nen kurzen Troikar "unter demselben, gerade ober-halb der Schaamknochen-Bereinigung hinein, undhiesse ihn in die Blase, worein er gerade ohne eini-gen Wiederftand zu bemerken, wie in eine Höle, fiele.Sobald ich den Stilet aus der Röhre herauszog,floß eine Menge bräunlicht-blutiger Harn heraus; die-sen ließ man nach und nach herauslaufen, und al°les betrug gegen fünf Pfund: darauf ward die Röhreverstopft, um den Unterleib befestiget, gehörig mitbarpey unterlegt, die Wunde bedeckt, und der ge-wöhnliche Verband angelegt. — Der Kranke befändesteh ungemein erleichtert, ohne Schmerzen, selbst wennman auf den Unterleib drückte. Eine Stunde nach-her bekam er heftige Schmerzen: der Verband warnach fünf Stunden ganz durchnäßt und beym Verbin-den giengen wohl wieder vier Pfund eines, bellen Harnsdurch das Röhrgen ab, niit grosser Erleichterung desKranken. Die Schmerzen über dem Herzen (nachseinem Ausdruck) und im Unterleib hatten sich ver-rohren ; man legte ihm noch einen erweichenden undzertheilenden Ueberfchlag von warmer Milch undSeife über, und Nachts um io 1/2 Uhr verbändeman ihn noch einmal, wobey wieder drey bis vierHarngläfer voll Urin weggiengen. Die folgende Nachtschlief er ziemlich ruhig.
Den rösten verbände man ihn wieder des Mor-gens um io Uhr. Der Verband war wieder durch-näßt, aber durch das Röhrchen floß nur wenig Harn,und dennoch mit Erleichterung, weg. Um eilf Uhrstellten fich die Schmerzen wieder ein, da man ihnaber aufs frische Verband, verlohren fich solche. Esschiene also daß so wie im natürlichen Zustande eineangefüllte Blase einen Reiy verursacht, auch hier die
Schmer-