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Systematische Eisenhüttenkunde mit Anwendung der neuern chemischen Theorie / von Wilhelm Albrecht Tiemann
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571
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zte Abtheilung. Von den Steinkohlen. 571

mit Gcwachscrde vermischt- Der See» oder Sumpf»torf entkalk nur wenig sichtbare Gewachstbcilc. EineAbänderung bestelln ist der Papicriorf, welcher auSübereil,andcrlicgcndcn' dünnen Schichten besteht. Auchder Baggrrtorf gehört dahin.

§. 49 °.

' T 0 r f st e ch e n.

Der Rasentorf liegt an der Oberfläche der Erdeund bildet die Decke oder den Rasen des Bodens. Erwirbin länglich vierseitigen, Stücken von beliebiger Größe ge»stechen.

Bevor der Torf gestochen wird, muß untersucht wer»den: 1) zu welcher Art Feuerung der Torf anwendbarsey; und 2) wie groß seine Mächtigkeit ist.

Um beideS die Beschaffenheit und Mächtigkeit deSTorfs zu untersuchen, dient ein Lückcrbobr. Der zumVersuch ausgebohrte oder ansgcstochene Torf wird, sooft sich eine Veränderung an demselben zeigt, sortirt, ander Luft getrocknet und im Feuer probtrt.

Es ist beim Tocsstcchcn folgendes zu beobachten:

1) Soll in einem Bruche gestochen werden, so wirdam höchsten Theile desselben der Anfang gemacht,und zwar in langen mit den Seiten des Bruchstücksgleichlaufenden Graben; weil sich der Torf, wenn ertrocken ist, nicht bearbeiten laßt.

2) Steht der Torf mehrere Fuß hoch, so muß daSStechen desselben stufenweise, und nicht gleichzu tief geschehen, damit der untere nicht durch Ab»leitung des WafferS zu trocken werde.