t 1 '»l > i"' ! '-k S ch u l - u rr Haus-Büchlein. ^ Enthalten-: I. Gebete. II. Geistliche Lieder. III. Psalmen. IV.Lehrreiche Sprüche - e r Heiligen Schrift. Samt einem Anhang von Festliedern. Der lieben Jugend in den Schulen den Stadt und Gemeinde Bischofjcll zu Gutem, herausgegeben von Felix Maser, Pfarrer der reformierten Stadt und Gemeinde Bischofzell. Dreyzehnre Austage. Bischofzell: bei ) vh. Georg Wehrt ^17-;. Vorrede ^v-'cy der neuen Auflage, des schon seit Anno 1680. in den hiesige» Schulen ringe, fuhrt gewesenen Schul - und Hausbüchlcins, bin ich ersucht worden, dasselbe zum allgcmcü neu Nutzen noch besser einzurichten, und es, wenn es nöthig wäre, zu erweitern. Ich hab es gethan; und die Veränderungen sind so groß worden, daß es nicht mehr das vorige Büchlein kann genennct werden. Ich will die gemachten Veränderungen nicht anführen, sie liegen vor Augen; und ein jeder mag selbst urtheilen, ob sie gut seyen. Wenigstens hab ich mich bemühet, alles so deutlich nnb nützlich zu machen, als mir möglich war. Wie würde es mich freuen, wenn ich meinen so redlichen Endzweck erreicht hätte. Helft mir dazu ihr, die ihr dieses Büchlein brauchet. — Euch Schulmeister und Eltern bitte ich daher Lrnlieb: kehret eure Kinder wohl, ver. stäudlich abgesetzt, und mit dem rechten Ton der Stimme lesen; denn es ist nicht zu sagen, wie auch die schönste Sache verstellt, und die deutlichste?» unverständlich gemacht wird,wenn sie nicht recht genau, und so gelesen wird, wie es ihr Innhatt erfordert. Rechte Schulmeister wende» daher aufdicics einen uncrmüdcten Fleiß. Sie glauben ihre ss flicht noch nicht IV ^ Vorrede. genug gethan zu haben; sie sage» auch nicht, daß ihre Kinder lesen können, wenn sie nicht so w zu lesen im Stande sind. tz Zweitens: Bitte ich euch, ihr Kinder, und dl alle die ihr dieses Büchlein gebrauchet: Leset ^ zuerst das, was ihr lernen wollet, mit Nachdenken; bemühet euch das zu verstehen, was w euch nicht deutlich genug seyn möchte; und suchet Pl dabey Hilft, wo ihr könnet: bey Eltern und gc Schulmeistern. Ihr werdet, neben dem Haupt- le Nutzen, auch diesen Vortheil davon haben, dc daß cS euch desto eher in das Gedächtniß kommt, t> und mit Nutzen darin» bleibt. dc Wenn ihr, Drittens: die Gebete gebrau, ^ chct, so saget doch dieselben nicht so in der A Geschwindigkeit her. Nein! Stellet euch den Innhalt eurer Gebete, die Gaben, um die ihr dc betet; die Nothwendigkeit derselben, und den >c! vor, vor dem ihr betet, den ihr lobet, dem tu ihr danket; und bemüht euch dadurch die hei- u' ligen und innbrünstigcn Empfindungen der t.e> Seele zu erwecken, die so nöthig sind. Dieses tu hcissct eigentliche Andacht; und ihr wisset, das "i ohne dieselbe auch das schönste Gebet einläute- 'v> res Geschwätz ist. Suchet aber auch, den ^ Wichten nachzudenken, zu denen euch eben die« scö eurer Bethen, Loben und Danken verbindet, ^ und wie nöthig es sey, diese zu erfüllen. Denn « Gott gieb« zwar das Gute um welches wir ihn bitten; aber, er giebt es nicht, ohne daß an man auch die Mittel gebrauche, die er uns vo dazu zeiget. Der heilige Entschluß sey: Ich W ^ Vorrede. v so will NIM unter der Gnade des Herrn, meinem Gebet gemäß, und so zu leben suchen, daß ich ,d deö Guten gewürdigct werde , tun welches ich ct Gott gebettet habe. h. Bey den Psalmen, Lob-und Danklicdern as machet es eben so. Suchet das selber zu em, ct vfinde», was i» denselben zum rob und Dank id gegen Kort enthalten ist. Und es wird dieses w- leicht seyn, wenn ihr nur ein wenig nach, i, denken wollet. Sehet fie an als einen der mich, ,t, rigncn Theilen dieses Büchleins. Ihr findet da die herrlichsten Lehren, die wichtigsten u, Pilichten, die vortrcfiichsten Aufmunterungen ^ znm Guten, die heiligsten Entschlüsse, die ein e„ David nimmt, oder die euch in den Liedern hr vorgestellt werden. Ich hoffe, ihr werdet die, c„ selbe», und unter.ihnen insonderheit die Todes, ,1, lieber, und die Prüfung am Abend, nicht an» ei, sehen können , ohne zu empfinden, wie schön sie >cr seyen; ohne zu denken: wie wohl ist dem Menses scheu, der so gefinnct ist! und ich wünsche, aS daß ihr dabey insonderheit gedenket: Ja! so te, will auch ich gcfinncl seyn; so fromm will auch ich zu leben suchen, wie mir dieser Psalm, ,c. Svruch, dieses Lied zeiget Erst dann ct, bin ich ein Christ; erst dann kann ich in meiner an Seele ruhig seyn, und auf Gott hoffen, nr Insbesondere aber empfehle ich euch zur aß aufmerksamen Betrachtung, die angeführten ns bortrcfiichen Sprüche der heiligen Schrift, sch Wie würdig sind sie es! Empfindet aus den. selben, was Gott ist; wie herrlich, wie all« tv Vorrede. mächtig, heilig, gerecht, weift und gütig Er n Euch nicht jugendliches Blut, Euch nicht eitle Thorheit kehren! lu. Was er Gutes euch geschenkt, cö Wie so groß er sey, bedenkt! Und bestrebt euch ihn ;n lieben. ^ Bis ihr chiese Himmelslust nd Ganz geschmeckt, laßt eure Brust *) ein Nicht entglüh'n von niedern Trieben ! Hort der Wcisheit Stimme bald, ^ Daß ihr euerm Gott gefallt, Eh' die trüben Tage kommen, Da uns Kraft und Leben flieh'«, Eure Jugend wird verblüh'», Alle Lust euch sey» genohmen. ') I§>-6tk»crc Neust ^ d-i Laßt lur» H/ele nickt von nitdri^rn sckirci trn B«gi«'d«n riv- -cnobmen, crhitzck und hm^rissen wer-en» r Kinder! Ach, das Alter eilt, Eh' thr's denkt / hat's euch ereilt; Endet eure *) gold'nen Tage/ Krankheit folgt ihm / Seufzen / Pein; Und der Tod / **) der taub für Schrey'n , Achtet nicht auf eure Klage. Wenn er nun euch nahe schreckt, -lacht schon ***) eure Augen deckt, Euers Körpers Bau wird brechen; Wie wollt ihr vor Gottes Thron, Dann besteh'n? Welch einen Lohn Könnt ihr euch von ihm versprechen? Macht euch in der Jugend Zeit Schon zur Rechenschaft bereit, Durch ein weises, frommes Leben! Ewigkeit, Gericht und Grab Schreck' euch stets vom Bösen ab! Ewig bleibet Gott ergeben! , *> tgol-ncn die kostbaren, und liebliche» Lage eurer fugend. *') sund her Tod,u.s «v.r dann ist all euer Schreyen und Klagen umsonst. '"/fNacht schon, u s. eure Augen dunkel werden, und im Lode brechen. Erster Theil. Hau s - Gebettle i n. i.Uni die Gnade recht zu deren. ^ch komme o Gott! vor dein Angesicht, Dich , du Geber alles Guten! um alles dasjenige ju bitten, was mir zu Seele und Leib nöthig ist. Und da siehe ich dich zuerst, um die grosse Gnade, recht beten zu können. Laß denn , o gütiger Gott! mein Gebet nicht bloß ab den Lippen qe» hen, sondern aus wabrem Trieb des Herzens herkomme». Erfülle meine Seele mit inniaffcr Empfindung wie ndlhiq mir Schwachen dein Beystand und Schuh; mir Armen deine Güte und dein Se^en; mir Sünder deine Gnade und Barmherzigkeit, mir Unweistn die Leitung deines heiligen und guten Geistes seye. Erfülle mich-mit sehnlichem Verlangen nach dir und deiner Gnade: mit wahrer Demuth vor deiner heiligen Majestät; aber auch mit kindlichem Vertrauen auf deine Barmherzigkeit. Laß dir mein Gebet, t»m Jesu deines Sohns willen angenehm styn; und gieb, daß es die selige Wir- j kung auf mich habe, dich o Vater! als , dein Kind zu lieben, und fromm und heilig vor dir zu leben. Amen... Tägliches Morgengebett. H^un ist übermal eine finstere Nacht verschwunden, und ein fröhlicher Morgen erschienen. Da danke ich dir herzlich, o mein Gott und Vater! daß du mich und die Meinigen bis auf diese Stunde erhalten, so weislich geleitet, so väterlich an Leib und Seele gesegnet, und auch diese Nacht so mächtig behütet hast. Herzlich dauke ich dir, für den süssen Schlaf, für die sichre Ruhe für die er» neuerten Kräfte des Leibs und Gemüths; und bitte dich beschütze, leite und segne mich, und alle die Meinigen, auch diesen Tag und die ganze Zeit meines Lebens; Laß mich o Allgegenwärtiger! beständig vor deinem Angesicht , und in deinen Wegen wandeln; laß mich meinen Näch» sten aufrichtig und von Herzen lieben ; laß mich treu und redlich in meinem Be- lirfarbeiten; laß mir v Herrnichts gelin- gen, was ich Böses zu thun unterueh, wen möchte; gieb aber deinen Segen zu allem, was ich nach deinem Willen thun werde. Amen ! z. Tägliches Abendgebet. Hsbermal ist ein Tag meines zeitliche» " Lebens dahin. Da sage ich dir herzlichen Dank, o mein gütiger Herr und Gott! -aß -li mich bis dahin an Seele und Leib, und an allem was du mir gegeben , väterlich bewahret, und in meinem Beruf gesegnet hast. M bitte dich demüthig ; du wollest mir wahre Erkenntniß und Neue meiner/ auch diesen Tag über Wider dich begangnen Sünden geben, und sie mir um Jesu willen gnädig verzechen , und mich diese bevorstehende Nacht vor allem Uebel behüten. Gieb, daß ich beständig an dir hange: so gesinnet sey und so lebe, daß ich, wann einmahl der Abend meines zeitlichen Lebens einbricht, mit Freudigkeit sterben, und mit der gegründeten Zuversicht einschlafen könne, daß du mich an jenem grossen Tage zum ewigen Leben wieder auferwecken werdest. Amen l lL <8)§>(o> 4. Um den wahren Glauben, hl barmherziger Vater! ich bitte -ich n ^ herzlich: du wollest mich mit deiner A heilsamen Erkenniniß erleuchten^ und mir H -en wahren seltgmachendcn, in Liebe zr geqen dich und alle Menschen thätigen h Glauben schenken - daß ich durch den- st selben wahrhaftig mit dir, o Jesu! per- k< einigetwerde, täglich in dcmstlbiqen zu- gl nehme, und durch ihn zu allein Guten tl getrieben werde, und endlich das Ende b meines Glaubens, der Seele Seligkeit » davon trage , durch Jesum Christum unsern Herrn. Amen! ll 5 Um ein frommes Leben. ^ ^ch erkenne, o Gott! meine grosse ^ «O Schuldigkeit und Psticht , stets vor ^ dir zu wandeln und fromm zu seyn. Ulrich habe den aufrichtigen Vorsah, diesem deinem für mich , so seligen Befehl nach« ^ zukommen Gieb Miro Herr! die Gnade ^ denselben zu erfüllen. Und da mich bald di meine eignen Gelüste, bald das Bey- er spiel der Welt, von dem Weg der wah- so ren Frömmigkeit abführen und zum Bö- ly seil reihen; so schenke du mir wahre Klug- P 1 . ch er ir Se !N n« r- u- n >e it m se )r id m h- se ld y- 0- S- heit und Wachsamkeit, daß ich davon nicht hingerissen werde. Schenke mir Much und Scandhaftigkeit, diese so viele Hindernisse des Guten unter deiner Gnade zu überwinden. Und da ich das Glück habe den rechten Glauben zu bekennen: so laß denselben so kräftig auf mich wirken , daß ich rechtschaffen, fromm und gvttselia vor dir lebe. Lehre mich allezeit thun nach deinem Wohlgefallen : denn du bist mein Gott dein guter Geist führe mich auf ehner Bahn Amen! Herr! dir gelob ich veste Treu, Und wahren Fleiß im Christenthum/ Dir Jesu geb ich mich aufs neu Zu deinem Kind und Eigenthum. Du Gottes guter Geist allein Solist meiner Jugend Führer seyn! 6. Um ein gut Gewissen. heiliger, reiner Gott! ich bittedich ^ inniglich um ein gutes und unschuldiges Genüssen. Laß mich erkennen und empfinden, wie ein gutes Gewissen ein so grosser Schatz, und wie der so glück, lieh sey, der bey einer unpartheytschen Prüfung seines Lebens/ mit Gewißheit nii- vor Gott sagen kann : Ich habe ge, ^ than was gut und recht ist; ich habe in ^ der Aufrichtigkeit meines Herzens vor Gott gewandelt. Gieb, daß ich dasselbe ^ höher schätze als alle Güter dieser Erde, ^ daß ich mich durch keine Verführungen der Welt, durch kein Beispiel anderer, ^ durch keinen Vortheil, so groß er auch A scheinen möchte, verleiten lasse, etwas zu ^ thun, darüber mich mein Gewissen mit 1' Grund anklagen könnte. Ja, gieb o ^ Herr! daß ich, insonderheit in Erwartung , der künftigen Auferstehung und des Ge- nichts/ nach allen meinen Kräften strebe, ein gutes Gewissen zu haben vor dir linden Menschen. Erhöre mich um deiner ^ Liebe willen. Amen ! .L 7. Um christliche Liebe. E, du Gott der Liebe! der du selber die 2 Befehl und Exempel, auch meine Feinde lieben; und mich so als dein Kind erzeigen/ , ^ der du deine Sonne leuchten lassest/ über ... Gute und Böse, und regnest über Gerechte und Ungerechte: Erhöre mich, »Gott! ^ um deiner Liebe willen. Amen! "d 7. Um Gedult im Lreutz. ^Hktsestcr Regent, und gütigster Vater aller Menschen! du hast hier aufder Erde Gutes und Böses, Glück und lln» die glück mit einander vermenget, und durch ich beydes suchest du nur das wahre Glück der ie- Menschen, auch über mich wird daher der cht Mir bestuumte Theil meines Leidens kom» gc- mcn. Verleihe nur nieiu Gott! daß es kein sie selbst zugezogenes Leiden, keine Folge Meter- ner eigenen Sünden und Laster sey; so >er werde ich bey allem demselben ruhig und 16 S)S> vergnügt seyn können. Kommt anderes Unglück über mich; so gieb mir, o Gott 1 Gelassenheit, Geduld nnd Standhaftig- ^ keit/ dasselbe als ein Christ, und nach ' dem Beyspiel meines Jesu zu ertragen, ^ mit ihm zu sagen: nicht mein Wille, son- ^ dern der Deinige, o Baker! geschehe; und in Erwegunq des vielen Guten das du mir gtebest, wie Job qestnnet zu seyn: wenn ich das Gute von Gott empfangen habe, sollte ich nicht auch das Böse von seiner Hand annehmen? Das Leiden / das über mich kommen soll, das laß o Herr! zum Heil meiner Seele, und zu meiner wahren Besserung dienen. Gieb daß ich dich jederzeit, liebe,und recht kindlich fürchte,so wird endlich alles zu meinem Besten dunen, und du wirst mich von allem Dösen erlösi n Amen! ^ 9 Nm glückliche Verrichtung des Berufs. bist es allein, o gütiger Gott! der du unsdas tägliche Brod, und alles ! giebest, was zur Erhaliung unsers zeitli- , eben Lebens nöthig ist; aber du willst auch, i daß wir dieses unser Brod im Schweiß l unsers Angesichts essen ; daß wir uns be- ^ 's ^ fleissen stille zu seyn; das unsere zu schaf- „ fen; und mit unsern eigenen Händen zu ^ arbeiten. Gieb, daß ich mich dieser deiner ^ gütigen und weisen Anordnung willig un» terwerfe; allen Müßiggang fliehe; mich ^ in Seiten zu einem ehrlichen Beruf ge, jx schickt mache; in demselben mit Fleiß und ch Treue arbeite, und nichts versäume: Niemanden bciriecze oder vervvrtheile, ^ sondern mich bemühe, auch da ein gutes H Gewissen su behalten g'gen -ich und die il Menschen. Gieb, o Gott des Segens, r, deinen Segen zu meiner ehrlichen Berufs» t arbeit: daß ich durch dieselbe nicht nur ^ mich und die Meinigcn ernähren/ sondern ^ auch meinem Nebeinnenschen nützlich seyn, un- dem Dürftigen Gutes thun könne: Amen! g Zur Arbeit, nicht znm Müßiggang, er Sind wir , o Gott! auf Erden, es D'rum laß mich doch mein Lebcnlang lt- Kein Müßiggänger werden! h^ Gieb mir Verstand, Fleiß, Lust und Kraft ^ Mir Frömmigkeit und Wissenschaft '" Von Jugend auf schon zu erwerben. k 8 iO. Gebett eines Rindes für seine Eltern. gütig bist du o liebreicher Vater im Himniel! daß du mir auch auf Erden Eiter» gegeben/ und bis jezt erhalten hust! Gute/ liebreiche/zärtliche Eltern, die sich eine Freude machen, sich meiner mit aller Treue und Sorgfalt anzuneh- men; die nicht blos für meinen Leib, sondern auch für meine Seele sorgen: die mir zeige» / was mir nöthig/ unÄ-ii'iylich ist, und mich vor dem warnen, was mir schädlich ist; die mich insonderheitzu deiner Erkenntniß als des Vaters der Menschen, und zu der Erkenntniß Jesu als des Erlösers der Sünder führen ; die mich durch dieses zur kindlichen Liebe gegen dich, zum thätigen Glauben an Jesum, und zu einem Wirksamen Christenthum und durch dieses zur wahren, leiblichen und geistlichen, zeitlichen und ewigen Glückseligkeit zu führen, so liebreich bemühet stnd; ja, die mir hierum, Gott lob! selbst mit ihrem eigenen guten Erempel vorgehen. Laß mich -Gott! dieses Glücks, und des Danks, den ich dir, und ihnen dafür schuldig bin nicht vergessen. Gieb, daß ich diese meine rn- ^ so guten Eltern stl)ätze, ehre, liebe; daß - ich ihnen ihr zunehmendes Alter leicht und r angenehm mache, und ihnen das Gute, >/ das sie mir gethan haben, soviel ich kann l- zu vergelten suche ; daß ich ihnen mit Freuden gehorsam scre und mich willig r zu allem Guten leiten lasse. Das wird der beste, der dir und ihnen gefälligste, l* und mir seligste Dank sey» , den ich ihnen r geben kann. , Erhalte o Gott! mir und meinen lic- ^ den Geschwistern, diese unsere so theure 2 Eltern, wenn es dein gnädiger Wille ist, / noch lange; erhalte sie uns zum Segen. Und wenn sie noch lange unter uns ge- Y lebt, noch viel Gutes an uns gethan, n viel Gutes auch an uns erlebt haben, n und uns im Guten bevcstigct sehen, und ^ sie nun sterben sollen, dann o Gott, er« >/ löse sie, durcy einen sanften . und seligen u Tod, von allem Bvfcn, und »ihm sie zu dir in dein ewiges Reich auf. " So viele Kinder sind, o himmlischer h Vater! die keine Elrern mehr haben; / denen sie in ihrer frühesten Jugend durch " den Tod sind entrissen worden; oder deren Eltern arm und dürftig sind, uud '20 sie nicht so erziehen können, wie sie soll- ^ ten und wünschen ; oder die hart, und rauh, oder die selbst unwissend, nndla- sierhaft sind die sie auf nichts Gutes wei« sen : ja sie selbst durch ihr böses Exempel A verderben. Wie dauren mich diese K:n- -er — Wie glücklich bin ich gegen ^ sie ! — Wer hat Mlch vorgezogen? Er. ^ barme dich ihrer, o himmlischer Vater l ^ und nimm du sie auf. Laß sie nicht durch die Nachlaßigkeit und Schuld ihrer El- A lern unglücklich weiden. Schenke ihnen ^ treue und gottselige Freunde, die sich ih- ^ rer zum Guten annehmen. Ja leite du ^ sie, o Gott! durch deinen guten Geist. ^ Erbarme-ich selbst ihrer armen Eltern , und bekehre sie, daß auch sie anfangen , Au dich recht zu erkennen, zu ehren und zu Ge lieben; und so durch deine Gnade mit Er ihren Kindern in Zeit und Ewigkeit glük« Eri lich und selig werden. Amen! Wi Liebe und Gehorsam gegen 11 die Eltern. Gott, mein Vater ! dein Gebott Sey mir ins Herz geschrieben: ^ Den Eltern sollst du brs in Tod G'D rl Gehorchen, und sie lieben. ^ O dieser theuren inssen Pflicht Vergesse ineine SeUe nichtl Nein, weil ich lebe will ich sie Von ganzem Herzen lieben; Gern ihnen folgen, und sie nie Erzürnen, nie betrüben. ^ Durch Siltsamkeit sie zu erfreu'« , ^ Das müsse meine Freude seyn. ch Bon meiner ersten Kindheit an ^ Erzeigten sie mir Gutes. >n Mehr als ich je vergelten kann, h, Erzeigte» sie mir Gutes l >u Und noch sind sie für mich ihr Kind, st. Eo zärtlich, und so gut gesinnt. , Run, weil ich lebe, will ich sie , Auch wieder zärtlich lieben; u Gern ihnen folgen, und sie nie it Erzürnen, noch betrüben, k, Erwachsen einst, wie jezt noch klein, Lüiil ich der Eltern Freude seyn. i i. Um gute Regenten, Lehrer und Hauohalrer. ^ grosser König, Herr Himmels und ^ der Erde! gieb uns, und erhalle 42 ooo allezeit unter uns eine gute, fromme, Cl verständige / gnädige und väterliche Ober- di kett: daß wir unter ihrer gefegneten Re- ar gicrung still und ruhig/ in aller Gottse- D ligkeit und Ehrbarkeit leben mögen. H Laß uns auch, o Erzhirt der Seelennc nie auskommen an treuen Seelsorgern. W Erhalte die/ die du uns gegeben hast, in erwünschter Gesundheit des Leibs und di Gemüths; gieb ihnen frommen Eifer/ ih genügsame Gelehrsamkeit/ erforderlichen sie Verstand/ die Herde Gottes heilsamlich u, zu weiden. Segne ihre treuen Bemü- zrr hungenan unsern Seelen; und gieb/ daß w Wir alle mit ihnen auf den Wegen des Lebens wandeln/ die uns Jesus Christus gezeigel; daß wir seine Stimme hören, und ihm nachfolgen, und so durch ihn das A ewige Leben erhalten. ^ Gieb o Gott! allen Eltern die Gnade H daß sie / wie Abraham / ihren Hausge- «t »rossen und Kindern befehlen, deineWege!" zu gehen / und zu thun was recht und bil« lig ist; daß sie ihnen mit einem guten ^ Exempel vorgehen : und sich befleißen / «e daß sie dich den einigen wahren Gottse und dem welchen du gesendet hast/ Jcsuni be rz ;, Christum recht lebendig erkennen; daß sie .xs dich/ als ihren Schöpfer verehren und ke- anbethen, als deine Kinder, dich den heften se- Vater der Menschen, und Jesum ihren Heiland über alles lieben, und nach sei- n! nem Evangelio, als seine Jünger und 'N. Wahre Christen leben, in Den Kindern schenke, o gütiger Vater nd die Gnade, diese» treuen Bemühungen er, ihrer Eltern zu entsprechen, sie zu lieben, en sie zu ehren, ihnen wahrhaftig dankbar, ich und in allem Gute» mit Freuden gehorsam m- ZN seyn. Erhöre mich um deiner Liebe aß Willen. Amen! ^ 12.UmGesundheit,Friede und ^ Fruchtbarkeit im Lande. »as Aon Grnnd meines Herzens danke ich ^ dir, o mein gutthätiger, liebreicher ide Herr und Gott! für alles Gute, das du ge- uns in unserm geliebten Vaterland, auch ege r« unserer äusserlichen Wohlfahrt gegeben bil» haft. Und da du uns bis dahin die edle te„ Gesundheit bescheret, und uns vor an- >,i, steckenden schweren Krankheiten, ungesun- >tt, den Lüften, und allem dem gnädiglich uni behütet hast, was der Gesundheit schädlich L4 seyn könnte: so bitte ich dich demüthig, s, du wollest dasselbe nach deinem Willen s, ferner von uns abwenden, und uns die § edle Gesundheit noch weiter erhalten, «r stärken und vermehren : daß wir unsern g Geschäften ferner ungehindert nachgehen können. § Du, o Gott des Friedens! hast un- Zz ser Vaterland bis dahin vor Krieg und tz Unruhe gnädig behütet, und uns die un* » schätzbare Gabe des Friedens geschenkt: E daß ein jeder unter seinem Weinstock und h Feigenbaum sicher hat ruhen, und dir h nach deinem Wort und seinem Gewis- ai seu dienen können. Ich bitte dich demü- bt thig, du wollest uns denselben noch ferner erhalten , vermehren, und bis auf Kinder und Kinds - Kinder fortpflanzen. H Schaffe, o Gott des Friedens! unsern ^ Gränzen Friede, und bevestne die Riegel di unserer Thore. " llc Du hast dich o gütiger Gott! nicht G unbezeugel gelassen : sondern uns vom di Himmel gegeben Regen und fruchtbare v Zeiten, und unsre Herzen erfüllet mit Speise und mit Fr'euden. Nimm doch U! « Herr! diesen Segen nicht von nns, ^ 2s sondern fahre fort Regen zu gehen zu » seiner Zeit: daß das Land sein Gewächs !e gebe; und die Bäume auf dem Felde ihre / Frucht bringen: Gieb uns aber, o Herr! " auch die Gnade: daß wir die gesunden, u friedlichen und fruchtbaren Zeiten nicht zur Sünde, zum Uebermuth, und zu üppigen Wollüsten mißbrauchen: sondern sie zur d Gutlhätigkeit gegen die Armen, und zu 1* unserer rechtmäßigen ehrlichen Freude und : Ergötzlichkeit, insonderheit aber zu deinem d Lob und Preis, und dazu anwenden, daß r Wir, die wir alle deine Güte gemessen, auch ? alle dich lieben, und dir von Herzen dank« i" bar seyen. Amen! ^ iz. Um ein seliges Ende. f. F^u hast, o Gott ! einem jeden Men- n schen gesetzt zu sterben, und dann von tt dir gerichtet zu werden. Auch für miK Nahet sich der Tod, die Ewigkeit und'daS ,t Gericht; und ich weiß nicht wie nahe ich n dieser grossen Veränderung bin. Dir, -e a Gott! und deiner Voisehung will ich it die Zeit, wann uy sterben soll, und die h Imstande meines Todes gern überlassen! , Nur bitte ich drey, laß mich meines Todes B 16 OGb und der Ewigkeit, und daß ich vor det- nem Rtchterstuhl erscheinen mäße , nicht vergeßen. Lehre mich meine Tage zählen, und sie weislich zu Herzen faßen. Laß mich durch beständige Beßernnq meines Lebens, mich anf meinen Tod rüsten. Laß mich, was ich lebe im Fleisch, leben im Glauben des Sohns Gottes der mich geliebet, und sich für mich dahin gegeben hat: so wird, wenn Christus mein Leben ist, Sterben auchgewiß-^mein qröster Gewinn seyn ; und du wirst, o Gott und Vater, im Tode mich nicht verlaßen ; du wirst o Jesu ! mir dein Heil zeigen : du wirst o heiliger Geist! mich mit deinem Trost erfüllen ; du wirst, o drcyciiliger Gott; mich zu dir aufnehmen. Amen! ^ 14.Um Erhörurig des Gebets. LAun habe ich, o gütiger Gott und Va-^ ter! übermahl zu dir gebettet. Ich ^ weiß zwar, wie unvollkommen mein Gebet ist, und wie wenig Ursache ich hätte Erhörung deßelben zu hoffen: aber du, o Gott! hast auch das unvollkommene, Gebct-der Menschen zu erhören verheißen. Diese deine Güte und Verheißungen ge- »7 ' den mir die getroste Hsfnunq , daß du t auch mein 'Gebet nicht verschmähen wer- : best. /Siehe denn, o gütiger Vater! s mehr auf die Aufrichtigkeit meines Her- s rens, alsaufdieUnvollkommenheitmel, neö Gebets ; mehr auf das Verdienst/ n und die Fürbitte deines geliebten Söhn- h meines Heilands Jesu, in deßen Namen a ich dich anqeruffen habe, als auf meine a eigene Unwürdtgkeit. Du bist ja nahe 2 aMr denen / die dich anrüsten: sta allen" d denen , die dich in der Wahrheit anruf» il frn : so laß dir denn , o gütiger Gott, l' auch mein Gebet um Jesu willen in Gna> >l den geMen. Laß es die selige Wirkung r auf mithabe»/ daß ich, oGott! dich - Kindlich liebe und fürchte, und vorbei^ ». nem Angeätzt wandle: so ist mein Gebet „ erhöret: so wird mir nichts von allem H i dem »rmtGen , was mir wahrhaftig nüß." e" lich und^nö'thig ist.; und so werde ich du^ch deine Güte und Liebe, in Zeit und ^ Ewigkeit glücklich und selig seyn. Amen l 28 S>OS) I l. Kirchen-Gebettlcin. ^ unsere Herzen Ketzern. d unsern Verstand erleuchten und allen Je? g thum vertreiben- A 29 ' s. Gebet wann man in die Rirche koimm. irr- Allmächtiger, ewiger Gott, barmher- ^ ziger, lieber Vater! Nun biit ich abermal an diesem Ort mit andern Ehrt* sten versammele, dein heiliges Wort anzuhören , dich zu loben , deine Güte über uns arme Sünder anzustehen, und uns zu allem Guten,zu erwecken. Ach, Herr! öfue mir und allen meinen Mitchristen Unsern Verstand , heilige unsere Herzen 7*" nnd mache unsere Seelen recht empstuk- lich über die theuren Wahrheiten des hei* ligen Evangelium«; laß dieselben tief m unsere Seelen dringen, und gesegnete Wir» kung deiner Liehe, deines Gehorsams, und eines wahren Christenthums in un< hervorbringen, und also Früchte der Ge< rechtiqkcir tragen, die zu deinem Lob und Preis stnd. Laß dir, o Gott! das Lob, > das wir dir geben ; den Dank, den wir dir bringen; und das Gebett das wir zu dir thun, in Gnaden gefallen ! S heiliger Vater, heilige nns alle in deines Wahrheit: Dein W»rt ist dir Wahrheit. Diejenige« , welche wegen Krankheit und andern Unfällen, des öffentlichen Gottesdienst- mangeln müßen, die tröste du o Gott! und erfülle sie mit gottseligen Gedanken und heiligen Gesinnungen, und gieb, daß sie und wir alle, der Erkenntniß , die wir aus deinem Wott haben, gemäß leben. Erhöre uns um deiner Liebe willen. Amen! 2. Gebet wann man nach verrichtetem Gottesdienst aus der Rirche gehen will. gütiger Gott und Vater! ich lobe ^ dich, und danke dir von Herzen, -aß du mir die große Gnade verliehen hast, daß ich auch iezt deinen heiligen Dienst mit bethen, singen und anhören deines heiligen Worts, habe aöwLNen können. Laß »nick aber auch erkennen. was für ein eiteles Ding es wäre, wenn ich dir jezt schon genug grdienet , -ein Reich und die Gerechtigkeit deßelben genug gesucht zu haben glaubte: wie dieses nur hieße sich mit dem Munde zu dir nahen,, A dich blos mit den Lippen ehren, und deines t d a gl n H i ^ OGED z r Vorhöfc unnützer Weise zertretten. Gieb, n o Gott! daß ich geschickter und frömmer e heiingehe, als ich in die Kirche gekommen ' n bin; und, wenn ich weiß was dein Wille ^ d ist , denselben auch zu thun bemühet'seye. ' »» t- Pflanze, erhalte und vermehre unter uns , deine lieben Gläubigen die wahren From-- men. Behüte uns vor irriger Lehre, er- t leuchte die, Nenn ^lrthnmsind. Bekehre > die Unbekehrten und Sünder. Laß, o ^ L Gott ! dein heiliges Wort und die freye^ ^ I Verkündigung deßelben, beständig unter uns seyn; und auch unsere Nachkömmlinge > Lllßclbe genießen. Gieb, daß wir diese ie große Gutthat nicht gering schätzen: noch , durch Verachtung derselben dich nöthigen., n ste von uns zu nebmen. Gieb, daß wer n die Versammlungen zu deinem Dienst nicht n Verlaßen sondern einander darzu aufmun-- n tcrn. ' Segne dieses dein Wort, und , l die Verkündigung deßelben an mir, uu- il allen meinen Mitchristen , und laß ereilt n gesegnetes Mittel seyn, in der Gnade,!?' e- und in der Erkenntniß unsers Herrn und :s Heilandes IEsn Christi zu wachsen: N'i Amen! zr OTO ^kelig find , die Gott.dekn Wort ^ Hören , und zugl-lch bewahren. O! so laß doch immerfort Dieses Glück mir wiederfahren; Daf es mich im Guten stärke, Und ich seinen Troß vermerke. Drück es vest den Herzen ein, So wird es nichts daraus rauben. Selig werd ich hier schon seyn , Auch bey meinem dunklen Glauben - "" Bis dereinst nach diesem Leben Helles Licht mich wird umgeben. l .l k r r r l f a r i z. Gebet, rvann eine heilige j, Zerr naher, da man zum heiligen ^ Nachtmahl gehen will. § ^?ie gütig bist du, o Gort und Vater! 8 daß du «ich: nur -einen Sohn in u die Welt gesendet, ihn hast leiden, und n für uns sterben laßen , sondern daß du d uns auch alle diese großen Gnaden, auf v E^da« bevorstehende heilige Fest, und ins- - tr ' besondere auch bey dem heiligen Abend- T mahl, das ganze Werk der Erlösung, L und alles das vorstellen läßest , was dr> rri gegen uns gethan hast, und was d" dl zz Willst, daß wir zu unserm Heil thun so!« .len. Wenn ick - o Gott ! tausend Proben deiner Güce habe, so überzeuget mich dieses insbesondre, daß du nicht willst, daß jemand verlohren werde, sondern daß alle zur Buße kehren und durch Jesum selig werden. Habe Dank, o Gott! für diese deine Liebe. ^ Behüte, o Herr ! mich und alle meine Mtkchrtsten, vor dem falschen Wahn: ^ als ob es genug sey, nur mehr zur Kirche zu gehen , äußerlich andächtig zu seyn, Und zu dem heiligen Abendmahl zu kom- wen. O wie unglücklich wäre ich, wenn ich mich deßen beredte! Nein, wenn ' du jederzeit an dem Heil der Menschen -arbeitest, so thust du es durch diese- r! Mittel insbesondre. Beweglich rüstest dn^ in uns zu : So wahr ich lebe, ich will nd nicht den Tod des Sünders, sondern du- daß er sich bekehre und Iche. Wenn du, uf »Jesu! uns jederzeit zu dir einladest, so rs- - Wulst du auch jetzt insonderheit uns durch id- Vorstellung deiner Liebe gegen uns, zur g, Liebe und zum Gehorsam gegen -ich auf- dl> Muntern. Ach gieb daß wir uns durch di> diese Bande der Liebe zu dir riehen, »ick 34 OGS) durch deine lockende Stimme zu dir »er« 'sammeln lassen. ^ Laß diese Zeit eine wahrhaftig heilige Zeit für mich seyn'; eine Zeit/ da ich Mich dir, o heiliger Gott! ganz heilige, nur dir allein zn leben. Erfülle du mich selber mit allen den heiligen Gesinnungen, die dir gewlliq sind; laß dieselben tief in meine Seele eingeprägt seyn; laße sie nimmermehr aus meinem Herzen weichen; und gieb daß, wie sich dein Sohn für die Menschen dahin gegeben hac zu einer Gab und Opfer, so auch ich mich ihm darstelle, zu einem lebendigen, hei- > ligen, und dir wohlgefälligen Opfer. Erhöre mich um deiner Liebe willen: .-Amen! > ! .4.Vorbereitungsgebetat,dertt ! heiligen. Tacze selbst. , ewiger und allmächtiger Gott! wie. i ^ unermeßlich ist deine Gnade und , Barmherzigkeit gegen uns arme Sünder! z Abermal lassest du mir ein heiliges .fest < erscheinen, und weckest mich dadurch aus t die Wunder deiner ewigen Barmberiich ladest mich' ein , die Zeichen und Sieget n, deiner ewigen Liebe / und des versöhnen« ief den Todes Jesu zu empfangen. Du, sie Heiland der Menschen rufest mir auch eft da zu: Kommet her zu mir alle die ihr hn. mühselig und beladen seyd, ichwill euch zu Ruhe geben. Auf deinen gnädigen Ruf lckl komme auch ich, o Heiland der Welt! eft ach gieb, daß es rnit den Empfindunqe» w. -er Seele geschehe, die dir gefällig find! t: Laß mich , o Gottin dem versöhnen«**" > den Tode deines Sohns erkennen, nn- recht lebhaft empstnden : was für ein ge« t» rechter und heiliger Gott du seyest, und wie du die Sünde so ernstlich bestrafest, oft, Laß mich dabey an meine eigeneSündett r.d gedenken, und empfinden, was wohl ich 'r! zu erwarten hätte, wenn du mit mir z» est Gericht gehen wolltest. Gieb mir wahrg ich Buße und Reue über meine Sünden, ig' Laß es mir von Herzen leid seyn, daß i«I' ich deine heiligen und guten Gebote sß oft übertreten, und mich dadurch deinsr gerechten Straffen so würdig gemacht Habe. Laß mir o Gott! dieses grosse Liebet der Sünden, und deine Gerechtig» ckeit beständig vor Augen schweben, und Mich kräftig vor jeder Sünde zurück ziee chen: daß ich bey jedem Anlaß zu derselben, ! 'In Betrachtung deiner, selbst bey dem Tvde l Hesu geoffenbarten Gerechtigkeit gedenke: ! 'wie sollte ich ein so großes Uebel begehen, ! MNd wider Gott sündigen! 1 ' Laß mich aber auch, die unaussprech- . , liche Liebe erkennen, die du unLtn dem Tod > -eines Srhns erwiesen, da du aufthnger ^ 'leget hast unser aller Sünde; da du den, 1 »der von keiner Sünde wußte, für uns zur i «Sünde gemachet, aufdaß wir die Gerech» l Itakcit Gottes in ihm würden. Gieb, o l «Gott! daß mein ganzesHerz von der Grösse l .derselben durchdrungen, voll Bewundc- « »rung, voll Lob und Dank gegen dich sey. d Ha! Du, Du bist die Liebe! O daß ich dich p .-zezt, und die ganze Zeit meines Lebens von u ganzem Herzen, von ganzer Seele, vo» r «llem Vermögen, rechtschaffen kindlich, g ttrnd so inbrünstig lieben möchte, wie es u rdrine väterliche Liebe gegen die Menschen b Z7 tv erfordert! Schenke mir o Herr! diese Liebe l)l und laß meine ganze Seele davon belebt sse seyn. Gieb/ daß ich von derselben getrie» g» ben werde, nur das zu wollen und zu ld thun, was dir wohlgefällig ist. ^ e- Und da nnr der, der wahrhaftig an l, Jesum glaubet, dieser deiner Liebe, der de Verzeihung seiner Sünden / und der e: durch den Tod Jesu erworbene» Heils» ,, guter, theilhaftig wird / so bitte ich dich / schenke du/ o gütiger Vater! mir und h- . allen meinen Mitchristen / diesen wahren )d und seligmachenden Glauben / daß ich Jesum und seinen Tod / als die einzige n, Ursache meiner Seligkeit ansehe; »nr suche " ur in ihm erfunden zu werden, als der ich ch. nicht habe meine Gerechtigkeit, sondern o die Gerechtigkeit Jesu Christi, die vois" >sse Gott kommt im Glauben , daß ich ihn vc-> annehme als meinen Propheten, und mich !y. von ihm lehren lasse: als meinen Hohen» ich Priester, der mich mit Gott versöhnet; on und als ««einen König, und mich von ihr« oll regieren laße mich ihm, und seinem Cvarr- h, gelio mitfreudiqemGehorsam unterwerfe, es und mich also seines Leidens «nid Step, »eil *rns mit Grund getrosten könne. )8 . Und da ich jezt zu dem bellten Abendmahl gehen werde, so gieb mir. o Kokt.' ^u erkennen was für eine große, ober selige Verpflichtung ich auf mich nehme; ^und wie ich mich seyerlich, und aus das Blut Jesu verpflichte, der Sünde abzuwerben, und der Gerechtigkeit zu leben , dir, o mein Gott und Vater! dir, o Jesu! du großer und einiger Erlöser! dir, o Gott heiliger Geist! zu leben, und dir mein Herz, mein ganzes Leben, und alle meine Handlungen zu heiligen; was ich lebe im Fletsch , leben im Glauben des Sohns Gottes, der mich qeliebek , und sich selbst für mich dahin gegeben Laß mich o ' Gott! in dem aufrichtigen Vorsah zudem heiligeniibendmahl kommen michaufdtese -"Weise heilig gegen dich zu verbinden; aus Liebe und Gehorsam gegen dich, meinen Nächsten ja auch meine Feinde zu ljehen und ihnen zu verzeihen, wie dn oGott! geneigt bist auch uns zu verzeihen. Laß mich aber nicht blos diese Der- pjltctunng jezt auf mich nehmen, sondern sie auch getreu erfüllen; nicht blos schweren , sondern es auch Haileu, daß ich die Rechte derner Gerechtigkeit halte; und l § T tz ^ )- b, dir meine Gelübde bezahlen. So werde 1! ich o gütiger Gott! den Becher des Heils er mit Freuden nehmen, und den Namen c; des Herren, des Allerhöchsten anrüsten as können? Ja , dann werde ich die selige Versicherung haben, daß du o Jesu! mein », Heiland und Erlöser; daß dein Leib für o mich gebrochen, und dein Blut für mich r, vergaßen ; und daß die äußerlichen Zei- ir chen tu dem heiligen Abendmahl auch für Ile mich Zeichen und Siegel deiner Liebe, ch Meiner Erlösung, und meiner Seligkeit es seyen. Ach gütiger Gott und Vater! Er- ch höre mich um deiner Liebe willen. Amen! m Ehrfurcht, Dank und Freuden, ,se ^ Komm ich, Herr! aufdeitt Gcbotk, Zu dem Denkmal deiner Leiden, ^,1 Und gedenk an deinen Tod. ^ Mittler! der du für mich starbst, j, Mir ein ewig Heil erwarbst, Dir zur Ehre stets zu leben, ^ Sey"niein eifrigstes Bestreben, m Zch cmvüud es iezt aufs neue, ,e« Was)>ch 0 i>- . Herr! ' bin. >te Du, du gabst mit grr>er Tepne, Wiesest mir den Weg zu Gott! Und ertrugst den schwersten Tod, Mir iin Leben, und im Sterben, Stch're Tröstung zu erwerben. Durch dich ist zu Gottes Gnade Freyer Zutritt , und die Kraft, Auf -er Tugend sel'qem Pfade Best einherzuqeh'u verschaft. Und du rufst aufs neue mir Durch dein NactitmM , daß ich hiev Theil an deinem Segen habe, Und au deiner Gnad mich labe. Sollt ich / Jesu denn vergebens Diese deine Huld emvfah'n? Nicht zur Beß'rung meines Lebens Mich zu dejticm Tische uah'n? Ja, mit neuem Ernst will ich Mich vor Sünde» scheu',i und dich Durch ein dir geheiligt Leben Mit vermehrtem Fleiß erheben. Diesen Aorsah, den ich habe, Tbatig dankbar dir zu seyn, Präg ihn, Jesu! bis zum Grabe Tief in meine Seele ein. Gieb mir Kraft, ihn zu vollzieh'«, 4 ' Lehre mich mit Vorsicht flieh'n. Was ihn könnte bey mir schwachen/ Was mich reizt ihn gar zu brechen. Laß mich über alles schätzen / Dein mir thcnr erworbncs Heil/ Und nie aus den Augen seyen/ Wie nur der daran hat Theil, Der auf deine Stimme hör't / Mit Gehorsam dich verchr't, Und in deinem Dienst auf Erden Immer beßer sucht zu werden.^ Geh mir / wo ich bin, und wandl«, Immerfort mit Hülfe nach , Daß ich als ein Christ sters handle; Und / wird ja mein -Glaube schwach / O! so hilf mir liebreich auf, Daß ich in der Tugend Lauf, Nimmer wanke, nie ermüde / So erquicke mich dein Friede. Ewig will ich dir es danke»/ Daß du so barmherzig bist Daß auch , wenn wir Schwache wanke»/ Deine Treu beständig ist. Herr! ich Host es frob und vest Dat sie mich auch nicht verlaßt; Zu'des Himmele Seligkeiten Wird sie' mich gewiß auch leiten. 42 OSS) ! s. Gebet wenn man in allein r Einzunähen begn,scn ist. ^ ^>oll Hoffnung zwar auf deine Gütt j <>-' und Barmherzigkeit, aber auch voll ^ hciliqem Schauer, waqe ich es, oIesu! x die feierliche und wichtige Handlung zu ^ thun: zu deinem heiligen Abendmahl zu ^ kommen. Ach, laß mich nicht als ein um z bußfertiger, nicht als ein Heuchler und ^ Mundchrist, nicht als einer zu demselben § kommen, deßen Herz nicht völlig aufrtch § tia ist vor dir. Ach, wie unglücklich wärt j, Ich! Du, o Gott! bist allwißcnd, du stehest in mein innerstes, die geheimsten § Regungen meines Herzens sind dir nicht verborgen. Sollte o Gort! meine Rene § und Demüthigung über meine Sünde» ' noch nicht so groß-, der Vorsatz von ih- b nen abzustehen , noch nicht so stark, die d Begierde nach deiner Gnade noch nicht h so sehnlich, die Liebe argen dich noch nicht! I. so brünstig , und der Vorsatz , unter deh di ^ ner Gnade nur dir zu leben, noch niM h, ^so unbeweglich ; und mein Herz noch-nichij' d, so ansichtig sehn, wie es sollte: ^ach' a, so laß doch diese heilige Handlung selbst g, »N1 Mt noch ein gesegnetes Mittel seyn, mein Herz in Demuth;» zerschlagen, dich und . deine Gerechtigkeit zn fürchten; mein Herz in Liebe und Dank gegen dich ;u entzün- ^ den; und mich, o Iesu! zu deinem wah- ren Jünger zumachen. Ach Herr! siehe mit erbarmenden Augen auf mich armen ^ Sünder! OIesu! sey mein Erlötzrund Heiland ! O bctliger Geist! führe und leite mich zu allem Muten! O dreyeini- ster Gott! Laß diese heilige Handlung ein gesegnetes Mittel meiner Heiligung und -n ^^"»Vereinigung mit dir seyn. Amen!^, ten 6. Gebcc nack dcm Genuß des chl heiiigen Abendmahls. '.ur ^xabe Dank, o gütiger Gott und Vater 'e» ^ der Menschen! daß du deines einge- ih^ bohrneu Sohns nicht verschonet, son« die denn denselben für alle dahin gegeben chil hast. Habe Dank, o Jesu! großer Hei« chn land der Sünder! daß du mit deinem Tod ei^ die Menschen von dem ewigen Tod erlöset cht! hast. Habe Dank, sey ewig gepriesen, elsij daß du, o Allmächtiger! daß große Vcrk l)', ausgeführt, daß du eine ewige Erlösung hü gefunden, und mit einem einigen Opfer 44 hung der Sünden, deiner Liebe und dek^ ewiM Seligkeit, in dem heiligen Abends maM-erstcherst. I«! du, o Lamm Vot- ^ tes! hast die Sünden der Welt getrw ^ gen; Du bnr gescblochtrt worden, und hast uns Gott eMust mit deinen: Blut ^ Du bist würdig su empfangen Kraft, und ^ Reichthum, und Weisheit, nnd Srärke, ^ und Ehren, und Herrlichkeit, und Beuedeb ung S ! wie glücklich stnd die, die u dir angehören , deren Heiland und Erlö- ^ ser du blst ! Ibnen ist das heilige Abend- v mahl em Siegel und Pfand ihrer Versüß nung nul i^ott. Ach! laß auch mich unter ^ der Zabl dieser Seligen seyn! Ja , ich werde es ftnn und mich dessen mit Fre»^ ^ den getrosten können wenn ich das was ^ du qeaen mich gethan das was ich dir ^ schuldig bin. und woui ich mich jezt vek' A pßichtet habe, niemal vergehe. De» 5^ Docsaytstsefaßet; bestärke ihn o Zech' ^ 45 ln meinem Herzen: Dich , -ich will ich ^ lieben, -enn -n hast mich zuerst, unend, „d lieh hast du mich bliebet. Du bist für h, 'Utch gestorben, und darum will ich dir ser leben. Du hast -ich für mich geopfert, ej, darum will ich mich selbst dir zu einem .ek^bendiaen Dankopfer darstellen. Dir, o ,tz,Wefu! sey mein Leib und Seele, dir sey ^ Mein Verstand und Willen , und mein ganzes Leben heilig! j.d Aus Liebe gegen dich, will ich alle Men» ut. sehen als meine Brüder lieben ; ich will ,id »e mit der That und Wahrheit lieben, >e, lvie du es gethan hast, mitleidig und ei< üutthatig will ich gegen Arme und Dürfte kige seyn; jedem zu helfen, jedem zu dienen, lö« das soll meine Freude seyn ! auch meine W, Feinde will ich lieben; versöhnlich will ich >h- seyn , und gern verzeihen, wie du v Gott ter Und Jesu mir verziehen hast. ^ ich Jede Sünde , jede böse Begierde will lch , mein Heiland! durch die Erinnerung as deines Todes in mir zu todten, und meine Seele mit jeder ti, gefälligen Tugend zu kl- Gieren suchen; und so will auch ich die ,c» ^Labrlieii meines Ctrurenthums, und u! dgst jcy dein Erlöster sey, und was dem 46 Leiden, und die Wiedergedächtniß des» selben für eine selige Wirkung auf mich gehabt habe, vor allen Menschen offen» baren; als ein theuer Erkaufter will ich dich preisen, mit meinem Leib und mit meinem Geist. Ach Herr Jesu ! laß sie' beyde dein seyn, in Zeit und Ewigkeit Amen! H /Uelob't seyst du , Herr »nser Gott! ^ Gclob't für unsers Mittlers Tod, Der uns das Heil erworben. Wie hoch hast du auch mich geliebt! Er, der uns cwig's Leben giebt, Ist auch für mich gestorben. Mein ganzes Herz frolockt in mir / O Nater! ich lvbsinge dir. Gieb, da§ ich jeden Tag aus's neu Mich deiner Baker - Hnld erfreu! Gott meines Heils sey ewig mein, Sey ewig mein. Und laß mich dir stets dankbar seyn. Voll froher Ehrfurcht beug' ich mich') i Vor dir, Sohn Gottes! der du dich Für mich hast hingegeben. Es komme mir nie aus dem Sinn, Wie viel ich dir, Herr! schuldig bin? 47 Dein Tod bringt mir das Leben. .h Durch deines Opfers cw'ge Kraft Hat deine Liebe mir verschaff, ch Was mich vor dem Vu derben schützt, Was meinem Geiste ewig nützt. iie.Herr Jesu Christ, wie liebst du mich' Wie liebst du mich ! §Aeb, -aß ich ewig liebe dich. , Mit Jtinbrunst steh' ich Herr! zu dir, Lieföd're du auch selbst in mir ^ Ein gläubiges Gemüthe. Mich dürstet *) gleich dem dürren Land Bey deiner Liebe Unterpfand, Nach deiner großen Güte. Ich fühle wohl, was mir gebricht. O stärke meine Zuversicht, Daß du auch mein Versöhner seyst, Und mich vom ew'gen Tod befrey'st. Herr! dieser Trost sey vest in mir, Sey vest in mir.' So dien ich voller Freuden dir. * ^ > _ -- . , — -- ^ ^ lMich dürstet, u. s. w.i so s«k,r das dürre Er». ) reich den erquickenden Regen zu seiner Fruchtbarkeit bedarf, so sehr empfinde ich , wie unent- behrlich mir deine Güte und Gnade ist, und 1 s sehne mich darnach. 48 (DS><8> Zur Weisheit und Gerechtigkeit, Zur Heiligung , und Seligkeit, Bist du mir ausersehen. Gieb daß *) auf dieses Heils Gewinn Ich eifrig richte meinen Sinn, Mein Streben, und mein Flehen. Zeuch mich, mein Heiland, ganzzudir; Ja durch den Glauben wohn' in mi^: So nihmt in mir die Seelen-Ruh, Und meines Herzens Beß'rung zu. Mein Herr »nd Gott! verlaß mich nicht/ Verlaß mich nicht l So komm ich einst nicht inS Gericht. Du öfnest deinen Himmel mir, Der Freuden Fülle ist bey dir; Auch ich soll sie genießen. Belebe mich mit Muth und Kraft, So meine ganze Pilg'imschaft, Zu führen und zu schließen, Daß mir dein Wort, stets heilig sey/ Daß ich bis in den Tod , dir treu, Mit Freuden thu was dir gefällt, ll! O S S 3 D ^88 *) f Gieb daß > u s. w> ^ ^ieb daß alle weint Dem'dünge» und mein V tkc>, leUer »lik > »atz», gehe, die>.< Hai »u erlangen. ^ 49 Und -ich auch ehre *) vor -er Welt O Herr, mein Heil, sey stets mit mir Sey stets mit mir! So komm ich einst gewiß zu -ir. Zweiter Theil. Geistliche Lieder. Morgenlied. A«tin er,rGefühl**)sey Preis un-Dank, Erheb' ihn meine Seele! ^ Der Herr hört -einen Lobgesang ; Lobgilg ihm meine Seele! Älich selbst zu schützen, ohne Macht, Lag ich und schlief im Frieden. Wer schaft die Sicherheit der Nacht, Und Ruhe für die Müden? ) sUnd dich auch ehre u. s. n> ^ man ehret Go>t. am besten , wenn mau fromm ist, uns nach , seinem Willen lebt. ') s Mein erst Gefühl) meine erste iduug ' s» y u- s. w. oder laß mich »,ll Prej« und Dank gegen dich erwachen. L so Wer wacht, wenn ich von mir nichts weiß U Mein Leben zu bewahren? Wer stärkt mein Blut* *) in seinem Miß Und schützt mich vor Gefahren? Wer lehrt das Auge seine Pflicht, **) Sich stcher zu bedecken ? Wer ruft dem Tag und seinem Licht, Die Seele zu erwecken? Du bist es, Herr und Gott der Welt! Und dein ist unser Leben; Du bist es , -er es uns erhält, Und mirs jetzt neu gegeben. Gelobet seyst du, Gott der Macht, Gelobt sey deine Treue! Daß ich nach einer sanften Nacht Mich dieses Tags erfreue^. Laß deinen Sergen auf mir ruhn, , Mich deine Wege wallen; ***) E l ') swer stärkt mein Blut) d. i. Wer machtd» mein Bluk auch mitten im Schlaf sich bc>i^ big in meinem Leib bewegt. *) swer lehrt da» Auge feine Pflicht? ^ ^ tat dem Auge befohlen , wer hat ihm gegeben, fich zu seiner Sicherheit zu zuschuem , *") s Deine Wege wallen, H auf bei"n «eben, oder thun was du besteh»'- , 5 » iß Und lehre du mich selber thun Nach deinem Wohlgefallen. 6 , Nimm meines Lebens gnädig wahr; Auf dich Host meine Seele. Sey mir ein Retter in Gefahr, Ein Vater, wenn ich fehle. Gieb mir ein Herz voll Zuversicht, Erfüllt mit Lieb' und Ruhe, ^ Ein weises Her;, das seine Pflicht, Erkenn' und willig thue. Daß ich als ein getreuer Knecht Nach deinem Reiche strebe, *) Gottselig, züchtig und gerecht Durch deine Gnade lebe. Daß ich dem Nächsten beyzusteh'n, Nie Fleiß und Arbeit scheue, Rich gern an anderer Wohlergeh'tt, Und ihrer Tugend freue. ^ Daß ich das Glück der Lebenszeit ^ In deiner Furcht geniesse, lind meinen Lauf mit Freudigkeit, Wenn du gebeutst besthlieffe. kNach deinem Reiche strebe Z b-t. niichie- griffe ein rechter Christ zu wrrden. A b e n d l i e d. 5 » sLür alle Güte sey qepreist, o Gott Vater, Sohn und heil'ger Geist Ihr bin ich zu geringe. Vernimm den Dank, Den Lobgesang, Den ich dir kindlich stnge. Du nahmst dich meiner herzlich an, Hast Grosses heut an mir gethan, Mir mein Gebett gewähret; Hast väterlich Mein Hans und mich Beschützet und genähret. ,Z ' H H »H D ?l Herr l was ich bin, ist dein Geschenk Der Geist mit dem ich dein gedenk, ^ ^ Ein ruhiges Gemüthe; Was ich vermag Bis diesen Tag, i Ist alles deine Güte. ^ Sey auch nach deiner Lieb und Maeht^ Mein Schutz und Schirm in dieser Nacht-; Vergieb mir meine Sünden. > Und kömmt mein Tod, ^ Ach Herr mein Gott! - So laß mich Gnade finden. ^ Prüfung am 7lbend. H>cr Tag ist wieder hin/ und diesen ^ Theil des Lebens/ Die hab' ich ihn verbracht? Verstrich er mir vergebens? Hab' ich mit allein Ernst dem Guten nachgestrebt? Hab ich vielleicht nur mir/ nicht meiner Pflicht gelebt? War's in der Furcht -es Herrn/ daß ich ihn angefangen? Hit Dank und mit Gebet/ mit eifrig gem Verlangen / Als ein Geschöpf von Gott der Tugend mich zu weih'ti/**) Und züchtig und gerecht/ und Gottes Freund zu seyn? Hab' ich in dem Beruf/ den Gott mir angewiesen/ ) k Hab' ich vielleicht nur mir, nicht meiner Pflicht gelebt ? ) Hab ich vielleicht nur auf mich »> ^ ich seine Huld? ^ Trug ich das Glück mit Dank, den Unfall mit Geduld? - *) fHat mich im Stillen oft ri-s. w.') v. i. ist eewa auch ein ernsthafter Gedanke an Gott m mir aufgestiegen, und bat er die gehst"-* Wirkung auf mein Her; gehabt 1 s 5 e» *) Und wir genoß mein Her; des Umgangs süße Stunden? eri Fühlt ich **)derFreundschaftGlück, sprach ^ ich was ich empfunden? ?il Dar auch »nein Ernst noch sanft / mein Scherz noch unschuldsvoll? ^ Und hab ich nichts geredt, das ich bereuen soll? „f Hab ich die Meinlgen durch Sorgfalt , mir verpflichtet 7 Sie durch mein Beyspiel still zum Gute» * unterrichtet? Dar zu des Mitleids. Pflicht mein Herz nicht zu bequem? , Ein Glück, das andre traf war dieß mir , angenehm? War mir der Fehltritt leid / so bald ich w ihn begangen ? ^Bcstritt ich auch in mir ein unerlaubt Verlangen? ' Und wenn in dieser Nacht Gott über mich gebeut / ^ *) IUnd wie genoß u. s. w.) wie war ich im ist Umgang mir andern Leucht»/ mit Freunden ? ^ > ") lFühlt ich u, s. w.) empfand ich auch was > für ein Glück er sey Freunde zu baden. s6 OiZO Bin ich vor Hm zu stehn, auch willig und bereit? Gott/ -er du alles weist, was könnt ich dir ver Hecken? Ich fühle täglich noch die Schwachheit meiner Seelen. Vergteb durch Christi Blut mir die ver- , letzte Pflicht; Lergiev, und gehe du mit mir nicht ins Gericht. Ja, du verzeihest dem, den seine Sünden kränken; ^ Dn liebst Barmherzigkeit, und wirst auch mir sie schenken. Auch diese Nacht bist du der Wächter über mir; Leb ich, so leb ich dir, sterd ich, so sterv ich dir! ^ Gebet - Lieder. /Aolt, deine Güte reicht so wett, ^ So weit die Wolken gehen ; Du krönst uns mit Barmherzitzkeit Und eilst, uns beyzustehen. 57 Herr, meine Burg , mein Fels, mein Hort. *) Vernimm mein Flehn, merk auf met« Wort; Denn ich will vor dir betben! Ich bitte nicht um Ucberfluß ^ , Und Schäye dieser Eiden, ^ Laß mir , so viel ich haben muß, Nach deiner Gnade werden. Gieb mir nur Weisheit und Verstand, Dich, Gott, und den, den du'gesandt, Und mich selbst zu erkennen. Ich bitte nicht um Ehr und Ruhm, So sehr ste Meirichen rühren; **) Des guten Namens Eigenthum, Laß mich nur nicht verlieren! Mein wahrer Rubin sey meine Pflicht***) Der Ruhm vor deinem Angesicht , Und frommer Freunde Ltebe.^. *) iHe meine Lurg u. s w.) d. i. Gott, der du allein mich mächtig beschickst. *') fSo sehr sie n- s. n>d- i. s» begierig auch die R iischcn darnach sind. fMein wahrer Ruhm u s w-^ Mied dast »ch meine Eb^c in ErtnIInna meine' Pflichten, in deinem gnädigen Wohlgefallen und darin» ftt«« daß fromme Lern« meine Kreunde sey». Go bitt ich dich, o Herr mein Gott! Auch nicht um langes Leben Im Glücke Demuth, Muth in Noth / Das wollest -u mir geben. „In -einer Hand steht meine Zeit; »//Laß du miii nur Barmherzigkeit Vor dir im Tode linden. Allgemeines Gebet. t^ch komme vor -ein Angesicht, «O Verwirf, o Gott! mein Flehen nicht/ Vergieb mir alle meine Schuld , Du Gott der Gnaden und Geduld. Schaff du ein reines Herz in mir / Ein Herz voll Lieb und Furcht zu dir, Ein Herz voll Demuth , Preis und Dank/ Ein ruhig Herz mein Lebenlang. Sey m?ln Beschützer in Gefahr; Ich harre deiner immerdar. Ist wohl ein Uebel, das mich schreckt/ Wenn deine Rechte mich bedeckt? Ich bin ja, Herr! in deiner Hand, Von dir empsteng ich den Verstand; Erhalt ihn mir, o Herr! mein Hort, ünd stärk ihn durch dein göttlich Wort. S)6>S> f- t» Laß deines Namens mich zu freun,'') Ihn stets vor meinen Augen seyn. Laß meines Glaubens mich zu. freun, Ihn stets durch Liebe thätig seyn. Das ist mein Glück, was du mich lehrst. Das sey mun Glück, das ich zuerst Nach deinem Reiche tracht, und treu In allen meinen Pflichten sey ! Ich bin zu schwach aus eigner Kraft ^ Zum Stege meiner Leidenschaft; Du aber ziehst mit Kraft mich an, >t, Daß ich den Steg erlangen kann. , Gieb von den Gütern dieser Welt d. Mir, Herr ! so viel als dir gefällt; Gieb deinem Knecht ein mäßig Theil, e, X Zu seinem Fleiße Glück und Heil. k, Schenkt deine Hand mir Ueberfluß : So laß mich mäßig im Genuß, Und dürft'ge Bruder zu erfreun, Mich einen frohen Geber seyn. - *) fLaß deines Namens u. s. n>.^ d. i. damit ich mich deines Namens, oder deiner selbst freuen » , könne, so laß mied beständig an denselben gedenken. damit ick meines Glaubens mich erfreuen -t. k»nne, s» gieb daß er durch riebe thätig s<». to Gieß mir Gesundheit, und verleih, 2 Daß ich sie nütz, und dankbar sey, Und nie, aus Liebe gegen sie, Mich zaghaft einer Wicht entzieh. I Erwecke mir stets einen Freund, Ders treu mit meiner Wohlfahrt meint Mit mir in deiner Furcht sich übt, Mir Rath und Trost und Beispiel giebt. Bestimmst du mir ein länqres Ziel, Und werden meiner Tage viel: So laß, Gott! meine Zuversicht, Verlaß mich auch im Älter nicht. ^ Und wird sich ernst mein Ende nah n: ' So nimm dich meiner herzlich an, ' , Und sey, durch Christum deinen Sohn, , * Mein Schirm, mein Schild und grosser Lohn. / ( Um Ergebung in den gött- ? wichen willen. i ( Herr, mein Gott! durch den ich i - bin und lebe, k * Gieb, daß ich mich i» deinen Rath ergebe; ^ , Laß ewig deinen Willen mein, *) ^ lEaß ewig ». t w. H Gieb, daß ich bcstä»dtg i * nur das tvvllc war du willst, und da- verehre «»s du thust. -S Und waS du thust, mir theuer sey»! *) Du / du reaterst. bist Weisheit, Lieb und Stärke. Du / Herr, erbarmst dich aller deiner Werke. >t Was zag ich einen Augenblick 7 Du bist meln Gott, und willst mein Glück. > Von Ewigkeit hast du mein Loos**) entschieden , h Was du bestimmt, das dient j« meinem Frieden. Du wogst mein Glück, du wogst mein . Leid **«) ^ Und was du schickst, ist Seligkeit. S ^ befällt es dir : so müsse keine Plage /! Sich zu mir nah'«; gieb nur juftied'ne Tage. ^ - "Allein verwebrts mein ewig Heil: ^ So bleibe nur dein Trost mein Theil. ! *) k theuer) vrvchuna-'w'irdiq. ' » *') s mein risse) d. i mein SNicksal da-wos ^ mir dr»r>i»^ >oll ; t *") sdu wsgsk, u s w ) du brstimmtkst aus- k Kt»..uac, wir v> i diürk und Uaglück mir d»« Ltgncn sollte. 62 Du giebst aus Huld unS dieser Erbt L Freuden; Aus gleicher Huld verhängst du unser l Leiden. Ist nur mein Weh nicht meine Schuld: » So zag ich nicht. Du giebst Geduld- Soll ich ein Glück, das du mir gabst,^ vermehren , ^ Und willst du, Gott ! mich rauhe Wege , führe»: ^ So wirst du, denn du hörst mein Fleh'», , Mir dennoch eine Hüls erseh'n. Vielleicht muß ich nach wenig Tagen sterbe» ! Herr, wie du wills.! soll ich den Himmel erben , , ! Und dieser ist im Glauben mein, ' Wie kann der Tod mir schrecklich styn^. ' Lob - und Danklicder. ^ bists,dem Ruhm und Ehre gebühret,! l ^ Und Ruhm und Ehre bring ich dir. ! Du, Herr! hast stete mein Schicksal ^ < regieret, Und deine Hand war über mir. dt Wenn Noth zu meiner Hütte sich nahte: So hörte Gott der Herr , mein Fleh'n, sek Und ließ, nach seinem gnädigen Rathe, Mich nicht in meiner Noth vergeh'«. ö' Er half, und wird mich ferner erlösen. E> hilft; der Herr ist fromm und gut. st'^r hilft aus der Versuchung zum Bösen, Und giebt mir zu der Tugend Muth. ^ Dlr dank ich für die Prüfung der Leiden, ,i, Die du mir liebreich zugeschickt. Dir dank ich für die häufigern Freuden, ^ Wom«t mich deine Hand beglückt. Dir dank ich für die Güter der Erden, >el^ Für die Geschenke deiner Treu. ^ Di> dank ich; denn du hießest sie werden, - Und deine Gut ist tätlich neu. Dir dank ich für das Wunder der msite; ^ Selbst deinen Sohn gabst du für auch. Von ganzer Seel und ganzem Gemüthe, ' Von allen Kräften preiß ich dich. ck,i Erhebt ihn ewig, göttliche Werke! r. ^ Die Erd ist voll der Huld des Herrn, al i, Sein , sein ist Ruhm und Weisheit und Stärke; Er hilft und er errettet gern. i 64 ooo Er hilft Des Abends wahretdicKlage*) ; Des Morgens die Zufriedenheit.. F;c Nach einer Prüfung weniger Tage zge Erhebt er uns zur Seligkeit. W Vergiß nicht deines Gottes, o Seele ! O Vergiß nicht, was er dir gethan Go Verehr und halle seine Befehle, So Und bett ihn durch Gehorsam an! ^ < Preis des Schöpfers. Nr Hineiln ich . o Schöpfer! deine Macht/ Br Die Weisheit -einer Wege, Mi Die Liebe die für alle wacht, Hri Anbetend überlege: Dr So weiß ich, von Bewuud'runq voll, . Nicht, wie ich dich erheben soll, ^ Mein Gott, mein Herr und Vater! Mein Auge siebt, wohin es blickt, Di, Die Wunder deiner Werke. Dr Der Himmel prächtig ausgeschmückt, Preist dich, o Golt der Stärke! ^ Wer hat die Sonn an ihm erhöht? ^77 Wer kleidet sie mit Majestät? Wer ruft dein Heer der Sterne? *) sdes Abends »> s> >v H die Tramigkctt vri> »a»-ktk sich oft bald tn!krs«-r. <8>§)(o> 6s le*) Wer mißt dem Winde seinen Lauf? Wer heißt die Himmel regnen? Wer schließt den Schooß der Erden auf Mit Verrath uns zu trauen? :le! O Gott der Macht unV*Herrlichkeit, Gott ! deine Güte reicht so weit, So weit die Wolken reichen. «». ^ Dich predigt Sonnenschein und Sturm, ^ Dichwreist der Sand am Meere. Bringt, ruft auch der geringste Wurm - Ht, Bringt unserm Schöpfer Ehre! Mich, ruft der Baum, in seiner Pracht. Mich , ruft die Saat, hat Gott gemacht, Dringt unserm Schöpfer Ehre! ^ *) Der Mensch, ein Leib den deine Hand , So wunderbar bereitet: ' Der Mensch ein Geist, den sein Verstand " / Dich zu erkennen leitet ; Der Mensch, der Schöpfung Ruhm und Preis, *) sDev Mensch, ii. s. Iv 1 der Mansch, dessen keil» du so künstlich qebiidet der Mensch, der » als ei» Geist durch seine« Verstand dich, » 8cA! leibst erkenne» kann; der Mensch dieses edelste Geschöpf'»"»?"» auk Erden , ist den» der darauf achtet ein bcständiqi Be»eeiS, wie mäch» tis, wie weift uiid güm du, y Gott bist. 66 VVV Ist sich ein täglicher Beweis i Von deiner Güt' und Größe. Zu Erheb' ihn ewig, o mein Geist, S8> Erhebe seinen Lamen! Gc Gott, unser Mer! sey gepretst, Dr ltnd alle Welt saq Amen! Dr llnLWlle Welt fürcht ihren Herrn, Si lind hoff auf ihn , und dien ihm gern ! Da Wer wollte Gott nicht dienen? ^ , 11s, Die Güte Gottes. Er HsNte groß ist des Allmächt/gen Güte.' De Ist der einMensch.den sie nicht rührt, Cc Der mit verhärtetem Gemüttie Se Den Dank erstickt, der ihr gebührt? Go Nein, seine Liebe zu ermeßeu, Un Sey ewig meine größte Pflicht. Der Herr hat mein »och nie verqeßen; Jcl Vergiß mein Her; auch seiner nicht. Ex Wer hat mich wunderbar bereitet? St Der M>lt, der meiner nicht bedarf. , Lei Wer hat 'mit Langmnth mich geleitet? So Er, deßen Ra:h ich oft verwarf. _ Wer stärkt den Frieden im Gcwißen? , Wer giebt dem Geiste neue Kraft? ^ ^ Wer läßt mich so viel Glück genießen? Isis nicht sein Arm, der alles schaft? Schau, 0 mein Geist ! in jenes Leben Zu welchem du erschaffen bist; Wo d» mit Herrlichkeit umgeben, Gott ewig seh'n wirst ,Me er ist. Du hast ein Recht zu diesen Freuden ; Durch Gottes Güte sind sie dein. Sieh, darum mußte Christus leiden, Damit du könntest selig serm.^. Und diese» Gott sollt ich nicht ehren? Und seine Güte nicht versteh'» ? Er sollte ruffeu, ich nicht hören? te.' Den Weg den er mir zeigt, nicht geh'n? rt, Sein-Will ist mir ins Herz geschrieben, Sein Wort bestärkt ihn ewiglich. Gott soll ich über alles lieben, Und meinen Nächsten gleich als mich. *) Dieß ist mein Dank/ dieß ist sein Wille,, >1 » Ich sost vollkommen seyn, wie er. So lang ich dieß Gebott erfülle, Stell ich sein Bildnusi in mir her. «Lebt seine Lieb in meiner Seele, t? So treibt sie mich zu jeder Psticht. 1? 1? 't? ) lDicß ist mein Dank/ 1«. h w ^ darin» beste, dkt mein Da>'t aeqen Gatt/ n >d das will auch Kokt, daß ich ihm in se»ncn VoNkomiiiknbei»» s« ähnlich zu werden suche. alr nur möglich >K. 68 Und ob ich schon aus Schwachheit fehle/ H Herrscht doch in inir die Sünde nicht. Ha O Gott !, laß deine Gut' und Liebe Vo Mir immerdar vor Augen seyn! , > Sie stärk in mivdie guten Triebe, Mein ganzes Leben dir zn weih'n. Sie tröste mich zur Zeit der Schmerzen;^,,, Sie leite mich zur Zeit des Glücks; ^ Und jse besieg in meinem Herzen U,, Die Furcht des lezten Augenblicks. Lied am Geburtstage. kT^tr dank ich heute für mein Leben; ^ Am Tage, da du mirs gegebdn, Dank ich dir, Gott! dafür. Durch freye Gnad allein bewogen, Hast du mich aus dem Nichts gezogen; Durch deine Güte bin ich hier. Du hast mich wunderbar bereitet, An deiner Rechten mich geleitet, N s diese» Augenblick. Du gabst mir'tausend frohe Tage, Verwandeltest selbst meine Klage .Und meine Leiden in mein Glück. ' Ich bin der Treue zu geringe, Mir der d» , Herrscher aller Dinge, Stets über mich gewacht. Un Vo 0 De Un Fü Lv! Er De Un l 6 - le, H Gott, damit ich glücklich werde, Hast du an mich, mich Staub und Erde Bon Ewigkeit her schon gedacht! Du sahst und hörtest sthon mein Sehnen, Und zähltest alle meine Thränen, Eh' ich bereiter war : "' Und wogst, eh' ich zu seyn bcgonnte, , Eh' ich zu dir noch ruffcn konnte, Mir mein bescheiden Theil schon dar. Du ließ'st mich Gnade vor dir finden: Und sahst doch alle meine Sünden ; Vorher von Ewigkeit. O welche Liebe, welch Erbarmen Der Herr der Welt sorgt für mich Armen Und ist ein Vater, -er verzeiht, n » Für alle Wunder -einer Treue, Für alles, dessen ich mich freue, Lvbstnget dir mein Geist. Er selber ist *),dein grüßt Geschenke; Dein tsts, da- ich durch ihn dich denke; Und dein, daß er dich heute preist. / ') k.Er selber ist u. s. rv. ^ mein Geist, meine Seele, ist das aröbte sücschcnkc daS du mir gegeben; dir lxib ich es zu danken daß ich durch ihn an dich denken, und dast ich dich auch heuie preisen kann. Daß du mein Leben mir gefristet, Mit Stark und Kraft mich.ausgerüstet, ^ Dieß, Vater! dauk ich dir ; 3 Daß du mich wunderbar geführet, 3 Mit deinem Geiste mich regieret, D Dieß alles, Vater dank ich dir. k Soll ich, v Gott! noch länger leben: So wirst du was mir gut ist, geben; Du giebsts/ ich hoff auf dich. ^ Dir Gott befchl ich Leib und Seele. Der Herr, Herr! dem ich sie befehle, ^ Der segne und behüte mich. A Lehr-und Aufmunterungs- Lieder. L - ' L Der thätige Glaub. 3 er Gottes Wort nicht halt und spricht: A Ich kenne Gott! der trüget; In solchem ist die Wahrheit nicht, *) . Die durch den Glauben sieget. »; Wer aber sein Wort glaubt und hält, ^ Der ist von Gott, nicht von der Well« ^ L die Wahrheit nicht, die n. s. w. H d. i. die G wenn man sie recht glaubt, alle BersuchunS^ H »um Bösen ütkkwttitzet. ! , Der Glaube, den sein Wort erzeugt, ^ Muß auch die Liebe zeugen. Je höher dein Erkenntniß steigt; Je mehr wir- diese steigen. Der Glaub erleuchtet nicht allein; Er stärkt das Herz, und macht es rein. "' Durch Jesum rein von Missethat, Sind wir nun Gottes Kinder. Wer solche Hoffnung zu ihm hat, -Der flieht den Rath -er Sünder; ^ Folgt Christi Beyspiel als ein Christ, Und reinigt sich, wie Er rein ist. A Alsdenn bin ich Gott angeMm, Wenn ich Gehorsam übe. Wer die Gebotte hält in dem Ist wahrlich Gottes Liebe. Ein täglich thätig Christenthum, ^' Das ist des Glaubens Frucht und Ruhm. )' Der bleibt in Gott, und Gott in ihm, Der in der Liebe bleibet. Die Lieb ists, die die Cherubim Gott zn gehorchen treibet. Gott ist die Lieb ! an seinem Heil ^ Hat ohne Liebe Niemand Theil. 72 Vertrauen auf Gottes Vorsehung. Hsiif Gott, und nicht auf meinen Rath, " Will ich mein Glücke hauen, Und dem der mich erschaffen hat, Mit ganzer Seele trauen. Er, der die Welt ' Allmächtig hält,' Wird mich in meine» Tagen Als Gott und Vater tragen. Er sah von aller Ewigkeit, Wie viel mir nützen avürde. Bestimmte meine Lebenszeit, Mein Glück und meine Bürde. Was zagt mein Herz? Ist auch ein Schmerz, Der zn des Glaubens Ehre Nicht zu besiegen wäre ? Gott kennet was mein Herz begehrt, Und hätte was ich bitte, Mir gnädig eh' ichs bat, gewährt, Wenns seine Weisheit litte. Er sorgt für mich Stets väterlich. Nicht was ich mir ersehe, Sein Wille, der geschehe! W Al Ke D, H< Ut V, Lä G T SS D D H. C 7 » Ist nicht ein ungestörtes Glück ^ Weit schwerer oft zu trägen, Als selbst das widrige Geschick/ ^ Key dessen Last wir klagen? Die größte Roth Hebt doch der Tod; Und Ehre, Glück nnd Habe Verläßt mich doch im Grabe. l An dem / was wahrhaft glücklich macht/ ^ Läßt Gott es keinem fehlen; 'Gesundheit/ Ehre/ Glück und Pracht, bind nicht das Glück der Seelen. Wer Gottes Rath l Vor Augen hat, ! Dem wird ein gut Gewissen ! Die Trübsal auch versässen. Was ist des Lebens Herrlichkeit? /1 Wie bald ist sie verschwunden Was ist das Leiden dieser Zeit 7 ! Wie bald isti überwunden! Hoffr auf den Hirrn ! ^r hilft uns gern; Seyd fröhlich / ihr Gerechten! l Der Herr hilft seinen Knechten. D 74 Zufriedenheit mit seine!« Zustand. ^ tz klagst, und fühlest die Beschwerde» ^ Des Stands, in dem du dürftig lebst; Du strebest, glücklicher zu werden, ^ Und stehst / daß du vergebens strebst. ^ Ja / klage! Gatt erlaubt die Zähren:") Doch denk im Klagen auch zurück, Ist denn das Gluck, das wir begehren, ! Für uns auch stets ein wahres Glück? ! Nie schenkt der Stand/ nie schenke»! Güter ^ Dem Menschen die Zufriedenheit. Die wahre Ruhe der Gemüther Ist Tugend / und Genügsamkeit. Genieße/was dir Glttt beschieden, ' Entbehre gern / was du nicht hast. > Etu jeder Stand hat seinen Friede»' Ein jeder Stand auch seine Last. Gott ist der Herr, und seinen Sege» Vertheilt er stets mit weiser Hand; Nicht so / wie wrr's zu wünschen pflege»/ , Doch so, wie er's uns heilsam fand. Willst du zu denken dich erkühnen/ Daß seine Liebe dich vergißt ? ') kZähre.:, d. i. (DDS) 75 Er giebt uns mehr, als wir verdienen, i, ^ Und niemals, was uns schädlich ist. x; Verzehre nicht des Lebens Kräfte In träger Unzufriedenheit; Verorge *) deines Stands Geschäfte, §> Und nütze deine „Lebenszeit. ^ Bey Psiicht uiid Fleiß sich Gott ergeben, § Ein ewig Glück in Hoffnung setzn , ! Dieß ist der Weg zu Ruh und setzen. . Herr! lehre diesen Weg mich geh',, ! c» Gelassenheit. Hss) rs ists, daß ich mich quäle 7 Harr' seiner, 2 meine Seele! . Harr', und sey unverzagt! Du weißt nicht, was dir nutzet; blott weißt es, und Gott schützet, Er schützet den, der nach ihm fragt. Er zählte meine Tage, ^ Mein Glück und meine Plage, W ich die Welt noch sah. Eh ich mich selbst noch kannte, , l s besorge u. s w.^Z tb» da« treulich wa« dein . „ Sra >ü und Beruf voa d,r fo,rc r. ! Harr' seiuer.^ Wirte mit Tcdui» auf Gott uii» seine Hilfe. 76 Eh ich ihn Vater nannte, War er mir schon mit Hülfe nah. Die kleinste meiner Sorgen Ast dem Gott nicht verborgen, Der alles sieht und hält; Und was er mir bcschteden, . Das dient zn meinem Frieden, Wärs anch die größte Last der Welt. Ich lebe nicht auf Erden, Um glücklich hier zu werden; Die Lust der Welt vergeht. Ach lebe hier, im Segen Den Grund zum Glück zu legen, Das ewig, wie mein Geist, besteht. Was dieses Glück vermehret, Sey mir von dir gewähret, *) Gott! du gewährst es gern. Was dieses Glück verletzet, Wenns alle Welt auch schätzet, Sey, Herr! mein Gott! mir ewig fern Sind auch der Krankheit Plagen, Der Mangel schwer zu tragen, Noch schwerer Haß und Spott: So harr ich und bin stille. ') l Gewährt/) bewilliget, -e-ebtii 77 Zu Gott; denn nicht mein Wille, Dein Wille nur, qefcheh, o Gvlt! Du bist -er Müden Stärke, Und aller deiner Werke Erbarmst du ewig dich. Was kann mir wiederfahren, Wenn Gott mich will bewahren? Und er, mein Gott, bewahret mich. i) Der LVeg des Frommen. Hl^er Gottes Wege geht, nur der hat grossen Frieden, Er widersteht der bösen Lust; Er kämpft, und ist des Lohns, den Gott dem Kamps beschieden, Ist seiner Tugend, sich bewußt. r) Er merkt auf seinen Gang, geht ihn mit heü'gem Mulhe, Wächst an Erkenntniß und an Kraft, Wird aus der Schwachbeit stark, und liebt und schmeckt das Gute Das Go tt in seiner Seele schasst. r) s Der Weg, ». s, w. ^ Die Mekiniungcn, und der Wandel, da» Leben der Fromme». Er merkt, u. s. w- ^ er giebt auf seine Lbateir awt, und thut da» ssute da- er thu» soll, mit heiliger Entschlossenheit. 78 Ihn hat er allezeit vor Augen und im Kerzen, ^ Prust täglich sich vor seinem Thron / 2 Bereut*- der Fehlet Zahl, und tilgt -er tz Sünden Schmerzen Durch Jesum Chrisium, seinen Sohn. 2 Getreu in seinen» Stand genießt er Gottes Gaben, Wehrt seiner Seele Gell) und Neid/ Und ist/ wenn andre gleich viel Weins ' b und Kornes haben / 2 In Gott bey wenigem erfreut. Schenkt seine Hand ihm viel: so wir- ^ er vielen nützen, Und, wie sein Gott, gutthätig seyn; Des Freundes Glück erhöhn, vcrlaßne « Tugend schützen, § Und selbst den Feind in Noth erfreun. Ihm ist es leichte Last/ die Pflichten auszuüben, Die er dem Nächsten schuldig ist; Die Liebe gegen Gott heißt ihn die Neu-' 1 sehen lieben; Und durch die Liebe siegt der Christ. *) s gereut, u. s. w. ) c» i» ilim leid wen» er siehet wie so viel er aefchlk habe, doch uösttt Z thu 2cs»r und sei» Lvai^clium. 79 n Er kränket nie -ein Glück , schützt -einen Nulim, -ein Leben; Denn er ehrt r) Lottes Bild in dir. r Er kragt dich mit Geduld/ ist willig zum Vergeben : Denn Gott/denkt er/ vergiebt auch mir. r Lein Beispiel sucht-ein Herz im Guten zu bestärken, A ' Er nimmt an deiner Tilgen- Theil; Leim alle sind von Gott 2) gezeugt zu guten Werken. - Und haben Einen Herrn, Ein Heil. Dieß Heil der Ewigkeit/ das hier -er ^ Fromme 4) schmecket, Erhöht sein Glück, stillt seinen Schmerz, Giebt ihm Geduld und Muth. Kein Tod -er ihn erschrecket! Im Tode noch freut stch sein Herz. t r) l Denn cr ehrt u e w. ^ denn er denkt/ «uck du bist n«ci' Gotie- Bild erschaffen : und darum hat er »chrung / und Liede für dich. r)f gezeugt, ) erschaffen -u guten Werken, ^ Lpt> Xi. v. ro. M Z) s schmecket H hier schon fühlt und zu ge,liessen anfängt. Das Glück eines guten Gewissens. ! Zt^esttz ich nur - Ein ruhiges Gewissen: So ist für mich, wenn andre zagen müssen. - Nichts schreckliches in der Natur. ! Dieß sey mein Theil! , Dieß soll mir niemand rauben. Ein reines Herz von ungefärbtem Glauben, i) > ? Der Friede Gottes nur ist Heil. - Welch ein Gewinn, Wenn meine Sünde schweiget: Wenn Gottes Geist in meinem Geiste < zeuget, 5 Daß ich sein Kind und Erbe bin ! Und diese Ruh, Den Trost in unserm Leben, Sollt ich für Lust, für Lust der Sinnen ^ geben 7 , ^ Dieß lasse Gottes Geist nicht zu ! > ^ In jene Pein, 2 ) Mich selber zn verklagen, I)tin «ufrichti-e- Gott erqebenes Hers. -) »es,mlicb in die Pein die ein djse- Gewissen mit tz sich führet. 8 l . Der SündeFlnch mit mir umher zutragen, In diese stüehr ich mich hinein ! Laß auch die Wicht, N. Dich selber zu beßeqen, Die schwerste scm,! Sie tsts; doch welch Vergnügen Wird ste nach der Vollbringung nicht! u, Welch Glück! zu sich » Mir Wahrheit sagen tonnen : Ich i'üblt in mir des Wirten Lust entbrennen , Doch, Dank sey Gott! ich schüfe mich. Und welch Gericht! ste Selbst zu steh sagen müßen: Ich konnte mir den Weg zum Fall vev- .schließen; Und -och verschloß ich mir ihn nicht. Was kann im Glück «y Den Werth des Glücks erhöhen?, Ein ruhig Herz vers„ßt im Wohlergehen ^ Dir jeden frohen Augenblick. Was kann im Schmerz Den Schmerz der Leiden stillen, Im schwersten Kreuz mit Freuden dich > erfüllen? " § Ein in dem Herrn zufriednes Herz. D s Was giebt die Muth, x Die Güter zu verachten, Wornach mit Auqft die niedern Seelen L schmachten? Ein ruhiq Her;, dieß größre Gut. v Was ist ein Spott, Den ein Gerechter leidet? Sein wahrer Ruhm! Denn wer das Böse meidet, Das Gute thut, hat Ruhm bey Gott. Im Herzen rein, I Hinauf gen Himmel schauen, , Und sagen: Gott, du Gott! bist mein' Vertrauen ! Welch Glück, o Mensch, kann größer seyn? Sieh, alles weicht, *) Bald wirst du sterben müßen Was wird alsdenn dir deinen Tod versüßen ? Ein gut Gewißen macht ihn leicht, Heil dir, o Christ, Der diese Ruh empstndet, Und der sein Glück auf das BewiHtseyn gründet, Daß nichts Berdammltchs an ihm ist. l l> L *) Weicht,) »ergeht. Lr Laß Erd' und Welt, So kann der Fromme sprechen, en Laß unter mir den Bau der Erde brechen ! Gott ist es, deßen Hand mich hält. In Rrankheir. ^ch hab in guten Stunden l< -v) Des Lebens Glück empfunden, Und Freuden ohne Zahl: So will ich denn gelassen > Mich auch in Leiden fassen: Welch Leben hat nicht seine Qual? ^ Ja, Herr, ich bin ein Sünder, , Und stets strafst du gelinder, Als es der Mensch verdient. Will ich, beschwert mit Schulden, i Kein zeitlich Web erdulden, Da>- och zu meinem Besten dient? will ich mich ergeben, Nicht meine Ruh, mein Leben, ! Mehr lieben, als den Herrn. * Dir, Gott, will ich vertrauen, ^ ^ Und nicht auf Mensel e« hauen, Du hilfst, und du errettest gern. ^ Laß du mich Gnade finden, . Mich alle meine Sünden 84 Erkennen und bereu'»». Jetzt hat mein Geist noch Kräfte; Sein Heil laß mein Geschäfte, Dein Wort mir Trost und Leben seyn. Wenn ich in Cbristo sterbe: Bin ich des Himmels Erbe, Was schreckt mich Grab und Tod 7 Auch auf des Todes Pfade *) Vertrau ich deiner Gnade; Du, Herr! bist bey mir in der Noth. Ich will dem Kummer wehren, Gott du ch Gedult verehren, Im glauben zu ihm stehn. Ich will den Tod bedenken. Der Herr wird alles lenken; Und was nur gut ist, wird geschehn. Vom Tod. tt^as sorgst du ängstlich für bei-: Leben i Es Gott gelassen übergeben, Ist wchre Nah und deine Pstlcht. Du sonst es lieben weislich nützen, Es dankbar als ein Gluck besitzen, Verlieren als verlörst du's »recht. ') f Auch auf des Todes Pfade, ü im Sterbest ieidii. D S E, T V> E W ! S N, Li V S, Äc lSSc jDe !^>a >Du DerTo- soll -ich nicht tranrtg schrecke« 5 Doch -ich ,»r Weisheit zu erwecken, Soll er dir ste?s vor Augen sinn. Er soll den Wunsch zn leben mindern, Doch -ich in deiner Psticht nicht hin-enp Vielmehr die Kraft dazu verleih». Ermattest -u in -einen Pflichte»: So laß den Tod -ich unterrichten, Wie wenig deiner Tage find. ! Sprjch: Sollt ich Gutes wohl verschiede» ? Nein , meine Zeit, es auszuüben Ist kurz; und sie verstiegt geschwind. Denk an den Tod, wenn böse Triede, Wenn linst -er Weit und ihre liicbe . Dick, reißen; »n ersticke sie. S, rlch Ka IN ich Nicht noch heute sterbe»? «lind ch !Uch die Welt ererbe», Äcgienq ich -och solch U bel nie. Denk an -en Tod wenn Nichm und Ehre», ^Wenn -eine Schche stch vuuiehreu, .Daß du ste „ich. zu h fug liebst. iDenk an di' E> elteit -er Erden, sDaß wenn ste dn- enuissc:! werden, lDu dann -ich nichi zu sehr betrübst. ! Denk an den Tod bey frohe« Tage», )6 Kann deine Lust sein Bild *) verteageu; D So ist sie gut und unschuldsvoil W Sprich , dein Bergungen zu versüßen: D Welch Glück werd ich erst dort genießen S Wo ich unendlich leben soll! Ei Denk an den Tod, wenn deinem Leben ^ Das fehlt, wornach die Reichen streben; Sprich: bin ich hier, um reich zu seyn? Heil mir, wenn ich in Christo sterbe, Dann ist ein unbeflecktes Erbe, Dann ist der Himmel Reichthum mein. Denk an den Tod, wenn Leiden kommen Sprich: alle Trübsal eines Frommen Ist zeitlich, und im Glauben leicht» Ich leide, doch von allem Bösen Wird mich der Tod bald , bald erlösen: Er ists, der mir die Krone reicht. ^ Denk an den Tod, wenn freche ckr. > Des Glaubens und der Tugend vocten,! Und Lasier stolz ihr Haupt erhöh n. i Sprich zu dir selbst : Gott trägt die ^ Frechen; . I Doch endlich kommt er, sich zu rächen, Und plötzlich werden sie vergeh'«. ') sS«n Nild vertragen^ kannst du bc» dein«» eraitzungen »«big an drn grdr»k«n » > ^ < 8 >GS> 87 >; Denk an den Tod znr Zeit der Schrecken, Wenn Pfeile *) Gottes in dir stecken ; Du rufst, und er antwortet nicht. t„ Sprich: Sollte Gott mich ewig hassen? Er wird mich sterbend nicht verlassen; Dann zeiqt er mir sein Angesicht. So suche dir in allen Fällen - Den Tod oft lebhaft vorzustellen; So wirst du ihn nicht zitternd scheu'«; ^ So wird er dir ein Trost in Klagen, ^ Ein weiser Freund in gute« Tagen, ^ Ein Schild in der Versuchung seyn. r.'l n,! »/ «i> H. ^ - stvürdcn,^ Ehrenste««,. 88 Nichts wird. dich im Tod crfreir'ii; Diese Güter stnd nicht dein Nur ein Herr das Gutes liebt, Nur ein ruhiqes Gewissen, Das vor Gott dir Zruanist aiebt, Wird dir deinen Todvc.sssen: Dieses Herz von Gotr erneut, Iß -es Todes Zreudiqkcit. Wenn in deiner letzten Noth Freunde hu>ftvs um dich beben: Dann wird über Welt und Tod, Dich dieß reine Herz erheben; Dann erschreckt dich kein Gericht; tzott ist deine Zuversicht. Daß du diese» Herz erwirbst, Fürchte Gott, und bet und wache. ») Sorae nicht, wie früh du stirbst; Deine Zeit ist Goates Sache. Lern nicht nur den Tod nicht schcu'n, Lern auch seiner dich ersreu'n. ^ Ueberwind ihn durch Vertrau'n, Sprich: Zeh weist, an wen ich qlaubti Und ich weist, ich werd ihn schau'« Einst in diesem meinem Leibe. Er der rief: Es ist vobbracht! ^ Nahm dem Tode seine Macht« i l 8L7 ^5) !9 i) Tritt im Geist zum Grab oft hin, Siehe dein Gebein versenke»; Sprich: Herr! daß ich Erde bin, Lehre du michs selbst bedenken; Lehre dn mich jeden Tag; Daß ich weiser werden mag! III. As)ie sicher lebt der Mensch, der Staub, Sein Leben ist ein fallend Laub; 2) Und dennoch schmeichelt er sich gern, Der Tag des Todes sey noch fern, Der Jüngling hofft des Kreises Ziel, z) Der Alan» noch seiner Jahre viel. ») sTritt im Geist, 11. s. w.s Stell« dir oft in Gedanken «in offenes Hrad; am Rand dessel» b«i ei»«n H«r«, „nd Männer vor. die beschäf- tiqetstnd, diesen Sara i» das Grab Hera» zu lassen. Denke, Das ist mein Seal, mein Sara, mich, meine in denisel-rn vnschloß,ici, ^ Gebeine sind diese Kenner so ^schäftia hcra- -n lassen, Erde daeausinschiufelii, und dan» weg ju >iedn- s fallend Eaub. s ' So leicht im Herbst ein Laub-Blatt, vom Baume fällt, s» leicht fällt auch der Mensch dabin und stirbt. ^ l Hofr be« Greises Ziel s Hoft s» alt j» tverdkn, «IS -er älteste Man». 90 Der Greis zu violett noch ei.n Jahr, Und keiner nimmt den Irrthum wahr. Sprich nich^: Ich denk in Glück und Noth Im '.-erzen oft an meinen Tod. Der / den der Tod nicht weiser macht/ ^ Hat nie mit Ernst an ihn gedacht. ^ Wir leben hier zur Ewigkeit, Zu thun, was uns der Herr gebeut, llnd unsers Lebens kleinster Tb il,'^' ^ Ist eine Zrtst >) zu unserm Heil. ^ Der Tod rückt Seelen vor Gericht; Da bringt Gott alles au das Licht, Und macht, was Vier »e, borgen war/ Den Rath der Her;-n offenbar. Drum da dein Tod dir täqlich dräut, So sen doch wacker und bereil: Prüf dciucn Glauben, als ein Christ/ Ob er durch Liebe thätig ist. -) - Cin Seufzer in der letzten Noth, ^ ,) Ein Wunsch / durch des. Erlösers Toi' Bor Gottes Thron gerecht zu senn, > Dieß iuachl dich nicht von Hunden reis- l) l Tick k">r >'rist zu- u s. w.) iü »ine >"' u> >*ürkc». I ») L wacker, ^ mrinlkk, thilti«. -er>LS 9l Ein Her;, das Gottes Stimme dort, r>. Ihr folgt, und sich vom Bösen kehrt; . Eli« gläubig Herz, von Lreb'erfüllt, Dieß ist es, was in Christo gilt. r) Die Heiligung erfordert Müh: Du wirkst sie nicht, Go»t wirket sie. Du aber ringe stets nach ihr, Als wäre sie ein Läerk von dir. 2) Der Ruf ins Leben, daß du lebst, Dein höchLes Ziel, nach dem d» strebst Und -einer Tage Rechenschaft Ist Tugend in des Glaubenskrast. r, Ihr alle feine Tage weih'n, z) Heißt eingedenk des Todes senil; ! U„r> wachsen in -er HekligUNg, 1 Ist wahre Tod'kcrinncrung. l) f Mas IN Lhrilko gilt,^ worauf << im Cbch ßt,rh.,m ankömmt. » ^ k Der Ruf, u s. w-Z Note bat lack darum ^ ja da« krtwi, «e ufeu ( da« Leben acaebcu) da« du als na'Cl'iiH »» lMsuden wa ae kuqcnd au»öbkß ^ dieses zu 'bun i'oll auch dein arößtcS B'w dr» scvn; lum raren, ob d» „< ^ dickes at>bau st »»it blechcil- ,jl, schafr a-bc» müsicu. ! fIhr alle, u s w.) ßch alle L««r der Du« «end tracds«. -2 Wie oft verqeß ich diese Wicht! Herr.'geh mit mir niehk ins Gericht; Drück selbst des Todes Bild m mich/ Daß ich dir wandle würdiglich; Daß ich mein Herz mit jedem Tag Vor dir, o Gott ! erforschen mag , Ob Liebe, Demuch, Fried und Tre»/ Die Frucht des Geistes in ihm sey; Das ich zu dir um Gnade fleh, Stets meiner Schwachheit widersteh, Und einstens in des Glaubens Mach! Mit Freuden, ruf: Es ist vostbracht! d- D« ll, D L, e s Trost des ewigen Lehens. ! ^ach einer Prüfung kurzer Tage ! ^ Erwartet uns die Ewigkeit. j Dort, dort verwandelt sich die Klag*! In göttliche Zufriedenheit. > Hier übt die Tugend ihren Fleiß;*) Und jene Welt reicht ihr den Preiß. ' Hier such ichs nur, dort werd ichs sindcX,' ^ Dort werd ich heilig und verklärt, ")s/->iee übt die Tucrend ibrei, >'le»8 , 'jene Welt rcicl't ihr den prriß, ^ H'sl muß der Meosck sich »M Ernst in der üben,in jener W^it aber wieder -nädi-N" dafür belohnt werde». > 060 9 ? i) Der Tugend ganzen Werth empfinden, deut unaussprechlich grossen Werth; -h/Dc»H Gott der Liebe werd ich seh'n, ,'Fhir lieben, ewig ihn erhöh'n. Nl, Da wird der Torstcht heil'ger Wille dlein Will und meine Wohlfarth seyn; llnd lieblich Wesen, Heil die Fülle, Am Throne Gottes mich erfrci.n. Dann läßt Gewinn stets auf Gewinn 2Z Drich fühlen, dafi ich ewig bin. Da werd ich das im Licht erkenne» Nas ich auf Erden dunkel sah; Das wunderbar und heilig nennen, Aas unerforschlich hier geschah; Da denkt mein Geist, mit Preis und g i 94 Da werd ich zu dem Throne dringen ! Wo Gott mein Heil sich offenbart; -i Ei» Heilig, Heilig, Heilig singe». He Dem Lamme das erwürget ward, . Und Cherubim und Seraphim, d Und alle Himmel jauchzen ihm. Da weid ich in der Engel Schaun» Mich ihnen gleich und heilig seh n D Das nie gestörte Gluck erfahren, D Mit Frommen stets fromm umzugeh'«-L Da wird durch jeden Augenblick N Ihr Heil, mein Heil, mein Glück, ihk Z Glück *) Da werd ich dem den Dank bezahle»/' Der Gottes Weg mich gehen hieß, ' Und ihn zu Millionen malen, Noch segnen, das er mir ihn wies; Da sind ich in des Höchsten Hand Den Freund, den ich auf Erden fand. Wlk kin» 0»« dem andern herflicßt! >I»d werte iü> erst reckt Ursache finden, Gott loben mid zu danken. ') f D" wir- idr Heil mein Heilg wenn ich wie andere oinme so -lücklict»/ so leliq so wird cden niei»F ri-ene Nkrmedrcn. VSO ys n Da ruft, o möchte Gott es geben! vielleicht auch nur ein Sel'ger zu : Heil sey dir ! denn du hast mein Leben, Die Seele mir gerettet; du! wie muß dieß Glück erfreu'», Der Netter einer Seele seyn! eil seyd ihr Leiden dieser Erden, Doch gegen jene Herrlichkeit, Die offenbar an uns soll werden, '-. Von Ewigkeit zu Ewigkeit? Nie nichts, wie gar nichts gegen sie, hk Ist doch ein Augenblick voll Müh! yü S)DV Dritter Theil. P s a l m e n. be de de L ehr - Psalmen. *) Der I. i. psirlm. ^ AHohl dein, der nicht wandelt im Ratb, n« der Gottlose», noch trittet auf den Weg der Sünder, noch sitzet auf dem Stuhl der Spötter. ^ 2. Sondern seine Lust ist zum Gesab des Herrn, und in seinem Gesatz trachtet di er Tag und Nacht. U! z. Der ist wie ein Baum an den Wasi serflüssen gepsianzet, Frucht bringt zl> i seiner Zeit; und seine Blatter fallen nicht st sd, und was er thut, das gerathet wvhl.> 4. Aber um die Gottlosen stehet es nichts. als»; sondern sie sind, wie die Spreu/ " die der Wind zerstreuet. ^ *) s Iscbr psalineuH werden solch« Psalm««, acucnnct, der«» Hanvtiabalt in wicht«»«« , kekren mid Wal'rheitkN destrhet, die dalt«« ^ »oraetras«» werden. -7 Del 15. Psalm. »nie den GottSfürchtiqcn ehret- B b Ueber den Unschuldige»/^ tuiu Schade» ver Unschuldigen. V 98 Der ?2. Psalm. den Unschuldigen. Wer das thut/ de> Wird nickt entwegt werden *) ewiglich Der XXXIl. Psalm. /Leltg find die, welche» ihre Uebertret> ^ tung nachgelassen ist, und denen W Sünden bedeckt find. 2. Selig ist der Mensch / dem der Heft die Missethat nicht zurechnet/ in desse» Geist kein Betrug ist. z. Denn als ich es verschweigen wolltft verschmachteten alle meine Gebeine durch nietn tägliches Heulen. 4. Denn deine Hand war Tag un^ Nacht schwer auf mir; mein Saft vek' trocknete / wie es im Sommer dürr wird s. Da habe ich dir meine Sünde kennet/ und meine Missethat nicht verboth gen. Ich sprach: Ich will dem Heft'^ meine Uebertrettung bekennen: da hastig die Missethat meiner Sünden verziehen- 6. Darum werden alle Heilige zu di<> beten zu gelegener Zeit/ und die Güsse vc> grossen Wasser werden sie nicht erreich^ 7. Du bist meine Zuflucht vor der Tr»^ b d sal: du wirst mich behüten: du wirst w'-j ') s Nicht entwegt werden,) der wird »lücküch seyn. i Der Z 4 . Psalm. 9) begaben mit FreudcngesangdcrErlöseten. 8> Ich will -ich unterrichten / und dir den Weg zeigen, welchen du wandeln sollt/ ich will dich mit meinen Augen leite». 9. Seyd nicht wie Rosse und Maul- thiere/ die keinen Verstand haben, wel« chen man Zaum und Gebiß in das Maul leget, wenn sie dir nicht gehorsam sind. 10. Der Gottlose hat viel Plagen, wer aber auf den Herrn hosset, den wirb die Güte umfangen. *) n. Freuet euch im Herrn, und frolo- stet ihr Gerechten, und jauchzet ihr alle, lvelche ein aufrichtiges Herz haben. Der XXXIV. ,4. Psalm. schwill den Herrn allezeit loben, sein Lob soll immerdar in meinem Munde seyn. 2. Meine Seele rühmet sich im Herrn; dir Sanftmülhigen werden es hören, und stch erfreuen. Preiset den Herrn-mit mir und lasset Uns mit einander seinen Namen erhöhen. 4. Ich habe den Herrn gesucht, und er bat mir geantwortet, und mich aus aller d einer N oth errettet. ') Der wird mit Gutem umgeben sc»n. 100 Der ;q.. Psalm. s. Welche auf ihn sehen, und hinzu'! drinqen, derselbiaen Angesicht wird nicht H zu Schanden werde». ^ 6. Dieser Elende hat geschryen, und der Herr hat ihn erhört, und hat thltl aus allen seinen Nöthen geholfen. G 7- Der Engel des Hrrrn lagert sich „ul die her, die ihn fürchten, und er erlöset sie. ki 8. Schmecket und sehet, wie so freund',A lieh der Herr ist Selig ist, der auf ih» vertrauet. H, 9- Fürchtet den Herrn, ihr seine Hei' >h> ligen: denn die ihn fürchten, haben ket' nen Mangel. ch 10. Die jungen Löwen müssen Mangels und Hunger leiden : aber die den Herr» 'ha suchen, denen wird nichts Gutes mangeln- 11. Kommet herzu, ihr Kinder, höret ^ Mir zu: ich will euch die Furcht des Her' ren lehren. 12. Wer ist, der Lust zum Leben hat/ und gern gute Tage sähe? , i z. Behüte deine.Zunge vor dem sen, und deine Lefzen, *) daß sie nicht ^ falsch reden. ^ ') deinen Mund, daß er nicht falsch rede. Der?4-Psalm. lor rl'i 14. Laß vorn Bösen, und thue das Gute : suche den Frieden, und jage ihm , nach. "" > e. Die Augen des Herren sehen auf "»die Gerechten, und seine Ohre» auf ihr Schreyen. >ni ,6. Aber des Herrn Angesicht stehet',' >e. Wider die, welche Böses thun, da/ er ihr// id» Gedächtniß von der Erde ausrenke. ' P 17. Die Gerechten schreyen und der Herr erhöret sie, und errettet sie aus aller en ihrer Noth. eb i8. Der Herr ist nahe bey denen, die /ines zerbrochenen Herzens sind, und hilft >e> denen, welche zerschlagene Gemüther r» haben. ^krcchte muß viel leiden, aber «er Herr hilft ihm aus diesem allem. ^ i 20. Er bewahret ihm alle seine Gebeine, ^!«aß derselben nicht eines zerbrochen wird. j. 2i. Pen Gottlosen wird die Bosheit z,,lobten, und die den Gerechten hassen, hl werden ausgeremet. s. 22.'Der Herr erlöset die Seele feiner Diener, und alle, die auf ihn vertrauen, ^rdcn nimmermehr ausgerenket. »02 Der Z7- Psalm. Der XXXVI l. ,7. Psalm. j (Arzörne dich nicht über die Bösen, lind ^ ^ eifre nicht über die,welche Uebels thun- d 2. Denn sie werden schnell abgehauen, wie das Gras, und sie werden verwelke» d wie das grüne Kraut. § d Hoffe auf den Herrn, und thu Gib! tes, bl^ib im Lande, und nähre dich redlich. § 4. Und habe deine Lust an dem Herr»/ t so wird er dir geben was dein Herz begehrt. s. Befehle dem Herrn deinen Weg» e «nd hoff auf ihn : er wird es wohl machen. t 6. Und er wird deine Gerechtigkeit l hervor bringen wie das Licht/ und dei»! l Recht wie den Mittag. ! 7. Sey still dem Herrn, und wart^ e auf ihn; erzörne dich nicht über den, wcl^ l chem sein Muthwill glücklich fortgehet s über den , der seine Anschläge vollstrecket-! l 8. Stehe ab vom Zorn , lasse ab vo>»> < Grimm; lasse dich von dem Zorn nichtj bewegen, daß du Unrecht thuest. ^ ' 9. Denn die Bösen werden ausgere^ > tet; die aber auf den Herren harren/> werden daS Land ererben. 10. Es ist über noch nm ein klein«' DerPsalm. I0Z >m^ en,l ke» ^li' ch. rr>/ at. g' ohl 'eit ei»! > rte ,est! 'ct>! o>»l Bj e»^ zu thnn/ so wird der Gottlose nicht mehr seyn; und wenn du nach seinem Ort sehen wirst , so wird er »irgend vorhanden seyn. i i. Aber die Sanftmüthigen werden das Land ererben / und in grossem Frieden Lust haben. 12. Der Gottlose ist dem Gerechten aussätzig/ und knirschet milden Zähnen über thu. i z. Aber der Herr lachet seiner; denn er stehet, daß sein Tag kommt. 14. Die Gottlosen zücken das Schwerdt, und spannen ihren Bogen, daß sie den Elenden und Armen fällen ,-und die umbringen, welche den rechten Weg gehen. > 5» Aber ihr Schwerdt wird durch ihr eigen Herz dringen, und ihr Bogen wird zerbrechen. 16. Das Wenige, das ein Frommer hat, ist beßer als der große Uebersluß der Gottlosen. 17. Denn die Aerme der Gottlosen Werden zerbrechen: aber der Herr erhaltet die Gerechten. 18. Der Herr weiß die Tage der Frommen , und ihr Erb wird ewig seyn. 19. Sie werden nicht zu Schanden in 1O4 Der 17. Psalm. der gefährlichen Zeit; und zur Zeit des : Hungers werden sie ersäcriget. uii 20. Denn die Gottlosen werden umkommen, und die Feinde des Herren wie lie die Feißte der Lämmer; sie werden ver- sie gehen, ja wie rauch werden sie vergehen. G> 21. Der Gottlose nimmt auf Borg/ und bezahlet nicht: der Gerechte aber ist er« barmherzig, und giebst. 22. Denn die, die von ihm gesegnet he! sind, werden das Land ererben: und die von ihm verflucht sind, werden auSge. rc« reutet. 2g. Die Tritte eines solchen Mannes sei werden von dem Herrn geleitet, und er ^ We hat an deffelbigen Weg ein Wohlgefallen. 24. Wenn er schon fallet, so zerfallet sei er doch nicht : denn der Herr erhaltet d" ihn mir seiner Hand. 25. Ich bin jung gewesen und alt wor- de> den, und habe doch niemahl gesehen, daß der Fromme verlassen seye, oder sein . Saamen nach Brod gehe. *) ^ 26. Er ist allezeit barmherzig, und lei- na het gern, und sei« Saamen wird ge-, segnet seyn. l *) Seine Nachtvmmen »erarmen, betteln gehen- Rl W, DerPsalm. 107 es 2.7. Laß vom Bösen, und thu das Gute und bleibe ewiglich. n, 28. Denn der ^-err hat das Recht te lieb, und verläßet seme Heiligen nicht/ r- ße werden ewiglich bewahret: aber der n. Gottlosen Saamen wird ausgereuiet. , / 29. Die Gerechten werden das Land ist ererben, und ewiglich darin» wohnen. zo. Des Gerechien Mund dichtet Weiss et heit, und seine Zunge redet was recht ist. ie Zr. Der Gottlose lanret auf den Ge- e, rechten, und unterstellet ihn zu tddten. zz. Aber der Herr lasset ihn nicht in rs seinen Händen, und verdammet ihn nicht ?r Wenn er verurtheilet wird. n. 84- Harre auf den Herrn, und halte et seinen Weg, so wird er dich erhöhen, daß et die Gottlosen ausqereutet werden. ; s. Ich habe einen Gottlosen gesehen, r, der war mächtig, und grünete, wie ein , l grünender Lorberbaum. in ^ z6. Und er ist vergangen, und stehe, da war er nicht mehr: ich fragte ihm i, nach, da ward er nirgend gefunden, r, Sey fromm, und stehe auf das l Recht, denn einem solchen wird es zuletzt ^ wohlgehen. 106 Der 90. Psalm. Z8. Die Uebertretter aber werden mit^ einander vertilget, und die Gottlosen werden ausgereutet werden. 39 . Aber das Heil der Gerechten ist Von dem Herrn; derselbtge ist ihre Stärke in der Noth. 4». Und der Herr wird ihnen briste« j hen, und sie erretten. Er wird sie von den Gottlosen erretten, riMhnen helfen:! denn sie haben auf ihn qehoffet. Der XO. 9). Psalm. *) ^ Herr! du bist unsere Zuversicht gr« ^ Wesen von Anfang der Welt her. 2. Ehe dann die Berge worden, und die Erde, und die Welt erschaffen war; wärest dtt Gott, von Ewigkeit in die Ewigkeit z. Du änderst den Menschen bis er zerbricht, und dann sprichst du : kommet Wieder ihr Menschenkinder ! 4. Denn tausend Jahre sind vor dir, wie der gestrige Tag, der vergangen ist, «nd wie eine Nachtwacht. s. Du lässest sie zerflteffen: sie sind «in Traum; Morgens sind sie wie das Gras, das verdirbet. hi Ut sie so li. b< u *) In diesem Psalm stnd riniqe Verse, die sich nur auf die JugMtz dejichru, ausgelassen. ra C u> n A dl Der ivi. Psalm. 107 it ^ L. Das am Morgen blühet, und da- n hin gehet; zu Abend wird es abgehauen und verdorret - st iO Die Tage unserer Jahre: find r- ' Jahre; wenn sie hochkommen, so sind es achziq Jahre; und das Herren lichste in denselben ist Mühe und Ar«^ >l beit: denn es wird schnell abgemähet, !:, und wir fliegen dahin.- er. Lehre uns, daß wir unsere Tage ^ zählen und sie weirlich zu Herzen fassen. 14. Ersättige uns frühe mit deiner je Gnade, so wolle» wir frolocken, und st ^ Uns freuen unser Lebenlang. it 17. Und die Lieblichkeit des Herrn !r unsers Gottes sey ob uns. Fördere das et Werk unserer Hände bei uns: ja fördere das Werk unserer Hände. ^! Der Ll. 101. Psalm. *) ?^ch will von der Gnade und Billigkeit >d > «v) fingen : 0 Herr! dir will ich lobfingen. ls - ') Wie David als Köniq acsinnet war, und > in seinem Lande alles Böte anSrcuten, und ^ ! alle- Gute pflanje» wollte, so soll auch jeder ^ Hausvater «esinnet seyn, und i» seinem Hause so viel er kann, nur surr, hrnve Leute »u «Un suchen. io8 Der nr. Psalm. r. Ich will fürstchtiq und redlich hau- ! deln, wann du zu mir kommest; ich will se mit aufrichtigem Herzen in meinem Hause W wandeln. Ich will mir keine böse Sache vor« H nehmen; die Missethat der Uebertretter will b ich hassen / und ste muß mir nicht anhangen. ^ 4 - Ein verkehrtes Herz muß von mir ii weichen; den Boshaften will ich nicht ! B leiden. s. Den, der seinen Nächsten heimlich ui verleumdet/ will ich vertilgen; den / der d< stolze Augen und einen hohen Muth hat, mag ich nicht leiden. el 6. Meine Augen sollen sehen auf die , m Treuen im Lande, daß ste bey mir woh« len: wer aufrichtig wandelt, der soll G mein Diener seyn. vi 7 . In meinem Hanse soll keiner wohnen, der mit Falschheit umgehet: kein Lügner «ii soll vor meinen Augen bevestnet werden. ße 8. Ich will alle Gottlosen tm Lande ! früh vertilgen, daß ich alle Uebelthäter ! sei ausrenke aus der Stadt des Herrn. > - Der LXll. .,2. Psalm. ^alleluja. Selig ist der Mann, der den ! Herrn fürchtet, der zu seinen Gebo- 3 ten große Lust hat. Der r i2. Psalm. 109 - ^ e. Deßelben Saamen wird gewaltig l seyn auf Erden; der Frommen Geschlecht t Wird gesegnet seyn. z N.'ich'l»nn und Gut wird in seinem « ^ Hanse seyn; und seine Gerechtigkeit 1) l bleibet ewiglich. . I 4 Dem F ommen gehet das Licht a»f i ^ in der Finstermsi, van dem Gnädigen, t ! Barmherzigen und Gerechten. e. Der fromme Mann ist barmherzig > und leihet: feine Worte richtet er aus nach > der Äistigkeir. 6 . Denn er wird nicht entwegt werden ewiglich; des Gerechten wird nimmer- ^ ^ Mehr vergessen werden. > 7. Er erschrickt nicht vor einem bösen Gerücht r), sein Herz ist steiss z), er vertrauet auf den Herrn 8 . Sein Herz ist steif : er cntsehet sich nicht, bis er seine Lust an seinen Feinden siehet. y. Er streuet aus, er giebet den Armen; seine Gerechtigkeit bleibet ewiglich : sein j 1) Wohlstand ! -) s bösen Gerücht/ Wenn man schon Nwa- I boüs >v«se» iha sagt. ^ I) k steiss, H Niwktiagt. HO Der rs. Psalm. Horn i) wird mit Ehren erhöhet werden. io. Der Gottlose wird es sehen, lind einen Verdruß daran haben; er wird mit seinen Zähnen knirschen und vergehen. Was die Gottlosen gern wollte» / das wird verlohren seyn. Bcth-Psalmen. 2) Der r;. XXV. Psalm. Herr! ich erhebe mein Gemüths» dir. r. Mein Gott! ich hoffe auf dich; laß mich nicht zu Scbanden werden, daß sich meine Feinde nicht über mich freuen. 3. Denn keiner wird zu Schanden, der auf dich harret: aber die leichtfertigen z) Verächter müssen zu Schanden werden. 4 Herr! zeige mir deine Wege: und berichte mich deiner Fußpfaden. s. Leite mich in deiner Wahrheit, und h v d ji p l< u u se g fi dl i) sein Horn s. w. ) sein Ansehen, seine -Nachr wi>d -nmel'mcn. ») Dcth - Psalmen - s,»d solche Psalmen, deren ^ Hailpt-2"»halt aus andächtigen Bitten und i «ebelen zu Gott bestehet- ! z) Die leichtsinnigen Dichter drillt- Wert-, j driiirr Brfkdl«. ! Nl b. re sie Der rs. Psalm. m > t i > r I ) d d i« lehre mich: denn du bist der Gott meines HeilS, ich harre auf dich allezeit. 6. Gedenke, o Herr! an deine Barmherzigkeit und an deine Güte, welche du von der Welt her gebraucht hast. 7. Gedenke nicht an die Sünden meiner Jugend, und an meine Uebertrelung: gedenke aber meiner nach deiner Barmherzigkeit^ Herr! um deiner Güte willen. 8. Der Herr ist gütig und gerecht, da- rum lehret er die Sünder seinen Weg. y. Er leitet die Elenden recht, und lrhret die Elenden seinen Weg. lv. Alle Wege des Herrn sind Güte und Wahrheit, denen die seinen Bund und seine Zeugnisse halten. r i. Um deines Namens willen , 0 Herr! sey gnädig meiner Missethat, denn sie ist groß. , '2. Wer ist der, welcher den Herrn fürchtet? Er wird ihn führen den Weg der ihm gefällt. i z. Seine Seele wird im Guten woh- neu, und sein Saamen wird das Land 14. Die Geheimnisse des Herrn gehören denen die ihn fürchte», und er läßt ste wissen seinen Bund. H2 Der si. Psalm. i s. Meine Augen sehen stets auf den Herrn, denn er wird meinen Fuß aus dem Netz erlösen. it>. Werde dich zu mir, und sey mir gnädig, denn ich bin verlassen und elend. 17. Die Angst meines Herzens ist groß worden, führe mich aus meinen Nöthen. 18. Stehe an meinen Jammer und mein Elend, und nimm hin alle meine Sünden. >9. Siehe an meine Feinde, denn ihrer -nd viele, und sie hassen mich aus Frevel. 20. Bewahre meine Seele, und errette mich; laß nuch nicht zu Schanden werden, denn ich vertraue auf dich. 21. Redlichkeit und Billigkeit behalten mich : denn ich harre auf dich. 22. O Gott! erlöse Israel aus allen seinen Nöthen Der l.1. 5 ,. Psalm. Gott! sey mir gnädig nach -einer ^ Güte, nach der Viele deiner Er- bärmden, tilg aus meine Uebertretkung. ' 2. Wäsche mich wohl von meiner Missethat und reinige mich von meiner Sünde. z. Denn,ich erkenne meine Ucbcrlret- tung, und meine Sünde ist immerdar vor mir. a * L r t, d i, v Der si. Psalm. i rz. , 4. Dir, ja dir allein habe ich qesündl- z -et, und vor dir habe ich Uebel gethan; darum wirst du gerecht seyn in deinen ; ^ Worten, und rein bleiben, wenn du ge- . ! richtet wirst. ? > 5. Siebe, ich bin in Bosheit gestalt - tet, und meine Mutter hat mich in Si'in« 1 den empfangen. r e 's n r 6. Siehe, du hast Lust zu der Wahrheit, inniglich; du hast mich heimlich lassen wissen die Weisheit. 7. Entsündige mich mit Hyssopcn, so werd ich rein, wasche mich, so werd ich weißer als der Schnee. «. Laß mich hören Freude und Wonne daß die Gebeine froloctcn, die du zer« schlagen hast. 9. Verbirg dein Angesicht vor meinen Sünden, und tilg aus alle meine Missethaten. ro. Schaffe in mir, 0 Gott! ein reines t- r ) I^D-N'um wirst du, « s. w ^ d. i- bekenn? diese- öffentlich damit du für qerechl eisennj werdest wenn du redest oder n>l> deine Ge- richte ank »den lassest und ist« dcnsctdc» wirklich über mich kommest. ii 4 Der si. Psalm. Herz, und erneuere in mir einen aufrtch- 1 ltgen Geist. > i k. Verwirf mich nicht von deinem i Anqesichk/ und nimm deinen heiligen Geist nicht von mir. 12. Bring mir wieder die Freude deines 1 Heils / und unterstütze mich mit einem fteywilltgen Geist. l z. So will ich die Uebertretter deine ^ Wege " ' und die Sünder werden sich zu dlr bekehren. ' 14. Errette mich von dem Blut, 0 Gott,! du Gott meines Heils: so wird ! meine Zunge deine Gerechtigkeit preisen. 1 s. Herr! thu meine Lefzen auf, so wird mein Mund dein Lob auskündigen. 16. Den» du hast keine Lust zum! Opfer/ ich wollte es dir sonst gebe«/ die! Brand - Opfer gefallen dir nicht. 17. Die Opfer, die Gott gefallen/ sind ein geängsteter Geist; ein geängsttgtes, und zerschlagenes Herz wirst du 0 Gott!; nicht verachten. > 18- Thue Gutes dem Zion nach deiner Gnad; baue die Mauren zu Jerusalem. 19 Alsdann wirst du einen Gefallen haben an den Opfern der Gerechtigkeit, an 1 Der 67. Psalm. ns den Gaben und Brandopfern: Alsdann wird man die Farcen auf deinem Altar opfern. Der ttXVII. 67. Psalm. (HLott sey uns Madig, und segne uns; ^ Er laße u»ö ftln Angesicht leuchten. 2. Daß mau deinen Weg auf Erden erkenne, und dein Heil unter allen Heiden. z. Es preisen dich, 0 Gott! die Völker, ja alle Völker preisen dich. 4. Die Völker freuen sich, und jauchten : Denn du richtest die Völker mit Billichkett, und regierest die Leute auf Erden. mehr als die Wächter auf den Morgen , die des Morgens warten. , 7 . Israel warte auf den Herrn: denn , bey dem Herrn ist Gnade/ und bey ihm , ist viel Erlösung. 8 - Und er wird Israel erlösen von allen seinen Sünden. j Der LXI 4 H. 14,. Psalm. ^ F ( Seele, er wirft mein Leben zu Boden; ^ er leget mich in die Finsterniß/ wie die, § so vor langem gestorben sind. d 4.lind meinGeist ist in imr verwirret *) mein Herz ist in meinen Leib vcrjammert. >, --—- „ *) Mein» Seele ist »oll Jammer. - c. Der 14;. Psalm. n? 5. Ich gedenke an die vorigen Zeiten, und rede von allen deinen Thaten ; und sage von dein Werk deiner Hände. 6. Ich strecke meine Hände aus zu dir; meine Seele dürste nach dir, wie ein dürres Erdreich. 7. Herr! erhöre mich bald , mein Geist nimmt ab; verbirg dem Angesicht nicht vor mir, daß ich nicht denen gleich werde, > die zum Grabe hinab fahren. 8. Laß mich deine Gnade früh hören: denn ich hoffe auf dich, thue mir knnd den Weq, welchen ich gehen soll: denn ich erhebe mein Gemüth zu dir. 9 . Errette mich von meinen Feinden, o Herr! ich habe meine Zusiucht zu dir. i s. Lehre mich thun nach deinem Willen: denn du bist mein Gott; dein guter Geist führe mich auf ebner Bahn j i i. Herr! erquicke mich um deine- Namens willen; führe meine Seele ander Noth um deiner Gerechtigkeit willen. i2. Und zerstöre meine Feinde um deiner Güte willen, und verderbe alle, die Meine Seele ängstigen, denn ich bin dein Knecht. n 8 Der 8 . Psalm. Lob- und Dank- Psalmen. ») Der VIII. n. Psalm. Herr! unser Herrscher, wie herrlich ^ ist dein Namm in allen Landen, die dein Lob bis in die Himmel erheben. 2. Aus dem Munde der innqen Kinder und Säuglinge hast du eine Macht zugerichtet, um deiner Feinde willen, daß du den Feind und den Rachgierigen vertilgest. g. Ich werde zwar die Himmel sehen, welche ein Werk sind deiner Finger; den Mond und die Sterne, welche du beret- ! tct hast. 4. Was ist der Mensch, daß du seiner < gedenkest? und des Menschen Kind, daß du dich seiner anntmmest ? ' s. Du hast ihn ein wenig minder gemacht als die Engel, du hast ihn mit l Ehre und Zierde gekrönet. 2) l i)sLob-und Dank. Psalmen) sind solche ^ Psalm?», deren Haupt- Inhalt ein freudige» > Lob und herzlicher Dank gegen Gott ist. e r) D- 5- 6. D» hast ihn zwar etwas minder gte Himmel erzählen die Ehre Gottes, cn ^ und die Ausdehnung verkündet das ei» Werk seiner Hände. 2. Ein Tag sagt es dem andern, und er eine Nacht thut es der andern kund. aß Z. Es ist keine Sprache noch Rede, da ihre Stimme nicht gehöret werde, ze- 4- Ihre Richtschnur gehet durch alle all Lande, und ihre Worte bis zum Ende der Welt. Er hat der Sonne in densel» cht bigen eine Hütte gemachet. gr«> 5. Und dieselbe gehet hervor, wie ein Vräutigam aus seiner Kammer, und freuet sich wie ein Held die Strasse zu laufen, en« 6. Sie gehet auf an einem Ende des Himmels, und laufet um bis wieder au L20 Der 19. Psalm. dasselbiqe Ende; und es bleibet nichts vor ihrer Hiy verborgen. 7- Das Gesetz des Herrn ist vollkom» A' me»/ es widerbringet das Gemüth Das »e Zeugniß des Herrn ist gewiß und machet die Unberichteten weise 8. Die Befehle des Herrn sind richtig, ^ und erfreuen das Herz; das Gebott des da Herrn ist lauter, und erleuchtet die Augen. 9. Die Furcht des Herrn ist rein , und ^a bleibet ewiglich. Die Rechte des Herrn ^0 sind wahrhaft und dazu gerecht. io.Sie sind werther als Gold, jaals *s feines Gold; sie sind süffer als Honig oder ^ ^ Honigwaben. i ) >l. Auch dein Knecht wird durch ste' erleuchtet; und wer sie haltet, der hat ^ grossen Lohn. 12. Wer kann merken, wie oft er feh' let ? Mache mich ledig von meinen ver^ borgnen Fehlern. > ^ i Bewahre auch deinen Knecht vordem . ^ Hoffarten, daß sie nicht über mich Herr- schen, so werd ich vollkommen seyn, u»l von grosser Missethat unschuldig bleiben. *)lHöffartcn,H Slvlj, Uricrmutb, wissentlich^ Süildru. L2I Der z;. Psalm. x 14. Laß dir Wohlgefallen die Rede Meines Mundes / und die Betrachtung ,, Meines Herzens vor dir, 0 Herr! mein s Fels und Erlöser. t Der XXXIII. Psalm. ,, 8rcuet euch im Herrn , ihr Gerechten; s das Lob gebühret den Frommen, i. r. Preiset den Herrn mit Harfen und d Lauten : lobsinget ihm mR dem Psalter n!von zehrn Saiten. z. Singet ihm ein neues Lied/ machet j 7. Welcher das Wasser im Meer zu* r- lammen fasset / wie in einen Schlauch, ,»l md leget die Tiefen in das Verborgene. »' ') V. 4. Das Wort des Herrn ist Wahr. heil, und alle seine Merke sind tzmik. Es " liehet Accht und Gerechtigkeit» F irr Der zz. Psalm. 8. Alle Welt fürchte den Herrn ; alle die auf dem Erdboden wohnen, solle« ^ sich vor ihm entsetzen. , ^ ). Denn er hat gesprochen, und es ist geschehen; er hak gebotten, und es ist d« tz, gestanden. ch 10. Der Herr zerstöret den Rathschlag, der Heiden, und machet zu nichte die, « Gedanken der Völker. ! 11. Ädernder Rathschlag des Herr« E kleidet ewiglich, und die Gedanken seines Herzens für und für. dl 1 2 . Selig ist das Volk, dessen der V Herr sein Gott ist; das Volk, das ek -ch zum Erbe erwählet hat. j d i). Der Herr schauet vom Himmel herab, er stehet alle Menschenkinder. , H >4. Von seinem vesten Thron stehet et , guf alle die, welche auf Erden wohnen. ^ ^ i s. Er hat ihr aller Herzen gestaltet,> h er kennet alle ihre Werke. c, r 6. Einem König hilft nicht seine qroist Macht; ein Riese *) wird nicht err^ e tet durch seine grosse Stärke. j ') Niest, ein aroffer , starker Man». . ^ Selialh. ' ^ Der zz. Psalm. irz 17. Das Roß ist ein betrügliches s Ding zu helfen, und seine grosse Stärke errettet nicht. st 18. Stehe! des Herrn Aug siehet auf ^ die, welche ihn fürchten; auf die, wel« che auf seine Güte hoffen. 19. Daß er ihre Seele von dem Tod ir I-X't'.V. 6j. ^ ^0 Gott! du bist mein Gott; ich wache frühe ju dir; meine Seele dürstet nach dir; mein Fleisch verlanget nach dir, in ^ dem einöden und dürren Land, in wel« chem kein Wasser »st. " 2. Daselbst beschaue ich dich, als in ^ eine,,, Hciligthum, damit ich sehe deine I stacht und Herrlichkeit. B >, Z- Denn deine Güte ist besser«als das ^ ^eben selbst; meine Lefzen preisen dich. IL4 Der lO». Psalm. - 4. Also will ich dich preisen mein Leben- > lang; ich hebe meine Hände auf in det- ^ nem Namen. s. Du ersättigest meine Seele, gleich, als mit Mark und Feißte, und mein ^ Mund lobec mit frolockenden Lefzen. I ^ 6. Ich gedenke deiner auf meinem Bet- j ^ te, und wenn ich wache, trachte tch'^ nach dir. 7. Denn du bist mein Helfer, und j ich frolocke unter dem Schatten -einer i Flügel. ^ 8. Meine Seele hanget an dir: deine! ^ rechte Hand erhaltet mich. ! ^ Der L. ioo. Psalm. ! sz O ! .-jauchzet dem Herrn alles Land. j 2. Dienet dem Herrn mit Freuden/! kommet vor sein Angesicht mit FrviveHj z. Erkennet, daß der Herr Gott ist« .. Er hat uns gemachet, und nicht wir! ^ selbst, zu seinem Volk, und zu Schaaft» ^ seiner Weide. 4. Gehet zu seinen Thoren hinein Danksagung, in seine Vorhöfe mit L0-! . chen ; lobet ihn, preiset seinen Nami"-! s. Denn der Herr ist gütig, seine - Der ivz. Psalm. 125 wahret ewiglich, und seine Wahrheit voll einem Geschlecht zum andern. Dcr ^III. Psalm. L ,'vbe den Herrn, du meine Seele! und was in mir ist, lobe seinen heiligen Namen. 2.. Lobe den Herrn du meine Seele; r>nd vergiß nicht aller seiner Gutthaten. z. Der alle deine ^Missethaten gnädig« lich verzeihet, und alle deine Schwachheiten heilet. 4. Der dein Leben vom Verderben erlöset, der dich krönet mit Gnad und Barmherzigkeit. 5. Der demen Mund mit Guten» sät- tiget, deine Jugend wird erneuert wie eines Adlers. 6. Der Herr haltet Gericht und Recht, allen die Unrecht leiden. 7. Er hat seine Wege dem Moses ki»,d gethan, nnd den Kindern Israels lein Thun und Lassen. 8. Der Herr ist barmherzig und gnädig, langsam zu zörnen, und von grosser Güte. d. Er hadert nicht ewiglich, behaltet auch den Zol>„ nicht allezeit. 12.6 Der IOZ. Psalm. 10. Er handelt nicht mit uns nach um < fern Sünden / und vergeltet uns nicht nach i «nsern Missethaten. < 11. i)Denn so hoch der Himmel ob -er Erde ist , so viel übertrift seine i Gnade gegen denen, die ihn fürchten, i 12. So fern der Aufgang ist von dein Niedergang ; also fern thut er unsere > llebertrettungen von uns. l i z. Wie steh ein Vater über die Kim -er erbarmet, also erbarmet sich -er Herr i über die, so ihn fürchten 14. Denn er weiß, was wir für ein ! 2) Gemächt sind; er gedenket, daß wir Staub sind. i,) So wir der Hio>' Mkl über die aan;e Trde ausaebceitet ist . Sehet die Güte Holte» über alle, bleibn fürcht tcn und ehren. ') War für Geschöpft, woran» wie rrhjldrt fi» Der roz. Psalm. 127 ,, von Ewigkeit zu Ewigkeit über die, sich ihn fürchten, und seine Gerechtigkeit gegen die Kindskinder. 18. Gegen die, die seine» Bund hallt ter», und an seine Gcboce gedenken, daß i. sie dieselben thun. n >9. Der Herr hat seinen Stuhl iin ?e Himmel bereitet, und sein Reich herrschet über alles. 20. Lobet den Herrn, ihr seine Engel, -x ihr starke Helden, die ihr seinen Befehl ausrichtet, die lhr der Stimme seines !tt Worts gehorsam seyd. ir 21. Lobet den Herrn alle seine Heer- scbaare«, seine Diener, die ihr seinen l§! Willen thut. lis 22. Lobet den Herrn alle seine Werke, an allen Orten seiner Herrschaft. Lobe so den Herrn, du meine Seele! Der 14;. Psalm. X Will dich erhöhen mein Gott, du Kvnig, und deinen Namen loben immer und ewiglich. 2. Ich will dich täglich loben, und deinen Namen preisen immer und ewig- lich, sprechende: r-23 Der 145. Psalm. z. Der Herr ist groß und sehr löblich/ Und seine Grösse ist unerforschlich. 4. Ein Geschlecht zum andern preiset -eine Werke und kündet aus deine Macht. s. Ich will von der Herrlichkeit deiner löblichen Macht/ und von deinen Wun-, -ern reden. 6. Und man redet von der Macht deiner erschrecklichen Thaten / und ich will '-eine Herrlichkeit erzählen. 7. Man preiset die Gedächtniß -einer grossen Güte, und man singet von deiner Gerechtigkeit. 8. Der Herr ist gnädig und barmherzig, langsam zum Zorn, und von gross sir GütS. 9. Der Herr ist gegen aste gütig, unfeine Barmherzigkeit erstrecket sich über alle seine Werke. 10. Dich, o Herr! preisen alle deine Werke und deine Geheiligten loben dich. n. Sie künden aus die Herrlichkeit deines Netchs, und reden von deiner Stärke. ir. Daß sieden Kindern der Menschen feine Gewalt kund thuen, und die herrliche Pracht seines Reichs. iz. Dein Reich ist ein ewiges Reich, 12 «, Der 14s. Psalm. «nd deine Herrschaft wahret von einem Geschlecht zmn andern. 14. Der Herr unterstützet alle die, welche fallen/ und richtet alle ttntergc- drückte auf. i Aller Augen warten anf dich/ und du giebst ihnen die Speise zu seiner Zeit. 16. Du thust deine Hand auf/ und er« sättigest alles was da lebet nach Wohlgefallen. 17. Der Herr ist gerecht in allen seinen ! Wege»/ und gütig in allen seinen Werken. 18. Der Herr ist nahe allen denen die ihn anrufen; ja allen denen/ die ihn in dfd Wahrheit anrufen. ! 19. Er thut was die wollen / die ihn I fürchten/ und er höret ihr Schreyen, und hilft ihnen. 20. Der Herr behütet alle. die ihn lie- ^ ben, und er wir d alle Gottlosen vertilgen. ri. Mein Mund soll des Herrn Lob auskünden / und alles Fleisch lobe seinen heiligen Namen immer und ewiglich. Der LXI.VH. 147 Psalm. - §'obet den Herrn, denn es ist ein gutes Ding unserm Gott lvbstngen; denn »s rz» Der 147. Psalm. ist ein liebliches Ding um das anständige Lob. 2. Der Herr bauet Jerusalem, er wird -ie Verjagten Israels zusammen bringen. z. Welcher die heilet, die eines zerbrochenen Herzens sind , und stillet ihre Schmerzen. 4- Der die Zahl der Sterne zählet, und nennet sie alle mit Namen- s. Unser Herr ist groß, und von grossem Vermögen: seines Verstands ist keine Zahl. 6. Der Herr richtet die Sanftmüthigr» auf; er stoßet die Gottlosen zu Boden. 7. Singet dem Herrn eines um das andere mit Danksagung; lobsinget un- serm Gott mit der Harfe. 8. Der den Himmel mit Wolken bedecket , er giebet der Erde den Regen und sringet das Gras hervor auf den Bergen. 9. Der dem Vieh sein Futter giebt, den jungen Naben , die ihn anrufen. 10. Er hat keine Lust an der Stärke des Rosses, noch einen Gefallen an jemandes Gebeinen. n. Der Herr bat einen Gefallen an de- ven. die ihn fürchten, dir auf seine Guts Der l 47 > Psalm. rzr i2. Preise Jerusalem den Herrn; l»« he/ v Zton! deinen Gott. iz. Denn er bevestnet die Riegel deiner Thore; er segnet deine Kinder mitten in dir. 14. Er schaffet deinen Gränzen Frle, den / und sättiget dich mit dem beste» Waitzen. i s. Er sendet seine Rede aus auf Er« den / sein Wort lauft schnell. 16. Er giebt den Schnee wie Wolle, er streuet den Reifen wie Asche. 17. Er wirft sein Eis wie Brocken; wer kann bleiben vor seinem Frost? 18. Er sendet sein Wort/ sozerschmel« zet es; er bringet seinen Wind wieder, so steilsten die Wasser. 19. Er verkündiget dem Jacob sein Wort, und dem Israel seine Gebräuche und Rechte. 20. Dergleichen hat er keinen Heiden -ethan, und seme Rechte wissen sie nicht, Halleluja» 13 » Vierter Theil. Einige auserlesene Sprüche -er heiligen Schrift. Einige vortrejliche Beschreibungen Gottes und seiner Vollkommenheiten. r Buch Mos. Cap. 34. v. 6.7. -erHerr/ der starke Gott/ -er barmherzig und gnädig ist/ langsam zum Zorn / und von grosser Gnade und Treue. Der Gnade beweiset in tausend Glteder/ und die Missethat Ueb'ertrettung und Sünde hinnimmt; -er den Schuldigen keineswegs für unschuldig haltet; der die Missethat der Näter heimsuchet auf -ie Kinder und Kindskinder, bis in das -ritte und vierte Glied. Psalm. 146. v. 6 -10. Der Herr hat die Himmel und die Erde gemacheh das Meess, Und alles/ was darinnen ist; er haltet Treu ewiglich. Er schaffet denen Recht/ die Gewalt leiden; er speiset die Hungrigen; der Herr erlöset die Gefangenen; der Herr «leuchtet die Blinden; der Herr richtet auf die Untergedruckten; der Herr liebet die Gerechten. Der Herr behütet die Fremdlinge; er erhaltet die Waisen und : Wittwen, und zerstöret den Weg -er ! Gottlosen. Der Herr ist König ewiglich; ^ dein Gott o Zion! für und für, Halle» luja! (d. i. Lobet den Herrn ) ! Ierem. zr. v. i7»ro. Du, Herr! i bist der, der du mit deiner grossen Kraft, ^ und mit deinem ausgestreckten Arm, Htm» ! mel und Erde gemacht hast, und dir ist nichts zu schwer. Du beweisest Barm» Herzigkeit tu tausend Geschlechter; und ^ wtedergiltest die Bosheit der Vater in den Schoos der Kinder, welche nach ihnen kommen. Du bist der grosse und starke Gott, dessen Name ist -er Herr der Heec- schaaren ; groß von Rath , und mächtig von That. Deine Augen sind offen auf ^ alle Wege der Menschenkinder, einem jeden nach seinen Werken, und den Früchten seiner Anschläge zu wiedergelten. i Siehe auch ; B. Mose iv. v. 17» es- videl selber. Allmacht Gottes. 8 Psalm. zz. v.9- Er hat gesproche«, » und es ist geschehen; er hat geboten und es ist da gestanden. ^ Allwissenheit Gottes. ' Psalm.; z. v. i16. Der Herr schauet vom Himmel herab. Er siehet alle Mcn« z schenkinder. Von seinem vesten Thron stehet er auf alle die, welche auf Erden > wohnen. Er hat ihr aller Herzen gestaltet, i Erkennet alle ihre Werke. l ^ psilm. i)9. v. s. Herr! du erforschest ; mich, und kennest mich. Du weisscst mein j Sitzen, und mein Aufstehen. Du verste- r heft meine Gedanken von Ferne. Du er- I wiegest fleißig mein Gehen und mein Lle- l gen, und erkundigest alle meine Wege. > i Denn siehe, es ist kein Wort auf meiner ! Zunge, das du, Herr! nichs alles wissest. , Siebe auch Jod Z4-». r, ,r. Svrüchw v »i. > und 5 v. z Jerem >6. v. >7-und 17. v >n. » Gott ist heilig Er kann das Böse nicht leiden : und ihm gefällt 1 nur, was gut ist. ! 1 Psalm, i.v 5-8. Du bist nicht ein l * Volt, dem gottloses Wesen gefällt;.^ <8>6>SZ> r;l Wer Lös iß bleibet nicht vor dir. Die Freiier mögen vor deinen Augen nicht besiehe» ; Du hassest alle die Schalkheit treibe»; du bringest die Lügner um; der ! Herr hat einen Greuel ab deu Blulgiert» gen und Falschen. ^iehe auch Psalm v. Iesaja- S.;». §. Offen». 2 »h.«. v-». Gottes Güte. Psalm. z6. v. r«9. Wie theuer ist deine Güte, »Gott! auch die Kinder der Menschen ruhen sicher unter dem Schatten ^ deiner Flügel. Sie werden trunken von dem Ueberfluß deines Hauses, und du trankest sie mit dem Bach deiner Wollüsten; Denn bey dir ist der Brunn des Lebens, und in deinem Licht sehen wir das Licht. Psalm. 86. v. s. Du, o Herr! bist gut und gnädig , nnd von grosser Güte gegen alle , die dich anrüsten. Psalm. 104. v. 24. Wie viel sind doch > deiner Werke, 0 Herr! Du hast sie alle § weislich geordnet, und die Erd. »st j voll deiner Güre. ^ Siehe «uch Psalm 7 Z. ». >. «eh i»Z. v-' rz6 Gottes Vorsehung. > ^ i Buch Sam. 2. v. 7. Der Herr ^ machet arm, und machet reich : er ernte- ^ j>j, driget, und er erhöhet. ^ ^ March. 6.0.26. Sehet an die Vogel! de des Himmels ; denn sie säen nicht und ^ m erndteu nicht. Sie sammeln auch nicht ^ Lt in die Scheuern : und euer himmlische ve Vater ernähret sie doch. se> Siehe auch Malth. >0. v- 2?. zo. . Vertrauen auf Gore und seine hx Vorsehung. , ^ Psalm. Z7. v.s. Hoffe auf den ' ^ Herrn, und thue Gutes; bleibe im Land ^ und nähre dich redlich ; und habe deine ^ List an dem Herrn; so wird er dir geben, was dein Herz begehrt. Befiehl dem Herrn deine Wege, und hoffe auf ihn;^ ^ er wird es wohl machen- - ^ Gicht auch Psalai 7. v. -r. Mid 71. » t» ^ Röm- 8 - v. ?>. Htbr. >z.' v. sU Werke der Gnaden gegen den Sünder. " Vorstellung des ganzen Gna- ! denrverks. D Ephes. r. v.). Gott und der Vater «nsers Hcrrn Jesu Christi hat uns mit > ^ allerley geistlichem Segen in den Hlm- k wein in Christo gesegnet, (d. t. Er hat uns ^ - die allergrößten geistlichen Gutthaten er- > wiesen.) Er hat uns in demsrlbiqen vor el, der Grundlegung der Welt erwählt, daß >d i wir tviltq und unsträflich vor ihm in der )t ^ Liebe seyen. Er Hot uns zur Kmdschaft -e ^ verordnet durch Jesum Christum in ihm selbst, nach dem Wohlgefallen seines Wil« jens: zum Lob der Herrlichkeit seiner Gna« de, durch welche er uns angenehm ge- > machet hat in dem Geliebten, in welchem " wir die Erlösung haben durch sein Blut, ^ ncmlich die Verzeihung der Sünden, nach " dem Reichthum seiner Gnade. ^ R»m. z. v. 2.;-26. Sie haben alle ge» sündiget, und mangeln der Ehre Gottes. '! Sie werden aber ohue Verdienst gerecht qc- svrochcn durch seine Gnade,durch die Erlösung, welche i» Christo Jesu geschehen ist. N Sieht auch Ies. 4,. v. 1 l' r;. 2oh- Z- ». >«i. Veschichtbuch v. er. Zwck des Erlösungswerks. Dieser Zwek des Eriösunacwer'S, oder die Ursache, warum IcsuS auf die Welt gekommen; warum er gelitten bat, und gestorben ist , ist d»ppclt. Er ist iZ8 <8>SS> Erstlich: Dir Menschen von der Strafe der Sun- i den zu erretten, und selig, d i. auch in der i Ewigkeit höchst glücklich;» mache». ^ Ies. sz. v. Er ist um unsrer Ueber« l i treMing willen verwundet/ und nni unsrer , Bosheit willen zerkiiitscht worden. Die i Strafe lieget auf ihm / daß wir Frieden i hätten ; und durch seine Wundmassen l werden wir gesund. ! z r Thimoch. i. v. ^5. Das ist ein ge» ; wisses Wort/ und würdig daß es in altweg i ^ angenommen werde: Daß Jesus Christus > l in die Welt kommen ist, die Sünder ' selig ;n machen. auch M«mb. ro v. ,r- und rz. v. lk. ^ Dieser Zweck des Erlösnnqswei ks, oder die Ursache/ warum Christus gelitten hat/ und gestorben ist/ ist ! Für da» andere: ' Daß er uns von dem Dienst der Sünde ' berrcir, dabist, daß wir durch ihn recht» schaffe» fromm und heilig würden. ' 2 Lor. s. v. i s. Christus ist für alle I i gestorben/ anfdaß die, so da leben, nicht ^ mehr thuen selbst leben, sondern dem, der ! ^ für sie gestorben und aufer-staudcii ist. Tir. 2. v. 11-»i s. Es ist erschienen die Gnade Gottes/ die allen Menschen heilsam er ist; die uns unterweiset, daß wir ver, lanquen die Gottlosigkeit, und die Welt, r« > liehen Gelüste, und mäßig und gerecht, er ! und aottsclig in der jetzigen Welt leben, ie j und warten auf die selige Hoffnung und n ! Erscheinung der Herrlichkeit des grossen tt Gottes, und unsers HeilandsJesu Christi, ^ der sich selber für uns dahin gegeben bat, e, §uf daß er uns erlösece von aller q Ungerechtigkeit, und reinigte ibm sel. ! der'ein eigenthümliches Dolk, das da er eifrig wäre zu guten Merken. Siehe auch l 'vcte. i. v- -4. Lvbes. v. Das ganze Lbristentbum verbindet ^ den Menschen zur Tugend. ,t, Ephes. i. d. 4. Gott hat uns in Christo Jesu vor der Grundlegung der Welt erwählt, daß wir heilig und unsträflich , vor ihm in der Liebe seyen. ^ ! I petr. o. 9 Ihr l. Es werden an jenem Taue viele zu mir sagen: Herr! Herr! haben wir nicht in deinem Namen gcweissaget? und in deinem Ramm Teufel ausgetrieben? und i» deinem Rainen viele Thaten vollbracht? und alsdann werde ich thue» bekennen: Ich habe euch nie gekeimt: weicher von mir, ihr welche die Ungerechrigkeir Wirker. Siehe auch 1 v.z. Der Meirich muß nicht blos im Alter wellen fromm werde» , und Buße thun, sondern von Jugend auf. pred. Salom. 12. v. 1. Sey deines Schöpfers eingedenk in deiner Jugend, ehe dann die bösen Tage kommen, und ehe die Jahre herzunahen, da du sprechen wirst: ich habe keinen Gefallen an ihnen. 2 Thimoch. 2. ». 22..Fliehe die Ge- > * bGS) >4! sie der Jugend! Jag? aber nach der Gerechtigkeit , dem Glauben, der Liebe, dem Frieden, mit denen die den Herrn aus reinem Herzen anrufen. Siebe auch Mattb. ie> v. ir., 4 . Svr. i-V. ,4» (Lore fordere msonderlmr Büß und Glauben: das ist, daß der Mensch 1 . Seine Sünden erkenne und von ihnen abstehe, n. Daß er Jesum als seinen Erlöser annehme, und alle die Pflichte« mit dem größten Fleiß zu erfüllen suche, -te thu das Evangelium Jesu lehret. Marc. r. v. is. Jesus predigte das *) Evangelium des Reichs Gottes, und sprach: Die Zeit ist erfüllet, und das Reich Gottes ist genahet: Thut Vuß, und glaubet dem Evanqelio. Match. Z.v. 8. So bringet nun Fruchte , die der Buße gemäß sind. Beschaffenheit und Wirkung des wahren Glaubens. Er muß den Menschen zu der Liebe Gottes und de s Nächsten, und zu allem Guten treibe». *) Da» Evangelium des Neichs Gottes, die frohe Botticbaft, daß der Heiland der W.ir erschienen sey, und daß die Mensche» ib» Or ihren Herrn und Koni- erkennen, m,» geb»rs«»tt>l sollen. 142 Gal. s. v. 6. In Christo Jesu vermag ^ weder die Beschneidung , noch die Vor- ^ haut etwas, sondern der Glaube , der durch die Liebe thätig ist: d. i. nur der Glaube, der den Menschen zur Liebele- > ha gen Gott, und den Nächsten treibet, machet ihn Gott angenehm. Jacobi 2. v. 14. Was hilft es, ihr G Vrüder! sojemandsagt: er habe den Glaue Ar ben, er hat aber die Werke nicht? mag ihn auch der Glaube selig machen ? — v. 26, wie der Leib ohne den Geist todt ist, also, ist auch der Glaube ohne die Werke todt.! Einige Pflichten der§hristen.j 8 Pflichten gegen Gott. j Cl Liebe Gottes und Jesu. ^ Match. 22. v. Z7. Du sollst den Herrn' ^ deinen Gott lieben von ganzem deinem! Herzen, von ganzer deiner Seele, und da vvn ganzem deinem Gemülh. I< i I0H.4. v. 8. Wer nicht liebet, der! ^e kennet Gott nickt: denn Gott ist die de Liebe: v. 19. Lasset uns ihn lieben, den» ^ er hat uns zuerst geltcbet. 14 ) > Gieb« «xch ' T»r. is. »> s». ^ Diese Liebe muß uns treiben / den ^ Willen Gottes zu thun. > ^ Ioh. 14. v.2i. Wer meine Gevotte ^ hat, und dieselben haltet, der ist es, der , mich liebet. 1 Ioh. s. v. z. Dieses ist die Liebe r Volles , daß wir seine Gebotte halten r >, und seine Gebotte sind nicht schwer. " Einige Pflichten gegen / den Nächsten. t.! Liebe. Eph. 5. v. 2. Sey- nun GotteS Nachfolger, wie die qeliebten Kinder! und . l wandelt in der Liebe *) gleichwie auch ! Christtls uns geliebet, und sich selber für ! uns dahin gegeben hat zu einer Gaab und Opfer, Gott zu einem angenehmen Geruch. n^ i ^oh. z. v. 2z. Dieses ist sein Gebott, d! daß wir an den Namen seines Sohns I Jesu Christi glauben, und einander lie» ben, wie er uns ein Gebort gege- ben hat. ^ ' ^wandelt >n der LiebeH Ii> bet beständig, thut aUezeft das was da Liebe fordert- <144 , Job. 4. v. i l. Ihr Geliebte, wen« j uns Gott also geliebet hat, sosolleuauch . )Vl'r einander lieben. j Eigenschaften dieser Liebe. ti. r Cor. i z. v. 4-8. Die Liebe ist lang^i D müthiq, sie ist gutthätig, die Liebe eifert! nicht*), sie treibet nicht Muthwillen, sie! K blähet sich nicht auf, sie ist nicht unge-> he bärdig, sie suchet nicht das Ihrige, sie lasset sich nicht zum Zorn reihen, sie! ist misset nichts zu Argem, sie freuet sich nicht über die Ungerechtigkeit, sie freuet sich aber über die Wahrbett, sie vertraget alles, sie glaubet-alles, sie hoffet alles, sie duldet alles. Wir sollen alle Menschen, auch unsere Feinde lieben: versöhnlich gegen sie seyn« und ihre Wohlfahrt befördern. Mareh. s. v. 44. Liebet enere Feinde; segnet, die euch verfluchen; thut Gutes denen, die euch hassen-, und bittet sät die, die euch beleidigen und verfolgen. *) Die Liede eifert nicht, u. i. w. Die klebt macht, daß man nicht neidisch, nicht übe«' müthia, nicht stolz, nicht eiacnnützi-, M' »»ramüthig, nicht mißträmsch ist. lel da da sis !>e> ha Sie 14s ^ Lol. z. v. ir, is. So leget nun an, ^ als die Auscrwählte, Heilige und Geliebte Lottes, innerliches Erbarmen, Gultbä» tigkeit, Demuth, Sanstmnth, Langmuih. Duldet einander, und vergebe je einer dem t andern, so einer wider den andern eine ie Klage hat; gleichwie Christus vergeben e> hat euch, also thut auch ihr. Ueber diele ses alles aber leget an die Liebe, die da le ist ei» Band der Bollkommenheit. *) )t Gerechtigkeit. Match. 7. v- '2. Alles, was ibr wollet, daß euch die Menschen thun sollen, das thut auch. ihr ihnen; denn dieses lß das besetz und die Propheten. Sprüchw. Salom. 15, p y. Wer iich der Gerechtigkeit beflcisset, den hat "er Herr lieb. Wahrhaftigkeit. Sprüchw Galom. 12.V. 22.Lüqen, Mte Lefzen sind dem Herrn ein Greuel, ^ir stch aber der Wahrheit befleiffen, °ie gefallen ihm. ^sNand der Vollkommenheit ^ Liebe »erei- nigk^ie Mensche» um betten. G L46 Eph. 4. v. 2s. Leget hi» die Lügen, und redet die Wahrheit, ein jeder mit seinem Nächsten, stntemahl wir unter einander Glieder sind. Aufrichtigkeit. i Lhron. 29. v. 2. Ich weiß, mein Gott! daß du das Herz bewahrest, und daß dir angenehm ist, was aufrichtig ist. Siede auch Sprüchw. Salem. i(>. »- r. und 24. v. ir. Friedfertigkeit. Röm. ir. v. l8. Ist e« möglich so viel an euch ist, so haltet Frieden nutjederman. Hedr. 12. v. 14. Jaget nach dem Feie- den gegen jederman, und nach der Heiligung ohne welche Niemand den Herrn sehen wird. Eintracht. pjalm. l z z. Siehe wie so gut,, und lieblich es ist, wenn prüder einträchtig bey einander wohnen. Daselbst halber H?rr befohlen dem Segen und Leben immer und ewiglich zu bleiben. Demurh. Match. il.v. 29.'Nehmet mein Joch auf euch, und lernet von mir: Denn ich bin mild und von Herzen demüthig; st werdet ihr in euern Seelen Ruhe finden» »47 / ^ i petr. s. v. s. Seyd alle einander t unterlhänig/und bekleidet euch innwendig r um der Demuth/ denn Gott widerstehet den Hoffartiqen, aber den Demüthigen Gnade. ^ ! Menschheit. " ^ i Lor. 6. v. > 8. Fliehet die Hurerey! tz ! eine jede Sünde die der Mensch thun mag, ist ausser dem Leib, wer aberchuret / der sündiget*) wider seinen eigenen Leib l Siebe au? I Tbeffal. 4 . v. z Sprüch«. s j Tat. ». rc>. uns ^ v. ,4. und 7. v. r. ^Lrvannncs, Match. s.v. 16. Lasset euer Licht keuch n ^ ten vor den Menschen, auf daß sie euere > gute Werke sehen, und euern Later iu dem Himmel preisen. d Röm. la. v. 19. Lasset uns nach denen g Dingen stellen, die zum Frieden, und zu Unserer Erbauung unter einander dienen, n Epb. 4 v. 29. Keine faule Rede gehe aus euerm Munde/ sondern welche gut ist zu nothwendiger Erbauung/ auf daß ch es denen/ die es hören/ Gnade gebe. ch Sich« auch Rom- ,r. v. 17. ^ smidiatt wider, u. s. w. entheiliget, schändet tl« > senien eignen Leib. 148 c Pflichten der Menschen gegen sich selber. Mäßigkeit. Luc. ri. v. ;4> Habet acht auf euch selbst, daß nicht ekwann euere Herzen beschwere! werden mitFresserev nnd Trunkenheit, und Sorgen der Nahrung, und Unversehens über euch kome derselbtge Tag. Eph. s. v. i8. Sauser euch nicht voll Wein«, in welchem ein heiloses Wesen ist, sondern werdet voll Geistes. Vergnüglichkeit. i Thimotd 6. v. 4 , 8 - Die Gottseligkeit mit Vergnüglichkeit ist ein grosser Gewinn. Denn wir haben nichts in die Welt gebracht: so ist offenbar, daß wir auch nichts daraus tragen werden. Wenn wir aber Nahrung und Decke haben, so sollen wir uns dessen begnügen lassen. Hebr. i; v. Der Wandelsey ohne Geiy, und lasset euch begnügen an dem, was gegenwärtig ist : denn er hat gesprochen : Ich will dich nicht lassen, und dich gar nicht verlassen. Philipp. 4. 11. Ich hak gelernetmich dessen, dabey ich bin, genügen zu lassen. y w ai er w w st kl h A N li 1 OGEZ 149 > Ergebung in den Willen Gottes/ ! und Zufriedenheit mit dem, was uns ^ begegnet. . Job. 7. v. 'O. So wir das Gute von Gott empfangen haben / warum sollten wir nicht auch das Böse von seiner Hand annehmen? l. Sam. z. v. 18. Er ist der Herr/ , er thue / wqs ihm wohlgefällt. l March. 26. v. z 9. Mein Bater! Ist es möglich / so gehe dieses Trinkgeschirr vor j mir vorüber. Doch nicht wie ich will, ^ sondern wie du willst. ^ Sorge für die Seele. ! Match. 6 . v. z z.^) Suchet zum ersten ^ das Reich Gottes, und seine Gerechtigkeit : so werden euch diese Dinge alle hinzu gethan werden. Match. 16. v. 26. WaS nützte es den Menschen, wenn er die ganze Welt ge« I wönne / und Schaden an seiner Seele lidte? oder was würde ein Mensch juin Gegenwerts) seiner Seele geben? *) Suchst vor ovcm au^ Ivabre Türigen zu tvcrde», ,,»d dir Güter zu cilangen, die 2esu- giebt. IsO (8> ^ ' Philipp, r.v. il. Wirket euer eigen ! Heil mit Furcht und Zittern. , <1 Siehe aucb - Cor. 4. v. nr. Cöl «- v. r 2. ^ GewlssenhastiIkeir. ( Geschichtb. 24. v. >6. Ich übe mich / selbst, allezeit ein uiiverleütes Gewissen zu haben beides gegen Gott und die Menschen. Geistliche Wachsamkeit. " , Match. 24. v. 42. Darum so wachet >) > s denn ihr wisset nicht um welche Stunde - z euer Herr kommt. > d Match. 26. v. 41. Wachet und bethet^ ,auf daß ihr nicht in Versuchung eingebet. 'Der Geist ist zwar geneigt, das Fleisch, - aber ist schwach. r Rampf wider die Sünde. Gal 5. v. 24. Welche Christi sind/ ^ die haben das Fleisch samt den Anfeche tungen und Gelüsten gekrenziget. , i. pet. r.v. 11. Ihr Geliebte! ichvcr-ij ^ mahne euch, als Fremdlinge und Pilgerk daß ihr euch von den fleischlichen Gelüstes " enthaltet, welche wider die Seele streu A ten 2): Und führet euern Wandel ehrbahp ^ ic i') Seyd tbätiz im Guten. 2) Der Seclc schädlich sind. lich unter den Heiden ; auf daß, indem sie euch übel reden, als llcbelthätern, sie aus den guttu Werken, so sie die anschaue»/ Gott preis n aiu 7 age der Heimsuchung. Der Mensch muß im Guten verharren. Macrh. 24. v. > z. Wer beharret bis an das Ende, der wird selig werden. i ( 5 or. i s. v. ^8- Ihr geliebte Bruder! seyd vesi und unbeweglich, und imrinr, zu uberstüßig in dem Werk des Herrn, dieweil ihr wisset, daß eure Arbeit in dem Herrn nicht vergeblich ist. Gal. 6. v. 9. Lasset uns nicht laß wcks den, Gutes zu thun : denn so wir nicht er» liegen , werden wir zu seiner Zeit erndten. Siede mied Ossrnb. Jol>. v. 10. und z. v. 11» Der Mensch muß im Guten immer weiter gehn. Philipp, z. v. r 1 - 14. Nicht, daß ich es schon ergriffen habe, oder schon vollkommen sey ; ich zage ihm aber nach, ob ich es auch ergrciffe» mochte, so fern ich auch von Christo Iesik ergriffen bin. Ihr Bruder! ich «cdäse mich selber noch nicht, daß ich es ergriffen HM. Eins aber smw j ich, ich vergesse dessen was hinter mir ist. rsr ^ und strecke mich nach dem was vor mir , ist und jage nach dem vorgesezten Ziel, j nach dem Kleinod der Bernffmig Gottes ^ , von oben herab in Christo Jesu. , Offenb. Job. 22. v ir. Wer gerecht' ist , der werde weiter gerecht, und wer! heilig ist, der werde weiter gchciliget, Regel einer guten Aufführung § überhaupt. , Sprüchw. Gal. 4. v. 2?. Behüte! ! dein Herz mit allem Freiste: denn daran t hängt daS Leben. Lege hin den Frefel des > Mundes, und schicke die Falschheit der! Lefzen fern von dir. Deine Augen seyen fleißig auf die Dinge gerichtet, die vor dir sind : und deine Auqenlieder sollen richtig , »nf die Dinge sehen, welche vor dir sind. tzrwiegr den Gang deines Fusses, *) so i ^ werden alle deine Reisen steif seyn. Web . ! che nicht, weder zur Rechten noch zur! ^ Linken, sondern behüte deinen Fuß vor! ^ dem Bösen. , , Philipp. 4. v. 8 Im übrigen ihr Bruder! Was wahrhaft, was ehrbar, was , *) Siehe sorgfältig oh das , war du thust, gut ist- > s>z. ik gerecht, was rein und lieblich ist, was l/. wohl lautet, ist irgend eine Tugend, ist ^ irgend ein Lad, dein denket nach : so wird der Gott des Friedens mit euch seyn. ^, Prüfung seiner selbst. Psalm. 119. v. 59 - 62. Ich habe ! meine Wege bey mir selbst erwogen, und meine Füsse gewendet zu deinen Zeugnissen. Ich habe gccilet, und mich nicht te! gesäumt, zu halte» deine Geborte. l" i 1 Cor. ii. v. zr. So wir uns selber ts' richteten, so würden wir nicht gerichtet. ^ ! Gute Entschlüsse, i,. Psalm. 11 y. v. zo. Ich habe den Weg der Wahrheit erwählet; ich habe mir deine h Rechte vorgestellet. Ich hange, 0 Herr! ^ ^ an deinen Zeugnissen. Mache mich nicht ,, zu Schanden Wann du mein Herz er- r! freuest, so will ich laufen den Weg deiner ^ Gcbotte. V. 55. Herr ich gedenke zn ' Nacht an deinen Namen, daß ich dein L > Gesetz halte. Das ist mein Schatz, daß - ich deine Befehle halte. Du bist mein Erbtheil, 0 Hcrr^ Ich habe mir vorgehst. nommen, deine Worte zu halten. G s ! is4 (o)Z>(o) Vorbereitung auf den Tod und die x Ewigkeit. w Luc. ri.v. ;6. Wachet allezeit, und dc bethet, auf daß ihr gewürdtget werdet,, li, diesem allem zu entfliehen, das geschehe^ soll, und zu bestehen vor dem Sohn des Menschen. Geschicbrb. 17. v. zc>. z r. Gott veri 7 kündiget allen Menschen allenthalben Buße ^ zu thun; darum, daß er einen Tag gesetzt hat, an welchem er richten wird den bewoh-> . ueten Erdboden mit Gerechtigkeit, durch ^ einen Mann, den er bestimmet, und jeder-> ^ mann glaubwürdig darqethan hat, indem er ihn auferwecket hat von den Todten. Li in 2 petr.v. ic>- 14. Des Herrn Tag wird kommen wie ein Dieb*) in der Nacht: an welchem die Himmel mit Krachen zrr-> gehen, die Elemente aber von Hitz auf-> m qelöset, und die Erde, samt den Werken, die darauf stnd, verbrennen werden. Weil! ko nun dieses alles wird aufgelöset werden,wie! stl »reflich sollet ihr denn seyn mit hciligemj Wandel und Gottseligkeiten! Also, daß — ihr wartet und eilet auf die Zukunft des ') ') So r>n«w«rttk. , <§)§)cZ) i ss ie Tags Gottes! Darum ihr Geliebte! weil ihr darauf wartet, so befleißet euch, ,d daß ihr vor ihm unbefleckt, und unsträf» , lieh im Frieden erfunden werdet. Bild eines wahren Christen. ^ Galar. 2. v. 20. *) Ich bin nitt Christo gekreuzigt. Ich lebe aber doch nicht mehr . ich, sonder Christus lebet in mir. Was ^ ich aber jezt im Fleisch lebe, das lebe ich " im Glauben des Sohns Gottes, der mich ^ gcliebet und steh selbst für mich dahin ge- ^ geben hat. m Hoffnung und Trost des Frommen und Christen. lg! könnte er uns nicht auch mit ihm alles ie schenken? n Philipp, z. v. 20.21. Unsere Bürger» fl - *) Ich wiedmc mein aanre» Leben Jesu ^-ein für mich Gekreuzt,,ten, lebe als einer-er wahr» hastig a» ihn glaubt. ;s6 schaff ist im Himmel/ O von daunen n wir auch warten des Heilands, des Herrn u Jesu Christi, welcher unsern niedrigen n Leib umbilden wird, daß er gleichförmig werde seinem verklärten Leibe, nach der» ( Wirkung , nach der er ihm auch alle Dinge, mag unterthanig machen. ^ 2 Timorh. 4. v. 7. 2) Ich habe ge- § kämpft den guten Kampf; den Lauf habe d ich vollendet, den Glauben Habe ich be- st halten. Was übrig ist, daist mir die Krone der Gerechtigkeit beygeleget, welche mir, g der Herr, der gerechte Richter, an jenem n Lage geben wird : aber nicht allein mir, st sondern auch alles denen, die seine Ere d scheinung lieb haben. ! " i perri r. v. Gelobt sey Gott," ä «nddrrVater unsers Herrn Jesu Christi,' l' der nach seiner vielfältigen Barmherzig-! § keit, uns wiedergebohren hat zu einerj lebendigen Hoffnung, durch die Anferste»! i> hung Jesu Christi von den Todten: zu ei» s ^ - - j ,) Wir lebe» als solche, die nicht der Erden,' . sondern dem Himmel angehiren. r) Standhaft habe ich mich den, Bisen wide^ fett; dem Suren, dem Glauben an 2esu>» -in ich getreu geblieben. n n >1 ? st rj e- >e e- )- r« > ti, g- er te> est en/ OS>S> nem unvergänglichen, nnbesteekten, und unverwelklichen Erbe, welches im Htm« mel auf euch behalten wird. Glück des Frommen und Christen. M.rrrh. 25. v. §4. Dann wird -er Könia denen zu seiner Rechten saqen: Kommet her, ihr Gesegnete meines Vaters ! ererbet das Reich, das euch bereitet ist, von der Grundlegung der Welt an. Röm. 8 v. > > -16. Ihr habet empfan- gen den Geist der Kind schuft durch welchen wir schreyen : Abba Va^er! *) Eben der- seibige Geist qiebet Zeugniß unserm Geist, -aß wir Kinder Gottes seyen. Sind wir nun Kinder, so sind wir auch Erben: Mir Erben Gottes, aber Miterben Christi : so wir anders mit leiden, auf daß wir auch mit herrlich qemachet werden. l Lor. r.v. y. Was kein Auge gesehen, und kein Ohr gehört, und in keines Menschen Hcrj aufgestiegen ist, -as hat Gott denen bereitet, -te thu lieben. *) Eben diese unsere kindliche Gefinnnnaen ae- »en K,lt versichern und, daß wir wirklich Linder BotteS find., und daß Sott «"irr Barer ist. er ai§ is8 I Ish. ?. v. s. 2. Sehet, welche große Liebe uns der Vater gegeben hat/ -aß wir Kinder Gottes heißen. Ihr Geliebte! wir sind schon jezt Kinder Gottes / und es rst noch nicht offenbar worden / was wir seyn werden. Wir wißen aber, daß/ wann er qeoffcnbahret werden wird, wir ihm gleich seyn werden : denn wir werden ihn sehen, wie er ist. 1 Iol). 2. v. 17. Die Welt / und ihr Gelüst vergehet. Wer aber den Willen Gottes tbnt der bleibet in die Ewigkeit. Sitt e auch »Mali» i;. nr. n, tl t> k n n a E - ri lr d n d. r< I d. ! ' ici > di le 's? Psalm. 119. v z;-;8. Zeige mir Herr! den Weg deiner Rechte, und ich will ihn bis an das Ende bewahren. Unterweise mich, so will ich dein Gefeh bewahren , und es von ganzem Herzen halten. Führe mich auf den Pfad deiner Geholte: denn ich habe Lust darzu Neige mein Herz zu deinen Zeugnissen, und nicht zum Geitz. Wende meine Augen ab, daß sie nicht nach der Eitelkeit sehe»; Erquicke mich auf deinem Weg. V >75-176. Laß meine Seele leben, -aß ste dich lobe, und laß mir deine Gerichte helfen. Ich gehe irre, wie ein verlognes Schaaf: Suche deinen Knecht: denn ich habe deinerGebotte nicht vergessen. Psalm. >4. v. 2 , 8 - lo. Herr gehe nicht in das Gericht mit deinem Knecht; denn vor dir wird kein Lebendiger für gerecht erkennt werden. Herr ! laß mich deine Gnade früh hören ; denn ich hoffe auf dich. Thu mit^kund den Weg, den ich gehen soll, dem mich verlanget nach dir. Lehre mich thun nach deinem Willen : delf du bist mein Gott! dein gut.rr Geist führe mich auf ebner Bahn. . , i6o S>SS> Lob < und Dankspruche. stl i Cdron 29. v. iO. iz. Gelobet seyst, ^ du, Herr Gott Israels unsers Vaters , von Ewigkeit zu Ewigkeit! Du, Herr l il gebühret die Grösse, die Gewalt/ dic^ " Herrlichkeit/ der Sieg und der Ruhm : denn alles, was im Himmel und aus Erden ist, das ist dein. Dein, Herr! ist das Reich, und du bist erhöbet über alles zum Haupt; Reichthum und Ehre sind von dir; du herrschest über alles; in den uer Hand stehet Kraft und Macht; in bebt uer Hand stehet es jedermann gross und stark zu machen. Und nun, unser Gott! wir danken dir, und rühmen den Name» deiner Herrlichkeit. i Tlftmocl). i. v. 17. Dem König dtt, Ewigkeit, dem uuzerbrüchlichen /dem uw sichtbaren, dem allein weisen Gott, seil Ehre und Herrlichkeit, von Ewigkeit Z» Ewigkeit. Amen! r Thimorl). 4. v. 15. Dem Seligen/ und allein GewaltiM, dem König dcl Könige, nnd Herren der Herrschenden. de»> -er allein die Unsterblichkeit HA, der dl> wohuer in einem Licht, zu welchem ni^ man- kommen kaun, den kein MenD ik^ »i iß es rd 'tl rd' t! es N' et «/ >cl gesehen hat/ noch sehen maq, dem sey Ehre und ewige Kraft. Amen ! (Essend. Jod. i. v c. Dem der und geliebet, nnd uns mit seinem Blut von unsern Sünden gewaschen hat (deruns die Verzeihung « er Sünden durch seinen Tod erworben)der une zu Königen und Priestern seinem Gott und Vater c (machet hat/ dem sey die Herrlichkeit und die Kraft, von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen! cOsfenb. Ioh. 4. v. «r. Herr du bist würdig die Herrlichkeit / und die Ehre/und die Kraft zu empfangen: denn du hast alle Dinge geschaffen und durch deinen Wille» stnd ste, und sind geschaffen worden. Dffenb. Ioh. s. v. i2 Das Lamm, Las geschlachtet ist/ ist würdig zn empfangen die Kraft, und Reichthum/ und Weisheit, und Starke / und Ehre, und Herrlichkeit, und Benedeyung von Ewigkeit zu Ewigkeit. tv^esu ! Herr der Herrlichkeit ! Dir wird auch von Engelszunge« ie< Halleluja zugcsiingeii, D Jezt und in die Ewigkeit! 162 SSS) Du hast alles gern gethan, ! E Was uns ftliq machen kann» Herr! Herr! ach! wie danken wir ^ x Die wir Staub sind, würdig dir! ^ Alles alles ist zu wenig , ' Ä Grosser Reiter! grosser König! Unaussprechlich, immer neu / ^ «r Ewig, Herr! ist -eine Treu. > ^ llnausdenklich deine Krafil, U Die uns neue Himmel schalt. Laß dich nur durch uns auf Erden, > § Jesu! stets verherrlicht werden! ! Lchren für die Jugend. <^ndem du jung bist. Sohn! sollst dlst >v) dieß willig hören; T Doch merke nicht allein/ im Leben zeig! die Lehren. j ^ Vornehmlich ehre Gott/ dann ehre die! das Lebe«/ ! tz Und die / an ElteruHatt/ dir Unterrichts gegeben. N Lüg nicht, es hilft dir nichts / dieß hat stets eingetroffen. ^ A Gestehst du dein Versehn; kannst du Ver« gcbung hoffen. Lern gern : wie aiiaenehm ists nicht, die Kenntlich mehren? Wer stechiq lernt, gelangt zu Reichthum und zu Ehren. Wer -einen Fehler straft, dem danke für die Treue, lind zeig durch Besserung, -aß dich die That gereue. / Halt den für keinen Freund, der dir aus ' Falschheit schmeichelt, v Den zarten Jüngling haßt, wep seinen Lastern heuchelt. g> Wer einmal dich »ersucht durch Schmel» cheln zu betrügen, Der thut es noch so oft als stchs will glücklich fügen. Das Böse thue nicht, ja laß dich's nicht gelüsten, ! Gott steht es doch wenn auch die Meru schcn ei nicht wüßte». Nur dem geprüften Freund entdecke Hcim- tu lichkeiten; Das mau verschweigen soll, mußt du nicht selbst verbreiten. Begierig schau auf nichts, als nur auf Ehr und Tugend, » . Der Anblick böser That verderbt das Herz der Jugend. ^ Hör' nicht auf bösen Scherz der unver- schämten Knaben: »> Mit Kindern solcher Art sollst du nicht ^ Umgang haben. Laß von der Wissenschaft den Anfang dich, nicht schrecken; ^ Von bittrer Wurzel wir-die Frucht dir ^ süffe schmecken. ^ Hängst du dem Spiele nach : Schnell wird dir Luft verstiegen: chg. Des Lesens Nutzen wird beständig dich vergnügen. ^ tzj Ruh' mäßig, dieses giebt dir Stärke zritti, Geschäfte; , ^ Der gar zu lange Schlaf schwächt Secb! und Leibeskräfte. Wenn du den andern dienst, so wirst d»> dir selbst dienen; ltz. Liebst du die andern nicht, so hoff anaft nichts von ihnen. Bewundere niemals das eitle Glück der> Bösen; ^ S°6 16 s - Der Aufschub wird sie nicht von ihres. Straf erlösen. .. kaß in der fugend dich die Arbeit nicht ! verdrießen, Honst wirst du Ehr und Ruhm im Alter k' nicht genießen. Deschau' im Spiegel dich; scheint die Ge> ^ stall dir schön; laß auch nicht an dir verhaßte Sitten 'h i seh'n. Doch, hat dir die Natur der Schönheit Ztcrd entzogen: Co niach' dir durch Verstand der andern d Herz gewogen. nie zu keiner That, die schändlich V scheint, dich neigen; I^jch auf dich acht, und sey dir selbst statt vieler Zeugen. ^ed wenig, höre mehr; drum schuf dir Gott zwey.Ohren, 'mir eine Zung ist dir vom Schöpfer an» gebohren. N' du behalten willst, must du fein oft Tonst besehen: ist desselben Raub, eh' als du glaubst, geschehen. 166 Die Faulheitischmeichelt erst, dann nimmt A sie Ehr und Güter. Das Lob belohnt den Fleiß der edleren A Gemüther. Mit Wasser misch den Wein, sonst ist er' D dir »lchls nütze, Der starke Trank vermehrt nur deiner D Jugend Hitze. Sieh hold und freundlich aus, sey höflich in Gesprächen : So wirst du vieler Gunst leicht gegen dich erregen. > Den Armen sollst du nie aus Muthwill i D spöttisch kränken. ^ Den Reich und Armen pflegt Eilt Gott! Le ihr Loos zu schenken. j Nach Tugend sollst du mehr, als eitlen ^ Gütern streben: Die Tugend wird dir Gut, das Gut nicht > D, Tugend geben. ' Wenn du nicht, was du lernst, dir ins Sl Gedächtniß prägest. > So ist es als wenn du im Siebe Wasser U trägest. Nach Dingen strebe nie - die erstlich zwar vergnügen, ' ODO 167 lt Am Ende aber -ich durch Schimpf und Schaden trügen. n Kein leichter Zufall mach des Zorns Wuth in dir rege: lv Der Zorn bringt Schand nnd Schmach/ die Sanftmut!) Lob zuwege. !k Der Winde Sturm bewegt der hohen Berge Eichen, ch Im niedern Thäte steht ein schwacher Baum in Ruh. n Laß Große durch ihr Glück zum leichte» Falle steigen, st i Der Klein und Arme bringt sein Leben ! sichrer zu. tt! Lern Maaß, und Ort, und Zeit, zu reden - ^ lind zu schwelge», >l, So kannst du wahren Witz und Ehrerbietung zeigen. ht!Du wirst den sichern Weg zur Ehre wis- ' sen wollen? ,s Sey in der That, wofür dich andre hat- I ten sollen. et Hörst du des Lehrers Wort; kein Schlag wird dich verteilen ; gr bracht es nicht, sonst muß die Straf in Furcht dich seyen. 46 Z OOO Wie glücklich i- ei» Kind, das jung die «x Tugend übet, Das aller Neuqier recht, das jeder tobt und liebet: ^ ^ Hingegen geht beschimpft ein Sohn die ! - Lasterbahn, ^ Der Baker steht ihn selbst nur mit Vcr- achtung an. 2 Nicht gegenwärtig pflegt die Sünde nur zu schaden; E Ach sie verwöhnet dich zur Uebung bö- ser Thaten. E Laß die Beschwerden dich nicht an dem Guten hindern, T Die längre Uebung wird sie mit der Zeit vermindern. 2 Wer Wohlthat dir erzeigt, -er sey von dir erhoben: Was du erzeigst verschweig, den Dankbar'» laß dich loben. < Scheint mit dem Löblichen das Nützliche ^ zu streiten , > ^ So suche dir mehr Lob, als Vortheil zn ! ^ bereiten. " Dje edle Tuaend geht im schlechten Rock verstecket, > OOb r6D Da Gold und Purpur oft das dümste Thier bedecket. ! Thu nichts aus Geitz und Ruhm : doch , sollst du dich bestreben, ! Dem, was dir Ruhm erwirbt, mit Eifer , nachzuleben. Luch, und verschmähe nicht den Reichs 2 thum zu besitzen; Glückselig macht er nicht: doch kann er dir sonst nützen. Geniesse stets vergnügt, was Gott und ^ Glück beschehrrn. Doch unterlaß auch nie dein Wohlsey« t zu vermehren. Merk auf den Unbestand und Wechsel aller Sachen; ^ taß dich das Glück nicht stolz, da/lln< glück zaghaft machen. Dieß ist mein kurzer Rath, laß ihn z« ^ Herzen dringen , >ko wird er künftig dir die schönste» n! Früchte bringen. ^ott aber, der die Welt mit weifte ck Macht regieret, H Verleihe / -aß dein Fleiß erwünschten Fortgang spührct. Ruf d'rum den Höchsten an, wenn du vom Schlaf aufstehest/ Und nach des Tages Last zur Ruhe Wieder gehest. Wird dir nun Gott Verstand / und auch Geradheit geben: So sollst du ihn zum Dank mit Lob und That erheben. Der alte Landmann an seinen Sohn. 1jeb' immer Treu und Redlichkeit Bis an dein kühles Grab; Und weiche keinen Finger breit Don, Gottes Wegen ab. Dann wird die Sichel und der Pstut An deiner Hand so leicht: Dann fingest du beym Wasserkrug, A!S war' dir Wein gereicht. *) Dann wirst du, wie auf grünen Au'ü Durch's Ptlgerleben geh'» *) kDann wirst du , wie auf grüfti' Aue», u.s,w-) d.i- Wie «Ssehr angeiuV Dann kannst du ohne Furcht und Grau'n, Dem Tod ins Auge seh'n. Anhang von einigen Festliedern. weihnachts - Lied. H/lso hat Gott dir Welt geliebt, ^ Daß er aus freyem Trieb Uns seinen Sohn zum Heiland giebt. Nie hat uns Gott so lieb! Was sein crbarmungsvoller Rath Schon in der Ewigkeit 3« unserm Heil beschlossen hat, Vollführt er in der Zeit. Ich freue mich / mein Heil, in dir; Du nimmst mein Fletsch an dich. Was fehlt mir nun ? ist Gott mit mir, Wer ist denn wider mich? ist auf einer grünen Aue, oder Wiese zu gehen r so wird die Redlichkeit dir auch das vbrn suf der Welt recht angenehm ,nael>»> Du Sohn -es Allerhöchsten, wirst Auch mir Rath, Kraft und Held, Mein Vater, und mein Friedefürst, So wie das Heil der Welt. Was mir zum Seligseyn gebricht, Das , Herr, erwarbst du mir. Versöhnung, Leben, Trost und Licht, Das hab ich nur an dir. Dein Mangel wird mein reiches Theil! Drin Leiden stillt mein Leid. Durch deine Knechtsgestalt , mein Heil, Gewinn' ich Herrlichkeit. Gelobt sey Gott! gelobt setu Loh»! Durch den er Gnad erweißt! Lobt, Engel! ihn vor seinem Thron Erheb ihn auch mein Geist! Am Ende des Jahrs. ^ /§s eilt der letzte von den Tagen, , Die du hier lebest, Mensch! herbey Erkauf die Zeit, und statt zu klagen, ^ Sie sey zu kurz, gebrauch treu. Nimm mit erkenntlichem Gemüth , Der nahen Stunde wahr; sie flieht r » Getäuscht >) von eitel« Kleinigkeiten Verliehest du -eines Lebens Zweck; Verschiebst -ein Heil auf ferne Zeiten lind wirfst so sorglos Jahre weg! .! Bist dii/ verwegner Sterblicher, ^ 1 Des nächsten Augenblickes Herr? Einst Ewigkeiten zu besitzen, ^ Sollst -u -er kurzen Lebens - Zeit Als -eine Saatzeit 2) weislich nützen, " Und thun was -ir -er Herr gebeut. Er ruft -ir menschenfreundlich zu: "! Sieh, eins ist noth! was säumest -u? ieV Drum eil', errette -eine Seele, Und denke nicht ein an-ermal! Sey wacker, beth und überzähle Des Menschen Tage kleine Zahl. Gesetzt -ein E»-e wär auch fern: Sey fromm, und wandle vor dem Herrn. Mit jedem nengeschenkten Morgen Erwecke -ich zu dieser Pflicht.. Sprich: -ir, 0 Gott! ist nichts verborgen Ich bin vor -einem Angesicht; Und will mich -einer Huld zu freu'« Mein Leben gern -er Tugend weih'n ! e) tGctäusct't,^ i>. i. bctroqen, verführt. ! ») kSaatzeitH Siehe Galat. Lap.«. ». T In Gott gefälligen Geschäften, ! N Die Prlgertage durch gelebt, Und einst im Glauben sagen kann : ^ D» nimmst mich , Herr ! ;u Ehren an. ^ Mein SprachlosZsch'n an meinem Ende, N Vernimmst du Herzcuskündiger; D In deine treuen Vate> Hände A Befehl ich meinen Geist, o Herr; E Er schwingt sich über Grab, und Welt Zu dir, wenn seine Hütte fallt. ^ Am Neujahrs-Tage. 2 <7>ich Ewiger, dich beth' ich an , ^ ^ Unwandelbares Wesen, m Dich, den kein Wechsel treffen kann. Wir werden, sind gewesen, Wir blühen, und vergeh'« durch -ich; ^ Nur tu bist unveränderlich, Du warst, und bist, und bleibest. ^ / Herr! ewig währet deine Treu Mit Huld uns zu begegnen; Und jeden Morgen wird ste neu, Mit Wohlthun uns zu segnen, e»! Ich kenne keinen Augenblick, j Da nicht von ihr stets neues Glück ! Mir zugeflossen wäre. Tu bast auch im versioßnen Jahr, Mich väterlich geleitet; Und wenn mein Herz voll Sorgen war, >e, Mir Hüls, und Trost bereitet. Von ganzer Seele preis' ich dich. Auls neue überqeb ich mich, Gott! deiner weisen Führung. E Lergieb mir die gehäufte Schuld Von den verfloßnen Tagen! 2» Und laß mich -eine Vaterhuld In Christo ferner tragen. Laß mich in deiner Gnade ruh'n Und lehre Lebenslang mich thun Nach deinem Wohlgefallen! Gieb neue Lust, und neue Kraft ch; Vor dir gerecht zu wandeln» r?6 0S>0 Laß mich/ Herr! stets gewissenhaft Mit mir / und andern handeln. Dein Geist belebe Herz und Muth , Dich, o du allerhöchstes Gut ! Und nicht die Welt zu lieben. Die Welt verqeßt; dieß reihe mich Die Lust der Welt zu fliehen. Um beßre Freuden müsse sich, Mein Geist schon jetzt bemühen! Den Engeln bin ich ja verwandt; Am Himmel ist mein Vaterland; Dahin, Herr! laß mich trachten. O lehre selbst mich meine Zeit Recht weislich auszukauffen. Laß mich die Bahn zur Ewigkeit Mit hetl'ger Vorsicht lanffen, Der Tage Last erletchtre mir / Bis meine Ruhe einst bey dir Kein Wechsel weiter störet. Pnßrons - Lieder. Hl'ch, steh ihn dulden, bluten, sterben! - O meine Seele, sag ihm fromm Dank! Sieh Gottes ein gen Sohn und Erben, Wie mächtig ihn die Menschenliebe drang. Wo ist ein Freund, der je was er, gethan ? Der so, wie er für Sünder sterben kann ? OSCZ »77 Wie dunkel waren jene Stunde»/ O Freund/ und welche Lasten drückten dich. Wir quoll das Blut aus deinen Wunden ! Doch jeder Tropfe stoß zum Trost für mich. Und jeder ruft mir's heut noch deutlich zu: Daß du mich liebst/du frommer Dulder du. Dein bin ich nun/ und Gottes Erbe; Ich seh ganz tief ins Vaterherz hinein. Wenn ich nun leide, wenn ich sterbe, Kann ich unmöglich je verlohren seyn. Wenn Sonn, und Mond , und Erde unterqeh'n, So bleibt mir Gottes Gnade ewig stehen. O Freundldein Beyspiel soll mich lehren! Des Lebens Unschuld sey mein Ehrenkleid. Begierig will ich deine Stimme hören, Und gerne thun, was mir dein Wort gebeut. Die Dankbarkeit dringt mich hinfort dazu; Wer hat es mehr um mich verdient als du ? Nie will ich mich am Feinde rächen; Auch dieß ler» ich, du sanfter Mann, von dir! Nie Gottes Schickung widersprechen; Hs 178 Obb > Äzär gleich sein Pfad jezt noch so dun- « kel mir. ! r Auf Dornen giengst du selbst zumZiele hin; Ich folg dir nach,weil ich dein Jünger bin. Was fürcht ich noch des Todes Schre- ^ cken? ' I Du schliefst auch einst im Grab, o hole i ^ der Freund! z Mag sie doch meine Asche decken Die Erde, weil des Todes Nacht erscheint, Der Gott, der dir das Leben wieder gab, c, Walzt einstens selbst den Stein von meinem Grab. l Nimm hin den Dank für deine Plagen; ? Mein Retter, den die treuste Liebe bringt; Dort will ich dirs noch schöner sagen, i Wenn dich mein Geist im Engel , Chor I « besingt. Dann stimmen alle Drüder frölich ein ! ^ Der ganze Himmel soll dann Zeuge seyn!, zr Oaß deinen Geist mich stets, mein Heb ^ land! lehren, Drin göttlich Kreuz im Glauben zu verehren ; r 2 Das ich, getreu in dem Beruf-er Liebe . Mich christlich übe. '' Das Gute thun, das Böse flieh'n, ! und ineideu, e- Herr! diese Pflicht lehrt mich dein hei* lig Leiden. Kann ich zugleich das Böse mir erlauben, Und an dich glauben? ^ Da du dich selbst für mich dahin ge- t- geben , b/ Wie könnt ich noch nach meinem Willen 't' leben? Und nicht vielmehr , weil ich dir angehöre i; Zu deiner Ehre ? t; Ich sollte nicht, wenn Leiden dieser > Erden , or Wenn Kreuz mich trift, gelaßnen Herzens werden; > - Da du so viel für uns, die wirs verschuldet, 1' Liebreich erduldet! Für welche du drin Leben selbst gelassen, , Wie könnt ich fie, ste meine Vrüder hassen? Und nicht, wie du, wenn ste mich M ^ tertretten, Für sie noch betten? 182 Ich will nicht Haß mit gleichem Haß vergelten, Wenn man mich schilt, nicht rächend ^ Wieder schelten. Du Heiliger, du, Herr und Haupt der < Glieder, l Schallst auch nicht wieder. Ein reines Herz, gleich deinem edeln Herzen, ^ , Dieß ist -er Dank für deines Kreuzes Schmerzen. ' Und Gott giebt uns die Kraft in deinem Namen, . Dich nachzuahmen. j Unendlich Glück! du littest uns z» gute, j « Ich bin versöhnt in deinem theuren Blute. ! Du hast mein Heil, da du für mich ; gestorben, r Am Kreuz erworben. So bin ich denn schon selig hier im Glauben? So wird mir nichts, nichts meine Krone rauben, So werd ich dort, .von Herrlichkeit umgeben, Einst ewig leben, i-r» i8l » r n s n h « >e tt Fa wenn ich stets der Tugend Pfad bettelte, Im Glauben kämpf, im Glauben wach und bethe: So ist mein Heil schon so gewiß erstrebet, AlS Jesus lebet. Lockt böse Lust mein Herz mit ihrem Reihe. So schrecke mich dein Wort vom Kreuze; Und werd ich matt im Laufe guter Werke, So sey's mir Stärke. Wenn endlich, Herr! mich meine Sünden kränken: So laß dein Kreuz mir wieder Ruhe schenken; Dein Kreuz, dieß sey, wenn ich den Tod etnst leide Mir Fried, und Freude! Osterlied. /Arstandner! ich frolocke dir, ^ Daß du nun ewig lebest. Du lebst, und siegst, daß du auch mir Das ew'ge Leben gebest; Daß dn auch mein Erretter seyst Und nene Kräfte mir verleihst, Mit Freuden Gott zu dienen. Mein Herr, mein Gott ! htlfmtrdazu Bcfreye mich von Sünden. Laß mich für meine Seele Ruh Im Frieden mit Gott finde» , < Pflanze deinen Sinn in mir Damit ich, Gort ergeben/ hier Als dein Erlöster wandle. < Dein ist das Reich, dein ist die Macht, ^ Verstorbne zu erwecken. , f Du rufst einst, und "der Gräber Nacht : Wird Todte nicht mehr decken. , Wie du auferstanden bist , So werd auch ich, Herr Jesu Christ! . Durch dich einst auferstehen. , O laß mich, weil ich hier noch bin, - Im Glauben an dich wandeln; - Und jederzeit nach deinem Sinn Rechtschaffen scyn, und handeln; Daß ich, wenn ich aufersteh, Und dich, des Todes Sieger seh, Vor dir dann nicht erschrecke. Da, wo dn bist, da soll auch einst Dein Jünger mit dir leben. . Du wirst ihn, wenn du nun erscheinst, Zu deiner Freud erheben. xo zs Laß dieß auch mein Erbtheil sey«; St werd ich ewig des mich freu'n, Daß du vom Tod erstanden. Auffahrts-Lied. vollendet ist dein Werk; vollendet, ^ O Welterlöser, unser Heil! Der Sünde Fluch ist abgewendet, Nun wird dein Segen uns zu Theil. Erheb, erhebe dich vom Staube, Zum vollen Schau'u wird nun dein Glaube, O Sieger! himmlisch wird dein Licht! Dich will nach deinem Tod nach Thränen Dein Gott mit Herrlichkeiten krönen Vor aller Himmel Angesicht. Ich seh' empor zu dir, Vertretter! Dich bet' ich still mit Thränen an. Ich weiß, daß auch ein schwacher Beter Im Staube dir gefallen kann. Zwar fallen vor dir Engel nieder: Doch auch der Engel hvh're Lieder Verdrängen nicht mein schwaches Lied. Von meinen aufgehobnen Handen Wirst du nicht weg drin Antlih wenden; Du siehst den Dank, der in mir glüht, 1 184- Gieb meinem Glauben Muth und Leben , Sich über Erde, Welt und Zeit Mit starken Flügeln zu erheben , Zu dir in -eine Herrlichkeit! O du / der mich vom Tod errettet, Von Erkund Himmel angebetet; Durch den sich Gott mit uns vereint Du aller Welten Herr und Führer, Der Geister ewiger Regicrer : Du bist mein Bruder, bist mein Freund! ! Einst wirst du herrlich wiederkommen; ! Meßias komm! es seufzen hier ! Im Prüfunqsstande deine Frommen, Ihr Glaube seufzt nach dir, nach dir! Dann werden auf dem Wolkenwageu Dich Milionen Engel tragen; Du wirst in deiner Herrlichkeit, > Herr allen die jetzt zu dir weinen, Vom Htmmel alo ibr Freund erscheinen; Dann wird ihr Klagen lauter Freud! Ja, wann ich einst mein Werk vollendet, ! So bist du's meiner Seele Heil! Der seinen Engel zu mir sendet, ! Mir seinen Himmel giebt zum Theil. , Dann, dann erheb ich mich vom Staube! Und anschau'n, anschau'n wird mein Glaube Dick), Herr mein Gott, im hellen Licht. Du wirst nach meinem Leid und Thräne» Mit deiner Herrlichkeit mich krönen, Vor aller Himmel Angesicht. pfingst- Lieder. Hssicht um ein flüchtig Gut der Zeit; ^ Ich fleh' um deinen Geist, , Gott, den zu meiner Seligkeit Dein theures Wort verheißt. Die Weisheit, die vom Himmel stammt, > H Vater lehr' er mich ! ^ Die Weisheit, die das Herz entflammt ! Zur Liebe gegen dich. ; Dich lieben Gott! ist Seligkeit; Gern thun was dir gefällt, Wirkt edlere Zufriedenheit, Als alles Glück -er Welt. Alsdann hab' ich Vertrau'» zu dir, Dann schenket selbst dein Geist Das freudige Bewußtseyn mir, Daß du mir gnädig seyst! i86 Er leite mich zur Wahrheit hin , Zur Tuaend stärk er mich; Beweise wenn ich trauriq bitt, Auch mir, als Tröster sich I Er schaff' in mir ein reines Herz. Aersiqle deine Huld, Und c> bewaffne mich im Schmerz Mit Muth, und mit Geduld. I I er du uns als Vater liebest Treuer Gottund -einen Gki Denen, die dich biitcn, giebest, Ja uns um ibn bitten bei'h'k: Demuthsvoll fleh' ich vor dir, Vater! send ihn auch zu mir, Daß er meinen Geist erin-ne, Und i!>» dir zum Tempel weihe. Fülle mich mit hctl'aen Trieben, Daß ich Gott, mein höchstes Gut, Ueber alles möge lieben, Daß ich mit qekiostem Muth Seiner Baterhuld mich freu, Und mit wahrer Kindestreu Stets vor seinen Anaen wandle, lind rechtschaffen denk und handle. ! r -! - i , l < i i r87 Geist des Friedens, und der Liebe! Bilde mich nach deinem Sinn, Das ich Lieb und Sanftmuth übe, Und mir's rechne zum Gewinn, Wenn ich je ein Friedcnsband Knüpfen kann; wenn meine Hand, Zur Erleicht'rung der Beschwerde» ^ Kann dem Nächsten nühlich weiden. j Lehre mich, mich selber kennen, Die verborgnen Fehler srh'n, : Sie voll Demuth Go.t bekennen, Und ihn um Verzeihung steh'n. Mache täglich Ernst, und Treu, > Sie zu bessern in mir neu; i>u dem Heiligungdacschjste I Gieb mir immer neue Kräfte. Wenn der Anblick meiner Sünden Mein Gewisse» niederschlägt; Wenn sich in mir Zweifel finden, Die mein Her; mit Zittern hegt; Wenn mein Aug in Nöthen weint, Und Gott nicht zu hören scheint; O dann laß es meiner Seelen Nicht an Trost, und Stärkung fehlen! Was sich Gutes in mir findet, Ist dein Gnadenwerk i, mir; 188 Selbst den Trieb Haff du entzündet: Daß mich , Herr, verlangt nach dir; O! so setze durch dein Wort Deine Gnadenwirkuna fort, Bis sie durch ein seliq Ende Herrlich sich an mir vollende. B e t t a g. Bußfertige Gesittungen eines Sünders. Oange, lang genug war ich ^ ^ Meiner Leidenschaften Sclave! ! Lange häuft ich schon auf mich Unruh uud Gewiffensffrafe! s Sorglos für mein wahres Glück I Folg so mancher Tag zurück! Nun erfüllt mich Reu und Schmerz ^ Ueber alle meine Sünden. ^ Ach, ich armer! wird mein Her; Ruh' und Friede wieder sinden? Wirff du Herr die Schuld verzeih« ? Wirst du mir noch gnädig seyn? Ja, du wirst! Des Sünders Tod Willst du nicht; du willst sein Leben: Wenn er wiederkehrt / o Gott! Willst -u alles ihm vergeben: Nicht gedenken seiner Schuld; Nicht entziehen deine Huld. Tief beschämt empfind ich NUN, Daß ich strafbar vor dir lebte. Daß ich dein Gebot zu thun Nicht mit Lust und Eifer strebte. Daß ich es oft übertrat ' ^ Durch Gesinnungen und That. I Künftig soll die Sünde nicht In mir herrschen: Sie zu todte» Ist mein Dorsaz , meine Pflicht; Und zu dir um Beystand beten ^ Wird mir neue Kraft verleih'«, ^ Treu in dieser Pflicht zu seyn. Ja, ich will der Tugend mich, Die du liebest, ganz ergeben. Deines Beyfalls Werth will ich Künftig denken, künftig leben. ! Rein sott meine Seele, rein Soll mein Wandel vor dir seyn! 19 « Zugabe. I. Andenken an den Tauf - Bund. ^sNetn Erlöser! der du mich Dir zum Eigenthum erkaufet; Als dei» Jünger bin auch ich Vormals auf dein Wort getaufet. L ! erwecke mich zum Fleiße , Recht zn seyn das, was ich heiße. Laß mich oft mit Achtsamkeit/ - Meiner Taufe Bund betrachten/ Und nur das zu jeder Zeit Aür mein größtes Wohlseyn achte»/ Daß ich Jesu! deinen Willen^ Suche treulich zu erfüllen. Dieser Erde Gut und Ruhm Bleibt im Tode doch zurücke; Nur ein wahres Christenthum Folgt uns nach znm ew'gen Glücke. Davon ist auch nach dem Sterbe» Ewig Segen zu ererbe». H.BeM ersten Genusse des heiligen Abendmahls. di' gelob ich neue Treue, *c-'...... >u»e» Fleiß im .Christenthum, Dir, Jesu, «leb ich mich aus's neue, Zu deines Namens Eigenthum. Ich will von dir, o Geist! allein Gefilhret und geleitet seyn. Nimm, Herr und Gott, von deinem Kinde, Den theuren Eid der Treue hin. Bisher war ich ein Kind der Sünde, Nun will ich ihre Reize flieh'n. Und mich schon jung der Tugend weih'» Sieh dieser Tag soll Zeuge seyn. Nie will ich an dir treulos werden, Nie deine guten Wege flieh'n. Kein Scheinqut, keine Lust auf Erden, Kein Unglück soll mich dir entzieh'» Neich eitle Welt, o Sünde, weich, Gott hört es;'seht entsag ich euch. ^ Gott höret mein Versprechen, n in mein Herz hinein, ''t - ! rsselbe treulos brechen, i-r So würd er einst mein Räch-r Gewissens Angst, und ew'g, L -,x Würd meines Meineids Straft fty!- O Gott, regiere du mein ^oe-; Und mache selbst mein Herj d-r - Daß dir «nein Wandel ganz ergern, Und deinem Bilde ähnlich Hy, Denn ohne dich bleibt milk Mein Herz vorkehrt, und w -'ib. r. Einst werd'ich, Herr! Throne Den Tag des BundeS Vene! Geschmückt mit jener Htmn Werd ich dann ewig selig nr,,. L> welch ein Heil! wie fre ich i-'n Herr! nimm mich hin ! t n bin ich. » »r D e. - 7 ^..