H V-.»4»>k»Sii, E en k m a l Wilhelms: kin Gchärfehen der Dankbarkeit für Freunde des Verklärten. Der Besten der Mütter gewidmet von Basel, druckt br« Wilhelm Haas, dem Sohne i7»5> > Liebe'. dem kostbaren Andenken an unsern verklärten Liebling liegt die beßte — die lieblichste Deiner Freuden. — Ich widme sie also billich Dir — ö'rse BlLttchen. — Lies l — und Du wirst die Gründliche Seele dcss ftiedlich Entschlafenen ^rr finden in diesen Zügen. — Lieblich wie Bild, das nun durch meines trauten Freun- ^ LipS trestiche Arbeit auch noch im Schatten ^hlthuend ist —Dir und den Freunden des Entschlafene».—Auch den guten Geschwistercn ^ Guten ist einst dies Denkmal heilig — wie Trinen Freunden'. — Aber vorzüglich Dir.- ^rnri wie die Diene sammelt den Honig auS der 4 duftenden Blume, so sammelt Deine Sech liebliche Erinnerungen aus den Lagen der Freud* und des SchmcrzenS—da unter uns noch wohnü>, der Liebling unsers Herzens. — O, und »oö k ist bey uuö der Geist des holden Knaben: ^ i lispelt uns Gedanken der Liebe inS Herz, wen« j Abends der Sonne lezte Strahlen Erde uist ö Himmel rothen — und Baum und Blütb*« zittern in ihrem Glänze. — O dann seh ich d>* I Mutterthränc von Deinem Auge sinken — uiW Dein Herz weilen bey dersüssen Erinnerung:^« wie oft am lieblichen Abend das Herz des Kuab"V diese Herrlichkeit mit uns genoß in all ihre*? Fülle: — Wie liebend er sich dann schmiegte c"' «n^er Herz! — Wie manche Frage liebliche* Einfalt auS seiner Seele hervorgicng— W>* sein Auge so friedlich leuchtete, und so froh!'" Wie er schon da eingeweiht schien zum edel» Genuß der Freuden der Natur - zu ih"" Liebling. -O das! - das legt sich Dir so war" ! 0» n»! B - c< !ii ll> I« I» ^H«rz, Du Treuste der Mütter:-Trokne ^Thräne, Babet! Blike hinauf, und mit ^ scheidenden Strahl der Abendsonne treuste dann Balsam in Dein Herz. Sieh'. Gottes Engel ihn behüten, Sieh, ihn umstießt das Lebenslicht! Er spielt mit Paradieses Blüthen, Kein Schmerz umstort sein Auge nicht. Er, der ihn gab, der ihn genommen, Den unsre Blike noch nicht sahn; — Läßt vor sein Angesicht ihn kommen Vlikt ib» mit Huld und Liebe an. O Gott! ich seh den holden Knaben Vor seines Meisters Antliz stehn; Sich an dem Dlik des Herren laben, Wie sanfte Schauer ibu umwehn: 6 Dem sanften Unschuldengcl winket Des Herren zarte Liebe gleich; , Und seiner holden Stimm entsinket Der Wonne Ruff: Dein ist mein Reich Von Dank durchdrungen und durchbcbi Stürzt seine Freudenthrän' herab: -- Der Liebling Deines Herzens lebet O l Mutter, jauchz bey seinem Grab! > Inhalt. Denkmal auf Wilhelm. Ein Wort über die Titclvignette. Eonrspvnden; in den Dlatern. Eine Handvoll kleine Kindergedichte, für Ihn gearbeitet. t r h -« K ^ ^ 'Um '»' -' -' . /.."- ^ r. .' M »iü IrcF ^ »äi »Eck>b^-üjL ;ni-N Vo«-ndA >iM mIsüUV. >ill» tln'il« 7?-ÄL !-- tt, er . --<7h... Denkmal 'auf Wilhelm. — l" (V ^ ^ch hatte einen holdeil Knaben; eine FrühlingSblüthr ?lllerhöchsten — Er lag an nicinmi Herzen. In Listen« frohen Sinn; im den täglich sich entfaltenden ^chcn Talenten — die aus feinet Seele hcrvorgicngcn, '"'d mir manche Frendenthräne entlokten — lag eine ^kndte von Freude»; der Tod mancher schwerer Sor. irn! — Wenn ich so die Fülle von Leben lind Liebe, ^ zarten Keime künftiger Tugenden in der Seele dcS 2"»ben anfathnicu sähe — Die Natur, oder! denn dir öll ich He §hre geben, himmlischer Bildner! Du legtest ''»e Gäbe der innigen Herzensgute jn den Knaben, die E"lkm so wunderbar und wohlthuend entgegenkam in ^»e,„ Blick, seinem Händedruck, und dem Laut seiner klimme!- Da nahm mir Gott den Knaben'.—DaS fiel mir ^ schrecklich aufs Herz. Sieben Jahre hatte Er bey 4 > > D - mir gewohnt; sieben Jahre war Er an meine Abgegeben. Da nahm Ihn Gott!-Das hätte nicht schrecklich aufs Herz satten sotten. — Konnt >6 Ihn besser sichren, als Er n»n geführt wird? As der Hand des Liegenden, der sein Glückliche nur will' sondern überschwenglich geben kann. — Stufst du niä>l auch mir Hochgclobtcr! Laß deinen Knaben zu ist kommen, und wehre dich nur »ichtt'Sci» ist das Orw Gottes! — Ich werfe mich zu deinen Füßen nii Du/ der du Ihn gabst.-«? —und die Thräne sanEt Welimuth stammelt dir entgegen:-Dein Name st» gelobet, daß du Ihn erhöhtest; bor dein klntliy J^> und zum ewigen Leben Ihn riefest! — ssk li^ : »ijch'Kerben des Todes dieses zarten.Kiiides! — Dub^> dich in Ihm verkläret!Tief gegraben in mein »ijch'Kerben des Todes dieses zarsten KIndes! — Du ist jede Minute, in der ich bemerkte / wie sichtbar 3* ^ Leine Güte der Ewigkeit cntgcgenrcisett ließ! —- seliger, glücklicher n Wilhelm!'— Welche Geiüt^ durchzittcr» mein Herz" indem ich dies schreite!'' stOtK«! K Noch fühl ich deine zitternde Hand»'um meinen Ni- geschlungen, wie du mich aii dein heftig klommt Herzchen drucktest, und mit jenem Alles durchdringend^ l , ^ Ton der Liebe mir sagtest, da ich Dich b>U, wen» Ton der Liebe mir sagtest, da ich Dich b>U, wen» nach Deinem Tode noch Deiner Eltern dich ernst inneB' ^ 5 ^»»est, Wrer zu qedenkcil.-s da küßte mich der ^,r ,^°lde Kuabe, und sprach mit schluchzender Stimme: ä ^ du Heezenspava gciviß! gemißt Esstk nnr ein er Zierlicher Gedanke, daß mein Kind meiner vor Gott l, Gedenken soll! — Gin Pfand der siebe Gottes liab ich bl ästo in> Hjinmci. — Der Gedanke soll einwohltlnitiger >itz ^rili'unl mich seyn, b» bolder Engel! und.-nüch erlnune ch ^rn, meinen trüber» oder hcllcrn Pfad zu geben nach r l den, Willen Gottes« in slilleni Friede»,!in Liebe und rk Nützlicher Tltätigkcil, Amen. a Jetzt darf ich — mit kindlichem Ergeben in Gottes ^ killen will irlis. — Jetzt.darf ich »och einige Rosen auf R ^ seinen Grabhügel streuen, du Verklärter! Blüthen - ^er Liebe, daß steh meide daran das Herz deiner edle» Achtrer, der Freundin Leines Herzens, und deiner *>ch liebenden Freunde. — — , z-- l Es war eine heitere liebliche Seele in meinem Wil» ft» ^lm. Sie guckte freundlich aus seinen» hellen dinge, tff ^>d sprach oft in diesem Worte unaussprechlicher Liebe dts^ Ger leich, pcrständlich dcni Vater- und Mutter herze».— -fs>s' ^r konnte kaum die ersten Tone lallen, so offenbarte c, Gelegenheit meiner schönes Mcßiaden-Äuvscr von Christus; o wie horchte da feint ganze Seele! Es war ein seyerlichcr Ernst auf dein Antlitz des holden Knaben. Seine Augen glänzten wcitgeöffnet. — und es schimmerte oft eine lieblich' Thräne darin. Des Samariters Geschichte rührte IHN immer tief. Aber besonders war Ihm Alles heilig' was ich 2>,m von Christus sagte. Nach solchen Stunden bei Unterrichts war Er meist still, doppelt herUick, unk 7 -- a liebend — und man fühlte sein Frvbseh» und die Wärme leines Herzens an seinen! ernsten Geben, das Er unge, iwungcn, »»erinnert in seinem Bcttchen mit einem Eiter verrichtete, der suhlen liest, dast Er es gcsastt l>abe: Das Geben se>? Unterbaltung und Umgang »>it dein unsichtbaren Vater im Fiintnel. Hatte Er ausgebettet, so ries Er noch mir einem lihinelzend süßen Ton: Gute Nacht lieber Papali! liebe Mama! Aus dei»> Work —Lieber, lag der ganze decent seiner Seele. So entschlief dann allemal der Liebling meines Herzens — und triumphierend ruhte dann aus Ihm mein Auge. War Er allein be» mir, so genoß ich die lieblichste llnterhaltung z dann rückte Er hervor niir dem kleinen Schatz dessen, was Er gelesen hatte, und suchte durch Hülfe deS Vaters seine Kenntnisse zu berichtigen. — Sein traulicher Ton, die zarte Liebe, mit der Er an »reiner Seite hicng; die innige Freude, die mir in leder seiner Bewegung seine Zufriedenheit verrieth, Hat meinem Herzen königlich wohl. Er machte mich «inst srohmüthia lächeln. Lieber Papa! 8 D - saate Er, ist-daS wahr, daß ich aus der BrunnemK^ korame? Du sagtest ja l Gott gab mich dir. Hat er a»^ dann i» die Brunnenstube gelc.lt? LicbcS Herz! Freistil hat dich Gott uns Eltern geschenkt; aber deine MO* liar dich zur Welt gebohrcn. Wie denn/ lieber Pak"' Du lieber Kleiner! sagt ich il»n init fevcrlichem CrU^' d» lagst unter dem Herzen dieser deiner Mutter; n>" Schmerzen gebabrisie dich-,daS ist alles, was ich ^ jetzt saaen kann. Du kannst denken wie es dir PflO> seyn muß — die gute Mutter zu lieben. — Deinen» PO" und Mama hast du nach Gott Lein Dasepn, Lei" Lebe» zu danke». Bald sechs Jahre alt war der Liebling meines Hcrzeiße als Er zu seinem 4 iährigeil zarten Schwesterchen Mist sorah: Mine! Wenn man zehntausend Häuser a»§ einander thut, so geben sie doch nicht bis an Himmel- Wie wolltest du das wißen, Kleiner? srug ich.— dem Thurm droben bist du ja dem Himmel schoO naher, als hier in der Stnbe. — Siehst du Papa, sagO er mit der gewohnten ernsten Fröhlichkeit seines He< zenS: das me»nt man so. Denn wenn man aus deO Berg, droben ist, so ist der Himmel wieder eben s» hoch ob dem Berg, als ob den» Laus; und der Bert >a viel höher als der Nimm; und matt mehnt doch— »irr Himmel sc>> gleich aus den« Beeg droben. Ja schön ^ er auf dein Bebst droben — man dar« nur hinaus ^ehcn und sehen. — ö du gerader Sinn des Knaben: ^»ch in dem Lande, das jetzt sein Geist bewohnt, «virst Ihm eine Leuchte sein«. - ni „! ,---1 »-: Welcher Vater, frug ich den Lieben einst eines Abends, thut dir wohl am meisten GureS> dem Vateb aus Erden, "der reist Bitter lniHiinmeloL> — , u'st'r ' u ..'t chi n..:! unisti nie ch> -.is Da antwortete Er schnell: dn kannst mir ja nichts beben, wenn dirs' nicht der l«cbe--Gott gegeben' bar. Stiles, alles bat dir der liebe Gott gegeben. So thut Tr mir mehr Gutes -als -dU? -Aber tu bist doch auch 'in recht guter Papa. — ... .'rrnitich «ist« oL> Ich. Wenn-un-jcmanb'-recht'vitl-Gttiei tlstit'/ was duihcn wir ihm thun, Kleiner? nui,- toi- >»-- -urit-u!-.«, iistin.uu.nrÜÄ Er. Auch Gutes, :i...nb> ti-n --S -»--st ' „-»mir «ist «>>-!- -) b»so dem lieben Gott auch Gutes? s 10 Ja,, er hat u»s ja Alles »«gehen. „K. > ."> ' Thu» dir die Eisern auch Gute» ? ^ , . -- ^ ^ .n-,a;', F'u, i.s ü ja. ,. ... 4 «n: tu ^ .. .j-. . .. E - Was tlmst du den Eltern? Ich chu ihnen nichts. — Ich kann ihnen ja nichts «eben; aber —Er besann sich —kühle mir dann eh* erbietig die Hand, ich bin ihnen lieb, wenn ich recht tl,*> -n ' Du giebst ihnen als» dach waS, Lieber? ,. „ , ...-'.t,»n " - ">s irn . ' Er lächelte. Ja weuu ich recht thu? — So istS, Kleiner! DaS erfreut unser Herr, wenn d< recht thust. Wai geben wir als» w»hl dem rieben Gvttl Wir muhen ihn anbettelt, ihn lieben und ihm danken^ sagte Er mit einem seyerlichcn Tone, «IS wär er schon t» Hause, im Land der reinen, ewigen Anbettung. -is !»nuz/ wen» wir das so sagen; wir mögen dann ens machen/was wir wollen? — ... . „. .. . ^ - - um 'km, erwiederte Er fröhlich, Wir müßen gut und ^ wie der liebe Gott so gut. -n . >'t 7>ein Auge ruhte auf dem ernstsreundlichen Blick des ^selige,, Knaben/ und mein Her; gellte den Herrn; ihn ,u dir kommen/ dann solcher ist das Reich ddhc-, ^->e Wird die schöne Pflanze sich so herrlich ennvickeln? ^te da mein Herz. und. der Frühling sclwner ^us- ^n, den diese Blüthe hoffen ließe»/ mahlte sich oft ^ich meinem Geist. — Da berührte Ihn deine Haitd/ ^ khrt Ihn durchs Thal he- Todes/ wie durch eine ^nnenwiese. — O mein Wilhelm ! - „ u !8 «nmal sprach ich mit Ihm über die Schamhastigkcit/ ^ wie schändlich muthwillige Entblößung «» Kindern — Da sagte Er: 'Ja Pava/ die Buben reden auch ^ so wüst in der Gaße; aber/ stehst du Papa/ ich ^ke ihre Eltern werden's ihnen nicht so sagen/ wie *»>Nir sagst.- .,1 ,i-"s G Mein klcin'cr'LidblMä'Aortch'lag vor einem 2o^ A am ersten Hcrbstmoifat/ n!,d schlief ruhig, äl? e? »nfcrcm Dorf brannte. — Wie nun ej» heftiger die'Funkcn und ^io üliihendtst Schindle» wbid wl'del b> warf, und bey bestt''«xiai;'unsers Haust? alles l> Funken lag; so hielt ich eS für Zeit meine Herst'^ ei ^kndir in TichÄ'htit;N SlstchW. ^ Ich weckte also n>cw^ st Wichtlul/uNd'^iek'ihnAnkleidest. Er sah am Fe"^ d die-gewätrige Flamlne, tistd hörte in der 'Strafst A r Leute januncrn; — da faltete Er feine Hände,"i,öi fe>>" >i Augen zu seinem lieben Vater im Himmel, u»d 2 M'eitter'JiibntiHkd »i? KiVAilkn durst, die Stttr k s Neber Eott''Als! üi^l 'hilf IMS lieber Veit. ' auch stickst M,r brcnlie!i'?bädEr sto innig. Ich M > den kleinen Eiiged iist!f'i!telilim Arme» durch den aA' fchwottnen Mch.'' Er h!su/„n> II,einen Hästs, ol-ai eine» Schrei,, und — v bü'Wustd'frbabcr im Himmel! ^ l Fluthcn und Flammen muhten Ihn schonen — undA l lächelnd dem L'öd^ entgegen gehest'wie einem Freund > ' Älörgcsts'lini' AM mV) da dte Erfahr vorüber'«M > Aß ich'Is>st"wl'eddo üüst/^Häufe' holen. — So "fchläM , Er-aüch«ar;'Ä-'Äil-te chcht'/ÄEr erst Mit wärinew , Herzen, und mit einem durchdringend ernsten N" - s - i; für seine Errettung gedankt, und seine Lieblings« A>drr gebettet halte. 4m siebenten, ach! iw letzte» Jahre seines Leben» Machte man mir ein Kuvfer von der zurcheruch.n ^allcriilcn,Gesellschaft, wo eine Canone, durch Hülfe ^ Alafchenzugs, der an einem Pfosten ig der Slitte Bergs befestiget war, herausgezogen ward, während ^ borgesvanntertz Werde den Berg hiintiiter zoaen. ^"l> Wilhelm, wie lächerlich! sagte ich; —die Pferde '^tn den-Perg herunter, da doch die Eanoirc den ^rg herauf foll. Natürlich, sagte Er, nachdem Er ^ ibctxachtet-hätte.-^Suchst dn Papa; diese. Linz« kürzer; also muß die Linie, wo die Pferde stehen, ^rc werde» —,und also die Pferde herab. — ^kr Knab schien Anlag zur Poesie zu haben. An ^Nem legten .Wilhelms-Tage, »»«s Täggj »»o ror ^Meni letzten zehenkägigcn Krankenlager — wie freiäich ba noch nnftr Platzt. — Lieber'. sagte ich, du qmßt auch Verse mache». Ich kann >a nicht Paoa . Dn es aber könne». Ich will den ersten Ve>s mache», '"'d du den iwcvten. Ich mache den ersten in deinem ^Mcn B 1 r* Es ist nach meines Papa'ö Sinn, ^ Was Senkst du nun? wie wiilt d» den DcrS aust'üst^'' ^ Sein freundliches Ecstcht verkündete, daß Er ^ ^ hat, „nd mit gesenktem Blick sprach Er: x -t - x Wenn ich Ihm recht gehorsam bin. ' > Gut, Lieber! und von Herzen recht. , l Nun einen zweyten. Das Ding geht lustig, Wenn Gott mir recht viel Gut's will gc^ So —was denkst du, daß er dann thut, das diB^ »echt freue» würde? Irisch setzt Er hinzu; > So laßt Er meine Eltern leben. ' Er war gebildet, der Liebling meines Herzens, kr>^ schon zu cnwstndcn und in erkennen in dem anbettln^ würdigen, nicht den zerschmetternden zornigen Obst israelitischer Furcht, noch den verdammenden mancb^ ' »erdammungsfrohcr Theologen. Ich hatt« jüngst s i; ''"km Ukberschlag zu Büchern, ein Blatt erhalten, au» sechszehnten Jahrhundert, wo von dem zornigen ^ und seinem Eifer manches cralä durcheinander ^agr ward. — Wilhelm lief mir dem 'Blatt auf mich und rief mit der Miene des Unwillens: Pava: ^er Pava! Sieh einmal wie dumm—zornigen Gott. "der hat es schön gewußt. Gott ist i« nicht zornig, kder! r„ muht nicht gleich alles dumm heißen, was ^ nicht verstehst. Ader, zornigen Gott, Papa, rief wir noch fest entgegen. — Dein Pava, der dich doch ^'Ntich- lieb hat, muß doch'zuweilen, wenn du un. ^ bist, auf dich zürnen. Aber Papa, siehst du — ist immer gleich gut! Ist dann Gott nicht immer am? H, das erfährst d» nun a>n Quell ers Lichtes! ^ dat belohnt deinen Glauben, du Unschuldiger!'— ^ du nicht an feinen Zorn, sondern an seine Liebe ^»übtest. Darum schmeckst du nun seine Freundlichkeit, ""d wärmst dich im reinen Stral feiner beseligenden ^ Gott! wie betrog sich mein Auge! Ich glaubte an einen festen Körperbau"zu bemerken. Er sah i^and aus. Seine lichtbraune Farbe ward durch sein« rothen Wangen äußerst angenehm. — In seinem stch^e» Aahr.üherS«nIi.Er Mcklich die cingeinwtten Pocket" S! auch diese Tage der ängstlichen Sorge stw dai Elteriiher, — mivergeßlich stellt ihr vor meiirem Her ^ Ach nuißte (huarmitainc in SchaKhausen lullte», da ^ die Auiieckmig . dieser sstr erwachsene Personen siche» Krankheit aus Anrathen zmserL^trkstichen, eb<" so geschicken als sorgfältigen Arztes Toggonbu,rgr>'»" M mägluliv auslnrichcn wollte. -Da svaim sich dem Liebling meines Herzens eine.klcme Lorrrkoond"" an,.die.»ch dgestm Bläuchen anhängen will. . 72 rWin ::iN - > i? > ^ .- >.-,'. r. 'e.ünn::.! :l' ,. Lii.wärMir.xine.Seelsnsreude —dis Wirkunae» die Feder..der.zlirtilichsten Mutterzu vcruehmeg , d>< kiese Briefe guf den herzige» Kleine» wachten. . ..ö>- >»,1 7'. tnu'.'t. '."i. nun .. 7:s,ms.l W«7-a! Er ^konnte, nicht .kchlqsen., bis -cr.Botk kam. weinte vor Freuden. Er dankte mir mit gMrunK- 77 Er küßte die Mama für mich, und kein Svielzcus vermochte — Ihm Li« schrisüichclt.Beweist' .der Liede seines Vaters atuch nur eigc..Minute zu entreißen.- .D>r Mama mußte, str.allen seinen LielN.i»gsfrem,den lessN-n> 7 dann hob Er ste wieder aus, wie kostbare Schatze. Und I k wenig sorgfältig Er wüst mit seinem Soielzsug >har, ^ iart und rem behandelte.Er hingegen diese Priese.— ^ SknaS. H.L>,gunrergangUchcr Freude! Wie floß ">eine Freudc»u,räne vor,. Gott hin, als meine;vikL wetteren Kinder wieder in meine Arme flogen,— ""d Wilhelins Herzlichkeit mich das Glück — Vmerzu ^M, in einen, Grad .suhlen ließ,. dass ich srrudeirmike» ">cht genug danke» und »reisen konnte., ^Die die Trauerbotschaft von der Krankheit der L. ^^>gen Mama, meiner Nabet, deren Herz auch sehx an ^»ein Liebling hieltst, zu mir kam, »nd wir den, ^->cn reisen mußten; o Gott k wie weinte der Kleine * bitterlich; wie bat Er Gort so bxiß sip>-.ihreM, "esung. — Ihn, schmeekh. weder Lpeise noch Lragk. ^ die gure Großmailmt schrie Er immer. Laß sie auch bieder gesund werde»! Wir reiste». -' r:r: v.-ch»te'. »ari! ^ Die Dienste sagten: tzx fty den ersten ganzen. Tag biii und trauernd oft nstr- Tbriruen in den Augen an ^er E-ke gcseisen. Wie,ach kam, u»L Ihm den-Tod b" Großmama bekannt machte,,da^kmn Er, »eyre ""in Angesicht mit seine» Thränen, mw gab meine», Herzen mit so herzlicher WelMMh «inen süßen Trost. Bit mich, die liebe Mama, die nn» keine Mam» hab, von Herzen zn grüßen; und Er wolle lie >a »i"* Eltern, und eine wohlthätige Wehmuth für Freunde. Er begrüßte die wiederkehrende Mutter mit eil""* erheiternden Liebchen, sür das Er seine» Vater gebetet"' Das that dem kleinen Freund seiner Eltern so wolste wenn Er was zu ihrer Freude beytragen konnte. am letzten Babetstag i7Sr. noch seh ich Ihn, wie s» gerührt die Hand seiner Mutter faßte und sagte t O liebe Mama! wenns dich freut, So stng ich dir ein Liebchen heut. Wann» dann hent, ist deine Frag? S liebe Mama! weil dein Tag, Lieb wie du es uns allen bist, " Ein herzensstohcr Tag uns ist. — Da bitten dann die Kinder dein! 8stt! loh ihn dir recht fröhlich seyn. ' We,ak-nm» yor Freuden was ich thu, D» liebe, liebe Mama d» — ' Will mich mit den Geschwistern klein Der Leßten aller Mutter freun. ^!ech sag ich guS freyem Trieb D», Mama bist uns herzlich lieb. , Du stihrst uns ja an deiner Hand» Machst mir Guten unS bekannt, U»d willst j« daß wir lstcr aus Erden 3u wackern frommen Menschen werden, Ja liebe Mama, »'soll nicht fehlen, Wir Neben dich von ganzer Seelen. Wallst jbtzt noch Mama, deinen Sögen, alle deine Kinder legen. Wir wollen Gott im Himmel bitten, Daß er dich laß in unsrer Mitten. Wenn ich mit den Freunden meines Herzens st> recht Grund aus fröhlich seyn wollte, so mußte Wilhelm dabey seyn. Aus wir manchem lieblichen Gradier- ^ag sammelte Er ein SträuSchen, um den Liebling E ^"S Herzen», feine Mutter damit zu erfreuen. Er ^ nie glücklicher, alS wann Er andere erfreuen 20 cr konnte. Keiner seiner Cameraden.that ihm den Stifte» Dienst, daß Er mich nicht zu bjiten kam, >h>» Stück Brod oder einen Schilling dafür zu geben- Vertrauen zu seinem Vater war unbegrenzte .»»d Liebe lächelte mir entgegen, so oft ich die Thür oü""' O wie oft pflanzte sein liebreiches Wesen Freude ü mein Herz. — Nur ein Wink. auf meine Stube ^ kommen — und Er verlieh Spielzeug,.. Eanierude»^ Abendbrod — und folgt« mir freudig nach. — Ich muhte im Frühjahr seines letzten LebensiaÜ^! «ine Geschäftsreise nach Frankfurt thu». — Blub^ verließ ich den Knaben. — Aber wenige Tage meiner Abreist überfiel Ihn ein Cgkharficbep, das ^ sehr mitnahm — und -Ihn einige Wochen-ins 2^> warf. — Die sorgsam» Mutter schricbmiir.die Krankt" so gelind als möglich, und gab ihr nur den Name« d^ Unpäßlichkeit. , .... . g,; - - . ... ... ?. st..:näs> ta» cmr Welche Urberraschung, als ich bei» meiner Rückku»ll nach Schafihaustn den holde» Knaben wir in die Ar>»t fliegen fah. — Die Thränen benetzten Ihm. st ine K'ä"' gen!—Feurig und froh schlug sei» Herz an de„> meine»--> ri„» , ei» Eci- scii» „ekle -> e >> Lkk> zc„k „a öck>, ibc-k der anst r>nc h" l auf her kleinen Reise von Schaffhausen nach Anheilen konnte ich dem, kleinen Engel keine» Blick cm- i-rhen. — Wieviel hatte Er,,mir zu erzähle»; wie viel ^ lgcn; wie viel zu hören? - S. Gott! welche Freu- des Lebens gleiche» don-Paterfrcuden. Es- waren l>n Tage seit meiner Heimreise, als Er, schon ^'der von einer Unväffücbkeik angegriffen wurde. - — ^ war matt, m-el.aufgeranmt, und sah sehr blaff. ^ krug I,w> da- Er Abends W Bette gieng, wie e« Ihn ffeheL77^ahch,,,se>. schel,—Lieber,! Es wird l hai^ganz wigdsegutgst»».,— Du wirst dann gesund "»dvest zosuuh sEM^Reiu. P-wa-ich,werde sterbe»! ^^u>er,!,iai,n>ufft.dir,so was «ist» einbilden. D« mufft leben und nüßljch: st»n e. c.l> t>, an'S Sterben denkst.— ^ ^aoa:,csgeschiehtgnir „r rvolil, — Lieber,, freylich I— d-der erst mufft„d>».«iffett, warum dn lebst,, Du hast Vieles zu, lernen und, zu thun. ^ Lieber Purst! ^ichirht mir dann nicht,wob>,, „wann ich strebe r frug ^ mich „u„ vest zum mides!!mal.:,,Lch-«rzäl>lte nun ""k einen, leisen Schauer der gnken Mutter, deS Knaben 'chndung. Diesnial erholte Er sich wieder. ,- Ein lcr kramvsartiger Huste» siel de» Knaben aufs Rene Er hatte eigen schrecklichen Eckel gegen die lnegen, — Aber Er nahm sie von der Hand seines 22 Bakers, und lag da gcdultig wie ein Lamm. AM letzt» Wilbelnistag, o! da war Er noch in unserm Abendt'^ ein lieblich frolier Gesellschafter. Zwe» Tage dar»» legte Er sich aus sein Sterbebett nieder. So siill, gelassen, oft srohmuthia war Er des bitterbölst Husiens ungeachtet, sei» Lebenlang nicht. Keine große» Lust kannte Er, als wenn sei» Vater oder Mulles oder eine eben anwesend«, Ihm sehr liebe Freund'»' sich seinem Lager näherte. Sobald die heftig-ermüde» den Anfälle des Hustens vorüber waren, so war »»^ seine« Hetzen« Fröhlichkeit wilder-da, -D>- KranllB zehrte Ihn schrecklich ab. Ergenvss nicht« als Waist»' Das ist, sagte Er oft, mein« einzige Erguickung. So lag Er acht Tage. Wie oft- hob sich des Leidende» Herz zu Gott, im Himmel ansteigenden Gebest." Und wenn die Zufälle am deftigsten waren, so lehnte . Er das »lüde Hauet a» seines Vaters vtcr seiner Mutter Brust, und bettete mit einer unbeschreiblichen Ruh'' L Gott, hilf! hilf!-Von Weinen wär nur nicht d'l Rede.—Nun ist« wieder besser - svrach Er mittodblaU» Lippen fsobald der Anfall vorüber war. -u'.rt Am rage vor seinem Abschied wär Er am Morgen erst ganz erlegen, und mochte kaum sei» Anae össiien.^ s 2; xl« brachte Jl„» die Kuoscr aus Gottfrieds Chronik» kre^ bie ;,mg nicht mehr gesehen. Mit welcher Freude >ra» ^^blichke Er sie; wie ruhte sein Auge ausden biblischen W Erstell,,„ge„ derselben; wie erzählte Er sie selbst so d>e> üblich; , wje schwand der A.orgcn so schön! Bist d» gkö "°ch nicht ernuidet? ft-ug ich Ihn oft.-Rein Pava, teei snvist nicht. — Mittags fuhren wir fort', und seine >j>u Äeude und Aufmerksamkeit war die gleiche. ES war den "» herrliches Leben für Ihn — Papa und Mama, und unk stige Herzenssreundin so an seiner Seite zu haben. — ^ l,rl> Tüe derwoll sagte Er mir nicht: Gute Nackt; - ° wie see> Hlang ^ ^ meinen Hgls. - Ick glaubte an seine ^lotzmg Von Leiden von dem Augenblick an, da Er des sich legre. Aber datz dies- Nacht die letzte scvn wurde-, ^ ahndete inein Herz nicht. — Die Mania, die länger nte >-r;vg z„ z„ geht», rief Er noch einmal ,u sich, ter »Nd sagte mit aller Zärtlichkeit seines Herzens — Gut« he: Nacht. Das horte ich , und rief noch einmal — Schlaf die Hehl, Lieber! Er strcnate alte seine Kräfte an, und >en di,f. ^ NE, Liebes Pavali. — a» snu ft>! - I» der Nacht hatte Er wenig Schlaf.Die Magd, Ihm wachte, da es die gute Mutter nicht mehr " ^machte — ward *011 Ihm gerufen.' Er wies ihr sein 24 0 Spielzeug, den ich Ihm geschenkt — und war M' »nd sehr zufrieden. — ' i'^ni um z Uhr Morgens rief uns die Magdtdev liege so bedenklich da..: Wir stürzten zu'seinem Ein kleiner Gichtrranfall schien'unS seinen lenken zu entzicheu: Bleich und ersclirocken-bis >»S stnhnden wirruor dem Bett dcS Engels, suchte» ^ durch .Eßig imd geistige Wasser wieder zu sich stlb^ dringen.----- - .. :: .m- ri-er,u:l4 .du: 'um''s- - !. O-Gott! da offnere Er pldolich sein« ?lügen, sa^ mit inniger Liebe an'— «nd sagte: s Miania, wie ich so schrecklich! Er war durchliefst am ganzen Ko^ aber unbeschreiblich geduln'g. — Schmerzend ivae k>» Ihn ein Pflaster aus der Brust, schnierjend e>»^ wiederholte Vomitiso; — und Er war immer gedultig.—Er iviinschtc nun sein Bett zn Ander»' ^ >v»i' >II„nileichter. Er spielte einige Momente! ^ freundlich und heiter; -nahm nnS die Hand; wollte d» Arzne», die Ihm der sorgfältige Arzt reichte-»'^ l'»n ihm.'sDieomal noch der Papa; —ein anderi»^ «Sie, Herr Dvctor. — ES kostete diel Ueberwindung' kiS Er entschlossen war- — Indes Er mich i»»»"' i. »täck ,,„l« Bc» Pli< Mas ist? hast r»t« «i> lgüst lcüb , d» st« > dir ucbt n>a> ng' ' mek - s- 2; ^"e: Jetzt gewist.Papa. — und Er nabm was gut Pfunden wurde, bis i» die letzte» Momente-, Man brecht- Ihn in sein Beuchen zurück. Da lag Er nun ^ermattet. Wie ist dir Herz? —Nicht gut, svrcich Nicht gut? frug ich mit mitleidigem Dow.«» ^ >» lieber Papa! —s'ist mir nicht so übel.Liebe- ^'rzt warum sagst dn nun so — s'ist nur ja wohl, Vava. --Ly sucht« der sterbende Engel unsern Kummer ^ lindern. — 2n;wi,'chen schlummerte Er oft. — Beym. Wieder, Sachen bettete ich für Ihn. Er faltete seine Hände! himmlische >,„rdacht ruhte auf seinem Gesicht.- Er wrach zu jeden, Gedanke, zu jeder Empfindung, b>e ich mit dielen Thränen Gott vortrug, O ja! 2>» kamen Deiner denken. Nicht mehr wehe/ Willst^ H rufe» die Kleinen/ wenn wir Deinen Namen ncM»"'^ Ich werde meine Lust an Dir habe»/ Du Bluine ^ Allmächtigen! Wenn Dn mit der Sehnchcht der Lie^ z, wieder in die Arme eilst/ die Du hier verlassen hast "'' S Du bleibst in unsre Herzen gegraben/ bis unser d sich mit Deinem Staube vereint. -:ue-'nr/:g.. -s . . .. Ä 7 » 7 -- s — 27 ^ ruu »>>!„ »k>üis - D« Mutter meines verklärten Engels. --.... .immn! «»« ' - - ' ' '.. - r',^' könntest du nur einen Sträl erblicken Eichst wie sein Herz von Wonne schlägt / " Tahst deinen Wilhelm dort, wo "Ihn die Palmen schmücken Die sein verklärter Scheitel tragt/'".. Mu, den keine Schmerzen nieln- besiegen, , 2h» kniend vor — des Herrn slltar!' ^hn, den Vollendeten durch all- Himmcl stiegen Don Engclschäar zü Eügelschaar. ^ ' '^usewig los, des'eittln ird'schen Streben», ' ^ ^ ü sähst Ihn du/daS Lamm am Thron erhöhn, ^ ^ hörtest du die Worte cw'gcn Lebens' e>„. ,. , , - ,1:1 ,.,n r..„i oiul ^ seiner Seele Tiefen gehn. ^"> gist'gcr Hauch, von Sünde und Verderben ^ht sich Ihm mehr in seines Vaters Reich, Dem Leben neugebohre» durch sein Sterbe» ^'ird Er des Himmels Fürsten gleich. sz -s- Ihn drückt nicht mehr des Lebens Hiy n»d GllMie Die Ruhe wu!d.Vhch.«uig,n»cht piche stietzn«. .t? Nur Gott geweihte himmlische Gefühle Der Seligkeit — durch beben ^hu, — , O selig Du! — mit Deiner Geistes Gaben Verklärter! o! sch setz ini Geist Dich knien, O Hcih lins! Heil! ini Himmel den zu haben / Den reine Andachtsflammcu nur durchglühn. Dich kann kein,Schmerz, kein Leiden mehr Dich här»st^ Du liegst, Du Seliger! a» Deines Herrn Brust i Ani milden Stral der Gnade Dich zu wärmen Zu laben Dich, ist Deiner Seele Lust. Ö gieb Vollendeter! »„gieb u»S Deinen Segen, Kennst Du ste noch, die Gott fest an Dich band, Und komm uns lächelnd einst als Engel froh entgegen^ Und führ uns ein, in Edens stand" — Ein Wort über die Titelvignette. T>!» -< - (->^" . ^ . 2 . 4>r ' - :.. ,,r- - - 0 V«»- vmr.'.' ^-""""' -'HA n'iS I i I 1 7 ^>. 2-^. Mit .-irr. .,, L'tziM .. Ein Wort über die Litclvignette, wie Freund Mener »j während dem Leben meine» 'klärten Ihn, seine Tage verschönerte > »nd mit seiner Ek>»cn Güte so manche schöne Blume aus seinen Psad ^Nj,c; — So auch dies Denkmal, da» in einer schone» ^°tirte„ Zeichnung die Hoffnung darstellt, die an da» ^biual meines Lieblings gelehnt, und aus ihre» gestützt, ihre Augen gen Himmel hebt. — Ei» 'ödender Lichtstral, der die einte Seite einer gewal- Eiche zauberisch beleuchtet, scßelt imsern Blick. " Denkmal ist Inschrift: Wilhelms Hülle liegt Sein jugendlicher Seist schwebt der Bollendung ""«gen. — Dies Denkmal athmet den gleichen Geist ^ gleichen Freundschaft und Liebe sstr uns - wie für '"^erklärten. : ..st h.-l":' V"d du Edler! — den ich liebe, an den »tick das Band """ geprüften, vesten, unzerstörbaren Freundschaft H'" Mener ,-vn Zürich, Verfasser der Reise in die "»'Nische Schweiz. ;r rindet —laß mich deinem Herzen dies Wort nic>>"' Dankbarkeit und meiner Ueberzeugung sagen: Eben diese Hoffnung, die auf den Anker des trauen»-,- an eine Vorsehung sich stützt, die anbetnE würdig auch im dunkelsten Labyrinth — das Dr"'"" unferz Scliicksals einst herrlich entwickeln wird» ihre Rechte gen Hiuunel halt. — Woher allein eis kichkstral, das dicke Dunkel solcher Trenn«ngsfchn^e>e" rrheilen kann: -' » >k Diese Hoffnung, du Edler!-von der allein > ,»g? »»« > ei« er!«« i»«i' >e§^ >u»s' - ri. ii!»" ei»" ,li>'" Se>« Corrcspondcnz i» den B l a t e r n. ' r' n r 1 ki »q) Lo V nr - ' ' l> l A , ' - : -^-ir77 - c. ... ^,,- t7 ^ ' ' ^T'l' '!7'r s Meinem Wilhelm. i >Iv'^ Ä)einc nicht mein kleines Herr; Deinen mehret nur den Schmerz.' Auch schc,,k jA, dir keine Gab, Kragest d» die Blatcrn ab. ^ -der hilf, dir Weinens Sag— E'mncht ja lang nur Stund und Tag. Heitere dich auf und denk, Daß Gott deine Plagen lenk. ^ ^uh die mancherle» Geschenk! ^ Glaub, daß ilnnmth Mama kränk! Dill du brav, — und sagt Mama, ^ All der P«va wieder da — ' . „ lic dich gcdultlg sah. ^" dann freut sich Pava — H« Drückt an'S Herz dich, weint und stricht: Gott laß Wilhelm nicht! Küßt dir Stirn und Angesichts ' Schreibt dir gar ein Lvbgedtcht- "ehrt dich Gutes, das dir nützt, "'ebt und leitet-und beschützt, ch.:t na ris L."!.' s rs Herzlich, treu und väterlich, Lieber kleiner Wilhelm! dich/ — Gott hat viel an dir gethan! Kindlich dank ihm — bett ihn an. Lebe fromm und brav.jm Stillen! Heilig sc» dir Gottes Willen! Gott will dich durch Eltern führe»! Wer nickt folgt der gleicht dc» Thieren. Thu d» gern, was sie dir sage», ueber ungehorsam klage» — , Macht an ticiem Gram sie nagen. ., Du mußt sie im Herzen tragen;. Was du nicht verstellst — sie frage»; Nie zu widcrsvrcchen wagen. Denk an deines Papa's Lehren ; , Wird dein Herz daran sich nähre»; Werden dich die Guten ehren, Segen dir dein Gott bcschchrcn. Denk, o Wilhelm ! jeden Morgen, An der treusten Mama Sorgen; Wie sie liebte dich und pflegte, ... , , Und an's Mutterhcrz dich legte». Wie sie Nächte für dich wachte, , . Und dir oft Eranickung.brachte».,,;,; s im Traume deiner dachte, d der zarten Mmtertrcue! ^»nte sie dem Herrn und freut ^Nsig dieser Mama dich! — ^>e dir nie uom Vcttchen wich! kvrjcht ihr Wort, dick Kleiner! an, Se»'s auch aus den Wink gethan - Dann wirst einst «in waekrer Mann. dlud dann liebt und freuet sich ^uch dein Heiland über dich- flieht dir einst die klugen zu, ^iehz dw rwig Trieb und Rnsi l ^i>kt dich — o> „ach bangem Weinen, ^eudersisirt vor ihm erscheinen. «t s ;8 Liebes Herz'. kannst den Pak« hoch erfreuen, Nimmst her» und die Arzneyen, Die zur Gesundheit dir gedeyen. Dock nimm sie ohne Klag und Schreyen Daß dir die Mama nicht muh dräuen. Wags kübn — und nimm sie schnell und »lU»"' Frisch in den lieben HalS herunter. .Das wird der Paoa gerne hören, Und dir dafür Etwas beschehren. — Nun, liebe Mama! gieb dem Schlucker Ei» kleines Bißchen Gersten,uckcr. Den soll er aber nur bersaugen, Sonst würd er für die Zahn nicht taugen. Den Zucker, den dein Auge sah, Schenkt euch die liebe Großmama. Jetzt — o mein Wilhelm! ohn Geschrey Nimmst du die heilsame Arzney. Das heiß ich dann — gehorsam seyn. Da folgt den» bald auch Fleisch und Wein. Doch — deine Eltern erfreun! Das ist dir mehr als Fleisch und Wein. ' Und nun, mein Herzlichlicber! nun 2>l ich von dir — um was !» thun; , Nnd komnie bald — wie wirst du svringe» — 3u dir, mein Herz! nach Andclfittgen. Gruß mir die lieben K'sthwister zart — Die Mine und den Eberhard; Die Caroline auch dazu. Schlaf, Ueber Wilhelm! Morgen früh Giebt Mama dieses Briesgcn dir. 2ch küs, e„ch hieben alle Vier. An Wilhelm. denk an meinen Wilhelm gerne, Aie bin ich dir im Geiste ferne. Är Kinder, füllet mir die Brust, H denke oft an euch mit hust. Was thut ihr nun? Denk ich zuweilen, M eure Krankheit nnn am Heilen? Sein ihr gehorsam, still und gut? verliert ihr nie den srvhen Muth? Seilt ihr nicht bog und wunderlich? Da» frag ich, ueber Wilhelm! dich. 4 ° s - Dankt ihr -er Mama ihre Sorgen? Und bettet ihr auch jeden Morgen; Daß Gott euch seinen Segen gebe; Daß jedes recht gehorsam lebe. Scyt ihr nicht wild, noch ausgelassen? Zerbrecht ihr Gläser nicht, noch Tasse»? Zeigt jedes gern ei» froh Gesicht? Und schlagt auch keins das andre nicht? Zankt ihr auch nienial bc» dem Spiel? Klagt Wilhelm nie: Ich hab nicht viel? Heißt nichts den Schwestern aus den Händen, Dom Spielzeug, den euch Freunde sende»? Thut Wilhelm schnell was Mama sagt? Und ist sie nie von ihn« geplagt? Ist er bey seinem Buch vergnügt? Und wic's die Mama sonst noch fugt? Macht er nicht Lärm, so bald er wacht? Und ninit er Ordnung auch in Acht? Macht er kein wild und laut Geschrey? Reißt er die Kleider nicht entzwey? Ist er ein Knab wie Gott ihn will? Gehorsam, duldend, liebend, still? Ist auf der ganzen lieben Welt Nichts, das sein Her! ium Dank beseelt, s 4r Wie das — daß Gott ihm Eltern schenkt, Durch die er seine Wohlfahrt lenkt? Denkt er >>n Herzen osc daran, Was s,c an Wilhelm schon gethan? Und wie s>« ihn so herzlich lieben? kannst du sie da noch betrübe»? Nein Wilhelm! Du bleibst bis ins Grab Der Eltern Trost, und Fhcud nnd Stab. Herzenölieber! cv °>)»ld wird dir „„» des Pava's Bliek begegnen, ^ liebend dich, dich meine Seele segnen. Herzenslust wirst du entgegen eilen, ^ ' üblich meine Freude mit mir theilen. Kinder: Welch ein Quell von Freuden und von .. Schmerzen denk ich, so an euch in meinem Vaterherzen! i« wird mir sc»n — ihr auserwählten Kleinen: ^'e wird gerührt mein Herz, mein Auge dankvvll wcincn, "ii c>! Pava nicht? E» das ist lächerlich! du. Wie könnt ich dann den Pava sehen? Da ^ Pava i„ Schaffhause» ist, und ich in Andelsingen ^-llnd doch, liebes Herz, seh ich dich u»d dein ^>es Schwesterchen Mine, und die liebe Earolinc an ^ Aiama Seite, und den kleinen Eberhard auf ihrem ^dtterarm, — ^ ^a die liebe Mama seh' ich auch —die gute Mutter, nie vergnügter und zufriedener ist, als wen» ihre ^'ddcr lieb, brav, gehorsam und gut sind. Diese gute liebe ^ania seh' jH auch, und so seh' ich euch alle. Zwar Mit den Augen —aber ich denke so oft an euch, ^ bin mit meinem Geist so viel be» euch — daß mir als sehe jch euch. -- Du Ueber Herzens Wilhelm! ich bette oft den lieben für dich und deine Geschwistcrte, daff er euch von der Vlatcrn, Krankheit besrcve. Er weißt's, liebe Vater im Himmel, wann ihr Schmerzen ^be», und er stellt seine Kinder nicht gerne leiden. — 44 - Mir betten dann r» ihm, dann hilft er uns; -oder wenn er uns nicht gleich hilft/ so schenkt er »ns Geduld die eine wahre Erleichterung im Leiden ist. — So bot li unser Heiland erfahren. Du / wie dein Papa >u>r Mama und deine Gcschwisterte werde» S auch so erfahrt»- Er sendet seine heiligen Engel/ die lagern sich nnßthh bar um euer Bett/ rmL helfen euch rucre Schnurze» ti erleichtern. — Je gedultigcr du bist/ lieber Hcrieist Wilhelm / je weniger Schmerzen willst du kragt» müßen/ und dn bist/ wann du gcdulrig bist/ c>»' ^ Freude Gottes. Sag das ins Pavels Llanien/ deint» ^ Gcschwistcrtcn auch.— lind wann mir dann die hti» < Mama schreibt: der Wilhelm ist gedultig und folgsam,— ^ dann dank ich dem liebe» Gott/ baß er mir gute Kin^'t, gab/ und weine bor Freuden über dich/ und segne di^ und deine Gcschwisterte. — Siebst du Lieber! eben >o herzlich lieben dich auch deine guten Großelkern.- Du mußt den lieben Gott auch sur sie bitte»/ daß " besonders die gute Großmama wieder gesund macht ü! sie thun deinem Papa viel/ viel Gutes. N'tbt^ wahr / du hast die lieb/ die deinem Papa Gutes thu»-" - Liebes Herz! Seh deiner treftichen Mutter Freude - ! 4 ? ^ ^ pstegt euch so sorgfältig, sie liebt euch so herzlich, ^ sorget Tag und Nacht für euch. — Nicht wahr ^ Kleiner! du betrübst ste nicht? Nein! Du gute ^t>e»s, Mama, ich vcrsorcche dirs: der Wilhelm ^striibt dich nicht. — gehorsam und Ungeduld, und Zank mit den Ge> s^distertcn, betrübt die Eltern. ^kleiner lieber Liebling meines Herzens! Jchküste dich ^herzlichen Thränen. Gieb allen deine» Geschwistcrten Trust mciiieS HcricnS. Küste ste alle für mich. ^rgist ihrer keines. lind auch die gute liebe Mama, ^ wir hilft für euch sorgen und für euch bitten. Adieu mein liebes Her» Dem Papa. 46 Mein hcrzlichlieber Wilhelm'. ^bieder ein Bnetzen von, lieben Papa. Ja Lieber! ich denke d» horst immer gern ein Wort von deines lieben Papa: — Und so gern d» es hörst/ so steril geb it es dir auch. — Heute »lochte ich dir nun einige kleine Er innerungen geben. Die giebt mein liebendes Heb deinem liebenden Herzen. Du thust wohl/ wenn d> oft daran denkst: Denn gute Kinder denken gern das/ was ihnen ihre guten Eltern Gutes sagen. Dei^ Poekenkrankheit ist nun nahe. — Sie kommt nicht olstt Schmerzen/ lieber Kleiner! Aber der liebe G»tt Himmel weißt —wann und wo es dir wehe thut. lin> wenn du sein gedultig bist/ so sendet er seine Engel" und diese/ wenn du sie auch nicht siehest/ erleichtert dir deine Schmerzen/ und ich möchte sage» / ei» E»ge>' den du siehst/ ist deine liebe Mama durch ihr Gebest siir dich/ ihre Sorgfalt für dich / ihre mütterliche Treue für dich. Lieber Wilhelm! Unser Heiland Jestii Christus hakst viel Schmerzen. — Die Blatcrn-Krankheit ist »tzstl gegen den,/ was er ausstand. — und er war immer -. a - 47 ^diiltig--„je uuzusricden, nie mürrisch, nie eigenes. Fx weinte nur nicht einmal. Wen» es ihm ^ wclie that, so bat er den lieben Gott, daß er ihm —. Dann ward? allemal besser. — 6>agS du lieber Wilhelm auch dem lieben Gott, ^wn dir etwas wehe thut, und sc» guten Muths. Der ^'be Gott hat die gedultigen Kinder herzlich lieb, ^ iaht sie einst zu sich in den Himmel kommen. Denn ^ Kinder kommen in den Himmel, wenn sie gedultig, ^wn, und gehorsam gewesen, und den lieben Herrn Bistum recht lieb gehabt haben. — Im Himmel wird ^ nicht mehr krank, mein lieber Wilhelm! Hier ^ Erden wird man's oft. Da muß man fleißig betten, ^Arzneyen willig und gern nehmen —denn Gott hat Uns geschenkt; und muß dann gedultig warten, bis hex liebe Gott wieder gesund macht. Man muh gut und fromm seyn, und recht thu», weil man klund ist, so hat mall dann auch Muth, wenn man E^nk ist. Denn wir sind gesund und krank immer des ^ben Gottes, llnd wenn er uns wieder gesund werden ^6t, so haben wir's ihm zu danken — und sterben wir— so lind die frommen Kinder bey dem lieben Heiland ^ Himmel. — Er hat es selbst gesagt. Jevt mein 48 0 inniglieber Kleiner! Se» jetzt also munter, und ertrag deine Schmerlen gedultig, und bitte zum liebe» mit berzlichein Ernst. Du hast ja immer gern gebett^ Gieb du deiner lieben Mama inliegendes Lied. ^ soll es zu deinem und deiner Gcschwisterten BcHN' gebrauchen.-Ich drücke dich an mein Hcrj -- guter Bruder »lagt seine Geschwistern nicht. Ein gutc> Mensch plagt keinen Menschen. — Ich liebe dick Grund der Seelen. Dein Papa, 4 - Lied einer christlichen Mutter. -t>)a liegen sie, die zarten Herzen, Und ringen, nein mit grasten Schmerzen, t>! das belastet mir mein Herz, Weit mehr, als wär es eigner Schmerz, v du! deß Herz sion Liebe glühet Dem keine Thräne nicht entfliehet; t> du! vor dem mein Knie sich beuget Zu dem gevrestt mein Seufzer steiget. Da siehst du meine lieben Kleinen In ihflcn Schmerzen ängstlich weinen. Du; der so gern die Kinder sah, ü Jesus Christus wärst du da! Nein! nichts soll meine Ruhe stören! Du wirst die Bitt der Liebe hören; Der Hülse Engel wirst du senden, Und ihre Schinerzen glücklich enden. Der Mutter thränendes Kcbctt, Wanus Hülse für die Kinder fleht, Wirst du, dann das ist ja dein Willen s ;o Aus Gnaden, du, o Herr! erfüllen. Ihr Leiden, »ein! es il> nicht Strafe; Es lind ja deine liehen Schaafe. Nein — nicht verkürzt ist deine Rechte! Erlicitre, Vater, ihre Rächte! — Tu siehst sie nun in, Fieber glühen, O lak gefnnd sie wieder blühen Will ihnen deine Wege weisen, Sie fouen deine Güte »reisen; Sie sollen Dank dir, Retter! weihen Mich ewig deiner Hülfe freuen. Ich will mit Muth, mit Freuden betten Herr! Sie sind dein, du wirst sie retten. Liebster Wilhelm'. "^kin hat eine herzliche Freude, daß du nun die hast. — Du kannst viel dazu bei,krage», daß d» wieder gesund dergestalt seyest: — wenn du gedullig diche dir Blutern wcgzukrahen suchst; nicht mehr wi„st, als dir die liebe Mama gerne giebt, und "^vergissest den guten lieben Gott, der dir so weit ^b'e» h„t, zu bitten, daß er dir scrncr helft — ^ du kleiner Liebling meines Herzens! Mit welcher ^dde sth jch der Stunde entgegen —dich wieder zu ^u>! ,v,ll jch dich an mein Herz driiekcn, und birrcn, daß mein Wilhelm, den er mir nun aufs geschenkt hat, ein recht gehorsamer und guter wxrdc. — ^ Mein Lieber: Dein Pava hat dein Briesgc» mit ^iensweude gelesen. — Die Mama hat dir wacker die ^dd gerückt. — Du mußt der lieben gute» Mama dein üebtast ^ vergesse», was sie an dir thut; wie sie dich und dci> Geschwisterte so treu besorgte! ü! ich weine vor Freuds ob der hcrzgiiten Mania: — Du wirst sie doch ja »>§ erzürnen. - Gieb ihr für mich einen herzlichen Kuß- I Grüß mir deine lieben Geschwisterte. ! Dttll Pst»«' ! Eine Handvoll Kindergedichte sL r Wilhelm geschrieben. v'v s«« 1'!-, > ^>>» 7-: >-7 i.r r!i«»,-»>r < k?" -rrrrrr: r- -^x-, ;;..->»«<»<«»-.»»»« »»L »' - ' - > T'/. .. >,.,. ^ I-, «N. ..- , ^ ^ > tzW^vr^nrL ii) itt i ) ü 1 t K s Lischgebettchcn für Wilhelm. (§»ei'S und Trank „nd andre Gaben, Alles was wir sind nnd haben, Hast d» so, wie unser Leben, Du uns, lieber Gott, gegeben! Lieber Gott! für Speis und Trank Nimm du meines Herzens Dank. Morgcngcbettchcn für Wilhelm. ^ch kann mich wieder des TageS freun Ich wache mit fröhlichem Herzen, Weih nichts von Sorg und Schmerzen. Latz mich Gott recht gehorsam seyn, Was Pava und Mama verbieten, Dafür will ich mich hüten, ö dann gefall ich dir. Will gern thun was sie sagen, Sie nicht erzürne» noch plagen; O lieber Gott! o feg mit mir! 56 -- s —— Die Ameise — für Wilhelm. ^>ieses kleine Thierchcn nähret Sieh durch seiner Arbeit Schweiß. Komm du Kleiner! Sieh c? lehret Dich — wie nützlich se» der Fleiß. Denn im Sommer tragt ei Speise In sein Ncstgen — auch von lern, Und es macht die kleine Reise Schwerbeladen dennoch gern. Es läßt keinen Tag nicht schwinde» Daß es nicht den Vorrath mehr? Speis im Winter würds nicht finden, Wenns auch noch so hungrig wär. Sich, drum sammelt es jetzt Speise Noch so lang der Sommer währt; Damit cS bc» Frost und Eise Sich und seine Jungen nährt. Lerne» mußt du in der Jugend, Was dir nützt, mir Fleiß und Müh, Daß dein Herz durch Fleiß und Tugend Früh an jedem Guten blüh. 57 -E- W i l h e l m S' G e b c t t ch e ii seine Mama an ihrem Tage. ^ lieber Gott/ -er Alles giebt; D»/ der den kleinen Wilhelm liebt. Auch heute, guter Gott! bitt ich Für meine liebe Mama dich. Sie ist so gut/ so seelengut/ V was sie alles an niir thut! Wie sie mit wahrer Zärtlichkeit DeS lieben Papa'S Herz erfreut! Last mich zur Freude ihr geben»/ Und ihres Herzens Liebling seyn. Für ihre ganze Lebenszeit Gieb/ lieber Gott! ihr Munterkeit. Du / Gott / der Allen Gutes thut Du bist der guten Mama gut. Ich bitte dich von Herzensgrund/ Erhalt sie lange uns acsund. ES fehl' ihr nie an frohem Muth/ Da ste so gerne Gutes tlgik. So steht der kleine Wilhelm nun — D» wellst nach seinem Wunsche thun. «8 s Du, lieber Gott! du körst mich ja Und mit mir bettet mcin Pava. Gieb, o Gott! gicd daß ich steril» Jchcn Log was Gutes lerne; Mich vor allem Bösen scheue, Stets mich deiner Liede freue. Unwahrheit und Bosheit haste, < Und mich gerne leiten laße: ^ Durch der Eltern Ralh und Pflegen — ü dann fehlt mir nicht dein Segen! Wer Trägheit liebt und Müßiggang, Bleibt dumm und schlecht sein Lebenlang- Mit Gott redst, wann du bettest Kind! Bett ernst und langsam, nicht geschwind! Gott hört auf dein Gcbett und giebt Dem Herze» Gutes, das ihn liebt. o 59 E r m n n t c r ii n g. ^ will.' ich dir, mein Heiland gleich! Du warst ein frommer Knabe; Tugend und >i» Unschuld reich, Und jeder guten Gabe! Der Eltern Willen kirnest du gern, Wic's gute Kinder sollen; Du bettetest zu Kokt dem Herrn Co wie es Gott besohlen! Die Wahrheit liebtest wie du Gott; Thatst niemand was zu leide; Du hütetest dich stets vor Srott, Und liebtest unschnldsrcndc. Du gabst dem Armen gern dein Brod, Und halfst so gern den Armen; Du riefst so gern in jeder Both D,t Gott an — inn Erbarmen: Glicht Muklnvill und nicht Bosheit war In deinem zarten Herze»; Duscheltest nicht mit der Gefahr Und nicht mit dosen Scherzen. 8 Ho D» hieltst die Arbeit nicht für Schand Sie bringt dem Mensche» Ehre. Und giengst dem Barer gn die Hand, Dein Be»chicl se» mir Lehre! Wer trag der Arbeit gern entweicht, Wird Eiteren betrüben! Er stürzt ins Unglück — o se leicht, Ihn wird sei» Gott nicht lieben! Der Knabe Jesus hörte froh Und gern von Gott erzählen! Die Stunde, die ihm so entfloh Freut ihn von Grund der Seelen! Am Morgen klcidtc er sich früh Und reinlich an, und stille. Dann warf er sich auf seine Knie, Und rief: v Gott dein Wille! Dein Wille nnr geschehe hent Durch mich. — Auf meine» Wege» Für meine ganze Lebenszeit Begleite mich dein Sogen k kiel?! so war Jesus tugendsam Ein edler, frommer Knabe! Gelassen, duldend wie ein Lamm, Das war er bis zum Grabe. Die Menschen liebte stets sein Herz, Er lehrt sie Gottes Willen — 2li frohen Lagen und in Schmerz Stets kindlich zu erfüllen. Wohl dem, der fleißig seiner denkt — Er gab uns heil'ge Lehren: Den Heiland hat nnS Gott geschenkt — Wir sollen ihn verehren! S Lieber! wer das Gute thut, Der ist dem Heiland nahe! Er war den Kinder» herzlich gut So oft er cincs sahe! — 'e Er kennt auch Kleiner, Lieber, dich! Thu Gutes hier auf Erden; -«» wirst, nimmt er dich einst zu steh, Auch du ein Engel werden. — 6r 2 O Wer nicht den Armen unterstützt, Nicht gern durch Fleiß nnd Arbeit nützt; Wer durch Betrug und böse List Der Schaden seines Nächsten ist; Wer seine» Nächsten drückt und kränkt, Und Böses mehr als Gutes denkt; Dc» Müßiggang nicht ernstlich flieht, Und gern mit schlechten Menschen riebt; Der ist des Lasters Knecht nnd Sclav, Wird nicht entfliehen seiner Straf. "... . „ : ttg" -chst .'ini .. — ges-:-.- „ä chn.s s 6 ) Die schlechte» Mensche». -2>e Mensche», die dar Gute kennen, Es löblich,^ schön und edel nenne»', An anderen es höchlich lieben, Das Gute aber selbst nicht üben. TLas immer ihre Zunge spricht — Sind keine guten Menschen nicht. Die Menschen, die von Mitleid spreche», Dein Armen gern das Brod zu brechen; Und pst den Reichen sehr beneiden, Viel sprechen von deö Wohlkhuus Freuden ; Und schneiden doch ein hart Gesicht, Sobald sie nur ein Armer spricht — Sind keine guten Menschen nicht. Die Menschen, die, wenn andre fehlen, Sie gleich mit Spott und Tadel quäle», Und es der ganzen SLclt erzähle»; Für eigne Fehler aber blind, . Für eigne Lasier ganz gelind, , ' ^ Und ungerechte Richter sind, — ., ^ Die können edel nicht und rein, Kurz keine guten Mensche» seyn. <-4 - s- Die Mensche», die nicht gerne nutzen, Die Unschuld nicht und Lugend schlitzen, Die nicht durch Arbeit »ud Geschäfte Benutze» ihre Seclcnkräfte, Und folge» lieber schlechtem Häng Zur Trägheit, und zum Müßiggang; Versäumen treulos ihre Pflicht — Lind keine gute» Menschen nicht. Die Menschen die durch freche Lügen Dem Nächsten mchthun — ihn betrügen; Lsr gut und brav und redlich scheinen, Und'S nicht im Herzen redlich meynen, Die andrer Glück und Freude quält, Die Neid und Eigennutz beseelt; Die scheu'» der Wahrheit Heckes Licht — Sind keine guten Menschet, nicht. Die Mensche», die der guten Gaben, Die sie von. Freund empfangen haben, Vergessen seicht — den Freund nicht schone» Und oft mit Undank il,n belohnen; Die nennet schändlich mein Gedicht Sind keine guten Menschen'iifcht!"^' l t l-,1 iUU I-,s, !>',:>'IU,°. " ' »'<, ss' nUin, . Die guten Menschen. »Alcr gern sein Brod dcm Armeii schenkt Und seiner ost vor Kokt gedenkt; Der Gutes auch den. Bösen giebt, Und alle, alle Menschen liebt, Und nur des Dösen Umgang flickt, Der flch der Tugend gern entzieht; Der keiner Arbeit nicht entweicht, Denn fle zum Nutzen ihm gereicht, 8ür andrer Wohlsahrt ist bedacht, Und wo er kann, sie glücklich macht, Und diese Pflicht mit Freuden thut — Ist edel, weise, menschlich, gut. — Den Härte nie und Neid nicht quält, Den treue Liebe stets beseelt; Der nie in wildem Zqrn entbrennt, Den Schaden gern vom Nächsten wendt; Gern an des Nächsten Gluck und Heil Auch nimmt an seinem Leiden Theil, Und Ordnung liebt und Pünktlichkeit — Eich gerne jedem Dienste weiht. Wodurch des Nächsten Wohlfahrt steigt/ lind stets sein Herz zum Frieden neigt. Zu thun dos Gute niemal ruht — O dex ist weite, edel, gut. Wer sich aus Menschen nie verlaßt Die Naachc fließt, das Zanken haßt; Nicht aus des Spötters Höhnen nierkt Sich gern am Wort des Weisen stärkt; Des Muthwills und der Bosheit Brüt Verachten dars mit kühnem Muth; Den Ehrenhaften immer ehrt, Und täglich lernend, täglich lehrt; Der Menschen Fehler duldend trägt, Den, der ihn schlägt, nicht wieder schlägt - Die Znsag auch im Herzen nicht. Noch weniger mit Thaten bricht; Die goldne Regel tief verehrt — ,, Gieb jedem schnell, was ihm gehört." Und jedem oberen Gewalt Für seines Gottes Ordnung hält; Nie dcS lMiorsams Wicht ve^alnnt, '" und wider gute Ordnung'schlimm Wer so lebt, und so'lebeu kann. Der ist' ein weißer edler Mann... s 67 Wer weise spricht, nicht eitel schwätzt, Und selbst mihkannt und nicht geschätzt Den frohen heitern Muth erhält, Unb seinem Herr» steht und fällt; Nicht Rechts, und nicht zur Linken weicht Gerade geht und niemals schleicht; Bekennet daß die Schmeichele» Till Schlangengift dem Herzen sc». Und nie dem Schlechten Weyhrauch streut, Des wahrhaft Guten nur sich freut; Mit der gefallnen Unschuld weint; — Der ist ein wahrer Menschenfreund. Wohlthätigkeit. 9^icht blos nur Speise und nur Trank Sollst du dem -Armen schenken; Auch sollst du nicht an seinen Dank, Nur an sein Elend denken. _ Wo du durch weisen Trost und Rath .. Ihn schirmen kannst und schlitze» — Da dien' ihm. — Doch auch mit der That Sollst du dem -Armen nütze». 68 Dann — ist erleichtert seine Noth, Schlägt dir sein Herz entgegen Dann blickt sein Auge froh z» Gott Und fleht für dich um Segen. Den Eltern, die mir Gutes geben Mir Kleider reichen, Speis und Trank, Gieb ihnen, Vater, langes Leben! O sie verdienen meinen Dank: Sie leiten mich aus guten Wege», Und schütze» mich in jeder Noth, — Alls ihnen beyden ruh dein Segen Auch noch im Alter, lieber Gott! " ' ES se» mein heiliger Bestreben» Daß durch Gehorsam, Lieb' und Treu Zu ihrer Freud stets Gott ergebe» / Und Äristli'ch sromM mein Leben sey. — u-tzuch) Sun »> lobnnlsi ml/) »»sr *,« um chnt. s»,n,li einer Sache du, dich eines Mcnschc» an ; »!i Ech alles was du thust, treu wie dir selbst gethan. ^»Nj > irden, Mensche» kann, ein gutes Kind was lerne», " Eigendünkel muht du frühe nnr entfernen! ^">lig die Kräfte wohl, und jede Stunde Zeit crnsier Arbeit stets; le» ernste,» Fleiß geweiht. Lieder! du dein Her; in allen deinen dichte», ;» ersiillen sind, mit Lust dich unterrichten! täglich GuteS mehr, und strebe täglich weiter — Arbeit und 'Wächsamkcit find trcfiichc Begleiter. ^änn wirst du immer frey, von Unruh und von Pein, Liebling Göltet und der Gute» Liebling seun. 7 » Hast du was Fehlerhaft» gethan; Steht dir's Bekennen treflich an. Sagst du'» mit wahrer Offenheit; Und hast den Fehler wohl bereut/ So wird — verbcßerst du dein Leben Kokt durch die Eltern dir »ergeben. Der brave Knab. ^in Knab/ der etwas lernen will/ Ist aufmerksam und mäuschenstill/ Wenn ihn die Eltern lehren. Von schlechten Buben bleibt er fern/ Den lieben Eltern folgt er gern / Lasst schnell / was sie ihm wehren. Er lernet Guts zu jeder Stund / Und niemal öffnet steh sein Mund Was GarstigS zu crzehlen; Was ihm am meisten niihc» kau»/ . Das »mimt er stetS am liebsten a»/ , Und horcht von ganzer Sorten. . Bon gift'gen Lugen ist er fern/ ' Und liebet Jesum — bettet gern, Dankt ihm der Eltern Liebe. Er thut Geschwistern nichts zu leid. Liebt herzlich sie, gönnt ihnen Freud» Sorgt» daß er ste nicht trübe. Der lieben Eltern unterricht Den — o den tauscht er ewig nicht Um Lärm und Svicl und Gaste! Er ist bescheiden in der Freud, lhut keinem Menschen was zu leid, Und weißt auch nichts von Haste. Er meistert auch den Dicnstbot nicht — Und spricht mit freundlichem Gesicht, Hiebt trotzig — nicht im Spotte. Er Neuer sich, dast Jesus Christ Sei» Herr und Gott und Retter ist, Und rankt es seinem Gotte. Co wachst er zu der Eltern Lust» Die Tugend wohnt i» seiner Brust; Die Liebe in dem Herzen. Ist ihres schwachen Alters Stab, Begleitet weinend ste zum Grab; Nimmt Theil an ihren Schmerzen. Q du, mein Wilhelm, mochtest du 72 s So für dein Glück und meine Ruh, Ein frommer Jüngling werden. Folg Gottes Willen als ein Christ, So wird mir, wenn du glücklich bist, Der Himmel auf der Erde. Wer Arbeit liebt, und treu und gut Von Herzen das thut, was er thut, Der schaffet sich gesundes Blut, Ist froh und lebt in gutem Muth. Wer sich nicht gern der Arbeit weiht, Ihr willig nicht die Kräfte leiht; Sich nicht des cdeln Fleißes freut, Der wird Verschwender seiner Zeit. ' Mel, jedes Kind, da» schändlich sticht, Ein freches Maul geziemt dir nicht; Es stürzte dich in Schand und Pein, Sprich, wenn du strichst, stets wahr und sein. Wer Wahrheit fvrielit, den ehret Gott, Dem Lügner folget Sebimts und Spott. Ein Lügner schändet selbst sein Herz, Er svrech im Ernst, er s»rech im Scherz; Es boret niemand auf sein Wort — Man läßt ihn stehn, und eilet fort. Sind lügen, liebes Kind, wie schlecht! Sei,'s Mann, se»'s Weib, Kind oder Knecht! Wer lügt, entfernt «on Gott sich sehr — Den Lügner flieht der Engel Heer. Er hat im Herzen keinen Muth — Und kann nicht fromm seyn, und nicht gut. 74 - » - Er geht auf bösem Wege so, Und ist niemals von Herzen froh. Auch bleibet seine Straf nicht auS: Der Segen hiebt aus seinem HauS. In seinem Herzen ist es trüb, Er ist nicht Gott — nicht Menschen lieb- Dcr barmherzige Samariter. Ischen wußte JesuS zu erzählen Zn seiner Jünger Unterrichte: Sie horten zu von ganzer Seele», Da lehrt er folgende Geschichte: Es reiste in dem Jüd'schen Lande Ein Mann — denk wohl Geschäfte wegen Da stieß ihm eine Räuberbande Auf seinem stillen Pfad entgegen. Sie warfen ihn vorn Pferde nieder Und raubten Kleider ihm und Geld, Sie schlugen wund ihm Haupt und Glieder " Und flüchteten durch Wald und Feld. 7 ? Da lag er nun in seinem Bluke! Von Schmerzen fürchterlich gequält! Er seufzt, und bettete der Gute! — Verblutet, ach! — beynah entseelt! Da zog ein Priester da vorüber Und Hort ihn »tu Erbarnnuig stehn, Aührk ihn sein Flehn nicht?-frägst du Lieber! Konnt er bei« ihm vorüber gehn? — Er ließ den Wundenvoiien stehen Und eilt so viel er eilen kann, Denn, dacht er, bleib ich länger stehen. Leicht treffen mich die Räuber an. Eo rührt ihn nicht des Armen Klage, Er dachte nicht bey seinem Sehre»: D>ie? n'cnn ich ihn zu retten wage? Ich wag's getrost — Gott steht mir bey. ^ur bann, wann ich Erbarmung übe, Erbarmt steh Gott — so dacht er nicht. Er ha,tc keine Menschenliebe, Und auch kein gut Gewissen nicht. Bald nach ihm kam mit ernstem Schritte, lind fenertäglich angethan, Veimi -Armen, der entsetzlich litte. Du denkst — ein bcßrer Wandrer an. 76 Ei» Mann warS, der seit vielen Jahren Jni Tempel diente seinem Gott. Der, denkst du — zagt nicht be» Gefahren Und hebt des Scbmerzenvollcn Noth. O rette mich! Sich meine Wunden! So rief der Arme , schluchzt und weint. Lob se» Gott, daß ich dich gesunden; Du hilfst mir doch, du Menschenfreunds Es will sich mir lenk nicht bcanemen Da zu verweile». — Helf dir Gort! Ich muß nur gleich den Wettern nehmen So rief mit bitterkaltem Spott Der Unmensch, und vorüberziehet Er schnell. Der Arme blutet noch. Wenn gleich der Schändliche ihn stiebet Ihn rettet Gottes Hülfe doch. Er hörte eines Pferdes Hufen, Soll dort vielleicht sein Retter sevn? Dacht er. Fieng lauter an zu rufen Sein Schrc» durchzitterte den Hain. Der Reiter eilte nach der Stätte, Wo er der Klagen Grund erfährt; Jsts möglich, Freund, daß ich dich rette! Frug er, nnd stieg von seinem Pferd. Er sah ih„ bluten. Aus der Tasche, » An seiner Seite angebunden, Ergriff er schnell die kleine Flasche Und goß ihn, sehl in seine Wunden. Verband ihn, hob ihn von der Erde; Vergißt Gefahren und Befchwcrd, Und setzt, daß er erleichtert werde, Mit Müh ihn aus sein eigen Pferd. Geht nebe» ihm. Laßt ihn nicht sinken Und spricht ihn» Muth mit Liebe zu — Ehe „och die Sternen Gottes blinken Bring ich dich vollends in die Ruh. ES nahte nun der ferne Flecken; Der Gasihof lag im Orte lies — Wo abgemattet von den Schrecken Der Hartgeschlagnc bald entschlief. Der Fremde trat darauf am Morgen Die wcitre Reife heiter a», Befahl dein Wirth für ihn zu sorgen, Und gab ihm die Bezahlung dann. Das war dem Kranken todeSbitter Als ihm sein Wirth in aller Treu Erzählte, daß der Samariter Echo» über alle Berge seil- ES hob ein innialicbeS Sehnen Nach seinem Netter nur sein Herz. Er weinte seine heißen Thräne» Vor Freude bald und bald vor Schmer!- Wie war ihm aber wohl zu Muthe Als ihm der Wirth die Nachricht bracht: Der srcmde Herr — der Uebcrgute Hab ihn so »reflich nach bedacht. — Er hab ihm Arzt und auch Arzneyen, Und Kost und Muh fast mit Gewalt, Trotz alle,» Weigern, allem Schreyen — Großmüthig ihmc ausbezahlt. Er soll ihn nun noch ferner v liege», Bis er von Grundaus sey geheilt; Er se» dann bald durch Sturm und Regen Auf seinem Pferde fortgeeilt. L! kies der Jude: Gott der Götter r Du warst in Finsterniß mein Licht! O sah ich nur noch meinen Retter! Nur noch sein freundlich Angcstcht! Du bist ja aus dem Jüd'sche» Lande 7 Frug ihn der Wirth. Nichts ist so rar, Als daß dem Jud am Todesraude Ein Samariter Retter war: Ein Samariter! — Kann'ichs fasse«? Ein Samariter, unser Feind, Hort nicht nur auf den stud zu Nasse» — Er handelt als sein wärmster Freund l Eott! rief er weiter, Gott, du wandtest Des Samariters Herz zu mir! Er war ein Engel, den du sandtest; Eo treu und willig folgt er dir. Drum überall, wo Thränen stießen Don einem leidenden Gesicht; Da soll mein Herz sich nicht verschließen Den Menschen sehn — den Glauben nicht. Den,, meinem Glauben auch entgegen Der Glaube des Bedrängte» wär; 2ch will ihm Hülse sehn und Segen Das lehret mich mein Gott und Herr. Du tränkest ja mit deinem Segen D>ol,l auch des Heiden dürres Land r Giebst Andrrsglaubenden auch Segen Und leitest sie an deiner Hand! Drum Leidende so kalt verschmähen Kaun ewig nicht des Herren Knecht! 2m Leiden aus den Menschen sehen — Dicht auf den Glauben — ist/gerecht. 8o s Sey gern der Retter deiner Bruder/ Und lindre Elend wl> du bist» So hilft dir Gott im Himmel wieder. Die« lehrt u»S unser Jesu« Christ.