MML 5 , 0 ^ 2-5 ^ /vs I S Sammlung derjenigen Lieder, die in I, I. Walders Anweisung zur Singkunst ihre Melvdieen finden. St. Gallen, bey I. I. Hausknecht, Buchhändler, a 7 s 8. V o r v e r i ch t. ^Viederholt geäufferter Wunsch und Nachfrage: ob die Liederchen, wovon in I. I. Walde rS Anweisung zur Singkunst, gto. Zürich b. Orell G. F. u. Comp. 1788. nur die ersten Strophen mit sehr angemessenen Melodiee» begleitet sind — ob diese Liederchen nirgends besonders zu haben seyen? — hat mich bewogen, sie aus mehr und weniger bekannten Sammlungen zusammen zu suchen. Und da obiges Werkgen in hiesigem Ort, wegen seiner paffenden, und stufenweise vom leichtern zum schwerern fortgehenden UebungS - Exempeln bey'm Singenlehren so ziemlich allgemein zum Grund gelegt wird; so habe mich dieser schon vor einigen Jahren gethanen Arbeit desto weniger gereuen, und solche aus meinem Pulte in die Hände des Herrn Verlegers wandern lassen, der sie in angemessenem niedlichem Kleide nun weiter befördern wird. Anzumerken ist »och: Daß da Hr. Wälder erst bey dem 8 ten UebungS-Lxempel sich der Anfangsworte eines Liebchens bedient, so hab' ich, um gleichwol mit Nro. 1. anfangen zu können, die ersten 7 Lieder nach meiner Phantasie dazu gewählt; ich wünsche, daß -diese, die sonst nicht von meiner Wahl abhängende Sammlung nicht verunstalten. Sollte aber d i e H»chzeirfeyer IV dem eint-oder andern etwas anstössig seyn; so beucht mich, dem jugendlichen Frohsinne dürfe ein solches wol gestattet werden: Enthalt es keine wichtige Moral, so widerspricht es Loch keiner in den übrigen Liedern enthaltenen, und kann um seiner Naivität willen bey dergleichen Anlässen mit allem Anstaube gebraucht werden. Uebri- genS, da es schon einzeln gedruckt worden, wird mir's der Hr. Verfasser desto eher verzeihen, wenn ich'S einer bleibenden Sammlung einrücke, um es seinem Untergänge zu entreissen. Das Lied: Ich schlief ss ruhig re. fand ich nirgends: dafür rückt' ich Nro. ir. in gleicher VsrSart ein. — Eben so Nro. i;. o Eil' o freundlicher Lenz rc. welchem ich hier i; d beyfügte, das gar leicht in gleicher Melodie gesungen werden kann, wenn die Viertelsnoten in Eine Sylbe zusammen, gezogen werden. Aber bey Absingung dieses Liebchens fällt natürlich Las abwechselnde: Einer und Alle weg. Bey Nro. 24. hat Hr. Wälder den letzten statt dem ersten Vers gewählt. Möge diese kleine Sammlung hie und da einen guten, edcln Entschluß reifen lassen: auch nebenher die meist wohlgerathenen Melodiken in oban- geführtcm Werkgen dadurch in mehrern Gebrauch bringen: Dieß wünschen Herausgeber und Verleger H. H- Das Das Glück eines guten Kindes, v^in Kind, das gut und flüssig ist , Und jede Arbeit liebt, Das nimmer, was es lernt, vergißt. Die Eltern nie betrübt: Ein solches Kind ist überall Beliebt, wo man es sieht; Es blühet, wie im Sonnenfiral Die junge Rose blüht. Ja, gut, gehorsam, thätig, rein. Von Trug und Lügen frey, Gefällig allen Menschen seyn Und allen Pflichten treu, —» Ä 2 Nur dieß macht glücklich , heiter, froh, Erweitert unsre Brust l Ich werde, handl' ich immer, so, Der guten Eltern Lust. Wenn ich so, wie ich seyn soll, bin, Dann lohnet mich ihr Lob, Ich bleibe munter her und hin, Und freue mich darob; Sie lieben mich, mir zeigt ihr Blick,, Daß sie zufrieden find. O sagt mir, giebts ein gröffres Glück A»f Erden für ein Kind? 2 , Genügsamkeit. XZergnügt hüpf' ich von Zeit zu Zeit Durchs liebe Leben hin, Und meine Schwester, Fröhlichkeit, Macht die Begleiterin. Ein Blümchen hier, ein Blümchen da, Wird, wenn es freundlich nickt, Sey's ferne oder sey es nah, Dankbarlich abgepflückt. Mit unter zeigt sich Stock und Stein, Wer leichte strauchelt, fällt. Zum Laufen hilft nicht schnell nur seyn, Wohl dem, der's Mittel hält! Ein Gott, ein Freund, ein fröhlich Herz, Der Menschheit erstes Gut, Wer dieses hat, den quält kein Schmerz, Und ruhig fließt fein-Blut. A r 1 4 JchMl' es, daß ich glücklich bin, Nur die Zufriedenheit Streut Rosen auf die Pfade hin, Dem, der sich weislich freut» O glitt' ich nie aus diesem Pfad'. Rasch ist des Lasters Hand > Doch sey eS meine schönste That, Wenn ich mich überwand ! Nach -er Arbeit, ^6ie wohl, wie wohl ist mir Djn zwar ein wenig müde: Doch süffer, süffer Friede Liegt auf der Seele hier. Ich hab' mein Werk gethan: Nun ruhet aus, ihr Glieder Auf Morgen ruh' ich wieder, Dann gcht's von neuem an. Wie ist der Abend schön : Mit ruhigem Gewissen Kann ich ihn nun beschliessen, Und froh zu Bette gehn. Wie anders würd' es seyn, Hätt' ich heut nichts gelesen, Und wäre trag gewesen. Mich würde nichts erfreu'«» 6 Beschämt würd' ich den Kopf Auf beyden Armen stützen, lind in der Stube sitzen, Erbärmlich, wie ein Tropft ^Und mürrisch würd' ich dann, Mich ärgerten die Wände, Und — und — ich fieng am Ende Wol gar zr> weinen an. L wie ist'S doch so gut Um Arbeit und Geschäfte! Wie stärkt es Muth und Kräfte, Wenn man die Pflichten thut! Dank sey dem lieben Gott! Er stärkte mich auch heute, Daß ich den Fleiß nicht scheute Und ehrte sein Gebot. Nun auch zum süffen Lohn, Getrost zu Tisch gesessen! Wer schaffet, darf auch essen. Mich dünkt, ich schmeck' es schon. 4 - W i tt t e r l i e klinge Tage sind wol gut, Doch die kurzen geben Nasche Beine, warmes Blut, Schmause-Kraft daneben. Schaut das schöne meiste Land, Wie s jm Silber stralet, Und den sonniglichen Rand Hell mit Gold bemahlet! Stampft die Schneebedeckte Bahn: Klingt sie nicht wie Schellen? Was kann May, der Sommermann, Dem entgegenstellen? Blumen sind bey Ja und Nein, Allerliebste Sachen, Und der Sommer pflegt sich fei» Breit damit zu machen: Doch weiß auch der Januar Blumen, aufzutreiben. Künstlich wachsen sie so gar An den Fensterscheiben. Drum den Winker auch geliebt/ Wie ihn Gott gegeben! Was der liehe Gott uns giebt. Dient zum frohen Leben: Wer vergnügt ist, der lebt wohl. Alle Jahreszeiten > Können uns ein Herzchen voll Fröhlichkeit bereiten. 9 5 . / Der gute Reiche. ^i-il einem Fluß, der rauschend schoß, - Ein armes Mädchen saß; Aus ihren blauen Aeuglein floß Manch Thränchm jn das GraS. ' Sie wand aus Blümchen einen Strauß Und warf ihn in den Strom; „ Ach gutet Vater!" rief sie aus - „ Ach lieber Bruder: komm:" Ein reicher Herr gegangen kam, Und sah' des Mädchens Schmerz; Sah' ihre Thräne!», ihren Gram, Und dieß brach ihm das Herz: „Was fehlet, liebes Mädchen, dir? „Was weinest du so früh? „Sag deiner Thränen Ursach mir: „Kann ich, si>' heb' ich sie." 2 0 „Ach, lieber Hcrr!" sprach sie und sah' Mit trübem Aug' ihn an: „Sie seh'n ein armes Mädchen da, „Dem Gott nur helfen kann. „Denn, seh'n Sie, jene Rasenbank „Ist'meiner Mutter Grab; „Und ach, vor wenig Tagen sank „Mein Vater hier hinab! „Der wilde Strom riß ihn dahin, „Mein Bruder sah's und sprang „Ihm nach, da faßt' der Strom auch ihn „Und ach! auch er ertrank! „Nun ich im Waifenhaufe bin; ^ „ Und wann ich Rasttag hab' „Schlüpf' ich ;u diesem Flusse hin, „ Und weine mich recht ab»" „Sollst nicht mehr weinen, liebes Kind! „Ich will dein Vater seyn; „Du hast ein Her;, das es verdient; „Du bist so fromm und fein." ^ Er that's und nahm sie in sein Haus, Der gute reiche Mann; §og ihr die Lsauerklcider aus Und zog ihr schön'« an. - Sie aß an seinem Tisch und trank Aus seinem Becher satt. Du guter Reicher, habe Dank Kür deine edle That! i 'r-r 6 . / Hochzeit - Flyer. ^eut freut sich alles Und tanzt und lacht; Wir Kleinen springen, Daß alles kracht. ,, S'ist Hochzeit" sprechen Die Grossen da: „Papa wird Er nun „Und Sie Mamma." Sey's was es wolle — ' Es ist halt schön l Wie wir so gerne Die Beyden seh'nl Wir lieben alles, Was lieblich ist: Es ist ja lieblich, Wenn man sich küßt» Ihr Lieben küsset Euch noch einmal, Und immer wieder Und ohne Zahl! So das ist lustig! — 2-ihe! Iuhu: Wir seh'n recht gerne Dem Spiele zu» Ihr sehet heute So freundlich drein; Das wird wohl Freude Am Liedchcn seyn. Das wir Euch singen? S'ist zwar nicht schön; Ihr werdet aber Aufs Herzchen seh'n; Und dieses wünschet Euch Gutes viel — Und das klingt hübscher Als Saitenspiel» 7 . ' / Zufriedenheit.' «willst du frey und lustig geh'n Durch dieß Weltgctümmcl; ' Must du auf die Voglern seh'», Wohnend unterm Himmel: Jedes hüpft und fingt und heckt Ohne Gram und Sorgen, Schläft, ^om grüne» Zweig bedeckt, Sicher bis au Morgen. Jedes nimmt ohn' Argelist, Was ihm Gott bcschieden. Und mit seinem Weiblein ist Mänulein wohl zufrieden; Keines sammelt kümmerlich Vorrath in die Scheunen, Dennoch nährt und labt es sich Mit den lieben Kleinen. -5 Keines bebt im Ssnnenstral Vor den fernen Stürmen: Kommt ein Sturm, so wird'S im Thgl Baum und Fels beschirmen. Täglich bringt c§ seinen Dank ^ Gott für jede Gabe; Flattert einstens mit Gesang Still und leicht zu Grabe. Willst du frey und lustig geh',: Durch dieß Weltgetümmel; Must du auf die Vöglein seh'n / Wohnend unterm Himmel. Wie die Vöglein haben wir Unsern Vater droben: Wer, wer wollt' nicht gern mit dir Lieben Ihn und loben r 8 . Wo ist Freude? L6 stille, saiifte Freude'. 'Wann erblick ich dich? In der Unschuld Kleide Bist du schön für mich. Ohne -?an; und Schreyen, Ohne Jaubereyen, Bist du schön für mich, Bist du schön für mich: A-(LSL)S.i.- Da, da find' ich dich; Da find ich noch heute Güsse Freude dich! Ohne Prahlereyen, Ohne Gankeleyen ^ Bist du schön für mich! Bist du schön für mich! !7 9 . / Die Vorsehung. ^Ois ich schlafen werde Unter kühlem Sand, Führt der Herr der Erde Mich an seiner Hand, 2st sein Rath verborgen, " Dennoch ist Er treu; Dennoch jeden Morgen Seine Güte neu. Kann Er mein vergessen, Der dem Adler Rauh Sattsam zugemessen. Und dem Käfer Laubr Duldsam und bescheiden Geh ich meine Bahn; Mehr soll ich nicht leiden, Als ich tragen kann. B r8 Emdteir wird dort Freud«»/ Wer hier Thräne» sä t: Selig, wer auch Leiden Still mit Dank empfäht l 19 10 . Sommerltedchen. ^-ange Somnrertage, Seyd willkommen mir'. Trotz der Trägheit Klage/ Freudenvoll seyd ihr! Nein! dem muntern Fleiße Seyd ihr nie zu lang; Unter meinem Schweiße Töne mein Gesang! Mein Gesang in Wäldern Früh und Abends spät/ In den reifen Feldern / Eh die Sonn' aufgeht! Schöpfer, mein Gemüthe Fühle, wie es soll! Deiner Vatergüte, Gott! ist alles voll. B s Wiese», Bäume , Reben ' ^Steh'n in voller Pracht, Voll von neuem Leben; Alles, alles lacht! Uns und dir entgegen Lacht und jauchzt das Feld: Sammelt, sammelt Segen, Preist den Herrn der Welt! Morgeuliedchen v^chön ist die Morgensonne/ schön'. Weg, Trägheit, weg', ich will fie sehn. Sie kommt in ihrem Heldcnlauf Mit gvld'ner Pracht am Berg herauf. Sie kommt und alle»' wird erhellt, Der Berg, der Wald, das weite Feld. Wie sehr doch der die Menschen liebt, Der diesen Glanz der Sonne giebt: Sie strahlt uns Warme, Kraft und Licht Und Freud' in's Herz und Angesicht. L betet, Menschen, betet an Den, der der Sonne zeigt die Bahn: Erkennet seine Herrlichkeit, Und weiht ihm eure Lebenszeit: Denkt, handelt, als sein Eigenthum, In seiner Lust, zu seinem Ruhm! 22 IL. Die Sinnen. Xvje wunderbar bin ich gemacht, Mit welcher Kunst, mit welcher Pracht! Je mehr ich mich betrachte, wird Mein Herz zum frommen Dank gerührt» Da trett' ich vor den Spiegel hin, Und seh' mich selber, wie ich bin; Und horch! mein kleiner Vogel singt? Ich höre, daß es lieblich klingt» Ich geh' in Garten, ha, die Luft Ist warm, und voll von süffem Dust; Und meine Nase spüret gern Die Wohlgerüche nah und fern. Da winkt die Kirsche von dem Baum, Und machet lüstern meinen Gaum; Ich spring' hinan und breche sie, Und so was mildes schmeckt' ich nie. 2Z Das ist doch künstlich, ganz gewiß. Und wozu hab' ich alles dieß r Zu fühlen meines Lebens Glück, Zu danken Gott, mit frohem Blick l »4 IZ. An die Freude. okeudedu Begleiterin Aller meiner Lage, Du durchströmest Her; und Sinn, Nichts weiß ich von Klage. Deines Segens Ueberfluß Strömt durch alle Glieder, Und der Lau; hebt meinen Fuß, Und du lehrst mich Lieder. Hüpfend eil' ich in die Reih'n Lachender Gespielen; Wo wir alle nur uns freu'n, Alle ganz nur fühlen. 14 - Nach der Genesunq rs ^Seher Hauch vsil meinem Leben, Vater! ist Geschenk von dir! Jeder Odem, mir gegeben, Fordert Freud und Dank von mir. Für die neugeschenktcn Kräfte Sey mein Herz voll Dankbarkeit'. Jedem nützlichen Geschäfte Sey'n auf's neue sie geweißt! Gieb mir Weisheit, scharf zu zählen Meiner schnellen Lage Zahl: Was mich würd' im Tode quälen, Sey Mir jezt schon Seelenqual» Herr! dir stehen Her; und Hände Innigst, kindlich jeden Tag: Daß mich laut mein nahes Ende Lehre jeder Glockenschlag. 26 Gieb mir neue Kraft und Freude, Deinen Willen treu zu thun: Frohe Hoffnung, wann ich leide. Bald vom Leiden auszuruhn. I f. ^ Sehnsucht nach Lern Frühling. Eil' o freundlicher Lenz Heran, Wecke die todte Natur! Eil' auf deine blumigte Bahn? Rufen dich Haine und Flur! 2 ? If. b Die Pflicht.*) ^Sede Pflicht ist Anfangs schwer, Müh' geht vor ihr her; Doch es scheint vielleicht nur so: Hat man sie erfüllt, O dann ist sie süß und mild. Dann macht sie uns^Uh; Denn genau erfüllte Pflicht Ist ein Lobgedicht. Sich vollbrachter Arbeit freu'», Das flößt Leben ein; Füllt mit froher Zuversicht Jedes Menschen Brust. Dann erst nach erfüllter Pflicht Fühlt man wahre Lust, Hat man muthig sie vollbracht, Sanfter kommt die Nacht. ») Dies Liebchen kann gar leicht in gleicher Melodie, wie das vorige, gesungen werden.^ r6. Die Blume, §bie schön ist jede Blume, Die auf der Erde lacht'. Nur eins fehlt ihrem Ruhme, Sie bleibt nicht — ihre Pracht Nach wenig Frühlingstagen Ist ihr Gepränge hin. Und scheinet mir zu sagen: Daß ich auch Blume bin.' Vergänglich ist der Schimmer, Den uns die Schönheit giebt: Der Seele Reiz welkt nimmer, O selig, wer ihn liebt: 17 . Lob -er Unschuld. «9 ^u, der Unschuld süffe Ruh'. O wie lieblich schmeichelst du Unsern Seelen! Eitle Wollust fleucht vor dir, Und doch lässest du es mir Nicht an Wonne fehlen. Du streust Rosen und Jesmm Auf die sichern Pfade hin, Die ich gehe. Ich bin ganz Zufriedenheit, Wenn ich dich voll Heiterkeit Auf mich lächeln sehe. Ohne Kummer, ohne Reu', Führst du sie vor mir vorbey, Meine Lage. Meine Müh' machst du mir leicht^, Und in meine Seele schleicht Sich nicht späte Klage. zo Laß mein Herz sich deiner freu n Dich noch / werd' ich älter seyn, Freundin nennen! In dem Unglück tröste mich, Und nie laß mich ohne dich Eine Freude kennen. / Zr r8. An die Sonne. ^egrüsset sey mir, edles Licht! Du, Sonne, die mein Angesicht Aufs neue jezt erhellet! Wie groß ist der, der dich gemacht, Der dich mit Majestät und Pracht An's Firmament gcstellct! Aus deinem Feuermeere fließt Die Wärm' in alles, was da ist. Ihm Kraft und Glanz zu geben. Der Eichbaum und das kleinste GraS Empfängt von dir, in gleichem Maaß, Flor, Wachsthum, Reife, Leben. Du bist des frommen Weisen Bild, Der stets mit Menschenlieb' erfüllt. Vertheilt, was er besitzet. Den Blöden leuchtet sein Verstand, Indem die immer offne Hand ' ' Bedrängten Armen nützet. 32 19 . Die Z e t k. wie ein Tropfen in dem Bach —> So folget in der Jett Ein Augenblick dem andern nach, Jn'S Meer der Ewigkeit. Der jezt noch gegenwärtig war, Ist schon anjzt nicht mehr! Er flieht, und flieht auf immerdar, Ohn' alle Wiederkehr. Wie muß mir jeder Augenblick Des Lebens schätzbar seyn! Leg' ich ihn ungenüzt zurück, So bring' ich nie ihn ein. Wie viel verscherzt' ich schon, wie viel Sind ganz für mich dahin! Weg Tändcley un^Puppenspiel, Da ich kein Kind mehr bin. Der 33 20 . Der Morgengenuß. < 42 . ^ Ehrlichkeit. Ehrlich denken, ehrlich leben / Dies sey meine erste Pflicht; Ehrlichkeit kann Ehre geben, Und der gröste Reichthum nicht. Eine Stirne frey und offen/ Daß sie jeder sehen kann, Diese läßt viel Gutes hoffen, Zeigt oft gleich den braven Man». Jedem frey vor's Auge tretten. Wie erquickend ist doch das Keine Menschenpflicht verspäten, Welche Seligkeit ist das! Gegen alle Menschen ehrlich, ^ Gegen alle redlich seyn; O wie fromm't das unaufhörlich! Wie viel Segen bringt das ein: 77 Ehrlichkeit im Thun und Wandeln Zeichnet edle Menschen aus; Alle/ welche untreu Handel»/ Wirft einmal der Himmel aus. Redliche des Landes schämen Sich des Falschen/ der betrügt; Nichts soll mir das Kleinod nehme»/ DaS im guten Namen liegt. Werd' ich auch nicht reich auf Erden, O wie wenig liegt daran! Einst im Himmel reich zu werden. Sey ich ein rechtschaffner Mann, Wenn ich diesen Tittel habe. Hab ich s schönste Lobgedicht — Und dann sprech' ich noch am Gräber Mein Gewissen straft mich nichts 78 4 §. Der alte Landmann an seinen Sohn Heb' immer Treu und Redlichkeit Bis an dein kühles Grab, , Und weiche keinen Finger breit Von Gottes Wegen abi Dann wirst du wie auf grünen Au'n Durch'S Pilgerleben geh n; Dann kannst du sonder Furcht und Grämn Dem Tod entgegen seh'n;. Dann wird die Sichel und der Pflug Dir in Her Hand so leicht; Dann singest du beym Wasserkrug, Als war' dir Wein gereicht. Dem Böscwicht wird alles schwer, Er thue, was er thu'; Das Laster treibt ihn hin und her, Und läßt ihm keine Ruh. Der schöne Frühling lacht ihm nicht, Ihm lacht kein Aehrenfeld; Er ist auf List und Trug erpicht. Und wünscht sich nichts als Geld» Der Wind im Hain, das Laub am Baum Saust ihm Entsetzen ;u; Er findet, nach des Lebens Traum, Im Grabe keine Ruh» Sohn, übe Treu und Redlichkeit Bis an dein kühles Grab; Und weiche keinen Finger breit Von Gottes Wegen ab» — Dann segnen Enkel deine Gruft, Und weinen Thränen drauf, Und Sommerblumen, voll v->n Duft Blüh'» aus den Thränen auf» 80 44 - An einen tugendhaften Jüngling. Gesundheit röthet dein Gesicht, Doch heiliger, als diese, strahlt Der innern Tugefld Helles Licht, Das schöner deine Wangen mahlt. So, guter Jüngling, lieb' ich dich, Mit diesem freyen Seelenblick l Aus solchen, Auge fließt in mich Gefühl des Menschenwerths zurück. Ach', es zerrann, das Herz ward kalt, Als ich die bleichen Wange» da, Das todte Aug', die Mißgestalt, An dem entnervten Jüngling sah. D«, mehr als Stadt'-Erob'rer, Held: Ich weide, Jüngling, mich an dir. Du schaust umher in Gottes Welt, Und kannst dich innig fteu'n in ihr. Darfst Darfst fröhlich schauen himmelan Au dem/der dieses grosse Zelt/ Mit Sonne / Mond und Sternen d'ran/ So herrlich schön dahin gestellt. Du denkst den Schreckgedanken nie: ,, Schön ist die Welt/ schön um mich her » Ach! aber ich entehre sie/ „ Und mir/ mir ist sie freudenleer!" Dir zwitschert jede Kehle Lust / Die froh den dunkle» Hain belebt) Vom Danke schwillt die volle Brust/ Der auf zu deinem Gott dich hebt. Du sprichst zum hellen Silberbach: „ Mir ist die Seele rein, wie du," Wohin du gehst, folgt sie dir nach/ Der Unschuld himmelvolle Ruh, So/ guter Jüngling/ lieb' ich dich/ Mit diesem freyen Scelenblick! Aus solchem Auge fließt in mich Gefühl des Menschenwerths zurück» 82 45 - Weiser Genuß des Lebens ^)a, Bruder! ja genießt der Stunden, Die euch die milde Vorsicht schenkt; Das Daseyn wird dann froh empfunden, Wenn man den Blick aufs Gute lenkt. Die Freude stärket unser Leben: Kann auch ein Weiser mürrisch seyn? Das Gut, wornach wir alle streben, Kehrt in zufried ne Herzen ein. Beherrscht durch Mäßigung die Triebe; Prüft alles mit gelaff'nem Sinn; Liebt Wahrheit, Recht, übt Menschenliebe, Lenkt Freund und Feind zum Guten Hin. Erforschet die Natur der Dinge, Macht euch von Vorurtheilen frey, Sucht, was euch wahren Vortheil bringe, ' Was zeitlich und was ewig sey. So wird die Finsterniß verschwinde»/ So leuchtet euch ei» Licht aus Gott; So werdet ihr die Wahrheit finden, Und itt der Wahrheit unsern Gott, Genießt des Lebens, edle Drüber! I» weiser Lust, in froher Ruh; Und streckt der Tod die matten Glieder, So schließt die Augen freudig zu. 84 46 . Das Glück des Weisen. Avie selig lebt, wer Ruh und Frieden Im lasterfreyen Busen nährt, Und das, was ihm sein Gott beschicken, Durch blinde Wünsche nicht entehrt: So lebt der Weise, dem sein Leben Sanft unter Thätigkeit verfließt. Nie wird er nach der Zukunft streben, Weil er Las Heute froh genießt. Ihn blendet nicht der Glanz der Ehre, Er tauscht mit ihr die Ruhe nicht; Zufriedenheit ist seine Lehre > Und inn rer Adel seine Pflicht. Verdienste sind ihm ganz zur Zierde, Wenn ihn auch keine Würde krönt; Weil seine lautere Begierde Sich nur nach stillem Lohne sehnt. i ! i Kein Unglück kann sein Herz erschüttern, Das nur für Recht und Lugend wallt- Er steht als Held in llngewittern, Doch weicht er weise der Gewalt. Er wuchert nicht mit Gold und Schätzen. Die ihm Geburt und Fleiß gelieh'u: Er folgt den sanftesten Gesetzen, Sie in des Dürft'gen Schooß zu zieh'n So rein, so edel, meine Bruder! So hold strahlt eines Weisen Blick Er bringt die gold'nen Zeiten wieder, Und baut der lieben Menschen Glück. i ! i 86 47 . Guter Vorsatz ÄUcines Lebens werth zu seyn, Will ich wohlthun und mich freu n! Ohne Sorgen Soll mein Morgen, Soll mein Abend heiter seyn; Ich will wohlthun und mich freu'». Lust und Wohlthun wünscht mein Herz, Fassung bey Gefahr und Schmerz , Doch in Grillen Mich zu hüllen, Dies entehrete mein Herz; Wein Beruf sey Fleiß und Schmerz! Diese Welt ist viel zu schön, Traurig in ihr her zu geh'n! Selbst im Leide Soll die Freude Ihren Thron in mir crhöh'n» Und mit mir zu Grabe geh n! 87 48 . Der frohe Bauer. >^)o glücklich/, so vergnügt, als ich Sind wahrlich nicht aus Erden Die Reichen — Ach! ich grämte mich Sollt' ich ein Reicher werden. Gold schätzen viele Reiche nur; Wer wird sie drum beneide»? Ich schätze ineine schöne Flur, Die, die gewährt mir Freude». So oft ich früh von jener Höh', Vefrcyt von allen Sorgen, Der Felder Segen übersetz' An einem schönen Morgen ; Im Hain, bey mildem Sonnenblick , Die Vogel höre singen, Und unten in dem Thal erblick', Wie meine Schäfgen springen; Wenn in der gold'nen Morgenstwd' Im Dörfchen alles lebet/« Und fröhlich, munter und gesund Zur Arbeit sich erhebet: So oft ruf ich: Wie schön, wie gut Sind unsers Gottes Werke! ES fühlet alles seinen Muth , Und neue Kraft und Stärke. Und dann wird mir s so hell im Sinn So hell — ich knnn'S nicht sagen; Ich eile fort zur Arbeit hin, Und wollte Berge tragen. Noch nie hat mir ein schwüler Lag Kraft oder Muth benommen; Er sey so heiß er immer mag, Der Abend muß doch komme». Und kommt er dann, o, welche Lust! Wenn Frau und Kinder springen, Voll Freude sich um meine Brust, Und meine Kniee schlingen. Wenn Lieb' und Unschuld im Gesicht, Sich alle zu mir setzen, Und an dem süßen Milchgericht Recht königlich ergötzen! Und wann wir dann herzinniglich Gott unser Danklied bringe», Und mir so ist, als wenn um mich Die lieben Engel singe»: Dann fühl' ichs ganz, und sag» oft laut Daß glücklicher »nd weiser Der ist, der seinen Acker baut, Als König oder Kaiser. §o 49 . Glück des menschlichen Lebens. ist es in Gottes Welt, Wo die Lugend meistens lächelt/ Ost ein West die Unschuld fächelt/ Die sich unverlezt erhält: Schön ist es in Gottes Welt! Wahrer Leiden gicbt's nicht viel! Unmuth zaubert sich nur Leide»/ Gott schuf unser Herz für Freuden / Für Gesang und Saitenspiel r Wahrer Leiden giebt's nicht viel. Thätig Leben / Gutes thun/ Schafft aus Wüsten Lustgefilde, Macht die ganze Schöpfung milde. Läßt auf hartem Lager ruhn: Laßt uns immer Gutes thun! 9 * O der Mensch hat grosse Kraft, Seine Wohlfahrt hier zu gründen: Menschen, wollt ihr sie empfinden, So seyd fromm nnd tugendhaft, Sclaven keiner Leidenschaft. > Pleibt ihr eurem Schöpfer hold, Dann geht ihr z»r GrabeSschwelle Sanft und still, wie eine Welle, Die sich über Goldsand rollt; O bleibt eurem Schöpfer hold'. so. Die Menschenfrermdschaft. ^6ie schön ist es, der Menschheit Wichte» übe», Sich freuen, andern beyzusteh n, Aufrichtig alle Menschen lieben, Und Andre durch sich glücklich seh'n: Ein gutes Werk schafft allezeit Die süsseste Zufriedenheit. §2 Die Vorsicht schenkt uns immer Freunde wieder/ Wenn sie uns hier nahm einen Freund. Jud / Christ und Türken werden Bruder / So bald die Tugend sie vereint. Ein gutes Werk schafft allezeit Die süffcste Zufriedenheit. t Die Dankbarkeit ist allen Völkern eigen; Selbst der Barbar verkennt sie nicht. Wie glücklich / wenn wir thätig zeigen, Daß wir sie kennen, unsre Pflicht» Ein gutes Werk rc. Au lieber Freunde Brust vertraut zu leben. Für Freuden, die sie uns geschenkt, Auch ihnen Freude wiedergeben, Ist gröff're Wollust, als man denkt. Ein gutes Werk rc. Seyd ihr nicht alle Kinder eines Blutes? Habt ihr nicht einen Vater nur? Ihr Sterblichen! d'rum thut auch Gutes, Dies ist die Stimme der Natur. Ein gutes Werk rc. 9 ? 51 . Das große Glück. Äsn der Vorsicht grosse Gaben, Reichthum, Ehr' und Schätze haben, Ist, ich muß es zwar gesteh'», Wünschenswerth und wunderschön. Doch das gröste Glück auf Erden, Das uns kann verliehen werden, Ist, das Glück, deß wir uns fteu'n. Ja, des grasten würdig seyn. 94 s2. Aufmunterung im Unglück. -^-ch: waS wollt ihr/ trübe Sinnen, Doch beginnen? Trauren hebet keine Noth. ES verzehret nur die Herzen, Nicht die Schmerzen, Und ist Arger, als der Tod. Rauhe, dvrnenreiche Wege, Donnerschlägc, Der Orkane wilden Streit, Wird kein Kummer linder machen: Alle Sachen Werden anders mit der Zeit. Sich in tausend Thränen baden, Dringt nur Schaden, Und verlöscht der Jugend Licht. Unser Seufzen wird zum Winde; Wie geschwinde Acndcrt sich der Himmel nicht. Jetzo hat er seine Schlossen AuSgegoffen; Nun gewährt er Sonnenschein, Heut macht dir ein Irrlicht Sorgen, Und kann morgen Dein bequemster Leitstern seyn. Ueber das Vcrhängniß klagen, Mehrt die Plagen, ' Und verzögert unser Glück. Trage du mit gleichem Herzen Lust und Schmerzen, So erhöhst du dein Geschick. V Auf, o Seele! du muss lernen Don den Sternen, Wenn die Ungewittcr dräu'n, Wenn der Nächte schwarze Decken Dich erschrecken, Dir dein eignes Licht zu seyn. Du must dich in dir ergötzen Mit den Schätzen, Die kein Feind zu nicht« Macht, 96 Die kein falscher Freund kann kränken Mit den Ränken Die sein Leichtsinn ausgebucht. Von der Offen Lust zu scheiden Und vermeiden, Was ein hcft'gcr Trieb begehrt: Sich beständig selbst besiegen, Ist Vergnügen, Ist der schönsten Krone werth. 97 5Z. M e ir s ch e n g l ü ck» Liebe Mensche» / seyd doch gut! Liebt euch doch als Brüden Liebe schaffet frohen Muth/ Härte schlägt ihn nieder/ ES ist -och kein Ruhigseyn Auf der Welt zu finden/ Wenn wir uns nicht allgemein Brüderlich verbinden. Es gleicht auf der Erde nichts Menschlichem Gefühle; Liebe Bruder / und gebrichtS/ Kommt man nicht zum Ziele, Menschen können Menschen nur Auf der, Welt beglücken, Güster noch, als die Natur, Letzen und entzücken, G y8 Habe man die ganze Welt, Und sey nicht gelicbet: Dann ist alle Lust vergällt, Aller Glanz getrübet. Denn der Reichthum macht es nicht, Daß wir glücklich leben: Gutes Herz, erfüllte Pflicht, Kann nur Freuden geben. Viele'sind so seelenfroh , In der niedern Hütte; Schlafen ruhig, sanft auf Stroh; Dieß macht ihr Gemüthe O, giebt nur ein ruhig Herz So viel Seligkeiten, Wer will säumen, allerwärtS Freude zu verbreiten! 99 54 . Der Vorsatz. ^)ch will mein ganzes Lebenlang Die schöne Lugend ehren, Und niemals nach dem Lobgesang Des frechen Lasters hören. Es locke hin, es locke her — Ich will den Kampf bestehen, Um leichter und zufriedener Den Lebensweg zu gehen. Und weiß das Laster öfters sich Wie Tugend zu verkleiden: Dann, Weisheit, lehre Wahrheit mich Vom Scheine unterscheiden! Weit schlimmer ist des Lasters Gift, Als Gift der tück'schen Schlange; Wenn es das Herz des So welkt die Rosenwange; G r roo Und Unschuld stirbt davon, so wie Die junge zarte Lilie: D'rum will ich wachen, daß ich früh Des Lasters Keim vertilge. Will jeden fehlgethanen Tritt Auf frischer That verbessern — Wie leicht verführt ein kleiner Schritt Uns nicht zu einem grösser»! Und ist der gross'« auch gethan: So lernt man weiter gehen, Und so ist's endlich um die Bahn Der Tugend ganz geschehen. Allein wer sie mit Muth betritt, Dem strahlt von fern die Krone! D rauf stille steh'n, ist schon ein Schritt Der uns entfernt vom Lohne. Es folget jeder edlen That Der Freude süffer Segen, Sie reift, wie grüne Waizensaat, Der Jett der Lrndt' entgegen» ror Der Tag, wo ich was Gutes thu', Wie ist er so beglückend! Wie schön verfließt er! und die Ruh Am Abend, ivie erquickend! Wenn dann so still vor meinem Blick Die That des Tages schwebet: Dann fühl' ichs ganz, wie hoch das Glück Der Tugend uns erhebet» " Ja, glücklich lebt und ruhig stirbt, Wer schöne Tugend ehret! Kein Glück in dieser Welt erwirbt ' Ihm das, was sie gewähret. Mich schrecke nichts — müßt' ich auch noch Um Tugend etwas dulden — - Wohlan! bleibt meine Seele doch Rein von GewWrs-Schulden. So will ich denn mein Lebenlang Dich, schöne Lugend, ehren; Und niemals auf den Lobgesang Des frechen Lasters hören! isr Trost im Kummer. xVarUm sind der Thräne» Unter'm Mond so viel r Und so manches Sehnen, Das nicht laut seyn will ? Nicht doch, lieben Bruder, Ist das unser Muth r Schlagt den Kummer nieder r Es wird alles gut. Ausgeschaut mit Freuden, Himmelauf zum Herrn l Seiner Kinder Leiden Sieht Er gar nicht gern. Er will gern erfreuen, Und erfreut so sehr: Seine HLnde -reue» Segens g'nug umher. roz Nur ein schwach Gemüthe Trägt nicht jedes Glück/ Stößt die reine Güte Selbst von sich zurück. Wie's nun ist auf Erden; Also sollt's nicht seyn. Laßt uns besser werden, Gleich wirds besser seyn. Der ist bis zum Grabe Wohlberathen hie, Welchem Gott die Gabe Des Vertrauens verlieh. Dem macht das Getümmel Dieser W'lt nicht heiß, Der getrost zum Himmel Aufzuschauen weiß. Sind wir nicht vom Schlummer Immer noch erwacht» Unsers Lebens Kummer Gleichet einer Nacht, Diese Nacht entfliehet, Und der Lag bricht an, Eh' man sich'S verstehet; Dann isi's wohl gethan« Wer nur diesem Lage Ruhig harren will, Kömmt mit seiner Plage Gau; gewiß an'S Ziel, Endlich ist's errungen, Endlich sind wir da! Droben wird gesungen: Heil'. Hallelujahl Register. i»5 illo. Seite ;r. Äch was wollt ihr, trübe Sinnen 94 5. An einem Fluß, der rauschend schoß 9 ^ Z-. Arbeit macht das Leben süß 97 28. Auf zur Freude, auf zum Singen 49 9. Bis ich schlafen werde 17 22. Bruderlicb' und Menschenhuld 36 2ü. Da heißt die Welt ein Jammerthal 44 23. Der Tag ist da und weg die Nacht 37 37. Die Morgenstunde hat Gold 6z 17. Du der Unschuld süsse Ruhe - 29 42. Ehrlich denken, ehrlich leben 76 1; ^ Eil' 0 freundlicher Lenz 26 i. Ein Kind das gut und fleissig ist i 36. Es lebt ein Gott, der Menschen liebt 66 2;. Freude, du Begleiterin 24 13. Freu' dich sehr geliebte Jugend 41 24. Frey von Sorgen, treibt zy 39. Fröhlich, fröhlich will ich seyn 71 31. Fröhlich, laßt uns fröhlich seyn 5; H is6 M. , . Seite i8. Gegrüsset seyst du, edles Licht zi 4^. Gesundheit röthet dein Gesicht 80 35. Gott ist mein Lied ! 63 17. Heilig, heilig ist 46 6. Heut freut sich alles ir -I. Holde Tugend! wohn' in meiner Brust 3; 4;. Ja Bruder! ja genießt der Stunden gr 54. Ich will mein ganzes Lebcnlang 9s 1; b Jede Pflicht ist Anfangs schwer - 7 14. Jeder Hauch von meinem Leben r; 2?. Ihr Thäler und ihr Höhen ;i Z4. Kleinod nie entweihter Tugend 6 i 10. Lange Sommertage 19 4. Lange Tage sind wol gut 7 53. Liebe Menschen, seyd doch gut 97 47. Meines Lebens mich zu freu'» 86 33. Menschen, denket oft daran 59 38. Morgen: morgen! nur nicht heute 69 41. Ruhiges Gewissen! dich 74 30. Sanfter Bach, der unter Sträuchen 54 11. Schön ist die Morgensonne, schön 21 49. Schön ist es in Gottes Welt 9s 107 Ao. Seite i?> So wie eiir Tropfen in dem Bach Zr 8 . Stille/ sanfte Freude iL 43. Mb' immer Treu' und Redlichkeit 78 40. Unschuld ist vom Truge fern 73 s. Vergnügt hüpf' ich von Zeit zu Zeit 3. ;i. Don der Vorsicht grosse Gaben 93 Warum sind der Thränen ior ;o. Wie schön ist es , der Menschheit 91 iü. Wie schön ist jede Blume -8 46. Wie selig lebt, wer Ruh' und Frieden 84 3. Wie wohl, wie wohl ist mir! ; 12. Wie wunderbar bin ich gemacht! rr 20. Willkommen schöner Morgen! zz 7. Willst du frey und lustig geh'n 14 Verbesserung: Die lezte Hälfte der 4ten Strophe, im 7tm Liede, kann besser so gelesen werden: Gott vergißt der Vög'lein nie, Sollt' Er Lein vergessen? ^ Du bist ia viel mehr als' sie: Sollt' Er dein vergessen? MWU WWW WMW N-sG MMM «W-. ÄÜ8 MM