7 -
P Wie! einfallen ließ, durch Ueberfall dieser alten Jungfrau ihr Ebrenkränzlein abzunetz-,,, wen. Vom Jahr 1S47 — 1648. war auch Ueberlingen mit mehreren anderen Städte»^ am Bvdensee vvu den Schweden besetzt, und mußte hart die Drangsalen dieses^ scheußlichen Krieges fühlen. — Als freie Reichsstadt mit einem ansehnlichen Gebiete, j, kounte es sich indessen, leichter als manche andere Stadt wieder erholen, wenn dieE Verwaltung seines Gemeinwesens mit mehr Ordnung und Intelligenz besorgt wurde;^ was leider nicht immer der Fall war. — Dazu noch in neuerer Zeit der Revolutions-^ Krieg, und der darauf erfolgte Verlust seiner Reichsfreiheit, wodurch die städtische»Einnahmen vielseitig vermindert, die Ausgaben dagegen bedeutend vermehrt wurden;E, ferner die Beeinträchtigung seines Korumarktes und SpeditionShandels durch die^ neuen Etablissements in Friedrichshafen und Ludwigshasen, so wie der beschränkte^ Absatz seines Hauptproduktes, des Weines«. Wer wird sich bei diesen Verhältnissenwundern, wenn er Ueberlingen mitten im Aeberflusse einer üppigen Natur darben sieht»Dieses die Schattenseite einer ehemals glänzenden Stadt, deren anfpruchlvse ge-^ müthliche Bewohner eines bessern Lvoses nicht unwerth, dasselbe nur durch eigene An-^ strengung und die thätigste Ausbildung intellektueller Kräfte erringen können, wozu ihnm^ die geistlicho sowohl als die weltliche LrtSLehörde zur Zeit ruhmvoll die Hand bietet.^ , Die Lichtseite ovn. Ueberlingen ist vor allem die schöne Natur, die es nach alle«Seiten umgirbt, in welcher Beziehung dasselbe ron wenig Städten am BrdenM