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Der praktische Maschinenbauer : ein Hand- und Lehrbuch über den modernen Maschinenbau, sowie über das Wesen der Elektrizität und ihre Anwendung in der Industrie, insbesondere im Maschinenbau / von G. Ripke und F. Liebetanz
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Wellen liegen bleiben, werden sie durch versenkte Schräubchen ausgeschraubt

(Fig- 21).

Wir werden die erwähnten Längskeilverbindungen im folgenden noch öftersangewendet finden.

Flg. 21.

l

Die Keilsicherungen.

Pros. Reuleanx sagt in seinemKonstrukteur":Damit ein Keil nichtdurch die ihn statisch belastende Kraft gelöst werde, muß der einseitige Anzug

etwas kleiner als 2 / 10 , der symme-trisch angebrachte zweiseitige aufjeder Seite etwas kleiner als Vissein, wenn der ReibungskoefficientVig vorausgesetzt wird. Stöße undrüttelnde Bewegungen lösen aberdennoch so eingerichtete Keilver-schlüsse, wenn nicht der Anzug be-deutend kleiner, als soeben angegeben,gemacht wird. Um sich dagegen zu schützen und unter Umständen auch beliebiggrößere Anzüge benutzen zu können, wendet man Sicherheitsvorkehrungen an."

Am häufigsten begegnen uns Keilsicherungen bei den Pleuelstangenlagern,wo die Keile zum Nachstellen der Lagerschalen dienen. Durch die schwingendeBewegung, welche die Pleuelstange durch den Angriff an der rotirenden Kurbelausführt, wird die Gefahr sehr nahe liegen, daß sich die Keilverbindung löst;

hier muß man also vor allen Dingen aufbesondere Sicherungen bedacht sein.

Die einfachste Keilsicherung ist unbedingtdie in Fig. 12 u. 13 wiedergegebene. Durch dieSchraube 8 wird der Keil U einfach gegendie gegenüberliegende Wand des Keillochesgepreßt und so durch die dadurch erzeugteReibung zwischen Keil und Keillochrand inseiner Lage festgehalten. Die Schraube 8 greiftmit ihrem angesetzten Ende in eine kleine, auf demKeil befindliche Nut. Löst man die Schraube,so kann man den Keil beliebig nachstellen.

Die Figuren 22 bis 24 zeigen drei weitere Keilsicherungen, wie sie häufigzur Anwendung kommen.

In Fig. 22 läuft der Keil L in eine Schraube 8 aus. Die Feststellunggeschieht durch zwei Schraubenmuttern N und Ll^. Zieht man nämlich diesebeiden Muttern gegeneinander fest, so werden sich dieselben durch die zwischenihnen herrschende Reibung nicht lösen können und ein Lockerwerden des Keiles Ldaher verhindern.

Bei der Keilsicherung Fig. 23 sind Keile mit Beilagen angenommen. DerKeil L selbst läuft wieder in eine Schraube 8 aus, während die eine Beilage L,