V ?<'< KhristlicheWW So Aus vielerlei)Betrachtungen der unendlichen Ewigkeit/ ntmlichdrr Seelen/ Leibes/ para- deiß/ uns Hdikcn entspringet. Allen Lhristen ohne Un- derscheid der Religion/ zu Beförderung ihrer ewigen Seligkeit und Vermeidung der ewigen Hollen ,Pein/in diesen leisten Zeiten sehr nützlich zulesen. St. Gallen: Gedruckt/ bey Daniel weniger/ HZ (;) 8» V»'S» **>!** > . i». * ^ ^ ZHristlicher Leser. sIewolbillichalleMenschen fromm und gottsförchtig seyn selten / allein auß hertzlicher Liebe gegen GOtt/ als das gröste und ewige Gut/ welches allein unser Hertz stillen und ruhig machen kan; So seynd doch viele Menschen in dieser Welt also geartet/ daß sie sich eher durch die grosse ewige Belohnung / welche sie in jenem Leben zu gewarten haben/ zur Gottseligkeit und Frömigkeit reihen lassen. Andere aber sind als» gesittet/ daß sie nicht so sehr wegen der künfftigenBelohnung/ als wol durch die ewige auff die Sünde folgende unausbleibliche Straffe/ von dem breiten Sünden-Weg der Welt abgezogen / zum Laufs der Gottseligkeit angemahnet und gestartet werden. Wie dann unter A r alle« H§(4)§S — . " -—- - . allen anderen Mitteln/welcheGotL ^ gebrauchet / die Menschen- Kinder zu einem beständigen Vorsatz eines besseren und ihme wolgefälligen Lebens zu beweaen/ grösteundkräff- tigste ist/die Erwegung derStraff/ welche er den muhtWigern Sündern und Uebertretrern seiner Geborten hat verordnet. Beyde Art Menschen werden hoffentlich in diesem kleinen Büchlein so viel finden/ daß fie durch fleissige Lesung desselben so wol imGuten können gestärkt / als vom Bösen abgehalten werden / weilen doch die Menschen mehr sehen auff die Straff und Belohnung / als auff die Liebe GSttes. Deßwegen es auch würdig geachtet worden/ nun abermal/ § und zwar verbessert/ auch vermehr > ret zum Druck zu befürdern. Der , Christliche Leser gebrauche es zu seinem Nutzen / lese darinnen offt > und fleißig. j Der -4-43 (f)M- GGWOGGOOGGGMG Der Seelen Unsterblichkeit. was hülff- es demMenschen, wann er gleich die ganye Welt newünne/ und nehme dochSchaden an seiner Seelen / ^rttü.16. v.26. ^pLEr gröste Nutzen / wel- cher aus Betrachtung der Ewigkeit erlanget wird/ ist die lebend - machende Erkantnuß derWürdigkeitder Seelen/ und der veste Vorsatz/ die Wolfahrt der Seelen der Wolfahrt des Leibs vorzuziehen. Dann weilen der gründ- gütige Gott uns nicht zu disem A z irr- L der Seelen indischen vergänglichenWelt- wesen / sondern zum ewigen Leben undSeligkeir erschaffen har; Ist ja billich/ daß wir uns nicht zu sehr mit diesen Welt Sorgen/so den Leib angehen/ beladen; sondern unser Gemüth stätigs hinauf gehn Hrmel schwingen/ nicht trachten nach demjenigen/ so dem Leibe eine Zeit lang wohl/ der Seelen aber in Ewigkeit wehe thut; sondern vielmehr beden- cken/daß es mit disem Leben ein Ende hat/ die Seligkeit aber dagegen nimmer aufhöret. 2. Alldieweil man nun eine Seele hat/eine Seele die allein ist/ eine Seele die ewig ist/ welche/ wann sie einmal verlohren ist nimmermehr wider erlange wird; . Unsterblichkeit. > " Wird; Und wann sie einmal gewonnen ist/ in Ewigkeit nicht verlohnn wird: Also treue man frey herzu / und lese die wenig Zeilen/überlege sie ik dem innersten seines Hertzens/ und wrderhole offr bey sich selbst dilezweyWort: Allezeit/ Ewig- Von bannen kehre dich zu deiner Seelen und sage: Wache auf vom Schlaff der Sünden/ meine Seele / und erinnere dich/ daß du ewig bist/ und must unendlich leben/ entweder selig/oder elendig/ lebe . dann fürfichrig und weißlich um der Ewigkeit willen. z. Dann gehen nicht alle unsere Gedancken/ Sorgen/ Müh und Arbeit in disem Leben dahin/daß uns hier nicht- . A 4 mang- r der Seelen mangle? Bringen wir nicht rast Tag und Nacht damit zu/ daß wir nicht Hunger/ Durst/ Kalte und ungemach leyden börsten; Sondern daß uns an disem unserm armen Leibwohl seyn möge? Und wie lang wäret es? Um ein Geringes ist es zuthun/ so hat alles ein Ende; Aber nach diesem Leben folget ein ewiges Wesen/ in welchem uns entweder ewiglich wohl/ oder ewiglich wehe seyn wird. 4. Streite deßwegen/ liebe Seele/um die Ewigkeit/ ringe darnach / daß dir selbsten möge ewig wol seyn / dann durch den zeitlichen Tod (so in einemAu- genblick geschehen / komft du entweder in die ewige Freud und Wolleben/da dir mir allen auß- Unsterblichkeit. - außerwehlten Ahristen -Menschen ewig wo! seyn wird; oder in die höllischeL2ual und Marter/ da du mit allen Verdammten in alle Ewigkeit brennen wirst. Derhalben halte hie still und bedenckewol die Wörtlein Ewig und Allezeit / dann es kan niemand in diesem elenden Leben ermessen noch ergrün, den/ was die Ewigkeit seye; O Ewig! Ewig! Wie eine lange Zeit ist das / wer kan es ermes: fen? Der thut nimer Uebels/ der an das Wort / Ewig/stets, sig dencket / und ist stäts from/ der das Work/ Allezeit/ nicht aus Gedancken lässet. 5. Aber was ist dann eigent, lich diese Ewigkeit / und wie lang wird sie währen? Die A 5 Ewig- ro der Seelen Ewigkeit istbasjenig so gegenwärtig ist / und stäts währen wird / eine Zeit so nicht vergehet / die weder Anfang noch End hat/ und darinn man allezeit sagen kan/ Heute. Sie ist ein Lauff der Jahren so nicker auffhöret/ ein Mrcul? dessen Mittelpunkt heißt / Allezeit/ und sein Umkreist nimmermehr auffhöret. Die Ewigkeit ist eine standtzaffte Unbeweglichkett/ eine unsterbliche Beständigkeit/ ein Rad so stäts herum laufft und sich niiner stillet; eine Quelle / deren Wasser durch unzahlbareRöhren stäts und wiederlaufft / und zum Lauffund Wiederlauff herum geleitet wird/ ohne daß einmal fein Lauffauffhöre z Ein Brust Unsterblichkeit. n fo fich ergiesset in einen stäken Fluß / der entweder fuß von Gegen / oder aber bitter von Fluch ist. In tausend Jahren/ und noch hundert tausendJah- ren/ und noch tausend Millionen der Jahren/und nochMil- lion Millionen Zeiten wlrd weder dasEnde noch dasMits tel/ noch der Anfang de Ewigkeit vorhanden seyn/ sondern so lang die Erde / Erde syn wird/ so lang der Htmel/Himmel seyn wird/und so langGott (O HErr was ist das und solches ist gewiß )Gott seyn wird/ so lang werden die Erlöseten der Seligkeit / hingegen aber die Verbackten der Verbuch- NUß gemessen/und weil GQtt allezeit Gorrseyn/ und solches Sl 6 zuseyn i» der Seelen zuieyn nicht aufhören wird/ werden die Gottseligen nicht aufhören selig zufeyn/ und die Gottlosen werden nicht auf; hören verdammt zuseyn in alle ewige Ewigkeit. 6. Ach wer kan es doch genugsam ersinen/was die Ewigkeit für eine lange Aeit seye? Lausend Jahr und roo. taufend Jahr sind gegen dieEwig- keit nicht mehr als ein Augenblick zurechnen/ja ob man schon an einen Berg gedencket/ der so hoch wäre als der Himmel/ und so groß als die Erde / und käme einVögelein alle hundert tausend Jahr nur einmal/ und nehme das zehendeTheil eines Sand-Körnleins htnwegalso daß es m zehenmal hundert taufend Unsterblichkeit. i § tausend Jahren erst ein Sand- Körnlem abnehme/ so wurden zwar unzählbare tausend mäh! tausend Jahre erforderet wer- den/ehe ein solcher grosserBerg hinweg getragen wurde; noch gleichwol wäre Hoffnung daß es doch einmal damit zum End kommen solte; Die Ewigkeit aber währet noch viel länger/ und ist nichts dagegen zurechnen/ was auch von der aller- längsten Zeit kan oder mag gesagt werden. 7. Srhe/ lieber Ahnst/auf disem Weg nach der Ewigkeit wandten wir/die wir jezo durch die Gnade Gottes noch im Leben sind / und gedencken gleich wol so wenig daran / daß an dem leisten Abtruck und Ende »4 der Seelen des Lebens / dessen wir alle Minuten müssen gewärtig seyn/ entweder die ewige Seligkeit/ oder die ewige Verdammnuß hänget. Ocffne doch/lieber GOrr/ die Augen unsers Verstands/ daß wir dise schreckliche Gefahr wol bedencken/ worauf die Ewigkeit und die unendliche unaufhörliche Zeit stehet/ und daß nur stäts vor Augen haben/wie es uns in alleEwtg- keit ergehen werde; O wann Wir oft und fleißig an solche Ewigkeit gedächten/ wie leicht und kurtz wurde uns alles Ley- den dieser Welt vorkommen; wie wurden wir den Verkarst der zeitlichen Güteren so geringachten; wie süß und an- mühktg wurde uns hingegen Unsterblichkeit. >5 alle Widerwärtigkeit seyn/ die Wir um Ahrlstt willen allhiev eine kurtze Zeit müssen leyden; Wie wurde man so forchrsam und so sparsam mit der Welt Freuden umgehen; wie wurden wir von Sünden so wol abstehen; wie viel eyfferigev wurden wir uns in der Gottseligkeit üben / und wie wohl wurden wir diese kurtze Zeit anlegen / für welche wir doch endlich die Ewigkeit zur Belohnung haben. 8..Erwecke deßwegen/ Q ewiger GOtt/unsere Yertzen/ daß wir recht begriffen mö/ gen/ wie unendlich glückselig/ oder hingegen elendig die E- wigkeit sey/und hilff daß diese gleichsam augenblickliche Zeit/ ,6 der Seele» die du uns aus Gnaden mitgetheilet hast/ wir also anwen- den/oaß wir deren in Ewigkeit uns zuerfreuen haben mögen. 9. Damascenuß der alte Kirche»'Lehrer erzehlet von einem König/ daß er wegen Betrachtung des Jüngsten Gerichts/ und darauf erfolgender Ewigkeit / keiner welt- ! lichenFrölichkeitgeachletzde- ^ ne sein Bruder erinneret: Er ! solte doch bey so grossen Ehren sich lustiger erweisen: Was j geschlchr? Der König lässet ' des anderen Morgens/für sei- ^ nes Bruders Gemach die ' Drommeten blasen (welches ' in selbigem Königreich ein Zei- ^ chen war/ oaß derselbe/ für H welches Gemach solche gebla- ^ fen " Unsterblichkeit. »7 ftn wurden/ des anderenTags folte getödet und umgebracht werden.) Der Bruder vermeinte darauff/ er wäre vom König zum Tod verurcheilt/ eilet und thut einen Fußfahl mit demüthigster Bitte / ihm das Leben zu fristen. Da antwortet der König: MeinBrus der! förchtestu du dich also sür der Trommeten deS zeitlichen Lodrs / da du doch nichts verschuldet hast; Gölte ich Dich dann nicht förchten fük den Trommeten zum Gericht des. ewigen Lodts/ da ich mich an dem gerechten Gott so offeversündiget habe. Derwegenver- wundere oich darüber nicht/ dastich in dessen Erwegur- and Betrachtung der Eirnai ^ mg aufdteWelr Fre rh der Seelen ro. Wann alle Könige allb gesinet waren/sie wurden nicht so liederliche Kriege anfangen/ und Menschen Blut wie Wasser Vergüssen. Wann dieses alle Welt Kmder in achrneh- wen/ sie wurden ihre gefährliche Wollust gewißlich guten Theils mässlgen.Undwir elende Menschen sorgen undrenen hier immerhin / wir trachten darnach / daß wir hie mögen reich werden / und zu grossen Ehren kommen/und die wenigste Zeit unsers Lebens bringen wir zu mlt den Gedancken von der Ewigkeit/ daran uns doch mehr gelegen ist/ als an allen anderen Dingen auffder gans tzenWelc.L)armseligerMensch Wie Will es dtp doch zu letzt ge- Unsterblichkeit. r- hen? Wie wird dich diese Nachläßkgkett all zu späht gereuen/ weilen es dir dorr m oer Ewigkeit wenigTrost beybringe» wird / daß du in hohen Ehren auff dieser Welt gelebet hast/ daß du reich worden bist und viel hast erworben/ Aempr ter bedienet / und in grosser HerrenGnadegewefen/deinen Kmderen viel Gelrs hinderlaf- sen/deine Feinde unterdrücket/ und grosse Sachen in dieser Welt verrichtet hast; Dann du alsdann die Eitelkeit aller k dieser Dingen/wiewol zu ssraht » erkennen wirst/ und ewiglich l darfürleyden müssen. Darum > so thue doch ab / lieber.Ehrist/ l die grosse Sicherheit um Gor- - res/und demer eigmenSeeien ^ willen/ sa der Stelen willen/ und nimm dir ernstlich für in künfftiger Zeit deine Seele besser zu versorgen und nach der ewigenHimels Freude zu trachten. Diß Leben ist doch nur ein Augenblick und stehet doch darauf eine Ewigkeit/entweder desLebens/ oder des Todes/ und ist alles daran gelegen/wie du diß kurtzeLeben anstellest ; Und ist es ia leicht und in einem Augenblick geschehen / daß du des ewigen Lebens verfehlest / und in die höllische Gluth auß diesem Leben fährest; Ist nun an einem Augenblick dw so viel gelegen/ und stehet dir daraufetn hohes und grosses : Lieber Gott/warum wollest du es dann so gering achten / als leyder die Welt. Mglirrge thun? n.Ders Unsterblichkeit. rr 11. Derhalben hört ihrAHri- sten! Hört ihr Heyden! Hört ihrVölcker der gantzenWelt/ und die ihr des eusserstdesErd, Kreyses bewohnetNemmt diese Wort Ewig/Allezeit/wol zu Hertzen / lasset euch das indische Welt-Wesen/ so doch bald aufhöret/ von Betrachtung dieser beyden Wörteren nicht abhalten: Bedencket/ daß es mit allen fleischlichen Begierden und Wollüsten/ die der Seligkeit zuwider seynd/so bald ein Ende hat/ die Seligkeit aber ewiglich währet. O hohe/ breite/ länge/tieffeEwig- keit ohn Ende! Von dieser geringen Lebens - Zeit/ O lieber Mensch/ entspringet das Leben/ oder ewige Tod; Zu die- »r der Seelen fem führet uns dieWollust die- ' fer Welt; Zu jenem aber das > Areutz.Ehrlsti: Wehle nun > was dir beliebet / es stehet die > als einem Wiedergebohrnen > frey zu leben/ oder zu sterben/ ! aber dabey erinnere dich auch/ 1 baß das Leben oder das Ster- i den ewig währen wird. < IL. Wann du nun/lieber z Mensch / mit deinen Gedan- i cken bis daher kommen bist/ l daß du die Ewigkeit recht faf- i fest / und weist/ wiedieselbe un- i endlich sey/ wird der H. Lhry- < fostomus ferner den fteyen 1 Lauff deiner Begierden hem- i men/ sage mir/ lieber/ wird er 1 sagen: Wie vil Hände hast du? t Zwey / GOtt erhalte sie dir/ l aber warum sind ihrer zwey s > Wann Unsterblichkeit. rr Wann du etwan um die eine kommest / hättest du doch noch eine übrig; So lst es mit deinen Füssen/ mit deinen Ohren/ und mit deinen Augen / wann -»dieser aller je eines verlieh- rest/ bleibt dir doch von allem noch eins übrig; Aber wie vi! Seelen hast du? Hastu deren zwey? Wol gut/so gib eine zum besten. Wirst du dann wol eine übrig behalten ? Aber nein/ du hast nur eine Seele/ eine emtzige Seele / eine ewige Seele/ verlrehrest du dieselbe/ so wirst du gewüß keine mehr im Rest behalten/ erhaltest du die eine aber / so ist dir solche so gut als loo.oder rooo. Und gehest du deren hingegen quit/ so ist und bleibt sie verdammt in «4 der Seelen in alle Ewigkeit. Ja wann fo ein Mensch zwey mal stürbe b, Wie der Sunammn ihr Sohn/ g< s.B.König. 4 . WiederMoa- bitischMann/2.B.König.rz. K fo es wäre noch etwas / und so könce alsdann ein Mensch bey de feinem anderen Sterben noch ge ändern und bessern was er in hc dem ersten Sterben versehen ^ hat;Meinesheißt/demMen- ei schen ist gesetzt einmal zuster-de ben/darnach aberdasGericht/ ^ Hebr y.von welchem die ewige »0 Ewigkeit hanget. AchHErr'M Laß mich dann betrachten/daß ^ ich nur einmal sterbe/ und daß/ ;ch fo ich es einmal verfehe/ich her- lcr nach ewig verlohren seyn müß- ^> te; Erneuere und bekehre mich^c jelänger je mehr/ damit ich hin-ryl fort Unsterblichkeit. rf n fortvonLagzuLagimGlau' »e den gestarckec/ und im Leben ,/ gebesseret werden möge. p iz. Laß dieses alle Welt- k. Kinder wol berrachren/die eine d so kleine Zeit auf Erden nach y dem Fleisch dahin leben/in Am h gen Lust/ inFleischeS-Lust/ in nhoffärrigem Leben/ in anderen n ^ünden/SchandenundLaste- en / und müssens zulerst mit dem ewigenLodt ausschwitzen rndtrauren/daihraugenblick- e liche Freud/ in ei« ewig immer- > '.währendes Leid / ihr vermein- ß^er Reichthum in ewige hölli- i/fcheArmuth/ihrzettlicheHerr, ichkeit in ewigeSchmach wird js verkehret werden. Ist solches n licht eine blindeLhorheit/und vthörrichte Blindheit amMen. !t B schen rL der Seelen schen/ wann er über dem Indischen das Himmlische/ über dem Vergänglichen das Uns - vergängliche/ über dem Zeitli- j chen das ewige Gut einbüsset z und verschertzet / und solches z dahero/daßerdasWortEwig/ , Allezeit / nicht genugsam und , recht behertziget/ wie sichs gebühret. j 14. Derhalbenalle/dieihr < oft um euere Seele nicht viel ; Gelt gebet / behaltet diese we- j nige Worte in eueren Gedan- , cken / und machet sie euch ge- , mein/ Ewig / Allezeit/ einige < Seel/ewige Seel. Werdet ihr j alsdann angefochten zum Bö- 1 sen/ reihen euch die Fürbildun- j genzurWollustundUppigkeit/ j oder wollen euere Sinnen und 1 Ge- Unsterblichkeit. 17 Geöancken euch verleiten/so werdet ihr deren feindlichen Anläuffen leicht Widerstand leisten können; Dann wer da bedencket das letste Ende/ darunder vornemlich die un» ' endliche Ewigkeit/ wird nim- > mer sündigen. ' i5.Sogib/OgetreuerGott/ daß wir durch diß irrdische ver- - gänglicheWelt-Wesenvonder l Betrachtung der ewigen E- ' wigkeit nicht gerissen und abge- ' halten werden / sondern daß - wir unferGemüth stäts hinauf e genHiniel schwingen/und nach k der Ewigkeit alle unsere Ge- - dancken richten mögen. Laß ' solches durch deine Diener al- / len zuruffen / allen einpflan- ' tzen/ allen predigen/ damit die ' B 2 See- rß der Seelen Seelen gerettet werden / so nicht auffdem Weg der Seligkeit/ und in Betrachtung der Ewigkeit wandele» / sonderen über Hals und Kopffsich sechsten muthwillig in den Abgrund der ewigen Verdacknuß stürtzen. Laß doch alle Menschen bedencken/ daß sie sterben müssen / auff daß sie klug werden / laß sie beweinen ihres HertzensHartigkeit und ange. bohrene Verdorbenheit/ daß da du ihnen die ewige Freude wilst geben/ sie ihnen die zeitliche unterweilen lieber seyn lassen ; Da du sie ewiglich inun- außsprechlicher Herrlichkeit wilst haben / sie um einer zeitlicher geringer Wollust willen/ lieber arm und voller Schmer- tzen seyn wollen ewiglich. Unsterblichkeit. r- ^ Ewig/ Ewig/ fort und fort/ ^ Wer kan dich doch außdenkö/ Du bist ein schwäresDoner-Wort/ Und must die Sünder kranken/ Die ewig leyden alle Huaal/ Weil sie versäumt die Gnademwal Auff dieses Lebens Schwelle/ Wir bitten dich / Herr IesuChrist/ Der du uns ewig gnädig bist/ Behüt uns für der Hölle. Ewigkeit des Leibes. wer seinLeben erhalten will/ der wirds verliehren/ wer überfein Leben verliehret um meinet willen/ der wird es finden/Match. 16.0.25. ?Ie zweyteEnd Urfach so auß fleißiger Betrachtung der Ewigkeit erreicht wird / ist ein vester Vor, B 3 satz zo Ewigkeit satz seinem Leib übel zu thun/ das er künfftig dasGute erlangen/ und jetzo leyden lassen/ daß er alsdann sich ewig freuen möge. Welche Wort / ob sie zwar Anfangs schwär zu begriffen scheinen/ doch wan n sie wol überlegt werden/ seynd sie nichts als die pur lautereWar- heit/ dann da wir dieAuffer- stehung desFleisches vestiqlich glauben/in eben dersekbenVer- sicherung wissen wir auch/ daß der Leib / dessen zu G-Ottes Mißfalligkeit in diesem Leben Leben wohl gepflogen worden/ in jenem gewüßlich davor ley- den müsse; Daß der hingegen sonach dem Willen Gottes in diesem Leben gezahmet wird/ in dem zukünffttgen die ewige Freude des Leibes. Sl ' Freude auß Gnaden zur Be- > lohnung haben werde r Also ' werseinenfleischlichenBegier- t den allhier widerstehet/ dessen Wille wird dorr ewig vollkommen seyn. 2 . Diese warhaffee Wort geben dem Gerechten Trost/ dem Sünder hingegen einen Schrecken/dahero einem jeden i so wol an dem Leibe/als an der - Seelen seine Belohnung oder i seineStraffbereitet; Dann die r Frommen und Außerwehlre r werden an allen Gliedmassen f ihrer glorificierter und herrli- - chen Leiber ewig ergehet und r und erfreuet werden / im Ge- r gentheil die Gottlose undVer- / dämmte an allen ihren Glied- : Massen schreckliche Quaal und r Pein ewiglich leyden müssen. B 4 Z.Als tr Ewigkeit. z. Als der großmüthige und r hoffactige König Belsazer/ z Dan. 5. eine unbekandceHand , auß der Wand sahe Herfür j kommen/die etliche unbekandte l Wort an die Wand schriebe/ z stehet von ihm: Er entfärbte l sich/ und seine Gedancken er- j schreckten ihn / daß ihm die ^ Lenden schütterten / und die « Beine zitterten. Wie viel mehr r selten alle unbußferrige Sün- c der biüich erzitteren und er- j schütteren/wansiebedencken/ e daß sie dort in der ewigen Ver- s dammnuß an allen Gliederen ; ihres Leibes unaußsprechliche Schmertzen empfinden werde, s 4. Es gibtS die Erfahrung < in diesem Leben / wann einer § allein arreinem Glied des Leibs r schwäre des Leibes. b schwäre Schmerßen empfin- '/ der / er nicht weißt / wie jam- d merlich gnug er sich erzeigen r solle / ja ein einiger Zahn / wie e kan er den Menschen peinigen/ / daß er in keinem Wincke! bleir e ben kan/und ein einiger Finger - kan den Menschen in solche e Noth bringen/ daß ihm die e Welt zu eng ist: Was will r dann daraus werden/wann alle Gltedmassen des Leibes - innwendtg und außwendig auf / einmal und zugleich ewiglich - sollen gemartert werden; dann r gleich wie die Glückseligkeit im e Himmel eine vollkonmeGtück- seligkeit ist/und in sich verfasset z alles Gutes/ also baß keine e Freude kan erdacht werden/ ? die daselbst nicht sey und deren ; B 5 die Z4 Ewigkeit die Gottsförchtigen nichtU nieffen; So ist auch dagegen das Elend und dieQuaa! der Verdammten eine vollkomme- Quaal/ und verfasset in sich allen Jammer und Elend/ so immer erdacht werden mag; Ja wie die Seligkeit derFrom- men unendlich/ und den garr- Hen Menschen/ und ein jegliches Glied desselben erfreuet und erfrischet; Also ist auch die Qual und Pein der Gottlosen unendlich/und gehet durch den gantzen Menschen und durch alle Glieder zugleich / und solches in alle Ewigkeit. 5. Ach wer wolre dann fürbaß gern fnrsetzlich eine Sünd wider GOttes Majestät begehen/ weil der Sünden Lohn die des Leibes. )k e- die ewige Pein ist: Wer weite ü nicht lieber feinem Leibe wehe 2 thun/unalleSchmach/Ureutz/ ^ Trübsal und den Tod felbsten H leiden/ als sich mit Sünden o wider GOtt und Gewüssen > beflecken/ wann er gleich ran- ^ sendIahr lang alle Reichthum und Ehre der Welt / und die ^ allergrösteundsüssesteWollust/ k die man erdencken mag/ da- e durch erlangen und haben kön- " te? Zeitliche Gesundheit zu " überkommen/ können wir doch h hier nicht allein gar bittere - und übelschmeckende Lrancke wo! einnehmen/ sondern sind ^ auchwMiq' daßm.nunsun- * ser eigen Blnt verg esse/ oder - wo! gar ein Glied vom Leib ab- ! schneide/da es die Roth erfor- - B6 dort: 36 Ewigkeit bert: Wie viel mehr sollen wie j gerne hier etwas leiden/ w un- i ferm Fleisch und Blut zuwider i ist/ damit wir nicht die ewige j Seligkeit in Gefahr stellen. > Mensch / bedencke solcher Ge- j stak die Ewigkeit / so wirst du i nicht sündigen. < 6. Man liset von einem lo- ! fen Buben/ der durch solche > Betrachtung der Ewigkeit/ i auf folgende Weise sich bekehr i eet hat: Er hat/wie bey sol- i chen oft zugeschehen pfleget/ > Schlösser (wie man sagt) in < die Lust gebauer und bewach- 1 tet: Siehe ich bin jetzo mit Wollüsten dieser Welt/ wie l ichs wünschen möchte/ umges i den/ dieses allein mißfallt mir/ < daß solche einmal mit diesem ' Leben sich des Leibes. r sich auch endigen werden; O - wer doch also ewig leben / und r auffsolcheArtderWeltgenief; e sen/ und seinem Köpft folgen . möchte! gedachte endlich in - sich selbst/ und sagte: Wann t die Gottheit mir B"eff und Siegel gebe/ daß ich 600. Iahe - leben solle/ mir aber darneben r frey stehen solte/ob von solchen / 600. Jahren ich nur 25. Jahre ' in Ketten und Banden Itgen/ und den Rest alsdann in vol- / len Freuden leben wolle; Oder l aber die ersten 25. Jahre erfreulich haben / und die übrige t insothanerschwärenHaffcund : Gefängnuß zubringen solle/ > welches Theil wurde ich wohl ' auß diesen beyden erwehlen? - ausser Zweiffel das erste/ dann > was 88 Ewigkeit was sind doch 25. Jahr in Bt trachtung so vieler hundert Jahr so noch übrig? 25. Jahr mußte ich mich zwar leydenj 575. Jahr aber hätte ich hm nach zum besten/ in welchen ich mein ausgestandenes Leyd wi der nachholen könnte. Da er nun aufffolche Weise zu dieser Erkanmnuß kame/ wurde fein Hertz erfüllet von der Krafft des Geistes GOttes/ indeme er gleichsam eine Stimme zu sich selbst vernähme; Sitzest du elender Mensch nun / daß du dir dein eigen Urtheil gefallet hast/ laß hundert und nicht 25. Jahr seyn/ die dir vergönnet find zu leben / und in solchen deines eigenen Gefallens dein Mürhlemzu kühlen / nmFresi des Leibe». 39 ^ sen und Sauffen/ mit Wucher rt unUngerechtigkeit/mit Pracht/ Hoffahrt / Spielen rmd Tan- n/ tzen/ nachVerlauffaber solcher n hundert Jahr deines wollüsti- ch gen Lebens / wie viel werden >i- der Jahr folgen / nicht sechs ex hundert/ auch nicht sechsmal er hundert tausend / noch sechs in hundert taufendMillionen der sft Jahren/sondern eine ewige E- ne wigkeit/ in welcher du sterbend m leben wirst mit unzehlichenLey- m den und Noth umfangen/ und >u mit solcher -Äuaal/ die unauß- et sprechlich grösser seyn wird als sie die menschliche Vernunfft ^ erdrücken noch außsinen mag/ ^ dunckt dich dieses ein guter in Tausch seyn/ oder ein billich ss- mäßiger Accord? Durch Er- n ' siÜUNA q.o Ewigkeit sinnung dieser hinilischen Re- r chenkunst macht er bey sich s selbst den vesten Schluß er wols k te hinfort der Welt nicht mehr g anhangen / sondern alle seine § Gedancken nach der seligen C- k wigkeit strecken/ wie er dann solches auch in derLhat erwie- c sen/und zweiffels ohn die ewige r Seligkeit davon gebracht hat. l 7. L) wie vil närrischer thun ; diejenige/ welchemchr um 25. l oder hundert rührigen wollü- l' sttgen Leben/ sondern um einer r augenblicklichen und gar kur- r tzen Wollust und Sünde/ sich l in Abgrund des ewigen Ver- ; derbens mmhw lllg stürtzen. » Dann so oft muthwilltger wer- < fe und wider unser Gewüssen j eine Sünde von uns begangen r wird/ des Liebes. 4» wird/ stellen wir uns unreiner h so! cher kurtzen Lust willen / in l- die schreckliche Gefahr der ewi- r gen Verdammnuß/ rst solches e nicht zum höchsten zu bewei- nen! Was hilffts doch/ lieber/ , jetzo den Welt-Kmderen/wel- - che imBuch derWeißheitUap. e L. einander zuruffen und sagen. . Wollher nun / laßt uns wolle- r den/ weils da ist/ und unsers Leibs brauchen weil er noch . jung ist/ wir wollen uns mit be- » stemWeinun Salben füllenrc. : Was hllfft denselben ihre ge- ^ «offene Leckerbissen/ womit sie den Bauch bis oben angefüllet / und das beste Bier und Wein ohne Noth und Durst , gesoffen haben. Wo ist nun th- i re Wollust? Wo ist ihr Kurtz: weil? 4L Ewigkeit weil? ihre köstliche prächtige' t Kleidung ? wo ist ihr zartes r und leckeres Esten? ihre Mu- i sie und grosse Freude ? ihre lu- i stige und anmuhtig Gesell- i schafft? Wo sind sie mit ihren, ! Rosen und Blumen-Kräntzen ; htnkomen?DiesündlicheWol- i lüste/ so sp hier gepflogen/ sind ihnen zu bitteren Gallen wor- ^ Den / und mMn nun dafür in DerEwigkeitewigenDurstson- ! Der Labung / ewigen Hunger sondern Sättigung / ewige Quaal undPetn sonder Linderung leyden. 8.Dem reichenManLuc.r6. hilfft esanjetzo wenig/ daß er viel Gelt und Gut gehabt/ sich prächtig gekleidet und in difem kurtzen Leben täglich herrlich und 45 des Leibes. e und in Freuden gelebet/ da er z nun in alle Ewigkeit,ohneEnd - und Aufhören grosse unauß- - sprechltche Pein leiden muß/ - und nicht so viel Wasser kan , geniessen/daß er mit einem ein: r' zigen Trepfiein seine dürre hr- - zrge Zunge kühlen möchte. Ach > ihr elenden und thörichteSrin- - der/betrachtetdochdlß einige t Exempel der grossen Gestrens - gigkeir des gerechten Gottes/ r und fürchtet euch / ihr / die ihr e in fundiichen Wollüsten lebet/ - und so vorschlich und sicherlich . ohne alle Sorg darinnen be- . Harret/un euch von einer Sün- r den zur anderen weltzet. Diser » reiche und wollüstige Mensch/ l war kurtz zuvor in grosserHerr- l lichkeit / und achtere die Noth > des 44 Ewigkeit des armen Lazari gar nichts/ r jetzt aber wollte er die gantze k Welt / ja wohl tausend mahl l mehr gern geben / wann er es ? rmr hätte/ daß/ sage ich / folte t er gern hingeben / nur um ein Tröpflet» Wassers seineZung i einmahl zukühlen. Wie könnte s man doch etwas geringers be- c gehren? Er darffnicht bitten/ r daraus erlöset zu werden/ oder ^ um Linderung seiner LZuaal/ r oder um ein groß Faß mitWasi « ser seinen gantzen Leib darin« l zu kühlen/sondern allein um so t vielalsaneinesMenschenFin- i gerwurdehangen bleiben/fei- l ue Zunge zukühlen / wie bildet s er sich doch ß) sehr ein die Kraft l eines einzigen Tropffen Was- k fers? Zu was elender Veram r derung des Leiber. 45 !/ derung wäre doch seine Zunge ;e kommen/die so fleißig mit aller- i)l ley Getränck und nießlichen s Bißlein pflegte ersättiget zu te werden. n 9 . Ach wolte GOtt/ daß g sich doch einer am anderen :e spteglen wolte. Betrachte sol- e- ches wohl; lieber Ahnst/ der i/ du hier deine meiste Zeit mit r Hoffart und Aufprunkung dei- 1/ nes nichtigen Leibes zubrin- f, gest / der du hier gern stets bey n lustiger Gesellschaft bist / da d man spielet/tantzet und frölich l- ist/der du hier nicht kaust leben/ i- du habest dann täglich deine t Zung mit Wein/Bier und an- ii der Getränck wol benetzet/ der du hier dieTabacks PfeifstetS r must vorm Mund haben/re. g Stehest 46 Ewigkeit Stehest du von diesem allen nicht bey Zeiten ab / wirst k du besorglich mit jenen Welt- t Rinderen und dem reichen j Mannes dort ewiglich in der i Hollen: Glut betrauten und s büssen müssen. k ro. O eine elende kurtze t Lust / die nicht länger wäret/ l als einen Augenblick/nemlich/ ^ so lang die Speise und Tranck - durch den Schlund gehet/und j die ewige Pein darfür gleich- ' wo! auf dem Rucken nach sich ^ führet. O wie leichtlich/wie < leichtlich solten wir uns dises < alles begeben können/und wie j süß und angenehm wurde die ' ErtödungunsersFleischesuns ' vorkoinen/wanwirnurdieBer l trachtuug der Ewigkeit nim- ^ auß unseren Hertzen liessen. «.Siehe/ des Leibes. 47 n n. Siehe/lieber Ahnst/auf i; diesem Weg nach der Ewigkeit ^ wandle» wir / und gedencken t, gleichwohl so gar wenig daran/ r daß wir sicher hindurch gelan- d gen mögen? Wann einer all- hier eineReyse von etlich wetz nig Tagen vor hat/wie fleisstg , stellet er sich zu solcher Reise? , Er traget Sorge daß an dein k Reiß,Kleideren und Stiffelen b nichts möge ermangle»/ er for- schet mit allem Fleiß nach dem K nächsten und geraden Weg/ er e erkundiget sich ob der Weg z auch sicher sey / ob auch Raus tz ber/Mörder oder andere fchäd- tz liche Partheyen sich auff den- S selben auffhalten/ ob auch un- .. terwegensguteLosamentenun Herbergen sind / da man seine Noth-. 4< Ewigkeit Aothdurfft haben/ und sicher < ruhen kan/ auffdem Wege sie- r ykt er sich um / daß er auffkeü f nett Irrwege möge gerathen: r Und wir Menschen dörffen für- l nehmen die grosseNeiß von der r Erden nach dem Himmel/ wir t sind begriffen auff der Neyse ( nach der Ewigkeit und ewigen r> Leben / da so viel gefährliche Beywege / so grosse Berg und f rieffe Thäler/ und Wege sind/ g die wir zuvor nie haben durch- si wandelt/und bekümmeren uns l« doch zu wenig um den Glauben und einem Christlichen Leben. L 12. Wann wir eine gefähr- h liche oder tieffeStrasse aufdem a Wege wüssen / sollen wir viel ü eher eineSwnd oder mehr um- d reisen / als uns in die gefährli- h che 49 des Leibes. che und treffe Strasse begeben/ darinnen wrr leichtlich könten stecken bleiben; Und dannoch dörffen wir Menschen: Kinder uns oft so fceymüthig in die liessen Sünden , Wege begeben/ darinen wir mit Leib und Seel können verderben/ und und ewiglich stecken bleiben. iZ. DieweltlicheKurtzweil/ fleischllcheLüste/ungebührltche gottlose Gedancken/ unverschämt Gestcht/böseExempel/ leichtfertige Gesellschaft/grosse Ehr und Gewalt/ ein jeder Teufel oder dessen Werckzeug/ die sind wie Mörder und lrgen auf dem Weg / daß sie uns überfallen/ verleiten/ und in den tieffenAbgrund der ewigen höllischenQual führen mögen/ K und Ewigkeit Lo und Wir achten der Leibs-und Seelen Gefahr so wenig/ und wollen uns für solche liesse und gefährliche Irrwege und Räw der nicht hüten/ wandeln immer fort in dem gefährlichen Wege der Wollust und Üppigkeit/ kletteren den gefährlichen Berg der Pracht und eiteler Ehr hinauf/ und gerathen dar- über mit dem reichen Mann und allen Welt- Kinderen ins ewige Verderben/ darinnen wir ewiglich müssen stecken bleiben. i4.SoltemandenMenschen nicht für doll und rasend halten/ der jemand für feinen Augen in einem liessen Schlack sehe versincken und untergehen/ und wolte/ solches um ange. des Leibes. fr angesehen gleichwol dieselbige Strasse noch gebrauchen und sich in solche Gefahr begeben! Nun haben wir aus dem Alten und Neuen Testament raufen: derley Exempel/um welcher Sünde oder Missethat willen diser oder jener in die ewige Verdammnuß gerathen/ und wir wollen noch m solcher Lenk verdamltcheFußstapffen unge- fcheuet rretten/ und die ewige Pein uns so wenig zu Gemüth Wren. 15. Derhalben mein lieber Ahnst/ so lieb dir deine Seele lst/ich sage nicht allein dieSeel/ sondern auch dein Leib / so dencke oft auf dieser Reiß nach der Ewigkeit an diese Wort: Kurtzes Leben/ ewiges Leben/ A a kurtzeS Lr Ewigkeit kurtzes Leyden/ ewige Freude/ l kurtze Freude/ewiges Leyden; l Wird sich deinLeib beschweren , über dieses zeitliche Leyden/ so j tröste ihn wider mit den Ge- dancken der zukünftigen ewi- genFreuden/dan unsere Trübsal/ die zeitlich und leicht ist/ fchaft eine ewrge und über alle mästen wichtige Herrlichkeit. 2.§oririth. 4. 16. Xcuxis ein berühmter Mahler / ward eins gefragt/ warum er so lang über ein Stück arbeitete? welcher antwortete: I)iupinAo,yiriL-erer- nicari pingo : Ich mahle lang/ weil ich der Ewigkeit mahle. Mag also der Leib verstehen/ daß auch sein Mahlwerck ewig wahre/ und daß ein jedes Ley- des Leibes. f) den/ so ihm durch den Willen GOttes begegnet/ ein Pensel- strtch sey / der zu der Tafel der seligen Ewigkeit gehöret/ hingegen jede aus fleischlicher Wollust begangeneSünde/ein zu der Tafel verdammltcher ' Ewigkeit gehörige Mackel und ! Schandflecksey. . 17. Eben dieser Ursach halben wolte ich sagen/ daß einem ' recht gottseligen Leben das ' mobile ober stete r Bewegung beyzulegen wäre/ - so die Naturkündiger der Na- - tur mitgetheilet zu seyn ver- ^ meinen/ das ist/ daß wir unsere . Augen bald auff/ bald nieder- ? schlagen/ und daß in der stären l Betrachtung ihnen Hertz und > Sinn folgeren / und bey sich l K z selbst Ewigkeit 54 selbst stats dieseWorte wieder- holeren: Himel / Hölle/ Tag/ Nacht Leyden/Freude/Leben und Todt / Todt ohn Leben/ Leben ohn Todt / Freude ohn Leyden / Leyden ohn Freud/ Nacht ohn Tag/ und Tag ohne Nacht/ ewiges Leben und ewige Verdammnuß. i8. Es wird/lieber Leser/ nicht von einer so geistlichen Sache geredet/ welche du et- wann sagen möchtest/ baß du wegen ihrer sukriiität sie nicht verstundest/ Nein / man sagt von diesem deinem Leibe / der hier so zärtlich ist erzogen in aller niedlicher Speisen/ ianfften Betten und weichen Küssen/ so stattlich mit Kleideren und anderer Zierath außgeschmncket/ des Leibes. 55 den der Wind nicht anwahen/ oder die Sonn nicht befcheinen möchte/ man sagt von diesem deinemFleisch/fo in dieserWelt in aller Üppigkeit gelebet / von deinenGlredmassen/durch wel; che so viel Sund und Eytelkeir begangen worden / man sagt von deinen Einen/ die so man, che List und Tnck erdacht ha; den/und wird gesagt/ das die- semLeibe/diesemFleisch/ diesen Glledmassen/disen deinenSin- nen/ die du so sehr liebest und ihnen gern willfahrest/ inkurs tzen entweder der ewige Tag/ oder ewige Nacht / die ewige Freude oder ewiges Leyd/ das ewige Leben oder der ewige Todt / das ewige Paradeiß oder aber die ewige Hölle und K 4 Ver- 56 Ewigkeit Verdammnuß werde zu Theil werden. ly- Wann euere Hertzen/ liebe Ahnsien/nicht von Stein sind/ werden euch diese Wort/ lebendige Wunden hinein-- schlagen so oft ihr Augen-Lust/ Fleisches Lust und hoffartigem Leben folget/ so oft ihr euch durch Epikurische Lust/die nur auf Wolleben und gute Tage trachtet/durch die Geltgeitzige Begierde/ die den Menschen treibet mehr mit Unrecht als mit Recht Gelt und Gut zu- famlen/ verführen lasset/ und werdet euch lehrnen huren für allem gottlosen Leben/ und Sünde wider das Gewüssen/ welche nur Stoffen nach der Hollen sind/ und wodurch der Weg des Leibes. 57 l Weg zur ewigen Pein gebah- netwird / woraus m Ewigkeit / keine Errettung zugewarten » ist; Und werdet euch dagegen / vielmehr nach allen Kräften ' befleißtgen/damiteueremLeib/ / Fleisch/Gliedmassen und Ein- i nen/ dort ewiglich wohl seyn/ > und ihr der ewigen Freud des ? Paradeises/ davon nun ferner : solle gesaget werden / mit allen : Außerwehlren Gottes ewig- r lich gemessen möget. » ' den des Lebens Eitelkeit ' '^Stürzt in das stäteSorgemLeid! > Tved/denderSünden-Zreudgeleirb > Verachten macht die Gnaden«?«»/ Laß er zum Tod nichc ist bereit ' Wann es dast nicht mehr heissrt heilt/ V Ewigkeit! V Ewigkeit! § 5 Ew>L Ewigkeit Ewigkeit desParadeises. Unsere Trübsaal die zeitlich und leicht ist/ schaffet eine ewige und über alle maßen wichtige Herrlichkeit / r. Aor.4. vers. 17. WrEilen nun bißhero wir * 2 ^von der Ewigkeit der Seelen und des Leibes gehöret haben / so wollen wir gleichsaht ferner mit wenigen vernehmen von der Ewigkeit des Paradeifes / und der grossen Freude desselben/ welche bahe- ro desto unaußsprechlicher ist? weilen solche Freude soll ewig dauren: Dann obwohl die Freude desParadeises für sich ftlbst so groß uttd herrlich seyn wird/ daß / wann gleich alle Zuns desparadeLses. f- Zungen auffder gantzen Welt nur etneZunge/ und der Verstand aller Kreaturen/so wohl der Enge! als derMenschen ein Verstand wäre/dennoch solche Zung nicht erklären / noch dieser Verstand nicht begreiffen konnte die überaußgrosse Herrlichkeit solcher Freuden/welche den seligen Außerwehlten dort im Paradeiß so wohl an dem Leibe als an der Seelen bereitet ist; Soist doch dieses dabey das aller tröstlichste und köstlichste / daß diese so überauß grosse nnd herrliche Freude nichtetkiche wenigeTage Wochen oderIahre/ sonderen von Ewigkeit zu Ewigkeit währen/ und an Leib und See! ohn einiges Auffhören solle empfunden werden. K 6 2.Dann 6v Ewigkeit. 2. Dann was den Leib betrifft ; Wann dieser verderblicher und verweßlicherLeib die Unverderblichkeit und dasun- verwekliche anziehen wird/wie Sr. Paulus sagt / und auß einem sterbliche unsterblich werden/ alsdann wird der gantze Leib/ welcher jetzo so voll Kummers und dem Gemüth so be- schwärlich ist / der jetz mit so vil Ungelegenheit ist behafftet/ und so vielen Enderungen un- terworffe/ mir so vil Schwachheiten beladen/mit unzehlichen Jammer und Elend geplaget: Der wird alsdann herrlich und keiner Veränderung mehr un- terworffen seyn / sondern mit der Seelen in alle Ewigkeit > regieren; Er wird von der ' Schwach- des paradeiß. 6r Schwachheit/ damit er in diesem Leben beladen gewesen/ entlediget / in einen gar blüen- den Skandt/ in vollommene und unveränderliche Gesundheit gesetzet werden/so herrlich/ daß der HErr Christus selber sagt Match. i z.v. 4Z- daß die Gerechten leuchten werden wie die Sonne in ihres Vatters Reich: Alle Sinne und Glieder werden mit sonderliche» Lroff und freudiger Wollust erfüllet/ und alle Empfindlichkeit mit höchster Wohne und Ergötzligkeit gesämget werde/ die Augen sollen stäts und oh» Auffhören schauen den göttlichen Glantz dleOhren werden immerhin erfüllet seyn mit dem allerlieblichste Gelaur derEngi kische» tr Ewigkeit lischenMusie/derGeruch wird ilnerdar empfinden den aller- herrlichstenBalsam/derMund wrrd stäts schmecken den aller: füßisten Honig/ja/ wie der H. Anshelmus sägt/ die Hände/ Fusse / der Hals / die Lunge/ das Hertz/derMagen/ derRü- cken/ das Marck/ die Gebeine/ und die Därme werden mit überfiirßiger und unaußdenck- liche r Wollust und Freud en er- füllet werden/ daß man billig wird sagen Psal. z6. Sie werden rruncken von den reichen Gükeren deines Hauses / und du rränckest sie mitWollust als mit einem Strom. z. N eben dem wird dieSee! der Außerwehlten/ihre absonderliche Freude/ Wollust und Ergetz- des paradelses. 6 z d Ergehlichkeit gemessen an al- len ihren Kräften innerlichen b und eusserlichen / und wird sols >: che Glückseligkeit der Seelen fürnemlich bestehen in der seli- / gen Anschauung Gottes/Wels / che unser höchstes Gut und , Seligkeit seyn wird/dann alles / was Lufl und Freude erwecken t mag / in GOtt viel herrlicher - verfasset und begrieffen ist/als - sonsten in einer einzigen Area- » rur / welche nur stückweise etwas von der Güte ihres Schö- t pffers empfangen / in GOtt > aber wird auf einmahl fürge- ! stellet alle Vollkommenheit in dem höchsten Grad/ also daß I keinerley Freude kan erdacht/ gewünfcher oder eingebildet > werden/welche nicht in der An- schauung 64 Ewigkeit fchauung Gottes vollkomlich < genossen wird / da findet die i Seele alle Erkantnuß / alle > Wetßhert^ alle Schönheit/ all ! len Relchthum/allen Adel/alle Güter/ alle Ersetzung und alles was Liebe und Begierde ! erreget/ oder Lust und Wohlgefallen wnrcket/ und werden alle Kräfte des Gemüths mit difer Anschauung Gegenwart und Bemessung Gottes erfüllet seyn und bleiben in alle Ewigkeit. 4. Dannenhero wir dann Mich aus dieser Betrachtung der Ewigkeit des ParadeiseS einen vesten gründlichen Fürsatz nemmen sollen / das Nichtige für das Vollkommene/den Lod fiir daSLeben/ das Ge- gewär- des paradeises. 6x genwärtige für das Zukünftige / das Zeitliche für das Ewige / und die Erde für das Paradeiß zugeben / dann es ja raufend mahl besser ist/ hier eine Zeitlang gelitten/ dortge- krönet in Ewigkeit/hierZHrist- lich geduldet zwey/ drey oder mehr Jahr/ dort erfreuet in Ewigkeit/ hier verspottet vor der Welt / dort mit allen Auß- erwehlten ewiglich geehret werden/ hier seinem Leib wehe gethan eine Zeitlang/ dort an Leib und See! getröstet in Ewigkeit/ hier in einem kleinen Hürrlein oder geringeu Los«: ment vor lieb nehmen eineZeits lang / dort aber ins Paradeiß und in die schöne Wohnung der Kinder Gottes aufgenommen 66 Ewigkeit men w erden in Ewigkeit/ wel- k> che Wohnung wie schön und g herrlich sie sey/abzunehmen ist tz aus der Beschreibung der hei- t l'gm Statt des himmlischen r Jerusalems Offerrbahrung 21. t darinnen alles von klarem c Gold/ gleich dem reinen Glaß und i^hrystal! gebauet ist; die < Mauren von Jaspis / und der i Grund derselben Statt ge- s schmücket mir zwölfferley Edel- t gesteinen/ die zwölffThor von l zwölff Perlen/ und ein jedes i Thor ein Perle: Drey Thor r an jeder Seiten/und bey jedem i ein Engel / gleich so viel Thor, > Hüteren/damit nichts Gemei, ' ues oder Unreines hinein kom- ' me; mitten darinnen fleußt ein > lebendiger lauterer Strohm/ l klar des paradelses. 67 !- klar wie ein Lhrystall und sehr ö gesund/aufdeyden Seiten des st Strohms stehen die Baume j; des Lebens/welche immer grü- n nen und zwölfferley Früchte r. tragen/un bringen ihreFrüchte m alle Monat. ß 5. In Summa / niemahlen ie auch in der ersten Erschaffung :r ist kein solcher herrlicher Orth/ e- so schön so lustig/so gesund und k- fürtrefflich zu bewohnen gefun- n den oder gesehen worden / und s wann alle Keysere / Könige >k und die allergewaltigste Po- n tentaten in dieser Welt samt r- und sonders / ihr äusserstes j- Vermögen daran streckten/alle l- ihre Reich und Herrlichkeit da- n ran verwendten/ so vermöchs r/ ten sie doch mit mchten nur ir eine 68 Ewigkeit eine solche indische Statt und ( Ort bauen wie sie hier beschrie- l den wird / dann es wäre ihnen r nicht möglich / und da es schon r möglich wäre eine solche oder < Vergleiche indische grcsseStatt ! mir so grossen Perlen/ mit so r Vielen Gold r und Edlengesteis e ven zu erbauen/ so wäre doch ! noch von solcher Statt mensch- ^ licherWeise zu reden/und des Z ren grosse Herrlichkeit außzus ( sprechen ; Die ewige Herrlich; Z keit des Paradeises/und des- Z selben Grösse und majestätische ( himmlische Schönheit kan auf t Erden nicht ausgesprochen t werden. 1 6. Dann da ist.Christus der c HErr selber der König / da ist t Christus der HErr selber die t Sonn des paradelfes. 6- lö Sonn so die schöne Statt er- e- leuchtet / da wird kern kalter/ !N noch schaudecechter Winter/ >n noch hitziger und brennender er Sotner verdrießlrch seyn / son- tt der da ist Liecht ohne Finster- so nuß/Freude und Ergötzltchkeit j- ohne Leyd/ Gesundheit ohne H Kranckheit / Fülle ohne Man- ge!/ Ehre ohne Schande/ es Ansehen ohne Verachtung/ lis Schönheit ohne Macke! und ): Abnehmen/Reichthummohne f- Armuth / Ruhe ohne Arbeit/ )t Seligkeit ohne Elend/Trost rf ohne End/ und ist doch alles n was wir Menschen auch in dieser Welt davon reden/ geden- er cken/ hören oder bey uns best trachten/alles nur ein geringes re und nach der Schwachheit in und 70 Ewigkeit und Einfaltigkeit unsers Verstands also angedeutet/ dann der Himmel und aller Himlen Himmel kan es nicht begreif- fen/undmag keine Zunggnug- sam die Grösse der übernatürlichen / hochheiligen / seligen und übergebenedeyten Freude und Herrlichkeit solcher HM lischen Wohnung außspre- chen und fassen / weil solche in keines Menschen Hertz jemahls kommen ist/ dann Gort daselbst alles in allem seyn wird. 7. JstjemandinderSchön- hett einiger Kreatur verwicklet/da wird er solcheSchönheit finden/daß alle Schönheit der allerschönstenKrearuren in der santzen Welt nur ein Schar- des paradeifes. 71 ' ten dagegen ist. Ist einer der 1 sein Vergnügen in ehrlichen , Wollüsten suchet/ wird allda eine unzehliche Anzahl allerer Hand unerdencklicher Ergetz- s lichkeiten finden ohne einziges 1, Aufhören/ die alle heilig/ hini- e lisch / göttlich und ewig seyn 1, werden. Hat einer Lust zn !- grosser Ehr und Würde/da n wird er sie finden in dem hoch- sten Grad und ohn Verlezung t deß um sich fressenden schänd- n UchenMißgunsts. WerReich- thum lieh hat/ wird allda die r- rechte anmuthige/ unbetrieg- k- licheewigeSchätzeüberkomen. it Wer seine Ergetzlichkeit gern !k mmt in der schönen Music / da :r wird er viel hundert tausend t- mahl tausend Khoren der hei- n. ligen 7L Ewigkeit ligen Engeln und Außerwehl- H ten Gottes mit den allerlieb- j lichften Stimmen und aller- p herrlichsten Instrumenten ein ^ Alleluja nach dem anderen/ein Heilig/ Heilig / Heilig/ ist un- t fer GOtt nach dem anderen b hören anstimen/ da wird man ^ hören die Lieder Davids? die n PauckenMiriam/dieHarffen e Assaphs/ die Posaune der Em d geln/unddieallerrenisteStim- d wen der unschuldigen Kinder- a lein und keuschenJungfrauen/ k welche alle zugleich dem höch- d sten GOtt zu Ehren eine ftöli- s che Music nach der andern z werden anstellen. Und wann ( ein Mensch nur einen eintzigerr l Blick m diese ewige himmlische s Wohnung undParadeiß thun r möchte/ besparadelses. 7; - möchte/aüeReichthum/Freu- ' de und Herrlichkeit dieserWelt - wurde er nur für Schaden und l Koch gegen dieselbe achten. l 8. Aber/ach/in was betrüb- - ken und gefährlichen Zeiten !e- i den wir doch anjetzö / da die r Eitelkeit und das Zeitliche den r meisten Theil der Menschen so r eingenonren und besessen hat/ : daß sie alle diese erzehltenFreu- - den und Herrlichkeiten wenig - achten / und denselben allein / klug und verständig halten/der ; listig und geschwinde ist viel - schnödes Gelt und Gut an sich r zu bringen / oder der zu hohen r Ehren und grossenAnsehen ge- , langet/ und daß sie denselben e sehr glückselig schätzen/der die r verderblichen Fleisches Lüste / D allhier 74 Ewigkeit allhier wohl büffen mag: Hingegen wer recht klug und weise ist/ und dem GOtt der HErr das Verständnuß also geöffnet / daß er nach den ewigen Freuden trachtet/ nach dem, was droben ist/und was drum ! ter ist für eytel und vergänglich z halt/der wird vor thöricht und ' einfältig geachtet/und wer sich i enthält von fleischlichenLüsten/ < welche wider die Seele strei- I ten / und absaget allem dem/ ; was er hat/ aufdaß er der ewi; gen htmlischen Lust undFreude < nichtfehlen möge / der führet/. l ihrer Meynung nach/ ein elen- l des und verächtlich Leben. ! 9. Wie viel sind ihr/die fort ? und fort sich mit weltlichen l Geschäften plagen und abmar- l ten- kxs Paradeisis. 75 r- ten/ aber die so hochnöthige 'e! und die Ewigkeit betreffende 2 Sorge betritt sie nicht einmal/ f- oder gehet ihnen ja wenig zu n Hertzen ? Wie viel sind chr/dte n, da Zeit gnug nehmen zuessen/ kr trincken / schlaffen / Kurtzweil h zutreiben / und sich vor der d Weltaufzuschnmcken; ZuBe, h trachtung aber der ewigen / Seligkeit und deren unend- lichen Freude können sie keine / Zeit finden? l- io. Was plagest du dich e aberso/meinlieberAhrist/in / - diser Welt ? Warum lassest du - dir das indische vergängliche Wesen so hart angelegen seyn? t Warum sorgest du doch Tag i und Nacht? Warumgehetdir doch alle/auch die geringsteUn- - D 2 gele- 7 6 Ewigkeit gelegenheit so liess zu HertzerU Warum bekümmerst du dich so in dieser Welt / wann du nicht reich gnug bist? Wann man dich nicht gnug ehret; Wann du etwas Mangel hast? Ach, gedencke an die vorerzehlte ewige Güter/ Ehr und Reichthum/ und mach darzu einen rechten Anfang in disem zeitlichen Wesen/ durch ein gottselig gläubig Leben/ und durch eine rechte Versöhnung mit GOtt deinem HErren/dencke/ daß difts einmahl derWill und Schluß Gottes sey/daß die Frommen durch viel Trübsal m die ewige Freude/ und sonst durch keinen anderen Weg ein» gehen müssen/ so wird dir dise E orge desVerganglichen wol per- des paradeises. 77 ^ verschwinden/ und dir alles ) dieser Welt Leyden leicht fal- t lenz in Betrachtung der dar- r auf folgenden ewigen Beloh- r nung. ), n. Dann wie Augustinus r sagt / daß vor einen Lag im - Paradeiß zuseyn/ alles Leyden r dieses Lebens wohl angewen- - det sey; Und gewrWch/ da - dise unermaßliche Vergeltung ) und Belohnung / so GOtt sei- t nen Außerwehlten aus Gna- , den mittheilet/ein End nehme/ ) wolt ich einiger Massen deren e Thorheit entschuldigen / wel- l che solche Belohnung muth- i willig beyhin lausten/ aber mr- » endlich ist solche Belohnung e und ewig. l i2. O weroftgnugan dise - D z hitn- 78 Ewigkeit hiinlische Ewigkeit gedächte! < O ewige Herrlichkeit/ wann man dich recht verstünde.' O < ewigeSeligkeit/wann du recht kund wärest! O daß wir doch dtß recht konten verstehen/ daß wir es doch in unsere Hertzen könnten eindrucken/ so wurden i wir der Leichtfertigkeit so nicht ! folgen und nachstreben/ wie wir leyder thun / und wurden solche herrliche Seligkeit so liederlich nicht versäumen/welche Kälte unserer Begierden nach solchen himmlischen Dingen gewüßlich daher allein komt / daß wir so wenig Wüs- senschaft davon haben/ und ihm nicht gnug nachdrucken. iz. Dann wann wir diß köstlich Kleynod der ewigen Selig- des Paradeisis. 79 Seligkeit nur so wehrt wurden acht en/ und so hoch halten und schätzen/ wie andere Kaufleut undfromme.Ehriflen vor unseren Zeiten gethan haben / die doch weyser und verständiger sind gewesen dann wir/ so wur- i den wir auch so fleißig darum : bitten / wie sie gethan/ oder ja r aufs wenigste solches so nach- t läßiglich nicht lassen hingehen/ - welche sie so emsig haben gesu- - chet/ und dem sie so fleißig nach i gejaget. 14. Was thut doch ein 1 Mensch nichtReichthum zu er- langen? Man reiset im Regen d und Wind / über Berg und Thal / in Hitz und Frost/ zu ß Wasser und zu Land / ja biß in n die wettgelegenste Jnsulen/ un ^ D 4 brau- SS Ewigkeit brauchet allerhandPractiquen «nd Räncke/ damit man nur etwas möge vor fich bringen und gewännen/ aber was ists/ wann er es erlangt hat/ durch eine unversehens Feursbrunst/ durch einfallende Gewässer/ oder Kriegsverderb gehet oftt auf einen Tag verlohren/ was mit fo viel grosserMühe in langer Zeit ersparet und gewonnen ist. 15. Ein Soldat dienet oft den Monat um vier/ fünfoder stchs Thaler/ muß darüber oft in grossem Hunger und Durst leben / hart ligen und übel schlaffen/ja muß alle Stunden bereit seyn/ Leib und Leben um ein solch gering Gelt darzuflre- cken/ und verkehret oft nicht allein des paradeises. Ll allein das zeitliche Leben/ sondern auch dieSeele dazu: Und wir sotten uns dann verbrieften lassen/eine geringeZeit hier zuleyden um Christi willen/ da wir wüsten / daß uns bereit ist eine unvergängliche Arone jn der Ewigkeit. Wie säur läßt sich mancher werden / in diser Welt hoch anzukommen/ und sich in Ehre und Ansehen zu setzen/ da doch GOtt alle solche Eitelkeiten/ wornach er so begierig trachtet / mit bitteren Gallen besprenget/ und hat ein Hand - voll Staubes den wütende Wellen unserer halßstar- rigen Begierden zumGräntz- mahl gelegt: Der heur lebt be y uns ohne Norh. Ist morgi krank/ auch wol ganz rod. D 5 i6-O Sr Ewigkeit 16.0 Wie viel sind deren/die deß Husiels Gold fürdenKoch der finsternErden umtauschen! Wer derowegen die wundersame Beredsamkeit desEucha- rionis hätte / wurde sich eine güldene Kette dadurch erwerben/ alle Menschen als Sclaven der Ewigkeit damit anzubinden ; welcher sagt: Was Gewünn gedenckt ein Mensch zu haben / der so nuihesamlich voran in dieser so geringer Zeit auf nichts anders als auf die ewigeVerdanmuß sich bearbeitet / und verliehret dabey die ewige Seligkeit / das heißt ge- wüßlichnicht gewännen/ sonderen verliehren/dan n der rechte Gewünn ist/ wenig verlieh: ren/ und dagegen viel wiederum des paradeises. rr rum gewännen: Was ist nun alle Lust dieser Weit gegen die ewige Seligkeit zu rechnen? Alle Freude/ die wir allhier haben/ wäret eine geringe Feit/ soll es änderst eine rechtschaffene Freude seyn / wäret sie aber gar lang/ so wird man ihrer überbrüßtg: Aber die ewige Freude in Gott bemHerrn und im Anschauen feines Ange, sichts je länger sie wahret / je grösser sie ist / und wird weder unterbrochen/ noch zerstöret ober geminöertin alleEwigkeit. i/. Groß wäre die Freude in derStattRom / wann ein tapfrer Kriegs-Fürst/ derwi- der die Feinde gesieget/ Land und Leuth gewonen/ dieGrän- tzerr des Reichs erweitert / die D 6 zuge- »4 Ewigkeit zugefügte Unbillichkeit gerochen / und die Gefahr abge« wendet/ durch Erkantnus des Rahts seinen Triumph und Einzug in die Statt hielte. Dann derselbe mit solchem an- sehenlichen Pracht und Mag« nificentz wurde angestellet und gehalten/ daß die Statt Rom darüber vergaß aller Schwer- muth und Traurigkeit/ aller Bürgerlichen Handlung und Arbeit / und wurde gleichsam aus einer Wohnung der Menschen/ ein Tempel der Götter/ die Statt wurde an allen Orten und Enden/ da der Durch- zug geschehen mußte/ gesäubert/ die Strassen mit luftigen Bäumen besteckt/die Weg mit köstlichen Blumen beworffen/ des paradeifes. 85 die Gassen mit köstlicher Spe- cerey beräuchcrt/ aus den Fenstern wurden Tapeten außge- breitet/ auf gewissen Platzen Ehren-Pforten aufgerichtet/ die Fähnen mitLorbeer-Krän- tzen umwunden/ rc. Und höret man da anders nichts/als das wütende Braufen der Pau- cken/den hohenHall derTrom- meren / den scharffen Klang der Posaunen / die unmuthige Stirnen der Pfeiffen/ den starken Thon der Kmmhörner/ dasJauchtzen/Feld und Freuden-Geschrey der Soldaten/ also daß alle Einwohner der Statt sich auf das gewaltig Fest freueren / und sich jedermann nach bestem Vermögen darauf schmückete/ die Alten t6 Ewigkeit zur Gravität und Arischen/ die Jungen zur Lust und Schönheit/ die Männer zur Dapffer- kett die Weibsbilder zurHold- seligkeit/ und wurde da nichts vergessen was nur einiger mas, sen zu Anzeigung der Römer Macht und Herrlichkeit tonte erdacht werden/ auch wurde auf solchen herrlichen Lag/die Statt Rom mitten in ihren Mauren von ihren Bürgeren gletchfals verlassen/ dieweil je; dermann sich freuete und dem Triumph nacheilete und zusähe. i g. Diese grosse triumphier- liche Freude aber wärete nicht lang/ und wäre in zwey oder dreyen Tagen geendiget/ da jedweder widerum zu setnerAr- beit des paradeises. «7 bett undGeschäfte kehren mußte/ ja folgere oft auf solchen kurtzenTriumph ein neuer blutiger Krieg: Aber die unauß- sprechliche Himmels Freude und der Triumph der Kinde- ren GOttes und herrlicher Einzug ins Paradeiß hat kein Aufhören. r9- Das grosse Panquet Ahasveri/ das er feinen Für« sten und dem Volck machete/ war auch sehr groß und herrlich/ dann allda aus lauter Gold gerruncken ward / und wärete hundert sieben und achtzig Tage / eine lange Zeit für ein Panquet/ und ist nicht zu zweifle»/ daß kaum eine zeitliche Freude zu erdencken/ die nit allda wäre zu finden gewesen. 2o.Deß, 88 Ewigkeit 20. Dergleichen alsHerzog §arl von Burgund An. »468. mit Margaretha Königs E- duardi in Engelland Tochter zu Brüssel Hochzeit hielte/ ist alles so kostdahr und herrlich gewesen / daß es vast nicht zu beschreiben/dann es allenthalben mit künstlichen güldenen Stücken und Tapecereyen/ mit Sammet / Seiden/ Gold/ Silber/ Perlen/ Edelgesteinen ^ also geschmücket und sezieret/ ; daß jederman sich darüber ver- - wunderen mußte; Alle Gefässe zum Essen und Trincken ge- ' braucht / waren silberen und l güldenen/ je eines grösser/ fchö- l ner und anderer Gestalt als j das andere / sezieret mit Per- * len undEdelgesteinen; Aufden ! Tischen des paradtLses. 5- Tischen stuhnben zo. köstliche Schiffe/ gemacht mit Mensche und Segeln/ die waren gelas den mit Gebratens / und ein jegliches hatte vier Böden/da- rinnen waren Zugemüse/ zwischen jederem Schiffe ein Ta- bernackel/ darunder stuhnden Pasteten / und mußten täglich 800. Schüffelen/ 16. Ochsen/ ro. Schweine / 600 Pfundt Specks/ ivo. Pfundt Ochsen- Marcks/ 250. Hämmel/ 250. Läcker/ 250. junge Vercklein/ ioo. Hasen/ 800. Kaninichen/ 400. Dauben / 200. Schwanen/ ivo. Pfauen/ 400. Hü- ner / ioo. junge Hüner/ und 500. Kapaunen zu Tisch gebracht und gespeifet werden/ geschweigend des überauß köstlichen -v Ewtgkele lichen Zuckerwercks und Aon: fituren / herrlichen Musicali- sch n Instrumente und Seiten- spiel/ so allda in Überfluß gewesen und währete dises hochzeitliche Fest etlicheTage lang. Li. Aber da die Tage um waren/hatte so wohldesAhasi veri als dieses herrliche Pan- quetzumahlenetn Ende: Das hinilischePanquet aber bey der Hochzeit des Lambs GOttes höret nitrier auff/ und wahret in alle Ewigkeit. O der grossen Freude/ die ewig währet! 22. Es wäre ein grosses/ wann GOtt den heiligen Auß- erwehlten tausend Jahr lang solcheFreude gegeben hätte/die kein Ohr gehöret/ kein Aug gesehen/ und die in keines Menschen des paradelses. -r - fchenHerz körnen ist;aber nicht > tausend Jahr / sondern ewig/ ewig / ewiglich wird sie währen / dann ewig ist die Barm'-' hertzigkeitGottes/darum wird . seineGnade und Freude/Wels l che von solcher Barmherzig- - keit herkomt/nimmermehr kein - Ende nemmen/ sondern in alle ! Ewigkeit wahren/ es wird e auch solche Freude des ewigen Z Lebens so groß seyn/ daß man t sie nicht ermessen kan / so viel/ r daß man sie nicht zehlen kan/ so weit/ daß man sie nicht be- / greiffen kan/ so köstlich/ daß i- man sie nicht schätzen kan. g 2z. Als PetrusMatth. 17. e einen geringen Vorschmack !- des ewigen Lebens auf dem i- Berge Thaborempfunde/war n »er Ewigkeit -L er dermassen mit Freuden erfüllet / daß er alles Zeitlich ein den Wind schlüget/ begehret nicht mehr heim/sondern bricht in diele Worte auß/ und sagt: HErr/ hle ist gut seyn/laßt uns drey Hütten machen; Er ist schon so eingenommen von der wunderFreude/die er auß dem herrlichen Gesicht und Anblick fchöpffere/ daß er nimmermehr von dem Berge zu kommen wünschet/ sondern da gern bleiben wolle. -4. Vielmehr werden die Außerwehlten im künfftigen ewigen Leben Ursach haben auß HertzensFreude zu ruffen: Hie ist gut seyn ! hie ist gut ftyn! Dann da wird seynFreu- de die Fülle/ und liebliches ' Wesen ' des paradsises. -r Wesen zu seiner Rechten immer und ewiglich. Und wann ein Mensch solche himmlische Freude nur einmahl schmecken und sehen möchte / er wurde gern sich tausendmahl lassen umbringen / daß er deren nur einen einigen Lag gemessen möchte: Wie kan dann außge- sprechen werden / daß wir in alle Ewigkeit solcher übergebe- nedeyren himmlischen Freude gemessen sollen / die nitrier solle auffhören oder zerstöret werde. 25. Dann mit der seligen Himmels-Freude es ein viel besseren Zustand und Gelegenheit hat/ als mir der indischen Welt 7 Freude hie auf Erden: weilen keine Welt - Freude ist/ sie sey gleich so groß und stattlich als sie immer 94 Ewigkeit mer wolle / oder sie wird entweder durch »»versehenes Areutz / Trübsal / und Widerwärtigkeit zerstöret/wie an den Kinderen Jobs zu sehen / die halten ein Freuden-Mahl/ essen und trlncken / sind guter Ding/ plötzlich komt ein Unze- Witter daher/ wirffe das gantze Haußeyn/ und schlagt sie allesamt zu todt; Oder es wird doch das menschliche Hertz solcher indischen Welt Freude zu lezr überdrüßig/satt und müde/ und sehnet sich nach etwas anders. Keine Music/lautet so wol/ kein Gasterey ist so stattlich/ keine Aomoedie so anmuh- tig/ und keine Spatzierfahrt so lustig / der Mensch wirds endlich satt; Aber die selige Himmels- 95 des paradetses. mels-Freude der Außerwehl- ren wird das rechte Blümlein je länger je lieber seyn/ da wird sich findenFreud und Muth/ in Ewigkeit beym höchsten Gut/ GOtthelff daß wtrs erleben/ und ewiglich gemessen mögen. 26. Weg/weg dann mit aller etteler Welt: Freude / weg mit allem demjenigen so uns an den Gedancken von der ewigen Himmels-Freude einiger Massen hinderlich fället/ wer wolte nicht dtsem vergänglichen kurtzen Leben absagen/ und nicht vielmehr alleGedan- cken auf die Ewigkeit richten; Ach daß wir doch köntenohne Unterlaß an diß ewige himmlische Wesen gedencken/ wie dasselbe so Freuden-voll/ so Herr- -L Ewigkeit lich/süß und lieblich seyn müsse, l weil es ewig ist; Daß doch i daran gedächten alle diejenige, < welche um einer kurtzen ver- i bottenen und GOtt mißfälli- i gen Freude willen / in dieser i Welt sich in Gefahr begeben, i die ewig währende Freude im i Himel gänzlich zuverschertzen. l 27. Was gedencken doch . alle die/ welche sich allhier in j dieser Welt so gar verwicklen, l und die Ewigkeit so wenig zu i Gemüth führen? Die GOtt : dem HCrren gern den Himmel i liessen, wann sie nur in dieser r Welt nach ihres Hertzens 1 Wunsch lang leben möchten, ' und lebten sie dann allhier 60. 1 70.80. und mehr Jahre, das l doch selten ist, und zwarenin > der des paradetsts. 97 ! der allergrösten Herrlichkeit/ l was ist das anders gegen die ? Ewigkeit / als so viel ein Lrö- > pfleinWasser gegen das grosse/ - weite/unerschöpfliche Meer zu e rechnen ist / und müssen dann / dorr anstatt solcher genossenen 1 undmißbrauchtenHerrltchkeit . dieser Welt ewig währendes ) Hertzeu - Leyd und Angst auß- r stehen müssem Wo werden / dann seyn ihre gnädigste Für- ir sten und Herren/ welchen sie t viele Anschläge haben wüsten :l zu geben / von ihren Under- r rhanen unter allerhand Vor- s wand / Gelt zu erzwingen? >/ Wowerde seyn alle die Freun- de so allhter mit ihnen gela- s chet? die Diener die allhier n auf sie gewartet ? der grosse er E Hauff §8 Ewigkeit Hauffderen / die ihnen allhier mit ihren Tupplicarionen und Bittschrifften nachgefolget/un sich ihrer Gunst und Gnaden befohlen ? Wie wird ihnen solches alles alsdann so übel be- kotnen? Wie wird es sie krän, cken/ daß sie sich nicht besser bedacht / und zu solcher Linder- druckung derUnderthanenAn- leitung gegeben? Wie wird eS sie peinigen/ daß sie ihrer Herren Gnade allhier gesucher/ un da sie Zeit hatten/ nicht besser auf die ewigwährenbe Gnade und Seligkeit Achtung gegeben ; Da sie alsdann für so kur- tze Gnade und Hulde/ ewige Ungnade und Straff / für so kurtze Wollust ewige Verdatn- «uß/ und anstatt der unauß- sprech- des Paradeiser. 99 ! fprechlichenewigeHerrlichkeit/ > die sie hätten erlangen können/ r ewige Verschmähung / ewige l SchmertzenundPeyn empfinden werden. - 28. Ach elende und thörichte ' Menschen-Kinder/dieihrzu - der herrlichen Freude des ewie - gen Lebens / zu solcher sonder- e lichenWürde und Ehre geboh- l renseyt/wiehabtihrdochdas - Eytel so lieb / wie seyt ihr doch 1 so schwärlich davon abzubrin- r gen/wie kan man euch doch so e schwärlich dahin bewegen/den 4 Himmel zuliebe» / und nach so 2 grosser unendlicherFreude/Ehr e und Herrlichkeit mit rechtem d Ernst zustreben. ir 29. Werderhalben endlich in die ewige Wohnung will - Er auf- Ewigkeit. r«o aufgenommen seyn / der lehrne hie bey Zeiten derWelt abster» ben/der lehrne wie alle köstliche getäffelte Häuser und Gemächer gegen der ewigen himmli. schon Wohnung gering Dachten. Wer dort ewiglich der Freuden des Paradetses will theilhaftig seyn / der muß hie mit himltschen Paradeiß- Ge- dancken oft umgehen; Wer dort ewiglich das Angesicht Gottes will anschauen/ in welchem Anschauen alle unsere Freude/ all unsere Hoffnung und Verlangen beruhet/ der muß allhier zuvorderst in wahrem Glauben den Anfang machen/ GOtt den HErren im Glauben ansehen mit Liebes- Augen / mit keuschen Augen/ des paradetses. ivz e mit gehorsamen und gedulti- '» genAugen. Werdortder ewi- e gen unvergänglichen Gnaden- - Schazen will theilhafftig seyn/ > der muß hie alle jrrdtfcheSchä: - tzegering achten / dieselbe gern e den Dürfftigen außtheilen I und in seinem Leben gemessen e lassen; So wird er endlich im r Himmel überkomen die ewige e Gnaden - schätze/ die kein Dieb t kan stehlen / kein Rost verzeh- - ren/kein gewässer überschwemm e men/ kein Feur verderben/ son- ) dern die in alle Ewigkeit un- e versehret bleiben. Wer dort r gern den ewigen Sabbath und - Feyer Lag mit GOtt und al. r len Außerwehlten in unauß- » sprechlicherFreude halten wil/ ^ der sehe wohl zu/ daß er hie den r E z Sab, Ewigkeit »04_ Sabbath ober Sonntag recht feyre/ denselben mitAhristli- chen gottseligen Wercken zu, bringe/ aller eitelen Welt; Ge, dancken und Geschäffcen sich entschlage/ und mit feinemGer müth im Himmel wohne; So wird es nicht fehlen / daß du nicht komen soltestan denDrt/ da du deinen Gott in der Herr? lichkeit schauen wirst ewiglich/ da du emenSabbarh nach dem anderen mit allen Heiligen GOktes in unaußsprechlicher Ergötzlichkeit ewiglich halten wirst. zo. Haben bey den Griechen / wie der Apostel Paulus Lor.r.v. meldet / die da kämpffeten und fechteten um eine reitlicheKrone/sich enthal- des paradetfts. iof ten alles Dinges/ das ist/ sich gehütet für unmäßigem Fressen und Sauffen/ für Unzucht und allen andern bösen Lüsten/ dadurch der Leib geschwächte und zu kämpffen ungeschickt un verhindert wurde/ und solches i um eine nichtige Ehr: Wie ' sotten wir nicht viel mehr als Christliche Kämpffer und Rit- , rers alles Fressen/ Sauffen/ l Unzucht/Wucher / und alle t andere grobe Sünden uns e enthalten / damit wir in dem , Kampff um die ewige §ron nicht verhindert/ sondern die- r selbe davon bringen mögen/ z welche beygelegt ist allen die , des HErren Christi Erschei- , nung lieb haben. - 3 r. Die Marter-§ron wird t E 4 da Ewigkeit da aufgefetz werden auff das ! Haupt derjenigen / die um des i HErren Christi undEvangelii i willen ihr Leben gelassen; Die > AronderJungfrauschafft auf das Haupt der Jungfrauen/ die sich hier keusch und züchtig , verhalten und des Fleisches ! Anfechtung überwunden; Die Hron der Gottseligkeit und der Liebe auffdas Haupt aller der rer/ dieLhrtffo aufrichtig ge< dienet; Die Lron der guten Wercken denen / die gern All: mosen gegeben und reichlich ge: steuret zu der Nothdurftt der Heiligen; Die Aron der unver: gänzlichen Herrlichkeit allen treuenPastoren/ Lehreren u nh Predigern / die durch ihr Lehr und gut Exempel viel Seelen vom des paradeists. 107 z vom Verderben der Sünden Z erlöset und zur Erkantnuß der i Gerechtigkeit gebracht haben/ e dre werden mit dieser §rone f prangen in alle Ewigkeit. / 32. Hierbekomrauchoftei- ; ner entweder durch seine Ge- l buhrt/Wahl/oderwoldnrch e Lyranney und Ungerechtjg- r kett eine §ron aufsein Haupr; - Durch den Tod aber muß er !« solche ablegen und hinderlafr n fen: Die Arone aber / welche I: uns dorr im ewigen Paradeiß !- solle aufgesetzet werden/ bleibt r in Ewigkeit auf unsern Häupr - terea/ und wird nimmermehr t von uns genomen werden wel- > chedirundmirdergetreueHei; e land dermaleins aus Gnaden r aufsetzen wolle. , E 5 ZZ.O Ewigkeit to8 ZZ. O HErrJESU/ laß mich meine Lust an dir stets haben / so wird meine Freude ewig seyn; Laß mich metneEhr an dir haben / und bey dir suchen / so wirb meine Ehre ewig seyn; Laß mich mein Reichthum an dir haben/ so ist mein Reichthum ewig; Laß mich meine Herrlichkeit an dir haben/ so ist meine Herrlichkeit ewig. Deß zeitlichenGuts und Ehren laß mich gern enrbäh- ren/ und wollest mich dagegen des ewigen gewähren im ewigen Paradeiß und Seligkeit. 34. OmeineSeele/laßuns zu der himlischen Statt Widerkehren/ in welcher wir zu Bürgern und Einwohnern geordnet und geschriben find.Gleich« des Paradeiser. ro» ; Wie wir nun Mitbürger der z Heilige/HaussGenossenGot- e res/ Erben Gottes/ und Mit- r Erben§hristi find/so lasset uns - erwägen die ungemein grosse ; Seligkeit diser unserer Statt/ - so viel uns immer möglich ist. i Laßt uns Verwegen mit dem j Propheten sagen: Wie herr- - ltche Dinge werden in dir ge- t prediget - du Starr GOttes. d Alle die in dir wohnen/ find »- frölich und guter Dinge/ dann n aller Menschen göttlicheFreu- ir de ist auf dich gegründet/ m dir . ist kein Alter/ noch des Alters Z Beschwärlichkeit; In dir ist kein Gebrechlicher/ nochHin- ckender/noch Bucklichrer/noch - Ungestalter/da find allein voll- kommene Leurhe / vollkommes e E 6 neu no Ewigkeit nen Alters/ durch die Fülle Lhr'stt. Wasistdochglück- sellgers als dieses Leben e Da ist keine Forche der Armuth/ keine Kranck und Schwachheit/ da niemand beleidiget wird/ niemand zürnet/ niemand den andern neidet / da brennet keine Begierde/ da sehnet man sich nach keiner Speise / man trachtet da noch keiner Gewalt noch Ehre/ da förchtet man sich für keinem Teufel/da giltkeine Hinderest der bösen Geister / da schrecket niemand die Hölle/da istweder Leibs noch Seelen Tod;sondern ein unsterblich-herrlich« liebliches Leben/ da wird alles Böse aufhören / da wird nie einige Uneinigkeit/ sondern ei- v«sprradets«s. in e tel Einigkeit / und Gutes zu- ?- hören seyn; Dann alle H-nli- a gen werden einig seyn. Daist / rite! Friede und Freude, da ist >- alles stlll und ruhig,da glänzet t ein immerwährender Glantz/ i- nicht etwan als wie die Sonn a jetzund ihre Strahlen wirffr; a Sondern wie weit glückselige ger/also heller/dan dise Statt/ h wie man liset/ bedarf keiner a Sonne/noch Mondes/sondern n der HErr/ der Allmächtige st wird sie erleuchten/ und daS :t Lani ist ihr Liecht und Leuchte, gr Da werden die Heiligen leuch- v ten/ und schimmeren wie die Sterne in alle Ewigkeit / und s wie die Klarheit des Himels/ re die viel Menschen von der Ge- i- rechrigkeir unterrichtet haben, el Da- riL Ewigkeit Darum wird allda keine nacht/ keine Finsternuß/ kein Gewölk/ keine Kälte noch Hitze seyn; Sondern es wird alles so fein gemindert werden/ als zuvor kein Aug gesehen/ kein Ohr gehöret / deßgleichen in keines Menschen Hertzen/ als allein derjenigen kommen ist/ die solcher Freud und Herrlichkeit zu gemessen verordnet/ undderer Nammen imBuch des Lebens eingeschrieben feynd. Aberdiß alles übertrifft noch mehr/ daß wir werden den lieben Engeln und Ertz-Engeln/ und allen himmlischen Kräfften zugesellet werden/ da wir werden anschauen die lieben Patriarchen und Propheten / da wir werden sehen die heiligen Apo- vx <-r XX rs rr rr SD rs des paradeises. uz / siel und alle Heiligen GOttes/ / und unsere liebe Eltern. Das ; mag eine grosse Freude seyn! » Aber noch viel freudiger wird r das seyn / daß wir GOttes !- Angesicht/ das unbegreifliche s Liecht gegenwärtig anschauen n werden; Es wird je eine über- l- auß grosse Herrlichkeit seyn/ wenn wir GOtt an sich selbst sehen / ja nicht allein sehen/ sondern ihn auch in uns haben/ und ewiglich besitzen werden. Laß mich gany frölich fingen Wann ich die Freud betracht/ Das Hertz im Leib laß springen/ Daß es für Freuden lacht: Laß mein Gemüht fich schwingen von diser Welt mir Macht/ Nicht streb nach hohen Dingen/ Der Welt auch gany nicht acht» -4Ä(B)A°k- Lob- H4 Ewigkeit Lob Gesang/ VonderHerrlichk.desParadeises. HM Äch dir/HErr du LedensOueU/ vürster meine marre Seel; Sre lehnt sich aus ihrem Nest/ Daß sie werde einst erlöst: Suche das ewrg parrerland/ Hier wird ihr Gewüssenv > Band Oft zerrissen und zu nicht/ Drum seufzt sie zum Himmrls-Ltecht. Weil sie durch de« Adam» Fall Hat verscheryt den Freuden-Hast. Was für Wonne dorten sind/ Rankein jrrdisch Menschen «Rind Hier außsprechen/ weil die Zierd Diser Häuser auf formiere Von viel perlen / und von Gold/ Und die Zimmer schimmern hold/ Vlies was bep di sem Schein ^lst von Gold und Edelstein- Und die Gaspn so hell und reich/ Daß sie klarem Glase gi ich. Reine Noch- Gefahr noch plag/ Räir noch Hiy/ bey Nacht noch Tagt Da ist stärea Frühlings «Luft/ Rosen«Blühen / Lilien«Tufft/ Saffran/ Blumen/Balsam-Rrast/ Auen Purpur / Erden- Saftr Honig» des paradeises. nx Honigflüssen / Blumen zart/ Sechen da in tausend Art. Las Gewüry ist voller preist Und die rlpffel Haussen weiß/ Scheint der Mond schon Tag und Nacht/ wird er doch nicht müd gemacht. Sonn und Sterne prangen da/ von der Ferne/ so auch nah. G wie glantzt des Lammes Glantz/ von der guldnen Sternen Schany Und der Heilgen Gorre« Zahl Leuchtet wie der Sonnen Strahl. Wie erfreuet triumphiert Life Schaar sich hier aufführt. Da sie den erhodnen Streit Rühmen in der Ewigkeit, weil sie von dem Sünden«Plan Reine Angst sie rühret an. All ihr Fleisch ist nun als Geist/ Ler nichts trrdisches mehr preist. Sie empfinden nimmer nicht Was vor weh uns sonst anficht. Alle Endrung geht zu Grad/ Neues Leben ist ihr Haab. Nichts / als Wardeir sihet man/ Hier fangt recht vollkommen anr Bleiben stets vor sich allein/ Gehen aus und wider ein: Sind g»ny hell und recht belebt/ Reine Ewigkeit n6 Reine Angst bey ihnen schwebt. < Weder kranck noch alter Man» , Hier hinfort mehr sterben kan. < Heer nichts mehr vergänglich- fahlt/ Leben und Gesundheit prahlt/ Man ist Rräfk»und Säften voll/ Untergang sich beugen soll. Kinder man Unsterblichkeit/ Man trägt selbst den Todt zurBeutr Welcher bar den Heyland Christ/ In dem alle Weißheir ist/ Solte der nicht allen falls Wissen und vermögen alle: Dem auch Hertzens Heimlichkeit Betank/ gany ist außgebreir. Hier ist nur ein Hertz und Sinn/ Seel zur Seele legt sich hin. Lieber jener dieses Euch/ Hat der andre gleichen Muth. Alles ist allhter gemein/ Reinem mag was eigen seyn. wo ein Aaß sich findet ein ' Gleich viel hundert Adler f«-n. Da der Seelen Glückes-Thor/ Bep viel tausend Engel» Chorr Lebens-Zucker / Engels-Brodt/ Hat man sattsam / ohne Noth. Hüll und Hüll wird aufgesetzt/ Was der Seelen wohl «rgetzt. Reine Überlast der Zeit/ Weder Durst/ noch Hunger leit. Sondern des paradelses. r 17 Sondern welcher Hunger hat/ Hat tn seines Gottes Raht/ Schon die Speisen aufgesetzt/ :/ wird mit Ambrostn ergetzt. Hier hört man nnr neuen Rlang/ ^lrue Music und Gesang/ Orgeln/ Harpffen/ Lauten/ Geigen/ , Zimbeln dörffen da nicht schweigen/ r Und das schönste Instrument/ womit ILsum sie bekennt/, preisen ihres Rönigs Thron/ GVrt den varrer und den Sohn. V wie selig / selig ist/ per ansihet JEsum Lhrist/ Und betracht die Welt die Braut/ Die dem Satan sich vertraut: Wohl dem der bey Sonn und Stern/ Sieht des Höchsten Glany von fern. Christus diser Rrieges-Leuth Bleibet aller Lohn und Beuth. Bring mich in die edle Statt/ » Mach mich frey durch deine Gnad. Daß ich bald ein Bürger sey/ Bey der Gold - und Engels - Reyh. Ich hab ja nun lange Zeit/ Mich befunden in dem Streit/ Gib doch letstlich Zrtrd und Ruh/ Zieh des Elends Ztacken zur Gib dich HErr mir selbst zu Lohn/ Außzurvhn vor deinem Thron. m Ewig- Ewtgkelt n8 *»«X- Ewigkeit der Höllen. wer ist unter uns/ der bey ei- nemverzchrenden Feur/ un bey der ewigen Glut wohnen möge? Jesaj. zz.v. 14. Gevierte und letzte End- Ursach der Seligkeit / so von Betrachtung der Ewigkeit hersprieffet (und vil leicht bey denen/ deren Hertz mit einem Pantzer überzöge« ist / diekrafftiqste seyn mag ist/ sich auf den Weg der Hölle« begeben/nnd den erfchröckichen Abgrund so unaußprechlicher TLuaal mit den Gedancken etwas zu ergründen/ damit man nicht durch die Klauen so vieler bösen Geister nach dem Todt hinein- l l i r des paradeises. «rz " hineingeraffet werde; Dann so ein Mensch recht bedrucken wird die Hölle / weil er noch le- ^ bet / wird er nicht darein kom- .. men/ wann er stirbet: Darum fahren dieLebendige in dteHöl- ^ le/ sagt David / welches St. >- Bernhardus also außleget/ 's daß sie nach dem Todt htnun- !k rer zu fahren befreyet seyn l: mögen. tz 2. Darum laßt uns offt und a viel an die Hölle gedencken/ l/ dann St. Mrysostomus sagt: n iiner in ÖeliennLin ineiclL- N re 6ekennL recoräario, das ist/ !k fleißig an die Hölle gedencken/ t- macht / daß man nicht hinein n kommt. >r Z. Zwar das glauben sichelt ke und ruchlose Welt - Kinder u nicht/ irc» Ewigkeit nicht/ welche wie sie nicht gern vomTodt undSterben hören/ oder vom künfftigen jüngsten Gericht / also ists ihnen noch vielmehr zuwider/ wann man ihnen von der schrecklichen Hollen Peyn/ die allen Gottlosen bereit ist/prediget/indeme sie aber davon in dieser Zeit nicht wollen meditieren/ reden und hören / daß sie derselben entfliehen möchten/ müssen sie nochmahlen in der That dieselbe mit ewigen Ach / Wehe und Verzweiffelung emfindemDa- rum halte» billich gottselige- AHristen die Betrachtung der Höllen / und darinnen ewigwährender Pein für eine heilsame Artzney der Seelen/ dadurch sie in gewüsser Maß in I des paradeises. irr n der Büß/ Forcht GOttes und / Glauben erhalten/und für der ir Hüllen bewahret wird. Man h kan aber nicht besser die Hölle n fliehen/ als wan man sich hütet » für dem Weg der nach derHöl- len führet. Viel bekümmeren >e sich wo doch der eigentliche t Ort der Hüllen unter derEröen n seyn möge/ ein rechter Khrist n aber solle sich mehr angelegen ie seyn lassen/daß er solchenOrth l- meiden/ und nicht zu frühe em- b pfinden möge / dann obwohl i- der eigentliche Orth der Hölle- len ungewüß / so ist doch der :r Weg nach der Höllen desto ge- wüster/ welches ist die Sünde/ l- die uns ohne fehl in die Hölle r; bringen soll / wofern sie in die- ri sem Leben uit ernstlich bereuet er wird/ »rr Ewigkeit Wird/ darum jetieffer jemand in Sünden steckt / je vester er c darvor halten muß / daß er mit . vollenZergelen zur Hollen ren- l uenthut. « 4. Ödes erschröckenlichen ' Worts/wann man sagt/Hölle: ; Also baß billich alle Völckev auf dem Erdboden/ und alle ? Menschen unter den Völckern sich entsetzen / wann sie allein - die schreckliche Überschrift der « Hüllen / welche der Jtaliäni- ' fchePoet Dame; in seinen schür « nen Äersen an einem Orth gemeldet/ lesen werden/ so von ei- ! vem Liebhaber in unsere Teutsche Sprach in dem uuschätz- bahren Seelen-Schatz also versetzet ist. Über- der Hollen. irr Uberschrifft. KCH bin die weite Pfort / wer ^ durch mich wird eingehen/ Wird eine Thränen -.Statt in tief. fen Seufzen sehen. Ich bin die weite Pfort/ wer durch mich gehet ein/ Bekomt ein solche Stätt / da ewig ist die Pein. Ich bin die weite Pfort/ wer durch mich wird eingehen/ Wird ein gefangen Volck in schwären Banden sehen. Ich bin die weite Pfort/ wer durch mich gehet ein/ Der muß in Ewigkeit darinn gequäkt seyn. Darum/Q alle ihr/die man zwingt einzugehen/ Legt alle Hoffnung ab / von dar herauß zugehen. Der Gast in diesem Hofwird nicht gelassen fort. In Ewigkeit / wiewol stätS offen bleibt die Pfort. F Legt Ewigkeit rr4 Legt alle Hoffnung ab bey diesen l« vcsten Thoren/ n Weil zu dem Klag - Geschrey hat § Satan keine Ohren/ U DochzuderhartenStraffeinFrem ^ den--frische Hand/ « Allein Verzweiffelung läßt er in a dieses Land. 5. Wer solle nicht erschre- ^ cken allem über diese Ueber- H schriffr / ich will geschweigen/ ^ wann er etwas tieffer solle be- * trachten die unaußsprechliche , Schmertzen und Pein so die- jenigemüssen empfinden/web ° che in die Hölle kommen/ dann ° dieselbe dermaßen groß und ^ unendlich find / daß so jemand ^ hätte alle Zungen vonEngelen : und Menschen / könnte er doch l den lausenden Theil solchen - Jämers/Schmertzen und E- ^ der Hölle». irf kk lend nicht außsprechen/also daß man mit jenem Philosopho sa- gen mag / indem der gantze ErdbodenPapeyr wäre/alle Meer und Wassere Dinten/ n alles Graß Federn/und so viel Schreiber alsSand amMeer/ noch sotten sie die Grösse der Hüllen-Schmertzen der Ge- ^ bühr nach nicht beschreiben können. 6. Dann in der Hüllen erst- .. sich sind privarive-SchmertzeN- H oder Schmertzen der Berau- ^ bung / daß die Verdaniten in d der Hölle beraubet sollen seyn h von Gottes leiblicher Gegen- n wart/ welches dann so hoch k schmertzlich seyn wird / daß n Lhrysostomus saget/indem da raufend Welt wären/ so sey H 8 2 hoch ir6 Ewigkeit doch der einzige Verlurst von Gottes Gegenwart viel grösser dann tausend Welt/ weilen es die gröstePein derVerdarm renist/ ohneGOtt leben/ die Gegenwart GOttes machet daß der Himmel ein Himmel ist/ und die Abwesenheit Gottes machet / daß die Hölle ärger ist als die Hölle. Ödes erschrecklichen Urtheils/ wann GOtt zu denen zur Lincken sagen wird / gehet von mir weg ihr Verfluchte. 7. VonAbsolon steht a.Sa- mue! 14. daß er seines Lebens überdrüßig gewesen/ weilen er eine Zeitlang seines Vatters desKönigs DavidsAngeficht nicht sehen mögen; Was will es dann für ein Hertzen Leid der der Höllen. _ ^7 n der Verdamten seyn / daß sie GOct den Vatter/ Ahristum 1 den Erlöser/ den heiligen Geist - den Tröster nicht für ein Zeit e lang/sondern inEwigkeit nicht t sehen sollen. :l 8. So sind und bleiben die n Verbannen nicht allein derart bet von der Gegenwart der Z übergebenedeyten Dreyeinig- ii keit/ sondern auch von der Ges i- meinschafft der Engelen und z allen Heiligen in Etvtgkeit. 9. Und verltehren dabey den i, Himel/diewunderschöneWoh- S nung der Außerwehlten und r aller Kinderen GOttes / wel< S ches dann auch denselben keb L nen geringen Schmertzen perlt Ursachen wird; Als die Kinder d Zsrael an den Wasseren zuBa- r Fz bel Hk Ewigkeit für die Verdamten keine Hoffnung seyn der Erlösung oder Verringerung des Schmer- tzens: In diesem Leben ist keiner so gottloß/ er kan noch Hoffnung haben die Gnade Gottes widerum zuerlangen weilen erlebet/ dannG-Ottes Gnaden: Thür stehet nimmer zu/ aber in der Hollen lst alle Hoffnung aus / und mag je- mands Hertz so geängstiger und zerbrochen seyn als man erdenden kan/so ist doch da keine Hoffnung einiger Erlösung und Erbarmen. i2. Wie solte dann nun einer Lust haben zu sündigen/ da er gehöret hat/ wie groß da in der Höllen allein sind die angezogene Schmertzen derBerau- bung/ der Hollen. ir, bung / weilen aber wol Menr schensind/ die sich dieses alles wo! solten begeben und wenig darnach fragen/ wann nun in der Höllen keine empfindliche Schmertze wären/ so liehe mir/ lieber Leser/ um der Barmherzigkeit GOttes / ja um deiner eigener Wohlfahrt willen eine geringe Zeit deine Gedult/ nehme doch zu Hertzen und be- trachte offtmahls die unauß- sprechliche Schmertzen und Pein / welche die Veröamten neben den erzehlken Schmertzen der Beraubung ferner in der Höllen außstehen und ley- den muffen/ du wirstdicheher hundert mal bedencken/als eine Sünde muhtwikigerWeiß wider dein Gewüsseu zu begec F 5 hen/ I zo Ewigkeit hen/ weilen dieHölle/ die ewige ! Pein und--Quaal aufdie Sünr < de folget. ' ig. Es werden aber die po- i LüväempfindllcheSchme tzen l und Straffen wegen achrerlcy l Umstände fnrnemltch unaußs i sprechltch und über alle Massen ' erschrecklich seyn. I ig-Erstlich wegen der unter- l schiedlichen Arid er Schmers ! tzen/ dann in der Hölle wird l Nickt ein Schmertz allein/ sondern hundert raufend un mehr < Schmertzen zugleich seynchät- l te jemand m dieser Welk die I Pst/ den Stem/ dre.(^olic/ i Gicht und hitziges F-eber zu- ' gleich wie elendig wäre ein sol- I cherMensch aber in der Hollen i sind der Schmertzen prel tau- i der Hölle»; -_r;r ; send zusammen / da ist ein um r außlöschltchFeur/darinnen die Verbackten brennen/ ein Pful . von Schwefel sie zuverstlcken/ r ewige Ketten sie anzufesselen? » eusserste Frnsternuß sie zu er- - schrecken/ und ein nagender t Wurm im Gewüssen sie ewiglich zu peinigen/ welches/was - für ein Elend und Iacker seyn - wnd keine Zunge außsprechen > kan. - 15. Zweytens/ist da nicht t allem tue unrerschiedlrcheArth/ s sondern auch die Allgemein- e heit der Schnmtzen und Un- / terdruckung so wol an allen r Girieren des Leibes / als al- - len Kräffren der Seelen / und t dieses macker den Scbmertzen - derHöllen desto erschrecklicher. > F 6 rö.Hat irr, Ewigkeit 16. Hat jemand in dieser Welt Schmertzen an einem oder anderm Glied / da sind Gliedere die dagegen widerum frey sind/ aber in der Hollen ist es viel änderst bewanbr/ da werden alle Glieder/innerliche undeusserliche/ und alle Theil derselben auf ein mal und auf das allerhöchste gequäkt wer- den / über sich werde« die verdammte Sünder ihren erzürnten Richter sehen/ nnder sich die Hölle und den schrecklichen Rachen sie zu verschlingen/ zur Rechten werden sie ihre Sünde sehen / sie zu verklagen / zur Nucken den Teuffel/ GQttes Urtheil über sie zu vollführen/ innerlich ihr nagendes Gekniffen/ außwendtg aller verbackten der Höllen. : ten Seelen Weinen und Heu- > len / an allen Seiten Rauch/ > Fsur und Flamm. Ach was l sblle doch ein solcher armseliger i Mensch in solcher unaußsprech- l licher Angst anfantzeu/ zurück- r zugehe ist ihm unmöglich/ forr- l zugehen wird ihme nicht ver- f gönc/ er wird den Tod suchen/ der Tod aber wird von ihm weichen/ er wird die Berge an- - rüsten über ihn zu fallen/ sie > werden ihm aber so viel nicht l willfahren / und wird also gar i verzweiffelt/ verlohren/ und innerlich und eusserlich elend und ' jämmerlich verbleiben, i 17. Und wie der Mensch auß zweyen wesentlichen Stücken bestehet/nemlichauß Leibund Seel/ also wird er unrerschied- tich r?4 Ewigkeit lich an beyden geplaget wer- ' den / daß nicht das geringste Glied von Marter und Qnaal wird befreyet seyn / E>aj. 66. re' et/ daß der Gottlosen und VerfluchtenWurm nicht wird sterben / und ihrFeur wird nit Verlöschen/ da er nach Außle- gung der gottseligen Lehrern/ durch das Feur verstehet die Quaal / so die Verdammten an ihren Leideren: Durch den Wurm aber / die Angst und Noth' welche sie an ihrer Seelen ewiglich leyden werde/ daß kein Glied wird!>yn/das nicht ohne Unterlaß müsse Schmers Hen leyden ja w doch dleFrom- wen und Aufierwch ten an al; len Gltedmcssen ihrer clarifi- cierren und herrlichen Leideren werden der HöUen. iZ5 > Werden ergötzet und erfreuet ! werden / so schrecklich wird im Gegentheil die Ouaal und Pem seyn/ die die Verdamren an allen ihre GUedmaffenwerden leyden müssen/ an Haupt/ Augen/Ohren/ Mund / Na, sen / Zungen / an der Brust/ Schulteren und Lenden / an Schänckelen und Füssen ja ihr innwendiges/ das Hertz / Leber/ Miltz/Lung/Nieren und Was sie im Leibe tragen / wird durch die Flammen des durchringenden Feurs gemartert Werden. 18-Derge stalt gleichwol/daß Mit welchem Glied / oder wo- rineneinMenichindteOrWelt sich am meisten versündiget hat/ und ftme Ergötzüchkerr ge- noinen/ IZS Ewigkeit klommen/ und durch keine Der- Mahnung zur Besserung und Büß sich wollen bewegen lassen / daran wird er in der Hollen von den leydigen Leuftlen auch am meisten in Ewigkeit gepeinigetwerden/ alsodaß eine jede Sünde gleichsam eine so derliche Art derL2uaal haben und empfinden wird. 19. Die hier ihre höchste Lust in stätem Fressen und Sauffen genommen/ denen wird dort in Ewigkeit derBecher desZornS GOttes/ mit Schweflet und Pech gefüllet / von den hölli- fthen Geisteren eingeschencket werden; Die gelle unzüchtige Leiber sollen mit qlnendenZan- gengerisse; Dle hierwPracht «nd Hostarr gelebet / werden dort der Höllen. -r- bort mit dem Kleid der ewigen Schmach und Schand angethan, und zur Belohnung ihres Stoltz und Hochmuths/ mit Füssen getreuen werden. 20. Jener fürtreflicheTheo- logus führet davon in seinem höllischen 5oäolNL lib. i.ZIap. v. i z. ein erbärmliches Exempel ein/ von einem reichen un, bußfertigen Menschen folgen, der Massen. 21. Es faß au einem Orth ein vornehmer Herr/ an Ehren edel/ an Gütern reich / und an dem Zustand glückselig: Erlebte aber so gottloß/ daß er es ärger nicht hätte machen tönen: Die treuen Borten in dem Predig-Ampt warneten den Menschen offtmahlS / daß er i;8 Ewigkeit fich doch besseren und ein ander Leben ansahen solte: Er aber verachtete und verlachte die Diener Khristi / und wendte vor / es wäre ihm eine grosse Schande / seinem Geschlecht vortrefflich / seinen Ehren schändlich / auch seinen Freunden schimpfflich wofern er nur ein Zeichen der zaghafftigen Neu von sich geben solte. Weilen dann kein menschliches Bitten Visen Unmenschen erbitten konnte / machte der Richter alles Fleisches ihm einen kurtzen Proceß auf nachfolgende Wesse: Dem vertrauIichstenDiener/ welchen der uribußfertigeSüNr der um sich hatte/ kam in dem Schlaff vor/als ob sememHer- ren der Hollen. »z- e ren von einem EnglischenBots e teN percrnpcorie und alfvbald e vor dem Richter-Stuhl zu er- e scheinen/gebotten wurde, e Ersahe/daßaufdasGebott t des Engels der «»bußfertige ti MannvondenbösenGeisteoen !- fortgerissen / und ohn Verzug r hinweg geschlejffet wurde, n Es bedauchre den Diener/ es wären Stühle vorhanden/ i- aufdiefelbe hätte sich die schöp- n pen neben dem gestrenge Rich- !k rer gesetzet / den Beklagten i- vorgefordert/ihmdasVerbre- chenaußdemschwartzenBnch nach der Lange vorgehalten/ r/ mit Zeugen erwiesen / und mit ir einstimmiger Senrentz in daS n höllische Sodoma verdanket, r- Es bedauchte den Diener/ !« der >4» Ewigkeit der Satan neben seinen Gesel- ! len wären freudig hinzu ge? ! tretten/ und so bald dasUrtheil > gefället / hatte die gesamte Schaar Hand angelegt/ und nachdem feurigen Pfuhl zuge- rylet. I Es bebauchte den Diener/ j wie Beelzebub auf einem erha- , denen Sessel in schrecklicher < Form / viel grausamer / viel , häßlicher/und vil abscheulicher , als das siebenköpfigeWunder: < thier in der heimlichen Offen; i bahrung sich erzeiget/die am ' kommende um den neuen Gast j geftaget / und alle Umstände t von ihme^ was fein Thun und < Lassen wäre/eingenonie hatte- l Es bedauchte den Diener/ l derBeelzebub habeseinenHer- ? der Höllen. »41 !l e s / i: r l k k r / ren folgender Gestalt angeredet: Höre Gesell/weilen du an dieser Statte angelanget/ und deinem Schöpffer nicht hast folgen wollen / ist es an dem/ daß du mir nach meinem Willen und Wolgefallen gehorsamen must/ ich habe gesehen die Gnade welche dir dein Erlöser anerbotten / und bin betrübt worden; Ich habe gehöret die treue Warnung die e> an such gethan / und bin erzürnet worden : Ich habe gerechnet die Jahre/ die er dir zur Busse ge- schencket / und bin bestürtzet worde: Nun aber bist mir über- antworkek/nach weichem ich so lange Zeit gezieler habe/ und ist billtch daß ich dich nach deinem Verdienst belohne. Ich I4L Ewigkeit Ich höre/ du hast in deinem ^ Leben lieber panqueriret als L gefastet? mit dem Essen brstdu f weit zuvor kommen dem Hun- c ger/und dem Durst mit dem e Trincken/aufdiesesbedauchte j demDienerderBeelzebubhät: s te befohlen/ ein Schwefte! Ge- t schirr einzuschencke von lautem l Pech and Flammen / dasselbe r hatte der verdammte Sünder o außzechen müssen. e Es bedauchte dem Diener/ c Beelzebub hätte seinen Herren f ferner angeredet und gesagt: k Ich höre du hast in jenem Le- c den gern getanzec und gesprun- ! gen / viel unsinniger als die l Juden um das Kalb / und viel 1 geiler als Herodias um den f KopffJoharrts desLäuffers. ? der Höllen. 14) Ich habe von meinen Gesellen gehöret/ du wärest sehr unfleisi- sig in der Kirchen gewesen/ aber sehr flerßig aufdem Platz/ i aufwelchem die muthwrlligen ! jungen Gesellen zu den unver- : standigenZüngfrauen/unddie - thörichten Werber zu den tol- r len und vollen Männeren sich ; versamlen / da eine Hand die : andere drücket / ein Fuß dem anderen folget / ein Arm den / anderen umsähet: da sie bald r fortgehen / bald Widerkehren/ : bald in die Höhe springen/bald - aufder Erden lausten/ bald zu r der Rechten hüpfen/ bald nach e der Lincken trähen/ und wüst l ftn/ daß kein Tantz- Mrcul ge- ir führet wird/ es sey dann der Mittel Punct ein Trüffel, h Hier- »44 Ewigkeit. HieraufbedauHteVemDier tl ner/BeelzebubhabeeinemSa, Z tanaS geruffen/und demselben b befohlen ein Muster des Lau- a tzes zu machen / geschwind sey a einer herzu gelauffen/habe den a Verdamten bey den Handen b ergriffen/ und in alleWinckel g mit unaußsprechiicher Unze; u ftühmigkeitgezerrer und geris- v sen/indieHöhegeworffen/auf d den Boden geflossen/ mit uw w barmhertzigerGnmigkeitvoa n einerSetten zu der anderenge- § trähet/mit den brenenden Flü- cl gelen umfasset/ und so freund- d lich gehalset / daß der elende L Mensch fürOhnmacht nieder- n sincken müssen. sc Es bedauchte den Diener/ g der Beelzebub Habeden Ver- v dämm der Hollen. r4s ' ten noch weiter angesprochen: ' Ich höre / du hast mit sonder- i bahrer Begierltchkeit die Fssch - auß dem Wasser / die Vogel > auß der Luffc / unh die Thiere i auß den Wälderen gefangen/ il bey Tag und Nacht in den i Felderen gejaget/ kein Sabbat war dir zu heilig/ den du nicht s- verunehret/kein Fest so groß/ if daß du »it mit deinem Weyd- l« werck geringert hättest; Fär- a nehmlich thät dir gefallen der r- Schall von dem Horn/ in wel- i: ches deine Jäger stossen / und )- deine Gegenwart denbeißigen >e Hunden zu verstehen geben r- mußten; Darum will ich verschaffen / weilen es dir besser r/ gefallen denn diePsalmen Darr vids/dasGebett der Wittiben rn G und 146 Ewigkeit und Weyfen / damit es dir an r diesemOrth auch wiederfahre. f Dieses war kaum geredet/ und 0 alsbald trat hinzu einer auß p der Rotte Belials mit einem 0 feurigen Horn und bließ dem r Verdammten mit so schreckli- g chem Gelhöne oder vielmehr b Donner in das eine Ohr / daß zu dem anderen/zu den Augen/ n zu den Lippen/ und zu der Na- b sendie Funcken herauß fuhren. Über dieses bedauchte den n Dtener/Beelzebubhabezudem f< Verdankten gesagt: Ich weiß/ n es war dir vor diesem sehr lieb g und angenehm / wann deine v Stall -Jungen dir die Reuter- d Liedlein sungen und mit Un- d flätereyen vermehren mußten: d Die Spielleuth thaten auch 8 »47 der Höllen. n das ihrige/und war kein Work so garstig / wann sie es nicht d aufder Geigen und sicheren ß bringen konnten / sie legten es n aufthre bübische Zungen/dich « damit zu erfreuen; Darum i- gebiete ich dir / daß du als- >r bald bey Vermeydung meiner >ß Srraffmir dergleichen singest/ i/ weilen du ohne Zweiffel etliche i- behalten. r. HieranfbedauchtedenDie- !» ner/der Verdamte habe anae- nl fangen sein voriges Leben/sti- ;/ nerFreunde/seineElteren/seine :b Priester/ seine Obrigkeit zu ie vermaledeyen und verfluchen/ r- daß sieihmTheilszudenSün- li- dengefolget/LheilsvonSün- u den nicht abgewehret/ und H Theils wegen der Sünden s G 2 nicht !48 Ewigkeit nichtgestraffet; Beelzebub«, h ber habe darauf geantwortet/ der Gesang wäre noch zuge« tz ring / und müsse besser anstim, ^ wen: Alsbald habe der Ver- ^ dämmte angefangen zuverflm z chen den Leib der ihn getragen/ l die Brüste die ihn gesäuget r hätten. r Es bedauchte den Diener/ Beelzebub wäre auch mit die- b fem nicht zufrieden gewesen: h Auf welches der Verdammte l< geschmähet und verlästeret/die b Stund der Empfängnus und l, den Tag der Gebührt. f Dieses habe Beelzebub gefallen und den Gesang gelobet/ ri wofern er nur ein wenig höher r kommen wurde; Sein gewese- ? ner Herr sey fortgefahren und c habe 149 der Hollen. habe verfluchet und verdammt GOtt mit dem Gesatz und Evangelio/ GOtt mit seiner Ordnung undSacramenten/ GOtt mit seinen Engelen und Außerwehiten: Und dieses alles habe er verfluchet und per- maledeyet von Ewigkeit zuE- wigkeit. Solches habe dem Beelzebub dermassen gefallen/daß ers höchlich gerühmet/ auch befohlen dem neuen Gast ein sonder- bahres Beth zuzurichten/Weilen er bißher viel Arbeit außge- standen/ darinnen zu ruhen. Endlich bedauchte demDie- ner/ dieTeuffel macheten eine treffe Gruben- und wurffen den Verdammten hinein mit solchem Domren und Krachen/ G z alS Ewigkeit «so als ob Himel und Erden über einander fielen: Er erwachte auch darüber von diesem trübseligen Traum/ und kundte im Anfang sich schwarlich besinnen/ wie ihm geschehen; Jedoch stund er auf/ und gieng zumBmhe seines Herren/rieff und schrey denselben an auß allen Krafften / rüttelte und schüttelte ihn an Händen und Füssen / aber die unsterbliche See! war auß dem Körper gezogen / und hatte eine todte Leich hinterlassen; Hierüber erschrack derDrener/ daß ihm das Hertz zitterte/ alle Glied- massen bebeten/ und sprach mit nachdenckllchen Worten: O du elender Mensch / ohn allen Zweifel hast du in der Hüllen ersah- der Hotten. rfr e erfahre/was ich in demTraurrr e gesehen habe; Ohn allenZwei- - fei must du noch diese Stund i und Ewigkeit solches Leyden - außstehen; O du Vatter der - Barmhertzigkeit/ behüte mich ; armen Sünder/ daß ich nicht f kommeandenOrtder-Quaal/ 8 allwo dieser in jetziger Nacht ist d hingerissen worden; Regiere d du mich durch deine Gnade/ e daß ich von Sünden umkehre !- indiesemLeben/damitmichsol- e che erschreckliche Straffen nie r treffen mögen in jenem Leben, n 22 . Stehe/lieber Leser/also >- werden die Verdammten son- t derliche Art und Oual leiden/ ) wegen derjenigen Sünden/wo- n mit sie in diesem Leben sich am n meisten erlusttget haben und »- G 4 ohne Ewigkett r,r - ohne Büß hingestorben sind; ^ Daby wird der Verdammten x ihr Gedächtnuß auch gequälet h werden/wann sie sich erinne- x neren/wiesieallhierinWollust ? und guten Lagen gelebet/ die x nun alle dahin sind / ja die so!- r cher ewigen Marter ihnen eine l Ursach gewesen/ die werden l sie nun verfluchen und ver- t maledeyen. r 2g. Der Verdammten ihr j Gehör wird gequälet werden i durch stätiges Mord und Zet- . ter Geschrey/ welches die ver; , zweiffelte übrige Verdammte i ohne Unterlaß werden führen: I O ihr Berge fallet über uns! , O ihr Hügel bedecket uns! O j daß wir nie gebohren wären. ^ 24. Ihr Geruch wird ge, , quälet »5» der Höllen. ; quälet werden durch grausa- ll men Gestanck/ der aus dem t höllischenPful aufsteigen wird/ - mit dem kein Gestanck dieser l Welt verglichen werden kan; e Da der Tyrann Maxentius - die Leuth am allerheftigsten e hat quälen und marteren wollt lenz hat er sie lebendig auf die - todten Körper binden lassen/ der lebendigen Mund und Gelt ficht auf der Todten Mund i und Gesicht/ und also auch > Händ und Fusse auf der Lod- - ten Händ und Fusse/ und sie e also gebunden an einen schand- : lichen Orth werffen lassen / brs ! sie von dem greulichen Ge- > stanck/der von dem todtenKör- per entstanden / jämerlichum- ' gebracht worden; Nichts aber t G 5 ist »54 Ewigkeit ist solcher Greuel gegen dem höllischen Gestanck / der die Gottlosen plagen wird / zurechnen. 25. Der Verdamten Verstand und natürliche Vernunft/ die ihnen zu desto mehr rererPein richtig bleiben wird/ die wird gequäler werden/ mit Betrachtung der übel ange- wendten Zeit dises Lebens / m welcher ste Gelegenheit gehabt durch göttliche Gnade die un- außsprechliche himelische Guter/ Freude und Seligkeit zu erlangen/ die aber nun in alle Ewigkeit verschertzet sind/und wird also solche ängstliche Reu ohn allen Nutzen undFromen seyn/dahero die Verdamte bey deffenErwegung in solcheVer- der Höllen. »rr ? rweiflung gerathen werden/ baß sie wider sich selbsten wü- l- ten / und wo! ihr eigen Fleisch/ ja wann es möglich wäre/ ihre ^ eigene Seele zerreissen selten/ ^ weilen sie so sicher auf diser Welt gelebet / daß sie dieser " Sachen keineSorge getragen/ lt da es doch die einigste Sache ^ ist/ daran sie billich am ersten " und meisten selten gedacht ha- ^ ben/aber nunmehr all zu späht. 26. Drittens/ werden nicht 2 weniger die positive und em» u pfindliche Schmertzen in der e Höllen unaußsprechltch seyn v wegen deren Grösse/ dann das u höllische Feur der Verdamten " zantzen Leib mit allen Gliede- d ren/ keines außgenomen/ der- Massen schröcklich brenen wird/ s- G 6 daß Ewigkeit 115 daß alle Wasser des Meers nit gnug seyn sollen zu löschen/dan es gar nicht ein solches Feur wird seyn / wie in der Kuchen und auf dem Herd zum täglichen Nutzen zu brauchen/sondern em viel grausamers/greu- lichers nn erjchrecklichers/ dessen Natur in disem Leben nicht zu ermessen also daß der Wende Ofen des KönigsNebucads nezar/ davon wirDan. z. lesen/ nur wieein gemahltes Feur an derWand zu rechnen ist/ gegen dem höllischen Feur und den Schmerzen die es verursachet; In solcher schrecklichen Feur- flamen nun werden die Leiber der Gottlosen ligen/ und ewiglich brennen/ und doch nicht verbrennen könen. O wersoll können der Höllen. 157 t können ertragen solche unter- i schiedliche/allgemeine/unaußs e sprechlich grosse Schmertzen. l 27. Der vierdte Umstand/ - so der Höllen Schmertzen desto erschröcklicher machet/ ist/ daß >- solche erzehlte Schmertzen alle samt unaufhörlich sind/ wären t die Schmertzen der Höllen al- - lein unterschiedliche / allgemei- - ne und grosse / hätten aber da- / bey einige Linderung oder ge- r ringen Stillstand / es wäre » noch tröstlich; Ein Mensch geil quälet von Aolick / Gicht oder ; Stein/ hat noch unterweilen - Linderung / welches vor eine r grosse Erquickung zu halten/ - in der Höllen aber sind alle t Schmerzen unaufhörlich/eben l groß / eben bitter und schwär r ohne Ewigkeit ohne einige auch die geringste Linderung/ sie werden gepeinigt Tag und Nacht ohn Aufhören in alle Ewigkeit: Wann ein kranker Mensch des nachts nicht schlaffen kau/ schlummert er offtmal noch etwas in der Morgen-Stund/und wirdda, durch einiger Massen erquickt/ aber in der Hollen ist keine Ruhe/ Tag und Nacht Apoc. 14. 28. Zum fünften/ die Gesellschaft/ in der Hüllen machet auch die Pein und Schmertzen so vil erschröcklicher un grösser: Gute Gesell schafft in Kranck- heit bey sich haben/ erleichtert offtmahls denSchmerzen/daß man so viel an fein Elend nicht gedencket/ unangenehme Ge- fellschafft aber ifi einem so verdrießlich der Hollen. i s- i drießlich als die Kranckheit selbst/ und hätten dieVerdani- > ren in der Höllen noch einige i gute Gesellschaft/ solle solches i noch einige Linderung können beybringe/ aberdaistkeine andere Gesellschaft als der Teuft feien und verdammten Menschen/ und wird die greuliche Gestalt der bösen Geisteren ihnen stats für Augen Schweben/ derenGrausamkett gleichfalls mit keiner Feder zu beschreiben. 29. In Virix parrum lesen Wir/ daß einmahl einem Mön- chenim Kloster des Nachts in seiner Zellen / darinen er allein gewesen/einTeuffel vorgekommen sey / worüber gedachter M ünch also erschrocken/daß er vor i6o Ewigkeit vor innerlicher Angst des Her- > tzens nicht gewußt wo er sich l hinwenden oder bleiben solte/ > und darüber Zetter und Mord 1 geruffen: Als nun über dieses ^ heffcige Geschrey die andere i Mönche ermuntert worden/ i und solches vernommen / sind l sie in grosser Anzahl zu dieses - Mönchen Zellen hingelauffen/ < und da sie hinein gekommen/ l haben sie den Bruder auf der L Erden ausgestrecket halb todt l ligen funden/mit erstarretem - Gesicht und ängstlichen Ger t bürden/konnte auch keinWort t reden/und liesse ihm der Angst- k Schweiß über den Leib z Und - als sie nun hierüber zum höch- S sten verwundert und bestürtzet r gewesen / »Müssend / was th- e rem der Höllen. r6r ' rem Mitbruder möchte wider- ^ fahren seyn/ hat derselbe nach / vielem Anrüttelen und Zuruft d fen sich endlich wieder erholet: z Und als sie ihn um die Ursach e dieses seines elenden Zustands / gefragen hat er mit wehemüh- d tigem und noch erschrecktem z Hertzen geantwortet / daß er i, einen leydigen Leuffel gesehen / hätte in solcher erschrecklicher r greulicher und abscheulicher t Gestalt / daß ihm die Haar zu n Berge stuhnden / und er die bittere Todes Angst empfam v de/ wann er nur allein daran -s gedächte/ und wäre mit keines > Menschen Gedancken zu er- » gründen/ vi! weniger mit einer t Feder zu beschreiben die aller erschreckltchfleGestalt/so dieser n - Trüffel Ewigkeit ilr Teuffel an sich gehabt/also daß wann auf einer Seyren der al- lerhitzigeste Feur - Ofen wäre/ und auf der anderen Seyten Die Abscheulichkett dieses ihme vorgekommen Teuffels stuhn- De/ und ihm die Wahl gegeben wurde/entweder einJahr lang in diesem hitzigen Feur-Ofen zu brennen / oder aber eine Stunde lang die greuliche Gestalt des Teuffels anzuschaue/ er sich nicht lang bedenken wolle/ sonderen viel tausend mal lieber in den Wenden Feur- Ofen hinein springen/ als die häßliche Gestalt eines solchen Leuffels eine Stunde lang ansehen/dermassen wäre sol- ! che erschrecklich gewesen; Zst ! nun disem Mönchen / wegen . gleichsam augenblicklich es Än- schauens der Hotten. — ß fchauerrs eines einzigen Teuf- l- fels/so angst und bang worden: :/ HilfflieberGOtt/was Wittes n dann füreine unaußsprechliche >e Angstund Noth vor dieVer- i- damten seyn/nicht eine Stund n oder Augenblick/ sondern in g alle Ewigkeit in Gesellschaft n vieler tausend Teufel und bö, >e sen Geister seyn und bleiben e- mnssen/und von denselben ohn :/ Aufhören gequälet werden, l- zo. Zum sechsten/wird auch tl der Orr derQual die Schmeres derHöllen desto grösser und UN- ie außsprechlicher machen/wer- n len dle Verdammten sollen ges g worffen werden in den Pful/ l; der von Feur und Schwefel st brennet ewiglich / in den n Orth der Finsternuß / da i- Hen- i64 Ewigkeit Heulen und Zähnklappen ist/ in den Abgrund alles Stancks inidUliretntgkeit; DaherKy rillus Alexander schreibet / dle Seelen derSünder werden ge- worffen in das Land des Lo- r des/darinnen kein Leben ist/in o die Gegend der Finsternuß/ c darinnen kein Liecht ist / in die c Klufft der Traurigkeit/ darin- e nen keinFreud ist; Sie seufzen e alle aus der Gruben / und nie- e wand ist vorhanden der sich s ihr erbarme: Sie schreyen alle aus der Tuffen/ und niemand k ist vorhanden der sich liesse be- § wegen: Sie bitten alle/und ist k niemand vorhanden der er- 2 rette: Sie verzagen alle/und li niemand ist vorhanden der S tröste. L zr.O der Höllen. i«5f ' ^zr. OöeselendenWesens! ; O des erbärmlichen Orchs! Wann alle Blätter auf den r Bäumen/ alle Körnlein auf : den Felderen/ alle Hügel auf - allen Bergen/ alle Stäublein , auf den Aeckeren: Ja wann / alles Graß auf allen Wiesen/ e alle Blümletn auf allen Auen : eitel Zungen wären / verbleibe i es doch unmüglich den gar - elenden Zustand dieses hölli- z schenOrrhszubeschreiben. e Z2. Hände und Füsse wer- d den den Verdammten daselbst gebunden werden/daß sie da ; ligen müssen wie die Schaafe. - Ps. 49. stets an einem Orth ^ und an einer Stelle / dann ob r gleich die Hölle ein überauß grosser und weiterOrty ist/als ) m 166 Ewigkeit in welchem so viel tausendmahl tausend Höllen. Brande seyn ! werden/so wird doch kein Ver- l dammter seines Gefallens zu i dem anderen kommen können/ > sondern er wird müssen ligen ! bleiben / wie und wo er ist hin- < geworffen worden. Wann ei- > ner hier auch in dem allerwei- i chesten und sanftesten Bette > ohne einige Wendung/ Ne- ' gungundBewegung/etwann l s.oder z.Lage/ auch bey ge- c sundem Leibe / an einer Stelle r solte ligen bleiben/wie überaus r verdrießlich wurde es ihme 6 seyn? Wurde er nicht lieber r todt als lebendig seyn wollen; ^ Wie wird dann dises thun/ r wann die Verdammten nicht 4 in einem weichen und sanften § Bette/ der Höllen. _ ^7 I Bette/ sondern in dem glüen- > den Hollen. Pful/in demOrth : derFinsternuß/nicht zwey oder i drey Lag/nicht zwey oder drey ' hundertJahr/nicht zwey oder k drey tausend Jahr/ sondern in - alle unaußdenckltche Ewigkeit/ - nicht bey gesundem Leibe/ son- , dern bey einem an allen Glied- i Massen und in allemMarck und - Beinen innerlich und äusser- k lich unsäglich gemarterten Leib - auf einem Platz und Stelle ; werden ligen müssen; O den6. r nach! O dencke nach! Lieber r Lhrist/ daß du nicht kommen : mögest an solchen Orth der ; Qual: Daß dir daselbst nicht , mögen gebunden werden die k Hände/ mit welchen du aller- r allerley Betrug und Vervor- ^ tbei- Ewigkeit i6L theilung verübet hast/ mit i welchen du geschnitten/ wo du l nicht gesäet/ und eingesamlet/ z da du nicht ausgestreuet hast/ r Match. 25. mit welchen du ak I lerley Verfälschung und Zer- i stümmelung begangen wie der t ungerechte weltwitzige Haußs r Halter/ Luc. 16. mit welchen r duWitttben/Waysen/Fremd- c lingen und andern ohnmächti- L gen Leuthen um das Ihrige gebracht wie die PhariseerMat- ^ chet2Z. und mir welchen du kei- n nem Dürftigen einige Hülff- a Leistung hast leisten wollen wie d der grobe Nabal/ 2. Sam. 25. « Hüte dich/ hüte dich/ daß dir « daselbst nicht gebunden wer- A den die Füsse/ welche du am n Sontag nicht abgehalten von ^ der Hollen. r6- dem Bösen Esaj. 58. sondern behende sind gewesenSchaden zuthun / und hinunter zum Lobt/ zum ewigen Todt zu lauften/ dieweil sie gewandelt im Naht derGottlosen und getreuen auf den Weg der Sünder Ps. r. Hüte dich für diesem weiten Weg / welcher zu solchem gefährlichen Ort führet/ darauß keine Errettung ist. zz. Siebenden / wird die Unbarmhertzigkeit und Grimmigkeit der höllischen Peiniger auch ferner dieSrraffderVer- dammren desto erschrecklicher un unaussprechlicher machen/ weilen bey denselben gantz kein Mitleyden wird zu finde seyn/ sondern den Verbackten so viel Schmutzen un Pein zufügen/ H als ,7» Ewigkeit als die Natur follertragen können/ sie werden dieVerdamm- ten laben mit Ströhmen von Schwefel-Wasser/ undsie zudecken mit Bergen von Feur. Z4. Erschrecklich ist zu lesen/ ^ wie Gualtherus Grass zu A- j rholia ( welcher seines Brw z dersSohn König Jacobumin Schottland des Namens der j Erste/ meuchelmördischer weiß . hat hinrichten lassen ) von den z Reichs - Standen um das Le , den widerum ist gebracht wor- , den / dann er wurde des ersten , Tags auf einen hohen Felsen i geführet / mit einem langen ' Seil vast gebunden / von oben < herab gestürtzet/und wiederum , aufgezogen / hernaher auf ei- < nem hohen Loneel seiner Klei- j der der Hollen. >7l - der entblößet / und in Gegen- - wart vieler tausend Menschen * mit einer glüenden eysernen - Krön gekrönet: Des andern Tags wurde er an seinen ent- / blößten Gliederen angebuns - den / mit einem Pferdt durch ^ die gantzeStatt erbärmlich ge- * schleißet / und endlich des drit- r tenTags aufeinen Lisch auß- p gestrecket/ alle seine Eingewey- " de mit dem Hertzen lebendig e heraußgenommen/ zu Pulver k- verbrannt / und das Haupt " vom Leibe gehauen/und herna- n her gevierthrilt. " 35« Der Königs; Mörder/ " so Heinrich den i v. in Franck- reich Anno i6ro. schändlicher Weise umgebracht / wurde an ^ seinem gantzenLeibe mit glüen- k H - den Ewigkeit. > 7 » den Zangen gezwickt / ihme die rechte Hand in einem langsamen Schwefel - Feur zu Aschen verbrannt/ und in dieWunden heissesQehl/ siedendes Pech/ Hartz/Bley und Schwefel ge- gossen/un endlich von 4. Pferdt Theil zerrissen. Aber difes alles/Feur/ Rad / glüende Zangen/ lebendig gebraten/ geshißt und zerrissen werden/ist für ey- tel Kinder - Spiel zu halten gegen diejenige Peinigung / mit welcher die schwache Höllem ! Peiniger/ die von dem allerge- 1 rechtesten GOtt ihnen über- > antwortete Verdainten quäle werden: L) daß ich es doch ! gnugsam beschreiben könnte/ > damit die Aoristen doch so 1 Haussen weise dep Hölle durch i Unbuß- der Hölle». ryz e Unbußfertigkeit nicht zuey!en - möchten. t z6. Derowegen O Mensch! > O du unbesonnener Mensch: ? Der du so thumm kühn in den - Lag hinein lebest/a!s wann du t mit dem Todt einen Bund/ - und mit der Hollen ein Der- s stand gemacht hattest/ beben- t ckeja bey Zeiten / ja alle Mor- - gen/ja alle Stunde/in was für > grausame Gefahr und Peint^ t gung du nach dem Todt kom- r men könnest / und ändere noch 2 heut dein Leben / damit du fol- - chen grausamenunbarmherzi: ^ genPeinigers nicht möchtest in h die Hände gerahten: Beden- / cke du Gottes Verächter! wie d hart dich dermahleins wegen h deiner Verachtung GOttes: Hz Du '74 Ewigkeit Du Gottes: Lästerer und Flacher ! bedencke wie schwär du wegen deim GOtts - Lästeren undFluchen: Bedencke duEnt- heiliger des Sabbaths! wie wegen solcher Entheiligung: Du ungerechter Richter! bedencke wie wegen deiner Verzögerung undUngerechtigkeit: Du sorgloserSeel-Sorger! be- dencke wie wegen deinerSorg- losigkeitund gegebene Aerger- nuß: Du ungehorsamer Zuhörer! bedencke wie wegen deinem Ungehorsam: Du zornsnchti- ger/ unversöhnlicher und rachgieriger Mensch! bedencke wie dichdermahleins wegen deim Zorn / Unversöhnlichkeit und Rachgierigkeit: Durodtschlä- ger! bedencke wie wegen deiner Blut- der Hollen. 175 ' Blutdürstigst: Du unzüchti- r ger Hurer und Ehebrecher! be- t dencke wie wegen deiner Un- r zucht/Hurerey/ Ehebruch und e Leichtfertigkeit : Du liebver- : gessener und vortheilhaffciger - Handthierer: bedencke wie we- - gen deiner Vervortheilung: : Du Lügner und Verlnmbder! > bedencke wie wegen deinerLü- l- gen undVerlnmdung: Du un- ^ ersättlicherGeitzwanstlbeden- '' cke/wie wegen deinerUnerfätt- a !igkei(.undGeitz/dichdermah- >' len eins die höllischen Geister i' ängstigen / drücken / quälen/ e peinigen und folteren werden " ohn einiges Erbarmen. Der- 0 halben O du boßhafftiger und " freventlicher Sünder/ der du r diefes alles jetzt bey gesundem ^ H 4 Leibe Ewigkeit r?e_^ Leibe und guter völliger Ver- l uunfft anhörest / wilst du diese , dirvorgestellteUnbarmhertzigs l keit und Grimmigkeit der HM i scheu Peinigers entgehen/und . begehrest daß dir dagegen dort i m Ewigkeit wol seyn möge / so ^ kehre heut um vo n deinen bö: fen Sünden - Wegen / die dich ^ in solche itrierwährende Peinb i gung und Verderben stürtzen. < Z7. Achtens/ und welches ! die Schmertzen derHöllenam i allermeisten wird unaußsprech- l lich und erschröcklich niachen/ i mehr als kein anderer vorer- zehlter Umstand ist/ daß diese Verdammten ihre vielfältige/ allgemeine/grosse/grimig-und ! «naußsprechliche Schmertzen - in alle Ewigkeit dauren wer- i den/ ,77 der Hollen. - den / welches - was den Ver- i: damten für ein Angst und Pein - verursachen wird / keine engli- !- sche noch menschliche Zunge d außreden kan; Möchte es doch t denen/die dieses allein lesen/die » Thränen auß den Augen/ und ; das Blut auß dem Hertzen h pressen/wie viel mehr wird es , dann bitter und erfchröcklich seyn denen / die dieses alles an Z Leib und Seel empfinden wer; n den unauffhörlich und in alle Ewigkeit; Dann wan dieVer; / datnten in eusserster Verzwei- - flung erwegen werden die mr- e endliche Ewigkeit/ und das sie / in solchem unseligen un schmerz« > lichen Stand im ewigen Feur i ohn Auffhören un End bleiben - müssen / und keine Hoffnung / H 5 der l?s Ewigkeit Errettung haben tönen/ sollen sie sich und ihre Seelen / wo es möglich wäre/ gern felbsten zerreißen/ aber umsonst und vergebens/ewiglich müssen sie alle oben erzehlteSchmertzenund Straffen leiden unaußstehen. z8. Man n ein gottloser/un- bußfertiger und verdammter Sünder/ um einer jeden Sünden willen nur tausendZahr in der Höllen solle gequälet wer, den und breiten/ ja wann erum einer jeden Sünden willen so viel tausend Jahr folre gepeini- get werden alsStern am Hrm, mel/ Sand am Meer/ Gräß- lein aufder ganzenErden/oder Lröpflein in der See und allen Wasseren/ oder so viel Haaren an allen Thieren in der ganzen Welt/ der Hollen. 17, Welt/könnte er noch getröstet werden / weilen es endlich einmal ein Ende nehme/ aber die unendliche Gerechtigkeit Gottes/ wider welche ein Mensch gesündiget / erforderet auch eine ewige unendliche Straff von demselben; Und wann eine verdammte Seele schon zehen tausend Jahr lang an einem Stück so grosse Schmertzen leydete / als ein Weib in den härtesterrKinds-Nöhten in der Geburt außstehet/ift doch noch kein End daran / sondern ist eben/ als wann es erst hätte angefangen / dann es wäret ewiglich: Und wann die Verdammten ruffen werden / O Gort! sollen wir dann so gros- fenSchmerzen leyden inEwig- H 6 kett/ »8o Ewigkeit keil? So wird ein erschreckt cher / greulicher Wiederschall von ihnen gehöret werden / in Ewigknt / ob deme sie allein mehr erschrecken werden/als wann einem alle Marter und Pein angethan wurde / die alle Menschen indergantzenWelt erdencken können / dann ewig ewig ist viel so eine lange Zeit/ und ob wir schon mit unseren Gedancken vermeinen dieZeit der Ewigkeit zu durchdringen/ können doch wir davon nicht eins den Anfang erreichen/ sie ist und bleibet vollkommen / so hoch/so breit / sotteffsoaußge- breitet/ so unermeßlich / so un- begreifflich/ so unendlich/ daß weder Anfang noch Ende davon zu erlangen;Za wanGott der Hollen. rsr derHErrden verdamten Seelen noch diese Hoffnung gebe/ daß wann diese Welt von subtilem Sand biß an den Himel erfüllet wurde/ und nach Vers fltessung hundert tausend Million Zeiten einEngel käme/und nur ein blosses Sandkörnlein wegnehme / und also / wann das letzte Körnlein von solcher unermäßlichen Menge abgeführet wurde / nachAblauffei- ner so unbegreifflichen Anzahl Jahre und Zeiten/ alsdan das End ihrer Zual seyn solte/ die unglückseligen Seelen wurden sich eines solchenUrtheils glük- felig zu preisen haben/und wurden für grossen Freuden kaum Ihre Marter mehr fühlen / indem sie bedächten/ daß ihre Schmer- Ewigkeit i8r Sckmertzen zwar groß wären/ jedoch aber einmal ein End haben wurden. Ach/aber ach/so und so viel Jahre und Zeiten/ als wie gesagt/ deren Anzahl unaussprechlich ist/ und dann kein End oder Mittel/ noch vil weniger einen Anfang der E- wigkeit absehen können/ das ist ja erschröcklich und zum allerhöchsten betrübt/ dann wieje- ner Gottseliger sagt; Deine Unglückseligkeit/ O du armer Sünder/ dafern du verdammt wirst/ wird so lang wären/als GOtt selbst/ GOtt wird allezeit lebendig/ du «verlebendig todt seyn/doch wird dein Leben dahin strecken/ daß du gemartert werdest/ und gleich wie rin- möglich ist/ daß GOtt nicht GOtt ver Höllen. r8r G Ott sey, und die Zeit nimmermehr komen wlro/ darinn kein Gott seyn wird/ also wird nimer geschdhen/ daß der Verdanke nicht verdank seyn solle malle Ewigkeit. Z9- Sage mir nun/du halß- starriger Sünder/ wann Feur/ Eyß / Schwefle! / Sranck/ Wurm/ Scorpronen/ Qual- Schmertzen / Lreutz / Qhn- macht/Leufel/Hölle genennet wird/woran denckest du? Vck leicht meinst du es sey ein Pfaffen, Gedicht/ oder sonsten erdichtete Aomedre/ die mhn dir da aufeinen Schau Platz vor Augen stellen werde; Öder em blossesGeschwütz das die Prediger daher machen/ oder aber baß es eine vonPoeren erdich- Ewigkeit >84 tete Fabel sey: Ach nein/ ach nein/ es ist kein Schertz/wo die Straffhernach folget. 40. Sage mir doch weiter/ ist dein Fleisch von Eysen/ und dein Leib vonErtz? Man solle vast sagen/ deineGliemassenin jenemLeben vonDiamam seyn mußten/werleuin diesemLeben du dich nicht unterstehen oarf- fest / eine Viertelstunde mit blossenFüssen aufdre heisseKoh; ; len zustehen / du dennoch hier so freymüthig sündigest / da du weist / daß du deßwegen mit ! Haut un Haar in ewiges Femr ! ftllest geworffen werden/gegen ! welches dieses Feur nichts ist 1 als eine erloschene Asche/ Ö < Hölle! O ewige Hölle/ in web l che sich so viel überhaubt/ ohne 1 daß der Höllen. _r8x > daß sie eines daran gedencken/ ! hinein stürtzen! Bey solcher Verwegenheit kan man mit ' warheie sagen/daß einMensch- > ärger ist als der Leuffel selbst/ r welcher des Heiligen Aynlli i Meynung nach / wann er die- > Hüll höret nennen/sich entsezr, r und dannoch will ein Mensch - sich dafür nicht fürchten / son- t vern rennen oft Spornstreichs ^ zur Höllen zu; Daß wann ei- r ner hinauf biß an die Sonne r solte erhoben / und seine Augen t so geschärpffet werden / daß er t sehen könnte/ wie viel tausend ir Leuth täglich nuraufdisenobe r ren Hälften der Welt in den ) Wenden Schwefel-Pful der ^ verfluchten bösen Geisteren e walteten / so wurde er schwär- S sich 186 Ewigkeit lich sein Leben - lang recht wieder frölich werden. 4r. Wo ist aber derselbe/ beme solches recht zu Hertzen gehet / ich sage noch einmal/ wer von der Höhe des Hickels herab auf die Eitelkeit der Erden/ in das Lichten und Trachten der Menschen/ welche zu demParadeiß erschaffen sind/ sehen möchte/ wurde sich zuverwunderen haben/wie dir ser dem eitelen Rauch der um beständigenWelrEhren nach- strebet/die dock in einerS tund oftmahl zerfällst und in Ungnaden verändert; Wie jener mit dem schändlichen Schlack des Geitzes seine Seele beflecket/ die noch in difer Nacht von ihm kan abgefordert werden; der Hollen. iS7 n den; Er wurde sich weiter verwunderen/ wie dieser in den !/ Dornen des Reichthums ball her pranget / jener den weltli- 1/ chen Wollüsten nachgehet/ ih- s rer aber so wenig auf die Wollt fahrt gedencken / so da wahr- d hastig und ewig währet. I; 42. Dann obwol solche Leut n sich einbilden mögen de wollen h sich dermahleins zeitlich genug i- bekehren/ so achten sie doch t, dißmah! GOtt and seinem Willen viel geringer als ihre d Wollust und sündliche Erge- t: zung/ und gerathen darüber r ostmahls/ehe sie sich bekehren/ n in d:e unaußsprechliche ewige Hotten-Pein; Ist dises dann t nicht zubeklagen daß die Men- >; fchen um dtser Welt Ehre und : Güteren Ewigkeit rSS Güteren willen/ ihrer Seele oftmal so viel Unruhe machen/ ! und um das ewige Gut sich > wenig bekümmeren. « 4 Z. M diser Welt einher lauffen/ die nur weltliche Lüste und Üppig- u keitsuchen/inPracht/Hoffart/ d New/ Haß / Feindschaft und 8 anderen der Hüllen. i8. e anderenUnrugendenihrLeben / zubringenDaß es doch hören ^ und annehmen wolten die Ungläubige/Greuliche/die Lodt- r schlager/Hurer/Zauberer/Ab- t göttische/und alle Lügner/als e derenLheil wird seyn im Pful/ ; der mit Feur und Schwefel t brennet Apoc.ri.und solches in alle Ewigkeit/wo sie nicht u bey Zeiten umkehren und wahrt »e Busse thun. -- 44. DuLhristlicher Anköm- »r linge/glaube mir/daß/wann du i: diseswolbedachtest/ehedumit deinen eigenwilligen Begier- z den und Wollüsten nach der e Hüllen Messest/ wurde es ja ? unmöglich seyn/ baß durch bit- 7 tere Süßigkeit eines so kurtzen ) Wollebens/ du dich ergeben Ewigkeit lzs wurdest / die ewige Pein zuer, kauffen; Ein augenblickliches Kreutz mag wol dulden gegen > die ewige Freude und Selig- ! keit: Aber hingegen eine au- ^ genblickliche Freude diserWelt ^ annehmen (wie dann alles > Weltliche wegen seiner Ver- j gänglichkeit augenblicklich ist/ ' wann es gegen die Ewigkeit i gerechnet wird) das wäre ja i ein grosse Thorheit / daß man j hierüber keinNachdenckenma- l chet/die Sünde nach dem Wil- L len Gotteszumeiden/und zu- l verleugnen das ungöttliche x Wesen und die weltliche Lüste/ ° da man weiß / daß eine ewige ^ Pein und Straff auf die Sän- ^ 45. Wann aus dem treffen ? Abgrund der Höüen, 191 Abgrund der Hollen / durch ; Göttliche Zulassung/ JudaS/ i so bleich/so bluttg/so voll Wür- . me/soaußsäßig/fostinckend/fo . bemackelt/ so abscheulich / so t beschädiget/so elend/betrübt z und über alle Massen gemar- - tert als er ist / aus den girren- / den Ketten derHöllen herauß- t gerissen / und dir vor Augen a gestellet wurde/wie wurdest du n dich darüber entsetzen? So 1; stelle dir nun aus billichmaßi- l; ger Beysorge vor Augen / als 1- ob er da vor dir stehe/frage ihn/ Judas wie gehets dir/wie viel Jahr bist du m der schrecklichen »e Qual gewesen / und wie viel 1,: hundertJahr solt du noch darunter in der. Gesellschaft der >n verbackten Teufeln versenckee rd seyn? lyr Ewigkeit seyn ? Er wird dir antworten: ? UnsereSchmertzensindbestän-. § dig/haben keinenNachlaß und „ find ewig/der geringsteunferer ^ Schmertzen übertritt weit alle ^ dieLZual/ welche die Gerech, ^ tigkett Gottes / urw dieUnge- Z rechttgkeit der Menschen je- « malsin derWelt außgegossen u hatzWiewolunangesehender h Stacheln viel sind / die uns g stechen/ nichts destoweniger n wurden sie uns duncken Rosen ri zuseyn/ wann darbey ^ niger u Friede oder Ruhe Ware / oder § auch dasAnsehen hatte/jemals st ein Ende zugewinnen/wir ver- u, zweiffeln aber allerdings/zu- h. mahl aus diser erschröcklichen g, Marter und Tortur erlöset zu n, werden/ nicht einen einzigen u, Augen- der HZllen. iL? Augenblick/ geschweigend eine Stund/ sind wir ohne --Qual und Pein/ so wol innerlich als äusserlich / so an Seele als an Leib/ des Tags so wol als des Nachts/in der Finsternuß/im Rauch undDampf/imSchwe- fel/im Feur/imGestanckund under den Leuffeln; Ihr ruhet und wir matten uns ab im Feur; Ihr lachet und wir wei- ' nen in den Flammen; Ihr sät- k tiger euch mit guten Bißlein ' und wir leyden Hunger und - Durst in der Glut; Ihr erlu- ' stiget euch und wir ängstigen ' uns in glüenden Kohlen ; Ihr - handelt und wandelt/wir hin- l gegen ligen müßig imFeurbren- l nenden Schlund der Hollen/ r und gönnet die Gerechtigkeit - Z Gottes r?4 Ewigkeit GOttes uns armen Verlassenen nicht eine viertel Stund Frist und ohne Qual zu seyn/ unsere schmerzen wahren ewig/ in welchen ich schon über die i6oo. und mehr Jahre lige/. §ain aber mehr als 5000. Jahr / und ist das Ende noch nicht da/ dasMittel noch nicht erschienen/vielweniger derAn- fang unsersLeydens abzusehe. 46. Nun du lieber Uhristlb cher Leser / um der höchsten Barmhertzigkeit JesuAhristi/ ja um der Liebe willen / so du deiner eigenenSeelen zuträgst/, überlese offt und laß nicht ab zu, gedencken an das/ was hierin« geschrieben stehet / und frage offt deinen Leib / deine Seele/ deine Kraffte; Wer ist doch der bey der Hölle». 195 ' bey einem verzehrenden Feur/ > und bey der ewigen Glut woh- ^ nen möge? Und ich / der ich so ^ zart und delicat bin / daß mir e hier nichts will schmecken dann ^ der beste Wein und schleckhaff- ^ tgiste Speise/der hier kaum kan h leyden/ daß deß Nachts eine t Falte im Beth/ oder daß mich !' des Tags eine Flohe steche/ > wie solle ich in Ewigkeit in der » Glut / in dem Feur / in den " Flammen/ ja in der erschröckli- l/ chen Marter/ welche grösser ist u als aller Menschen Sinn und Gedancken erreichen / bleiben können / wie solle das möglich n seyn? 47. Bey einer kurtzen Zeit '/ hat ein Priester ein ssindhafw ges Weib mit diesen wenig y I 2 Worten Ewigkeit Worten bekehret/ die Hölle ist ? ewig/die Hölle ist ewig; Wel- i ches er ihr oft und viel mit lauter Stimme zugeruffen. i 48. Du Wanders-mann/ ! oder wer du bist/ der du auf dem schlipferichren Eyß diser < Welt gehest/ dencke / die Hölle ist ewig/dasParadeiß ist ewig/ ! wann du einmahl das Para- I deiß besitzest/ wirst du es als ! dasHöchsteGut/ohneForcht/ j daß du solches jemahls verlieh- ' ren werdest/ behalten; Wann > du aber hingegen einmahl in « die Hölle kostist / wirst du auch ! wol ewig darinnen verbleiben/ wann du auch tausend und abermahltausend/und hundert < tausendmahl tausendJahr mit blutigen Thränen in glüendev Asche der Hollen. izH ! Asche büß thun wollest/ so ist - doch die Hölle ewig. 49. Wann einer seine Hand nur eineSlnnd im brennenden ' Feur undSchwefel wurde hat- s , ren müssen / wie wurde ihme ? solches so lang durscken? Wir r sehen / wann einer schwerlich ! kranck ist/daß er nicht schlaffen - kan/ ob er schon auf ein gar l weiches Beth gelegt wird/ / so dunckt chme dennoch eine : Nacht eine lange Zeit seyn/ r er wendet und kehret sich von » einer Seiten zur anderen/ zeh, ) lerdenGlockenschlag/undrech- / riet eine jede Stund wie sie für- > über gehet / dre ihme so lang zu t seyn duncker/ als sonsten ein k gantzer Tag lang zuseyn pfle- e ger; Wurde nun einer zu ihm e I z sage«/ i§8 Ewigkeit sagen/er müßte di e Schmertzen ! sieben Jahr nach einander lei- i den / so wurde er bald Leids i halben verzweifle!«; Dunckt ihm aber eine Stund / eine gantze Nacht lang zu seyn/ da er auf einem weichen Bette ligt/und nur mit einer geringen Kranckheit behaffter ist/ was wurdest du dann thun/ wann du müßtest ligen im Feur und Schwefle! / im Rauch und Dampfl/ und zu keiner Zeit darauß körnen / sondern darinnen ewiglich ewiglich bleiben müssen/O Ewigkeit! O Ewigkeit! Was lange Zeit. 50. WervondenSchlägen diesesDoners nicht erwachet/ sage nur frey/ daß er nicht schlaffe/sondern daß er rod sey; Dann der Höllen. 15- l Dann wer solte nicht von dem Schlaff der Sicherheit und Sünden erwachen/ wann er : höret / daß die Gottlose / Un- ! bußfertige und Verdamee sol, ' len ewiglich in den Feur Ofen ! geworffen werden / da seyn > wirdHeulenundZähnklappen/ l da ihr Wurm nicht wird fler- l den / und ihr Feur nicht verlö- > fchen Esaj. 66. da sie werden ) den Todt suchen und nicht fin- t den / werden begehren zu ster- - den und der Todt wird für ih- » nen fliehen Apoc. 9. JhrePem - und Marter wird heißen allerley: Dann alle Kranckheit/al- i le Angst / alle Noth / alles E- / lend/ aller Jainer/alleTrübsal t die jemahls auf Erden gewe- ; sen / wird bey ihnen seyn und r I 4 ihnen ros Ewigkeit ihnen anhangen grausam und unaußsprechlich/ und werden gequäkt werden mit Feur und Schwefel für und für / und der Rauch ihrer Qual wird aufsteigen von Ewigkeit zu Ewigkeit / und haben keine Ruhe Lag und Nacht. 51. Ach lieber Ahnst/ sey Loch dann nicht mehr so unruhig in dieser Welt/ und bekümmere dich doch nicht so sehr um Das Zeitliche / weilen es gegen die Ewigkeit so gantz und gar «ichts ist: Warum dencken Loch wir armselige Menschen nicht alle Stunde an dieEwtg- keit? Ewig/ Ewig/ ewiglich Pein leiden wollen um ein stin- äendenAugenblick/ indeme wir G-Ott die ewige Gerechtigkeit erzür- der Höllen. rar > erzürnen/das ist doch erschröck^ r iich/und ist vast nicht möglich/ > wann einer daran gedencket/ r daß er der Sünden nicht feind - wird/ und dieselbe wie eine giffs - tige Schlangen fliehen solte; r Wann von den Menschen ein Gesetz gemacht wurdedaß der l da Wein trincke / der solle ohn - allen Verzug und Gnade seine - Hand eine halbe Stund ins i Feur oder fiedendOehl halten; l Es wurden sich Zweiffels - ohn ' alsdann viel des Weins enthalten/ ob sie schon von Natur demselben wurden zugethan seyn; Nun ist von der ewigen MajestätGottes ein Gesetz gemacht / daß der da wider sein Gewüffen sündiget/ der solle ohne Ende und Aufhören in 25 dem Ewigkeit 201 dem ewig währende höllischen Feur ewiglich ohn Hülst und Trost verbrennen und verderben/ und gleichwol sind so viel/ die dieses wenig betrachten/ und so gar ohne alleForcht eine Sünde über die andere begehen/ als giengen sie zum Esten und Trincken / und gerahten darüber in die unendliche ewige Pein. 52. Darum ermuntere dich mein lieber Ahrist/ und dencke alleSmnd an die ewigeStund und an die ewige Marter/ die den Unbußfertigen bereitet ist; Und wann schon die Gedan- cken/ da sie einmal gegen Hinu me! gerichtet / und gleichsam aufgezogen find/ sich wider zur Erden neigen/ wie ein Uhr« werck/ der Hollen. roz werck/ dessen Gewicht immerdar sich hinab zur Erden sen- cket/ so ziehe solche deine Ge- dancken stets wider auf/ und lasse sie nimmermehr gar dar- ! nieden bleiben/ sondern richte ' und kehre dich allezeit aus di- l fer weltlichen Unruhe zu der l ewigen Himmels - Ruhe/ auS ? diesem zeitlichen Jammerthal zur ewigen Himmels Freude/ ) aus diser kurzen Schmach unS e Leiden dises vergänglichen Le- > bens zu der ewigen Herrlich- ^ keit/ aus Visen zeitlichen zu den - ewigen Wollüsten und Freu- - den / und bedencke/ wann die ^ Verdanken in der Hollen jetzt " nur eine geringe Zeit noch ha- r bm möchten in diser Welt zu leben / wie wurden sie es nun ^ Z6 so Ewigkeit fo fürsichtig und so gar änderst anstellen f MitwelchemFleiß/ mit was Strengigkeit wurden sie nun ihr Leben zubringen/ > aber es tst leyder nunmehr mit ihnen zuspaht und viel zulang geharret. Du aber / der du nun noch durch die Gnade Gottes lebest/du/ sage ich/hast! solche Gelegenheit noch vorhanden/ dir steht jetzo die Gna-! den Thür noch offen/wann du > es nur wollest wüsten und dir vornehmen das beste daran zu thun/ du kanstjetzo durch anderer Leuthen Schaden witzig werden / sonsten wird auch der Tag komen / daß d,u auch wirst vorüber seyn/und dieZeit nicht wieder erlangen können/wann du schon diegantze Welt darum geben der Holten. rox ^ geben wollest; Nehme derhal- ben der gegenwärtigen Zeit also wahr/ daß/ wann du von hinnen wirst gescheiden seyn/ dir nicht nöthig sey zu wüns i schen / daß du noch wieder hier «> sey möchtest dein Leben zu beft ! feren; Jetzo ist die Zeit/ daß du l der höllische ewigen Pein noch > entgehen magst jetztist dieZeit/ > daß du dich der Gefahr noch i erledigen mögest/und so du bey : dir selbst beschließest solches i thätlich vorzunehmen/ alsdan - kanst du noch umkehren / und l für dem ewigwährendenElend ' versichert seyn / dann du hast t keineUrsachzuverschiebemwei: t len du weist und wissen sollest/ r daß so lang du ein sicheres und r döses Leben führest/ kanst du l mchr rv6 Ewigkeit Nicht selig werden; Du weist und sollest wissen/ daß viel vor deiner Zeit um geringere Sünden willen/ weil sie sich davon nicht abbringen lasten / noch sich von Hertzen bekehret/ find verdammt worden; Du weist und soltest wissen / daß du bald nmst sterben und empfanget? wie sie empfangen haben / dieweil du wie sie oder noch viel böser gelebet hast; Du weist auch aus vorhcrgehendemBe- richt/ daß die Pein und Qual aller Unbußfemgen unleiden- lich / und dennoch ewig und stets - wahrend ist/ und so lang du in solchem Stand verbleibest/ must du solcher Pein alle Stund gewärtig seyn? warum rvottest du dann deine Büß länger der Hölle». 207 länger aufschieben dich zum HErren zubekehren weil du noch Zeit hast? Warum wollest du nicht vilmehr mit Gewalt alle Ketten und Banden/ die dich von der wahren Bekehrung abhalten/ alsbald zerrissen ? Warum wölkest du noch eineNachrlänger inSün- den schlaffen/ weilen du nicht wissen kanst/ ob es auch vielleicht deine leiste Nacht seyn möchte/ darauf alsdann eine schreckliche und ewigwährende betrübte und traurige Nacht folgen wird? Gedencke doch nicht/ du habest noch Zeit genug/ du wollest dich gleichwol noch zuletfl bekehren und von Sünden ablassen; Gedencke vielmehr/ wre vil deren wol find ro8 Ewigkeit sind/die mitten in ihrem besten Leben und in derHelffte ihrer Lage sind abgehauen worden/ da sie immer gedachten/ ich wil mich nun bald bekehren/ denn und dann will ich recht anfangen mein Leben zubesseren; Gedencke wie viel ihrer wol alt worden/ und haben die Zeit/ dahin sie alles verschoben hatten/ erreichet/ und haben doch in ihrem Alter noch weniger Lust und Begierde gehabt zur Besserung ihres Lebens dann zuvor. 5z. Wie viel haben es wol bis aufdieletsteLodes Stund aufgeschoben/und haben eben i zu der Zeit und Stund am al- > lerwenigsten ihren elenden Zu? ' stand bedacht/sondern sind ohn i einige Ver Höllen. ro- einige Sorge ihrer Seelen/ und ohneBekümmernuß ihrer Seligkeit wegen dahin gestorben? Für ihre Haab und Güter haben sie wol grosse und oft umrörhige Sorge getragen/ wo solche bleiben sollen / wo aber ihre armeSeele dieNacht wol einkehren möge/ damit haben sie sich wenig bekümmeret/ und sind darüber in die ewige Höllen-Pein gerathen. 54. Derohalben du lieber Christlicher Leser / bitte ich noch einmahlen/ mache doch einmahl den endlichenSchluß/ dein böses Leben bey Zeiten zu verlassen/ und entledige dich diser grossen Gefahr/ weil dich GOtt noch will aufnehmen und dich darzu reißet/ so wirst rro Ewigkelt du die Betrachtung der Ewigkeit wohl angeleget haben/ und wird dich alles Zeitliches und Indisches wenig bekümmeren/ und dir hingegen innerlich und ewiglich wohl seyn. 55. Wer sich aber dises alles nicht bewegen läßt/ sondern lebt nichtsdestoweniger in seinen Sünden dahin/ demselben stehet zwarn frey und in seinem Gefallen seiner Sicherheit und Ruchlosigkeit den Zaum zulassen/ allein er dencke gewüß/daß ihm der Schad einmahl sehr gereuen wird/alsdann wird er seine Thorheit gern bekennen und bereuen / allein es wird zu späht seyn/ und wird weder Erkantnuß noch Neu uns helf- fen/ sondern diese seine unsinnige der Hollen. 2H nige Sicherheit und Verachtung GOttes und seiner Predigten mit ewiger Marter und Pein büssen müssen in alle > Ewigkeit; GOtt gebe uns allen solche Hertzen / daß wir di, ! ses alles wol bedencken/ öfter > lesen / Bosse thun/ und durch » Khristum ewig selig werden l mögen/ Amen. 'r r t e Weilen man jetzt angerührte un- außsprechliche Hollen - Pein nit nicht besser kan entgehen als durcheinChristliches gottseliges Leben / so habe nöthig geachtet aus einem berühmten /wtbors folgende gemeine Reglen/ gottseligzuleben/ Hiebey zufügen. M nahen von Lag zu Tag näher zum Tod/ zum e LrL Gemeine Regien tumjüngsten Gerichte und zur Ewigkeit: Darum sollen wir täglich gedencken/ wie wir im Tod und leisten strengen G? richt bestehen wollen / damit Wir das ewige Leben/ welches so herrlich und köstlich ist/ er« langen/ und der ewigen Pein entgehen möge; Und demnach fleißig und guteAcht geben auf alle unsere Gedancken/ Wort und Merck/ weilen wir von allen Gedancken/ Worten und Wercken/ dermahleins sollen genaue Rechenschaft geben. Gedencke derohalben zu A- - bend/als wann du diese Nacht sterben müssest / und des Mor- , gens, alsobduebendisenTag i verscheiden sollest/und derselbe i dein letzter Tag seyn wurde. ^ Schiebe goriselig zu leben. srz Schiebe deineBusse und gu- ! re Merck ja nicht dlß zu Mors > gens auf/dann es ist ungewiß/ ob du den morgenden Ta z erleben werdest/ aber gewnß ist ! > allwege/daß du sterben müssest. ' Der Gottseligkeit ist nichts > mehr zu entgegen / dann die i Busse verschieben. Dcnnwer f die innerliche Anleitung desH. i Geistes nicht in Acht hat / der - wird nimmermehr zu rechter > Busse gelangen. t Schiebe deineBusse und gute Merck auch nicht aufbiß ins - - Alter/ sondern ergibGOttdie k Blüt deiner Jugend/dann der - Jüngling weißt nicht/ ob er ; möchte alt werden/aber gleich- r wohl ist gewüß / daß auch die Jungen ausser derBusse sterbe: r So 214 Gemeine Rtglen. So ist kein Alter / das zum Gottesdienst bequemer ist/van die Jugend/ da Leib und Seel noch frisch und starck ist. Du sollest keinem Menschen zu gefallen Böses/ oder etwas . wider dem Gewüssen thun/sin- remahlAottRechenschaft von j deinemLeben forderen will/da- rumsolst du Menschen-Gunst der Gunst Gottes mit Nichten vorziehen. Auf den Wegen GQttes nemmen wirzu oder ab/darum bedencke täglich/ ob du in der Gottseligkeitlvachsest oder abnehmest / wer aufdes HErren Wege still stehet/der gehet hinderlich/darum hüte dichfleis- sig/ daß du im Lauffdes gottseligen Wandels nit stutzig wer- gottselig zu leben. r rj> i dest/ sondern befleisse dich dar i rinnen täglich mehr zu üben l und fort zu schreiten. Deine Gemeinschafft seyjei l dermann anmühtig / niemand !! zu wider/ aber geselle dich nicht : zu vielen/lebe gegen Gort gotts t! selig/gegen dtr selbst keusch und , züchtig/ und gerecht gegen bei- l pen Nächsten / den Freund er- l halt dir günstig / habe Gedult mit deinem Feinde/ biß allen z willfärtig / und thue wohl de- ; nen/welchen du helffen kanst. r Sterbe dir in den Sünden - täglich ab/sokanst du im Tod r vor GOtt lebendig bleiben. Erweise Barmhertzigkeit in - Gebärden/ Freundlichkeit in - Augen/ Demuth in Sitten/ - Zucht im Leben / Gedult in , Trübsal. Rede Gemeine Regle» Rede wenig und nicht dich j und was du redest seye alles ? fürsichtig / erbaulich / und ge- r saltzen/undzukeinesMenschen l Nachtheil/Verkleinere oder d Verachtung gerichtet/ dann t man muß von einem jeglichen a unnützen Wort einmahl Re- d chenschaft geben/derhalben be- z hüte deine Zunge für Bösem/ und deine Lippen/daß sie nicht ^ falsch reden/ laß vom Bösen g und thue Gutes / suche Frie- g den und jage ihm nach. d Gedenck allzeit difer dreyen ri zukünftigen Dingen; des To- v des/vor welchem sich männigs d lich sehr förchtet/daß du dich v beyzeiten darzu schickest: Des o Jüngsten Gerichts/welches er feiner Strengigkeit halben so Zr schreck- gsttftllg zu lebest. rif , schrecklichen: Und derHöllen- ; Pein / so gantz unerträglich - und ewig / daß du dich dafür r lehrnestförchten/derhalbenge- e dencke auch an deine Übertret- l tung / daß du sie bereuest/ und » an GOcres Barmhertzigkett/ - daß du nicht in Sünden ver- - zagest. / Bitte zu Abend GOtt die t Sunde des vergangenen La- , ges von Hertzen ab/ und remi- - ge dich aufden letzten Tagi» der Wochen von allen der vo- r rigen Lage Missethaten / ges - dencke des Abends / wie viel - desselben Lages zur Hölle» ) verdammt worden sind / und ; danckeGQttvonHertzen/daß z er dir noch Raum und Zeit zur > Busse vergönnet hat. - K Fange rr8 GemeineReulen Fange mit der neuen Wochen ein neues Leben an/ und weil GOtt sich dir gantz selber ergeben / sollest du dich gantz deinem Nächsten ergeben/daß das ist das beste Leben / so jemand anderen vielen Leurhen i dienet. < Die gegenwärtigen Güter > achte nicht zu hoch/sondern laß , dich gelüsten und von Hertzen , verlang?/die zukünfftigenGü- j ter zu überkommen. , Ziehe dich ab von der Welt/ < so viel dir möglich/und ergib i dich gantz und gar zum Got- ; tesdienstdesHErren. i Gedencke stätig/ daß bey < Wollüsten die Zucht in Gefahr i stehet/bey dem Reichthum die r Demuth / bey Hqndlhierum j gsttstligzulrben. riy - gen dieGottesforcht; Trachte d allem / wie du Christo gefallen mögest/ und förchre dich nicht/ wann du andern/ denn Christo mißfallest. Gedencke stets an die treuherzige Vermahnung deines ErlosersChristi- da er Luc- am r 2i. spricht: Hütet euch / daß ß enere Hertzen nicht beschwüret N werden mit Fressen und Sauf- i- fen und mit Sorge der Nahrung rc. Dann es hatAhristus '/ als ein allwüssender HErr sehr b, wohl gewußt / daß viele/ viele > Menschen durch die Füllerey und Sorge der Nahrung/dar- auß Geitz entstehet / leichtlich in die ewige Verdammnuß geratzten/ darum hat er/ als der " getreue Ertz-Hirr unserer Sees n K 2 lenz rro Gemeine Regien lenz uns so ernstlich für solchem geraden und breiten Weg zur Hollen warnen wollen/ dero- wegen habe solche Wahrnung stäts für Augen. Bitte GOtt täglich/ daß er bey dir schaffen wolle was ihm gefällig/und auch verleihen zu thun was er gebeut und haben will/ deine eigene Merck wolle er zudecken/ und dich aufkünff tiges selbst regieren. Also halte dich/ wie du selbst wilt/daß man dich halten solle/ dannGott urtheilet nicht nach dem eusserlichen Schein/ sondern wre es wahrhafftig an ih: me selbsten ist. Deine Merck / wie sie auch imer seyn/ vergehen nicht/ sondern seynd fruchtbar zurEwig- keit; gottselig zu leb,n. rrr n keit; Seyest du nun im Fleisch/ ,x so wirst du vom Fleisch dieVer- >: damnuß ernden ; Seyest du im g Geiste/so wirst du denGewinst der ewigen Seligkeit einsammle lenz deine Herrligkeit und gros, ^ ses Ansehen dieser Welt fahret u dir im Todt nicht nach / auch n dein hoher Stand und Reich- le thumnicht/viel weniger dieser f. Welt Eitelkeit: Aber deine Merck/ wie du hier regieret/ st wie du hier gelebet hast / folgen ;/ dir im Tode nach. h Wiedununkünfftlgvordem !: Gericht Gottes wilt gehalten seyn / also erzeige dich heute vordem Angesicht GOttes. h Trotze nicht aufdeine Gaa- den/so du an dir findest/sonder gib Achtung auf das/was dir ; Kz noch rrr Gemeine Regien noch mangelt; Überhebe dich dessen nicht / was du empfangen hast / sondern demüthige dich wegen dessen/ das dir noch gebricht; Lehrne recht leben/ weil du noch leben magst/dann in diesem Leben kan man das Leben verschertzen/ und kanS erhalten. Nach dem Todt erwirbst man nichts mehr/sondern muß allein des Urtheils und Lohns erwarten/ dann jenes Leben ist nicht zu den Wercken erst angerichtet/ sondern allda sollen die Thaten allein stracks ihren Lohn empfahen. Darum zu solchen gottseli- genGedancken lasse dich unterweisen/ damit du angereihet werdest zur Büß / durch die Büß gottseligzuleben. rrr > BÜß zur Andacht-und durch Andacht zum Gebe« / still; schweigen mit demMund brin- , get dem Hertzen viel Ruhe; Je weiter von der Welt entzogen/ je naher zu GOttes Freundschaft gebogen. Wüt du etwas haben/ so suche es allein bey GOtt/ und : schreibe das GOtt allein zu/ i fs du etwas Gutes an dir befindest ; Dann der ist derGaa- den würdig / der dieselbe mit DancksagunA empfahet/ und gegen den höret man bald auf c gütig zuseyn / der die Gutthat nicht erkennet. Widerführet dir etwasGu- tes so lege es wohl an/ und ge- dencke/ daß du/ wann es dir wol gehet/ Ursach bekommest/ l K 4 GOtt L-4 Gemeine Regien. GOtt zuloben und darfür zu dancken; Wann es dir aber übe! gehet / Ursach und Anlaß zur Büß und Bekehrung em pfahest. DeinVermögen erweise mit Hülffe dem Nothleidenden; Deine Kunst und Wetßheir bezeuge mit Unterweisung der Einfältigen; DeinReichthum mit Wolthun an jederman. Laß dich das Unglück nicht überwinden/ auch das Glück nicht zur Hoffart treiben. Dein Ziel in deinem Leben sey allezeit .Christus/ welchem du must folgen auf dem Wege/ so du anders mit ihm wtlst in dasVatterland einkehren. Vor allenDingen befleißige dich der rechten Demuth und hertzlt- gottselig zu lehrn. rrx herzlicher Liebe; Die Liebe erhebet dein Hertz zu Gott damit du ihm anhangest/ und die Demuth dämpffet dein Hertz/ damit du nicht stoltz werdest. GOtt als einen Vatter erkenne an seiner Güte undGna- de/ als einen HErren an der Züchtigung/ als einen Vatter an dem/daß er seine Regierung mitLindigkeit führet/ als einen HErren/ baß er auch sträng verführet / darum liebe ihn als einen Vatter mit GOttes- Forcht/ fürchte dich vor ihme als einem HErren außErfor- derung der Noth / liebe ihn/ dann er will barmhertzig seyn/ fürchte ihn/ dann er hasset die Sünde und dasUnrecht/förch- te den HErren und hoffe auf K 5 ihn/ rr6 Gemeine Regien ihn/ erkenne dein Elend und preise seine Güte. G mein allerliebster HErr IEsu dein ist dasHeyl/ die Rrafft/ das Reich und die Macht: Dir sey samt deinem himmlischen Vatter und dem roerrhen H. Geist/ Ehr/Lob/ preist und Danck gesagt/von Ewigkeit zu Ewigkeit / A: men/ HErrIEsu/ Ame>r. Eitelkeit des menschlichen Lebens. tzsrAS ist doch unsre l-eben-. reit/ Al- lauter müh und eitelkeit 7 Ein staub der mit dem wind entsteht/ Ein schnee der im stühling vergeht. Ein wafferblaß so bald zerrinnt/ Ein regendvg so bald verschwindt/ Lki nebel den die tonn verjagt; gottselig zu leben. rry Ein hlmmelrülh so lang es tagt/ Ein thau von der Hitze verzehrt/ Ein blat vom winde umgekevrt/ Ein schöner glaß so bald zubricht/ Ein blume so bald wird zu nicht/ Ein eyß am hetssen sonnenschein/ Ein schatten der da bricht herein/ Ein blitz der da fähret hell/ Ein strahl so scheußt herab gar schnell/ Ein Widerschall der stimm in eil Ein zeit»vertreiben in kurtzweil/ Ein träum der mit dem schiaff aufhört; Ein rauch welchen der wind zerstört. Hilff/ HErr/ daß nach der kurtzen zeit! Wir erben die frölich ewigkeit! Verlangen nach dem ewigen Leben. L^Err Christ mein Hertz im leib sich freut/ «V Wann ich denck anbetn Herrlichkeit^ Auf Tbabor da du gläntzst wie gold/ lind Petrus da nicht weichen rrolt/ Kaust dusolchs hie auf erden thun/ War wirds dann seyn ins Himmels. thron? Hilff mir auch hin / HErr JEsu Christ/ Da Moses und EliaS ist/ Führ mich aus allem crcutz und leid/ In dein- retchs freu» und Herrlichkeit. K 6 bafelbst rrS Gemeine Regien Daselbst sind schon die Hütten mein/ Gebaut under den Engeln dein/ Dahin will ich / drum fahr nur fort/ ^e langer hie / je später dort/ Dann bin ich dein und du bist mein/ Hilss/ daß wir bald beysammen seyn/ Ach komm/ HErr JEsu/ brich herein» I. Von der vollko,neuen Freude des ewigen Lebens. WEin GOtt/ mein HErr/ " meines Hertzens Trost/ Hoffnung und Freude sprich zu meiner Seele/ daß diß die Freude sey/ davon du uns durch deinenSohn hast gesagt: Bittet so werdet ihr nehmen/ daß euere Freude vollkommen sey. (Ioh.r6.) Nun Habeich eine vollkommene Freude gefunden/ja die da mehr als voll- gottselig zu leben. Lr- kommen ist/deren mein gantzes Hertz/Gemüth/ Seele / ja der gantze Mensch voll ist. Gleich wol wird die grosse Freude nicht gantz in die Freuenden eingehen; Aber alleFreuenden gehen in die Freude des HEr- ren. HErr/ sprich innerlich zu meinem Hertzen / ob diß die Freude sey / in deren deine Knecht eingehen werden/ nerm ltch in ihres HErren Freude. Aber wahrhaftig die Freude/ damit sich deine Außerwehlten erfreuen werden/ die hat kein Aug gesehen / kein Ohr gehöret / sie ist auch in keines Men- schenHertz je gestiegen.Darum so hab ichs weder mit Worten noch mitGedancken erreichet/ wie hoch sich / HErr / deine Außer- 2Zo Gemeine Regien Äußerwehlten erfteuen werde? Freylich / werden sie dich so sehr/ als sie dich geliebet haben/ erfteuen. Und so sehr werden sie dich lieben/ als sie dich/ HERR/erkennen. Wie sehr werden sie dich/ den Liebhaber/ lieben? Zn Warheit/ es hats- in diesem Leben kein Aug gesehen/ kein Ohr gehöret/ es ist in keines Menschen Hertz gekom: men/wie innbnmstig sie dich irr jenem Leben erkenen undlieben werden. Ich bitte dich HErr mein Gott/laß mich dich erkennen un dich lieben/daß ich mich deiner erfteuen möge: Und ob ichs nicht kan vollkonien thun in diesem Leben/ so hilft/ daß ich möge von Lag zu Tag/ biß ich vollkommen werde/ in deiner Er- gorrselig zu leben. rz» Erkanntnuß zunehmen. Laß deine Erkannrnuß allhie wachsen/ und dort vollkommen werden. Laß deine Liebe allhie in mir zunehmen/aufdaß ich dort vollkommen sey / daß meine Freude allhie inHoffnung groß sey/ und dorr in der That völlig werde. Du wahrhaffkiger GOtt/ ich bitte dich/ laß mich was du verheißest/ bekommen/ daß meine Freude vollkommen sey- Jnzwüschen soll mein Gemüth stäts von dirdencken/zn dir trachten Meine Zunge soll von dir reden; Mein Hertz soll dich lieben; Mein Mund soll dich preisen MeineSeele nach dir hungeren; MeinFleisch soll nach dir dürsten; Meine ganze Substantz und Wesen sott nach dit L;r Gemeine Regien dir verlangen / biß ich eingehe in die Freude meines HErren/ und allda in Ewigkeit bleibe/ Amen. n. A Lebendiges Leben/ewigeS/ ^ ewigseliges Leben : Da Freude istohneTrübsal: Ruhe ohne Arbeit: Würde ohne Forcht: Güter ohne verltehre: Gesundheit ohne Schwachheit: Überfluß ohne Abgang: Leben ohneLod/unzerstörliche Ewigkeit/ Seligkeit ohn allen Unfahl! Hier ist alles Gut in vollkommener Liebe: Da das Gesicht von Angesicht zu Angesicht siehet: Da vollkommene Wussenschaft aller Dinge/ «nd durch alles: Wo die hoch- g-trselig zu leben. 2;, ste Gütigkeit der Gottheit gesehen: DaserleuchrendeLiecht von Heiligen geehrt: Wo die gegenwärtigeMajestät GOt- res geschauet: Und da mit di- ser lebendigen unmangelhaften Speise sich der anscha 'enden Seelen Gemüther ersattigen. Sie sehen stäts/und verlangen doch immer zu sehen: Ihr Verlangen ist ohne Verdruß: Und ihre Sättigung ohne Eckes. Da ist die wahre Sonne der Gerechtigkeit / die mit ihrer wundersamen Klarheit alle erquicket : Und folgbar alle Einwohner des himltschenVatter- lands beleuchtet/ daß alldort das erleuchtete Liecht durch den GöttlichenStrahl scheine. Ein solcher Glantz / der allen Glantz rZ4 G r meine Regien Glantz unserer sichtbare Sonne/unvbieKlarheie allerSter- nen übercrG Sie halten sich an dre unsterbliche Gottheit/ und dadurch werden sie nach der Verhcrssung unsers Hey- lands unvergänglich: Vatrer/ ich will/ daß wo ich bin / auch die bc y mir seyn/die du mir gegeben hast/ daß sie meineHerrlrch- keit sehen / die du mir gegeben. ( Joh. 17.24.) Und daß sie alle eins sind / daß gleich wie du Vatter in mir / und ich in dir/ sie auch in uns seyn. m. §)As Himelreich ist das aller- ^ seligste Reich: Ein Reich in welchem weder Todt noch Ende ist: Darinnen keine Zeit auf gottselig zu leben. r;f auf die andere in Ewigkeit erfolget : Da ist eitel Tag und kein Nacht: Und kein Tag vergehet doch da: Hier wird derAhnstlicheKrieger undBe- sieger mit unaußsprechlichen Gaaben überhäuffet. Sein edles Haupt und Leonen würd/ Auf ewig hier gezieret wird. Ach daß der fromme GOtt mir geringsten Diener Christi meine Sunde vergebe: Ach daß er doch schaffere/ daß ich die Last des Fleisches ablegen solte/ auf daß ich in die ewige undseligeRuheseinesHauses/ michzuerfrischen/ eingehen/so wolle ich in den heiligstenKhor ren der Seligen beywohnen/ L;6 Gemeine Regten und neben anderen heiligen Geisterletn Gottes Lob abwarten / und GOttts Angesicht anschauen: Ich wolle mich für keinem Todt mehr fürchten/ sonderen mich der ewigen Um . sterblichkeit und Uriverwelck: lichtete erfreuen! Dawurdeich bey dem wohnen / der alles weißt/dadurch allerUnwüssen- heit loß zu werden: Alles Indische wolle ich verachten/ und diesem Jamerthal mehr anzuschauen/ oder dessen zu geden- cken nicht einmahl würdig achten: Es ist in dlftmLeben nichts als ein mühseliges Leben: Ein Leben voller Bitterkeit ein Leben darinnen lauter Boßheit herrschet/ ein Leben das der Hüllen dienet; Ein Leben wel- gottselig zu leben. r?7 l ches nichts als böse Feuch- ' rigkeiten auffschwellet: Viele t Schmertzen abnehmend: Die Hitze trocken: Die Lufft mit ' vilenKranckheiten anfeuchtet: . DieSpeiseblehetihmdenLeib: Das Fasten kränket chn: Kurz-- ^ weil und Schertz schwächet ihn: Kummer ängstet ihn: Sicherheit machet ihn träg: Reichthum blehet ihn auf: Ar- > murh schlagt ihn zu Boden: DieJugend erhebet ihn: Das Alter krüinet ihm den Rücken: Kranckheit macht ihn mürbe: Harm und Leyd verzehret ihn: Der Leuffel stellet ihm nach: Die Welt heuchlet ihm: Die Seele wird verblendet: Der gantze Mensch zerrüttet: Und aufdteses und so vielerley Übel folg« rzz Vorn ewigen Leben. folget der grimige Tod: Dieser macht der vergebltcheWelt« Freude so gar das End / daß man/ wo sie aufgehet/nicht einmahl mehr gedencket/als währe sie jemahls gewesen. vom ewigen Leben. Wie frvlich! L) wie selig! ^ Äst des Himmels leben? Dieses leben hier auf erden Das wir führen mit beschwerden/ Kan ihm nicht verglichen werden. 2. Q wie frölich! Q wie selig! Sind des Himmels Zeiten? Wer daselbst wird hinversetzet/ Wird von keinem tod verletzet/ Ewig aber wol ergehet. ?. Owiefrölich! Q wieselig! Sind des Himmels freuden? Da kein leid nicht unterdrücket/ Und kein blasser tod zerstücket/ WaS Vom ewlgen Leben, rz- Was einmal das Hertz erquicket/ 4. L> wie fröllch! O wie selig! Sind des Himmels wohnung? Niemand als wer rein von fünden/ Darf daselbst sich unterwinden/ GOttund engelnbeyzufinden. 5. Swiefrölich! L> wie selig! Ist des Himmels freundschaft? Was nur treue liebe Heister/ Die kein arge list zerreistet/ Gantz vollkommen sich erweiset. 6. S wie frölich.'O wie selig! Sind des Himmels schätze? Was das Hertz pflegt abzumatten/ Guldne pleche/ silbern platten/ Sind dargegen nichts als schatten. 7. Q wie Mich! -O wie selig! Sind des Himmels reden? Nach des Höchsten lobe fragen/ Wie es gnug sey fürzutragen/ Istderaußerwehlten sagen. 8. O wie frölich! -O wie selig! Ist des Himmels friede? Da sind lauter sicherheiten/ Man «40 Vsm ewigen Leben. Man darff nicht/ wie diser Zeiten/ Teufel oder tod bestreiken. 9. Q wie frölich! 0 wie selig! Ist des Himmels würde? Lauter könig die regieren/ Deren Häupter Cronen zieren/ Pfleget da GOtt aufzuführen. 10. Q wie frölich! L> wie selig! Ist des Himmels sonne? Keine nacht den tag verzehret/ Finster nicht das liecht verstöret/ Gott wird in dem liecht geehret. n. O wie frölich! -0 wie selig! Sind des Himmels burger? Unschuld kleidet sie wie seiden/ Ihre speisen sind voll freuden/ Wohnen/da sie Gott wird weiden. 12. O wie frölich!-0 wie selig! Ist des Himmels gnüge? Da sind alle gute gaaben/ Die den leib und seel erlaben; Wer recht glaubt/der soll sie habk. E N D E.