Hüttenchemie. 69
z) „Wenn sie noch mehr als im zweiten Falle ent-halten, nnd eine vollkommene Saure geworden„sind; als die Schwefelsaure.,, >
4) „Endlich wenn sie einen Ucberfluß an Sauerstoff„haben, alsdann nennt man sie eine übersau-„re oder oxigenirte Saure *).„
§- 79 .
Man hat daher ^wei Arten, nach Belieben Sau-'rcn mit verschiedenen Mengen Sauerstoff hervorzubrin-gen : s) indem man die Grundlagen mit der gehöriger»Menge Oxigcn verbindet; und b) indem man den Sau-ren ihre Oxigcn in verschiedenen Verhältnissen durchverbrennlichc Körper entzieh
Die letztere Methode gründet sich auf die Anzie-hung der verbrennlichc» Körper gegen den Sauerstoff,und wird oft mit gutem Erfolg zu völligen Zersetzungender Saucen gebraucht, indem man ihnen allen enthal-tenden Sauerstoff entzieht, und sie also gänzlich entsäuert(8- 77-)> Auf diese Art geschieht es, daß die Säuren ver-brennliche Körper entzünden. Zu dieser Entzündung isterforderlich, daß die angewandte Säure den Sauerstoffnicht in fester Gestalt enthalten, und daß der brennbareKörper, welchen man mit ihr in Berührung bringt, ihl»in festerer Gestalt, als er in der Saure war, in sichnehmen könne. Alle Sauren, welche sich durch mehrereverbrennlichc Körper zersetzen lassen, entzünden diese Kör-per nicht.
*) Eigentlich findet aber keine Uebersäurung statt.
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