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Flg. 243.
jederzeit, ohne daß die Welle aus ihren Lagern genommen zu werden braucht,aufgebracht werden können. Riemscheiben daher, welche auf eine bestehende Trans-mission aufgebracht werden sollen, werden stets zweiteilig gemacht. Sie werdendurch die Vcrbindungsschrauben an der Nabe auf der Welle festgeklemmt, so daßder Keil nur die Mitnahme bei der Drehung zu bewerkstelligen hat.
Nur ganz kleine Riem-scheiben werden voll gegossen.
Eine besondere Art guß-eiserner Riemscheiben bildet dieStufenscheibe(Fig.245). DieseRiemscheiben kommen an Werk-zeugmaschinen, welche mit ver-schiedenen Geschwindigkeiten lau-fen müssen, vor. Die Geschwin-digkeitsänderung wird dabei durchAufbringen des Riemens auf einegrößere oder kleinere Riemscheibeerreicht. Die einelnen Riem-scheiben von verschiedenem Durch-messer sind dabei zusammen-hängend gegossen. Der ganzeKörper ist hohl. Die Nabe istdurch einige Rippen mit den Scheiben verbunden.
Schmiedeeiserne Riemscheiben- Das Gewicht schmiedeeiserner Riem-scheiben ist geringer als das gußeiserner Scheiben, sie werden bei größeren Ge-schwindigkeiten verwendet, wo es auf geringes Gewicht ankommt, im allgemeinenfinden sie jedoch wenig Verwendung. Es besteht bei ihnen der Kranz aus
Flacheisen, die Arme aus Rund-eisen, Flacheisen oder Rohren,die Nabe aus Gußeisen. DieArme werden in den Kranz direkteingenistet oder durch besondereangesetzte Lappen an den Kranzversenkt angenietet. In der Nabewerden die Arme von vornhereinmiteingegossen oder bei einigenKonstruktionen besonders be-festigt. Schmiedeeiserne Scheibenwerden nur geteilt ausgeführt, über 150 min Breite erhalten sie zwei Armsterne.Die Anzahl der Arme wird ziemlich groß gewählt. Fig. 246 zeigt eine schmiede-eiserne Riemscheibe von Lohmann L Stolterfoht in Mitten. Fig. 247 giebtdie Riemscheibe von Otto Lilienthal in Berlin wieder. Hier bestehen dieArme aus Flacheisen und sind eigentümlich gebogen. Am Umfang treffen sichimmer zwei Arme. welche läppen artig abgebogen und mit diesen Lappen am
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