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mit einer blühend- oder dunkelrochen Farbe überzo-gen wurde. Bey solchen waren alle angewandten Mit*tel, wiederhatte Venäsectionen (2), antiphlogiftischeMittel/ Schröpf-Köpfe / Blasen-Pflaster, die man aufBrust und Waden legte/ vergebens. Sie starben ge-meiniglich am siebenten?/ achten / oder neunten Tage.Bey der Leichenöfkiung war die Lunge/ und insbeson*dre derjenige Flügel derselbigen / in welchem der grö-sie Schmerz gewesen / mit einem schwarzen und klum-perichten Geblüt, und die Luftröhren-Aeste mit einerstinkenden und faulen Materie angefüllt befunden. DieGedärme waren sehr von Winden ausgedehnt / an vie-len Orten dunkelqelb gefärbt von Galle/ an andernschwarz und brandicht. — Bey andern besonders jun-gen Personen / hatte die Krankheit nicht so viel zu be-deuten : sie schied sich nemlich bey diesen gewönhlich umden siebenten oder neunten Tag durch einen häufige»/kritischen Schweiß. — Bey der Cur bediente ich michder gleichen Mittel / die ich sonst beym anhaltendenFaulsieber gebrauche. Ich ließ nemlich sehr wenigBlut, und nur mit Schröpfköpfen abzapfen. Ichverordnete häufig digestiv und abführende Mittel / vor-züglich, solche, die zugleich erbrechen und Stuhlgangzuwegebracbten. Statt entzündungswiedriger Mittelgab ich den Salpeter und Weinsteinrahm allein, undließ einen Aufguß der Stengel des Hindischkrauts(OulcamL^) häufig trinken. *) Den Husten beför-derte
*) Ich habe diesen Aufguß oft sehr wirksam befunden, womein Endzweck war, das zähe und geronnene Geblützu Verdünnern, zu reinigen und aufzulösen. Dahergebrauche ich es sehr oft in Fiebern, besonders in enk-zündungsartigen.