^ -il MWVÄ MM 'E- ^ MWZ L-M SLM! MM BMW N ^ -r^ r-AM WW» WW- Seelen-Schmuck In das Gattes Das ist/ VWMiW .l' ^edatp cken/Gebätt /md Zierath / mit welchen eine jede verlobte Ssek des.Echnv GcM/ r»d§.' Hochzeit ferner Gnaden hre auff Erden: und ftiner Herrlichkeit in den vnuü.,l/ . -Er.FreuPjM't/ kanundsolhrnzugehett. Auffgesetzet Vontzcmnch Stockar/ Diener am Wort Gottes . St. Gatten: D-MLUny Tobias Hochrrulmtt. »L z f, » 4 st?' L 2 HP«. Denen Hochgeachten/Wol-Edlen/ Hochgelehrten / Ehrenvesten/ Fromm/Fürsichtig und Wol- weisen Herren: Hm. Tobias Schobt«? gern/ deß kleinen Raths / Schul-Herrm Hochverdientem Statt-,Ls6>er und der Cantzley Inl^cÄori, HmmAnkhom Locher/ Hochbmamtem Kauff- md HandelS-Herren. MeinenHochehrenden Hrn. »Vetteren/retjieölive DguK Zeugen und grossen Göyneren. 0N. Aochgeachte/WolEdle/ Hochgelehrte / Ehrendeste / From Fürsichtig und Woi-- weise Herren! Hochehrende Herren Vettere/ und grosse Gönnere! Anntchmtchdt« sem/ 'hier von neuemzumvor» schern komendcir Buch/ nach fernem eigentlichen Wem / sein gebühren« des Lob vorzusteWn er« kühnen wolte / wurde mer; OLOI^LHOW, ) meine Ohnvorsichtlgkcit / m« höchstem Recht / von jederman getadelt 7 werden/ weilen meine schwache Feder mrd ge» » rtnger Verstand nit al» r lein dessen Vortteflichkelt » nu genugsam zubeschrev ^ bcn fählg lst; sondern der » grosse Ruhm/den es alk» « bereit erworben/ und so » durch geschwinden Ab-, e gang der vilen/in wider- ' )( ? holten OedicatroN. Holtm Trüeken ausge» legten Exemplanm/ er» weißlichst sich sehen las» ftt/ ist von sich sechsten so Hoch gesttegm/daßer auch des akkerbestrn Redners «Kunst und Wottzrerde wett über» trifft- Vnd eben drsebc» kante und wolvcrdiente Hochschätzung so wol derMatertan sich selbst/ als dero Ausführung/ grbet Ve6!cAt!ok. gtbet mir die Kühnheit etn/mitdemselbigenvor meinen Hochehrendcn Herren Vetterm desto bchertztcr zuerscheinm: Dann ob schon das we« ntge/sotchzudessenneuer Auflegung bepgettagen von so grosser Würdig« keit nrt ist? dass Dero hochschätzbare Namen denifelbigen vorgesetzet werden solte/ so ersetzet )(4 doch Oerli'cati'on. doch Verwehrt der darinnen enthaltenen/ beweg» ltchst vorgestelten schd- nen Lehren/ alles was mtr dlseS Orts erman- gelt Gölte lch aber an» jetzo von deme redm wötkcn/so mich eben auf meine Hochchrende Herren Vetteren/ in gegen- wättiger ZuetgnungS- ' Gchnsst zu gebmcken verleitet habe/so dörffte des- Oecii'LLtlon." dessen stuckweis einge» richtete VorstMmg eben sovilpapirs/ als das Buch selbstm/ ersordc^ rcn: und weilen tch ohne dem / die vile mir von Ihnen großgünstigst er» zetgteWolthatensatsam« lich vorzustessen mich allzu ohn vermöglich weisse/ bekenne ich/ in aufrichtigster Einfalt/ daß eben selbige/nit nur )(5 dises dlscs Büchlein/ sonder nevenallem dem meint» gen / mich selber Ihnen ruzustcllcn/Mlch billichst . vcrbmdcn. och^eehrtester Herr Vetter und Tauf> Acuge! Mann gleich dero eigene / in allen Gelegenheiten klärlichst Herfürscheinende Demuth/mir nit zum besten ausdeuten wurde/ so ich von denen hohen Verrichtungen/mit denen Siefich nun Oeäicauoii.' NUN in 4O. Jahr mt nur umb unsere gemeine Statt hoch verdient; sonder inundau- sertder löbl. Eidgnosschafft ungemein benammet gema- chet / einige Anweisung zuthun mich underfangen wolle/ sokanich doch nit umbuchen zu bezeugen/ daß Sie sich gegen mir von meiner geburt an/so milthatig und/ mit Rath und That/ wolgo wogen erzeiget/daß ich nichts anders / als die scharffeste Bestraffung höchsten Un- dancks/wo solche Gutthaten X 6 in OecliLLNon. in vergaß kamen / mir selber aufbürdete. Und wie/mein KochWhttester Herr Vetter Locher/ mich nitnur als einen Vetter ; sondern als eigenen Sohne / mit allerley Güt- tigkeit zuüberhaüffen/ und Darinnen seiner seligen Frau Mutter nachzufolgen nimer underlasset/also treibet mich meine obligende Pflicht dessen eine ofene Bekantnus abzustatten. Wann aber gegen bepden memen Hoch- ehren- De^icLtion. chmidmtzm. Vetteren/ weine danckbarkeit zube- scbcmen nur kern bequemer Mittel an die Hand gewachsen ist/ alsdiseofene Bezeugung meiner Schuldigkeit/ so bitte ich under- dienstlichst dieselbige mit geneigtem Willen anzuncm- men und serners gegen mir und den meinigen / in angefangener hohen Gewogenheit großgünstigst zu beharren : flehe in dessen unsers grossen Gottes Gütigkeit demütigst an/daß Er Sie mit allem Oe^icarion.' allem See! - und Leib - vergnügendem wolergehen/ neben dero Wob Edlen Angehörigen / vatterlich beschenken / und mir anbey die Glückseligkeit gönnen wölle/ lebenslang mich so geflissen zu erzeigen/ als aufrichtigst mich darzu verschreibe / Meiner Hochgeehrt tenHrn. Vetteren gehorsamst-undergeb- nester diener. Tobias ^ochreutiner. Ansprach Ansprach Ansprach an den Leser! Hochgcnetgter Leser! MLs dorten der Pro» "*^phet Samuel genBeth- lehem kam / den jungen David zu dem künfftigen König über Israel/an statt des verworfenen Sauls/zu salben/ sprach er: Ich bin kommen dem Herren zuopferen/heili- get euch und kommet mit mir zum Opser-und bey deran- gestelten _ an den Leser. gcstelten Mahlzeit richtete Er auS/wasrhm vonGOtt befohlen war ;i.Sam. 16.5. Unser Heiland ladet Uns in fernem Wort zu einer zwey- facheri Mahlzeit / der Gn-< den/in demH. Abendmahl? und der Herrlichkeit / bey der Hochzeit des Lambs. Oerhalben ruffet Er uns glerchsam zu : Heiliget euch und komekmit mir zum Abendmahl. A. Das H. Abendmahl betreffend / so ladet Er uns darinnen ein zu Bemessung des Ansprach des Sacraments seines Leibs und Bluts. Der Herr selbst trittet auf und rüstet aus: Esset meine Liebe/und trincket meine Freunde und werdet truncken. Laut. 5.1. Er bietet uns dar/ nitnur dasaüserliche Zeichen; sondern auch das bezeichnete Gut. Nit nur leibliches Brot / sondern auch das Brot Gottes/das vomHim- mel kommet und der Welt das Leben gibet: Nitnur das Gewächs des Weinstocks ; sondern seyn Blut/ an den Leser. auf daß wer davon trincket nimmermehr dürste. Joh. 6. ZZ.Z5. Dlsesaberwürdig- lich zugemessen wird eme gebührende Vorbereitung erforderet/ der Mensch aber prüfe sich selbst und also esse er von disem Brot und trin- üe von disem Kelch. Dann welcher unwürdig iffet und trincket der iffet und trincket ihm selber das Gericht / damit daß er nicht underschei- det den Leib des Herren, i. §or. n.28. B. Zu der Hochzeit des Lambs Ansprach Lambs ladet uns der Herr ein / durch seine Diener und Prediger/sendet seineKnecht aus / daß sie den Gasten zur Hochzeit rüsten. Match. 22. 9. Und stellet ihnen für ein solches Mahl darzu sie an- jetzo eilen; dorten aber gelangen; von deme Apoc. 19. 9. stehet. Selrg sind die zum Abendmahl des Lambs be- ruffen sind / sintemahlen sie truncken werden von den reichen Butteren seines Hauses und mir Wollust geträn- cket / als mit einem Strom. Psal. an den Leser. Psal.z6.9. Auch diseszu- erlangen wird eine gebührende Vorbereitung erforderet: dann wer ohne Hochzeitlich Kleid erscheinen wölke/käme übel an und wurde hinaus geworffen in die Fin- sternus/da seyn wird heulen und zähnklappern. Matth. 22.IZ. MmHochchrender Leser. Weilen nun hier vor äugen gelegtes Büchlein / auff eine gantz sonderbare und über- Ansprach überaus hertzbemgliche Art / die Vorbereitung und H den zu der einten und ande- ^ ren Seelen Mahlzeit erforderten Schmuck/ zu seines Heils Beförderung zeiget/so achte ich überflüßig Zu seyn / auch durch den germKen Lob - Spruch dises Wcrck beliebt zumachen; sondern bitte nur den grundgütigen GOtt daß Er das Lesen und betrachten desselbigen segne/ damit Er dardurch geehret/ des Lesers Heil beförderet und mir das glück gegonnet wer/ an den Äser. _ werde/mich darüber zu er- 2 freuen/ daß die herrliche Arbeit des höchst preiswürdig- stm Ävrkons, durch mein geringes underfangen / zu mchrererBekamnuöundge- '' brauch von neuem in die n Welt mögen ausgebreitet / k und mir Anleitung gegeben ' werdm / ferner weit mit K heraußgebungguterSchrif- n tm vor dem gunstgeneigten ^ Leser auftvartig zu crschci- - Srelerß Seelen »Andacht Bey der Gnaden - Taffel ICsuKhnsti. Selig sind die zum Abendmahl des Lamms beruffen sind/und das sind wahrhaff- tige Wort GOttes. So kommet und versamlet Euch zu dem Abendmahl des grossen Gottes. , Äebe Seele / dife Wort sind dem H. Evangelisten Johan- - nes befohlen worden zu schreiben an alleGläubigen/als eingeladene Zäste des hochgelobten Gottes/ Apoc. » 9 .8-9.17. l Lobe den Herren meine Seele: _ Bist Ehr und Seligkeit Met an dich. i A Ses 2 Seelen Andacht bey der Sey getrost der HErr ruffet dir. l Marc. ro. 49. Er ruffet dir zu seinem d Abendmahl: Wol dem Menschen dem r es also gehet0 Kaust du weniger thun als dich de- n mutigen wie König David: Was ä bin ich armer/sündhafter mensch H daß du mein gedenckest/ und dich ^ meiner so sehr annimst? Psal. 8.5. j- Diser König hat dem Mephiboseth die § Gnad anerbotten: Förchte dich nicht/ > dann ich wil Barmhertzigkeit an dir thun/ und du solt täglich auff meinem 9 Tisch das Brot essen. Darüber ant- ^ wertet er/wer bin ich dein Knecht/daß Z du dich wendest zu einem todtcnHund/ ^ wie ich bin? 2. Sam. 9.7.8-Solche ^ Demut solt bey uns seyn! , i i. Selig sind die zum Abend-- x mahl des Lams beruffen sind. / Selige Seel / das Lam Gottes / . der Hochgelobte Sohn Gottes hat dir § ein Mpfaches Abendmahl zubereite« « Gnaden-TajftlIesu Christi. tz Und beruffet dich an zwey -Ort: In n das Heilige/ undin dasAllerheiligste n Zu der Mhlzeit seiner Gnaden hier auffErden: Und zu der Mahlzeit sei- > ner Herrlichkeit droben in demHimel: s Zu drser Mahlzeit wirst du kommen an z dem Tag deines seligen Abscheidsr ^ Von derselbigen Stund an wird der* ? ne gläubige Seele mit Abraham / I- ' saac/und Jacob zu Tisch sitzen/und es» ) sen das verborgene Manna / welcher /. der HErr hat verheizen denen/ welche ^ überwinden/ Apoc. 2. v. r7.ru jener " Mahlzeit/derCrstlingen wirst duauff g morndrige (heutigen) Tag beruffen: » Des HErren Bottschaffter haben die ! dlse gantze Wochen gerufn / es hae ^ uns unser Herr befohlen: Saget den , Gästen / Sitze meine Mahlzeit " yabe ich bereitet/ meine Ochsen / und mein Maftvietzist geschlach-- ! tet/und alles bereit/Kommet zur , Hochzelt/ Match. 22.4. Kommet und y A - ver; 4 Seelen,Andackstkeyber . versamleteuchzudemAbendmahldes ^ grossen Gottes/ Apoc. 19. 17. Heute / ? heute so ihr seine Stimme höret/ so l verstoßet ewereHertzen nicht. Hebe. l z. v. 7. Ach liebe Seele gehe jetz nicht , den Ochsen / Wisen / Gutem / und ; Wollüsten der Weltnach / lasse deine 1 Heerde wie die Hirten zu'Bethlehem / , und gehe zu Christo. ; Rufst mrt dem H. Apostel Paulo/ ? Ich vergesse was dahinden ist / ^ und strecke mich zu dem das da I vomen ist / und jage nach dem « fikgestectteu Ziel/ nachdem Klest z nod/ welches fächelt die himmli-- < sehe Beruffung Gottes in Shw ; stoIEsu.Phil.Z.iz.i 4 . ^ : l 11. Selig sind dte zunr Abend/ t mahl des Lams beruffen sind: 1 Das sind wahrhafftige Wort < Gottes. Zweifle im geringsten nicht/ § du geliebte Seele/du wehrter Gast desarossen Königs/ und seines ewigen Sohns: GnadenTaffelÄesu Christi. 5 ? Sohns - Sonder glaube und bekenne ,, Mit König David : Wol dem den so du erwchleft/ und zu dir lassest / r. der hat reichen Trost von deinem >t Hauß / deirrem heiligen Tempel, d Psal. 6.5.5. Dein Heiland hat esbe^ e rreriget: Selig sind die da hum ^ gert und dürstet nach der Ge- rechtigkett/ Matth. 5. 6. Solte der , Ccheingläubige / der die Krajft des ^ Himmel^ Brots nur geschmeckt / aber ^ nicht empfangen hat / dife Süßigkeit l* empfinden / und sprechen: Selig ist ^ der/ der das Brot iffet im Reich ^ Gottes. Luc. ^4. Warum nicht du/ ^ du wehrther Gast Gottes? Gehe hin: Jßund Trinck/aber Christ-gebürlich. ^ So wirst du sagen. Meine Seele ist : genesen: Ich hab den HErren nicht L allein gesehen/sonder in meinem Her-- tzen empfangen. » Ach Gott soll ich doch nur so selig n sepn/ Az Dayyr 6 Seele «-Andacht bey der Damit ich möcht zu deiner Mahl- ! zeit gehen: - Und nach deinem Gesatz mich hak» ten fern/ ! Und das ich doch auff dein Gebott j könt sehen/ So hoffet ich/und mich versehen ' wolt Daß mirdein Segen/Gnad/Trost ' me mangeln solt. i iv. So kommet / und versamlet ^ Euch zu dem Abendmahl des ! grossen Gottes. Liebe Seele: Es ruffet dir der grosse Gott: Wie sottest ru dem dörffen ungehorsam seyn? Du müßtest das harte Urtheil hören: Ach sag euch / daß der Männer keiner/ die geladen sind / mein Abendmahl schmecken wird. Luc. c. rH.v. 24. Du hast mit dem grossen Gott ru thun/ Er ruffet dir: Ich ermähne dich sey seiner unbegreifsiichen Majestät/ daß GnademTaffel Jesu Christi. 7 s daß du mit grosser Ehrerbietung vor ^ Jhne kommest/ dann sonst wurde dir , gleichfalls ein herbes Urtheil werden/ * und der grosse Gott dich in grossem , Zorn anfahren : Wann ihr herein * kommet zu erscheinen für mir / » wer forderet.solches von euren Handen / daß ihr in memen ss Vorhof trottet? Watt ihr schon eure Hände ausbreitet / verberge t ich doch meine Augen von euch: z Und ob ihr schon viel bettet/ höre z ich euch doch nicht. Esaj. 1.12.15. ; Freund wre bist du herein komm / s und hast kein Hochzeitkleid an? : Bindet ihm Hand und Füß/und r wersset ihn in das Finsternus » hinaus / da wird sein heulen und Zähnklappen / Matth.22.12. Welcher unwürdig Isset und Lrin-- l cket / der Isset und Trincket ihm > selber das Gericht / damit daß l sl4 r» beyder er nicht underscheidet den Leib des HErren. Darum sind so vil Schwache und Krancke under euch / und ein gut theil schlaffen, r. Cor. n. v. 2F. zo. Die heilsame ArßneydeinesLeibs kan dir von dreyL stucken kraftlos / ja schädlich werden: Wann du entweder Vor/oder Bey/ oder Nach dem gebrauch derselbe gen dich nicht einer guten Diät und Mäßigkeit befleißest / können an statt der Gesundheit Schmertzen / ja der Tod selbst erfolgen.Glaube vest und steiff/du eingeladenes Christen-Hertz/ Daß du mit deiner Geistlichen Artzney auchin diserGcfahrstehest:Wann du Vor/ Bey/ oder Nach dem Gebrauch derselbigen nicht verbalkest wie sichs gebührt / so kan dir drse aller- heilMe Mahlzeit/die den rechtschaffnen Gästen ein Geruch des Lebens zu dem Leben ist / werden ein Geruch des Todes zum Tod: Und ihnen selbst Esten undLrinckerrdas GerichtGottes. Jes u Christi. - Du seliger Gast des grossen Gok» tes/höre andre GöttlicheGeinnerung mit welchem Schmuck und Hertzen du > dich. ^ i. Vor /2. Bey / z. Nach / dem H. Abendmal des grossen Gottes sollest verhalten. i.Vor dem H.Abendmal. Ehe du komst M der Gnaden-Laffet dieses HLrren so thu dise zwey stuck. 1. Heilige dich/ und 2. Prüsse dich / ob du seyest im Glauben. i.Heilige dich. Die Heiligung hat der HErr seinem Volck in beeden Testamenten scharffundofftangedin- gtt. Indem N.Testamentbefihltter: Jaget nach dem Friden und der Heiligung /ohne welche niemand wird Gott schauen. Hebr. 12.14. In dem A. Testament hat der HErr solche nnt mehrern Umstanden dem A 5 Regem A> tzleelen-Andachtbeyder Regenten und Propheten Mosi und ' Lem Volck Israel anbefohlen / wann > er gesprochen zu Mose : Gehe hin ZU ! Dem Volck / und heilige sie Heut > und Morgen daß sie ihre Kleider ! waschen / und bereit seyen auff Den dritten Lag: Dannam drit-- ! ten Lag wird der HErr für al-- - jlem Volck herab fahren. Exod. > v. ro. n. ^ ( 2 ) Liebe Seele / Der HErr ! sprach. Hieraus lerne : Wer dir die Vorbereitung anbefehle .-Der Herr. < Wer fordert das von deinen Händen? ' Der HErr sprach. Was dörffen «nr weiter Ursachen ? Ein Knecht soll seinen Herren förchten. Machedie Gedancken von des Herren Befehl / wie der selige Apostel Gaulus von seinen Predigen / Daß ich mich vorbereite / darff ich Wich nicht rühmen / ich muß es thun: - Gnaden-Taffel Jesu Christi. r» D thun: Und weh mir wann ichs n Nicht thue. Thu ichs gern so u wird mir gelohnet/ thu ichs aber >t Ungern/ so ist mir das Amt doch r besohlen. ff b. Der HErr sprach zu Mose. i-- Werthe Seele. Wer ist der MoseS l-- der dich solle heiligen? Es ist dein O ). brigkeit: Es sind deine Ktrchenvätter. Es sind die Haußvätter Ich/ der ich ^ vor dir rede/ bin von Gott gesandt ^ dich zu heiligen. Heilige dich und kom» rne mit mir zu des grossen Gottes » Abendmahl. Lasse die Mittel Gottes ' an dir verfangen. » c. Der HErr sprach zu Mose : " Heilige das Volck. Gnad-dur-- -- stige Seele. Das begehrt der HErr l an dich ^>eute/ wie vor Zeiten an N!o- ä sen/unddasVolckIsrael/daßduge- ^ heiligtfeyest/ehErherabkomt. Dar» L Kr vermahnet dich auch St. Petrus. . Nach dem der Euch derussen hat rr. Seelen-Andacht bey der und heilig ist / solt auch ihr heilig ftyrr in allem eurem Wandel, i. Pet. 1.15.16. Hat die Heiligung des gantzen Volcks müssen vorgehen / da der HErr sein Gesäß geben in erner steinern Tafel? Warum solke sie nicht vorgehen / da GOttder Vatter dir wil geben seinen Sohn / und der hochge- lobte Sohn Gottes wrl herab kommen / und dir seinen gekreuzigten Leib geben/ und sein vergossenes Blut/ mit den Erstlingen seiner himlischen Schätzen und gütern/ in seinem eingesetzten Mendmahl?Ein heiliger Gastgebwil haben hei ltge Gäste. Der HErr ist heilig. Der Orth ist heilig. Die Trachten sind heilig. Die Schätze sind heilig/ darum müssen auch die Gäste heilig stt)n: Es soll seyn ein Gemeinschafft der Heiligen. Heilig muß seyn dasgantzeVolck. Bey den Alten hat man den Gottes dienst mit disen Worten angefangen / 84NHL HanÄorum. Heilige Ding gehören den Heiligen / Gnaden-Taffel Jesu Chri sti._iz a kommet herzu ihrHerligen / und tret- ^ tetabihrUnheiiigen. LKr^soli. K Was der Herr uns anbefohlen hat/ ^ das wünsche rch dir und mir. Er der r Gott des Frtdens heilige uns >t durch und durch / und euer Geist il gantz / samt der Seel und Leib !- müsse behalten werden unstraM r- lich auffdie Zukunfft unsers Her-- ^ renIEsu Khristi. Oomms 6a, ss ^uocl judes, ÜL ^ube c^uoü vis, LL ^ von truKrAfübebis x ü. Der HEn sprach zu Mose/ - -Heilige sie Heut und Morgen. >. Liebe Seele / Mercke was der HErr l- für eine Zeit erfordert / Heut und Morgen. Nicht zwey Stund zuvor/ r, sondern zween Tag zuvor. Istesdan n nicht grosse Zeit ? Wir haben nicht rt mehr drey Tag vor uns. Heut und r- Morgen. Du sagst o-n, Morgen: Dem HErr aber wil Heut und Mor- / gen: Was nun Gott zusamen gesiige^ ,4- Seelen-Andacht bey der hat/ das sol der Mensch nicht scheidend Thu heut was du thun seit/von vergangenen Tagen kanst du kein Augenblick mehr haben: Der morndrige Tagift nichtdein/ darum so brauche das Heute:Erkauffe die Zeit. Entschliesse dich/ Ich wil das Werk der Heiligung von nun an zur Hand nehmen : Ietzund ist die angenehme Zeit. Ietz ist der Tag des Heils. Hilft mir mein Gott / dass ich nicht / wie die thorechten Iungftauen die Gnaden- Zeit verschlaffe / und die Hochzeit« Thürverschlossen finde. e Der HErr sprach/ daß sie die Kleider waschen. Nicht nur Moses / die Obrigkeit / die Prediger / die Haußvättcr' sondern auch du must das deine thun bep der Heiligung. Waschet euch / reiniget euch thut euer böses Wesen von meinen Augen hinweg/ laßt ab vorn Bösen/ unb lernetGutes thun / als-ann k-Ket-er. Es<4 r. rs. GnaderEaffel Jesu Christi, rs Sage dann / liebe Seele / wie König David: Ich Wäsche meine Hände mit Unschuld/und halte Mich HErr zu deinem Altar. * Das erste Stuck de ner Heiligung ist / daß du deine Kleider waschest. Du Christliche Seele/ dem Kleid ist dein Leib. Wäsche deine Kleider/alleGliedmassen deinesLeibs von aller Untugend: die Zung von allen unehrbarem rachgierigen/ bekrieg, lichen Reden: Deine Augen vom Anschauen des verbotenen Baums: Deine Ohren von der Anhörung aller ver, führischen Anreitznngen der alten Schlangen: deine Hände von Diebstal/ Raub /Schlaghändlen: deine Fuß von allen Jrrwägen. .Setze dich nicht mrt ungewaschnm Känden zu Tisch/ bitte den HErren JEsum: HErr wasche mir nicht allein weine Füß / sondern mich gantz und Sar. Mit »6 SeelemAndachk beyder > " Mit Mop mich bespreng / o Ueber j HErr/ So wird kein Ding so sauber seyn > arrff Erden. Wasch mich/so werd ich schön gerei« nigt werden / Und wcrsser dann ein Schnee ist ! immermehr. ** Das ander Stuck deiner Heiligung ist/ daß du bereit seyest/ ^ DeinHErrsagt. Kom zur Mahl- ! zeit'/ es ist alles bereit. Ach liebe Seele/noch an dir ligt es/daß auch du ^ bereit seyest. Sthe wol zu / daß dein , Glaub/ deine Liebe, deine Büß/ rc.be« , reit seye / und du mit Freuden könnest § antworten: Mein Hertz ist bereit/ . Gott mein Hertz ist bereit / daß j ich singe und lobe. Psal. 57.8. 5 Der HErr wird herab sah-- z ren vor allem Volck. der HErr 1 wird herab fahren in seinem Wort/in feinem Sacrament/ mit seinen himli-- 7> ^ » rr»rs. Gnaden Tasse!Jesu Thristi. r- schen Schätzen: Und einkehren bey H allen denen / die ihr Hertz bereitet ha- " den Lasse dich / Liebe Seele/ an deines HErren wortrWer mich siebet/ " der wird meine Wort halten/ und i. mein Vatter wird ihn lieben / und wir werden zu ihm kommen/ >r und Wohnung bey ihm machen. Job. 14.2z. Selig sind die zu dem Abendmahl des Lamms beruften sind. Selig und abermal selig sind die disem Beruft gehorsam sind. Selig aber- Mal selig / und ewig selig sind die wol bereitet/und Gott demHEnen angenehme Gast sind. Bist du so bereit tet/ so wird derHErrzudir sprechen: Esset meine Lieben / und trincket Meine Freund. Cant. 5. i. Bist du so bereitet/ so wird der HErr seinem Haußhalter anbefehlen dein Hertz an- ^ Mftrllen / wie es Joseph seinem Amt- r Mann befohlen: Fülle disen meinen ? Gasten i8 Seelen-Andacht bey der Gasten ihre Sack / so viel sie MP ^ ren mögen. Gen. 44. i- Bist du ' recht bereitet meine treue Seele/so kan r ich dir sagen / was der Prediger in ^ Israel seiner Gemeind: Gehe hin/iß Lein Brot mit Freuden/trinck « deinen Wein mit gutem Muht/ ! dann dein Merck gefallet Gott / ; Eccles 9. 7. Bist du wol bereitet/ so j wirst mit andern Gästen jubilieren: l Lasset uns freuen und ftölich < seyn / und ihm die Ehr geben / > dann die Hochzeit des Lams ist kommen / und sein Weib hat sich bereitet / Apoc. 79. 7. Ich fteue mich in dem HLrren/und meine j Seele ist ftölich in meinem Gott / , dann er hat mich angezogen mit ! den Kleidern des Heils / und mit ! dem Rock der Gerechtigkeit ge- 1 kleidet. Esaj. 6 r. ro. i Seufftze dann eiribrrWgsjch /das l der» ^ ^ ^ ^ ^ ^ S ^ xx > . Gnaden TaffelJesu Christi. ry dein Gott dich wolle fertig und bereit machen. Das wünsche ich dir von gantzem Hertzen: Der Gott aber des Friedens / der von den Todten ausgeführet hat den grossen Hirten der Schaffe/ durch das Blut des ewigen Testaments unsern HErren JEsum/ vermache dich fertig in allem gutem Merck/ zuthun seinen Willen/ und Masse in dir was ihm gefalligrst/durch JEsum Christ/ welchem sey Ehr/von Ewigkeit zu Ewigkeit/Amern Hebr. i;. V. Lv. 2r. , s. Für das Ander: Pruste dich über deinen Glauben / Ehe du körnest zu dem Abendmahl des Lams. Die Augen des HErren sehen nach dem Glauben. Was der Apostel Phi» llPprrsdemKMerer hat angedinget/ wolte er des Heil. Tauffstheilhafftig F werden/das erforderet derHErr von dtr/wann du wiltdaMbendmahl emp» « fangen : Glaubest d« von gam " tzem «o Seeken-Andacht beyder tzem Hertzen/so mags wol seyn? Actor. 8- v. Z 2 . Ohne Glauben ist es nicht möglich Gott gefallen. Hebe. n- 6. Lieber Gast: Was glaubest du von difer Mahlzeit? Antw. Ich glaube wie ein Gast des HEnen zween Theil hat / den Leib und den Gerst: Also seyen bey diser Mahlzeit zrveyer- ley Leibliche und Gerstliebe Ding. Zweyerley Speist und Tranck. Zwey- erleyGastgeb. Zweyerley KraAund Nutzbarkett. Wie auch der Geist/ die Geel/ denLeib übertrifft / also sind die Geistlichen Stuck bey dem H. Abend, mahl die vornemsten/nutzlichsten und nohtwendigsten. Lieber Gast. Welches sind die zweyerley Trachten ? Es sind leibliche Trachten / Brodt und Wein: Und sind Geistliche Trachten berge« kreutzigte Leib/und dasvergossenBkit IEsu Christi. kit- Gnaden-TaM Jesu Christi. sr ^ Lieber Gast. Welches sind die r zweyerley Gastgeb diser Mahl- l» Kett ? Es ist ein leiblicher / der Prediger: und ein himmlischer/unser HErr lt ICsus Chrlstus. Der indische gibt h mir die Göttlichen Wahrzeichen und n Srqel/ Brodt/und Wein. Der him- : lisch gibet mir die himlischen Güter - selbst / seinen gekreuzigten Leib / und i. vergossen Blut/ samt allen erworbnen Schätzen und Gutthaten. > Lieber Gast. Welches ist dieses e zweyerley Essen und Lnncken e bey diser Mahlzeit? Es ist ein lerb- ^ liches / welches geschihet mtt dem ^ Mund meines Lewes: und ein geistliches/ welches geschihet mit dem Mund r meiner Seelen / das ist/ mit wahrem ! Glauben. Wie verrichtest du das leibliche - Essen und Trincken ? Von dem Prediger nemme ich das gebrochne »Hrodt und den eingescherten Wein l W »r Seelen-Andacht bey der mit meiner Hand / Esse und Trrncke sie mit meinem Mund und behalte sie rn meinem Leib. Wie verrichtest du dein geistliches Essen und Trincken? Von meinem HErren JEsu nemme ich seinen Meutzigten Leib und sein vergossen Blut an durch meinen Glauben/ und behalte sie auff in meinem Hertzen. Lieber Gast: Welches ist die zweifache Krafft? Antwort Die Kram und Nutzbarkeit diser heiligen Maylzeitist auch leiblich und geistlich. Brodt und Wein r. als natürliche Mittel dieses Lebens/beweisen auch ihre Krafft rur Sterckung des Leibs. L.AlsGöttltcheWarzeichen uwd Si- gel machen sie mich Jesu Christi theil- yajstig / und bestätigen meinen Glauben. Der gekreuzigte Leib / und das vergossene Blut Jesu Lhri- stt.(Mnntchsie mitwahremGlau» Gnaden-Taffel Jesu Christi. sz ben ergreiffe)helffen mir zu der Vergebung meiner Sünden/und zum ewigen Leben. _ Gib mir ein Grund dises deine- Glaubens?Mein HerrJesus spricht: Wer mein Fleisch tffet/ und trtnckt mein Blut/ der hat das ewige Leben: Wer an mich glaubt/ der hat das ewige Leben. Joh.6.47.54. Liebe Seele/ glaube daß Jesus dir sage/ was Er/oder einerschastner En» gel zu dem verfolgten Helden Gedeon gesagt hat: Gehe hm in dtser deiner Krafft/ die Gott dir hat gegeben. SHe/ ich habe dich ge/ »ant. Ich wil mit dir seyn/ du solt die grosse Menge deiner Feinden schlagen/wie ein emtzelen Mann. Vekank» 24 Seelen-Andachtbcy der Dkkmtnus der fünden ' und des Glaubens/an dem anderen Tag der j Vorbereitung. < l Eiliger / hertzlicher/ barm/ > hertziger Gott und Vatt ! ter: Wann ich auch um 1 Der den verderbsten Völckeren < geboren und erzogen warerwann ! ich auch bey denen/die keine rech/ i te Erkantnus noch Verehrung * des wahren Gottes haben ein Kirchen-Fast feyren wolte : so ^ müßte ich meine Rüft-Tag hal/ ten/und dörffte nicht ohne Vor/ bereitung etlicher Tagen solche Feyrung verrichten. Die unwissenden Heiden hatten die ernst/ hasste Regul / Man solle den Götz t- N N g n d l- 2 tt GuadewTaffel Jesu Christi. 2s Götteren nicht dienen als in Vorübergang/ sondern von haußaus wol zubemtet/rc. Die Juden/welche von Gott abgewichen/ und geholffen seinen ^ohn unseren HErren IEsum wtßhandlen/ und gar zum abscheulichen Tod des Kreutzes verdamm: machten ihnen doch Gewissen über die Rüsttag/ daß ne in denselbigen nicht wollen in M Richthauß hinein gehen: Weil aber Ich under den Christen bin geboren / und aus dem Wort Gottes von dem wahren Gottsdienst underwiesen / solte V weniger Gewissen haben / die ^ag der Vorbereitung zu unterlassen? Abraham der Vat- Lf/wv Gläubigen/ hatte den Befehl/zween Lag zu gehen bis B an 26 Seelen-Andachtbeyb er an den Berg Morm/wo er seine« Sohn Jsaac opfferen solte: und da er unden an dem Berg war / Da ließ er seinen Esel und seine« Unecht zurückgehen / undgieng mit seinem Sohn gantz allein auff den Berg. L) rnein Gott/ Du befihlest auch mir/ ich solle mich dir zu einem Opffer barste!/ ten/und dir meinen vielgeliebte«, einigen Jsaac / mein Hertz/ auß opjftren / ich wildir gar gern die zween Lag mein Opffer zurch sten/ es wird jedoch seine Reinig gung ein lauter Stuck-Werck ^ Und weil die Zeit schon so wert hin ist/ daß ich unden an dem Berg bin/und bis Morgen / mit deiner Hilff/ dasQpfter hinzubringen wtl: So wil ich alM zurück Gnaden Dassel Jesu Christi. 27 ^ ^—--- - -- - n Zurück lassen meine weltiiebende d Haußsorg: Meine Knecht / die / Hchftn / Wiesen / Aecker / und tt Wollüste: Mein Hertz aber wil ig ich dir zum L>pffer allerdingen tt ergeben / und hoffen / wie du dem - / Abraham seinen Sohn gelassen/ le Und an statt dessen einen Widder b Zum Opffer gegeben hast/ also !li werdest du meinem Hertzen ver- ist Fren das rechte Versühnopffer/ ie Esum Khristum / das Lamm ^ Bottes/welches hmweg nimt die ^ fünden der Welt. Damit ich ck vtst deine Gnad erlange/ so wil ich durch die aufrichtige Büß lt hinder mir lassen / alles was dir « misfallet: Und durchweinen it wahren Glauben und hertzliche ^ Seufftzen annemen und ergreift it fen / was deine Gnad mir in der- 0 B 3 nein L8 Seelen-Andacht bey der nem H. Wort und Abendmahl wrrd darreichen. I. Ich bekenevor deiner unbe- greiflichen Majestät und Herr- ttchkeit/ welche die Sünd noch weniger dulden kan/ als mein Zartes Aug Dorn und Distel / daß ich viel Sünden auff mir hab / nicht nur von Eltern ererbet/sondern die ich selbst mit Ge- dancken/Geberden/Worten und Wercken begangen/in dem ich viel tausend anbefohlene gute Gedancken / Geberden / Wort und Werck underlassen: und viel tausend böse/ dremrr verbotten ' sind/ gezeuget und erboren. Dtse alle / HErr/weist du: Der Satan verklagt mich derentwegen: Mein eigen Gewüffen verdamt mich darüber: Was sol ich daß Gnaden -Lasse! Jesu Chr isti. rZ darbet) sagen ? Gott/ der du mem Gott und Heiland bist/ du hast Lust zur Wachest. So wjlich dir sagen was die Wachest ist. Es ist bey mir grosse Unwissenheit / nicht allein in deinen tiesfsten ^ ^ ^ ^44^4 4^44444 4444fV4^^^^4»x44^Vi^v,» - Glaubens: Ein grosses Miß? - trauen/ und beständiger Zweifi- > tel / daß du alles regierest / und ) daß denen die Gott lieben / alle r ^ing zum besten dienen. Bey t deinem Segen und Glück bin ich l nndanckbar / stoltz / und verachte k den geringern Nebenmenschen. - ^§der deinem Kreutz bin ich nn- verehret. Ich mache aber aus Mirselbstenemen Götzen/ deme B Z jedM Zo Geelerr-Andacht bey der -ederman folgen / opfferen und zuruffen sol/das ist Gottes Stini und mcht eines Menschen. Kan ich meinem Ehr-und Geltgertz ein Gefallen thun / so ist mirs ein geringes mein Gewüssen zu verpfänden/ und mit liegen/ schwer- ren/falschen Worten/ Versäum- nus und Vbertrettung deines Worts mein Absehen zu beförderen. Den Vorgesetzten gib ich chr einkomen an Zehenden/ Zins/ Steur unwillig: Den Predigern hencke ich allerley Kahtfle- cken an/ damit ich meine könne entschuldigen:Dte Elteren ha- - den von mir in der Jugend einen kindischen Ungehorsam / indem Alter einen unverständigen Un- danck und Verachtung: Alle die Mich warnen und straffen/ hasse Gnaden -Taffel Jesu Christi. zr 7 ich: Gegen den Reichen bin ich ; neidig und misgönstig: Gegen , den Armen unbarmhertzig: Ge- ; gen den Betrübten ein Schaden- . froh. Ich hasse was ich Neben/ 5 und liebe was ich hassen sol: Und - wann ich Anlaß hab zu etwas - Zorn/ so mache ich ein Feur dar- z aus / das niemand löschen kan. - Die reine Liebe Gottes und sei- > ner Kinderen wird ojft verwan- , delt in Venus-Lrebe / Fleisches- - Lust und Augen-Lust. Mein Gut - Zu vermehren: Mich und die . Meinigen Groß zu machen / hin- ! . gegen meinen Neben-Menschen i ru verkleineren / scheuhe ich mich nicht ein falsches Zeugnus zu geben. . Dise zumal abscheuliche Sün- . den/ haben doch alle jemal auch V 4 etwas zr Seelen,Andacht bey der etwas Herberg bey mir gefunden. Aber ach! nach mehr übel! nach mehr Kummer: Eines bekümmeret mich über alles/ daß auch bey meinen besten Werken daß beste manglet / der Eyfer und die Verharmng. Vor dem Gottes--Dienst keine Vorbereitung. Bey der Verrichtung / in Dem Gebätt/ bey deinem Wort/ bey deinem heiligen Abendmahl mehr die Gewohnheit als die Lust: Nur Gelübd und kein Öpffer / Nach der Verrichtung keine Verbesserung / oder nur einen schlechten Anfang meines Gehorsames / aber kein Fortgang. Bey der Andacht und Gottseligkeit habe ich ey wie lange Weil! tausenderley Welt- Gedancken. Schlaff-sucht und Mü- r- » ß a r l» / l e i ; - Gnade wTaffel Jesu Christi. 33 Müdigkeit. Eben jetzund ver- meyne ich/ ich könne nicht erwarten bis dtse kurtze Vorbereitung/ und wenige Seusstzen ein Ende haben. Mit gutem Willen hat dein Volck Israel sich zween Taggeheiliget/ da du demselbi- genverheiffen/ Am dritten Tag wird der HErr herab fahren vor allem Volck: und doch war das allein mit deinen schreckenden Gesetztafel / und nnt angstma- chenden Zeichen Diese grosse Gnad/ Ehr und Freud bietest du auch mir an: Du wilt kommen mrt der Tafel deines Evan- yeiu / mit deiner theursten Gab mdem Himmel und auffErven. Alt dem besten Manna und Htmmelbrodt zum Ewigen Leben : Gölte ich mich nicht auch B 5 zween H4- Seelen,Andacht bey der zween Tag vorbereitet haben! aber ach ich hab nicht zwey Stunden mit der Heiligung zugebracht ! wer wird allem disem Jamer abhelffen? Wann Adam um einer emtzelen übertrettung willen aus dem Paradelß gejagt/ und ihme aller Zugang ge- speret worden/ lvas habe ich über meine so viel Sünden zu gemartert ? O HErr ich bin der Sünder/wie mich der Satan abmahlet. Ich hab dreewige Verdam- uns verdient / wie diser Feind sie mir anwünschet. Ich leugne nichts: Ich verkleinere nichts: Ich kan mich weder entschuldigen noch beschönen. II. Aber mein heiligster/ voll- komnester Heiland / Schencke mir deine Gerechtikeit / so kan ich ^ ^ Xx Xx vx Xx XX XX XV Gnaden Lasse! Jesu C hristi. Z5 7 ich bestehen vor Gericht. Vber- y gib mir deinen gekreutzrgten Leib/ i- und dein vergossenes Blut/ so i wird die Straff mir abgenommen werden: Und der Würg- Engel mir nicht schaden können. Rede das Beste jurmich bey deinem Vatter/ so kan ich rühmen/ Wer wil die Auserwelten Gottes beschuldigen / Gott ist hie der da gerecht macht / Wer wil verdammen? Khristus ist hie der gestorben ist/ ja vilmehr der auch aufferwecket ist/ lvelcher ist zur Rechten Gottes/und vertratet uns. Du wirst mir ja nicht abschla- gen deine Zürbitt/ da du für mich Massen dein Leben! Es wird dich an mich nicht reuen ein holdseliger Gnqden-Blick / weil dich B 6 nicht. z6 Seelen- An dacht bey der nicht hat gerauen dein theures Blut. Hast du dem Leib und Blut lassen kommen in die Hände deiner Feinde: so wirst du es auch geben in das Hertz deines Freunds/ der dich dafür wil ewig loben und pressen. Ach HErr rede nur ein Wort / so wird meiner See! geholffen seyn. IIl.Gott Heiliger Geist: Mache du mich Khrifti und seiner Wolthatentheilhafftig. Sprich meiner Seelen krafftig ein disen Trost/Meine Kindlein/ solches schreibe ich euch / auff das ihr nicht sündiget. Und so jemand sündiget/ so habt ihr einen Fürsprecher bey dem Vatter/Iesum der gerecht ist. Und derjelbige ist die Verjonung Dr euere Sünde. Mache mich ihme fort- rhn . Gnaden-Tasse! Jesu Christi. Z7 s hin zu dienen willig und bereit / d so hab ich ein Göttliches Beg -- weisrhum meiner Rechtfertig s gung und tvil mich trösten: So s ist nun nichts verdamlrchs an deg ; denen/ die in Khristo JEsu sind/ >r die nicht nach dem Misch warn - deln sonder nach dem Geist. Ach thu es! ja du wirst es thun. g Kann du wirst lieber wollen eig r nen Diener mehr haben als einen ) Sünder: Und ich weiß daß du i mehr Danck und Ehr in dem Z Himmel und auff Erden wirst r varvon haben / wann du mich ) wirst mit der Krafft anziehen - deinen Nanren zu heiligen / als t wannich tveder kalt noch warm Ar deine Ehre gefunden weroe. Vor BeschM dancke ick deiner Hochgelobten Barmhertzig-- keit - k 38 SeelenrAndacht beyder kett vor alle Gnaden und Mittel die du uns zu dtsem Mischen und zu dem geistlichen/ und zu dem Ewigen Leben mitgetheilet hast/ und nach alle Augenblick zutheilest: Gib dinselbigerr dein gedeyen und Allmächtige Krafft daß alle unsere Feinde/Slchtba- re und unsichtbare / uns an keinem Abbruch thun: Sondern daß ich/und alle deine Kinder/ das indische Leben zu bringen in deiner allgemeinen Güte: Das geistliche / in deiner Gelrgma- chenden Gnade: Das himlische in deiner ewigen Herrlichkeit/ und herrlichen Ewigkeit. Laß mir / und allen deinen Kindern werden in dem Vorhoff diser Welt das täglich Brodt / und was man darsszur LeibesNoht: Und ^Gnaden-Taffel J esu Christi . Z9 Und in dem Heiligthurn deiner Kirchen das Seelen-Brodt/das uns starckt wider den ewigen Todt: und in dem Allerheüig- sten des Hunmeis das Hirn mel- Vrodt / und dam t Freud ohn End und Nol)t/ Amen/das werde wahr: Amen/ durch IEsum Christum unseren einigen Mittler und Fürsprecher Amen. Herzens-Andacht An dem Fest-Tag. "Indem Hauß nach dem Morgen- Gebätt. Liebe Seele. §>M ist der Taq so Freudenreich/ ^Denuns derHEu harzubecttt/ Laßt 4o Seelen-Andachtbeyder Laßt uns nun froh seyn alhugleich. Vnd danckenGokt für solcheZeit. Dises ist der Tag an welchem dein König und Heiland seine Kirchen» Beamte dir zuHaußfchicket/mikdem Befehl: Saget derLochterZion/ Freue dich und jauchze: Siste dein König komt zu dir Sanfft-- mühtig/ ein Noythelffer. Liebe Seele: Was sagst dudarzu ? HErr du wahrer und grosser Gott : Jchsolte michbillich verbergen/ wie Adam nach feiner Vbertret- tung. Ich^ solte aus Betrachtung meiner Sünden den HErren an- " schreyen/wie diePhrlister dieBunds- Lade/ da sie in das Lager kam / Gott ist in das Lager kommen: Wehe uns: Wehe uns/ Wer wil uns erretten? i. Sam. 4. tz. Aber weil komr mein König sowil ich ihme entgegen: Er komt SanMrnühtig : So wil ich mich dessen in meinen Schwachhei- Gnaden-Taffel Jesu Christi. 41 ken trösten: Er körnt alsein Nohthelft fer / zu ihme wil ich mich wenden / Gott ist unser Zuflucht und Starcke/ eine Hülffe in den grossen Nvhten/die unstroffen haben. Liebe Seele. Dein himmlischer Bräutigam wil dich besuchen/und dir geben einen Liebes- Kuß : Dich mit seinen liebreichsten Worten erfreuen: Mit feiner allcrherrlichsten Mahlzeit erquicken: Mit seinen allerkostbarsten Grltercn bereichert. Hörst du seinen Gruß/undseinholdfeligesanklopffen? Heut wrl ich in deinem Hauß eilt- kehren. Luc. 19. 6 . Sihe ich stehe für der Thür und klopffe an / fo jemand meine Stim hören wird/ und mir die Thür auffthun/ zu dem werde ich eingehen / und das -Abendmahl mit ihm halten/ und er mit mir. Apoc. z. 20. Mas wilr du meine Seele auff dise angebottene Gnad antworten ? Mein 42 Seelen -Andacht bey der Mein König und mein Bräutigam hak mir mein Hertz besessen. Sbnun wol meine Unwürdiqkert/mich heisset antworten / was der Hauptmann zu Capernaum zu dem HCrren gesagt: Herr ich bin nicht werth/daß duunder mein Tach gehest.Matkh. 8- v. 8- So überwindet doch auch meine Liebe und meine Dürfftiqkeit / daß ich dir die LhürmeinesHerßens am Angelwil auffthun/ und an dich begehren waS unser Vatter Abraham: HErr hab ich Gnad ftmden vor deinen Augen / so gehe nicht vor deinem Knecht über. Mein König/ mein Bräutigam / mein treuster Liebhaber laß dir mein Hertz so wol gefallen als den Stall zu Bethlehem: Zwar ist mein Hertz ^uZiL lKbulum , ein Stall der in vielen Jahren / all mein Leb- Lag nie völliggereiniget worden; Du aber der Held / kehre ein/so werde ich davon sauber / Gerecht / und Heilig und Gnaden Tajft l Je su Christi. 4z und ein Tempel Gottes werden: Kehre ein: HErr wann ich nur dich habe / so frage ich nicht darnach / wann mir gleich §eib und See! verschmachten wolle. Liebe Seele : Sage nichts von verschmachtenEr wil dich mit der Elerherrlichsten Mahlzeit erquicken/ Er rüstet: Kommet mit Freuden. Ach sey nicht stoltz/daß du nicht wollest vor deinem König erscheincn/wie dieVasti vor ihren König/ und wurde verflossen: Sonder tritte vor ihn in deinem schmuck so wirst du Gnad finden wie dre Esther: Heil wie Zacheus: Freude wie Simeon. Komme mit allen Aeudcn / dann er hat es dir befohlen, jauchzet dem Herren alle Welt/ geriet dem HErren mitFreuden/ kommet für fein Angejicht mit Frokcken. Psal., Wgswiltdu ihme entsprechen? ^«ern See! erheb den Herren mein / und 44 See l emAndacht bey der__ und mein Geist freue sich Gottes mch nes Heilands. Wann lch müßte über den Bach Mdron an den Oelberg g>^ henmnddörffte mein Angesicht nicht zu dir meinem Gott /auffheben / und wurde vor unaussprechlicher Angst zittern und zagen/ und Blut schwitzen/ so wäre es das/was ich verdienet hab: Nun aber bin ich in dem Hauß/ wo mein Gott uns verheißen hat: Ich wil sie erfreuen in meinem Bätthauß/ warum sol ich mich mcht freuen? Ich freue mich des/das mir geredt ist/ daß ich werde in das Haus des HErren gehen. Pfal. 122. i. * Inder Kirchen. Liebe Seele / dein Himmlischer Gastgeb spricht dir zu: Nemmet / ' Esset das ist mein Leib / der für euch gegeben wird; TrinckeL das ist mein Blut / das für euch vergossen wird zur Vergebung der Euttdem Das sind die Trachten/ von . ^ Gn aden-TafftlIesir Christi. 45 ' von welchen ich dir kan sagen: Iß/ ^ und Trinck / meine Seele / und hab L guten Mu ht / du hast einen Vorraht I auffviel Jahr hinaus: Das Himmel- » Brodt/ und Himmel-Tranck zum , ewigen seligen Leben. Was sagst auff dise Wort deines z HErrerr? i HErr / gib mir allwegen solch / Brodt! hat Johannes derTäuf- 1 fer / welchen der HErr den Grös- ; festen in dem Himelretch geheis- r sen / und welcher schon in Mutterleib mit dein heiligen Geist erfüllet war/ sich unwürdig geach- e tet / des HErren Schuh zu tra- /' 8m: HErr / wie vil unwürdi- ' Ser bin rch grosser Sünder deinen z yeiilgen Leib zu essen / und dem - ^offenes Blut zu trincken! Ach ' lch brn nicht werth der Brosa- ' inen / die von meines HErren t 46 S eeleti-Airdachtb eyde k Lisch fallen! Ich hab verdienet/ daß ich sötte/ wre der verlohrne Sohn / Essen die Trabern mit den Schweinen: Ja daß ich wie der unbarmherzige Wollüstler / in der Höllischen -Qual / und ' Feurs-Flamm keinen Tropffen Wassers ausbitten könte! Aber lobet mit mir den HErren alle ihr Engettund Menschen--Zungen: Wer ist/wie der HErr unser Gott der sich so hoch gesetzet hat/ und Kuffdas nidrige sihet tm Himmel/ und auffErden. Der den Menschen erschaffen aus dem Staub und den gefallenen aus ' dem Sünden-Kaht erhöhet/daß er uns setze neben die Engel in seinem Reich/und an die Lasset seiner werthesten Gasten/seiner kostbarsten Trachten / seiner grosse- Gnaden-Taffel Jesu Christi- 47 sten Freuden/ seiner höchsten Ehren/ seiner unendlichen/ und unbegreiflichen Herrlichkeit. Lobe den HEr en meine Seele! H Bey dem Gebrauch des Heiligen Abendmahls. Liebe Seele/ Was sind deine Ge- dancken/wann du von deinem Ort gegen desHLrren Tisch gehest ? Nun wtl ich mich austmachen/ und zu meinem Vatter gehen / und rüsten: Vatter / Ich hab gesündigt in den Himmel/und Dr vir/und bin hinfur nicht würdig/ daß ich dein Kind heiße: Mache mich nur zu deinem Laglöhner. HCrr JEsir Christ / wahr Mensch undGott / Ker uns hast vom ewigen Tod/ -Lurch Todergetzet. Daß wrr der grossen Molthat dein Mögen gewiß und sicher seyn / Daß 48 SeelemAndachtbeydee Das Nachtmahl eingesetzet. Ermunterunsdurch deinenGeist/ Daß unsre Seelen allermeist Deiner/O -PErr begehren: Und laß uns dtse Mahlzeit dein Zu unserm Hal ersprießlich seyn / Und dienen deinen Ehren. Was füreinAndachthastdu/ meine Seele/ wann du den Prediger vor der Gemeind sihest ? Himmlischer / Messender Gastgeb r Wie der Haußhalter deiner Gebekmnussenernen jeden von uns siyet / und weißt unsere Gestalt/ Kleidung und Geber/ den : So gehest du herein deine Gaste zu besehen / und sihest auff Mich/ob ich anhabe das Hoch/ zeitliche Kleid des Glaubens und der Heiligung. HErr IEsu / du bist deiner Kleideren beraubet worden/damit ich mit deiner Ge/ rechM Gnaden-Taffe! Jesu Christi. 4» rechtigkeit / Heiligkeit / und ewv- äer Herstichkeit bekleidet wurde. Amen / das bitte ich von dir / *lmen. Das hoffe ich von dir. Wann du sitzest das Brot brechen/untz den Wein einschencken /was hast du damals für eine Meditation? . HErrJEsu/ ich glaub / daß Am Leib so gewiß für mich am 8-reutz geopffert/ und gebrochen / Mid dein Blut für mich vergossen ieye/so gewiß ich mit Augen sehe/ daß das Brot des HErren mir gebrochen / und der Wein des DCrren mir eingeschenkt worden. WZm du sitzest das Brodt/ und den Wem austheilen / welchen Ge- dancken hast du alsdann? K Ss A Seelen,Andacht bey der So gewiß der Diener Gottes mir mittheilet dasgebrochne Brodt / und den eingeschenkten Wein/ so gewiß gibt mir zugleich Gott der Vatter seinen Sohn/ das rechteManna / und Brodt von dem Himmel: und derHoch- i gelobte Sohn Gottes seinen ge- kreutzigten Leib / und sein ver- * gossenesBlut. , Wie wahrhafftig meine Hand die Göttlichen Sigel Brodt und Wein/annimt/ mein Mund die- : selbige isset und trincket / mein Leib solche empfanget / beherberget/ und bewahret : Also wahrhaftig ergreifst mein Glaub Jesum Lhriftum/seinen gekreutzig- tett Leib / und fein vergossenes Blut: Mein Hertz emjssangt/ beherberget / und behaltet ihn. ^ Sag Gnaden-TaffelJesu Christi. 5 ' Sag mir auch deine Gedancken/wann du von dem Prediger das ge, segnete Brodr empfangest? HimlischerVatter/Gib du mir das rechte Manna / und Seelen- Brodtvon dem Himmel / JE- sum/durchden Glauben zu wohnen in meinem Hertzen. HCrr JEsu Khriste/ichhab von deinem Diener empfangen das Pfand deines gekreutzigten Leibs: Gib du mir das himlische Gut / deinen gekreutzigten Lerb 5 Mein Glaub ergreifst dich / in weinem Hertzen / wil ich dich beherbergen/ Amen. Elches fi nd deine Gedancken /wann ouvon dem Prediger den geseg. sttten Wein empfangest ? Himmlischer Gastgeb / dein Hauß - Halter hat mir setz 2 -eben Zs Seelen-Andacht beyder geben den gesegneten Wein / das sichtbare Göttliche Pfand deines unschuldigen vergossenen Bluts: Gib du mir das lMlische Gut / dein theures Blut / welches vergossen zu der Vergebung der Sunden. Meine Seele dürftet nach deinem vergossenen Blut/ und ruf- fet wie die Egel: Gib her/ gib her. Mein Glaub trincket dein vergossenes Blut. Mein Hertz empfangt dein vergossenes Blut. Dein Blut / die seligmachende Krafft deines Bluts / kome über uns/und über unsere Kinder! Dein Blut bewahre mich vor Dem Höllischen Würg-Engel/der umher laufftuns zu verschlingen. Dein Blut/ welches besser redet/ als das Blut Abels: sey mein Gnaden-Taffel Jesu Christi. 5? Z / - r Fürsprech wider die Anklag meiner Sünden/ und Feinden! Amen. Demistalso. Lieber HErrZEsu/ dein voll- komner Gehorsam / dein unschuldiges Leiden und Sterben verhelfte mir zu der Gnade deines Vatters/ zu der Ledigsprechung in deinem Gericht / zukrafftigem Trost im Leben ,/ im Leiden / und im Sterben / und zu dem Ewigen Himmlischen seligen Leben ! Amen! - i.Dancksagutig/fürdte k gnädige Vergebung der l Sünden. >. Zu Gott dem Vatter. Grund - gütiger barmher- tziger G-Ott/ mildreicher Vatter / der dU" Sünde Lz xr» ^ 4 - vergibest/ und erläßest die Missethat den übrigen deines Erb-- theils; Der du deinen Zorn nicht ewiglich behaltest / und beweisest Gnade in daß taufende Glied. L) wie groß sind deine Wunder / und deine Gedancken / die du an uns beweisest / dir ist nichts gleich / ich wil sie verkündigen und davon sagen / wiewol sie »richt zu zehlen sind / ich wil dir ein Zreuden-Mpsserthun/ und Deinem Namen dancken / daß er so tröstlich ist. Dann sihe/ich hakte mich von dir entferrnet/ und DU hast mich gesuchet; Ich hatte mich verirret / und du hast mich auffden rechten Weg gebracht; Ich war verloren/ und du hast mich gefunden; Ich hatte mich vondir abgekehret/ und dir hast . mrch Gnaden-TaffelJesuChristi. 55 - mich wider bekehret; Ich hatte - durch meine Sünden deinen ewö t gen Zorn verdienet / und du hast t mir ewige Gnade versprochen. . Ja meine Boßheit hast du mit / deiner Güte vergolten / meine r Hartnäckigkeit mit deiner säufst, Z Muth begnadiget/ und alle meine 1 Gebrechen mit deiner Barmher, e tzigkeit umfasset. Meine Sän, r den hatten den Htmel zugeschlost - fen/aber dein Abla ß hat ihn wo r der geöffnet / die Decke des Gest, -- tzes hast du weggezogen/den Für, > bang zerrissen / und deine Klar-- e heit und Warheit entblösset / so/ ) daß ich nun durch deine Gnade ; in meinem Geist schaue dasgott, t liche Liecht / und durch deinen ) Trost besitze die himtische Freu, r digkeit / ja durch deine Vergeh - - K 4. blW 56 Seelen-Andacht bey der bung erlanget die selige Ruhe / den lieblichen Frieden/ und die heilige Sicherheit meines Ge- Wissens. Darfur dancke ich dir billich / darfur preiset dich meine Seele/ja ich wil dir lobsingen/so lang ich lebe: Well du nun so überaus barmhertzig gewesen/ und mir meine Sünde so gnädig- lichverziehen: Ach / so verleyye mir femer deine Gnade / daß ich auch barmhertzigkeit erzeige meinen Brudern / meinen gebrechlichen Nächsten/ und ihm seine Fehler von Hertzen vergebe / ja ihn liebe von gründ meiner See- , len/und ihn nimmermehr beley- dige: Hingegen aber erwecke in mir einen ewigen Haß wlder die Welt / und alle derselben Angehörige/ damit ich an deiner Liebe um Gnaden-Taffel Jesu Christi. 57 um so viel fester halte / und dir anhange durch einen wahren lebendigen Glauben / und unbewegliche Hoffnung / ja die Sunde fliehe/mein Leben bessere / und von Tag zu Tag frömmer werde. Solches verleyhe mir mein Gott / um deiner Barmherzigkeit willen: Ach HErr hilff/ ach HErr laß wol gelingen! Amen / inFhristo IEsu/ Amen. 2. Danckjaung / zu Gott dem Sohn. Mild-gütiger/ gnadenreicher HErr IEsu/ der du uns schenkest die Erlösung durch dein Blut/ nemlrch die Vergebung der Sünden/ und ein Geoachtnus gestiffttt deiner K 5 WM A Seelen-Andacht bey der Wunder: Dtr sage ich von Her- tzen Lob und Danck / daß du Durch deine heilige Menschwerdung und durch dein heiliges Ley- den und Sterben / mir armen gefallenen Menschen / einen freudigen Zugang zu der gnad deines himmlischen Vatters erworben durch deinen Eingang in das Heilige/eine ewige Erlösung gefunden: Und mich über das/als ein ewiger Hoher-Prtester / noch immerdar versühnest mit deinem Vatter / daher mir in deinem Namen/ Vergebung der Sünden/ Gnad/ Fried/ Trost und SeeligkeiL täglich verkündiget wird. L) welch eine ft öliche Verkündigung ! L) welch ein tröstliche Zeitung ! Mein Hertz wallet vor Freir- GriademTaffel Jesu Christi. Z- Freuden in meinem Leibe / und mein Zung kan sich nicht hatten ; Ich muß dich preisen / im Naht der Frommen/und in der Gemeine : Ach/wie groß sind dieWerck desHLrren / was er ordnet das ist lieblich und herrlich / du hast ein Gedächtnus gestijftet deiner «rossen Wunder / durch alle dise deine Thaten/ durch alle dise deine Befehl/ ja durch die Einsatzung deines Heil. Nachtmahls. Ach verleihe/ mein HErr/ und mein Gott / daß ich solches Ge- dachtnus allezeit halte/ daß ich dessen nimmermehr vergesse/ daß ich deines Todes / und deines Blutvergiessens stets gedencke/ und deinen Tod verkündige / bis du kommest: Darum ermuntere Mim Gedancken/erkuHte mch K tz MI 60 Seelen-An-acht bey der nen Verstand/ befestige meinen Glauben/stärcke mich in meiner Hoffnung bis an mem End / damit ich wider alle Anfechtungen beschirmet / dir diene in rechtschaffner Gerechtigkeit und Heiligkeit/ die dir gefällig lst/ und endlich durch dise mir eröffnete Himmels-Lhür/ gelangen möge in das ewige selige Leben / und in Das Reich der Herrlichkeit.Wel- ches du mir und allen Gläubigen bereitet hast / von Anbegin zu et- einerewrqen Wohnung: Auren / lieber HErrIEjk/Amen. 3. Dancffagung / zu_ Gott dem H. Geist. Err GotKHeiliger Geist/ jmeinhöchster Tröster/ ja ' du Gnaden-Taffel Jesu Christi 61 du Flamme der Göttlichen Liebe/weil meinHertz oernesTrostes voll ist/ so gehet mein Mund über mit deinem Lob / weil du meine Seele mit deiner Krafft angehauchet/ und darinnen gewürcket eine Göttliche Traurigkeit / zur Reu über meine Sünde. Ja stracks darauff durch derselben Vergebung / eine himmlische Freudigkeit / zu der Bckraffti- gung meines Glaubens / an meinen HEr en und Heiland / so ist es biüich/öaß ich dir dancke/daß ich dich preise / und deinen Namen ruhme/daß du so groffeDmg an mir gethan. Ach / laß mich solcher deiner Gnade nimmermehr vergesse n/ laß müh allezeit - emgeoenck seyn/ daß ich durch deinen krafftigen Beystand/ nach kL Seelen-Andacht bey der dem gnädigen Willen oes Vat- ters/ in meinem Erlöser und Se- ligmacher/Vergebung der Süm den/ und ewiges Heil erlanget/ daß ich durch dich/ dieverschertzte Gnad wider gefunden / und ein Kind des ewigen Lebens worden bin. L) du werthes Liecht/ sencke dich immer tieffer und tiesser in mein Hertz/und erleuchte ferner meine blinde Natur/ daß rch in deinem Lrecht sehe/ was heilig und unheilig / was Göttlich und ungöttlich/ und einen ehrbaren heiligen Wandel führe / alle fund/ liche Begierden dampfte / alle böse Lust fliehe/ meinen Willen breche/oenalten Menschen töde/ und den neuen anziehe.Ia/nichts thue/rede/ -dergedegL/ dann Gnaden-Taffel Jesu Christi. 6z was dir gefalüg: Solches verleihe mir. L) du Geber alles Guten/ der du lebest und herrschest über alles / von Ewigkeit zu E- wlgkett/ Amm/in Khristo IE- su/Amen. Getsiltche Gedauckcn Vor dem H. Abendmahl. Luc. 19. v. 5. Ich muß Heut zu deinem Hauß einkehren. ^T^S Hat zwar ein jeder Tag )>^,sejne eigene Plag/ es hat aber auch ein jeder Tag seine gewisse Freud und Evquickung won dem Herren : Die Güte des HErren ist alle Morgen neu/ ja es bringt ein Tag vsr dem anderen eine sonderbare grosse Freud/ also beschaffen ist dtser hässige 64 S eelemAndacht bey der Tag/ Heut muß ich bey dir einkehren/ spricht der allerherrlichste Sohn Gottes / Heut laßt er seine Stimm hören: Sihe / ich stehe vor der Thür deines Hertzens und klopffe an / wirst du mir auffchun / so werde ich eingehen / und ' das Abendmahl mit dir halten/und du mit mir/ diß ist der Tag/ den der Herr gemachet hat / lasset uns freuen/ und frölich darinnen seyn/L) HErr hilffl -O HErr laß wol gelingen/gelobet sey der da komt im Namen desHErren. Heiliger / Heiliger/ Heiliger Gott / wo ich immer bin/da bin icb in deiner Geaenwart/unb vor deinem allerhei- ^ligsten Angesicht. 'Ich wandele/ lige/ schla ffe/ oder ru- he'sobistdu um mich immerzu/dir sind alle meine Weg bekannt / und wie es um mein Thun bewant/keinWort auff meine Zung mag komen/das du nicht hetst zuvor vernomen/deswegen sotten mein sitzen und stehen/mein gehen und ligen/memeWott/und memeGedan, Gnaden-Taffel Jesu Christi. 65 cken allerorten hcilrq/unddir meinem heilige zusehendenVatter gleichförmig feyn/es ist aberdeine sonderbareGege- wark/ und dein auffsehendes Aug in deinemBätt-Hanß:Da gehest du hinein deine Gäste zu besuchen/deswegen solte ich allda m meinen Gedancke / Geberden/Worken/undWercken noch heiliger seyn / bey deiner Taste! und Mahlzeit ist dein Thron/ deine Majestät/ deineGegenwart am allerheilrg- sten/deswegen solte ich da noch heili- ger/ia am allerheiligsten seyn/aber die H.Cngel sind nicht heilig genug zu solcher allerheiligsten Majestät und Gegenwart/sie bedecken dannenher mit jhren flügeln ihre Angesichter / wie soll dann ein elender / sünl> licher / sterblicher Mensth / wie ich bin/vor disem so grossen Gott/und seinem heiligen Dienst erscheinen : Wie sol ich börsten mit dir zu Tisch sitzen/ undzuGastessen/der ich nicht werth bin vor dein Angesicht zu komen/aller > biüichst 66 Seelen A ndacht bey der billichst klag ich wie dein treuer Prophet geklagt hat/weh mir/ ich muß vergehen, dann ich bin von unreinen Lip- pen. HLrr/ well ich nicht kommen kan so heilig als ich sol/wil ich kommen so bußfertig als ich kan / weil ich nicht genugsamHeiligkeit habe/wil ich desto mehr Demut mit mitbringen: Weil ich so unrein bin / wil ich mich in dem Wasser-Bad deines Worts/und deines heiligen Sakraments desto hefsti ' ger/ und mit aller Macht waschen/ weil ich so wenigGuts mit mir bringe/ wil ich bey der Huell alles Guten desto mehr schöpften / du befihlest mir/ ich sol kommen / gib Gnad/ O HErr / daß ich recht komme/ich sol nemmen/ gib Gnad/ DHErr/daß ich mit Maria den besseren Theil erwehle / welcher von mir nimmermehr genommen werde / ich sol essen/ ich sol trincken/ laß mich deiner Güter gemessen / die du verheissen hast/denen die dir gehorchen/ich sol glauben/ja mein HErr / - Gnaden-Taffe lJ esu Christi. 67 ' weil ich nichts verdienen kan / wil ich - desto hertzlicher glauben. Gott Vat» . ker/ ichglaub/ daß du deinen einigen r Sohn in die Welt gesant hast / daß t er mich mit seinem vollkommenen Ge- t horsam/ und unschuldigen Leyden und > Sterben/von allen meinen Sünden/ l und deren wolverdienten Straffen er- t löse / und mir die Gerechtigkeit / und ' das ewige Leben erwürbe. JEsu / du » wahrer Sohn Gottes / ich glaub / daß ? du mein Fleisch und Blut an dich ge- ' nommen/in demselbigen/ mit Gehör- r sam und Leyden/ deinem himmlischen ? Vatter für mich genug gethan / und f daß dein Gehorsam und Leyden mich ? erhalte zu dem ewigen Leben. Gott ' > Heiliger Geist/ich glaube/daß wie r die Seel alle Gliedmassen meines k Leibsmtt dem Haupt vereiniget / und s ihnen allen das Leben gibt: Du auch r uns Gläubigen mit unserem Haupt . JCsuChristovereinigen/und das Le> ' den/ das auöGottist/ mittheilen wer. I vest/ 68 S eelen-Andacht b eyder best/ derGeist ists der da lebendig machet. Mein Dreyeiniger / Hochzelob- ter Gotk/ du verheizest mir es sol meine See! in Wollust satt werden / und ich werde ewig leben/ ich bin viel zu gering aller Barmhertztgkeit/die du au mir thun wilt/aber mir geschehe nach deinem Wort: HErr/ich bin nit werth/ daßduunder mein Dach gehest / aber ichwil dich doch von mir nicht abweisen/wie Petruö/und nicht sagen/ Herr gehe von mir hinaus / ich bm em sündiger Mensch/ sondern mit dem Vat- ter derGlaubigen/HErr/habrchGnad funden vor deinen Augen / so gehe nicht vor deinem Knecht über: Amen / dise Gnad laß mir Heut widerfahre»/ Amen. Das erste Gebätt. Vordem H. Abendmahl. Etreuer / lieber Himmels scher GHttttttdVatter/ Ulk- ^ Znaden Taffel Jesu Christi. 69 ^ unsers HErren JESU Khri- i- sti; Du hast deine Barmher- id tzigkeit / in meinem gantzen e. Lkeben / insonderheit aber seyther n du mich mit der Erkantnus dei- H Ner Warheit / und meiner See- h/ len Heil und Seeligkeit begäbet/ ^ reichlich und überschwmgtich an „ mir bewiesen / wie du dann auch 1- bey jetzt gegenwärtiger Stund / den herrlichen Schatz deines >d Reichthums vor mir auffschlies- je fest / und mir ZEsum Khristum r / gantz und gar / mit allen seinen t/ b^rt und Wolthaten anbietest. Dieweil du dann / L) Gott meines Heyls / es also haben wilt / daß ich deinem heiligen Wort gehorche / und zu deinem Tisch i/ hinzu trette; Ach/so laß nicht zu/ '/ HErr / daß es zu meiner Ver- dam- 7<> Seelen-Andachtbeyder damnus geschehe. Doch soll ferne von mir seyn / daß ich mich scheuen oder forchten sott/ dann du hast mir das Hertz gerühret / mrt rechtschaffener und ernstli- . cher Büß. Ich empfinde bey mir/HErr/daß du mir den Glauben starckest / und daß du mir selbst die Hand bietest / daß ich heut den Iemgen empfange / der da eine Ursach ist an meiner Seelen Heyl und Seligkeit. L) des seligen Tages / auff welchen ich für dir bezeuge / daß ich meine Sünden wil für einen Greuel halten / und meiner Missethat ' absagen / damit ich zu der Messung des Sacraments/des neuen Bunds zugelassen werde. L) gütiger Gott / thue mir jetzund die ? Gnad/daßjch den Todt meines * Hev- - Gnaden Taffel Jesu Christi. Heylandes verkündige. Mache/ daß ich aus seinem Leyden verstehe/wie groß dein Zorn ist gewesen/ nm hefftig und vollkommen deine Gerechtigkeit wider die Sünde/ dieweil du dieselbe zu vertilgen/ auch deinem eilige- bohrnen Sohn nicht haft verschonet. Gib daß ich deine unendliche Barmherzigkeit gegen uns erkenne/ dieweil du den Gerechten/ ja deinen einigen Sohn für uns/ die wir derne Feinde waren / in den Todt gegeben: Und daß ich Mich über die grosse Liebe / die dein Sohn zu mir tragt/hertzlich verwundere/ dann er hat meine Sünd / und deinen Zorn auffsich geladen/auffdaß er sich mir zu einer Speise des ewigen Lebens dargebe. T) HErr/ wie bist du Seelen,Andacht bey der so wunderbar in deiner Güte/ dieweil du Heut disen Tag / durch sichtbare heilige Zeichen meine Freud mehren / und mir ! deine Himmelische und unsichtbare Gaben wilt vor Augen stellen. ! Jetzt zu dieser Stund wirst du nur ein gewisses Pfand geben/ > meiner Vereinigung mit Shri- ! fto / und durch ihne mit dir / L) i himmlischer Vatter/ und mit - deinem Geist. Nun werde ich gewiß seyn / daß Khnstus in nur > rst/und ich in ihm L)! der herrlichen Vereinigung/ die da macht / ' daßich Frieden mitdir habe/das Jesus Khristus all mein Unglück auffsich ladet/und mir alle seine Güter gibt/ daß er mich lebendig macht durch seinen heilige Geist. Daß ich mich vereiniget habe / Gttaden-Taffel Jesu Christi. ;/ mit allen Gläubigen/ und daß / mich nichts scheiden wird von n derner Liebe: Daß mich niemand ir wird aus den Handen meines l- Heilands/ noch aus seiner heilig r. gen Gemein reisten. Ich besorge u mich nicht meiner Sünden/ daß / hie ist das Blut meines Heilan- i- des / welches sie austilget: Noch ) deines Zorns / dann sihe / hier ist it das Siegel meiner Vereinigung !- mit dir. Ich forchte mich auch x nicht Dr dem Teufel / daki Ahri- r- stus hat ihn überwunden: Noch / für dem Lodt/dann ich empfati- s ge heut das Sacrament des ewi- t gen Lebens. Heut diesen Tag ist e mir die Verheißung geschehen / g darzu wird mir auch das Sigel und Versicherung gegeben / daß / wir der Hlm mel offen ist / und t D Haß 74 Seelen-Andachtbey der daß meine Wohnung allezeit seyn wird in dem Hause Gottes. HErr/ mehre mir den Glauben. HErr/ erhebe mein Hertz zu dir. Mache/daß ich die Vor- treflichkeit/ und Nutzbarkeit di- str Dingen fasse zu deiner Ehren/ «nd zu meiner Seligkeit/und daß ich dannenheromir ftstiglich für- vehme/der Welt abzusagen/und m oerWelt zu leben als ein Pilger/der zu seinem Heyland reißt: Und daß ich meinen Nächsten dazu anführe / denselben durch mein gut Exempel baue / daß ich deiner Warheit anhange/ und . dieselbe immer fortfahre zu be- kenuen/wider alle List des Teufels/ und deiner Wahrheit bis an den letsten Seußtzen meines Lebms/Amm. Das. Gnaden-TaffesIestt Christi- 7? l IM Das andere Gebätt/ ^ Vor dem H. Abendmahl. - Allerliebster / gütigster - - barmherziger HErrI^ / su Kyriste / ich armes ; Würmlem mit vielen und gross- - sen Sünden beladen / unterstehe > und begehre zu deinem himmelü- -- schen Tisch / ja zu dir dem Her- : ren Himmels und der Erden zu r kommen/ von dir selig und ftölich j erquicket zu iverden: Ach mein > HErr ZEsu/ ich Krancker kom- > . me zu dir meinem lieben Seelen-- -- Artzt / ich Unreiner / zu dir der - Hnnmelischen Reinigkeit / ich - Hungeriger / zu dir dem rechten k Himmel - Brodt / ach/ ich bitte - deine unaußsprechliche Barm- ' D» hertzi-- 76 Seelen-Andachtbey der hertzigkeit/deine unendliche Süs- sigkett / du wollest mich würdig und geschickt machen / daß ich in Fried und Freud des Heiligen Geistes/ zu deiner Himmels-- Laffel möge tretten. Ach / mein seligster Bräutigam du hast mich/Unwürdigsten auch zu deiner himelischen Hochzeit geladen: Schmücke du mich mit dem Glantz deiner Gnaden/ und Barmherzigkeit / reinrge mein sündiges Hertz/ eeleuchte memen schwachen Verstand/daß ich mich aller unnützen zeitlichen Gedancken entschlage / und dir / » D allerliebster Heyland die Wohnung in meinem Hertzen bereite/ dich das wahre Himmel-BrodL nicht änderst empfange / als wie ich schuldig bm / mit wahwm Blau-- ' Gnaden-Taffel Jesu Christi 7^ Glauben / fester Hoffnung / und inbrünstiger Liebe / zu Trost und Heyl meiner armen Seelen. L) daß ich meine Unwürdigkeit für dir nur recht erkennen tönte: L) ^ daß ich meine Sünden genugsam bereuen möchte / damit sie mir indisem seligen Vorhaben nicht hinderlich waren : Ach bereite mein Hertz würdiglich durch wahren Glauben/Hertzliche Büß/ 1 Liebe und Demuth zu empfangen Visen grossen Seelen-Schatz: Ach / mein HErr und Gott lehre mich bedencken mit was ds- > wichtigem Hertzen / ich disen edlen Schatz empfangen sol: Wie ^ dörffte ich armes Würmlein zu drr dem Himmels - Bräutigam und König tretten/wann du nicht deinen lieben Gnaden - Scepter DZ to 78 Seeken-Andachk b ey der ' so gnädig mir darreichtest; Wie dörffte ich mich unterwinden zu deinem Himmelischen Ltsch zu kom mm / wann du barmhertziger Heyland mich nicht so hertzlich und ftermdlich hattest geladen? ' Ach/sowtlich kommen mein lieb-, stes IEsulein / auff deine Väterliche Einladung / wiewol ich Aschen und Erden bin: Starrte du mein schwaches Hertz/ erquicke meine matte Seele/ befestige meinen Glauben / erhalte «nd vermehre liebe und Hoffnung bis ich endlich in deine Herrlichkeit nrit ewiger Freude und Wonne eingehe/ AMEN. Seuff- ' ^GnadewTaffel Jesu Christi. 7- Seufftzerlein / wann man zu desHErren Tisch gehet. ^ Barmhertzlger Gott und . Vatter/ laß mich dieses her- . lige Abendmahl würdiglich ge- niesten. -O HErr ICsu mein Erlöser / laß mir dein Leib und Blut/ welches du für alle arme reuende Sünder gegeben / durch den Glauben zum ewigen Leben ge-- deyen. L) Gott Heiliger Geist / mein Tröster / lchre mich doch meinen allerliebsten HErren ZEftun mit ' mbrünstiaer Andacht umfangen. H Hemge Dreyeinigkeit/ lasse wrch doch gemessen des heiligen , Mahls/durch wahren Glauben/ und mir gelingen zu meiner Se- ! Wett/Amen. D4 Seuss- tzo GeelenAndachtbeyder Scuffzerlcin / bey Enipfa- hungdesgesegneten Brodts. /oÄ»Er Leib meines HErren und Heylands Jesu Ahn- sti/derfürmrchindenTodL gegeben/speise/ ftarcke/ und bewahre mich in wahrem Glauben zum ewigen Leben/Amen. Bey Empsahung des gesegneten Kelchs. sT^As Blut meines HEnen JEsu Khristi / das für meißle Sünde vergossen / träncke / starcke/ und bewahre mich in wahrem Glauben zum ewigen Leben/ Amen. Danck- Gnaden-TaMJesu Christi. 8L lOanck^Opffer. Nach dem H. Abendmahls 2 . Meine Seele: Wiehochbe- gnadet bist du? Wie sehr geehret bist du bey deinem Gott / daß du bist worden sein Tempel ? Nun hastdu/ was du zu deiner ewigen Freud und Seligkeit hast bedörffen und begehrt. Sthe die Hütten Gottes ist bey den Menschen / und erwtl beywnen wohnen/ und sie sollen sein Volck seyn/ mrd Cr selbst Gott mit Ihnen will Ihr GOtt seyn/ und wird abwischen alle thränen von ihren Augen/ rc Dir, du gesegnete Seele / ist diese v^nad widerfahren. Nun hast du in dir den / der da ist der Weg/die War- yett und das Leben: Den Propheten/ der dir allen Naht von deiner Selig- D 5 test L» Seelen-Andachtbeyder kett osftnbahret:Den Hohenpriester/ der selig machen kan/und will/immerdar alle die durch ihn zu Gott komm / und lebet imerdar/ und bittet für sie: Du beherbergest den KönigHimmels und derEkden/derdrrwil sein Reich bescheiden: Den Ewigen Sohn Gottes/welcher Macht gibet Gottes Kinder M werden/ allen denen/die anseilten Nayimen glauben: Den Erben über alles/ der dich zum Vlit-Erben hatauffgenommen. Darum wiePau- tus den Herren/ da Er Ihme zu seiner Bekehrung erschienen ist / gefraget Hat/ HErrwaswilkdu/oaßich thun solle? So frage auch du denHErren: DErr was wüt du daß ich thunsoll? tk. Deines HErren antwort ist/ Mut das zu memerGedachtnus. Und wil dir anbefohlen haben: Du sollest dise herrliche Mahlzeit mit MnFrerrden halten/ abee dich allezeit ßeißig Gnaden -TaffelJesu Christi. §z fleißig erinnern seinerBarmhertzigkeit und Liebe/die er dir bewiesen: S eines Gehorsams den Er für dichgelerstet: SeinerSchmachund Marter/die Er für dich erduldet: Seiner Schätzen und Gütern/die Er dir hat verdienet/ und durch sein Wort und Sacrament mittheilet. Dise Widergedächtnus muß nicht nur seyn eine verschwindede Erinnerung/ sondern eine wirckende i. DanMs. Glaubens- z. Büß- 4. Liebe- 5.Trost- Gedachtnuß. Weil sie sol 1. Deine Danckbarkeit erwecken. 2.Demen Glauben stärcken. z.Deine Büß fortsetzen. H.Deine Liebe vermehren. 5. Dein Trost und Freud in deinem Leben / und in dem Sterben erhaltenDaS ist deine Pflicht. Mein gnädigster Gott und ge- treusterVatter: Heut ist meinem Hertzen das grosse Heil widerfahren daß du GHtt Vatter / D 6 Soh« 84 Seeleri-Andachtbey der Sohn und Heiliger Gerst bey mir bist eingekehret/ und mir gegeben dein Wort / Sacrament / Krafftund Gnad zu dem Ewigen Seligen Leben. HeM ist der VatterderBarmhertzigkeit uns Verlornen Kmdew entgegen gegangen/ hat uns begnadet / gefristet/ zu Erben angenommen/ mit seinem besten Kleid geschmu- cket / und mit seinem herrlichsten Lamm gespeiset / und mit seinen Nachbarn/ mit den Englen in dem Himmel darüber Freud gehabt. Heut ist zu uns kommen der Sohn Gottes/ und hat gebracht uns gebundnen die Frey- yeit/uns Sündern das Heil / uns Krancken die Artzney/Freuden- ölden Traurigen/ das Hochzeit- HleiddenNgkenden/den Segen wider GnademTaffel Jesu C hristi. 85 wider den Fluch des Gesatzes/ das Leben in dem Tod. Heut ist zu uns komm Gott der H. Geist/ und hat zugetheilet die Wider-- . geburt z u dem ewigen Leben/eine Göttliche Krafft den Schwa- chen/ die Warheit den Irrenden/ Trost den Betrübten / Freude den Sterbenden. Dtse Gedacht- nus erfordert rmd erwecket meine Dancksagung. Bis Willkomm du währterbiast/ Den Sünder nit verschmähet hast / - und komst ins Elend her zu mir/ Wie kan ich das verdancken dir? Das hast du alles uns gethan/ Dein grosse Lieb m zeigen an/ Des freut sich die gantzeChristenheit Unddancktdir das in Ewigkeit. Gib mir/ mein Gott/die Gnad/ daß meine Danck-Gedachtnus nicht lM'Hmt/ sondern allezeit den 86 Seelen Andacht bey der bey mir seye: Und bestehe nicht allein in Worten/und lärm Ver- heissungen/sondern in der That / und in der thätigen Heiligung deines Nammens / Amen. Mein Gott/ und mein Heiland : Ich wil dir auch anloben/ und feyren die Glaubens-Ge- dächtnus. Ich habe deine Göttliche Wahrzeichen und Sigel/ dise geben mir eine empfindliche Krafft zu disem zeitlichen Leben: Also gibst mir dein gekreutzigter Leib: Und dein vergossen Blut in meinem Hertzen eine Krafft zu einem Gottseligen / und ewig seligen Leben. Widerum / diese empfangene Wahrzeichen und Sigel/ Bwdt und Wein/ sind nun mit meinem Fleisch und Blut vminiget/alle meine Feind Gnaden-Taffel Jesu Christi. 87 können sie mir nicht mehr nemen r Also ist / Lieber HErrILsu/dem gekreutzigter Leid / und dein vergossenes Blut mit meiner Seel vereiniget. Alle Feinde werden uns nicht mehr können trennen. Ich bin ein Glied an deinem Leib/ Des tröst ich mich von Hertzen / Von dir ich ungescheiden bleib / In Todes-Noht und Schmertzen. Heiliger Gott: Ich wil auch hinzuthun die Büß-Gedächtnis: Ich wil ohne underlaß daran gebenden/ daß in dem Hiinel und auff Erden nur ein eintztges genügsames Versühn-Opffer für meine Sünden gewesen: Gar allein der Gehorsam / und das Leiden und Sterben des einge- bornen Sohn Gottes: Und daß -er jenige sodises Hpffer mit seinen 88 SeelemAndachtbeyder nen muhtwilligen Sünden ver- wirfft/ kein einiges Mittel in Ewigkeit mehr haben könne für feine Sünde: Ich gevencke auch wann mein Bürg in seiner Um , schuld/ um fremder Sünden willen so ha. t gestrafft worden / wie wird es dem Sünder ergehen?- Ich trage auch in meiner Ge- dächtnus mein Bus-Gelübd daß ich dir bey deinw H.Sacra- menten abgelegt habe: Darum/ wie du mich bey deiner wolthäti- gen Barmherzigkeit vermahnest: So bitte ich dich bey diser inniglichen Barmherzigkeit du wollest mir die genügsame Gnad demes Geistes mittheilen / daß ich wein Leib und See! dir ergebe zum -Opffer/ welches Lebendig/ Heilig/und dir wolgefMg ftye/ ein Gnaden Taffel Jesu Christi. 89 - -- ein vernünsstiger Gottesdienst: Amen: Ja HErr / so seye es um deiner Ehre willen. Amen. Erbarmender Gott und Rätter : Dise deine herrliche Mahlzeit erforderet auch eine Liebe- Gedachtnus. Wann ich gebende und höre / daß du deinen ein- gebornen / vielgeliebten Sohn für mich in den abscheulichen Tod des Kreutzes gegeben/ und Mir um feinet willen viel Kmt- nerschlvere Sünden nachlassest: Wann ich sehe und bedencke daß dein lieber Sohn seine Freuden / Ehr und Güter abgelegt / da ich ein Sünder und dein Feind war r Muß ich dich nicht lieben über alle meine Freuden / Ehren / Guter und mein eigen Leben? Muß lch nicht auch meinen Nach- Ko Seelen-Andachtbeyder Nächsten / meinen Feind lieben/ und Ihme seine wenige Heller nachlassen? Thu ich es mcht / so ist der schaden mein/ und wie ich unbarmhertzig bin / so wurde . ich auch ein unbarmhertziges Urtheil erlangen. Darum HCrr JEsuschencke mir deine Sanfft- muht: Und du Himmelischer Vatter gieß deinem Kind ein die Art seines Himlischen Vatters / daß ich die Liebe über Feinde und Freunde ausgieffe / und meine Gutthaten regnen lasse auff Gute und Böse/ auff sonstige und häßige. Die Gnad wollest du ' nnrgeben. Amen. Gott/der du reich bist über alle die dich anrüsten / deine Göttliche Mahlzeit ist auch meine Trost-Gedächtnis. Bey diser Mahl- ^ Gnaden-LafftlJe su Christi.. Mahlzeit ist alles überaus herrlich: Eshatskein Augge.ehen/ noch Ohr gehöret/nochMenschen Hertz begriffen/ was Gott bereitet hatdenen die ihn lieb haben: Darum ist auch über allen Trost krafftigder Trost / und über alle Freuden aus groß die Freud die ich bey des HErren Abendmahl empfangen. Meine Freude ist gewiß: Mein Gott ich hab dein Wort/ daß mir deine Liebe bis an das End / die Vergebung aller meiner Sünden/und die ewige Seligkeit verheißet: Ich hab deinen theuren Eid/der mir dise deine Gnaden bestatiget:Ich hab deine GöktltcheWahrzeichen und Pfand / die mir solche versiglen r Ich hab demen Sohn/ der mir solche verdienet r Ich hab deinen Heiltz- 92 Seelen-Andachkbeyder Heiligen Geist/ der mir dtse himmeltsche Güter übergiebet: Ich hab den Glauben in meinem Hertzen/ der solche annimmet: Ich hab schon die Erstling der Guteren aus dem Himmelischen Kanaan; Dise machen mich deines Trosts / deiner Kindschafft / ! deiner Himmelischen Erbschafft und Seligkeit gewiß. - Meine Freud und Trost ist groß : Groß ist deine Gnad : ! Groß deine Herrlichkeit: Sie - kan alle Gast erfreuen: Sie gie- ! bet Genügen allen unseren Be- ^ gierden: Sie lasset nicht zu eini- > ^ aes Leid/ noch Klag / noch Ver- - folgung: Sie bleibet vollkomen ' ohne abnemmen in Ewigkeit: ! Da der alte SimeonIEsum auf ^ seine Atm bekommen / fraget er Gnaden Taffel Jesu Christi. 9; ^ der gantzen Welt und seinem Le- l den nichts mehr nach: Der An- l blick des neugebornen Heilands i ziehet ihm alle seine Sinn gen : Himmel: Also sol mein gantzes r ' Verlangen in den Himmel ge- - richtet seyn / nach dem JEsus / herab kommen / und mich hetm-e t holet zu sehen seine Herrlichkeit / dieihme derVatter gegebm bat. l Du grosser Gott / du hast oem : Brodt / welches der Engel dem e Propheten Elias in die Wüsten , gebracht/ die Krafft gegeben/ - daß er viertzig Tag / und viertzig - > Nacht gewandlet / bis an den - Berg GottesHoreb: DlstKraft r wollest du geben: Ja du hast sie : gegeben diesem Seelen-Brodt f von dem Himmel/ welches deine r Bottschaffter mir haben gegeben, k Krafft 94 Seelen^lndachtkeyder Krafftdises Brodts wil ich kommen durch die gantze Wüsten bis in das verheißene Himmelische Aanaan: bisauffdenBerg/auff welchem du allen deinen Hinderen wirst machen einFett-Mahl/ ' ein Mahl von reinem Wein/von Fett/von Marck/von Wem darin» keinHefen ist. Mußichgleich in dem Tod einschlaffen/ so wird mich dises Brovt des Lebens zu dem Himlischen Lebm aufferwe- cken. HErr ich laß mich an deine Verheiffung: Wer mein Fleisch Jffet/ und mein Blut Lrincket/ der hat das ewige Leben/und ich - werde ihn aufftrwecken an dem Jüngsten Tag. Jn diser memer Freudigkeit und Zuversicht wil ich die Wort des AörngsDavlds hkaucheyr Gnaden-Taffel Jesu Christi. 9Z / r - > > k » Ich hab den Herren allezeit für äugen. Dann er ist nur zur Rech- ten/darum werde ich wol bleiben. Darum freuet sich mein Hertz / und meme Ehre ist Mich; Auch mein Fleisch wird sicher ligen. Dann du wirst meine Seel nicht in der Hölle lassen. Du thust mir kund den Weg zum Leben; Für dir ist Freud die Fülle / und lieblich Wesen zu deiner Rechten ewiglich. b. Du gesegneter Gast des grossen Gottes. Haltest du darfür/ daßdu mitdeinemGebätt alleDancks barkeit geleistet / und erfüllet habest? Dein Gutthäter / dcme du mchtö ab« verdienen/nichts bezahlen / und nichts vergelten kanst/ fordert vor, dir noch ein mehrers :Dpffere Gott Danck/ und bezahle dem Höchsten deine Gelübd. Psal. 50.14. DerHTre 69 Seelen* Andacht bey öek k hat deine Gelübd empfangen in den Worten / diese lbrqe begehrt er auch in denWercken. Von der Kirchen Gottes sol man können singen/ wie von . Siom Gott man lobet dich in der Stille (in dem Hertzen ) zu Sion/ , und dir bezahlet man Gelübde. , (in den Wercken ) Psal. 65. r. In disem deinem Gelübd ist be- j griffen deine Gutthatigkeit gegen : den nohtdürfftigen Mitglidern ' deines Heilands. Wie die erste be- ^ kehrte Heiden/auffdie Geburt unsers ' HErren JEsu/ihre Danckbarkeit mit ; der Gutthatigkeit abgerichtet: Sie l thaten ihre Schätze auff/ und gaben § dcmNeugebornen König in dem stand > i seiner ArmutGold/ Weyrauch / und ^ Myvrhen.Also wandele auch du/nicht h als die Unweiseti/sondern als die Wer- ^ sen. Gedencke der Erinnerung in dem ? Lobgesang. f Des sollen wir ihm danckbar seyn / '' Und alle Ehr beweisen: Sein Gnaden-Taffel Jesu Christs. 97 Sein Armen sollen wir ziehen ein- Sie kleiden/trancken / speisen / rc. Bekenne deine Schuldigkeit/ Und deine Unwilligkeit. DuGutthatigster/ himlischer Gastgeb: Die Alten hatten ihre Liebe-Mähler / und darvon fällten sie ein niedliches Essen und Trincken deinen hungerigen und krancken Kinderen.: Ich hatte zwar auch Mahlzeiten aber nur mit meinen guten Gesellen / und Freunden / die michwiderum zu Gast laden: Wann unser Umgang ist/da reuet mich gar nichts/ ich möchte es meinen Gasten mit Kanten eingleisen : Wann zu drsem unserem Wolleben ein Bott Davids/oder ein Fürsprech der Armen komet / so habe ich al- sobald meine entfchuldigrmg wie E Nabal' ^ 8 Seelen-Andacht beyder Nabal. Verleihe mir die Erinnerung deiner Freygebigkeit/welche mit täglicher Speiß und Lranck meinen Leib so wol starrtet und erquicket: Und mit dem himmeltschen Maria meine Seel so hertzlich erfreuet/und vergnüget : Und mich bey der Himmelischen Mahlzeit mit ewigen Wollüsten erfüllen wil: Damit ich dir meine Danckbarkeit mit wurck- licher Lobpreisung deines heiligen Namens/und thätiger Hilff deiner dürjstigeu Glieder bezeuge. Amen. II. In deinem Gelübd ist auch be/' griffen dein Gehorsam/ und unab- läßlicher Fleiß hinfüro nicht mehr zu sündigen. Dir ist es angedinget wie dem / dem der HErr bey dem Teich zu Jerusalem von seinem acht und drey' W jäyrigenSchaden hatabgeholßen: Sih^ Gnaden-Taffel ^fesu Christi. ?§i Sihe zu / du bist gesund w ordert ^ sündige fort nicht mehr / daß dtv nicht etwas ärgers widerfahre. Äoh. 5.14. Die begalMneri und vergangenen Sünden laß dir von Her- yen leid seyn/und die künfstige verhüte mit Gottes Hilff. SeygesinnetwiederJob/ und die Dancksingenden Gäste/ und sag mit ihnen: HErr/Ich hab einmahl geredt ( und vielmal gethan ) was nicht recht ist: Darum wil ich nicht mehr antworten: Hernach wil ichs nicht mehr thun. Job. 39. Vers. 39. Von Hertzen setzen unsern Sinn / Nicht mehr zu fünden fürohin / Die Gnad woll uns Gott geben, -v HErr hilff! L> HCr-/ laß wohl gelingen: Amen. E 2 Ivo Seelen-Andacht bey der Gastliche Gedanckcn Nach Empfahung des gcseg- »eten Brots / und gesegneten Kelchs. M/sey mir willkommen allersüssester / allerschön- ster/ allerholdseligster Herr JEsir/ wie lrebltch bist du meiner Seelen/ ivelche deines Fleisches und Blutesgenossen/ach/wie bm ra- aryetzow glückselig und herrlich/ bey dem IEsu wohnet. Ach / mein IEsus hat nicht verachtet die Wohnung meines Hertzens/ L) meme Seele freue dicb und sey getrost/ dein IEsus hat sich mit dir im Glauben vermahlet / und zu dessen gewissen Mterpfand/dich mit seinem Leib und Gtiadeti 'Taffel Jesu Christi, ror ! undBlut gesperset nnd getrau- cket. Ach/ HErr IEsu entzünde mich anjetzo durch diese allerhei- ligfte Ntessung dermassen in deiner Liebe/ daß/ wie du mein gan-. r tzes Hertz und See! an jtzo ein- - genomen/auch also dein bis ans r Ende meines Lebens verbleiben ' Möge. r Ach HErr IEsu/du Süßester k Meiner Seelen / du Einiger mei- - Ner Seelen/gib daß ich von nichts anders/ als von dir mein Gr- : sprech / und meine Gedancken ' Habe/ und in deiner Liebe mich ! stetig übe. Ach HErr IEsu/laß ' von dir nimmermehr abge- - scheiden werden/und bleibe du ak k lezeit bey mir/um deiner heiligen ^ Liebe willen/Amen. > Ez Wann 4oL Seelen-Andachtbeyder Wann man von dem Tisch desHErrerr hinweg gehet / zu der H. DrepfaWkeik. FTV^Ild-gütiger Gott/gnädig vIF L gerVatter / durch deine Gnade habe ich mich zur himmlischen Mahlzeit gesun- den: Laß mich nun auch im Frieden wider hingehen / durch deine Gnade bm ich busftrtig hinzu getretten/laß mich nun auch gerechtfertiget von hinnen scheiden/durch deine Gnad hat mich ein heüiger Hunger/ und ein Göttlicher Durst herbey getrieben/laß mich nun wol gesperset und getrancket zum ewigen Leben/ wider nach Hauß gehen. L) liebreicher HErr IEsu/ durch deine Gnad kam ich gelüsten zu deiner heiligen Tafel/ durch Gnaden-Lafstl Jesu Christi w? » durch deine Gnade bin ich deines gekreuzigten Leibes und vergossenen Blutes theilhafstig wor- ^ den / durch deine Gnade lebe ich » nun tn dir/ und du in mir / durch ^ deineGnadebinichvonderWelt ^ abgesondert/ und mit dir vereint- - get / durch deine Gnade bin ich » den Sünden abgestorben / und l lebe hinfort ewiglich. Ach hilff/ - daß ich solche Gnade nimmer- - Mehr verschertze. j L) höchster Tröster / HTrr ^ Gott heiliger Geist / der du mit deinem heiligen Trost mein Hertz c erfüllest/ meine Seele zum wah- ? ren seligmachenden Glauben un- derweisen / und sie geführet / wo- , hin sie begehret. Ach / verleyhe - Gnade / daß ich diese meines / Heylands Wott / Nemmet hin E 4 M rö4 Recken-Andacht bey der und esset/ das ist mein Leib / für euere Sünde in den Todt gegeben : Nehmet hm / und tttncket mein Blut/für euere Sünde vergossen/fest m mein Hertz schlresse/ damit lch meines Erlösers / und seines bitteren Leydens undfter- vens allezeit gedencte/ ihme folge/ Ahristlich lebe / gedultig ley- de und seliglich sterbe. L> du hochheilige einige Drey- falttgkeit/die du mich armen Sünder von allen meinen Sünden gereiniget/ und zur Versicherung meiner Seligkeit/ dieser heiligen Mahlzeit wurdiglich gemessen lassen / dir sey Lob und Danck gesagt in Ewigkeit / Amen/ mKhristo JEsu/ Amen. Gast» ^ Gnaden-Tasftl Jesu Christi. 105 - Gelsiltche Andachten i Nach dem H. Abendmahl. < j6?L^Eme viel-gesegnete See- . 0) I! le / jetzund hast du em-- ^^I pfangen/ was kein Aug gesehen / was kein Ohr gehöret / was keines Menschen Hertz be- greiffen kan / das Gott bereitet hat/denen die ihn lieben : Jesum den Bezahler unserer Schulden/ Uberwinder unserer Feinden/den Versöhner unsers Gottes / den Hertzog des Lebens. Da Simon diesen HErrett in seiner zarten Kindheit / m semer grossen Armuth / tieffer Ernidriaung auff feine Arme hat überkommen/ hat er alle Freude dieses Lebens / alle Liebe zu dieser Welt fahren lassen / und auff seinen Heyland E 5 gewen- io6 Seelem-Andachtbeyder gewendet. Nicht nur auff meine Arme/ sondern in mein Hertz Habeich überkommen Jesum/ aller Gläubigen Trost / wie ist dir darüber zu muht / liebe Seele/ hast du nun mehr Freude dann zuvor/ ist dir auch die Welt/ oder zum wenigsten dre Sünde in der Welt um etwas erleydet? Hast Du nun mehr Liebe zu Gott / zu dem Himmel/und dem himmeli- Gen Leben ? Da jener Hirt sein Schaust/welches er von hundert verloren hatte/wider gefunden/ Hat er allen semen Freunden und Nachbaren zusammen gerussen: Freuet euch mit mir / lch habe mein Schaust funden/das verloren war. Meine hoch-erfreuete Seele/ du hast jetzund gefunden / das Lam/ dergleichen nur eins ist GnademTaffel Jesu Christi. 107 im Himmel und aufsErden/das Lamm Gottes / welches hinweg mmt die Sünde der Welt; Muffe allen deinen Freunden und Machbaren/ allen deinen Sitten zusamen/ und sage ihnen: Freuet euch mit mir / lobe den HErren meine Seele / und was in mir ist seinen heiligen Namen: dann wir haben das Lamm gefunden/ welches uns zur ewigen Seligkeit durch hilfst; Lasset uns freue und fröltchf seyn / und ihme die Ehre geben/ dann die Hochzeit Des Lamms ist kommen. Das Weib/ welches ihren Verlornen Groschen wider gefunden/ hat gleicher gestalten begehret/ alle ihre Machbaren sollen mit ihr Freude haben: Meine glückselige Seele/du hast heute emp- E 6 fangen/. ioz Seelen-Andacht bey der fangen/ nicht nur ein Stück Gold oderSrlber/welches am Tag des Zorns nicht helffen kan/ sondern Las vollkommene Lösgelt unserer Sünden--Schulden / die völlige Bezahlung des Himmels / warum selten mcht alle deine Sinne mitdir Freude haben? HErr/du leuthseliger Gott und liebreicher Vatter/ bey dir ist ja Freud die Hülle/ du hast mich treflich erfreuet in deinem Batthauß / du hast mich mit dein gekreuzigten Leib / und mit dein vergossenen Blut deines eingebornen Sohns/ gespeiset und getrancketzü ewigen Leben! Verlethe/daß biß dein H. Sacrament mich von Sünden reinige/in meinem Glauben starke in meiner Schwachheit auff- kichte/deimr Gnad verstcheze/m Gnaden-Taffel Jesu Christi. 109 aller Traurigkeit tröste/und nrich endlich zur ewigen Seligkeit einführe. Himmelischer Vatter/du hast mich gespeiset mit Engel-Brodt/ so gib mir jetzund auch eine Englische Jung / dich nach Gebühr Zu preisen : Und weil nun das Fleisch und Blut/und der Geist JEsu Ahristt bey mir wohnet/ so laß mich auch verspühren ihre Krafft/ zu einem heiligen Leben auffErden/und zum allerherlig- sten Leben in dem Himmel. Lebe/ L) lebe bey mir HErr JEsu / in meinerirrdischen Hütten/daßich bey dir in deiner Himmelischen Wohnung leben möge in Ewigkeit :Was mirallhrer/dir zu dan- cken ermanglet/ wil ich daselbst mit einem ewigen Halleluja ersetzen. setzen. Zn alle ewige Ewigkeit sol man von mir keine andere Stimme hören/als: Gelobet sey Gott / und der Vatter unsers HErren IEsu Ahristi/der uns gesegnet hat / mit allerley geistlichem Segen / in himelischen Güteren durch KHristum : Das Lamm/das erwürgetist/ istwür- dig zu nenien Krajft/und Reichthum/und Weisheit/ und Stärkte/ Lob / Ehr/ Preiß und Gewalt/von Ewigkeit zu Ewigkeit/ Amen. Gebätt und Dancksagung / nach dem Abendmahl. ;Je soll ich demHerren ve»- t geltendasgroffe Gut/die ^ überschwangliche Wol- that / so er mir jetzund an seinem htmelischenLtsch Geiget; Mein lieb- GnademTaffel Jesu Christi- m liebster Heyland hat mich mit seinem Leib/ an meiner Seelen himelisch gespeiset: Mem Hertz- getreuer Erlöser hat meine Seel / mit seinem heiligsten / theuren Blut seliglich getrancket: Mein hertzliebstes Iesulein wohnet in mnvund ich in ihm / meine Mist sethat ist verziehen/ mein Gewissen ist beruhiget / mein Glaub ist gestartet / meine Hojfiiung zum seligen Leben ist befestiget / mein Leben mit gantzem Ernst zu bessern habe ich mir vorgenommen/ O mein HErr IEsu/wiekanich dir vergelten alle diese Gnade. Ich wil den heylsamen Kelch nemmen/ und des HErren Na^ men predigen. Ich dancke dir mein hertzliebster Himmlischer Vatter/ daß du dift hochheilige Speiß nr Seeleli"Andachtbeyder Speißund Tranck / mir zur jW gen Erquickunggeschencket hast: Ichdancke dir mein ewig geliebter Erlöser/ daß du meine matte Seele gestärcket/und meineSpeiß und Tranck zur ewigen Herrlichkeit worden bist. Ich dancke dir / L) Gott H. Geist / du allersüsse- ter Tröster / daß du meinen Nlaubengestärcket/ und dise Ho- -e Gnad in mir kräfftiglich ver- rglet hast: Gelobet sey des Her- en Nam/oon Ewigkeit zuEwig- °eit / für dise unergründliche Gnad und Seligkeit. Sey nun zufrieden liebe Seele/ der HErr hat dir diesesGut erwiesen. Gott mein Hertz ist bereit daß ich singe und lobe/wache auff memeEhre/ wache auff Psalter und Harpf- ftn: HLrrich wildirdanckenrm- Gnaden-TäffelJesu Christi. i-z ter den Völckeren/ichwil dir Lob- stngen unter den Leuyten/ dann deine Güte reichet so weit der Himmel ist/ und deine WarheiL so weit dieWolcken gehen .'Freuet euch mit mir alle fromme Her- Hen/mein HErrIEsus hat mich gespeiset und getrancket / darüber werde gelobet / sein hoher hmli- cherNam vonEwigkelt zu Ewigkeit : Wer bin ich HErr/HErr/ und was ist memVermögen/daß du mich so hoch begnadigekhast ? HErr/ viel zu gering bin ich aller der Barmherzigkeit und Treu/ Liebe und Güte/ die du auch je- tzunder an mich Unwürdigsten angeleget hast: Ach/ HErr mein Gott laß dieses grosse Heil nimmermehr aus meinem Hertzen Und Pedachtrms kommen. Gib/ mein »4 ^eeseti-Andachtbeyde r - mein HErrIEsu / daß ich durch Gottseligen Wandel/durch tägliches hertzliches Gebatt / durch gedultiges Leyden / allezeit erweise/daß du mein höchste Zuversicht in mir wohnest: Ach/ - »nein ewig getreuer Heyland / wann sich die Sund widerum in mir wil regen und bewegen / so steure du selber mit dernem heiligen Geist / daß ich durch deine Krafft ritterlich kampffe/ und nit überwundenwerde:-O HErr JEsu/tilge von Lag zu Lag je langer je mehr aus deiner so theur erworbenen Wohnung/ die übrige Schwachheiten/und stehe mir bey / wider alle meine Seelett- Feinde/damit sie mich nicht überwältigen. Nun gehe ich mit Freuden auch um / und wil verkünd Gnaden Tafirl Jesu Christi. 11 5 kündigen das grosse Heil Gottes den Betrübten und Angefochtenen Verzagten und Kleinmüh- tigen/ daß sie auch zu diser Gnaden- Quelle eylen/ und mit mir den HErren preisen. Ach mein Gott / ich kan nicht vergessen drses Seelen - Schatzes / was grosses Heyl ist meiner Seelen widerfahren: Nun bin ich freudig / mein lieber Heyland / abzu- scherden/und beydrr zu seyn/dann Meine Augen haben dich gesehen/ Meine Seel und Leib haben dich geschmäcket: Dir/ Qallerliebster HErr Iesu/ samt dem Vat- terund H. Geist/ sey Preist und Ehr /Lob und Herrlichkeit/ von nun an bis in Ewigkeit/Amen. Ein ri6 Seele n- Andacht beyder Ein andere Dancksagung ' nach dem H. Abendmahl. Lh dancte dir / Himlischer ^XA Vatter/für deine unaus- t^t^sprechliche Gnad / daß du mich armen Sünder nicht allein in disem zeitlichen Leben erhaltest/ und das tagliGe Brodt bescherest: sondern vielmehr / daß du mich in deinem Sohn JCsu Ahristo : dessen Gliedmaß ich worden bin/ widergebohren hast zur Hoffnung des ewigen Lebens. Ich war nicht würdig auffdisem Erdboden zu leben / und du wilt wich noch in deinem Reich ewiglich leben lassen. Unsere Sünden haben deinem lieben Sohn den bittern Tod des Lreutzes verursachet/ und Er yat uns dan- noch seinen gekreutzigten Leib/ und Gnaden-Taffel Jesu Christi. »7 und sein vergossen Blut zur speiß und zumLranck der Seeten verordnet. -O HErr Gort/ sch. ftin mir durch Krafft drfer Speiß ein neu Hertz / daß ich den fleischlichen Lüsten / und allen Sünden absage/ und Ahristo IEsu lebe in aller Heiligkerr und Gerechtigkeit / damit ich nicht vergebens solche Gnad empfangen habe / und nicht gering achte das theure Blut / in welchem ich erlöset bin. Es ist doch das Blut des neuen Bunds. Darum verleihe mit die Gnad / daß ich deinen Bund halte/dem Lob verkünde/ und dir den schuldigen Gehorsam erzeige/und nicht disen Lag allein/sondern alle Tag memes Lebens / halteLhristumIEsum/ und sein theures Leiden mr Ge- LIF dachtnus / und strebe ohne un/ Verlaß nach dem ewigen Kley/ nod/ daß er uns fürstellet/ und mit fernem Blut erworben hat. Behüte deme Khristliche Ge/ ^ meind für Schand und Aerger/ nus/ auff daß sie / als die reine Braut IE.'u Khristi/ in deiner Forcht und hertzlichen Liebe er/ halten lverde. Dann er hat ja dteselbige erworben/nnd ihm vermahlet / und hat uns die hei/ ligm Sacrament / als denLreu/ Schatz und Ring hinderlasien/ bis die völlige Hochzeit und Heimführung an jenem Lag ge/ ' scheyenwird/ oa wir ewiglich bey ihm seyn/ und das rechne Hrmel/ Brodt ohne Zei yen / und irrdi/ schen Elementen essen und trin/ chn werden. HErr / laß uns / dhe Gliaden-TaffelJesu Christi. drse Ding von Hertzen bedencken/ und den guten Kampff des Glaubens ritterlich kampffen: Sintemal uns weder Tod noch Leben / weder Künfftiges noch Gegenwertiges von demer Liebe und unserem HEnen K'hristo scheiden kan: Und sterben unser Gewinn/ Khristus aber unser Leben ist / jetzt und in Ewigkeit / Amen. Ein andächtigesGebätt/um ein neuen Gehorsam. ^?>L)m/L)HErrGott Hei- liger Geist / und lasse mir vom Himel herab erscheinen/den Glauben dernes Liechts/ lehre und regiere mich / und gib mir in mein Gemüht ein / was ich thun und lassen sol. Leite mich in deiner Warhett/und eröffne in irs Seelen-Arßney bey der mir das Verstandlrus / und vermehre in mir/ ern rechtes Gott- ! liches Verstandnus. Laß in mir zunemmen den Glauben/ Amuf- ung / Liebe / und andere GL)tt - wolgefallige Tugenden. Und ! mehre in meinem Hertzen die Er- , kantnus des großen unerforsch- i lichen Geheimnus von unserem « lieben HErren Khrtsto. Schreib i dasselbe in mein Hertz mit leben- i digen Buchstaben/tvas ich nicht ^ weiß / das lehre mich / was ich i Nicht habe/ das gib mir / was ich i nicht sehe/dasweise mir/was ich ^ habe/das vermehre und erhalte , mir. i L) du GOLL der Wahrheit! < Erhalte mich in deiner Wahr- < heit/nim weg allen Arrthum/und ! behüte mich / daß ich an deiner , Gnad Gnaden TaffelIesir Christi. «r Gnad ja nicht ziveiffele. L) dir Brunn der Weisheit! Sey du Meine Weisheit/ Naht/ LiechL und Auge/ verleihe mir glücklichen Fortgang und Segen/ in allem meinem Thun und Vorhaben/ undhilff/ daß rch weislich und gottsförchtig wandele/ wie einem frommen Khristen gebühret. Heilige meine Seele/ und schaffe in mir ein reines Hertz. Entzünde in mir alle Tugenden/ die deinem Willen gleichförmig ßnd/ und behüte mich vor dem List des Teuffels/ auff daß ich nicht m seine Strick komme/nicht m Sünd gerahte/ und aus oeu Sund in die Straff falle/ und grimmigen Zorn auff mich lade. Behüte mich vor allem Vöel Und Gefahr Leibes und oer Gee- S lerr/ <22 Seele »-Andacht bey dee , len / Md vor allen meinen Fein/ j den. du Gott des Trostes! Trö/ , ste mich m allen meinen Röhren und Trübsalen / gib memem Geist das Zeugnus / daß ich ern Kind Gottes,ey. Dieweil ich aber wcht weiß / was ich bitten sott / so bitte du vor mich mit um aussprechlichen Seuffzen; Trö/ . ste mich in allem meinem Kreutz , rmd Elend/richte mrch auß; Er/ ' Hatte und verlaß mich ja nicht; l Stehe mir bey im Leben und Todt; Erquicke mich/eheich vott. hmnen fahre ; Rede mich auch an in meinem letzten Sterb/ ( Stündlem/ und sprich zu meiner ^ Seelen: Ich bin dein Heyl; Er/ ^ fülle mein Hertz mit Freuden/ . Wd mache mich zu deinem Leutt Gnaden -Laffel Jesu Christi is§ ^ pel in diesem Leben/ und in alle Crvigkert. Deine Barmhertzigkeit / die ^ da Himmel und Erven erfüllet / ^ > die umfange auch mich armen st Münder / dieselbe schütze und be- l, jvahre mich vor allem Voel/ die- ^ selbe segne mich/ und mache mrch r- selig / hte zeitlich und dort e oig- ^ ltch / durch unseren lieben Erlöser a Ab Seligmacher IEsum ^hri- ^ uumAmen. > Em schön Gebätt/um einen ^ neuen Gottseligen Wandel. Gütiger Herr Jesu.' Allmächtiger Gottbarmher- . .Mer Vatter/ erbarme dich über mich armen Sünder/ Und vergib mir alle meine Missetat. Verieyhe mix / daß ich 8 » wich 1L4 Eeelen-Andachtkey der , mich für allen schädlichen Lüsten der Welt hüte / und alle Anfechtungen des bösen Geistes überwinde/auffdaß ich allezeit thue und halte / was du heissest / und lasse was du verbelltest. Hilff/ daß ich allzeit fest all dich glaube / auffdich hoffe / deinen Namen liebe/ und für dir also lebe/wiees dwgefällig ist. Gib saß ich allezeit geneigt sey zuk Gottseligkeit und Demuth ! Hilff/ daß ich mein Fleijch und Blut stets im Aaum halte / mich aller Zucht und Tugend beflets-. sige/und Lust habe deinen Nani- men zu loben / dich anzurüsten/ und deine Wolthaten zu betrachten. Gib / daß ich allezeit thue und gedenke / was du haben wilt/ am h- r- Le td ltl lS » rd ch -st. -/ rö .-/ Enaden-Taffel Jesu Christi. 125 ---. — auff daß ich dir diene / mit reinem/ nüchterem/andächtigem/ rechtschaffenem Hechen/und willigem Gemüth. Lehre mich allezeit dein Wort und deinen Willen/ und gtb daß ich Lust und Liebe dazu habe/ dasselbe gerne höre/ fleißig lerne/ und mich darnach richte. Verleyhe mir / daß ich allezeit mit Demuth im Guten zunehme / und ja nicht abnehme. Laß mich nicht mein Gott! In meiner menschlichen -Unwissery yett/und zeuch nicht von mir die Hand ab in meiner Schwachheit. Führe michnichtnach meinem Verdienst / sondern nach deinem guten Willen allein. Regiere mrchgnadiglich/ und richte §ü nmn Thun und Gedärmen S 3 nach rr6 Seelen Schmuck zu der Nach deinem Wolgefallen / auff daß ich nichts anders dencke / nichts anders thue / auch ZU Nichts anders dtenen möge/ohn allein / was du wtlt/ und dir qe/ fällig ist. Erlöse mich von allem Vbel/ und bringe mich aus die-- femELend ins ewig Leben/Amen. II. Gecken »Schmuck Zu der himmlischen Hoch- rert.Hebr. x. - rz. So wir dann nun haben/ licbenBrüdcr/ die Freudigkeit zum Eingang in das Heilige / durch das Blut ZEsu / welchen er uns zubereitet >v ji» LL ^ ^ » htl iilrschetiDochheik. rr^ rettet hat zum neuen und lebendigen Weg / durch den Vorhang/ das ist/ durch ftin Fleisch/und haben einen Ho- Hen-Priester über das Hauß - Gottes. So lasset uns hinzu . gehen mit wahrhafftigem Hertzen/ in völligem Glauben / besprenget in unseren Hertzen / und los von dem bösen Gewissen / und gewaschen am Leib mit reinem Wasser/und lasset uns halten an der Bekantnus der Hoffnung / und nicht wan- cken/ dann Er ist treu der fie verheißen hat. Seelen,Schmuck zu der U werthe Th ri<>en-(^eele/ dein himelischer Bräutigam hat mündlich gelehrt,und dir durch eins seinerWerbern schrifftlich hinderlassen: Da6 wird das Hun- rnelreich gleich seyn Zehen Jung- frauen/die ihre Lampen nahmen/ tmd giengen aus / dem Bräutigam entgegen : Aber fünffunder jh, Kien waren khorecht/ und fünffwaren Klug. Die thörichte» nahmen ihre Lampen/ aber nicht Oel mit sich/ die klugen aber nahmen Oel in ihren Ge« Men/ rc.Zu Mitternacht ward ein Geschrey:Sihe der Bräutigam kom- »net/gehtt aus ihm entgegen/ rc. Der Bräutigam kam/ und welche bereit waren / giengen mit ihm ein zu Der Hochzeit: Und die Thür ward »erschlossen. Zu letst kamen auch die «nderenJungfrauen / und sprachen: HEp/HEn/thu uns auff.Er aber ant- himlischen Hochzeit. 129 antwortet/und sprach: Warlich ich sage euch/Ich kenn euer nicht. Dar» um wachet / dann ihr müsset weder Tag noch Stund / in welcher des Menschen Sohn keinen wird Matth. i. Mit äsen Wortenthut dein Bräutigam dich erinneren / daß du nicht in dise Welt gehörest: Du seyest in der Welk eine Jungfrau / santz frey und ledig/ jedoch anderwer- rig verlobt: Verlobt bistdu mit dem/ der da spricht: Ich wil mich mit dir vertrauen in Gerechtigkeit und Bericht / in Gnad und Barm-- Pertzigkeit: Ja im Glauben wil rch mich mit dir verloben/ und du wirst den HErren erkennen. Hos. 2. y. 19. zo. Diser ist der Sohn/ dem der grosse König Hochzeit machet/ und welcher seinen Botten ru dir sendet und sagen lasset: Siye S 5 meine Ho Seelen-Schm uck zu d er meine Mahlzeit hab ich bereit / meine Ochsen / und mein Mastvieh ist geschlachtet/und alles bereitet/ kommet zur Hochzeit. Match. 22.4. Die Lehrer sind aus- gesendkum dich zu werben/und sagen/ nachderMacht/ die ihnen der Bräutigam hat gegeben: Ich habe euch vertrauet einen Maim/dasi ich eine reine Jungftau Christo zubrächte/ 2. Cor. ^i. v. 2. Die Himlischen Helden und Geister sind die Brautführer / ausge- sendt/ dich zum Bräutigam heimzuholen und auff deinem Heimweg zu behüten / daß du deinen Fuß nicht an einen Stein stoßest / Psal. 91.0. n. Dein Bräutigam komkdir entgegen/ ' nach seiner Verhci-stmg: In meines Vatters Hauß sind viel Wohnung : ivaüs nicht so wäre/so wolt ichs zu euch sagen/ Ich gehe hin euch dieStätte zu bereiten.Aoh. 14. 2. Wer kan dir deine Ehre/ und deine Glückseligkeit genug- Wüschen Hochzeit. nugsam beschriben / und wol dem Menschen/ dem es also gehet! Wol dem Menschen / dessen der HErr ein Gott ist! Wol dem Menschen / dessen der Sohn Gottes der Glantz seiner Herrlichkeit/und das Ebenbild seines Göttlichen Wesens/ der Erb über alles/sein Bräutigam ist Bleibe an ihme ein treue Braut / und hab in ihm allein deine Freude wieAssaph-Du leitest mich nach deinem Naht/und nimmst mich endlich mit Ehren an. Wann ich nur dich hab/ so frage ich nichts nach Himmelund Erden. Wann mir gleich Leib und See! verschmachtet/ so bist vu doch Gott/ allezeit meines Hertzens Trost und mein Theil. Dann sche / die von dir weichen / werden umkommen / du bringest um alle die wider dich huren. Ader das F 6 ist »Z2 SeelemSchmuckzuder ist meine Freude daß ich mich zu Gott kalte / und mein Zuversicht fetze auff den HEr- ren/ HEnen/daß ich verkündige all dein Thun. n. Du verlobte Seele: Mit idiser Gleichnus / und Predig von Den funffthorichten/ und fünffklugen Jungfrauen / warnet dich dein Freund/auserkohren under viel taufenden/ dessen Lippen vor allen aus» holdselig sind. Du hast vor dich in Diser streitenden Kirchen / thörichte Jungfrauen/ an der Zahl so viel / oder mehr als kluge: Du aber gleiche dich ihnen nicht / nach derErm» nerung des treuen Werbers Pauli: ' Stelle dich nicht diser Welt gleich / sonder verändere dich durch Bewetterung deines Sinnes / auff daß du prüften mögest/ welches da sey der gute / der wolgefällige/ und der voll- ßynme Gottes Will/Rom. 12.0.2. So hjmlischen Hochzeit. -ZZ So sihe nun zu/wie du fürsichtig- lich wandtest/ nicht als ein unwer- ser/ sondern als ein iveiser/ undschi-- cke dich in die Zeit: Dann es ist böse Zeit/ Ephcs. 5.0.15.16.DerTeuf- fel kan sich verstellen in ein Engel des Ljechts: Also können sich die thorcch > ten in vielen Stucken den klugen gleich stellen. Die klugen haben au ryre Fehler: Bist du ein kluge Jung. frau? Wolte Gott-' dise Gnad gebe dir Gott- Ich traue dir dise gute Art zu: Aber doch können die klugen auch schläfferig werden / daß sie die Zurüstung underlaffen / oder hin- läßig verrichten / das Hertz von der 'Welk nicht abziehen: und nicht kön* nenfertig werden aus disem Sodom zuziehen. Daher auch die Klugen auffweckens vonnöhten haben. Wie der Engel den Apostel Petrum hat schlaffend angetroffen/da er in dem Kercker läge eingekesselt/ und zu dem iZ 4 _See lenSchmuck zu der Tod venvahret ^ also finden desHEr- ren Engel / wann sie eine Seele aus demKercker Des Leibs ausführen sollen/ viel schlafferig/und des annähen den Tods unachtsam/darum wecke sie auff wache auffder du schlastrst/ und stehe auffvon den Todten/ so wird dich Christuserleuchten.' Ephes. 5 V14. Die thonchtm Aimgfrauen haben auch etwas guter Art. Sie sind auch Iungftauen : haben auch den Namen der Christen. Sie tragen auch ihre Lampen mrt sich / haoenauch dje Erkantnus Christi in ihrem Hertzen, und die Bekantnus in ihrem Mund. Sie warten auch auffdisen Bräutigam: Rühmen - sich so wol der Hochzeit / und himmeli» schen Seligkeit als andere. Sie er- wachm wie die klugen: Die Augen gehen ihnen auch mithin auff gen Himmel.Sie schmucken ihre Lampen; Siegleissen schön von auffen Sie Mischen Hochzeit. izz Sie trachten nach dem Oel/ bey ihren Gespielen / und / als sie es da nicht funden/ kauffen sie bey den Krämeren : Sie suchen durch ihre eigne Gerechtigkeit emzukomen/ und wann es da gefehlt hat/gehen sie zum Kaufmann: Und ob sie wol laufen / und kaujftn/Aröeit/Zcit/ und das gut Gelt- nicht reuen wurde/ hilft es doch nicht mehr/ Sie kamen für den Hochzeit Saal/ und halten an mit aller Ehrerbietigkeit/ HErr/ HErr/ thu uns auf: Sie wünschen die Seligkeit so wol als die klugen Jungfrauen: Wie die Gerechten bitten/so bittttBi- lcam / meine Seele müsse sterben des Tods der Gerechten/ und mein Ende werde wie diser Ende/ Num. 2z. ro. Ist das nicht manche gute Eigenschaft an den thorichen Jungfrauen? Stehet es um dich viel besser ? Ist in der Ampel deines Hertzens mehrOel des Glaubens/ der Gottseligkeit / der rz6_Seelen-Schmuckzuder Gedult/der Liebe ? Ist bey dir mehr Freudigkeit zu deinem Bräutigam einzugehen ? Was dein HErr JE- sus sagt von der Gerechtigkeit der Phariseer/ Es seye dann euere Gerechtigkeit besser dann der Schri fftge- lehrten uud Phariseer / so werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen / Match. 5. 20. Das sey gesagt von aller dieser Arbeit der thorichtenJung- frauen/ es seye dann/ daß deine Arbert wehr und besser seye/ so kanst du n icht in das Reich Gottes kommen. Der HENR beschließt die Thür/ weiset sie ab / und thut ein Eid/ er kenne sie nicht. Warlrch ich kenne euer nicht. -O großer Emst l Ihr wachen und warten: Ihr schmucken und fragen: Ihr lausten und kauffen: Ihr klopf- fen und bätten ist alles umsonst.War, um? weil es zu späht war. Die Zubereitung war zu späht vorgenommen: AM/ biMschen Hochzeit. iz? ' W sse/ wer du das hörest / daß es i dir und nnr zur Warnung sey . Verzeichnet : Dann unser HErr deu- > tet mit dem Finger seiner Application - auffdich und mich/und spricht: Dar-- Um wachet / dann ihr wisset weder Tag noch Stund / in welcher des Menschen Sohn kommen wird. kedx HULM iaciunr alierm periculn canmm. Lerne an ander Leuhten Schaden witzig werden. Mpnestdu / daß die fünff thörichten Jungfrauen / vor welcher die Hoch» zeit »Thür verschlossen worden / vor anderen aus thöricht gewesen ? Nein: sondern so du nicht weiser bist/ und ' dein Hertz nicht besser geschmückt ist/ so Wird es dir auch also ergehen. III. Wo du aber bereitet bist/ so haft du aus deines HCrren Worten emen herrlichen Troft: Die bereitet waren gierigen ein zur H8 Seelen-ShmuckM der Zur Hschreit/ dein Ab cheid ^on der Erden ist einEini -n i in das M .rhei - liaste Gottes/ ein Eingang in das ewi-- geLeben ein Eingang zu der HMi-chen Hochzett: Darum seye klug / daß du bereit seyest: Und wann dir ditz^Leis- heit manglet/so bitte sie von Gott- der gibt jederman einfaltiglich. Es seye dein tägliches Gcbätt. F§>Err/ lchre mich bedrucken W)daß ich sterben muß/ da- oG mtt ich klug werde: die geistliche Klugheit manglet mir zu meinem gantzen Lebm/ zu allem meinem Thun und Laffw/zu den guten und bösen Tagen/ insonderheit zu meinem Leiden und Sterben : Zu einem freudigen Eingang in deinen Himmelischen Hochzeit-Saal. Soltemirs/ welches deine Gnad verhüten WM , f l ! l 1 himlischen Heck reit._rzy Wolle/ an dem fehlen / so oarerch kem kluge/ sonoem eme thöricht te Jungfrau: Ich wäre nicht mehr Na emi eine lustige Braut/ sonoem Marah eine betrübte Witwe. Elne verstoßrre Vafthi: ia eine trostlose Witwe/über welche alle Wetter wurden malle Ewigkeit ergehen. -Q so gib mir Weisheit und Verstand so vil/ wie vil mir genugsam ist / das ich Mich zu rechter Zeit auff deine allerherrlichste Hochzeit rechtschaffen schmucke und vorbereite/ und in solchem heiligen Schmuck dir entgegnen/ wolgefallen/ zu deiner Himels-Freude mit Freudigkeit eingehen / dich ewig loben / in / und bey dir ewige Freud besitzen / und mit deiner herrlich geschmückten Braut singen möge !4o Seelen-Schmuckzuder ge: Ich stme mich im HEren / und meine Seele ist ftölich in meinem Gott. Dann er hat mich angezogen mit Kleidern des «Heils / und mit dem Rock der Gerechtigkeit gekletoet: wie einen Bräutigam / mit Priesterli- chem Schmuck/ gebiert/ und wie eine Braut in ihrem Geschmeide berdet. Amen. Die Gnade wollest du mir geben/Amen. Der Eingang zu der Him- lischen Hochzeit. Von der Vorbereitung hätte ich vil zu sagen. WarumdWie? Wann sie geschehen solle / jeßund aber kanst du nicht alles ertragen. Ich »vil dir auch antrauen / weil du nicht mehr der jüngste / und nicht mehr der stärckste/ sonder mit Kranckheit deiner Zerbrechlichkeit erinneretbist / du werdest _h imlischen Hochzeit. r4r werdest deine Zurüstung nrcht so weit hinaus versparet haben. §aß dein Wunsch seyn. HErr JEsu Christ rrwcck unsall / Ehe uns der Todes- Schlaff anfalt/ Daß wir uns nicht versäumen / -Dann du zu uns will kommen. Und samlen deine Frommen / Von dem Eingang zu der himmelischenHochzeit/wrl ich mit dir reden / und dir vortragen dieLehr- und TrostreicheLection/und Vermah. nung des hocherleuchten Apostels Pauli/ in welcher dir wird angezeiget. l. Deine Freudigkeit und Gewißheit zu dem Eingang. I l. Dein Aint und hinzu gehen. m. Dein Schmuck in dem Ein-- _ ^.gang. I. Die Freudigkeit zu dem EitV , gang. Liebe Seele: Viel Menschen/ wann die Stund ihres Abscheids auS disem Leben beygerucket/ vermeinen/ die ?42 Seeken-Gchn lUckzu der die böste^tund in ihrem gantzenLebeir ftp an üe kommen: Wir aber / die wir an M ann Christumglauben/ führen wert andere Reden/freudige Glaubens »Wort. Lieben Bruder / wir haben Freudigkeit zu dem Eingang, in das Heilige / rc. i. Treuer Ahnst/ beobachte den Dtul / damit Paulus dich anredet : Lieber Bruder / sagt er. Visen §itul darff ich dann in diftm deinem Zustand auch brauchen: Ja wie M'erFerdinandusauffftinemTod- berhnicht leiden wolte/daß man ihn nennete Mergnadjqster Knser:<^on- dernsagtEr / also/vrechet mir jetzund zu/Ferdinande/Lieber Bruder streite als ein guter Kampfer JEsu Christi: Al o halte mir es auch du zu guk daß ich dismal mit dir rede wie ein Bruder mkt dem andern.Ich wil ein treues Bruder-Hertz haben zu reden: habe du ein gleiches mich anzuhören. Himmlischen Ho chzeit. _14? il. Lieber Bruder / Liebe i^ch vester : Höre den grossen Trost den Paulus dir gibet in deinem Leben / Leiden und Sterben. Wir haben Freudigkeit. Wir: Er redet mit den Hebreern / und schreibet nicht Ihr. Er ist ein Hebreer/ und schreibet Wir/ weil er durch dre Gnade Gottes erleuchtet / und zu dem wahren Meßia geführt war. Wir/ die wir glauben an IEsum Christum / haben Freudigkeit. Die Ungläubigen haben einander Lud: Ich stirb und weiß nicht wann Ich leb und weiß nicht wie lang: Ich fahr und weiß nicht wohin: Mich wundert / daß ich ftöliH - bin. , Du aber gläubiges Hertz/achte dich Visen Leuhken nicht gleich / sonder be» kenne/ glaube du habest weit eine an» dere Guad bey Gott. ».Was » 44 Seelen-Schmuckzirder 2. Was hast du dann Gutes vor anderen ? Was hast du Vortheil vor anderen? Wir haben Freudigkeit / rc. Die rechte Gewißheit: Gottes gewisse Verheiß sung/und die wolbegründte Zuversicht und Hoffnung in unseren Hertzen/ M dem Eingang in das HeiligthumGot» kes. Verstehe den Apostel recht/was Er durch das Heilige: und durch deinen Eingang iu das Heilige wolle verstanden haben. -j-Das Heilige Gottes ist fürr ! eins das Hauß Gottes auffEr- den: Seine streitende Kirch in disee , Welt/die Gemeinschafft der Heiligen ^ in disem Leben: In di^em Hauß theü > let der HErr seinen Kindern aus die - ersten Frucht seiner himmlischen Gü- > tern. Da hast du bekommen deinen 1 Eingang / und deinen Theil darin»: j Da hast du empfangen den Seligma- , cher/den Geist der Widergeburt / das Wort Wüschen Hochzeit. 145 s Wott der Seligkeit /die Sacrament N deines Heils/und die Erstling der voll- > kommenen Gütern. Laß das dem höchstes Gut / dein gröste Ehr / deine r einige Freudigkeit seyn in dem Leben/ ^ und in dem Sterben. ; Für Visen Eingang dancke deinem E GOtt. s Llergnadigster Gott: Dei- i ne Freunde/ Moses / Da- ! . ^ vid/ Hiskias / Theodo- sius/ rc. haben dir mehr gedan- e cket/ daß du ihnen den Zugang zu - deiner Gnad/ als zu Königlichen e Kronen und Thronen gegeben r hast: Also ist mir viel tausend- , mal Ueber / daß du mich zum r Bürger und Erben deines Him- , melrerchs aussgenommen / als ! wann du mich zum Erben eines - rrrdischen Keiserthums beruffen/ . Und damit ausgefertiget hattest: l G Geld- '146 Seeleti-Schmuckzuder Gelobet sey Gott / und der Vaö ^ ter unsers HErren ZEsu KlM ^ str / der uns gesegnet hat mit al/ r lerley geistlichem Gegen irr him- ? Lischen Gütern durch Khristum / s wie er uns dann erwehlet hat ^ durch denfelbigen ehe der Welt-- ; Grund gelegt war / daß wir soll ^ ten seyn heilig und unsträflich ? für ihn: in der Lrebe. Und hat ^ uns verordnet zw Kindschafft ' gegen ihm selbst/ durch IEftiM ! Khrist / nach dem Wolgefallsu § ftines Willens / zu Lob seiner " herrlichen Gnad / durch welche er uns hat angenehm gemacht in ? dem Geliebten. An welchem wrr ^ haben die Erlösung durch sein ^ Blut / nämlich die Vergebung § der Sünden / nach dem Reich/ t thum seiiier Gnad / welche uns r reiche ' himlischen Hochzeit. ,47 reichlich widerfahren iß / durch allerley Weisheit und Klugheit. Mein Gott vergib mir / daß ich disenEingang offt gering geachtet/und dem Wort/SacramenL Und Güter nicht so hoch geehret / und gelobet / als die Wort der Menschen/ und die Güter disee AZelt. Ietzund thu ich ein Wi- dermffwre Salomon / und bekenne/ Mes ist eitel: Dich aber sollen alle Menschen fürchten / lieben und loben in Ewigkeit / Amen. ^ ^ Das Heilige Gottes/ m welches wir einen freudigen Eingang haben / ist demnach das Obere Hauß Gottes: Das himlische Je» rusalem / die Statt des lebendigen Gottes / von welcher uns der H. Apo» kel dlsen Bericht gibet: Christus ist Nicht eingegangen in das Heilige/ so Gr mit it48 Seelen-Schmuckzuber Mit Händen gemacher ist/ ( welches ist ein Gegenbrld der rechtschaffenen ) sondern in den Himmel selbst / nun zu erscheinen vor dem Angesicht Gottes suruns.Heb. 9.24. In dises Heilige hast auch du / mein-lieber Christ/ Deinen Eingang. 3. Lieber Bruder:Ltebe Schwester : Zu der Zeit deines Gebätts / Zvelches du mit Glauben und Andacht jvlt verrichten/ kanst du anfangen und enden: Wir haben Freudigkeit zürn Eingang in das Heilige. Du hast Gottes Wort/Geist/Sakrament und Eid zu deiner Versicherung: War- lich / warlich ich sage euch / so ihr den VaLter etwas bitten werdet in meinem Namen/ so wird -er es euch geben. Bisher habt ihr nichts gebätten in meinem Namen. Bittet/so werdet ihr nerri- mm/daßeuere Freud vokkoniett yimkischen Hochzeit. ^ sey / Joh. i6. v. 2 4. Gebrauche dich diser Freudigkeit / grb Gott den Darm ^ darfür :und deinem Hertz einen muht: H Es werde Gott dein Gebätt gewiß / und m rechter Zeit erhören/und sprich: / Du hörest Gebätt / darum komt alles Fleisch zu dir / Das ^ Gebätt derElenden ttinget durch / die Wolcken / Md lasset mchtab/ it brs hinzu komme/ und höret nicht >d auff/ bis der Höhest drein sehe / >n b. Das ist die Freudigkeit / die st wir zu Gott haben / daß / so wir § etwas bitten nach seinem Wtl- ^ len / so höret er uns / c. Darum lasset uns hinzu ttettm/mit Freu- 1 digkeit zu dem Gnaden - Stuhl / auff daß wir Barmherzigkeit , empfangen / und Gnad finden / ^ aussdte Zeit/wann uns hülffnoht ^ seyn Wird/Amen. Dashoffe ich / " durch ZEsum Lhristum/Amm. / G, d.Wchr. der b.Wehrter Ahnst: Gottselige Seele : Wannder Tod dich vertreibet / ivann du keine Ruhstatt mehr hast aufs Erden/ alsdann hast du di- fe Freudigkeit zum Eingang und den Eingang selbst in das Heilige Gottes. Der Tod öffnet den Ausgang aus DemKercker des Leibs: Dein Htm- lischer Vatter thut dir aufsden Eingang des Himmels. Die Bottschaff- ter Gottes sind der Stern/ der dich führet in das Hauß/ wo dein HErr IEsus innen ist: Die H. Engel sind Die feurigen Roß und Wagen / die Dich heimholen: IEsus dein Bräutigam gehet dir entgegen / und empfanget dich : Stehe auff meine Freundin/ meine Schöne und komm her : Halte gäntzlich darfür/ Du hörest ihn sagen: Ich weiß daß du Deinen Bräutigam suchest / Ich bins. Komm her in das Hauß meines Vat- ters. Die triumphierenden Himmels- himlifchen HMeit. Mels-Bürger werden dich in ihren Chor freudig auffnemmen: Biswil» komm mein Bruder/ meine Schwe? ster / nun wird uns kein Zeit / noch Feind mehr sonderen in Ewigkeit r Und alsdann wird deine Seele sin-r gen: Ich habe die Freudigkeit ZUM Eingang in das Heilige: Tstun sey Gott Lob/ der Weg ist gmacht/ Und steht der Himmel offen/rc. Hai- lelujah. Hallelujah. Lobe den HEr-- ren meine Seele. Als der fromme Stephanus vor seinen Feinden keine Frist noch Gnad gefunden / und sie einen Stein nach dem andern auff Jhne geworffen/dq sahe er in seiner eussersten Noht gen Himmel/ und wil so viel sagen: Ihr meine Feinde treibet meine Seele zum Ausgang: Sie hat aber die Freudigkeit zum Eingang in das Heilige. Er sahe den Himmel offen/und des Menschen Sohn zu der Rechten Gottes ste- G 4 hen/ Seelen-Schmuckzudtt tzen / dem übergab er seine Seele / -Err IEsu / nim du meinen Geist auff. Fromer Christ: Schießt der Todt mit seinen Pfeilen zu allen Seiten auffdich: Kanstdu keinGnad noch Ruh erlangen: Sihe gen Himmel / rüste M IEsu Christo. HCrrthu mir auffdie schöneHimels- Porten/ Ich hab keinRuh an allen Visen -Or- ten/ MeinSeelnimdu/ Gib ihr die Ruh/ So ist ihr wol geholfen / Amen. Das trau ich dir von Hertzen / Amen. b. Lieber Bruder: LiebeSchwe- ster: Du möchtest bey dir gedenken / wie wird meinem Leib / der von der Äranckheit gar übel zu- «richtet / von dem Tod seines Lebens beraubet / in die Gefangnus begraben/ versperret/und mit Erden beschweret worden / ergehen ? Er hat auch / himlischeu Hochzeit 15z ^ auchdieIreudigteit/undÄerheis- rk sung in das himlische Heiligtum, n Wie Moses nicht einen Klauen von d demVreh seinesVolcks wolte inTgyP- k- ten dahinden lassen / also wird dein Herzog nicht ein beinlein von allen sei- ^ nen Glidmassen in demGrab lassen: Du hast seine treue Zusag: Das ist der Will des Vatters / daß ich nichts verliere / von allem das er mir gegeben hat/ sondern daß ichs auffenvecke am Jüngsten Lag / Ich. 6 . z«. , / In dieser deiner woloegrundten Hoftnung lege die zerbrechliche Hüt- - ten deinesLeibswilligundfteudigab/ - Und sprich: / Ich weiß an welchen ich glau- § be / und bin gewiß / daß er mir z meine Beylag kan und wird be- . wahren bis an jenen Lag. Der - Gerechte muß viel leyden/ aber t der HErr hilfft ihm aus allem. - Er bewahret ihm alle seine Gels 5 beim l 54 Seelen-Schmuckzirder deine / daß deren nicht eins ver- Loren wird. Mein Gott laß mich ein in dein Herligthum. Thu meinen Seußhen auff wann ich hätte: Thu meiner Seelen auff wann ich batte: Thu meiner Seelen auff / wann ich sterbe: Lhu auffmeinem Leib / wann er wird außerstande» seyn am jüngsten Lag. 11 1. Gläubige Seele: Mir haben hie keine bleibende statt / sondern die zukünfftigesuchen wir: Und wir haben die Freudigkeit zum Eingang in diese Statt Gottes : Sage mir/was hast du für ein Weg? Der Apostel sagt dir/ Durch das Blut IEsu/ welchen GOtt uns zubereitet hat zu dem neuen und lebendigen Weg/rc. r. Welches ist dein Himmels^ Weg? Wüschen Hochzeit. lA - Weg? IEsus: der ist der Weg/ l) die W arhert und das Leben/nie- n mand komt zum Vatter dann ^ durch Ihn. Ich. 14.6. Diser ist die f Letter Iacobs/au ffwelcher die H. En- r gel zu deinem Dienst herab kommen / : und mit deiner Seel widerumbinauff steigen Cap. i.z.i.Alle die/welchean» ^ dere Weg brauchen / gehen unrechte ^ Weg: Und alle die disen Weggehen / finden das Leben / Prov. 8- Z5- z6. Darum halte dich an IEsum / und r sprich: HErr wo solle ich hingehen ? l Du hast die Wort des ewigen ' Lebens. Durch K'hrtftum haben , wrr alle denZugang zumVatter. ^ 2 . Wie ist IEsus dein Ein-< gang in den Himmel? Als der Hohe - Priester über das Haus Dortes v. »4» ^ Mit seinemHps- G 6 ftr. ?56 Secleii-Schniuckzuder fer. v. Durch seinen Vorgang, o Durch seine Fürbitt. ^ Der Sohn Gottes ist dein Eingang in den Himel durch sein Blutt Betrachte es wol / durch sein Blut. Durch unablaßliche Verfolgung/Armut/ Dienstbarkeit all die Tag seines Lebens: Insonderheit am Ende Desselben / durch unaussprechliche AngstundSchmerHen/die eranSeel und Leib erlitten/ und endlich durch den schwächlichen Tod des Kreutzes. L)du gedultiger Kreutztrager: wann du bist in grossen Nöthen: In lanawirigen Wehtagen: allenthalben in Gefahr deines Lebens: in dem blutsauren Todes-Schweiß eriirere dich wie dein Höhere Priester/ und König in das Heilige eingegangen: Und wieErdtr den Eingang erworben: durch seilt Blut. Das ijiderWegdeinesKönigs/ und aller seiner Underrhanen. Wer ein anderen Weg _himlischen Hochzeit- y 7 Weg begehrt/dem kan man sagen/was Constantinus der Grosse zu dem See« tierer Acesio gesprochen : Mache dir eine Letter/und steige besonders in den Himmel. Siheauffalle Vorgänger/ vorab auffdeinen Herren/und damtt understutzedeme GedulL/wie dich der H. Apostel Paulus erinneret: Darum auch wir/ dieweil wir einen solchen Haussen Zeugen um uns ha- ben/lasset uns ablegen die Sünde/ so uns immer anklebt und träa macht/ und lasset uns lauffen durch Gedult in dem Kampffder uns verordnet ist/ Und auffsehen auff IEsum / den Anfänger und Vollender des Glaubens/ welcher/da er wol hatte mögen Freud haben / erduldet er das Creutz/ und achtet der schand nichk/und ist gesessen zur Rechten auff dem Stuhl Gottes. Gedencket an den / der ein solches widersprechen von den Sündern wider sich erduldet hat daß ihr nicht m em 153 rein Muht matt werdet / und ablasset. Dann ihr habt noch nicht bis auff das Blutwiderstanden/ über dem kämpft fen wider die Sünd. Hebr. 72. i 4. Lerne und behalte daß du die Ge- düchtnus des bitteren Leidens deines HErren in steter Gedächknus haben sollest / damit bist Erinnerung dich in allen deiner: Schmertzen urrd Nöhten beyder Gedult erhalte. Bistdu in Gefahr deines Bluts und Lebens/ und das an allen Litten wo du ligest und sitzest ? Gedencke an das Blut deines HErren IEsu/ welches Er in dem Tempel bey seiner Beschneidung: in demGarken bey sei» nein Todes-Karnpff: indem Richt» Hauß bey seiner unbarmhertzigsten Geislung und Krönung : Auff der Schedelstatt bey der Durchborung und Annaglung seiner Händen rmd Füssen: an dem Äreutz bey der Eröff nung ferner Seiten für dich hat vergossen: lMischeti Hochzeit. i59 gössen: Bleibe gedultig/und erachte/ daß es gantz unrecht / und unbillich wgre/wann dich deine Bluts Tröpss lein selten reuen / dadeinHErrund Haupt all sein Blut für dich vergesse/ und sein Leben (damit du zu dem ewi» gen Leben den Eingang bekommest) abgeleget hat. So dein Haupt schwach / und schmertzen em^ findet / seye gedultig/ und sihe/ daß das Haupt deines HErren mit einer Kren vonDörnen zerstochen/verwundet/ undBlutrinnend gemachet worden. Deswegen es nicht seyn kan/daß deinHaupt allezeit mit lieblichenRo- sen der wollüsten/und mit einer güldenen Kren der indischen Würde umgeben seye: Habe den Sinn/und die Gedancken/ welche hatte der Hertzog undHeld/der zuJerusalem(nachdem er sie erobert) nicht wolte mit einer güldenen Krön gekrönt werden / sondern gesprochen r Es ftpe fern von i6v SeelemSchmuckzuder_ mir?^daß an dem Ort eine güldene Krön auffmein Haupt komme / wo mein HErr und Königauff seinen H. Haupt eine Krön von Dornen getragen. Gchet dtr/vor Forcht des Tods/ , oder Angst deiner Sünden- ein kalter Schauder durch deinen Leib / machet er dich zitteren und zagen/treibet er dir aus den kalten Todes-Schweiß: Seye und bleibe gedultig: Schaue auff deinen HEr- ren indem Garten an dem Oelberg / wie er hat gezitteret und gezaget / und des Bluts soviel aus seinem H. Leib geschwitzet / daß die Tropften auffdie Erden herabgefallen? Ist das geschehen dem Gerechten/ da Er gelitten für uns Ungerechte / wie können wir Sünder aller Noht wollen frey seyn! Ltzest du deinen krancken Leib auff? oder ist er von Streichen und geschworen verwundet / daß dein Fleisch und Blut heraus rinnen? Seyt himlischen Hochzeit. -6r Seye gedultig: Stelle dir vor Augen denvergeißleten / blutrinnenden Rucken demes Heilands / welchen die grimmigen und anaehetzte Soldaten/ mir sonderbaren Geißlen / inmassen zugerichtet/daß Er lang zu vor in sei» nem Fürbild dise Klag hören lassen: Psal. 129. Stroph. 2. Sie haben mir den Ruck durch und durch/ Gepflugtt / und gantz innerlich zer» rissen/ Gezogen drüber her ein lange Furch/ Es ist an meiner Haut kein gantzer Bissen/ Haben dir Chiragra und Podag- ra / die Glidersucht/deme Händ und Füß durchboret: Hat dir deine Kranckheit deine Hand und Fuß an das Holtz desKreutzes/ an das harte Siechbeth genaglet? Hat dein Vberröhte / Wassersucht dir deine' der deine Schenckel rinnend gemachet? Seye auch alsdann gedultig/ richte dein Augen auff die durchboreten Hände und Füsse deines HErren/und gib Achtung / wie dieselbige sein Blut zu deinem Heil Herfür geben. Urthei- le: Ist das geschehen am grünen Holtz/ was könnte nicht dem dürren widerfahren ? Hastdu das stechen an deiner Seiten? Welches deinen Leib bis auff das Hertz eröffnet/ daß dein Blut und Leben daraus verrinnet ? Sey gedultig / und wisse / daß dein HErr IEsus/ auch nach seinem absterben/seye mit einem Speer durchstochen worden / und daß aus seiner Seilen sein innerstes Blut Herfür geflossen. In allen deinen Schmertzen gedencke/ daß der HErr dir mit seinem Blut den Weg zum Himmel gemachet habe. Was geschihet dir neues? oder begegnetdir emmehms ? Höreund mache dir zu himlischen Hochzeit. - 6 z Nutz die Erinnerung desH. Apostels Petri. Ihr Lieben / lasset euch die Hitze / so euch begegnet/ nicht be- fremden/ (dieeuch widerfahret/daß ihr versuchet werdet) als widerführe euch etwas seltzames/ sondern freuet euch/daß ihr mit Christo leidet/ auff daß ihr auch zur Zeit der Offenbarung feiner Herrlichkeit Freude und Wonne haben möget-1. Petr.4.v. l2. IZ. Mein G-Ott/ Mein Vatter: Deine Erbschafft in dem Himel freuet Mich von hertzen: aber der Weg durch Blut und Tod ist mir gar beschwerlich: So gib mir zu veHehen / daß dein eilige- dornen Sohn selbst keinen andern Weggehabt / und mir nicht änderst der Weg seye worden / als durch sein unschuldiges theures Blut. Mein HLrr IEsir: Niemand r§4 Seelen-SchlnuckMder Niemand hat grössere Lieb / als der das Leben für den anderen lasset: das hast du gethan / dar- für dancke ich dir aus allen meinen kräfften: versichere mich in meinem hertzen / daß ich durch dein / ohn all dein Schuld / vergossen Blut habe einen sicheren Durchgang bey dem Thron deines Gerichts: und einen ftöli- chen Eingang zu dem Thron deiner vollkommenen Herrlichkeit. JEsir/ mein treuestrr Liebhaber: Wre wtllig! Wie gedultig! hast du dein Blut für mich vergossen! Deine Liebe hat drey bewogen daß du mir solches nicht vorrückest/ gib mu auchdiseGedult und Gnade / baß ich dir meine Sünden nicht so offt/ ja niemal/ ropruck / daß ich mein Augen- himlischen Hochzeit. r6z s blick nicht so genau auffschreibe. n Daß ich meine Bluts - Tröpff- ^ lein nicht so scharff Zelle. Daß i- ich nicht alle meine Stich und n Schmertzen so groß mache/dann h all mein Leiden ist nichts gegen 2 dem/ was meine Sünden haben tt verdienet. Alle meine Schmerle tzen sind nichts gegen denen / die ie du jur mich erduldet. Ich emp- le fange was meine Thaten werth t. find: Du aber hast nichts unge- : reimts geyandlet. Dir verblei- t be mein Danck: und mir dein ! Verdienst m Ewigkeit / Amen. rr o v. Lieber und betrübter Kreuz- i- träger / der H. Gelst erinneret t dich / du habest den Eingang in e den Himmel durch das Blut / JEsu: Das sollest du ohn underlaß - bedencken / damit du Freud und k Trost 166 SeelemSchmuckMver Trost daraus fassest auff deiner ^ Heimreise/,vider alle Feinde/Anläuff : und Anfechtung. Du hast bey dir das ' Blut IEsu / den allersicyersten Paß/ ' Zedul. 1 Ich wil dir nicht verhalten/daß wir l niemal mehr Widerstand und An- lauffhaben/als auff dem Eingang in < den Himmel. Israel hat niemal mehr < Feind/als wann sie das Land Cana- j an wollen einnemmen. Wann du mit : Jacob wtlt heimreisen/ so komt Esau ' mit 400. bewaffnetenMünnern wider ^ dich: der Tod mit vilen Vor-und Nachhäuffen. Wann du aber den , HErren hast/so wird der Oberste dei- < ner Feinden deinBruder/der dich küsset und den Weg leitet: der Tod wird ' dein Freund/und der Führer in das : ewige Leben. Habe bey drr auffdiser ^ Reis das Blut Jesu / so wird dir 1 nichts fehlen. ' r. Sorgest hu her Tod seye dem himlischen Hochzei t. 16 7 dein Verderbet: undündergang? Laß deinen Krnner fallen : Gedentte daß IEsus durch sein Blut dir den Eingang in den Himmel erworben : und laß dir seyn/als hörtest du seine eigene Stimm: Halt dich an mich Cs sol dir jetzgelingen/ Ich geb mich selber gantz für dich/ Da wi! ich für dich ringen- Dann ich bin dein / und du bist mein/ Und wo ich bleib / da solk du seyn / Uns sol der Tod nicht scheiden. Es ist deines HErren Verheißung MiteinemEid bekräfftigeuSo wahr als ich lebe / spricht der HErr/ HErr/ Ich habe kein Gefallen am Tode des Gottlosen / sondern daß sich der Gottlose bekey- wvon seinem Wesen/ und lebe. Ezech. ir. Was ist dann dein Trost wider den Tod? Ant. ,i68 SeelewSchmuckMder Ant. Wann der HErr Lust hatte uns zu Loden/ so hatte er uns nicht solches alles erzeiget/ rc. Ich werde nicht sterben/ sondern leben / und des HErreri Wort verkündigen/Jud.iz. 2z. Psalm 25. 14. 3. Auff deinen Eingang itt Das Heilige Gottes wird vor dir herlauffen der Sathan/ der uns ^ vor GOtt verklagt Tag und nacht: Nim du zu dir das Blut IEsu r das wird dir Schutz schaßen. Hab ^ zumBeweisthum das Fürbild. Weil das Blut des Öfter lams die Hausgenossen derIsraeliten / welcher Thüren damit besprenget waren hat sicher gehalten vor dem Würg-Engel der den Egyptiern ihre Erste Geburt getödek: Wie vil mehr wird dasBlut JEsu Christi/ damit wir der heilt* genLauffbezetchnet worden/ unsfrey machet^ Gnaden-Taffel J esu Christi. »69 ist machen / daß der höllische Würg-En- -x gel uns nicht wird beschädigen? Der HErr wird dem Feind antworten: Heb dich weg Satyan/ und laß mir dise Seele gehen: Lasse dich an seine Verheißung. Meine Schaaffe hören meine Stimme/ und ich kenne sie/und sie folgen mir / und ich gebe ihnen das ewige Leben / und sie werden nimermehr umkommen/ und niemand wird sie miraus meinerHand reisten. DerVatter / der sie mir gegeben hat / N grösser dann alles : Und Niemand kan sie aus meines Vatters Hand reiffen. Joh. io. v. 27. az. 29. Welchen Trost fassest du hieraus wider den ärgsten Feind/den Sathan ? Hie ist das rechte Dsterlam / Darvon Gott hat gebotten: Das ist an des Kreutzes Stam In heisser Lieb gebraten/ Das Blut zeichnet unser Thür/ Das halt der Glaub dem Tode für- H De? >b >. ie :r rt ss -t >1 - Y Seelen-Schmuckzuder Der Würger kan uns nicht rühren. z. Folgen dir auffdemem Ein-- gang in den Himmel deine Sünden ? Brauche wider sie das Blut IEsu Khristi. Das Geschrey , der Sl'Mden fahret auch hoch gen Himmel/schreyen um Raach/ und er- ' haltet die Göttliche Straff/ wie das Blut Abels: Aber das Blut unsers Mittlers ruffet besser als das Blut Abels. Mann deine Sünden werden schreyet!: Gerechter Gott/ übe Raach und Straffan difem grossen Vber- tretter. So wird das Blut deines Mittlersbesser ruffen / und schreyen: Mein Vatter/du wirst ja viel eher erhören das Schreyen deines Sohns/ - deme du das öffentliche Zeugnus von dem Himmel gegeben: Disist mein lieber Sohn / an welchem ich Wolge- fallen hab. Matth. z. v. 17. Als daS Geschrey der Sünden / denen ich vor öffentlichem Gericht Red/und Antwort Mlischen Hochzeit. r?r Wort gegeben : Du gerechter und barmhertziger Vatter / weissm daß ich der Sünden Straff/ und Schmach über mich genommen / und vor aller , VZeltgnug gethan/mit meinem Blut bez.rlt / und die Handschrifft wider Mein Volckan das Kreutz gehefftet / du wirst die Bezahlung nicht zwey, mal begehren / sonder mit meinem vollkomenenLös-Geltzu friden seyn: Darum gib Frid/ Freud und Gnad disem meinem Bruder/und disermei, ner Schwester: Gib die Heiligung/ Rechtfertigung und Seligmachung diser gläubigen/ und gedultigen Seele : Vatter / Ich dancke dir / daß du . mich erhöret hast: und ich weiß daß mich allzeit eryörest/Ioh.i'.H-s.Hje» über wird der himlische Vatter die und deinen Reis-Geirrten entsprechen : Gehabt euch wol j fürchtet euch nicht / euer Lös-Gelt ist mir worden. VZann deme Sünden schon Blutroht . H 2 find 17L Seelen-Schttilickzudek sind/ sollen sie doch schnecweis werden : u nd wann sie gleich sind wie Ro- sinfarb/ sollen sie doch wie Wolle werden/ Iesaj. 1.18. Dein Mittler und Fürsprech wird dir zu ruffen : Sey getrost mein Sohn ( meine Tech- » ter > dir sind deine Sünden vergeben. Was schvpffet deine Seele für einen Trost aus disem wider die Sünden? MeinSünd mich werden kranckesehr/ Mein Gwissen wird mich nagen / Dan ihr sind viel wie fand am Meer/ Doch wilich nicht verzagen / Gedencken wil ich an dein Tod / HErr Jesu Christ dein Wunden whk/ > Die werdenmich erhalten. Sey getrost : Und lobe den HErren meine Seele / vergiß nicht was er dir Guts gethan hat/ der dir alle deine Sünden vergibt himlischen Hochzeit. 17z vergibt/rc. Dann an Christo haben wir die Erlösung durch sein Blut / nämlich die Vergebung der Sünden / nach dem Reichthum seiner Gnad! 3. Daß Blut IEsu Ljmsti macht uns rein von aller Sünde. b. Wol dem / dem die übertrettung vergeben sind / dern die Sünde bedeckt ist. Wol dem Menschen/ dem der HErr die Missethat nicht zurechnet/ in des Geist kein falsch ist. Dann da ichs wolt verschweigen / verschmachteten meine Gebein durch mein täglich heulen. Darum bekenne ich dir meine Sünden / und verhüte meine Missethat nicht: Ich sprach : Ich wil dem HErren meine übertrettung bekennen/da vergäbest du mir die Missethat H Z MÄ ,74 SeelenSchmuckzu der meiner Sünde: Halleluja: Lobe denHEr:en meine Seele Psalm- Z2.V. I. 4. Aengstiget dich auff dem Eingang in dein himmeüsches Vatterland die Klag deines Gewissens / und rüstet: Mensch / wie vielhrstduauffdein Gewissen genomr men?Wie viel Sünden mit deinem Gewissen bemäntelet / und durchgeh trucket? V omit da zu helffen? Wie das befleckte Gewissen zu reinigen ? Brauche das BlutIEsu. Lifts ist dasBlutdes AllerheiligstenMen- schens: und des MerherrlichstenGot- tes rund fasse darüber Visen Trost/ den dir der H. Geist gibet. Welchen Trostgrund hast du hieraus wider die Anklag deines Gewissens? So der Ochsen und der Bö- An Blut / und die Aschen von der Wüschen Hochzeit. 17 5" der Kühe gesprenget / heiliget die Unreinen zu der leiblichen Reinigkeit/ wie vielmehr wird das Blut Christi/ der sich selbst in allem Wandel Gott durch den H. Geist geopfferet hat / unser Gewissen reinigen von den todten Wercken/zu dienen dem lebendigen Gott? Heb. 9. iZ. 14. 5. Wann die Schmertzen/ Kranckheiten / und der Tod von dev Wohnftatt deiner Seele»! thun / wie die Diener Gottes vor der Statt Je» richo/daß sie die Posaunen des Hall» Jahrs brauchen/ und damit blasen daß die Ring-Mauren einfallen / und die Feinde einen unversperrten Ein» gang haben : Wann sie durch die Arafft von Gott empfangen mit ihrer Stimm die Mauren deines Leibs machen einfallen / und die Feinde bis an die Seele kommen: Was zu H 4 thun? r?6 Seelen-Schmuck zu-er thun ? Wo ein Paßport nemmen ? Womit das Leben erhalten? Mit dem Blut JEsu kaust du deiner Seelen bester Massen Durchhelffen. Mercke wol bey der ^ Eroberung und Zerstörung der benan- teir Statt ist erhalten worden das Weib Rachab : Dise hat zuvor den Männern Gottes geglaubt / und auff ihr Angeben einen roten Faden an ihrem Hauß herab qehenckk/ wie nun die Feinde herein gefallen/ ist sie an di- sem roten Faden erkent/von dem Feld- Herren Josua aus der Hand aller wider wertigen errettet / und in die Bur- gerscha fst Israelis aussgenomen worden. Folge auch du den Männern ' undBottschaMrnGottes/binde an dein Hertz das theure Blut des unschuldigen und unbefleckten Lams JEsu/ so wird der/dessen Io>' lua ein Fürbild war/ IEsus Khw stus/ Mischen Hochzeit. i?7 stus/ beyder Zerstörung deines Leibs/ deiner Seele Lebens-Fristung schaffen/Sie under seine Himmels Bürger einnemmen/und zu deinenFeinden sagen: Wer mein Fleisch isset / und mein Blut trincket/der hat das Ewige Leben. Lasset alle dise Seelen/die mit meinem Blut bezeichnet sind / zu mir kommen/und wehrets ihnen nicht dann Ihren ist das Reich Gottes. Warlich ich sage Euch/ wer in das Reich Gottes mchk eingehet durch das Blut IEsu / der wird nicht darein kommen. In disem Trost gehe sott: Du hast in dem Verdienst ZEsu alle Stcherheit/und kaust triumphieren. Allein Gott in der Höh sey Ehr/ Und Danckfür seine Gnade/ Darum daß nun und nimermehr/ Uns rühren kan kein Schade: Ein wolgefattn Gott an uns hat - Nun ist groß Frid ohn underlaß/ M Streit hat nun ein Ende. - H 5 ZEstts r?r_Seelen «Schmuck zu der IEsus hat uns geliebet und gewaschen von den Sünden mit seinem Blut/ und hat uns zu Königen und Pnesteren gemacht für GOtt und seinem Vatteo dem- selbigen sey Ehr und Gewalt von ^ Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Das Lamm / das erwürget ist / ist würdig zu nemen Krafft und Reichthum/ und Weißheit/und Starcke/ und Ehr / und Preist / und Lob von Ewigkeit zu Ewigkeit b Amen* L Apoc. r* v. 6. Kcap.5.12. s. Halte ob deiner Freudigkeit zum Eingang in das Aller- heiligste des Himmels. IEsus dein Hohepriester ist vorgegangen/ und hat dir die Wohnung bestellt AuffdisenGrund sage/was deine Vorgünger/under ihren qröstm Trüb» Mischen Hochzeit. 179 Trübsalen / gesprochen ^ Wir habe» einen starcken Trost / und halten a» der angebottenen Hoffnung. Welche wir haben als einen sichern und vesten Ancker unser Seelen/der auch hineingehet in das inwendige desVorhangs/ dahin der Vorläuffer für uns einge» gangen / JEsus / ein Hoherpriestev worden in Ewigkeit/ Heb. 6.19 20. Diser Vorgang/ die Himmelfahrt/ deines Vorläufers versi- cher'et dich deiner gewissen Nachfahrt. Das bestätiget dir deines HErren Fürbild und Verheis- sung. Wie Joseph/ welcher auff deinen Herren ein Fürbild war / sich verhalten gegen seinem Vatter / und seinen Brüdern / also wil dein Herr sich gege dir verhalten. Joseph/ rstvon feinen Brüdern gehastet/ ver- kaufft/und von den Heiden entführet/ nach vller unverdienter Verfolgung/ H H rgo Seelen -Schmuck zu der unddreyjähriger Gefangnus/ aller- nächst an den Könkz erhöhct/und zum Reichs-Verwalter gesetzet worden: Hat von bannen semm Anver- Wanten Getreid ohne Gelt werden lassen: lekstlich semem hoch - betagten Vatter seine Roß und Wagen zugesandt: Und wie der Vatter samt den Brüderen zu ihme kommen/ hat er sie vor den König gefielt/ underwisen was siereden sollen/ und mit diser herrlichen Fürbitt recommandiert und wol eilige/ setzt : Mein Vatter und meine Bruder sind zu mir kommen / so laß sie bey dir wohnen. Der König ließ ihme des Josephs Begehren wolgefallen/ und gab ihm dsse freundlicheAntwort: Es ist dein / Vatter und sind deine Bruder/ die sind zu dir kommen/das Land Egypten stehet dir offen/laß sie am be- fienOttdesLands wohnen. Gen. 47. himlischen Hochzeit. r8i v. 5.6. IEsus dein Hoherpriester ist von rernen Lands - Leuhten und Jüngeren verfolget/ verkaufft/ den Heiden überantwortet / zum Tod des Kreutzes vcrdamt/ m die dreytagige Gefängnuö des Grabs verschlossen: aus demfelbigen zu der Rechten seines Vatters erhöhet / und mit allem Gewalt überHimmel «Erden begäbet worden; von bannen sendet er dir und mrr seinen H. Geist/ sein Wort und Sacrament / als Mittel zum ewigen Leben/ so lang wir in diser Pilgerfahrt sind: Er hat uns auch gelehrt/was wir vorsetnemVak- ter reden und begehren sollen: Zukomme dein Reich : Und an unserem Ende wird er uns senden seine feurrge Roß und Wagen / die H. Engel / die werden deme und meine Seele abholen/ und tragen in die Schooß Abrahams/ Hebr« rg2 Seelen-Schmuckzuder Hebr. i. v. 14. Das glaube vest und zweifle gar nicht: Dein Erstgeborner Bruder hat dirs vecheiffen. Wo ich bm/da sol mein Dimer auch seyn. Ich wil wiederkommen / und euchzumirnemmen/ auffdaß ihr sept wo ich bin / -.So wahchrfftig dem Haubt/ wann es aus WasserEvht entrunnen / seine Weder mit sich aus dem Wasser ziehet also warhafftig wird dem Haubt JEsus Christus/ welcher aus aller Noht und Angst ausgerissen / K. dich auch heraus zr es. Heu: Höre noch eine Verheissunq: Mann rch erhöhet werde von der Erden/so wil ich sie alle zu mir ziehen / 2» Ist eben das/was Gott verheissen: Er begehrt mein/sowilich ihmaushelffem Er kennet meinen Namen/darum wil ich ihn schützen. Er rußet mich an /so wil ich rkn erhören/Jch bin bey ihm in derNoyt/ich wil ihn heraus reisten/ und zu Ehren machen/ich wil ihn sät« tigen Mischen Hochzeit. i8Z tigenmit langem leben/undwil ihm zeigen mein ä. Heil. Was wird deine Seele bey disem gedencken? Ich suche was droben ist / da Khriflus ist/ sitzend zu der Rechten Gottes/ ich trachte nach dem das droben ist / nicht nach dem das auff Erdenist. Zeiche uns »ach drr / so lausten wir. Der König führe mich in seine Kammer / so wollen wir uns über dir freuen und Mich seyn. e. Ich. rz. v. 26. und Cap. 14. v. z *>- Es- 5;. 8 .c.I»h. 12. Z2.ä.Ps.9l. 14.15.16. e. Col. z. I. Cant. 1.4. L- Halte ob dieser Freudigkeit/den HErr wird dich vor seinem Vatter anmelden/ Sitze da / ich und die Kinder / die du mir gegeben hast. L Er wird für dich anhalten: Vatter/Ich wir daß i84 Seelen-SchmuckMder daß wo ich bin/auch die bey mir seyen/ die du mir gegeben hast/ daß sie meine Herrlichkeit sehen die du mir gegeben hast/ l> Der himelische Vatter wird Zhme einwillige« : Mein Sohn/ um deinet willen sind sie meine ' Kinder/ meine Erben/ und sollen seyn deine Mit» Erben. Darauff wird dein hunlischer Bräutigam dich/ und deine Mit-Erben anreden: Kommet her ihr Gesegneten meines Vatters/und erbet das reich/ das euch bereitet ist ehe der Welt -Grund ge- leget war. Alsdann wirst du eingehen in deines HErren Freud. Hebr. 2. -z. Joh. 17.24. Was wird wol deine Seele alS dann sagen? Mein Gott / und in JEsu Khristo mem barmhertzigster / gutthätigster Vatter: Ich bin viel zu gering aller Barmhertzigkeit/ und aller r85 Wüischen Hochzeit. aller treu / die du an mir / deinem Knecht gethan hast. Gelobet in alle Ewigkeit/ gelobet ftye die hertzliche Barmhertzigkeit unsers Gottes / durch welche uns besucht hat der AuHang aus der Höhe: auff daß er erscheine denen/ dre da sitzen mFinstsrnusund Schatten des Todes / und richte unsere Fusse anstden WegdesFriedes. HErr IEsu/ du Sohn deshoch-- gelobten Gottes / mein einiger Mittler und Fürsprecher vor Gott/mem einiger Weg in das Merheiligste des Himmels/ dir hab ich Arbeit gemachst mit meinen Sünden/und Mühe mit meinenMif- stthaten: Eine Arbeit / die sonst nie» mand für mich hatte können verrichten : Eine Mühe / die ausser dir nie, mand Hütte können ausstehen. Du hast sie treulich verrichtet/darum werden dich alle Heiligen preisen inEwig- keit. Du Herr bist em Knecht worden / damit damit ich wurde frey von Sünden/ und ein Kind Gottes. Du Hast asien Gehorsam deinem Vatter erfüllet/ daß wir daran haben die Gerechtigkeit/ die für Gott gilt. Du hast ge- prediget/daß ich lerne und erfahre den . heimlichen Raht Gottes von meiner Seligmachunq. Du hast mitgegeben deinen H. Geist/ und heilige Gacra- menten/ damit ich die eusierllche und imierliche/irdtfcheundhiMsche/leibliche und geistliche Pfand habe des himlischen Erbes. Du hast für mich geweinet/damit alleThrenen von meinen Augen abgewischet werden. Du hast alle Schmach und Marter erlit» ten/unddein theures Blut vergossen/ daß ich wegen meiner Sünden keine ' schwach/ noch den fluch des Gesatzes / noch Angst der Hollen/noch die Band des ewigen Tods / nochdieVerdam- nus des Gerichts habe in meinem Eingang zu befürchten. Du bist mir vorgegangen / damit ich deinen Fuß- Mlischcn Hochzeit. -87 stapfen nachfolge / und mein Fteifch in dem Hirne! zu einem sichernPfand habe / daß du mich dein Glied auch werdest zu dir hinauff nemmen. Du hast für mich gebettm / und erhalten bey deinem Vatter /daß mir all dein Verdienst zu Gut komme / und dein verdientes Erbtheil eingegeben werde: Danek sey dir meinem Hohenpriester/ der mir difes alles arrsge§ würcket r Danck seye Gott deinem Vatter / daß es sein wolgefallen ist / daß durch dich alles / und also auch ich / gegen ihm verführtet werde Danck sey Gott dem H. Geist/ der mich Christi und seiner Gutthaten theilhafftig gemachet/ getröstet / und das Zeugnus in meinem Hertzen ge» geben hat: Ich seye ein Äind Gottes/ em Erb Gottes / und ein Mit-Erb IEsu Christi. Nunwi! ich ein ewiges Hallekuja singen : Lobet den DCrren alle ihr Himmels«Bürger in Ewigkeit/ Amen. z. Freue M SeelewSchmuckzuder z. Freue dich zu lauffen disett Weg in das Heilige/ und obere Hauß Gottes. Betrachte/ wer disen Weg gemachet und geoß fenbaret habe / hie gi stet dir / was deinHErrseinemApostelgefagt:Se^' kig bist du ( daß du disen Weg Missest und gehest) dann Fleisch und Blut hat dir das nicht geostenbaret/ sondern mein Vatter im Himmel. Match. i6. v. 17. Es hat dem Volck Israel der unbekantc und ungebante Weg in das LandCanaannichkgefehlet: Sie ha» ben können durch das volle Meerge- ' hen : Ste sind in der ungebahnten ! Wüsten fortkommen: Sie sindgerei» set durch den Fluß des Jordans:W0'' i hersindsiesowol fortkommen? Weil j Gott i hnen den Weg gemachet und ge- , zeiget hat: also wird dir der Weg in das himlischeVakterland nicht fehlen. « Waru m ? Gott hat ihn gegeben: Gott : hatihnegezeigek. Was Wüschen Hochzeit 189 u Was sagst du über disr Gut' that? Mein Gott / mein Gott/ wie ka» ich dir genug dancken/ daß du mir ei- nen Weg zum Himmel gegeben und s. ^offenbaret hast !Ich preise dich Vat- ^ ker und HErr Himmels und der Er» >» den/daß du solches uns unmündigen » geoffenbaret / welches du vor vjlen ri Weisen und Klugen derWelt verbor- '' gen hast: Ja Vatter/also ist es wol- k gefällig gewesen vor dir / du thust mir s kund den Weg zum Leben: Sitze/ ob r" ich auffbösem Weg bin/und leite mich auff ewigen Wege / Amen. Match, lt rr. 25. Pst 16.H. und -Z9.24. '' 4. Tröste dich der Freudigkeit l' Und Gewißheit in den Himmel: dep Weg ist sonderbar. Er hat zwo . wunderbare Eigenschafften. . ^ Diser Weg ist ein neuer Weg. j Wegen deiner Schwachheit töntest du den alten Weg ( Thu das/so wirst du s ,9o SeelemSchmuckzuder du leoen) nicht brauchen: Du wurdest deinen Wunsch nicht erlangen: dann wir fehlen alle mannigfalligiich-Iac. z. 2. Gott ist der gute / Er qtbet dir einen neuen Weg/einen leichten Weg: Das Reich Gottes ist herbey kommen/ thut Büß und glaubet dem Evange- lio. Marc. r. 15. Auff disem neuen Weg wirst du eine neue Creatur/aus einem Kind des Zorns / ein Kmd der Gnaden - und erlangest neue Liebe / neue Kleider/ein neues Paradeis/ein neueErbschafft. Was haltest du hiervon? Ich warte eines neuen Himmels/und einer neuen Erden / in welcher Gerechtigkeit wohnet / darzu verhelfte uns diser neue Weg/welcher ist IEsus Khri- stus/geehretin Ewigkeit. 00. Diser Weg ist ein leben- pigerWeg. Wer darauff wandlet, muß Himlischen Hochzeit . ^ Muß n das Leben in dem Glaus bcn/unvm der Heiligung. EArl.2.20. Wer dises Lee< n hat / dem wird das ewige Leben nicht fehlen: Warlich/ warlrch/sagich euch: Wer mein Wort höret/ und glaubet dem/der michge, sandt hat/ der hat das ewige Leben/ Und komt nichtin das Gericht/sondern er ist vom Tod zum Leben hindurch ge, trungen. Ioh. 5- 24. Selig ist der und heilig der Theil hat an der ersten Aufferstehung. Vber solche hat der ander Tod keine Macht/ sondern sie werden Priester Gottes und Christi seyn/ und mit ihm regieren tausend Jahr Apoc. 20. 6 . Was sagest du über Visen lebendigen Weg? Wir waren weiland Tod durch Vbertrettung und Sünde/aber Gott/ der da reich ist von Barmhertzigkeit/ durch seine grosse Liebe/ damit er unS seliebet hat/da wrr tod waren in sün» den »92 Geelen-Schmuckzudee den/hat er uns samt Christo lebendig gemachk/(dann aus Gnaden sind wir selig worden ) und hat uns samt Ihm in das himmlische Wesen gesetzt / in Christo IEsu. HErr IEsu / der du durch deine Auferstehung viel Todte hast zu dem Leben aufferwecket / erwecke meine Seele aus demSchlaffder Sünden : Und mein Leib aus dem Schlaaff des Todes zum ewigen Leben/Amen. Ephes. r. 4.5.6. I l. Unser Amt und Eingang in das Heilige Gottes. Lieber Bruder: Liebe Schwer ster: Liebe Seele: Du hast vor dir das Hetliae Gottes / den Himmel: Du hast d?e Freudigkeit und Verheiß- > sung zum Eingang durch d->n theuren ' > Verdlenft demesHErren IEsu: Du hast anihmeden gewissen Weg / den dir Gott hat gegeben / und gezeiget. Weifest du auch/ was du nun thun sollest? Der H. Apostel / < der hkmlischen Hochzeit. M der dir den Weg zeiget / vermahnet dich/ So lasset uns hinzu gehen mit warhafftigem Hertzen. Ee , erinneret dich e l -Was du thun sollest. - II. zünd wie zu verrichten. e l. Was must du auff dem l Weg des Himmels thun? Du ' must hinzugehen. Mit disem Wort hinzugehen erfordert der H. Geist ! drey underschiedene Stuck von dir. Dusoltesti. weggehen. 2. fortgehen. - z. eingehen. : 1. Lasset uns hinzu gehen. : Liebe Seele: Wer in dem Tempel - Salomonts wolte in das Heilige hin- t ein gehen/der mußte aus dem Vorhof l weggehen. Wilt du in denHinrmel/ c st muß du aus der Welt weggehen. > Äll l m dem Vorhof der Welt / und den , andern in des Heiligen dem Himelr : I habe- i94 Hcelen-tzchmuckzüder haben: noch zugleich mit einem Aug den Himmel/ und mit dem andern die Erden anschauen: Also kanstdu nicht an beyden -Orten zugleich wohnen. Du nmß sprechen wie dein HErr und Bräutigam: Ich verlasse > die Welt und gehe zum Vatter. Eswirddir besohlen/was demAbra' haminseinerBilgerfahrt: Gehe aus deinemVatterland/ und von deiner Freundschafft / und aus deines Vat-r ters Hauß/ in ein Land das ich dir zei- aenwil. Gen. 12.1. Seyeduauch ge- sinnet wie Abraham/ Er war gehorsam/ da er beruffen ward auszugehen jn das Land/ das er ererben solte/und meng aus/und wußte nicht wo er hin-, käme. Er wartetauffetne Statt/die ein Grund hat/welcher Baum erster/ und Schöpffer Gott ist. Hebr. n. 8' - w. Gebe Seele : Du bist die Doch- . ker/welcher die Himmels-Botten / die H. Engel M puffen: Höre Tochter/! > himlischen HochM 195 schaue drauff/ und neige deine Ohren / vergiß deines Volcks / und deines VattersHauß/sowird derKönigLust an deiner Schöne haben. Ps. 45. -r. Gehe wtlljg und freudig aus diseni Underen in das Obere Hauß deines Vatters Hast du in disem undemHauß auffder Welt/ wenig Güter empfangen/so seye desto williger-: du hast allhte nichts/ oder ein weniges zu verlieren: Gedencke. HErr mein Gott/bey dem wenigen hast du mein Leben erhalten/ wie meinen Machbaren bey vielem: bey dem schlechten hast du mir so wol die Freude gegon- net als anderen/ bey dem besseren. Bin ich ein armer/ kranck- ver/ verlaßner Lazarus gewesen / so haben mir dannoch deine heM Ze Engel auffgewartet. Du hast Z» tem IY6 SeelewSHmuckzuder fein Ansehen der Person : Du hast erwehlet auch die Armen auffdiser Welt / daß sie reich seyn am Glauben/und Erben deines Michs/ welches du verheißen hast denen die dich lieben / under welchen ich auch bin/und darum sage ich deiner Gnad und Leuyt- seUgkeit Lob und Darrck in Ewlg- feit/ Amen. Hast du in diser underen Behausung von den Gütern / Freu- ^ denund Ehren der Welt viel em- ^ pfangen So seye destodanckbarer/ und nicht unwilliger: Der Reich- ' thum / den dir Gott in der Wanden schafft gtbet / ist em Unbildung / was grossen Reichthum er dir geben wolle mdem Himmel undVatterland / der drr in der Wüsten allen Vorraht ge- aeben/wird dir in dem gelobten Land die Fülle geben Wollest du uy- l willig 197 . Mischen Hochzeit. ^ willig seyn/und dich an dieGü- „ ter der Welt halten / so gehet ^ dein Abscheid doch fort. Wilt du ^ thun wie jener Liebhaber der Welt " nach seiner reichen Ernd 'ünd sagen zu 't deiner Seelen Liebe Seele/du hast ei- tt nen grossen Vorraht auff viel Jahr / t/ habe nur ruhe/ iß/trinck/ und hab gu- ^ ten Muht. So wird dir auch dise Antwort werden: Du Narr /dise e/ Nacht wird man deine Seele von dir ^ forderen/ und weß wird es seyn / das du bereitet hast? Wie der HErr hinzu r/ jetzt: Alsogeher es / Wer ihm Schätz? b, samlet/ und ist nicht reich in Gott- Luc. x, rr.v. rz. Li. rs Wer wolte nicht gern aus der /le Welt ausgehen/ wann er der welk er uberhaufftes Elend / durchge- hende Eitelkeit/ und ansteckende ^ VerderbnUs und Unreintgkeik ^ betrachtet? Wo die Welt am be- 'S - I z stm i9S Seelen-Schmuckzuder ssenist/ da ist sie wie eine Rose: die einzele Rose hat gar viel Dorn; die Blume verlieret ihre Färb / Geruch und Krafft / und hinderbleibennur stächige Dvrn. Die Welt ist eine So- dom/ wo undervielentausenden nur ein Loth ««angesteckt verbleibet/und demFeur entrinnet. Gehe dann aus/ und errette deine Seele. Oder was hast du für Fisch und Knoblauchen Vifem Egypten / daß du nicht daraus ivilt ? Ist nicht diseWelt ein Babel/ in welchem die Kinder Gottes gefangen gehalten/ und übel geplaget werden ? Ist sie nicht die Hütten Mesech und Kedar/darinn man dich so wenig jm Friden lasset als ihn jenen den König David? Machet dich zurück sehen dein Reichthum ? Falletdir Reichthum zu/so hencke dasHertz nicht daran: Es seye genüge daß dise Dorn so offt den Saamen des Worts Gottes ersticktund so vielmal an demEnr». gang himlischen Hochzeit. 19s e gang in das Heilige der Kirchen dich r verhindert haben: Sollen sie di ch noch ) an dem Eingang verhinderen in das ? Heilige des Himmels ? Kan jener - Heid all sein Gut in dasMeer versen- - sten/daß sie ihn nicht hinderen an der > Welt-Weißheit ? Was bist du für ein , Christ / daß du dein lang -genutztes i Gut nicht kanst fahren und folgen last - ftn deinen Kinderen / damit solches ; dich nicht abhalte von der Himmels» ' Freude? Halten dich auff die - Wollüste auffdiser Welt? Ach sie ' sind ein vergisstes Pittulein/zwar süß l indem Mund/aber grimmen/zerren l ^ und reisten in dem Leib. Wollüste der ^ Welk sind der Jael süsse Milch: des Absalons Mahl: des Propheten ! Abendessen: der Esther Panquet r Bey allen haben die Gäste den Tod geessen. Wilt du mehr erfahren ? eine grössere Geschicklichkeit erlangen ? Ach dieWeltweißheit hiM 2 4 dir »so Seelen-Schmuckzuder dir nicht zur Seligkeit. Der Herd Aristoteles rühmet/ daß er aus seiner Heidnischen Wissenschaft habe erlernet das mit Willen thu n/ was andere thun aus Noht und gezwungen: Aus deiner Christlichen/Göttlichen Er- kantnus solltest du viel billicher Visen Nutzen heraus ziehen / daß du willig sterbest Vbergibest du ungern einem andern dem Ehr / Ambt/ Dienst und Würde ? Hat es dein Vorführer nicht auch thun müssen ? Wie viel sind durch die Welt gegangen / denen es so gut nicht worden? oder wann du müßtest mit deinem Knecht/ aus Befehl deines Königs / theilen / wie Mephiboseth aus Befehl desKönig Davids mit seinem Diener Ziba/ geschehe dir Unrecht? Wann du Herr müßtest eine weil Knecht seyn / deinem Knecht das Pferdtsattelen/ zu Fußnachlausten/ rmd an den EckenderStatt neben ihm stehen himlischen Hochzeit. soi stehen und rüsten: So thut man dem/ den der HErraller Herren ehren wil: Wie es der Fürst Haman dem Mar- dochai hat thun müssen / töntest du dich wideren ? Hättest den Befehl dessen/ der über alles volle Macht / zu tadlen? Wie viel weniger solt du unwillig seyn/ da dein gutthätigster Herr dich in deinen Würden erhalten / und von den indischen / zeitlichen zu den himlischen / ewigen Würden thut erhöhen? Unterlasse nicht zubekennen / Mein Theil hab ich empfangen/Herr/ Allhier au ffdiser Erden/ Ehr/Freud und Gut / und was noch mehr/ Denn lieben Kind kan werden. Darfür hab Danck mein lieber Gott/ Vergib mein Sund / htlff mir durch d'Noht/ Wol in das ewig Leben. Dottweiß ich viel ein besser Erb/ 2 5 Und rror Seelen-Schmuckzuder Und viel ein besser Leben: Mehr Ehr mehr Freud/wann ich nun sterb/ Wol st mirs aus Gnaden geben: Zur ewgen Gsellscha fft hrlffauch mir / Eowil ichewlgdanckendir/ Und singen/ Halleluja/ Amen. Oder/ Fallet es dir schwer von Leinen lieben Freunden zu scheiden? Bringet dir scheiden Thränen und Leid: so wische dise Thränen ab mit dem Wüschtüchiein des Glaubens daß wir in dem besseren Leben / und herrlicheren Wohnhauß unsers himlifchen Vatters/ so gewiß wir hie heysamen gewesen so gewiß widerum zusamen komen/ und mit einanderen eine unauffhvrliche Freud besitzen / eine unzerstörliche Liebe einanderen erzeigen / und einunabläßltchesLob, gesang singen werden. Einen guten/ und den mehrern Theil deiner Freun/ den hast du schon vor dir in dem Himmel/ Wüschen Hochzeit. 2QZ mel/ warum sollen dieselbigen nicht > eben so wol ein kräfftiger Magnet- Stein seyn / dich in den Himmel zu ziehen/ als die wenige auffErden dein ^ Hertz an dise Welk zu binden ? So der einige Joseph in Egyptenland seinem Vatter Freud und Muht gemachet aus seinem Vatterland ihme in die Fremde nachzuziehen: Solt nicht dein HErrIEsus/und deine liebeEl- . keren / Brüderen / Schwesteren / rc. und wer aus deinen Geliebten in den Himmel dir vorgeaangen/dir auch ei- i ne Freud machen ihnen nachzufolgen? ! Wie/ wann dise Freunde auffErden i deine Feinde wurden / welche Veren- l > derung viel unschuldige Herßen er- ' fahren/ wurde es dich nicht alle deine k übrige Lebenstag reuen / daß du noch k länger bey denselbigen zu wohnen ge- ' wünschet hättest? - Bekräncken dich deine vielen ^ Kinder/ die deiner Pfleg/Sorg / 2 6 Nah/ L 04 SeelerEchmuckzud er Vcayrui g uno andererHilffhoch vonnöhea haben? Welten je die Kinder das stärckste Band/ und das kräftigste xbilkrum, Liebe Tranck/und gehe mir nach in der Welk sind/ damit sie viel zurück haltet: oder/weil diseHindernus am öftersten zur Entschuldigung/ warum der Mensch lieber länger in der Welt bleiben wolte/ gebraucht wird: wil ich dir dises Band zerreiffen / und wider dises klulyuneiNLnnäocum und Artz» neygeben. Wegreisender Vatter: Weg- ftrtige Mutter: Kanst du nicht fteudig von der Welt Abschetd nehmen von wegen deiner lieben Kmderen / die du in derselben hinderlassest? i. Was antwortest aber auffdas/ daß derHErr sagt: Wer Vatter und Muttermehrlieoetdann mich / der ist man nicht lochet. Und wer Sohn oder Los hmlischen Hochzeit. ^ 20 5 Tochter mehr liebet dann mich / der ist mein nicht wehrt. Match. io. z?. Wie dein HErr JEsus nicht bey seiner Mutter auff der Reise / sonder in demTempc! zuIerusalem verblieben/ und auff ihren Verweißgeantwortet habt ? Wisset ihr nicht / daß ich seyn muß in dem/ das meines Vatters ist? Luc. 2.49. Also/ wann dich deine Kinder nöhtkgen/ bleibe bey uns/ so antworte: Wisset ihr nicht/ daß ich seyn muß m dem/ das meines Vatters rst? II. Du sagst: Wann Gott mich noch eine weil memcn Kim deren zu gutem in der Welt liesse/ ich wolte chne dannoch über alles lieben und ehren. Ist aber nicht vielleicht eine Abgötterei) in deinem Hertzen / daß du das gegossene Kalb haltest für den Gott/ der dein Israel erlöset/und deine Kinder segnet ?L»der 206 SeelewSchmuckzuder stecket nicht dtser Wohn in dem Her- tzen demerKinderen? Weil deineKin.- derdre ährine Schlang/ die indische Mittel ihres Lebens mehr ehren als die himlischen/ darum wird sie aus Gottes gcheiß zerstöret. Als die Söhn Samuelsauffihren Vatter hin sündigten/ und under seinem hohen Ansehen sich dem Geitz ergaben/Geschenck annahmen / das Recht beugeten / da war ihr Vatter von dem Richter- Amt weggesetzt: Gleicher gestalten/ wann Gott sihet/daß die Kinder auff die Elteren hin trotzig/ pöchisch/ ungerecht sind/oder/ da er sie ferner bey ihnen ließ/also seyn wurden: Sihe/fo nimt er sie hi nMg / daß sie nicht seyen ein Zünde! der Bosheit/ein Horn und Altar/darbey die ftefienden Schirm und Freystatt suchen. Hl Dugedmckest / ich könte aber meinen Kmoeren noch fer-- nerein fruchtbarer Haußvatter/ oder himlisthen Hochzeit. 207 oder eine nützliche Haußmutter seyn. 1. Glaube aber/ daß deine Gottsförchtige Kinder deiner vernch- tenArbeit/Benediction / Fürbitt und Gottsforcht auch nach deinem Ab- scheid gemessen werden. Das Ge- schlecht der Frömmelt wird gesegnet seyn. Ps.ii2.v. 2.2. Gestehe / was wahr ist/ daß deine Gegenwart/ all dein bauen / wachen und sorgen rn deinem Hauß deineKinder nichts fruchteten/wann der Segen des HErren nicht darben wäre / und das beste thä te. Ps. 127.1. z. Bekenne auch/ daß deryimelische Vatter/ deineKinder zu segnen / zu versorgen / zu bereichen/ zu erhöhen / deineräar wol mangle» ran. Was hast du Vatter und Mutter für Rahk und That darzu gegeben / daß deine Kinder in Mutterleib das Leben/die Gliedmassen/die Nahrung/ die vernünjstige Seel haben empfangen? Hattest du einige Hand 2o8 Seelen-Schmuckzuder bey der lebendiamachung des todten Saamens? Oder bey der Underscheb düng und Formierung der Gliedrnas- sen? Oder bey der Eingiessung der Seelen? So kan Gott noch weiter ohn dich hausen/und deinen Kinderen ohne dich seinen Segen zutheilen. I V. Es krancken dich deiner Kinderengeringe Nahrung und Lebens-Mittel ? Laß dich das an ei* nem willigen Abscheid nicht hinderen. Der treue Gott gibt allem Vieh sein Futter/auch den jungen Raben (web chevonden Alten verlassen werden) Psal.i 47 . 9 . GedenckeandesHEr, ren Trost: Nehmet wahr der Raben/sie säyen nicht / sie emden auch nicht/ sie haben auch keinen Keller noch Schemen/ und Gott «ehret sie doch: Wie viel aber seytihr besser dass die Vogel? Luc. -2.V. 24. So diser freygebige Gott nicht nur die Vogel die wol singen/ nicht nur die Thier / welche Mlischen Hochzeit. 209 welche dem Menschen zu der Sperß / oder Kleidung/ oder Arbeit dienen/ sondern dieallerhrßlichsien/und(nach unserem beduncken/gar unnützlichen/ ja schädlichen ) Thier mit Nahrung/ Kleidung/Herbergen versorget: Wie solteer deinen (ich sol sagen seinen) lieben Kinderen / die er zu seinem C- benbild erschaffen / und durch seinen vielgeliebten Sohn erlöset hat / die nohtwendige Lebens-Mittel versagen ? In Israel wolte derHErrbey unerträglicher Theurung etliche Personen auffeine wrlnderbare weise mit Nahrung beschencken. Wer waren sie? Es waren lauter Witwen und Wäysen/under welchen die einteeines Propheten Witwe in Schulden vertiefst / und getrieben / daß sie dem Schuldherren ihre beyde Söhn zu leibeignen Knechten ergeben solte: Hiervon so!t du/und alle betrübte El- teren/Witwen undWäysen/ein zwey» fache Lio Seelen Schmijckzu der fache Prob haben/daß der getreue Gott den sronren Witwen und Wäy- senvor allen aus die Lebens-Mittel verschaln wolle. V. Vielleicht bekümeret dich noch anders deiner Kindern halben : Du hast bey deinem Leben wahr genomen/daß viel Way- sen sind verachtet: An Güteren heimlich übervottheilet: Mit falscherr Zulagen beschweret: An dem Rechten hilflos: In schtve- mn Kreutz trostlos: In ihrem Vorhaben rathlos gelassen worden. IhrGutwilniemand mehren? Ihre Unschuld Niemand verfechten: Ihre gerechte Anforderungen nie* mand behaupten: Ihre Widerwerti- gen niemand errörnen. Difes alles sind grosse Hertzbekränckungen/und/ OHErr/erbarm dichVätterlich deren Wchsen/ die in difem Elend stecken.' himlischen cken .'Jedoch / wann du gleich gewiß seyn töntest / daß dise Widerwertig- keit über deine hmderblcibende Kinder kommen wurden/sol dich solches alles nicht hinderen an dem Abscheid. Hinderlasse deinen Krndern den him- melischen Vatter/ so werden sie den Verlornen indischen Vatter hundertfältig wrderum haben. r. Nach unsers HLrren Verheissung/Mare. ro. ZO. Meynest du / daß das vergebne Wort seyen/welche dem HErren aus seinem Mund gehen. Ich wil euer Vatter seyn / und ihr sollet meine Söhne und Töchteren seyn. 2 . Cor. 6. io. Mit nichte» : Darum freuet euch für ihm / er ist ein Vatter der W.rysen / vermahnet dich der König und Prophet David, Psal. 68.6. 2 . 2 . Aus gar vielen Ep' empeln wil ich nur etliche zum Be- wcjßchttM / daß der himmelische Vat- ter den frommen Wchsen alle verlerne Kr2 SeelemSchmuckzuder körne Vatter-und Mutterliebe / Raht/Hilffund Trost vielfalüg ersetzen wolle / benennen. Joseph war ein Wäyß über den alle Wetter er* gangen: Beraubung der Liebe/ der Hilff/der Herberg/ der Wissenschaft von seinem Vatter: Gefahr seines Lebens: DieAbscha ffung in ein fremdes und Heidnisches Land : Die un- wahrhaffte Zulag der Lästeren: Die dreyjährigeGefängnuö/rc. ran- m, > __ - >». t hat/du bist der nahen Erlösung best» 5 gewisser / und kanstmit Paulo sprei » chen: Unser Heil ist naher als wie e glauben. Rom. rz. v. 12. Triffst - , du an einen Berg Thabor / ei- ' nenDchtvollFreuden/guterGe- - sellichafft/und aller Lieblichkeit? k Sag nicht / HErr / hier ist gut seyn : Wut du/so wollen wirHütten bauen? . , sonder gehe immer fort / und sprich e Mit König David: (macht / i ^ Von Kraft zu kraft / von machtzu > Wirwollen gehen immer sacht/ z Bis wir zu Gort in Sion komen. ' Stehen dir Freund oderFeind ^ innveg/die dich vom himelrfchen Iemsalem wollen abhalten / ss ! antworte ihnen/ tvas dein HErr dem ^ Petto geantwortet: Heb dich von ^ mir / du wilt nicht wasGöttlich/son- * der was Menschlich ist. Liget ein e Kreütz- Stein nach dem andern , Kk im s2s ^eelen-Schmuckzudre / im weg / so gehe damwch sott / und mache dir dise gedancken /dasistder rechteWeg/ ein solcher ist mir gezei- get / durch viel Trübsalenmüjsen wir ^ eingchen in das Reich Gottes-Act. ! F4. LL. ! z. Lasset uns hinzu gehen: > Lieber Bruderliebe Schwester: Dise Wort begehren an dich: Du sollest tn das Heiligthum des Himmels gar hinein gehen. g. Paulus erineret Dich und mich / lasset uns hinzu gehen/ v. 4.Anser HErr und Bräutigam vermahnet uns/Gehet ein durch die engePfort. Matth. 7. iz. Und abermal: Ringet darnach daß ihr durch die - enge Pfort eingeht. Luc. iz. 2z. Ja der HErr hat seine Bottschajfter autt dich beIellt/undthnen befohlen/ Nohtige ste hinein zugehen. Cap. »4. v. gz. Darum halte ich dirvor die Er, hjmlistyen Hochzeit. rar ErinerungdesseligmAposielsPauli: So lasset uns nun förchten / daß wir dieVerheissung / einzukommen zu sei, »erRuh/nicht versäumen und unser keiner dahtndenbleibe.Hebr. 4. -.So es nun deines HErren AZill ist/so seye such du willig / und antwort: Ich komme HErr/ daß ich thun sol deinen Willen / den. thue ich gern.. b- Gehe vollends hinein irr dasHeilige des Himmels: Alles ltgt am Eingang. Der Ausgang und Fortgang aus der Welt sind eft- was/ der Eingang aber in den Himek bertrifft sie beyde. Ohne den EiA Wag hilfftvichtszur Seligkeit weher Anfang lioch Fortgang. Derreici^ Jüngling gieng aus/ undgieng weit fort von seiner Jugend an/ aber daß er nichteingieng/ vkib er ausserdem Himmel als hätteerkeinSchrittdarnach gethan. Die thorichtenJung^ K z stauen/ »2L Ceelen^chmuckzuder stauen/ die fortgegangen bis an die Thür/aber nicht hineinkommen/ha, den von allem ihrem wachen/ warten / lausten / rüsten so wenig nutzen / als Hätte sie von derHochzert-Freude nie, mal gewißt. DieJsraeliten/die aus Tappten gezogen / und durch das rohteMeer hindurch gegangen / aber in der Wüsten gestorben/haben so wenig theil an dem verheissenen Land bekommewals die welche in Egypten begraben worden. Höre was der hei, liaApostel den ermatteten Galateren schreibet- -O ihr unverständigen Ga» later/im Geist habt ihr angefangen: woltihrs imFleisih enden ? Habet ihr bann so viel umsonst erlitten. Gcü. z. ». 4. Du wirst ia nicht zugeben / Daß all dein Gehorsam/den du biß daher geleistet/ deinGebätt undSeuff- Hen/die du hören lassen / deine Almo- ien die du ausgetheilet/ die Gedult die VU under vielem Mutz verübet hast/ ^ Wlifchen Hochzeit. 22 z solle vergeben/und um sonst gewesen seyn ? Gehe ein/kärrp ir noch den letzten Kampff. Thu die leisten Schert, te.Seye hertzhasft / was du wol hast angefangen / und wol fortgeführet/ das vollende auch wol/ und bitte der, nen Vatter um einen freudigen Ein, Sang. HCrr / ich achte alles in der weiten Welt für Kaht/damitich deine himlische Schatze erlange: Eins sage ich r Ich vergesse was da hindentst/und strecke mich zu dem/das da vornermst/und jage nach dem fürgestectten Zihl/nach dem Kleinot/ welches fürhelt die hiinltsche Berufiüng Gottes in Christo IEsu. L Eines begehre ich noch/das hätte ich gern/ daß ich in dem Hauß des HCrrm bleiben möge mem lebenlang/z« K4 schämn ^hil»g»8« k?» ^4» s «4 Seekeir-SchttmckWder- schäum die schöne Gottes Dienste des HCrren/ und seinen aller- heiligsten Tempel zu besuchen, d. Wie der Hirsch schreyet nach fttschem Wasser/so schreyet meine Seel / Gott / zu dir. Ich wolte ' gern hingehen mitdem Haussen/ und mit ihnen wallenzum Hauß Gottes/mit ftolockm und danken under dem Hauffen/die da ftyren und loben. c. Mein Gott/ send mir dein Liecht / und dein Warheit/daß sie mich leiten und dringen zu deinem heiltgenBerg/ und zu deiner Wohnung. Daß ich hinein gehe zu dem Altar - Gottes/ zudem Gott/ der meine Freude und Wonne ist/ und dir Gott / auff der Harssen dancke memGott.Was betrübstdu dich meine b. Ps.r?. 4.Ps. 42.2.5. Wlischen Hochzeit. 2LZ' meine Seele/und bist so unruhig in mir? Harre auffGott: dann ich werde ihm noch dancken/ daß er meines Angesichts Hülste und mein Gott ist. 6. Amen. Mein Gott erhöre mich durch IEsunr Christum/Amen. n. Wie mufl du deinen Eiw- gangtn dm Himmel verrichten ? Dises eingehen ist nichteinaehenund schreiten derFstssen deines Leibs'/o»- der ein heiliger Schmuck/und ein andächtiges Gebätt/darvon ich dich aus der UnderweisiW des H. Geists/ in dem letstenThtinvilermneren. m. Der Schmuck in unser Himmelfahrt und Eingang. Gleichwie der Mensch/ der ur einer Hochzeitberufftn ist/ iyme nicht lasset genug seyn/ daß er hochzeitliche Alei- K 5 her ^ Ps.43 Z. 4» 5» »26 Seelen-Schmuckzuder der rn seinem Kasten undHauß habe/ sonder wann er zu dem Bräutigam / und HochzeitGästen gehen wil/ dieselbe anlege / und also hinzu trittet: Also laß dir nicht genug seyn/daß du Den Geistlichen Hochzeit- Schmuck/ Glauben/Liwe/Hofftiung/rc. habest. Sonder wann es an dem ist/ daß du Durch den Tod will zu der himlischen Hochzeit eingehen / so ziehe alsdann Visen Schmuck an. Brauche diss Kleider / so wird der König Lust an Deiner Schönheit haben. Pjalm. 45. Z2. Wir sollen unserem Herren unter Leib undSeelopfferen/unddar, stellen in einem heiligen Schmuck/ wie von dem Volck des HErren stehet/ Psal. iio.v.z. Diser dein heiliger Schmuck ist bey des die Vorbereitung/ und Heiligung deines Leibs und der Seelen? Und zugleich der rechtschaffene Gebrauch-es Glaubens/ _himlischen Hochzeit. »r? bens/ der Büß / der Hoffnung der geistlichen Freude / der Am dacht/rc. Wann du underdiehim^ lische Hochzeit-Gäste tretten will/ s» habe auch ihren Sinn/und Fürsatz: Dieweil wir nun solche Verheißungen haben / meine Liebsten / so lasset uns von aller Befleckung des Fleische- Und des Geistes uns reinigen / und fortfahren mit der Heiligung in der Forcht Gottes.»Cor.7.2. Und mit dem Apostel. So lastet uns hinzu gehen mit warhafftigem Hertzerr/ in völligem Glauben/ besprengt in irr» seren Hertzen/und loßvon dem bösen Gelvissen/ und gewaschen am Leib mttreinem Wasser/md lasset uns hatten an der Betank nus der Hoffnrmg / und nicht wancken / bann er ist treu der sie Kerhässen hat. Hiß- Hierirmen wird dir angezeiget. I. Dem Hertz solle geschmückt seyn / mit Auffrichtigkeit: mit völligemGlauben: mrt der wahren Bußfertigkeit. II- DeinGewissenmit Unschuld. III. Dein Leib mitReinigung. i v. Deine Zung mit einer standhaMen Bekanttms. Bitte für dich/was die Paulus snwünschet.r.Lhess. 5.2z. Der Gott des Fridensheüige wich gantz und gar / daß mein gavßer Geist samt der Seel/und dem Leib unsträflich bewahret werde auff die Zukmrfft unsers HErren JEsir Khristi/ Amm. I-Schmuü des HcrtzenS. Lieber Bruder: liebeSchwesterr MWU mdas tziMsche Heilig- HMischen Hochzeit. 22 h thum/und ewige Leben eingehen: so schmucke vor allenDingen dei-- ne Seele: Behüte dein Hertz mitalL lem fleiß. Prov. 4. 2z. Kehre allen fleißan/ daß dein.Hertz seye geschmückt ^ Mit Auffrlchtigkeit. L. Mit völligem Glauben. O. Mit wahrer Bußfertigkeit. Sthe das dein Hertz rechtschaffen seye. Als der gütigste Gott dem Hauß Jsai wolte Ohr anthun / und einen von den Söhnen in das Königreich einsetzen/ da sonderte er den aus/der das beste Hertz hatte: der Bottschaffrer hatte schier aufdie äus- serliche Gestalt gesehen: da wehret ihm der HErr: Sihe nicht an seine Gestalt / noch seme Person/dann eS gehet nichtwie ein Mensch sthet. Ein Mensch sihetwasfür Amen ist/ der HErr aber sitzet das Hertz an: r. Sam. r6.v. 8. Da aber das recht. 2zo Seelen-Schmuckzuder schaffen Hertz in dem geringschätzigen Cörper Davids kam / vermahnet der HErr/Auff/undsalbeden/dann der ists/s. i2. Also sendet der HCrrscin Bottschaffter den Tod/ in dise Welt/ Er solle ferne Auserwehlten heim ho, len rn sein Himmelreich: Difer Bott muß seyenauffdas Hertz: Wo er kein rechtschaffen Hertz antrifft/da sagt er / was Petrus dem Zauberer: Du wirst weder Theil noch Anfall haben an disem Wort: dan dein Hertz ist nicht rechtschaffen vor Gott. Att.Z. 21. Wo er aber ein rechtschaffen^ Hertz findet/ da setzet er die Krön auf/ und sagt: Selig sind die reines Hertzens sind / dann sie werde« Gott schauen. Match. §.8. Eur wachafftiges/ rechtschasi nesHertz muft du haben: das aber ist ein waarhaffriges/ rechtschaffenes Hertz/ welches in Manchen und Frettf himlischen Hochzeit. 2z r Frmdigkeit Gott sich ergibst/ es seye zu leben/Zu leiden/zu sterben. Wann du kanst mit König David Gott zum Zeuaen nemmcn/ und sprechen : Sihs ich komme / im Buch ist von mirgeschriben. Deinen Willen/ mein Gott thu ich gern /und dein Ge- satz habe ich in meinem Hertzen.Psal. 40. v.8.9. Das ist ein austrichtig/ rechtschaffenes Hertz/tvarum woltest du doch nicht ein solches Hertz in deinem Eingang haben ? Du wirst eingehen m der Lrbschajft deines himli* schen Vakters/ und zu der Hochzeit- Freud deines himmlischen Bräuti- gams.Was weissestdu herrlichers? was lieblichers töntest du begehren / za benennen? Habe ein austrichtig/willig/ und freudig Hertz: Du gebest in die Erb schafft deines himlischen Vatters/welche unfehlbar/und un- Zahlbar ist. Gehe ein mit dancken und fräocken. E Ge- 2Z2 Seelen-Schmuckzuder Gelobet sey Gott und der Vatter unsers HEnen IEsu Ahristi / der uns nach seiner grossen Barrnhertzigkeit wtder- geboren har zu einer lebendigen Hoffnung durch die Äusserste- yung IEsu Ahristi von den Todten / zu einem unvergänglichen/ und lmbefleckten / und um verwelcklichenErb/ das behalten wird im Himmel/ Euch/ die ihr ausGottes Macht durch den Glauben bewahret werdet zur Seligkeit / welch«zubereitet ist/ daß ste offenbar werde zur leisten Zeit. a Der HErr ist mein Gut/ und mein Theil/ du erhaltest . mein Erbtheil/ das Loos ist mir gefallen ausss liebliche / und mir ist ein schön Erbtheil worden. Ich »i. Pei. i.z.r.s, himlischmHochM« Ich lobe den HEmn / der mir gerahteu hat. b». Habe und behalte ein recht-- schaffen / willig und freudiges Dertz. Dngeheft in die Hochzeit- fteude / detlres hiMlischen Bräutigams/ die gar gewiß/undgantz um. begreiflich ist. Dein Herr wird deiner Seele zurufst»: Gehe ein zu deines HErren Freude. Matth. 25. v. 12. Dausent Jahr Welt -- Freud ist nur em Schatten gegen einem Augeublick der Hnnels - Freude: Der Ort wird herrlicher: die Gesellschafft liebreicher und ftölicher rdie Würde höher: die Güter mehr : die Wollust grösser: die Gesundheit stürcker: die Heiligung vollkomener: das Leben lieber: und der gantze Stand- seliger- seyn. ES wird nichts mangle» / was du begehren wirst / und nichts/was du mchk be-, gehrenwirst/ da seyn. Du wirst die Menge der Freuden / und Gükeren/ b. Psalm. r6.5.6.7. und LZ4- SceleEchmuckzuder und Ehren nickt können erzellen: die Höhe und Tiefst nicht ermessen / j die Kostbarkeit nicht genugsam schä- i Hen/die Zeiten und Jahr nimmermehr i aussprechen. Darum folge den Heb, I reern: Erdulde alten Verlorst deiner . j Güteren/der Freuden/Ehren/Ge, < freundten/und difes Lebens mit Freu, . den/als der du Missest / daß du ein ^ bessere und bleibende Haab in dem Himmel hast. Heb. ro. v. zz. ^ Habe ein freudiges Hertz in deiner ! Himmelfahrt : und bezeuge deine ' Freud / wie andere Himmelsburger ^ vor dir gethan: / Zu dir / mein Gott / stehtgantz meM i Hertz/ i I Die Hoffnung macht / daß all mei» Schmertz/ < Vergessen wird: dichwil ich pressen/ ; Daß du mirdeinHilffthust beweist/ - Laß dir meinNoht seyn keine scherz. Oeden- L.Pfal.5. himli schen Hochzeit. -Z5 . ^ Gedencke HErr/ wie ich vor dirgewandlet habe in der War- heit mrt aufirichttgem Hechen/ und habegethan ivas dir gefallen hat ? 2 . Was mir aber manglet / das wird ergäntzen die Gerechtigkeit und Heiligkeitdei- nes lieben Sohns? b. Darun^ freuet sich mein Hertz / und meine Ehre ist frölich / auch mein Fleisch wird sicher ligen. Dann du thust mir kund den Weg zum Leben/ wo vor dir ist/ und bleibt die Fülle der Freuden / und ein liebliches Weftn zu deiner Rechten ewiglich, c. 6 LieberBruderrLiebe Schwerster : Wir haben Freudigkeit zu dem Eingang in das Heilige durch das BlutIEsurSihe in unse- 5 Es.Z8.2.b.Phjl.z.8.c.Ps.i6.z.rr. Geeren-Schmvckzudek ' unserem Tod verrichten wir bissen Eingang : allein es muß unser Hertz hinzugehen in völligemGkaube. Du werthes Khristenyertz / gehe ein in völligem Glauben. Wer bey dem schafften Richter in Israel/ ' Jephcha an dem Furt des^ Jordans Scheren Paß und fristung fernes Le» henswolte erhalten / dermüste haben die völlige Außsprach des wortsSchü boleth: Welche solches nur halb kom ten aussprechen / und sprachen. Si» boleth/die wurden so wol umgebracht/ als die gar keine Rede hatten. Wann du »ach deinem Abscheid wirst komm an den unvermeidenlichen Paß und Eingang der Ewigkeit/ da wird der , verordnete Richter der Welt/ dein Maffter IEsus/ vondir forderen einen völligen Glauben. L Zu erst glaubeveft und fteiff/ daß deiner Seel nicht ergehe wie deinem Leib: daß sie mit dem Leib Himlischen H ochz eit rz? Leib nicht absterbe : Mir wären die Elendesten under allenMenscheni wann wir allein in disemLeben hoste« ken auff Christum. r.Eor. 15. v. 19, Sondern wall die Hütten deines Leibs zerbrochen wird / so ist deiner Seel die Gefängnus auffge- gangen : Siewird alsbaldüberge» hen von denS ünden zu den Geisteren der «olMnenen Gerechten / von dem Elendin die vollkommene Herrlich, kett / aus der Eitelkeit in die Ewig. kett/aus derWanderschajft in das frö, lichste Vatterland. Wie dein himeli- scher Bräutigam seinen Tod hatge- nennet einen Ausgang. Luc. 9.51. also ist dein Tod ein Ausgang / eine Veränderung des Orts. In disem völligen Glauben und Vertrauen sprich: Ich harre täglich/ allweil ich streite/ bis meine Veränderung kockt. LZ8 Seelen-Schmucsszuber komt. 3. Ich begehr auffgelößt zu werden/ und bey Khrtsto zu seyn. b.Ich weiß und glaub/daß/ wann mein irrdischesHauß dlser Hütten Zerbrochen wird/icheinen Bau habe von Gott erbau- ' et / ein Hauß nicht mit Handen gemachet/das ewig ist in dem HimeL.Undindtser meinerHütt ten seufttze ich / und habe groß Verlangen mit derBehaujimg / die vom Himmel ist üben leidet zu werden, c. Mein Zeit ist hie/sag ich ein Christ/ Mein Fleisch jetzt mit absterben / ! Mach auffmein Geist / spring auff » mein Hertz/ Wirffalles zeitlich hinderwetts / Und eil ins Batterlande. b. Du gehest in das Heilige Got» ».Job. 14.14. b Phil. r.2z. ,.2. G>r5.r.s. hkmlijchen Hochzeit. 259 » Gottes. Glaube daß dein erst-- , geborner Bruder IEsus/ dir , seine Roß und Wagen werde zu >. hauß schicken / er wird feine Engel , herab senden/ die sollen eben den gu, ^ . ten Dienst deiner Seelen thun/den sie ^ anffsichtbare weis dem Elia gethan, j Gre werden deine Seel annem-- ^ men / und in das obere Hauß c Gottes / in das Allerheiligste der » Wohnungen Gottes hinein tragen. ^ Gläubige Seele/ Sitze so gern au ff t als der Prophet Elias/ dann du eben die Freude durch ihrk Dienst wirst er- / langen / wiewol auff eine andere rve^ se. Jacob der alte und schwache Vat- f , ter wird gantzfrcudm und frisch/da er seines Sohns Roß und Wagen l auff welchen erihme nachreisen solle/ angesehen: Welche Freude so! dann t deine Seele haben /wann sie wird dir » se dienstbare Geister Gottes sehen/und . mit ihnen in die ewige Herrlichkeit Voltes eingehen? Be» L4V SeeletEch muck ludet BezeugeVisen deinen Glauben also. s MeinGott undVatter: Wer - bin ich / daß auch die H. Engel ^ mir sollen auf den dienst warten? r S tnd sie nicht alle Zu mal dienst- i bare Geister / ausgesandt zum Dienst / um deren willen / die er- , erben sollen die SeligkeitdHErr » ZEsu bitte für mich was Elisa ! Mr seinen Knaben / daß dein ; Vatter mir auffthun wolle mei- » ne Augen / damit ich deine himli- i sche Diener um mich herum ft- r hen/ und meiner Seelen zuspre- i chen könne : Förchte dich nicht/ i dann der ist mehr / die bey uns j find/ als deren / die wider uns sind. Lieber HErr / laß mich ein under der Zahl deiner himmelt- , schen Helden/ so wil ich auch un- j der ihrer Zahl lobsingm/ Hei- i lig- ' ^ ^ ^ rr vr ^ ^ rr r» rr s himlischen Hochzeit. L4r lig/ Heilig/ Heilig ist der HErr Zebaoth/ alle Lande sind feiner Ehrenvoll/Amen. MeinGott/ hochgelobet und geehret in Ewigkeit/Amen. c. Du gehest in das Heilige Gottes / und wird deineSeele gar bald vor des allerheiligsten Richters Jerichrs-Thron gestellet/ von allen Feinden angeklagt/ von deinem Gewissen überzeuget / von dem Gesatz verdamk werden. Glaube vest/daß dein Herr dir alles werde gut machen/ der Richter werde dem Vatter seyn / dich ledig sprechen/ und in seine Erbschafst einsetzen. In disem Glauben sage Ich wil mich auffmachen/und Lu meinem Vatter gehen/ und zu chme sagen: Vatter / ich hab ge- fundiget in den Himmel und vor L dw: ,42 Seelen-Schmuckzrrdee dir: Es ist alles noch mehr als meine Feind wissen: Aber dein Sohn hat meme Sünden getragen / er ist um unser Missethat Villen verwundet / und um un- er Sünden willen zerschlagen / )ie Strafflag auff ihm / damit ich Friden hätte: Ich glaube von gantzem Hertzen/daß nicht allein andern / sondern auch mir Vergebung der Sünden/ ewige Gerechtigkeit / und Seligkeit voll Gott geschenkt seye / aus lautet Gnaden / allein um des Ver- dienstsIEsu Shristi willen/ Ä- men. ci. Deine Seele gehet in Gottes Heiltgthum/ dein Leib aber ruhet auffHoffmmg : Gehe ein in dem völligen Glauben / daß dein Leib wieder aufferstehe/Mit der Seel HMischen Hochzeit. A wiederum vereiniget/ und an dem an» ^ nahenden Jüngsten Lag gar gewiß ^ und herrlich gen Himel fahren werde. ^ Ich habe dir droben ( blat 150.) schon " etwas gesagt: Laß dich aber nicht ver- drtessen noch ein weniges anzuhören. ! / Cs werden an jenem Tag viel Men» tt schen in dem Leben angetroffen wer» U den/ sie werdai aber den Todten nicht g vorkommen. Höre den H. Apostel ^ Paulum hiervon, i. Thess. 4. v. iz. ^ V; irwollen euch aber/ l i eben Brüder/ ^ nichts verhalten von denen / die da schlaffen / auff daß ihr nicht traurig 2 seyen/ wie die andere«/ die keine Hof» r- fnung haben. Dann so wir glauben/ t- daß JEsus gestorben und aufferstau» den ist / so wird Gott auch die da en^ t/ Massen sind durch JEsum/ mit ihm heimführen. Dann das sagen wie „ euch als ein Wort des HErren / daß 2 wir/ die wir leben und überbleiben in Z der Zukunfft des HErren / werde» ^ denen mchtfürkommen die da schlaf» ^ L 2 sey. »44 SeelewSchmuckzudek fen. Dann er selbs(der HErr) wird ( miteinemFeldgeschrey/und Stimm - desErtz-Engels/undmitderPosaw ( ncn Gottes herab komen vom Himel/ s und die Todten in Christo werden c aufferstehen zum ersten: Darnach < wir / die wir leben und überbleiben/ j werden mit einander mit denselbigen < hingezuckt werden in den Wolcken / ^ dem HErren entgegen in den Lufft/ j und werden also bey demHErren seyn allezeit. So tröstet euch nun mit di - - sen Worten under einander. , Dtsen herrlichen Trost behalt/ damit du nicht unmäßig betraurest weder deine liebe Freunde / nochdeü ! nenLeichnam/ der in dem Herren enk schlaffet. Du bist ein Khrist/ und wirst demArticul der Aufferstehung der Toden völligen Glauben zu stel» len/ weil das Wort deines Gottes/ und deines Heilands solchen lehret und bestätiget. Welche aber die Schrisst 245 hiinlischen Hochzeit. rd Schrijst nicht wissen / oder dem m Zeugnus derselben keinen völligen w Glauben zustellen / die müssen soches l / gestehen / wann sie von Gott nur das en glauben / was niemand laugnet / das ch er Allmächtig undGerecht seye. Gott !! lst Allmächtig: So kan er das VZerck verrichten: Dise seine All» ^. Macht zeiget er allenMenschen/ an un, ser aller Lebendigmachung und Ge- ^ staltung in Mutter > Leib: Ist solche dann weniger als die Aufferweckung . des Leibs aus den toden Gebein und ^ Staub ? Dise seine Göttliche Krafst bst Zeiget er allen Menschen / wann er die in dem Winter erstochene Bäume / verdorte Krautlein / Blumen und w Saamen des Felds wiederum durch die einbrechende Frühlings- Sonne / ^ lebendig / grühnend / blühend und ^ fruchtbar machet. Gölte dise Krafft ^ nicht auch die erstochene Leiber / und verdorrekeGebein widerum können le, st L z Hendig »4-6 Seelen,Schmuckzuder^ dendig machen ?Solten nicht auch die verstorbne Menschen widerum lebendig werden / wann erscheinen wird die Sonne der Gerechtigkeit / JEstlS Christus? DiseKrajstGottes hat der HErrden Sadduceern zum Funda, rnentgegeben: Ihr irret und wisset Die Schrifft nicht/ noch dieKraft Gottes. Matth. 22,29. Gott ist ein gerechter Gott / das wird auch niemand laugnen/so wird ersthun: Erwirb dann die Gott, losen/die in disem Leben böses gethan/ and Gutes bekommen haben / ausser, «-ecken: Damit eben die Seel/ und der Leib / die gesündiget haben / der Sünden Sold/die Straffin dem andern Leben empfangen. Darum wird auch diser gerechte Gott / die Gotts- förchtigen/und Gläubigen mit eben denselbigenLeibern/ die sie in disem Leben umher getragen/ aufierwecken/ Kamitebendie Zung/diederr HErren Wlischen Hochzeit. 247 hatbekennet/ und um bist Seligkeit > gebätten: damit eben die Hand / die den nackenden HErrerr (in stinem > Gliedmassen ) bekleidet/unv den durstigen getrancket: damit eben die Oh* ren / welche die Verheijstmg diser Seligkeit angehört / und empfangen: damit eben der Leib / der allhie dem HLrrengedienet/und viel K'reutz um des HLrren willen erduldet hat/ die Krön des Lebens empfange. Dife Schlußred / von der Gerechtigkeit Gottes life/und lerne von St.Paulo/ 2. Thess.v. 5.6.7. und Rom. 2. v. 2.6.7. rc. Wolan / Gläubige Seele / aus des Herren Wort: Allmacht: Gerechtigkeit und Warheit fasse Visen völligen Glauben/welchenIobin seiner vilfaltigenTrübsal bekennet: Ich weiß daß mein Erlöser lebt / und er wird mich hernach aus derLrdenauf- erwecken : und werde darnach in diser L 4 uyisev ^48 Seelen-Schmuckzuder meiner Haut umgeben werden/und werde in meinem Fleisch Gott sehen/ denselben werde ich mir sehen/ und meine Augen werden ihn schauen/ und kein Fremder. Cap. 19. 25. 26. 27. Bekenne solches völlige Vertrauen/ welches König Davidbeken- net. Ich wil wandeln vor dem Herren im Lande der Lebendigen. Ich glaube/darum rede ich Psak. n6. 9. io. And übermal: darum ich grosseFreud jm Hertzen hab. MeinZung dich preiset in Hoffnung ruht mein Leibe/ Daß wann man mich schon legen wird ins Grab/ So weiß ich doch / daß ich nicht lang dableibe / rc. Ich/ wartich/ in Gerechtigkeit Dein Angesicht wil endlich sehen/ And wann ich werd vom SchlaffauA stehen/ Satt werden deiner Herrlichkeit. Psal.r6.5.undi7.8. Ge- -49 himlischen Hochzeit. Getroste Seele/mm freudigen Abscheid von deinem Leib :Mem gut Freund / du Messt geschaffen, wann ich gewacht/ es hat aber dein Schlaff dir nichts geschaden/ und unsere Zusamenkunsst niemal verbinde» ret/ wir haben noch allezeit einande- ren wiederum angetroffen : Gehe auch dises mal freudig in dein Ruh- bekhlein des Grabs/schläfst aus alle Mattigkeit/ alle Schwachheiten/ alle Schmertzen / ja alle Sterblichkeit r Bey der vorstehenden Zukunsst unsers Herren werden wir in allen Freuden wiederum zusammen komen / zu der himlischen Herrlichkeit eingehen/ und in derselbigen leben/ und Gott loben in Ewigkeit. Mein Gott/ das glaube ich: Starcke meinen Glauben: Gib meiner Seelen und meinem Leib das Ende des Glaubens / die L 5 Hirn- SeelenSchmuckM der himlische ewige Seligkeit / durch JCsum Christum/ Amen. o Lieber Bruder: Liebe Schwester: Deine Seele ist auff dem Eingang des himlischen Herlig- thums: sie muß darzu geschmukt seyn/ miiAuffrichtigkeit/ das sie willig seye: mit völlige «Vertrauen /daß sie gläubig seye: mit Bußfettigkeit / Laß sie heilig seye. Dise Heiligung erforderet der H. Apostel/ivann er spricht: Lasset uns hinzu gehen/ besprengt in unserm Hertzen: dem treuen Regenten und Propheten Most/ durchweichen der HErr sein Peiligthum auffgerichtet/ hat der HErrbefohlen / Er solle mitBlutbestreuen: es mußte bestrengk werden das Buch: des gantze Volck: dieHllt- ten: alles Gerckhte: und vast alles. Hebr. 9.0.19. Dise Ceremoni war eine Göttliche Andeutung / das dein Seel SeelundLeib/und alles an dir müsse mit dem Blut JEsu Christi gereini- get werden: Fange an / an deinem Hertzen / dann was derHCrr den Phartseeren sagt / wil er auch dir ge-r gesagt haben: Wehe euch ihr Heuchler / die ihr die Becher und Schüßle« auswendig reinlich haltet/innwen» digaber ist es voll Raubens / Trasses. Du blinder Phariseer / reinige zum ersten das innwendige am Becher und Schüssel / auffdaß auch daS auswendig rein werde. Match. 2z. Lz.26. Nimm dann aus dem Becke des Worts / und der heiligenSacra- menten/ mit der Wolle / und Hylös pen deines Glaubens / das Blut Jesu/ und damit besprenge dein Hertz/ bis auch das innerste (deinGewiffen) gemniget werde / bis du los bist von dem bösen Gewissen. L 6 II.DK S e elen-Schmuckz uder H. Die Reinigung des Gewissens. Wir haben Freudigkeit zum Eingang in das Heilige / durch Das Blut IEsu: Visen Eingang verrichten wir durch unserenTod: mit dem Beding / daß wir unser Hertz los machen von dem bösen Gewissen. Also besihlet es der H. Apostel: Lasset uns hinzu gehen los von dem bösen Gewissen. H.. Gedencke nicht was ist das Gewissen ? daß Gewissen ist ge- wißctwas: Es ist das wissen deiner Seel / von allen deinen geheimr- sten Gedancken / Geberden / Worten / und Wercken: und ein Zeug / der solch entweder anklaget / oder entschuldiget: und dein eigenerRich- ter / der dich entweder verdamt, oder frey spricht. L Lerne himlischen Hochzeit. 25z > L. Lerne was ein böfts Gewissen seye. Es ist Gottes Kund- schaffter und Gerichtschreiber / t welcher dir vor dem öffentlichen Ge- ) richtGottes wird ablesen alleBoßheit/ g Untreu/Unwarheit-Heucheleyandei- t nem Gott / dem strengen Richter: an s allen deinenNeben-Menschen/und an - dir selbst begangen: samt der straff/die L du darüber hastauszustehe/ und wirst ^ müssen Gott die Ehre geben /und sagen: Ja das sind meine Merck: Ich - rstamTag/wasichsolangverläug» ^ net: Ich empfange was meineThaten ^ werth sind. Das böß Gewissen ist " wie ein grosses HM: allweil es ^ auffdem Wasser schwebet / da kan es ' ein einzelerMann miteinerHandgar k leichtlich wenden wohin er wil: wann - aber dasselbe auffdem Boden ligt/ - da können es viel Männer nicht mehr : erziehen/noch wenigertragen: also laßt das böse Gewissen / allweil es m L54 Seelen Schmuck zu der demWolstand schwebet / sich leichtlich wenden: wann er aber auffdemTod- beth liget / da kan es niemand ertragen / sonder ein jeder jamert und klaget. Deine Pfeil die in mir stecken Mir erwecken / Grossen Schmertzen/ das ist wahr: Deine Hand auffmeinemRucken/ Mich thut trucken / Und beschweren imerdar.Ps. Z8.2. Das böß Gewissen ist gar gleich den von Natur wilden / und durch die Müh zahm gemachten Thieren: Dise Thier lassen zwar Schauspiel mit sich ansehen / und durch ihr vorweisen viel Gelte auffheben/zuletst aber zerreissen sie ihre gewünsichtige Meister: Also lassetdasböß Gewissen eine weil mit sich spielen / und laßt den Meister viel Guts damit samlen/ wird ihn aber endlich verschlingen. L. Mache -ein Hertz los von dem Wüschen Hochzeit. 255 dem bösen Gewissen: dann ob schon demGewissen so garböß nicht ist / daß es dich verschlingen wurde/ so stellet es dir dannoch den Tod / auffdemem Eingang/ underab- scheulicher Gestalt under äugen/ als wäre diser Bott deiner Au ssosung ein Gerichts» Bott der dich solle in dasGefängnus werffen / mit Ketten ber Finsternus anbinden : und ein Scharffrichter/ der dich solle an die Follter spannen. JawiedieBoßheit dem unnützen Knecht hat den Frepge, bissen Herren als ein harten Mann vorgestellt: so stellet das böse Gewissen uns denbarmhertzigsten Vatter vor/ als einen unbarmhertzigen Richter. Das böse Gewissen machet / daß gantz Jerusalem von der Zeitung der Ge» burt Christi erschrocken ist/ von welcher doch die Gläubigen die grosse Freud empfangen haben. Auch ist nicht zu vergessen/was dem bußfertiger» 256 Seelen-Schmu ck zu der gen König David die Erinnerung seines bösen Gewissens für eine schwere Zeit gemacht habe: Erbetener: mein Hertz ängstet sich in meinem Leib/ und des Todes Forchtistauffmich gefallen. Forcht und zittern ist mich ankommen/und grauen hak mich überfallen. Psal. 55. v. 5.6. O. Mache dein Hertz ledig von dem bösen Gewissen Wilt du fragen ? Ach womit ? Ich rahte dir: Nimm zu dtser Reinigung Wasser/ Milch / Blut/ Silber / und Gold : Nim das Wasser des H. Geistes. Nim die lautere Milch des Worts Gottes. Nim das Blut JEsu Christi. Nim das Silberund Gold/das du wider gutes Gewissen eingenommen/ und gib es wieder an seinen Ort: Oder wann das nicht seyn kan/so gib solches heim dem höchsten HErren. Damit wirst du vom bösen Gewissen loß werden/wie Zaccheus/ und himlischen Hochzeit. 257 und wird deinem Haust ( dir und deiner Haußhaltung) Hell wiedersah» ren/du wirst die Göttliche Antwort empfangen: Lasset euch nicht verfüh» ren/ weder die Hurer noch die Abgöttischen/ noch die Ehebrecher/noch die Weichlinge / noch die Knabenschan- der/noch die Diebe/noch die Geitzigen/ noch die Trunckenbold/noch die Lästerer/ noch die Räuber / werden das Reich Gottes ererben. Und solche sind euer etlich gewesen: aber ihr senk ab» gewäschen/ ihr seyt geheiliget / ihr seyt gerecht worden durch den Namen des HErren JEsu/ und durch den Geist unsers Gottes / i. Cor. 6. 9. ro. II. L. Mache dein Hertz ftey von dem bösen Gewissen, o. Ein je-- der Mensch wünschet ein gutes Ende an seinem Leben zu haben. Hie haft du den Weg / und das Mittel: Mache dich los von dem bösen »58 SeeleEchmuckMder fen Gewijsen/ so wird das Ende ohne ^ fehl gut werden. Du wird von rufet : Weltabschoben und sagen: Ich habe ; einen guten Kanrpffgekcrmpffet / ich habe den Lauff vollendet / ich habe Glauben gehalten. Hinfort ist mir beygelegt die Krön der Gerechtigkeit / welche mir der HErr an jenem Tag der gerechte Richter geben wird / Nicht mir aber allein/ sonder auch al- len die seine Erscheinung Heb haben r. Lini. 4-7.8. oo. Ein jeder Mensch wüm , seyet an seinem Ende einen kraW ' tigen Trost zu Haben: Sihe ein ^ gutesGewissen ist der beste Au-- ! gentrost / die krafftigeste HerP ! Starcke / daslieblichst Freudew- ! öl. Wo das böse gewissen ist/ ! da darff/ und da kan keinPredi^ > ger den Trost beibringen, i. - Keiner / wann du ihm gleich alles ' das/ Mkischen Hochzeit. «59 ^ das / ja diegantze Welt / um bereut- willen dasGewissenbeflecketwird/ge- den wollest / darff Trost geben, b Das ist Bileams Sünd/der um Kotz nigs Balacks Silber und Golds wil* r len / Segen und Fluch verwechslet / / und hinqetheilet/ wo er nicht solle/ da- g her er selbst keinen Trost noch Hoff- / uung/ sonder nur den lahren Wunsch I» hatte zu erlangen das Ende der Ge» rechten: Kein Prediger kan dir / wann dein Gewissen nicht gereinigek - ist/ mtt Trost zustehen: Warum? - Er hat kein materi / Mittel noch i vorraht. Woltest du auff deinem > Todbeth deinen Pfarrer anrüsten um ^ Trost/ wie jenes Weib den Kürig: ^ Hilff mir HErr König / so wird er ^ drr jenes Königs antwort geben/ hilfst / dir der HErr nicht / woher so! ich dir - helffen ? von der Tenne oder von der . Weinkelter ?2.Reg. 6.27. Also muß ; dem Pfarrer antworten: Hilfst dir ? der «6o SeelemSchmuckzuder Der HErr nicht/ womit so! ich dir helffen^Auffder Tenne deines Gewissens ist kein Vorraht: und in dein Weinkelter meines Amts ist auch kein Vorraht für deine Seele. Wir sind beyde leidige Tröster: und Trostlose Seelsorger: Eines aber raht ich dir: Mache dich frey von dem bösen Gewissen : Alsdann hab ich Vorraht/ ja alsdann bist du dir selbstdeinbesterTröster/ undalsdan wirst du haben den rechtenBenjamin/ Gnad zu finden bey dem HErren / dem gegeben ist aller gemalt im Himmel und auffErden. Da hast du den unschuldigen Ioseph/der dich bey dem König wird in ein gutLand bringen. Darckr hast du den Stab Mosis mit welchem du alle gifftige höllische Schlangenmäuler wirst verschlingen: und alle Liessen und Abgrund zertheilen in das verheissene Land einzugehen. Ja wann alle Menschen nicht himlischen Hochzeit. rsr nicht mehr trösten wollen noch kön> z nen/ so wird dein gutes Gewissen dir „ veystehen / wie der Engel des HErren 3 ICsu in seiner grösten Angst / dich ^ siärcken / und in das Heillige einfuh* ren/und duwirst sagen- Also muß x marr des Todes Bitterkeit ver- n treiben. b Mache dich los von dem r bösen Gewissen : Thu wie der Kost nig und Prophet David gethan: Er >/ hat sein Gewissen verletzet / aber sich / von dem bösen Gewissen bald / be- harrlich / demütig / thätlich " ledig gemacht. Bald : Er hat seine Sünden nach frischer That bekennt / ^ beweint/ und abgebetten. Beharr- ^ lich : Er hat seine Sünden niemal b aus seiner Gedächtnus gelassen. ; Demütig: Er gibt sich der Göttli- , chen Straff schuldig / und bekennet i seine Sünd vor aller Welt. Tätlich: r6r Seelen Schmuck zu der lich : Er hat die Sünder geführt zu der Gerechtigkeit. Brauche sein einbrünstiges Gehakt/ Welches ist der 51. Psalm. Item mit der Kirchen. Mitten in der Hollen Angst/ Unser Sünd uns treiben / Wo sollen wir dann fiiehen hin/ Da wir mögen bleiben? Zu dir / Herr Christ/alleine: Vergossen ist dein theures Blut/ Das gnug für unser Sündethut/ Heiliger HerreGott/ Heiliger starcker Gott/ Heiliger barmhertziger Heiland/ Du ewiger Gott/ Laß uns nicht entfallen / Bon des rechten Glaubens Trost/ HErr erbarm dich unser. m.Abwäschung desLeibS. Lieber Bruder: Liebe Scywö- ster : Es haben viel Völcker üblich / daß Mlischen HochM 26z daß sie dietodtenLeichnam der ihrigen mit Wasser abwafchen und reinigen: dasrathetdir derH. Apostel an dei» uem lebendigen Leib zu thun : Weil du die Vecheissung hast / in das Heilige Gottes einzugehen / so sol dein Leib gewaschen seyn mit reinem Wasser. Diftn Befehl Hai dir der HErr gegeben vordeinemEin- gang in das Heilige auff Erden : Warum sol er nicht so wol gelten vor deinem Eingang in das Allerheiligste des Himels? Dise Erinnerung hast du droben am 14. blat/ an disemsrt wil ich darum nichts beysetzen/damit ich niemand anlaß gebe die Heiligung seines Lerbs bis dahin/wann er krasse los worden/ zu verspanen. Wann du nun an der Reinigung deines Hertzens/ und deines Leibs faumlich gewesen / und viel under» lassen / so gehe aus der Welt / wie Petrus aus dem Hof des Hohem Prie- Hz L64 SeelemSchmuckzuber Priesters: Er gieng hinaus/und ^ weinet bitterlich. r Mit solchen bitteren Thränen hal > i tean/ Heiliger / Heiliger / Heiliger l Gott / die Kherubin und Sera-- ! vhim beduncken sich unwürdig l dir vor dem Thron deiner Herr- j lichkeit zu dienen / und bedecken . daher mit den Flüglen ihre An- < gestcht. Wasist ein Mmsch/ r daß er solte rein / und daß er j solt gerecht seyn / der vom Weib gebohren/ den aus sündli» : chem Saamen gezeuget ist / und den ; seine Mutter in Sünden geboren hat. ' Sihe under seinen Heiligen ist l keiner ohne Tadel! und dieHim- l mel / die Engel sind nicht rein vor > Jhme! Wie vielmehr ist abscheu- < lich vor Gott ein Mensch der das 1 Unrecht XX XX ^ HLnlisch-tt Hochzeit._2§z d Unrecht saufft ( mit solchemBegird Zu sichgenommen) als ein Dursti- >. ger dasWasser.Gelobet sey mein DErrIEstrs Khristus/ der hat r geliebet seine Gemeind / und hat Nch selbst für sie gegeben/auffdaS Cr sie heüiget/und hat sie geheilt get durch das Wasserbad im r Wort: durch sein Blut und Geist/ - auffdas Er sie ihn selbst darstelle / in dem Reich seiner Herrlichkeit / ? eine Genreind / die herrlich seye / ^ die nicht habe einm Flecken/ oder . Runtzel/ oder des ettvas/sondern r daß sie heilig seye / und unstraff- . lich. Under diser deiner Gemein laß mich seyn und bleiben ewiglich. BarmhertzigerVatter/ halt Mtch für rein/ und heilig/ von wegen derGenugthüung / Gehorsams/ Leidens und Fürbitt dei-- M nes 266 Seelen-Schmuckzudeö > nes vielgeliebtenSohns: und wegen der Widergeburt deines H. Geistes/ Amen. IndeinerVer- yeissung tröste ich mich / Amen. Eph. 5. v. 25. 2^. 27. IV. Die Bckantnus der ' Zungen. Wir haben Freudigkeit zum Eingang in das Heilige durch das Blut IEsu / welchen Gott uns hat bereitet zu einem neuen und lebendigen Weg. Lajstt uns halten an diser Bekantnus der Hoffnung/und nicht wancken: dann Gott ist treu der sie ver- heißen hat. Vber diser deiner freu- ^ Ligen Hoffnung zudem himmelischen Heiligthum muß auch die Zung das ihrige thun. Du must ihren zu ruffen/ was KönigDavid: Wache auffmein- Lhre/Psal.57.6. Ermunteredich/ himlischen Hochzeit. 267 laß dich hören meine Zunge/die du eine sonderbare Stim/Feder und werck- zeug bist der Ehre Gottes. Verrichte nun auff diesem Eingang zwey Stuck. 1. Eine ftandl-affte/Bekant- nus der Hoffnung zu Gott / und sei» ner Herrlichkeit. 2. Das andächtige Gebätt/ und Danck-Spffer. 1. Von der Bekantnus der Hoffnung gibt derH.Apostel dir und mir vielerley Erinerungen/ daß Wir die rechte lebendige Hoffnung sollen ^ haben L. bekennen. L. behalten. v. wolunderstützen. Lasset uns halten an der Hoffnung. LieberBruder: Liebe Schwester: Auff deinem Eingang in das Heilige Gottes / must du Hoffnung haben. - Die Schiffleuht über das unge» M» stüms - 268 Seelen,Schmuckzu der ^ stümmeMeer fahrende/nemmen alle» reit M sich einen Ancker/ welchen sie bey der Gefahr aus dem Schtffin die Tieffehinab lassen/daß erden Boden ergreiffe / und das Schiff gleichsam anbinde/damitkein Wind nochWal» len dasselbige abreisse. Also hast du in der Schiff und Seelen-Fahrt Wer das Todte Meer die Hoffnung / die ist ein i. gewisser/ 2. starcker Ancker/ z. weicherm die Höhetringet/btsindas Heilige des Himmels / und daselbst die Seele anbindet / daß auch die Pforten der Hollen ihro nichts können angewinnen. Bey der Hojsimng kanst du rühmen / wir haben einen starcken Trost/ die wir Zustacht haben/ und halten an der angeboltenenHoffnung/ welche wir haben als ein sicheren- und vesten Ancker unsererSeelen/der auch hinein gehet in das inwendige des Vorhangs / das ist/ in den Himmel / wohin IEsus ist uns vorgegangen/ Heb. 6.19.20. Ohne die Hoffnung sind himlischeii Hochzeit. 269 sindwirdie elendeste Leuht/-. Cor. - 5 - v. 9 Bey der Hoffnung sind wir die glückseligsten/Psal. 147.5. Allezeit freudig/Rom. in. 12. Bleiben auffrecht/Psal. 121.1 Werden in ^ keinen Trüvsalenzu schanden/Rom. 5.2. Schon selig / und in dem Himmel / Cap. 8» 24. Daher gehet das Wort deines Gottes dahin / daß du. diese Hoffnung habest. Und ich bitte von Grund meines Hertzens denGott alles Trosts/daß du aus disertrost- reichen Underweisung zu seinem He s ligthum/welche ich dir vorstelle / dise krafft fühlest / und könnest rühmen/ was vorhin geschrieben ist/ das ist uns zur Lehr geschrieben/ auffdaß wir ^ durch Gedult und Trost der Schrifft Hoffnung haben. Rom. 15.4. b. Lasset uns halten an der Hoffnung. Die Hoffnung ist der Frag wert / welche Pilatus an den HErren hatgethan von derWarheit: M z Mas zu der Was ist Warheit? Was ist Hoffnung? Die Hoffnung ist ein freudiges Warten und Vertrauen / es werde Der getreue Gott unserLeibundSeel/ Zu dem irrdischen / Geistlichen und himlischen Leben mit aller Notwendigkeit versorgen : auch alles übel / so er uns zuschicket/ abnemmen/ und zu gut wenden. Weil er es thun kan als ein Allmächtiger Gott: und auch Hun wil als ein getreuer Vatter. c. Lasset uns halten an der 'Hoffnung. ThudiejenigenWerck/ die der Hoffnung zustehet. Zeige deine Hoffnung bey demen Wer-- tken. l. Ist die Hoffnung bey dir 2 So warte auffdes Herren Trost und Hilff mit aller Freudigkeit : Die Hoffnung wart der rechten Zeit/ Was Gottes Wort zusaget / Wann das geschehen sol zur Freud/ Setzt GvttkemgwissenTage: Er- himlischen Hochzeit. s ?r Erweißt wol wanns am besten ist/ Und braucht an uns kein arge List/ Das Mn wir ihm vertrauen. 2. Haft du die Hoffnung 7 Zweifle nicht an der Echömng deines Gebatts/sondern stelle dir für die Exempel der Alten / wte dich Sprach in seinen Haußbuch erinns- retSehet an die Exempel der Alten/ und mercket sie/wer ist jemals zu schänden worden / der auffGott geheftet hat ? Wer ist jemals verlassen / der in der Forcht Gottes blieben ist ? -Oder wer ist jemals von ihm ver» schmähet/der ihn angeruffen hat ? rc. Cap. 2. n. Also thäte König David in seiner Angst: Unsere Vätter hoffe» ken auffdich /undda sie hoffeken/hals. fest du ihnen aus. Zu dir schreyen sie/ und wurden errettet. Sie Hoffeten auffdich/ und wurden nicht zu schan- den. Psal. 22.V. 5.6. 3. Hattest du ander Hoffnung? M 4 Mol -72 Seelew Schmuck zu der Wol an / rede deiner See! ihre Traurigkeit / unmäßige Sorgfal- tigkeit / und alle zweiffelhafftige Ge- Dancken auß / sprich derselben zu wie König David seiner See!: Was be trübst du dich/meine Seele/ und bist - söunruhiginmir? Harre auffGott/ Dann ich werde ihm noch dancken, daß er meines Angesichts Hülffe / und mein Gott ist/Psal. 42.12. 4. Rühmest du dich der Hoffnung in das Heilige Gottes? So heilige dich zu solchem heiligen Ort/ dann ein jeglicher / der solche Hoffnung hat zu ihm/ der reiniget sich/ gleich wie er auch rein ist / r. Zoh. z.z 5. Bleibest du in der Hoff- ^ nuug. So wirst du alle Beschwerden und Widerwertigkeit mit Gedult vertragen/ und mit Job sagen: Wann er mich schon tö- Vknwird/wilichdocharrffihn hoffen/ Job. himlischen Hochzeit. s-z Job. iz. 15. Jene Fürstin hatte zum Signet einen kahlen Baum in vem Winter/ohne Frucht und Blätter/mit diser Beyschrljst/ 6-mäium meum tper. eli, das ist/die Hoffnung künM» ger Sommers-Zeit / ist mein Freud und Ergetzlichkert. So wol thu auch du in demWinter/der deinem Leib den» neFrucht undBlätter hat weggenommen : und deinen Lebens-Baum kahl gemachet/daß er muß ersterben: Erhalte deine Freude bey der Hoffnung/ (^Lucliurn meumlpes eK. Die Hoffnung naher Seligkeit/ Ist mein Trost und Gesetzlichkeit. Führe in deinem Herßen und Mund die Wort des Königs und Propheten Davids. Ich hoffe darauff/ daß du so gnädig bist: Mein Hertz fteuet sich/ daß du sogeme hilffest. Ich wildem HErren singen / daß eu so wol an mirtyut. Psal. y.6.7. M 5 »74 Seelen-Schniuckzuber L. LieberBruder: LiebeSchwe- ster: Deine Hoffnung von deinem Heil und Heiland / must du bekennen. Paulus/ des HErren Rüstzeug/ begehret von dir eine ' vnerKrockene Bekantnus der Hoffnung. Also thut auch der heilig Apostel Petrus/wann er schreibet/ seyt allezeit bercitzurVerantwortung vey Bederman / der Grund forderet der Hoffnung/ die in euch ist/ Ep. i.z. v. 17. Dise deine Bekantnus ist dir ein Zeichen/ du seyest von Gott/ wie der Apostel Johannes versicheret/ -. Voh. 4. z. Sie ist dir ein Zeugnus deiner Seligkeit / wie Paulus ausdrücklich vermeldet/Rom. «O. 9. IO. Sie ist dir eine Versicherung des herzlichen Ruhms / rvelchen dein HErr dir wird geben vor Gott stinem Natter / wie der HErr selbst beMget / Match. ro. za. Molan /so thu Bekantnus deiner Hoffnung. Mein himlisch en Höchs t. »75 Mein Gott: Mein Vatter: Mein SeligmacherrMein Tröster : Wie viel tausentmal hab ich die freudige Bekantnus meiner Hoffnung underlassen / offt hat mir dieselbige underdruckt die Forcht der Gefahr / offt die Sorg der Ungnad: offt hat sie hmderhalten mein Zweiffel an deine alles-würckende Regie- rung/offt mein Mistrauen gegen deine Verheißungen: L)fft die Ungedult meines Fleisches: Dl- se meine Schwachhettvergib mir wie dem Wcodemo und Petto: und ziehtmich an mit der Krajst aus der Höhe / daß ich meine Hoffnung / und deinen theuren Verdienst bekenne / so lang ein Wort kan von meiner Zungen kommen. Dlft Gnad verleihe M 6 mix L76 Seelen-Schmuckzuder mir mein Gott / durch JEsum Lhristum/in Krafft des heiligen Geistes/ Amen. O Lieber Bruder: Liebe Schwester : Du must deine hertzlrche - Hoffnung / und deine mündliche Bekantnus wol bewahren. Di- seserforderetderH. Apostel von dir mit zweyen Motten dann er vermahnet: Lasset uns a. halten an der Bekantnus der Hoffnung/ und d.nichtwancken. c. Halte an der Bekantnus Her Hoffnung. Dubekennest/daß das Heilige Gottes/ der Himmel/dir verheißen seye. Du glaubest daß JE- sus dein Weg seye ln dasselbige. Du hoffest daß deine Seeldotthin werde auffgenommen werden/so bald sie von dem Leib abscheidet: Ob dieser deiner Zuverstchtund Hoffnung halte vest/ His dein Glaub sich verwandlet in das Hauen; Mrli sehen Hochzeit. 277 schauen: und deine Hoffnung in die Besitzung. 1. Halte an der Bekarrtnus der Hoffmung. Das ist der Befehl des HErren / und zivar offt widerhohlet: Meine lieben Brüder/ seyt vest / unbeweglich / und nemmet immer zu in dem Merck des HErren: Sintemal ihrwisset/daß euere Arbeit nicht vergeblich ist in dem HErren / schreibet Paulus/ 1. Cor. 15.58. und durch seinen Apostel Iohannem ver« mahnet der HErr: Was ihr habt/das haltet biß daß ich komme. Hrltewas du hast/daß niemand deine Krön nein, me/Lap. 2.25. undz. n. VdNdi- sem Befehl must du sagen/ was Paulus von seinem empfangenen Befehk/Ich muß es thun/und wehe mrr/ wann ichs nicht thate/rc. ^.Cor.9- r6. 2. Halte an der Bekantnus Her 278 Seelen -Schmuck zu der der Hoffnung. Dann alle Gutthaten/ die wir von Gott hoffen/ bestehen auffunser Verharrung M der Hoffnung. Alle Vcrheissun- gen Gottes geschehen under disem Beding / wann wir hatten an der Hoffnung. Sey getreu bis in den Lod / so wrl ich dir die Krvn des Lebens geben / befihlet und verheizet dir der HErr/ im 2. Cap.v. ro. Abermal / so ihr an mir bleibet/ und mei ne Wort i n eu H bleiben, werdet ihr bitten / was ihrwolt / und es wird euch widerfahren / Ioh. 15.7. Der H. Apostel versicheret dich. JE" sus habe dich verfilmet: So du an ders bleibest im Glauben / gegründet vefl/und unbeweglich in derHoffmng/ rc. Col. i. 22. 2z. Darum must du von der Gnad bey Gott reden wie andere Gläubigen : Wir sind das Hauß Gottes/so wir anders das Ver» trauen/ yimlischen Hochzeit. 279 trauen/und den Ruhm vest behalten bis an das Ende/Heb. z. 6. z. Hatte an der Bekantnus der Hoffnung Dann also haben gethan dre Gläubigen/ die vor dir in das Heilige Gottes sind eingegangen. Ich wil dir allein geben dasExempcl der sieben Brsideren/ die under dem Wüterich Antischo samt der Mutter mitgrausamerMar- ker geplaget und gerödtt worden. Un- der welchen einer seine Zung und Hand mit Willen darbotte/ aus ;u- schnetden / und abmhauen / und ge- trostgesprochen: DrseGlidmassen hat mrr Gott vom Himmel gegeben / darum wil ich sie gern fahren lassen um seines Gesetzeswillen. 2.Marc.7. n. Alle hielten an der Bekantnus der Hoffnung / daß sie under äusserster und grösser Marter gesprochen: Das ist ein grosser Trost' daß wir hoffen / 'wan'litisvte Menschen erwnrgen/daß 2Z2 Seelen-Schmuckzuder uns Gott wird wieder aufferwecken/ v.i 4 . Also muß auch du thun: Höre die GöttlicheVermahnung: Wir begehren / daß euer jeglicher denselbi- genFleißbervetje/ die Hoffnung vest zu halten / bis an das Ende. Daß ihr nicht Wanckel werdet / sonder Nachfolger deren / die durch den Glauben und Gedult ererben die Verheißungen. Heb. 6 . ir. i2. Darum halte an der Bekantnus deiner Hoffnung/ und sprich mit Paulo: s.Cor.». io. Gott hat unsvom (ewiam)Tod s durch Khriftum ) erlöset: Md erlöset uns täglich/ wir hoffen auffchn/ er werde uns auch hinfort erlösen/Amen. 4. Halte an der Bekantnus der Hoffnung. Dein HErrwird halb kommen. Disen Grund setzet derH.Apostel hinzu/in dein folgenden 36. vers. Dann noch über ein kleine Weile/ so wird kommen/der da komm sirl/ ^ himlis chen Hochzeit._»8» fbl/und nicht verziehen.Und derHerr: Sihe ich komme bald / halte was du hast/Apoc.z.n. Verhalte dich wie ein aetreuerMächter/harre eine stund nach der anderen/ bisderHErr dich von derSchrltwacht ablöset: Sprich Mit dem König David: Mein Hoffnung ich thu stellen AuffGott den höchsten Hort/ Ich hoffvon gantzer Seelen Auffsem Göttliches Wort / Mein See! auffGott vertrauet/ Auffihn stets wart und ficht / Gleich wie ein Wächter schauet/ Ob schier der Tag anbricht. Psal. izo. z. 5. Halte an der BekantnüS der Hoffnung. Der HErr wird dir geben einen herrlichen Ruhm/ und eine unverwelckliche Krön/ und sagen: Dieweil du hast behalten das Wort meiner Gedult/ wil ich auch dich behalten fur derStuirde der Vers L82 Scelen-Schmuckzuder Versuchung. Apoc. z. -o. Und wiederum : Ihr seits die ihr beharret habt bey mir in meiner» Anfechtungen/ und ich wil euch das Reich bescheiden / wie mirs mein Vatter bescheiden hat- Luc.22. 2F. 2A. - ^ Wancke nicht in deiner Hoffnung. Laß die Hoffnung nicht fahren: Bedenckeesgarwol/daß der Apostel alsbald wiederum solches einschärpffet/ vers. Z5. Werffet euer Vertrauen nicht weg / welches eine grosse Belohnung hat. Disem Be» fehl folge/und wancke nicht/ damit du könnest seine beygesetzte Bekantnus brauchen. Wir sind nicht vor» denen/ die da wetchen/und verdamt werden/ » sondervon denen/die da glauben/und die Seele erretten / vers. zy- Was der selige Apostel Jacob sagt wegen der Weisheit/das sage ich von der Selig» feit. So jemand undereuch manglet/ Hilff/Trost / und d»e Wlische Herrlich- himlischen Hoch zeit. rgz lichkeit/der bitte von Gott/der da gibt einfältiglich / und rnckets niemand auff/sowird sie ihm gegeben werden. Er bitte aberimGlauben/und zwerff le nicht/dann wer da zwei ffelt/ dertst gleich wie die Meeres-Wage/ die vom Wind getrieben und beweget wird. Solcher Mensch gedencke nicht/ daß er etwas von dem HEren emLahen werde/Cap. r.5.6.7. Bitte dan in wahrem Glauben also. Hilffdaß ich gar nicht wancke/ Von dir/HErr JEsu Christ/ Den schwachen Glauben stocke / Jnmirzuallerfrist/ Hilffmir ritterlich ringen/ Dein Hand mich ^rlte vest / Daß ich mög Mich singen/ DasContummacurnel!:. ^.Lieber Bruder: Liebe Schtve- ster: Du must deine Hoffnung wol unterstützen / so wirst du nicht wanckm. Der Apostel denen-- »84 SeelenSchmuckzuder r nennet zwo veste Säulen deiner Hoffnung, i. Die Verheißung / und 2. die Treu Gottes. Dann errst treu/ der sie verheiße hat/ v-rb.v. Dise zween Grundstein hat die Sara , under ihreHoffnung genommen in einer Sach / darinn nichts zu hoffen war: dann sie achtet ihn treu / der eS verheiffen hat. Hebr. n. n. i. Die Verheissung Gottes ist ein herrlicher Pfeiler deines Trosts / und deiner Hoffnung. Darauffbauet Abraham/und hat geglaubt auff Hoffnung / da nichts zu hoffen war. Dann er zweiffelt nicht an der Verheißung Gottes durch Unglauben/sondern war starck im Glauben/ und gabGott die Ehre/ und wußte auffs allcrqewiffest/ daß/was Gott verheißt/ das kan er auch thun. Rom. 4.-8.20.21. -j- Darum halte die Verheiß- sun- himlischen Hochzeit. sz; ftingen Gottes in steter Gedacht- NUs: Gehe mit um wie die gnaden- reicheste Jungfrau Maria mit den Worten ihres Sohns und HErren/ Sie behielte alle seine Wort under ihrem Hcrtzen. Luc. 2.51. Thu du auch also/ damit du sagen könnest/was der König David: Ich behalte dein Wort in meinemHertzen. Psalm. 119. -r. Dise Gedächtnus der GötklichenVer- heiffirng haltet den HErren wie Jacob/und spricht: Ich lasse dich nicht bis du mich segnest. Wo du aber wurdest diser Verheißung vergessen/ so wurde deine Hoffnung fallen/und dein Muht sincken. Der Apostel beschuldiget die Hebreer / daß sie in ihrem Vertrauen matt worden/und abgelassen/ Cap. 12. v 2. Dessen Urlach legt er auff ihre Vergessenheit- Lege zu dem Feur das Holtz/ so wird es grösser: Und giesse kein Hei mehr in die Ampel/ so wird sie L86 SeelewSchniuckzudek verlöschen: Also wann du die Göttliche Verheissung behaltest in deinem Hertzen/so wird deine Hoffnung erhalten/ gestürckek und vermehret wer» den: Wirst du aber die Verheissung nicht zu Hertzen nemen/ so wird deine ^ Hoffnung verlöschen. Wann du die Verheißungen Gottes in dcinemHer^ tzen wirst auffbehalten/so wirst durn dem verzehrenden Winter der Trüb» falen seyn / wie der gute Hausvatter / der ausseinemSchatzaltes und neues (zu der Erhaltung seiner Hoffnung) kan Herfür geben. Matth. i;.s2. Eln solch Hertz ist so wol mit Trostgründen versehen/ daß es kan seinem HErren JLsu zuruffm: Vor unser Thür sind allerley edleFrücht. Mein Freund ich - habe dir beyde heurige und fernige (den Trost aus deinem Neuen und Alten Testament) auffbehalten. -j-j- Behalte m deinem Hertzen Md Gedachtnus/ wie viel / wre her-- himlischen Hochzeit. 237 herrliche / wie grosse Güter der getreue Gott dir hat veryeissen. Einen unerforschlichen Reichthum/ wie sie Paulus nennet.Ephes.z.v. 8 . Dessen Breite/ Länge / Liesse/ und Höhe keine menschliche Vernunffter- reichen kan: Wie der Apostel v. 13. hinzu setzet. Dann es hak kein Aug gesehen/ und keirrOhr gehöret/und ist in keines Menschen Hertz kommen was Gott bereittet hat/ denen die ihn lieben/-.Cor. 2.9.Das sind dietheur» stenund grossen Verheissungen / wie siederAvostelPetrus tituliret/2 Ep. 1.8- Welchen Underscheid der Ver>. heissungen Gottes der heilige Geist machet/ da erdich zu der Vbungder Gottseligkeit wi!vermögen/ i-Tim. 4. 8- Denselbigen Underscheid wil ich dir legm zumFundament undGrund deiner Hoffnung. Halte vest an der Hoffnung / dann die Hoffnung ist ru allen Dingen Nutz / und hat Ver-- s88 Seelen-Schmuckzu der Vecheissuna dises und des M I kütrjstigen Lebens. r Halte an der Hoffnung/ dann für k dises Lebenhat der getreue Gott dir c vcrheissen alle genügsame Güter/Leib- l liche und Geistliche. Der König und 1 Prophet David macht dir dise Hoff- 1 nung darvon : Gott der HErr ist ? Sonn und Schilt / der HErr gibt c Gnad und Ehre / Er wird kein Guts r manglen lassen denFrommen. Ps 85. ( i2.Undabermal:FörchtekdenHEr- t ren ihr seine Heiligen / darin die ihn s fürchten / die haben keinen Mangel. ^ Psal.z5.i8. Von den leiblichen * Gütern hast du die Verheissung t alles Seges für deinen Leib / für ^ die Frucht deines Leibs/ zu der Frucht § des Lands/für dein Vieh/zu deinem ^ Brotkorb/ und allem übrigem: Zu ^ derner geschähen Eingang uuvAus- " gang: Wider deine Widerrvertigen / 5 und auffallen deinen A cigen : wie zu § lesen/ himlischen Hochzeit. »8- ^ tesen/Deut.rg.z. 4 . Für das/was dir dein getreuer Gott und Vatter v hiervon hak geaeben/sage ihme hertzli- r chen Danck: Von dem aber / was er dir abgeschlagen hat/ glaube / daß es d dir nicht heilsam/sonder deren/welche den ausqeworffenen Saamen des I? VZorts Gottes erstickt hätten/und die t ander Gottseligkeit/ an der Ruh bei- s nes Hertzeus/ an der Andacht in dem > Gebütt / an der Heiligung des Gab- « bath-Tags / an deinem lvrllizen Ab- r scheid / und an dem verlangen der . Geistlichen und himlischen Schützen 1 veränderlich gewesen.Bey diserGat- z tungderGuthaten hat dein getreuer r Gott dir verheissen / Er wolle allen t schaden von dir abwenden / dich vor H dem Verderben behüten / aus aller , Noht heraus reisten: wie die trostrer, x che Verheissungen zulesen sind / Job. / 5. i8.19. bis zu Ende. Ps.ro. 15. und 1 9». v. iv. rr. 12. Von dm Geistli/ / N chen -9c» Seelen-Schmuck zuber chen Güteren hat dir der getreue Vatter deinen Mund gefüllet / Wie er verheißen. Thu deinen Mund weit auff/ laß mich chn füllen. Ps. zi. v.i-. Du hast seine Verheißung. Sein Geist sol dein Tröster seyn / und dich leiten in alle Machest / und bey dir bleiben ewiglich. Ioh 14.16. Seine Engelsollen deine Hüter und Wächter seyn/ Psal. 90.11. Sein Wort syl dein Liecht seyn auffdem Weg des Heils. Psal. >19.105. Die Sakraments sollen seyn die Sigel deiner Rechtferkigung/Rom. 4. v. n. Den Glauben wolle er dir geben zum Schilt wider alle feurige Pfeil des Bößwichts. Lph. 6.16. Die Hoff- murgzum vesten und sicheren Ancker in sein Hciligthum. Hebr.6.19. Die Fz-eude in der Widerwertigkeit als Kräjsten und Erstlingen der zukünff- tiqen V elt.v. 5. Suma/Gottwil dem Vatter seyn / du solt sein Sohn/ himlischen Hochze it. rhr le Sohn/seine Tochter seyn/2. Cor. / 6. v. i8 Diser dein Vatter verspricht >d dir/Ich wil dich nicht verlassen/ r. Ich wil dich nicht versäumen/, n Heb. iz. 5. H Für das znkünfftige allerselig- kk ste Freudenleben in dem Him- ^ mel hast du viel Verheißungen ^ von deinem getreuen Gott: allein in H den vielmal angezogennen Worten ^ des heiligen Apostels Pauli verheißt ^ er die die freudige Mns „ heit einzugehen: Erverheißt dir die a offene Himels- Pforten : den ge- s wrssesten Weg: die Vergebung s- der Sünden: Aufferstehung dei-r r nes Leibs/ und das ewige / Herr- ^ lichste Leben. Halte an deiner Hofft ? nung. Leide in diser Hoffnung. Stir» ^ be/ruhe in diser Hoffnung. -0 selige l Seele/scheide ab in diser Hojftiung: r du hast Gottes Verheißung. Himel ^ N» und Lyr See!en>Schmuckzuder und Erden werden vergehen / ehe da- Mork des HErren vergehen wird. Dancke deinem getteuen Gott für feine Verheißungen. Barmherziger Vatter / wo ist ein solcher Gott / wie du bist ? Unser Gott ist em grosser/ und ein gütiger Gott vor allen Gott teren/alleswaser weißt zu meiner zeitlichen und ewigen Glückseligkeit befürderlrch seyn/ das verheißt Er mir. Das hoffe ich auch von dir/mein Gott: deine Gnade seye gelobet in alle Ewigkeit/Amen. 2. Dise Verheißungen wer- denmcht ausbleiben: Dein Eingang in den Hmrel wird nicht fehlen: deme Seligkeit und Herrlichkeit kan dir nicht entgehen/du hast noch einen Grund: der ist treu / der sie dir verheißen hat. Auffdisen neuen Gott himlischen Hochzei t. « 9 Z Gott hoffe und harre / sey getrost und unverzagt- Die Unveränderliche / und ewrge Beständigkeit der Ver- heiffungen Gottes ist mit unzählbaren Gründen zu beweisen. Die Krön derjenigen ist die Treu Gottes. Von derjenige wil ich dir den leisten Trost einsprechen. Der» Gott ist getreu/ Glaube den klaren Zeugnussen der Freunden Gottes/welche aus der Erfahrung geredet/und gar offtbestäti- get Haben/Er seye ein treuerGott/ein treuer HErr: ein treuer Schöpffer: Deut. 7.9. und zr. 4. 2. Thess. z.». i.Petr.4.19 Dein Mmer/ den dir dein treuer Gott gegeben / ist ein treuer Hoherpriester vor Gott zu versühnen die Sünden seines Volcks. Hebr-2.17.Er heißt Amen/ der treue und wayrhafftige Zeug. Apoc.z. 14. Alle Gottes Verheissun - gen sind ja in Jhme/und sind Amen in Jhme/Gottzu Lob/2. Cor. r. 20. . N 3 Vo« »94 ' Seelen Schmuck zu der Von diserTreu Gottes lerne zwey Stuck. - Wie sie beschaffen seye. r. Wie du dieselbige auff deinem Eingang in das Heilige Gottes sollest zu deinem Trost gebrauchen. -- Dem Gott ist treu: Dise seine Treu ist eine i. herrliche / s. vollkommene. Z. Ewige Treu. i. Ein treuer Freund / spricht Sprach/istein starcker Schutz / rc. ein treuer Freund ist ein Trost des Lehens : Wer Gott fürchtet /der krieget solchen Freund. Ja wann du auff Gott hostest/so hast du solchen treuen Freund an ihme. Seine Treu ist eme übertrefliche herrliche Treu. Sie ist die Treu Gottes der nicht kan liegen. Hebr. 6. iz. Das ist die Treu / dessen der All« Mächtig ist/ und welchen an seiner Treu/ himlischen Hochzeit. -95 Lreu/Liebe und Gutthatigkeit gegen dir keine Creatur/weder in demHm- mel noch auffErden/ noch in der Höü verhinderen kan: diser wird allen deinen Mderwertigen antworten/lasset dise gehen / Ich. i8 8. Das ist die Treu dessen / welcher nicht allein dem Anligen/sonder auch Weg und Mittel weißt/dich und alle die seinigen aus aller Noht zu erretten / 2. Pet. 2.9. Das ist dieTreu dessen/der bey dir wil seyn/man du durch Feurund Wasser gehest/Esaj.4Z. 2. WaKdichschrvere Haubkfluß/oder hitzige Kranckheiten wollen verderben. Dise Treu ist die Treu dessen der barmhertziq ist dir zu vergeben/der Allwissend ist/ dich zu versorgen- Der Allgegenwertig ist/ dich zu begleiten. Und der gutthätrg ist dich zu segnen/zu erretten / selig und ewig herrlich zu machen. Sag / tvaS kan dir an diser Treumanglen? Dist Treu übettrifft alle Treu: Lasse dir N 4 dgn» »§6 CeeleEchmuckzuder dann an derfelbiaen genügen. Folge dem RahtSyrachs: Vertraue Gott/ sowirderdiraushelffen/ richte deine W ege/und hoffe auff ihn. Die/so ihr den HErkn förchtet/vertrauet ihm r dann es wird euch nicht schien. Die/ so ihr den HErren förchtet / hoffet das beste von ihm/so wird euch Gnad und Trost allezeit wiederfahren. Cap. 2. vers. 6. 2. Dise Treu deines Gottes ist eine vollkommene Treu. Er / der HCrr ist treu / und alles was von und an iym ist: Treu ist seine Natur/bey deren ist keine Veränderung/ Iac. i. v. 17. Treu ist des DErren Auq/dann er hat kein Ansehen der Person / Deut. io vers. 17. Treu ist Gottes Mund / darin ist kein Betrug gefunden/Esaj. 5z. v. 9. Daraus gehen die Wort der Gerechtigkeit / bey welchen es verbleiben rvtrd/Cap.4-5^z. Du wirst hinder dir _ lassen müssen / wasIosua in seinem Abscheid bey seinem Volck Israel: Ihr solt wüsseu/von gantzemHertzen/ und von gantzer Seel / daß nicht ein Wort gefehlethat/ an alle dem Guten / daß der HErr euer Gott geredet hat. Es ist alles kommen / und keines verblichen. Cap. az. 14. Treu sind seine LHren / die sind nicht dick/daß er nicht hören könne. Esaj. 59.'. Wann die Gerechten schreyen/ so erhöret der HErr/ und errettet sie aus aller Noht. Psalm. ; 4 - v. ig. Treu sind seine Hände/ aus den» selbigen wird seine Schaaff niemand reissen/Ioh. 10. v. 2329. Darvon laß dir diesen Trost gelten. Förchte dichnicht/ dann ichbm mit dir/weiche nicht/ dann ich bin dein Gott / Ich stärcke dich/Ich helffe dir auch / Ich erhalte dich durch die rechte Hand meiner Gerechtigkeit: bedecke dich linder dem Schatten meiner Hände. Nr Esaj. »98 Seelen/Schmuck zu der Lsaj. 41. v. io. und 51. v. 16. Treu ist sein Hertz/es ist ein rechtes Vat-- ter-Hertz: Wie sich ein Vatter über seine Kinder erbarmet/ so erbarmet sich auch der HErr über die / so ihn fürchten/Psal. ioz. >z. Höre deinen treuen Vatter selbsten also trostreich hiervon reden. Ist nicht Ephraim Mein treuer Sohn ? Und mein trautes Kind? Dann ich dencke noch wol daran/ was ich ihm geredt ( getrohet) hab/darum brichtnnr mein Hertz ge- genihm/ daßichmichftiner erbarmen Muß/Äer.z.v. 20. z. Dise Treu deines Gottes rst auch eine ewige Treu : Er ist treu /fasst die heüige Schrifft: Nicht/ eristgewesen gegen feinen Kin- deren in der ersten Welt: oder er wird es bald seyn in Mistiger Zeit/ sondern Er ist. Er ist eben dersewige Gestern/ Heut und in Ewigkeit / Heb. rz. 8- Ich bin der HErr/ der sich hkinlischen Hochzeit. nicht endert/ spricht der HErr/Mal. z. v. 6 . So wir nicht glauben / so bleibt er doch getreu/ er kan sich selbst nicht verleugnen / gibt ihme das Los der selige Apostel Paulus. 2 Tim. 2. iz. Deswegen nvn da deine Zu» flucht/ und setze alle deine HoMung rn dise Treu deines Gottes. Bekenne mit Msse dem Freund Gottes. Du bist der/auffden wir für und für hoffen/ -V HErr/ und unser Zuflucht in Gefahren/ . ^ Eh dan die Berg und Thal gegründet waren/ Eh dann die Erd und Welt wäre go» schaffen/ Bist du gewesen der Gott der du bist/ Und bleiben wirst forthin zu aller fnst. s. Du last den Menschen sterben «nv umkommen/ Und zu den Menschen/Kindern thust vxftmchm, N S Konst Zoo Seelen-Schmuck M der Komt/werd zu Staub/daraus ihr seyt genommen/rc. Psal. 90. Lieber Bruder: Liebe Schwester : Liebe Seele: Dise herrliche / vollkommene / ewige / übertreffende Treu deines Gottes solt du dir wol zu nutz machen/ insonderheit in Disem deinem Zustand / in welchem dichbedunckt/ es sey alle Treu und Liebe weit verschwunden : und als wurden deine Feind über dich Meister werds. Laß diseTreu dein Trost seyn / dann der HErr ist treu / derwird euch stärcken und bewahren für dem argen/ Versichert dich St. Paulus/ 2. Thess. Z. v.z. Damit underbaue deine HoOrung wider alle Angst / Ge- fayr/Noyt und Todt/ und triumphiere mit der Kirchen Gottes: das trimme ich zu Hertzen / darum hoste ich noch. Die Güte ves LErren ist daß hiinlischen Hochzeit. gor wir nicht gar aus sind / seine Barm- Hitzigkeit hat noch kein End/ sondern sie ist aste Morgen neu / und deine Treu ist groß. Der HErr ist mein Theil / spricht meine Seele / darum wil lch auffihn hoffen. Der HErr ist freundlich dem / der auffihn harret/ und der Seelen/die nach ihm fraget/ Lam. z.v. 21. Aussdise Treu gehe freudig fort in das Heilige Gottes. Wil dich jemand ausschalten/ und dir mit weinen das Hertz brechen/ so antworte/ was Paulus denen zu Cisarea: Was machet ihr/ daß ihr weinet/und brechet mir mein Hertz? Dann ich bin bereit zu sterben in demNammen des HLrren JEsu. Act. 2i. v.iz. und tröste dein und andere betrübte Hertzen mit diser Treu deines Gottes: Es verbleibet euch der treue Gott / der wird seyn euer treuer Natter/ Geligmacher und Tröster: Erwirb euch treulich erhallten/ ; o2 Seelen-Schm uckzuder ten/ernehren/erretten / und in seinem Heiligchum uns wider treulich zusammen führen: Amen- Das erfülle die Ewigwährende Treu Gottes- Wan alle deine Sünden und Feinde Ranch und Verdamnus über dich rujftn/sonim bey derTreu Gottes deine Freystatt/ und rühme mit anderen bußfertigen Sünderen: So wir unsere Sünden bekennen / so ist er treu / und gerecht / daß Er uns die Sünden vergibt/i Aoh. 1. 9. Weil auffdiferdeinerReise deine treue Liebhaber zurück bleiben / und bei» ne Seele allein müssen fortreisen lassen/ so freue dich derTreu deines Gottes: Der alte Tobias/ alsseine Haußftauüber demlangenAusblet- benihres einigen Sohns gar betrübt war / viel Seufftzen hören / und viel Thränen fallen liesse/ gäbe ihren daher einen Trost/daß sein Sohn einen kMischen Hochzeit. zoz sprach zu ihr: Schweig/un sey getrost: unserem Sohn gehets/ ob Gott wil/ wol: Er hat einen getreuen Gesellen mit sich. Cap. iO. v. 6. Wann deine See! auffdiser ihrer.heimreise wolte über da§ Ausbleiben der Göttlichen Hil ff bekümmert seyn / und seufftzen/ was dein Heiland: die Angst ist nahe/und es ist hier kein Heljftr/Ps. 22 . v. rr. So sprich derselben auch Visen Trost ein: Schweige/und sey getrost/ du hast eine getreuen Gefehlten / und Beystand / der getreue Gott ist mit dir. Weil deiner Seelen/der Leib ihre von Gott verordnete Hübten/ einfallen / jö befihle stein die Hände deines treuen Gottes / nach dem Befehl deSH Geistes: welche leiden nach Gottes Willen / die sollen Jhme ihre Seelen befehlen/ als dem treuen Schöpffer in guten Wer- eken, i. Petr. 4- r9» Also gehet dir vorder König und Prophet David/ welche* z«?4 Seelen-Schmuckzuder welcher der Treu Gottes sich also ergeben In deine Hand befehl ich dir mein Geist/ du hast mich erlöset/ HErr/ du getreuer Gott/ Psal.zi. v. 6. Die Treu Gottes des Vatters bewahre und stärcke dich / und nemme dich ein in dieselbige unvergängliche / unbesieckte / undun- verweichliche Erbschafft/ die Er dir ^auffbehaltet in dem Himmel. Die Treu Gottes des Sohns verschrie /und verspreche dich/ Er erwecke deinen Leib zur ewigen Herrlichkeit am Jüngsten Tag / Er lasse deine Seele von nun an sehen seine Herrlichkeit / die ihm der Vatter gegeben hat. Die Treu Gottes des H. Geistes/ mit welchem du ver- siglet bist auff den Lag deiner Er. lösung/ tröste dich in aller Traurigkeit / und leite dich in alle Wahrheit / Amen.Das hoffe und warte von dem / Per getreu ist/ Gott Mutter/ Sohn, und himlischen Hochreit. zox - und H. Geist/ hochgelobt in Ewig* * keit/Amen. / Thu noch Visen Seufftzen aus ) dem i. Psalmen. / Aufdich setz ich/ Herr/mein vertrauen/ Z Verlaß mich nimmermehr / » In Schanden und Unehr/ » Laß deine Gütigkcit recht schauen/ r Und mich aus allen Nöhten/ : Durch dein Güt thu erretten. ; Die Ohren dein/ HErr/ zu mir neige/ > O HErr/ gütig und fromm/ > ZuHilffmireilendskomm/ ^ Dein Macht und stärck an mir bezeige? Sey mein Felß/Burg und Feste/ Und thu bey mir das Beste. Mein Geist befehl ich in dein Hände / Dann du mich in der Noht/ E rrett hast / treuer Gott. Von Visen ich mein Hertz abwende/ Die auffErtelkeit bauen/ AuffGott wil ich vertrauen. Springen wil ich für grossen Freuden Mit frölichem Gemüht/ Von Zo6 Seele mSchm uckzuöer Von wegen deiner Güt. Dann du hast angesehen mein Leiden/ Mein See! in ihren Nähten Erkannt/ und helffen retten. Du gibst nicht M daß ich thu fasten In die Händ meiner Feind/ Und dern/ die mir gram feynd: Sondern für meinen Feinden allen/ Machst du Raum meinen Füssen / Daß sie n icht straucheln müssen. Noht mich umringt/für schmertzund quälen Bin ich geängsttt sehr/ Sey mir gnädig/Q HErr/ Amen- n Lieber Bruder: Liebe Schwester: Ermuntere deine Zung zu dem andächtigen Gehakt : Daß sie verrichte i. deiner Sünden halben-eine Abbitt. 2. Für die Gutthaten/Gottes eine Danck- sagung. z. Wegen der Gemeinschafft -er Heiligen / die Fürbitt. Und 4. deiner Noht willen das Gebatt/ und _himlischen Hochzeit. za? die Anrüssung der Göttlichen Hilff. Das ist der Schlüssel des Himels: den brauche / so wirst du finden/und empfangen.Bittet/so wird euch gegeben: Suchet/so iverdet ihr finden: Klopffet an / so wird euch auffgetyan: Dann wer da bittet/der empfahet: und wer da suchet/ der findet: und wer am klopffet/ dem wird auffgetyan: verheissetMser HErr / Match. 7- V. 7. 8- Andächtige Gebätt/vor und bey unserem Eingang in das Heilige Gottes. I. Der Anlaß der Materj. ü^Wiger/ Allmächtiger Gott/ ^ und m IEsu Ahnfio / dei- Mly zc>8 Seelen Schnmckzu deinem Eingebornen Sohn / mein gnädigster Vatter Was ist doch dises mein Leben? Das Leben ist Edel/so fern es deine Gab ist: undindisem Verstand kan ich rüsten: O Tod/wie bitterbist du ? DisesLe- den ist ein Elend / so fern unsere Sünden das Paradeis/und den Lustgarten verschlossen / und uns allenthalben stechende Dorn und Distelin den Weq gemorsten haben.in Betrachtung dessen kan ich sagen: Es ist ein elend jümerlich Ding um aüerMen- schen Leben. Was ist dann das beste an meinem Leben? das Ende/ von welchem ich sol urtheilend Tod/ wiewol thust du unsWie lang ich lebe au ffErden: so lang sterbe ich / und so lang muß ich klagen / Ich elender Mensch / wer wird mich erlösen von dem Liebedises Todes? von dem todt- lichen Sündengifft / das den Tod/ zwar himlischen Hochzeit. zog zwar gemächlich/aber gewißlich in mir wircket? Wann ich sterbe/ so lebe ich erst : dann durch den Tod werde ich in dasivahre/selige/ewigeLeben hinüber gehen: Wir/und ich mit anderen deinen Kindern / haben die Freudigkeit zum Eingang in das Heilige/ durch dasBlutIEsu/ welchen du uns hast gemacht zu einem neuem und lebendigenWeg: Dise meme Hoffnung machet / daß meine Seele singet : Ich dancke Gott durch IEsumChristum meinen Herren. Mtt was Worten kan ich mein elendes Leben vollenden? Mid das HMische Freudenleben anfangen? Warum wil ich um das Wort sorgen? Ich wil thun nach deinem Raht/welchcr uns befihlet : Ge- denckek an euere Lehrer / die euch das Wort Gottes gesagt haben/ welcher Ende schauet an / und folget ihrem Glatt" sio Seelen -Schmuck zu der Glauben nach. Under meinen Lehre- ren/die mir das Wort Gottes verkündigen/ist der beste dein eingeborner Sohn/den du zu hören uns hast anbe, fohlen: bist ist mein lieber Sohn / an dein ich wolgefaüen hab / den solt ihr - hören/under allen meinen Führeren / ist er der getreueste / und richtigste/ dann er ist der Hertzog meiner Selig-- keit/durch welche du alle deine Kinder zu deiner Herrlichkeit führest. So wiltch gedencken an den Anfänger und Vollender meines Glaubens : An meinen Hohen-Priester / und Vorlauffer/der vor mir / und mir zu gut in das Heilige ist eingegangen: Ich will seyen auss sein Ende: nachfolgen sememGlauben: und aus seinem heiligen Mund wil ich entlehnen meineRede : Mein Vatter lasse sie dir wolgefallen um IEsu Christi/ deines vielgeliebten . Sohrrs Witschen Hochzeit. zrr Sohns willen / Amen. Ich glaube/ wie die Wort / welche Joseph fernen Brüderen hat auffdie Zungen gelegt / ihnen bey dem König Pharao in ein gut Land verholffen/also werden auch die Wort/ die mir dein vielgeliebter Sohn ^gebrauchen hat hinderlassen/ mir bey dir meinem himlischen Vat« ter erhalten / daß ich werde in das Land der Heiligen/und Seligen eins gehen: Amen/Amen. U.Dcö Absterbenden Lob- Gesang. WEin Mgenugsammer Gott r Mein Allergetteuster Vat- ter. EshaL ZEsus Khristus/ dein eingeborner Sohn / mein einiger Heiland vor seinemTodeskampf/ ehe er gefangen / und gebunden worden/ dasLob/Lpffer gesprochen. DaS zr» Seelen-Schmuckzubee Das sol / uno das wil / ich auch thun. Gott/es ist mein rechter Ernst / ich wil singen und dichten/meine Ehre (meine Zunge) auch: Wach auff Psalter undHarpffe ( mein Leibund Seele) ich wil frühe auffseyn: ehe mich die Kranckyeit anbindet/und der Tod gefangen nimt: Ich wtl dir dan- cken/HErr/under den Völckeren / ich wil dir Lobsingen under den Leuhken/ dann deine Gnad reichet so weit der > Himmel ist / und deine Wahrheit so ' Mit die Wolcken gehen. Thu meine ! Lippen auff / daß mein Mund dein Ruhm verkündige. 1 ZEsüs/ mein HErr / hat das j Lobgesang gesprochen / nach dem . er das Qfterlam geessen / und das Heil. Abendmahl gehalten- < Himlischer / Freygebigster Gut- - thater : Wie vielmehr Ursach habe l ich armer Sünder/ der ich keiner ei* ! mgen Gutthat würdig bin / hingegen - alle Mischen Hochzeit. zs avedeineUngnad/ und Straff viel» faltig verdienet hab / daß ichdrr da- grosse Lobgesang singe? Ichdancke dir für das Gnadenwerck deiner ewigen Außerwehlung/ und daß mein Nam bey dir ist auffgeschrieben rn dem Himmel. Ich lobe und preise dich für das Merck der Erschaffung/ in welchem du mir deirr Ebenbild / und den Vorzug vor alle» Creaturen aufErden/einen vollkommenen Leib / und eine verständige Seele gegebm. Ich opffere die Danck für dasWerck deiner Erhaltung/ daß mich deine gnaden- reicheRegierung vor unzehlichen Ge, fahren/Äranckyeiten/Sünden/ und Straff-Vblen/tn welche viel deiner Kinderen gefallen/frey bekaltemHim* gegen mit unzählbaren Güteren / an Speiß / Lranck / Kleidung / Ruhe / Axtzyep/Frieden/Würden und Freu, den U4 SeelemSchttuickzuder ' den/deren viel deine ftomme Kinde» ermanglethaben /begäbethast. Ich sage dir in Ewigkeit Lob und Danck Nr das Merck deiner Erlösung: An diftm hab ich empfangen dein herrlichstes und heiligstes - -Öfter!am/JEmm Christum deinen Sohn für uns geopßeret. Sihe/daS tzi Gottes Lain / welcheshinweg nimS die Sünden der Welt! Dir/du hei^ liges Lain Gottes/ soi/ undwil/ ich das Lobgesang sprechen / daß du dich so willkg/wie ein Schaaff/daS verstummet vor seinem Schürer/ für mich zurSchlachtbarrck hast führen/ und erbärmlich schlachten lassen/und daß du mir dein gefchlachtetesFleisch/ . und dein vergossenes Blut bey deinem H. Abendmahl so osfi mitgetheilet/ und meinem qläubigenHertzen zu essen und zu trincken gegeben hast. Das Lam/das erwürget ist / ist würdig zu nemmeoKraUundReichrhum: und Weich Wüschen Hochzeit W Weisheit: und ^tarcke: und Ehre r' undPreißundLob. Ichdancke die meinern Gott und HErrerr für das Merck der Heiligung / dar- durch du mich zu demselbigen unver- gänglichen/unbesteckten/ und unver-- welcklichen Erb / das du mir in dem Himmel zubereitet hast / und auss» dehaltest/wiedergebohren/und vor vrek tausend Menschen in der Welt selig gemachet hast.JEstrs/memHLrr/t spricht dasLobgesang/nach dem Er gesagt: Sihe/ der mich vernähtet/ ist nahe: da er seinen Tod/voll schmaachund schwer- Hm/vor sich gesehen: Ach/HLrr/ gib mir/ deinem Jünger/ auch dise Gnad / daß ich in Kreutz und Wider» wertigkeit/so wol als in der Glückst» ligkeit/behalte eine lobpreismdeZungr daß ich nicht nur Klaglieder/ sondern auch das Lobgesang hören lasse/ und 0» ve« W GeelenOchmuckzuvet dem KöniLDavid nachsinge: Gelobet sey der HErr täglich: Gott legetunS Wir häbeneinen Gott/ derdahilM und den HErrn / HErrn / der in dem Lod errettet. Q daß ich hätte das Hertz/ und den Mund Jobs/ und spreche von meiner verwichenen Gesund. heit,Fre.§/^ Aundhinflüchügem Leben: der HLrrhats gegeben / der HErr haksgenrmmen/ der NamdeS HErrenseygslobt. Verleihe mir die Gnad/ die du deinen geliebten Freunden Sadrac / Mesac / undAbednego gegeben / daßich dir in dem feurigen Ofen meiner Hitzen und Schmertzen lovsinge / auch alsdann/ wann dieHitz - siebenmal grösser ist. Jch dancke dir daß du mich so nahe zu meinem fürge» «eckten Zihl/ zu meinem himlische» Vatterland gebracht hast. Lobe den HErren meine Seele/ und alkeswaS WM ist/ stillen H. Rammen. Sitze petz -Mischen Hochzeit. zr? vermicherlösen/seelig und herrlich machen wil/ist nshe.Sihe/derTod/ der BottsHa^er GstteS / der Meiner Seelen die Thür aus der Ge- fängnuswilarrffchun: und meinen» keibe seine Bande des Elends zerreiß sen/und alle seineSchmertzen abnem- men/ist nahe. Srhe/dieH.Engel/ welche meine See! sollen abholen/ und in die SchooßAbrahamS tragen: und meine Leib in demGrab verwahren wollen/smv nahe: die ruffen dir und allen wegfertigen Kinderen G ot- tes/ zu: Seyt gedultia/ lieben Brü« der/bisauffdie Zukunjst des Herren. Seyr auch ihr gedultig/ mdstärckek euere Herden/ dann dre Zukuntft de- HErren ist nahe. Sihe/der Richter istvor der Thür. Sihe/mem Fürsprecher ist nahe/ der wil mich bey demGerichts-ThronderHochheiligen Drep-Einigkett versühnen/undmir disetz Gnade-Uttheil anzeigen: Holn« K s den tzi8 Seelen-Schmuck zu der Der/du Gesegneter meines Vatters/ und ererbe dasReich/das dir bereitet Ist von Anbegin der Wett. Gihe/ es ist nahe die Ruhe meines Leibs: Der Feyrabend in meiner Arbeit/ das Ende meines Elends: die Krön für . meinen Kampff: und der Eingang Meiner Seelen in dein hiMsches Heiligthü. Gelobet seye die Barm- Kertzigkeit Gottes des Vatters. Ge- Tobet seye die Gnad unsers HErren AEsuLhristi. Gelobet sepe dieKrafft «us der Hohe / Gott der H. Heist. Hinfürosol mein Seelund Lerbkein anders/ als das Lobaesang sprechen: ^od/wo ist dein Stachel? Höll / rvo ist deinSieg? Gott sey danck/ - Her uns den Sieg gegeben hat / durch unseren HErren JEjUm§hrtKrm/ Amen. m. Dir Mischen Hochzeit. m. Der Kreutztrager ergibt sich dem Willen Gottes. HErr IEsu Ahrist/ du gehöre ftimster Sohn Goktes/du vollkommenes Muster unsers kindlichenGehor- sams: der letste Feind/ der Tod/gchet mir mtgegen/und bietet mir eine» Kampffan / zitteren und zagen überfallt mich/ treibt mir nicht allein den Schweißzu der Haut/sondern auch die See! zu dem Leib aus: was so! ich thun? Bey wem sol ich Beystand und Hilffstichen? Ach wil thu» nach deinem Beyspiel. In solchem/und noch betrubterem Zustand hast d» gebätten. Du hast gebclttm: Aböa/meid Vatter/ es ist dir alles müglich/ überhebe mich dises Kelchs/doch nicht waS ich wil/ sondern was Du wüt. Das Vebätt ist in meiner Noyt das s 4 HM zLo Geelen-Gchnruckzuder beste Mittel. Mein Gott und gnädiger Vatter/ disesMittel hast , vu selbst mir anbefohlen/und zu erhä» , reu verheissen: Russmich an in der Noht/so wil ich dich erretten/und du folt mich preisen. Mein Hertz haltdir für dein Wort/und deinen Eid / da- ! Mit du dem Wort hast bestätiget: mirgeschehe nach deinemWott/und nach deinem Eid. Mein HErrJEsu/öuhastge- -atten / Abba/ mein Vatter: L) Höchster Gott/ hey dir kan / fol/ und wil ich meine Zuflucht «emmen : Wie darff ich aber dich meinen Vatter nennen ? Mein HErr REsus hak dessen gute Ursach/ und Macht: dann er ist dein Sohn/den du von Ewigkeit her gezeuget hast. Er hat auch deswegen Macht/ dann Er war dir gehorsam bis in den Tod. Ich aber yab geßlndiget in dem Him, M/UNtzW dl'r/ttNd pjy nicht werth/ daß Mischen Hochzeit. M daß ich dein Kind heisse. Jedoch wa- ich nicht sagen dörffte/ dasvergünsti» get mir dem eingebornerSohn/ der lehret mich hätten/ Unser Vatter / der dubist in Himmlen- Und der Geist deines Sohns/den du in mftreHew den hast ausaegoffen/ heißet uns ruf- fen Abba/lieber Vatter. Darumwil ich bey dir mein Zuflucht nemmeu/ und sagen/ Abba/ meinVatter. Mein Vatter r Du brst/und blei- best mein Vatter / so wol wann dq mich züchtigest/als wann du mich mit deinen Güteren segnest. Andere mögen zuderZeit der Noht abweichen/ murren /andere Heister suchen: So tvil ich die Ehre dir meinem Vatter geben: Bey dir meinem Vatrev Schutz und Hilff suchen / und hoffen. So schaue uun vom Hitnel/ und sihe herab von deiner heiligen/ herrlichen Wohnung: Wo ist deine Macht? deilllürosse herMe Barm» 42s Seelen-Schmuckzuder hertznsteit halt sich hart gegm mir: Mist du doch unserVatter/ja du allein distunserVatter/mrd unftrErlöser/ von Alters her ist das dein Namme. Ach vertrau deinem liebreichen Vat- rerhertz/du werdest dich meiner/deines Kinds/ annemmen: Weil mein Serbischer Vatter sich meiner erbar- rnet/ und in aller Nohtwendigkeit kreulich angenommen hm / so wirst Hu vielmehr Gutes und den H. Geist Zeben/denen die dich anruKn. Du wirst es thun / dann du bist mein Vatter: Du kanst es thun / dann Dir find alle Ding möglich: Mine Sach ist so verwirrt und verderbt / keine Noht so groß / keine Kranckheit so unheilsam/kemVbel so verMiffeltvoß/kein Schaden so verulket/ du kanst von allen aushelffen: Ware ich in der Tieffe des Mcers/fo köntestdu mich erhielten und erretten wie den Ionas: Wäre ich in dem Femvso kanst du mich erhalten wie t den Mischen Hochzei» zM - - --- den Dornbusch/ darin» du demMofi rrschienen/und wie deineFreunde in dem feurigen Oftn zu Babel - Wurde ich den wilden Thieren borge- worffewso töntest du mich beschirme» wie den Daniel - Hätte ich eine verglff. ke Kranckhe it an dem Leib / so töntest du mir dieselbiaeabnernen/ wie der» KönigHiskia - Wann ich gar tod nxk» re/ und in dem Grab nunmehr stim? rken wurde/ so töntest du mich doch zu dem Leben wider auffrichten /wie den Lazarum -Was woltdir doch unmrlg, ltch seyn mir zu geben / der du einem Erdschollen das Bild eines Men' schen/ ja dein Ebenbild hast können Mittherlen ? Wie aber / sol ich dich rmffdeineAllmacht weisen/ und sa» gen/ kanst du etwas/ so HM? Gar nicht - Sonder / Ich über grbe meinem Zustand / und Meine Bitt deinem heiligen Willen . Wilt du Visen Kelch von mir nemmen/ H S kM S«4 Seelen-Gchtriirckzuder kanstdues: Wilt du nicht/ so kaust du es doch / und wirst das mit mir vornemmen / was dir zu ewigem Lob/ rrnd nur zu ewigem Heil dienet. Nicht mein/sonoer dein Will geschehe. Ich hab viel tausentmal ge- hakten / Vatter dein Will geschehe auffErdenwieimHimel: Soltenun diser mein Zustand / Noht oder Tod mich zu der Verlaugnung mein esGe- lübdö/und zu dem Widerruffmei ne» viel tausentGebätten bringen?Mein Mütter/nicht mein/sonder dein Will geschehe. Dein Will ist der Weiseste/ manglet keiner Verbesserung «och Veränderung: Dein Will ist der hemichste/ ordnet alles zu höchsten Ehren: Dein Will ist der beste / er zihletauffmein Fried/ Freud/und Seligkeit. Wann ich je einmal hätte wünschen börsten / daß dein Will nicht geschehe / so wäre es dannoch M urMMt/ daß ich chD der Zeit himlischen Hochzeit. z-5 Wolke thun/da du an meiner Sänd / und an meinem Elend wölkest ein Ende machen / und mir geben die vollkommene Heiligung / herrlichste Freude / und das beste Erbtheil? Mein Vatter / nicht was ich wil/ wir wissen nichtwas wir begehren: sonder waSdu wilt/deinWil derist der beste. In disem Vertrauen / und in diser Zufridenheit / hat mein HErrJEsus dreymal gebätten r um ein emzelesDina hat der heiligste/ und herrlichste/ und liebste SohnGor, kes dreymal angehaltemwelcheFrech» heit wäre in meinem Hertzen / wann rch/der Knecht / der ungehorsame Knecht es wolte besser haben? In Wahrheit unser Hertz beredet sich/ es solte wol seyn / daß uns auff unser Gebätt widerfahre / was dem Priv phet Daniel / deme alsobald der Crr» gel des HErren erschienen / und ge- jagt: dgd« MlirWstMMm/wai z»6 tzeelen-Schtmrckzuder ich ausgesandt / und komme darum / Daß ich dich bereite / dann du bist lieb und werth. Mein Gott/ich wi! mein Gebatt nicht nur anfangen / sonder auch vollenden: Ichwilesein-mehr- und vielmal widerholen: Ich hab der, ne Verheiffung / Wer anklopffet / dem wird auffge than: So wil ich am klopfftn / und wann es nicht genm ist einmal/ sowill ich allezeitklopfstn / und nicht müd werden. Wie der erste Stein so wol hilfst zu dem Gebclu als der leiste / also mein erster Seufftzen wird bey dir so wol etwas auswirken als der leiste. Ich wil dich nicht lassen bisdu michsegnest. Ich wil aufGott schauen / und Gottes meines Heils erwarten/mein Gott wird micherhö- ren. Ist dann dises embrünsttqe Gebatt/ dises dreyfache anhalten erhöret worden? Welche Nutzbarkeit hat mein HLrr IEsus von sei- UM GebätL ? Es kam em Engel V0G Mlischen Hochzeit. -za? vom Himmel/der starcket ihn: Es kam von dem Himmel nicht zwar die Hilff und Erlösung / aber die Krafftund Starcke/Trost undFreu- de. Abba / mein Vatter / ich warte auff gewisse Erhvrung meines Ge- bätts/ aber ich wil dir nicht ftirschrei- ben/nmnn/wie/ womit du mein Ge« bätt erfüllen wollest. Wilt du mir nichtgeben/ das was ich wil / so gib mir das/ was für mich das beste ist / und dir gefallt. Wilt du noch nicht deine Hllffvon dem Himel herab senden/ so sende jedoch deinen Engel/ der mich stärcke. Sende und erhalte bey mir deinen H. Geist/der meinen Glauben starcke / meine Krajst vermehre/ meineGedult verlaugere/und mein betrübtes Hertz erfreue. Sende einen Engel aus deinem Mondbvt- ten/ der das Amt der Versöhnung -wüschen dir und mir verwalte. Sende deine dtenstbare Heister/ die H. Engel/ Z 28 Seelen-Schmuck/uder Engel/welche meine Seel abholen/ und einführen in das Heilige deiner ewigen Herrlichkeit/ Amen. Durch JSsum Christum deinen einigen/ wesentlichen Sohn/ und meinen eint» gen Mittler/ Amen. IV. DesKreutztragersAb- bittrurdFürbitt. Lieder HErr JEsu: Ich wil dirabermalein Wort/ indiser meiner Noht zugebrauchen/ abentlehnen. Du hast gesprochen : Vatter vergib ihnen/meinen Feinden / dann sie wist stn nichtwas sie thun. Mein Gott/ Ach rusft/ mit deinem ewigen Sohn / » «dermal Vatter r Mein Vatter. uno Muyr/ wann rcywrl umdre Vergebung memerSünden anhalten: der mußem barmhertziger Vatterseyn/ bey dem ich/ und alle bußfettige Sünder/ sollen eine gMige Vergebung er himlisthen Hochzeit. Z2A ermatten: Bey welchem wir Verlorne Kinder können Gnad finden. DaS Ist ja ein treues Vatterhertz / daS mir / und allen reuenden / gläubigen Sünderen unsere / so viel hundert tausentCentner Sünden nachlasset. Vatter vergib. Cs ist die Vergebung der Sünden das jenige Gut / darum meinHErrJEsus hat geboten : Damit lehret er mich/ es so! mir vor allen Dingen obgelegen seyn/ die Vergebung meiner Sunden auszuwürgen. Die Sünden find wie ei- neScheidwand Mischen Gott und uns; sie scheiden Gott und uns von einanderen / und machen daß unser Gebätt nicht erhöret wird: Di- fe sollen wir niderreissen mit unser Reu/Bekantnus/undBußftrtigkeit: insonderheit mit dem Glauben an JEsum Christum der hatdiscnZaun abgebrochen. HErr IEsu / du heiliger Hoher-Priester / du btst der Heilige nach deiner ewigen Gottheit : und von zzo Seelen-Schmuck zu der - .. .. . >> . » « » B , von deiner Empfängnus/ Geburt/ und gantzemLeben muß manbekenen/ Es sey kern Betrug in deinemMund gefunden worden: Warum haltest du an um Vergebung ? Ich höre / daß es mcht für dich ist- Vatter/ vergib ihnen/sagst du. Für wen bittest du ? Du bittest für deine Feinde/die dir die Band angelegt/die dein Angesicht mit Fäusten geschlagen / und mit ihrem Speichel besudlet / die dein Haubkmit Dornen verwundet/ die deinen Leib mit Geißlen zermarteret / die in allem Handel waren deine Hände und Füsse mit eisernen Näg- len an das Kreutzzu hefften / und dir alle ersinnliche Schmach und Marter angethan/deren mörderischeHän- de und Werckzeug noch deinen unschuldigen Leib quäleten. Dise Für- bitt für deine Feind erinneret mich / was auch ich chun solle: und tröstet «rtch/was ich solle von dir hogni. LlErr himli schen Hochzeit._ ^HErr Msu: Du hast für deine Feinde gebatten/ das erinneret mich/was auch ich für meine Feind thun solle. Wall ich nicht wil sündigen wider dein Exempel r und wann ich nicht ungehorsam sey» wil deinem Wort/ so muß ich alle Feindschaft gege allen meinen Feinden ablegen: und auch denen Guts wünschen die mich verfolgen / meiner Ehren/Güteren und des Lebens berauben. Für dise sol ich bitten: Vat- ter/vergtb ihnen. Welch ein harte Rede/wer kan sie brauchen ? Gib mir die Gnad/daß ich willfärtig sepc meinem Nächsten zu vergeben/ allweik ich noch auffdemWeg dises Lebens bin/ damit du mich nicht überantwortest deinem Diener und Folter Mecht/ Und mich derstlbigenichtwerjftin die Gefangnus/darin« auch kein Gnad noch Erbärmd wird zu hojftn seyn. HEprZEsu/ du hast für deine Feind SZ» SeelmSchmuckzirder Feind gebatten/ das erinneret mich / daß ich nicht solle underlassen Aürbittzu thun für meineFreunde/ , Glaubens - Genossen / und B lut-' Verwandten underdenselbigen: dämlich auch thun von treuem Hertzen: Vergib ihnen alle ihre Sünden: und laß sie derselben weder zeitlich noch ewiglich entgelten. Gib.' ihnen allen des Leibs und der Seelen nothwendigen Vorraht. Allen meinen Gutthateren vergüte/was sie mir LiebsundGutsbewisen haben- Kräne die Treu und Muhwaltung unser -Obrigkeit: Unser Lehreren in Kirchen und Schulen: unser Eltereu: und aller Liebhaberen. Erbarmedich auch aller Krancknen / Notleidenden / angefochtener und betrübter PersonenErhalte ihre Gedult/ lin- vere ihre Schmerlen/ vermehre ihren Trost / verschaffe gesegnete Mittel/ erhöre ihr Gebütt/ rM sie aus der Noht, dimMen Hochzeit. r?« Noht/ bringesie zuEhrö/mrd zeige ihnö dein Heil. Den Sterbenden lencke ihre Hertzen / daß sie sich in deinen treuhertzigen VÄterlichen willen/mit aller Zufriedenheit undFreudigkeit ergeben / und wann ihr Sterb- Etündlein ausgelosten ist/ so verleihe dem Leib seine Ruhe / und der Seel deine himlischeWohnung und Hern lichkeit. Tröste die Leidtragenden. Beschirme die Witwen. Versorge die Waysen. Thu wol allen guten und fromen Hertzen. HErr JEsu: Du hast für deine Feind gebütten: Sihe/ das.ist mein Trost / du werdest das auch gar gewiß / undgar kräffttz für mich thun: Gar gewiß - warum jolte deinLiebhaber nicht so vielGnad bey dir finden / als deine Hüsser ? Warum sottest du deinen Nachfolgeren nicht so gern dienen als deinen Verfolaeren? Gar krüfftigwird deine Fürbitt seyn: Dein himelischer ZLatter Hai deine Fürbitt für dein« Feind K4 Geelen-Schmuckzubek Feinde erhört - und darüber den > Haubtmann bey dem Kreutz / und j Saulum begnadet: Bitte nur für . mich/ mein einiger Fürsprecher / und < Versühner bey deinem Vatter / so hoffe ich dise trostreiche Antwort zu i erlangen: Sey getrost mein Sohn / i dir sind deine Sünden vergeben / z Amen. i V. Des betrübten Seelen« i Angst und Vertrauen. j HEr-JEsii: Gross-Angst hak ! mich überfallen / mein Schmertz ist ; allzugroß/ meine Neht währet allzu, r lang / ach lehre mich einen guten l Gott wolgefalligen Geufftzen in ! diser meiner grossen Betrübnus? k Ich höre daß du in deiner unveralerch, l lichen Noht hast geruffen: Mein ^ Gott / mein Gott / warum Hass " -u mich verlassen d Damit gibst du ^ hinrlischen Hochzeit. zz§ , - .. - mir zu verstehen/ was ich urtheilen sol von meinen Sünden/ undGkraff. Vbel: und von dem Gnaden Vund Gottes. Mein Gott / mein Gott/ warum hast du mich verlassen? Ach welch ein Greuel ist meine Sünde ? Das erkenne ich aus derTrackie- rung undHaltmrg meines unschuldig, sten Bürgen: der ist Gottes ewiger Sohn/nach seiner Gottheit: und nach feiner Menschheit das Heilige / der alle Gerechtigkeit erfüllet /und fernem Vatter gehorsam war biß in den Tod: Er hat das zweyteZeugnuS von dir aus dem Himel/ dises ist mein lieber Sohn/ an dem ich wolgefallen hab. Barmhertztger Bakter/ wie sehr hast du demVatter-Hertz gegen disem deinem gehorsamsten Sohn verbor* gen/ und verschlossen / da Er als ein Bürg ftrr dich kam/ und für meine Sünden gnung thun wolte ? Bep dir zz§ Seeketl-Schnirrckzuder , hatCr keinZeugnus senerKindschast/ - und deiner Liebe/ wie zuvor zweymal/ erlangtt. Bey dem Richter keinen ' Schirm / sondern ein ungerechtes Urtheil. Bey den Hohen-Priestern i kein Trost/sonder das Vorurtheil des j Schmählichsten Tods. Bey dem < Volck keine Gnad/ sonder das Kreu- r tziae / Kreutzige ihn. Bey seinen k Jüngeren keinen Beystand/ sondern § Untreu und Abfall. Bey der Er- « den nicht ein harten Stein oder ört- § lein/ wo er könte stehen/ sitzen/oder r ligen. Bey allen Wasseren nicht ei- k nen Tropfen in seinem grossen Durst. ^ An dem Himmel verschwertzt und ' verdunckelt das erfreuliche Sonnen, ! liecht: So hastdu gehalten unseren « Bürgen/ daßEr nicht verhalten kön, h te zu klagen: Mein Gott / mein 2 Gott / warum hast du mich verlas, t, ßn? H Greuel der fünden / die 's -r rn rr s «. 2 r, > I t l ! HMjchen^Zchzeik. Hz^ !em heiligsten Bürgen / dem vielgeliebten Sohn Gottes dije klag ausgepresset haben. MemGoLL/ mein Gott war-- umhast du mich verlassen ? Ach welch Elend hab ich mit meinen Sünden verdienet? daß ich von dir verlassen würde in Ewigkeit. Ich berede mrch/ Es jene mir von Visen» Straff-Vbel so vm worden / daß ich auch Ursach habe dise Klag zu führen. Sihe ich rufst/ aber du antwortest mir nicht: Die Noht istgri^/ und aber keinHelfferda: MeinerFeinden sind Zel/ aber ich finde keinen Beystand: 3ch höre dein Wort / erlange aber nicht den hochverlangken Trost: Ich M empfangen deineH.Sacrament/ werde aber nicht stär ver werde mir antworten/du hast den HErren verlassen/so wird er dich auch verlassen? Ach ja< ich habe daher ver/ ^ dienet/daß alle GnadGotteö von mir 1 weiche / daß er mir zuruffe: Weiche » von mir du Vbelthäter / Ich kenne g tichnicht:daßallcCreakuren/Stern ö Element/ Metallen/ Thier/ Teuffel/ s wider mich zur Raach ausziehen/und n alle mich straffte/und merlich marter- st ttn?DaßichindenlMscheliSchul/ T den< _W d den - Thurn zu ewigem Hungerund n Durst: Zu ewiger Schmaach und / Schand: zu ewiger Pein und Matten ;/ verdamt wurde. 1 Aber mein Bürg / der für mich u zu Gottgerujftn hat: Warum haftn d wich verlassen ? Hat auch für mich ^ gesprochen / Mein Gott / mein ^ Gott. HErrJEsu/damit ver- 2 sicherest du mich /daß die Ver- ' lassung von deinem Vatter / und n deine öffentliche Klag allein dalM h angesehen seye/ damit ich bleibe in - demGnaden - Bund/und deinGott ir seye / wd verbleibe mein Gott / e mein Gott in Ewigkeit. Wann e gleich die Hölle/und dieErde/und der n Hjinmel: und alleCreakuren in dem-, 1/ selbigemritr entgegen wären: Wann d wir Leben und Tod/und alles gar er- - schrecklich vorkäme/ sokan ich in aller > Angst undNoht sprechen: DerHerr/ < Ps yey Z4v EeeleN'EchMchWbek der alles in jeinemGewalt hat/ist und bleibt »rein Gott. Hertzlich lieb hab ich dich/HErr/ meinStärcke/HErr/ mein Fels meine Burg/ mein Erretter/ mein Gott / mein Hort/ auffden ichtraue/rc. Wann tmrangstist/so ruffeichdenHErren an / undschrey zu meinem GE so erhöret er meine tz-trm von seinem Tempel / und mein Geschrey kommt für ihn zu seinenSh» ren. Mein Gott/memGott: Ich vertraue deinerVerheissung/ du werdest mich nicht verlassen/noch versäumen. Du wollest dieEmpfindung dei- nerGnaden einen kleinenAugenblick mruck halten / mich aber mit grosser Barmhertzigkeit wider samlen Weil du mein Gott und Vatter bist / dern ^ Kind wirst du verlassen nicht/du väterliches Hertz. MeinGottmenr Gvt^: Du haß meinemBürgeu das Liechran semHimmel bey seinemAb- stechet lassen finster werden/ darum glarrdß ^ Mischen Hochzeit. Z4i glaube ich/ daß ich durch das finstere Thal des Todes werde haben die Sonne derGerechtigkeit/dreErleuch» kung des Geistes/ und den Glantz der» nes Worts. Meinen HErren haben verlassen dieHohen - Priester/ welche dem unschuldigen HErren entweder Schutz schaffen/oderTrost mittheilen solten: Nun glaube ich/daß deineKir- chen - Beamtete mir in «einen Sun» den mit deinemGöttlichemTrost bey» stehen werden. Der Richter hat mei. nen Mitler verlassen: darum bin ich gewiß/ daß ich bey dem Richter der WeltGnad werde finden zu meiner Rechtfertigung und Herrlichma- chung. Es haben meine HErren M ne eigne Jünger verlassen: undhab ich das steiffe Vertrauen / die sMli» schen Helden Gottes werden sich um mich Herlügeren / und meine Hüter seynallezett. Mein Gott/ mein Gott: das ist mein gqntz Trost- P Z Buch- Z42 Seelen-Schmuckzuder Buch. HErr du bist nreinGott/ darum wird mir kein Vbel scha, den: Ich bin gar gewiß / daßweder Trübsal noch Angst / noch Verfolgung / noch Hunger / noch Blosse/ nochGefährlichkeit/ noch Schwert: weder Tod noch Leben / weder Engel noch Fürstenchum/ noch Gewalt / we- der Gegenwertes noch Zukünfsti- ges/weder Hohes noch Tieffes/ noch kein andere Creatur mich scheiden kan von der LiebeGottes/ die in Christo Jesu ist unserem Herren. HErr du bist mein Gott: darum wird mir kein Guts mauglen: Gutes «nd Barmhertzigkeit werden mir folgen mein Lebenlang/ und ich werde bleiben in dem Hauß meines Gottes immerdar. Mein Gott/ mein Gott: Was ich hofft/ das bitte ich von dir: und was ich bitte / das hofft ich von dtp: Verlaß mich nicht/ t«H Mlischen Hochzeit. ?4Z 7 und thu nicht von mir die Hand , ab/du Gott mein Heil. Verlaß Mich nicht wann ich schwach werde. , HCrr / du wolst mich nicht ver* ? lassen, . Welcher Massen 5 Vch sonst gar verlassen bin. * Deine Gnad nicht von mir kehre / ' Auffdich/HLrre/ . Sitzet mein gantz Hertz / Muht und I Sinn. ' Darum von mir / HSrr / gnaden- reiche/ ^ Nicht weit weiche/ ' Thu mir gnädigen Beystand/ > Deine Hmffnicht lang verwüste / ' Sondern eile/ ' Mein Nohthelffer und Heiland. ! Vl. Des langwartenden hertzliche Begird. HErr JEsu Khrifte: wie fol ich mich verhalten/ daß ich so P 4 taug Z4-4 EeeleiEchmuckzuder Lang muß harren / auff meimn Gott? Du haft geruffeu/ Mich dürstet: Damit hast du deine Luft und Begird bezeuget / nicht allein «ach Wasseroder Wein / sonder nach meinem Heil. Diser Durst quälet mich bey Nacht und Tag. HErr / ich warte auff dein Heil. Hilfreicher Gott / Ich dancke M/ daß du meinen Leibin seinem alltäglichen Durst mit Wasser / Milch / Wein/ und anderen lieblichenSajfien so offt- mal erquicket hast: Jnsonderheit/daß du mir den ewigen Durst ( welchen meine Unmäßigkeit in essen und trin. «ken: und meine Undanckbarkeit/ die deine Gütlgkeit nicht gepriesen: und ' meine Unbarmhertzigkeit, die deinen durstigen Glidmassen kein Trünck- leiv gutes Weins geben wollen / gar wol verdienet) Hast abgenomen. T) Sdannkti-kk VaM/ noch einen DurS Mischen Hochzeit. ?45 Durft wollest du mir abnemen: Mich dürstet nach deiner Hilft/ und nach meinerAuflösnng. Wider Hirsch schreyet nach ftischemWafi ^ ser/ so schreyet meine Seele Gott zu dir. Meine Seele dürstet nach Gott/ nach dem lebendigen Gott/ wann wer* de tch dahin kommen / daß ich Gottes Angesicht schaue. Und/Gott du bist mein Gott/früh wache ich zu dir. ES dürstet meine Seele nach dir / mein Fletsch verlanget nach dir/in eimtrocken und dürren Land/da kein Masse« rst. HErr IEsu Lhrist/wie der KöniqDavid Durst hatte nach den Wasseren aus demBrunenzu Beth- ' lehem/entspru ngen ? Gib mir dein- gnädige Antwort/die du anderen durstigen Seelen gegeben hast: Woran/alle die ihr durstig seyt/kommet herzumWasser/ kauftet beyde Wein und Mich. Und wiederum/Selig smdd>e da hungeret «ud dürstet Z4-6 Seelen-Schmu ck zu der nach der Ge^chtigkeit. Wie drr am Creutz zu Muht war / da du rußtest/Mich dürstet: so ist mir zu Muht in diser meiner langwierigen BetrÄ» aus: Mich dürstet. Ach daß du mir Dises Wasser anerbotest / wie dem Weib bey dem Brüsten Jacobs: Ich bitte dich doch um deines bitteren Leidens willen/gib mir dasselbige Wasser/ auffwelchesmichnichtmehrwird Dürsten ewiglich/ sonder welches bey mir werde ein Brunn des Wassers/ das in das ewige Leben quillet. Gib rmr dasselbige Wasser/daß mich nicht mehr dürste/und ich dich nicht mehr bemühen / und nachgehen müsse zu schöpften. GokkH. Geist/du bist dises Wasser / so trüncke was durstig: mach lebendig was erstorben: mach grün/ was dürr: mach fruchtbar waS unfruchtbar / reinige was unsauber ist. Mein Gott laß doch die Zeit und Stund kommen/ von welcher du Wir die Verheißung hast gethan : Z» _himlisch en Hochzeit. Z47 derselbigen Zeit wirst du sagen: Ich dancke dir/ HErr/ daß du si> zornig bist gewesen übermich/unid dein Zorn sich gewendet hat/und tröstest mich. Cihe/Gott ist mein heil/ichbin sicher/ und förchte mich nicht: dann Gott der HErr ist meine Starcke/und mein Psalm/und ist mein Heil. Ich werde mit Freuden Wasser schöpffen aus dem Heilbrunnen. So wil ich dir Lob undDanck in Ewigkeit nachsagen und singen: Der HErr führet mich zum frischen Wasser: und du schen- ckestmir voll ein. Wie theurist deiste Gute/Gott/daßMenschemKmder un» der dem Schatten deiner Flügel krauen. Sie werden truncken von den reichen Güteren deines Hauses/ «nd du tranckest sie mit Wollust/ als mit einem Strom. Dann bey dir ist die lebendige Quelle/ und in deinem Lischt sehen wir das Liecht. Hochs gepriesen seye deine Güte in Ewigkeit/AMy. P 6 Der 34S Seelen-Schmuckzuder VN^DeöBilgerSTriumph- Wvtt. HErrIEsu: Meine Seufftzen sind nicht vergeben: Ich verspühre deine kräfftige Fstrbitt/ dann dein htmmelischer Vatter mir allbereit so viel Gnad läßet leuchten/daß rch sehe das Stündlem meines Elends aus* lausten. Was sol ich nun sagen? Ich wil mit dir ruffen: Es ist vollbracht. Du hast gesprochen: Es ist vollbracht: Eben dessen ge» messe ich. Weil du alles ftir mich vollbracht hast / so wird auch bald vollbracht seyn / alles was ich in diser Wanderschafftzu thun/ und zu leiden hatte: So offt ich gedencke an dein Wort/ Es ist vollbracht/so offt empfange ich allgenugsamm Trost. Nun ist die Sünd getilget/ rmnistdch VatterS Zorn gestillet/ nuo himlischen Hochzeit. Z49 nun ist dem Satan der Kopff rertrek- ten/ nun sindwir von dem Fluch des Besatzes erlöset/ nun ist dem Dlose benommen seine Anklaq/dem Gericht die Verdamnus / dem Tod sein Stachel/ der Höll ihr Sieg: Mnist mein Grab geheiliget/ und der Rigel weggethan/ nun ist der Himmel eröffnet/ und Gott der himmlische Vatter willig mich einzunemmen. Es ist voll- bracht: Dises Wort ist die beste Quittung für meine bezahlte Sün. den-Schuld/ darüber mrr vor Gottes Gericht wird ws Urtheil werden: So ist nun nichts verdamliches an denen/die in Christo JEstr sind / die nicht nach dem Fleisch wandten / sonder nach dem Geist. Es ist vollbracht : Mein Gott/dir sey ewigLoh und Danck gesagt- Mein gröstes Lei» den ist fürüber / die meisten Schmew tzen sinderduldet/die ungute Stun- htti sind vast alle auögeivssen / mein achtzeh z?Q Seelen^ Schm uck zu der achtzcn wird al sbald rnern sauchtzcu / mein achcn in cm srolockcn/ mw wch in wol / verwandlet werden. Nach diser Stund hat michvcrlanget/Nun ist die Zeit meines Abscheids vorhanden : Jetzu.ud wird »nir der gerechte Richter aussetzen die Krön der Go» rechtigkeit/ Amen : Go.t sey es ge- danckt in Ewigkeit/Amen. Vlil. Der Himels - Bur-> gern leiste Bitt auffErden. HErr IEsu Khrtst du bist mein treuer Naht: Ich aber bin gutes Rahts in diser meiner Angele- genhett hoch vonnöhten: MeineSeel wird aus ihrer Herberg vertrieben / und findet keine Ruh nochWohmmg auffErden / Ach rahte mir/ Wo soll ich mit meiner ausführenden Seel hin ? Wem soll ich sie übergeben ? Ich höre deinen Raht/lund jrhe deinen Ächt. Ich höre deine» himlischen Hochzeit zr Raht in deinem Wort: Jchsehedei- nenRaht in deinem Exempel Dein Bort rühret mir/ Welcheleiden nach Gottes Willen / die sollen Ihm ihre Seelen befehlen/ als dem trenen Schönster. DeinBehsiucl rahtetmir/ Ich soll nach deinem Exempel hätten / und zu Gott rüsten, Vatter in deine Hand befehle ich dir meinen Geist. HErr du hast geredet bis an dein End / und deine letste Red ivar ein Gcbett um ein ielige Htm» melfahrt deiner Seelen. Mein HErr du hast viel Stumme redend gemacht/verleihe mir doch dtseGnad/ daßmeine Zung ihre Sprach behalte bisan mein Ende / daß sie bleibe ein Griffel eines guten Schreibers/zu verkündigen dein Lob: auch ein tüchtiger Werckzeug zu erbauen alle die mtrzu hören / und memem abschwächenden Leib seineDürfftigkeit zu begehren. Wil aber dir gefallen nrei» Z52 Seelen-Schmuckzu der ne Sprach wegzunemmen / so verleih mireine andereGnad/ Erhalte meine Gedultdaßich nicht unwilligwerde wann umstehende meine Wort vnd Begehren nicht verstehen: Bewahre mir meinen Trost / daß dir die Seufftzen meines Hcrtzens nicht nu r bekant seyn/sonder auch gar wä- gefallen: In disem fahl laß mir wie» verfahre deine gnädige Antwort/welche du auffdie Seufftzen deines übel- «eplagtenVolcks inEgypten gegeben. Ich habgefehen das Elend dsser mei» ner Seel / und hcrb ihr gefchrey erhört : Ach hab ihrLeid angesehen/und will herab kommen/ daß ich sie errette von der Hand ihrer Feinden / und führe sie in ein gut weit Land / in ein Land/ darum Milch undHoniq stießt: darinn alle Fülle / alle Süßigkeit der Freuden und Herrlichkeit ist. Ehe meine Zung erschnxrchet/ Mich mit lauter Stimm russev/ Vatrer in demr MlMenHvchzeit.i Z52 - deine Hände befehle ich dir meß- ) nen Geist. Ich weiß wem nach - meinemAbfcheid mei nGut wird wer« - den / undwonmnLelbwirdhinkom-r t wen: Solte ich dann nicht wissen / § wo meine Seel werde hinfahren? e Mein HErr JEsus weiset mich zu t Gott/ dem soll ich anbefehlen / und - ihn anreden Vatter: meinGott/ ' das ist daß dritte mal daß mein Herr e in feinem großen Leiden dich einen ' Vatter nennet: Erlaube mir um di« . fts demes liebsten Sohns willen/ daß ' auch ich dich meinen Vatter dörfft r nennen in Ewigkeit/ damit bekenne > ich deine Liebe gegen nur/ und meine ; Zuversicht und Ehrerbietung gegen > dir. Vatter/der treue Name dein/ r mrTod erquickt dieSeele mein. Vat» ' ttr / ei nes begehre ich noch a n dich / ! Du wollest mir meinen guten , Beylag bewahren. Meinem ^ ^kib gönne ferne Ruhe / verleihe den ;54 Seelen Schmuck zu der süsien Todesschlaff/ bewahre d alle Gebeine / fördere ferne Auf-- n ferstchunq und Her:lichrnach< bi ung. Meine Zeel nimm von nun - an in deine Hände. In deine Hätt- 5 de befehle ich dir meinen Geist. ^ Wem Mich änderst meine köstlichste ß Schätze anvertrauen/ als meinen § treusten Freunden? Wo fol ich dann ^ mit dem köstlichsten Kleinst meiner ^ Seelen änderst hin / als zu dir mei- nem Gott / dann treu bist du / der ^ uns den Eingang in das Heilige ver» ^ heiffen hast. Vatter: Wann einRei- Ev sender heimkommet in sein Vatter» ^ Land / solle er nicht einkehren bey Zi seinem Vatter ? Wo soll ich änderst g, derr Einkehr nemen/als in dem Him- m mel bey meinem Vatter?MeineSee- H le suchet ihr verheijsene Erbschaffl: in Gölte sie sich anderstwo anmelden u> alsbey meinem Vatter? Vatter m heim hrmlischen Hochzeit Z55° deine Hand befthle ich dir mei- nen Geist : Für eine unwiderget dorne Seele ist es schröcklich rn die Hand des lebendigen Gottes fallen: aber für meine begnadete Seele ist daß das lummum bonum , dasgrosse Gut/ die grösteFreude/ die höchste Ehre / die seligste Herrlichkeit. Die Seelen der gerechten sind in Gottes Hand / und kerneHual rühret sie Mehr an. So gehe hin meine Seele zu deinem Vatter/ der wird dir antworten/ich hab dich in meineHünd gezeichnet. Gehe hin meine Seele Zu deinem himmlischen Bräutigam / der wird dir antworten /Niemand wird mir dise Seele aus meiner Hand reißen/ dan der Vatter/der sie Mir gegeben/ ist stärcker dann alles: Und memand wird sie mir aus meines Vatterö Hand reisten. Hinrms- Z56 Seelen-Gmuckzuder Himmlischer Vatter: JH befehle dir meineSele: Nimm ^ sie aussund an / daß sie in ewiger , Seligkeit mit dir lebe / dich zu loben und zu preisen/ Amen. ^ Ach das es bald geschehe / Amen. HErrIEftr nim du mei- < nen Geist auff/ Amen. Kom : HErr IEsu / Kom doch bald / > Amen. ^ Ach hm arm und Elende/ Vorn Tod verfolgt ohn Ende / Gott aber aussmich ficht / Du hilfst mir in der Noht/ Und rettest mich HErr Gott/ Kom bald und säum dich nicht. Amk. HErr nim doch meine Seel von mir / dann Ich bin nicht bester dann meine Vatter : HErr nim meine See! zu dir / dann ich glaube so wol als meine Vätter / Amen. Mein Gott erhöre mich um IEsu Christ; willen/2lmey. HErr/ ^ MlischenHochM Z57 H HErr/ meinen Geist befehl ich dir/ N Mein Gott /mein Gott / weich nicht »v - von mir/ Nun mich in deine Hände / ^ -0 waarer Gott/ Aus aller noht / , Hilffmirmn leisten Ende. / Glory/Lobi Ehr und Herrlichkeit/ l/ Gey Gott Vatter und Sohn bereit / N Dem heiligen Geist mit Namen: / Die gottlichKraO Mach uns fighajV Kurch IEsum Christum/ Amen. n n e l Dtt Z58 Seelen Schmuck zu des Die Fürbitt der Vmsie» i henden undGcftcuMcn. ^ I Eine FürbitL für alle die in ! schwerenAnligen undNöhken schwer , ben: Vonder Schuljugend in- ' sonderheitzu gebrauchen. > /AIHe / aütigerGott/ Himmels > ^ scher Vatter/ eine Person - voir grosser Angst / und bringen- l dem schmertzen/ in Schwermut/ ' in Kranckheit / in Todes - Ban- < den/ in Kmds-Nöhten/rc. Also verrnüdet und zürn höchsten aus- - gemattet / daß sie sehnlich be- ! gehrt/ auch wir wolten aus Mit- ! leiden / mit unserem armen Ge- < hatt im Namen ILsu Ahristi / > chro helffen ringen und kämpfen Derowegen ob wir schon von > mB, _ ^59 " Uns selbst zu gering und unwur- ^ dkg/deine heilige/hoye MayestaL anzusprechen / es seye für uns selbst oder andere: jedoch weil du in uns geheißen hast Fürbitt für e- einander thun / mit gnädigster Verheissung / daß dir auch oie Anbattung der mitleidigen Her- i- tzen beliebig: So empfehlen wir u dir in IEsu Shristo/ dise genöh- l- tigte Person / mit Leib und Seel / deiner Vatterlichen Barmher- - tzigkeit. s Sie ist ein Glied der wahren - Kirchen Dein heiliger Name ist -- in der Khristlichen Laust über - sie angeruffen: hat der Seelen- -r Epeiß deines Worts ja des le- / bendigen Brots/oas vomHimel r komt / Khristl gelebet / und des r östlichen Himntel-Lrancks deine;; ;6c> EeekM'Achmuckzisbee ner Gnaden/ der aus den Wunden deines eingebornen Sohns herflersset. Thut sich auch möglichst ergeben der Reinigung deS Geistes/ dadurch man m deinen Vund/ wd in ein Christliches Leben geführet/ und darum behalten wird. Nun gehet ihro das Angst- Wasser bis an dieSeel: Sie ist müd von seufftzen: Das arme Hertz wil verschmachten / und alle Krafften wollen zerrinnen. Da ist Zamer/ und eben grosse Noht. L) G-Ott aller Gnaden/ sey nicht ferne. Sihe rnit erbarmen- hm Augen an/ die angsthaffte Seuffzen der bekümmerten Seele : messe aus das L)el derFreu- den/öLe Tröstungen des H.Geistes ^ » Mischen Hochjekk. fies itt dises verwundete und zew knischte Hertz: Vergwissere den/ in deinem gewalttigende Kranke nen/daß ihmealle seine angebor- «e / und dre Zeit seines Leberrs wider dich begangne Sünden/ wn der überfließenden Genug-* thuung und Verdienst desBluM > Khrtsti willen (das bitten wir k dich hertzlich) verziehen und ver/ r geben seyen. Laß deinen H. > Geist / seinem bekümerten Geist . Krafft geben / daß er könne mit ; yertzuchem Verttauen/ allezeit getrost anruffen/Abba/ hertzlis- » i der Vatter: und hiemit das - Zeugnus/ das er um deines ein- : gebornen lieben Sohns willen / - auch ausGnaden zu einem Kltth - Gottes angenommen sey. Mchrr dem Sqthan/baß z§2 Geeleri-Schmuckzirder derselbige weder durch Langwierigkeit/ noch Große der Schmer-- tzen: noch unzeitige Fürruckung und Gorßmachung der Sünden in seinem Gewissen: noch durch Liebe der Wett / und des zeitlichen Lebens / oder des Todes- Forcht / ihn verrücke von des wahren Glaubens-Trost / und der Gelassenheit in deinem Vat- terlichen willen: noch aus seinem Hertzen stehle das Pfand / mit welchem die Gläubigen versiglet werden / auff den Tag ihrer Erlösung. L) Gott/du verletzest und verbindest/ du zerschmeißest und bei/ ne Hand hellet / du tobest und machest lebendig/du fuhrest zur Höll und wider yerauß/ du kanst thunüberschweMich über alles was KMschen Hochzeit. Z 6Z was wir bitten und verstehen: v Schaffe Milterung und Erlö- g sung von disen schweren Ban-- n den / erfreue mit deiner wunder-- h baren hilff/ so wollen wir loben i/ und preisen deinen Rammen. ^ So es aber je dein Naht und s Wille wäre / dise Seel abzufor- d dern aus den schweren Banden ^ und Thranew-Lhal/in die wählt re Freyheit/ und in das rechts it Leben: And die harten Angriff zu der Auflösung der indischen 2 Hütten des Leibs/ wurden gar die Augen brechen / das Gehör r/ und die Red benemmen. so bit- ü ten wir dich: Erleuchte ihro die d Glaubens-Augen / daß sie mit rr Stephans den Himmel offen soll hen möge/ und des Menschen s Sohn zurRechten des VatterS s Qs bereit- ,64- SeelerEchmu ck zu der reitet sie auffmnd ianzunemen r Lehre sie durch deinen Geist inw wendig/und erhöre das Gebatt / welches der H. Geist erwecket mit unaussprechlichen Seufzen: Durch deinen allerliebstenSohn JEsum Lhristum / der mit dir Ewiger Vatter/und dem Heilü- gen Geist / in einem Göttlichen Wesen / lebet und regieret in Ewigkeit/Amen. Unser Vatter. n.EineFürbitt str eine jede absterbende Person. r i l r l r l MAeidige Hertzen: Der er, barmende Gott laßt Ahme dieNohi seiner betrübten/schwachen undkram cken Kinderen so treulich angelegen ftpn/ daß er auch anderen / die in dü ser Noht nich tligen/ anbefihlet: Bat" tet stets in allem Anligen für alle Her/ jWv: MdMbMMP/dasGe- 1 > MlWe nHochM. r beätt des Glaubens wird der» Kraw' p rknen helfien: Darum sind wir schul» / dig/ und wollen von Hertzen willig ser abschwächenden Person anzuruft u fen : Erhebet euere Hertzen m den tu Himmel/und hättet mit wahrer Au- ft dacht also. tt Allmächtiger Gott : Allen n barmhertzigster Vatter: Wann e. nicht unser Gebatt noch etwas e. nicht unser Gebatt noch etwas § guts viser krancten Person ryun ^ kan / so haben wir kein Mittel mehr/ibro zudienen und zu helft r- fen: Wir wisien chr Auligen : mehr/ihro zudienen und zu helft r, fen: Wir wisien chr Auligen : si wir hörm ihre Bitt/Yitffmir: Ach ist kemHelffer da !Wrr müft sen aber antworten: Hilfst dir s, der HErr nicht / womit sol ich L, dir helffen? Darum ruffen wir e- ^ dir: HErr / schaffe du Bei? QZ stand z66 Geelm-Schmuckzuder stand in diser Noht/ Menschen- Hilffift kein nutz. Du weift am allerbeftm / was diser notleidenden Person nohtwendig und heilsam ift: um das bitten wir sich. Gnädigster Gott/erbarme dich: Sihe an das allerherligste Versühn-L)pffer deines vielgeliebten Sohns / um des willen fty uns gnädig: erlasse uns allen alle unsere Sünden / und verdiente Straffen / damit also nichts indem Weg ftehe/ daß entweder unser Gebätt / oder dise heimeilende Seele / an der FreudigkeitzumEingang in dein ytnrelisches Heiligthum verhinderen/ oder deine hoch nohttven- dige Hilffzumck halten könne. Laß dich jammeren ihre grosse/ Noht/der Seelen Bangigkeit / der «-r rr Vv - r - r e e i- '» / / p Mlischen der Zungen Schwachheit/des gantzen Leibs Mattigkeit. Tröste das betrübte Hertz. Mtltere die großen Schmertzen. Starcke den streitenden Glauben. Verkürze den schweren Kämpft. Versässe des Todes Bitterkeit Zerbrich die Band des Elends. Mache sieghafft die kampffende/ und kröne die sieghaffte Seel. HErr ZEsu/ du bist der Sohn des Wolgefallens / und hast uns zumTrost htnderlassen/daß dein Vatter dich allezeit erhöre / so bitte du für uns / und insonderheit vor dise achtzende / hinscheidende Person. Rede nur ein Wort/so wird ihr geholften seyn. Halte sie rvie Petrum/Bitte für sie/daß ihr Glaub nicht auft- hörs: Gib ihr ein so krasstigen Q 4 Gna- ßSg Gecktt-SchMückzu-e? Gnadenblick/daser winke eim Neu zu der Seligkeit/ und die Freudigkeit in dem Eingang er, yalte.Gott Vatter/GottSohn/ Gott H. Geist: Bewaffne die Seel mit diser sreudigm Hoff, rnmg/ es werden ihre Hollen, Feinde alle zu schänden werden: «nd den Mischen Feur-Qftn/ darein sie dreselbigewerffen wol, ten/ zu Lohn bekommen. Erleuchte mtt dem Trost deines Heil. Geistes bist anasthajftige Seel / daß sie sehe und erkenne/ die Handschrisft unser Sünden ftye ein abgelößter/ und krafft- loser Brieff/die Hölle seye dieselbe zerstörte Gefangnus/daraus sie durch Christum erlöset ist/der Tod ein süßer Schlaaff/ das Grab ery fanjftes Beth / das » hiiMschenHochE. §s- ; Erdreich ein liebe Schooß unser : Mutter/die ihren müden Kinde- - ren wil Sre Ruh geben. Heffne ^ diser verlangendm Seel den : Himmel/ damit sie sehe der zov- - uige Gott sehe ihr Vatter: der ' Richter ihr Bräutigam : die ' Himmelische Helden ihre Hüter/ ' und Brautführer: Und der ' Himmel ihre ewige Wohnung/ - und Erbschafft. Wann du Herr I dise gefangne Seel erlösen wirst/ k so wird unser Mund voll ruh- ' mens seyn / und wir wollen sa- l gen/ der HErr hat großes an rhr gethan/ des sind wir ftölichr HErr wmde dise Gefänznus / wiedu die Wasser gegen Mittag trocknest: Verschaffe / daß die mrt thränen.'alM/baldmit allen Freuden ernden Amen. Lar- ^5 O z-o Seelen--S chmuckzuder zu verhelffe derDreyemigeGott/ hochgelobet in Ewigkeit.Amen. m. Eine Fürbitt für krancke abschwächende Eiteren. Allmächtiger GOtt / Erbarmender Vatter unser aller: Wir sind schuldig / Fürbitt zu thun für alle Menschen : Voraus dann für unsere liebe Eiteren von welchen wir deine herrliche Güter / das Leben / die Nah/ rung/Kleidung/Naht/ Sorg/ Freuden/ und andere vilfaltige Gutthaten empfangen ?Sie sind aus der Zahl der jenigen / welchen ihre Gutthaten nicht können vergolten werden: wie könte Ich es dann vor dir / und meinem Gewissen verantworten/ wannZch Nicht von Hertzen wrl- himlisch enHochzeit. Z7t / lig wäre mit allen meinen Kraff- . ten/ mit möglichster Abwart/ » mit hertzlicher Fürbitt ihre Be- " schwerden abzulehnen/ die Freudigkeit ihres Hertzens zu beför-- ^ deren? Was kan ich dtses mal r thun/ wann ich nicht bey dir mit r meiner Fürbitt etwas vermag ? S Wil bitten dich / ach daß wir r dich / durch IEsum Khristum/ e unseren Mittler / könten erbet- ten! daß du unseren lieben Vat- / ter ( unsere liebe Mutter) uns / e die wir ihres Rahts und der d Wegweisung zu deinen ehren l- gar nohtdürjftig sind / wide rum l- schencken woltefl / zwar müssen e wir uns scheuen und schämen/ i- daß wir ( um unsers Eigennu- / tzens willm ) sollen unsere Elte- ren begehren an ihrem Freyra- -S Wilt du dises mser Kind: so ! MLsbMWprWMmmmserS i himlischen Hochjett zKF ^ HErren IEsu HHrtstt. In der r ersten Herberg des Lebens / in r Mutterleib / bist du ihme beyge- - standen/und hastihmedieKraft e gegeben/ in die andere Behaus i. jung / in dise Welt zukommen. -- Stehe ihme auch dises mal bey / / verleihe ihme Gnad und Krafft - aus der zweiten Herberg in die - drite / und ewige Wohnung des - Himmels: Sende herab dein« : fturiqe Roß und Wagen / die : H. Engel / die seine Seel abhoh- Z len: HErrZEsn nün seine Seele / an / küsse und segne sie / und gib r ^ derselbigen ein dein verheißenes - Himmelreich: Dem Korperlem - bewahre alle seine Gebein / daß . deren n icht eins veriohren werde: > Damit was jetzund gesaet wird r Perwestich / an dem Zag deines S i B sllee M Geeleri-Gchmuckzuber allerheiligsten Zukunft aufferstö ' he unverweslich : Was gesäet wird in verächtlicher Gestalt / aufferstehe in Herrlichkeit: Was gesaet wird in Schwachheit / aufferstehe in Krafft : Was gesaet wird ein verweslicherLeib aufferstehe ein geistlicher Leib / j mithimmelischenEigenschafften L begabet/und der über die Himmel L lischen Güter in die Himmelische s Freud eingesetzt werde. Wolan/ l, so fahre hin / nebe Seele / zu deb- r mm Vatter und unserem Vatr- L ter: Zu deinem Gott und unse- t, rem Gott. der HCrr segne und ti behüte dich: Der HCrr lasse sein ^ Angesicht leuchten über dich/und ^ sey dir gnädig: Der HCrr hebe h sein Angesicht auffdich/und gebe h dir Frid / und Freud in EwO h Veit. Des Mischen Hochzeit. zSf - t Der HErr behüt dich allezeit/ / Dem Leib und Seel bewahr/ s VorVbel und Gefahr. , Der HErr nun und in Ewigkeit / s Dein Ausgang durch sein Güte/ ^ Und dein Eingang behüte. / Uns/ O getreuer und erbarmen- n der Gott / verleihe Trost maller 2 Traurigkeit / ein gutes Gewüsi- »e sen in aller Arbeit / Gedult in ab- l/ ler Widerwertigkeit/ die Vorbei i/ reitung in meiner Sterblichkeit / ^ dieSeligkeit in meinem abscheid/ Und darauffdie himlische Freud d in die Ewigkeit. OHErrhilff/ ü H HErr laß wol gelingen durch d JEsumKhristum/ der uns deine e Crhörung mit einem Eid ver-- ^ heisset/ und uns also hat herssen ^ Mttn: Unser Vatter/rc. « N -> Sei»? -88 Ceelen-Schniuckzudek Deine Gnade HErr JEsu Christe.'Deine LiebeGott Hrm- melischer Vatter: Dein Lrost D H. Geist/ seye und bleibe bey diesem krancken Kind/ und uns allen / jetzurrd und in Ewigkeit/ Amen. »ii. Dancksagung der Um- stehenden für die Auflösung Des Verstorbnen. evlLergnadigster Gott/Vatter/ ^ Sohn/und H. Geist! welche Güter hast du dieser heimgeholeten Seelen eingegeben? Wir dancken die für die grosse Ge- dult/welche du diser auffgelößten Person hast gegeben und erhalten : Wir dancken dir fiir alle gute Abwart / und allen Vorlädt/ hm du disem ruherrdmLeid - i in disem zeitlichen Leben/ und der seligen Seele zu dem ewigen Lehen hast mitgetheilt. Wir danken dir/ daß du dise Seele aus aller Angst und Noht gerissen / und in dir heiligste Erbschajst/in die liebltchsteGesellschaft/in das süsseste Leben/ in das vollkomene Wolwesen/ in die seligste Ewigkeit / und ewige Seligkeit einge- nomenhast Selig sind dre Todten/ die in dein HErren sterben! Ja selig sind sie / dann sie ruhen von aller mühseligen Arbeit/und bleiben frey von allerAngst/Gefahr/ und Forcht allerVblm in Ewigkeit. Nun hat dise Seele die Erbschajft ihres Vatters / die Güter und Hochzeitfteud ihres Bräutigams / dievollkomne Heiligung des S9o Geelen-G chttiuckMdee Gott Himlischer Vatter/ erbarm me dich Mser / die wir dises E- lend noch langer bauen müssen: Und zu deiner verordneten Zeit/ nim auch uns auffin deine him- lische allerherrlichste Erbschafft. Er setze allen Betrübten ihren empfangenen Verlurst mit deinem hundertfältigen Segen. HErr Jesu/ du Sohn des Hochgelebten/ bitte auch für uns/daß wrr von der Sünd / und aller Widerwertigkeit zu deiner theuv erworbnen Herrlichkeit aussund ringenomen werden. Gottheili- gerGeist tröste allerkräfftigst al- - le/ von wegm dises Hinscheids/ bekümmerte Hertzen: Vergwis- sere sie/daß der getreue Gott bleibe die Zuflucht aller Nothleiden- den/ ein Helffer gtter Kreutztra- sere» himlischen Hochzeit zsr > geren/ein Beystand aller Verlassenen / ein Vatter aller Warten / ein Schirmherr aller WiL- ' wen/die seinenNamen anrüsten. Starcke unserenGlauberr/erhalte die Hoffnung / und gib uns die Gnad/ daß wir Gottselig leben/ > gedultig leiden/glückselig sterben/ und ewig mtt dir leben mögm: dich in alle Ewigkeit zu loben / > und zupressen/Amen. Durch JEsum Khristum/ unseren Herren/ Amm. IVDie Tröstung an die bk- > trübte Verwandte. MCliebte und betrübte Ehren- ^ Verwandte: In disem Zustand müsset ihr euerer eignen Natur abbreche/ welche keinen anderen Rahk weißt zu geben/ als man sol klagen- R 4 traure» M» Seelen Schmuck zu der irauren und weinen: Wollen wie uns verhalten als Menschen in dem weinen / so müssen wir uns auch beneben erzeigen als Schriften / daß wir trauren nicht wie ^ die Heiden/ die keine Hoffnung ' haben. Wie unser Aug durch die Thränen hindurch sihet einen Men, schen der frölich ist / also sol euer Glaub und Hofnungdurch allesLeid^ hindurch sehen/auffGott/dessen Voll, macht thun darff was er wil: Und dessenWeiSheit alles wo! kan verende, ren/verbesseren und ersetzemUnd des» ftn Güte alle Ding will zum besten wenden/ alle L hränen von denAugen abwischen / allen Schaden erstatten / ^ und alles Verlohnn widerbringen. Weinet ihr über dm Verstorbenen ? Seine Seele ist kommen in das himlischeIerusalem/zuderMen» -e vieler tausend Engten/ und zu der Gemeind himlischen Hochzeit. Z9ß A—. . x Gemeind der Erstgebornen/ die in i dem Himmel angescbriben sind / zu ! Gott demRichter über alle/und Zu den ' Geisteren der vollkomenenGerechten/ ^ und zu demMittler desMuen Testa- r > rnents Jesu. Sein Leib hat erlangt ; den Feyrabend und die Ruh / sem e Beth und süssen Schlaff: und eS - kommt die Stund/in welcher alle die x rn den Gräberen jind / werden die > Stimm JLsu hören / und werden , Herfür gehen / die da Guts gethan ha» > ven / zur Aufferstehunades Lebens: e Man entweder die Seeloder der Leib . rnit uns reden tönte / wurden sie spre, t chen: Weinet nicht über mich/sonder i weinet über eüch: Ich hab alles mein ^ Leid und Schmertzen abgelegt: Ich hab den Lauff vollendet / die Äron der Gerechtigkeit und des Lebens erlanget: Ihr aber seyt noch in dem Diensthauß Egipki/ in der Wü» Len zn Land Canaan. Weinet chv R 5 abe« 594 Seelen Schmuck zu der aber von euertwegen / daß ihr an diser Person viel Vortheil zu dtsem Leben habet verloren/ daß euch viel Liebe/Sorg/ Naht und Gutthat verwichen/so betrachtet daß Gott/derdiftPerson gegeben undge-. nommen/ bey euch bleibe ewiglich: der kau euch segnen / und mit aller Notwendigkeit/ ohne dises Mittel/ versehen: da hingegen alleMenschen/ und alle Güter in der Welt / ohne ihn nichts vermögen : Wo der HErr nicht dasHaus bauet/so arbeiten alle Leuht umsonst. Wie die Sonn uns Lischt giebetohne aüerMenschenHilf und Rath / also wird derHErr euch segnen/und alleNothwendigkeitmit> theilen/und dises entzogenen Mittels nicht bedörffen. Darum befchlet dem HErren euere Wege und hoffet auffihu/ er wirds wol ma/ chen.Äch muß hierinn sprechen/was «nser -PErr M seinen Iüngeern: Ich himlischen Hochzeit zsx ^ hatte euch vil zusagen/ihr aber könnet l es jetzund nicht tragen:zetzund ist euer / Hertz wie ein nasses Papyr / darauff d man nicht schreiben kan: jetzund nem>' ß men euere nasseAuqeniund euertralL- > rigesHertz dieWort desTrostes nicht : an: Es wird aber daß gute Wetter alle Regen der Trübsalen widerum l/ verschlingen/als wären sie niemai da r/ gewesen. Ich glaub für gantz gewiß/ n daß euereHertzen welche nun dürr an cr Trost sind/auch bey diser Verfinstere rung der Freuden / grünen / blühen / s «ndTrost Herfür bringen werden/wie lf die dürreRuhteArons in einerNacht H gegrünet/ geblühet/ und frucht getra« gen hat. Ich bitte euch zuglauben/daß s der erbarmende HLrr IEsus euere ck thränen in fteud vcrwan dlen werde/ h wie er seinen Gefteundten zu Cana daß Wasser in herrlichen Wein ver- A wandlet. Wie der Ackermann fein y trauriges säen Meiner freudig? ernd e R 6 zviry Z9« Geekn-Schmu ck;u der wird erseßen/als werdet ihr- die ihr in denAckerGottes eueren edlenSamen fäet/mitFreudenernden. Ich bitte auch den Regenten aller Zuständen und Zufällen / er wolle euch seiner Vätterlichen Liebe und Wolmeyr rmng in disem Fall: und seiner Vat* terlichen Vorsorgauch für känjstige Zeiten versicheren : Euere Herßen mit aller Gedult versehen: und euere Gedulr mit allen Gnaden krönen : So werdet ihr dem HErren das Lob geben / und sagen: Gelobet sey Gott / md der Vatter unsers HErren IEsu Khrtftt / -er Vatter der Barmherzigkeit/ und GOtt alles trosts: der mrs tröstet in allen unseren Trübsalen/ -aß wir auch ttöstett können/ die da sind in allerley Trübsal/ mit dem Trost/ damit wir getröstet werden von Gott. Dann Mlifchen Hochzeit. Z57 Dann gleich wie wir desLeidens Khnftt viel haben / also werden wir auch reichlich getröstet durch Khristum/Amerr: Daswüw- scheicheuchvon Hertzen/ Amen. ENDE. Geistreiche Und Christliche Hebätte r Soauff die HohmH.Fcst/ vor/ in/und nach Zudiemrng des H. Nachtmahls in den Christlichen Gemeinden der Statt St- Gallen gebraucht werden. Gedruckt im Jahr Ahristi »698, Anfang der Predig/ So man das H. Abendmahl unsers HErren IEsu Christi haltet. Andächtige und Geliebte in dem HErren. .Ieweil wir nach Achch- ^ stenlicher Ordnung/das ' Wort Gottes zuhören/ und das heilige Abendmahl um fers einigen Heilands undSe- kgrnackersIEsuLhriftkZu hab- ten/bey einander verfa mlet sind/ so lasset uns den getreuen Gott und Vatter / in den Namen sei^ nes liebenSohns IEsu Khrrsti/ unsers HErren / anrüsten und Litten / 4 Gebärt bey Haltung bitten / daß er uns zu solchem / Z durch seines H. Geistes Krafft i und Gnad/ bereite und geschickt ! mache. ! Vor allen Dingen aber wöl- < len wir uns für Gott demütigen/' ! unsere Sund öffentlich bekenen/ l ihn um Gnad und Verzeihung < bitten / und ein jedes mit dem l H. Propheten sprechen: 1 Psalm. 5r. < ^kt bis mir gnädig nach l deiner Güte / und tilge i ab meine Vbertrettung < nach deiner grossen Barmher/ i tzigkett. Wasche nach wol von ' meiner Missethat / und reinige l mich von meinen Sünden. Dali < ich erkenne meine Vbertrettung > und meine Sund ist immer ftrr ; mir r An dir allem hab ich gesün/ ? diget / des H. Ab endmahls z / diget / und übel für dir gethan / ? darum wirst du recht bleiben in L deinen Worten / und rein erfunden / wann du gerichtet wirst, l- Gihe / ich bin in Untugend geiz , bohren/und meine Mutter hat / mich in Sünden empfangen: z Sthe/ du hast Lust zur Wahr- r heit/ du lassest mich wüsten die Weisheit heimlich verborgen. Entsündige mich mit Jsopen/ ) daß ich rein werde. Laß mich hö- e ren Freud und Wonne / daß die z Gebein Mich werden / die du - Zerschlagen hast. Verbirg dein r Antlitz vor mein'en Sünden/und e tilg ab alle meine Missethat/ l SchaffmirGott ein rein Hertz/ / Und erneuere in mir einen Willi- e gen Geist: Verwirff mich nicht - Von deinem Angesicht/ und nun ? deinen 6 Gebatt bey Haltung deinen H. Geist nicht von mir; s Laß mir wiederkomen den Trost , deines Heils/und der freye Geist ! enthalte mich: Ich wil die Gott- l losen deine Weg lehren/ daß sich i die Sünder zu dir bekehren. Er- , rette mich von den Blutschuld < den/L) Gott/ de» du meines Heils Gott bist/ daß meineAung rühme deine Gerechtigkeit. Herr thu meine Lippen auff/ daß mein ' Mund verkündige deinen rühm - , dan du hast nicht Lust zum <9pf- fer/ ich geb es sonst/ und Brand- . Opffer gefallen dir nicht; die I OpfferGottes find ein zerbroch- ! nerGeist/ein zerbrochen und zer- « schlagen Hertz / wirst du Gott ^ nicht verachten. Thu wol all l Zlon nach deinem gutenWillen/ ! baue die Mauren zu Jerusalem/ desH. Abendmahls. so wirst du Lust haben zu den st Opsseren der Gerechtigkeit / zu st den Brand--Opfferen lmd gan- t- tzen Dpfferen/ so wird man Kar- Y ren auffdeinen Altar legen. r- l- 6 -g rr Laßt uns weiter zu dem Herren Gott batten/ und ihm um seine Guktha* ten bancken. IN Allmächtiger / ewiger / - und barinherbiger Gott / f- Hunelischer Vatter/ von ^ grosser Güte/ Treu und barmst hertzigkeit/ wir dancken dir rn- ^ niglich um dein Väterliche und ^ große Lrebe/ aus welcher du uns st forderlich erhaltest / zur Gell dachtnus deiner grossen Freund- l/ lichkeitun Barmherzigkeit über U»s/ durch deinen Sohn/ unsern - HEn- K Gebätt bey Haltung , HErrenIEsumKhrrstum/lnib- l getheilt: Wir bitten dich demü- k tigilch/durch deinen etngebomen ^ Sohn / verleihe den Dieneren ; deines Worts würdigliG/ und ^ mit Krafft / das grosse Werck * unsererErlösungauszusprechen/ ; und bereite unser aller Hertzen / ^ zu empfahen dernWort/daß ww E viel Frucht bringen in das ewig * Leben/und dich erkennen/daß du § allein wahrer Gott bist/und den * du uns gesandt hast/ Jesum / j daß er allein der HErr sey. Ach ' HErr IEsu/du SohnDavids/ erbarme dich über uns / und schaffe / daß unsere Augen deß Gemüht aussgethan/ daß wie unser Sünd bekennen / und dei- < nen namen anrüffen. L) heiliger - Geist/ du bester Tröster/ weihe unsere des H. Abe ndmahls. - unsere Hertzen mildem lebend^ gen Wasser/ das da von unseren Leideren flieste in das ewig Lebe. Das verleihe uns ewiger Gott / der du allein bist heilig / ein Kö^ nig aller Königen/ ein HErr aller HErren / der du allein hast Unsterblichkeit der du wohnest in einemLiecht/da niemand zukommen mag / welchen kein Mensch gesehen/noch in disem sterblichen Fleisch sehen kamDir seyDanck und Krafft/Ehr und Preiß/von Ewigkeit zu Ewigkett/Amen. Unser Vatter/ rc. Nach der Predig und Gesang. Ufdaß wir würdiglich das Am H» Abendmahl unsers HErren ÄEsn Khristt/ mit -6 Geba'tt bey Haltung mit einanderen halten mögen / wollen wrr zu dem Herren Gott hatten / und von hertzen sprechen mit dem H. Propheten: Ps.95. Kommet her / lasset uns den HErren rühmen / und jauchtzen s dem Hort unsers Heils. Lasset uns nnt Danck für sein Ange- , ficht kommen/und mit Psalmen ihm jauchtzen: Dann der HErr j jft ein grosser Gott/und ein gross j ser König über alle Götter: dan l in seiner Hand tst/ was / unden j auffErdentst/unddieHöheder < Bergen sind auch sein: dann sem j ist das Meer/ und Er hat es ge- r macht / und seine Hand habm r das Trocken bereitet. Kommet ( her/ lasset uns anbetten Md nss t Verfallen für dem HErren / der 0 wrs gemacht hat r Dann er ist r des H. Abendmahls. rk unser Gott/ und wir das Volck seiner Weyde/ unddieSchaaff seiner Herde. Lasset uns weiter zu dem HErren Gott hätten. Allmächtiger Gott/Him-- melischer Vatter / Du hast uns durch deinen lieben Sohn verheißen / was win dich in/einem Nammen bitten / das wollest uns gewähren: derselbe dein Sohn unser HErr IEsusKhristus/hat uns durch Nch/und seine liebe Apostelgeleh- ret/ uns in seinem Nammen zu- verfamlen/und versprochen/daß Er da Mitten unter uns sey/und Uns bey dir erwerben und erlangen wolle/ was wir uns auffEr- en von dtr zu begehren verglei- is Gebätt bey Haltung chen/wir bitten dichvon gantzem Hertzen / durch JEsum Christum deinen lieben Sohn / unseren Heiland/ gib uns/die wir all- - hie für dir / zu seinem Wort und Lisch versamlet sind/ daß wir unser Sund und Verderben / in das wir erboren sind / und uns selbst durch unser sündliches Le/ den je mehr und mehr verderben/ recht «rundlich erteilen: und siw temayl m unserem Fleisch nichts guts ist / ja unser Fleisch und Blut dein Reich nicht ererbest mag / daß wir uns mit gantzerst Hertzen / inwahrem Glauben.^ an deinen Sohn/ unseren ein^ am Erlöser und Heiland erg^ den / und wie derselbig sein und Blut nicht allein dir für ust/ sereSünd an dem Kreutz auM opMel j ! r - - s r rr s r/ i^ -s d >n t/ -b des H. Abendmahls. ^ opfferet hat / sonder wil daffelbig uns auch zur Speis und Trance gebm in das ewig Leben / daß wirmitgantzen Begirden/ und aller Andacht / dise seine Güte und Gescherzt ausinemmen/und mit wahremGlauben empfahen sein Leib und Blut/ das ewig und wahrHimmelbrot/auffdaß wir nicht mehr in unseren Sünden / sonder Er in uns/ und wir in Ihm Leben/ wahrlich theil- haWg des wahren und ewigen Testaments/ des Bunds der Gnaden, sicher und gewüß/daß du wilt ewiglich unser gnädiger Vatter seyn / uns unsere Sünden nimmermehr zurechnen/und uns in allem an Leib und Seel / wie deine lieben Kinder und Erden -ersehen/ daß wir dir allezeit a» Loh *4 Gekätt bey Haltung Lob und Danck sagen/ und deinen Namen preisen. Dermaffen gib himtischer Vatter/ daß / wie wir heut dise herrliche und selige Gedächtnus deß Leidens und, Sterbens deines lieben Sohns unsers HEnen/ halten und begehen/ und seinen Tod verkündigen daß wir also im Glauben zu dir/ und allem guten/ immerdar wachsen und gestarckt wer- den/und allwegen zu dir unserem Gott und Vatter rüsten und bit- ten/wie Er unser HErrundHei- land JEsus Lhristus uns zu batten gelehrt hat/ und von Her- tzen sprechen: Unser Vatter/rc. Hierauffnach gethaner Vorbereitung zu würdige Gebrauch deß H. Abendmals / trittst der Aiener samt andern seinen Mit- Die»^ des H. Abendmahls 15 Dieneren/dre heiligeGnade-Zei- chen in denHanden haltende/für den Lisch des Her e/und spricht: Geliebte in dem HErremDa-- mit wir das H. Abendmahl unsers einigenHeilands und Selig-- machers Jesu Khristi in Gottseligem Verstand undGebrauch mit emanderen halten / und be- Hahn mögen / zu einer gewissen Zeugnus/ daß wir wahrhafftig Gemeinschajft haben mit seinem dargegebnen Leib / und seinem/ ftrr unsere Sünden vergoßnen Blut/ zu dem ewigen Leben / so wollen wir anhören die Wort der Einsatzung des H. Nachtmahls/wie dieselbige uns bescheiden hat derH.ApoflelPaulus/in deri.andieKorinther in denru^ Aap.welche also lauten: a 3 Ach E_Gebätt bey Haltung_ Ich hab es von dem HCrrerr ' em^fangm/daß ^uch^eben der Nacht- da Er venahten ward/ nam er das Brodt / danket/ und brachs/ und sprach: ' Nemmet/esset/das ist meinLerb/ der für euch gebrochen wird / solches thut zu meinerGedächtnus. Deffelbe Zeichen auch den Kelch ^ nach dem Abendmahl / und r sprach: DiserKelch ist dasNeue Testament in rneinem Blut / solches thut / so oM ihr Lrmcket / ! Zu meiner Gedächtnus. Dan so offt ihr von disem Brot esset/und '' von disem Kelch trincket/ solt ihr des HErren Tod verkündigen/ bisdaßErkomt. Welcher nun unwürdig von disem Brot Mt / Wd von dem Kelch des HErren tritt/ des H. Abendmahls r trincket / der rst schuldig an dem r Letb undBlut desHErren. Der k Mensch aber prüsse sich selbst / t und also esse er von disem Brot / - und trincke von disem Kelch: r Dann / welcher unwürdig iffet , und trincket / der isset und trin-- - cket chm selber das Gericht/ da<- , mit daß er nicht unterscheidet > den Leib des HErren. s Der Diener spricht bep Mittheilung » des Brots. ' So offt ihr esset von disem ' Brot / spricht unftr HErr Jesus > . Christus/ so thut das zu meiner > Gedachtnus. Bey Mittheilung des Weins. So offt ihr trincket aus disem Kelch / spricht unser HErr JE- susLhristus/sothut das zu mei- «er Gedachtnus. § 4 Räch *8 Gebätt bey Haltung Nach gehaltenem Abendmahl des HErren. Dieweil der Allmächtig gütig Gott/und himmelrscheVatter/ uns arme Sünder also begna- ^ det/ und zu seinem Sohn / unserem HErren IEsu Shristo gezogen/ Ihn für uns in den Tod / und auch zur Speiß und Auff- enthalt in das ewig Leben gegeben hat: So ist es billrch / daß wir Ihm darum Lob und Danck sagen. Deshalben ein jeder ftrr M selbst mit demH.Prophetm also spreche: Psalm. ioz. Lobe den HErren meineSeel: und was in nur ist seinen H. Namen : Lobe den HErren meine Aeel/ Wd vergiß nicht / was er dir _ des H. Abendmahls r- dir Guts gethan hat / der dir alle deine Sund vergibt / und heilet alle deine Gebrachen/ der dein Leben vom Verderben er- löset/der dich krönet mikGnaden und Barmhertzigkeit. Barm- hertzig und gnadtg ist der HErr / dultmühtig/ und von grosser gute : Er handlet nicht nnt uns nach unseren Sünden/und vergilt uns nicht nach unserer Missethat. Dann/so hoch derHim- melvon der Erden ist/ lasset er seine Güte walten über die / so ihn förchten; so weit als der Auftgang der Sonnen ist vom Mdergang / also weit Hut er unsere Vbertrettung von uns. Wie sich ein Vatter über feine Kindererbarmet/ also erbarmet sich der HErr über dle / so ihn a 5 fopG bey Haltung fürchten. Welcher auch seines eignen Sohns nicht verschonet hat / sonder hat ihn Nr uns alle dahin gegeben/und uns alles mit thmgescyenckt. Darum beweißt Gott seineLiebe gegen uns / daß Khristus Nr uns gestorben ist/ da wir noch Sünder waren/ so werden wir vielmehr durch ihn behalten Nr demZorn/nach dem wir durch seinBlut gerecht worden sind. Dann so wir Gott versöhnet sind durch denTov seines Sohns/da wirnoch Feinde wa- l ren / wie vielmehr werden wir selig werdm durch sein Leben/nach < dem wir ihm versöhnet sind? > Darum sol mein Mund und . Hertz des HErren Lob verkündigen von mm an dis M EE , des H. Abendmahls sr z yrrIr wollen werter den HEw L ^ ren Gott anrüsten mrd bitt e Len / Er wolle uns gnadiglich t verleihen / daß die H. Gemein-- t schafft unsers HErrerr IEsu 8 Khristi/bei) uns immerdar wur- / cke/wdkrafftig seye/ damit wir - tn wahrem Glauben an ihn/ der r durch die Liebe zu allen guten cr Wercken thätig / wachsen und 2 zunemmen / und also unser gam Hes Lebenzuseinem Preiß / und s Besserung unsers nächsten / an- ^ richten und vollbringen mögen. Wir wollen auch bitten für y alle öekümerte/kranckne/ gefang-- 4 ne / angefochtne / und sterbende d Mensche/ auch für die/so um der p Warheit Wille verfolget werden. ^ In biß unser Gebatt wollen Mx auch einschließen unsere rr Gebätt bey Haltung Krancknen / die unser Christlichen Fürbitt begehren/und noht- wendig sind/als da istN. N. für welche wir bitten wollen/ daß ihnen der HErr seine Vatterliche Hülff/ Trost/ Besserung/ und endlich die vollkomne selige Erlösung nach seinem Madigen Willen verleihe. Hiemit wollen wir ihm auch befehlen die Frucht des Lands/ (die Getvachs der Erden/) daß Er sie segne/und für bösemWet- ter/und allem Schadm/ gnädig- lich bewahre. - Darum nun/ und für alles anders / was einem jeden unter uns zu Seel oder Leib mag angelegen und beschwerlich seyn/ wollen wir batten / wie uns inner HErr und Seligtnacher selbst gelehrt des-!) .Abendmahls ^ 2 z gelehrt hat / undvon Hertzen sprechen: Unser Vatter/ rc. Wir wollen auch bekennen die Artikel unsers Heiligen/ Allgemeinen/ Christlichen Glaubens: Ich glaub/rc. Segen ausNmner. 6. Cap. Der HErr segne und behüte Euch: Der HErr lajft sein Angesicht leuchten über Euch / und fty Euch gnädig: Der HErr erhebe sein Angesicht auff Euch/ und gebeEuch den zeitlichen/und ewigen Frieden/ durch IE- sumAhristum/ unseren Herren/Amen. Oder Auch Etliche Psalmm/welche auff die hohen Festage in der Kirch undGemeind der Stakt St. Gallen gebraucht werden. Gedruckt >m Jahr Lhristi hlvLKLVll^ ^ - 4 - 26 WeyhnachL- «NGOOHAA;OOOOOOBß» I. bjElobet seyst duIEsuZIHrist/ ^ Daßdu ein Mensch geboren bist/ Von einer Jungfrau / das ist wahr/ Des freuet sich der Engel Schaar/ Haöeluja. 2. Des ewigen Vatters einigKind Jetzund man in der Krippen find/Jn unser armesFleisch und Blut/Verkleidet sich das ewig Gut / Halleluja. z-Den allerWeltkreis nie beschloß/ Derligt jetzt in Maria Scdooß: Er ist ein Kindlein worden klein/Der alle Ding erhält allern/ Hallelu/a. 4. Das ewig Licht geht da herein/ Und gibt der Welt ein neuen Schein/ Esleuchtwol mitten in der Nacht/ DasunsdesLiechtesKinder macht/ Arlleluja. 5. Der Sohn des Vatters Gott von Art / Ein Gast wol in der Weite ward / Der führt uns aus demJam. rnetthalf _Gesang._L7 merthal/ und macht uns selig überall Halleluja. 6. Er ist aussErden kommen arm/ Aufdaß er unser sich erbarm/ Und in dem Himmel machte reiche Und sei« nen lieben Englen gleich. Halleluja. 7. Das hat er alles uns gethan / Sein grosse Lieb zu zeigen an / Des freu sich alle Christenheit/ Und danek ihmdesin Ewigkeit/ Halleluja. H. EIn Kmdelein so löblich/Ist ^ürrs geboren Heute: Von einer Jungfrau säuberlich / Zu Trost uns armen Leuhte / War uns das Kindlein nicht geboren/So Wären wir alle zumal verloren/ DasHeil ist unser aüen/L) du süsserJEsuChrist/ Daß du einMensch geboren bist/ Be« hüt uns vor der Hellen. r. DieZeit die ist nun freudenreich Zu lobeGottesName: DasChristuS von dem Himelretch / Auff Erden zu uns 28 Weyhnachk- rrns käme. Es ist ein groß Demüh- tigkeit/Die Gott vonHimel uns erzeigt/ Ein Knecht ist er geworden. -Ohn all Sünden uns geleich / Dadurch wirwerden ewigreich/ Tragt unser Sünde Bürden. z. Woldem/derdises Glaubens ist / Mit' gantzem Hertzen trauet: Dem wird die Seligkeit gewüß/ Mol dem/ der darauff bauet. Daß' Christus hatgenuggethanFür uns/ darum er aus woltgahn/ Von Gott ewigem Vatter. Wunder über Munderthat/ Christus ttagt unser Missethat/Und stilletunserenHader. 4. Des danckchm alle Christenheit Für solchearosse Güte: Und bitte sein Barmhertzigkeit / Daß er uns fürhin bhllte/Vor falscher Lehr und bösem Wohn / Darinn wir sind lang Zcitgestahn/Derwöll uns das vergeben. Gott Vatter/ Sohn und heiliger Geist / Wir bitten von dir D Gesang. _29 dirallermeist / Laß uns im Fridell Heben. III. §>Er Tag der ist so freudem ^ reich/Ob aller Creature: Dann Gottes Sohn von Himmelreich/Ist über die Nature / Von einer Jungfrauen geboren/Maria/du bistaus- erkoren/Daß du ein Mutter wärest. Was geschah so wunderlich/Gottes Sohn von Himmelreich / Der ist ein Mensch geboren. 2. Gleich alsdieSoll durchscheint das Glas/Mit ihrem klaren Scheine : Und doch gar nicht versehret das«. So mercket allgemeine: Zir- gleicher weis geboren ward / Vonr einer Jungfrau rein und zart/ Gottes Sohn der werthe. In ein Krip ward er geleit/ Und grosse Marter für uns leid / Wol hie auff diser Erden. z. Die Hirten auf dem Felde warn/ Weyhnacht- warn/Erfuhren, neue Märe: Und das von den Englischen Scharn / Wie Christus geboren wäre: Ein König über all König groß/Herodem dieRed sehr verdroß/ Aussandt er seine Botten. -O wie gar ein falschen List / Erdacht er wider JEsum Christ/ die Kindleiriließertöden. IV. tpIn Kind gebom zu Bethle- hem/ Zu Bethlehem / Des freuet sich Jerusalem / Des freuet sich Jerusalem. r. Hieiigt eS in dem Krippe lein/ dem Krippelein / -Ohn End so ist die Herrschn fft seyn / Ohn end so ist die Herrschafft seyn. z. Das Ochslein und das Ese- lein / Das Estlein / Erkanten Gott den Herren sein / Erkanten Gott den Herren sem. 4. DWeisen von Morgen kamen dar/kamen dar/ Gold/Weyrauch/ Mor. Gesang. zr Myrrhen brachtens dar / Gold / Weyrauch/Myrrhen brachtens dar. 5. Sem Mutter ist die reine Magd / Reine Magd / Die ohn ei» Mann geboren hat / Die ohn ei» Mann geboren hak. 6. DieSchlangihn nicht vergiften kunt/Vergiften kunt/ Ist wor« den unser Blut ohn Sünd/Jst wor« den unser Blutohn Sünd. 7. Er ist uns gar gleich nach dem Fleisch/Nach demFleisch/DcrSün, den nach uns doch nicht gleich / Der Sünden nach uns doch nicht gleich. 8. Damit er ihm uns machte gleich/Machte gleich/ Und wieder brächt in Gottes Reich/ Undwiedev bracht in Gottes Reich. 9. Für solche freudenreiche Zeit/ Reiche Zeit/ Sey Gott gelobt m Ewigkeit/ Sey Gott gelobt in Ewig« kett. v. ArEil Maria schwanger ^ gjeng/ ?2 Weyhnachk- " gieng/ Zu Augusti Zeiten/Sih die -Prophezei) ergieng/ Niemand dörff- te ftrertten. Ward vom Keyser aufgesetzt / Daß die gan tze Welt geschatzt/Jhm nun wer verbunden/ Dagiengjederman zum Ort/ Und zur Statt seiner Geburt/Ward ge» / horsam funden. 2. Also zog auch Joseph aus/ Samt seiner Vertrauten / Weil er lvar von Davids Hauß/ Hielts mit frommen Leuthen. Kam er ins Jr^ discheLand/ Zur Statt Bethlehem genant / Und da traff sichs eben / Daß ihr Zeit erfüllet war / Und sie einen Sohn gebahr/ Christum im» ser Leben. z. Den siebald in Tüchlein wand/ Sein gar fleißig pfleget / Und weil sie nicht Stelle fand / Jn ein Kriplein leget. Dann dishat erwunderlich/ Seinen Eingang sonderlich/ Uns zu gut erkoren Dafieng er sein Leiden yy / Welchö am Lrerrtz stm En- Gesang. tz de nahm / Nach dreymal eilff Iah- ren. 4-Und dHirten viel lobens wehrt/ Waren bey dcnSchaafen/ Thäten sieiß bey ihrer Herd-Legten sich nicht schlaffen. Zu den trat ein Engel schnell/Und Gott leuchtet um sie hell? Das gab ihn ein Schrecken. Der Engel sprach: Förcht euch nicht / Dann ich bring euch neu geschieht/ Wil euch Freud erwecken. 5. Euch ist Heut ein Rind geborn/ Ein Heiland der Schwachen / Der mrd stillen Gottes Zorn/Sein Volek selig machen : Zu Bethlehem ist es geschehn / Da geht hin / ihr werdets sehn / Das Kindlein zum Zeichen / Gantzarm in ein Krippgeleit / Da es Noht und Kummer treit/ Sich gibt -«erreichen. 6 . Bald war da ein grosses Heer/ Der herligenEngel/Die gebt Preist/ Lob und Ehr/Gott im höchsten Hirn- wol war verachtet / Aber die Wort s und Beschicht / Hat Maria wol be» ^ richt / Gar manchsmal betrachtet. * 9. Und die Hirten wol gemuht/ » Lobten Gott mit Freuden / Giengen j wider an ihr hut/Ihre Heerd zuwei- den, Gesang. _Z§ den.Eynunfteudich/ Christenheit, Und nun an mit Danckbarkeit Christum dir gebohren/ So wirst du ge- benedeyt- Nach dem dir vor langes Zeit/ Dein Gott hat verschworen. io. Eynun/HErrJEsu Christ/ Weil du ein Mensch geboren/ Ein Heiland verkündet bist/ Deinen aus- erkorncn/ Thu auff unsers Hertz^nS Port/ / Daß wir recht fassen dem 'Wort / Durch dasselb auff Erden / Zu deiner Theilhajstigkett / Und ve» yetßnen Seligkeit / Neu gebohren werden. v;. c-Ob Gott du Christenheit/ 2-Danck ihmmi" grosser Freud/Un, ftrs HertzensWone/Jst uns gebohren Heur/Und leuchtet als die Sonne/ Jndsser duncklen Zett/ Durch sein werthes Wort/ Scheint unser höchster Hort. s. H welch ein grosses Heil / Ein b schön ;6_ Weyhnachk- _> schön lieblich Erbt heil/Hast du uns den deinen Bereit in deinem Sohn/ Des sich die Engel freuen / dich ehr» im höchsten Thron/Wünschen Fried auff Erd/ Auch Freud den Mensche» werd. z.Merfteundlichster HErr/Nach' dir verlangt unS sehr / Wir müßten seyn verdorben / Mit allem unserm thun : So hast du uns erworben/ Ewige Freud und Wonn / Aus Barmhertzigkett/ O tiefte Miltiqkcik. 4.0wahrer Mensch und Gott/ Lröstuns in aller Noht/ Hilffuns durch deine Güte / Zu der neuen Geburt/ Verneu unser Bemühte/ Daß wir mit dir auch dort / dA'ron der Herrlichkeit/Gniessen in Ewigkeit. . VII. du werte Alhristenheit/ ^ Lodden HErren weitund breit/ S ion hat uns vorgesagt / Erschiene» istdengboren hat Maria. ».Wahr/ . ' Gesa ng._Z7 S 2. Wahr!ich uns gebohren ist/Heut / unser.PErrJEsusLhrtstAusMa/ u ria kenn Mann vermischt / Erschte» d nen ist den gboren hat Maria. >r z. Hochgeborn Emanuel/Den vor, sagtGabriel/ Zeuget uns Eiechiel/ h ' Erschienen ist den gboren hat Maria, n 4. Gottes Kinder singen all / Dem rr abornen König mit Schall / Daß da / kling aus Hertzen Dual/Erschienen >s ist den gboren hat Maria. ' / Qster-Gesänge. ,6 tt'Hl'istus ist erstanden / Von - der Marter alle/ Des solln wir alle ftoh seyn/Christ wil unserTrostsepn/ Halleluja. a.Wär er Nicht erstanden / So wär die Weltvergangen/Daßer aber erstanden ist/Loben wir den HErrn JEsum Christ/Halleluja. z. Erstanden ist der heilig Christ/ h a Der er r/ ;8 Lster. Der allerWeltErlöser ist/Halleluja/ i Halleluja/Halleluja/Halleluja. j Der da ist erstanden/ Der wird ! unser Verlangen / Erfreuen in dem l Himmelreich / Da werden wir ihm x seyn geleich/Halleluja. 5. Die den HErren lieben/ Wer* ? den ewig bleiben / Der Tod wird sie ( nicht nagen/Klarheit Werdens haben/ r Halleluja. r 6. Wol denen die au ffdcr rechten f Wahn/InGottesReichmrt Freuden ^ aahn/Halleluja/Halleluja/^allcluja/ Halle lM. Z ii. r ^ Hrist lag in Todes Banden / x Für unser Sünd gegeben/Der ist . f wider erstanden / Und hat uns bracht ^ daskeben. Des sollen wir frölich seyn/ " Gott loben und ihm dancköar seyn / y Und singen Halleluja / ^alleluja. ( 2. DcnTod niemand zwingen kund Bey allen Menschen Binden / Dos § macht _ Gesang. _ZI macht alles unser Sünd/ Kein Un- schuld war zu findemDarvon kam der Tod so bald/ Und name über unsGe- walk/Hielt uns in seim Reich gfan- gen/ Halleluja. z. JEsus ChrisiusGottes Sohn / An unser statt ist komen / Und hat die Sünde abgethan/Damit demTod bW nommen /All sein Recht und sein Ge» walk/Da bleibt nichts dannTodesGes statt/Den Stachel hat er verkehren/ Halleluja. 4. Es war ein wunderlicherKrieg/ DaTod undLeben rungen/DaEeben dasbehielt denSieg/ Es hat denTod verschlungen: Die Schrifft hak verkündet das / Wie ein Tod den andern fraß/ Ein Spott der Tod istworden/ Halleluja. 5. Hre ist das rechteQsterlam/Dae. von Gott hat gebotten/ Das ist an des Creußes,Stam/Zn heisserkieb gebraten: Das Blut zeichnet unser Thür/ Das hält der Glaub deryTode für/ h Z De? '4Un freut euch lieben Khristem l euht Und lobet Gott den Herren: Christus ist gwüß erstanden Hent/Uns gar zu gross/ nEhren. WieMarcus der Evangelist/ Und sonst viel guterZeug' nus ist/ Unsern Glauben zu meyren. 2. Drey Maria komen zum Grab/ ZEsumChristum zu salben:Der groß Stein war geweltzet ab/ Sie schauten allenthalben/Und wurden eines Engels gwar/Abdem erschrackens gantz und qar/das Hertz war ihn entfallen. z. Der Engel sprach: Seykwolge- muht/ Christus ist schon erstanden: Euch und der ^antzen Welt zu gut / ^_ -Ostern _ . Ast ledig TodesBanden / Geht hin / sagets den Jüngern all/ UndPekro baß er nimmer fall/Erlößt von allen schänden. 4» In Galilea suchet ihn/ Er wird sich sehen lassen: Nach feines Worts wahrhaften Sinn / Sie rügen auff bieStrassen/Und zeigkens semenIün- gern an/ Die glaubten nicht auff diser Bahn/ Betrübt über diemassen. 5. IEsus aber erzeiget stch/ Leibhaft und oft den fernen : MitFleisch und Bein wahrhafftiglich / Viertzig Lag blieb er bey ihnen/Damitsie all berichtet fein/Christum vom Tod erfanden seyn/Drum so ist er erschinen. 6. L> Gott/dir seyeLob und dancke/ Um deines Sohns Urständ«: Hilf baßwir aus der Sünden - Stanck / Nuffstehen schneüund bhende/Verleih uns daß wir glauben recht/ Als deine auserwehlte Knecht/ Nemmen ein seligs Ende, V. Gesang. v. ZFIe Gottes Volk in Egypten "^war/Und König Pharao sie trens gek gar / Mit untrüglichen Bürden r Da dacht Gott an seinen Gnaden» Bund/ Die weil ihn doch niemand helffen kunt/Daß sie erlöset wurden? Und gab das gnädig Mittel an / Daß bstriche der hebreisch Mann/ Sem Schwell mit eines Lämleins Blut / Das war ihr aller sicher Hut/Daß kei» ner vom Engel gschlagen würd / Wie der Egypter Erst-Geburt/Halleluja. r. Das hat nun dis Vorbedeutung ghan/Des grossen Zwangs, damit jeder man/All Menschen hie auffErs den: Hand müssen des Satans Ty- rannep/Und seiner grausamenWüte- rey/ Ganß unterworffen werden/ Da war kein Hülff noch Rettung nicht / Der Sakhan übt sein streng Gericht/ Bis daß aus Gnaden Gott derHerr/ DgSMNschlic^Gschlecht(ihm seydie 44 -Öfter-_ Ehr) Erlöset hat durch seinen Sohn/ Der menschlich Fletsch an sich hat gnon/ Halleluja. z. Der ist das wahr und recht Oster- lamm/Getödtfstruns an desK'reu- tzes Ctamm/Der Welt Sstnd hat ertragen : Wer mit des Blut seines Hertzen Schwell / Im Glauben bstreicht/der wird von der Hell/ Er- lößt/und nicht geschlagen: Wilt du nun Ostern halten recht/ So bis nit nicht mehr der Srmdenknecht/ Der Bosheit Saurteigsoltdulan/Und in demsüssen einher gan/Des Glaubens und der Lauterkeit / So wird dir ewigsLeben breit/ Halleluja. Pfingst-Gesänge. I. Heiliger Geist/ Herre Gott / ^ Besuch all Irrenden mit deiner Gnad/Richt ihr hertzen an mit deinem Eesätz/Und jieh sie mit demerLehr aus des Gesang. 45 des TeuffelsNetz: Treib sie demHir- kenChristo zu/Bep welchem sie finden tröst / weid und ruh / Gehorchen ihm in allen dingen/Allheit mit reinen her- tzen srölich möchten singen/Halleluja/ Halleluja. 2 . OHertzen Tröster GottesGüt/ Tröst aller erschrocknen Geist und Gemüth/Laß ihn leuchten dein lebendiges Wort/ und hilffihn durch dasselbe zur neuenGeburt/Hilfdaß sie hie gereinigte/ GOtt übergeben undgehetligett Gemeinschafft den heiligen dingen/ Und stets alsGottes kinder / Würdig möchten singen/Halleluja/ Halleluja. z. L) Göttlich Salbung höchste Ärafft/Salb und stärck dein Volckzur Ritterschafst/ Das den bösen Feinde Welt/ und alle Sünd/ Das Fleisch und feine Lüste schwach und überwinde Vollend dein Göttlich Werck an ihn / Daß ritterlich fechte zu seim gewinn/ Also vom Tod ins Leben trmge/ Und h 6 dik Pfingst- 4S dir samt allen ^Engeln / In Ewigkeit singe/Halleluja. II. VOm Gott Schöpffer heiliger Geist/Der Gläubigen Hertz allermeist/ Besuch/ mit deiner Gnaden» glast/Erfulldie du erschaffen hast. s. Du bist der Tröster allenthalb/ Die Göttlich Lieb und geistlich Salb/ Des Allerhöchsten gäbe theur/ Der lebend Brunn/das himlifch Feur. z. Mit siben gaben gibst Verstand/ Du Finger Gottes rechter Hand/ Des Göttlichen worts Lehrer bist/ Das Vorn Vatter verheissen ist. 4. Entzünd einLiecht in unsermsiü/ Mach daß die Lieb im hertzen hrünn/ Dämm unsern Leib der schwach ist sunst/ Sterck mit deiner gnad/kraft «ndgunst. 5. Des Feindes list bald von uns tteib/Gib/Herr daß demFrid bep uns ^ dleib/ 47 _ Gesang. bleib / Damit uns durch dein hilfge« ling/Und überwinden schädlich ding. 6. DerFreuden uns belohnung gib/ Theil mit uns deiner gnaden trib / Des Unfridö band lößaufzu stund/ . Mach Einigkeit in Gottes vund. 7. Lehr uns denVatter keilen nun/ Darzu JEsum Christ seinen Sohn/ Daß wir ein Geist seyn glauben dich/ Des Sohnsund Vatters ewiglich. 8. Lob / preiß und ehr dem Vatter sey/ Dem Sohn und heilgem Geist darbey/OCHriste uns dieGaben send/ Demö Heilgen Geists stets ohneEnd. III. zs>Un bitten wir den heiligen * ^ Geist/ Um den rechten Glauben allermeist/Daß er uns behüte an un» sermEnde/Wann wir heimfahrn aus disemElende/Herr/erbarm dich unser 2. Du werthes Liechtgib uns deinen schein/Lehr uns Jesum Christ er» kennen attein/Daßwik an Ihm bleis . den 48_ Der!- r. Psalm. _ den dem treuen Heiland / Der uns bracht hat zum rechten Vatterland/ Herr/erbarm dich unser. z. Du süsseLieb/fchenck uns deine Gunst/ Laß uns empfinden der Liebe Brunst / Daß wir uns von hertzen einander lieben / Und im friede auf einem sinne bleiben/ Herr/ erbarm dich unser. 4- Du höchster Tröster in aller nohk Hilff daß wir nicht fürchten schand noch tod/ Das in uns die sinne nicht verzagen/Wann der Feind das Leben wirdanklagen/ Herr/erbarm dich unser. - Der i.l. Psalm. A HErreGott/begnade mich,Nach deiner Güterbarme dich/Tilg ab mein üdertrettung/Nach grosser deine Erbarmung / Und wüjch mich wol/ O Herre Gott/Von aller meiner Missethat/ Und mach rein von fünden / Dann ich thu dem empfinden. Dann meine Der Psalm. 49 meine fund sind stets vor mir/Jch hab allein gesündt an dir/Vor dir hab ich Übels gekhan/Jn demenWorten wirst bestahn? So man dich rechts ersuchet. 2. Sih in untmend bin ich gemacht/ Wie mich mem Mutter hat gebracht/ In fünden mich empfangen/Vil sünd hab ich begangen: Zur Wahrheit hast du aber lust/ Und gäbest mir auch/daß ich wußt/ Die Weisheit dem ohn sor> gen/ Die heimlich ist verborgen. Ent- sündig mich mit Ysop schon/ Daß ich werd rein / und wch'ch mich nun/ Schneeweis / auch sreud laß hören mich/ Daß die gebein werden Mich/ Die du so hast zerschlagen. z. Sih nicht auf mein sündlichen stat/Tilg ab all meine missethat/Herr/ rvölstin mirerschaffen/Cinrein Hertz/ jhuichhoffen: Willigen Gctsi erneu jn mir/Verwirstmtch auch nicht gar von dir/ Nimm nicht dein heilgen Geiste Von mir/sein Gnad mir leiste/ Und 5o Der u. Psalm. Und laß mir wider kommen Her/Den tröst deins Heils/ o Gott mein Herr/ Der freye Geist erhalte mich / Die gottlosen wil lehren ich/Den weg / sie zu dir kehren. 4. Von blutschuldigen mich errett / L> Gott du meines Heils ein Gott / Daß mein jung mög erkallen /Dein Grechügkeit ob allen: Herr/thu mir auffdielefzen mein/Mein mundver» künd das Lobe dein/ Zum opffer hast kein luste/Jch geb es dir auch suste: Brandopffer auch gleich allesamt Gfallen dir nicht / sind nur ein tand/ Vor deinen äugen nur ein Haß/Die opjftrGottssind aber das/ Ein gar -erbrochen Geiste. 5. Ein brechen und zerschlagen Hertz/ Wirst du nicht werffen Hinkerwerts/ Und wirst es nicht verachten / Das kanichwol betrachten: Q HerreGott/ thu wol Zion/ Nach deinem guten wil' len schou/Zerusalemdie mauren/wer. Der cxvl. Psalm. 51 den wider erbauen. Dann wirst du haben tust und freud/Zumopjftrder Gerechtigkeit/ Zu den brandopjftrn deinen muht/ So wird man dann die kälbergut/ Auffdeinen Altar legen. Der cx vi. Psalm. «FCH lieb den HErren und ihm drum danksag - Daß er mein sehen gnädig hat erhöret / Und fleißig her zu mir sein ohr gekehret/ Anrüsten wil ich ihn mein lebetag. s. Dann mich hät bald erhäscht der schnelle tod/ Er hät mich schier mit feinem Strick gefangen: Vor angst der hellen heftig mir thät bangen/Jch war in jammer und in grosser noth. z. Den namen Gottes ich anrüsten thät/ Erret mein seel bald er mir hüls bezeiget/ Der HErr gerechtist und zu gnadgeneiget/ Dieeinfaltigener be» hüt und rett. 4. Und da ich lag und undertrucket war / Da hat er mir errett mein arme- 52 Der cxvi. Psalm. nies leben / Drum wolst du dick mein seelzufnden geben / Weiler dir hat geholffen ausgefahr. 5. Dann du mein seel behüt hast vor )em tod/Mein auavor weinen meine 'üß vor fallen: Ich wil im land der lebendigen wallen / Vor deinem ange, lcht mein Herr und Gott- *6. Ich hab geglaubt drum redet ich auch frey/ Mein arme seel betrübtwar und geplaget/ Derhalben ich auch in entzuckung saget: Ach weiß wol daß der mensch ein lügner sey. 7. Sag nun wie kch dasGott verdan, rken kan?Frölichichden danckbecher wil auffheben / Und Gott der seinen »volthat zeugnuß geben / Und seinen werthen nammen rüsten an. 8. Mein glübd ich ihm vor seines volcks gemein / Mit danckbarkeitbezahlen wil und gelten: Der tod der seinen frommenaußerwehlten/ Dem HErren werth und theur pflegt zu serm. 9. Ich Der oxvl. Psalm. 12 9. Ich daiick dir HErr mein helffer undHeyland/Den duzn einem diener hast erkoren / Ich bin dein knecht von deiner magtgeboren/Zerrissen hast du Mir all meme band. 7v. Danckopfern wil ich dir vor rrränniglich/ Vorallenwilichdeinen rammen loben/ Und was ich dir zuvor hab thun geloben/ Vor allem volck be» zahlen williglich. n. In den vorhofen bey dem Hause dein / Und in Jerusalem wil ich dich ehren/ Darum kommt her und tobt mit mir den HErren/ Und sprechet Halleluza allgemein. Kurtzcr Kurtzer Jnnhalt der vorhergehenden Matert. L Die Seelen «Andacht bey dem H. Abend, mahl begreiffl I. In dem Eingang-- i. Wer die Gäste seyen/ p i. r. Die untrrfchidliche Mahlzeiten^ Gottes, p.»- ). Der Gasten Seligkeit, p- 4 - 4 - Die Pflicht. Sie sollen s. kommen- p- 6 . b. Mit gebührender Ehrerbietung. 6.7. n. Die Erinnerung / wie ein lieber Gast deß Herren sich solle verhallen. - Vor dem gebrauch des Heil. Abendmähler solle sich ». Heiligen, p. y. K. Prüffen- p. ry. visr Heiligung und Prüffung wird außge- führt durch Gebäkte: ». In denen Tagen der Vorbereitung ist beygefügt eine Bekantims der Sünden: und eine Bitt um die Heiligung / p. »4. b. Um Fäst-Tag sind Grbatte zugrbrauche». r. In Hauß/ p. z-. und in ». der Kirchen. »ag.44. s. Bey dem Gebrauch des heiligen Abendmahls werden angedeutet die Gedaneken/welche ein rechtschaffener Gast in Empfahung haben solle/p. 47. Oanck- E(O)W» Dancksagnng für die gnädige Vergebung der Zünden zu Gart dem Dakter/p- Dem Sohn. p. s7- Dem H- Geist, p so., Gcisilicke Gcdanck n vordem heiligen Abend« mahl- p. 6 ;, Hierzu dienendes erstes/ p. 68 . und anderes Gebärt- p. 77 - Gcnfftzerki» / wann man zu des Herren Tisch gehet / p. 7?. Bey Empsahnngdesgesegne» ken Brots und Trancks. p- 8 o. c. Nach denk Abendmahl solle ein jeder Gast -. Bringen das Danckopffer / p 8 i. Durch eine hrrtzliche danck - p. 8 ). Glaubens-p. ss. Büß-p 87. Liebe »p 89. und Trost-Gedacht- nus. p. 90. b. Leisten und bezahlen seine Gelübd/ P.97. durch Gilkhätigkeil gegen den Armen/p. - 6 . Und Gehorsam gegen Gott. p- y». Geistliche Gedancken/ nach Empfahungdes ge< segneten Brots und KolchS- p. ivo. T ann man vvmTisch des Herren weggehet/ in dcrH. Drcyfaltigke-t. p. Geistliche Gedancken nach dem H. Abendmahl. pag.l->. Eebatt und Zancksaqung nach dem H. Abend« mahlp.no. Ein anders.p E-ebätt umb einen neuen Gehorsam- pag. >r). umb einen gottseligm Wandel p. U. Der Seelcn-Schmuckz» der himmelkscherr Hochteit-sreud/p.irS. Haltet hkNen Him, »rls-Biirgekrnm «.2» i. In dem Anfang /Sie seven mit ITsir verlobet, p. ,-y. b>. Sie sollen die Zeit ftiner Ankunfft nit verschiaffcn p. ,;r. c. Sie werden / wann Sie recht bereitet sind / jur ewigen Hochzeit,Freud gewiß eingeben, p. 1)7. ». In der Verhandlung der Materi selbst wird angezeiget l. Die Gewißheit zu den, Eingang in den Himmel. H. Unser Amt in dem hinzugehen, und l l l. Unser Schmuck in dem Eingang, p. 74«. re. l. Die Gewißheit des Eingangs in Götter heiliqkhum stellet uns für/ ». DieFreudigkeit die wir haben. p. 74k. k». Den Vortheil so uns Gvlt bey disem Eingang gönnet p. 144. Wir können eingehen st avf Erden in die Kirchen-p. -44 stst In den Himmel/-, jetzund dnrchGebäkt p. 148. In dem Sterben mit der Seele. p. ,s«. c. Um jüngsten Tag mit Leib und Seel. p. n». c. Den Weg in daS heilige Gottes / und wird die gern ». Wer seyc?IEsus. P.N4. l,. Wie Eruil« srr Weg worden / mit seinem st Leiden, p. Is6. stst. Himmelfahrt, p. 17». ststst. Für» bitt. p. 184. c. Wermis tijeo weggeoffen- bahret ? Gott. p. 188. ct. Welches seine Ei» gcnschaffkrn seyen / nemlicho. neu.P.'»-- VNv»s.Mndig.p.iLa, UAllt« __ I r. unser Amt in dem Eingang in das heilige Gottes gibetjn betrachte»/ l. Die Materey / was wir thun sollen- Wir sollen i. Weggehen von der Erden / und alles an» genehme auf derselbigen verlassen: p. iy r- Insonderheit beydem Ererben ohne Her« tzens-Bekümmernus willig abscheiden voll unseren Freunden--or. ». Fortgehen, p. »-7. und z. gar hinein ge» hen. >10. v. Die rechte WeiS- p. »15. Bestehende in H- Schmuck, und b. andächtigem Gk» hätt. IN. Unser Schmuck muß nothwendig angeto« gen werden / Das Hertz muß geschmucket werden.p, A. Mit Aufrichtigkeit und Willigkeit p. B MitvölligemGlauben / daßs-dieScela nit werde Sterben, p. »;6. l>. hje Engel sie werden heimholen, p. ,;8. c. DerRich» ler bey seinem Thron sie werde ledig sprechen und zum Erben erklären, p. ,4>. «t. Der keibam jüngste« Tag werde aufer, wecket und herrlich gemacher mit der See« je eingehen, p. ,4». C. Mit wahrer Bußfertigkeit p »e». L Daß Gewissen muß qereiniget werten, p. »k». darbey wird gelehrel / l-Agi A. Was das Gewissen seye. p. rsr. B. Was ein böses Gewissen seye. rs). C-Wie schädlich das böseGewissen seyk-p-rsf D- Wormit man das böse Gewissen könnt abwäschen. p 25s. E> Wie ein gutes Gewässer, dem Sterben» den helfe 0 zu gutem Ende p. »5-7.und os. kräfftig-ni Trost. p. »er. F. Wie das Gewissen müsse gereiuiget wer» deN-p.rsl c. Der Leib muß von Sünden abgewaschen werden-p- 26 . v. DieZungmuß ihr Amt thun. p. rss. r. Lurch die Dekanlnus der Hofnung/ welche wir sollen haben. 0.267. Ii. bekennen- p. 174.c. be« wahren, p. 276. ä. understutzen p »»;. durch -Gottes Verheissungen p.-8 4. und Treu p. »9;. welche ist herrlich, p. »- 4 - vorkommen p- »96.Ewig.p. 298. ». Durch Gebart: p. ;o 6 . allwo folgen Gebette der Absterbenden- p- -07- Fürbitt der umstehenden, p. zr«. dancksagung der uinbstehcnden. p- ; 88 . und tröstung an die betrübten verwandten-p. r-r. tC. .,B« :c > v ^ - . .'- k-.d> > Lk ^ ?U> X !.". <» . Kr ^. ^