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Systematische Eisenhüttenkunde mit Anwendung der neuern chemischen Theorie / von Wilhelm Albrecht Tiemann
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41
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Hütttnchcmie. 41

Steatit n. s. f. zuweilen auch sehr rein. Ihre Grund»Mischung ist unbekannt; mit Unrecht hielt man sie füreine umgeänderte Kieselerde.

§. 5v.

z) Die Schw ererbe (lZaryka) zeichnet sich durchihre ungewöhnliche Schwere, aus. Sie findet sich nichtsehr häufig, und niemals rein. Mit Schwefelsaure ver»bunden macht sie den Schwerspat!;. Rein ist ihre ei-genthümliche Schwere 4,200. In einer sehr hohenTemperatur schmelzt sie. Zu den meisten Sauren hat sieeine größere Verwandtschaft als die Laugensalze. Manbedient sich ihrer, um die Menge und Gegenwart derSchwefelsauren zu entdecken. Ein Theil Schwcrcrde lößtsich in ;>oo Theilen Wasser auf. Die Auflösung färbtdie rauben Pflanzensaftc grün.

§- 51 -

4) Die Bittcrerde oder Talkerde (klagnelir)ist sehr weiß, sehr fcch, unveränderlich im Feuer, undfühlt sich sanft an. Um sie aufzulösen, fordert sie 2000Theile Wasser; diese Auflösung färbt die Veilchen nur.schwach grün. Mit den Sauren bildet sie sehr leichtauflößliche Mkttelsalze. Durch die Kalkerde laßt sie sichhieraus scheiden. Das Ammoniak (flüchtige Laugen»salz) ist ihr naher'verwandt, und sie bildet mit ibm undden sauren Salze mit doppelten Grundlagen, oder drei,fache Mittelsalze. Sie findet sich ziemlich häufig im Ser-pentin , im Speckstein u. >. f. Sie ist nicht weniger un»zerlegbar, und von unbekannter Natur, als die von«gen.