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Feuerung wird in Mauerwerk hergestellt, die Wände sind mit Chamottemauer-werk verkleidet. Diese Chamottefütterung reicht auch ein Stück in die Flamm-rohre hinein, damit das Feuer nicht direkt an die Verbindung der Flammrohremit dem Kesselboden schlagen und diese zerstören kann. Das Mauerwerk wirddurch Anker und Eisenschienen zusammengehalten. Der obere Teil des Ver-brennungsraumes ist überwölbt, der Verbrennungsraum selbst darf nicht zuhoch gehalten werden, damit die aufsteigenden Gase sich schnell über dem Brenn-material erwärmen können. Der Planrost selbst ist nach hinten etwas geneigtangeordnet, und jede Feuerung besteht aus hintereinander angeordneten Reihenvon Roststäben. Die Roststäbe legen sich mit ihren Enden auf besondere Rost-stabträger Ii bis I^. Die Roststäbe der ersten Reihe legen sich vorn auf dieSchürplatte auf, welche mit dem Feuergeschränk aus einem Stück besteht. AlsFeuergeschränk wird die Feuerthür mit allem Zubehör bezeichnet. Der Aschen-raum ist vorn ebenfalls mit einer Thür verschließbar. Hinter dem Rost be-merken wir eine in Chamottemauerwerk aufgebauteErhöhung, welche den Querschnitt der Flammrohr-öffnung verengt. Mau bezeichnet diese Erhöhung alsFeuerbrücke. Die Heizgase werden durch diesezusammengepreßt, so daß sie sich gegenseitig leichtererwärmen können, wodurch der noch unverbrannte Kohlenstoff zur Verbrennunggelangt. Hinter der Feuerbrücke lagert sich auch die meiste mitgerissene Flug-asche ab.
Der vordere Roststabträger wird auch häufig gleich als Schürplatte (Vor-platte) konstruiert. Größe der Schürplatte bei Außenfeuerungen 400 mm breit,bei Jnnenfeuerungen 200 nun. Hinterer Roststabträger gleichzeitig mit Auf-lage und Rückwand für die Feuerbrücke ausgerüstet.
Die Roststabträger sind bei Jnnenfeuerungen unter sich durch Distanz-schrauben zu verbinden.
Die Wanddicke derartiger Feuerungen kann 40 bis 60 om betragen, sodaß Gewähr vorhanden ist, daß möglichst wenig Wärme durch die Wandungenentweicht.
Die Vorfeuerungen haben infolge ihrer großen Mauerwerksflächen sehrgroße Verluste durch Abkühlung.
Roststäbe, wie sie bei der dargestellten Feuerung verwendet sind, giebtFig. 630 wieder. Die einzelnen Roststäbe sind an ihren Enden nicht so hochals in der Mitle, ein solcher Stab zieht sich nicht so leicht krumm, wenn erheiß wird, man macht sie aber auch deshalb möglichst hoch, damit die Wärmebesser von oben nach unten geleitet und mebr Berührungsfläche mit der kaltenLuft geboten wird, wodurch sie sich besser abkühlen. Die Stäbe sind aber auchan den Enden und in der Mitte stärker gehalten als in ihren übrigen Teilen,,so daß, wenn man derartige Stäbe nebeneinanderlegt, durch die zusammen-stoßenden Verstärkungen je zweier Roststäbe Spalten zwischen ihnen gebildetwerden, durch welche die Luft zum Brennmaterial gelangt. Durch diese Spaltenwird die freie Rostfläche gebildet. Die verstärkten Enden der Roststäbe legen
Fig «so.