r 6 , Umständliche Nachricht
weise angeführet habe) bereits deutlich gnug dar-gethan, daß denen Altenbergern so wenig als an-dern BöotifcheKöPffe gewachsen. Wollte ich dieNachbarschafft dazu nehmen, und ihre geehrten> und gelehrten Stadt-Kinder mit Fleiß aufsuchen,würde ich das Zeugniß von dem guten Naturellderer hiesigen Gebürgischen Einwohner, und ihrerKinder um ein grosses Theil verstarcken können.Im Anhange habe nur kürtzlich bey jeden benach-barten Orte einige geehrte und gelehrte Stadt-Kinder, so viel mir derer nehmlich ohngefahr vordie Hand gekommen, mit angemercket. Und ichbin versichert, wenn die liebe Armuth, Mangelund Dürfftigkeit denen gebürgischen Einwohnernhiesiger Pflege nicht so gar nahe verwandt wäre,so, daß offt die geschicktesten Köpffe sehr zeitlichvor die Berg-Mühlen und Zechen hingestossen wer-den, nur damit man sich nothdürffligen Unterhaltschaffen möge, so würden derer Zeugen hievonnoch mehrere auftreten können. Es wird aberdieses, was angeführet worden ist, hinlänglicherBeweiß seyn können, daß sich nehmlich die hiesi-gen gebürgischen Einwohner zum Studiren, zurMusic, und andern guten Künsten und Wtssen-fchafften eben so gut als andere schicken. Wie sichdenn schon so manches Altenbergisches Kind durchdieselbe so wohl, als durch seine gebürgische Treue,Ehrlich-und Redlichkeit empor gehoben, daß sichviele darüber haben verwundern müssen.