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zu erhalten, und auch Sauls tapferste Söhne gefallen waren,so wurde es David nicht schwer, sich in Hebron zum Königausrufen zu lassen. Vorläufig war er zwar noch Vasall desPhilisterkönigs Achis. Daran änderte auch nichts, daß seinFeldhauptmann Ioab den alten Heerführer Sauls , Abner,ermordet hatte und Sauls Sohn, Jsboseth, verräterischumgebracht wurde. Erst nach acht Jahren anerkannten ihnauch die nördlichen Stämme, nachdem die Familie Saulsfast ausgestorben war.
Das Nötigste war nun für David , eine Hauptstadt zugründen. Hebron , der Sitz seines Stammes war zu weit vonben andern entfernt, Sichem ganz im Besitz von Ephraim ,dem ältesten Königsgeschlecht. In der Mitte aber lag eineStadt auf einem Berge, von tiefen Schluchten umgeben,Jebus, aber sie gehörte den Amoritern. David erobertesie, machte sie zur Königsstadt, und nannte sie Jerusalem .Auf einem Hügel baute er seine Burg, Zion, auf demnächsten, Morija, kam später der Tempel zu stehen.
Davids Element war der Krieg; ihm zur Seite stand eineSchar schlachtgewohnter Männer, die Gibborim (die Ge-waltigen). So ging es los. Zuerst gegen die Philister, danngegen Moab, Ammon, Edom und selbst Damaskus , Er konntees wohl, denn Saul hatte ein Heer geschaffen und die Führerhatten in seiner Schule gelernt. Leider entweihte David seineSiege stets durch entmenschte Grausamkeit gegen die Ge-fangenen. Mit morgenländischer Frömmigkeit war das schonvereinbar und kam später auch anderswo vor.
Den Dank seines Volkes verdiente David auch dadurch, daßer das alte Volksheiligtum, die Bundeslade, den Philistern ab-nahm und unter großen Festlichkeiten nach Jerusalem brachte.Dem lahmen Sohne Jonathans, Mephiboseth, überließer das alte Landgut seines Großvaters und sorgte in jederBeziehung für ihn. Groß wurde die Pracht und der Glanzan Davids Hofe, leichter als Saul fand er sich in die Rolleeines Königs, leichter aber nahm er auch die Gewohnheitenmorgenländischer Könige an. Vielweiberei war zwar nichts