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Betreibungs- und Konkursrecht.
nötigen Vorschriften werden vom Obergerichte aufdem Verordnungswege erlassen.
§ 94. Der Inhaber eines thurgauischen Glück-scheines ist vom 1. Januar 1892 an dem Inhaber einesin Anwendung des Bundesgesetzes ausgestellten Ver-lustscheines rechtlich gleichgestellt. (B.-G. 328.)
§ 95. Die Betreibungs- und Konkursbeamten be-ziehen als Entschädigung die vom Bundesrate fest-gesetzten Gebühren.
§ 96. Mit dem Inkrafttreten des Bundesgesetzesund des gegenwärtigen Einführungsgesetzes werdenalle entgegenstehenden Vorschriften kantonaler Gesetze,Verordnungen und Konkordate aufgehoben, so speziell:
1) Das Konkordat betreffend das Konkursrecht inFallimentsfällen vom 15. Juni 1804 und 8. Juli1818. Bd. I, S. 241.)
2) Das Konkordat betreffend die Verfügung über dieEffekten eines Falliten, welche als Pfand einesKreditors in einem andern Kanton liegen, vom7. Juni 1810 und 8. Juli 1818. (Bd. I, S. 242.)
3) Das Konkordat betreffend die gerichtlichen Be-treibungen vom 15. Juni 1804 und 8. Juli 1818.(Bd. I, S. 363.)
4) Das Rechtstriebsgesetz vom 14. Juni 1850. (Bd. V,S. 30.)
5) Das Konkursgesetz vom 14. September 1853. (Bd.V, S. 65.)
6) Das Gesetz betreffend Rehabilitation von Kon-kursiten vom 31. Oktober 1869, unter Vorbehaltdes § 89 dieses Gesetzes. (Bd. I, neue Folge, S. 50.)
7) Die §§ 162—164 des Strafgesetzes vom 15. Juni1841. (Bd. V, S. 314.)
8) Die §§ 266—277 der bürgerlichen Prozeßordnungvom 1. Mai 1867. (Bd. V, S. 172.)
9) Die §§ 8—21, 23—27, 38—44, 46—48, 53 und 54,57, 60, 63—66, 68, 70 lit. b des Gesetzes betreffend