FEE R RUM DONANT IBUS Eisen- Bibliothek Stiftung der Georg Fischer Aktiengesellschaft Schaffhausen S 2. . roͤnung. Sermehret mit einer zweiten Verzeichnuß ſowohl der Artikeln/ als deren Inhalts nach Ordnung der 8 Anfangs Buchſtaben. Mit Roͤmiſch⸗Kaiſerl. Koͤnigl. Majeſtaͤt Allergnaͤdigſten Freiheit. Gr aͤtz/ DVterlegts Joſeph Moritz Lechner/ Univerſitaͤts. Buchhaͤndler. 8 5 7* 1 8 * . 5 1 — 35 5 1 5 —* 9 8 „ ** 25— 1 8 2 8 2 5— 7 ÄTTTTTTTT—T—T—T——T—T—T—T—T—T—T—T——— 18* FFP ˙ 1 Roͤmiſcher zu Ungarn/ und Boͤheim Koͤnig/ Infant in Hiſpanien/ Erz Herzog zu Oe. . ſterreich/ Herzog zu Burgund/ Steyer/ Kaͤrnden/ Erain/ und Wuͤrtemberg ec. Graf zu Tirol/ und Soͤrz ꝛc. Entbieten N. allen/ und jeden Unſeren Unterthanen/ und anderen fuͤrnemlich denen/ die in Unſeren Nieder Oeſterreichiſchen Fuͤrſtenthuͤmen/ unde anden Bergwerk bauen/ und denſelben zugethan ſeynd/ Unſer Gnad/ und alles Gutes/ und geben euch gnaͤdiglich zu vernehmen/ daß Wir aus beweglichen Urſachen fuͤr Nothduͤrftig bedacht haben/ die Berg⸗Ordnung/ ſo weiland Kaiſer Maximilian Unſer lieber Anherr loͤblicher Gedaͤchtnus in angeregten Unſeren Fuͤrſtenthuͤmen/ und Landen aufgerichtet hat/ wiederum zu erſehen/ und dieſelbe nach geſchehener fleiſſiger/ und noͤthiger Berathſchlagung Uns Unſerer Bergwerken/ auch gemeinen Gewerken/ und Bergwerks⸗ Verwandten zum Nuzen/ und Befoͤrderung von neuem nachfolgendes Inhalts verfaſſen/ und ausgehen zu laſſen. Gebieten demnach gegenwartigen/ und kuͤnftigen Unſeren Oberſten Bergmeiſtern/ Bergrichtern/ Geſchwornen/ Froͤnnern/ Schinnern/ Schichtmeiſtern/ Silberbrennern/ Berggerichts⸗Schreibern/ und anderen Unſeren Amtleuͤten/ und Dienern/ denen die Verwaltung Unſerer Berg⸗Obrigkeit befohlen iſt/ auch ſonſt gemeiniglich allen anderen Bergwerks⸗Genoſſen/ jedem inſonderheit ernſtlich befehlend/ daß ihr nun binfuͤro an dieſer Unſerer hernach geſchriebenen Ordnung in euren Verweſungen allenthalben gehoramlich nachkommet/ und gelebet/ und maͤnniglich dabey feſtiglich handhabet/ ihr ſelbſt auch darwider nicht handlet/ noch iemand andern das zu thun geſtattet/ in keinerlei Weis noch Weeg/ bey Vermeidung Unſerer ſchweren Ungnad und Straf. Im Fall aber das etwan angeregte Unſere Bergmeiſter/ und nachgeſezte Amtleuͤt gegen den Übertretern mit der verſchuldten Straf zu verfahren zu ſchwach waͤren/ ſo ſollen Unſere Landshauptleut/ Verweſer/ Vizdom/ und alle andere Unſer/ und Unſerer Landsleuͤt Obrigkeiten/ und Gericht dieſelben Verbrecher auf mehr beruͤhrter Unſerer Berg⸗Amtleuͤt Anrufen zu den billigen Gehorſam/ und Straf verſchafen/ und halten/ ihnen auch in all andere gebraͤuchige Weeg/ getreue Hilf/ und Beyſtand leiſten. Und damit ſich keiner dieſer Unſerer Ordnung halber mit der Unwiſenheit entſchuldigen moge/ ſo wollen Wir/ das/ dieſelbe kuͤnftighin alle Jahr bey allen Unſeren Berggerichten zweymal/ nemlich zu Weihnachten/ und Pfingſten ofentlich verleſen/ auch einem ieden auf ſein Erſuchen zu ſeiner Noth durft gar/ oder 5 heil N gen dna d von Gottes Gnaden ——————b— 9—— R—— Theil gegen ziemlicher Vergnuͤgung des Koſtens/ und Muͤhe Abſchrift mitgetheilet/ oder vorgeleſen werden. Wo ſich aber begebete/ das ein Misverſtand/ oder ſonſt Sachen/ und Irrungen fuͤrfuͤellen/ davon in gegenwaͤrtiger Sazung kein lauterer Austruck begriffen/ und derohalben einer Erlaͤuterung beduͤrfen wurde/ dieſelben/ und andere dergleichen Maͤngel ſollen Unſere Bergrichter/ und Amtleuͤt jederzeit an Unſere Bergmeiſter/ und folgends an Uns/ oder Unſere Niederoeſterreichiſche Kammerraͤthe langen laſſen/ und daruͤber Erklaͤrung/ und Beſcheid erwarten. Daneben wollen Wir auch Uns/ Unſeren Erben/ und Nachkommen vorbehalten dieſe Ordnung/ Unſer/ und gemeiner Bergwerk Gelegenheit/ und Nothdurft noch zu mehren/ zu mindern/ und aͤndern/ wann/ und wie Uns das am beſten anſehen/ und fuͤgen wird: Es ſoll auch dieſe Berg Ordnung niemand auſſer Unſerer ſonderer gnaͤdigen Bewilligung nachdrucken /oder in anderen Ort in Druck ausgehen/ noch in beruͤhrte Niederoeſterreichiſche Landen fuͤhren/ und verkaufen bey Vermeidung Unſerer Ungnad/ und Straf. n AA N e r — 3 nuß Aller in dieſer Bergwerksordnung enthaltenen Artikeln. Die erſte Sahl bemerket die Seite des Blats/ die zweyte den Artikel. A. d, und Verruckung der enden ſoll nicht geſtattet werden. 33. 88. Abfahren der Arbeiter. 29. 74. Abkehrung des Waſſer von denen Werckgaͤdten iſt verboten. V. 192. Ablegen ſoll man Niemand wegen Klagen. 39. 129. Ablegung wie dieſe geſchehen ſol wann den Studen N bedeckt. 9. 21 Abſchied der Bergarbeiter.. Abſchrift der Proceß ſoll gegeben wuden.* 5 69. 175. Abſtellung der Theil mahlzeiten. 1 2 64. 164. Abziehen und Stufen. 31. 80. Alaun, Eiſen, Queckſilber, und Salibergwerk Verleihung wied votbebalten 4. 4 Alte Gebaͤu und Erbſtollen Freyung. 11. 25. und unfoͤrmliche Gebaͤu in Ordnung zu burden.— 5 325 Aelterer Gruͤbenmaaßnehmung. 29. Alterer Gruben Empfachung und des Bergrichters verhalten in dieſen Faͤllen. 5 15. Amtleuͤt und uͤbrige Bergwerksbeamte ſollen an Orten ihrer Amts verwe⸗. ſung nicht Bergwerk bauen. a. 2 Anbietung der liegenden Guter iſt nicht geſtatken. 52. 137. Andernmalige Empfachung der Gruͤben 0 ich verlegen ſollnach fingern Ver fachen gehandlet werden 8. 18. Anklagung wider den Bergrichter eines Vedacts 0 Rechten.. 65. 169. Anlegung der Arbeiter. 5 74. Annehmung der Pfennwerth. 140. Auſaz auf die liegende Guͤter nach dem rod der Baglelt und Zufannlanf der Schuldner.. 50. 1325 Anſizen kan man ſeine Rechten wie man will— 6. 14. Anſpruͤch widrige ſeynd guͤtlich zu vertragen. 246. 66. Antwort, Klag, und 1 iſt ordendlich h Gericht eimuſchreizen 8 05. 167. Appellirung der Urtheil 5 67. 172. Maaß zu Verhuͤtung der Gefahr.„ 68. 174. — hach ſolcher 1 wie man ſich 1 verbelten 5 68. 173. Arbeit unterſtehen und nicht vo 2 25 0 45. 119. Arbeiter abfahren. 2 5* 29. 74. Abſcheidung. 5*„ 5 5 29 75. anlegen, 55 abfabren. g 2 5 a9. 74. „»Befoͤrdern 0* 28. 5t. 9 4 bausliche Mlederlaßung bey dem Berg werk. 3. 45 81 5 Hale e den Sewerken näts vorthelliger Wei verhalten. 55 55. 2 8 1 obne Paßport und Vorwiſſen des Virnecdtr nicht beben 5 erden. 27. 570. * Der den Puchwerken. 5 5 5 73. 189. 8 hnang mit Pfenwerth.— 3 5. 5 50 2 Wohnung bey dem Veta well 2 2 1 3. N guſo * N FZuſagung, und wann der nicht nachkommt. 29 Arbeiten ſollen die Gewerken einer dem andern in ihren Segen 2 Some den laſſen.—— 8 37. 93. Arbeitung der Walder. ä——* 43.45. 109118 Armer Bergleut Guͤter nach dem Tod. 50. 132. Arreſt ſoll in ienen Ort wo ſie ihren Liedlohn bedienen, denen klagenden Arbeiter gegeben werden. 1 49. 128. -oder Verpfaͤndung in 14. Tagen zu rechtfertigen.— 49. 131. Aſilum bey den Bergwerken. 54. 145. zu ſuchen wann iemand in ein chibares Mauns Hauß weicht. 62. 159. Aufhebung der Gewerken. 5 40. 99, Aufkuͤnden⸗ i 8 1 5 40. 100. Aufnahm der Arbeiter.— 28. 71. — 19 4 Hutleuͤt bey Gericht vornehmen. 28. 69. Aufſage 1„ 40. 100. Auſſchlagung des Gerichtsbuch wegen Verfahungen. 2 9 0. Aufſicht des Bergmeister auf alle Bergwerk. F Aufſtand wider den Bergrichter.— 61. 155. 157. bey Abweſenheit der Berg-und andrücken— 62. 1605 Ausfuͤhrung der Liedloͤhner. 5—— 39. 98. Ausfuͤrdernus oͤder Berg.— 1—— 24. 58. Aushauung des anderen Erz.— 55 51. Aus laſſung des Waſchwerks aus Nachlaͤßigkeit der utleüt. 1835 Auszeigung der Waͤlder und Holznothdurft denen Staͤdten, Maͤrckten ꝛc. 155 115. B. Bauen ſeinen Theil kan 5 J 0 5 5 26. 67. Bauern und fremde Holzknecht. 3 8— 46 12 1. Soͤhne bey dem Bergwerk.* 58. 149. Bauung zweyer Gruͤben an einem Berg gegen elnander.— 16. 397.5 Bearbeitung der Waͤlder und deſſen Ordnung.— 45. 118. Befehl der Unteramtleuͤt und Oberſten Bergmeiſters.— 2. 2. Befoͤrderung eines Arbeiter. 5 28. 71. Befreyung der Waͤlder ſo iemand ame 1 44. 114. Begehrung der Maaß an Tag zu nehme 1 80 Beholzungsauszeigung der Marckt, Gericht, und Städten.— 44. 117. der Bergkeuͤt die kein eigenes haben..— 43. 112. der Unterthanen die kein eigenes haben.—— 41. 103. Belohnung des Bergrichter.—* 57. 1467 -d des Redner und Schinner. 1 5 55. 146. 5 welche ſich der Obrigkeit widerſtzen. 61. 257. ſollen außer der Wurfhaken, Kreuzeiſen, Blelkugle kein Saiten Gewehr tragen. 62. 158. Froͤnners Eid.. 2 5*. 199. »Juhrleüt, Viehweide. ea, e — Gebau Verfahung.— 8— 5 2. 6. „ Gerichtsfronboten Eid. ä 8. 80. 20. e Schreiber Eid.** 10 198. „Knappen oder gemeiner Arbeiter Eid. 207. „ ſeollen ohne Paßport und Vorwiſſen des Verglcte nicht befoͤrdert werden. 27 70⁰ „ Keuͤt Beholzung die kein eigenes haben.. 4 142. -Kinder 3 erg engen 5* 60. 154. —— Hochzelt i 15 63. 163. (»Mann ſo ein ect oeichen wird. 5— 59. 151. f ſo er ſtirbt. 05 1 55 59 150. »Meiſtern, und Unkeramtlelt Befehl.— 2. 2. und Bergrichter zu gehorſamen.— ee 105. »Nachbaren ſollen vor andern die Fuhr baben, 5% J. 125. : ſo oͤd ſollen ausgefuͤrdert werden... 8 84. 58. Rait * 0 W wie weit ſie ſich erſttecket. 59. ſo am Rechten verdaͤcht e werden. 5 „ RNaittungen gemeine, wann und wie ſolche zu legen. 71 28. 5* Recht wie ſolches gehalten ſoll werden. 64. * und Geſchworne wann ſie am Rechten eines Verdachts beſchuldiget werden.„ 65. „»Beſtrafung der 8 und 0 gree n 64. - Ekonnen einfahren. 2— 18. Eidspflicht. 5 0 5 76, „Gebiet, und S* 8 57. „ Geſchwornen Eid. 76. » ſoll kein Irrung in den Waͤldern verursache weden. 44. „ Bergrichtern Pfenwerth Maͤßigung. 53. »Verleihung wie weit es ſich erſtrecket 8 5 45 Schiners Eid. 78. „ Schinerseinfahrung 18. Werksbeamte 25 nicht heimlich ehmellen, und brobtten 38. „ ſeollen ohne Erlaubnuß nicht gebauet werden. 1. 3 Freyungen. 2 5 54. - gehoͤren den Land fürſten. 1. wann wegen dieſen denen Gründen Schaden beſbich, wie die Ablegung zu machen. 9. 2 2*„ Nothdurft ſeynd Zoll frey. 0. 53 Schicht wie es ſoll gehalten werden⸗ 33. age der Bergrichker und Berggeſchwornen eines Werdacts 1 ö 5. Beſchwerden ſollen dem Oberſt Bergmeiſter angebracht werden. b 1. Beſtrafung der Schelt⸗ und Schmachwort. a 5 59. Bezahlung der Fuhrleuͤt⸗ 2 8 4 47 Bietung zum Frieden. 2 2* 63. E. Sontreband Verhuͤtung 8 2 8 54. D. Durchſchlaͤg. 2 18 und zweyer Oraben Rechts Streitigkeiten. 1757. * 2 ſllen nicht verſezet noch verzimmert werden 106. Eid Arbelter gemeine. 5— 1 e ge „des Bergfroͤners.* 0— 5 78. des Berggerichtsfronboten..* 1 80. des Gerichtsgeſchwornen. 5.— 76. —Bergrichters. 2 7 5 56. „ Schiners. 5. N. 78. der Einfahrer und Hutleüt: i 8. 81. Hurtleuͤt bey den Waſch⸗ und Puchrerken⸗ b. i hs 82. Lehen und Sedinghauer. 5 5 93. des Probirers. 5 0* 5 79. des Sllberbreners, 3 5 79. —Vergeßung oder ſeines Gab. 8 Ee 28. des Waldmeiſters. 5 80 = Einfahren kan ein Bergrichter, Schiner, 12 Geſchwotner. 8 18. 257 165. 169. 1562 42. 106. 147. 197. 108. 14 T. 150. 169. 9. 200. + 2. 94. . 145. 2 143. 87. 169. 152. 125. e 161. 144 84 89. *(0) „»ſohk keſner 82 anderen in ſein Gebau zu Schaden.„ 5 32ů Einfahrer und Hutleut Eid. 81. 205. Einſchreibung 4 der Klagen, Procch, urtheil, bey Gericht. b 65. 167. Einzaͤunung der Waͤlder. 41. 102. Eiſen, Inslit und der 1 5 Nothdurften ſollen gegeben werden. 53. 142. —Alaun, und Queckſilber⸗Bergwerk wird vorbehalten.— 4. 50 -auf die Stund ſoll geſchlagen werden. 16. 38. ſollen 2575 verſezet werden dergleichen auch Piber und Stufen. 17. 40. —Vorbringung. 17. 35. Empfach Geld. 5. 10. Empfachung andermalige der Gruͤben 60 ſich vellgen ſoll nach lüngeren ö Verfachen gehandlet werden. 8. 18. — alter Gruͤben und des Bergrichters Verhalten in duſen Faͤllen. 7. 15. 0 eines alt verlegenen Gebau wo Erz und Zeug iſt. 8, 19. N der Walder, der aber kein Hutwerk hat.—— 43. 111. f Erbſtolen Gerechtigkeit und deſſen Verleihung.—— 4.„ „ Freyung und alter Gehau..— 11. a5. 0 Er ndung der Erzgaͤng, und defſen Schuff erlaubnuf. 6. 12. 0 Erklaͤrung des großen Wande 5 7 193 U Erreichung des Waſchwerk, Gang und Küäft— 7a. 184 Ertrunckene Schachtgedau. 16. 33. ö Erz Arbeiter Wohnung bey dem Bergwerk ſoll der Vergrlcter gegen 1 Zinß ausweiſen. 3. 4. -aus hauen ſoll keiner dem anderen. 5.— 21. 51. - austragen iſt am Leib und Leben zu ſtrafen.—— 3˙ 6. - ſoll nicht in fremdes Land verkaufet werden.— 36. 91. N-in die Fronkaͤſten a fuͤhren. 5 5 5 35. 88. a Fuhr. 46. 122. * Gaͤng Erfindung an Tag und deſſen Schurf Erlaubnuß.— 6. 12. * Knapp, wann er in ein anders Berggericht weicht. 4 58. 148 5„unnd Frontheilung. 38. 87. 1 ſoll ohne Vorwiffen des Sailer niche vet maden; 36. 00. 1 Verkauf in 8 Land. N 5 36. 91. Fahren der iungen Gruben durch die alte Maaß.— a. 48. durch ein verhauten Berg.— 16. 36. ſoll keiner dem andern zu ſchaden in ſein Geball. 22. Fo. Feuers Wartung, und wann es ſoll neger werden. 8 23. 57. Feyertag in der Bergwerkarbeit. 8. Findung der Erzgaͤng am Tag. 2 7 8 6. 1a. Jiſchen und jagen.—* 1 5 3. 5. Frefel treiben und Unzucht. 5—— 61. 156. Fremde Bauern und Holzknecht. 5— 46. 121. Freyheit bey den Bergwerken. 8 1 34. 145. repung der alter Gebau und Erdſtollen. 5 11. 25. von dem landfuͤrſtlichen Bergwerk.—— 54. 145. -der Neuͤſchuͤrfen.— 5 8 410. 23. bey den Waſchwerken.„ 22. 185. 8559 6 ſo jemand anlobet und nicht bal. 4 e ron und Erztheilung. 2— 35. 877 Käſten dahin das Erz zu fuͤhren. 0 8 35. 88. - nehmen ſoll allein der 7— 4* 1. 11 Waſchgold und Wechſel Kauf.. 0 69. 177. Bee e de Eid. 5 e 80. 204. ſollen die Verlaͤg ausrichten. 5 50. 133. Fuͤrdernuß ſoll ein Gruben der andtren geben und laſſen. 0 21. 49. » Stollen. 31 49. *. 0 O Fuhrlent Bezahlung 5 4 5. 2 47. Viech weide. 8„„ 15 47. Fͤͤrſtliche Bergwerksfreyung. a e 5 54. G. Gaͤng Abbaung. 2 5 15. und Kluͤft ſo in Waſcwerk 5 8 Welden 7. „ ſeoll keiner verſetzen oder Kluͤft verſtreichen. 5* 22. Gebau ſoll keiner dem anderen nicht einfahren zu Schaden.. alte und unfoͤrmliche in Ordnung zu bringen. n 18 Gebirg an einen ſoll nicht zweyerley Maaß verliehen werden' Geding ſollen durch den Bergſchiner abgezogen werden mit der Bergſchrur. 75 „ hauer ſoll den Gewerken ihr Theil frey 15 ohne g Anſpraͤchung wieder uͤberantworten. N 8 31. „ phauer ſollen der Arbeit warten.. 8 30. und Lechenſchaft.— 30. Gefaͤhren oder vortheilen der ſcibe Mitgwerken wil 5 22. eſahr in der Mautfreyung zu verhüten. 74. Gefecht und Rumor ſo ſich erhebete in des Berarichter Abweſenheit. 62. Gehorſam 1790 i 9.5 Bergrichter und anderen Beamten.„„ Geluͤbd( ſihe E 9 „ Vergeſ 15 17 0 des Eid. 3— 5 28. Gemeiner Arbeiter Eid.. Gerechtigkeit der Erbſtollen und deſtn Veleihura. 5.. Gerhabſchaft der Bergleuͤt Kinder. 5 60. Gerichtsbuch Aufſchlagung und deren Verfachungen hoͤren zu laſſen. 9. Geſchworner Arbeiter Lohn wann ſie in venen Wäldern gebraucht werden. 45. Gar zu nahe ſollen vicht geſtattet und angeſeßen werden. e e ſoll nach den kuͤngeren Verfachen Aebaldet werden. Verligung aus Unwißen? und Nachlaͤßigkeit der Gewe ken. 7. Geſezten Gruͤbenrecht. 8 66. e verbotene. 1 8 8 5 62. Großen Wandels Erklaͤrung.. 74. Gruben Anſitzung ſoll icht zu nahend an einander ſeyn. i 5 9. beitung, wann ſie verlegen. 4 8. zwey wie ſte ein Stollen bauen koͤnnen. 18. mgzwey wann ſie an ein Gebirg an einander gebauet werden, 16. ſo zwey wegen Durch ſchlag in Recht kommen.— 17. - wie ſie einander Fuͤrdernuß geben und laſſen ſollen.* 21. - Gaebau ſoll in rechter Weite und Hoͤhe gefuͤhret werden. i 10. 2 4 nicht geraittet worden. 29. Recht geſeztes. 5 5 5 66. — iger uberſchaar.. 285 19. „Maaß. b 3 ſeo verlegen, wann ſie wieder ge arbeitet werden. 5 8. UÜberſchaar iuͤngerer. N 1 19. - Zbwey wie ſie ein Stollen bauen koͤnnen. 0 18. zuſamm geſchlagene. 23. Gründe welchen durch die Bergwerk Schaden geſtiebt. 9. Güter Anerbietung. 5 52. Guͤtlicher Vergleich zwischen den, Partheyen zu pflegen.— 67. Vergleich in Streitſachen und irrigen Anſpruͤchen. 26. Gewerken ſollen 9 105 anderen in der Saag und Schmieden arbeiten — 375 Anberwandtſchaft an geding⸗ und Lechenſcaft. 2 31. Aufhebung. 8 5 40. „ Bauung ſeines Theil. 9 N 1 26. 8 Hulle eines andern. 1 8 5 25. 46. ö* 125. 124. 145. 184 54. 52. 32. 0 135 80. 79. 77. 76. 5 2˙ 144. 160. 195. 72. 207. 8. 154. 20. 177. 17. 193. 22. 17. 43. 4 30. 24 97. 17. 45 26. 22. 185 16. 17. 45. 43. 56. 21 137. 166. 66. * 0 0 988 oder Verweſer ſollen zu denen gemeinen Ratttungen kommen. 399 364 4-Vergnügung mit Pfenwerthen. 3 105 0 ſollen ihren Verweſer bey Gericht haben. N 5 68. 1— ſollen keiner Geding⸗ oder e anverwardt 190 31. 78. *» Vortheilung und Befahrung 85 2 22 33. Halbe Schicht. 5 8 0 Haͤndel zwiſchen zweyen Gruben 9 7 zu aülbeden 3 5 185 385 6— der Bergknappen. 4 5 1050. . Handlung gütliche zwiſchen den Partheyen zu pflegen. 8 65. 166. N ge 5 . Handſtein von dem Berg tragen iſt verboten. 4— 36. 89. „ Heimiiches probieren und ſchmelzen iſt zu ſtrafen. 8 28. 94. Hinlaͤßigkeit der Hutleuͤt und Arbeiter. 2 2 71. 183. Hinlaßung der Waͤlder und Schlag. 5 42. 106. „ 28 Verleichung zu Puchern und Waſchhüten. e „ och und Schwa zwaͤlder werden dem Landsfürſten vorbehalten 40. 10. 5 Hohe Bergwerks ſchicht, wie es ſoll gehalten werden. 34. 85. Hochheit landsfuͤrſtliche.. 1. 1. N Hochzeit der Bergleuͤten. 1 6 1625 N Holzarbeitung und ſo nicht vollendet worden. 45. 1105 N—boll denen b e ausgezeiget werden, die kein eigenes haben. 41. 103. „— 1 Kohl, und Erz. 7 46. 122. führen 5 denen Gruben in rechter Laͤnge und Große.— 48. 126. Knecht fremde. a 1 46. 121. 0 Schlag wie einer geſchehen bol. 5 0 44. 116. 0— e ee. 2 1 5 45. 118. utleüt Eid.— 21. 205. . D bey den Waſch/ und Puchwerken Eid. 5 12 82. 1 5„ Hinlaͤß igkeit bey Waſchwerken. f N 183. . bortheiliger Weiſe ſollen ſie nichts verhalten. 1 95 55. Hutmann ſoll vor Gericht aufgenommen werden. d 5 27 659. Hutwerk kan man mehr dann einen Schlag verleichen. 43. 110 Huͤlf der Gewerken unterem ander. 5 7 0 25 26. 64.65. J. Jagen und fiſchen.— 7 2 8. 5² Inzicht ſo a 8 ein Hagan gehet.—— 5 50. 151. der Bergrichter und Geſchwornen. 65. 1609. Inslit, Eiſen u ld dergleichen Nothdurften ſollen die Gewerke geben.„ 152. Inventur ſo ein Bergman ſtirbt. 59. 150. Irrung in denen Waͤldern ſoll niemand dem Vergrichter verurſachen. 42. 108. Junger Gruͤben Uberſchaar.— 19. 45. wie 9 5 durch die alte Maaß fabren kan. 20, 48. Surament“ ſihe Eid.) E K. Kauf des Theil, wie ſie in ihr Kraft gehen. 0. 62. des Waſchgold, Fron, und Wechſel. 1 69 177. Kübel oder Centen Etz zu Stollrecht zu geben. 5 5 4. 8. Kirchhaim. 5 5 35. 88. Klag auf 3. Taͤg. 5 5 52. 130. ordentlich bey Gericht einzuſchreiben.— 5. ſo außer Liedlohn gefuͤhrt wird auf Theil. 49. 130. 5 5 gegen dem beklagten Schuldner wie es ſoll gehandlet werden. 51. 514 * 0 Hagens wegen ſoll Niemand abgeleget werden. 5 85 Kger ſo wanderfertig.* Kluͤft und Gaͤng ſo in Waſchwerk erreichet werden.— und Gang Verſezung, dann auch Verſtelcung.* KRpappen 1 08 und Aulegung. 2 5 led 2 Auszeigung eines wonhaften Orts nach Rath des Bergrichter gegen jaͤhrlichen Ziunß. Befoͤrderung. Paßport ſoll ohne Vorwiſſen des VBe wude nicht betswert werden. — ſollen denen Gewerken vichtz porthelliger Weis verbalten. Wohnung bey den Bergwerken. —Zuſag, und ſo er nicht nachkommt. 5 5 Kohlfubr. 3 0 1 Maaß. 3 2 0 5 L. Landfuͤrſtliche Hochheit.* Richter und. Gebiet und Strafen.— Legung der Pfaͤnd. i 8 4 — der Theil.— a—— Lehen irrige fuͤr⸗ und eingeſeſener Gebaͤuen. Lehenhauer ſollen denen Gewerken ihre Theil frey überantworten. und Gedinghauer ſollen die Arbeit warten.. KLechenſchaft und Geding.— 5 8 ſollen denen Gewerken 8 Verweſer nicht auverwand ſeyn. Lidlohns Klagung auf Theil.— N Lidlohner Ausfuͤhrung. 5 Bezahlung der Samkoſt. 49. 51. 72. 82. 89. 29. 28. 27 23. 30 29. 46. 12 1. 5. F 2. 7. 91. 30. 39. 48. 39. Ligender Guͤter Anſaz nach dem Tod der Bergleut, und Zuſammlauf der Schuldner. 5 Lohn der Geſchwornen wann ſie in 8am gebtaucht werden. 2 Lorget, Brennen, und Ranten. 2 b Maaß der Appellirung zu Verhuͤtung der Glahn 5 0 —Begeyrung an Tag zu nehmen. 5— der Gruͤben. 1 5 2 alter Gruͤben. 5 Alte, wie ſie Aae Gruben durcfabren konne.„„ das Holz zu ſchlagen. 8 5 der Kohlen. 1— 8 5 „und Schachtrecht.— 5— 0 —ſoll nicht zweyerley verlichen werden.—„ des Waſchwerkes.— Mahlzeit Abſtellung, ſo in Theil beſtehen. 0 Manns Hauß wann iemand in ein ehrbares ſich flͤchtet. 5 Maͤßigung der Pfenwerth durch die Bergrichter. 1 Maut Freyung wie ſolche von denen. zu verhüten. — und Zollfreyung. 4 Mehrere Neuntheil 19 die wenigere zu bebenſcen.. Mitbringung der Tag E 4 e oder beroren diem der Vergarbeitern, 8 N. Nahe Gruben ſollen nicht geſtaktet, noch angeſeßen werden. 1 Nachbar ſoll vor andern zur Fuhr befördert werden. 2 CN 2 50. 47. 445 68. 12. 11. 13. 20. 44. 46. 12. 57˙ 77 122 123. 2 147. 136. 138. 110 79 77 75 78. 127. 170 132. 117. 413. 175. 28. 26² 29. 48. 1165 1230 27. 13. 179. 164. 159. 141.0 144. 143. 63 158. 22. 125. ſo * 9 9 „ ſo er Nothdurft an Holz hat, ſoll ihm 5 i ſchlagen. 4¹1. 1051 Nachlaͤßig⸗ oder Hinlaͤßigkeit der Arbeiter und Hutl euͤt. 71. 167 A der Maaß aͤlterer Gruͤben. 3 13. 29. Neue Zech wann ſolche zu bauen angefangen wird. 13. 30. Neuͤntheil mehrere haben die wentgere zu beherſchen. 25. 63. Neuſchuͤrf Na 195 1 dann 14. Taͤg Freyung an Ocbüng an der 10. 230 Nothdurften bey Verdwake ſollen gegeben werden. N 53. 142. Obrigkeit ſo ſich einer von Bergarbeiter widerſezet. 5 157. Oberſt Bergmeiſter und Amtleut Befehl.— 2. 2. Dede Berg ſollen ausgefuͤrdert werden. 24. 58. Ordendliche Einſchreibung der Antwort, Klag, und urtheil bey Gericht.. Ordnung Holz zu geben und die Waͤlder zu bearbeiten.. 45. 118. — der unfoͤrmlichen Gebaͤu und deſſen Zuſtandbringung. 14. 32. - deren Verbrechen und Straf nicht ausgetrucket. 60. 153. — in denen Waͤldern ſollen die Bergrichter geben.— 4101. P. Paßport ſoll kein Bergknay bekommen ohne Vorwiſſen des Bergrichters. 27. 70. Pfaͤndt ſo von Schuldnern geleget.— 51. 136. in 14. Tagen zu rechtfertigen.— 49. 12 t. Pannwaͤlder werden vorbehalten. 5 42. 108. Pfenwerth wie die Gewerken die Arbeiter hiemſt pergrügen boden. 5a. 140. muͤſſen die Bergrichter N und ſchaͤzen. 53 141. Plick und Praud ſeynd einzuſchreiben. a 35. 86. Pflock, Eiſen und Stuͤfen ſollen nicht verſezet werden. 95 17. 40. ois, oder halbe Schicht. 3 33. 84. 9 obteren heimliches, und ſchmelzen it verboten. a 1 38. 94. Probierers Eid. 79. 202. Proceß zwiſchen den Gewerken ſoll deſſen die Abſche it gegeben werden 89 175. — zwiſchen denen Gewerken. s. Puchern Schichten.— 5 3 74. 191. Puchwerk und Waſchwerkern Hutleüt Eid.— 5 82. 206, bey Gericht zu raitten.. f 74. 190. Queckfilber? Alaun-und Salzbergwerk wird vorbehalten. 5 4. 7. R. Ranten, Brennen, und Lorget.— N 44. 113. een der gemeinen Bergwerk. 8. 38. 95. . r Puchwerkern bey Gericht. 8 5 74. 100. 5 Niet Verweſern. 7 5 32. 82. Kauferel und Schlaͤgerei bey Abweſenheit des Bergrctere 62.63. 160. 161. Rechten anſizen kan iederman wie er will. 5 6. 14. der geſezten Gruͤben.—. 66. 17, — der Schachten und deſſen Maaß. 2 89 12. 27. Rechtfertigung deren Verlaͤg in 14. Taͤgen. 8 49. 131. S.. Saag Arbeitung und ſchmiden ſoll einer dem andern geſtatten. 37. 93. Salz⸗ Aſaun und eee iſt vorbehalten. 8 4* 7. Sam Stollen Fuͤrdernuß. 2 Samkoſts wann die ſo außer dem Berggericht geſeßen, ſchuldig werden. Schaden zu machen ſoll keiner dem anderen in ſein Gebau fahren. 15 Schachtgebau ertrunckene. 8— f. Recht und Maaß.„ Schaidwerch ſoll gutes gemachet werden. 12. 2 8 *** S chaͤzung und Maͤßigung der Pfenwerth durch den Bergrichter. Schelten und Schmachworts Beſtrafung. 3 Schermmaaß. n„ 0 Schicht, und wie man an und ab den Berg gehen ſoll. 5 wie es bey den hohen Bergwerk ſoll gehalten werden. f Schichten bey den Pucherrn. 2 3 3 Schier Belohnung. 5 5** % Sinn 8— Schlag des Holz wie er geſchehen ſoll. 1 n und Walder Hinlaſſung.„„*VV)õn 2 wie er ſich verugt.„ 5— Schlaming.* 5 5 eee eee Schmachworts Beſtrafung. 2 5 Schmiden und Saag Arbeitung 15 8 Schmelzen heimliches und probiren. L 8 8 5 in fremden Hütten obne unſerer Bergrichter Wiſſen und Zugebe iſt verbotten.„ 2 c eee e Schuldner Pfandlegung. 8 n „ ſwo geklaget worden. i a Schwarz und Hochwaͤlder gehoͤren dem Landfuͤrſten. Silberbrenners Eid. 1„ e Sulpition der Bergrichter und Geſchwornen an Rechten. Steinfeld.— 8 4 e 9 i ſollen in rechter Weite und Hoͤhe gefuͤhret werden. 1 8 Strafen deren Verbrechen nicht ausgetrucket werden. der Walder Verherrung durch den Bergrichter.— Stuͤben, Staͤmpfl, Gſteng, ſollen nicht abgeriſſen, und verrucket werden. Stufen, und derſelben Ab ziehung. „ ſollen nicht verſezet werden. e— Tag Erz ſoll der Erfinder den Bergrichter mitbringen.— Theil ſo temand ſeinen gern bauen wolte. e ee. 321 9 5 und deſſen Kraft. 4 A — g f 2 8 a 466 5 2 »Mahlzeit Abſtellung. ö , Verkauf kan rechtlich keiner mehr klagen 1 Treiben ſo iemand in Sinn hat ſoll er es dem Bergrichter anzeigen. Vellach. 1 Verbot des heimlichen probiren und ſchmelzen. 1 5 verbotene Wehren. 1 3 4 3 Verbrechen deſſen Straf nicht ausgetrucket. 3— in denen Waͤldern ſeynd durch die Vergrichter zu ſtrafen. “ 9 3 „ 37. 66. 66. 22. 51. 51. 40. 1 67. 34. 21, 10. 60. 44. 31. 17. 6. 26. 7. 64. 87. e 38. 44. 33. 652. b 85. 33. 27 15 312˙ 84. N 19 1. 146. 120. 85. 152. 8 94 92. 170. 134. 10 f. 201. 169. 85. 49. 24. 153. 1133 83. 87. 158. 153. 113. 5 Ver116. 106.. 16144 4 N Sapa der Bergrichter und Geſchwornen an Rechten. E 65. Verfachung der Berggebau. 1 1 8 8 aus dem erichtsbuch ſebnd bre zu a laßen.— 1 9. Vergerbabſchaft der Bergleut Kinder. 3 60, Vergeſſung ſeines Geluͤbd und Eid. 88. Vergnügen mit Pfenwerth wie die Gewerken die abet hon, wann 25 ſie es annehmen. 2 52. Verhalten nach Volfuͤhrung der Appellation.„ 68. Verhauten Berg ſo iemand durchfahret. 5— 16. Verhuͤtung der Contreband. 5 e e 54. 8 Ves aufuntg der Theil. 8*. 2 24. 8 del Erz außer Land. 3* 36. ohne Vorwiſſen des Bergricbter iſt verboten. 4 Verleg in 1 125 Tagen zu rechtf fertigen. a 8 409. Verlegene Gruben. 5 9. 8. Verleihung des Alaun: Eiſen⸗ Dueckſüber und Salz Vanswal 1 8 der Bergrichter. 5 4. 3 9 5 een 10 5 4 »der Ho zu Puchern und Wa ütten. a 8 „der Schachtrecht Maaß. 5— 25 der Waͤlder durch den Berge.—* 42. der Waſchhuͤtten.„ 72. Verügung der Schlag. 5 6 und Empfach andernmalige der Griben ſoll bach längeren Verfa 1 8 cen gehandlet werden. Verpfaͤndung in 14. Tagen ſoll gerechtfertiget werden. 8 18 40. Vertuckung der Stuͤben und anderen von Berg ſoll nicht ceſaten werden. 23. 0 Verſezung der Gaͤng und Kluͤft. 45. 5 Verweſer ſoll ein ieder Gewerk bey Gericht haben. — 27 „und Gewerken ſollen keinen Lechenſchaft oder Geding berwand dien 31 „ ⸗»Raittungen. 32. „ ſoll zu denen gemein Malttungen kommen. 8 39 bey denen Waſchwerken zu halten.* 2 71. Vorbauen was demnach zu beobachten. E vn ig Vorbau, wie hoch und weit die ſeyn ſolle. 5„ 4 129 Vorbehaltung 55 Pannwaͤlder. der Waͤlder. 15 Vorellen der Tag Anbruͤch. 5 5 6. Vorgebau wie hoch und weit es ſeyn ſoll. 1 255 Vortheiliger Weiſe ſoll denen Gewerken 5 5 verhalten werden. 23. Überlegen, und treiben. 5 Uberſchaar ſoll keine gemacht werden... ee i 225 10 „ ſeoll der iungen Gruben bleiben. 97 88 A 19. Unfoͤrmliches Oebau in Orbnung zu beingen. e e a 75 Unteramtleuͤt Befehl. 1 4 Unterſcheidung des Waſch/ und anderer Wager. 4 3 5 Unterthanen ſo nicht eigenes Holz haben. e e e Unzucht und Frefel treiben ſoll der Bergrichter ſtrafen. 815 urihell, Antwort und Klag iſt ordentlich bey Gericht emuſc reiben 65. 8 Appellirung g. 67. e e in gleichmäßigen Sachen nicht iu vnde. 8 63. Wibe Aiden. e »Beerbeitung und Ordnung das 0 ausutlele. 6 45. Befreyung wann iemand vermeint. 2 44. 8 Empfachung und der kein Hutwerk hat. den ee 5 25 des Alaun:Eiſen⸗ Quecſuber und Sag. Banat 8 127 169: i 6. f 20. 154. 72 36. f 144. 59. 60. 91. 90. 131. 16. 17. 103. 167. 172. 168. i 109% 118. 111. ſo U 2 8 ſo eingezaͤunt⸗ 5 5 2 41. „ Hinlaßung und Schlägen. 4a. 5 ſo hey Bergwerken ligen ſollen nicht eeſcwendet, border nach Naothdurft gegeben werden. N 41. »!zur Nothdurft der Gericht, Maͤrckt und Stadt. 5 44. wie in ſolchen die Bergrichter ſollen Ordnung geben. 4 * ſo die Bergrichter verleichen ſollen. 8 42. »Verhbrechung und deſſen Straf durch die Bergrichter. 44. „»PVerlephung denen Unterthanen die keine tigene haben. 41. verliehene ſoll niemand ſtoͤren, oder in Unordnung bringen. 42. „ ſo denen Bergwerk anhängig, werden e 5*. 2 ſo vorbehalten. i. 40. 5 Maldungs⸗ B arbeitung. 4 2 5 43. Waldmeiſters Eid. 1— 0 80. Wanderender Klaͤger. 5** 51. Wandel des grotzen Erklaͤrung. 5 5 5 8 74. Woſchgold, Fron und Wechſel⸗ Kauf.— 5 2 Hütten Verleihung. 2» Werk Auslaßung oder Verligung aus Himläßtakeit der Hutlegt. 5 3 ſoll keiner den andern in ſein Maaß fahren. 4 71. 2 5 Empfachung 9 0 69. „ Erreichung der Gaͤng und Kluft. 2 72. „ Freyung. ö 72. wie es 1950 gehalten werden mit dem Waſſr. 1 „ SGaͤng Erreichung. 8 72. „ 1 5 Hutleüt Eid.. 5 82. 8 8 2 8 70. 5— 1 0* 8 70. „» Verweſer zu halten.—* 51. . Unterſcheidung und anderer Berner. 6 73. Waſſer Abkehrung von Werggaͤden. 5 74. i ſo die Schachtgebau ertruncken. 1 bey jenen Waſchwerken 1 es ſoll gelen werden. 5 71. Weide der Fuhrleut Viehe.. 47 Wehren verbotene. 8 8 8 85. Wegtragung der Stufen und Dardſtin. e. 36. Widerſezung der Obrigkeit. 3 N 8 5. Winkel ſchmelzen und probiren.„ 5 38. Wohnung der Rnappen bey denen Bergwerken; 3 2 3˙ 8 ahlung der Fuhrleut. 5 2 88 75 888 0 neue wann jemand zu bauen anfang et. 8 155 Seuͤg und Erz bey Empfachung eines al valegenen than. 8 5 oll- und e 2 4 53. Zufluchtort. ä 5 54. * in ein ehrbares Manns Hauß, 1 2 2 62. Zug des Knappen und ſo er nicht nachkommt 1 29. uſamgeſchlagen der Gruͤben. 5 5 23. uſtandbringung gute unfoͤrmlicher Gebau. 5 1 14. Ziey Gruͤben wie dirſe ein Stollen bauen koͤnnen. 2 2 48. 1023 106. i or. 115% 104. 107˙ 0 113. 103. 108. 10, 109. g 203 135˙ 5 193. 177 186 182. 180. 175. 185˙ 187 184. 2060 N 182. 188. 192. 33. 181. 124. 158. 89. 187. 4. 5 l — 8 5 1 9* 5 ö — 0 5. 5.. g .* 0 a 5 185 6 2 85 5 5 8 8 5. J 8* 8 * 8 i — 1 5 —* 5 4 8 5 ee NJ 6%% 7 8 9 Orſter Mriikel. Die Lands fuͤrſtliche Hochheit betrefend. Anfaͤnglich/ nachdem Uns als regierenden Herrn/ und N 52, Landsfuͤrſten alle Bergwerk/ und Fuͤnd/ wo die allents halben in Unſeren Fuͤrſtenthuͤmen/ Laͤuden/ Herrſchaften, Gerichten/ Gebieten/ Thaͤlern/ und Gebirgen iezu in Weeſen ſeynd/ oder inskuͤnftige gefunden/ aufgeſchlagen/ und gebauet werden/ ſamt allen/ und ieden anderen Hochheiten/ Obrigkeiten/ Waſerfluͤſen/ Hoch⸗ und Schwarz⸗Waͤldern/ Weegferten/ und anderen dergleichen anhaͤngenden Zugehoͤrungen/ und Stucken/ ohne welchen dieſelbe Unſere Bergwerk nicht moͤgen nuzlich erhebet/ gebauet/ und in Aufnehmen gebracht werden/ ohne alles Mittel als Unſer Kammergut zuſtehen/ ſo wollen Wir Uns dieſelben hiemit gaͤnzlich vorbehalten/ alſo/ das ſich niemand von Biſchoͤfen/ Prelaten/ Grafen/ Freyherrn/ Ritterſchaften/ Adel/ Gemeinen/ hohs/ oder niederen Stands unterſtehe/ dieſelbe Bergwerk aus eigenen Gewalt/ ohne beſonderer Unſerer Erlaubnus/ und Bewilligung aufzuſchlagen/ zu bauen/ und zu arbeiten/ noch von Unſeren Amtsleuten/ und Gewerken den vierzigſten/ oder andere Fron/ und Aufſaͤz/ wie die genant moͤchten werden/ zuwider/ dieſer Unſerer gegenwaͤrtigen Ordnung zu begehren/ oder zu nehmen/ noch in den Waͤldern/ Waſerfluͤſen/ Weegen/ und Steegen zu/ und von den Bergwerken/ oder ſonſt einigerlei gefaͤhrliche Verhinderung/ Eingrif/ und Irrung zu thun/ dardurch Unſer Kammergut/ Bergwerk/ und Mannſchaft geſchmaͤlert/ und in Abfall gebracht moͤchte werden/ ob aber deſſen iemand beſchweret/ und darfuͤr befreyet zu ſeyn vermeinet/ dies ſolle er allezeit Unſerem Oberſten Bergmeiſter fuͤrtragen/ 4 hat Befehl Uns/ oder 155 ere 0 7905 15 08. NN N 98865 ere Niederoeſterreichiſche Kammerraͤthe deſſen zu berichten/ die alsdann ferner unſer Nothdurft darin handlen werden. Sweyler Mrtikel. Von des Oberſten Bergmeiſters/ und der Unter Amtleüͤt Befehl.. Damit auch Uns und dem ganzen Bergwerks⸗Weſen zu mehr erſprieslicher Foͤrderung/ und Nuzen dieſe Unſere Ordnung in wirklichen Vollzug gebracht/ gehandhabet/ auch allen in/ und auslaͤndiſchen Gewerken/ und Arbeitern/ die Unſere Bergwerk beſuchen/ bauen/ und ſich dabey aufhalten gebuͤhrlicher Schuz/ Fried/ und Recht mitgetheilet/ und geleiſtet werde/ ſo wollen Wir als Landsfuͤrſt jederzeit einen Oberſten Bergmeiſter/ und dann nach Gelegenheit der Bergwerken ſondere Bergrichter/ Geſchworne/ Froͤnner/ Schinner/ auch andere Amtleuͤt/ und Diener mit genugſamen Inſtructionen/ und Befehlen verordnen/ dergeſtalten/ das angeregter Unſer Bergmeiſter auf alle Bergwerk/ und naͤchgeſezte Amtleuͤt ſein fleiſiges Aufſehen haben/ und ihm dagegen die beruͤhrte Amtleuͤt in allen gebührlichen Amts ⸗ und Bergwerks⸗Sachen gehorſam/ und gewaͤrtig ſeyn/ und alſo beiderſeits ſich dieſer Unſer Ordnung/ und ihren gefertigten Beſtallungen gemaͤß halten/ und ſonſt alles dies handlen/ und vollziehen ſollen/ was Unſer/ und der Bergwerk Nothdurft/ und Wohlfart erforderet/ und ſie ihre Eidspflicht/ und gegebenen Revers: Verſchreibungen nachzuthun ſchuldig/ und verbunden ſeynd/ ſonderlich ſollen die Bergmeiſter jaͤhrlich von den Bergrichtern/ und ihren Gegenſchreibern in Beyſeyn ihrer zugeordneten Geſchwornen aller ihrer Empfaͤng/ und Ausgaben unter ihrer ordendlicher Verfertigung Rechnung aufnehmen/ folgends Uns auf Unſere Niederoeſterreichiſche Kammer verrechnen. Dritter Irlikel. Das die Amtleuͤt nicht Bergwerk bauen ſollen. Ss ſollen auch hinfuͤhro Unſer Oberſter Bergmeiſter/ Gegen— ſchreiber/ Bergrichter/ Schinner/ oder die ſolche Aemter verwalten/ an den Orten ihrer Amts⸗Verweſung nicht eigene Bergwerk bauen/ noch ſich ſonſt in andere verfuͤgliche Weeg/ wie das geſchehen moͤge/ verwand machen; desgleichen ſoll auch kein Amtmann in Sachen/ und Irrungen/ ihn ſelbſt belangend/ gebraucht ſondern an desſelben ſtat eine andere unpartheyiſche. azu * 0 0 0 3 darzu verordnet/ und in allen/ ſoviel moglich/ gefaͤhrlicher Betrug und Eigennuz abgeſtellet/ und verhuͤtet werden. N Vieerter Frlikel. Wann die Erzknappen/ und Arbeiter ſich mit haͤuslicher Wohnung bey den Bergwerken niederlaſen wollen. Dann der Knappen/ und Arbeiter halber wollen Wir/ wann dieſe/ als Unſere Kammerleuͤt auf Unſere Bergwerk kommen/ und ſich dabey niderlaſen/ und Haͤuſer bauen wollen/ das denſelben von dem Bergrichter/ Landrichter/ oder Stadtrichter derſelben Orten Hofſtaͤdt auf der Gemeinde ausgezeiget werden/ davon ſoll dem Gerichtsherrn/ oder wohin Wir es als Landsjfuͤrſt verſchafen/ nach Rath Unſerer Bergrichter ein ziemlicher Zins gegeben werden/ ſo aber etwelche derſelben Arbeiter/ und Knappen Vieh haͤtten/ das auf die gemeine Weid gienge/ darum ſollen ſie ſich auch mit derſelben Herrſchaft nach Rath der Bergrichter vertragen/ ſonſt ſollen beruͤhrte Knappen/ und Arbeiter Steuͤr frey ſeyn. Guͤnfter Vriikel. Von ſiſchen/ und jagen. 5 Ss ſollen auch alle Bergrichter bey den Bergwerken ihrer Verweſung von Unſertwegen darob ſeyn/ das Uns/ noch iemand andern in Unſeren: noch ihren Herrſchaften/ Herrlichkeiten/ Hochheiten/ oder Gerichtern/ von niemand dem Bergwerk unterworfenen/ ohne beſonderer Verwilligung Unſer/ und anderer Herrſchaften/ die den rechtlichen Fug haben/ zu fiſchen/ und zu jagen geſtatet werde/ ſo aber einer/ oder mehr dies frefentlich thaͤten/ die ſollen von demſelben Unſeren Bergrichter um fuͤnf Pfund Pfenning geſtrafet werden/ und welcher Arbeiter eine Buͤchſe mit ſich zur Arbeit/ Gru— 0 oder an dem Berg traget/ der ſoll gleichermaſen geſtrafet weren.. FVechſter Mrtikel. Von Verfahung der Berggebaͤuen. 5 Wer verfahen will/ der ſoll das Bergwerk/ oder Bau von Unſerem Bergrichter derſelben Ort empfahen/ und ſich darinnen dieſer Unſerer Bergwerks⸗Ordnung/ desgleichen auch der Freyheit/ der Wir Uns mit ihm/ oder N Gewerken nach Wei der n 2 N erg 4. 0 0 08 Bergwerken von wegen Unſeres Kammergefaͤlls in der Fron/ und Wechſel auch Gold/ und Silberkaͤufen jederzeit e wie andere Bergwerks ⸗verwande gemaͤß halten/ und geleben/ dargegen ſoll auch einieder bey ſeiner Gerechtigkeit/ was ihm Waag/ Maaß/ und Ordnung gibt/ gehandhabet werden/ wurde ſich aber iemand unterſtehen aus eigenen Gewalt/ ohne ſolch empfahen und Erlaubnus heimlich/ oder ofentlich Bergwerk zu bauen/ Erz auszutragen/ oder an ungewoͤhnlichen Orten zu ſchmelzen/ der ſoll nach Gelegenheit/ und Geſtalt ſeiner Verbrechung an Leib/ und Gut darum geſtrafet werden. 8 Von Verleihung der Satz/ Eiſen/ Queckſber/ und Alaun Bergwerk. 285 Wir behalten Uns aber vor alle Salz/ Eiſen/ Queckſilber/ und Alaun Bergwerk dieſe ſollen allein durch Uns ſelbſt/ oder wem Wir deshalben ſonderlichen Gewald/ und Befehl geben/ verliehen werden. 5. Hchter Vrtikel. „Von Verleihung/ und Gerechtigkeit der Erbſtollen. in rechter Erbſtol ſoll von Unſeren Oberſten Bergmeiſter empfangen/ und dann/ wie Bergwerks Recht iſt/ gearbeitet werden/ und welchem Bau der zukommt/ Waſerfelt/ auch Wetter und Luft bringt/ von demſelben Bau iſt man ſchuldig demſelben Erbſtollen den ſiebenden Kuͤbel/ oder Centner Erz zum Stolrecht zu geben. FKeuͤnter Vriikel. Was die Bergrichter zu verleihen haben. Die andere Bergwerk/ und Fuͤnd/ welcherlei dieſe ſeynd/ alt/ und neu Schurf/ oder Bau/ wo dieſe in Unſeren Niederoeſterreichiſchen Laͤnden gefunden/ und aufgeſchlagen werden/ dieſe ſollen ſamt den Waſerfluͤſen/ Huͤtſchlaͤgen/ Kohlplaͤzen⸗ Puchern/ Kolbenſchlägen/ Waͤldern/ Riswerken/ Klauſen/ Rechen/ Lenden/ und allen anderen anhangenden Stucken/ die zu denſelben Bergwerken/ und den ſchmelzen gehoren/ und von Alter dazu gebraucht/ und verliehen worden ſeynd/ an Unſer ſtatt von un. ſeren Bergrichtern derſelben Ende/ oder ihren Warwake 5 5 un 4 rn r * W e hen/ und erwachſen/ hinfuͤroan verhuͤtet/ und die Gewe und ſonſt von Niemand empfangen/ ſondern vermdg Unſer gegenwartigen Ordnung verliehen/ und keine Gefaͤhr/ noch gefaͤhrlicher Verzug darin gebraucht werden/ doch ſollen ſich dieſelben Unſere Bergrichter/ oder ihre Verwalter ſolcher Lehen zuvor wohl/ und eigendlich erkundigen/ und nicht leihen/ ſie wiſſen dann/ das es ein Lehen ſeyn moͤge/ damit Irrung/ Zwietracht/ und Hader/ ſo etwann aus unbedachtigen Lehen entſterken deſtomehr bey Luſt/ Ruhe/ und Einigkeit erhalten werden. Von Empfachgeld. Wann nun einer oder mehr eine Gruben/ Huͤtſchlag/ Kohlaruben ⸗Kolbenſchlag/ oder einen Wald von Unſerem Bergrichter empfachen wil/ ſo iſt der/ ſo empfachet/ bemeldtem Unſerem Bergrichter drey Kreuzer/ und dem Dergſchreiber einen Kreuͤzer einzu. ſchreiben ſchuldig darum ſol ihm Unſer Bergrichter verleihen. Von irrigen Lehen/ auch für/ und eingeſeſenen Gebaͤuen. . dann der Bergrichter zu Zeiten irrig/ und eines Lehens nicht wohl entſchloſen ware/ deshalben der/ ſo ſolches Lehen zu empfachen begehret/ auf mehrere Erkundigung verziehen muͤſte/ ſo ſolle der Bergrichter demſelben ſeines Begehrens ingedenk und ihm alsdann/ ſo er in Erkundigung befindete/ das es ein Lehen ſeyn mag/ daſſelbe zu verleiben ſchuldig ſeyn/ wo aber nach gehaltener Erkundigung ſolches Lehen nicht moͤchte ſtat haben? und der/ ſo das Lehen begehrt/ an ſolcher Unſeres Bergrichters Handlung nicht begnuͤgt ſeyn wollte/ ſo ſol Unſer Bergrichter erkennen laſſen/ ob es ein Lehen ſeyn mag/ oder nicht/ aber kein fremder/ eingeſeſener/ fuͤrgeſeſener/ oder ungewoͤhnlicher Bau/ das auf Gefaͤhr/ Haderei/ und anderen Gebaͤuen zu nahend/ und zum Nachtheil begehret wird/ ſol nicht verliehen/ ſondern der Enmpfacher davon gewieſen werden/ welcher aber das nicht thun/ und dieſelben Gebaͤu daruͤber aus eigenen Fuͤrnehmen arbeiten oder bauen wurde/ der ſoll an Leib/ und Gut nach Gelegenheit der Sach geſtrafet werden. 1 8 i 5 a a 8 gwölf 5 a //) SBBwollfter Mrkike l. 4 Wann einer einen Gang Erz am Tage findet. Mann einer etwan einen Gang mit Erz/ oder ſonſt ein Geſpur/ und Anzeigen eines Bergwerks findt/ ſchuͤrft/ oder oͤfnet/ und ein anderer will ihm mit den Verfahen fuͤreilen/ und davon dringen/ dem ſoll es nicht ſtat gethan werden/ ſondern der Bergrichter ſoll es dem leihen/ der es am erſten gefunden/ und geoͤfnet hat/ doch das derſelbe dem Richter ein Wahrzeihen von der Kluft bringe/ und mit dem Lehen bey dem Richter zu verſuchen uͤber drey Taͤg nicht verziehe/ ſonſt mag es der Richter wohl einem anderen lei⸗ 9 hen/ damit die Bergwerk deſto weniger verhinderet/ und am Tag gebracht werden. e„„ n Deempzehender Mrtikel. Das an einem Gebirg nicht zweyerlei Maaß ſoll ver. „„ liehen werden. Wer von Unſerem Bergmeiſter/ oder Bergrichter ein Bau /Neuͤſchurf/ oder anderes auf ſtehenden/ oder flachen Kluͤften verfahen will/ der ſoll es dem Richter mit Nahmen eigendlich nennen/ und anzeigen/ wo/ und am welchem Gebirg es gelegen ſeye/ auch wass Gruben/ oben/ unten/ oder zu ieder Seiten an naͤchſten daran ſtoſen/ und ob er Stollen/ oder Schachtrecht empfachen wolle. Was Rechten ihm alsdann der Richter verleiht/ das ſoll von Stund an in das Verfachbuch bey Gericht eingeſchrieben/ und dabey die Jahrzahl/ und an welchem Tag die Verfahung geſchieht/ vermeldet werden/ doch ſoll in allweg der Bergrichter an den Orten/ und Gebirgen/ welche mehr ſeiger Maaß/ dann Flech haben/ und Stolrecht daſelbſt ſeyn mag/ kein Schachtrecht verleihen/ noch zu verleihen Macht haben/ wo es aber aus Uberſehen/ Hinlaͤſigkei/ oder Gefaͤhr etwann geſchehete/ ſo ſol daſſelbe Lehen nichts gelten/ ſondern aufgehebt/ und ab ſeyn/ und in dem rechten Stand laut dieſer Unſerer Ordnung geſtellet werden/ wo es aber ein Neuͤfund/ und ſonſt kein andere Gruben auf derſelben Zech vorhin empfangen waͤre/ ſo ſol es als einßundgruben/ oder Schacht verliehen werden/ es ſol auch nicht zweyerlei Maaß/ oder Gerechtigkeit an einem Ort verliehen werden/ obſchon mehr Kluͤft waͤren/ die nicht gleich fiellen. N N Vieerzehender Mrtikel. Das einer in ſeinen Rechten anſizen mag/ wie er will. Os mag auch einer in ſeinen Rechten anſizen/ ene ö 5* N 7 wo er will/ ſo er aber das Kreuz uͤberſezen wollte/ ſol er es zum andernmal empfahen/ und mit den Hauptſtollen bey den Kreuz bleiben/ wie das geſteket iſt/ ſonſt ſol es nicht Kraft haben/ noch geſtatet werden.„ ee e e ee Von Empfahung der alten Gruben. d a d 5 HWann einer begehrt einen alten Stollen/ Schurf/ oder ein altes Bau zu empfahen/ und ſagt es haͤtte ſich verlegen/ und die alten Gewerken vermeinten/ es haͤtte ſich nicht verlegen/ ſo ſol es durch dem Bergrichter/ und Geſchwornen mit Erkantnus entſchieden/ und der Eid/ oder Weiſung dem zu thun aufgeladen werden/ der das Bau den alten Gewerken ab empfahen will/ dergeſtalt/ das ſolche Weiſung in vierzehen Tagen/ und auf das wenigſte mit dreyen/ oder zweyen erbaren/ unpartheyiſchen Perſonen/ die nicht Theil und Gemein dabey haben/ gefuͤhret werde/ doch ſtehet dagegen den alten Gewerken die Gegenweiſung auch bevor/ die ſoll gleichfals in vierzehen Taͤgen nach des Klagers Weiſung volfuͤhDFJechzehender Iriikel.. Wann ſich die Gruben aus Unwiſenheit der Gewerken/ oder Uufleis und Gefaͤhr der Verweſer/ und Arbeiter . verltiegen. 1 5 291 Wu es aber/ das ſich eine Gruben aus Unwiſenheit der Gewerken/ oder ihrer Verweſer durch Nachlaͤſigkeit/ Verſaumnus/ Gefaͤhr/ oder Untreu ihrer Arbeiter/ die ihnen ſolche Gruben zu verz ſehen/ und zu arbeiten verſprochen/ und das nicht gehalten haͤtken/ eine Raittung ungefehrlich verlegete/ und von iemand empfangen wurde/ ſo ſoll der/ ſo die Gruben empfangen hat/ in vierzehen Taͤgen den naͤchſten nach dem empfahen/ raitten/ und den alten Bewerken/ oder ihren Verweſern vor Gericht ſolche Raittung anſagen/ welcher alsdann aus denſelben ſeine Theil wiederum annehmen/ und bauen will/ dem ſoll es gegen Bezahlung der gebuͤhrlichen Samkoſt/ ſo in iezt gemeldten vierzehen Taͤgen darauf gegangen/ und geratttet iſt/ ohne Irrung des Verfahers ſtat gethan und vergoͤnnet werden/ doch wo der alte/ und neue Gewerk der Samkoſt halber in obgemeldten vier zehen Taͤgen aufgegangen/ ſtreittig wurden/ ſo ſolle ſolche Samkoſt nach Unſers Bergrichters/ und der Geſchwornen Erkantnus gemaͤſiget werden/ und die Arbeiter/ denen ſolche Gruben zu arbeiten befohlen geweſen/ ſollen den Gewerken ihren Schaden denten darzu auch ein ieder dem Rich, c b e 5 eee e ee e 2 ter ſeiner Verbrechung nach um das Wandel verfallen ſeyn; verlege ſich aber eine Gruben/ oder Bau laͤnger/ oder anderſt als iezt gemeldet iſt/ und wurde iemand verliehen/ derſelbe iſt nicht ſchuldig den alten Gewerken dies anzuſagen/ oder daran Theil zu laſen/ ſondern mag ſich ſolches Bau und Gruben ohne iemands Ir: rung/ und Widerſprechen ſeinem Verfahen nach gebrauchen. So ein verlegene Gruben wider gearbeitet wird. o ſich auch ein Gruben/ oder mehr aus oben angezeigter Verſaumnus/ und Überſehen ohne Willen/ und Wiſſen der Gewerken etwann verlegte/ und die Gewerken/ oder ihre Arbeiter an ihrer ſtat ſaͤſen von Stund an ohne ein neues Verfahen oder Lehen widerum darein/ und blieben alſo unangeſprochen ſo lang/ bis ſie dieſelbe Gruben zwo Raittung widerum gearbeitet/ und vor Gericht ofents lich geraittet haͤtten/ ſo ſoll alsdann dieſelbe Gruben aus ſolchen Verliegen nach den zweyen Raittungen Niemand mehr verliehen/ ſondern die vorige Gewerken/ die ſie mit ſolchem ibrem Einſizen/ und Arbeit wiederum ingehabt/ wider iedermanns Anſprach vermoͤg derſelben Gruben erſten Lehens/ und Verfahens dabey handgehabet werden: Aber ſonſt fuͤrſezlich/ und gefaͤhrlicher Weiſe ſoll ſich Niemand unterſtehen in eine alte/ oder neuͤe Gruben/ und Schuͤrf zu ſizen/ und dieſelbe zu arbeiten/ er habe ſie dann zuvor/ wie es ſich gebuͤhrt/ empfangen.. PNPechtzehender Frtikel. Das nach dem lüngern Verfahen ſoll gehandlet werden. Wann ſich dann ein Gruben verliegt/ und wird zum andernmal empfangen/ ſo ſoll nach demſelben andern/ und juͤngern Verfahen fuͤran gehandelt/ und erkennet werden/ und das vorige alt Lehen mit allen ſeinen Freyheiten/ und Gerechtigkeiten gar ab ſeyn/ und nichts mehr gelten/ doch den alteren Gruben/ ſo ges gen einen ſolchen Bau ihre richtige/ und bewerte Eiſen vormahlen gehabt/ und fuͤr gebracht haͤtten/ oder ſonſt mit ihren erſten Berfahen an einander gehangen waͤren/ an denſelben ihren Eiſen/ und Gerechtigkeitn ohne Schaden. c ee—4 FPeeunzehender Prtikel. Soy einer einen alten verlegenen Bau empfahet/ M dabey Zeug/ und Erz it 1 Much ſoll Niemand alte Bau verfahen um Zeuͤgs/ oder gebun 26 900 90 9 gen/ und geſcheiden Erz willen/ ſo dabey ſeyn moͤgte/ und die alte Gewerken vorhin verſamkoſtet/ und bezahlet haͤtten/ ſondern wer ein ſolches Bau empfachet/ der ſolle den arbeiten mit ſeinem eigenen Zeug/ oder ſein Verfahen hat nicht Kraft/ und das Erz dergleichen der Zeuͤg/ ſo er bey dem Bau findet/ den die alte Gewerke vorbezahlet/ und gelaſſen haben/ ſolle denſelben alten Gewerken zuſtehen/ ausgenommen/ was bey dem Bau angenaglet/ und gehaͤftet iſt/ das ſoll keinesweeg abgebrochen werden/ ſtunde dann alte Samkoſt auf den Theilen aus/ die ſollen die alten Gewerken auch bezahlen/ ſie haben Zeuͤg/ und Erz bey dem Bau/ oder nicht. Swanzigſter rtikel. Die Verfahungen aus dem Gerichtsbuch hoͤren zu laſſen. 9o einer an den Richter begehrt aus dem Verfachbuch zu wiſſen der alten/ und neuen Gruben Empfaͤngnuſen/ dem ſoll deſſen ſtat gethan werden/ damit ein ieglicher wiſſe zu kaufen/ oder neue Aufſchlaͤg zu empfachen. 5 Din und zwanzigſter rtikel. So den Gruͤnden durch Bergwerk Schaden geſchieht/ wie die Ablegung geſchehen ſoll. 5 b es ſich begibt/ das neue Bergwerk/ Huͤtſchlaͤg/ Roſtſtaͤdt/ Riswerk/ Kohlpaͤrren/ Gruben/ und anderes zur Nothdurft des Bergwerks/ auf iemands/ was Stands/ oder Weſens die ſeynd/ eingezaͤunten eigenen Gruͤnden/ Ackern/ und Wiſen von einem Bergrichter nach Bergwerks ⸗ Ordnung zu Lehen begehret wurden/ ſo ſolle der Bergrichter derſelben Ende Gewalt haben/ die zu verleihen/ man ſoll auch dazu Weeg/ Steg/ und Bruͤcken folgen/ und machen laſſen/ wo aber mit denſelben vorgenanten Lehen/ und Gebaͤuen/ einigerlei Schaden gethan wurden/ dieſelben ſollen allweg zuvor nach Erkantnus der Bergrichter/ und Geſchwornen/ denen ſie geſchehen/ erſtatet werden. So es ſich aber begibt/ das neue Schuͤrf/ oder alte Bau auſerhalb ihrer eingezaͤunten Gruͤnd auferſtunden/ und gebauet wurden/ davon ſoll man Niemand keinen Schaden zu erſezen ſchuldig ſeyn. Swey und zwanzigſter Arrlikel. Das die Gruben nicht zu nahend in einander ſollen anſeſen werden. Damit ſich in Unſeren eee deſto weniger Irrung 15 g b wie 10* N 900 Zwietracht erheben/ ſo ſollen Unſere Bergrichter mit Fleis darob ſeyn/ und Fuͤrſehung thun/ das ein Zech/ desgleichen ein Gruben der andern nicht zu nahend/ noch in ihrer Maaß zuwider dieſer gegenwaͤrtiger Ordnung anſize/ aber in ſeinem gemaͤſenen Gebirg/ wann er ſeine Schnuͤr am Tag genommen hat/ und verpflocket iſt/ mag ein ieder anſizen/ wo er will/ und ſein Feldbau/ auch andere ausgelegte Oerter in ſeinen Rechten fahren/ und bauen/ fuͤr ſich an das Gebirg/ unter ſich/ uber ſich/ und neben ſich/ wie ihm beliebt/ ſo lang/ bis ihm ein anderer begegnet/ und ihm widerkehret/ ſo ſoll alsdann weiter geſchehen/ was dieſe Unſere Ordnung vermag. Drey und zwanzigſter Xriikel. Von Frevung der Neuͤſchuͤrf. 8 Din ofener Neuͤſchurf an den hohen Gebirgen hat nicht laͤnger dann vierzehen Taͤg Freyrecht/ darnach ſoll der/ wie es einem Bau auf den hohen Bergwerken zugehoͤret/ mit Joch/ und Staͤmpel/ ſo fern es daſelbſt Noth iſt/ verfangen/ und eingenommen werden. Aber ein Neuͤſchurf an den niedern Gebirgen/ dazu man taͤglich kommen mag hat nur drey Taͤg Freyung/ wo dann derſelbe in vorgeſchriebener Zeit nicht baulich gearbeitet/ und beleget wird/ mag Unſer Bergrichter den ferner verleihen/ wolte aber einer/ oder mehr/ das ihme ſolches hohe/ oder niedere Gebaͤu laͤnger gefreyet ſolte werden/ das ſoll an desſelben Enden mit Unſers Bergrichters Wiſſen geſchehen/ der mag die im Jahr einmal auf vier Wochen/ und nicht laͤnger freyen/ doch ſoll darin ſonderlich die Gelegenheit/ und Nothdurft betracht werden. ä Hier und zwanzigſter Wriikel. Die Stollen ſollen in rechter Hoͤhe/ und Weite ge. 1 8 fuͤhret werden. 5 Ve allen Gebaͤuen/ und Gruben ſollen die Hauptſtollen mit rechter Hoͤhe/ und Weite Bergmaͤnniſch gefuͤhret werden/ damit man darin fahren/ Fuͤrdernus/ Wetterfart/ und andere Nothdurft fruchtbarlich genuͤſſen möge/ man ſoll auch die Gebaͤu mit Ziemmern nach Nothdurft allenthalben verſorgen/ und verſehen/ damit die Arbeiter verſicheret/ und an ihren Leib/ und Leben nicht beſchaͤdiget werden/ darauf dann die Gewerken/ und zuvor die Hutleuͤt ihr fleißiges Aufſehen haben ſollen/ wurde aber das gefaͤhrlich/ oder durch Hinlaͤſigkeit uͤberſehen/ und der Mangel bey den Hutmann/ oder Gewerken befunden/ ſo ſollen ſie durch Unſeren Bergrichter noth duͤrftiglich darum geſtrafet werden/ es haͤtte dann eine e mehr * O“e 11 mehr Stollen/ oder Schaͤcht/ der ſie zufahren/ oder zu der Fuͤrdernus nicht nothduͤrftig waͤren/ das ſoll der Hutmann an demſelben Ende Unſerem Bergrichter anzeigen/ ſofern alsdann durch Beſicht/ und Beſchau befunden/ das kein Gefaͤhr darin gebraucht wird/ ſo mag der Bergrichter derſelben Gruben wohl zugeben/ das ſie ſolche Stollen/ und Schaͤcht nicht aufhalten/ doch mag ſie nicht deſto minder ihre Gerechtigkeit/ wo es Noth thut/ fuͤrbringen/ und gebrauchen/ davon ſoll er dem Bergrichter einen Gulden/ und dem Schreiber ſechs Kreuzer in das Gerichts buch einzuſchreiben geben. Gun und zwanzigſter Mrtikel. Freyung der Erbſtollen/ und alten Gebaͤuen. in Erbſtoll/ den man Jahr/ und Tag gebauet/ und gearbeitet hat/ und einem/ oder mehr Gebaͤuen zu Hilf kommen will/ der hat dazu Jahr/ und Tag Freyung/ aber alle andere Gebaͤu in Unſeren Bergwerken/ die man wohl arbeiten mag/ ſie ſeyen hoch/ oder nieder an dem Gebirg/ die haben nicht laͤnger/ noch anderſt Freyung dann vierzehen Taͤg/ wie zuvor begriefen iſt. Welche man aber aus ehafter Noth nicht arbeiten moͤchte/ die ſollen auf ziemliche Zeit/ und bis man die arbeiten mag/ Freyung haben/ doch ſollen Unſerem Bergrichter derſelben Ende ſolche Urſachen angezeiget/ und die Freyung darauf von ihm begehret/ folgends bey Gericht alſo eingeſchrieben werden/ aber im Sommer/ dieweil die Gebirg abper oder tro ken ſeynd/ und man allenthalben zu den Gruben wohl kommen mag/ ſollen Unſere Bergrichter die Gebaͤu nicht liederlich freyen/ es wurden ihnen dann/ wie oben gemeldet/ genugſame Urſachen fuͤrgebracht/ darinnen ſie dannoch nach Gelegenheit/ Maaß und Beſcheidenheit halten ſollen. Dechs und zwanzigſter Artikel. Von der Gruben Maaß. Moe Gruben/ und Gebaͤu/ ſo bisher in Unſeren Niederoeſterreichiſchen Laͤnden allenthalben auf Unſeren Bergwerken empfangen/ verliehen/ und verpfloͤcket worden ſeynd/ die ſollen bey denſelben ihren Lehen/ Pflöͤcken/ und Eiſen/ auch anderen Gerechtigkeiten daraus erfolgend/ bleiben/ und ſich eine gegen der anderen denſelben gemäß in allen Dingen halten/ wie ſich gebuͤhret/ und Bergwerks Recht iſt. Was aber hinfuͤro/ und nach Eroͤfnung gegenwaͤrtiger Unſerer Berg⸗Ordnung bey vorigen/ und kuͤnftigen Unſeren Bergwerken von neuen gefunden/ ee un empfangen wire 2 e &: 12 86(0008 es ſeye auf ſtehenden/ oder flachen Kluͤfteren/ den ſoll ihr Maaß am Tag im Firſt/ Sool/ und Scherm/ nemlich einer Fundgruben ſiebenzehen Klafter/ und einer ieden anderen Gruben fuͤnfzehen Klafter zwiſchen Firſt/ und Sool im Seiger/ und acht Schnuͤr/ oder Lehen in dem Scherm gegeben werden/ und ſoll bey einer ieden Gruben in Mitte des Stollen auf dem Geſteng unter dem Mundloch angehalten/ und auf iede Seite hinaus in dem Winkel vier Schnuͤr/ oder Lehen nach Gebirgsfall gezogen/ und daſelbſt ein Pflock geſchlagen/ als dann dieſelben Pflock in das Gebirg als das abſchneidende Eiſen in ewige Gaͤnz gebracht werden/ wie es ſich gebuͤhrt/ doch alles mit dem Unterſcheid/ alſo/ wo das Gebirg auch Kluͤft/ und Gaͤng ſolche Maaß nicht erleiden möchten/ das alsdann Unſer Oberſter Bergmeiſter/ Bergrichter/ Geſchworne/ Gewerken/ und andere verſtaͤndige Bergleuͤt nach Geſtalt der Sachen gebuͤhrlich Weeg/ und Mittel fuͤrnehmen/ damit derſelben Maaß halber gute Ordnung gegeben werde und ſoll hinfuͤro nicht geſtatet/ noch vergoͤnnet werden auf das Flach ſonderlich zu empfachen/ ſondern/ welchem ein Bau/ oder ein Gruben/ wie iezt gemeldet/ verliehen wird/ der hat Gerechtigkeit auf alles/ was er in ſolcher ſeiner Maaß erbauet/ es ſeye ſtehendes/ oder flaches. GDieben und zwanzigſter Mrtikel. Von Schachtrecht/ und Maaß. Sg. und an welchen Enden aber Stolrecht nicht ſeyn kan/ und man aus Noth Schachtrecht verleihen/ und geben muͤſte/ ſoll einem gevierten Schachtrecht drey Schnuͤr auf den Gang unter ſich/ uͤber ſich/ und ewige Gaͤnz gegeben werden/ und auf beiden Seiten keinen andern Scherm haben/ dann die drey Schnuͤr um ſich in der Vierung in iede Seiten anderthalb Schnuͤr/ das ein geviertes Lehen genennet wird/ wo aber flache Kluͤften ſeynd/ und auch kein Stolrecht ſeyn mag/ iſt fuͤrgenommen/ das einer jeden derſelben Gruben drey Schnur nach Gangsfall/ und Zugslaͤnge/ und drey Schnuͤr im Scherm gegeben/ doch das ſie am Tag mit Firſt/ und Sool verpfloͤcket werden. N 18 cht und zwanzigſter Hrtikel. Wann begehrt wird die Maaß am Tag zu nehmen. Dann einer eine Gruben empfangen hat/ und ein anderer em pfanget auch unten/ oder oben eine Gruben daran/ ſo mag die iuͤngere/ die aͤltere durch das Gericht darzu halten/ und aalen as *% 13 das ſie ihr Maaß am Tag nehme/ das ſoll ſie dann thun/ wann ſie derohalben erſuchet wird/ und wo die alte ihr Maaß hinnimmt/ ſoll ſie darum verpfloͤcket werden/ darnach weiß die iuͤngere Gruben anzuſizen/ und zu bauen/ und ſo ſie dann zuſammen kommen/ mit ofenen Durchſchlaͤgen auf Kluͤft/ und Gaͤngen/ ſoll der Schinner denſelben Pflock/ welcher dem Durchſchlag naͤher iſt/ hinein bringen/ iſt dann der Pflock oben/ ſo ſollen der alteren Gruben ihre fuͤnfzehen Klafter/ und Maaß unter ſich gegeben werden. Ware es aber der Unterpflock/ ſoll nan ihr das Maaß uͤber ſich geben/ und welcher Pflock hinein gebracht wird/ daſelbſt ſoll ein Eis Gang/ wie man ihn findet/ ber ſich/ oder unter ſich/ und der andere Pflock ſoll dann nicht mehr gelten. 43 Neun und zwanzigſter rtikel. Wie die aͤltere Gruben ihr Maaß nehmen ſoll. G o aber ein Gruben aufgeſchlagen/ und verfangen wird/ und kommt ein anderer/ und verfacht die naͤchſten Rechten/ oben/ oder unten/ und die iuͤngere Gruben ſtrenget die aͤltere nicht an um ihr Maaß am Tag/ und laſt ſie bauen/ und unterkommen/ das ſie Kluft/ und Gaͤng erbauet/ ſo iſt die aͤltere der uͤngeren nicht mehr ſchuldig ihr Maaß am Tag zu nehmen/ ſondern die aͤltere ſoll auf dem Gaug bleiben/ bis die/ oder ein andere mit ofenen Durchſchlag zu ihr auf Kluft und Gaͤngen kommt/ ſo ſoll dann die aͤltere ihr voͤllige Maaß nehmen auf dem Gang/ als Bergwerks Recht iſt/ und ſoll angeben/ da ſie Kluͤft/ und Gaͤng erbauet hat/ davon mag ſie ihre Maaß unter ſich/ oder uͤber ſich nehmen/ als wie die altere. Es ſoll auch die aͤltere Gruben mit ihren Eiſen/ und Marckſchid bey dem Gang bleiben/ und demſelben nachfahren/ wo der hingehet/ auf ein Seiten nach den Gebirg/ darinn ſie als die aͤltere Gruben die Wahl hat zu fahren/ auf welche Selten ſie will/ und welche ſie ihr alſo guͤtlich/ oder rechtlich fuͤrnimt/ und angezeigt/ dahin mag ſie fahren/ ſo lang ſie es mit einem Stollen weis zu genuͤſſen/ doch ſoll ſie auf die anderen Seiten keine Gruben mehr dringen; Es ſoll auch die alte Gruben die iunge durch ihre Rechten durchlaſſen bauen/ doch ihr der alten ohne Schaden/ und ſolle keiner ihr Fuͤrdernus genommen werden/ wie hierin weiter ausgedrucket wird. e l 5 Dreyſigſter Mrtikel. „Wann eine neue Zech zu bauen angefangen wird. Ds ſollen auch Unſere e ſamt den Geſchwornen/ ſo of en geſchlagen/ und von demſelben Eiſen das Maaß gegeben werden auf dem 14.% an einem Ort eine neue Zech zu bauen angefangen wird/ das Gebirg eigendlich beſichtigen/ und des ſtehenden/ und flachen/ auch der Stund halber gute Erlaͤuterung thun/ und allweeg den Scherm/ und die Stund/ darauf die Gebaͤu einer ieden Zech empfangen und gearbeitet werden/ in dem Verfahen zu kuͤnftiger Wiſſenſchaft ordendlich einſchreiben laſſen. a Din und dreyſigſter Artikel. Von der Schermmaaß. Y: es ſich ereignet/ das etwann an einem Gebirg zwo Zech ſo nahend neben einander aufgeſchlagen wurden/ das die eine Gruben ihren Scherm auf ein/ oder die andere Seiten vollig nicht haben moͤchte/ ſo mag ſie die Ubermaaß ſolches Scherms auf die andere Seite nehmen/ da ſie Gebirg genug hat/ damit ſie auch zu ihrer völligen Maaß komme/ doch den älteren Zehen/ und Gruben/ ſo vorhin empfangen ſeynd/ an ihren Gerechtigkeiten unvergrifen. Sey und dreyſigſter Irtikel. Unformliche Gebaͤu in Ordnung zu bringen. o auch unformliche/ unverlegene/ alte Gebaͤu waͤren⸗ darinn ſoll ein ieder Unſer Oberſter Bergmeiſter mit der Bergrichter/ Geſchwornen/ und Gewerken Gutbeduncken dieſelbe Gebaͤu Inhalt dieſer Ordnung in formliche Recht und Lehen bringen. Drey und dreyſigſter riikel. Von ertrunckenen Schachtgebauen. V. einer eine Gruben bauet/ und faͤhrt fuͤran in das Gebirg/ und ereichet einen Kheil/ oder ganzes Erz/ und ſinket alſo auf dem Gang ſo lang nieder/ bis er vor Waſſer nicht mehr mag/ wann er dann den Schacht mit Berg fuͤllt/ oder laſt den ver gehen mit Waſſer/ und weigeret ſich deſſen zu genieſſen/ ſo mag ſein Nachbar den Schacht wohl zubauen/ darein durchſchlagen⸗ und ihm zu nuzen bringen/ als hoch der Schacht mit Waſſer/ oder Berg iſt verfuͤllet geweſen/ daſelbſt ſoll alsdann ein Eiſen geſchlagen werden/ welches des ertrunckenen Schachts/ oder Gruben Sool/ und des anderen/ ſo alſo hinzu gebauet hat/ Firſt ſeyn. Vier 8 00 30 15 Vier und dreyſigſter Prtikl. Von Durchſchlaͤgen. Splemand mag dem anderem durch oͤdes Gebirg ſeine Gaͤng abbauen/ noch zu Schaden fahren/ deshalben iſt man auch nicht ſchuldig auf Durchſchlaͤg/ ſo in öden/ taͤben Gebirgen gemacht werden/ Endſchied/ und Schin zu thun/ oder etwas anderes darauf zu handlen: Wo aber ein Durchſchlag auf Kluͤften/ und Gaͤngen von einer Gruben zu der anderen gemacht wird/ ſo ſoll derſelbe Durchſchlag ungefehr und auf das wenigſte ſo viel Oefnung haben/ das man das Licht durch ſolchen Durchſchlag ſehen moͤge/ welcher nun alſo gegen einer Gruben einen Durchſchlag macht/ der ſoll den gegen derſelben Gruben/ zu der er ſolchen Durchſchlag gemacht zu ſeyn vermeinet/ beſchreien/ alſo/ das ſie ſolches Durchſchlags an einander geſtaͤndig ſeyn/ alsdann ſollen ſie den Durchſchlag bey Gericht anſagen/ und darauf forderlich/ wie es ſich gebuͤhrt/ Schin/ und Endſchied geſchehen/ und das Eiſen zu demſelben Durchſchlag gebracht werden. 8 Cuͤnf und dreyſigſter Irtikel. Wie einer ſein Eiſen herfuͤr bringen ſoll. 1 Wurde es dann befunden/ das die iuͤngere Gruben/ der alteren in ihr Maaß gefahren waͤre/ ſo mag die aͤltere mit ihrem Eiſen die iuͤngere daraus treiben/ und die iuͤngere die altere in ihre Eiſen auch/ ſovern die altere aus ihrer Maaß gefahren waͤre/ es ſeye Firſt/ Sool/ oder abſchneidendes Eiſen/ geſtunde aber ein Theil des Durchſchlags nicht/ und alsdann der andere Beſicht/ und Beſchau begehren wurde/ ſo ſollen die Geſchwornen von Stund an auf des anhaltenden Theils Begehren bey beiden bauen/ ſovern es Noth thut/ unverhindert/ und ohne Widerrede beider Baugewerken/ und Hutleuͤt einfahren/ und denſelben Durchſchlag eigentlich/ und nothduͤrftiglich beſichtigen/ und beſchauen/ ob der Bergmanniſch auf Kluͤften/ und Gaͤngen/ oder ungefehr eine halbe Klafter davon gemacht ſeye/ oder nicht: Wuͤrde er auf Kluͤften/ und Gaͤngen befunden/ und fuͤr Bergmanniſch erkennet/ ſo ſoll alsdann iedwederer Theil drey Klafter von denſelben Durchſchlag bis zur Austrag der Sache hindann geſchafen/ und von Stund an guͤtlich/ oder rechtlich darauf gehandlet werden/ wie oben gemeldet. Welcher Sheil dann ſein Maaß/ und Eiſen herfuͤr bringen will/ der ſoll das thun/ durch ſein eigenes Fert/ und Stollen/ und iſt keiner ſchuldig ſeine erbauete Oerter/ Stollen/ oder ert/ 15 ihme noch nicht aberkennet ſeynd/ 2 einem 16* einem anderem ſolches zu vergoͤnnen/ oder fremdes Eiſen/ und Ge3 darauf herfuͤr bringen zu laſſen/ er wolle es dann gern Dechs und dreyſigſter Wrtikel. So einer durch einen verhauten Berg fahrt. Hleicher Weiß/ ſo einer einen Durchſchlag machet/ und durch einen verhauten/ oder verſezten Berg fuhre/ und nachmahls wiederum an ein Gänz ungefehr ein halb Lehen kommete/ und trefte aldorten Kluͤfte/ und Gaͤng an/ und der Durchſehlag in Beſicht/ und Beſchau auf Kluft! und Gaͤngen erkennet wurde/ ſo ſoll allerdings mit demſelben Durchſchlag gehandlet werden/ als ob er durch ein ganzes Gebirg gemacht waͤre/ damit ein ieder bey ſeiner Gerechtigkeit bleibe. Dieben und dreyſigſter Eriikel. Wann zwey Gruben an einem Gebirg gegen einander gebauet werden. HWPurden aber an einem Gebirg auf beiden Seiten Gruben gegen einander gebauet/ und ein Durcbſchlag von einer zu der anderen gemacht/ ſo ſoll alsdann der Schinner ein Eiſen mitten in dem Durchſchlag ſchlagen/ und zwiſchen ihnen abſchneiden/ und ſolle jede Gruben vermoͤg des Eiſen in ihrer Maaß bleiben. Icht und dreyſigſter Mrtikel. Wie die Eiſen auf die Stund ſollen geſchlagen werden. are dann etwo an einem Gebirg ein Stund fuͤrgenommen/ darauf man das Eiſen ſchlagen/ und herfuͤr bringen ſoll/ ſoll es dabey bleiben/ wo nicht/ ſo ſoll durch Bergrichter/ Schinner/ und Amtleuͤt bevor aber an den Gebirgen/ da es nuz/ und gut iſt/ noch ein Stund fuͤrgenommen/ und das Gebirg ſeiner Gelegenheit nach 5. und dann hinfuͤro darnach gerichtet/ und gehanelt werden. Heüͤn und dreyſigſter Wriikel. Das die Durchſchlaͤg nicht verſezet/ noch verzinmeret werden. 8850 Damit auch der Nothdurft nach in ſolchen Fallen deſto 11 1 icher 89 6 g, 80 17 licher gehandelt werde/ und die Gewerk deshalben nicht in Nachtbeil/ noch in vergebene Unkoſten gefuͤhret werden/ ſo ſollen die Durchſchlaͤg keines weegs ungebuͤhrlicher/ und gefaͤhrlicher Weiſe wider dem Bergwerks-Gebrauch/ und alten Herkommen verſchlaen/ verſezet/ und verzimmeret/ aufgeriſſen/ oder einem in ſeinen au zu fahren vor gewoͤhnlicher Zeit zugeeignet werden. Es ſoll ein Gruben auf die andere nicht Waſſer leiten/ oder derſelben zum Schaden gefaͤhrliche Geſtanck/ und Rauch machen/ noch ſonſt mit der That als ſchlagen/ werfen/ oder anderen Frefel wie dieſelben erdacht koͤnnen werden/ zu handlen alſobald fuͤrnehmen bey den groſſen Wandel/ und Abtrag erlittener Schaͤden/ auch Vorbehaltung der Leibsſtraf/ wo iemand durch ſolches an ſeinem Leib/ oder Leben ſchadhaft wurde. 5 Vioeerzigſter Irlikel. Das die Eiſen/ Pflock/ und Stuf nicht verſezet werden. s ſollen auch die Pflock/ und Eiſen/ oder Bidmarck mit allen Fleis bewahret/ und nicht gefaͤhrlich verſezet/ verziemeret/ verrucket/ verkehret/ noch abgethan werden in keinerlei Weiß/ noch Weeg damit man aus denſelben/ wann es die Nothdurft erforderet/ ziehen/ und die Gruben/ wie oben gemeldet iſt/ der Gebuͤhr nach entſcheiden moͤge. Desgleichen ſollen auch die Gedinghaͤuer/ ſo ihnen verdinget/ und der Stuf geſchlagen wurde/ demſelben Stuf gefaͤhrlich nicht uͤberſchlagen/ noch zum eigenen Nuzen veraͤnderen/ welcher aber dieſes wiſſendlich uͤberfuhre/ und damit befunden wurde/ der ſoll als ein falſcher/ und der einem anderem das ſeine entfremdet/ an Leib oder Gut nach Geſtalt des Verbrechen ohne aller Gnad darum geſtrafet werden; darauf dann Unſere Bergrichter/ und Schinner ihr fleiſſiges Aufſehen haben ſollen. Wir ordnen/ und wollen auch/ das alle Eiſen/ ſoviel der durch Unſere Geſchworne/ Schinner in das Gebirg gebracht/ ſie werden an ihre ſtat verzogen/ oder nicht/ wie das geſchicht/ mit allen nothduͤrftigen Umſtaͤnden bey den Bergrichtern in Beyweſen des Bergrichters/ und der Geſchwornen derſelben Ende auf Anſagen der Schinner in beſondere Buͤcher eigentlich eingeſchrieben/ damit dadurch ſolches Eiſen/ und Bidmarck deſto ſicherer verwahret/ und ſo viel weniger verkehret/ noch verlohren werde.* N Ein und vierzigſter Wrtikel. So zwey Gruben in Durchſchlaͤgen mit einander in n eee een, Hann es ſich auch begebete/* zwey Gruben um ee mit 18* 0 0 mit einander in Rechtfuͤhrung kommeten/ ſo ſollen ſie mitler Zeit ſolcher Rechtfertigung nichts deſtominder(auſſerhalb der dreyen Klafter/ ſo ſie von Durchſchlag hindangeſchafet) gearbeitet werden/ und das Erz/ ſo jeder Theil hauet/ ihm bleiben/ wo aber das zur Appellation/ oder Dignus reichet/ ſoll nach Eroͤfnung der Urtheil ein unpartheyiſcher Hutmann in die ſtrittige Maaß/ und Oerter durch Gericht zugeleget werden/ und was Erz in der Zeit der Appellation bis zu endlichen Austrag gehauet/ ſoll ſonderlich geſtuͤrzet werden/ welcher Gruben dann ſolches zuerkennet wird/ fol das/ gegen Erlegung der Samkoſt/ ſo daruͤber gegangen/ folgen/ und zuſtehen. Swey und vierzigſter Vrtikel. Bergrichter/ Schinner/ und Geſchworne mo. gen einfahren. Iuſere Bergrichter/ Schinner/ und Geſchworne/ welche anderſt nicht verdaͤchtig ſeynd/ ſollen Macht haben/ wo Irrung um Durchſchlaͤg/ oder anderes an ſie kommet/ oder ſonſt was in den Gruben zu beſichtigen/ und zu handlen Noth iſt/ bey allen Gebaͤuen/ und als oft es die Nothdurft erforderet/ einzufahren/ zu beſchauen/ und anderes laut der gegenwaͤrtigen Ordnung zu handeln, und ſich daran durch niemands Einred/ Verwiderung/ oder Recht; bot irren laſſen/ damit nach Billigkeit von iederman gelebet/ auch die frefentliche/ und gewaltige Handlungen deſtomehr abge; ſtellet werden/ doch ſollen ſie Niemand zum Schaden einfahren/ noch den Bau vermelden/ oder iemands gefaͤhrliches Anzeigen darauf geben/ das wider ihr Pflicht/ und Eid waͤre/ und inſonderheit ſollen ſie/ wann ſie Beſicht/ und Beſchau erbfnen/ nichts ver daͤchtiges/ noch ferners/ oder mehreres anzeigen/ als zu dem Handl gehdret und Noth iſt/ bey Vermeidung Unſerer ſchwaͤren Ungnad/ und Straß/ darein ihr ieder gefallen 19 ſoll/ als oft er darwider handelt/ und damit betreten wurde. . Frey und vier zigſter Irtikel. Wie zwo Gruben einen Stollen moͤgen bauen. 9 o ſich auch zwo Gruben mit einander vergleichen/ und ein Ort/ oder Stollen miteinander auf gleiche Samkoſt bauen wollten/ ſo moͤgen ſie das mit Zugeben Unſerer Bergrichter/ aueh vas ſolches fur Gefähr eingeſchrieben werde/ wohl thun/ und ſo weit ſie den Stollen/ oder das Ort mit einander treiben/ moͤgen beyde 1 Mee ihr Maaß und Eiſen auf demſelben Stollen gegen ihnen ſelbſt/ oder anderen Gruben unverhinderet herfuͤr bringen. 0 1 Vier und vierzigſter Wrlikel. Das kein Überſchaar gemacht werde. Sönſere Bergrichter ſollen ihr fleißige Achtung/ und Aufmercken haben/ damit kein Uberſchaar gemacht/ ſondern die Gebaͤu ordentlich/ und allenthalben/ ſo viel moͤglich iſt/ in rechter Weite von ein. ander anſizen/ und verliehen werden/ ſo aber ein Uberſchaar zwiſchen zweyen Gruben am Tag befunden/ was unter fuͤnf Klafter iſt/ ſoll nicht verliehen/ was aber daruͤber befunden/ das mag verliehen werden. Euͤnf und vierzigſter Mriikel. Die Uberſchaar ſoll der jungen Gruben bleiben. Zo ſich dann begebete/ das ein Uberſchaar zwiſchen zweyen Gruben/ die mit ofenen Durchſchlaͤgen auf Kluͤft/ und Gaͤngen zu einander kommen/ befunden wurde/ ſo ſoll die altere ihrer rechten Maaß Inhalt ihres Verfahens/ fuͤrbringen/ und die Uberſchaar/ und anderes ſo viel der aͤlteren Gruben uͤber ihr Maaß verbleibt/ ſoll der juͤngeren/ ſie komme von Gegenbau/ oder von wannen ſie wolle/ zuſtehen und bleiben ſo lang/ bis das ein andere Gruben kommet/ die beſſere Gerechtigkeit dazu hat/ ſo beſchehe alsdann as bermalen/ was Inhalt dieſer Unſerer Ordnung Recht iſt. Dechs und vierzigſter Irtikel. Von den fuͤrbauen. Hann ſich hinfuͤro zutragt/ das etwan Gruben mit einander verſchinnet/ oder ein Eiſen zwiſchen ihr herfuͤr gebracht wurde/ ſo ſoll das Eiſen dureh Unſere geſchworne Schinner bis zu den erkennten Durchſchlag/ und nachmals durch denſelben Durchſchlag/ wo verhauete Zehen/ oder weite Stollen/ darauf Erz gehauet/ verhanden/ anſt at ſeiner gebracht werden/ damit ein iede Gruben zu ihter voͤllgen Maaß komme/ doch wo ein Gruben bergmanniſche Stollen/ und Ferten in ganzen Gebirg mit Thuͤren/ und Geſtengen verwahret haͤtte/ da der Schinner zwiſchen der Gaͤnz/ und der Thuͤr mit dem Zug nicht durch mag/ ſo ſoll er ſtill ſtehen/ und einen Pflock ſchlagen/ dem Hutmann anzeigen/ wie viel er noch zu verziehen habe/ alsdann denſelhen Pſioce bey Gericht einſchreiben Ale 111 2 dann 20* 0 0 00628 dann die andere Gruben die Thuͤr in der Gaͤnz ordentlich abbauet/ alsdann mag der Schinner mit dem Zug verfahren/ bis das Eiſen an ſeiner ſtat verzogen/ oder er wieder/ wie oben gemeldet/ an einer Thuͤr anſtehet/ und ſo dann eine derſelben Gruben dannoch ein/ oder mehr Fuͤrbau haͤtte/ es waͤre fuͤr ſich/ uͤber ſich/ unter ſich/ oder neben ſich/ ſo der Schinner von den obgemeldten Durchſchlag aus mit den Zug ungefehr auf zwo Klafter nicht erreichen moͤchte/ derſelbe Fuͤrbau ſoll damit nicht abgenommen ſeyn/ ſondern einer ieden Gruben bleiben/ und geſtattet werden/ ſo lang das eine der anderem ſolchen ihren Fuͤrbau abbauet/ wo dann die/ der das Fuͤrbau abgebauet iſt worden/ widerum heimbauen/ und in ihr Maaß fahren wollte/ das ſoll ihr auch(doch ohne der anderen Schaden) vergoͤnnet werden/ das Erz aber/ ſo der Gewerk im heimfahren in der anderen/ oder fremden Gruben recht hauet/ das ſoll er auf ſeine Koſten auslegen/ und derſelben anderen Gruben laſſen/ als fern ihre Maaß gelanget/ es ſollen auch einer ieden Gruben ihre Stollen Geſteng/ Fert/ und Foͤrdernuſſen bleiben/ und nicht genommen werden/ wie es von Alter herkommen iſt. QVioben und vierzigſter Krtikel. Wie hoch/ und weit die Fuͤrbau ſeyn ſollen. Ein iedes Fuͤrbau ſoll rechter Stol hoch/ und weit ſeyn/ das iſt ungefehr ein Gebirg Klafter/ und ein Spann hoch/ und in ganzen Gebirg drey Spann/ aber wo das geziemmert muß werden/ ein halbe Klafter weit/ auch mit Thuͤr/ und Geſteng in der Gaͤnze verwahret/ ſonſt ſoll das vor kein Fuͤrbau erkennet werden/ es ſoll auch keine Gruben uͤber ihre bergmanniſche Geſteng gezogen werden/ allein es waͤre in verhaueten Zechen/ wie vorhin gemeldet iſt. 5 Acht und vierzigſter Mrtikel. Wie die junge Gruben durch der alten Maaß fahren Begebete es ſich dann/ das etwo eine junge Gruben durch einer alteren Gruben gemeſſenen Berg/ und Recht durchfuhre/ und bauete/ es ware unter ſich/ uͤber ſich/ oder neben ſich/ ſo ſollen derſelben jungen Gruben ſolche ihre erbauete Oerter bleiben/ und zuſtehen/ ſo lang bis das die/ oder ein andere zu ihr kommet/ die beſſeres Recht darzu hat/ ſoll ihr auch die Foͤrdernus von denſelben ihren erbaueten Oertern durch der alten Grubenrecht(doch derſelben alten Gruben ohne Endgeld und mit Ablegung der Foͤrderunskoſten) vergoͤnnet/ und gelaſſen werden. Neun 5 90 8 1 85 21 Neuͤn und vierzigſter rtikel. Von Foͤrdernusſtollen. 985 einer Gruben/ die auf Kluͤft/ und Gaͤngen kommt/ Foͤrdernus oth iſt/ ſo mag man wohl mit einer Stollen in einer anderen Gruben gemeſſenen Gebirg anſizen/ und derſelben Stollen bis in der Gruben Recht/ die der Foͤrdernus bedarf/ treiben/ doch der anderen Gruben an ihren Gerechtigkeiten/ und gemeſſenen Gebirg ohne Endgeld/ und Schaden/ und das Erz/ ſo in dem Fall in einer anderen Gruben Rechten gehauen wird/ ſoll wie oben gemeldet/ ausgelegt/ und derſelben Gruben/ in der Rechten es gehauet iſt/ zugeſtellet werden. Gunfzigſter Artikel. Wie ein Gruben der anderen Foͤrdernus geben/ und laſſen ſoll. 5 f Ds ſoll auch ſonſt eine Gruben der anderen Foͤrdernus geben/ laſſen/ wo das Noth iſt/ und ohne Schaden ſeyn mag/ es ſeye mit Waſſer ausfuͤhren/ oder Berg auslaufen/ und welche Gruben der Foͤrdernus bedarf/ die ſoll der anderen/ dadurch die Fördernus geſchieht/ in Geſteng/ und anderer Nothdurft/ die Foͤrdernus betrefend/ zu Hilf geben/ was durch Richter/ und Geſchworne erkennet wird/ doch ſoll keine Gruben gefaͤhrlicher Weiſe gedrungen/ noch genoͤthiget werden einer anderen Foͤrdernus zu laſſen zu ihren ſelbſt mercklichen Schaden und Verhinderung/ und wo deshalben die Gewerken in Irrung/ und Krieg kommeten/ das eine Gruben der anderen die Foͤrdernus zu vergoͤnnen nicht ſchuldig zu ſeyn vermeinet ſo ſollen ſie durch Unſere Bergrichter/ und Geſchworne derſelben Ende nothduͤrftiglich darin verhoͤret/ auch ob es Noth thun wollte/ die Gruben auf ſolche Verhoͤr eigentlich beſichtiget/ und beſchauet, und dann durch gemeldte Unſere Richter/ und Geſchworne der Billigkeit nach mit Erkanntnus entſchieden werden/ dem alsdann beyde Theil geleben/ und nachkommen ſollen. 5 2 5 e Din und funfzigſter Irtikel. Das keiner dem anderen ſein Erz aushaue. Reiner ſoll dem anderen in ſeinem Bau zwiſchen/ und hinter den Eiſen gegen dem Tag gefaͤhrlicher Weis uͤberhauen auf den Gang/ darauf ſie miteinander verſchinnt ſeynd/ welcher aber das uͤber8 fuhr/ 3* 0 0 0 8 fuhr/ der ſoll dem anderem das ausgehauete Erz/ oder deſſelben Werth nach Erkaͤntnus des Bergrichters/ und Geſchwornen wider zu geben/ und zu erſtatten/ und dazu Uns des groſſen Wandel verfallen ſeyn. 2 Owey und funkzigſter Wrtikel. Das keiner dem anderen zu Schaden in ſein Gebau 3 fahren ſoll. De ſoll auch keiner dem anderen zu Schaden in ſeine Gebaͤu fahren ohne aller Gewerken/ und des Hutmanns Wiſſen/ und Willen/ welcher aber dieſes thaͤte/ der iſt den Gewerken um ihren Schaden verfallen/ und ſoll auch nach Geſtalt des Verbrechens und des zugefuͤgten Schadens an Leib/ oder Gut darum ge trafet/ und dazu auf keinem Unſerem Bergwerk beföͤrderet werden. Drey und funfzigſter Wriikel. Welcher ſeinen Mikgewerken gefaͤhren/ oder vorthei. len wollte. Welcher ſeinen Mitgewerken gefaͤhren/ oder in bauen vortheilen/ und ſeines theils mehr wolte genuͤſſen/ als er von Recht ſoll/ der iſt Uns/ wann das auf ihm dargethan/ und erfunden wird/ des groſſen Wandel/ und demſelben ſeinen Mitgewerken ſeine Theil verfallen. Waͤre aber die Verbrechung/ und gebrauchter eigen. nuziger Betrug ſo groß/ ſo ſoll er darum an Leib/ und Gut geſtrafet werden. e Vier und funfzigſter Wrtikel Das keiner Klüͤft/ und Gang verſeze/ oder verſtreiche. Ss ſoll auch keiner weder Kluͤft/ Gang/ noch Gaͤnze mit Berg/ oder Ziemmeren nicht verſezen/ noch mit Leim/ Inſlit/ Ruß/ Rauch/ oder auf andere dergleichen Weeg/ wie das geſchehen möchte/ verſtreichen/ und verkleben/ wer aber das mit Gefaͤhrde thaͤte/ und ſich befunde/ der iſt Uns Leib/ und Gut/ und den Gewerken um ihren Schaden verfallen.. Cuͤnf * 0 00 23 Guͤnf und funfzigſter Artikel. Die Hutleuͤt/ und Arbeiter ſollen den Gewerken nichts g vViortheiliger Weiſe verhalten. Y dann einer/ oder mehr Hutleuͤt/ oder Arbeiter Erz erbaueten/ und daſſelbe den Gewerken/ wie obſtehet/ vortheiliger Meinung verhielten/ oder verſezten/ und darnach uͤber eine Zeit ihnen ſelbſt empfiengen/ oder andern daſſelbe anzeigten/ daß ein Gewerk/ oder Ver weſer mit ihnen heimlichen Verſtand/ Theil/ und Gemeinſchaft haͤtte/ das auf ſie aufgericht wurde/ die ſollen oben beſchriebener maſſen geſtrafet werden. Bechs und funfzigſter Prtikel. Von zuſammenſchlagen der Gruben. Sdiemand ſoll ohne Willen/ und Wiſſen eines Bergrichters Gruben zuſammenſchlagen/ ſie ſeyen dann zuvor auf Kluͤft/ und Gangen mit ofenen bergmaͤnniſchen Durchſehlaͤgen zuſammen gekommen/ auch durch denſelben Bergrichter/ und die Geſchworne ſtatlich bewegen/ ob es dem Bergwerk foͤrderlich ſeye/ oder nicht/ ſoll auch ohne mercklicher Urſach nieht geſchehen/ ſo aber befunden wurde das es nuz/ und gut iſt/ auch Foͤrderung dem Bergwerk bringt/ alsdann mag es der Bergrichter zugeben/ und darnach eigentlich in das Gerichtbuch einſchreiben/ aus was Urſachen ſolches zuſammenſchlagen geſcheben ſeye/ darnach ſoll dem Bergrichker von einer jeden Gruben/ wie es von alters herkommen iſt/ ein Pfund Pfenning gegeben werden. 1 ä Dieben und funfzigſter Prlikel. Wie einer dem anderen mit dem Feuer warten ſoll. Oo man mit dem Brand arbeitet/ da ſoll ein Bau dem anderem in der Zeit von Sanct Michaels ⸗Tag an auf Sanct GeorgensTag/ bis ſich Tag/ und Nacht ſcheidet/ und von Sanct GeorgensTag bis auf Sanct Michaels Tag auf die Veſper⸗ Zeit mit dem Feuer warten/ und nicht ehe anzuͤnden/ es ſoll auch einer dem anderem zuvor ſagen/ wann er anfeueren will/ wer aber dieſes nicht thaͤte/ der iſt dem anderen ſeinen Schaden/ den er mit zweyen frommen Mannern beweiſen mag/ ſchuldig abzulegen/ dazu Unſerem Richter des groſſen Wandel verfallen. F 2 Acht 8* 0 0 Ocht und funſzigſter Irtikel. Das der oͤde Berg ausgefoͤrdert werde. er oͤde Berg ſolle mit Fleis bey allen Gebauen ausgelaufen/ und ohne Wiſſen/ und Zulaſſen Unſers Bergrichters/ und der Geſchwornen keineswegs in der Gruben verſezt/ oder in vergebene Oerter geſtuͤrzet werden/ ausgenommen die Oerter/ da es die Gruben beduͤrfen/ welcher aber das uͤberfuhre/ der ſoll des groſſen Wandel verfallen/ und den Gewerken ihren Schaden abzulegen ſchuldig ſeyn/ darauf dann Unſer Bergrichtet von Amts wegen/ auch ſo ſie von den Gewerken/ oder ihren Verweſern darum erſuchet werden/ ihr fleiſſiges Aufſehen haben/ und mit Ernſt darob ſeyn ſollen/ wo ſolche Verſaͤzung befunden/ das derſelbe Berg auf des ienen Koſten an den Tag foͤrderlich ausgelofen werde/ durch den die Verſaͤzung geſchehen iſt. Neun und funfzigſter Prtikel. Von Verkaufung der Theil. Wit den Theil kaufen/ und verkaufen/ ſoll es alſo gehalten werden: Wann einer in eines Gruben Theil kaufet um ein Summa Gelds auf Wabl/ und Zahl eines genannten Tages/ und er will folgends den Kauf nicht halten/ ſo ſoll er dem anderem drey Taͤg vor dem beſtimmten Tag den Kauf aufſagen/ daran er Wahl/ und Zahl gehabt hat/ ſagt er ihm aber den Kauf in der Zeit nicht auf/ ſo muß er den Kauf halten/ und bezahlen ohne aller weiterer Weigerung/ es ſeye der Kauf wie er wolle. c Wann einer Theil verkauft/ da er keinen hat. S5 einer in einen Bergwerk Theil hingebete/ da er keinen haͤtte/ ſo ſoll derſelbe Inhalt ſeiner Verbrechung geſtraft werden/ waͤre aber der Handel ſo grob/ das er Malefiz beruͤhret/ ſo ſoll er vermög dieſer Ordnung einem Landrichter uͤberantworket/ und gegen ihm gehandlet werden. 1 5 Din und ſechzigſter Vriikel. Wie die Theilkauf in ihr Kraft gehen. Jo einer/ oder mehr Theil kaufen um baares Geld/ oder 00 werth/ „ 25 werth/ wie das geſchehen mochte/ und der/ ſo hingibt/ gewaͤhrt den Kaufer vor Gericht/ und wird dann alſo in das Gerichtbuch eingeſchrieben/ darauf der Kaufer denſelben Theil vierzehen Taͤg unangeſprochen innen hat/ ſo mag ihm den Kauf Niemand mehr mit Recht ab erhalten. 1 7 8 5 Swey und ſechzigſter Nrtikel. Wer Theil verkauft/ 7 mag rechtlich darauf nimmer agen. 0 SWDann einer Theil verkauft um eine Summa Gelds/ wie die genannt iſt/ und der/ ſo ſolchen Theil kauft/ gibt dieſen einem anderem hin/ und laſt dann der Verkaufer die Bezahlung vierzehen Taͤg anſtehen/ ſo ſoll ihm ferner auf dieſelbe Theil zu klagen nicht ſtatgethan werden/ aber auf anderes des Kaufers Gut mag er wohl klagen. 85 EGcey und ſechzigſter Mrtikel. Die mehrere Neuͤntheil haben die wenigere zu regieren. 55 s ſeyen alte/ oder neuͤe Gebaͤu/ ſo ſollen die mehrere Neuͤntheil die mindere zu regieren haben/ deshalben/ wo durch die Gewerken/ ſo die mehrere Neuͤntheil haben dem Bau zu nuz/ und guten etwas betracht/ und fuͤrgenommen wird/ das ſollen die wenigere zulaſſen/ und vollziehen/ wie es von Alter herkommen iſt. Vier und ſechzigſter Mrtikel. „Wie ein Gewerk dem anderen Beyſtand thun ſoll. HVann eine Gruben Anſprach hat/ es ſeye um Verfahung der Theil/ oder anderer Sachen/ das Eigenthum der Gruben betrefend/ ſo ſoll einer dem anderem nicht laͤnger fuͤrbauen/ als vierzehen Taͤg/ laͤſt man aber einem ohne Anſprach laͤnger bauen der iſt nicht ſchuldig iemand weiter zu antworten/ es uͤbet dann der Anſprecher ſeine Sach/ und leget die Samkoſt hinter Gericht in den vierzehen Taͤgen/ ſo mag er darnach das Recht mit Klag/ und Anſprach wohl ſuchen/ und ſoll es ausfuͤhren in zwoͤlf Wochen/ thut er aber das 19 5 /ſo ſoll man ihm ferneres Klagen/ und Anſprach nimmer geG Fuͤnf 26* 0 N88 Eüuͤnf und ſechzigſter riikel. Wie ein Gewerk dem anderen Beyſtand thun ſoll. Wo eine Gruben Anſprach hat/ keinerlei Sachen ausgenommen/ ſo ſoll ein Gewerk dem andern Beyſtand thun/ ſo lang bis dieſelbe Anſprach vertragen iſt; ſo aber ein Gewerk in zweyen Gruben Theil hatte/ die mit einander in Krieg ſtunden/ ſo ſoll der Gewerk der Gruben dabey er mehr Theil hat/ perſoͤnlich beyſtaͤndig ſeyn/ wo er es anderſt ehehafter Verhinderung halber bekommen mag/ und ſoll auf den anderen Theil einen Procurator haben/ der den an deren Gewerken Beyſtand thue/ und ganzen Gewalt habe/ ob er der Gewerk ſchon bey denſelben Gruben nicht gleiche Theil haͤtte. Sechs und ſechzigſter K Die irrigen Anſprachen gütlich zu vertragen. ann zwo Gruben mit einander in Recht kommen/ ſo ſoll allweeg Unſer Bergrichter/ und Geſchworne Fleis anwenden/ ſie guͤtlich mit einander zu vertragen; wo aber die Guͤtigkeit nicht verfaͤnglich waͤre/ alsdann foͤrderliches Recht/ wie es ſich gebuͤhret/ ergehen/ und das Urtheil eigentlich einſchreiben laſſen/ damit das den Partheyen/ auch dem Schinner/ wo es Norlh iſt/ lauter angezeigt werde. 5 Dieben und ſechzigſter So einer ſeine Theil gern bauen wollte. o ein Gewerk in einer/ oder mehr Gruben ſeine Theil gern bauet/ und die anderen ſeine Mitgewerken wollten ihm nicht hilflich ſeyn/ ſo mag derſelbe Gewerk die Gruben mit Wiſſen/ des Bergrichters vierzehen Taͤg belegen/ und darnach vor Gericht ofentlich raitten/ und den anderen ſeinen Mitgewerken/ oder ihren Verweſern bey Gericht ſolche Raittung anſagen/ welcher ihm dann aus denſelben die Samkoſt gibt/ ſo in gemelten vierzehen Taͤgen auf ſeine Theil gegangen iſt/ der bleibt billich bey ſeinen Theilen/ welcher aber dies nicht thaͤte/ des ſelben Theil mag alsdann der einziehen/ der die Gruben/ wie iezt gemeldet iſt/ gearbeitet/ und geraittet hat/ und der Richter ſoll ihm bey den Theilen handhaben/ ſchuͤzen/ und ſchirmen/ doch hierinn alle Gefaͤhr/ und Argliſt ausgeſchloſſen. Acht Mat und ſechzigſter Nrtikel. Ein ieder Gewerk ſoll ſeinen Berweſer bey Gericht 1 haben. 1 „8 Ale die Bergwerk bauen/ ſie ſeyen Unſere Landsleut/ oder Fremde/ ſollen an den Orten/ da ſie bauen/ und ſelbſt nicht ſeyn mögen/ ihre vollmaͤchtige Verweſer haben/ die ihre Arbeiter des Lohns vergnuͤgen/ auch ſie die Gewerken bey der Raittung in Rechten/ und allen anderen fuͤrfallenden Handlungen der Nothdurft nach vertreten/ welche aber das nicht thaͤten/ und dann ein Arbeiter auf Theil klaget/ das ſoll demſelben Hutmann zu wiſſen gethan werden/ der mag dann ſolches dem Gewerken/ auf ſeine Koſten verkuͤnden/ es geſchehe aber/ oder nicht/ ſo mag nichts minder der Arbeiter mit ſeiner Klag verfahren/ und ſoll darauf gehandlet werden/ was Bergwerks Recht iſt/ die Arbeiter ſollen auch in dem Gericht bezahlet werden/ da das Bergwerk liegt/ bey Straf eines Guldens. Feuͤn und ſechzigſter Artikel. Ein ieder Hutmann ſoll von dem Gericht aufgenommen werden. Din ieder Hutmann ſoll vor dem Bergrichker aufgenommen wer; den/ und daſelbſt dem Richter/ und einem aus den Gewerken die Eidspflicht/ ſo hernach begriefen iſt/ thun/ und vollziehen/ welcher aber das uͤberfuhr/ und um Eigennuz Mieth/ oder Gab Willen gefaͤhrlich anderſt handlet/ und mit ſolchem Betrug befunden wurde/ als wann er den Arbeitern des Lohn halber falſch/ und mehreres aufſchneidet/ als ſie gearbeitet haͤtten/ auch bey der Raittung etwas einlegen lieſſe/ daß zu der Gruben nicht kommen/ oder welcherlei Gefaͤhr/ und Eigennuz das ſonſt waͤre/ der ſoll darum nach Notbdurft/ als einer der ſeiner Geluͤbd und Ehre vergeſſen hat/ geſtrafet/ und gebuͤſt werden. 8 VDiebenzigſter Xrtikel. Kein Arbeiter ſoll ohne Paßport/ und Vorwiſſen des 6 Bergrichters befoͤrderet werden. Ds ſollen auch die Hutleuͤt/ desgleichen die Lehen/ und Gedinghauer hinfuͤro keinen Arbeiter mehr zulegen/ noch foͤrdern ohne Wiſſen/ und Willen Unſers Bergrichters und der Gewerken/ wo N G2 i man 1 28*% N man dann Arbeiter bedarf/ und zuzulegen nothduͤrftig iſt/ ſo ſollen die frommen und guten/ die gern zu der Arbeit gehen/ und derſelben getreulich warten/ fuͤr andere befoͤrderet/ und das ungehorſame/ unzuͤchtige/ leichtfertige Volck/ ſo viel moͤglich iſt/ geſchoben werden/ und inſonderheit ſoll man die nicht befoͤrderen/ da boͤſe Zicht aufgehen/ oder die etwann frefentliche Todſchlaͤge gethan/ oder die Leut ſonſt muthwilliger/ unbillicher Weis geſchlagen/ gelemmt/ beſchaͤdiget/ gepolderet/ oder ſich der Obrigkeit widerſezet/ Buͤndnus und Aufruhr wider ſie gemachet/ und boͤſen Abſchied darauf genommen haͤtten/ damit man des und mehreres Schaden und Unraths/ ſo man von ihnen gewarten muß/ entladen/ und iedermann deſto beſſer bey Fried und Ruhe bleibe/ auf das man aber eines ieden Weſen und Wandels deſto beſſer Wiſſen empfache/ ſo ſoll keiner auf unten Bergwerken zur Arbeit mehr gefoͤrderet werden/ er habe dann ein Paßport/ Urkund/ oder aber einen genugſamen Ver ſprecher/ das er an anderen Orten redlich abgeſchieden/ und rechtfertig ſeye. 95 2 1 5 Din und ſiebenzigſter Mrtikel. Wann ein Arbeiter befoͤrderet wird. Wann dann ein Berggeſell/ oder Arbeiter etwan auf Unſer Bergwerk eins kommt/ und daſelbſt zur Arbeit/ wie iezt gemeldet iſt/ gefoͤrderet/ und zugelaſſen wuͤrde/ der ſoll zuvor/ und ehe ihm der Hutmann anfahren/ und arbeiten laſt/ vor Unſerem Bergrichter derſelben Ende den nachgeſchriebenen Eid thun/ ſonſt ſoll auf allen Unſeren Bergwerken keiner er habe dann zuvor ſolches Geluͤbd/ und Eid gethan/ weder am Berg/ noch zur Kohlgruben/ Schmelz. huͤten/ Waͤldern/ oder anderer Bergwerks Arbeit geforderet/ noch zugelaſſen werden/ bey der Straf des groſſen Wandels. Swey und ſiebenzigſter Wrtikel. Wo einer ſeines Geluͤbds/ und Eid vergeſſete. Dalcher dann ſeines Geluͤbds/ und Eids vergeſen/ und ſich daruͤber polteriſch/ aufruͤhriſch/ oder ſonſt verweißlich halten/ und erzeigen wurde/ wenig/ oder viel/ der ſoll nach Geſtalt ſeiner Verhandlung nothduͤrftiglich darum geſtrafet/ und hinfuͤro auf keinem Unſerem Bergwerk mehr gefoͤrderet werden. Drey * NO 29 Orey und ſiebenzigſter 2 So einer Arbeit zuſaget/ und dieſer nicht nachkommet. HVann nun ein Hutmann/ oder Arbeiter zur Bergwerksarbeit zugelaſſen/ und gefordert wird/ der den Gewerken zu arbeiten zugeſagt/ der ſoll es halten/ verſprechete er aber daruͤber einem anderem zu arbeiten/ ſo ſoll ihm der Richter darum ſtrafen/ und darzu halten/ daß er ſeinem erſten Zuſagen gelebe/ doch ſoll keiner dem anderem ſeinen Hutmann/ noch andere Arbeiter abwerben/ noch wiſſendlich foͤrderen bey der Straf fuͤnf Pfund Pfening. Lier und ſiebenzigſter Mriikel. Von anlegen/ und abfahren der Arbeiter. Melcher Hutman/ Lehen/ und Gedinghaͤuer oder anderer Arbeiter von einer Gruben wegfaͤhrt/ oder abgeleget wird/ der ſoll der ſelben Gruben in Jahr/ und Tag kein Gefaͤhr/ oder nachtheiliges Anzeigen beweiſen/ daß ihr zum Schaden kommen mochte/ es ſoll auch der Hutmann/ wann er abſcheidet bey den naͤchſten Rechten an und um dieſelbe Gruben in einem Jahr/ und ſo man ihm aus billigen Urſachen abgelegt/ in einem halben Jahr nicht gefoͤrderet werden/ und die anderen Arbeiter in zweyen Raittungen/ man leg ihn ab/ oder fahr ſelbſt hinweg. Guͤnf und ſiebenzigſter Wrtikel. Wann ein Arbeiter abſcheiden will. Wann aber einem Knappen/ oder Bergwerks verwandten auf Unſeren Bergwerk nicht mehr zu bleiben gefaͤllig/ und ſich anderſt wobin thun/ und abſcheiden will/ ſo ſoll er das thun mit Wiſſen Unſers Bergrichters derſelben Ende/ und ſeines ehrbaren/ und redlichen Abſchieds ein Urkund/ oder Paßport nehmen/ die ihm der Bergrichter/ ſofern ſich der Bergwerksgeſell anderſt redlich gehalten/ und erbarlich abſcheidet/ zugeben ſchuldig iſt/ und ſolle auf allen Unſeren Bergwerken Unſer Niederoeſterreichiſchen Landen ohne einen ſolchen Urkund/ oder Paßport/ oder aber einen Verſprecher/ wie vorgemeldet iſt/ keiner mehr zur Arbeit gefoͤrderet/ noch zugelaſſen werden. 5 Bechs 30* 0 9 Jechs und ſiebenzigſter Mrikel. Von Lehenſchaft/ und Geding. ehenſchaft/ Halten/ und Geding ſollen durch die Gewerken in Gegenwaͤrtigkeit Unſers Bergrichters zu gelegener Zeit hingelaſſen/ und anfgenommen/ auch was daſelbſt derohalben durch den mehreren Theil der Gewerken/ den Neuntheilen nach zu raitten/ fuͤrgenommen/ und beſchloſſen wuͤrde/ das ſoll eigentlich eingeſchrieben/ und alſo zu halten bey Gericht angelobet/ und von den Gewerken/ desgleichen von den Lehen/ und Gedinghaͤuern ſtets gehalten werden/ das Geding/ oder Lehenſchaft gerathet wohl/ oder uͤbel/ es ſagten dann die Gewerken den Lehen/ oder Gedinghaͤuern ſolches dein oder Lehenſchaft ſelbſt ledig/ ſonſt iſt der/ ſo ſolches Geding oder Rhenſchaft nicht haltet/ und davon nicht ledig geſagt wurde/ dem Bergrichter ein Pfund Pfening verfallen/ und das Geding oder Lehenſchaft/ ſoll dannoch nicht deſto minder wie es aufgenommen/ und verlaſſen iſt/ gehalten und verfertiget werden. Dieben und ſiebenzigſter Hrtikel. Wie die Lehen und e der Arbeit warten 5 ollen. 6 N. Ss ſollen auch die Lehen und Gedinghaͤuer/ wann ſie die Lehenſchaft/ oder Geding aufnehmen/ Unſerem Bergrichter allweeg Inhalt nach geſtellter Eids pflicht angeloben/ dem ſie alsdann bey gebuͤhrlicher Straf gehorſamlich geleben/ und nachkommen/ und gefaͤyrlich nicht uͤberfahren ſollen/ darauf die Gewerken oder ihre Verweſer/ Einfahrer und Hutleuͤt bey den Gebaͤuen/ da ſolche Arbeiten verlaſſen werden/ ihr fleiſiges Aufſehen zu haben wiſſen/ ſonderlich das der Berg durch dieſelben Lehen/ und Gedinghaͤuer ausgefuͤrdert/ und wider die gegenwaͤrtige Ordnung in den Gruben gefaͤhrlich nicht verſezet/ noch in vergebene Oerter geſtuͤrzet werde/ bey der Straf wie vor gemeldet iſt. Was aber den Lehen und Gedinghaͤuern an ihrer Arbeit fuͤr Zeuͤg/ es ſeye Inslit/ Eiſen/ oder anderes nichts ausgenommen/ uͤberbleibt/ das ſollen ſie allein denſelben Gewerken/ und Niemand anderem in gebuͤhrlichen Werth zu kaufen zeben/ auch ihre Speiß/ ſo ſie von den Gewerken nehmen/ nicht verkaufen/ noch in andere Weeg verwenden/ bey der Straf zwey Pfund Pfening. 1 Acht .% 31 Hcht und ſiebenzigſter Hrtikel. Die Gewerken/ und Verweſer ſollen in keiner Lehen. ſchaft/ oder Geding verwand ſen. Ind damit die Lehn in den Lehenſchaften und Gedingen deſtoweniger geſteigeret werden/ ſo ſolle kein Gewerk/ noch ihre Verweſer mit den Arbeitern/ Lehenſchaft oder Geding mithaben/ ohne der anderen ſeiner Mitgewerken aller Wiſſen/ und Willen bey Straf des groſſen Wandels: Es ſoll auch keinem weder Geding noch Lehenſchaft gelaſſen werden/ der das Bergwerk ſelber/ und mit eigener Hand nicht arbeiten kan; gleicherweis ſoll man auch nicht geſtatten/ das einer auf eine Zeit/ und miteinander mehr/ als eine Le henſchaft/ oder Geding habe/ oder ſeine aufgenommene Arbeit ferner einem anderem verkaufe/ verlaſſe/ oder nicht laſſe ahne Willen/ und Zugeben des Bergrichters/ und der Gewerken. Keuͤn und ſiebenzigſter Hrtikel. Die Lehen/ und Gedinghaͤuer ſollen denen Gewerken ihre Theil frey/ und ohne aller Anſprach wider uͤberantworten. 0 Die Lehen und Gedinghaͤuer ſeynd auch ſchuldig den Gewerken ihre Theil frey/ und ledig ohne aller Anſprach/ und Samkoſt wider zu uͤberantworten/ wann das Geding verfertiget/ oder die Lebenſchaft aus iſt/ oder die Lehen/ und Gedingarbeiter darvon gemuͤßiget/ und ledig gezehlet werden/ deshalben hat auch der Arbeiter/ ſo von einem Lehen oder Gedinghaͤuer auf Geding und Lehenſchaft gefoͤrderet wird/ ſeinen Liedlohn nicht bey den Gewerken zu ſuchen/ ſondern bey dem Lehen und Gedinghaͤuern/ der ihm zugelegt hat/ und die Gewerken ſeyen ihm darum zu antworten nicht ſchuldig/ er mag auch auf die Gruben/ da er gearbeitet hat/ rechtlich nicht klagen von ſolcher Lehenſchaft oder Gedings wegen/ er wurde dann auf den Gewerken gefuͤhret/ deſſen der Gewerk anhellig waͤre/ ſo mag er dann gegen ihm als der Lehen oder Gedinge hauer ſelbſt ſeine Spruͤch ſuchen. 1 Vchtzigſter Wrkikel. 5 Von Stufen/ und abziehen. Ss ſollen auch alle Lehen/ oder Geding durch Unſeren Geſchwornen/ Schinner/ wo derſelbe 9 vorhanden/ durch Unſeren 0 1 9 85 9 2 richtet 32. 0 90 9 richter/ oder wem er darzu verordnet/ mit der rechten Bergſchnur abgezogen werden/ doch ſo wollen Wir Unſeren Gewerken zulaſſen/ dieweil oft unverſehener Ding Lehenſchaft hingelaſſen/ und Geding gemacht werden/ darzu in Anfang ein Schinner oder Richter nicht allweg berufen werden mag/ das ein ieder Unſer Gewerk ein Geding ſelbſt machen/ und ungefehrlich bis auf ein Lehen hinlaſſen/ auch das Bidmark in Anfang ſelbſt verzeichnen moͤge/ doch ſoll er ſolches Geding nachmals von Stund an bey Gericht anſagen und einſchreiben laſſen/ und ſo ein Lehen ausgeſchlagen iſt/ ſo ſoll alsdann der geſchworne Schinner/ oder wo keiner waͤre/ der Bergrichter/ oder ein Geſchworner daſſelbe mit der rechten Bergſchnur abziehen/ und alſo das erſte Bidmark mit einem aufrichtigen Stuf kraͤftigen/ truge ſich aber in Mittel des Lehens zwiſchen des Gewerken/ und Gedinghaͤuers ein Irrung zu/ ſo ſoll der Schinner/ Bergrichter/ oder Geſchworne ſolche Irrung hinzulegen/ und zu vergleichen Fleis haben/ Din und achtzigſter Artikel. Das gutes Scheidwerk gemacht werde. ie Bergrichter/ Schichkmeiſter/ Froͤnner/ Schinner und andere Unſere Amkleuͤt ſollen ihr fleißiges Aufſehen haben/ und mit Ernſt darob ſeyn/ das man gutes Scheidwerk mache/ damit aber ſolches geſchehe/ und die Maͤngel an Berg deſto heſſer geſehen werden/ ſo ordnen Wir/ daß die Bergrichter auf Unſeren Bergwerken/ allenthalben alle Quatember einmal ſamt dem Froͤnner/ oder Schinner/ wo ſie deren ein haben moͤgen/ an den Berg gehen/ und auf alle Gebrechen/ und Nothdurft der Gruben/ inſonderheit auf die Verſazung/ und andere Gefaͤhr treulich ſehen/ und was Uns/ und dem gemeinem Bergwerk/ und Gewerken zu Schaden/ und Nachtheil gereichet/ abſtellen/ bey welchem Scheider dann boͤſes Scheidwerk aus Gefaͤhr/ oder Hinlaͤßigkeit gefunden wird/ der ſoll nach ſeiner Verbrechung darum geſtrafet werden. Swey und achtzigſter N Die Gewerken/ oder ihre Verweſer ſollen ſich alle Raittungen/ oder wann es die Nothdurft erforderet an den Berg zu den Gebaͤuen verfuͤgen. Qs ſollen auch die Gewerken/ oder ihre Verweſer alle Raittungen/ oder oͤfters/ ſo es die Nothdurft erforderen wird/ ſaͤmmentlich mit Unſeren Bergrichtern iedes Orts zu den Bergwerken age gehen/ er darinn gebuͤhrliche Erkanntnus thun. 7 4 0 33 gehen/ und neben ihnen die Maͤngel/ auch wie es bey ihren Gebaͤuen/ um die Pflock/ und Eiſen ſtehe/ ſelbſt ſehen/ und alle Nothu und Gebrechen der Bergwerk betrachten/ und wenden helen. Die Stuben/ und anderes ſollen von dem Berg nicht verrucket werden. Jbiemand ſolle keine Stuben abbrechen/ Geſteng/ Staͤmpfel/ oder Pfaͤhl ausreiſſen/ und an andere Oerter uͤberſezen/ oder verbrennen/ es ſeye hoch/ oder nieder an dem Gebirg/ er habe auch da verfangen oder nicht ohne Wiſſen des Bergrichters bey der Straf des groſſen Wandels: Es ſoll auch ſolches kein Richter auſſer ſonderer groſſer ehehafter Noth Niemand geſtatten/ welcher auch an dem Berg ohne Wiſſen/ und Willen der Gewerken etwas nihmt/ oder wegtragt/ das nicht ſein iſt/ es ſeye Holz Laden/ Geſteng oder anderer Zeug nichts ausgenommen/ der ſoll ſeiner Verbrechung/ an Leib/ und Gut geſtrafet werden. Vier und achtzigſter Artie. Von der Schicht/ und wie man an/ und ab dem Berg gehen ſoll. Ss ſoll auch in Unſeren Niederoeſterreichiſchen Landen auf den niederen Bergwerken allenthalben ſechſt halbe Schicht fuͤr eine Wochen/ und acht ganzer Stund fuͤr eine Schicht geſtanden/ und gearbeitet werden/ wie es von Alter herkommen iſt/ alſo das die Arbeiter an Montag fruͤh um die ſiebende Stund bey der Gruben ſeyn/ anfahren/ und vier Stund das iſt ein Pois/ oder halbe Schicht Vormittag/ desgleichen vier Stund hinnach/ und alſo fuͤr/ und fuͤr die ganze Wochen alle Tag ein Schicht getreulich arbeiten/ bis auf den Samſtag daran/ ſo er die halbe Schicht gemacht/ mag er zu Mittag aufheben/ gleicherweis ſoll auch der/ ſo Nachtſchicht fuͤ. hrt/ zu gewoͤnlicher Zeit/ und Stund gegen der Nacht allweg anfahren/ und ſeine Schicht/ und Wochen treuͤlich/ und ganz machen/ darum ſoll einem ieden nach Gelegenheit des Bergwerks/ und ſeiner Arbeit ein ziemlicher Lohn geraittet/ und gegeben werden/ und ſo oft in der Wochen zween Panfeiertag kommen/ ſoll ihnen der eine aufgehebt/ und der andere bezahlet werden/ wie hernach ferner gemeldet wird/ doch ſollen die Arbeiter an denſelben Abenden deſto fruͤher anfahren/ damit ſie das herein bringen. 3 Fuͤnf 5* 00 0 88 Euͤnf und achtzigſter Prtikel. Wie es mit der Schicht an den hohen Bergwerken gehalten ſoll werden. And nachdem in den Berggerichten Schlaͤmming/ Vellach/ Steinfeld/ Groskircham/ und Kaͤzthal/ auch anderer Orten etliche hohe Bergwerk ſeyn/ da die Arbeiter ihre Speiß mit ihnen tragen/ und vierzehen Taͤg oben bleiben muͤſſen/ da ſollen nur vier Schicht fuͤr eine Wochen/ und zehen Stund fuͤr eine Schicht gearbeitet/ und gerechnet werden/ alſo/ das ſich die Hutleuͤt/ Arbeiter/ auch Lehen und Gedinghaͤuer am Montag Früh ungefehr um die ſiebende Stund zu ihrer Arbeit verfuͤgen/ und denſelben Tag noch ein Pois/ oder halbe Schicht machen nach Gelegenheit des Gebirgs/ und der Grubenhoͤche/ und dann am Erchtag/ Mitwoche/ Pfingſtag/ Freytag/ und Samſtag die rechten Schicht/ an Sonntag aber ein Pois/ oder halbe Schicht/ darnach wider an Montag/ Erchtag/ Mitwoche/ Pfingſtag/ und Freytag ganz Schichten/ gleicherweis ſollen die/ ſo Nachtſchichten fahren/ zu gewohnlicher Zeit/ und Stund gegen der Nacht allweg anfahren/ und ihre Schicht/ und Wochen treuͤlich/ und völlig machen/ und ſo die Arbeiter in angezeigter Zeit die Poiſen/ und Schichten/ wie obgemeldet/ gemacht/ ſo ſoll alsdann einem ieden Arbeiter die Belohnung/ wie auf demſelben/ und dergleichen hohen Bergwerken bishero der Brauch geweſen/ drey Wochen/ und ſonſt einem ieden Haͤuer/ und Knecht die Wochen/ nachdem er arbeiten kan/ und die Gelegenheit des Bergwerks iſt/ geraittet werden/ und wann die Arbeiter an Freytag nach Mitternacht ihre Pois gemacht haben/ ſoll am Samſtag Früh der Hutmann/ Lehen und Gedinghauer mit einander von Berg gehen/ welcher Arbeiter aber mit dem Hutmann an Montag darnach nicht zu rechter Zeit ſondern erſt eine halbe Stund nach ihm zu der Gruben kommt/ denſelben Arbeiter ſoll der Hut— mann dieſelbe Wochen nicht anfahren laſſen/ und dem Bergrichter anzeigen/ der ihn alsdann um ſolche ſeine Ver ſaumnus ſtrafen ſollſo aber einen ehehafte Noth/ und genugſame Urſachen verhiuderen/ der ſoll dieſe dem Hutmann und Bergrichter allweg an Sonntag oder Montag fruͤh anſagen/ welcher dem nicht nachkommt/ oder ſich der Arbeit in andere Weeg nicht befleiſſet/ noch derſelben gebuͤhrlich wartet/ der ſoll von dem Hutmann weiter nicht gefoͤrderet/ und von Stund an vor der Raittung abgelegt/ und von Unſerem Bergrichter dazu geſtraft werden. Wechs —— 7 * 9 0 098 35 Sechs und achtzigſter Mrtikel. Von uͤberlegen/ und treiben. Weccher uͤberlegen/ und kreiben will/ der ſoll Unſeren Bergrichter derſelben Enden das anzeigen/ und den Blick auf Unſerer Fronwaag waͤgen laſſen/ dergleichen ſoll dem Bergrichter zu den Silberbrennen auch angeſagt werden/ der ſoll ſelbſt dabey ſeyn/ oder wo er das nicht bekommen moͤchte/ einen Geſchwornen/ oder iemand anderen an ſeiner ſtat dazu verordnen/ den Blick/ und Brand einſchreiben/ und nach der Waag Unſer gewoͤhnliches Zeichen darauf ſchlagen/ folgends den Wechſel davon einnehmen.. Dieben und achtzigſter Mrtikel. 2 Fron/ und Erztheilung. Muß allen Unſeren Bergwerken/ wo nicht ſondere Freyheiten ver, handen ſolle Uns/ als Landsfuͤrſten der zehende Centner/ oder wo man das Erz/ oder Kieß nach dem Kuͤbel abtheilet/ der zehende Kuͤbl von einem ieden Erz/ oder Kieß zu Fron geſchuͤttet/ und gegeben werden. Es ſoll auch keiner Erz/ noch Kieß an den Berg theilen ohne Unſers Bergrichters, und Froͤnners Wiſſen/ und Willen/ ſondern ein jeder nach Gebrauch deſſelben Bergwerks ſolche Theilung vorhin anzuſagen ſchuldig ſeyn/ alſo daß dieſelbe Theilung auf einen benannten Tag und nicht zugleich auf eine Zeit an viel und ungelegenen Orken fuͤrgenommen werde, damit Froͤnner/ und Bergrichter dabey ſeyn moͤgen/ darauf ſich dann Unſere Froͤnner mit den Gewerken/ Hutleuͤten/ und Lehenhaͤuern zuvor zeitlich unterreden/ und entſchlieſſen ſollen/ damit allenthalben ordentlich/ und in Beyweſen Unſer Bergrichter/ und Froͤnner getheilet/ und Niemand hierin gefaͤhret werde. 0 Iecht und achtzigſter Nrtikel. Das Erz in die Fronkäͤſten zu fuͤhren. Was aber in den dreyen Bergwerken Velach/ Steinfeld/ und Kirchaim fuͤr Erz gehauet wird/ das ſoll alles von den Gewerken/ oder Lehenhaͤuern in Unſere verordnete Fronkaͤſten geführet/ und darnach in denſelben umgeſchlagen/ getheilet/ gefroͤnet/ und keinem Gewerken nichts geliehen/ oder fuͤrgeſchuͤttet werden. J 2 Melln — J 15 g 9 8 5 0 90 Veuͤn und achtzigſter Mrtikel. Keinen Handſtein von dem Berg zu tragen. Die Gewerken/ ihre Verweſer/ Hutleüt/ oder andere ſollen keinen Handſtein von dem Berg tragen/ oder ſelbſt nehmen/ ausgenommen/ wo ein Hutmann bey einer Gruben etwas neues auf einem/ oder mehr Orten erbauet/ darvon ſoll er den Gewerken ein ziemliches Wahrzeichen in das Gerichthauß bringen/ und ſo ein Gewerk allein bauet/ ſoll es gleichermaſen gehalten/ und was ihm fuͤr Handſtein von ſeinen eigenen Gebaͤuen zugebracht werden/ oder er ſelbſt von den Gruben traget/ ſoll er Unſerem Bergrichter fuͤrbringen/ und anzeigen/ wer aber ſolches uͤberfuhre/ der ſoll Inhalt der Ordnung durch den Bergrichter nothduͤrftiglich darum geſtraft/ und die Handſtein zu gemeiner Theilung getragen werden/ allein zu Weihnachten moͤgen die Hutleuͤt den Gewerken nach Gelegenheit ihrer Theil ziemlich Handſtein verehren. Neunzigſter Mrlikel. Ohne Vorwiſſen des Bergrichters kein Erz zu ver. kaufen. Ds ſoll auch ohne Vorwiſſen Unſerer Bergrichter keinerlei Erz/ Kieß/ noch Schlich gefroͤnnt/ und ungefroͤnnt/ auch Blei/ Herd/ Glet/ Lech Kupferſtein/ dergleichen kein Laſur und Handſtein gekauft/ noch verkauft werden/ welcher aber das uͤbertretten/ und dergleichen/ wie obgemeldet/ kaufen/ oder verkaufen wurde/ der iſt Uns des groſſen Wandels verfallen/ desgleichen/ welcher ſolches wiſſendlich geſtattet/ zuſiecht/ oder verhuͤlft/ der ſoll gleichermaſſen geſtrafet werden. e Din und neunzigſter Artikel. Kein Erz in anderes Land zu verführen. Es ſoll auch keinerlei Erz aus Unſeren Niederoeſterreichiſchen Landen in andere Laͤnder durch iemand gegeben/ verkauft/ gefuͤhrt/ noch getragen werden ohne Unſeres Bergmeiſters Erlaubnus bey 5 der Straf Leibs und Guts/ welcher aber in beruͤhrten Landen von einem Bergwerk auf das andere etwo eines Erz nothduͤrftig waͤre/ der ſoll das mit Vorwiſſen Unſeres Bergrichters desſelben Orts thun/ welcher es der Nothdurft nach an den Bergmeiſter langen laſſen/ und verhuͤten ſoll/ daß Unſerem Fron/ und Wechſel damit nichts entzogen werde. IZwey * οο 37 Swey und neunzigſter Vrtikel. So einer ein Schmelzhuͤtten beſtehet. 5 ä Wann zu Zeiten die Gewerken/ oder Geſellſchaften nicht allweg/ oder wenig zu ſchmelzen/ auch nicht eigene Huͤtten haben/ und derſelben einer ein Schmelzhuͤtten um Zins zu etlichen Schichten beſtehen wolte/ ſo ſoll er das dem Bergrichter anſagen/ und daneben berichten/ von welcher Gruben das Erz gebracht/ gekauft/ oder gewonnen ſeye/ und darnach durch Bergrichter und Froͤnner beſichtiget werden/ damit kein Gefahr darinnen gebraucht: Wir wollen auch/ daß die/ ſo eigene Schmelzhuͤtten haben keinen anderen um Zins/ noch ſonſt darinn ſchmelzen laſſen ohne Unſerer Bergrichter Wiſſen und Zugeben/ welcher das nicht halten wurde/ der ſoll zu Straf verfallen ſeyn um fuͤnf Pfund Pfening. Drey und neunzigſter Prtikel. Daß die Gewerken an einander in ihren Schmieden/ und Gaͤgen arbeiten laſſen ſollen. bnd nach dem mehrmals die gemeinen Schmieden/ und Sagen weit von Bergen entlegen/ derohalben die Gewerken/ ſo auf Wagnus/ und Hofnung Bergwerk bauen/ und mit ſolchen Werkgaͤden nicht Verſehen ſeyn/ aus Mangel derſelben in ihren Gebaͤuen verhinderet werden/ und doch andere Gewerken der ſelben Oerten dergleichen eigene Werkſtaͤdt haben/ ſo wollen Wir das ſie hinfuͤro vorberuͤhrten Gewerken ihre Nothdurft/ ſo fern es ohne Nachtheil geſchehen kan/ um gebuͤhrlichen Lohn zu arbeiten ſtat thun/ dagegen ſoll der verdiente Schmied/ und Saͤgkoſten zu ieder Raittung/ wann die Fuͤhrung geſchieht/ ohne Verzug baar bezahlet werden: im Fall aber/ das ſich die Gewerken/ den ſolche Schmieden/ und Sagen zugehdͤren/ mit dem entſchuldigen/ und verwlderen wurden/ das ſie derſelben zu ihrer ſelbſt Arbeit nothduͤrftig waren/ ſo ſoll durch Richter/ und Geſchworne daruber Erkundigung gehalten/ und nach Gelegenheit/ wie die fuͤrgewende Weigerung geſtaltet befunden wird/ entſchieden/ folgends zum wüͤͤrklichen Vollzug gehandhabet werden/ damit ſoviel mehr die Bergwas zu Befoͤrderung Unſeres Kammergefaͤlls erhebet/ und gebauet werden. 38 85 00 00 88 Hier und neunzigſter Irti Von heimlichen Probierern/ und Schmelzern. zer gemeinen/ und heimlichen Probierer/ und Schmelzer halber/ dieweil eine Zeit her aus boͤſſen Mißbrauch etwo viel Perſonen/ ſo nicht Amtleuͤt/ Gewerken/ oder Ver weſer ſeynd/ heimlich in den Haͤuſern/ und anderen Oerten Erz Proben eintrencken oder abtreiben/ dabey zu beſorgen/ das die beſten Stuferz Uns/ und den gemeinen Gewerken entwendet werden: Wo nun hinfuͤro derſelben Winckelprobierer/ und Staudenſchmelzer einer/ oder mehr in Unſeren Niederoeſterreichiſchen Landen erfraget/ und betreten/ den ſoll ein iede Obrigkeit annehmen/ und dem Bergrichter der ſelben Ende anzeigen/ und uͤberantworten/ auch huͤlflich ſeyn/ damit gegen dem ſelben mit Straf gehandlet werde: funde aber einer Bergwerk/ der ſoll es Unſeren Oberſten Bergmeiſter/ oder Bergrichter anzeigen/ der ſoll ihme vergoͤnnen/ was ſich zu ſolchen gebuͤhrt/ und Recht iſt/ gleicher maſſen ſollen auch andere Bergwerksverwandte(auſſer der Gewerken/ und ihrer Verweſer) ohne Wiſſen/ und Zugeben Unſerer Bergrichter nicht probieren bey der Straf/ wie vorgemeldet. 6 Euͤnf und neunzigſter Von gemeinen Bergraittungen. In allen Unſeren Miederoeſterreichiſchen Landen Herrſchaften/ und Gebieten/ da Bergwerk ſeynd/ oder noch kuͤnftiglich auferſtehen werden/ ſoll im Jahr ſiebenmal ungefehr/ nemlich zur Faſtnacht/ Oſtern/ Pfingſten/ Jacobi, Michaelis, Martini und Weihnachten/ vor der Bergrichtern von allen Oruben durch derſelben Huͤtleuͤt in Beyweſen der Gewerken/ oder ihrer Verweſer ordentlich geraittet/ und einem ieden Arbeiter ſein Lohn/ den er verdienet hat/ eingelegt/ und der Arbeiter darnach innerhalb vierzehen Taͤgen um ſolchen ſeinen Lohn ausgefuͤhret/ auch in Monats Friſt mit baaren Geld bezahlet/ und uͤber ſeinen Willen nicht mit Pfaͤnwerthen/ oder Waaren angemuthet/ noch getrungen werden: Ware dann auf Lehenſchaften/ und Geding etwas getheilet/ und die Geding verfaͤrtiget/ und abgezogen/ oder ſonſt deshalben was einzulegen/ das ſoll 6 auch daſelbſt/ und nirgends anderſtwo geſchehen/ geraittet/ und in ein Gruben/ oder Raittbuch/ wie viel dieſelbe Raittung bey einer Gruben getheilet ſammt der Fuͤhrung eingeſchrieben werden/ und das Raittbuch durch den Bergrichter zu Fuͤrkommung kuͤnftiger Irtſaalen treuͤlich bewahret/ auch darinn ohne der Gewerken 170 5 en/ 2 0= 99 len/ und Wiſſen bey Unſerer ſchweren Straf nichts abgethan/ noch verkehret werden/ es waͤre dann/ das ein Gewerk ein Gruben allein bauete/ der mag das Raitt/ und Fuͤhr buch ſelbſt bewahren/ doch ſoll es von dem Bergrichter/ oder Gerichtsſchreiber ordentlich unterſchrieben werden/ welcher das uͤberfuhre/ ſoll von dem Bergrichter um zwen Gulden geſtrafet werden. Veechs und neunzigſter Iriikel. Das die Gewerken oder ihre Verweſer zu den gemeinen Raittungen kommen ſollen. Ss ſoll auch ein ieder Gewerk bey ſolcher gemeiner Raittung ſelbſt ſeyn/ oder ſeinen Ver weſer/ oder Verſprecher dabey haben/ bey der Straf eines Pfund Pfening/ daß ihr ieder verfallen/ und unablaͤſſig zu geben ſchuldig ſeyd/ als oft er der Raittungen eine verſaumet/ und nicht dazu kommt/ oder ſchicket/ damit nicht allein die Theil ordentlich verleget/ und verſprochen/ ſondern auch den Maͤngeln allenthalben vorgeſehen/ auch gemeines Bergwerks Nuzen/ und Nothdurft durch die Gewerken/ und Hutleuͤt ſammentlich(nachdem ſte ſonſt nirgends ſo fuͤglich zuſammen kommen) deſto ſtatlicher und fruchtbarer betrachtet/ und gehandlet werde. c Dieben und neunzigſter Artikel. Welche Gruben nicht geraittet werden. Ind welche Gruben/ oder Gebaͤu zu oben angezeigter gemeiner Raittung nicht geraittet werden/ die moͤgen Unſere Bergrichter/ wo ſie nicht gefreyet ſeyn/ als verlegene Gebaͤu anderen verleihen/ wie Bergwerks Recht iſt. 8 cht und neunzigſter Artikel. 1 Ausfuhrung der Liedloͤhner. SVann ein Hutmann einem Arbeiter um ſeinen Lohn auf einen/ oder mehr Gewerken ausfuͤhret/ und der Gewerk deſſen anhellig iſt; ſo ſoll der Arbeiter von dem Hutmann daran ein Begnuͤgung haben. Waͤre aber der Gewerk nicht anhellig/ ſo ſoll es der Hutmann richtig machen. 22 Rein EJ))J) e Neun und neunzigſter Prtikel. Von der Gewerken Aufhebung. Des Aufhebens halber ſoll es alſo gehalten werden: Was der Gewerk dem Arbeiter auf ſeine Theil fuͤrgiebt/ es ſeye Koſtgeld/ Speiß/ oder andere Waar/ das mag er ihm an ſeinem Lohn fuͤr andere/ die ihme auch dergleichen Nothdurft geben/ aufheben. Wo aber bey einer Gruben mehr Gewerken einem Arbeiter ſoviel fuͤrgeben/ daß er mit ſeinem Lohn nicht gereichen/ und ſich dann die Gewerken des Aufhebens nicht vergleichen moͤchten/ ſo ſolle desſelben Arbeiters Lohn/ auf der Gewerken Theil/ den er ſchuldig iſt/ den Neuͤntheilen nach ausgetheilet/ und auf ieden derſelben Gewerken nach Gelegenheit ſeiner Theil gefuͤhret werden/ doch in Allweg/ und ſonderlich ausgenommen Inslit/ Eiſen/ und allen anderen Zeug/ ſo man zu der Bergwerk Arbeit bedarf/ und nicht gerathen mag/ des gleichen die Schmidkoſt/ darnach das Koſtgeld/ die ſollen vor allen Schuͤldnern vorgehen/ doch daß das Koſtgeld ziemlich/ und uͤber eine Raittung nicht ſeye. Sunderter rtikel. * Wie einer Theil aufſagen ſoll. Mann einer einen Theil auslaſſen will/ ſo ſoll er den zu der Raittung aufſagen/ bauet er den aber ferner nach der Raittung/ wie viel Tag dieſe ſeynd/ ſo iſt er dem Arbeiter ſeinen Lohn ſchuldig/ und ſoll zwiſchen der Raittung die Anfkuͤndung nicht ſtatt haben. i Gunderk und erſter rtikel. Hoch/ und e dem Landsfuͤrſten vorbeDs ſollen/ wie in Anfang dieſer Ordnung gemeldet iſt/ ohne Mittel alle Hoch/ und ſchwarzwaͤlder Uns als Herren und LandsfuͤrN ſten/ wo Bergwerk ſeynd/ oder noch auferſtehen/ zu Unſeren Berg0 werken erfolgen/ es waͤre dann/ daß ein Kloſter oder Schloß einen 5 eigenen Wald haͤtte/ deſſen dasſelbe Kloſter/ oder Schloß nothduͤrftig waͤre/ der ſoll ihnen ungeruͤhret von Berggericht bleiben/ doch vorbehalten/ wo man der zu Unſeren Bergwerken iemals nothduͤrftig ſeyn wurde/ alsdann ſoll man ſich mit demſelben Kloſter/ oder Schloß darum ziemlich vertragen. a Gun. N 1 Wundert und zweyter Irtikel. Von eingezaͤunten Waͤldern. Vergleichen wo Bergwerk gearbeitet werden an den Orten/ da Burger/ Bauern und andere eingezaͤunte Waͤlder haben/ die ſollen ihnen auch ohne Irrung bleiben/ mit dem Vorbehald Uns als Herren und Landsfuͤrſten wie obſtehet/ das mit ihnen nach Erkanntnus Bergrichter und Geſchwornen darum ziemlich abgebrochen werde. b 5 8 SWundert und dritter rtikel. Von Bcgolzung der Unterthanen/ die nicht eigenes 5 olz haben. 5 aber die Unterthanen/ oder andere nicht eingezaͤuntes Holz haͤtten/ damit ſie verſehen waͤren/ denſelben ſoll der Bergrichter ſamt den Geſchwornen zu ihren Guͤtern und Haußnothduͤrften ein Aus zeigen thun. Sundert und vierker Irtikel. Die Bergrichter ollen in denen Waͤldern Ordnung geben. Lihber die andere alle/ auſſerhalb der vorangezeigten Waͤldern/ ſolen/ wo Bergwerk ſeynd/ zu Unſerer/ als Herren/ und Landsfuͤrſten Bergwerksbefoͤrderung bevorſtehen/ darin Unſer Bergrichter an denſelben Enden ſamt den Geſchwornen Ordnung machen und verhuͤtten ſoll/ damit die nach Gewohnheit und Nothdurft der Bergwerk ordentlich 1 und gebrauchet werden. Es ſoll auch bey Straf ohne des bemeldten Bergrichters Wiſſen und Willen Niemand darin hacken/ wo das aber geſchehete und darin verhandlet wurde/ ſoll ein jeder Bergrichter an denſelben Enden die Verbrecher zu ſtrafen haben. Sundert und fuͤnſter Iriikel. Von den Waͤldern/ ſo bey den Bergwerken gelegen. Die Walder an den Bergen/ da die Bergwerk liegen/ ſollen ohne Mittel verboten ſeyn/ damit nicht ein ieder nach ſeinem Willen darin ſchlage/ wie es die Nothdurft der Bergwerk mercklich erforderet. Es ſollen auch an denſelben Orten Unſer Oberſter Bergmeiſter und Bergrichter ſamt nag fo die Waͤlder zugehoͤren/ da wald haͤtte/ darin ſoll er nicht verleihen. 4 K* Ordnung geben/ damit das Holz in einem ziemlichem Werth geſchlagen/ gemacht und gegeben werde: Die Waͤlder ſollen auch ringsherum in einer halben Meil Wegs oder mehr/ den Bergwerken gelegen/ ohne des Bergrichters derſelben Ende Willen und Wiſſen darin zu ſchlagen in Verbot geleget werden/ ob aber die Nachbaren derſelben Ort zu ihrer Haus Noth durft etwas beduͤrftig waͤren/ das ſoll ihnen der Bergrichter vergoͤnnen und ziemlicher maſſen auszeigen. Hundert und ſechſter Mrtikel. Von Hinlaſſung der Waͤlder und Schlagen. De Walder und Schlaͤg ſoll man hinfuͤro alſo hinlaſſen/ das einer Geſellſchaft auf einmal nicht mehr dann ein Schlag verliehen werde/ den ſoll ſie von Oberſten bis zum unterſten groß und klein ſchlagen und verarbeiten/ wie es auf ein Rißwerk ungefehr kommen mag/ ſo dann derſelbe Schlag aufgearbeitet iſt/ mag dieſelbe Geſellſchaft einen anderen empfahen/ darin aber der Bergrichter/ ob es derſelben Arbeit und Nothdurft erforderet/ wohl bedacht ſeyn ſoll. 5 .. rtikel. undert und ſiebender Die Bergrichter ſollen die Walder verleihen. Ienſere Bergrichter ſollen auch hinfuͤro alle Waͤlder/ laut Unſeren vorausgegangenen Befehl verleihen/ der aber/ dem die alſo geliehen werden/ ſoll ſie nicht verkaufen/ und wo er aber der ſelbſten zu gebrauchen nicht Nothduͤrftig waͤre/ ſo ſollen alsdann dieſelben Waͤlder wiederum frey und die Verleihung ab ſenn. a GWundert und achter W Das Niemand dem Bergrichter in den Waͤldern Irrung thue. 9 5 Ss ſoll auch ein ieder Unſer Bergrichter die Waͤlder/ ſo zu den Bergwerken dienſtlich und gelegen ſeynd/ verleihen/ wie es van alter herkommen iſt/ darin ſollen ihm Unſere Hauptleuͤt/ Pfleger/ Pfandſchafter/ Forſtmeiſter/ Amtleuͤt/ oder Richter keine Irrung thun dardurch Unſeren Bergwerken Verhindernus entſtehen mochte. Wo aber ein Schloß einen ausgezeigten Wald oder einen gemeinen PanWun *. 0 2 Mundert und neunter Prlikel. 5 Wie man die Walder arbeiten ſoll. Din ieder Arbeiter ſoll einen verliehenen Schlag alle Jahr nuzlich arbeiten/ und ſo er Holz uͤbereinander bringt/ und das nicht verarbeiten mag/ ſo hat er Jahr und Tag Freyung.„ Hundert und zehender Vrtikel. Wie man den Hutherrn verleihen ſoll. Vinem Hutwerk mag man mehr dann einen Schlag verleihen/ und ſoll die auch arbeiten als hievor geſchrieben ſtehet/ wer es aber nicht nuzlich arbeitet/ das ſich erfunde/ den ſoll man ſeiner Verbrechung nach darum ſtrafen/ es ſeye Holzmeiſter/ Holzknecht oder die Gewerken und Fuͤrgedinger ſelbſt. 5 Fundert und eilfter Iriikel. Wer einen Wald empfanget und kein Hutwerk hat. Jo einer einen Wald empfangte/ der kein Schmelzherr waͤre/ und das Kohl erkaufen wollte/ dem iſt der Richter nicht mehr auf einmal zu verleihen ſchuldig/ dann drey Schnur/ die ſoll er arbeiten/ von unterſten bis zum oberſten/ wie vor angezeiget iſt/ wo aber einer oder mehr ſolches uͤberfahren/ die ſollen von den Bergrichter darum geſtrafet werden/ und pd er dann ſolches verhacket hat/ und weiter zu Kohl etwas nothduͤrftig iſt/ ſoll ihm auch verliehen/ und ausgezeiget werden. 5 Dundert und zwoͤlfter Mriikel. . Wie ſich die gemeinen Bergleut behoͤlzen ſollen. Ds ſollen und mogen auch die Bergleuͤt in den gemeinen Waͤldern Holz zu ihrer Nothdurft nehmen und gebrauchen/ dergleichen in freyen Baͤchen/ Schmelzhuͤtten Schlagen/ Kohlſtaͤdt aufrichten/ auch Weeg und Steeg dazu machen/ doch das ſie ſolches anderen Leuten ohne merklichen Schaden und nach Erkanntnus der Richter und Geſchwornen thuunn. e e Gun. „* 0 0 Sundert und dreyzehender Nriikel. Das Verbrechen in den Waͤldern durch die Bergrichter Machdem die Waͤlder bey den Bergwerken gelegen/ Unſeren Bergrichtern derſelben Ende zu verleihen/ zu hauen/ Bot/ und Verbot darauf zu thun/ befohlen ſeyn/ demnach iſt Unſer Meynung und Befehl/ wann darin verbrochen/ auch mit Geſchwenden/ Gereuͤten/ Brennen/ Ranten/ Zäunen und Lorget bohren uͤber die Verbot gehandlet wird/ daß ſolches Unſer Bergrichter/ und nicht die Gerichts/ oder Pfandſchafts Herrn zu ſtrafen haben/ die ſollen Uns dieſelben Wandel iaͤhrlich mit anderen Strafen veraitten. Mundert und vierzehender Mrtikel. So einer vermeinte der Waͤlder halber befreyt zu ſeyn. Vermeinet aber iemand der Walder halber einicherlei Freyheiten zu haben/ der ſoll die/ wie in Eingang dieſer Ordnung angezeiget iſt/ Unſerem Oberſten Bergmeiſter fuͤrtragen/ der wird als dann nach Geſtalt der Sachen darin handlen/ oder Unſeren Niederoeſterreichiſchen Kammerraͤthen anbringen/ damit ferner die Nothdurft darauf fuͤrgenommen werde/ ob aber Unſere Bergmeiſter ſelbſt derohalben mit Handlung fuͤrgehen wurden/ daß ſollen ſie gleichfals angeregten Unſeren Kammerraͤthen anzeigen/ damit Uns an Unſeren Hohheiten/ Herrlichkeiten und Waͤldern nichts entzogen/ noch Unſer Kammergut und Mannſchaften geminderet/ und die Bergwerk Waͤlder halber erliegen. ö Sundert und funfzehender Vrtikel. Auszeigung der Staͤdt/ Maͤrkt und Gerichts behoͤlzung. Soch ſoll den Staͤdten/ Maͤrkten/ Doͤrfern/ und Nachbarſchaften zu ihren Nothdurften ein Auszeigen der Waͤlder gethan verden/ die ſie nach Ordnung inmaſſen Unſeren Bergleuͤten aufgeladen iſt/ gebrauchen ſollen. Sundert und ſechzehender Mrtikel. „Welchermaſſen das Holz geſchlagen ſoll werden. s ſollen auch von maͤnniglich in den empfangenen 1 die Skam * 00 43 Stammen aufs meiſte uͤber einen Daum von der Erde nicht abgeſtecket/ und dieſelben ſamt den Wipfeln fleiſig aufgearbeitet werden.. Jundert und ſebenzehender Hrtikel. Von der Geſchwornen Lohn/ wann ſie in denen Waͤl. dern gebrauchet werden. Ds die Geſchwornen in denen Waͤldern von iemand gebrauchet werden/ ſo ſoll ihnen in den nahenden Waͤldern vor einem halben Tag zwoͤlf Kreuͤzer/ und vor einem ganzen Tag achtzehen Kreuͤzer/ und uͤber Nacht vier Schilling/ vier und zwanzig Pfenning fuͤr Lieferung und Lohn gegeben werden/ aber auf den niederen 8 mag es weniger erleiden! doch alles nach Geſtalt der achen. Wundert und achtzehender N Ordnung fuͤrzunehmen/ wie man die Waͤlder arbeiten/ und das Holz geben ſolle. Much ſo man die Waͤlder angreifen und zu den Bergwerken hacken wurde/ es ſeye zu Kohlen/ Roͤſten/ oder Nothdurft der Gruben/ ſo ſoll der Bergrichter ſamt den Geſchwornen/ und Gewerken Einſehung thun/ das man ſolches auf das naͤchſte/ und iedes in ſeinem Werth an dieſelben Ende hinbringen moͤge/ da es verbraucht ſoll werden/ und wie der Werth und Lohn geſezt/ darum es fremde Holzknecht/ oder andere arbeiten/ oder bringen wollten/ ſoll es allweeg den Nachbaren um denſelben Anſchlag/ ſo fern es ihnen gemeinet iſt/ zu fuͤhren gelaſſen werden. Ob aber die Nachbaren ſolche Arbeit nicht annehmen wollten/ noch koͤnten arbeiten/ als dann mag es ein ieder Gewerk/ oder Ver weſer ſonſt einem verlaſſen/ wem er will. Sundert und neunzehender Irtikel. So ſich einer einer Arbeit unterſtehet/ und dieſe nicht verfertiget. N Wann ſich einer/ wer der waͤre/ einer Holz Arbeit unterſtunde/ und nicht verfertigen wollte/ wie ihm dieſe verdingt/ und angezeigt wird/ deshalben er von dem Bergrichter verklaget wurde/ ſo mag ihm derſelbe Bergrichter ſeiner Verbrechung nach ſtrafen/ und zu Abtrag halten. K Hun— ä——— 2** ⁰ Hundert und zwanzigſter Hrtikel. Wie ſich ein Schlag verliegt. Klre aber/ das einer ein Schlag empfienge/ und haͤtte Holz darin geſchlagen/ das er liegen lieſſe/ und wollte es nicht foͤrderlich arbeiten/ der ſoll keine Freyung haben/ und mag der Richter 1 5 55 dem geſchlagenen Holz und Rißwerk einem anderem Hundert ein und zwanzigſter Hrtikel. Von den Bauern/ und fremden Holzknechten. Send nachdem die Bauern die fremden Holzknecht nicht zugedulden/ ſondern die Holz Arbeit ihnen allein zu verlaſſen vermeinen/ dadurch die Gewerken zum Nachtheil der Bergwerk in den Loͤhnen geeuget werden/ ſo iſt Unſer Meinung/ wann alſo die Bauern über die gegebene Ordnung/ wie oben begrifen/ die Loͤhn/ unfuͤglicher Meiſe erhoͤhen wollen/ das den Gewerken alsdann zugelaſſen ſeye fremde Holzknecht zu gebrauchen/ doch ſollen die Bergrichter ſolche ohne genugſamer Urſach nicht geſtatten/ ſondern die Unterthanen ſollen/ wie oben gemeldet/ fuͤr andere mit der Arbeit bedacht/ und gefoͤrderet werden. Sundert zwey und zwanzigſter Frtikel. Von Holz Kohl und Erzfuhr. rr gleichen wollen Wir auch das die Holz- Kohl- und Erzfuhren oder was man ſonſt zur Nothdurft des Bergwerks bedarf gleichfals den Nachbarn um ziemlichen Lohn vor andere vergönnet/ und zugelaſſen werden. f Sundert drey und zwanzigſter N Von der Kohlmaaß. . 5 9 Dir wollen auch das in Unſeren Niederoeſterreichiſchen Landen auf allen Unſeren Bergwerken/ ſo itzo ſeynd/ oder kuͤnftiglich auferſtehen/ ein gerechter gleichmaͤſiger Kohlſack/ nemlich die Maaß/ ſo man ſchwarzen Sack nennet/ welcher ſieben Schuhe lang/ und vier Schuhe breit iſt/ gebraucht werde/ derhalben Unſer Oberſter Bergmeiſter auf iedes Bergwerk dieſelbe Maaß gerecht verordnen ſell/ welcher ſich dann hinführo einer anderen Maaß gebrauch en/— ar . O 47 darnach kaufen/ und verkaufen wurde/ es ſeye in Ploͤchhaͤuſern/ Hammern/ oder Schmieden/ dieſelben ſollen Unſere Bergrichter/ ſo oft ſie betretten werden/ um ſechs Gulden ſtrafen/ Es ſollen auch Unſere Froͤnner/ Geſchworne/ oder Bergboten alle Kohlkrippen an den Orten zuvor/ und ehe dieſelben gebraucht werden/ bezeichnen/ und ein Schin oder zwo daruͤber ſchlagen/ das ſie nicht eingezogen oder enger gemacht werden. Welcher aber eine ſolche unbezeichnete/ oder gefaͤlſchte Krippen fuͤhren/ und von den Gewerken/ Schmelzern oder anderen angenommen wurden,⸗ die ſollen beide Kaufer/ und Verkaufer oben beſchriebener maſſen geſtrafet werden/ und dem der die Krippen abfaͤcht/ ſoll man von einem iedem Sack fuͤr ſeinen Lohn vier Kreuͤzer geben. Sundert vier und zwanzigſter Irtikel. Von der Bergfuhrleit Weide. ä Damit Unſere Bergwerk deſto mehr befoͤrderet/ und erhalten werden/ ſo wollen Wir/ wo Bergwerk ſeynd/ oder noch entſtehen/ es ſeye auf hohen/ oder niederen Alpen/ da die Bergſaͤmmer/ und Fuhrleuͤt einer Weide nothduͤrftig waͤren/ das dieſelben ihnen um einen ziemlichen Zinß nach Erkanntnus Unſeres Bergrichters/ und zweyer Geſchwornen/ auch zweyer unpartheiyſcher Nachbaren ungeweigeret gelaſſen/ und daruͤber nicht zuviel anderes Vieh dadurch die Fuhr/ und Saͤmmroß an ihrer Weid Abgang haͤtten/ auf dieſelben Alpen genommen werden. Doch ſoll dem/ deſſen ſolche Erz oder Alpen iſt/ ſein gemachter Zinß bey der Straf fuͤnf Pfund Pfening zu rechter Zeit bezahlet werden. Wollte aber derſelbige ſelbſt fuhren/ und das Bergwerk beforderen/ das ſoll ihm um den gewoͤhnlichen Lohn vor anderen vergoͤnnet werden. Wundert fuͤnf und zwanzigſter rti Von Bezahlung der Fuheleuͤt/ und das die Nachbaren vor anderen zu der Fuhr gefoͤrderet werden. Vergſaͤmmern/ Wagnern/ und anderen Fuhrleuten/ ſo zur Foͤrderung gemeiner Bergwerk Erz/ Kohlen/ Khuft/ Laim/ Holz und andere Nothdurft fuͤhren/ denen ſoll ihr gedingter/ und abgeredeter Lohn mit baaren Geld und zur gewöhnlicher Zeit/ wie anderen Bergleuͤten bezahlet/ und die Nachbaren/ welchen von den Bergwerken am meiſten Schaden geſchiehet/ ſollen vor anderen um den gewoͤhnlichen Lohn bey denſelben Bergwerken mit Arbeit/ beſonders mit Fuhren/ darzu ſie 9 meiſten zu gebrauchen ſeynd 177 . 2 f r 48 K(0 908 foͤrderet werden/ doch das dieſelben Saͤmmer/ und Fuhrleüͤt/ den Gewerken hinwiederum ihre Pact/ und Geding/ ſo ſie ſolcher Fuhr halber mit ihnen machen/ auch erbarlich/ und wie ſich gebuͤhret/ ohne Auszug halten. 245 Hundert ſechs und zwanzigſter Artikel. Das Holz fleiſig/ und in rechter Lange/ und Groͤße zu den Gruben zu bringen. 5 5 Ds ſollen auch Unſere Bergrichter/ Gewerken/ Froͤnner/ Verweſer/ und Hutleuͤt/ ihr getreůes/ und fleiſiges Aufſehen haben/ das die Scheiter/ Pfaͤhl/ Staͤmpel/ und Geſteng in rechter Große und Laͤnge zu den Gruben gemacht/ das auch die Saͤmmer/ und Fuhrleuͤt/ wann ſie einen Kaſten mit Scheitern angreifen/ kein Scheit/ noch Staͤmpel auswerfen/ ſondern alles verfuͤhren/ welche aber ſolches uͤbertretteten/ daß die rechte Maaß nicht gemacht/ auch durch die Saͤmmer nicht alles verfuͤhret/ und zu den Gruben uͤberantwortet wurde/ dieſelben ſollen durch Unſeren Bergrichter um zwey Pfund Pfening geſtrafet werden. Gundert ſieben und zwanzigſter rtikel. So einer dem anderen um den Liedlohn auf Theil klaget. HWann der Arbeiter um ſeinen Liedlohn auf einen Gewerken gefuͤhret/ deſſen ihm derſelbe Gewerk bekaͤnntlich iſt/ und der Arbeiter ſolchen ſeinen Lohn von dem Gewerken nicht bekommen kan/ ſo mag er dem Bergrichter derſelben Ende auf des Gewerken Theil klagen/ alsdann ſoll der Bergrichter mit ihm verſchafen/ den Arbeiter in vierzehen Taͤgen/ oder iſt der Klager Wanderfertig in dreyen Taͤsgen/ den naͤchſten nach ſolcher ſeiner Klag begnuͤgig zu machen/ wie Bergwerksrecht iſt. Wurden dann in derſelben Zeit dem Arbeiter von den Gewerken Pfand geleget/ die ſollen demſelben Arbeiter dermaſſen geſchaͤzet werden/ daß die Pfand des bereiten Gelds wohl werth ſeyen/ alsdann ſoll an der Schaͤzung der dritte Pfening abgehen/ und verlohren ſeyn/ aber um anderer Sachen nicht/ darnach ſollen die Pfaͤnder drey Taͤg auf Loſſung ſtill liegen/ loͤſet man ſie nicht/ ſo ſoll ſich der/ dem man ſchuldig iſt/ der Pfaͤnder halten/ und damit thun/ wie er deren weiß zu genieſſen/ doch ſoll der Bergrichter an Sonntaͤgen/ und gebottenen Pannfeyertaͤgen keinen zu klagen geſtatten/ noch dieſelbe Taͤg iemand etwas einantHunworten/ oder es hat nicht Kraft. g * N 929 Gunderk acht und zwanzigſter Irlikel. Wann einer Theil legen will. 5 Ss ſollen auch die Gewerken ihren Arbeitern/ wann ſie um Liedlohn klagen/ an keinem andern Ort Theil noch Erz legen/ dann da ſie ſolchen ihren Liedlohn verdient/ und ſie darauf geklaget haben. Sunderk neun und zwanzigſter Hrtikel. Hach ſoll man keinem Arbeiter/ der ſeiner Arbeit ſonſt treulich wartet/ von Klagens oder Fuͤrforderns wegen ablegen/ welcher Gewerk/ Verweſer oder Hutmann das aber khaͤte/ der ſoll darum geſtrafet werden. Sundert und dreyſigſter Mrlikel. Von Klagen außer Liedlohn. Voelagt aber einer gegen dem andern um Schulden/ die nicht Liedlohn ſeynd/ auf Theil/ ſo ſoll der Richter dieſelben Theil durch die Geſchwornen ſchaͤzen/ aber auſſeror dentlicher Erkanntnus nicht einaukworten laſſen/ als um verdienten Liedlohn. Gunderk ein und dreyſigſter Prlikel. Die Verlaͤg in vierzehen Taͤgen zu rechtfertigen. 5 HWVann einer dem anderen etwas verlegen und verbieten laſt/ der ſoll ſolcher ſeiner Verlaͤg oder Verbot nachkommen/ und das Recht zu den verlegten Gut ſuchen in vierzehen Taͤgen. Iſt es aber um Vieh/ als Roß/ Ochſen und dergleichen/ darauf Koſten und Schaden laufen/ in dreyen Tagen den naͤchſten/ und ſoll zwiſchen dem Verleger/ und verlegten/ und wer ſonſt darzu zu ſprechen haͤtte ſolcher Verlaͤg halber geſchehen/ was Bergwerksrecht iſt. Wo aber der Verleger ſeiner Verlaͤg nicht nachkommt ſo ſoll dem Gegentheil/ die verlegene oder verbotene Haab mit Abtrag ſeiner erltttenen Schaden wieder ledig gelaſſen und der Verleger nach Gebuͤhr geſtrafet werden. ö „ eee Hundert zwey und dreyſigſter Irti Von der armen abgeſtorbenen Bergleuͤt Guͤter. Mis ſich auch zu mehrmahlen begeben/ wann arme Gewerken/ oder Bergwerks verwandte/ die mit Schulden beladen geweſen/ abgeſtorben/ von Land gewiechen/ oder ſonſt nicht zubezahlen gehabt/ das dann etwann genaue Perſonen anderen Glaubigern fuͤrgeilet/ und zum erſten Verbot/ und Verleg auf derſelben Guͤter gethan haben/ dardurch ſie alſo den Vorgang erlanget/ und am erſten bezahlet worden/ da gegen aber die/ ſo ſolche arme Schuldner aus Mitleiden/ und Verſchonung anzutaſten/ und zu beklagen verzogen/ von wegen des Vorgangs der Erſuchung bey Gericht ihrer Schuld nicht haben bezahlet moͤgen werden/ ſo wollen Wir/ das ſolches hinfuͤro abgeſtellet/ und nachfolgende Beſcheidenheit darin gehalten werden ſoll: Nemlich/ wann aus des Schuldners Gut nicht voͤllige Bezahlung geſchehen mag⸗ daß erſtlich aus denſelben ſeinen Guͤtern Unſer Fron und Wechſel als Kammergut entrichtet/ darnach der Liedlohn/ und ſo einer ihm auf Unterhaltung der Bergwerk auf Silber oder Erz mit baaren Geld Fuͤrſtreckung gethan/ dergleichen Inslit/ Eiſen/ Schmidkoſt und Koſtgeld bezahlet werden; Aber zwiſchen anderen Glaubigern/ ſie haben um ihre Schulden eingeſezte oder verſchriebene Pfand/ Bekanntnus/ Verſchreibung/ Handſchriften oder nicht/ desgleichen umHeuͤrathgut/ Morgengab/ Vermaͤchtnus und gemeiniglich mit allen anderen Guͤtern/ die den Bergwerk nicht unterworfen/ noch anhaͤngig ſeynd/ ſoll es gehalten werden/ wie ſonſt in Unſeren Fuͤrſtenthuͤmen und Landen recht und gebraͤuchig iſt. g Sundert drey und dreyſigſter Krtitel Der Fronbot ſoll die Verleg ausrichten. Mo dem Fronboten ein Verleg oder Verbot zu thun/ oder ſonſt was es ſeye Klag oder anderes zu verkuͤnden befohlen/ und ſein Lohn davon gegeben wird/ ſo ſoll er es ausrichten/ und den Verleger oder Klaͤger damit nicht verſaumen/ noch in Nachtheil fuͤhren/ oder er iſt ihm ſchuldig ſeinen Schaden abzutragen/ man haͤtte dann den Boten ſeine Gerechtigkeit nicht gegeben/ ſo mag er damit ledig ſeyn. — und was alſo dem? b ſoll der Schuldner auch zu entrichten ſchuldig n * 0 085. Sundert vier und dreyſigſter Wie gegen den beklagten Schuldnern gehandlet ſoll werden. 5 Haſt aber einer dem anderen/ es ſeye Gewerk/ oder Geſell/ um Schulden vor Gericht forderen/ und dann der Beklagter Schulden geſtaͤndig iſt/ ſo ſoll der Richter mit dem Schuldner verſchafen/ daß er den Glaubiger bezahle in vierzehen Taͤgen/ wie Bergwerksrecht iſt. Wurde aber der Schuldner das nicht thun/ und der Glaubiger den Richter deshalben weiter anhalten; ſo ſoll der Richter dem Schuldner ferner gebieten in dreyen Taͤgen zu bezahlen/ wo er dann in denſelben Taͤgen die Bezahlung auch nicht thaͤte/ noch Pfand zu Gericht legete/ ſo hat der Bergrichter denſelben Schuldner um ſolchen ſeinen Ungehorſam zu ſtrafen/ und ſolle er auf Anzeigen des Glaubigers dem Schuldner in ſeine Guͤter greifen/ und davon zahlhaft machen/ wo aber der Schuldner nicht Guͤter/ noch ſonſt zu bezahlen haͤtte/ und ihn der Richter auf des Glaubigers Koſten gefaͤnglich halten/ und auf ſein ferneres Anlangen darin baudlen/ er ſolle ihm auch jeden Tag um zwen Kreuzer Speiß geben/ und der Gefangene bezahlet durch ſolche ſeine Gefaͤngnus alle Wochen an der Schuld einen Gulden ab. Jundert fünf und dreyſigſter N Wann der Klager wanderfertig iſt. 8 Hare aber einer weegfertig/ der Unſeren Bergrichter um Bezahlung gegen ſeinen Schuldner anrufet/ ſo ſoll der Richter verſchafen/ denſelben in dreyen Taͤgen zu bezahlen/ geſchicht das nicht/ ſo ſoll er benſelben Gelder auf Pfand greifen/ und fuͤrderlich ſchaͤzen/ haͤtte aber der Gelder in denſelben Gericht nichts anderes dann Bergwerks Theil/ darvon ſoll er ihn in vierzehen Taͤgen zahlhaft machen/ klager mit Verſaumnus/ Koſt und Zehrung darauf geht/ daf Qundert ſechs und dreyſigſter rt 0 So einer Pfand legek. Wurden dann dem Glaubiger von dem Schuldner in der Zeit Pfand geleget/ die ſollen nach 3 der Schuld treulich und 2 N Artikel. ungefaͤhrlich geſchaͤzet/ und dem Schuldner die naͤchſten drey Taͤgoder wo der Glaubiger Wanderfertig iſt/ ein halber Tag nach der Schaͤzung Loſung darauf vergoͤnnet werden. a Sundert ſieben und dreyſigſter Mrtikel. So einer liegende Gelder anbietet. Anſere Bergrichter ſollen auch nicht geſtatten/ daß den Arbeitern an ihren Liedlohn oder Schulden/ Haͤuſer und liegende Guͤter/ oder c alter Plunder/ und vergebener Haußrath/ darum das baare Geld ſchwaͤrlich zu bekommen iſt/ geleget werde. Haͤtte aber einer nichts anderes/ und alſo aus Noth Haͤuſer oder Gruͤnde legen muͤſte/ und der Klager die Ubermaaß auch nicht hinaus zugeben/ oder zu bezahlen hatte/ ſo ſoll er auf ſolches Hauß/ oder Grund angeſezet werden/ daſſelbe nuzen und gebrauchen/ ſo lang bis er ſeiner Schuld ſamt all erlittenen Koſt und Schaden gebuͤhrlich bezahlet wird. Hundert acht und dreyſigſter N 5 So einer Theil leget. ä Ds ſoll auch keinem von ſeinem Schuldner Theil geleget werden/ noch der Glaubiger ſolche anzunehmen ſchuldig ſeyn/ es haͤtte dann der Schuldner/ wie oben gemeldet/ nichts anderes. SJunderk neun und dreyſigſter Hriikel. So einer auf drey Taͤg klaget. i o aber ein Knap/ oder anderer Bergwerksverwandter ſeine Gelder um Schulden klaget/ und verſchafen laſt ſich in dreyen Taͤgen als einen Wanderfertigen zu bezahlen/ und ſich daruͤber aufhielte/ und nicht von dannen hinweg in andere Herrſchaften oder Bergwerk ziehete/ oder in kurzer argewaͤnniger Zeit wiederkaͤme/ der ſoll zu Straf zwey fund Pfening verfallen ſeyn be kein Gewerk denſelben in einem halben Jahr darnach foͤrder oben ſtehet. 9 Gundert vierzigſter Wrt Wie die Gewerken die Arbeiter mit Pfenwerthen ver8 gnuͤgen ſollen. 885 die Gewerken/ oder ihre Verweſer den Arbeitern an 11 0 5 ledey Straf/ wie 5. 0 0„ Liedlohn Pfenwerth geben/ und die Arbeiter ſolche Pfenwerth gern und mit guten Willen annehmen/ ſo ſollen ſie ihnen angeſchlagen werden in gleichem ziemlichen Werth ungefehr/ wie ſie derſelben Ort und Zeit ihren Gang haben/ und ſoll keiner uber ſeinen Willen mit den Pfenwerthen genoͤthiget/ noch getrungen werden/ wie oben auch begriefen iſt. Sundert ein und vierzigſter Priikel. Die Bergrichter ſollen die Pfenwerth maͤſigen. Ds ſollen auch Unſere Bergrichter und Geſchworne Gewalt haben/ bey ihren Pflichten und Treuen in ſolchen Pfenwerthen Maaß und Ordnung fuͤrzunehmen/ auch das Getreide/ Brod/ Fleiſch/ Wein/ Zaͤmas und andere genieſſende Pfenwerth zu maͤſigen/ und zu ſchaͤzen/ wie es ſich nach Gelegenheit der. und gemeinen Kauf billich und gut geduncket. Es ſollen auch die Fuͤrkaͤufer/ und Laͤdler/ die den Bergwerk nicht verwandt ſeynd/ bey den Bergwerken Vormittag nicht einkaufen/ wo das geſchaͤhe/ haben beide Unſer Pfleger und Bergrichter dieſelben zu ſtrafen. Sundert zwey und vierzigſter Wr Die Gewerken ſollen ſonderlich Inslit/ Eiſen und andere dergleichen Nothdurften geben. HWVacche Gewerken nicht Inslit/ Eiſen und andere dergleichen unvermeidliche Nothdurften zu den Gebaͤuen den Arbeitern geben/ die ſollen auch Wein/ Tuch und andere Kaufmannswaaren nicht ausgeben/ welche das uͤbertretten/ die ſollen durch Unſere Berg richter darum geſtrafet werden. 3 f Gunderk drey und vierzigſter Mrlik 5 Maut und Zollfreyung. Damit auch Unſer Bergwerk deſto mehr beforderet/ und in Auf; nehmen gebracht/ auch iedermann deſto geneigter und williger zum bauen bewegt und erhalten werde/ ſo ſoll hinfuͤro alle Bergwerks i nthalben in Unſeren Niederoeſterreichiſchen Landen und Gebieten/ es ſeye friſches Blei/ Erz/ Herdblei/ Glet/ Kupferſtein/ Lech/ Eiſen/ Eiſenzeuͤg/ Inslit/ Vieh/ Fleiſch/ Getreid/ Brod/ Kaͤß und Schmalz/(ausgenommen den Wein/ Tuch und andere emeine Kaufmanswaaren) ſonſt alles was die Gewerken zu Unfern Bergwerken bringen/ kaufen und fuͤhren/ Maut und Auf, ſchlag frey ſeyn. S. Hun Sundert vier und vierzigſter Mrtikel. Wie die Gefaͤhr in der Mautfreyung verhuͤttet ſoll 8 werden. Ind damit in oben angezeigter Unſerer gnaͤdigſter Befreyung allerley Betrug contreband, der man ſich zu Nachtheil Unſers Kammerguts darin gebrauchen moͤchte/ verhuͤttet werde/ ſo iſt Unſere Meinung/ daß ſich Unſer Oberſter Bergmeiſter aller Gewerken Gelegenheit/ die Unſere Bergwerk mit beruͤhrten Pfenwerthen verſehen fleiſig erkundige/ und demſelben auf ihr Anlangen glaubwuͤrdige verfertigte Urkunde gebe/ was ſie iederzeit zu Unterhaltung und Nothdurft der Bergwerken/ wie oben gemeldet/ kaufen und fuͤhren wollen/ damit daſſelbige darauf an den Mautſtaͤdten frey paſſiret werde/ und was alſo die Gewerken kaufen/ und in die Berggericht/ darin ein ieder bauet/ bringen/ das ſollen ſie den Bergrichtern derſelben Ende anzeigen/ dieſelben ſollen gleichfals ihr fleiſiges Aufmerken und Nachfrag haben/ das ſolches in andere Weeg nicht verfuͤhret/ oder verkaufet werde/ welche ewerk aber mit einem Betrug oder Contreband betretten/ der ſoll durch Unſern Oberſten Bergmeiſter ernſtlich geſtrafet werden. Es ſoll auch Unſer Oberſter Bergmeiſter keinem Gewerken/ noch anderem dergleichen Urkund nicht geben/ er wiſſe dann wohl/ daß derſelbe Gewerk kein an⸗ U dere Handthierung babe/ darin er die angezeigten Waaren Con- ü trebandweiß verwenden moͤchte. Sundert fuͤnf und vierzigſter Artikel. Von der Fuͤrſtlichen Bergwerksfreyung. 8 s ſoll maͤnniglich bey Unſeren Bergwerken/ Schmelzhuͤtten/ Kohlgruͤben/ Bergen und Holzwerk/ zu den Bergwerken gehoͤrig/ um Sachen die nicht maleſiz ſeynd/ Fuͤrſtl. Freyung und Sicherheit haben: als nemlich an Berg in den Gruben/ und auf den Halden in den Puchern und Waſchhuͤtten/ wie die in der Arbeit ſeynd/ bey den Schmelzhuͤtten und Kohlgruben/ als weit mit Roſt? ſtädten/ Schlagen und Loͤſchen umfangen ſeyn in Waͤldern als weit das Aſtach und Arbeit gewehret/ und? die Berggeſellen und Arbeiter/ ſo ſie zu und von ihrer Arbeit gehen/ es ſeyen 5 Kaapen⸗ Schmelzer/ Kohler/ Holzlnecht oder andere/ Niemand ausgenommen. Wer aber ſolche Freyung uͤbergienge/ und ienand darinen frefelte/ der ſoll an Leib und Gut ſchwerlich darum geſtrafet werden/ doch daß ſich dieſelben Arbeiter und maͤnniglich/ wer ſolcher Freyung genuͤſſen will/ dargegen auch halten/ als ſich zu ſolcher Freyheit gebuͤhret. un %-r 35 N Gunderk ſechs und vierzigſter Mrlikel. W Von der Bergrichter/ Amtleuͤt und Rednern Belohnung. f Dinem Bergrichter ſoll von einem Lehen/ das er vermoͤg dieſer 9 Ordnung verleihet/ drey Kreuͤzer/ und den Schreiber ein Kreuͤzer/ 1 von einer Freyung iedem auch ſoviel einzuſchreiben gegeben werden/ 1 wie es von alter herkommen iſt. 1 Gibt dann der Bergrichter oder Schinner einer oder mehr Gru⸗ 5 ben ihre Maaß oder Schnur/ iſt man von ieder Gruben achtzehen 1 Kreuͤzer zu geben ſchuldig. 1 e 1 Und ſo der Bergrichter zwo Gruben zuſamenſchlaget/ iſt man f ihm von einer Gruben ein Pfund Pfening ſchuldig. c 9 So die Gewerken den Arbeitern Geding oder Lehenſchaft hin laſſen/ ſoll dem Richter von einem Geding und Lehenſchaft drey Kreuzer/ von einen Stuf zu ſchlagen ſechs Kreuzer/ und von einem Lehen oder Geding abzuziehen auch ſechs Kreuͤzer/ und dem Schreiber 185 der ieden ſonderlichen ein Kreuͤzer einzuſchreiben gegeben werden. 8 ö 8 So der Bergrichter bewilliget ein Stollen einzulaſſen/ ſoll ihm davon ein Pfund Pfening/ und dem Schreiber ſechs Kreuͤzer bezahlet werden/ und wann ein Wanderfertiger ein Paßport nimmt/ 5 fol er dem Richter dafuͤr zwen und dem Schreiber einen Kreuͤzer 0 geben. 8 2 So der Bergrichter und die Geſchworne auf Begehren der ewer⸗ 1 ken etwann Beſicht und Beſchau thun/ ſoll iedem von einem gan⸗ 0 zen Tag fuͤnfzehen Kreuͤzer/ und von einem halbe Lechs Kren zer vor Koſt und Lohn gegeben werden. 3 eee Wann man raittet/ ſo iſt man dem Richter und Schreiber von einer ieden Raittung ſchuldig vier Kreuͤzer/ zu den Theilungen iſt dig/ was aber flel werden/ 2 man von ieden Centner Erz Frongeld ein Heller ſchu Kieß oder andere Erz ſeynd/ ſo nach dem Kübel ge ſoll nach eines iden Bergwerksgebrauch das Frongeld gegeben . werden/ wie es ho halter herkommen iſt. 1 Und nachdeiß in Unſerem Berggerieht Stena eee N Jahr ein Goldhergwerk erſtanden/ deſſen Mennig durch die naßen Pucher gearbeltet werden muß/ ſo haben ſich die Gewerken da elbſt beſchwaͤret/ daß ſie von einem ieden Kuͤbel einen Heller Frongeld geben ſollen/ darauf Wir ihnen gnaͤdiglich bewilliget/ und verordnet haben/ diettheil dieſelben Goldbergwerk nicht in der Höhe des Gebirgs/ ſondern nieder bey 5 Land liegen/ und in einem Tag 2 eine 8* 0% eine groſſe Anzahl desſelben Erz oder Kieß umgeſchlagen werden mag/ daß die Gewerken einem Froͤnner von hundert Kuͤbel ſechs Kreuͤzer Frongeld geben ſollen/ und wo hinfuͤhro dergleichen Bergwerk auferſtehen wurden/ ſoll es mit dem Frongeld gleicher maſſen gehalten werden: Was aber fuͤr Erz oder Kieß an der Hoͤhe der Gebirg getheilet wird/ ſoll von einem ieden Kuͤbel ein Heller Frongeld bezahlet werden/ doch ſoll Unſer Oberſter Bergmeiſter hierin nach Gelegenheit eines ieden Bergwerks Einſehung thun/ damit die 1 8 mit dem Frongeld wider die Gebuͤhr nicht beſchwaͤret werden. 5 f 5 2 So ein Bergwerk/ oder anderes dem Bergwerk anhaͤngig verkaufet wird/ ſo ſoll von einen Kauf einzuſchreiben dem Richter und Schreiber ſechs Kreuͤzer gegeben werden/ wo dann einer einen beſiegelten Kaufbrief uͤber einen Kauf begehret/ und der Kaufbrief durch Unſerem Bergrichter mit ſeinem Siegel verfertiget wurde/ ſoll ihm fuͤr das Siegel vier Schilling Pfening gereichet werden/ doch ſtehet es bey eines ieden guten Willen die Kaufbrief zu nehmen/ oder nicht. Welcher in gemeinen Irrungen klaget und Rechtens begehret/ der iſt ſchuldig dem Richter und Geſchwornen ſechs Kreuͤzer/ aber von einem gefruͤmten Rechten iſi man dem Bergrichter ſchuldig achtzehen Kreuͤzer/ und einem Geſchwornen zwoͤlf Kreuͤzer/ dem Schreiber zwölf Kreů zer/ und dem Boten ſechs Kreuͤzer/ und fr das Sie. gelgeld und Schreiberlobn von Dingnußen und Appellationen der Gerichtshandlungen dem Richter beſonders einen Gulden/ und dem Schreiber einen halben Gulden/ oder/ nachdem der Proceß lang oder kurz iſt. * Sezet aber d r Bergrichter etwann einen Hutmann/ oder mehr an das Recht/ oder braucht ſie an dem Berg Durchſchlaͤg/ und anderes zu beſchauen/ ſo iſt man derſelben einem ſchuldig fuͤr eine Schicht/ als oft er der eine dadurch verſaͤumet/ fuͤnfzehen Kreuͤzer. Wann aber auf Unſeren Bergwerken etwann eines Geſchwornen/ oder mehr aus einem Berggericht in das andere Noth ware/ ſo ſoll man derſelben Geſchwornen einem fuͤr ſeine Muͤhe ein Pfund che fund alle Zehrung zahlen/ das Recht oder die Handlung re lang oder kurz. 4 Von einem Kundſchaft Rechten iſt man dem Richter ſchuldig zwölf Kreuͤzer fuͤr Gericht und Siegelgeld/ u m Geſchwornen ſechs Kreuͤzer/ und dem Schreiber/ nac lang iſt. Wure Kundſchaft ä——y—— 5 8 * 8, 57 Wurde dann etwann einem Arbeiter um Kandſchaft fuͤrgeboten/ der da durch ſein Arbeit verſaumen muß/ dem iſt man anch ſeine Verſaumnus/ und ſonſt nichts zu bezahlen ſchuldig. Einem Redner ſoll man geben von einem Kundſchaftrecht zwölf Kreuͤzer/ und von einem Bergrecht oder Inzicht achtzehen Kreuͤzer. Dieweil Klag und Verlaͤg gleichmaͤßig ſeynd/ und in vier zehen Taͤgen gerechtfertiget ſollen werden/ aber einem Gaſt oder Wanderfertigen in dreyen Taͤgen/ ſo ſoll von einer Verlaͤg oder Klag die mehr als zwey Pfund Pfening betrift/ dem Bergrichter ſecbs Kreuͤzer/ und was darunter iſt/ vier Kreuͤzer/ dem Schreiber ein Kreuͤzer einzuſchreiben/ und dem Boten ein Kreuzer die Verlaͤg oder Klag zu verkuͤnden geben werden. Wann man gelegte Pfand ſchaͤzet/ ſo geboͤret dem Geſchwornen/ oder Schaͤzern ſechs Kreuͤzer/ doch nach Gelegenheit der Handlung/ dem Schreiber zwen Kreuͤzer/ und dem Boten ein Kreuzer die Schaͤzung zu ſchreiben/ und zu verkuͤnden. So ein Bergwerksverwandter in den Gehorſam genommen/ ſo ſoll derſelbe von einem ieden Tag/ ſo lang er in dem Gehorſam ligt/ dem Bergrichter fuͤr Atzung geben vier Kreuzer. Den Berggerichtsboten iſt wan fuͤr ſein Fordergeld ſchuldig einen Kreuͤzer/ und ſo er einen außerhalb des Gerichts wohnenden erforderet/ ſol ihm von einer Meil vier Kreuͤzer/ und ein Kreuͤzer Fordergeld gegeben werden/ fuͤr Gefaͤngnus oder Stockgeld ſechs Kreuͤzer/ muß aber der Bot einem Gefangenen Tag und Nacht aus warten/ ſo ſoll der Gefangene mit dem Boten abkommen fuͤr einen Tag und Nacht zwen Kreuͤzer.. Wann der Schinner eine Gruben abzeichnet/ ſo ſoll er zu Lohn haben ein Pfund/ ſechs Schilling/ zwoͤlf Pfening/ und uͤber Land ſeine ziemliche Zehrung; Endſcheldet er aber zwo Gruben von einander/ ſoll man ihm geben drey Pfund/ vier Schilling/ vier und zwanzig Pfening/ dann von einem Eiſen zwiſchen zwey Gruben fuͤrzubringen/ es ſeye fern oder nahend/ ſoll man ihm von ieder Gruben geben vier Schil Pfening. Hundert ſieben und vierzigſter Wrtikel. Von der Landrichter und Bergrichter Gebiet und Strafen. Welcher von dem anderen in Bergwerksſachen vermeinet beſchwaͤret zu ſeyn/ der ſoll une, Bergrichter um Gericht erſuchen/ un 5 ä e — 8— — . 58 0 00 08 und ſein ſelbſt Richter nicht ſeyn/ und ſollen Unſere Bergrichter ieder in ſeiner Verweſung um Sachen das Bergwerk betrefend/ uͤber alle die dem Bergwerk verwandt ſeynd/ und mit taͤglicher Arbeit darzu gehoren/ Niemand ausgenommen/ zu gebieten/ auch dieſelben zu ſtrafen haben/ ſo wider die gegenwaͤrtige Unſere Ordnung/ oder ſonſt Verbrechen/ es ſeye Frefel oder anderes/ deshalben ſoll ein ieder/ er ſeye angeſeßen oder nicht/ in ſolchen Haͤndeln vor einem Bergrichter antworten/ und zu Recht ſtehen/ wie es ſich gebuͤhrt/ und Bergwerksrecht iſt/ darin Wir auch Unſere Bergwerks-Amtleuͤt/ auch der Gewerken Brodgeſind und Dienſtboten/ dergleichen die Mezger/ Müller/ Becken und Bergfuhrleut/ ſo die Gewerken zu Unterhaltung ihrer Bergwerk halten/ und ſonſt dem gemeinen Mann nicht ihre Nothdurft/ ſondern allein den Bergwerks verwandten geben/ und verkaufen/ begrifen haben wollen/ und ſo ſich zwiſchen Bergleuͤten undLandsgerichtUnterſeßenenRumor oder Unzuuͤcht erhebete/ ſo ſollen Landrichter und Bergrichter einander helfen ſolches zu ſtilien/ und ieder den ſeinen Inhalt des Verbrechens ſtrafen. Sundert acht und vierzigſter Arlikel. Wann ein Erzknap in andere Berggerichte kommt. Wann ein Erzknap/ oder anderer Bergwerks verwandter von einem Bergwerk in eines anderen Bergrichters Verweſung kommt/ ſo iſt er demſelben Bergrichter unterworfen/ ſolang er ſich keiner anderen Arbeit unterſtehet/ ausgenommen/ was Malefiz beruͤhret/ darum hat ihn derſelbe Landrichter zu ſtrafen. Hundert neun und vierzigſter Wrtikel. Von den Bauern Soͤhnen bey den Bergwerken. 5 N l Wenn auch die Bauern Soͤhn/ oder andere das ganze Jahr an dem Berg in Schmelzhuͤtten/ oder ſonſt mit Bergwerks arbeit befordert werden/ und iemals zu Zeiten daheim acht oder vierzehen Taͤg helfen arbeiten/ wie ein Sohn und Koſſgeher ſeinem Vater und Wirt zu thun pflegt/ aber die Bergarbeit nicht aufſagen/ noch verlaſſen/ dieſelben ſeynd außerhalb ihrer Vaͤter oder Wirt Grund/ und Boden Unſerem Bergrichter mit Auf bot/ Straf und anderem Gehorſam/ was nicht das Maleſiz belanget/ unterworfen/ ſo lang/ bis ſie ſich der Bergwerk gar entſchlagen. 1 Vun. o 59 Hundert fuͤnſzigſter rtikel. So ein Bergmann ſtirbt. Virbt aber einer/ der dem Bergwerk verwandt/ und mit Haus und Hof angeſeßen iſt/ auch eigene Gruͤnd und Boden hat/ und dann deſſelben gelaſſener Guͤter halber Irrungen fuͤrfallen/ ſo ſolle Unſer Bergrichter in dem zu handlen haben/ daß dem Berawerk anhaͤngig iſt/ als von wegen Theil/ Erz/ Schmelzhuͤdten/ Kohl/ Holz oder anderes/ nichts ausgenommen/ und Unſer Pfleger und Landrichter in den anderen Sachen/ die Grund und Boͤden belangend/ alſo daß durch ihr ieden ſeinen Gebiet nach der Billigkeit gehandlet werde. ö Wo es ſich aber begebete/ daß ein Inzucht auf einen Bergmann gienge/ der auf der That nicht begrifen/ noch ſolche Zuͤcht zu ihm gebracht/ lach aufgericht waͤre/ den ſoll kein Landrichter außerhalb/ . 7. und unerſucht des Bergrichters gefaͤnglich annehmen/ wo es aber aus Urſachen etwan geſchehete/ ſoll der Gefangene dem Bergrichter zu verwahren uͤberantwortet/ und bey Berggerichts Handen gehalten/ und dem Landrichter unter ſeinen Stab nicht uͤberantwortet werden; Es habe ſich dann zu demſelben Beſchuldigten etwas glaubliches /oder genugſames Anzeigen befunden/ darauf ihm der Bergrichter mit einem Urtheil der Geſchwornen dem Landrichter uͤberantworten ſoll/ damit kein gefaͤhrlicher Neid gegen den Bergleuten gebraucht/ und das Übel und Mißethat nicht gehait/ ſondern ein ieder nach ſeinem Verſchulden geſtrafet werde.* Hundert zwey und fänſzigſter riikel. Schmach und Scheltwort belangend. Ss ſoll auch um Schelt- und Schmachwort zwiſchen den Berggeſellen vor Unſerem Bergrichter erſtlich ehe ſolche Sachen unter das Landgericht wachſen gehandlet werden/ und der/ ſo einen au deren mit Worten ſchmaͤchet/ oder ſcheltet/ ſoll dieſelbe Scheltung in blerzehen Taͤgen/ wo er anderſt von dem geſcholtenen darum geklaget/ und fuͤrgenommen wird/ ausfuͤndig machen/ oder nach Noth durft geſtrafet? darzu auf Unſeren Bergwerken nicht mehr gefördert werden. Wollte aber der e darzu ſchweigen/ und in ſolcher Y 2 Schmach 2 9 e 2 —. ———— 60 40 0 0 Schmach und Scheltung liegen/ und verharren/ der ſoll auch/ ſo fern er dem Bergrichter dieſelbe in vierzehen Taͤgen ungefaͤhrlich nicht klagen/ noch anzeigen wurde/ auf keinem Unſerem Bergwerk befoͤrderet/ und gegen ihm/ was die Nothdurft ſolcher Zuͤcht und Scheltung halber ferner erforderet/ gehandlet werden. Gundert drey und fuͤnfzigſter Hrtikel. Von den Verbrechungen darin die Straf nicht aus. druckt iſt. . in gegenwaͤrtiger Unſer Ordnung um ein Verbrechung/ oder Frefel die Straf benennet und ausgedruckt iſt/ ſolle Unſer Bergrichter derſelben nach verfahren/ und ſtrafen. Waͤre aber um einer Sach keine Straf benaͤnntlich geſezet/ noch beſtimmet/ ſo ſollen Unſere Bergrichter ſamt den Geſchwornen dieſelben nach Geſtalt der Verhandlung zu ſtrafen/ und ein Buße zu ſchoͤpfen haben: So ſich dann iemand darinn beſchwaͤret gedeuͤcht/ und guͤtlich nicht abkommen/ oder der Straf gar unſchuldig zu ſeyn vermeinen wollte/ und das mit Recht auszufuͤhren urbietig waͤre/ der ſoll darzu gelaſſen werden/ doch das er angeſeßen ſeye/ oder ſolches Recht zuvor genugſam/ wie es ſich gebuͤhrt/ verbuͤrge. Hundert vier und fuͤnfzigſter Mrtikel. Wie der Bergleuͤt Kinder vergerhabet ſollen werden. Der Erzknappen/ und andere Bergwerks verwandten Kinder/ und Erben Gerhaben halber/ und vor welchem Gericht ihre Guͤter/Haͤuſer/ Jarendhaab/ und anderes/ ſo ſie verlaßen/ berechtiget ſoll werden/ wollen Wir/ daß hinfuͤro Unſer Bergrichter ſolche Gerhaben ſezen/ und daruͤber gebieten/ auch ſonſt diesfalls der Nothdurft nach handlen und richten ſoll und mag/ inmaßen als waͤren dieſelbe verſtor bene Perſonen ſelbſt in Leben. Wann auch derſelben Bergwerksperſonen eine/ oder mehr nach ihrem toͤdlichen Abgang nicht Erben verließen/ ſo ſoll gleichfals der Bergrichter derſelben Ende mit den Geſchwornen/ und nicht die Hauptleut/ Pfleger/ Landrichter/ oder andere Obrigkeiten all deßelben Haab und Guͤter zu Unſeren Handen einziehen/ und beſchreiben/ folgends Unſerem Oberſten Bergmeiſter berichten. Vun. 2 3——— 000 59 61 Hundert fuͤnf und füͤnſzigſter riikel. So Niemand wider die Obrigkeit Buͤndnuß machet. ir wollen auch/ daß kein Gewerk/ Arbeiter/ Berggeſel/ noch anderer/ ſo dem Bergwerk verwandt/ wider Uns/ und Unſere nachgeſezte Obrigkeiten/ Buͤndnuß/ Aufruhr/ Verſammlung/ Widerſtand/ unbillige Verſtaͤndnus/ oder anderes anfange/ uͤbe/ oder mache/ weder mit Worten noch Werken/ heimlich oder ofentlich/ in keinerlei Weiß noch Weeg/ wie ſich dann ihr ieder deſſen mit Eidsgeluͤbd verpflichtet hat/ desgleichen ſollen ſie ſich ſelbſt wider/ und uͤber einander auch nicht rotten/ noch verſammeln/ ſondern wem etwas beſchwaͤrliches zugefuͤgt/ oder angelegen iſt/ der ſoll es an unſern Bergrichter bringen/ welcher aber das uͤberfuhre/ und verbrechig befunden wurde/ der ſoll Uns/ als Herrn und Landsfuͤrſten Leib und Gut verfallen ſeyn. Jundert ſechs und fuͤnſzigſter Artikel. Welche Unzucht oder Frefel treiben. Ds ſoll auch keiner auf Unſeren Bergwerken Frefel oder Rumor begehen/ noch andere Unzucht treiben/ oder die Leuͤt gewaltiglich antaſten/ ſtoſſen/ werfen/ ſchlagen/ oder in andere Weeg beſchaͤdigen bey ſchwaͤrer Straf/ darein ein ieder/ ſo ſich ſolches Frefels oder Rumors gebraucht/ nach Geſtalt ſeiner Verhandlung ſoll gefallen ſeyn/ darauf dann Unſere Bergrichter/ und ihre Boten ihr beſonders fleiſiges Aufſehen haben/ und ſolche Frefel/ Unzucht und Gefecht/ wo immer ſich dieſe unter den Bergleuͤten erheben/ mit Friedbot/ und in andere Weeg/ ſoviel moͤglich iſt/ unterkommen/ und abſtellen/ auch die Fraͤfler nach Nothdurft/ wie ſich gebuͤhrt/ ſtrafen ſollen. Hundert ſieben und fuͤnfzigſter Vrtikel. So ſich einer der Obrigkeit widerſezet. Vollte ſich dann einer oder mehr der Obrigkeit mit Gewalt widerſezen/ ſo ſollen Unſere Land- und Bergrichter mit ſamt den Unterthanen beider Gericht/ welche beruft werden/ an einander helfen/ und mit Ernſt darzu thun/ damit der/ oder dieſelben Veraͤchter/ anderen zum Beyſpiel/ und Ebenbild behaͤndiget/ und an Leib und Gut ernſtlich beſtrafet werden. Q 5 Vun. — S2 „„TV 1 1 9 N. 9 1 9 19 ä „ 0 ö 111 444 N 11 1 N ö 1 0 0 62 4 O 8 N Jundert acht und füͤnfzigſter Vrtikel. Von verbottenen Wehren. Ds ſollen auch die Berggeſellen/ noch andere Angeſeßene/ oder Gaͤſte/ keinen ausgenommen/ keine gefaͤhrliche verbottene Wehr/ außerhalb/ des gemeinen Seitenwehr/ als Wurfhacken/ Kreuzeiſen/ Bleikugeln und dergleichen nicht tragen/ noch dieſelben/ oder andere unziemliche Wehr wider iemand in Schimpf noch Ernſt gebrauchen/ oder anderen/ wann ſie fechten/ und rumoren/ damit zu Huͤlf laufen/ welcher aber daß uͤbertrettete/ der ſoll ſo oft um einen Gulden Buͤßfaͤllig ſeyn. Es waͤre dann das einem in ſolcher Rumor ſo großer Schaden geſchehete/ oder iemand gar entleibet wuͤrde/ ſo ſoll die mehrere Straf damit nicht abgenommen ſeyn/ und obgleich der/ ſo den Rumor anhebet/ verwundet wurde/ ſoll er nichts weniger geſtrafet werden. Hundert neun und fuͤnfzigſter Nrtikel. So einer in eines erbaren Nanns Haus weicht. Os einer in eines erbaren Manns Haus/ oder unter eines Angeſeßenen Tropfſtall von Sieherheit wegen fliehete/ dem ſoll keiner mit frefentlicher Hand/ bey Verlierung ſeiner Hand nachlaufen/ noch iemand frefentlich aus einem Hauß forderen bey Straf des großen Wandels. N Sundert ſechzigſter Prtikel. Wann ſich in der Berg und Landrichter Abweſenheit Rumor/ und Gefecht erheben. 9 g Drhube ſich dann etwann ein Auflauf/ Haderei/ oder Rumor unter Bergleuͤten/ und der Bergrichter waͤre nicht verhanden/ ſo ſoll/ und mag Unſer Landrichter der Nothdurft nach darinnen bandlen/ und die ienigen/ davon ſolcher Rumor entſtehet/ zum Gehor ſam annehmen/ und dem Bergrichter uͤberantworten/ deſgleichen ſoll auch der Bergrichter wiederum thun/ wo ſich in Abweſenheit des Landrichters von den Landgerichts Leuͤten etwas ſolches erhube/ und alſo beide Unſer Land/ und Bergrichter eines ieden Orts dergleichen Sachen halber in guten Verſtand/ und Einigkeit auch ſonſt/ wo es die Nothdurft erforderet/ hilflich/ und beiſtaͤndig aneir ander ſeyn. Es ſollen auch die Bergleuͤt dem Landrichter/ und die Landgerichts Lruͤt dem Bergrichter in oben. 50 2* ⁰⁰„„ Fall allen Gehorſam thun/ und nicht widerwaͤrtig ſeyn/ damit ſolcher Unzucht unterkommen/ und geſtrafet werde.. Hundert ein und ſechzigſter Mriitel. So ein Richter/ oder anderer Fried gebietet. o Unſer Richter Fried gebietet/ der ſoll bey Verlierung Leibs/ und Guts gehalten werden. In Fall aber das Unſer Richter nicht gegenwaͤrtig waͤre/ ſo ſoll ſein Verwalter/ Geſchworner/ oder ein Wirt an des Richters ſtat Fried gebieten/ dergleichen mag auch ſonſt ein ieder/ der Uns als Herrn und Landsfuͤrſten mit Geluͤbd/ und Eid verpflichtet/ und in Unſeren Fuͤrſtenthuͤmen ein Einwohner iſt/ er ſeye Burger/ Bauer/ Bergmann/ oder anderer Fried begehren/ nehmen/ und gebieten/ damit Schaden/ und Übel verhuͤttet werde/ welcher dann uͤber ſolche Friedbot nicht Fried halten/ ſonder ſich gewaltiglich darwider ſezen wurde/ der ſoll nach Geſtalt/ und Groͤße ſeiner Verbrechung in die Straf/ als ein Friedbrecher gefallen ſeyn/ und ſoll Unſer Bergrichter denſelben friedbruͤchigen Bergmann zu ſtrafen haben/ wo anderſt der Friedbruch Geldſtraf/ und Verbiekung der Bergwerk auf ihm hat/ und nicht zu Malefiz/ als Verweiſung des Lands/ oder dem Schwerd/ und andere Leibsſtraf reicht. 7 Hundert zwey und ſechzigſter& So einer den Fried anlobet/ und nicht haltet. der einem Fried bey Gericht angeloben/ und denſelben nicht halten wurde. N 8 Sundert drey und ſechzigſter x Von der Bergleuͤt Hochzeiten. Wi wollen auch/ das hinfuͤro die Bergwerks verwandten zu ihren Hochzeiten uͤber drey Tiſch/ auf das meiſte zu dreyßig Perſonen zu verſtehen/ nicht laden ſollen/ das auch ein iede Perſon das Mahl dem Wirt ehe man von dem Tiſch aufſtehet/ bezahle und hinfüro zu weiſen nicht geſtattet werde/ welcher aber das uͤberfuhre/ der ſoll von einer ieden Perſon uͤber die oben begrifene An; zahl/ Uns zu Straf verfallen ſeyn einen halben Gulden/ darauf ſollen die Bergrichter ihr ſonderliches Aufſehen haben/ und ſolches Strafgeld fleißig einbringen/ und verraitten. A 795 Vunesgleichen ſoll auch der/ wie izt gemeldet iſt/ geſtrafet werden/ 1 7 3 1 1 1 5 5 1 1* n 5 1 1 r õĩé7t0ꝛ ² Z!....—— r ñ ß ̃ ̃ĩͤ.— 5 222 ⁵ TbFbTbTbTbTbTPTPTCTTTTTT„.——— 64 2 Gundert vier und ſechzigſter Irlikel. Abͤbſtellung der Theilmahlzeiten. Ind nachdem in Unſeren niederoeſterreichiſchen Landen die Theilmähler aufkommen/ welche Uns aber aus beweglichen Urſachen zu geſtatten nicht gemeinet iſt/ ſo iſt Unſer Befehl das an den Orten/ da ſolche Mahlzeiten zu den Theilungen von Alter her gehalten werden/ hinfuͤro einem ieden Arbeiter fuͤr das Mahl ſechs Kreuͤzer von den Gewerken/ und Lehenhaͤuern geben werden/ wo aber dieſelbigen Mahler bishero nicht in Brauch geweſt/ ſoll dieſe auch kuͤnftiglich durch Unſere Bergrichter nicht zugelaſſen/ noch das Geld dafuͤr gereichet werden. Sundert fuͤnf und ſechzigſter Irtikel. Wie die Bergrechten gehalten ſollen werden. 5 i Mir ordnen auch/ daß alle Quatember auf Unſeren Bergwerken/ ſo es die Nothdurft erforderet/ und Unſere Bergrichter darum erſuchet werden/ ein gemeines ordentliches Bergrecht gehalten/ und daſſelbe zuvor bey den Kirchen zeitlich/ wie es ſich gebuͤhret/ ofentlich berufen werde/ damit Armen und Reichen gegen einander auf gebuͤhrliche Fuͤrbot/ und nach eines ieden Bergwerks Herkommen und Gebrauch gleiches Recht forderlich ergehen/ und erfolgen moͤge. Ob aber einer dem izt gemeldten Bergrecht oben beſchriebener Maſſen nicht erwarten/ und ein beſonderes gefruͤmtes Recht haben wollte/ dem ſoll der Bergrichter mit den Geſchwornen einen foͤrderlichen Rechtstag auf ſeine Koſten halten/ wie oben gemeldet/ und von alter herkommen iſt. Der Bergrichter ſoll auch nicht liederlichgeſtatten um klein und geringſchaͤzige Sachen/ die der Muͤhe und Koſtens nicht werth ſeynd desgleichen um Sachen/ die ſonſt in dieſerunſer Bergwerks⸗Ordnung genugſam erklaͤret/ und entſchieden ſeynd/ auch worinn er ohne ſonderlichen gerichtlichen Proceß/ oder Rechtfertigung aus ordendlichen Gewald und Befehl zwiſchen den Partheyen zu handlen hat/ als um bekaͤndliche/ oder anhellige und wiſſendliche Schulden/ ofenbaren Frefel/ Entſezung/ Vergewaͤltigung/ Einſezung/ und anderes zu rechten/ ſondern er ſoll dieſelbige ſonſt der Billigkeit/ und gemeldter Unſer Ordnung nach hinlegen/ und entſcheiden. * 0 0)( 55 63 Sundert ſechs und ſechzigſter Mrtikel. Glitige Handlung zwischen den Partheyen zu pflegen. bad ſo oft iemand von Rechtens wegen fur Unſere Bergrichter/ und Geſchworne kommt/ ſo ſollen ſie allweeg zu Verhuͤttung der Umkoſten die Guͤtigkeit zwiſchen den Theilen am erſten fuͤrwenden/ und verſuchen/ ob ſie dieſe außerhalb des Rechts mit einander vertragen mochten/ und dann erſt foͤrderliches Recht ergehen laſſen/ wann die Guͤtigkeit nicht moͤchte verfangen werden.„„ Hundert ſieben und ſechzigſter Artikel. Die Urtheil/ Klag und Antwort ordendlich bey Gericht einzuſchreiben. Mu⸗ Urtheil und Recht ſollen mit Klag/ Antwort/ Red/ Widerred und allen/ darauf der Grund deſſelben Rechts ſtehet/ desgleichen die Urſachen darauf Unſere Geſchworne in ihren Rechtſaz ſich gruͤnden/ durch den geſchwornen Gerichtsſchreiber aufgezeichnet/ und in ein ordendliche Schrift geſtellet/ und dann dieſelbe Schrift zuvor/ und erſtlich durch den Bergrichter/ und die Geſchwornen mit Fleiß abgehoͤret/ und darnach zukuͤnftiger Gedaͤchtnus in das Gerichts buch eingeſchrieben werden/ damit man allweeg wiſſen und abnehmen moͤge/ wie eine Sach entſchieden/ und auf was Gruͤnd ein iedes Urtheil geſprochen ſeye. Sunder act und ſchzagſer K Die Urtheil in gleichmaͤßigen Sachen nicht zu verandern. Ib dann zu Zeiten eine Sach der anderen gleich ware/ ſo wollen Wir/ daß damit ein Form gehalten/ und Niemand fuͤr den anderen in ſolchen gleichen Sachen gevortheilet/ oder beſchwaͤret werde/ ſondern einem geſchehe und ergehe/ als dem anderen, doch alles vermoͤg dieſer Ordnung/ und Bergwergsgebrauch. 3 Sundert neun und ſechzigſter Ar Wann die Bergrichter und Geſchworne am Rechten eines Verdachts beſchuldiget werden. i 15 5 3 3 os ſoll auch keiner Unſere Bergrichter und Geſchworne am Rechten liederlich/ und ohne e Urſachen verwerfen/ oder 0 m 6⁵ 00 008 mit ungeziemenden frefenklichen Reden antaſten/ welcher ſich aber eines/ oder mehr aus denſelben als verdaͤchtig beſchwaͤret/ und derohalben genugſame Urſachen zu haben vermeinet/ der ſoll bemeldtem Unſerem Bergrichtern und Geſchwornen ſolches anzeigen/ und ſeine Urſach/ oder was er der Verdaͤchtigkeit halber fuͤrzuwenden hat/ von Stund an fuͤrtragen/ und alsdann durch die/ ſo unter bemeldten Unſeren Richter und Geſchwornen unverdaͤchtlich ſeynd/ daruͤber erkennet werden/ ob ſolche ſeine Beſchwaͤrung/ und vorgebrachte Urſachen der Verdaͤchtigkeit gegruͤndet ſeynd/ oder nicht. Wurde dann durch dieſelben erkennet/ daß ſolche Urſachen des Verdachts dem Rechten gemaͤß/ und ſtatt haben/ ſo ſoll derſelbe aufſtehen/ und ein anderer unverdaͤchtiger verſtaͤndiger Bergmann an ſeiner ſtat geſezet werden: Wo aber das Widerſpiel befunden/ und erkennet wurde/ daß ſolche vermeinte Verwerfung und Verdaͤchtigkeit unbillig/ und ohne allen Fug muthwilliger Weiſe angezeiget/ und geſchehen waͤre/ ſo ſoll der/ durch den die Anklag des Verdachts fuͤrgewendet iſt/ um zehen Pfund Pfening unablaͤßlich zu bezahlen erkennet/ und geſtrafet werden. 8 Sundert und ſiebenzigſter Frlikel. Wann die/ ſo außer den Berggericht geſeßen/ Samkoſt . ſchuldig werden. 9 Qs wollen iemals zu Zeiten die aus den Landgerichten/ Staͤdten/ Maͤrckten/ ſo Bergwerk bauen/ und auf ihre Theil Samkoſt ſchuldig werden/ darnach/ wann die Theil nicht gerathen/ oder der Samkoſt nicht werth ſeynd/ die Liedloͤhner und Samkoſt nicht bezahlen/ noch des Bergrichters Geſchaͤft vollziehen/ ſondern ſagen/ er habe uͤber ſie nichts zu gebieten/ man ſoll ſie vor ihren ordendlichen Gerichten fuͤrnehmen. Auf ſolches iſt Unſere ernſtliche Meinung/ daß dieſelben Unſerem Bergrichter darinn gehorſam ſeyen/ und die Bezahlung thun ſollen laut dieſer Unſerer Ordnung. Welche ſich aber hierinnen ungehorſam halten/ die ſollen Unſere Landshauptleut/ und Vizdom auf deſſelben Bergrichters Anzeigen darzu halten/ daß ſie dem/ wie oben gemeldet/ gehorſamlich geleben/ und ein ieder derſelben ſoll Uns zur Straf verfallen ſeyn zehen Pfund Pfening.. Sundert ein und ſiebenzigſter Hrtikel. Von geſezten Grubenrechten. , unſer Bergrichter ein geſeztes Grubenrecht hat/ es ſeye wegen Durchſchlag oder anderen Sachen/ ſo iſt er nicht 9 auf 8 90 18 67 auf die Partheyen laͤnger zu warten dann bis auf acht Uhr/ oder auf die Stund/ die ihnen geſezt/ und benennt iſt/ ob dann ein Theil nicht erſcheinet/ ſoll er nichts weniger dem gehorſamen ergehen laſſen/ was Bergwerksgebrauch und recht iſtSundert zwey und ſiebenzigſter Arti Von Appellirung der Urtheil. Diewohl die gemeinen Rechten in den Appellationen/ oder Dingnußen eine ſondere Zeit/ und Ziel benennen/ darinn ein jeder/ ſo ſich vermeinet beſchweret zu ſeyn/ und von Recht zu der Appellation zugelaſſen iſt/ dingen/ und ſich fuͤr das obere Gericht berufen mag/ ſo wollen doeh die Berwerkshandlungen aus vielen beweglichen Urſachen dieſelben Ziel/ und Laͤngerung nicht erleiden/ ſondern muͤßen ihrer Art/ und Eigenſchaft nach/ mit dem eheſten eroͤrderet/ und erlediget werden. Demnach/ ob es ſich begebete/ daß ſich einer oder mehr an dem Rechten eines Haupturtheils beſchwereten/ und daſſelbe/ wie gebraͤuchlich bey geſchwornen Eid von beßeres Rechten Willen dingeten/ die ſollen das thun von Stund an nach Eroͤfnung der Urtheilen/ dieweil der Richter noch ſizt/ und den Stab in der Hand hat/ und anderſt nirgends hindingen/ dann erſtlich fuͤr Unſeren Oberſten Bergmeiſter/ folgends fuͤr Unſer Regierung/ und Kammer der niederoeſterreichiſchen Landen/ und wann nun anfaͤnglich von Unſeren Bergrichtern fuͤr Unſeren Oberſten Bergmeiſter appelliret wird, ſo ſoll derſelbe Dinger die Rechtsſachen/ und Urtheil auf ſeine Koſten in vierzehen Taͤgen geſchrieben/ und geſiglet nebmen/ und bey dem Gerichtsſchreiber/ dem Richter/ die zwen Redner/ auch den/ der das Urtheil behaupt hat/ und einen Geſchwornen haben/ und iedem zehen Kreuͤzer geben/ dem Richter einen Gulden um das Siegel/ und dem Schreiber ſeinen Lohn nach Gelegenheit des Proceß/ dar zu am Schreibtag ein ziemliches Mahl/ und ſoll daſſelbe Urtheil nach dem Tag/ daran es verſieglet iſt/ fuͤhren/ und enden in vierzehen/ aber von dem Bergmeiſter fuͤr die gedachte Regierung/ und Kammer in ſechs Wochen/ und dreyen Taͤgen/ oder derohalben einen Saumſal/ darinn die Zeit der Erſtreckung benannt ſeyn ſoll/ zu Gericht bringen/ aber kein Bey⸗ oder Unterurtheil ſollen Unſere Bergrichter hinfuͤro dingen laſſen/ noch dieſelben Geding zu vollfuͤhren geſtatten/ und annehmen/ allein es haͤtte der Appellant ſo genugſame/ und der Hauptſach anhaͤngige Urſachen/ die ihm in der Hauptſach einen rechtlichen Behilf khaͤten/ oder es ware diefelben Beſchwerungen der Urtheil dermaſſen geſtaltet/ daß ſie mit der Hauptſach nicht mochten wider bracht werden/ darinn die Richter ſonderlich bedacht ſeyn ſollen. N Hun. ———T—T—T—T—T—T————————— 68* 00 00985 Hundert drey und ſiebenzigſter N Wie es nach Volfuͤhrung der Appellation gehalten ſoll werden. Wann dann ein Appellation/ oder Geding von Unſerem Oberſten Bergmeiſter/ oder Regierung/ und Kammer erlediget/ und dem Bergrichter wiederum zugebracht wird/ ſo ſoll die durch denſelben Bergrichter/ und Geſchwornen in Gegenwart beider Theilen auf— gethan/ verleſen/ und darnach ferner gehandlet werden/ wie ſich gebuͤhrt/ und Bergwerksrecht iſt. Waͤre aber Sach/ daß der Appellant von der Dingnus ſtunde/ oder dieſelbe in ordentlicher Zeit nicht vollfuͤhrete/ ſo ſoll der Bergrichter auf des anderen Theils Anrufen ferner handlen/ und vollziehen/ was das gedingte Urtheil vermag/ und Bergwerksrecht iſt. Sundert vier und ſiebenzigſter Mrtikel. Maaß der Appellirung zu Verhuͤtung der Gefahr. nd damit die Rechtfertigung auf gefaͤhrlichen Aufſchub/ und Verlaͤngerung in mehrweeg fuͤrkommen/ und abgeſtellet werde/ nachdem oft von Vortheils wegen/ und nicht in Meinung die Gedinge zu volfuͤhren/ appelliret/ und alſo in ſchwebendem Geding erwo einem ſein Erz ausgehauet/ und verfuͤhret/ oder ein anderer Nachtheil zugefuͤget wird/ ſo wollen Wir/ daß der dingende Theil/ als oft hinfuͤro von Unſeren Berggerichten die Urtheil appelliret werden/ bis auf den Schreibtag bedacht/ und Wahl haben ſoll/ ſolche Dingnußen zu fuͤhren/ oder fallen zu laſſen/ und ſofern er dann davon ſtunde/ ſo ſoll daſſelbe Urtbeil/ davon gemeldter 11 5 lant gedinget hat/ von Stund an in ſeiner Kraft gehen/ und foͤrderlich darauf gehandlet werden/ wie oben gemeldet iſt. Stunde aber gemeldter dingender Theil dazumal auf den Schreibtag nicht von dem Geding/ ſonder wolte das vollfuͤhren/ ſo ſoll er alsdann weiter nicht mehr davon ſtehen/ noch daſſelbige fallen laſſen mogen/ ſondern/ wie oben angezeiget iſt/ zu volfuͤhren/ und der Erledigung zu erwarten ſchuldig ſeyn/ wo er aber das nicht thaͤte/ und das Geding nach izt gemeldter Zeit erſt fahren lieſſe/ und darvon ſtunde/ ſo ſoll derſelbe Theil zu Buß unnachlaͤßlich zu bezahlen verfallen ſeyn fuͤnfzig Pfund Pfening/ halben Theil Uns/ und den anderen halben Theil ſeiner Gegenparthei/ ſo das Recht behauptet/ und dannoch nicht deſtominder das Urtheil von dem Bergrichter ergangen/ bey Kraͤften bleiben/ und vollzogen werden/ wie begrifen iſt. Hun . 9 O ON 8 Sundert fuͤnf und ſiebenzigſter Irti Daß man Abſchrift der Proeeh geben ſoll. Iud es werde ein Urtheil gedinget/ oder nicht/ ſo ſoll der begehtenden Parthei daſſelbe ſamt dem Proceß geſchrieben/ und beſiegelt gegen gebuͤhrlicher Bezahlung gegeben werden. Wundert ſechs und ſiebenzigſter Krtikel. Von Empfahung der Waſchwerk. Die Waſchwerk/ ſo bishero in Unſeren Landen zugelaſſen/ und verliehen worden ſeynd/ die ſollen bey denſelben ihren Lehen bleiben/ und gehandhabet werden. Wer aber hinfüro in Unſeren niederdeſterretchiſchen Landen einerlei Waſchwerk aufſchlagen/ bauen/ und arbeiten will/ es ſeye auf flieſſenden Waͤſſern/ in Gebirgen/ oder Graͤben/ der ſolle das zuvor von Unſerem Bergrichter derſelben Ende/ oder ſeinem Verwalter laut dieſer Unſerer Ordnung empfahen/ und das Lehen bey Gericht in das Verfachbuch eigentlich einſchreiben laſſen aber ſonſt ohne das/ oder aus eigenen Gewalt und Vornehmen ſoll ſich Niemand unterſtehen ſolcher Waſchwerk heimlich/ oder ofentlich zu gebrauchen bey Vermeidung Unſerer Straf, wie hievor der Gruben Gebaͤu halber gemeldet iſt. Hundert ſieben und ſiebenzigſter Wrtikel. „Von Fron/ Wechſel/ und Kauf des Waſchgolds. Ds ſoll Uns auch als Herrn/ und Landsfuͤrſten die gebuͤhrliche Fron/ und Wechſel von denſelben Waſchwerken allenthalben zuſtehen/ und gefallen/ auch alle Gold/ und Silber/ ſo daraus gewaſchen/ und gemacht/ zu Handen Unſer verordneten Bergrichter in ziemlichen Kauf und Loſung/ wie ein jedes Waſchwerk ſonderbar von Uns begnadet/ und befreyet wird/ geantwortet/ und wider dieſelbe Unſere Freyheit Niemand anderen verkaufet/ gegeben/ noch in andere Weeg untergeſchlagen werden/ bey ſchwaͤrer Unſerer Straf an Leib/ und Gut/ deſgleichen ſoll es gegen den Perſonen/ ſo ſolches Gold/ und Silber ohne Unſerer beſonderen Bewilligung aufkaufen wurden/ mit der Straf gehalten werden/ wie in dieſer Unſerer Ordnung weiter begrifen iſtt. A 8 Vun ————— — ä—————— — ** Jundert acht und ſiebenzigſter Priel. „Von gemeinen Naittungen bey den Waſchwerken. Ss ſoll auch ein ieder Hutmann in Waſchwerk alle ſechs Wochen vor dem Bergrichter in Gegenwart der Gewerken ofentlich raitten/ und ſolche Raittung in ein beſonderes Buch/ auch wie viel in einer jeden Raittung Gold gewaſchen wird/ ſamt der Arbeiter Lohn eigentlich eingeſchrieben/ und die Arbeiter um ihren Lohn in vierzehen Taͤgen bey der Straf eines Gulden/ ausgefuͤhret werden/ auch ſoll ein iedes Waſchwerk/ wie andere Gebaͤu in die Neuntheil gerechnet/ und nach der Wochen/ und Schichten gearbeitet/ und ingehabt werden. 4 80 8 Qundert neun und ſiebenzig ſter rtikel. Von der Waſchwerk Maaß. 2 S5 dann kuͤnftiglich einer ein Waſchwerk auf flieſſenden Waͤſſern/ Baͤchen/ in Gebirgen/ oder Graͤben etwo aufſchluge/ und empfienge/ der ſoll von Stund an ſeine Maaß an Tag nehmen/ und ihm der Bergrichter daſelbſt auf flieſſenden Waſſern/ oder Baͤchen/ zehen Schnuͤr nach dem Waſſer/ und Zugslaͤnge hinab geben/ und ihm darauf oben/ und unten ſeine Pflock/ und Bidmarck ſchlagen. Wo aber auf die Seiten außerhalb des flieſſenden Waſſers/ und ſeines Gries an das Gebirg/ oder auf der Ebene von dem Waſſer hindan etwas zu verwaſchen/ und zu erbauen waͤre/ und iemand daſelbſt empfahen/ und aufſchlagen wollte/ desgleichen auf anderen Waſchgraͤben außerhalb des Waſſers/ da das Waſchwerk zerſtreuͤet liegete/ und weder Kluͤft noch Gang haͤtte/ da ſoll von der iedem ein rechts geviertes/ oder viereckichtes Lehen/ nemlich ſieben Lehen oder Schnuͤr weit nach gerader Winckelmaaß an das Gebirg/ oder unterſich fuͤr eines Waſchwerksgerechtigkeit gegeben/ und genommen/ und ſeine Pflock in die Viereck darauf geſchlagen werden/ wie Waſchwerksrecht iſt/ damit ein anderer neben ihm darnach zu empfachen/ und aufzuſchlagen wiſſe/ und mag alsdann ein ieder in derſelben Maaß/ und in ſeinen gemeſenen Rechten anſizen/ Stollen/ und Fert bauen/ wo/ und ſo viel er will/ und nothduͤrftig iſt. Verfuhre aber eines an das Gebirg/ oder unter ſich ſo tief/ daß er dem anderen in ſeine Rechten kommete/ und ihm derſelbe begegnete/ ſo ſoll alsdann mit Schin/ und Vergleichung zwiſchen ihnen gehandlet/ und iedweder in ſeine Maaß/ welcher gar heraus gefahren waͤre/ wiederum getrieben werden. Wut. * 0 0 085* Qundert und achtzigſter Artikel. Daß tener in Waſchwerken dem anderen in ſein Maaß fahre. Senſere Bergrichter ſollen auch einen ieden bey ſeiner Grechti keſt in Waſchwerk handhaben/ und nicht geſtatten/ daß einer dem anderen in ſeinen Lehen uͤbergreife/ noch uͤberfahre wider Waſchwerksrecht/ es ſoll auch ein ieder ſeinen Berg foͤrdern dem anderen ohne Nachtheil/ damit derſelbe Berg/ oder Schlam/ nicht zum andermal muͤſſe gewaſchen werden. Welcher aber das thaͤte/ den ſoll der Bergrichter der Nothdurft/ und ſeinen Verbrechen 5 darum ſtrafen. 6 Hundert ein und achtzigſter N 005 Wie es mit dem Waſſer auf den Waſchwerken gehal ten ſoll werden. Das altere Waſchwerk ſoll auf ein Haupt nicht mehr Waſſer fh men/ dann es ungefehrlich noth duͤrftig iſt/ und das uͤbrige Waſſer ſeinen Nachbaren folgen laſſen/ darinn die Maaß/ und Ordnung zwiſchen ſolchen Waſchwerk zu geben allweg bey 11 Bergrichtern ſtehen ſoll. Hundert zwey und achtzigſter tikel. BVerweſer bey den Waſchwerken zu halten. Vs ſoll auch ein ieder/ der in Waſchwerk Theil/ und gemein hat/ einen Verweſer haben/ der bey den Raittungen ſeye/ und ihm daſelbſt/ auch an anderen Orten wo es noth iſt/ ſeine Theil verſpreche/ und verſamkoſte/ inmaſſen wie in der Bergarbeit bey der e wie bevor in dieſer Unſer Ordnung e iſt. ä Wann. aus Hinlaͤßigkeit der Hutleuͤt/ 975. die Waſch werk verliegen/ oder ſonſt ausgelaſſen werden. Welches Waſchwerk durch Hinlaͤßigkeit der Hutleuͤt oder Arbeiter verliegen/ und von einem anderen empfangen wurde/ der ſoll daſſelbige bierzehen Taͤg arbeiten/ 8 darnach vor dem Bergrichter rait—— —. ... 7³ 9 90 0 raitten/ ſo dann die alten Gewerken die Samkoſt erlegen/ ſoll ihnen das Bau wiederum zuſtehen/ wo fern aber ein Waſchwerk durch die Gewerken ſelbſt ausgelaſſen und daſſelbige einem anderen verliehen wurde/ der ſoll bey ſolchen Lehen gehandhabet werden/ und keinem alten Gewerken zu antworten ſchuldig ſeyn/ inmaßen hievor der Grubengebaͤu halber ausgedruckt iſt. Gundert vier und achtzigſter Mrlikel. So einer in Waſchwerken Kluͤft/ und Gaͤng erreichet. b dann in ſolchen Waſchwerken Kluͤft und Gaͤng erreichet/ und entbloͤſſet wurden/ welcherlei die waͤren/ die ſollen bey Straf/ wie vor in der gegenwaͤrtigen Unſerer Bergwerksordnung begrifen/ nicht verſezet/ noch verhalten werden/ weder durch Gewerken/ Hutleuͤt/ noch Arbeiter/ und der Gewerk/ in deſſen Gerechtigkeit ſolche Kluft/ und Gaͤng entbloͤſt/ oder ausgewaſchen werden/ ſoll auf ieden Gaͤng/ wo er anderſt Gebirg genug hat/ einer Grubengerechtigkeit haben zwiſchen Firſt/ und Sool/ und in dem Scherm/ wie vorhin in dem Artikel von der Grubenmaaß ausgedruckt iſt/ doch den aͤltern Gruben/ und Waſchwerken der Enden an ihrer Maaß/ und Gerechtigkeiten unvergrifen. Sundert funf und achtzigſter Wrlikel. Freyung bey den Waſchwerken. s hat auch ein ieder Arbeiter in dem Waſchwerk/ auch ſo er darzu/ und davon gehet/ Sicherheit/ und Freyung inmaſſen als am Big, oder auf andere Bergwerksarbeit bey Straf/ wie vor in der gegenwaͤrtigen Unſer Ordnung gemeldet iſt. Gundert ſechs und achtzigſter Irtikel. Verleihung der Hofſtaͤdt zu Puchern/ und Waſchhuͤtten. Iusere Bergmeiſter/ und Bergrichter ſollen auch Macht haben/ einem ieden/ der Waſchwerk bauet/ Hofſtaͤdt zu Puchern/ Waſchhuͤdten/ Kolben/ Muͤhlen/ ſamt allen ihr iedes Zugehöͤrungen/ des; gleichen ein ziemliches Holz zu derſelben Nothdurft/ auch wo es Noth thuet/ Waſſer durch eines andern Grund/ und Gerechtigkeit zu fuͤhren/ zu verleihen. 175 8 2 00 090 5 Qundert ſieben und achtzigſter Mriikel. Wann iemand an ſeinen Gründen durch Waſchwerk 5 c Schaden geſchieht. Ind ſo iemand an ſeinen Gruͤnden durch ſolche Waſchwerk Schaden geſchehete/ der ſoll nach laut dieſer Unſer Ordnung vergnuͤget werden/ doch ſollen Unſere Bergrichter ihr fleißiges Aufſehen haben/ und darob ſeyn/ daß die Werk allenthalben wohl verwahret/ und unterhalten/ auch die Leut/ ſo viel moͤglich iſt/ derohalben vor Scha. den verhuͤttet werden/ daß ſie auch an den Enden nicht Aufſchlaͤg/ noch Waſchwerk verleihen/ da man an den Gruͤnden mehr Schaden thaͤte/ dann man Frumen oder Nuzen aus dem Waſchwerk haben mochte. Sundert acht und achlzigſter N Unterſcheidung der Waſch⸗ und anderer Bergwerk. Has der Waſchwerk halber in Gebirgen/ auf Waſſerfluͤßen/ und Baͤchen hievor angezeiget/ daß ſoll alſo gehalten werden/ ſonſt bleibt es in allen Artikeln/ wie dieſe Ordnung von den anderen Bergwerken/ Gewerken/ und Arbeitern vermag. Sundert neun und achtzigſter N Von den Arbeitern bey den Puchwerken. nd als izt bey Unſeren Bergwerken/ Vellach/ Steinfeld/ und Großkirchheim neulicher Zeit etliche Gold und Silberbergwerk erfunden/ und auferſtanden/ die man in naßen Puchern/ Puchen/ und uͤber die Plachen auch in anderweg waſchen und zu Schlich machen muß/ darzu dann etliche Pucher/ und Waſchhuͤdten aufgerichtet und gemacht worden/ iſt Unſere Meinung/ wo in Unſeren niederoeſterreichiſchen Landen dergleichen Pucher und Waſchhuͤdten in Arbeit ſeynd/ oder kuͤnftiglich auferſtehen/ was fuͤr Arbeiter darinnen gebrauchet/ und gefoͤrderet werden/ daß dieſelben zuvor Unſerem Bergrichter derſelben Enden fuͤrgeſtellet/ und die Eidsgelibd von ihnen aufgenommen werde/ und dem Bergrichter allermaßen unterworfen ſeyn ſollen/ wie andere Bergwerksperſonen in dieſer Unſerer Ordnung begrifen. T 15 Bun 75* 0 0 0 GSundert und neunzigſter Prtikel. Die Puchwerk bey Gericht zu raitten. 5 ir wollen auch daß ſolche Puchwerk vor Unſeren Bergrichtern geraittet/ die Arbeiter/ ieder mit ſeinen Nahmen und Wochenlohn in ein Raitbuch/ auch alles/ das ſo in das Grubenbuch nicht hinein kommt/ eingeſchrieben werde; allermaßen wie die Bergarbeiter/ und ſollen dieſelben gemeinen Raittungen zu Pfingſten/ Jacobi/ Michaelis/ und Martini gehalten werden. b Gundert ein und neunzigſter Artikel. Von den Schichten bey den PuchernSend ſo man anfangt zu puchen/ ſo ſollen die Arbeiter zu Morgens um fünf Uhr anfahren/ und zu Abend vor ſieben Uhr nicht aufheben/ am Samſtag ſoll man arbeiten bis auf vier Uhr Nachmittag/ und ſoll einem ieden Arbeiter nach Gelegenheit ſeiner Arbeit ein Lohn geraittet werden/ doch daß einem Hutmann in einer Wochen uͤber neun Schilling Pfening nicht gegeben noch gereichet werden/ und welche Arbeiter im Anfang des Puchens zuſagen/ daß ſie den ganzen Sommer bey der Arbeit bleiben/ und davon ohne mercklichen Urſachen nicht ſtehen wollen/ die ſollen alſo dabey bleiben/ welche aber daſſelbige nicht halten wurden/ die ſollen durch Unſere Bergrichter darzu gehalten/ und nach ihren Verbrechen geſtrafet werden. = Wundert zwey und neunzigſter rtikel. Das Niemand das Waſſer von den Werkgaͤden abkehSs ſoll auch Niemand das Waſſer von den Huͤtſchlaͤgen/ Puchern/ Waſchhuͤdten/ und anderen Werkgaͤden abkehren ohne der Schmelzer/ Arbeiter/ oder Gewerken Wiſſen/ und Willen bey Vermudung Unſerer ſchwaͤren Ungnad/ und Straf. Sundert drey und neunzigſter Srtikel. Erklaͤrung des großen Wandels. MWachdem Wir in dieſer Ordnung die Straf etlicher Verbrechen auf den großen Wandel g ſtellet haben/ ſo geben Wir dieſe Erlaͤuterung/ i 89 0 908 N kerung/ und wollen/ daß es bey der Summa in voriger Ordnung begrifen/ nemlich zehen Gulden/ drey Schilling/ ſechs Pfening bleiben/ und der große Wandel dabey verſtanden werden ſoll. GSunderk vier und neunzigſter N Von den Fevertaͤgen. Damtt auch der Feyertaͤg halber ein Ordnung gehalten werde/ ſo iſt Unſere Meinung/ daß hinfuͤro bey den niederen Bergwerken/ die nahmhaftigſten Feyertaͤg/ wie die iederzeit durch die hohe ordentliche Obrigkeit geſezet/ und gebotten werden/ gefeyert/ und des Abends davor mit rechter halber Schicht aufgehebet werden/ aber an den gemeinen Feyerabenden ſoll die ganze Schicht geſtanden werden/ wie von alter herkommen iſt. Sobiel dann die hohen Bergwerk belanget/ da die Arbeiter/ wie oben angezogen ihre Speis mit ihnen tragen/ und vierzehen Taͤg auf dem Berg bleiben/ dafuͤr ihnen drey Wochen geraittet werden/ da ſoll den gedachten Arbeitern/ wie von alter herkommen/ und gebraͤuchig/ ſoviel ſie in der Gruben mit der Hand arbeiten/ geraittet/ und aufgeſchnitten werden. Wann es ſich auch begibt/ daß in einer Wochen zwen Feyerkaͤg ſeynd/ ſoll nur der eine gefeyeret/ und geraittet werden: doch hierin die fuͤrnemſten Feſt/ als Weihnachten/ Oſtern/ und Pfingſten ausgeſchloſſen/ zu welchen Zeiten die hoͤchſten Taͤg ſamt den zwenen anhaͤngenden heiligen Taͤgen nach Gebrauch der Kirchen mit Feyer gehalten werden ſollen. Es ſoll auch zu bemeldten dreyen Hauptfeſten keiner in den naͤchſten acht Tagen/ vor/ und nach Recht erhalten/ oder verlieren/ desgleichen ſoll ſich auch kein Appellation/ die Durchſchlaͤg/ und den Berg bedrift/ verliegen. Was aber Schulden/ Verleg/ und andere desgleichen gemeine Anſprachen/ und Klagen ſeynd/ die ſollen zu gemeldten dreyen Feſten allweg vierzehen Taͤg vor und nach Freyung haben. Hundert fuͤnf und neunzigſter N Von den Gehorſam gegen dem Bergmeiſter/ und Bergrichtern. Dann ſo ſezen/ ordnen/ und wollen Wir/ daß alle Unſere Bergrichter/ Amtleuͤt/ Schmelzherrn/ Gewerken/ und maͤnniglich/ ſo dem T 2 Berg 75* 0 90 Bergwerk unterworfen/ und verwandt ſeynd/ dem itzigen/ und kuͤnftigen Unſeren Oberſten Bergmeiſtern/ und Bergrichtern in allen/ und ieden ziemlichen Geſchaͤften/ Gebot und Verbot/ an Unſer/ auch Unſer niederoeſterreichiſchen Regierung/ und Kammer ſtat/ gehorſam/ und gewaͤrtig ſeyn/ daß auch die Bergrichter/ und alle andere Amtleuͤt/ ſo Uns/ oder Unſeren niederdeſterreichiſchen Kammerräthen die Eidspflicht nicht gethan/ dieſelbe Unſerem Oberſten Bergmeiſter/ oder wem Wir ſonſt das befehlen werden/ von Unſertwegen/ inmaßen hernach folget/ thun/ und volziehen ſollen. Gundert ſechs und neunzigſter Artikel. Bergrichters Eidspflicht. Ihr werdet geloben/ und ſchwoͤren dem Durchlauchtigſten Fuͤrſten/ und Herrn Herrn Karl Erzherzogen zu Oeſterreich/ Herzogen zu Burgund/ Steyer/ Kaͤrndten/ Krain/ und Wuͤrtemberg ꝛc. Grafen zu Tirol/ und Görz ꝛc. Unſerem gnaͤdigſten Herrn daß ihr wollet Ihrer Fuͤrſtl. Durchl. ꝛc. auch derſelben Oberſten Berameiſter iederzeit gehorſam/ getreu/ und gewaͤrtig ſeyn/ auch das Berggerichtsamt/ ſo euͤch durch Uns in Nahmen Ihrer Durchl. zu verwalten befohlen iſt/ nach eurem beſten Verſtehen/ und Vermoͤgen getreulich/ und mit hoͤchſten Fleis handlen/ und verraitten/ auch Ihrer Durchl. Bergordnung in allen gemaͤß halten/ und in ſolchen Amt Niemand kein Gefahr/ und Betrug zuſehen/ oder geſtatten/ und das ſelbſten auch nicht thun in keinerlei Schein noch Weiß ſondern daſſelbe in allweg verhuͤtten/ darzu auch Armen und Reichen gleiches Gericht/ und Recht halten/ und ergehen/ und darin ſich weder durch Miet/ Gab Freundſchaft/ Feindſchaft/ und anderes Anſehen bewegen laſſen. Wo euch aber was beſchwärliches fuͤrfallen wurde/ daſſelbe an gedachten Oberſten Bergmeiſter/ und wo es die Nothdurft erforderet an die fürſtl. Durchl. oder derſelben niederoeſterreichiſchen Kammerraͤthe langen laſſen/ und in allen Ihrer fuͤrſtl. Durchl. auch der Gewerken und Bergwerk Nuzen und Aufnehmen befoͤrderen/ Schaden und Nachtheil warnen/ und wenden/ wie ein getreuer Diener und Amtmann ſeinem Herrn und Landsfuͤrſten zu. thun ſchuldig/ und verpflicht iſt. Sundert ſieben und neunzigſter Irtikel. Berggerichtsgeſchwornen Eid. hr werdet geloben/ und ſchworen dem Durchlauchtigſten Fuͤrſten/ und Herrn/ Herrn Karl Erzherzogen zu Oeſterreich/ Herzogen * 0 N 77 gen zu Burgund/ Steyer/ Kaͤrndten/ Crain/ und Wuͤrtemberg ꝛc. Grafen zu Tirol/ und Goͤrz ꝛc. Unſerem gnaͤdigſten Herrn/ daß ihr wollet Ihrer fuͤrſtl. Durchl. auch derſelbem Oberſten Bergmeiſterund eueren fuͤrgeſezten Bergrichter ieder zeit gehorſam/ getreuͤ/ und gewaͤrtig ſeyn/ euch auch ſonſt in eurem Amt erbar/ und fleißig halken/ und fuͤrnemlich in Recht/ und Verhör Sachen nach eurem beſten Verſtand dem Armen/ als dem Reichen gleiches Urtheil und Recht ſprechen/ darin ſich weder durch Miet/ Gab/ Freundſchaft/ oder Feindſchaft irren/ noch bewegen laſſen/ der fuͤrſtl. Durchl. und gemeinen Bergwerks Nuzen und Frumen nach beſten Vermoͤgen betrachten/ Schaden treuͤlich und fleißig warnen/ und wenden/ auch der fuͤrſtl. Durchl. Ordnung feſtiglich handhaben/ die auch ſelbſt unverbraͤchlich halten/ keiner Parthei nicht anhaͤngig machen/ denſelben inner/ noch außer Rechtens nichts rathen/ oder heimliches anzeigen/ dardurch der andere Theil verfortheilet/ oder Schaden nehmen moͤchte/ und was in Urtheilen/ und anderen Handlungen einkommt/ in geheim halten/ und in allen die Gerechtigkeit befoͤrderen. Wundert acht und neunzigſter Arti Berggerichtsſchreiber Eid. hr werdet geloben/ und ſchwöͤren dem Durchlauchtigſten Fuͤrſten und Herrn Herrn Karl Erzherzogen zu Oeſterreich Herzogen zu Burgund Steyer Kaͤrndten/ Erain/ und Wuͤrkemberg ꝛc. Grafen zu Tirol/ und Goͤrz ꝛc. Unſerem gnaͤdigſten Herrn⸗ daß ihr woliet Ihrer fuͤrſtl. Durchl. auch derſelben Oberſten Bergmeiſter/ und eurem fuͤrgeſezten Bergrichter iederzeit gehorſam/ getreu/ und gewaͤrtig ſeyn/ euch auch ſonſt in eurem Amt erbar/ und fleißig halten/ Ihrer fuͤrſtl. Durchl. und gemeinen Bergwerks Nazen/ und Aufnehmen treuͤlich/ und fleißig befoͤrderen/ Schaden warnen/ und wenden/ die Gerichts buͤcher richtig/ uud wohl bewahrt halten/ darin nichts gefaͤhrliches aͤnderen/ oder austhun/ noch ohne Wiſſen des Bergrichters etwas darein ſchreiben/ oder Abſchriften daraus geben/ noch was heimliches eroͤfnen/ die Urkunden/ und Brief/ ſo zu Gericht kommen fleißig verwahren/ auch gegen den Partheien und maͤnniglich unverweißlich halten/ Niemand um Miet/ Gab/ Freundſchaft/ oder Feindſchaft willen gegen ſeiner Widerparthei rathen/ noch heimliches/ das bey Gericht einkommen/ anzeigen/ und wo der fuͤrſtl. Durchl. Ordnung uͤbergangen/ daſſelbe anzeigen/ ſelbſt auch darwider nichts thun/ die Gerechtigkeit in Urtheilen/ und ſonſt vor Augen haben/ auch kein Gefaͤhr/ und Verlängerung mit ſchreiben/ und in andere weeg gebrauchen, 1 Mun .* 9 0 3 Hundert neun und neunzigſter Artikel. Bergfroͤnner Eid. 5 Ihr werdet geloben/ und ſchwoͤren dem Durchlauchtigſten Fuͤrſten und Herrn/ Herrn Karl Erzherzogen zu Oeſterreich/ Herzogen zu Burgund/ Steyer/ Kaͤrndten/ Train/ und Wuͤrtemberg ꝛc. Grafen zu Tirol/ und Goͤrz ꝛc. Unſerem gnädigſten Herrn/ daß ihr wollet Ihrer fuͤrſtl. Durchl. auch deroſelben Oberſten Bergmeiſter/ und eueren fuͤrgeſezten Bergrichter iederzeit gehorſam/ getreu/ und gewaͤrtig ſeyn/ euch auch ſonſt in euerem Amt fleißig/ und erbar halten/ der fuͤrſtl. Durchl. und gemeiner Bergwerk Nuzen/ und Frummen treuͤlich befoͤrderen/ auch von allen Erz/ Kieß und Schlich der fuͤrſtl. Durchl. gebuͤhrende Fron des zehenden Centner oder Kuͤbels nehmen/ auf die Kaͤſten ant. worten/ und veraitten/ auch bey den Theilungen fleißiges Aufſehen haben/ das den Gewerken gleiches Gewicht/ und Maaß erfolge/ auch die Lehnhaͤuer nicht beſchweret werden/ und in allen nichts dann die Billigkeit vor Augen haben/ und zu wider der fuͤrſtl. Durchl. Befehl Niemand anſehen/ noch verſchonen/ ſondern dem Armen/ als dem Reichen handlen/ die Bergwerksordnung treuͤlich helfen handhaben/ und ſelbſt auch nicht darwider thun/ und in allen weder Miet/ Gab/ Freuͤndſchaft/ Feindſchaft oder einerlei andere Anmuthung bewegen laſſen. — Sweyhunderter N 2 Bergſchinner Eid. hr werdet geloben/ und ſchwoͤren dem Durchlauchtigſten Fuͤrſten und Herrn/ Herrn Karl Erzherzogen zu Oeſterreich/ Herzogen zu Burgund/ Steyer/ Kaͤrndten/ Crain/ und Wuͤrtemberg ꝛc. Grafen zu Tirol/ und Goͤrz ꝛc. Unſerem gnaͤdigſten Herrn/ daß ihr wollet Ihrer fuͤrſtl. Durchl. auch derſelben Oberſtem Bergmeiſter iederzeit getreu/ gehorſam/ und gewaͤrtig ſeyn/ euch auch ſonſt in eurem Amt erbar/ und fleißig halten/ der hoͤchſt gedachten fuͤrſtl. Durchl. auch der Gewerken/ und Bergwerks Nuzen/ und Aufnehmen mit beſten Fleis befoͤrderen/ Schaden warnen/ und wenden. Wo ihr auch von angeregten Oberſtem Bergmeiſter auch den Bergrichtern auf rechtliche Erkanntnus/ oder guͤtliches zugeben Schinn/ Eiſen und Pflock fuͤrzubringen/ oder iemand ſeine Schnur/ und Maaß am Tag zu geben/ oder Geding abzuziehen verordnet werd/ das ihr euch Inhalt der Bergwerksordnung 1. e 79 nung in dem allem unverweißlich halten/ dem Armen als dem Reichen ziehen/ und maͤnniglich/ was ihm Wag/ und Maaß gibt/ daſſelbe verpfloͤken/ Eiſen/ und Bidmarck ſchlagen/ den Partheyen ihre Maaß anzeigen/ und ſolches Eiſen/ damit die unveraͤnderet bleiben/ bey Gericht einſchreiben laſſen/ euch auch darin keine Anmuthung/ Freuͤndſchaft/ Feindſchaft/ Lieb/ Forcht/ Miet/ oder Gab bewegen/ noch verhinderen laſſen/ ſondern iedem vermoͤg der angezogenen Bergordnung um die gebuͤrliche Belohnung/ darin vermeldet/ ziehen/ zu ſeinen Rechten helfen/ und kein Gefaͤhr darin brauchen/ auch ſonſt die Bergwerksordnung in allen Artikeln handhaben helfen/ und wo ihr die uͤbergangen besfindetet/ daſſelbe anzeigen/ und ſelbſt auch nicht darwider thun/ ſondern euch/ als einem getreuͤen ehrlichen Schinner zugehböret/ gehorſam/ und fleißig halten. 12 Silberbrenner Eid. hr werdet geloben/ und ſchwoͤren dem Durchlauchtigſten Fuͤrſten/ und Herrn Herrn Karl Erzherzogen zu Oeſterreich/ Herzogen zu Burgund/ Steyer/ Kaͤrndten/ Krain/ und Wuͤrtemberg ꝛc. Grafen zu Tirol/ und Goͤrz ꝛc. Unſerem gnaͤdigſten Herrn daß ihr wollet Ihrer Fuͤrſtl. Durchl. ꝛc. auch derſelben Oberſten Bergmeiſter ieder zeit getreu/ gehorſam/ und gewaͤrtig ſeyn/ der höchſt gedachten fürſtl. Durchl. und gemeines Bergwerks Nuzen befoͤrderen/ Schaden warnen/ und abwenden/ auch eurem Amt getreulich/ und fleißig vorſtehen/ und alle Silber ſo euch zugeſtellet werden/ auf das beſte/ und reineſte/ auf die Feine ungefehrlich ohne ein Quintat/ auf ſechzehen Loth einem ieden zu ſeiner Gerechtigkeit brennen/ auch der fuͤrſtl. Durchl. Ordnung feſtiglich halten/ und wo ihr die uͤbergangen befindetet/ warnen/ und anſagen/ und euch wider dieſes alles durch keinerlei Nuzen/ Gab/ Gunſt/ Freundſchaft/ oder Feindſchaft bewegen laſſen/ ſondern nach euren beſten Vermoͤgen alles das thun/ ſo einem getreuen Silberbrenner zuſtehet. Bweyhundert und zweyter N Probierer Eid. Ihr werdet geloben/ und ſchwoͤren dem Durchlauchtigſten Fuͤrſten und Herrn/ Herrn Karl Erzher zogen zu Oeſterreich/ Herzogen zu Burgund/ ee Crain/ und 5 2c. 5 2 öra 80 5 0 8 Grafen zu Tirol/ und Görz ꝛc. Unſerem gnaͤdigſten Herrn/ daß ihr wollet Ihrer fuͤrſtl. Durchl. auch derſelben Oberſten Bergmeiſter der niederoeſterreichiſchen Landen gehorſam/ getreu/ und gewaͤrtig ſeyn/ euch auch in eurem Amt erbar/ und fleißig halten/ und einem ieden ſein Gold/ und Silber mit Fleis probiren/ damit der fuͤrſtl. Durchl. der Wechſel davon vermoͤg Ihrer Durchl. Befehl bezahlet werde; ſo euch auch von iemand Erz/ oder Bergwerk zugebracht wuͤrde/ daſſelbe gleichfals probieren/ und den Gehalt deſſelben dem der euch das zubringt/ anzeigen/ darzu dem Bergmeiſter oder Bergrichter nichts verhalten/ in kaufen/ und ſonſt dem Armen/ als dem Reichen ohne allen Argliſt treuͤlich probieren/ und hierin weder Freundſchaft/ Feindſchaft/ Miet/ Gab/ noch andere Anmuthung anſehen/ verfuͤhren/ noch irren laſſen/ ſondern euch in allem euͤrem Amt/ und Bergwerksordnung gemaͤß halten. Sweyhundert und dritter Hrtikel. Waldmeiſter Eid. Ihr werdet geloben/ und ſchwoͤren dem Durchlauchtigſten Fuͤrſten und Herrn/ Herrn Karl Erzherzogen zu Oe ſterreich/ Herzogen zu Burgund/ Steyer/ Kaͤrndten Train/ und Wuͤrtemberg ꝛc. Grafen zu Tirol/ und Goͤrz ꝛc. Unſerem gnaͤdigſten Herrn/ daß ihr wollet Ihrer fuͤrſtl. Durchl. auch derſelben Oberſten Bergmeiſter allezeit gehorſam/ getreu/ und gewaͤrtig ſeyn/ Ihrer fuͤrſtl. Durchl. gegebene Berg und Waldordnung/ General/ und Befehl zu volziehen moͤglichſten Fleis fuͤrwenden/ auch euer treuͤes fleißiges Aufſehen haben/ auf daß bemeldter Waͤlder halber die landsfuͤrſtliche Hoch/ und Obrigkeit gehandhabet/ die Hoch/ und Sch warzwaͤlder gehaͤuet/ gezuͤgelt/ und die Verſchwendung/ ſo viel moͤglich verhuͤttet/ und abgeſtellet werde/ auch wo ſich einer/ oder mehr dagegen mit Verwuͤſtung/ oder in andere weg ungehorſam erzeigen wurden/ dieſeben zu gebuͤhrlicher Straf halten/ oder beruͤhrtem Bergmeiſter anzeigen/ und euͤch darin weder Miet/ Gab/ Freundſchaft/ Feindſchaft/ Forcht/ oder Betrohung bewegen/ und verhinderen laſſen/ ſondern in allen eurem Amt gemaͤß/ und unverweißlich halten/ wie einem getreuͤen ehrlichen Waldmeiſter/ und Diener ſeiner Pflicht nach gebuͤhret. Sweyhundert und vierter N Berggerichtsfronboten Eid. Vor werdet geloben/ und ſchwoͤren dem Durchlauchtigſten Fuͤr0 ſten 6 0 O0 81 ſten und Herrn/ Herrn Karl Erzherzogen zu Oeſterreich/ Herzogen zu Burgund/ Steyer/ Kaͤrndten/ Crain/ und Wuͤrtemberg ꝛc. Grafen zu Tirol/ und Goͤrz ꝛc. Unſerem gnaͤdigſten Herrn/ daß ihr wollet Ihrer fuͤrſtl. Durchl. auch derſelben Oberſten Bergmeiſter/ und eurem fuͤrgeſezten Bergrichter in allen dem/ ſo euch Amts halber gebuͤhret/ gehorſam/ getreu/ und gewaͤrtig ſeyn/ die Verbrecher zur Gefaͤngnus bringen/ auch die Ladungen/ Fuͤrforderung/ Fuͤrbot/ Verkuͤndigung der Urtheilen/ und andere ſchriftliche/ oder muͤndliche Geſchaͤften/ Gebot/ und Verbot/ ſo euch von Gerichts wegen aus zurichten auferleget/ oder mit Urtheil erkennet wird/ fleißig ausrichken/ antworten/ verkuͤnden/ und volziehen/ und dann vor Gericht auf Befehl des Bergrichters derſelben euer Ausrichtung wiederum gruͤndlich/ und wahrhaftig anzeigen/ und Bericht thun/ die ungehorſame/ und widerſpenſtige Miß handler/ ſo viel euch moͤglich iſt erkundigen/ und anzeigen/ und darinnen nichts verhalten/ noch einige heimliche That/ oder Unterredung mit den Mißhandlern daruͤber machen/ oder anderen eigenen Nuzen/ Neid/ Haß/ oder Gefaͤhr darunter brauchen/ die Geheimnußen/ ſo euch befohlen/ oder ſonſt im Gericht eröfnet werden/ Niemand anzeigen/ noch darvor warnen/ oder darwider rathen/ die Partheyen/ von derwegen ihr Amts halber handlet/ uͤber den gewohnlichen Lohn nicht beſchweren/ ſondern denſelben Inhalt der Bergwerksordnung nehmen/ und fordern/ und einem ieden/ ſo viel euͤer Amt betrift/ der Bergwerksordnung nach/ zum beſten geleben/ die izt gemeldte Bergwerksordnung/ ſo viel an euch iſt/ getreuͤlich helfen handhaben/ und ſelbſt darwider auch nicht thun/ und ſonſt alles anderes handlen/ das euͤch als einem Fronboten von Amts wegen gebuͤhret/ und befohlen wird/ und darin Niemand von Freundſchaft/ Feindſchaft/ Lieb/ Furcht/ Genuß oder anders wegen in keinerlei Weis/ noch Weeg verſchonen. 3 Sweyhundert und fuͤnfter Y Einfahrer und Hutleüͤt Eid. hr werdet geloben/ und ſchweren dem Durchlauchtigſten Fuͤrſten und Herrn/ Herrn Karl Erzherzogen zu Oeſterreich/ Herzogen zu Burgund/ Steyer/ Kaͤrndten/ Crain/ und Wuͤrtemberg c. Grafen zu Tirol/ und Goͤrz ꝛc. Unſerem gnaͤdigſten Herrn/ das ihr wollet Ihrer fuͤrſtl. Durchl. auch deroſelben Oberſtem Bergmeiſter/ und euͤrem fuͤrgeſezten Bergrichter iederzeit gehorſam⸗ getreu/ und gewaͤrtig ſeyn/ der fuͤrſtl. Durchl. auch euͤerer Gewerken/ und Bergwerks e und Frummen nach Nag u b n 82 9 0 960 ſtand/ und Vermoͤgen befoͤrderen/ Schaden/ und Nachtheil warnen/ und wenden/ den Arbeitern nichts ungebuͤrliches einlegen/ und raitten/ ſondern bey ihnen ernſtlich darob ſeyn/ damit ſie ihre Arbeit treulich verrichten/ ſich auch ſonſt der Bergordnung in allem gemaß halten/ und ſelbſt auch nicht darwider handlen/ noch einigen Nuzen/ Gab/ Gunſt/ Freundſchaft/ oder Feindſchaft bewegen laſſen. N Sweyhundert und ſechſter rlikel. Hutleuͤt Eid bey den Waſch oder Puchwerken. Ihr werdet geloben/ und ſchweren dem Durchlauchtigſten Fuͤrſten/ und Herrn/ Herrn Karl Erzherzogen zu Oeſterreich/ Herzogen zu Burgund/ Steyer/ Kaͤrndten/ Krain/ und Wuͤrtenberg ꝛc. Grafen zu Tirol/ und Goͤrz ꝛc. Unſerem gnaͤdigſten Herrn/ das ihr wollet Ihrer fuͤrſtl. Durchl. auch deroſelben Oberſtem Bergmeiſter/ und euͤerem fuͤrgeſezten Bergrichter ieder zeit getreu/ gehorſam und gewaͤrtig ſeyn/ der fuͤrſtl. Durchl. auch euͤer Gewerken/ und Bergwerks Nuzen/ und Frummen nach beſten Verſtand/ und Fleis befoͤrderen/ Schaden/ und Nachtheil warnen/ und wenden/ darzu alles Gold/ ſo iederzeit in dem Waſchwerk eurer Verwaltung/ und Hutmannſchaft gefallen wird/ angeregten der fuͤrſtl. Durchl. ꝛc. Bergrichter in dem Kauf/ der euch von Ihrer fuͤrſtl. Durchl. wegen beſtimmet wird/ zu Abloͤſung/ und Wechſel antworten/ und daran nichts verhalten/ noch iemand anderem/ dann euren Herrn/ und Gewerken/ die ſolches auch in Wechſel bringen ſollen/ zuſtellen/ und zu kaufen geben/ den Arbeitern nichts ungebuͤhrliches einlegen/ und raitten/ ſondern bey ihnen ernſtlich darob ſeyn/ damit ſie ihr Arbeit treulich verrichten/ ſich auch ſonſt in allen der Bergordnung gemaͤß halten/ und ſelbſt auch nicht darwider thun/ noch einigen Genuß/ Gunſt/ Gab/ Freundſchaft/ oder Feindſchaft irren/ und bewegen laſſen.. SBweyhundert und ſiebender 2 gemeiner Arbeiter Eid. br werdet geloben/ und ſchwoͤren dem Durchlauchtigſten Fuͤrſten und Herrn/ Herrn Karl Erzherzogen zu Oeſterreich/ Herzogen zu Burgund/ Steyer/ Kaͤrndten/ Train/ und Wuͤrtemberg ꝛc. Grafen zu Tirol und Goͤrz ꝛc. Unſerem gnaͤdigſten Herrn/ daß ihr tikel. wollet Ihrer fuͤrſtl. Durchl. auch deroſelben Oberſten Bergmeiſter/ und eurem fuͤrgeſezten Bergrichter iederzeit getreu/ gehorſam/ und 5 gewaͤr 45 00 0 83 gewaͤrtig ſeyn/ auch Ihrer fuͤrſtl. Durchl. und derſelben Kammergut desgleichen der Gewerken/ von denen ihr gefoͤrderet werdet/ Nuzen in Bergwerk allenthalben betrachten/ Frummen befoͤrderen/ und Schaden ſo viel moͤglich iſt/ warnen und/ wenden/ eurer Arbeit getreulich warten/ und in allweg der Bergwerksordnung/ ſo viel euch die betrift/ gehorſam geleben/ und inſonderheit wider hoͤchſt ernende kaiſ. Maj. ꝛc. derſelben nachkommende Erben/ auch Land/ und Leut/ desgleichen wider eure fuͤrgeſezte Obrigkeit keinerlei Buͤndnus/ Aufruhr/ oder Widerſtand machen/ noch thun helfen/ oder durch iemand darzu bereden/ noch bewegen laſſen/ ſondern/ wo ihr einen/ oder mehr wiſſen/ oder erfahren wurdet/ die ſich ſolcher unbilliger/ muthwilliger Handlung/ Empoͤrung/ und Aufſtand mit Worten/ oder Werken unterſtehen/ desgleichen/ was ihr ſonſt wiſſen wurdet/ daß ſolches ſeiner kaiſ. Maj. und derſelben Kammergut in anderweg nachtheilig waͤre/ daſſelbe einem Bergrichter anzeigen/ und die Ungehorſamen/ und Aufruͤhrigen zu gebuͤbrlicher Straf/ und Gehorſam zu bringen verhelfen/ auch ſeiner kaiſ. Maj. ꝛc. und derſelben Nachkommen auf alle ihre Anforderungen/ Aufmahnen/ und Aufbot zu Hilf/ und Beyſtand unverzogendlich/ und ohne Widerred zu ziehen/ und von dieſem Bergwerk obne einem Paßport nicht abſcheiden/ auch ſonſt gemeiniglich alles das thun/ handlen/ und laſſen/ was einem frommen Bergwerksgenoſſen/ ſeinem Herrn/ und Landsfuͤrſten/ und derſelben nachgeſezten Obrigkeit/ der Obrigkeit nach zu thun gebuͤhret/ auch ſchuldig und pflichtig iſt. Bweyhundert und achter Erti gehen und Gedinobduer Ei. Ihr werdet geloben/ und ſchwoͤren dem Aller durchlauchtigſten/ Großmaͤchtigſten Juͤrſten und Herrn Herrn Ferdinand roͤmiſchen zu Ungarn/ und Boͤheim Koͤnig ꝛc. Erzherzogen zu Oeſterreich ꝛc. Unſerem allergnaͤdigſten Herrn/ daß ihr wollet Ihrer kaiſ. Maj. auch derſelben Oberſten Bergmeiſter/ und eueren fuͤrgeſezten Bergrichter ieder zeit getreu/ gehorſam/ und gewaͤrtig ſeyn/ der kaiſ. Maj. auch der Gewerken/ und Bergwerks Nuzen/ und Frummen nach eurem beſten Verſtand/ und Vermoͤgen befuͤrderen/ Schaden warnen/ und wenden/ der Arbeit zu rechter Zeit getreulich warten/ den oͤden Berg ausfuͤrdern/ und ſonſt alles anderes thun/ und bandlen/ daß eures Theils die Bergordnung vermag/ und einen ehrlichen/ getreuen Lehen/ und Gedinghaͤuer von Pflicht wegen gebuͤhret. Nach Fuͤrhaltung oben begrifener Eidspflichten ſoll einem ieden Amtmann/ und. ferner nachfolgende Meinung * 2 mit 84 4. 0 mit dreyen aufgehebten Fingern nachzuſprechen vorgeleſen werWie ich mit dieſer Fuͤrhaltung lauter beſcheiden bin/ dem will ich alſo getreu/ und gehorſamlich nachleben/ und nachkommen. e Di Ordnung/ ſoll in Unſeren nieberoeſterreichiſchen Landen/ allen Bergwerken ordentlich erofnet/ und der Tag/ daran es geſchehen/ bey den Gerichten eingeſchrieben/ folgends von maͤnniglich/ inmaßen hievor in Eingang begrifen/ bis auf Unſer/ Unſerer Erben/ und Nachkommen vorbehaltene Veraͤnderung/ vollkommendlich gehalten werden: Was aber vor der Zeit ſolcher Verkuͤndigung/ Inhalt voriger Ordnung/ gehandlet worden/ dabey laſſen Wir es gnaͤdigſt bleiben/ das alles iſt Unſer ernſtlicher Willen/ und Meinung. Gegeben in Unſer Stadt Wien den erſten Tag in ein tauſend fuͤnfhundert/ drey und fuͤnfzigſten/ Unſerer Reiche des Roͤmiſchen in drey und zwanzigſten/ und der anderen in ſieben und zwanzigſten Jahr. 5 N. Ver. Von Durchſchlaͤgen. 8 05 Verzeichnuß Aller in dieſer Bergwerksordnung enthaltenen Artikeln. . lands fuͤrſtliche Hochheit betrefend. 2 2 . Von des Obersten Ber zmeiſters, und der Unteramtleuͤt Befehl.— Daß die Amtleüt h Sergwerk bauen ſollen.* „ 2* 2 2 2 8 3˙ 75 Wann die Erzknappen, und Arbeiter ſich mit haͤuslicher Wohnung bey den Bergwerken niederlaſſen wollen. Von fiſchen, und iagen. 2 4 5 8 Von Verfahung der Werggebaͤuen. 8 3 5 Von Verleihung der Salz, Queckſilber, Eiſen, und Alaun Bergwerk. Von Verleihung, und Gerechtigkeit der Erbſtollen. 1 5 Was die Bergrichter zu verleihen haben. a— Von Empfachgeld. i 5 2 5 1 Von irrigen Lehen, auch fur und eingeſeßenen Gebaͤuen. 5 Wann einer einen Gang Erz am Tage findet. 3. Daß an einem Gebira nicht zweyerley Maaß ſoll verliehen werden. Daß einer in ſeinen Rechten anſtzen mag, wie er will. 5— Von Empfahung der alten Gruben. 5 8 Wann ſich die Gruben aus Unwiſſenheit der G werken, Gefahr, oder Unleis der Verweſer, und Arbeiter verliegen. So ein verlegere Gruben wieder gearbeitet wird. 2 Daß nach dem juͤngern Verfahen ſoll gehandlet werden. So einer einen alten verlegenen Bau empfachet, dabey Zeug, und Erz iſt. Die Verfahungen aus dem Gerichtsbuch hoͤren zu laſſen.. 20. So den Grunden durch Bergwerk Schaden geſchieht, wie die Ablegung ge; ſchehen ſoll.. Daß die Gruben nicht zu nahend in einander ſollen angeſeßen werden. Don Freyung der Neuſchuͤrf..—— Die Stollen ſollen in rechter Hoͤhe, und Weite gefuͤhret werden. Freyung der Erbſtollen, und alten Gebaͤuen⸗ 5 Von der Grubenmaaß. N— Von Schachtrecht und maaß. 1 l Wann begehret wird die Maaß am Tag zu nehmen. Wie die aͤltere Gruben ihr Maaß nehmen ſoll.— Wann eine neue Zech zu bauen angefangen wird. Von der Schermmaaß. 8 Unformliche Gebaͤu in Ordnung zu bringen. Von ertrunckenen Schachtgebaͤuen. Wie einer ſein Eiſen herfuͤr bringen ſoll. 8 So einer durch einen verhauenen Weecg fahrt. 3 Wann zwey Gruben an einem Gebirg gegen einander gebauet werden. Wie die Eiſen auf die Stund ſollen geſchlagen werden. Daß die Durchſchlaͤg nicht verſezet, noch verziemmeret werden. Daß die Eiſen, Pflock, und Stuf nicht verſezet werden. So zwey Gruben in Durchſchlaͤgen miteinander in Recht kommen. Bergrichter Schinner, und Geſchworne moͤgen einfahren. 8 Wie zwey Gruben einen Stollen moͤgen bauen. 8 Daß kein Uberſchaar gemacht werde.— 1 5 Die Überſchgar ſoll der iungen Gruben bleiben. 8 8 Von den Fuͤrbauen. 5 8 18. 1 2.. 4. 7. 6. 72 9. 10. 11. 12. 13. 14. 155 16. 17. 9. 22. 3 24. 8 26. 27. 28. 29. a 300% 5 I. 32. 33. 34. 35. 36. 37. 38. 39. 40 41. 42⁴ 43. 44. 47. 46. Wie 2( 0008 Mie hoch, und weit die Fuͤrbau ſeyn ſollen. 8 47. Artikel. 48e Wie iunge Gruben durch der alten Maaß ſahren mag. Von Foͤrdernusſtollen. 8. 49. Wie ein Gruben der anderen Befoͤrdernus geben, und laſſen ſoll. 50, Daß keiner dem anderen ſein Erz aushaue.— 5 51. Daß keiner dem anderen zu ſchaden in ſeine Gruben fahren ſoll⸗ 52. Welcher ſeinen Mitgewerken gefaͤbren, oder vortheilen wolte. 53. Daß keiner Kluͤft, und Gang verſeze oder verſtreiche. 75 54. Die 5„und Arbeiter ſollen den Gewerken nichts vortheiliger Weiſe Von zuſammenſchlagen der Gruben.— 5 5 Wie einer dem andern mit dem Feuer warten ſoll. 5 57 Daß der oͤde Berg ausgefoͤrderet werde. 5 58. Von Verkaufung der Theil. 5— 5 59. Wann einer Theil verkauft, da er keinen hat. 5. 605 Wie die Theilkauf in ihrer Kraft gehen. 5 61. Wer Theil verkauft, der mag rechtlich darauf nimmer klagen. 62. Die mehrere Neuͤntheil haben die wenigere zu regieren.* 63. Wann ein Gruben Anſprach hat. 2 64. Wie ein Gewerk dem anderen Beyſtand thun ſoll. 8 65. Die irrigen Anſprachen guͤtlich zu vertragen. 5 8 66. So einer ſeine Theil gern bauen wollte.— 5 67. Ein ieder Gewerk ſoll ſeinen Verweſer bey Gericht haben. 1 68. Ein ieder Hutmann ſoll vor dem Gericht aufgenommen werden. 69. Kein Arbeiter ſoll ohne Paßport, und Vorwiſſen des Bergrichters be foͤrdent erden: 70⁸ Wann ein Arbeiter befoͤrderet wird. 9 0 71. Wo einer ſeines Geluͤbds, und Eids vergeſete. 8 72. So einer Arheit zuſaget, und dieſer nicht nachkommet. 5 73. Von anlegen, und abfahren der Arbeiter.— 74. Wann ein Arbeiter abſcheiden will.„ 1 750 Von Lehenſchaſt, und Geding. 5 76. Wie die Lehen⸗ und Gedinghaͤuer der Arbeit warten ſollen. 0 77. Die 2 und Verweſer ſollen in keiner Lehenſchaft, oder Geding verwandt ſeyn. 5—— f Die Lehen und Gedinghaͤuer ſollen denen Gewerken ihre Theil frey, und ohne aller Anſprach wieder uͤberantworten. 5 795 Von Stufen und abziehen.— 5 1 80. Daß gutes Scheidwerk gemacht werde.— 1 81. Die Gewerken, oder ihre Verweſer ſollen ſich alle Rafttungen, oder wann es die Nothdurft erforderet, an den Berg zu den Gebaͤuen verfuͤgen. 8a. Die Stuben, und anderes ſollen von dem Berg nicht verrucket werden. 83. Von der Schicht, und wie man an⸗ und ab dem Berg gehen ſoll. 84. Wie es mit der Schicht an den hohen Bergwerken gehalten ſoll werden. 8, Von uͤberlegen, und treiben.— 5 0 86. Tron; und Erztheilung. 2 1 800 87.5 Das Erz in die Fronkaſten zu fuͤbren.—. 88. Keinen Handſtein von dem Berg zu tragen.— 89. Ohne Vorwiſſen des Bergrichters kein Erz zu verkaufen.— 90. Kein Erz in anderes Land zu verfuͤhren. 8 5 91. So einer ein Schmelzhuͤdten beſtehet. 5 92, Daß die Gewerken an einander in ihren Schmieden, und Saͤgen arbeiten i— 5 93. Von heimlichen Probierern, uud Schmelzern. 5 gae Von gemeinen Bergraittungen.—* 95. Daß die 0„oder ihre Verweſer zu den gemeinen Raittungen kommen ſollen. f— 0 Welche Gruben nicht geraittet werden.—„ 97. Aus fuͤhrung der Liedloͤhner.— 1 98. Von der Gewerken Aufhebung. 5— 99. Wie einer Theil aufſagen ſoll.—. 100. Hoch- und ſchwarz Waͤlder dem Landsfuͤrſten vorbehalten— 101. Von eingezaͤunten Waͤldern. 5 10a. Von Beholzung der Unterthanen die nicht eigenes Holz haben. 103. 44(0 0 085 Die Vergrichter ſollen in den Waͤldern Ordnung geben 5 Von den Waͤldern, ſo bey den Bergwerken gelegen.* 105. Von Hinlaßung der Walder, und Schlaͤgen. 5 0 106. Die Bergrichter ſollen die Waͤlder verleihen. 5 109. Daß Niemand dem Bergrichter in den Waͤldern Irrung thue. 108. Wie man die Waͤlder arbeiten ſoll. Wie man den Hutherrn verleihen ſoll. Wer einen Wald empfanget, und kein Hutwerk hat. 11 1. Wie ſich die gemeinen Bergleuͤt behoͤlzen ſollen. 5 118. * 109. Das Verbrechen in den Wäldern durch die Bergrichter zu ſtrafen 113. 110 ˙ So einer vermeinte der Waͤlder halber befreyet zu ſeyn. 114 Auszeigung der Staͤdt, Maͤrckt, und Gericht Behoͤlzung. 11 5. Welchermaßen das Holz geſchlagen ſoll werden. 8 116. Von der Geſchwornen Lohn, wann ſie in denen Waͤldern gebraucht werden. 117. Ordnung fuͤrzunehmen, wie man die Waͤlder arbeiten, und das Holz geben ſolle. 118. So ſich einer einer Arbeit upterftehet, und dieſe nicht oefrtige. 119. Wie ſich ein Schlag verliegt. f g en Von den Bauern, und fremden Hoßkuecbten 0* 121. Von Holz Kohl und Erzfuhr. 1 1 123. Von der Kohlmaaß. 7—— 1235 Von der Bergfuhrleuͤt Weide. 184. Von Bezahlung der Fuhrleüt, und daß die Nachtbaren vor anderen zu. Fuhr gefoͤrderet werden. 127. Das Holz fleißig, nnd in rechter gaͤnge, und Groͤße zu den Gruben zu bringen. 126. So einer dem anderen um den Liedlohn auf Theil klaget⸗* 127 Wann einer Theil legen will. 128. Von Klagens wegen ſoll Niemand abgelget werden. 3 129. Von Klagen außer Liedlohn.„ 130% Die Verlaͤg in vierzehen Taͤgen zu rechtfertigen. 0— 1319 Von der armen abgeſtorbenen Bergleuͤt Guͤter. 5 5 132. Der Fronbot ſoll die Verleg ausrichten. 7 13 25 Wie gegen den beklagten Schuldnern ſoll oebandlet werden. 7 134. Wann der 10 75 wanderfertig iſt.* 135˙ So einer Pfand leget. 5 5— 1365 So einer liegende Geider anbietet. 0— 137. So einer Theil leget. 5 0— 138. So einer auf drey Taͤg klaget. a 139. Wie die Gewerken die Arbeiter mit Pfenwerthen vergnügen ſolen. 140. Die Bergrichter ſollen die Pfenwerth maͤßigen. 141. Die Gewerken ſollen ſonderlich Inslit, Eiſen, und ander dergleichen Nothdurften geben. 1425 Mauͤt und Zollfreyung. 5 143. Wie die Gefaͤhr in der maufgepung verbuͤttet don werden. 144. Von der fuͤrſtlichen Bergwerksfreyung. 8 145. Von der Bergrichter, Amtleuͤt, und Rednern Belohnung.— 1465 Von der Landrichter⸗ und Bergrichter 1 und Strafen. 147. Wann ein Erzknap in andere Berggerichte kommt.—— 148˙ Von den Bauren Soͤhnen bey den Bergwerken. 149. So ein Bergmann ſtubt.— 0 150. Wann ein Inzicht auf einen Bergmann gehet. 12— 151. Schmach, und Scheltwort belangend. 0 152. Von den Verbrechungen darin die Straf nicht ausgedrucket iſt. 1530 Wie der Berglruͤtkinder vergerhabet ſollen werden. 154. Daß Niemand wider die 0 Buͤndnus mach et. 1 155. Welche Unzucht, oder Frefel treiben. 5 156. So ſich einer der Obrigkeit widerſezet. 8 8 1575 Von verbottenen Wehren. 5 1 158. So einer in eines erbaren Manns Haus weicht. 5 159. Wann ſich in der Berg; und Landrichter Aöweſerbelt Rumor, oder Gefecht erheben. N 160. So ein Richter, oder anderer Fried gebietet. 8 2 161. Go einer den Fried anlobet, und nicht haltet. 1 162. Von der Bergleͤt Hochzeiten.— 5 163. PA 104. Artikel. Ab ———— 2 1 1 Abſtellung der Theilmahlzeiten. 12 5 Lehen, und Gedinghaͤuer Eid. 1 * 0 Wie die Bergrecht gehalten ſollen werden.—— Guͤtige Handlungen zwiſchen denen Partheyen zu pflegen. 8 166. Die Jirtheil, Klag, und Antwort ordendlich bey Gericht einzuſchreiben. 165. Die Urtheil in gleichmaͤßigen Sachen nicht zu veraͤnderen.. 90 Wann die Bergrichter, und Geſchworne am Rechten eines Verdacht beſchuldiget werden... 1605 Von aeſelen Gelbewechcenn err gesehen, Sankoſt ſchuldig werden. e. Von geſezten Grubenrechten. 3 5 1. Von Appellierung der Urtheil. 1 1 192. Wie es nach Vollfuͤhrung den Appellation gehalten ſoll werden. 173. Maaß der Appellierung zu Verhuͤttung der Gefaͤhr. 174. Daß man Abſchrift der Proceß geben ſoll. 4 8 1755 Von Empfahung der Waſchwerk.—— 3 1576. Von Fron, Wechſel, und Kauf des Waſchgolds.— 177. Von gemeinen Raͤittungen bey den Waſchwerken. 8 8 178. Von der Waſchwerkmaaß. 5 1 1 759. Daß keiner in Waſchwerken dem anderen in ſein Maaß fahre⸗ 195 Wie es mit dem Waſſer auf den Waſchwerk gehaften ſoll werden. 181. Verweſer bey den Waſchwerken zu halten. N 1 182 Wann aus Hinlaͤßigkett der Hutleüt, oder Arbeiter die Waſchwerk verliegen, oder ſonſt ausgelaſſen werden.— 8 183. So einer in Waſchwerken Kluͤft, und Gang erreichet. 9 184. Freyung bey den Waſchwerken.— 3 1 185. Verleihung der Hofſtaͤdt zu Puchern, und Waſchhuͤdten. 5 186. Wann iemand an ſeinen Grunden durch Waſchwerk Schaden geſchieht. 187. Unterſcheidung der Waſch- und anderer Bergwerk. 5 188. Von den Arbeitern bey den Puchwerken.—* 189. Die Puchwerk bey Gericht zu raitten.— 5 1985 Von den Schichten bey den Puchern. 2 8 191. Daß Niemand das Waſſer von den Werkgaͤden abkehren ſoll. 0 192. Erklaͤrung des großen Wandels. 8 1 85 5 1935 Von denen Feyertaͤgen.— 8 0 08 1035 Von den Gehorſam gegen dem Bergmeiſter, und Bergrichtern. 85 Bergrichters Eidspflicht. 195 Berggerichtsgeſchwornen Eid. 8 4 197 Berggerichts Schreiber Eid. 5 8 4585 Bergfroͤnner Eid.— 5 5 10 Bergſchinners Eid. 8 8 309. Silberbrenners Eid.— b 3575 Probierer id. 5* 5955 Waldmeiſter Eid. 0 5 5 255 Berggerichts fronboten Eid. 0 5 9 Einfahrer, und Hutleuͤt Eid. 8 5 205. Hutleuͤt Eid bey den Waſch-oder Puchwerken. 5 3 5 Gemeiner Arbeiter Eid. 5 7 05 5 208. 1 8 164. Artikel. 165. . . 5