f: Cr 18 3HRERDURCHDAS II „., CHWEIZERJSCHE M NDESMUSEUM |§f M IN°ZC1RICH ® HERAUSGEGEBEN 0 VON IC i&gg DER? DIREKTION §8® fS NASTtiNER®/ SLM (Zürich) EM000006068481 Phot. Wehrli A.-G., Kilchberg-Zürioh u J5i: Cc UW FÜHRER DURCH DAS SCHWEIZERISCHE IANDESMUSEUM IN ZÜRICH HERAUSGEGEBEN VON DER DIREKTION is® ♦ ZÜRICH Verlag des Schweizerischen Landesmuseums Druck von J. Spälti in Glarus 1907 f Schweizerisches | LAWDESli--:'.". ! i'v ,■ r i Geschichtliche Notizen über das Schweizerische Landesmuseum. i Im Jahre 1880 machte Professor Salomon Vögelin in Zürich im | Nationalrate die erste erfolglose Anregung zur Gründung eines Schweize- | rischen Nationalmuseums. Dagegen entstand in demselben Jahre auf Veranlassung von Oberst Theodore de Saussure in Genf, der eine Anregung von Prof. Dr. J. R. Rahn vom Jahre 1877 aufnahm, die «Schweizerische Gesellschaft zur Erhaltung historischer Kunstdenkmäler». 1883 bot die erste Schweizerische Landesausstellung in Zürich Gelegenheit zu einer grösseren Ausstellung nationaler Altertümer, deren Eindruck auf die Besucher ein so grosser w r ar, dass Professor Vögelin die günstige Stimmung benutzte, um abermals in den eidgenössischen Bäten für seine Idee einzutreten. Die Folge davon war der Gesetzeserlass vom 30. Juni 1886 betreffend «die Beteiligung des Bundes an den Bestrebungen für Erhaltung und Erwerbung 1 vaterländischer Altertümer» und die Erhebung des Vorstandes oben genannter ; Gesellschaft zur «Eidgenössischen Kommission für Erhaltung schweizerischer Altertümer», welche mit dem Jahre 1887 ihre Einkäufe begann. Letztere . bestanden von Anfang an hauptsächlich aus vollständigen Zimmereinrichtungen * und zielten dadurch direkt auf die künftige Errichtung eines schweizerischen Museums hin. Dies gab im Jahre 1888 Veranlassung, die Frage der Erbauung eines Nationalmuseums aufs Neue anzuregen. Um dessen Sitz ' bewarben sich bald darauf die Städte Basel, Bern, Luzern und Zürich. Unterstützt wurde die Bewegung durch ein Legat des Basler Baumeisters L. Merian, welcher der Eidgenossenschaft sein beträchtliches Vermögen samt einer ansehnlichen Altertümersammlung zum Zwecke der Giiindung eines Nationalmuseums vermacht hatte. Am 17. Oktober 1888 starb Professor Salomon Vögelin. Umso eifriger arbeiteten seine zürcherischen Gesinnungsgenossen nicht nur an der Ver- ■ wirklichung des Projektes, sondern auch daran, dass Zürich zum Sitze des ( neuen Institutes erwählt werde. Zu diesem Zwecke schenkte C. Fierz-Landis l der Stadt sein Schloss Schwandegg samt einer grossen Sammlung von Altertümern. Ausserdem sollte die «Vfaldmann-Ausstellung» des folgenden Jahres 4 beweisen, was Zürich an Altertümern aus der Spätzeit des 15. Jahrhunderts zu bieten imstande sei. Auch die andern Städte blieben in ihren Anerbieten nicht zurück. Das Urteil einer Kommission von drei auswärtigen Museumsdirektoren, welche 1890 diese Offerten zu prüfen hatte, zeigte sich Bern am günstigsten. Vom 27. Juni desselben Jahres datiert das erste Museumsgesetz, wonach das schweizerische Landesmuseum dazu bestimmt sei, bedeutsame vaterländische Altertümer geschichtlicher und kunstgewerblicher Natur aufzunehmen und planmässig geordnet aufzubewahren. Aus dem Wettstreite der Städte ging Zürich 1891 als Siegerin hervor. Im gleichen Jahre wurde vom Bundesrate die siebengliederige eidgenössische Landesmuseums - Kommission ernannt mit dem Stadtpräsidenten von Zürich, H. Pestalozzi, an der Spitze. 1892 berief der Bundesrat zum Direktor des Museums den Quästor der früheren Altertümerkommission, H. Angst, dem seit 1887 die Besorgung der Ankäufe in erster Linie zugefallen war. Br leitete das Landesmuseum bis zum Jahre 1904. Am 29. April 1893 fand die Grundsteinlegung zu dem Museumsgebäude statt, das in den folgenden Jahren nach den Plänen des Architekten G. Gull errichtet wurde. Die Installation besorgte die Direktion, welche für den Ausbau im Innern und die Eingliederung der alten Bauteile seit 1. August 1896 ein eigenes Baubureau besass. Die Übergabe des Museums seitens der Stadt Zürich an die Schweizerische Eidgenossenschaft, und dessen Eröffnung erfolgte am 25. Juni 1898. Lichtdruckanstalt Alfred Ditisheim, Basel Behörden des Landesmusenms. Eidgenössische Landesmuseums-Kommission: H. Pestalozzi, Stadtpräsident von Zürich, Präsident. E. Vischer-Sarasin, Architekt in Basel, Vize-Präsident. Dr. II. Angst in Zürich, a. Direktor. Dr. J. Kaiser , Bundesarchivar in Bern. A. Lachenal, Ständerat in Genf. G. Muheim, Landammann in Altdorf. Prof. Dr. J. R. Rahn in Zürich. Sekretär: Prof. Dr. J. Zemp in Zürich. Direktion des Landesmuseums: Dr. II. Lehmann , Direktor. Prof. Dr. J. Zemp , Vize-Direktor. 6 5DUTERRAIN *1 m ■< tO CO [>- 00 o o bJO -ö Oh >■ PH CO 8 € '+-T-P Ln |w>|d| i/-j -DT ÜCK g © t> CO 05 2S® s a a NJ m GQ OQ OOMXl^OHN O l> CO O) O N (M 03 N (O CO 00 10 Eingangskorridor. Glasgemälde: Serie von Scheiben aus der Kirche von Affoltern bei Zürich, 1683, von dem Zürcher Glasmaler Hs. Willi. Wolf. 1. Fenster: Wappenscheibe Reinhard. Standesscheibe von Zürich. — 2. Fenster: Wappenscheiben der Gemeinde Regensdorf und der Herrschaft Regensberg. -— 3. Fenster: Wappenscheiben Hartmann und Haab, Heidegger und Escher, Haab und von Schmid. — 4. Fenster : Wappenscheiben Grebel, 1667, Barberin, 1700, Feys, 1552, de Preux, 1701. Grisailleseheibe mit Darstellung der Pieta, aus der Kirche von St. Maria Calanca (Graubünden), 16. Jh. — 5. Fenster Wappenscheibe von Ungarn, 16. Jh. (ergänzt). Fragment einer Wappenscheibe mit St. Leodegar, aus der Kirche von Ottenbach, Anf. d. 16. Jh. Kirchenscheibe mit unbekanntem Wappen und knieendem Donator, aus Ardon (Wallis), 15. Jh. Fragment einer Figurenscheibe mit dem Reichswappen, 1508, Gegenstück zum hl. Felix im Kreuzgang (XV), aus der Kirche von Wald (Zürich). — 6. Fenster: Wappenscheiben Trüeb, 1667 und Charvet, 1701, Grisailleseheibe mit St. Paulus, 1580, aus der Kirche von Ascona. Wappenscheibe Ballet, 1701. (Die Glasgemälde Barberin, de Preux, Charvet und Ballet, aus Walliser Kirchen, sind Arbeiten des Zuger Glasmalers F. I. Müller), Hauszeichen »zum Wilden Mann« mit Wappen Holzhalb, aus Zürich. 1615. Wandgemälde aus der 1898 abgebrochenen St. Michaelskirche in Zug: Christus am Oelberg, 1485, Kreuztragung und Christus am Kreuz, 1465. Himmelsglobus mit Widmung an die Stadt Zürich, 18. Jh. Erdglobus von Coronelli (Venedig), 1688. Erdglobus mit Wappen des St. Galler Abtes Bernhard Müller, 17. Jh. Frührenaissance-Schrank mit Wappen Blarer und Schenk von Kastei, aus Mammertshofen. Säulenschrank, aus dem Thurgau, Ende des 16. Jh. i**i2222?23 1«35??4?322S3 WiSSs !ll3S3aSSS33ä3 rr»k^l Lichtdruckanstalt Alfred Ditisheim, Basel 12. 11 Vorgeschichtliche Funde. Die Urgeschichte wird in fünf Perioden eingeteilt: I. Ältere (paläolithische) Steinzeit, chronologisch nicht bestimmbar. Höhlenfunde. II. Jüngere (neolithische) Steinzeit, ca. 2500—2000 v. Chr. Höhlenfunde. Pfahlbauten. III. Bronzezeit, ca. 2000—700 v. Chr. Pfahlbauten, Grabfunde. IV. Ältere Eisenzeit (Hallstatt-Periode), ca. 700—400 v. Chr. Grabfunde. V. Jüngere Eisenzeit (La-Tene-Periode), ca. 400—58 v. Chr. Grabfunde. I. Ältere (paläolithische) Steinzeit. Alle Geräte sind aus Knochen (meist vom Renntier, selbst vom Mammuth), Horn und ungeglättetem Stein, namentlich Feuerstein, hergestellt, erstere zuweilen mit eingeritzten Tierzeichnungen und Ornamenten geziert. Schmuckstücke werden aus Gagat (bituminöser Braunkohle), Muscheln oder Tierzähnen hergestellt. Tonware fehlt. Nähnadeln beweisen, dass diese Urmenschen schon Kleidung besassen. Vitr. 1 u. 2. Funde vom «Schweizersbild», einer Felsgruppe bei Schaffhausen. .— Vitr. 1. Feuersteingeräte. — Vitr. 1 a. Modell der Felsgruppe, darunter eine Darstellung der Fundschichten. — Vitr. Id und e. Feuerherd und Arbeitsplatz. — Vitr. 2. Geräte aus Knochen und Horn. Feine Nadeln. Kalksteinplatte mit eingeritzten Tierfiguren (Steppenesel). Knochen mit Zeichnungen (sog. Kommandostab). Schmuckgegenstände aus Muscheln und Kohle. — Das weidende Renntier, Knochenzeichnung (Kopie) aus dem Kesslerloch bei Thayngen (Schaffhausen). — Vitr. 2 a und 2 b. Überreste von Mahlzeiten. II. Jüngere (neolithische) Steinzeit. "Waffen und Werkzeuge aus Hirschhorn, Knochen, geglättetem Stein (Feuerstein) und Holz. Von Hand (ohne Drehscheibe) geformte Gefässe, Raum 12 Spinnwirtel und Webstuhlgewichte aus Ton. Gespinnste, Geflechte, Gewebe und Netze aus Flachs, Schmuck aus Tierzähnen, Knochen, Horn, Stein und Bernstein. 1. Höhlenfunde. (Schweixersbilci und Thayngen). Vitr. 1 b. Kästchen mit Knochen einer kleinen (Pygmäen) und einer grossen Menschenrasse. — Vitr. le. Kindergrab, beides aus Schweizersbild. Vitr. 2. Beigaben aus dem Kindergrab.— Vitr. 2 c. Feuersteingeräte, bearbeitete Knochen und Schmuckgegenstände, aus Thayngen. 2. Pfahlbauten. a) Stationen der Westsehweiz, Vitr. 3. Die Gegenstände sind nach Typen geordnet (Sammlung Gross). Dolchklingen, Lanzen- und Pfeilspitzen aus Feuerstein. Geräte und Waffen aus Hirschhorn und Knochen (Dolche, Bohrer, Kämme). Steinäxte in Hirschhornfassung. Kupferne Dolchklinge. Schmuckgegenstände, darunter ein Anhänger aus Alabaster. Vitr. 5. Äxte mit Hornfassung (verschiedene Stadien der Herstellung). Waffen und Geräte aus Feuerstein und Horn. Komreiber. Tongefässe, teilweise mit Verzierung (Schnur- und Stichornament), aus dem Bielersee. Vitr. 7. Stationen am Bielersee: Lüscherx (grosse Doppelaxt und Dolchklingen aus Kupfer. Tongefässe. Feuersteinmesser mit Holzfassung), Lattrigm (grosse Axt aus Serpentin. Dolchklinge aus Kupfer. Gefässfrag- mente) und Chavannes (Dolchklingen und Bohrer aus Kupfer. Pfeilspitze aus Quarz). Vitr. 9. Stein- und bronzezeitliche Töpferwaren, teilweise ornamentiert (Sammlung Gross). Vitr. 11. Funde aus Thielle, Prefargier, St. Blaise, Gorcelettes, Auvernier, Estavayer und Chevroux am Neuenburgersee, Vinelx (Geräte aus Reinkupfer) und Sutx (Bogen aus Eibenholz) am Bielersee, aus Port bei Nidau (Steinaxt mit Holzgriff) und Font, Freiburg (Nephritbeile). b) Funde aus der Ostsehweiz. Vitr. 4. Stationen Zug und Cham, Moosseedorf. Wauwil, Schötx und Oberkirch (Luzern), Fällanden, Maur, Furren, Wildsberg , Stören, Riedikon und Niederuster am Greifensee, Stein a. Rh., Mammem, Steckborn, Berlingen und Ermaiingen am Untersee, Kreuxlingen und Niedertoil bei Frauenfeld. In einigen dieser Stationen, namentlich Schötz und Wauwil, zahlreiche Feuersteingeräte von noch paläolithischem Typus. Vitr. 6. Station Robenhausen bei Wetzikon, noch in der Bronzezeit bewohnt. Hölzernes Ruder. Zwei Bogen aus Eibenholz. Fischereigerätschaften. Bronzebeile. Schale aus Horn. Gusstigel. Kupferbeil. Töpfe. Vitr. 8. Stationen des Zürichsees , zum Teil noch während der Bronzezeit bewohnt: Zürich (Bauschanze), Birlenbach, Männedorf, Meilen (die erste, 1853, entdeckte Pfahlbaustation) und Uetikon. 13 3. Grabfunde. Vitr. 24. Auf der Egg bei Schöfflisdorf, Kt. Zürich. Hügelgrab mit Feuerbestattung. III. Bronzezeit. Waffen und Werkzeuge aus Kupfer, Bronze (Kupfer und Zinn gemischt) und Stein. Handelsgegenstände. Schmuck aus Gold, Silber, Bronze, Blei, Zinn, Bernstein und Glas. Gefässe aus Bronze (gegossen und getrieben) und Ton. Spielzeug und sog. Mondbilder aus Ton. Gewebe. 1. Pfahlbanfnnde. a) Funde aus der Westsehweiz. Vitr. 13. Stationen Mörigen am Bielersee (Waffen. Geräte und Scbmuckgegenstände. Zwei Schwerter, wovon das eine mit Eisenklinge. Pferdegebiss. Wulstige, gerillte Fibel (Gewandhafte). Bronze-Armband mit Eiseneinlage. Goldspirale. Mondbilder (religiöse Symbole?) und Gefässe aus Ton. Gussformen.), Estavayer (Messer. Dolchklinge.), Hauterive (Bronze - becken. Messer. Zwei Töpfe und eine kleine Ente aus Ton mit Zinneinlagen) und Thielle (Schwert. Lanze.) am Neuenburgersee. Vitr. 17. Töpferwaren, auf der Drehscheibe geformt, mit schwarzer, glasurartiger Aussenfläche (Sammlung Gross). Vitr. 21. Station Auvemier. Blaue Glasperlen mit weissen Spirallinien, vermutlich von der Küste des mittelländischen Meeres. Bernsteinperlen, von der Ostsee. Gussformen aus Stein und Bronze. Amulett aus einem menschlichen Schädelknochen. Tönerne Tierfigur. Vitr. 23. Stationen Coreelettes (Tönerne Tierfigur, Schwein. Zwei Bronzeschwerter, das eine mit Spiralgriff.), Port-Alban (Bronzeschale mit verziertem Rande, aus dem Norden stammend?), Cortaillod (bronzener Halsring), Gtievaux, Bevaix und Goneise am Neuenburgersee, Nidau, Lüscherx und Sutx am Bielersee. Vitr. 19 und 29. Nach Typen geordnete Fundstücke aus den Juraseen (Sammlung Gross). b) Stationen der Ostsehweiz. Vitr. 16. Bruchstücke von Geweben der neolithischen und der Bronzezeit, aus verschiedenen Seen. Netzfragmente. Hölzerner Kamm. Verkohltes Getreide und Überreste von Tierknochen, Früchten und Brot. Vitr. 16 a. Modell des keltischen Refugiums (Heidenschanze) Eppenberg (Solothurn). Vitr. 12. Stationen des Zürichsees (neolithische und Bronzezeit): Zürich (grosser und kleiner Hafner) und Wollishofen, die wichtigste Station am Zürichsee. 14 Vitr. 14. Station Wollishofen (Bronzezeit). Bruchstücke einer grossen Henkelvase aus Bronze. Eädchen aus Zinn (Anhänger). Gebogene Stiften mit Handgriff. Schwerter. Tönerne Mondbilder. Vitr. 10. Station Wollishofen. Nadeln und Messer. Vitr. 18. Station Wollishofen. Töpferwaren. ln der Mitte des Saales \ Idealmodell eines Pfahlbaudorfes aus der Bronzezeit. Darunter: Pfähle einer Ansiedelung bei der Bauschanze in Zürich. 2. Eiuzelfunde. Vitr. 22. Rümlang (Töpfe aus dem Anfänge der Bronzezeit). Limmat (Gegenstände aus der Stein- und Bronzezeit). TJetliberg, vorgeschichtliches Refugium (die eisernen Äxte und das griechische Topffragment gehören einer späteren Periode an). Ebersberg am Irchel, Refugium (Mondbilder). Vitr. 20. Entwickelung von Schwert und Axt. Lanzen- und Pfeilspitzen. Schmuckgegenstände. — Grosses Schwert von Port bei Nidau. 3. Grabfunde. In der Ostschweiz vorwiegend Brandgräber, in der Westschweiz Bestattungsgräber. Vitr. 24. Fundstücke aus den Kantonen Zürich (Wytikon, Kilchberg, Neftenbach, Oossau, Haard bei Weiach, Auf der Egg bei Schöfflisdorf, Otelfingen, Stirxenthal bei Egg, Stammheim, Bisikon, Thalheim, Lindi bei Gla ttfelden), Thurgau (Unterschlatt,Eschenx, Müllheim), Schaffhausen (Ramsen) und Freiburg (Montet). — Doppelspiralen aus Stirxenthal und Thalheim.. IV. Ältere Eisenzeit. Hallstattperiode. Hügelgräber mit Leichenbestattung und Leichenbrand. Vereinzeltes Auftreten des Eisens. Waffenfunde sind selten. Beigaben: Armringe in Tonnenform, gravierte und mit Silberblech belegte Armringe, Halsringe, Fussringe, schwere und leichte Armspangen, Nadeln mit Köpfen aus Bronze und Bernstein, häufiges Vorkommen der Fibel, Ohrlöffel, Anhängefigürohen, Ledergürtel mit Bronzeköpfchen, Gürtelbleche, Eimer und Kessel, alles aus Bronze. Messer, Lanzenspitzen und Schwerter aus Eisen, letztere meist mit Bronzescheide. Ringe und Fibeln aus Eisen. Goldspiralen. Kleine Glasperlen. Tönerne Urnen, Vorsetzschüsseln und Schalen. Vitr. 25 u. 26. Gräberfeld von Inrnkhofen (Aargau) mit Leichenbrand und Leichenbestattung. (Die einzelnen Gräber durch Sehnureinfassung getrennt.) Von Hand geformte Tongefässe mit eingeritzten Verzierungen und Graphitzeichnungen. Grosse Deckelurnen mit Einsatztöpfen. Metall ist selten. 15 Vitr. 35. Grabhügel von Lunkhofen (Verzierte Teller, Fibeln, Anhänger in Gestalt von Füssen und menschlichen Figürchen aus Bronze, silberne Armspangen), Burghölxli bei Zürich — die ersten wissenschaftlich untersuchten Grabhügel — (bemalter Topf), Toussen, Zürich (zwei gravierte Tonnenarmbänder) und Bussikon, Zürich (Armband mit Korallen. Konischer Bronzeeimer, italienischer Typus. Fragment eines grossen Bronzebesohläges mit gepunzten Verzierungen). Vitr. 31. Grabhügel von Kreuxlingen, Thurgau (Urnen mit Graphitverzierung. Mit Ocker und Graphit bemalte Urne), D&rflingen, Scüaffhausen (Eisernes Schwert mit fühlerartig gebogenem Griff, sog. Antennenschwert. Zwei grosse gravierte und bemalte Schüsseln), Jungholx, bei Seebach, Höngg, Affoltern bei Höngg, Zollikon (Grosser Bronzekessel. Blaue Glasringe) und Bisikon , Zürich. Vitr. 37. Bronzevase von Gräehwil, Bern (Kopie). Grabhügel von Wangen, Zürich, mit Brand- und Bestattungsgräbern (Grosse fein verzierte Gürtelplatten). Vitr 40. Grabhügel von Trüllikon (Nadeln mit Bernsteinkopf und Koralleneinlage. Koralle als Anhänger), Hettlingm, Pfäffikon, Bauernholx und Bauernhof bei Bülach (Gürtelplatte), alle Kt. Zürich. V. Jüngere Eisenzeit. La-Tene-Periode. Hügel-und Flachgräber mit Leichenbestattung. Häufige Waffenfunde: Eisenschwerter, oft mit Bronzescheiden, Schildbuckel (Umbo), Lanzen- und Pfeilspitzen, Messer aus Eisen. Schmuckgegenstände (Halsringe, Armringe, Fingerringe) aus Gold, Silber, Bronze, Eisen, Glas und Gagat. Nadeln mit Korallen- und Emailverzierung. Münzen aus Gold, Silber und Potin. — Gallische Kultur (Helvetier und andere Stämme). 1. Grabfunde. Vitr. 36. Gräber von Untersehlatt bei Diessenhofen, Thurgau (Kriegergrab), Pfäffikon, Zürich (Kriegergrab), Bunkhofen, Vilmergen und Mandach bei Brugg, Aargau, Bumins (goldenes Armband) und Gurmeis, Freiburg, Obersaxen (Bronzehelm) und Misox, Graubünden. Vitr. 30. Gräber von Wiedikon, Egerten am Ütliberg (Schwerter. Hohle Armspangen aus Bronze), Schlieren (Kurzschwert), Sorgen (Gläsernes Armband. Goldringe. Münzen) Mettmmstetten (Gläsernes Armband), Weidholx bei Wallisellen, Wetxikon-Medikon, Schönau-Wetxikon, Oberredlikon, Biiti (Halsring mit farbigen Steinen), Dreikönigen und Herti bei Bülach, Ossingen, Rheinau, Bedingen, Dachsein, Dünnem, Weisslingen (Bronzene Gürtelkette), alle Kt. Zürich, Mönchhof, Thurgau, Bern, Lausanne, Morges. 2. Landansiedelungen. Vitr. 32. Funde aus La-Tene (Befestigte Ansiedelung am Neuenburgersee). Eisenschwerter mit Eisenscheiden. Pferdeschmuck mit Email- 16 Verzierung. Klumpen zusammengeschmolzener Münzen. Bisenbarren. Port bei Nidau. Letten , Zürich, Bisenbarren. Angefangene Schwerter. Zürich, Kratzquartier. Greifensee. Vitr. 28. La-Tene. Bisenschwerter. Lanzen. Messer. Ringe. Bibeln. Kettenglieder. Fände ans dem Kanton Wallis. Vitr. 27. Neolithische Periode: Feuerstein aus Gollombey. Bronzezeit: Conthey (Grosse Nadel mit Scheibe. Muscheln), Ghelinge (Halsringe mit eingerollten Enden), Chamoson-Biddes, Gollombey, Drone-Saviese. Eisenzeit: Salgesch, Leuk (Achtteiliges Armband), St. Luc im Einfischtal, Biddes, Siders (Grosses silbernes Armband), Daillon (Grosses Schwert), Bruson im Bagnetal. Stalden und Martigny. Gräberfelder aus dem Kanton Tessin. Gräberfelder von Cerinasca-Arbedo, Molinazzo-Arbedo, St. Paolo-Arbedo, Castione-Bergamo, Freggio, Lavorgo, Alla Monda. Castaneda, Gorduno, Galbiso, Giubiasco aus dem Ende der Bronzezeit bis ca. 200 n. Ohr. Bronxexeit. Die Brandgräber waren von kreisförmig aufgestellten Steinplatten umrahmt und auch mit solchen bedeckt. Beigaben: breite, dünne Armbänder, Spiraldrahtringe, Mohnkopfnadeln, gewundene Nadeln. Fibeln, Halsringe, alles aus Bronze (viele Stücke angeschmolzen). Urnen aus Ton mit verbrannten Knochen. Hallstatt-Periode (Einfluss etruskischer Kultur). Vereinzelte, kreisförmige Brandgräber; die übrigen Gräber zeigen Leichenbestattung und haben rechteckige Form. Sie sind mit Trockenmauern eingefasst und mit Steinplatten bedeckt (Flachgräber). Gerippe sind entweder gar nicht mehr oder nur in geringen Überresten vorhanden. Beigaben: Verschiedene Fibeltypen, Spiralarmringe, Halsringe, Gürtelschlösser, Mantelschliessen, Gürtelbleche, Spiralringgehänge, Ohrgehänge, Ohrlöffel, Pincetten, Kratzer, Messer, alles aus Bronze. Halsschmuck von Bernsteinperlen, Glasperlen und Bronze- Anhängern. Messer, Dolche, Ringe und Nadeln von Eisen. Bronze-Eimer (Situlae), Urnen, Aschenkrüge, Henkeltöpfe, Henkelkrüge mit Ausguss, Schalen, Becher aus Ton. Holzgefässe. La-Tene-Periode (um 400 v. Chr. Invasion der Gallier). Rechteckige Bestattungsgräber mit Trockenmauern und Platten. Beigaben: Spiralarmringe Ohrgehänge, verschiedene Fibeltypen, Eimer und Kessel aus Bronze; Helme, Schwerter (häufig verkrümmt), Messer, Gürtelschnallen, Nadeln und Ringe aus Eisen. Bömisehe Zeit. Grabfeld von Giubiasco, mit rechteckigen Bestattungsgräbern, bis ca. 200 n. Chr. Die Beigaben weisen auf gallische Kultur. Römische Münzen und Gefässe aus Terra sigillata. ■ ' ■ ■ „A /■• ■ «, v.T'Jj. AU .. -’tr 17 Vitr. 89. Atta Monda. Bronzezeit (Grab 11) und Hallstatt-Periode. Fünf Gräber (gelber Karton) La-Tene-Periode. Fibeln mit Anhängern. Getriebene Gürtelbleche. Zwei Bronzekessel. Halsband und Ohrgehänge aus Bernstein. Vitr. 33. Cerinasea. Hallstatt-Periode. Fünf Gräber noch aus der Bronzezeit. Bernsteinanhänger (Grab 47). Fibeln mit eingelegten Korallen (Grab 80). Verzierte Töpfe. Vitr. 41. Cerinasea. Hallstatt-Periode. Mit Bronzenägeln verzierter Gürtel samt Platte (Grab 26). Tönerne Schnabelkanne (Grab 160). Tönerne Töpfe mit langer Ausgussrohre (Grab 122 und 153). Vitr. 43. Cerinasea. Hallstatt-Periode. Bronzeeimer, italienische Form (Grab 39). Bemalte Vase (Grab 42). Halsband mit Anhänger aus Bernstein (Grab 133). Vitr. 45. Cerinasea. Hallstatt-Periode. Grosse Anhänger (Grab 107 und 109). Roh gravierte Gürtelplatte mit figürlichen Darstellungen (Grab 93). Schnabelkanne aus Ton (Grab 25 und 119). Vitr. 47. Cerinasea. Hallstatt-Periode. Schnabelkannen aus Bronze, griechisch-etruskische Arbeit. (Grab 106 und 115). Vitr. 41 a. Cerinasea. Hallstatt - Periode. Rekonstruktion eines Brandgrabes. Vitr. 69 e. Cerinasea. Hallstatt-Periode. Rekonstruktion eines Bestattungsgrabes (Frauengrab). Vitr. 50. Castione. Hallstatt- und La-Tene-Periode (gelber Karton). Fibel mit Koralleneinlage und Bernsteinperlen (Grab 12). Getriebene Gürtelplatte (Grab 10). Freggio. Vitr. 52. Castione. Hallstatt-Periode. Bronze-Anhänger in Form eines Kammes, an eiserner Kette (Grab 57). Bemalte Vase (Grab 18). Vitr. 48. Castione. Bronzezeit. Fundstücke aus einer Felsspalte (Nr. 9611—9618). Molinaxzo. Hallstatt-Periode. Sehr grosse Fibel (Karton 1). Fibel mit Drachenkopf, La-Tene-Periode (Karton 2). Bellinzona. Vitr. 34. Molinaxzo. Hallstatt-Periode. Gerillte Bronzeeimer mit Henkel, etruskischer Typus (Grab 86 und 61). Anhänger in Form von Füssen (Grab 47). Fibel mit Bemsteinbogen (Grab 85). Bemalter Becher (Grab 29). Fibeln mit mehrfachen Anhängern (Grab 21, 29 u. a.). Vitr. 46. Molinaxzo. Hallstatt-Periode. Schnabelkannen aus Bronze (Grab 77 und 78). Grosser gerillter Bronzeeimer mit Handgriffen (Grab 63). Verzierte Bronzegarnitur einer hölzernen Kanne (Grab 71). Vitr. 44. Molinaxzo. La-Tene-Periode. Grosses eisernes Jagdmesser. Eiserner Helm mit Helmzier (Grab 36). Gerillter Bronzeeimer (Grab 59). Vitr. 58. Castione. La-Tene-Periode. Bronzebulge (Grab 1). Schwert mit Bronzescheide (Grab 31). Durchbrochenes Gürtelschloss (Grab 64). Schnabelkanne aus Bronze (Grab 35). 18 Vitr. 57. Cerinasca. La-Tene-Periode. Schnabelkannen. Eisenschwerter. Tönerne Vase in Gestalt eines Vogels (Grab 113). Vitr. 55. Oiubiasco. Mit Korallen eingelegtes Armband (Grab 22). ■ Giirtelkette mit Anhänger (Grab 19). Bronzegarnitur einer hölzernen Vase j (Grab 751. j Vitr. 59. Oiubiasco. Getriebene Gürtelplatte mit menschlichen Figuren. : Hallstatt-Periode (Grab 14). Halsring mit farbigen Steinen (Grab 284). i Gebuckelter Tonbecher (Grab 34). 1 Vitr. 61. Oiubiasco. Bemalte Deckelvase (Grab 353). La-Tene-Fibel 1 mit rotem Email (Grab 450). j Vitr. 65. Giubiasco. Eiserne Gürtel (Grab 452 und 353). Eisernes ! Schwert mit Bronzescheide (Grab 177). Komischer Topf (Grab 194). Deckelschale (Grab 143) und Henkelkrug (Grab 384) mit eingeritzter kelto-liguriseher Inschrift. Tränenfläschchen und niedriger Becher aus Glas (Grab 194). Vitr. 63. Oiubiasco. Bronzetopf. Halsschmuck (Grab 16). Bronzegürtelketten (Grab 87 und 91). Bronzegürtelkette. Tönerne Gesichtsurne. Komische Münzen (Grab 56 und 72). Fibel mit rotem Email (Grab 95) Silberner Armring (Grab 87). Glasgefässe. Vitr. 67. Giubiasco. Besonderer Typus einer La-Tene-Fibel (Grab 107). Becher mit Töpfermarke A C 0 (Grab 428). Vase aus Lavezstein (Grab 490). Grosser tönerner Henkelkrug mit kelto-ligurischer Inschrift (Grab 210). Vitr. 69 a. Oiubiasco. Rekonstruktion eines gallo-römischen Brandgrabes (Kriegergrab). Vitr. 69 b. Oiubiasco. Rekonstruktion eines Bestattungsgrabes der La-Tene-Periode. Kriegergrab. Vitr. 69 c. Oiubiasco. Rekonstruktion eines Bestattungsgrabes der La-Tene-Periode. Vitr. 69 d. Oiubiasco. Rekonstruktion eines römischen Brandgrabes. Vitr. 60. Oiubiasco. Grosse La-Tene-Fibel (Grab 282). Silberne Fibeln und Ringe. Bemalte tönerne Deckelschale (Grab 254). Eiserne Streitaxt. Vitr. 56. Oiubiasco. Silbernes Kettenarmband. Bronzearmband (Grab 89). Gerillter Glasstab (Grab 88). Niedrige Vase aus Ton mit kelto- ligurischer Inschrift (Grab 21). Vitr. 62. Oiubiasco. Bronzehalsband, Hallstatt-Periode (Grab 110). Fibeln mit Anhängern (Grab 120). Tongeschirr mit alter Reparatur. Vitr. 66. Oiubiasco. Gürtel mit Bronzenägeln (Grab 453). Vier- . reihiges Bernsteinhalsband (Grab 115). Langes Schwert mit Überresten des Holzgriffes (Grab 411). Vitr. 64. Oiubiasco. Römische Gefässe aus Silber, Bronze und Glas (Grab 18). Grosse tönerne Schüssel mit Töpfermarke (Grab 73). Schwert mit Eisenscheide (Grab 6). Vitr. 68. Oiubiasco. Gläsernes Armband (Grab 442). Fibeln mit rotem Email (Grab 436). Gebuckelter Tonkrug. 19 Vitr. 69. Giubiasco. Gallo-römische Zeit. Grosser Henkelirug aus Ton (Grab 422). Eisennägel von Sandalen. Grosser Bleianhänger (Grab 527). Eiserner Fingerring mit geschnittenem Stein (Grab 475). Vitr. 7 0. Giubiasco. Becher mit Töpfermarke A C 0 (Grab 226). Vitr. 72. Giubiasco. Sammlung gallo-römischer Helme. Schwerter. Lanzen. Bronzegefässe. Grosse gravierte Schnabel kanne. Vitr. 71. Giubiasco. Sammlung gallo-römischer Helme. Eiserner Schildbuckel mit breitköpfigen Nägeln. Grosses Bronzegefäss, der Henkel mit Stierkopf. Römische Funde aus der Schweiz. Raum 2 Zirka 50 v. Chr. bis 400 n. Chr. Vitr. 73. Schmuckkästchen aus Elfenbein, zirka 400 n. Chr., Bruchstück eines solchen, Fingerringe und Armbänder aus Bronze, Fibeln 100 v. Chr. bis 400 n. Chr., Amulette, Ketten, Ziergehänge, Beschläge, Knöpfe, Schnallen. Vitr. 76. Tafelgeschirr aus Terra sigillata. Unter der Vitrine: Mühlsteine, Mörser aus Stein, (daneben) Amphoren für Wein und Öl. Vitr. 77. Aschenurnen, Ölkrüge, Reibschalen, Schüsseln aus Ton. Vitr. 78. Bronzen: Schnellwage mit Silenkopf als Laufgewicht, aus Edliswil, Kt. St. Gallen; Jupiter, Merkur, aus Uster; Merkur, aus Thalwil; Herkules, aus Seeb; Venus, vom Sandbuhl beim Kloster Fahr. Bronze- gefässse. Vitr. 79. Glasgefässe, Scherben von Millefioreglas. (Saalmitte.) Modell der römischen Villa zu Pfäfßkon (Luzern), ausgegraben 1838. Vitr. 82. Rotes und schwarzes Tafelgeschirr, Tonlampen, Stirnziegel von Gebäuden. Vitr. 83. Küchengeschirr aus Ton, Topf stein und Alabaster, Webgewichte aus Ton, Wandverkleidungsplatten. Vitr. 84. Beschläge für Viehgeschirre, Schlösser und Schlüssel aus Eisen und Bronze. Vitr. 85. Beschläge und Nägel aus Bronze und Eisen, Bleiplatten. Vitr. 90. Haus- und Küchengeräte. Landwirtschaftliche Geräte. Gestell. Grabstein eines Soldaten der XI. Legion. Grabstein des L. Aelius Urbicus, Söhnchen des Zollvorstehers von Turicum (Zürich). Meilenstein von Wylen bei Baden, 99 n. Chr. Wasserleitungsröhren aus Ton und Blei, Säulenteile. An den Wänden Büsten und Inschriften. Unter den Fenstern Amphoren, Bruchstücke von Skulpturen aus der späteren Kaiserzeit. Vitr. 105. Schmucksachen. In Elfenbein geschnittenes Diptychon des Konsuls Areobindus, aus dem Jahre 506 n. Chr.; Goldschmuck von Lunnern (Zürich), 4. Jh.; Goldschmuck aus dem Oetenbaeh-Zvaich, Mitte 20 d. 3. Jh.; drei silberne Platten von Windisch-, goldener Fingerring von Baden; in der Schweiz gefundene Münzen von der gallischen Zeit, 3. Jh. v. Chr. bis zum Ende des Eömerreiches. Die gallischen Münzen sind nach Völkerstämmen, die römischen nach Kaisern geordnet. Vitr. 73 e. Rekonstruktion eines römischen Grabes aus Ziegelsteinen, mit Feuerbestattung. Vitr, 91. Römisches Werkzeug und Instrumente, j Vitr. 92. Römische Waffen. Schwert, von Gottlieben, Kt. Thurgau. Eisenhelm, gefunden bei Port bei Nidau. Eisenpanzer, gefunden bei Benken, Kt. Zürich. Fragment eines Schuppenpanzers, von Avenches. (Daneben) Fragmente der Mosaikböden von Oberiveningen und Kloten (Kt. Zürich). Alamannische, burgundische, longobardische, und fränkische Grabfunde. Zirka 400 bis 750 weh Chr. Die germanischen Stämme bestatteten ihre Toten stets reihenweise. In der Regel liegen die Köpfe der Leichen auf der Westseite, die Füsse auf der Ostseite des Grabes. Vornehme Tote wurden in rohgemauerten oder aus Platten zusammengestellten Gräbern beigesetzt, welche man mit grossen Steinen oder, wenn möglich, mit Steinplatten bedeckte. Todte niedriger Herkunft wurden in die blosse Erde gelegt und erhielten keine Beigaben. Beigaben eines Männergrabes: Langschwert (Spata, oft mit «wurmbunt» damaszierter Klinge), nebst Gürtel und Gehänge, Kurzschwert (Scra- masax), Messer (Sax), Schild aus Holz mit eisernem Schildbuckel, Wurflanze (Angone), Stosslanze, Pfeil und Bogen, Eisenspitzgabel, Stahl und Feuerstein, Leichenhemd. Beigaben eines Frauengrabes: Perlenschnüre, Gürtel mit Schnalle, Gürteltasche mit Bronzebeschläg, Agraffen und Haftnadeln aus Bronze, Silber oder Gold, oft mit Email und Edelsteinen (Almandinen) besetzt. Dolch mit Kette, Sandalen, Kamm, Leichenhemd. a) Alamannisehe Gräber. Vitr. 96. Lunnem, Hedingen, Ottenbaeh (Schwert mit wurmbunter Klinge. Durchbrochene Bronze-Gürtelplatte). Mettmenstetten (gravierte Kammeinfassung aus Horn). Dubendorf, Aesch-Maxer, Zimikon, Hegensdorf (Sax mit gravierter Klinge), Riimlang, Boppelsen, Niederglatt, Niederhasli (Eiserne Gürtelschnalle mit Silber- und Goldtauschierung), alle Kt. Zürich. Vitr. 97. Grüningen, Dürnten (Wurmbuntes Schwert. Zierlich durchbrochene Garnitur einer Gürteltasche), Adetswil, Wetzikon, Fehraltdorf, Weisslingen, Illnau, Russikon, Nossikon, Pfäffikon, Männedorf, Meilen, Zumikon, Horgen, Kilehberg, Hegnau, alle Kt. Zürich. 21 Vitr. 100. Eschenx (Waffenfunde. Goldener Fingerring mit emaillierter Platte), Mettlen, Sirnach, Altenklingm (Wurmbuntes Schwert), Diessenhofen, alle Kt. Thurgau. Herblingen, Dörflingen, Kt. Schaffhausen. Beengen (Silber- getriebene Zierscheibe mit Darstellung eines Reitern), Windisch Kt. Aargau. Vitr. 101. Holderbank, Vilnachern, Biberstein, Kaiser-Augst, Fahrwangen, Würenlos, Schaffisheim, Thalheim bei Brugg, Bbtxberg, Hunxens- wil, Ünter-Lunkhofen, alle Kt. Aargau. Küssnach, Kt. Schwyz, Hoehdorf, Kt. Luzern, unbekannt und Hörigen, Kt. Bern, Oösgcn, Kt. Solothurn, Basel- Augst, Kt. Baselland, Flawil, Wesen, Kt. St. Gallen. Vitr. 103. Truttikon, Marthalen, Ossingen, Stammheim, Volken (Messingsporn), Dachsen, Dätwil, Benkcn, Hutxikon, Rorbas, Teuffen, Glatt- felden, Biilach, Unter-Embrach, Neftenbach (Durchbrochene Garnitur einer Gürteltasche mit Darstellung eines Reiters), Brütten, Nürensdorf, alle Kt. Zürich. Vitr. 104. Entibüchel - Hirslanden, Zürich V, Rebhügel Wiedikon (Wurfbeil) und Kernstrasse Aussersihl, Zürich III, Engstringen, Kt. Zürich. Verschiedene alamannische Einzelfunde. b) Burgnndische Gräber. Vitr. 102. Chatelard de Bevais, St. Aubin, ä la Rondenire pres Gortaillod, alle Kt. Neuenburg; Romanens, Kt. Freiburg, Beiair pres Cheseaux, Kt. Waadt, Oberwallis, unbekannt (grosse, eiserne, silbertauschierte Gürtelschnalle. Durchbrochene Bronze-Gürtelschnalle mit figürlicher Darstellung), Sitten, St. Luc, Einfischtal (goldener Siegelring des Greifarius) Vouvry, alle Kt. Wallis. e) Longobardisehe Gräber. Vitr. 102. Castione (Goldene Münze: Triens aus der Münzstätte Pavia, Anf. d. 8. Jh.) und Bellinxona, Kt. Tessin. Einzelfunde aus Karolingischer Zeit. Zirka 759 bis 1000 n. Chr. Vitr. 104. Kupfervergoldete Armspange, Habsburg, Kt. Aargau. Fingerring, Missy, Kt. Waadt. Schwert mit goldbelegtem Griff, die Klinge mit Winkeldamast, von La Lance, Neuenburgersee. Schwert aus der Limmat bei Dietikon - Zürich. Stosslanzen von Seengen, Kt. Aargau, Schirmensee, Dietikon, Seeb, Kt. Zürich; Kempraten, St. Gallen; Brügg und Port bei Nidau am Bielersee, Kt. Bern; Guevaux, Vully, Kt. Waadt; Arbedo, Kt. Tessin. Streitäxte aus der Limmat und Glatt, Hermikon, Kt. Zürich; Aarau, Wesen, Kt. St. Gallen. An den Wänden: Abgüsse frähchristlicher Inschriften, 4.-8. Jh. 22 Wandgemälde aus der 1899 abgebrochenen St. Michaelskirche in Zug, mit Darstellung der thronenden Madonna zwischen den Heiligen Barbara und Johannes Evangelista, Anf. des 15. Jh. Altarflügel mit Darstellung der hl. Ursula und der 11000 Jungfrauen, aus dem Wallis, Ende des 15. Jh. Flügel eines 1504 datierten Altares mit Darstellung der Heiligen Georg und Martin, der Geburt Christi und der hl. drei Könige, aus Appenzell, (übermalt). Bemalte Leinwand. Fragment eines Fastentuches mit biblischen Darstellungen, aus der Kirche St. Michael in Zug, 15. Jh. Abgüsse mittelalterlicher Reliefskulpturen aus St. Maurice (Pastor bonus 5. (?) Jh.. Ambo, 6. (?) Jh.), Romainmotier (Ambo, 6. — 7. Jh.). Chur (langobardisch-karolingische Chorschranken, ca. 770), Münchenwyler (Kreuzigung, 10. Jh. ?), Herznach (Kreuzigung, Ende d. 10. Jh.) und Schaffhausen (12. Jh.) Raum Holzdecke mit gemalten Darstellungen aus dem neuen Testamente. 4 Kopie eines Teiles der Kirchendecke in Zülis, Graubünden, ca. 1130. Wandfries mit Mäanderornament. Kopie nach dem Original in der Kirche von Zillis. Fensterverglasung nach Vorbildern in der Notre-Dame de Valere in Sitten, 13. Jh. Glasgemälde. 1. Fenster-. Rundscheibe mit Wappen Dittlinger, Bern, Ende d. 15. Jh. St. Mauritius, aus der Kirche von Vercorins (Wallis), Ende d. 15. Jh. Christuskind, Anf. d. 16. Jh. — 2. Fenster: Fensterbekrönung aus der Kirche von Utzenstorf (Bern), 1522. Runde Wappenscheibe von Bern, Ende d. 15. Jh. Standesscheibe von Luzern mit SS. Leodegar und Mauritius, Anf. d. 16. Jh. — 3. Fenster: Wappenscheibe der von Reinach (Aargau), Ende d. 15. Jh., aus der Kirche von Kulm. Fragment mit Wappen von Ungarn und Oesterreich und Inschrift: «sancta maria — sancta margareta — anno 1438», aus dem Chor der Kirche von Gebenstorf (Aargau). Agnus Dei, Anf. d. 15. Jh. Altäre: Teile eines bemalten Flügelaltares, signiert G D V I 1490, auf der Rückwand der Dominikaner-Stammbaum, auf den Flügeln Geburt und Beschneidung Christi. Spätgotischer Altarschrein mit den Holzstatuen der Apostel Petrus und Paulus und einer St. Anna selbdritt (nicht zum Altar gehörend), aus der Stiftskirche von Biasca, Anf. d. 16. Jh. Altarflügel (links) mit der Geburt Christi und (rechts) Anbetung der Weisen. Aussenseiten (links) Taufe Christi und (rechts) St. Georg mit dem Drachen. Predella (neu) mit nicht zum Altar gehörigen bemalten Holzreliefs vom Anf. d. 16. Jh., darstellend das Martyrium des Apostels Jakobus major. — Gewirktes Antependium mit Christus am Ölberg und der Auferstehung Christi, Ende d. 15. Jh. — Holzstatuetten der hl. drei Könige, Anfang d. 16. Jahrh. 23 Altarsohrein mit den geschnitzten Figurengruppen: Madonna mit Kind zwischen zwei Engeln, St. Anna selbdritt und St. Christophorus, aus dem Beinhause in Katers (Wallis), Ende des 15. Jh. — Holzstatuetten : St. Stephanus und unbekannter Heiliger, aus Monte Carasso, sitzender Bischof (St. Theodul?), aus dem Wallis, 16. Jh. Heiliggrab, aus der Kirche in Baar, 15. Jh. Darin: holzgeschnitzte Christusfigur, aus Sarnen, 16. Jh. Altarflügel: Zwei schmale bemalte Altarflügel mit Darstellung der Heiligen Dorothea und Margareta, aus Basel, 16. Jh. Zwei bemalte Altarflügel mit Krönung Mariä und Anbetung des Christuskindes durch die drei Könige, Wallis, 16. Jh. Flachgeschnitzter Opferstock, aus Luzern, Anf. d. 16. Jh. Opferstock mit reichem Eisenbeschläge, aus Romont, 16. Jh. Heiligenfiguren: Madonna, aus St. Johann in Höchst bei St. Margrethen, Anf. d. 16. Jh. Madonna mit dem Christuskinde und Wolfgang, aus Ruggell, Anf. d. 16. Jh. Bischof, aus Klein-Mels, Anf. d. 16. Jh. Büsten: Theodul, dat. 1519, und Jakobus major, aus dem Wallis, 16. Jh. Die vier Evangelisten, aus St. Oswald in Zug, 15. Jh. Reliquienbüsten mit unbekannten Heiligen, aus Altdorf, dem Kloster Kazis und dem Kanton Graubünden, 15. Jh. Palmeselchen, aus dem Kloster St. Katharina in Wil, 16. Jh. Chorgestühl (Fragment), aus St. Peter in Zürich, Anf. d. 16. Jh. Flachgeschnitztes Lesepult, aus dem Kloster Münster in Graubünden, Anf. d. 16. Jh. — Flachgeschnitzte gotische Truhe mit Darstellung eines Zweikampfes, aus Kilchberg bei Zürich, Anf. d. 16. Jh. Holzschnitzereien: Drei geschnitzte gotische Balken von Bourg- St. Pierre (Wallis), wovon zwei dat. 1451 und 1479, mit Wappen Supersax, de Saillon, de Yarax, de Monthey, de Chevron-Villette, de Rarogne (?) und d’Illens. Kollektion flachgeschnitzter und bemalter spätgotischer Friese aus Graubünden, der ehemaligen Fraumünsterabtei und dem Kloster Oetenbach iu Zürich, der Kirche in Mettmenstetten, dem Schlosse in Arbon (vgl. Decke Raum XXI) und dem Schlosse van Colombier mit Wappen des Jakob von Wattenwyl und der Magdalena von Mülern, Anf. d. 16. Jh. Grosses Tongefäss, aus dem Kloster Disentis. Fragmente von leinenen bemalten Fastentüchern, 16. Jh. Vitr. 1. Mittelalterliche Keramik. Unglasierte, becher- und topfförmige Ofenkacheln aus Zürich, Oberwinterthur, Altbüron, Maschwanden, den Ruinen Scheiterburg und Werdegg (zerstört 1444). — Runde, sog. „Schüsselikachein 1- , teilweise mit Reliefverzierungen, und pilzförmige Kacheln, aus Zürich, Appenzell (1657) und den Ruinen Schenkon (1386) und Wildberg (1444). — Glasierte Füllungen und Kranzkacheln mit Reliefdarstellungen, aus Zürich, Elgg, Wesen, Yverdon, Nyon und den Ruinen Schenkon und Moosburg bei Effretikon (1443). 24 Vitr. 2. Glasierte Fällungen und. Kranzkacheln mit Reliefdarstellungen, aus Zürich, Bremgarten, Königsfelden, Solothurn und Bern, 14. —16. Jh. — Glasierte und unglasierte mittelalterliche Tongefässe, aus Zürich und Stein a. Rh. — Tonfigürchen (Kinderspielzeug), aus dem Kratzquartier in Zürich, Ende 14. Jh. Vitr. 3. Kirchliche Altertümer, Wappen- und Schmuckkästchen. Zwei Reisealtärchen, aus dem Kloster Rheinau, 15. Jh. — In Alabaster geschnittene Darstellung von Christus am Ölberg, 16. Jh. — Plenarium mit kupfervergoldetem, emailliertem Einband, aus Rheinau, 10. Jh. Breviarium des Bischofs Jost von Silenen, Bischofs von Sitten und Grenoble, dat. 1493. — Holzschnitzereien: Sitzende Madonna mit Kind und St. Margareta, aus dem Kloster St. Andreas in Sarnen, 14. und Anf. d. 16. Jh. Madonna und Engel, von einer Verkündigung, aus dem Kloster Eschenbach, Anf. d. 16. Jh. Körper eines Krucifixus, aus Zermatt, 16. Jh. Kreuz und Rosette mit Heiligenfiguren, neugriechische Arbeiten vom Berge Athos. — In Elfenbein geschnittenes Reliquienhorn des Abtes Nortbert von St. Gallen, 11. Jh., die Fassung 15. Jh. Elfenbeinschnitzereien (Buchdeckel) mit figürlichen Darstellungen, aus Rheinau, Sitten (Valeria) und Freiburg, 9. — 15. Jh. Elfenbeinstatuetten, aus Rheinau, 15. und 16. Jh. — Bronzegegenstände: Leuchter, aus Bremgarten, 12. Jh. Leuchterfuss, aus Rheinau, 13. Jh. Fragment eines Räuchergefässes, 13. Jh. Rauchfass, aus dem Kloster Feldbach, 15. Jh. Rauchfass aus Medels (Graubünden), 16. Jh. — Kupfervergoldetes Olearium, aus Feldbach, 15. Jh. Messingener Handwarmer, 16. Jh. — Römische, altchristliche und mittelalterliche Stoffreste, aus schweizerischen Sakristeien. Zwei gestickte Täschchen mit Tierfiguren und Wappen, aus dem Wallis, 13. Jh. Thronender Christus, romanische Seidenstickerei, aus dem Kloster Rathausen. — Chorschuhe aus Schafleder, der ersten Äbtissin des Fraumünsters in Zürich, Hildegard, zugeschrieben, 9. Jh. — Reliquienkästchen, aus Schattdorf, 15. Jh. Wappenkästchen, aus Attinghausen, 13. Jh. Wappenkästchen mit figürlichen Darstellungen, aus Konstanz, Anf. d. 14. Jh. Wappenkästchen, 15. Jh. Schmuckkästchen mit Masswerkschnitzereien, 15. Jh. — In Bein geschnittene Brettsteine, 13. und 14. Jh. Treppenkorridor. Raum Arkade, Tür- und Fenstereinfassungen sind Rekonstruktionen vonBack- j Steinarchitekturen des ehemaligen Cisterzienserklosters St. Urban (Luzern), zweite Hälfte d. 13. Jh. Glasgemälde (Treppenhaus). Doppelscheibe mit den SS. Fridolin und Hilarius und Wappen Tschudi, 1547. Angebliche Stiftung des Chronikschreibers Gilg Tschudi und seiner Brüder an das Kloster Magdenau. Gotische Haustüre aus dem Supersaxhause in Sitten, Anf. d. 16. Jh. Gotisches Türgestell mit Bekrönung aus dem zum Hinterhofe in Baden gehörenden Hause zum „Fäikli“, Ende d. 15. Jh. Geschnitzter Fries, dat. 1485, 25 aus Chur. Gotischer Fries mit Wappen v. Hewen, aus Truns, Ende d. 15. Jh. Truhe, geschnitzt und bemalt, aus Graubünden, dat. 1581. Heiligenfiguren. IAnks: Madonna aus Graubünden, 15. Jh. St. Katharina, aus Chur, 15. Jh. Madonna, aus Kriesseren, 15. Jh. Pieta, aus Graubünden, 14. Jh. St. Wolfgang, aus der Ostschweiz, ca. 1500. Rechts: Madonna mit Kind, aus dem Thurgau, Anf. d. 16. Jh. St. Anna selbdritt, aus der Ostschweiz, Anf. d. 16. Jh. Bischof, aus Attinghausen, 14. Jh. Pieta, aus Bürglen (Uri), 15. Jh. Madonna mit Kind, aus dem Kloster St. Scholastika bei Rorschach, Anf. d. 16. Jh. Tod Mari®, Fragment, Anf. d. 16. Jh. — Fragmente einer Predella mit Darstellungen aus der Passionsgeschichte, aus Freiburg, Anf. d. 16. Jh. — Fragmente von Altarbildern, aus Biel (Wallis), 14. Jh. Badenfliesen, aus dem Stadionschen Herrenhause in Konstanz. 14. Jh. Abgüsse von Skulpturen in der Kirche St. Johann in Schaffhausen, 15. Jh. Lichthäuschen aus Sandstein, 16. und 17. Jh. Grosses Tongefäss, aus dem Kloster Disentis. Ofenplatten aus Gusseisen, mit Darstellungen von Pyramus undThisbe, St. Michael, dem Raube der Amymone (letztere ausgegraben in der Ruine Schenkenberg, Aargau), aus der Bibel, der Tellengeschichte, sowie Wappen etc. Anf. d. 16. bis 17. Jh. Glocke, aus St Peter in Zürich, dat. 1294. Sammlung verzierter Backsteine aus dem ehern. Cisterzienserkloster St. Urban (Luzern), 2. H. d. 13. Jh. und aus Beromünster, Ende d. 13. Jh. Decke aus dem Kapitelsaale des ehern. Cisterzienserklosters Kappel am Albis, Anf. d. 16. Jh. Raum 6 Glasgemälde. Rundmedaillon mit segnendem Christus, 13. — 14. Jh. Madonna mit Kind, aus der Kapelle St. Jakob in Flums, 12. Jh. St. Vincenz mit zwei Donatoren und Inschrift: R. (Rudolfus) Rector hs. (huius) ^ (ecclesiae). Jones (Johannes) d. Belmvt (Beimont), aus dem Kirchenchore von Pleif (Graubünden), Anf. d. 14. Jh. Original-Backsteine: Reste von Säulenstellungen, Tür- und Fensterumrahmungen, Gesimse, Bodenplatten etc., aus St. Urban, Zofingen, Altbüron, Hägendorf, Langenthal, Wynau und Fraubrunnen. Die auf den Steinen vorkommenden Wappenreihen enthalten die Schilde: 1. Der freiherrlichen Familien von Froburg, Nidau-Strassberg, Bechburg, Balm, Grünenberg, Kien und Utzingen, 2. der Ministerialengeschlechter v. Thorberg, Ifenthal, Büttikon, Aarwangen, Eptingen, Ruod und Krenberg. Links vom Eingang: Backsteine aus Beromünster: Tür- und Fensterumrahmungen, Bodenplatten, Gesimse etc. Holzstatuetten : Krönung Mariä, angeblich aus Appenzell, Anf. d. 16. Jh. Körper eines Krucifixus, aus Flums, 13. Jh. Heiliger König und zwei Heilige, aus dem Kloster Kazis (Graubünden), 14. Jh. Pieta, aus dem 26 Frauenkloster in Appenzell; Madonna mit Kind, aus Attinghausen; Madonna, Kopie der schwarzen Madonna in Alt-Oetting in Niederbayern, alle 15. Jh. Gotisches Türbeschläge, aus Brig (Wallis). 16. Jh. Loggia. Decke mit flachgeschnitzten Friesen und Initialen: VTAZCA (Vlrich Trinkler Abt zu CAppel), dat. 1497, aus dem ehemaligen Cisterzienserkloster Kappel. Tür- und Fenstereinfassungen, Rekonstruktionen von Backsteinarchitekturen aus der 8t. Galluskapelle in Beromünster und aus St. Urban. Original-Backsteine, aus St. Urban und der Kirche in Langenthal. Holzstatuetten: Madonna mit Kind, aus Naters, 13. Jh. Madonna .mit Kind, angeblich aus dem Dome in Chur, 13. Jh. Pieta, aus Baar, 15. Jh. Madonna mit Kind, aus Biel (Wallis), 15. Jh. Christus (Büste), aus Kazis, 15. Jh. Sitzende Steinfigur, aus Goldbach bei Zürich, 12. Jh. Abgüsse von romanischen Skulpturen im Fraumünster zu Zürich (Legende von Felix und Regula), im Kloster Allerheiligen und in der Kirche St. Johann in Schaffhausen. Bodenfliesen 14.—17. Jh. Gemälde auf Holz, aus Rovio, 14. Jh. Ugyifl Rekonstruktion eines Zimmers ans dem Hanse „zum Loeh“ J in Zürich, vermutlich erbaut zu Anf. d. 13. Jh. durch die Herzoge v. Zäh- ringen, nachher Sitz der Ritter-Familie Wisso. Decke mit Wappen von Rittern und ritterbürtigen Geschlechtern in und um Zürich, aus dem Aargau, Thurgau und Rätien, Dienstleuten des Abtes von St. Gallen, Freiherren und Grafen aus der Schweiz und Süddeutschland, fabelhaften Herrschern und hohen Dynasten, wahrscheinlich im Jahre 1306 gemalt bei Anlass eines Besuches des Königs Albrecht in Zürich. Originalfragmente der Deckenbalken. Wandgemälde (Kopie) aus dem Hause «zum Grundstein» in Winterthur mit Darstellung der durch Neidhard von Reuenthal überlieferten «Geschichte vom ersten Veilchen», 14. Jh. Gemalte Wandteppiche, Kopien nach den Originalen im Rittersaale des Schlosses Burgdorf, Anf. d. 14. Jh. Bemalung der Fensternischen nach den Originalen in der St. Galluskapelle zu Oberstammheim, Anf. d. 14. Jh. Fenster (Originale) aus dem Hause zur «Hl. Katharina» in Zürich, 13. Jh. Glasgemälde: Zwei Rundscheiben mit Wappen de Billens und Asper- ling von Raron, aus dem Kloster Filles-Dieu bei Romont, Ende d. 15. Jh. Kamin mit Original-Fragment aus dem Hause «zum Loch». Bemalung nach Motiven aus der Manessischen Liedersammlung, 14. Jh. — Zwei romanische Kirchenleuchter aus Schattdorf und dem Kanton Thurgau. 27 Truhen: Spätgotische Hoohzeitstruhe mit Wappen der Eltern des Geschichtschreibers Gilg Tschudi, 15. Jh. Schriftentruhe mit vier Schlössern, aus dem ehemaligen Cisterziens9rkloster St. Urban (Luzern), 15. Jh. Kleine gotische Truhe mit Kerbschnittverzieraugen, aus Trins (Graubünden). Sargförmige Truhe mit Kerbschnittverzieruug, aus Graubünden, Anf. d. 16. Jh. Kassette mit Kerbschnittornamenten, aus dem Wallis, 16. Jh. Drei Truhen mit Kerbschnittverzierungen, 16. Jh., die eine dat. 1582. Gemälde auf Holz mit Darstellung des Martyriums einer Heiligen, aus ßovio, Ende d. 14. Jh. Tafelgemälde mit Angehörigen des Hauses von Sclmabelburg-Eschen- baoh, Gründern des Klosters Kappel, dat. 1434, mit erklärender Inschrift aus dem 17. Jh., aus der Kirche von Kappel. Holzstatuette, Kopie nach dem Original in der Kirche von Rhein- felden, 14. Jh. Zeugdruck mit Darstellung zweier Reitergruppen, Fragment der sog. Tapete von Sitten, 14. Jh. Vitr. 1. Wappenschild des Ritters Arnold von Brienz (1180-1225), Stifters des Luzariterhauses in Saeiorf (Uri). — Geschnitzte und bemalte Wappen- und Brautschmuckkästchen, 14.—16. Jh. Sohreibkassette, 15. Jh. Schmuckkästchen mit Lederschnitt, 15. und 16. Jh. Vitr. 2. Wappenrolle von Zürich, mit zahlreichen auf Pergament gemalten Wappen, Anf. d. 14. Jh. — Wappenbriefe Effinger (1471), Wirz (1492), Thumeisen (1559) und v. Cham (1566). Vorhalle. BlllB Deckenmalerei mit Motiven aus dem Schlösschen ä Pro (Uri), 16. Jh. 8 Gotisches Stuckportal aus dem Hause Supersax in Glis (Wallis), 1479. Gotisches Holzportal der Ratstube von Mellingen, mit Stadtwappen, 1467. Fliesenboden aus der Sakristei des Grossmünsters in Zürich, dat. 1503. Möbel : Gotische Sakristeisehränke aus Schattdorf (Uri), Ende d. 15. Jh., ■ und Wigoltingen, Anf. d. 16. Jh. Heiligenfiguren: Madonna und Johannes Evangelista, von einer Kreu- zigungsgrupp e, aus Menznau, 16. Jh. — Messe des hl. Gregor, bemaltes Holzrelief, aus Lyss, Anf. d. 16. Jh. Gotische Kapelle. Fliesenboden, Kopie nach dem Originale in der Kirche von Königsfeiden, 14. Jahrh. Deckenmalereien nach Motiven im Beinhause (Kerchel) zu Schwyz, 16. Jh. Steinhauerarbeiten (Rechts): Gotisches Portal aus alten Fragmenten, dat. 1485, aus dem Grossmünster in Zürich (Grabsteinfragment). (Links): Kopie eines gotischen Portales in der Kappeiergasse in Zürich, Anf. d. 16. Jh. — 28 — (Treppenwand): Nische mit Fragmenten gotischer Steinmetzenarbeit, aus dem Grossmünster in Zürich, 15. Jh. Glasgemälde aus der Kirche von Maschwanden (Zürich) vom Anf. d. 16. Jh. (Fenster links): 1) St. Leodegar mit dem Standeswappen von Luzern. 2) SS. Konrad und Pelagius, Patrone des Bistums Konstanz. 3) und 4) SS. Felix, Regula und Exuperantius, die Schutzpatrone Zürichs, bringen Christus ihre abgeschlagenen Häupter dar, dat. 1500. (Fenster rechts): 5) und 6) St. Martin zu Pferd und Standeswappen von Uri. 7) Wappenscheibe des Bischofs von Konstanz, [Hugo von Hohenlandenberg, Pendant zu 2). 8) St. Mauritius mit dem Standeswappen von Luzem, Pendant zu 1). — Nr. 1) und 8) von Glasmaler Oswald Göschei in Luzem, die übrigen wahrscheinlich nach Entwürfen des Zürcher Malere Hans Leu d. ä. Altäre. Hochaltar. Spätgotischer Flügelaltar aus der Kirche von Brione-Yerzasca (Tessin), von «Matheis Miller Maller zu Lindaw», dat. 1502, mit Holzstatuen der «hl. Sippe». Reliefs auf den Flügeln: (links) Joachim und Anna mit der kleinen Maria, (rechts) Zacharias und Elisabeth mit Johannes dem Täufer. Predella mit St. Nikolaus von Mira, den Aposteln Philippus und Jakobus minor und einem hl. Bischof. — Gesticktes Antependium mit Darstellung der Anbetung des Christuskindes, der Heiligen Benedikt und Bernhard und der Donatoren samt Wappen, aus dem ehemaligen Cisterzienserinnen- kloster Rathausen (Luzern), dat. 1600. — Kleines gotisches Altärchen mit SS. Anna selbdritt, Johannes Evangelist» und Eligius, auf der Rückseite das jüngste Gericht, aus der Beinhauskapelle in Sisikon (Uri), Ende d. 15. Jh. —• Gesticktes Antependium mit Darstellung der Madonna und der SS. Magdalena, Verena, Katharina und Barbara, aus dem Wallis, 16. Jh. Zwei gotische Prozessions-Kerzenstangen, Bodenseegegend, Ende d. 15. Jh. Chorstühle aus der Kirche von St. Wolfgang (Zug), dat. 1486, und aus Fällanden, Mitte d. 15. Jh. Zwei Altarflügel mit Darstellungen nach Dürers kleiner Passion, aus Boswdl, 16. ^Jh. — Anbetung des Christuskindes (Altarfragment), aus der St. Justuskirche in Flums (St. Gallen), Anf. d. 16. Jh. — Fragment einer Predella mit Darstellung der Kreuztragung Christi, 16. Jh. — Christus und seine Jünger beim Abendmahl, Altarfragment. — Zwei Hochreliefs (mit Darstellung des Höllensturzes der Verdammten, aus Graubünden, Anf. d. 16. Jh. Bemaltes Hochrelief mit Darstellung der Verkündigung Mariä, Anf. d. 16. Jh. Heiligenfiguren: Zw'ei gekrönte Heilige, aus Obwalden, Anf. d. 16. Jh. Gott Vater mit dem Leichnam Christi, aus der Ostschweiz, 16. Jh. Schwarze Madonna aus dem Schlosse Freudenfels (Thurgau), Mitte d. 15. Jh. Krönung Mariä, aus Merenschwand, Anf. d. 16. Jh. Heiliger König, aus Wil, Anf. d. 16. Jh. St. Anna selbdritt, aus dem Kloster St. Scholastika bei Rorschack, 16. Jh. Ecce-liomo, aus Graubünden, 16. Jh. — Krucifixus, aus dem Wallis, 15. Jh. Krucifixus, 16. Jh. Lichtdruckanstalt Alfred Ditishelm, Basel 29 Totenschilde mit Fähnchen (links): des Freien Peter von Earon. dat. 1479, und des Grafen Walraf von Tliierstein, (rechts): des Freiherrn Lütold von Regensberg, Gründers des Klosters Eüti, + 1218 (Kopie), und des letzten Grafen von Toggenburg, Friedrich VII., dat. 1436. Sämtliche aus der Kirche des Klosters Rüti. (Originale der Fähnchen in der 'Waffenhalle.) Gemalte Grabtafel mit Wappen des Freiherrn Gottfried von Zimmern. 1508. Grabtafeln aus Bronze, mit Wappen der Familien Muntprat, von Anwyl, von Ulm und Payer, dat. 1500—1588, aus der Kirche von Lommis (Thurgau). Zwei „Palmesel“, aus dem Beinhause in Steinen (Schwyz), 14. Jh. (?), und dem Kanton Uri, 16. Jh. Facsimile eines Kirchenstuhles aus Spiez (Kt. Bern), mit Wappen v. Erlach, Anf. d. 16. Jh. Plättchenboden, Kopie aus der «Winterabtei» des ehemaligen Cister- Räum zienserldosters Wettingen, 16. Jh. 9 Rosettendecke aus dem «Mittleren Hofe» zu Stein a. Rh., Anf. d. 16. Jh. Flachgeschnitzte Friese aus dem Hause «zum Fälkli» in Baden, Ende d. 15. Jh. Treppenaufgang mit Holzbrüstung aus dem Frauenkloster Münster (Graubünden), 16. Jh., und einer Wappentafel des Junkers Wilhelm Peyer von Freudenfels und der Elisabeth Blarer von Wartensee (zur Decke gehörig). Tischgräber des Freiherrn Diethelm von Toggenburg, Stifters des Ritterhauses Bubikon, f 1207, erneuert Mitte d. 15. Jh., und der Prinzessin Elisabeth von Ungarn (Stieftochter der Königin Agnes), f 1337 im Kloster Töss, aus der dortigen Kirche. (Tumba ergänzt). Grabplatten des Freiherm Ulrich I. von Regensberg, f zwischen 1277 und 1280, ursprünglich in der Barfüssei'kirche zu Zürich, der Elisabetha von Chalons (Kopie), zweiten Gemahlin des Grafen Hartmann von Kiburg, t als Clarissin 1275 (Original in der Kirche des Franziskanerklosters zu Freiburg i. Ue.) Wappen vom Sarkophagdeckel der beiden letzten Grafen von Kiburg, Hartmann d. ä. und Hartmann d. j., f 1264 und 1263. Deckplatten vom Grabe des Walter von Tegerfeld und dessen Tochter Ita von Klingen, Mitte d. 13. Jh. (Kopien nach den Originalen in der Klosterkirche zu Wettingen). Grabplatten des Johannes von Düdingen gen. Felga (Abguss), dat. 1325 (Original im historischen Museum zu Freiburg), eines Edlen von Klingen, aus dem Kloster Feldbach bei Steckborn, Ende d. 14. Jh., des Freiherm Vigilius Gradner f 1467 (Kopie) aus der Augustinerkirche in Zürich und seines Bruders Bernhard Gradner (Kopie), aus der Kirche von Eglisau, j dat. 1489 und des Leut-Priesters Johannes Keller von Felben, + 1499, aus | der Kirche von Mettmenstetten (Zürich), u. a. Romanische Steinskulpturen aus dem Kreuzgange beim Grossmünster in Zürich, 12. Jh. Agnus Dei, Schlusstein aus der Prämonstratenser-Kirche Rüti, 13. Jh. Glasgemälde. 1. Fenster: a) 'Wappenscheibe der Stadt Winterthur, aus der Kirche von Veltheim (Zürich), Ende d. 15. Jh. bj St. Christoph und der vor dem Gekreuzigten knieende unbekannte Donator, c) Wappenscheibe des Herzogs Karl III. von Savoyen, dat. 1519; d) Pendant zu c) mit dem knieenden Donator vor der Madonna, dahinter Karl der Grosse als Namens- patron. 2. Fenster: a) Pannerträger von Schwyz, dat. 1507, wahrscheinlich 1798 verwandelt in einen Pannerträger der Landschaft March; b) Wappenscheibe des Bischofs von Konstanz, Hugo von Hohen-Landenberg, dat. 1521; c) Wappenscheibe des Kitters Albrecht von Breiten-Landenberg, ca. 1520, aus dem «Mittleren Hofe» zu Stein a. Kh.; d) Wappenscheibe Petrus I. Babenberg, Abt des Klosters Kreuzlingen, dat. 1521; e) Wappenscheibe des Abtes Diethelm Blarer von St. Gallen, dat. 1551. 3. Fenster a) Wappenscheibe von Zürich, dat. 1506, aus der Kirche von Maschwanden, wahrscheinlich nach einem Entwürfe von Hans Leud.ä.; b) e) d) Figurenscheiben mit Wappen der VIII alten Orte und Darstellungon des Mucius Scävola, der Judith und des Titus Manlius Torquatus, dat. 1519. Die sechs untern Glasgemälde in den äussem Fenstern bilden zusammen eine Serie vom Jahre 1519 aus dem ehemaligen Augustiner-Kloster in Zürich. Tafelbild mit Darstellung der Beweinung Christi, aus Ems bei Chur, 16. Jh. Holzstatuetten; St. Johannes der Täufer, aus der Ostschweiz, Anf. d. 16. Jh. Christus, aus Katers, 16. Jh. St. Elisabeth, aus Baden, 16. Jh. Pieta, Anf. d. 16. Jh. St. Stephanus, aus dem Thurgau, 16. Jh. Schatzkammer. Vorraum. Grabsteine. (Links) Chorherr aus der Kirche von Schönen- werd, dat. 1472. Fragment aus der Kirche von Küsnach mit Darstellung eines Johanniterpriesters, dat. 1375. (Rechts) Grabsteine des Johanniterpriesters Rudolf von Landenberg, 15. Jli., und des Johanniters Krrdolf Mülner, mit Wappen, dat. 1406, beide aus der Kirche von Küsnach. Holzstatuen. (Links) St. Sebastian, Ende d. 15. Jh., aus Graubünden; (rechts) St. Cosmas oder Damian, aus Schwyz, Anf. d. 16. Jh. Gotische, eisenbeschlagene Türe, Anf. d. 16. Jh. Vitr. 1. Vier Reliquiarien aus dem Kloster Rheinau, Arbeiten des Rapperswiler Goldschmieds Georg Dumeisen, 1) Brustbild des hl. Mauritius, dat. 1668, mit Kopf aus dem Jahre 1206, 2) Brustbild des hl. Blasius, dat. 1668, mit Kopf aus dem 15. Jh., 3/4) in Silber getriebene Statuetten des hl. Basilius mit Wappen der Familie Waldkirch, zweite Hälfte des 17. Jh., und des hl. Leontius mit Wappen des Abtes Bernhard I. von Freiburg (1642—1682). - Vitr. 2 — 5. Sammlung von Medaillen des Schwyzer Medailleurs .1. C. Hedlinger (1691 —1771). — Vitr. 6 — 10. Schützen- und Zunftbecher des 19. Jh. Schützenfestmedaillen. Zunftembleme. — Vitr. 11, 13, 15. Löffel aus Silber und Maserholz. Apostellöffel. Essbestecke. 17. und 18. Jh. 31 Vilr. 16. Grosser, in Silber getriebener und vergoldeter Luchs (Trinkgeschirr), Geschenk der Familie Escher vom Luchs an die Constaffel, ca. 1600, Arbeit von H. R. Boiler in Zürich (1648—1676). Zwei Trinkschalen zur Erinnerung an die Hirsebreifahrt der Zürcher nach Strassburg am 21. Juni 1576, mit eingesetzten Schützenpfennigen, Arbeiten der Zürcher Goldschmiede Ahr. Gessner (1571 —1613) und Ludwig Heidegger. — 17 tr. 17. Essbestecke. Silbernes Gürtelbesteck einer Dame, Arbeit von Ludwig Heidegger. — Vitr. 18. Goldene Schüssel mit Tierfiguren, 1906 ausgegraben in Zürich, Hallstatt-Periode. — Vilr. 19. Schmuckgegenstände aus dem Engadin, 18. Jli. — Vitr. 20. Silbervergoldeter, von einem Atlas getragener Globus mit Astrolabium (Doppelbecher), von Goldschmied Abr. Gessner in Zürich. Ein Paar Nautilusbecher mit silbervergoldeter Fassung und "Wappen Dorer von Baden, Zuger Arbeit von Melchior Maria Müller, geh. 1643. Silbervergoldeter Doppelbecher, aus dem Frauenkloster St. Andreas in Samen. 14. Jh. — Vitr. 21. Silberne Pateh- schalen, 17. und 18. Jh. — Vitr. 22. Silberne Schale, Tafelaufsatz, aus Zug, angeblich Beutestück von Murten, 1476. Silbervergoldeter Stauf des Zürcher Bürgermeisters Hans Waldmann, f 1489, mit emailliertem Wappen. Silbervergoldete Schale mit Beschauzeichen von Winterthur und Goldschmiedmarke HH. Zwei Deckelhumpen, der eine mit "Wappen Edlibach, dat. 1662, Arbeit des Zürcher Goldschmieds Seheuchzer, der andere Zuger Arbeit. Hälfte eines Doppelbechers, welcher 1569 dem Obersten Ludwig Pfyffer von Luzern von seinen Hauptleuten als Andenken an seine Feldzüge in Frankreich, 1567 bis 1569, geschenkt wurde, samt dessen goldener Gnadenkette. — Vitr. 23. Silbervergoldeter Siegelstempel des Bastards Anton von Biugund, Beutestücke von Grandson, 1476. Halskette des Bürgermeister Hans "Waldmann, zweite Hälfte d. 15. Jh. — Vitr. 24. Doppelbecher mit zwölf Monatsbildem, Arbeit des H. P. Rahn in Zürich (1591—1627). ln Silber getriebener, geharnischter Schweizer (Trinkgeschirr), Arbeit des Zürcher Goldschmieds H. H. Riva (1616—1657). Fruchtschale mit Beschaumarke von Sitten, 17. Jh. Becher des Freiburger Lieutenants Franz von Ligeritz, angefertigt aus der in der Schlacht bei Montcontour (3. Okt. 1569) erbeuteten Dolchscheide des Landsknechtsobersten Gerold v. Secken. Becher mit Zürcher Beschaumarke, 17. Jh. Kelchbecher mit Beschaumarke Thun, 17. Jh. Trinkschale mit emailliertem Allianzwappen Breitinger-Eberhard, Arbeit des Zürcher Goldschmieds Georg Hamberger (1591—1626). — Vitr. 25. Schale des Abtes Hermann Hirzel in Muri, 1453. Boden einer Trinkschale mit Darstellung des Evangelisten Johannes, aus Rheinau, 17. Jh. Boden einer Trinischale mit Darstellung des Einzugs in die Arche Noah, vermutlich Arbeit von Abraham Gessner. — Vitr. 26. Zwei aufgetakelte, silbervergoldete Schiffchen, das eine von Esayas Zurlinden aus Zürich in Nürnberg, 17. Jh. Silbervergoldeter Halm, Familiengeschirr der ausgestorbenen Zürcher Junker Blarer von Wartensee, Augsburger Arbeit, Anf. d. 18. Jh. Deckelhumpen, Augsburger Arbeit von 1773—1775. Deckelhumpen mit Wappen Senn und Beschauzeichen von Wil, dat. 1683. 32 Patenbecher, Nürnberger Arbeit von 1632. Fruchtschale, aus Schaffhausen, \ ca. 1700. Trinkbecherchen mit Wappen Trachsel, aus dem Wallis, dat. 1639. ; Becher mit Darstellimg der Kardinal tilgenden, dat. 1758. — Vitr. 27, 29, ! 81, 35. Schweizerische Medaillen, 16.—19. Jh. — Vitr. 28. Silbervergoldeter, 1 emaillierter Becher in Form eines Granatafpels, Zürcher Arbeit von Bernhard Müller, Mitte d. 17. Jh. Büchsenschütze (Trinkgeschirr), dat. 1646, Arbeit des Zürcher Goldschmieds H. J. Holzhalb (1634 —1657). Herzförmiger Becher, dat. 1649, Zürcher Arbeit von H. L. Thomann (1640—1668). Becher, Arbeit . des Zürcher Goldschmieds M. Ambüel (1618 —1654). Kelchbecher mit Beschauzeichen von Thun, dat. 1621. Becher mit Besehauzeichen von Überlingen (?), 17. Jh. Tischbecher auf Kugelfüssen, aus Graubünden, 17. Jh. Deckelkanne mit Wappen v. Salis, Planta und Gugelberg, Churer Arbeit, 17. Jh. Taufschale mit Basler Beschauzeichen, 17. Jh. — Vitr. 30. Zwei Deckelhumpen, der eine mit Beschauzeichen von Winterthur, der andere mit Wappen Supersax und Beschauzeichen von Sitten, dat. 1659. Reiterstandbild des ' Obersten Caspar Schmid von Zürich (Trinkgesehirr), dat. 1638, Arbeit von H. J. Holzhalb. Zwei Traubenbecher, der eine mit Nürnberger Beschauzeichen, 17. Jh. Tischbecherohen, aus dem Wallis, 17. Jh. Pokal mit Basler Beschauzeichen, 17. Jh. Kelchbecher, aus dem Gemeindehause Wiedikon, Zürcher Arbeit von 1665. — Vitr. 32. Zwei von einem Steinbock getragene Trinkschalen, Zürcher Arbeiten von Hans Rollenbutz (1656—1694). Löwe von San ■ Marco (Trinkgeschirr), Geschenk des venetianischen Gesandten B. Padavino an Rat und Burger von Zürich (1608), Arbeit des Zürcher Goldschmieds Diethelm Holzhalb (1600—1641). Zwei Tischbecher, der eine mit Wappen Teucher, Zürcher Arbeiten von 1693 und 1724. Buckelbecher mit unbekanntem Beschauzeichen, 17. Jh. Tischbecher mit Zürcher Beschauzeichen und Goldschmiedmarke H. U. Ulrich (1676—1725). Becher mit AVappen Strus, dat. 1631, • Arbeit des Lenzburger Goldschmieds Röschen. — Vitr. 33. Drei getriebene, zum Teil vergoldete Schalen, die eine mit dem kleinen Modell einer Burg, * aus dem Frauenkloster St. Andreas in Sarnen, 14. Jh. — Vitr. 34. ln Silber gefasste Perlmuttersehnecke, von einer Nereide getragen, Geschenk des Ritters Rudolf von Schauenstein an die Gesellschaft der Schildner zum Schneggen (1621), Arbeit des Zürcher Goldschmieds H. H. Riva. Deckelhumpen mit Darstellungen nach Flötnerschen Plaketten, Zürcher Arbeit von H. F. Holzhalb (1669—1699). Aufgetakeltes Schiff mit Nürn- . berger Beschauzeichen, 17. Jh. Deckelhumpen mit Allianzwappen Gessner- Fries, Zürcher Beschauzeichen und Meistermarke des Heinrich Gessner (1675—1712). Kelchbecher aus dem Gemeindehause von Wiedikon, Zürcher Arbeit von 1664. Silbergetriebener Becher mit Goldschmiedmarke Holzhalb, und Satz von 6 Tafelbechern mit AVinterthurer Beschauzeichen aus dem Besitze des Dichters Salomon Gessner. Zwei Tischbecher mit Beschauzeichen von Thun und Raron, 17. .Jh. — Vitr. 36. Graviertes, kupfervergoldetes Ciborium, aus Zeihen, 16. Jh. Brustbild des hl. Justus, Reliquiar aus der ,/*k. p : ; »-(Bä; Wik :'. jj ■; ;■ ,,, J fcttäigi ifeER.- ffinegr- MlM? 41 den essel und den toren; jtem welen frouwen übel rett, der weist nit was sin muoter tet; man sol frouwen loben, es sy war oder arlogen 1508», aus der ehemaligen Fraumünsterabtei in Zürich. Masswerkfriese aus der Bodenseegegend, 15.—16. Jh. Decke mit bemalten Flaclisehnitzereien, den "Wappen des ßeiches, des Standes Zürich, der Herrschaft Kiburg und des Holzschnitzers. In der Mitte die Symbole der vier Evangelisten. Dat. 1517. Aus der Kirche von Lindau bei Effretikon (Kt. Zürich). Flaehgesclmitzte Türbekrönung, dat. 1524, aus Zürich. Türbekrönung mit "Wappen des Freiherrn Johann Werner von Zimmern (f 1495) und der Gräfin Margareta von Oettingen, Eltern der Äbtissin Katharina von Zimmern, aus der ehemaligen Fraumünsterabtei in Zürich, 1507. Balkenträger mit Wappen der Stadt Bremgarten, Anf. d. 16. Jh. Gotische Console mit geschnitztem Wildem Mann, aus Freiburg. Balkenträger in Gestalt eines gebückten Mannes, 15. Jh. Glasgemälde : 1. Fenster: Standesscheiben von Luzem, Anf. d. 16. Jh., Schwyz 1540 und Zürich 1561. 2. Fenster: Wappenscheibe von Hohensax. Standesscheiben von Freiburg und Uri, Anf. d. 16. Jh.. 3. Fenster: Alliance- Wappenscheibe von Mülinen-von Ilallwyl, 1525, vermutlich nach Entwurf von Niklans Manuel. Standesscheiben von Basel und Solothurn, Anf. d. 16. Jh. 4. Fenster: Pannerträger des Städtchens Elgg mit der von Papst Julius II. 1512 geschenkten Fahne. Standesscheiben von Appenzell und Schaffhausen, Anf. d. 16. Jh. 5. Fenster: Alliance-Wappenscheibe des Kaspar von Hallwyl zu Hegi und der Barbara von Hohenlandenberg, dat. 1525. Wappenscheiben der Stadt und; des Abtes von St. Gallen (Franz Gaisberger aus Konstanz, 1504 —1529). 6. Fenster : Standesscheibe von Zug, 1. Hälfte d. 16. Jh. Wappenscheiben des «Oberen Bundes» dat, 1548, und des «Gotteshausbundes» (Graubünden), dat. 1548, von Glasmaler Karl von Egeri in Zürich. Kleiner Altarschrein von fünfeckigem Aufbau, aus Biel (Wallis), 16. Jh. Altarschrein mit Christus zwischen Petrus und Paulus, aus der Kapelle dei Larici bei Quinto, Anf. d. 16. Jh. Geschnitzte Heiligenfiguren: (Links) Johannes Ev., aus Lachen, Anf. d. 16. Jh. Ecee homo (Belief), Sebastian (Belief), aus Mellingen, Pieta, aus der Wegkapelle bei Menzingen, St. Anna selbdritt (Belief), alle 16. Jh. Madonna, aus dem Toggenburg, Ende d. 15. Jh. Gallus mit Bär, aus der Ostschweiz, 17. Jh. Petrus und Paulus, aus Buggell, Anf. d. 16. Jh. Oswald, aus Brigels, 16. Jh. Madonna, aus Graubünden, 16. Jh. Georg, von einer Wegkapelle bei Bäzünsi Gmibünden, 15. Jh. (Hechts) Madonna, 15. Jh. Unbekannte Heilige mit Buch, aus Granbünden, 15. Jh. Florian (Belief), aus Graubünden, 16. Jh. Stephanus, aus Biasca, Anf. d. 16. Jh. Wolfgang, aus St. Andreas in Sarnen, 15. Jh. Clara, aus Spirigen, Anf. d. 16. Jh. Johannes Ev., aus Mellingen, 42 \ Vl 16. Jh. Johannes Bapt., Anf. d. 16. Jh. Hl. Bischof und Sebastian, aus | Mellingen, 16. Jh. Ivo, aus St. Andreas in Sarnen, 16. Jh. Martin, aus 5 St. Gallen, 16. Jh. ( Tafelbilder: Madonna und St. Veronica, Anf. d. 16. Jh. Antonius f Bremita, oa. 1500. Mauritius und Theodul und zwei Bischöfe, aus dem Wallis, . 16. Jh. Fragment einer Predella mit dem Schweisstuche der Veronica, aus St. Gallen, 16. Jh. Petrus und Johannes Ev., Anf. d. 16. Jh. Zwei Fragmente einer Predella mit Daten 1529 und 1565, aus dem Thurgau. An der Seiten- ■ wand: Anbetung der Könige (Vorderseite), Tod Mariä (Rückseite), aus der Kirche von Ägeri (Zug), Ende d. 15. Jh. Wand gegen die Loggia, links: Vier Bilder mit Goldgrund: Martyrium der 10000 Ritter, St. Eligius der ; Schmied, Krönung Mariä, SS. Barbara, Hieronymus und Agnes, aus Zürich, ■■ vom «Meister mit der Nelke» (Heinrich Bichler von Bern?), Ende d. 15. Jh. — . Zwei Bilder aus dem Grossmünster in Zürich, von Hans Leu d.ä., dat. 1506: 1 Die Patrone Zürichs, Christus ihre abgeschlagenen Häupter darbringend, 3 St. Magdalena und St. Johannes Baptista in Landschaft. Über der Türe zur | Loggia: Kreuztragung Christi mit Monogramm des Hans Leu d. j. von Zürich $ (t 1531), aus dem Kloster Rheinau. Rechts: SS. Sebastian, Leonhard, Antonius ] der Einsiedler, Jacobus der ältere, Erasmus, ein Bischof, Agatha und Agnes, ü Mitte d. 15. Jh. Unten: Geisselung und Kreuztragung Christi, nach Stichen ^ von Martin Schongauer, vom «Meister mit der Nelke», Ende d. 15. Jh. Seitenwand: Anbetung des Christuskindes (Vorderseite), Verkündung Mariae (Rückseite), aus der Kirche von Ägeri (Zug), Ende d. 15. Jh. St. Georg, ca. 1500. Johannes Bapt. und Beschneidung Christi, Anf. d. 16. Jh. (Arbeit j des Hans Leu d. ä.). i I Möbel : Vorderseite eines grossen, spätgotischen Schrankes mit Wappen J von Hohenlandenberg und von Hünenberg (Jberg?), aus dem «Hungerhause» j in Rapperswil, dat. 1503. Gotischer bemalter Arehivschrank aus der Sakristei ■ des Grossmünsters in Zürich, Mitte d. 15. Jh. Spätgotischer, reichgeschnitzter ! und bemalter Schrank, aus Graubünden, Anf. d. 16. Jh. (Restauriert). Truhen: ; (Loggiaseite) 1. mit geschitztem Gitterwerk, aus dem Aargau; 2. mit Band- ; geschlingen, aus Burgdorf; 3. aus dem Kloster Münster (Graubünden), mit ' Darstellung einer Gemse, und 4. mit Wappen von Capaul und von Lumbrein, aus Flims (Graubünden); (Hofseite) 5. mit Spuren von Bemalung, aus Grau- 1 bünden, Anf. d. 16. Jh.; 6. mit Datum 1528, aus Graubünden; 7. mit ! Flachschnitzereien, aus dem Kloster Münster (Graubünden), ca. 1500. Raum Loggia. Kopie einer Frührenaissance-Decke aus der Casa dei Negromanti in Locarno mit Wappen der Orelli, Sforza, u. a., und später aufgemalten Wappen , der Püntiner aus Uri, 15. Jh. Türe mit spätgotischen Flachschnitzereien, aus dem Fraumünster in Zürich, Anf. d. 16. Jh. Korridor. Decken: Geschnitzte und bemalte, spätgotische Rosettendecke aus Arbon, Anf. d. 16. Jh. Geschnitzte spätgotische Balkendecke aus dem Hause «Zur goldenen Gilge» in Zürich, Anf. d. 16. Jh. Deckenfries mit Inschrift: «fründ an not tuond fier gäben ein lod, so sy sond hilflioh sin, so gand vier und drisg uf ein qwintli», aus der Kirche von Hedingen, 1514. Glasgemälde: 1. Fenster (oben links): Standesscheibe von Zürich, 1568. (rechts): Wappenseheibe Schwarzmurer von Zürich, 1. Drittel d. 16. Jh. (unten links) : Runde Ämterscheibe von Zürich, 1544. (rechts) : Rundscheibe mit Wappen des Anton von Erlach und seiner Gemahlin Laysen von Hertenstein, ca. 1540. (darunter links): Rundscheiben mit Wappen des Burkhart Wirz von Uerikon, 1542, sowie des Jakob Krieg von Bellikon und seiner Gemahlin Magdalena Hösch, (1542). (rechts) : Rundscheiben mit Wappen des Hans von Hinwil zu Elgg und seiner Gemahlin Beatrix von Hohen-Landenberg, ca. 1540, des Junkers Jakob Meiss und der Anna von Breiten-Landenbeig, ca. 1540. 2. Fenster (oben links): Wappenscheibe des Abtes Johannes VI. Schnewli von Altstetten in Wettingen, ca. 1538. (rechts)-. Alliance-Wappenscheibe des Hans Heinrich von Liebenfels und der Sibylla Reichlin von Meldegg, 1574, aus der Kanzlei zu Stein a. Rh. (unten links)-. Susanna am Brunnen mit Wappen des Lienhart Holzhalb, 1534. (rechts): Wappenscheibe Gugelberg, aus Schloss Andelfingen, Anf. d. 16. Jh. .9. Fenster (oben links): Ehepaar mit Wappen des Jakob Ziegler, 1536. (rechts); Belagerung von Bethulia und Gastmahl des Herodes mit Wappen Pfenninger, 1536. (unten links;) Graf Eberhard von Nellenburg und seine Gemahlin Idda, mit Wappen Nellenburg und der Stadt Schaffhausen, 1529. (rechts): Salomon empfängt die Königin von Saba, mit Wappen der Stadt Schaff- hausen und des letzten Abtes von Allerheiligen, Michael Eggenstorfer aus Konstanz. 4. Fenster (oben links) : Die Madonna und St. Bartholomäus mit Wappen des Städtchens Rheineck. (rechts): St. Jakob und St. Barbara mit Wappen des Appenzeller Landvogtes Conrad Brülisauer, Anf. d. 16. Jh. (unten links): Alliance-Wappenscheibe des Stoffel Effinger und der Margareta Muntprat, 1540. (rechts): des Augustin von Luternau und der Salome von Diessbach, 1540. Eglomises: 1. mit der Madonna in Landschaft und dem Wappen des knienden Stifters Rahn, dat. 1521, aus dem Kloster Seedorf (Uri); 2. Haus- altärchen mit Darstellung der Verklärung Christi, Inschrift, Monogramm des Glasmalers C. v. Egeri und Jahrzahl 1555. Gemälde: Altarflügel mit Darstellung der Begegnung von Maria und Elisabeth (Vorderseite) und der Auferstehung Christi (Rückseite), Anf. d. 16. Jh. St. Eligius, Anf. d. 16. Jh. Altargemälde mit den SS. Jakobus dem altern, Bischof Theodul, Katharina und Margareta, aus dem Oberwallis, vom «Meister mit der Nelke», ca. 1480. Zwei Altarflügel mit Darstellung 44 des Mauritius und der thebaischen Legion (Vorderseite) und der SS. Margareta und Nikolaus von Myra, Onophrius und Martin (Innenseite), von Hans Leu d. ä. Auferstehung Christi, Anf. d. 16. Jh. Verena und Ursula, Anf. d. 16. Jh. (Vorderseite) und St. Bernhard mit dem Gekreuzigten (Rückseite), aus einem Cisterzienserkloster, Anf. d. 16. Jh. Holzskulpturen: St. Anna selbdritt, aus Baden, 16. Jh. Heilige ohne Attribute, Innerschweiz, 16. Jh. Gruppe: Der zwölfjährige Jesus im Tempel, 15. Jh. Madonna, aus Graubünden, 15. Jh. Bischof und Barnabas, aus Würenlos, 17. Jh. Pieta, aus Boswil, 16. Jh. Heilige mit Buch, aus Lungern, 16. Jh. Unbekannter Heiliger, 16. Jh. Gruppe: Grablegung Christi, 16. Jh. Flachrelief mit Darstellung eines Blinden und eines Lahmen, 16. Jh. Holzstatuette des Bartholomäus Käufeler, "Werkmeister für Holzbau der Stadt Zürich, dat. 1564. Türbekrönung mit Reichsschild und dem Stadtwappen von Bremgarten, dat. 1519, aus dem Ratliause des Städtchens. Priese mit Flach- und Mass- werkschnitzerei, einer mit Inschrift: «blesi dischmacher 1497», aus der Kirche zu Hausen a./Albis, ein anderer mit Jahrzabl 1488, aus dem Rathause in Appenzell. Flachgeschnitzte Türe, aus Graubünden (Kopie). Bemalte Wappentafel aus der Kapelle des Kappeierhofes in Zürich mit Wappen von Citeaux, Eschenbach-Schnabelburg, des Abtes Ulrich V. Wüst von Zürich (f 1519) und des ehemaligen Cisterzienserklosters Kappel. Möbel : Spätgotischer Schrank aus der Sakristei der Kirche zu Gach- nang (Thurgau), von «Maister Peter Vischer zu Stein 1507». Gotischer Schrank mit Flachsclmitzereien imd Bemalung, aus dem Kanton Bern, Ende d. 15. Jh. Frührenaissance-Schrank, aus dem Thurgau, Anf. d. 16. Jh. Gotische Truhen mit Stabwerkomamenten, aus dem Kanton Bern, Ende d. 15. Jh., aus Poschiavo (Graubündert) mit Wappen Massella und Bassus und Intarsien, Anf. d. 16. Jh. Spätgotische Truhe, aus Territet (Waadt), 16. Jh. Truhenfronten (Heizkörperverkleidungen) aus der Westschweiz. Gotische Tische und Zargen, zum Teil mit Flachschnitzereien, aus der Ostschweiz und aus Graubünden, 15. und Anf. d. 16. Jh., die älteste mit den Inschriften: «uff diesen disch gehört win u(n)d visch; amor vincit o(mn)ia et deus rengnat illa», dat. 1474. Schrankfragmente aus Thayngen (Schaffhausen), 16. Jh. Schrankfuss mit Wappen der Äbtissin Angelina Planta und Schränkchen aus dem Kloster St. Johann in Münster (Graubünden), ca. 1505. Fragmente von Chorstühlen aus Churwaiden, dat. 1510, mit Wappen des ehemaligen Prämon- stratenser - Chorherrenstiftes und des Abtes Gebhard Benz oder Vitler aus Werdenberg (1497—1536). Fragment eines gewirkten Teppichs mit Wildem Mann, Hirsch und Einhorn, aus Spiringen, 15. Jh. Stickerei mit Darstellung einer Rittergeschichte und Wappen v. Cham und Zoller, aus Zürich, 1528. Abgüsse von Skulpturen in Chur, 15. Jh., und Solothurn (1549). Vitrinen: Holzschnitzereien, Schmuckkästchen u. s. w., zum Teil mit Kerbschnittverzierungen, 15.—17. Jh. ft* 11 ^sisüfe \?p ■ rs|' ■' : SÜ*. 1 "tmä ■mß s. ; ä* 45 Apotheke. U aun i Türpfosten mit Anbetung der hl. drei Könige und den SS. Fridolin 22 und Anna selbdritt, dat. 1565, aus Ingenbolil (Schwyz). Fragmente eines Frührenaissancetäfers aus dem Schellschen Hause in Zug, Anf. d. 16. Jh. Mobiliar aus der Apotheke der ehemaligen Benediktinerabtei Muri zur Zeit des Abtes Gerold Heim (1723 —1751), und Inventar aus dem 17. bis 19. Jh. Turmofen mit Hafner-Monogramm H. C. M. (Hans Caspar Müller von Zofingen), aus dem Schlosse in Schöftland, dat. 1694. Glasgemälde: Zwei Rundscheibchen, das eine mit Darstellung Christi als Apotheker und Wappen des Michael Weltz und seiner beiden Frauen, dat. 1630, das andere mit Anbetung der hl. drei Könige und Wappen des Murenser Abtes Fridolin Bummerer, dat. 1667. Handzeichnung mit Darstellung Christi als Apotheker, 17. Jh. „Arbonsaal“. R au m Spätgotische Medaillondecke mit Wappen des Reiches, des Papstes 23 Julius II., des Konstanzer Bischofs Hugo von Hohen-Landenberg (1496— 1532) und Ahnen seines Hauses, sowie mit Apostelbrustbildern, aus dem Schlosse in Arbon, dat. 1515, Fliesenboden nach Originalen im «alten Casino» in Luzern, Ende„ d. 16. Jh. Bemalte Blockwände aus einem Zimmer im Hause zum «hintern Pflug» in Konstanz mit Darstellung der Frühlingsvergnügen, Mitte d. 15. Jh. Renaissancetüren aus dem Bibliothekzimmer des Schlosses Vufflens (Waadt), Anf. d. 16. Jh. Gotische Credenz aus Genf, Ende d. 15. Jh. Glasgemälde (beim Eingang xu Baum 24 beginnend) : 1. Fenster : Wappenscheibchen des Hans Wirz, 1532 und des Max Schultheiss vom Schopf, 1530. 2. Fenster: Serie von Scheiben des Zürcher Glasmalers Nikolaus Bluntschli (meistens nach Dürers «Kleiner Passion»), aus dem Kreuzgange des Frauenklosters Tänikon (Thurgau): Christus im Tempel mit Wappen der Afra Schmid, Äbtissin zu Feldbach, 1559. Christus und die Samariterin mit Wappen der Beatrix von Grüt, 1558. 3. Fenster: Christus ni mm t, Abschied von seiner Mutter, mit Wappen der von Ulm und von Hinwil, 1559. Christus am Ölberge mit Wappen des Caspar Ludwig Haidenhaim und der Elisabetha Richlin von Meldeck, 1559. 4. Fenster: (oben) Wappenschilde des Reiches und der Stadt Zürich, aus der Kirche von Elgg, Anf. d. 16. Jh. (unten) Gefangennahme Christi mit Wappen des Christoffel von Kastelmur und der Amenlya von Ramschwag. Christus vor Hannas, mit Standeswappen von Zug, 1559. 5. Fenster: Christus vor Herodes, mit Wappen des Balthasar Tschudi von Glarus, 1558. Pilati Handwaschung, mit Wappen des Sebastian von Hohen-Landenberg und der Magdalena Blarer, 46 1559. 6. Fenster: Kreuztragung, mit Wappen der Veroniea Schwarzmurer von Zürich, 1558. St. Michael und St. Oswald, die Patrone von Zug. 7. Fenster: Wappenscheibe des Abtes Georg Müller in Wettingen (1528—29). Wappenscheibe Rordorf von Zürich, Anf. d. 16. Jh. Altäre: 1. Altarschrein mit den geschnitzten Statuetten von St. Anna selbdritt. Joachim und Joseph, aus Unterschächen, bezeichnet: «1521 H. A.» — Antopendium, Wollenstickerei, mit Darstellung der Verkündigung Mariä und dem Wappen v. Ulm, 16. Jh. 2. Altarschrein mit der geschnitzten Darstellung einer Verkündigung Mariä, aus Seewis (Graubünden), auf der bemalten Rückseite bez.: «... Kender maler zu bibrach», Anf. d. 16. Jh. — Ante- pendium, Wollenstickerei, mit Darstellung der hl. Familie, Wappen v. Ulm und Schenk v. Castel und Jahrzahl 1559. 3. Altaraufsatz von Gandria, Arbeit eines imbekannten lombardischen Meisters, ca. 1500. 4. Frührenaissance- Altar, aus der Wendelinskapelle in Kazis (Graubünden), mit Namen der Äbtissin Clara v. Reitnau. St. Anna selbdritt zwischen St. Magnus und St. Franziskus, zu Füssen der knieende Donator. Skulpturen: SS. Georg, aus Stein a.Rh., 16. Jh. Martin, aus Freiburg, Anf. d. 16. Jh. Magdalena und Katharina, aus Zug, Anf. d. 16. Jh. Vier Flachreliefs, zum Altäre von Seewis gehörend. Marmorstatue, Madonna mit Kind, vom Hause «Zum weissen Fräulein» in Zürich, italienisch, Anf. d. 16. Jh. Tafelbilder: SS. Katharina und Barbara, auf der Rückseite die Madonna, mit Monogramm J. B. (Jakob Boden in Bern), aus Bourg St. Pierre, 16. Jh. Verkündigung Mariä, auf der Rückseite SS. Georg und Margareta, aus Arth, Anf. d. 16. Jh. Anbetung des Jesuskindes durch die Magier, aus Boswil. Tod Mariä mit Wappen des Murenser Abtes Laurenz v. Heidegg, dat. 1542, aus Boswil. König Ludwig und Johannes Bapt. und Maria Magdalena und Barbara, aus Ladir (Graubünden), Anf. d. 16. Jh. SS. Ulrich und Antonius und Elisabeth und Ursula, aus der ehemaligen St. Michaelskirche in Zug, Anf. d. 16. Jh. SS. Peter und Paul, angeblich aus dem Grossmünster in Zürich, Anf. d. 16. Jh. Begegnung von Joachim und Anna (zum Altar von Kazis gehörend). Tischplatte, gemalt von Hans Holbein d. J., 1514. Portrait in Lebensgrösse des Obersten Wilhelm Fröhlich (Tugginer) von Zürich in Solothurn, gemalt von Hans Asper 1549. Textilien: Treppenaufgang : Fragment eines gewirkten Teppichs mit drei wilden Männern und drei Fabeltieren (Todsünden?), 15. Jh. Gewirktes Antependium mit der symbolischen Darstellung des Gartens der Jungfrau Maria, dat. 1480, aus der hl. Kreuzkapelle in Lachen. Wollenstickerei mit Darstellung der Verkündigung Mariä und der Anbetung der Hirten, Wappen Luchs-Escher und Blarer von Wartensee, dat. 1620. Fragment eines gewirkten Teppichs mit Auffindung des Moseskindes, 17. Jh. Wollenstickerei mit Wappen Zollikofer und Spindler, 1624. Kleiner gewirkter Teppich mit dem Urteil 47 Salomons, 16. Jh. Wollenstickerei mit Darstellung der Kundschafter mit der Traube, 1619. Leinwandstickerei mit Darstellung der Verkündigung Mariä, 16. Jli. Treppenwand: Wollenteppich mit Wappen Pfyffer und Segesser, 1552. Gewirkter Teppich mit drei allegorischen Vögeln (Eifersucht?), 15. Jh. Gewirkter Teppich mit Wappen Raron, angeblich aus der Burgunderbeute stammend, 15. Jh. Fragment eines gewirkten Teppichs mit Darstellung einer Jungfrau lind Inschrift «nur dim willen», 15. Jh. Zwei grosse gewirkte Teppiche mit von Tieren und Fabelwesen belebtem reichem Pflanzenwerk, burgundische Arbeit des 15. Jh. Kleine Wollenstickerei mit Wappen Hess und Darstellung einer Wäsche, 16. Jh. Wollenstickerei, Salomon und die Königin von Saba, Wappen Luchs - Escher, Ende d. 16. Jh. Parkseite: Fragment eines gewirkten Teppichs mit einem Liebespaar und Inschriften: (Dame mit Vergissmeinnicht) «Kannst du holder (Hollunderblüte als Symbol des Todes) lieb haben, bliemlin vergiss nit mi(n) soltu tragen»; (Jüngling) «holder hot nur min herr besesen das ich aus leides han vergessen, 15. Jh. Mittelwand: Wandteppich (Wollenstickerei) mit Darstellung einer Jagd, Wappen Grebel und Stoll und Jahrzahl 1585. Inschriften: Jäger: ich hat) lang gejagt mit minen winden und kann kein wilds in der walt finden. Jungfrau: Gott grütz dich edler Jüngling, sei nid vul und uff . . . Franziskaner: Juncfrauw ich sag üch on allen spass ir vinden kein triiw w(an) allein by gott, 1585. Wollenteppich mit Allianzwappen d* Rudolf Grimm imd der Maria v. Arx, aus Solothurn, Ende d. 16. Jh. Truhen aus dem 16. Jh.: Eingelegte Truhe mit Wappen Zurlinden und Letter, aus Zug. Renaissance-Truhenfront, ca. 1530, aus der Westschweiz. Frührenaissancetruhe mit gotischen Masswerkornamenten, aus Wil (St. Gallen), Anf. d. 16. Jh. Intarsientruhe mit Doppelwappen, wovon das eine Wallier, aus Solothurn, 1. Hälfte d. 16. Jh. Frührenaissance-Tiuhenfront, aus der Westschweiz. Renaissance-Truhe mit Darstellung der hl. drei Könige, aus St. Ulrichen (Wallis), 1. Hälfte d. 16. Jh. Kleine Renaissance-Truhe, dat. 1539, aus Huttwil. Spätgotische Truhe, aus der Westschweiz, Anf. d. 16. Jh. Renaissance-Truhe mit Intarsien, aus dem Frauenkloster in Altdorf, 1. Hälfte d. 16. Jh. Renaissance-Truhe, 1. Hälfte d. 16. Jh. Bemalte Truhe mit Wappen von Hohen - Landenberg und Schellang, dat. 1556, aus Schloss Mammertshofen (Thurgau). Eingelegter Tisch mit lateinischer Inschrift und Wappen Schneeberger und von Schönau, dat. 1570, aus Zürich. Vitrine: Stickereien und Spitzen, 16.—18. Jh. Walliser Zimmerehen. Teile eines geschnitzten spätgotischen Getäfels mit Decke aus dem Unterwallis, 15. Jh. Gotische Credenz, Fragmente einer gotischen Credenz Raun 24 48 mit der geschnitzten Darstellung von Adam und Eva, und einer Bettstelle, j aus Genf, Ende d. 15. Jh. Glasgemälde mit Standeswappen von Bern und | Freiburg, Anf. d. 16. Jh. | Hölzerne Kalendertafel, Analphabetenkalender, aus Brig, 15. Jh. < Holzstatuette, Engel im Diakonengewande, aus Basel, Anf. d. 16. Jh. Ü Fragmente eines kleinen Altars mit dem Schweisstuch der Yeromea jj und den SS. Sebastian und Barbara, aus dem Wallis, 16. Jh. i Tafelbild mit Darstellung der Gefangennahme Christi, aus Biel (Wallis), j Mitte d. 16. Jh. Gotische Messingkanne, aus Bremgarten, Anf. d. 16. Jh. Zwei Messingtaufschüsseln, Anf. d. 16. Jh. HjHUI Zimmer mit Flaehschnitzereien 2 g aus dem ehemaligen Frauenkloster Oetenbaeh in Zttrich, 1521. Glasgemälde: 1. Fenster: a) Wappenscheibe des Heinrich Eseher vom Luchs, Vogt zu Greifensee (f in der Schlacht bei Kappel, 1531). b) Wappenscheibe der Familie Michel von Schwertschwende mit Schildhalterin. e) Wappenscheibe der Zürcher Büchsenschützen, alle drei vom Anf. d. 16. Jh. 2. Fenster: a) Susanna und die Alten mit Wappen der von Cham und Röust, 1530. b) Versuchung Josefs mit Wappen des Urs und Hans Hab, 1530. Ofen mit farbigen Reliefkacheln, dat. 1638, aus Langenthal (Bern). Leuchterweibchen, Facsimile des Originals von 1541 aus dem «Göldlin- : hause in Rapperswil mit Wappen Göldli und Muntprat. Möbel: Schrank mit gotischen und Frührenaissance-Ornamenten, dat. 1523, aus Elgg (Kt. Zürich). Zwei flachgeschnitzte, spätgotische Truhen, die eine mit Helden des Altertums, aus dem Wallis, die andere mit Rankenwerk und Halbfiguren, aus Freiburg, Anf. d. 16. Jh. Truhe mit Fuss und dem Wappen der Urner Familie Im Ebnet, aus dem Frauenkloster Fahr (Aargau), 1614. Gotischer Tisch, aus Graubünden, und Faltstühle, 16. Jh. Gemälde: Bildnisse des Chronisten Joh. Stumpf, dat. 1538, und eines unbekannten Mannes, beide von Hans Asper. Holzrelief mit Darstellungen aus dem Leben der SS. Gallus und |j Othmar, 16. Jh. -S Textilien: Wollenstickereien mit Anbetung und Taufe Christi, Ende ? d. 16. Jh. Wollenstickerei mit der Verkündigung Mariä, und Wappen 1 Röust, von Schönau, Sclimid und Meiss, dat. 1579, aus Zürich. Gewirkte Bordüre eines Betthimmels mit Darstellungen aus dem Leben Christi von der Verkündigung bis zur Taufe und den Wappen Im Thum und Stockar ' (Schaffhausen), dat. 1583. Zwei Stickereien mit Darstellung der Lebensalter, i 1579, aus der Ostschweiz. Decke mit Sammet- und Seide-Applikationen und i unbekanntem Wappen, dat. 1680. Gewirkter Teppich mit der Anbetung der 1 Ucfitdruckanstalt Alfred Ditisheim, Basel 49 Könige, (lat. 1597. Leinenstiekerei mit Darstellung der Legende von der Gründung der Fraumünsterkirche durch die Königstöchter Hildegard und Bertha. Inschrift: «der Hirtz gad vor uns hin zum gotzwort stat min sin icli danet dir her vor uss und ab dz iehs in fromckeit fanden liab 1539». Sesselüberzug mit Darstellungen aus der Geschichte Simons und den Wappen Zollikofer und Schlaprizi, 1608. Kelchtuch mit Gold- und Perlenstickerei, aus dem Kloster St. Anna im Bruch, Luzern, 17. Jh. Seidenstickerei auf Leinwand mit Darstellung der Auffindung des Moseskindes, Ende d. 16. Jh. Prnnkzinuner aus der (’asa Pestalozzi in Piiiavenna, Raum 26 dat. 1585, mit Wappen des Antonio und der Angelica Pestalozzi. Farbiger Relicfkachelofen mit Darstellungen aus der Gründungs- geschickte des Schweizerbundes, Mitte d. 16. Jh. (Restauriert). Glasgemälde, Arbeiten des St. Galler Glasmalers Andreas Hör: 1. Wappenseheibe des Caspar Schürer und der Elisabeth Studer, 1563, mit Darstellung Daniels in der Löwengrube. 2. Darstellungen aus der Tellengeschichte und eines Scheibenschiessens samt Wappen des Andres Enginer, 1563. 3. Judith vor dem Zelte des Holofernes und Susanna im Bade, samt Wappen des Niklaus Schlumpf und der Helena Studer, 1563. 4. Christus und die Ehebrecherin, samt dem Wappen des Caspar Ilüselich und der Katharina Marbach, 1562. 5. Alliance-AVappenscheibclien des Jakob Schlaprizi und der Anna Studer (vergl. Raum 28) mit Darstellung einer Entenjagd, 1563. 6. AA r appenscheibchen des Melchior Rotmund mit Darstellung einer Hirschjagd, 1563. Möbel. Renaissance-Spiegel mit AA'appen Pestalozzi, aus Chiave.nna, 16. Jh. Renaissance-Tisch aus Genf. Reiehgeschnitzte Truhen aus Lugano, die eine mit AVappen von Orelli, 16. Jh. Zwei Bronzevasen, französische Arbeiten von Thomire, Anf. d. 19. Jh. Iteiiaissancczininicr aus der „Rosenburg“ in Stans. Raum 27 Das sog. Höfli, später «Rosenburg» genannt, seit dem 13. Jh. der Rittersitz der murbachsclien Meyer in Stans, gelangte um 1564 in den teilweisen Besitz des nidwaldner Staatsmannes Joh. Wasner, wahrscheinlich durch seine Prau Margareta Zeiger, und wurde 1564 —1566 durch einen bedeutenden Anbau, aus welchem das Zimmer stammt, vergrössert. Kachelofen mit AA r appen des Joh. AVaser, dat. 1566, und Monogramm M. K., zum Zimmer gehörig. Glasgemälde: Figuren- und Wappenscheiben innerschweizerischer Geschlechter, der Landschaft March, des Amtes Entlebuch und des Stiftes Beromünster (Luzern), aus dem Ende des 16. und Anf. d. 17. Jh. 50 Gemälde: Bildnisse des Veit Vingerlin (t 1559) und des Hans Vingerlin (t 1612). Darstellung der Kreuzigung und der Himmelfahrt Christi samt der Familie des Stifters und den Wappen von Wöllwart und Hohen-Landen- s berg, 16. Jh. Der Tellenschuss, 17. Jh. \ Vergoldete Bronzestatuetten, aus Rheinau, 17. Jh. Grosse Standuhr, 17. Jh. R aum Zimmer aus dem Schlösschen Wiggen bei Korscluicii, 1582. 28 10 Grüner Reliefkachelofen mit Wappen des Jakob Schlaprizi und der ; Anna Studer, zum Zimmer gehörend. j Glasgemälde (zum Zimmer gehörend) mit Wappen ostschweizerischer | Geschlechter, aus dem Anf. d. 17. Jh. ' Möbel : Ausziehtisch, aus Schloss Schwandegg, 17. Jh. Klapptisch, . aus Schloss Mammertshofen, 17. Jh. Truhe, dat. 1638, aus Pontresina. Bildnisse: H. C. Wirz von Zürich, 1613. Bemaltes Holzrelief mit Brustbild des Reformators H. Bullinger (1504—1575), seit 1531 Nachfolger Zwinglis am Grossmünster in Zürich. Aquarell mit Wappen der Familie ; Rollenbutz, 17. Jh. J. Stampfer von Zürich, 1608. • HjUPI Seidenhofzimmer. !j 28 1 Prunkzimmer aus dem 1592 von den Brüdern David und Heinrich ; Werdmüller erbauten «Seidenhofe» in Zürich, mit zugehörigem Ofen von ,j Ludwig Pfau, Hafner in Winterthur, dat. 1620, und Tisch. ) Glasgemälde: 1. Fenster: Darstellung der vier Jahreszeiten mit Wappen i zürcherischer Geschlechter, von Glasmaler Josias Murer in Zürich, 1599. ! Figurenscheibe mit Wappen der Niederwasserschiffer von Zürich, 1581. : Untergang der Söhne Arons, 1545; das Passahmahl, nach einer Zeichnung J von H. Holbein, 1545, beide mit Wappen zürcherischer Chorherren, vor- f mutlieh von Carl v. Egeri, aus dem Pfarrhause zum Grossmünster in Züriclq ) Figurenscheibe mit Wappen Heidegger und Murer, 1593, Arbeit des Zürcher I Glasmalers Christoph Murer. — 2. Fenster: Rundscheiben mit Wappen j zürcherischer Ratsmitglieder, 1598. Rundscheibe mit Wappen Wirz-Bodmer, 3 1593. \ Raum Korridor. 30 uu Kleine Kasettendecke aus dem «Venedigli» in Zürich, 17. Jh. Flachgeschnitzte, spätgotische Deckenfriese, aus der Kirche von Win- . disch (Aargau), Anf. d. 16. Jh. ;; Renaissance-Steinportal aus dem Abthofe in Wil, dat. 1565, mit Wappen des St. Galler Abtes Othmar II. Kuonz von Wil. t 51 Steinportal mit Jahrzahl 1572. Möbel, Geweihe, Schnitzereien, Bilder: (Beim Steinportal) Zwei Kar- tonchen mit Wappen des Junkers Joh. Jak. vom Staal, Schultheiss zu Solothurn (-(-1657) und seiner drei Ehefrauen Anna von Remonstein von Delsberg (+ 1627), Helena Schenkin von Castel und Maria Franziska von Hertenstein, aus Solothurn, 17. Jli. Abnormes Rehgeweih auf einer Männerbüste, aus Sitten, 16. Jh. ( Wand gegen die Zimmer, beim Steinportal beginnend) Renaissance-Schrank mit den Wappen Reichlin von Meldegg und von Ulm, sowie dem Meistennonogramm II. S., dat. 1565, aus dem Thurgau. Buffet mit Intarsien, 16. Jh. Doppelbecher aus Maserholz, aus Bremgarten, Anf. d. 16. Jh. Renaissance-Truhe mit Wappen von Ulm und Hundbiss von Waltrams, dat. : 1550, aus der Ostschweiz. Bildnisse des Junkers Andreas Schmid, Ratsherr . und Pannerherr von Zürich (f 1568) und seiner zweiten Gemahlin, Anna : Schürer, gemalt von Hans Asper 1538. Hirschgew r eih (Zwölf-Ender) mit geschnitzter Darstellung der Susanna im Bade, aus Laax (Graubünden), 16. Jh. Türbekrönung mit Wappen Göldli und Muntprat, dat. 1541, aus dem ehemaligen Göldlihause in Luzern. Renaissance-Truhe mit Wappen Muntprat und v. Althausen, 16. Jh. Hirschgeweih (Sechzehn-Ender) mit der geschnitzten Darstellung der «Fortuna», aus Schloss Goldenberg, 16. Jh. Kleine Inschrifttafel aus Solenhoferstein, von «Konratt Ossenrott von Konstanz, 1635», in geschnitztem Rahmen, mit Miniaturbildnis des Zürcher Bürgermeisters Hans Heinrich Holzhalb (f 1637), gemalt von S. Hofmann von Zürich. Geschnitzte Holztafel mit den X Geboten und dem bemalten Reliefbild des gleichen Bürgermeisters, von Bartolome Paxmann, 1621, beide Tafeln aus dem Hause zum «Wilden Mann» in Zürich. Reich geschnitzter Renaissance - Schmuckschrank, aus dem Schlosse Eigenthal, Anf. d. 17. Jh. Bildnis des Albrecht Manuel, Schultheiss von Burgdorf (geh. 1611, f 1650) und seiner Gemahlin Katharina von Bonstetten (geh. 1615). «Löblicher Stadt Zürich Immerwährender Regiments Spiegel», dat. 1657. Kredenz aus der Westschweiz, 17. Jh. (Fensterwand) Renaissancetruhe mit Wappen von Landenberg, Mitte d. 16. Jh. Kartusche mit den Wappen von Graffenried und Michel von Schwertschwende, aus dem Schlosse Wildegg, 17. Jh. Grosse Renaissance-Truhe mit Intarsien und Schnitzereien. Mitte d. 16. Jh. Kleine Kartusche mit Wappen des Joh. Theob. Wehrlin von Greiffenberg, Abt von Rheinau (f 1598), aus dem Pfarrhause in Berg a. I. (Kt. Zürich). Renaissance-Truhe mit Intarsien, aus dem Kt. Baselland, Mitte d. 16. Jh. Grosser Renaissance-Schrank mit Wappen Lib (wahrscheinlich des Konstanzer Domherrn), Mitte d. 16. Jh., Ostschweiz. Totentafel der Frau Verena von ' Mantz, geborne Schenkin von Landegg (f 1526) und der Geschwister Helena ; und Brigitta von Helmsdorf, 1579, mit Darstellung einer Pieta, aus dem Kloster St. Katharinenthal. Astronomische Uhr, Meisterstück, aus Zürich, 17. Jh. ( Vorraum vor dem Wiggenvimmer) Buffet aus der Ostschweiz, 17. Jh. Holzmedaillons mit Wappen der drei Bünde des Kantons Graubünden und des Bischofs von Chur, von einer Saaldecke aus dem Veltlin, 17. Jh. DreL Holzmedaillons mit Wappen des Protonotarius apost. Guntem aus Ernen,1 dat. 1660, aus Münster (Wallis). Wandschrank mit Wappen des Abtes von; Fischingen, Placidus Brunsclrvvyler, A'nf. d. 17. Jh. Bild des sei. Nildaus von* der Flüe, aus der Kapelle von Keckingen (Aargau), 17. Jh. Zürcher Familien-i bildnisse. Glasgemälde: Serie von Scheiben aus dem Kreuzgange des ehemaligen Cisterzienserinnenklosters Rathausen (Luzern), Geschenke des päpstlichen); Nuntius, des Domdekans und des Kapitels zu Konstanz, verschiedener Klöster, und Stifte, befreundeter Städte und Gönner des Klosters, mit Darstellung} der Erschaffung des ersten Menschenpaares, des Sündenfalles und aus dem’ Leben Christi, erstellt zu Ende d. 16. und Anf. d. 17. Jh. durch die Glasmaler’ Franz Fallenter und Jakob Weymann, von Luzern und Michael Müller von Zug| Textilien: Gestickter Teppich mit Wappen Stockar und Tsehachtlan,® 1553. Gestickter Teppich (Punto ungarese), 17. Jh. Grosser gestickter^ Wollenteppich mit dem Stammbaum der Grafen v. Dillingen und Kiburg in Porträt-Medaillons samt den Wappen des Zürcher Bürgermeisters Bernhard' v. Cham und seiner Frau Agnes Zoller, dat. 1568. Wollenteppich mit Rosetten-^ muster, aus Zürich, dat. 1609. Gestickter Teppich mit Darstellung eine» Gastmahls, Wappen v. Hinwil und v. Rotenstein und Jahrzahl 1528, aus Clmr.| Gestickter Teppich mit reichem Rankenwerk und Darstellungen der Weiberlist (Salomom und die Königin von Saba, Simson und Delila, David und Bathseba| Judith, Virgilius) dat. 1552. Teppich mit Darstellung der Verkündigung, Mariä und den Evangelistensymbolen, aus Schloss Wildegg, Ende d. 16. Jh? Teppich mit Applikationsstickerei und Darstellung von Tierfiguren, aus dem Wallis, 18. Jh. Wollenstickerei mit Darstellung des schlafenden Tobias und Wappen der Elisabeths Gessner, dat. 1605. Teppich mit Wappen de Courten und Riedmatten, dat. 1669. Korridor. Decke mit spätgotischen Friesen aus der Kirche von Berg am Irchel. Au f , d. 16. Jh. ;j Grosser Gobelin mit Darstellung des Bündnisses zwischen Ludwig XIV von Frankreich und den Gesandten der Eidgenossen in der Notre-Dame zu Paris am 18. November 1663. Aus der Serie der für Ludwig XIV. angefertigten Gobelins, genannt «Histoire du Roi», nach Entwürfen von Charles Lebrim. > IT mmm- wrm mm T‘vF, ■ : iS ■' W 8 Ä 1. König Ludwig XIV., 2. Bürgermeister Waser von Zürioh, 3. Schul thoiss v.Diess- bauh von Born, 4. Abgosandto der Eidgenossen, 5. Cardinal Anton Barberini. 6. Staatsminister Donnisson, 7. Josuit Annat, Beichtvater des Königs, 8. Herzog von Orleans, 9. Prinz von Condö, 10. Horzog Enghion, 11. Ceremonionmeistor, 12. Jean do Labarde, Gesandter bei den Eidgenossen, 13. Musketier der Schweizorgarde, 14. Ceroraonicnmeister, 15. Maria Therese Gemahlin Ludwigs XIV., 16. Anna von Oesterreich, Mutter des Königs, 17. Herzogin von Orleans, 18. Bischof von Chartres mit dom Capitel der Notre-Damo. Gemälde: Darstellung des Einzuges der eidgenössischen Gesandten in Paris zum Zwecke eines Bündnisses mit Ludwig XIV. am 9. November 1663. Gemälde von Maler Veit (Sehaffhausen) aus dem Jahre 1699 mit allegorischer Darstellung zur Erinnerung an die durch den Streit mit Oesterreich wegen Kündigung des Nellenburg’schen Pfandschaftvertrages von 1652 ver- anlasste Konferenz der 7 evangelischen Orte in Sehaffhausen, Tafelbild mit Darstellung eines Schiessens der Bogensohützengesellschaft in Zürich, dat. 1627. Bildnisse des Bürgermeisters Waser 1654 (IX), des Hans Füssli, Giessers der grossen Kanone im Hofe des Museums, geb. 1616, f 1679, des Zürcher Scharfrichters Joh. Jakob Volmar und seiner Frau Maria Berchtold, gemalt von Conrad Meyer in Zürich (V) und anderer Zürcher. Möbel: Kredenzen, Truhen, Tische und Stühle aus der Westschweiz, 16. und 17. Jh. Glasgemälde: Fortsetzung des Cyklus von Rathausen (vgl. Raum 30). Geschenke der Gesandten Heinrich IV. von Frankreich und Philipps II. von Spanien, sowie von Patriziern, eidgenössischen Ständen und Städten; auf der Scheibe der Stadt Luzern die Reformatoren Luther und Zwingli im Höllen- rachen. Figurenscheibe mit Darstellung des Karthäuser Generalkapitels und mit Scenen aus dem Loben des Hl. Bruno, Stiftung des Convents zu Ittingen (Thurgau), 1588. Vitrinen: Erzeugnisse der Eüsslischen Erzgiesserei (Spanisch-Suppen- fSohüsseln, Mörser u.s.w.) mit zugehörigen Holzmodellen. Zinngeschirr, 16.— 18. Jh. j Liehthof. Raum j Decke mit flachgesclmitzten Renaissance-Friesen aus dem «Hofe» zu Neunkirch (Sehaffhausen) mit Zeichen des Meistere, Wappen von Sehaffhausen und Datum 1555. Fliesenboden mit Wappen des Johannes Waser, aus der «Rosenburg» in Stans, dat. 1566. 54 Geschnitzte Balken (Unterzüge) aus Proment,houx bei Nyon, 16. .Th. Flachgeschnitzte, spätgotische Friese aus dem Auf. d. 16. Jh. Möbel: Eingelegtes Büffet, aus Schaffhausen, 17. Jh. Schrank, dat. 1682, aus Rebstein. Intarsientruhe mit Inschrift aus dem Kloster St. Anna ■ im Brach, Luzern, Anf. d. 17. Jh. Geschnitzte Truhe, Kt. Bern, 17. Jh. Gemälde: Bemalte Holztafel mit Wappen des Markgrafen Friedrich von Baden -Durlach und der Stände Zürich und Bern, zur Erinnerung an den 1612 'geschlossenen Bund für Beschirmung der evangelischen Religion, vom Fischmarkt in Schaffhausen. Epitaph der zugerischen Familie Letter mit Darstellung der Himmelfahrt Mariä. Yotivbild mit Darstellung von Maria und Martha vor Christus, dat. 1615 Glasgemälde: Bauemscheibchen, 17. und 18. Jh. Vitrinen: Kupfer- und Zinngeräte, 16. —18. Jh. II. Stockwerk. Wir betreten die Steintreppe xum, II. Stock und wenden um nach rechts. Raum Gallerie. 33 Büffet aus Bürglen (Uri), 1595. Bettlade des Balthasar Planta, angefertigt von Antoni Zanet, 1650, aus dem Engadin. Raum Zimmer aus dem Winkelriedhause in Stans. 34 Gewalmte Kassettendecke mit Papiertapeten, 1600. Ofen von H. H. Graf in Winterthur, dat. 1645. Möbel aus dem 16. und 17. Jh. Leinenstickereien, 16. und 17. Jh. Bandwebstiihlchen. ‘ Glasgemälde: 1. Kreuztragung Christi nach Rudolf Manuel, mit Wappen s von Hans Wild, 1556. 2. Kaiser Heinrich imd St. Margareta, mit unbekannten ; Familienwappen. 3. Grosse Wappenscheibe: Luchs-Escher, Wellenberg und von der Lauwiok, aus Schloss Eigenthal, 16. Jh. 4. St. Meinrad, Madonna und St. Pelagius mit Wappen des Abtes Adam Heer von Einsiedeln (1569— 1610). 5. Anbetung der Könige mit Wappen von Caspar Schufelbül, 1539, Arbeit von Niilaus Bluntschli in Zürich. Raum Korridor. 35 Möbel aus dem Kanton Graubünden, 17. und 18. Jh. Fensterreihe mit bemalten Fall-Läden, von einem Bauernhause in Sins (Aargau), dat. 1765. Glasgemälde: 1. Fenster (rechts): Scheibe mit Darstellung aus dem Leben des verlorenen Sohnes und Wappen Erni, 1598. (links) Figurenscheibe 55 mit zahlreichen Familienwappen, Monogramm C. K. 2. Fenster (links): Verkündigung, die hl. Frauen und Johannes am Grabe Christi. «Mar Suter Pfarer zu Gossau & M. Joan utwardus Scotus Edubu .... etc. 1608» von Hans Melchior Hug in Wil (rechts) Anbetung der Könige, mit Wappen Schmitter und Müller, 1691. Vitrine: Kassetten, Holzfiguren u.s.w. aus dem 17. und 18. Jh. Zimmer aus dein Kloster Münster ((iraubttiuleu). Raum Täfer aus Arvenholz, samt Ofen imd geschnitztem Gestell, dat. 1630, 36 mit Initialen V. K. V. H. P. (Ursula Karl von Hohenbalken, Äbtissin, f 1066), aus dem Frauenkloster St. Johannes Baptista zu Münster (Graubünden). Wir icenden uns xurüek xum Treppenatifgang und von da nach der Abteilung links. Ausstellungsräume. Raum Möbel aus dem 16. und 17. Jh. Bettlade mit zwei unbekannten 37 Wappen, dat. 1599. lind Glasgemälde: Wappenscheiben des Josua von Mosshaim, 1592, und 38 des Lott Stimmer, Schulmeister und Burger zu Schaffhausen, 1566. Bemalter Zürcherofen aus dem Ende d. 18. Jh. Möbel aus dem 17. Jh. Zimmer aus Biasca. Raum Renaissancezimmer aus der 1587 datierten Casa Pellanda in Biasca. 39 Ofen mit allegorischen Darstellungen von David Pfauw, Hafner in Winterthur, 1636. Glasgemälde: Die keusche Susanna mit Wappen des Pfarrers Conrad Emisegger zu Lichtensteig und Wattwil, 1585. Abrahams Opfer, mit Wappen des Martin Koch und der Elisabeth Ziegler, 1565. Arche Noah und der betrunkene Noah mit Wappen des Noah Wölflin, des Rats zu Bern, 1561. Ausstellungsräume. Raum Möbel aus dem 17. und 18. Jh. Reisekoffem. Walliser Teppiche. M Musikinstrumente, 18. Jh. Glasgemälde. 1. Fenster: Wappenscheibchen des Emanuel Faesch, Oberst-Brigadier, Ende d. 17. Jh. und der Prediianten zu Zofingen, Cornelius Suter und Samuel Rohr, 1700. 2. Fenster: Figurenscheibchen mit 18 kleinen Wappen der Constaffel in Zürich, 17. Jh. Scheibchen mit Venus und Amor und Wappen des H. C. Aberli, Wirt zum Rössli in Zürich, 1643. Bemalte Bauernmöbel und Geldkisten, 18, Jh. Walliser Teppiche. Grosses Billard aus Schloss Wildegg, 18. Jh. Orgel von Heinrich Pestalozzi, aus Yverdon. 56 Raum Glasgemälde. 1. Fenster: Abrahams Opfer mit Wappen des Ulrich Hertzig aus dem Thurtal, 1611, von II. M. Hug. Urteil Salomons mit Wappen des Hans Hofstettor, Landvogt zu Interlaken, 1591, aus der Kirche von Brienz, 2. Fenster: Scheibchen mit Darstellung dos jüngston Gerichtes, Auf. d. 17. Jli. Martyrium des hl. Mauritius, Anf. d. 17. Jli. Von Raum 41 aus steigen ivir über eine kleine Steintreppe nach der Kostümsammlung (Räume 53 — 63, siehe Seite 67). Wir steigen die steinerne Wendeltreppe hinunter nach dem I. Stockwerke, durchschreiten die schon besichtigten Korridore 30 und 31 und setxen vom Lichthofe 32 aus unsere Wanderung fort nach dem anstossenden R al!nl Gallerierauin. 42 Piscina mit eiserner Tiiro und Inschrift: «hodie mihi, oras tibi», dat. 1573, aus St. Gallen. Zwei Türen aus dem ehemaligen «Musiksaale» des Fraumünsters in Zürich, 1684. Möbel aus dem 17. und 18. Jh. Wappentafeln der Landvögte zu Greifensee vom Jahre 1107— 1798 und der Stiftsverwalter zum Grossmünster in Zürich, 17. Jh. Raum Saal aus dem „Lochmannhause“ in Zürich. 43 Erbaut von Heinich Lochmann, geb. 1613, 1648 —1654 Oberst des ehemaligen Regimentes Rahn in französischen Diensten, von Ludwig XIV. geadelt. Nach Zürich zurückgekehrt, vermählte er sich mit Emerontiana Gossweiler (siehe Alliancewappen an der Decke), f 1667. Porträts von Mitgliedern des französischen Königshauses, hervorragender Staatsmänner und Kriegsführer aus dem 17. Jh. Decke mit mythologischen Darstellungen. Glasleuchter, für diesen Saal im Jahre 1785 zum Preise von 106 Pfund aus Venedig bezogen. Vier Reliefs, das eine, mit Darstellung von Zürich und Umgegend, 1630, die andern Projekte für die Befestigungsanlagen der Stadt, 1640. Ofen mit Darstellungen aus der Schweizergeschichte, zürcherischer Landvogteien u.s. w. von Daniel Pfauw, Hafner in "Winterthur, 1698. Geschenk der Stadt Winterthur in das Rathaus von Zürich. Truhen (beim Ofen beginnend): 1. mit dem Wappen der ausgestorbenen Solothurner Familien Greder und Wallier, 16. Jh. 2. Truhe aus Brig, Ende d. 16. Jh. 3. Truhe mit Inschrift Marie Duchosne, dat. 1552, aus Yverdon. 4. Wallisertruhe mit Wappen Kuntschen und de Quartery, aus Leytron, 16. Jh. 5. Truhe mit "Wappen der Familien Flaction aus Yverdon und Thomasset aus Orbe, 1612. 6. Truhe, aus Genf, Anf. d. 17. Jh. .... V •. '£ *- . *W W“, li w&r- t, > : v.y- v I i&i’üg ■ ■': 57 Glasgemälde. 13 Grisaille-Scheiben dor Zünfte Zürichs, mit Wappen ihrer Klein- und Gross-Rate aus den Jahren KS96—1.698, gestiftet auf das Haus «zum Schützen», wahrscheinlich von Glasmaler II. W. Wolf in Zürich. Serie von vier Wappenscheiben zürcherischer Standespersonen in Grisaille- Umrahmung, Ende d. 17. Jh. Ruudscheiben (beim Ofen beginnend): 1. mit Wappen des Eähndrich Hans Lier von Cappel und der Verena Steimin, 1682, von Glasmaler Michael Müller II. in Zug; 2. mit Bildnis des Königs Gustav Adolf von Schweden, 1633; 3. mit Wappen des Caspar Wishan, Vogt zu Signau, Anf. d. 16. Jh.; 4. mit Wappen des Felix Brunner, Bauherr der Stadt Zürich, 1566 (Kopie); 5. mit Wappen des Marx Escher, und der Margareta Blarer von Wartensee, von Glasmaler Jos. Murer in Zürich, 1574; 6. mit Wappen des Pfarrers Josua Kessler, ca. 1609; 7. mit Wappen der Keller zum Steinbock in Zürich, Ende d. 16. Jh., beide aus dor Kirche von Ottenbach, Kt. Zürich; 8. mit Wappen des Konrad Sohmid und des Hans Heinrich Erni, 1673, von Glasmaler II. W. Wolf; 9. mit Wappen des II. C. Peyer im Hof und der Euphro- sina Schulthais, 1598; 10. mit Wappen des W. im Turm und der Barbara r Peyer, 1609, beide von Glasmaler Hans Caspar Lang d. ä. in Schaffhausen; 11. mit Wappen des David Hess, Zunftmeister, 1688; 12. mit Wappen des Johannes Escher im Seidenhof (Zürich), 1747, von dom Zürcher Glasmaler 11. C. Meyer.' Obere Kapelle. (jjum Spätgotisches Türgericht mit den Standeswappen von Luzern und 44 geschnitzter Türe mit dem Gemeindewappen von Merensclvwand (Aargau), aus der dortigen Kirche, 17. Jh. Barockkanzel, dat. 1687, und Chorstuhl, dat. 1670, aus der Kirche in Merenschwand. Kopie eines farbigen Fliesenbodens von Abraham Erhard in Winterthur, aus dem Winkelriedhause in Stans, 1600. Geschmiedetes, teilweise graviertes und vergoldetes Chor-Gitter aus der Kapelle von Killwangen (Aargau), Ende d. 16. Jh. Steinernes Türgericht mit zwei Wappen und Jahrzahl 1633, aus Walenstadt. Kircheninventar des 17. und 18. Jh. Epitaphien des Generals Salomon Ilirzel, Herr zu Wülflingen und Buch (1672 —1755), und seiner Gemahlin Anna Margareta Meiss (1687 — 1727-), aus der Kirche von Wülflingen. Seidene Kirchenfahnen aus dem Wallis, 18. Jh. Altäre. Bemalter Flügelaltar mit Wappen der Stadt und des Spitals Baden, 1564, aus der St. Antoniuskapelle zu Oborwil bei Turgi (Aargau). Antependium mit allegorischen Darstellungen, 1516, aus dem Frauenkloster in Sarnen. Geschnitzter Barockaltar, Anf. d. 18. Jh., aus dem Thurgau. Orgel aus dem Frauenkloster St. Scholastika in Rorschach. 58 Palmesel, aus Mellingen und der Ostschweiz. Glasgemälde: Fünf Frülirenaissance-Sclieiben mit Gottvater, Madonna mit Kind, Johannes d. T., Petras und der Familie des Donators, aus der Kirche von Poschiavo, Anf. d. 16. Jh. Vier grosse Grisaille- Scheiben von 1737, aus der Kirche von Stadel (Zürich). Vier Figurensohoiben mit dem Major. Domus Pipin und Karl dem Grossen als Gründern des Grossmünsters, mit dessen Modell, 1545 (von Carl von Egeri), 1556 und 1625. Ansicht der St. Peterskirche in Zürich, 1549. Kleine Rundscheibon mit Bildercyklen von Christoph Murer, Glasmaler in Zürich, 1580. Raum Kokokozimmer. 45 Die Ausstattung kopiert nach Originalen in einem Boudoir des Weissen- bachschen Hauses in Freiburg. Spiegel-Konsolen mit Allegorien der Jahreszeiten aus dem Hause zur «Engelburg» in Schaffhausen. Spezialsammlung von Zürcher Porzellan aus der ehemaligen Fabrik im Schoren bei Bendlikon. Service mit Tafelaufsatz, Geschenk des Rates von Zürich an das Kloster Einsiedeln vom Jahre 1777. Terrakotten des Bildhauers und Modelleurs Valentin Sonnenschein. Ofen, gemalt von Düringer in Zürich, 1754. Historische Notizen. Die Porzellan-Fabrik im Schoren bei Bendlikon, wurde durch eine Zürcher Gesellschaft auf Anregung des bekannten Dichters und Malers Salomon Gessner im Jahre 1763 gegründet, der sich bei der Bemalung der Gegenstände selbst beteiligte, wovon noch ein Tabaktopf mit seiner eigenhändigen Aufschrift «S. Gessner pinx.» zeugt. Im Jahre 1766 fand eine Erweiterung der Fabrik statt. Die ältesten datierten Erzeugnisse stammen aus dem Jahre 1765. Technischer Leiter der Fabrik war ein gewisser Adam Spengler. Von 1771—1781 w r ar auch der Maler und nach- herige Kunsthändler Heinrich Füssli darin beschäftigt. Besondere Bedeutung aber erlangten die Fabrikate, als zu Ende der 70er Jahre der Bildhauer Valentin Sonnenschein, geboren 1749 zu Ludwigsburg, als Modelleur angestellt wurde. Trotzdem die Erzeugnisse der Fabrik künstlerisch auf bedeutender Höhe standen, hatte das Etablissement mit beständigen finanziellen Misseifolgen zu kämpfen. Im Jahre 1793 ging die Fabrik an Mathias Nehracher von Stäfa über und 1803, drei Jahre nach dessen Tode, erwarb sie Präsident Hs. Jacob Nageli von Bendlikon, unter welchem die Herstellung von Porzellan eingestellt und nur noch diejenige von geringer Fayence fortgesetzt wurde. — Die Sammlung ist zum grössten Teile ein Geschenk von Dr. II. Angst. RjUig Ausstellungsraum. 46 Wappentafeln der Fraumünster-Amtmänner in Zürich seit dem Jahre 1522, neu gefasst 1671. 59 Glasgemälde. 1. Fenster: Darstellungen aus der Geschichte Zürichs mit Wappen von Zürcher Geschlechtern, gemalt von II. J. Nüscheler I. von Zürich, a) Treffen von Tättwil (1351), dat. 1644. b) Jakob Müller von Zürich rettet dem Grafen Rudolf von Habsburg im Kampfe gegen den Freiherrn von Regensberg das Leben (1268), dat. 1644'. c) Zerstörung des Städtchens Glanzenberg an der Limmat (1268), dat. 1644. d) Belagerung Zürichs durch den Herzog Albrecht (1351), dat. 1644. 2. Fenster: a) Jakobs Traum mit Monogramm des Glasmalers H. V. Jegly, 1645. b) Einsetzung des Osterlammes mit Wappen des Papstes Urban VIII. Barberini und Monogramm des Zürcher Glasmalers H. J. Nüscheler I. c) Verkündigung der Geburt Mariä an Joachim, mit Wappen des päpstlichen Nuntius Graf Ranutius Scotti von Piacenza, 1638, Monogramm wie b). d) Zürcher Ämterscheibe, 1624, aus der Werkstätte des Hans Jacob Nüscheler I. 3. Fenster: a) Glücksrad mit Wappen Wüest und Sprüngli, Anf. d. 17. Jh. b) Allegorie der Freundschaft mit Wappen Berger und Wirz, 1637, beide von H. J. Nüscheler I. c) Wappenscheibchen Hirzel, Werdmüller und Haab, 1665, von H. W. Wolf in Zürich, d) Wappen der Grafschaft Kyburg, des Standes Zürich und der Familie Escher (Glas) von Zürich, dat. 1671, mit Monogramm des Glasmalers J. Weber. Bemalte Wandtapete aus dem Hause «zum Römer» in Zürich, 18. Jh. Möbel aus dem 18. Jh. Ölgemälde mit Darstellung der Belagerung von Wil, 1712. Bildnisse von Angehörigen der Familie Landolt in Zürich, das eine gemalt von Mathias Füssli, 1718. Langnauer Fayenceplatten. 1. Vitrine. Erzeugnisse der Porzellanfabrik in Nyon (Waadt), aus dem Ende d. 18. und Anf. d. 19. Jh. 2. 3. Vitrine. Sammlung schweizerischer Glaswaren, 16. bis Anf. d. 19. Jh. 4. Vitrine. Schweizerische Fayencen verschiedener Herkunft. 5. Vitrine. Berner Bauemgeschirr aus Langnau, Heimberg, Bäriswil u.s.w. Korridor vor der keramischen Abteilung. Hgm Kasettendecke aus dem «Untern Schlosse» in Zizers, 17. Jh. 47 Grosses Hängestück mit Wappen der Familie Steiner von Uetikon, 17. Jh. Bemalte Wandtapete aus dem Hause «zum Römer» in Zürich, Mitte d. 18. Jh. Möbel aus dem 18. Jh. Öfen, der eine von Andreas Dolder in Beromünster, 1777. Glasgemälde: Die drei Patrone und Standeswappen von Zürich, Anf. d. 17. Jh. Standesscheibe von Bern, 1627. Wappenscheibe der Herrschaft Regensberg, aus der Kirche von Steinmaur, 1667, von Glasmaler H. W. Wolf in Zürich. Standesscheibe von Zürich, aus der Kirche von Veltheim (bei 60 Winterthur), 1607. Wappenscheibe des Johann Heinrich Waser. Bürgermeister von Zürich, aus der Kirche von Otelfingon, 1667, von Glasmaler II. W. Wolf. Wapponschoibon des Standes Bern sowie der Stadt und des Amtes Nidau, dat. 1627, aus der St. Margareton-Kirche zu Kallnach (Kt. Bern). Fayenceplatten. (Rechts) Simmentaler und (links) Heimborger Platten. Raum Keramische Sammlung. 48 Historische Notizen. Die Winterthurer Fayencen, deren Herstellung schon zu Änf. d. 16. Jli. begann, erfreuten sich namentlich im 17. ,1h. eines Rufes, der sogar über die Landesgrenzen hinaus drang und zur Folge hatte» dass, in der kleinen Stadt beständig 20 bis 40 Hafner beschäftigt wurden. Besonders berühmt waren die Erzeugnisse der Werkstätten Erhärt, Pfamv, Graf und Sulzer, bestehend in Relief- und farbig bemalten (ifen, Platten, Krügen, Tintengefässen u.s.w. (siehe Kabinett II). Die berühmtesten Meister waren: Ludwig PfauwI. (f 1623), LudwigPfauw II. (f 1683), Hans Heinrich Pfauw, Schultheiss 1672, Christoffel und Anthoni Erhärt, Hans Heinrich Graaf, David Sulzer u. a. I. Kabinett. 3 Winterthurer Öfen von Ludwig Pfauw, 1667, Heinrich Pfauw, 1660 und Hans Heinrich Graf, 1687. Winterthurer Ofenkacheln des 16. und 17. Jh. und Winterthurer-Platten des 17. Jh. Glasgemälde: 1. Runde Wappenscheibe des Ulrich Stutz, Schützenmeister und des Müllers Hans Stutz zu Dübendorf, 1572, erneuert durch die Gebrüder Stutz 1665. 2. Runde Wappenscheibe des Antoni Oeri, 1588 Landvogt der Herrschaft Wädensweil, erneuert 1601, 1663 und zuletzt 1687 durch Nachkommen seines Geschlechts. II. Kabinett. Wandtäfel mit Büffet aus Bern vom Jahre 1610. Ofen mit Darstellung der Zünfte Zürichs und Episoden aus der Geschichte der Stadt u. s. w., ein Geschenk Winterthurs in das neue Rathaus zu Zürich, erstellt von David Pfauw, 1698. Spezialsammlung von Winterthurer Majoliken des 16. und 17. Jh., Wappenplatten, Krüge, Tintengeschirre u. s. w. Geschenk von Dr. H. Angst. Glasgemälde. Serie von Scheiben des St. Galler Glasmalers Andreas Hör. 1. Fenster:, a) Alliancewappenscheibe Graf-Peyer, dat. 1562, mit Erschaffung des ersten Menschenpaares, b) Alliancewappenscheibe Schowinger- Sattler, dat. 1562, mit Daniel in der Löwengrabe. 2. Fenster: a) Alliancewappenscheibe Zyly-Gaisberg, 1562, mit Darstellung derSiindflut. b) Wappenscheibe der st. galler Metzgerzunft, dat. 1564. 3. Fenster: a) Alliancewappenscheibe Stockar-Peyer mit allegorischer Darstellung der Gerechtigkeit, 1562. b) Alliancewappenscheibe Peyer-Schlaprizi mit Darstellung des Opfers Abrahams, 1562. fl".*' u m •*©®* O-* I o*©®?_ ■ Üfü Sfi *y* | .jfefcyrffedfc 61 Silberner Tafelaufsatz. Geschenk des schweizerischen Bundesrates an Dr. II. Angst bei seinem Rücktritte als Direktor des Landesmuseums, Arbeit von Hans Brei, 1902. III. Kabinett. Öfen, Ofenmodelle und Ofenkacheln aus dem 18. Jh. Blauer Zürcher Ofen aus dem ehemaligen Bauherrenhause (später Stadthaus) in Zürich. Spezialsammlung von Fayencen des 18. Jh., Geschenk von Dr. H. Angst. 1. Schrank. Fayencen aus der italienischen Schweiz. 2. und S. Schrank. Zürcher Fayencen aus der Fabrik im Schoren bei Bendlikon. 1. Vitrine. Fayencen aus Beromünster, Kanton Luzern. Die Industrie wurde in dem Flecken gegen Ende des 18. Jahrhunderts von einem Andreas Dolder, geboren 1743 in Bennonnes, Grafschaft Salm, eingeführt imd zeichnet sich namentlich durch originelle Formen aus. 2. Vitrine. Lenzburger-Fayencen. Das Städtchen besass in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts zwei Fabriken. Die erste wurde am 1. Juni 1763 gegründet von A. II. und II. C. Klug, die andere betrieb ein Hafner J. J. Frey, «Fayenzler» genannt, der seine Ausbildung in Paris empfing. Er soll dabei sein ganzes Vermögen verpröbelt haben, so dass seine Nachkommen in Armut gerieten und auswanderten. Wandschmuck. Platten und Schüsseln in blauer Bemalung auf weissem Grunde, aus der Ostschweiz. Glasgemäide mit zahlreichen Wappen und Darstellungen aus dem alten Testament, Ende d. 16. Jh. Stiftungen der verschiedenen zur Zimmer- leutenzunft in Zürich gehörenden Handwerke. Uiiiformeusammluiig'. I. Kabinett. Uniformen und Uniformröcke der Schweizerregimenter 49 in französischen, englischen, holländischen, neapolitanischen und päpstlichen Diensten vom Anf. d. 19. Jh. bis 1860. Paradeuniform des Obersten Henri- Victor de Gingins - Lasarraz, Kommandanten des IV. (Berner) Schweizerregiments in Neapel bis 1848. Uniformenbilder und Porträts von Offizieren. Öfen : Zürcher Ofen, blau in blau mit grün, 18. Jh. Farbiger Steck- bornerofen, zum Teil mit Militärbildern, 18. Jh. Blau bemalter Ofen mit berittenen Panduren oder Kosaken. Glasgemälde : Sogenannte Bauernseheiben aus dem 16. und 17. Jh. II. Kabinett. Lederkoller und Beinkleider des 17. und 18. Jh. Uniformröcke, Grenadiermützen, Hüte. Ausrüstungsstücke schweizerischer Milizen des 18. Jh. Uniformen aus der Zeit der Helvetik. Uniformen der Schweizerregimenter in französischen Diensten im 18. Jh. Kolorierte Uniformenbilder von Iloffmann, die Schweizerregimenter in französischen Diensten darstellend, 1780. 62 Öfen: Winterthurer Ofen von Heinrich Pfamv mit Darstellung von Schweizersohlaehten, aus dem Landhause «Bocken» bei Borgen, Ende d. 17. Jh. Glasgemälde: (Hofseite). 1. Fenster: a) Figurenseheibe mit Warnung gegen die Annahme von fremden Militärpensionen und Inschrift: Eine Gantze Gmeind zu Birmenstorff, 1560, vielleicht von Niklaus Manuel, b) Figurenscheibe mit Wappen der Gemeinde Wädensweil, 1675, von Glasmaler Caspar Hirt in Zürich, c) Figurenscheibe mit Wappen der Gemeinde Ober-Hasle im Wysland, 1680. d) Figurenscheibe mit Wappen der Landschaft Frutigen, 1681. 2. Fenster (oben) : a) Standesscheibe von Schaffhausen, 1617, von Glasmaler H. C. Lang d. ä. in Schaffhausen, b) Standesscheibe von Bern, 1603. c) Wappenscheibe de Castella aus Freiburg, 1651. d) Wappenscheibe der Stadt Solothurn, 1599. (unten): Sammlung kleiner Rundscheiben mit Wappen und figürlichen Darstellungen, darunter Fragment mit Schildhalterin von Urs Graf. 3. Fenster: a) Wappenscheibe des Johann Esclier, Schützenhauptmann der Stadt Zürich, 1599, aus Schloss Eigenthal, b) Figurenscheibe mit Darstellung des Fähnrichs und Auszuges der Herrschaft Grüningen, 1643. c) Wappenscheibe des ehrsamen Gerichts im «Eneren Amt» der Grafschaft Kiburg, 1687. d) Figurenscheibe mit Familienwappen, Ende d. 16. Jh. Raum Waffenhalle. El) -ü I. Abteilung. Gotischer Kamin aus Bourg St, Pierre (Wallis), dat. 1442. Wandfresken von Ferdinand Hodler, 1899, darstellend den Rückzug der Eidgenossen aus der Schlacht bei Marignano. Tropft. 1 u.2. Hellebarden, 16. Jh. Panzerhemd aus der Ruine Wildberg, 1443. Wand 3. Fragment eines Panners mit Darstellung einer Burg, Anf. d. 15. Jh. Totenfahnen der Grafen Friedrich von Toggenburg (1436) und Walraf von Thierstein und des Freien Peter von Raron (1439). Panner von Appenzell, 15. Jh. Lange Spiesse. Vitr. 4. Entwickelung des Dolches, 13. —16. Jh. Troph. 5. Hellebarden, 16. Jh. Panner aus Appenzell und Lenzburg, 16. Jh. Zwei Panzerhemden, 16. Jh. Reste eines gotischen Harnisches und Panzerhemd aus dem Brandschutte der 1492 verbrannten Burg Uster. Wand 6 . Fünf Burgunderpanner, 1476 bei Murten erbeutet. Reiterschild mit Wappen Raron, 14 Jh. (Kopie). Fragmente von langen Spiessen. Vitr. 7. Dolclimesser, Hauswehren, Hellebarden, Lanzen und Spiesseisen, 9.—16. Jh. Troph. 8. Lange Spiesse mit blattförmigen und Vierkantspitzen. Harnischteile mit Marke Arbois, ca. 1500. Troph. 9. Hellebarden. Landsknechtspanner, 16. Jh. Troph. 10. Hellebarden, 16. Jh. Schild in Form einer Tartsche, Anf. d. 15. Jh. Wand 11. Zwei Zürcher Damastpanner von 1437, wovon das eine in der Schlacht bei Kappel (1531) durch Hans Adam Naef gerettet ■wurde. Spiesse. Vitr. 12. Schwerter (Fundstücke) 10. —15. Jh. Troph. 13. Hellebarden, 16. und 17. Jh. Panzerhemden, 16. Jh. Landsknechtspanner, Anf. d. 16. Jh. Zwei Panner aus Appenzell, 16. Jh. Wand 14. 63 Zürcher Stadtpanner. Ältestes Zürcher Sehützenpanner, 15. ,1h. Zürcher Reimfahne mit Damastmuster, Auf. d. 16. Jh. Landsknechtschwert mit ala- mannisciier Klinge. Vitr. 15. Schwerter und Schwertknäufe, 15. —17. Jh. Troph. 16. Lange Spiesse. Troph. 17 — 19. Waffentrophäen: Hellebarden, Küstungsteile, Bündner Talschaftsfahnen. Gest. 20 u. 21. Burgunderhauben, 16. Jh. Gest. 22 — 29. Entwickelung der Hellebarde. 15.—17. Jh. 30. Grosser Zürcher Setzschild, Auf. d. 15. Jh. Bogenschützenschild mit Wappen des Georgenbundes und der Stadt Winterthur. Bogenschützenschild mit imbekanntem Privatwappen, 15. Jh. Schmiedeisernes Geschützrohr, aus dem Schlosse Colombier, angeblich Beute aus dem Burgunderkriege, Auf. d. 15. Jh. Geschützrohre des 16. und 17. Jh. Ledermörser «Feuerhund», 17. Jh. Falkonnette, Hinterlader, 17. Jh. Wallbüchsen, Mauerbüchse «Wurm», Zürcher Arbeit, Auf. d. 17. Jh. Grosse, in Leder gefasste Geschützrohre, 17. Jh. Geschosse. Troph. 31. Hellebarden und Spiesse, 16. Jh. Halbharnisch mit Kugelbrust, ca. 1520. Halbharnische, 1. Hälfte d. 16. Jh. Zürcher und Winter- tlmrerpanner, 15. und 16. Jh. Juliuspanner der Stadt Mellingen und der Talschaft Urseren, 1512. Erbeutete Banner, aus Appenzell, 16. Jh. Vitr. 32. Helmformen, 14.—16. Jh. Küstungsteile aus der Mailänder Werkstätte der Missaglia, Ende d. 15. Jh. Troph. 33 und 34. Hellebarden, Streitäxte und Morgensterne, 15.—17. Jh. Armbrüste, 16. Jh. Küstungsteile. Harnischtrog mit Intarsien, dat. 1602. Wand 35. Drei burgimdische, bei Murten erbeutete Panner. Bogenschützenschild, Streitäxte und Partisanen, 15. Jh. Wand 36. Drei Panner und ein Bogenschützenschild, Beutestücke von Murten, 1476. Standarte des Abtes Gallus Alt von St. Gallen, dat. 1685. Geschwärzter Halbharnisch mit geätzten blanken Bändern, dat. 1578. Bogenschützenschild mit Wappen des Georgenbundes und der Stadt Winterthur, 15. Jh. Streithämmer und Äxte, Panzerkragen, 16. Jh. Vitr. 37. Entwickelung von Sporn und Steigbügel, 10. —17. Jh. Gest. 38 und 39. Mordäxte, Jagd- und Kriegs- spiesse, Ahlspiesse, Rosschinder, 15.—17. Jh. Wand 40. Zweihänder, 16. Jh. Luzemer Hämmer, Äxte und Gertelhellebarden, 16. Jh. Zwei Panner der Stadt Bremgarten, nach der Tradition bei Sempach (1386) und Murten (1476) gebraucht. Panner der Stadt Strassburg, 1499 von Heinrich Kahn bei Dörnach erbeutet. Wand 41. Zwei Panner, das eine mit Wappen der Stadt Breisach, Beutestücke aus dem Schwabenkriege, 1499. Kennfähnchen der Stadt Bremgarten, Ende d. 15. Jh. Äbtisch St. Gallische Standarte, Ende d. 17. Jh. Wintertkurer Bogenschützenschild, 15. Jh. Schwert, Anderthalbliänder, von Hans Adam Naef in der Schlacht bei Kappel, 1531, geführt. Geätzter, blanker Halbharnisch, ca. 1580. Gewehre, Pistolen, Pulverhörner. Vitr. 42. Pferdegebisse, 15.—17. Jh. Küdenhalsbänder. Vitr. 43. Waffen des Reformators Ulrich Zwingli, gefallen in der Schlacht bei Kappel am 11. November 1531. Vitr. 44. Fussangeln, Handgranaten, Gewehrschlösser, 15.—17. Jh. Geschützmodelle. Laffettenapplikationen, 16.—17. Jh. Wand 45. Im Schwabenkriege erbeutetes Panner mit Darstellung einer Sonne. Zwei Panner mit Wappen 64 v. Pfirt und Homburg, Beutestücke aus dem Sehwabenkriege 1499. Handfeuerwaffen, 15.—17. Jk. Protzenkasten, aus Zürich, 1589. — Vitr.46. Pistolen, 16. — 18. Jh. — Gest. 47. Partisanen, 15. — 17. .Hl., wovon eine mit Sägefischklinge. — Gest. 48. Sturmgabeln, Luzerner Hämmer, Partisanenhellebarden, Spontons, 16.—18. Jh. — Troph. 49. Trophäe aas Partisanen und Spontons, Einsteckbajonetten und Pulverhörnern, 17. und 18. Jh. — Troph. 50. Trophäe aus Hakenbüchsen, Musketen, Spontons, Rüstungsteilen und Pulverhörnern. Jaiffettierte Gesehützmodelle. Ilarnisehtrog, 1645. — Troph. 51. Hellebarden und Spiesse, 16. Jh. Panner von Winterthur, Appenzell und Lenzburg, 15. und 16. Jh. Halbharnische mit gerillter Brust. Maximilianshalbharnisch, Anf. d. 16. Jh. Halbharnische, 1. Hälfte und Mitte d. 16. Jh. — Vitr. 52. Armbrüste, Spanngürtel und Armbrustwinden, 15. und 16. .Jh. Gestepptes Panzerhemd aus Leinendrileh, aus Schwyz, Anf. d. 1.6. .Th, Doppelgürteltasche zur Falkenbeize, 16. Jh. Armbrustköcher, 16. Jh. — Troph. 52. Kriegssensen, Spiessfragmente, Harnischbestandteile, Pulverhörner. — Troph. 54. Armbrüste, Dillenbajonette, Zweihänder, Feldflaschen. — Wand 55. Zürcher Stadtpanner mit gesticktem Eckquartier (Kopie des Juliuspauners), gebraucht auf dem Zng nach Dijon, 1513. Panner der Stadt Bremgarten, sog. Juliuspanner (Geschenk des Papstes Julius II,). Zürcher Richtschwert, Mitte d. 16. Jh. — Wand 56. Juliuspanner des Städtchens Elgg und der Abtei St. Gallen, 1512. Italienische Tartschen, 15. Jh. Maximiliansharnisch, Anf. d. 16. Jh.— Vitr. 57. Armbrustbolzen. Brandbolzen. Sturmtöpfe und Pechkranz, 15. Jh. — Gest.. 58 —5,9. Entwickelung des Schwertes, 15.—17. Jh. — Wand 60. Juliuspanner der Stadt Zürich, 1512. Zwei Zürcher Sehützenpanner, das eine mit Damaststoff, Anf. d. 16. Jh. Zweihänder, 16. Jh.— Wand 61. Juliuspanner der Stadt Diessenhofen, 1512. Zürcher Sehützenpanner, 1. Hälfte d. 16. Jh. Italienische Tartschen, 15. Jh. Dillenbajonette, Pulverhörner, Fechtschwerter, 16. und 17. Jh. Gerillter Halbharnisch mit geschifteter Brust, 1. Hälfte d. 16. Jh. Vitr. 62. Schweizerdolche, 16. Jh. Schwert mit orientalischer Klinge und kunstvollem Griff, nach Überlieferung päpstliches Geschenk an Gardehauptmann Caspar Röust von Zürich um 1525. Medaille mit Kette, angeblich Geschenk des Papstes Sixtus IV. an Bürgermeister lieh. Röust, 1474. — Vitr. 63. Geschenke des Papstes Julius II. an die Eidgenossen. Grosses, reichverziertes, geweihtes Prunkschwert mit Gürtel (italienische Arbeit), gestickte Palmen - Quartiere, geweihter Hut in Blechschachtel, 1512. — Vitr. 64. Pulverproben und Pulverhörner, 16. —18. Jh. — Wand 65. Zürcher Rennfahne mit Damaststoff, Anf. d. 16. Jh. Zwei Appenzeller Panner, 15. Jh. Calibrierinstrumente. Protzenkasten mit Wappen Edlibach, dat. 1547. — Vitr. 66. Artillerie-Messinstrumente, 17. und 18. Jh. — Gest. 67 — 68. Schwerter und Degen, 17.—19. Jh. Geätzter Halbharnisch, 1. Hälfte d. 17. Jh. Gebläuter Halbharnisch, 2. Hälfte d. 16. Jh. — Troph. 69. Spontons, Dillen- , bajonette, Pulverhörner etc. — Troph. 70. Gewehrgabeln, Artilleriegerät- j schäften, Petarden, Pulverproben etc. Harnischtrog mit Wappen v. Bonstetten j mm Lichidruckanstalt Alfred Ditisheim, Basel UrTra U iS* 65 und v. Erlach, 17. Jli. — 71. Grosses Zelt der Schmiedenzunft in Zürich, dat. 1642, umgeben von drei Reihen llhlbhamisehen des 16. und 17. Jli., darunter sieben Stücke mit Marke des Plattners Hofmann in Frauenfeld, Ende d. 16. Jli. Vier Falkonnettc, 17.,Th. Zwei Zürcher Bogenschützenschilde, Anf. d. 15. Jli. Bennfahne aus Rapperswil, 16. Jh. — Troph. 72. Hellebarden und Spiesse, 16. Jh. Eegimentsfahnen aus fremden Diensten. Standarte des Rittmeisters Hartmann von Zürich, 18. Jh. Halbharnische, 17. Jh. — Vitr. 73. Gewehre, 16. und 17.,Th. — Troph. 74. Haken- und Wallbüchsen, 17. Jh. — Wand 75. Panner von Baden und Altstätten, Beutestücke aus dem Toggenburger Krieg, 1712. Hinterladergewehr mit Schrauben Verschluss, 18. Jh. Ölgemälde mit Darstellung: (1 er ersten Schlacht bei Vilmergen, 1656, Beutestück von 1712. — Troph. Tß. Erinnerungen an die Schlachten bei Zürich, Juni und September 1799. — Wand 77. Äbtiseh St. Gallisches Panner und Landsknechtspanner, erbeutet 1712. Zwei Doppelhaken mit Wappen Dillherr, aus dem Schlösschen Greifenstein bei Borschach, Anf. d. 17. Jh. — Gest. 78. Gewehre, 18. Jh. — Troph. 79. Kriegssensen, Spontons. Panner des Abtes Leodegar Bürgisser von St. Gallen, erbeutet 1712. — Troph. 80. Hellebarden und Spiesse. Panner des 17. und 18. Jh. Standarte des Abtes Gallus Alt von St. Gallen, Ende d. 17. Jli. — Vitr. 81. Offiziersausrüstung mit Lederkoller, 17. Jh. ßiistungsbestandteile, 17. und 18. Jh. — Gest. 82. Hakenbüchsen. — Wand 83. Zürcher und Winterthurer Stadtpanner, 15. Jh. — Gest. 84. Entwickelung dos Stand- stutzers, 18. und 19. Jh. — Wand 85. Zürcher Stadtpanner, dat. 1669. Winterthurer Panner, Anf. d. 16. Jh. (Juliuspanner?). — Gest. 86. Luntengewehre. — Troph. 87. Kriegssensen, Hellebarden, Spontons. Panner des Zürcher Regiments Steiner in französischen Diensten, Ende d. 18. Jh. — Troph. 88 — 90. Stangenwaffen, Rüstungsbestandteile, Zürcher Panner etc. Schiffsgeschütze. Gotischer Kamin mit Darstellung von Adam und Eva, Aristoteles und Phyllis, den Wappen des G. Supersaxo, und seiner Gemahlin, geh. Lehner, aus dem Supersax-Hause in Glis (Wallis), 1479. Gest. 91. Hakenbüchsen und Wallbüchsen, 16. und 17. Jh. Orgelgeschütz, 1742 von Johannes Welten in Saanen angefertigt, Coehornscher Handmörser. — Gest. 92 und 93. Flinten und Stutzer, 18. und 19. Jh. — Gest. 93. Hakenbüchsen, Wallbüchsen und Musketen, 17. und 18. Jh. Kanonen- Haubitze mit Wappen Göldli, 1674. — Gest. 94. Musketen und Flinten, ' 17. und 18. Jh. — 95. Zelt mit Wappen des Artilleriekollegiums in Zürich, 18. Jn. Original-Modelle des 17. Jh. von Stadtbefestigungen Zürichs, Pulvermühlen, Kriegsfuhrwerken, Belagerungsmaschinen u. s. w. Trommeln des 17. und 18. Jh. «Zürichbraut», gezogenes Hinterladergeschütz von 1611. — | Vitr. 96. Waffen aus Dagliestan, Geschenk des kais. russ. Generallieutnants J. C. Faesy von Zürich, f 1848. 66 S. Raum 51 Raum 52 Sammlung schweizerischer Uniformen aus dem 19. Jahrhundert. In den Wand- und Mittel - Vitrinen Uniformen der verschiedenen kantonalen und eidgenössischen Truppen vom Jahre 1804 bis gegen Ende d. 19. Jh. (Pultvitrinen) Hausseeols und Epauletten, Degen und Säbel des 19. Jh. Gibemen und Patrontaschen. (Rückwand) Modellsammlung von Säbeln, Seitengewehren und Patrontaschen aus dem Zeughause in Zürich. Schweizerische Ordonnanzgewehre des 19. Jh. Korridor. Glasgemälde: 1. Fenster: Standesscheibe von Luzern, 1680, aus dem f Kreuzgange des Frauenklosters in Altdorf. Wappenscheibe des H. M. Hegezer ; von Wasserstelz, 1649, wahrscheinlich von Carl v. Egeri. Fragment, Ober- > stück eines Glasgemäldes mit zwei kämpfenden Landsknechten, Anf. d. 16. Jh. Znsammengestellte Scheibe aus Fragmenten einer zertrümmerten Zunftscheibe der Zimmerleute in Zürich, einer Zürcher Ämterscheibe u. a., mit 62 Wappen. “ Scheibe mit Darstellung des hl. Gallus, 1605. Grisaille-Wappenscheibe Rein- > hard, 1698, Arbeit des Zürcher Glasmalers H. W. Wolf. Wappenscheibe des _ Chorherrenstiftes Schönenwerd, 1698, aus der Kirche in Schönenwerd. Figuren- scheibe mit Ehepaar Hans Dietly, 1534. Grisaille-Wappenscheibe Leu-Heidegger, gemalt von H. W. Wolf, 1709. Standesscheibe von Bern, 1671. Figurenscheibe mit Wappen Spenriger, 1533. Wappenscheibe Yögelin, von Glasmaler ■ H. W. Wolf. Wappenscheibe des Heinrich v. Schennis, 1629. 2. Fenster: Rundscheibe mit Darstellung des Schlosses Grüningen, 1563, Arbeit des Zürcher Glasmalers Jos. Murer. Zwei Grisaille-Figurenscheiben, die eine f. mit Darstellung von Jakobs Traum und Wappen Grebel und Schneeberger, ~ 1666, die andere mit Darstellung des Lot mit seinen Töchtern und Wappen ') v. Meiss, 1666, Arbeiten von H. W. Wolf. Wappenscheibe Rahn, 1633. Wappenscheibe des Standes Zürich und der Herrschaft Grüningen mit dem ? Wappen aller zugehörigen Burgställe und Familienwappen Gessler, 1618. j Zwei Grisaille-Figurenscheiben, die eine mit David und Jonathan, Wappen % Rahn und v. Schmid, die andere mit der Himmelfahrt des Elias und Wappen | Grebel und Schönau, beide von H. W. Wolf, 1666. Wappenscheibe Waser, I 1649. Scheibe mit Darstellung des jüngsten Gerichts und Wappen Clauser I 1595. Zwei Grisaille-Scheiben mit mythologischen Darstellungen und Wappen I Reinhard und Blarer, Edlibach und Göldli, von Glasmaler H. W. Wolf in 8 Zürich. Wappenscheibe Maag, 1629, aus der Kirche in Veltheim. Runde I Wappenscheibe des Standes Zürich und der Herrschaft Grüningen mit Familien- 1 wappen Escher, Arbeit von Jos. Murer, aus dem Schlosse Grüningen. Zwei | Grisaille-Figurenscheiben mit mythologischen Darstellungen, von H. W. Wolf | in Zürich (1662). 3. Fenster: Unbekannte Wappenscheibe. Wappenscheibe I Wolf, 1642, aus der Kirche in Veltheim, von Glasmaler H. J. Nüscheler I. 1 in Zürich. Figurenscheibe mit Wappen Müller, 1729. Bauernscheibe mit .5 67 Ehepaar Hans Müller und Eisi Ryser, 1586. Figurenscheibe mit Darstellung der Speisung der 5000, aus dem Kloster Tänikon (die übrigen Scheiben dieses Cyclus in Raum 23). Grisaille-Wappenscheibe des ehemaligen Cisterzienser- Klosters Wettingen, von Glasmaler II. W. Wolf. Wappenscheibe Jenny', 1588. Monolith-Figurenscheibe mit Wappen Balthasar und Pfyffer, 1681. Grisaille- Wappenscheibe des Klosters Einsiedeln, 1744, von Glasmaler H. C. Meyer in Zürich. Wappenscheibe mit drei unbekannten Familienwappen, Anf. d. 17. Jh. Wappenscheibe Ulrich, 1643, aus der Kirche in Veltheim, Arbeit von H. J. Nüscheler I. Grisaille-Wappenscheibe Andermatt-Lüttiger, 1750, von Glasmaler H. C. Meyer. 4. Fenster : Rundscheibe mit Wappen der Bog§n§GhÜtzon von Zürich, 1698. Runde Wappenscheibe Zingg, aus Flums, Ende d. 17. Jh. Halbrunde Wappenscheibe Ziegler mit anderen Schaffhauser Familienwappen, 1644, aus Schaffhausen. Runde Standesscheibe von Zug, 1673. Wappenscheibenfragment der Grafschaft Kiburg, aus der Kirche von Veltheim. Unbekannte Wappenscheibe, aus Steina. Rh., Anf. d. 16. Jh. Rundscheibe mit Darstellung der Gründung der Eidgenossenschaft und Wappen der Siebner der Zürcher Bogenschützengesellschaft, 1587. Runde Zürcher Ämterscheibe, Arbeit von H. J. Nüscheler I. Schliffscheiben, 18. Jh. Scheibenrisse, Vorlagen für Glasgemälde, des 16. und 17. Jh. von Hans Leu, Stoffel Murer, Daniel Lindtmayer, Peter Balduin u. a. Möbel des 17. Jh. Trophäen von Jagd- und Kriegswaffen. Gipsabguss der Brunnenfigur auf dem sog. vierröhrigen Brunnen in Schaffhausen, 16. Jh. Kostümsiiinnilimg. a) Unteres Stockwerk: Städtische Kostüme und Möbel vom 17. bis zum Anf. d. 19. Jh. Vorraum. Möbel aus dem 17. bis zum Anf. d. 19. Jh. Kinderporträte Rging aus dem 17. und 18. Jh. Bemalte Türbekrönung mit Ansicht des Schlösschens gj Wiggen bei Rorschach (vgl. Raum 28). Eglomises, 18. Jh. Zeremonienfrack des Junkers Hans Reinhard von Zürich, Landammann der Schweiz, Anf. d. 19. Jh. Glasgemälde: Wappenscheibe von Bonstetten-Göldlin, 1590. Wappen- Hgym scheibe Lamberger, 1595. Wappenscheibe Luchs Escher-von Schönau, 1599, aus Schloss Eigenthal. 1. Vitrine: Kleid eines Junkers von Bodegg auf Schloss Elgg, aus der Gruft in der Stadtkirche, Anf. d. 17. Jh. Silbergestickter Kavaliermantel, l Ende d. 16. Jh. Frauen- und Herrenkostüme vom Anfang bis zur Mitte d. 18. Jh. aus Zürich und Umgebung. Goldgesticktes Haarnetz, Anf. d. 16. Jh., aus Luzern. Brautkranz aus Zürich, 17. Jh. Basler Bürgermeister-Krone, 17. Jh. Kopfbedeckungen, 17. Jh. — 2. Vitrine: Damen- und Herrenkostüme, 68 aus der Mitte d. 18. Jh. Hauben. Gestoppter Untorrock, .Tacken, Mitte d. 18. Jh.— Fenstervitrine: Knabenrook von 1680. Anliängetaselien. Silbergestickte Lederhandschuhe aus Graubünden. Kopfputz aus Zug. Zürcher Frauenporträte. Raum Glasgemälde: 1. Fenster: Wappenscheibe Wellenberg-v.Escher-Rubli, 55 1598. Wappenscheibe des Mathys Solrwerzenbach und seiner Frauen Anna Kordorf und Margareta Setzstab, 1579. Wappenscheibe Lavater, “Wolf, Simler, von dem Zürcher Glasmaler Josias Murer. — 2. Fenster: Wappenscheibe Werdmüller, 1627. Wappenscheibe Zollikofer-Peyer, 1635. — 3. Fenster: Wappenscheibe Zollikofer-Schobinger, 1635. Wappenscheibe Fitler-Schlumpf, 1635. Wappenscheibe Zollikofer-Sohlumpf. 1635. 1. Vitrine: Herren- und Damenkostüme, Mitte bis Ende d. 18. Jh. Gestickte Herren- und Damenmützen und Kinderhäubchen. — Eekvitrine: Herren- und Damenkostüme aus Zürich, Ende d. 18. Jh. Trauermäntel und Hüte aus Zürich. — 1. Wandvitrine: Gestickte Westen. — 2. Wandvitrine: Gestickte Vorstecker, Herren- und Damenmützen. — 1. Fenstervitrine: Silberne Gürtelketten, gestickte Halstücher, Kinderkäppchen, Handschuhe. — 2. Fenstervitrine : Gestickte Vorstecker, Halsgarnituren, Bijouterien. — 3. Fenstervitrine: Fächer, wovon 4 von Sulzer in Winterthur. Bijouterien. Möbel vom Ende d. 18. Jh. Porträte aus Zürcher Familienbesitz. Raum Glasgemälde: 1. Fenster: Bauernscheibe des Ph. Sandrock, 1610. jg Bauernsclieibe Stierli - Schenk v. Bebtal. — 2. Fenster: Bauernscheibe H.Häberlin, 1608. Wappenscheibe Perung, 1617. Bauernsclieibe Friio, 1609. Wandvitrine: Herren- und Damenkostüme, Ende d. 18. Jh. — Kleine Vitrine: Gestickter Herrenrock und Westen, Ende d. 18. Jh. — Eckvitrine: Damen- und Kinderkleider, Anf. d. 19. Jh. — 1, Fenstervitrine: Stickereien, Anf. d. 19. Jh. — 2. Fenstervitrine: Kinderkleidchen, Anf. d. 19. Jh. Porträts aus der Familie Tschudi von Glarus, gern, von J. G. Kopp. Raum Glasgemälde: Wappenscheibe Wolf, 1609. Wappenscheibe Hirzel, jj 1669, von dem Zürcher Glasmaler H. W. Wolf. Wappenscheibe Schwyzer von Zürich, 1657. Wandvitrine: Herren- und Damenkostüme aus der ersten Hälfte d. 19. Jh. Puppen, Beifröcke. — Fenstervitrine: Uhren, Schmuck, Kämme, Tabakpfeifen, Kragen, Miniaturporträts. b) Oberes Stockwerk: Volkstrachten, Bauernmöbel. Trachtenbilder von Maler Ludwig Yogel in Zürich, vom Anf. d. 19. Jh. Raum Treppenhaus. Porträts aus Appenzell, St. Gallen und Glarus. — 1■ Wand- gg vitrine: Taillen, gefältelte Sennenhosen, Wehnthalerinnen-Juppen vom Ende d. 18. Jh. — Wandnische: Fastnachtanzug aus Wil (St. Gallen), Holz- 69 Masken ans dem Lötschental (Wallis) und der Ostschweiz. Narrenpritschen. — 2, Wandvitrine: Männer- und Frauenldoider aus Appenzell, Graubünden, Glarus und Tessin. Knabenrock aus Graubündon, Mitte d. 18. Jh. 1. Kabinett. Zürcher Trachten aus dem Ende des 18. und Anf. d. RälMI 19. Jh. Mieder und Halstücher aus dem Kanton Zürich, 18. Jh. 59 2. Kabinett. Wandvitrine: Trachten aus Guggisberg, Umgebung von (jgg^ Bern, Simmental, Haslital, Ereiamt, Schwyz, Unterwalden und Freiburg, jjjj • Kopfbedeckungen. — 1. Eckvitrine: Frauen- und Männertracht aus dem Kt. Schaffhausen. — 2. Eckvitrine: Frauen- und Männertracht aus dem Kt. Solothurn, — 3. Eckvitrine: Frauentrachten aus Baselland. — Wandvitrine: Bauernschmuck. 3. Kabinett. Wandvitrine: Frauentrachten aus dem Kt. Appenzell I.-Bh. Ugum Sennen tracht. Stickereien. — Eckvitrine: Frauen trachten aus Graubünden j| und Tessin. — Schmale Wandvitrine: Vorstecker, Halstücher, Kopfbedeckungen, Mieder aus den Kantonen Unterwalden, Schwyz, Appenzell, Zug und Luzern. Haarpfeile aus Unterwalden. — Kleine Wandvitrine: Kopfputz aus den Urkantonen, Halstücher aus Graubünden. — Pultvitrine: Bauernschmuck. 4. Kabinett. 1. Vitrine: Frauen- und Männertrachten aus dem Raynt Wallis. — 2. Vitrine: Kinderspielzeug. — Kleine Wandvitrine: Erzeugnisse [jj der Freiämter-Strohindustrie, Mitte d. 19. Jh. Hof-Fassade. Zwei Mosaikbilder nach Entwürfen des f Malers H. Sandreuter, darstellend die Gründung Berns und die Gefangennahme Teils. Garten-Anlagen. Westlich vom Museumsgcbäude, am Ufer der Sihl. Portal der 1785 errichteten und 1902 abgebrochenen Emmenbrücke bei Luzern; Schnitzereien von Jos. Amt. Maria Christen von Wolfenschiessen. 70 Verzeichnis der Bilderbeilagen. Gesamtansicht des Landesmuseums, zum Titel. Kaum 6. Backsteine von St. Urban.bei Seite » 12. Alte Küche. » » » 14. Ratsaal von Mellingen., . . . . » » » 15. «Kreuzgang». » » » 16. Erstes Zimmer aus der Fraumünsterabtei in Zürich » » » 17. Zweites Zimmer aus der Fraumünsterabtei in Zürich » » » 23. Saal mit Decke aus Schloss Arbon. » » » 26. Saal aus dem Pestalozzihaus in Chiavenna . . » » » 27. Zimmer aus der Rosenburg in Stans .... » » » 29. Zimmer aus dem Seidenhof in Zürich .... » » » 34. Zimmer mit Decke aus dem Winkelriedhaus in Stans » » » 39. Zimmer aus der Casa Pellanda in Biasca ... » » » 45. Rokokozimmer mit Zürcher Porzellan .... » » » 48. Winterthurer Keramik. » » » 50. Waffenhalle. » » 4 10 16 20 24 28 32 36 40 44 48 52 56 60 64