> Eine tnlis-Wredigh K gehalten;u St.MaNgM / den 10. Brach- monat, Anno 17? i. j^achdeme den < 5 . dists Monats Die KttOl den Honen UhWl I daselbst ausgebrant hatte, Und Auf begehren in den Druck übergeben, Von Johan. Jacob Schew/v-czno. M Nt. Wallen: : -r^-Z- -Z-chi- Gedruckt und zufinden/ bey Tobias Hochreuciner, 17 zr. 1^. " ----- --' -! ^L - (' , . - 7--^/ X ^ E - -,->:7 -' .».- .! '.^ ^ Z-/ . . . "- >' -" '- jX - ? ,<.- ^ - . ^ , -X E ' - -r^ . - 7 - X . ^ 7' ^ -X-- .2 - -- .,. >. ? »x < *-Xl. ^ ^ - E-XX'XXMUK^- /- ?' '"'7'XvX^X .Ä-7 - - , l'X ^... .. X .. . ' . - -»" ,. . ...'* - - ' --- - ,' /- « < ^ - '- . ^ - ^7 .-.'.X^X7^'^777 X t. ?- fe- 4 Mchms-KrcW WM 2.BuchSamuelis22.Cap. r4.lf.ver6. Der HErr donnerte vom Himmel / und der Höchste ließ seinen Donner aus. Er schoß seine Strahlen , und zerstreuen sie / Er ließ blitzen, und schreckte sie. Außführung. Geliebte im HErren und HeylandIEsu Christo. doch hat Seuftzen errettet. GOttes, erkennen. Davids, und der ?: Uste mich an in derl77oth , so wil ich dich erretten, so ?5sl. ;o, 't solku mich preisen. Wir haben vergangenen Mit- 1 ;. ^ wochen eine grosse Noth ausgestanden / da der liebe 2 GOTT / durch die Strahl / den Thuen zu St. Man- ^ gen, von oben an bis unten aus / entzündet und al- »^8 les Holtz-werck in demselbigen ausgebrannt hat; der gnädige GOT^T und Vattcr der Barmhertzigkeit die der Gläubigen erhöret und uns aus discr NothVatteclich Was ist dannbrllichers, alsdaßwirdiseunermaßlicheGüte von gantzem Hertzen loben und darbey seine grosse Macht Hiervon zu reden nehmen wir Anlast bey denen Worten da er gesprochen: Der HErr donnerte vom Himmel Höchste liesse seinen Donner aus. Er schos seine A r Strahlen t^iob Z7. 5 . kxoci. A. r). kLImr-. 4.;.6« 4 Gedächmus-Predigk. Strahlen und zerstreute sie, Er ließ blitzen und schreckte sie. Gebe nur GOtt/ daß dises von uns vorgetragen und von euer kiebde angehöret werde, zu seinen Ehren und unserer Seligkeit,Amen. Zwey Stuck sind in distn Worten enthalten: §.r. Deren das erstevon dem 21. Donner, dasandere aber a,. von den Strahln handlet. Das erste Stuck. js.Redet von dem »i. Donner: Der HERR donnerte vom Himmel, und der Höchste ließ seinen Donner aus. Hier findet sich ein b i. Vertrag und dessen br. Bestattigung. §.4. Der b i. Vertrag lautet also: Der HErr donnerte vom Himmel. In disem Psalmen danckt David seinem GOtt, für die Errettung aus der Hand seiner Feinden; ob aber dise Wort in eigentlichem oder verblümten Sinn müssen genommen werden, lassen wir dahin gestellet seyn- Indessen wird der HERR der Ichova, als der Urheber des Donners allhier beschrieben, wie dann auch Elchu darvon also redet: GDtt donnert mit seinem Donner greulich, und thut grosse Ding. So lesen wir unter denen Plagen Pharaoms: Also reckece Moses seinen Grab gen Himmel, und der HErr ließ don- si. br. nern und hageln, daß dasLeur aufdie Erden schoß. §- s- Die br. Bestattigung dises Vertrags ist: Und der Höchste ließ seinen Donner aus. Eigentlich heisset es: Und der Höchste gabseine Stimme. Wordurch aufThon der Donner-Stimme gesehen wird, von deren auch David saget: Die Grimme des HErren gehet auf den Wasseren, derGDtr der Ehren donnert, der HErr aufgros- sen Wasseren, die Stimme des HErren gehet mir Macht , die Grimme des HErren geherherrlich, die Grimme des HErren zu-- bricht die Ledern, der HErr zubrichtdie Ledern in Libanon. Genug vom ersten: Das andere Stuck. §. s. Handlet von den »r. Strahlen: Er schoß seine Strahlen und zerstreute sie: Er ließ blitzen., und schreckte sie. Gewahret hier der Strahlen und des br. Blitzes. L.7.Der r. 8sm. XXll. 14.. rf. 5 §-7. Der b i . Strahlen zwar in denen Worten ^ Er schoß seine Strahlen und zerstreute sie. Wir gewahren hier des ci. HErren Werckund dessen cr. Würckung. § 8 . Des cr. HErren Werck ist zweyfach- 61. Er schoß seine Strahlen ckt. Eigentlich: Und schickte seine Pfeile. Bileam saget dorten von dem Meßia. Er wird die Heiden,seine VerfolgerfresieN/Und ihre Gebein zumalmen, und mit seinen Pfeilen zuschmettern. Dergleichen Pfeile sind die Strahlen - Von Visen können wir, neben andercn Straffcn, verstehen die, denen ungehorsammen Jsraelitcn verkündigte Worte GOttes: Ich wil alle meine Pfeile in sie schies- sen- Diß thäte GOtt gegen die Feinde Davids und schoß seine Strahlen unter sie. Die cr. Würckung hiervon ist: und zerstreuece sie: das ist. Er machte sie flüchtig - daß erner hieher; der ander aber dorthin zu fliehen genöthi- get wurde. Da gilter auch was David sagt: Er schoß seine Strahlen / und zerstreuece sie. Sind eben die Wort , so auch in unserem Text stehen. GVtt trohet seinen Feinden: schwill sie zerstreuen in alle winde. Und das war auch das Gericht über die Feinde Davids. §. ic>. Das 6r. andere Werck des HErren ist: Er ließ blitzen / und schreckte sie. Hier ist widerum das Werck des HErren selbst und dessen er. Würckung. §.n. Das er. Werck des HErren selbst ist; Erließ blitzen / wie zuvor gesagt worden: Er schickte ferne Pfeile: Aho wird auch darunter verstanden / der HErr habe seine Blitze gcschicket. Kurtz zuvor hat David gesprochen: Dampfgieng auf von seiner Nasen, und verzehrend Feuer aus seinem Munde/ daß es davon blitzete- und bald darauf: Von dem Glantz für ihm brandte es mir Blitzen. Dessen getröstet sich nun David, daß auch der HErr werde über seine Feinde Blitzen lasten. s.ir. Wie dann aus der er. Wurckung dessen zu ersehen: Und schreckte sie. Eigentlich: Und zerriebe sie- Das ist: Er schlug und röder sie. §. i;. GOtt ist der Urheber des blitzens, donners und strahls. Er ist cs, der drin Regen ein Zieht machte, und dem Blitzen und Donner Deut. zr. rz- iM.ir. ser.49. Zt. rr.z». Gedächmu« - predigt. »!od;6. Donner den Weg. Dahero Elihu wohl gesprochen: wann Ersür- ^ 9 . Lcc. ninnnet diewolcken au-zitbrerren, wie sein hoch Gezelt - sihc! So tiriä , breiter Er aus seinen Blitz, über dieselbrge Und bedecket alle Ende des Meers: und bald darnach: Davon zeuget sein Geselle, nahm- ttiolr ,7 bch/ des Donners Zorn in wolcken.^ Bald darauf fahret er fort: Lieber! höre doch, wie seinDonner zürnet, und was für Gespräch ' von seinen, L1?unde ausgehet. Er sihet unter allen Himmeln, und sein Blitz scheinet auf die Ende der Erden: Demnach brütet der Donner und Er donneret mit seinem grossen Schall, und wann sein Dom,er gehöret wird, kan mans nicht aufhallen. Lasset uns nun, nach der Erinnerung , Forschen und suchen 'shren. z. unser Wesen, so werden wir garbald finden, wie vilfaltig wirunsan 40. den Heiligenzehen Gebotten vergreisten: Dannhabcn wirgleich,lauL Erfordcrung des k,. ersten Geborts, kein andere Götter, Sonn, Mond, Sternen und dergleichen, wie die Heiden gehabt haben, so findet sich doch mancher unter uns, der sich aufMenschen verlaßt, und haltet Fleisch für seinen Arm, und mit seinem Heryen vo,n HErren weicher. Wie vil sehen ausihr Ehr, Ansehen, Wollust, Reichthum und dergleichen? Machen wir, nachdem kr. anderen Gebort keine Götzen und Bilder, wie die in dem Papstthum, so sind doch sehr vil anzutreffen die nicht GOtt nach seinem Wort dienen wöllen; sondern nach ihrem eignen Gutduncken, und lehren solche Lehre, die nichts dann Menschen-Geborc sind. Wider das h. dritttGebott wird von vilen der Namme des HErren gelasteret, vil hören Fluchen und sind dessen Zeuge, die es aber nicht ansagen , oder die mit Meineid sich wüssentlich vergreiffen. Nach dem h. vierten Gebort solle man die Versammlungen nicht verlassen, aber sehr viel setzen dises auf die feiten, und gehen lieberm die Versammlungen der Vollsaüfferen und Spieleren. Die wider das is. fünffre Geborr die Obrigkeit und ihre Satzungen, die Prediger und ihr Wort, die Elkercn, Herren, Meister und Frauen verachtet und ihnen aller Gehorsam abgeschlagen werde, ist all zu klar am Tag. Wider das tk. sechste Gebort gehet allerhand Neid, Haß, Zorn und Raach- gmigkeit im schwang, und kommet es manchmahl zu würck- > lichcr licher Verletzung und Mord des Nächsten an; der Sanfft- muth, Barmhcrtztgkeit und Freundlichkeit wird gäntzltch vergessen- Wider das h. siebende Gebort wird vielfältiger Ch-bruch , Hurey, Blut- schand, und andere Üppigkeit ausgeübet. Wider das H. achre Geborr wird Diebsial, Rauberey, Betrug, Gcitz und unnütze Verschwendung der Gaaben GOttes nirgendshin gerechnet. Wider das neunte Gebort wird Liegen, Triegen , Verlaümden, Affter- reden und Ehr-abschneiden ungefcheuet begangen. Aus welchem allem leicht zu Messen, wie das fio. zehend Gebort, so vielfältig aus der Acht gelassen werde. §. -4. Wir könnten zwar hier gar wol von denen unterschiedlichen Gattungen des Blitzens und der Strahlen reden und von deren wundersammen Würckungcn handle^; weilen aber discs solche Sachen sind, deren Ausführung allzuvil Zeit erforderte; anbey dieselbige » von uns billich auch unter die Dinge zu zehlen, von denen Paulus ( wiewol in einer anderen Absicht) saget - Wie gar unbegreiflich sind kom. i r. seine Gerichre, und unerforfchlich seine Wege ? So lassen wir UNs z r. vielmehr angelegen seyn, dise Ding alle aufunseren Nutzen dergcsialten zuziehen, daß wirzuforderist daraus ch. besiraffen diejenigen welche disc grosse Wcrcke GOttcsnicht rechtschaffen, zu ihrer Besserung, überlegen. gi. GOtt klaget über sein altesVolck: DisesVolckhareinab- /erem. s. trünniges ungehorsirmmes Hery, bleiben abtrünnig und gehen im- rz. Lcc. werfort weg: Auch sprechen nicht einmahl in ihrem Heryen: Lasier uns doch den HErren unseren GGtt fZrchten, der uns Frühe-regen und Spar-regen zu rechter Zeit gibt, und uns die Erndre treulich und jährlich behütet. Über viel unter uns mag GOtt auch klagen, sie drucken in ihren Hertzen nicht an den Donner und Blitz des Zorns GOttes, und haben deßwegen sich auf nichts anders zu vcrsc hcn, alö «ufein erschrecklich warten des Gerichts und des Feur-eifers, der die ttebr.i o.' Widerwärtige verzehren wird. Wir lesen von GOtt. Sihe! Er 27. wird seinem Donner Rrasft geben. Das ist: Er donneret gewaltig kkl.6s,' durch seine Stimme durch welche Er seine göttliche Krafft und Macht Z4. offenbahret. Ach ! wieviel sind unter uns, die nicht an das heilige Wort GHttts glauben, nach denisrlbrgen Gehorsam sind. Da ee- rvahrrn 8 Gedächtnus - predigt, Lszj.42. wahren sich die Worte. Man prediget wol viel; aber sie Haltens ro. mcbr: Man saget ihnen genug; aber sie wottens nicht hören. Solche wo sie sich nicht bekehren, werden sehr übel andern jüngsten Gerichts-^ag bestehen, wann nähmlich wird erscheinen das Zeichen des Meirichen Sohns im Himmel. Und alsdann werden heü- ;c>. jen alle Geschlechte auf Erden und werden sehen kommen des Menschen Sohn, in den Molchen des Himmels, mir grosser Rrafft und Herrlichkeit. Alsdann wird der HErr zu ihnen sagen: X1,n.rs. Geher von mir, ihr Verfluchte! in das ewige Feuer, welches be- 4 r. reirer ist dem Teufel und seinen Engeln: Und ste werden in die ibitj. 46. ewige Pein gehen- §. l s. Wir, unsersseits, lasseuunS sr. anmahnen den HErren unseren GOtt von Hertzen zu föcch- rkal. 86 . ten, und zu dem Ende hin mit David zu seufftzen- Erhalte mein Hertz n- bey dem einiqen, daß ich deinen lammen förchce. Wer GvTT « fürchtet, der hat sonst nichts zu sörchten; sonder kan freudig mit den kisl. 46. Kindcren Korah sagen: GDrr ist unser Zuversicht und Scarcke, eine r.Lec. Wülste in den grossen Nöthen, die uns getroffen haben: Darum forchken wir uns nicht, wann gleich die Welt untergienge, unddie Berge mitten ins Meer suncken. Warm gleich das Meer würer und wallet, und von seinem Ungestümme die Berge einfielen, Sela. Lssj.l-lS. Wir vergessen nimmer der Warnung GOttcs - Wäscher, reiniget euch, rhur euer böses Wesen von meinen Augen. Insonderheit sollen sich die Fürgesetzte aller Standen angelegen seyn lasten, ihre Gebühr dises Orts qenauestzubcoachtcn, und alles, wordurch die EhreGOttes angetastet wird, nicht nur obenhin zu verbieten: sondern mit demgrössesien Ernst die Ubertrettcre anzusehen, damit die kl-I. ioi. Regenten mit Wahrheit sagen können, wie David: Frühe vertilge 8- ich alle Gottlose im Land, daß ich alle Ubelrhäter ausrotte, aus der Statt des HErren. Die Lehrer und Prediger aber mit der That erweisen, wie geneigt sie seyen, die Apostolische Erinnerung zu beobach- r.l'im.f. ten: Die da sündigen die straffe vor allen, aufdaßsich auchdieam -ro. dern sörchten- , Eiteren sollen mit Aufrichtigkeit JESU seine lob. Wort ablehnen können; Die du mir gegeben hast, die habe ich be- i r. wahrer, und ist keiner von ihnen verlohren- Damit sie auch endlich kisj. 8- ZU GOtt sprechen börsten : Sihe ! Hie bin ich und die Minder, die mir » 8 . der HErr gegeben hac. Allesamt sollen sich hierbey aufmunteren lassen, GOtrzudancken, daß Er uns nicht gar in seinem Zorn aufgerieben; sondern sich unser in Gnaden widerumangenomen, und drewol- verdientc r4-rf. - verdiente Gerichte von uns abgewendet hat: So das wrrvilfaltige Ursach habm, mit Zeremia zu rühmen: Die Güre des HErren ist, daß wir nicht gar aus sind, seine Barmherzigkeit har noch kein En- r r.Lcc. de; sondern sie ist alle morgen neu, und deine Treu ist groß. Und widerum: Der HErr vergösset nicht ewiglich; sondern Er betrübet lklö.z r, wol, und erbarmet sich wider, nach seiner grossen Güte. So offt wir Donner, Strahl und Blitz gewahr werden, sotten wir uns zu Sinne legen können, die Wort des Propheten: Unser GOrr kommet und schweiget nicht: Fressend Feuer gehet für Ihm her,und ksslm f».' pmIhn her ein groß Wetter: ErrufferHimmelundErde,daßEr ;.Lc. fein volck richte. Als GOtt sein Gesatz durch Mosen geben wolle, da erhub sich ein Donnern und Blitzen; aber am jüngsten Tag, wird Lxoö., 9, Er selbst, der HErr, inic einem Leld-geschreyund Stimme des Ertz- ,6. Engels, und mit der Posaunen GOrres hernieder kommen vom ,.'I'be5.4 Himmel. Da wird geschehen, was JEsus selbst verkündiget hat. Und , s. es werden Zeichen geschehen an der Sonnen, und Mond und Srer- t. yen, und aufErden wird der Leuten bange seyn, und werden za- ^ gen, und das Meer und die Wasser-wogen werden brausen, und die Menschen werden verschmachten für Forcht, und für warten der Dinge, die kommen sögen aufErden- Dann auch der Himmel Rräffre sich bewegen werden, und alsdann werden sie sehen der Menschen Sohn komen in denMolcken mit grosser Rrafr und Her^ lichkeir. Wann aber dis ansahst zugeschehen, so sehet auf, und he- lbet euexe Haübter auf, darum, daß sich euer Erlöser nahet. Werden wir discs beobachten, so werden wir uns dgnnzu- v §.'6. mahlen dessen f;. getrosten können, daß wann uns gleich GOtt mitseinen Geeichten heimsuchet; Er uns doch dardurch nicht werde von seinem Angesicht verstoßen: Dann Er handelt nicht mir uns nach unseren kkl. lo,. Sünden, und vergilt uns nicht nach unser Missethat: Dann so hoch r o.ürc, der Himmel über der Erden ist, lasst Er seine Gnade walten über die, soIhnforchren: So fern der Morgen ist vom Abend, laßt Er unsere Ubercrecnmg von uns seyn. N)ie sich ein varrer über Rinder erbarmet, so erbarmet sich der HErr uderdieso Ihn forchten. Als auf Mosis Gebe« der über Egyptcn gekommene Donner und Hagel aufhörete, und der Regen nicht mehr aufErden traf, da ward Lroö.-. das Hery Pharao verstockt, daß Er die Rinder Israel nicht liesse: ) j. N>ie dann der HErr geredt harre durch Mosen. Aber wann wir V unS ,o Gedächtnus-Predlgt. uns von Hertzen und beständig zu GOtt bekehren, so wird uns seine Gnad in aller Vollkommenheit widerfahren lassen, daß wir sagen Werks n. i. Jet) dancke dir HErr'. daß du zornig bist gewesen über mich, und dein Hern sich gewendet hat, und tröstest mich. Sihe! GOre ist mein Heil, ich bin stcher und forchte mich nicht: Dann GOTT der HERR ist meine Stärcke, und mein Psalm und ist mein Heil. Wir werden m der That erfahren, wie wahrhafftig David gespro- kÄ.chcn: Ihr Heilige! LobsingerdemHErrcn: Danckerund pret- s.Lce. s«t seine Heiligkeit. Dann sein Zorn wahret einen Augenblick, und Er hat Lust zum Leben. Den Abend währet das Weinen; aber. des Morgens die Freude. Es mag, meine Geliebte! Euchgchcn, wie es wil, so wird sich doch GOtt gegen euch erklahren, wie gegen klsj. so. seine Kirchen: Darum, daß du bist die Verlassene und gehastet geil. weßt, da niemand gieng, wil ich dich zur Pracht ewiglich machen, und zur Freude für und sirr. Meine Glaübige Seele! wasEliphaS gesagt zu Hiob, das wirst» auch erfahren, da er von GOtt geruh- >llob s. met: Aus sechs Trübsalen wird Er dich erretten, und in der sieben- ! den wird dich kein Übel rühren, wann dich GOtt wird getröstet 1 ^ 66 . i) haben, wie einen seine Murrer tröstet, so wird Er dich bringen an Ll) s. ic> das Orrh, da aller Schmeryen und Seufzen wird weg müssen,und - Ls.66.rz wir werden einenMonden nach dem andern, und einen Sabbach nach dem andern komen, anzubetrenfrirdemHErren! Da wird sich äxoc.rr. an allen Ansterwehlten erfüllen die Verheißung GOttes: GOTT 4. wird abwüschen alle Thränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr seyn, noch Leid, noch Geschrey, noch Schmeryen klsl. 1 wird mehr seyn. Dann die mir Thränen säen, werden mir Freu« y.Lcc. den ernden: Sie geh. n hin und weinen und tragen edlenGaamen, und kommen mir Freuden. Ein jeglicher wird mit völligem Hertzen Lülmrz. David nachsprechen dörffen: Gutes und Barmhertzigkeit werden L. nrir folgen mein Lebenlang, und ich werde bleiben im Hause des HErren immerdar. Welche Gnad dann Euch und mir verleihe der Hochgelobte GO LT, Vatter, Sohn und Heiliger Geist, welchem scye Ehr und Preist jetzt und in alle Ewigkeit. AMEN. Ende der Predigt. -rchZ o 5^-. AUM M6^ l Rstaune webrter Mensch, vor GOttes starckcm Armen, ^ Der den St. Maiigen Thnrn, mit seinem Blitz berührt; Schau sein Gerechtigkeit, schau an auch stur Erbarmen, Weil du dieGutigkcit in seinem Zorn gespührt, Betrachts als GOttes-Merck, und thu es nicht zuschreiben, Alleine der Natur so bloß und oben hin, Dann es ist GOttes- Merck und Wirt es allzeit bleiben, Weil ihm ja die Natur, stats muß zuwillen seyn, Du sihst ja feine Macht, weil Er mit grossem Krachen, In einem Augenblick den Thum entzündet hat, Und that das Holtz darinn durchs Feur zu Aschen machen, Hier leucht sein G rechtigkert, sein Gütigkett und Gnad, Dann Er hat uns mit Feur die Straff-Ruthen gezeiget; Doch hat sein Vatter-Hertz, sich gleich zu uns gewandt, Der Helm der hatte sich hin in das Feuer geneiget, Und dise Flamme hat kein Hauß nicht angebrandt, Wie groß auch die Gefahr hier immer ist gewesen, So hat (O Wundert ) doch durch GOttes Gütigkeit, Kein Mensche nicht allhier ein Schaden aufgelesen Nein es geschahe ja gar keinem einigs Leyd; Diß solle uns noch heut die Büß zuwege» bringen Weil bey dem Tempel uns GOtt zeigt sein Straff-Gericht, Es solle diser Streich in unsre Seelen dringen, Daß wir stats dencken dran, und es vergessen nicht; Dann Dann diseS ist gewüß ein Tröw- und WamungS-Zeichen, Woniit uns unser GOTT zu wahrer Busse treibt, ER zeiget daß Er uns woll das Verderben reichen Wann Büß und Besserung, bey uns dahinden bleibt! GALT der da laßt sein Wort, so reichlich bey uns wohnen, Der in dem Tempel lehrt, durch seme treue Knecht, Zeigt eben an dem Orth daß Er nicht woll verschonen, Warm wir wie bis dahin demselben folgen schlecht: Wie leichte könnt Er uns sein Heilig Wort entziehen, Das rein gepredigt Wirt, und leuchtet unserem Fuß; Drum lasset mrs mit Lotb hinweg aus Sodom fliehen, Laßt uns mit Ninive erzeigen Reu und Büß, Wolan! wir kehren z'rück, noch ist die Zeit der Gnaden Nach ist der Tag des Heils wir folgen deiner Stimm, O! Grosser GOTT ach heil, heil selbsten unseren Schaden, Straff nicht in deinem Zorn, verschon in deinem Grimm, Erleuchte unser Hertz durch deines Geistes Strahlen, Daß Heil-und G'rechtiakeit darinnen flamme auf, Gib Gnad zur Besserung, laß uns HErr nicht mehr fallen, Zeuch uns mit deinem Zug, zu Dir sey unser Lauff. ENDE.