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Systematische Eisenhüttenkunde mit Anwendung der neuern chemischen Theorie / von Wilhelm Albrecht Tiemann
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485
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iste 2lbtheilung. Vom Stahl. 485

Die zu ccmenrirenden Stangen müssen völlig ge»rode und eben seyn, wenn sie in der Stahlkistc nicht zuviel Raum einnehmen sollen. Da sich das Eisen der Lau»Se nach beim Warmwerden ausdehnt, so muß jede Stange»in einige Zoll kürzer als die Stahlkistc seyn.

' ' . §- 42 Z.

Gattungen des Cementstahls.

1) Hartgebrannter -Stahl.

Dieser hat die stärkste Hitze auSgcstandcn, und istkennbar an den erhabenen Blasen auf den Anssenseitcn;an dem wcißgclbcn, silbecscheincnden Bruch; der Sprö»digkeit vor und nach dem Härten, und einem größer»Grad der Härte überhaupt.

2) Blasenstahl oder ungerechter Brennstahl,

wird er in der Gestalt genannt, wie er auS demOfen kommt. Er hat äuscrlich mehr oder weniger, grö»lere oder kleinere aufgelaufene Blasen. Im Bruche zeigttr viel Hauchen, und wird gewöhnlich nicht eher verkauft,bis er zu

3) Gerecktem Brennstahl gemacht ist. ,

Man schmiedet ihn bei starkem Ausglühen blos zu

schwachem Stangen aus. Er erhält hierdurch nach demHärten dlt gehörige Feinheit und wird allgemein brauch»barer.

4) Doppelt gebrannter Stahl.

Dieser ist zweimal durch den Stahlofrn gegangen,*>Ud ist zu gewissen Arbeiten aufferordentlich brauchbar.

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