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Systematische Eisenhüttenkunde mit Anwendung der neuern chemischen Theorie / von Wilhelm Albrecht Tiemann
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432
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4Z2 Fünfter Abschnitt. Hüttenökonomie.

Eine b l ä u l i ch e F a r b e hingegen, nebst einem glei» ^chen spiegelnden Bruches lassen auf ein gutes ge» ^schmcldiges Eisen schließen. ^

Kaltbrüchigcs Roheisen kann die vorlhcihaftesten ^

äuscrn Kennzeichen besitzen und nicht von gutem Rohen ^seil unterschieden werden. ^

§. 379 - "

Vom Roheisen, als Gußeisen.

Bekanntlich ist die Konsumtion des Roheisens zuverschiedenen Gußwaaren, als Stubenöfen, Töpfe, Kes'sel u. s. f. beträchtlich, und im Ganzen auch sehr Vortheil»haft; daher auf manchen Hütten eine große Quantitätheeczu benutzt und weniger »erfrischt, oder zu Stahl gc» r

macht wird. H

Um gute Gußwaarcn zu producircn/ muß die- Gat» d

tirung darnach eingerichtet und der Schmelzprozeß selbst ^

gehörig behandelt werden. ^ i

Das Gußeisen muß vorzüglich leicht - und dännflüW *

seyn, damit eS theils die Formen genau ausfülle, und "

sich gut abdrücke, theils lange genug fiüßig bleibe, »>ubei langen Hcerden die untersten Formen zu erreichen- s

Fließt cS daher dünn, leicht und schnell, erkaltet lang* x

sam, und ist nicht steif und breiartig, nach dem Erkalten s

im Bruche dicht, ohne Höhlungen und Blasen, so ist <6 >

zu Gußwaarcn am brauchbarsten. Graues, mit Graphitoder Eiscnfarbe bestreutes Roheisen, taugt nicht für denFörmer, wenn er leichte und gute Waaren daraus m^chen soll. Roheisen, welches sehr dünn gegossen, eint ^lichtgraue Farbe, einen feinen Kern hat, sich dabei unterdem Hammer stark und etwas zähe zeigt, und leichcflüM

ist»