47i
Drittes Kapitel.
Vorn Stahl insbesondere.
§- 4ir.
«l!»)ie unterscheidende Eigenschaft dcS Stahls: ungehär-tet, oder nach dem Glühen, zah, bicgsam und geschmei-dig zu seyn; ferner eine größere specifischeSchwe-re als das übrige Eisen z» haben, macht ihn merkwür-dig und beobachtungswcrkh. Man sollte glauben, als he»tcrogencr §iörper, könnten ihm diese Eigenschaften ebus.vollkommenen Metalls, unmöglich eigen seyn. Die Ge-schmcidigkcit ist aber nicht so uncrklarbar, denn sie laßtsich durch die Fähigkeit des Eisens: sich mit dem Kohlen-stoff in verschiedenem Verhältniß zu verbinden, definiern;hingegen auffallender ist die größere specifischeSchwere des Stahls *).
Nicht nur ist der Stahl specifisch, sondern auchabsolut schwerer als das geschmeidige Eisen. Der Zu-wachs am absoluten Gewicht, welcher zwar nicht beträcht-lich, aber doch bemerkbar ist, muß vorzüglich von dem ab-sorbirten Kohlenstoff hergeleitet werden. Diese Ge-wichtszunahme betrug nach mchrern Versuchen biSTheil.
*) Wie läßt sich diese Erscheinung erklären? —
Gg 4