THURGAU Zwierzina, Flecks Floire •sv, intBibliotae /pz Sonder - Abdruck. as THURGAUS ZEITSCHRIFT DEUTSCHES ALTERTUM UNI) C DEUTSCHE LITTERATUR HERAUSGEGEBEN " VON EDWARD SCHROEDER UND GUSTAV ROETHE XLVII. BAND. BEULIN 1903 WEIDMANNSCHE BUCHHANDLUNG i-. SW. ZIMMERSTRASSE 94 I I ■6 i % u ' 1 < i •vjjW^.V. i ! t I! i :t I •V'i ****** FRAUENFELDER BRUCHSTÜCKE VON FLECKS FLOIRE. Die reste der alten hs. des Floire (so oder Floir wird man nun wol schreiben müssen), die unten zum abdruck gelangen, sind in Frauenfeld ans licht getreten, ihre auffindung ist mit freuden zu begrüfsen. denn sie sind nicht nur älter als die von Lambel ( Feslschr. z. 8 allgem. deutschen Neuphilologentage, Wien 1898, s. ZI ff) edierten, 180 verse umfassenden Prager fragmente des 13/14 jhs., sondern auch bedeutend umfangreicher, und stehn der zeit und spräche nach dem dichter näher, als diese. 736 verse zuverlässigen textes werden uns durch sie in einer aus dem anfang des 13 jhs. stammenden alemannischen Überlieferung geboten, weitaus die meisten dieser verse sind glatt lesbar, nur der allerkleinste teil derselben blofs in resten erhalten, man wird wert und Charakter der beiden einzigen hss. des gedicktes, nach denen Sommer seinen text hergestellt hat, nun erst beurteilen können. Herr pfarrer Franz Lötscher zu Frauenfeld machte vor einiger zeit meinen collegen prof. dr Albert Büchi darauf aufmerksam, dass die blätter des pergamentumschlags eines rodels, den das Frauenfelder katholische pfarrarchiv verwahrt, mit altdeutschen versen beschrieben seien. Büchi machte mir darüber mitteilung. die Zugehörigkeit des textes zu Flecks gedieht war bald erkannt, durch die freundliche Vermittlung Büchis, der mir seinen fund zur publication und wissenschaftlichen Verwertung bereitwilligst ablrat, und durch die überaus dankenswerte güte des hochwürdigen hrn Franz Lötscher, stadtpfarrers zu Frauenfeld, wurde mir die hs. für wochen zu bequemer benützung in meiner wohnung überlassen. beiden herren sprech ich hier aufrichtigen dank aus. Zunächst einige warte über den rodel, der von unsern Floire- blättern umschlossen ist. er betitelt sich im rubrum zu anfang der ersten seite selbst: Rodel. Dis fint die gül s vnd die czins die ich her Niclaus Rüdg s voo Meffkilch 1 priell s geben vnd geordnet han an die mivven phründ zü d s obernkilchen 2 . der rodel besteht aus zwei lagen pergamentblätter länglichen folios: 39,5 cm lang und nur 9 cm breit, die erste läge, 8 blätter (bezw. 4 doppelblätter), ist zum gröfsern teil von einer hand des 14 jhs. geschrieben und verzeichnet die Zuwendungen an die pfründe. diese auf Zeichnungen 1 im würllembergischen, 2 bei Frauenfeld. Z. F. D. A. XLVil. N. F. XXXV. 11 s 162 ZW1ERZINA zerfallen in drei partien : bl. 1—7 r zählt die bei der gründung im stiftsbrief der pfründe zugewendeten erträgnisse auf; schon auf bl. 7 1 beginnt dann eine neue reihe von beneßcien, die später, aber noch immer vom Stifter, für die pfründe hinzuerworben wurden : difen nach gefc'ben zehenden hän ich der ob genät ftifft s her Niclauf Rüdg s vö Meffkilch priefl s ouch kouffl an die nüwen phründ cze d s oberkilchn Des erften usw. endlich folgen auf bl. 7 V und 8 eintragungen, die zt. noch von derselben hand geschrieben sind, wie auch bl. 1—7 r , zt. aber auch von jüngerer hand herstammen, und die ergänzungen und nachträge zum zehent- verzeichnis bringen, sie sind sichtlich zu verschiedenen Zeiten beigefügt worden, als man für weitere Zusätze keinen raum mehr fand, fügte man eine zweite läge von 4 pergamentbll. (2 doppelbll.) desselben formats an. diese läge enthält nun vermerke über pfrün- deneinkünfte aus späterer zeit von verschiedenen händen des 15 jhs., uzw. auf s. 9 r und 9 T , dann noch eine weitere notiz aufs. 10 r ; die untere hälfte von 10 1 , ferner 10 T und ll r sind leer, auf s. 11 T und 12 T steht wider nur eine kurze notiz, sonst sind auch diese seiten, sowie 12 r leer, hinter dem letzten eintrag auf s. 12 T steht von einer hand des 17 oder anf. 18 jhs.: Hoc Beneuicium S. Michaelis fundatum est . Anno 1369. zu einzelnen posten der ganzen hs. machen schliefslich spätere hände des 15 und 16 jhs. vermerke über erweiterung oder ablösung der zehnten, oder sie benützen den untern rand der hs. zu neueintragungen. einige abgelöste items sind auch durch durchstreichung getilgt. Dieser rodel wurde nun zunächst mit einem papierumschlag versehen, dazu wurde ein einzelblatt verwendet, das von der länge und doppelten breite des rodels war und nun in der mitte gefaltet wurde, auf der innenseite dieses blattes lesen wir eine im 15 jh. angefertigte abschrift {oder vielmehr den teil einer abschrift) des ursprünglichen lateinischen Stiftungsbriefes der SMichaelspfründe. die aufsenseite ist (von einer andern hand) nur zur hälfte beschrieben : wie mir scheint, mit einem lateinischen predigtentwurf. die zeile läuft auf beiden seiten über die ganze breite des jetzt in der mitte der länge nach abgebogenen blattes. als dieser papierumschlag sich zu wenig widerstandsfähig zeigte und an mehreren stellen gerissen war, wurde das ganze noch im 15 jh. von neuem mit einem pergamentumschlag bekleidet, zu diesem wurden drei zweispaltige doppelblätter einer aus der ersten hälfte des 13 jhs. stammenden BRUCHSTÜCKE VON FLECKS FLOIRE 163 hs. von Flecks Floire benützt, da die alten pergamentblätter, die dem rodel nun zur hülle dienen sollten, zwar ungefähr dieselbe breite hatten wie die blätter des rodels, aber beträchtlich kürzer waren als diese, so wurden einfach 3 doppelblätter senkrecht über einander gestellt, die sich nun berührenden ränder der einzelnen blätter ein wenig in einandergeschoben und dann zusammengenäht, dabei wäre aber der Umschlag etwas zu lang geworden, deshalb wurden das zweite und dritte doppelblatt vorher am obern und untern rand beschnitten, das zweite ganz wenig, das dritte stärker, bei diesem fielen der schere 4 zeilen auf jeder spalte zum opfer, bei jenem blieb der schriftkörper intact. ein späterer barbar des 17 jhs. überklebte dann einen teil der rückseite des vorderblatls dieses so hergestellten Umschlags mit einem papierzettel, der den vermerk trägt : difs ift der Stift Rodel des Stifters . dar in alle grundtzinß vnd zöchetn von dem Stifter fpeciuicirt werdn, vnd geschieht difes Rodelß in dem Stiftbrief meldung in der 8. linien. Ich habe, um alles lesen zu können, die heftfäden gelöst und die doppelblätter so von einander wider getrennt; den papierzettel, von dem die rede war, hab ich von der innenseite des pergamenl- umschlags abgelöst und auf eine unbeschriebene stelle der Vorderseite des innern, des papierumschlags aufgeklebt. Aufser den drei doppelblättern des Umschlags sind uns im Frauenfelder rodel aber noch einige weitere teilchen der alten Floirehs erhalten, der, welcher den rodel mit den doppelblättern bekleidete, hat ihn natürlich auch frisch zusammengeheftet, als unterläge für die heftfäden im innern der beiden lagen des rodels nun verwendete er 4 pergamentstreifchen, die derselben Floirehs. entnommen sind, diese streifchen gehörten alle einem und demselben zweispaltigen blatte an, welches zuerst der länge nach in 3 streifchen zerschnitten wurde, wonach diese längsstreifen wider in querslreifen zerlegt wurden, von den 4 erhaltenen streifchen entstammt der erste querstreifen A dem längsstreifen der rechten seite des blattes : er enthält nur teile der rechten spalte der Vorderseite, resp. der linken der rückseite. die streifen B, C und D entstammen dem längsstreifen aus der mitte : sie enthalten teile der' rechten und linken spalte, uzw. die Schlüsse der linken, die anfänge der rechten, das querstreifchen B fügt sich unmittelbar unter das streifchen A (nur ist jenes aus der mitte, dieses aus der rechten seite des blattes genommen), ebenso fügt sich das querstreifchen D 11 * 164 ZVYIERZINA unmittelbar unter das streifchen C; zwischen B und C aber fehlt ein querstreifchen heraus, das ebenso hoch war wie die erhaltenen : denn A, B, C und D enthalten reste von je 4 zeilen, und zwischen dem Schluss von B und dem anfang von C fehlen wider 4 zeilen. der unten folgende abdruck wird mit seiner an- ordnung diese Verhältnisse ganz klar vor äugen führen, das zerschnittene blatt war, wie alle blätter der hs. (s. u.) und wie wir für unser blatt daraus constatieren können, dass auf den mittel- slreifchen (also BCD) solche verse in den beiden spalten einander gegenüberstehn, die in Sommers ausgabe im abstand von 30 zeilen aufeinanderfolgen, in spalten zu 30 zeilen resp. versen geschrieben, das blatt halle also einen umfang von 120 versen. davon sind uns durch die streifchen 54 in resten erhalten. Der Frauenfelder rodel wurde jedesfalls schon im 15 jh. in unsere pergamentblätter gebunden, denn auf dem untern rand der 3 s. des obersten der drei doppelblätter, die den einband bilden, steht von einer hand des 15 jhs. ein vermerk eingetragen, der sich deutlich ebenfalls auf zins und zehent der SMichaelspfründe bezieht, also erst hinzukam, als das blatt schon in seiner heutigen läge war: Cüni bänwart gart vor de trüfltor 1 vnd / vlis hoilmäs gart wafain gart ab den bedin gat mir daz flertal kerne. Der text der drei deckblätter entstammt der zweiten hälfte von Flecks gedieht, der der streifen dem ersten viertel, im 15 jh. war also wol noch die ganze Floirehs. in Frauenfeld. Die erhaltenen reste sind zum weitaus grösten teile glatt und leicht lesbar, ganz intact sind besonders die innenseiten der den Umschlag bildenden doppelblätter, während ihre aufsenseiten naturgemäß mit der zeit etwas mehr abgerieben wurden, am schlechtesten ist es mit der lesbarkeit des mittelsten doppelblattes (n) bestellt. da nämlich der längliche rodel in der mitte abgebogen verwahrt wurde, so ist an der bugstelle, auf der mitte der au/senseite dieses mittelsten doppelblattes die schrift heute fast ganz abgegriffen und abgescheuert, die buchstaben zt. nur aus spuren und resten erschließbar (s.u. die noten zum abdr. des ii doppelbl. 1 seile), dazu kommt, daß in moderner zeit hier auf diese abgeriebene stelle noch die archivsignatur darauf geschrieben wurde : ‘S. Michael IN 0 65’. der vermerk ‘IN 0 65’ ist älter als ‘S. Michael’. 1 dahinter vli und ein vnt über der seile ausgeslriehen. BRUCHSTÜCKE VON FLECKS FLOIRE 165 Die mafse der Floirehs. können wir nach denen des allein ganz unversehrt erhaltenen (s. o. s. 163) obersten doppelblattes (i) feststellen, die länge eines Mattes betrug 16,8 cm, die breite 11 cm. jede seite ist zweispaltig beschrieben, der schriftkörper einer spalte ist ca. 14 cm lang und 4—4,5 cm breit, die hand ist geübt und fest; die schrift eng, aber ungemein deutlich, die abschnitte sind durch einfache, kräftige initialen angedeulet, für die der Schreiber dem rubricator durch einspringen je zweier zeilen raum gelassen und deren buchstaben er ihm zuweilen (in zweifelsfällen) am rande vorgeschrieben hat, uzw. i 2 seite zu v. 5079 Wer, ii 2 seite zu v. 5201 Ahi, i 3 seite zu v. 5377 Der am seitenrand, oder ii 4 seite zu v. 5305 Floir am obern rand. am untern rand von 1 1 seite hat ein späterer einige initialen (WIN) schwarz nachzuzeichnen versucht, nur einmal ist die initiale vergessen worden, auf der 2 seite des i blattes (spalte 1, v. 5049J : hier hat der maler das einspringen von vzer ( l . Svzer) nicht bemerkt, weil eine aus- hölung des pergamentrandes den Schreiber gezwungen hatte, schon die beiden vorangehenden zeilen etwas einzurücken. Jede der beiden spalten der seite enthält 30 zeilen, von denen nur die beiden einen abschnitt eröffnenden einspringen und deren abstände vorauspunctiert sind, nur die erste seite des iii doppelblattes enthielt in beiden spalten je 31 zeilen und in die letzte spalte der 4 seite des ii doppelblattes schrieb der Schreiber nur 29 zeilen und liefs den raum für die 30 ste frei, weil mit z. 29 ein abschnitt endete und mit rücksicht auf die initiale mit der letzten zeile des blattes nicht der neue abschnitt beginnen sollte, jede zeile ist ein vers 1 . nur in sp. 2 und 3 des i blattes zwang die schon erwähnte aushöhlung des pergamentrandes den Schreiber, 2 verse auf 3 resp. (sp. 3J auf 4 zeilen zu verteilen, da auch das blatt, dessen reste die streifchen A B C D überliefern und das einer ganz andern partie des gedichts angehört als die doppelblätter i ii in, 30 verse abgesetzt in die spalte schrieb, so war wol die ganze ks. gleich eingeteilt. 1 jedoch scheint sich auch im Stammbaum der Frauenfelder hs. (sowie in dem der Prager Floire-hs., s. Lambel s. 39J eine ahne befunden zu haben, die die verse fortlaufend schrieb, denn die Verstellung Sommers und seiner hss. 6878/" si dicke sahen an Als ein wip der sich nieman Kan mit sehen ne gesäten scheint mir höchst wahrscheinlich richtiger als die unserer fragm. an Als ein wip der sich nieman kan Mit sehenne gesäten. 166 ZWIERZINA Wir haben es hier also mit einer jener eleganten hss. in Meinem octav zu tun, wie sie wol zum eigensten gebrauch der hof- und damengesellschaft besonders zu anfang und mitte des 13 jhs. von höfischen romanen hergestellt wurden, man denke etwa an die Giefsener hs. des Iwein 1 . und in die erste hälfte des 13 jhs. weist auch die schrift, die dieselbe ist auf den streifchen des blattes aus dem ersten viertel des gedichts, wie auf den drei doppelblättern aus dessen zweiter hälfte 2 . das z hat fast noch durchgängig die alte, besonders dem 11 und 12 jh. eignende langgestreckte li -ähnliche form mit dem weit über das linienfeld emporragenden schaft. vereinzelt findet sich diese z-form ja auch sonst in hss. des 13 jhs., aber so durchgängig wird sie in solchen wol selten zur anwendung gebracht, neben ca 280 solcher h - ähnlicher z stehen in unsern bruchstücken nur 9 der breitem aus dieser direct entwickelten form, eine auf doppelblatt i (baz 5006), drei auf doppelblatt hi (irbarmetz 7199, woltz 6771 und laz 7204) und fünf auf doppelbl. ii (daz 5172. 5211, darzv 5173, vaz 5226, einmal direct neben der ältern form im zweiten z von inbizzin 5242) 3 . — vom s kennt der Schreiber nur die lange f- form so- wol für in- und anlaut als für auslaut. über der zeile ans r angeschlossen findet sich einmal rundes s in chvmbir 8 5332. vom r gibt der Schreiber nur die form mit dem senkrechten schaft. — umlautsdistinctionen über den buchstaben fehlen ganz, insbesondere alle striche über v (u) mit ausnahme des einen dv 5160 mit einem häkchen über \. ebenso sind die striche über i höchst selten, diese lesehilfen, die zunächst im diphthong und dort zu erscheinen pflegen, wo ein i mit einem andern oder mit m, n zusammenstöfst, werden eben erst in der zweiten hälfte des 13 und 14 jhs. häufiger, unter mehr als 1000 i in solcher Stellung find ich in unserer hs. nur 18 mit i-strich, uzw.: büagite 5189 (aber biiagin ohne striche 5348); werbin 5229, irfierbin 5230, grozin 5233, totin 5300, zen- dinne 5344, min 5352, girietin 5363, gibietin 5364, lidin 5439, cirfnidin 5440; ein 5200, gimeine 5333; leite 5076, ie 5356; 1 auch die Prager Floirefragm. des 13/14 jhs. gehörten zu einer solchen hs. kleinsten formats, s. Lambel s. 38 . 2 auch mein College hr prof. Steffens, ein kenner auf paläogra- phischem gebiet, datierte mir die hs. als jedes falls vor 1250 , jedoch kaum sehr viel früher’ geschrieben. 3 wider deuten auch die Prager fragmente auf ein original aus dem anfang des 13 jhs. mit ähnlichem z, s. Lambel s. 39 . BRUCHSTÜCKE VON FLECKS FLOIRE 167 nit 5361. und auch diese striche halt ich für später zugesetzt, denn sie stehn meist dicht zusammen und alle auf i und 11 , keiner auf dem m doppelbl., das einer andern läge angehört als 1 und n. sonst ist, auch in den correcturen, keine fremde hand am texte tätig. — die häufigkeit der abbreviatur d’ (ein halbringelchen oben an den stark links schräg gestellten schuft von d unmittelbar angeschlossen, deutlich verschieden von d s = der) im in- und auslaut ist fürs 13 jh. charakteristisch, hauptsächlich die formworle (wand’ d’n d’ine) werden gerne so gekürzt. — über diphthong oder langem vocal steht nirgends ein circumflex. — die verse sind zwar schon abgesetzt, aber die zweite zeile des reimpaars nicht eingerückt. — die allgemeine buchstabenform ist breit und mäfsig gotisch, der eindruck des schriftcharakters ist zt. dem der SGaller hs. des Parz. und der Nib. (Parz. D, Nib. B), die in die mitte des 13 jhs. gesetzt wird, ähnlich, aber doch wesentlich altertümlicher : kennt ja die genannte SGaller hs. die ln-ähnliche form des z gar nicht mehr, abkürzungen zeigt unsere Floirehs. mehr, das hängt mit ihrem kleinen format zusammen, zum alter der Schriftbilder stimmt auch die altertümlichkeit der Orthographie und spräche des Schreibers. Doppelbl. ii nun ist nur ganz schwach beschnitten, der schriftkörper ist dabei unversehrt geblieben, nicht so bei doppelbl. ui. dieses ist oben und unten abgeschnitten, der erhaltene schriftkörper ist 12 cm lang, statt 14 cm auf den intact gebliebenen blättern, von der obersten noch vorhandenen zeile ist hier nur die untere hälfte noch sichtbar, rechnen wir diese zeile mit ein, so hat die columne auf diesem blatte 26 Zeilen statt 30. und es fehlen auch zwischen der letzten zeile jeder spalte und der ersten der folgenden auf diesem blatt immer 4 zeilen des Sommerschen textes. nur auf der ersten seite unseres verstümmelten doppelblattes waren 31 nicht 30 zeilen resp. verse in die spalten geschrieben, hier fehlen zwischen sp. 1 und 2 der ersten seite und zwischen sp. 2 der ersten und sp. 1 der zweiten seite je 5 zeilen, doch so, dass hier von einer 27 sten zeile der spalte, resp. von der ersten der 5 zeilen der lücke, noch die obersten spitzen am untern rande sichtbar sind, s. die noten zum abdruck. letzteres ist ein deutlicher beweis dafür, dass auf dieser seite tatsächlich 31 statt 30 zeilen standen, die zeilen also hier enger aneinandergerückt waren und nicht, woran man ja, so unwahrscheinlich es an und für sich wäre, denken könnte, 168 ZWIERZ1NA am Schluss der beiden spalten der ersten seite des in doppelblatts dem Frauenfelder text im vergleich zum Sommerschen je ein vers infolge zweimaliger omissio gefehlt hat. ob nun von den 4 oder 5 fehlenden zeilen der spalten dieses blattes alle nur unten oder nur oben, oder einige oben andere unten ursprünglich gestanden haben, darüber lässt sich nichts sicheres ermitteln, einige anhalts- puncte dafür aber gibt die lagenberechnung. Doppelbl. ii ist das innerste einer läge und es wurde umschlossen von doppelbl. i, sodass der text von i s. 1 und 2 über ii s. 1 — 4 zu i s. 3 und 4 ohne lücke fortläuft, hier sind uns v. 4973—5448 (476 verse also) des Sommerschen textes in con- tinuo erhalten, doppelbl. m hatte in seiner läge dieselbe Stellung wie doppelbl. i in der seinen : es war also das blatt vor dem innersten seiner läge, zwischen dem ende der seite 2 und dem anfang der seite 3 fehlen nämlich Sommer 6889—7130, also 242 verse. da aber der text auf diesen seiten infolge der Verstümmelung heute 4 verse früher abschliefst oder 4 später anfängt, als dies vor der beschneidung der ränder der fall war, so beträgt die anzahl der aus dem innern der läge fehlenden verse 238. gewöhnlich stehn in dieser hs., wie gesagt, 30 verse in der spalte, dh. 240 auf dem doppelblatt, unser doppelbl. in umschloss also nur eines, das innerste einer läge, dessen text nun entweder 2 verse mehr bot als Sommers hss., oder das, was ebensogut möglich, ja wahrscheinlicher ist, sowie doppelbl. ui auf einer seite mit 31 statt mit 30 zeilen per spalte beschrieben war, mm widerum in zwei seiner spalten nur 29 zeilen setzte, es könnte auch ein loch im pergament dieses manco zweier zeilen verursacht haben, sowie wir ja auf sp. 2 und 3 von doppelbl. i tatsächlich infolge solcher be- schädigung nur 29 resp. 28 verse in je 30 zeilen geschrieben finden, s. o. s. 165. Doppelbl. iii enthält also v. 6771 — 96, 6802—27, 6833—58, 6863—88 Sommer auf dem ersten halbbl. und auf dem zweiten halbbl. v. 7131—56, 7161—86, 7191—216, 7221—48 Sommer, also, da v. 7223—25 Sommer in unserm text in zwei zeilen zusammengezogen sind, im ganzen 104 + 104 — 208 verse. die erste spalte dieses doppelblatts setzt mit v. 6771 Sommer ein. zwischen dem Schluss des fragm. doppelbl. l* ii i b und dem anfang des doppelbl. in fehlt v. 5449—6770 Sommer, das sind 1322 zeilen. nehmen wir nach der durchgängigen Ökonomie der hs. die spalte zu BRUCHSTÜCKE VON FLECKS FLOIRE 169 30 Zeilen, das halbbl. zu 120 zeilen an, so fehlen also 11 halbblätter (120 x 16 = 1320) zwischen doppelbl. i b Schluss und doppelblatt ui anfang. dabei bleibt ein plus von 2 zeilen. es ist daher zunächst wahrscheinlich, dass dem doppelbl. m oben wie unten gleichmäfsig 2 zeilen weggeschnitten sind (resp. auf der ersten seite 2 oben und 3 unten) und dass iii schon mit v. 6769 begonnen hat. sicher ist dieser letzte Schluss freilich nicht, da sich uns ja schon Meine unregelmäfsigkeiten in der spaltenfüllung ergeben haben : nur 25 spalten von den 30 erhaltenen zeigen das normal- mafs von 30 versen, 2 (m 1 und 2) weisen 31, zwei 29 (i 2, n 8) und eine 28 (i 3) verse auf. da nun ferner i ii die innersten doppelblätter einer läge sind und iii in einer spätem läge das zweite von innen war (s. o.J, so können sich die 11 halbblälter zwischen i a ii i b einerseits und iii anderseits nur auf folgende weise in die lagen gefügt haben : läge x, der i ii als die beiden innersten doppelblätter angehört haben, war ein quarternio und das 1 und 2 halbbl. zwischen i* ii i b und iii gehörten als die zweiten halbblätter zu den beiden äufsern doppelblättern dieser läge x. dann folgten die nächsten 8 halbblätter als quaternio y. nun aber haben wir nur mehr ein halbblatt, das elfte, zur Verfügung, also in der läge z, der iii als das zweite doppelblatt von innen angehörte, war iii auch das zweite von aufsen, dh. z war ein trinio und das elfte halbblatt der lücke war das erste seines äufseren doppelblattes. Warum sich hier bei läge z ein trinio an die frühem quater- nionen fügte, können wir vermuten, mit Schluss des quaternio y (s. o.) war der Schreiber im texte bis v. 6648 gekommen, denn unser erhaltenes zweites blatt der folgenden läge begann mit v. 6769 (s. o.) : 6648 -(- 120 = 6768. er hatte also noch v. 6649 — Schluss (di. 8006 Sommer) zu schreiben, das sind 1358 verse. das war nun für einen quaternio, der nach der Ökonomie der hs, 8 x 120 = 960 verse fasst, zu viel; für zwei zu wenig, wollte der Schreiber ungefähr mit lagenschluss das gedieht beenden, so musste er dem quaternio y zwei trinionen folgen lassen, ein trinio fasst 6 x 120 = 720 zeilen. der Schreiber rückte also mit Schluss des trinios z von 6649 bis 7370 vor 1 , die noch folgenden 636 1 doppelbl. iii schliefst mit 7248 , resp. vor der Verstümmelung nach der oben gegebenen berechnung mit 7250 , worauf noch ein halbblatt mit 120 zeilen folgte, v. 6649 bis 7370 sind nur scheinbar 722 zeilen statt 720 , denn v. 7223—25 Sommer wird vom Frauenfelder texl in zwei 170 ZWIERZINA verse des gedichts ( 7371—8006 Sommer) füllten von der letzten läge, wider einem trinio, die 5 ersten halbblätter mit 600 Zeilen; auf der vordem seite des letzten sechsten halbblatts schloss dann das gedieht, hier waren noch 36 Zeilen und das ‘finis ’ angebracht, die rückseite dieses letzten blattes blieb leer. Wir dürfen nun vielleicht umgekehrt aus dem umstand, dass mit der vorletzten läge z die frühem quaternionen durch trinionen abgelöst wurden, folgern, dass unsere hs. mit dem Floire schloss, und vielleicht auch vermuten, dass Flecks erzählung den ganzen zierlichen romanband füllte. Alle diese berechnungen haben nur bestand unter der Voraussetzung, dass der versbestand der jungen Überlieferung Sommers sich mit der alten unsrer hs. deckte, da aber bis auf eine minimale discrepanz von 2 versen bei v. 7223 ff. dies überall dort, wo wir vergleichen können, tatsächlich der fall ist, sind wir wol zu dieser Voraussetzung berechtigt, und das saubere resultat, das die unter der genannten Voraussetzung angestellte berechnung liefert, verstärkt diese unsre Zuversicht. Ob sich die versbestände der jungen und der alten Überlieferung auch in der ersten hälfte des gedicktes entsprochen haben wie in der zweiten, ist schwer zu sagen, der ersten hälfte des gedicktes gehörte das zerschnittene blalt an, von dem uns noch 4 streif- chen mit den resten von je 4 zeilen einer oder beider spalten jeder seite, also mit den resten von je 8 oder 16 zeilen erhalten sind, diese streifchen überliefern uns auf der Vorderseite reste von v. 1167 — 70 . 1175 . 1177 . 1180 . 1181 . 1192 — 1200 . 1205 — 12 , auf der rückseite reste von v. 1222 — 30 . 1235 — 42 . 1256 — 60 . 1265 — 67 . 1269—72 Sommer, also reste von 54 zeilen. streifchen A und B schliefsen sich aneinander an, dann schliefsen sich wider C und D aneinander an, dazwischen fehlt ein quer streifchen mit 4 (resp. 8) zeilen. alle streifchen gehörten zum selben blatt : sie verzahnen sich, das macht unten schon der abdruck deutlich, die übereinander gefügten streifchen repräsentieren uns von A—D incl., auch die lücke in der mitte einbezogen, eine columne von 21 zeilen zeilen zusammengezogen, ein plus von zwei zeilen in dem erhaltenen doppelbl. in, dessen erste beiden spalten je 31 statt 30 zeilen enthalten, wird für die läge dadurch aufgehoben, dass das von m umschlossene verlorene innerste doppelblatt, wie wir oben vermerkten, nur 238 verse begriff. BRUCHSTÜCKE VON FLECKS FLOIRE 171 (Vorderseite : v. 1192—1212). da nun in den spalten, wie ich oben schon hervorhob und wofür ich wider auf den unten folgenden abdruck verweise, auch hier die verse im abstand von 30 einander gegenüberstehn, so fehlen uns noch aufser der mittellücke 9 zeilen jeder spalte, die sich oben oder unten an unsern text anschlossen. oben oder unten , nicht teils oben , teils unten, denn das blatt wird wol, wie uns schon das fehlen eines querstreifens von gerade 4 versen aus der mitte vermuten lässt, gleichmä/sig zerschnitten worden sein, nun fällt der schnitt zwischen A und B, das jedes 4 zeilen in ganzer schrifthöhe enthält, in eine 5 fresp. 9 ) zeile, deren obere spitzen auf A, deren untere auf B zu lesen sind (s. den abdruck). auch die 9 fehlenden zeilen werden einander also in continuo gefolgt sein, auch bei ihnen fiel der schnitt in die 5 mittlere zeile, es werden nicht etwa 5 sich oben, 4 sich unten angeschlossen haben, schlossen sich aber nun diese 9 zeilen oben oder unten an die uns erhaltenen reste an? dh. begann unser zerschnittenes blatt mit v. 1153 und schloss es mit v. 1272? oder begann es mit v. 1162 und schloss mit v. 1281? beides ist möglich, dadurch wird eine lagenberechnung von unserm zerschnittenen blatt aus ziemlich illusorisch, man könnte ja leicht, bei annahme kleiner Schwankungen in versbestand und spaltenfül- lung der Frauenfelder hs. den text des Floire auf 7 quater- nionen -f- 2 trinionen berechnen, das zerschnittene blatt wäre dann das 3 halbblatt des 2 quaternio gewesen, unser quaternio x fs. o.) die 6 läge usw. aber derlei Zählungen und arrangements hätten wol wenig interesse und noch weniger wert. Es folgt nun der abdruck der fragmente, der diplomatisch genau sein will, die einrichtung des abdrucks gibt ein bild von der Ökonomie der hs. und dem zustand der bruchstücke. ich habe dabei auch die buchstaben, die nur aus buchstabenresten zu erschließen waren, uzw. ohne störende cursive in den text aufgenommen. dennoch ist nichts gedruckt, was ich nicht auch sicher gelesen habe, buchstabenreste sind ja oft genau so sicher deutbar als die buchstaben selbst, wo zweifei möglich bleiben, da hab ich im texte lieber puncte gesetzt und blofse leseversuche in die noten verwiesen, diese noten machen auch auf alle stellen aufmerksam, wo die schrift irgendwie gelitten hat. dort wo sie schweigen, ist die schrift deutlich und unversehrt, letzteres ist für unsre frag- 172 ZWIERZ1NA mente die regel. nur die äufsern seiten des a doppelblatts machen Schwierigkeiten, hier ist bes. auf s. 1 einiges ganz unlesbar geworden, ich habe dies und überhaupt alles unlesbare und unsichere aus- punctiert, wobei die anzahl der (:) der anzahl der buchstaben entspricht, die die vorangehnde (oder wo die Vergleichung mit dieser unmöglich ist, die folgende) zeile auf gleichen raum schreibt, mir scheint ein solches verfahren besser, als die ausmessung nach schäften, wo ein m für 3 (:) gilt, oder die nach imaginären buchstaben, wo ein m oder h oder w einem i oder f gleichgestellt bleibt, dagegen setzte ich (hauptsächlich beim abdruck der streifchen) einfache puncte (. . .), wo das ausmafs des unlesbaren nicht mehr bestimmbar ist. ein sic! in der anmerkung weist darauf hin, dass irgend eine auffällige lesung der zeile kein lese- oder druckfehler ist. Die nicht störenden und zt. charakteristischen abbreviaturen der hs. löst der abdruck nicht auf. in de (= daz) und bc (= baz) ist die abbreviatur c vom buchstaben c des Schreibers deutlich unterschieden, über die hs.liehe form des d’ (= de) s. oben s. 166. Die interessanten sprachformen unsrer bruchstücke und die bedeutung der Frauenfelder Überlieferung für die textkritik des Floire werden jedem in die äugen fallen, der den untenstehnden abdruck prüft und mit Sommers text vergleicht, ich behalte mir vor, auf diese fragen demnächst zurückzukommen. Freiburg i. d. Schweiz. K. ZWIERZINA. Die vier streifchen des zerschnittenen blattes, 1 seile. (A).vü ir chvnne 1192 .be mit vnhele .ih an eime tele .iet waf gebere 1195 (B) ih vvene... (A) d’:: alle f... 1196 1167 (B) . . (B) die fdi gife . . . 1197 . dol zir vbirgin .. . . . ft alf ih hate g . . . 1170 .... . ft mih intri . . . 1200 * * 1176 (C) . . (C) wie rehte velf vn vnf. . . 1205 mih dvnchet de er wo . . . . an fwer din mohte habi .... wand’ fwer f: h : : d : h . . . 1179 (D) . , (D) de mvz ofte fin bitro . . . 1209 BRUCHSTÜCKE VON FLECKS FLOIRE 173 1180.e de ift war vH gilogin 1210 .e nv biflv doli alfe ftar . . . . alfe liftili vn alfe ch . . . * * 1196 ( B ) aus den untern, (A) den obern buchstabenspitzen erschlossen. d’ sicher : also werd’, Sommer wirt. 1200 von intr die untere hälfte abgeschnitten. 1205 die obern spitzen der h, t, 1 und t abgeschnitten. 1208 von wand’ fwer nur die obere hälfte, vom übrigen nur die spitzen sichtbar. 1209 sic! 1210 sic! 1212 die untere hälfte abgeschnitten. Die vier streifchen des zerschnittenen Mattes, 2 seite. 1222 (4) d’ ne reget niet an . . . J)er rede fi dn gefwe .. . vor vnmaht vH . . . 1225 floire in die flioz . . . 1226 den liale f . . . (B) gnoze .fwere .nflir were . nne chvnt 1230 .ht* flvnt * 1235 (£7) .te fi gelroftil lian .t fi in die rede lan .ft fprali fi ift virlorn . z:::::: b .. . 1239 ( D ) . . owe mir armv owe 1240 .eineu troft nekeine me .vz ih uirliefin 1242 .mbe wil ih chief . . . (ß) fwer fi . . . 1256 von dv . . . inzvr . . . de wir . . . wefint . . . 1260 * (£7) er lie . . . 1265 wan . . . vwir . . . (D) alf . . . 1269 de . . . 1270 vn . . . w. . . . 1272 * * 1222 an] vom n nur der erste strich erhalten, über ihm reste emes g der vorangehnden zeile. 1224 vn] vom n nur der erste strich erhalten, darüber die reste des abbreviaturstrichs. 1226 (A) aus den obern, (B) den untern buchslabenspilzen erschlossen. 1230 untere hälfte abgeschnilten, vom h nur beide schaftspitzen sichtbar, könnte auch b oder )i sein; das übrige sicher. h (b? li?) stand nicht im viortanlaut. nicht bitir ftunt! vielleicht rehtir flunt? 1238 von z und b (1? h?) nur die obersten spitzen, alles andere abgeschnitten. 1239 vor dem ersten owe noch der deutliche rest eines h oder z, l. ah owe? aber es muss mehr abgeschnitten sein. 1242 untere hälfte der buclistaben weggeschnitten. 1256 nur untere hälfte der buchstaben vorhanden. 1265 die obere spitze des 1 weggeschnitten. 1272 vom w nur die spitzen i doppelblatt, 1 seite. 4973 d s inrvke ih noh ingere dar inne bifliezzint von dv wizzint de ih here ob ir mih danne liezzint 5003 174 ZWIERZ1NA 4975 dvr die fteine niet ingie ih in fien niht andirf hie def man furhtin müze min vnzuht ih doh büze fwie vh leiben dunchit gut 4980 ir rehle minen müt wizzin waz mih bare brahte frunt wand’ ih gidahte vb ih iemer heim chome de ih ein alfo frome 4985 merre denne dirre fi dvr de gan ih hie dir bi de ih einen wil heizin machin vn alfame biwachin de min golt fi bihvt 4990 vH dar zv andir min gut de ih legin wil drin dvr de bifhowe ih in de ih den lift gelerne vondv bifehe ih gerne 4995 wie er innan were irbvwin woltint ir mirf gitrvwin vH in werez vh niet zefmehe de ih in innan gifehe mit vweren hvldin 5000 de wolt ih iemer uirfhvldin vH were vh iemer holt 5002 fit ir niht ane golt dar in waz wvrre daz 5005 fo gefehe ih defte baz von gebvwe mengin fhonen lift der mir hie uzze ift leidor uirborgin ir nedorhfint niet forgin 5010 vwir gütef uor mir wan ih han me fhazzif d’nne ir "YY"er were nv fo herte der fih def irwerte de er niet uirtorte 5015 fwenne er fprechin horte alfo erneftliche einen man ein dinc def er nie giwan newedir fin noh ge danc • mit fvzir 5020 rede er in bitwanc de er fine zorn v s lie 5021 wand’ ir nehortint nie ein fo ivnc chint wifer fo de uil menec grifer niet baz giredet hete 5025 er waf fo rede rete finer Worte fo hvbiflih dvr de bidachtir fih waz han ih tumbir m 5 gitan ah leidir de mih min wan 5030 alfe fere ie bitrvch 5031 4980 sic! 5009 sic! 5031 das letzte 4977 man] a verblasst, aber sicher erkennbar. 4999 vweren] erstes e verblasst, aber sicher erkennbar . 5010 sic! 5014 vor sih rasur zweier buchstaben. wort hinter lesezeichen vom selben Schreiber in der rechten ecke des unteren randes widerholt, davon nur bitr . . . noch erhalten. i doppelblatt, 2 seüe. 503a ih fihe rehte de ih loch do ih an ime fo uirftiez de ih in ein fpeher hiez 5035 deme ift er harte vngilih er ift edil vnt rieh vü ioh fo wol bicleit mir hat min vnuirwizinheit ili wene michil gut uirlorn 5040 hatih ine rehte irchorn def moht ih han ginozin fuf ift mir uor hiflozin fin gvt alliz de er hat der fin niet uirtribin mag 5060 mit andirre vnmvze alfe fenfte vn alfo fvze lat ir in ze fpile do waf ez chome ced’me eile alf er felbe gerte 5005 der bete er in giwerle vn gie mit frode dare frvnt fpc er nv nemet wäre wie hohe ir wellet bieten ih wil mih hie fpilif ginieten 5070 vnz zenaht vbir wellent BRUCHSTÜCKE VON FLECKS FLOIRE 175 ine bvze mine miffe tat 5045 mit etelicher fvge er hat richeite genvge an fhazze de horih wol 6048 owe de mir def niet werdin fol 6049 vzer rede er fih cehant 5050 widir de chint vndir want aller hefte chonde vnz er in bigonde uirfvehin mit frage frvnt fpc er ob vh bitrage 5055 fo gant fpiln har zimir ih infpile inwete wellft ir fhazzaiilf old s in fhinf fpil git guten gilinf 5059 ziuirtriebinne d’n lag nv fezzint vn zellent hvndirt vnze vf de bret der torwarle do let alf er ime uor feite 6075 der eine vH der andire leite hvndirt vnze für fih do waf de fpil richelih Wer fol nv da gi winnen wan fi fpilint mit Tinnen 5080 vn wifliche beide doh weinih floir fheide mit giwinne von dane wand’ er gidahte dar ane wef in darief undir rihle 5085 vn bot alle wege cegefihte fin gut fingirlin waz fteinef de mohte fin 5089 gidahte fin fpil ginoz 5038 heit wegen raummangels über vnuirwizin mit Verweisungszeichen. 5086 geübte aus gifihte eorrigiert. ii doppelblatt, 1 seite. 5090 vn wart fin gire uil groz zirwerbinne den ftein der alfo clar fhein de er die finne uirlof vn andeme fpile wart figelof 5095 def waf der heit wol wert wand’ diche fwer ce uil gert : n ce uil bigriffit : il übte deme infliffit de minre vn de merre 5100 der edil ivncherr: an ime wol g : : : : : ie leid' ime da uone gif hall de er h : te uirlorn : o giftilt: r fin zorn 5105 fo : an mit : abe tut : : e :::::: t::z g::üt : : : : : darief lerte : inen ravt er do bikerte zegüte widir in 5iio alle fvze ift der giwin eime fwache gimvten man d’n nieman fuf giwinnen chan de in gilt vbir windit uil lucil ieman findit ih wene ieman der fvnde 5120 in d s weite fi fo bihvt iz infi ein fo ueftir mvt der fih gar an got: i: lat vH gütif lueil ru : : e hat j^lf ili nv fagin bi : onde 5125 fo uirtribinf die ftvnd’ vnz do der abint eh : m mornonf tatenf alfam w :n: : der tor : ar : e bat cho : : : widir an die felbe ftat 5130 fw : nner wolte gan uon dan def hat er reht wan er giwan alle wege fwiez ir g .. . vn ir werte er doh .. . vf dem brete ne : ein fpil 5135 11: : rf milte waf fo : : 1 fw : : dich : erg : w :: tete fo gab ern will : : :: : bete deme torwarten gare dar zv fwaz : r dare 5140 finef gütef brahte vnz ienre gidahte herre got waz mag diz fin dirre ift gar guldin 176 ZWIERZINA 5115 deheinen man fo ftete de er niet miffe tele 5118 vn den gilt niet uirriete sin vmbe alfe gitane miete 6119 alf er rewnfliin chonde in turit gut fo deine 5145 ine weiz waz ez meine er hat mir liehif uil gitan wan folt ir diche hargan [brahte JVJornonf cham er vn 5149 5090 uil (?) stark abgerieben. 5097, 8 die ersten buchstaben abgerieben. 5099—101 abgerieben. 5102—4 die ersten buchstaben abgerieben. 5105—8 stark abgerieben und nur zt. oder schwer lesbar. 5105 vor an der letzte strich des m noch lesbar. 5120 abgerieben. 5123—38 die auspunctierten buchstaben ganz abgerieben, auch sonst einiges nur aus den resten (aber sicher) erschließbar. 5127 do nicht ganz sicher, aber wol kaum. de. 5137 es kann nur giwin oder gewin, nicht gewinne geheißen haben. ii doppelblatt, 2 seite. 5150 doz deme inbize nahte zi firne fpil ginoze tufint unze infinre flioze vn den clioph in der hant wan def waf er uor gimant 5155 alfir wol hant uirnomen nv waf er groz willechome dvr den fhaz d’n er trvc wand’ d s ift oh noh ginvc d’n er lieb ehomend’ were 5160 do chvrze ih vh dv mere wände floir giwan deme lorwarten an finen l'liaz allen do bigondz ime miffe valle 5165 die chvrze wile fere doh gab er ime dvr ere nah def wirtif lererate fin golt alliz de er hale an ime giwunnen vbir al 5U0 d’f waf nah rehtir zal tufint vnze old s baz vü gab ime ane daz tufint vnze dar zv die man ime hvte frv 5175 vzzir firne fhazze wag wan de nieman irfulll mag ein alfo end’lofiz hol da mitte molilir doh wol 5179 fhazzif fat wordin fin 5167 sic! 5174 sic! were eht nv der ehoph fin 5180 den floir noh hat fo were wordin rat allif def ime ie gibraft diz ift noh ein forgin laft der in firne herzin lit 5185 iemer vnz ern ime git JJoli waf er fro vü geil de er alfo groz heil an deme fpile blfagite dar vmbe er ime fagite 5190 gnade vil grozin danc alliz vf den clanc zerwerbinne den ehoph wand’ in dvnhle de d s chnoph ein charphvnchil were 5195 dvr de waf ime fvvere ob er ime folle ingan vf den erren heilif wan chertir fin fliz dar an vn fpc alf ein wifir man 5200 Ahi fvzir fpil ginoz vvvir gebe ift fo groz die ih vö vh han inphangin war vmbe de fi irgangin d’f inweiz ih andirf niet 5205 wand’ ohif iemer not gifhiet fo uirfhvliliz ob ih mag girvchint ir difen tag mit fpile bc uirtribin 5209 aus u (guol Sommer!) corrigiert. 5192 sic! 5194 sic! 5168 golt] o 5182 wordin] o aus u corrigiert. BRUCHSTÜCKE VON FLECKS FLOIRE 177 ii doppelblatt, 3 seite. 5210 ir nedorfmt nilit bilibin vngifpill umbe daz ob ir newizzint waz vn weih wert ir fezzint wand’ fwie hohe ir mir wetint 5215 difen choph andeme fpile def nift niht ce uile wände er dunchil mih gut er ift fo garwe bihvt valftiir itewize 5220 floir fprah nah inbize chvm ili her gibielint irz vnz dare gifriftin wirz vn fpilen denne vnz cenaht dv rede wart fo menegir flaht 5225 vonme chophe vndir in vnz er wart ane fin der den turn da bifloz wan fin gire wart fo groz wie er folte irwerbfn 6230 de er rehte wand’ irfterbin ob itne der choph ingienge nv gidaht ir wierz anfienge vmbe alfo grozin giwin ze ivngift do gilal er in 5235 de er fant inie inbeiz d s torwarte fili do fleiz felfener trahte fo er meift irzbgin niahte 5239 vn botz irae harte wol fo man lieben geftin fol 5240 def waf er harte giflizzin do fi wan inbizzin vH eine bi d’me andirme faz ir newedire uirgaz er nedehte an fine fache 5245 fineme herzin vngemache ranc der torwarte nah der gebe fo harte ime wart fo not de er ime bot 5250 goldif wol zwei tvfint marc alfo groz vn alfo ftarc wart dar nah fin girinc nein ih fprah d s ivngelinc er ift vmbe fliatz niht feile 5255 er wart mir fo ceteile de mir harte miffe zeime ob ih vwir golt neme vmbe alfo lucil dingif def choffif vn def gidingif 5260 wil ih vuf beide irlan ir fullin vh uirgebine han ob irf girvchint von mir vf die gedinge de ir wol gideuchint dar an 5265 ob ihf vh har nah irmane de ir mir helfe fint gireit ob ir mih in erbeit gifehint iudeheinir not 5269 5210 t über der zeile, mit Verweisungszeichen hinter nedorfin eingeschaltet. 5213, 4 siel 5225 me über der zeile, mit Verweisungszeichen hinter von eingeschaltet. 5237 sic! 5244 newedire] das zweite e aus i corrigiert. 5255 sic! ii doppelblatt, 4 seite. 6270 folt ih fpc er ih d’n tot dvr vh denne chiefin fo wolt ih e uirliefin den lib e : h vh lieze vn ob mih irdrieze 5276 ze fvrdirne vwir ere 5275 hinnan furdir iemer mere fo gifwiche mir got ih wil vwir gibot wand’ er lieze fih e lotin denne er ime abe gienge fvr de er in zeman inphiege JTroir waf der rede frb vil ftunt fin gimvte I 10 vf ein fo guten giheiz fit er in fo gitrvwin weiz fwenne er in zemaii inpliat ob ez in niet baz uir vat Z. F. D. A. XLVI1. N. F. XXXV. 5300 5305 12 178 ZWIERZINA gerne leifle icmer me 5280 ioh fwie hohiz mih l'ifte "Vor fröde fiel er ime cefvz nv wil ih fpc er vn mvz mineme herren irzeigin wer ih tufinl flüt fin eigin 5285 de ih ime d’f willin min niht gilrvwir dorfte Fin denne ih vh wefin wil liebir herre vn oh gifpil nv inphahint mih ce man 5290 vn chiefint dar an de ih niemer gifheide mit liebe noh mit leide von vh vnz ih lebe ine mag fo grozir gebe 5295 zehant niet baz uirgeltin vn wizzint de uil feltin iemen in difen richin fime herren mag gifwichin 5299 vö deheiner flahle nolin de er doh mit trvwin hilt von dv hat er wol gifpilt 53io vn ein nuzze vart gitan zehant bat er in vf flan vn inphienc in ce man alliz de er ie giwan de neheten niet virvangin £^5315 inwere diz niet irgangin er ne möfe fin uirlorn old s den giwerb han virborn der in da ce Finne twanc def fager d’me wirte danc 5320 der ez ime giriet vn ime alliz bifhiet alfir nu uolendit hat diche wifif mannef rat wifin man zegvte irgat 5325 fwer wifin rat uirftat vn Fih dar ane uir lat der ifl bihvt uor miffetat 5328 die seile ist an einigen wenigen stellen abgerieben, doch überall noch sicher lesbar. 5270, 79 sic! 5292 liebe] das erste e über der zeile, mit verweisungszeichen eingeschaltet. 5302 sic! 5303 sic! i doppelblatt, 3 Seite. 5329 So wol mih fpc er de ih bin 5330 vö vh fichir liinnan hin allef def ih vh fage vn fwaz ih chvmbii 8 trage de vh der ift gimelne iz ift ein not fwer eine 5335 ane gefellin treit nahe gandv herze leil in lime herzen uirhorgin alfe lebe ih mit forgin ane troft helfelof 5340 iemer fit de ih uir lof allif liebif wunne de mir noh got gunne ob iz Fin gnade fin zendfnne den willin min 5345 der ift vh noh vnchvnt ih wil ez vh dvr den mvnt vife rehte trvwe fagin wan ih mvz mit vh biiagin ze frvnt mit rehlir fiele 5359 vnz vnf bofir lute rate 5360 dvr uelfhen nit vn dvr haz ihneweiz andirf vmbe waz zefheidinne girietln nv mvze vh got gibielin de ir trvwe an mir bigant 5365 alf ir mir gilohit hant fo wirt min angift deine wan ir bint der eine d s mir hie gihelfin mag ine ger niet ein tag 5370 zefriftinöe min lebin mir newerde ein troft gigebin fo nahe gandie rvwe nv gidenchint an die trvwe die ein man fime herren fol 5375 ih mane vh d’f bidarf ih wol Der rede irfhrahc er fere nv fint fpc er min ere BRUCHSTÜCKE VON FLECKS FLOIRE 179 de dar nah ih wirbe 5350 oh ili ioh ze hant irflirbe in deme turne da inne ift eine mtn frvndinne dv ift • Bl s • ginant dvr die chain ih indiz lant 5355 ih infhvf niet andirf hie dv waf min frvndin fe fit ih ercft wart geborn 535S oh hat fi mih irchorn lib vnt gvt infreife mih mvz vwir reife 5380 leidor hohe giftan waz han ih tvmbir mä git: n de ih fuf bilrogin bin vwir golt nam mir d’n fin de ih vö vh han inphangin 5385 fit de ift irgangin de wirt mir wol celeide ez ift wellih de vnf beide 5388 5373, 77, 81 sic! i doppelblatt, 4 seile, 5389 vwir vart girvwe 5390 owe de ih niet vngitrvwe werdin mag mit l'vge fo hat ih wizee gnvge de ih mih iemer bihvle vor fo frvmed’me güte 5395 wandiz harte miffe zimet fwer gut an dvrften nimet de han ih nu irfehin fit iz abir ift gifhehin fo fult ir rehte wizzin 5400 de ih iemer hin giflizzin allir vwir cren fwa ih fi mag gimeren vn de ih niemer fwiez givare lib noh gut gifpare 5405 dvr neheinre flahle not iz inift niht wirfirf vvan dir tot der mir da uone widir vert da mite ift mir vnrewert ine bihalte fwa ih mag 5410 mine trvwe vnz an d’n fvntag ]\ T v uirnemenl minen rat fit mih got gifvgit hat vh cehelfe vü cetrofle wand’ vh nieman relofte 5415 vz dm forgin wan ih oh ift ez noh vmbe mih in auenture uerre 5418 ez inwelle denne vnfir herre der if allef hat giwall 5419 wir mvzin wifliche halt 5420 fin an dirre fache wil ez got ih gimache vn irdenche den lift de ir noh in chvrzir frift in den turn choment zir 5425 dar vmbe uolgint mir vn tvnt alf ih vh fage choment hare vbir drie tage vn ivehint mih hie waz wir denne tuen old s wie 5430 def gedenche ih hinnan dare ih laze vh werdin giware de ih vh wol gütif gan alf eime herren fin man vn vh niemer gifwiche 5435 ih wil genendcncliche beidv lieb vn leit chvmbir vnt erheit dvr vwirn willin Mn nv fullint ir heizin cirfntdfn 5440 cleidir nah mineme rate vzzir eime hliade rehte rot alf ein hlüt der ift zeime dinge gut de unf gefromet fere 5445 ih infage vh nv niet mere waz wir bidurffin d s cleidir got inphlegie vnfir beidir 5448 5396 sie! 5398 ift über der Zeile, hinter abir mit Verweisungszeichen eingeschaltet. 5413 cetrofte] das schluss-e verblasst, aber noch erkennbar. n* 180 ZWIERZINA m doppelblatt, 1 seite. 6711 : : : wollz doli niel widir neme : : f ime folte miffe zcmen : b er ginefe fvndir dar ane mercliinl wndir 6775 wie gemeinliche fiz alliz lilen wan do fi lange giltrilen vn ir newedirz der gilicliin d’me andirme wolle intwicliin wand’ fi haton einen fin 6780 do warf fi uor zorne hin ir fingirbn de gule ein Herzoge der ir livte der fi für folte bringin der hate den tegedingin 6785 wol gelobt uome fteine de er waf der befiin eine der hvbin vf uil drale dvr fine tuginl die er bäte vn waf def harte fro 6790 do de irgangin waf alfo do cliamen die givangin inmiten vf den hof gigangin vndir alle die menegin wie moliten do zemvte fin 6795 do fi nieman irebandin 6796 do warin fi gefiandin dar zv chonden fi gibarin 6802 alfe vnrechoraenlielie edilin chindin gilicbe de nieman da ne faz 6805 der in mohte fin gihaz fwie uil fi haton miffetan wände fi warin fo wolgilan fwer fi reble ane fab de er in fineine herzin iah 6810 de fi worin wol reborn de wart da wol an in rechorn uirnement ir gitat alfiz dv welflie favele hat alf habin wir fvr war 6815 floir bäte fhone bar minre brvn denne ual vnt waf daz vbir al alfo zemaze reit fin tinne vviz vn breit 6820 allir miffewendi fri clene bra da bi alf ez fih dar zv - gizoh niet cenidire noh celioh nab deme wunfhe garwe 6825 vTT warin an der varwe finef liarif ginoz 6827 * * 6771 und 6802 sind nur die untern spitzen des gelesenen erhalten. 6772, 3 die ersten huchstaben abgerieben, vor ime 72 noch die spur eines f, also wol alf ime wie die hss.; Sommer wan im, wofür nicht raum ist. hinter 6796 sind einige buchslabenspilzen der abgeschnittenen Zeile 6797 zu sehen, nur ein f (oder f) unter dem i von warin 96 ist ganz deutlich, doch auch das d von Sommers vinden (resp. findin) und das 11 von allen ist an seinem platze angedeutet. 6823 gi unter der zeile, mit Verweisungszeichen vor zoh eingeschaltet. hinter 6827 noch die buchstabenspitzen der abgeschnittenen zeile 6828, etwa d :: gin lieht... und der strich über einem vTT nach lieht. in doppelblatt, 2 seite. 6833 :::::::: he ebin vif fleht giwahfm wol vf relit 6835 die flivf der nalvre fliz dv wangin rot vn wiz alfe milli vT! blül der mvnl waf ob bilivt an ime neheinre zirde 6863 ine rnolite felbe fierde gifagin noh birihten gar 6865 wie reble lucil an ime war an allime fineme libe oh waf fi flioncfic allir wibe BRUCHSTÜCKE VON FLECKS FLOIRE 181 allir miffewende gare 6840 ftetecliche rofe uare glih eene deine von wizzime helflnbeine vil de chinne finewel fhone half vn ehel 6845 fin arme ftarc vn lanc die liendc fleht vü blanc die fingere ane miffe wend' vvol gifhaffin an d’m ende die nagele lutir alf ein glaf 6850 fin brvft wol irhabin waf vn iedoh inmiten fmal dar zv waf er vbir al wol gifhichit alf ein cein er hate rilirlichv bein 6855 vn wol ftandin wadin niht ze groz noh vbir ladin de fi heizint holn fvz 6858 fit ih ez gar fagin mvz in allir der fwere fwie ubile ir zemvte were 6870 fo doh uil güten wandil hat gvlir wibe vawe vn ir gilat ^fv uirnement oh von ir Ti waf wnneclichi zwir denne ih gifagin chvnne 6875 gar der ögin wunne die fi dicbe fan an alf ein wib d s fih nieman chan mit fehinne gifalin fi mohte wol mit gvlin ftatin 68so vir kerin an ir minne wol gimvtif mannef finne wan ir flieitele vn ir har waf fo lieht vH alfo dar de ez glih golde gleiz 6885 dar vmbe fi fih doh fleiz def tagif minre noh me dv tinne wiz alf ein I'ne 6888 * * 6833 nur die untern spitzen des gelesenen erhalten. 6847 fingere] erstes e aus i corrigiert. 6863 die obern spitzen der buchstaben abgeschnitten. 6872 sic, gitat aus gatat corrigiert. 6874 sie! 6884 das e von lieht über der zeile, das al von alfo am rande mit Verweisungszeichen nachgelragen. in doppelblatt, 3 Seite. 7131 einer bette fit er nie miffe lete de er def ginieze wan fwer in ce rehte lieze 7135 fo uemohlen niemä v s teilin owe de er ie mit feilin folte werdin gebvndin er hat nu erft bifvndin de er nie me bifant 7140 owe intwingint difv baut zefere an finen armen de lant vh herre irbarmen vil heizint in inbindin ir mvgiut wol irwindin 7145 vwirf zornef an ime den ih vh uil gar binime mit mime lod’ inkvrcir frift nv feheint wie rehte fhone er ifl de folte vh wol ceherzin gan 7150 fwie uil er halt miffe tan de nie li. ... 7161 ane Hag vn ane fto : flrahle fih dv fhone de in ioh got gihone ob in de niet irbarme 7165 floir gifienc fi bid’m arme vn zoh fi har dan nv bin ih doh ein man frowe gidehlint ir de ir flurbint uor mir 7170 minef rehlef ift doh me wan der tot tvt minre we mannen denne wibin ih ftirbe ir lull bilibin obe got wil wol gifvnt 7175 mit deme worle ceftunt alf ir fi dannan gilranc do wart fin beiten borlanc er uiel nidir vn bot fin hobit oh in den tot 7180 182 ZWIERZINA BRUCHSTÜCKE VON FLECKS FLOIRE Do liiez er ime bieten dar fin fvvert vrT nam de bar in bne baut mit zorne nv fint ir dv uirlorne 7155 fprah der mvt uefte 7156 mir tvt aller befte * relite ingegin deme flage d’n ime der vngemvte zage gerne wolle ban geflagin dv gvte inwoltif niet v s tragin fi gifienc vH inzvhte 71S5 de fi abir dar girvhle 7186 % 7131 nur die untern spitzen des gelesenen erhallen, doch standen nur die zwei Worte in der zeile. 7136 ie über der Zeile , hinter er mit Verweisungszeichen eingeschaltet. 7148 sic, ift aus raummangel über er. 7161 nur die untern spitzen des gelesenen erhalten, 7162—64 am ende abgerieben. 7167 sic! in doppelblatt, 4 seile. 7191 :::::::: gegin d’me fwerte dirre ftril der werte vndir in lange ftunde vnz ez alle die bigonde 7195 irbarmen die da fazin donemohte niemä lazin er nemvfe weinen wände were ein herz :* fteinin fo irbarmelz der ftrit 7200 iz newarl nie da vor noh fit me nehein girihte gilan de fo zeherzin molite gan fo menegin mä alle daz doli der ammiral were laz 7205 ze gnadon vnzegüle dok wart fin vngemvte 7208 zi ivngift fanfte vn weih 7207 de er ie : az vü baz intweih 7209 rehte ce glichir wif 7210 alfe daz ibf fo ez fmilzin biginnet vH vö der fvnne cirrinnit alfo cirgie vn cirfleif do wer mannef mvt bigreif 7215 finef zornef galle 7216 wände fi riefln alle uirgebinl g ... . 7221 ia ifi iz wol de fi lebint waz eren wellint ir h: e giwine 7223 do bigonder iih uirfinnen 7225 wie wol fi ime da uor gifiel 7227 vö deme gidanche ime inphiel de fwert vzzir der hant wand’ in dv trvwe vbirwant 7230 die er fall an in beidin fo ftete vn vngifheidin de fi den tot niet intfaziu do nemohlir niet uirlazin er nemofte defte miltir fin 7235 def ir frote fih dv menegin ßin herzoge fah do wol der oh trvwen waf uol alf iz do wol fliein ez waf : : : : : n ftein 7240 vordv fvndin bäte de er in mit fime rate do wol zeftaten kerne vn bat de man in virneme vn fprac ginend: cliche 7245 ir herren armen vn riebe ir hant alle wol gefehin w r az wundirf hie ift gifhehin 7248 * * die seile ist etwas abgerieben und an manchen stellen dann nicht mehr leicht lesbar. 7191 nur die untern spitzen des gelesenen erhalten, ’ hinter d blofs von mir erschlossen. 7196 niemä] e über der zeile mit einschaltungszeichen. 7198 fteinin] in wegen raummangels über flein geschrieben. 7199 fo nicht sicher, doch kaum iz. 7205 sic! 7210 sie! 7214 wer nicht ganz sicher. 7221 nur die untern spitzen des gelesenen erhalten. 7240 es hat nur der de(n) in der lüeke platz, nicht Sommers der den guote(n). I : T~ > t j ► 981199340