-«>2 / VI» >5 OO^k^T'IilvS LisSN-LiklioiksIr ^/St-5L 6L/d6 1 .. ^ E r st e Saiilmlililg der böhmischen Ackergerathe mir XXV. Quartkupferplaten in tzeriüngttm Präger Maßstabe, oder theoretisch - und praktische Beschreibung der in dem Königreiche Böheim üblichen Pflüge, Hanken, Egen, Walzen, des LuekenrechenS, einer neuen Saemaschine, und verschiedener Pflügiingsarcen von Johann Mehler, Mitgliede der kais. kömgl. Präger-Ackerbaugesellschaft Wirtschaftsinspektor der Gräfl. Kollvrcdo -- Mannsfeldischen Herrschaften und anderer böhmischen Herrugüther. Prag Gedruckt bei Frau; Gersabeck, aus Kosten uud in dem Verlage des Verfassers, aus der Altstadt Haus N. 49? unweit der Brücke 1784. p Dco Vorrede. 'ie Künste und Wissenschaften werden nach Maße des Nutzens geschahet, den sie der mensch, lichen Gesellschaft leisten. Deswegen sagt 6eilsrr: Die Kunst sey noch so groß / die dein Verstand besitzet; Sie bleibet lächerlich, -a>enn sie der Welt nichts nützet. Die Landwirtschaft ist in den ältesten Zeiten für die Nahrerinn aller Künste und für die Seele des Staates gehalten worden. Oicero drücket sich in dein Buche äe LsnsÄute also aus: „ich komme nun auf die Lust der Ackers- „leute, welche mich auch sonderlich ergötzet; als, „die durch kein Alter verhindert wird und nicht- „vereinbaret sich so sehr mit dem Leben der Weisen. Ar Irr IV In Orat. pro ll.otcio Girier, sagt er: „HiedUrch „verschaften uns unsere Vorführer diese in Flore „ schwebende Regierung; da sie ihre Felder fleißig „bearbeiteten, und sich nicht mit lästernden Augen „ nach anderen umsahen. ?li'mu8 schreibt: „Es ward dazumal das Land „mit den Händen der Triumphirenden gebauet; „und es schien, daß sich das Erdreich der mit Lorbeer» gekrönten Pflüge freute, und seine Früchte „desto reichlicher gab. Die Griechen ^ttslug und Liero waren nachahmungswürdige Fürsten; gleichwohl wüsten Sie mit eben dieser Hand, die den Scepter trug, auch den Pflug zu lenken. Bei den Römern war es dem ksbritius, 6urius, und Lumtius keine Schande, die Ehre der überwundenen Feinde des Staates mit dem Ackerbaue zu theilen. Der Ackerbau wurde nach diesen ruhmwürdigen Zeiten sehr vernachläßiget; weil ihn nur solche Leute trieben, derer Gemüther durch keine Hilfst Wissenschaften gebildet worden sind. Gegenwärtige Zeiten hingegen, gestatten uns vielleicht nicht mehr mit mit Oolumeiis zu sagen: „Daß es unsere Schande „sey, den Ackerbau (welchen vorhin die ansehnlich« „sten Männer trieben) dem schlechtesten Knechte, „wie einen Uibelthäter dem Scharfrichter zu über« „geben. Diese niedrigen Vorurtheile scheinen bereits durch vie:e gelehrte ökonomische Gesellschaften ver- tilget zu seyn: Engeland, Frankreich, Sardinien, Schweden, Dannemark, die Schweiz, und viele andere Länder haben zu der Verbesserung des Ackerbaues schon vieles beigetragen. Man best mmetPreise für ökonomische Ausarbeitungen,man g>ebt Vorschübe zur Anstellung der Versuche, man entdecket bereits die Gehei mniße der Natur, die Erde fruchtbarer zu machen, und lehret dem Land- manne die große Kunst, seinen Erbtheil bis zu der spätesten Nachkommenschaft 'zu erhalten. O gütige Mnschenfreunde! welche Hofnung gebet Ihr der Welt in Erwartung des glücklichen Erfolges. Der Ackerbau verdienet auch Eure Auf« mcrksamkeit: denn er ist der fürnehmste Zweig der Landwirtschaft, die Grundlage aMk Manufakturen und Gewerbe, die eigentliche «Quelle des Reichthumes und Wohlstandes eines je- den Landcs.-^Gsld und Silber allein verschaffen A z den VI den Unterthanen keine ächte Blüte.—Jeder Reichthum, der durch andere Kanäle, als durch die — des anbauenden Fleißes in einem Staate fließt, ist wett entfernet, demselben die Glückseligkeit und seinen Bürgern den Uiberfluß zu gewähren; vielmehr tv/rd er Armuth und Elend ausbreiten. — Nur derjenige V rdienst, den sich eine Gesellschaft mit der Arbeit ihrer Hände und in dem Schweiße ihres Angesichtes erwirbt, trägt zahlreiche und gute Früchte. Das größte und würdigste Augenmerk eines weisen Gesetzgebers, seine sührnehmste Sorge, und erstes Geschäft soll also seyn; den Feldbau in Aufnahme zu bringen, und ihn darinn Zu erhalten. Das Gesetz Mahomets verbindet die Türkischen Kaiser des Ackerbaues kündig Zu seyn. Der Chinesische Aarftr eröfnet alljährlich unter großem Gepränge die Erde,- um hiedurch das Landvolk zu der Feldarbeit aufzumuntern.—Die von schönsten und ausgcbreitestcn Ebenen bedeckten Gebiete erwarten nur arbeitsame Hände. - Man- vn Mancher Boden, der vorhin so viele Familien, als heute Personen nährte, kann uns neuerdings speisen; wenn er fleißig bearbeitet, hinlänglich gedünger, und ordentlich besäet wird.—Manche Tristen und ödliegende Gründe, die vorhin vielen Menschen ihren Unterhalt gaben; stillen izt nur darum kümmerlich den Hunger weniger Haushaltungen, weil man sie nicht gehörig benutzet. Jeder Himmelsstrich, der vor Zeiten gütig war, rächet sich billig an unser würde aber bald wieder gesegnet seyn: wenn die Besitzer der Landgüther sich entschließen wollten, die Landwirtschaft gründlich zu erlernen, den Feldarbetten öfters beizuwohnen , und der Erde die gebührende Ehre zu erweisen. — Ach, könnten sich Josephs weise Blicks in alle unglückliche Wohnungen erstrecken! aus welchen sich noch manches zärtlich - und betrübtes Geschrei zu dem Throne des gütigsten Monarchen erhebt. — Ach! könnte Joseph sehen, wie viele von Natur fruchtbare Felder, theils noch ganz entblößet, theils schlecht gepfiüget, unbrdüngt, in Thränen besäet — und die wenigen Früchte in Betrübtniss eingeärndtek werden.— A 4 O wie vm O wie würde sein höchst fühlbares Herz von einem so eröarmstchen Anblicke gerühret werden! —Wie geschwind würde der beste Vater seinen getreuen — inDürfrigkeit schmachtendenUnterthanen die Gaben ihrer Armuth erlassen ! Der Bauer denket Tag und Nacht anf Mittel und Wege seinen Zustand zu verbessern: er findet sie nur in den verschiedenen Arten der Werkzeuge, in der Arbeit; und verlaßt seinen Pflug nur gezwungen, oder flieht ihn als das Werkzeug seines Unglückes. — Auf solche Weise muß oft der Feldbau öde liegen bleiben; weil derjenige, der die Felder bauet, aus Mangel der Hilfe den Muth sinken läßt. 'Ich würde mißfallen, wenn ich alle Hinderniße der Landwirtschaft beschreiben wollte: ich übergehe also die weitere Betrachtungen, und wende mich zu meiner Absicht. —-> Der fürnehmste Zweig der Landwirtschaft ist, wie bereits gesagt worden, der Ackerbau-—Zu dem Ackerbaue werden Ackergerät che, oder Ackerwerkzeuge erfodert; mithin sind die Ackcrgeräthe der erstell Betrachtung würdig. — Es sind zwar bereits häufige Beschreibungen ausländischer Ackergeräts m Vorschein gekommen; die !X die böhmischen hingegen hat bisher noch keiner beschrieben: ob sie gleich mehr hinter sich haben, als ein Unerfahrner glaubet. Die meisten böhmischen Ackergeräthe scheinen von den Slawen herzustammen; welche Nation sich seit den ältesten Zeilen, so weit die Geschichte reichet, mit dem Ackerbaue beschäftiget hat--—Denn, als die Slawen um die Mitte des 4ten Jahrhunderts von dem Gothischen Komg Ermannck mit Kriege überzogen wurden; thaten sie fast keinen Widerstand. Der Geschichtschreiber Jornandes sagt Lgp 2) :sie waren unbervaftier (mermes)gewrsen, und hätten sich gleich unterworfen. Aus diesem folget also, daß sie nicht von der Jagd, wie andere damalige Völker, sondern von dem Ackerbaus gelebt haben : denn, die Jäger führten Bögen, womit sie das Wild erlegten, und sich auch wider Feinde vertheidigten. Diese Slawen bewohnten ein sehr grosses Land so sie ( von pole, Feld) kolonia nannten. Welches zu erkennen giebt, daß ihre Wohnsitze aus angebauten Stücken Landes bestanden; daher auch das Work polane ( Feldleute ) stammet. Die ersten Slawen, welche in Deutschland, besonders in Brandebupg und Meklenburg eingewandert sind, kamen vermuthlich des Ackerbaues wegen dahin."— Die daselbst wohnenden Deutschen lebten mer stens von der Jagd, Fischerei, und Viehzucht; daher setz- X süßten sich die Slawen in jene Gegenden, die nicht zu naß — sondern leicht zu pflügen waren; und ließen die r.>cdrigcn zur Viehzucht tauglichen Oerker den alten Van- d rlen. Aus dieser Ursache führen in Brandeburg? d Meklenburgischen diejenigen Dörfer noch h me slawische Namen; die in Gegenden liegen, wo der Ackerbau blühet: welches beweiset, daß diese Dörfer von Slawen angeleget worden sind.Hingegen führen jene Dörfer deutsche Namen, wo schwere und nasse Böden sind; weil sie von Deutschen angelegt und bewohnet wurden, die nur die Viehzucht liebten. (Man lese Lerkens Versuch über die älteste Geschichte der Slawen) blelmolclus cm slawischer Geschichtschreiber melde» . 8!avicum ^rknrnin par boum, sut unns corchcit eguui ( D i. — c. i 2 .) — Dieses beweiset, daß die Slawen schon damals mit dem Pfluge gut umzugehen gewußt — da sie ihn wegen seinem vortheilhaften Baue mit einem Pferde in dem Felde fortgebracht haben. —- Das böhmische Wort pluh (deutsch Pflug, engeländisch klougb oder ?Io>v ) ist auch slawischen Ursprunges , von plutr, plauti, welches auf der Erde fortschwimmen bedeutet: auf böhmisch, plazyti je po Aemi. — Wenn nun die böhmische Benennung des Pfluges von der slawischen Sprache abstammet; so scheinet mir, daß die Deutschen und Engelander, (welche letztere vor Zeiten auch Deutsche waren, in Sachsen wohnten, und Engler hießen) den Pflug von den Slawen überkommen haben. —. Als Als in dem Zren und 6ten Jahrhunderte die großen Völkerwanderungen geschahen, und ganze Nationen nach Italien, Gallien, und Spanien giengen; findet man nicht, daß die Slawen mitgezogen sind. Dessen Ursache ist, weil sie Ackerslcme waren, und das Feld baueteu- denn, wer ein bebautes Feld hat, und davon lebt, der verläßt es nicht so leicht; er bleibt dabei. — Daß die Slawen welche Böheim bewohnten im 7ten Jahrhunderte von den Avarcn so leicht überwunden, und unterjochet worden sind; kann keine andere Ursache angegeben werden: als, weil sie Ackersleute und keine bewafnete Jäger waren. In der Mitte des Zten Jahrhunderts waren die Slawen des Ackerbaues wegen schon so sehr berühmt; daß man sie nach Deutschland in die Gegenden kommen ließe, wo man den Ackerbau einsühren wollte: Denn, um das Jahr 750 hat der heil. Bonifacius eine slawische Kolonie in dem damals gestifteten Kloster Fulda eingesetzet; um die grosse Waldung daselbst auszureuthen, und das Land mbar (oranj) zu machen. — ( Lckarä loiu. I. Loment. cls krsneia Orienwli ) — Dieses bezeugen auch verschiedene Urkunden bei Lclmnuat Lorp. Usä. bulä.) Der heil. Bonifacius fragte eben in dem Jahre 7.52 den Pabst Facharias: ob er von den slawischen Lolonisten, die in Deurschlande das Feld daueren, XU einen jährlichen Tribut nehmen könnte?—Die Antwort war: s 8 !avis Lbristignorum l'errss inbsbitsnti- buz censum reoi'pienäum eile. ( Lclcsrä l. c. )_Die Gegenden um Erlang und Forchcheim rc. zwischen Nürnberg und Bamberg sind auch von Slawen zu erst angebauet worden. ( lciem Lcbgräuz I. c.) Auch sogar in der Grafschaft ^ohenlohe, und in der Nfalz findet man um das Jahr 877 slawische Bolonl- stcn, die den Ackerbau daselbst einführten und trieben. (Ilgnseiiusnni Beweise.) — Aus der Lage der Länder läßt sich sodann muchmasseu, und sehr wahrscheinlich schtiejsen, daß diese slawischen Kolonisten, die in Deutschlands so früh den Ackerbau bestellten, czechrsche oder böhmische Lolonjstcn gewesen sinddaß also der Ackerbau sehr früh und seit undenklichen Zeilen in Böheim geblüht habe: so zwar, daß man fast behaupten kann, die Deutschen haben den Ackerbau von den Böhmen erlernet. Denn, die Germani ( wie aus den römischen Geschichtschreibern erhellet.) lebten vormals nur von der Jagd, Viehzucht und Fischerei. —> Weil also die Sla- «>eii, und folglich auch die «tzechen oder Böhmen durch «ine solange Reihe der Jähren den Ackerbau getrieben haben ; (Denn Czech redete schon auf dem Berge Rzip seinen Freunden nachdrücklich zu, in diesem gesunden und fruchtbaren Eande, Hand an den Acker- hau zu legen. Oubisvim klillor. Lob. l.ib. r. und Libußa hat sogar den ersten böhmischen Fürsten jOcemrßl, welcher vsn dem gemeinen Bauerstande her»- hcrstammte (^olmas b-ib. I. von dem Pfluge zu-- dem Throne erhoben ) Mithin ist die Kunst des Ackerbaues scheinbarer Weise von Zeit zu Zeit verbessert—und die böhmischen Ackergeräthe sind folglich groß« tentheils zu der Vollkommenheit gebracht worden, die sie heute noch besitzen. Auf meinet ökonomischen Landkreise durch das Römische Reich, Niederland/ Holland, Frankreich und Engeland, hab ich mich bestmöglichst bestrebet, die ausländischen Ackergeräthe zu sammlen und zu untersuchen; ich hab sie der k. k. Präger Ackerbaugesellschaft in Zeichnungen und Modellen zur gründlichen Beurtheilung vorgezeiget , und derer Beschreibung vorgelesen. Engeland strotzet von solchen neuen Erfindungen; (.dieses beweiset des ^ttbur ^ounF bsrmers lour trouZK tbs Latt - und 5ixmontlis lour trov§k tke bloi-tk o5 Ln§ianö) und dennoch bedienen sich die Engelandischen Landwirte beinahe insgemein eines uralten Pfluges, welcher dem böhmischen Gebürgspfluge in demLeutmeritzer Kreisend. I- i — in den wesentlichen Stücken gleichet; dessen Theile aber nicht so Vortheilhaft gestellet sind, als bei besagtem böhmischen Pfluge. Aus wel- XIV cher Ursache dann die Engela'ndischen Ackersleute oft — 4 auch — 5 starke Pferde, um ein mittelmäßigfestes Feld mit dem Pfluge durcbzuaraben, anspannen musst»; welches doch bei einem wohl gebauten Pfluge mit zweien starken Pferden geschehen könnte.— » Die Vortheile des Pfluges gründen sich aber auf den Regeln der Bewegungslehre. — 6ott5. kloikmann drücket sich also aus: „Man könnte leicht dafür halten, es sey schon „genug; wenn jemand einen Pflug nachzumachen, „eines jeden Theiles Größe anzugeben—und mit „dem Pfluge in demFelde zu arbeiten weiß: aber, al- „les dieses setzet nur eine handwerksmäßige Kennt- „iriß voraus, welche in Ansehung der Gründlich- „keit der geringste Theil ist.— „Man versuche einen gewöhnlichen oder unge- „wöhnlichen Pflug anzugeben; oder, man mache ihn „selbst nach: es wird schon schwer halten, solchen nur „handwerksmäßig zu verfertigen, daß er brauchbar „werdewhnerachtet eintüchtigerPflug als einModell „darneben gesetzet wird.-Denketman aufneueSrfin- dun- „düngen, so giebt es zwar mehrere Möglichkeiten, „aber alle sind gemeiniglich unvollkommener, als „der alte gewöhnliche Pflug; weil sich die wenigsten Erfinder die Mühe nehmender Feldarbeit öfters beizuwohnen, und den mathematischen Bau der alten Pflüge zu un'ersrchm:,, ich werde mich also bestreben, dre—in dem Königreiche Böheim üblichen, mit beträchtlichen Kösten gejamm- leten Ackergeräthe zu beschreiben; auch ihre Vortheile durch die Wirkung der Keile und Hebel —> ferner die Richtungslinie der Radpflüge und der Radhaaken — nicht minder des Schwmgpfiuges- mittelpunkt der Schwere rc. ( doch ohne überstüßi- ge theoretische Dinge und ohne weitläufige Gründe) zuerklären; um hiedurch die böhmischen Ackergeräthe (welche wegen ihrem vortheilhaftem mathematt. schem Baue angerühmt zu werden verdienen, und doch den böhmischen Landwirten selbst weder allgemein , noch hinlänglich — den Ausländern aber meines Wissens gar nicht bekannt sind) in ein größeres Licht zu setzen, die gelehrten Landwirte zu einem weiteren Nachdenken aufzumuntern, und die vortheilhaftesten Verbesserungen durch thätige XVI Beispiele zu verbreiten. — Jedermann verbanne das verderbliche Vorurtheil, daß es eine Schande sey nährende Aecker zu pflügen! Joseph der größte römische Kaiser, der Gott des Volkes, hat bereits im Jahre --1769 den ry August in Mähren zwischen Brün und Raut. nitz den Pflug, den nun vergoldeten Pflug selbst regieret; worauf Allerhöchst Demselben zu Ehren eine Denksaule mit folgender Überschrift er. richtet worden ist: ^o5epbu8 II. kom. Imperator lemper suAullus mrmu lua ^ratrum äucit. In cn- )U8 rei monumenwm ^ol. Wenceal. krlncsp3 Os I.iclitenllein lapiäeam columnsm ex univerlo bloravise krinclpum Üontenüi krunam inter L Rautni^ium erecLam. Liäem Lselsri kio, kelici, kroviäenti 0. II. O, Tröstet und freuet euch also preiswürdigste Pflüget! der Ackerbau wird gewiß bald blühen, und verläßig gute Früchte tragen; weil ihm die Regierung ein gnädiges Antlitz zu zukehren begirr- net: denn det bestbestellte Acker trägt ohne Sonne nichts! Der weiseste, der gütigste Kaiser LVll ser begünstiget euch und eureAecker mit durchdringenden Gnadenstrahlen; welche eure schätzbarste— längst erwünschte Glückstlrgkeit verläßig befördern werden.— Die Eigenschaft der Sonne ist, die Welt durch ihre Strahlen zu erleuchten; die Eigenschaft eines tugendhaften Regenten hingegen ist, sich der Dürftigen und weinenden zu erbarmen.—O göttlicher Joseph! Wer kann Dich verkennen? Dein wahres Licht übertraft das Lrchr der Sonne: denn dieses pflegt den Zinster- nißen der Nacht zu weichen; Dein Licht hingegen widersetzet sich dem schwarzen Laster stets h^lden- müthig;um die von der weisesten Vorsicht abstammende — bei dem Pfluge oft bedrängte Mal gepriesene Lugend zu schützen. r 8lL vor , non Vobis, kenis ^rstl'g Loves! 8ic vos, liou vobis, melllkcstis H-pes? 4 Jnnhalt Der ersten Sammlung der böhmischen Ackergeräthe. §. 1. Erklärung der Ackergeräthe. 2. Gattungen derselben. Z. Von dem Pfluge überhaupt. 4 . Gattungen der pflüge. 5 Der Radpflug. 6. Der Schwmgpflug. 7. Der Radhaakenpflug. 8. Gattungen der Aaaken. 9. Der Radhaaken. io. Der Schwinghaaken. n. Erklärung der Ege. 12. Erklärung des Quekenrechens. iZ. Erklärung der Walze. 14. Erklärung der Säemaschine. 15. Bonden Pflügungsarten re. I"° Hauptstück. Bonden P fingen i. Absihnitt. §. n 5 . Der Tätschner Radpflug. 17. Dessen Schargesteü» 18. Das Radgestell. 19. Die Nebentheile. §. 20- §. Lv. theile des Schargestelles. 21. Das Har pt. 22. Der Rüffel. 2Z. Der Sturz. 24. Der Gründe!. 25. Das Molterbrek. 26. Die Schar. 27. Das Sech. 28. Das Streichbret. L. Theile des Abgestellet. §. 2 y D?e Rahachse. Zo. Das Brüstet. 31. Dre Pfl-grader. 32. Die Schale. ZZ. Der Wedelmg. Z4- Die Lerer. 35. Das Zugeisen» z6. Der Stoffel. 37 Die Z gwage. 6 . Nedeue -eile des Pfluges. §. zy. Die R ute. 39. Das Hackchen. 40. D.e Schleife. 2 Abschnitt« §. 41. Die Schar-Haupt-und Streichbret- Winkel. 42. Die Gründe! und Rüffelwinkel. Z. Abschnitt. §. 43. Die Richtungslinie des Pfluges. 4. Abschnitt. §. 44. Von den Pflughedeln» 5. Ab- z, Abschnitts §. 45. Von den Pflugkeilen. 46. Die Schukeile. 47. D e Hauptkerle» 48. Die Streichbretkeile» 49. Die Sech. und RüMkeile. 6» Abschnitt. §. 50. DiefortgehendeBewegungdesPfluges. 7. Abschnitt. §. 5r. Vortheil der grossen Pflugrader, 52. Die aber nicht zu groß styn dürfen. 8. Abschnitt, §. 5Z. Von der Gründelstellung. §. 54. Des Präger Pfluges Schargestell. 55. Die Theile dieses Pfluges. IO. Abschnitt. §. 56. Des Ronsberger Pfluges Scharge- stell. 5"^. Dessen Raögestell. 68. Mangel und Vortheile dieses Pfluges. n. Abschnitt. § 59. Des Egerischen Pfluges Schargestell. 60. Dessen Theilt- 61. Mangel. is. Abschnitt. §. 62. Des neuen Bogenpfluges Schargestell. 6z. Dessen Sturzsaule. 64. Der Gründet 65. §. 65. Die Scharstellung. 66. Die Richtung des Seches rc. 67. Beziehende Ausmessung. IZ. Abschnitt. §. 6s. Von dem Schwingpfluge. 14. Abschnitt. §. 69. Der Radpflug ist vortheilhafter, als der Schwingpflug. II" Hauptstück. Von den Rad-und Schwmghaaken. i. Abschnitt. §. 70. Der Lätschner Ruhrhaaken. 2.. Abschnitt. §. 71. Der Planer Flügelhaaken. z. Abschnitt. §. 72. Der Berauner Radlo. 73. Erklärung der Theile., 74. Anwendung dieses Gerathes» 4. Abschnitt. §. 75. Der Satzer Parz. 76. Desserr Scharwinkel. 77. Anwendung. 5. Abschnitt» K. 78. Der Hebelhaaken. 79. Erklärung her Theile. 6. Abschnitt. §. 80. Von dem Schwmghaaken überhaupt. Abschnitt. §. 8i. Der Trautenauer Schwmghaaken, und dessen Anwendung 8. Abschnitt. §. 82. Die Richtungslmie der Hauken. III"' Hauptstück. Von den Egen. 1. Abschnitt. §. 8 z. Die Tatschner Ege. 2. Abschnitt. §. 84. Die Präger Ege. z. Abschnitt. §. 85. Die Planer Ege. IV" Hauptstück. §. 86. Der Duekenrechen.^ V"" Hauptstück. §. 87. Die glatte Walze. VI' Hauptstück. i. Abschnitt. §. 28. Die Budwejftr Gasmaschine. r. Ab- ! > §. 89^ Die The-le dreses Gcrathes. VII " Haupcftück. 1. Abschnitt. Von den böhmischen Pfiügungsarten» §. 90. Beeter von -4 Furchen. 91. Von dem Rühren. 92. Beeter von -z Furchen. 9z. Die Leegen von -6rc. Furchen. 2. Absihnire. §. 94t Pflügungsbeobachtungen. 95. Der Pflug soll in der Arbeit wagrechk gehen. 96. Eigenschaften eines guten Pfluges. 97. Schluß der l. Sammlung. 98. Ankündigung der l I. Sammlung. 99. Nachricht für den Buchbinder. §. lov. Verbesserte Fehler. !! !fu > > n" Ein- n. M- Einleitung Erklärung und Verzeichniß der Acker- geräthe. §. i. Ackergeräthe sind Werkzeuge, deren man sich Mit Hilfe des Zugviehes zu der Bearbeitung des Landes bedienet. §. 2 . Mau Hat folgende Ackergeräthe: -r. Pflüge, r. Hauken, c. Egen, st. ^uekenrcchen, c. Walzen, /. Sämaschinen, welche die erste sechs Hauptstücke dieser ökonomischen Sammlung bestimmen. * Die Hauen, Schaufeln re. zahle ich unter die Gattes gcrathe. Erklärungen der Pflüge» ß. z. Der Pflng ( pluh ) ist ein Acksrgeräch , mü welchem man durch Anspanung einer lebMm Rrafk das A von von schneidenden Eisen aus ökonomischer Absicht zugwei- se gespaltene rlnd durchgegrabene Land, mittelst eines winkelmässig aufgestellten Bretts auf eine — und zwar gemeiniglich auf die rechte Seite stürzet. §. 4 . Cs Siebt'nur eigentlich drei Arten der Pstüge: Radpsiüge. L. Schwingpflüge. 6. Radhaakenpfiüge. §. 5 . Der Radpstug wird auf zweien kleinen Rädern getragen, und hat zween Haupttheile, nämlich: Ma.) — x> (prihonka.) —^ (Nawj.) —r ( Hauzew.) -5 (wahy.) — t (Rosporka.) —n ( Potykac.) — (Anezna.) Sieh lab» § —- kiZ. 7 —^ b. §. 19 » Die Nebentheile dieses Pfluges sind: i. Die Reute. -— (N)otka.) Dab. 1 — !?!§. r.- L. Die Schleife. ( wlak.) Dgk. i — k-Z. Z. Z. Das Pflughackchen(Gekyrka.)^b. i —ri§. 4. * Die eisernen Vander uni^ RknAe, kleine hölzerne Rekle, der Gprcizcr, die Mgcl rc. werden bei jedem besonderen Theile in der Fortsetzung beschrieben- Erklärungen Der besonderen Theile des Tatschner Schar- gestelles. §. 2O. 1-ib. 2 — xj§. I — ist das Hauptgestell , wel- ches als ein Theil des Schargestelles, lediglich aus dem Haupte, Rüssel, Sturze und Gründe! zusammengesetzet ist. §. 21. , Von dem Haupte Dich. l —2 und Z r. Das Haupt ist der wesentliche Grundtheil des Schargestelles, oder ein keilförmiges hartes Holz in welchem Dsl,. I — ki§. I — der Rüssel d -— und der Sturz c— 6 — eingezapfet, und befestiget werden. 1^.2. Die Lange des Hauptes beträgt gemeiniglich r Präger Elle, oder P böhmische Schuhe oder 24" * eis: '!'«!). 2 l-P. 2 — Der Hals —e, woran die Schar gestecket wird, bis zu dem Rüsselloche - - - - ; Zolle, l?. Das Rüsselloch — ll - - - - Z Das vorragende Rüsselholz - - - 1 O. Der Raum » — zwischen dem Rüssel und den Sturzlöchern - - - - 8 L. Ein Sturzlocb c - oder el — - - z kV Das vorragende Skurzloch —lr - i O. Der Absah hinter den Sturzlöchern—l, — z Zusammen - - >24 Zolle. * Ei» Strichet (ch bedeutet Mager Schuhe, zwei (^) hingegen bedeute» die Zolle. N.Z. Die Dicke des Hauptes beträgt 2"auch 2^ Zolle, welche Dicke deswegen erfoderlich —- lind hinlänglich ist: weil der Rüssel und der Sturz durch das Haupt gezapftt — und in diesem an der Satelfeite gehörig vernagelt werden können. 4. Die Breite des Hauptes wird bei dem Absähe 1 'gb. 2 -r— IuZ. 2 — ü —- k —- nach der Breite der iFchargerichtet, die gemeiniglich 12" oder ^ Präger Elle zu betragen pstegt- N 5» Der Absatz des Hauptes ipird in bey Mitte bei - — 2 — 2 — winkelmässtg ausgeschnitcn, welches zur Verminderung der Reibung geschiehtz damit das Haupt nicht auf der ganzen Brette des Absatzes, sondern lediglich an den zweenen Seitemheilen Leu Grund berühre» 6. An der rechten Seite des Absatzes wird in dem Haupte gleichfalls ' 1 'gb. 2 — k'jZ. 2 — bei k — ein Einschult gemachten welchem das Streichbret dAZ 4 — mit dem ausgefchmteuen Winkel a — gestellet wird, um hredurch dre v?n der rechten Handfeite abrollende Erde aufzuhalten, und eine reine Furche zu ziehen. 7. An der rechten — oder Handfeite wird das Haupt nach feiner ganzen Länge keilförmig zugehauen, und H. 2 — 2 -7- von — gegen ? — abhängig ausgekehlet, damit die Erde nicht auf dem Haupte liegen — sondern von selbst durch seine eigene Schwere abfallen kön- könne; Welche Seite sodann mit Eisenbleche beschlagen wird, damit sich das Holz nicht abnütze. 8. Die »ordere Breite des HauptesI oder der Hals, Isd. 2 — L —> e —an welchen die Schar ge- stecket wird, beträgt gemeiniglich 6", oder H Elle, wenn die Schar 12" oder 4 Elle breit ist. N.9. Indem Haupts bemerket man dreierlei Löcher, nämlich: l'sb. 2 — ?iZ. 2 — Das Rüsselloch — d. ll. Das Sturzloch des Satelrüsters — e. Das Sturzloch des Handrüstcrs — E sels nach dieser Richtung auch zugehauen wird. n. Das Satklrüstexloch —2 kiZ. 2 — c— wird 1" von der Landseite (um Holz zu fassen ) rechkS und links senkrecht — gegen den Absah des Hauptes aber r rückwerts durchgesiemmet: damit der Sarel, rüsier an der Landseite eine gerade—gegen den AHM hingegen eine schiefe Stellung erhalte; wobei man sich aber öfters nach der natürlichen Krümme des Holzes, welches zu den Rüstern angewendet wird, richten muß; damit der Sturz dem Führer bequem iu die Hände falle, folglich weder zu hoch noch zu uiedrig siehe. -2 N. rr. ^.Das Handrüsterlschsl'sb. 2—r;Z. 2—- ä—' w^rd gleichfalls, um Holz zu fassen, r" von der rechten Seite, jedoch nicht gerade hinunter, wie bei dem Sakelrüsterloche, sondern also schief durchgestemmet, daß der eingezapfte Haudrüster sich oben rechts über das Haupt httausneige; welche schiefe Stellung sodann auch das Streichbret oben annimmt, so an diesem Rüster befestis ger wird. Durch diese schiefe Stellung kann man dem druckenden Erdreiche einen vortheilhaftern Widerstand leisten , welche Erde auch ( da das Streichbret oben auswerts, unten aber einwerts steht ) sich desto leichter umstürzen wird. Hieraus erhellet also — L. Daß das Haupt mehr Aufmerksamkeit verdier ne, als man glauben könnte, und daß man diesen Theil des Pfluges nicht ohne Ursache das Haupt nenne: denn von der Einrichtung des Hauptes und dessen Löchern hängt die Rüssel - Sturz - Gründe! - und Streichbretstel. lrmg ab. Endlich wird auch die Schar an dem Haupte befestiget; mithin ist es die Grundfeste des Scharge- sielleö, an dessen standhafter und vorrheilhafter Richtung das aufgeführte Gebäude Theil nimmt. N, iZ. Die untere Seite des Hauptes lab. 2 — Z — wird bei k — mit starken Eisenbleche beschlagen, welches man die Sole nennet. Diese pflegt von dem Schunde eingebrennt zu werden, damit das Eisen nicht vorrage, sondern dem Holze gleich sey. !§. 14. Die linke Seite des Hauptes (welche man die Satelseite nennet ) wird lab. s Z bei i — i — ,ur Vermeidung der Holzabnüßung, von dem Absätze bis zu dem Scharhalse gleichfalls mit Eisen bedecket; welche Eisenbefchläge aber nur im schweren Erdreiche—und dann erst angebracht werden, wenn bereits etliche Tage mit dem neuen Pfluge gearbeitet — und der Bau.des Schargestelles gut befunden worden ist. k'. rx. Das Haupt wird von zähen und festen Raseneis chen-oder in dessen Ermangelung, vom weissen oder rothen Buchenholze gemacht. §. 22 . Von dem Rüffel. I'sb. 2 — kr§ A. X. I. Der Rüssel, oder die Griechsäulea — ä — ist ein Theil des Schargestelles, oder ein hartes, zähes Holz, welches unten mit dem Zapfen a — ä — gleich hinter der Schar in dem Haupte — oben aber bei dem Zapfen a — d in dem Gründet 'I'ak>. 2 — ki§. i — K — befestiget wird, um hiedurch das Haupt mit dem Gründe! zu verbinden , wie auch das Streich - und Mol- terbret an erwehnte Säule zu nageln. ^.2. Links ist der Rüssel so weit einwerts gestellet, oder es raget so viel von dem Haupte vor, daß man das Molterbret- in einer gleichen Linie rnit der linken Seice des Hauptes aufstellen könne. Kl. Z. Der Rüssel steht auch nicht senkrecht, sondern oben Vorwerks , unten aber zurück, um die Schar hiedurch 15 Lurch vortheilhafter in die Erde zu treiben, Mtd die von der Schar aufgebrochene Erde zur Srürzung eher aufzufangen. bl. 4. Der Rüssel folgt dem Einschnitt des Seches, oder Pflugmessers, aus dieser Ursache hat er eine stumpft Schneide, damit er dem Seche alsogleich nachdringen könne; und weil — kl. 5. Das Streichbret an der rechten Seite des Rüssels angenagelt wird; mithin muß er auch an der Handseite keilförmig zugeschärfet seyn, damit besagtes Bret besser anliege. 6. Die ganze Länge des Rüssels betragt von dem Hauptzapfeu lsb. 2 klg. x — ä — bis zu dem Ende des vorragenden Gründelzapfens a — höchstens I — Elle oder 24" * 8. Die Entfernung von dem Haupte c — bis zürn Gründe! b — hält oft ( nachdem der Gründe! höher oder niedriger gestellt wird ) 10 — 1 l — bis 1 t." im Lichten. Wenn der Rüssel im Lichten zu kurz ist, fs sieht der Gründet vorn niedrig, beinahe gleichweit mit der Grundlinie, und die Pflugschar fasset dann oft sehr wenig Erde; ist hingegen — O. Der mitlere Theil des Rüssels lab. 2 —> LiZ. Z — b — L — zu lang, dann steht das vordere Gründelend von der Grundlinie zu hoch, oder zu wrir ent- » i5 eirlfernet z in welchem Falle die Schar zu tief in die Erde dringet, die Pferde haben schwerer zu ziehen, und der Führer hat grosse Mühe den Pflug in die Höhe zn bringen. ^7. Die Breite des Rüßels beträgt 4 — bis dessen Dicke aber nur 2)"» z. Unten wird der Rüssel auf der linken Seite des Hauptes mit zweenen hölzernen Nageln befestiget; oben hingegen- wo er über den Gründet vorraget, wixdquerüber ein Nagel gestecket, welchen man- wenn der Gründe! höher oder niedriger gestellet werden soll, nach der erfoderlichen Veränderung mein anderes Loch fortstecket, worauf neben den Rüssel zur Befestigung ein kleiner Keil in den Gründe! getrieben wird. ^l.9. Zum Rüssel pflegt man gemeiniglich Weißbuchen- holz anzuwenden. §. 2Z» Von dem Sturze oder den Nüstern. ck'ab. 2 da»-. L — c — 6« löl. I. Der Sturz ist der äuserste Hintere Theil des Schar- gestelles : er besteht aus zwom niederwerts gekrümmten und ruckwerts lehnenden Stangen , bei deren Enden der Führer den Pflug regieret. * N. 2. Diese zwoStangen nennet man Rüster) deren eine-» Der Er- und e zu des- des oben ,uer> rün- der cket, liier hen- Harnren der: ne— r? ^ Der SaLelrüster in der linke« Seite des Hauptes, auf welcher Seite das Satel-« pferd geht, lab. 2 -—kig. i e — II. Der Handk-Üster hingegen, als der an- . dere, in der rechten Seite des Hauptes, wo das Handpferd geht ?j§. l —' ä, durchgezapft und vernagelt wird. U. z. /I. In dem Garclrüster befindet fich ein ausgestemmtes viereckigtes hohes und 1 ^ breites Lkoch, in welchem man den Gründelzapfen, 2 — kiZ- r i, verkeilet. L. Besagtes Garelrüsterloch ist von dem Haupte 6" in Achten^- von der Grundlinie hingegen, wenn da§ Haupt dick ist, 8" entfernet. 6. Der Garelrüster muß wegen der Verkeilung des Grnndelzapfens stärker feylr, als der Handrüster z anbei, ober — Und unter dem Rüsterloche mit eisernen Bändern befestiget werden: damit er eines theils nicht spalte, an- deremheils aber die ganze Kraft des Führers ertragen könne. v. Mt der linken Seite des Hauptes sieht der Satelrüster in einer gleichen Richtung, so zwar: daß derselbe, wenn er umgestürzet — oder auf das Molterbret gelegtt wird, auf einer ebenen Fläche nicht mir Unten, wo er in dem Haupte eingezapfet ist, sondern auch oben , wo der Führer ihn zu halten pflegt, nach feiner ganze,» Länge gleich anfliege» G L. r 13 L. Falls der Satelrüsier nicht gerad hinterwerts sieht, und sich unten links über das Haupt neiget,- so reibt er sich an dem Lande - die abkrümlende Erde, machet eine unreine Furche, und der Pflug geht schwerer. Zielt aber der Satelrüsier oben bei der Handhabe auf die linke Seite ; dann wird das Haupt, folglich auch die daranbesiefestigte Schar gär leicht Lurch die Kraft des Führers aus seiner wagrechten Stellung gebracht , und gegen die Land » oder Gatelfeite überwogen; in welchem Falle sich die Schar rechts aus dem Grunde hebet. 6. Steht hingegen der Satelrüsier oben nur ein wenig rechts; so hindert er den Führer, weil er nicht bequem hinter dem Pfluge hergehen kann. Stellet man aber erwehnten Rüsier unten gegen die rechte Hand; dann würde der Gründet, welcher durch den Satelrüsier gezapfet wird, entweder geradaUs stehen , öder vielleicht gar links zielen, der doch seine Richtung vorn gegen die rechte — hinten aber gegen die linke Hand haben soll: damit die Schärspiße in die Landseite dringe, und der Absaß des Hauptes von dieser Seite zur Verminderung der Reibung abstehe. 4. Der Handrüster lad. r — kix. 1 --- ä hat seine Benennung von dem besagten Handpferde, welche- auf der rechten Seite geht. ö. L. Dieser Rüster ist schwächer als der Satelrüster, welcher eine viel grössere käst Zu trägen hat. Er steht auch äicht geradaus; sondern er wird nach der Rich, tung, die wäii dem Streichbrett zu geben gedenket, ge» gen die rechte Hand - und Zwar ;um Theile nach der obern Kante des besagten Breies, welches an diesem Rüster angenagelt wird - gestellt: wodurch dem Führer der er- föderliche Raum gelassen wird, Hinter dem Pstuge ungehindert zu gehen, und selben m der wagrechken Sttft lung zn erhalten Die Länge des Sturzes) oder eines Rüsters betragt gemeiniglich 4^ oder 2 böhmische Ellen- Machet man die Rüster Zu lang; so ist der Führer zu weit von Sem Zugviehs Mfernett Mächet man sie hingegen ----- zu kurz ^ Sann werden grössere Kräften ersödert, den Radpstug in den Grund zu treiben: weil die Rüster als Hebel wirken. 6^ Die EptsernUnA des Handrösters Uört deM Satelrüster beträgt bei den Handhaben, wo der Führer den Sturz zu halten pfiegt 2^. Bei x — 'i'adj, 2 ---- ki». i' ---- werden diese Rüster Mit einer Schwinge ge^- spreizet, und bei li —- mit Eisen gebunden. ss. Hie Höhe des Sturzes von der Trimdlitt« darf nicht über 3^ 8" betragen. Denn -r. Äenn man ihn höher stellet, so wird M kieiner Führer seine Kräften nicht Wohl anwendet können« M 2 Oteft s. Stellet man hingegen die Rüster zu niedrig, oder gar zu nahe an die Grundlinie; dann müßte der Führer beständig gebogen gehen: welche Neigung gegen den Grund ihm sehr beschwerlich — oder gar in die Länge unerträglich seyn würde. 8 . Diese zween Sturzrüster,in deren einem sich rechts ein kleiner Ring befindet , in welchem man die Reute Isb. i — 2 -- stecket, werden gemeiniglich von Birkenholz gemacht, welches hierzu wegen seiner festen und zähen Eigenschaft das beste ist. §. 24. Von dem Gründe! lad. 2 — r — i — k — k. Ist. r.Der Gründe! ist der längste Theil des Scharge- stelles, welcher, als ein starker hölzerner Hebel, in dem Satelrüster verkeilet — von dem Rüssel unterstützet — und auf dem Radgestelle, mit welchem er durch die Zug- kere lad. 2 — ir —oder iz- verbunden ist, zur Bestimmung der Tiefe, in welcher die Schar gehen soll, standhaft getragen wird. Ist. 2. Die Lange des Gröndels beträgt gemeiniglich 6 ^ 6 ", oder Elle; welche Länge gröstentheils zum Tiefpflügen dienet. Ein kurzer Gründe! ist zwar leichter, die Schar fasset aber weniger Erde; und man kann auch weder hinlänglich tief— noch stuffenweise seicht pflügen. Die Die Dicke des Mündels A.Z. Erstens: der Gründe! ist hinten bei dem Smel- rüster i — lab. L — kig, l — auf allen vier Seiten, wie ein stumpfer Keil zugehauen. Zweitens: Beid — beträgt die Dicke des Grün- deis 4" im gevierken ; weil der Rastel in der ß" langen und breiten ausgestemmten Oefnung verkeilet wird. Aus welcher Ursache dann zur Vermeidung der Spaltung vor und hinter diesem Loche zwei eiserne Ziehbänder angeleget werden. Dritms: Bei dem rS" im gevierten gegen die linke Seite schregs ausgestemmten Sechloche — !, ist der Grüirdel nur dick; vor welchem das drite eiserne Ziehband, aus der bereits gegebenen Ursache angetrie. bey wird. Viertens : Von dem erwehnten Ziehhunde verliert sich die Gründeldicke gegen f — nach und nach auf , und nimmt bei K — und weiter Vorwerks noch mehr ab, so zwar: daß das vordere End nur r»" im Dnrchschnis te mäste. Fünftens: Der Gründet soll weder zu schwach, noch zu stark seyn : denn er würde sich biegen, und nicht standhaft auf dem Radgestelle liegen. Ein gar starker Gründel hingegen würde den Psiug ohne Nothwendigkeit schwerer machen. di. 4. Der vordereTheil deS Gründels wird eyförmig zu- Zeschmhet, damit er standhafter ansdem Radgestelle liege. B z 2 » §. An gleich besiegtem Theile werden II — bis tZ'>— Stößellöcherschiefgebohre^und zwar oben ruckwerks, unten aber verwerth damit die Zugkete 'I'ak, r — flZ.12 - den Stösse! kiZ. l -7- K — schärfer an das Radgesell drucke. U. 6- Wenn der Stosses l< " in die vordere Zuglöcher zestecket wird, dann schneidet die Schar liefer, je weiter V>an diesen eisernen Nagel Vorwerke stecket. S^h Psb. 18 - kiZ. Z. Zi. 7 » weiter aber gedachter Stösse! in die rucfwer? üge Löcher Nsd« 2 — kiZ, t — gegen k — oder bis gegen ! — gestecket wird, desto weniger fasset die Schar von der Erde, und desto seichter wird folglich die Furche. Betrachte ^'ab. rb — kstZ. 7. r§.F. Der Gründe! ist 'I'ad. 2 — ssiA. l — bei i— ober — und unter dem Gründelzapsen mit zweenen Keileg befestiget, mit welchen der Gründe! nach Erfoderuiß der Umstände vorn bei K — höher und niedriger gesteller werden kann; mithin leidet er folgende drei Abänderungen: Erstens: Wenn ein Keil ober der andere Kest hingegen unter dem Gründelzapsen getrieben wird; so soll die Schar wagrecht stehen, und das mittlere Stösselloch (welches bei eg — angebrachten Grüudellöchcrn das. 7k?, bei i: — Löchern aber das 6te vorryerts und ruck? Werts ist ) auf dein Polster des Radgestellcs anstiegen» Zieht man nun das NadgestelL ruckwerts gegen Lgs Sechloch! — NZb. L - L --, oder schiebt man das 2Z das Gchargestell auf dem Radgestelle Vorwerks,- so wird ich die Scharfpihe erheben. Schiebt man hingegen das Radgestell Vorwerks, oder zieht man dgs Schargestell auf dem Radgestelle xuckwerts; dann bleibt Wischendem Pstster des Radgestelles Isb. 2 hiZ. 9 -- und dem Gründet k>§. 1 — j; — ein Zwischenraum, welcher Raum oder Abstand die Tiefe der Furche anzeiget, wel- che du Schar in Bearbeitung des Landes einschneiden wird: weil die Zugkere Pab. 2 -—-lug. ir w den Gründet an gedachten Polster drucket, welcher diesem Hebel zur Uncerstühnng dienet. Sieh IsK. Z — fig. Z—n. Zweitens : Wenn die Schar bei der ersten Stellung des Gründels, da man den Stösse! in das vorderste Loch stecket, nicht tief genug in die Erde greifet l welches zu geschehen pflegt, wenn. man bergab pflüget)dann Wird der untre Keil herausgenommen, nnd zu dem obern Keile -7- folglich beide Keile ober dem Gründelzapfen 2 — kig. i — I -- eingeschlagen ; wodurch der Gründet indem Satelrüsier sinken — vorn aber bei besteigen, oder eine höhere Stellung erhalten wird; mit welcher Hilfe man die Schar tiefer in den Grund bringen kann. Solle aber—- Dritens: Die Schar bei der ersten Stellung des Gründels, da der Stösse! in dem hintersten Loche stecket, noch zu tief in die Erde dringen. ( welches zu geschehen pflegt, wenn man bergauf pflüget) dann müssen beide Keile unter den Gründelzapfen getrieben werden, um dm Gründe! hinten hoch -7?. vorn aber niedriger zu stel- B 4 ' in;, 24 W len , wodurch die Scharspiße erhoben— und derPfluj nicht so viel Erde fassen wird, <) Der Gründe! muß nicht nur in dem Se- telrüster niedrig und vorn höher als der Polster des Radgestelles stehen, um mit Veränderung des Stößels, welker vor die Zugkete gestecket wird, tief und Acht siuffenweise pflügen zu können; sondern er muß auch in dem Satelrüsier i — lab. r — r — links —> und von da gegen dem Rüssel b bis zu dem vorder» E. de ic — nach einem spitzigen Winkel rechts gestellet werden; aus welcher Absicht dann das RüMloch um weiter rechts — als das Satelrüsterloch im Haupte ausgestemmet — (F. 21 —> io.) und in diesem der Rüssel, dessen oberer Zapsen durch den Gründe! geht, nicht dem linken Rüster gleichsondern ein wenig mehr gegen die rechte Hand eingezapfet wird. L° Diese schiefe Stellung gegen die rechte Hand, heißt man die EandrichtmiA des Drhndels, weil hies durch die Scharspihe in der Arbeit links in das feste Land zielet, der Absah des Hauptes hingegen (zur. Verminderung der Reibung an der Landseite) gegen die rechts Hand getrieben wird, ohne welchen Abstand die Schar wenn der Gründe! ger .daus gestellet werden sollte, oft aus dem Grunde springen — und der Pflug schwer zu regieren seyn würde. L. Falls die EanbrrchtlMF des Grändels, oder der Abstand des vorderen Gründelendes, von der Land- oder oder der ß Wiuc und > solglt dende hin i, ris d< kann dem und I und n schw von Thei gen me r an d Zuge Sa< muß znbe! zu ii haft lum oder Satelseite zu groß —- folglich der Winkel, welchen der Gründe! mir der Richtungslinir machet, nicht spitzig genug ist; so greift die Schar zu weit links in das Land, u,,d schneidet breite Furchen» Ist aber — O. erwehnrer Abstand des Gründeleudes zu klein, folglich der Winkel gar zu spitzig; dann sind die schrieb- denken Eisen sehr schwer in das Land zu bringen; mit- hin ist gedachter Winkel ein wichtiges Stück in der Theorie des Pfluges, und diese schiefe Stellung des Eründsls kann, wenn das Schargestell zusammengesetzet—und von dem Schmide beschlagen worden ist, nicht ohne Mühs und neue Kosten abgeändert werden. lab. 4---ki§. i —- und z — §. 4z. bs. io. Zum Gründe! pflegt man gemeiniglich einen schwachen Birkenstamm anzuwenden , welcher, wenn er von Natur krumm gewachsen ist, mit dem schiefzielenden Theile von dem Seche oder Pflugmesser anzufangen, gegen die rechte Hand gestellet — wofern aber die Krümme mch r hinlänglich — der Stamm aber stark gennug ist, an der linken Seite zur hinlänglichen Landrichtung schief zugeschuldet wird? in welchen! Falle der Rüssel mit dem Satelrüster in einer gleichen Linie ducchgezapfet werden muß. Da aber ein sol ches krummes Hol; nicht allzeit zubekommen — und deswegen meistens ein gerader Stamm zu nehmen ist; mithin bleibt es bei der erklärten vortheil- haften Stellung des Rüssels, und bei der schiefen Stellung oder Landrichtung desGründelä. §. 24.^.^-^—und . §» 2Z. 26 §» Von dem MolLerbrete. Dsd. 2 — l. Ist, l. Das MslterbreL ist eiu dünnes Bree, welches nach der Länge auf die linke Seite des Hauptes in glei- z. B. cher Richtung gestellet -— vorn an dem Rüstet — hinten ^ ter zr aber an dem Sateirüster angenagelt wird, damit keine i auf, grumtende Erde in das Schargestell fallen könne. Sieh > ruger L ki§. l -- unter i und h —gegen s. stdrri i aB ' Wird r M zu Ist. r° Besten Länge, Breite, Dicke,"Höhe, Ein« lastuug und Zuspitzung ergiebt sich von selbst, ÜO erfs- Lert folglich keine besondere Erklärung. §* 26^ Brei Brei von > wend Furc 1'gb. 2 -v 6 Ist. I, Die Pflugschar ist ein keilförmiges fiachgewölb- tes Eisen, welches an das Haupt des Schargestelles ge, stecket wird, um mit seiner stumpfen Schneide das Land wagrecht zu trennen, und aufzubrechen. Ist. 2. Die Breite der Schar beträgt von der Landseite s —- ' 1 'Ld. r — ^i§- 6-7-, bis zu der Schar- ftdec oder dem Scharfiügel b — höchstens ! 2", Z— r — ä — iv — §. 4i. kig. Lstg. ä - söd <5 Lani Äst Elches n glei- hinte-r keine Sieh N 3. Ei«. ervöK- les ge- Land n der schar- >. Z— ich»: L. Macht man die Schar breiter, bann werden Wch breitere Furchen, der Zusammenhang des Landes rvird nicht gehörig gelrennet - und das Vieh hat schwerer zu ziehen. L. Wird hingegen die Schar schmäler gemacht, z. B. mir 9" breit, dann hat zwar das Zugvieh leichter zu arbeiten; man bricht aber nur schmale Furchen ruf, und wird folglich, nach dem Verhältniße der weniger betragenden Breite, in der Arbeit mehr Zeit er- O» Der Msay des Hauptes wird nach der Breite der Scharfeoer, oder hie Scharbreite nach der Breite des Hquptabfatzes gerichtet: weil das Haupt die yo» der Schar aufgebrochene Erde auf d« rechte Seite wenden hilft, und das meiste zur Ziehung einer reinen Furche beitragt, lad. Z — r b —-i —§.46» li. Die Breite des DehreS ä—-e — lad. L —- 6 betragt 6". g. DieEänZe der Schar c — ä —l^b-2 -° 6 — hält an der Landseite »8^ nämlich, von n — ä — 6" und von 3— L — zur Spitze 12". L. Wenn, die Pflugschar zu lang gemacht 'wird, so dringt sie wegen der schiefen Stellung des Gründels, < §. 24 — 9 — ^ und 8.) zu viel links in die Landseite, und das Vieh hat sodann schwerer zu ziehen. Ist hingegen — e. Die 2F ^ -rT> ^ S. Die Schar zu kurz, und doch breit; so sieht die Schneise zu flhr Vorwerks; sie kann nicht als ein vor- rherlhafter Keil nach und nach in die Erde dringen, weich es dem Zugvieh? eine grössere Lasi verursachet. di. 4. Die Schneide der Schar muß auf einer wag, echten Fläche unten ganz gleich aufliegen, auch eine gerade 'chiie bilden, damit sie als ein Keil leichter ü, da- ba'.H dringe; weil eine krumme Schneide länger ist, und fchchich von dem Widerstände der Erde eine grössere Reibung leidet. Ferner muß — L. Die Schneide der Schar von der Feder bis zu d r Scharspiße vorgesiählet, oder mit Stahle belegt wer» den; damit sie sich nicht sobald abschleifse, und dein Absähe des Hauptes die Last nicht aufgebürdet werde, un- abgeschniteneä Land zur Beschwerung des Zugviehes aust zureissen. 6: Diese Schneide darf nicht scharf seyn, sonst nützet sie sich bald ab; der Pflug geht auch nicht stände haft: weil das Sech Z — 'Isb. 1 — ki§. l — zu gähling einschneidet. Z. Die Schar ist h«»hl gewölbt lab. r —kiz. ^ —- widrigeus sie zu schwer seyn würde, auch weder an dem Haupte hinlänglich mit Keilen befestiget — noch gehörig nach Erföderniß gerichtet werden könnte. ki. ß. An der Landsöite sieht die Schar mit dem Absätze des Hauptes ( mit Ausnahme der Spitze, , wel- welche gerade muß: wenn e liuie u einer linken Psiug N. trieben mit d ringeb Absai kleine mit de auf d ge. öder Pfin Hehl ter d K LiL. 29 steht ! vor. wel- eurer »eine das , und östere r bis ^ wer« r Ab- > um l auf^ sonst land- - zu 7— dem hörig dem >he, l- welche ein klein wönig links in das Land zielet ) in einer geraden Linie, nach welcher auch das Sech gestellet werden muß: widrigens der Pflug sehr schwer gehen würde, wenn einer von diesen dreien Theilen von der Richtungs- liuie merklich abweichen sollte; deren achte Stellung mit einer Schnur abgemessen werden kann, welche an der linken Seite des Hauptes gegen die Scharspche und das Pflug Messer ausgedehnet wird. 7. Die Schar muß dergestalt an das Haupt ge- trieben — und dessen Oepr an dem Halse des Hauptes, mit den eingebogenen Oehrkrampen von dem Schmide eingebrennet werden, Laß von der Scharspitze zu dem Absähe des Hauptes, zur Vermeidung der Reibung, eine kleine Höhlung oder Wölbung bleibe; folglich das Haupt müder Schar, auf einer wagrechten Fläche, lediglich auf der Scharspiße und dem Absätze des Hauptes anstiege. Betrachte 4 — ?i§» 2 s — ä Biervagrcchte Linie« is Die Scharspitze. L Der Absatz des Hauptes. Dann, wenn das Scharöhr nicht i"hoch freisteht, oder von der Grundlinie nicht erhoben ist; so fahrt der Pstug gar bald aus dem Grunde. Welches auch zu geschehen pflegt, wenn in der Arbeit ein kleiner Stein unter das Scharöhr kommt. öl- 8. Die Gestalt des Scharbleches ist lab» k8 — LiL. 4 — zu sehen- M-Die 3 » s. Die leichtesten betragen im Gewichts r o Pfunde d. Die mittleren Blecher — iA Pst c. Die schwersten hingegen — 2s Pst st. Die LandsritS des Bleches ist die Furchseite aber nur dick« Der Zapfe», aus s welchem die Scharspiße gemacht wird, hält Gevierten» Vvn dem Seche, oder PfEugmWr» ^sb. L — k'iZ. gj . kst i. Das Sech ist ein starkes eisernes krummes ^ Messer, welches in dem Gründe!, Pgb. 2 — kiZ» i - bei l — dergestalt verkeilet wird, daß dessen Schmidt Vorwerks Nahe stuf die Scharspiße ziele, und die Haupt«! richtungslinie zu der neuen Furche in der Breite uud ° Tiefe senkrecht einschneide» 2. Die Länge des Seches betragt gemeiniglich 24", nämlich: der vierkantige Griff 7" und die Schneide 17"» > z. -st.» Die Dicke der Griffes Mißt l" in vierten, und ist an den Ecken eingehalten, damit die! Keile schärfer anhalten» ^ ! §. Der Rucken ist dick, »lud verliert ßch »l einer stumpfen keilförmigen Schneide» imdtz die > aus ,MMs j I- Hneidi )anpr« e uck mglich rchnei- K» lit bis ich ck 4 ». hl. 4 r Die breite dieser Schneide betragt oben L^, weiter hinunter nur und endet sich in einer stumpfen Spitze z. Die Spitze des Seches steht Vorwerks. Sie wirket wie ein Reit von unten in die Erde, und treibt sie oben hinaus«, 6. Wenn die Schneide scharfist, ss greift das Sech zu leicht in das Land - und der Pflüg geht ungewiß» R« Die Schneide des Seches solte eine gera; de Linie , folglich keine Rrnmme haben t weil die Linie hiedurch kürzer, Und die Reibung an der Erde Minder wird. Die böhmischen Pstugmesser werden aber grö-- sientheilS mit krummen Schneiden gemacht t werk sich der Schmid nach dem krummen Rucken zu richten psieZt» 8- (brist Und Schneide werden aus Dörstcht langer gemacht: damit man sie, wenn die Spitze aV- geschiisten ist, hinunter lasten könne. R' y. Die Spitze Und Schneide sollen mit dem besten Stahle belegt werden t damit sie sich nicht sobald abnützen» ro» Stellet man das Ssch mit Ler Spitze nicht Vorwerks, sondern gerad hinunter, oder garruckwerts; dann wird der Pstlug bei dem geringsten Widerstände in die Höhe gehoben. ir. Die Schneide des Seches darf nicht nach der Gröndelstellung —- sondern nach det Kr'chrnngs- tinie linke gestellet werben: aus dieser Ursache muß also das Sechloch im Gründe! ein wenig links gegen die Landseite durchgestemmet werden. 12. Stellet man das Sech zu weit links über die Richtungslinie, welche das Haupt und die Schau an der Landseite beschreibet; so geht der Pflug sehr schwer, und man kann keine gleiche Furche ziehen. Stellet man aber X. iz. Das Sech zu weit rechts, so fahrt der Pflug aus dem Grunde, und der Führer kann ihn nicht in dem Lande erhalten. 14. Die beste Stellung des Seches ist, wenn man es Zoll links ausser der Richtungslinie stellet; denn da fasset die Schar Land, und das Haupt leidet bei dem Absäße weniger Reibung. l§. Die Spitze des Seches wird nach Verschiedenheit des Bodens l", ZU Zeiten auch ir" über die Gcharspitze gestcllet: dann — wenn diese Spitzen gar zu nahe beisammen sind, so verstopfet sich dieser Zwischenraum mit Queken und mit verschiedenen harten Gegenständen so sehr; daß man mit dem Pfluge nicht fortkommen kann» Stehen hingegen — L. Diese Spitzen gar zuweit von einander, fö paffet da- Sech-und der Gcharschnit nicht genug auf einander, es wendet sich auch die Erdfmche nicht wohl um. c. Stel- 6. Stellet man aber die Sechspiße so tief wie die Schar, so springt der Pflug aus der Erde. Daher muß man sich in derSechflellung nach der Beschaffenheit des Bodens richten , und von diesem Me ffer nicht mehr federn; als, daß es die verhärtete und mit Wurzeln verwachsene Oberfläche zerschneide. dl. i6. Wenn die Scharspiße abgeschliffenund kürzer geworden ist denn muß auch das Sech, um so viel, unten weiter zurückgestellet werden: um besagte Spitzen nach Ersoderniß des Bodens jederzeit in gehöriger Entfernung zu halten. Falls aber — N. 17. Die Sechspitze abgeschliffen? und zu kurz wäre; so muffen die Sechkeilchen 1 ab. 2 — kiK. 8 --- g — aus dem Gründe! geschlagen werden , um den Griff weiter hinunter zu treiben; weswegen denn das Sech nur beweglich verkeilet — und das Sechloch in dem Gründet um r" weiter gemacht wirdweil man dieses Messer oft verändern muß. Wenn -— 18. Das Sech oder dessen Schneide schon sehr abgeschliffen, und folglich zu kurz ist; so wird es vor; gestähler, welches gemeiniglich vor der Brachzejt geschieht: weil dazumal das Land am tiesesten bearbeitet werden soll. Das Sech muß auch verändert werden; wenn die Schar nicht die rechte Tiefe hält, und aus dem Grunde fährt. In welchem Falle das Sech mehr in das Land gestellet werden soll; um den Pflug in der geraden Dichtung zu erhalten: denn durch die Zielung in das C . Land, Land, wird dem schiefen Züge der Pstrde entgegen ge, wirket. Sollte aber — so. Die Scharspiße zu tief gehen; so muß das Sech Vorwerks auch sogar vor die Gcharspihe gestel-- lel werden: bann, weil der Widerstand der Erde gegen SaS Sech vor der Scharspitze ist; so wird die Vorkehrung getroffen, daß sie nicht zu tief sinke. * Line gleiche Richtung sollte dem Seche auch gegeben werden, wenn man in einem thonichten Boden pflüget: weit da die Scharspitze sehr oft zu sinken pflegt. 21. Aus allen diesen verschiedenen Stellungen des Seches erhellO:daß man keine sichere Regel in Betref der GechrLchmng fest setzen könne. Ein verständiger Pstü-- ger mich also selbst urtheilen, wie und auf welche Weise nach Verschiedenheit des Grundes, oder nach Beschaffenheit des Schargestelles das Sech am vortheilhaftesten zu stellen sey; um hiedurch den Pstug in die erfode» liche Richtung zu bringen. R. 2L> Wenn ein Feld gar zu steimcht ist: dem, wird das ^ech gar nicht angewendet, sondern heraus geschlagen, und ohne Messer gepflüger; welches in einem solchen Boden mehr hindern, als nützen würde. 2Z. lad. 12 — ?i§. IZ — zeiget ein regelmäs. siges Sech, welches in der Fortsetzung §. 79 kiZ. iz —' beschrieben wird. Von dem Streichbrete 2 — — 4 . 1. Das Streichbret ist ern Bret, welches rechts an dem Rüffel und Zandrüster des Schargestelles wm- kelmässig angenagelt wird; um das — von dem Seche senkrecht abgeschnitene— und von der Schar wagrecht durch- gegrabene Land zu erheben, und auf die rechte Seite zu siürtzen» 2 . Die Länge des Gerekchdretes beträgt gemeiniglich oder i; böhmische Ekle. Das Streichbret soll weder zu kurz,noch zu lang seyn. L.. Ist es zu kurz und nach einem spitzigen Winkel gestellet; so wird die aufgebrochene Erde nicht gehörig umgewendet, sosdern fällt wohl gar in die gezogene Furche zurück. 8» Stellet man ein kurzes Streichbret zu breit, oder nach einem stumpfen Winkel; so wirft es die Erde gahling und unordentlich um. Der Pflug geht schwerer , weil Ach das Beet klämmer» Ist hingegen 6. Das Grrcichbker Zu lang und nach einem spitzigen Winkel gestellet; so dauert die Reibung ün die»' sem Brete länger, und der Pflug wird um den Betrag des überflüssigen Theiles schwerer» Ist aber O. besagtes Beet zu lang und zu breit gestellet; so wird die aufgebrochne Erde zu weit rechts getrieben, die Reibung vergrößert sich, und der Pstug geht nicht wagrecht; sonderlich: wenn das Bret hinter dem Ab^ sahe nicht hinlänglich ausgesthmten ist. 1 ^» Z. Die breite Stellung des StreichbrctLö beträgt bei einem r r" breiten Haupte am Ende wenigstens 18" und höchstens 24" oder: zwo Breiten des Haupt- absatzes» Sieh Isb. Z — biZ. r — L —p — t, welche Linie den Grundriß des Srreichbretcs andeutet, der §.48 — beschrieben wird. Bei der größten Breite muß aber der Hintere Theil des Bretes unten mehr ausgeschniten werden, oder in die Höhe stehen; das ist: es soll der Winkel, welchen die untere Kante des aufge?. stellten Streichbretts mit der Grundlinie machet, grösser seyn, folglich die senkrechte Entfernung von besagter Linie ruckwerts nehmen; damit das 2^ breitgestellte Bret sich nicht schleife, noch die bereits gestürzte Erde vor- werts schiebe: welches dem Zugviehs die Bürde umiö- thig erjchweren würde. "Lab. 2 — lbiZ. 4 ^ ist der spitzige Winkel zu sehen, welchen der untere Ausschult des Streichbretts mit der punktirten Grundlinie hinter dem Absätze des Hauptes machet. 4. Die Höhe des Gtrcichbrercs richtet sich nach der Breite der Schar: weil die — von der Schar abge- schnitene Erde von dem keilförmig angenagelten Breie erhoben — bei dem Absäße des Hauptes aufgestellet und und endlich von dem vorragenden Theile des Streichbretts ganz umgewendet wird. Da nun die Schar 12" breit ist; mithin muß auch dieses Bret i r" hoch seyn. Bei einer kleineren Höhe würde die erhobene Erde in das Schargestell fallen; eine grössere Höhe hingegen wäre ohne Nutzen. 5. Die Dicke des Streichbretts betragt i". Es wird von dünnem Holze gemacht, damit es den Pstug nicht ohne Roth erschwere. N- 6. Die Oberfläche dieses Breies muß glat sexn: weil die geringste Anhöhe einen Widerstand verursachet, folglich die Reibung vermehret. An der unteren Kante, wo das Streichbret aus das Haupt gestellt wich, ist es nach dem .Maße der Hauptdicke ausgeschulten, 'I«b. 2 — k'iZ. 4 —- ss; hinter welchem Winkel der vorragende Theil an dem HauWbfähe schließet, um die abkrümlende Erde aufzufangen , an die rechte Seite zu treiben, und eine reine Furche zu machen. chl. 8. Die obere Kante des aufgestellten Streichbretts muß ein klein wenig rechts zielen, oder auswerts— die untere hingegen eiuwerts stehen; damit steh die Erde nicht lang aufhalte, sondern eher umfalle. ibl. 9. Hinter dem besagten Einschnitte —Rad, 2 — k,!;. 4 _ wird das Streichbret an der Seite mit eiuem 2" breiten eisernen Bleche beschlagen^ welches man die C Z 2ln- zs Anlage nennet; damit es sich nicht sobald abnütze. Die. ses Blech muß aber zur Verminderung der Reibung ein- gelasio:, oder eingebrennet werden. lü. io. Vorn schmieget sich das Strcichbret dergestalt a« die Gricchsäule, mit welcher es einen Keil vorstellet; daß es alle abgeschnitene Erde zur gehörigen Stnrzunz auffange, und kein Erdkamm auf der Landseite bleibe: welche stehenbleibende Schwartenkrümme anzeiget, daß das Streichbret entweder zu wenig, oder zu weit überfaffe. i r. Hinten wird die Ecke der obern Kante des Streichbretts rund zugeschniten: weil die Erde am Eu- de nicht so hoch zu steigen pflegt. I§. 12 . In einem festen Erdreiche wird auch oft in der Mitte des Streichbretts, wo die Last der Furche gröstentheils anliegt, ein Eisenblech angenagelt; damit sich das Bret nicht sobald abreibe. Von den Theilen des Radgestelles. §. 29. Von der Achse 2 — ^.'A. 9 — a — k>. X. l. Die Achse ist derjenige Theil des Radgestclles, au welchem die Psiugräder geschobe-n werden. r» Die Länge der Achse beträgt gemeiniglich nur 6", nämlich: der linke Achsarm i§", das Brüste! ^ — c — i 12'^ , und der rechte Achsarm L. Et- Z9 Z« Etliche pflegen aber den linke» Achsarm um iZ^ länger, mithin zo" laug zu machen, in welchem Falle die ganze Länge der Achse D 9" beträgt. L. Die Ursache dieser Verlängerung ist: daß man nach Erfoderniß der Umstände, das linke Rad von dem rechten weiter entfernen könne. r6 -9 — §. 94 — ro. bl. Z° Die Dicke der Achse betrags welche Achse aus einem Stücke gehauen, und rund zugeschnit- Het — in der Mitte aber das Brüste! gebildet wird. §. AO. Vsn dem Brüste! lab« 2 -— kig. 9 — x —c — i. t. Das Brüstelist der mittlere vierkantige Theil der Achse, auf welchem der wedelmg ruhet, der mit her Schals bedecket wird. 1 ^. 2. Die Lange des Brsstcls § — i beträgt t2^» V. Dessen mittlere Dicke oder Höhe z". L. Die Seitenhöhe g — und i — hingegen Z^» v. Dir Breite aber nur —4"- lst. Der ausgestemmte Einschmt des Lrvstcls, in welchen der Wedel,nA gelegt wird, ist 6 ^ lang und 4" hoch. C 4 §. 42 UK §. Zi- Von den Pflugradem lab. 2 — I^lA. H — e — 6. K. i. Die Pflugrckder sind zwei kleine hölzerne'Räder ., die das Radgcstckc — und den mit dem Rade verbundenen Gründe! des GchargestcUes tragen. d?. 2^ Ein jedes dieser Räder besteht aus einer Rabe, acht ordentlich gearbeiteten und eingezapften Speichen, und vier Welchen , welche mit eisernen Kerfen umgeben sind. X. z. Die Höhe eines pflügendes beträgt in ganzem Durchmesser L^, oder eine Elle. An niedrigen Rädern ist die Reibung zwar grösser; sie därfen aber doch nicht zu hoch seyn: weil sonst der Gründe! höher liegen " der Pflug nicht so geschlossen gehen — auch die Wendung beschwerlicher seyn würde. M 4. Die Lange einer Rabe beträgt 12", nämlich : von der Mitte der Speichen gegen das Brüste! 5" und von besagter Mitte gegen die auswertigr Seite 7". 1 ^. Z. An jede Rabe werden 4 eiserne Ringe^ange- trieben, welche in der Mitte , an den Seiten hingegen breit.sind. §. Die Breite der Welchen, um welche die eiserne Reifen angenagelt werden, beträgt:S". N. 7. 4l EÄ ^s. Das rechte Rad liegt beständig an dem Brü- siel, und geht in der Furche unmittelbar an der Kante. Das linke hingegen kann an dem ;o" langen Achsarm m Erfoderungsfalle auswerts geschoben Werden; um hie- Lurch dieses Rad von dem Brüstet zu entfernen: dann der Boden ist bisweilen so uneben, daß die Räder nicht anders gleisen können, als wenn ste nahe beisammen, oder weiter von einander gestellt sind; Sieh lab. t6 — ?i§. 9. welche Veränderung auch bei dem Ausfurchen, und bei andern Umständen ersoderüch ist: wenn die schmalgestellten Räder nicht umfallen ^— und die Pferde gleich ziehen sollen; welches nicht geschehen würde, weil das -sband- pferd oft außer der Furche gehen muß. F. Wenn das linke Rad um 2" kleiner rvsre, als das rechte; denn würde sich die Scharspiße mehr links gegen die Kante der Landfeine wenden; der Pflug könnte folglich, besonders da man tief pflüget, nicht so sehr rechts gegen die Fucchseite hängen, er mäste viel wagrechter gehen, und eine geradere Linie halten. U. Die Schar dringt auch mehr links gegen die Landfeine, wenn man die Nabe des rechten Rades kmwerts gegen das Brüste! um i" kürzer folglich an» stak 5^ (§. Zi — 4° ) nur 4" lang von dem Mittelpunkte der Speichen machet. * Die Nabe des rechten Rades ist 1sp>. 2 —R>Z. y --- g-egen das Brüstet zu lang, die auswertige Seite der Rabe hm- gegsn in der Zeichnuag zu kinr lvvrgestellrt worden- A ro. I d. U. r. Die Schale oder der Gründelpolster ist ein Theil des Radgestelles, welcher auf dem Achsbrüstel befestiget wird, um den Gründsl des Schargestelles zu tragen. N. 2. Die /lange der Schale beträgt 18", mithin ist dieser Theil um 6" länger, als das Brüssel: weil auf jeder Seite Ich. 2 —- kig. H — Ii —- !i — z" vorragen, welche die einwertige hstabe bedecken, damit keine Erde von den Rädern auf die Achse falle. Z. Die Breite der Schale richtet sich nach der Breite des Brüstels; mithin beträgt sie auch 4", weil das Brüste! dieses Radgestelles nicht breiter ist. 4 » iges m i§.y- bc geil man vor — »erden. . hal- 'ränge ^; und sie sich tweder aet» ist ein kel be- ragen, mithin : weil - 4 " damit H der weit 4 - V. 4. Die Höhe der Schale mißt 2Z". tä. Machet man die Schale viel höher; so muß auch der Gründet höher gestellt werden: in welchem Falle der Pflug nicht so geschlossen gehen — sondern wan- km würde. 8. Mache? man hingegen, die Schale um ein beträchtliches niedriger, dann wird sie zu schwach seyn: besonders in der Mitte, wo sie deswegen ausgekehlet werden muß; damit der Gründet in der Höhlung ein gewisses Lager haben möge» bä. §. Die Schale und das Brüssel werden, »ach eingelegten wedelmg, mit zweien 1" breiten eisernen Bändern umgeben: wodurch sie nebss dem eisernen Nagel — Z — -i'ch. 2 — büg. y, welcher rdurch die Schale — den Wedelmg — und das Brüssel gestecker wird, mit einander verbunden sind« §- 33 . Von dem Wedelmg lab. L — 10. 7. Der Wedelmg oder Wendeling ist ein Theil des RadgestelleS , welcher dergestalt auf das Brüssel gelegt — und mit der Schale bedecket wird; daß man ihn an dem Nagel — Z — 'IH. 2 — lug. 9 — rechts und links wenden — mithin senkrecht und schief gegen die Achse stellen könne: um hiedurch die Schar mehr in die Land-— Land — oder in die Furchseire zu treiben, aus der Ab» sieht mehr oder weniger Erde zu fassen. 2. Des Wedelings Theile sind l'sd. s ->—^iZ. lo. Die Aunge — s» 8. Der Zwiesel — d — c- Das Keibscheit — ci — b. D» Das §rösch-el — n — 'I'r>b. I — I» Die Zunge a — lad. 2 — kiZ. lo — istdtt vordere Theil des Wedelings, auf welchem die Zugwa- Ze gelegt und mit einem starken eisernen Nagel angestecket wird> DT 4. Der Zwiesel d — c — 2 — ki'Z. ro-> ist her mittlere Theil des Wedelings, welcher zwar von der Zunge nicht abgesondert ist; sich aber ruckwms in der Gestalt einer Gabel ausspreitzet, und zween Theile vorstellet: deren einer — Der linke Arm des Zwiesels, lab. 2 — Im. io — K —, durch welchen man den eisernen Reib- nage!.— A — "I'ad» 2 — kiZ° 9 — stecket; der andere aber —' 8. Der rechte Arm lab. r — kiZ. to — c — genannt wird , in welchem man da§ Leierloch t — ausstemmet. ^ bi. §. Das Reibscheit ä — 8 — BZ8. 2 — kiA. »». iß der Hintere Theil des Wedelings, durch welchen zur zwoten Unterstützung des Gründels, und um die Zunge in einer wagrechten Stellung zu erhalten, die zwei Ende des Zwiesels gezapfet werden. X. 6. Das Lröschel ist der Theil des Wedelings, welcher die Zugwage decket; damit sie bei der Wendung den eiserne.n Nagel nicht heraus hebe, und von der Zunge falle. 1'sb. i — kiZ. i — L n. X. 7. Die Lange deÄ wedelings beträgt von — 3—. bis b — Inb. 2 — kiZ. 10 — P 8", nämlich: die Zunge bis zur Theilung des Zwiesels 2^, und von da bis zum Reibscheite — b—. 8", welche Länge sich vorn und hinten nach der Größe der Räder richtet, damit bei der Wendung des Pfluges weder die Zugwage noch das Reibfcheir an die Pflugrader flössen — und besagter Wendung eine Hinderniß verursachen können, bl. 8« Die Dicke der wcdelingshöhe beträgt: Bei der Zunge n — Bub« r — kiZ, lv -- 2"- ^ L. Bei dem Zwiesel, zwischen der Schale und der Brust, bis zu dem Reibscheite — iH". L. Bei dem Reibscheite aber — 2"» lz. Die Breite des wedelings enthält: Bei der Zunge 2^". Bei dem Anfange des Zwiesels 6"- Ein Zwieselarm ist 2^ breit, und D. das Reibscheit hält nur i" in der Breite. N. is. Io'. Die einwertige Entfernung der Zrvicsclarr i mc beträgt gemeiniglich 8"; nach Gestalt des natürlichen Holzwuchses aber mehr und weniger. 11. Die ganze Lange des querübcrgestelten Reibschcitcs, in welches die Zwieselanne durchgezapftt werden; beträgt bei den meisten Pflügen nur 2^ 6", samt den über die Einzapfung vorragenden zweenen Theilen, welche messen. An der linken Seite pflegt man aber das Rkibscheir länger zu machen, und zu solchem ein krumgewachsenes Holz anzuwenden: damit der Gründe! bei der Wendung nicht so leicht von dem Reibscheite falle, und von dem Führer mit Beschwernis; auf solches wieder gehoben werden müsse. 12. In dem linken Arme des Zwiesels wird Las Rcibloch gebohret, in welches der Neidnagel — Z— lab. 2 — küg. ^ -- gestecket wird, um welchen Nagel der ÜDcdeling nach Erfoderniß rechts und links gewendet — auch geradaus gestellet werden kann; weswegen also zwischen dem Brüste! und der Schale ein hinlänglicher Raum zur Bewegung seyn muß. öl. 1Z. In dem rechten Arme des Zwiesels wird das Leierloch, lab. 2 — kig. iv — 5 — 4" lang und breit durchgestemMet,- in welches der Lcierkeil lab. 2 — kjF. n —gestecket wird: um die Zunge des wedelings, in der erföderlichen Richtung, mit besagtem Keile zu befestigen. lcsclar- rrlichen 47 stelten ezapftt / 6 ", r ^hei- pflegt zu so!« damit u dem chwer- wird , Na. iks ge- eswe- n hin- > wird lang erteil ungö mit §» Von dem Leierkeile ' Isb. 2 — l l. tk. I. Der Leierkeil ist ein ausgekerbtes keilförmiges Holz, welches stufenweise in das Leier loch des rechten Zwieselarmes gestecket wird, «-um hiedurch die Zunge des wedclings entweder in der Richtung gegen die Land- oder gegen die Furcstseite fest zu erhalten: damit sodann die Schar mehr oder weniger Land faste; das ist: eine etwas breitere oder schmälere Furche grabe» 2. Der Leierker'l wird mir der glättn Seite gegen die Schale --- mit der eingekerbten folglich ruckwerrs gegen das Reibscheit in das Leierloch gestecket. z» Wenn man den Leiertet! tief, bis zur lezken Kerbe in dasLeieriochlsd. 2— lux. io— b -.stecket; so treibt man hiemil die rechte Seite der Schale, und das rechte Rad mehr Vorwerks , als da's Unke; die Zunge des wedclings zielet sodann rechts, die Scharspitze hingegen dringt mehr links in die Landscite; in welchem Falle die Schar einen breitem Einschuit machet. Kl. 4. Stecket man aber den Leierkcil nur seicht, oder bis zu der ersten Rerbe in das Lcierloch; so weichet das rechte Rad, sobald von dem Viehe gezogen wird, zurück, die Schale stemmet sich an den Leil, das Unke Rad geht mehr Vorwerks, die Zunge des Wedelrngs zielet links, die Scharspitze hingegen weichet von der Land, Land stire ab,- mithin machet die Schar einen schmäleren Einschnit. Z. Mit dem Leierkeile hilft man also dein Pfluge, daß er mehr und weniger Land fasse, in folgenden Fällen; L. Wenn man rechts in die Brumme pfl egst, muß das linke Rad dem rechten vorgehen; damit die Schar nicht so sehr in das Land dringe, und eine gar zu breite Lurche mache. k. Wenn man links in die Arümme pflüget, soll das rechte Rad vor — das linke hingegen zurückgestellet werden; damit die Schar hinlängliches Land fasse. 6. Zieht ein junges oder wildes Handpfcrd nicht gerad, sondern beständig rechts; so stecket man den Lril tiefer, und treibt hiedurch das rechte Rad Vorwerks:M den Pflug zu zwingen, in der Furche zu bleiben. O. Dringt hingegen das Handpfcrd links gegen das Gätelpferdso zieht man den Lcierkeil in die Höhe , und stellet ihn auf die schmalste Bcrbc; damit das rechte Rad zurückweiche, und die Schar nicht zu viel Land fasse. L. Man hilft auch dem Pfluge mit dem Leierkett le, wenn man rief pflüget: denn, weil die Schar immer mehr in das Land dringt, je weiter der Stößel in dem Gründe! vorwerts gestecket wird; so muß auch das rechte Rad zurückgestellet werden: um hiedurch die Scharspitze von der Landseire abzuwenden. N. 6. hmäle-- dem ffc, in Schar breite ffüget, euckge; ' d fasse. d nicht !N Rril cs: um gegen ie Hörnt das zu viel l'crkei- ar im- >stel in lch das Schar« . 6 » 4A 6. Wenn der Leierkeil in das LeierloH des -Ws- delings gestellet worden ist; dann pflegt man unten einen Nagel vorzustecken, um besagten Keil nicht zu verlieren : denn ohne den Leierkeik, so gering er auch scheint, kann keine reine Furche gezogen werden, und der Führer ist nicht vermögend, den Pflug in einer gleichen Richtung zu erhalten. 7. Etliche Uckersleute machen in dem Lcrerkekle nur eine Verve ( die man Warze nennet ) neben welchem sie drei kleine Hölzer oder Flcschcl — lad. r — 9—>—nach Erfoderniß der Abänderung einlegen, durch welche ein Nagel gestecket wird, den man an der Seite der Schale ü — i — einschlagt. §. Z5- Von dem Zugeisen Dab. 2 — kiZ-, is — oder iz. r. DaS Zugeisen ist eine Rette , welche das Schargestell mit dem Radgestelle verbindet, wenn man in beide Ende Nägel stecket. 2. Das vordere schmale End dieser Rette wird von der Hintern Seite des Radgestelles unter die Schale gelegt, und durch das — in diesem Theile beflndliche Loch wird ein starker eiserner Nagel gestecket; welcher, da er stch oben an die Schale, unten hingegen an das Brbstcl stemmet, das Zligciscn an dem Radgestelle fest hält: H 2 —/iß.— r 2. Z.' Andere befestigen besagten Nagel des Zugei- scns vor der Schale auf dem Mcdcling — lab. L-— ki§. — rZ. Das beste aber ist, ihn an die vordere Seite der Schale zunageln; damit der—in dem »ordern Theile des Zugeisens befindliche grosse Nagel sich mit der Schale oder dem Gründelposter bewege, wenn die Schale und das Brüste! durch den Leierkeil vor und ruckwerts getrieben wird: weil das Zugeisen auf diese Weise zugleich die erfoderliHe Richtung erhält. N« 4 « I" das Hintere breite End des Zugeisens wird der Gründet — durch diesen aber der Stösse! ge. stecket, welcher den Ring oder die weite Oefnung des Zugeisens, an dem Gründe! festhält. §. Z6. Von dem Stösse! lab. 2 — k'iA. i. —k. 1. Der Stösse! ist ein grosser eiserner — oben gekrümmter oder überbogener Nagel, welchen man durch den Ring des Zugeisens in die Gcündellöcher stecket, um das Schargestell mit dem Radgestelle zu verbinden. bl. 2. Wenn man den Stösse! in die vordere Gründetlöchcr stecket, dann wird der Gründe! in der Arbeit von dem Zugeisen vorn niedergezogen, folglich die Schar l^b. 18— b>§. —-5. tiefer in die Erde getrieben- Wird hingegen — ö.Ber 6. Der Stösse! weiter ruckweres in die Grün« dellöcher gestecketso fasset die Schar immer weniger Erde, so zwar: daß die Scharspiße, wenn man den Stösse! in die lezten Gründellöcher gegen das Sech stecket, sich von der Grundlinie erhebe. Man betrachte lnb. IZ — kiZ. — 7. §. Z7. Von der Zugwage lob. I kiss. I — s— s. 1. Die Zugwage ist ein Theil des Radgestelles, woran das Zugvieh gefpanuet wird. 2. Die Zugwage wird zwischen die Zunge und das Frösche! lab. I — k'iS. I — m — n — gelegt, und mit einem eisernen Nagel, welcher durch erwchnte Theile gestecket wird, in der erfoderlichen Stellung erhalten. kl. Z. In der Mitte der Zugwage befinden sich drei Löcher, wodurch diese Wage auf einer Seite langer — als auf der anderen gesteller werden kann. Diese Veränderung ist oft nöthig, wenn ein starkes Pferd mit einem schwachen zieht; in welchem Falle man dem schwachen Pferde einen grösseren Theil der Wage giebt, damit es mir dem starken Pferde gleich ziehen könne. q. Die Schwenket oder die Drittel der Zugwage . find zwei gekrümmte Hölzer, an welchen die Zugsträn- ge befestiget werden. Sieh lsb. r — r — t — t. D 2 Die Die Nebenthetle des Pfluges. §. ) 8 . Von der Reute Pah. I — kl§.— 2. i. Die Reute ist eine kleine Schaufel, welche zur Reinigung des Streichbreres dienet, wenn stch die Erde in einem nassen Boden an das Schargestell hängt, oder wenn sich die Graswurzeln an das Sech oder an den Rüssel legen, und den Pflug erschweren. N. 2. Die Reute stecket man durch den Ring (welcher sich an dem Handrüster c — lab. r — kir> r — befindet ) in das Schargestell, zwischen das Streich - und Molrerbrcr, um sie in Erfoderungsfalle bei der Hand zu haben, §. Z9- Von dem Pflughückchm l'ab. I — ki^.->—4. 1. Das Pstughackchen dienet hauptsächlich bei dem Pfluge zur Verkeilung der Schar, des Seches, Gründels und Rüssels. 2. Das HLckchen wird an der linken Seite der Zunge des Radgestelles in eine eiserne Klammer mit dem hölzernen Stiele gestecket. 58 §. 4o. Von der Schleift lab. i — bi§. g. K. I. Die Schleife besteht aus zwsen Stangen, deren eine durch die andere gezapfte wird. Sie dienet zur Tragung des Raögestelles, wenn man den Psiug in die Arbeit und aus der Arbeit führen will. N. 2. Der rechte Theil der Schleife wird, da dsc Pstug auf dem Haupte steht, unter dem Gründe!, hinter dem Seche von der rechten zur linken Hand über die Schar -7- der linke hingegen auf den Gründe! mit beiden Enden ruckwerts gelegt; so zwar: das der hölzerne Nagel, welcher sich lab. i — lbiZ. Z — in der zwo- ten linken Stange zeiget, hinter dem Satelrüster zu liegen komme. Alsdann stellet man den Fuß vor die erste Stange, welche auf dem Grunde liegt , und stürzet das Schargestell auf die linke Seite des Hauptesdaß alfs das Haupt auf der- rechten — der Satelrüster hingegen auf der linken Stange der Schleift (in welcher sich em grosser hölzerner Nagel befindet ) zu liegen komme-, dessen Stellung lab. 19 -— chiZ. 14 -7- !§ ^ ^6 zu sehen. ist. B Z Utee S 4 .EAZ- »>> II"° Abschnitt Vorstellung der Tätsthncr Pstugwinke!. lab. z — FjA. i — 2— z. §. 41 . Der Grundriß des Tätschner Pfluges , oder von den Schar r Haupt - und Streichbretwinkeln I^K. Z — i. 1. g — b — cist die Richtungslinie an der Landseite. 2. ä — e — k — die HfluAschar. Bei — e ist der Winkel, welchen die punktirte Linie e — 6 r mit der Richkungslinie s — b machet. Bei — 5 ist der Scharhalse g. § — — i das ^5aupt, in welchem — Z das Rüstelloch , li — das Handrüster - und — i -- das Sa- telrüsterloch vorgestellet wird. ' 4. K — p bedeutet das Srrei'chbret, welches stch an dem Rüstet — Z und an den Handrüster — k schmieget. Bei — 1 c ist der Winkel, welchen das Streichbret mit der Richtungslinie s — k machet. dl. f. in — n — a — b stellet die Furche vor, welche die Schar — k —- ä — « zieht. 6« o — t — m — n ist die Stelle, aus welche die von der Schar aufgebrochene Erde mit Hilfe des Streichbretts K — x gestürzet wird. 7. 85 ei. von e ist mit der das va- Wenn nun das Srrerchbret ^rrk. Z riF. I — k — p sich bis — t erstrecken sollte, und dieses an der untern Kante nicht schief abgeschnurrt wäre; so wär- de die aufgebrochne Erde über die Linie o — r — 5 —k, folglich ohne Nothwendigkeit zu wett rechts getrieben werden. Wird hingegen — R. st. das Grreichbret kürzer gemacht, und nach einem stumpfen Winkel l'nb. z — i K — i, geffellet; so widersteht die aufgebrochne Erde dem Streich- brete — lc — ^ mehr als dem Brete — K — p, welz ches nach einem spitzigen Winkel geffellet ist; mithin wird das Zugvieh bei der Stellung des langen Bretts — p leichter ziehen, als bei der Stellung des kurzen Breies — cx: weil bei der ersten Stellung die Erde nach und nach gewendet, bei der zwoten aber zu geschwind gestürzet, und oft gar Vorwerks geschoben wird. R. 9. Wenn das Haupt 1'sli. z kiZ. i — K — i die erfoderliche Lange oder zwo Gcharbreiten, und bei dem Absätze - i K eine Scharbreite hat; so wird die aufgebrochne Erde hinlänglich gestürzet, falls das Hintere End des Streichbretts Scharbreite von der Richtungslinie — s -- b entfernet ist. Das ist: wenn die Breite der Schar die Länge des Hauptes aber 2^ und die Breite des Hauptabsaßes betragen ; dann werden zur Entfernung des Streichbretts von der Richtungslinie in einem lockeren Boden * nicht 2^, wie c — K an- D 4 »ei- ^ In einem festen Boden psiegt man aber zwo Scharbreite» zu nehmen von d — bis — r, damit die aufgebrochene Furche nicht auf der Kante stehen bleibe. zeiget, sondern nur i ^ 6" erfodert: weil die von dem Streichbrere bis — p erhobene Erde von selbst gegen — s —fallet . §. 42. ^ Von derr Gründe! - und Rüjstlwinkeln, von ^ der Sturzsehne u. s. w. ! Isb. Z — ki§.-. Z. l r. g — b ist die Grundlinie. f A. c — Zeiget die Schar an dem Haupte—-ä — s. ! z. 0 — p — ^ der Gatelrüster, welcher den vier- ten Theil eines Zirkelbogens vorstellet, dessen halber Durchmesser von dem Mittelpunkte — b bis — e, oder von — dbis—A 8^ enthält; dessen Sehne—e—-i — Z, und die von dem Haupte aufgerichtete senkrechte Linien x - e ist. ^ 1 ^. 4. k — Z der Nüsse!, welcher von der senkrechten > Linie e> — tl vyrwerts abweichet. 1 ^. L. K — Das Sech, welches gegen die Scharspih ze gestellet wird. 6. K — i der Gründe!, welcher mit der Linie — e — in — cz einen spitzigen Winkel machet, und bei sei< nem vordem Ende — v von — r —is" entfernet steht. §7 i n dein 7. m — stellet die Radachse mit der Schale vor, zerr — auf welcher der Gründet an der Stelle des 7ten oder mittleren Stösselloches bei — r aufliegt. /r. Je weiter nun die Schale oder der Gründelpol- sier lsd. Z — kig. Z — m — r vorwerts mit dem Rad- > HVtl gestelle gerucket wird; desto riefer kann man die Furche mit der Schar — e in die Erde graben: welches aus der Entfernung zwischen dem Gründe! — li und der Schale — n zu sehen ist. Betrachte Ist,. 18 — kiZ. —Z, wo — » — d die Grundlinie und d — a die Tiefe vor- stellet, in welcher die Schar geht. 1""°' L. Wollte man aber noch tiefer pflügen ; dann vier- muß der untere Gründelkeil, lad. z — k'iZ- — §, bei halber — g herausgeschlagen — und über den Gründelzapfen oder bei — i eingetrieben werden: wodurch der Gründet bei -i— d eine höhere Stellung erhält, aie--- l?. Will man hingegen scichrer pflügen, oder die Schar nicht so tief in die Erde dringen lassen; dann muß chten das Radgestell zurückgezogen werden lad. 18 — — 7. Es müssen auch in Erfoderungsfalle ( wenn der Gründe! zu hoch gestellet wäre ) beide Gründelkeile 1 ad. ; — sspich lnZ. Z ^ und — i unter dem Gründelzapfen bei — g fest eingeschlagen werden. Hieraus erhellet, ie-. O. Daß der Winkel, welchen der Gründe! mit i stj- drr wagrechten Linie machet, nach Verschiedenheit der k Gründelstellung geändert werde« III-r L8 Mter Abschnitt. ! Won den Theilen des TaLschner Pfluges,! welche in der Ackerung , und außer der Arbeit in die Richtungslinie fallen: dann, welche Theile von besagter Linie abweichen-» lab. 4 — i — und — Z. §. 4Z. I. Die Richtungs - oder Direktionslmie ist der fortgesetzte Mittelpunkt (Lemrum cüntinugtuin)der ^ Bewegung, oder eine gerade Linke, nach weicher die Last von der Kraft bewegt wird. I'ab. 4 — kiz. I — s —. b. dl. 2. Wenn mit dem Pfluge nicht gearbeitet — oder » wenn der Pflug außer der Arbeit mit der Schar und Sechspiße nach der Richtungslinie lab» 4--- klZ. Z- » — b auf dem Radgestelle gegen die Mitte der Scher- le — oder des Gründelpolsters geslellec wird; dann zielt der Gründe!— c— o( wegen der Landrichtung §. 24- — y — L ) vorn bei — e rechts, hinter dem Sa- > telrüster — c hingegen steht er linksmithin weicht der ! Gründe! von der Richtungslinie vorn und hinten ab, so ! zwar: daß nur das Rüstelloch — k das Scchloch — ä und die Gcharfpitze — ( die durch die Punkte angedeutet wird l) erwehnte Richtungslinie treffen. Wird hingegen — den Gr ziehende Gründe hrt bei weichet Richtn, die link von de nicht st k »wische le — < hat , r sen mb in den Scheu so seh Theile desto ben v Strei m — der A welch nämli §9 tges, r der ann, ichen- ist der Oder welcher - kiz. - oder rr und ^ 3 - Scha- n zielt 24- Sm ht der tb, so -ä ange- Wird Z- bil. Z. das Zuweisen, lab. 4 — r — c an den Gründe! gelegt, der Grösse! vorgestecket, und die ziehende Kraft bei — b — ü angewendet, dann steht der Gründe! — ä — 0 vorn^ nicht mehr rechts, sondern ruhet bei — e auf der Mitte der Schale; hinten bei — f weichet aber die Gründellinie — m —1 —, o von der Richtungslinie — a — K. Durch diese Stellung gewinnt die linke Seite des Hauptes einen freien Gang: weil sie von der Landseite abgewendet — folglich der Reibung nicht so sehr unterworfen ist. Wenn also — L. der Gründe! — i — s, lab. 4 — kiA.— r, zwischen den Rädern —- o — x> auf der Mitte der Schale — y — r und des Rcrbfcheires — ! die Unterstützung hat, und an dem Radgestelle, welches durch das Zugei. sen mit dem Schargestelle verbunden ist, gezogen — und in dem Felde gearbeitet wird; so widersteht die von der Schar aufgebrochne Erde dem Srrcichbrere — n — n so sehr: daß das «Haupt, und alle damit verbundene Theile des Schargestelles bei dem Absätze des Pfluges desto mehr an die Richtungslinie s — s — b> getrieben werden, je größer der Widerstand der Erde an dem Streichbrett ist ; daß also die punktirte Gründellinie — m — i — e -- b nur eine sehr geringe Entfernung von der Richtungslinie —. a — 5 — s — b haben wird. Pn - welchem Falle — L. folgende Theile in der Richtungslinie gehen, nämlich: lab. 4 — NZ. - 1. 1. Die r. Die Zunge des Wedelings — b. 2. Die Mitte der Schale — g — r. Z. Die Mitte des vsrdern Gründelendes — e.. 4. Das Zugeifen an dem Stösse! — c. Z. Die Scharspihe — lc. 6. Das Sech — r. Der Rüssel — 5 , und —> Z. ein Theil des Hauptes. Hingegen — O. rveichcn von der RichtunAslmie ab: r^dec Gründelzapfen, —.i— Dab. 4 — — i, welcher Lurch den Satelrüster gezapftt ist. 2« Die linke Seite des Hauptabsatzes neben dem Sa- telrüsterloche. isd. 4 — 2 — c, Z. Die ganze Schneide der Schar k, lab. 4 — ki'K. — r, und das Haupt, welche zween Theile aber nach Ausweisung der punktirten Linien — n in der Arbeit mit der Richtungslinie g — b parallel gehen. 4. Das Streichbret —> u , lab. 4 —. kig. — l, web ches in einer sehr beträchtlichen Längs und Breite schief gegen dir Direkrionslznie — b gestellet ist, geht mit dieser Linie gleichfalls parallel; und hat folglich die gröste Entfernung von der erwehmen Richknngslinie: weil die Entfernung von — g zu der parallel Linie — u grösser ist, als von g zu -- A, welche die Scharbreire anzeiget« I^ter IVrec Abschnitt. Von den Pflughebeln. 19 — r -> bis 7 — 9 — und To. §. 44 . i. Der Hebel ist eine unbiegiame Linie, welche suf einer Unterlage, oder auf einem Ruhpunkte ( xoinoeblinm ) also aufliegt, daß sie um denselben bewegt werden könne, oder: Der Hebel ist in dem Gebrauche eine Stange, wel«- che über einen anderen Körper gelegt — oder an einen Körper, der nicht weichen kann, ang (setzet wird, ws er ruhet. r. Bei dem Gebrauche der Hebel bemerket man dreierlei Oerter, nämlich: 4. den Ort der Aast ( ponäns ) welche bewegt wird, oder der Bewegung widersteht. st. Den Ort der Lraft ( xoteotls ) welche die Bewegung verursachet. L. Den Ort der Unterlage ( livpomocb-imn ) um welche der künstliche Werkzeug bewegt wird, oder auf welchem er ruhet. ;. Weil sich nun besagte Oerter auf dreierlei Weist verändern lasten) so entstehen hieraus drei Hebelar-- »cn, nämlich: 6r ^ der Druähkbel ( voKi'z Imi Zeneris lietero- «lramu« ) l'ab. 19 — — i, wo die Unterlage — z unter der Linie ist, zwischen der Last — k und der Lraft — c, welche auf der Linie sind. 6. Der Drughebkl ( veäbiz 2cli »eneri'z liomaclro- mn8 ) H. 19 — InZ—2, wo die Last — K auf der Linie ist, zwischen der Unterlage — 0 und zwischen der Braft — 0 , welche sich unter der Linie befinden. 0. Der Wurfhebel ( veLliz Ztii ^eneris ) lüb. 19 — LiZ. — Z, hat an einem Ende die Unterlage — L unter der Linie, an dem zweiten Ende die Last — d auf der Linie, zwischen welchen sich die Lrafe — c unter der Linie befindet. 4.Der Druckhebel vermehrt so viclmal die Braft, s so viclmal seine Entfernung von der Unterlage grösi ser ist, als die Entfernung der Last von derselben. Z. B. Wenn die Last von der Unterlage die Kraft hingegen 5^ entfernet ist; so wird die Kraft fünfmal vermehrt. L. Durch den Traghebel wird die Rrafk so viel« mal vermehrt, so viclmal die Last der Unterlage n»< her ist, als die Rraft. 6. Der Wurfhebel vermehrt die Kraft gar kticht. ; Der Schwingpflug, U'ab. 19 __ ki§. 4, wird in der Arbeit mit zweenen Hebeln gewogen; nämlich: L. Mit lero- — 3 d der l^ro- f der r der 7-->b. ' — 3 ) auf unter cafk, Zrösi lben. Fräst final viel- e nä- licht. » 4, lich: -z ^l. Mit dem Gründe!, welcher als ein Draghe- öel wirket: indem die Lraft des Zuges, lab. ;y— kiZ. — 4, bei dem Gründelende—s angewendet wird; die Last befindet sich an der Schar, welche die Erde durch- grabet, und dessen Zusammenhang trennet; die Unterlage aber ist bei dem Absähe des Pfluges. L. Der rte Hebel ist der Sturz, welcher in der . Arbeit bald als ein Druckhebel — bald aber als ein Tmghebel wirket : dann wenn — 3. auf den Sturz, lab. ry — kiZ. —Z, gedrucket wird; so ist dessen Unterlage bei dem Absäße des Hauptes, zwischen der Last und der Lrafr des Sturzes; wird hingegen — b. der Sturz von dem Pflüger erhoben; lab. iq — kig. — 6 ,so ist die Unterlage bei der Scharspiße, die Traft unter dem Sturze, und zwischen diesen die Last auf dem Schar- gestelle. R. 6. Bei den Radpflügen ist — L. Der Gründe! der wesentliche DkUckhebel, dessen Unterlage, lab. 19 —- >7, bei der Schar- spihe, dir Lrafr aber an dem Orte, wo das Zugersen den Gründe! in der Arbeit festhält; die Last hingegen befindet flch an den übrigen Theilen der Schar, und an dem keilförmig oder schief angestellten Streichbrett. k. Wenn bei dem Radpfluge auf den Sturz, lab. r 9 —?!§.—7, gedrucket wird; so ist der Sturz ein Druckhebel, dessen Unterlage bei dem Absähe des Pfluges ist; die it die Last des Sturzes theilet sich mir der Gründellast, und die Kraft wendet der Ackersmann auf dem Sturze an. 6. i. Der Handrüster des Sturzes, ry — kste. io — §— g, wird auch ein Druckhebel gegen die rechte — oder die Furchseite, um der von der Schar aufgebrochenen Erde zu widerstehen , welche sich an dem schief angestellten Streichbrett stemmet: damit das Schar- gestell bei dem Absäße nicht zu sehr links an die Land- seite getrieben werde; folglich wird mit dein Sturze nicht nur senkrecht gegen den Grund — sondern auch zu gleicher Zeit schief gegen die rechte Seite gedrucket. S L> Bei dem schiefen Drucke ist des E>andrü- sters Unterlage, 1'gb. lH — k'ig. io — an der rechten Seite ; die Last ander linken Seite in dem Sturzloche des Hauptes, und die Braft wird bei dem obern Ende des Handrüsters angewendet, wo der Führer den Pflug halt. Hiedurch wird alfo der Reibung an dem Streichbrett desto leichter wiederstanden; je weiter man des Sturzes Handrüster gegen die Furchseite stellet: weil der Hebel auf diese Weise gegen die rechte Seite länger wrrd; welche Entfernung aber höchstens nach der Länge eines Mannsarmes zur bequemen Leitung gerichtet werden muß. S Z. Des Sturzes Gatelrüstcr flsb. iy—lli?.' ;c> — K soll sich weder rechts «och links neigen, sondern in die Richtungslinie gestellet werden: damit der Ackers- mann den Pflug mit der linken Hand leichter regieren-- der - 65 ^, und e an. 9 - -char dem char- 'and- nicht gleis -rüder !urz- been den dem nan weil I iger ! !än- ^ htet >ern ! ers- der an dem Streichbrett druckenden Erde den erfoderlichen Widerstand leisten — und den Pflug in einer wagrechten Stellung erhalten könne. 6. 4. Des Sarelrüsters Unterlage und die Last ist in dem Hauptsatelrüsterloche; die Kraft hingegen bei der Handhabe, wie bei dem vorwerts beschriebenen Hands rüster. D. Zu Ende des Feldes wird der Sturz bei der llmwendung des Pfluges ein Trughebel, 'I^b. 19 — kiZ. y, in welchem Falle der Gründe! mit dem Sturze als ein vereinigter Hebel dienet, dessen Unterlage der Ort ist , wo der Gründe! auf der Schale des Radgestelles ruhet« Die Lraft wird unter dem Sturze angewendet, die Last aber ist das Schargestell, welches von dem Pflüger an dem Ende des Feldes bei der Wendung getragen wird. L. Der Rüffel, lad. ly ?;Z. 10 i, wirket als ein Druckhebel, dessen Unterlage und Last in dem Hauptrüsselloche ist. Die Lraft hingegen wird mittelst des Gründels i — l — ä bei dem obern Ende des Rüssels angewendet, wenn an dem Gründe! gezogen wird ; wodurch der Rüssel, der vordere Theil des Hauptes und die mit diesem verbundene Schar in den Grund gedruckek wird- E Vter 1 Vter Abschnitt. Von den Keilen des Pfluges. §. 45 » Von den Keilen überhaupt. Isb. -IZ. X. i.Der Teil ist entweder eine einfache, oder eine doppelte schief liegende Fläche ( plannin inciinatum ) auf welcher die Theilchen des harten Körpers, welche von einander getrieben, oder gespaltet werden sollen , sich bewegen, wenn der Keil in den harten Körper getrieben wird. n. 2. Eine schief liegende Flache ist, welche mit der wagrechten Linie einen spitzigen Winkel machet, lad. 19 -- ri§. lZ — a — b. Z. Eine wagrechte - oder Horizontale Linie ist diejenige, in welcher ein jeder Punkt von dem Mittelpunkte der Erde gleichweit entfernet ist. 4. Bei dem Teile verhalt sich die Traft zu der Last, oder dem Widerstände, den die Sache giebt, die zerspalten werden soll, wie die halbe Dicke zu der Lange. N. §. Mittelst des Keiles wird ein Körper so vielmal leichter, als ohne Keil gespalten, so vielmal der §mns des Winkels, den die Seiten des Keiles miteinander machen 67 chen, in dem R.aäio oder 8 im, lenentise enthalten ist; je spitziger also der Keil ist, desto leichter wird er wirken. §. 46. Von den Scharkeilen. lab. Z k'iA. I UNd 2. lab. l9^iZ. 12. bl. r. Die Tatschner Pflugschar ist ein halber Keil, oder eine einfache schiefliegende Flache lab. Z —?i§. i — e — 2 . 68 K 2. Bei dem Haakcn hat das ^aupt die Gestalt eines ganzen Keiles, lab. 8 — b'-L«— Z. 1H>. 12.— — 4 und — Z. §. 48 . Von den Streichbretkeilen. I, DaS Grreichbret wirket bei den pflögen mit dem Molterbrete als ein halber Keil. lab. z'— kiZ. i -—je — p und k — i — li oder k — t — b. 1 ^. 2. Bei dem Haaken hingegen stellen die zwei Streichdrercr einen ganzen Keil vor, Ind. 8 — ki§. r— ä — e. §. 49 » Von den Sech-und Rüsselkeilen. Das Sech oder Pflugmesser wirket in die Erde als ein ganzer Keil, lab. Z — kiZ. Z — Diesem folget der Rüssel k — 6, welcher bei den Pflügen die Gestalt eines halben —' bei den Haaken aber die Gestalt eines ganzen Keiles hat. VI<" Abschnitt. §. 5v. Die Fortgehende Bewegung des Pfluges ist Wischen der Schar und dem Gründe! in der diagonal Linie des Parallelogramm. lab. 19-^iZ. ii. d?. i. ^ — c— sey die Leitung der Schar in den Grund. Betrachte auch (lab. io—kiZ. 1— c —- m—l) welche, welche, da sie durch den Widerstand des Radgestelles gegen den Gründe!, der in der Leitung, lad, 19-— n — s — d ist, zn dieser Zielung gewogen wird, (Sieh ^ad. 10 — ?iZ. 1 — 3 — 6 — I) ) diese aber gleich, und in unterschiedener Leitung sind, so ist klar, daß die fortgehende Bewegung des Pfluges in der Leitung "I'gb. 19 — II -—3°— cl seyn müsse; denn sobald die fortgehende Bewegung des Pfluges durch den Zug des Viehes veranlasset wird, und der Wider« stand der Erde an der Schar und die Unterlage des RadgestelleS gegen den Gründe! in unterschiedenen Leitungen und gleich sind, so muß die fortgehende Be« wcgung in der geraden Linien Zwischen diesen zwocn Lraftcn des Widerstandes, oder zwischen der Schar und dem Gründe! in der diagonal Linie des Parallelogramm» seyn. VHter Abschnitt, Auf großen Rädern wird der Pflug leichter gezogen/als auf kleinen, lad. ly—k'ig. —8. Den Vortheil der hohen Mugrädcr ztr erklär ren, sey 1. 3— der Punkt, wo die Kraft angewendet wird, welche das kleine Rad U '— c auf der Ebene 6 —' 7 « M Ist« r. b ist der Mittelpunkt dieses Rades. Ist. z. ä b> —' a -— die Zuglinie, welche den Zug. Winkel s — ä'—-Z machet. Wenn man nun — Ist. 4 . b>-— c — als einen Hebel betrachtet, dessen Unterstützung bei — c ist, weil die Zuglinie —> 4 — b — g schief zu diesem Hebel bei -— b angewendet wird; so kann die ziehende Braft keinen grossem Bon th-il haben, als wenn die Zuglinie bei —- e dem kurzen Hebel —> e — c, zu welchem sie senkrecht ist, ange- wendet würde. Wenn aber -- Ist. §. das kleine Rad — k c in ! — c ver; gröffcrr wird, und die Kraft bei — »zu wirken fortsetzet, so wird— 5 der Mittelpunkt des grossen Rades seyn, und --- k—' n dre Zuglinie. Weil nun — Ist. 6 . diese Linie zu dem Hebel — 5 —- c senkrecht ist, so wird die Kraft vortheiihafter an diesem Hebel Wicken , um das Rad auf der Ebene — ä — c — Zzu ziehen,' daher wird auch die Kraft des Pferdes an dem großen Rade —-i— c grösser seyn, als an dem kleinem Rade —K — c,weil der kscims — k— c länger ist, als der kgäius — e — c. Woraus erhellet: Ist. 7 . Daß, je höher die Räder sind , desto leichter der Zug sey, wenn nur ihre Achsen gleich, und ein wenig unter den Pferdschultern sind; weil die Kraft des Pftrdes nicht nur in seinem Gewichte — sondern auch in der Wirkung seiner Muskeln besteht. Mithin muß sich die die Zuglinie ein wenig von den Schultern gegen den Grund neigen, damit das Zugvieh auf diese Weise einen festen Widerstand gewinne. §. 52 , Gär zu grosse Räder können aber bei dem Pfluge nicht angewendet werden: weil — 1. der Wedeling, lab. r — leiZ. — iv, nach Verhältniß der Radergröße länger gemacht werden mäste, widrigens die Zugwage und das Reibscheit sich bei der Wendung an den grossen Rädern reiben würde. Zudem — 2. würde der Gründel auf grossen Rädern höher liegen, folglich der Pflug nicht so geschloffen — und dessen Theile nicht so fest an einander verbunden seyn , als wenn der Gründel beinahe wagrecht steht. Sieh Vsb. rtz —- ki§. — s — h und 2 — ti. VHIter Abschnitt. Ein beinahe wagrecht gestellter Gründelist vortheilhafter, als ein gar zu hoch gestellter. Vab. 19 -- ro — und — rr. §. 53 - dl. i. Ich setze voraus, daß das Gründelend, wel. ches auf der Schale des Radgestelles liegt, eine freie Bewegung mit den Rädern habe, wenn diese ausVee- E 4 an- anlassung der Erdklöser aus ihrer senkrechten Stellung ge- bracht werden. 2. Da der Mittelpunkt der Bewegung des Rad. gestelles von dem Gründelende zwischen den Rädern in einer senkrechten Linie ist , je höher das Gründelend über den Rädern ist, desto grösser wird der Bogen seyn, wel- chen das Gründelend durch die Räder beschreibt, wenn sie aus ihrer senkrechten Stellung gebracht werden. Folg- lich wird das Schargestell verhältnißmässig bewegt. Das ist: Der Bogen, welchen die Scharspitze auf der rvagrechtcn Flache beschreibt, wird sich zu dem Bor gen verhalten, den das Gründelend beschreibt, wie sich die Länge des Pflugbodens von der Scharspitze bis zu dem Absätze zu der Länge von dem Gründelende zu dem Absätze verhält, wo die Un» tcrstützung ist. N. ;. Die Veränderung aus der vertikalen Flache muß gleich seyn, der Gründe! werde hoch oder niedrig gestellt; nur, daß das Steigen und Sinken der Scharspitze mit hohen Rädern mehr stuffenweise seyn wird, als mit niedrigen Rädern. idl. 4. Man könnte glauben, daß der Pflug bei dem Absäße -es Hauptes geschlossener gehe, wenn der Gründe! hoch gestellt wird; Allein, da das Radgestell als eine feste Stütze wirket, so wird der Gründe! in einer jeden Höhe gleich standhaft getragen werden. Und wenn man an dem Ende des Gründels einen vertikalen Bogen 73 beschreibt, je wagrechter die Stellung ist, desto weiter wird dieser Theil, welcher auf der Schale des Radge» Helles liegt, über die senkrechte Linie von dem Punkte gehen, worauf er ruhet. Daher — §. Wenn man das Gestell zu diesem Punkte des Eründels Vorwerks führt, so wird die Kraft mehr in rechten Winkeln zu diesem Punkte in dem Hebel angewendet/ mithin wird in diesem Verhältnisse eine mindere Kraft hinlänglich seyn gegen den Widerstand zu werken/ oder, es wird eine geringere Last auf den Rädern seyn. 6. Wenn also die erste Fügung des Radgestelles hinlänglich war, so wird es auch ein kürzerer Gründet thun, wenn man ihm eine wagrechke Stellung giebt. Man erhalt auch zugleich den Vortheil, das der Pflug durch die nähere Verbindung stärker werde. lad. 19 — Iu§.—- ro sey zur deutlichen Erklärung n — K — der hochgestellte Gründe!. ?>. Der Mittelpunkt des Rades ist — a, dessen senkrechtes Gestell den Gründet bei — b trägt. (R Weil nun der Gründet oder Hebel — a -- b schief zu der Stütze — c — geht, so wirket solche mit keiner grösseren Kraft in Tragung der Last, als der kurze Gründe! — 2 — 5 , welcher mit — c — 5 mehr einem rechten Winkel gleichet. Wenn aber —» v. Der O. Der Gründe! — 3 — ä dein Gründe!—» -- b gleich beschrieben wird, und — e der Mittelpunkt d, des Rades ist, welcher den Gründe! bei — ä trägt, so wird die Stütze — e — 6 mehr einem geraden Win- ^ kel gleichen -— mit dem Gründe! s — ä, welcher —, - — K gleich ist. Zn diesem Verhältnisse wird also der grössere Vortheil des Hebels erhalten. Daher ist — L. ganz sicher, daß in dem Gründet lab. ig — k-'Z. ro — s — ä das Drucken auf den Mittelpunkt - e " minder sey, als es bei dem Gründe! — 3— Kauf den Mittelpunkt — c seyn würde. Wenn also — ?. die Last bei — c nicht zu groß ist, so wird ein x; kurzer Gründe! in der Leitung — s — k hinlänglich seyn. Und da er eine mehr wagrechte Stellung hat, so ist der Pflug auch stärker, weil dessen Theile näher verbunden sind. 6 . Der hohe Gründe! ist auch aus folgender Ursache nachrheür'g, weil der Mittelpunkt der Bewegung des Radgestelles sich in einer senkrechten Linie von dem Gründelende zwischen den Rädern befindet. Iehö- ^ her also besagtes Gründeiend über den Rädern sieht, desto größer wird der Bogen seyn, welchen das Gründet» end machet, da die Räder durch die Erdklößer aus ihrer senkrechten Stellung gebracht werden. Ilt. 8 . Wenn die Gcharspitze nicht tief genug ge- siellet ist , dann Zehr der Pflug bei dem Absätze nicht ge- ^ schloßen. Steht hingegen — 75 el-» elpuiikt trägt, ,Win. r —, so der ukt - uf den cd ein seyn. st der Mir- ender Vewe- e vsn Zehö- , des uidel» > ihrer lg gell ge- ! die ! Z. die Scharspihe zu tief, so muß der Gründet auf dem Radgestelle erhoben werden, bis die diagonal Linie des Parallelogramm! lad. — 19 lbi§ n — « ^ ll, welche Mn der ^^iar — g — c und dem Gründet — a — b beschrieben wird, mit dem Horijon parallel ist. IX"»: Abschnitt. Der Präger Pflug. lab» 5 — kiZ. l — bis— lo. §. 54 » ki§. l 5. Das Schargesiell. 3. Das Haupt, b. Die Schar. L. Der Rössel. 4 «j. Der Sarelräster» e. Der Handröster. G L. Der Gröndel« Z. Das Sech. k. Das Stpeichbret. §- 55 . Vorstellung der besonderen Theile des Schar- und Radgestelles. I'nd. § — kjZ. 2 — bis— io. ki§. 2 — 7 H).-Z. Das Haupt, in welchem der Rössel und der Sturz dmchgezapfet werden. kiZ. Z — Dab. — Z. Die Schar, welche an das Haupt dergestalt gestecket wird, daß der oben ausgehauenr Scharhals zugleich den Küffel einschließe, damit die Schar desto fester siehe. Aus dieser Ursache psiegk man sie auch durch die angezeigte runde Oef- nung anzunageln. kiL- 4 -lab.—5. Der Wedelmg. a. Der r^agel > an welchm die Zugwage gestecket wird. b. Die Schale, oder der Gründelpolsier. c. Das LcLerloch. ä. Das Kcr'bfcheit. e. Die §wicsclöfnlMF, in welcher das Zugeise» Hb. § — ^ — g mit dem Nagel — K befestiget wird. * Der wedelmg wich zwischen ?>'§. 5 — und — 6 gelegt. 5 —lab. —s. Die Schale(weche 1 ab. Z —^->4 bei — b angedeutet worden ist )wird in dem Brüste! — c — b'iZ.— 6 mit-zweeneneisernen Nägek auf dem Wedeling befestiget. ki'§. 6 — lab. — §. Das Achsgestell. Die Achse a — h. Das Brästel — c. Die Kader —> ä e. ki'g. 7 — lab. — x. Das Zugeise« , itt welches bei — a —der Gründe! — i —5 und der Nagel—b 77 durch die vordere kleine Oefnung des Zugeistns gestecket — welcher an die vordere Seite der Schale genagelt wird. 8 — Ichb. —5. Das Leierholz, mit welchem die Achse und die Schale ( zwischen denen man den wedelmg an zweenen eisernen Nageln bewegen kann ) in dem Lcierloche I^A. 4 — c nach Er-- foderniß vor — und zurück gestellet werden, um hiedurch den Gründe!, welcher dem AuFciscnfolget, zu zwingen, damit er die Schar mehr oder weniger Land faßen mache. * Der eine eiserne Nagel, welcher an der rechten Seite des Wedclings durch öaS Leierloch geht, muß hinlänglichen Raum haben, widrigenö man den Webe- ling zwischen der Schale und dem Brüstet nicht genug bewegen könnte. big. e- — Ichd. — Z. Zeiget die untere höhle Seite der Präger Pflugschar. ki§. IO — lud. — ß. Das Streichbret , welches oben ausgekehlet ist, weil man einen Theil der Schleife, Ichb. i — Z — vor und nach der Arbeit, aus einem alten Mißbrauche durch besagte Auskehlung zwischen dem Rüssel und Sturze unter den Gründet zu stecken pflegt; aus welcher Ursache auch kein Molrcrbrer an der linken Seite angebracht werden kann. Mithin fällt die aufgebrochene Erde, sonderlich wenn man tief pflüget, von beiden Seiten an das Schar-gestells wodurch der Pflug mit 78 ' mit einrollender Erde erschweret, und die Furche auch nicht ganz rein wird. * Dieser Pflug ist demIshan und Anna Drassyschen May- erbose prazaczka an der Wiener Strasse abgezeichnet worden, dessen Eigenthümer beträchtliche Strecken obliegender Gründe in fruchtragendeAccker verwandlet — ihren an der Sudseite des Zischkaberges liegen« den Weingarten von 17 — bereits auf eine Ertrag- »riß von 114 Emmerwein gebracht — auch in diesem Weinberge, und um ihre Felder über junge Obstbäumer ausgesetzet haben. Xter Abschnitt. Der Ronsberger Pflug. Dab. 6 — i — bis — 5. §. 56 . riZ. r — lud. - 6. Das Schargestell: 3. Das Haupt. b. Die Schar. c. Der Rüssel. 6 . Der Sturz, e. Das Sech. Der Drundel» x. ü. Das Streichbret. ^ ki§. 2— l'ab.— 6. Die untere Scharseite. 7S Furche >cn Mys e;eich»tt Strecke,, >erwand- s liegen« Ertrag- > diesem -o j»nge Kj§. Z „ Isd. — 6. Die obere Scharseite» s — ist der schmale Scharflügel, welcher mit dem Seche und dem Absähe des Hauptes in einer geraden Linie flehen muß, wenn der Pflug gut gehen soll. 6 — ist der rechte Scharflügel an der Seite des Streichbretts. §. 57 - , Das Radgestell. lab. 6 — kig 4 — und — §. fliZ. 4—Dad.—6.Das Zugcisen wird unter der Schale oder dem Gründelpolfler ki§. § —- m —- n —> auf dem Wedeling, vor dem Brüssel angenagelt, welches aber an der vordem Seite der Schale, wie bei dem Präger Pfluge befestiget werden sollte; damit sich das Zugeisen mit der Schale bei der Richtung der Achse, die man mit dem Leierkeils giebt, frei bewege, welches nicht geschehen kann, wenn der Nagel des Zugeisens, 4 — b — auf der Zunge des Wedelings angenagelt wird. ki§. Z — Dgd. — 6. rr — d. Die Achse, dessen Armd — noch einmal so lang ist, als der Ar in — s. L—clDie Pflugräder * Die Nabe des Rades c — geht allzeit nahe an dem Brüstel — e, das Rad ä — hingegen wirb oft von dem Brüstel k — jimlich weit entfernet; damit dieses Rad nicht auf dem Beete, sondern in der Furche, folg- Ijch die Achs« wagrecht mit dem Horizrn gehe. « — e — 5. Das Brüste!. § — Der Lkagel, welcher vor das Rad in die Achse gestecket wird. ü — Der'Zwiesel des WedelingS. j — Die ZunFe des Wedelings, welche vorn, wo die Zugwage eingelegt wird, mit Eisenbleche be- schlagen ist. L — l — Das Reibschert, welches bei I — viel länger ist, als bei K ; damit der Gründe! bei dem Umwenden, welches zu Ende des Feldes links geschieht, nicht von dem Reibscheite falle, und den Pstüger in der Arbeit durch die Erh ebunz nicht aufhalte. M — n. Die Schale , welche mit zweenen starken Nägeln durch den Wedeling in dem Brüstel dergestalt befestiget wird, daß der Nagel n —in dem Leierloche einen freien Gang Habe,, folglich der Wedeling an dem Nagel m — rechts und links gestellet werden könne. o — Das Leierholz, welches in das Leierloch n — gestecket wird, wenn man dem Radgestelle mit der geraden Seite n — oder mit der eingekerbten Seite p — so man die Warze nennet, die erfoderliche Wendung und Befestigung geben will. 8l §. 58 . Mangel und Vortheile des Ronsberger Pfluges. Der RsnsberFer pfiuA hat an der linken Seite des Schargestelles kein Molterbret. Z. Die zweischneidige Schar ist zu kurz und zu schmal: ste stellet weder einen ganzen noch einen halben ächten Keil vor. L. Das Streichbret ist hinter dem Absäße an der untern Kante nicht schief abgeschnittn. v. Das Zugeisen wird nicht an der Schale gehörig befestiget. L. Das Leierloch sollte lab. 6 — § — nicht bei u — sondern in dem rechten Arme des We- delings bei m — seyn; weil stch das Radgestell auf dieser Seite vorcheilhafter in das Lau? richten laßt. TU Dieser Pflug wird meistens in sandichten Böden gebrauchet; in einem schweren und festen Boden hingegen kann mau mit diesim Ackergeräthe keine gute Feldarbeit machen. 6. Der lange Achsarm l> — Isb. 6 ^— ki§. § ^ das Reibftheit l — und.die Schale m — u — ^ sind die vorkheilhaftesten Stücke dieses PstugeS. 32 Xlter Abschnitt. Der Egerische Pflug Ist,. 7 — I -- bis 4» §. 59 - ki§. I. — lgb.7. Das Schargestell» g—b — c -— Eine zweischneidige Schar, deren linke Scharffügel, wielsd. § —kiZ. Z, viel schmäler ist, als der rechte, e — 6 — Der linke Haupttheil, in welchem der Rüste! und der Satelrüster eingezapfet sind. ^ e — ^ — Der rechte Haupttheil, welcher mit dem linken Theile bei c —- zusammengezapftt wird. Man betrachte IHr. 7 — kiZ. 2» § — Der Rüffel — ki§. i. — igd. 7. !i —. Der Satelrüster. j — K Der Handrüster, i -- b — Bas Streichbrett in — Ein eisernes Band, welches den rechten Haupttheil i — 0 — 5 hält, so an den Hand- rüster gestecket — und bei e — angenagelt wird. n — Drei Gpreizer, oder Schwingen, welche zur Verbindung der Hauptkheile ä — e— dienen. c> — Der Stöstel», x — Der Gründe!» 4 — Das Sech. r 83 r Der Ring, in welchen hinter dem Handrüffer in — die Reute, lab, i — t'iZ. 2 — gestecket wild. s — Ein eisernes Band , welches den Handrüster mit dem Gründet verbindet. §. 60. L, — lab. 7. Zeiget den vordem verkürzten Theil des Hauptes, oder die Zusammenzapfuug des rechten Haupttheiles —- a — mit dem linken Haupttheile — b — welche Theile bei — c, wo die Schar angestecket wird, mit einem hölzernen Nagel verbunden sind. kiZ. Z. — lab. 7. DasStrelchbret, welches bei---a— mit Eisenbleche beschlagen, und bei b — o — Z — eingeschniten — und bis in die halbe Bretdicke ausgestemmet ist; damit man das Bret ein wenig biegen — und vortheilhafter an den Rüssel g — und an den Handrüster K befestigen könne. kch. 4 — lab. 7. Das Radgestell mit seinen wesentlichen Theilen in perspektivischer Vorstellung. Z 6i Dre Schar des EFLrLschen HstuFes ist nach dem Verhältniße der sehr langen — und bei dem lab. 7—. 1 — t — sehr weit von der Rrchtungslime entfern-- ken Streichbretts, gar zu kurz, zu schmal und zu stumpfe F 2 denn denn sie ist nur r" höchstens' 2" langer Und breiter,als die Ronsberger Schar lab. 6 — 1uZ 2 — und Z. L. Das Haupt dieses Pfluges scheint sehr wandelbar zu seyn: weil es aus fünf Stücken zusammengesehet und so vielmal durchlöchert ist. 6. Das Gtreichbrtt, welches auf dein langen Theile des Hauptes, 7 — kiZ. 1 — i —- e — b — steht, ist gar zu lang, und geht bei besagtem Haupt- theile e — 5 — geradaus, wo es unten von e — ge- gen 5 — schief hinauf ausgeschniten seyn — und einen spitzigen Winkel mit der Grundlinie machen sollte; damit die krümlende Erde nicht zusammengepresset werde, sondern zwischen dieser Oefnung frei wegspülen könne. v. Der Nachtheil, welcher aus einem solchen Streichbrere entsteht, ist: daß man den Pflug, sonderlich, wenn tief gearbeitet wird, in keiner wagrechten Stellung erhalten könne; denn das Bret stemmet sich so sehr rechts an die Furchseite, daß der Führer oft gezwungen ist, das Schargestell zu erheben, und gegen die linke Seite zu wenden, widrigens der Pflug nicht durch die Erde zu bringen wäre. Bei dieser Wendung wird aber auch die rechte Seite der Schar erhoben , mithin wird die Furche nicht ganzwagrecht — sondern nur schief abgeschnittn, oder keilförmig durchgegraben. Xiitsr Ah schuft. Der neue B-genpflug. - . Vab. iz —viS. i -bis-— y. §, 62» Das Schargestell, lab. iz x;§. r. 'Ks. i. g — Die Schar'. , d— Das Haupr. c — Der Aiüsieft ö — Die Srurzsaule. !§. 2. Der Gründe!0i — b -— lab. iz — :, welcher aus zweenen Theilen besteht, die bei i dergestalt zusammeugezapftt stud, daß man den vordem Theil 5 — mittelst des eisernen Bogens i -— nach Er, fodermß hoch und niedrig stellen könne, ohne den Hintern Theil des Gründels zu verändern; welcher Theil als»/ weder in dem Sturze, noch bei dem Rüssel, jemals einer andern Stellung oder Verkeilung bedarf, mit weis cher die Ackersleute oft die schätzbare Zeit verlieren , und in der Arbeit aufgehalten werden, Z. Eine eiserne Schraubenspindel § -- lad. IZ — kl§. i, welcher man steh aber lediglich in jenen Oertern, wo viel Schilf oder starke Wurzeln sind, zur Befestigung der Schar bedienet, welche ohne diese Hilft > ' F z wcge« wegen des großen Zusammenhanges bald wandelbar zu werden pflegt. 4. Das Sech Ir — lob. IZ —- k'i^. — r, welches in dem Gründe! nach Erfoderniß der Umstände gesteüet — und mit weichen hölzernen Keilen befestiget wird, auf welche man bei großer Sommerhitze ein we- nig Wasser gießt; damit die Keile anziehen, und bei einem großen Widerstände nicht so leicht nachgeben können. §. Ein eiserner wohlgeharteter Bogen i — lab. iz — kiZ. r, wecher in dem vordem Gründeltheile b- unverändert befestiget bleibt. Bas zweite End des Bogens , in welchem etliche Löcher sind, bewegt sich hinge, gen in der Oefnung des Hinteren Gründelrheiles, durch > welchen man diesen Bogen, wenn der. vordere Gründel- theil gehoben wird, herablassen — auch wieder hinauf: schieben — und mit einem starken eisernen Nagel fest stecken kann. * Dieser Bogen soll an dem Ende, wo die Locher 'sind, kernen vollkommenen Achtelbogen vorstellen: der Theil, welcher au, — und abgestecket wird, muß also nicht nach den Zirkel — sondern unten ziemlich gerat» hinunter gerichtet/ und die Bogenlöchcr, bevor man sie durchschlagt — durch das Gründellvch, i» welches man den Bvgennagel stecket, gezeichnet werden, widrigeres der Bogermagel in die Bogen« , lochcr nicht gehörig eintreffen würde. « Dieser eiserner Bogen muß auch auf das beste von dem Schmidt gehärtet werde»/ sonst giebt er in der Arbeit nach, und der Pflug wird hiedurch unbrauchbar: weswegen ich den Hebelpflug Isb. — Fig. H—mehr empfehle, welcher mir 87 mit dem Baue deF Hebclhaakens 1a!-. 12 — kiZ. z --- §. 78 und 79 — eine grosse Aehnlichkeir hat. Ist. 6- Der Hand -— und Sgtelrüster K -- l'sb» — Hss. — r, welche an der Sturzsäule pnd an den Seiten des Gründels angenagelt — und gespreihet werden. bl. 7. Ein eisernes Band I — lab. rz r, welches zur Befestigung der Rüster dienet. R. 8« Das Streichbret m — Isb. lZ. — i — kann auf— und zugemacht — das ist, nach einem spißi» gen, oder stumpfen Winkel, wie es die Umstände erfo- dern, gestellek werden: weil sich dieses Streichbret, an den Bändern, wie eine Thür? bewegen läßt, welches Beet sodann nach gewähltem Winkel mit einem eisernen Haaken, hinter der Sturzsäule, meinem durchgebohrten -Holze beftstigel wird. ° Mau betrachte wegen der AchnlichkAt 1 'ev. 12 — 6 --- b — f — den Haaken, und r?i§. 7 — s — d — dgs durchgebohrte Holz. N. 9. Zwischen das Streichbret und die Sturzsäule wird über dem eisernen Haaken ein hölzerner Keil n — l'sb. iz — ! — eingetrieben, an welchem sich zween Ringe befinden, die an einer eisernen Stabklammer ( welche auf der oberen Kante des Streichbreies zu sehen ist ) mit dem Keile Vorwerks gegen den Rüssel, und ruckwerts gegen das Hintere End des Streichbretts geschoben — auch samt dem Keile rechts über das Streichbret hinaus geworfen werden können. 8 4 n. lo 88 lo. lab. 12 — 1u§. 8 — zeiget sich der Rüste!. Z. lab. 12 — kiK. c, — das Strerchbret, mit den wandern c — ä — und dem Stange! e — ^welche hier auf der linken Seite vorgestellet sind, die also bei dem Pstuge rechts angebracht werden mästen. L. lab. 12 — lu'Z. 10 --- der Keil mit den Rin- gen, an deren einem sich eine Schnur befindet, an welche ein hölzerner Nagel gebunden wird, der in die Haspe lab. 1Z — biZ. I — bei I — neben den Gründe! ge- stecket wird, damit der Keil nicht zurück weichen könne. O. lab. ir — IuA. ii — die Bänder des Streichbretts mit dem Nagel — g. ki. Der Rüffel muß die Gestalt eines halben Keiles haben, und über den Scharhals links zielen, damit er die von der Schar ausgebrochne Erde gleich auffange , und dem Streichbrett zur Stürzung zuführe. K Es müssen auch die vorderen Bändertheile des Streichbretts einwerts an den Rüssel angenagelt werden, damit die Nägel bei einem großen Widerstände der Erde nicht herausgerissen werden. ^ Man betrachte lab. 18 — ; — die gehörige Verstellung des glcichbeschriebenen Rüssels, wo » — die Hintere Seile mit den Bändern, b hingegen die vordere keilförmige Schneide andeutet. §. 6Z. 89 §. 6z. Verschiedene Theile des Bogenpfluges. bl. 1. IZ — kiZ. r— Die Grurzsaulc von der rechten und vordem Seite. L. IZ. — kiZ. r. — die Hintere Seite der Sturzsäule mir zween Dehnungen, deren eine für den Gründelzapftn bestimmet ist. In der untern kleinen Dehnung wird das Haakeubret lud. 12 — kiZ. 7— 2 — b — eingezapfet. 2. lab. IZ — 4— stellet die obere gewölbte Scharserte vor, k-Z. § — hingegen zeiget dre untere Höhlung dieser Schar. dl. Z. 4 'nb. I z — kiZ. 6 — di; Spindel, welche man von unten durch die Schar, oben aber durch den Gründe! stecket, und mit der SchratAemnuker k-§. 7 — befestiget. N. 4. Ish. iz — ki§. g — das Haupt mit den Smrz-und Rüstellö.chern. * In einem leichten Boden wird das Haupt 18" in einem schweren Boden hingegen 24 Präger Zolle lang — und jedesmal bei dem Absätze so breit gemacht, als die Schar-breite ausweiset- Es wäre als» ein Fehler, wenn man die Schar 12", das Hanpr hingegen bei dem Absätze nur 8" breit machen wollte, welcher Fehler lad. iz — kig. 8 — und y — zu bemerken ist, wo sich eine beträchtliche Entfernung von dem Schar-flüge! K — und dem Haupce c — «l — zeiget, in welchem Falle die meiste Erde von dem hi-uern Theile des Strsichdrerrs k — umgestürzet werden «rüste. §. 64. §. 64. Von der Stellung des Grünöels. Isb. I Z — y. Isi. r. Der Gründe! muß auch bei dem Bogen« pflüge in das Land gerichtet wcrden.( §° 24 — 1 ^. 9 -- ^ —und— L) z.B. a — b sey die Gcharschneide. c — b die Breite der Schar, ä — c — e Bas Haupt, welches in den Scharhals « — gestecket wird. s — L Das Streichbret- Z — Der Haaken» U — Der Keil.tz i — K Der vordere, und -l — i — der Hintere Grün. delcheil. l — m Die Richtungslinie. » — Die in zwoen Reihen gebohrte Stöstellöcher. L. Wenn man also den Gründe! i — K —- tZ — ^i§. 9 Zerad an die ^ichtungalinie ! —a— m — stellen wollte, so würde die Schar, aus den be- reits gegebenen Ursachen, nicht genug Land fasten, sie wurde oft aus dem Grunds fahren, und schwerlich in solchem zu erhalten seyn. Daher muß man entweder das Rästelloch ein wenig rechts — und das Gturzloch links m das Haupt machen, wie es bei dem Tätschner Psiuge erkläret worden ist, oder man muß zu dem vorderen Theile des Gründels i —- k — ein krummgewachsenes Birkenholz anwenden, welches auf die Art gestellet werden muß , daß es von gedachter RichttmgSlinie vorn immer mehr abweiche, wie es die Entfernung der Buch« Den in— K— anzeiget. §. 6 §» Die Scharstellung. Die Schar muß dergestalt an dem Haupte befestiget — und das Sech zur Gcharspitze gestellt werden; daß, wenn man von dem Absähe des Hauptes zu der Scharfpihe eine Schnur zieht, zwischen besagtem Absätze und der Scharspltze eine Höhlung bleibe, folglich die Schnur in der Mitte nicht aufliege, sondern frei sey ; welche Höhlrmg 'lab. I8 — kiZ. y — bei dem umgestürzten Pfluge zu sehen ist. Es muß auch das Sech, wenn es gehörig gestellet ist, auf die Scharfpihe wohl pasten, widrigens mit dem Pfluge sehr schwer zu arbeiten seyn würde. §. 66 . Die Richtung des Seches, der Schar und des Satelrüsters. Wenn das Schargestell wohl gebauet ist, und alle Theile ordentlich gestellet sind; dann muß die Schar, das Sech, und der Satelröster, wenn der Pflug auf einer ebenen ebenen Fläche auf die linke Seite, oder auf das Motte» bret gelegt wird, ganz gleich aufliegen, der Gründet hin- gegen soll vorn wenigstens 6" von der wagrechken Link in die Höhe flehen, aus welcher Entfernung zu erkennen ist: ob die Schar und das Sech in der Arbeit hinlänglich links in das Land greifen, und eine der Schar an» genesene breite Furche abschneiden werden. Man betrachte "IH,. ig — kiZ. io. §. .67» Beziehende Ausmessung der Theile des Bogenpfluges. Die Ausmessung der besonderen Theile des So/ Fenpflugcs zeiget — 12, wo die Zergliederung des Hebelhaakens, samt dem Radgestelle 78 und 79 - umständlich erkläret wird, und lediglich zu merken ist: daß der Gründe! DsK. 12 — ki§. 12 — bei dem Hintern Theile von l — bis m, daß ist, von dem Rüsselloche bis zu dem Grüudelzapfm um 6" länger gemacht werden mäße, wenn das Haupt anstatt »8" in der Lauge 24" beträgt, welche grössere Lange des Pfiughauptes in jenen Gegenden erfodert wird, wo schwere Böden sind. er 93 XMer Abschnitt. Von dem Schwmgpfluge, lckd dessen Mittelpunkte der Schwere. lab. 19 —4 und lab. iF — kiZ. 2. §. 68 ^ bl. L. Der Schwingpflüg ist ein Schargestell ohne Radgestell , welches mit zween Hebeln, nämlich, dem Sturze und Gründet gewogen wird. , öl. 2. Der Stur; wirket als ein Druckhebel, §. 44 — l>s. Z — ^, da die Unterlage bei dem Absähe des Pstuges, die Last an der Schar, und die Breche L»i dem Sturze ist. ^>b. 19 — kiZ. 4. !§. Z. Der Gründ erwirket bei dem Schwmgpstuge als ein Traghebel, 44 — ibi. Z — L —Weil die Arast des Zuge^ bor dem vorder» Gründelende r> — b> — chab. 'i9 — kiZ. 4 — angewendet wird. Die Last hingegen ist an der Schar, und die Unterlage bei dem Absäße des Pstuges. 4. H.. Da nun die Last des Schwirrgpstuges an der Schar ist , so scheint es: daß der Mittelpunkt der Schwere ( Lcntrmn graviwtix ) wenn nicht an der Scharspitze, doch gewiß nicht weit von besagter Spitze sein mü'stc. Denn betrachtet man die hinzugegebene Schwere der Erdsurche, dir aufgebrochen und erhoben wird, wenn gleich der Mittelpunkt der Schwere eines 94 eines jeden Theiles in einem unterschiednen Punkte seyn sollte; so müßen diese dennoch, da sie einen Körper ausmachen, einen gemeinschaftlichen Mittelpunkt der Schwere haben, welcher vermuthlich naher bei der Scharspiße in einer senkrechten Linie seyn wird, als wenn der Psiug ein Körper für sich wäre. Betrachtet Man ferner — L. n — daß die Kraft des Zusammenhanges , in dem zu erhebenden Körper viel größer sey, als dessen Schwere, <5 — daß die Trennung eines solchen Körpers erst von der Scharspiße bewirket werden müsse, und c -» daß der Widerstand der Erde gegen das Sech oder Pstugmesser sehr beträchtlich und ober der Scharspiße sey; dann wird man bald glauben, daß nach dem Verhältniße der Festigkeit der Erbe, die gctreimet werden solh der Mittelpunkt der Schwere Und des Widerstandes, wenn nicht gänzlich — doch beinahe an der Scharspiße seyn mHsse. Daher sollte sich — - 0- Die Länge des Sturzes, oder der lange Arm des gekrümmten Hebels — zu der Lange des Hauptes, welches der kurze Arm ist, verhalten; wie die Last der Schar, und die Neigung der Schar- spitze in den Grund sich zu der Kraft verhalten , die bei dem Sturze angewendet wird. Hieraus erhellet— l). daß die eigentliche Länge des Gründels die gröste Aufmerksamkeit erfodere, und daß die Länge des Sturzes eben nicht unnüß sey; weil der Führer oft sein gans zes Gewicht bei dem Sturze anwenden muß» Damm — ls. der §9 L. der Schwingpflug so genau beobachtet werden muß, so ist er auch vielen Unordnungen Untern orftn. Z. B. Wenn die Scharftihe zu lang , oder zu kurz gemacht wird, welches oft von dem Schmide bei der An- schweissung zu geschehen pflegt, oder, wenn die Schar, jpihe zu tief, oder nicht tief genug gestellet wird: in wel- chen Fällen der Schwingpflug in der Arbeit nicht wohl gehen kann, wenn man die Zugwage, an welche die Pferde gespannet werden, nicht nach Erfoderniß an die eisernen Rahmkerben2— lab. r§ ki§. 4,oderPsK. 18 — I'iZ. 2 — bei»- L — ä— erhöhet, oder erniedriget. Sollte aber — ?. eine so grosse Abänderung nöthig seyn, daß solche der Rahm nicht mehr zuließe; dann mästen die Zug« stränge, falls die Rahmkerben nicht mehr hinlänglich wären , länger — oder nach Zulassung der Umstände, zur Veränderung des Zugwinkels , kürzer gemacht werden. Mithin sind — 6. die Zugketten oder die Stränge mit Uiberlegnng zu gebrauchen, welche aber bei einem wohlgebauten Pfluge nur so lang seyn sollen, daß die Pferde in der Arbeit den ersoderlichen Raum haben- Die einzige Regel, welche man in diesem Fal» le geben kann, ifl: daß die Linie, weiche von der ^ferdschulter, lab. ly — kiZ. 4 — d --- zu der Scharspitze gezogen wird die Kerbe in dem eisernen Rahm 2 — gleich unter dem Gröndelende durch» schneiden solle. Da aber -7 I. die 9 § I. die Scharspiße viele Abänderungen zuläßt, mithin ist zu merken: daß die Zugkette bei den Schultern eines mittelmässigen Pferdes von der Grundlinie beinahe 4/ oder 2 Präger Ellen entfernet fey, die Lange der Kette hingegen, damit das Pferd frei arbeiten könne, ^ betrage. Es ist alfo — k. kaum möglich, den unmittelbaren Punkt ander ScharfpiHe zu bestimmen; weil eS -sehr schwer ist, die Höhe des Zuges bei den Pferdfchultern in der Bewe- gnng zu messen: denn wenn das Pscrd im Ziehen sinket, so muß es die Zuglinie verlässig zu einem Punkte bringen , welcher hinter der Scharspitze ist. Biese Abwechslung wird der Pflüger gar bald empfinden, und falls es- L-. nur ein zufälliges Sinken des Pferdes ist, so wird der Psiüger es durch das Drucken an dem Sturze vermitteln. Ist es aber !Vs. die natürliche Neigung des Pferdes, in der Arbeit zu sinken, dann muß der Psiüger die Richtung der Zuglinie ändern, daß ist: er muß die Zugwage in dem Rahme niedriger einhängen. N. ?. Besagter Rahm wird Nsd. iF — 2 — vorgestellet: g — I) — ist das vordere abgebrochene Gründelend. Z. d — c — ä — L —> der eiserne Rahm, welcher mir dem eisernen Nagel s — an dem Gründe! beftsti« get wird. c. Bei. 97 , mit- ^ uliern > einahe je der ^ ne,8^ , ander ^ > die l 3ewe. Mket, ! briu- vechs« ses- L. Bei 6 — ä — sind gegen g — fünf ausgehaltene Kerben , in welche der eiserne Haaken oder der Ring der Zugwage gehenket — wodurch die RichtungSlinie von dem Mittelpunkte der Scharschwere zu den Pferdschul? tem nach Erfoderniß verändert wird. V. k — b — ist ein eiserner Zirkelbogen, mit welchem der Rahm o — ä — rechts und links gestellet wer« den kann; wenn man die Schar mehr oder weniger in das Land richten will. * Es versteht sich von selbst, daß der Bogen f --- l'ab. 18 "-" kiZ. L — mit dem Nagel b — „ach jeder Veränderung in dem Gründet befestiget werden müsse; um den Rahm in der gewählten Richtung zu erhalten. , s° ^ Amze ^ in der hrnng i zge in i elend. ! wel- ! eftffi« ei. XlVter Abschnitt. Der Radpflug ist vortheilhafter, als der Schwingpflug. §. 69. r. Ein wohlgebauter Schrvrngpfltig ist zwar in Händen eines Pflügers, welcher gewöhnt ist , das ächte Gleichgewicht zu halten, ein gutes Ackergerarh: wenn Man aber den Unterschied zwischen der Zuglinie des Schwing 5 und Radpfluges betrachtet; so findet man, daß der Radpflug, wenn man tief pflügen will, unS die Felder nicht gar zu naß sind, den Vorzug ver« diene. Denn der Schwingflug wird gar leicht aus der G Erde 98 Erde gehoben; wenn der Führer , der oft den großen Theil seines Gewichtes auf den Stur; anwenden muß, einen Fehltrat machet. Es wird auch die Schar oft durch einen Zähen Stoß der Pferde aus der Arbeit gerissen. 2. Das Gchargestcll des Radpfluges iss dem Schwingpssuge vollkommen gleich ; der einzige Unterschied ist, daß die Scharspitze bei dem Radpflnge etwas tiefer in den Grund gessellet werden müsse. Z. Der Gründe! iss bei dem Radpssuge der wesentliche Hebel, welcher eine viel ssandhaftere Unterlage auf dem Radgesselle — als an den Zugssrängen der Pferde hat. Die Schar geht mehr wagrecht, wenn der Gründe! auf der Schale des Radgesselles ruhet; sie sinket nicht in den Grund, und wird nicht so leicht aus der Arbeit gerissen: welches doch sehr oft mit dem Schwing- pfluge zu geschehen pflegt; wenn die unterschiedenen Kräften der Pferde und desPflügers das Gleichgewicht verlieren. R. 4. Der Gebrauch des Sturzes iss bei dem Radpfluge, dem Schwingpssuge gerad entgegengesetzet: denn- bei dem Gchwmgpfluge hebt man den Sturz, um die Schar tiefer in die Erde zu bringen; und man drucket auf den Sturz, um die Schar aus dem Grunde zu heben. L. Bei dem Radfluge hingegen, wo der Gründe! auf dem Radgesselle getragen wird, bleibt die Scharspitze in in dt Sm UNd aus wen pflü bam Scl dun als Ra I wer Le, soni so 1 — c zu sehen ist. 4, In schweren Böden kann dieser Hauken, wenigstens bei dem Brachen, ohne beträchtlichen Nachtheil des Ackerbaues nicht angewendet werden; denn — die Raine bleiben oft aus Unachtsamkeit der Ackersleute breiter stehen, als sie sollten >- mithin kann die Haakenschar, welche oft viel schmäler ist, den ganzen Rain nicht gehörig abschneiden: folglich müßen die zwei Streichbreter die nnabgeschnitene Erde auseinander treiben, welches dem Zugviehs eine größere Last verursachet. Ferner — pflegt die Haakenschar, wenn das Feld mit vielen Graswurzelu verwachsen ist^ öfters rechts oder links auszuspringen; in welchem Falle »«gepflügtes Land bleiben muß, welches das Streichbret mit abkrümlender Erde bedecket. Zudem wird — G 4 e. l»4 6. die Erde mit dem Haaken nicht in so kleine Theile zerrissen, wie mit dem Pfluge; und wenn der Boden gar zu schwer ist, se kann das Vieh, wenn die Streichbreter zu lang, oder nach gar zu stumpfen Winkeln geflellet sind, dieses Ackergerach in der erfoder- lichen Tiefe nicht erziehen: daher ist der Pflüger gezwun. gen , zu lüften, oder den Pflug bei dem Sturze zn erheben ; wodurch also die untere Erde eingepflüget bleibet, und das Feld von Jahr. zu Jahre zum ökonomischen Pflanzenbaue untüchtiger wird. Ulttv Abschnitt. Der Radlo Ein Radhaaken in dem Berauner Kreise. 1sb. 9 ib'iZ- i -»bis— 8» §. 72 . kiZ. I. Inb. y, /r. Das Haupt — g — b (Plüz) L. Der Rüssel — c (blupitce) 0. Der Sturz—.cl — § (B.lcc) O. Das Gcharholz — e (^asada) L. Die Haakenschar—k (Nahradnik) k. Die Leile — ^ — k, mit welchen der Gründelzapfen in dem Sturze befestiget wird. 6. Die GtreichflüFel — i — n und e —L —(Roßhonr) II. Der GrLndcl — K ( -ärjdelch I» Der Zapfen — l, mit welchem der Pflüger diesen Haaken hei dein Sturze in der Arbeit regieret» §. 73 - Erklärung der Theile des Radle». Dab. H — kiZ> 2 — bis— 8. AZ. 2. IgK. y. Das Haupr. — a — b—isi2i" lang ; hinken bei — b — s — 6", vorn bei— a — aber nur — z" hoch. .8. Die Breite des Hauptes — A -- ? — betragt durchaus — 4". Uyten und an den Seiten — — b — wird das Haupt mit Eisenbleche beschlagen, damit es sich nicht so bald abnähe. I). Der Rüssel - 5 - ist - 24" oder eine Präger Elle lang, und mitten in dem Haupte ein wenig yorwerts durchgezapfet. kig. Z. 1sl>. 9. st. — Die Streichsiügel — a —d — und— c — st —- welche Wt dreien Spreißeln von verschi.edner Länge—0 — f— auseinander gespceißet werden. L — Ein jeder Streichsiügel isi — i8"lang; hinten bei — st -- K — 8'^ breit; vorn aber bei — a -- c — etwas schmäler. kiZ. 4- -°s k'iZ. 4. I'sd. 9. L — Das Gcharholz ist — lang, 4^' breit, und — dick. '* ö — Der mittlere Einschnit beträgt in der Länge — 4z", in welchen der Rüssel kiZ. — i -- e — gestellet wird. kiZ. s. Isb. 9. Die untere Seite der Schar. kiZ. 6. Inb. 9. Die obere Scharseite: die' Brei» te — a — I) — beträgt von einem Flügel zu dem andern —12", die Länge hingegen--- 16". L. Der Hals — , — ä —, welcher — 7" breit ist, wird an das ScharhslzkiZ. 4 — gestecket. 6. Bei — k — ist die Schar gewölbt. 7' 9« Das Aiadgestell. Z. 1'ab. 9. Eine andere Vorstellung des Hauptes mit der Befestigung der kreuhweise gelegten Srrckchstügel — 3 — b — und — e — ä, wel< che zwischen — o — b —- in dem Raupte vor dem Rüssclloche mit einen» hölzernen Nagel befestiget — hinten aber nur mit einem starke» runden Gpreirzer — a ä — verbunden sind. §- 74 . Anwendung des Radlo. kl. r. Der ^adlo leistet die besten Dienste auf Anhöhen, in steinicht r sandichten und trockenen Böden; wenn « Wenn man das Feld rühren , oder kreußweise bearbeiten will: um die von dem Pfluge nach der Bracharbeit allenfalls festgebliebene Erde aus dem Grunde zu heben, ^ und die Wurzeln an die Oberfläche des Feldes zu brin-' ^ gen. Z. B. 'I'sb. 16 — kiZ« 2 — wäre bei gebrächet worden von s — gegen —o; mithin rührt man eben dieses Feld entweder 8 — von — s — gegen — i, oder L — von — a — zu — o , welches endlich nach der Richtung v — von — 3 zu — u, wie bei der Brache L — zur Saat geackert wird. 2. Die Schar des Radle pflegt man nach einem Winkel von —zo Graden mit der Spihe zu der Grundlinie zu stellen, fstgb. 9 — — l — k. Z. Bei diesem Ackcrgeräthe bedienet man sich gar- selten des Pflugmeflers. N. 4- Der Radlo auf der Schleife ist 1 H. ry-" iK — mit dem Radgestelle zu sehen. IV"° Abschnitt. Aer Pärz oder Cm Radhaaken in dem Satzer Kreise. Igh. io —- lstiZ. r — bis — 6. §. 75 - klz. r — IVd* iv. ^i.Dec Erkmdcl — a — h. 8 . io3 L. Die Sturzsattle — c— e, welche zugleich die Stelle des Hauptes vertritt. L. Der Rössel ä — e, welcher unten durch die Sturzsäule — e — c gezapfet wird. D. Die zwei Rröckel — L — li — und — Z — i — die unter der Sturzsäule— c —e—-befestiget werden. ^ L. Ein auf den Krückeli, angenageltes Streich« brex — K — i, k» Die Schar — K — I — m — an der Sturz, säule — o — c. 6 . Der Saeelröster —n — und der Handrüster o, welche an den Gründet bei — 5 — angenagelt —, bei — ? — aber mit einer — iZ" langen Schwinge ausge« ^ spreizet und befestiget werden» riA. 2 — lad. 10. Den Rössel pffegt man von ^ Holz oder auch von Eisen zu machen, a — b — ist der obere c —- e —der untere Zapfen, und bei--ä— ' die Schneide, welche die Stelle des Seches vertritt. ^ kzS, Z — lad. i o. Das zweite Gtreichbret — s — b — c, welches kiZ» r — aufdie Krückel—- k — Z-— genagelt wird. kiZ. 4 — lad. 10. /i. Die untere Seite der Sturz« säule mit dem Krückeln und Streichbretern. V» Das SchwmZenloch — a, bei welchem die— langen Rüster gespreizer werden. e. rvH 6. DaS Gründelzapfenloch b. O. Das Hintere Brücke! — s — äist —rs"lang. L. Das Rüjsclloch — e. k. Das vordere Brücke! — k — Z. 6. Der Hals —-K, an welchen die Schar gs- stecket wird. kiZ. 5 lab. ro. Die Schar ist —- y Zolle breit, ir" lang, und dick. Bei — » — b — wird sie ri§. 4 — an — k — gestecket, und verkeilet. Bei — c i^die stumpfe Schneide, welche aber geschärfte werden muß, wenn das Feld viele Quekenwurzeln hak. li§. 6 —» 'lab. lo. Die obere Seite der Sturzsäule mit den Skreichbrekern -- a — b, welche auf den Krückeln, neben der Hauptsturzsäule-— e, die — s" lang ist, angenagelt sind. §. 76 . Die Harzschar wird mit der Swrzfilule nach einem Winkel von — zo Graden —- i — lab. io — kiZ. 1 —-gestellet; welcher Winkel mit dem Küsielku§. 1 — — c —> theilet. Zur Saatackerung braucht man in sandichten Böden weder Rrückel, noch Gtrcichbreter ; sondern man nagelt lediglich hinter der Schar eine Schindel an dm Rüssel, um die Erde auf eine Seite zu stürzen. O. 1H,. 19 — ki§. l6 — ist der pärzhaaken auf der Schleife, welche auch so gesellet werden kann; daß die Schar in die Höhe stehe: damit man ste aufder Strasse nicht verliere. Hl liste in > einem Mai! itreich. ^ Bett - von - Ns- .E irctem e auf ichte» n mn» !I dM i lake» °aiin; lfder Vter Abschnitt. Der neue Hebelhaaken, welcher auch als ein Pflug gebraucht werden kann. lad. n — biZ. I — und — 2 . §. 78 . !§. i. Das Schargestell, lab. n — r. Die Schar — a — b — c. Der Schar hals ä — wird an das Haupt — e — gestecket. L. Der Rüssel — 5 — und — L. Die Sturzsaule — Z — t — r — find in dem Haupte durchgezapfet. v. Die Rüster —- b — ! haben ihre Befestigung an M Gründe!, und an der Sturzjaule: hinter welcher sich die Spreizschwinge zur Verbindung der Rüster befindet. L. Der vordere Grundeltheil — !< — ! — ist in dem hrnrcrn Grkndelthcile— m — eingezapfet. st. Der Druckhebel — II — c> — r — hat die Unterlage auf der Sänke -- g — , die Zraft wird bei der Handhabe r hinter der Sturzfäule angewendet; bei der Säule — s — wird die Last, oder der vordere Theil des Hebels nach Erfoderniß erhoben und hin- unter gedrucket. 6. Das Sech — n m —- steht über der Mit« te der Scharspihe — s, U. er II« Die Gtrcichbrcter — x — - können an ^ den eisernen Bändern — 6 — auf und zu gemacht — folglich nach einem spitzigen oder stumpfen Winkel gesteb let werden; und zwar, mittelst zweier eisernen Haaken, welche hinter der Sturzsäule in der Mitte der Streichbee- ter angebracht — und in einem durchgebohrten Stück Brete lad. is—?iZ. 6 — k — befestiget sind. Uibec diese Haaken wird auf jeder Seite ein hölzerner Keil, welcher mit zweenen kleinen Ringen au einem eisernen ^ Stäbchen hängt, eingetrieben, die den Streichbretern zur Widerlage dienen» , 2 . Das Radgestell in perspektivischer Vorstei« s 1ung< II — ki§« — 2. Erklärung der Theile des Zebelhaaketts. > Isb. IL — von luZ. t — bis — l6. l k'i§» l — l'ab. 12. Die Eange 8er Schar beträgt von —a — bis zur Spitze — d ig",nämlich : der Scharkcr'l vvu — c — bis — l> — »4", und ^ der Hals von — s -- bis — a 4^. ' > l Die ^rcire der Schar hält von —- cl — bis ä — rr", der vordere Theil des Halses von — o -- > bis — e — Z", der Hintere hingegen von —> k — bis— j k - 6". ! r. I'g!,. 12. Pie untere hohle Seite der Schar, dessen Spitze und stumpfe Schneiden mit Stahle beleget werden; damit sich dir äußeren Theile in der Arbeit nicht sobald abnützen» kiZ. Z. lab. r r. Das ScharFestell ohne Streichbrct. Die Schar — g — ist an dem Haupte — b, in welchem der Sturz — o — und der Rüssel — ä — durch- gezapfer sind. R. In dem vordern Gründcltheile — s — I<_ wird die Lastsaule —. k —. durchgezapfet; welche samt dem Zapfen — iZ^ lang — 2z" breit — r" dick—und oben mit Elfen gebunden ist. L. In dem hinrcrn Theile des GrLndels besin- det sich die Unrcrlagsaulc — g, welche sinnt dem Zapfen — 18" lang — breit, unten —r", oben aber nur — dick ist. I). Der Druckhebel - lr — i — ist — 4^ lang, und wird in der Mitte des Gturzausschnites — c — i — wagrecht zu der Grundlinie gestellet; damit man ihn hinunter drucken und erheben — folglich den vorder,» Gründeltheil an dem starken eisernen Nagel — k — be- wegen könne. x. Wird der Hebel bei — i - hinunter Zedrucket; so erhebt man hiedurch den Gründeltheil - e — k—, und man kann folglich tiefer pflügen. Erhebt man hingegen den Hebel bei—i, so sinket der Gründeltheil — K, und die Schar wird also nicht so tief in die Erde greifen. 6. Mit dem eisernen Nagel — I, welcher an einee ^ kleinen Kette hängt, wird besagter Hebel in der Sturz- ^ faule — c —- i -- festgestellet; damit er von der gegebenen Stellung nicht abweiche. ! rL Die Lange der Rüster — m — n — betragt— » ^ z"; die Schwinge —o —ist— i6" lang , und bei / den Handhaben sind beide Rüster — 4" von einander entfernet. ! I. Das Sech — p — wird oben in dem Hintern Theile des Gründels, zwischen der Unrerlagsaule — A — und dem Rüssel — ci, mit kleinen hölzernen Keilen — g, welche von weichem Holze gemacht werden, befestiget; und mit der Spitze gerad ober der Mitte der Scharfpihe gestellet. K. Das kleine Haakcnbret — r — wird unter dem Gründelzapfen ober dem Hauptabsatze — b — durch die Srurzfaule gezapfet. 1 -ii;. 4. lab. 12. Die obere Seite des Hauptes: itenS. Die Lange des Hauptes. L. Der Hals — — n — b — ist— 4" lang j k. Das Rüsselloch — d—L - Zr ^ L. Der Zrvischcnraum —> e — ä - 4, I l). Das Sturzloch ä—e - Zr L. Der Absan — e— k - 2-^ Mit. Mithin beträgt die ganze Länge deß Hauptes in leichten Bödeni8", in schweren Böden hingegen soll das Haupt 24" lang gemacht werden. Ltens. Die Breite des Hauptes beträgt: H,. Born bei dem Halse —> n — Z" bis —- 6". 8-, Hinten bei dem Absäße — m —nach dem Verhältniße der Scharbreice — 10" bis — ,2". Ztens« Die Dicke des Hauptes beträgt: Bei dem Absäße — m — 2x". 8. Vorn nimmt die Hauptdicke ab, so zwar: daß der Hals —- n, an welchen die Haakenschar gestecker wird , nur — 2" dick sey. 4kens. Die Breite der Stur; - und Rüsscllöcher beträgt bei jedem Loche —2"» leiZ. A. Vsb. i2. Die untere Seite des Hauptes, oder die Sole, welche mit Eisen beschlagen ist, beträgt in leichten Böden —- In der Eänge a — b - - - 4"^ 3 8. Die Dicke «und Breite der Sole ist der oberen Seite des Hauptes ganz gleich; den Unterschied der Entr H 2 fer fernung der Stur;-und Rüssellöcher verursachen hingegen die schiefen Stellungen der Sturz - und Rüsselsäulen. ^ig. 6. I'sb. 12. Die Hintere Geire der Stur;» sänke in dem Haupte mit angefügten Streichbrerern- iV. Die Breite von —a—bis —c — beträgt--- L. Der ?Lusschnit — d — ist — lä" breit. (?. Die Länge oder Tiefe des Hlusschnites von — d — bis — ä — beträgt — i8". I). Der Zrvischcnraunr — ä — e — zur Befestigung der Rüster ist — z", und — L. Das Gründelzapfenloch unter -- e — 4^" lang. Von dem Ende des Gründelzapfenloches beträgt die Länge bis zu dem Haupte —. k -- 8", in dessen Mitte das kleine Hackenbret ^sb. i r ---kiZ. ^ — eingezapfet ist. i 6. Der Gturzzapfen in dem Haupte — § — lab. 12 — kiZ. 6 — ist — lang. dk. Die eisernen Hacken — Ii — K, welche in der Mitte der Streichbreterhöhe in Haspen hangen, mit denen man die Skreichbreter in den Löchern des kleinen Hackenbretes nach Erfoderniß weit und eng — oder nach einem stumpfen und spihigen Winkel stellet. I. Der Beil — i, mit zweenen Ringen und Hass pen, welcher an einer eisernen Kjammer Vorwerks und ^ ruckwerts geschoben — auch, um Raum zu gewinnen (wenn (wem man den Hacken in ein anders Loch stecken will) über das Streichbret, auf dessen auswertige Seite ge« werfen werden kann. IH 7. lab. 12. Das Hackenbrxt — a—- iß — lang, 4". breit, und — dick. Dessen Zapfen — b — ist ^ lang. Die Dicke des Zapfens berrägt — in Gevierten. An dem Ende des Zapfens wird vor der inwendigen Seite der Sturzsäule ein eiserner Nagel vorgestecket und umgebogen; damit sich das Hackenbret nicht heraus ziehen könne. stiZ. 8. lab. 12. Der Rüssel, welcher hinter der. Schar durch das Haupt gezapfet wird , ist r»" lang, nämlich: Der Gründelzapfen—a — b — ist — 8" , und — L. Die Schneide—b-— e— n", lang. An beiden Seiten werden die eisernen Bänder a „genagelt, die man mit den Streichbretbändern lab» ir — stiZ- I — verbindet. 0. Der HauptZapfen c -- o — ist 2^ lang. v. Die Breite — b -°- ä — beträgt ----- 4", und—, L. e k richtet sich nach dem Hauptrü sseüoche ?. Die Dicke des Rüssels beträgt bei dem Gr ün- delzapfen g -^7- b In der Mitte d Hz ö — hat der Rüssel eine keilförmige Schneide. Die Hintere Dicke—- st— ä — erstreckt sich hingegen auf—z". 6 . Eine bessere Vorstellung eines keilförmigen Rüssels. Isb. lg stiZ. — Z. ». Der Rücken, an welchem die eisernen Bänder mit Nageln oder mit Schrauben befestiget werden. 5 . Die Brust, oder eine halbe keilförmige Schneide, welche dem Einschnire des Seches folget. * Es verficht sich von selbst, daß die Brust bei dem Haaken die Gestalt eines ganzen KeilcS haben müsse. kiZ. h. lab. 12^. Das Grreichbres ist von — g bis — s, ^ g" sang. L. Die Breite betragt -— i o". c. Die Dicke — -- >" O. Die Bänder — c — ä — werden vernittet. L. An die Klammer — e —- k — werden die Ringe des Keiles, Isb. i2 — stjZ. to —- geschoben. st. Das Eisenblech — Z -- Ir —- lab. 12 — stiZ- 9 — wird von dem Schmide eingebrennt und angenagelt; damit sich das Bret nicht sobald abnütze. sti^. is. lab. l2. Der Grreichkeil, welcher zwischen das Skreichbret und die Sturzsaule ober dem Haaken lub. — 12 — stiZ. — 6 — K gesteckek wird, ist-— vorn aber Z. Von b bis —- c — g" lang. o. Hinten von c— bis 6 — 4", nur -- 1^ breit. O. Oben sind zwo kleine Haspen eingeschlagen, in welchen sich zween Ringe befinden, die an die Klammer lab. 12 — kiZ. — 9 — L — l — geftecket werden. kiZ. 11. i r. Ein eisernes Band, welches an dem Rüssel und an dem Streichbrete vernittet wird , und sich an dem Nagel — 2 — wenden läßt, an dessen Ende ein Schindelnagel durchgestecket und umgebogen wird» kiZ. 13 . l'ab. 12. Itens: Ausmessung der Lange des vordern Gründelrheiles — 2 — e. Von — 2 —- bis — b, wo die Stössellöcher sind — Z2x". ö. Das Lastsäulloch — b — c — z". L. Der Zwischenraum — c — ä — z"^ D. Der vordere Gründelzapfen — . ir — ki§. — r§ — bei- l e — und durch das AchSbrüstel gestecket wird. ' ! 6. Der wcdelingsraum — l, in welchen man ! den Wedeling auf das Brüste! unter die Schale legt; bevor man die Schals mit dem Brüste! verbindet. kiZ. lZ. Drch. iL. Der Wedelmg — 2 — k. Die Zunge --- 2 — c —, welche vor» mit Eisenbleche beschlagen ist. Die drei Löcher bei — s — dienen zu der Landrichtung des Schargestelles mit der Zugwage. L. Das eiserne Wagband — k — mit welchem die Zugwage in den Löchern — a befestiget wird» 0. DaS Eercrlsch — vordem Seite der Schale befestiget. b> — I2Z b " Das Zugband, c — Der Gründelring- 1 ?» Dieses Eisen wird H. 12 — kiZ. —- iZ —- zwischen dem Zwiesel des Wedelings — i — unter die puiikkirre Schale — Z — e gestecket, und bei jr — von dem eisernen Brustnagel gehalten. L, Die Ausmessung der Theile des Radgestelles zeiget der verjüngte böhmische Maßstab. v. Auf die Art des Hebelhaakens kann (wie ber iem Bogenpfluge §. 62. bil» A — lab. IZ — gesagt worden i^> ) auch ein Hebelpflug gemacht werden. Sieh 18 — kiZ. 8 — eine Vorstellung des Schargestelles auf dem Radgestelle. VIk-r Abschnitt. Vsn hem Schwinghaakm überhaupt» §. 80. Der Schwinghaaken ist von dem Schwingpflnge 'IH,. — it) — ibiZ. — 4 ---> nur in diesem unterschieden , daß er den Bau des Schargestelles, wie die Haa, kenarten habe; mithin hat er eine zweischneidige Schar, und zwei Streichbreter von gleicher Länge, welche die von dem schneidenden Eisen aufgebrochene Erde auf einmal rechts und links theilen. Anffar des Radgestelles dedi enek man sich hingegen gemeiniglich eines eisernen Zugrahmes i-4 HW— rahmes, Dsb. — iZ — DZ. —- 2 ,weicher bei den, Schwingpstuge bereits beschrieben worden ist. vn-er Abschnitt. Der Trautenauer Schwinghaaken, in dem Kömggratzer Krerft. t Dsb. 20 — i — bis — 6. s §. 81. kiZ. r. i°gi). -o. Das Schargestell. Die Sturzsäule — s — d. L. Die Schar — l> — c — Z, welche die Gestalt einer gekrümmten Schaufel hat. e. Der Gründet — 6 — L, welcher durch die Sttirzsäule gszapfet ist. D» Der Rüstel — Z — tr - verbindet die Strich faule mit dem Gründet. . L. Die Rüster — i — K und i — t werden bei — i —-mit eisernen Klammern, bei — m —-und — e hingegen an dem Spreizer befestiget, welcher durch -je Sturzsaule geht. riZ. 2. Dgb. 2v Das Zuggestell» Die rVaxhglzcr— g —b und — c —ä» 1?. Die Zugrvage 6 — k, welche zwischen die zwei Wagbölzer — a — c — gelegt — und von dem istrnen Nagel — L — gehalten wird. -25 6. Die Schleppe — § — b, welche man durch die Waghölzer — n — b — e — ä— stecket, und mit einem hölzernen Nagel befestiget. O. Der Gründelnagel — k, welcher durch Las obere Wagholz — b, durch den Gründet i. — f — und das linkere Wagholz — ä ^ -Z. 2- — gestecket wird; um das Schargestell i — mit dem Zuggestelle kiZ. 2 zu verbinden. xjZ.z. I'ab. 20. Vorstellung eines besondern wagholzes: r>. Das Wagnagelloch. b. Das Schleploch. c. Das Grnndelnagelloch. kiß. 4. lab. 20. Die obere Seite der Schars ki'Z. 5. lab. 20. Die untere Gcharseite mit dem Halseisen — g — d —c, welches mit zweenen Nageln —' » — b — vernittet, bei dem Bogen — c — an die Sturzsaule i — b — gestecket , und mit hölzernen Keilen befestiget wird.^ kiZ. 6. Dich. 20. Der Traurenauer Gchrvingpflug in der Arbeit. ». Ein Knabe leitet das Zugvieh. Das Zuggestell wendet sich an den eisernen Wag - und Gründelnägeln rechts und links, welches das Schar< Schargestell mittelst der krummen hölzernen Schleppe zu. gleich unterstützet. c. Der Pflüger hält die Rüster mit Hilfe eines Bandes, oder SchubkarrentragcrS. Von dem Gebrauche des Trautenauer Gchwl'nghaakcns. Dieses Schwinghaakens bedienet man sich m sandichten und anderen leichten Böden zum Brachen, Wenden, Rühren, und zur Saatackerung. L. Wenn die Schar gerad gestellet ist, und der Psiüger dieses Ackergerath aufrecht hält; dann theilet sich die eine Hälfte der — von der Schar aufgebrochenen Erde rechts, die andere Hälfte hingegen links. 0. Will man aber die Erde lediglich auf eine Scb te stürzen ; dann wendet und keilet man bevor die Scher ein wenig gegen die Seite, auf welche die Erde getrieben werden soll, und man hält auch das Schargestell gegen die gewählte Seite» L. Die besten Dienste leistet dieses Beräth in Bc- i «rbeitung der Kraut - und Erdäpfelfelder , der Hopfengär- > ten und überhaupt, wenn die Pflanzen in Reihen ange- i' bauet sind; wo das RadFestell II — biß. 2. ohne Verletzung der Pflanzen nicht angewendet werden kann. l Visier eppe zu. VMt-r Abschnitt. e eines uee sich iu eschen, >nd See theilet ochem e Sck Scher triebe,! l S-gei! n Be- engar- ange- §. 2. vendet > stsr Von der Richtungslinie der Rad-und Schwinghaaken. §. 82» I. Die Rad - und Schwinghaaken sind von beiden Seiten des Schargestelles gleich gebauet; mithin steht der Haakengründel nicht schief , oder gegen die rechte Hand, wie bei dem Pstuge, Isb. 4 —- 8i§. Z -— c — e, sondern ober der Mitte der Schar und des Hauptes zwischen den zweien Streichbretern gerad nach der Rich- tungslinie —- n — b. Vs fallen demnach in die Hauptrichtungslinie des Haakens folgende Theile: H,. die Mitte der ganzen Länge des Gründels. Isl). 12 — kiZ. Z — o — K — b- II. Die Mitte des Zugeisens Dsb. 12 — 16 —und des Stöstels, welcher besagtes Eisen hält.lsb. 8 - l — ^» oder InZ. 2 - 8» L. Die Sechschneide» 12 — Z " V. Die Mitte der Schar. lad. Z — k-Z-r—n. L. Die Mitte des Hauptes nach seiner ganzen Länge. Drib. 12 — lug. 4 — n — m. k. Die Mitte der Sturzsäule. Isb. ir — r-?. 6 -d- 6 . 128 6. Die Mitte des Radgestelles l'sll. 12. kiZ.14.ll-,. ^ X. 2. Die übrigen Theile des Haakens gehen nicht nur rechts, wie lad. 4 — kll'Z. i — n, sondern auch auf der entgegen gesetzten Seite - ä — s — r — in gleicher Entfernung parallel zu der Richtungslinie. Hieraus erhellet — ki. Z. daß ein Haakeu nicht so künstlich zu bauen sey, als ein Pflug : denn bei dem Haakeu werden alle mittlere Theile gerad nach der Richtungslinie — 4 - IllZ. 1 — g — K- und die Seitentheile zurichten und linken Hand parallel zu besagter Richtungslinie gestellet; mithin ist der Widerstand der durchzugrabenden und zu stürzenden Erde, von beiden Seiten an der zweischneidig gen Schar, und an beiden Streichbretern gleich. Es kann folglich das Schargestell des Haakens, ohne außerordentlicher Ursache, in der Arbeit weder rechts noch links getrieben werden. Bei dem Gchargestelle des Pfluges hingegen ist der Widerstand der Erde lediglich auf einerund zwar gewöhnlich auf der rechten E eite; mithin wird der Pflug in der Arbeit immer links auf die entgegen gesetzte Landseite getrieben, welcher an besagter linken Sei» te eint nicht geringe Reibung leiden müste; wenn der Gründet 4 — klZ. z — c — e — nicht gleich bei dem Pflugbane in das Land gerichtet—oder, mit seinem vordem Ende — e — nicht rechts gestellet würde; um hiedurch die Reibung an der linken Seite des HaupteS zu vermindern: weiche Landrichtung aber durch die Aus« stemmung drS Hauptes, durch die schiefe Stellung des Rüst Rü> vort feste i" Vc che ne Rüjsels und des Seches zu bewirken ist; ohne welche vorcheiihafte- Einrichtung der Pflug, sonderlich in einem festen Boden , nicht ordentlich gehen kann, auch schwer zu ziehen und regieren seyn muß. III'" Haupt stück. Von den Egen oder Von den Ackergerätkien / mit welchen man'die von dempfluge und Aaaken aufgebrochene und durchgegrabeneErde in kleine Theile zerreiftt. Die Latschner Ege. lab. 14 —- > i. §. 8Z. I» Die Tätschner Ege besteht aus zweenen Haupt- theilen, oder aus zweenen Flügeln, welche durch eine eiserne Ringketle — m — mit einander verbunden sind. dl. 2. Ein jeder Flügel hat vier Balken — a -- b, « — ü, e — k, g — b, und zwo Schwingen i —- k» l — m, welche sich in den Balkenöfnungen an hölzernen Äägeln bewegen können. i ro Bei — n — wird das Zugvieh augespannek. u — ist die Zugkette, p — die Stricke und das Heiz, mit welchen die Ege regieret — und bisweilen erhoben wird; um die eisernen Egezinken ( derer in einem jeden Balken fünfe sind ) von den Wurzeln rc.zu befreien. K. 4. Die Lange, Breite und Dicke der Theile zeiget der verjüngte Präger Maßstab. Ht-r Abschnitt. Die Präger Leegenege in perspektivischer Vorstellung. lab. 17- 2—z. §. 84 » r. Die Präger Leegenege besteht aus dreien Flügeln , 1 ^. r -- 2 — Z, welche in der Länge, Breite und Höhe sich einander gleich sind. N. 2. Der Balken - a — b -ist - Z' 6" lang, 2" Hoch,, und — breit. L. Die Entfernung der Balken — 1, — c —betragt 7^. 0 . Die Schwinge — 6 — s — ist — 2^9" laug, 2^ breit, unddick. I). Die eisernen Zinken— k — sind — 8" lang, mit einem Ecke Vorwerks gestellet, und — 5" von einander entfernet. 5 . iZl k!. Die Bette — x — hat — lZ" in der Länge, K — 15", i — aber nur — io". Die Stange — K — l — ist 6^ 8" lang, und — 2" dick. 6. Die Betten — rn —- und n — sind — 6" lang« lä. Die Schrvenkellange — p — o, bei welchen das Zugvieh angespannet wird, betragt — 2^ 6^. kii. z. Die drei Flügel sind bei — r und 2 — mit eisernen Ringketten dergestalt verbunden, daß ein jeder Theil in der Arbeit frei spielen könne. kl. 4. Dieser Ege bedienet man sich ohne Leitungsstricke in leichten Böden auf breiten Beeten, die man Leegen nennet, nicht nur nach der Länge der Furchen sondern auch kreußweise. IW" Abschnitt. Die Planer Ege. I'sb. l8 — l?i§. — r. §. 85 . A. I. Die Planer Ege hat zween Flügel — 2 — und — 8. Ein jeder besteht aus zweenen Balken — chseneS ^ tiefge- ^ isernei! sollte; - zviehes Wir. er des Acker- ge- einem ermit- rzZ ttlst einer Stange gezogen, geleitet, und von dem Führer mit zweenen Gturzrüstern, wie der Pflug regieret wird. U. 2. Vorstellung des Nuckenrechens. Der Balken — n — b, in welchem die eisernen Stacheln — ccc -lad. iH.k'jx. 4 — drei Zolle weit von einander entfernet sind; damit das von dem Pfluge bereits durchgearbeitete — und von der Ege zerrissene Erdreich durch die Zwischenräume dringen könne. 8. Die GturzrLsier — ä — 0 — f— werden hinter dem Balken — g — b beinahe vertikal eingezapfet, und mit dem Balkenholze — e — k — auf das beste befestiget. ^ Die vertikale Stellung der Rüster ist deswegen erfoderlich. weil widrigens die Handhaben des Sturzes zu niedrig stehe« würde» ; wenn die Stange —- Z —> erhoben — und dem Zugvlche angebunden wird. 6. Die Stange, oder die Deichsel — Z -—la— wird in der Mitte, des Balkens eingelassen, und mit zweien eisernen Bändern dergestalt befestiget; daß ste bei — § — zimlich hoch stehe. v. An dem eisernen Hacken — i — wird die Zug. wage — lc — K — gehenket. Z. Man könnte zwar glauben, daß zur Ziehung dieses einfachen Auekenrechens ein Pferd, oder ein Ochs in einer Gabeldeichsel hinlänglich wäre: allein, ich ha- I 3 be be bei dem Gebrauche dieses Ackergeräkhes öfters bemerket ; baß ein Stück Zugvieh, sonderlich in einem schweren Boden, den Zusammenhang der Wurzeln nicht so leicht trennen — folglich eine so schwere Arbeit in die Länge nicht aushaken könne. Denn der Führer muß seine Kräften bei dem Sturze anwenden; damit der Rechen wohl eingreife , und von den widerstehenden Wurzel» nicht in die Höhe getrieben werd?. Ich 4. Wenn man in der Arbeit bemerket, daß sich schon v;ele Wurzeln vor dem Rechen gesammlet haben; so hebt man dieses Gerath bei dem Sturze in dir Höhe, und sehet es eine halbe Elle Vorwerks neuerdings i» die Erde, um mit dem Zugviehe die Arbeit zu beschien»- gen. Die hinterlassenen Wurzelhausen werden so fort von etlichen Personen ansgeschütlet, in Körbe geworfen, und indessen auf die Strasse getragen; worauf man sie auf einem Wagen nach Hause führen — auswafthen — zerhacken , oder auf einer Häckerlingbank zerschneiden — und dem Hornviehs mit anderem Futter als eine heilsame Nahrung vorlegen kann. V'^ Hauptstück. Von dergtatten Walze. lad. I§ — k'i'Z. l — und—' 2. §. 87 - N. l. ä Die W atze - a - b - kiZ. - i - lad. - l 5. ö. 8. Zwei eisernen Zapfen — c — k —, welche in die Walze geschlagen werden, wenn vorgebohret worden ist. 6. Die eisernen Bänder — c —ä, welche an die Zapfen gestecket— und an die Seitentheile genagelt werden. Betrachte H. 15 — kiZ. 2. O. Die Seitentheile -- ä —- Z und — b — § — kiZ. — 1. L. Die Querhölzer — K — ä — und — i — e welche durch die Seitentheile gezapfet sind. ch. Die Schwenke! — 1 c — und — I, bei welchen die Walze gezogen wird» 6. Die abgebrochene Stange, oder die Deichsel — m — n — 0, welche in den Querhölzern befestiget — und dem Zugviehs, wie der Quekenrechen — Z, bei den Haspen — § — angebunden wird. 1 ^. 2 In dem Königreiche Böheim bedienet man sich auf den Aeckern gar selten der Walze: weil man gröstentheiks schwere und nasie Felder hat; welchen das Walzen mehr schädlich, als nützlich seyn würde» 8. In leichten und trockenen Böden hingegen ist das Walzen sehr nützlich: denn der F-rost zieht die Erde oft rn die Höhe, und machet sie gar zu locker; wo§ durch die Gekreidwurzeln abgesprenget werden,, und den Pflanzen auch die nöthige Feuchte entgeht; welche man doch durch das Walzen länger erhalten kann. Die Ge- L weid- --p.. treidwurzeln werden durch die zusammengetribene Erde befestiget; daß sie der Wind nicht so leicht ausreiste. Mass tödtet dadurch eine Menge schädlicher Würmer; das Feld wird zu dem künftigen Abmähen eben gemacht; die Pflanzen bestanden sich mehr, und die Aernde pflegt auf solchen schwammartigen Aeckern nach dem Walzen desto reicher zu seyn. Z. Die gar zu zähen und festen Erdschollen können aber nicht so leicht, weder mit dieser glatten, noch mit einer eisernen Srachelwalze zerbrochen werden. Denn eine hölzerne Walze ist nicht vermögend, den Zusammenhang der festen Erdklöjser zu trennen; eine steinere Walze hingegen würde das mit vieler Mühe aufgebrochene Feltz zum Nachtheile des Pflanzenbaues wieder fest zusammen drucken, und doch nicht allzeit die gewünschte Wirkung machen. VI"- iZ7 E Hauptstück. Von ker BiidweiserSaemaschiiie. lab. 21 — — I —Und — 2. Isd. 22 ibig.— l bis- 12 . 1'nb. 2Z — b'-Z. — i — bis— rr. Isb» 24 — ?iZ.— r. Abschnitt. Vorstellung der Budweiser Saemaschine. lad. 2l' — kiZ, "" I. §. 88. 1. Zwei Wagenräder Isd. 21 — kiZ. r -- s — 8, derer Höhe der verjüngte Maßstab anzeiget. 2. Die Wagcnachsc 1H>. r i —k'ig. i —0— ck. Inb. 22 — 6 — ist die obere Seite, und 7-— 3 —b— die untere Seite der Achse zu sehen, Z. Das untere Stirnrad — e —g —- lad. 21 — —i, welches an der vierkantigen Nabe — ü — des Wagenrades — d — dergestalt befestiget wird; daß es sich mit besagtem Rade — b — umdrehe, und in das obere Stirnrad — p — y — eingreife, lab. 22 — x-Z. ^ — zeign dieses Rad von der Seite- 4. Das Gestell — 5 — § — Isb. 2r — r, in welchem die Säulen — x — 5 und — Z — x—, nebst den Scharen — in — in — befestiget werden. 'H. LZ — big. I — a — c — b — cl. §. Die Gäulen — x — F — und — x — Z — Isis. 2 l — In'Z. — r, derer zwo auf jeder Seite in bestimmter Entfernung durchgezapftt sind; zwischen welchen die Achsen — e — il — und — o — p — gelegt werden, lall. 2Z — kiZ. 2 — und — z. L. Die drei 'kleinen Säulenlöcher — li — T'ab. .21 — IH- i — gehen ober dem Gestelle durch alle vier Säulen >- in welche ober der THagenachfe -- c —. ä — ein starker eiserner Nagel, den man an eine kleine Kette hangt, gestecket wird; um das Gestell nach Erfoderniß mit asten Scharen — in — in _entweder auf einmal tiefer in die Erde zu lassen , oder selbe, eben alle auf einmal, zu erheben. 6. Wenn man besagten eisernen Säulnagel — ll — lab. 2! — kiZ. I — in das obere Loch stecket; dann greifen alle Scharen tiefer, und die Achse — c — §. i — folget mit der Samenwalze — o — und dem obern Stirnrade — p — jederzeit der Achse — e — — hinauf und hinunter geschoben werden kann. 6. Die Pratzen — i — ; — 21— — r, welche in den vier Säulen eingezapfet sind; um den Samentrichter — K — fest zu halten Dib. 22 — b'iZ. 4-.g — K-.L — cl. 'I'sb. 2Z — Z — L —das Prahenloch. Der Trichter — k — lad. 2l kiZ. — l , in welchen der Samen aus der Walze fallt, aus welchem Bchaltniße die Samenkörner in die Röhren — l — !, und von da in die Scharen — m — m — geleitet werden. Tsb. 22 — kiu-4 — e — k-, kiZ- s — zeiget die Gestalt der Seitentheile. rX 8. 14 » 8. Die Röhren — I — 1 »K. 21 — i, dx. rer — 16 durch den Trichter — K — gezapfet werden; tim den Samen in die Scharen — m — m — und in die zwo Radgleisenzu führen. U'sb. r; ki^. ^_zeiget eine lange — und bi§. 8 — eine kurze Samenröhre. R» 9. Die Scharen — — m — Dgb. r i ki§ i, derer *4 — sind, um den Samen aus den Röhren zu empfangen, und in die Erde zu vergraben: aus welcher Ursache sre tief und seicht gestecket werden können. Isk. 2z — ?iZ. y — ist eine Schar von der Seile,- biZ. iQ —^ die Scharrinne von hinten; kiZ. n — die Rm. ne von vorn; bic-. 12 — die Schar samt der Rinne und dem Deckel von hinten vorgestellet. io. Die Gabel — n — n, Dk,b. 21 — bi§. 1, welche auf jeder Seite in die Falze zwischen die zwo Säulen —- x s —- eingelassen werden ; um die Achse der Walze — o >— die auf diesen Hölzern ruhet, stuffenweise zu erheben, oder nach Erfoderniß tiefer zu stellen. Betrachte lab. rz — kiZ. 4. n. Die walze — 0, 1'sb. ri — k>Z. r, web che zwischen den Gäulen — x — f — auf den Gabelhölzern 'I'gb. 2Z— k">§. 4 — ruhet, den Samen aus dem Sammenkasten "I'ab. rl —^ bi§. l — r — s — r in den kleinen Fächern lab. 21 — IH 2 — st — empfangt, und solchen in den Trichter 1 «b. 21 — I'iZ. ! — l?— ausschüttet. 12 . >s. 12. Das obere Stirnrad -- p — g, lab. 2i — biZ. i, welches an den runden Walzenzapfen be- weglich gesteckek — und von zweenen Nageln ( derer einer, der länger ist, durch die Walzenachse, der andere, oder der kurze in die flache Seite des Rades geht ) steif gehalten wird; weil sich der Nagel in dem Rade an dem Achsnagel der Walze stemmet, lab. 22 — — 8 . Z. Wenn flch die Walze nicht drehen, oder keinen Samen fasten — und in den Trichter werfen soll; so zieht man den Nagel aus dem Stirnrade ck'ab. 21 — kiZ. l — p —. g, welcher an einer kleinen Kette mit einem eisernen Ringe hinter dem Walzenachsnagel an die Achse gestecket- wird: dann greifet das untere Triebrad —- e — y — zwar noch in das obere Stirnrad — q — x , welches sich aber, weil es beweglich ist, ohne die Walze umzmreiben, um die Walzenachse drehet. Mithin wird die Walze unbeweglich auf den Gabeln liegen, und keinen Samen ausschütten; bis man gedachten Diagel wieder in die Seite des oberen Stirnrades — g> — ^ . an den langen Walzenachsnagel stecket. di. 1Z. Der Samen kästen — r — t — t — lab. 2i — k'iZ. i, dessen unterster Theil — r — sich vorn an die Wafze schmieget, um den auf der Walze befindlichen Samen aufzuhalten ; welcher von der sich ruck- werrs drehenden Walze in die Hintere Seite des Trichters geworfen wird. Weswegen denn der Kasten hinten aus die Mitte der Achse passet; mithin höher steht, als der Theil — r, oder das unterste sich an die Walze schmiegende Bret. I!. Der mittlere Quertheil __ 5 — 2l __ ki§. i — nimmt aufwerts keilförmig zu,und- (l. der drite und oberste Theil des Samenkasten — r — ist senkrecht aufgestellet. O. 22 — i —zeiget diesen Kasten von oben; ki§. 2 — von untere ober umgestürzter; und kiß. Z —ist ein Seitentheil. . 14. Die Leiste — n —Isb. Li_ki§. I / welche zwischen den Säulen in der Falze des Querholzes gehr. 22 — kiA. r — A und k'iK. Z 8 . 1^. i§. Die Schlöffe —x —l'gb. zl — I^iA. r, welche die oberen Säulzapfen verbindet, und in besten Falze die zwo Seuenleisten des Samenkastens einen freien Gang haben ; um besagten Kasten aufrecht zu erhalten , auch hoch und niedrig zu stellen. 1^l>. rz -- s_s —.die Höhe,nnd kig. 6 — e — die Breite der Falze. 16. Die Deichsel — 2 —- 'lVr>. 2l — ki§. r — wird in dem 2ten Quertheile des Gestelles von einem Schraubnagsl gehalten. ( Betrachte 2z — kjZ. l — o ) welche in dem / an erstem Querrheile des Gestelles aufrecht angenagelten Eisen, mittelst eines Nagels — p — nach Erfoderniß hoch und niedrig gesteilet werden kann. II>" Abschnitt. Besondere Theile der Budweiser Säema- schine. lab. 22 — 2 Z — 24. §. 89 . N. I. Der Gamenkasten von oben, lab. 22 k;Z. I, wobei — 3 — die r 6 — Löcher, durch welche der Samen auf die Walze fällt, sich nach der Länge perspektivisch verlieren. Uibrigens aber hat dieser Kasten unten und oben die gehörige Breite nach dem verjüngten Maßstabe. 2. Der umgestürzte Samenkastcn: lab. 22 — bi§. 2 — r> — b — 4 rr untere Theil des Kastens, welcher die Walze — 0 — lab. rr — kiZ. 1 decket. Zwo Schrauben — 0 -— ä — lab. ^2 —^ kiZ. r, welche durch die eisernen Achsbänder gehen, die bei — a — und — b — an beiden Seitenzapfen angenagelt — und auf der lezt besagten Tafelro — besonders vorgestellet sind: bei welcher Figur -— -> — e — L —-der erste Theil ist, den man an den Seiten mit Nageln an den Zapfen lab. 22 —- b-Z. 2 — a b — befestigetc -- b — hingegen lab. 22 — k'lZ. iv — ist der 2te Theil- in welchen die Walzeuachfe lab. L! 2 — a b — gelegt wird, den man 144 bei — c -- 22 — ki§. !o — bewegen — das ist, auf — und zu machen kann. ^ Die Schraube — Z — lob. 22 — k-K in — wird durch das Loch — e — gegen das Schraubenlvch — k — an« gewendet, womit man die Walze auf — und abschraubet, «in ihr die ersoderliche Entfernung, von dem Samenkasten 1» geben; wenn die Walze zu viel oder zu wenig an besag/ ten Kasten schließet. « ES versteht sich von selbst, daß erwehnte Schraube nicht senkrecht durch den Zapfen des Samenkastens — sondern schief von — - — gegen — d — lad. 22 — ?i^. io — gehen müsse; damit gedachte Schraube die Walzenachse nicht berühre, welche sich in dem zirkelförmigen Bande —c— b — frei bewegen soll. L. I^ub. 22 — 2 — e — e — stud r 6 Samenlöcher in dem ausgekehlten Boden des Sa- menkastens, derer ein jedes an beiden Seiten mit Bleche dergestalt beschlagen ist; daß das Blech die Seiten der Samenlöcher decke, anbei aber in der Gestalt eines Zi» kelbogens vorrage: welches vorragende Blech in die Einschulte der Malze von beiden Seilen passen muß; damtt jeder Samen in seinem Fache erhalten werde- V. 'I^b. 22 —- kiZ. z — jst ein Seittntheil des umgestürzten Samenkastens, wo —- v — das vorragende Holz vorstellet, welches die Malze in der vorderen Seis te der Deichsel ein wenig mehr decket, als an der Hins tereu Seite, e — zeiget die Gestatt der Blecher, welche an beiden Seiten der Samenlöcher angenagelt find, knd in die Einschütte der Walze gerichtet werden müssen. 145 seil. Mithin erhellet, daß jedes Samenloch auf dreien Seiten mit Bleche beschlagen werde: nämlich, rechts und links, wo die Blecher in dem Einschnite der Wal, ze gehen; und an der Hinteren kürzeren Seite, wo die Walze sich beinahe ganz zeiget. Die vierte Seite hingegen, wo die Walze von dem vorragenden Holz; lab» 22 — ki§. z —- I» — mehr gedecker wird, ist unbe- schlagen. x. lab. 22 — klZ. 2 — s —. f — ist der Kastentheil, welcher lab. 2! — chjZ.. r — bei —r — und — s — vorgestellet worden — und aus zweien Stücken zusammengesetzet ist. lzk. 22 — kiZ. 2 —, b — b — ist der oberste umgestürzte Theil des Kastens, lab. 2l — I — r. lab. 22 — istjZ. Z g — K — sind die zwo Leisten, welche sich in der Mitte des SamenkastenS an beiden Seiten befinden ; die in der Fal- ze, lab. 2Z — kiZ. 5 -- s — oder, b'iZ. 6 — e, auf — und abgehen ; um den Samenkasten hiedurch aufrecht zu erhalten. lab. 2l — 2 — s — e — ist eine Walze, welche nach der Länge — 16 Hanptabcheilun« gen hat, die auf die Löcher des Samiuenkastens paffen. Eine jede dieser Abtheilungen enthält in dem ganzen Zirkel — ir kleine Fächer oder Gamenbehältniße — 6—0, welche, nach Anzeige der wagrechren doppelten Linien, mit kleinen Blechern abgesondert sind ; um hiedurch die Sazrrenkörnsr stuffenweise in den Trichter zu bringen. K L. Ein Samenloch der Walze enthält g. in der Länge — — t>. in der Tiefe — — c. in der Breite — — ^ L. Neben den Samenbehältnißen find ringsum kleine Einschnitt, welche durch die senkrechten Linien auf der Walze angedeutet worden sind, in welchen Einschulten die Seitenblecher des Samenkasiens, rr -- ki§. Z — c — gehen. O. Bei — 2 — und -- b — lab. Li — 2 — werden, wie gesagt, die Schraubenbänder, 1 ->b. 2 , — kiZ. ic> — angelegt, in welchen sich die Wal. zenachse drehet. Bei —- c — Islr. LI — ki§. 2 — Wird Las obere Stirnrad, l'gd. L l — I — p — g — oder, l'sb. 22 — ibiZ. 8 — dergestalt angestecket; daß man besagtes Rad um die Walzenachse frei drehen kö»- ^ ne: welches Rad aber — ?. mit der walzenachse auch steif gehen wird; wenn ! man vor dem langen Walzenachsnagel, lab. 2i — > ki§. r — p -- einen andern Nagel — g — in die flache Seite des Stirnrades, lab. 22 — l?iZ. 8 — stecket: in welchem Rade aus dieser Ursache um das Walzenachsloch neun Löcher angedeutet sind. Denn, wenn sich der Nagel des Stirnrades an dem Walzenachsnagel stemmet ; so bewegt' das Rad die Achse, folglich auch^die Wal« Walze; oder, mit anderen Wörtern: die Walze geht mit dem Stirnrade. 6. Die Walze wird auf dem Boden des Samen- kasienS, lob. 22 — kiA. 2 —— b —- in die Seitenblecher gelegt; die Achsen werden mit den Landern, 'chab. 22 — big. 10 — b—. geschlossen und angeschraubet; sodann auf das Gabelhol;, 'lab. 21 — kiK. r —. n — oder, rz — kiF. 4 — 2 — zwischen die zwo Säulen gelegt. 4. Der Trichter, lad. 22 ki§. 4—0-— s— b — ci, hat in der Mitte bei — i6 Defimn- gen, welche auf die Walze — und Samenkasienlöcher passen, durch kleine keilförmige Breter — k — ji-»- von einander abgesondert — und an der oberen Seite in der Mitte ki§. x — a — deswegen ausgeschweifet sind; damit die Walze in besagter Ausschweifung einen freien Gang habe. 8. Lr — cl — sind die vier Pratzen, welche lad. 21 — ?iZ. r —" bei j oder l'ab. 2Z — l^i». ^ — in dem koche c — eingezapfet — und an den Trichter angenagelt werden; um den Trichter in der ftsigesehten Stellung ZU tragen, und unverändert zu erhalten, §. Die Wsgenachse, LL <«- 8ig> 6 s— l, — hat zween Zapfen, an welche die Räder lab. Lr r g — l> gxsiecker werden. Der mittlere Theil der Achse — 0 — Z - ^sb. L2 kiK- K L L 148 ' 6 — ist oben keilförmig zugeschärfet; damit man die kurzen Samenröhren desto fraglicher anbringen könne. L. Die untere Breite des mittleren Theiles der Achse, lab. 22 — ^ — a — b, wird zwischen die zwo Säulen auf das Gestell gelegt.- 6. Das untere Stirnrad, lab. rr — I^iZ. y — befestiget man an der Nabe deK Wagenrades, lab. 2! — kiA. I — e. Mithin geht dieses Rad mit dem Wagenrade; dessen Zähne greifen in das obere Stirnrad, lab. 22 — kiZ. 8 oder lab. 2l — biZ. i — x — g; wodurch also die Walze umgedreht wird. 8. Die zwei Stirnräder sind, lad. 22 — stiZ. 8 — und y. — mit hölzernen Zapfen vorgestellet. Ma» pflegt aber auch die — 1^" dicken Scheiben dieser Räder mit eisernen Reifen zu beschlagen, in welche die auS- gemessenen Zapfenlöcher von dem Schunde gemacht werden müssen; damit man durch besagte Oefnungen in dem oberen Stirnrade eiserne stumpfe Grachelzapfeu, lab. 22 — ^iZ. 8 — 2 — und in dem unteren Stirnrade die eisernen Schaufelzapfen, lab. 22 — li§. 9 — b— eintreiben könne. O. g. Jeder Srachelzapfcn ist — Z" lang, und -- 4 " dick. b. Die Gchärrfelzapfen sind auch —- Z^lang — i^" breit, oben aber bei dem breiten Theile nur dick. c. Der 149 e» Der vorragende Theil dieser Zapfen beträgt in Lichten — i"; mithin werden sie — 2" tief durch den eisernen Reif in. die hölzerne Scheibe geschlagen. v. Wenn die hölzerne Scheibe des unteren Stirnrades — 8" in dem Durchmesser, und — Zc> Abtheilungen, oder Schaufelzapfen hat; die Scheibe des oberen Stirnrades hingegen im Durchmesser — cz" hält, und ;v" Stachelzapfen hat; so kann man Waizen und Korn säen. L. Zur Gerstenssat stecket man an die Samen- walze ein anderes Stirnrad ; welches ohne Skachelzap- fen — 8?" in dem Durchmesser, und — 26 Abtheilungen hat. Zur Erbsensaar bedienet man sich eines Walzenstirnrades , von — 8" in dem Durchmesser mit — 24 Gtachelzapfen. 6. Wollte man aber den Samen»noch dichter säen ; dann müßte das untere Stirnrad, welches an der Made des Wagenrades befestiget wird, größer — das obere Samenwalzenrad hingegen verhältnißmässig kleiner gemacht werden. n». 7. Das Gestell, lad.2Z - r-ss.— I - (oder lad. 2, — kiZ. i — k —§ —) hat zween Seiten- theile - a — d, e — ä — und vier Quercheile — — c, s- f»§—>d, und d — ä. -§» K. In den Seitentheilen sind bei —- K l — und — m -— n -- vier Säulenlßcher, in welche die Sänlenzapfen, ls!>, 2Z — big. L — b — o — senk« recht befestiget werden. ( 7 . In die übrigen — 14 Löcher i — i — wer« den die Samenfcharen, lab. 2Z — ?i§. 12 — mit dem oberen Theile — -> - gestecket» Man betrachte lab. 21 —- kiZ. 1 — in — m. 8>^. Die vier Säulen, lab. 2l — k"i§. i —- Z — b — x — und f — ii — o -- x; derer eine lab. 2j — bj§. 2 — besoiiderö mit der Gabelfalze -- g — b — vorgestellet ist, welche mit dem Säulzapfen — c-, b in der Oefnung — K — lab. rz — liZ, r — befestiget wird, L. lab. 2Z —. b-§. z -7- stellet die gegen den Samenkasten gerichtete Seite der Säule vor; wo bei — s " der obere Zapfen ist, welcher in die Oefnung der Schlüsse, lab. 2Z -"-7- big. 6 — i -7-, gestecket wird. lab. rz — Z — b — ist der untere Zapfen, und — c — das Prahenloch, 1 ^. 9« Die Gabel, lab. LZ —b'ig, 4 — ( lab. 21 — r — 11 — ) besteht aus zweien Stücken: nämlich, aus dem unteren Theile — 0 —- c — und auS dem oberen Theile —- a, welcher? auf den unteren genagelt wird. §. Die 8. Die Falze des unteren Theiles der Gabel geht bei — b — und — c ' durchaus hinauf, nach Weisung der punktirten Linien; mithin decket der obere Theil Leu unteren ohne die Falze zu sperren. L. Die Gabel werden an beiden Seiten zwischen die Säulen emgeschoben, und können in der Falze auf— und abgehen. Der untere Theil der Gabel ruhet jederzeit auf der Wagenachfe, es möge das Gestell mit den Scharen tiefer oder seichter gestellet werden; auf den oberen Theil der Gabel wird in dke Auskehlung — s — 1 »b. LZ — ki§, 4 — die Walzenachfe gelegt: dergleichen Auskehlung auch in dem verdeckten Falzholze gemacht werden muß; damit die Walzenachfe auf beiden Theilen eine hinlängliche Unterstützung erhalte. N. io. Die Schlüsse, lab. rz — ki§. 6 —decket Und verbindet die oberen Zapfen der — 2 Säulen, sowohl an der rechten, als an der linken Seite der Sämaschine. g — und — i — sind die oberen Säulen- japfenlöcher; «—hingegen ist die Leistenfaize, dessen^ Höhe ki§. 5 —, bei — a — angezeiget wird. n, Die vorderen — z Scharen, welche vorn und hinten in die Querhölzer des Gestelles, lab. rZ — kig. i — !z — cz —- gestecket werden , haben einen gleichen Bau. ö. lsb. 2Z — 9 ist ein Seitentheil der Schar, welcher aus zweien Stücken zusammengesetzet wird : 3 —— ist das Scharholz, welches von — K 4 K- i, bis — e — keilförmig zugearbeitet wird; b — ö ist die Schaufel, die mau in das Scharholz nagelt. < 7 . ?i§. s —- Isl). rz stellet die untere Seite der Schaufel vor, mit dem Einschritte — «, welcher das Schalholz, 2z — LiZ. ^ b.ei . b umfasset. O. k'iK. n DsK. rz -- die obere Seite der Schaufel ist. ausgekehlet. 8 . kiZ. 12 — Dgl». rz —. die Hintere Seite der Scharr s cl ist das ausgekehlte Scharholz; l> — e >- ist die Schaufel, welche den Samen G,s den Röhren n. ZZ — I'iA. 7 empfängt, und in die Scharhölzer führt. k. Die Löcher in den Scharholzzapfen, l'sb. rz — küZ. rr —. g —. zeigen an, daß man sie nach Gestalt der gewölbten Beere in dem Gestelle höher und tiefer stellen könne. Hinter die ; —Scharen, welche in die letzten Querhölzer des Gestelles, H. rg — ssiA. i — - « - gestester werden, ßnd von der ersten Reihe der Scharhölzer — b —- ll — in diesem unterschieden ; daß die Schaufel b'iZ. y —- ä — nicht an die Hintere Sei^ te des Scharholzes —sondern vorn über der Schneide — d — o — folglich den vordere., z Scharen entgegen gesetzt angenagelt werde: auch das Scharholz in der Mitte, und zwar an der Seite, wo die Schaufel angesetzt «ird wird vorn — hinten aber, wo der Samen in die Furche fallen soll, von dem Sede der Schaufelgabel hinunter , ausgestemmet werde; damit der Samen von den 6 ,öhrm auf die Schaufel, von der Schaufel aber durch das Scharhvlz ungehindert abfallen könne. bä. Die vier Scharen in der 2 ten vorderen Reihe, oder in dem Querholze, l'sb. rz — kiZ. i — Z- K, und in den Geitentheilen — g — b und — c — § — haben auch keine Schaufel, und sind vorn an der Schneidseite oben — an der Hinteren Seite aber unten ausgestemmet; mithin ist die Ausstem- mung, welche Dsk. 22 — ki§. 11 — oben zu sehen ist, auf der vorderen entgegen gesetzten Seite. k. Die zwo Scharen, welche in die Seitentheile des Gestelles gestecket werden, sind um — länger, als die übrigen Scharen; weil sie gegen die Furchen —- oder Radgleißen -—die mittleren — 12 Scharen hingegen auf das Beet zu stehen kommen. ir» L. Die Gamenröhrerr, 2Z ^— ^iZ. 7 »7^ und 8 — sind von Bleche gemacht; welche « rZ 4 mit einem Ende in den — 16 Oefnungen des Trichters lab. 22 — 4 — § — befestiget — , mit dem anderen Ende hingegen in die Auskehlung der Scharschaufel , D28. 2Z — ki§. r- — K, — i — 6. 1H,. 16 — ?iZ. r. Abrainunz geschieht mit dem Pfluge Isb. i k'i§. —- i. Bei m —wird zum Beispiele hinauf angefahren, und bei — i — hinunter hergefahren. Ein gleiches geschieht bei — h —- und — o, bei ä — und — n; nach welcher Arbeit also die Raine b — c, 5 — § und k — I stehen bleiben. * Dr« kleine Buchstaben -- s — bis — m — beziehen sich auch auf die große Buchstaben von z-biS- 6 -, 0 . Igh. I s. r. Der Rain — h — c — wird bei -> e hinauf gerhestet, und bei — h — hinunter mit dem Pfluge ausgestrichcn. Auf gleiche Weise verfährt mau auch mit den Rainen — A —> f „ und — I —. k; mithin bildet man in der Mitte zwei ganze — auf Herden Seiten aber zwei halbe Better; welche» Arbeit » man Brachen nennet. IVu. i§. kix. r. gebrachere oder aufgebrochene und zeigte Fsid^ 0 — wird gemeiniglich nach vier -L7 vier Wochen neuerdings durch das An«und Bei' fahren abgerainet, so fort — ^.^ 3 ^. 16 ^ 18 . 1 ^ getheilerund ausgcstrichen: welche Arbeit D — und — man Z anbrachen heißt; wodurch die Beeter ss, — die Gestalt, wie bei ^ — erhalten. Das zwigebrachere oder zweimal gebrochene und geegte Feld wird endlich — 8. Isb. i§. kiZ. l. das dritemal mit dem Pfluge 1'sb. I — abgerainet, wie bei 8 und sodann — 6. lab. i6. kiZ. i. eben mit dem Pfluge gechei- let, und ansgestrichen, wie bei welche Arbeit man die Saarackerung nennet. * Dieser Weise zu pflügen bedienet man sich bei Tät« scheu re. in dem Leutmeritzer Kreise j„ schweren Böden. Die Einegnng des Samens geschieht mir der Ege 1sb. — §. yr. Von dem Rühren. . lab. i6 — r,A. L — sey das mit dem Pfluge gebrachte Feld, welches die Better nach^rrDiich- rungslinie s — e — hat. Wenn rs8 Wenn nun das Feld ^ __ sehr verraset, oder mit Graswurzeln verwachsen ist; so pflegt man es — L lab. i6. k;Z. 2 . nach Weise der schiefen Linien— -i — i, oder — <7. lab. i6. ?IA. 2 . nach den Linien — g o —mit dem Hauken lob.8 — ki§. — i, oder mit dem Radlo 1°gd. — y k'iA. — r, oder such mit dem Parze lab. 10 — biZ. i — kreuhweise zu rühren; um die von dem Pfluge nicht vollständig durchgegrabene Erde dergestalt zu heben; daß kein Erdtheil ungepflügtt, oder »«berühret bleibe. D. lab. i6» k'jA. z. Aur Saar wird das Feld nach der Richtungslinie — 2 — u, wie bei — ^ — 2 — e -- gepflüget; folglich zur Saat wieder in die vorige Ordnung gebracht» h. 92. Die Bearbeitung der gewölbten Beeeer vsn dreien Furchen, derer jede lo" breit ist. "stsb. i§ — ?i§. Z — stellet das Feld vor, welches gebrächet werben soll» Das ite Beet ist — a b — c» Das Lte Beet — ä — e — 5- Das Zte Beet —. z — b v. A Die Äbramung der Brache geschieht mit dem Pfluge Isb. 6 — kiZ. — i. Bei — i — Dsb. i6.kiZ. Z« wird hinauf angefahren; ,bei ^ — hinunter beigefahren. Ein gleiches geschieht bei — 5 — und — ö, bei — c — und — A —; mithin bleiben die Raine — h — s — K — stehen, welche — mit dem Haaken lab- 8 — 2 auf einmal fahren rechts und links gecheiler, und zugleich ausgestrichen werden; mithin erhält man bei dem Brachen zwei halbe Beeter Dsb. 16. kiZ. Z — s — K, und — i — K; zwischen diesen aber zwei ganze Beeter — e — ä — e — und k — Z — li. Das gebrachete und geegee Feld (ü wird — * D. nach etlichen Wochen neuerdings abgerainer, und die Raine — mit besagtem Haaken auf einmal gecheiler, und ausgestrr'chenwodurch die Beeter die Gestalt, wie bei —- A_erhalten, und das Feld ist so« dann zwigebrachet. 1 ^. Das zrvigebrachete und geegte Feld ^ wird endlich nach etlichen Wochen das leztemal abge« rainet, und so fort mit besagtem Haaken Isd. 6 ki§. 2 — lSs o. zur Äaar ausgestrichen, und mit der Ege Isk. i8 — r — überfahren. Diese PflägungSart kann lediglich in leichten und stndichtcn Böden; nicht aber in schweren , Böde« mit Vortheile angewendet werden. Denn, wenn mit dem Pfluge bei dem Abkamen nicht woh! bei« gefahren worden — und ein gar zu breiter Rain geblieben ist z so wird man mit dem Haaken die durchzugrabende Erde nicht vollständig heben; mithin wird viel ungepflügtes Land verbleiben, welches dem Pflanzenbau« »erlaßig zum Nachtheil« gereichet. §* 93 » Die Leegen oder breiten Beerer von 6 — und mehr Lurchen. 1«b. r6 —- 4 stellet das Feld vor, welches soll gebrächet werden. Die ite Leege ist — g — b — c — 6—e — 5 Die 2 te Leege — § — I, — i—K—i—»m. Die Zke Leege —^ n —- o p —- g —r — 5« Bei — f — wird mit dem Pfluge 1 'ub. 5 —» l — hinatif angefahren, um die Erde rechts gegen — zu stürze« Bei — r> — wird hinunter beige« fahren. Dann fährt man bei — <° — hinauf, und bei — b —> hinunter. Endlich stürzet Man den Rain — ä — gegen — e — und den Rain -- c — gegen — b. Auf iSl Auf eben diese Weise verfährt man niit der Leege —§ —* — und — n — s: wormifdas gebrachete Feld 6. zwo halbe Leegen — a — k — c — und — g —. r — s — lab. l 6 — 4 — von — z Furchen an beiden Seiten — ,in der Mitte hingegen zwo ganze Leegen -- ä -- j — nnd—K —p, eine jede von sechs Furchen, erhält. 6. lab. i6 kig. 4. Bei dem Zwibrachen fährt man bei — c — hinauf und bei — ä — hinunter — sofort bei — b — hinauf, bei — e — hinunter ; und endlich bei — 3 — hinauf, und bei — 5 — hinunter. — Auf gleiche Weise pflüget man die übrigen Theile § — K — i, lc — I — m, und — u — 0 — pi g—r— 5 —- zusammen; so zwar/ daß man der Zwibrache die Gestalt giebt, wie bei der Brache A,. D. lab. 16. ?iZ. 4. Die Saatackerung geschieht, wie bei — 8 -- und die Egung verrichtet man mit der Leegenege, welche lab. 17 —vorgestellet ist. Ilter Abschnitt. Versthredene Pflüguugsbeobachtungen rc. lab- »6 — von 4 — bis — 9. §. 94 . i. Ein wvhlzusammengeseßter Pflug soll in gleicher Tiefe einen vierseitigen Riemen wagrecht abschneiden, und umstürzen; wie es lab- r§ — ViZ. 4 bei L-— » — b — « und 9 -- r — s -- zu sthen ist. L r62 2. Wenn der von der Schar aufgebrochene Erdrie- um, entweder, wie T'»Ii. i6 - b'jZ. Z — stehen bleibt, und nicht rechts gegen — »— umgestürzet wird; oder, wenn die — mit Graswurzeln verwachsene Erde kiZ. j 6 - lad. r6 — nicht gegen — b, sondern vielleicht ^ gar in die Furche — » — links zurück fallt; so ist es ein Zeichen, daß das Streichbret zu kurz — oder wenigstens ! nach einem gar spitzigen Winkel gesteilet sey. — ks. z. Schiebt sich aber die aufgebrochene Erde zu weit Vorwerks; so ist der Winkel des StreichbreteS zu stumpf. - R. 4. Bemerket man hingegen bei dem Pflügen eine verrückte Linie, welche bald rechts, bald links zielet; so fehlt eS entweder an der Sechrichtung, oder an der Grün- delstellung. Denn, wenn das Sech nicht in der Rich« lungSlinie steht / und der Gründe! 1 »b>. 4 — kiZ- Z- s — ci — e— nicht in das Land gerichtet ist; so kann der Pflug keine gerade Linie ziehen. — 5. Macht der Pflug aber in der Tiefe eine zick- zacke Linie; so steht entweder die Scharfpitze, oder dos Sech zu tief: in welchem Falle der Pflug von dem Füh. rer bei dem Sturze allzeit gehoben werden muß. Wenn aber der Pflug nicht hinlängliche Erde fasset; so iM Scharfpitze entweder zu hoch — oder doch nicht tief genug gestellet. 7. Halt der Führer den Pflug auf einem ebene» Felde rechts , oder links; so geht die Pflugschar und Las Haupt nicht durchaus gleich mit der Oberfläche der Erde: es werden also 1»K. 16 — 7 — nur die oberen Erdtheilr — » — und e — schief abgeschnittn, die unteren Theile i — und o — hingegen werden nicht durchgegraben; mithin bleibt oft in dem Grunde der halbe Acker ungepsiüget. — Auf einer Anhöhe soll aber der Pflug nicht wagrecht, sondern mit der Oberfläche der Erde gleich gehalten werden. X. y. Wenn das vierfurchige Beet lab. l6 — 8,^. b — c—e— zu breit, und die Schar zu schmal ist z oder sollte der Pflüger bei — e — nicht bis zu der punktirten Linie — k — genug anfahren, und bei — g — nicht wohl beifahren; so bezwingt die Schar bei — c „ oder bei — l> — in der Theilung und Aus- streichung nicht alle feste Erde: es bleiben also oft um abgefchnirene Erdkänum, welche gar nicht gehoben — sondern lediglich von dem Streichbrett mit der abkrüm- lenden Erde bedecket werden. §. 95 - Der Pflug soll in der Tiefe, die man aufbrechen will, eine wagrechre Stellung haben. Das Radgestell geht vor dem Schargcstclle mit dem rechten Rade in der tiefen Furche; mit dem linken aber auf dem Beete, oder auch in der linken Furche. Es sey z. B. 8. Dgl). 16 -- k'ifl. y —a — b — e -- das Beet, wovon ein Erdriemen — ä — bereits abgeschnittn , und auf die rechte Seite gestürzet worden ist« Die Achse des Radgestelles ist — e — 5 « O Das linke Rad — Z. lab. l6 - 9- welches an dem linken und langm AchSarme bis in die L s Fnr- Furche — a — gegen — e « frei geschoben — mithin von dem Brüssel entfernet werden kann; damit der Pflug, wenn man tief pflüget, nicht so sehr rechts überhänge; ! sondern wagrecht gehe. ^ * Das linke Rad konnte auch um — r oder — in dem Durch, Messer niedriger gemacht werden. Denn, wenn das linke ^ Rad kleiner ist, als das rechte; so wendet sich das Schar, gestell auch mehr gegen die linke Seite in Las Land, und halt eine geradere Linie. V. Das rechte Rad — k, l^k. l 6. k-A. y, wel. cheS in der Furche unmittelbar an der Kante zwischen- ! c — und ä — geht, und dessen einwertige Radnabe kür- ! zer ist, als bei dem linken Rade — Z: welche linke Na- I be aus der Ursache länger seyn muß; damit das Radges j stell nicht gar zu schmal werde, und der Pflug sich nicht so leicht umstürze. > §. 96. Von den Eigenschaften eines guten Pfluges. E Ein guter Pflug soll nicht aus vielen künstlichen Stücken bestehen; sondern leicht zu bauen, und anzu- richten seyn. d. In der Arbeit soll er nach Möglichkeit leicht zu führen, und zu ziehen — auch c. zum Tieft und Flachpflügen bald zu stellen seyn: er soll ferner — , «i. die aufgebrochene Erde ordentlich umstürzen, und — «. eine reine Fahre ( Furche ) machen. Endlich ! soll er — f. dauerhaft — und — nicht gar kostbar seyn. ! * Alle diese Eigenschaften wird man nach genauer Erwägung der ! den meisten böhmischen Pflügen finden; welches ich in der > Uten Sammlung der böhmischen Ackergeräthe beweisen wer, de: in welcher auch eine weitere Beschreibung der ökonoim» fthen Feldarbeiten folgen wird. §- 97 - ö 97. i - Ich schlöffe also diese erste Sammlung mit dem Gedanken des perrmazi und spreche: „ O Ackersmann! „sey der Würde deines Standes eingedenk; denn du bist bei „Analystrung des Staates der erste: erfreue dich deiner Vorzüge, die dir die gütige Natur gegeben hat, und sende bei „dem Pfluge täglich die wärmsten Danksagungen gegen Himmel „über das Glück des schützenden Lasters Ioftph des Uten, wel- „cher den Pflug in Mahren selbst geführt hat. Den freudigen „Schweiß deines Angesichtes fasset der Staat in eine Schale, „und zeiget diese theuren Perlen unter einer lauten Ausjischung „dem verbrennen Mißiggänger. 2. K. v. Lallreim sagte über die Frage: Warum wird izt die Landwirtschaft so tief unter ihrer wahren Würde geschätzte ^ „War es möglich zu machen, baß die — so oft mit „den prächtigsten Titeln belegte Nährerlnn der Rünste, anstat, „daß sie der Routine überlassen — und von einem ziemlichen „Theile der Großen das Bauernhandwerk gescholten wird, aus „ihrer Niedrigkeit herausgezohen und den hötzern Wissenschaften an die Seite gesetzet würde; (*) so könnte es wohl end<- „lich geschehen, daß die vaterländische Jugend an dem Hofe ,-des gesalbten pflügers ihren Ruhm, weniger in Demantnen „Schleifen und Bändern, als in dem Vorzüge suchen wirrte, die nützlichste und einfachste Maschine zu dem Feldbaue „erfunden zu haben. * Lcguis vsro katurum villicum üacebit; 8t nyllur ?ro!e6or eü? klolumellL. §. 98 . Ankündigung der Uten Sammlung der böhmischen Ackergeräthe. Die Ankündigung der lten Sammlung der böh- Mischen Ackergeräthe ist von dem Hohen Adel, von verschiedenen Gelehrten und Wirtschaftsverständigen so gütig aufgenommen worden; (denn es haben Fürsten, Grafen, Freiherren, Ritter, Generalen, Stabs-und andere milirär OfficierS, Ingenieurs, Rechtsgelehrte, Welt- und Ordcnsgeistliche.Wechftlherren, Kaufleute, Wirtschafts- iuspektores, und Beamte, Forstmeister, Pachter, und viele andere Liebhaber der edlen Landwirtschaft in — und außer Lande, Pranumerativnsfcheine erhoben, wofür ich den wärmst«, Dank abstatte ) daß ein Hochansehnliches — und verehruugswürdiges Publikum meine erklärte Meinung knbcrrcf der Nothwendigkeit einer gründlichen Lennr« ntß der Ackerwerkzeuge durch die zahlreiche Abnahme zu bestätigen scheinet: welche Verbreitung dieser — in beliebter Kürze beschriebenen ersten Sammlung als» die vortheilhafte Einführung und gemeinnüßliche Verbesserung der Ackergeräthe verläffig hoffen läßt. K. Die Ute Sammlung der böhmischen Ackergeräts wird gleichfalls in sieben Haupkstücken, die übrigen Pflüge, Haaken, Egen, Walzen, Quekenrechen, Gäemaschinen, und die in dem Königreiche Böheim ferner üblichen Pflüguugsarten mit Kupfern in verjüngtem Maßstabe enthalten; welche ich theils schon gesamm- let hab, und noch sammlen werde. — Um aber dies» zwote Sammlung nach Möglichkeit vollständig zu machen; ersuche ich alle großmüthige Patrioten, mir ( dem Verfasser ) eine schriftliche Anzeige gütigst zu ertheilen: wo stch in dem Lönigreiche Böhekm noch nützliche Ackerr gerarhe befinden; welche in dieser ersten Sammlung nicht gezeichnet find, und mir vielleicht noch unbekannt seyn könnten.. — Worauf ich in Erfoderungsfalle die Reise dahin baldmöglichst anzutreten, solche in Augenschein lö7 schein zu nehmen/ zu zeichnen, und derer wirklichen Ge-- brauch gründlich zu beschreiben gedenke. Es würde mich auch sehr freuen , belehrende Beiträge von erfahrenen Wirtschaftsverständigen zu erhalten; um selbe dem ver- chnmgSwürdigen Publikum zur Beförderung des allgemeinen Bestens ( mit—» oder ohne Benennung des Verfassers ) in dem gehörigen Fache mitzutheilen. * Die Kupfer der zwoten Sammlung werde ich in die bestehende Ordnung der Beschreibung z» bringen trachten; welches bei der ersten Sammlung aus erheblichen Ursachen nicht durchaus geschehe» konnte. ** Nach der Uten Sammlung der Ackergeräthe werden, nebst der Beschreibung der ökonomischen Erd-uud Dungarteii, die Gattungen der ökonomischen Pflanzen mit Kupfern folgen g die nach der Natur bereits deutlich gezeichnet sind. §. 99 . Nachricht für den Buchbinder. Die 2Z Kupfer der Iten Sammlung der böhmi-» schen Ackergeräthe können nach Willkuhr der H. Buchbesitzer auf zwo Arten gebunden werden.' Die ire Arc ist: das — mit keiner Fahl bemerkte Titel- kupfer bei Anfange des Buches links bei dein Titel der Beschreibung anzubringen; die übrigen von t^ru. I. bis XXIV. auf halben Bögen abgedruckten Aupfcrtabcllcn hingegen zu Ende der Beschreibung nach den §.100 —dergestalt gebogen oder gebrochen anzufügen r daß jede Kupfcrkafel zur Betrachtung der Figuren über die Beschreibung ganz vorrage; folglich kein Theil des Kupfers von den Matern des Buches bedecket werde. Die rre Arr, welche besser und bequemer zu fegn scheinet, ist: die— auf weißen median Papier gedruckte Beschreibung i» großer OLWv besonders zu binden, und die 25 Küpfertafcln in Quarto ( mit Voraussetzung des Kupfertikel« blntes ) dergestalt in einem besonderen Bande zu fassen; daß man diesen abgesonderten Kupfertafelband, wenn man die Beschreibung liest, zur Betrachtung der beziehenden Figurbuchstaben , in einer gleichen — angebogenen Lage der Tafeln vor Augen habe: wodurch auch die Kupscrtaf.ln verschone — folglich nicht sobald abgewetzet werden. L- is» §. IOO. Verbesserte Fehler. 3 Anstatt — Seite. §. Iahten und Buch» staben. N 3 — Soll seyn. I Schwingflug r 6 — , Schwingpflug 2 Radgestelle 6 17 — 1 Schargestelle Z Sturzloch— k 8 21 r. k. 1 Sturzholz 4 destefestiqte 18 rz ; befestigte 5 Schwingflug 97 69 r^i. i. s Schwingpflug 6 Radfluge 98 l>9 k 19 . 16. d Nagels bei—p— * Die übrigen kleinen Fehler wird der aufmerksame Leser zu verbessern die Güte haben. I I ! i -Li.v ^92. i9 MW t. WMW I) 8 c. ^ WIZ«M