'-Ä ^ML nach der Übersetzung D. M. Luthers. Auf Verordnung eines wohledeln Schulraths herausgegeben. ^XMVLL>XWcoXDXU!MXVXOX«XGXL»H6L-0« St. Gallen^ gedruckt in der Zollieoferschen Buchdruckrrei. M. Die Psalmen, die für die Jugend zum Auswendiglernen gut gefunden worden, hat man dornen mit einem * (Sternchen) angezeiget. Der i. Psalm. ; - Der I. Psalm. Ist cine Verwahrung, daß wir uns zu GotteZ Worr halten, und vor falscher Lehre hüten sollen, so wollcGottGiück undHcil geben in allcmThun. ^Mohl dem, der nicht wandelt im Rath der Gottlosen, noch tritt auf den Weg der Sünder, noch sitzet, da die Spötter sitzen. 2 . Sondern hat Lust zum Gesetz des Herrn, und redet von seinem Gesetz Tag und Stacht. z. Der ist wie ein Baum gepflan-- zet an den Wasscrbächen, der seine Frucht bringet zu seiner Zeit, und seine Blätter verwelken nicht, und was er macht, das geräth wohl. - 4. Aber so sind die Gottlosen nicht, sondern wie Spreu, die der Wind verstreuet. 5. Darum bleiben die Gottlosen nicl-t im Gericht, noch die Sünder in der Gemeine der Gerechten. 6. Denn der Herr kennet den Weg der Gerechten, aber der Gottlosen Weg vergehet. A 2 Der 4 Der r. Pstüm. * Der II. Psalm. Ist eine Weissagung von Christo, daß Er Got- tesSohn sey, dcrhalbcn jedermann ihn solle hören und annehmen, oder aber zu Boden gehen. Umarmn toben die Heiden, und die Leute reden so vergeblich? 2. Die Könige im Lande lehnen sich auf, und die Herren rathschlagen mit einander wider den Herrn und seinen Gesalbten. 3. Lasset uns zerreißen ihre Bande, und von uns werfen ihre Seile. 4. Aber der im Himmel wohnet, lachet ihr, und der Herr spottet ihr. 5. Er wird einst mit ihnen reden in feinern Zorn, und in seinem Grimm wird Er sie erschröcken. 6. Aber ich habe meinen König eingesetzt, auf meinem heiligen Berge Zion. 7. Ich will von einer solchen Weise predigen, daß der Herr zu mir gesagt hat: Du bist mein Sohn, heute hab ich dich gezeuget. 8. Heische von mir, so will ich dir die Heiden zum Erbe geben, und der Welt Ende zum Eigenthum. 9. Du DerPsalm. 5 9. Du soÄ sie mit einem eisernen - Scepter zerschlagen, wie Topft sollt du sie zerschmeißen. i- 12. So lasset euch nun weisen ihr >. Könige! und Lasset euch züchtigen ihr - Richter auf Erden! 11. Dienet dem Herrn mit Furcht, h und freust euch mit Zittern. it 12. Küsset den Sohn, daß er nicht n zörne, und ihr umkommet aus den; Wege, denn sein Zorn wird bald an- e, ' brennen, aber wohl allen, die auf Ihn trauen. t, --- m Der III. Psalm. M 1. Ein Psalm Davids, da cr flöhe vor seinem Sohn Absaion. Ist ein Gebet um Schutz und Rettung will. der die Feinde. A Dich Herr! wie ist meiner Feinde so m viel, und setzen sich so viel wider aa mich? . Z. Viel sagen von meiner Seele, jre hat keine Hülfe Sey Gott. Sela. 0u A 3 4 Aber 4. Aber du, Herr! bist der Schild fr'rr mich, und der mich zu Ehren setzet und mein Haupt aufrichtet. 6- Ich rufe an mit meiner Stimme den Herrn, so erhöret er mich vor; seinem heiligen Berge. Sela. 6. Ich liege und schlafe, und erwache, denn der Herr hält mich. 7. Ich fürchte mich nicht vor viel hundert taufenden, die sich umher wider mich legen. 8. Auf, Herr! und hilf mir, mein Gott! denn du schlügest alle meine Feinde auf den Backen, und zerschmetterst der Gottlosen Zähne. 9. Bey dem Herrn findet man Hülfe, und deinen Segen über dein Volk. Sela. ' "Der IV. Psalm. r. Ein Psalm Davids, vorzusingen aufSal- tcnspiclcn. Ist ein Gebet und Trost, daß Gott uns im Frieden erhalten wolle, wenn nur wir in der Hoffnung vcst bleiben. sLrhöre mich, wenn ich rufe. Gott meiner Gerechtigkeit! der du mich trö- Der 4 - Psalm, 7 tröstest irr Angst, sey mir gnädig, und erhöre mein Gebet. 3. Liebe Herren! wie lauge soll i Meine Ehre geschändet werden? Wie habt ihr das Eitel so lieb, und die. , Lügen so gerne? Sela. 4. Erkennet doch, daß der Hert l seine Heiligen wunderlich führet, der e Herr höret, wenn ich ihn anruft. s. Zörnet ihr, so sündiget nicht, re- n det mit eurem Herzen auf eurem La- e ger, und harreti Sela. ^ 6. Opferet Gerechtigkeit, und hof- ^ ftt auf den Herrn. ri 7. Viel sagen: Wie sollte uns dieser weisen, was gut ist? Aber, Herr! - erhebe über uns das Licht deines' Antlitzes. ü- 8. Du erfreuest mein Herz, ob jene gleich viel Wein und Korn haben. 9. Ich liege und schlafe ganz mit Frieden, denn allein du, Herr! hilftft ^ mir, daß ich sicher wohne. 8 Der 5 . Psalm. Der V. Psalm. i. Ein Psalm Davids, vorzusingen für das Erbe. Ist ein Gebet wider die Feinde der Kirchen, und falsche Lehr, und ein Trost, daß Gott in seinem Wort uns leiten und erhalten wolle. ^>err! höre mein Wort, merke auf ^ meine Rede. z. Vernimm mein Schreyen, mein König und mein Gott! denn ich will vor Dir beten. 4. Herr! früh,wollest du meine Stimme hören, früh will ich mich zu dir schicken, und darauf merken. 5. Denn du bist nicht ein Gott, dem gottlos Wesen gefällt, wer bös ist, bleibet nicht vor dir. 6. Die Ruhmredigen bestehen nicht vor deinen Augen, du bist femd allen Uebelthätern. .7. Du bringest die Lügner um,- der Äerr lM Greuel au den - Blutgierigen und Falschen. 8. Ich 9 Der s. Psalm. 8 . Ich aber will in dein lHaus gehen auf deine grosse Güte, und assbe- ^ ten gegen deinen heiligen Tempel in deiner Furcht. ^ y. Herr! leite mich in deiner' Gerechtigkeit/ um meiner Feinde willen, ^ richte deinen Weg vor mir her. r o. Denn in ihrem Mund ist nichts r gewisses, ihr Inwendiges ist Herze- l leid, ihr Rachen ist ein offenes Grab, mit ihren Zungen heucheln sie. e -1. Schuldige sie Gott, daß sie fal- r . len von ihrem Vornehmen, stoße sie aus, nur ihrer grossen Uebertreibung l-, willen, denn sie sind dir widekspen- stig. i2. Laß sich freuen alle, die aufdich >t trauen, ewiglich laß sie rühmen, denn n du beschirmest sie, frölich laß seyn in drr dre deinen Namen liehen. ss i z. Denn du, Herr! segnest die Ge- p rechten. Du krönest sie mit Gnaden, w;e mit einem. Schilde. A s ch ^Der id Der 6. PMm. * Der VI. Psalm. i. Ein Psalm Davids, vorzusingen auf acht Saiten. Ist ein Gebet wider die Schrecken des Gewissens und rechte Todesangst, so da kommt, wenn > inan Gottes Zorn fühlet, daß Gott wieder trö- ! sten und nicht wolle sinken lassen. Hsch Herr! strafe mich nicht in dei- nem Zorn, und züchtige mich nicht ' in deinem Grimm. 3. Herr! sey mir gnädig, denn ich Hin schwach, heile^mich, Herr! denn meine Gebeine find erschrocken. 4 . Und meine Seele ist sehr erschrocken, ach! du Herr! wie so lange? s. Wende dich, Herr! und errette meine Seele, hilf mir um deiner Güte willen. 6. Denn im Tode gedenket man dein nicht, wer will dir in der Hölle danken? 7 . Ich bin so müde von Seufzen, i ^ ich schwemme mein Bett die ganze Nacht, und netze mit meinen Thränen mein Lager. 8. Meine Gestalt ist verfallen vor Trau- Der 7. Psalm. n Trauren, und ist alt worden, denn ich allenthalben geängstiget werde. 9. Weichet von mir alle Uebelthäter! denn der Herr höret mein Weinen. i O. Der Herr höret mein Flehen, mein Gebet nimmt der Herr an. 11. Es müssen alle weine Feinde zu Schanden werden, und sehr erschrecken, sich zurücke kehren, und zu Schanden werden plötzlich. Der VII. Pftlm. 1. Die Unschuld Davids, davon er fang dem Herrn von wegen der Wort des 'Mohren, des Jeminitcn. Ist ein Gebet wider die weltliche Anfechtung und unrechten Gewalt, mit einem schönen Trost, es müsse endlich über die Tyrannen ausgehen. Hl'ttf dich, Herr! traue ich, mein ^ Gott! hilf mir von allen meinen Verfolgern, und errette mich. 3. Daß sie nicht wie Löwen meine Seele erhäschen und zerreißen, weil kein Erretter da ist. 4. Herr! mein Gott! hab ich fol- 12 Drr 7. Psalm. ches gethan, und ist Unrecht in mei- , nen Händen? > 5. Hab ich Böses vergolten denen, so friedlich mit mir lebten, oder die, so mir ohne Ursach ftind waren, beschädigt? 6. So verfolge wein Feind meine Seele, und ergreife sie, und trette mein Leben zu Boden, und lege meine Ehre in den Staub. Sela. 7. Stehe auf, Herr! in deinem Zorn, erhebe dich über dm Grimm ' meiner Feinde, und hilf mir wieder in das Amt, das du mir befohlen hast. 8. Daß sich die Leute wieder zu dir sammeln, und um derselben willen ^ komm wieder empor. 9. Der Herr ist Richter über die Leute, richte mich, Herr: nach meiner Gerechtigkeit und Frömmigkeit. 10. Laß der Gottlosen Bosheit ein Ende werden, und fördere die Gerechten, denn du gerechter Gott prüfest , Herzen und Nieren. n. Mein Der 7. Psalm. iMein Schild ist bey Gott/ der den frommen Herzen hilft. 12. Gott ist ein rechter Richter, und ein Gott, der täglich drohet. iZ. Will man sich nicht bekehren, so hat Er fein Schwerdt gewetzt, und seinen Bogen gespannet und zielet. 14. Und darauf gelegt tödtliche Geschoß, seine Pftüe hat Er zugericht zu verderben. 15. Siehe, der hat Böses im Sinne, mit Unglück ist er schwanger- er wird aber einen Fehl gebühren. -6. Er hat eine Grube gegraben, und ausgeführet, und ist in die Grube gefallen, die er gemacht hat. '7. Sem Unglück wird auf seinen Kopf kommen, und sein Frevel auf seine Scheitel fallen. 18. Ich danke dem Herum um seiner Gerechtigkeit willen/ und will loben der; Namen des Herrn des Allerhöchsten. Der 14 Der 8. Psalm. * Der VIII. Psalm. i. Ein Psalm Davids, vorzusingen auf der Githich. Ist eine Weissagung vsm Leiden und der Herrlichkeit Christi, und wie er ihm werde eine Kirche sammeln von den Unmündigen. ^err! unser Herrscher! wie herrlich ^ ist dein Name in allen Landen/ da man dir danket im Himmel? z. Aus dem Munde der jungen Kinder und Säuglingen haft du eine Macht zugerichtet, um deiner Feinde willen, daß du vertilgest den Feind und Rachgierigen. 4. Denn ich werde sehen die Himmel, deiner Finger Werk, den Mond, und die Sterne, die du bereitest. 5. Was ist der Mensch, daß du sein gedenkest, und des Menschen Kind, ^ daß du dich sein annimmst? 6. Du wirst ihn lassen eine kleine Zeit von Gott verlassen seyn, aber mit Ehre und Schmuck wirst du ihn krönen. 7. Du wirft ihn zum Herrn machen über deiner Hände Werk, alles hast du unter seine Füsse gethan. ' 8. Schaaft Der y. Psalm. i; 8. Schaafe und Ochsen allzumal, darzu auch die wilden Thiere. 9. Die Vögel unter dem Himmel/ und die Fische im Meer/ und alles was im Meer gehet. 12 . Herr! unser Herrscher! wie herrlich ist dem Name in allen Landen. Der IX. Psalm. 1. Ein Psalm Davids/ von der schönen Jugend vorzusingen. Eine Danksagung für die Rettung wider die Feinde. danke dem Herrn von ganzem Herzen/ und erzähle alle deine Wunder. 3. Ich freue mich/ und bin frölich in dir/, und lobe deinen Namen/ du Allerhöchster! 4. Daß du meine Feinde hinter sich getrieben hast/ sie sind gefallen und umkommen vor dir. 5. Denn du führest wein Recht und Sache aus, du sitzest auf dem Stuhl, ein rechter Richter. 6. Du i6 Der 9. Psalm. 6. Du schiltest die Heiden, und bringest die Gottlosen um, ihren Namen vertilgest du immer und ewiglich. 7. Die Schwerdte des Feindes haben ein Ende, die Städte hast du umgekehret/ ihr Gedächtniß ist um- ^ konrmen, samt ahnen. 8. Der Herr aber bleibet ewiglich. Er hat seinen Stuhl bereitet zum Gericht. 9. Und er wird den Erdboden recht richten/ und die Leute regieren rechtschaffen. 10. Und der Herr ist des Armen Schutz, ein Schutz in.der Noth. , i. Darum hoffen auf dich/ die deinen Narnen kennen/ denn du verlässest nicht/ die dich, Herr -! suchen. 12. Lobet den Herrn, der zu Zion wohnet, verkündiget unter den Leuten sein Thun. iz. Denn er gedenket und fraget nach ihrem Blut. Er vergißet nicht des Schreyens des Armen. 14. Herr! sey mir gnädig, siehe an Win Elend unter den Feinden, der du Der y. Psalm. i? du mich erhebest aus den Thoren des i Todes. 15. Auf daß.ich erzähle allen deinen < Preis in den Thoren der Tochter Zion, l daß ich Mich sey über deiner Hülfe. - , 16. Die Heiden sind versunken in ' der Gruben, die sie zugerichtet hatten, . ihr Fuß ist gefangen im Netze, das sie t geftellet hatten. 17. So erkennet man, daß der Herr t Recht schaffet, der Gottlose ist ver- - strickt in dem Werk seiner Händen, durchs Wort. Sela. t 18. Ach! daß die Gottlosen müßten zur Hölle gekehret werden, alle - Heiden, die Gottes vergessen. i 19. Denn Er wird der Armen nicht so ganz vergessen, und die Hoff- t nung der Elenden wird nicht verloh- r ren seyn ewiglich. 20. Herr! stehe auf, daß Menschen t nicht überhand kriegen, laß die Hei- l den vor dir gerichtet werden. 2,. Gib ihnen, Herr! einen Mei- r ster, daß die Heiden erkennen, daß ^ sie Menschen sind. Sela. Der Der lo. Psalm. i8 Der X. Psalm. Ist cin Gebet wider den Antichrist, und alle Feinde des göttlichen Worts, und daß Gott die Elenden, so ums Worts willen versorget werden, trösten wolle. ^errl warum teiltest Du so ferne? ^ verbiegest Dich zur Zeit der Noth ? 2. Weil der Gottlose Uebermuth treibet/ muß der Elende leiden, sie hängen sich aneinander,und erdenken böse Tücke» z. Denn der Gottlose rühmet sich seines Muthwillens, und der Geizige segnet sich, und lästert den Herrn. 4. Der Gottlose ist so stolz und zornig , daß er nach niemand fraget, in allen seinen Tücken hält er Gott für nichts» 5. Er fähret fort mit seinem Thun immerdar, deine Gerichte sind ferne von ihm, er handelt trotzig mit allen seinen feinden. 6. Er'spricht in seinem Herzen: Ich werde nimmermehr darnieder liegen, es wird für und für keine Noth haben. 7. Sein Mund ist voll Fluchens, Falsches und Trugs, seine Zunge richtet Mühe nnd Arbeit an. 8» Er Der 10. Psalm. i? 8. Er sitzet und lauret in den Höfen/ er erwürget die Unschuldigen heimlich, seine Augen halten auf die Armen. y. Er lauret im Verborgenen, wie ein Löw in der Höle, er lauret, daß er den Elenden erhäsche, und erhäschet thu, wenn er ihn in sein Netz zeucht. i O. Er zerschlägt und drücket nieder, und stößet zu Böden den Armen mit Gewalt. 11. Er spricht in seinem Herzen : Gott hats vergessen. Er hat sein Antlitz verborgen. Er wirds nimmermehr sehen. 12. Stehe auf, Herr Gott! erhebe deine Hand, vergiß der Elenden nicht. . 13. Warum soll der Gottlose Gott lästern, und in seinem Herzen sprechen: Du fragest nicht darnach? 14 Du stehest ja, denn du schauest das Elend und Jammer, es stehet in deinen Handen, die Armen befehlen es dir. Du bist der Waisen Helfer. 15. Zerbrich den Arm des Gottlosen, und suche das Böse, so wird man fein gottloses Wesen nimmer finden. 16. Der 20 Dcr n. Psalm. 16. Der Herr ist König immer und ewiglich, die Heyden müssen aus seinem Lande umkommen. 17. Das Verlangen der Elenden hörest du, Herr! ihr Herz ist gewiß/ daß dein Ohr darauf merket. > 18. Daß du Recht schaffest den Waisen und Armen, daß der Mensch nicht mehr trotze auf Erden. Der XI. Psalm. i. Ein Psalm Davids, vorzusingen. Ist ein Trost, wie Gott der Kirchen Feinde stürzen, und sein Häuflein retten wolle. <^lch traue auf den Herrn, wie saget ihr dann zu meiner Seele, sie soll stiegen, wie ein Vogel, auf eure Berge ? 2. Denn siehe, die Gottlosen spannen den Bogen und legen ihre Pfeile auf die Sennen, damit heimlich zu Messen die Frommen. z. Denn sie reissen den Grund um, was soll der Gerechte ausrichten? 4. Der Herr ist in fernem heiligen Tempel, des Herrn Stuhl ist im Hinr- mel, seine Augen sehen darauf, seine Der i2. Psalm. rr Augenlieder prüfen die Menschen-Kinder. 5. Der Herr prüfet den Gerechten, seine Seele hasset den Gottlosen und die gerne freveln. 6. Er wird regnen lassen über die Gottlosen, Blitz, Feuer und Schwefel, und wird ihnen ein Wetter zu Lohn geben. 7. Der Herr ist gerecht, und hat Gerechtigkeit lieb, darum, daß ihre Art- gesichte schauen auf das da recht ist. Der XII. Psalm. i. Ein Psalm Davids, vorzusingen auf acht Saiten. Ist ein Gebet für die christliche Kirche, wider die falschen Lehrer und andere Feinde, daß Gott das liebe Evangelium senden, und dadurch allem Irrthum und Jammer wehre» wolle. ^ilf, Herr! die Heiligen haben ab- genommen , und der Gläubigen ist wenig unter den Menschen-Kindern. 3. Einer redet mit dem andern unnütze , und heucheln, und lehren aus uneinigen Herzen. 4. Der 22 Der i). Psalm. 4. Der Herr wolle ausrotten alle Heucheley/ und die Zunge/ die da stolz redet. 5. Die da sagen: Unsere Zunge soll üderhand haben, uns gebühret zureden. Wer ist unser Herr? 6. Weil denn die Elenden verhöret werden, und die Armen seufzen, null ich auf, spricht der Herr: Ich will eine Hülfe schaffen, daß man getrost lehren soll. 7. Die Rede des Herrn ist lauter, wie durchläutert Süßer, im erdenen Tiegel, bewähret siebenmal. 8. Du, Herr! wollest sie bewahren, und uns behüten vor diesem Geschlechte ewiglich. 9. Denn es wird allenthalben voll Gottlosen, wo solche lose Leute unter den Menschen herrschen. Der XIII. Psalm. i. Ein Psalm Davids, vorzusingen. Ist ein Gebet wider die Traurigkeit und Schwermuth des Geistes, daß Gott trösten und helfen wolle. Der 14. Plälm. ^ ^err! wie lang willt du mein so ^ gar vergessen? Wie lang verargest du dein Antlitz vor mir. z. Wie lange soll ich sorgen in meiner Seelen, und mich ängsten in meinem Herzen täglich ? Wie lange soll sich mein Feind über mich erheben? 4. Schaue doch, und erhöre mich, Herr! mein Gott, erleuchte meine Augen, daß ich nicht im Tod entschlafe. 5 . Daß nicht mein Feind rühme, er sey mein mächtig worden, und meine Widersacher sich nicht freuen, daß ich niederliege. 6. Ich hoffe aber darauf, daß Du so gnädig bist, mein Herz freuet sich, daß Du so gerne hilfest. 7. Ich will dem Herrn singen, daß Er so wohl an mir thut. Der XIV. Psalm. i. Ein Psalm Davids, vorzusingen. Ist ein Trost wider das gemeine Aergerniß, daß der meiste Theil arg und bös ist, Gott aber werde sie strafen, und den Frommen Rettung schaffen. Die 2-4 Der 14 . Psalm. e?>ie Thoren sprechen in ihrem Her- zen: Es ist kein Gott. Sie taugen nichts/ und sind ein Greuel mit ihrem Wesen/ da ist keiner/ der Gutes thue. 3. Der Herr schauet vorn Himmel auf der Menschenkinder/ daß er sehe/ ob jemand klug sey, und nach Gott frage? 4. AVer sie sind alle abgewichen, und allesamt untüchtig, da ist keiner, der Gutes thue, auch nicht einer. 5. 2M denn der Uebelthäter keiner das merken? dre mein Volk fressen, daß sie sich nähren, aber den Herrn rufen sie nicht an. 6. Daselbst fürchten sie sich, aber Gott ist bey dem Geschlecht der Gerechten. 7. Ihr schändet des Armen Rath, aber Gott ist seine Zuversicht. .8 Ach daß die Hülfe aus Zion über Israel käme, und der Herr sein gefangen Volk erlösete, so würde Jacob Mich seyn, und Israel sich freuen. * Da Der 15. Psalm. 27 r- - Der XV. Psalm. A Ist eine Vcrmahnung zum gottseligen Wan- del, daß Gott seinen Segen darzu geben ^ wolle. el ^err! wer wird wohnen in deiner !e, ^ Hütten? Wer wird bleiben auf »tt deinem heiligen Berge? 2. Wer ohne Wandel einher gehet, m, und recht thut, und redet die Wahrer, heit von Herzen. . z. Wer mit seiner Zunge nicht ver- ...» leumdet, und seinem Nächsten kein Ar- ges thrkt, und seinen Nächsten nicht 2 schmähet. ^ 4. Wer die Gottlosen nicht achtet, sondern ehret die Gottsfürchtigen, wer der ftmem Nächsten schwöret und hälts. ^ s. Wer sein Geld nicht auf Wucher giebt, und nimmt nicht Geschenke über thl den Unschuldigen. Wer das thut, der wird wohl bleiben. ^ * Der XVI. Psalm. 1. Ein gülden Kleinod Davids. l. Ist ein Gebet Christi, und eine Weissagung von seinem Leiden wider die Juden, und von seiner Auferstehung. B Be- 26 Der 16. Psalm. gewahre mich/ Gott! denn ich traue ^ auf dich. 2. Ich habe gesagt zu dem Herrn: Du bist ja der Herr/ ich muß um deinetwillen leiden. z. Für die Heiligen, so auf Erden sind/ und für die Herrlichem an denen hab ich all mein Gefallen. 4. Wer jene/ die einem andern nacheilen/ werden groß Herzeleid haben. Ich will ihres Trankopfers mit dem Blut nicht opferem noch ihren Namen in meinem Munde führen. 5. Der Herr aber ist mein Gut und mein Theil. Du erhältest mein Erb- theil. 6. Das Loos ist mir gefallen aufs liebliche / mir ist ein schön Erbtheil worden. 7. Ich lobe den Herrm der mir gerathen hat/ auch züchtigen mich meine Nieren des Nachts. 8. Ich habe den Herrn allezeit vor Augem denn er ist mir zur Rechtem darum werde ich wohl Reiben. 9. Darum freuet sich mein Herz, und -7 Der 17. Psalm. und meine Ehre ist Mich/ auch mein Fleisch wird sicher liegen. 10. Denn du wirft meine Seele nicht in der Hölle lassen, und nicht zit- geben, daß dein Heiliger verwese. 11. Du thuft mir kund den Weg zum Leben, vor dir ift Freude die Fülle, und lieblich Wesen zu deiner Rechten ewiglich. Der XVII. Psalm. i. Ein Psalm Davids. Ist ein Gebet, daß Gott die Seinigen regieren, führen, und vor dem Feinde bewahren wolle. 6 nen Fußsteigen/ daß meine Tritte nicht gleiten. « 7. Ich rufe zu dir/ daß du, Gott! i wollest mich erhören/ neige deine Oh- ^ ren zu mir/ höre meine Rede. ^ 8. Beweise deine wunderliche Gute/ x du Heiland derer/ die dir vertrauen/ c wider die/ so sich Wider deine rechte Hand setzen. § 9. Behüte mich wie einen Augapfel ^ im Auge/ beschirme mich unter dem z Schatten deiner Flügel.. 10. Vor den Gottlosen/ die mich verstöhren, vor meinen Feinden/ die um und nach meiner Seele stehen. 11. Ihre Fetten halten zusammen/ in sie reden mit ihrem Munde stolz. 1. 12. Wo wir gehem so umgeben sie uns/ ihre Augen richten sie dahin/ daß sie uns zur Erde stürzen. 13. Gleichwie ein Löwe/ der, des . Raubes begehrt/ wie ein junger Löwe, L der in der Höle sitzet. , . ^ 14. Herr! Der 18. Psalm. 29 14. Herr! mache dich auf, überwältige ihn, und demüthige ihn, errette meine Seele von den Gottlosen mit deinem Schwerdt. i5' Von den Leuten deiner Hand, Herr! von den Leuten dieser Welt, welche ihr Theil haben in ihrem Leben, welchen dn den Bauch füllest mit deinem Schatz, die da Kinder die Fülle haben, und lassen ihr Uebriges ihren Jungen. 16. Ich aber will schauen dein Antlitz in Gerechtigkeit, ich will satt werden, wenn ich erwache nach deinem Bilde. Der XVIII. Psalm. Ist eine Danksagung Davids, daß ihn Gott in mancherley Gefahr und Noth errettet hat. i. Ein Psalm vorzusingen, Davids, des Herrn Knechts, welcher hat dem Hernr die Worr dieses Lieds gercdt, zur Zeit, da ihn dee Herr errettet von der Hand seiner Feinde, und von der Hand L-aüls, und sprach : .er;L-ch lieb hab * meine Stärke. ich dich, Hav Derr! ;c> Der -8. Psalm. z. Herr! mein Fels, meine Burg, i mein Erretter, mein Gott, mein Hort, i auf den ich traue, mein Schild und Horn meines Heils, und mein Schutz. r 4. Ich will den Herrn loben und i anrufen, so werde ich von meinen Feinden erlöset. f 5. Denn es umfiengen mich des To- t des Bande, und die Bäche Belial erschreckten mich. s 6. Der Hollen Bande umfiengen mich, und des Todes Stricke überwäl- r tigten mich. r 7. Wenn mir angst ist, so rufe ich den Herrn an, und schreye zu meinem z Gott, so erhöret er meine Stimme j von seinem Tempel, und mein Geschrey kommt vor ihn zu seinen Ohren. ! 8. Die Erde bebete, und ward be- < weget, und die Grundveste der Berge i regeten fich, und bebeten, da er zornig ^ wär. 9. Dampf gieng auf von seiner Na- i se, und verzehrend Feuer von seinem < Munde, daß es davon blitzte. 10. Er neigte den Himmel, und i fuhr > Der -8. Psalm. ri fuhr herab, und Dunkel war unrer seinen Füssen. r i. Und er fuhr auf dem Cherub, und flog daher, er schwebete auf den Fittigen des Windes. 12. Sein Gezelt um ihn her war finster, und schwarze dicke. Wolken, darinnen er verborgen war. IZ. Vorn Glanz vor ihm trenneten fich die Wolken mit Hagel und Blitzen. 14. Und der Herr donnerte im Himmel, und der Höchste ließ feinen Donner aus mit Hagel und Blitzen. 15. Er schoß seine Strahlen, und zerftreuete fie, er ließ sehr blitzen, und schreckte fie. 16. Da sahe man Wassergüsse? und des Erdbodens Grund ward aufgedecket, Herr! von deinem Schelten, von dem Odem und Schnauben deiner Nase. 17. Er schickte aus von der Höhe, und holete mich, und zog mich aus grossen Wassern. 18. Er errettete mich von meinen starken Feinden, von meinen Hassern, die mw zu mächtig waren. B 4 19. Die ?2 Der iK. Psalm. 19. Die mich überwältigten zur Zeit meines Unfalls/ und der Herr ward meine Zuversicht. 20. Und er führte anich aus in den Raum, er riß mich heraus/ denn er hatte Lust zu mir. 21. Der Herr thut wohl an mir nach meiner Gerechtigkeit/ er vergilt mir nach der Reinigkeit meiner Hände. 22. Denn ich halte die Wege des Herrw und bin nicht gottlos wider meinen Gott. 2z. Denn alle seine Rechte hab ich vor Augen, und seine Gebotte werf ich nicht von mir. 24. Sondern ich bin ohne Wandel vor ihm, und hüte mich vor Sünden. 25. Darum vergilt mir der Herr nach meiner Gerechtigkeit, nach der Reinigkeit meiner Hände, vor seinen Augen. 26. Bey den Heiligen bist du heilig, und bey den Frommen bist du fromm. 27. Und bey den Reinen bist du rein, und bey den Verkehrten bist du verkehrt. 28. Denn du hilfst dem elenden Volk, und die hohen Augen niedrigest du. <-r Der 18. P>alm. t ) r r r t h h l. 'r ;r n g/ n, tt« n 29. Denn du erleuchtest meine Leuchte, der Herr mein Gott machet meine Finsterniß lichte 32. Denn mit dir kann ick Kriegsvolk zerschmeißen, und mit meinem Gott über die Mauren springen. 31. Gottes Wege find ohne Wandel, die Reden des Herrn sind durch- läutert, er ist ein Schild allen, die ihm vertrauen. 32. Denn wo ist ein Gott ohne der Herr? oder ein Hort ohne unser Gott? 33. Gott rüstet mich mit Kraft, und machet meine Wege ohne Wandel. 34. Er machet meine Füsse gleich den Hirschen, und stellet mich auf meine Höhe. ?5. Er lehret meine Hand streiten, und lehret meinen Arm einen ehernen Bogen spannen. 36. Und gierest mir den Schild deines Heils, und deine Rechte stärket mich, und wenn du mich demüthigest, machest du mich groß. 37. Du machest unter mir Raum zu gehen, daß meine Knöchel nicht gleiten. 38. Ich will memen Feinden nach- B 5 jagen, Der i3. Psalm. jagen/ und sie ergreifen, und nicht umkehren/ bis ich sie umbracht habe. 39. Ich will sie zerschmeißen/ und sollen mir nicht widerstehen/ sie müssen unter meine Füsse fallen. 40. Du kannst mich rüsten mit Stärke zum Streit/ du kannst unter mich werfen, die sich wider mich setzen. 4,. Du ziehest mir meine Feinde in die Flucht, daß ich meine Hasser ver- stöhre. 42. Sie rufen, aber da ist kein Helfer, zum Herrn, aber er antwortet ihnen nicht. 4Z. Ich will sie zerstossen wie Staub vor dem Winde, ich will sie wegräll- rnen, wie den Koth auf der Gassen. 44. Du hilfeft mir von dem zänkischen Volk, nnd machest mich ein Haupt unter den Heiden, ein Volk, das ich nicht kanme, dienet nur. 45. Es gehorchet nur mit gehorsamen Ohren, ja den fremden Kindern hats wider mich gefehlet. . 46. Die fremden Kinder verschmachten, und zappeln in ihren Banden. 47. Der Herr lebet, und gelobet sey Der iy. Psalm. sey mein Hort, und der Gott meines Heils müsse erhaben werden. 48. Der Gott, der mir Rache giebt, und zwinget die Völker unter mich. 49. Der mich errettet vorr meinen Feinden, und erhöhet mich aus denen, die sich wider mich setzen, du hilfest mir von den Freveln. 50. Darum will ich dir danken, Herr! unter den Heiden, und deinem Namen Lob singen. 5Der seinem Könige groß Heil beweiset, und wohl thut seinem Gesalbten David und seinem Saamen ewiglich. * Der XIX. Psalm. i. Ein Psalm Davids/ vorzusingen. Ist eine Weissagung, wie das Evangelium in aller Welt erschallen, und Frucht werde bringen, dann es solle lehren, frölich, Fromm und beständig machen. ie Himmel erzählen die Ehre Got--- tes, und die Beste verkündiget seiner Hände Werk. z. Ein Tag sagts dem andern, und eine Nacht thuts kund der andern. Der iy. Psalm. ;6 4. Es ist keine Sprache noch Rede, da man nicht ihre Stimme höre. 5. Ihre Schnur gehet aus in alle Lande, und ihre Rede an der Welt Ende, er hat der Sonne eine Hütte m denselben gemacht. 6. Und dieselbige gehet heraus, wie ein Bräutigam aus seiner Kammer, und freuet sich wie ein Held, zu laufen den Weg. 7. Sie gehet auf an einem Ende des Himmels, und laufet um bis wieder an dasselbe Ende, und bleibet nichts vor ihrer Hitze verborgen. 8. Das Gesetz des Herrn ist ohne Wandel, und erquicket die Seele. Das Zeugniß des Herrn ist gewiß, und machet die Albern weise. 9. Die Befehle des Herrn sind richtig, und erfreuen das Herz. Die Geholte des Herrn sind lauter, und erleuchten die Augen. 10. Die Furcht des Herrn ist rein, und bleibet ewiglich. Die Rechte des Herrn sind wahrhaftig, allesamt gereckt. n. Sie Der 20. Psalm. 11. Sie sind köstlicher denn Gold, und viel feines Goldes/ sie sind süsser, denn Honig und Honigseim. 12. Auch wird dein Knecht durch sie erinnert/ und wer sie hält/ der hat grossen Lohn. 13. Wer kann merken, wie oft er fehlet? verzeihe mir die verborgenen Fehler. 14. Bewahre auch deinen Knecht vor den Stolzen, daß sie nicht über mich herrschen, so werde ich ohne Wandel seyw und unschuldig bleiben grosser Missethat. '5. Laß dir Wohlgefallen die Rede meines Mundes, und das Gespräch meines Herzens vor dir, Herr! mein Hort und mein Erlöser! Der XX. Psalm. i. Ein Psalm Davids, vorzusingen. Ist ein Gebet für weltliche Obrigkeit, daß Gort Glück zum Regiment, und Sieg wider die Feinde wolle geben. c?-ssr Herr erhöre dich in der Noth, ^ der Name des Gottes Jacob schütze dich. z. Er ;8 Der 20. Psalm. z. Er sende dir Hilfe vom Heilig-- thum/ und stärke dich aus Zion. 4. Er gedenke alle deines Speis- opfers/ und dein Brandopfer müsse fett seyn. Sela. 5. Er gehe dir, was dein Herz,begehret/ und erfülle alle deine Anschläge. 6. Wir rühmen/ daß du uns hilfest, und im Namen unsers Gottes werfen wir Panier auf/ der Herr gewähre dich aller deiner Bitte. 7. Nun merke ich/ daß der Herr seinem Gesalbten hilft/ und erhöret ihn in seinem heiligen Himmel, seine rechte Hand hilft gewaltiglich. 8. Jene verlassen sich auf Wagen und Rosse, wir aber denken an den > Namen des Herrn unsers Gottes. ^ y. Sie sind niedergestürzt und gefallen, wir aber stehen aufgericht. c 10 . Hilf, Herr! der König erhöre * uns, wenn wir rufen. ^ Der ^ Der 2i. Psalm. z? Der XXI. Psalm. i. Ein Psalm Davids, vorzusingen. Ist ein Gebet und Weissagung, wie Christus von den Todten auferstehen, ewig leben, und segnen, und über alle seine Feinde siegen soll. (^err! der König freuet sich in deiner Kraft, und wie sehr Mich ist er über deiner Hilfe? z. Du giebst ihm seines Herzens Wunsch, und weigerst nicht, was sein Mund bittet. Sela. 4. Denn du überschüttest ihn mit gutem Segen, du setzest eine güldene Krane auf sein Haupt. 5. Er bittet dich ums Leben ^ so giebst du ihm langes Leben immer und ewiglich. 6. Er hat grosse Ehre an deiner Hilfe, du legest Lob und Schmuck auf ihn. 7. Denn du setzest ihn zum Segen ewiglich, du erfreuest ihn mit Freuden deines Antlitzes. n. Denn der König hoffet auf den Herrn, und wird durch die Güte des Höchsten best bleiben. 9. Deine Der 22. Psalm. 40 9. Deine Hand wird finden alle deine Feinde, deine Rechte wird finden/ die dich hassen. 10. Du wirst sie machen wie einen Feuerofen, wenn du drein sehen wirst, der Herr wird sie verschlingen in seinem Zorn, Feuer wird sie fressen. 11. Ihre Frucht wirft du umbringen vorn Erdboden, und ihren Säumen von den Menschenkindern. 12. Denn sie gedachten dir Uebels zu thun, und machten Anschläge, die sie nicht konnten ausführen. I Z. Denn du wirst sie zur Schulter machen, mit deiner Sennen wirft du gegen ihr Antlitz zielen. 14. Herr! erhebe dich in deiner Kraft, so wollen wir singen und loben deine Macht., Der XXII. Psalm. i. Ein Psalm Davids, vorzusingen, von der Hindin, die früh gejagt wird. Ist eine Weissagung vom Leiden und Auferstehung Jefu Christi, Gebersweife. Mein Der 22 . Psalm. 41 (Mein Gott! mein Gott! warum hast du mich verlassen? Ich heule, aber meine Hilfe ist ferne. z. Mein Gott! des Tages rufe ich, so antwortest du nicht, und des Nachts sihlvelge ich auch nicht. 4 . Aber du bist heilig, der du wohnest unter dem Lob Israels. 5. Unsere Vater hofften auf dich, und da sie hofften, halfest du ihnen aus. 6. Zu dir Orien sie, und wurden errettet, sie Hoffeten auf dich, und wurden nicht zu Schanden. 7 . Ich aber bin ein Wurm, und kein Mensch, ein Spott der Leute und Verachtung des Volks. 8. Alle die mich sehen, spotten mein, sperren das Maul auf, und schütteln den Kopf. 9. Er klags dem Herrn, der helfe ihm aus, und errette ihn, hat er Lust zu ihm. !o. Denn du hast mich aus meiner Mutterleibe gezogen, du wärest meine Zuversicht, da ich noch an rneiner Mutter Brüsten war. Auf 42 Dcr 22 . Psalm. i i. Auf dich bin ich geworfen aus Mutterleibe/ du bist mein Gott/ von meiner Mutterleibe an. i2. Sey nicht ferne von mir/ denn Angst ist nahe/ denn es ist hie kein Helfer. i Z. Grosse Farren haben mich umgeben/ fette Ochsen haben mich umringet. ,4. Ihren Rachen sperren sie auf wider mich/ wie ein brüllender und reihender Löwe. 15. Ich bin ausgeschüttet wie Wasser/ alle meine Gebeine haben sich zertrennet/ mein Herz ist in meinem Leibe, ^ wie zerschmolzen Wachs. 16. Meine Kräfte sind vertrocknet wie eine Scherbe, und meine Zunge klebet an meinem Gaumen, und du legest mich in des Todes Staub. - 7. Denn Hunde haben mich umge- ! ben, und der Bösen Rotte hat sich um mich gemacht, sie haben meine Hände und Füsse durchgraben. 18. Ich möchte alle meine Gebeine zählen, sie aber schauen und sehen ihre 1 Lust an mir. Der 22. Psalm. 4; 19. Sie theilen meine Kleider unter sich, und werfen das Loos um mein Gewand. 20. Aber, du Herr! sey nicht ferne, meine Stärke! eile mir zu helfen. 21. Errette meine Seele von dem Schwerdt, meine Einsame von den Hunden. 22. Hilf mir aus dem Nachen des Löwen, und errette mich von den Eni- hörnern. 2z. Ich will deinen Namen predigen meinen Brudern, ich will dich in der Gemeine rühmen. 24. Rühmet den Herrn, die ihr ihn fürchtet, es ehre ihn aller Saame Jacob, und vor ihm scheue sich aller Saame Israel. 25. Denn er hat nicht verachtet, noch verschmähet das Elend der Armen, und fern Antlitz vor ihm nicht verborgen, und da er zu ihm schrie, hörete ers. 26. Dich will ich preisen in der grossen Gemeine, ich will meine Gelübde bezahlen vor denen, die ihn fürchten. 27. Die 44 Der 22 . Psalm. 27. Die Elenden sollen essen, daß sie satt werden, und die nach dein Herrn fragen, werden ihn preisen, euer Herz soll ewiglich leben. 28. Es werde gedacht aller Welt Ende, daß sie sich zürn Herrn bekehren, und vor ihm anbeten alle Geschlechte der Heiden. 29. Denn der Herr hat ein Reich, und er herrschet unter den Heiden. so. Alle Fetten auf Erden werden essen und anbeten, vor ihm werden die Knie beugen alle, die im Staub liegen, und die so kümmerlich leben. Zi. Er wird einen Saamen haben, der ihm dienet, vom Herrn wird man verkündigen zu Kindes Kind. 32. Sie werden kommen, und seine Gerechtigkeit predigen dein Volk, das gebohren wird, daß ers thut. * Der XXIII. Psalm. i. Ein Psalm Davids. ,Ist ein Trost, daß Gott die Seinen speisen' trösten, regieren, schützen, und allerley Segen wolle geben. Der Der 24. Psalm. 4? e^>er Herr ist mein Hirt, mir wird ^ nichts mangeln. 2. Er weidet mich auf einer grünen Aue, und führet mich zum frischen Wasser. z. Er erquicket meine Seele, er führet mich auf rechter Strasse, mu seines Namens willen. 4. Und ob ich schon wanderte im finstern Thal, fürchte ich kein Unglück, denn du bist bey mir, dein Stecken und Stab trösten mich. 5. Du bereitest vor mir einen Tisth gegen meine Feinde, du salbest mein Haupt mit Oele, und schenkest mir voll ein. 6. Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Lebenlang, und ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar. * Der XXIV. Psalm. i. Ein Psalm Davids. Ist eine Weissagung vom Reich Christi, in der ganzen Welt, daß alle gottselig leben, und den Herrn Christum annehmen sotten. Die 46 Der 24 . Psalm. e?>ie Erde ist des Herrn, und was ^ darinnm ist, der Erdboden, und was darauf wohnet. 2. Denn er hat ihn an die Meere gegründet, und an den Wassern bereitet. z. Wer wird auf des Herrn Berg gehen ? Und wer wird stehen an seiner heiligen Stätte? 4. Der unschuldige Hände hat, und reines Herzens ist, der nicht Lust hat zu loser Lehre, und schwöret nicht fälschlich. 5. Der wird den Segen vom Herrn empfangen, und Gerechtigkeit von dem Gott seines Heils. 6. Das ist das Geschlecht, das nach ihm fraget, das da suchet dein Antlitz Jacob. Sela. >. Machet die Thore weit, und die Thüren in der Welt hoch, daß der König der Ehren einziehe. 1 8. Wer ist derselbe König der Eh- > ren? Es ist der Herr stark und mäch-' tig, der Herr mächtig im Streit. ' l y. Machet die Thore wett, und ! die Thüren in der Welt hoch, daß der König der Ehren einziehe. . i». Wer 47 Der 2 ?. Psalm. as i o. Wer ist derselbe König der Eh- nd ren? E 6 ist der Herr Zebaoth, er ist der König der Ehren. Sela. ?t. ' " Der XXV. Psalm. 'eE Psalm Davids- Ist ein fthvnGcbet, daßGott regieren und füh- . ren, Sunde vergcdcn, trösten und retten wolle. Nd at dir, Herr verlanget mich. ht ^ 2. Mein Gott! ich hoffe anf dich, laß mich nicht zn Schanden werkn den, daß sich meine Feinde nicht freuen m über rnich. z. Denn keiner wird zu Schanden, rh der dein harret, aber zu Schanden müs- sm sie werden, die losen Verächter. 4. Herr! zeige mir deine Wege, und ,ie lehre mich deine Steige, er 5. Leite mich in deiner Wahrheit, und lehre mich, denn du bist der Gott, h-, der mir hilft, täglich harre ich dein. h- > 6 . Gedenke, Herr! an deine Barm- ' Herzigkeit, und än deine Güte, die von ad der Welt her gewesen ist., aß 7. Gedenke nicht der Sünden meiner Jugend, und meiner Uebertrettung, er C ge- Der 2?. Psalm. gedenke aber mein nach deiner Barmherzigkeit/ um deiner Güte willen. 8. Der Herr ist gut und fromm, darum unterweiset er die Sünder auf dem Wege. 9. Er leitet die Elenden recht, und lehret die Elenden seinen Weg. 10. Die Wege des Herrn sind eitel Güte und Wahrheit denen, die seinen ' Bund und Zeugniß halten. n. Um deines Namens willen, > Herr! sey gnädig meiner Missethat, die da groß ist. 12. Wer ist der, der den Herrn fürchtet? Er wird ihn unterweisen den beßten Weg. ^ iz. Seine Seele wird im Guten wohnen, und sein Saame wird das Land besitzen. 14. Das Geheimniß des Herrn ist unter denen, die ihn fürchten, und seinen Bund lässet er sie wissen. 15. Meine Augen sehen stets zu dem Herrn, denn er wird meinen Fuß aus dem Netze ziehen. 16. Wende dich zu mir, und sey nur gnädig, denn ich bin einsam und elmd. 17. Die Der 26. Psalm. 4» 17. Die Angst meines Herzens ist groß/ führe mich aus meinen Nöthen. i s. Siehe an meinen Jammer und Elend/ und verzieh mir alle meine Sünde. 19. Siehe/ daß meiner Feinde so viel ist, und hassen mich aus Frevel. 20. Bewahre meine Seele/ und errette mich/ laß mich nicht zu Schanden werden, denn ich traue auf dich. 21. Schlecht und Recht das behüte mich/ denn ich harre dein. 22. Gott! erlöse Israel aus aller seiner Noth. Der XXVI. Psalm. 1. Ein Psalm Davids. Ist ein Gebet um Schutz/ und daß Gott vor Aergerniß behüten wolle. ^>err! schaffe mir Recht.- denn ich bin ^ unschuldig. Ich hoffe auf den Herrn/ darum werde ich nicht fallen. 2. Prüfe mich/ Herr! und versuche mich, lautere meine Nieren und mein Herz. z. Denn deine Güte ist vor meinen C 2 Augen? Der 26. Psalm. Augen / und ich wandle in deiner Wahrheit. 4. Ich sitze nicht bey den eiteln Leuten, und habe nicht Gemeinschaft mit den Falschen. 5. Ich hasse die Versammlung der Boshaftigen, und sitze nicht Sey den Gottlosen. 6. Ich wasche meine Hände mit Unschuld, und halte mich, Herr! zu deinem Altar. 7. Da man höret die Stimme des Dankens, und da man prediget alle deine Wunder. 8. Herr! ich habe lieb die Statte deines Hauses, und den Ort, da deine Ehre wohnet. 9 . Raffe meine Seele nicht hm mit den Sündern, noch mein Leben mit den Blutdürstigen. 10. Welche mit bösen Tücken umgehen, und nehmen gerne Geschenke. n. Ich aber wandle unschuldig, erlöse mich, und sey mir gnädig. » 2 . Mein Fuß gehet pichttg, ich will dich loben, Herr! in den Versammlungen. Der Der 27. Psalm. 51 Der XXVII. Psalm. i. Ein Psalm Davids. Ist ein Gebet, daß Gott führen und schützen/ bey seinem Wort erhalten/ und vor den Feinden bewahren wolle. (7>er Herr ist mein Licht und mein Heil, vor wem sollt ich mich fürchten? Der Herr ist meines Lebens Kraft, vor wem sollt mir grauen ? 2. Darum, so die Bösen, meine Widersacher und Feinde, an mich wollen, mein Fleisch zu fressen, müssen sie anlaufen und fallen. 3. Wenn sich schon ein Heer wider mich leget, so fürchtet sich doch mein Herz nicht, wenn sich Krieg wider mich erhebet, so verlaß, ich mich auf ihn. 4. Eines bitte ich vom Herrn, das hätte ich gern, daß ich im Hause des Herrn bleiben möge mein Lebenlang, zu schauen die schönen Gottesdienste des Herrn, und seinen Tempel zu besuchen. 5. Denn er decket mich in seiner Hütte zur bösen Zeit, er verbirget mich heimlich in seinem Gezelt, und erhöhet mich auf einem Felsen. 6. Und Der 27. Psalm. ;-r 6. Und wird nun erhöhen wem Haupt über meine Feinde, die um mich find, so will ich in seiner Hütte Lob opfern, ich will singen und Lob sagendem Herrn. 7. Herr! höre meine Stimme, wenn ich rufe, sey mir gnädig, und erhöre mich. 8. MeinHerz hält dir vor deinWort: Ihr sollt mein Antlitz suchen; darum suche ich auch, Herr! dein Antlitz. 9. Verbirge dein Antlitz flücht vor mir, und verflösse nicht im Zorn deinen Knecht, denn du bist meine Hülfe; laß mich nicht, und thue nicht von mir die Hand ab? Gott, mein Heil! 10. Denn mein Vater und meine Mutter verlassen mich, aber der Herr i nimmt mich auf. i i. Herr! weift mir deinen Weg, und leite mich aufrichtiger Bahn, um meiner Feinde willen. 12 . Gieb mich nicht in den Willen meiner Feinde, denn es stehen falsche Zeugen wider mich, und thun nur unrecht ohne Scheu. lZ. Ich Der i8 Psalm. 5? Ich glaube aber doch/ daß ich sehen werde das Gute des Herrn im Lande der Lebendigen. 74. Harre des Herrn , sey getrost und unverzagt, und harre des Herrn. Der XXVIII. Psalm. 1. Ein Psalm Davids. Ist ein Grbct widcr die Feinde der Kirchen, und ein Trost, daß Gott sein Häuflein erhalten wolle. Asrenn ich rufe zu dir, Herr, mein Hort! so schweige mir nicht, auf daß nicht, wo du schweigest, ich gleich ^werde denen, die in die Hölle fahren. 2. Höre die Stimme meines Flehens, wenn ich zu dir schreye, wenn ich meine Hände aufhebe zu deinem heiligen Chor. z. Zeuch mich nicht hin unter den Gottlosen, und unter denUebelthätern, die freundlich reden mit ihrem Nächsten, und haben Böses im Herzen. 4. Gieb ihnen nach ihrer That, und nach ihrem bösen Wesen, gieb ihnen nach den Werken ihrer Hände, vergilt ihnen, was sie Verdimet haben. C 4 5. Denn ch 54 Der 29 . Psalm. 5. Denn sie wollen nicht achten auf das Thun des Herrn/ noch . auf die Werke seiner Hände,- darum wird er sie zerbrechen, und nicht bauen. 6. Gelobet sey der Herr, d enn er hat erhöret die Stimme meines Flehens. 7. Der Herr ist meine Stärke und mein Schild, auf ihn hoffet mein Herz, und mir ist geholfen, und mein Herz ist frölich, und ich will ihm danken mit meinem Lied. 8. Der Herr ist ihre Stärke, er ist die Stärke, die seinem Gesalbten hilft. 9. Hilf deinem Volk, und segne dein Erbe, und weide sie, und erhöhe sie ewiglich. Der XXIX. Psalm. i. Ein Psalm Davids. Ist eine Weissagung/ wie Christus durch sein Evangelium in der Welt regieren/ rumoren/ und alles, was ihm widerstehet, zerbrechen, und die selbige Sündflut der Tauft anrichten werde. HLringet her dem Herrn, ihr Gewal- tige! bringet her dem Herrn Ebre und Stärke. Der 2y. Psalm. 2. Bringet her dem Herrn Ehre seines Namens/ betet an den Herrn im heiligen Schmuck. 3. Die Stimme des Herrn gehet auf den Wassern/ der Gott der Ehren donnert/ der Herr auf grossen Wassern. 4. Die Stimme des Herrn gehet mit Macht/ die Stimme des Herrn gehet herrlich. 5. Die Stimme des Herrn zerbricht die Cederm der Herr zerbricht die Cedern in Libanon. 6. Und machet sie lecken wie ein Kalb/ Libanon und Sirion wie ein junges Einhorn. 7. Die Stimme des Herrn hauet wie Feuerflammen. 8. Die Stimme des Herrn erreget die Wüsten, die Stimme des Herrn erreget die Wüsten Kades. 9. Die Stimme des Herrn erreget die Hindin und entblößet die Wälder, und in seinem Tempel wird ihm jedermann Ehre sagen. i Der Herr sitzet/ eine Sündfluth anzurichten, und der Herr bleibet ein König in Ewigkeit. Es n. Der Der ;o. Psalm. Der Herr wird seinem Volk ' Kraft gebew der Herr wird sein Volk segnen mit Friede. Der XXX. Psalm. i. Ein Psalm zu singen, von der Einweihung des Hauses Davids. Ist eine Danksagung, daß Gott in Lcibes- noth und Krankheiten geholfen Habe, und das Leben erhalten. <^ch preise dich, Herr! denn du haft mich erhöret, und lässest meine Feinde sich nicht über mich freuen. 3. Herr, mein Gott! da ich schrie zu dir, machtest du mich gesund. 4. Herr! du hast meine Seele aus der Hölle geführet, du hast mich lebendig behalten, da die in die Hölle fuhren. 5. Ihr Heiligen! lobsmget dem Herrn, danket und preiset seine Heiligkeit. 6. Denn sein Zorn währet einen Augenblick, und er hat Lust zum Leben, den Abend lang währet das Weinen, aber des Morgens die Freude. 7 . Ich Der;o. Pftlm. 57 7. Ich aber sprach/ da mirs wohl gierig: Ich werde nimmermehr darnieder liegen. 8. Denn, Herr! durch dein Wohlgefallen hast du meinen Berg stark gemacht, aber da du dein Antlitz verbärgest, erschrack ich. 9. Ich will, Herr! ruffen zu dir, dem Herrn will ich flehen. 12. Was ist nun an meinem Blut, wenn ich todt bin? Wird dir auch der Staub danken, und deine Treue verkündigen ? i i. Herr! höre, und sey mir gnädig, Herr! sey mein Helfer. 12. Du hast mir meine Klage verwandelt in einen Reigen, du haft meinen Sack ausgezogen, und mich mit Freuden gegürtet. i z. Aufdaß dir lobsinge meine Ehre, und nicht still werde, Herr, mein Gott! ich will dir danken in Ewig- Der; -. P,alm. ?8 Der XXXI. Psalm. ^ i. Ein Psalm Davids. Ist ein Gebet, daß Gott wider Sünde trösten, und den Feinden der Kirchen wehren wolle. (^err! auf dich traue ich, laß mich nimmermehr zu Schanden werden, errette mich durch deine Gerechtigkeit. 3. Neige deine Ohren zu mir, eilend hilf mir, sey mir ein starker Fels und eine Burg, daß du mir helfest. 4. Denn du bist mein Fels, und meine Burg, und um deines Namens willen wolltest du mich leiten und führen. s- Du wollest mich aus dem Netze ziehen, das sie mir gestellet haben, denn du bist meine Stärke. 6. In deine Hände befehl ich meinen Geist, du haft mich erlöset, Herr! du getreuer Gott! 7. Ich hasse, die da halten auf lose Lehre, ich hoffe aber auf den Herrn. 8. Ich freue mich, und bin Mich über deine Güte, daß du mein Elend anstehest, und erkennest meine Seele in der Noth. 9. Und Der 59 9. übergießest mich nicht in die j Hände des Feindes, du stellest meine Füsse auf weiten Raum. - ^ 12. Herr! sey mir gnädig/ denn mir ' ist angst/ meine Gestalt ist verfallen vor > Traurem darzu meine Seele und mein , . Bauch. ii. Denn mein Leben hat abgenom- ) inen vor Betrübniß/ und meine Zeit > vor Seufzem rneine Kraft ist verfallen ! vor meiner Missethat, und meiue Ge- ^ beiue sind verschmachtet. - i 12. Es gehet mir so übel/ daß ich bin eine grosse Schmach worden meinen : ! Nachbarn, und eine Scheu meinen / ' Verwandten; die mich sehen auf der Gassen, fliehen vor mir. r iz. Mein ist vergessen im Herzen, r wie eines Todten, ich bin worden wie ein zerbrochen Gefäß. : , - 4. Denn viel schelten mich übel, daß . jedermann sich vor mir scheuet, sie rath-- ) schlagen miteinander über mich, und - denken mir das Leben zu nehmen. l 15. Ich aber, Herr! hoffe auf dich, und spreche: Du bist mein Gott. ) »6. Mei- 6o Der Psalm. 16. Meine Zeit stehet in deinen Händen, errette mich von der Hand meiner Feinde, und von denen, die mich verfolgen. 17. Laß leuchten dein Antlitz üher deinen Knecht, hilf mir durch deine Güte. 18. Herr! laß mich nicht zu Schanden werden, denn ich ruffe dich an. Die Gottlosen müssen zu Schanden und ge- schweiget werden in der Hölle. 19. Verstummen müssen falsche Mäuler, die da reden wider den Ge-. rechten steif, stolz und hönisch. 20. Wie groß ist deine Güte, die du verborgen hast denen, die dich fürchten, und erzeigest denen, die vor den Leuten auf dich trauen. 21. Du verbirgeft sie heimlich bey dir, vor jedermanns Trotz, du verdeckest sie in der Hütte vor den zänkischen Zungen. 22. Gelobet sey der Herr, daß er mir hat eine wunderliche Güte bewiesen, in einer festen Stadt. 2z. Denn ich sprach in meinem Zagen: Ich bin vor deinen Augen verstoßen, Der Psalm. 6i ftoffen, dennoch höreteft du meines Flehens Stimme, da ich zu dir schrie. 24. Liebet den Herrn / alle seine Heilige! die Gläubigen behütet der Hery und vergilt reichlich dem, der Hochmuth übet. 25. Seyd getrost und unverzagt alle, die ihr des Herrn harret. * Der XXXII. Psalm. i. Eine Unterweisung Davids. Ist eine Lehr von Vergebung der Sünden, daß wir unsere sündhafte Natur und Missethat erkennen, Gott um Gnade bitten, und Vergebung durch Christum hoffen sollen. «Hohl dem, dem die Uebertrettungen vergeben sind, dem die Sünde bedecket ist! 2. Wohl dem Menschen, dem der Herr die Missethat nicht zurechnet, in des Geist kein Falsch ist! z. Denn da ichs wollte verschweigen, verschmachteten meine Gebeine, durch mein täglich Heulen. 4. Denn deine Hand war Tag und Nacht schwer auf mir, daß mein Saft ver- 62 Der )2. Psalm. vertrocknete/ wie es im Sommer dürre wird. Sela. l 5. Darum bekenne ich dir meine c Sünde/ und verheele meine Missethat - nicht. Ich sprach: Ich will dem Herrn meine Uebertr^ttung bekennen/ da vergäbest du mir die Missethat meiner Sünden. Sela. ; j 6. Dafür werden dich alle Heiligen bitten zu rechter Zeit., darum/ wenn ^ grosse Wasserfluthen kommen/ werden ' sie nickt an dieselbigen gelangen. l 7. Du bist mein Schirm, du wolltest mich vor Angst behüten, daß ich erret- r tet ganz Mich rühmen könne. Sela., c 8. Ich will dich unterweisen/ und dir den Weg zeige»/ den du wandeln , sollt/ ich will dich mit meinen Augen leiten. . 9. Seyd nicht wie Roß und Mäuler, die nicht verständig sind/ welchen mau * Zäume und Gebiß muß ins Maul legen/ wenn sie nicht zu dir wollen. i i2. Der Gottlose hat viel Plage/ wer aber auf den Herrn hoffet/ den wird die Güte umsahen. l . Freuet ^ ii Der Psalm. 6; re i'. Freuet euch des Herrn,, und > seyd frölich, ihr Gerechten! und rühmet re alle ihr Frommen. at ---- m * Der XXXIII. Psalnr. bx ^ Ist eine Danksagung für allerley Segen ^ und Gnad, die Gort auf Erden zu diesem N ! leiblichen Leben giebt. n freuet euch des Herrn, ihr Gerech-- n T) ten ! die Frommen sollen ihn schön preisen. st 2. Danket dem Herrn mit Harfem t- und lobsmget ihm auf dem Psalter n ^ auf zehen Saiten. z. Singet ihm ein neues Lied, ma- " chets gut üuf Saitenspiel rntt Schalle. ^ 4. Denn d^s Herrn Wort ist wahr- . hastig, und was er zusagt, das hält ^ er gewiß. i 5. Er liebet Gerechtigkeit und Ge- ^ richt, die Erde ist voll Güte des Herrn. Y 6. Der Himmel ist durchs Wort des n Herrn gemacht, und all sein Heer durch > den Geist seines Mundes. !t- 7. Er «4 Der Psalm. 7. Er hält das Wasser im Meer zusammen, wie in einem Schlauch, und g leget die Tiefe ins Verborgen. 8. Alle Welt fürchte den Herrn, a und vor ihm scheue sich alles, was auf h dem Erdboden wohnet. 9. Denn so er spricht, so geschiehts, Z so er gebeut, so stshts da. iv. Der Herr machet zu nichte der § Heiden Rath, und wendet die Gedaw ° ken der Völker. s i i. Wer der Rath des Herrn blei- § het ewiglich, seines Herzens Gedanken > für und für. r 12. Wohl dem Volk, deß der Herr ein Gott ist, das Volk, das er zum Erbe erwählet hat. i z. Der Herr schauet vorn Himmel, , und siehet aller Menschen Kinder. 14. Von seinem vesten Thron siehet er auf alle, die auf Erden wohnen. , 15. Er lenket ihnen allen das Herz,! b er merket auf alle ihre Werke. ^ t 16. Einem Könige hilft nicht seine c grosse Macht/ ein Riese wird nicht er- ^ rettet durch seine grosse Kraft. ; Rosse l 6? Der ?§.. Psalm. l- Rosse helfen auch nicht/ und ihre V ^ grosse Stärke errettet nicht. 18. Siehe/ des Herrn Auge siehet u ant die/ so ihn fürchten/ die auf seine rf Güte hoffen. i y. Daß er ihre Seele errette vom 0/ Tode/ und ernähre sie in der Theurung. 22. Unsere Seele harret auf den P Herrn, er rst unsere Hilft und Schild, r- 21. Denn unser Her; freuet sich . sein, und wir trauen auf seinen heili- r- gen Namen. N i 22. Deine Güte, Herr! sey über uns, wie wir auf dich hoffen. 'r__ " * Der XXXIV. Psalm. h i. Ein Psalm Davids/ da er seine Gcbcbrde verstcllckc vor Abimclech, der ihnvon sich »t trieb, und er weggicng. Ist emeDanksagmiq für die qeistlichen Ga- r,! ben, daß Gott die Seinen erhört und hilft, ^ tröstet rmd schützet in allerley Nöthen. re c^ch will den Herrn loben allezeit' ^ sein Lob soll immerdar in meinem Munde seyn. 65 Der ; 4 . Psalm, z. Meine Seele sott sich rühmen des Herrn, daß die Elenden hören und * sich freuen. -? 4. Preiset mit mir den Herrn, und ^ lasset uns untereinander seinen Namen r erhöhen. 5. Da ich den Herrn suchte, ant- » wertete er mir, und errettete mich aus r aller meiner Furcht. 6. Welche ihn ansehen und anlaufen, s> derer Angesicht wird nicht zu Schanden. 7. Da dieser Elende rief, hörete der d Herr, und half ihm aus allen seinen ^ « Nöthen. 8. Der Engel des Herrn lagert sich Ü um die Her, so ihn fürchten, und hilft ^ ihnen aus. ,. 9. Schmecket und sehet, wie freund- H lieh der Herr ist. Wohl dem, der auf, ^ ihn trauet! 10. Fürchtet den Herrn, ihr seine ^ Heilige! denn die ihn fürchten, haben d« keinen Mangel. i i. Die Reichen müssen darben und hungern, aber die den Herrn suchen, > haben keinen Mangel an irgend einem' ^ Guten. . w 12. Kom-l Der ;4- Psalm. 67 ^ 12. Kommet her, Kinder! höret ld mir zu, ich will euch die Furcht des Herrn lehren. ld 13. Wer ist, der gut Leben begeh--- li ret, und gerne gute Tage hätte? 14. Behüte deine Zunge vor Bösem, t- und deine Lippen, daß sie nicht falsch ls reden. " 15. Laß vom Bösen, und thue Gutes, n, suche Friede, und jage ihm nach. m 16. Die Augen des Herrn sehen auf >r die Gerechten, und seine Ohren auf ;n' ihr Schreyen. 17. Das Antlitz aber des Herrn stech het über die, so Böses thun, daß er ihr ft Gedächtniß ausrotte von der Erden. , 18. Wenn die Gerechten schreyen, d, so höret der Herr, und errettet sie aus if. aller ihrer Noth. 19. Der Herr ist nahe bey denen, die zerbrochenes Herzens sind, und hilft ,1 denen, die zerschlagen Gemüth haben. ^ 20. Der Gerechte muß viel leiden, d aber der Herr hilft ihm aus dem allem. 21. Er bewahret ihm alle seine Geil > beine, daß deren nicht eines zerbrochen ^ wird. 22. Den Der; 5. Psalm. 6ß 22. Den Gottlosen wird dasUnglüt! todten, und die den Gerechten Hasser, pf werden Schuld haben. ve 2z. Der Herr erlöset die Seele seine. Knechte, und alle, die auf ihn trauen, ge werden keine Schuld haben. hc .-hi Der XXXV. Psalm. r. Ein Psalm Davids. JA nn Gcbct widcr die Feinde unsers Hem Ch- isti, daß Gort ihnen wehren wolle. ^err! hadere mit meinen Haderern ^ streite wider meine Bestreiter. 2. Ergreife den Schild und Waffen, und mache dich auf, nur zu helfen. z. Zucke den Spies, und schütze mich wider meine Verfolger, sprich zu meiner Seele: Ich bin deine Hilfe. 4. Es müssen sich schämen, und ge höhnet werden, die nach meiner Seeli stehen, es müssen sich zurücke kehren und zu Schanden werden, die mir übel wollen. 5. Sie müssen werden wie Spree vor dem Winde, und der Engel dei Herrn stoffe sie weg. 6. Ihr w h ro d b n Der Psalm. 6, ü(! 6 . Ihr Weg müsse finster und schlü- ey pferig werden/und der Engel des Herrn verfolge fie. rei 7. Denn fie haben mir ohne Ursach eri geftellet ihr Netz zu verderben/ und haben ohne Ursach meiner Seele Grll- - ben zugericht. 8 . Er müsse unversehens überfallen werden/ und sein Netz/ das er gestellet hat, müsse ihn sahen, und müsse darin- w nen überfallen werden. 9. Aber meine Seele müsse sich k»/ freuen des Herrn, und frölich seyn auf seine Hilft. ey l o. Alle meine Gebeinemussen sagen: .. Herr! wer ist deines gleichen? Der du den Elenden errettest von dem, der rei ihm zu stark ist, und den Elenden und Armen von seinen Räubern, ge li. Es tretten frevele Zeugen auf, el< die zeihen mich, deß ich nicht schuldig en bin. nlr 12. Sie thun mir Arges um Gutes, mich in Herzeleid zu bringen. ?e» 13. Ich aber, wenn sie krank waren, )eL zog einen Sack an, that mir wehe mit Fasten,- und betete von Herzen stets. K 14. Ich 7<> DerPsalm. >4. Ich hielte mich/ als wäre es *r mein Freund und Bruder, ich gierig! d traurig, wie einet/ der Leide trägt über seiner Mutter. H 15. See aber freuen sich über mei- neu Schaden/ und rotten sich/ es rot- A ten sich die Hinkende wider mich/ E ohne meine Schuld/ sie reihen und hören nicht auf. n 16. Mit denen/ die da heucheln und u spotten um des Bauchs willen/ beißen si sie ihre Zähne zusammen über mich. ! n 17. Herr! wie lang willt du zuse-! hen? Errette doch meine Seele aus, ik ihrem Getümmel/ und meine Einsame von den jungen Löwen. C 18. Ich will dir danken in der groß U sen Gemeine / und unter viel Volks nr will ich dich rühmen. w »9. Laß sich nicht über mich freuen, . die mir unbillig feind sind/ noch mit dr den Augen spotten/ die mich ohn Nr-, m fach hassen. ' hc 22. Denn sie trachten Schaden zu w thun, und suchen falsche Sachen wider! die Stillen im Lande. , de 21. Und sperren ihr Maul weit auf pr wider DerPsalm. _7r n ^ Wider mich, und sprechen: Da, da, ng das sehen wir gerne, igt 22. Herr! du siehest, schweige nicht, Herr! sey nicht ferne von mir. lei- 2z. Erwecke dich, und wache auf ov zu meinem Recht, und zu meiner ch, Sache, mein Gott und Herr! nh 24. Herr, mein Gott! richte mich nach deiner Gerechtigkeit, daß sie sich. nd über mich nicht freuen. Laß sie nicht 'en sagen in ihrem Herzen: Da, da, das > wollten wir. se^i 25. Laß sie nicht sagen: Wir haben us, ihn verschlungen, ne 26. Sie 'müssen sich schämen, und zu Schanden werden alle, die sich meines osi Uebels freuen, sie müssen mit Schand ks nnd Schaln gekleidet werden, die sich wider mich rühmen. n, 27. Rühmen und freuen müssen sich, rit die mir gönnen, daß ich Recht behalte, r- und immer sagen: Der Herr müsse > hochgelobet seyn, der seinem Knecht ;u wohl will. er! 28. Und meine Zunge soll reden von , deiner Gerechtigkeit, und dich täalich uf preisen. 7 er D Der 72 Dcr ;6. Psalm. ' Der XXXVI. Psalm. r. Ein Psalm Davids/ des Herrn Knechts, vorzusingen. Ist ein Trost, obwohl die Welt aller Untre» und Tücke voll ist, so wolle doch Gott sei« Häuffei», das ihm vertraut, segnen, tröste« und schützen. /«§ ist von Grund meines Herzens von der Gottlosen Wesen gesprochen, daß keine Gottesfurcht bey ihnen ist. 3. Sie schmücken sich untereinander selbst, daß sie ihre böse Sache fördern, und andere verunglimpfen. 4. Alle ihre Lehre ist schädlich und erlogen, sie lassen sich auch nicht weisen, daß sie Gutes thäten. 5. Sondern sie trachten auf ihren Lager nach Schaden, und stehen ve 11. Aber die Elenden werden das Land erbew und Luft haben in grossem Frieden. 12. Der Gottlose dräuet den: Gerechtem und beißet seine Zähne zusammen über ihn. I-. Aber der Herr lacket sein/ denn er siehet/ daß sein Tag kommt. 14. Die Gottlosen ziehen das Schwerdt aus/ und spannen ihren Bogen/ daß sie fällen den Elenden und Armem und schlachten die. Frommen. 15. Aber ihr Schwerdt wird in ihr Herz gehen/ und ihr Bogen wird zerbrechen. 16. Das Wenige/ das ein Gerechter hat/ ift besser/ denn das grosse Gut vieler Gottlosen. -7. Denn der Gottlosen Urin wird zerbrechen/ aber der Herr enthält die Gerechten. '8. Der Herr kennet die Tage der Frommen/ und ihr Gut wird ewiglich bleiben. D Z Sie 76 Der Z 7 > Psalm. 19. Sie werden nicht zu Schanden in der bösen Zeit, und in der Theu- rung werden sie genug haben. 20. Denn die Gottlosen werden umkommen/ und die Feinde des Herrn, wenn sie gleich sind wie eine köstliche Aue, werden sie doch vergehen/ wie der Rauch vergehet. 21. Der Gottlose borget und bezahlet nicht, der Gerechte aber ist barmherzig und milde. 22. Denn seine Gesegneten erben das Land/ aber seine Verfluchten werden ausgerottet. 23. Von dem Herrn wird solches Mannes Gang gefördert/ und er hat Lust an seinem Wege. 24. Fället er/ so wird er nicht weggeworfen/ denn der Herr erhält ihn bey der Hand. 23. Ich bin jung gewesen/ und alt worden, und habe noch nie gesehen den Gerechten verlassen, oder seinen Saa- men nach Brod gehen. 26. Er ist allezeit barmherzig/ und leihet gerne, und sein Saame wird gesegnet seyn. 27. Lay Der Psirlm. 7? 27. Laß vorn Bösen, und thue Guts/ und bleibe immerdar. 28. Denn der Herr Hat das Recht lieb, und verlässet seine Heiligen nicht/ ewiglich werden sie bewahret/ aber der Gottlosen Saame wird ausgerottet. 29. Die Gerechten erben das Land/ und bleiben darinnen. Z2. Der Mund des Gerechten redet die Weisheit/ und seine Zunge lehret das Recht. ZI. Das Gesetz seines Gottes ist in seinem Herzen/ seineTritte gleiten nicht. 32. Der Gottlose lanret auf den Gerechten, und gedenket ihn zu tödten. 33. Aber der Herr lässet ihn nicht in seinen Händen, und verdammet ihn nicht, wenn er verurtheilet wird. 34. Harre aufden Herrn, und halte seinen Weg, so wird er dich erhöhen, daß du das Land erbest, du wirsts sehen, daß die Gottlosen ausgerottet werden. 35. Ich habe gesehen einen Gottlosen, der war trotzig, und breitete sich aus, und grimete wie ein Lorbeerbaum. D 4 36. Da 78 Der z8. Psalm. 36. Da man vorüber gieng, siehe/ da ward er nirgend funden. 37. Bleibe fromm und halte dich recht, denn solchen wirds zuletzt wohl gehen. Z 8. Die Uebertretter aber werden vertilget mit einander, und die Gottlosen werden zuletzt ausgerottet. 39. Aber der Herr hilft den Gerechten, der ist ihre Stärke in der Noth. 40. Und der Herr wird ihnen bey- siehen, und wird sie erretten, er wird sie von den Gottlosen erretten, und ihnen helfen, denn sie trauen auf ihn. Der XXXVIII. Psalm. 1. Ein Psalm Davids, zum Gedächtniß. Ist ein Gebet, daß Gott wider die Sünde trösten, und wider die Feinde schützen wolle. ^err! strafe mich nicht in deinem ^ Zorn, und Züchtige mich nicht in deinem Grimm. 3. Denn deine Pfeile stecken in mir, und deine Hand drücket mich. 4. Es ist nichts gesundes an meinem Leibe, vor deinem Dräuen, und ist kein ! ! Der ;8. Psalm. 79 >e/ Fried in meinen Gebeinen, vor meiner Sünde. ch 5. Denn meine Sünden gehen über hl mein Haupt, wie eine schwere Last sind sie mir zu schwer worden, n 6 . Meine Wunden stillten und o- eitern vor meiner Thorheit. 7. Ich gehe krumm und sehr gebückt, !)- den ganzen Tag gehe ich traurig. Z. Denn meine Lenden verdorren - - ganz, und ist nichts gesundes an mei- d nem ^eibe. 9. Es ist mit mir gar anders, und bin sehr zerstoßen, ich heule vor Unruhe meines Herzens. 10. Herr! vor dir ist alle meine Begierde, und mein Seufzen ist dir nicht verborgen. ^ ii. Mein Herz bebet, meine Kraft hat mich verlassen, und das Licht mei- n ner Augen ist nicht bey mir. " i a. Meine Lieben und Freunde stehen gegen mir, und scheuen meine Plage, und meine Nächsten tretten ferne. i z. Und die mir nach der Seele steil Heu, stellen mir, und die mir übel >l wollen, reden, wie sie Schaden thun d D 5 wollen, 8» ' Der ;8. Psalm. wollend, und gehen mit eitel Listen um. 14. Ich aber muß seyn wie ein Tauber, und nicht hören, und wie ein Stummer, der seinen Mund nicht auf- thut. 15. Und muß seyn wie einer, der nicht höret, und der keine Widerrede in seinem Munde hat. 16. Aber ich harre, Herr! auf dich, du, Herr, mein Gott! wirft erhören. 17. Denn ich denke, daß sie ja sich nicht über mich freuen, wenn mein Fuß wanket, würden sie sich hoch rühmen wider mich. 18. Denn ich bin zu Leiden gemacht, und mein Schmerz ist immer vor mir. 19. Denn ich zeige meine Missethat an, und sorge für meine Sünde. 20. Aber meine Feinde leben, und find mächtig, die mich unbillig hassen, find groß. 21. Und die mir Arges thun um Gutes, setzen sich wider mich, darum, daß ich ob dem Guten halte. 22. Verlaß mich nicht, Herr, mein Gott ! sey nicht ferne von mir. 22. Eile Der ;y. Psalm. 2Z. Eile mir beyzuftehen, Herr, meine Hilfe. Der XXXIX- Psalm. i. Ein PsirlmDavids, vorzusingen für Ieduthun. Ist eine Lehr wider das Aergerniß, daß es dösen Buben wohlgehct. <^ch habe mir vorgesetzt, ich will mich hüten, daß ich nicht sündige mit meiner Zunge. 2. Ich will meinen Mund zähmen, weil ich muß den Gottlosen so vor mir sehen. z. Ich bin verstummet und still, und schweige der Freuden, und muß mein Leid in mich fressen. 4. Mein Herz ist entbrannt in meinem Leibe, und wenn ich daran gedenke, werde ich entzündet, ich rede mit meiner Zunge. 5. Wer, Herr! lehre doch mich, daß ein Ende mit mir haben muß, und mein Leben ein Ziel hat, und ich davon muß. 6 . Siehe, meine Tage sind einer Hand 82 Der ;9. Psalm. Hand breit bey dir, und mein Leben ist wie nichts vor dir, wie gar nichts sind alle Menschen, die doch so scher leben? Sela. 7. Sie gehen daher, wie ein Sche, men, und machen ihnen viel vergeblicher Unruhe, sie sammeln, und wissen nicht, wer es kriegen wird. 8. Nun, Herr! weß soll ich mich trösten? Ich hoffe auf dich. 9. Errette mich von aller meiner Sünde, und laß mich nicht den Narren ein Spott werden. i o. Ich will sthweigen, und meinen Mund nicht aufthun, du wirsts wohl machen. n. Wende deine Plage von mir, denn ich bin verschmachtet von der Strafe deiner Hand. 12. Wenn du einen züchtigest um der Sünde willen, so wird seine Schöne verzehret, wie von Motten. Ach! wie gar nichts sind doch alle Menschen. Sela. iz. Höre mein Gebet, Herr! und vernimm mein Schreyen, und schweige nicht über meinen Thränen, denn ich u ?! e ri I i> § 8) Der 4« Psalm. i ^ ich bin beyde dein Ptlgrim, und dein z Bürger, wie alle meine Väter. . 14. Laß ab von mir, daß ich mich erquicke, ehe denn ich hinfahre, und , nicht mehr hie sey. t Der XI.. Psalm. > l i. Ein Psalm Davids, vorzusingen. Ist eine Weissagung, wie Christus nach seiner Auferstehung werde das Evangelium in die ganze Wett bringen, auf daß Gott von vielen gelobet werde, und viel ihre Hoffnung auf ihn setzen. Das Indcnthnm aber und der mosaische Gottesdienst soll ein Ende haben, und nichts denn Gottes Gerechtigkeit geprcdigct werden. ' <^.ch harrete des Herrn, und er nei- , l gete sich zu mir, und hörete mein e i Schreyen. ^ 3. Und zog mich aus der grausamen e f Grube, und aus dem Schlamnr, und e j ftellete meine Füsse auf einen Fels, daß e ich gewiß tretten kann. . 4. Und hat mir ein neu Lied in meinen Mund gegeben, zu loben unsern v Gott, das werden viele sehen, und den - Herrn fürchten, und auf ihn hoffen. s! 5. Wohl 84 Der 40 . Psalm. 5. Wohl dem, der seine Hoffnung setzet anf den Herrn , und sich nicht wendet zu den Hoffärtiqen/ und die mit Lügen umgehen. 6. Herr, mein Gott! groß sind deine Wunder, und deine Gedanken, die du an uns beweisest, dir ist nichts gleich: Ich will sie verkündigen, und davon sagen, wiewohl sie nicht zu zählen sind. 7. Opfer und Speisopfer gefallen dir nicht, aber die Ohren hast du mir aufgethan, du willt weder Brandopfer noch Süudopfer. «. Da sprach ich: Siehe, ich komme, im Buch ist von mir geschrieben. 9. Deinen Wtllen, mein Gott! thue ich gerne, und dein Gesetz hab ich in meinem Herzen. 10. Ich will predigen die Gerechtigkeit in der grossen Gemeine. Siehe, ich will mir meinen Mund nicht stopfen lassen, Herr! das weisseft du. 11. Deine Gerechtigkeit verberge ich nicht in meinem Herzen, von deiner Wahrheit und von deinem Heil rede ich, ich verheele deine Güte und Treue nicht vor der grossen Gemeine. i2. Du Der 40. Psalm. 8; 12. Du aber/ Herr! wollest deine Barmherzigkeit von mir nicht wenden, laß deine Güte und Treue allwege mich behüten. 1 z. Denn es hat mich nmgeben Leiden ohne Zahl, es haben mich meine Sünden ergriffen/ daß ich nicht sehen kann/ ihr ist mehr/ denn Haar auf meinem Haupt, und mein Herz hat mich verlassen. 14. Laß dirs gefallen, Herr! daß du mich errettest, eile, Herr! mir zu helfen. 15. Schämen müssen sich, und zu Schanden werden, die mir nach meiner Seele stehen, daß sie die Hinbringen, zurücke müssen sie fallen und zu Schanden werden, die mir Uebels gönnen. 16. Sie müssen in ihrer Schande erschrecken, die über mich schreyen: Da, da! 17. Es müssen sich freuen und Mich seyn alle, die nach dir fragen, und die dein Heil lieben, müssen sagen allwege: Der Herr sey hochgelobet! l8. Denn 86 Der 41. Psalm. i8. Denn ich bin arm und elend/ der Herr aber sorget für mich, du bist mein Helfer und Erretter, mein Gott verzeuch nicht. Der XU Psalm. r. Ein Psalm Davids, vorzusingen. Ist erstlich eine schöne Verheissnng, wer Christo und den Seinen Gutes thut, dem soll es reichlich bezahlet werden. Darnach bittet Christus wider seine Feinde, klaget über den Judas, und bittet, Gott wolle ihm aus dem Tod helfen. Darum ist es eine Weissagung vorn Leiden und Sterben Christi. «Hohl dem, sich des Dürftigen annimmt, den wird der Herr erretten zur bösen Zeit. 3. Der Herr wird ihn bewahren, und beym Leben erhalten, und ihm lassen wohl gehen auf Erden, und nicht geben in seiner Feinde Willen. 4 . Der Herr wird ihn erquicken auf seinem Siechbette, du hilfest ihm von aller seiner Krankheit. 5 . Ich sprach: Herr! sey mir gnädig, heile meine Seele, denn ich habe an dir gesündiget. 6. Meine Der 41. Psalm. 87 id, 6. Meine Feinde reden Arges wider »ist mich, wann wird er sterben, und sein )tt Name vergehen? 7. Sie kommen, daß sie schauen, und — meinem doch nicht von Herzen, sondern suchen etwas, das sie lästern mögen, gehen hin und Wagens aus. 8. Alle, die mich Haffen, raunen mit einander wider mich, und denken Bö- ses über mich. en 9. Sie hüben ein Bubenstück über m mich beschlossen, wenn er liegt, soll er ag nicht wieder aufstehen. 12. Auch mein Freund, dem ich mich n vertrauet, der mein Brod aß, tritt r- . mich unter die Füsse. 11. Du aber, Herr! sey mir gnä- N dig, und hilf mir auf, so will ich sie n bezahlen. >t 12. Dabey merke ich, daß du Gefallen an mir haft, daß mein Feind lf über mich nickt jauchzen wird. n , iZ. Mich aber erhaltest du, um meiner Frömmigkeit willen, und stellest r- mich vor dein Angesicht ewiglich, e 14. Ge- e 88 Der 42. Psalm. ,4. Gelobet , , sey der Herr/ der Gott Israel/ von nun an bis in Ewigkeit/ Amen! Amen! * Der XIII. Psalm. i. Eine Unterweisung der Kinder Korah, vorzusingen. Ist ein Gebet/ daß ihn Gott zu seiner Kirche/ und zu seinem Wort/ wieder dringen/ und wider die Feinde/ so seines Unglücks sich freuen/ schützen wolle. sie ein Hirsch schreyet nach frischem Wasser/ so schreyet meine Seele, Gott! zu dir. 3. Meine Seele durstet nach Gott, nach dem lebendigen Gott, wann werde ich dahin kommen, daß ich Gottes Angesicht schaue? 4. Meine Thränen sind meine Speise Tag und Nacht, weil man täglich zu mir saget: Wo ist nun dein Gott? 5. Wenn ich denn deß innen werde, so schütte ich mein Herz heraus bey mir selbst, denn ich wollte gern hingehen mit dem Haufen, und mit ihnen wallen zum Hanse Gottes, mit Frolockcn und Der 42. Psa?m. üt ^ und Danken, unter dem Haufen, die jt, da feyren. 6. Was betrübest du dich, meine _' Seele! und bist so unruhig in mir? Harre auf Gott/ denn ich werde ihm noch danken, daß er mir hilft mit seich, ^ nem Angesicht. 7. Mein Gott! betrübt ist meine ^ Seele in nur, darum gedenke ich an K dich im Lande am Jordan und Her- ^ monim, auf dem kleinen Berge. 8. Deine Fluchen rauschen daher, daß hie eine Tiefe, und da eine Tiefe ^ brausen, alle deine Wafferwogen und W eilen gehen über mich. ^ 9. Der Herr hat des Tages verheis- ^ sen seine Güte, und des Nachts singe ^ jch ihm, und bete zu Gott meines Lebens» E 1 Ich sage zu Gott meinem Fels: Warum hast du mein vergessen? Wa- rum muß ich so traurig gehen, wenn ^ mein Feind mich dränget? 1 >. Es ist als ein Mord in meinen st Beinen, daß mich meine Feinde fthmä- ,,, Heu, wenn sie täglich zu mir sagen: ^ Wo ist nun dein Gott? '2. Was Der 4;. Psalm. -o 12. Was betrübest du dich, meine Seele! und bist so unruhig in mir? Harre auf Gott, denn ich werde ihm noch danken, daß er meines Angesichts Hilfe, und mein Gott ist. Der XI.III. Psalm. Ist ein Geber, daß Gstt David wieder zu seiner Kirche wolle kommen lassen. HMte mich, Gott! und führe mir meine Sache wider das unheiliae Volk, und errette mich von den falschen und bösen Leuten. 2. Denn du bist der Gott meiner Stärke, warum verstehest du mich? warum lässest du mich so traurig gehen, wenn mich mein Feind dränget? 3. Sende dein Licht und deine Wahrheit, daß sie mich leiten, und bringen zu deinem heiligen Berge, und zu deiner Wohnung. 4. Daß ich hinein gehe zum Altar Gottes, zu dem Gott, der meine Freude und Wonne ist, und dir, Gott! auf der Harfen danke, mein Gott! 5. Was Der 44. Psalm. 5. Was betrübest du dich/ meine Seele! und bist so unruhig in mir? Harre auf Gott, denn ich werde ihm noch danken, daß er meines Angesichts Hilfe, und mein Gott ist. Der XUV. Psalm. i. Eine Unterweisung der Kinder Korah, vorzusingen. Ist ein Gebet wider die Feinde der Kirche, daß Gott ihnen wehren wolle. /rr ott! wir Habens mit unsern Ohren gehöret, unsere Väter Habens uns erzählet, was du gethan hast zu ihren Zeiten vor Alters. 3. Du hast mit deiner Hand die Heiden vertrieben, aber sie hast du eingesetzet, du hast die Völker verderbet, aber sie hast du ausgebreitet. 4. Denn sie haben das Land nicht eingenommen durch ihr Schwerdt, und ihr Arm half ihnen nicht, sondern deine Rechte, dein Arm, und das Licht deines Angesichts, denn du hattest Wohlgefallen an ihnen. 6 . Gott! Der 44. Psalm. 5. Gott! du bist derselbe mein König/ der du Jacob Hilfe verheissest. 6 . Durch dich wollen wir unsere Feinde zerstoßen / in deinem Namen wollen wir untertretten, die sich wider uns setzen. 7. Denn ich verlasse mich nicht aus meinen Bogen/ und mein Schwerdt kann mir nicht helfen. 8 . Sondern du hilfest uns von unsern Feinden/ und machest zu Schanden/ die uns hassen. 9. Wir wollen täglich rühmen von Gott/ und deinem Namen danken ewiglich. Sela. 12. Warum verstößest du uns denn NUN/ und lässest uns zu Schanden werden/ und zeuchst nicht aus unter unserrn Heer? 'i. Du lässest uns fliehen vor unserm Feinde/ daß uns berauben/ die uns Haffen. 12. Du lässest uns auffressen wie Schaaft/ und zerstreuest uns unter die Heiden. rz. Du verkaufest dein Volk umsonst/ und nimmst nichts darum. 14. Du Der 44. Psalm. y; 14. Du machest uns zur Schmach unsern Nachbarn, zum Spott und Hohn denen, die um uns her sind. 15. Du machest uns zum Beyspiel unter den Heiden, und daß die Völker das Haupt über uns schütteln. 16. Täglich ist meine Schmach vor mir, und mein Antlitz ist voller Schande. l/. Daß ich die Schänder und Lästerer hören, und die Feinde und Rachgierigen sehen muß. 18. Dieß alles ist über uns kommen, und haben doch dein nicht vergessen, noch untreulich in deinem Bund gehandelt. 19. Unser Herz ist nicht abgefallen, noch unser Gang gewichen von deinem Wege. 22. Daß du uns so zerschlägst unter den Drachen, und bedeckest uns mit Finsterniß. Wenn wir des Namens unsers Gottes vergessen hätten, und unsere Hände aufgehaben zum fremden Gott. 22. Das möchte Gott wohl finden, nun kennet er ja unsers Herzens Grund. 22. Denn »4 Der 4 ;. Psalm. 2z. Denn wir werden ja um deinetwillen täglich erwürget/ und sind Z geachtet/ wie Schlachtschaafe. L 24. Erwecke dich/ Herr: warum li schlafest du? Wache auf/ und verstoße uns nicht so gar. E 25. Wa^'um verbirgest du dein Ant- st litz/ vergissest unsers Elends und» Drangs? 6 26. Denn unsere Seele ist gebeuget z, zur Erden/ unser Bauch klebet am> h Erdboden. Z 27. Mache dich aus hilf uns/ und erlese uns um deiner Güte willen. Z l u Der XI.V. Psalm. ! „ 1. Ein Brautlied und Unterwcisuug der Kiii- > ij derKorah, von den Rosen, vorzusingen. > Ist eine Weissagung vorn Reich Christi/ > st und der Christlichen Kirche, daß sie die un- ez gläubigen Juden fahren lassen, und sich deß trösten soll, daß die Heiden mit Haufen herzu ^ ^ kommen. ^ AVZein Herz dichtet ein feines Lied, ^ ich will singen von einem Könige, h meine Zunge ist ein Griffel eines guten' Schreibers. z. Du! Der 45. Psalm. 9k nd rm erntend > get ami end Nil- >. isti, nn- dcß :rzu ^ ied, ige, tenl Du z. Du bist der Schönste unter den Menschenkindern, holdselig sind deine Livpen, darum segnet dich Gott ewiglich. 4. Gurte dein Scbwerdt an deine Seite, du Held! und schmücke dich schön. 5. Es müsse dir gelingen in deinem Schmuck, zeuch einher der Wahrheit zu gut, und die Elenden bey Recht zn behalten, so wird deine rechte Hand Wunder beweisen. 6. Scharf sind deine Pfeile, daß die Völker vor dw niederfallen mitten unter den Feinden des Königes. 7. Gott! dein Stuhl bleibet immer und ewig, das Scepter deines Reichs ist ein gerades Scepter. 8. Du liebest Gerechtigkeit, und hassest gottlos Wesen, darum hat dich, Gott! dein Gott gesalöet mit Freuden- öle, mehr denn deine Gesellen. 9. Deine Kleider sind eitel Myrrhen, Aloes und Kezia, wenn du aus den elfenbeinen Pallästen daher trittst, in deiner schönen Pracht. E I» y6 Der 4;. Psalm. 1 o. In deinem Schmuck gehen der ^ Könige Töchter, die Braut stehet zu dei- " in eitel köstlichem Golde. " Tochter! schaue darauf, ner Rechten, Höre, n. und neige deine Öhren, vergiß deines Volks, und deines Vaters Hauses. i2. So wird der König Luft an deiner Schöne haben, denn er ist dein Herr, und du sollt ihn anbeten. i z. Die Tochter Zor wird mit Geschenk da seyn, die Reichen irn Volk, werden vor dir stehen. 14. Des Königs Tochter ist ganz herrlich inwendig, sie ist mit güldenen Stücken gekleidet. 15. Man führet sie in gestickten Kleidern zum Könige, und ihre Ge-! spielen, die Jungfrauen, die ihr nachz gehen, führet man zu dir. 16. Man führet sie mit Freuden und Wonne, und gehen in des Königes Pallast. 17. Anstatt deiner Vater wirst du Kinder kriegen, die wirst du zu Fürsten setzen in aller Welt. 18. Ich will deines Namens gedenken, von Kind zu Kindeskind, darum werden sil w st N! ( n d u st ft le § n ft Der 46- Psalm. 97 der dck lde. auf, nee des )eiu Ge- itols neu kteil Gc achs deir önu du steil 'UNI ldr» werden dir danken die Völker immer und ewiglich. * Der XI.VI. Psalm. i. Ein Lied der Kinder Korah, von der Jugend vorzusingen. Ist ein Trost der Christlichen Kirche, daß sie Gott wider den Teufel und alle Feinde wolle schützen, und die Gottlosen stürzen, man solle nur stille seyn, das ist: Nicht zweifeln, noch sich ängsten, sondern Gott machen lassen. /rr ott ist unsere Zuversicht und Stärke, eine Hilft in den grossen Nöthen, die uns troffen haben. z. Darum fürchten wir uns nicht, wenn gleich die Welt untergienge, und die Berge mitten ins Meer sinken. 4. Wenn gleich das Meer wütet und wallet, und von seinem Unge- stümme die Berge einfielen. Sela. 5. Dennoch soll die Stadt Gottes fein lustig bleiben mit ihren Brünn- lein, da die heiligen Wohnungen des Höchsten sind. 6. Gott ist bey ihr drinnen, darum wird sie wohl bleiben, Gott hilft ihr früh. E -r 7. Die 98 Der 47. Psalm. 7. Die Heiden müssen verzagen/ und! ^ die Königreiche fallen/ das Erdreich ^ muß vergehen/ wenn er sich hören läßt. § 8. Der Herr Zebaoth tst mit uns, der Gott Jacob ist unser Schutz. Sela. ^ 9. Kommet her / und schauet die ^ Werke des Herrn, der auf Erden solch Zerstören anrichtet. ! 10. Der den Kriegen steuret in aller r Welt, der Bogen zerbricht, Spieße zerschlägt, und Wagen mit Feuer ver- r brennet. e n. Seyd stille, und erkennet, dch ich Gott bin, ich will Ehre einlegen ; auf Erden. 12. Der Herr Zebaoth ist mit uns, der Gott Jacob ist unser Schutz. ' Sela. * Der XI.VII. Psalm. i. Ein Psalm vorzusingen, der Kinder Korah., Ist eine Danksirgung, daß Gott durch sein Evangelium über uns herrschet und regieret, und die Heiden zu seinem Reich berufet. Gehöret zu den Prophezeiungen. Fro- Der 47. Psalm. ^ Vrolocket mit Händen, alle Völker.' .7 'O und jauchzet Gott mit ftölichem Schall. ^ 3. Denn der Herr, der allerhöchste, 2' ist erschröcklich, ein grosser König auf ^ dem ganzen Erdboden. 4. Er wird die Völker unter uns zwrngen, und die Leute Unter unsere ör Füsse. sse Z. Er erwehlet uns zum Erbtheil, er- die Herrlichkeit Jacobs, den er liebet. Sela. aß 6. Gott fahret auf mit Jauchzen, E und der Herr mit Heller Pofaune. 7. Lobsinget, lobsinget Gott, lobsirr- f get, lobsinget unserm Könige. 8. Denn Gott ist König auf dem gan- - - zen Erdboden, lobsinget ihm klüglich. ' y. Gott ist König über die Heiden, Gott sitzet auf seinem heiligen Stuhl. 10. Die Fürsten unter den Völkern U sind versammelt zu einem Volk, dem fek! Gott Abrahams, denn Gott ist sehr erhöhet bey den Schilden auf Erden. ro- E z Der rvs Der 48. Psalm. Der XI.VIII. Psalm. « i. Ein Psalmlied, der Kinder Korah. ^ A tz Ist ein Trost der christlichen Kirche, wie i Gott wider seine Feinde, seine Kirche, da! ftin Wort und Gottesdienst gewesen, so gnä- " diglich erhalten und beschützet habe. ^ /rrroß ist der Herr'/ und hoch berühmt 5 in der Stadt unsers Gottes, auf ^ seinem heiligen Berge. .. z. Der Berg Zion ist wie ein schön " Zweiglein, deß sich das-ganze Land tröstet, an der Seite gegen Mitten j nacht liegt die Stadt des grossen Kö-- ^ ' mges. „ 4. Gott ist in ihren Pallasten be- ^ kannt, daß er der Schutz sey. 5. Denn siehe/ Könige sind Versarm ^ melt, und mit einander vorüber gezogen. ^ 6. Sie haben sich verwundert, da sie solches sahen, sie haben sich entse- " tzet, und sind gestürzet. 7. Zittern ist sie daselbst ankommem Angst wie eine Gebä-Hremr. Du zerbrichst Schiffe im Meer- dc durch den Osrwind. 9. Wie Der 4?. Psalm. ror 9. Wie wir gehöret haben/ so sehen wies an der Stadt des Herrn Zeba- oth, an der Stadt unsers Gottes, Gott erhält dieselbe ewiglich. Selen- 10. Gott! wir warten deiner Güte in deinem Tempel. i,. Gott! wie dein Name, so ist auch dein Ruhm bis an der Welt Ende, deine Rechte rst voller Gerechtigkeit. ' ,2. Es freue sich der Berg Zion, nnd die Töchter Juda seyen frölich, um deiner Rechte willen. 13. Machet euch um Zion, nnd um- sahet sie, zählet ihre Thüme. 14. -Leget Fleiß an ihre Mauren, und erhöhet ihre Palläfte, auf daß man davon verkündige bey den Nachkommen. 15. Daß dieser Gott sey unser Gott immer und ewiglich, er führet uns wie die Jugend. Der XINX. Psalm. Ist eine Lehre wider das Aergerniß, daß es bösen Buben wohl gehet, denn sie müssen doch letztlich sterben, wie das Vieh, die Frommen aber sollen leben. E 4 Höret Der 49. Psalm. ros ^<örct zu, alle Völker! Merket auf, alle, die in dieser Zeit leben.. ^ H z. Beyde gernein Mann und Her- r ren, beyde Reich und Arm mit einander, k 4. Mein Mund soll von Weisheit > reden, und mein Herz von Verstand i sagen. t Z. Wir wollen einen guten Spruch hören, und ein fein Gedicht aus der t Harfen spielen. i .6. Warum sollt ich mich fürchten in bösen Tagen, wenn mich die Missethat t meiner Üntertretter umgiebt? § 7 . Die sich verlassen aus ihr Gut, und l trotzen aus ihren grossen Reichthum. i 8. Kann doch ein Bruder niemand erlösen, noch Gott jemand versöhnen. « y. Denn es kostet zu viel ihre Seele e zu erlösen, daß ers muß lassen anstehen ewiglich. , 12 . Ob er auch gleich lange lebet, ! und die Grube nicht siehet. n. Denn man wird sehen, daß sol- < che Weisen doch sterben, sowohl als ! die Thoren und Narren umkommen, und müssen ihr Gut andern lassen. ; i2. Das i Der 4y. Psalm. Uf, er- er. eit nd »ch )er in lat nd nd ;n. ele te- et/ vl- rls m, as 10; 12. Das ist ihr Herz, daß ihre Häuser währen immerdar, ihre Wohnungen bleiben für und für/ und haben grosse Ehre auf Erden. 13. Dennoch können sie nicht bleiben in solcher Würde/ sondern müssen davon wie ein Vieh. 14. Dieß ihr Thun ist eitel Thorheit/ noch lobens ihre Nachkommen wir ihrem Munde. Sela. -5. Sie liegen in der HM/ wie Schaaft/ der Tod naget sie/ aber die Frommen werden gar bald über sie herrschen/ und ihr Trotz muß vergehen/ in der Hölle müssen sie bleiben. 16. Aber Gott wird meine Seele erlösen aus der Höllen Gewalt/ denn er hat mich angenommen. Sela. 17. Laß dichs nicht irrem ob einer reich wird/ ob die Herrlichkeit seines Hauses groß wird. 18. Denn er wird nichts in seinem Sterben mitnehmen/ und seine Herrlichkeit wird ihm nicht nachfahren. 19. Sondern er tröstet sich dieses guten Lebens/ und preisets/ wenn einer nach guten Tagen trachtet. E 5 so. So DerPsalm. 20. So fahren sie ihren Vatern nach, und sehen das Licht nimmermehr. d 21. Kurz, wenn ein Mensch irr der Würde ist, und hat keinen Verstand, s so fähret er davon wie ein Vieh. ij Der I.. Psalm. ^ Ist eine Weissagung, wie Gott sein Evangelium zu Zion erschallen, und in der ganzen Welt h werde erklingen lassen. Vermahnet derhalbcn s. die Juden, daß sie es annehmen, und den Mo- " saischen Gottesdienst sollen fahren lassen, denn ^ Gott dienet man nicht mir Ochsenschlachten, U sondern mit Loben, Danken, Anrufen, rc. > n Aber solches kann niemand thun, er habe denn ras Evangelium von Herzen angenommen § «nd erkennt. /LLvtt, der Herr, der Mächtige redet, und rufet der Welt vom Aufgang - d -er Sonnen bis zum Niedergang. ! h 2. Aus Zion bricht an der schöne Glanz Gottes. n z. Unser Gott kommt und schweiget si nicht, fressend Feuer gehet vor ihm her, und um ihn her ein groß Wetter, ei 4. Er rufet Himmel und Erden, daß er sein Volk richte. d s. Ver- Drr 50. Psalm. r °5 rch, 5. Versammelt mir meine Heiligen, die den Bund mehr achten, denn Opfer, der 6. Und die Hünmel werden ferne nd, Gerechtigkeit verkündigen, denn Gott ist Richter. Sela. — 7. Höre, mein Volk! laß mich reden, Israel! laß mich unter dir zeugen, ich Gott bin dein Gott. ige- 8 . Deines Opfers halben strafe ich ^lt dich nicht, sind doch dein? Brandopfer ^ sonst immer vor mir. enn > 9. Ich will nicht von deinem Hause ttn, ' Farren neyrnen, noch Böcke aus dei-- rc. nen Ställen. em- 12. Denn alle Thiere im Walde find mein, und Vieh auf den Bergen, da sie bey tausend gehen. >et, n. Ich kenne alles Gevögel auf lug den Bergen, und allerley Thier auf dem Felde ist vor mir. me 12. Wo mich hungerte, wollt ich dir nicht davon sagen, denn der Erdboden get ist mein, und alles was darinnen ist. M 1 z. Meinest du, daß ich Ochsen-eisch er. essen wolle, oder Bocksölut trinken ? »aß 14. Opfere Gott Dank, und bezahle dem Höchsten deine Gelübde, er? 1-. und Der 50. Psalm. 106 15. Und ruft mich an in der Noch, so will ich dich erretten/ so sollt du mich preisen. ' ,6. Aber zum Gottlosen spricht Gott: - Was verkündigest du meine Rechte/ und nimmest meinen Bund in deinen Mund ? , 17. So du doch Zucht hassest/ und ! wirftst meine Worte hinter dich. 18. Wenn du einen Dieb siehest/ so laufest du mit ihm,, und hast Gemeinschaft mit den Ehebrechern. 19. Dein Maul lässest du Böses reden/ und deine Zunge treibet Falschheit. so. Du sitzest, und redest wider deinen Bruder/ deiner Mutter Sohn ver- läumdeft du. 21. Das thust dm und ich schweige/ da meinest dm ich werde seyn gleich wre dm aber ich will dich strafen/ und Will dirs unter Augen stellen. 22. Merket doch das/ die ihr Gottes vergesset/ daß ich nicht einmal hinreiste/ und sey kein Retter mehr da. 2z. Wer Dank opfert/ der preiset mich, und das ist der Weg/ daß ich ihm zeige das Heil Gottes. ^ Der 107 ^ Der Pjalm. v * Der H Psalm. ^ i. Ein Psalm Davids, vorzusingen. . Da der Prophet Nathan zu ihm kam, als er war zu Bath Seba eingegangen. , Ist eine Bekenntniß der Sünden, wie gar ' nichts Gutes an dem Menschen sey. Und ein ) Gebet, daß Gott Sünde vergeben, und seinen Heiligen Geist geben wolle. - sey mir gnädig nach deiner vi- Güte/ und tilge meine Sünde nach ^ deiner grossen Barmherzigkeit. 4. Wasche mich wohl von meiner ' Missethat, und reinige mich von mei- ^ l ner Sünde. " 5. Denn ich erkenne meine Missethat, und meine Sünde ist immer vor mir. > 6. An dir allein habe ich gesündiget, k ! und übel vor dir gethan, auf daß du ^ - recht behalkeft in deinen Worten, und rein bleibest, wenn du gerichtet wirst. > 7. Siehe! ich bin aus sündlichem ! Saamen gezeuget, und meine Mutter > ! hat mich in Sünden empfangen, a 8. Siehe! du hast Lust zur Wahr- ^ ; heit, die im verborgenen liegt, du lässest mich wissen die heimliche Weisheit, k 9. Ent- isz Der Psalm. 9. Entsündige mich mit Mopen. daß ich rein werde/ wasche mich/ daß ich j schneeweiß werde. ,: >o. Laß mich hören Freude und! Wonr'.e/ daß die Gebeine Mich wer- ! s den/ die du zerschlagen haft. ^ l n. Verberge dein Antlitz von meü r nen Sünden/ und tilge alle meine Missethat. l 12. Sckaffe in mir, Gott', ein rein l Herz/ und gieb mir einen neuen gewissen Geist. i z 13. Verwirf mich nicht von deinem l Angesicht/ und nimm deinen heiligen r Geist nicht von mir. 14. Tröste mich wieder mit deiner Hilft/ und der freudige Geist enthalte > mich. 15. Denn ich will die Uebertretter ! deine Wege lehren/ daß sich die Sün- ! der zu dir bekehren. ! 16. Errette mich von den Blutschul- ? r dem Gott! der du mein Gott und ^ Heiland bist/ daß meine Zunge deine ' Gerechtigkeit rühme. i 17. Herr! idue meine Lippen auch ' daß mein Mund deinen Ruhm verkün- < dige. 18. Denn ' Der ?2. Psalm. ß 18. Denn du haft nicht Luft zum h Opfer, ich wollte dir es sonst wohl qeben/ und Brandopfer gefallen dir nicht, d ^ iy. Die Opfer, die Gott gefallen, > sind ein geängster Geist, ein geänqftes und zerschlagen Herz wirft du, Gott! nicht verachten. 20. Thue wohl an Zion nach deiner Gnade, baue die Mauren zu Ierusa- i lem. - 21. Dann werden dir gefallen die i Opfer der Gerechtigkeit, die Brand- t ovftr, und ganzen Opfer, dann wird l man Farren auf deinem Altar opfern. Der UI. Psalm. ! i. Eine Unterweisung Davids, vorzusingen. 2. Da Docg, der Edsmiter, kam und sagte Saul an, und svrach: David ist in Abi- melcchs Haus gekommen. Ist eine Lehre und Trost wider die reichen und gewaltigen Tyrannen, so die Armen ver- , folgen, daß wir auf Gottes Urtheil harren, und seiner Rettung uns trösten sollen. Mas trollest denn du, du Tyrann! daß du kannst Schaden thun? So doch Gottes Güte noch täglich währet. 4. Deine no Der Psalm. 4 . Deine Zunge trachtet nach Schaden, und schneidet mit Lügen, wie ein ! scharf Scheermesser. 5 . Du redest lieber Böses denn Gutes, und Falsch denn Recht. Sela. 6. Du redest gerne alles, was zum Verderben dienet, mit falscher Zunge. ?. Darum wird dich Gott auch ganz und gar zerstören, und zerschlagen, und aus der Hütte reisten, und aus dem Lande der Lebendigen ausrotten. Sela. 8. Und die Gerechten Werdens sehen, und sich fürchten,und werden sein lachen. y. Siehe! das ist der Mann, der Gott nicht für seinen Trost' hielt, sondern verließsich aufseinengrossen Reichthum, und war mächtig Schaden zu thun. Ich aber werde bleiben wie ein grüner Oelbaum, im Hause Gottes,, verlasse mich auf Gottes Güte immer und ewiglich. ii. Ich danke dir ewiglich, denn du kannsts wohl machen, und will harren auf deinen Namen, denn deine Heiligen haben Freude daran. Der m DerPsalm. a-! Der llH. Psalm. in ' i. Eine Unterweisung Davids/ im Chor um ! einander zu singen. I Ist ein Trost um das gemeine Aergerniß/ ^ daß der meiste Theil bös ist/ Gott aber werde M sie strafen/ und die Frommen reiten. nr K>ie Thoren sprechen in ihrem Her- id ^ zen: Es ist kein Gott. Sie tau- ^ gen nichts, und sind ein Greuel wor- den in ihrem bösen Wesen, da ist ker- ' ner der Gutes thut. „ z. Gott schauet vorn Himmel auf der Menschen Kinder, daß er sehe, ob jemand klug sey, der nach Gott frage. ^ 4. Aber sie sind alle abgefallen, und .ä allesamt untüchtig, da ist keiner, der ' Gutes thue, auch nicht einer. i„ 5. Wollen denn die Uebelthäter ih- ^ nen nicht sagen lassen? die mein Volk ex - fressen, daß sie sich nähren, Gott rufen sie nicht an. )« 6. Da fürchten sie sich aber, da nicht ... zu fm'chrm ist, denn Gott zerstreuet ... die Gebeine der Treiber, du machest sie zu C chanden, denn Gott verschmähet sie. er 7 . Ach»! 112 Der 54 . Psalm. . 7. Ach! daß die Hilft aus Zion! über Israel käme, und Gott sein gefan- § gell Volk erlöftte, so würde sich Jacob ; freuen, und Israel frölich seyn. Der I.IV. Psalm. l r. Eine Unterweisung Davids/ vorzusingen > auf Saitenspiclcn. s. Da die von Siph kamen, und sprachen zu > Saul: David hat sich bey uns verborgen. ^ Ist ein Gebet, daß Gott wider die unbilli- chen Feinde und Tyrannen rcrien wolle. ^ ^ilf wir, Gott! durch deinen Na- ^ ' ^ wen, und schaffe mir Recht durch deine Gewalt. i 4. Gott! erhöre mein Gebet, vernimm die Rede meines Mundes. j - 5. Denn Stolze setzen sich wider mich, und Trotzige stehen mir nach ' meiner Seele, und haben Gott nicht vor Augen. Sela. 6. Siehe ! Gott stehet mir bey, der Herr erhält meine Seele. 7. Er wird die Bosheit meinen Feinden bezahlen, verstöre sie durch deine Treue. ^ 8. So ! , Der 5>. Psalm. n; ^ 8. So will ich dir ein Freudenopfer ^ thun, und deinem Namen, Herr! v danken, daß er so tröstlich ist. 9. Denn du errettest mich aus aller - meiner Noth, daß mein Auge an meinen Feinden Lust siehet. Der I.V. Psalm. " i. Eine Unterweisung Davids, vorzusingen auf Saitenspielen. ^ Ist ein Gebet Christi wider seine Feinde, die das Evangelium vcrftlgcn, und mit Lügen - umgehen. - frrott! höre mein Gebet, und verbirge dich nicht von meinem Flehen. ^ z. Merke auf mich, und erhöre mich, j wie ich so kläglich zage und heule. " ^ 4. Daß der Feind so schreyet, und ^ der Gottlose dränget, denn sie wollen l > mir einen Tuck beweisen, und sind mir . i hestig gram. - ! 5. Mein Herz ängstet sich in meinem ! Leibe, und des Todes Furcht ist auf l i umd geiattell. 6. Furcht und Zittern ist mich anko?m men, und Grauen hat mich überfallen. II» Der 5;. Psalm. 7. Ich sprach: O'. hätte ich Flügel, ^ wie Tauben, daß ich flöge und etwa bliebe. «. Siehe! so wollt ich mich ferne weg machen, und in der Wüsten bleiben. 9. Ich wollte eilen, daß ich entrinne i bor dem Sturmwind und Wetter. ! 10. Mache ihre Zungen uneins,Herr! ! und laß sie untergehen, denn ich sehe ! Frevel und Hader m der Stadt. n. Solches gehet Tag und Nacht um und um in ihren Mauren, es ist Mühe und Arbeit darinnen. 12. Schaden thun regieret darinnen, Lügen und Trügen lässet nicht von ihren Gassen. 13. Wenn mich doch mein Feind > schändete, wollt ichs leiden, und wenn ^ mich mein Hasser pochete, wollt ich mich ^ vor ihm verbergen. 14. Du aber bist mein Gesell, mein Pfleger und mein Verwandter. 15. Die wir freundlich mit einander waren, unter uns, wir wandelten im Hause Gottes zu Haufen. ib. Der Tod übereile sie, und müssen Der Psalm. n; sen lebendig in die Hölle fahren/ denn es ist eitel Bosheit unter ihremHaufen. 17. Ich aber will zu Gott rufen/ und der Hrrr wird mir helfen. 18. Des Abends/ Morgens und Mittags will ich klagen und heulen, so wird er meine Stimme hören. 19. Er erlöset meine Seele von denen, die an mich wollen, und schaffet ihr Ruhe/ denn ihrer ist viel wider mich. 22. Gott wird hören, und sie demüthigen, der allwegbleibet. Sela. Denn sie werden nicht änderst, und fürchten Gott nicht. 21. Denn sie legen ihre Hände an seine Friedsamen, und entheiligen seinen Bund. 22. Ihr Mund ist glätter denn Butter, und haben doch Krieg im Sinn, ihre Worte sind gelinder denn Oele, und sind doch blosse Schwerster. 2z. Wirf dein Anliegen auf den Herrn, der wird dich versorgen, und wird den Gerechten nicht ewiglich in Unruhe lassen. 24. Aber, Gott! du wirst sie hinunter stossen in die tiefe Grube, die Blut- Ii6 Der;6. Psalm. Blutgierigen und Falschen werden ihr Leben nicht zur Hälfte bringen, ich aber hoffe auf dich. Der I.VI. Psalm. r. Ein gülden Kleinod Davids/ von der stuni- mcn Tauben, unter den Frommen, da! ihn die Philister griffen zu Gath. ! Ist ein Gebet wider die Feinde, und ihre! listige Anschläge, er lehret aber fein, wie man in der Noth an dem Wort Gottes halten, und im Glauben nicht wanken soll. /rrott! sey mir gnädig, denn Mem ^ sehen wollen mich versenken, täglich streiten sie, und ängsten mich. 3. Meine Feinde versenken mich täglich, denn viel streiten wider mich stob! ziglich. ! 4. Wenn ich mich fürchte, so hoffe ich auf dich. 5. Ich will Gottes Wort rühmen, «uf Gott will ich hoffen, und mich nicht fürchten, was sollte «mir Fleisch thun? 6 . Täglich fechten sie metneWorte an, alle ihre Gedanken sind, daß sie mir Uebels thun. 7. Sie Der 56. Psalm. "7 7. Sie halten zu Häuf, undlauren, und haben acht auf meine Ferfen, wie sie meine Seele erhäschen. 8. Was sie Böfes thun, das ist schon vergeben. Gott! ftoffe solche Leute ohne alle Gnade hinunter. 9. Zähle meine Flucht, fasse meine Thränen in deinen Sack, ohne Zweifel du zählest sie. 1°. Dann werden sich meine Feinde müssen zurücke kehren, wenn ich rufe, so werde ich innen, daß du mein Gott bist. 11. Ich will rühmen Gottes Wort, ich will rühmen des Herrn Wort. 12. Auf Gott hoffe ich, und fürchte mich nicht, was können mir Menschen thun? i z. Ich habe dir, Gott! gelobet, daß ich dir danken will. 14. Denn du hast meine Seele vom Tod errettet, meine Füsse vom Gleiten, daß ich wandeln mag vor Gott im Licht der Lebendigen. Der Der 57. Psalm. ri8 Der I.VII. Psalm. ^ r. Ein gülden Kleinod Davids, vorzusingen, hx (daß er nicht umkäme) da er vor Sani flöhe in die Höhle. ' * Ist ein Gebet wider die Feinde, daß Gott ihnen wehren wolle, so wolle er seine Hilfe rühmen. ^ /Key mir gnädig, Gott! sey mir gnä- ^ dig, denn auf dich trauet meine wi Seele, und unter dem Schatten deiner Flügel habe ich Zuflucht, bis daß das he Unglück vorüber gehe. ter 3. Ich rufe zu Gott dem Allerhöchsten, zu Gott, der meines Jammers Ä ein Ende machet. w« 4. Er sendet vom Himmel, und hilft mir von der Schmach meines ^ Versenkers. Selcu Gott sendet seine " Güte und Treue. 5. Ich liege mit meiner Seele unter den Löwen, die Menschenkinder sind , Flammen, ihre Zähne sind Spieße und . Pfeile, und ihre Zungen scharfe be, Schwerdter. Fr 6 . Erhebe dich, Gott! über denHinn mel, und deine Ehre über alle Welt. >. 7. Sie II, Der ?8> Psalm. 7. Sie stellen meinem Gang Netze, und drucken meine Seele nieder, sie graun, ßm vor nur eine Grube, und fallen selbst darein. Sela. 8. Mein Herz ist bereit, Gott l mein , Herz ist bereit, daß ich singe und lobe. '. 9. Wache auf, meine Ehre! wache auf, na- Psalter und Harfen! früh will ich anst me wachen. ner iQ. Herr! ich will dir danken unter vas den Völkern, ich will dir lobsingen unter den Leuten. ich 11. Denn deine Güte ist so weit der ers Himmel ist, und deine Wahrheit so weit die Wolken gehen. M Erhebe dich, Gott! über den ^ Himmel/und deine Ehre über alle Welt. " Der I.VM. Psalm. r. Ein gülden Kleinod Davids, vortuslngen, ind ^ nicht md ein Trost, daß Gott die bösen Buben, . sonderlich aber die, so mit falscher Lehr umge- bcn, wolle strafen und plötzlich umbringen, die Frommen aber retten. lrw -Leyd ihr denn stumm, -aß ihr nicht elt. reden wollt, was recht ist, und §ie - , F rich- !20 Der 58. Psalm. richten, was gleich ist, ihr Menschem kinder? z. Ja, muthwillig thut ihr Unrecht im Lande, und gehet stracks durch mit euern Händen zu freveln. 4. Die Gottlosen sind verkehret von Mutterleibe an, die Lügner irren von Mutterleibe an. 5. Ihr Wüten ist gleich wie das Wüten einer Schlange, wie eine taube Otter, die ihr Ohr zustopft. 6 . Daß sie nicht höre die Stimme -es Zauberers, des Beschwörers, der wohl beschwören kann. 7. Gott! zerbrich ihre Zähne in ihrem Maul. Zerstoße, Herr! die Bk ckenzähne der jungen Löwen. 8 . Sie werden zergehen wie Wasser, das dahin stießt, sie zielen mit ihren Pfeilen, aber dieselben zerbrechen. 9. Sie vergehen, wie eine Schnecke verschmachtet, wie eine unzeitige W burt eines Weibs sehen sie die Sonn« nicht. ro. Ehe eure Dornen reif werden am Dornstrauche, wird sie ein Zorn so frisch wegreissen. n. M we seil B D es so de te, ril m sie! mi m Der ,9. Psalm. ILL u- I I. Der Gerechte wird sich freuen, ^ wenn er solche Rache siehet, und wird lst seine Füsse baden in des Gottlosen nt Blut. . 12. Daß die Leute werden sagen: on Der Gerechte wird sein ja gemessen, on es ist ja noch Gott Richter auf Erben. as Der I.IX. Psalm. ^ 1. Ein gülden Kleinod Davids, daß er nicht umkäme, da Saul hinsandte, und ließ M sein Haus bewahren, daß er ihn todtete. M Ist ein Gebet wider die Feinde der Kirche, so mit Mord und Lügen umgehen. G er, 'eil 'ck' lNl Errette mich, ..„ mein Gott! von meinen Feinden, und schütze mich vor denen, so sich wider mich setzen. z. Errette mich von den Uebelthätern, und hilf mir von den Blutgierigen. 4. Denn siehe, Herr! sie lanren auf meine Seele, die Starken sammeln sich wider mich ohne meine Schuld und Missethat. 5. Sie laufen ohne meine Schuld, und bereiten sich. Erwache, und begegne mir, und siehe drein. F 2 6 . Du 122 Der Psalm. 6. Du Herr Gott Zebaoth! Gott j Israel! wache auf und suche heim alle j Heiden/ sey der keinem gnädig/ die so verwegene Uebelthäter sind. Sela. § 7. Des Abends laß sie wiederum ( auch heulew wie die Hunde, und in der Stadt herum lausen. e 8. Siehe/ sie plaudern mit einander, j Schwerdter sind in ihren Lippen, wer sollts hören? i 9. Aber du, Herr', wirst ihrer la- , chen, und aller Heiden spotten. , i o. Vor ihrer Macht halte ich mich zu dir, denn Gott ist mein Schutz. ; n. Gott erzeiget mir reichlich seine i Güte, Gott läßet mich meine Lust se- - hen an meinen Feinden. i2. Erwürge sie nicht, daß es mein Volk nicht vergesse, zerstreue sie aber mit deiner Macht, Herr! unser Schild, - und stoße sie hinunter. i z. Ihre Lehre ist eitel Sünde, und verharren in ihrer Hossart, und predigen ettel Fluchen und Widersprechen. 14. Vertilge sie ohne alle Gnade, , vertilge sie, daß sie nichts seyen, und , inm 1 Der 6a. Psalm. i2; >— — )ott irrne werden, daß Gott Herrscher sey üäe jn Jacob, in aller Welt. Sela. ' P iZ. Des Abends laß sie wiederM n auch heulen wie Hunde, und in der' 'um Stadt herum laufen. > m 16. Laß sie hin und her laufen mn Speise, und murren, wenn sie nicht der, satt werden. wer 17. Ich Mer will von deiner Macht singen, und des Morgens rühmen dsi- ' la- ue Güte, denn du bist mein Schutz .. und Zuflucht in meiner Noth. mch 18. Ich will dir, mein Hort! lobsin- gen, denn du Gott! bist'mein Schutz, eme sind mein gnädiger Gott. ' ' Der !.X. Mlnü " 1 . Ein gülden Klernod Davids, vorzusingen, lher von einem güldnen Rosenspan zu lehren. Nld, 2 . Da er gestritten harte mit den Syrern zu Mesopotamia, und mit den Syrern von UNd Zvba, da Joab umkchrete, und schlug >edü der Edomiter in: Salzthal zwölf tausend, gen. 22 ein Gebet wider ttnftied und Krieg, daß ich.' Gott wolle gnädigen Frieden geben, auf solches ,0 Gebet folget der Trost, wie Gott das Land UM ruhig machen, Moab, Ebom, die Philister MNe und andere Heiden dämpfen wolle. F 3 Gott! Der «o. Psalm. 1^4 /zrott! der du uns verflossen und zer- " ^ streuet hast, und zornig wärest r tröste uns wieder. § 4. Der du die Erde beweget und zer- rissen hast, heile ihre Brüche, die so ? zerschellet ist. ' 5. Denn du hast deinem Volk ein j Hartes erzeiget, du hast uns einen Truiik j Weins gegeben, daß wir taumelten. 6 . Du hast aber doch ein Zeichen gegeben denen, die dich fürchten, welches sie auswürfen, und sie sicher machte. Sela. k- 7. Auf daß deine Lieben erlediget werden, so hilf nun mit deiner Rechten, und erhöre uns. 8 . Gott redet in seinem Heiligthuni/ deß bin ich froh, und will theilen Sichern, und abmessen das Thal Suchst. 9. Gilead ist mein, mein ist Manage, Ephraim ist die Macht meines HauptS, Juda ist mein Fürst. j. Moab ist mein Waschtöpfen, meinen Schuh strecke ich über Edomn Philistea jauchzet zu mir. l 11. Wer will mich führen in eine veste Stadt? Wer gleitet mich bis in Edom? 12. Wirst Der 6 i. Psalm. 12; M 12. Wirst du es nicht thun/ Gott! rrest du uns verkostest/ und zeuchst nicht aus/ Gott! auf unser Heer? iz. Schaffe uns Beystand in der le st Noth, denn Menschenhilft ist kein nütz. 14. Mit Gott wollen wir Thaten er« thun, er wird unsere Feinde unter- -'unk tretten. n.__ 1 Seches chte. um, Si- Hot. Reines sten, om, eine s in sirst Der I^XI. Psalm. i. Ein Psalm Davids, vorzusingen auf einem Saitenspiel. Ist ein Gehet für weltliche Obrigkeit, Laß sie Gott schützen und segnen wolle. (<öre, Gott! mein Geschrey / und 'V merke auf nrein Gebet. z. Hienieden auf Erden rufe ich zu dir, wenn meirr Herz in Angst ist, du wollest mich führen auf einen hohen Felsen. 4. Denn du bist meine Zuversicht/ ein starker Thurn vor meinen Feinden. 5. Ich will wohnen in deiner Hütte ewiglich, und trauen unter deinen Fittichen. Sela. §4 6 . Denn 126 Der 62. Psalm. 6. Denn du, Gott! erhörest mein Gelübde, du belohnest die wohl, die deinen Namen fürchten. 7. Du giebst einem Könige langes Leben, daß seine Jahre währen immer für und für. 8. Daß er immer sitzen bleibet vor -Gott, erzeige ihm Güte und Treue, die ihn behüten. m So will ich deinem Namen lob- singen ewiglich, daß ich meine Gelübde bezahle täglich. * Der I,XII. Psalm. ,1,. Ein Psalm Davids, vor Icduthun vorzusingen. Ist ein Gebet mir Schutz wider dioTyranneu, famc einer Vcrmahnnng, ttaß wir allein auf Gott und nicht aufMenschen sollen vertrauen. lX^eine Seele ist stille zu Gott, der nur hilft. z. Denn er ist mein Hort, meine Hilft, mein Schutz, daß mich kein Fall stürzen wird, wie groß er ist. 4. Wie lange stellet ihr alle einem nach, daß ihr ihn erwürget, als Der 62. Psalm. 127 ein eine Hangende Wand, und zerrissene die Mauer? 5. Sie denken nur, wie sie ihn zeä dämpfen/ flüssigen sich der Lüge»/ ge- ner den gute Worte/ aber im Herzen fluchen sie. Sela. so; 6. Aber meine Seele harret nur auf m, Gott/ denn er ist meine Hofnung. 7. Er ist mein Hort / meine Hilft »Hz und mein Schutz/ daß ich nicht fallen ods werde. 8. Bey Gott ist mein Heil/ meine — Ehre/ der Fels meiner Stärke/ meine Zuversicht ist auf Gort. 9. Hoffet auf ihn allezeit/ lieben rzu- Leute! schüttet euer Herz vor ihm aus, Gott ist unsere Zuversicht. Sela. m», 10. Aber Menschen sind doch ja auf nichts/ grosse Leute fehlen auch, sie wagen weniger denn nichts, so viel der ihr ist. '1. Verlasset euch nicht auf Unrecht >ine und Frevel, haltet euch nicht zu sol-- 'cki chem, das nichts ist. Fället euch Reichthum zu, so hänget euer Herz :?m nrcht daran. F 5 is. Gott 728 Der 6;. Psalm. " i2. Gott hat ein Wort geredt, das hab ich etlichmal gehöret, daß Gott u allein mächtig ist. c! I-. Und du, Herr! bist gnädig, und bezahlest einem jeglichen, wie ers vev d dienet. si * Der I.XIII. Psalm. j r. Ein Psalm Davids, da er war in der Wüsten Iuda. l ' Ist ein Gebet, daß ihn Gott wieder zu seiner Kirche und Wort bringen, und von den , Feinden erledigen wolle. ^ /Trott! du bist mein Gott, früh wk ^ che ich zu dir, es dürftet meine i Seele nach dir, mein Fleisch verlanget nach dir, in einem trockenen und düo i ren Lande, da kein Wasser ist. 3. Daselbst sehe ich nach dir in den, nem Heiltgthum, wollte gerne schaue» -eine Macht und Ehre. 4. Denn deine Güte ist besser denn Leben, meine Lippen preisen dich. s. Daselbst wollt ich dich gern loben mein Lebenlang, und meine Hände in deinem Namen aufheben. 6. Das Der 64. Psalm. 12- as 6 . Das wäre meines Herzens Freude )tt und Wonne, wenn ich dich mit fröli- chem Munde loben sollte. «i 7. Wenn ich mich zu Bette lege, so er- denke ich an dich, wenn ich erwache, so rede ich von dir. — 8 . Denn du bist mein Helfer, und unter dem Schatten deiner Flügel ruhe ich. y. Meine Seele hanget dir an, deine rechte Hand erhält mich. ^ iO. Sie aber stehen nach meiner ' Seele, mich zu überfallen, ste werden unter die Erde hinunter fahren. 11. Sie werden ins Schwerdt fal- m len, und den Füchsen zu Theil werden, m 12. Aber der König freuet sich in Gott, wer bey ihm schwöret, wird , gerühmet werden, denn die LügenmäÜ- eis ler sollen verstopfet werden. an Der I.XIV. Psalm. ^ r. Ein Psalm Davids, vorzusingen, in Ist ein Gebet wider die Feinde der christlichen Kirche, daß sie Gott wolle stürzen. Höre as - Der 64. Psalm. ^öre, Gott! meine Stimme, in mei- ner Klage, behüte mein Leben vor dem grausamen Feinde. z. Verbiege mich vor der Versammlung der Bösen, vordem Haufen der. Uebelthäter. 4. Welche ihre Zunge schärfen wie ein Schwerdh die mit ihren giftigen! Worten zielen, wie mit Pfeilen. 5. Daß sie heimlich Messen den Frommen, plötzlich schießen sie auf ihn ohn alle Scheu. z 6 . Sie sind kühne mit ihren bösen! Anschlägen, und sagen, wie sie Stricke j legen wollen, und sprechen: Wer kann sie sehen? 7. Sie erdichten Schalkheit, und Haltens heimlich, sind verschlagen, und haben geschwinde Ränke. 8. Aber Gott wird sie plötzlich Meiden, daß ihnen wehe thun wird. 9. Ihre eigene Zunge wird sie fällen, daß ihr spotte» wird, wer sie siehet. 12. Und alle Menschen, die es sehen, werden sagen: Das hat Gott gethan,! und merken, daß es sein Werk sey. n. Die Der 6?. Psalm. reisen linder viel M >en hn eil^ Ä! Ml l nd N, es- n, n, >!/ Die Gerechten werden sich des Herrn freuen, und auf ihn trauen, und alle fromme Herzen werden sich deß rühmen. * Der I.XV. Psalm. i. Ein Psalm Davids, zum Lied, vorzusingen. Ist eine Danksagung für allerley Gaben, daß Gott Sind: vcrgiebt, sein Wort erhält, Gebet erhöret, Friede und allerley Früchte und Segen giebt. /Trott! man lobet dich in der Stille ^ .zu Zion, und dir bezahlet mark Gelübde. z. Du erhörest Gebet, darum kommt alles Fleisch zw dir. 4.. Unsere Missethat drückst uns hart, du wolltest unsere Sünde vergeben. 5. Wohl dem, den du erwählest und zu dir lässest, daß er wohne in deinen Höfen, der hat reichen Trost von deinem Hause, deinem heiligen Tempel. 6. Erhöre uns, nach Verwunderlichen Gerechtigkeit, Gott! unser Heil, der du bist die Zuversicht aller auf Erden, und, ferne am Meer. 7. Der Der 6;. Psalm. i;. 7. Der die Berge fest setzet in ftmer. Kraft, und gerüstet ist mit Macht. 8. Der du stillest das Brausen des ^ Meers, das Brausen seiner Wellen, , und das Toben der Völker. y. Daß sich entsetzen, die au denftl-. ben Enden wohnen, vor deinen Zei- ^ chen, du machest frölich, was da webet, beyde des Morgens und des Abends. i O. Du suchest das Land heim, und wässerst es, und machest es sehr reich, Gottes Brünnlein hat Wassers die Fülle, du lässest ihr Getreide wohl gerathen, denn also bauest du das Laud. ii. Du tränkest seine Furchen, und! feuchtest sein Gepflügtes, mit Regen machst du es weich, und segnest sein Gewächse. . ' 2. Du krönest das Jahr mit deinem Gut, und deine Fußstapfen triefen von Fett. 13. Die Wohnungen in der Wüste sind auch fett, daß sie triefen, und dir j Hügel sind umher luftig. '4. Die Anger sind voll Schaafe, und die Auen stehen dick mit Korn, daß man jauchzet und singet. , * Der > Der 66. Psalm. * Der I.XVI. Psalm. i. Ein Psalm Davids, vorzusingen. Ist eine Danksagung, daß Gott so wunder- barlich rettet, und hilft in allen Nöthen, und sonderlich, daß er das Geber erhöret. jauchzet Gott, alle Lande! v> 2. Lobsinget zu Ehren seinem Namen. rühmet ihn herrlich. z. Sprecht zu Gott: Wie wunderlich sind deine Werke? Es wird deinen Feinden fehlen vor deiner grossen Macht. 4. Alles Land bete dich an, und lob- singe dir, lobsinge deinem Namen. Sela. 5. Kommet her, und sehet an die Werke Gottes, der so wunderlich ist mit seinem Thun unter den Menschenkindern. 6. Er verwandelt das Meer ins Trocken, daß man zu Fuß über das Wasser gehet, deß freue» wir uns in ihm. 7. Er herrschet mit seiner Gewalt ewiglich, seine Augen schauen auf die Völker, die Abtrünnigen werden sich nicht erhöhen können. Sela. 8. Lobet, Der 66. Psalm. 8 . Lobet/ ihr Völker! unsern Gott, lasset seinen Ruhm weit erschallen. - 9. Der unsere Seele im Leben erhält, ' und lässet unsere Füsse nicht gleiten. i o. Denn, Gott! du haft uns veo , sucht, und geläutert, wie das Silber, ; geläutert wird. 11. Du hast uns lassen in den Thuen 1 werfen, du hast auf unsere Lenden eine Last geleget. 1 ,2. Du hast Menschen lasse;: über , unser Haupt fahren, wir sind in Feuer und Wasser kommen, aber du hast uns ausgeführet und erquicket. IZ. Darum will ich mit Brandopfer gehen in dein Haus, und Dir meine ^ Gelübde bezahlen. »4. Wie ich meine Lippen habe auss gethan, und mein Mund geredet hat in meiner Noth. 15. Ich will dir feiste Brandopfer thun, von gebrannten Widdern, ich will opfern Rinder mit Böcken. Sela. 16. Kommet her, höret zu alle, die ihr Gott fürchtet, ich will erzählen, was er an meiner Seele gethan hat. 17. Zu Der 67. Psalm. ilt, ep rn ne »er ier äst 'er !ie -st at er ch g. ie n, t. 17. Zu ihm rief ich mit meinem Munde/ und vrciftts ihn mit meiner Zunge. 18. Wo ich Unrechts vorhätte in meinem Herzen, so würde der Herr nicht hören. 19. Darum erhöret mich Gott, und merket auf mein Flehen. ' 22. Gelobet sey Gott, der. mein Gebet nicht verwirft, noch feine Güte von mir wendet. * Der I.XVII. Psalm. i.. Ein Psalmlicd vorzusingen auf Sattcn- spiclcn. Ist ein Gebet und Danksagung, daß Gott sein Wort erhalten, und das zeitliche Leben segnen wolle. /ALott sey uns gnädig, Md segne uns, er lasse uns sein Antlitz leuchten. Scla. 3. Daß wir auf Erden erkennen seine» Weg, unter allen Heiden sein Heil. 4. Es danken dir, Gott: die Völker, es danken dir alle Völker. 5. Die Der 68. Psalm. s. Die Völker freuen sich und jauch- . zerr, daß du die Leute recht richtest, und d regierest die Leute auf Erden. Sela. h 6. Es danken dir, Gott! die Völker,> ' es danken dir alle Völker. Das Land giebt sein Gewächs, es * segne uns Gott, unser Gott. ( 8. Es segne uns Gott, und alle Wel! . fürchte ihn. Der ^XVIII. Psalm. ^ ! i. Ein Psalm Davids, vorzusingen. Ist eine Weissagung von der Auferstehung . Christi, wie er seine Feinde zerstreuen, uns seine Kirche durchs Evangelium sammeln, und! . gen Himmel fahren, und den heiligen Geiß! den Gläubigen schenken werde. > ^ sKs stehe Gott auf, daß seine Feinde ' zerstreuet werden, und die ihn Haffen, vor ihm siiehen. ^ ! z. Vertreibe sie, wie der Rauch ver-! trieben wird, wie das Wachs zerschmel-! zet vom Feuer, so müssen umkommen die Gottlosen vor Gott. 4 . Die Gerechten aber müssen sich freuen, und Mich seyn vor Gott, und von Herzen sich freuen. Z. Sim Der «8. Psalm. n? L 5. Singet Gott, lobsinget seinem ^ Namen, machet Bahn dem, der da sanft herfahret, er heißet Herr, und freuet euch vor ihm. 6. Der em Vater ist der Waisen, e§ und ein Richter der Wittwen, er ist Gott in seiner heiligen Wohnung, ch 7. Ein Gott, der den Einsamen das Haus voll Kinder giebt, der die Ge- - fangenen ausführet zu rechter Zeit, und lässet die Abtrünnigen bleiben in der 8. Gott! da du vor deinem Volk A herzogest, da du einher giengest in der ndi Wüste. Sela. ->ü y. Da bebete die Erde, und die Him- mel troffen vor diesem Gott in Sinai, de vor dem Gott, der Israels Gott ist. )>l 1 o. Nun aber giebst du, Gott! einen gnädigen Regen, und dein Erbe, das rs dürre ist, erquickest du. ch! i'. Daß deine Thiere darinnen woh- m neu können, Gott! du labest die Elenden mit deinen Gütern, ch - 2. Der Herr giebt das Wort mit id grossen Schaaren Evangelisten. -z. Die N8 . Dcr 68. Psalm. i z. Die Kön'ge der Heerschaaren l sind unter einander Freunde, und die! Hanschrs theilet den Raub aus. ^ / 4. Wenn ihr zu Felde lieget, so glänzets als der Tauben Flügel, die wie Süber und Gold schimmern. -z. Wenn der Allmächtige hm und wieder unter ihnen Könige setzet, so wird es hell, wo es dunkel ist. 16. Der Berg Gottes iß ein fruchtbarer Berg, ein groß und fruchtbar Gebirge. - ! 17. Was hüpfet ihr grossen Gebir- i ge? Gott hat Luft auf diesem Berg zu woynerr, und der Herr bleibet auch immer daselbst. > 18. Der Wagen Gottes ist viel tau-' sendmal taufend, der Herr ist unter ^ ihnen im heiligen Sinai. j 19. Du bist in die Höhe gefahren, und haft das Gefängniß gefangen, du haft Gaben empfangen für die Men-! scheu, auch die Abtrünnigen, daß Gott ^ der Herr dennoch daselbst blechen wird. 20. Gelobet sey der Herr täglich, Gott leget uns eine Last stuf, aber er hilft uns auch. Sela. l j < 21. Wir Der 68-Psalm. i;- !l ^ 21. Wir haben einen Gott/ der da e ^ hilft/ und den Herrn Herr«/ der vom Tod errettet. o ^ 22. Aber Gott wird den Kopf sei- e ner Feinde zerschrneiffen, samt ihrem Haarschedel, die da fortfahren in ihrer d Sünde. v 2z. Doch spricht der Herr: Ich will unter den Fetten etliche holen, aus Her ^ Liefe des Meers will ich etliche holen, r 24. Darum wird dein Fuß in der Feinde Blut gefärbet werden, und deine Hunde Werdens lecken, g 25. Man siehet, Gott! wie du eiiu- h her zeuchst, wie du, mein Gott und König! einher zeuchst im Heiligthum. ^ 26. Die Sänger gehen vorher, dar- r nach die Spielleute unter den Mäg- ! den, die da paucken. h 27. Lobet Gott den Herrn in den u Versammlungen, vor dem Brunn ^ Israel. " 28. Da herrschet unter ihnen der kleine Benjamin, die Fürsten Juda l, mit ihren Haufen, die Fürsten Sebu- e lon, die Fürsten Naphthali. a- 29. Dein , 4 » Der 6«. Psalm. 29. Dem Gott hat dein Reich anst gerichtet, dasselbe wollest du, Gott! uns stärken, denn es ist dein Werk. Zv. Um deines Tempels willen zu Jerusalem werden dir die Könige Geschenke zuführen. z i. Schilt das Thier im Rohr, die Rotte der Ochsen unter ihren Kälbern, die da zertretten um Gelds willen. Er zerstreuet die Völker, die da gerne kriegen. 32. Die Fürsten aus Egypten werden kommen, Mohrenland wird seine Hände ausstrecken zu Gott. 33. Ihr Königreiche aufErden! fin- ! get Gott, lobfinget dem Herrn. Sela. ! 34. Dem der da fähret im Himmel > allenthalben von Anbeginn, stehe, er wird seinem Donner Kraft geben. 35. Gebet Gott die Macht, seine Herrlichkeit ist in Israel, und seine Macht in den Wolken. z6. Gott ist wundersam in seinem Heiligthum, er ist Gott Israel, er wird dem Volk Macht «nd Kraft geben, gelobet sey Gott! Der 1 d n < i i > Der 6y. Psalm. I4l Der I.X1X. Psalm. i. Ein Psalm Davids, von den Rosen, vorzusingen. Ist ein Gebet unsers Herrn Christi wider die ungläubigen Juden, daß Gort ihn erretten wolle, gehöret wider die Feinde des Evangelii. /rrott! hilf mir, denn das Wasser gehet mir bis an die Seele. z. Ich versinke im tiefen Schlamm, da kein Grund ist, ich bin im tiefen Wasser, und die Fluth will mich ersäufen. 4. Ich habe mich müde geschrien, mein Hals ist heisch, das Gesicht vergehet mir, daß ich so lange muß harren auf meinen Gott. 5. Die mich ohn Urfach hassen, dee rst mehr, denn ich Haar auf dem Haupt hab. Die mir unbillig feind find, und mich verderben, sind mächtig. Ich muß bezahlen, das ich nicht gerau- bet habe. 6 . Gott! du Missest meine Thorheit, und meine Schulden sind dir nicht verborgen. 7. Laß Der 6y. Psalm. I4L 7. Laß nicht zu Schanden werden an de mir, die dem harren/ Herr! Herr tu Zebaoth! laß n!cht sihamroth werden an mm die dich suchen/ Gott Israel! er 8. Denn um deinetwillen trag ich ur Schmach / mein Angesicht ist voller. ^ Schande. > ' 9. Ich bin fremd worden meinen G Brüderm und unbekannt meiner Mut-- nc ter dtindern. 10. Denn ich eifere mich schier zu tode ^ um dein Haus/ und die Schmach de- er rer> die dich schmähen/ fallen auf mich. 11. Und ich weine und faste bitter- lich, und man spottet mein darzu. ^ 12. Ich habe einen Sack angezogen, aber sie treiben das Gespött daraus. ^ 13. Die im Thor sitzen, waschen von mir, und in den Zechen singet man von mir. h 14. Ich aber bete, Herr! zu dir, A zur angenehmen Zeit; Gott! durch ^ deine grosse Güte, erhöre mich mit dei- xxj rier treuen Hilfe. 15. Errette mich aus dem Koth, daß a, ich nicht versinke- -aß ich errettet wer- gx de Der 69. Psalm. ri r ri n t- )e e-- h. r- n, m m r, ch lß de de von meinen Hassern, und aus dem tiefen Wasser. 16. Daß mich die Wasserfluth nicht ersäuft/ und die Tiefe nicht verschlinge, und das Loch der Grube nicht über mir zusammen gehe. 17. Erhöre mich/ Herr! denn deine Güte ist tröstlich, wende dich zu mir nach deiner grossen Barmherzigkeit. 18. Und verbirge dein Antlitz nicht vor deinem Knecht/ denn mir ist angst, erhöre mich eilend. 19. Mache dich zu meiner Seele, und erlöse sie, erlöse mich um meiner Feinde willen. 20. Du weißest meine Schmach, Schande und Scham, meine Widersacher sind alle vor dir. 21. Die Schmach bricht mir mein Herz, und kränket mich, ich warte, obs jemand jammerte, aber da ist niemand, und auf Tröster, aber ich finde keine. 22. Und sie geben mir Galle zu eisen, und Eßig zu trinken in meinem grossen Durst. ' ' G «z. Ihr 144 Der 6y. Psalm. 2Z. Ihr Tisch müsse vor ihnen zum s Strick werden, zur Vergeltung, und ^ zu einer Falle. 24. Ihre Augen müssen finster wer-- j den, daß fie nicht sehen, und ihre Lew ; den laß immer wanken. ! 25. Geuß deine Ungnade auf sie, 1 und dein grimmiger Zorn ergreift sie. 26. Ihre Wohnung müsse wüste 1 werden, und sey niemand, der in ih- , ren Hütten wohne. 27. Denn sie verfolgen, den du ge- 1 schlagen haft, und rühmen, daß du die ; Deinen übel schlagest. 28. Laß sie in eine Sünde über die , andere fallen, daß sie nicht kommen j zu deiner Gerechtigkeit. 29. Tilge sie aus dem Buch der Lebendigen, daß sie mit den Gerechten nicht angeschrieben werden. - zo. Ich aber bin elend, und mir ist - wehe, Gott! deine Hilft schütze mich. zi. Ich will den Namen Gottes lo- . ben mit einem Lied, und will ihn Host ' ehren mit Dank. Zs. Das wir- dem Herrn Vas ge- < fallen, , Der 70. Psalm._14; liir fallen, denn ein Farr, der Hörner und nd Klauen hat. 33. Die Elenden sehens, und freuen er-- sich, und die Gott suchen/ denen wird uu das Herz leben. 34. Denn der Herr höret die Armen, ße, und verachtet seine Gefangene nicht, sie. 35. Es lobe ihn Himmel, Erde sie und Meer, und alles, das sich darin- th nen reget. 36. Denn Gott wird Zion helfen, ge-- und die Städte Juda bauen, daß man die daselbst wohne, und sie besitze. 37. Und der Saame seiner Knechte die wird sie ererben, und die seinen Namen m lieben, werden darinnen bleiben. Le- Der 1 .XX. Psalm. teil Ein Gebet um Hilft wider die Feinde dc- Worts. ! A 1. Ein Psalm Davids, vorzusingen zum Ge-- fth. dachtniß. ... Es muffen sich schämen und zu llM Schanden werden, die nach meiner Seele stehen. 6 *^^ Gott! mich zu erretten,- Herr! M mir zu helfen. ... ^ müssen sich schämen und zu G r 4. Sie 146 Der 7 r. Psalm. „ 4. Sie müssen zurücke kehren, und ^ gehönet werden/ die mir Uebels wün-- ^ sehen. Daß müssen wiederum zu . Schanden werden/ die da über mich E schreyen: Da/ da. ^ 5. Freuen und frölich müssen seyn § an dir/ die nach dir fragen/ und die ^ dein Heil liebem immer sagen: Hoch " gelobet sey Gott. 6 . Ich aber bin elend und arm. ^ Gott! eile zu mir/ denn du bist mein ^ Helfer und Erretter/ mein Gott! vev " zeuch nicht. < Der I.XXI. Psalm. Ein Gebet für die christliche Kirche/ daß >it Gott zur letzten Zeit nicht verlassen/ wider ihn Feinde ihr helfen/ und trösten wolle. F^err! ich traue auf dich, laß mich »V nimmermehr zu Schanden wer, ^2*. Errette mich durch deine Gerechtigkeit, und hilf mir aus, neige deiru Ohrenzumir, und hilf mir. z. Sey nur ein starker Hort, bahrn ich immer fliehen möge, der du zugesagt s r l i 1 147 Der 71 . Psalm. ss sagt hast mir zu helfen, denn du bist mein Fels und meine Burg. « 4. Mein Gott! hilf mir aus der ^ Hand der Gottlosen, aus der Hand ^ des Ungerechten und Tyrannen. - 5. Denn du bist meine Zuversicht, a, Herr, Herr! meine Hoffnung von b, meiner Jugend an. ^ 6 . Auf dich habe ich mich verlassen „ von Mutterleibe an, du hast mich aus ss meiner Mltter Leibe gezogen, mem Ruhm ist immer vor dir. 7. Ich bin vor vielen wie ein Wunder, aber du bist meine starke Zuversicht. 8 . Laß meinen Mund deines Ruhms und deines Preises voll seyn täglich. ,li 9. Verwirf mich nicht in meinem h« Alter, verlaß mich nicht, wenn ich schwach werde. ich iO. Denn meine Feinde reden wider ey mich, und die auf meine Seele halterr, berathen sich mit einander, ch i>. Und forschen: Gott hat ihn ni verlassen, jaget nach , und ergreifet ihn, den»! da ist kern Erretter. M Gott! fty nicht ferne von mir, mein Gott ! eile mir zu helfen, rgt G 3 !Z. Schä- , 4 « Dcr 71. Psalm. 13. Schämen müssen sich und umkommen, die meiner Seele zuwider sind- mit Schand inrd Hohn rnüssen sie überschüttet werden, die »nein Unglück suchen. 14. Ich aber will immer harren, nnd will immer deines Ruhms mehr machen. 15. Mein Mund soll verkündigen deine Gerechtigkeit, täglich dein Heil, die ich nicht alle zählen kann. 16. Ich gehe einher in der Kraft -es Herrn Herrn, ich preise deine Gerechtigkeit allein. 17. Gott! du hast wich von Jugend auf gelehret, darum verkündige ich deine Wunder. :8. Auch verlaß mich nicht, Gott! im Alter, wenn ich grau werde, bis ich deinen Arm verkündige Kindes Kindern, und deine Kraft allen, die noch kommen sollen. Iy. Gott'! deine Gerechtigkeit !fl hoch, der du grosse Dinge thust; GotU> wer ist dir gleich? 20. Denn du lässest mich erfahren viel und grosse Angst' und machest Der 72. Psalm. 149 mich wieder lebendig, und holest mich wieder aus der Tiefe der Erde herauf. 21. Du machest mich sehr groß, und tröstest mich wieder. 22. So danke ich dir auch mit Psal- terspiel für deine Treu, mein Gott! ich lobsinge dir auf der Harfe, du Heiliger in Israel! 23. Meine Lippen, und meine Seele, die du erlöset haft, sind Mich, und lobsingen dir. 24. Auch dichtet meine Zunge täglich von deiner Gerechtigkeit, denn schämen müssen fich und zu Schanden werden, die mein Unglück suchen. Der I.XXII. Psalm. Eine Weissagung vorn Reich Christi, wie er Sünden vergeben, die armen Christen trösten, und die Heiden annehmen werde, und wie man vor ihm täglich werde bitten, und ihn um seine gnädige Rettung und Hilfe loben. 1. Eine Danksagung Salomonis. szrott! gieb dein Gericht dem Könige, ^ und deine Gerechtigkeit des Kenias Sohne. G 4 2. Daß Der 72. Psalm. 2. Daß er dein Volk bringe zur Gerechtigkeit/ und deine Elenden errette. Z. Laß die Berge den Frieden bringen unter Las Volk/ und die Hügel die Gerechtigkeit. . 4. Er wird das elende Volk bey Recht erhalten/ und den Armen he!- ! sen/ und die Lästerer zerschmeißen. ^ 5. Man wird dich fürchten/ so lange die Sonne und der Mond währet/ von Kind zu Kindeskindern. 6. Er wird herab fahren wie der Regen auf das Fell. wie die Tropfen, die das Land feuchten. 7. Zu seinen Zeiten wird blühen der Gerechte/ und grosser Friede, bis . -aß der Mond nimmer sey. 8. Er wird herrschen von einem Meer bis aus andere, und von dein Wasser an, bis zur Welt Ende. ^ y. Vor ihm werden sich neigen die in der Wüste, und seine Feinde werden Staub lecken. 10. Die Könige am Meer und in den Jnsuln werden Geschenke bringen, die Könige aus Reich Arabien und Seba werden Gaben zuführen. i i. Alle Dcr 72. Psalm. i;r 1 All? Könige werden ihn anbete. ten, alle Heiden werden ihm dienen, n- 12. Denn er wir- den Armen er- el retten, der da schreyet, und den Elenden, der keinen Helfer hat. >y i z. Er wird gnädig seyn den Gerin- gen und Armen, und den Seelen der Armen wird er helfen. 14. Er wird ihre Seele aus dem >n Trug und Frevel erlösen, und ihr Blut wird theuer geachtet werden vor ihm. ?r 15. Er wird leben, und man wird a, ihm von Gold aus Reich Arabien geben, und man wird immerdar vor n ihm beten, täglich wird man ihn loben, is, >6. Auf Erden oben auf den Bergen wird das Getreide dick stehen, seine n Frucht wird beben wie Libanon, und n wird grünen in den Städten, wie Gras auf Erden. je 17. Sein Name wird ewiglich bkei- r- ben, so lang die Sonne währet, wird ftin Name auf die Nachkommen rei- n wen, und werden durch denselbigen gesegnet seyn, alle Heiden werden ihn n preisen. G 5 ir. Ee-i Der 7;. Psalm. I?2 18. Gelobet sey Gott der Herr, der Gott Israel/ der allein Wunder thut. , 19. Und gelobet sey sein herrlicher < Name ewiglich/ und alle Land müssen feiner Ehre voll werden/ Anten, Amen! ! Ein Ende haben die Gebete Davids, ! des Sohns Isai. Der I.XXIII. Psalm. Ist eine schöne Lehre wider das gemeine Aergerniß, daß Gottes Kinder unter der Ruthe werden gehalten, aber Gott erhält sie, die bösen Buben aber müssen plötzlich und mit Schrecken zu Boden fallen. Israel hat dennoch Gott zum Trost, ->) wer nur reines Herzens ist. 2. Ich aber hätte schier gestrauchelt mit meinen Füssen, meine Tritte hätten beynahe geglitten. 3. Denn es verdroß mich aus die Ruhmredigen, da ich sahe, daß es den Gottlosen so wohl gieng. 4. Denn sie sind m keiner Gefahr -es Todes, sondern stehen vest, wie ein Pallaft. 5. Sie D:r 7?. Psalm. in 5. Sie sind nicht in Unglück wie andere Leute, und werden nicht wie andere Menschen geplaaet. 6. Darum muß ihr Trotzen köstlich Ding seyn, und ihr Frevel muß wohl gethan heissen. 7. Ihre Person brüstet sich wie ein fetter Wanst, ste thun, was sie nur gedenken. , 8. Sie vernichten alles, und reden übel davon, und reden und lästern hoch her. 9. Was sie reden, das muß vom Himmel herab geredt seyn, was sie sagen, das muß gelten auf Erden. 10. Darum fället ihnen ihr Pöbel zu, und laufen ihr.-m zu mit Haufen, wie Wasser. i i. Und sprechen: Was sollte Gott nach jenen fragen? Was sollte der Höchste ihrer achten? 12. Siehe, das sind die Gottlosen, du sind glückselig in der Welt, und werden reich. 13. Solls denn umsonst seyn, daß mein Herz unsträflich lebt, und ich meine Hände in Unschuld wasche? Der 7 ;. Psalm. i?4 14. Und ich bin geplaqet täglich, Und meine Strafe ist alle Morgen da. 15. Ich hätte anch sthier so gesaget, wie sie, aber siehe , damit hätte ich verdammet alle deine Kinder, die je ! gewesen sind. ! ,6. Ich gedachte ihm nach, daß ichs ' begreifen möchte, aber es war mir zu 1 schwer. > 17. Bis -aß ich gieng in das Heb ! ligthum Gottes, und merkte auf ihr ^ l Ende» § 18. Aber du setzest sie auf das-schlüpferige, und stürzest sie zu Boden. , ! < 19. Wie werden sie so plötzlich zu ! ^ nichte? Sie gehen unter, und nehmen i ein Ende mit Schrecken. ! . so. Wie ein Traum, wenn einer erwachet, so machst du, Herr! ihr j Bild in der Stadt verschmähet. ^ 2,. Aber es thut mir weh im Her-- , , zen, und sticht mich in meinen Nieren. ss. Daß ich muß ein Narr ftyn, ' und nichts wissen, und muß wie ein j Thier seyn vor dir. j 2z. Dennoch bleibe ich stets an dir, > ' renn du hättest mich bey meiner rechten j Hand. 24. Du Der 74. Psalm. 24. Du leitest mich nach deinem Rath/ und nimmst mich endlich mit Ehren an. 25. Wenn ich nur dich habe/ so frage ich nichts nach Himmel und Erden. 26. Wenn mir gleich Leib und See! verschmachtet/ so bist du doch/ Gott! allezeit meines Herzens Trost/ und mein Theil. 27. Denn siehe, die von dir weichen, werden umkommen, du bringest um alle, die wider dick huren. 28. Aber das ist meine Freude, daß ich mich zu Gott halte, und meine Zuversicht setze auf den Herrn Herrn, daß ich verkündige alle dem Thun. Der I.XXIV. Psalm. Ist ein Gebet für die christliche Kirche, «m Fried und Schutz wider ihre Feinde. 1. Eine Unterweisung Assaphs. sUott: warum verstößest du uns so gar? und bist so grimmig zornig «her die Schaaft deiner Weide? 2. Ge- Der ) 4 . Psalm. r?6 2. Gedenke an deine Gemeine/ die du vor Alters erworben/ und dir zum a Erbtheil erlöset haft/ au den Berg ^ Zion, da du auf wohneft. Z. Tritt auf sie mit Füssen/ und 5 siosse sie gar zu Boden, der Feind hat > b alles verderbet im Heiligthum. 4.. Deine Widerwärtigen brüllen in d deinen Häusern/ und setzen ihre Götzen d darein. 5. Man siehet die Aexte oben her Z blinken, wie man in einem Wald hauet, d 6. Und zerhauen alle seine Tafel- werk mit Beil und Barten. 8 7. Sie verbrennen dein Heiligthum, ^ sie entweihen die Wohnung deines Namens zu Boden. t 8. Sie sprechen in ihrem Herzen: i Lasset uns sie plündern. Sie verbrennen alle Häuser Gottes im Lande. s y. Unsere Zeichen sehen wir nicht, r und kein Prophet prediget mehr, und kein Lehrer lehret uns mehr. ? 12. Ach Gott! wie lange soll der t Widerwärtige schmähen, und der Feind deinen Namen so gar verlästern? < ii. Warum Der 74. Psalm. ^7 le ri. Warum wendest du deine Hand n ab/ und deine Rechte von deinem g ^ Schooß so gar? 12. Aber Gott ist mein König von d Alters her/ der alle Hilfe thut/ so auf ll Erden geschieht. 13. Du zertrennest das Meer durch n deine Kraft/ und zerbrichst die Köpfe n der Drachen im Wasser. 14. Du zerschlagest die Köpfe der r, Walisische/ und giebst sie zur Speise i. dem Volk in der Einöde. h ^ 15. Du lässest quellen Brunnen und Bäche/ du Lässest versiegen starke y ^ Ströme. s 16. Tag und Nacht ist dein/ du machest, daß beyde Sonn und Gestirn 1: ihren gewissen Lauf haben, u 17. Du setzest einem jeglichen Lande seine Gränze/ Sommer und Winter t, machest du. d -'i 8 . So gedenke doch deß/ daß der Feind den Herrn sihmähet, und ein n thöricht Volt lästert deinen Namen, ld 19. Du wollest nicht dem Thier geben die Seele deiner Turteltauben, und r,8 Der 75. Psalm. und deiner elenden Thiere mehr so gar I vergessen. ^ 22. Gedenke an den Bund/ denn h das Land ist allenthalben jämmerlich verheeret/ und die Häuser sind zerrissen. 21. Laß den Geringen nicht mit . Schanden davon gehen/ denn die Ar-- < men und Elenden rühmen deinen Na- ^ wen. ^ 22. Mache dich auf/ Gott! und ? führe aus deine Sache/ gedenke an die ^ Schmach/ die dir täglich von den Tho- '' ren wiederfähret. 23. Vergiß nicht des Geschreys dei- ^ ner Feinde/ das Toben deiner Widerwärtigen wird je länger je grösser. 2 - v Der I.XXV. Psalm. Ist ein Trost, daß Gott die Sichern heimsuchen, und härter wolle strafen, denn seine . Christen, denn sie müssen die Hefen aussausen, N und im Leiden bleiben, die Frommen aber v sollen errettet werden. g i. Ein Psalm und Lied Assaphs, daß er nicht tl «mkäme, vorzusingen. Wir Dcr 75. Psalm. ^ VHtr danken dir- Gott! wir danken dir/ und verkündigen deine Wun- kl der/ daß dein Neans sv nahe ist. ? 3. Denn zu semer Zeit werde ich / recht richten. 4 . Das -Land zittert/ und alle, die f dämmen wohnen- aber ich halte seine Säulen feste. Sela. d . 5 . Ich sprach zu den Ruhmredigen: ^ Rühmet nicht so, und zu den Gottlo- ^ sen: Pochet nicht auf Gewalt! 6 . Pochet nicht so hoch auf euere ^ Gewalt, redet nicht so halsstarrig. ^ 7. Es habe keine Noth, weder vom Aufgang, noch vom Niedergang, noch _ vom Gebirge in der Wüste. 8 . Denn Gott ist Richter, der diesen niedriger, und jenen erhöhet. 9. Denn der Herr hat einen Becher i, in der Hand, und mit starkem Wein -r voll eingeschenkt, und schenkt aus demselben ; aber die Gottlosen müssen alle »t trinken, und die Hefen aussaufen. r - o. Ich i6o Der 76. Psalm. i O. Ich aber will verkündigen ewiglich, und lobsingen dem Gott Jacob. -1. Und will alle Gewalt der Gottlosen zerbrechen, daß die Gewalt des Gerechten erhöhet werde. ve re E' Der I.XXVI. Psalm. Ist eine Danksagung, daß Gott seine Kirche, da sein Wort und rechter Gottesdienst ist, gnä- diglich schützet, und ihre Feinde stürzet. i. Ein Psalmlied Assaph, auf Saitenspiel vorzusingen. /zrott ist in Juda bekannt, in Israel ^ ist sein Name herrlich. Z. Zu Salem ist sein Gezelt, und seine Wohnung zu Zion. 4. Daselbst zerbricht er die Pfeile -es Bogens, Schild, Schwerdt und Streit. Sela. 5. Du bist herrlicher und mächtiger, denn die Raubeberge. 6 . Die Stolzen müssen beraubet werden und entschlafen, und alle Krieger müssen die Hand lassen staken. 7. Von deinem Schelten, Gott Jacob! sinket in Schlaf beyde Roß und Wagen. w ar w aa eu ftt lic nu D rck im stä 1, 8. Du l Der 77. Psalm. i6r el ^ .'l ! d ^ le! d e/ e- ^ ck >- d tt ! 8. Du bist erschröcklich, wer kann vor dir stehen/ wenn du zörnest? y. Wenn du das Urtheil läßest hören vom Himmel / so erschrickt das Erdreich, und wird stille. 12. Wenn Gott sich aufmachet zu richten, daß Er helfe allen Elenden auf Erden. Sela. 11. Wenn Menschen wider dich wüten, so legest du Ehre ein, und wenn sie noch mehr wüten, bist du auch noch gerüstet. 12. Gelobet, und haltet dem Herrn euerm Gott, alle, die ihr um ihn her seyd, bringet Geschenke dem Schrecklichen. 13. Der den Fürsten den Muth nimmt, und schrecklich ist unter den Königen aus Erden. Der I.XXVII. Psalm. Ist ein Gebet, daß Gott seine arme Kirche retten und erhalten wolle, und lehret, wie wir im Unglück uns trösten, und den Glauben stärken sollen. i. Ein Psalm Aistuch, für Ieduthun vorzusingen. Ich >62 Der 77. Psalm. <^ch schreye mit meiner Stimme zu Gott, zu Gott schreye ich, und er erhöret mich. 3. In der Zeit meiner Noth suche ich den Herrn, meine Hand ich des Nachts ausgestreckt, und lastet nicht ah, denn meine Seele will sich nicht trösten lasten. 4. Wenn ich betrübt bin, so denke ich an Gott, wenn mein Herz in Aeng-, stell ist, so rede ich. Sela. 5. Meine Augen hättest du, daß sie wachen, ich bm so ohnmächtig, daß ich nicht reden kann. 6 . Ich denke der alten Zeit, der vorigen Jahre. 7. Ich denke des Nachts an mein Säitenspiel, und rede mit meinem Herzen, mein Geist muß forschen. 8 . Wird denn der Herr ewiglich vergossen, und keine Gnade mehr erzeigen ? 9. Isis denn ganz und gar aus mit ^ seiner Güte, und hat die Verheißung ein Ende? 10. Hat denn Gott vergessen gnädig zu sevn, und seine Barmherzigkeit vor Zorn verschlossen? Sela. i i. Aber Der 77. Psalm. r6; i'. Aber doch sprach ich: Ich muß das leidem die rechte Hand des Höchsten kann alles ändern. 12. Darum gedenke ich an die Thaten des Herrn, ja, ich gedenke an deine vorige Wunder. i z. Und rede von allen deinen Werken, und sage von deinem Thun. 14. Gott! dein Weg ist heilig, wo ist so ein Mächtiger Gott, als du Gott bist? 15. Du bist der Gott, der Wunder thut, du hast deine Macht beweiset unter den Völkern. 16. Du hast dein Volk erlöset qewal- tiglich, die Kinder Jacob und Joseph. Die Wasser sahen dich, Gott! die Wasser sahen dich, und ängsteten sich, und die Tiefen tobeten. 18. DiedickenWolkengossenWasser, die Wolken donnerten, und die Strahlen fuhren daher. i y. Es donnerte im Himmel, deine Blitze leuchteten auf dem Erdboden, das Erdreich regete sich, und bebete davon. so. Dein <64 Dcr 78. Psalm. _ 22. Dein Weg war im Meer, und - dein Pfad in grossen Wassern, und ! man spürte doch deinen Fuß'nicht. 21. Du führtest dein Volk, wie eine - Heerde Schaafe, durch Messen und Aa- l ron. Der L.XXVIII. Psalm. i Ist erstlich eine Lehre, wie Gott i: und je ! den Unglauben und U'.whorsam gestraft Hai. ! Und darnach eine Vcrn-ahnung, daß wir aus j seinen Wunderwerken sollen lernen ihm vertrauen, und uns feiner Gnade und Barmher- . jigkcit trösten. 1. Eine Unterweisung Assaphs. ^öre, mein Volk! mein Gesetz, rief , ^ get eure Ohren zu der Rede meü § nes Mundes. i 2. Ich will meinen Mund aufthuri i zu Sprüchen, und alte Geschichte aus- sprechen. . ! z. Die wir gehöret haben, und wss- ! sen, und unsere Väter uns erzählet haben. l 4. Daß wirs nicht verhalten sollen i ihren Kindern, die hernach konünen, und verkündigen den Ruhm des Herrn, und Der 73. Psalm. - i6; nd und seine Macht und Wunder/ die er md gethan hat. 5 . Er richtete ein Zeugniß auf in Ja- ine cov, und gab ein Gesetz in Israel/ das lg- er unsern Vätern gebot zu lehren ihre Kinder. — 6. Auf daß die Nachkommen lerne- ten, und die Kinder/ die noch sollten , qebohren werden/ wenn sie aufkämen/ ;ai. haß sie es auch ihren Kindern verkmi- -nis digten. ^ 7 . Daß sie setzen auf Gott ibre Hoff- ^ nung, und nicht vergessen der Thaten Gottes, und feine Gebotte hielten. 8. Und nicht würden wie ihre Vä- ich ter, eine abtrünnige und ungehorsame M Art/ welchen ihr Herz nicht fest war, und ihr Geist nicht treulich hielt an m Gott. us- y. Wie die Kinder Ephraim/ so ge- harnischt den Bogen führetem absie- ors len zur Zeit des Streits. W Sie hielten den Bund Gottes nicht/ und wollten nicht in seinem Gelen setz wandeln. ien, i i. Und Vergüssen seiner Thaten/ rn, und ruh iSL Der 78. Psalm. und seiner Wunder, die er ihnen er- ! zeiget hatte. ! 12. Vor ihren Vatern that er Wun- ! der in Egyptenland, im Felde Zoan. 13. Er zertheilete das Meer, mÄ , ließ sie durchhin gehen, und Mete da§ ^ Wasser wie eine Mauer. 14. Er leitete sie des Tages mit einer 1 Wolke, und des Nachts mit einem hellen Feuer. l '5. Er riß die Felsen in der Wüste, r und tränkete sie mit Wasser die Fülle. 16. Und ließ Bäche aus dem Felsen r fiiessen, daß sie hinab flössen wie Was- r serströme. 17. Noch sündigten sie weiter wider i ihn, und erzürnten den Höchsten in der Wüste. t 18. Und versuchten Gott in ihrem, si Herzen, daß sie Speise forderten für' ihre Seelen. u 19. Und redeten wider Gott, und A sprachen: Ja, Gott sollte wohl können einen Tisch bereiten in der Wüste ? L 20. Siehe, er hat wohl den Felsen ^ geschlagen/ daß Wasser-flössen, und st Bäche Der 78. Psalm. 167 er- Bäche sich ergossen; aber wie kann er Brod geben/ und seinem Volk Fleisch um verschaffen? . 2i. Da nun das der Herr hörete, nch entbrannte er, und Feuer gieng an in va§ Jacob/ und Zorn kam über Israel. 22. Daß sie nicht glaubten an Gott, ritt und Hoffeten nicht auf seine Hilfe. M 2z. Und er gebot den Wolken droben/ und that auf die Thür des Him- >ste, mels. U 24. Und ließ das Manna auf sie sei, regnen, zu essen, und gab ihnen Hirn- las- melbrod. 25. Sie äffen Engelbrod, er sandte der ihnen Speise die Fülle, irr 26. Er ließ wehen den Ostwind unter dem Himmel, und erregte durch -ein seine Starke den Südwind, für ,27. Und ließ Fleisch auf sie regnen Me Staub, und Vöael wie Sand am uff Meer. ieri 28. Und ließ sie fallen unter ihr Lager allenthalben, da sie wohneten. fen 29. Da äffen sie, und wurden allzu md satt, er ließ sie ihre Lust büffen. iä8 Der 78. Psalm. 32. Da sie nun ihre Luft gebüsset hatten/ und sie noch davon äffen. z i. Da kam der Zom Gottes über sie/ und erwürqete die Vornehmsten unter ihnem und schlug darnieder die Beßten in Israel. 32. Aber über das alles sündigten sie noch mehr/ und glaubten nicht an seine Wunder. zz. Darum ließ er sie dahin sterben/ daß sie nichts erlangetem und mußten ihr Lebenlang geplaget seyn. 34. Wenn er sie erwürgett/ suchten sie ihm und kehreten sich früh zu Gott. 35. Und gedachten/ daß Gott ihr Hort ist/ und Gott der Höchste ihr Erlöser ist. 36. Und heuchelten ihm mit ihrem Munde/ und logen ihm mit ihm Zungen. 37. Aber ihr Herz war nicht veft an ihm/ und hielten nicht treulich an seinem Bunde. 38. Er aber war barmherzig/, um vergab die Missethat/ und vertilget sie nicht/ und wendete oft seinen Zorn ub/ und ließ nicht seinen ganzen Zorn gehen. 39. Denn Der 78. Psalm. 39. Denn er gedachte/ daß sie Fleisch sind/ ein Wind, der dahin fähret, und nicht wieder kommt. 40. Sie erzörneten ihn gar oft in der Wüste, und entrüsteten ihn in der Einöde. 41. Sie versuchten Gott immer wieder, und meisterten den Heiligen in Israel. 42. Sie dachten nicht an seine Hand des Tages, da er sie erlösete von den Feinden. 43. Wie er denn seine Zeichen in Egypten gethan hatte, und seine Wunder im Lande Zoan. 44. Da er ihr Wasser in Blut wandelte, daß sie ihre Bäche nicht trinken konnten. 45. Da er Unziefer unter sie schickte, die sie fraßen, und Kröten, die sie verderbeten. 46. Und gab ihre Gewächse den' Raupen, und ihre Saat den Heuschrecken. 47. Da er ihre Weinstöcke mit Hagel schlug, und ihre Maulbeerbäüme mit Schlossen. H 2 48. Da 17s Der 78. Psalm. 48. Da er ihr Vieh schlug mit Hagel/ und ihre Heerde mit Strahlen. 49. Da er Höft Engel unter sie sandte/ in seinem grimmigen Zorn, und ließ sie toben sind wüten, und leide thun. 52. Da er seinen Zorn ließ fortgehen, und ihren Seelen vor dem Tode nicht verschonete, und ließ ihr Vieh an der Pestilenz sterben. 51. Da er alle erste Geburt in Egvp- ten schlug, die ersten Erben in den Hütten Ham. 52. Und ließ sein Volk ausziehen Wie Schaafe, und führete sie wie eine Heerde in der Wüste. 5 z. Und er leitete sie sicher, daß sie sich nicht furchten, aber ihre Feinde bedeckte das Meer. §4. Und brachte sie in seine heilige Grenze, zu diesem Berge, den leine Rechte erworben hatte. 85. Und vertrieb vor ihnen her du Völker, und ließ ihnen das Erbe austheilen, und ließ in jener Hütten die Stämme Israel wohnen. s6. Aber Der 78. Psalm. a- 56. Aber sie versuchten und erzdrne- ten Gort den Höchsten/ und hielten seine Zeugnisse nicht. n, 57. Und sielen zurück/ und veracht cd teten alles/ Wie ihre Vater; und hielten nicht/ gleichwie ein lossr Bogen. ^ 58. Und erzörneten ihn mit ührerr de Höhen; und reizeten ihn mit ihren eh Götzen. 59. Und da das Gott hörete/ ent- V- brannte ey und verwarf Israel sehr. en 60. Daß er seine Wohnung zu Silo ließ fahren'/ die Hütte / da er unter en Menschen wohnete. ne 61. Und gab ihre Macht ins Gefängniß, und ihre Herrlichkeit in die sie Hand des Feindes, de 62. Und übergab sein Volk ins Schwerdt/ und entbrannte über sein ge Erbe. ne 6z. Ihre junge Mannschaft fraß das Feuer/ und ihre Jungfrauen muß- du ten unbefreyet bleiben, ts- 64. Ihre Prrester fielen durchs die Schwerdt/ und waren keine Wittwen/ die da weinen sollten. H - -er 65. Und -72 Der 78. Psalm. 65. Und der Herr erwachte, wie ein Schlafender, wie ein Starker jauchzet, der vorn Wein kommt. 66. Und schlug seine Feinde im Hintern, und hangele ihnen eine ewige Schande an. 67. Und verwarf die Hütten Joseph, und erwählete nicht den Stamm Ephraim. 68. Sondern erwählete den Stamm Juda, den Berg Zion, welchen er liebele. 69. Und banete sein Heiligthum hoch, wie ein Land, das ewiglich fest stehen soll. 72. Und erwählete seinen Knecht David, und nahm ihn von den Schaafsftällen. 71. Von den säugenden Schaaftn holete er ihn, daß er sein Volk Jacob weiden sollte, und sein Erbe Israel. 72. Und er weidete sie auch mit aller Treue, und regierte sie mit allem Fleiß. Der I.XXIX. Psalm. Ist ein Gebet für die christliche Kirche/ daß Gott wider ihre Feinde sie schützen und erhalten/ auch Sünde vergeben/ und durch die Feinde nicht strafen wolle. r. Ein Psalm Assaph. (^err! es sind Heiden in dem Erbe "V gefallen/ die haben deinen heiligen Tempel verunreiniget/ und aus Jerusalem Steinhaufen gemacht. 2. Sie haben die Leichname deiner Knechte den Vögeln unter dem Himmel zu fressen gegeben/ und das Fleisch deiner Heiligen den Thieren im Lande. 3. Sie haben Blut vergossen um Jerusalem her/ wie Wasser/ und war Niemand/ der begrub. 4. Wir sind unsern Nachbarn eine Schmach worden/ ein Spott und Hohn denen/ die um uns sind. 5. Herr! wie lang wisse du so gar zörnen/ und deinen Eifer wie Feuer brennen lassen? 6. Schütte deinen Grimm auf die Heide»/ die dich nicht kennen- und aus H 4 die r'4- Der 79, Psalm. die Königreiche/ die deinen Namen nicht anrufen. 7. Denn sie haben Jacob aufgefressen/ und feine Häuser verwüstet. 8. Gedenke nickt unserer vorige?: Missethat/ erbarme dich unser bald. denn wir sind fast dünne worden. 9. Hilf du uns/ Gott! unser Helfer/ um deines Namens Ehre willen/ errette uns/ und vergieb uns unsere Sünde/ um deines Namens willen. 10. Warum lässest du die Heiden sagen: Wo ist nun ihr Gott? Laß unter den Heiden vor unsern Augen kund werden die Rache des Bluts deiner Knechte/ das vergösset: ist. ? i. Laß vvr dich kommen das Seufzen der Gefangenen, nach deinem grossen Arnu behalte die Kinder des Todes. 12. Und vergilt unfern Nachbarn siebenfältig inihren Busen ihre Schmach/ damit sie dich/ Herr! geschmähet haben. r z. Wir aber dein Volk, und Sctzaa- fe deiner Weide/ danken dir ewiglich, und verkündigen deinen Rührn für und für. Der 80. Psalm. Der I.XXX. Psalm. Ist ein Gcbct für die christliche Kirche, und wider ihre Feinde. Denn gleichwie die Juden im alten Testament von den Assyriern undBa- byloniern wohl zcrplaget worden sind; also gchts im neuen Testament auch, darum reimet sich dieß Gebet wohl auf diese unsere Zeit. i. Ein Psalm Assaph, von den Spanroscn vorzusingen. (7>u Hirt Israel! höre, der du Joseph ^ hütest/ wiederSchaafe, erscheine/ der du sitzest über Cherubim. 3. Erwecke deine Gewalt, der du vor Ephraim, Benjamin und Mariasse bist, und komme uns zu Hilfe. 4 . Gott! tröste uns, und laß leuchten dein Antlitz, so genesen wir. 5. Herr Gott Zebaoth! wie lange willt du zörnen über dem Gebet deines Volks? 6. Du speisest sie mit Thränenbrod, und tränkest sie mit grossem Maaß voll Thränen. 7 . Du setzest uns unsern Nachbarn zum Zank, und unsere Feinde spotten unser. H 5 8. Gott 7^6 Der 8v. Psalm. 8. Gott Zebaoth! tröste uns/ laß leuchten dein Arrtlitz, so genesen wir. 9. Du hast einen Weinstock aus Egypten geholch und hast vertrieben -je Heiden, und denselben gevflanzet. 10. Du hast vor ihm die Bahn gemacht, und hast ihn lassen einwurzeln, daß er das Land erfüllet hat. n. Berge sind mit seinem Schatten bedeckt, und mit seinen Reben die Ce- dern Gottes. 12. Du hast sein Gewächs ausgebreitet bis ans Meer, und seine Zweige > bis ans Wasser. 13. Warum haft du denn seinen Zaun zerbrochen, daß ihn zerreiffel alles, das vorüber gehet. 14. Es haben ihn zerwühlet die Wilden Säue, und die wilden Thiere haben ihn verderbet. ' 15. Gott Zebaoth! wende dich doch, schaue vom Himmel, und siehe an, und suche Heim diesen Weinftock. 16. Und halte ihn im Bau, den deine Rechte gepflanzet hat, und den du dir verglich erwählet hast. Siehe Der 8r. Psalm« aß 17. Stehe drein und schilt/ daß des ir. Brennens und Reiffens ein Ende lls werde. en 18. Deine Hand schütze d§s Volk deiner Rechte/ und die Leute/ die du ;e- dir vestiglich erwählet hcht. .. n, . 19. So wollen wir nicht von drr weichen/ laß uns leben, so wollen w'lr e» deinen Namen anrufen, ie- 20. Herr Gott Zebaoth! tröste uns/ laß dein Antlitz leuchten/ so genesen ls wir. ^ A.- Der I.XXXI. Psalm. cn m Eine Lehre, daß wir in allen Nöthen Gott anrufen, und feiner Hilf uns trösten sollen, fo , wolle er helfen, fönst solle uns alles Unglück treffen. , i. Auf der Githith vorzusingen Assaph. H, /^inget ftölich Gott, der unsere Stär- td ^ ke ist/ jauchzet dem Gott Jacob. 3. Nehmet die Psalmen, und gebet en her die Paucken, liebliche Harfen mit ^ Psaltern. 4. Blaset im Neumonden die Po sau- . nen, in unserm Fest der Lanbrüste. ^ 5' Den» 178 Der 8-. Psalm. 5 . Denn solches ist eine Weise in Israel/ un'o ein Recht des Gottes Jacob. 6. Solches hat er zum Zeugniß gesetzt mcher Joseph/ da sie aus Egyptem land Zogen/ und fremde Sprache ge- ^ Hort hatten. ! V» Da ich ihre Schulter von, der > )Zaft entlediget hatte/ und ihre Hände < der Töpfen los wurden. 8. Da du mich in der Noth mmc- ^ fest, half ich dir aus, und erhörete dich, - da dich das Wetter überfiel, und ver- j suchte dich am Haderwassi;r. Sela. > 9 . Höre, mein Volk! ich will unter dir zeugen, Israel! du sollt mich hören. IO> Daß unter dir kein anderer Gott sey, und du keinen frernden Gott anbetest. i i. Ich bin der Herr, dein Gott, ^ der dich aus Egyptenland geführet hat, ^ thue deinen Mund weit aus, laß mich ihn füllen. iL. Wer mein Volk gehorchet nicht meiner Stimme, und Israel will mein Richt. IZ. So Der 82 . Psalm. '79 >z. So habe ich sie gelassen in ihres Herzens Dünkel/ daß sie wandeln nach ihrem Rath. - 14. Wollte mein Volk mir gehorsam seyn, und Israel auf meinem Weg gehen; 15. So wollte ich ihre Feinde bald r dämpfen / und meine Hand über ihre e > Widerwärtige wenden. 16. Und die den Herrn hassen, müß- ten an ihm fehlen, ihre Zeit aber wür- ), de ewiglich wahren. > , ' 7. Und ich würde sie mit dem beßten Weizen speisen, und mit Honig aus r dem Felsen sättigen. i. ! --- lN Der I.XXXII. Psalm. ' Eine Vcrmahnr?ng an weltliche Obrigkeit,' f, daß sie ihres Amts steissig warten, vor Geiz 7 sich hüten und den Armen helfen sollen, wo 0 > nicht, so wolle Gott stürzen. v -. Ein Psalm Assaphs. ss s^rott siehet in der Gemeine Gottes, n ^ und ist Richter unter den Göttern. )0 2. Wie Der 82. Psalm. i8s 2. Wie lange wollt ihr unrecht richten, und die Person der Gottlosen vorziehen? Sela. 3. Schaffet Recht dem Armen und ^ dem Waisen, und helft dem Elenden > und Dürftigen zum Recht. 4. Errettet den Geringen und Armen, und erlöset ihn aus der Gottlosen Gewalt. 5. Aber sie lassen ihnen nicht sagen, und achtens nicht, sie gehen immer hin im Finstern, darum müssen alle Grundveste des Landes fallen. 6. Ich habe wohl gesagt: Ihr seyd Götter, und allzumal Kinder des Höchsten. 7. Aber ihr werdet sterben wie Menschen, und wie ein Tyrann zu Grunde gehen. . «. Gott! mache dich auf, und richte das Land, denn du bist Erbherr über alle Heiden. Der Dcr 8;. Psalm. l8r Der I.XXXIII. Psalm. Ein Gebet für die christliche Kirche/ wider ihre Feinde. i. Ein Psalmlied Assaphs. /rrott! schweige doch nicht also/ und sey doch nicht so stich Gott! halt doch nicht so inne. z. Denn siehe/ deine Feinde toben? und dre dich hassen/ richten den Kopf auf. 4. Sie wachen listige Anschläge wider dein Volk/ und rathfchlagen wider deine Verborgene. 5. Wohl her/ sprechen sie: Laßt uns sie ausrotten/ daß sie kein Volk seyen/ daß des Namens Israel nicht mehr gedacht werde. 6 . Denn sie haben sich mit einander vereiniget/ und einen Bund wider dich gemacht. Die Hütten der Edvmiter und Jsmaeliter/ der Moabiter und Haga- riter. 8 . Der Geballter/ Ammoniter und Amalekiter/ die Philister samt denen zu Tyro. 9. Assur 182 Der 8z. Psalm. 9. Assur hat sich auch zu ihnen ge- schlagen/ und helfen den Kindern Loth. Sela. 10. Thue ihnen/ wie den Midiani- tern/ wie Sissera, wie Jab in, am Bach Kison. 11. Die vertilget wurden bey Endor, und wurden zu Koch auf Erden. 12. Mache ihre Fürsten wie Oreb und Seeb, alle ihre Obersten wie Sebah und Zalmuna. 13. Die da sagen: Wir wollen die Häuser Gottes einnehmen. 14. Gott! mache sie wie einen Wirbel, wie StoppelwPor dem Winde. 15. Wie ein Feuer den Wald verbrennet, und wie eine Flamme die Berge anzündet. 16. Also verfolge sie mit deinem Wetter, und erschrecke sie mit deinem Ungewitter. 17. Mache ihr Angesicht voll Schan- de, daß sie nach deinem Namen fragen müssen. 18. Schämen müssen sie sich, und erschrecken immer mehr und mehr, und zu Schanden werden, und umkommen. 19. So' Der Psalm. -8; 19. So werden sie erkennen, daß du mit deinem Namen heißest - Herr a steine, und der Höchste in aller Welt. * Der I.XXXIV. Mlm. Eine Danksagung, daß Gott sein Work in. seiner Kirche erhält, und für und für Leute hinzu rufet, samt einem Gebet, daß Gott sein Wort uns forthm auch wolle erhalten. i. Ein Psalm der Kinder Korah auf der Gi- thith vorzusingen. H^rie lieblich sind deine Wohnungen, Herr Zebaoth! z. Meine Seele verlanget und sehnet sich nach den Vorhöfen des Herrn, niein Leib und Seel freuen sich in dem lebendigen Gott. 4. Denn der Vogel hat ein Haus funden, und die Schwalbe ihr Nest, da sie Junge Hecken, nemlich deine Altar, Herr Zebaoth! mein König und mein Gott. 5. Wohl denen, die in deinem Hause wohnen, die loben dich immerdar. Sela. 6. Wohl r84 Der 84 . Psalm. 6. Wohl den Menschen, die dich s für ihre Stärke halten, und von Herzen dir nachwandeln. 7. Die durch das Jammerthal gehen, und machen daselbst Brunnen, .> und die Lehrer werden mit viel Segen geschmückt. 8. Sie erhalten einen Sieg nach dem andern, daß man sehen muß, der rechte Gott sey zu Zion. 9. Herr Gott Zebaoth! höre mein Gebet, vernimms, Gott Jacob! Sela. 10. Gott, unser Schild! schaue doch, ^ siehe an das Reich deines Gesalbten. Denn ein Tag in deinen Vor- höfen ist besser, denn sonst tausend, ich will lieber der Thür hüten in meines Gottes Hause, denn lange wohnen in der Gottlosen Hütten. 12. Denn Gott der Herr ist Sonne und Schild, der Herr giebt Gnade und Ehre, er wird kein Gutes mangeln lassen den Frommen. i Herr Zebaoth! wohl dem Menschen, der sich auf dich verläßt. Der Der 8;. Psalm. i8; * Der I-XXXV. Psalm. Ein Gebet, daß sich Gott seiner Kirche erbarmen, und gnädigen Frieden und Segen wieder geben wolle. i. Ein Psalm der Kinder Korah, vorzusingen. (^err! der du bist vormals gnädig "V gewesen deinem Lande, und hast die Gefangene Jacob erlöset. z. Der du die Missethat vormals vergeben hast deinem Volk, und alle ihre Sünde bedecket. Sela. 4. Der du vormals hast allen deinen Zorn ausschaben, und dich gewendet von dem Grimm deines Zorns. 5. Tröste uns, Gott, unser Heiland ! und laß ab von deiner Ungnade über uns. 6 . Willt du dann ewiglich über uns zörnen, und deinen Zorn gehen lassen immer für und für? 7. Willt du uns denn nicht wieder erquicken, daß sich dem Volk über dir freuen möge? 8 . Herr! erzeige uns deine Gnade, und hilf uns. 9. Ach 186 Der 86. Psalm. 9. Ach! daß ich hören sollte, daß Gott ! der Herr redete, daß er Friede zusagte seinem Volk, und seinen Heiligen, auf > daß sie nicht auf eine Thorheit gerathen. ! 10. Doch ist ja seine Hilfe nahe ! denen, die ihn fürchten, daß in unserm ; Lande Ehre wohne. i i. Daß Güte und Treu einander i begegnen, Gerechtigkeit und Friede sich küssen. 12. Daß Treu auf der Erde wachse, und Gerechtigkeit vom Himmel schaue. ' 13. Daß uns auch der Herr Gutes thue, damit unser Land sein Gewächs gebe. 14. Daß Gerechtigkeit dennoch vor , ihm bleibe, und im Schwang gehe. * Der I^XXXVI. Psalm. Ein Gebet, daß Gott durch seinen Geist in seiner Furcht uns erhalten und leiten, und vor allen Feinden behüten wolle, i. Ein Gebet Davids. (^err! neige deine Ohren, und erhöre ^ mich, denn ich bin elend und arm. -87 Der 86. Psalm. z. Bewahre meine Seele/ denn ich bin heilig, hilf du, mein Gott! deinem Knechte? der sich verlässet auf dich. 4. Herr! sey mir gnädig, denn ich rufe täglich zu dir. 5. Erfreue die Seele deines Knechts, denn nach dir, Herr! verlanget mich. 6. Denn du, Herr! bist gut und gnädig, von grosser Güte allen, die dich anrufen. 7. Vernimm, Herr! mein Gebet, und merke auf die Stimme meines Flehens. 8. In der Noth rufe ich dich an, du wollest mich erhören. 9. Herr! es ist dir keiner gleich unter den Göttern, und ist niemand, der thun kann, wie du. i s. Alle Heiden, die du gemacht hast, werden kommen, und vor dir anbeten, Herr! und deinen Namen ehren. 11. Daß du so groß bist, und Wunder thust, und allein Gott bist. 12. Weise mir, Herr! deinen Weg, daß ich wandle in deiner Wahrheit, erhalte wein Herz bey dem Einigen, daß ich deinen Namen fürchte. -3. Ich i88 Der 87 . Psalm. IZ. Ich danke dir, Herr, mein Gott! von ganzem Herzen, und ehre. deinen Namen ewiglich. 14. Denn deine Güte ist groß über mich, und hast meine Seele errettet aus der tiefen Hölle. 15. Gott! es setzen sich die Stolzen wider mich, und der Haufe der Tyrannen stehet mir nach meiner Seele, und haben dich nicht vor Augen. 16. Du aber, Herr Gott! bist barmherzig und gnädig, gedultig und von grosser Güte und Treu. 17. Wende dich zu mir, sey mir gnädig, stärke deinen Knecht mit deiner Macht, und hilf dem Sohn deiner Magd. Thue ein Zeichen an mir, daß mirs wohl gehe, daß es sehen, die mich hassen, und sich schämen müssen, daß du mir beystehest, Herr! und tröstest rmch. Der I.XXXVII. Mlm" Eine Weissagung vom Reich Christi, welches zuZion durchs Evangelium angehet,und in aller Welt soll ausgebreitet werden in allenSprachen. i. Ein Psalmlicd der Kinder Korah. Sie Dcr 88. Psalm. ^e ist Pest gegründet auf den heiligen Bergen. 2. Der Herr liebet die Thore Zion über alle Wohnungen Jacob. z. Herrliche Dinge werden in dir geprediget/ du Stadt Gottes! Sela. 4. Ich will predigen lassen Rahab und Babel? daß sie mich kennen sollen? siehe die Philister und Tyrer? samt den Mohren werden daselbst gebohren. 5. Man wird zu Zion sagen? daß allerley Leute darinnen gebohren werden? und daß er? der Höchste? sie baue. 6. Der Herr wird predigen lassen in allerley Sprachen? daß derer etliche auch daselbst gebohren werden. Sela. 7. Und die Sänger? wie am Reigen? werden alle in dir singen? eins ums ander. Der I.XXXVIII. Psalm. Ein Gebet? daß Gott in dcr Anfechtung, wenn das Herz voll Schrecken ist, und vor Gottes Zorn sich fürchtet, trösten wolle. Man kann es auch beten in Leibskrankheit. 1. Ein Psalmlicd der Kinder Korah vorzusingen^ von der Schwachheit dcr Elenden. 2. Eine Unterweisung Heman, des Efrahitcn. Herr lyo Der 83. Psalm. ^errGott, mein Heiland! ich schreye Tag und Nacht vor dir. 3. Laß mein Gebet vor dich komme«/ neige deine Ohren zu meinem Geschrey. > 4. Denn meine Seele ist voll Jam- > mers, und mein Leben ist nahe bey der l Hölle. 5. Ich bin geachtet gleich denen, die zur Hölle fahren, ich bin wie ein Mann, der keine Hilfe hat. 6. Ich liege unter den Todten verlassen, wie die Erschlagene, die im Grabe liegen, derer du nicht mehr gedenkest, und sie von deiner Hand abgesondert find. 7. Du hast mich in die Grube hinunter gelegt, ins Finsterniß, und in die Tiefe. 8. Dein Grimm drucket mich, und drängest mich mit allen deinen Fluten. Sela. 9. Meine Freunde hast du ferne von mir gethan, du hast mich ihnen zum Greuel gemacht, ich liege gefangen, und kann nicht auskommen. Meine Gestalt ist jämmerlich vor Elend, Herr! ich rufe dich an täglich, )e > 1 / y. ! > lr! in ! V m >e- n- in id n. )N m a, ich an ch/ Der 88. Psalm. 191 täglich, ich breite meine Hände aus zu Dir. 11. Wirst du denn unter den Todten Wunder thun? Oder werden die Verstorbene aufstehen und dir danken. Sela. 12. Wird man in Gräbern erzählen deine Güte, und deine Treue im Verderben? i Mögen denn deine Wunder im Finsterniß erkannt werden? Oder deine Gerechtigkeit irn Lande, da man nichts gedenket? 14. Aber ich schreye zu dir, Herr! mein Gebet komme frühe vor dich. 1 5 . Warum verstößest du, Herr! meine Seele, und verbirgest dein Antlitz vor mir? 1 6 . Ich hin elend und ohnmächtig, daß ich so verstoßen bin, ich leide dein Schrecken, daß ich schier verzage. 17. Dein Grimm gehet über mich, dein Schrecken drucket mich. > 8 . Sie umgeben mich täglich, wie Wasser, und umringen mich mit einander. I rg. DU lyr Der 8s, Psalm. 19. Du machest/ daß meine Freunde und Nächsten/ und meine Verwandten sich ferne von mir thun, um solches Elends willen. Der I.XXXIX. Psalm. Eine Weissagung vom Herrn Christo, und seinem Reich. An dieser Weissagung hänget eine andere, wie die Kirche durch die Feinde Gottes jämmerlich werde zerrissen werden, und bittet, Gott wolle solchem Jammer bey Zeiten wehren,es müssen sonst alle Menjcheu verderben. i. Eine Unterweisung Ethan , des Esrahiten. e^ch will singen von der Gnade des Herrn ewiglich, und seine Wahrheit verkündigen mit meinem Munde für und für. ^ ^ z. Und sage also: Daß eme ewtge Gnade wird aufgehen, und du wirß j deine Wahrheit treulich halten iin Himmel. , 1 4. Ich habe einen Bund gemacht mit meinem Auserwählten. Ich habe David meinem Knecht geschworen. . 5. Ich will dir ewiglich Saamen , verschaffen, und deinen Stuhl bauen 1 für und für. Sela. 6. Und Der 8y. Psalm. iy; 6. Und die Himmel werden, Herr! deine Wunder preisen, und deine Wahrheit in der Gemeine der Heiligen. 7. Denn wer mag in den Wolken dem Herrn gleich gelten, und gleich seyn unter den Kindern der Götter dem Herrn? 8. Gott ist vast mächtig in der Versammlung der Heiligen, und wunder- barlich über alle, die um ihn sind. 9. Herr Gott Zebaoth: wer ist wie du, ein mächtiger Gott, und deine Wahrheit ist um dich her. .12. Du herrschest über das unge- stümme Meer, du stillest seine Wellen, wenn sie sich erheben. Du schlagest Rahab zu tod, d« zerstreuest deme Feinde mit deinem starken Arm. 12. Himmel und Erde ist dein, du haft gegründet den Erdboden, und was darinnen ist. iz. Mitternacht und Mittag hast du geschaffen, Thabor und Hermon jauchzen in dein.em Namen. 14. Du hast einen gewaltigen Arm, I 2 stark IY4 Der 8y. Psalm. stark ist deine Hand/ und hoch ist deine Rechte. 15. Gerechtigkeit und Gericht ist deines Stuhls Vestung, Gnade und Wahrheit sind vor deinen) Angesichts. 76. Wohl dem Volk/ das jauchzen kanm Herr! sie werden im Licht deines Antlitzes wandeln. 77. Sie werden über deinem Namen täglich Mich seyn/ und in deiner Gerechtigkeit herrlich seyn. 78. Denn du bist der Ruhm ihrer Stärke/ und durch deine Gnade wirst du unser Horn erhöhen. " 19. Denn der Herr ist unser Schild, und der Heilige in Israel ist unser König. 20. Dazumal redetest du im Gesichte zu deinen Heiligem und sprachest: Ich habe einen Held erwecket/ der hel- ftn soll/ ich habe erhöhet einen Auserwählten aus dem Volk. 27. Ich habe funden meinen Knecht David, ich habe ihn gesalbet mit meinem heiligen Oele. 22. Meine Hand soll ihn erhalten, und mein Arm soll ihn stärken. ^, -z. M Der 89. Psalm. . 19; 2z. Die Feinde sollen ihn nicht überwältigen/ und die Ungerechten sollen ihn nicht dämpfen. 24. Sondern ich will seine Widersacher schlagen vor ihm her/ und die ihn Haffen, will ich plagen. 4MG , 25. Aber dem: Wahrheit und Gnade soll bey ihn; seyn, und seilt Horn soll in meinem Namen erhaben werden. 26. Ich will seine Hand ins Meer stellen, und seine Rechte in die Wasser. 27. Er wird mich nennen also: Du bist mein Vater, mein Gott. und Hort, der mir hilft. 2 8. Und ich will ihn zum ersten Sohn machen, allerhöchst unter den Königen auf Erden. 29. Ich will ihm ewiglich behalten meine Gnade, und mein Bund soll ihm vest bleiben. 30. Ich will ihm ewiglich Saamen geben, und seinen Stuhl, so lange der Himmel währet, erhalten. - - , 3-. Wo aber seine Kinder mein Gesetz verlassen, und in meinen Rechten nicht wandeln. Der 8y. Psalm. !«6 32. So sie meine Ordnung entheiligen, und meine Gebotte nicht halten. 33. So will ich ihre Sünde mit der Ruthe heimsuchen, und ihre Missethat mit Plagen. 34. Aber meine Gnade will ich nicht von ihm wenden, und meine Wahrheit nicht lassen fehlen. 35. Ich will meinen Bund nicht entheiligen, und nicht ändern, was aus meinem Munde gegangen ist. 36. Ich habe einst geschworen bey meiner Heiligkeit: Ich will David nicht lügen. 37. Sein Saame soll ewig seyn- und sein Stuhl vor mir, wie die Sonne. z8. Wie der Mond soll er ewiglich erhalten seyn, und gleichwie der Zeuge in den Wolken gewiß seyn Sel a. 39. Aber nun verstößest du, und verwirfest, und zürnest mit deinem Gesalbten. 4°. Du zerstörest den Bund demes Knechts, und teiltest seine Crone zu Boden. 4'. Du zerreißest alle seine Mauren, und lässest seine Besten zerbrechen. 42. Es Der 89. Psalm. iy? 42. Es rauben ihn alle/ die vorüber gehen, er ist seinen Nachbarn ein Spott worden. 4K. Du erhöhest die Rechte seiner Widerwärtigen/ und erfreuest alle seine Feinde. 44. Auch hast du die Kraft seines Schwerdts weggenommen, und lässest ihn nicht siegen im Streit. 45. Du zerstörest seine Reinigkeit, und wiesest seinen Stuhl zu Boden. 46. Du verkürzest die Zeit seiner Jugend, und bedeckest ihn mit Hohn. Sela. 47. Herr! wie lang willt du dich so gar verbergen, und deinen Grimm wie Feuer brennen lassen? 48. Gedenke, wie kurz mein Leben ist, warum willt du alle Menschen umsonst geschaffen haben? 49. Wo ist jemand, der da lebet, und den Tod nicht sehe? Der seine Seele errette aus der Hollen Hand! Sela. 52. Herr! wo ist deine vorige Gmv de, die du David geschworen hast in deiner Wahrheit? -u. Ge- 198 Der y->. Psalm. z i. Gedenke, Herr! an die Schmach -einer Knechte, die ich trage in meinem Schoos, von so vielen Völkern allen. 52.. Damit dich- Herr! deine Feinde schmähen, damit sie schmähen die Außstapfm deines Gesalbten. sz. Gelobet sey der Herr ewiglich Amen! Amen! * Der XL. Psalm. Ist erstlich eine Klage, daß wir der Sünden halben so ein kurzes, elendes, zerplagtcs Leben aufErden haben. Und darnach ein Gebet, daß Gort uns solchen Jammer recht erkennen lassen, und darwid er helfen und trösten wolle, r. Ist ein Gebet Mose des Mannes Gottes. ^err Gott! du bist unsere Zuflucht für und für. Ehe dann dieBerge worden, und die Erde und die Welt geschaffen worden, bist du, Gott! von Ewigkeit zu Ewigkeit. 3. Der du die Mensthm lässest stcr^ ben, und sprichst: Kommet wieder, Menschenkinder 4. Denn tausend Jahr sind vor dw, wie der Tag, der gestern vergangen ;st, und wie eine Nachtwache. 5. Du Dkr 9-r. Psalm. 5. Du lässest sie dahm fahren, w;s einen Strom, und sind wie ein Schlaf, aleichwie enr Gras, das doch bald welk wird. 6. Das da früh blühet, und bald welk wird, und des Abends abgehauen wird, und verdorret. 7. Das machet dein Zorn, daß wir so vergehen, und dein Grimm, daß - wir so plötzlich dahin müssen. ! 8. Denn unsere Missethat stellest du vor dich, unsere unerkannte Sünde ins Licht vor deinem Angesicht. y. Darum fahren alle unsere Tage dahin durch deinen Zorn, wir bringen unsere Jahre zu wie ein Geschwätz. 12. Unser Leben währet siebenzig Jahr, und wenns hoch kommt, so sinds achtzig Jahr, und wenns köstlich gewesen ist, so iftS Müh und Arbeit gewesen, denn es fähret schnell dahin, als -c flögen wir davon. 11. Wer glaubts aber, daß du so sehr zürnest? und wer fürchtet sich vor solchem deinem Grimm? 12. Lehre uns bedenken, daß wir sterben müssen, auf daß wir klug werden. I s 13. Herr! 20S Der 91. Psalm. i z. Herr! kehre dich doch wieder zu uns, und sey deinen Knechten gnädig. 14. Fülle uns früh mit deiner Gnade, so wollen wir rühmen und Mich seyn unser Lebenlang. 15. Erfreue uns nun wieder, nach- > dem du uns so lange plagest, nachdem wir so lange Unglück leiden. 16. Zeige deinen Knechten deine Werke, und deine Ehre ihren Kindern. 17. Und der Herr unser Gott sey uns freundlich, und fördere das Werk unserer Hände bey uns, ja das Werk unserer Hände wolle er fördern. ' Der xci. Psalm. Iß ein Trost, so wir auf Gott vertrauen, imd vcst an seinem Wort halten, und in allerley Nöthen ihn anrufen, so wolle er uns qnä- Liglich schützen, und endlich selig machen. «Her unter dem Schirm des Höchsten Het, und unter dem Schatten des Allmächtigen bleibet. 2. Der spricht zu dem Herrn: Meine Zuverstcht, und meine Burg, mein Gott, auf den ich hoffe. z. Denn Dcr yl. Psalm. Z. Denn er errettet mich vom Strick des Jägers/ und von der schädlichen Pestilenz. 4. Er wird dich mit seinen Fittigen decken/ und deine Zuversicht wird seyn / unter seinen Flügelm seine Wahrheit ist Schirm und Schild. Z. Daß du nicht erschrecken müssest vor dem Grauen des Nachts/ vor den Pfeilern die des Tages fliegen. 6. Vor der Pestilenz/ die im Finstern schleicht/ vor der Seuche/ die im Mittag verderbet. 7. Ob tausend fallen zu deiner Seite/ und zehen tausend zu deiner Rechte/ so wird es doch dich nicht treffen. 8. Ja/ du wirst mit deinen Augen deine Luft sehen/ und schauen/ wie es den Gottlosen vergolten wird. ^ 9. Denn der Herr ist deine Zuversicht/ der Höchste ist deine Zuflucht. 10. Es wird dir kein Uebels begegnen/ und keine Plage wird zu deiner Hütte sich nahen. 11. Denn er hat seinen Engeln befohlen über dir/ daß sie dich behüten auf allen deinen Wegen. ls. Daß 202 Der 92. Psalm. i2. Daß sie dich auf den Händen tragen, und du deinen Fuß nicht an einen Stein stysseft. i ?. Aufden Löwen und Ottern wirst du gehen, und tretten auf den jungen Löwen und Drachen. 14. Er begehret mein, so will ich ihm aushelfen, er kennet meinen Namen, darum will ich ihn schützen. 15. Er rufet mich an, so will ich ihn erhören, ich bin bey ihm in der Noth, ich will ihn heraus reißen und zu Ehren machen. 16. Ich will ihn sättigen mit langem Leben, und will ihm zeigen mein Heil. Der XLII. Psalm. Ist eine Lehre und Trost, wie Gott die Gottlosen vertilgen, aber die Frommen endlich segnen wolle, auf daß die Frommen, weder an ihrem Unglück, noch andrer Glück sich ärgern. ^ 1. Ein Psalmlied aufden Sabbathtag. < 7 >as ist ein köstlich Ding, dem Herrn > ^ danken, und lobsmgen deinem Na- . rnen, du Höchster! 3. Des Morgens deine Gnade, und -es Nachts deine Wahrheit verkündigen. 4. Auf >' Der 92. Psalm. 20z 4. Auf den zehen Saiten und Psalter/ mit Spielen auf der Harfe. 5. Denn Herr! du läßest mich srö- lich singen von deinen Werken/ und ich rühme die Geschaffte deiner Hände. 6. Herr! wie sind deine Werke so groß? deine Gedanken sind so sehr tief. 7. Ein Thörichter glaubet das nicht, und ein Narr achtet solches nicht. 8. Die Gottlosen grünen wie das Gra s, und die Uebelthäter blühen alle, brs sie vertilget werden immer und ewiglich. 9. Aber du, Herr! bist der Höchste, und bleibest ewiglich. 12. Denn stehe, deine Feinde, Herr! siehe, deine Feinde werden umkommen, und alle Uebelthäter müssen zerstreuet werden. ^ 11. Aber mein Horn wird erhöhet werden, wie eines Einhorns, und werde gesalbet mit frischem Oele. 12. Und mein Auge wird seine Lust sehen an meinen Feinden, und mein Ohr wird seine Lust hören an den Boshaftigrn, die sich wider mich setzen. iz. Der 2V4 Der y;. Psalm. iz. Der Gerechte wird grünen wie ein Palmbaum, er wird wachsen wie ein Ceder auf Libanon. 14. Die gepflanzet sind am Hause des Herrn, werden in den Vorhöfm unsers Gottes grünen. i g. Und wenn sie gleich alt werden, werden sie dennoch blühen, fruchtbar und frich seyn. '6. Daß sie verkündigen, daß der Herr so fromm ist, mein Hort, und ist kein Unrecht an ibm. Der XLIII. Psalm. Ist eine Weissagung, wie Gottes Reich durch das Evangelium in die ganze Welt soll ausgebreitet werden, und die Gewaltigen sich dar- witzer legen, aber doch nichts ausrichten, Christus müsse siegen. er Herr ist König und herrlich ge- ^ schmücket, der Herr ist geschmü-- cket, und hat ein Mich angefangen, so weit die Welt ist, und zugericht, daß es bleiben soll. 2. Von dem an stehet sein Stuhl vest, du bist ewig. z» Herr! die Wasserströme erheben sich 2 »; Der 94- Psalm. sich, die Wafferftröme erheben ihr Brausen, die Wafferftröme heben empor die Wellen. 4. Die Wasserwogen im Meer sind groß, und brausen greulich, der Herr aber ift noch grösser in der Höhe. s> Dein Wort ist eine rechte Lehre, Heiligkeit ist die Zierde deines Hauses ewtglkch. Der XLIV. Psalm. Ist ein Gebet für die christliche Kirche und wider ihre Feinde, so sie bedrängen, und alles Unglück ihr zufügen. 6 er Herr ist König, deß freue sich das Erdreich/ und seyen Mich die Jnsuln, so Viel ihr ist. 2 . Wolken und Dunkel ist um ihn her, Germ lest und Gericht ist seines Swhis Velttulg. z. Feuer sehet vor ihm her, und zündet an umher seine Feinde. 4. Seins Blitze leuchten auf dem Erdboden, das Erdreich siehets, und 5. Berge zerschmelzen wie Wachs vor dem Herrn, vor dem Herrscher des ganzen Erdbodens. 6. Die Himmel verkündigen seine Gerechtigkeit, und alle Völker sehen seine Ehre. 7. Schämen müssen sich alle, die den Bildern dienen, und sich der Götzen rühmen, betet ihn an, alle Götter. 8. Zion hörets, und ist froh, und die Töchter Juda sind Mich, Herr! über deinem Regiment. 9. Denn du, Herr ! bist der Höchste in allen Landen, du bist sehr erhöhet über alle Götter. ro. Die ihr den Herrn liebet, hasset das 212 Der y8. Psalm. das Arge, -er Herr bewahret die Seelen seiner Heiligen, von der Gottlosen Hand wird er sie erretten. i Dem Gerechten muß das Licht immer wieder aufgehen, und Freude den frommen Herzen. i2. Ihr Gerechten! freuet euch des Herrn, und danket ihm, und preiset stine Heiligkeit. Der XOVIII. Psalm. Ist eine Weissagung vom Reich Christi, in welchem Gott durch das Evangelium sein Heil verkündigen läßt, und seine Gerechtigkeit offenbaret. Vermahnet derhalben, daß wir Gott für solche Gnade danken sollen. 1. Ein Psalm. /finget dem Herrn ein neues Lied, denn er thut Wunder. Er sieget mit seiner Rechte, und mit seinem heiligen Arm. 2. Der Herr lasset sein Heil verkündigen, vor den Völkern lässet er seine Gerechtigkeit offenbaren. z. Er gedenket an seine Gnade uud Warheit, dem Hause Israel , aller Welt Ende sehen das Heil unsers Gottes. 4 . Jauch- Der 99. Psalm. 2 l? 4. Jauchzet dem Herrn alle Welt, singet, rühmet und lobet. s. Lobet den Herrn mit Harfen, mit Harfen und Psalmen. 6. Mit Trommeten und Posaunen, jauchzet vor dein Herrn, dem Könige. 7. Das Meer brause, und was drinnen ist, der Erdboden, und die drauf wohnen. 8. Die Wasserftröme frolocken, und alle Berge seyen Mich. 9. Vor dem Herrn, denn er kommt, das Erdreich zu richten. Er wird den Erdboden richten mit Gerechtigkeit, und die Völker mit Recht. Der XLIX. Psalm. Ist eine Vermahnung, wie wir Gott darum sollen danken, das er sein Wort und rechten Gottesdienst erhält, obwohl die Welt heyde« feind ist, und darwider tobet. er Herr ist König, darum toben die ^ Völker, er fitzet auf Cherubim, darum reget sich die Welt. 2 . Der Herr ist groß zu Zion, und hoch über alle Völker. z. Man 214 Der 100. Psalm. z. Man danket deinem grossen und ^ wundf?harlichenNamen,)erda heilig ist. ^ 4. J'M Reich dieses Königs hat man d das Recht lieb/ du giebeft Frömmigkeit, F schaffest Gericht und Gerechtigkeit in Jacob. ei 5. Erhebet den Herrn unsern Gott, ft betet an zu seinem Fußschemel, denn ss er ist heilig. 6. Mose und Aaron unter seinen Z Priestern, und Samuel unter denen, b die seinen Namen anrufen, sie riefen an den Herrn, und er erhörete sie. se 7. Er redete mit ihnen durch eine 2 Wolkensäule, sie hielten seine Zeugnisse - und Gebotte, die er ihnen gab. 8. Herr! du bist unser Gott, du erhörtest sie, du Gott vergäbest ihnen und straftest ihr Thun. A 9. Erhöhet den Herrn unsern Gott, >„ und betet an zu seinem heiligen Berge, i. denn der Herr unser Gott ist heilig. ^ * Der G. Psalm. Ist eine Weissagung, daß man Gott darum h, danke und fröiich darüber seyn solle, daß er uns erschaffen und durch sein Wort zu seiner Kirche-erufen hat. Jauch- Dcrioi. Psalm. 21; d jauchzet dem Herrn alle Welt. l. 2. Dienet dem Herrn mit Freu- li den , kommet vor sein Angesicht mit i, Frolocken. n z. Erkennet/ daß der Herr Gott ist/ er hat uns gemacht, und nicht wir i, selbst, zu seinem Volk, und zu Schnall ftn seiner Weide. 4. Gehet zu seinen Thoren ein mit n Danken, zu seinen Vorhäfen mit Lo- r, ben, danket ihm, lobet seinen Namen, n 5. Denn der Herr ist freundlich, und seine Gnade währet ewig, und seine u Wahrheit für und für. Der EI. Psalm. ^ Ist eine Hauslchre, wie jedermann in sei- " ncm Berns fleissig seyn, gottselig leben, alle Aergernisse meiden, und sonderlich sein Gesinde t, in guter Zucht halten wlle. e, i. Ein Psalm Davids. <^?on Gnade und Reckt will ich sin- gen, und dir, Herr! Lob sagen. 2. Ich handle vorsichtig, und redlich ^ bey denen, die mir zugehören, und wandle treulich in meinem Hause. . K 3. Ich 2l6 Der lv 2 . Dsalm. 3 . Ich nehme mir keine böse Sache vor,, ich Haffe den Uebertretter, und n lasse ihn nicht bey mir bleiben. z 4. Ein verkehrt Herz muß von mir h weichen / den Bösen leide ich nicht. 5 . Der seinen Nächste n heimlich der- r läumdet / den vertilge ich. Ich mag si deß nicht/ der stolze Gebenden und hohen Muth hat. r 6. Meine Augen sehen nach den g Treuen im Lande/ daß sie bey mir wohnen./ und habe gerne fromme Diener. 2 7 . Falsche Leute halte ich nicht in meinem Häuft/ die Lügner gedeyer ri nicht bey mir. e 8. Frühe vertilge ich alle Gottlosen im Lande/ daß ich alle Uebelthäter aus- s rotte aus der Stadt des Herrn. Der EU. Psalm. r Ist ein Gebet Christi wider die ungläubige« verstockten Juden, weil sie das Evangelium se ;; hart verfolgen, daß sie Gott nur je länger je tiefer in Irrthum wolle sinken lassen- , < i. Ein Gebet des Elenden, fo er betrübet ist und feine Klage vor dem Herrn ausschüttet, o ^err! höre mein Gebet/ und laj ^ mein Schreyen zu dir kommen. *> z. Veb Der io2. Pstrlm. 217 cde 3. Verbirge dem Antlitz nicht vor nh mir in der Noth/ neige deine Ohren zu mir/ wenn ich dich anruft/ so er- rur höre mich bald. 4. Denn meine Tage sind vergangen er- wie ein Ranch/ und meine Gebeine lag sind verbrannt wie ein Brand, ind 5. Mein Herz ist geschlagen/ und verdorret wie Gras / daß ich auch ver- )ei! gehe mein Brod zu essen, oh 6 . Mein Gebein klebet an meinem r. Fleisch / vor Heulen und Seufzen, in 7. Ich bin gleich wie ein Rohrdorn- yeri mel in der Wüste / ich bin gleich wie ein Käuvlein in den verstörten Städten, ser 8. Ich wache/ und bin wie ein ein- us- samer Vogel auf dem Dache. y. Täglich schmähen mich meine — Feinde / und die mich spotte»/ fthwö- ren bey mir. ige« 1 c>. Denn ich esse Aschen wie Brod, a st und mische mein Trank mit Weinen, r 1° ii. Vor deinem Dräuen und Zorn, , daß du mich aufgehaben, und zu Bo- uet. den geflossen hast. laft 12. Meine Tage sind dahin wie ein ,1. Schatten, und ich verdorre wie Gras. ftr- K 3 i z. Du 218 Der 102 . Psalm. 'Z. Du aber/ Herr! bleibest ewiglich/ und dein Gedächtniß für und für. 14. Dir wollest dich aufmachen, und über Zion erbarmen/ denn es ist Zeit, daß du ihr gnädig seyest, und die Stunde ist kommen. 15. Denn deine Knechte wollten gerne, daß sie gebauet würde, und sahen gerne, daß ihre Steine und Kalk zugerichtet würden. 16. Daß die Heiden den Namen des Herrn fürchten, und alle Könige auf Erden deine Ehre. 17. Daß der Herr Zion bauet, und erscheinet in seiner Ehre. 18. Er wendet sich zum Gebet der Verlassenen, und verschmähet ihr Gebet nicht. 19. Das werde geschrieben auf die Nachkommen, und das Volk, das geschaffen soll werden, wird den Herrn loben. 20. Denn er schauet von seiner heiligen Höhe, und der Herr siehet vom Himmel auf Erden. s i. Daß er das Seufzen der Gefangenen gi d- d' n Li N r f 6 b e r d r r k Der 102. Psalm. 2iy g- genen höre, und los mache die Kinder r. des Todes. ,d 22. Auf daß sie zu Zion predigen it, den Namen des Herrn, und sein Lob m zu Jerusalem. 23. Wenn die Völker zusammen kom- ;n men, und die Königreiche, dem Herrn ld zu dienen. lk 24. Er demüthiget auf dem Wege meine Kraft, er Verkürzet meine Tage. en 25. Ich sage: Mein Gott! nimm ge mich nicht weg in der Hälfte meiner Tage. -id 26. Deine Jahre währen für und für. Du hast vorhin die Erde ae- er gründet, und die Himmel sind deiner st- Hände Werk. 27. Sie werden vergehen, aber du sie bleiheft, sie werden alle veralten wie ;e- ein Gewand, sie werden verwandelt rn wie ein Kleid, wenn du sie verwandeln wirst. ei- 28. Du aber bleibest wie du bist, »m und deine Jahre nehmen kein Ende. 29. Die Kinder deiner Knechte wer- in- den bleiben, und ihr Saame wird vor en dir gedeyen. K 3 Der 220 Der Psalm. *Der LIII. Psalm. u Ist eine schöne Danksagung für Gottes ^ Gnade und Barmherzigkeit/ daß er Sünde scrgiebt/ und sich unser erbarmet. d i. Ein Psalm Davids. U oobeden Herrn, meine Seele! und ^ was in mir ist, seinen heiligen Na- D men. v 2. Lobe den Herrn, meine Seele! ^ und vergiß nicht, was er dir Gutes ' e gethan hat. " z. Der dir alle deine Sunde verzieht, und heilet alle deine Gebrechen, u 4. Der dein Leben vorn Verderben v erlöset, der dich krönet mit Gnad und Barmherzigkeit. ^ 5. Der deinen Mund frölich machet, o und du wieder jung wirst wie ein Adler. 6. Der Herr schaffet Gerechtigkeit s und Gericht allen, die Unrecht leiden. k 7. Er bat seine Wege Most wissen lassen, die Kinder Israel sein Thun. r 8. Barmherzig und gnädig ist der, r Herr, geduldig und von grosser Win § y. Er wird nicht immer hadern, noch ^ ewiglich Zorn halten. ^ lo. Er handelt nicht mit uns nach Der loz. Psalm. 22! unsern Sündew und vergilt uns nicht nach unserer Missethat. i i. Denn so hoch der Himmel über der Erde ist, lässet er seine Gnade walten über die, so ihn fürchten. 12. So fern der Morgen ist vom Abend, lässet er unsere Uebertreibung von uns seyn. 13. Wie sich ein Vater über Kinder erbarmet, so erbarmet sich der Herr über die, so ihn fürchten. 14. Denn er kennet was für ein Ge- mächtwir sind, er gedenket daran, daß wir Staub sind. 15. Ein Mensch ist in seinem Leben wie Gras, er blühet wie eine Blume auf dem Felde. >6. Wenn der Wind darüber gehet, so ist sie nimmer da, und ihre Stätte kennet sie nicht mehr. 17. Die Gnade aber des Herrn währet von Ewigkeit zu Ewigkeit über die, so ihn fürchten, und seine Gerechtigkeit auf Kmdeskmd. , - 8 . Bey denen, die seinen Bund halten, und gedenken an seine GeboUe, daß sie darnach thun. 222 Der -04. Psalm. 19. Der Herr hat seinen Stuhl im Himmel bereitet, und ftin Reich herrschet über alles. 20. Lobet den Herrn, ihr seine En-' ael! ihr starke Helden! die ihr seinen Befehl ausrichtet, daß man höre die Stimme seines Worts. 21. Lobet den Herrn alle seine Heerscharen l seine Diener, die ihr seinen Willen thut. 22. Lobet den Herrn alle seine Werks, an allen Orten seiner Herrschaft! lobe den Herrn, meine Seele! Der LIV. Psalm. Ist ttuc Danksagung für Gottes wunderbare Geschöpf,Regierung undSegen aller Ercattiren. Aobe den Herrn, meine Seele! Herr ^ mein Gott! du bist sehr herrlich, du bist schön und prächtig geschmückt. 2. Licht ist dein Kleid, das du an hast, du breitest aus den Himmel wie einen Teppich. z.,Du wölbest es oben mit Wasser, du fährest auf den Wolken, wie auf einem Wagen, und gehest auf den Fittigen des Windes. - ^ 4. Der s' r r r l r 1 r 1 ! i t l Der 104. Psalm. 22; 4. Der du machest deine Engel zu Winden, und deine Diener zu Feuer- flammen. 5. Der du das Erdreich gründest auf seinen Boden, daß es bleibet immer und ewiglich. 6. Mit der Tiefe deckest du es, wie mit einem Kleide, und Wasser stehen über den Bergen. 7. Wer von deinem Schelten fliehen sie, von deinem Donner fahren sie dahin. 8. Die Berge gehen hoch hervor, und die Breiten setzen sich herunter zum Ort, den du ihnen gegründet hast. 9. Du hast eine Gränze gesetzt, darüber kommen sie nicht, und müssen nicht wiederum das Erdreich bedecken. 10. Du lässest Brunnen quellen in den Gründen, daß die Wasser zwischen den Bergen hmfliessen. i i. Daß alle Thiere auf dem Felde trinken, und das Wild seinen Durst lösche. 12. An denselben sitzen die Vogel des Himmels,und singen unter denZweigen. i z. Du feuchtest die Berge von oben K s her, 2?4 Der 104. Psalm. her, du machest das Land voll Früchte/ die du schaffest. 14. Du lässest Gras wachsen für das Vieh/ und Saat zu Nutz den Menschen/ daß du Brod aus der Erde bringest. 15. Und daß der Wem erfreue des Menschen Herz, und seine Gestalt schön . werde vom Oel, und das Brod des Menschen Herz stärke. ' 6. Daß die Bäume des Herrn voll Safts stehen, die Cedern Libanon, die er gepflanzet hat. 17. Daselbst nisten die Vogel, und die Reiger wohnen auf den Tannen.' 18. Die hohen Berge sind der Gemsen Zuflucht, und die Steinklüfte der Canintchen. 19. Du machest den Mond, das Jahr darnach zu theilen. Die Sonne weiß ihren Niedergang. 2v. Du machest Finsterniß, daß es Nacht wird , da regen sich alle wilde Thiere. 21. Die jungen Löwen, die da brüllen nach dem Raub, und ihre Speise suchen von Gott. 22» Wenn aber die Sonne aufgehet, Der loi. Psalm. 22; het, heben sie sich davon, und legen sieh in ihre Löcher. 2Z. So gehet denn der Mensch aus an seine Arbeit, und an sein Ackerwerk bis an den Abend. 24. Herr! wie sind deine Werke so groß und viel? Du haft sie alle weislich geordnet, und die Erde ist voll deiner Güter. 25. Das Meer, das so groß und weit ist, da wimmelts ohne Zahl, beyde grosse und kleine Thiere. 26. Daselbst gehen die Schiffe, da sind die Walisische, die du gernacht haft, daß sie darinnen scherzen. 27. Es wartet alles auf dich, daß du ihnen Speise gebest zu seiner Zeit. 28. Wenn du ihnen giebeft so sammeln sie, wenn du deine Hand aufthust, so werden sie mit Gut gesättiget. 29. Verbirgeft du dein Angesicht, so erschrecken sie, du nimmst weg ihren Odem, so vergehen sie, und werden wieder zu Staub. 30. Du lässest aus deinen Odem, so werden sie geschaffen, und verneuerst die Gestalt der Erde. 31. Die S26 Dcr io;. Psalm. Zi. Die Ehre des Herrn ist ewig, der Herr hat Wohlgefallen an seinen se Werken. Z2. Er schauet die Erde an, so e, hebet sie, er rühret die Berge an, so se rauchen sie. ! 33. Ich will dem Herrn singen n mein Lebenlanq, und meinen Gott lo- 2 hen, so lange ich bin. 34. Meine Rede mühe ihm wohll ' r gefallen, ich freue mich des Herrn. 35. Der Sünder müsse ein Ende § werden auf Erden, und die Gottlosen h nicht mehr seyn. Lobe den Herrn,! meine Seele, Halleluja! l Der LV. Psalm. e Ist eine Danksagung/ daß Gott sein Volk, i die Juden ihm auscrwählct/ erhalten/ gemeh- ret, und wunderbarlich gesegnet hat. (Tränket dem Herrn, und prediget ^ seinen Namen, verkündiget sein Thun unter den Völkern. 2. Singet von ihm, und lobet ihn, redet von allen seinen Wundern. 3. Rühmet seinen heiliget: Namen, es freue sich das Herz derer, die den Herrn suchen. 4. Fra- Der >o,-. Psalm. 227 4. Fraget nach dem Herrin und nach seiner Macht, suchet sein Antlitz allwege. 5. Gedenket seiner Wunderwerk, die er gethan hat, seiner Wunder, und seines Worts. 6. Ihr, der Saame Abrahams) seines Knechts, ihr Kinder Jacob, seine Anserwählten. 7. Er ist der Herr unser Gott, er richtet in aller Welt. 8. Er gedenket ewiglich an seinen Bund; des Worts, das er verheissen hat auf viel tausend für und für. 9. Den er gemacht hat init Abraham, und des Eides mit Jsaae. 12., Und stellte dasselbige Jacob zu einem Rechte, und Israel zum ewigen Bund. 11. Und sprach: Dir will ich das Land Canaan geben, das Loos eures Erbes. 12. Da sie wenig und geringe waren, und Fremdlinge darinnen. 1 z. Und sie zogen von Volk zu Volk, von einem Königreich zum andern Volk. 14. Er ließ keinen Menschen ihnen Schaden thun, und strafte Könige um ihrentwillen. 15. Tastet 228 Der io^. Psalm. 15. Tastet meine Gesalbten nicht an, und thut meinen Propheten kein Leid. 16. Und er ließ eine Theurung ins Land kommen, und entzog allen Vor- rath des Brods. - 17. Er sandte.einen Mann vor ihnen hin, Joseph war zum Knecht verkauft. 18. SiezwungenseineFüste inStock, sein Leib mußte in Eisen liegen. i y. Bis daß sein Wort kam, und die Rede des Herrn chn durchläuterte. 22. Da sandte der König hin, und ließ ihn los geben; Der Herr über Völker hich ihn auslasten. 21. Er sichte ihn zum Herrn über sein Haus, zum Herrscher über alle seine Güter. ' 22. Daß er seine Fürsten unterweiset nach seiner Weise, und seine Ael- testen Weisheit lehrte. 2Z. Und Israel zog in Egypten, und Jacob ward ein Fremdling im Lande Ham. 24. Und er ließ sein Volk sehr wachsen, und machte sie mächtiger, denn ihre Feinde. 25. Er verkehrte jener Herz, daß sie seinem Der 105. Psalm. 229 seinem Volk gram wurden/ und dachten seine Knechte mit Lift zu dämpfen. 26. Er sandte seinen Knecht Mosen, Aarou, den er hatte erwählet. 27. Dieselben thaten seine Zeichen unter ihnen/ und seine Wunder im Lande Ham. 28. Er ließ Finfterniß kommen und machts finfter / und sie waren nicht ungehorsarn seinen Worten. -y. Er verwandelte ihre Wasser in Blut, und tödtete ihre Fische. zo. Ihr Land wimmelte Kröten heraus, in den Kammern ihrer Könige. ZI. Er sprach: Da kam Unziefer, Läuse in allen ihren Gränzen. 32. Er gab ihnen Hagel zum Regen, Feuerflammen in ihrem Lande. 33. Und schlug ihre Weinstöcke und Feigenbäume, und zerbrach die Bäume in ihren Gränzen. 34. Er sprach: Da kamen Heuschrecken und Käfer ohne Zahl. 35. Und sie frassen alles Gras in ihrem Lande, und sie frassen die Früchte auf ihrem Felde. 36. Und Der io;. Psalm. 2Z0 36. Und schlug alle Erstgeburt in Egypten, alle ihre ersten Erben. "37. Und führete sie aus mit Silber und Gold/ und war kein Gebrechlicher unter ihren Stämmen. 28. Egypten war froh/ daß sie auszogen/ denn ihre Furcht war auf sie gefallen. 39. Er breitete eine Wolke aus zur Decke/ und Feuer des Nachts zu leuchten. 42. Sie batew da ließ er Wachteln komme»/ und er sättigte sie mit Himmelbrod. 41. Er öfnete den Felsew da stoßen Wasser aus/ daß Bäche liefen in der dürren Wüste. 42. Denn er gedachte an sein heiliges Wort/ Abraham seinem Knecht geredt. 43. Also führete er sein Volk aus mit Freuden/ und seine Auserwählten mit Wonne. 44. Und gab ihnen die Länder der Heidew daß sie die Güter der Völker einnahmen. 45. Auf daß sie halten sollten seine Rechte/ und seist Gesetz bewahren. Hal- lelma! Der Der 106. Psalm. 2,1 Der LVI. Psalm. Ist eine Danksagung,obwohlGott für und für die undankbaren, ungläubigen Juden gestraft hat, daß er dennoch letztlich Gnade in die Sache gewendet und gcschoncthat. Dicfcr Psalm lehret auch fromm seyn, und daß wir uns vor Sünden hüten sollen, weil sie Gott also strafet, i. Haüeluja! C^anket demHerrw denn er ist freund- ^ lich/ und seine Güte währet ewiglich. 2. Wer kann die grossen Thatendes Herrn ausreden? Und alle seine tödliche Werke preisen? Z. Wohl denen/ die das Gebott halten/ und thun immerdar recht. 4. Herr! gedenke mein/ nach der Gnade/ die du deinem Volk verheissen Hass beweise uns deine Hilfe. 5. Daß wir sehen mögen die Wohlfahrt deiner AnserwähltM/ und uns sreuen/ daß es deinem Volk wohl gehet, und uns rühmen mit deinem Erbtheil. 6. Wir haben gcfündiget samt unsern Väterw wir haben mißhandelt / und sind qottlos gewesen. 7. Unsere Vater in EgYPten wollten deine 2;2 Der -n6. Psalm. deine Wunder nicht verstehen , sie gedachten nicht an deine grosse Güte, und st waren ungehorsam am Meer/ nemlich u am Schilf-Meer. 8. Er half ihnen aber um seines Z Namens willen / -daß er seine Macht h beweise'te. 9. Und er schalt das Schilf- Meer, r da ward es trocken / und führete sie durch die Tiefem wie in einer Wüste. e 10. Und half ihnen von der Hand i deß, der sie hastete, und erlistete sie von . der Hand des Feindes. l 11. Und ihre Wasser ersäuften ihre t Widersacher, daß nicht einer überbliebe. i -r. Da glaubten sie an seine Wort, j und jungen sein Lob. -Z. Aber sie vergossen bald seiner t Werke, sie warteten nicht seines Raths. 1 14. und sie wurden lüstern in der j Wüste, und versuchten Gott in der , Einöde. 15. Er aber gab ihnen ihre Bitte, > und sandte ihnen genug, bis ihnen da- - vor eckelte. < 16. Und sie empöreten sich wider Mosen im Lager, wider Aaron den Heiligen des Herrn. -7. Dcr i»6. Psalm. 2 ;; !- 17. Die Erde thät sich auf, und ver- d schlang Dathan, und deckte zu die Rot-- h te Abiram. > -8. Und Feuer ward unter ihrer 6 Rotte angezündet, die Flamme ver- t brannte die Gottlosen. 19. Sie machten ein Kalb in Horch, und beteten an das gegossene Bild. e 2O. Und verwandelten ihre Ehre in ' ein Gleichniß eines Ochsen, der Gras isset. 21. Sie Vergüssen Gottes ihres Heilandes, der so grosse Dinge in Egyp- e ten gethan hatte. ^ 22. Wunder im Lande Ham, und i, schreckliche Werke am Schilf-Meer. 2z. Und er sprach: Er wollte sie ver- r tilgen, wo nickt Mose, sein°Auser- wählten, den Riß aufgehalten hätte, r stillen Grimm abznwenden, auf daß r er sie nicht gar verderbete. 24. Und sie verachteten das liebe '/ Land, sie glaubten seinem Wort nicht. 25. Und murreten in ihren Hütten- sie gehorchten der Stimme des Herrn r nicht. n 26. Und er hub auf seine Hand wider 214 Dcr 106 . Pftilm. der sie/ daß er sie niederschlüge in der Wüste. 27. Und würfe ihren Saamen unter die Heiden/ und streuete sie in die Länder. 28. Und sie hiengen sich an den Baal Peov/ und äffen von den Opfern der todten Götzen. 29. Und erzörneten ihn mit ihrem Thun/ da riß auch die Plag unter sie. 32. Da trat zuPinehas/ und schlichtete die Sache, da ward der Plage ge- steuret. z i. Und ward ihm gerechnet zur Gerechtigkeit für und für ewiglich. 32. Und sie erzörneten ihn am Ha- derwaffer/ und sie zerplagten den Moft übel. <- 33. Denn sie betrübten ihm sein Herz/ daß ihm etliche Wort entfuhren. 34. Auch vertilgten sie dre Völker nicht/ wie sie doch der Herr geheiffen hatte. 35. Sondern sie mengeten sich unter die Heiden,und lernten derselbenWerke. 36. Und dienten ihren Götzen/ die qeriethen ihnen zürn Aergerniß. 37. Und Der 106. Psalm. 2;.; 37. Und sie opferten ihre Söhne und ihre Töchtern den Teufeln. 38. Und vergossen unschuldig Blut, das Blut ihrer Söhne und ihrer Töchtern, die sie opferten den Götzen Canaan, daß das Land mit Blutschulden beflecket ward. 39. Und verunreinigten sich mit ihren Werken, und hureten mit ihrem Thun. 40. Da erarimmete der Zorn des Herrn über sein Volk, und gewann einen Greuel an seinem Erbe. 41. Und gab sie in die Hand der Heiden, daß über sie herrscheten, die ihnen gram waren. 42. Und ihre Feinde ängsteten sie, und wurden gedemüthiget unter ihre Hände. 4Z. Er errettete sie oftmals, aber sie erzörneten ihn mit ihrem Vornehmen, und wurden wenig, um ihrer Missethat willen. 44. Und er sahe ihre Noth an, -a er ihre Klage hörete. 45. Und gedachte an seinen Bund, den er mit ihnen gemacht,und reuete ihn, nach seiner grossen Güte. 46. Der 107. Psalm. 46. Und ließ sie zur Barmherzigkeit kommen vor allen, die sie gefangen < hatten. 47. Hilf uns, Herr, unser Gott! , und bringe uns zusammen aus den i Heiden, daß mir danken deinem heiligen Namen, und rühmen dein Lob. 48. Gelobet sey der Herr! der Gott Israel, von Ewigkeit zu Ewigkeit, und . alles Volk spreche: Amen! Halleluja! Der LVII. Mlm7 Ist eine Danksagung, daß Gott in allerley Leibsnöthen gnädig hilft, in Armuth, Gefäng-! niß, Krankheit, Handel und Thcurung. . Danket dem Herrn, denn er ist freund- . lieb,und seineGüte währet ewiglich. 2. Saget, die ihr erlöset seyd durch den Herrn, die er aus der Noth erlö- ' set hat. z. Und die er aus den Landern zusammen bracht hat, vomAufgang, vom Niedergang, von Mitternacht, und vom Meer. 4» Die irre giengen in. der Wüste, in ungebahntem Wege, und funden keine Stadt, da sie wohnen konnten. 5. Huw- 2)7 Der - 07 . Psalm. 5. Hungerig und durstig/ und ihre Seele verschmachtete. 6. Und sie zürn Herrn riefen irr ihrer Noth/ und er sie errettete aus ihren Aenqsten. 7. Und führte sie einen richtigen Weg, daß sie giengen zur Stadt, da sie wohnen konnten. 8. Die sotten dem Herrn danken um seine Güte, und um seine Wunder, die er an den Menschenkindern thut. 9. Daß er sättiget die durstige Seele, und füllet die hungerige Seele mit Gu- 10. Da sie sitzen mußten im Finsterniß und Dunkel, gefangen im Zwang und Eisen. 11. Darum daß sie Gottes Gebotten ungehorsam gewesen waren, und das Gesetz des Höchsten geMndet hatten. 12. Darum mußte ihrHerz mit Unglück geplaget werden, daß sie da lagen , und ihnen niemand half. i Z. Und sie zum Herrn riefen in ihrer Noth, und er ihnen half aus ihren Aengsten. 14. Und 2)8 Der 107. Psalm. 14. Und sie aus dein Finsterniß und Dunkel führete, und ihre Bande zerriß, h iZ. Die sollen dem Herrn danken um seine Güte, und um seine Wunder, n die er an den Menschenkindern thut. 16. Daß er zerbricht eherne Thüren, ir und zerschlägt eiserne Riegel. v -7. Die Narren, so geplaget waren um ihrer Uebertrettung willen, und k um ihrer Sünde willen. k 18. Daß ihnen eckelte vor aller Speist, und wurden todt krank. il 19. Und sie zum Herrn riefen in st ihrer Noth, und er ihnen half aus ihren Aengsien. di 2O Er sandte sein Wort, und machte sie gesund, und errettete sie, daß sie n nicht stürben. te 21. Die sollen dem Herrn danken um seine Güte, und um seine Wunder, u die er an den Menschenkindern thut. d! 22. Und Dank opfern, und erzäh- len seine Werke mit Freuden. se 2z. Die mit Schiffen auf dem Meer fuhren, und trieben ihren Handel in ü grossen Wassern. 24. Die Der 107. Psalm. r;y nd §. en -'r, m, ^en nd ^eiln us ch- sie :en er, t. ch- eer in )ie 24. Die des Herrn Werke erfahren haben, und seine Wunder im Meer. 2Z.Wmn er sprach,und einenSturrn- wind erregte, der die Wellen erhub. 26. Und sie gen Himmel fuhren, und in Abgrund fuhren, daß ihre Seele vor Angst verzagte. 27. Daß sie taumelten, und wankten wie ein Trunkener, und wußten keinen Rath mehr. 28. Und sie zum Herrn schryen in ihrer Noth, und er sie aus ihren Aeng- sten führete. 29. Und Mete das Ungewitter, daß die Wetten sich legten. zo. Und sie froh wurden, daß es still worden war, und er sie zu Lande brachte nach ihrem Wunsch. zr. Die sollen dem Herrn danken um seine Güte, und um seine Wunder, die er an den Menschenkindern thut. 32. Und ihn bey der Gemeine preisen, und bey -en Alten rühmen. 33. Die, welchen ihre Bache vertrocknet, und die Wasserquellen versiegen waren. 34. Daß ein fruchtbar Land nichts L trug, 24V Der 107. Psalm. trug, um der Bosheit willen derer, die drinnen wohnten. 35. Und er das Trockene wiederum wasserreich machte, und im dürren Lande Wasserquellen. 36. Und die Hungrigen dahin gesellet hat, daß sie eine Stadt zurichteten, da sie wohnen könnten. 37. Und Aecker besäen, und Weinberge pflanzen möchten, und die jährlichen Früchte kriegten. 38. Und er sie segnete, daß sie sich vast mehreten,und ihnen viel Viehs gab. zy. Die, welche niedergedrückt und geschwächt waren von dem Bösen, der sie gezwungen und gedrungen hatte. 42. Da Verachtung auf die Fürsten geschüttet war, da alles irrig und wüste stund. 41. Und er den Armen schützte vor Elend, und sein Geschlecht wie eine ^ 42. Solches werden die Frommen sehen, und sich freuen, und aller Bosheit wird das Maul gestopft werden. 4z. Wer ist weise, und behält dieß? So werden sie merken, wie viel Wohlthat der Herr erzeiget. Der Der 108. Psalm. -4l / h >. d n rd or ne en n. ß-- >er Der LVIII. Psalm. JA eine Danksagung, daß Gott gnädig ist, und sein Worc giebt, und dem Regiment mit vieg und Segen hilft wider seine Feinde, i. Ein Psalmlicd Davids. srrvrr: es ist mein rechter Ernst/ ich ^ will singen ilnd dichten, meine Ehre auch. z. Wohlauf, Psalter und Harfen: ich will früh auf seyn. 4. Ich will dir danken, Herr! unter den Völkern, ich will dir lobsingen unter den Leuten. Z. Denn deine Gnade reichet, so wert der Himmel ist, und deine Wahrheit, so weit die Wolken gehen. 6. Erhebe dich, Gott! über den Himmel, und deine Ehre über alle Lande. 7. Auf daß deine lieben Freunde erlediget werden, hllfmit deiner Rechten, und erhöre mich. u. Gott redet in seinem Heiligthum, deß bin ich froh, und will Sichem theilen, und das Thal Suchoth abmessen. 9. Gilead ist mein, Manaffe ist auch mein, und Ephraim ist die Macht meines Haupts, Juda ist mein Fürst. Lr 10. Moah 242 Der 109. Psalm. 10. Mvab ist memWaschtöpfen; ich will meinen Schuh über Edom strecken; über dre Philister will ich jauchzen. 11. Wer will mich führen in eine beste Stadt? Wer wird mich leiten in Edom? 12. Wirst du es nicht thun, Gott! der du uns verstössest, und zeuchst nicht aus, Gott! mit unserm Heer? iz. Schaffe uns Beystand in der Noth, denn Menschenhilfe ist kein nütze. 14. Mit Gott wollen wir Thaten thun,er wird unsereFeinde untertretten. Der LIX. Psalm. Ist ein Gebet Christi wider die ungläubigen Juden, weil sie das Evangelium so bitterlich verfolgen, daß sie Gott je länger je tiefer in Irrthum wolle sinken lassen, i. Ein Psalm Davids, vorzusingen. Eott, mein Rührn! schweige nicht, denn sie haben ihr gottloses und falsches Maul wider mich aufgethan, und reden wider mich mit falscher Zum gen. z. Und sie reden grftrg wrder mich allenthalben, und streiten wider mich ohne Ursach. 4. Dafür, Der ic>y. Psalm. 24; 4. Dafür/ daß ich sie liebe/ sind sie wider mich, ich über bete. , 5. Sie beweisen mir Böses umGlw tes, und Haß um Liebe. 6. Setze Gottlose über ihn, und der Satan müsse stehen zu seiner Rechten. 7. Wer sich denselben lehren lässt, deß Leben müsse gottlos seyn, und sein Gebet müsse Sünde seyn. 8. Seiner Tage müssen wenig werden/ und sein Amt müsse ein ander empfangen. 9. Seine Kinder müssen Waisen werden, und sein Weib eine Wittwe. l-o. Seine Kinder müssen in der Irre gehen und betteln, und suchen, als die verdorben sind. 11. Es müsse der Wucherer auslangen alles, was er hat, und Fremde müssen seine Güter rauben. 12. Und niemand müsse ihm Gutes thun, und niemand erbarme sich seiner Waisen. - z. Seine Nachkommen müssen ausgerottet werden, ihr Name müsse im andern Glied vertilget werden. 14. Seiner Vater Missethat müsse L 3 gedacht 244 Der ioy. Psalm. gedacht werden vor dem Herrn, und seiner Mutter Sünde müsse nicht aus- getilget werden. -5. Der Herr müsse sie nimmer aus den Augen lassen, und ihr Gedächtniß müsse ausgerottet werden auf Erden. >6. Darum, daß er so gar keine Barmherzigkeit hatte, sondern verfolgte den Elenden und Armen, und den Betrübten, daß er ihn tödtete. 17. Und er wollte den Fluch haben, der wird ihm auch kommen, er wollte des Segens nicht, so wird er auch ferne von ihm bleiben. 18. Und zog an den Fluch, wie fein Hemd, und ist in sein Inwendiges gegangen wie Wasser, und wie Oel in seine Gebeine. 19. So werde er ihm wie ein Kleid, das er anhabe, und wie ein Gürtel, da er sich allwege mit gürte. 22. So geschehe denen vorn Herrn, die mir zuwider sind, und reden Böses wider meine Seele. 21. Aber du, Herr! Herr! sey du mit mir, um deines Namens willen, denn deine Gnade ist mein Trost, errette mich. 22. Denn 24> Der ioy. Psalm. 22. Denn ich bin arm rmL elend/ mein Herz ist zerschlagen in mir. 2Z. Ich führe dahin wie ein Schatten, der vertrieben wird/ und werde verjaget wie die Heuschrecken. 24. Meine Knie sind schwach von Fasten, und mein Fleisch ist mager, und hat kein Fett. 25. Und ich muß ihr Spott fern, wenn sie mich sehen, schütteln sie ihren Kopf. 26. Stehe mir bey, Herr., mein Gott: hilf mir nach deiner Gnade. 27. Daß sie mne werden, daß dieß sey deineHand, daß du, Herr! chlches thust. 28. Fluchen sie, so segne du. Setzen sie sich wider mich, so müssn sie zu Schanden werden, aber dein Knecht müsse sich freuen. 29. Meine Widersacher müssen mit Schmach angezogen werden, und mit ihrer Schande dekleider werden, wie mit einem Rock. zo. Ich will dem Herrn sehr danken nur meinem Munde, und ihn rühmen unter vielen. L 4 zi. Denn Der iio. Psalm. 246 zi. Denn er stehet dem Armen zrir Rechtem daß er ihm helfe von denen, die sein Leben verurtheiien. ' Der LX. Wlnw ssst eine Weissagung von Christo, wie Christus Davids Herr und ewiger Gott sey, und auf Erden durchs Evangelium eine Kirche anrichten, und ewiger Priester seyn, und sein Volk segnen werde, und über alle seine Feinde herrschen, doch müsse er zuvor durch den Bach, das ist, an das Krcntz, und sterben; aber er werde rm Tode nicht blinden, i. Ein Psalm Davids. (?>er Herr sprach zu meinem Herrn: ^ S'eire dich zu meiner Rechte, bis ich deine,Feinde lege zum Schemel deiner Füsse. 8. Der Herr wird das Seevter deines Reichs senden aus Zion, herrsche unter deinen Feinden. z. Nach deinem Sieg wird dir dein Volk wikiqlich opfern in heiligem Schmuck, deine Kinder werden dir ge- bohren, wie der Thau aus der Morgenröthe. 4 . Der Herr hat geschworen, und wird ihn nicht gereuen, du bist ein Prie- Der in. Psalm. 247 Priester ewiglich/ nach der Weise Melchisedek. 5. Der Herr zu deiner Rechten wird zerschmeiffen die Könige/ zur Zeit seines Zorns. 6 . Er wird richten unter den Heiden/ er wird grosse Schlacht thun, er wird zerschmeiffen das Haupt über grosse Lande. 7. Er wird trinken vorn Bach auf dem Wege/ darum wird er das Haupt empor heben. * Der LXI. MlmT"" Ist eine Danksagung, daß Gott seiner Kirche sein Wort und rechten Gottesdienst ordnet und erhält, und treulich in allen Nöthen hilft, sonderlich aber, daß er sein Volk durch Christum erlöset von Sünden und Tod. 1. Hallcluia! <^ch danke dem Herrn von ganzem Herzew im Rath der Frommem und in der Gemeine. 2. Groß sind die Werke des Herrn; wer ihr achtet/ der hat eitel Luft daran. 3 . Was er ordnet/ das ist löblich und herrlich/ und seine Gerechtigkeit bleibet ewiglich. Ls ' 4. Er 248 Der il 2 . Psalm. 4. Er hat ein Gedächtniß gestiftet seiner Wunder/ der gnädige und barnr- herzige Herr. 5. Er giebt Speise denen./ so ihn . fürchten/ er gedenket ewiglich an seinen Bund. 6. Er lasset verkündigen seine gewaltige Thaten seinem Volk/ daß er ihnen gebe das Erbe der Heiden. 7. Die Werke seiner Hände sind Wahrheit und Recht, alle seine Ge- botte sind rechtschaffen. 8. Sie werden erhalten immer und ewiglich; und geschehen treulich und redlich. 9. Er sendet eine Erlösung semem Volk, er verheiffet, daß sein Bund ewiglich bleiben soll. Heilig und Heer ist sein Name. 'S. Die Furcht des Herrn ist der Weisheit Anfang , dab ist eine feine Klugheit, wer darnach thut, deß Lob bleibet ewiglich. "Der EXII. Psiftm. . Ist eine Lehre, daß wir Gott fürchten, und fromm sollen seyn, so wolle er allen »segen geben, die Gottlosen aber sollen zu Boden gehen. ?. Lakieliiia! Wohl Der 112. Psalm. 24 ?» AHohl dem/ der den Herrn fürchtet/ der grosse Lust hat zu seinen Geholten. 2. Deß Saame wird gewaltig seyn auf Erden, das Geschlecht der Frommen wird gesegnet seyn. z. Reichthum und die Fülle wird in ihrem Haufe seyn, und ihre Gerechtigkeit bleibet ewiglich. 4. Den Frommen gehet das Licht auf im Finsterniß, von dem Gnädigen, Barmherzigen und Gerechten. 5. Wohl dem, der barmherzig ist, und gerne leihet, und richtet seine Sachen aus, daß er niemand unrecht thue! 6. Denn er wird ewiglich bleiben, des Gerechten wird nimmermehr vergessen. 7. Wenn eine Plage kommen will, so fürchtet er sich nickt, sein Herz hoffet unverzagt auf den Herrn. 8. Sein Herz ist getrost und fürchtet sich nicht, bis er seine Lust an seine,'. Feinden siehet. y. Er streuet aus, und giebt den Armen, seine Gerechtigkeit bleibet ewiglich, seil; Horn wird erhöhet mit Ehren. lv. Der Der n;. Psalm. 7 0 . Der Gottlose wirds sehen/ und, wird ihn verdrießen/ seine Zähne wird! er zusammen beißen und vergehen. Denn was die Gottlosen gerne wollten/ das ist verlohren. ' Der cxm. Psalm. Ist eine Danksagung für Gottes Gnade,, und sonderlich, daß er der Unterdrückten sich «mummt, und sie errettet, i.. Hallcluja! c-obet/ ihr Knechte des Herrn ! lobet ^ den Namen des Herrn. 2 . Gelobet sey des Herrn Name/ von nun an bis in Ewigkeit. z. Vorn Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang sey gelobet der Name des Herrn. 4 . Der .Herr ist hoch über alle Heiden/ seine Ehre gehet so weit der Hnn- mel ist. s. Wer ist, wie der Herr unser Gott/ der sich so hoch qesetzet hat? 6. Und auf das Niedrige siehet im Himmel und auf Erden? 7. Der den Geringen aufrichtet aus i dem Staube/ und erhöhet den Armen! aus dem Koth. 8. Daß! Der 114. Psalm. 2 ;i 8. Daß er ihn setze neben die Fürsten, nehm die Fürsten seines Volks. y. Der die Unfruchtbare im Hause wohnen machet/ daß sie eine fröliche Kindermutter wird. Halleluja! Der^cxiv. Psalm. JA eine Danksagung für Gottes wundcr- bariichcs Geschöpf, . Regierung und Segen aller Kreaturen. Israel aus Egypten zog, das Haus ^ Jacob aus dem fremden Volk. 2. Da ward Juda sein Heiligthum/ Israel seine Herrschaft. g. Das Meer sahe und flöhe/ der Jordan wandte sich zurück. 4 . Die Berge hüpften wie die Lämmer, die Hügel, wie die jungen Schaaft. s. Was war dir, du Meer! daß du flohest? und du Jordan! daß du zurück wandtest? 6. Ihr Berge! daß ihr hüpftet, wie die Lämmer? Ihr Hügel! wie die jungen Schaafe? 7. Vor dem Herrn bebete die Erde, vor dem Gott Jacob. 8. Der den Fels wandelte in Wasser- see, und die Steine in Wasserbrunnen. Dcr 2?2 Der 11 ;. Psalm. Der LXV. Psalm. Ist eine Lehre, daß wir allein auf Gott und seine Gnade trauen, und alles Vertrauen auf andere Kreaturen sollen fahren lassen, denn er allein kann segnen, und helft», und null es sonderlich seiner Kirche thun. glicht uns, Herr! nicht uns, sondern deinem Namen gieb Ehre, um deine Gnad und Wahrheit. 2. Warum sollen die Heiden sagen: Wo ist nun ihr Gott? z. Aber unser Gott ist im Himmel, er kann schaffe!: was er will. 4. Jener Götzen aber findSilber und Gold, von Menschenhänden gemacht. 5. Sie haben Mäuler und reden nicht, sie haben Augen und sehen nicht. 6 . Sie haben Ohren und hören nicht, sie haben Nasen und riechen nicht. 7. Sie hüben Hände und greifen nicht, Füsse haben sie und gehen nicht, und reden nicht durch ihren Hals. 8 . Die solche machen, sind gleich also, und alle, die auf sie hoffen. 9. Aber Israel hoffe auf den Herrn; der ist ihre Hilfe und Schild. 10. Das Der n6. Psalm. 10. Das Haus Aaron hoffe aufden Herrn/ der ist ihre Hilft und Schild. - >. Die den Herrn fürchten/ hoffen auf den Herr»/ der ist ihre Hilfe und Schild. - 2. Der Herr denket an uns/ und segnet uns; Er segnet das Haus Israeh er segnet das Haus Aaron. > z. Er segnet/ die den Herrn fürchten, beyde Kleine und Grosse. 14. Der Herr segne euch je mehr und mehr, euch und eure Kinder! , 5. Ihr seyd die Gesegnete desHerrn, der Himmel und Erden gemacht hat. -6. Der Himmel allenthalben ist des Herrn/ aber die Erde hat er den Menschenkindern gegeben. >7. Die Todten werden dich, Herr! nicht loben, noch die hm unter fahren in die Stille. > 8. Sondern wir loben den Herrn, von nun an bis in Ewigkeit. Halleluia! * Der LXVI. Psalm. Ist eine schöne Dankiagung, daß Gott so gnädig in allerley Nöthen hilft, obwohl die Hilft ehe nicht kommt, denn man liegt vor zu Boden, darum sollen wir den Kelch mit Geduld trinken, und wenn Gott hilft, ihn loben. Das 254 Der - 16 . Psalm. c?>as ist mir lieb/ daß der Herr meine Stimme und mein Flehen hört. 2. Daß er sein Ohr zu mir neiget, darum will ich mein Lebenlang ihn anrufen. z. Stricke des Todes hatten mich umfangen, und Angst der Hölle hatte mich troffen, ich kam in Jammer und Noth. 4. Aber ich rief an den Namen des Herrn: OHerr! errette meine Seele. 5. Der Herr ist gnädig und gerecht, und unser Gott ist barmherzig. 6. Der Herr behütet die Einfältigen, wenn ich unterliege, so hilft er mir. 7. Sey nun wieder zufrieden, meine Seele! Denn der Herr thut dir Gutes. 8. Denn du haft meine Seele aus dem Tode gerissen/ mein Auge. von den Thränen, meinen Fuß vorn Gleiten. 9. Ich will wandeln vor dem Herrn im Lande der Lebendigen. i Ich glaube, darum rede ich, ich werde aber sehr geplaget. 'r. Ich sprach in meinem Zagen: Alle Menschen sind Lügner. Wie soll ich dem Herrr; vergelten Der n7. Psalm. ten alle seine Wohlthat/ die er an mir thut. -z. Icb will den heilsamenKelch nehmen, und des Herrn Namen predigen. -4. Ich will meine Gelübde dem Herrn bezahlen vor all seinem Volk. '5. Der Tod seiner Heiligen ist werth gehalten vor dem Herrn. ' 6 . O Herr! ich bm dein Knecht/ ich bin dein Knecht/demer Magd Sohn, du hast meine Bande zerrissen. 17. Dir will ich Dank opfern/ und des Herrn Namen predigen. 18. Ich will meine GNübde dem Herrn bezahlen vor all seinem Volk. 19. In den Höfen am Hanse des Herrw in dir/ Jerusalem! Halteluja! Der LXVII. Psalm. ^ ^ Ist eure Danksagung, daß Gott die Heyden zu seiueinRcich berufen, uub ewige Gnade durch Cyrtstum ihnen wolle wiedcrfahrm lassen. oobet den Herr»/ alle Heyden! und ^ preiset ihn, alle Völker! 2. Denn seine Gnade und Wahrheit waltet über uns in Ewigkeit. Hallelnja! Der 2;6 Der r-8. Psalm. Der LXVIII. Psalm. Ist eine Danksagung unsers Herrn Christi, daß Gott ihn wider die Feinde erhalten, und von den Todten erwecket hat, vermahnet derhal- ben jedermann, daß er solcher Gnade sich freuen, Gott dafür danken, und ferner für fein Reich und Wort auch bitten soll, daß crs wider die Welt und den Satan erhalten wolle. C^anket dem Herrn, denn er ist freund/ lieb, und seine Güte wahret ewigglich. 2. Es sage nun Israel, seine Gute währet ewiglich. z. Es sage nun das Haus Aaron, seine Güte währet ewiglich. 4. Es sagen nun, die den Herrn fürchten, seine Güte währet ewiglich. 5. In der Angst rief ich den Herrn an, und der Herr erhörete mich, und tröstete mich. 6. Der Herr ist mit mir, darum fürchte ich mich nicht, was können mir Menschen thun. 7. Der Herr ist mit mir, mir zu helfen, und ich will meine Luft sehen an meinen Feinden. 8. Es ist gut auf den Herrn vertrauern tra M tra Fü mr Hai aln > ^er sie aöl zer sdl mc die hei leb dm Der ii8. Psalm. 257 trauen, und sich nicht verlassen auf Menschen. ',d y- Es ist ant auf den Herrn ver- ri- trauen, und sich nicht verlassen auf », Fürßen. ?d ^ 12. Alle Heyden umgeben mich: aber im Namen des Herrn will ich sie zer- . hauen. 11. Sie umgeben mich allenthalben; aber im Namen des Herrn will ich sie . zerhauen. te 12. Sie Umgeben mich wie Bienen, sie dämpfen wie ein FeUer in Dornen; n, aber im Namen des Herrn will ich sie zerhauen. 'n i z. Man flösset mich, daß ich fallen . soll; aber der Herr hilft mir. 14. Der Herr ist meine Macht, und id mein Psalm, lind ist mein Heil. 15. Man singet mit Freuden vom >u Siege in den Hütten der Gerechten, n die Rechte des Herrn behält den Sieg. 16. Die Rechte des Herrn ist erhö- het die Rechte des Herrn behält den m S-eq. >7. Ich werde nicht sterben, sondern l'' leben, und des Herrn Werk verkam w digen. 18. Der 2ö8 Der i i 8. Psalm. 18. Der Herr züchtiget mich wohl, aber er giebt mich dem Tode nicht. 19. Thut mir auf die Thore der Gerechtigkeit, daß ich da hinein gehe, und dem Herrn danke. 20. Dabist das Thor des Herrn, die' Gerechten werden da hinein gehen. 2>. Ich danke dir, daß du mich demüthigest, und hilfest mir. 22. Der Stein, den die Bauleute verworfen, ist zum Eckstein worden. 23. Das ist vom Herrn geschehen, und ist ein Wunder vor unsern Augen. 24. Dieß ist der Tag, den der Herr, machet; lasset uns freuen und Mich darinnen seyn. 25. O Herr! hilf, O Herr! laß wohl gelingen. Namen des Herrn; wir segnen euch, die ihr vom Hause des Herrn seyd. 27. Der Herr ist Gott, der uns erleuchtet, schmücket das Fest mit Mayer., bis an die Hörner des Altars. 28. Du bist mein Gott, und ich danke dir, mein Gott! ich will dich preisen. 29. Dau- 2L freu ewil I, Wor Fern Wor Tros Scg elciü habe A hall such 26. 'Gelobet sey, der da kommt im 4 ten 5 mit 6 Gel , 7 Der 119. Psalm. 259 f 29. Danket den: Herrn/ denn er ist ^ freundlich, und seine Güte währet .x ewiglich. '' Der LXIX. Psalm. ie' Ist durchaus ein Gebet, daß Gott in seinem Wort unk seiner Gnade uns leiten, und den ^ Feinden dis Worts wolle wehren, denn das Wort ist der höchste Schatz, da wir Leben, > Trost, Lehre, Unterricht, Schutz und allen " Segen davon haben. Darum sind diese die elendesten Leute, ob sie gleich sonst alles genug N, haben, so Gottes Wort verfolgen. ^ Mohl denen, die ohne Wandel leben, rr hie im Gesetz des Herrn wandeln! w 2. Wohl denen, die seine Zeugnisse . halten, die ihn von ganzem Herzen ^ suchen. 3. Denn welche auf seinen Wegen j" wandeln, die thun kein Uebels, v/ 4. Du hast gebotten fieissig zu hal- > ten deine Befehle. ^ 5. O daß mein Leben deine Rechte U/ mit ganzem Ernst hielte! 6 . Wenn ich schaue allein auf deine ss Gebote, so werde ich nicht zu Schanden, ch 7. Ich danke dir von rechtem Herzen/ 26 «, Der i ry. PstUm. zen, daß du mich lehrest die Rechte deiner Gerechtigkeit. v 8 . Deine Rechte will ich halten/ verlaß mich nimmermehr. Z 9. Wie wird ein Jüngling seinen Weg unsträflich gehen ? Wenn er sich. sj hält nach deinen Worten. . i o. Ich suche dich von ganzemHerzen, 2 laß mich nicht fehlen deiner Gebötte. ri n. Ich behalte dein Wort in meinem Herzen, auf daß ich nicht wider ^ r dich sündige. r 12. Gelobet seyst du, Herr! lehre mich deine Rechte. >i 'Z. Ich will mit meinen Lippen erzählen alle Rechte deines Mundes. e '4. Ich freue mich des Weges deiner Zeugnisse, als über allerley Reich- e tl-mn. ' 5. Ich rede, was du befohlen hast, 2 und schaue auf deine Wege. .s rs. Z > 6 . Ich habe Lufi zu deinen Rechten, und vergesse deiner Worte nicht. § 1 7 . Thue wohl deinem Knecht, daß l ich lebe, und deine Wort halte. 18. Oessne mir die Augen, daß ich r sehe die Wunder an deinem Gesetze. Ich 26l Der ny. Psalm. tr r, p ;r r- l- h h 19. Ich bin ein Gast auf Erden, verbirge -eine Gebotte nicht vor mir. -O. Meine Seele ist zermalmet vor Verlangen nach deinen Rechten allezeit. 21. Du schilteft die Stolzen, verflucht sind die deiner Gebotte fehlen. 22. Wende von mir Schmach und Verachtung, denn ich halte deine Zeugnisse. 2 z. Es sitzen auch die Fürsien, und reden wider mich, aber dein Knecht redet von deinen Rechten. 24. Ich habe Lust zu deinen Zeugnissen, die sind meine Rathsleute. 25. Meine Seele liegt im Staube, ermicke mich nach deinem Wort. 26. Ich erzähle meine Wege, und du erhörest mich, lehre mich deine Rechte. 27. Unterweise mich den Weg deiner Befehle, so will ich reden von deinen WmHern. 28. Ich gräme mich,, daß mir das Herz verschmachtet; stärke mich nach deinem Wort. 29. Wende von mir den falschen Weg, und gönne mir dein Gesetz. zo. Ich hasse den Weg der Wahrheit 2Ü2 Der iiy. Psalm. heit erw ählch deine Rechte hab ich vor b in ich gestellt. k tz i. Ich hange an deinen Zeugnissen/ Herr! laß mich nicht zu Schanden d werden. Z 32. Wenn du mein Herz tröstest laufe ich den Weg deiner Geborte. >1 Z Z. Zeige mir/ Herr! den Weg der- a ner Rechte/ daß ick sie bewahre bis ans Ende. Z 34. Unterweise mich, daß ich be- b wahre dein Gesetz/ und halte es von ganzem Herzen. v 35. Führe mich aufdem Steige deiner Geholte/ denn ich habe Lust darzu. si z 6 . Neige wein Herz zu deinen Zeugnissen/ und nicht zum Geiz. v 37. Wende meine Augen ab/ daß sie nicht sehen nach unnützer Lehre / fon- t Lern erquicke mich auf deinem Weg. 38. Laß deinen Knecht deine Gebot- d te Pestiglich für dein Wort halten- daß r sch dich fürchte. . 39. Wende von mir die Schmach 2 die ich scheue / denn deine Rechte sind 0 lieblich. 42. Siehe/ ich begehre deiner Befeh- E le; Der r iy. Psalm. 26; g le; erquicke mich mit deiner Gerechtigkeit. r, 4'. Herr! laß mir deine Gnade wie- n herfahren/ deine Hilfe nach deinem Wort. l, 42. Daß ich antworten möge meinem Lästerer/ denn ich verlasse mich i, auf dein Wort. 4Z. Und nimm ja nicht von meinem Munde das Wort der Wahrheit, denn e- ich hoffe auf deine Rechte, n 44. Ich will dein Gesetz halten allewege, immer und ewiglich, ü 45. Und ich wandle frölich, denn ich suche deine Befehle. 46. Ich rede von deinen Zeugnissen vor Königen, und schäme mich nicht, le 47. Ich habe Lust an deinen Gebot- u ten, und sind mir lieb. 48. Und hebe meine Hände auf zu d deinen Gebotten, die mir lieb sind, und iß rede von beirren Rechten. 4y. Gedenke deinem Knecht an dein h, Wort, auf welches du mich lässest ld hoffen. 50. Das ist mein Trost in meinem ^ Elende, denn dein Wort erquicket mich. ; M 5-. Die Der li<>. Psalm. d! h E 5 l. Die Skolzen haben ihren Spoti an mty dennoch weiche ich nicht von -einem Gesetz. 52. Herr! wenn ich gedenke, wir -u von der Welt her gerichtet hast, sv werde ich getröstet. 53. Ich bin entbrannt über die Gottlosen, die dein Gesetz verlassen. 54. Deine Rechte sind mein Lied in meinem Hause. 5Z. Herr! ich gedenke des Nachts an deinen Namen, und halte dein Gesetz. ^ 56. Das ist mein Schatz, daß ich h deine Befehle halte. 57. Ich habe gesagt, Herr! das soll mein Erbe seyn, daß ich deine Weg! halte. 58. Ich flehe vor deinem Angesicht von ganzem Herzen, sey mir gnädig nach deinem Wort. Z 59. Ich betrachte meine Wege, mit kehre meine Füsse zu deinen Zeugnissen jc 62. Ich eile und säume mich nicht zu halten deine Gebotte. g, 61. Der Gottlosen Rotte beraube! le mich, aber ich vergesse deines Gesetze! nicht. ^ w 62. Zui (s rc le Der ny. Psalm. 26; )tt 62. Zur Mitternacht stehe ich auf, on dir zu danken für die Rechte deiner Gerechtigkeit. oit 6z. Ich halte mich zu denen, die so dich fürchten, und deinen Befehl hal- ten. kt 64. Herr! die Erde ist voll deiner , Güte, lehre mich deine Rechte. 65. Du thust Guts deinem Knecht, Heer! nach deinem Wort. a» 66. Lehre mich heilsame Sitten und Erkenntniß, denn ich glaube deinen Ge«- hotten. 67. Ehe ich gedemüthiget ward, irrte 0° ich; nun aber halte ich dein Wort. W 68. Du bist gütig und freundlich, lehre mich deine Rechte. G 69. Die Stolzen erdichten Lügen dtz über mich; ich aber halte von ganzem Herzen deine Befehle. 72. Ihr Herz ist dick wie Schmeer; en ich aber habe Lust an deinem Gesetz. O 71. Es ist mir lieb, daß du mich gedemüthiget hast, daß ich deine Rechte hs lehrne. tzel 72. Das Gesetz deines Mundes ist wir lieber, denn viel tausend Stück Gold und Silber. M» 73. Del- 266 Der riy. Psalm. 73. Deine Hand hat mich gemacht und bereitet/ unterweise mich, daß ich ^ deine Gebotte lerne. 4, 74. Die dich fürchten, sehen mich,, ' und freuen sich, denn ich hoffe auf dein n Wort. 75. Herr! ich weiß, daß deine Ge- ^ richte recht sind, und haft mich treulich ^ gedemüthiget. 76. Deine Gnade muffe mein Trost ^ seyn, wie du deinem Knecht zugesagt haft. hr 77. Laß mir deine Barmherzigkeit jg widerfahren, daß ich lebe; denn ich habe Luft zu deinem Gesetz. , 78. Achdaß die Stolzen mußten zu ^ Schanden werden, die mich mit Lügen niederdrücken; ich aber rede von deinem Befehl. . . N 79. Ach! daß sich mutzten zu mir halten, die dich fürchten, und deine Zeug- jj, Nisse kennen. 82. Mein Herz bleibe rechtschaffene ^ deinen Rechten, daß ich nicht zu Scham ^ den werde. 81. Meine Seele verlanget nach der- ^ nem Heil; ich hoffe auf dem Wori , ^ Der ny/Psalm. e6? ^ 82. Meine Augen sehnen sich nach H deinem Wort, und sagen: Wann trö- . steft du mich? ^ 8z. Denn ich bin wie eine Haut im Rauch, deine Rechte vergesse ich nicht. 84. Wie lange soll dein Knecht war- ^ ten? Wann willt du Gericht halten u) über meine Verfolger? . 85. Die Stolzen graben mir Gnt- '> ben, die nicht sind nach deinem Gesetz. 9 ' 86. Deine Gebotte sind eitel Wahr-- tzeit, sie verfolgen mich mit Lügen; '°t hilf mir. ^ 87. Sie haben mich schier umbracht auf Erden; ich aber verlasse deine Beil' fehle nicht. 88. Erquicke mich durch deine Gna- >" de, daß ich halte die Zeugnisse deines . Mundes. ^ 89. Herr! dein Wort bleibet ewig- ^ lich, so weit der Himmel ift.< 9°. Deine Wahrheit währet für und für; Du haft die Erde zugerich- ^ tet, und sie bleibet ftehen. , 91. Es bleibet täglich nach deinem ^ Wort, denn es muß dir alles dienen. i 92. Wo dein Gesetz nickt mein Trost e" M z gewe- -68 Der 119. Psalm. gewesen wäre, so wäre ich vergangen - in meinem Elende. dar 93. Ich will deine Befehle mmmev ' mehr vergessen, denn du erquickest Leu mich damit. We 94. Ich bin dein, hilf mir, denn ich > suche deine Befehle. daß 95. Die Gottlosen warten aufmich, hat daß sie mich umbringen; ich aber ' merke auf deine Zeugnisse. He' 96. Ich habe alles Dinges ein Ende - gesehen; aber dein Gebott währet. wil 97. Wie habe ich dein Gesetz so lieb, lest täglich rede ich davon. - 98. Du machest mich mit deinem M in bott weiser, denn meine Feinde sind; den denn es ist ewiglich mein Schatz. ' 99. Ich bin gelehrter denn alle meb ich ne Lehrer, denn deine Zeugnisse sind ' meine Rede. ges 100. Ich bin kluger denn die Men; zen denn ich halte deine Befehle. ' isl. Ich wehre meinem Fuß alli na> böse Wege, daß ich dein Wort halte. 1 122. Ich weiche nicht von deine« unl Rechten; denn du lehrest mich. 1 i oZ. Dein Wort ist meinem Mund Sc füffer denn Honig. Der iiy. Psalm. 2§Y a I O4. Dein Wort machet mrch klug, darum Haffs ich alle falsche Wege. 125. Dein Wort ist rneines Fusses ß Leuchte, und ein -Licht auf meinem Wege» h 126. Ich schwöre, und wiüs halten, daß ich die Rechte deiner Gerechtigkeit ), halten will. -x '27. Ich bin sehr gedemüthigtt, Herr! erquicke mich nach deinem Wort. 108. Laß dir gefallen, Herr! das willige Opfer meines Mundes, und b, lehre mich deine Rechte. 129. Ich trage meine Seele immer s, in meinen Händen, und ich vergesse deines Gesetzes nicht. 1'2. Die Gottlosen legen mirStricke, ich aber irre nicht von deinem Befehl.^ im. Deine Zeugnisse sind mein ewi- ae^) ^e i,tenies.Her^ zens Wonne. 112. Ich neige mein Herz zu thun lli nach deLnenRectztcnimrnerundewiglich. 11Z. Ich hasse die Fladergeister, er und liebe dein Gesetz. 714. Du bist mein Schirm und ld Schild; ich hoffe auf dein Wort. > -4 M4 115. Wei- L7<2 Der i iy. Psalm. nc de m th ül nc bc nes Gottes. 116. Erhalte mich durch dein Wort, daß ich lebe/ und laß mich nicht zu Schanden werden über meiner Hoffnung. 117. Stärke mich, daß ich genese, so will ich stets meine Lust haben an deinem Rechte. 118. Du zertritteft alle, die deiner Rechte,fehlen; denn ihre Trügerey ist 119. Du wiesest alle Gottlosen auf Erden weg, wie Schlacken, darum liebe ich deine Zeugnisse. 120. Ich fürchte mich vor dir, daß mir die Haut schämet, und entsetze mich vor deinen Rechten. »21. Ich halte über dem Recht und. Gerechtigkeit; übergieb mich nicht de-' m nen, die mir wollen Gewalt thun. he 122. Vertritt du deinen Knecht, und tröste ihn, daß mir die Stolzen nicht m Gewalt thun. ül i2Z. Meine Augen sehnen sich nach deinem Heil, und nach dem Worc deb A ner Gerechtigkeit. wandle w di m ve 124 Der ny. Psalm. 271 l- 124. Handle mit deinem Knecht p nach deiner Gnade, und lehre mich . deine Rechte. l.' 125. Ich bindein Knecht/ unterweise u mich/ daß ich erkenne deine Zeugnisse. ^ , 26. Es ist Zeih daß der Herr dazu thue/ sie haben dein Gesetz zerrissen. 1 27. Darum liebe ich deine Gebotte " über Gold/ und über fein Gold. 128. Darum halte ich stracks alle dei- ^ ne Befehle/ ich hasse allen falschen Weg. si 129. Deine Zeugnisse sind wunder- barlich, darum hält sie meine Seele. iZO. Wenn dein Wort offenbar u wird/ so erfreuet es, und machet klug . die Einfältigen. ß izi. Ich thue meinen Mund auf, und begehre deine Gebotte/ denn mich verlanget darnach. iv! iz2. Wende dich zu mir, und sey ^ mir gnädig, wie du pflegest zu thun denen, die deinen Namen lieben, ss 1 zz. Laß meinen Gang gewiß seyn ?c m deinem Wort, und laß kein Unrecht über wich herrschen. ls 134. Erlöse mich von der Menschen ^ Frevel; so will ich halten deine Befehle. ^ M 5 IZ 5 ' Laß S72 Der ny. Psalm. Laß dein Antlitz leuchten über deinen Knecht, und lehre mich deine Rechte. 136. Mein Augen fliesten mit Wasser, daß man dein Gesetz nicht halt. iZ7. Herr! du bist gerecht, und dein Wort ist recht. iz8. Du hast die Zeugnisse deiner Gerechtigkeit und die Wahrheit hart! gebotten. '3y. Ich habe mich schier zu Tod geeifert, daß meine Widersacher deiner Worte vergessen. 142. Dein Wort ist wohlgeläutert, und dein Knecht hat es lieb. 14-. Ich bin geringe und verachtet; ich vergesse aber nicht Leines Befehls. 142. Deine Gerechtigkeit ist eine ewige Gerechtigkeit, und dein Gesetz ist Wahrheit. 14Z. Angst und Noth haben nnch troffen; ich habe aber Lust an deinen Gebotten. 144. Die Gerechtigkeiddeiner Zeugnisse ist ewig, unterweise mich, so lebe < ich. 145. Ich rufe von ganzem Herzen, erhöre Der -1 y. Psalm. 27? erhöre mich, Herr! daß ich deine Rechte halte. 146. Ich rufe zu dir, hilfmir, daß ich deine Zeugnisse halte. 147. Ich komme früh und schreye, auf dein Wort hoffe ich. 148. Ich wache früh auf, daß ich rede von deinem Wort. 149. Höre meine Stimme nach deiner Gnade, Herr! erquicke mich, nach deinen Rechten. 152. Meine boshaftigen Verfolger wollen mir zu, und sind ferne von deinem Gesetze. 151. Herr! du bist nahe, und deine Gebotte sind eitel Wahrheit. 152. Zuvor weiß ich aber, daß du deine Zeugnisse ewiglich gegründet hast. 153. Siehe mein Elend, und errette mich, hilf mir aus, denn ich vergesse deines Gesetzes nicht. 154. Führe meine Sache, und erlöse mich, erquicke mich durch drin Wort. '55. DasHeil ist ferne von den Gottlosen, denn sie achten deine Rechte nicht. '56. Herr! deine Barmherzigkeit ist groß; erquicke mich nach deinen Rechten. 157. Mei- 274 Der 119 . Psalm. N! de su di de 157. Meiner Verfolger und Widersacher ist viel; ich weiche aber nicht von deinen Zeug nisten. 158. Ich sehe die'Verächter/ und thut mir wehe, daß sie dein Wort nicht halten. 159. Siehe/ ich liebe deinen Befehl, Herr! erquicke mich nach deiner Gnade. 160. Dein Wort ist nichts denn Wahrheit, alle Rechte deiner Gerechtigkeit währen ewiglich. 161. Die Fürsten verfolgen mich ohne Ursach, und mein Herz fürchtet sich vor deinen Worten. ^.162. Ich freue mich über deinem de Wort, wie einer, der eine grosse Beute krieget. ^ de 16z. Lügen bin ich gram, und habe Greuel daran, aber dein Gesetz hab ne ich lieb. G 164. Ich lobe dich des Tages siebenmal, um der Rechte willen deiner sie Gerechtigkeit. he 165. Grossen Frieden haben, die dein Gesetz lieben, und werden nicht ve straucheln. . ^ de ^ 166. Herr! ich warte auf dem Heu, «nd thue nach deinen Gebotten. > s?. m w hc Der nH. Psalm. 27; >er ad >rt st, >e. an ch-! ich^ tet lte de^ ab st- rtt die cht nh )7. ^167. Meine Seele hält deine Zeugnisse/ und liebet sie vast. ^68. Ich halte deine Befehle/ und deine Zeugnisse/ denn alle meine Wege sind vor dir. 169. Herr! laß meine Klage vor dich kommen/ unterweise mich nach deinem Wort. >7». Laß mein Flehen vor dich kommen/ errette mich nach deinem Wortes-- '71. Meine Lippen sollen lodern wenn du mich deine Rechte lehrest. >72. Meine Zunge sott ihr Gespräch haben von deinem Wort, denn alle deine Geborte sind recht. 17z. Laß mir deine Hand beysteben, denn ich habe erwählet deine Befehle. 174. Herr! mich verlanget nach deinem Heih und habe Lust an deinem Gesetze. ,75. Laß meine Seele leben / daß sie dich lobe/ und deine Rechte mir helfen. 176. Ich bin wie ein verirret und verrohren Schaas suche deinen Knecht/ denn ich vergesse deiner Gebotte nicht. Der 276 Der i2o. Psalm. Der LXX1. Psalm. auf ihn sihen, und uns sein trösten- Ein Lied im höhcrn Chor. de m Der LXX. Psalm. Ist ein Gebet wider die falschen Bruder, die den Christen und der Kirche alles Leid thun, und Unrath anrichten, r. Ein Lied im hohem Chor. <^ch rufe zu dem Herrn in meiner Noth, und er erhöret mich. 2. Herr! errette meine Seele von den Lügenmäulern, und von den falschen Zungen. Z. Was kann dir die falsche Zunge thun? und was kann sie ausrichten? 4. Sie ist wie scharfe Pfeile eines Starken, wie Feuer in Wachholdern. 5. Wehe mir, daß ich ein Fremdling hin unter Mesech, ich muß woh-^ U nen unter den Hütten Kedar. > 6. Es wird meiner Seele lang zu g« wohnen bey denen, die den Frieden ü hassen. 7. Ich halte Friede, aber wann ich rede, so sahen sie Kriege an. stl g> rc Ist ein Theil, daß Gott gnädig schützen und 1. erhalten wolle in aller Noth, .wenn wir nur ^ Der 122. Psalm. 277 der, ?eid wn fast age m? nes rn. nd- oh- zu den ^ch Hede meine Augen auf zu den Ber- v) gen, von welchen mir Hilfe kommt. 2. Meine Hilfe kommt vom Herrn, der Himmel und Erden gemacht hat. Z. Er wird deinen Fuß nicht gleiten lassen, und der dich behütet, schläset nicht. 4. Siehe, der Hüter Israel fchläfet noch schlummert nicht. Z. Der Herr behütet dich, der Herr ist dem Schatten über deiner rechten Hand. 6. Daß dich desTags dieSonne nicht steche, noch der Mond des Nachts. 7. Der Herr behüte dich vor allem Uebel, er behüte deine Seele. 8. Der Herr behüte deinen Ausgang und Eingang, von nun an bis in Ewigkeit. ich und nur 3ä! Der LXXII. Psalm. Ist eine Danksagung, daß Gott einen Ort giebt, da man sein Wort hören, und ihm recht dienen kann. 1. Ein Lied Davids im höhcrn Cho. <^ch freue mich deß, daß mir geredt cv) ist, daß wir werden ius Haus des Herrn gehen. s. Und 278 Der 12;. Psalm. 2. Und daß unsere Füsse werden ste- ^ hen in deinen Thoren, Jerusalem! 3. Jerusalem ist gebauet, daß ei eine Stadt sey/ da man zusammen au kommen soll. die 4. Da die Stämme hinauf gehen ihr sollen/ nemlich die Stämme des Herrn, au zu predigen dem Volk Israel, zu dW «n ken dem Namen des Herrn. 5. Denn daselbst sitzen dieStühle zürn M Gericht, die Stühle des Hauses Davids, aü 6. Wünschet Jerusalem Glück; ei müsse wohl gehen denen die dich lieben. S> 7. Es müsse Friede seyn, inwendig Ve in deinen Mauren, und Glück in den " nen Pallästen. 8. Um deiner Brüderund Freunds ^ willen will ich dir Friede wünschen. "" 9. Um des Hauses willen des Herr« unsers Gottes will ich dein Beßtei A suchen. Der LXXIII. Psalm. we Ist ein Gebet, daß Gott seine Christen, st ! sich in der Welt drücken und spotten müssen we lassen, trösten, und die Hoffärtigen demüthigen wolle. i. Ein Lied im hohem Chor. Der i- 4 ' Psalm. 279 l sie- <^ch hebe meine Augen auf zu dir, der -x) hu im Himmel sitzest, i ^ 2 . Siehe, wie die Äugen der Knechte nun auf die Hände ihrer Herren sehen, wie die Augen der Mägde auf die Hände ehe» ihrer Frauen; also sehen unsere Augen mi, auf der: Herrn unsern Gott, bis er darr uns gnädig werde. z. Sey uns gnädig, Herr! sey uns zum gnädig, denn wir sind sehr voll Bernds. achtung. , es 4. Sehr voll ist unsere Seele der den. Stolzen Svott, und der Hoffärtigen ndig Verachtung. Der cxxivsPMni ItM M ein Trost, daß Gore seine Kirche wunder- ^ barlich erhalten wolle, wider ihre Feinde. e'M Ei" Lied Davids im höher» Chor. ßtes Mo der Herr nicht bey rrns wäre, ^ so sage Israel: — 2 . Wo der Herr nicht bey uns wäre, wenn die Menschen sich wider uns setzen, n, st 3. So verschlungen sie uns lebendig, ü,B wenn ihr Zorn über uns ergrimmete. ulhi- So ersäufte uns Wasser, Ströme giengen über unsre Seel. Ich 5. Es Der 125. Pchlm. 280 5. Es gierigen Wasser allzu hoch über unsere Seele. f,, 6 . Gelobet sey der Herr, daß er uns! nicht giebt zum Raub in ihre Zahne, i ^ 7. Unsere Seele ist entrannen, wie w, ein Vogel dem Strick des Voglers, der Strick ist zerrissen, und wir sind los. ^ 8 . Unsere Hilfe stehet in dem Namen des Herrn, der Himmel und Erden gemacht hat. T- Der LXXV. Psalm. Ist ein Trostpsalm, daß Gott seine Kirche schützen und erhalten wolle, aber die Gottlosen stürzen. i. Ein Lied im höhern Chor. (?>ie auf den Herrn hoffen, die wer- ^ den nicht fallen, sondern ewig bleiben, wie der Berg Zipn. 2. Um Jerusalem her sind Berge, und der Herr ist um sein Volk her, von nun an bis in Ewigkeit. 3. Denn der Gottlosen Scepter wird nicht bleiben über dem Häuflein der Gerechten, auf daß die Gerechten ihre Hand nicht ausstrecken zur Ungerechtigkeit. 4. Herr! gc' dc> do Ich W de ih ge w tr Drr 126. Psalm. 281 4. Herr! thue wohl den guten und frommen Herzen. 5. Die aber abweichen auf ihre krumme Wege/ wird der Herr wegtreiben mit den Uebelthatern; aber Friede sey Israel! Der LXXVI. Psalm. ' Ist ein Trost / ob Gott die Kirche im alten Testament gleich unter die Heiden hat lassen gefangen wegführen/ so wolle er sie doch wieder ledig machen/ denn Gottes Volk muß doch auf Erden leidem aber der Trost soll letztlich sich auch finden. i. Ein Lied im höher» Chor. cvrrenn der Herr die Gefangenen Zion ^ erlösen wird' so werden wir seyn wie die Träumende. Dann wird unser Mund voll Lackens/ und unsere Zunge voll Rühmens seyn, da wird man jagen unter den Heiden: Der Herr hat Grosses an ihnen gethan. 3. Der Herr hat Grosses an uns gethan, deß sind wir frölich. 4 . Herr! wende unser Gefängniß, wie du die Wasser gegen Mtttag trocknest. 5. Die 282 Der 127. Psalm. s. Die mit Thränen säen, werden mit Freuden erndten. - 6. Sie gehen hin und weinen, und tragen edeln Saamen und kommen mit Freuden, und bringen ihre Garben. Der LXXVII. Psalm. Ist eine Lehre, wie allein durch Gottes Segen Regiment und Haushalten erhalten und befördert werden, und nicht durch die menschliche Weißhcit. r. Ein Lied Salomon im höhern Chor. der Herr nicht das Haus bauet, so arbeiten umsonst, die daran bauen. 2. Wo der Herr nicht die Stadt behütet, so wachet der Wächter umsonst. 3. Es ist umsonst, daß ihr früh aufstehet, und hernach lange sitzet, und esset euer Brod mit Sorgen, denn seinen Freunden giebt ers schlafend. 4. Siehe! Kinder sind eine Gabe des Herrn, und Leibes-Frucht ist ein Geschenk. 5 . Wie die Vfetle in der Hand eines Starken, also gerathen die jungen Knaben. 6. Wohl Der i28. Psalm. 28; 6 . Wohl derii/ der seinen Köcher derselben voll hat/ die werden nicht zu Schanden/ wenn sie mit ihren Feinden handeln im Thor. Der LXXVIII. Psalm. Ist eine Lehre, wie Gott seinen Segen ve, ncn wolle geben, die ihn fürchten. Dieß heis- ftt aber Gottes Segen, Nahrung, fromm Ehegemahl, seine wohl erzogene Kinder. i. Ein Lied im hohem Chor. Ai^ohl dem, der den Herrn fürchtet, und auf seinen Wegen gehet. 2. Du wirst dich nähren deiner Hände Arbeit, wohl dir, du hast es gut. z. Dein Weib wird seyn wie ein fruchtbarer Weinstock um dein Haus herum, deine Kinder wie die Oelzweige um deinen Tisch her. 4. Siehe! also wird gesegnet der Mann, der den Herrn fürchtet. 5. Der Herr wird dich segnen aus Zion, daß du siehest das Glück Jerusalem dein Lebenlang. 6 . Und sehest deiner Kinder Kinder, Friede über Israel. Der 284 Der !2>). Psalm. Der LXXIX. Psalm. übe; Ist eine Lehre, wie Gott seine Christen Wider seine Feinde schützen, und die Gottlosen, ob sie gleich eine Zeitlang blühen, wie das Gras wolle verdorren lassen. i. Ein Lied im höhern Chor. ! ;ie haben mich oft gedränget von meiner Jugend auf, so sage Israel. 2. Sie haben mich oft gedränget von meiner Jugend auf; aber sie haben mich nicht übermocht. 3. Die Pflüger haben auf meinem! Rücken geackert, und ihre Furche lang gezogen. 4. Der Herr '. der gerecht ist, hat der Gottlosen Seile abgehauen. 5. Ach! daß müßten zu Schanden werden, und zurück kehren alle, die Zion Gram sind. 6. Ach: daß sie müßten seyn, wie das Gras auf den Dächern, welches verdorret, ehe man es ausrauft. 7. Von welchem der Schnitter seine Hand nicht füllet, noch der Garbenbinder seinen Arm voll. 8. Und die vorüber gehen, nicht sprechen: Der Segen des Herrn sey über Ji undl Weg Gut! I. L A dein mei 3 rech daß 5 Se W. e Hei zur bey die all. Der i;o. Psalm. 28; über euch/ wir segnen euch im Namen des Herrn. m, >as Der LXXX. Psalm. Ist ein Gebet um Vergebung der Sünden, und Trost des Gewissens, und das ist der einige Weg darzu, Gotc «müssen, und auf seine Güte durch Christum hoffen, i. Lied im Hähern Chor. ^ gsns der Tiefe ruffe ich, Herr! zu dir. " 2. Herr! höre meine Stimme, laß deine Ohren merken auf die Stimme ^ meines Flehens. " 3. So du willt, Herr! Sünde zu- rechnen, Herr! wer wird bestehen? 4. Denn bey dir ist die Vergebung, daß man dich fürchte, sie 5. Ich harre des Herrn, meine Seele harret, und ich hoffe auf sein me Wort. 6. Meine Seele wartet auf den Herrn, von einer Morgenwache bis «, zur andern. i«, 7. Israel hoffe auf den Herrn, denn bey dem Herrn ist die Gnade, und N viel Erlösung bey ihm. sei, 8. Und er wird Israel erlösen aus allen seinen Sünden. Der 286 Der '?i. i;r. Psalm. Der LXXXI. Psalm. Ist eine Lehre, daß wir allein auf Gottc ^ Wort sehen, und in einfältigem Herzen feint ^ - Hilfe erwarten, und nicht auf eigne Frön ^ migkeit und Gerechtigkeit bauen sollen. M i. Ein Lied Davids im höhern Chor. ssill (^err! mein Herz ist nicht hoffärttz ^ und meine Augen sind nicht stolz und wandle nicht in grossen Dingen die mir zu hoch sind. 2. Wenn ich meine Seele nicht setzt! und Mete, so ward meine Seele entwöhnet, wie einer von seiner MuMi entwöhnet wird. 3. Israel hoffe auf den Herrn, W nun an bis in Ewigkeit. He^ Ja 6 den geh sehe Der LXXXII. Psalm. Ist ein Gebet, daß Gott gnädig seyn, undol dem Gottesdienste und weltlichen Regimen! wolle halten, samt einer feinen Verheißung, wo wir gottsfürchtig und fromm seyn, Geil werde leiblich und geistlich segnen, i. Ein Lied im höhern Chor. Ge fw dei' Dc szredenke, Herr! an David und an m all sein Leiden. nie 2. Der dem Herrn schwur, und ge-- Si lobete dem Mächtigen Jacob. z. Ich 28 ? Der 1)2. Psalm. M wni ^ttz olz etztil enr- ttei nesi Zoll gt- W z. Ich will nicht in die Hütte meines Hauses gehen, noch mich aufs Lager meines Bettes legen. 4. Ich will meine Augen nicht schlafen lassen, noch meine Augenlieder schlummern. 5. Bis ich eine Stätte sinde für den Herrn, zur Wohnung dem Mächtigen Jacob. 6. Siehe! wir hören von ihr in Ephrata, wir haben sie funden auf dem Felde des Waldes. 7. Wir wollen in seine Wohnung gehen, und anbeten vor seinem Fußschemel. 8. Herr! mache dich auf zu deiner Ruhe, du und die Lade deiner Macht. 9. Deine Priester laß sich kleiden mit Gerechtigkeit, und deine Heiligen sich freuen. 12. Nimm nicht weg das Regiment deines Gesalbten, um deines Knechts Davids willen. ii. Der Herr hat David einen wahren Eyd geschworen, davon wird er sich nicht wenden, ich will dir auf deinen Stuhl setzen die Frucht deines Leibes. N Wer- 288 Der i;;. Psalm. i2. Werden deine Kinder meinen Bund halten, und mein Zeugniß, das ich sie lehren werde, so sollen auch ihre v Kinder auf deinem Stuhl sitzen ewiglich, g i z. Denn der Herr hat Zion erwäh- § let, und hat Luft daselbst zu wohnen. 14. Dieß ift meine Ruhe ewiglich, hie ^ Y will ich wohnen, denn es gefällt wir d wohl. L r 5. Ich will ihre Speise segnen, und ihren Armen Brods genug geben. ' 16. Ihre Priester will ich mit Heil kleiden, und ihre Heiligen sollen Mich f- seyn. 17. Daselbst soll aufgehen das Horn ' Davids, ich habe meinem Gesalbten ( eine Leuchte zugerichtet. ^ 18. Seine Feinde will ich mit Scham " de kleiden; aber über ihm soll blühen seine Crone. b ^Der cxxxill. Psalm. d Ist eine Vcrmahnung zur Einigkeit, wie Gott Glück und Segen darzu geben wolle, r. Ein Lied Davids im hohem Chor. ^ /Liehe, wie fein und lieblich ist, daß !s ^ Brüder einträchtig bey einander u wohnen. 2. Wie D Der >;4- ne. Psalm. 28» ! 2. Wie der köstliche Balsam ist/ der i ! vom Haupt Aaron herab fleußt in seinen ganzen Bart/ der herab fleußt in sein - Kleid. z. Wie der Thau, der von Hermon ; ^ herab fallt auf die Berge Zion, denn daselbst verheißet der Herr Segen und Leben immer und ewiglich. Der CXXXIV. Psalnü l , Ist eine Vermahnung an die Kirchcn-Dicner/ daß sie gottselig leben, flcisiig beten, und herz- ^ sich predigen sollen, so werde sie Gott jegnen. ^ i. Ein Lied im höher» Chor. a (§>iehei lobet den Herrn alle Knech- te des Herrm die ihr stehet des Nachts im Hause des Herrn, n 2. Hebet eure Hände auf im Heiligtum, und lobet den Herrn. 3. Der Herr segne dich aus Zion, der Himmel und Erden gemacht hat. " Der cxxxv. Psalm. Ist eine Danksagung für allerley Wohlthäte« - Gottes, und sonderlich, daß er sein Volk gnädig " aus Egypten und wider die Heyden errettet hat, !k und derhalben jedermann zu solchem Gott Zu- ie -ucht haben und Abgötterey fliehen soll. N - Lobet 2yc> Der i;?.Psirlm. oybet den Namen des Herrn, lobet ^ ihr Knechte des Herrn! > 2. Die ihr stehet im Hause des Herrn, ^ in den Höfen des Hauses unsers Gottes. 3. Lobet den Herrn, denn der Herr, ist freundlich, lobstnget seinem Namen, denn er ist lieblich. 4. Denn der Herrhat ihm Jacob erwählet, Israel zu seinem Eigenthum. > 5. Denn ich weiß, daß der Herr groß . ist, und unser Herr vor allen Göttern. 6. Alles, was er will, das thut er im Himmel, auf Erden, im Meer, und in allen Tiefen. 7. Der die Wolken lässet aufgehen vorn Ende der Erde, der die Blitze samt dem Regen machet, der den Wmd aus heimlichen Oertern kommen lässet. 8. Der die erste Geburt schlug in Egypten, beyde der Menschen und des Viehes. 9. Und ließ seine Zeichen und Wunder kommen über dich, Egyptenland! über Pharao, und alle seine Knechte. 10. Der viel Völker schlug, und tödtete mächtige Könige. 11. Sthon, der Amoriter König, und Der i;5-Psalm. 291 »nd Og, den König zu Basan/ und alle Königreiche in Canaan. ,2. Und gab ihr Land zum Erbe, zum Erbe seinem Volk Israel. l z. Herr! dein Name wahret ewiglich, dein Gedächtniß, Herr! währet für und für. 14. Denn der Herr wird sein Volk richten, und seinen Knechten gnädigseyn. rg. Der Heiden Götzen sind Silber und Gold, von Menschenhänden gemacht. 16. Sie haben Mäuler und reden nicht, sie haben Augen und sehe!) nicht. 17. Sie haben Ohren und hören nicht, auch ist kein Odem in ihrem Munde. 18. Die solche machen, sind gleich also, alle, die auf solche hoffen. 19. Das Haus Israel lobe den Herrn, lobet den Herrn, ihr vom Hause Äaron. 20. Ihr vom Hause Levi, lobet den Herrn, die ihr den Herrn fürchtet, lobet den Herrn. 21. Gelobet sey der Herr aus Zion, der zu Jerusalem wohnet. Halleluja! N z Der 2yr Der i?6. Psalm. Der OXXXVI. Psalm. JA eine Danksagung, auf daß jedermann Nr- ne Gvttvertrauen,der so gnädig allenthalben seiner Kirche geholfen hat in ihren brassen Nöthen. Danket dem Herrw derrn er ist freund A ^ lich/ denn seine Güte währet ewiglich. j, 2. Danket dem Gott aller Götter, » denn seine Güte währet ewiglich. z. Danket dem Herrn aller Herren, > denn seine Güte währet ewiglich. 4. Der grosse Wunder thut alleine, § denn seine Güte währet ewiglich. ^ 5. Der dieHimmel ordentlich gemacht hat, denn feine Güte währet ewiglich. ? 6. Der die Erde aufs Wasser aus^ gebreitet hat, denn seine Güte währet i ewiglich. 7. Der grosse Lichter gemacht hat, , denn seine Güte währet ewiglich. 8. Die Sonne, dem Tag vorzufte- ; hen, denn seine Güte währet ewiglich. 9. Den Mond und Sterne, der Nacht vorzustehen, denn seine Güte währet ewiglich. 10. Der Egypten schlug an ihren Erstengeburten, denn seine Güte wD ret ewiglich. n. Und Der r;6. Psalm. -y; i i. Und führte Israel heraus/ denn seine Güte währet ewiglich. 12. Durch mächtige Hand und ausgereckten Arm, denn seine Güte währet ewiglich. iz. Der das Schilf- Meer theilte in zwey Thsih denn seine Güte währet ewiglich. . ^ . '4. Und ließ Israel durch hingehen, denn seine Güte wahret ewiglich. 15. Der Pharao und sein Heer ins Schilf-Meer stieß/ denn seine Güte währet ewiglich. 16. Der sein Volk führte durch die Wüste/denn feine Güte währet ewiglich. 17. Der grosse Könige schlug, denn seine Güte währet ewiglich. i«. Und erwürgete mächtige Könige/ denn seine Güte währet ewiglich. 19. Schon, der Amoriter König, denn seine Güte währet ewiglich. 22. Und Og, den König zu Basan, denn seine Güte währet ewiglich. 21. Und gab ihr Land zum Erbe, denn seine Güte währet ewiglich. 22. Zum Erbe seinem Knecht Israel, denn seine Güte währet ewiglich. N 4 22. Denn 2-4 Der Psalm. sz. Denn er dachte an uns, da wir unterdrückt waren, denn seine Güte G währet ewiglich. ge 24. Und erlösete uns vor: unsern Fein, den, denn seine Güte währet ewiglich. 25. Der allem Fleisch Speise giebt, U denn sture Güte währet ewiglich. R 26. Danket dem Gott vorn Himmel, denn seine Güte währet ewiglich. Der cxxxvil. Psalrrl ^ Ist ein Gebet der gefangenen Juden, daß ^ Gott Jerusalem wieder aufbauen, und den ve Gottesdienst wieder aufrichten wolle, und dil _ Feinde bezahlen und strafen. ysn den Wassern zu Babel fassen ^ wir, und weineten, wenn wir an §§ Zion gedachten. ko> 2. Unsere Harfen hiengen wir an fti die Weiderr, die drinnen sind. ^ z. Denn daselbst hiessen uns singen, die uns gefangen hielten, und in uw 9 serm Heulen Mich seyn: Lieber! sin- ^ get uns ein Lied von Zion. 4. Wie sollten wir des Herrn Liet> ge fingen in fremden Landen? ke 5. Vergesse ich dein, Jerusalem! so dr werde meiner Rechten vergessen. 6. In Der -;Z. Psalm. 29; ^ 6. Meine-Zunge müsse an meinem M Gaumen kleben, wo ich dein nicht gedenke/ wo ich nicht lasse Jerusalem In, meine höchste Freude seyn. ch. 7. Herr! gedenke der Kinder EdoM/ ;ht, am Tag Jerusalem/ die da sagen: Rein ab/ rein ab bis aufihren Boden, rel, 8» Du verstörte Tochter Babel/ wohl dem/ der dir vergelte/ wie du — uns gethan hast. 9. Wohl dem, der deine junge Km- das der nimmt/ und zerschmettert sie an den den Stein. dil ._ Der LXXXVIII. Psalm. In Ist eine Danksagung für das heilige Evan- a» gelium, welches Gott auch unter die Heiden kommen lassen, und die armen Sünder zu all seiner Gnade berufen, und will sie wider die Feinde seines Worts vertheidigen. M, i. Ein Psalm Davids. uw Hch danke dir von ganzem Herzen, vor sin- -x) den Göttern will ich dir lobsingen. 2. Ich will anbeten zu deinem heili- M gen Tempel/ und deinem Namen danken/ um deine Güte und Treue, denn so du hast deinen Namen über alles Herr- 6. lich gemacht durch dein Wort. 3. 2Y§ Der i)9. Psalm. 3 . Wenn ich dich anrufe, so erhön mich, und gieb meiner Seele groß Kraft. 4. Es danken dir, Herr! alle Kö nige auf Erden, daß sie hören das Wort deines Mundes. 5. Und singen auf den Wegen de§ Herrn, daß die Ehre des Herrn groß sey. 6. Denn der Herr ist hoch, und siehet auf das Niedrige, und kennet den Stolzen von ferne. 7 . Wenn ich mitten in der Amsi. wandle, so erquickest du mich, mst streckest deine Hand über den Zorn meiner Feinde, und hilfest mir mit deiner Rechte. 8. Der Herr wirds ein Ende M chen, um meinetwillen, Herr! dm Güte ist ewig, das Werk deiner Häick wollest du nicht lassen. Der LXXXIX. Psalm. 2. du ' von 3 . mist 4 . weil alle! Herr über 6 WU1 nist 7 den 8 da, so Ist eine Danksagung für Gottes wund« tarliche Schöpfung und Regierung, daß m alles allein von ihm haben. Bittet deroP -en, Gott wolle seinen Feinden wehren, >s ihn recht leiten und führen. (^errl du erforschest mich und kenn« mich. 2. A röt 1 das Hai Mb Lic 297 Der i;9. Psalm. oft KL das des sey. ? de»^ ng^ uns lnd ndü ! i« ohs! IN« 2. Ich sitze oder stehe auf, so Missest du es, du verstehest meiue Gedanken von ferne. 3. Ich gehe oder liege, so bist du um mich, und siehest alle meine Wege. 4. D enn siehe, es ist kein Wort auf meiner Zunge, das du, Herr! nicht alles wissest. 5. Du schaffest es, was ich vor oder hernach thue, und hättest deine Hand über mir. 6. Solches Erkenntniß ist mir zu wunderlich und zu hoch, ich kanns nicht begreifen. 7. Wo soll ich hingehen vor deinem Geist? Und wo soll ich hinfliehen vor deinem Angesicht? 8. Führe ich gen Himmel, so W dtt da, bettete ich mir in die Hölle, siehe! so bist du auch da. 9. Nähme ich Flügel der Morgenröthe, und bliebe am äussersten Meer. i o. So würde mich dock deine Hand daselbst führen, und deine Rechte mich halten. i i. Spreche ich: Finsterniß möge mich d-aken, so muß die Nackt auch Licht um mich seyn. 12. Leu;; 2v8 Der r;-,. Psalm. 12. Denn auch Finsterniß nicht M ster ist bey dir, und die Nacht leucht« wie der Tag,Finsterniß ist wie das Licht,j i 13. Denn dn haft meine Nieren i«i deiner Gewalt, du wärest über mir tz Mutterleibe. ! i 14. Ich danke dir darüber, daß D wunderbarlich gemacht bin, wunder- ; barltch sind deine Werke, und das erkennet meine Seele wohl. - 15. Es war dir mein Gebein nicht r verholen, da ich im Verborgenen gemacht ward, da ich gebildet ward un- 1 ten in der Erde. 16. Deine Augen sahen mich, da ich noch unbereitet war, und waren ck Lage in dein Buch geschrieben, die noch t werden sollten, und derselben keim ' da war. 17. Aber wie köstlich sind vor mir Gott ! deine Gedanken. Wie ist itz^ i eine so grosse Summa. 18. Sollt ich sie zählen, so)vnckt i ihrer mehr seyn, denn des Sandes, wenn ich aufwache, bin ich noch bey dir, , 19. Ach Gott! daß du tödtest dir Gottlosen, und die Blutgierigen von < mir weichen müßten. 20. Dem - Der 140. Psalm. 2Y9 fill- cht, )er- ev ich gh M 20. Denn sie reden von dir lästerlich, und deine Feinde erheben sich ohne Ursach. 21. Ich hasse ja, Herr! die dich hassen, und verdreußt mich auf sie, daß sie sich wider dich setzen. 22. Ich hasse sie in rechtem Ernst, darum sind sie mir feind. 23. Erforsche mich, Gott! und erfahre mein Herz, prüfe mich, und erfahre, wie ichs meine. 24. Und siehe, obichaufbösemWeae bin, und leite mich auf ewigem Wege. ili ck m Nil itz sei, dir W em Der LXI.. Psalm. Ist ein Gebet wider die bösen Buben, so alle Unruh und Unglück im Regiment erregen, daß Gott ihnen wehren, und weltlicher Obrigkeit Segen geben wolle. -. Ein Lied Davids im höher» Chor. Errette mich, Herr! vor den bösen ^ Menschen, behüte mich vor den freveln Leuten. 3. Die Böses gedenken in ihrem Herzen, und täglich Krieg erregen. 4. Sie schärfen ihre Zungen wie eine Schlange, Otterngift ist unter ihrm Lippen. Sela. 5. Be- Der 140. Psalm. 5. Bewahre mich/ Herr! vor der Hand der Gottlosen, behüte mich vor den freveln Lenten, die meinen Gang gedenken umzustoffen. 6. Die Hoffärtigen legen mir Stricke, und breiten mir Seile aus zum Netze, und stellen mir Fallen an den Weg. Sela. 7. Ich aber sage zum Herrn: Du bist mein Gott, Herr! vernimm die Stimme meines Flehens. 8. Herr, Herr! meine starke Hilft! du beschirmest mein Haupt zur Zeit des Streits. 9. Herr! laß dem Gottlosen seine Begierde nicht, stärke seinen Muthwib len nicht, sie möchten sechs erheben. Sela. l o. Das Unglück, davon meine Feinde rathschlagen, müsse auf ihren Kopf i fallen. . . 1 ii. Er wird Strahlen über sie schuh > ten, er wird sie mit Feuer tief in die Erde schlagen, daß sie nimmermehr aufstehen. 7 2. Ein böses Maul wird kein Gluck haben auf Erden, ein frevel böser Der 141. Psalm. ?oi Mensch wird verjagt und gestürzet ' werden. i 1 z. Denn ich weiß, daß der Herr ^ wird des Elenden Sache und der Ar- - wen Recht ausführen, r l 4. Auch werden die Gerechten dei- r nem Namen danken, und die Frommen werden vor deinem Angesicht bleiben. Der LXH Psalm. s >e 1. w Ps! ch! ie hr! >ck! 'er sch Ist ein Gebet, daß Gott uns nach seinem WUlen und Wort regieren und führen wolle, und den falschen Predigern wehren, und die tyrannischen Anschläge hindern. i. Ein Pjalm Davids. ^err'. ich ruffe zu dir, eile zu mir, vernimm die Stimme, wenn ich dich anrufe. 2. Mein Gebet müsse vor dir tügen wie ein Rauchopfer, meiner Hände Aufheben wie ein Abendopfer. z. Herr! behüte meinen Mund, und bewahre meine Lippen. 4. Neige mein Herz nicht auf etwas Böfes, ein Gottloses Wesen zuführen mit den Uebelthätem, daß ich nicht esse von dem, das ihnen geliebet. 5. Der ;v2 Der-42. Psalm. 5. Der Gerechte schlüge mich freundlich/ und strafe mich/ das wird mir so wohlthun, als ein Balsam auf meinem Haupt, denn ich bete stets, daß sie mir! nicht Schaden thun. 6. Ihre Lehrer müssen gestürzet werden über einen Fels, so wird man denn «reine Lehre hören, daß sie lieblich sey. 7. Unsre Gebeine sind zerstreuet bis zur Hölle, wie einer das Land zerreißet und zerwühlet. 8. Denn auf dich, Herr, Herr! sehen meine Augen, ich traue auf dich, verstoße meine Seele nicht. 9. Bewahre mich vor dem Strick, den sie mir gelegt haben, und vor der Falle der Uebelthäter. 10. Die Gottlosen müssen in ihr eigen Netz fallen unter einander, ich aber immer vorüber gehen. Der LXI.II. Psalm. Ist ein Gebet, daß, Gott wider die Feinde «HZ schützen und sie stürzen wolle. i. Eine Untcrweißmg Davids, zu beten, da er in der Höle war. Ich «V M M so m ge d ni n T in w m zr ke E w Der 142. Psalm. schreye zum Herrn mit meiner Stimme/ ich siehe dem Herrn mit meiner Stimme. z. Ich schütte meine Rede vor ihm auch und zeige an vor ihm meine Noth. 4. Wenn mein Geist in Aengften ist/ so nimmst du dich meiner am sie legen mir Stricke aus dem Wege/ da ich Aufgehe. s. Schaue zur Rechten, und siehe/ da will mich Niemand kennen; ich kann nicht entfiiehen/ Niemand nimmt sich meiner Seele an. 6. Herr! zu dir schreye ich und sage: Du bist meine Zuversicht/ mein Theil im Lande der Lebendigen. 7 . Merke auf meine Klage, denn ich werde sehr geplaget. Errette mich von meinen Verfolgern, denn sie sind mir zu mächtig. 8. Führe meine Seele aus dem Kerker, daß ich danke deinem Namen, die Gerechten werden sich zu mir sammeln, wenn du mir wohl thust. Der Der 14;. Psalm. ;c >4 Der LXUII. Psalm. ^ Ist ein Gebet, daß Gott Sünde vergebe»/ W das Herz in Angst trösten/ und nach seinem Worl uns leiten und führen/ und den falschen Per- ^ digern, so andershin/ als auf Gottes Gnade weisen/ wehren wolle. dk i. Ein Psalm Davids. dc (^err! erhöre mein Gebet, vernimm ^ mein Flehen, um deiner Wahrheit willen; erhöre mich um deiner Gerechtigkeit willen. ' V 2. Und gehe nicht ins Gericht mit d, deinem Knecht, denn vor dir ist kein! Lebendiger gerecht. > 3. Denn der Feind verfolget meine ^ m Seele, und zerschlüget mein Leben zu! h, Boden, er leget mich ins Finster, wie die Todten in der Welt. , h, 4. Und mein Geist ist in mir genug- h. stet, mein Herz ist in meinem Leibe h. verzehret. 1 — 5. Ich gedenke an die vorigen Zeiten, ich rede von allen deinen Thaten, und sage von den Werken deiner Hände, d, 6. Ich breite meine Hände aus zu E dir, meine Seele dürstet nach dir, wie m ein dürr Land. Sela. 7. Herr! Der 144. Psalm. - 7. Herr! erhöre mich bald, mein Geist vergehet, verbirge dein Antlitz nicht vor mir, daß ich nicht gleich werde denen, die in die Grube fahren. U 8. Laß mich Ä'üh hören deine Gnade, denn ich hoffe auf dich. Thue mir kund den Weg,, darauf ich gehen soll, denn mich verlanget nach dir. ^ 9. Errette mich, mein Gott! von meinen Feinden; zu dir hab ich Zuflucht. ^ iO. Lehre mich thun nach deinem ' Wohlgefallen, denn du bist mein Gott, . dein guter Geist führe mich auf ebener > Bahn. n. Herr! erquicke mich, um deines " 1 Namens willen, führe meine Seele aus A l derNoth/UmdeinerGerechtigkeit willen. ^ 12. Und verftöre meine Feinde, um deiner Güte willen, und bringe um alle, die meine Seele ängsten, denn ich bin ^ dein Knecht. en, Der dIV. Psalm. Ist eine Danksagung für den Segen, so Gott > der weltlichenObrigkeit giebt, daß es allcsGottes Zll Gabe und nicht Menschenwerk sey. Er bittet M aber auch wider falsche Lehrer, und ungehorsame Unterthanen, die Gottes Wort sich nicht wollen rr! ;o 6 Der ,44. Psalm. regieren lassen, und allein aufgute Tage und dal. Zeitliche sehen, da doch vornehmlich dahin zu sehen ist, daß wir einen gnädigen Gott haben, ob man gleich des Zeitlichen halber Mangel hätte., i. Ein Psalm Davids. ! /zrelobet sey der Herr/ mein Hort,j der meine Hände lehret streiten,! und meine Fäuste kriegen. ? 2. Meine Güte und meine Burg,! mein Schutz und mein Erretter/ mein Schild/ auf den ich traue/ der mein? Volk unter mich zwinget. I z. Herr! was ist der Mensch, daß! du dich sein annimmst? Und desMem sehen Kind, daß du ihn so achtest? > 4. Ist doch der Mensch gleich wie! nichts/ seine Zeit fähret dahin wie ein> Schattm. 5 . Herr! neige deine Himmel/ und fahre herab/ taste die Berge an, daß sie rauchen. ! 6. Laß blitzen/ und zerstreue sie/ schieß deine Strahlen, und schrecke sie. 7. Sende deine Hand von derHohe^ und erlöse mich, und errette mich von grossen Wassern, von der Hand der! fremden Kinder. 8. Web! Psi 1 um mö vor che sm! ihr sm gle die na, tra auj daj Kl, het seil Der 144. Psalm. ;->? da§ 1, , öl itke. rt, ^en, >rg, ein en-, nie eilt md >aß hch ,ori der! -eb l 8. Welcher Lehre ist kein nütze, und ihre Werke sind falsch. 9. Gott! ich will dir ein neues Lied singen; ich will dir spielen auf dem Psalter von zehen Saiten. , s. Der du den Königen Sieg giebst, und erlösest deinen Knecht David vorn mörderischen Schwerdt des Bösen. 11. Erlöse mich auch, und errette mich von der Hand der fremden Kinder, welcher Lehre ist kein nütze, und ihre Werke sind falsch. 12. Daß unsre Söhne aufwachsen in ihrer Jugend, wie die Pflanzen, und unsere Töchtern wie die ausgehaltene Erker, gleichwie diePalläste. iZ. Und unsre Kammern voll seyn, die heraus geben können einen Vorrath nach dem andern, daß unsre Schaaft tragen tausend, und hundert tausend auf unsern Dörfern. 14. Daß unsre Ochsen viel arbeiten, daß kein Schade, kein Verlust noch Klage auf unsern Gassen sey. 15. Wohl dem Volk, dem es also gehet! Aber wohl dem Volk, deß der Herr sein Gott ist! * Der Der! 45 . Psalm. ;o8 * Der LXI.V. Psalm. ha Ist eine schöne Danksagung für Gottes Gnade, so er durch Christum uns erzeigt, daß er ilst ein ewiges Gnadenreich angerichtet, die Sün- hü der zu Gnaden annimmt, leiblich erhält, in allen Nöthen das Gebet erhöret, und errettet alle, > so ihm vertrauen. >-11 i. Ein Psalm Davids. e^.ch will dich erhöhen, mein Gott, duKönig! und deinen Namen loben immer und ewiglich. 2. Ich will dich täglich loben, und deinen Namen rühmen immer und ewiglich. z. Der Herr ist groß und sehr löblich, und seine Grösse ist unaussprechlich. 4. Kindeskinder werden deine Werte preisen, und von deinerGewalt sagen. 5. Ich will reden von deiner herrlichen schönen Pracht, und von deinen Wundern. ne nn le> sch hn eri ge 6. Daß man soll reden von deinen s,-. herrlichen Thaten, und daß man er-!^ zähle deine Herrlichkeit. ' 7. Daß man preise deine grosse Güte, ^ und deine Gerechtigkeit rühme. 8. Gnädig und barmherzig ist der Herr, gedultig und von grosser Güte. 9. Der Der 14;. Psalm. ?<>» en — 9. Der Herr ist allen gütig/ und erbarmet sich aller seiner Werke. ^ 10. Es sollen dir danken, Herr! er alle deine Werke, und deine Heiligen dich loben. n. Und die Ehre deines Königreichs Omen, und von deiner Gewalt reden. -2. Daß den Menschenkindern dei- 4 neGewalt kundwerde, und die ehrliche Pracht deines Königreichs. 13. Dein Reich ist ein ewiges Reich, lind deineHerrschaft währet für und für. 14. Der Herr erhält alle, die da fallen, und richtet auf alle, die niedergeschlagen sind. 15. Aller Augen warten aufdich, und du giebst ihnen ihre Speise zu seinerZeit. -6. Du thust deine Hand auf, und erfüllest alles, was lebet, mit Wohlgefallen. -7. Der Herr ist gerecht in allen A seinen Wegen, und heilig in allen seinen Werken. ^ »8. Der Herr ist nahe allen, die ihn anrufen, allen, die ihn mit Ernst an- ^ rufen. 19. Er thut, was die Gottsfurchtigen be- ;ta Der 146. Psalm. begehren, und höret ihr Schreyen, und hilft ihnen. 22. Der Herr behütet alle, diethnlie- hen, und wird vertilgen alle Gottlosen. 21. Mein Mund soll des Herrn Lob sagen, und alles Fleisch lobe seinen heiligen Namen immer und ewiglich! Der UVI. Psalm. a d r Ist eine Lehre, daß wir allein aufGott unser , Vertrauen sollen setzen, der alles gemacht hat, ! ? und erhält, und sonderlich sich der armen, hung- ! « rigen, gefangenen, geängstigten, Wittwen und Waisen annimmt, die Gottlosen aber stürzet, i. Hallelnja! l Oobe den Herrn, meine Seele! ^ 2. Ich will den Herrn loben, so! lang ich lebe, und meinem Gott lob- < singen, weil ich hie bin. i 2. Verlasset euch nicht aufFürsten, sie l sind Menschen,die können ja nicht helfen. « 4. Denn des Menschen Geist muß ^ davon, und er muß wieder zur Erden > werden, alsdann sind verlohren alle . seine Anschläge. s. Wohl dem, deß Hilfe der Gott - Jacob ist, deß Hoffnung auf den Herrn ^ seinen Gott stehet. 6. Der 1 Der 147. Psalm. _zu )! 6. Der Himmel, Erden, Meer, und > alles, was drinnen ist, gemacht hat, -! der Glauben hält ewiglich. , ^ 7. Der Recht schaffet denen, so Ge§ ) walt leiden, der die Hungrigen speiset. - ^ 8. Der Herr erlöset die Gefangenen, der Herr machet die Blinden sehend, ' ^ der Herr richtet auf, die niedergeschla- ; gen sind, der Herr liebet die Gerechten, r 9. DerHerr behütet Fremdlingeund st Waisen, und erhält die Wittwen, und ^ I kehret zurücke den Weg der Gottlosen. , ! ' 0. DerHerr ist König ewiglich, dem '! Gott, Zion! für und für. Halleluja! Der LXL.VH. Psalm. Ist eine Danksagung für allerley zeitliche und geistliche Gaben, und sonderlich, daß Gott seiner Kirche sein Wort gegeben, und rechten Gottesdienst geordnet hat. oobet den Herrn, denn unsern Gott ^ loben, das ist ein köstlich Ding, solch Lob ist lieblich und schön. 2. Der Herr bauet Jerusalem, und bringet zusammen die Verjagten in Israel. z. Er heilet die zerbrochenes Herzens sind, und verbindet ihre Schmerzen. Q 4» Er Der 147. Psalm. 4. Er zählet die Sternen, und nennet sie alle mit Namen. 1 5. Unser Herr ist groß, und von grosser Kraft, und ist unbegreiflich, wie 1 er regieret. 6. Der Herr richtet auf die Elenden, 1 und flösset die Gottlosen zu Boden. 7. Singet um einander dem Herrn l mit Danken, und lobet unsern Gott mit Harfen. ! 8. Der den Himmel mit Wolken verdeckt, und giebt Regen auf Erden, der I das Gras auf Bergen wachsen lässet. 9. Der dem Vieh sein Futter giebt, den jungen Raben, die ihn anrufen. 12. Er hat nicht Luft an der Stärke < des Rosses, noch Gefallen an jemands ^ Beinen. n. Der Herr hat Gefallen an de- ' nen, die ihn fürchten, die auf seine ! Güte hoffen. ^ * 12. Preise, Jerusalem! den Herrn,! . lobe, Zion! deinen Gott. ' 13. Denn er macht vest die Riegel deiner Thore, und segnet deine Kinder ' drinnen. , 14. Er schaffet deinen Gränzen Frie- ^ den, und sättiget dich mit dem beßten - Waizen. rs< Er Der 148. Psalm. ;i; 15. Er sendet seine Rede auf Erden, sein Wort lauft schnell. 16. Er giebt Schnee wie Wolle, er streuet Reifen wie Aschen. i Er wirft seine Schlossen wie Bissen. Wer kann bleiben vor seinemFrost? i8. Er spricht, so zerschmelzet es, er lässet seinen Wind wehen,so thauets auf. '9. Er zeiget Jacob sein Wort, Israel seine Sitten und Rechte. 2o. So thut er keinen Heiden, noch lässet sie wissen seine Rechte. Halleluja! Der dVIII. Psalm. Ist eine Vcrmahmmg, daß alle Creaturcn Gott loben und danken sollen, denn Gott erhält alles. Ohne ihn und seine gnädige Hilf und Segen ist alles nichts. i. Halleluja! Höbet, ihr Himmel! den Herrn, lobet ^ ihn in der Höhe. 2. Lobet ihn, alle seine Engel! lobet ihn, all sein Heer! 3. Lobet ihn, Sonn und Mond! lobet ihn, alle leuchtende Sterne! 4. Lobet ihn, ihr Himmel allenthalben, und die Wasser, die oben am Ommel sind. 5. Die §i4 Der 148. Psalm.' 5 . Die sollen loben den Namen des Herrn, denn er gebeut, so wirds geschaffen. , 6. Er hält sie immer und ewiglich, < er ordnet sie, daß sie nicht anders r gehen müssen. r 7. Lobet den Herrn auf Erden, ihr ' Wallsische und alle Tiefen'. 8. Feuer,Hagel,Schnee und Dampf, < Sturmwinde,die seinWort ausrichten; 9. Berge und alle Hügel, fruchtbare ' Bäume und alle Cedern; 10. Thiere und alles Vieh, Gewür- j me und Vogel; ' ir. Ihr Könige auf Erden, und alle , Leute, Fürsien und alle Richter auf! - Erden; ! > 12 . Jünglinge und Jungfrauen, Alte mit den Jungen; j iz. Sollen loben den Namen des ' Herrn, denn sein Name allein ist hoch, sein Lob gehet so weit Himmel und 1 Erde ist. 14. Und er erhöhet das Horn seines Volks, alle seine Heiligen sollen loben, - die Kinder Israel, das Volk, das ihm . dienet. Halleluja! ' ' Der >49. Psalm. ;r; Der dix. Psalm. Ist eineVermahnung, daß manGott danke um sein heiliges Evangelium, durch welches erden Elenden hilft, das ist, Sünden vergicbt, und daß die Christen sollenSchwerdter in den Händen haben, und den falschen Gottesdienst wehren, I und die Leute recht unterrichten. finget dem Herrn ein neues Lied, > die Gemeine der Heiligen soll ihn > loben. j 2» Israel freue sich deß, der ihn ge- I macht hat, die Kinder Zion seyen frö- j lich über ihrem Könige, i 3. Sie sollen loben seinen Namen im ^ Reigen, mit Pancken und Harfen sollen ! sie ihm spielen. ^ 4. Denn der Herr hat Wohlgefallen an seinem Volk, er hilft den Elenden ! herrlich. I 5. Die Heiligen sollen Mich seyn und ! preisen, und rühmen auf ihrem Lager. 6 . Ihr Mund soll Gott erhöhen, ! und sollen scharte Schwerdter in ihren ^ Händen haben. 7 . Daß sie Rache üben unter denHei- , den, Strafe unter den Völkern. 8 . Jh- 8. Ihre Könige zu binden mit Ket § ten und ihre Edeln mit eisernen Fesseln. 9. Daß sie ihnen thun das Recht/ davon geschrieben ist, solche Ehre werden alle seine Heiligen haben. Halleluja! Der d. Psalm. Ist eine Vermahnung, daß wir Gott loben und danken sollen, daß er durch sein Wort ihm eine Kirche gepffanzet, und wider die Welt und den Satan erhält. Höbet den Herrn in seinem Hciliqthum, ^ lobet ihn in der Beste seiner Macht. > 2. Lobet ihn m seinen Thaten, lobet ! ihn in semer grossen Herrlichkeit. z. Lobet ihn mit Posaunen/ lobet ihn mit Psalter und Harfen. 4. Lobet ihn mit Paucken und Reigen/ lobet ihn mit Saiten und Pfeifen. 5. Lobet ihn mit hellenCymbeln, lo- > bet ihn mit wohlklingenden Cymbeln. i 6. Alles/ was Athem Hass lobe den ^ Herrn. Halleluja! > Ende. -' --B < 71HL^