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Systematische Eisenhüttenkunde mit Anwendung der neuern chemischen Theorie / von Wilhelm Albrecht Tiemann
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237
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Hüttentopographie. 237

Zum zweckmäßigen Gebrauch eines Abfalls ist! ein starker Fall desselben nothwendig, damit sich dasNasser mit Gewalt hier hindrängt. Von, Abfall an. bis jn den Strom muß dem Wasser ein gleichförmigerZug gegeben werden. Den Abfall selbst bringt mannicht im Wasserkasten, nahe bei dem umgehenden Zeugean, weil das hier zu hoch herunterstürzende Wasser denAbzug der Radstube bald versehlcmmen, und das Zeug inStillstand bringen würde. Liegt der Abfall etwas wei-ter von der Hütte entfernt, .,so kann das im Winter imtraben entstehende Eis leichter und bequemer durch ihmabgeführt werden. Bei starker Kalte ist überhaupt vielAufmerksamkeit zu empfehlen, weil bei häufigem Eisedurch Dernachlaßigung der Aufsicht der größte Nachtheilfür das Werk entstehen kann.

Der Nutzen eines Abfalls besteht noch darin, daßsich durch ihn, ohne nach der Mündung des Grabens zu8chen, das Wasser nehmen und geben laßt. Bei lau-gen Graben würde dies ohne Abfall oft sehr beschwer- ,iich seyn.

2OI.

Da bei einem hohen Gefalle und kleinen Wasser,ivie gesagt, hohe Rüder, und bei niedrigem Gefalle undkosten, Wasser kleine Räder vorgerichtet werden müssen,"ab in de,n Fall bei erster«, ein zu langsamer, bei letz°tkM ein zu schneller und überhaupt ungleicher Gang ent-gehen würde, so sucht man diesen Fehler durch vorge-legtes Zeug zu verbessern. Dies besteht beim Hohcn-ofen qs einen, an die Welle des Wasserrades gelegten^lirurade, weiches in ein an die Blaswelle befestigtes^triebe greift. Dieses Hülfsmittels bedient man fiel.