGesteinen vermischtseynd/ / rk>4 Des r. Buchs 7.'^ entrathen kan / also thun auch nach der Ordnung Got/ Von demBley-Ery. 205 »es die Gebstrge der Metallen / wann es nm der Mensch recht thät gebrauchen / so ist es alles ohn Mangel / und eine gute Nvthdurfft verhanden/und wo man solches ohnwissend verbraucht / da hat man wenig Nütz darvvn. Dann gleichwie aus seiner Seelen wird eine Ketten gemacht / welche die Fugen und Gold-Brüche/ auch Silber zusammen zeucht und santzet / also hat es auch einen besondern Geist / der sich durch den sichtigen und unsichtigen Helm zu ei, nem Wasser distilliren last / wie dann in der Erden die Natur solche Wasser auff seinen Gängen zuEißma- chet / härtet / zu einem Denck, Zeichen und gewissen Gemerck / daran iederman erkennet / daß es ein -8ley,Schweiffund gewisse Anzeigung sey seines al, 'Einigen Blcygangs / er habe gleich andere Einfall der Metall oder nicht / so viel desto angenehmer und besser Per. Die besten Bley, Gang aber unter allen am beständigsten seyn wasser - blau schupichter laichender Schiefer, Gestein/greußig und mit länglichtem Fluß, Quartz/ oder kreißiicht gesprengter und nicht gewunden/ sondern grobklüfftig/ mit schwebenden Gangen Und gleichen Bauen / eines Theils nicht ungleich den Silber, Gebürgen. Etliche Bley, Gebürge seynd auch von einem weiß-schuppichcen Talck-Schiefer voll wilder Granaten / oder hin und wieder ge, wogen/darinn sich Silberreiche Bley, Ertz erzeigen thun- c^. ro6 Desr.Buchs 8-C eigenen Berg-Steinen von seinerNatur dce Salh - Erden / undbehändiger flüchtigen Erven/ einer feuchten/schmierichten/schleimichten/wäffe- ^lgen Olitat / d je vermenget wird niit derallersubtile- sten/rothschwefelichten/gekochtev Erden/mit der aller- schwächeren/ grmachsamen Verbindung/ als eine Hhnzeinge angenchMe^rucht aller befondernMetallen. Das Quecksilber beweiset seine Tugend in vielen gar wunderlich / und hat Gemeinschaffk mit seiner lvürcklichen Natur und Krafft an die mMerLNaund Metall-Schwefel/ ss wol andreSpießaläsige Gestein gräntzende / last sich auch gerne finden/wo die 8inn<-Geburge höher dann die Silber-Gange liegen. Daö erfodert das viel wiederholende krafflige Wär- Ermg zu «nderm Ertz / auch inandere ftembdeGeftein Semaukugfalligct/ und durch die Saffc der Mineral rrnd Metall gedmngen und gezogen wird / die ein ander «-freundet /und'viel seltzamer Wunder,Geburten anrichten/dahero es den Metallen annehmlich / und v>e Goldschmid dmmir amalgamiren/ und vergulde« Tonnen. - Es wird auch gemacht zu Metall - Farben / zu ,velund Wasser zurGefundheitpräpanrt/und sub- Mrt/ zu atzen der ärgste Gisst/ und ist ein rechter Zauber / den er auch gern von ihn nimmt und mit Hkr führet/ was manfür Mähe und Unkosten an ihm Os gewen- Lt0 Des r. Buchs ro.Captte! gewendet/ wo man ihn aber der Naur nach erschlel/ chen mag/so thut er todt und lebendig jederman gehört sam. AuffdieftS thut er viel in der Medicin/ sonder/ Nch zu «usserlichen Schäden / mit den bösen ist er böß/ und mit den guten ister gut/ und ist nicht jedermans Freund/ob er wol thut/ was man haben will. Seines Gesteines Metall seynd einerley Natur von einer reff rien weiß-schieferigen Erden auffWasserblau geneigt/ und mitftischem untermeriZten meisten O.värtzen / mst einem gläntzkörhigren/graulich und durchlöcherten Glimmer/ welche sich unten zwischen den Schiefer stötzleinweise einlegen/ und bey ihren Metall-Gängen snit angestsgenenMarcasr'ren/ und mit dem subtilcsten/ Netnspisslgsten/meisten Zsalck vermenget sind / und' jlerothschejnigkeQvccksilder- rothen Berg-Schwefel gewürckel ist/ u^d blßweilB ! gar gediegen aus den Kläfften und offenen Drüsen der! Gänge laust/ und stehet in seinemSlrmpffalsdas Wasser beysammen/ wie es dann seine natürliche^ bendigeSubstantz gnugsam beweiset. Don dem Wißmuch/ Spießglaß/ Schwer ftl/Saltz/Salpeter und Talck. ZErMißmuth wird in seinem eigenen >Stein qewürcket / nicht gar entbunden o ausstossrndev Silber oder Zinn-Gestein ^ e r N ö d l! e! st 6 l! § V S< st st ki L. ti, rl Ni el sei str stj rschlei/ gehör/ sonder/ erböß^ rmans deines rer rei/ eneigt/ m/mß Herlest chiefek rängest ilcsten/ / u^ lendest stycst^ h diist weilest sen der l rlö das ^ iche le^! chtt>k< i dem / vost einest^ Don hei« MlHnttch/Gpr'eßMüD/re. rü ^ncmvhnvoUkommenen reinen Quecksilber mit dem Ämn-Saltzi-nd den, flüssigstenS'tbcchÄchwcft! vvir ^incr brüchigen unvrrmijÄlichen ErdeL eines Theils hon einem rohen siüff gen Schwefel/ eines Theils voll einem verrnischlickcn sehr getruckneteü Schwefel/ verbruchigerNatur/vereinrgetsich gernemüdem und wird auff zweycrley Form natürlich gewürcket/ einer ist Ossigund metallisch / daß man ihn auffdsc fallen mir dürrem Holh / mit Leim beschlagen/ ichMelht/welchervielweißen Zi-td-nicum giebt: Der Uudttaberist kleinspeissiger/ bleibet eine ohnzemge Substanh/und giebt auch einen beständigen Harnisch M Schwefel an statt des-usenic-, ftynd aber beyde Silber Wißmuth. Das /»mimonium ist auch aus einem vEom- Ultnen 8/wenigen Saltze/ und sehr wässerigem Ossi/ Schwefel gewürcket/ ob es wol von Natur Owartzscheinet/ und spießZläsissauswendigezgKe- Olt anzusehen ist / so hat es doch dem GVld seine edle Natur erhöht/ gereiniget/und dem Menschen in vielen künstlichen Arbeiten viel gutes gethan/Leshalben bleibt ihm ohnangesrhen der Farb/ftin sonder großmäch/ «ges Lob und Tugend/dann der rechrc Meister kau es klarificiren/und das Gold natürlich aus ihm bringen/ u»td zu Viele« groOtt B>ran2/« ndund' in Tv- Hinein' ndsow, 1/ dar- l seinen ^ ' Oder dessen„ 'ugend »ened-. >/daß ^ igunS wann sonn- Zalpe- ändert IplM hleust cd se' inver- kelftn Me- Äc» j >tunv >iäM r ,ebel» achet Lak* VsnVerglerchMgdesgöttl.rNortsrc. r,z ^affel-G!aß/Flaschen/Kürbis/Kolben/ Helm/ Vor- lagen/Pelican/Schalen/Wcingläser/ Frachter/ und noch viel andere mehr/ die formtm er ab seines Gefal- len-fgebogen/auffgeblasen/ klein/ groß und lang/ wie erste haben will- 27. Von Vergleichung des Göttlichen Works mieden Berg-Arten. die Himmlische Herrlichkeit GOttes/ ^^geistlicher Weift/ in seinem allerliebsten/ und tlngebohrnen Sohn JEsn Christo unsern HErrn/ und seiner Erlösung/Mistchlichen Geschlechte zu gut/ die Sonne der Gerechtigkeit/uns auffgangen und er- Aienen ist/welche Herrlichkeit der Prophet Esaias im Geist des HErrn vor langen Jahren zuvor gesehen v»d geweissaget hat/wie zween Cherubim und Seraphim mit sechs Flügeln vor dem Angesicht GOttes ge- schwebet und gesungen/ Heilig/ Heilig/ Heilig ist «VON der HErr seba-ch / seine Ehre die ganhe VZelt erfüllet Hai; Welcher Prophet den allmächti, HErrn über alle Herren gesehen/ und in einem GOtt ein dreyfaltig Wesen erkennt/und daß.'aus dem Men Chaos JEsu Christi solle derBrunndesLe- bens/der Barmhertzigkeit und Gerechtigkeit fliessen/ M dannGOtt hat wiederfahren lassen am Stamme des heiligen Creutzes/ da aus siinesi liebsten Globus Seiten Blut und wasisrgermmen/zu ^elcheurh^ HZrr in der OffenbalMng Johannas ' ' Oo itz." Feuer, 2i4 Des r.Auchsn. Capitel ' Feuer/Rauch und Dampffsetzet.SolcheVerbindnng rst im göttlichen Wort vom Anfang in allen Crearu- rcngewachsen/und was GOtt/die heilige Dreyfaltig- ' keit/jemals beschaffen/ das bestehet auch in seinen Tri- nitälen und Wesen mit GOtt in ewiger Dreyfaltig- ! keit: Als wie die Gottheit unzertrennlich ist in der Menschheit/ ^.'undv im Wasser und B!m zueiner ewigen Gedächtniß/das ist der erste und letzte Buchstab; wie im himmlischen/ also auchimirrdischen kan die Erfüllung des Alphabets nicht zertrennet wer- ' Lenz biß alles erfüllet vom Anfang biß zum Ende / und . Der HErr Christus reiniget seine liebe Freunde noch zum ewigen Leben durch das Wasser und Blut / dir sind alle deine Sündevergeben/deinGlaub hat dir geholfn: Niemand wird ftlig/er werde dann von neu- > rn aebohren/das ist/ durch Wasser und Blut/ welches nicht allein die Creaturen der Menschen/ sondern auch dengantzenLimbum auffErden durchreiniget/ dann es issnicht metallisch Blut und Wasser / so ist es auch in keinen Wege Zünd Schwefel/wird auch in dem Leichnamunrer der Erden kein goldig Silber zu blute rothem Ertzgewmcket/ wie dann solches vor Augeni Das bezeichnet die Natur des Wassers und das Eli», ^ aus der Seiten Christi/dem Menschen zum besten ver- j Soffen: Also kommen auch alle Ertz-Gesteine/das ist ! ein schlecht Element der Erden/und aller Gesteine Geist aus einem göttlichen Wesen/ undwieauclM j himmlischen Geisier/der ^hxon GOttes mit himwM , sehen Engeln und Geistern zu Lobe GOttcscrfu!^ ' sepn/also ist die Erde mit irrdischen Gejleinen / Ad^ ! und.Gangen zum Lobe GOtkes und Wolfarth ! ldlitlg earu- altig- Tri- altig- n der einer Zuch- sehen wer- ' und noch , dir irge- ^ neu- > lches auch )ann auch dem blut- ,geu/ oer- j isist ! leiM i hdie ! >mki^ ! ället ! dern z der ! keM Von Vergleichung des gyttl. W-rts/rs. 21; Menschen/die der Weisheit GOttes nachgeben/voller ohnenvlicher ohnauffhörenderFrüchten erfüllet und erschaffen. Woher muste dann der Abgang des Berg- Werckskommen ? änderst nicht/ denn als den lieben Aposteln und Jüngern die Augen gehalten wurden/ daß sieden HErrn in seinemclarificirtcngeistlichen Mb und Wesen nicht kannten: Also kemmr sie LaS auch nicht. Woher kommt aberder heilige Johannes in sei- nerOffenbahrungmit Rauch und Dampff? gewiß wird er nicht denDampff/Feuer und Rauch imBack- oder KachehOfcn gemcynct haben/sondern e 6 ist ihms Zroffenbadrerwürden das himmlische Feuer/ der Nebel/ Rauch und Dampff/so von der Feuchtigkeit der Erden sich in das Gewülck erhebt/ wie dann in den un- chen Kräfftc/Dünste,und Geister aufferwecket werden / daß sie mögen zu einer vollkommenen Vereinigung koinmen. . Ist nun die Erde einFeuer und Rauch,D ampff/' fv müssen ja andere Naturenauch fruchtbarlich davon Spracht werden/ sonst wäre kein Metall in der Erben. . Wiedas feurige Element in den rüfften/und bhr Himmel mit Wolcken bedecket / und die Erde erfüllet wird/und samt dem Feuer wie ein einträchtiges fernem mit andern zweyen umgeben werden: Gleicher weiß ists in der erstenSchöpffung/da die Erde mit Me» Gangen und Adern mit Ertz erfüllet ward / da Ho iüj , M »> -rö Des r. Buchs n.Laprtsk die Obst-Bäum voller Früchte/ die ihm GOTT des HCrrimParadrß gepflanhethat; Welches wüxck- liehe Feuer/Rauch und Dampff dem A Schwefel/ Saltz und Meerwaffer verglichen wird/ darinnen die Erde verschlossen und verborgen liegt / wie der-odriste Thron GOttesvon den andern Thronen und himm- Wen Wohnungen umgeben ist. Wie nun die vi« Evangelisten des Neuen Testaments undBundSZeugen seynd/ also seynd sie des vier Elementen ihr Vorbild und ein gewisses Zeug, mß oder Testament/daßdie Erde nach dem heiliges Hiinmek geschaffen ftye/dann so lehret uns das Vales Unser beten/wie im Himmel also auch auffErden/und darin nen/oder darunter GOtt allenthalben ist. kl.es cerk2,wis der heilige David sich vor ihm nicht verkriechen mochte- Wie nun anchdsrhei'ige geöenedeyteGOkt in vier Qvaliratcn der Element fein Geschöpff in die Erden geleget/aiso sollen verständige Berg-Leute die Augen und Vernunfft auffthnn/ und alle Gänge und Klüffte/Erh/Metallen Und Mineralen erkennen ler- rien/so werden sie Ehre und einen langwahrsnden Namen mit groffsmLob erlangen/ wie das edle Gold,in feiner Herrlichkeit und Schönheit erscheinet / zumahl wann es aus demO.vartier kommet/ wiees dann auch in ein Oleum kau gebracht werden/ daß es den Menschen über alle BalsämiwW in langwürigex Gesund heil starckerhält/ und ein recht ve^talxl zu trincken wird- Und obeswolseyn möchte /daß aus dem G^rlb ein besonder Medicin für Menschlich Geschlecht / wen der Mensch von GOtt dem. Allmächkigm aus dem des xck> sei/ die isto -UM des UZ- gen ues md ^.es NL« V-n VrrglslchrmF des g§ttl. w-rtsf rs. r, 7 Erden-Kloß erschaffe»/und wie auch der qantzr Erdboden noch einKloß ist/daraus eine nrerckliche Arhe» vcy/ mehr als alle V0Ä27-S ^leöicmL vermögen / kön-» te bereitet und verrichtet werden / darinnen ein sehr? schöner Geruch/ als daß ausMeyen Mtem unterscheiden stehet/ und da seyn müssen/wann sie GOTT auff seinem Altar/ zum Opffer nach stimm Willen Durch her Menschen Geschickligkeit läst auslöschen. Weiß sich doch niemand/auch die blinden Gelehrten nicht darein zu richten/ dann fast alle klcckci, wann ste an allen Dingen verzagen/und ihnen keine coa 5 s. 8yfupen, Krauter und Träncke wollen erstatten/ Urden Metallen lauffen/ die sie zuvor nicht gerne zu Salben gebraucht haben/ welches ich den rechten vcr« ständigen Berg-Leuten zu Ehren gedencke. Dann Uran nicht allein aus Gold und Silber Gulden stblägt/Kleinydien geust und schmiedet/sondern sie diesen auch wol dem menschlichen Geschlechtzu viel nütz«, stehen Sachen/also ist auch nach dem allerersten Metall des C)dte Tugend immer in einem nachfolgenden Metall grösser und würckiicher denn im andern biß- auff das letzte. Solcher Gestalt ist auch in den Mineralien irm wer eine Tugend grosser dann die andere / als da ist xsttciol/Spießglaß/ Schwefel/ Alaun/ Salh und Dergleichen. Wie dann diese alle auch der Metalle» Ipeiß seynd/ wie dasHimmel-Brodt denen in der Wüsten. Aber wie sie den Metallen leichtlich entzg- 8enuud genommen werden/ also ist es auch mit ihnen' ^gangeu/das Himmel-Brod haben dieHeydenund Christen empfangen mit samt Heu Berg-W^Äm Otz V Wh 2!8 Des r. Buchs r r. Capitel und Königreichen/und sie seynd auffdie Halle gesetzet/ ^ ' de Und beten noch das Kalb an/wie fornenim Berg-/ ^ E Buch/ daiü-clekOlliiibuztractirek/mitmehremZe- ! ch dacht worden. ' «c > be j MedkeEdelgcstelne gewürcket/ und was > 'ke GOtt surWolthaten den Berg- ! Ze Leuten gegönner. » C ! Q der Substantz dervollkommensten/durcb- ^ G AÄAleuchtesien/alleredlesten Erden Jrrdigkeit/ mit ! lä> Vermischung des edelsten ^Schwefels und Sak- j w Hes/ wird ohne Rauch und feuchte Materien eine tru, ^ E ckene verklärte cosgul»««» und Gebahrung der Edch he geftein-Arten in ihren Gehäusen/ Stöcken und Gan- gen/und die da rund und circuliret seyn / und beständig D verkuüpfftund verbunden seyn/ deswegen der mehrer , te, TheilderEdelgestemeu rund oder zinckender Gestalt/ ^ ti§ trüb/lauter und auch durchsichtig von mancherley Far^ fer bcncrsimden. sv Nun findet man solcher Gebärg nicht viel/ dar» ^ innen diese edele Gebährungen vollbracht werden/in^' ve. delusieauchnlü-tgängweißforkstreichen/docheinze^ * bei !ich habensieihrecemraundMittel mit vielenseltza- i H men zarten Wunder-Geburten/ dadurch sie alle bröck^ ! ke, licht und Tropffenweife lapillirt werden/ und fallen in ! sie die allerhartesten/lautersten Gesteins Drüsen/ da^ ! un um offtermahls ein Hauklein gewachsen / wie in den ' G Bstersteinen/und je edeler je weniger deren zu finden; let Aber je roher/ gröber / vermischter sie seynd/ je web^ ^ 8e! tzet/ erg- >ge- >as !Ä- mit >ak- ru^ )el- än- big rer rlt/ ar- att in, >ze- >ck, >in stielt n; chr de, ! LOre die EdelAestertt ^ewürcket/r2. 219 ^ ' derer gefunden werden , wie an dem Geschlecht der Granaten zu sehen. Wer hat sich bißher beflissen sol- l chen herrlichen Gutthaten Gottes/ und seinen natür- lichen Geschöpften nachzuforschen/als die leiblichen^- ! bendigen Geister. ^ Die Zwerge / so vor Zeiten in den Holen / oder > - dolaußgehauenenBergen gewöhnet/und gehandelt ! haben / denselben hat keine Kunst noch GefthicAigkest > gemangelt / dann sie alle natürliche Wmckel und * Schlüpffdurchfahrcn / weil solcher Edel - Gesteinen ! OerterdemHimmeietwasnahcrlisgen/als Metall- ^ Gestein / also in Zndia und andern mehr Morgen- ^ ländern/so an das Paradiß grantzen/nach der O.uerge- j tvildnüs in Gebürgen und Feldern / an Gold / an Edelgesteinen/ samt köstlichen /Kautern und Gewürs ^ hen/darauffniemand gcdencken mag. ^ Der getreue GOTT wil und erfodert in allen Dingen nicht mehr als Treue und Warbest der rechten Gerechtigkeit/ daß auch alte erfahrne Gottsfürch« ' tige Herren/Könise und Fürsten/ und die alten weifen Pairiarchen/undErh-Väterin die Berg,Merck grosse Liebe getragen haben/ und mit gebührlichem Erstand gesuchet; Allo sollen und mögen ehrlieben- , ^/Christliche/ gottssiirchtigeBerg-Leute auch das l veste erwählen/ und ihr Perlim derda ist der Geist des ! ^Errnaus GOtteS Mund hergewachsen/wohl er- l kennen/und ihre ewige Beständigkeit ansehen/ wie ! ste wiederum GOtt zu loben begehren/ der ihnen alles ! unterworffen hat/ wohin sie sich wenden/also lauter. Gnad undBarmherhigkeitrelchlichgibetundmitthei- 'et/auch durch die Unschuld und Verdienst seines eini- ! k!en lieben Sohns / alle zeitliche und ewige Wol- i fahrt/ ^ rro Des 2-Buchs rz.Cnpr'te! l s - fahrt/Leibes und der Seelen Gesundheit/ihnen allen § M. Müdesten in diesem vergänglichem Leben will crstat- !! A W/sie schmücken und zieren so eigentlich und vielbes, ser dann das Gsld/Stlber/Edei-Gestem und Perlm i jlsS sezieret ftyn. L7//. Don dem Wesen des Goldes / so nicht Mein Hi dem Mttall/sondcrn auch m einem Mineral/ so wol zweyen Metallen überflüssig gefunden wird/ und sich in Tugend und Krafft ausbündig und , über alle Naturen wärckilch erzeiget/als einkurtzer Anhang und Beschluß meines ersten und andern ' Theils der Berg-Sachen/Metallen uad l Mineralien mit angehencket- i > Jests Capitel ist eineSumma aller Erh,Far- -beu/Itgur und Gestalten/ wie die nach himm, Ascher Würckung täglich in den untern Wercken / der edlesten Stätte der Metallen Ertz-Mutker / kleidend eingeführt und vorgebildet werden/ nachdem uns herfär leuchtet das ewige Licht der Aaren wahren Sonnen/ die Gottheit/ der Tag der Freuden/und das ammeisten gelb/schön/roth nnd lauter/ mit seinen ständigsten tzitrin-Farben des Himmels ewigen ^ reuchreten / des beständigen herrlichen Paradtfts Sternen nach dem natürlichen geschaffenen Licht ler Creaturgm neben der schönen Morgenröthe / ^ neralischerErden/und der Wiksten/Lichten und ^ allen stak, best :rlm em neiden und cher )em rar- M, der end uns ,rerl das >ers he/ >L^ 'S «e-l rri Von dem wcstn des Goldes sten Verbindung/geschlossen zu allen andern weissen , keinem bezwungen noch überwunden / sondern sie seynd mir und meinem VOestn alle nnterworssen, dann mein Königreich ist Mt ohnmäßigcr /"und ohn- uöerwindlicher Mache und Ehre bestätiget ; Durch mich werden alle Metallen / m-nerg- lik , rtnimslia , und vcgstLbiüa , Aräuter Vttd 2Sävme / so wol auch sie Menschen gestär- cher / und gerechtferciget / dann ich gebe einem jeden / der nrich in meiner grünen / bla- wen und rothen Natur erkennet / alles was 'ich hab / und alles was er begehrt / von mir herab Mssen/wie nach den vier edelsten Haupt-Flussen / ki- lc>n , 6,bon die edelste S'ubstantz 8 in der Gestalt der Aevkläresten / durchsichtigsten Crysiallcn>'Wasser / And die edelste Sudstanh des LussNurz , demnach llitiecksl und kbrmk > das allerkläreste/ schöneste, ^lstralische Saltz/alleS aus einrmVitriolischenSaltz, Welche durchalkGeburge über sich ln alle Gesteine der Mineralien dringen und ftuchlbarlich stressen- Zch Ncidire und erhöl)e allein das Silber/ dem Silber ge, deich Lischt und Schein mit aller Gerechtigkeit / von kleiner rothen Tugend sagen alle Magi/ Naturkün- diger und Sckmffrwcisen durch dieWelt/vom Auffing bjß zum Niedergang / und ich bin derHERR über d ie himmlische clarifimte Kleidung und Farben , ick rrr Des r. Buchs IZ. Capitel ich ziere das Firmament / das Wetter / den Regen- bogen kleide ich nachGOttes meines HERRN Willen / ich herrsche und erhöhe ane Edel - Gesteine in der Muhen Erden/-alle ihre Ge>v«chs / Creaturen/ und was ich innerlich nicht kau durchwandeln oder erlangen mit meinem Laufs/ theil ich solches zn vsilbrin- gen im stechten Stein der Natur und meiner Freundin und Liebhaberin der L / die empfanget von mir den bestenTheil/uud der subtilesten am liebsten einen Überfluß / wie solches bezeuget Jndia / Ungaria und .Cannthia/daim alleswas lebet/ und das Leben überkommen sol / das erfreuet sich mein / und nächjk GOtt keines andern / dann sein ist die Ehre und I die Herrlichkeit ewig allein / und nach ihme finde ich > keinen hohem HErrn und Gebieter- Aber ich für l meine Person ruhe nicht / und begehre auch keiner Rrr- ! he / und verrichte und thue gantz gern / worzu mich ^ der Schöpffer aller Ding geordnet und gesetzet hat / j dammd laß ich auch meine Geschmeidigkeit so herrlich finden/wie in einem Wachs/der Gesteine/die doch vot Harte Feuers genug geben können / wann es ihnen Noth thut- . IÄa bm verborgen den Uttwer'sm / Am. gantz offenbahr den Verständigen; Dann üderflrW herrsche ich in einem gantz wol bekandten Mineral / A wol in «?und ? als gantz niedrigen Dingen / darc>n ich mich verborgen habe/ und diese Dinge alle haben einen zwiefachenGeist/welcher der C gar wol bekaA angenehm und am nächsten ist. Daher» Mvysi seinem Volck zu gehorsamen die ehem Schlang nach meiner Färb erhöhen ließ in § Wüsten unter dem Berg Sinai. «mM . Vsn dem Wesel des Golds/re. rr; Meine beste und schönste Färb scheinet undier- Zeigt sich nach demVitriolitäten und durchscheinenden Safsten / sonach meiner Art zu beqvemer Zeit ihre Gebürg durchdringen/ davon werden sie lustreich und schöner lieblicher Gestalt auserzogen/abgeätzet/grün als ein Siegel-Wachs, grün wie Ganß,Koth/ grün angeschlagen/ blau wie ein schöner Saphier/ und Aö fortan/ auch wol bißweilen schielericht als ein Wasser,Kiß/ unter welchen allen aber meine rothe Färb mit der meisten die beste und von Hertzen dar> uach zu wünschen ist. Ich entzünde mich gern im Vitriol und befördere ihn / nach Absteigung seineruntee stch habenden grünen Speiß/ zu dem hochrothen Lpiri- ru,aus welchem nach seiner laxativischen Reinigung das rechte undgewünschte agua 8-rrurni kommt / der rechteSäur,Brunnen- Davonichselbstensowolals andere Metallen/snimsl-L Lc vcAscgi!», meine ^l'.kunfft und Leben habe; Dann daraus werden und zuspringen einig und allein alle Metalla und Minera/ lia/ haben ihren Anfang und hlrspmng von demftl- bigen/ dann er ist dasselbige lebrndigma6;ende Mas- ser/davon kein gemeiner Berg,Mann weiß / smiern Eein den kbiiolopkiz bekannt ist Es würcket die ^weralia und Metalla unterschiedener Arten/ als «apfig/geschossen/rein/weißund gediegen/ wie ein ge- taiiterter Zucker gefunden wird/in einem blauen Schiefer,Merck. Ist ein sonderliches sthr annehm- "ches Mineral aller Farben. Die Sa!tz,Ertz a- seynd die allerweitesten / die durch meinen Es- ^-schen Wechsel aüff Flohen/Stöcken und Gän- Mgefundeniwerden/ welchesvielerOrten die Was» >er mit an Tag führen/ daß es offt ein rein Saltz und dürr r -4 Des r. Buchs r z. Capitel dürr auffden Tag auffder SrBen gefunden wird / von gespiegelten liechken Flammen / als in grosser Kälte den Schnee-Flocken gleich / scheust auff einem Spaten gespiegelten tischten Stein/grob / stuffeniveiß ge- Mrcket/also ists auch mit allen andemEdeffGcsteinen eine Ordnung/nach meinen erleuchteten Himmlischen , Stemm die Würckung/ Würde und Tugend derselben ausgetheilet / und aller beständigst durchsichtig verkläret / und mit einem ewigwährenden Geist begäbet/von mancherley Farben unterschieden/ als Dia- inant/Smaragden/Earsunckeln/Saphiren/Rubin/ Chrysta!!/ Lhalcedomer /Jaspis / Berit! / Chrysolith/ Omch / Carniol / Türckiö / Lasurstein-/: Margariten / Corallen / lerra lemnia, Terpentiustein und Granaten / von hohen und niedrigen Farben / ein jedes iri seiner hilmulischen Färb und Ordnung durchleuch- lig ist abgesetzet und natürlicher weise in seiner Brrg- statt erschaffen und erhalten. Daraus wol zu Wiest sen und wol zu finden / daß solche neben allen anders herrlichen Früchten auff Erden dem Menschen zurs besten an Leib und Geht dienert sollen / wie mir dann LM meiner durchleuchtenden Macht nichts verborgen / und alles von meinem Glanh überschattet wir^ und zur Fertigung und Wachsung angehalten; !M darffsich keine Creatur verwundern/ wammb sdvlt« Unterschiedlichkeiten seynd / und wo sie alle Heckes vien / dann sie haben alle ihren Ansang Mein von und meinem Geist/ der in mir verborgen ist / den mand ergründen kau / dann allein der SchöpfferE Creaturen / von dem er außgangen aus seinem Gott^ Hen Munde. ^ BeschliesseHiermit meine Rede / erschreckest'^ /vsa Kälte Zpa- iß greinen scheu > berichtig sega- Dia- abin/ Mit ilen/ Kranes in euch- >;rg- hlies- cherN zun» dann rbor- ^vie« ko^ iinik stl-r Bit- selben Von d enrwcsett des Goidetz/rö. rr^ sicn vor solcher grossen Geheimnis/ und bezeug.' mit der D mheik und (Ladt/daß ich nicht alletu dae Gold oder d-e gegenwärtige S vnne bin / sondern^!. e Kräff-, te der unlern ttrdWen Geister / dann ."mchcns und lior ro-vist nur unlrrworffcn / dann ich ssn das Ä. und das O- GOtt sey gelobet in EwigM. HicM'.t beschliesse ich meinen andern Theil die- ns meines Berg-Buchleins/dariiiNM ist, treulich an- Mzeigt habe/so vieinnr wtstend ist/ nndich durch meinen Fleiß ergründen mögen / ein anderer thue dos seidige auch /und bringe etwas hrrfür / damit das .Lmcht ver edlen Natur 'iärs vollen Schein haben möge zu brennen / und nicht zu verlöschen / und hir durch alle Feinde und G.tßgönstrge ein Gewütss erlangen/rag« "ch unablaßlich mit Gebet und Dcv ck amma für bcn Obren des Höchsten anzuhalten ' nmb welcher Ursachen willen ist) dann meine beydem Eüchlein geschrieben/und zu dem Anfang der Handgriffe ( so sich Mst keines weges dar?u gebührt hätten) vorher gehen lassen/ damit durch fleißiges Gebetund Danrksa« SUng/auch Slnruffungvon Herhcn zu GOTT dem himmlischen Vater - ein jeder steh fleißig und wol dar- Mnrn übe/ augenscheinlich erkeinie/und mit der Ver- ergreiffcn möge/ Mit uns die Naturvon GOtk Aümächkigen so herrisch Lrscha iss'n / geordnerund vorgeleget worden/ in der umcrn Erden ihre Wür- ^ung zu verrichten / und ihre Geburten und Früchten ""s förmlich an den Tag und an das Liechr zu brin- ssh - dardurch wir nicht allein unsere Nahrung und ^kerhaliung allhie haben mögen/sondern auch zu- ^ Gottes grosse Gnad und ohnendliche Barmher- Pp tzig. Lr6 Des r. Buchs l z. Capitel von dem rc. i higkeit zu erkennen und reichlich zu spüren / dafür denk Allmächtigen nicht gnugsam zu vnncken in menscht cher Vermöglichkeic/doch thue ein jeder daö seine/ und soviel er mit seinem sündlichen Herhen und Zungen Lan erlangen und zu wegen bringen/ bitte GOTT mit reinem andächtigen Herhen um Gnad/ Weiß^ heil und Segen/seine grosse und wunderbarliche Ge/ schöpffdnrch den Geist der Warheit und Gerecht^ kett zu ergründen/ zu erfassen und zu verbringen/damik die Ehre GOttes erhöhet werde über alleHimmel und mit ohnendlichem Lob in der ganhen Welt erschalle. ' Ende des Andern Bnchs. rrdeM lischt »e/unv! »ungeli! OTT Weiß,- >e G" echti^ 'damit >el und v / 9 ^ Das Mitte Uuch/ Uon dem Universal dieser gan- tzen Welt / samt vollkommener Erklärung der Schlüssel / und von den wahren ausdrücklichen Namen der Materien; Wreauch Eine Erläuterung aller feiner vorigen Schrifften: Allen seinen Nachkommenden und Brüdern derWeißheit hinter, lassen. ^ '.ln folget der dritte Ebelt dieses meines ^ ^ornehmens / darinnen eine wahre /Anzeigung gejchicht von dem Ursprung / und Materia unsers Malten ^ Steines / beneben der Practica voll- Amenen Bericht und Unterweisung/durch welchen Lkg man kommen muß zu dem unerschöpfflichm Türunnen der Gesundheit und reichlichen Unterhalts derNahkW; aller mein« vorlgeu SchuUerr Pp tj M l! "8 Das dritte Buch eine Aläuterung/ .auchallen meinen Nachkommest» den::nv Brüoern der Wrißhert gantzhetterndecktl un) beschrieben hinierlasten X u :»ir w An / rnem Freund und Liebhaber der Wesi-heii/daß ich des diesem meinen, vorgenommenen Werek der Handgriffe nicht umsonst noch- vergeblich den'Anfang gemacht habe/ die vorhergehende zween Theil in Berg,Sachen-, Mineralien m>d Metallen/ ssrirrr r>rem Ei'tz belangend /'sondern gavtz nothwen» drg era l'tec den UnwiAnden ein klares Licht und Schein vor^halteu/und kündbar zu machen / daß alle Geschöpfs derseldigen Mineralien und Melalle,!/ wN ouch Ertz/ durch einen einigen Geist von oben herab gebildet/ in der Erden ihren Ursprung nehmen/ sich §e" neriren und zu Tag kommeu/bann die Orderst jede! zeit bereit und begierig solchen Geist/ soauodn! KräffreN des Himmels auswein t/ m sich zu fassen und zu des chiilten/bißercine Forml'chkeit und Vollkommenheit sichtiglich vorstellet. Wie aber solches zugehet/ ist alldereit in meieieü vorigen S ch'.Weu dessen genügst meErzeblung qcthan/öerohaiben ichs nur um wen^ §cm wiederhole/dergestalt und also: > Wisse/ daß alle Dinge herkommen aus e»H hnunriischen Znfluentz undZmpreAon/elementalijE Operation undWürckung/ indischer Eubstantz , Wesen / daß aus solcher Vermischung nachE die Eicmenta entspringen/alsWaster/ Lufft und C den/ die gebehren dann durch Hülff des Feuers / A, cheö darinnen verborgen liegt/ durch eine warme ^ chung eine Seel / einen Geist/und einen Lest) / drey sind die ersten ?rillcjp! 2 , die gehen endlich em die coÄxulattoll in einen tAsrcurmm, in ein Und wer wel snir kssi kön! theil scht Uüt, Flel Gr, den Ere teu! Art Met Me e-A hkla begl äci Elq Utld und den vr« Ner 8ee- k>ac! Van dem Umverjnl dieser ganyett welk. rr? ' Vnd in ein Saltz/ wann solche drey zusammen gesetzer ' werden/gebeu sie nach Act ihres Saamens/ es sey in » welchem Re'ch/der Mineralien/ve§c»bilicn oder h snimzlien, ein perfeÄ und vollkommen corpuz: Dann csseynd alle Dinge dergantzen Welt/ somitAugen können gesehen/ rmd mu Handen getastet werden / ge« - theilet in solche drey Reiche / davon ich zuvor vc! ne- schriebcnDaundieanimLlia oder^hier b«'-;re!ffcn Unter sich alles was einen lebendigen Mcir. Hut / von heisch und Blut herkommet/ als Menschen / Tbu r/ - Grwürm/ Fisch / Vogel/und alles was denMca ^twand ist- Die veßeeabili.- haben unter si d / alle - Erden,Grwäcks/Bäum/Krauter/SaoMlu/Früch- , reu und Wurtzc in/ und dergleichen /was waclrstuder > Art und Etgknschaffl ist. Die Mineralia abe, be« . ksciffen und haben in sich / oder unter sich/ alle So/ ^eta'ilen/Mlneralicn/Mapcasiten/ Lalck/ Zacken/ l-ohu!-, usterleyKik/Wißmutd und Stein / sie seyn edel oder unedel- In diesen dreyen Stocken ist/wie ^ Le-nktdec/ alles/ w Minder gantzcn Welt zu sehen ist/ ! i'egnfseu. §s haben aber erstlich die H nimslia ihren sonder« 'iü eu? aamrn / c'.ucr spermatischen Substantz und Etgl>,schgsir/so nach ihrer Zusammensetzung Fleisch und Bsirt gebehren / weicher ist die prima m^reria. und erster Eaamen durch himwülchLElnfliessung/aus > ^ElementenvonGOrtgcstzasien / und durch die , Naturgcwürckctundgkgeben/alicsnachZnhall mcr- uervoriqen Schrifften angezogen. Wie nun die ^nimslig, also haben auch die ve- ßetshjiii, Saamen/ doch absonderlich van Gott/ ^ch ihm Eigenschafft und Form erlanget / von einer rzo Das dritte Buch» himmlischen und syderisthen Jnfluenh / und elementar lischen Wachsung und Zuuehmung/ von und aus der Erden fruchtbarlich erlanget und empfangen/und sind dardurch zu gebühren und zu augmentiren ferner geordnet worden. Die Mncraiiaund Metalla haben nicht desto weniger ihren Anfang und Saamen auch von GOtt dem allmächtigen Schöpffer Himmels und der Erden/ aus dem gestirnten Himmel durch die Jnfluentz und syoerische imx>rest!on, aus einer liguorsschen iüffti- gen Substantz durch einen mineralischen Geist/sulxhU' rische Seele/und irrdischeS Saltz in ein jedes corpu, gesetzetund eingangen / wie dudann diesen Bericht ebener Massen in meinen vorigen Schrifften von Wort zu Wort auch finden / und fleifflg in acht genommen haben wirst. Und solt-nun ferner mercken/ daß so dieser metallischen und mineralischen Geschlechten eines zu weiterer Fortpffantzung und ^ugmen^rion soll gebracht werden/sie zuvor wieder in ihren ersten Samen und primsm matsriam gesetzet werden müssen. , Also/wann du die Metalla verändern / vermehren/und zu einerTinctur oder l-gpi-lem kkilolöpko- rum bringen will / jo mustu zuvor die metallische und mineralische Form durch diespagyrische Kunst uns Handgriff wissen zu zerstören / zu brechen/ zu leparl- ren / und zu scheiden in einen Klercurmm, 8ulpnu und Salh/die müssen alle drey insonderheit gantz rem gescheiden/und in ihre Anfänge/wie gemeldet/gebrE Solche Scheidung aber gehet änderst nicht zu/ als allein durch den mcreurialischen Geist/. su>Ph^ V-N dem Universal dieser gNtttzett Melk rz r fche Seel/ samt dem weissen Saltz; welche drey demnach wiederum nach rechter Ordnung und natürliche Handgriffe müssen zusammen gesetzt werden/damit sie in die allerhöchste und vollkommenste Reinigkeit gebracht werden. In solcher Zusammensetzung muß mit Fleiß/zu- ^or aber in angenommen werden das Gewicht; Ist Demnach nach solcher Zusamensehung die gantzeSub- nanh nichts anders/als ein liguorifthes Wesen / und recht PhilosophischesWasser/in welchem aveElemen- la und zuforderst alle himmlische/darnach alle elemen« kalischeQvalitaten verschlossen und verborgen liegen. Dann der meccurialische Geist ist kaltund feucht/ w ist die sulphurische Seel warm und trocken / und ist solcher liguor dann die rechte prima msteria und erster Saamen der Metallen und Mineralien/welcher durch ves Vnlcani Kunst zu der plulgusmperfeÄion in eine ^berft'xe Medicin / daraus der wahre 1.3p!; pliilyso- k^orum gcbohccnwird/ kanund muß gebracht werden. Derohalben merckewolund nimm in acht / daß alle Meralla und Mineralia nur eine einige Wurtzel haben/daraus sie in gsners, allesamt ins gemein ge- d?bren werden/und wer solche reckt kennet/ dem ist "icht nöthig die Metalla selber in Zerstörung zu brin- Len/daß aus einem der Geist/aus dem andern der Sul. phur, und aus dem drillen das Saltz gezogen und gekommen werde. Dann es ist noch wol eine nähere ^tatt/ darinnen alle drey/ Geist/ Seel und Leib meinem einigen wolbekanntenDing verborgen liegen/und ^solchem mineralischen Wesen / welches ich kurtz- hch hernach nennen werde/ und unterschiedlichen da- Pp jy von > r;r Das dritte Burch vv - pöreiben/mit grossem Lob kau erhalten / und dar' aus eÄanget werden.- Wer nun den güldenenEaamen oder selbigen MaMttn lernetkenmn/und feine Eigensthassc ausgründet/der hat die rechte Wurtzel des Lebens/nnd kan varzu kommen/ darnach sein Hertz sehnliches Vertan/ gen trä t- Ich hab zwar in meinen vorigen Schriff/ ten/da ich von den zwolff Schüsselngeschrit'beii/ vom erst" "n biß zum letzten mein Vornehmen gerichtet/ daß ich meinen Nachkömmlingen indenselden die pra- Älc^.wi' der grosse Tkein der k'bilotbgborum aus dem S dw fti und S -ltz des allerbesten/gereinigten Gol/ deskanqemaelu w rden/mtt Hülss des hinm; tster- cui-ii, der aus en er rohen/o ngefchmeltzten mincra insonderheit maß ansgejagt uudaetriebenwcrden / der» mög meines füu iffren Schlüssels/ Parabols weiß an/ seze-gt. . ^ Daß ichnMsolches gethan/ und auffdas Gold/ Metall die Arbeit des lägtä,; klstlolojikici gelegt, ist darumgeschehen/damit die Einfältigen / denen das andere cors>u; und tnkjeüum, darinnen alle drei) princlpiLzu finden/ qantz unbekannt/ u»d obswolge' m an? doch allzu hoch in ihrem Hin; entsessen/ desto mehr Vecstawschöpffen/ und Wissensidafft neben Erkäntniß haben und erlangen sollen. Auch da iist viel Veralte» Weifen / die vor mir gelebt/auff dlrst Manier den wahren Universalstem aller Groeiin»'!' sen und Gesundheit erlätinek haben/ nach Ausweisung ihrer hinterlassfien Bücher / ich auch sechsten mglei- chen zum eksten mahlmit ziemlicher grosser Müh «ssv llukl'stcn/aUch langer Zeit solcher gestalt aus dem irN ersten Schluss! angezogenkM gereinigtem Gold/so^ > dar- lbigen c aus- idkan erlan- chriff- /vom ichtet/ e s»r2- sdem iGol- tster- ra in- der- ; an- 8otd- g, ist das drey slge- desto lebest a ihr dirst nii'!' su»§ glei- unv niM /sost ehe" Von dem Universal dieserganyen Welt. r z; chen himmlischen Stein in münemLioster bereitet und glücklichen erlanget / hiß so lang mir der Höchste »n Himmel weiter Gnade und Genen verliehen - dem Handei weiter nachzudenken/ biß ich von GOtt erleuchtet worden/ werter nachzusinnen/ worein von GOtt dem Allmächtigen die gefärbten und gestritten Geister mehr gesthek worden. Darum fol! sich niemand schämen zu lernen/ undmehrers/sozuvorin seiner Whstnschasit vcrbor- Kkn/;u ergründenDann die Natur behält noch viel ihrer Verborgenheit/so von in s D.'enschcn/wegen Summen Verstandes/ auch Kürheches scb ns / nicht ran und mag ergründet werden. Derohalben wie ich solche grosse Gaben und GeschenckGOttes empfangen/alstund ebener Massen hab ich solches auch wiederum meinen Mit-und Ne- ven-Christen in gedachten zwöiffSchlüsseln vor Au« Sentzestellet. . Wer aber für dem einfältigen mit einem hohem Verstand begäbet/ und lhme fleißige Nachforschung dvn Hertzen wird angelegen stnn lassen / Kunst zu ergründen/ der wird ebener Massen am selbigen Ort finden eine andere und leichtere/jederman bekandttMate- r>am/ fast Worten genennet und angezeiget / einer, ^nssllgen Eigenschafft/ darnuß gleicher gestalt / wie dte Alten vor mir/nachdem sie / nach fleißiger Übung ven ihecuiation , das einige Zweck und Ziel endlich desser erkennen lernen/ wie auch von mir stlbsten mehr zu einem mahl beschehen/ mit kürtzerer Zeit und weniger Mühe ihren Stein der Gesundheit und des '"' hums erlanget und zu we/ en gebracht / dieweil " hen und ohnachtftmen Materia/ und Pp v mine- I r ?4 Das dritte Buch milieraMenWMl/ der Luipku r rmd Farbe noch vleikräWgerrmdwürdig er/als im allerbeste nTo lde sOsienLefunden wird/ güßigund Wn/auch dermer« mrialische Geist/ntw dasSaltz der Geheimniß'unver- Wößen undöffen/darinnen sie NebeDerrWüny ka» HM und mikwemgerer Muhe sichtharllcher_Oestalt daraus können erlanget werde n. . Wer meine MissSchlüssel recht wird in acht genommen und mir offterer Wiederholung fleissrg betrachtet/ der wird vernommen und befunden haben/ daß in denselben die gantze Bereitung unsers Steins/ von Anfang biß zum Ende/ohne einigen Defecl ist beschrieben worden/doch allein wie^gus.Lc mzuhereite - ten^Gold soll bereitet werden. Wir aber haben in der "Natur vonOOtt dem Schvpffer verordnet viel ein besser Gold/so weiters Verstands und Nachsinnens bedarff; Weiln aberdasselbige den angehendenSchö- lern ohnbekannt und zu ftembd/ hab ich sie bedenckens wegen in dieser Materia nicht unterweisen wollen/son/ Lern entschlossen blieben / eben von der Materia zu schreiben und anzudeucen/darzu sie sechsten ihrerrSa^ men zu suchen begehren. ^ Anfangs und vorhergehend meiner zwölss Schlüssel/hab ich dir (wie alle ?bl!o5opki redend g^ meldet und parabolische Erzehlung gethan der Eigei^ schasst und Arbeit unsers Steins oder Balsams / wie derselbige von den Meistern biß auffmich geerbt/l>e reitet worden/darinn so viel mir gebühren wollen/ va» keimendes Feuers/ Erzeigungund Abwechsle der vornehmsten planetischen Farben/ samt dem Ende und Final. Nach Vollendung dessen aber siehe^ v diezw in sich Alt Metall du do soll vl nichts schen Eigen durch « kan d. reinig hoher - Stun ! ? undK ^ tarn,, i derkjc! ^ Desu, l» Msvni tvene, »>! ! BrS> . 'lualil ^ Kerl j, ^tüc ! K« ' meu> l chndr llildjl >och >ide nerven acht be- xn/ ins/ ibe- des lein >ens chü- kens son- iarv zaa- vötss gcn- tvi- ,be' 'vas luiS §n- >eak» M v-tt dem Uttwersäl drestr Fätttzen wrlr. r;z die zwölffSchlüssel/da ein jeder seine besondere Arbeit lnsichhält. Als der erste lehret dich/ so du deinen Saamen m metallischen Wesen / als dem Gold suchen wilt/ wie du dasselbe zuvor allerdings auffs höchste reinigen soll von aller Uneinigkeit und Aussah / und daß sich nichts anders unreines mit unserem Brunnen vermischen solle / als allein was ihre reine und spermatische Etgenschaffi ist- Solch e Reinigung nun geschieht Mchdas än rimonium , sochemGold mitgar naher MtundGafft verbunden md verwandt ist / darumb kan der 8u!pkur Hnrimsnii dem Gold seine Seele reinigen / und in einem hohen Grad und Glanh gantz hoher Farbe gradiren. Hingegen kan auch das Gold verri Lllkimonio stjne Seele in geschwinder Zeit und Stund verbessern / und beständig figiren / daß es / das ^nrinwnium , neben dem Gold zugleich in Wurde Und Krafft erhaben/ und nicht allein dem weiften Metall l.uase, sondern auch dem Menschen zu einer sonderlichen Artzney werden kan/darumb sich menschliche Gesundheit zu erfreuen / wie du nachmahls / als ich insonderheit alleinvom Lmimonio schreiben werde/ weitern Bericht vernehmen wirst: Und ob wol das ^mirnvrüum zugleich auch dem Saturns gesellige Brüderschafft verheissen / in Massen des ^nümoa» HualiLcskion mit der Eigenschasst des Ssmrai etli- Ir Massen mit gleichmäßiger Lonlordanh in etlichen Jucken beruhet/ so kan doch nach der Fixatiorr des er- ^oheten 8ulpkun5 des Xnrimomi sein nächster freund 8gturm» keinen Raub an ihm erlangen/weiln MderKönig aufgenommen in seinen güldenen Saal/ "0 ihn seines triumphirenden Königreichs theilhaff- tig r r;6 Das dritte Buch t>g gemacht. Darmnb kan er nunmehr Hihuntz Frost erdulden und überwinden/und bleibt neben dem König emUberwmderund Herrscher mit grossem Lob und Überschuß. Es geschieht aber eine Reinigung des Goldes al, so/daß das Gold wol dünn geschlagen / und nach reche tem Gebrauch dreymahl durch den /rnrimonium ge/ gössen werde/nachmahls der König/so sich im durch/ fallengesetzet/voi dem Gebläß mitstarckem Feuer ge/ schmoltzen / und init !>3wruc» abgetrieben werde/ als/ dann wirst du finden, das allerrcineste/schöne sie/hoch/ leuchtende Gold/gleich dem hellen Sonnenschein mit Lust anzuschauen. Welches Gold nachmals ae> schickt ist/ sein innerstes heraus zu «eben / wann es zu/ vor aus seiner Fipigkeit in eine zersiorliche Form g^ bracht/und durchs Meer derSalhe seiner Zerbrechung gangen/darinnen ertruncken/ und wieder entgangen/ und sichtbar worden. strecke aber/ mein Freund / und nimm wol zs Hertzen/dann an diesem ist das meiste Stück gelegen/ daß du dem Wasser-Bad anftellest/damilnichts dazu komme/so nicht darzu von nöthen/ auffdaßder cd« Saame des Goldes nicht in eine zerstörliche und B' wlederbringlicheWiderwärtigkeitnach seiner Zerbiß chunggerathe/sondern mercke mit Fleiß/ und nimm m ä ht/was dich mein anderer Schlüssel lehret/ was vv sürMateriam zu des Königs Wasser-Bad nehnNl' tollest/dadurch der Körig getödtet/seine äusserE Form zerbrochen/und die reine unbefleckte See! aE gehen kan/ da wird dir nun zu deinem Kürnehmen dir - nen der Drach und Adler / tvelcher ist Solpettr E Salarmoniac/welche beyde nacssWrVereinigu^ 1 Zu eir den/ wil/ aade darei ati ar vom den/ auch eiret den WO nig y flren tenk^ dcs.^ flecsl doch Dar Joch nsah tvi>. Zäntz gedr! in eii scheu löuej ^uffg Pellet deng Von dem Universal dieser Iantzett Welt. rz? cht einem solchen starcken Wasser müssen gemacht wer, dcn/ wie ich dichchinten in memcn Handgriffen lehren/».: wü/ da ick von Particulamälen des Goldes/so wol anderer Metallen und Mineralien schreiben werde / darein wird der König geworffen/wann zuvor/ wie du an angezeigtem Ort vernehmen wirst/ ein Amalgame» vom Mercuno und Schwefel aus ihmegemacht wor- den / daß ihn dann alsobald angreifft / und alle seine Glieder durchbohret/ auflöset und resoiviret/ daß er auch a!sobald von diesem gesaltzenm Wasser moriiss- Hret und gelobtet wird/zu einem schönen hochglantzen- den oieo durchleuchtender Gestalt. Doch solt dr» wissen/ daß solche Auflösung nicht genug / und der König danimb noch keines Wegs seine Seele aus seinem ßl-'m 'rech? üußzulassen gesinnet ist wie du dann ersah, lenkaust/ so du dein Wasssrvoudem resolv-rrmdib des Königs wirst'scl elden/ daß du ebener muffen ein ssses Gol'd-Pulv.r allda finden wirst/daraus dnstme ff2ch innhabende Se§,.ss 2ZS Das dntte Buch alsdann ziehe das Wasser in 6. ab/ so findest du eis schönes Gold-Pulver/ das halt also eine Stund i« Feuer in einem Glaß/ damit die übrige Wasserigkeik davonkomme. ^vnrvuunr. Nimm alsdann einen guten lpirltum lUiz' mm l. Theil / irem Ipiriluz 5sli, ccrmmuai;, der keine pklcgma hat /Theil / geuß diese bepdetpirikurzu^ sammen/ein wenig warm gemacht in einem Kolben auff das vorgeschriebene Gold - Pulver/lutier einen Helm und recipienten wolan/und treibe das Gold wie riwar im Sand etlich mal mit Wkederboluna der Die stiuaizon uno)e onrei^^r vußvuver- merckest / daß das Gold je länger je flüchtiger wird/ und le^'ich gantz und gar übersteiget: Dann durch solche Repetirung und Ubersteigung wird seilt fixer Leib zertrennet/ und alle seiue Glieder von einander gerissen und geöffnet/ daß es demnach seine Seele einem sonderbaren Richterganh^gern folgen lasset/ davon dir dann mein dritter Schlüssel satten Berich» thut. Mercke aber weiter / daß du nach geschehener Arbeit die Saltz-Geister von dem übergetriebenen Gold in 8. Lr. ausss lindest als möglich mt grosser S«>^ falkigkei't abziehest/damit von der Farbe des Golde» nichts mitgehe / und dein cm-pm Abgang erleide/ - ' '.und nimm dein Gold oder die Crystalvn des Goioee/V«' von du Master gescheiden hast/thue es auff ein^ kleinen Neverberier, Scherben/ sehe es ins FeM unter cinenMüffel/undgieb ihnerstlich lindFmresse Stund/biß aller Corrofivgänhich davon gewichen/ " "'nfchömsSchrlüchfarbes P«lv^ erscheinet dir eins so ff Mae nen ! lieiit - dint ^ zkeik? i nilki ' eint Ibett inen wie Di- ver- ird/ rrch > fei- an- s eelS > set/ ich' ol-> >r^ veS ^ ye/ inv l ,L- ine se/ P VsndemUm'versat dieser gütttzM Welt. rz§» so subtil und schön als es mit Augen gesehen werden Mag / thue es in eine reine Mol/ und gcuß darauffej, nen frischen tpirikumLsli! co-.nmunir , so zuvor in eine Süsse gebracht worden / nach dessen Proceß/Wie ickidschiEM,vLMdgM'enunterrichte^utjerd!o PM / Wd setzess ie in d ie linde Wärme/ so kan her susse spiricu, LIi, das Pulver nicht mehr solvieren und brechen wie zuvor / dieweil ihm seine Schärfte Utid Corrosiv durch den spirirum vmi entzogen / und w eine Güsse gebracht worden / laß in linder Warme suchen / biß sich der ss>>rim, sali; auffs höchste gefar« bet/ schon durchsichtig/roth als Rubin / geuß ihn sit, llglich ah / und neuen drauff/ extrahire abermals / und wiederhole dieses auff-und abgiessen so offt und lana/ biß sich keine Nöthe mehr erzeiget / alsdann geuß die excraÄiooc, alle zusammen / und scheide sie in L. ks. subtiliglich vom Lulpkure 8olir ab / so bekommest du Ein Pülverlein sehr schön / subtil und zart / grosser Würdigkeit/ welches eine solche Materie ist die durch «inen kurtzen Proceß die l-una in ihre höchste Vollkommenheit färben / und beständig verkehren kan / wie mein Buchlein nach den zwölff Schlüsseln an, meldet. ^AWe möchte nun einer/ der avbereit ein wenig Meißheit ergriffen/und einen wahren Verstand er- langet/dieftSachrechtzirurtheilen sich bekümmern/ M fragen ? Ob dann diese außgezogene truckene ^erkund 8ulpbur des Königes eben dieselbe Seele/ davon diePhilosophi sagen und sprechen: Daß^das Merck der Philosophischen Zubereitung des, über- wstlichen Steins erfordere drey Ding / als einen nas- 'EN / flüchtigen ^-rcuriaru oder mmmialifchen Geist/ § r ;c» Das dritte Buch Geist/ eine nasse / flüchcige/sn phurisihe Stele/und ein truckeues/astralischcsSaltz/ sonach siinerAuff- lösung zugleich den ersten beyden in einer wässerigen Form muß erkannc werden/ und -v-e nun such es zch gebe / dieweil er in diesem Proceß keines Mercmiaii- scheu Geistes und flüchtigen Seele unterrichtet würde / sondern die Seele des Königs oder A ihrne erschiene!- in einem subtiren formalischen Pulver ? Den wi! kch nun nicht so lange auffhaiten/bißer den Unterscheid in dicsemmeinem Buch selber verstehen lernet/ sondern meiner Zusage nach / dieses seines embsigen Begehrens und Bckümmerniß gantz gern entscheid den /aewälu en / und nutWurcheit verständigen/wie ein kreücfV-Uer seinen lieben Sohn / daß in diesem Aaveck / darinnen unser Klnsterschaffc begriffen ist / die allerinechen Kiügiing bcthöret / und mit ihrem Garn !n dir Irre/ ja gantz und gar zu boden >> losem Gnrnd gefahren / und in Irrung der Wüsten verführet worden/dieweil sie in ihrem vermeynteu hohen Verstand so viel Weißheit nicht ergreiffen können und mögen / wie alle Ding zür Welt gcbohren/ und eine jede Seele einen Geist/ auch hmwiederumb ^ jeder Geist eine natürliche Seele seines gleichen d den muß / auch beydes Geist lind See! / G^^ und gc-stlich seyn / und ein corxu;haben müßen/ vak- wuen sie sich erhalten / und ihre Wohnung ^ ^ müde, derer, dbsie' beruhl 8Mciu gen können. Nun ist das Gold / so wol auch das Silber s vor aber das Gold/ausgekocht/und in diealIerh>E„ Fwi.'Mt gebracht / durch die ^raclu; e voi- so ihw^ iye Natur gegönnet und mitgetheilet worden / daß st Saar gleich digen- werde Veuch Wiede> unnütz dern n trivldr dehab te/da Undvo Lmsch^ Uns ke ^ieldr I^ahne hinter! vMNits Werder gm-tzeSubstantz gantz hitzig/ feurig und truck-m d>-Z« I?chls! ^Nhu, i Essers 'und lustige ü ^zu- iali- vür- chie>/ Den tter- net/ igen chei- wie -scrn ist/ rem ,sem säh- >he» >nc» > D hi' ist-k k>:a- bss v»» ei^ , erst»'-' Don dem Universal dieser AatttzM welk. 2-4» müden wird/aussr aller phleginatisther Feuchtigkeit/ berer gleichwol die < noch nicht gäiitzl-ch benommen/ bi) sie wol einen sulphur stren ßrgclum erlanget/ sondern beruhet mit ihrer, Qvälität noch in einem niedrigen öu. biß so lang ihr der König durch seinen heißen iLaamen ihren kaiken Leib erwärmet / das dann zugleich unter die Particuiaria mitgehöret/ wie am sei« vigen-Ort alsdann soll gedacht/ und klarlich bewiesen' ^etdeii ^ Und ist also im Gold.gantz keine wässerige. Feuchtigkeit anzutreffen/es wäre dann / daß dasslbige ^'eder zurück/in einen Vmiol/weichtö dann eine gantz »"nutze Arbeit/ und unerschöpDche Unkosten erfor- vern würbe/dafern mannehmlich aus demselben Vi- ^wl desGolc e/.wcn man in so grosser Qvämität wür, schaben müssen/den Stein der Weisen »um cn wol- da alsdann in solchem Vitriol wol ein bcqvemer/ Undvvn Nakur erforderlicher Geist/einer weissm Ei, kenschasst/arich eine Seel und Saitz herrliches We< Uns könte gefunden werden. Aber wie viel Land N Leute / auch mächtige Güter / anst Liesen Megeseynd verschwendet worden/will ich allhie keinS Kleidung weiter thun/sondern meine vilc.pulos ver, > Mahnen/ weil die Natur einem nähern Weg ihnen . ^'Uerlassu/denselben nur zu behalten und zu folgen/ ! in äusserste Armuth uröchten gestärtzet bi 2 ^>Er Xlercurius 5 o!l 5 , wann dasG so weit in ^serstörunggebracht worden / welches aber nie- "hls bey den Uten im Gebrauch gewesen/ weil es «Mund gar wider die Natur/hat zwar eine Feuch- ^Wt bey sich/ is ist aber eine bloss clementalische Mrige Feuchtigkeit nach seiner rssoimMn, und . Qq M- L4» Das dritte Buch nirgends ju nutz / das Wasser und andere knncixk stehen nicht in den Elementen / sondern die Memeou beruhen in den krincipü;, und Saamen der Metallen/ davon ich vor diesem auch geschrieben. Darum wird keiner so meisterlich seyn/ unsern Ske'm allein zu machen aus dem truckenen gäntztich außgekochten Golde: Dann seine ganh phlegmatst sche Feuchtigkeit ist entgangen in eine truckene figirtt und fixe cosgularion, das dann bey andern Metast ten nicht also gefunden wird / ob sie wol auch einer hatten coagukrion unterworffen / und durchs Feuek gangen / seynd sie doch noch nicht ausgekocht / und von ihrer natürlichen ursprünglichen Wurhlichkeit zur vollen Reiste gebracht; Das dann insonderheit wo» zumercken / und wollest dich nur nicht verargen lasse" meiner voriqen Schrifften / so dir gegen diesem richt und Buch das Wiedcchiel zu seyn / vorkomme" Möchten. Dann ob ich wol angezeigt / daß der Geist, d" Geel und der Leib / zugleich aus einem metallische" Wesen herkommen / und müssen bereitet werden/ unter ich dann das beste /als das Gold genennet/ ich doch in dem gethan / wie einem kkilolopko A hührt/ und die alten Weisen vor mir auch getha", wirst aber benebenst meiner?roreüaüon in acht nommen haben/daß ich dir zu deiner st>eculanoo derltK Ursach gegeben/der Natur und ihrem desto fleißiger nachzudencken / und den UrspruE^ «rwegen / weil mir dißmahls nicht weiter gelE.^ wollen jederman zu berichten/ wie die Thüren inw^ big verriegelt seyn / und sonderlich zur selben Ze"' , ich noch nie in Sinn genommen / von diesen Sa^ ^ lvauc ll'.r r rneis- berr/ kern i leynd noch, hiebe, mit di alsde wider i «schr finden "»HZ; allerer das er dcuir» UNdÜi Lull e, Mreitl Fergl lvird / ieigth, 8 ^ ^tklr, mner kwP ^chen cipir icott tll«N/ nseB ihiich matt? igirtt letal? l einer ' xeuek vvon ! ;llk lwo» aW t,di- sO" ,dak/ >tS^ AtN? t/d- Dort dem Universal dieser FaytzestllVclr. »4; ivanch den ftömsten verborgen zu seyn pflegen/ so hell? il'.r und nnvcrdeckk zu schreiben / biß um der Him- Wels-Fürst Befehl gethan/und mein. Gemüth gean? bcn/ das verliehene Pfund nicht zu/vergraben / sondern wie mir widerfahren / andern/die es würdig trynd / auch zu hinterlassen: So muß ich dir allhie noch eine Regul vorhalten in denen Puncten / solch Yiebevor geschrieben/ davon ich jehuno gemeldet/da- wit du mich um so viel desto weniger besä uldigest / aisder ich dasjenige / so ich zuvor geschrieben/anjetzo Widerlegte. Siehe nun an alle dievonAnbegin der Welt «schrieben haben von den Metallen/so wirst du befinden / daß sie alle in dem eines Sinnes und Meynung gewesen/ und sich gc braucht / Daß sie gesagt / das allererste und letzte Metall seye ein Metall / dieweil vas erste Metall den fortschreitenden Saamen mccal- "cum allbereit in metallischer Eigenschafft erlanget Und überkommen / der dann änderst nichts st>nt/ als daß er in metallischer Gebahrungvhnnachläßig foit- Meitel / wie ln meinerwersten und andern Theil von Berg,Sachen / Mineralien m d Metallen gesagt kflrd, jch auch in diesem Buch unterschiedlich angee Utgthabe. i ^ Gar viel haben das Bley Gold / und das Golv > Aky grnemitt/ dieweil sie es nicht allein in einerley ' schwere befunden / sondern auch derchochglanhendS einig und allein den Anfang und die erste Form ^Ukr überschwenglichen Vollkommenheit von die- Planeten hat und überkommt / samt andern Nr- mehr ./ welche allhie zu crzehien zu lang uns nöthig ist. Und eben diß >sts / das da Klugheit O. q ij Mb 144 Das dritte Buch und Weißheit erfordert/in diesem und andern zuM lkrf.'de-dLü/lmd mit Fleiß nachzuforschen der Geheim/ u'.ßGO«es/ und derselben uns vorgelegten Namt« Aber weil durch den Fall Wams der Mensch in dst höchste Bl udheit gerathen / so seynd die wenigsten/ welche die gründliche Erörterung dieser und änderet verborgenen Sachen ergrciffen können. Weiln dann nun die Verstockung beyderi Geitzigenso groß/daß sie solche Geheimniß GOttes rneisteutheils aus Geitz/Hoffart und um Eitelkeit wist l en allein suchen/als haben die Men aus Befehl und der* nöth und Suts und würl Eingeben des Höchsten allein dahin gesehen/und ihren Händen ein gewisses Ziel gefetzt/ von denen Heimlig/ Prgl und, wein deutl keiten dergestalt zu schreiben/ daßes die Unwürdigen nicht verstehen / die Würdigen aber mercken köutcn/ W nach der Erleuchtung/ die doch ohne den Willen GOttes nicht geschieht/ und haben offc von einen« Ding alleingeschrieben/ und viel andere Dingern* gleich darmit gemeyntund verstanden/ wie dann oist tngleichemvon vielen / und doch nur allein von einen« verstanden haben wollen. Jnmasscn sie dann unter/ schiedlichanzeigen/der Stein komme heraus einest^' nimalischen Ding/ andere aus vegerabilischen inen/dieidritten aus miner alischenSaamen: HiE Ken seynd andere / die da sagen er werde gemacht a«^ nu'neralistheM / animalischem Und vegetabilisch^" Saamen zugleich: Das ist nun alles einig und alle« auff den mineralischen und metallischen Saa«nen r. legen/und beruhet nicht in Vielheit der SaaMsN' Daher ist die Kunst seltzam und verdunckelt «vord» daß unter viel taufenden kaum einer darzu komm kan/und hciffek darum eine Kunst/wrili es nicht komn Zcsta, nutze, dechr braue desK hockst' Siäck vecml ser/da sevnu zusgn es du eine g ngchx versch sen/u per ej, UM )einr> i Xuuk-' in die zstcn/ dcret ydert >ttes ! wil/ l und ihren nli^ :igen lUcli/ Zillen inen> E i ölst lnelN nter- M' ^a^ lnge' ans >lle>^ ven/ n,en uA vek Von dem Universal dlesergeitttzenwelt. 24s der Puffet in seinem Kopfsbringen kan/ist auch nnvon- nöthen/dann wäre die Kunst gemein/ als Bjerbraucn und Brodbacken/so gedencke ein jeder selber/ was für guts man sich dahero zu getrösten/und was fürSchand und Laster in der Welt in vollem Schwang gehen würden. ' Darum muß man einen Gesellen/ der nur nach Pracht undHoffark siehet/ die Flügel beschneide--/ , und nicht auffs klarefte ins Maul streichen. Denn- wem es GOtt giebt/oder geben will/dcm ists klar un- deutlich genug. Damit ich aber wieder zu meinem pro^lüc» llomme/den bekümmerten vilcipnl zu lehren / weicher gestalt seine ausgezogene Seele des Goldes ferner zu uuhen/das ist zwarviel/ daß ich alle Heimliykeit enk- deck«/ darum sey ein jeder gewarnet/ daßcrs recht vrauche/und vernimm/daß/so du den Purpur,Ät,.»tk l des Königs/oder Sulpkur 8ol>; hast/fo dancke GOTT höchlich / und se» nickt übel gcsinnet gegen deinem Hächsten/undschleuß deinen güldenen Saamenauss,^ vermog beö dritten Schlüssels/und mach ihn zu Was- ser/vaun in unser Kunst/Leib/Seel und Geist Wasser seon müssen/die fliesten dann in der innersten Wurhel ^usammen/und ergreifst eines das ander/und verbessert es durch und durch in ihrer gantzen Qualität/ daß also ganhs neue geschaffene Welt und Erde / die dann "achmahls durch die Seele erleuchtet / und in eine ü» derschwengliche Krasse erhaben werden. ^ Derowegen dir dann allhre von nvthen ist zu wis- ^n/ wie du deinen güldenen Saamen dem neuenLvr- ^reinflpssen/md eine flüssige Substanh bringen Qq iij ' sollst: r ,46 Das dritte Buch ! sollst: da siehe dich um in der ganhen Welt/wo das zt» finden ist/findestu kemen/so verzage nicht/ sondern stV i getrost und gedencke auff Mittel/wie du den GOtt S»' rurnumu nNachfragen mögest/ der wird dich ohne , retoiucion nicht abweisen noch verlassen / sondern wird dir in die Hand scheucken eine hochgläntzenoe mia«- zu einem Opffer/so aus seinem Berg aus der er^ sten Nateria aller Metallen gewachsen / so diese mioe- ra na ch s iner Bereitung/ die er dir zeigen wird/ in eint sta rke st-blimacion gcsetztwird/ vermischt mit drey B)e!Kolu5oderZiegei>Erd/so steiget auff die höchsten Berg ein edler sirblimar, wie Federlin oder s>u' > n>en plu>Do5um, der rest>!virt sich zu seiner Zeitinlol- > ches starck und krästiiges Wasser / das deinen Saa- men in einer kleinen Fäule gantz geschwind in die erste Volatilität bringet/dafirn ihme des Wassers so v'.el zugesetzet wird/ daß er sich darinnen resolviren kan / da »v i.rd das Re'ß mg dem Stamme, vereiniget / daß sit miteinander über d e höchste Berge steigen/ und ble^ den unverscheidentlich SeelundGelst/ oder Get" l «nd Geei . i Es ist aber von nöthen/daß du des j mehr habestzu dem Cörper oder 8al, denselben auch ^ . resolviren / und m t demselben zu cosguliren in einen' > neuen clarficirtcn Leibe/so sich nimmermehr von j ander scheiden/weder in Lieblnoch Leid/weil sie eN'^ z Natur/Geburt und Herkommen seynd/und vou ^ , fang gewesen. Dann sie haben alle ihren Anfang"^ Geburt von der Krafft dieses fliegendenVogels.M i cke aber insonderheit/ daß solche mineralische Gth i n andern Mttaalen seyn/ so wol auch in, einein ! ralgantz krüKig aefun.dei! wird / daraus es mit lN l 1 ltrei und ches und and, stün defi, lein begi Herr ste-a ins bin! Aut alle svn, rein reiß der wol der« ruv W ser na, »ert kan led 8ro wel )aszl» ^ m ftp l »ohne > «wird! mine' - er . mive- , nein« > tdrell j hoch- i r slu- » inlol/ . Saa- ^ e erste so viel t / da >aß sie > b!" Geist i iasser- ^ uchzu ' einea» , i es- ! eeinee ^ Wer- i ^e>stek lcicl'- ^ ler-r V«N dem Universal drestk gäNtzeilMele. 147 WrerMühe ohne grossen Unkosten kan bereitet werden/ und liegt nur allein daran/daß du lernest erkctinen/wel, ches der mercuriatlsche Geist/ Sulphurische See!/ Und das astralische Saltzstye/ damit nicht eins für das andere genommen und verstanden werde / sonsten entstünde daraus em grosser Irrthum. Du wirst aber befinden/daß die Natur des güldenen Schwefels at, ^ lein bestehet in allen den Metallen/die unter der Röche begriffen / und auch neben einem Mineral die Neben- herrschung haben/ wegen der feurigen gefärbten Geister/ die magnetische Krajst aber und seine Art beruhet , w seinem weissenmercurialischen Geist/der die Seele , bindet/und das ccrrpu; aufflbftt / darum wird das äkrumLolirniclstaliein in Gold gefunden/ das mit Authuung des Gei>ies t^ercmü und dem Gold-Saltz i allein lap !5 l'kilolopborum könte gemacht werden/ sondern kau ebener Massen wol und gantz künstlich bereitet werden aus Kupffer und Staal/als zweyen un-?«s< reiffen Melallen/welche bevde/ als Mann und Meib /^4 der rothgefäibten tincturischen Eigenschafften / so wol als das Gold sechsten/ es geschehe nun gleich aus deren einem allein/oder durch beyde zugleich/ da sie vwor in eine Vereinigung zusammen entgangen. ^L>e dann auch neben demselben ein Mineral in unsre Teutschen Mutter-Sprach Kupffer-Wosser genannt/ vorgestellet werden kan / so wol auch aus dem Erbrochenen Grünspan oder Kupffer ein Vitriol kan gemacht werden/ in welchen Dingen alle dieSee.- le des besten Goldes gantz herrlich befunden /amd mit grossem Nutzen in viel Wege kan zu statten kommen/ welches kein Bauer glaubet. Darum mercke hie/ Lq iv was .1 !48 , Das dritte Buch was dir zu nmcken von nochen / vollstrecke deine Sin« ne/vollkommeneGedancken/ und laß nicht ab/ biß du so weit kommen/daß du wissen mögest/der Natur ver^ borgene Zusammensetzung/so wol ihre Aufflösung/ so wirst du finden/was dir zu wissen von nöihen/ dafür dancke deinem Schöpffer/brauche es ikme zu Ehren/ und diene deinem armen dürfftigen Nächsten. Dieser weisse Geist nun ist der wahre tAercurj. v! der Philosophen/ der allbereit vor mir gewefin/ auch nach mir kommen wird / ohne welchen der Stein der Wciftii und des grossen Geheimniß/ weder um» versglirernych psrticulsrjker kau gemacht werden/viel wenigeren^ parttcularifche Verwandlung Und ist solcher Geist der Schlüssel zur Auffschlussungallec Metallen/sowol ihre Zuschliessung. Dleser Geist ist auch gesellig allen Metallen/ dieweil sie von feinem Ltatu und Geblüt herkommen/entstanden und geboh* remwie du schon vielmahl berichtet worden; dann er rst das rechte pnmummobile» von vielen taufenden gesucht/und nicht bey einem gefundenworden/da doch die gantze Welt sein begehrt / und wird gesucht in d6 Weitenind in der Nahe gcfunden/wie er dann ist ui^ schwebetvorjedermans Augen/ dannda dieser GE gespeiset wird mit Schwefel und Saltz eines talls/muß auö ihnen dreyen eine Materia werdend dem grossen Stcin der Weisen nicht fast ungleich/ tzpch muß darmit recht verfahren/ und eur rechter P^' ceß von Anfang biß zum Ende angestellet werden dann das corporalische Saltz tnuß in diesem GkM sslvirt/auffgeschlossm /und wieder in seine erste teriam/ das ist/ in keine andere Materiam / alssser deir curi lisch lolcl Gvi sterj wer neh, Scl Exe abel Her L rcni ? dah > von i star ! zule^ ' Sen Nn» lß du ver^ g/so >afür -ren/ cutt- esiu/ Stein un>- /viel >d ist Aller lstist nem boh^ >ann irden doch ,V« und Seist ,/die rich^ VLl^ ^eist der -eist Von dem Universal dieser garitzen Welt. 24- Geist selber ist / verkehrt und gebracht werden - als- denn können diese beyde einerley Leichnams und Gebührt vermittelst des Feuers mit coagulirung des Geistes in eine standhafftige tixansn, und zu einem reinen durchscheinenden Missen clsriLcirten Leibe zum drittenmahl gebohren werden / so kan nach sol« eher verbrachter Weißheit die Seele/ so auffgelöset/ wieder ihre Ruhe suchen / einen solchen reinen Leib durchgehen / sich mit demselben vereinigen / und ihre Wohnunge darinnen auffschlagen / daß sie alle drey zusammen zu einem einigen und ewig clarifi> ritten Cvrper und Wesen beständig kommen und verbleiben. . Damit du aber Bericht habest/wie du dergestalt deine auffgelöste beyde Saamen/als den Geistiger, curii und die Seel des Goldes.wiederum eorpora- lisch und beständig machen sollest : Somercke/daß solches änderst nicht zugehet/ als alleinig durch des Goldes eigen Saltz/welches in dieser Kunst und Mei- sterschaffteincorpurgenenneiwird/dann soll du nun Mercken/daß du an desselben statt nichts frembdes mhmest/ wie dieses aber zugehe / liß meinen vierdten^ Schlüssel / darinnen die Wachest mit sonderlichen Ampeln und Beweiß vor Augen gestellet: merck aber doch darneben insonderheit / der du vielleicht sol- wen Schlüssel nichtverstehest/diesen klaren undwah- renBericht/daß du da« corgu; des Goldes nicht allein Win achtest/als hättest du sonsten keine Gutthat mehr '7VU ihme zugewarten/ als allein seine Seele: Nein waun/solcheGchwachheit wollest du demCörper nicht «ulegen / sondern wann du den lulpliur heraus gezogn/ ist dannnen das Saltz der Herrlichkeit/ und des O.q v trium, r;o Das dritte Buch triumphierenden Siegs/ohne welches dein fpermaß» scher Saamen in keine cosgulaeion noch Harte kau gebracht werden. Und ist eben das Saitz sechsten/ davon ich dir jetzo nach der Länge gesagt habe / wie du Dasselbe aus seiner corporalischen Korm durch Mtte tel des Geistes ^lsrcurii in ein primXIscerirlisches Wesen bringen / nachmahls aber wiederum in ein höchstgereinigtcö und «höheres -«^«5 verkehren sollst. Dervwegen so ni mm deine rerrsm §o!>5, woraus du deinen Samengezogen / oder das rechte Löwen- Blut/und mache sie durch die reverbersnon zu einem fixen Pulver/und subtiler unbegreifflicher 21schen/da>? aus exrrskire alsdann ein sehr subtiles E aitz / klar als ein Helffenbein/auffdieseWeise wie ich dich hinten in den Handgriffen/da ich dich das carpu, 8oli; beyden psrriculsnbui werbe lehren zerlegen/und in eineSeelt/ Galtz und Quecksilber zu bringen/unterweisen werde; Alsdann schreite zurPrattica und Zusammensetzung/ und habe acht / daß du in derselben gute Auffsicd» habest/damit in der Zusammensetzung dem einen lE zuviel/ und dem andern nicht zu wenig geschehe/so^ dem nimm die Gelegenheit des Gewichts/ und die Äv* theilung der Saamen wol in acht/ und hierzu giebt du mein sechster Schlüssel gewisse Maaß und Ael / u"? fahrenachmahls fort/ den angefangenen procck na^ 'der Ordnung des siebenden/ achten/neundtm und ' h-ndenSchlüssels zuverfahren/wte ich diraberm^-, kurh vor diesem vorqeschrieben/biß so lange dir etD^ mt der König der Ehren und der Herrlichkeit/ in dA höchsten Purpur-Gewand/und lauter güldenen cken/ der ein Herr und Triumphiere,: oder Herr!^, rmaB clekan lbsten/ vtedv Mit- , lisches ' in ein > kehren »oraus j öwen- > einem i,/dar- i ar als itenin eyven ' Zeele/ verde; tzung/ >M! llNitv» "L KSIV» ,b,B rna«^ nvr; lvE van dem Universal dieser ganyen Welt. rsl Ze nennet wird über alle seine Unterthanen / von Orient biß zu Occident/ dafüvdancke GOtt/ bete fleißig/ und v-rgißder Armen nicht/ bevorab beflkissiqe dich der Nächterkeit/Mäfflgkeit/und vor allem der Verschwiegenheit/ dann diß ist dir grvste und höchste Sunde / wanns ein Unwürdiger erfahret Die Vermehrung dieses himmlischen Steins/ so wol die 5-rmcmacion ist am selben Ort zu vermelden nicht von Nöthen/ dieweil allbereit beyre in meinen zween letzten Schlüsseln beschrieben/ und ohne 6s. ^vorgestellet/ zweiffle auch nicht / wem GOTT so weit Gnad verleihet / und dieses Steins theilhaff- tig machet/ er werde den Verstand in dielen beyden Schlüsseln weiter ergreiffen/dann nichts Widerwärtiges muß zu unserm Metallischen Wesen gebracht werden/weder im Anfang/ Mittel und Ende dar- tu kommen/ dann der Mercurialische Geist und die ausgekochte bi-öicm, nach laut meines eilfftenSchlüs< - stls. Damit ich nun meiner Verheissmg weiter genug wue / was meine angezogene Schlüssel weiter vermögen und in sich haben/sowrsse/daß kein kb.Iols- kbu» gäntzlich gebunden sey an das Metall desGolds/ davon ich anjetzo nach der Länge Bericht gethan / und den wahren Grund entdecket habe/sondern wie du zu- - dvrvernommen/ so ist die ganhe Meifterschafftund Meisterstück allein an dem gelegen / an den gefärbte» wthen feurigen Geistern der metallischen Seelen/und alles was roth gefärbet/und mit einem rothenfeuri- 8.en Schwefel gefunden wird/ist alles dem ällro 8s- verwandt/und kan/ wann der mercurialische Geist k! ! k' r;r Das dritte Buch darzu kommt / damit proceäirc werden univerfgliker öe parciculsrirer, daß eineBncmr daraus zu wegen gebracht / dadurch die I^ersIIen und Xlercunu; vulgi kan erhöhet Und nach dem krocvk und Arbeit angestellet werden. Solche Seele und güldische 5uljst,ma werden NUN aM kräsfligsten befunden >M UNd V-NU! so wol auch im Vitriol / wie dann beyde im Venu; und in einem tugendhafflen Vitriol können zurück gebracht werden / in welchem metallischen Vitriol dann Nachmals aücdrey dkmcchi3,als k^ercuriu;, 8ul« xbur und Saltz unter einem Himmel befunden/ und mit geringer Müh und Zeit ein jedes insonderheit daraus erlangt werden kan / wie du hören wirst/wann ich dir jeho kürhlich von einem mineralischen Vitriol/ so in Ungarn gantz schön und hoch gradirt gefunden wird / Erzehlung thun werde. So du nun Witz und Verstand hast / geneigt undvonHertzen begierig bist/ meine Schlüssel samt den andern Büchern recht zu verstehen/ und damit die harte verschlossene Schlösser der Metallen zu unserm Stein gedenckestzu eröffnen/ so soll du billtch waht genommen und verstände!', haben/daß ich in allen veM selbigen / nicht allein vom Metall des Goldes / nem Schwefel und Saltz geschrieben / sondern A gleich mit unter gemenget/ und, gleichförmig gema»? die andern rothe Metalla/ aus welchen die verboE ne Meisterschafft zu erlangen / darum sollen von " nemvfft wiederholet werden zu lesen die Philosoph fchen Bücher/da änderst ein rechter Verstand MA. schöpfft werden/so doch ohne den Willen Gottes n>m geschicht/rc. so keh als G we tbu Zür Set du: Hai tnei fcht imt hab tha dar ve,i den da» ders Wöc bet ivie be, hab, fen/ de-r tkt»c kkm Don dem Universal dieser ganyen Welt. r 5; Weilich aber verhoffe/ es werden die jcnigen/ so sich mir rechtem treuen Hertzen zu derWeißheuzu kehren bedachtseyn / ein Mehrers auffmercken haben/ als sie schnöde tolle Welt / darzu dann diese meine EchrMeN nicht wenig Ursachen geben und helffen werden / indem ja alles so klar/ als immer möglich zu tbun gewesen / wie dann auch noch ferner das ange, LundteHecht soll gereiniget werden / damit der anfangende lernende gantz WollenSchein ohn einige Ver, duncke lung von Anfang biß in die Grube vor Augen habe: Als habe ich solche Mühe auffmich genom- wen / das jenige zu entdecken / so alle Welt verschwiegen / und biß an ihr letztes Ende verborgen / und mit Stillschweigen biß in ihre Grube verwahret haben. Daß ich aber solches gethan / hab ich'nicht ge, tban / Ehre und Ruhm dadurch zu erlangen / sondern darum / Laß Gottes gnädige Vorsehung nicht' verfälschet / sondern bey etlichen Nachkömmlingen / den allerwenigsten / offen und vor Augen bleiben chlle / damit sie ihren armen dürfftigen Mit« Chnsten be, hülflich erscheinen / und denselben Gottes des Va- ters Gnad undBarmherhigkeit theilhafftig machen ^gen. Wiewol mein Gemüth von Herhen betrübt wird / wann ich gedencke/was ich gethan / und wie ich so st-ey unverdeckt ins freye Feld daher schrei- ^^undnicht weiß/wer nach meinem Todt der In, Haber dieses Buchs seyn werde: Jedoch wil ich hof- rm / er siye wer er wolle / er werd» meine vorhergehen, Abarnung in meinen vorigen und jetzigen Schliff, ^ Tag und Nacht ihm lassen befohlen s-yn/ damit ^ mit diesem Buch also umgehe / und es brauche / daß , ; V ! ! - -r -54 Dasdn'tteBuch daß er es vor der Göttlichen Majestät zu verantwort ten habe. Ulid was nun weiter anlanget den Vitriol / seit ich billich iy Minen Handgriffen / da ich von den Mineralien in ßenerc krsÄiren und schreiben werde / ge, dencken; Alleinwgeist< in sich »wol, rksm- Weit cslci' treib Geist euren rvon ieftnl rbor- dar- n zu W-g , je, und chen iD- ).i!, ) in iheS M ine- »ist sondern ilitlver) al dieser AgNtzöir ^Ve!t> r;7 l'i'es/welches seine Aussösung ist, bejrändig iur Feuer? lwd keiner Zcrbrechüchkeitunterworssen/ oder sseugt Wxleich hinweg mir Leib und Seet/wic ihm dann we- der Wasser oder Erde auch nicht schaden kan / dieweil es seine erste Geburt und Anfang aus einem himmii, scher, Wasser/ss zu seiner Zeit herunter auff Erden ge, gössen wird/überkommen und empfangen hat. ^ In solchem zusammen getriebenen goldischen Wasser nun liegt vergraben / und ist verborgen dee rechte Vogel unLAdler/der König mit seinem himm, uschen Glanh samt sein em clarificirten Salh / wie du sie dann alle dreo ganh bloß beschlossen in diesem eini, Un Ding und güldenen proprietär zu sinden/ und dar, Ws erlangen wirst/ alles das/ was zu deinem Vorhab den von nvthen: Darum so seh dein erlangtes gülden eorpu;, über alles ander Gold in Würde und Krafft i rhaben / in seine gebührliche und rechtmässige laluri. v.n, auff seine gewisse Zeit/so wird dir erscheinen der Angeldes Höchsten/und dir verkündigen / daß er sey b,?r Aufflvftr der Geheimniß aller Welt/ d en empfahe wit Freuden/und verwahre ihn wol/ dann seine Qualität ist mehr himmlisch als irrdisch/darum er vonHer- hm begierig/wiederum zu trachten nach dem / was droben rst/davon er auch entsprungen. - Eo du diesen Propheten von seiner hinterlasse, drn Materia abgesondert/so hastu keinen andern Pro- M werter vorzunehmen / als wie dich meine zwölff Schlüssel in Gleichniß lehren. Dann eben auch in «wer hinterlassenen förmlichen Subftantz hastu noch »Ufinden und daraus zu gewartet! die reine unsterbliche Seele/samt dem Saitz der Herrlichkeit/welche ^ann beyde durch Mittel des Geistes erhaben/ und R? 258 Das dritte Buch daraus erlanget werden müssen/ damit keine unreine oder wwerwärtige Dinge darzu gefügt werden. Und gcfthicht ebener gestalt/wie ich dich in meinen Schläft sein/ mit der Seci und Salh des Golds durch das 3a- -rurnische Wasser/an welches statt auch dieser geistli/ che mcrcunslische ipiriru, kbnte mit besserem Vortheil gebraucht werden/ gelehrt und unterwiesen hab- Al»« lein mercke diesen Unterscheid / daß dein Salh aus Ercuriallschen corpore, auch wie der Seelen geschee hen/ mit dem Geist ivtercurii muß heraus gezogen wer, den: Da hingegen das Salh des Golds nicht mit -iquL 83turm, weil es dem fixen Gold-Leib zu schwach/ -sondern in einem Wasser / so dir in der Beschreibung der partieularien wird kund gethan werden/ ausgebe Zen und erlanget wird- Diesen Unterscheid mercke mitFleiß/dann es Ist viel daran gelegen/dann weil das Salh des Vie triols nicht so fest verwahret / und in einem so fixe«' Leib/wie beym Gold gefunden wird / residirt/stndcrn «6 ist noch ein offener Leib/st noch in keine coagulacion kommen/ noch durch einiges Schmeltz^Feuer gangem so ist solcherLeib noch nicht compaK worden / darum kau stin eigener Geist darein eingehen/ sich gleiche» belieben und veremigen/daßeinr'garSchrieee weisse «xcraüio 82I» geschehen und erfolgen kau/ da hingegen beym Gold eine schärften Materia «M durchdringen/ wie du hören wirst/ wann ich am selot" Dtt weiter davon schreiben werde. Siehe nun/ mein Freund/ du seyest wer du tE lest/ wie ich jctzund gegen dich gesinnet/und meinHer? gegen dir gerichtet/der du ein solches nimmermehr 8c> we ser hei wc vie Tc ms W V aus Po, 8es da, uici des Sc deh son, korri Seir und sche getl^ ruh verl nich tece> Nz- «iiki meine - Und rchlüst as 32- gcistli^ vrlheit Ale h aus jesche- uwere ^t mit wach/ tbiuig ögezo- mn es nders !s»orr NAtN/ arutN seines hnee/ n/d» Miß n>o^ Hertz gel» Dem dem Uttwerjai drestr tstitttzen Weit. Zcnmir thätest/betrachte aber wohl/ und mmm ebes Wahr/wie treulich und auffrichtig ich dir akc Schloß heil gebunden/ eröffne und entdecke / daß zuvor nie» Mahls von keinem Menschen in Sin'.i glommen/ viel weniger ins Merck gerichtet worde'n / und an den Tag geben/ unv hat mich doch lauter nichts darzu verursacht / als GOltes unendliche Gaben/mein guter Mille/und die Liebe des Nechsten/we'lchrs aber meine Vorfahren nicht so vollkvmmlich gethan / sondern biß auff mich geblieben. Wann du nun also deine drey mineralische cor- pora von einander geschieden/und in gewisse Teilung Sefthet/und die tecs;, darinnen sie verborgen lagen, davon abgesondert / so siehe zu / daß du von keinem nichts verwarfest/durch Abgang oder Vermgerung des Gewichts/welches dann in deinem HZerck ohne Schaden und Irrthum nicht abgehen wurdc/sondem behalt ein jedes in seiner eigenen Grosse unv Viele/ sonst wird dein Merck zu keinem gewünschten Ende kommen Und dieses ist der Zweck / darinnen ihr so viel Seirret haben/ auch viel Bücher durvon geschrieben und erfüllet/chaim alles was aus unserm Philosophie Wn Gold heraus gehet/und sich in drey Dmg aus» Secheilet hat / das muß ohne Abgangund Verringerung meines allein / welches ist eine neue Form und verbessertelubltamr, wiederum eingehen/ und muß nichts davon hinweg gethan werden / als allein die wce, rerrrc, darinnen das Saltz der Herrlichkeit seine Wohnung gehabt. Derohalben thue/wie ick dich Akhret habe / und füge den Geist zu stimm Lorper/ Rr tj VMst r6o Dao dritte Buch damit solche?! Lörpcr.mch zu einem Geist/ und in die höchste ^irici.'ulische Musst sich c.ufiöse und ergebe / so wird in solcher Auftösung der Leid zu einemGeist/ ^ und der Geist n m seinem Leib vereiniget und Verbum ! den in eine ludst unrr und Wesen/ daß nach Abwechß» !' iung aller WeltsMrben ein schnee-weisserLeib / über i alle Wasser erhabun/aus ihnen beyden unterschiedlich > wird und eingehet- Diß ist nun das gröste Geheim-» § niß dieser Welt/ vcwon unter den Gelehrten und ver^ ineynten Klugen viel stissmmiünes von Anfang der Weit her gewesen / daß ein Ding/so mit Händen kan betastet werd en / und mit Augen gefthen/wieder zurück in seine eriste maren'um , und asts solcher er^ sten maksria wiciderum in ein neu clarificirres und besseres Wesen durch Leitung dergüligen Natur kan . gebracht werden. ji Und also hastdu geschaffen und zur Welt geboh- ren die Königin der Ehren / und die erst neugebohrne Tochter der Philosophen / welche nach ihrer Vollkommenheit das weiss: Mixst genennet wird / davon alle Bücher vollgeschrieben. Wann du nun deine Arbeit so weit gebracht hast/so bist du billig würdig auffgenoinmen zu werden in die Schaar der Philosöphcn / ???.d hast mehr Kunst / Weißheit UstdWissenschaffk in deinen Verstand gebracht/weder alle andere Klügiinge/die vielvon diesen § verborgenen Sachen wollen schsratzen / und doch d>6 g.ringjre Wissenschaffl noch nie ergründet. Der»^ ! h üben du ihnen billich vorzuziehen/daß sie mitScha"* . ruio Spott unten an sißen / und in der Finsterniß des i Unverstands bleiben/ biß die Erleuchtung der Nat"' i hernach folget- / ji > Von dem Universal dieser Ack tttzenkDelt- »<5i Damit du aber das neue philosophische Geschöpfs durch der Natur zugelassen Mittel in die hoch, ste und wahre Vollkommenheit/ darnach dein Hertz jederzeit strebet/ bringen und leiten mögest/ so erinnere dich / daß weder Mensch noch Viel/' ohne einige leben, dige Seele sich regen noch bewegen können / und wie d-r Mensch hier in diesem Leben durch den zeitlichen Todt seine Seele verleurt/und dem ?Mmächtigen/von dem sie anfänglich herkommen/ wiedc r in seine Barm, Hitzigkeit und in dsS Verdienst Jesu Christi befühlet und auffopsserk/ da dann nach Abs 'heidung solcher Seelen die Wohnung/als der Leib/ga» atz todtgelassen wird/ der demnach ins Grab geschämt /allda er verfaulen/zu Staub und Aschenwerdenmu'ß/ wiedurch den Fall unserer ersten Eltern/im Garten Tcs Paradi, ses begangen / auffuns geerdet/ nach solcher ^^erfau- lung aber werden an jenem Tag alle wiederum > arrffer- Weckel/gantzneuund clarificirtherfür gehen/un d wird die ausgegangene Seele wieder ihre Wohnung in unsmäüxn/ daß demnach weder Scheidung ches Lei- beö/dcs Geistes/ noch der Seelen geschehen wchd/wn? dernwcn die Seele einen verklärten Leibfiud enwird/ se w:rd semit oemseibrgen in uns eine beständige Ver, einil-aing stiffcen und auffrichten / dle darnach weder Teuffei noch Todt mehr zerstören/noch im einige Zer- brechung wird können gebracht werden '/sondern wir werden von nun an biß in alle Ewigkeit, ^eich seyn und' bleiben den besten erfchgffenenCremturen Gottes/.so sonsteu von unserer Sterblichkeit ohne Abschcidung des Geiste/ der Seelen u-nd des Leibes nimmermehr geschehen kan/GOtt gebe und he/ffeuns allen zu einer siölichm Anfferstehung / Amem- Rr «j Als r6r Das dritte Buch Als nun dieses grosse und hohe Exempel/sv nicht aus menschlichen Gedancken / Witz und Uber^ muth/ oder aus ein em ungegründeten Geschwätz/ sondern aus GOite s des Schöpffers wahrem Wort/ das er uns durch seinen Propheten Mvsen geoffenbah- ret/zu erkennen giebt/ herkommet und seinen Grund hat/ lehret dich nun / was du mit dem neugebohrnen G 'schvpffweite r vornehmen/damit du eine recht vollkommene Gebiert ohne 6c5eÄ und Mangel Zu wegen bringen und ergangen mögest/ zu Lob des Allerhöchsten/dem Vat .er des Lichts und der Barmherhigkeit/ von dem alle r-ollkommene Gaben herkommen und entspringen, ums seinen treuen Söhnen und Kindern aus Gnaden ge/geben und verliehen/darfür wir ihme von nun an biß. in alle Ewigkeit nicht genugsam dancken könne» i. Wilst du nun deiner Arbeit recht und wol für- stehen/sso füge dem neuen veredelten Cörper seineSee- le/die vu ihm zuvor entzogen hast/wiederzu/damit das «ompvticumin seiner Kvafft ganh erfüllet / und unä- berschwengliche perleÄion sich am Ende erzeigen kan/ so wird. und ist gcbohren der rothe König aller Herrlichkeit/ in einem feurl ren Wesen und hoch rlarificir- ten Leibe - überakle Macht erhaben auffErden/daraus «ntspringex der güldene Brunnen/ wer davon trincket/ der bekommt Erneuerung aller seiner Glieder/und wird!« ihm gleich erwecket ein gantz neu Vit-,,darfuk GOTE in Ewigkeit gelobet und gedancket werden Die Verm chrung dieses grösten Schatzes samt desselb n tsrment?r>onM Veränderung der lenz wichu mirallem Fleisi allbereit formen/ da ichvom er/ so Uber^ , son- Wort/ nbah- ßrund hrnen tvoll- oegen hoch- gkeit, dent- raus von icken für^ See- das inü- 'an, err- cir- rus ket, ind für en nt il, in ld V-n dem Universal dieser gantzerr 26z Gold geschrieben, gemercket und in acht genommen haben/wie es damit zugehen muß/und wohin ich dich gewiesen,das mmm in acht,dann es ist hierinnen einer- leymocius und Proceß, vom Mittel biß zum Ende / allein der Anfang erfordert eine Veränderung, wegen zweyer unterschiedlichen Materien. GOu demavi- ZenHimmels-Fürsten und Gnaden,Thron JESU Christo sey von Hertzen mit Mund und Zungen Ldb Und Preis gesagk/dcr verlenhe uns Gnad/ Ä rafft und Segen/daß wir solchen Schah recht gebrauchen und ffach diesem Leben auch eingehen mögen in das ewige Himmelreich. Was ich nun geschrieben und gethan/darzu hat wich bewogen die Liebe des Nechsten/und hab solches wit meiner Eppei ientz vielfältig erfahren / durch Anleitung der gütigen Natur, dardurch ich zum Wahrsa- Ser worden aller natürlichen Dingen, und weiß gewiß , va meine jetzige gegenwärtige Schrifften nach Meinem Tod werden an 2Mg kommen, wie es dann mit meinen andern Büchern auch also zugeben wird/ daß ich viel und seltzame jumcu, in meinem Grab lerdm und ausstehen muß. Dannetlichewcrden mich auffs äusserste >>er- dawuien und dem Teuffcl geben / daß ich so s'/h Md klar geschrieben. Andere werden sich finde-^ hie solche meine Schafften nicht gerne sehen ? gar umstoßen wollen, die dieselbe für Lügen / Abgötterei) und Teussels-Werck wie allbereitandern^akur erleuchteten Leuten vor mir geschehen/und nvK auff den heutigen Taggeschicht/haltm und ausrusfen werden/darzu nimmermehr glauben, daß diese grosse WürckWg aller Meufchlicheu Gebrechen, so wol die Verbcsse- Rr iv «wg 264 Das dritte Buch) mng der Metallen/ in einem so geringschätzigen Ding der Welt ( darüber der eiserne Mann mit seinem ver- ehlichten Weid Venu;, benebens der hochglantzen- den Sonnen / die Oberhand haben und behalten sollen) gefunden werde/ und mit so überschwenglichem Nutzen in eine solche Vollkommenheit / durch Kunst md Geschiekiichkeitgeleitet werde- Dann weil die Kunst groß / die Materia aber gering und unansehnlich / giebt es desto mehr Zweiffel und Unglauben / denen ich aber durch nachfolgende Anzeigung ein bewegliches Exempel vorstelle / dardurch den Reisenden nach Emaus die Augen sollen geöffnet werden / daß sie dardurch erkennen können / daß ich keine Un- warheit geschrieben / sondern alles klar entdecket / und wlsse/daß sich die Alten beflissen / die Bereitung des Steins zu beschreiben/ unter der Weise der äiimiaiion des Weins und seines Geistes/welche in der Arbeit einander fast gleichförmig / dann erstlich haben sie gelehrt / aus dem Wein zu machen feinen ljriritum ohne frembde pbl-gms zu überkommen / der dann noch heut zu Tag bey den gemeinen Artisten der rechte urch wahre geheime himm und Geist des Weines frylwnd heißen muß / da doch mit der Wachest varzu thun/und mit geschwinder probakan beweißlichdar- gebrachuyerden/daß solcher vermeouter Wein - Geist noch viel '^sichtbare Wässerigkeit unempfindlicher weise / welche mchts anders als sem vegetabilischer krer-cui-ju; ist / KN sich hat ; dann der feurige Geist des Weins ist das rechte Feuer und Seele des Weins. Nun hat ein jeder seinen anfänglichen Kler- curinm in sich verborgen / wiewvl die vcgetsbiiia na< 1 - aul solc teri z neh nir i linl In ritt fch. ich unl ab< /1 rec W solt der > - r Vez nig ! erst bei i sen jeh j. che Gc j Zei, z erfl S solchen Spirikum und Geist des Weins in zwei) unterschiedene Theil sepsrireu und scheiden sol / daß ä nehmlich solcher Wein - Geist auff einen weiß caici- r nircen l'arcarum solle gegoffen / und durch seine gc, f linde (listillation über den Helm gezogen werden. ^ In welcher Millacion der rechte wahre geheime ljn- ! riruz und Geist des Weins von seinem veAskabili- fchen klercurio getrennet und gefcheiden wird / wie ' ich dich in meinen Hand-Griffen auch treulich lehren, l und unterrichten wil: Aus der hinterstelligcn rerra ) aber haben sie gelehret/das Saltz zu ziehen/und dem r reÄj5cirken lpirikui zuzusetzen / dardurch er in seinem ! Wesen gestärcket/ und endlich der Stein der Weisen i solle gebohren werden. Aber dieses ist starck zuwieder der Ordnung Gottes / und kan so wenig aus einem - Vcxet-Wel - Wcrck ein animalisches Wesen / als wc:- ^ nig aus einem mineralischen ein animalisch Werck ! erfolgen: Sondern es ist nur Parabols weiß / die Ar- ^ beitünd Practica unter dieser Bereitung etlicher mas- ^ sen begriffen und angezeigt worden; Gleichwie aber ^ Av vom Wein gelehrct worden / also kan auch glei« ! wer Gestalt durch einen ganh kurhen Weg, unser Gold(nicht das gemeine/sondern das jetzt neulich ange, z zeiget/) auffgelöset/zertrennet/geschehen und ir> seinen ,, ersten Anfang gebracht werden. Aber du soll wisien / daß solche Auflösung und t Scheidung niemahls von keinem der alten ÄLeisen (so für mirgelebt/ und dis; ^la^ileriumgewust) of, , . senbarlich und ohne Figuren beschrieben / daß, ich es Rr v «der t r66 Das dlltte Buch aber chue/hat mich darzu bervogen die Liebe desNech- sien/welche ich zu allen denjenigen aus dem innersten ciemrö meinesHerhens trage / so dieser Geheimniß ohne falsch und Vermischung der Laster mit treuen Hertzen/rechter Erkantniß/und wahrer Gottesfurcht obliegen. Und sott hlemit zum Anfang beuchtetseyn/ daß unser Gold ( dir vlelmah! angezcig t) von keinem dieser unserer Geheimniß lehrenden Jünger und vilci- xul für das geschmeltzre/und von der Natur gar ausgekochte Gold allein soll verstanden und geachtet wer« den/sondern in dem stecket der Zweck und Irrthum/ samt Verschwendung der Güter/ so wol der Anfang als das Ende der gantzen verlohrnen Arbeit; Ob wol tucht allein aus Gold/sondern auch aus andern M" lallen mehr dieses Kleinod zu erlangen/und in Bereitung particulZncer viel Nutz und Vortheil/ so wol «»uch was die Gesundheit des Menschen anttifft/ wie Mor auch angezeigt / kan erjaget und erlanget wer" i)en/ so wird Loch ohne dem Geist Uercurii das Universal der Welt aus solchem figirten Leib des Golds allein zu machen unmöglich seyn/auch so lang unmöglich bleibe»/ biß der Gchöpffer aller Dinge andere und weitere Verordnung thun wird / sein Geschöpfs nach deinem Willen zu ändern. Gleichwie aber solches uumüglich ist/ und nicht geschehenkan/ also und gleicher gestalt ist auch un" möglich wider GOues Gesichöpffzu hande!n/und dasHeilderNnhdarkemdarnach du mit Verlangt wartest/ in einem zu finden Und glaube mir in der höchsten Warkeit/welche Christus selber ist/ daß der Stein der Weisen nicht so ftembd / seltzam und unbe" V-n dem Universal dieser§antzenwe!t. 267 kandt/ sondern viel Gewaltigen und Potentaten be- kandt und gemein seyn würde / wann es GOTT zugelassen und Verordnung gethan hatte / daß cs aus dem Geld allein zu erlangen / und alle drey Kleinodien der Äugenden unendlicher Fixigkeit darinnen ver, borgen /Wd mit Nutz und Überschuß daraus käuten bereitet werden. Weil aber mein Vornehmen in diesem meinem iehigen letzten l'bello nicht ist / Wcitlüufftigkeit zu ge, brauchen / sondern daß ein jeder/ dem die Augen offen / und nicht gar blind / der Natur / allbereit in diesem Buch mehr als zu viel bekandt gemachet / nachzujagen/ und durch wahre Erkändmiß und Verstand wird wissen zu ergreiffen/ und sein Fürnehmen zu ergründen/ auch seinen Händen zu gebieten/ daß sie nicht das wichtigste überfahren / hinweg reisten oder verschmähen / und das geringere groß achten / nehmen und ge, brauchen / und mit den Blmden in die Gruben/vielfältig begraben/ stürhen und fallen mögen. Sowit ich dir lernenden/der du Kunst und Weißheit liebest/ und derselben (hinweggesetzet allen falschen Wahn) «in wahrer Kortpflantzer und nachkommender vilci- puim zu seyn begehrest/ und dich mit Ehren und der Wachest zu rühmen hast/ mit dieser hellen und war- yaffcigen Probadarthun und beweisen. Und sage dir hiemit in Wachest aller Wachest/ daß du unser Gold / von der Natur zusammen geirie- ben/durch einen g antz kurhen Weg auflösen und in seine PNM 3 M msten-un bringen kaust / und geschieht also:Daß du nemestden mineralischen bewuftenGeist/ der das Gold der Philosophischen Heimligkeiten/ darinnen unser dlcrcuriu; , Lulxkur jvnd Sal vttschlos- sen/ -68 Das dritte Buch sm / grüß das auff weiß calcmirtsn tartarum , ein- zelicht und tröpflicht / dann die zwo widerwärtigen Materien werden sehr brausen / laß sie so lang bey einander ruhen, biß der Zanck und Streit auffgeha- den / und unser Go'.b sich unsichtbar gemacht und dttbm'gen / im vc^ersbilischen gesaltzenen Acker oder Bauch ded Wein, Steins: Alsdann sehe einen Helly auff, wol lmirt/und distillier erstlich in kalneo Und/ alsdann stärcker und mit gutem Feuer/so wird der flüchtige Vogel ttermsri; abfliegen von unserm Gold in solcher tublimarion, und sich auff die höchste Zinne des Tempels seheiQim sich zu schauen,wo er hinaus wolle, wird sich aber bald in den recipier,, ten fangen , weicher rein und sehr trocken seyn soll, und wann du merckest, daß er langsam beginnet zu fliegen, so nimm das Glaß aus dem kslneo, und setze es in Aschen, giebstärcker Feuer, so wird er schneller fliegen,halt das Feuer so lange, biß er aller abgeflogen, und sein Bruder der rothe Drach seine Rothe unter der rothen Färb eines Missen Rauchs, oder brennenden sauren Nebel-Dunst verbirgst, und ansah ,n wrl / seinem flüchtigen Bruder nachzufolgen. Dann höre auffmit dem Fener/mmm/wann die Tropffeu alle aus demH elm gefallen seyn,ab/und verwahre da s,was du in den rscipiencen findest, als einen Schatz der Heimlichkeit/dann durch dieseuWeg hast du erlcmgttWeiß' heil,Verstand uns Klugheit, samt den, Grund und Begehren aller Philosophen / bannt du dunb ^ ,'kurhe kluge Proba bist rnnen worden und WW'* schafft erlangt, worinuen diß Wasser zu sucheii/znch. den und anzutreffen sey, und ist für kern gnmein Ävan ftr zu achten / sondern es ist das wahre rmfehl^v^ t. - ^ ' t. d u h 5> i g u i' si ! l! d c, d tr te ic d u vl ir di d. j ! x i z i VS»r dem Uttwersäl dieser ganrzen Welt- 269 Himmel-Wasser/ davon ich zeitlich und im Anfang ficsibrieben/und zum Wem wieder holet/welches, sich sj-irimallscher weift aus den Krassen des Himmels herab in die Erde geuffer/ und die Geburth aller Metalten anhebet und vollendet/ oder vollbringet / darum dann solches Wasser von bemalten Klercuriu-.von mir aber lpiriru; tvlercurii genennet wird. Wirst» nrm mit solcher deiner Arbeit rechtumge, hen/und diesen Voge! mit Schwefel und Saltz eines Metalls zu speisen und zu träncken wissen / so wirft» kommen zum Ende einesgrossen Wercks/welches dern Swssen Stein der Weisen nicht fast ungleich seyn wird/ auchfonften purriculsriker unaussprechlichen Nutzen in viel Weg wird schaffen . Du sollest aber darneben wissen und berichtet seyn/daß dieses nicht st die wahre und rechte Ausso- mngderPhilosophen/sondexne'.ne solche/die nurpar- ticuiariter das ihre mit Ver wunderung thut / und darneben ein Spiegel ist / darinnen man unsern Kirr- curiurn, unser 8oiem und blichen siehet/ damit der ungläubige Thomas u'ad die Blindheit der Un, wissenden schleunig kan erwiesen werden. Die rechte Aufflösung aber der drey angefangenen Ding hab lchdir vornen furgehabcen und beschrieben/ und gehet vleseibige so geschwind nicht zu / sondern elfordertZeit und Gedult/neben stissger Wartuno/ aus einem drey M machen/und geschMallein durch und in sich selber ohne einige fremboe Vermischung/dann allein was tn ihnen selbsten verborgen und vergraben uegt-Dann ver Brunn des Heylö und der Gesundheit/ die Seele der ErleuchtunMnd das Saltz des verklärten Leibs/ ! ! i r?o Das dritteBuch ist alles allein in diesem einigen Ding / von einem / zweyen und dreyen herkommen / und ist eins / zwey und drey / so wieder zu einem einigen werden muß/ und ist die güldene Kraffr aller Metallen / über alle Macht erhaben / samt dem Adler und weissen Corper / so in ^ keinem Ding alle beysammen/ als allein in diesem/und ls in dem / was ihm an nechsten verwand ist / gefunden > wird. Von den Weisen/Wissenden und Verstän,' ^ digen in sehr hohen Ehren gehalten/von den Unwis, senden und Blinden aber verachtet und geschändet. Wem aber die Augeneinmal geöffnet/der bleibt dar, ^ ^ nachgkrn bey der Wachest/ und wird so begierig / die i mareri.im z>r verbergen und vor den Boßhasstigen zu verstbwencen/ daß er Tag und Nacht sinnet/ wie er ! ' diese maren^m vor den Bvßhasstlgen und klmvür, t . digen verbergen möge; Beschließe also hiemit mein j drittes Buch- i Ehe und bevor ich aberidas vierdte Buch von . v den Particularien ansa nge/w!l ich nothwendig von ß dem Vitriol/ Schwefel u.ndMagneten der Weisen etwas melden. > Mein Freund/du soll >nun wissen / daß meine ^ jetzige Bejchrelbung von der Wesenheit des Vitriols ' !t eigentlich beruhet auffder Erfahrenheit/ in deren aller 8 Triumph und Sieg der höchsten' und grösten Wei^ j heil von dem allerältesten auffmich geerdet / und auss dich nun kommen / darinnen erfünden-wird / doch der/ gestalt und also / daß in der Erden ein mineralisches Galtz fällt / so man Vitriol nennet/ zu Färbung vek Tücher und sonsten zu vielen Sachen zu entrachen nicht wol möglich / dann es führet an und beisset durch / wegen seiner Schärsse/welches vsm andern Saltz Vsri demUtlwersir! dieser ZNtttzeir Melk. r 7 gesondert ist / was ihre ^usükskes und Eigenschaft anlanget / dann LieftsSaltzes mwersl jstschrwun, dsrbahr/einer gantz hitzigen und feurigen Eigenschaft^/ wie sein Geist erweiset / deren es zween bey sich hat/ welches em^irsculumnnwi-Tlst/ und in den andern Sachen nicht befunden wird / darum dieses Saltz als ttermspliroäir ist unter andern Sachen / es ist weiß und roth / wie man es haben wil / es thut viel in derArtzney/ und kan das außrichten/ wassonsten unglaublich ist. Dieses Salh führet einen brennenden 8ulpkur, das andere 821,2 nichtlhmu Darum kan es auch in metallischen Sachen / wie jetzt gemeldet / wegen der ki-anMu^rion vielmehr verrichten als andere / dann es hilfft solche nicht alleinauffschlies' sen/ sondern giebt auch Beförderung andere zu wür- ^cn/und zu gebaren durch seine innerliche Hitze/wann die Scheidung des Vitriols geschieht / KUlcee durch die Scheidung des Feuers / so gehet erMchcn der ihirituz der weiften kormL , darnach der Geist der bothen Qualität / in der ccrra, so noch dahindcn / stehet das Saltz / welches seinen außgejagten cu. rium und tulpNur schärften kan / wann sie vereiniget worden/ was dann nachmals bleibt/ iftlvdt/ und hat dewe eKc-iciam mehr. Das laß dir nun genug eyn/ dcrvu begehrest Verstand und Weißkeirzu er- ^igen / mercke und nun eben in acht / was dir der schöpfte r in der Natur durch das Letzt angczündte "wy vor Augen stellet / dann gleich wie du in dem gan- M Corper des Vitriols drey unterordne Ding undest/als Geist/okum, und Saltz/ also hast du auch w ^inem eigenen Geist (der ohne Vermischung seines ^folgenden Qels aus. der msrsria außgetrlebcn ) wie« :t?» Das dritte Buch liviedemm zu gewarteu / drey unterschiedene Ding / mehr anders als zuvor in dem gantzcu Lorper des Vi- Mols/welches für nichts anders / als für einen Spiegel der Philosophischen Weißheir zu erkennen / den Menschen vorgestellt/ dann da du solchen Geist des Vitriols allein recht und wol kauft abscheiden/ so haftn in demselben wiederum drey knncipia , daraus einig und allein / ohn allen Zusah / seit Anfang der Welcher der Stekn der Weisen ist gemachtworden/ dann aus solchem hast duabermahlszugewartenei- lM hinmin weisser Form/ein oleum rother Qualität/ und nach diesen beyden ein ChrystallischSaltz/welchr drey nach ihrer rechten Vermischung in ihrer Vollkommenheit kein andergenmgebühren/ als dengrossen Wem d/er Weisen. Dann der weifte Geist ist einig und allein der klercuriuz aller kllilolopkorum > das rothe olsum aber die Seele/und das per wahre magncüiche Cörper/ wie ich dich kurtz zuvor nach Der Länge berichtet. Und wie nun aus solchem Geist des Vitriols die wahre güldene und,silberne Tinctur zu Tag gebracht / also ist hinwiederum aus seinem oleo eine kupfferne Tinctur zu machen/darumb sey"? sieim^encro weit/ weit/ja weit unterschieden/ob sie gleich in einem Leibe wohnen/ und emeHerbcrg befl- hen/da liegt nichts an/dann derWille des Schopffecs hats also verordnet zu verbergen der Unwürdige" halben/dißmust du fleißig mercken undwol beweget will du änderst ei» rechter nachfolgender Jünger mA kbilolophu; seyn ; Dann in dieser Wlftenschüftk lled verborgen der Zweck eines grossen uiiwjederbrMS. chenIrrthums / und die Klugheit der Welt ka" ches nicht begreiffen/daß der Geist des Vitriols/ dae l-Nl Sen Ge kril kau wei den vle< Vor! wei Go seyr und fest und 8er und Wei deu! ^I>N wei the, (di, den in, den. der von nee Von dem Universal dieser garitzsn Welt. r?z das hinterstellige Oel in Krafft und fugend so wett unterscheiden seyn. Was ihre O.vaiitäten und Ei- genschafflen anlanget / dieweil nur allein aus seinem Geist/ wann er recht ausgelöset/und in seine drey knncipia gebracht wird/ Silber und Gold werden kau/aus dem oleo aber nur Kupffer/ wie du in be, weißlicher Proba finden wirst. Es ist aber ferner mit dem Geist des Vitriolsund seinem nachstandigen - oleo dergestalt bewandt / daß wo Kupffer und Eisen vorhanden derSaame des Goldes gemeiniglich nicht An davon ist/wie ingleichen auch da der Saame deS Goldes verhauden/Kupffer undEisen nicht weit davon seyn / wegen ihrer anziehenden magnetischen Krafft und Liebe/ so sie als gefärbte Geister unsichtbarer wei, sestätig zilfatumen rraaen. Darum auch Kupffer und Eisen für andern Metallen mit allzuviel nberfiäW Ser Farbe des Goldes durchgangen und grfarber seyn/ und in ihnen vielmehr der rothen Färb und rmQuo Wurtzel gefundenwird/ weder tmGoldselbstcn/wie Uteine andere Bücher mit mehrem vermelden und andeuten/ dazu dann insonderheit mit untcrgehvrt die idinera des Vitriols/ welches diesen jetzt erzehlen allen Uaeit zuvor gehet/weil sein Geist lauter Gold und Ro, the/rvhe ungekochtekinÄurjst/ wre dann in Warheit ^-vie GOtt selber ist/) dieses nicht änderst wird erfun, den werden. . Es muß aber solcher Geist / wie vorgemeldet/ su seine gewisse unterschiedene Theil getheilet wer- ^n/alsineineMGeist/Seel und Leib/ der Geist ist u« beyde Geist und oleum sich weit unterscheiden / u»^ niemahls inWurtzeln vereiniget gewesen / weil das ^ xrleam nach dem Geist herüber gehet/ daßeinjedesim 7 Sonderheit kan erlanget und gefangen werden. Honte dieser feurigeGeist viel/viel bequemer einLÜ^- Schweftl und Substanh des Goldes Zenenner Len/wie es dann auch also befindlich/ungeachtet er a«» «in Geist im Vitriol verborgen lieget. . Dieses güldene Wasser oder Geist /so aus dem Vitriol getrieben wird / hat nun wieder in sich Lulpkur und Magneten / sein Lul^kur ist und brennend Feuer / doch unverzehrlich ; Der Ulm gnet aber ist sein eigen Salh/welches in ihrer Zufam rnensetzung seinen 8 ulxkur und !vticrcurium w«e ^ in und an sich zeucht / mit demselben sich verein«» j : und verbindet/ daß sie weder in Lied/noch in^' ! 'scheiden seyn. Dann erstlich wüd in linderWarmeauD^ toset.-er sehr ungekochtt mmurialische.Geist / 6 ^ dl A ei Zr dc S« rg d< K k so l«! be Se «t dr scl fei ru in m be Nil hi. se, ve sie wis §e> rm^ 'MI^ ucht/ E mg/ )ei^ >vclt Htek iesek we>' das ;U^ k- .l-'-b ! ! vcl/1 den' inen r>n^ ed«r ig«l >ZU di^ VHN hem Unrversa! dieser tMtzen U)elt. r 75 diesem wird ferner cxrr^irc, und nach magnetischer Art c.ußgezogen die lulpliurische See! / in der kerra stecket alsdann das Saltz / welches gleicher Gestalt durch den mercmialischen Geist als siincm eigenen Magneten heraus gezogen wird. Ist also immer eines des andern Magnet/ und tragen eine solche magnetische Krafft und Liebe zusammen/als solche Ding/ da das letzte samt dem mittlern Lurch das erste anß- Mögen / wie sie dann auch dardmch gebohren / und ihren Anfang genommen. Und ist in solcher lepa- racion und ÄNfiösuNg der 8piricus ober l^ercurius der erste Magnet / uud beweiset leine Magnetische Krafftgegen dem Schwefel und Seelen/ die er guu- st Xigxnez attrsliirc und zu sich zeucht / wann bann solcher Geist per moilum «Mitliuionis von der Seelen wiederum .--blölvirr und loß gesprochen M'v / beweiset er abcrmahls seine Magnetische Kraffr ge- 8en dem Lsl, welches er aus dem todten Erdreich dbermahlö aus- und in sich zeucht / daß nach Absehen düng solches Geistes das r>al in seiner Reinigkett-erscheinet und gefunden wird: Da aber der Proceß ferner vollführt und nach rechter Ordnung und Maaß die Zusammensetzung vor die Hand aenom, wen wird / daß derGeist/ und dasSaltz zusammen W den Philosophischen Ofen gesttzet wird, so siehet wan,ebener «Mn/ wie sich dieser himmlische Geist bemühet nach magnetischer weist / stjn eigen Saltz an sich zu ziehen / dann es löset solches innerhalb vier- h'g Tagen auff/daß es zu einem gleichstrmigen Wast mwlrd/wte es selber ist/und wie inglelchem das Saltz Ar seiner cosgulstion gewesen. In welcher Aer, lwmng NsthWysüH ygnn ersthemek die allergrös- Ostz ftftr r?6 Das dritte Luch feste Schwache und Finsterniß der Erden/ so jemahls gesehen worden. Aber wann nach Abwechslung derselben eine helle/gläntzende/weiste Erscheinung gee fchicht/ kehre!sich das Spiel um/ uuö wird das auss- gelößte/ flüßrge/wässerige 8i>l hinwiederum zu einem Magneten/ dann es begreiffet in solcher-sol»ü»n seinen Eigenen striricum, das Ist den Geist klercurii, den zeucht es zu sich wie ein Magnet in seiner Gemalt/ver/ birgt ihn unter der Form eines trockenen/ schonen/kla/ ren Leibes/und bringet ihn also mit sich selbst durch eine wahre Vereinigung in die allerhöchste coaguhirioo, und zu der fixen Beständigkeit/allein durch Anhalkung des Feuers und desselben gewisse graste. Wann dann also der König derweissen Cron sebohren/und die Austrocknung aller Feuchcchkcu feinem fipen Stand gebracht worden / ist es anders nichts/ als Erden und Master/obgleich die andern l Elementa auch unempfindlich darinnen verborgciv ^ behalten doch gemeldte beyde das stominium und ^ xr-, wiewos der Geist zur Erden worden / unduim Mermehr in seiner wässerigen Gestalt kan gesehen wer- . den/und bleibet solcher zweifache neugebohrne Co>> ^ per ebener Massen noch in seiner magnetischen Krafst und Eigenschafft/ dann so bald ihme/ nach stmer weist sen Fixigkeit/ seine entgangen- Seele wieder E benund zugesetzetwird/ zeucht er abermahls/ als " > Magnet dieselbe an sich/vereiniget und verbindet st - ^ mit derselbigen/daß sie in die höchste Farben und - the der Welt mit leuchtender Durchsichtigkeit u« i Klarheit erhaben werden / und also hast» kürtzl^ ^ nen kiärlichen Bericht we-en des Vitriols/ sE ., . r, vi kr n< vc se, u, ta M ta ta rs st- >^c er so in E A re dc dc 5e er, de th rahls aung gge, uujf' lneM !ilien der' wer/ /kla/ ) ei? ION, ItlNS ^rott irzu d«s vel'U g-ii/ und ii,V^ wer/ aH oeid eg^ eis sich ^ stb/ ^ l-n» i »ei/ hm ^ ri» . Vdtt dem Uttwersäl dreffr Fätttzen Welt. r77 Nr und Magneten. Bitte GOtt um Gnade recht zu verstehen/brauche es wärdigltch/und vergiß des Armen nicht. Zum Beschluß meines Sermons will ich mit kurtzen Worten noch dieses anhängen/ dir auch einen natürlichen Beweiß vor Aussen stellen/ damttduden vermeynten Klügling so buld zu Boden rennen / und ihme seinen Speer nehmen tolt. Siehe nun und wis- se/daßaus allen Metallen/ sonderlich überaus Eisen und Kupffer/ so doch ganh harte und nahend fixe Metallen seynd/ausjedem.insonderheit ein Vitriol kan gemacht werden/das ist nun eine Le^uÄion eines Metalls in ein Mineral, dann die Mineral werden zu Metallen/so seynd die Metallen alle auch in der erst mine- rsliagewcfen/darum seynd diemineraliader Metallen pwxima ktareria, und doch nicht prima, aus demselben Biknolo Tonnen fernere reäuÄioner geschehen: Als °aß daraus ein Geist getrieben durch Kraffl des Feu/ ers» Wann nun solcher Geist abgetrieben worden/ soist dennabermahls eine rccluÄion eines Minerals tu eine st»rimaiische LlIentr, und behält doch ein jeder Geist m seiner r^uÄion die metallische propnetät; Aber solcher Geist ist doch noch nicht die prima ma- rena. Wer tvolre nun so grob und ungereimt seyn/ daß er nicht ferner verstehen tönte oder glauben solle/ »' daß auch durch solche rscluÄiones und Verkehrun- ^ 8m eines in das andere zu der prima msreria, und S Endlich zu dem Samen selbften/gelangen tönten 'beyde ^ der Metallen und Mineralien / wiewol nicht von nö- - t>)cn/die Mttalla sechsten zu zerstören/ wrii mau chren Ssiij Saa- r?8 Das dritte Aych vem dem rs. Saamen in den Mineralien gantz bloß figirt und offen findet. M GOtt in Ewigkeit, was vermeynen doch solche unverständige Leute / es ist ja eine ganh leicht« und kindische Arbe t/ es gebet ja eines aus dem ane d?m/ gleichwie aus dem. lieben Korn endlichen ein Brod gebacken wich ; Aber die Welt ist blind biß an das Ende / also Mich innen kalten mit Schreiben/ und dich dem Höchsten befehlen. Ende des dritten Buchs. M (279) M Das WerdteUuch/ Oder Handgriffe/ Darinnen unterwiesen wird/wiealle Metatta/ und taugliche Mineralia pnrticu- lanccr in ihre höchste Bereitschafft können gebracht werden: Von Particularien aus allen sieben Metallen / wie sie mit Nutzen könne» bereitet werden; Erstlich Voui 8ulplrurs 8o!i8. darinnen die l-uns gesärbet/und zum besten Gsldgebracht wird. Jmm rein fein Gold, so dreymal durch den Amimomum gegossen worden ; Item Wol purgirttN ktsrcurium vi- VUM, so zuvor durch ein Leder gebrütet wordcn/stchs Theil/mache daraus Ssiv ein r8e Vorlag/wann sich solche tpinm; niedergesetzet/ so trage abennahl einen Löffel voll der Materi hinein/und Proceöjrs damit wie zum ersten mahl/ auch so offt und taug / biß du die Materi gar überdiiiillirthast: Laß sich dann zuletzt age ffmitur wol setzen/und zu Wasser Werden/so hast» ein gantz höllisch und starck solviren- ves Wasser/so den zubereiteten Gold ^Kalck/ so wol . auch das rohe dünn-geschlagene Gold-'n momem» ' lolvirc, und auflöset in eine gelbe / schöne / dicke ! Svluüon/davon ich dir formn im dritten Buch auch > angedeutet habe / und mcrcke/ daß dieses ist eben das » Waffer/unv krin anders/ das ich dir am Ende meines ! andern Schlüssels vorgehalten / dieses Wasser hat die brasst und E'genschaffl / nicht allein das Gold kraft- j, tiglich zu soiviren / sondern auch in die Flüchtigkeit j bringen/ und über den Heimzuführen / daßals^ s vann seine Seele aus solchem zerbrochenen und zuriss ' en?m Gold - Leibe kau excralmt und außgezogeni -- werden. tz Du sott aber wissen/daß der Geist des gemeinen u ul„ eben dasselbige thut/ was der Salarmoniac ver- ^ mag, daftrne er auffdiese werse-wie ich hinten berichtn werde / außgetrieoen wird; Und da dieses Saltz- ^e,stes drey Theil genomm/n werden / und darzu ge- S s v mischt 2Zr Handgriff ! mischt spiri'tur Mi5 nitn ein Theü/so haflu ein Wasser/ ! > das siarckere Kraffr hat/ als das gemeldte Salarmo, . - wac.Wasser/ist auü) besser: Denn der Saltz,Geist » istnichtsocorrosivisch als der Salarmoniac / dieser' i » Geistsolvirt das Gold noch geschwinder/ führet es ! « eben so wol über den Helm/ machet es flüchtig und ge/ ; ^ schickt seine Seele zu lassen; machst demnach brau/ ! l chen/welches du will/ und dir am leichtesten zu berei/ ! t tenist. ^ Derowegen nimm des zugerichteten Gold,Kalcks j d ein Theil/welches Wassers du will drey Theil / thue ^ c es in einen Kolben/ lutier einen Helm darauff / stelle s es auffwarme Aschen/ und laß es sich jolviren /und i was sich nicht solvirt hat/dageußwiederum drey/ st mahl so schwer Wasser darauff/ biß alles solvirt/ laß ^ fl es eckalten/scheide diese-» davon/die Solution geuß > r in einen reinen Kolben / lutier einen Helm auff/ laß st Tag und Nacht in Lalneo öianT in linder Warme , ic stehen/ setzet es mehrte-», scheide sie alle/wie vor/als/ st dann stell es wiederum ins Lalnsum KlariX, und dige^ ^ rirs neun Tag und Nacht / darnach distillier das - v, Wasser lind ab/biß auffdie Dicke/ daß es im Kolben m bleib wie ein oleum, das abgezogene Wasser geuß c g< wieder in Kolben auffdie Dicke / und repetier das > so Ab,und Auffgiessen so offr/biß es matt und schwach ° A wird. Es muß aber allezeit wol lutirt seyn. Letzl^ W chenMßauffdie Olitat in Wnäc, frisches Wassu ^ »N Welches noch niemaln gebrauchet worden/ und dss^ vg es damit Tag und Nackt/wohl verschlossen/setzt darnach m eine Sand,Capellen/ und distillierva r>n Wasser auch davon/biß auffdie Dicke/wie zuvor/da , kei abgezogene Wasser warm Zemacht/geuß wieder^ ^ iu ! V§m Lulpkurs 8 o!i;. 28 z !k/ ! den Kolben/ verlütirS/und zeuchs ab/wiederhole es mit 0 - Abgressen und Zusehen / biß das Gold alles über den ist ! Helmgestieqen/doch mercke/daß du das Wasser im- er ! mer in einer jeden Arbeit durch einen Grad des Jenes 1 ers stärcker abziehest/wann nun dein Gold alles in dem e- l Wasser übergestiegen ist/ so distillier das Wasser m ir- > Lgiaeo Llgri-l: gar lind davon/biß allst die Dii- är/ setz i- ! das Glaß an eine kalte statt / so Hiessen durchsichtige ! Chrystall«n/d«s ist dann derVittivl des Goides/geuß 's j dasWasserdavon ab/disti!lieres abermaiauf dieDi, >e ^ eke/und setze es hin zu Hiessen/ so Hiessen mehr Chry- ie ^ stallen/dieses wiederhole/biß nichts mehr Hiessen will: d Nimm alsdann die Chrystallen und solviere sie in di- )' stillirtcm Wasser/und thue wohl purgirten L dreymahl ß , so schwer darzu/als die Chrystailen gewesen/schwencks ß » eine gute Weil wol um/ so erscheinen viel Farben/und ß i fällt ein ^lgams zu Grund/ und das Wasser wird e i lauter/das laß gantz lind unter einer Muf- > fel verrauchen/ stetig umgerührt mit einem eisernen , krächz so bekommcstu ein schönes purpursarbesPul- s ! ver / schön roth wie Scharlach/ welches Pulver sich » in distillittem Wein-Essig gar geschwind resolviret/ ? - santz Blutroth. Wann du nun dieses Pulver hast/ ^ ' sö extr-klre seine linKiiram oder ^Nimam davon/ > r durch einen zugerichteten tsilrimm vlrü, der mit dem ^ spirltu 5aliz communir vermischt ist / und zusammen , j, m eine Süsse einganM/welches in diesem Proceß ^ k dqs Meisterstück ist: So bekommestu die Dnöla- 8oil8, so koch Wie einen durchsichtigen Rubin/ , . lind bleibet sichtlichen ein weisses corpus dahinten / so . , keinenssirieum mehr färbet. Mercke aber/ daß du ^ „ »udem ssirim sallz ohne Unterscheid nicht kommen kanst: r 84 Handgriff kanst ; Ist Lr aber nicht süß / so kan er in stiM sperr- tion nichs verbringen noch extr^hiren, darum wil ich dir / meiner Verheissungnach/allhieran diesem Ort solche Heimligkeit / den jusseii lj-irirum l3l» zu erlangen/ auchfürschrciben/ hab aber acht/daß dum Bereitung desselben recht damit umgehest / dann es erfordert subtile Handgriffe/und einen geübten Kunst, ler/ sonsten solte dir solcher bereitere h»rjrus an statt der edlen Röche wol eine andere Farb/als grün/oder um gestalt exrrakil-en und ausziehen. Darum mercke fleißig auff nachfolgende Re- den/nimm einen guten 5pirrwm5si», derwolstepblcg- Wirt und keine Wasserigkeit mehr in sich hat / auch auff diese Weiß und Manier außgetrieben / wie ich dich am Ende des letzten Buchs lehre. Dessen kecip. ein Theil / geust darzu einen halben Theil des besten und auffs höchst 'gebrachten st-irim; vint, der auch keine pkleZma noch veAskaluIischen I^ercuriuM mehr in sich habe/sondern ein lauter lulpkur vim seye/ Und auffdiese weise bereitet /wie ich dich ingleichen im letzten Buch lehren werde/ lutier einen Helm auffund zeuchs ziemlich starck mit einander über/ das nichts in fuacic, bleibe/was üderMiegen ist/ nimm und geuß übermahl halb so viel cvs es zusammen wiegt/ spirimm vin, darzu / und zeuchs über/etwas stärcker als das er^ ste mahl/wiegs aber/und thue es zmn dritten mahl/aocr allemahl stärcker übergezogen/ thue es alsdann in e> nen Kolben wo! verlutirt/und puttisiciers zusam.m^ einen halben Monat/odcr so la ng biß es alles ganE Worden / in einen ganh linden trZinco, so ist der 1?^ ^ L vini bereitet/ und hat siinen scharffen Gesck^'" verlohren/ und ist geschickt zu extrahier,. V<)M bulpkure 8oLe. r 85 Nun nimm das Rubin, rothe zugerichtete ^old>Pulver/geuß von diesem bereiteten lgiricu laliz öc vr.ii so viel darauff/ daß es zwecu Finger breitdarü- der gehet / seh es in eine linde Wärme/bis der lhi"cu5 j schön hoch roth worden / alsdann geuß diesen rothen hririmm ab / und was im Grund bleibt / darauffgeuß einen neuen/setze es wiedexwol verlutirtin lindeWär- n'e / biß er sich auffs höchste gefärbet hat/ so geuß ihn aber ab/und wiederhole die Auffmnd Abgiessung/ biß das corpus Solls gantz weiß/ wie ein lebendiger Kalck am Boden liegen bleibet/ das verwahre / dann darin- . nen st-cket noch das 82! desGoldeS/welches in derArtz, ^ ncy seine Tugend mächtig beweiset/ wie hernach soll angezeiget werden. Die gefärbten ismim- ffun nimm alle zusam, >nen /nnd ziehe in einen sehr linden Lslnso die lsirku, davon / so findchdu im Grund ein ganh lieblich schön roch Pülvcrlein / welches ist die rechte nnäura 3m- m.ii,;o!)crlulpkur des Goldes/den susse wol ab mit distWrttm Regen-Wasser/so wird es ganh subtil/zart u„d schön. Alsdann nimm solchen ausgezogen iul- i piiur 5olir, wie du gelehrt worden / und auch so viel ldipkur cx^ wie ich dich kurtz hernach folgend / da ich von dem F schreiben werde/auch unterrichten wil/rei- ve sie zusammen / und thue sie in etn rein Glaß/ grüß darauff so viel lpiricum xiercurü t dessen Proceß ich mr nächst im abgehandeltem Buch eröffnet / und auff i dein höchstes Gewissen/ja Seelen Heyl und Seligkeit l eingebunden ) daß er faftzween Zwerg, Finger darü- ! der gehet / und daß sich die Materien darinnen ff>ivi. / ^ mögen/ setze es alles so lang zu lolviren» bis nichts «ehr im Grund gesehen wird/ sondern alles zu einem Rudi- >86 Handgriff RubinWen güldenen Wasser worden / treib es in ei/ nem conjunAirc herüber/fs ists eins/so zuvor von ei^ nem herkommen/verwahr es wohl und fleissig/ daß nichts verrieche/und geusseö auffstchSmahlso schwer reinen geschiedenen Silber-Kalck/ der mit reinem Saltz niedergeschlagen/und wieder wohl ausgesässel/ auch ganh trucken worden sey / figier eö wol verlutirt zusammen durch die bxanon igmZ, hiß es nicht mehr Lluffsteiget/ sondern six im Grund bleibet/ nimms aus/ . schmclh es im Wind-Ofen mit starckem Feuer/biß es ganh wo!fieust/so hastu die Braut mir ihrem Bräutb gam vereiniget/ und zu Gold gebracht/ zu einemgantz hohen grgä^darfür dancke GOtt rmtunausshörltcher Dancksagung. Nun solt ich billig auch anhero setzen / und web nen Jüngerunterrichten/wasfürgrossrNutz ferner/ und überschwengliche Kunst mit der ausgezogenen Seekn des Goldes angestellet/und zu wegen gebracht werden kan/wie sie nemlich porsbU-z gemacht / dem Menschen grosse Stärcke und Gesundheit emgiejstn kan. Welt aber dieses vornehmlich mit unter die ^ chclN3li-r, dahin dann auch das Saltz des Goldes mlk seinen v.smribu;gehörig / so will/ wie dem gescheht soll/ am selben Ort/ als im letzten Buch / davon cme Erwehnungniachen. - . Jetzo aber will ich allein gedencken und schrelven/ wie das weisstcorpu; Lolir fcrners soll zerlegt/ un durch Kunst sei» Saltz und Quecksilber oder riu5 curi-cn; daraus soll erlangt werden- Dessen Prv eeß ist also: ^ ,,«,s Nimm das weisst corpu; 8oli-i daraus du SMMÄM oder Seele gezogen/rsvsrbsrir es gelind ch'N V-M 8ulpliure 8oli;. rZ ^ «ine halbe Stund / daß es wieder ein wenig corpora- lisch werde/ darnach geuß ein wo! reäiticirtes Honig, Wasser/so corrosivisth/ darauff/ und zeuch ihmesim Saltz in linder Wärmr aus/ welches in zehen Tagen geschieht/wann das Saltz alles excrahjrt ist/ so distil, lier das Wasser in Nslnev davon/ süffe das Saltz wol ab/durch vffrere Wiederholung desdistillierens/nzit gemeinem distillirtem Wasser / und clsnücir es mik tpiricuvinissö hast» das tai 3UN, davon du an seinem Ort wc iter vernehmen sslt/was seine herrliche Tugen, den vermögen in derÄrhney der Menschen. Was für übrig bleibet / darauff geuß einen 8pvimm "rtari. wie ich Lenselben am Ende des letztenBuchs, weil er auch unter die Medicin gehörig, beschreibe, dlgerirszusammen einen Monat/ und treibs durch Eine glüftms kccorcen m ein kalt Wasser/ so hasill den l^ercunum Solls lebendig / darnach von vielen (über vergeblich)hefltiggestanden wird. Es vennaa die Natur auch jausten noch eine Heimlichkeit/daß nemlich der weisse Cörper deöGol, des/ der seiner Seelen verlustiger worden/ wieder kan Lefärbet/ und zum besten reinesten Gold gebracht wer, den/ welcheveiborMe Heimlichkeit tvenig wissn, dir aber/ meinennreuen Nachkömmling / will ich sol, ches auch entdecken/ damit du sagen kaust/ daß ich dir «tn volles und gantzes Werck hinterlassen hab/ und dir durch deinen Schöpffer geoffenbaret worden. Du wirst sonderlich in acht genommen/ge, merckt/und in dein Hertz heimlich gebildet und ge, Ichriebenhaben / was ich dir vorn Umvcrläl Stein der Philosophen in meimm dritten Buch rnhöch^ ster »88 -Handgriff' ster Machest vorgeschrieben / und heimlich anvetv krauet/baß derftlbige gantz allein anst dem Missen ip>' rüu vjcnoli beruhet / und daß alle drey priacipis allein in diesem Geist gefunden und überkommen werden / auch wie du darmit verfahren / und ein je/ des in seinen gewisten Stand und Ordnung bringen sollest. So nimm derohalben das Lulpbur kNiloiä- pkorum, welches in der Ordnung das andere kein- cipium ist / und mit dem ljlirikll Xlercurii außge-o/ gen wird / den geuß auffden Missen Leib des Königs/ digerirs einen Monat in einem linden kalaeo, dar/ nach figirs in der Aschen/und letzlich durch.den Sand/ biß dir ein fix braun Pulver erscheine / alsdann schmeltze es mit einem guten Fluß - Pulver aus v macht / so wird es wieder gantz geschmeidig / und Won Gold / als zuvor/ an Karb undKrafft nicht tadeln. Mercke aber/daß das Saltz dem weissen cor^o^ FI 8olir nicht muß genommen seyn / davon ich zuvor auch etwas Meldung gethan in meiner kep-cirio" der «r. Schlüssel / davon du am selben Ort zu Es kan auch noch sonsten auffeine andere Art ein sM ner durchsichtiger Vitriol prrepanrr werden aus den» Gold auff nachfolgende weiß. Nimm ein gut durch 8m»rn» niac gemacht/ein Pfund / verftehe/daß du nehmest^ Pfund gukstarckScheid,Wasser/ und solvirejkd^ innen acht Loth 8glm»c, so bekommest du ein sgusmkeg», cüLllier und rcÄistcier es so vsst - ^ , den Helm/biß keine 5«ce5 mehr im Grund ble^ .. sondern! gantz rein und durchsichtig über! sichW^^,' Als lvzr ne u 'aß kan. Wen wen sen/' brai des lößt und gest Go sich ser! bet da, We tig Wn ses ten Fe Ser bn> S Nr du el> ^>is ien je, zen ls- l in- j ;s/ ' ,r, j ld/ ud z- logt -a !N- >ö? !lN 0 - ,x, ck ch n/ t: S> Vsmäulpluire 8olH. r§- ^isdannnimm feine dünn geschlagene Gold-Rollen/ so zuvor durch den Lmimovwm gegossen worden/ üme sie in einenKolben/geuß das /rguam Ucßisdarauss/Und laß es solviren/so viel als du Gold darinnen aussöserl künst/ wann es das Gold alles solvirt hat/ sogeußeck wenig oleutntartaridarein / oder lLltEri Meinem wenig Brunnenwasserauffgelöset/und darein gegoss sen/thut eben dasselbig / so wird es anfangen sehr zu brausen/ wann es «erbrauset hak / so geuß wiederum b es Oels darein/und thue das so offt / biß das auffge, wßte Goldaus dem Wasser alles zu Boden gefallen/ und sich nichts tnehr nieder schlagen will/ sondern das LeZjz,Mtz helj und lauiel wird« Wann das geschehen/ so geuß dann das ktegi, ab/ von deck Gold,Kalck/und süsse ihn mit gemeinem Wasser Zu S« 'o. öder - r. rw Men zum allerbesten ab/ deinnach wann A) der Gvldkalck wol gesehet hat, ss geuß das Wasser davon/uüö trockne den Göldka'ck in derduffr/da kei- ck Sonne hin scheinet / und ja nichtüber dem Feuer/ dann so bald dieses Pulver eine sehr geringe Hih oder Wärme empfindet/zündet sich jolches an/ und thut Mercklichengrossen Schaden/dcw.i» so würde es fläch, Ugdavon aehen/ mit grossem Gewalt Und Machl/daS idm kein Mensch würde steuren können. So nun die» ses Pulver auch fertig/ so nimm einen siarcken distillir- Ein Essig/ geuß ihn darauff und seud es stets über dem «euer in einer guten Qvamiläk Essig/ und immer umgerührt/ daß sichs am Boden nicht ansehen kan / vier Und zwantzig Stunden anemanber/föwirdihme das Schlagen wieder benommen/ hab aber wol acht mit grosser zursichtigkeit/daß du nicht in Gefahr gemtkest *Ach einige Uberfehung/ dann geuß den Essig darvorss l Handgriff süffe das Pulver abcr wohl ab / und truckne es welch Dieses Pulver kan ohn einig corrokiv ^ei- alcmbiculU getrieben werden durch sonderliche einige Mutti / blutroth/dmchsichtigund schön/ welches das höchste Wunder ist/ auch m't dem lßiriru vim sich gar gern vereiniget/ und/ durch einiges Mittel der cosgulsli««- zuGoldineincorpi» kan gebracht werden. Hievon mustu vor demgemeinen Haussen nicht viel schwatzen / darum so ich dich nun alles durch diese meine helle und offenbahre Lehre unterrichte und m" terweise/ also soltu von Hertzen gesinnet seyn / alle sol/ che hierzu geschriebene Heimlichkeiten biß an dem tetz> tes Ende/und in die Grube hinein verschwiegen ha!, len/und nichts an dir vermercken lassen/oder dubist dem Trüffel in seine Macht auff allen Wegen u^ Stegen befohlen/höre dcrowegen mit Fleiß auffmeius nachfolgende Wort/ dann ich will dich dieses ärcaot auch theilhafftigmachen/ und dir auffdem GewW geben und befehlen. Nimm einen guten lj-inrum vinicher auffs aller/ höchstelgebracht worden/ und lasse darein fallen etliche Tropffen Ipirim, I'srcari , alsdann nimm dein Gold Pulver/setze ihm zu dreymahl so schwer der besten und fubtilesten Aorum lulpburir communium, reib es wol) unter einander/und setze esauffeinen stachen Scb^ Hen unter einem Muffel/ gieb ihm ein lindes Feuer/ daß hernach das Gold,Pulver wohl glue/ alsdau* schütte es alfo glüend in den spiriwm vini, geuß ^ . / tpirimmvittl davon ab/ und truckene das Pulver n ^ der Wärme/ welches gar lucker seyn wird: E es trucken worden / so setze ihm übermahl zu^st i c-y»' ^ 7UlU i'ste Her" is"» )iest so!/ tetz> > kal/ l bist ui'v eisf cao! iist" M Oe olv/ unv ) 0 ht her/ ue^ as" v;. »91 Meil üorum l^pkuri!, und saß sie wieder unter der Muffel davon rauchen/das Pulver/ss d rbleibtt /giüe abmitstärckerem Feueramd schütte es indenspirimm vin,,diese Arbeit thue sechsmahl/so wird letztlich das Gold,Pulverso weich und lucker/wie eine harte But- rer/truckne es lind/dann es fieustgantz lcicht/nimm alsdann einen beschlagenen Kolben / der hinten eine hohle Röhren oder tpiraculum Hai/lutire einen Helm auff/ und lege einen recipiemcn an/ setze ihn also ledig in eine starckeGand-Capellen/und gieb ihme erstlich lind/als- van,, stärcker Feuer / biß derKolben im Sand schier Äluen will/alsdanu schütte das weich gemachte / doch wol getruckneteGold-Pulver(sonst springet dasGlaß) crr« vermischt ist/welches Salpeter,Wassek gemacht ist/wie das aqua c«rt2rj mitdemSalpeteit gemacht wird/in diesem Wasser wird sich Las Ooss aufflösen/wann Las geschehen/so distülier Las Wasi^ ab/ biß auffbie Dicke/ stelle es in Keller / so schiest aucst ein schöner reiner Vir^olSoIisq»/ das Wasser/so no^ darbey/geuß vom V-ttiolab/ unddistillires.wtcdes bißzu der Dicken/ und stelle es hin/so scheußt niehs Vitriol an/ das thue so offk/biß daß das Wasser s verbraucht/und kein Vitriol mehr anschiesset. nun kust/ und trägst Gefallen den Stein der Weiset undaltenMeister derPhilosophenausdemVilnol so^ lir zu machen/ wie etliche thörichte Leut thun wollen/ so seye mit deinem Seckel bedacht/ daß du dieses IM' olsauff-o.oder r«. Pfund bereitest/ firkanstufolcve wol verrichken/und last es der Hungarische/ oder anve rer Vitriol aus den Bergen wol geschehen. Son>ke- .tberkanst du diesem Vitriol auch sein Sulphur u» . Sal ausziehen mit dem lpii-im vioi, welches v gantz leicht/ mid keiner Beschreibung von nöthen y ' ' Fole Von partieular I^un«. » 5 ! Folget weiter vorn Partikular l-unD, und von Ausziehung seines 8ulpkuris und Saltzes. ^Zmm lebendigen Kalck/ und gemein Saltz an«, ^glüees zusammen aus/ gar starck/ in einem Wmd-Ofen/daß'cs zusammen schwelst/ darnach ziehe das Saltz aus dem Kalckrein aus m>t warmen Was-, ser/und coaZulir es wieder ein/thue wieder so schwer/ als es wiegt/neuen Kalck darunter/glüe es aber/ und reuch das Saltz wieder aus/ das thue zu drey mahlen/ so ist das Saltz bereitet. Alsdann nimm einen gescheidenen Tilberkalck/ und stratificier den Kalck mit dem zugerichteten Saltz in einer glästrin Phioln/geuß ein starck agua torr dur- auff/ vvnVitriol und Salpeter gleich viel gebrannt/ ölkiliier dirs sc,u 2 ton wieder starck davon/ das thue drey,nuhl/zum letzten treibs starck/ daß die -nsreri-, jm Glaß wol flicsse/ dann nimms aus / so ist die I^UNÄ schön/ durchsichtig und blaulecht/ wie eine nlrrLmsnn. Wann du die r^am so weit kast/so geuß einen starck. n distillirten Essig darauff/ stell es an die Wärme/so särbetsich derEssig durchsichtig blau/ wie ein Sa- phier/und zeucht die rinÄtirsm I«unr an sich/ wann solche voll demSaltz gescheiden wird/welches sich aus der l^una alles wieder in Essig begiebt/das dann durch die Abfassung geschehen muß/lo sindestu den 8ulpkur l.un-r schön un klar.Dieses8uIphuri;l^M-c nim einTH. der au' gezogenen 3nimLg>der lulpkur» 5ol>; einen hat« den Theü/ des spiriru; ^ei-curu sechs Theil/ oder viermahl fö viel als diese beyde KlpKuea zusammen r-4 Handgriff wiegen/fuge alles zusammen in einen Kolben/ wol Verlust/und seh es in linde Wärkie/ gantz lmdzudige- riren/biß ein liechterroth-braunerliguor daraus worden und biß du alles zusamen über den Helm getrieben/ daß gar nichts im Grund bleibet/alsdann geuß es auff die matsriam, so von dem Silber/ daraus du den tut- p-iur gezogen hast/übriq geblieben/ verlutiers fest/ setze es in Aschen zu coaguliren / und zu figieren viertzig Tagund Nacht/oder biß du siehest/ daß dascvrpu, l.uri-egantztruckenworden/ schön braun/ und baß nichts mehr auffsteige noch rieche: Alsdann schmelze es mit einem geschwinden Fluß-Feuer für dem Geblaß/und geuß aus / so hast« die gantze Substanh des Silbers verkehret in das beste geschmeidigste Gold. Von diesem Particular des Silbers hab ich allbereit und anderweit Meldung gethan/nemlich in der regscirioa meiner zwölffSchlüssel/da ichgeschr^ den / baß auch der Saltz-Geist die zerstören kan/ daßhemacher die i.una p-rabilis daraus kan bereitet werden ; Von welcher l.un.i xorsbili im letzten Buch bey der Arhney auch soll gemeldet werden; Du soll aber wissen / daß auch noch ferner mit dem Silber zu procediren/und eine fernere Zerlegung anzustellen ist/nemlich also: Wann du merckest/ daß der tuigkur bun« aller ausgezogen ist worden / und sich mit Nichten gantz kein Essig mehr fäi ben will/auch kein Salh mehr im§M geschmecket wird / so trnckne den übrigen Kalck des Silbers / thue ihn in ein Glaß / und geuß ein corroftvl- sches Honig-Wasser daran/wie mit dem Gold gesw^ oer- ige- ror- >en/ mff tut- fetze tzlg pur )aß ,el« em liitz „re ich in ie/ !en >e- en n; m u- er in >S >s l> ,/ ! Vsmpartr'üular l.un-. 295 ! hen/ doch muß es klar seyn / undgar keine kece, mehr haben/ stelle es in die Wärme vier oderfünffTage/ und ziehe der l>un« ihr Saltz damit aus/ welches du spüreu kanst/wanndasWasser weiß wird- Wann ! das Saltz alles herausser ist / so distillier das Honig« ^ Wüster ab/ lusse die corrollv wol davon per cMillatio- nem» und clariiicir das 8al mit spiricu vini, was fük Mgteria dahinten/ oder übrig/ die stss wol aus / und , truckne sie/geuß darauffeinen spirirum 'r-r»ri, und cH- 8erir es einen halben Monat/ darnach procedicr / wie ! MLem Gold geschehen / so hast» klercurium l.unr. - Das gemeldte §al l.un« hat auch seine virrur« und ^ vornehme Würckungen im Menschen / davon ich dir , wgleichenan einem andernOrt Anzeigung gethan. ) Was aber sonsten sein Saltz und Schwefel ! li)un können/ so in der Krafft für ausbündig zu achten/ ! davon höre/ und vernimm diesen kurtzen/ jedoch wahren Proceß: Nimm den Himmel blauen Schwefel/so du der ausgezogen / und Mit lpiritu vini reÄillcirt hast/thueihninein Glaß/undgeußdarauffzweymal so schwer spirirum ^ercurii, der aus dem meisten Geist des Vitriols gemacht wird / wie du am selben l Ott vernommen hast: Angleichen nimm auch des ausgezogenen und clariücirten SalheS des Silbers/ . Nuß darauff dreymahl so schwer tpixiru; Kiercmii» luiier beyde Glaser wol zu / und setze die beyde zusam- i wen in ein gantz lindes kslneum auff acht Tag und Nacht/ und habe acht/daß beydes vom sulplwr und Saltz nichts abgehe/ sondern ein jedes in seiner Viele/ wie sie aus demSilber gezogen worden/bleide-Mann Tt iv er l!!z »96 Handgriff ee nun also acht Tag und Nacht gestanden/ so geuß sie zukammcn m ein Glaß/LgiUir es Kermekicc, setze es in linde Aschen/biß daßalles zusammen auffgelöi'et/auch hinwirderum zusammen in eine klare weisst cosgul-,- rion gegangen: am letzten figir sie durch die ßrsllur des Feuers/so wird die msreria schneeweiß/,und also hastu die weisst tinÄur, die dumzt der fluchtig gemachten auffgelvßten anima Salizanimiren/ 6giren/und in die allerhöchste Mtke bringen/ auch am Ende kerwemi' reu / unrein wstnirum .ivgmencirenkanst/mitloiricu Liencuri, >hm zugesetzt/ unvmercke/daß bey dem Golde auch ein solcher procest anzustellen »st mit seinem sul- xkurund Saltz. Wann du aber verstanden hast/ihr primuw mobüs recht zu erkennen/so ist nicht von nöthen/ am diesen Fall/ und zu dem Ende di e meralst zu zerstören/ sondernkanst alles aus ihrem ersten Wesen bereiten/ und in eine gnugsame Vollkommenheit bringen- -Dom Partikular Ugrrjs samt Auszi^ V- hung seiner Seelen und Satzes. DV Imm roth Mao!,Del / oder Schwefels Mk.rnTheli/ gemein BrunnwWasser zween Tvr>l/!geuß es zusammen/ und solvire Staalfeylaco darlNiien/dte 5-stucjon stirrjr klar und warm durch Pier / und laß lindlglich evaporitkN plgue acl rerrisw pariern, darnach setze das Glaß an eine kalte Stäte^l schiesscnschyne Christallen/sußwie Zucke// welches rechte V ü io> c? siynd/ das Wasser geuß ad/laßnE davon rauchen/und stelle es wieder HM/ so schiefl^ ch z ki ( r e e i 1 r r l l i, a t, st Vsm partrcülar Vcneri,. 297 Mehr Christallen/ die glüe gantz gelind aus unter einer Muffel/stätigumaerühttmit einem eiferenTrath / so bekommest» ein schönes Pmpurfarbes Pulver/ auff Dieses Pulver geuß einen distillirien Essig / der extra- k:»-,l die animam rstsm; herausm einem linden öalaeo, zeuch den Eßig nun wiederum ab / und süsse die äm- mam wohl aus. Dieses ist alsdann die Hnima des Effens/dt^ sich mildem smritu Xlercurij ihnen beyden zugesetzet/ nr.it der Hnima 8«jir vermenget/ und das Silber in Golvfärbet / wie ich dich bey dem Gold Mehret. Von dem Partikular Venen«, und was für Heimlichkeiten darinnen verborgen/ auch von Ausziehung ihres Sulpku- risundSaltzes. ^Jmm?sovielalsduwilt/ und machedaraus ^ deinen Vitriol/nach dekWeise/ wieder gemeine Brauch ist/ oder nimm einen guten Grünspan bey den Krämern/ der thut eben dasselbige/ reib ihn klein/ und geuß darauffeinen guten distillirten Essig/ setze es,in die Warme/ biß der Eßig schön durchsichtig grün wird/ so geuß ihn ab / und auff die hinterste!, llge macensm im Grund geuß neuen Eßig/das wiederhole im auff, und abgießen / biß sich ketn Es- "3 mehr färbet / und die mareria des Grünspans amBodenganh schwach liegen bleibet/diesengefarb- ten Essig geuß aller zusammen/ Änd stillillier den Eßig ab/biß auffs trockene/ qantz und gar/sonsten 'Mustgar ein schwacher Vitriol an/so bekomme, Tt v stu 298 Handgriff stu gar eilten schönen gereinigten Grünspan / den rest be wieder klein / und geuß einen Safft darüber von außgepreßtcn unzeitigen Wein, Trauben, laß es in linder Wärme stehen / so färbet sich der Safft schön hell und durchsichtiq / grün wie ein Smaragd / und zeucht die rothe HAuc Venen, an sich / die eine Herr* liche Farbe giebet / den Mahlern nnd sonst mehr zu gebrauchen. Wann sich nun kein Safft mehr färben wil/so geuß alle cxcraäione; zusüMMM / UND «Mittlre VtN Safft lind abbiß zurHelffte/den sehe an ein kaltes Ort / so schiest e n überaus schöner Vitriol / wann du dieses genug hast / so hast du maksn-r genug dieselbige zu rcäuciren / und den Stein der Weisen daraus zu machen / da du je eine Sorge und Zweiffel tragen möchtest/ aus anderein Vitriol solche grosse Geheimniß zu verrichten. Von dieser Bereitung hab ich , allbereit parabottcc geredt in meinem Schlüssel- Buch / in capice vom Wein und Essig / da ich ve» meldet/daß der gemeineEssig oder Azoth nicht selbst^ seye die msreria unsers Steins / sondern daß unser Azoth oder msreris pl-im-r durch den gemeinen Azoth/und durch den Wein/welcher ist der außsepreß- te Safft der unzeitigen Wein,Traube»/ so wol durch andere Wasser mehr muß zubereitet werden/das seynv die Wasser / dardurch das corpus? zerbrochen / uns zum Vitriol gemacht wird / das oblervirs ja wol/ l^ kanst du vielen Gedancken und Bekümmerniß geübt getseyn. - Mercke aber insonderheit / daß der Weg verfilz mit diesem Vitriol Vcnerig ebener Massen r verstehen / und dergestalt beruhet/ wie ich dir in vem x m- von Nn l)dn »nd err* ezu /st den lies du »ige gen sel' er/ ten lftr >en eß« eck) nd nd st r>/ klirr» :rn VompäM'rularVenen,. -99 Drittln Buch vom Universal, und dem gemeinen Ungarischen Vitriol angezeigt / und eben also ex klarre -. ksrrieulariter aber Mit d«k Veners UMzU- gehen/so wiste/daß solches mit Nutz geschehen kan/ so du das rothe oleum virroli außtreibest / und solvirest darinnen klarten, , und dann die solnlioncm cry, stallisirest / wie bey dem ^lane gelehret worden / dann in solcher lolutivn und coagulalion wird Venus und klar, rechtmit einander vereiniget/ alsdann solchen Vitriol untereinerMuffel biß zu einem schonen rothen Pulver außgeglüet / und mit distilürtem Eßig Mriter proce^itt und extrakirek , weil einige Rothe zu spüren / so bekommest du snimam KlartirLc Vene- k» zugleich mit einander und öupiirr, dahero du dann wegen solcher doppelten Krafft nach Zusetzung der Seelen des Goldes / die du nur in vorangezogene« Gewicht zusetzen darffst / zweymahl so viel Silber, Kalch nehmen / und figiren kanst / wie dir bey dem Parricular des Eisens und Goldes Bericht gethan worden. Mercke aber / daß des Geistes Ksercuni auch zweymahl so viel seyn muß / weder an demselben Ort / »m andern aber ist der procek gleich. Das 8al Venen, aber ziehe'also aus / wann M kein Safft mehr grün färbet/so nimm die nach/ nandjqe msrerism»ttuckne sie / geuß Honig, Wasser varauff / so gehet das Saltz in der Wärme in fünff »der sechs Tagen hinein / zeuch das Honig-Wasser davVN/UNd clsn6cir, cum tpiritü vini, so ist das Salh fertig zur Pedicin. Vom Handgriff DomParttcular SarurmsamtAußziehun- seiner Seelen und Saltzes. HZr meiste Theil der Welt hält den Ssrumuw, oder das Bley für ein geringes und nichts- werthiges Metall / und wird offt zu gar geringen und liedemchen Dingen gebraucht/ da man doch ( so man dasselbe in seinem innern recht erkandt) viel nützlichere und voitreflichere Sachen daraus bereiten würde. Weil ich mir dann vorgenommen und bedacht bin / in diesem meinem letzten Bericht und Handgriffen meine vorigeSchrifften alle zu erläutert und als ein denckwürdigeö Testament zu hinterlassen/ chamit auch der Einfältige / so gleich mit geringes Verstand begäbet/ erkennen möge / was ich hiebet geschrieben / und wessen ich naich Wiederlebung nes Fleisches selbst ein Zeuge seyn werde/ daß ich keA Unwarheit/fdnder« wol mehr als sichs gebühret^ te - gethan / und hin und wieder in meinen Schrill, erkläret/alles das was andere vor mir verschwieg^, so hab ich mir zugleich mit vorgenommen/ auswav remund satten Grunde zu erklären/und Berichts thun/alle Particularia/so ich hiebevor vielfälug w Worten erwehnet / und Philosophischer weise wsrffen / dergestalt / daß ich in meinem letzten Am abermabls deme/ so diese meine letzte Erklärung kommt/ bey stimm Gewissen wie zuvor wil crmao" haben / eine Auffachtung zu haben / und mit stech' Vo sorg zu odstrviren ^ daß er diese Offenba»' ^ (die ihme änderst nlchtals durch den Willen / ^ , und Schickung des Schöpffers aller CreatM» . sonderlicher weise möchte zugeschicket werden / I t i l ^ ! i r i r l t ' l , . > r > l. r i < . I > r r j c f z l t » z c c s Utlg iüw, chts> erim doä> viel erei^ und unv lern/ scn/ gen» ein« hät' fttN en/ tr» Mlk Iter he« net ntk >ng ath n) >os c>h^ Vvm partrcular Sarurnl. r lvahre Lieä)t daraus zu erkennen für aller Welt / und sonderlich für denen / so solcher Geheimniß unwür,' dig/ und ihren Scböpffer nicht mit einem reinen und ocmüthigen reuenden Hertzen / standhaffter Bekeh, rung / und reinem inbrünstigem Vorsah treMiH iie« den , als ein theinCö Pfand / von mir treulich und he> hlich gemeiner / hinterlassen,Ane fleißige Verwah- lu-, habe / aller derer Buchstaben / so vorgehendes und nachfolgendes niermnen begriffen / und von mir treulich gelehret wird/und sahe also an/ ohn einige ver-, deekrx Wort/ noch finstere / unverständliche Rede auch an dem 8amrno, wie ich ingleichrm mit den nachfolgenden thun werde; und ist beweißlich / daß 8sn,i-,iuz kijcht allein nach süronomischer Beffn« düng der höchste und vornehmste Regentund Herr am Himmel erfunden wird: Sondern auch der alleredel« ste der kbiiolo^linrum-Stein / und Baham dieses Jammerthals uk-d zergänglicheii Lebens/seinen An« fang / und cosguiaciLa nimmt allein aus der lchwartzen Färb des Planeten Sarurni , deme die utidern alle nachfolgen / biß auf den letzten und besten / d> ssen Glantzdas gantze Firmament erleuchlet/ undunver« Länglich ist Wiewol ich auch etwas sagen soll von der Ge« vurtdesSscurni, und wie,er in der grossen Welk/als m der Erden seinen Anfang hat / und seinen Ursprung Mmmt/so ackk ich aber doch solches alles (well cs zuvor Mm offtern von mir vermeidet/auch in andern Bu« wern vielfältig beschrieben und angezeigt worden ) M diefttnOrt nicht vonnothen / weil es zu desApo, uels und Jüngers Vornehmen keine sonderba re Be, ;or Handgriff Beförderung thun kan/ und zumal ein grosses Buch werden wolle / alles zu wiederholen / dessen ich nicht bedacht / sondern allein zu erklären / und allein an den Tag zu geben/mein Vorhaben gerichtet ist/ was ohne diese Erklärung zuvor im dunckeln sitzen blieben / und nicht erkennet worden- Und solt wissen / daß Kammu, keines weg- al/ lerdings zu verwerffen/ und seiner'äusserlichen unansehnlichen Gestalt nach zu verachten / sondern da rin rechter Proceß mit ihm angestellt / und pkilolbphice mit ihm verfahren Md/ er einem jeden Suchenden und Künstlich enden seine Mähe und Arbeit genugsam belohnen kan / daß er mehr für einem Herrn als für ei/ nen Knecht muß gehalten/erkandt und geehrek werden/ nicht allein was die Gesundheit der Meiischen / som dem auch die Verbesserung der Metallen anlangt/ und ist seine Bereitung also: Daß du nehmest Bleyweiß / oder rothen Mei^ nig/ oder Bieygelb/ ist eines wie das ander / doch aber hab ich die Lerulla oder Bleyweiß jederzeit den Hern beyden vorgezogen/ und istinabsolvirterProiM am besten erfunden worden/wiewol dieselbe beydes Krämern und Kauff - Leuten selten rein / und ohne Beyschlag gefunden wird / derohalben rathe ich / daß solche Zerstörung Samrai von einem reden Künstler/ um der Sicherheit willen/ selbsten geschehe / und reitet werde / dessen Proceß dann wie die gemE weise dasselbige zu machen/zwey/oder dreyerley ist/ ^ ge dir aber allhie den besten an. Gut rein Bley / das fein mild unter dem wer ist / wie viel du will / schlage es zu dünnen Plecy lein / als die Dreyer/ ober etwas dünner/ vennje ou ^ Van» Particulnr Laturm. Ntt je besser/ hencke sie in einem grossen Glaß über einen gemeinen starekenWein, Eßlg/ darinnen gleiche Schwere des Eßigs/ der beste Salarmoniac / so zwey oder dreymahl durch gemeines Saltz tublimirc worden/ soivlrc seye / und stopffe alsdann das Glaß oben fest und sehr wol zu / daß nichts ausriechen möge / sehe alsdann das Glaß in eine linde warme Aschen/damit die ssirikuz vom Eßig und Lalarmonisc über sich steige,, / und die Bley,Lammellen berühren / so findest vu allemal auff den zehenden oder zwölfften Tag eine zarte und gute c-rulläm oder Bleyweiß an den Lammellen hangen/welches du mit einer Fedem/oder einem Haasen-ffuß sauber abkehren kaust / und proceäir also fott/biß du cyrussam oderBleyweiß genug hast. Bist du aber versichert/daß du zu deinem Vorhaben ein M unverfälschtes Bleyweiß im Kauff haben kanst/ so bist dü dieser Mühe und Arbeit überhaben; Und nimm derselben wie viel du will/thue sie in einen grossen Kolben / gcuß darauffeinen guten starcken Wein, Eßtg/so etliche mahl durch ein Papier reÄi6cirk,und in der letzten reLiKc-risn mit dem sechzehenden Theil tpiricu, iäli, commuair , der ohne pbiezma sey / ge- stärckct / und mit einander übergezogen worden / stopffe das Glaß oder Kolben wol zu / oder welches Pster ist / sehe eineu blinden Helm darauff wol vertu- nrt / alsdann setze den Kolben in warme Aschen lind ruchxeriren / schwencksofft undvielum / so fanget M wenig Tagen der Eßig an schön gelb und süß zu werden / wie der erste / solches wiederhole zum dritten Mahl/ so lsts genug / und die remsnerur des Bley- Meiß bleibt im Grund des Kolbens ziemlich nngesialt/ «tsdann filtrier den gefärbten Wg allen klar / fower- drn ;o4 Handgriff den sie ftbön und durchsichtig gelb / geuß sie alle zusind ^ men/ und ziehe in L. xi. zwey Theil davon ab / daß Z der dritte Theil dahinden bleibet/ so wird solcher dritte Theil ziemrichchch sey!./ setze das G!aß in ein fastkalk Wasser / .so sthiessen die Lrvstallen desto eher / und wann sie geschossen so hebe sie mit einem höltzernen Löffel aus dem Eßlg/ dann es wird viel Eßig unge/ schössen bleiben / lege sie aüff ein Papier lind zu truck^ nen/ sie seynd so suß wie ein Zucker/ und thun viel in hitzigen und entzündeten Zufällen und Gebrechen / den Wg/darinnen die Crystallen geschossen/distilliet in k. r»r. mehr ab / und stelle ihn wieder hin/ so schiefe ^ sen mehr Crystallen / mit denen proceclir wiederurst i wre zuvor. Nimm nun alle CrystaSn zusammen/ sie wete den sehen / wie ein schöiuc geläuterter Zucker / odek Salpeter / stoß sir in einem gläseren oder steinernst Mörsil / oder reibe sie auff einem Stein zu einem begreiflichen Pulver / revcrberir; mzt einem linden Feuer / biß sie roch werden wie ein Blut/ doch bade acht / daß sie nicht schwach werden; Wann du sie nh» hast / wie einen schönen Scharlach / so thue sie >" Glaß / und thue darauff einen guten spteieuni snnl- peri, der von feinem oleo abgezogen / und lli etlichen mahlen reÄiflcirt ist / schön / weiß/ hell und klar /lutl das Glaß oben zu, und setze es in eine gar linde me / biß sich der chiriru; suniperj schon hoch ll' durchsichtig blut roth gefarbet/alsdann geuß'hst^ mächlich ab von den lecibu! in ein retn Glaß / hab acht / daß nichts unreines mit durchstellst < " ^ die 5<-c-, geuß andern lpirirum suniperi, und lv > »-,->>!„. diß sich k :un< oet, »vek !tt>k »N, >den ave liuü ein Ini- heil ltiet ;är> u"S itssß oO nlß^ j«, VbM ^NrL/oLrlat' äakurni. ;S L liehen will/hebe dieje tec^auff/ Sann darin» stecket das Sattz. Nun nimm die Machten tpittt^umperi allö Zusammen/und silkrir sie durch / ziehe den ssin-umm 6. tel. sittsam ab / so bleibet im Grund ein über alle Massen schönes leibfnrbeti Pulver, das ist dieäwma 8-ltumi, messe darauffzu etlichen mahien cl^-llli-r Me, sen,Wasser/und distilliers etliche mahl starck ab/ da, ^il dasjenige/so von dem l'?inm samperi darbet) ges blieben/alles wieder davon komme/und das Pülve» iein wiederauffs reinest ausgesüssl werde / laß starck darausssieden/ alsdannwokl wiederseyhen/ und rein übgehen/laßes lind trucknen/undum der Sichecheik killen setze es wieder ein m^verberiken gantz! ind/ daß rswvhlauslruckne/und sich alleUmeinigkeitgänzlich davon abrauche/ laß es kaltweröen, undthue es in eine Phiol/giesse daran zweymahl so schwer ssitirus ^-rcu- '''i, den ich in dem dritten Buch bey dem Universal ge, lehret, und auff dein höchstes Gewissen vertrau« und Ungebunden habe/sigilltr? bermericö, und setze sie ins Dampfs,Bad/wie ich dir dasilbste» beyderBerei- tung des spitirn^ercum vorgeschrieben/welches der Weifen Roß-Mist genennet wird / laß also in diesem Um der Heimlichkeit stehen auffeilt Monat/sS schliesset sich die /rnimä Ssrnrni von Tag zu Tagitt Piriniin ^cl'cvrii, daß siPinscheidentlich werden / uns werden zusammen ein schönes durchsichtiges/ höchM rarbtes/ rothes oleum, habe aber acht/ daß du das «euernicht zu starck regierest/ sonst wird der hirlms ^rcuru, als ein flüchtiger Geist/ begehren zu stiegen, Und mit Gewalt das Glaß zerflossen / wann sie abek "cht mit einander unin seyn / hak es ß grosse ZE zo6 Handgriff mercken nicht von nöthen/dann eine Natur die ar-Lett erhält. Nimm alsdann solches oleum, oder lolvlrce gni^ ln3m8ürurni auö der Phiol / das wirb gantz edel ri^ chen/und gi/sse es in einen Kolben/seh cinenHeim auß^ verlutirs wohl und treibs in einem Sande mit einan^ Der herüber/ so haftn Seel und Ge'stiü einem beysanit inen vereiniget/ und gescbjekt/ den t»1ercurium prseci^b ksrum in Gold zu verkehren. r l . t r S c d Die k>rTciHciNion^lel-curH aber Mttß also gescht'' h n: Nimm ein Theil ipiriruülalis nitri, und dre? Theil ol-i viri-ioli, giesse es zusammen / und wirffei» halb Theil ^lercuni vivi darein / der auffs beste u>^ höchste purgier t fty/sctze es in Sand/ und gieb -hm ei» ziemlich starck Fcuer/doch damit die issr-ms nicht ve^ riechen/lasse es stehen einen gmrtzen Tag und Naclstl alsdann zeuch die trocken ab/ so stndcstun» Grund den ^kercurium prsecisilkiirum, und etwas r»l^ Zieste die lhirituz wieder darauff/ lasse es Tagu»? Nacht stehen/zcuchs wieder ab/sofindestu.den xirm noch röther/als das erste mahl/ giesse zum dritte» mad! darauff/und ziehe es aldanngarstarckab/ sost^, destll den pr-ecipirar in der höchsten Rothe/ süsse tl)» wohl aus mit Millirtem »r/ und laß ihn starck wieder ttucken werden: Nimm dann dieses pr-ecipieaci curli zwey Theil / des auffgelößten oiei Sarurni e» Theil/ giesse es zusammen / und setze es in die AM" biß es sich alles ügirc hat / und sich keine TroE mehr im Glaß anhenckcn/alsdann schmelhe es mit nem wenig zugesetzten Bley/ so schwelst es all^ r.^ sammen/undgiebtetn Gold/ so nachmahls durm. Durchgiessung des smimonü kau erhöhet L h l> d lc ti d. Ni b, scl hc te th dr ru ar »v iiders esni" elrie^ aulv ina^ sM/ !sch^ dr^ > s' uei^ , ,chÜ i lll" 0!^ ! lw.o , xci' , icerr ih" vek ! lcr- I ei>r Ll>/ fett c> >ie Vomparticular 8 -imrni. Z 07 Von diesem hab ich dir Unterweisung gethan beym ü'lercurio vivo; Mercke aber / daß der htercunur durch kein ander Mittel/als in einem reinen oieo vi- lrioll oder oieo Venen, , mit Zusah des hink»; sslis ni- kri, muß prsecipicirr seyn/wiewol kein solcher kvle-curi- u, zu seiner höchsten Lxation durchs pr-cipilirenkan gebrachtwerden / sondern seine rechte und beständige cogxukkion ist , wie gemeldet, im Sslurno zu finden. Obgemeldten klercurwm stoß klein und reibe ihn ^uffeinem Stein/thue ihn in eine Phiol/und giesse/wie Rnieldet/ das aussgelvßte oleum Ssrurni darauff/so gehet es von Stund an sichtiglich ein / wofern du in den prsccipitgtion recht damit bist umgangen. Siaillier die Phiolbsrmelicö zu/ undfigiere sie in der Aschen/ »ehrlichen im Sand/biß zur höchsten 6x-mon, so haftn den klsrcurium mit seinem rechten Band geburt- den/und meinefi),e cosgulsrion gebracht/ die dann sei» Ne8ubkamr, Form und Gestalt in Verbesserung gebracht hat mit gutem Nutzen/und reichlichem Überschuß. So du es aber in einem weisscn xrLcipi- frägst/ bekommest du nur Silber/ so wenig Gold hält. . Noch eines muß ich dich bey diesem Proceß unterrichten/und vermelden/daß noch ein besserer Vortheil und Nutzen mit dem Sarurno anzustellen / damit du lernender einiger Aufflvsung dich über mich nicht !u beschweren/ dergestalt und also: Nimm des obern Uuffgeldßten olei, oder snim-e Sgtunn zwey Theil, ^Krum Soli, ein Theil, und iulpjiui-i, gkttiwonii, wie hernach Iftine pr-e^rsrion folgen wird, zwey Theil, ssIir Ärrrir hqlb so schwer als dieses alles zu/ Uu ij. !sam- ?o8 Handgriff sammen wiegt/thue es alles in ein Glaß/ ein Phiol ge^ nannt/daß allein der dritte Theil mit angefüllet seye/ und,ehe es miteinander ein zu sigiren/so schliesst sich düö Lsl !vl3rri5 in diesem compvLlo auf/wird von dem' selbigen fermentier, und fanget die Materia an ein we» nig zu schwächen/ und sich dunckel zu erzeigen / zehcn oder zum längsten zwoiffTag lang/alsdann gehet das Saltz wiederum in seine cosgulscion, und ergrcissc m seiner Würcßung zugleich das ganhe com^vliruw, cvLFulir es erstlich in eine dunckele dicibraune Müll-inu lasse es unbewegt stehen/ und in gleicher stätcr Wm> me/so wird ein blut,rother Leib oder Pulver daraus/ fiärcke das Feuer/biß daß du siehest das klimm Loür 6ominircn, welches sich mit einem gränlichten Scheut erweisen wird/gleichsam einem Regenbogen/Halt das Feuer stets/biß solche Farbe galltzlich verschwn.dek/st wird daraus ein durchleuchkeuder rother Stein/Zuist schwer / so nicht nöthig auff l^ercurium zu projicueu/ sondern rivgirr nach seiner Vollkommenheit und rion alle weisse meealla in das allerreineste lZstst' Nimm alsdann des zugerichteten figirten rollst" Steins/ oder Pulvers ein Theil/ deszugeiichte^ weissen Metalls/welches du will/vier Theil lussE lichen das Metall wohl Dessen eine halbe Stund / biß sichswohlgeläutert/olödannwirssdes Pulvers dm auff/ und lasse eswvhlgehen/bißdumerckest/dall ^ ins Metall gangen/ und das Metall selber anfanget», gestehen/ so ist es in Gold verkehret/ schlage den Tteö. -entzwei)/ und nimm es heraus/ hat es Schlacken/ h treibs ab lnitLscurno, sowirds aar rein und gestht"^ dig erfunden. So du es aber auff ^ trägst/so thu^o. Pulvers mehr als auff^ und L/als ein Loth des j el lr ei n ni di s) ti m n, er sa al dc 8! ss Vom partkulirr sov,',. z oy Vers färbet zehen Lorb Silber in Gold/das lasse ein Wunder seyn/und verscherhe deine Seele nicht m t Offenbahrung dieser Heimlichkeit. Mit dem 8-,« 8zkurn> procLilire wie sonsten ftrner mlt dem starke und Venere, allein daß es an statt des Honig-Wassers der Miliirre EssIg verrichtet/ und clsnsicir es M'.t spirl- w vini. VomPatticularlovix, samtAusziehung feiner Seelen und Saltzcs. W^Ämm Bvmstnstein bey den Krämern/ den glüe ^d'wohi/darnach lösche ihn ab in einem guten starken fernjgen Wein/gtüe ihn aber durch und durch/ wsche ihn aber ab wie zuvor/ und glüe ihn wieder/ daß s^also dreymahl geschehe/ und jestärckerder Lösche Wein/ je besser/ laß hernacherden Stein lindiruck- neu/ so ist er hierzu bereitet. .Nimm nun solchen BomiewStein/und pulverisier ihn klein / alsdann nimmgut Zinn/kaminir es gar dünn/als die Dreyer/ die schneide oder brich klein/ttrarisicirs es mit dem PbmsewStem/ in einer cemem Büchsen wolst vcrbi« klrt in einem reverkerier. Ofen/ und reverberier die / uurterlsm fünffTag und Nacht an einander mit offenem Flammcur^euer/uad halte die grailu; des ss-cu- ^rs recht stets / so wird sich der Bömsen-Stein enc, färben / und die nn-Iur des Metalls in sich ziehen/ alsdann reibe es klein/ aber schabe es zuvor rein von dem Zinn-Blechlin ab/chue es in einen Glaß,Kolben/ Msse einen ftbarffen äissillirren Wein-Eßig darausss letze es in die Wärme/ so zeucht der Essig die tMÄur Uu iij in zro HattdArkss in sich/und wird schön rothgelb/den Essig zeuch ab in L^i.undfäffe die snimsm soviz aus mit turm, nehmlich/dass du sie in ii"' ritu^lercui-ii raclicalicer aufflöftst/Mit einander Über/ treibest/ und darnach auffzween Theil rothen Kiercu« rium prscipitscum, der mit der Venerischen Eigen/ schafft und Geblüt pr«cipmrr worden/geussest/ und zu< sammen eincosZulirest und KZirest/so hat dir der gütige Jupiter Gnad erwiesen/und sülchen pr-cipi»t in Gold verkehrt / wie du in der Zusammenschmeltzung finden wirst; So thut es das auch/ daß er zehen Theil l>u' »«inGold verkehrt/wannihme die andern 8ulplwc» söckrl werden/mehr muthe dem lovi nichtzu/ dann er hat dir sein gantzes Vermögen inZriede übergeben und zugestellt. Mit dem Saltz zu proceckren ist ein gle«/ cher prycsk, und wird mit clittillirtem Regen-Wasst? «xtr-lkire, und Mit sxintu vini clanäcirr. VomParticular ^ercurii vivj, samt seines Sulpiiuris und Saltzes. '^nim Xsercurium vivuni, der siebenmahl lul»' 'umirc und schneeweiß ist / ein halbes Pfund reib und stoß ihn auffs kleineste / und geuß dm auffeineguke Qvamuät scharffen Essig / seuds uo» dem Feuer eine gute Stund oder mehr/rühre die ^ terjsm mit einer yölhinen Gpattel wohl um / hebs vom Feuer/laß es kalt werden / und den ^rcvn wohl zu Boden fitzen / biß der Eßig gantz lauter wo den / will ers nicht bald thun/fo ttvpfie ein wenig tk Vsm partrcular lAorcurü vlvi. ; i» tum Vitriol, IN den Esilgcher schlagt es nieder/ dann der Vitriol schlägt nieder lAercuriumvivum.und 8^1 ^r- rsridass/?undgenmnSaltzdasdie ?/ eine Lauge von B rchen,Aschen den Vitriol / Essig den ge, Meinen Schwefel/ carcarum, und Salpeter den ^ri- timonium, geuß alsdann den Essig ab vom Niederschlag / so sindestu den kiercurium wie einen kalten Schlich/ darauffgeuß einen Essg und wachs wieder also/ wiederhole die Arbeit zum dritten mahl/ alsdann susse die msteriam rein aus/ und laß lind ttuckuen. Nimm vier Loch ammsc ,/wcy Loch animlrLsturni, zwei) Loch animse sovir, die lose zusammen auff/ in zwolffLoch tjririmr tAercurii, biß alles «uffgeldst ist/ treibö hernach mit einander herüber / biß nichts im Grund bleibt / so wird es ein schon gülden Wasser/wie ein- durchsichtige lolunon 80H5, mache den zugerichteten und abgesüßten l^ercurium ein wenig warm in einer starckenPhiol/ und giesse die güldenen Masse warm gemacht daraussso fangt die ma- teüa an etwas zu brausen/stopffe die Ph'o! zu/so vergehet das brausen/ alsdann sigillire es bs-merice, und setze sie in ein lindesLalneum, so wird in zrhen Ta- Ssn der t^crcuriuz snivirt zu einem grasgrünen also, mmm die Phioi/und setze es in Aschen Tag und Nucht/und rrZ-iere sie mit lindem Feuer/so verkehret sich die Grüne in ein schönes gelbes oleum , in welcher Gelbe bernachmahls die Röche verborgen/ Halts im Feuersolang/ biß die m-rretia zu einem gelben Pulver wird/ wie guripigmenr , alsdann wann nichts mehr übersteigt/ so sehe das Maß Tag und Nacht in Sand/gieb ihm starck Feuer/biß die aiierschonste Rrr- Uu iv duv ?»r Handgriff' binfarb Nöthe erscheinet/ schmeihe es/wann es fix und beständig ist/zusammen/ mit einem guten Fluß^Pul' ver/ vom Sarurnogemacht/so wirds geschmeidig/lind hätt ein Pfund vier Loth gut Gold / so gut und hoch/ als jemahls die Natur derErden Herfür gab/ biß ringen denck der Armen/ auch meiner Vermahnung/ und stürhe deine Seele nichtzum Trüffel, Wie aus dem klercurjo ein Oel/ und sein Saltz gemacht werde- Imm ziefcurjum vivum, so auch so offt sublimirk ^Mvworden/wie angezeigt/ und durch lebendigen Kalck revikcm worden/thue ihn in einen Kolben/ und fol vii-z in einem starcken Salpeter-Wasser in guter Wärme/ alsdannzeuch pgs Wasser davon/ und wae« für Corrosiv noch dahinten bleibet/ ziehe aus mit cM tem Ess>g/ wohl darinnen gesotten/ letztlich den EW auchabgezogen/undwasblelbt/mitcliltiiiji-temWnst serwvhlabgesüst/ und trucken werden lassen / nach* mahlen auffein jedes Pfund ein Mäß lein des bestes si-intuz vim gegossen/wohl verlutirt/eine Zeitlang!^' rrikcirr qelind/. darnach mit einander übergetrieben/ was herüberzukreibenlst/erstllchenjind/darnachsta^ cker/ von dem übergestiegenen ziehe den 5p-nwm vw> wieder ab per kalncum, so bleibet ein wohlriechende» Oel bahinden/ welches krercm» ist/ und e>nk fümessljche kne-, i„ allen Frantzostn- Weil aherdas Saltz wie das Mrum rü einerley Würckung in derÄrhney bat/achte ichuu vonnhihen / von einem jeden insonderheit zuschre> Vom Partikular HmimonH. den/sondern wil derer beyder Wnrckung zusammen stossen/ und beym Saltz des i^ercüni im tetzren Buch erklären/dann sie bringen beyde einerley Wm cluug in der kreöicin , darnach so nimm das gemachle Oel oder ^llrum ^ercuxii, welches wegen seiner grossen Hitz sein eigen wrpus im stätem Fluß hält / und geuß es wieder auff die nachstehende rerram, davon du zuvor das Oel aezogen haft / stells an die Warme / so zeucht das Oel sein eigen Saltz / so es hinterlassen / in sich / wann das geschehen/so geuß darzu einen ziemlichen Antheil ssirim; vinl, und zeuch denselben wie, der darvon/ so bleibt das Saltz dahinten / im neuen lpiriru vini solvirt / und durch offtere Abziehung der äistillrition wol abgesüst / so ist das tal klei-curjj fxx, 1 tig/ und bereitet zu derMedicin/ wieimlehten Buch " angemeldet wird. Mehr kan der klercunu; nicht l thun / weder particulsnter noch univerlaliker , dann ;! er bey weitem nicht der ktel-cariu; kbiiolopko- rum ist / wie ihnen vielvermeynter weise träumen lassen. Vom Particular ^ntimonü , samt Allb- Ziehung seines 8ulpkuri8 und Saltzes. Jmm gut Ungarisch Spießglaß/ reib es gar subtil/und klein wie ein Meel/ und calcinirc es . über einem linden Feuer/wie man zu thun pfle, . 8tt/ stang mit einem Traht,Eisen umgerühret/ biß ' ^ Zantz welßlecht worden/ und nicht mehr raucht/ son, »v" .... Hjtze ertragen kan/ alsdann in - Tiegel gethan / ins Feuer gesetzt und Uu v ge- ritien Schmelh ;l4 Handgriff geschmeltzt/dann ausgegoflen/ daß ein schön durchsich/ tig Glaß daraus wird/das Älaß stoß/und reibe wie^ derumgantz klein/thue es mein Kolben-Glaß/mit ei^ nem breiten flachen Boden/giesse einen jtarckench- ttiil rten Effg darauff/ lasse es aiso wohl veriuürtste/ hen in linder Warme eine gute Zeit/ so zeucht der Es/ flg die nnüuram Lkümani.u flch/ und färbet sich ganh hoch roth / zeuch den Essig davon ab/ so bleibt ein süsses gelbes Püiverlein / das füff mit äikillirtem Wasser wohl aus/daß aller Essn davon komme/lass se es trucken werden/und giesse darauff einen lssmmw vini auffdashöchste gebracht/ setze es wieder in üii/ de Wärme/ so geschicht wieder eine ncueexrraÄion, gar schön gelb/gicsse es ab und andern darauff/ biß es nicht mehr exrrakiren will/ so ciiüiilir den stiritum vilN ab/ und lasse es wohl trocken werden/st findest» ein schönes zartes hochgelbes Pülverlein unglaubliches Wmckung in der Arhney / dann es dem ->uro nicht viel bevor giebt- Demnach nimm des v erleins zwey Theil/ sulpliunz Soli, einen Theil/ re>v? klein zusammen/und nimmserner drey Theil chiartir, auffdieses giesse sechs Theil ipinkur wohl verlutirt in eine -tizellion gesetzt / biß der lulptiü gänhlich stivirt und auffqeiöset: Eilsdan trage denvierdtenTheilvonder zusammengetriebenen Materi des tuipkuris/^ncimok,i> und8ol» darek, verluüers wieder und digerirs / biß alles und auffgelöftt/so trage alsdann mehr von den v den zusammen getriebenen iulphui-en darein/ m wie zuvorn'/ und proceäii-- so off/ biß alles zufallt»' . kommen und auffgelös t ist / so wird die m^rer' einem.dicken braunen Oel/ treibe alles in einem sich«' , wie- , itei- . * >ri>» ! kok »Itt irtt ' ty- Ls e« j i »S" - V-m Harticular kntimönü. Zl 5 ^vngirk heräber / biß gar nichts in fun^o bleibet/ als, dan aieffe es auffeinenreingcscheivenenSiIber,Ka!ck/ und Lgirs es zusammen durch die grgcki, uiw 6xa- rionsm ignü, biß alles gänhlicb fix worden'schmelh es alsdann in ein col-pux, und scheide es durch agu» korr, sv fallt sechs mahl so viel Gold nieder/als das obere cowpolmim zusammen gewogen/ und daö übrige Silber dienet wieder zu allen Arbeiten. Wann nun die tinQura /rnrimonii alle aus dem vitrn außgezogen worden / und sich kein Essig Wehr färben wil / so truckne das nachstandige Pul- der / welches schwach seyn wird / sehr wol / reibe so schwer gelben gemeinen Schwefel darunter/thue es in einen Schmeitz-Tiegel/wol verlutirt/ und lasse es in Ziemlichen Feuer stehen / biß der Schwefel ganh wie, derum darvon verbrand ist / alsdann reibe die nach, ständige macerism klein / und giesse einen ckkillirten Essig darauff/ und ziehejihm sein Salh in der Wärme aus/deu Esslg cliüiilir vom Saltz ab / und süsse die Es- sigkeit durch Kfftere rekersrion der 6iüi!Iirung mit Mtliirteni Wasser ab / clariücirr.biß das Wasser schön wech und klarwird befunden; Hast du die Ar, den durch die Handgriffe recht vollendet / so hast du das sgi änrimoaii mit kürßerer Zeit und Weil außzu, Liehen/ wie ich dir denselben hernach folgends auch melde; Dabey du dann zu mercken / daß mit dem Schwefel des /rmimonii,auf die «achfolgende Art bereitet und ausgezogen, hat eben diese cKcacism in der Achney / gehet aber viel geschwinder und behätt, der zu / welches insonderheit zu lieben. Der Handgriff l Dcr kurtze Weg / den 8u!pkur und das ^ Saltz et-ncimomi zu machen/ ! ist also. ^ guten Vitriol/ gemein Saltz / und unge- -»W-»oschten Kalck / jedes ein Pfund / ^igrmomse > achr Loth / stoß alles klein / und thue es in ein Kolben -Glast / hiesse darauff gemeinen Wein-Essig drey Pfund/ lasse es einen Tag verstopfst in der Wär' nie stehen/alsdann thue alles zusammen in eine Retorten/ lege einen Vorlag an / und treibe es heraus wir man ein ZguZ fvrc zu treiben pfleget; Des herüber- getriebenen liguori;, täliz communjz ans ein Pfund/ feÄiücitt noch eimnahl herüber gantz langsam / daß j nichts trübes mit gehe / sondern alles gantz schön tau- ter werde/alsdann nimm ein Pfund klein pulvertsirt^ vikrum antimnnii, girsse die spirikurdarauss/ verln- tirs wol/ digerirs/ bis alles solviret ist / alsdann zieht das Wasser lind in 6. kr. davon ab/so bleibt im Grn>^ eine schwache dick, flüssige materis etwas lrucken/dir lege auffeine Glnß-Taffel / und setze sie in den Keller/ so fleust ein rothesOel darvon/ und last ein wenig^ li-5 dahinten liegen / dieses rothe Oel coaguiir gantz lind auffder Aschen / biß daß es trocken worden/ dann giesse darauff den besten ssirkum vini - so Mcht ds l^ii-ikus vini die'l'mÄurAm blutroth aus / giesse dn ^ gefärbte ab / und auff das reliänum andern?ss>lr>ru vini, biß 10 lange sich keine Nöthe mehr erzeiget / so du die DnAu^n oder lul^kur ^nnmonü , der ! Wunder in der Artzeney / und giebt ( wie vor üv ^ ^ sten krscsls auch gesagt/) dem suro porsbili nichts ^ das niae ein W Zar' tor- wie her, nv/ daß au' ces ehe „id die -r^ fe- kltz NN ?er as irr» -st llt !» icl r/ V<-rtt 8 mpliure Utld Saltz ^ntimonn. ;l 7 bevor/ist auch bereitet psrlicularirer damit zu Vers fahren/wie im vorigen angezeiget; Die schwartze teria , so-nach Ausziehung des suijchun; blieben / lruckne wol? und ziehe mit Millircem Essig sein Saltz aus schneeweiß / süsse es aus / clarjstcirs mit Ipiriku vini, und mercke auff seine Tugenden in derkleclicin, davon in dem letzten Buch. Also und hiemit beschliesse ich auch mein lnerdtts Buch ; Und ob wol mehr Heimlichkeiten derNmur/ auch etliche Moments hierbei) mitan- 8 -henckc werden können / so wisse doch / daß ich allein ^ sürnehmste und wichtigste gemeldet / und diese/so ur am leichtesten/ aust) am geschwindesten/und darne, belast au> reichsten zu arbeiten seyn / das andere/ so k- u« ''euNuhcn tragt und bringt / und ein anfahcnder su, Mndcr iinbipulu, leichtlich darinnen irren kan/unü ^Mgantzlieb fth! schlagen / oder doch ja nach dem End ke'.uensondern grossen Nutzen davon zu gewarten hat/ kaust du aues Milder Zeit durch fleissige Hand-Arbeit Noch ergründen und finden. Waun du nur das einige Ding / daraus die Ge.unrheit und.steichthum herrühret / lernest ersten, enuno verstegen/so kaust du alle metallische kulohura b-mstlbigen zugesuget zu grossem viefalNgen Nu- Anbringen / von welchem allem einem Menschen Mni zu schreiben unmöglich/ und fast ein unendlich ^chrelben werden wurde : Bete flüssig und ruffe < an um Gnade und Barmhertzigkeit; Dann aus der gründlichen Erklärung kommt her die Ettica / aus derPracuca aberfliessen unzehliche Brunnen / alle aus einem Ursprung allein. Wirst du ; - 8 Handgriff'von Sulpheren du aber anders thun / als ich dir durch den Schöpftet Himmels und der Erden gebiete / so wird alle deine Arbeit und Thun / neben zeitlicher Gefahr / zurück gehen- Ob ich gleich von dem Vermögen / Tuqenderi und Klafften der andern Mineralien in diesem Buch/ nächst den Metallen / mit anhencken sollen / weil ich doch sehe / wie sie zur metallischen transmucarioü kein Vermögen/sondern allein in der xteckcin das ihre mit höchstlöblieber Verwunderung zu thun/ yualiLirt seyn / im letzten / nach den Kläfften der nre- rallischen iHicn, anfangen zu tmÄiren/ was von der« Allmächtigen für Wunder in sie geleget/unv sie in vielfältiger Proba genugsam erwiesen haben. Offenbabnilig der verborgenen Handgriffen kr. ösUIü ValenriniBe- nedicriner Ordens. ich ÄufdasUnivcrsal und hoheGehcim- niß des kkiiofopkischen Steins der Gesundheit und Reichthums gerichtet. Nahmen des allerhöchsten Gottes fahr ich kr. öaleliur ein Eioster - Diener des Ern an zu schreiben / den wahren Weg und Handgriffe/ samt dem gantzen Proceß / ^'e ich das indische Liecbt der höchsten Weißheit natürlicher Dingen/ zur höchsten Freud und Trost mer« ' tier Gesundheit gemacht und zu Ende gebracht habe / I und zur Bestätigung der Warhric/ schwere ich bey ; Meinem Gewissen/daß alles was ich schreibe/wübr ist/ l in diestm Umvesül der nothwendigen Handgriffen / wie zu Ende in denSchtuß-Ntedcnder t'arkicustrirälen I «n, letzten des Wcrcks auch gedacht werden soll; der ! Anfang aber trifftmitdem Mittel und Außgangüber, j kku/varum folge diesem Unterrichtund Kunst/wre her, j Nüch folgt: Für allen Dingen fürchte deinen GOtt/und se, ht dein Vertrauen fest auffden HERRN / bete auch flelssig und ruffe ihn an mitSeuftzen/so wird er dick ge. wahren l erBelbhnung/daß hu denArnan ugd Dürst ' tigen zu reichen hast/durch die milde'Hand deiner Gü- l ter: Darnach ließ sieisstg und mit vfftrr Wiederholung OfferrbahruttZdor I lun g zu erforschen den Grund / du die Weifen alle zM ! summen treffen in cinem Zweck. Schlichen arbeite ! mit Verstand und ohne Verdruß/so wirst du Ehr eine pfaugen und Ergehlichkeit erlangen / darauffdu langt gehsffet hast/durch einen verdrießlichen Verzug; wer/ de nicht ungedultig in deinemVorhaben/noch faul und laß zu dem gewünschten Ziel/ damit keine Versäum/ uiß folge des Wercks / damit du lang umgangen bist. > Ein neidisch -Hertz sey ferne von dir / dach traue nicht dem/den du nicht wol erkannt/und fein Hertz ergründet haft / auffdaß er nicht ein Sünder werde / und dir dlt ewige Rache von GOttdemHErrn/unv eine zeitlst che Verfolgung von der Welt wiedersahre. Narren eröffne nichts/ den Klugen und Verstandst aen/und der da schweigen kam offenbahre alles/vecktst le und verhalte ihm nichts / auff daß die Herrlichkeit Gottes kündbar werde denen/fo ihn fürchten; Doch gleichwie ein schweigendes Gebiß denen in Mund gt/ z leget wird / welchen der Könige und Fürsten Hei,"st lichkeit vertrauet sind : Also ^vielmehr fallen diest schweigen / welchen dißgrosse Geheimniß Gottes lino der Natur offenbahret wird. So wil ich nun fortfahren / und zum schreiten / darzu mir der Sohn Gottes Gnad M Segen geben wolle / mein Vorhaben zu vollenden / > damit meine Seel zum ewigen Leben er»' halten werde/Amen. e r l k r r e i s s s f r e r n i> L d d U c; g ctt« uu/ wgt ver- und um- -ist. lickt cheli "di- !>a- ftlt och gc' ini- lese Ov cels »ttV m/ verborgenen Handgriffe. Die erste Arbeit. ;ri ^Jmmdes allerbesten Ungarischen Golds/so viel ,Udu wiit/und sechs mahl so viel des guten Unga- rsschen ^nrimontt.chue eS in einen Sch melb-Begel/ laß es wohl fliesten/ wann es nun wohl geflossen ist / so geuß es in einem Gießvuckel/welcherzuvor warm/unv mit Wachs wohl geschmieret ist/wiedie Goldschmiede zu thun pflegen/wann sie ihr Gold bereiten wollen/ "was damit zu vergülden: WanneSnunkalt wor- dm /^st) thue den/lntimomvm aus dem Gießpuckel/ schlage den König von den Schlacken ab/ wiege den König/ und setze demselben Wiederum sechsmahl so schwer neues Lmimomi zu/und mache es wie zuvor/ schmelhe es zusammen/ geußes aus/und schlage den König ab; Dann zum dritten mahl setze wiederum sechs Eheil/lmimonii zu/ und mache es wie zuvor/ wann solches vollbracht ist/so sehe den KeAulum auff einen breiten Treib-Scherben in einen Ofen/ unter einer Muffel/ gieb ihm anfänglich ein gelind Feuer/darnach stärcker / biß das /lntimouium darvon verraucht ist/und ein gelber Gold-Kuchen liegen bleibt/ den thue w «inen reinen Schmeltz.T>egel/vor dem Blaßbalge/ und blaß zu/ daß das t?» wohl schmelhe/ treib und halte G ft janq im Feuer/biß die Ungeschmeidigkeit aar vavon verrauchet/ welches daher zu sehen/wann es sich unter dem Hammer treiben last wie Wachs ohne -Sruch/so sind alle Unrei,Metten und Zusatz von dem D durch den grauen Molffverzehrt/und istrecht pm- Mt worden. Dik reine D schlage gantz dünne wie Papir/thue darzu sechs Theil wohlgercinigten L^ma- z4r Gffenbahruirgder che es zusammen heiß/ und schütte es in kalt Wasstr/ sa wird etn daraus / daemit lN 2 !'. Silber' / Kupsterundandere Metallen vergüldeukönte. Das ^lnslAamÄ drucke durch ein Leder/das zurück bleibende wiege / und reibe noch so schwer gemeine«. 8ulpkur sudlil/der schon gelb sey/darunter/ leg es auf ei> menTreibsch-rben/ unter eine Muffelgefttzt/ rühr es stets um mit einem eisern Tvähllein/ b iß der Klercuru» und Sulpdlir bey gelinder Wärme gar davon ver* raucht / so wirst du einen feinen hübschen subtilen »n» . schönen O Kalckzu fernerer Bereitung und Beförd^ > rung der nachfolgenden Arbeit haben. Nunwil ich dich nach Andeutung des anders Schlüssels das Himmlische Philosoph sche Wasser lehren machen/dardurch dein Gold weiter zerbrochen werden soll. 7 kecl^>. SalperrL, 8s! Armomsc, aos gewaschen Kißling,Stein halb so viel als dieser ^ tze eines gewogen/ reib es unter einander / darnach 1^ du ein Wasser davon distiliiren/ mache es aber wie dich lehren werde. Laß dir eine gute irrdene Retorten machen / A keine 8pirirll5 oder Geister durchdringen mögen/ ^ cke hinten eine Röhre hat / wie hierbei) verze^ .stehet- ^ verb-rgettm Himdgnfft. zrz ^ ^ Dieselbige Retorte lege in einen Brenn- Ofen/ daß die hohle Röhre hinten heraus vorgehen möge / wache ein zimlich Feuer darunter/ und lege eine grosse Vorlage dafür/ so groß man die haben mag. Die Vorlage lege in ein Gefäß voll kaltes Wass-rS/ und beschlage sie wolrnitrwssenTüchern / daß sie sich wol abkühlenkan/ dannsiewird sehr heiß/und wenn die Tücher einmahl trocken werden / so müssen sie stätig wiederum naß gemacht/und die Fugen an den Di- stillir ^Instrumenten zum besten mit guten Imo ver- wahret werden. Alsdann sahe an zu distilliren/ wem» die Retorte heiß worden / jv trage der getriebenen Materie sechs Lothauff einmahl durch die Röhre hinein/ und stopffe die Röhre geschwinde zu / so wird die Vorlage aller weiß werden / und gar viel Spinem und Geister geben. Wenn sich die 8vinrnr gesetzt haben/ so trage wieder vier oder sechs Loch der Malert darein/ stopffe das Loch geschwind zu / Vas thue so össt btß die Materi alle hinein getragen / und zu Wasser worden ist in der Vorlage / dann laß Dte Vorlage stille veelu- rirt stehen / daß sich die Geister wü! sctze n/ünd zu Ruhs las Wassergeben können- Demnach nimm die Vsr» Exij M ZL 4 tpffenbahrunA der läge ab/thue das Wasser heraus/mid gebrauchswie hernach folget: Das ist das rechte Waste, bad/darimj nen der Koma aesaubertund gewasthen wird/auffdaßi das mineralische Bad das seine auch vollbringen und, durch die Wärme des Ehe-Betts den König zu Eh^! ren bringen kan. , Gebrauch des mineralischen Wassers nach, dem dritten Schlüssel. Dieses Wass-rs nimm drey Tkeil/thue es in ei/ nen Kolben/ des bereiteten oKalckschuedarzu ein Theil/stelle es in eine warme Aschen mit einemHeim/ so wird stcks milder Zeit 5olviren / wann sichö nicht alles kolvirr hat/sogeußdas Wasser ab/ und sniches darauff/ biß sich der G Kalck alle 5olvirr hat ins Mast fer/laß es erkalten/so setzk es in funäo welsse 5-cen, die thue darvon/das Wasser yeuß zusammen /laß es in Lalneo Llarire Tüg und Nacht cli'gsriren/bie thut wieder hinweg / cügerir es wieder neun Tag unv Nacht conrinüc, darnach setze einen Helm auffden Kolben/ und ciichllir das Wasser davon/ daß die ^ 2 - -teris im Grund liegen bleibe wie ein Oel/das Wasser/ so davon liittillirt worden/geuß wieder warm gemacht LarübÄ/Millir es übermahl davon / geuß es wieder warm darüber/ und MiiUr es abermahl davon / sol/ ches wiederhole etliche mahl / so wird das Massel matt und schwach / letztlich geuß auff das Oel in» Grunde ein frisches Wasser/ veriulier es/ äixerir es ritt Tag und Nacht/Miller per arenam biß ausss ^)el/ geuß das Wasser warm gemacht wieder darauff/ AM >chs wie, ,darim uffdaß ;ki> und r» Ehe nach, ö in ei, zu ein heim/ > nicht llchcs Wasi die rs in ^ thue! qund ffde" Xla- !S jeder , sol, äff-- irrt reis )el/ s tli' M ! verborAlEHanbArrffL. ;rz Wir es osst davon, vißdasD alles übern Helm gc, stiegen ist/und mercke,«aß diß öiitilliren in einem nie, ! drigen Kolben mir einem flachen Boden geschehen Muß. Das übergejlegene O Woher setze an einem kalten Ort/so schiessermit der Zeit EiystaUen, d>e fon- derevomWasser al»o!chethucmeinKölblein, und geuß ein äiiiillirt iMaen-Wasser darzu / so werden sich die Crystallen inMLasseraaffl'osen;So viel denn des G in derArbeit yRrescn. so thue dreymahl so schwer Zuten gereinigten Ld- darzu,schwenck es eüich mahl wohl um/ so nimmt» L das flüchtige O an / und erscheinen viel wunveDahrliche Farben, und fällt em amglßLML zu Grün»/ und wird das Wasser lauter und klar. Das Mnalgamu leg auff einen Treib- Scherben/laß den »mit umrühren simglich darvon ubrawchen/ bißeinArpurfarb Pulver bleibt, wieern -> Scharlach, wain" iß Pulver in öikillircen Essig ge, thau wird,so lolvn-c es sich gautz und gar anffblutrvth, wle ein Rubin. Dieses Gold soll nun in zwey gleiche Theil gccheiltt werden/biß man dasselbige ferner haben muß. Und ist also die Bereitung des Goldes fertig, und die erste Arbeit vollbracht. Die andere Arbeit solt du nach der Lehre des sünffttn Schlüssels also vornehmen. kecip. Gemein Kupffer/daraus mache ein Grünspan,wie man pfleget,den reib klein,und thue ihn mein gläsern Gefäß,geuß eine gute LMntität ä'M- MkenWein-Eßigdarauff, schwenck es wol um / so svlvirt sich der Grünspan in; Essig anff/ laß es stehen/ Xp nj so ichs wie >/darim urffdaß aeu u»v ru Eh^ ! nach, s in ei/ rzu ein Heim/ r nicht nichts Was-' 5, die es in ^ ' thue! igunv lffden e Lla- >ievek /so'- lasset l in» sein Oel/ '/ l. so ist es noch zchenfacktig kräfftiger als zuvor/ r und ist nun das Oleum mcombustibile fertig aus Z/lul- i phureundsale, welche doch nur alle aus einer rachco c herkommen sind / und ist die rechte prima macsria me- ' tallorum, und lst die wahre Wurhel / daraus das b ,, erstmahlgmerirt worden. Dieses Dels nimm »iUlt 's eine M >rck / geuß darzu zehn Loth stumm vini, ' ausss höchste ist gebracht worden/und distillier es durch eine gläserne Retorten zusammen herüber/wenn das ^ geschehen/ so geuß neuen stumum vini darzu/auch zehen . Loth/und oiMiers wohl vermacht herüber / das thue ^ auch zum drittenm rstl/also daß dreyßig Loth t'piricu» . - vini zu einer M.rrck O.'is komme. Dieses prxparlk' ^ ten Oe!s nimm nun/ und geuß dessen ,r.Lothauff 4 - . Loth des wohlberejteten purpurfarben Gold-Pulvers und verlutir eszu/ laß cli§«riren/bißsich das Gold re- ^ folvirr hat/setzet essscer.sothue sie hinweg / denn l .-s find nichts nütze bey dem Wercke in der Arbeit / tM solche ststurionsm 8oli; in ein Glüß'Kölh'cm/das elN stachen Boden hat / und nicht sehr hoch lst/setz^'. ^ Helmlein darauss/ und leg eine vorläge fur/,a» ^ , wohl vermacht/ alsdann Millir und coholur es n ^ ch elfterer rsir-mrion, biß alles ubem Helm gestreo .^ verborgenen Handgriffe. löst es aber wieder kecn liegen/ so scheide sie auch dar- von. Diß güldene Wafstr behalt/ und darmit ist auch die andere Arbeit im Merck vollbracht. Anfang der drittenArbeit/und LxtraLior, des Goldischm öulpkuns. kecip. h^ercurii lublimsti, wie MÜN ihn bey dtN , Krämern zu kauffen pfleget/und vomVitriol undSaltz l'ubiimirc worden: dann der L führet die guimsm «5- lenrism lpiritus 83 ÜS in der lublimation mit auff/ ohne welchem spiritu Salir keine cxtraäion Zulpkurir Solls ^ geschehen kan/ daß ein rechtes ^urumporabllokönte bereitet werden- Den U subllmamm reibe gar klein/ leg ihn auffein Eisenblech/ gantz dünn aus einander gebreitet in Keller/laß es etliche Tag und Nacht stehen/so fleust ein Wasser darvon/ (auch revlvikcire sich der L) das Wasser sahe auffin ein Glaß: Wenns kein Wasser mehr geben will/so filtm e das Wasser fein klar durch. Dieses Wassers nimm ein Theil/ thue es in eine Vorlage und treib die Spiritus von zwey Theilen Vitriol und zwey Theil 5sl» petrLvrein/ mit der rohen nlilexm-» wie man in gemein aguakorrzu brennen pfleget/wenn das geschehen/ so thue diß Mast ser in ein Kolben- Glaß/ sehe es in eine Aschen-Cavell/ > und distillier es wohl verlutirt noch einmahl herüber, per ^lembicum, so bleibet viel terrs dahinten/ und das Wasser ist rein: Dieses Wassers nimm und geuß dessen sechs Theil auff ein Theil des vorigen behalte- neu purpurfarben T Kalcks/ laß es stehen in subtiler , Warme wohl verschlossen/ so wird das Wasser den, D seine snimsm oder SuipKur ausziehen/ und,wird vor» Lx v der ;;s> GWnbahkUttIber der cxtraÄion oder Tinetur des V hochroth / diese ex- rrilötion geuß ab/ ist das Pulver noch gelblicht/ so geuß ein wenig neu Wasser darauff/und extrskir« es wieder/ biß ein schon weiß corpus liegen bleibt: Solche cx- trLÄwnchutineinKolbieinvonGiase/ und äillillir sie trocken ab per aiembicum, so bleibet der 8ulpKurV dahinten / darüber geuß zwey oder drey Finger hoch guten scharffendiftillirtenWekn-Essig / baß er zwey oder drey Finger hoch darüber gehe / laß in subtiler Wärme öi^nren/ biß sich der Essig hoch,roth gefär« bet hat, den schütte ab und andern drauff, biß es keinen Essig mehr färben will/so hast du die rechte 5ep3rarion LuIplruris V vS I seinem corpore extrskirc, die ksces, so dahinten bleiben/ thue besonders hinweg/ alsdenn äi- ü>!lir den gefärbten Essrg auch besonders krochen da- von ab/so bleibet dir die ^nim^D allein im Grunde des Glases/dieselbe süsse etlich mahl ab mit di^ siillirtem Regen-Wasser/ darnach nimmsechs Theil des Oels vom Virriolo.so mit dem spiritu villz pr-cps- rirt worden/und ein Theil diests 8uIpKllr»T/ und cli- Mir es etlich mahl wohl verschlossen davon/ biß die - amma X) gantz mit übersteigt; das thue alsdann in einen Pelican/p-r 5s subtil einen Monat öigsrirr, so hastu das warhasstige aurum porabils, weiches nicht mehr in^in corpu; gehet/und das höchste srcsnum ivenjchlichet Gesundheit ist- verborgenen Handgriffe. Z;r ; Nun folget die LxtrsÄ o des Goldischm - Saltzes nach Lekm des vierdten Schlüssels. f D^Jnim nun das schnceweisse corput, so in der ex- ^ ^avcraAion 8u!pliurr8 Dinkunäo ist geblieben/aües V sUstminen/ revcrbcrir es drey Tag und Nacht/Larnach ^ suhlimir es mit gleich so viel prTyLrii tSN 83l3rmvnl2c, , , > was ausssteiget/ das nimm ab/ und thue es wieder zu i dem andern/das im 5uaclo liegt/misch es zusammen/ l ! und Ldlimirs wieder/ wie zuvor/und wiederhole also ) ! die sublimsrion so ost't/ biß es alles aufgestiegen : Von k diesem lublimacsusse den 8sl srmoniac mit distillirtem - ! Regen,Wasser wieder ab/ trockne das Pulver gar gk, r l lind/und zeuch ihm alsdann sein Saltz mit Wein-Es- , sig aus/welches in gar gelinder Wärme in äiZettiov« l rn drey Tag und Nacht geWcht / alsdann distilliv ' den Essig in der Aschen trocken ab / darnach clarikcir» das Saltz mit Hintu vim, also r e Der /^iriturvini wird zum Theil per cliMlstio. 1 /. «em abgezogen/das andere setze in Keller oder an ei- > uen kalten Ort/ so Wessen Lrystaven/ gellst den Huri - t wrn vini davon/verwahre die Crystallen/laß es wieder crystalliren / den lhiritum vini evaporwe weiter/setze ^ es wieder ins kalte/ so schiessen mehrCrystallen/die thue - rüden vorigen/das wiederhole so oO/biß es keine Cry- ! stallen Mhr giebst; Die Crystallen trockne gar gelin- ! de/ so hastu das rechte clsrikcircs 8^1 (->' Diß 8s! ^ ivird nun/ so viel dessen ist / in folgender compoLljoa ! ^lercurii äc Zul^buris 8o!i; in der Phwl so hermericö n < vcrlutitt werden muß/ in fnrnum kbilosoghicum ein, ; zr Gssenbahrung der eingesetzet / und aä pr-e^srarionem Igpicli; philolo- pkorum folgender Massen damit proceäiret. Das ist also die dritte Arbeit- ^ > Nun folget die vierdte Arbeit nach Lehre des sechsten Schlüssels. ^^lmm das ?mrum porsbiis, so von der Helffte des purpurfarben V Pulvers aus der snima G gemacht worden / geuß es zur sslurion o so von der andern Helffte gedachtes <3 Pulvers gewacht worden / wiege es zusammen / und geuß eben so viel des Oels vom Vitriol darzu/ welches durch den spifimm vmi bereitet worden / als dieses im Gewichte zusammenhat / undaMredasbal au« darzu/ thue es zusammen in ein neuen Pelican / welcher der gröste seyn soll/ daß drey Theil davon im untern Theil leer bleiben / und der vierdte Theil allererst mit der mären» erfüllet sey: llglllir es kermericc zu / sehe aisdenn den Pelican in den philologischen Ofen / laß es dar- innen stehen/ und halt im 'Anfang das erste Regiment des Feuers gedampfft / subtil und wol verschlossen / so wird sich das C> in sich selbst entzünden mit seinem Geblüt/ und in zehn Monaten sich in eine grosse Schwab he auffschliessen/ welche« die letzte warhaffte?mrefa- Kion der uxrsttt Meister ist / und sich mit seinem Geblüts und 8u!gure Solls vereinigen in ein einiges und gantz flüchtiges Wesen. Darnach starcke dein Feuer um einen Grad / so wird sich das flüchtige derUm sehen/ die Schwache in kurtzem wieder verl» r-en/und dann viel abendtheuerliche Farben erschein^,, und in solchemRegiment desFeuers werden dre xm-k' verborgenen Handgriffe. zz, rnskz sich selber verzehren und sich selbst austrocknen/ als eine verzehrende Nahrung des Königes- Mann nun die Farben beginnen klar zu werden/und ansahen zu verschwinden / so r-giere dein Feuer im dritten Grad/und erhalte es so iauge^darinn/biß dein Himmel mit qanhen silbern Stücken überzogen ist; welches die weisse Tinctur aufweiß ist / so halte dann mit dem vierdten grsäu des Feuers an/so wird sich die glänzende Meiste wieder zu Grund geben/rmd an der statt viel tausend Striemlein und Aederlein sich im Glase erzeigen- mit auff, und absteigen / und wenn solche nicht mehr im auffsteigen gesehen werden/ so wird sich die kimei-i.i sicher vollends pr»cipmren / und zu einen gra- nur braunen fixen Pulver werden/ mächtiger Schwer re; So ist das Heil vollkommen / und die Wiedergeburt der rothen Tinctur vollbracht / dafür du GOTT dem Himmlischen Schopffer höchlich zu dancken hast/ und ist nun allhier die vierdte Arbeit des timverlsl; und also der h--pjx khilotophorum vollbracht Folget nun die ^uZmenratio , welche ist eine Vermehrung des iermentirten Steins der Weisen / wie man denselben und diese Tinctur nach Lehre des eilften Schlüssels außmemjren und vermehren solle. ^Imm dieses bereiteten philosophischen Steins einen Theil / und des vorigen oiei vicrioli cum fpiritu vini zugerichtet sechszehn Theil / den Stein reib klein auff einem Marmor, thue ihn in 84 Offetibahruttg der ein Peliean/geuß basOel darauff/ und verlutier es wohl zu cum ligillo^ermetis, sitze es m dcn vorigen ^ iksnaroder kurnum knilotopkol-um j und halte daS Regiment des Feuers aller Gestalt wie zuvor/ so wird sich der Stein leichtlich resol viren/sihwärtzen/ und röchen in kurher Zeit/was du vorhin in zehn Monaten vollbracht hast/das wirstu ietzo in einem Monat voll- bringen/sintemahlderüberfixe Stein seine tiriäur in kurtzem 6Zirsn und austrocknen kan/baß sie sich mit ist- me vereinigen muß/ dieweil seine mächtige Stäreke schnelle dadurch dringen kan. Also hastu vollkommen das höchste Kleid und Schah/undErbschafft des mächtigen Königs der gan- hen Welt/ der nimmermehr absterben mag in diesen*, vergänglichen Leben : Also kan man nun mit diestM augmenco weiter proceclirsa, UUd fÜkUNd fürsugme»' tiren/ ui'gue ja mtirmum. Wie die geschehen soll nach Anzeigung des zwölfften Schlüssels. i^Ach Verrichtung der vier Arbeiten folget > Mkermsmarion , welche kehret diewohlbereit die diewohlbereitete rinÄur recht und wohl zu gebrauchen: Wann null deine kteäicin und wohlbereiteker Stein aus der rechten Jungftauen-Milch vollständig bereitet worden/ch »ääir ein Theil dieser Medicin zu drey Theil ivM purgierten/ durch Lneimomum gegossenen/reinen/u^ so viel möglich / dünne lammirien Golde/ schmäh/ ;usammeumeinemSchme!tz'Tiegcl/ zuerst m>t verborgenen Handgriffe. g; 5 dem Feuer zwolff Stunden/.laß es dann fliessendrey ^ag undddacht commuc, so ist das G und der Stein zu eiteler meckcin worden/gar subtil spirimalisch und durcbdringend/dann abr^ue lermcnio cum 3urc> kau der Stein nicht würcken/ oder seine ^i^Äur erzeigen proprer lubtiliwrcm, wenn er aber mit seines gleichen Lerwemirrund versetzet wird/alsdann hat die Tmchir einen Ingres; oder Eingang erlangt/in ein ander Metall zu würcken/durch Lieft 5erme«srion werden nun die Metallen also uagirr. kKOskcno. ^^Imm der fermenlirten i'inÄur, wie gelehrt/ein 2NvB)c!l/ auftausendTheil imFlußder Mtallen/ so du rwßiren will/so wird es zu gutem beständiger» G: Dann ein corpus begreifft gern wieder einen an/ dem Leib/ob er gleich seines gleichen nicht ist / so muß er doch durch Ärafft und Gewalt ihme zugefügt wiederum zu seines gleichen werden; Wer nun dieses Mittel der scrmemarioll gebrauchet/dem werden alle Beständigkeiten vffenbahret/und keineCreatur ist dieser sublimitat zu vergleichen/denn sie lst .-.lies m allem. Dieses ist also auch die wahre lei-mem-inon. GOtt sey gelobt in Ewigkeit. M Also ist das gantze Werck dur6) diese vier Arbeiten vollbracht/und in zehn Monaten sblolvirc und M Ende gebracht. >1 t - Vssenbahrmg der Ende der Handgriffe k'rstris L^Mii Valentin! über den l-apräem stlrilo- lopkorum. ZJeses Universal-Merck bestehet in vier Cav" tulen oder operalionen : Das erste Stuck , der Vorbereitung ist die 'pr-epararjo des G mit seinem zugehörigen solarischem Wasser/ das Ende des ersten Stücks ist das Purpurfarbe S Pulver/ da dass wol purgirt und;zu fernerem Gebrauch prTpsrirt worden ist. Das andere Stück der Vor-Arbeit ist die pr«- psrario A / 8ulvburi» öc 8ali, kbilolopliorum 6s Köc<^/biß dasguldene Wasser ingrosstrc wird / welches das Ende der andern Operation: und hiermit wird der gedoppelte L gemacht. Das dritte Stück der Vor, Arbeit ist die prr- psrskio des 8ulpkur» Soli; , daraus das wahre Sll- NIM porabiis zu machen; darmit die dritte Operation , und also die schwereste Arbeit im Merck voll> bracht worden. Das vierdte Stück ist nun die letzte und Arbeit/ als die letzte conjunÄion undZusammenfu- gung aller Sachen in eins / da solche perstciret und zum Ende vollführet werden. Leguitur Oiüillatio 8pirjtus Vini. HS wird ein guter alter Rheinischer § nommen / und nach Gebrauch ein guter U ckergebranterWeininvsüca davon verborgenem Handgriffe. ;z? DieserBrantewein wird in ein Glaß gethan/muß c!-- NePhiol seyn/ erstlich die plilegmara separier und rcäts 6cirr,undwirdaUewegezuletzlin der Phiol elwasü» brig gelassen/so man hernach besonders reü>6cin und zum gemeinen exrrsliiken gebrauchen kan/ die Probe dessen ist: s Es wird das sgua VicL ein wenig in ein ver^ . glasurt SÄ-erblein gethan und angesteckt/brennet er ' sar aus/ so ist er gut und just/ bleibet aber -.guossiz m > wnöo> so muß er noch eins oder zwey in einerhohen ! Phiol übergettieben/und etwasl»kvnäoderPbiolge- ; lassen werden/die Fugen müssen allezeit sehr feste ver« ^ wahret seyn / damit die flüchtigen st-iHr«, vim nicht > verriechen. Wann nun diß sgua vira-also distillirt l rmdwohl reÄiscirr ist/ (hüte dich/daß du in währender j Millstion mit einem Licht nicht zu nake kommest/und i schaden nehmest/) so thut man in eine andere Phiol j nuffein Maaß dieses prsepsttrren aguä vir« k vieuhkilS ' Pfund wohl lublimirlen^rrari, UNd MUß die Phiol ! halb darmit angefüllet werden / setze einen geraumen > «lembicüm darauff/eine ziemliche Hlorlage darfur/al^ leswohl vermacht/und in V.r^. gar sachte von wegen . dcrfiüchtigen Geister ausgetrieben/ und zuletzt in stjn- bo gar wenig etwas des3yua vir?--m.ff den T'arcamm pelassen/mankanim übersteigen den Älcmb)cum mit Abwechselung nasser Tücher abkühle n/so rcsolvirr sich der spiriru, so viel desto besser/und gehet in die Vorlas ge; Also dann ist er zur folgenden prsepalÄtioa des feurigen Wein-Geistes recht bereitet. ;;8 Offenbarung derverborg. Handg rrffe. ^ Nkln folgtt die Bereitung des feurigen Wein-Geiftcs. EAAnläst machen ein Instrument vorn?/ das im t DrQ>Mittel/unten und über den schern kan abgee > kommen werden/ ingleichen über den halben KvlbeM ^ darauffsehe einen alembic, mir einer Rohren/alles , von?bißauffdie Vorlage/ welche vonGlaßund I Kroß seyn muß/ die setze in ein hoihern Gesäß mit kal-» tem Wasser/ die Vorlage muß oben auch mir nassen Büchern beleget werben/zum öfftern abgekühlet und , genetzet/ in dem höltzern Gefäß ein Hahn / daß man vaöWasser ablassen/ und wieder ein ftiftlies hinein Hiessen kan: Wann es nun alles fertig/ so läsrman durch die untern Löcher desprTp^rirtenLn-ncuz V!N> hinein/soviel biß an die Löchlem/Ulid zündet es an/si> brennet der Brandtewcm/ und der L wird durch die Euffl-Locher über sich getrieben / resolyirt sich wegen -eökalten Wassers/daß er aus dem slembico in die Vorlage steiget. Also wird der wahre ss>irm>z vmi prsex»Lrirt» du must es aber mit der Arbeit der Abkuh^ lung an keinem Ort mangeln lassen/und ein ander sgusm virL wieder angießen/daß es mchtru liess her^ unter brenne/ re. m 5kL LI 8H.MII0. MoM. . , . Reg,'stet. z im I bge- > bei:/ ' MS unv kal- lW UNd naa aeiui nun VlN> I/p »die gen vie vin» M- >der -er- zi- RegLstcr dieser Offenbah- rung. ^()urr8oli8 Zry ^-VquDvjt-eäiüjÜZriü z;6 ^urum potabüs ist das höchste /er-c^num menschlicher Gesundheit. zäyzzo ^3puc mortuum zr-7 Eisen seyet P7- kermemmio l^apidis ZZ4 Wird zu gutem beständigen Gold zz< Grünspan aus gemeinem Kupffer zu machen ^ Oettersrio prims 8vli8 zr,8 Gold in lautere iVseäicm zu bringen ZZ4 Kiesel-Stein / wozu dieselben zu pkLpsri- ren zrz Klugen und Verschwiegenen alles offenbah- rcn zw Kupffer/wie Grünspan daraus zu pr^pa- ^ riren . zrz kkilolophorum ZuZmentLtro, Lc ulu§ W n^ercuriuR kUNofopkorum, woraus er prs^ psrrrk ^lercuriU8 lublikriLtUS M darren nichts zu eröffnen ps vlei mcombüüibilis prseparakio Z28 Yy ij kkl- Z4« Register, kkilolvphisch Wasser zur soluewn des Gsl- des/ z 2 L wie dasselbe zu gebrauchen zr4 Jm Saktz stecket der Schatz aller HerE kett zr8 Scharlach zrs 8u!pkurl8 kkilolopkorum prseparatio Z 27 ^ulpkuris 5oli8 ieparstio zz- ImAurg 8o1is z;4 8uIpkuri88oIj§prDpar2tl0 zr- §piritu8 Vini äillrllatio Ungarisch Göld/wiedamitzu verfahren Ende des vierdten Buchs. Das ünffte Uuch/ Darmncn die UbernatürliKe HoMheure VZunder-Artzncr) aller Metallen und Mineralien/so wol anderer Dinge/ von GOtt dem allmächtigen Schöpffcr Himmels/ Erden/und aller Creaturen/ zu finden; Dem preßhafften Menschen zur Gesundheit und langem Leben angeordnet/ und aus Gnaden verliehen. 'He ich aber meinen Anfang mache der me« gallischen Salhen und Mineralien / so wol »auch anderer Dinge virlmer zu erklären/ ;als mit andern Gewächsen nachzufahren/ will ich zuvor allein beschreiben/und fornen an sehen die Bereitung äuri pot-bii,,, weil dasselbige aanhlich allein/als eine Crone aller Artzney univers»- 'u", billig zuforderst gehörig, da hingegen die metalli« Yy; sehen l FnnffresBuch ! schen und mineralischen stilia nur p^rncularäer ihre «mgepflantzte Tugend von sich geben/und zu menschlicher Gesundheit angeordnet sind/darum ich dann bit» lig den Anfang an dem wahren unverfälschten Hmo xmabili mache/ und seinen Unterscheid anziehe / wie es ! soll recht juckcirc werden. Dieweil dann dieses als mein letztes Buch ! oder Theil ist/und ich vvm /r»ro ssorabili eine vollstän- > dige Erzehlnng thun will dem Kunstliedenden / Verständigen und auch Würdigen/ so GQlt nach niest ' nem Ende mit diesem Buch erfreuen wird / welches !, ich selber mit grosser saurer Mühe und Arbeit ersah- ^' rem i Derowegen/wann dir GOtt das Glück giebt/ daß du wahre Erkänmiß erlangest / daß du dieses as- - csnum in höchster Verschwiegenheit haltest / damit , dudiraus GOttesSegenkemcnFluch machest/dann ' die Bereitung des ist einerley/ dann sie ha- ' hen beyde ihren Ursprung und erste Geburt von dem ' wahren Saamcn und Astrologischen primo mobilst » welches hiinen; tt/ci-cuni genannt tvirb/ davon ich dir 1 hievornenweitNrufftig gksihrieben. Dann wisse in - der höchsten Warhcit/ daß weder universs! noch gar- rieularchisKIui-, weder^vk^stile, noch andere j dlnivcrsqi-^Lclicin ausserhalb dieses himmlischen und j geistlichen Wesens/ welches seinen Ursprung aus > dem gestirnten Himmel hat/ nimmt und erypfähet/kast ^ zu wegen gebracht noch bereitet werden / darum stu ^ verschwiegen biß in der» Todt/alsdann lege dasPi, wieder uieder/tvie ichgethan habe / dann so ich HM ^ sticht treulich gelehret/ wurdestuvon diesem ' übemat. h-chcheureWunder-Artzney. niß nicht viel wissen/sondern mit dem gemeinen Haussen in ihrer Thorheit/ Blindheit und NarrhcttsiKm bleiben/ und ein iteeipe in die verschmierte Apochecken geschrieben haben/wv du aber endlich mit deiner Seelen hingefahren seyn würdest/ nehmlichen in die . Schooß Lslem, jy den äussersten Grund der Finster«-, / nix/ so in der Hollen bey allen Trüffeln im untersten Theil anzutreffen; Eben als) würde dein Leib und Seelauch dahin verschafft werden/wann du dasge« ' ringste Theil offenbahrctest. ' Daß ich nun zu memern propollw komme/als will ich dich erstlich beuchten / was das rechte wahre ' UNd höchste Lurum jior 3 biIe, und Univerül'hte6lcili ' sey: deme folget nach in der Ordnung noch ein ander äurum por-chjle, so aus dem fixen rothen tulpbur oder l Seelen des corpo,«lischen/ hdchstgcremigttn Goldes f gemacht/ r>nd durch Zufügung und Zujammensttzung s des univei-i'üiischei, st)itttur lvlercurii bereitet wird. l» Diesem soll folgen eine andere parüculunsch«; , ein, welches ein halbes ^urum^ucMle, und fast mehr r« ! inseiner proprietär/auch feine mächtige Tugenden yk . und Herrsthafften in vielen Proben genugsam ernste- ^ i sen hat;, Und dann will ich ingleichen darzu thun/ ! und anhängen.dieBeschreibung und/^urum poubiie» ft , weiln dasselbige billig dem Golde nachgehet/ und - seine mächtige Tugenden offt genugjam von sich ges -i - geben hat. l Das hochfie und voWehmste ^urum porsbr. ! le, das GOTT de.kHERR in die g Nitze Natur ge- 'A y w tcgr, ?44 Füttfftes Buch legt hat/ist die ausgekochte/bereitete und stg'tteSub- ÜÄinr unsers Steins sechsten / ehe dieselbige formen, rirrwird. Keine höhere/ grössere und fürtrefflichere tlniverf,! k^se6ic:n , und ^urum pnkgvile kan M der gantzen Welt nach dem Umkreyß der Erden erfunden/ noch zu Tag gebracht werden/ dann es ein himmlischer Balsam/ weilseine Princip» und erste Anfänge aus dem Himmel entspringen / und in der Erden förmlich werden: Nachmahls nach ihrer hoch- sten Reinigkeit in die allerhöchste Vollkommenheit geleitet und oebrachtwerden. Von welchem ersten Anfang und Geburt dieses himmlischen Wesens ich dann allbereiknokhdürjfiig geschrieben/ daß ichs allhie zu wscdecholen nicht pachte noth zu seyn. Wie nun solche ausgekochte und vollkommene 8lM-r,trdie höchste/ vornehmste und gross, ste Uni. verläl-kleclicin der Menschen ist/also hinwiederum ist eben dieselbige msreri-, nach ihrer fsrmearstion auch eine I'-nÄui-, urid die fürnehmste/ gröste und ge^ waltsame Univerlä!-r-ieclicin aUer Metallen ins gcmem/so h:edurch in ihre höchste Verbesserung und Gesundheit/nehmlichen zudemretnesten Golde/können versetzt und verkehret werden; Dieses ist also das erste/fürnehmste und gröste üurum pytsbiic.rmd Univerfal-Xieöicjn der ganhen Welt/ davon allein viel Bücher könten geschrieben werden; weil ober seine Bereitung allbereit im dritten Buch nach allen Umständen beschrieben / achte ich hier nicht von Nöthen weitem Bericht davon fürzuhälten; Sondern i übernat. h-chtheure Wunder-Aryney. ;4; laß es allein darbey bleiben und bewenden/ will aber l weiter erklären und sagen mit einem vollständigen procek, wie ein wahres Aurum porsbits aus dem ges ' meinen höchst-purificirten Gold zu machen und zurr, r langen sey. Nimm die ausgezogene Seele des Goldes/ die l mit einem süssen jpirita ssli, cvmmunir ausgezogen worden / wie ich dich im Partikular des Goldes ge» u lehrt/ und das corpu; soll; ganh weiß erschienen ist/ Ij ziehe den spirikumsali; davon ab/ und sslsse die^m- i M3M 8oli; zu zehrn oder zwölff mahlen rein aus/ letzt» lich lasse sie rein und wohl trucken werden / wiege sie/ . und giesse viermahl so schwer spinwrXlercurli darzu/ > verlutirs wohl/ und setze sie in ein Dampff-Bad/ pu- ' kciücir; gar lind/ so lang biß die Seele des Goldes ganh auffgelöst/und zu Wasser/oder in prlmam msre- j rlam verkehret und eingebracht worden/so wird aus ih, nen beyden ein blutrocherUguor, schön/durchsichtig/ ' daß ihme kein Rubin auff Erden gleichen mag. ! ^ Mrcke aber dieses darbey/wann die Seele des Goldes sich anfanget auffzulösm/und in die erste ma- ^ teriam ihres Wesens einzugehen/ daß in demGlaß erstlichen an dem Rande umher/ da die mskeri» liegt/ ein schöner gantz grüner Reiff oder Circul gesehen wird/ dann darauffein blauer/ item ein gelber/ dar, nach aber alle Farben eines Regenbogens zusammen ' treten und erscheinen/doch aber nicht lang währen. Wann aber nun die Seele des Goldes in Spinm V ^er- ;§6 FünffcesBüch r^ercuril gäntzlich auffgclöstt / und nichts mehr im Grund gesehen wird/ so giesse zwey mahl so schwer des i allerbesten reLiKcinen und auffs höchst gebrachten Hiricm vini darzu/verlutLr das Glaß fest und wohl/di- ! gerirs oder pumsicirs zusamMn lind zwölff oder funffzehen Tage lang/ alsdann ziehe es mit einander psrslcmdicum, so steiget dirMateria herüber/ als das l schönste rothe Blut/ gantz goldifch und durchsichtig/ j wiederhole diese Übertreibung st offt/ biß nichts cor- ^ porslisches mehr im Grunde bleibet/ st hastü das rechte und wahre ^urumporabilL auch / darinnen vu'zu ewigen Zeiten keine rsäuÄian einiges Cörprrs wieder ^ finden wirst. i Mercke aber/daß das Gold anfänglich für seiner Zerbrechung/und Ausziehung seiner Seelen auffs allerhöchste und sauberste muß purgirekund gereiniget ^ werden. . Nun wird noch ein Lurum porsbile gemacht und . durch Kunst bereitet/ welches/ob es gleich nicht für das ! volle und rechte Trinck-Gold kan beschrieben werden/ l ist esdochmehr/als fürcin halbes /^urum stocabile zu ' rechnen/ dieweil es in seinen Kräfften übermächtig in i Vielen Kranckheiten/ daran die Natur stnsten noch ^ sti/r zu zweifflen gelabt/ befunden worden/ und sich er- , wiesen : Es kan uyd wird aber solches halbe /wmm i pombils auffzweyerleyWeise bereiier/ da dann die , letzte kräfftiger rmd besser dann die erste/allein daß eS - etwas mehr Zeitund Muhe/weder zum ersten / erstr- j dem wird; Des ersten Bereitungaber ist also-^. übernat-hochcheurewunder-Artziiey. ?47 1 Nimm dieaußgezogene Seele des Goldes/so ^ mit dem süßen stürjm sslis communiz geschehen ist/ die " . susse auffs fieissigste undreineste aus / lasse sie lehlichen ^ ' wieder trucken werden / und thue sie in eine geraume 2 Phiol/oder in ein Kolben-Glaß/ geuß darauffein roth ^ ^ oleum vitnoll, das keine phl-gmg mehr hat/ und zu- b > vor per rclorram rcÄikcii-t worden / damit es schon / , durchsichtig/klar und weiß werde/und du spüren mö- '' > gest/wann es die Gold« Seeieangreifft und loiviret/ ^ > es schon roth gefarbet wird. ^ ! Dieses Oets nun geuß so viel darzu / daß der 1 Sulphur oder Seele des Goldes sich darein auflösen kan/sehe es zu putrificiren in 6. Ki. und gieb ihme i ziemlich Feuer / biß du siehest/ daß die Seele des ^ Goldes gar zergangen / und in dem also virnoli auffc. 'k i getvsec worden / hat es5ece;gesetzt/so scheide sie davon / alsdann geuß mehr darzu zweymahl so schwer des besten und höchst rcÄ>6cirten stimm; vmi, wie u I ich dich in diesem Theil lehren wil / versigillire das , ^ Glaß fest/daß der strineus vini nichtaußrieche/und sehe es wiederum ins Lslneum zu pmrjsiciren, " ' santz lind einen Monat lang / so wirb die Schärffe ^ i des Vitriols vom st-iriru vin, gelindert / und ver- v s Kurt seine Schärffe/daß es zusammen eine färtreff-' ^ j licbe Xle-licin-, wird / treibe es alles zusammen so > vfft herüber/biß gar nichts im Grund bleibet/so be-, . j kommest du mehr als ein halbes ^stabile in Farbe und Form eines schönen hochgelben üguorir, ' ! und mercke/daß mit etlichen Metallen auch berge-» ^ ! stall kan prycedirt werden / dch erstlich ein Vitriol aus -> ?48 Musste» Buch aus dem Metall gemacht / daraus dann ferner ei» Geist getrieben / und dergestalt der Seelen zufügt / lolvirr , und Mit sinnen vini ferNtts «ügerin , biß alles zusammen in eine ivleclicin eingangen / wie ich gesagt kab / die dann nachmahlen ihre Würckung und Vermögen zeiget. Der ander Weg / ein solches halbes äurun, psrsdiltz zu bereiten / so zwar nicht mehr als ein hal, . des porsbils, doch aber in Tugend und Kcafft jetzt erstgedachtem weit vorgezogen wird / ist ! diese/wie folget: Nimm die ausgezogene Seele des Goldes/ wie oben Erwehnvng getyan/thue sie in eine Phiol / und geuß darüber den außgezogenen luipbur- kkilosopko- ru:n , das ist das andere ?rinciplurn , das mit ! dem spiriru t^ercurii aus der «errs ?hjIo5c»plio- rum außgezogen / und der Xlercuriur oder 8pintur klercurii hiß auff die Olltät / welches der lulpliur ist/ wieder lind abgezogen seye / per moäum äittil» laeionir. Diesen ?hi!c»lc)phorum geuß alsdann/ Wie vor gesagt/so viel darauff/daß sich die -nims 8olir auflösen kan / und laß im linden kainco stehen / biß solche Auflösung geschehen / alsdann geuß mehr dar- zu des besten und auffs höchsigebrachten stririms vini» chgsrir; ferner linde/und zeuch es miteinander herüber/ biß nichts mehr im Grund bleibt / so hast du eine öleäicia , so dem rechten und wahren Hurü pottbui über zween Grad nicht bevor giebt. , Aenmt h-chcheurewunder-Artzney. ;4- Dieses seynv also die fürnchmsten Wege das corporslische Lurum sic)t2blis zu machen / darum wil ich beschliessen/ und ferner anzeigen und beschreib den mit einem kurtzen / doch wahren procelr, wie das Silber / welches das nechste nachdem Gold die Vollkommenheit belangend / auch po^bik zu machen/und das srgemum poksbile zu bereiten seye/ welcher z-roc-sr dann nachfolgender gestalt vorzunehmen» Nimm den Hlmmel, blauen Schwefel oder H»iritum I.UNX, so mit distiüirtem Essig außgezogen worden / wie ich dir im Partikular der l.un« fürge- schrieben / den jusse aus/UNd reäiücir ihn Mit lpiriku vini.laß ihn trucken werden/und thue ihn in ein Phiol/ grüß darauf dreymahl so schwer tpincu, kiercui-u, welcher aus dem weissen Ipiriw Viknoli bereitet und erlanget wird/ wie ich dich am selben Ort gantz treulich gelehrt/ lutier das Glaß fesszu/ und setze es so lang ins Lslneum vsyorolum zu pulrikcirsn, biß alles l'olvirr, und nichts mehr im Grund gesehen wird/ alsdann geuß hinzu gleich schwer des besten hurim, vini , öigcrir, ferner zusammen einen halben Mo. nal , tretbß alles mit einander herüber / biß nichts wehr zurück bleibt / so haft du auch das rechte und wahre argcmum poksbile , so das seine mlt Verwunderung thut / und thun kan in derZeit/wannesvon nvthen. «WO)IS zjo Frrttffkes Buch Beschreibung des feurigen Wein- Geistes. ^Ache aus gutem Wein einen hirnum vim , den clsrilicirs mit weiß calcinirtem kgrcs- rc> , wie gebräuchlich/auffs höchste / daß er rein ausbrenne / thue ihn in eine Phivl / auff ein Maaß lpi'ricu; vini , nimm acht Loth wol tublimir- tcn 83larmc,nj!ic, fetze einen Helm auff / und einen grossen Fürlag färgelegt in ein kaltes Wasser / setze es wegen der flüchtigen loirim; in ein ksincum NX, treibe es gar gemachftm herüber/ so bleibt zuletzt etwas gar weniges dahinten. Macke aber/daß der /Uembic immer zu mit nassen Büchern muß abge, kölflct werden / so relolvii-en sich die ssii-icuz , alss hast du vollendet die k>r«par-ition des feurigen Wein-» Geistes. Nun folget das äul Lärtart. .l^MRstlich solt du wissen / daß verdar^r der loloplien nicht der gemeine Wem - Stein ist / dardurch das Schloß eröffnet / sondern ist ein ander Saltz / und kommt doch aus einer Wurtzcl / und ist der geheime einige Schlüssel aller Memllen/ welcher also gemacht wird,. Mache aus Neben/ Aschen eine schärfte Laugen /1 o immer möglich / siede sie ganh trucken ein / so bleibet eine rörhlichte^Materia / die revsrberir drey Stund im Almnmen feuern uhr es stätig / biß es weißwird / darnach st.virs in distill^' . übemat.hochkheurewurtder-Artzmy. zz» »tem Regen -Wasser/ laß die 5ccc; wol nredersthen/ tilcrirr und co-ixuii^ in einem Glaß krncken ein / so hast du das 521 T'attZrj, daraus der rechte ipiliiub ge- wlebeu wird. ^ 16 . Wie nun jetzt von den Edlen Gesteinen / ihren ! Duzenden und Kräffken gemeldet und erzehlet worden /also und ebener mästen werden viel unansehn- ! und geringschätzige Stein und Gewächs gtfun- ! den / die in gleicher Stärcke in ihren fugenden sich erzeigen/ obgleich der Unerfahrne solches nicht glaubet / und mit seiner blinden Vernunfft nicht fassen üm / und solches wil ich darchun. und beweisen mit einem Exempel des lebendigen Kalcks / dessen wenig geachtet / und öarvon geholten wird / und für ein schlecht und ohnansehnlich Ding und Stein geachtet / doch aber mächtig in der Tugend / und auß- bmidig in der Würckung / sich in der allerhefftig- sten Kranckhcit erzeiget Weil nun seine triums phirende Eigenschafft und Würckung fast jederman unbekandt und unwissend / also wil ich den treuen Liebhabern und Nachfolgern der natürlichen und übernatürlichen Dmgen und Geheimnissen / de- me ich in diesem meinem Bück die fürnekmstenkl/- üer-a der Natur treulich eröffnet / auch vollends v^iece diese Heimlichkeit des unachtsamen Kalcks entdecken / und erstlich anzeigen / wie sein Geist aus ihme getrieben wird / welcher zwar einen 'geschickten / und wol erfahrnen Meister und Arbeiter bedarff und erfordert / und nicht, einen jeden ;;r FLnffresBuch wirdgelingen/derftinerBereitungnichtzuvorrechteii Z> Grund hat. i p> w Nimm ungelöschten Kalck/ so viel duwilt / stoß und reib ihn auff einem! woltruckenen Stein/zu ei« nem subtilen Pulver/thue ihn in einGlaß/ und geuß den besten lpirimm vini darauff / doch aber nicht mehr als der Kalck kan in sich ziehen/also daß kein sj,i- ritu; VIM oben darüber stehe / sehe einen Helm dar- auff/ auff das beste lutirt/ samt einen recipieren, UNd clillillik' in Lslneo ^tarise den lpiritum gantz lind wieder davon/geuß ihn wieder darauff/und ck- Mir ihn davon/das thue zu acht oder zehen mahlen/so wird der Geist des Kakcks per tpirikum vini in seiner Herrlichkeit aestarcket/ viel fturiaer und hitziger gemacht; Nimm alsdann solchen bereiteten Kalck aus dem Koiben/reib ihn aber klein / und thu darunter Yen zehenden Theil KIü rsrrari, das jchön rein / un» keine kecsr mehr hat. ck in tu stk Ur in K di di p< d, So schwer nun diese Materia zusammen wiegt / ^ so viel thue darzu den Zuschlag läl„ i'grrari, das ist ^ öherbliebene mareris, daraus das läl »r»ri ex- ^ rrahirt worden / und zuvor wol getrucknet sey / mi- h, scke und reibe es alles wol untereinander/und thue es in ' eine wolbeschlagene Retorten/allein den dritten Thest angefüllet/lege einen grossen Kolben an/sehr wol'ver- - lmirt/ und verwahret / und mercke aber/ daß solcher ^ Kolben / da der Retorten Hals eingestecket wird / em . ^ Röhrlein eines Fingers weit haben muß/ daran man ^ einen andern Kolben / darinnen ein wenig lp'"^ vi- j ^ m muß vorgeschlagen seyn / lukiren kan. Als«- " ; äbemat.h-chcheMlBlt»,deErtzttH. ;;; ! 'gieb ihm ein lind Ferm/ so gehet erstlich Kitt wenig > pblegms» die fciller in den ersten ftn gelegten Kölben/ ! wann aber die Megma herüber/ so gieb ihmelnstäc- I cker Feuer/ so kommt ein grosser weisser strikuue oben in den Kolben / fast anzusehen wir der weisst stritt-- tv! vitrioli» fället über nicht in die pbkAlNs j wlMM schleicht durch das Rbhrlein in den andern Kolben / und zeucht sich in den HirNum vmi als ein Feuer ist das ander. Du solt aber wissen/ daß/wenn der lebendige Kalck nicht zuvor durch den stririmni vini bereitet / daß er varvon ausstund abgezogen worden sey / wie ich dich berichtet / so thut er dieses nicht/sondern fället in die pbleßlvs, darinnen loscht er sich / und verlieret panhlich alle seine Wütckuttg und Krasst. , Darum ist die Natur nicht außzugrünöen/ und behalt ihr viel bevor / das von uns Menschen nicht allein kau ergründ dct noch erkennet werden. Wann nun solcher Hiei- k-j; aller in den stwitum ^>nl gefallen und eingülM gen / so nimm den KölbeN üb / die plil-ßm-i fch-M binweg/ den stnritnm vmi aber mit dem ipirimeLl. ei» verwahre fleissig/ undmercke/ daß die beyde Gel/ siersich schwerlich pek Nikülgtionsm s-hkidsi^ lassen/ bann sie lieben sich seht zusammen / UNS pflegt in söst ÜNt cliNiilZticin der lstitttu» cülcis öutn stmiku Vtüial/ lczeik herüber zu steigen. Darum so nimm solche beyde zusammen ge- wischte und vereinigte Geister/Me stein eine breite gläserne Schaal/und zünde die Makekiatti M/ so vreW u«! der st-ikituL vini darvsn / und der stütttu» I- ^ FürifftesBuch ch leibet da in der Schäalen / den verwahre wol auffs ^ fleißigste / dann dul-ast fürwar aberwahl ein ^rca- nuM'welchem wenig zuvor gehen/ wofern du ihn recht zu gebrachen weiftest. Seine Tugend ist mannigfaltig / und nicht wol j möglich alles zu belchreiben/ ohne Einführung einer sonderlichen Weitläufigkeit. Dieser Lgiriru! rrsolvirc die .Krebs-AugLN/'.so ! wol auch die härtesten Cryställen/so sie alle drey miti ^ einander übergetrieben / und mit össterer Wiederho- ! luug also proceäirt wird / so zerbrechen drey Trapsten ! dieses I'gunnz in einem wenig warmen Wein. einge- den / alle Stein'/ wie. sie immer Nahmen haben mögen / imMenschen / und treiben sie zu sammt ihren Wurtzeln aus dem Grunde heraus / ohne einigen Echmerhen-. - / Dieser Geist des Kastks ist anfangs schön blau- lecht/wani! er lind re! I-kdMdAallerscinerSchrsff- Uom UAwefel / Vitriol und Magneten/beydes der Philosophischen als dcrgemeinen/ Da Ausjenem dasUnkversal/aus diesem diePar- ticular entspringen. Vorredet ^W?tzlich schreibe Ich kr.Ls6Iiw eIj^Valeminus eine kurtze Schluß- i Rede aller meiner anderen Schnfften'undist dieser Tractakeine , Erläulkrung und Erklärung bersel- den. - Geben- ; n d v-rrede. zn Gedencke aber/mein Sohn/ Jünger und Disopul/ und hebe deine Augen auff zu den Bergen Gottes und der Weisen/ darvon dir Hülffe komt: Nehmlich aus 8ulj)liure , Virrio- lo, und UsAnecc, verstehe der Weisen. Dann der Weisen 8ulpkur, Vitriol, und ist himmlisch zu achten/ und geh.r da heraus das Universal und l.3pi8 kküolopiromm: Aber aus Lulpkure, Vicriolo und ^aZnecc vul- 81 kommen schlechte pamcularia und mesticamema. " NunhabkichindemTkactat6c^a- picle kküolopkorum durch pJraksl s in XII. Schlüsseln den 8ulpkur kki- - / lolopkoruaußdrücklich gesetzt: Aber i den Uercurium khüolosrkomm oder : ; rechten Magneten kiriloiosistorum ' hab ich mit wenig Worten übergan- j gen : Jedoch in dem xn. Schlüssel ! Azitj den- ;;8 Vorrede. denselben / wie auch die pnmam ma-. ceri3M in meinen r^limls craöbirr. Alswilrch den suchenden Jüngern zum Valeceein Helles Liecht hinterlas-j ftn/dabey sie in der finstern Nacht den i hellen Cag sehen mögen. Somilich auch des gemeinen 8ul< ^ p!iuej8,Vlcrio!i und l^ZAncren Krasst und o^erLnon beschreiben, das übrige wirst du in L1l)ello nach den zwölss' Schlüsseln finden/findest du solches/ so hast du in dieser Welk Gesundheit! undReichthumb. Das brauche zu Gottes Nahmen und Ehre/darneben rhue den Armen gutes / und hilffihnen aus/damit du dir nicht aus diesem jrrdischen Paradiß eine verdammte Hölle machest/dafür vnS GOtt ^ behüten wolle / Amen! IM- Schluß,Aehett?r. kastln Vslsatiai. ; 5 P I. Oe 8u!p!rurs, Vitrioko öc^la^nete p!Ü 7 losopkorum. . 8 L 6 M ! 0 l. ve 8u!pkiure §c fermenrü-kküolo- xikorum. ^WL^EH habe dir/lieber Krmst, suchender der/lr- MWK c3nitäre4i pyd über , edlen gebrnedeyken Kunst Ob^miL,ejn I^ibeII,lls l>gpicle?kiiost>- p!^r^mZeschrieben / ulidlnXil.Schlüssl gesetzt/ da ich deim im' ersten Schlüssel / - die ' MHteriam Lulpkuüs IchHolo^liTkum ausdrücklich beschrieben; Im andern Schlüssel aber 2- unser Wasser/ vorn Adler und kalten Dkachcu/so seine Wohnung in den SteimFelftn lange Zeit gehabt/uud kn denSpeluiicken der Erden sich aus-und einschleüfft/ ru cliüilüren und zu machen cioci«: diesen 8p>Hnim oder 3gu3m geuß aufdein purgirres und stnirtes.Gold/ laß es solviren und wol verlutirt in stmo Vierzehen Tag und Nacl't putristcircn , alsdann über den Helm gez'o- gen/das Masse wieder auff den calccm 8oli- gegossen und wieder übergezogen / und coliobirtchiß dein Gold alles über den Helm,gestiegen; Alsdenn.sttze es wieder unter einen Helm/ zeuch das Wasser gantz geliudeda» von/ daß nur der briste Theil.in Lnäo hlfibe/ aisdgyn sitz» es m KeLer/daß es sich osaßUNre und crhstalljre-.die^ ' Zr iv Cry- I - l-,,' k.«' DchW-Rchett Erystafien Mmr- mit agus chMlsk«, und schlage fitz mir Wrcurio vivo nieder / den ktercurium laß ge« linde,verrauchen/so hast du ein subtil Pulver/ das thue in ein Glaß verlutirt / reverbcrir es drey Tag und Nacht gelinde / so hast du den Sulpkur e^ilnfopk«rum wol zu deinem Merck prxpsrirr, und das ist der Purpur-Mantel/oder Philosophisch Gold/ das behalt in einem Glase wol verwahrt biß zur eyojuuMva und s? cno u. Otz Vitriolo kküyso^korum« -Jeher Nachfolger dieser Kunst / ich habe dich * außdrvcklich gelehrt den «ulpbur kkiloso- phorum, welcher ist laccr mqtculi, der König oder Mann/zu machen. Nnw mangelt dir das Weib oder diyrcunvr philosvphorum , oder znförderst die materiq onwi» 1,-ipiälL, daraus Du ihn mit zäunst machen must, Dann unser ist nicht gemeiner Essig ; Aber er wird durch gemeinen ä?ork, exrrskirr» und aus der rnLteris bnmq eiü Saltz ( welches Saltz bte» cuxiuA khützfypkqrnmgen.andt) gemacht / der dann m venkr? eerr-L cvIFulirt worden. sind wenn die Waieria zu Tage kommt/ soist sie nicht cheuer/uud ist an atzen Orker zu finden/ ja die Kinder spielen da« mit/ sie ist schwer/ und hat einen Geruch der todten -Mchtt /.UUWchK. kachMWMteri.cn mm . ... ^ ^ Mrrcr kr.tzast!» Valentin,'. z6t Merck kauffen : Derowegen r imm diemaeeriam, älliillire , cslcinire , üiblimike , und mache sie ZU Aschen/denn welcher arlik keine Aschen hat / der kan auch kein Saltz machen/und wer kein metallisch Salh hat / der kan auch nicht lvlercurmm ?l>iioloj,lwruM machen. Derowegen / so du die mskeriam calcinircE hast / soexkrslnr daraus das Salh / und re/tiftcireS wol / und laß es schießen / daß es Vitriol wird / gantz söffe ohne corr«) 5 iv oder Schärfte desSaltzes/ so hast du Virriolum kliilolophorum oder Oleum ?bHc»- fopkorum, daraus mach ferner ein^c- curial-Wasi ser / so hast du eine künstliche Arbeit verrichtet: dar htist denn l'kitüsoxkorvln , welcher den n ronem reiniget / aber noch nicht sbluirc hat: denn ärvrk abluirk charonem , wie die alten kliiloiöplü vor zwey oder drey tausend Jahren gesagt: Denn das philosophische Salh oder kscon mußmit seiner ei« genen Feuchrigkeit/seinem eigenen ^ercunal-Wasser werden geremiget / folvin , ckkillire, und seinen Ma« gneten an sich ziehen und bey ihme bleiben. Das ist denn der kleicutim kbilosophyrum , oder ^lercu- r>u; öuplicarm , und sind Zween Lpiritur » 0der8p,ritur und gljus fall; mersilorum. Das Master wird denn gehe>ffkll 8uccu, I^unsrj«, p<^s csclell» , Hce. tum kkiilotögkorum, a^ua tülpbur» , ac^na Permanenz, atjns be neälöt», Dieses Masters nimm acht oder zehrn Theil / und deines formen», oder Lulpiiur» 8k)I» ein Theil / und setze es in das O vum kbllofopby- r.nm wol verlutirl in den ^rkanor, in das vsporisthe und doch trockene Feuer/ regier es/ hiß die Schwäche/ ' Zzv Weisse ;6r Schluß-Reden Weiße und Rothe erscheine/ so wirst du den l.3p>6em der Weisen bekommen / und dieser edlen / theuren und gebenedeyten Neckcin und Tinctur genießen / auch Wunder damit würcken. 8 L c: ^ i o m. Oe^lLAnete ?ki!o5opKorum. ein Vater aller kbilolopken hat die Kunst ^gehabt/und erstlich davon geschrieben/ und den l«a> piöem prseparirc aus I^ercurio, 8o1s UNd I>una lcilicet kbilolöpborum. Solchem haben viel tausend baborancen , wie auch ich/nachgefolget: und sa ze dir in Warheit/daß man ex öuabur lpscicbuz vsl corporihu; den l-gpi- äsm pliilosopliorum componirc , und mit k»1ercurio kkliosoxkorum must du den Anfang und das Ende machen. Der ist nun nicht die materig prims,denn die ma^ lst-is prima gehörtGOtt allein / und ist in Vitceribur rerr« coagulicc , und wird erstlich zu Quecksilber / dnr<- «ach zuBley/damach zu Zinn und Kupffer/ folgends zu Eisen und also fort. Also muß nun der klercmiv.5 coaZulatu; ein Mineral durch die Kunst zu Wasser in seine primarrk msrensm b. e.lvlercuriäl. Wasser werden t Das ist dann ein Stein / und doch keitt'Stein/davon ein flüchtiges Feuer in Form eines Wassers gemacht wird/so seinen firen Vater/ und seine flüchtige DMer erttancktmchlolE. ' - l k ^ ! ! ^ kr. 626IH Valentim. ,6; Das 8Z1 metallorum ist ein imperkeü Lar- pus , das ZU Ivlercurius kbilolöpbvrum >6 eK eiN-t- 3c>ua permsnenr vel beneäiüz , wird / UNd ist der Weisen Magnet / so seinen philosophischen x^rrem^ liebet / anhanget und bey ihme bleibet. Also hat auch unser Gold einen Magneten / welcher Magnet ist die erste Wurtzcl und Materia unsers Steins': - Verstehest du diese meine Rede/so bist du reich vor al« LerWelt. Hermes spricht: Drei) Species must du haben zum Weich : Erstlich agu:,m valmilem oder kler- curial- Wasser / Ägusm ccelei'lern; darnach den I.e- onem viriäem, b. e. !.UNLM ?ki!ol'opliorum ; Zum dritten das «r tlerweu» oder Salem vel fermen- tum. ' - Zuletzt Mrcke / daß die kkiiosoplü zween Wege gehabt: Den nassen Weg / welchen ich gebraucht habe / darnach den trockenen Weg: damit must du auch pkilolopliice handeln/daß du den^lercurium l'ki- lolopkorum wol purgierest / und ^lcrcurium durch tvlercurimn machest / dein Sal pbilosopbicum und kcrmentum, vel Sulplmr klrilolopborum, zusetzest und proceclirest mit dem / wie vor gemeldt / so hast du der Weisen Magnet / boc eli r»1ercurillM dkilolopkorun»: Zum dritten das LS »ermeris oder äulpbuc kliiloso- pborum. Alfi) hast du die Kunst gantz und gar / verstehest du das nicht/so wirst du auch nichts haben / oder von GOtt nichts haben Den. - ;§4 Schluß,Rede» 8.8. Hmik3N8» §L l^Zpiäis pkils lbpkici. Lieber D ristlcher Liebhaber der gebenedeyetm ^vsKunst! Wie hat doch die heilige Dreyfaltigkeit den ^3piktem?ki!olopkorum so herrlich und wunder* barlich geschaffen? Denn GOtt der Vater ist ein Geist / und last sich doch sehen in Gellalt eines Menschen/ wie er in seinem Wort 6ens5. i. cap. sagt: Lasst uns Menschen machen/ein Bild/das uns gleich sey. Item: Er sagt in feinem Wort/und heist seinenMund/ Mund/Augen/Hände und Küsse.ss Also ist zu achten der kkercariu; pkilosopkorum ein spikitualisch csrpur» wie ihn die kkilolllplii heissen. Aus GOtt demVa» ter ist gebohren sein einiger Sohn JEsus Chrilius/ welcher ist GOtt und Mensch/ und «st ohne Sünde/ hat auch nicht bevürfft zu sterben: Er ist aber freywillig gestorben und aufferstanden/um seiner Bruder und Geschwister willen/quffdaß sie mit ihm ewiglich ohne Sünde lebeten. Also ist Gold ohn allen 6ef-s»und ist fix/daß es alle Lxsminz bestehet und herrlich/ aber um seiner imperfeÄ-n und krancken Bruder und Schwestern willen stirbet es/und stehet auff herrlich/ erlöse? und cmgiret sie zum ewigen Leben / und machet sie perseä zu gutem Golde. Die dritte Person in lUnirats ist GOtt der heilige Geist/ ein Tröster von unserm HErrn JEsu Twists' seinen gläubigen Christen gesandt/der stärcketund kr.Katilü Vglsntim. Z<§5 kostet sie im Glauben biß znm ewigen Eeben: Also ist auch der §pirituz Solls macel-iaH;, oder ^sercvnus ttt' ponr. wenn sie zusammen kommen/ so Heister chsdenn Xlercorius öuplicarus, das sind dirzween ?p>r>rus, GOttder Vater und GOtt der heilige Geist : Aber G-Ottder Sohn bomoßioristcatus, gleichwie unser xlorjstcirtes und sires Gold / der I.apir kbilofopbo- rum , daher wird dieser i-spi, auch 'I'riou, genannt! Nehmlich «x öusbus aguir vcl lpirmbus, mmersli öc vsgetÄbiti, UNd V0N dem animalischen lulpburs Soli». ! Das sind dann die zwey und drey/ und doch nur eins/ verstehest du es nicht/so triffst du keines. Alsohab ich dir per limiliruäinem das Universal gnugsam fürge- mahlt - BitteGOil um feinen Segen/ denn ohne denselben wirst du nichts nützliches schaffen/Amen. '"IMF «I. A z6L Gchloß-Rehett De 8ulp!iure , Vitriolo Lc ^ln§net^ vul§i. 8 LQ HO II. vs 8ulz>l,uribu;. /. vs 8u!pkure 8srurm. i. F extraliirr V0M cslcinircen 8aturno^ ^ mit aceko 6i6iU3to ein crystallischSaltz / ' -«KsZ»' das distilll'rt man. mit spincu Vmi zum rothen Oel. Dieses Oel curiret alle Melancholey / hitzige Franhosen/und alte Schaden / auch viel andere Dinge mehr. r. . Dieses Oel cosgulirr und 6girc den r^ercu- L rium , so er zuvor durch ein üleum virrioli prLparirk ist: denn alle Puiver und^leöicinL, sssoiund^un» Machen sollen / mästen fix und im Feuer beständig gemacht seyn.. z- - Man macht auch aus diesem Oel eine herrliche Tinctur: So man des Xlercuru r^aru; drey und dieses rochen Oels Ssrurni ein^heil nimmt /»an kr.öZtilii Palsritmi. ; 6 - ^vonjungirt, cv 3 A»?irr und 6 güc , .es kan M einem ^ Monat oder etwas länger sblolvirr werden. Diese Vnctur muß man mit l^ercurio Mrti; -MA- wenciren urcsus in inlroimm , UNd dM eiNSN Theil auffdrey Theil Soli; geworffen/daß dieTiuctuc ein Ingres; bekommt. Dieser Tinctur ein Theil trän». Mvrirc dreyssig Theil f darnach sie wol prLp3rirtist) >üercurius UNd I-.una in gut Gv!d>, Vergiß G-Olt und der Armen nicht/ sonst wird GOtt deiner auch vergessen. Os8ulpkuresovi§. i. )Us den» sove macht »nan auch eine Mennige _Z gleich als aus Sacurno, daraus man auch ein // rothes sÜsses-L>elexrr 3 kirc und 6 iüiIIirr. Diß Del tingirr den S^ruraum, wann er zuvor mit Lslmise kalcinier, in Lolem. 5 Mem wann die limarura sovis mit calce viva einen Tag lang calcimer wird / und der Kalck davon gewaschen / so hat man ein fix Pulver / kaust du solches wieder zu einem §luß bringen / und mit 82m» no abgetrieben / kan »nan ein ziemlich Theil gut Silber und Gold haben/ daßderDürfftige sein Brod haben kam ^ Man calciliirsquch^Zinn und Bley mit sale Z 6 S.F/ Gchkust^hett communi, oder besser ist es mit lals er czpite mottua von Vitriol und Salpeter gemacht/ und mit Vitriol/ Del auffdemcalcem jovisoder 8ämrni zugesetzt / als» daß es eine mass- wird/ laß es acht Tag und Nacht verlutirt in einem warmen Sande oder Ofen stehen/ alsdarm abgetrieben: Sahnt man aus einem Cent/ ner Bley siebendchalb Marck fein Silber erhalten/ das Silber hält die Marck zwey Loth Gold. Biß ist mein erstes Stuck gewesen Gold tindSil- herzumachen / i>i8. in diesen siebende halb Marcken Silber ist >;. Loth Gold/ thut zu Gelde an Gold und , Silber rc>8 st. ge! Lc die ///. l)s 8u!pt,uridus ^/lurtisLe Vs« neris. r. ^An nimmt etliche Pstmd Grünspan / und extra- — >iri>-rsiemik6iUillirkem Eßig/unb last es schief- srn/so bar man eine« herrlichen Vitriol/ daraus a-ml- lirt man ein rothes Del per ktsroream. Biß Oel 5ol« virr den k^-rrcem, daß er auch ein Vitriol wird / und dann wiederum zum rothen Hel mir langer Zeit uns Msiem Feuer/ so hat mau LenSulpbur ^«iruno Vensrir beysammen/ schlage alsdann etwas zuvoM 8ulpbure8oIlS, coaAulirundhßtt es/so.hastu eine ein, so die krancken Menschen und Metallen verbel- A tVl Nn M- i p» dir ' In - kr. Lat-lii Valentins 2 . Wit diesem iOel wird die t-uüä Araciirtj Und ein LUt Theil des Honigs Cron erstritten- Z. JtSM/ parz cum Parte 8olis Ltt-iinSzusaNMetl .aeschmeltzt/lammirr, und alsdann in diesem Oe! pukti^ Lcirc Tag und Nacht/ so wirds zu gutem Geld. Ati diesem Oel wirstu viel finden- l-äuä VL0- ^/-r/7' Oe 8u!plruke 8olU r. ,TH habedirvorgeschrieben und gelehrt/ das j-iltt-iljsche Gold zu machen/biß auffden Purpur- At'untel: So du nun das aurum potabile machen lvür/ so kanst du mit öemOel Vitrioli das spirituslifchk-- Gsld tolvjren / und mit Lpiriku Villi LWaltikett Mw überziehen/ so hast du eine r»ieäiein, so viel gröstek Wc>rko 5 curirt, und seine Tugend wird sich wunderbar- «st- finden. L« Dieser 8ulpl>ur 8oüs kmAitt auch einen prL- pstittsli cslcem l.unT in gut Gold : übet ich h-.che dich) in meinen SchrkOen gelehrt/ daß der König nichs i Mehr Mein Ehren,Kleid habe/ biß daß er zuM As s M'.r;r vsn Wen Unterthanen cktzedt / unk in iMM S Aas Gchluß-Redm blühenden Blut und Sweiß badet / sich todter und herrlich verjüngen / alsvenn kau er seine arme Bruder und Schwestern auch zu Königen machen / auch ihre Bastarke rraolinutiren : Als ^ucimonium ist des Laturni Bastart / so schwer er nun ktercurlum oder keßulum hat / so schwer wird er auch Gold / wenn ih- me zuvor seine 6o6; der Tinctm zugeschlagen wird. Wißmuch oder Marcasit ist des sov» Bastart / wird durch die Tinctur auch zu Gold. Oleum Vl- rrioli ist der Venus Bastart / hat einen klercurium a-metglircum, so viel er dessen hat / so viel wird er zu Gold rinZirl. Z. So du den Lulxbur Zolls dem Lulphur Vi- 1 enoli Venen; 6c Ikarus coujunZirest / Und Nach > der Kunst figireft/so hast du eine Tmctur für Men- . ^ schen und Metallen / die alle Krankheiten fliehen / und diß jch'e Pulver tingirc ^snicMZrüer l-uuam ja Sohkm- l.^U8 OL0. Oe 8u!pliure^1ercurü. AW8Er ^lercunus ist eine Mutter aller Metal/ l len / und ist ein ipiritualtsch corpu; 6c iö^ , VU5 fusirivus, wann er in das Feuer kommt/ 1 so fleucht er dahin in sein ckao, : Wer ihn ^er s fangen kan / der hat den Lülplurr Uercutt'i, ooer .. ^ » gg>UilM a kr.8atllii Valentins ^U3M 8ulpbun; , oder -^»rn bsneölÄgm , den Schlüssel der Kunst / so die Metallen philalOj)bi.> Il- ? 7 . Oe 8u1p!iur6 Lunse^ i- ^Ie l.uas wird durch unser Master des an, dern Schlüssels lpirttuslisch gemacht / und kan leichtlich ein HrZsnwm po^bils dar^ aus gemacht werden / so viel Kranckheiken vertreibet- 2 . ' Wenn man von dieser stuHkualischen k.unL l Ein Theil nimmt/und speiset sie mit frau,Milch/undbringet sieaisdennzur 5xauon» s», hat man ein sugmemum i>unL, so alle Monat ftm-' §e bringt/ die hebet man aus/und füllet tieStatemik lvlercurio viro Und sv hinfort. Dü5 Pulver rs« öucirr man Mit borraxssö hast du eM 3UZ- wsntumper^etuum, ' M<°>KK Aaa >j s--- Schluß-Redm Oe 8ulpkure Lntimomi. r. hinmacht aus dem Vitriols Hntimoaümltdi- , ^ rlürtcm Essig eine süsse extkLÄion, und lepgrirt de.i Äcl.!um darvon : Äuff die rcüdenh geust man Hirikum vini, lasset es extrakiren und scheidetpurum 3k impuro. Diese schöne undsüsseex»3Lt;nn zeuchtman über/ denljritikmll vmi cobobirso osst darvon/biß das Pulver zu einem herrlichen oleo LnUmonu wird. Dieses Oel curirt alle workn in einem darzugehörigen Wasser/ist einherrlich /^.rcLnum und b»ls6i- ciaalischOel. 2 . Man nimmt ferner dieses Oels ein Theil/^-r- curisl-Wasser zwey Theil/ darinnen der vierdte Theil Gold t Purpur-Mantel) lolvirc, alsdenn zusammen conjunZirt, kermetice verlutirt/ coagulirr und 6Zirr. Diß' ist eine Tinckur/so Silber und Quecksilber in GoldtinZirr. Diß ist der reine 8ulpkur ^nri'monii, und das Virnolurn ^ntimomi muß perlsZema6)t tver^ 1 den ohne Zusatz/Salpeler/ Saltz und borrax. -V ^ o kr. Nalilü Valentim. Z7? OeLulplrureVikrioli, dem Vicric»! wird durch eine Büchene > Äschen eine Lauge Mnachr/und aus dem Vitriol ein 8uI^Kur gezogen und Mit 8sIsHk3rl nieder geschlagen. Ferner mit dem oieo junior! das Olsum8uIpKuri; exkrakirc , so Wird es ein rothes -Oel /dasselbe mit 8piritu Vini puchikcirt , und dem ipiritum vini abgezogen. Diß ist ein herrlich Öle- um Sulpkuriz in vielen Kranckheiken / als Schwind- ßuht / Wassersucht/ Pestilentz/ Grieß und Krätze zu gebrauchen. r. Es wird auch der Vitriol mit 8-ilmiac tllbli- mirr, ist besser dann mit der Laugen / dann das car- - pus virrioli wird besser aussiehst. Dieser tublimLL üilvirr sich in Oel / damit kan man den kkrcurimr,' cruöum coagulirev Md ügiren , davon Wil ich her- nacher ferner schreiben / wann ich zu dem Vitriol kommen werde. ve Sulplmre commuui. l. Om gelben Schwefel wird mit Lein - Oel eine Leber gemacht / und mit sai aiKZli Laugen gr, Aaa ist sst, ?74 Schluß-Reden sotten und putrificirt/alsdann distillirt/ das Wasser! geußauffZiegei-Steine/ welche erstaus dem Ofen ' kommen / laß es in sich sauffen / das Mllür per re-' kortsm 7 6 ec a^ua Lava wie LlN aljua torc, das färbet ! Lunam. Dieses Wassers nimm ein Theil/ Kalck ein Theil / laß es drey Tag und Nacht in arena csliäa ftehen/so wird der vierdte Theil Gold / 'so es reducier, geschieden/ und durch den §3kurnum purgirt und abgetrieben wird. r. Ferner wird der 8ulpkur mit der -mime 8attik- »i offnnahls übergetrieben und 6girc, alsdann er zu ! Ler^eci-cin innerlich zu gebrauchen / aber auff die t L-unsm getragen in Fluß/giebt er in der gnare seingutes s Gold. - Vsm grauen Pulver und calce viva 3 na ein Pfund / Salrmac den vierdten Theil darunter gerieben / und per kecorcam getrieben/ giebt ein herrlich ? roch Oel/das da figirt und grad irt. Lehlich sage ich dir'/ nimm dieses olei 8ulpku- z kl5,Vensris 6c tvlarti; , und setze il)M das OlcuM 5ul- pbur» /^numonii zu / und binde es mit oico oder ^ Kgua kiercuril zusammen und sigir es / so Hass du ein? i Mchcm für Menschen.und Metallen / nehm- sich ^lercurium und l.unaw M 5o» . !«m zuringirsn. SL- Nasser Ofen er reichet I.UNL arena esrs- tund atur- ?rzu fdie Utes ein rie- lich kr. 626IÜ Valentin!. Z 7 5 8LcH0Il. VL VHV.IOl.I8. ur' /. Oe Vitriolo 8olis §e l^unee^ Msilich must du haben unser Wasser vom kaltem Erd - Salh und Adler / damit Gold und Silber spiritualisch gemacht / und in Crvstal- len schießen lassen / das ist der metallische Vitriol, daraus distillirt man una cum spiricu vini seiner Art nach Oleum 8uixkuris, nach Art der Metallen Zu gebrauchen. vs Vitriolo 8aturm §c ^0VI5» (^^lci ^ .lcinir 8a^»rnum oder fovem , extrabir die ^LNimam cum sceto Millsco , laß eS vierZehem ^ag und Nacht pmrikciren / laß den Vitriol aus- schiessen r Diß mit spiriru vini übergetrieben / giebt ein recht süsses Oel / und ist der 8uij,i,vr 8awrni öder ssvis. Dieses Oel coagulirt klercuxiurv , und so er zuvor mit Oleo Virrioli xrLcixistrt-t ' ist/figirt es ihn. Aaa iv Schluß-Reden ///. ve Virrioly Mxtrs. kecip. F' tmatuwm ^»tt>5 und 8ulpbur ana , cslcj. -^nir? im Ziegel''Ofen / biß es Purpur-Farbe wer« de / darauff geuß distillirtes Wasser ober Essig/ so exkrskm es ein schon grün Wasser / das zeuch ab sä tertiss, laß schießen / so hast du einen künstlichen Vitriol / daraus distillire einen rothen Geist oder Oel. Dessen nimm ein Loth/und dem setze zu ein Mercurial, Wasser/ darinnen das Gold solvirt/ (dcsOelsbe- darffst du nur ein halb koch)und figir diese Dnctur/ so hast du eine herrliche Medicin auff Bley / Sil- der und Zinn zu werffen / die werden zu lauter puren Golde. O Christliches Hertz / dancke dem Schöpffer der Metallen / Mineralien / und aller Dinge. vs Vitrjoly Veneris. habe dir schon fürgeschpieben von dem -durchsichtigen Vitriol aus der Vcou5 zu «x- trsbiren i und ein rothes Oe! zu disttlliren. Dieses Oel soiyirt den ^drtem , haß er'zum Vitriol WM / und noch einmahl dijMt per ktztyrrgm gantz -)"V -7! .j:' starek/ - . pr. kalilii Valsnnui. Z77 starck/so hast du ein herrliches Tinktur-Oel/ 8->! ^c- rir genandt. Diß ist nun des Königs Zinß - Mann / so ihme seinenZins und Rente bringt / und den König reich machet. Dieses Oel solvirt das spiritualisch Purpur-Gold / und zeucht es über den Helm herüber. Nun hast du deinen eigenen äulpbur 5ol,5 mit seinem eigenen äulpburs fermenrirc , das doch die shi- lolopki vor mir nicht gethan haben / sondern haben nur wol «Icinjrr Gold / oder s.Hccm 80I/5 genom« men und denselben in klercurium ilupücgkum gesetzt (pro ksrmento ) und das gewünschte Ende so wol als ich bekommen. Aber / darnach einer labo- ritt, darnach hat die linüur Operation gethan / und traarmmirt, mehr oder weniger / nachdem die Tinctur gemacht ist. r. Aus diesem 8s!ü klarn; Oel wird der klsrcuri- ür sntimonii prseparirt , und dem rlulci oleo Vl» rrioli zugeschlagen und figirt/ so hast du eine schein, so nach dem 1-apiöi kkilolopliorum die höchste Universal-kleäicm , den Menschm belangend / und ringire Silber / Bley und Zinn zu gutem Gold / so sein examea bestehet« Es wird auch wol auKHonig/ Saltz und Essig und Kupffer / Blechen eine Massa gemacht / und ttra- tum super üratum,UNd calcivirt. DerOalcinat wird darnach selbst zu einem Grünspan/denselben extra« . H>tt,crystallirt und ztim rothen Oel ckM- ^. lrrr,meremsupra. l -77 ^ Aaav Ä . > n - ;-s Schluß-Rehen vs Vicriolo I^sercurü. / ». L^üriolum ^ercurü wird leichtlich'gemacht mit ei<- ' ^ nem sguL fort aus Salpeter und Alaun Millirt 3na, so er darinnen fol viret wird/so schiessen Crystallen einem Vitriol gantz gleich : Dasselbe wieder sbluire, und mit äpiritu VIni so zuvor mit seinem !8alc iLrtsri reÄiücitt, alsdennpurificirt / und zumsüssenOelge, macht/ist eine edle kxleäicin Lä I>usm gsllicLm , curiret alte Schäden / Schwind-Sucht / Harn-Winde / die Gicht/ und viel Kranckheiten jagt sie aus dem Mensch, liehen Leibe. r. Dieses Oel aHungire man auch den Martia- ' lischen UllLuren: denn der kiercuriu; ist ein Band anderer Metallen / und kan wol psrticulsnter gebraucht werden. Die fürnehmste Farbe des ^-r- j curü ist roch/doch nachdem er prLcipiurr wird/ wiein ! meinen andern?rLÄsren zu finden. ^ ?.//?- ^ 7 . ve Vitriole) communi. r. An nimmt guten Ungrischen Vitriol und loi vikt ihn mit MillirteR Wasser und cosgulirt ihn ' kr. IZaLlü Valentin!, wiedör/ckystallirt/rspctltur c>uino,uis5 Zatur, alsdenn sevnd die Lalia »Alaun geschieden. Diesen purgirten V vinidistillirtzum rothen Oel / das fer > tualischem Golde und aächr ihm sein vivi ^ntimonii , cogAulirs und 6girs linüur für Menschen / und die 1 lioZirsn. i ! Vi6t3n6o lnteriora 1'erra ! 6oque j luvemecis Occulmm ^leäicinnm. Z79 lepur- davon '5piriw ' spiri---f- rrcurii u eine :m zu ! - sern oder kupffcrn Helm darauss so wird der rechte ftu- - rige Geist in den kccipi-ncen, welcher groß seyn soll/ in Lpirüus vini. Lpjritlis^ercurii perle oder^lerca- . rial-Wasser. Hue ^lercurium vivuw in eine Retorten und einen Kecipienten Wohl daran/ der soll in ein Giüß mit Wasser stehen/dann distillir/so schlägt sich de- Lpincur nieder/und solvirt sich in ein Wasser/ das Wastergeuß aus/ rüttele den Ki-rcunum , so sich Schna^ §upv!eknentumHhöt§uIäk>K W Schnabel der Retorten angehenckt/wieder hinein/ di- stillirs und rectisicirs biß du ihn zu Wasser bringest' Dieser Spiritus l^lercuni curirr fast alle K'i ünckheiten/ UndexlrakirtdieEmiam SxWosr^ öc ^lecslii;. Eine Linckur auff Menschen und Metallen. »^55 Jmm das Purpurfarbe spiritualische Golh/eD^' ^trahire mit distillirtem Essig sein Lulpbur, ftpa/ , rire den Essig davon/daß ein Pulver werde; Solch Pulver resolvire ill Spiritu^ercuni rubel, ,6ess 8olir, thue darzu 8s18olii, und stgits /das ist eine LenerZl- Medicin zu untüchtigen Lörpern derMenschenmid Metallen in hoch sten Grad zu bringen. Eine Linttur Zum Blanckm. j AlcinirL Silber mit Saltz und Lslcc ^i vZchtznn! ^extrahire seinen blauen Sulpkur, den elevivunS rectistcir mit Spincu vini daß ein I^ifnor bleibe/ solches solyir in dem Spirltu glbo Vitriol, , und in dem Spirica , tvtcrcurii mineraH, solchen Ugirperiguem, so hastUeinö Univcrlal Medicin aller KranMciten/ und eine T'lN« . ctur/welche Bley/ Zinn/ lüercurium und Vsusremiü Silber tiMtt. Aus einem Loch Gold Zwey Lothztt wachem rOlvire fein'Gold in üqus zeuch M »Wasser ab/ so bleibt der Kalck Solls'w'ihpöch ;Z6 kr.^AlilüValencmi 'oder schlage ihn mit d^srcurio oder Tartan 8a!e möi- der. Dann NIMM eii'-en8^:nmm 8al»»rectistcir ihn mit Li'nirü V:rü,daß er süßkchtwird / den geuß auff den Llli-S Ka!ck/so cMch rl ernur die ^nimamoder Lut. pbur 8»ii; und greißt das (chrpu; Soli; mü)t an. .Der 8u!^'.ir.8o!i8 Madirt die !.unum in8c»1em>doch nicht mehr als das doryuz 8n!'is gcivesen / Das Lor^ PU8 8c)i>; soll wie Siberweiß seyn: Treibs auffdem d^est mit 8r>mrno und ein wenig Kvpffer ab / so bekommt das weisst LorpN; Soll; stittL Fütb Ultd EkM» schafft und wird zu gutem Goid. Ddtt ^lorcurium 8olis ödöl' kWolopko- rum zu machen. ^Imm das purpurfarbene Geld / welchem schon sein 8u!ykur orir.ib' 1 -c , digerlers mit nachfolgendem Wasstr ein Monat / dann viviücirz per Kscorcarn - darin!, vocnen M Schnabel iuminL d^aniz seyn / und treids in ein kscipienten / darinn Master ni/so lauffkerzusammen/und wird lebendiger j^srcuriu; 8o!:s. . Das Wasser darzu mache also: . stmnr 5a! Ui-iu-e eines jungen Mannes / so ste» ' lig Wein trinckt / auch 8sl Tartan und Salat- Moaiac äns , laß solvittN IN einen Hguorew » sdichen reÄlticir mit Syiricu Vim , daß er gar süß wird / das ist das ^rcanum » damit man das corpus So!» in r^ercurjum Lurremem reäucitt, Lee. Das 8üppk:mentüm öber M Das 83l5ol!8 zu wachem c>^> Euß Gold dreymal durch der» /rnnmonium» tzb laminirs / Mirs in Lgua ldeZil/ dann Mir 8at larrari in Lssintv Vini ; zeuch die klileZ- ms ab/ daß es wie eiu Orl bleibe / damit schlag das Gold nieder / wasche das Lsl 'rarrati wieder davon: Dann reveMrirs Vierzehen Tage / auffdiesen Gold- Kalck gieß Wein« Effig/iaß Tag und Nacht sanffi sieben / so solvirt der Essig das s^l aus dem reverberirten Golde/was aber m fMo unsolvirt bleibt/das rever- bcrir noch acht Tage. Dann seud ihn wieder mit frischem Essig/ grüß zu der andern Wimion, bleibt noch etwas übrig/so reverberirs noch acht Tag / biß das eorpu» im Essig ist / dann zeuch den Essig in Mlnea ^lArE darvon/so hast du Ssj SoM in einem geldlechten Pulver/curirik alle Gebrechen. i.3pi8 kkilolopliobum oddb der gLvssd EtdiN der uhralten Weisen / damit man alle Kranckheiten der Welt turnen wag Und alle Metallen in gut Gold verwandeln! AJmni im NahWn Gottes des purpurfatbuech " Goldes ein Loth / grüß dreh Loth olei t^ercu- rii kbilosopliorum darauss/ laß solviren/ lbuL 8a! 8üliL ein Loth darzu / Wenns alles zu einem Ves worden / dann remfictrs perkctottamj Hasses laüteß und klar herüber gehe/das ist das ersteFermetit:DaiM imurn l^tercunuM vivuin wl» auss ein Loth / ssr-LckL> picire ihn Mit 8plric>1 ^lerLutii tniiieraltS ; das ist nun das ander Ferment/ baun nimm des äMliümM.' Bbby v z88 kr. fläülii Va^ntim Urvitt LoH/t»lercvrH prXcipitaki zwey Loch/ conjvn- girr und seh es in das O vum?hi!otcr^>koruM, hebe an mit Sem ersten Grad des Feuers ein Monat/ biß die ! Zeichen erscheinemdann mehre das Feuer von Grad i ! zu Grad/ biß zu gewünschtem End / so du nun diesen Srein verfertigen mlt/welcherwie ein dunckeler Ru/ binscynwird/ so conjungire die beyde kermenta, in » Massen wie vor. Ist der (^unjuvüion vier Loth/so nimm des Steins ein Loth/sch zusammen/so wird das Merck envan in sieben Wochen vollbracht/ da zuvor wol acht oder neun Monat seyn müssen : solches äug- Ivenrum l^p-ctix kanst du fort brauchen. Wüt du «un l . alle menschliche Leiber gesund machen/so gieb cinGran ' oder My einem Krancken ein. Ist dreKranckheit alt/somustducs csnkivuii-en: zu tingiien vimmdemeS ' ! Sterns ein Loch / und durch den Lncimoni^m purgirt ' Gold drey Loch/laß Tag und Nacht zusammen flres, ^ sen/das heisst den Ingecss geben: Solches ein Theil ^ puff Vreyssig tauiend Theil Bley / klercurü, Zinn/ i Küpffer und Silbertingirts in gut Gold- > L^meralis l'mKura univetlalis 6a61ü , Vuismim. ! A« s EÄl^Ache aus weißund roch durch den Retorten in j - L 2 muß gebraucht werden/geuß von obgemeldten vier Loch darein / wachs zu mit Wachs/ laß über z YMI- e an .'die irav esen Nu- in h/so das «vor ug- «un ran heil nes girt liest heil nn/ rin du rs/ äst ng UL laß >er 8upplem^ntuni yder Angabe. , ;8s über Nac!)tin gelinder Wärme stehen / sostßensich keces am Boden/dMir biß auff diele«, ab/ thue wiederum drey oder vier Loth Kisrcnrii hinein/laß über Nacht stehen auff der Wärme/ distillirs wie zuvor/ und thue diß so offt/ biß du seingmg hast / denn so ist das hlenttruum fertig den Löwen zu anscomiren. Nimm von die semMenüi-uo I»1ercnr'!i,solvire darinn von dem Löwen so viel duwilte doch daß der Löw zuvor dreymahl durch den grauen Wolffgejagt sey / wenns solvirk ist/ st tz es in linde Warme/ Tag und Nacht/ wohl verschlossen zu putrificiren / dann distillir das MercuriastWasser mit dem Skreit-Waffer ab / und geuß ein frisches dcauff/puttificirs/ distillirs nut^bzie, hen und Auffgiesseu zu funff oder sechs mahlen / und letztlich ziehs gantz trocken ab mit starckem Feuer/ so Helm/zum Theil anderSeilen des Kolbens/und in lunUo des Glases bleiben Goldfarbe 5sce;, sie seynd lucker/thu sie hinweg/den lubümirten Löwen bewahre wohl in sauberen Giäßlein- Denn der Löw ist von ein ander gesetzt/ und kanzu keinem Löwen,Lor^u; nicht mehr gebracht werden. Demnach Nimm 82I (lommuns, cglcinir, wohl/ doch daß nicht fliesse/ stoß subtil zu Pulver/ laß im Kest . ler lolvirea, oder in einer Nettig-Nüben / thue es ins Glaß/MilürsimSand mir schnellem Feuer/so komt ein Theil Wassers herübrx / was in KmUa geblieben/ stoß wiederum/ und lalvii-s mit seinem äiUillirtenWas^ scr/das thue so offt biß das 8al all herüber ist/ geschicht in vier oder fünffmahlm/ziehe die phleßa,-« über die Helffte davon in Sglaeo ^1-iriT, fth in Keller ins kalte Wasser/so schiessenCrystaüen/ nimm sieaus/toivir. Ebb ist wie- zys. kr. Lssilii Vskenlini wieder in der pblegma, zjehs wieder auffdie Heisst dc^ ^ hon/ doch daß nicht siede/ so schließen mehr Cw stallen/ das thue zu vier oder mehr mahlen so/ werden die Lry- stallm je länger je flüssiger / darin laß sie trocknen/ und auff einem Stein reiben / gepß einen guten recrificir- ten Spjutum Vini darquss / äikitlirr so offt auff und ab/ biß daß du siehest / daß sich das Qel zu eurem dürchsichtigey Stein coS§ulirr,diß hebe auff. Nimm ^ des subiimirteu Löwen ein Theil / des grünen Steins ! ein halben Theil / laß den Saltzstein auff warmen ! Sand gemachsüm zergehen/thue den Löwen darcin/so ' halb du es umfchwenckest/ so wird die Materi wie ein ' dick sthwarh zerlassen Pech/ schaue/ daß das Glaß nur' , rm dritten ^heil voll sey. s Den Phiol lutir mit einem hölßern Aapffen und Spanischem Wachs / daß nichts außriechenkönne/ se, 'i He es.aufflyarme Aschen auff vierzehn Tage/ daß du ^ «ine Hand auff der Aschen leiden nrngst/ dann starcke dasFeuer noch vierzehn Tage. Zetzo nimms warm aus und setz in eine Sand« Capell / und gieb ihm bald : Feuer / daß du die Hand auff dem Sund nicht wol lei- den.magst / fahre fort m solcher Warme/ biß die Farbe alle abgewechselt/ und die Materia blut roth als ein dunckeler Granat im Glaß siehet/m Fmm eines Oels/ undlm Herausnehmen ists hart cosZulirc, yas mag man auff einem Silber« Blech versuchen / so es das Blech durchgehet ohne Rauch/ und wircket/so ist deine - Tchttur fertig. Je tzo laß ein Unh Gold Wessen / wirst acht Ger- stemKörner schwer darauff/ laß ein gute halbe Stund j M Fluß stehen/ dann greiffe mit einem eiftrn Thrat/so Wher sey/hinein/sv wird sich das Gold anhencken wie e. ." ein 8iipp!Lsnsntum-herFugabk Zgr emGlaß/ und Wenns schön als ein Rubin ist / so ists' Kling rillA-rr v wo nicht / tmg noch ein oder zwey Gran, darein, blßso'che R: binfarbe bekomM damit tmg.r« das Metall / puderlich dass Bley / trM auff dem Test ab. /cuAmentntio. LMImm einen Theil des grünen 5ol vii-endenSaltz- Ev steins/zwey Theil Dn0 Au- H§r kr.Ualili» Valentin» ; Augenblick zum geftornen Eiß zusammen Hiessen. Diese vermischen sich auch mit der ausgemachten mi« ^ yeealischen Tinctur gar gerne/damit der Animalische/ Mineralische und Vegetabilische in einem Universal- , L.axiäem gebracht wird. ' Der 8l»iritns salis UrinT nimmt langes Wesen zu hereiten/dieserProceßaberistwas leichterund naher » j ausdemSaihvon/^rmenia-danndaselbstenderbeste l Wein getruncken und des Menschen Blut darzu ge< i nominell wird. Nun nimm saubern schönen Arme- < Nischen Lalarmoniac ohn alles suhl, mixen / thue ihn in l einenKolben/gicsssein oleum^rmridarauff/daßis ^ wie ein Muß oder Prey werde/'vermachs bald/dafür thu auch einen großen Vorlag/ so legt sich alsbald der k 8piritu5 laljz urinX im Helm an Crystallisch/ laß allge-r !i mach gehen/ biß die Crystallen unter sich ab solviren. ß Dann so bald den kecipiemen abgenommen / damit i dieprtarische Feuchtigkeit nicht hineinkomme/ der t 8pirituz8ali5nnnmt sie nicht an / denn habe acht/der Spirimr 8ali5 geht bald / und ist in zwey Stunden fer> ^ jig. Nim von deiner ausgemachten Tmctur ehe sie ins ! Gold gttraaen/ein Weil/8?irü»>; vini lmd Sali, coa* ^ ßulati zwey Theil/ thus zusatmnen in eine Phiol / so / Wird sich der Uapis mineraljr bald solviren/ setz in die » Koagulation, wie vor / so wird sich das Astralischö ? Wemsalh mit dem Gologetst vermischen und cmK ^ diesen dreyen eine einige ^areria nni- i vexsalis werden- ! i Be^ ' 8upplemenmmSderArr§durch die Liebe GOttcs/wie ich meine Univer- sabArhnty oder grossen Stein bereiter habe / daran sehr viel Bauleme gearbeitet habeu/und will dir/Gptt sey mein Zcuge/in deine nichts verhalten/ sondern dir alle Handgriffe treulich und warhaffüg eröffnen; Wisse demnach/daß dieser Stein gemacht wird aus seinem eigenen Wesen/denn er andere Metallen ver« ändert in wahres Salh/welches Saltz zerbrochen und wiedemm zu einen bessern Steine werden muß/ und ob wol bey unserm Stein nichts ftembdes seyn muß/ so kan.doch die Bereitung Olis» Zerbrechung) unsers Steins ohne Mittel Anfangs nicht geschehen. Aber mercke/ wie du vernehmen wirst/ daß alle Corrosiv ihm wieder müssen »bluixet werden / damit er von aüemGifftabgesondert/ und zur höchsten Artz- ney bereiter werde; Dieses bitte ich aber durch GOtt den Himmels-Fürsten/daß du deinen Mund bewah- ren/und ein Schloß und starckSiegel an deine Lefftzen drücken wollest/damit/ was du aus diesem erlernen wirft / solcher unglaublichen weltlichen Hmligkeit/ verschwiegen bleiben/und den Ungläubigen/Unbüß- ftrtigen/und Unwürdigen verborgen seyn möge / daß du dich nicht frembder Sünden theilhafftig machest/ umwthiger weise/und dadurch der Hollen Weg zur Verdamniß dir allhier bereitest/dafür dich dennGOtt der ASmächtige treulich bewahren wolle. Darumb nimm auffmeine Rede / und fasse zu Hertzen meine Stimme/ achte auch nicht/ daß jch hie Sache einfältig Bbb v er- Z?4 ?r. tisMi Vsltzntim erzchle / denn groß Geschwätz thut nichts darzu; ärge- < re Sich auch nicht daran / daß dich die Arbeit geringe < seyn dünckek/sondern hedenckedasZnde/ das erfolgen z wird; denn schlecht ist der Anfang / aber das Ende ist , hoch und herrlich / welches die Wissrnschafft und Er» « farenhcitaljesoffendarenuiidandenTaggebenwlrd. , , Nun schreite ich im Namen des HErm zumwerck- ; I) Lcips suri osirimi , so du haben kanst / einen- , ^Theil / gut Ungarisch Lmimomum sechs Theil / ^ schmeltze es tuper izn-m zusammen - grüß in erneu , Gießpuckel / wie die Goldschmiede thun / so setzt es. sich zum König / diesen König verblase wieder rein / < daß das ^ncimonium wieder davon komme / wenn. 1 das geschehen / setze ihm neuen /wrimonwm zu /. r , schmeltzeeswieder/macheeSwiederrein/daswieder- . ^ hole zum dritten mahl / so ist das Gold zum Anfange ^ desWercksgenuggereiniget. Darnach schlage das ' ^ Golddänne/wie die Goldschmiede/wenn sie vergüt-- ! - den / und mache mit dem gemeinen Quecksilber eiu i ^malgqmL daraus / welches durch ein Leder gedruckt / laß den ktcrcul-ium allgemach «brauchen auffanden Feuer / daß nichts mehr darbey bleibet/ und ruM es mir einem eisern Häcklgin stets um/ so ist das Gold , subtil worden/damit es desto baß von seinem WaM könneangegrissen und aussgelöfet werden. HernaMmaztze einsölchss WaMr. ^ci^,e 8siis nirri einen Theil / der gar rein gelaue tert/ einen Theil Salarmoniac unter einander gerieben./ einen halben Theil genossene Kjeselstei« si m fein reinaußaewaschcwmische alles unter einander/ i thue es tn eine Retorte / da die Spinm? nicht durchdriu- Lupplemeatum oder Zugabe. gen können / in Ofen gelegt / die Retorte muß hinten eine Röhre haben/lege ein weit Glaß vor/ lo groß du es haben kaust/ in ein Gefäß voll kalt Wasser / weiches Glaß beschlagen muß seyn mit einem leinen nassen Tuch / das stetigs mit einem andern nassen Tuch muß angefeuchtet werden/.wenn die Retorte heiß worden / schütte ohn.-efthr fünff oder sechs Loth der Materie durch die Röhre hinein/ ftopffe die Röhre wieder zu/sv giebts viel Lpiriruz, die sich wieder pr^cipiciren und zu Wasser werden/ hernach trage wieder so viel Mate, riam hinein/ hiß sie alle hinein getragen/so ist es fertig. Dann nimm des zugerichteten Gold - Knicks einen Theil/thue es in ein Kolbenglaß/tzeuß drey Theil dieses Wassers darauff / stelle es in warme Aschen / so wird sich das Gold solviren/solvirt sich nicht alles / so geußmehr frisch Wasser darauff/ und stelle es in warme Aschen/ so wird sichs alles solviren; Wenn das geschehen/ so geuß es in ein ander Glaß / laß stehen biß kalt wird/so sehet es ein wenig tecer,die scheide ab/geuß das Wasser davon ab / aber in ein ander Glaß/ sehe den Kolben MksIneumhiariL, und einen Helm dar, auff/ laß es in der Wärme Tag und Nacht stehen/ so setzet es mehr Kcer, die scheide davon/wie vor / diesem nach verwahre das Glaß wol/ wenn der Helm darauff geschet ist/ lutire einen kecipientrn vor/ laß es ingelin, der Wärme vierzchen Tage stehen/damit sich das cor- punvol entschliessen könne; wenn solches geschehen/ so stärcke das Feuer / ckkillirs das Phlegma ab biß auffdie dicke / daß es in 5un6o stehe wie ein Oel / was du hast abdistilliret/das mache wieder warm/geuß wieder in Kolben / lütire den Helm wieder auff / ckgerir es noch vierzehen Tage / ä'lliliir; ab /geuß wieder dar, ))6 kr. 6a6!ii Valentini auff/ das wiederhole so offc/ biß das Gold gantz mit ü- der den Helm gangen ist/ in einen niedrigen Kolben/ Meinen flachen Boden. Diese geistlich gemachte Gold-8o!ulion thu aber/ mahls in ein Glaß / thue darzu ein gut Theil Uegen- Wasser / und so viel dieses Goldes in der Arbeit/so schütte das dritte Theil Klsrcurü vivi darein/fl> durch ein Leder gedrückt ist/schwencke eswol unter einander/ so wirst du viel wunderbare Farben sehen / und so das Ümschwengen etliche mahl geschehen / so säitt es zu Grunde/und das Wasser wird klar und hell/ wenn das auch geschehen/so gcuß das Wasser ab und trockene das hmterfteliige gelinde / wenn es wohl «bgefüsset worden/setze es unter eine Müsset auff einen breiten Scherben/rühre es stets mit einem eisern Drarhäck^ lein um/biß der klercuriur aller davon verrauchet/ so bleibet auff dem Scherben ein schön Purpurfarben Pulver liegen. krseparatio8plrirusvini^sr lattarum kbilolopbicum. ^^Rstltch wisse/daß der ^rraru; kbiiosopborum» Schloß eröffnet wird/ nicht ist wie der Iarcaru8 vulgi, wie viel vcrmeynen/sondern ist ein ander Saltz-und kömmt doch aus einer Wurtzel/und dieses ist der einige Schlüssel auffzuschliessen und zu solviren die Metallen/ den mache also: kecij,- Rebaschen / die guten Wein getragen/ darauff geuß warm Wasser/ daß eine starcke Lauge. dararrs werde/ so sicharffals immer möglich. Wenn du derftldigrn eine ziemliche Menge hast/so seud sie ein/und co 3 g!,!ir sie zur Truckene/ so bleibt eine l örhli- che Matepie-Diese Materie rcverberir dre») Stunden ^ lang t 8vj)pIemsptumSderZu§abe. Z97 lang ohngefehr in offenen Flammen , Feuer unver- schloffen/ daß die Flammen wol darüber streichen kön- neu / rührs stets um biß die Mattria weiß worden / dann solvire diese reverberirte Materie in Brunnen- Waffer/laß sichö fetzen/daß klare geuß ab/und filtrir es/ Saß alle keces davon kommen / coagulirs i» einem Glaß/Kolben/so hast du das ssl fein klar und weiß/daraus der rechte SpirituL gezogen wird. Nun nimm hoch reLlücirten Lpinrum VMI , so kein pdlcgmr, hat / den thue in eine Phiole mit einem langen Halse / thue erst das 8si tsreari hinein / daß der «piriru; drey Finger hoch drüber gehe / kutir einen Helm darauff/und ein Glaß vor/laß es in linder Warme stehen / darnach cküillirc herab gemehlich/sohat sich der Zpiriruz rartsri entschlossen in dem Lpiriru vini, denn sie lieben sich wunderbarlich und steigt mtt dem 8piricu vini herüber und vereiniget sich mit ihm / die k-ce5,so dahinten bleiben/ da wird ein wenig xKleZ- ma dabey seyn / die thu hinweg. Das ist nun der rechte wahre Spttimr vini,damit man das jenige auffschlicssen kan / welches der Kunst- liebende begehret zu wissen / denn er ist durch diese Be> reitung durchdringend worden. Denn thue das purpurfarbne Gvid-Pulver in ein andere Phiol / geuß diesen 8pirimm vii,i varauff/ stells in gar linde Wärme wol vermacht / so wird sich der Luipliur Svlir in vier und zwanhlg Stunden cx. rrskiren / hoch blutfarb/ wenn nun derselbige außgezo- gen und sich nichts mehr färbet/ so geuß die extrsäiaa rein abe in ein Kvlblcin/was überbleibt/ist ein rem Kalck/ aufdenselben geuß wieder den vorigen Spincum vini, undpucriöcir ihndamitwol verschlossen vierze« - hen Zp8 kr. Lasi!ii V3leptiäl / hen Tage / so färbet sich der 8pirimr vini weiß wie Mllch/das geuß klarab/uud andern Spirirum vin, barauf/laß noch Tag und Nacht stehe/so färbet sichs noch ein wenig/aber nicht viel / geuß es zu den vorigen / und was liegen bleibt/trockene nicht/sonvern laß es imGla- se, Die weisse exrrsüion thue in ein Kviblein / ciiüii- lir die pbleFML ab / biß es im Gründe gar in die Enge kominet/wenn das geschehen/ so setze das Glaß in einen Keller / so schiessen schöne klare durchsichtige Crystal, len/die thue heraus/und was bleibt/wieder in die Enge gebracht/steile es aber im Keller/ so sthiessen mehr Cry, ! stallen / die thue zusammen in ein Kolben,Glaß /denn ! es ist 8/>I kbilülopkotum , lind geuß die excraölion ^ Pniplllirjx Llllis halb darauff/ so solviren sie sich von Stund an und werden zerschmelhemwie Butter int / heissen Wajsir/ das MNIir zusammen herüber in ei/ ! nem Glaß -- Kölblein durch heiss? Aschen / so gehks zu« ^ saMMLn mitherübcr in Form eines rothen Öels/ fällt ! zü Boden / und der 8p,ricu; vim schwimme: empor / > densoudere davon üb/das ist nütt das wmhasscigeau. ! rum pvkLlrile i so nimmer kein corpm giebt / und eine j kl-cllrm > damit ich v'el Menschen unzehlbar curirek . habe nur aussyreh Gran in Wem gegeben. Die andere Heisste der etttrZÄion llistillir in ö. > tröcken ab / gelinde/ daß der 8pirim- t/Mi davon i kömmt/ da qsnß das o^ulTi toliz oder »Utum pocabils t datauff/ so^nimmts das Pulver in momenro zu sich / s Und wird viel höher an der Farbe denn zuvor / und 6,5- i solvLret sich hernach in einnn gemeinem Spüiw vini, > und andern, Weine / rorh als ein Rubin /weiches alle Schäden des Leibes/so ihren Ursprung von innen ha« i den/mit Bestand und Verwunderung heilen ... ' Dann - m. 8upp!emcnmm Hhe't'^kZa^e. §yy f^ann nimm kas andere Theil Klercuri; peilt 5v!ir, so du behalten hast / und geuß diß alles als sein eigenes oleum darauffund cliiblllr-, doch nicht zu starck / per olcmbicum , so gehet ein wenig pdlegmu herü^ 1)cr / und das nleum prwci^irwk seinen eigenen chlcr- cunum kundwird wieder weiß / indem sich die Grüne vcrlohren hat- Wenn diese Arbeit auch vrrrichttt/so habe ein ovum klüloloplucum , welches die ?lulolo- Dl-j ihren Himmel heissen/so wirst du am Gewichte bei finden des vlei lcMs zwey Theil gegen einen Theil des pi-.rcipirirten Ktercurii , heNtl thue dLN chkcrcurium msGlaß/ und das oleulü solisdarzu/ und siehe/ daß drey Theil im Glase leer bleiben / und das vierdtö Theil allererst angefüllet werde / liZilla Kermeuce, sieüs in den dreyfachen Ofen/laß es darin frey stehen / nickt warmer denn ein Ey / so von einer Hennen auß, HchrülctM werden / fo giebt sich in einem Monat bis Materie in eine putrefaKion , wird sehr durickel* fchwartz/wcnn du solches siehest / so ists gewiß/daß sich dieMateria entMossen durch die pryreüüion» und Heue dich zum'Änfang deines Glücks. NlLdarM siärcke das Feuer tm andern Grad / so vcrlem'ki sich mit der Zeit dieEchwärtze/unv verändert sich in viel wun. derbareFai den/wrrm solch e Farben sich auch verlohrefl/so stär, ckedas Feuer zM dritten Grad / sowivst du sehen dein Glsß Ivke lauter Ssiberblech / und bteStrahIen werde»! schwer wer/ chen/alsbann brauche denvlerdten Grab des Fwet«/so werden die Nebelund Dünste a-oemachllachlaffen / und das Glab wird scheinen / als wenn esiuwendlg mit aaldetten Stucken Mrjv. gett wäre/ alsdaun halt n kt stetigen Feuer an / 'so wei de» die Goldstrahlensich anchvtNkerett / und endlich kein Äusssiekm liiehr eillkgeSSkrahirns gesehen wcrden/fondern wich die Ma, lerlam unten liegen sehen wie ekn braun Oel / welches endlich / Ä>ennStrocken worden/ MitDinnrauer Srett! c.iy.:;ehen/wetr . Wk 400 kc. kailiii Valentin! cherfir und beständig / auchfläßkg wie ein Wachs / durchdrkn, ' gend wie ein Oei/urideilikrtreflicherr Schwere. Wer nun die, ses erlanget/ der dancke GOttseinemSchöpffcr/denn Armuth > ist bey ihm verschwunden / Krarrckheit wird von ihm stießen. ! Denn diese edie Artzney ist ein solcher Skein/demr auff der garr, , tzen Weit an Tugend/Reichthum / Macht Ehr und Gewalt nichts zu vergleichen/sondern der allen irrdrschen Sachen vor, jusetzen/io weit der Umkreiß der Welt um sich greifst. ' Wenn nun deine Artzney verfertiget/und wiWe wei, ' ter strtpstantzeu/M Vermehrung.- So nimm des bereiteter» Purpurfarben Goldprstvers/Wie sszuvor gemacht/drey Theil/ thue deiner bereiteten Linctur dgrzu ein Tdeil/in einem neuen Himmel/verlutirs Hermetice/istells wieder in Ofen/wie zuvor/ sowirdsich die Materia selbst vereinigen/ und solviren / und ! zum Ende kommen in ein und dreyßig Tagen/welches ein Mo, ' natisi/ derer sonst zehen verlausten müssen/so kauft du deine Medicin vermehren ohn Ende / daß ein solches ausgerichtet kan werden/ daß alle Welt nichtzu glauben vermag. Der höchste GOTT und Schöpffer sey vor diese »nairhsprechiiche Wol« »bat / so wo! auch vor seine Väter liche Gaben und verliehene Weißheit hochgelobet in Ewigkeit/ Amen. Endlich aber solt du wissen / daß diese Medicin sehr geistlich und durchdringend ist/ welche aste Gebrechen dieser Melt/wie auch dieimmerfind/ weg nimmt inallen Creatoren/ ,« ein einiges Tran gebrauchet/ss durchgehet sie den gi'.nsen Leib/ wie ein Acmch/ nagt alles böses hinweg/ ordnet ein bessers wie, i der an die Stakt/ reiniget den Menscher,/und macht aus ihn, ! gleich eine neue Geburt / welchen sie also ohn einigenZufall er, > HZ't/ biß an das vollendete Alter/ und biß zum Ziel/ so ihm von . Höchsten gefehlt worden. Auch tlirgkret diese Medicin erstlich j. mit andern feinem Gold fermeritiret auff viel tausend Theil al., ! ler andern Metallen lns beste Gold / wie mein letzter zwölsttek > Schlüssel durch einen gewissen Weg und Proceß lehret. ' Damit solches Gold dadurch zu einer solchen penetrk, renden Medicin wird/daran dann ein Theil ferneiMuseiid Theil anderer Metallen und noch unglaublich höher »nS mehr/ zu warhasstkgenGold tingiren und ttaosmmkrcn wird. GOtt sey gelob« in Ewigkeit/ Amen. EndliKr VesKluß/ mit dem Leben des Mcoris. Ach vollendeter Ausdru- ckung dieser Lhymischen Schrifften/ sotten wir nun- mehw auch billig etwas vermelden von dem Leben des^mo- ri8, des theuren vollkommenen unvergleichlichen CeutWn?KiIosopKj, Lg- WValenrim; Mein darvon wissen wir mit guten Grund ein mehrers nicht/ als dieses gar wenige zusagen: Nehmlich daßer zu seiner Jett ein Kloster-Mann vderMünch des Ordens 8. öeneclM gewesen / und gebohren / wie aus seinen Schrifften zu schliesset?/in HochTeutschland Lee oder- ßß («) M ilyeins/ und also vermuthlich in der Elsaß- Ist am meisten / ja auch an den Käyserlichcn / und andern grossen Höfen / berühmt gewesen im vierzehenden 8ccu!onach§hrk- Ki Geburt / und zwar vornehmlich gegen das Ende desselben ; wie Er Denn der Krieger Kran ckheit / (L^uis VenereL ) derer Anfang in selbige Ieiteinfiel/eigentlich gedencket/ und sie eine neue / oder zu seinen Zeiten -erst entstandene Kran ckheit nennet / massungenbeftehe/ unddahero un- i serer Seiten billig dahin ge- stM mag verblei- ! den. ' ! l- »halt Der BüKr kr. Laülü Va- lentim, so im andern Theil begriffen. Dne 6c reäuÄions ^ecallorum, Von der Metallen Fluß und Härte. z; 7. Ds s 5 cenlione 6c 6elcsn6one ^lerallorum, Von der Metallen Auffund Absteigung. z 6 8. Oe r^etallo LsspirLM'y, Von dem lebendigen Erh. ' 4c Cce itz 8vc Register Von dem todten Metall. 4z ro. 6e k-tetallo puro, Von dem feinen Metall. 4/ ^1. Oe I-lcrallo impuro, Von dem unreinen Metall. ' ;s rr. De Ivkerallo perkeÄo, Von dem vollkommenen Metall. 54 IZ 6o!^etsllo jmperfeÄo, Von dem unvollkommenen Metall. 57 14. 6s IVlekallo ursäinum. Von dem Seiffen-Motall- 6 r rz.veloKsiatlolls-VonderEinwitterung. 64 r6. Os exkrllstione, Von der Auswitterung. 67 17. ve rnoruksstions, Von der Beywitterung. 70 »8- vo kolio Sc lpolio,Von dem Schimmer und Glim» rner. ' 74 »9. 6e iuligins Sc ciusre , Von dem Ruß und Aschen. ,77 ro. volcobe 8r Ägua Metallica , Von dem Schlich und Laugen. 80 21. ve tcciriÄ Lc cxuvio igsrm3ti'§, Von dem Sinter und Schwaden. 84 zr. 6s Illcsnce vlrgulz, Von der Feuer-Ruthen. 87 rz. 6e ^irgula cancisnts,Von der Brandtttthen, 24.6s 82Ü.1 v.irgulz, Von der Spring-Ruthen. 94 2 s.De turrilla, Von der Schlag-Ruthen. yz r 6.6s virgula tre^l63rike, Vorder Bederuthen. 101 r?. 6e virgula caösnte. Von der Unter-Ruthen. 104 r8.6s Qhviä virgulg, Von der .Dber-Rutden. 108 r^>.6-vaoor-bu; ^ulsscsnubu8,VoN dem DüMpff" Satz. ' n» ^ro.6s / des ändern Theils. ;o.veKsIltumclu 5 o, VomÄVettcrsatz. "5 zi.vscotemet2ttjco,Vom Steinsatz. . «8 ; r. ve üsgtlis lübcerrsncir, Von der Wajser»Noch.irr Os Lrvilla ^ecsIIics.Von dem Berg,Fette. »4 Z4.vesiuoni)lirmerLsim5,VondenFiÜffM. "5 Z 5 .vsegrre,VomSteimMeel. izr z6. l)e Spirone, Vo.m Selb,Gebläse. >;4 vekuitt, Von demBergzcuch. Z8- k>e erstere, Vom Blanck'Feucr. '142 Z y.ve g!utine,Von der Berz-Kütt. ^ ^ 14 z 40. verruß, Vom Satz-Zeuge. 146 4i.0straKa^VomHeb,Zeutze. , 149 4r.vsvorons,Vom Berg,Fraß. isL 4;. veißne flsmmsnce,VondemLohe,Feuer. >57 44. Veline mrrencs.Völl dem Rost-Feuer. 160 45 . 0 e,§necsnciencs,VondeMGlÜe»Feuer. i6r 46. ve IANS corro6snce,Von dem Etz'Feuer. 165 47. Os igne mcubante, Von dem Lampen,Feuer. >68 48. Oe igas 5 rigs 6 o,Von dem kalken Feuer. I7l 4 -- 0s igns csiicio.Von.dem warmen Feuer. >75 Register der Capitel des andern Buchs. Q-Ip.Vom Unterricht der Gebürge / Berge und Klüffte/auch was für Mittel und Nach, Gebürgt seyn. ißo r. Von allgemeinen Würckungen der Metall unter, schieden. > 8 r z. Von dem Gold/ seinen Gesteinen/Würekung/Art und streichenden Gängen. >84 4 . Von dem Silber,Erl;. r 88 Ecc lv 5 -Von ! ! rol rsä Register 5. Von dem Kupffer-Ertz. 6. Von dem Eisen,Ertz. 7- VondemBlep,Ertz. 8- Von dem ZinmErh. 9. Von dem Quecksilber-Erh. ro- i». Vom Wißu'uth / Spießglaß/Schwefel/ Saltz / Salpeter uns Talck. ris «.Von Vergleichung Göttlichen Worts mit den Berg,Arten-! «r ,r. Wie die Edelgestein gewürcket/und was GOtt für Wolthaten den Bergleuten gegönnet. 218 iz. Von dem Wesen des Goldes/dessen Krafft und Tugend. rro Das nr. Buch handelt von dem Universal der ganheu Welt / samt vollkommener Erklärung der zwölff Schlüssel, rc. r»7 Das iv. Buch oder die Handgriffe / darinnen unter*! 1 wieien wird/wie alle Metallen und tauglich e Mnee ralia pstticularirsr in ihre höchste Bereitschafft kön* ' neu gebracht werden. -7- Vom 8ulpkurs 8 oii!, damit die I.UN2 gefärbt und zum ^ besten Gold gebracht wird. , 279 Vom psrticular I.UNL und von Außziehung seines 8ul- .f . pburi, und Saltzes- ryZ < Vom Partikular KlE, samt Ausziehung seiner ? : Seelen und Saltzes. ^ r-ä j Vom Particular Venen?, und was für Heimlichkeit teudarinnen verborgen/auch von Ausziehung st'''». «es 5 ulo!iuris und Saltzes. r 5 ^ Vorn 196 rol rs6 ro- Saltz, rrs lNit den rr, Ottfür riS fft und rro gantze; . zwöljf runter Mine/ fftkbll/ -7- ndzum r?9.L »es 8 ul- »k ry? l seiner s ^ ! ilchkei/ mg ftt'' r§? j Vorn des andern Theils. Dom Particular Lamrm» samt ^ Ausziehung seiner Seelen und Saltzes. ;cro Dom Particular lovis, samt Ausziehung seiner Seelen und Saltzes. z °9 Dom Particulari^ercvni vivi, samt seines Lulgbuns und Saltzes. ;is Wie aus Lcm r^ercurio ein Oel/ und sein Saltz gernacht werde. zir Dom Particular ^vtimvnH, samt Ausziehung seines Lulpkuri; und Saltzes. ZtZ Der kurtze Weg den SulxKur und das Saltz ^mimo- mi zu machen. Offenbahrung der verborgenen Handgriffe LsKlii VL- lsnrini. Zlp Das V.-Buch von der übernatürlichen hochtheuren Wunder-Arhney. Z 4 ^ VI. Lonclulionez oder Schluß-Reden. z ;6 VII. IraÄzrur primur 6 c 8 ul^kuxc, Vimolo Lc ^laZvers kbilolo^Norum. VIII. Hlleßoris 88 . Irinitäliz sä lapiöcm kllilolo^lio- rum. ^64 IX. IraÄLtur lecunöur äe 8 ul^liure,Viti!olo Lc ^lsgaers vulgi. ;66 X. ^ppcaclix etlicher Schrifften/so dem kaülio Vslea- chno zugeeignet werden. . z 8 ; Das Das ander Register. Mischen Schrr'fften krarris In Valentilii. /V Osrum klii!o5op!isrum. Häldler. sz.'lä i Adlerstein. 8s L Germer», Alaun. /^lcgli. Alchimisten haben Manie inürumcove zu dieser Zeit. r 7 .lzl.l 67 - erkennen die Natur nicht. ^ »7 > können der Narue nach wenige 27 ! Alle Umge kommen aus einer himmlischen lnüuentz ^ ^ und lmpre/Iion elementarischer o^eratjon. rr8 ! , Alle Geschöpfte der Mineralien und Metallen woher j ' sie gebildet. -rS , Alles in allem. zj? Alles was in der Welt ist / bestehet in dreyen Stü, > cken. rr- i Alle Metallen können zu einem Vitriol 'gemacht wer» . den. 254 , Alten habendunckelgeschrieben. 5.244 j , rZs.Zri.Zr5-;^4. : Ttntjmom'um. 5r.!r6,ls9.r0)'.rli.2;s.r54 ! ; z7s.z8o.A8l Hmi- ! W- 6- ;6l - 57 . 27 « 85 z6z S;.n6 rao er Zeit. -7 -7 löuentz rr8 woher 2-8 Zi 5 Stü^ rrp t wer» r54 5-- 44 -?94' rrA 5--54 o.z8 l ^nü- des mrdem Theils ^Ntünokü oleum. pZrricular. 8ai und LuipKur zu machen. vitrum. /l^usbsneäiÄa. cLleÜir. 5orti5. permZuen;. KeZir. Arbeit doppelt, vergeblich. ^rcliXu;. ^rßenti pvtabiliL prreparZtio. ^ilrum ^lercurü 8olis. 80Ü8. ^u§menc3tto. ^urum kbilolopborum. potLliile. /^rorl>. 2n.z116.z7r ;i; Z!Z.;' 5 ..Zl 6 .Z 72 Zi 4 ;6i.;6;.;7» z6l.;6; .r4.sr.rz7.-8a " ;6l.;6; r88 ri -8 2 rz 54 ? 247 ZS 7 .;o 8 24.2,0,rsi.zzz.zyr^oo räs.lä6.r6ä.z6o z;o.Z 4 l.Z 4 Z.; 4 s.Z 98 2y8-Z6o.z6rj ^Ereitung des Steins der Weisen. -^Berg-Art. Bergfraß. Leuten hat GOtt alles unterworffen. ^ Mann/was ihm zu wissen nöthig. ' Schwefel hat unzehliche Tugenden- Wercke unterschiedlich. Bewegen der Metallen-. Leroarkicum. Blende. Bley. >8? »sr -ig.rl- '80-'8). 216.219» rir Zo r6 7 Ä.-O 2 »5 6 .2 Qk.ro 4 Ertz Register Ertz. Glantz. Blutstein. Boheim. Lotus. Braunstein. Bücher der Weisen rulese«. r-sr.ro; LSk. roz. 204 «98 Zz.irr.ir/.iyr r99.ro>. r;6 r- 8 . >99 rzr /^^Icioiren. Carmchia. karlsbad- Leruüa. Oorpur. Corporis SaNMiN. 164 . >70 rrr ^ 14 ; 17 . 18 . ro. 54 .Sl. 15 z.l 7 j rl -Achwerck. »94 ^OeüiUatio 8piritur viai. z;6 Die zwölffSchlüssel soll man wohl.in acht nehmen/ denn darmn steckt dte Kunst. r;4 Doblit. ' Drach. r;6.r68 Dufftstein. >94 Voplex valculura. >7) l krDelgesteine. »;4 ' 74 - 2 ,8 l'Einem hoffartigen Gesellen muß man sie Federn verschneiden. 245 Einjeder Himmel hat seinen besondern Lauff und Jn^ strumenta- 28 Eisen. )Z.6>.I5ä.i6y.r7; Erh. >96- .ro; ! s. 204! r?8 lyr ». r^6 r. 199 i rzr ^ ^ ryo rrr . 14 ) zoi 5 Z.- 7 ; rr »94 »6 ,men/ 2;4 1;; ^ S.r 68 ! 1-4 » 7 Z federn r 45 id In* rS 9 -r/! 96.198 « 9 - Eisen i des andern Theils. Eisen macht das beste Kupffer. zz.jr ist das erste und letzkeBerg-Werck. roo Eisenschal. 199 Stein hat drey unterschiedliche Theil in seinem irr, dischen Ertz. , »97 Eisens Nutz ist nicht ru ergründen. -c-z >94 5Z. >or 66.8S.r28.r4r 26 » r'ir LoZ ' -;z »O -?8 rö 27.n8 ro 20 78 Z) ro. r/ »47.166.167. >76 127.1)6. r6o 74.rro.r45 WSFerch der Metallen. -5 ^.rü.z-.6..6r »st unsichtbar. r6.ri.zi kan nicht gervdtet werden. ,6. ,7 ' Ferchs Bewegniß und Ruhe. ,7.5« worzu sie dienstlich.: . .. iz Saamen und corpur ungleich- 17 Schlaff. ,z Dd- k«kb Eixieven. LleÄrum. Elemente. Elixir. Engadin. Engelanb. Erde- Erd-Asche. Farbe. feststem. fiusse. will. ruß. Saltz. Stein. tzh-Iener. Lxuvium. »Arven. Register ksrmentatkoa. , zz4 kermcmum kbilotöpbomm. 359-z6; Feuer 59-69-7!. 88-157.'64. >7k " das heilige ?r Daskalte zr.zz.zz.ul.,4z.,6z.171.17z.17- mit Feuer binden . . 88-8? ohne Lohe 67 lohnet übel mit der Bergsucht. rx . der Natur das obere das untere Das warme ^afft-Fruer. Wttterungs-Feuer Feurigen Weingeists Beschreibung. ZZ8-ZZ2. Flug Flüsse klarer kolium, Natur und Art Form der,Gebürg ist mancherley 59 88.89 86 z;.;9.tti.i4Z.iLa.i68.i75 67 2j6.z;6. Zr 115.1:7.12 8 r4.4z.67.1r8 74 - 75 r? lyr Forstlia wo die sind/ da sind auch Bergwercke » r Franckenhausen 8; Frantzosen 378 Mmey 55-204. °Geblaßworinnenes ist >zx.ij6 Geist. ;6.2,8- 242.246.247.248- 27z Gesottene Mineralien sind den Metallen ein schädliches Gisst. . - . 25 Gewicht »;r Gihon des anhem Theils- Gihötl. - . srr Gipffel von Mandel-Baum giebt auch eine Schlags Ruthen. ioü Glantz. -ö.izp Eich. 24 . hart zu wachen. -4 Kopff. 19p Glüenistzweyerleh . »6z Gluten. »68 Gold. 104.18^ 2rö.L4v.r4L.r4z.^66.;6^.;69> derWeisen. L56.r65.r6s.267 in seine primam materism zu bringen- 267 ist im Feuer beständig. r769.1x5.i2r Kalck. rS9.r9o.z1r das Schrägen zu benehmen. r8- Reinigung. Saltz. Schwefel. Seele. wieesauffzulösen- wie'eszureinigen- wie es zu zwingen- zu vermehren. Goßiar- Granaten. ^ Grauer Wolfs. Grüne Löwe. Grünspan- Güldischer Saamen. Mll. . . Handgriffe« ;94 L 49 .;;L zry.zzc» 247. 24p.r84.r8s Lz64r;7.rgo.r8r.;Z'- -;z.r;6 - ;sz Lz.ßr.t66^ö4 205.«9 zr- e47.zr5476.z77 ' 2 ;L ij Register können nicht alle gemeldet werden. Hannibal. Hartz. > Nesmaxbroclit. Germer. Hessen. Himmel der Weisen. I^oriron. Hüttenrauch. r- izo - 7 l zLr I^r rrl > rrs ! 16aiü 6il^erü»^ ^tnäis. >42 « 9 . irr ^ovir calcinstio. ;ä/ paniculsr und Ausziehung seiner Seelen und Saltzes. ^uxirer. Ais ^MAlck der lebendige ist ein schlecht Ding. ;;7 E-^Kalcks Tugend und Wirckung in benallerheff- tiqsten Kranckheiten. ' Geist. ;ki:M Zubereitung. zzr.z;; Kärnten. 195 KnhemSilber. ' ro 6 Königs Speise. Krebs.Augm- 354 Kronnch- »90 Kunst folget der Natur. 6 - Kupffer. - 47.-73 §rh. 1Si.1x1.r9r.19j.iAr ist dem Essen verwand- > 6 r Kupf- t des andern Theils- ,50 27t Z6r I^r 2 rl rr5 -5 > 4.2 -.irr ; 6 / lind ; 6 / AIS ;;7 erheff, Z 5 » rr.z?; ly; 106 r?.;;; 3 s 4 190 6 p l/. »7; > 6 r Kvpf- Kupffer-Gänge. Wasser. ^ ^bor. kbiloso^borum. r;v. r;i. 2;r ;4r. z;7-;6r. ^7- I^scon. Lauge. Leben. Leib. I^eo viriöi'z. Löwen. Blut. Loh-Werck. Lohe ist kein Feuer. I.ubriciim. I>ue; Lsllic». d.unLri«8uccur. I.UN2 pkilosopkorum. ist des Goldes Ehegemahl. Lxa. ' Pvtakjljz. l.un«Kalck. siarricular. Saltz. Lul^kue. 247.155 r;r r^r.;;Z. ,f.l ,72 rrz ; 6 ; 250 149.194 8 y j6.Z0 Zl.;r 46.W8 ;?» ) 6 i ; 6 ; '«8 r -4 - 9 r » 9 Z 295 r-; 5; Liiilolopkorum. )6r.;6; Magnet 197.rzr.274.r75. r-ö.r/z.zSl D annßfeld. 15.148-16;,»94 Küpffer. 41 Marcastt- 95.96.; 70 Ddd iij Ma« MMen-Bad. ^lsrz. kliiloto^liicur. crocur. Oet. Saltz. Seele. Vittiol. Ivla^rig primä. ' Register z8.r/r.r;r. r64 Z6; > '57 Z 77 »9L.ZO7.j77 297.299 ;?6 rr 9 .r;r.r 77 .rA 8 -zr 8 .Z 58 . Z60.Z62. ist unachtsam. rzz. z6o Mathematisch muß man Irbonren. r8 Ivleäici. 207 Muffen. irr. 194 ^sccui-ial-Wasser. ;6l.;6r.Z6z.;84-Z29 ^lercurius. 19.26. zo.zr cosgulscii». )6r.;6; corporum. > '9.Z7.;8'49.so.78.loZ.>6Q «luplicsru;. zöl.ZÜZ.j/i ist von Natur das allechitzigste. I- I.UNX. 29z ^istsllorum. , ZL. 49 I^lergllum. ,170.111.124 kkilofoxkomm. r^z. 269 . 272 . ZL7.Z zr. z6a.z67.z6z.z65.z7o.z86. 8o!is. z86 VlVUS. ^crcurii sstrum. cOÄFulLÜv, viLUli,. ^zrkjculzr, dmeixirZÜÄ» Zier >, zrr.ziz ' ;r.;Z.?;.49.!öo.i74.;o7.;7; zu. ;,r Z-o ;o6 Ruhe ' des andern Theils- Ruhe. Salh. Lpirirur. ;,r.zi; rzr.r45.r;i.r;8.r66.r4r.z8.^;. röz.rZz.ZOZ.ZZ;. 172 8u!pbur. ^letzllnm. Metall-Spiegel- 96.108 »41 Metallen und Mineralien haben nur eine einige Wurtzel. ' rr8.rzi Männlicher Saamen ist Schwefel. »8 Weiblicher Saamen ist lvlercmim. »9 vb sie lebendig oder todt. 16 ^ corpurbestehel in sieben Stücken. ro 'Materia. tsZ-^r unförmlich corpux. , 20 Unvollkommenheit bestehet in neun Stucken. 58 Vollkommenheit. 54 . Witterung., 47.66-7'-y'.?7U4' Metallisch corpu8 wie es in seine erste Mareriam zu bringen. ?4 Metallisch Wesen wird aus/ mit und durch Metallen gemacht. , r;.r4 Mineralia. rr-^.lsZ.rr- gesotten sind ein schädlich Gisst- 24 haben in sich alle Metallen. 229 ^insi-glig , veZecsbllla UNd ammalia begrtissen alles in sich. rrp Mißbuckel. 5Z.2SL Mußbach. roc» ^Acharbeit. r6.;r.48.51.76.77.78-88.224. Dddiv Register Nachwerck. >49- '94 Narren nichts zu eröffnen. 3 »° Nasser Weg. - ;6; MmrAcbelk. " Z-5l.69.7rr;; ist nicht auszugründen. ;;; hat perteiHs corpcira. >- last ihr nicht Ordnung fürschreiben. S 7 läststa» dinier und vor sich bringen/ biß in ihr erstes r; 37 )4 ;« »n 5Z. ror 9» bassr. nimmt nicht acht auffmancherley Formen. Natürliche Lolucjon. Niedsrfchlag. Niemand soll sich schämen ein mehrers zu lernen. I§oä»» Ll-ir. Norwegen. iacowbull'bile. kkilolo^bomm. Vlrriüli. heilet das Podagra. Osemund. ;6l " i .4» s'.rs- ! ! Atriarchen haben grosse L ebezn dem Bergwerck "«^3 gehabt. rip Pbilosephijchcs Wasser. ;rr Lri Htson- rrr Podagra. 354 krs-psrario lzp,6» kküolopk. wird gelehret unter der prsejEsri-m des b^iritur vmi. , 164 knrn-i makens. rr. 229. Z Zk. 246. 277 krimum mobile. 248.296. 342 - kria. « 1 '»4 zro ; 6 ; r» ;;; »? stes »; 37 )4 Z" »jZ vr S» ;»s ; 6 r - 4 » 9 - rck »s rr ri irr 54 )er 64 77 4 » indes andern Theils. krmcipla. krojeäio. Purpurmanttl des Königes. pukrefsötioa. Mccksilber. ^ Ertz. sogen. 'N-'gen der Metallen.» Ilcini^k« der Metallen. ke 5 oIuriveyerley. RoßmittZ RorkenEöwensblut. RochgüldenesErtz. Rötelftrm. Nut>e. Äiuß. ^ ist ein köstlich Weid des Silbers, wo er gefunden wlrd/ift Metall- Nutyen-gehen. iMfeuer. lz-l. srmooiac. sun. I^unse. nielsllorkim. nieri. kkilosopkorum. 1arrgri. 8sl»8^iricas. Ddd V rr 8 -r 5 ä 335 r 45 - ;;r ro 9 209 rrr >6 4 - 50.54 55 '^ rr ;or r 4 . 4 o.nr 'SS 36 79 ;9 77 87 .- 1 . 96.97 '57 79 .r 4 ».;r 8 r ;6 »49 ;87 »95 ; 6 ; rzi rir. rz 6 ;6r, zr? - . Register Salhwerck« Saltzbury. Salh-Ertze. Saltzes Nutzbarkeit. Saamen der Metallen. 83turmnndlovir. Vensris und ^ 27 nz. Cand-Ertz. Lsturnu;. r 8 . 5 Z . r;o rr; rcr i7.'^.ril.rr.r^.l7s.rri.r»7 !9 ly.rrz ' G 7 S.roz.r 46 ,i;oO.;o! legt am leichtesten sein cor^u; ab. O » Z7 Lgturni Lmma. IZoz.zoS Asche. V 79" Leib. ^ 87 oleum. < Z66 8ulpkur. ;66 linüura. . Z66 Vttrioium. ^ ?75 Schatze in der Erden werden endlich verzehret- 18.96 Scheidung. 52 Scheidung der Metallen geschicht allein durch den mercurialischen Geist und sulphurische Serl samt dem meisten Saltz. Schieftr. Schlacken. Schlesien- Schlich. Schließ. Hohe Schulen. Schwaden. . ist ein böser Gifft. Schwatz in Etschland. ' 2 Z 2 »95 5 ;->;o lAr 8 « 8 r 7 '.-r- 7;.84 85 -lr; 85 ^ , »5 Schwe, des andern Theils- Schweden. Schwefels Seel. ; . Seiffen. MetaS. Lervus kli^itivur. S'< benburgen. Sieben Erh.Engek- Silber. Ertz. Sinter. Loi ist Herr aller Herren. Spat. ist ein Kalck der Erden- Spießglaß. §piriru; 8al». 6lllciz. ^lercurii. ' vivi wird auffzweyerley Weise sepgnret. Lpolium. Springruthe. muß mit Marcasit bestrichenwerden. Stahl- Stein. der Weisen ist wohl bekannt, wird aus Vitriol gemacht. 254 hat der Amor in seinen Kloster erlanget. r;z Stein-Aschen. ?s feste. zi Steine werden in der Erden nicht verzehret. 27 . Stepermarch. 77.8z. rzo. 157. >9; Stollberg. «;4 §nl- §r 157 rr4.24r.r47 6r 6 , z 7 « H 7 r8r 47->88 »88- 18p 7z. 71.84 rri rsr gr 5). 79 28l - ;84 ^ 64.265 74 94 94 77.150. ,-7.247 irr. lZl. Z 54 266 »I Register Lulpkur. l 8 .lZ. 79 ZXZ ist der Metallen Speist. »9 hat seinen l^srcurium in sich verborgen. r-4 8ulpnur^ovir. ;»7 l.UNL< ;?r k^lercurii. ^kaktir und Venen». Z6S ^bilolopliorum. j27.;48-;6o.z6; ^ 8amrni. ^ j66 8olir. r 85 -S 6?-;97 damit die I^vaa w Gold verwandelt wird. 245. r/- ^Alck i;;.r»6.rir ^larrarli, der Weisen ist nicht gemeiner Wein- Stein. r;a.; 9 L lattan 8,1. ;rc> lkubslksin. » 5 > 5 .l 99 Thüringen. »;6.l?» Einctur auff Menschen und Metallen . Z8s zumblancken. univerfsliikaülü. ,88 Todt, 172 Topffstein. »r.lsl.roo Irarizmukskionl! GtUNd- »Q Trqutenau- l-r lrisiira». 164 Trockener Weo. ;s; Tyrol. 2ir ji haben unter sich alle Erdgewächst. »r- s Venur. »51.764 ^ i . Venu5 des andern Theils. Veaur und klar, bringen ein männlich corx>u,Goldch Venen, psrricular. 297. 8 sl. ' r -9 Viel haben das Gold Bley/ und das Bley Gold ge, nennet. Z4Z Villach. -vz Vini oleuks. rs§ Spiricu; Z 84 -Zs 6 Z -7 igneu,. 256. z;6. ;z8 ZZv Viirivlum. »54. rz;. r7o.r78.Z8v aus Grünspan, zrs ausUngern. rz.86.195.25r.rzx kan aus allen Metallen gemacht werden. »54 jovi,. I.UNL. ktarcir. Ivlercurii. ?I,i>nlo^korum. 8 ^rurni, 8oli,. Venen,. Vitriol! I4ercuriur. Vitriol! oleum. aus Kupffer 8a1. 8^ir>tur. 8ulpknr. Z75 ;?s 25r.r77.r96.zr7.z76 ;?5 ;6o Z75 24i.r8;.r88.ryr.;7s 252.277.197,76 Z79 »7 r-Z47 rz«4l. z r? Z8S ,72. 27;.274.Z4- . 274-Z7! Schwefel und Magnet der Weisen. 272.274 Virrüm ^leXLnännum. Ungarn. rr^r.ZZ.PZ.irr.iyr.iyx.ro^rrr Universal Medicin/woraus sie gemacht werde, n.266. ;44S77- ' Register Unrein Crtz ist in allen Bergwercken. - sr Unterscheid unter dem Tod und Ruhe derMlallen.i? unter den obern und Metall,Sternen. r, 8 Unter der Zusammensetzung des Klercum, Schwefels ' und weissen Saltzes muß das Gewichte wol.in acht genommen werden. , r;» UnverbrennlicheOel- zr/ Unverständige geschickt zu machen braucht viel schrei- bens. ^ . ' Vogel »ermetir. Voigtland. Volstile. Vor,Arbeit.- UrinX s-Nis Lpiritur. r? r68 igr 16.zo.46.75.raz.ro8 z;6 zgr Wafth-Gold. Wasser ist zweyerley in der Erden- nr der Metallen. 6s.61.82 Wasser/ Lufft und Erden gebühren durch die Hülste des Feuers. rrz sind die drey ersten Princip!-. rrz Wasserbad des Königs- Wege der Weisen zweyerley. - ;6; -'Wetter. »4^- Wissenschafft wie die zu erlangen- . s Wißmuth- ' . 5;.7?-n6-i7 des aridem Theils. Zmn-Ertz. ' - Zinober-Ertz. Zips. » . Zusammensetzung- - . , , ., . ZwergenH vor Zeiten/in den Bergen gewöhnet / hat - an der Kunst nichts gemangelt. ' . ^ 210- / Zwitter. ' ' r86. »06^07.208- Zwölff Pforten der Himmelschlüssel. ^ -8r .. '.^ r' 1 )»S> » v' ^/t r- ^7 Ä- ^e ^«^/s yo^j/ Ä>ü-^. <, N/ ' >' r ^ d° < ' t , »» » ^