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Sechster Band, welcher die Supplemente zu den vorhergehenden 5 Bänden enthält. A-Z.
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§10 Wollenschläger.

hatten sich auch schon die englischen Wollenmanufac-«uren sehr gehoben. Die im XVI. Jahrh, durch die spa-nische Inquisition vertriebenen, und nach Britannienübergeschifften Niederländer trugen zu der nachherige»

- Blüte der englischen Wollenmanufacturen sehr viel bey.Die Anlegung der Tuch hallen zu Leeds , wo jederManufacturist seine Waare niederlegen, und überzeugtseyn konnte, daß sie Käufer finden würde, vermehrte dieLust und Betriebsamkeit der fleißigen und geschickten In-sulaner. Frankreichs Tuchmanufacluren, die längstgut waren, brachte Colbert in noch größere Aufnahme.Louraine, Soissons , Sedan , Rheims, Cha-lons, Louvieres, Mans Elbrus und Abevillegehörten unter die berühmtesten Manufacturorter. Auchdie schweizerischen Wollenmanufacturen waren schonlange bedeutend, besonders die zu Zürich . Die deut­ schen Wollenmanufacturen in Schwaben , Hessen ,

- Niedersacbsen, Westphalen , Sachsen , Schle­ sien , Brandenburg rc. florirten schon im XI. XII.XIII. Jahrh. In neuern Zeiten baben Berlin , Pöls-daM, GöttingeN- Mühlhausen, Eisenach , Lan-grnsalze, Görlitz , Bautzen , Torgau , Oschatz,Crimmitzschau, Große nchayn, Linz , u. a. sehrviele und gute Tücher und wollene Zeuge geliefert.Poppe Handb. d. Erf. 200.

Wollenschläger hatte Nürnberg schon im XM. Jahrh. Poppe Gesch. d. Technol. I. 2Ü6.

Wollene Zeuge mit allerley Farben zu beP'rti-ck en, s. Golgas. ' ^

Wollmeßmikromeier. Für dessen Erfinder hat sichFriedr. Voigtländer in Wien ausgegeben. Hes-perus. lZty. S. 340. Es ist aber nachgewiesen, daßschon ähnliche Vorschläge von dem Berliner AstronomenGottfried Kircher von 1679 sich finden. RamSden